„Schwerter Zeitung“ erscheint wöchentlich sechs mal. Bezugspreis wöchentl. 45 Pfg.(einschl. Trägerlohn). Einzelnummer 10 Pfg. Geschäftsstelle Gr. Marktstraße 3—s. Postscheckkonten: Dortmund 2852 und Hannover 21874. Verantwortlich. Hauptschriftleiter: Heinz Friedrich Kamecke. Verantwortl. für d. gesamt. Texteil: Heinz Friedrich Kamecke. Für den Anzeigenteil: Hans Linner; sämtlich in Schwerte. Druck u. Verlag: Carl Braus, Schwerte.— D.=A. IV. 34, 1749 eeu u# eegee#.., gäehischen Sai dot Lanstreises Zieriohn für die Stadl Schwerte und das Amt Westhofen S Kreisblan für den norbiichen Ten des X. 5 Stueite Gustgh, Vestan, dien 2. Lastauto mit 54 Arbeitsdienstfreiwinigen verunglückt Drei Tote, dreißig Schwerverletzte Am Pfingstsonntag, vormittags gegen 11 Uhr, verunglückte in Alt=Schönau bei Hirschberg im Riesengebirge ein Lastauto mit Anhänger mit 54 Arbeitsdienstfreiwilligen vom Arbeitsdienstlager Sprottau, die sich auf einer Fahrt nach Bad Flinsberg befanden. Wahrscheinlich infolge zu schnellen Fahrens auf der stark abschüssigen Straße verlor der Führer die Gewalt über den Wagen, dieser schlug um, während der Anhänger abgerissen wurde. Sämtliche Sgsassen. heider Wagen stürzten heraus und wurden vertept,„Finzer war sofort tot, zwei starben nach der rung ins Krankenhaus in Hirschberg, dreißig erlitten erhebliche Verletzungen; zwei der Schwerverletzten schweben noch in Lebensgefahr. Die Verletzten wurden sämtlich in das Krankenhaus nach Hirschberg geschafft. sascgeasteaste Kheische ige ceneleteneie teinerkei Luszuch auf Schedbuesot eier Recziteung etcher guden. Snur=Entschel ung derlag Auf Ende Mai— Frankreich trägt die Verantwortung Völkerbundsrat hat Samstag nachmittag die Saarfrage auf seine nächste Sitzung, d. h. auf die für den 30. Mai anberaumte außerordentliche Tagung verschoben. Der Beschluß wurde ohne jede Aussprache gefaßt, nachdem der italienische Delegierte Aloisi lediglich mitgeteilt hatte, daß der Bericht des Dreier=Ausschusses noch nicht fertig sei. Der Ratspräsident bemerkte im Anschluß hieran, daß die Befugnisse des DreierKomitees erneuert seien. * Der Entscheidung des Rates, die Beratungen über die Saar zu vertagen, waren am Samstagnachmittag neue Verhandlungen zwischen Vertretern Deutschlands, Frankreichs und Italiens voraufgegangen. Diese Verhandlungen haben zu keinem Erfolg geführt. Obgleich, wie auch von italienischer Seite anerkannt wurde, von deutscher Seite in der entscheidenden Garantiefrage ein weitgehendes Entgegenkommen gezeigt worden ist, war es unmöglich, zu einem Beschluß zu kommen, weil die Franzosen im letzten Augenblick in der Frage der Polizei und Abstimmungsgerichte neue und unerfüllbare Forderungen stellten und von ihrer Annahme die Festsetzung des Termines abhängig Saarabstimm stimmung im Saargebiet, wobei Einverständnis darüber bestand, daß eine derartige Erklärung von beiden Seiten nur gleichzeitig mit der Festsetzung des Abstimmungstermins abgegeben werden sollte. 2. Die Errichtung und Zuständigkeit der Abstimmungsgerichte und andere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Zusammenhang mit der Abstimmung. Infolge des durch die Franzosen verschuldeten Zeitmangels konnten weitere Einzelfragen der Vorbereitung für die Abstimmung, wie z. B. die Kostenfrage, die Ernennung der Abstimmungskommission, jetzt nicht mehr endgültig entschieden werden. Nachdem die Weigerung Frankreichs, einen Abstimmungstermin im Saargebiet ins Auge fassen, jedes positive Ergebnis in den politischen Fragen bisher unmöglich gemacht hat, 9lau. man in Völkerbundskreisen nicht mehr an einen Erfolg der Verhandlungen. Von französischer Seite wird geflissentlich die unwahre Behauptung verbreitet, Deutschland habe sich geweigert, Garantien zu geben. In Wirklichkeit ist die französische Haltung trotz des weitgehenden deutschen Entgegenkommens so negativ, daß die italienischen Vermittlungsversuche auf einen bisher unüberwindbaren Widerstand stießen. Man nimmt an, daß eine neue Ratstagung während der Ende Mai oder Anfang Juni stattfindenden Abrüstungsverhandlungen geplant ist. „Eraf deppelne Slalschianestag Zweistündige Zick-Zack-Jahrt über dem Industriegebiet Das Luftschiff„Graf Zeppelin", das am Sonnabend um 5.32 Uhr in Friedrichshafen zu seinem großen Pfingstflug über Deutschland gestartet war, erreichte Sonnabend vormittag kurz vor 11 Uhr den westlichsten Punkt auf seinem Deutschlandflug, das am Niederrhein nahe der holländischen Grenze gelegene Städtchen Mörs. Annahne die Felsetzung des Termines abhängig„ Nach seiner. Fahrt vgtgastfirktlchehohag rheiz Meier, um bei den üblichen Sonnenbsen in der nachten. Obgleich in einer ganzen Zteiye von Stutgort, Zscze Zudzstrliegebset das nächse Ziel Mittagszeit, größeren., Spielraum, zu, haben. vit der Soorggrigrung ereicht e worden st. für den„Graf Zeppelin“. Von Frankfurt ging Alerdingz ind diese, Böen im Luftischift kaum zu Ee mehr möglich, die noch übrisbleiben= es über die, Taunusberge. hinges, dann iber dies spüren. uuf der. Weiterfahrt wirde. beseitigen, daß ein einsamen Höhen des Westerwaldes, vorbei an der mächtigen Burg Greifenstein. Das stark bewebte Rund zwei Stunden, etwa von 10 bis 12 Uhr, ist„Graf Zeppelin“ im 120=Kilometer= Tempo über dem Industriegebiet gewesen, das er dann mit dem Kurs auf das Weserbergland verließ. Kurz vor 2 Uhr mittags kreuzte das Luftschiff die Weigz, bei. Hamely.„„ Shpee am Vormittag das Schiff nur rund 200 Mete hoch gefahren war, stieg es mittags etwa auf 400 Meter, um bei den üblichen Sonnenböen in der om:; eit größeren Spielraum zu haben. war es nicht mehr moglich, die noch übrigbleibenden Gegensätze so weit zu beseitigen, daß ein Bericht an den Rat fertiggestellt werden konnte. Die Schuld an der neuen Vertagung der wichtigen und drängenden Saarfrage trägt ausschließlich Frankreich, das drei Tage lang jede konkrete Mitteilung über seine Absichten abgelehnt und erst am Samstagvormittag— als es naturgemäß schon zu spät war — in ernsthafte Verhandlungen eintrat. Zu allem Ueberfluß aber haben die Franzosen, wie erwähnt, die Samstag=Verhandlungen noch durch überraschende und äußerst weitgehende. Forderungen derart belastet, daß sie ohne Ergebnis bleiben mußten. Von unterrichteter Seite wird über die 6stündigen Verhandlungen zwischen den Vertretern Deutschlands, Italiens und Frankreichs folgendes mitgeteilt: Die Verhandlungen sind von den Franzosen erst so spät begonnen worden, daß, obwohl schließlich eine gewisse einheitliche Linie sich abzeichnete, es nicht möglich war, über verschiedene wichtige Fragen ein Einvernehmen zu erzielen. Die hauptsächlichsten Punkte, die in der Diskussion berührt wurden, waren: 1. Die Formel über eine gemeinsame Garantieerklärung Deutschlands und Frankreichs über die Sicherung einer freien, unabhängigen und geheimen AbGelände zwischen Köln und Kassel interessierte den Generalinspekteur Dr. Todt besonders, da wahrscheinlich zwischen diesen beiden Städten eine Autobahn=Fernstraße gebaut werden soll. Dr. Todt erwartet hier aber, wie er dem Vertreter unserer Schriftleitung an Bord des„Graf Zeppelin“ ausführte, ohne besonders schwierige Aufgabe. Das Gelände ist ziemlich stark und vor allem sehr unregelmäßig bewegt, wodurch die Trassierung von Autobahnen besonders kompliDas Industriegebiet ist vom„Graf Zeppelin“, in einem recht verwickelten ZickZack=Kurs überflogen worden. Es sollten auf diesem Flug, für den der Deutsche Luftsportverband den„Graf Zeppelin“ gechartert hatte, vor allem solche Orte überflogen werden, die bisher den„Zepp“ noch nicht gesehen haben. Hunderte von Orten aller Größen sind auf diesen Vorschlag bereitwillig eingegangen. So mußte das Luftschiff in einer großen Schleife über das Land der Zechen geführt werden. Um 10,30 Uhr war„Graf Zeppelin“ über Essen, dem Mittelpunkt des Industriegebietes. Bald danach überfuhren wir den Rhein, der mit Frachtschiffen und Schleppzügen stark belebt war, zu dem Abstecher nach Mörs, um dort die Spendenden nicht zu enttäuschen. Wegbereiter für die Habsburger Große begrüßungsfeierlichkeiten für Erzherzog Eugen .k. repiarung, dem Bischof und einer A gs sind diese Böen im Luftschiff kaum zu spüren. uuf der Weiterfahrt wurde Braunschweig angesteuert, dessen altertümliche Gebäude gut zu erkennen waren, und in einer größeren Schleife zweimal überflogen. Nach einem Abstecher zum Harz nach Wernigerode und Ilsenburg ging es kann nach Magdeh.u#g. Schon während der ganzen Fahrt hatte Luftschifführung eifrig berechnet, ob wir auch mit der Zeit bis Berlin auskommen würden, was bei dem Kurs mit Schlangenlinien sehr schwierig war. Pünktlichkeit wird beim Luftschiffbau aber besonders geschätzt, ist sie doch ein Beweis technischer Zuverlässigkeit. Auf dieser Fahrt hat das Luftschiff alle seine Stationen fast immer genau zur vorgeschätzten Zeit erreicht. Es gab höchstens einmal eine Differenz von 10 bis 15 Minuten, was bei einer Gesamtfahrzeit von Friedrichshafen bis Berlin von 13 Stunden gar keine Rolle spielt. Nachdem das Luftschiff über Brandenburg sorgfältig zur Landung worden war, wobei man sich der Hilfe des Echolotes bediente, kam die Reichshauptstadt gegen 18 Uhr in Sicht. Nach einer Schleifenfahrt über der inneren Stadt landete es gegen 18,30 Uhr auf dem Flughafen Tempelhof. Kurz nach 19 Uhr startete„Graf Zeppelin“ zu seinem Fluge nach der Ostsee und nach Ostpreußen. Der Pilot, der Darmstädter Wigmeyer, führte zahlreiche Loopings aus. Der Flieger Udet umkreiste mit seiner Maschine den„Graf Zeppelin“, um das seltsame Schauspiel des Ausklinkens des Segelflugzeuges zu filmen. Wieder in Friedrichshafen schiff zuwinkten, sodaß der Zepp mehrere Ehrenschleifen über Danzig zog. Dann ging es hinüber nach Zoppot, wo sich auf der Seebrucke ebenfalls viele Hunderte eingefunden hatten, um das Luftschiff zu begrüßen. Ueber dem Korridor ging es dann nach Bütow in Pommern, von dort über Neustettin nach Kreuz an der Ostbahn entlang, an der im Bau befindlichen Kreuz—Schwerin. Dann ging die Fahrt nach Meseritz. Von fern sah man den Grenzbahnhof Neubenschen und die Stadt Schwiebus, bald darauf Grünberg, was ganz niedrig überflogen wurde. Ueber Jagan fuhr„Graf Zeppelin" dann nach Görlitz über das Waldgebirge und die Stadt Bautzen nach Dresden, wo das Luftschiff am frühen Nachmittag eintraf und mehere Schleifen zog. Dann ging es nach Zwickau, Hoof und dann hinüber zum fränkischen Jura über Nördlingen, Ulm. hinunter zum Bodensee in den Heimathafen FriedUnterwegs hatte der Generalinspekteur Dr. Todt Gelegenheit, im Bau befindliche Straßen zu besichtigen. Man sah ihn immer wieder vorn im Führerstand, wo die Kapitäne Lehmann, Flemming und v. Schiller ihres Amtes walteten, die große Landschaftskarte in der einen Hand, in der anderen Hand einen Rotstift, mit dem er Verbesserungen an der Linienführung einzeichnete. Die legitimistischen Kreise Oesterreichs entfalten im Hinblick auf die bevorstehende Rückkehr Erzherzogs Eugen eine äußerst lebhafte Pr pagandatätigkeit. Nach den Plänen der Legitimisten soll der Erzherzog Eugen die Rückkehr des Kronprinzen Otto und damit die Wiedererrichtung der Habsburger Monarchie in vorbereiten. Legitimistische Kreise hoffen, daß Erlaubnis zur Rückkehr dem Kronprinzen Otto bereits in den nächsten Monaten zuteil wer wird. Zunächst nur als Privatmann, doch glauben die Legitimisten dann ihre Propaganda vollem Ausmaß entfalten zu können. In diese Kreisen wird angenommen, daß von seiten Großmächte gegenwärtig kein Widerstand mehr gegen die Rückkehr des Kronprinzen Otto bestehe. Bezeichnend für die wachsenden legitimistischen Strömungen ist das Programm der Feierlichkeiten, die das Organ der legitimistischen gung„Der Oesterreicher“ für die Rückkehr des Erzherzogs Eugen veröffentlicht. Danach wird der Erzherzog Eugen am 23. Mai beim Betreten des österreichischen Bodens in Feldkirch von einem Vertreter der vorarlbergischen Landesregierung, dem Bischof und einer Abordnung der vaterländischen Verbände empfangen werden. Große Feierlichkeiten und Huldigungen sind für den Erzherzog in Innsbruck vorgesehen. Erzherzog Eugen wird dort von dem Landeshauptmann und dem Vertreter der Tiroler Verbände feierlich empfangen werden. Auf Einladung der Tiroler Landesregierung nimmt Erzherzog Eugen in der Innsbrucker Hofburg Wohnung. Für die nächsten Tage ist eine Reihe großer öffentlicher Kundgebungen und Feierlichkeiten in Innsbruck und einzelnen Städten Tirols vorgesehen. Ebenso wird der Erzherzog auf seiner Reise von Innsbruck nach Wien in den verschiedenen Orten, vor allem in Salzburg, von den Vertretern der Behörden und Verbände feierlich empfangen werden. Am 29. Mai trifft Erzherzog Eugen in Wien ein und wird sogleich dem Bundeskanzler und dem Kardinalerzbischof Dr. Innitzer einen offiziellen Besuch abstatten. Aus diesem Festprogramm geht eindeutig hervor, daß der Erzherzog Eugen von den legitimistischen Kreisen als Wegbereiter für die Habsburger Monarchie auserseben ist. Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ ist am Sonntagabend von seiner Deutschlandfahrt nach Friedrichshafen zurückgekehrt und unter dem Jubel einer großen Menschenmenge, die den Zeppelin mit Musik empfing, bei Beginn der. Dunkelheit gelandet. 1ge#eine 8. Die Fahrt des„Graf Zeppelin“, die von Berlin über Belgard nach Stolp und Stolpmünde, wo das Luftschiff über der Ostsee 1½ Stunden kreuzte, um die Uebertragung der Musik aus dem„Graf Zeppelin“ auf die deutschen und ausländischen Sender zu ermöglichen, ging dann über die Danziger Bucht zur Samlandküste. Morgens 5.30 Uhr traf der Zeppelin zum ersten Male über Königsberg ein, das noch tief im Schlafe lag. Das Motorengedonner des Luftschiffes weckte zahlreiche Königsberger und als der Zepp 45 Minuten später zum 2. Male über dem Königsberger Flugplatz erschien, war das ganze Flugplatzgelände bereits von einer großen Menge von Schaulustigen umsäumt, obwohl das Wetter am Pfingstsonntag in Ostpreußen sehr kühl war und zu Regen neigte. Die Landung vollzog sich sehr schnell und sehr glatt. Die Fahrt ging dann über Elbing nach Danzig. Der Empfang des Luftschiffes in Danzig war geradezu enthusiastisch. Ueberall standen große Menschenmengen, die begeistert dem LuftVor wilden Streiks im belgischen Vergbau Beginn des allgemeinen Bergarbeiterstreiks am 5. Juni? Als Zeichen der Trauer um die Opfer der Grubenkatastrophe in Paturages ruhten am Pfingstsamstag sämtliche Zechen in ganz Auf den Schachtanlagen des Berinage=Kohlenbeckens wurde bereits am Freitag nicht mehr gearbeitet. Infolge der erregten Stimmung innerhalb der Bergarbeiterschaft sind in den nächsten Tagen wilde Streiks nicht ausgeschlossen, zumal die Mehrzahl der Belegschaften sich bei der Abstimmung über den Streikbeschluß der Sozialistischen Bergarbeiter=Federation mit starker Mehrheit für die Arbeitsniederlegung aussprechen dürfte. Offiziell soll der Streik erst am 5. Juni, an dem die von den Unternehmern beschlossene 5prozentige Lohnsenkung in Kraft treten soll, einsetzen. Wie verlautet, wird der König unmittelbar nach der Beisetzung der Opfer der Schlagwetterexplosion in Paturages einen Versuch zur Beilegung des Lohnkonfliktes unternehmen. Neues japanisches Zwergunterseeboot Der Marinekorrespondent des„Daily Telegraph“ meldet, daß befriedigende Versuche mit einem neuen japanischen Zwergunterseeboot durchgeführt worden seien. Dieses besitze eine Wasserverdrängung von nur 12 Tonnen, sei etwa 9 Meter lang und werde von 50 Akkumulatoren mit einer Unterwassergeschwindigkeit von 3,3 Knoten(6 Kilometer) getrieben. Die Tauchfähigkeit betrage rund 50 Meter. Die Besatzung bestehe aus vier Mann, die Bestückung aus einem Torpedorohr mit einem Maschinengewehr. Das Boot ist für die Hafenverteidigung, aber auch für Ueberraschungsangriffe bestimmt, indem es von großen Kriegsschiffen an Bord genommen und in Gewässern, wo keine Unterseeboote vermutet werden, gegen den Feind losgelassen werden kann. Die Ereuerune gerung der Auletuneereutschen Die volksdeutsche Tagung des BOA. an Rhein und Mosel— Vizekanzler von Papen und Dr. Frick sprachen lehrer hielt Direktor Schul:=Madrid den Schluß= deutschen Volksgruppe Angelsächsisches Ueberseevortrag. Gesamtdeutsche Erziehung sei gerade heute Lehrertagung in Mainz Der zweite Tag der Saarbrücker Pfingsttagung des BDA. an Rhein und Mosel wurde mit der Lehrertagung im Mainzer Stadthallensaal eingeleitet, deren Ehrenvorsitz Staatsminister Schemm innehatte. Staatsrat Block=Darmstadt, der Landesführer des Landesverbandes HessenNassau des BDA., wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß das Deutschtum seine Grenze nicht an willkürlich geschaffenen Schranken finde. sondern so weit wie sein Volkstum reiche. Deshalb werde auch der deutsche Lehrer über die Grenzen des Reiches hinaus in die weite Welt gewiesen. überall. wo Deutschtum lebe und arbeite. Deshalb könne eine BDA.=Tagung ohne eine gleichzeitige Tagung deutscher Lehrer in Zukunft gar nicht mehr denkbar sein. Der deutsche Lehrer sei der verantwortliche Träger und Mittler des Kulturgutes unseres Volkes von einem Geschlecht zum folgenden, der deutsche Auslandslehrer besonders müsse davon durchdrungen sein, daß er in erster Linie nicht Beamter des Staates. sondern des deutschen Volkes sei und daß das geistige Groß=Deutschland des Dritten Reiches gar nicht denkbar sei ohne den deutschen Auslandlehrer. Anschließend sprach Ministerialrat Dr. HauptBerlin über die„Grundlagen gesamtdeutscher Erziehung". Darauf legte Ministerialrat Dr. Löffler=Stuttgart die„Bedeutung der Auslandsschulen für den volksdeutschen Gedanken" dar. Im Namen des Verbandes Deutscher Auslandseine der allerersten Forderungen, die der Heimat und dem Auslanddeutschen zu stellen seien. Alle deutschen Schulen, drinnen und draußen, müßten sich darauf einstellen.. 46sa6t 8. Es wurde eine Entschließung gesaßr, der wir folgendes entnehmen: Richtung und Inhalt der geschichtlichen, politischen und weltanschaulichen Erziehung im neuen Staate wird durch die völkische Aufrichtung der staatstragenden nationalsozialistischen Bewegung bestimmt. Die Persönlichkeit unseres außerhalb der Reichsgrenzen geborenen Führers, der aus seinem glühenden Volksbewußtsein und auch gerade damit Erneuerer des staatlichen Daseins unseres Volkes geworden ist, bildet wegweisende Kraft auch für das gesamtdeutsche Erziehungsziel. Die Schule ist Mittel der Nationalerziehung. der Artbewahrung und Artsicherung. Sie kann deshalb nur in den Händen volkseigener Lehrer ihre Aufgaben erfüllen. Von großer Bedeutung ist das auslandsdeutsche Schulwesen auch für Binnendeutschland. In diesem Zusammenhang obliegt gerade auch dem reichsdeutschen Lebrer im Auslande eine wichtige Aufgabe: Er ist der Mittler zwischen dem bodenständigen Deutschtum jenseits der Grenzen und dem Binnendeutschtum, berufener Mittler also volksdeutschen Denkens, gesamtdeutscher Ausrichtung für das binnendeutsche Schulwesen.....,, E., Gi. Hartase Zur gleichen Zeit fand im Saale der Liedertafel die Studententagung statt. Dann nahm der Reichsführer des BDA., Dr. Steinacher, erneut das Wort und führte u. a. aus: Nation ist niemals mit jenem westlichen Begriff der Nation gleich, wie er aus dem rein staatlichen Denken stammt. Aus liberalistischer Zersetzung und historizistischer Erstarrung haben wir durch die nationalsozialistische Revolution den neuen Volksbegriff gewonnen. Adolf Hitler, der seinen harten Weg zur Staatsführung nicht als Staatsbürger, sondern allein als Volksgenosse gegangen ist, verkörpert in seiner Person selbst am stärksten den ewigen Gehalt deutscher Volkheit, beruhend in der Gemeinschaft von Blut, Art und Sprache. Damit finden wir wieder die Gemeinsamkeit mit den Millionen deutscher Volksgenossen, die außerhalb Festart in der Manzer Eidethatte Den Söbepunt de Pestatt zm Stadthallen= und Mosel statt. des BDA., Dr. Steinacher, eröffnete die Feier. Wenn im abgelaufenen Jahre die Not des Abwehrkampfes sich in fast allen auslandsdeutschen Gebieten gesteigert hat, so ist auch überall die deutsche Zuversicht und die seelische Kraft noch viel stärker als die Not gewachsen. Reichsinnenminister Dr. Frick hielt eine Ansprache, in der er zunächst die Grüße des Reichspräsidenten und der Reichsregierung überbrachte. Der BDA. hat sich frühzeitig als ein wahrer Volkstums=Verband. insbesondere als ein Betreuer des deutschen Schulwesens im Auslande betätigt und er ist seit den Tagen der nationalen Erhebung zu noch größerer Bedeutung herangewachsen. Der BDA. hat nichts mit machtpolitischen Bestrebungen oder mit Grenzfragen zu tun, er ist und soll nichts anderes sein als die Sammelstelle aller kulturellen deutschen Volkstumsbestrebungen unserer Volksgenossen auf der ganzen Erde. Diese Zielsetzung wird von uns ganz eindeutig unterstrichen und daher hat auch der Stellvertreter des Führers dem BDA. seine volle Unabhängigkeit von Staat und Bewegung bestätigt. Die deutsche Reichsregierung Adolf Hitlers ist die erste in der deutschen Geschichte, die als die alleinige Grundalge des gesamten Staatslebens das deutsche Volk betrachtet. Zum erstenmale haben wir einen Staat, der ausschließlich auf dem Volksgedanken aufgebaut ist. In klassischer Weise hat Reichskanzler Adolf Hitler diese grundsätzliche Auffassung in seiner großen Rede am 17. Mai 1933 vor dem Deutschen Reichstag herausgearbeitet, als er erklärte:„Wenn ich in diesem Augenblick bewußt als deutscher Nationalsozialist spreche, so möchte ich namens der nationalen Regierung und der gesamten Nationalerhebung bekunden, daß gerade uns in diesem jungen Deutschland das tiefe Verständnis beseelt für die gleichen Gefühle und Gesinnungen sowie für die begründeten Lebensansprüche anderer Völker.— Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben.“ Klar und eindeutig geht aus diesen Worten hervor, daß das im Deutschen Reich vereinigte Volk und seine Staatsführung sich jeder imverialistischen Politik enthalten wollen, daß sie fremdes Volkstum achten und wünschen, mit dem Nachbarn in Friede und Freundschaft zu leben. Wenn es irgendeine Gemeinschaft zwischen dem Reich und dem BDA. gibt, dann ist es die Gleichheit und Uebereinstimmung in diesen Fragen. Wenn überall in der Welt die Achtung vor fremdem und die Liebe zu eigenem Volkstum siegen. dann kann die treue Anhänglichkeit und Liebe zum deutschen Volkstum kein Hindernis sein, auch die selbstverständlichen Bürgerpflichten zum andersnationalen Herbergsstaat zu erfüllen. Aus diesem Grunde wünschen wir auch, daß der BDA. ein überstaatlicher. unabhängiger. allgemein=deutscher Verband bleibe, der keinerlei machtpolitische Ziele verIn der großen Familie der deutschen Nation nimmt das Saar=Deutschtum gerade im gegenwärtigen Augenblick eine besondere Stellung ein. In zähem Kampfe hat das Saar=Deutschtum um sein Recht und seine Freiheit gerungen. Mancherlei Anseindungen und mancherlei Versuchungen war der Deutsche an der Saar ausgesetzt. aber unbeirrt ist er seinen Weg gegangen. Der deutsche Bergmann an der Saar. fremdländischen Arbeitgebern unterstellt, hat bei kärglichem Auskommen einen stillen heroischen Kampf um Volkstum und Leben eekämpft und das ganze deutsche Land an der Saat hat sich in diesen harten Prüfungsjahren der Väter würdig gezeigt. Die deutsche Treue hat sich in den Herzen der Saardeutschen ein herrliches Denkmal erbaut, und aufs neue in wunderbarster Weise bewährt. In wenigen Monaten wird das deutsche Volk an der Saar vor der ganzen Welt sein Bekenntnis zum deutschen Vaterland ablegen. Klar und offen soll dieses Saar=Deutschtum zeigen, daß es aus seinem tausendjährigen Deutschtum kein Handelsgeschäft machen lätzt, und daß es nicht bereit ist. sich aus strategischen oder geschäftlichen Gründen bin= und berschieben zu lassen. Die heutige Kundses eschc s else ece So mögen unsere Grüße über die Grenzen des Landes binweg klingen und Boten deutscher Volkszusammengehörigkeit sein. Es lebe das deutsche Volk an der Saar und sein Kampf um Freiheit und Recht! Unser großes deutsches Vaterland und sein Volks kanzler Adolf Hitler— Kampf= und Sieg=Heil! Treuebekenntnisse Nach Gesangsvorträgen der Mainzer Sängerschaft legten die auslandsdeutschen Volksgruppen Treuebekenntnis ab. Es sprachen Vertreter Baltikums, der Sudetenländer, der Deutschen Rumäniens, der Rußlanddeutschen, der auslandsdeutschen Volksgruppe Oesterreichs und der auslandsdaß dieser Ruf schon längst in ihren Reihen erklungen war. Bei den Auslandsdeutschen fällt das wesentlichste Objekt aller Politik,„Einfluß auf die Staatsgestaltung", mehr oder minder sort. Was wir im Reich erstreben, endlich begonnen haben zu finden, nämlich die wahre Volksgemeinschaft, das war in vielen deutschen Volksgruppen aus alter Ueberlieferung schon gegeben. Gegner, die bei uns niedergekämpft werden mußten, wie Parteien, Marxismus, egoistischer Kapitalismus, Klassenkampf, Weimarer Liberalismus, fehlten bei den meisten auslandsdeutschen Gruppen. Infolgedessen kann es sich draußen nicht um einen Kampf handeln, wie er bei uns geführt werden mußte, sondern nur um eine organische Erneuerung auslandsdeutschen Volkstums. Die Hauptlast der nationalen Erneuerung, der Kampf um einen neuen Geist und um neue Formen, ruht auf den Schultern des reichsdeutschen Volkes. Die Revolution, in die es getreten ist, ringt um die Wiederherstellung nationaler Werte, ewiger Bindungen und der naturgegebenen Rangordnung. Sie will ewige Wo Volkstum dranßen im Daseinskampf steht, kann Ordnungen wieder neuschaffen und zertrummert gekennzeichnet. In den Flammen der Begeisterung und neu erkannter Pflichterfüllung gegenüber dem Volk ist Opferglaube neu erwacht. Ihm, dem Führer, sei daher Dank und Gelöbnis zur treuen Gefolgschaft. So darf ich Sie bitten, zu gedenken unseres hohen Ehrenführers und Schutzherrn, des Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler und des ganzen Deutschland, das wir mit unseren Seelen umfassen. Wir grüßen sie mit dem Gruße der Volkskongreß darauf hingewiesen, wie stark insbesondere in der, der deutschen Arbeiter von Stirn und Hand und den Unternehmer aller Grade umfassenden Deutschen Arbeitsfront das Bewußtsein einigen deutschen Volkstums verkörpert ist. Aus dem Geist dieses Volkstums besinnen wir uns auf das uns innewohnende Gesetz, auf unser Wesen und unsere Aufgaben. Lassen Sie mich Ihnen, meine Freunde, heute das Losungswort zurufen:„Volksdeutsche Die Pingstlage in Erier deutschen, alle die, die da draußen in den fremde Haltung zur Zukunftsgestaltung unseres Volksdreimaligen Volt Heil! tums“ und bekennen, daß ich diesen und nur diesen Wegweiser an unserer Straße in die komVolksdeutsche Kundgebung mende Zukunft, die wir gestalten wollen, sehen Ium Vbichlut des Moliuer Loonuo=Bositg, de Frlckrung doefir geben, doß die deutsche De. Ssiecs escesiscscheleice eae escstichsch säechlseliche ine sit= eine bedeutete: Die Rückkehr zum Glauben an den deutschen Menschen, und der Entschluß, an die politischen Aufgaben nicht mit erklügelten Rezepten, sondern mit der einzig wirksamen Waffe heranzugehen, mit dem lebendigen Menschen als Träger einer schöpferischen und kämpferischen Haltung. Ihr, der Haltung allein, wird stets die Gestaltung der Dinge folgen. In Europa, fuhr der Vizekanzler fort, nimmt unser Volk insofern eine besondere Stellung ein, als es an allen Grenzen des Reiches und Oesterreichs siedlungsmäßig mit fremdem Volkstum verzahnt ist. Es siedelt in nicht weniger als 20 der 30 europäischen Staaten und fordert für seine Kultur und sein Volkstum ungeschmälertes des Bezirks Rhein=Main des BOA., Georg W.1: tig. die Kundgebung. Anschließend sprach der sitzende des Deutsch=Sächsischen Volksrates für Siebenbürgen, Dr. Jickeli. Schwer laste oft das Schicksal auf den Auslandsdeutschen. Denn ihre Treue gehöre dem Vaterlande, das ihnen zur Heimat bestimmt sei. Aus der Weltanschauung des neuen Deutschlands schönften sie die innere Kraft, um ungerechte Verfolgungen und Bedrückungen mit starkem Herzen zu ertragen. Nach der Rede des Mitgliedes des Saarbrücker Landesrates. Peter Kieser, sprach Dr. Henings=Kanada für das Ueberseedeutschtum. Das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied beschlossen die Kundgebung. Kaum waren die letzten Klänge des Horst=WesselLiedes nach der volksdeutschen Kundgebung auf dem Adolf=Hitler=Platz am Samstagabend, in Mainz verhallt, als der ungeheure Apparat der Pressestelle des BDA., in Lastwagen verpackt, abrollte, als zahlreiche Journalisten in Autos durch die Nacht dem neuen Tagungsort Trier entgegenrasten. Im Morgengrauen erreichte man Trier, dessen Straßen und Gäßchen mit einem Wald von Fahnen des Dritten Reiches, der alten, ruhmreichen schwarzweiß=roten Fahne und dem blauen VDA.=Wimpel übersät sind. Neben den fahrplanmäßigen Zügen brachten etwa 40 Sonderzüge BDA.= und Hitler=Jugend. SA.= und SS.=Männer, deutsche Frauen und Männer in Scharen herbei, so daß die Zahl der Tagungsteilnehmer mit 50000 Jugendlichen und Erwachsenen nicht zu hoch gegriffen sein dürfte. Die Stunde der Jugend, die traditionsgemäß am Pfinstsonnntag=Vormittag stattfindet. wurde diesmal im Freien abgehalten. und zwar auf dem Sportplatz Weißhaus. Endlos zogen die farbenprächtigen Wimpel der BDA.=Jugend und die Hakenkreuzfahnen der Hitler=Jugend ein, ein Wald von Fahnen, der im Sonnenlicht noch einmal so prächtig leuchtete...„ Peg eämer Li. Dr. Schöneich begrüßte die Teilnehmer. die aus allen Gauen gekommen waren. Vertreter Oesterreichs und der einzelnen auslandsdeutschen Volksgruppen überbrachten die Grüße ihres Heimatlandes und betonten immer wieder, wie sie erfüllt seien von dem Geist der deutschen Erneuerungsbewegung im Reich. Unter dem Jubel der versammelten Jugend sprach Dr. Steinacher und ließ seine Rede ausklingen in die Aufforderung an die Jugend:„Ich fordere von Euch die Seele, das Herz, daß es nicht erlahme für den Kampf da draußen, daß in Euch entstehen mag die volksdeutsche Unruhe, daß das deutsche Volk mehr ist als deutscher Staat, und aus dieser Unruhe sollt Ihr nicht mehr herauskommen.“ Den Abschluß der Feier bildete ein Bewegungsspiel. das ergreifend Saarlands Not und Saarlands Hoffnung schilderte. Unter den Klängen des Deutschland= und des Horst=Wessel=Liedes schloß die erhebende Feier. Am Mittag waren die BDA.=Jugend. die Vertreter der Trierer Verbände, der SA. und SS. und des Kyffhäuser=Bundes an dem schlichten Kriegerdenkmal am Ufer der Mosel angetreten. um die toten Krieger zu ehren. In einer schlichten Gedenkrede erinnerte Dr. Steinacher an das Onfer der Toten. Nur durch Opfer, insbesondere des Lebens, wachse die Eemeinschaft. Ein Trauermarsch erklang, während Dr. Steinacher einen mit der Hakenkrenz= und der NOA.= Schleife geschmückten Kranz am Denkmal leate, das die einfachen Worte„Tapfer und treu“ trägt. Am Nachmittag sprach im Saal des Evang. Bürgervereins Studiendirektor i. R. Nobert TreutBerlin=Newyork über„Gegenwartsprobleme des Deutschtums in den Vereinigten Staaten“. Bei den Abendfeiern der deutschen hielt vor den Jungen im Zeltlager auf dem Regattaplatz der Landesführer Sachsen des BDA.. Oberbürgermeister Zoerner, eine Ansprache. Wie unsere Väter, so wollen und müssen wir das heilige Dasein, Lebensrechte und— Geltung. Deswegen deutsche Land im neuen Reich büten und verteidi muß sich unser Blick von dem staatsgebundenen Volkstum— dem Deutschtum im Reich— in der Richtung des Gesamtvolkes über die Reichsgrenzen hinweg weiten. Die Frage der überstaatlichen Volksgemeinschaft hört für uns Deutsche, aber nicht nur für uns allein, sondern für beinahe alle Völker Mitteleuropas mitten in eine europäische Friedenspolitik hinein, weil sich Staatsgrenzen und Volksgrenzen nicht decken und sich durch Grenzveränderungen wohl Besserungen, aber niemals befriedigende Lösungen erzielen lassen würden. deutsche Lund im neuen Nem tun, gtzrt gen. Heute reiche sich hier deutsche Jugend aus allen Gauen die Hände zum Treuschwur für die deutsche Sache. Mit einem begeistert ausgenommenen Sieg=Heil auf den Reichspräsidenten, den Reichskanzler und das ganze deutsche Volk in aller Welt schloß der Redner seine zündende Ansprache. Gleichzeitig sprach vor den Mädeln auf dem Pfingstberg Graf Brockdorff=Dallwitz, wobei er darauf hinwies, daß man sich allmählich in Deutschland dessen bewußt werde, daß, wo zwei Reichsdeutsche zusammensäßen, ein dritter Volksgenosse unsichtbar unter ihnen sei, der nicht in den Grenzen des Staates leben dürfe. Ueber die GrundVolkstumspflege hinaus wachse im elemente der Volkstumspflege die Aufgabe der deutschen Frau:„Fiß,nzie der Retmaerg heranwachsenden Generation das Wissen um den Westmark des Reiches nicht mißverstanden werden, der Gemeinschaft der Resse des Volkes. des wenn ich sage, daß Staats= und Volksgrenzen in Mitteleuropa sich niemals ganz decken können. Sinn der Gemeinschaft der Rasse, des Volkes, des Stammes vermitteln und über diese gottgewollte Gliederung die Herzen der Kleinen hinführen zur Keimzelle der Familie, die doch wiederum das ureigenste Gebiet sei der deutschen Mutter. Ein Fackelzug zum Palastplatz schloß den ersten Tag des Trierer Tagungsabschnitts. Dabei hielt Gauleiter StaatsWas der Versailler Vertrag über das Saarland verhängt hat, hatte mit der Sicherung etwa anderer fremdländischer Volkstümer oder Minderheiten niemals das Geringste zu tun. Es gibt an der Saar keine fremdländischen Minderheiten. Dieser Vertrag sieht nur ein höchst materielles rat Simon, der Hübre, des Hunde= gugjährie; und prosaisches Kohlengeschäft, zu dessen Die Bedrückung des Saargebiets ist bewußt ein Sicherung man 800000 Deutsche für 15 Jahre Werk gegen allen Frieden. Es ist daher für uns unter fremde Herrschaft und Willkür setzte. An Nationalsozialisten, die wir einen ewigen Frieden der Saar handelt es sich nur darum, ein groerstreben, eine Pflicht, dafür zu sorgen, daß dieser ßes Unrecht wieder gut zu machen Zankapfel Saargebiet nunmehr bald beseitigt wird. und beschleunigt die Grenzen wiederherzustellen, Wir Deutschen haben die Abstimmung nicht zu die seit über einem Jahrtausend dentsches Volksfürchten, sondern jetzt, wo man uns 14 Jahre bat tum umfassen. Hier ist für den Völkerbund eine warten lassen, sollen wir uns auf die Abstimmung freuen, denn sie wird zu einer ungeheuren Blamage für die französische Gewaltpolitik werden. Wir haben erkannt, daß in der Geschichte nicht allein die Treue des Grenzlandvolkes maßgebend ist, sondern ebenso sehr die Treue derjenigen, die im Innern des Reiches wohnen: maßgebend ist vor allem auch die Treue, die vom Mutterlande dem Grenzland gehalten wird. einzigartige Gelegenheit, euronäische Politik in bestem Sinne zu dokumentieren. Aufgabe des neuen Deutschland aber ist es, für die Beziehungen unter den Völkern und Volksgruppen neue und bessere Voraussetzungen zu schaffen, als sie das Versailler System durch seinen in vielem trügerischen Minderheitenschutz beschert habe. Es soll niemand im Unklaren sland gehalten wird. beschert habe. Es soll niemand, im Apklaxeg Es muß im Reich gezeigt werden, daß die Opfer darüber sein, schloß von Papen seine Rede, daß und Leiden nicht umsonst gebracht worden sind. Der die Reichspolitik, wie immer sie die Genesung Saarländer muß das Bewußtsein haben: Jedes und Befriedung unseres erschütternden Kontidas ich für mein Palkstum bringe wird an= nents anstrebt, stets das Schicksal der AuslandsOpfer, das ich für mein Voltstum bringe, wird anerkannt, überall. wo Deutsche wohnen. Alles. was ich tue, tue ich für mein Volk, und mein Volk wird mich nicht im Stich lassen! Papen spricht in Trier nents unstteve, steis das Schlafdi per Ausgagos= deutschen Volksgruppen aufmerksam verfolgen und in sorgendem Herzen tragen wird. Jeder Staat, der wie wir im Volkstum eine Kraftquelle sieht, die durch keine noch so geniale Verfassung ersetzt werden kann, wird uns verstehen. Bährend der Morgenfeler am Pfingkpoptg shreg Poststums, piefach aber ohne daraus den im Stadion zu Trier hielt Bizekand... einzig möglichen Schluß zu ziehen: daß sie auch Papen eine eindrucksvolle Rede, in der er u. dem fremden Volkstum dieselbe Achtung entEs mutet heute fast wie ein Bunder an, daß gegenbringen müssen. während der kosmopolitisch fühlenden Weimarer Zeit das volksdeutsche Erlebnis anhub und zu Ministerpräsiden: Göring legte am einer der großen Nachkriegserrungenschaften an Sonnabend am Grabe des Unbekannten griechischen wuchs. Als dann im Innern Deutschlands der Soldaten einen Kranz nieder. Sodann wurde er Ruf erscholl: Deutschland erwache, da konnten vom griechischen Staatspräsidenten in Audiene die Auslandsdeutschen von sich aus stolz sagen, empfangen Nr. 116(Zweites Blatt) „Schwerter Zeitung“ Dienstag, 22. Mai 1934 Aer Tihren=Treum Schwerte(Ruhr), Dienstag den 22. Mai 1934 Tagesspruch Wer nachgibt mit Bescheidenheit Fährt wohl, doch Widerspenstigkeit Hat sich nichts Gutes zu versprechen: Was sich nicht biegen läßt, muß brechen. Triller. Bestandenes Staatsexamen. Auf der Universität Münster bestand cand. med. Bernhard Hakenkamp, Lichtendorf, das medizinische Staatsexamen.— Wir gratulieren! Fahrradmarder treiben in letzter Zeit auch in unserem Bezirk ihr Unwesen. So wurden am 2. Pfingsttag in der Brückstraße einem Ehepaar, das von Hemer gekommen und in der bekannten Wirtschaft Kremer abgestiegen war, zwei neue Fahrräder gestohlen. Die Polizei wurde sofort verständigt. Die Diebe konnten noch nicht ermittelt werden. Die Ausflügler waren sehr bestürzt darüber, daß sie ihre Pfingstfahrt nicht mehr auf ihren Rädern fortsetzen konnten. : Verkehrsunfall. Die Schwerter freiw. Canitäts=Kolonne mußte am 1. Pfingsttag wieder helfend einspringen. Ein junger Mann war auf dem Bürenbruch mit dem Fahrrad sehr schwer gestürzt. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde der Verletzte mit dem Sanitätsauto ins Krankenhaus nach Schwerte gebracht. Kulturbestrebungen in Schwerte. Wie wir erfahren, hat Direktor Otto Laugs, der Leiter des Städtischen Konservatoriums zu Hagen, ab 15. Juni die musikalische Führung des Gemischten Chors„Harmonie“ Schwerte, gegr. 1905 von Karl Klempt, übernommen. Der Verein ist zu beglückwünschen, daß es ihm gelungen ist, den bekannten westdeutschen Dirigenten für seine kulturelle Arbeit gewonnen zu haben. Personalnachrichten der öffentlichen Bebörden. Regierungs=Vizepräsident i. e. R. Dr. Rick, früher bei der Regierung in Arnsberg, ist in den Ruhestand versetzt worden.— Versetzt Regierungsrat Dr. Hütteroth, bisher beim Polizeipräsidium in Bochum, an das Polizeipräsidium in Kassel. Regierungsrat Grotjan, bisher beim Landratsamt in Moers, an die Regierung in Arnsberg. Gewerberat Pense, bisher bei der Regierung in Arnsberg, an die Regierung in Königsberg. Gewerberat Dipl.=Ing. Winter aus Magdeburg an die Regierung in Arnsberg. Reg.=Sekr. Ochsenfeld, bisher bei der Regierung in Arnsberg, an die Eichungsdirektion in Dortmund.— Ueberwiesen: Reg.=Asfessor Dr. Dellbrügge, bisher bei der Regierung in Arnsberg, an das Reichsministerium des Innern zur aushilfsweisen Beschäftigung. Gerichtsassessor Dr. Gerber aus Breslau an das Polizeipräsidium in Bochum zur probeweisen Beschäftigung.— Beauftragt: Reg.=Inspektor Biermann, bisher bei der Regierung in Arnsberg, mit der probeweisen Verwaltung der freien Wasserstraßenobersekretärstelle beim Schleppamt in Duisbug.— Ernennung: Reg.= Inspektor Drews, früher bei der Regierung in Arnsberg, zum Ministerialamtmann im Preußischen Staatsministerium. Reg.=Inspektor Gerbens in Arnsberg zum Rechnungsrevisor. Reg.=Inspektor Steuber in Arnsberg zum Rechnungsrevisor. * Großes Volksfest auf der Hohensyburg am Westfalentag 1934 in Hagen. Wie bekannt, ist der Westfalentag 1934, der stets sehr großzügig und feierlich begangen wird, für den 15. September vorgesehen und wird in Hagen begangen werden. Nach den üblichen Beratungen der Fachschaften soll der Westfalentag mit einem großangelegten Volksfest am 16. September auf der Hohensyburg beendet werden. Hierzu wird mit der Teilnahme von Vertretern aus allen westfälischen Städten gerechnet. Volkstänze, Reiterspiele und andere Vorführungen heimatlichen und sportlichen Charakters sollen dem Fest seine Prägung als Volksund Heimatfest geben. Neueinstellungen zum freiwilligen Arbeitsdienst. Am Mittwoch, 23. Mai, gehen wieder Transporte hinaus.(Sauerland und andere Gegenden). Willst du schnell zu Arbeitspaß und Arbeit kommen, so melde die, am Dienstag, 22. Mai, auf der Meldestelle Dortmund, Südwall 12. *„Deutsche Jugend, fliege...“ so ruft der Präsident des Deutschen Luftsport=Verbandes, Ritter des Pour le mérite, Bruno Loerzer die Jugend und das gesamte deutsche Volk zur tätigen und fördernden Mitarbeit auf. X Aus der kath. Gemeinde. Das erzbischöfl. General=Vikariat Paderborn hat den Seminarpriester Paul Münster aus Herne zum 3. Vikar an der hiesigen kath. Pfarrkirche ernannt. Derselbe wird sein neues Amt in Schwerte Anfang Juni antreten.— In einer Versammlung der hiesigen kath. Geschäftsleute, die im Vereinshause abgehalten wurde, ist einstimmig beschlossen worden, auch am diesjährigen Fronleichnamsfeste, am Donnerstag, 31. Mai, die offenen Ladengeschäfte für den Verkauf geschlossen zu halten. Am 23. Mai bleibt die Sonne bis 8 Uhr sichtbar: die längsten Tage und„blauen Nächte“ des Jahres haben begonnen.„Schön ist die Welt“— vor allem für den, der diese kommenden lichtvollen Rosentage sorgenlos auskosten kann, was freilich den wenigsten Sterblichen vergönnt ist! RSK.— Schulungskursus für Kriegsblinde. Die NSKOV. veranstaltet zurzeit in Braunlage i. H. einen Schulungskursus für Kriegsblinde. : Daß unsere Birke ein richtiger Arzneibaum ist, wissen nicht alle Leute. Und doch ist es längst erwiesen, daß er vom Wipfel bis zur Wurzel viel zu geben hat, was unserem Körper dienlich ist. Daß man der Birke den zuckerreichen Saft abzapfen und aus ihm einen wohlschmeckenden„Birkenwein“ bereiten kann, weiß wohl jeder; ebenso ist das Birkenwasser als Mittel zur Haarpflege bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, daß man aus Rinde und Wurzel durch trockene Destillation den Birkenteer und das Birkenöl erhält; letzteres wird arzneilich benutzt. Ein aus dem Birkenstamm gewonnenes Harz dient in Rußland gegen Gicht. Die Blätter des Birkenbaumes geben einen wirksamen Tee gegen Bauchwassersucht, Wagenschwäche, Herzleiden, Steinleiden usw. und infolge ihrer harnsäureausscheidenden Wirkung ganz hervorragend gegen Rheumatismus und Gicht. Nachdrücklich hat auf die letztgenannte Eigenschaft schon Prof. Dr. Winternitz hingewiesen. Birkenblättertee wirkt mächtig harntreibend und befreit den Körper von schädlichem Eiweißüberschuß, ohne die Nieren zu reizen. Prof. Dr. Winternitz hat durch eingehende Versuche festgestellt, daß durch den Genuß von Birkenblättertee die ausgeschiedene Urinmenge um das vier= bis fünffache vermehrt wurde, was einer Entgiftung des Körpers gleichkam. Demnach ist die„Maie", wie man die Birke auch nennt, eine kleine Apotheke für manchen Menschen; sei sie dafür gesegnet von der Wurzel bis zum Wipfel! Hiyst Allerte. Schwerte, 22. Mai. Am Freitag fragten wir einige Schwerter Geschäftsleute, ob das Pfingstgeschäft lohnend sei. Ans wurde zur Antwort gegeben, daß das Wetter zu kühl und zu unbestimmt sei. Am Samstag schien die Sonne verheißungsvoll, ein herrlicher Maientag zog herauf. Als man am Nachmittag bei den gleichen Geschäftsleuten vorsprach, erfuhr man, daß mit dem schönen Wetter, das herrliche Pfingsttage verspreche, ein Bombenbetrieb eingesetzt habe. In erster Linie hatten natürlich unsere Modehäuser, wie Hut= und Schuhgeschäfte zu tun. Daß in der Stadt viel los war, konnte man auch auf dem Samstagsnachmittagsbummel auf der Hüsingstraße erleben. Da glänzten auch die Urlauber, die schmucken Jungens von der Marine, Reichswehr und Schupo. Von Dortmund kommend ergoß sich über Schwerte der Strom der Wanderer, die ihr Pfingstwochenend im Sauerlande zubringen wollten. Viele Ausflügler übernachteten auch in Schwerte, um von der Pforte des Sauerlandes aus Wanderungen zu unternehmen. So waren denn die Hotels in Schwerte besetzt. Der„Reichshof“ z. B. mußte wegen Ueberfüllung ungefähr 20 Gäste abweisen, und noch am 1. Pfingsttag kamen telephonische Anrufe aus Hagen, Iserlohn und Westhofen, ob noch ein Zimmer frei sei. Die Nacht zum 1. Pfingsttag war sehr kühl. Und diese Kühle herrschte auch an beiden Festtagen, dazu kam ein starker Wind. Das Wetter war natürlich zum Wandern ausgezeichnet, aber nicht zum Lagern oder Sitzen im Freien. Natürlich waren infolge des Windes die Straßen, auf denen sich an beiden Pfingsttagen ungezählte Tausende von Radfahrern(diese sogar in langen Ketten!), viele tausend Autos und hunderte von Motorrädern bewegten, mit Staubwolken bedeckt, sodaß man manchmal nicht aus den Augen sehen konnte. In unsern Bergtälern und auf den Waldwegen war es natürlich eine Lust zu wandern. Es ist für Schwerte eine alte Tradition, in der Frühe des 1. Pfingsttages einen Ausflug zu machen. So war denn für unsere Gaststätten das Hauptgeschäft während des Frühschoppenkonzerts am Pfingstsonntagmorgen. Im Freischütz saß man in historischer Weise im Freien. Um 7 Uhr ertönte der Choral vom hohen Turm. Vor den zahlreichen Gästen konzertierte die Regiments=Kapelle des 15. Reiter=Regiments Paderborn. Obermusikmeister Gerlach war in Hochform und riß das Publikum durch seine beschwingten Weisen mit. Die musiktüchtigen Reiter boten im Freischütz am 1. Pfingsttag auch ein hervorragendes Nachmittags= und Abendprogramm. Am 2. Pfingsttag bestritt im Freischütz unsere SA=Standarten=Kapelle 329 das ganze musikalische Programm. Unter Musikzugführer Köppikus' bewährter Leitung hörte man u. a. die Ouvertüre zur Oper Wilhelm Tell, Wiener Walzer, eine Konzert=Polka für zwei Trompeten, ansprechende Charakterstücke, Armeemärsche schneidigster Art, Rheinlieder=Potpourris und auch klassische Stücke wie eine Phantasie aus Wagners„Lohengrin“. Einen besonderen Kunstgenuß bereitete wieder Obertruppführer Loos mit seinem klangschönen Trompetensolo„Die Post im Walde“. Unsere Schwerter Rundfunk=Kapelle leistete wieder Vorzügliches. Am 1. Pfingsttag hatte sie im Wellenbad Geisecke konzertiert. Hier saß man auf der Terrasse und lauschte den Weisen, indessen die Ruhr, die sich ja dort ein neues Bett gesucht hat, mächtig vorüber rauschte. Zum Baden war es zu kühl, aber nicht zum Tanzen im Freien. Rohling's Spezialitäten munden ja besonders im Freien, wo der Appetitt überhaupt größer ist. In Schwerte=Ost, auf der stolzen Höhe des Kreinberges, hatte der Wirt Heinz Axer sich an beiden Feiertagen pfingstlich eingestellt. Auch hier in der Gaststätte Kreinberg war der Hauptbetrieb am Pfingstsonntagmorgen. Kapellmestier Nettlenbusch gab hier ein schmissiges Frühschoppenkonzert, und spielte auch an beiden Feiertagen am Nachmittag. Heinz Axer hatte außerdem den Männer=Gesang=Verein Schwerte=Ost für ein Einlagekonzert verpflichtet. In der Pause konnte man durch einen Rundgang feststellen, daß der Garten sich fabelhaft herausgemacht hat. Nach der Straßenseite hin und auch zur Eisenbahnstrecke hin sind die jungen Bäume(Ahorn und Pappeln) schon so hoch geschossen, daß man in einem lauschigen Garten sitzen kann. Besonders nett sind die Nischen angelegt. Zu allen Gartentischen gibt es elektrische Lampen und man kann sich vorstellen, daß in diesen Anlagen nach manche italienischen Nächte gefeiert werden. Leider fehlte an beiden Pfingsttagen die nötige Sonne bzw. Wärme, um sich auf der Kreinberg=Höhe im Freien aufhalten zu können. Viele Schwerter verlebten Pfingsten auch auf der Hohensyburg, das nun einmal infolge der herrlichen Lage gern besucht wird. Die besondere Pfingst=Attraktion bildet für die Jugend ja die große Hohensyburger Kirmes. Für viele war auch Bad Königsborn das Ausflugsziel. Im schönen Kurgarten hörte man Militärkonzerte, ausgeführt vom Musikkorps des II. Batl. Inf.=Regt. 18 unter Leitung des Obermusikmeisters Cellarius, Münster. Auch die Hausfrau will einmal ihren Feiertag haben. So hatte sich denn neben dem „Reichshof“ unsere altbekannte Gaststätte an der Ecke Brückstraße—Hüsingstraße(früher Hotel Jungesblut) jetzt„Schwerter Hof“ genannt, auf den Speisebetrieb eingestellt. Paul Oberschelp, der rührige Wirt, ließ aus seiner Küche die köstlichsten Gerichte für billiges Geld auffahren. Er hatte einen guten Betrieb. Am 2. Festtag gab die Kapelle Spiegel ein nettes Familienkonzert. Auch im„Reichshof“ gab es neben dem Hotelbetrieb an beiden Tagen viel zu tun. Bei dem Unterhaltungskonzert am 2. Feiertag zeichnete sich wieder das Mitglied der Standartenkapelle Karl Roding als Tango=Harmonika=Virtuose aus. Und nun noch eins: Am Samstag wurde der Lustliebling des Volkes„Graf Zeppelin“ auch vor den Schwertern sehnlichst erwartet. Der Sieger der Lüfte erschien 11,35 Uhr über dem westlichen Dortmund, überflog 11,40 die Innenstadt und zog dann in majestätischem Fluge über Hohensyburg nach Hagen und weiter über einige Orte des Sauerlandes und dann dem festgelegten Reiseplan zufolge nach der Reichshauptstadt. Schwerte zählt zu den Städten, von denen man sagen kann:„ferner liesen“. Auch daß eine Anzahl Mitbürger das stolze Luftschiff im neuen Silbergewand mit dem leuchtenden Rot der Hakenkreuzflagge auf dem Seitensteuer gesichtet haben, als es Hohensyburg überflog, ändert nichts an der Tatsache, daß es unserer alten Hansestadt diesesmal aus dem Wege gegangen ist. Schwerte blieb unberührt! Graf Zeppelin kommt über Schwerte an der Tags zwischen zwölf und eins wird er uns übersliegen,. 44 1u3 nicht uuf fin Nein!!— er besucht uns nicht auf seiner Maientour, Dagegen wird ihn Syburg wohl zu sehen kriegen. Die Stadtverwaltung müht sich um den Silberfisch. (Es richtet sich natürlich nach der Wetterlage!) Und wenn er kommt, dann kommt er sicher turz vor Tisch,. laat men hof Shir schan auf Das Ja, das Nein, legr man bei Spix schon auf die Waage. Das Luftschiff naht, es soll schon über Dortmund seip.) Mt, In bi, Wiag, E g. Es steuert Schwerte an, die Wiege der GerJa, Pannekauken hat das wohlverdiente Steigt auf die Dächer Bürger, hißt die Freudenfahnen! Viel tausend Herzen starten zum BegrüßungsDoch ach, doch ach, kein Böllerschuß wird abgeseuert. 84 Vergeblich äugt die Menge nach des Schiffes Zu dessen Wunderbau auch sie einst beigesteuert. Mitbürger, liebe Freunde! Wir sind angeführt: Die alte Hansestadt blieb gänzlich unberührt! ecke. Schwerter Filmschau Jan Kiepura, dessen Heldentenor die vergangene Saison überstrahlte und dessen Darstellungskunst die Welt bezauberte, Jan Kiepura, der sich wie kein zweiter in die Herzen hineinsang und hineinspielte,— es sei nur eine seine bisherigen Filme„Die singende Stadt",„Das Lied einer Nacht" und„Ein Lied für dich“ erinnert— ist wieder in Schwerte zu hören, und zwar in dem bezaubernden Afa=Tonfilm„Mein Herz ruft nach Dir“, der seit Freitag in den„Lichtspielen zur Reichskrone“ mit außerordentlichen Erfolge läuft. Im Mittelpunkt der Handlung steht wieder der begnadete Sänger, für den und um den herum der ganze Film gedreht wurde. Dieses Mal gehört er als Heldentenor einer Truppe an, die keine bekannten Namen aufzuweisen hat, und in Amerika Schiffbruch litt. Auf der Ueberfahrt von Amerika nach Monte Carlo, wo der Truppe ein Gastspiel winkt, stößt der junge Sänger auf einen blinden Passagier. Es ist die blonde Martha Eggerth, die eifrig gesucht wird. Um ihr eine Fahrkarte zu beschaffen, erklettert der Tenor den Mastbaum und begeistert die Passagiere der ersten Klasse. Er ist es auch, der ganz Monte Carlo in den Zauberbann seiner Stimme zieht. Das Gastspiel scheitert, da gibt die junge Truppe unter dem Sternenhimmel Monte Carlos vor der Oper, in der„Tosca“ gespielt wird, eine Parallelaufführung. Die Oper leert sich, und alles strömt hinaus zur Freilichtaufführung. Jan Kiepura findet reichlich Gelegenheit, seiner großen Gemeinde neue Kostbarkeiten seines Gesanges in übereichem Maße zu schenken. In den weiteren Hauptrollen glänzen neben der schon genannten Martha Eggerth, Paul Kemp, Paul Hörbiger, und Theo Lingen. Neben diesem Tonfilm, der auch sehr viel zu Lachen gibt, sieht und hört man den hervorragenden Lustspielschlagee „Wenn Mutter nicht zu Hause ist“. Dieser Film erregt wahre Lachstürme, denn Fritz Servos erweist sich wieder als ein Komiker von allergrößtem Format. Es handelt sich hier um eine Verwechsslungskomödie, wie man sie sich lustiger, einfallsreicher und verwickelter kaum vorstellen kann. Im Beiprogramm wird dann noch gezeigt„MickyMäuschens Hochzeitsfest" und„Die Vöglein im Walde“, sodaß man mit Recht sagen kann, ein modernes GroßstadtProgramm läuft in den„Lichtspielen zur Reichskrone“. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Haus Linner, Schwerte=R. D.=A. IV. 34. 1749 Bad Frutsche Lurken in Vrillen=Reich, Schicksalhaft für die Deutsche turnerische Bewegung war es, daß in die Zeit des Umbruchs der„Deutschen Nation das gewaltige Deutsche Turnfest in Stuttgart siel, und daß Adolf Hitler, der Führer des neuen Deutschlands, die Deutschen Turner und Turnerinnen, die Turnerjugend eingeschlossen, bei ihrem größten Arbeitsfeste sah. Wie aus der großen programmatischen Rede Hitlers in Stuttgart hervorgeht, hat zum ersten Mal in der deutschen Geschichte der verantwortliche erste Staatsleiter die bisherige nationale und soziale Arbeit der Turnerei anerkannt und ihre weitere Bedeutung für Volk und Staat herausgehoben, wie es von so hoher Warte bisher noch nicht geschehen war. Er hat auch Friedrich Ludwig Jahn, den Begründer der deutschen Turnbewegung, in aller Form in seine Ehrenrechte eingesetzt. Die turnerische Bewegung hat in Stuttgart ihre Wiedergeburtsstunde im nationalsozialistischen Staate erlebt. Wenn die nationalsozialistische Tageszeitung von Württemberg und Hohenzollern, der„NS. Kurier“, nach Beendigung des Deutschen Turnfestes schreibt:„Das 15. Deutsche Turnfest liegt hinter uns. Ereignisse von würdevoller Schönheit und dramatischer Wucht haben unser Blut rascher in Wallung gebracht", so müssen die anerkennenden Worte mit der Bejahung der Deutschen Turnerschaft durch Adolf Hitler hinausgerusen werden in alle Welt, in alle Verbände, damit auch der letzte Deutsche einsieht, welche völkische Arbeit die Turnerschaft geleistet hat und noch leistet, daß die deutsche Turnerei im Jahnschen Geist betrieben, ein Eckund Grundpfeiler des neuen Staates ist, daß man sich die Arbeit der Deutschen Turnerschaft a“ körperlich, geistig=seelischem Gebiet am eitschen Menschen nicht aus dem neuen Staat hinwegdenken kann; denn das Turnen der Deutschen Turnerschaft war nie Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck, zur Stärkung der Deutschen Volkskraft. Durch die Anerkennung der Deutschen Turnerschaft durch den Führer erhalten die Worte des Reichssportführers von Tschammer und Osten:„Wer mir die Deutsche Turnerschaft zerschlägt, den zerschlage ich" und„wer die Deutsche Turnerschaft angreift, der greift Deutschland an“ eine erhöhte Bedeutung und stärksten Widerhall. Wir stehen heute im Zeichen des inneren Hinreifens zum Nationalsozialismus. Wir als Deutsche Turner können stolz darauf sein, unserem Wahlspruch immer treu geblieben zu sein: „Turnerschaft ist unser Weg, Volk ist unser Ziel!" Volk ist aber nicht nur unser Ziel, sondern immer wieder unser Anfang. Wir wollen Volk sein, nichts als Volk. Wir müssen überall dastehen, wo dieses Volk seine seelischen, ewigen Urrechte fordert und formt. Und dieses Fordern und Formen führt uns zwangsläufig mit dem Staat zusammen, der diese Aufgabe mitlösen muß. Und so, wie er sie löst zugunsten oder zuungunsten des in ihm lebenden Volkes, so ist die Stellung des Volkes für ihn oder gegen ihn. Adolf Hitler führte das Deutsche Volk zu sich und zum Siege über einen Staat und schließlich in einen neuen Staat hinein. Was der Prophet Jahn sagte:„Volk und Staat Ohne Tritt-Marsch Ein Roman aus den Kampfjahren 1929 bis 1932 von Heinz Friedrich Kamecke. 28. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Wo treffen wir uns?“ fragte Anke. „Einen Augenblick.“ Klaus wandte sich an Brinkmann:„Geht es, daß wir von hier zunächst nach Ossenbrügge fahren und dort einen lieben Menschen abholen?“ „Natürlich, Herr Stüwen“, sagte Brinkmann.„In einer knappen Stunde sind wir da.“ „Danke.“ „Von mir aus können wir die Fahrt auch zu einem Wochenendausflug ausgestalten— ich habe Zeit, viel zu viel Zeit.“ Stüwen verbeugte sich dankend, dann sprach er wieder in die Sprechmuschel.„Hören Sie noch? Also— wir holen Sie von Ossenbrügge ab. Sagen wir: Treffpunkt drei Uhr im Marktcafé.“ „Einverstanden. Und wann kommen wir wieder zurück?“ „Am zweiten Ostertag abends um zehn Uhr — schlage ich vor. Wir machen vielleicht in Kassel Station oder im Sauerland oder in einer kleinen Stadt an der Weser—“ „Oder im Harz, oder im Riesengebirge, oder an der Bergstraße—“ Klaus hörte ein herzliches Lachen. „Wir wollen Sie nicht entführen, Anke, Sie sollen unsere Heimat kennen lernen— mit mir zusammen,— wir wollen Ihnen alles erklären. Sie kennen zwar den Rhein, Sie waren wohl auf Helgoland, vielleicht sogar in Tirol— aber Niedersachsen und das Land der roten Erde— kennen Sie es ganz?“ „Ich könnte mir kaum Schöneres vorstellen, Klaus“, tönte es jetzt wieder ernst zurück in eins ergeben das Reich“ ist in Erfüllung gegangen. Friedrich Ludwig Jahn hat in Adolf Hitler seine Erfüllung gesunden, turnerisches Wollen mündet ein in Nationalsozialismus. Wir wollen als Turner und Turnerschaft dem Reiche geben, was wir zu geben haben. Wir wollen als Turner Nationalsozialisten sein, weil der NS. die Verwirklichung unseres turnerischen Wollens gebracht hat. Wir wollen als Turner in der SA stehen, weil wir dank unserem Grundgesetz dastehen müssen, wo die Deutsche Wehrkraft steht. Wir stoßen als Turner auf allen Fronten zum Nationalsozialismus, aber unser Urboden ist das Turnertum. Unser Wirkungskreis ist der des Volkes und Volkstums. Unsere Kraft gehört dem Staat, wenn es um Volk und Reich geht. Laßt uns Turner sein! Turnen, Spiel, Sport VfL. Schwerte— Merkur 1:3 Die Dortmunder Merkurianer gastierten am Sonnabend in Schwerte. Sie gewannen mit 3:1 Toren. Beim Wechsel lag der Platzverein noch mit 1:0 in Führung. Durch den Mittelstürmer gelang dann 15 Minuten nach der Pause der Ausgleich und wenig später durch Handelfmeterball das 2. Tor. Vier Minuten vor Schluß stellte dann der Rechtsinnen durch ein 3. Tor das Endergebnis her. Handball Tus Ergste— Hörder Sportklub 5:13 Die Hörder vermochten ihre Reise mit einem schönen Erfolg zu beschließen. Hart umstritten, wie schon das 3:3=Ergebnis zur Pause besagt, waren die ersten 30 Spielminuten. Zwar gehen die Gäste in Führung, doch hart wird um jeden weiteren Vorsprung gekämpft. Den Ausschlag gab letzten Endes das großere Stehvermögen der Hörder, die im Gegensatz zu den Ergstern das Tempo gut durchhielten und ihren raschen und auf kürzestem Wege durchgeführten Angrifsen bei bestem Wurfvermögen auch den zahlenmäßigen Nachdruck zu verleihen wußten. Bei genauerem Spiel drängen sie ihren Gegner mehr und mehr in die Abwehr und so gelingen ihnen noch acht Erfolge, während die Platzherren nur noch zwei ihrer Angriffe mit einem Erfolg zu beschließen vermögen. Bornssia Höchsten— Spielv. Berghofen 17:0 Nach den letzten guten Leistungen waren die Berghofener heute bei nur schwachem Können tätig und da sie zudem noch das Pech hatten, ihren Gegner in bester Kondition anzutreffen, kamen sie gar bös unter die Räder. Als mit 6:0 die Seiten gewechselt wurden, erschien der Sieg der Borussen bereits als gesichert. Mehr und mehr erlahmt dann die Gegenwehr der Spielvereinler und so haben die Borussen wenig Mühe. noch elf Mal einzuwerfen, während dem sich aus seiner Zerrissenheit nie zusammenfindenden gegnerischen Sturm auch jetzt nichts Zählbares gelingt. Sensationelle Rekorte Japanische Schwimmer in großer Form. Für die Japaner gibt es im Schwimmsport keine Grenzen. In Tokio erreichte Shozo Makino im Kraulschwimmen über 800 Meter die kaum glaubliche Weltrekordzeit von 9:48,8 Min. Er unterbot seinen eigenen Weltrekord aus dem Jahre 1933 um 20 Sekunden. Ein bisher unbekannter Schwimmer, Takasi Yokoyama, kam im 400=Meter=Kraulschwimmen auf 4:45,8 Min. Roize Koike verbesserte den Weltrekord im 200=Meter=Brustschwimmen von 2:39,2 auf 2:36,4 Minuten. Lehrgänge für Leibesübungen in für die Lehrer aller Schulgattungen. Arnsberg, 21. Mai. Wie die Pressestelle der Regierung Arnsberg mitteilt, ist das Institut für Leibesübungen der Universität Münster beauftragt worden, in diesem Sommersemester Fortbildungslehrgänge auf dem Gebiet der Leibesübungen und der körperlichen Erziehung der Jugend für Lehrer aller Schulgattungen, für Schulleiter und für Schulaussichtsbeamte einzurichten. Der deutsche Erzieher soll als frischer, gesunder Mensch der Jugend ein wahrer Führer sein. Die Lehrgänge für Leibesübungen sollen mit dazu beitragen, unserer heutigen Jugend eine solche Lehrerschaft zu schenken. Die Lehrgänge finden statt: für Volksschullehrer vom 16. bis 28. Juli d. J., für Lehrer an Mittel= u. höheren Schulen vom 28. Mai bis 9. Juni d. J., für Rektoren an Volksschulen vom 11. bis 16. Juni und für Rektoren an Mittelschulen und Direktoren an höheren Schulen und Schulaufsichtsbeamte vom 18. bis 23. Juni d. J. Unterbringung der alten Kämpfer eine Ehrenpflicht Es muß heute eine Ehrenpflicht aller Behörden und Arbeitgeber sein, so schreibt der „aber meine Eltern werden mich nicht zu einer Wochenendfahrt fortlassen—“ „Ueberreden Sie doch Ihre Frau Mutter oder ihren Bruder mitzukommen.“ „Das wäre ein Gedanke. Eberhard liebt den Bergwald, die kleinen alten Städte in den Flußtälern und den Himmel darüber. Ich spreche in der Mittagspause mit Eberhard und läute Sie noch heute an.“ Klaus hörte das Mädchen Atem schöpfen. „Ich freue mich auf unser Wiedersehen, Anke.“ „Klaus— ich auch.“ Eine Pause trat ein. „Anke?“ fragte Klaus. Sie hatte schon abgehängt. „Alles in Ordnung?“ fragte Brinkmann, gutmütig und verstehend lächelnd. „Wenn Sie Ihr Angebot aufrecht halten, ja“, antwortete Klaus. „Ich stehe Samstag mit dem„Wanderer' startbereit.“ * Siebzehntes Kapitel. Das bescheidene Verlagsgebäude des„Wächters“ am Wagnerplatz war ständig von Wißbegierigen belagert. Der Zeitungsaushang war ein zugkräftiger und billiger Werber. Die Hauptartikel waren mit Rotstift angestrichen. Schriftleiter Stüwen konnte den Betrieb nicht mehr allein schaffen. Er hatte in der dritten Nummer seiner Zeitung ein Bürofräulein zum fünfzehnten April gesucht. Nur drei junge Mädchen meldeten sich, obwohl es in Teutowalde viele Hundert erwerbslose Stenotypistinnen gab. Es schien den besorgten Eltern, sagte sich Stüwen, doch zu gefährlich zu sein, die Tochter für ein Unternehmen herzugeben, das, dauernd in Kampfstellung liegend, sozusagen auf einem Pulverfaß ruhte. Klaus entschied sich für die neunzehnjährige Erika Sieker, die Tochter eines ehrbaren Handwerkers. Sie konnte nachweisen, daß sie die Handelsschule mit Erfolg besucht hatte und Pressedienst der Regierung Arnsberg, die alten Kämpfer der Bewegung unseres Führers in Arbeit und Brot zu bringen. Es ist daher ein erfreuliches Zeichen, wenn bei der Regierung Meldungen einlaufen, die berichten können, daß allealten Kämpfer in Arbeitsstellen untergebracht werden konnten. So teilt die Stadtverwaltung Lüdenscheid mit, daß alle Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung mit der Mitgliedsnummer 1—300 000 in Arbeit gebracht worden sind. Es war auch möglich, die alten Kämpfer der SA und SS, die sich vor dem 30. Januar 1933 schon zu unserem Führer bekannten, dadurch zu ehren, daß ihnen Arbeit und Brot gegeben werden konnte.— In der Stadtverwaltung Lüdenscheid werden 13 alte Kämpfer beschäftigt.* Expreßgut Wuppertal- Industriegebiet Vor der Eröffnung der Neubaustrecke Schwelm— Witten war die Befürchtung verbreitet worden, daß die Reichsbahn die in Wuppertal aufgegebenen Expreßgüter nach der Streckeneröffnung am 15. Mai nicht über die neue Strecke sondern über den bisherigen Weg über Hagen befördern werde. Wie uns die Pressestelle der Reichsbahndirektion Wuppertal hierzu mitteilt, sind diese Befürchtunmachte auch äußerlich einen ordentlichen Eindruck. Stüwen gefiel sich in der Rolle des Chefs. Er hatte ja schon in den Jahren 1927 bis 1929 in Ossenbrügge als erster Sortimenter dem weiblichen Personal gegenüber ein korrekter Vorgesetzter sein müssen, und so war ihm die neue Situation nicht fremd. Mit knappen Worten umriß er den Aufgabenkreis einer Kontoristin. Fräulein Sieker nickte verständnisvoll. Stüwen war es ja in der Hauptsache darum zu tun, ein zuverlässiges Wesen zu haben, das in seiner Abwesenheit die Geschäftsstelle versah, Bestellungen entgegennahm, den Postverkehr regelte und mit den Werbern abrechnete. Als er Erika Sieker verpflichtete, wurde sie hochrot. Es war ihre erste Stelle. Mitte April ging es in der Redaktion des Teutowalder„Wächters“ schon lebhaft zu, wie im Taubenschlang. Da kam ein Schlosser und meldete, im Amtsgericht II herrschten kaum glaubliche Zustände. Er habe Justizinspektor Gehren in einer Familienrechtssache sprechen wollen, aber der Beamte sei völlig überlastet gewesen. Gehren, der auch für Kirchenaustritte zuständig sei, werde in seinem Zimmer stets belagert. Er könne die Kirchenaustrittserklärungen unmöglich allein bearbeiten in diesen gottlosen Zeiten——— Da meldete sich ein Kaufmann, der sich von einem Graphologen betrogen fühlte. Der Hochstapler, der den Namen Meier trage, mache die ganze Stadt mit seinen„psychographologischen Beleuchtungen des LebensGeschehens unsicher. Leider, leider sei er auf den Leim gegangen. Meier habe ihm für den Wisch, der nach den letzten Erkenntnissen der Wissenschaft dargestellt sein solle, vierzig Mark abgenommen. Da der Graphologe mit Empfehlungen von Behörden arbeite, so habe er ihm Vertrauen geschenkt. Hinterher habe er gen völlig unbegründet. Es war in keiner Weise beabsichtigt, das Expreßgut nach der Eröffnung der neuen Strecke Schwelm—Witten abweichend von der Regel zu berechnen oder zu befördern. Seiner Natur nach wird Exprezgut mit Schnell=, Eil= oder Personenzügen befördert; der Frachtberechnung wird die Personentarifentfernung zugrundegelegt. Stehen mehrere Entfernungen nach dem Bestimmungsbahnhof zur Verfügung, wird die Fracht im allgemeinen nach der kürzesten Entfernung berechnet, wenn die Sendung nicht über den weiteren Weg den Bestimmungsbahnhof wesentlich früher erreicht. Mit Rücksicht darauf, daß es beim Expreßgut in erster Linie auf eine schnelle Beförderung ankommt, wird dieser Grundsatz auch auf die Strecke Schwelm=Witten angewendet werden. Ein Anschluß der neuen Strecke von der durchgehenden Expreßgutbeförderung kommt nicht in Betracht. Aus dem Nachbargebiet Dortmund, 22. Mai. Familientragödie. Ein folgenschwerer Streit zwischen Eheleuten spielte sich am Samstag in Dortmund im Hause Kleiststraße 1 ab. Der Versorgungsanwärter Heinrich Wolski hatte mit seiner Ehefrau eine heftige Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Mann seine Frau mit einem Stuhl niederschlug und schwer verletzte. Danach griff er zur Pistole und brachte seinem fünfjährigen Sohn Heinz einen Bauchschuß bei. Es gelang der schwerverletzten Frau noch, mit dem ebenfalls schwer verletzten Kind aus der Wohnung zu flüchten. Der Täter schloß sich dann ein und jagte sich eine Kugel in den Kopf, die seinen sofortigen Tod herbeiführte. Mutter und Kind wurden nach der ersten Hilfeleistung durch einen Arzt in das Luisenhospital eingeliefert. Der kleine Junge ist Pfingstsonntag seiner schweren Schußverletzung erlegen. Der Zustand der Frau hat sich gebessert; sie dürfte mit dem Leben davonkommen. Dortmund, 22. Mai. Zu Tode geschleift. Der Landhelfer Wilhelm Reinhardt aus Dortmund=Brechten was Samstag auf der Weide beim Melken der Kühe beschäftigt. Hierbei band sich R. eine Kuh, die nicht stillstehen wollte, an dem eigenen Fuß fest. Plötzlich rannte das Tier davon und schleifte R. mit, wobei der unvorsichtigte Landhelfer einen Schädelbruch erlitt. Der Schwerverletzte wurde mit einem Kraftwagen dem Brüderkrankenhaus zugeführt. Dort ist er am Pfingstsonntag an den Folgen des schweren Unfalls gestorben. Holzwickede. Verleihung. Ortsgruppenleiter Paul Geldmacher von der NSDAP. wurde vom Schlagetermuseum e. V., Berlin, der Schlageterschild mit zwei Schnallen RheinRuhr 1934=24 und NSDAP. 1922=24 verliehen. Briefkasten Nr. 125/S. Der Vermieter ist nach§ 13a RMG. berechtigt, eine Zusatzmiete für die tatsächlich verausgabten Anlagekosten zu erheben. Die Kosten werden im Verhältnis der Friedensmiete auf die Mieter umgelgt. Wissenschaftler einem Bekannten das gleiche Gutachten ausgestellt habe. Der„Wächter“ müsse der Sache einmal auf den Grund gehen, denn nach den Beleuchtungen dieses Herrn müßten alle Männer in Teutowalde einen weiblichen Einschlag haben, von Hemmungen und Minderwertigkeitsgefühlen geplagt sein. „Woher kam denn der Beleuchtungsinspektor?“, fragte Klaus den Leser. „Der Kerl kommt aus Ossenbrügge und soll ein Untervertreter des Versicherungsinstitutes Dr. von Rabenstein, Abteilung Graphologie, sein.“ Stüwen machte erstaunte Augen.„Das ist ja heiter. Wenn das stimmt, was Sie sagen, werde ich diesen Beleuchtungsinspektor in Teutowalde unmöglich machen.“ „Richtig! Geben Sie dem Burschen ordentlich eins drauf!“, sagte der Betrogene.„Wissen. Sie, welche Uebungen dieser Beleuchtungsinspektor empfiehlt? Ich soll mich auf ein Sofa legen und den linken Arm herabhängen lassen. Ich soll die ganze Schwere meines Armes fühlen. Erst wenn mir dieses gelungen ist, soll ich mit dem rechten Arm, linken Bein, rechten Bein, mit Kopf und Rumpf fortfahren. Im übrigen soll ich mir eine Freundin anschaffen. Daß ich eine liebe Frau besitze und Vater von sechs Kindern bin, hat die psychographologische Beleuchtung meines Lebens=Geschehens nicht herausfinden können.“ „Warum haben Sie denn Ihr Leben beleuchten lassen?“, fragte Stüwen. „Ach, nur meiner Kinder wegen“, gab der Mann zur Antwort.„Unsere Jugend, die hat doch keine Zukunft, und ich wollte erfahren, ob der Graphologe herausfinden könnte, was einmal aus meinen Kindern wird. Aber in dem Gutachten stehen so viele Fremdworte, daß sich unsereins gar nicht durchfinden kann. folgt.) Sssce U Vermächtnis für das Westfälische Landesmuseum Münster. Die Sammlungen des Landesmuseums der Provinz Westfalen haben eine wertvolle Bereicherung durch das Vermächtnis eines hochherzigen Gönners, des zu Beginn dieses Jahres in Köln verstorbenen ehemaligen Stadtbaurates Ernst Merckens erfahren. Der Stifter hat seinen gesamten privaten Kunstbesitz dem Landesmuseum der Provinzialhauptstadt, in der er als Stadtbaurat lange Zeit gewirkt hat, vermacht. Insgesamt 13 Kunstgegenstände, ältere und neuere Gemälde und Skulpturen, darunter das Porträt der Mutter des Verstorbenen von dem bekannten Düsseldorfer Maler des 19. Jahrhunderts Karl Sohn=Rethel und zahlreiche Landschaften der Münchener Maler Willy Pretorius und Ludwig Willroider, sind in den Besitz des Landesmuseums übergegangen. Ernst Merckens, ein geborener Kölner, war bis zu seinem Ausscheiden aus seinem Amte im Jahre 1909 Stadtbaurat in Münster. Nach seiner Pensionierung machte er sich in München ansässig. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in seiner Heimatstadt Köln, wo er auch im Februar 1934 starb. Seit den umfangreichen Stiftungen des ersten und wohl einzigen Mäzen größeren Stils, dessen das Landesmuseum sich seit seinem 25jährigen Bestehen erfreuen durfte, des Gutsbesitzers Josef Hötte, sind dem Museum bisher leider keine umfangreicheren Schenkungen und Vermächtnisse zuteil geworden. Starke Steigerung des Verkehrs auf dem Dortmund-Ems-Kanai Entwicklung und Wirtschaftlichkeit Des Nüheschnendertehte Münster. In einer Pressebesprechung machte Hafendirektor Schönnenbeck=Münster erfreuliche Angaben über die jüngste Entwicklung des Verkehrs im Stadthafen Münster. Danach hat sich der Güterumschlag gegenüber dem Vorjahr bis jetzt um 63 v. H. gehoben. Zum Umschlag kommen vorwiegend Baustoffe und Holz. Das Bild der wirtschaftlichen Entwicklung des Stadthafens Münster ist so günstig, daß die Stadt damit zufrieden sein kann. Die Wirtschaftsberatungsstelle des Deutschen Gemeindetages, die von Zeit zu Zeit gemeindliche Betriebe nachprüft und kürzlich eine ganze Reihe von gemeindlichen Betrieben westdeutscher Städte zu prüfen hatte, konnte für den Stadthafen Münster zu dem Ergebnis kommen, daß bisher kein zweiter Betrieb gefunden sei, der so wirtschaftlich arbeitet wie der Stadthafen Münster. Einführung des Bischofs Adler verschoben Münster. Nach einer Mitteilung der Pressestelle der Deutschen Evangelischen Kirche in Berlin kann infolge anderweitiger dringlicher Inanspruchnahme des Reichsbischofs die Einführung des Bischofs Adler in Münster nicht zu dem vorgesehenen Termin am 27. Mai stattfinden. Der neue Termin wird in Kürze bekannt gegeben, doch dürfte er kaum vor dem 24. Juni liegen. Keine Reichsmittel mehr zur Fortsetzung der Eigenheimbauaktion Münster. Die Pressestelle der Regierung teilt mit: Nach einer Mitteilung des Reichsarbeitsministers können für eine Fortsetzung der Eigenheimbauaktion zunächst weitere Mittel vom Reich nicht bereitgestellt werden. Diese Aktion, die auch weiterhin durchaus förderungswert erscheint, muß zu Gunsten dringenderer Arbeiten vorerst zurückgestellt werden. Die Baulustigen werden daher darauf aufmerksam gemacht, daß neuen Anträgen auf Gewährung von Reichsbaudarlehen für Eigenheime nicht mehr entsprochen werden kann. Große Tropfsteinhöhlen im Dillkreis? Der im Oktober 1932 zunächst versuchsweise zwischen Dortmund und Essen geschaffene Ruhrschnellverkehr wurde bald dauernd eingerichtet und am 15. Mai 1933 bis Duisburg durchgeführt. Mit dem gleichen Tage wurde die Einrichtung auf die Köln=Mindener Strecke Dortmund—Oberhausen ausgedehnt, indem auch hier schnellfahrende Personenzüge eingesetzt, z. T. bis Duisburg durchgeführt und vorhandene Personenzüge in solche des Ruhrschnellverkehrs umgewandelt wurden. Auch auf der Strecke EssenHbf.—Gelsenkirchen wurden zur Verbesserung der Anschlüsse an die Schnellverkehrszüge und zur Verdichtung einige neue Personenzugpaare eingelegt und auf der weniger verkehrsreichen Linie Essen—Wuppertal eine Zugverdichtung mit beschleunigter Fahrt herbeigeführt. Auf der Strecke Essen=Kettwig hat sich der Versuch mit der Einführung des starren Fahrplans bewährt, indem unter Einschiebung von Triebwagen neben einem besonderen Sonntagsfahrplan werktags der Halbstundenverkehr eingerichtet wurde. In Verbindung damit erhielt die Strecke Kettwig— Mülheim=Styrum ebenfalls den Halbstundenverkehr mit Triebwagen. Auch wurde ein Ruhrschnellverkehrszugpaar bis Köln durchgeführt. Dazu kommen noch andere Verbesserungen, wie auf den Strecken Essen=Hbf.—Gelsenkirchen=Bismarck, Steele—Werden, Dortmund—Bövinghausen, Oberhausen—Hamborn—Pesel, Lünen— Dortmund und Dortmund—Gronau. Ferner wurde im Winter 1933—34 ein Ruhrschnellverkehrszugpaar Duisburg—Dortmund bis Hamm durchgeführt.„. Hiofan THlagartig Die Beweggründe zu diesen schlagartigen: Neuerungen waren die Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit des Kraftwagens, der die Anforderungen der Reisenden an den Verkehr erheblich gesteigert hatte und auch die Eisenbahn veranlaßte, die Fortschritte der Technik dem gesteigerten Verkehrsbedürfnis dienstbar zu machen. Voraussetzung war also gesteigerte Geschwindigkeit, häufige Zugfolge, keine Verteuerung für Eisenbahn und Reisende und häufige Halte. Aus der Aufteilung der langen schweren Züge in kleine Zugeinheiten zu drei Wagen mit zusammen 194 Plätzen ergab sich die Erfüllungsmöglichkeit aller dieser Bedingungen, denn gesteigerte Reisegeschwindigkeit bei häufigen Halten hängt von stark erhöhter Anfahrbeschleunigung 9v.„ I„ D#n B#chionung be Wenn die Reichsbahn in der Bedienung des großstädtischen Nahverkehrs auch schon eine Reihe von Erfahrungen hatte sammeln können, so bestimmen doch Eigenart und besondere Bedingungen jedes Gebiets die Wahl der zweckmäßigsten Mittel. Beim rheinisch=westfälischen Industriegebiet handelte es sich um eine Umstellung eines reinen Fernzugbetriebes auf die gleichzeitige Bedienung des Nahverkehrs. Nach den nötigen Vorbereitungen wurde hier die erwähnte Versuchsstrecke gewählt, weil sich an ihr sieben verkehrsreiche Großstädte auf der kurzen Entfernung von 54 Kilometer befinden. Es ist bekannt, daß die Erfahrungen im Industriegebiet sich voll bewährt haben, da Pünktlichkeit, Schnelligkeit und genügende Platzzahl nichts zu wünschen übrig lassen, obwohl die Bahnhöfe eine Vermehrung der zuschlagsfreien Verbindungen von 80% im Höchstfall erhalten haben. Aber auch die Wirtschaftlichkeit des neuen Verkehrs ist nach Ausführungen des Präsidenten der Reichsbahndirektion Köln, Dr. Ing. Remy, im ZdBMEV sichergestellt, indem beim Ruhrschnellverkehr für die mehr als doppelte Leistung an Zugkilometern eine um 26% verminderte Ausgabe an Gesamtbetriebskosten, ermittelt wurde. Ein systematisch eingerichteter Verkehr mit kurzen Bezirksdampfzügen wird an Zugförderungskosten je Zugkilometer nur ein Drittel des heutigen Personenzugsverkehrs ergeben, der Dieseltriebwagen sogar nur ein Fünftel davon. Der elektrische Betrieb würde— sogar einschließlich Verzinsung der Streckenausrüstung und der Stromversorgungsanlagen— zwei Fünftel des Dampfzugbetriebes mit den süblichen Personenzügen kosten. Elektrischer Betrieb arbeitet aber nur bei der Bewältigung eines sehr großen und regelmäßigen Massenverkehrs wirtschaftlich, wie z. B. im Groß=Berliner Vorort= und Nahverkehr. Die Triebwagen, als deren Vorläufer auch im Ruhrgebiet die kurzen Dampfzüge anzusehen sein dürften, lassen bei doppelter Zugkilometerleistung gegenüber dem bisherigen Dampfbetrieb an Gesamtkosten eine Ersparnis von 45% erwarten. Wenn somit auch bestimmt damit zu nen ist, daß das Ende des bisher üblichen Personenzugdampfverkehrs gekommen ist, ohne hier den Eilgut= und Expreßgutverkehr zu berühren, so scheint die Frage, ob der Triebwagen auch die kurzen Dampfzüge des Ruhrgebiets endgültig verdrängen soll, doch noch nicht abschließend geklärt zu sein, weil die Konstruktionsversuche mit einem in allen Beziehungen dem Motortriebwagen gleichwertigen Dampftriebwagen noch nicht als abgeschlossen anzusehen sind. Diese Frage ist natürlich sowohl für die Reichsbahn wegen ihres Strebens nach möglichst wirtschaftlicher Betriebsführung von größter Bedeutung wie auch für den Ruhrkohlenbergbau, dem durch verminderte Kohlenförderung infolge durchgehender Einführung des Triebwagens eine neue Sorge um die Arbeitsbeschaffung für eine große Zahl von Bergarbeitern erwachsen müßte. Nachdem gegenüber der Friedenszeit seine Belegschaft sich schon um etwa die Hälfte vermindert hat, ist jede weitere Verminderung von weit schwereren Folgen als sie es der Friedensbelegschaftsziffer gegenüber sein würde. Inwieweit unter diesem Gesichtspunkt eine Bahnelektrisierung des Ruhrgebiets mit Steinkohlenstrom vorzuziehen wäre, bedarf einer besonderen Untersuchung. Wenn auch der Ruhrschnellverkehr zunächst in seiner jetzigen Ausdehnung bestehen bleiben wird, so läßt sich doch für die Zukunft nach dem vollendeten Ausbau der Strecken und Bahnhöfe ein erweiterter Umfang erwarten, wie er von dem sehr regen„Verband Industriebezirk zur Förderung des Eisenbahnpersonenverkehrs“ lebhaft befürwortet und von der Reichsbahn geplant wird. In erster Linie wird dabei an eine Weiterführung über Duisburg oder Kettwig hinaus bis Düsseldorf und über Duisburg hinaus bis Krefeld gedacht. Die Strecke Dortmund—Witten— Hagen ist für die Einbeziehung in den Ruhrschnellverkehr schon in Aussicht genommen. Die Verbindung des Ruhrbezirks mit dem an Verkehrsbeziehungen reichen Hinterland Düsseldorfs, nach dem Niederrhein, ins Bergische Land und nach Köln ist ein vielseitig bestehender Wunsch. Sobald ein durchgreifender Ausbau der bekanntlich lange ersehnten und für den Geschäfts= und Erholungsverkehr gleich notwendigen Nord=SüdVerbindungen im Bezirk hat zur Tat werden können, muß auch er im Sinne des Ruhrschnellverkehrs und nach Maßgabe des vorhandenen Verkehrsbedürfnisses ausgestaltet werden. Man darf damit rechnen, daß die Einführung des Schnellverkehrs mit starrem Fahrplan innerhalb des ganzen Rhein=Ruhr=Gebietes unter organischem Zusammenarbeiten mit den elektrischen Straßenbahnen und den anderen Verkehrsmitteln nach den bisherigen schnellen und günstigen Ergebnissen sich um so eher vollziehen wird, je ruhiger und gleichmäßiger unser wirtschaftlicher Aufstieg weiterhin seinen Weg nimmt. Vorbildliche Mütteraktion im Lahegeibel Im westdeutschen Industriegebiet ist, wie das B93=Büro meldet, durch die Gauamtsleitungen der NS=Volkswohlfahrt in Düsseldorf und Essen einen mehrwöchigen Erholungsurlaub sicherstellt. Mütter eingeleitet worden, die einer großen Anzahl von Müttern im Laufe der Sommermonate einen mehrwöchigen Erholungsrulaub sicherstellt. Es kommen erholungsbedürftige möglichst kinderreiche Mütter in Betracht, die erbbiologisch gesund sind. In Erholungsheimen werden sie Gelegenheit bekommen, bei guter Verpflegung, Liegekuren usw. ihre Gesundheit wiederherzustellen. Die Betreuung der Haushalte und der Familie der betreffenden Mütter wird durch Pflegerinnen der NS=Volkswohlfahrt sichergestellt. Erholungsbedürftige Kinder werden gleichzeitig in besonderen Kinderheimen untergebracht. Neben Fahrtkosten und kostenlosen Aufenthalt wird notfalls auch Bekleidung und Wäsche zur Verfügung gestellt. Die vorbildliche Großzügigkeit dieser Aktion ist der NSV. nicht zuletzt durch das tatkräftige Mitwirken der rheinischen Provinzialverwaltung und Landesversicherungsanstalt ermöglicht worden. Die Provinzialverwaltung bewilligt im Rahmen des diesjährigen Etats 110000 Mark für die Mütter= und Kindererholung, die Landesversicherungsanstalt hat 100000 Mark bereitgestellt. Dillenburg. Bekannt ist in der hiesigen Gegend ein Naturphänomen, das dem Kreisort Erdbach seinen Namen gegeben hat. Einige hundert Meter östlich von Breitscheid verschwindet der dort fließende Bach in der Erde, um erst anderthalb Kilometer davon entfernt wieder zum Vorschein zu kommen. Man fand bisher keine Erklärung dafür, daß die Wassermassen eines bei Breitscheid niedergegangenen starken Gewittergusses erst zwei Stunden später wieder mit fortreißender Wucht aus dem Austrittsloch des Baches hervorstürzten. Man vermutete, daß der Erdbach auf seinem unterirdischen Lauf große Hohlräume zu passieren hat, wo sich bei starken Regengüssen Wasser ansammelt, das erst nach Auffüllung der Hohlräume wieder abfließt. Nunmehr hat ein Wünschelrutengänger festgestellt, daß der Bach tatsächlich zwei gewaltige Höhlen durchfließt, und es ist mit ziemlicher Bestimmtheit anzunehmen, daß man es hier mit Tropfsteinhöhlen zu tun hat. Der Landrat des Dillkreises hat sich für die Angelegenheit interessiert und erwogen, diese Höhlen aufzuschließen. Sollte die Prüfung mit einer Sonde die Vermutungen bestätigen, so will man versuchen, durch einen Stollen an die Höhlen heranzukommen. Die Erschließung großer Tropfsteinhöhlen würde nicht nur dem wegen einer herrlichen Lage von Sommerfrischlern sehr geschätzten Dorf Erbach zugute kommen, sondern auch für den gesamten Dillkreis von großer Bezeutung sein. Unmenschliche Mutter Bad Kreuznach. In dem Dorf Weinsheim hörten Einwohner aus einem Anwesen lautes Wimmern eines Kindes. Als man näher Nachschau hielt, fand man ein neugeborenes Kind mit dem Kopf nach unten in einer Abortröhre eingeklemmt. Man mußte mit großer Vorsicht das Abortrohr zerkleinern, wodurch man den Knaben. bergen und in ärztliche Behandlung geben konnte. Die Nachforschungen nach der Kindesmutter sind bisher ergebnislos verlaufen. Kind überfahren und getötet Oberhausen. Samstag morgen gegen 11 Uhr wurde die dreijährige Ruth Werner in dem Augenblick von einem aus Richtung Mülheim kommenden Bäckerlieferwagen überfahren, als sie aus dem Uhland=Park auf die Straße lief, um nach dem Zeppelin zu sehen. Das unglückliche Kind erlitt einen doppelten Schädelbruch und verstarb auf dem Wege zum Krankenhaus. Sozialismus der Tat M.=Gladbach. In einer Besprechung zwischen dem Kreisleiter der RSDAP., dem Kreisamtsleiter der Deutschen Arbeitsfront und dem Führer des in Liquidation stehenden Metallarbeiterverbandes des Gladbach=Rheydter Handelskammerbezirks wurde eine neue Lohn= und Urlaubsregelung für die Metallindustrie getroffen. Das Ergebnis entsprach ganz dem Sinne nationalsozialistischer Wirtschaftsauffassung. Die schaftsmitglieder, die bisher nach der Lohnstufe IV bezahlt wurden, rückten in die Lohnstufe III auf, sodaß die unterste Lohnstufe ganz ausfällt. Die Urlaubszeiten wurden für die ersten Urlaubsjahre und für die über 25 Jahre im Betriebe tätigen Gefolgschaftsmitglieder verlängert. Diese Neuregelung tritt am 1. Juni in Kraft. Keine Erhöhung der Salzpreise Düsseldorf. Die Umstellung in der Salzindustrie rechtfertigt nach dem Ergebnis einer eingehenden Nachprüfung keinesfalls eine Erhöhung des Verbraucherpreises für Salz. Der Regierungspräsident weist ausdrücklich darauf hin, daß er bisher einer Erhöhung nicht zugestimmt hat und eine solche auch in keinem Falle genehmigen wird. Falls festgestellt werden sollte, daß die Kleinverkaufspreise in den letzten Wochen unberechtigt erhöht worden sind oder in Zukunft erhöht werden, so wird der Regierungspräsident von den ihm übertragenen Befugnissen aus der Verordnung über Preissteigerungen Gebrauch machen. Rücksichtsloser Kraftfahrer gefaßt Köln. Nachts erschien bei dem Portier der Glanzstoffwerke auf der Neußer Landstraße ein Kraftwagenführer und bat, seine im Wagen sitzende schwer verletzte Frau zu verbinden. Angeblich war der Kraftwagen unterwegs mit Steinen beworfen worden, wobei sich die Frau die Verletzungen zugezogen hatte. Noch während der Portier den Notverband anlegte, erschienen zwei Radfahrer und machten davon Mitteilung, oaß auf der Neußer Landstraße ein schwerverletzter Mann liege, der offenbar von einem Kraftwagen angefahren worden sei. Der Verletzte, ein Einwohner aus Worringen, mußte dem Krankenhaus zugeführt werden.„., 24 gug das ven Es trat sogleich der Verdacht auf, daß der Kraftwagenführer den Unfall verschuldet und daß sich dabei auch die Frau die Verletzungen zugezogen habe. An der Unfallstelle fand man auch einen Damenhut, der Eigentum der verletzten Frau des Kraftwagenführers ist. Der Kraftwagenführer, der entschieden bestritt, an dem Unfal irgendwie beteiligt zu sein, wurde durch einen herbeigerufenen Polizeibeamten festgenommen und der Kriminalpolizei zugeführt. Weitere Feststellungen lassen aber ohne weiteres den Schluß zu, daß der Festgenommene als Täter in Frage kommt. Er wurde dem Amtsrichter zwecks Erlaß eines Haftbefehls zugeführt. Die Ehefrau hatte außer inneren Verletzungen auch eine schwere Augenverletzung davongetragen. Es mußte im Krankenhaus das rechte Auge entfernt werden. Der Kraftfahrer dürfte eine exemplarische Strafe zu erwarten haben, zumal er nicht im Besitze eines Führerscheins war. Ein Hattinger und ein Bonner unter den preisträgern: Der Wettbewerb der Bildberichterstatter des Jugendamtes der Deutschen Arbeitsfront Köln. Aus Berlin wird gemeldet: Anläßlich des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend hatte das Jugendamt der D. Arbeitsfront zu einem Wettbewerb der Bildberichterstattung gegriffen. Sie war nach einem Streit mit ihren Preisen ausgezeichnet werden sollten. Zwei deutsche Jugendliche befinden sich unter den Preisträgern, nud zwar erhielten den 9. und 10. Preis(je 25 RM.) Rosenkranz(Hattingen=Ruhr) und Karl Otto Clemens(Bonn). Den ersten Preis(300 RM.) erhielt Max Ehlert(Berlin). Schmuggelkaffee unter dem Stroh Aachen. Zollbeamte des Hauptzollamtes Inlandsverkehr beschlagnahmten in Eilendorf ein Pferdefuhrwerk, das mit Stroh beladen war. Unter dem Stroh versteckt wurden 11 Zentner Rohkaffee gefunden, die aus Holland eingeschmuggelt worden waren und zu einem Kaffeehändler in Eilendorf gebracht werden sollten. Der Kaffeehändler und drei weitere Personen wurden festgenommen. Zollbeamte aus Lichtenbusch nahmen in den Lichtenbuschen Wiesen einem Schmuggler 3 500 Zigaretten und 30 Pfd. Kaffee ab. Zollbeamte aus Aachen=Süd faßten an der Eberburg einen Schmuggler mit 1 500 Zigaretten. Bei Herzogenrath stießen Zollbeamte auf eine Schmugglerbande. Es wurden 65 Pfd. Kaffee beschlagnahmt. Zwei Schmuggler wurden festgenommen. Bei Schmidthof wurde ein Berufsschmuggler mit 1500 Zigaretten und 20 Pfd. Kaffee gefaßt. Hindenburg, Hitler und Papen paten bei Drillingen Langenberg. In der festlich geschmückten Marktkirche fand die Taufe der Drillinge der Familie Colsmann statt. Der Reichspräsident, der Reichskanzler und der Vizekanzler hatten es sich nicht nehmen lassen, die Ehrenpatenschaft bei den Täuflingen zu übernehmen. Umgeben vom Vater und den übrigen Kindern hielt die glückliche Mutter ihre drei Buben bei dem Taufakt auf dem Schoß. Vor der Kirche hatte sich ein großer Teil der Bevölkerung eingefunden, der Reitersturm der SA bildete von der Kirche bis zum nahegelegenen Wohnhaus der Familie Colsmann Spalier. Hertha Fricke URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCH HEALAG OSKAR MAEISTER, WEROAU 5. Fortsetzung. „Daß du sie so lieb hättest, daß sie deine Frau wird!“ flüsterte sie ihm ins Ohr. Da drückte der Arzt ihre blasse Hand an seine Lippen.„Das soll sie werden, Renate! Du weißt ja gar nicht, wie lieb ich sie habe! Aber ich muß erst sicheren Boden unter die Füße bekommen. Ein Assistentenposten an einer Nervenklinik ist mir in Aussicht gestellt. So lange muß ich noch warten, und du magst sie ja auch nicht so schnell entbehren.“ „Ich möchte nicht mehr ohne sie sein, Heinrich! Ich wünsche dir und ihr alles Glück der Erde! Aber laß sie mir so lange ich lebe!“ Tränen traten in ihre Augen. „Liebe, kleine Renate, nein, ich nehme sie dir nicht! Du sollst diese gute, feine Seele behalten, wenn sie dich so erfreut!“. Er streichelte die feinen. blassen Hände. Das Mitleid mit der schönen, einst so kraftvollen Frau erschütterte ihn, und es wurde ihm gar nicht bewußt, daß er mit diesem Versprechen des Wartenwollens eigentlich zugab, daß es nicht gar zu lange mehr mit ihr dauern würde. Aber Renate war hellhörig. „Wie es nur kommt!“ sagte sie nach einer Weile sinnend. „daß zwei Brüder so verschieden sein können, wie Karl und du!“ „Du weißt doch, daß wir zwei Mütter hatten, wenn auch der Vater der gleiche ist. Und wir Aerzte glauben, daß die Mutter wohl das meiste an Geist und Charakter zu geben hat „Dann müßtet ihr Männer immer sehr vorsichtig sein mit eurer Wahl! Denn gute und kluge Kinder zu haben, ist doch das größte Glück!“ „Ja, du hast recht! Ein Glück, das länger währt, als die Schönheit einer Frau, und das bis ins Alter hineinreicht, wenn man das Glück der Verliebtheit längst vergessen hat!“ „Darum mußt du Eva=Marie heiraten, Heinrich! Sie ist gut und treu! Und ihr Herz ist so edel und aufrichtig, daß man stets weiß, was sie meint, und wie sie es meint! Auch ihr Zorn gegen Schwester Elisabeth war ehrlich und gerecht! — Weißt du, ich möchte am liebsten eine andere Pflegerin haben.“ Dr. Andresen sah nachdenklich vor sich hin. „Liebe Schwägerin— gerade jetzt ist ein schlechter Zeitpunkt für diesen Wechsel. Wir sind wohl beide der Ansicht, du und ich, daß Schwester Elisabeth exakt ihre Pflicht erfüllt. Ich bin außerdem der Meinung, daß sie gerade jetzt schwer entbehrlich ist, da sie die Entwicklung deines Leidens miterlebte und darum sehr genau Bescheid weiß. Eine andere könnte dir jetzt leicht unnötige Schmerzen machen. Das ist zu vermeiden. Und da du selbst damit einverstanden bist, daß wir dir durch eine Operation zu helfen suchen, kommst du ja doch für eine Zeit in die Klinik und die Schwester auf Urlaub!“ Renate sah träumend in weite Fernen. „Hat es denn überhaupt Sinn, dieses Operieren?“ „Ganz ohne Zweifel,“ versicherte der Arzt.„Du wirst dich bald wohler fühlen, und diese ziehenden und drückenden Schmerzen quälen dich dann nicht mehr!" „Aber Heilung gibt es nicht?“ forschte die Kranke. „Liebe Renate! So dachte man früher! Heute ist die Wisse weiter!“ lenkte Dr. Andresen ab. Was sollte er rabschiedete sich dann von Frau Renate und verpruch Eva=Marie zu schicken. 6. Inzwischen saß Schwester Elisabeth bei Karl Andresen und verklagte geschickt Eva=Marie. Sie bauschte die Geschichte von der Aufregung und den Briefen noch einmal auf und ließ durchblicken, daß es sich vermutlich um frühere, gewiß weit zurückliegende Beziehungen der gnädigen Frau gehandelt habe, und daß sie glaube, Herrn Karl Andresens Namen dabei nennen gehört zu haben. Der Mann stand auf und ging nervös auf und ab. Die beiden Damen waren sehr vertraut geworden, sie duzten sich sogar, sollte Renate der Freundin ihr Herz ausgeschüttet haben?— Er hatte ein schlechtes Gewissen, und darum war ihm Fräulein von Diemens Gegenwart plötzlich sehr fatal. Wie es wohl jedem Menschen fatal sein muß, jemandem täglich zu begegnen. der von einer unredlichen Handlung weiß, die der andere sich zuschulden kommen ließ— jemand täglich zu sehen, der einen im Innersten verachtet!— Er wollte trachten, diese Gesellschafterin los zu werden!— Schwester Elisabeth verließ ihn. Bald darauf trat sein Bruder wieder bei ihm ein. „Es will mir doch scheinen, als ob Fräulein von Diemen unier allzu großes Entgegenkommen ausnutzt und sich allerhand herausnimmt, was ihr nicht zukommt. Ich trage mich mit dem Gedanken, sie zu entlassen!“ äußerte der Kaufmann. „Aber Karl!“ wandte der Doktor ein wenig erschrocken ein. „Vorhin sprachst du doch davon, daß du ihrer guten Eigenschaften halber ihr Gehalt erhöhen wolltest?“ „Ich habe aber inzwischen allerhand erfahren, was mir ihren Charakter doch anders erscheinen läßt, als wir meinten! Wir Männer lassen uns da zu leicht durch ein hübsches Lärochen täuschen.“ Der Doktor wurde zornrot.„Ich wette, da steckt diese graue Spinne dahinter, die außer ihrer guten Ausbildung nichts hat, was sie gegen Fräulein von Diemens Liebenswürdigkeit in die Waagschale zu werfen hätte!" Karl Andresen zündete sich, scheinbar gleichmütig, eine Zigarre an.„Du bist parteiisch, Heinrich! Wie verliebte junge Männer manchmal sind!“ „Nur Männer?“ fragte der Arzt ärgerlich werdend.„Dann darf ich dir wohl zu meiner Entlastung sagen, daß die, welche es am meisten angeht, deine kranke Gattin, eben gebeten hat. diese Pflegerin aus ihrer Nähe zu entfernen!“ Es ging Karl Andresen plötzlich durch den Sinn, daß diese gewandte Schwester Elisabeth als Aufpasserin recht nützlich für ihn wäre. Sie würde seine Frau wenigstens oft daran hindern, sich zu der neugewonnenen Freundin gar zu rückhaltslos auszusprechen und würde es bei ihrer Abneigung gegen Fräulein von Diemen gewiß verstehen, wenn er ihr einen diesbezüglichen Wink gäbe. „Es fällt mir nicht ein, einer plötzlichen Laune meiner kranken Frau wegen einen zuverlässigen und unentbehrlichen Menschen zu entlassen! Bis dahin war ja niemand mit den Leistungen der Schwester unzufrieden. Aber zwei Weiber im gleichen Dienst, das gibt immer Stunk!" „Sprich doch etwas respektvoller!“ forderte der Arzt. „Von Fräulein von Diemen meinst du?“ Karl Andresens Gesicht verzog sich höhnisch, und das vorher so gute Einvernehmen der Brüder war getrübt. „Du scheinst schlechter Stimmung zu sein! Ich will lieber gehen!“ versetzte Heinrich „Unsinn!“ brummte der andere.„Aber was hast du zu den törichten Wünschen meiner Frau gesagt? Du warst natürlich auch dafür, daß diese kleine hübsche Diemen ihren Willen kriegt!“ „Ich muß dir eins sagen, Karl!“ Dr. Andresen legte seine Hand auf des Bruders Schulter und atmete tief, als würde ihm das Sprechen schwer.„Der Zustand deiner Frau ist so ernst, daß die Operation nut einen Aufschub bedeutet. Sie muß aber gemacht werden, um die arme Renate vor den furchtbarsten Schmerzen zu bewahren! Käme dabei das Ende, so wäre ihr Tod leichter als das, was sie sonst zu erdulden hätte. Fräulein von Diemen begreift dies nicht so, sie kennt den Zustand nicht, wenngleich sie von der Hoffnungslosigkeit des Leidens weiß! Aber Schwester Elisabeth kennt ihn, und sie sollte mehr Respekt und Mitgefühl haben vor dem Unabwendbaren, als durch kleinliche Eifersüchteleien Szenen hervorrufen, die überflüssig sind. Ich kann dir nur raten, tu deiner Frau zuliebe, was in deinen Kräften steht! Gar zu lange wirst du nicht mehr dazu Gelegenheit haben. Und nimm ihr um Gottes willen nicht den Sonnenschein, der ihr aus Fräulein von Diemens herzenswarmem Wesen entgegenstrahlt. Ob ich sie gern habe oder nicht, das kommt hierbei nicht in Frage! Ebensowenig aber war ich der Meinung, Schwester Elisabeth zu entlassen. Nächste Woche wird die Operation nötig werden. Dann gehen beide auf Urlaub, und sollte unsere Renate gebessert zurückkommen, so wird sich ja alles finden. Es ist wohl ebenso sinn= wie zwecklos, die Fähigkeiten der beiden Mädchen gegeneinander abzuwägen, da sie auf gänzlich verschiedenen Gebieten liegen!— Guten Abend denn. ich habe mich schon zu lange versäumt!“ „Nimm das Auto!“ rief der Bruder nach. Er sah aschfahl aus. Heinrich schob alles auf das Schwere, was ihm durch die Operation Renates bevorstand. Karl Andresen stand noch lange am Fenster, die Hände in den Taschen vergraben und sah ins Leere. Ihm war nicht wohl zumute.— Mußte nun noch ein Mitwisser sein?— Renates Tod, den er lange hatte kommen sehen und längst als etwas Unabwendbares betrachtete, hätte jede Spur seiner Schuld ausgelöscht!— Der Marineoffizier, der ihm damals im Wege gewesen, war verheiratet und würde schon deshalb seine frühere Liebe zu Renate vergessen haben!— Wozu mußte nun dieses fremde Mädchen Dinge wissen, die sie nichts angingen und ihn vor allen Menschen, die davon erfahren würden, zum Betrüger stempelten?— Wozu das?— Und wenn er sich auch um die Leute nicht gekümmert hätte, könnte nicht Gerti einmal etwas erfahren und ihn verachten lernen? Er liebte das Kind über alles, zumal es ihm alle Zärtlichkeiten entgegenbrachte, die er sonst entbehrte. Gerti sollte nicht wissen, was er damals getan! Darum beschloß er, dafür zu sorgen, daß Fräulein von Diemen nicht allzulange mit der Kranken allein war. Es ging ja sehr leicht, die Schwester darauf aufmerksam zu machen, daß er es nicht wünsche, daß derartige aufregende Erzählungen wieder vorkämen. Aber Schwester Elisabeth konnte aufpassen so viel sie wollte, sie hatte nie mehr den Eindruck, als ob sie die beiden Damen störe. Frau Renate lag meistens still. Nur manchmal bat sie Eva=Marie, eins ihrer hübschen, kleinen Lieder zu singen. Besonders eines liebte sie und wollte es immer wieder hören. Und Eva=Marie sang mit wehem Herzen: „Wenn ich es wüßte, Ich könnte dich wiedersehn, An jener Küste. Wo tausend Palmen stehn, Wo die Sterne uns so nahe sind, Dunkler Nachen, bring' mich hin geschwind. Gerne führe ich in dieses selige Land, Stündst du am Ufer, reichtest mir deine Hand. Wenn ich es wüßte... Dann lag Renate mit gefalteten Händen, und ihre Augen bekamen einen wundersamen Glanz. „Wenn du mir das singst, Evalein, dann bin ich so glücklich!“ lächelte sie dankbar und legte Eva=Maries Hand an ihren blassen Mund. Würde es Renate nicht gewünscht haben, Eva=Marie hätte es nicht übers Herz bringen können, dieses Lied zu singen. Sie war seit Renates Geständnis noch zärtlicher um die Kranke bemüht. „Evalein!“ bat Frau Andresen einmal leise, als der Arzt eben gegangen war, und Schwester Elisabeth für einen Augenblick verschwand.„Evalein, Heinrich soll es auch nicht wissen! Er hat niemand als seinen Bruder, und er liebt ihn! Wir wollen ihn nicht damit kränken, daß er ihn nicht mehr achten kann, den einzigen Verwandten, den Heinrich besitzt! Denn er war immer so aut zu mir, mein Schwager!“ „Sei beruhigt, Renate, ich werde zu niemand anders darüber sprechen, als zu deinem Klaus, wenn ich ihm das Kästchen bringen soll! Aber du mußt noch lange, lange bei uns bleiben!“ Immer derselbe leere Trost, wer hätte ihr besseren geben können?— Renate sehnte sich auch nicht danach Nur nach ihrem Töchterchen verlangte sie jetzt öfter als sonst. Es war ein schwüler, schweigender Sommerabend, als Dr. Andresen Eva=Marie aus dem Krankenzimmer bat. „Morgen dürfen Sie auf Urlaub, liebes gnädiges Fräulein! Es ist so weit!“ teilte er traurig mit. „Morgen schon?“ fragte das Mädchen, und die lieben Augen, die er so gern fröhlich sah, wurden dunkel und feucht von den heiß emporsteigenden Tränen. „Ja, morgen um elf Uhr soll Renate operiert werden. Wie gern würde ich Sie indessen an Ihr Urlaubsziel begleiten. Aber ich soll bei Renate bleiben, falls mein Bruder benachrichtigt werden muß.“ „Kann sie bei der Operation sterben?“ fragte Eva=Marie erschüttert. „Wir wollen es ihr gönnen.“ meinte leise Heinrich Andresen.„Es wäre, so bitter es klingt, das Beste für sie. Aber ihre Natur ist ja stets stärker gewesen als Narkose und Krankheit. Vielleicht hält sie noch einmal durch!“ Sie schwiegen beide für eine Weile. „Und gerade jetzt soll ich reisen?“ klagte dazu Eva=Marie. „Sie sehnten sich doch nach Ihrer Frau Mutter!“ meinte der Arzt.„Sie werden sich erholen, einmal wieder unter gesunden Menschen leben können. und darauf haben Sie ein Recht!" „Gewiß sehe ich Mama gern einmal wieder, auch den Onkel! Aber ich kann nicht behaupten, daß ich mich jemals von hier fortgesehnt habe! Renate ist mir so viel, sie war trotz ihres schweren Leidens immer so gut zu mir!— Ich habe keinen Mangel gelitten. Herr Doktor. und Sie—“ Er nahm ihre Hand und küßte sie.„Und ich. Eva=Marie?“ Sie sah ihm offen und herzlich in die Augen.„Sie werden mir sehr fehlen, Herr Doktor! Und nun will ich bitten. wann und wo darf ich einmal telephonisch anfragen, wie es mit Renate steht?“ Heinrich Andresen nahm ein Rezeptblatt aus seinem Block und schrieb Amt und Nummer auf.„Dann höre ich wenigstens wieder die Stimme, die mir alle Tage wie eine liebe Heimatglocke klingt.“ „Der Gedanke quält mich,“ seufzte Eva=Marie,„daß ich nie hierher zurückkäme, wenn Renate bei dem Schweren, das sie jetzt durchmachen muß, ihre Augen schließen würde.“ „Ich würde Sie auch dann zu finden wissen, liebe EvaMarie!" versicherte er voll Zuversicht.„Lassen wir es uns nicht noch schwerer werden, als der traurige Anlaß unserer Trennung es ohnehin schon macht! Lassen Sie uns hoffen, daß diese Trennung nicht von allzulanger Dauer ist. Und dann freuen wir uns auf ein Wiedersehen. nicht wahr, EvaMarie?“ Sie wehrte es ihm nicht, daß er sie beim Vornamen nannte. Er sprach ihn aus wie eine zarte Liebkosung, wie etwas Köstliches Schmerzlich lächelnd reichte ihm das Mädchen noch einmal die Hände. „Auf Wiedersehen, Doktor Heinrich!“. Es sah aus, als ob die Sonne durch die Wolken schimmerte, dieses Lächeln mit tränenfeuchtem Blick. Er hätte sie am liebsten gleich an sein Herz genommen, um den füßen, lockenden Mund zu küssen und die Augen, die so schön und rein waren, wie er selten in der großen lebendigen Stadt Frauenaugen gesehen.— Aber es klopfte eben, und durch die halbgeöffnete Tür sagte Schwester Elisabeth mit höhnischen Blicken:„Die gnädige Frau wünscht ihre Gesellschafterin!“ „Ich komme sofort!“ rief Eva=Marie ohne jede Empfindlichkeit. Sie nickte dem Doktor zu, barg das Blättchen mit der Telephonnummer in ihrer Bluse und ging der Schwester nach. Eva=Marie blieb den Rest des Abends bei der kranken Freundin und freute sich, wie ruhig und gefaßt diese war. und daß sie heute einen verhältnismäßig frischen Eindruck machte. Bald kam die Stunde des Abschieds, denn in aller Frühe sollte Renate fortgebracht werden, ohne vorher durch Abschiednehmen irgendwie aufgeregt zu werden. Eva=Marie hörte am frühen Morgen den Wagen für Renate kommen und wieder fortfahren. Sie stand hinter den goldfarbenen Seidenvorhängen ihres kleinen Zimmers und blickte traurig dem Wagen nach Dann legte sie sich noch einmal nieder und träumte vor sich hin. Heute harrte ihrer keine Pflicht. Und um zehn Uhr erst wollte sie reisen Mama hatte sehnsüchtige Briefe geschrieben und konnte ihre Ankunft kaum erwarten. Sie überlegte, was sie Mama mitbringen könnte, sie hatte ja Geld genug. Sie wollte an Onkel Hans denken. an die reifenden Kornfelder und die Tiere auf dem alten Rittergut, die sie so gern hatte, wollte sich auf etwas freuen, aber es gelang ihr nicht. Immer wieder fielen ihr Renate und deren zerstörtes Jugendglück ein und ihre Mission an Klaus Behrens, die sie über kurz oder lang einmal würde erfüllen müssen. Sie hatte wohl noch gar nicht darüber nachgedacht. ob und wie die Durchführung möglich sei. Hatte nur rasch „Ja“ gesagt und alles versprochen, weil großes Mitleid mit Renate ihr Herz erfüllte. Plötzlich fiel ihr ein, daß es besser gewesen wäre, die Freundin hätte ihr gestern schon den Schlüssel gegeben, ehe sie in die Klinik kam. Denn man wußte ja nicht, wer bei ihr sein würde, wenn es wirklich zu Ende ging.— Aber— Doktor Andresen, der liebe gute Mensch. würde sie ja sofort von Renates Befinden benachrichtigen. und sie wollte sich bereithalten (Fortsetzung folgt.) Ribbentrops Unterredung mit Mussonat Die Stefani=Agentur meldet aus Rom: Mussolini empfing den Beauftragten des Reichskanzers für Abrüstungsfragen, von Ribbentrop, zu einer Unterredung, die in herzlichem Tone verlief. Mussolini prüfte zusammen mit Herrn von Ribbentrop den gegenwärtigen Stand des Abrüstungsproblems und erklärte sich mit ihm darin einig, daß es notwendig sei, zu einem Abkommen zu gelangen. den Vater beim Pflügen erschlagen Bei Unruhstadt(Schlesien) wurde im Streite der 59 Jahre alte Landwirt Fabianke von seinem 29jährigen Sohn beim Pflügen niedergeschlagen und so schwer verletzt, daß er bald starb. Der Mörder wurde sofort verhaftet. Er gilt als nicht voll zurechnungsfähig. Im Herbst des Vorjahres war er schon einmal in einer Heilanstalt untergebracht. Er wurde aber wieder entlassen, da er ungefährlich erschien. Der Ermordete hinterläßt Frau und eine Tochter. Blutige Ehetragödie in hallein Die Ehefrau erschossen Vor dem Bezirksgericht Hallein(Oesterreich) wurde in einem Ehescheidungsprozeß, den Frau Paula Neuhauser gegen ihren Gatten, den Schneidermeister Michael Neuhauser wegen schwerer Mißhandlung angestrengt hatte, ein Sühnetermin abgehalten, der ergebnislos verlief. Da Frau Neuhauser einen Racheakt ihres Mannes befürchtete, ließ sie sich von ihrem Rechtsanwalt Dr. Gaßner nach Hause begleiten. Als beide das Gerichtsgebäude verließen, lauerte Neuhauser ihnen auf und gab einen Schuß ab, durch den Frau Neuhauser in den Hinterkopf getroffen wurde und zu Boden stürzte. Der Rechtsanwalt, auf den Neuhauser angelegt hatte, kam unverletzt davon, da die Waffe versagte. Neuhauser richtete die Pistole schließlich gegen sich selbst und durchschoß sich die Lunge. Er wurde in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Frau Neuhauser ist ihren Verletzungen erlegen. In wenigen Zeilen Die Richtzahl der Großhandelspreise stellte sich für den 16. Mai auf 96,1 gegen 95.8 in der Vorwoche. Am Sonnabendmorgen wurden in Hamburg vier kommunistische Terroristen hingerichtet, die am 19. Mai 1932 einen. Marine=SA.=Sturm überfallen hatten. Die diesjährige Bischofskonserenz wird vom 5. bis 7. Juni wie üblich in Fulda stattfinden. Die amtliche französische Arbeitslosenstatistik, die nur die Unterstützung empfangenden Arbeitslosen ausweist, gibt die Zahl der Beschäftigungslosen für den 12. Mai mit 330 166 gegen 333211 in der Vorwoche und 299914 am entsprechenden Stichtag des Vorjahres an. Die schwebende Schuld des Reiches betrug am 30. April 1934 insgesamt 2344,8 Millionen Mark gegen 2188 Millionen Mark am 31. März. 200 volnische Kommunisten wurden in der Nacht zum Sonnabend von der polnischen Siherheitsbehörde festgenommen, als sie im Begriffe waren, auf zwei kleinen Weichseldampfern einen Ausflug zu unternehmen, um irgendwo im Freien einen Parteikongreß abzuhalten. Das lettländische Kabinett hat beschlossen, bis zur Ausführung der Verfassungsreform sämtliche Funktionen der Seima zu übernehmen. Due Hehe in W—....—...,** Der König gesund und munter Eine amtliche bulgarische Richtigstellung Due Her,t in Westerl.....“ Die Pressedirektion beim Außenministerjum Ueberau Eisenbahnanschläge— Jast alle Ferubahnstrecken unterbrochen Agentur haben den Sofioter Vertreter des 2983 esead Grertchantäug e une be. uaue ee eeage e eun a ee gee dungen aus Budapest, wonach König Boris nach dort vorliegenden Gerüchten ermordet worden sein soll, als eine haltlose Erfindung zu dementieren. Der König befindet sich wohlauf und hat im Laufe des Sonnabendnachmittag mehrere Persönlichkeiten in Audienz empfangen, so z. 17 Uhr osteuropäischer Zeit den Kriegsministen Zlateff. Marxistische Sabolageakte? Sonnabend Nacht ist ein ganz groß angelegter Sabotageversuch gegen die österreichischen Bahnen durchgeführt worden. An zahllosen Stellen in allen Teilen Oesterreichs wurden durch Sprengung von Gleisen und Teilsprengungen an Brücken Anschläge ausgeführt. Ganz zweifellos sind die Anschlagsversuche von radikaler sozialdemokratischer Seite ausgegangen. An der Westbahn wurden in der Nähe von Wien drei Anschläge ausgeführt, und zwar bei Tullnerbach=Preßbaum, bei Amstetten und bei Purkersdorf. Bei Purkersdorf soll die Eisenbahnbrücke schwer beschädigt sein. Abteilungen des Bundesheeres wurden entsandt und halten die ganze Gegend besetzt. Bei der Station Hochzirl in der Nähe von Innsbruck an der Mittenwald=Bahn wurde eine Eisenbahnbrücke in die Luft gesprengt und vollkommen zerstört. Die Gleise hängen in der Luft. Pioniere haben einen vorläufigen Unterbau hergestellt, so daß Sonnabend gegen 10 Uhr vormittags der erste Zug wieder die Anschlagstelle passieren konnte. Weitere Anschläge auf der Westbahn werden aus dem Land Salzburg gemeldet, und zwar hat der größte in Aigen stattgefunden. In der Nähe der Stadt Salzburg wurden zwei Masten der Ueberland=Starkstromleitung gesprengt, so daß die Stadt zwei Stunden ohne Licht war. Auf der Südbahn wurde je ein Anschlag bei Baden, bei Mödling und bei Bruck an der Murr ausgeführt. Von der Ostbahnstrecke sind bisher zwei Anschläge bekannt geworden, und zwar bei Himberg und bei Ulrichskirchen. An mehreren Stellen wurden auf dem Eisenbahnkörper Sprengpatronen gefunden, die nicht zur Explosion gekommen waren. Soweit man jetzt überblickt, wurden sämtliche Fernstrecken nach Wien mit Ausnahme der FranzJoseph=Bahn durch Eisenbahnanschläge unterbrochen. Es steht fest, daß Menschenleben bisher nicht zu beklagen sind; es wurde lediglich Sachschaden angerichtet. Der Zugverkehr erlitt infolge der Anschläge in gans Oesterreich starke Unterbrechungen. Auf dem Wiener West=Bahnhof kam erst um 9 Uhr früb der erste 3ue av..#mmuniu Ein ausgegebenes amtliches Communique beschränkt sich auf die Feststellung der Tatsache, daß in der Nacht vom 18. auf den 19. im Bundesgebiet mehrere Sprengstoffanschläge auf Bahnhöfen ausgeführt wurden. Ein Betrag von 10000 Schilling zur Ermittlung der Täter wurde ausgesetzt. Abschließend wird zu den Eisenbahnanschlägen von Sonnabend nacht noch erklärt, daß 15 große Anschläge bekannt wurden. Es besteht natürlich die Vermutung, daß noch zahlreiche kleinere Anschläge bezw. Anschlagsversuche unternommen wurden. die nicht bekannt wurden, zumal die Behörden selbst über alle Einzelheiten der verschiedenen Anschläge in ihren Mitteilungen außerordentlich zurückhaltend sind. Die Anschläge sind um die gleiche Zeit zwischen 1 und 3 Uhr morgens ausgeführt worden. Es ist klar, daß eine große einheitliche Aktion vorliegt. Die Nachforschungen nach den Tätern werden mit sieberhafter Eile betrieben, jedoch haben sich bisher noch sehr wenig Anhaltspunkte ergeben, wie ja auch bei den meisten anderen Anschlägen, die sich in der letzten Zeit ereignet haben, die Täter nicht ermittelt werden konnten. Die Behörden haben ganz außerordentliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um weitere Anschläge zu verhindern. Das Bundesheer wurde größtenteils ausebgtzgg, Hh dem wurden bereits abgerüstete Schutzkorpsleute wieder einberufen. Auch sie sollen für die Sicherung der Bahnstrecken herangezogen werden. Gewinnauszug 2. Klasse 43. Preußisch=Süddeutsche (269. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aeglerungewrußser i Dulgurten Eine nationate Regierung vom König ernannt Die bulgarische Nachrichtenagentur teilt mit: In einem Augenblick schärfster wirtschaftlicher Krise hat der König, um die schwierige innenpolitische Lage zu beheben und eine starke nationale Regierung sicherzustellen, am Sonnabend unter Hinzuziehung des Heeres eine neue Regierung ernannt, die von dem früheren Eisenbahnminister Kimon Georgieff als Ministerpräsident geleitet wird. Die Namen der übrigen Minister sind: Peter Midileff, General a. D. und Vizepräsident der Vereinigung der Reserveoffiziere, ferner die früheren Minister Peter Todoroff und Professor Yanaki Molloff, General Petko Zlateff, der frühere Gouverneur der Nationalbank, Kosta Boyadjieff, und der frühere Vizepräsident der Kammer, Nicolas Zacharieff. Die Außenpolitik der neuen Regierung ist von dem Geiste beseelt, mit allen Mächten Frieden und gute Beziehungen zu unterhalten, vor allem mit den benachbarten Staaten. In ihrer Innenpolitik hat die Regierung den Willen, den Frieden im Innern und die nationale Einigung sicherzustellen. Sie wird sich nach Kräften bemühen, die schwere wirtschaftliche und moralische Krise zu vermindern und zu überwinden, unter der Bulgarien leidet. Die bulgarische Kammer ist durch einen Erlaß des Königs aufgelöst worden. Ueber den Regierungswechsel werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die Ernennung des neuen Kabinetts der starken Hand vollzog sich unter außerorden tlichen Sicherhei#sVulesenfeuee in Shiluge Das ganze Biehhofviertel eingeäschert— Ungeheure Viehmengen verbrannt heldenhafte Rettungsarbeiten Das Chieagoer Viehhofviertel ist am Pfingstsonntag von einer Brandkatastrophe heimgesucht worden, wie sie die Stadt seit dem Großfeuer von 1871 nicht mehr erlebte. Elf große Gebäude sind völlig eingeäschert worden, ungezählte Viehnengen verbrannt. Drei Viertel der städtischen Feuerwehr bekämpften mit heroischer Ausdauer das immer weiter um sich greifende Feuer. Nach den ersten Meldungen zählte man drei Tote und über 150 Verletzte. Ueber 2000 Personen sind ohne Obdach. Zu der Brandkatastrophe werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Das Feuer brach in einer Scheune im Viehhofviertel, vermutlich durch eine fortgeworfene Zigarette, aus. Bei der srotzen Trockenheit breiteten sich die Flammen mit rasender Geschwindigkeit aus. Obwohl fast die gesamte Chicagoer Feuerwehr eingriff, wurden in kurzer Zeit drei riesige Viehställe, zwei große Verladehallen, ein Hotel mit wertvollen Kunstschätzen, zwei Banken, eine Brauerei und ein Eisenbahnbürogebäude ein Raub der Flammen. Ferner wurden ungezählte kleinere Gebäude und Läden zerstört. Ammoniaktanks und große Oelbehälter explodierten mit lautem Getöse. Das verbrennende Vieh schrie entsetzlich. Der Stadtverkehr ist meilenweit unterbrochen. Zwei Feuerspritzen wurden von den Flammen umzingelt und verbrannten. Die drei Feuerwehrleute haden vermutlich den Tod gefunden. Als das Feuer am Brandherd selbst fast erloschen war, fraßen sich die Flammen weiter nach Nordosten, dem Wohnviertel, zu, dessen Bewohner angesichts des Wassermangels Feuerketten bildeten und die Löscheimer von Hand zu Hand weiterreichten. Flieger melden, daß die Rauchsäule über 75 Meilen weit zu sehen ist." L7 a44g Sahung Die Löscharbeiten werden besonoers oadurch erschwert, daß infolge der großen, Frockenhet der maßnahmen, die von der Polizei und dem Militär durchgeführt wurden. In der Nacht zum Sonnabend um 1 Uhr wurden sämtliche Offiziere der Garnison Sofia in ihre Kasernen beordert. Um 2,30 Uhr besetzten die alarmierten Truppen, unterstützt von Polizei, die gesamte Stadt und stellten an den wichtigen Kreuzungspunkten Maschinengewehre auf. Vor der Sobranje, den übrigen öffentlichen Gebäuden und den Gesandtschaften waren starke Wachtposten aufgestellt. Vor dem deutschen Gesandtschaftsgebäude, das an einem wichtigen Straßenknotenpunkt liegt, wurden vier Maschinengewehre in Stellung gebracht. Gleichzeitig überkreuzten Flugzeuggeschwader in niedriger Höhe die Stadt. Die nähere Umgebung des Schlosses war mit einer dichten Kette von Soldaten abgesperrt. In den 11 Stunden des Ausnahmezustandes, der um Punkt 12 Uhr mittags wieder aufgehoben wurde, durfte niemand die Wohnung verlassen. Der Verkehr in den Straßen sowie der Telephon= und Telegraphenverkehr war vollkommen unterbrochen. Die Machtübernahme durch die neue Regierung ist ohne jeden Zwischenfall an vollster Ruhe verlaufen. Das neue Kabinett tagte während des Ausnahmezustandes in der Polizeikommandantur, wo zahlreiche Verordnungen ausgearbeitet wurden, die der König unterzeichnete. Die neue Regierung, die für den inneren Frieden und für die Vereinigung aller nationalen Kräfte eintritt, rechnet auf die Unterstützung des ganzen bulgarischen Volkes. Wie man in politischen Kreisen hört, ist vorgesehen, in Bulgarien sämtliche politischen Parteien aufzulösen und die Verfassung vorübergehend teilweise außer Kraft zu setzen. An Neuwahlen für die aufgelöste Sobranje werde vorderhand nicht gedacht. lionen erreichen wird, da neven den Gebäuden unzählige Stück Vieh in den Flammen umgekommen sind. Da sich zwischen dem Viehhofpiertel und dem Chicagoer Wohnviertel ein breiter Streifen Brachland befindet, hofft die Feuerwehr, den Brand dort zum Stehen zu bringen. Der Brandkatastrophe sind nach den weiteren Feststellungen außer den elf großen Viehhofgebäuden über 200 Wohnhäuser zum Opfer gefallen. Es handelt sich in erster Linie um Häuserblocks, die von Angestellten des Viehhofs bewohnt waren. Ueber eine Quadratmeile des Stadtbodens ist durch die Brandkatastrophe dem Erdboden gleichgemacht worden. Die Zahl der Todesopfer stand am Sonntagabend noch nicht endgültig fest. Es werden 25 schwerverletzte Personen gemeldet, darunter elf Feuerwehrmänner. Ein Feuerwehrmann hat vier Personen aus den Flammen gerettet und sich dabei so schwere Brandverletzungen zugezogen, daß er unmittelbar darauf starb. Eine noch größere Ausdehnung des Feuers wurde nur durch ein plötzliches Umschlagen des Windes verhindert. Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen 1 und II 1. Ziehungstag 16. Mai 1934 7152 343625 16644, 105977 168026 287575 386122 5941 97322 211645 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 2000 a. 31561 91998 2 Gewinne zu 1000 M. 109722 14 Gewinne in 800 MM. 232879 270602 320963 52 Gewinne zu 500 M. 80942 97596 97609 153506 159843 167452 206238 209573 242322 819044 355653 876136 178 Gewinne zu 300 M. 5941 10116 10118 17025 35405 45472 58208 63316 63364 63956 64083 43686 139882 197212 291512 2 389647 6619 8691 46173 68701 70451 88296 90513 96420 98230 99328 112400 112797 112890 114047 139508 142326 143912 145691 167815 181619 184546 197266 206813 207147 229585 231115 232718 255206 255492 264329 278433 266589 287609 803810 305255 306738 308950 823981 826391 827680 333366 353799 366858 370588 372606 381683 385926 390473 146282 18479 208768 245912 268101 290704 308950 390631 159307 187256 224232 252564 274265 290716 320243 351238 373036 56469 146523 201276 306259 9173 47157 69667 101580 140519 160608 196406 227994 253931 277098 298502 321141 351986 375898 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne üher 150 M. über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 3000 M. 65732 4 Gewinne iu 2000 M. 176763 20 Gewinne mu 1000 M. 13694 96664 114953 173470 367898" 20— 16 Gewinne mn 800 CM. 911092 195022 223986 42 Gewinne zu 500 M. 87963 78656 138660 175898 189797 215180 282618 298530 340089 23768 29171 87670 40345 45352 50189 88295 86496 86752 98352 97480 100670 105346 115139 137792 143567 145419 151424 159225 167594 170828 173526 173560 18825g j9uges 29asse 296133 220533 222299 230689 266260 283396 288932 289371 299958 823644 327069 330000 346738 347868 239660 44225 312260 16205 141754 229274 349324 232943 59134 274122 88791 385012 21406 155413 239687 392797 2766 82e 1251 168033 176736 206133 9414b 3467ss 89766 866518 370517 373758 Böcce? 330985 356184 877446 168794 180360 206534 275688 310819 331326 360090 386679 59229 815243 103522 35548 160359 260391 395536 21320 75747 104559 148012 169292 183378 213945 282156 323588 338344 364622 393179 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu se 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 111167 113537 26023 209580 67527 77738 104067 264596 831167 839568 2. Ziehungstag 17. Mai 1934 In der heutigen Vormitzagsziehugg wurden Gewinne 88749, 8413310 S 327746 332140 34297! 80194 103465 195468 über 190 M. gezogen 2 Gewinne zu 100000 a. 59012 2 Gewinne zu 10000 M. 380405 4 Hewinne zu 300 M. 68740, 8 4133 8 Gewinne zu 2000 C. 389635 12 Gewinne zu 1000 M. 245676 857501 382993 26 Gewinne zu 800 OR. 87618 121406 132697 270770 825313 375789 40 Gewinne zu 500 M. 72062 86717 144030 183162 227782 236429 813793 338021 338172 162 Gewinne zu 300 DM. 25788 41295 49440 51304 80190 80302 86932 87161 81702 149305 892497 44213 148571 239266 365270 83312 158022 60205 169707 268903 399816 1758 4084 4727 54636 62457 89249 90511 87606 245614 64393 172810 301517 23341 75173 90526 90737 91457 92803 92954 95335 101473 101822 Die bulgarische Regierungskrise, die bei dem Chaos der Parteien auf parlamentarischem Wege nicht gelöst werden konnte, und die sich zu einer Staatskrise auszuwachsen drohte, hat einen Auserschwext, daß insolge der großen Frockenhett Dder gang genommen, der vom nationalbewußten, letzten Tage der Wasserdruck erde“ g,vzin Hos. staatserhaltenden Teil des bulgarischen Volkes hat. Der Schazen wird auf zehn Z=ullone, Inij, warm begrüßt wird. Da es dem bisherigen lar geschäßt,„Ran fürchtet jedoch, baß er 2.—., Ministerpräsidenten Muschanoff nicht gelang, das lionen erreichen pird, da nebeg, den Gebäuden ihm vom König übertragene Mandat einer Regierungsneubildung durchzuführen, hat der König ein überparteiliches Rumpfkabinett ernannt. Die Ministerliste enthält nur Namen bekannter Militärs und Politiker, die als Männer der starken Faust gelten. Die meisten neuen Minister gehören dem sogenannten Sweno=Kreise an, einer überparteilichen politischen Organisation, die stets mit militärischen und nationalbewußten Kreisen enge Fühlung hat, deren Mitglieder aber den verschiedensten Parteien nahestehen. Wie es in einer kurzen amtlichen Mitteilung heißt, hat König Boris dieses Kabinett ernannt, um dem Lande eine starke Regierung zur Lösung der zahlreichen schwierigen wirtschaftlichen, innenund außenpolitischen Aufgaben zu geben. wird mit aller Bestimmtheit versichert, daß sich die neue Regierung mit einer Verfassungsreform beschäftigen werde, die dem gegenwärtigen Parteiunwesen ein Ende machen soll. 103922 13285 152934 171466 214362 278417 298958 338746 871943 898762 105821 132883 164880 72108 215820 281633 305613 3.4207 372921 399439 109863 143083 164904 178442 216642 286077 323720 360249 373421 113558 147619 166282 199302 224884 289454 324541 366038 373456 115580 151011 168835 201228 262302 289796 330048 367834 377370 125486 152783 169646 208483 265099 298426 332153 371491 380806 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinno über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 50000 M. 118726 2 Gewinne zu 5000 M. 244584 4 Gewinne zu 3000 DM. 4 Gewinne zu 2000 O. 6 Oewinne zu 1000 M. 24 Gewinne zu 800 M. 72638 106318 149206 843331 369086 399697 66 Gewinne zu 500 DR. 58551, 72686 80195 757776 192421 326685 371192 324484 64678 35058 16570 205555 344729 209002 69759 65118 210196 115264 188809 299688 351016 76944 98649 118691 135081 1115 197266 216042 236631 257866 293296 323159 355958 362487 889520 34813 109923 171862 276637 337548 390396 m 300.a 442 ZU ng 20397 42169 42379 48712 50635 52435 63009 67258 62479 69207 70141.— 71153 144672 190084 307763 351016, 357430 3711s 214 Gewinne zu 300 M. e Bce ee 43828 61025 13746 94673 167138 250083 326713 372080 83753 85209 86160 88367 90325 98762 103863 104553 111099 124235 139725 74485 197388 216309 237383 266268 90450 323599 358027 367577 891495 126019 141563 182042 200217 217316 238427 26085 804579 334899 354698 373973 39556 126223 157418 184678 203681 232062 240871 273825 308458 339273 860321 376967 396950 127562 162581 191146 204430 232676 241224 275194 813989 843712 861313 383430 280037 68858 822100 58582 113273 185885 281638 350211 395655 12021 42698 59230 73693 97680 118646 133606 170430 197025 206046 235724 248723 285086 317021 348980 361825 383672 20 Tagesprämten. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 6736 63733 204333 259976 276748 297642 306047 361627 362373 382046 Die Ziehung der 3. Klasse der 43. PreußischSüddeutschen(269. Preußischen) Staats=Lotterie sridet am 13. und 14. Juni 1934 statt. Gestickte Kinderkleider eine reizende Handarbeit ist es, für die Kleinen so stis.—1 Kindlich, lustig und doch einfach sind Handarbeit is es, für die Kleinen so hübsche Kleidchen und a Anzüge zu sticken! Kindlich, lustig und doch einfach sind die Sachen. Durch verschiedene Farbtöne und die Ausführung der Stickerei lassen sich hübsche Wirkungen erzielen. Schleifchen, Gürtel oder eine kleine Weste, mit der Stickerei harmonierend, heben diese oder sene Farbe besonders hervor. Nessel, Leinen oder Panama ergeben das haltbare und gut waschbare Material. Die Puffärmel sind dem Kleid MK 44221 angeschnitten. Kreuzstichmotive am Armel und Rocksaum. Vorn sind durchgehend je seitlich drei Falten eingelegt. Erforderlich: für 9 Jahre etwa 1,70 m Stoff, 96 cm breit. Beper=Schnitte für 7, 9 u. 11 Jahre. KK 44215 MK 34528 D 11100 I MK 431 48 S 113343 Der hellfarbige Kittel des reizenden Knabenanzuges KK 44213 ist am Kragenbündchen und Armel mit dichter, bunter Kreuzstichstickerei verziert. Erforderlich: für 4 Jahre etwa 1,25 m Blusenstoff, 75 cm Beinkleidstoff, se 80 cm breit. Beyer=Schnitte für 2, 4 und 6 Jahre erhältlich. Die Passe des reizenden Kinderkleidchens MK 34528 ist mit bunten Streublümchen bestickt. Kragen, Passe und Armausschnitte sind auslangettiert. Vorn und hinten se zwei seitliche Falten. Erforderlich: für 6 Jahre etwa 1,30 m Stoff, 96 cm breit. Beper=Schnitte für 4, 6 und 8 Jahre erhältlich. Sehr apart in seiner Machart ist das Passenkleid MK 43148. Eine Edelweißbordüre bildet den Abschluß der über die Schultern greifenden Passe. In der vorderen Mitte abgesteppte Kellerfalte. Kleiner Kragen. Erf.: für 13 J. etwa 2,25 m Stoff, 96 cm br. Beyer=Schnitte für 9, 11 u. 13 Jahre. Das sommerliche Festkleidchen MK 34527 kann man aus weißem oder zartfarbigem Volle arbeiten. Kleiner glockiger Volantärmel. Seidenbandschleife in der Farbe der Stickerei. Erforderlich: für 12 Jahre etwa 2 m Stoff, 96 cm breit. Beyer=Schnitte für 10 und Jahre erhältlich. Sehr stilvoll ist das Kleid MK 34537 mit dem dunklen, westenähnlichen Schoßblüschen. Eine breite, bunte Stickereibordüre säumt den gereihten Rock. Erforderlich: für 6 Jahre etwa 70 cm einfarbiger, 85 cm gemusterter Stoff, se 80 cm breit. Beyer=Schnitte für 4, 6 und 8 Jahre erhältlich. Das reich bestickte Blüschen des Knabenanzugs KK 34547 ist vorn mit farbigem Band oder Kordel verschnürt. Halsausschnitt und Armel können farbig ausfestoniert oder umhäkelt werden. Erf.: für 5 Jahre etwa 1,20 m Anzugstoff, 55 cm Futterstoff, se 80 cm br. Beyer=Schn. für 3, 5 u. 7 J. MK34527 91091 MK 34530 S 11394/1 KK 34547 S 91090/1 a 91104/K 211395/1 2401 Mit Glockenblumen ist das hihsz: Kleochen NK 84535 kt. Vorn und hinten seitlich eingelegte Zalten. Ers.: für 4 J. etwa 1,80 m Stoff, 80 cm breit. Bever=Schn. für 4, 6 und 5 Jahre erh. Das Festkleid MK 34529 mit kragenartiger Falbel ist mit Spannstichstickereiverziert. Erf.: für 13 J. etwa 2.40 m Stoff, 80 cm breit. BeyerSchnitte für 13 u. 15 Jahre. Beyer-Schnitte erhalten Sie in der Buchhandlung Carl Braus, Schwerte, Adolf Hitler-Platz 3 C Statt Karten! □ Herta Finkhaus Fritz Werth Verlobte Schwerte, Pfingsten 1934. Markischeste. Balkananstiasen un. „ Perlen " Beeren Max Mehlhose Adolf Hitler-Platz □ Wir haben uns verlobt: Alma Henze Hans Heidenfels Schwerte Holzen Pfingsten 1934 1133 Ein gutes buch Dr Pflug Und Schwert Alwiltrifruts Uitaeild alnler wert, Eisenbahn=Frauenverein Schwerte Abfahrt des Sonderzuges am Mittwoch, dem 23. Mai 1934 nach Köln— Königswinter 7,30 Uhr. Rückkehr Schwerte an 22,04 Uhr, Liederbücher mitbringen. 1135 Zwangsverseigerung Es werden öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert: Mittwoch, 23. Mai 1934, 10 Uhr, Ostenstraße 26: 1 Radioapparat, 1 Schlafzimmer, 1 Waage, 1 Ladeneinrichtung, 1 Dauerbrenner, 1 Glasschrank, 1 Nähmaschine, 1 Schreibtisch, 1 Registrierkasse. Franz, Obergerichtsvollzieher 1136 Graf=Adolfstraße 5. GeloTotterie Butze.. Awnowon Wolle und Seide aus unserer großen Auswahl einige Beispiele: Vigoreux Kordel-Krepp reinwoll. Bindung für Kleider und#.#n Komplets, 190 cm breit, Meter“ Georgette für d. leichte Komplst, in licht,„# sommerlich, Farben, reine Wolle., 4##. 2 En 130 em breit... Meter 8.90 4 fu 1 5 Biesen-Krepp eine hochelegante Klelderware, 5— la kunstseldene Qualität, 95 cm 20 CE breit......... Meter 21S0 Taffet-Kunstseide 2.55 in hübschen modernen für elegante Blusen.. Karge. 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Kunsthandlung Carl Braus, Schwerte Sintrittskarten u. Programme in modernster Ausführung Buchdruckere! Carl Braus, Schwerte Se W K OrPrRU 40 PP A 0 W * 7. 777.7 2% R „Hans, wenn du ein Eichhörnchen sehen willst, dann komm!“ rief Ole, mein Spielkamerad. Ich eilte zu ihm hin, und wirklich, da saß auf der großen Tanne ein kleines Eichhörnchen und guckte aus seinen klugen Augen zu uns herab. Wir standen stumm da und bewunderten den wohlgebildeten kleinen Springkünstler. Da fiel mein Auge auf einen Stein, der vor mir auf der Erde lag. Und ohne weiter darüber nachzudenken, hob ich ihn auf und warf ihn in die Luft. Er traf das Tierchen an den Kopf, so daß es taumelte, von seinem Ast hernieder und uns vor die Füße fiel, wo es unbeweglich liegenblieb. Das Ganze war so schnell gegangen. Jetzt erst fiel es mir ein, daß es Sünde sei, so etwas zu tun. Wir glaubten beide, daß das Tierchen tot wäre; so bedeckten wir es mit grünen Blättern und gingen unseres Weges. Aber meine Missetat wollte mir nicht aus dem Sinn. Mein Vater hatte mir so viel Ergötzliches von den Tierchen erzählt. Auf dem Gutshof meines Großvaters hatten sie zahme Eichhörnchen gehabt, die ins Haus kamen und Nüsse verspeisten und aus einem Schälchen Milch tranken. Und nun hatte ich in einem unbedachten Augenblick solch ein unschuldiges, lebhaftes Geschöpf getötet. Nein, ich mußte, bevor ich nach Hause ging, noch einmal nach dem Tierchen gucken, das wir dort unter dem Baum begraben hatten. Ich nahm vorsichtig die Blätter fort. Zu meinem großen Schrecken war das Tierchen aber springlebendig. Es hatte bloß die Besinnung verloren, als ich es an den Kopf traf, und jetzt war es wieder aufgewacht. Ehe ich noch irgendeinen Entschluß fassen konnte, fiel das Tierchen mit seinen starken, scharfen Zähnen über meinen Daumen her, so daß das Blut zu fließen begann. So fest hatte das Tier sich verbissen, daß es noch daran hing, als ich die Hand zurückzog— und meinen Daumen ließ es gar erst los, als ich es kräftig am Genick gepackt hatte. In seiner Furcht begann es, mir den Arm zu zerkratzen, ich aber, nachdem ich mich von dem ersten Schreck erholt hatte, wurde von einer schlimmen Lust ergriffen, das arme, verzweifelte Geschöpf mit nach Hause zu nehmen. Ich bat Ole, mir seine Mütze herüberzuwerfen, steckte das Tierchen da hinein, und dann liesen wir rasch in die Stadt hinunter. Das sollte ein Spaß werden, dachte ich. Und das Eichhörnchen sollte es gut haben, mit dem Futter und mit allem, wenn wir es nur erst glücklich zu Hause hatten. Nun waren wir da. Ole blieb unten auf dem Hofe und wartete auf seine Mütze, während ich nach oben lief. um das Eichhörnchen in meine Mütze hineinzustecken. Dann wollte ich Oles Mütze vom Altan aus hinunterwerfen. Doch auf dem Altan saß meine Mutter, mit einer Handarbeit beschäftigt, und ihr Dazwischentreten rettete das Tierchen aus der Gefangenschaft. Mit einem kräftigen Anlauf setzte es über die Brüftung und plumpste auf Frau Hansen hinab, die unten auf dem Hofe unsere Kleider klopfte. Sie schrie auf— aber das Eichhornhen saß schon auf der Zaunplanke. Von da sprang es in den Nachbargarten hinab. Dort entstand ein fürchterlicher Lärm. Pedersens großer, dicker Hund kam herausgestürzt. Das wurde ein Gelaufe, immer rund durch den Garten. Das Eichhörnchen entkam zwar; aber in den Wald mußte es sich doch nicht heimgefunden haben, denn ein paar Tage später fand ich am Wegrand seinen kleinen toten Körper. Da habe ich bitterlich geweint und meiner Mutter fest versprochen, nie wieder so etwas zu tun. W. B. gerichtet. Eine Weile wagte Fritz nicht sich zu rühren. Endlich begann er stockend zu erzählen, wie er oft der Großmutter helfen mußte, wenn er gerade spielen wollte... „Darum wollte ich dich bitten, liebe Eule, mir zu sagen, wo ich ein Heinzelmännchen finden kann, denn nur Heinzelmännchen können mir helfen; dann kann ich wieder spielen, wenn ich will, und brauche nicht mehr zu arbeiten. „Uhn! Hu—hu—hu! Hu—hu—huuu!“ sagte jetzt die Eule. „Siehst du den Teich dort im Walde? Geh an das hohe Ufer, wenn der Mond hell scheint, drehe dich dreimal schnell herum und sprich: Ich frage den Mond und dreh' mich wie der Blitz, ich schaue ins Wasser und sehe den... Um zu Reim zu finden, mußt du dann in das Wasser schauen, dort wirst du das Heinzelmännchen sehen, und sein Name ist der fehlende Reim.“ Fritz hätte laut jubeln mögen vor Glück. Aber schauten ihn die Augen da oben nicht sonderbar spöttisch an? Der Freudenschrei blieb ihm in der Kehle stecken, und nur mühsam stammelte er:„Hab' Dank, liebe Eule!“. Und da eben der Mond über die Tannen blickte, eilte er an den Teich. Dreimal drehte er sich herum und sprach:„Ich frage den Mond und dreh' mich wie der Blitz, ich schaue ins Wasser und sehe den...“ Dann beugte er sich nieder, um ja recht genau das Heinzelmännchen zu sehen, und schaute ins Wasser. Atemlos blickte er hinein. Gleich würde sich das Wasser teilen und das Männlein erscheinen. Aber wie lange er auch ins Wasser starrte: er sah nur immer sein eigenes Spiegelbild. Enttäuscht stand Fritz auf. Hatte die Eule ihn genarrt? Langsam näherte er sich dem Baum, aus dessen Blätterdunkel noch immer die großen Augen leuchteten. Und mit bekümmerter Stimme erzählte der Knabe dem Vogel, daß er nichts im Wasser gesehen hätte, als nur sein eigenes Bild, und daß er also auch den Reim nicht gefunden. Da sagte die Eule:„Sahst du wirklich niemand, dessen Name dir den Reim gab?“ „Wen sahst du doch im Wasser?“ fragte wieder der Vogel. „Mich selbst!“ antwortete Fritz ungeduldig. „Und paßt dein Name nicht zu dem Vers, den ich dir sagte?“ Da sprach Fritz noch einmal vor sich hin:„Ich frag' den Mond und dreh' mich wie der Blitz, ich schau ins Wasser und sehe den— Fritz!— Ja, aber— ich bin doch kein HeinzelDa tniff die Eule listig ein Auge zu und sagte:„Noch nicht, aber du kannst eins werden. Du bist ein kräftiger kleiner Bursche. Du könntest wohl die Stube fegen, das Feuer anzünden, das Frühstück herrichten. Du könntest dein Bett machen und deine Kleider sauber halten, und das alles, ohne daß jemand es merkt. Wird die Großmutter dann nicht glauben, die Heinzelmännchen seien zurückgekehrt in ihr Haus?“ Aufmerksam hatte Fritz zugehört. Jetzt fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.„E., liede Tule, ich will es versuchen! Habe Dank, du guter Vogel— und nun lebe wohl! Und schnell eilte der Knabe heim. Wie sollten Vater und Großmutter staunen, wenn morgen beim Erwachen die Heinzelmännchen dagewesen waren! Von diesem Tage an waren Fritz und Karl so fleißig, daß die gute Großmutter sich nicht genug wundern konnte. Erst nach langer Zeit hat Fritz ihr erzahlt. wie es zugegangen, daß aus ihm und dem Bruder fleißige Heinzelmännchen geworden waren. Onkel Heinrich. Denk=Aufgabe. Die beiden oberen und die beiden unteren Linien auf dieser Zeichnung scheinen sich rechts zu nähern, links zu entfernen. Anders verhalten sich die beiden mittleren Linien zueinander. Diese scheinen sich links zu nähern, rechts zu entfernen. Betrachtet man die Zeichnung von der schmalen Seite, indem man sie schräg nach unten gerichtet vor die Augen hält, so wird man finden, daß die vier Linien Parallelen sind. Hübsche Zeichen=Aufgabe. □ 7 □ 2. □ 3. In einem Dorfe lebte ein Schneider mit seinen Söhnen Fritz und Karl. Die Mutter war schon lange tot; nur die Großmutter wohnte mit im Hause. Großmutter liebte ihre beiden Enkelkinder von Herzen, trotzdem mußte sie die Knaben oft schelten. Fritz und Karl waren zwei wilde Buben, die lieber im Walde umherstreiften, als der Großmutter zur Hand gingen. Oft kamen sie heim mit schmutzigen Kleidern, erfüllten das Haus mit Lärm und betrübten den Vater und die Großmutter. Einmal erzählte die Großmutter, wie schön es von her in den Häuschen der Menschen gewesen wäre, als noch die „waren „Die Heinzelmännchen", erwiderte die Großmutter, kleine, fleißige Männchen. Sie kamen heimlich zu den Leuten. Sie fegten die Stuben, machten Feuer im Herd, bereiteten das Frühstück und taten nützliche Arbeit. Aber niemand konnte sie sehen, denn ehe jemand im Hause erwachte, waren sie heimlich entschlüpft. Das war ein Segen für die Menschen, und alle glücklich.“ K Aus sechs Märchen sollt ihr diese sechs Figuren benennen. Welche Märchen sind es? W o M g uu: 5uniiinn Rätsel. Tante Jette, Onkel Theodor und Märchen. (Je größer ihr es zeichnet, desto mehr Freude habt ihr daran! Aber ich! Ein Glied des Kreises wirft einem beliebigen anderen ein Taschentuch zu mit einem Ausruf(zum Beispiel:„Ich bin nicht müde“, Ich zerreiße meine Kleider nicht".„Ich nasche nicht gern“, oder ähnliches), worauf der Angeredete sofort mit:„Aber ich!“ antworten und nun Anrede und Zuwurf an andere weitergeben muß. Unaufmerksamkeit und Zogerung kostet ein Pfand. Was bringt die Zeitung? Ebenso auszuführen, doch muß die Antwort ein Hauptwort mit„ung“ am Ende sein(Verlobung, Entzweiung, Befreiung usw.). Schon dagewesene Antworten sowie Zögerung kosten ein Pfand. Man kann dieses Spiel abwechslungsreicher gestalten durch andere Fragen, zum Beispiel:„Rate, wer ich bin?“ Dann muß ein Wort auf„in“ folgen. Oder:„Was kommt gewiß?“ Die Antwort ist ein Wort mit„nis“. Oder:„Sage, was dich freut!“ Darauf antworten: Wörter mit„heit" und„keit“. Oder auch:„Es kommt ein Mann— was ist er?“ Dann folgen Wörter mit„er“. Die gefesselte Schere. Nachdenklich hatten die beiden Burschen eine Weile.., gesessen, als plötzlich Fritz aufsprang und die. Grotm##### fragte:„Großzmutter, wo kann man wohls Lachend sprach sie:„Da ist es am besten, man fragt eine alte kluge Eule, die alle Geister kennt und sicher auch weiß, wo die Heinzelmärtgchem.,pohnen. Nun lop,ännt. iu sin„eitr meine Arbeit gehen; zu mir kommt doch kein Mannlein, um mir An diesem Tage schaute Großmutter aber öfter als sonst von ihrer Arbeit zu den beiden Knaben auf, die seit ihrer Erzählung so merkwürdig still geworden. Als es draußen dunkel geworden war, verließ Fritz heimlich Bech, Koeuine r##.#lite bng nahen Walde zu. Da hörte er just den Schierent Sa und sein Fuß stockte. Das Herz klopfte ihm laut; am liebsten wäre er umgekehrt in das sichere Haus. Aber wie würde Karl ihn auslachen, wenn er unverrichteter Dinge heimkäme! So ging er mutig dem Eulenschrei nach. Plötzlich ihn hatte es in den Zweigen geknackt. Und als er hinaufschaute, sah er zwei große schimmernde Augen starr auf sich WALU ** NEE Welches Wanderlied singen die Kinder? Die Silben, richtig geordnet, ergeben das Lied. 120 Inv gun gzog uz,:HunsgzIn Nimm einen Bindfaden von etwa einem Meter Länge, lege ihn zusammen und führe ihn, wie Bild 1 zeigt, so durch die Scherengriffe, daß die offenen Enden in deiner Hand bleiben. Du kannst die Enden auch an einer Stuhllehne befestigen oder sie gar fest verknoten und den Knoten festnageln. Wie kann nun die Schere vom Bindfaden befreit werden? Du meinst. das wird recht schwierig sein. Nun, damit du dir den Kopt nicht zu sehr zerbrichst, soll gleich die Lösung folgen. Erfasse die Schleife, lockere sie und ziehe sie lang aus, durch den anderen Scherengriff hindurch und weiter(Bild 2), bis sie bequem über die beiden Scherenspitzen geht. Und siehe, der Bindfaden wird sich bald aus den Scherengriffen lösen. Die Schere ist befreit. Du darfst auf keinen Fall den Mut verlieren. wenn das Fadengewirr etwas krauselig wird! Kfilhsis..„ In Westen zwei weitere schöne Tore von Urban und Gau Westsaten Drei Siege der Pokalelf des 1. FC. Rürnberg Zwei Aufstiegspiele Wenn in diesem Jahre zu Pfingsten auch keine große Spiele ausländischer Fußballmannschaften zur Debatte standen, so gab es im Gau Westfalen doch hier und da Begegnungen, die ein gewisses Interesse beanspruchten. Der Spielbetrieb wurde bereits am Samstag mit vier Begegnungen eingeleitet. Der DSC Hagen hatte seine Besuchskarte in Siegen abgegeben und fertigte die Sportfreunde mit 5:2 ab, während Hüsten 09 in Siegen gegen 07 zu einem einwandfreien 5:0=Erfolg kam. Borussia Dortmund versagte gegen den TuBV Mengede und unterlag knapp mit 1:0. Die Pokalmannschaft des 1. FC Nürnberg hatte drei Verpflichtungen einzulösen und traf auf keine allzustarken Gegner, die dann auch einwandfrei geschlagen wurden. Am Samstag stellten sich die Nürnberger dem SuS Herford und siegten mit 3:0. Am 1. Pfingsttage ging die Reise dann nach Salzuflen, wo der VfL mit 6:3 bezwungen wurde. Zu einem überzeugenden Siege kamen die Gäste am Tage darauf in Sundern. Schwarz=Weiß wurde mit nicht weniger als 11:1 abgefertigt, nachdem die Süddeutschen hier bis zum Wechsel schon klar mit 6:0 in Führung gelegen hatten. Der 1. FC Pforzheim, der beim BfB Bottrop weilte, kam nicht recht ins Spiel und verlor 3:5. Hüsten 09 hatte Gäste aus Essen und spielte gegen den BV Preußen 4:4, während Arminia Bielefeld Sonnborn 07 mit 4:2 ausschaltete. Die lokale Auseinandersetzung in Castrop zwischen 11 und 02 wurde von letzteren mit 2:1 gewonnen. Borussia Rheine blieb in Herford gegen Union mit 311 erfolgreich. Den Beschluß des Pfingstsonntags bildeten die beiden Aufstiegspiele zur Gauliga. Der Tabellenführer, BfB Bielefeld, setzte sich mit dem MBV Linden auseinander. Hier lautete das Resultat nach beiderseits verteilten Leistungen unentschieden 2:2. Westfalia Herne spielte daheim gegen den aa Schwelm und setzt sich mit seinem erfochtenen 5:3=Siege an die Spitze der Tabelle Am 2. Feiertag bezog Hamborn 07 in Herten von der dortigen Spielvereinigung eine empfindliche Niederlage, die mit 5:0 hoch ausfiel. Preußen Essen weilte in Letmathe und wurde von 09 mit 4:2 geschlagen auf die Heimreise geschickt. Union Gelsenkirchen kam nach schönem Spiel gegen Germania Bochum zu einem verdienten 3:1=Erfolg, während Horst=Emscher gegen TuS Jahn Harkorten nur zu einem mageren Unentschieden von 1:1 kam. Gau Niederrhein Im Gau Niederrhein gab es an den Pfingsttagen eine ganze Reihe Fußballspiele, die zum Teil überraschende Ergebnisse brachten. In Zahlen: Rot=Weiß Essen— SC Preußen Merchweiler 5:1 Turn Düsseldorf— Schwarz Weiß Essen 6:2 PfB Bottrop— 1. FC Pforzheim 5•3 Rheingold Emmerich— Saar 05 Saarbr. 2•4 Düsseldorf 99— FC Unterrath 4:1 Hamborn 07— 1. FC Pforzheim 3:1 SpV Duisburg— Saar 05 Saarbrücken 2:1 Union Krefeld— Schwarz=Weiß Essen 7:0 VfB Mülheim=Speldorf— Eller 04 1:3 Duisburg 1900— VfvB Ruhrort 0:0 BV Remscheid— SSVg Barmen 1:1 SSVg Barmen— Union Krefeld 3•3 SpV Langenberg— Germania Geislautern 5:3 Germania Elberfeld— Germ. Geislautern 5:1 zwel Weilere schone Erte von Urban und Kallwitzkt den Sieg sicher. Gau Mittelrhein Samstag: Viktoria Neuwied— Mülheimer SV. 0:7; Rhenania=Kölner CfR.— Hamborn 07 2.0. Mpink. Sonntag: Sülz 07— Bayern Munchen 0:1; Stadtmannschaft—. VfL. Benrath 1:8; Heimbach Weiß— Phönix Trier 2:0. Montag: FV. Engers— Mülheimer SV. 2:7; SC. Horchheim— Phönix Trier 4:2. Leistungsabzeichen für den Bom. Ein Leistungsabzeichen für den Bund Deutscher Mädel hat der Reichsjugendführer geschaffen. Es wird in Bronze und in Silber verliehen. Als körverliche Leistungsprüfungen sind 75=Meter=Lauf. Hochsprung. Kugelstoßen. Schlagballweitwerfen, 25Kilometer=Wandern. Schwimmen und Springen vom 3=Meter=Brett vorgesehen, für die Mindestleistungen festgesetzt wurden. Weiterhin werden Kenntnisse im Zielwandern nach der Karte und in der ersten Hilfe bei Ungücksfällen und Erkrankungen gefordert. Umfangreicher und schwieriger ist die Prüfung für das Leistungsabzeichen in Silber, bei der u. a. praktische Aufgaben einer Führerin im Zeltlager und die Befähigung zur Leitung eines Heimabends auf dem Gebiete der Freizeitgestaltung nachzuweisen sind. Der Westen unterlag dem=Suren Süddeutschland gegen Westdeutschland 3:1(1:0)— Fußball-Repräsentativkampf in Saarbrücken Trotz zahlreicher Nebenveranstaltungen hatte der Fußball=Repräsentativkampf zwischen Südund Westdeutschland am Pfingstsonntag in Saarbrücken noch 5000 Zuschauer anzulocken vermocht. Obwohl man in Saarbrücken den Gästen die besseren Chancen eingeräumt hatte, erwiesen sich die Süddeutschen als die stärkere Mannschaft, die nach anfänglicher Ueberlegenheit des Gegners bald den Kampf offen und schließlich sogar für längere Zeit eindeutig überlegen gestaltete. Den Ausschlag gab die bessere Läuferreihe des Südens, in der vor allem Kiefer sehr gut zu gefallen wußte. Sehr zuverlässig arbeitete auch die Abwehr. Müller im Tor stand Buchloh nichts nach und in der Verteidigung gefiel besonders Konrad durch seinen klaren Abschlag. Der von Grebe gut geführte Sturm hatte sehr schnelle Flügel und in Wenzelburger einen schußkräftigen Spieler. Das gesamte Spiel der Süddeutschen wirkte gefälliger und war auch einfallsreicher. Bei den Westdeutschen war zwar Buchloh im Tor ein wirklicher Klassehüter, aber schon in der Verteidigung setzten die Schwächen ein. Casper ging noch an, aber Gibka spielte oft recht unsicher. Die Läuferreihe spielte sehr ungenau zu und ab, während im Sturm, der ohne Zusammenhang kämpfte, nur der Halblinke Euler befriedigen konnte. In den ersten 10 Minuten des zwar schnellen, sonst aber qualitativ durchschnittlichen, meist auf Einzelleistungen gestellten Spiels, griffen die Westdeutschen beherzt an. Die süddeutsche Abwehr war aber groß auf dem Posten. Das Spiel wurde dann ausgeglichener, ließ aber vorerst nur wenig geschlossene Aktionen zu. Der Süden erreichte in der 34. Minute durch einen unverhofften Prachtschuß von Wenzelburger die Führung. Nach der Pause kam die süddeutsche Elf immer besser in Schwung. Mit zeitweilig schönen Kombinationen drängte sie den Gegner mehr und mehr zurück. Schon in der fünften Minute fiel durch den geistesgegenwärtig einspringenden Grebe bei einem Fehler Giskas das zweite Tor. Bei anhaltender Ueberlegenheit schoß in der 29. Minute Wenzelburger aus dem Hinterhalt den letzten und dritten Treffer. Seutsche Leictarhreten in Englank Berliner SC. Zweiter in London 1:6 3:1 2:4 1:2 1:0 SG Langerfeld— Gelsenkirchen 07 Hamborn 07— 1. FC Pforzheim BV Wald— Gelsenkirchen 07 BV Remscheid 10— Koblenz=Lützel Union Hamborn— Bayern München Ohne Czepan und Kuzorra Schalke 04 siegt 3:1 in Gladbach Obwohl der Westfalenmeister und Sieger der Nordwest=Gruppe, Schalke 04, sich in Gladbach ohne Czepan und Kuzorra vorstellten, wurden 10 000 Zuschauer von den Leistungen der Knappen restlos überzeugt. Besonders in der zweiten Halbzeit wußten die Gäste ausgezeichnet zu gefallen und erhielten am Schluß reichen Beifall. Die Einheimischen, die es mit einer Kombination Gladbach=Rheydt versucht hatten, enttäuschten dagegen ordentlich. Die Mannschaft verriet nur wenig Zusammenhang und konnte nur im Schlußdreieck befriedigen. Nachdem die Gastgeber durch ihren Rechtsaußen Konradas überraschend in Führung gegangen waren, erzielte Urban noch vor dem Wechsel den Ausgleich. Nach Wiederbeginn war Schalke stark überlegen und stellte durch Der Berliner SC nahm an leichtathletischen Wettkämpfen in London teil. Die Berliner Leichtathletn, verstärkt durch Borchmeyer, belegten im Gesamtergebnis den zweiten Platz. Die Ergebnisse: 100 Yards: 1. BorchmeyerBochum(BSC) 10 Sek., 2. Murdoch(Atlanta Univ.) ½ Meter, 3. Sweeny(Milecarian) Brustvrete.„„ E 400 Yards: Totes Rennen zwischen StronergSchweden und Rampling(Milocarian) in 49,8 3. Hersfall(Achilles), 4. Erbede(BSC). 880 Yards: 1. Gutteridge(Milocarian) 1:57,6, 2. Henry(Stade Francais Paris) ein Meter, 3. Dent(Milocarian) Braun(BSC) unplaziert. 1. Meile: 1. Goehrt(BSC) 4:26, 2. Price(Milocarian) 1—½ Meter, 3. Leach(Achilles). Weitsprung: 1. Robertson(Atlanta) 6,81 Meter, 2. Lindholm=Schweden 6,81 Meter, 3. Gehmert(BSC) 6,79 Meter. Hochsprung: 1. Bradbrooke(Achilles) 1,82 Meter, 2. Nordmann=Schweden, 3. Sheffeild(Milocarian) je 1,77 Meter, 4. Bernard(Stade Francais) 1,75 Meter, 5. Gehmert(BSC) 1,70 Meter. 120 Yards Hürden: 1. Wegener=Schöneberg (BSC) 15,4, 2. Phelan(Milocarian) Brustbreite, 3. Lindmann=Schweden.— Staffel:(440, 220, 220, 440 Yards): 1. Milocarian Club(Armee) 2:25,2, 2. Achilles Club London, 3. Berliner Sportklub. Gesamtergebnis: 1. Milocarian Club(Schottschüler) 35 P., 2. Berliner SC 31 P., 3. Achilles Club London 30 P., 4. Ergruyte Idrett Sallskap Stockholm 28 P., 5. Atlanta(Schottische Universitäte) 25 P., 6. Stade Francais Paris 18 P. 100=Meter=Lauf, Klasse 2: 1. Rick=Essen=Borbeck 11,2 Sek. 800=Meter=Lauf: 1. Halster=Allianz Köln 2:05,4 Min. 1500=Meter=Lauf: 1. Krüger, TV. Dortmund. 400=Meter=Lauf: 1. Knemeyer, TV M.=Gladbach, 52,8 Sek. 3 mal 1000=MeterStaffel: 1. Allianz Köln 8,32 Min., 2. Kölner BC 8,32,3 Min. Keulenwerfen: 1. Herter=Bitburg 68,80 Meter. Speerwerfen: 1. Heinen, Spich, 49,31 Meter. Stabhochsprung: 1. Dengg, Kölner TV, 3,10 Meter. Weitsprung für Turnerinnen: 1. Schneider, ATV Köln, 4,60 Meter, 2. Pastors, Bonner TV, 4,60 Meter(durch Stechen entschieden). Hochsprung: 1. Oetzel=Sterkrade 1,68 Meter. Kugelstoßen: Dengg, Kölner TV, 12,95 Meter, 2. Busse, Kupferdreh. Turnerinnen: 100 Meter(Klasse 1): 1. Nelles, Bonner TV, 14 Sek.,(Klasse 2): Winkels, Godesberg, 14. Sek. 4 mal 100=Meter=Staffel: 1. Kölner TV 58 Sek., 2. TV Troisdorf 58,4 Sek. 4 mal 100=Meter=Staffel(Kl. 1): 1. TV M.=Gladbach 55,8 Sek., 2. TV Mülheim 56 Sek. Hochsprung: 1. Pastors, Bonner TV, 1,35 Meter, 2. Albich, ATV Bonn, 1,30 Meter. Kugelstoßen: 1. Nelles, Bonner TV, 9,44 Meter, 2. Klaschke, MTV 1850, 9,34 Meter. Wieder einmal über Weltrekord... Der ausgezeichnete amerikanische Kugelstoßer Jack Torrance konnte bei einem südöstlichen Leichtathletikkampf in Birmingham(Alabama) wieder einmal den mit 16,05 Meter gehaltenen Weltrekord des Pragers Douda überbieten. Torrance erreichte 16,32 Meter, blieb aber damit noch unter seiner kürzlich aufgestellten Bestleistung, die 16,80 Meter betrug. Venusbergfest in Bonn Das traditionelle Venusbergfest hatte auch in diesem Jahre die Turner wieder überaus zahlreich angelockt. Aus allen Teilen des Rheinlandes kamen die Teilnehmer, zu einem großen Teil sogar per Fahrrad, und viele schlugen am Waldrand, rund um die Sportplatzanlage herum, für die Nacht ihr Lager auf. Am Sonntagvormittag bestritten 600 Turner ihre Vorkämpfe. Am Nachmittag gelangten dann unter der Spannung der zahlreichen Besucher die Einzelkämpfe zur Durchführung, bei denen es in allen Klassen und in allen Konkurrenzen genügende Spannungsmomente gab. Erfreulich stark waren die JugendKonkurrenzen besetzt. Die Ergebnisse: Fünfkampf, Klasse 1: 1. Herter (TV Betburg) 100 Punkte. Bierkampf, Klasse 2: 1. Nett(TV Mayen) 73 Punkte. Vierkampf, Klasse 3: 1. Zimmer(TB Adenau) 64 Punkte. Einzelkämpfe: 100=Meter=Lauf, Klasse 1: DottKöln=Mülheim 11 Sek.; 2. Melles=Borbeck 11,2. Düsseldorf—Cleve—Düsseldorf Wierz=Düsseldorf sicherer Sieger Das gauoffene Straßenrennen um den Großen Preis von Düsseldorf, das der Verein Düsseldorfer Rennfahrer 1933 auf der Strecke Düsseldors—Cleve und zurück am ersten Pfingsttage durchführte, gestaltete sich zu einem beachtlichen Ersolg. Mit rund 200 Bewerbern hatte das Rennen in den Kreisen der Aktiven starken Anklang gefunden. Auch sportlich ließ die Veranstaltung, die in späteren Jahren internationalen Charakter tragen soll. nichts zu wünschen übrig. Die mit drei Minuten Vorgabe bedachten B=Fahrer hatten ihren Vorsprung schon bald eingebüßt, denn die A=Klasse legte unter Führung von Karl Wierz=Düsseldorf ein scharfes Tempo vor obwohl ein starker Westwind die Fahrt erschwerte. Auf dem Nachhauseweg unternahm FischerDüsseldorf einen erfolgreichen Ausreißversuch, später setzte ihm Wierz allein nach. Wierz, der in diesem Jahre bereits mehrfach seine große Form unter Beweis stellte, holte seinen Landsmann auch ein. die anderen A=Fahrer erhielten aber keinen Anschluß mehr. Auf der Oberkasseler Radrennbahn ließ Wierz seinen Gegner im Endspurt klar hinter sich. Metze siegt in Forst Der deutsche Stehermeister Erich Metze=Dortmund feierte bei den Pfingstrennen in Forst einen überlegenen Sieg. Er gewann beide Läufe des„Goldenen Rades" über je eine halbe Stunde. Zweiter wurde Wißbröcker(730 Meter) vor Prieto(1600 Meter) und Hille(15 Runden zurück). Bei den Amateuren holte sich Nebe das Punktefahren vor Richter=Leipzig. Walter Neusel bestreitet einen Schaukampf Der Weltmeisterschaftsanwärter im Boxen, Walter Neusel, traf Pfingstsamstag um 6.24 Uhr auf dem Hauptbahnhof in Wanne=Eickel, von Hamburg kommend, ein. Gegen 10.30 Uhr wurde er von dem Oberbürgermeister der Stadt WanneEickel, Günnewig, dem Bürgermeister und dem Kreisleiter der NSDAP., Bennebruch=Althoff, und den übrigen Herren der Kreisleitung willkommen geheißen. In einer im Anschluß daran stattgefundenen Besprechung erklärte sich Neusel bereit, in den ersten Tagen des Monats Juni(geplant ist der 10. Juni) einen Schaukampf zugunsten des Sommer=Hilfswerks„Mutter und Kind“ zu liefern. Bei einem Fußballspiel am kommenden Mittwoch zwischen den Amtswaltern der NSDAP. und der Freiwilligen Feuerwehr wird er den Anstoß vollziehen. Samstag nachmittag weilte Walter Neusel auf Einladung des Oberbürgermeisters und der Kreisleitung der Stadt Wanne=Eickel im Zeltlager der 10000 in Witten. Hier wurde er von der Hitlerjugend begeistert empfangen und den Führern der Hitlerjugend vorgestellt. Neusel erklärte unserem Berichterstatter, daß er vorläufig wieder für die w reiten wird. nicht kämpfen wird, sondern sich weiteren Kampfe in USA. vorveSchwarz gewinnt den„Goldenen Gürtel“ Kund um Solingen Sieger Moritz=Köln Das am zweiten Pfingsttage ausgetragene Straßenrennen Rund um Solingen führte über eine Strecke von 158.4 Kilometer. Eine 17.6 Kilometer lange Rundstrecke war neunmal zu durchfahren. Die Anteilnahme des Publikums war sehr groß. besonders am Ziel, wo sich Tausende von Interessenten versammelt hatten. Die Fahrer hatten auf der Strecke zwei große Steigungen zu nehmen. Die B=Fahrer wurden mit einer Vorgabe von drei Minuten vor den A=Fahrern aus die Reise geschickt. Nur zwei Fahrern der A=Klasse gelang es, die BFahrer einzuholen. Der Kölner Moritz passierte als Erster das Ziel mit einem Vorsprung von 70 Meter vor Hochkevpler=Köln. Es folgte dann eine Gruppe von nicht weniger als sieben Fahrern, so Naupert=Köln, Lehmann=Dortmund. Trings=Bestig. Kirfel=Lehn bei Grevenbroich. Reuter=Hombruch bei Dortmund. Offermanns=Köln und Schorn=Köln. Bei den C=Fahrern, die eine Strecke von 105,6 Kilometer zu bewältigen hatten, war der Dortmunder Rstiwack erfolgreich. Garkawienke(rechts) beglückwünscht seinen Besieger Schwarz Die im Berliner Zirkus Busch veranstalteten mehrtägigen Ringkämpfe fanden ihren Abschluß mit dem Kampf zwischen dem ukrainischen weltmeister Alexander Garkawienko und dem Berliner Hans Schwarz, bei dem der junge Deutsche den Sieg und den begehrten„Goldenen Gürtel“ errang.