wöchentlich sechs mal. Bezugspreis u 45 Pfg.(einschl. Trägerlohn). Einzelnummer 10 Pfg. Geschäftsstelle Gr. Marktstraße 3—5. Postscheckkonten: Dortmund 2852 und Hannover 21874. Verantwortlich. Hauptschriftleiter: Heinz Friedrich Kamecke. Verantwortl. für d. gesamt. Texteil: Heinz Friedrich Kamecke. Für den Anzeigenteil: Hans Linner; sämtlic. in Schwerte. Druck u. Verlag: Carl Braut, Schwerte.— D=u. IV. 3t. 172. Tageblatt für die Stadt Schwerte und das Nr. 123 Wre.-Se usdun enderbehuns ende Auu,.#s benstraises Vseriahn Amt Westhofen Gp Kreisblatt für den nordlichen Ten der Sanbttene. Pansten, Bacdaur Keand loshonte Poe beizage rslciansguret s ce Mitwoch, den 30. Mai 1934 67. Jahrgang Gens in Feichen Frattreia,. und Nußtunr! nde odenben dn gug Pehalaunshe Kealisgngen gsen Lalschand. Die allgemeine Unsicherheit über die Zukunft der Abrüstungskonferenz ist am Pperietzgzigen sichtbarer als am Montag. Die Stimmen mehren sich, und gleichzeitig ein unglaubliches Durcheinander. Nirgends ist eine wirkliche Führung, nirgends ein Ausweg Der Beginn der neuen Tagung der Abrüstungskonferenz steht deutlich im Zeichen Frankreichs und Rußlands. Am lebhaftesten ist es im Lager der Kleinen Entente und der Balkanstaaten einschließlich der Türkei. Die Außenminister dieser Länder stehen in dauernder Fühlung miteinander. hendersons Eröffnungsrede Die neue Tagung des Hauptausschusses wurde Dienstagnachmittag 3½ Uhr unter starkem Andrang des Publikums und der Pressevertreter vom Präsidenten Henderson eröffnet. Henderson begann seine Erklärung mit der Feststellung, daß die Zeit gekommen sei, wo der Hauptausschuß entscheiden müsse, ob er seine Arbeiten fortsetzen solle. Die gegenwärtige Lage sei kritisch. Die allgemeine politische Atmosphäre, die schon bei Zusammentritt der Konferenz nicht sehr günstig gewesen sei, habe sich bestimmt nicht gebessert. In diesem Augenblick müsse aber daran erinnert werden, daß die Konferenz Reihe wichtiger Beschlüsse gefaßt habe.„Hender; son erwähnte die Entschließung vom 20.. 1932 über die Herabsetzung der Rüstungen auf den niedrigsten Stand im Sinne des Artikels 8 der Völkerbundssatzung, die Entschließung 22. April über den Grundsatz der qualitativen Abrüstung, die Entschließung vom 23. Juli, die ein ganzes Abrüstungsprogramm aufstellte, das Communique vom 1. Dezember über die deutsche Gleichberechtigung, das am 14. Dezember vom Hauptausschuß zur Kenntnis genommen wurde. Henderson verlas diese Erklärung unter starker Betonung ihrer wesentlichen Punkte im vollen Aus dem historischen Rückblick leitete Henderson die Notwendigkeit einer raschen Lösung einiger der Konferenz übertragenen Aufgaben ab. Es müsse erstens eine Lösung des Problems der nationalen Sicherheit gefungen werden, das die Grundzüge der gesamten A rüstungsfragen bilde. Zweitens: Es müsse dem Wettrüsten auf dem Gebiete der Luftflotten Einhalt geboten werden, und drittens eine inter nationale Kontrolle der Herstellung und des Handels von Waffen geschaffen werden. Es komme jetzt darauf an, allgemeines Vertrauen auf eine effektive internationale Aktion gegen den Angreifer herzustellen. Nur dann könne man von den Ländern erwarten, daß sie in eine Herabsetzung ihrer Rüstungen einwilligen. Hendersaon schloß mit den Worten.„#.# müssen unser Werk zu einem erfolgreichen Enoe bringen, und ich fordere deshalb alle Teilnehmer der Konferenz zu einer aktiven Mitarbeit auf,“ Der Vorschlag Norman Davis' Unter großer Spannung eröffnete Norman Davis als Bevollmächtigter der Vereinigten Staaten den Reigen der Redner, die versuchen wollen, durch eigene Vorschläge einen Ausweg aus der Sackgasse zu zeigen, in der sich die Abrüstungskonferenz heute befindet. Norman Davis stellt zunächst fest, daß die grohen Hoffnungen, mit denen die Abrüstungskonferenz einst begrüßt worden sei, heute tief herabgestimmt worden seien. Die amerikanische Regierung ist überzeugt, daß nur der Weg der Abrüstung Friede und Fortschritt in der Welt und die nationale Sicherheit jedes Landes verbürgen kann. Leider ist die entgegengesetzte Strömung in Europa gegenwärtig vorherrschend. Ein Fortschreiten auf diesem Wege würde wieder Bedingungen schaffen, wie sie dem Weltkrieg vorangingen. Wer also diese Politik verfolgt, anstatt die Sicherheit durch eine Verminderung der Rüstungen yerbei zuführen, lädt eine schwere Verantwortung für die Zukunft auf sich. Norman Davis empfahl den zu revidierenden Macdonald=Plan als Grundlage für eine Einigung und fuhr dann fort: „Präsident Noosevelt hat mich beauftragt, die Haltung und Politik der Vereinigten Staaten folgendermaßen zusammenzufassen: Wir sind bereit, jeden praktischen Weg zu beschreiten mit dem Ziel, ein allgemeines Abrüstungsabkommen zu erreichen und so dem allgemeinen Frieden und dem Fortschritt der Welt zu dienen. Wir sind weiter bereit, in Verbindung mit einer allgemeinen Abrüstungskonvention ebenfalls über einen allgemeinen Richt angriffspakt zu verhandeln und mit anderen Nationen über alle Probleme zu sprechen, die aus Verträgen erwachsen können, an denen wir teilnehmen. Die Vereinigten Staaten haben aber nicht die Absicht, an den politischen Verhandlungen und Abmachungen der europaischen Mächte teilzunehmen, und werden sich auf kei Vereinbarung einlassen, die den Zweck haben könnte, ihre bewaffnete Macht für die Regelung irgend eines Streitfalles einzusetzen. Die Politik der Vereinigten Staaten hat das Ziel, außerhalb jedes Krieges zu halten, aber auf jede Weise zu helfen, wenn es gilt, den Norman Davis schlug der Konferenz urig. den Entschließungen vom 8. Juni v. J. zurückzukehren, also zur Annahme des MacdonaldVorschlages durch alle Nationen, einschließlich Deutschland, als Basis eines zukünftigen. Ahrü: stungsabkommens. Wenn Deutschland eine Ab rüstungskonvention wünsche, was zweifellos der Fall sei, dann könne er nicht leicht glauben, de nicht bereit sein würde, die Verhguchlungen wieder aufzunehmen auf einer Grundluge, der es früher selbst zugestimmt habe. Litwinow spricht Nach Norman Davis sprach Litwinow. Litwinow bemühte sich— Zum Feit Ppogkettunenen tressenden Argumenten—. ven voulommenen Fehlschlag der Abrüstungskonferenz festzustellen. Er wandte sich in ironischen Worten gegen diejenigen, die immer noch Resultate erkennen wollen und hoffen, daß die Konferenz schließlich doch noch zu Ergebnissen führen könnte. Er erging sich dann in Lobesäußerungen über die früheren russischen Bemühungen um die Abrüstung. Der einzige gangbare Weg: die sofortige totale Abrüstung aller Staaten sei verworfen worden; daraus seien die Schwierigkeiten dann zum großen Teil erwachsen. Die schweren Gegensätze zwischen den einzelnen Staaten bestünden in voller Schärfe weiter. Es komme hinzu, daß politische Ereignisse eingetreten seien, die die Lage kritisch gestaltet hätten. In diesem Zusammenhang sprach Litwinow von„kriegsähnsicher tivität auf dem Boden benachbarter Staaren“. Einige Staaten, die noch im Besitz genügender Kräfte seien, um diese Politik durchzuführen, begnügten sich zunächst mit der mündlichen ur schriftlichen Propaganda der odee einer Expansion und der Eroberung fremder Gebiete mit Waffengewalt. Könne man überrascht Lein, 1o fuhr Litwinow fort, daß diejenigen Saaten, die an der Aufrechterhaltung des Frievens interessiert seien, heute ernsthaft beunruhigt seien und noch vielmehr zögerten als früher, bevor sie an die Abrüstung heranträten? Litwinow sprach dann über die Gleichberechtigung und sagte, daß es sehr darauf ankomme, ob diese Gleichberechtigung einem friedfertigen Staat gewährt werde oder einem Staat, der ein Eroberungsprogramm vertrete, und zwar zweifellos ein Eroberungsprogramm mit kriegerischen Mitteln, da doch niemand sein Gebiet freiwillig abtrete. Im übrigen, so meinte er weiter, kann sich eine Abrüstungskonferenz niemals mit der Frage einer Aufrüstung befassen. Auf jeden Fall habe er einmal auf diese neue Atmosphäre hinweisen wollen, die die Folge gewisser politischer treffenden Argumenten—. den Auseinandersetzung Barthou- Eimon „Unverhohlener Meinungsaustausch“ der beiden Außenminister „ a(für das Mislingen der bisherigen Vemüh „Zeitweise sehr hefnig... Wie der Genfer Reutervertreter meldet, hat bei der am Montag stattgefundenen Zusammenkunft zwischen dem englischen Außexminister Simon und Barthou, die auf Ersuchen des frunzösischen Außenministers stattfand, der letztere, der von Marineminister Pietri begleitet war, im Namen des ganzen französischen Kabinetts gesprochen. Es verlaute, daß bei der sehr deutlich gesprochen worden sei. Es habe einen ganz unverhohlenen Meinungsaustausch über die jetzige Lage der Abrüstungsfrage und die in der letzten Zeit von Großbritannien und Frankreich gespielte Rolle gegeben. Die ersten Verhandlungen in Genf sind nicht zugunsten Frankreichs ausgefallen. Die kühl Aufnahme, die der französische Außenminister in den verschiedensten Kreisen gefunden hat, mar sogar so deutlich, daß man in der Pari ser Presse nicht umhin kann, diese Tatsache besonders hervorzuheben. Eine allgemeine Mißstimmung, die sich besonders gegen den englischen Außenminister, dann aber auch gegen den Vorsitzenden der Abrüstungskonferenz, Henderson, richtet, macht sich in der großen Presse 24. bemerkbar, als man versucht, sich mit pänden und Füßen gegen den Vorwurf zu wehren, als trage Frankreich allein die Verantwortlichkeit an dem kläglichen Stand der Abrüstungskonferenz. fur das Mißlingen der bisherigen Bemühungen trage. Ereignisse sei und die das an sich schon schwierige Werk der Konferenz noch weiter erschwert habe. Dann ging Litwinow zu den sowjetrussischen Vorschlägen über. Da es sich heute nicht mehr um Abrüstung, sondern nur darum handele, den Frieden zu sichern, müsse ein anderer Weg als der der Konferenz gefunden werden. Weg sei zweifellos das System der Nichtangriffspakte, das Rußland schon weit ausgebaut habe. Ein anderer Weg sei der der regionalen Pakte zur gegenseitigen Hilfeleistung nach französischen Als wichtigsten russischen Vorschlag nannte Litwinow die Ueberleitung der Abrüstungskon= ferenz in eine ständige und regelmäßig tagende Konferenz, die keine andere Aufgabe habe, als mit allen Mitteln den Frieden zu sichern. Bisher hätten Friedenskonferenzen nur nach Beendigung eines Krieges getagt. Sein Vorschlag ging auf eine Konferenz hin, die den Krieg und seine Folgen verhindern solle. Diese hätte die Aufgabe, alle Mittel zu vervollkommnen, die die Sicherheit stärken könnten und rechtzeitig alle Maßnahmen treffen zu lassen, um den Frieden zu sichern, wobei es sich um moralische,####, schaftliche, finanzielle oder auch andere Mirker Litwinow sprach dann weiter darüber, wie sich diese neue Körperschaft mit dem Völkerbund vertrage. Er behauptete, daß er dem Völkerbunde alle Befugnisse lassen wolle und ihn nur von einer Aufgabe zu entlasten wunsche, die von einem anderen Organ besser und wirksamer wahrgenommen werden könnte. Die Friedenskonferenz könne dabei wohl als ein Organ Völkerbundes angesehen werden. Litwinow hat sich also nicht klar über die des Eintritts Rußlands in den Völkerbund geäußert und alles hier noch offen gelassen. Sein Vorschlag, den Völkerbund gerade in der ihm obliegenden wichtigen Frage der Friedenssicherung durch ein anderes Organ zu ersetzen, dürfte einigen Herren in Genf vielleicht zu denken geben. Politiker, so behauptete er, brüsteten sich damit, daß eroberungslustige Staaten sich mit der Ausdehnung ihres Gebietes nach ihrer Richtung begnügen würden. Die Geschichte beweise aber, daß sich die Eroberungssucht solcher Staaten an allen Grenzen auswirke. Deshalb müßten alle friedfertigen Staaten hier Hand in Hand arbeiten. Damit würden sie nicht nur ihren eigenen Völkern einen Dienst erweisen, sondern au jenigen Völkern, die gegen ihren Willen und für Zwecke, die ihren eigenen Wünschen fremd sind, in den Glutofen blutiger und abenteuerlicher Experimente geworfen werden könnten. Ribbentrop nicht nach Geuf Ganz besonders hebt man in der Pariser Morgenpresse die Unterredung Barthous mit Simon hervor. Diese Unterredung soll zeitweise sehr heftig gewesen sein, und der englische Außenminister soll sich nicht gescheut haben, Burthou an die Verantwortlichkeit zu erinnern, die Frankreich mit seiner Haltung auf sich, gehme. Barthou habe Simon erklärt, daß er, faus Simon seine Vorwürfe in der öffentlichen Sitzung wiederholen sollte, ebenfalls dazu men würde, um zu beweisen, daß nicht Frankreich, sondern Deutschland(!) die Verantwortung Die in der ausländischen Presse verbreitete Nachricht, der deutsche Sonderbeauftragte für Abrüstungsfragen, Herr von Ribbentrop, habe sich nach Genf begeben, entspricht nicht den TatHerr von Ribbentrop wurde am Dienstag vom Reichspräsidenten von Hindenburg zur Meldung empfangen. Gemeine Verleumdungen Eine Richtigstellung des Saarbrücker Oberbürgermeisters Der Saarbrücker Oberbürgermeister Dr. Neikes hat an den Vorsitzenden des Saarausschusses, Baron Alosii, ein Telegramm gerichtet, in dem er seine Abscheu über den Bericht des Vertreters der„Basler Nationalzeiausdrückt, der jeden Satz und Gedanken eines Interviews, das er dem Berichterstatter gewährt habe, völlig verdreht kündigung von Explosionen und eines Brandherdes in Europa sei eine böswillige Er findung des Journalisten. Er, Neikes, stehe dafür ein, daß die Bevölkerung des ganzen Saargebietes die vorbildliche Disziplin auch weiterhin bewahrt. Der Oberbürgermeister bitte zum Schluß, daß der Völkerbundsrat den Anspruch auf Volksabstimmung termingemäß erfüllt. Einer Einladung der Reichsregierung folgend, ist auf dem Wege zu einem Flugwettbewerb in Brüssel eine aus zehn Einsitzern bestehende Staffel der italienischen Luftstreitkräfte auf dem Flugplatz in Böblingen eingetroffen. Mittwoch vertagt Die Tagung war gegen 18½ Uhr beendet. Der französische Außenminister Barthou verzichtete wegen der späten Stunde auf seine Rede. Die neue Tagung der Konferenz ist auf Mittwoch nachmittag 3.30 Uhr festgesetzt worden. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit der Rede Barthous eröffnet werden. Am Mittwochvormittag 11.30 Uhr wird der Völkerbundsrat zu seiner neuen Tagung zusammentreten. Saar-Besprechungen in Genf Ein italienischer Vermittlungsvorschlag Unter italienischer Vermittlung sind Dienstag die Dreier=Besprechungen über die Frage der Saarabstimung weitergeführt worden. Aufgrund der hierbei gewonnenen Eindrücke wollen nun die Italien er einen Vermittlungsvorschlag ausarbeiken, den sie beiden Parteien, also Deutschland und Frankreich, unterbreiten wollen. Man will dann hier in Genf nochmals über diesen Vermittlungsvorschlag sprechen. Wahrscheinlich wird dann vor eneguntiger Beschlußfassung erst eine Stellungnahme der beteiligten Regierungen herbeigeführt werden Abe... e der Aenf tchemn Gaie Der einstmalige Präsidenr der beutschen Freedensdelegation, Freiherr von Lersner, der als Vertreter des Saarbevollmächtigten der Reichsregierung Vizekanzler von Papen in Genf eingetroffen ist, hatte am Dienstag eine eingehende Unterredung mit dem Vorsitzenden des DreierKomitees für die Saarabstimmung, Baron Aloist, und dessen ersten Mitarbeiter Minister Bianchect. Die Mitglieder der Regierungskommisston des Saargebietes mit Ausnahme des finnlänbischer Vertreters Ehrnrodt sind in Genf eingetroffen. Skagerrak Schau des deutschen Bauern Von Vizeadmiral a. D. von Trotha, Preußischer Staatsrat, Führer des Reichsbundes deutscher Seegeltung weiter wir abrücken von den unmittelbaren Eindrücken des Weltkrieges, je bestimmter dies gewaltige Geschehen sich in die Weltgeschichte eingliedert, um so mehr zeigt sich die Stagerrakschlacht als eine Tat des Admirals Scheer, die nicht nur das unvergleichliche Heldenringen unseres Volkes in seiner weltgeschichtlichen Bedeutung bis in den fernsten Erdenwinkel fühlbar machte, sondern die mit der sieghaften Ueberlegenheit unserer jungen Flotte zugleich eine Forderung des Friedens vor die Welt stellte, ohne deren Lösung ein Ausgleich in der Weltentwicklung nicht möglich ist: Die Forderung der Gleichberechtigung für die Deutschen auch auf dem Weltmeer.„B., Mit sren 6. Wohl war die ganze Welt mir ihren Kräften angespannt, um unser Volk zu erdrücken, da man es nicht besiegen konnte. Aber die Flotte am Himmelfahrtstage 1916 zeigte dieser Welt, daß man dem schaffenstüchtigen, lebenskräftigen deutschen Volke, das nach einer schicsalsschweren Geschichte mit neuem Lebenswillen vor die Welt trat, das freie Recht auf das Weltmeer nicht vorWeltfrieden ist der achtungsvolle Ausgleich zwischen den Lebensbedürfnissen der Völker, eine Gegenüberstellung, die sich ständig ändert und immer neue vorausschauende Sorge verlangt, weil die Wertfaktoren der Völker und die Zusammenhänge der Welt sich ständig ändern und verschieben.., s16 Lchi. Wenn Interessengegensatze sich dahin auswirken, eine naturgegebene Entwicklung abzulenken, aufzuhalten oder zu unterbinden, wird die Kraft des vorwärtsstrebenden Volkes gezwungen, sich mit seinem Lebenstrieb und seinem Einheitswillen gegen alle entgegenstehenden Schwierigkeiten Achtung fordernd zu bewähren und durchzusetzen. Ueber vier Jahre hatte das deutsche Volk diese Probe in einer Heldenhaftigkeit bestanden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte, und in der Skagerrakschlacht hat es sich auch gegen die überwältigende Uebermacht der Großbritannischen Weltmacht zur See sieghaft behauptet. Dann kam die furchtbare Zeit, wo der zehrende Hunger und die zersetzende Wühlarbeit unser Volk zusammenbrechen ließen, und der triumphierende Feind alle Mittel des Hasses und Vernichtungswillens anwandte, um unsere schaffende Kraft von Grund aus zu zerstören und den Einheitsgedanken zu zerbrechen. Da ließ der Tag von Skapa Flow die Siegenskraft der Flotte wieder hell aufleuchten. Die unter dem Feuer des überraschten Feindes versinkende deutsche Flotte nahm den hohen Preis, den Scheer am Skagerrak=Tage fest in der Hand gehalten hatte, das freie Recht der Deutschen auf dem Weltmeer, mit hinab auf den Meeresgrund in die Obhut all der Treuen, die auf allen Weltmeeren ihr Leben hergegeben haben für ein einiges freies Deutschtum. Dann trafen uns Jahre tiefster Schmach und Erniedrigung. Immer mehr fielen wir in Tributversklavung gegenüber dem Ausland, immer zerrissener klaffte unser Volk in Parteien und Geldgruppen auseinander. Marxistische Wühlarbeit machte den deutschen Arbeiter ehrlos und zerstörte deutsche Lebenskraft bis in ihre Wurzeln. Erst der einzigartigen Leistung Adolf Hitlers und seiner unvergleichlichen Bewegung gelang es, das deutsche Volk vor dem Abgrund zu retten. Diese gewaltige Tat wird einst mit ehernen Lettern in der Geschichte unseres Volkes geschrieben stehen. Die Kraft des Führers hat uns im Nationalsozialistischen Staat zur Einheit der Deutschen und zur inneren Freiheit unseres Volkstums emporgerissen. Mit der Forderung der Gleichberechtigung für das Deutschtum hat der Kanzler auch das Vermächtnis der Braven, die am Skagerrak=Tage ihr Leben zum Opfer gegeben haben, beherrscht vom Friedenswillen, in reiner Klarheit vor die Welt gestellt. So spannt sich der große Bogen zwischen der unerhörten, mit blutenden Opfern besiegelten Friedensforderung deutscher Lebenskraft auf der salzigen Nordseeflut und nationalsozialistischer Staatsführung, die in friedlichem Auskommen mit allen Völkern den Anspruch auf Gleichberechtigung und Gleichbehandlung in der Welt erhebt. In diesem Geiste stellt auch der vor kurzem ins Leben gerufene Reichsbund deutscher Seegeltung ein Instrument dar, durch das die in ihm mit dem Salzwasser in Berührung stehenden lebendigen Kräfte der großen Friedenspolitik des Führers eingeordnet werden sollen. So geben wir uns am Skagerrak=Tage in treuer Gefolgschaft zu Adolf Hitler und in unauslöschlicher Dankbarkeit gegen die gewaltige Tat der Flotte Scheers, gestützt auf die ungebrochene, durch den nationalsozialistischen Geist verjüngte Schaffenskraft unseres Volkes dem Einsatz hin für die Gleichberechtigung der Deutschen zwischen den großen Völkern und auf dem weiten Meer, für den Friedenswillen, der endlich die Spannungen lösen muß, die über der Welt liegen. Schlenn'==lflug über Deutschland Lola Schröter in Hirschberg aufgestiegen Das Schleppflugzeug„Saarland“ ist am Dienstag in den ersten Nachmittagsstunden in Hirschberg eingetroffen. Die Fliegerin Lola Schröter machte mit ihrer Segelflugmaschine „Sudetenland“ im Schlepp der„Saarland“ zwei Probeflüge und startete um 15.40 Uhr zu der ersten Elappe ihres Deutschlandfluges nach Sugan. Eröffnung der Reichsnährstands-Ausstellung in Erfurt Reichsbauernführer Darré sprach Am Dienstagmittag wurde auf dem am Erfurter Flughafen gelegenen Gelände die erste Reichsnährstands=Ausstellung feierlich eröffnet. Sie umfaßt alles, was der deutsche Nährstand an Spitzenleistungen auf dem Gebiete der Tierzucht, der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und des landwirtschaftlichen Maschinenbaues aufzuweisen hat. Trugen die früheren Ausstellungen im wesentlichen einen mehr flachen Charakter, so steht die Erfurter Ausstellung erstmalig im der Volksverbundenheit zwischen Stadt und Land. Die Schau soll nicht nur dem Fachmann Anregungen und Förderung geben, sondern soll. auch Brücken schlagen zwischen dem Nährstand als dem Träger der Volksversorgung und dem Städter, der in dieser Ausstellung die hohe Leistungsfähigkeit, die Mühe, den Fleiß und die Zuversicht des deutschen Landvolkes erkennen wiro.:„ Ian sich bis Fhrengäste Gegen Mittag versammelren sich die Ehrengäste mit den Ausstellern und den bereits am ersten Tage zahlreich von überall her erschienenen Landund Stadtbewohnern zu einer schlichten Eröffnungsfeier im Großen Ring. Nachdem ein SS.=Musikzug die Feier mit dem Badenweiler Marsch eingeleitet hatte, folgte ein wuchtiger Sprechchor der Landjugend im braunen Ehrenkleid der HJ. und ein Bauernlied. Die Begrüßungsansprache hielt der Erfurter Oberbürgermeister Pichler. Mit starkem Beifall begrüßt ergriff Reichsminister R. Walther Darré, der Führer des Ehrenausschusses, das Wort zu einer wegweisenden Ansprache über Bauerntum und Agrarpolitik. Wenn der Reichsnährstand, so führte er u. a. aus. heute seine erste Ausstellung veranstaltet, so will er damit Rechenschaft ablegen vor sich selbst und vor dem ganzen Volke über seine Leistung und sein Können, und zwar nicht im wirtschaftlichen Sinne nach Ertragsrücksichten, sondern in höherem, man kann vielleicht sagen, im politischen und sittlichen Sinne. Der Bauer will hier seine Stellung als unterster und breitester Träger der Gesamtwirtschaft als Diener am Volk veranschaulichen. So sehen Sie zunächst auf wirtschaftlichem Gebiet, wie dem heillosen Wirrwarr durch den rücksichtslosen Geschäftsgeist und Wettbewerb Einzelner heute eine Ordnung gefolgt ist, die sich zwar erst im allmählichen Aufbau befindet, aber für die zehn Monate, die wir wirklich nationalsozialistische Agrarpolitik treiben können, schon einige Leistungen gerade zu dieser Ausstellung ausweisen kann. Nicht nur der Markt. vor allem auch die Aufzucht von Pflanzen und Vieh stand völlig unter dem Einfluß der liberalistischen Zersetzung und mußte allmählich geordnet und höheren volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten untergeordnet werden. So werden wir vor allem nach der Verordnung über Saataut in kürzester Frist zu klaren und übersichtlichen Verhältnissen auf dem Saatgutmarkt gelangt sein. Das äußere Zeichen dieser Bereinigung ist das Haus der Pflanzenzucht, in dem zum ersten Male eine Gemeinschaftsausstellung der deutschen Pflanzenzucht aufgeführt ist. Auch die Tierzucht mußte in diesen neuen Grundgedanken eingebaut werden, gerade im Hinblick auf die Abgrenzung zwischen Landestierzucht und Hochzucht. Die Grundlage für die gesamte Züchtungsarbeit muß wieder die eigene Futtererzeugung abgeben. ter wollen in den Ausstand treten, falls die Nira=Anordnung über die Beschränkung der Erzeugung durchgeführt wird. Weiter beabsichtigen die Gummiarbeiter den Fabrikanten in Akron(Ohio) ihre Forderungen auf Einführung eines Mindestlohnes und Erhöhung des Stundenlohnes von 40 auf 75 Cents zuzustellen. Generalstreik im mexikanischen Petroleumgebiet? Die Arbeiterkammer des mexikanischen Staates Tampico, des Zentrums der mexitanischen Petroleumerzeugung, hat mitgeteilt, daß am 6. Juni der Generalstreik zur Unterstützung der seit dem 23. Mai streikenden Angestellten der britischen Eagle=Petroleumgesellschaft beginnen soll, wenn die Forderungen der Arbeitnehmer abgelehnt werden. Das Reichskommissariat für bäuerliches brauchtum aufgehoben Nachdem das Arbeitsgebiet des Sonderbeauftragten für das bäuerliche Brauchtum, die bäuerliche Sitte uund Gesittung im Reichsernährungsministerium auf die Stabshauptabteilung F im Stabsamt des Reichsbauernführers übergegangen ist, hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft die Beauftragung des Reichskommissars Erwin Metzner aufgehoben. Metzner ist zum Stabsabteilungsleiter F im Stabsamt des Reichsbauernführers berufen worden. Sie sehen auf dieser Ausstellung den Reichsnährstand auch als Kunden der übrigen Wirtschaft, vor allem der Industrie. Bei einer sinnvollen Marktordnung darf kein Zweifel bestehen, daß Anbau den, vie es die Lebensbedürfsuisse des gelamten Vol= Siadt= oder Gemeindewappen bleiben kes verlangen.„„„„„ 01E 5 Hier in Erfurt kommt es nun darauf an, dem Bauern für seine Bedürfnisse ein eindringliches Bild seiner Geschichte, seines Brauchtums, seiner Sitte und Gesittung zu zeigen. Vor allen Dingen wollten wir ein einwandfreies Bild von der stolzen Höhe unserer germanisch=nordischen Bauernkultur vorführen. Diesen weltanschaulich=kulturpolitischen Teil enthält das Reichsnährstandshaus. Man wird hier erkennen, wie unsere ganze nationalsozialistische Agrar=Gesetzgebung bewußt auf der Freibauernverfassung unserer germanischen Vorfahren aufgebaut ist. Das Reichserbhofgesetz und das Reichsnährstandgesetz beruhen auf der alten germanischen Einstellung zu Grund und Boden. Die vielfach von lebhafter Zustimmung unterbrochenen Ausführungen des Ministers klangen aus in das Deutschland= und das Horst=WesselLied. Der Führerersan, in Bresden Begeisterte Menschenmassen umjubeln den Führer Der Führer begab sich Dienstag mittag mit dem Reichserziehungsminister Rust, der Dienstag früh in Dresden eingetroffen war, und mit seinem Adjutanten, Gruppenführer Brückner, sowie dem Reichspressechef Dr. Dietrich zum Reichsstatthalter Mutschmann, um dessen Diensträume zu besichtigen. Der Führer begrüßte bei dieser Gelegenheit auch die Beamten und Angestellten des Reichsstatthalters. Vor dem Landtagsgebäude, in dem sich das Büro des Reichsstatthalters befindet, hatte sich schon morgens 6 Uhr eine große Menschenmenge angesammelt, die um die Mittagsstunde geradezu beängstigend anwuchs. Die Dresdener Schulen hatten um 10 Uhr geschlossen, und auch die Schulkinder strömten in die innere Stadt, nachdem bekannt geworden war, daß mittags der Führer den Vorbeimarsch der Dresdener SA abnehmen werde. Der Führer trug sich noch in das Gästebuch des Reichsstatthalters ein und fuhr dann weiter zum Rathaus. Der Führer trug sich in das Goldene Buch der Stadt Dresden ein. Nach einem Gang durch die Festräume des Rathauses begab sich der Führer auf den Balkon, um sich den seit Stunden vor dem Rathaus harrenden Zehntausenden zu zeigen und sie zu begrüßen, die immer wieder mit stürmischen Rufen den Führer zu sehen verlangten. Vom Rathaus ging die Fahrt dann zum Italienischen Dörfchen am Adolf=Hitler=Platz. Dort nahm der Führer, in seinem Wagen stehend, den Vorbeimarsch der gesamten Dresdener SABrigade 33 und der Dresdener SS=Standarte 46 ab. Der Adolf=Hitler=Platz war bis auf den einen schmalen Streifen für das Publikum freigegeben worden. Auch hier hatten sich wieder Zehntausende angesammelt. Ferner waren alle Dächer und Fenster der Umgegend, sogar Turm und Dach der Hofkirche und der Staatsoper von Menschen dicht besetzt. Nach dem Vorbeimarsch begab sich der Führer hinüber nach der Staatsoper, wo die Schwerkriegsbeschädigten in ihren Wagen Aufstellung genommen hatten. Der Führer grüßte die Kriegsverletzten und ließ ihnen die ihm überreichten Blumen auf die Wagen legen. Gegen 3 Uhr fuhr der Führer mit Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsminister Rust zum Ministerpräsidenten von Killinger. Zu gleicher Zeit traten Hitlerjugend, Jungvolk und BdM, die vorher durch die ungeheure Verstopfung der Dresdener Straßen mit Menschen nicht mehr rechtzeitig zum Vorbeimarsch am Italienischen Dörfchen gekommen waren, zum Vorbeimarsch, am Hotel Bellevue an. Der Führer hat im Verlaufe seines großen Staatsbesuches in Dresden die sächsischen Minister einzeln empfangen und sich mit ihnen über ihre Arbeitsgebiete ausgesprochen. Am Dienstagnachmittag fuhr der Führer zum Zwinger. Am Abend fuhr er ins Schauspielhaus, wo im Rahmen der ersten Reichstheaterfestwoche in einer ausgezeichneten Besetzung„Peer Gynt“ gegeben wurde. Die Begeisterung der Dresdener Bevölkerung ist am dritten Tage des Staatsbesuches noch gestiegen. Die Menschenmassen stehen wie die Mauern, und selbst zehn= und 12stündiges Warten vermag viele nicht dazu zu bringen, ihren Platz aufzugeben, immer in der Hoffnung, wieder einmal den Führer zu sehen. Entgegen den vielleicht bestehenden Avsichten, die gemeindlichen Wappen zu ändern, wird von zuständiger Stelle darauf hingewiesen, daß aus Gründen der Tradition eine derartige Aenderung im allgemeinen nicht erwünscht ist. Die Wappen verkörpern bekanntlich die alten geschichtlichen Ueberlieferungen der Gemeinden, sehr häufig aus der Zeit ihrer Entstehung heraus, und diese geschichtliche Ueberlieferung sollte nicht aufgegeben oder durchbrochen, vielmehr die neue Generation noch enger an sie geknüpft werden. General Teschner Sonderbevollmächligter des 15936. Zum Sonderbevollmächtigten zur Prüfung der Beschwerdefälle gegen Angehörige des RS.= Deutschen Frontrampfer=Bundes(Stahlhelm) hat der Bundesführer, Reichsarbeitsminister Seldte, den Generalmajor a. D. Teschner ernannt. Die Dienstgeschäfte des Sonderbeauftragten wurden am Dienstag aufgenommen. Erste katssitzung des koten Kreuzes Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Herzog Karl Eduard von Sachsen=Koburg und Gotha, hat den auf Grund der neuen Satzung des Deutschen Roten Kreuzes gebildeten Präsidialrat und Großen Rat des Deutschen Roten Kreuzes zu einer ersten Sitzung einberufen. Die Sitzung fand am Montag im Hotel Kaiserhof in Alle Berichte der Beauftragten für die einzelnen Aufgabengebiete betonten den unmittelbaren Anschluß der Arbeits= und Erfahrungswerte der Rote=Kreuz=Tätigkeit an die Erfordernisse der Gegenwart, wie sie z. B. der zivile Luftschutz an den Bereitschaftsdienst des Roten Kreuzes stellt. Wesen und Tradition des Roten Kreuzes, so schloß der Präsident, liegen in dem Begriff selbstverständlicher Pflichterfüllung, wie Leben und Arbeit unseres Schirmherrn, des Generalfeldmarschalls von Hindenburg, und unseres Volkskanzlers ein hohes Lied der Pflichterfüllung sind. Die Tagung verlief als feierlicher Auftakt zum Rote=Kreuz=Tag, der bekanntlich am 10. Juni d. J. im ganzen Reich einheitlich begangen wird. Dor neuen Riesenstreite m Winlerna Allenthalben Streikunruhen— Ueberall Generalstreiks in Sicht Die Streikgefahr in den Vereinigten Staaten nimmt rapide zu. Von überall kommen Meldungen über Streikunruhen und bevorstehenden Generalstreiks. Cleveland(Ohio): Eine Kraftdroschkengesellschaft, deren Chauffeure streiken, versuchte unter polizeilichem Schutz den Droschkenbetrieb wieder aufzunehmen. Dabei kam es zu ernsten Unruhen der Streikenden. Diese bewarfen die Droschken mit Steinen und legten im Geschäftsviertel den Straßenverkehr still. New Orleans: Bei dem Streik der Hafenarbeiter in New Orleans kam es am Montag zu neuen Ausschreitungen. Mehrere Personen wurden verletzt. San Francisco: Am Hafen kam es infolge eines Gerüchtes, daß ein Vermittlungsvorschlag zur Beilegung des Werftarbeiterstreiks abgelehnt worden sei, zu schweren Ausschreitungen. Die Streikenden veranstalteten einen Umzug und rissen einen berittenen Polizisten, der sie anhalten wollte, vom Pferde. Aus allen Teilen der Stadt wurden Polizeiverstärkungen an Ort und Stelle geschickt. Im Verlaufe der Zusammenstöße soll es viele Verletzte gegeben haben. Die Polizei mußte mit Tränengas gegen die Angreifer vorgehen und machte auch von der Schußwaffe Gebrauch. Die Zahl der Schwerverletzten beträgt acht. Außerdem wurden zahlreiche sonen leicht verletzt. In San Diego kam es gleichfalls zu Ausschreitungen. 50 Dockarbeiter durchbrachen die polizeiliche Absperrung, um die Beladung eines Dampfers zu verhindern. Toledo(Ohio): Nach dem Scheitern der Einigungsverhandlungen in Toledo(Ohio) wird allgemein mit dem Generalstreik gerechnet. Bisher stimmten von 103 Gewerkschaften 68 für die Ausrufung des Generalstreiks. Außer dem Metallarbeiterstreik stehen in den Vereinigten Staaten noch zwei weitere große Streiks in Aussicht. 300000 Textikarbei Landespolizeigruppe General Göring erhält die Tradition der Polizeitruppe von Deutsch=Ostafrika Im Hof der ehemaligen Kadettenanstalt in Lichterfelde fand Dienstag mittag die feierliche Uebergabe der Tradition der Polizeitruppe von Deutsch=Ostafrika an die Landespolizeigruppe General Göring, und zwar an die erste Hundertschaft statt. Reichsstatthalter Ritter von Epp, der von 1904 bis 1907 in Südwestafrika Dienst tat, übergab die Tradition der Polizeischutztruppe Ostafrika an die erste Abteilung der Landespolizeigruppe Göring. Polizeioberst Wecke dankte General von Epp mit dem Gelöbnis, die ruhmreiche Tradition der Polizeitruppe von Deutsch=Ostafrika fortzusetzen. Auch Ministerpräsident Göring verwies auf das große Symbol, das in dieser Uebernahme liege. Je fester unser Wille sei, den Frieden unseres Vaterlandes mit unserem Blute zu so gesicherter werde auch der Friede sein. Der Ministerpräsident wandte sich energisch gegen die Kolonialschuldlüge. Die Tradition verpflichte, das Heldentum der Vorkämpfer niemals zu vergessen; das Gelöbnis lege er auch als Chef der Landespolizeigruppe ab. Bootsunglück auf dem Main Nach einer Siegesfeier im Bootshaus des Würzburger Rudervereins unternahmen am Dienstag früh sechs Teilnehmer der Feier in einem Motorboot eine Spozierfahrt auf dem Main. Oberhalb der Ludwigsbrücke kenterte das Boot und die Insassen fielen ins Wasser. Bier von ihnen konnten sich retten, während zwei ertranken. Nr. 123(Zweites Werter Hoilung 30. Mai 1934 D Anerer Trote Schwerte(Ruhr), Mittwoch den 30. Mai 1934 Vom Wetter Vorhersage für Mittwoch: Schwache Winde, vorwiegend aus westlichen Richtungen. Teils noch stärker bewölkt, teils heiter. In den Morgenstunden schon wieder vielfach dunstig. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Westliche bis nordwestliche Winde. Bei wechselnder Bewölkung nur mäßig warm. X Unfall bei der Hausarbeit. Einen bedauerlichen Unfall erlitt gestern ein an der Hagenerstraße in Stellung befindliches junges Mädchen. Dasselbe war mit der Wäsche beschäftigt und benutzte dabei auch eine Wringmaschine. Durch irgend einen unglücklichen Zufall geriet sie mit der linken Hand derart zwischen die Walzen der Maschine, daß ihr zwei Finger stark gequetscht wurden; sie muß einige Zeit im Krankenhause zubringen. X In großer Gefahr befand sich gestern nachmittag ein etwa 10 Jahre altes Mädchen, welches vom kathol. Friedhof kommend einem aus der Richtung Schwerte nahenden Fuhrwerk ausweichen wollte, dabei aber ein die Hörder Straße herunterkommendes Motorrad übersehen hatte. Der Radfahrer konnte noch im letzten Augenblick seine Maschine herumwerfen, sodaß die Kleine nur gestreift wurde. Sie wurde zwar heftig zu Boden geworfen, kam aber ohne nennenswerten Schaden davon. : Das Ruhrtalmuseum ist in dieser Woche Woche täglich geöffnet. Achtung! Berufs und Amateurphotographen von Schwerte. Die SA=Standarte 329 Schwerte benötigt für ihr Archiv Aufnahmen von dem Aufmarsch der Standarte, der am Sonntag, dem 14. Mai in Schwerte stattfand. Alle Berufsphotographen und alle Amateure, die den Aufmarsch im Bilde festgehalten haben, werden“ gebeten, die Bilder der Standarte 329 (am Bahnhof) einzureichen. Alle Unkosten werden von der Standarte ersetzt Jedes Bild wird dankbar entgegengenommen. Die Schwerter Polizei im Wettkampf. Am Donnerstag, 6,30 bis 7 Uhr spielt Polizei Schwerte gegen„Schwerter Turnerschaft 1868“ Faustball. Das Spiel wird im Rahmen der Werbewoche der DT. ausgetragen und dürfte viele Zuschauer anlocken. Das Spiel findet auf dem Sportplatz am Realgymnasium statt. Saisonschlußverkauf 1934. Der Beginn des Saisonschlußverkaufes ist nach einer von der Industrie= und Handelskammer zu Dortmund telefonisch eingeholten Auskunft von der Regierung in Arnsberg in Uebereinstimmung mit den Regierungen in Düsseldorf und Köln auf den 23. Juli 1934 festgesetzt worden. Er darf wie bisher 2 Wochen dauern. Die bekannten Richtlinien der Industrie= und Handelskammer zu Dortmund über Inventur= und Saisonschluß=Verkäufe vom 12. Dezember 1933 bleiben in Gültigkeit. —: Unsere aktuelle Bilderschau in den Schaukästen der Fa. C. Braus, zeigt: Vizekanzler v. Papen spricht auf der Saarkundgebung der 50000 deutschen Turner in Berlin. Italien feiert den Jahrestag seines Eintritts in den Weltkrieg. Die königliche belgische Sondermission bei Reichspräsident v. Hindenberg. Erzherzog Eugen bedankt sich bei Dollfuß für die Rückkehrerlaubnis. Avusrennen 1934. Momberger auf Auto=Union. Der Franzose Moll siegt. Otto Schmidt, Sieger in Hoppegarten. Polizeipferde springen durchs Feuer. Ein Unentschieden im Hindenburg=Rennen in BerlinHoppegarten. Der neue Turnierplatz am Freischütz offiziell übergeben Vorbildliche Sportanlage Schwerte, 30. Mai. Wir haben schon mehrmals berichtet, daß am Freischütz ein neuer Turnierplatz im Entstehen begriffen ist, der der schönste von ganz Westfalen zu werden verspreche. Rechtzeitig zum Frühjahrsturnier, das am Sonntag, dem 3. Juni stattfindet, ist die neue gewaltige Anlage fertiggestellt worden. In der Tat, hier ist etwas Vorbildliches geschaffen worden. Durch gewaltige Erdbewegungen war es möglich, die Größe des Platze zu verdreifachen. Auf den terrassenförmig aufgebauten Gängen ist Raum für 2000 Sitzplätze und für rund 6000 Stehplätze. Rings um den Platz ist eine 5 Meter breite Fahrbahn angelegt. 4 Meter breit ist die Hindernisbahn. Sie besteht aus folgenden festen Hindernissen: Wassergraben, Billard und Wall. Als lose Hindernisse dienen: Ochser, Mauer, Doppelsprung und Trippelbarr. Unterirdisch ist eine Kanalisation angelegt. Etliche Waggons Graniersand wurden auf den 100 Meter langen und 50 Meter breiten Platz geschüttet. Im Innenraum befinden sich zwei Dressurbahnen, im der Größe 20 mal 40 Meter. Die Hodanleischr fruckansten ocachenr öchwerte Empfang im Rathaus.- Die Holländer stammen aus dem Sauerland Empfang in Kathaus.- Pgennnrer aus dem Sauerland Schwerte, 29. Mai. Im Laufe des gestri=] Nach dem Wunsche des Bürgermeisters daß gen Vormittags trasen 11 Vertreter der holländischen Zeitungen auf ihrer Besuchsfahrt durch Deutschland in Schwerte ein. Sie waren mit einem Wittener Omnibus aus Bochum über Blankenstein gekommen. In ihrer Begleitung befand sich Dr. Wagner vom Verkehrsamt Dortmund. Sämtliche Herren sprachen fließend deutsch. Da sie auf ihrer Deutschlandfahrt viel zu sehen bekamen, war es natürlich, da ßder Besuch nur ein kurzer sein konnte. Bürgermeister Dr. Guttmann begrüßte die holländischen Gäste im großen Sitzungssaal des neuen Rathauses mit herzlichen Worten. Er wies darauf hin, daß die Stadt Schwerte nicht zum ersten Male Beziehungen zu dem holländischen Nachbarvolk aufnehme. Schwerte würde stets gern von holländischen Reisenden besucht, namentlich von solchen, die hier verweilten, um danach das schöne Sauerland aufzusuchen. Außerdem berge Schwerte in dem Schnitzaltar der St. Viktorkirche ein wertvolles Kleinod in seinen Mauern, welches zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Antwerpen bezogen sei und somit seit Jahrhunderten Kunde gebe von holländischer Kunst und von den engen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Holland. Ruch dem Wunsche des Burgermeisters, daß die holländischen Gäste auf ihrer Reise die besten Eindrücke von deutscher Ordnung und deutschem Fleiß und Streben sowie von der Schönheit der deutschen Landschaft empfangen möchten, besichtigten die Gäste in Begleitung des Bürgermeisters die Kirche St. Viktor mit dem alten kunstvollen ehrwürdigen Altar und danach das alte Rathaus mit dem von Museumswart Spiegel geschickt aufgebauten Heimatmuseum. Die Holländer waren nicht wenig erstaunt, als ihnen unser Heimatforscher klar machte, daß die Holländer Germanen seien, deren Urheimat das Sauerland gewesen sei. Im Jahre 8 vor Christi Geburt, so erzählte ihnen Josef Spiegel, fiel Tiberius in das Land der Sugambrer— im Ruhrland— ein. Die Sugambrer wurden besiegt und mit 40000 Mann links des Rheines, wo sie als Gugerner benannt wurden, verpflanzt, d. h. zwangsweise angesiedelt. Die Nachkommen sind die heutigen Holländer, die sich bis zum 16. Jahrhundert ziemlich rasserein gehalten hatten. Die Erinnerung im Erbgut äußert sich heute in der Liebe der Holländer für das Sauerland — Sugambrerland—, indem sie es bevorzugt aufsuchen. Die Deutschlandfahrt der Holländer führte weiter nach Ergste, wo das Arbeitslager besichtigt wurde. Germanische Funde im Ruhrtal-Museum Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, Der ihrem Wesen nachforscht, ihren Sitten, Die Wege wandelt, die sie einst geschritten, Zu ihnen rückwärts die Gedanken lenkt; Dem die Geschichte seines Heimatlandes Das Schönste, Wissenswerteste erscheint, Der nie vergißt des wundersamen Landes, Das ihn mit jenem inniglich vereint! Joh. Wolfg. v. Goethe. Was der große Dichter vor über 150 ren sagte, ist heute neu und von andern großen Geistern, auch von unserem Reichskanzler Adolf Hitler immer wieder gepredigt worden. Wir können nicht anders zum Vaterlande kommen, als durch die Liebe zur Heimat! Man kann aber auch nur das wahrhaft lieben, was man kennt. Ein wichtiges Mittel die Heimat in vergangenen Tagen und in der Gegenwart kennen zu lernen, ist der Besuch des Museums. Es sollte eine Selbstverständlichkeit ein, an jedem Ort, wo man gerade ist, besonders aber in der Heimat, die Museen kennen zu lernen. Am Museumsbesuch kann manden Geist und die Kultureines Menschen, eines Volkes ermessen Du deutscher Mann, du deutscher Junge, kennst du deine Heimat?, kennst du deine Ahnen— die Vorfahren, die wir„Germanen“ nennen? Hast du schon die Zeugen ihrer hohen Kultur, ihrer Waffen und Geräte, ihren Schmuck gesehen? Weißt du, daß die Germanen unserer Heimat, die Sugambrer, an der Ruhr, im Sauerlande(Sugrambrerlande) wohnten und schon vor Christi Geburt auf ihren Münzen das Hakenkreuz als Kultzeichen hatten? Auch auf den Waffen bildeten sie es, wie ein bei Fröndenberg gefundenes Bronde- Streitbeil zeigt! Kennst du die tausende Funde germanischer Vorzeit im Ruhrtal=Museum? Von weit her kommen Schulklassen und Hitler=Jugend zu Fuß, um diese einzigartige Schau germanischer Entwicklung über drei Jahrtausende kennen zu lernen. Warst du auch schon im Museum? Viele Besucher haben 6—8 Mal den Weg gefunden und ihr Wissen bereichert. Sie wissen, es ist besser, erst dann in lauten Tönen die garmanische Rasse zu preisen und auf sie stolz zu sein, wenn man sie kennt! Die germanische Vorzeit im Ruhrtal=Museum berechtigte zu der Namengebung Ruhrtal=Museum, denn die Funde stammen zum großen Teil aus dem Ruhrtal und die Sammlung ist die größte und lückenloseste in ganz Westfalen. Es gibt kein besseres Lehrmittel für die Schulen der näheren und weiteren Umgebung, die germanische Vorzeit kennen lernen wollen, als ein Besuch mit Vortrag im Ruhrtal=Museum. Viele Vereinigungen, Gesellschaften, Lehrgänge und Schulen erhielten im Museum schon Unterricht über Deutsche Vorzeit. Zur Zeit ist eine Postausstellung im Museum, eine Schau, die gewiß sehenswert ist und sich aus den Beständen des Museums, Leihgaben des„Westfälischen Dortmund“, des Privat=Museums„Altdeutsche Bierstuben“, Bintz=Iserlohn, des Museums Westhofen und einer Reihe auswärtiger Privatsammler zuasmmensetzt. Trotz der Mühe, mit der Ausstellung zusammengebracht wurde, kann sie nur bis einschließlich nächsten Sonntag gezeigt werden. Kein Hei freund versäume, die Postausstellung zu besichtigen. Eltern, schickt eure Kinder. Eintritt 10 Pfg. und Kinder 5 Pfg. Geöffnet täglich von 13—18 Uhr. Am leichnamstage und am Sonnabend auch Vormittags von 10—13 Uhr. eine ist besonders tief ausgebaut, damit sie auch bei nassem Wetter benutzt werden kann. Die bekannte Tribüne ist nach der Westseite hin verlegt worden. Sie enthält 600 Sitzplätze, unter ihr befinden sich Stallungen für 75 Pferde. In diesen Tagen wurde der neue Turnierplatz offiziell dem Schwerter Fahr= und Reitverein übergeben. Als Vertreter der Stadt war Pg. Obstfeld erschienen. Anläßlich des 10jährigen Bestehens, das der Verein jetzt feiern kann, sei rückblickend folgendes erwähnt: Der Schwerter Fahr= und Reitverein= wurde auf Anregung von Dr. Dieckerhoff gegründet. Es gehörte Mut dazu, in der damaligen Zeit eine derartige Sache aufzuziehen. Bald waren 40 Reiter zusammen, die bald auf Turnieren ihr Können zeigen konnten. Der Schwerter Reiterverein war überhaupt der erste Reiterverein, der die Fridericianische Quadrille vorführen konnte. Zunächst wurde auf freiem Wiesengelände geübt, dann erhielt der Verein von den Wasserwerken Raum für Reit= und Sprungbahnen, und schließlich wurde der kleine Turnierplatz am Freischütz geschaffen. Wie sich der Schwerter Reiterverein schon bei der Quadrille im Geiste des alten Fritz schöpferisch gezeigt hatte, so brachte er auch den„Fußball zu Pferde“ auf. So drang der Ruhm der Schwerter Reiter weit in die Lande. In Hagen, Iserlohn, Köln und in Berlin gastierten die Schwerter Reiter unter Führung ihres damaligen Reitlehrers Eckey, ja sie spielten auch vor Hindenburg„Fußball zu Pferde“. Seit Jahren ist Reitlehrer Frettlöh der Ausbilder der Reitervereine Schwerte und Kalthof. Frettlöh ging 1924 von der Reichswehr ab und erhielt das Diplom, bester Reiter der ganzen Reichswehr gewesen zu sein. Das sind die Grundlagen des Schwerter Fahr= und Reit=Vereins. Am kommenden Sonntag wird nun wieder ein Riesenprogram gezeigt. Rund 100 Pferde werden in ca. 200 Nennungen um die Siegespalme auf dem neuen Turnierplatz streiten. Eine besondere Schaunummer wird eine ganz große Ueberraschung bringen.=cke. trefflichem Material ausgestatteten Frauenchores und zum Abschluß Kämpfs„Holde Erinnerung“ und das frühlingsbeseelte„Wandern im Maien“ von Gellert. Wir weisen nochmals auf den freien Eintritt der Inhaber von Karten des Osterkonzertes hin und hoffen, daß Orchester und Chor Schwertes Farben würdig vertreten werden. Die Generalprobe findet heute abend im Freischütz statt. Eingesandt Zur Rundfunk=Abertragung des .„Cacilia“ am Vonnerstag: Schwerte, 30. Mai. Wie vom Reichssender Köln mitgeteilt wird, ist der Beginn der Uebertragung ½ Stunde vorverlegt worden. Sie beginnt also nicht um 9 Uhr, sondern 8.30 Uhr vormittags. Unsere Standartenkapelle wird unter der bewährten Leitung des Musikzugführers Köppikus schneidige Märsche und Konzertstücke spielen. Das Programm der„Cäcilia“ wird im wesentlichen dasselbe wie am 2. Ostertag sein. An Chören werden Brockpählers „Wir“ und Heinrichs„Volk“ erklingen, über welche wir schon erschöpfend geschrieben haben. Neu aufgenommen ist Hugo Kauns„Heimat= gebet“, bei welchem der Chor des Jungvolkes in seiner ganzen Stärke mitwirkt. Außer diesem bringt der 2. Teil zwei Lieder des mit so Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Redaktion nur die preßgesetzt. Verantwortung.) Anläßlich eines Jubiläums von einer Kollegin von mir bei Herrn Konditormeister Wilhelm Heermann als Aufwartefrau sind infolge der Gratulation in der„Schwerter Zeitung" zahlreiche Glückwünsche eingetroffen. Es liegt mir in der Ferne, eine Privatangelegenheit in die Zeitung hinein zu setzen, aber ich wollte man bloß darauf aufmerksam machen, daß es heutzutage noch Herrschaften gibt, die es verstehen, einen lange zu halten, daß es allgemein auffallen tut, wenn unsereins denn so beehrt wird. Und möchte ich dieses als Beispiel zur Nachahmung bestens allen, wo Hausangestellte in Diensten haben empfehlen. Eine Hausangestellte. 4 Aus der Bewegung Hitler=Jugend. die Werbevorführung für das Turnen heute abend von 20 auf 18 Uhr verschoben wurde, treffen sich sämtliche Igg., die eben abkömmlich sind, um 17,45 Uhr in der Gasstr. oder gehen sofort zum Reiche des Wassers. Die angesetzten Treffen der Gefolgschaften 1 und 2 um 19,50 Uhr heute, fallen nicht aus. Heil Hitler! Die Unterbannführung. * Deutsches Jungvolk in der 55. Stamm I Syburg(Schwerte). 1. Heute, Mittwoch, 30. 5. 34 treten sämte liche Pimpfe aus Schwerte zur Teilnahme an der Werbeveranstaltung für Leibesübungen im„Reiche des Wassers" um 17.30 Uhr(nicht 19,30 Uhr) in der Poststraße an. Die Igg. aus Schwerte=Ost können sofort zum„Reiche des Wassers“ kommen. 2. Donnerstag, den 31. 5. 34 treten diejenigen, die gestern für die Uebertragung des Chors„Du Land meiner Väter“ mitgeübt haben, morgens um 7 Uhr in der Poststr. an. Die Stammführung. W Cnn Knm Zwei Menschen entfagen aus Lirde zum Volk Betrachtungen zu Hellmuth Ungers„Opferstunde“ Wir haben in Zeiten liberalistischer Prägung erleben dürsen, daß Ideologien von der Bühne herab eine Propagierung erfuhren, die ebenso gefährlich wie raffiniert angelegt war und den Zweck, dem sie dienen sollte, voll und ganz erfüllte. In bewußter Absicht greift Hellmuth Unger diese Methode der Proklamation staatspolitischer Probleme auf. Seine Methode allerdings ist mit dem positiven Vorzeichen versehen. Im Gegensatz zu Crédé, Alsberg usw. stellt er das rassehygienische Monent heraus, greift er einen Gedanken auf. der ihm wertvoll genug erscheint, in einer einem jeden verständlichen Form das Problem des erkranken Nachwuchses begreiflich zu machen und nahezubringen. P0ö,zätung sterium für Propaganda und Vorrsauftlarung hat sich der Angerschen Arbeit in stärkstem Maße angenommen. Wir erblicken in dieser Tatsache den dem Stück anhaftenden formalen und inhaltlichen Wert. Unger will aus nicht Dichter sein. Er weiß, daß sich das Lehrbuch vom Roman unterscheiden muß und er weiß ebenso um die szenischen Mängel, die sich ergeben müssen, um eine inkonsequente Personalbehandlung. Unger ist Autor einer immerhin gekonnten, literarisch fundierten, wissenschaftlichen Erörterung, die sich bemüht, für die Zukunft unseres Volkes entscheidenden Gesetzen absolute Kompetenz und Allgemeingültigkeit zu verleihen. Es geht in diesem Lehrstück um zwei Menschen, die sich lieben, denen jedoch der Weg zur intimen Verbindung versperrt ist durch die Gewißheit, erbkranken Nachwuchs zu erzeugen. Menschliche Tragik verbindet sich hier mit der klaren Erkenntnis fundamentaler Notwendigkeiten. Zwei Menschen entsagen aus Liebe zu sich und dem Volk. Die Regie führt Rudolf Miltner. Von den Darstellern und Darstellerinnen erwähnen wir mit besonderer Freude Erika Zweigert in der Rolle dem vom Schicksal hart betroffenen Hilde Bergmann. Daneben bestehen in recht befriedigendem Maße Karl Eduard Miltner in der Verkörperung des für hohe Ideale kämpfenden Dr. med. Fritz Reit, Friedel Adrian in der sehr fein durchgearbeiteten Rolle der leichtbeschwingten Gerda Claasen(Bergmann), Johannes Hönig (Direktor Bergmann), Heinrich Sauerland(Klaus Reit), Richard Saldern (Justizrat Reit) und Wilhelm Brüning haus(Claasen). Tagerinn für die Antter Westhofen und Ergste gnügungssteuer=Ordnung, der meist formekle Aenderungen vorsieht, wurden keine Einwendungen erhoben.— Eine wichtige Angelegenheit war noch die Beratung einer Ortssatzung über den Anschluß sämtlicher Wohngrundstücke in der Gemeinde Garenfeld an die Wasserleitung. Fast alle Häuser sind in den letzten Wochen bereits anschlossen worden. Im Allgemeininteresse muß jedoch gefordert werden, daß sich kein Hauseigentümer ausschließt. Zu dem Erlaß der Ortssatzung über den Anschlußzwang erteilten die Gemeinderäte ihre Zustimmung.— Bezüglich der Abtragung der durch den Ausbau des Weges Althoff=Kattwinkel entstandenen Kosten hielten die Gemeinderäte es nicht für gerechtfertigt, wenn zu diesen Kosten nur die Umlegungsbeteiligten herangezogen würden, denn erstens sei der Ausbau im allgemeinen Interesse erfolgt und zweitens sei von den Grundeigentümern durch unentgeltliche Abtretung der Wegeflächen schon ein großes Entgegenkommen gezeigt worden. Garenfeld, 30. Mai. NSDAP=Versammlung. Am Donnerstg abend um 8 Uhr wird im Lokale Söding eine Zellenversammlung der NSDAP. abgehalten, in der wichtige Anordnungen der Parteidienststellen bekannt gegeben werden. * Ergste, 29. Mai. Echter Nationalsozialismus. Die Ortsbauernschaft Ergste hat sich in diesem Frühjahr eines verwahrlosten Kottens angenommen, dessen Ländereien unbeackert, unbesät dalagen und aus Mangel an Geldmitteln auch nicht besät werden tonnten. Den wenigen Morgen. die mit Roggen bestellt waren, fehlte der Kunstdünger, um einen Ertrag zu gewährleisten. Der Ortsbauernführer W. Böhmer hat Saatgetreide, Saatkartofseln und Künstdünger gekauft und Bauern bestimmt, die ohne Entgelt den Acker bearbeitet und mit Hafer und Kartoffeln bestellt haben. Zirka 1 Morgen fertiges Kartoffelland ist an Volksgenossen abgegeben worden, die noch keinen Garten hatten. So ist der Kotten durch das tatkräftige Eingreifen der Ortsbauernschaft vor dem Verfall gerettet. Es ist zu hossen, daß nach der Ernte die fälligen und rückständigen Zinsen und Steuern bezahlt werden können. Das ist Nationalsozialismus der Tat. Iserlohn, 29. Mai. Tödlicher Motorradunfall. Mit seinem Motorrad verunglückt ist in der Nacht Polizeiwachtmeister Ad. Schweitzer. Sch. hatte mit seiner Maschine einen größeren Ausflug unternommen und befand sich in der Nacht zum Sonntag gegen 4 Uhr auf der Chaussee Menden=Halingen, wo er plötzlich die Gewalt über die Maschine verlor. Er fuhr mit seinem Motorrad gegen einen Baum, wobei er so schwer verletzt wurde, daß er auf der Stelle starb. SA=Männer, die den Verunglückten fanden, benachrichtigten die Mendener Gendarmerie, die dann ihrerseits die Ueberführung des Toten in das VincenzHospital nach Menden veranlaßten. Wandhofen, 30. Mai. Filmvorführung: Kinder in Not. Im Jungmütterkreis findet heute abend eine Filmvorführung unter dem Titel„Kinder in Not“ statt. Westhofen, 30. Mai. Auszeichnung. Dem Kaufmann Anton Kieserling von hier wurde das 10=Jahres=Ehrenabzeichen des Schlageter=Gedächtnis=Bundes verliehen. Der Genannte war im Sauerlande aktiv in der Bewegung tätig und wurde im Jahre 1924 von gegnerischer Seite erheblich verwundet. Westhofen, 30. Mai. NS=Frauenschaft. Am Donnerstag, den 31. Mai, hält die Westhofener NS=Frauenschaft im Lokale Asbeck einen Pflichtabend ab. Lichtendorf, 30. Mai. Ergebnis der Caritas=Sammlung. In der Gemeinde Lichtendorf hat die kürzlich abgehaltene Caritas=Sammlung einen Betrag on 71,12 Rm. ergeben. Sitzung der Garenfelder Gemeinderäte Annahme der Haushaltssatzung. Garenfeld, 30. Mai. Unter dem Vorsitze des Gemeindeschulzen Prolingheuer fand eine Sitzung der Gemeinderäte statt. Es nahmen daran teil von der Antsverwaltung Westhofen Bürgermeister Hümme, als örtlicher Leiter der NSDAP. der Zellenleiter Heinrich Hölken und als rangältester Führer der SA. der Truppführer Fritz SchulteHöfinghoff. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war die Beratung der Haushaltssatzung der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1934. Nach eingehender Erläuterung der Einnahme= und Ausgabe=Abschnitte konnten die Gemeinderäte feststellen, daß die Satzung äußerst sparsam aufgestellt worden ist. Sie ist in Einnahme und Ausgabe mit 38370 Rm. ausgeglichen. Die wichtigsten Ausgaben sind 4140 Rm. für das Schulwesen, 2330 Rm. für Wohlfahrtszwecke, 2211 Rm. für Straßenunterhaltung, 28546 Rm. für die Finanzverwaltung einschließlich eines Fehlbetrages aus früheren Jahren von 12381 Rm., der Kreisumlage mit 8096 Rm. und dem Amtsumlage mit 7355 Rm. Die außerordentliche Haushaltssatzung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 770 Rm. ab.— Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sollen nach dem Ergebnis der Beratung bestehen bleiben. Es werden sonach erhoben: 290 Prozent der Grundvermögensteuer I, 260 Prozent der Grundvermögensteuer II, 540 Prozent der Gewerbeertragsteuer, 1440 Prozent der Gewerbekapitalsteuer sowie an Bürgersteuer das Fünffache des Reichssatzes. Nach dem Gemeindeverfassungsgesetz ist eine Ortssatzung über die Zahl der künftigen Schöffen, bisher Gemeindevorsteher=Stellvertreter, zu erlassen. Die Gemeinderäte erklärten sich mit der Festsetzung der Zahl auf zwei einverstanden.— Gegen einen 2. Nachtrag zur VerWas ist ein Kolsunkkurenter! sechs Monate Gefängnis Wiesbaden. Eigentlich ist die Bezeichnung „Konjunkturritter“, lesen wir im„Mittag“. heute ein landläufiger Ausdruck, und jeder weiß, was damit gemeint ist. Wenn aber jemand seinen höchsten örtlichen Vorgesetzten mit dem Kennwort belegt, dann erfordert er restlose Aufklärung und Klarstellung, wann eine solche Bezeichnung angebracht ist. Der Angeklagte meinte nun vor Gericht, daß es sein nationalsozialistisches Empfinden verletzt habe, daß ein den Systemparteien ehemals nahestehender Justizbeamter im Dritten Reich befördert worden sei. Dieser müsse also sein Mäntelchen nach dem Wind gehangen haben. wäre eine subjektive Definition des „Konjunkturritters“ schon gegeben, die sich auch so ziemlich mit der landläufigen Auffassung deckt. Der Wiesbadener Staatsanwalt hat die Bezeichnung etwas weiter umrissen: Positiv sagt er, daß Konjunkturritter der ist, der durch Verstellen einer Persönlichkeit politische oder materielle Vorteile zu erlangen sucht, also ein charakterloser Mensch und Gesinnungslump, der Verachtung verdient. Leute, die es verstehen, zur richtigen Zeit an der Futterkrippe zu erscheinen. Aber auch eine negative Feststellung traf der Staatsanwalt: Nicht zu verstehen unter Konjunkturritter ist etwa jeder Mann, der nach Januar 1933 der Partei beigetreten ist. Dieser Auffassung seien auch die maßgebenden Parteistellen. Denn, so argumentierte er, zur Jahreswende 1933 war nur ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung in der NSDAP. organisiert. Trotz dieser kleinen Zahl war das große Wohlbekenntnis möglich. Esgabalso genügend Leute, die ohne Pg. zu sein, doch schon, lange gesinnungsmäßig gleichgeschaltet waren. Demgemäß wäre es verfehlt, jeden, der nach dem Januar 1933 der Partei beitrat, als„Konjunkturritter" zu bezeichnen. Mehr aber war dem Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Bergmann (Köln) nicht vorzuwerfen, es sei denn, daß er vorher„unpolitisch“ war. Deshalb sei die Bezeichnung„Konjunkturritter“ eine Beleidigung, die wegen des ehrabschneidenden Charaters Freiheitsstrafe verdiene. Das Urteil. Die große Strafkammer Wiesbaden verurteilte nach fünftägiger Verhandlung den Angeklagten wegen Beleidigung des früheren Landesgerichtspräsidenten in Wiesbaden und jetzigen Oberlandesgerichtspräsidenten in Köln, Dr. Bergmann, zu sechs Monaten Gefängnis. Zugleich wurde dem Beleidigten die Publikationsbefugnis in einem Wiesbadener Blatt und zwei Kölner Blättern zugesprochen. In der Urteilsbegründung wird festgestellt, daß dem Angeklagten der Beweis für diese Behauptungen nicht gelungen ist. Kerr Shue Tritr=Marsch Ein Roman aus den Kampfjahren 1929 bis 1932 von Heinz Friedrich Kamecke. 35. Fortsetzung.. Nachdruck verboten. Bei anbrechender Dunkelheit zog Borken mit Weib und Kind, mit Knechten und Mägden und seinen Gästen hinauf auf den Galgenberg, wo ein großer Holzstoß aufgeschichtet war. Auch aus der Nachbarschaft fanden sich sich einige Bauern, junge Burschen und Mädchen, auf diesem luftigen Hügel zum Freudenfeuer ein. Borken hatte Stüwen auf dem Wege zum Galgenberg gebeten, die Feuerrede zu halten. „Bin ich nicht ein Städter geworden?“ gab Klaus zu bedenken. „Aber Sie stammen doch aus einer Dorfgemeinschaft“, entgegnete Borken.„Ob es nun die Schollen der roten Erde sind oder die Lehmkluten Hinterpommerns. Sie stehen auf heimatlichem Boden und befinden sich unter ihresgleichen. Die Menschen, zu denen Sie sprechen, sind Ihnen doch vertraut—“ „Werde ich nicht als fremd empfunden, schon weil ich nicht das Platt dieses gesegneten Landstrichs spreche, lieber Borken?" „Was Sie uns als Schriftgelehrter zu verzählen haben, wird schon für uns taugen.“ „Sie werden uns schon nich behexen“, meinte auch die Bäuerin. Klaus lachte.„Ick will woll farrig warden“, sagte er auf pommersch. Als alle versammelt waren, gab Borken einen Wink. Ein fälisches Mädchen, dessen Antlitz von jungem Ernst zeugte, trat vor und sprach mit tiefer Stimme einen Vorspruch „för dat Paoskefür un för ussen leiwen Här.“ Gewaltig loderte dann der Scheiterhausen auf und erleuchtete die weite Runde. Jetzt trat Klaus Stüwen in den Ring und deutete den Sinn des Osterfeuers. Während er sprach, begegnete ihm Anke, die ihm gegenüberstand, mit ermunterndem Blick. Als er aber seine Augen weiter in der Runde schweifen ließ, war es ihm, als setze der Blick der hellen Bauernaugen sich ihm prüfend und abwehrend entgegen. Werde ich doch als störender Fremdling empfunden, durchfuhr es ihn einen Augenblick. Dann sammelte er sich und auf Anke blickend, spürte er, wie sein Mädchen an ihn herantrat und seine Seele in Schwingung brachte. Und nun ließ Klaus ein Frühlingsfest der Germanen erstehen. Die Bewohner des Urväterlandes, das noch ein endloser Wald überzog, sprach er mit lauter Stimme, haben mit dem Frühlingsfest das Wiederaufsteigen der Sonne begrüßt. An allen Thingstätten loderten schon zu Wodans und zu Baldurs Zeiten nach Sonnenuntergang Holzstöße auf zu Ehren der Lichtgöttin Eostre oder Ostara. Das Sonnenrad, das vierspeichige Hakenkreuz, war unseren germanischen Vorfahren das Sinnbild der Sonne. Mit diesem Flammenkreuz zündeten sie die Osterfeuer an. Und wenn die Holzstöße aufloderten, wurde das glühende Rad als Sinnbild der Sonne von Osten nach Westen getrieben und dann hinab gerollt ins dunke Tal. Wir knüpfen an den altgermanischen Volksbrauch an und feiern nach dem stillen Fridag hier am Feuer unser Ostern mit dem gleichgroßen Jubel und mit der gleichen Freude. Unter Gottes freiem Himmel stehen wir und feiern den Sieg des Lichtes über die Finsternis. In dem brennenden Feuer ruht eine reinigende Kraft. Alles Schlechte, Schwache, Feige, Halbe in uns soll zu Asche werden und hart soll werden in uns der Wille zum Sieg und hart auch die Hand zum Dienst. Das Feuer soll kein Strohfeuer sein, sondern ein Wachtfeuer, ein Trutzfeuer, ein Lebensfeuer! Licht übers Land, so schalle unser Osterruf! Licht über Eure Heimatscholle, Ihr Bauern! Ee in Hun 6. Ihr Mütter, hutet das Feuer in den Herzen Eurer Kinder! Haltet rein das Feuer in Euch, Ihr Jungen und Mädel! Wahrt das Feuer Eurer Jugend und Eurer Manneskraft, Ihr Aelteren! Liebt die Flammen, die zum Himmel emporlodern! Haltet den Nacken steif, Ihr Bauern, und verscheucht die fremden Mietlinge, die Euch um das Land der Väter bringen wollen! Eure Brüder in Holstein taten nichts anderes, als daß sie auftraten gegen das Fremde, das Störende. Ueberall schleppten entartete Gewalthaber Bauern aus altem Geschlecht, Männer, die das Land verteidigt haben, vor das Gericht, überall wurden schwere Urteile gesprochen. Die Herrschaft des Dunklen macht sich breit. An Euch, an uns aber ist es, ein glühendes Bekenntis abzulegen, das reinigende Feuer zu schüren, daß es ein Lauffeuer werde. An uns ist es, Flammenwerfer zu sein in der Gefolgschaft des heimlichen Volkskönigs. Heil ihm! Heil unserm Lande!—— Die Runde antwortete mit weit ins Tal schallendem„Heil“. Und als Klaus umherblickte, sah er kein Auge mehr, daß sich ihm entgegensetzte. Anke, die ihm gegenübergestanden, verließ ihren Platz nicht. Klaus hätte sie in die Arme nehmen mögen, vor allen Menschen, am Freudenfeuer——— War Anke nicht selbst ein verhaltenes Feuer? Klaus stand bei diesen Gedanken in Flammen. Sein Blick ruhte auf ihrem Antlitz. das im Flammenschein, so dünkte es ihn, ein überirdisches Leuchten zeigte. Das Feuer begann nun, in sich zusammenzusinken. Ein Windstoß ließ ab und zu noch die Flammen hoch schlagen. Ueber das erlöschende Feuer sprangen die ersten Paare. Da holte auch Klaus sich sein Mädchen. Hand in Hand wagten sie den Sprung durch die Flammen. Und als sie einen Herzschlag lang die Glut unter sich fühlten, war es ihnen, als würden sie zusammengeschmiedet. Neunzehntes Kapitel. Am dritten Ostertag saß Dr. von Rabenstein im Klubsessel vor seinem Arbeitstisch und entfaltete einen Privatbrief aus Köln, den ihm die Frühpost gebracht hatte. Er las: „Sehr geehrter Herr Katzur! ch Zufall lernten wir uns eines Abends im Dezember vorigen Jahres in der „Viktoria=Diele' in Ossenbrügge, wo ich tagsüber geschäftlich zu tun hatte, kennen. Mir fiel Ihre außerordentliche Beweglichkeit auf. Ich konnte in den wenigen Stunden den Eindruck gewinnen, daß Sie der geborene Vertreter sind. Sie sagten mir damals, vun Sie an keinen Vertrag gebunden seien und jederzeit eine andere lohnende Vertretung übernehmen könnten. 447 halb In meinem Bezirk, der sich über Westdeutschland erstreckt, wird mit det ersten Mai dieses Jahres die Vertreterste! in Teutowalde frei, da dem bisherigen V treter ein größerer Platz in Ostdeutschland übergeben wurde. Gerade in dieser stark industriell durchsetzten Stadt, haben unst Romania Oelwerke A.G. einen bedeutenden Umsatz. Ich greife nicht zu hoch,— die Abrechnungen beweisen es, wenn ich sage, Sie mit einem monatlichen Reinverdienst. von dreitausend Mark rechnen können. Die Provisionssätze liegen außerordentlich hoch. Sie brauchen nur zu repräsentieren, Ihre regelmäßigen Besuche abzustatten. Können Sie in Ossenbrügge sofort abkommen? Bis dreißigsten Aprik Phr## cie in unserem Hauptwerk auf Kosten d. ng mit der neuen Materie vertraut gemucht Geristzung felgt Aus Wosasnor Gaustabswache reitet Lebensmüden Münster. In selbstmörderischer Absicht stürzte sich in der Dunkelheit des Abends ein ungefähr 22jähriger junger Mann in den Aasee. Glücklicherweise wurden Vorübergehende auf den Vorfall aufmerksam. Zwei Angehörige der Stabswache der Gauleitung, die SS=Männer Arnold Klein und Artur Teitscheid, und der Kraftfahrer der Gauleitung, Hubert Ruhoff, sprangen dem Lebensmüden nach und versuchten unter Einsetzung des eigenen Lebens, den heftig um sich Schlagenden an Land zu bringen. Nach großen Anstrengungen konnte der junge Mann schließlich in bewußtlosem und vor Kälte völlig erstarrtem Zustande gerettet werden. Die von den drei Rettern vorgenommenen Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg gekrönt. Kurz darauf trafen Polizei und Feuerwehr ein, die den jungen Mann zum Elternhaus brachten. Die mutige Tat der drei Lebensretter verdient unter den schwierigen Umständen, die Dunkelheit, kalte Witterung und heftige Gegenwehr des Selbstmordkandldaten mit sich brachten, ganz besondere Anerkennung. mit dem Motorrad Münster i. W. Auf der Vardingholter Chaussee ereignete sich ein folgenschwerer Motorradunfall, bei dem der 20 Jahre alte Chauffeur Hermann Ridder tödlich verunglückte. Ridder, der offenbar die Gewalt über sein Fahrzeug verloren hatte, fuhr mit voller Wucht gegen einen Chausseebaum und blieb mit schweren Verletzungen, doppeltem Schädelbruch und Armbrüchen liegen. Die sofort hinzugezogene Sanitätskolonne des Roten Kreuzes Rhede brachte den Schwerverletzten mittels Tragbahre zum St. Vinzenz=Krankenhaus in Nhede, wo der Unglückliche, ohne seine Besinnung wieder erlangt zu haben, seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Schwerer Verkehrsunfall Münster i. W. Ein Personenwagen aus Wüllen fuhr mit voller Geschwindigkeit gegen einen Chausseebaum. Der Lenker des Wagens sowie zwei weitere Insassen erlitten erhebliche Verletzungen und mußten dem Marienhospital in Ahaus zugeführt werden. Schweres Verkehrsunglück im Münsterland Von einem Motorradfahrer angefahren und getötet Münster i. W. Auf der Chaussee CoesfeldVelen ereignete sich ein Verkehrsunfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der FAD=Mann Gritzorn wurde von dem Motorradfahrer Sasse angefahren und auf der Stelle getötet. Gritzorn hatte durch den Anprall das Genick gebrochen. Der Motorradfahrer streifte dann einen Baum und geriet in den Graben, wobei er einen lebensgefährlichen Schädelbruch erlitt. Der Beifahrer zog sich Quetschungen zu. Die Ursache des schweren Verkehrsunfalles ist noch nicht geklärt. Eroßschmuggler vor der Strassammer Münster. Wie Schmuggler unter sich oft rücksichtslos handeln, zeigte das Geständnis des Angeklagten Paul Wensing vor der Großen Strafkammer in Münster. Wensing hatte mit dem Großschmuggler Rathmer in Holland in Verbindung gestanden, und eines Tages erhielt er von diesem den Auftrag, 16 fette Schweine nach Deutschland zu bringen. Wensing tat das gern, um Geld zu verdienen. Er belud also einen Keftwagen mit den Schweinen und gondelte nach Deutschland. Aber in Deutschland bekam er eine Autopanne in der Nähe des Gehöftes des Johannes Wissing. In dessen Stall fanden die Schweine Unterschlupf, bis sie wieder abgeholt und nach Wesel verkauft wurden. Für die „Schweinewacht" nahm sich Wissing gleich eins der Borstentiere vom großen Haufen. Aber da hatte ein anderer noch Ansprüche an Rathmer, und als er hörte, daß die schönen Schweine des R. bei W. lagerten,„beschlagnahmte“ er kurzerhand das ganze Viehzeug und strich den Erlös ein. Das war Bernhard Saurets Tat. Das dicke Ende kam nach. Rathmer hielt sich schön aus der Geschichte, die für ihn schon genug Verluste brachte, aber die Zollverwaltung nahm sich der anderen an, die sich über die geschmuggelten Schweine hergemacht hatten. Wensing, Sauret, Wissing, Fischer und Kreilkamp standen nun vor dem Gericht, und alle erhielten sie eine empfindliche Strafe. Vom Vertreter der Zollverwaltung wurden die Angeklagten als die Elite des Großschmuggels in Bocholt bezeichnet, die schwer zu fassen sei. Die Große Strafkammer in Münster setzte folgende Strafen aus: für Sauret eine Geldstrafe von 3.000 Mark und ½ Jahr Gefängnis, für Wensing 3200 Mark Geldstrafe und fünf Monate Gefängnis und Verlust des Lieferwagens, für Franz Kreilkamp 2.000 Mark Geldstrafe und drei Monate Gefängnis, für Fischer 2000 Mark Geldstrafe und zwei Wochen resp sechs Wochen Gefängnis. Die Schmuggelbente abgesagt Münster. Eine Gladbecker Schmuggelbande halte auf Schleichwegen die holländische Grenze mit Tabakpacken überschritten und diesseits der Ein Appell an das Gewissen der Vergbudutternehiner Merkwürdige Widersprüche— Kann der Bergbau den Unlaub voll beschen! Der„Deutsche Bergbau“, das Mitteilungsblatt der Reichsbetriebsgemeinschaft„Bergbau", nimmt zu der neuen Urlaubsregelung im rheinisch=westfälischen Bergbau in folgenden bemerkenswerten Ausführungen Stellung:„Bekanntlich haben langwierige Verhandlungen von Seiten der Reichsbetriebsgemeinschaft„Bergbau“ mit den Werksherren im rheinisch=westfälischen Kohlengebiet stattgefunden, die seiner Zeit darauf hinausliefen, für den Bergmannsberuf die 100prozentige Bezahlung des Urlaubs zu erreichen. Aus dem verflossenen System bestand noch immer die Bestimmung, daß Urlaubsschichten im Ruhrgebiet nur mit 70 Prozent bezahlt würden. Der Bergmann konnte ruhig auf einige Urlaubsschichten verzichten. Das half ihm nichts, von jeder Schicht wurden ihm 30 Prozent abgezogen, so daß er während der Urlaubszeit erhebliche Lohneinbuße hatte, die viele nicht zu tragen imstande waren, so daß ein Teil der Bergmänner auf den Urlaub verzichtete. Ein namhafter Vertreter des Bergbaues erklärte vor dem Treuhänder der Arbeit in Essen unter Eid als Sachverständiger, daß der Ruhrkohlenbergbau nicht in der Lage sei, zu den 70 Prozent noch 30 Prozent für den Urlaub hinzuzulegen, da das eine Summe von etwa 5½ Mill. RM. ausmache, die der Ruhrbergbau nicht tragen könne. Nun liegt der Geschäftsabschluß der Harpener Bergbau A.=G., Dortmund, für das Jahr 1933 vor. Aus ihm ist zu ersehen, daß die Jahresförderung um 4 Prozent gegen das Vorjahr gestiegen ist, daß die Belegschaften von 13.250 auf 13 741 gestiegen sind. Zwar wird keine Dividende verteilt, aber es wurde gegenüber dem Geschäftsjahr 1932 mit rund 2,3 Mill. RM. Gewinn ein Gewinn von 4.4 Mill. RM. erzielt. Für den von 10 auf 7 Mitglieder verringerten Vorstand werden rund 355,000 RM. und für 18 Mitglieder des Aufsichtsrates rund 39000 RM. ausgegeben. Angesichts dieser Zahlen muß man sich fragen, ob es nicht doch möglich war, wenigstens für diese Unternehmen den Urlaub 100prozentig zu bezahlen. Nach Angabe der Bergherren sollte die Mehrbelastung durch den 100prozentigen Urlaub für den Berabau 5.5 Mill. RM. ausmachen. Auf den ersten Blick erscheint diese Summe zweifelsohne sehr hoch. Allerdings würde diese Summe sich ja nicht auf ein Werk, sondern auf viele Gesellschaften erstrecken. Es mag sein, daß das eine oder andere Unternehmen nicht zahlen konnte, aber es mußte vor allem jedem Werk freigestellt werden, nach eigenem Ermessen und Gewissen zu zahlen oder nicht. So haben beispielsweise die Schachtanlagen Karoline, Alte Haase und Gottessegen, die den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen angehören, den Urlaub 100prozentig bezahlt. Ferner hat eine Zeche dem Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Pg. Stein vertraulich erklärt, sie könnte zwar zahlen, aber möchte nicht aus der gemeinsamen Front austreten, um nicht evtl. irgendwelche Unannehmlichkeiten zu haben. Nehmen wir uns nun den Fall Harpener Bergbau A.=G., Dortmund, ganz leidenschaftslos vor. Dieses Unternehmen hat eine Belegschaft von 13741 Mann. Der gesamte Ruhrbergbau beschäftigt etwa 222000 Bergmänner, so daß die Harpener Bergbau A.=G. etwa 6,2 Prozent als Belastung von den 5,5 Mill. RM. für den gesamten Ruhrbergbau übernehmen müssen. Das würde die Summe von 341000 RM. ergeben haben. Selbst wenn man Schwankungen irgendwelcher Art einrechnet und noch etwas zugibt, könnte man sagen, 350000 RM. wäre die Belastung. Zwar hat man zur Errichtung eines Beamten= und Arbeiterunterstützungsfonds 250 000 RM. verwendet und die 4,2 Mill. RM. dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt. Ob man nun 4,2 oder schließlich nur 3,6 Mill. RM. dem Fonds zugeführt hätte, das hätte gewiß nicht den Ruin dieses Unternehmens herbeigeführt. Aus diesem Grunde sollte man in den Kreisen des Ruhrbergbaues, vor allen Dingen im Zechenverband doch überlegen, ob es nicht angebracht wäre, den Mitgliedern zu empfehlen, nach Möglichkeit den Urlaub 100prozentig zu vergüten. Man bedenke doch, daß die 5½ Mill. RM., nunmehr aufgebracht von der Arbeitsfront, Schweißgroschen sind, die an anderer Stelle doch nutzbringender angewendet werden könnten. Man könnte zum Beispiel Siedlungen für die Bergarbeiter noch großzügiger durchführen, wenn man die 5½ Mill. RM., die für den Urlaub zu len sind, in diese Unternehmungen stecken könnte. Darum nicht aus Prinzip alles ablehnen. Etwas mehr Gefühl, etwas mehr Herz und weniger nüchternes Denken, und wir wären auf dem Wege des Aufbaues noch weiter, als wir es heute bereits sind.“ Grenze einen geheimen Lagerplatz zum Ausruhen bezogen. Sie hatten auch schon in einem Kraftwagen von dort den geschmuggelten Tabak nach Gladbeck gebracht, als die Zollbeamten eingriffen und durch Haussuchungen die Beute zum Teil den Händen der Schmuggler entrissen. Zwei Männer, die zu der Bande gehörten, und eine Frau wurden festgenommen und dem Richter zugeführt. Die Große Strafkammer in Münster bestätigte folgendes Urteil gegen die Schmuggler: jeder der beiden Männer, Karl Fiola und Otto Mölter, erhielten eine Geldstrafe von 76000 Mark, dazu zwei bezw. sieben Monate Gefängnis. Die Frau wurde wegen Steuerhehlerei zu 51 150 Mark Geldstrafe verurteilt. Schmuggeltabak und Kraftwagen wurden eingezogen. Schlageter=Gedenkstunde an der Porta Porta. Anstelle der für den elften Todestag Albert Leo Schlageters vorgesehenen Einweihung des großen Schlageterkreuzes auf dem Jakobsberge an der Porta fand an dem bereits fertiggestellten Denkmalssockel eine weihevolle Gedenkstunde statt. Etwa 50 Hakenkreuzfahnen aus Minden und Umgegend verteilten sich auf beiden Seiten des mächtigen Steinblocks und umrahmten malerisch die sturm= und kampferprobten alten Fahnen des Schlageter=Gedächtnisbundes Hannover. SA., SS., Parteiorganisationen, HI., B9M. und die SS.=Standartenkapelle 15 hatten sich zusammen mit vielen Zuschauern auf felsiger Bergeshöhe eingefunden. Weit schweiften von hier die Blicke der Schlageter=Gemeinde, die des großen deutschen Helden gedachte, in ihre herrliche deutsche Weserheimat. Arndts Schutz= und Trutzlied„Der Gott, der Eisen wachsen ließ“ leitete die Feier ein. In packenden Ansprachen wurde der Opfer des Krieges und des Opfertodes Albert Leo Schlageters gedacht, dessen Blut den Weg zum Dritten Reich geöffnet habe. Von der Kreisleitung wurde ein riesiger Eichenkranz am Denkmalssockel niedergelegt. Das Lied vom guten Kameraden erklang, und die Fahnen senkten sich zum Gruße. Als das Horst=Wessel=Lied gesungen wurde, tauchte ein Flugzeug aus den Wolken auf, umkreiste die Bergkuppe und warf einen Kranz direkt vor dem Denkmalssockel nieder. Viele Ortschaften an der Porta hatten halbmast geflaggt. „Der Turm“ hat sein Erscheinen eingestellt Bielefeld. Die im Jahre 1920 als Tageszeitung gegründete, später auf wöchentliches Erscheinen umgestellte Zeitung„Der Turm“ aus dem Verlage Renneburm=Hansknecht hat heute ihr Erscheinen eingestellt, nachdem, wie es in der gestrigen Ausgabe heißt,„die Voraussetzungen, unter denen seinerzeit„der Turm“ gegründet worden war, im Verlauf der letzten 14 Jahre grundliegende Aenderungen erfahren haben". 40 000 RM. für die Bergarbeiter des Siegerlandes Siegen. Der Verbandskreisleitung des Bergarbeiterverbandes ist es gelungen, die vom Führer der Deutschen Arbeitsfront für den Ruhrbergbau vorgesehene Urlaubszahlung auch für den Siegerländer Bergbau zu erwirken. Danach erhalten die Bergleute des Siegerlandes während des Urlaubes den vollen Lohn ausgezahlt, und zwar auf der Grundlage, daß wie bisher die Grubenverwaltungen 75% tragen und die restlichen 25% von der Arbeitsfront übernommen werden. Dem Bergarbeiterverband des Siegerlandes wurden von der Deutschen Arbeitsfront 40 000 RM. für Urlaubsvergütungen zur Verfügung gestellt. Eine schwere Bluktat in Obhigs Coehdorf Solingen. Eine furchtbare Bluttat ereignete sich am Dienstagmorgen kurz vor 8 Uhr in Ohligs=Loehdorf. Dort brachte der 20 Jahre alte Karl Huelbach seiner Braut, der 19jährigen Erika Evertz, einen Schuß in die Schläfe bei. Lebensgefährlich verletzt wurde das Mädchen ins Krankenhaus geschafft. Nach der Tat richtete der Täter die Waffe gegen sich selbst und brachte sich gleichfalls eine lebensgefährliche Kopfverletzung bei. Huelbach starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Ueber die Beweggründe zu der unseligen Tat ist näheres nicht bekannt. Mutter und Kind vom Auto erfaßt Duisburg. Beim Ueberqueren des Fahrdammes der Düsseldorfer Straße in Duisburg wurde eine 30jährige Frau, die einen Kinderwagen mit sich führte, in dem Augenblick, als sie die Straßenmitte erreicht hatte, von einem Personenkraftwagen erfaßt, zu Boden geschleudert und überfahren. Mit großer Wucht wurde der Kinderwagen zur Seite gegen einen Baum geschleudert und zertrümmert. Das Kind, das hierbei aus dem Wagen fiel und gleichfalls heftig aufschlug, hat, wie ein Wunder, nur leichtere Kopfverletzungen davongetragen und sich bald im Krankenhaus, wohin Mutter und Kind sofort geschafft wurden, wieder leidlich erholt. Aeußerst ernst dagegen ist der Zustand der Mutter, die mit schweren Kopfverletzungen und in besinnungslosem Zustande in das Bethesdakrankenhaus eingeliefert wurde. Neueinstellungen bei der Demag Duisburg. Auf dem Werk Benrath der Demag AG., Duisburg, hat sich, wie der WHD erfährt, in den letzten Monaten die Beschäftigungslage fortlaufend gebessert, sodaß es möglich war, die Belegschaft beträchtlich zu erhöhen. Vom 1. April 1933 bis zum 1. April 1934 konnte die Zahl der beschäftigten Volksgenossen von 820 auf 1 240 gesteigert werden. Im April und auch im Mai sind noch weitere Neueinstellungen erfolgt, sodaß die Zahl der in Beschäftigung stehenden Arbeiter und Angestellten sich jetzt auf annähernd 1 400 Mann beläuft. Für seine Kameraden gestorben Köln. Der Wachvorsteher der Feuerwache Altermarkt, Brandingenieur Dip.=Ing. Dr. jur. und Dr. ing. Niehaus, ist an den Folgen einer bei Bekämpfung eines in einer chemischen Fabrik in Kalk ausgebrochenen Brandes erlittenen Gasvergiftung gestorben. Bei Bekämpfung dieses Brandes, der im Dachgeschoß ausgebrochen war, zerbrach im Erdgeschoß der Halle ein Glasballon mit Salpetersäure, wobei sich infolge der Säureeinwirkung auf dem Erdboden sofort große Mengen von nitrosen Gasen bildeten, die durch den Treppenaufgang nach oben zogen und die dort arbeitenden Feuerwehrmannschaften gefährdeten. Dr. Niehaus, der die Gefahr für die Löschmannschaften erkannte, versuchte sofort mit einigen in seiner Nähe befindlichen Feuerwehrleuten die Salpeterdämpfe durch Besprühen mit Wasser durch eine Schlauchleitung unschädlich zu machen. Dies gelang auch nach kurzer Zeit, so daß die Gefahr für die im Dachgeschoß arbeitenden Löschmannschaften beseitigt wurde. Die Bekämpfung der sich bildenden Gase konnte jedoch bei Lage des Falles nur unter persönlicher Lebensgefahr für die Angreifer erfolgen. Dr. Niehaus und zwei Feuerwehrleute mußten sich dann auch sofort in ärztliche Behandlung begeben, da sich Vergiftungserscheinungen bei ihnen eingestellt hatten. Der behandelnde Arzt stellte bei Dr. Niehaus, nachdem es anfangs gelungen schien, die Gefahr zu beseitigen, eine schwere Erkrankung der Lunge fest. Dr. Niehaus konnte in den letzten Tagen nur durch dauernde Zuführung von Sauerstoff am Leben erhalten werden. Trotz aller ärztlichen Bemühungen trat am Sonntagabend der Tod ein. Nachener Schachturnier Carls=Bremen in sicherer Führung Aachen. Am Montag war die Spielzeiteinteilung etwas geändert worden. Es wurde bereits amVormittag mit der 16. Runde um die„Meisterschaft von Deutschland 1934" begonnen, während die Hängepartien aus dieser Runde und diejenigen aus der 15. Runde erst am Nachmittag zu Ende geführt wurden. Nach dem Stand am Montagabend kann man Carls(Bremen) bereits als den Sieger dieses Turniers bezeichnen. Wenn er schon— was als ausgeschlossen gilt— gegen seinen letzten Gegner Borgardts verlieren und der mit 11 Punkten gleich hinter ihm stehende Hamburger Reinhardt in der letzten Runde gewinnen würde, so käme höchstens eine Punktegleichheit an der Spitze heraus. Zu den einzelnen Partien am Montag: In der 16. Runde mußte der Essener Lange erneut eine Niederlage über sich ergehen lassen, und zwar war es diesmal gegen den Leipziger Krause, der Lange den Damentaufch anbot und, als dieser auswich, durch eine Mattdrohung Material und damit das Spiel verlor. Der Hamburger Zonensieger Reinhardt, der die besten Aussichten auf den zweiten Platz bekommen hat, feierte einen erneuten Sieg gegen den Saarmeister Weißgerber, der diesmal nicht in Form war. Anfangs schien es so, als ob Weißgerber eine aussichtsreiche Stellung aufgehaut hätte, dann aber machte der Hambure; der Mitte einen Durchbruch und zertrüm. m Angriff die feindliche Stellung. Der Bayreuther Zonensieger Hahn konnte am Montag über den Rheinmeister Engels(Düsseldorf) triumphieren. Der Berliner Altmeister John, der in der zweiten Hälfte des Turniers ganz zurückgefallen ist, wurde diesmal von dem Breslauer Altmeister Schmitt besiegt, der, nachdem er bis jetzt keinen Erfolg hatte, allmählich seine Form wiederzugewinnen beginnt. Jetzt ist es allerdings zu spät. Ein erbitterter Kampf entspann sich zwischen dem Berliner Elstner und dem Bremer Dr. Antze. Erst nach 80 Zügen gelang es Elstner, den Bremer in ein Damenendspiel hineinzuzwingen, welches er gewann. Der Nürnberger Dr. Roedl gewann gegen den Dresdener Grohmann, der allzu voreilig auf den Königsflügel einstürmte und dabei Bauern einbüßte. Dr. Roedl wußte diesen Mangel seines Gegners zum Siege auszunutzen. Der Kölner Vorgardts schlug Dr. Lachmann(Stolp) und der Berliner Wächter den Ludwigshafener Zonensieger Heinrich In der wichtigsten u. mit größter Spannung erwarteten Partie des Bremer Altmeisters Carls gegen den spielstarken und angriffslustigen Hamburger Heinicke kam der letztere gerade noch mit einem Unentschieden glimpflich davon. Caris hatte im Endspiel eine Figur gewonnen, mußte aber dann, angesichts zweier starker Freibauern von Heinicke, auf Gewinnversuch verzichten. URA EBER-RECHTSSCHUTZ DURCH VEALAO OSKAR MEIARES, WEROAU 12. Fortsetzung. Eva=Marie wurde fortgebracht, gestützt auf den Arm der Schwester, die sie mehr trug als führte. „Ich habe nicht— ich habe wirklich nicht—— flüsterte das Mädchen, unfähig, den Satz zu vollenden. Die Diakonissin sah in das trostlose Gesichtchen mit den reinen Zügen.„Wenn Sie unschuldig sind, kommt es ganz gewiß an den Tag!" tröstete sie.„Traurig müssen Sie bloß sein, wenn Sie schuldig sind!" Es war ein großer Raum mit vielen Betten, in den sie Eva=Marie führte. Frauenspersonen mit frechen, unsympathischen Gesichtern lagen dort. Die Diakonissin wählte ein Bett, das abseits stand, entkleidete Eva=Marie und legte ihr ein Krankenhemd an..„mzschen dur Schmester „Ich bin unschuldig!“ flüsterte das Maochen der Schwester wieder zu. Die sah verwundert in das junge Gesicht mit den trostlosen Augen.„„ 44 „Wenn Sie unschuldig sind, ronnen Sie ganz ruhig sein. Dann brauchen Sie nur Mut zu haben," erwiderte diese ebenso leise.„Aber Sie dürfen nicht hungern. Essen Sie nun etwas, ich gebe Ihnen die Suppe!“ Gehorsam nahm Eva=Marie, was die Schwester ihr „Sehen Sie, das ist brav! Und nun beten Sie, daß Gott Ihnen hilft und schlafen dann, damit Sie wieder kräftig werden. Wenn Sie unschuldig sind, wird alles wieder gut!“ „Aber die Schande, die Schande— ich bin angeklagt!“ sammerte Eva=Marie... 4412 Mutcanete rubhig 81. „Angeklagt sein ist keine Schander entgegneie ruhig die Schmester.„Außer, wenn man schuldig ist!“ „Glauben Sie mir!“ bat Eva=Marie.„Sie wenigstens!“ „Ich will Ihnen glauben!“ tröstete die Schwester gütig. „Aber Sie müssen jetzt brav sein und schlafen!" Da faltete Eva=Marie die Hände und schloß die Augen gleich einem gehorsamen Kind. 16 Wie ein schönes, friedliches Dörflein lag eine Handvoll freundlicher, kleiner Häuser in einem großen Park. Eine Kapelle mit rotbedachtem Spitzturm in der Mitte. Kieswege führten nach allen Richtungen. Gruppen von Blaufichten und Silbertannen standen auf den Rasenrabatten, und hochstämmige Blutbuchen und allerhand ausländisches Strauchwerk, das im Frühling schöne, seltene Blüten trug. Nun waren Sträucher und Bäume kahl, die Rosen in Tannengrün gebettet, und die Beete lagen blumenleer in den großen Rasenflächen. Dennoch wirkte diese Siedlung rotdachiger Häuser mit den grünen Fensterläden freundlich. Man hatte das Ganze für einen kleinen Kurort halten können, oder für eine Gemeinschaft Glücklicher, die sich abseits vom Großstadtgetriebe eine ruhige Heimstätte geschaffen. Aber die hohen Mauern, welche diese Schar kleiner Häuschen umgaben, auf deren Krönung spitze Glasscherben jedem Wagemutigen den Uebergang verwehrten, verrieten. daß hier keine Gemeinschaft sei mit der Welt draußen, daß irgendein großes, gleiches Leid, ein Verschiedensein von denen, die draußen wohnten, diese trennende Mauer notwendig machte. In den Wegen gingen Gruppen von einheitlich gekleideten Menschen lebhaft gestikulierend oder nuich einzelne tiessinnig grübelnd umher. Es waren Menschen, deren Geist gebunden war an einen tief inneren Zwang, sich nicht aufschwingen konnte zur Klarheit und Freiheit, den eine Idee in Fesseln hielt, eine Idee, die ihn quälte und krank machte, ohne wirklich zu sein und nur dadurch ihre furchtbare Macht über den Menschen hatte, weil er sie für wahr hielt. So lebten sie dahin ohne Freude und ohne Ziel, tot für die, die sie liebten und doch eine schwer zu tragende Sorge, eine drückende Last.— Geisteskrank!— Furchtbarstes aller Geschicke!— Hier und da ging ein Mann mit scharfem Blick beobachtend und hütend zwischen ihnen— die Wärter. In einem großen, hellen Zimmer des Hauptgebäudes saßen zwei Männer, denen diese Schicksale am Herzen lagen, denen es ernsteste Lebensaufgabe war, die finsteren Schatten von den armen Seelen zu lösen, sie zurückgeben zu dürfen dem schönen, arbeitsreichen, nützlichen Leben. „Es will mir scheinen, daß wir uns gut verstehen, Kollege Andresen!“ sagte der Aeltere, ein stattlicher Fünfziger mit hoher, kluger Stirn und gütigen Augen.„Schon hinsichtlich Dreiteilung, Leib, Seele, Geist, kommen wir uns so klar entgegen. Es muß auch so sein: Wäre das Leben nur eine Funktion des Körpers, so könnte der Geist nie krank sein, solange der Körper funktioniert, und dann, wenn der Geist noch so krank ist, verbleibt oft, wie ein reiner Quell in all der Wirrsal, die Mutterliebe, die Gattentreue. Es ist mir oft überraschend, welch ein Glück aus den Augen unseres großen Gutsbesitzers strahlt, wenn seine Gattin kommt. ihn zu besuchen. Freilich gibt's auch Fälle, wo der Kranke die nächsten Angehörigen nicht kennt. Wir wissen beide, wie trostlos diese sind. Da wohnt zum Beispiel dort links im Hause Nummer acht eine alte Dame. Sie ist fast gelähmt und gehört eigentlich nicht hierher, denn ich kann ihr ja gar nicht helfen Arterio sklerose, das Alter hat den einst so frischen Geist getrübt. Aber Sie sollten einmal den wundervollen Strahl der Liebe sehen, der das traurige Gesicht verklärt, wenn die Tochter kommt, oder das Großmutterlächeln, wenn es dem Enkelchen einmal gestattet ist, die Alte zu besuchen Es ist kein besonderer Fall, dieser Alterswahn, doch hat gerade dieses nun fünfundsiebzigjährige, harmlose Frauchen mir manchen Weg gezeigt Der Wahn trat bei ihr auf, als auch ihr letzter von drei Söhnen im Felde blieb, als sie die Nachricht von seinem Tod erhielt. Sie war eine so stolze Mutter gewesen und hatte wohl Grund gehabt, auf ihre drei Söhne stolz zu sein Sie hat mir deutlich bewiesen, daß es ein Ereignis war. das sie so überwältigt hat, daß der arme Geist dabe: stehen blieb. Sie weiß nicht mehr, daß ihr ist Sie wartet auf ihn Sie lauscht auf jeden hard!" Trete ich an ihren Stuhl oder an ihr Bett, so begrüßt sie mich mit der liebenswürdigen Höflichkeit einer guten Erziehung: Guten Tag, Herr Doktor! Haben sie Gerhard gesehen? Nicht wahr, nun kommt Gerhard!“— Wozu soll man immer wieder versuchen, ihr klarzumachen, daß dieser Gerhard nicht kommen kann, weil er in Flandern begraben liegt? Sie wird dann böse, weint und behauptet, man belüge sie. So habe ich denn Befehl gegeben, sie ruhig hoffen zu lassen, daß ihr Sohn kommen wird. Die Erung wird ihr werden, wenn sie heimgeht!“ „Sie sind fromm, Herr Kollege!“ sagte Dr. Heinrich Andresen. Der leitende Anstaltsarzt lachette.„Ich mochte einmal einen wirklich denkenden Menschen sehen, die Atheist ist! Der da zu bestreiten wagt, daß hinter dem wunderbaren Geschehen der Natur und des Lebens nicht ein bewußter Wille steht!— Aber wir sprachen von meiner alten Patientin. Das Ereignis, lieber Kollege Andresen, das Ereignis, das für die alte Frau unfaßbar war, hat die Funktionen ihres Geistes verwirrt. Ihr Geist war nicht mehr widerstandsfähig genug. Und so suche ich bei allen meinen Kranken, die ohne schwere körperliche Verletzung oder Veränderung plötzlich in Verwirrung geraten, stets zuerst nach jenem Ereignis, das durch seine Wucht imstande gewesen ist, sie zu verursachen. Habe ich es einmal gefunden, so sehe ich eine Möglichkeit, zu helfen und zu heilen. Das Schwierige bei dieser Therorie ist, daß die Kranken das Ereignis oft vergessen haben, und es sich selten so klar dartut, wie bei meinem Mütterchen, das seinen Jungen erwärtet. Die meisten haben es vergessen, und doch sitzt es fest, i ihrem Unterbewußtsein, wie ein hemmender Keil i ein a Räderwerk, uns nicht erkennbar, die wir es finden müssen!— Und nun entdeckte ich einen neuen Weg, daß diese Unglücklichen sich auftun!“ Dr. Andresen sah gespannt in das geistvolle Gesicht des Sprechers.„Die Hypnose, Herr Professor?“ Dieser nickte lebhaft. 74 Da sprang Heinrich Andresen auf.„Herr Gott, vas ist sa der Weg, den ich schon lange gehe in Gedanken. Der Weg, den ich nicht zu zeigen wagte, weil ich noch jung und unbekannt bin! Lassen Sie mich helfen, diesen Weg zu suchen. ihm nachzugehen. Herr Professor! Ich komme zu Ihnen!“ Der Professor reichte ihm freudig die Hand.„Topp, Herr Kollege! Schlagen Sie ein! Lösen Sie Ihre Verpflichtungen in Hamburg! Ihr dortiger Chef hat Sie mir warm empfohlen. Und wenn es Ihnen möglich wäre, mit ein wenig Kapital einzutreten, so können Sie gleich Teilhaber werden. Es läßt sich noch so viel verbessern, noch so manches aufbauen, wenn man ein bißchen mehr hineinstecken kann.“ „Ich habe Vermögen, Herr Professor und stelle es Ihnen gern zur Verfügung! Eine Bitte hätte ich freilich dabei: Ich bin im Begriffe, mich zu verloben— stünde eine bescheidene Wohnung im Bereich der Möglichkeit?“ Da schlug ihm der Professor erfreut auf die Schulter.„Aber mit größtem Vergnügen! Und herzlichsten Glückwunsch!“ „Noch fehlt mir das Jawort der Erwählten, Herr Professor!“ wehrte Dr. Andresen. Aber er sah dabei sehr zuversichtlich aus.„Bis dahin darf ich Ihren Glückwunsch wohl verwahren!" „Sie kommen mir nicht vor, als wären Sie irgendwie im Zweifel! Ich möchte auch das Mädel sehen, das einem solch lieben Kerl einen Korb gibt!“ Andresen zog lächelnd seinen Mantel an. Der Professor gab ihm das Geleit bis an das Gitter des kleinen Vorgarten:, wo sich die beiden Männer herzlich verabschiedeten. Denn schritt Andresen rasch und munter über die Kieswege durch den großen Park. Der Pförtner schloß hinter ihm das schwere Tor. Dr. Andresen ging die breite Pappelallee#.ung dem Bochobot er..... He Miach „Die sichere Lebenssteuung i oa, die Woynu“; steht zur Verfügung— Eva=Marie, was. aucht's nun non, Am liebsten hätte er wie in seliger Studentenzeit laut jubelnd den Hut in die Luft geworfen. Aber das schickte sich doch nicht für den künftigen Assistenten des Professors Martinik— sonst hätten die Leute glauben können, er sei selbst einer der Insassen jener berühmten Nervenklinik. Der Zug nach Hamburg lief donnernd und fauchend ein. Es war ein D=Zug, aber auch der ging dem Ungeduldigen zu langsam! Ob Eva=Marie nun endlich geschrieben hatte? Sie hatte lange nichts von sich hören lassen! Ob sie in GroßKubitz war bei den Verwandten? Oder eine neue Stellung suchte? Das konnte sie nun unterlassen. Die kurze Zeit zwischen Verlobung und Hochzeit sollte sie bei ihrer Mama bleiben. Junge tot ist Sie wartet auf ihn Si Schritt im Flur und ruft dann glücklich: „Nun kommt Ger17. Hamburg lag in schwerem Nebel. Diese dicken, geballten Nebel, Hamburgs Spezialität, drücken manchen Menschen schwer auf das Gemüt. Aber Dr. Andresen focht er nicht an. Wunderschöne Gedanken waren es, die seine Augen immer wieder aufleuchten ließen. Manches Mädel unterwegs guckte ihm unter den Hut. in die hübschen, strahlenden Augen. die durch so viel verschwiegenes Glück eine ganz eigene Anziehung hatten. Manche sah ihn wohlgefällig, manche unternehmend an. und die Blicke sagten alle:„Dich mag ich!“ Aber er sah vorbei, in eine rosige Zukunft hinein!— EvaMarie!— Eva=Marie als seine süße, liebliche kleine Hausfrau! Eva=Marie sein Weib!— Sein!— Vergnügt lachte sein frisches, männliches Gesicht unter der breiten Krempe seines weichen Hutes hervor. Ein Bekannter begrüßte ihn: „Willkommen in der Heimat. Doktor!“ „Heimat?— Ach wo! Die bau ich mir ganz wo anders. Herr Werner! Das ist mir hier zu naß!— Puh— Grogkellerwetter! Heiße Würstchen mit Salat bei Mutter Kalkreut! Tun Sie mit?“ „Aber sicher!“ Flott schritten die beiden Herren weiter und stiegen in einen Keller hinab, wo ein auffallend gutes Publikum verkehrte. Meist Männer, denen man ohne weiteres die akademische Bildung ansah, dazwischen alte Kapitäne, jüngere Schiffsoffiziere mit offenem Blick und frischem Aussehen. Einige Gäste begrüßten die Ankommenden freundschaftlich. Das dampfende Getränk stand bald auf dem Tisch und hob die Stimmung noch mehr. Aber Dr. Andresen blieb nicht lange, trotzdem er hier ein gern gesehener Gast zu sein schien. Er trank ziemlich eilig seinen Grog aus, verabschiedete sich von seinem Bekannten und grüßte die Freunde:„Nein, für heute Schluß! Muß beizeiten heim! Wichtige Briefe!" „Na, na!“ nickten die andern. „Warum nicht?“ lachte der Doktor vergnügt „Mensch, haben Sie das große Los gewonnen?“ hielt noch ein Bekannter den Doktor auf.„Sie strahlen ja wie eine Solluxlampe!" „Ich will erst!" erwiderte Dr. Andresen und zog seinen nassen Mantel an.„Auf Wiedersehen!" „Dann wollen wir nicht stören!“ riefen die Freunde und schüttelten ihm die Hand. Fort war er! Die Kellerstufen gings wieder hinauf, in die elektrische Bahn und ohne Aufenthalt nach Hause und in sein Zimmer. Ob wohl Briefe von Eva=Marie da waren?— Nein?— Das war doch nicht möglich! Er warf Hut und Mantel ab und blätterte noch einmal sorgfältig seine Post durch. Rechnungen, Drucksachen von medizinischen Apparategeschäften. Heilmittelreklamen— kein Brief, der Eva=Maries gewohnte Handschrift trug, die lieben kleinen Kringel und Bogen mit denen er sie immer geneckt hatte. Ein einziger war da aus Berlin, er zeigte eine ungelenke Kinderhandschrift Gertil Was will die Kleine, sie schreibt mir doch sonst nicht? Enttäuscht zog Andresen sich um, ehe er den Brief des kleinen Mädchens auseinanderfaltete. Dann nahm er ihn nochmals vor. „Lieber Onkel Heinrich! Es ist was Furchtbares passiert, daß ich es Dir schreiben muß, denn nächst meiner süßen Mutti, bist Du es doch wohl, der Tante Eva am liebsten hat. Von zu Hause haben sie mir gar nichts gesagt. Ich bitte Papa immer, daß er mich Sonntags mit dem Wagen abholt, und dann fahren wir ein bißchen wea. Denn was soll ich zu Hause, wo ich immer weinen muß weil Mutti nicht mehr da ist? Und Schwester Elisabeth, die jetzt Hausdame ist, habe ich nie gemocht. In dem Schwesternkleid ging sie noch, aber nun in einem modernen Schlüpfkleid und mit gebrannten Locken sieht sie zu albern aus. Papa war sehr zerstreut letzten Sonntag und antwortete mir immer so. als wenn er bloß halb hingehört hätte und wie ich ihn fragte, wo Tante Eva wohl wäre, sagte er ganz böse, von dem Frauenzimmer sollte ich gar nicht mehr reden, und wo sie wäre, könne er mir doch nicht sagen. Da war ich denn ganz traurig, denn sie hatte mir doch versprochen, mich öfter mal abzuholen, und ich mochte sie doch so sehr gern. Da gibt mir am andern Tag meine Freundin Doris Heller eine Zeitu: und sagt:„Du, ist das bei Euch passiert?“ Und ich lese es und mir wird ganz schrecklich zumute Die gute Tante Eva, die Mutti doch so lieb gehabt hat, soll Mutti vergiftet haben, und die soll Mutti dann den Schmuckkasten gestohlen haben! Kannst du das glauben? Ich kann es nicht und denke immer, ob da nicht die alte Here, die Hausdame Elisabeth, dahintersteckt. Denn die war immer beleidigt, den ganzen Tag, wenn Du mit Tante Eva spazierengegangen bist. Siehst Du, Onkel, so dumm bin ich auch nicht mehr! Und nun soll Tante Eva=Marie im Gefängnis sein! Da stirbt sie ja darin vor Angst! Ich wollte dich bitten, komm doch bald her und hilf Tante Eva! Du bist ja so gescheit. Du wirst es schon herauskriegen. Ich bin so traurig, daß ich abends immer weinen muß und nicht schlafen kann und habe Sehnsucht nach Dir und nach Mutti und nach Tante Eva. Bitte, lieber Onkel Heinrich, schreibe mir doch, ob Du es glaubst und ob Du kommst! Mit herzlichen Grüßen Deine Dich liebende Nichte Gertrud Andresen.“ Dr. Andresen las und las, schüttelte den Kopf. nahm wieder den kindlichen Brief und dann den Zeitungsausschnitt, der beigelegt war und konnte das Ganze nicht fassen Aber es war ja klar, daß das, was seine Nichte ihm in ihrer Herzensangst geschrieben hatte, nicht aus der Luft gegriffen war. denn in diesem Zeitungsbericht standen Eva=Maries Name und der Name seiner toten Schwägerin Teufeleien dieser elenden Elisabeth, etwas anderes konnte es nicht sein! Denn er kannte doch seine Eva=Marie! Wo war in dieser reinen Seele auch nur ein Hauch von Schuld? Wo auch nur ein finsterer Gedanke? Erregt ging Heinrich Andresen auf und ab, und seine Gedanken waren so finster, wie sie vorher froh und hell gewesen waren. Wieder und wieder überlas er den Brief der kleinen Gerti. Heiße Dankbarkeit gegen das vernünftige Kind erfüllte ihn, das an Eva=Marie glaubte und das einzig Richtige getan hatte, was möglich war: Diesen Hilferuf an ihn zu senden! In später Stunde noch ließ er sich bei seinem Chefarzt melden und bat um sofortige Ablösung. Da dieser ihn selbst diesem bekannten Nervenarzt empfohlen hatte, kam es ihm nicht überraschend, daß Andresen fortwollte, und da dieser ihn von der Notwendigkeit seiner möglichst schnellen Abreise überzeugte, wurde es möglich gemacht Noch der Nachtzug führte Heinrich Andresen nach Berlin, wo er in den frühen Morgenstunden anlangte, todmüde und voll Sorgen. (Fortsetzung folgt.) Due Ergeon dür Erundfer dienserein eischen den Vertretern dar ligkeit) nach dem Fälligkeitstage der betreffen= nicht geben zu können. Die hollä Die Agleih) nach eem Funiglenslage der berreffen, den Zinsscheine zu erhalten. Die Schonfrist ist Auslandsanleihen und den Vertretern der bestimmt, das Arbeiten des zusätzlichen ExportReichsbank, die seit vem 27. upru mit Erörte= verfahrens zu erleichtern. Der Zinsscheininyaber rungen über das Transferproblem Deutschlands kann anstelle des Behaltens der Zinsscheine bei beschäftigt ist, ist zu folgenden Ergebnissen ge Fäligkeigurgd, Liehergabe 6 Monate Konferenz zwischen den Vertretern der ger der lang, und mittelbefristeten deutluslandsanleihen und den Vertretern der *.* s; dem 2% Vyril wit Frärte. Konferenz stimmt der Ansicht zu, die in der Erklärung vom 31. 1. 1934 ausgedrückt ist, daß es äußerst unerwünscht ist, wenn Erörterungen des Transferproblems in kurzen Zeitabständen stattfinden. Andererseits ist sie der Meinung, daß wegen der Unsicherheit der Lage gegenwärtig keine Regelung empfohlen werden kann, die für einen längeren Zeitraum anwendbar ist. Die Gläubigervertreter beschlossen, die Reichsanleihen von den Erörterungen auszuschließen. Nach Prüfung der gegenwärtigen und voraussichtlichen Devisenlage Deutschlands, der die seitens der Reichsbank gelieferten Zahlenangaben zugrundelagen, erkennen die Gläubigerdelegierten an, daß es vertretbar ist, Konzessionen zu machen, um Deutschland bei der Ueberwindung einiger seiner Transferschwierigkeiten zu helfen. Die Konferenz stimmt darin überein, daß das Problem der deutschen Auslandsverschuldung nicht ein Problem der Zahlungsunfähigkeit der Schuldner ist, sondern daß die Schwierigkeiten auf dem Transfergebiet liegen. Die Konferenz ernannte einen Ausschuß, der eingehend das Funktionieren der gegenwärtigen Devisenbewirtschaftungskontrolle, insbesondere die Verwendung der Sperrmark jeder Art, untersuchen solle. Hierbei hatte die konferenz die Zusicherung der Reichsbank, t##ß der Bericht dieses Ausschusses entgegenkom; mendste Beachtung finden wird. Die Reichsbank wird tunlichst bald die Gläubigerdelegierten von den Maßnahmen unterrichten, die sie im Zusammenhang mit den Vorschlägen dieses Berichtes zu ergreifen für möglich hält. Das System der Förderung der zusätzlichen Exporte durch Rückkauf von Auslandsbonds oder Schulden wurde erörtert. Es herrschte Uebereinstimmung, daß keine Rückkäufe getätigt werden sollen, mit Ausnahme solcher für Zwecke des zusätzlichen Devisenerwerbs im Zusatzausfuhrverfahren, und daß die gegenwärtig angewandte Methode, bei der Devisen für solche Zwecke nicht vorgeschossen werden, soweit durchführbar, beibehalten werden soll. In der Erkenntnis, daß das beste, was im Augenblick getan werden könne, sei, eine Lösung zu finden, welche ihrer Natur nach vorläufig ist, aber sich über einen, lün; geren Zeitraum als bisher erstreat, und mit Rücksicht auf die große Anzahl der ausländischen Gläubiger und die verschiedenartige rechtliche Natur der Anleihekontraste entschied die Konferenz, daß es der Lage am besten gerecht vürde, wenn Deutschland seinen Gläusigern ein Angebot machen würde. gegen bonds 40progenlige Barzahlung Fundierungs= bands oder Zwischenscheine am oder nach dem Fälligkeitstage annehmen, und dann den Fundierungsbonds frühestens 6 Monate nach dem Fälligkeitstage gegen Barzahlung von 40 Prozent zurückreichen. Die in diesem Abschnitt vorgesehenen Zahlungen unterliegen nicht welchen Transferbeschränkungen. Da indessen die Fähigkeit der Reichsbank zur Leistung dieser Zahlung abhängig ist von den Devisen, die Deutschland gegenüber seinen Verpflichtungen in fremder Währung zu ber Zeit, zu ver die Stt, nicht geben zu können. Die Hollägdische Delegation sieht sich genötigt, die Annayme des obigen Communiques abzulehnen. Die amerikanischen Delegierten haben an der Konferenz ausschließlich auf derjenigen Grundlage teilgenommen, auf der sie der Angabe in dem am Schluß der Januarkonferenz ausgegebenen Communiques zufolge einberufen worden war, nämlich keinerlei Diskriminierung zugunsten der Gläubiger irgend eines Landes und Außerkrafttreten von Sonderabkommen.“ Bau internationaler Autostraßen Besuch Dr. Dorpmüllers in Rom Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, Peutschland geogenüper, ev.„.., der die Jah Dr. Dorpmüller, hat vor seiner Abreise aus fremder Aggruns, zu der Zei, ay ver Die Gus, Italien der Ageneia italia ein kurzes Interview lungen zu keisten sind, verfügbar hat, behält sio, gegeben, das diese erst jetzt veröfentlicht. Der die Reichsbank das Recht vor, das Angebot be, Besuch Dorpmüllers und seiner Mitarbeiter in züglich solcher Varzahlungen mit 30tägsger Kün Ztalien liege im Zusammenhang mit dem großen digung, über die in geeigneten Zeitungen in den Glan zum Bau internationaler Autostraßen, der verschiedenen Gläubigerländern Mitteilung er= in Zusammenarbeit mit dem italienischen Sefolgt, zurückzuziehen. Die Reichsbank wird le= nator Purielli gefaßt worden sei. Es handele doch alle Anstrengungen machen, um ihre Derlage so zu bessern, daß die Ba dec dle Anktrergeungen wochen, ue, genge, sch um die Schaftung eiges, Heorznentaler, visentage no gu gessern, daß die Varzahlungen, se. zennetzes von insgesan, 91 1i6 Kometer Länge. macht werden können, und wird die vorstehenden Ex, Doxpmüller, und seine Vegleiter hatten sich Das Angebot der Reichsbank Die Reichsbank hat daher für den Transfer der Zinsen auf Deutschlands lang= und mittelfristige Nicht=Reichsverschuldung das folgende Angebot gemacht. Das Angebot bezieht sich auf die Zinsscheine, die in der Zeit vom 1. Juli 1934 bis 30. Juni 1935 fällig werden. 1. Jeder Zinsscheininhaber ist berechtigt, gegen Uebergabe seines Zinsscheines jederzeit bei oder nach Fälligkeit des Zinsscheines bei den in den betreffenden Gläubigerländern zu bezeichnenden Agenturen Fundierungsbonds der Konversionskasse in Höhe des Nominalbetrages des Zinsscheines und in der Währung, auf die der Zinsschein lautet, zu erhalten. Diese Fundierungsbonds werden am 1. Januar 1945 fällig und werden Zinsen zum Satz von 3% p. A. vom Fälligkeitstage des Coupons an tragen. Aufgelaufene Zinsen werden in regelmäßigen Zeitabständen unabhängig von der Stückelung des Bonds bezahlt, und zwar halbjährlich in den Fällen, in denen der Nennwert der Bonds den Gegenwert von 250 Mark oder mehr in der fremden Währung darstellt. Jedes Jahr wird eine Summe, die 3% des Betrages der umlaufenden Fundierungsbonds ausmacht, zum Kauf solcher Bonds am offenen Markt zur Tilgung oder zur Auslosung zwecks Rückzahlung des Kapitalbetrages und aufgelaufener Zinsen verwendet. Die Zahlung des Kapitalbetrages der Zinsen und des Tilgungsfonds wird von der deutschen Regierung garantiert werden und wird nicht von irgendwelchen Transferbeschränkungen betroffen werden. Die Bonds sollen ganz oder teilweise durch Auslosung zu jedem Zinstermin zuzüglich aufgelaufener Zinsen getilgt werden können. Sonstige technische Einzelheiten einschließlich der Zinsregierungen, die notwendig sind, um Diskriminierungen zwischen den Bondsinhabern zu vermeiden, werden später festgesetzt werden. Die deutschen Stellen werden sich nach Möglichkeit bemühen, die Registrierung der Bonds herbeizuführen. Die Bonds werden im Wege des zusätzlichen Exportverfahrens rückkaufende 2 Um den Bünschen kersenigen Zrzghlung inhaber zu entsprechen, die eine Bot,zum, einem Fundierungsfonds vorziehen, übecnmmt die Reichsbank die Verpflichtung(vorbehaltlich des unten vorgesehenen Widerrufs), die Zinsscheine zu 40 Prozent ihres Normalbetrages zu kaufen. Der Zinsscheininhaber soll berechtigt lein, die Zahlung des Kaufpreises gegen Ueberhabe des Zinsscheines(an die in den betreffenden Gläubigerländern zu bezeichnenden Agenkuren) jederzeit, frühestens 6 Monate(nach Fäl40 Prozent erhöhen, wenn sie sich in der Lage sieht, es zu tun.„.. 1.664 9. 3. Das vorstehende ulternativangevor kann von den Zinsscheininhabern entweder für die Zinsen des ersten Halbjahres oder für die des zweiten Halbjahres oder für beide durc, Uebergabe der entsprechenden Zinsscheine an die oben erwähnten Agenturen angenommen werden. Geeignete Vorkehrungen, die den besonderen Verhältnissen der verschiedenen Gläubigerländer Rechnung tragen, werden getroffen werden, um jede Entscheidung des Zinsscheininhabers durchen... e 4. Gläuvigern, die keine der vorstehenden Angebote anzunehmen wünschen und sich also entschließen, ihre Zinsscheine zu behalten, bleiben alle Rechte aus den Zinsscheinen gewahrt. 5. Das Angebot bezieht sich nicht nur auf Zinsscheine, sondern auch auf alle Zins=, Dividendenund sonstigen regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen ähnlicher Natur, unabhängig davon, ob sie auf Grund von Zinsscheinen geleistet werden. Geeignete Vorkehrungen hierfür werden getroffen werden. 4. 6. Die Behandlung der Tülgungs= und Kapitalsrückzahlungen für den durch diesen Plan betroffenen Zeitraum ist Gegenstand eines Berichtes eines besonderen Unterausschusses gewesen. Soweit durchführbar, werden Regelungen, die substantiell dem Bericht entsprechen, in angemessener Zeit bekanntgegeben werden. Die Reichsbank wird alle zur Durchführung des Obigen, im einzelnen notwendigen Maßnahmen sofort ausarbeiten und dabei mit den verschiedenen Gläubigerkomitees in Fühlung bleiben, um den Wünschen der Gläubiger soweit wie möglich entDie Reichsbank wird die notwendigen Schritte tun, um die Genehmigung der deutschen Regierung, soweit diese nötig ist, zu Vorstehendem zu erhe Er#erpmuller, und seine Begleiter, hatten sich persönlich vom Zustand der italienischen Autostraßen überzeugt und von den Fortschritten, auf die Italien stolz sein könne. Auf die Frage, ob mit der italienischen Regierung Abkommen wenigstens in großen Linien getroffen worden seien, meinte Dorpmüller, es sei verfrüht, davon zu sprechen. Man hätte sich mit den berufenen Vertretern der italienischen Regierung unterhalten und die Frage in großen Zügen durchgesprochen. Die Verwirklichung werde beiden Ländern große Vorteile bringen. Lage im belgischen Bergbau trifft. Die Streikgefahr im belgischen Bergbau ist somit bereitigt. Wie verlautet, ist die Beilegung des Konflikts im belgischen Bergbau der Initiative des Königs Leopold III. zu verdanken. Das Berliner Sängerquartett in Baltimore Das Doppelquartett des Lehrergesangvereine hat vor über 800 Zuhörern in Baltimore konzertiert. Den Sängern wurde mit begeistertem Beifall gedankt. Im Anschluß an das Konzert waren sie Gäste der Deutschen Baltimores. Botschafter Dr. Luther nahm an der Feier teil und richtete an die Anwesenden herzliche Worte. Das Quartett begibt sich jetzt nach St. Louis, um an dem dortigen großen Sängerfest teilzunehmen. Bootsunglück bei Reval Fünf Tote Durch die anhaltenden Regenfälle der letzten Zeit war die Strömung auf dem Stau=Kanal einer Holzschleiferei in der Höhe von Reval so stark, daß ein mit sechs Personen besetztes Boot durch die geöffneten Schleusentore gerissen wurde und kenterte. Fünf der Bootsinsassen ertranken. Nur einem 10jährigen Knaben gelang es, sich zu retten. Vorstehendem zu echalten. Erklärungen der Länder=Delegierten Von den verschiedenen Delegationen wurden folgende Erklärungen abgegeben: Die britische, französische und schwedische Delegation sind bereit, die Annahme des vorstehenden Angebotes unter der Bedingung zu empfehlen, daß a) den Erfordernissen ihrer betreffenden Regierung bezüglich des Dienstes der Reichsanleihen Genüge geschieht, und b) falls die Durchführung des Planes für ein Land in der Weise erfolgt, daß die Staatsangehörigen des betreffenden Landes vor denjenigen anderer Länder bevorzugt werden, die Gläubigerdelegierten dieser anderen Länder für sich selbst und ihre Regierungen die Handlungsfreiheit vorbehalten. der Plan der von der schweizerischen Delegation immer wieder betonten besonderen Lage der Schweiz nicht Rechnung trägt, bedauert sie, diesem ihre Zustimmung Gebührenerleichterungen für Kraftfahrzeuge von SA, SS und RSKK Im Rahmen einer demnächst zu erwartenden Aenderung der Gebührenordnung wird der Reichsverkehrsminister wie das Vd3=Büro det, auch eine allgemeine und gleichmäßige Regelung für das ganze Reich Gebührenerhebung für behördliche Maßnahmen im Kraftfahrzeugverkehr gegenüber SA, SS und dem RSKK treffen. Die Gebühren für behördliche Maßnahmen im Kraftfahrzeugverkehr sollen für die Kraftfahrzeuge der SA, SS und des RSKK etwa in dem Umfange und unter den Bedingungen erlassen werden, wie diese Fahrzeuge von der Kraftfahrzeugsteuer befreit sind. Ein Gebührenerlaß kommt aber, wie der Reichsverkehrsminister in einem Rundschreiben an die Landesregierungen ausdrücklich betont, nur für die eigentlichen Dienstfahrzeuge dieser Organisationen in Frage. Im Dienste dieser Organisationen verwendete Kraftfahrzeuge, die für Einzelpersonen zugelassen sind, würden nicht unter die Vergünstigung fallen. Ferner kommt ein Erlaß von Gebühren für die Prüfung von Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugführern usw. durch die amtlich anerkannten Sachverständigen nicht in Frage. Der Minister ist damit einverstanden, wenn die obersten Landesbehörden nach diesen Richtlinien verfahren. Eine Rückzahlung bereits entrichteter Gebühren kommt nicht in Betracht. Jamilientragödie in Paris Vier Tote Die Frau eines Gasanstaltsangestellten hat in der Nacht zum Dienstag ihren Mann und ihre beiden, 8- und 7jährigen Kinder erschossen und dann Selbstmord begangen. Wie einem an einen Polizeikommissar gerichteten Brief zu entnehmen ist, hat die Frau die Tat begangen, weil sie ihren Mann für schuldig hielt, am Sonntag die Pförtnerin eines Mietshauses ermordet zu haben. Bereits seit längerer Zeit bestanden zwischen dem Angestellten und der Pförtnerin heftige Streitigkeiten. Mädchenmord in Kalifornien Nach einer Meldung aus Sacramento(Kalifornien) wurde die Tochter des des Staates Kalifornien, ein durch seine Schönheit bekanntes junges Mädchen, verbrannt aufgefunden. Ihre Kleider waren mit Petroleum getränkt und dann angezündet worden. Die Polizei nimmt an, daß das Mädchen vor der Verbrennung ermordet worden ist. Japanischer Militärzug überfallen Zahlreiche Tote Nach einer Reutermeldung aus Charbin ist ein japanischer Militärzug in der Nähe von Muling von Banditen zum Entgleisen gebracht worden. Die Banditen, die sich im Hinterhalt versteckt hielten, eröffneten nach dem Anschlag ein schweres Gewehrfeuer auf den verunglückten Zug. Man schätzt, daß bei dem Ueberfall 35 japanische Soldaten getötet und zahlreiche verwundet worden sind. Beilegung des Lohnkonflikts im belgischen Vergvau Im Verlaufe einer längeren Unterredung zwischen Premierminister de Brocqueville und den Vertretern der Unternehmer des belgischen Bergbaues erklärten sich die Grubenbesitzer bereit, auf die angekündigte fünfprozentige Lohnherabsetzung zu verzichten. Ferner erklärten sie sich mit einer neuen Lohnordnung einverstanden, nach der die Festsetzung der Löhne auf Grund des Kleinhandelsindexes erfolgt. Die Unternehmer gaben bei dieser Unterredung der Hoffnung Ausdruck, daß die Regierung in aller Kürze wirksame Maßnahmen zur Besserung der Just 100000 Ullfulle nehr Die Unfallversicherung im Jahre 1933 Rach demn nünmehr Nach dem nunmehr vorliegenden Bericht des Reichsversicherungsamtes über die rung im Jahre 1933 ist eine starke Zunahme der Unsallhäufigkeit zu verzeichnen. Das Ausmaß der Zunahme der Unfallhäusigkeit zeigt folgende statistische Feststellungen: Im Jahre 1932 wurden bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften 495 843 Unfälle gemeldet gegenüber 568729 im Jahre 1933. Das bedeutet eine Zunahme von 72886 im Jahre 1933 gegenüber 1932. Die gemeldeten Unfälle bei den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften betzugen 269.6%5 im Jahre 1933. also 18 716 mehr als im Jahre 1932(250 bei den Ausführungsbehörden ches. der Länder(Provinzen) und Gemeinden wurden 1933 mit 80 950 genau 7463 Unfälle mehr gemeldet als 1932 mit 73 487. Die Gesamtzahl der 1933 gemeldeten Unfälle beträgt 919374, ist also um 99.065 höher als die Unfallzahl von 1932. die damals 820 309 ausmachte. Bei den Berusserkrankungen wurden folgende Feststellungen gemacht; 1333 ein um 145 auf 6044 gegenüber vor im Jahre 1932 bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften, eine Zunahme um 5 auf 15 im Jahre 1933 gegenüber 10 im Jahre 1932 bei den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und ein Rückgang um 112 auf 650 im Jahre 1933 gegenüber 762 im Jahre 1932 bei den Ausführungsbehörden. Die Gesamtzahl der gemeldeten Berufserkrankungen im Jahre 1933 belief sich demnach auf 6709, also um 38 mehr als im Das wesentliche Merkmal der bier angefübrten statistischen Ermittlungen ist die Steigerung der Unfälle. Sie wird auf den starken Rückstrom aus dem Lager der Erwerbslosen in das Lager der Beschäftigten zurückgeführt, da— wie bereits mehrfach in Warnungen an die in den Produktionsprozeß zurückkehrenden Arbeiter und Angestellten ausgeführt wurde— die neu in kommenden Volksgenossen vielfach nicht mehr die Uebung und Erfabrung im Umgang mit Maschinen und die früher gewohnte Sicherheit im Betrieb besitzen. Gerade die oben erwähnten Zahlen sind geeignet, noch einmal auf die Wichtigkeit der strikten Beachtung aller Vorschriften zur Verbütung von Unfällen gerade durch die Neubeschäftigten dinzuweisen. In wenigen Zeiten Der Münchener Stadtrat hat beschlossen. in diesem Jahre die öffentlichen Gebäude aus Anlaß der bevorstehenden Fronleichnamsprozession nicht zu schmücken, und zwar mit Rücksicht darauf. daß von den kirchlichen Instanzen bei nationalen Feiern niemals die nationalen Farben gezeigt worden sind. Nach Moskauer Meldungen hat die Sowjetregierung die Vorschläge der amerikanischen Regierung zur Lösung der Vorkriegsschuldenfrage nicht gebilligt und die Einlösung der KerenskiSchulden abgelehnt. Die Pariser Zeitung„Ami du Peuvle“ wendet sich in einem Artikel sehr scharf gegen die kommunistischen Umtriebe der aus Deutschland gekommenen Emigranten in Frankreich und fordert die Regierung auf. endlich energisch durchzugreisen. Die englische Presse gibt der Hoffnung Ausdruck, daß sich Washington auch am 15. Juni wieder mit einer Teilzahlung begnügen werde. Falls es sich jedoch herausstellen sollte, buß die amerikanische Regierung eine Teilzahlung als lungsversäumnis betrachten würde, sollte nach Ansicht der Blätter jede weitere Zahlung unterlassen werden. Der englische Rechtsanwalt W. H. Stoker weist in einem Brief an die„Times“ darauf hin, daß auf Grund der Völkerbundssatzung eine endgültige Uebertragung der Verwaltung Südwestafrikas an die Treubändermacht unzulässig sei. Der Straßburger Lokomotivheizer Reimel, der wegen Beleidigung der deutschen Reichsregierung zu vier Wochen Gefängnis verurteilt worden war, hat Bewährungsfrist bis 1. Juni 1936 erhalten. Er wurde aus dem Kehler Amtsgerichtsgefängnis entlassen und hat das deutsche Reichsgebiet bereits verlassen. Den beiden französischen Fliegern Codos und Rossi, die, aus dem Newyorker Flugplatz Lloyd=Bennett landen mußten, ist es nicht gelungen, ihren Weltrekord zu überbieten. Sie sind binter ihrem Ziel, eine 10000=Kilgmeter: Strecke zu durchsliegen, um etwa 4000 Kitometer zurückgeblieben. Ein am Montagabend in Tokio aufgegebener besagt, daß das Befinden des javanischen Admirals Graf Togo zu ernsten Besorgnissen Anlaß gebe. Acht Aerzte bemühen sich um ihn. In den Tempeln des ganzen Landes wird für die Wiederderstellung des Nationalbelden gebetet Ur M VorNe „ Aadtichung! Damen-Handschuhe aus Kunstselde, mit moderner„#5 Gitterstoff-Stulpe Paar Abblidhung 8 Häkel-Handschuhe In moderner Ausführung+— Paar 1•13 Abbildung 3 Häkel-Handschuhe mit eleganter langer Stulpe*10 Paar din. Abbildung 4 Damen-Handschuhe die neuartige Form„KrinoUne“, aus künstlicher Mattseide, mit gestärkter Stulpe, waschbar......... Paar 1.80 Abbildung S Damen-Handschuhe die modische Form„KrinoUne“, aus künstlicher Waschselde, mit waschbarer Roß- 2.70 haar-Manschette Paar Abbidung 8 Damen-Handschuhe die neuartige Form„KrinoUine“, mit elegant garnierter 49— Roßhaar-Stulpe, waschbar, Paar Z. 10 DORTMUND• WESTENHELLWEG Lichtspiele zur Reichskrone Nur heute und morgen Kl. Eintrittspreise. 1. Platz 0.40, Sperrsitz 0.60, Balkon 0.80 Wir zeigen ein gutes Programm Hochzeitsreise Zu Dritt Lustspiel mit Brigitte Heim und Oskar Karlweiß in den Hauptrollen. Mein Freund, der König Wile-West-Circustilm mit Tom Mix in der Hauptrolle. 8 Wellenbad Geisecke Fronleichnam ab 4 Uhr Eintritt frei KONZERT Eintritt frei Frauenwerbeturnen der 9.8. Donnerstag, den 51. Mai, abends 8 Uhr,„Im Reiche des Wassers“ Die Leiterinnen der untenstehenden Verbände empfehlen den Besuch. N. S. Frauenschaft Reichsbahn-Frauenverein Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz mit Jugendgruppe Berutsgemeinschaft der weiblichen Angestellten, Ortsgruppe Schwerte Eintritt frei! ElektroLehrling mit guten Schulzeugnissen gesucht. Offerten 1189 an die Geschäftsst. dieser Zeitung. der 33. WohlfahrtsGeld-Lotterie zugunsten verschied. WohlfahrtsZwecke. 50 Pfg. Ziehung 22. u. 23. Juni 1934. Buchhandlung Carl Braus. die mit der Privatkundsch. umzugehen verstehen f. Schwerte und Umgebung gesucht. Luzil=Vertrieb, Dortmund, Westhoffstr. 4—6. 1Pfd. 00 ## Pfd. Konsum-Sorte Pfund Mk. 1.80 N. Qualltät Pfund Mk. 3.20 F M Freischütz Donnerstag, 31. Mal 8.30 Uhr Rundfunk- Morgenveranstaltung M.G.V.„Cäcilia" und Standartenkapelle 329 Nachmittags und abends Renzerr Eintritt für die Morgenveranstaltung 25 Pfg. Nachm. und abends Eintritt frei! Ab 6. Juni 1934 Jeden Mittwoch nachmittags u. abends 0• Eintritt frei! kaufen Sie billig bei Gorz Iskaus Werbewoche der Deutschen Turnerschaft Schauturnen vor der Schwerter SA Es machen Kleider Leute, es macht der Schuh den Mann, mit unsern Schuh'n am besten zum Ziel man kommen kann. Schuhhaus Hagenerstraße 4 Schwerte ab. 71.48, 14.01 17.32 Uhr Geisecke ab. 18.55 20.18 22.36 Uhr Preußisch=Süddeutsche Klassenlotterie Ziehungslisten für die 2. Klasse sind eingetroffen. Jetzt ist es Zeit, die Erneuerung der Lose für die 3. Klasse vorzunehmen! Buchkandtung, Salte Braus Schwerte, Adolf Hitler-Platz 3 Bohnenstangen Gerüststangen Zaunlatten Gartenkies vorrütig E. Homel o. H. Inserieren bringt Gewin! Schwerte, 29. Mai. Die Werbewoche der Turner wurde gestern in Schwerte fortgesetzt mit einem Schauturnen im Saale„Im Reiche des Wassers". Zum ersten Male wurde der Schwerter SA etwas vorgeturnt. Die SA=Stürme füllten den Saal. Im Namen der drei Schwerter DT.=Vereine hieß der Vorsitzende der Schwerter Turnerschaft, Turnbruder Klaus die SA=Kameraden mit Gut Heil und Heil Hitler willkommen. Es wurde gezeigt, wie eine Turnstunde vor sich geht. Die Musterriege, zusammengesetzt aus tüchtigen Turnern der drei Turnvereine, mit Meister Klinger von der Westfalenrige als Vorturner, gab ein anschauliches Bild von der Arbeit innerhalb der Deutschen Turnerschaft. Zunächst wurden Freiübungen in ungezwungener Haltung vorgeführt. In flüssigem stil zeigten die Turner sodann Uebungen am Pferd. Von zum Teil erstaunlichen Können zeugte das Barrenturnen. Turnbruder Klinger zeigte hier Luftrollen über und unterm Barren und die Waage. Bis in die Zehenspitzen hinein war alles vorbildliche Haltung und Körperbeherrschung. Auch die anderen Turner leisteten Vorzügliches, besonders, wenn man bedenkt, daß die Uebungen unvorbereitet waren. Mit herzlichem Beifall lohnte die SA die turnerischen Darbietungen. In der Pause hielt Turnbruder Klaus noch eine Ansprache. Er betonte die Notwendigkeit des Turnens. Jeder gesunde Deutsche solle seine körperliche Tüchtigkeit auf ein Höchstmaß steigern. Eine gute Turnschule sei förderlich für jedes Vorwärtskommen. Die SA turne jetzt mit der Deutschen Turnerschaft— auch in Minden werde sie es tun. Irgendwelche Gegensätze dürfe es nicht mehr geben. Immer müsse man das Ganze im Auge behalten.— Die Geschichte der DT. sei eine ruhmreiche. Sie sei in einer Notzeit entstanden, genau wie die SA. Jahn, der Begründer der DT. habe für seine Arbeit die schlimmsten Verfolgungen auf sich nehmen müssen. Innerhalb der Deutschen Turnerschaft habe man die Volksgemeinschaft immer gepflegt. Turnbruder Klaus sprach sodann von der Vielseitigkeit der Arbeit. Neben dem Männerturnen gibt es auch eine Jugend= und eine Frauenabteilung, in Dortmund treten sogar die drei= bis 6 jährigen zum Turnen an. Außerdem ist das Altersturnen eingeführt. Nach der Pause zeigte Meister Georg Klinger Freiübungen in höchster Vollendung. Zum Schluß erfreuten die elf Turner, die übrigens wie die meisten Turner, der SA angehören, durch ein schwungvolles Recktunen. Hingewiesen sei noch auf das Kinderturnen hin. Knaben und Mädchen treffen sich um 18 Uhr„Im Reiche des Wassers". Eltern, schickt Eure Kinder und kommt selbst mit, um Euch den frisch fröhlichen Uebungsbetrieb der DT. anzusehen. Am Freitag wird das Altersturnen gezeigt. Man braucht also mit 30, 40 Jahren noch nicht abzubauen; bis ins höchste Alter hinein wird in der DT. geturnt, um den Körper gesund, geschmeidig und widerstandsfähig zu machen. Rundfunk=Programm Donnerstag, den 31. Mai 1934. 0.15 Morgenruf. 6.20 Frühkonzert. 7.45 Zeit, Wetter, Nachrichten. 8.00 Skagerrak=Gedenktag. 9.00 Uebertragung aus dem„Freischütz“ im Schwerter Wald: Blasmusik I. Ausgeführt vom Musikzug der SA=Standarte 329 Schwerte, Leitung: MZ.=Führer N. Köppikus.— Männergesang=Verein „Cäcilia“ Schwerte. Dirigent: Hermann Brockpähler. 9.40 Mit dem Mikrophon im Osnabrücker Land. 10.00 Blasmusik II. 10.30 Mit dem Mikrophon im Osnabrücker Land. 10.50 Kammermusik. 11.40 Junge deutsche Dichtung. 12.00 Unterhaltungskonzert. 13.00 Glückwünsche. 13.10 Mittagskonzert. 14.00 Auf Gefechtsposten im Krähennest. 15.10 Eltern und Kinder. 15.30 Militärkonzert. 16.30 Aus dem großen Kriege. 16.45 Zur Unterhaltung. 17.15 Der große Preis von Horst. 17.30 Vesperkonzert. 18.00 Prozessionen ziehen durchs Land. 19.00 Kleine Musik. 19.30 Kleine Vorschau auf das Eifelrennen auf dem Nürburgring. 19.45 Sportvorbericht. 20.00 Abendunterhaltung zu Joseph Haydns 125. Todestag. 21.15 Nachrichtendienst I. 21.30 Arabella(Uebertragung des 3. 22.40 Nachrichtendienst II. 23.00 Tanzmusik. Aktes). Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke. Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte=R. D.=A. IV. 34. 1749.