OEETVUF! Die„Schwerter Zeitung“ erscheint wöchentlich sechs mal. Bezugspreis 48 Pfg.(einschl. Trägerlohn). Einzelnummer 10 Pfg. Geschäftsstelle Gr. Marktstraße 3—5. Postscheckkonten: Dortmund 2852 und Hannover 21874. Verantwortlich. Hauptschriftleiter: Heinz Friedrich Kamecke. Verantwortl. für d. gesamt. Texteil: Heinz Friedrich Kamecke. Für den Anzeigenteil: Hans Linner; in Schwerte. Druck u. Verlag: Carl Braus, Schwerte.— D.=A. IV. 34. 1749 Anzeigenpreise: Für die sechsgespaltene Millimeterzeile(46 mm breit) 6 Pfg. Familien=, Vereins= u. amtl. Anzeigen 4 Pfg. Reklame: Millimeterzeile 20 PfgNachlässe nach Tarif 9 a. Für telefon. aufgegeb. Inserate übernehmen wir kei Gewähr. Bei unvorhergeseh. Betriebsstörung., hervorgerufen durch höh. übernehmen wir keinerlei Gewähr, für pünktl. Erscheinen d. Zeitung u. kann auch keinerlei Auspruch auf Schadenersat oder Nachlieserung erhoben werden. eer Aue Au G# Gus tald uns Gandersiet Geriohn Tügebian für vie Siubl Schlorrte und das Amt Weschofen S Kreisblatt für den nörblichen Ten bes Lanbtreises Fierle -..## S I. Jusgne Nr. 107 Schwerte(Kuhr), Dienstag, den 8. Mai 1934 Schon 93 Prozent Die Abstimmungsberechtigten an der Saar Die Deutsche Front teilt mit: Um Unklarheiten vorzubeugen, wird nochmals bekanntgegeben: Nach kaum acht Wochen umfaßt die Deutsche Front 45 1i4 Mitglieber, vovon rund 92 o. 5.)... uumdan Saas heute schon mehr als 93. 9., S. aler, im Saarge. Kurzsaftus unter Luge biet lebenden Abstimmungsberechtigten. Die Saarkundgebung in Zweibrücken findet in der Pariser Presse starke Beachtung und wird als Anzeichen dafür ausgelegt, daß Deutschland die große Offensive an der Saar eröffnet habe. Auch in der englischen Presse findet die machtvolle Kundgebung der Saarländer in Zweibrücken große Beachtung. Besonders werden die Worte der Rede Dr. Goebbels unterstrichen, daß die Saar deutsch sei und deutsch bleibe. berdbente in bre, und Herntehzsch Verschlossen— Erschiternde Stenen in Müiciseim Gasen Vesiegent uun unu,.Gaen nd iur Gieiderzäcben anterih Kosten trägt der Sieger Die Frage der Finanzierung der Saarabstimmung vor dem Finanzausschuß des Völkerbundes Der Finanzausschuß des Völkerbundes befaßte sich am Montag u. a. mit der Frage der Finanzierung der Saarabstimmung. Wie man hört, steht der Finanzaussuß, Hierbei in,„Verbiznhigg mit der politischen uoretlung des Völkerbundssekretariats, die ihm anscheinend diejenigen polietschen Unterlagen gibt, die auch für die finanzielle Entscheidung von Bedeutung sein können. Auf der Montagstagung sind die verschiedenen Möglichkeiten, dieser Finanzierung eingehend, be tret sprochen worden, wobei man sowohl eine beson die dere Anleihe wie auch Beiträge von verschiedenen Seiten ins Auge gefaßt hat. Dabei scheint die Meinung zu überwiegen, daß die Saarbevölkerung selbst nicht mit den Kosten der Abstimmung belastet werden darf, sondern daß die Kosten schließlich von demjenigen zu tragen seien dem das Saargebiet zugesprochen wird. 2 Tote und 20 Schwerverletzte beim Zusammenstoß zweier Autobusse in Spanien In der Nähe von San Sebastian stießen zu Autobusse zusammen. 20 Personen wurden schwer verletzt und zwei getötet. Im Untertagebetrieb des Kalibergwerks Buggingen bei Müllheim in Baden ist Montagvormittag 10 Uhr ein Brand ausgebrochen. Durch Knicken eines Pfeilers wurde eine elektrische Leitung durchschlagen. Es entstand Kurz= schluß. Der größte Teil der Belegschaft konnte sich sofort retten, doch befinden sich noch 86 Mann im Schacht. Wegen der starken Rauchentwicklung hat man große Befürchtungen über das Schicksal der Eingeschlossenen Diese Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Die am späten Abend darüber eintreffende inhaltschwere Meldung lautet: Das Schicksal der im brennenden Schacht des Kalibergwerks Buggingen eingeschlossenen 86 Bergleute ist besiegelt. Nachdem alle Rettungsversucheaussichtslos waren, ist der Schacht abgeriegelt worden. Ursache und Auswirkung Nach dem Entschluß, den Brandschacht im Kaliwerk Buggingen abzuriegeln, empfing Oberbergrat Ziervogel vom Bergamt Karlsruhe die Vertreter der Presse und machte Mitteilungen über ie Ursache und Auswirkung des Unglücks. Der Brand entstand unterhalb der 793 Metersohle, und zwar bei der sogenannten„einfallenden Strecke 6“ durch Kurzschluß. Es hatte sich ein Schaden im Kabel gezeigt. Der Sicherungsschalter wurde herausgeschlagen. Der Elektriker sowie der Grubensteiger Hinzer bemerkten eine 6—8 Meter lange Stich: flamme. Durch diese Stichflamme wurde der Holzausbau in Brand gesetzt. Das Feuer brach gegen 10 Uhr aus und ist sofort bemerkt worden. Es entstand sogleich überausstarke Rauchentwicklung. Die Rettungsmannschaft drang in Stärke von 14 Mann in den brennenden Schacht ein. Dort war die Rauchentwicklung so dicht, daß nichts mehr zu erkennen und an RetDer Schathausemstatz in Winterbach tungsmöglichkeiten a#hg.., Kau“ stoffapparaten nicht zu denken war. Die Belegschaft war in Stärke von 150 Mann Montag um 6 Uhr in die Grube eingefahren und arbeitete in den Grubenbauten in der Nähe der Unglücksstelle. Derjenige Teil der Belegschaft, der vor der Unglücksstelle arbeitete, konnte ins Freie gelangen, während durch die Geschwindigkeit der frischen Wetter der dichte Qualm in die übrigen Baue getragen wurde und somit den dort Beschäftigten den Rückweg abschnitt. Sie sind durch Rauchvergiftung, besonders durch Kohlenoxyd, ums Leben gekommen. Man hat versucht, die Wetterführung auch in umgekehrter Richtung laufen zu lassen, um etwa noch eingeschlossene Bergleute retten zu können. Doch war auch dies infolge der großen Wettergeschwindigkeit und dichten Qualmes unmöglich, sodaß nichts anderes übrig blieb, als schließlich die Grube abzudämmen. Diese Maßnahme war notwendig, da sonst infolge der Hitze die Grubenbaue zusammenbrechen würden, sodaß später jede Bergungsaktion überhaupt unmöglich würde. Die Alarmierung der Rettungsmannschaft erfolgte kaum eine halbe Minute nach Ausbruch des Brandes. Man versuchte noch auf telephonischem Wege mit den Eingeschlossenen in Verbindung zu kommen, was auch in einem gelang. Spätere Versuche blieben erfolglos. Es ist mit aller Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die eingeschlossenen Bergleute durch Kohlenoxydgase vergiftet worden sind. Eine Stunde nach dem Ausbruch des Brandes konnte der Betriebsführer einen der Eingeschlossenen noch lebend bergen, jedoch mit schwerer Vexgiftung und einigen Brandwunden. Der Schwerverletzte starb bereits auf dem Transport zu Tage. Es ist dies der einzige, der von den Eingeschlossenen bis jetzt geborgen werden konnte. Die Gesamtbelegschaft der Grube beträgt zurzeit 450 Mann, die in zwei Schichten arbeiten. Sie stammen meist aus der näheren Umgebung, aber auch aus dem Badischen Oberland. Die Grube selbst bleibt 10—14 Tage hermetisch geschlossen. Erst dann kann an die Bergung der Leichen herangegangen werden. Insgesamt beträgt die Zahl der Eingeschlossenen nach den bisherigen Feststellungen 86 Mann. Reichsstatthalter Wagner sowie Ministerpräsident Köhler trafen bald an der Unglücksstelle ein. Sie benutzten bis Freiburg das Flugzeug und begaben sich dann im Kraftwagen zum Unglücksschacht. Sowohl der Reichsstatthalter wie auch der Ministerpräsident unterhielten sich eingehend mit verschiedenen Bergleuten, um ein einwandfreies Bild der Lage erhalten zu können. Auf Veranlassung des Reichsstatthalters soll den Hinterbliebenen der Opfer eine Lohnvorauszahlung gewährt werden. An der Unglücksstelle trafen ferner die alarmierten Feuerwehren aus Freiburg=Müllheim und der näheren Umgebung sowie die Sanitätsmannschaften von Freiburg Müllheim ein, ohne jedoch irgendwie in Aktion treten zu können. Vor dem Unglücksschacht stehen hunderte von Menschen, Frauen, Kinder, Eltern der Eingeschlossenen, die immer noch auf eine ihrer Angehörigen hoffen. Der Grubenbetrieb wird bis auf weiteres stillgelegt, um der Gefahr vorzubeugen, daß durch das Feuer Sprengstoffexplosionen entstehen. Die Amtsstadt Müllheim, ein Luftkurort im badischen Amte Lörrach, zählt rund 3800 Einwohner. Sie ist Knotenpunkt der Eisenbahnstrecke Freiburg—Basel, Besonders bekannt ist das Städtchen als Mittelpunkt des Markgräfler Weinbaues und Weinhandels. Im Weltkrieg war Müllheim Ziel mehrerer Luftangriffe. Hermann Löns' Auf einem deutschen Kriegerfriedhof in Frankreich Das Zentralnachweisamt für Kriegsverluste und Kriegergräber in Berlin=Spandau hat seit langem die Nachforschungen nach dem Grab des am 26. September 1914 bei Loivre(etwa 20 Klm. nordwestlich von Reims) als Kriegsfreiwilliger in den Reihen des Füsilierregiments 73 gefallenen Volks= und Heidedichters Hermann Löns auf Grund der früheren Vermutungen und Nachrichten fortgeführt. Heute endlich ist es dem Amt gelungen, das gesuchte Grab zu ermitteln. Bei den französischen Umbettungsarbeiten in der Gegend von Loivre und auf dem Gefechtsgelände des 26. 9. 1914 wurde ein Deutscher mit Erkennungsmarke Nr. 309 des 4. Füselierregiments Nr. 73 seborgen.„un T.#g#r bielan Erbennrussmerte Als einstiger Träger dieser Erkennungsmarke wurde mit Hilfe der Kriegsstammrolle der Dichter Hermann Löns festgestellt. Seine sterblichen Ueberreste sind vom französischen Gräberdienst auf dem deutschen Militärfriedhof in Loivre im Grab Nr. 2128 zur letzten Ruhe gebettet worden. Ueber den bisherigen Verlauf der Transserbesprechungen wird eine offizielle Mit: teilung veröffentlicht, aus der hervorgeht, daß die Arbeiten über die schwierigen Probleme günstig fortschreiten. Entspannung Danzig- Polen Wiederaufnahme der Wirtschaftsvernandlungen # das Schulgebäude während des Unterrichts einSrzte und den Lehrer und zahlreiche Schüler unter inen Trümmern begrub. Acht Tote, 10 Schwer= und 30 Leichtverletzte Zu dem Hauseinsturz in Winterbach wird noch ##richtet, daß der vermißte Schüler Karl Eiseeann jetzt bei den Aufräumungsarbeiten tot unden Trümmern gefunden wurde. Im ganzen Die Anglücksstätte in Winterbach bei Stuttgart. ruhen neben dem toten Hauptlehrer Kohnle sieben Kinder in Särgen. Die Beerdigung der Opfer findet am Dienstag statt. Sehr groß ist die Zahl der Verletzten. Man zählt etwa 40 Verletzte, davon zehn Kinder schwer. Nach einem Erlaß des Kultusministers haben am Tage der Beerdigung der acht Todesopfer am Dienstag, 8. Mai, alle Schulen in Württemberg halbmast zu flaggen. Bei der Flaggenhifsung wird kurz der Opfer des Unglücks gedacht. Die Pressestelle der Danziger Regierung teilt „Die Zoll= und Wirtschaftsverhandlungen zwischen Danzig und Polen werden am Dienstag, 8.-Mai, in Warschau fortgesetzt werden. Die Danziger Abordnung verläßt Danzig am Montogobend.„### F agn emitellung maman in Dieser amtliche Danziger Mitteilung waren in den letzten Tagen folgende Vorgänge vorausgegangen: Am Freitag hatte ein Vertreter der Danziger Regierung dem diplomatischen Vertreter Polens, Minister Papee, ein Aide memoire überreicht, das begründete Beschwerden Danzigs wegen verschiedener Zwischenfälle enthielt, die sich in den ersten Maitagen in Danzig ereignet hatten. Daraufhin suchte am Samstag Minister Papee den Danziger Senatspräsidenten Dr. Rauschning auf, der ihn zu einer längeren Aussprache empfing. Augenscheinlich sind die von Danziger Seite vorgetragenen Beschwerden in dieser Aussprache zur beiderseitigen Befriedigung geklärt worden. Aus dem Wiederbeginn der Danzig=polnischen Wirtschaftsverhandlungen, der gleichfalls am Samstag in der Aussprache verabredet wurde, dürfte ersichtlich sein, daß sich Möglichkeiten für eine Weiterführung der bisherigen Danzig=polnischen Politik ergeben haben. Landwirtschaftsgespräche mit Polen Polnische Landwirtschaftsabordnung nächste Woche in Berlin Wie von zuständiger Berliner Stelle verlautet, werden die Gespräche, welche zwischen der deutschen und der polnischen Landwirtschaft in Warschau vom 26. bis 28. vorigen Monats geführt wurden, in der nächsten Woche in Berlin fortgesetzt werden. Präsident Fudakowski, der Führer der landwirtschaftlichen Organisation Polens, wird mit einer Abordnung von 12 Mitgliedern am 14. Mai in Berlin eintreffen. Für die Verhandlungen sind zwei Tage in Aussicht genommen. Die polnische Abordnung ist Gast des Reichsnährstandes. K # England droht Japan— Erklarungen des sss delsamtes, heben Der Schatzkanzler hat den Beratenk Der Präsitent des englischen Hoyutergaug Runetman, gab am Montag im ur gärung seine mit großer Spannung exppartete Errrtzzag über die Wirtschaftsverhansluggen„#un Großbritannien und Japan ab. Die Mitteiln gen Runcimans laufen auf eine Handeiskriegserklärung an Japan hinaus, va er zum Schutz der Industrie Großbritanniens. und seiner Kolonien gegen den japanischen werb neue Zölle und Kontingente ankündigte. Im einzelnen bemerkte er: Die britische Regierung ist zu dem Schluß gekommen, daß sie, in der Hoffnung auf eine Vereinbarung, nicht berechtigt sein würde, die Maßnahmen zum Schutze des Handels Großbritanniens zu verschieben. Schon diese Einleitung der Erkicru,gjeghze gigr epee mit Beifall ausgenommen. Dies ist ein Bewe dafür, daß die Mehrheit die Haltung der englischen Regierung billigt. Runeimon, Jup) verzschzert, Haß Hie Schrite, die schen Botschafter versichert, daß die Schritte, die die britische Regierung tun wolle, nicht einem unfreundlichen Geist entsprängen. Hinsichtlich des englisch=japanischen Vertrages bin ich Wberzezg, daß die britsche Regierung ohne, Pülg he# gung genügend Maßnahmen zum Schuge der Handelsbelange Englands ergreifen kann. sehe daher keinen Grund, den Vertrag auszusetzes entdeckt seien, dann sei dazu zu sagen, daß das Gesetz nicht etwa einen Abschluß bilde, sonen beStagt werde Leinen Angenbick zögern, Aenderungen des Gesetzes vorzunehgger gnger, s hangelsamts rrasienten Leihnnung ben holfsähzlichen Vertzsktuisn niszt heven. Der Schglängtet aur den Veralengen gerecht werden könne. Ausschuß für Einfuyrzoue ersucht, seinen Bericht die Seidenzölle so rasch wie möglich fertig über vie Kixenzen so ug u..,9—u. zun zu stellen. Außerdem wird der Staatssekretat für die Kolonien die Regierungen der Kolonien und der Protektorate, für die bergezgageloptzuahene in Frage kommen, ersuchen, Einfuhrkon### einzuführen, die, ausgenommen von Westafrita, auf alle auswärtigen Einfuhren von Baumwolle und Kunstseidewaren Anwendung finden sollen, um England auf diesen Märkten wieder in seine frühere Stellung zu bringen. Die Kontingente sollen auf der Durchschnittseinfuhr des Jahres 1927 bis 1931 aufgebaut werden und rückwirkend vom 7. Mai an gelten. Zum Schluß erwähnte Runciman, daß der englich=japanische Vertrag, soweit er Westafrika betrifft, gekündigt worden ist. Die Westafrikas werden daher auf japanische Waren beschränkt sein. Weiter bemerkte Runciman, die Regierung sei sich voll bewußt, daß der japanische Wettbewerb nicht auf Baumwoll= oder Kunstseidewaren beschränkt sei. Sie erwäge die Angelegenheit auch für jede andere Industrie. Runciman schloß: Die britische Regierung ist natürlich jederzeit bereit, alle Vorschläge, die die japanische Regierung für eine Lösung dieser schwierigen Frage durch gegenseitige Vereinbarung vorzubringen wünscht, sorgfältig zu erwägen. Deffentliche Fillunzen und Wirtschaft Reichsminister Graf Schwerin von Krosigk vor der badischen Wirtschaft lung zum Gesetz zur Ordnung de sprechungen mit dem badischen Finanzminister galt. Krosigk. um vor Vertretern der Wirtschaft über Der Minister wies auf die Erfolge in der ArSteuerreiorm noch nicht gegeben ikt, werde zu einer allmählichen Abtraguns bezeser= Seie die, Wirt. sten geschritten, um von vieser Seite die WirtUeber die Form der Bezablung des zusätzlichen Arbeitsbeschaffungsp führte der Minister aus, die Summe stung in Form von Steuergutscheinen und Arbeitswechseln betrage etwa vier Milliarden. Eine Rückzahlung des Betrages, der sich noch um zwei Milliarden aus früheren Fehlbeträgen auf sechs Milliarden erhöht, ist in fünf Jahren ohne weiteres möglich. Es ist keine leichtsinnige litik, sondern es ist die einzig mögliche Pr litik überhaupt. Denn genau so, wie wir in guten Zeiten Konjunkturpolitik treiben, indem wir Reserven sammeln für schlechte Zeiten, genau so müssen wir in schlechten Zeiten vorgreisen auf zu erwartende bessere Jahre. In der Frage der Zinssenkung vom Standpunkt der Wirtschaftsbelebung nicht so sehr darauf an, daß die alten Zinssätze heruntergedrückt werden, sondern die entscheidende Frage ist: bekomme ich einen neuen Kredit zu einem anständigen Zinssatz? Eines der schwersten Probleme, die haupt haben, ist infolge der Devisenknappheit der Rückgang der Ausfuhr. Auf den Gedanken der Devalvation könnten wir nur dann kommen. wenn wir der Ueberzeugung wären, daß durch die Devalvation die Ausfuhr wirklich in einem nennenswerten Maße verstärkt werden könnte. Solange diese Frage nicht mit einem unbedingten Ja beantwortet werden könne, ist das Risiko zu groß. (Lebhafter Beifall.) Zum Schluß betonte Graf Schwerin von Krosigk. daß ein Gegensatz zwischen dem Staat und der Wirtschaft nicht mehr bestehe. Wir brauchen auf der einen Seite einen starken Staat und auf der anderen Seite eine von allen Hemmungen befreite verantwortungsvolle, aber von Initiative Wirtschaft. Auch der Unternehmer soll zu Ehren tommen, als ein Mann, der auf Recht“ Stellung zum Ersetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. Bei der Erörterung des Führergedankens hebt er hervor, daß sich der Führer nicht im Kommandieren und Befehlen zeige, sondern daß Führer sein vorleben und beispielgeben heiße. Das Ziel hinsichtlich der Tarifordnungen werde sein müssen, zu möglichst großen Tarifeinheiten zu kommen, d. h. sowie wie irgend möglich die Mindestbedingungen durch Reichsrahmentarife der Vorbela= sei genügender Spielraum zu lassen. Es werde hinterlassen habe, sei die endliche Fertzgsgel!: und Arbeits= Aufgabe der RSBO und der Deutschen Arbeits= lungdes glungsbat it sein müssen, durch Zusammenfassung der hiller an Saarbrücken meiner Fürsorge gewiß...!“ Reichskanzler Adolf Hitler hat an den Oberbürgermeister Dr. Neikes in Saarbrücken folgendes Telegramm gerichtet: „Die mir durch die Stadt Saarbrücken am Tage der nationalen Arbeit zuteil gewordene Ehrung hat mich hoch erfreut. Ich nehme das Ehrenbürgerrecht der Stadt, die sich auch in schwersten Zeiten von keiner anderen an deutscher Treue übertreffen ließ, mit aufrichtigem Dank an. Das schaffende Volk an der Saar kann vom Tage der Wiedervereinigung ab meiner Fürsorg gewiß sein!“ Eine Million für das Deutsche Museum stellt das Reich zur Verfügung Im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung des Deutschen Museums in München fand Montag vormittag im festlich geschmückten Ehi saal die Festsitzung des Ausschusses statt. Der Vorsitzende des Vorstandes, Generaldirektor Dr. Köttgen, bedauerte, daß der Reichskanzler Adolf Hitler, leider nicht habe erscheinen können. Die Anwesenheit so zahlreicher Vertreter der Reichsregierung und der Staatsregierung gebe der heutigen Jahresversammlung eine besondere Bedeutung. Dann gab der Redner in großen Strichen ein Bild vom Deutschen Museum, wie es Oskar von Miller hinterlassen habe. In dieser Erscheinungsform werde Museum von allen Völkern als einzig dastehenk anerkannt. Bis jetzt haben über 10 Millionen Menschen das Museum besucht.„ Sodann sprach Ministerialrat Donneveert als Vertreter der Reichsregierung. Er habe den Auftrag, dem Museum und seinem Vorstand zu dieser Tagung Dank und die Wünsche der neichsregierung auszusprechen. Das Werk Oskar von Millers sei heute noch nicht vollendet. Nach der Willen seines Schöpfers und nach seiner Auf, gaben= und Zielsetzung werde und foue, es auch niemals vollendet sein. Eine Amnestie in Oesterreich Aber nur für Schutzbündler Das österreichische Justizministerium hat an die Präsidenten der beiden Straflandesgerichte einen Erlaß gerichtet, der Anordnungen für die Begnadigungsakten gegenüber den in Untersuchungshaft befindlichen Teilnehmern an der Februarrevolte enthält. Danach sollen alle Schutzbündler, die sich während des Aufstandes auf Grund der Aufforderung des Bundeskanzlers freiwillig ergeben hatten, begnadigt werden. Ferner sollen auch diejenigen Schutzbündler, die sich in umkämpften Gemeindehöfen versammelten, aber an den Kämpfen nicht teilnahmen und später von den Regierungstruppen gefangen genommen wurden, nicht mehr unter Anklage gestellt werden. Man rechnet damit, daß die Begnadigungsaktion auf etwa 400 von den 1600 noch in Untersuchungshaft befindlichen Schutzbündlern ausgedehnt werden wird. Auf die in Haft befindlichen Nationalsozialisten wird die Begnadigungsaktion nicht ausgedehnt. Aufgabe der NSBO und der Deutschen Arbfron sein massen, durch gusammensätfung der verschiedenen, an der Gestaltung der Lohn= und Arbeitsbedingungen beteiligten beratenden Organe eine reibungslose Auflockerung bes alten Tarifsystems und eine Ueberführung in die neuen Verhältnisse sicherzustellen, ohne daß Erschütterungen der Wirtschaft auf der einen oder der Lebenshaltung des arbeitenden Menschen auf der anderen Seite einträten. Wenn hier und da die Feststellung versucht würde, daß Mängel des Gelungdes Sammlungsbaue### stand des Museums habe sich an die Reichsregierung mit der Bitte um Unterstützung für dieses Werk gewandt. Die Reichsministerien des Innern und der Finanzen hätten im Sinne des Willens des Führers sich entschlossen, für die Weiterführung dieses Baues erstmalig den Betrag von einer Million Reichsmark zur Verfügung zu stellen.(Lebhafter Beifall.) Möge die des Baues uns alle zusammenführen zu hohen und festlichen Stunden voll neuer Zuversicht in Hnter neue Terseraner F 9..4... Feuersbrunst fast völlig eingeäschert worder Bernästele Wohnstatten Brandkatastrophe in Pommern Montag mittag brach, wie aus Stettin berichoird in Karls! ng gageugerr--k. Kur einige Verwaltungsgebaude konnten gerettet werden. Insgesamt sind 200 Wohnhau :: Mohan Pr!“ V: g#—„auser mit Nedengebauden in Ueber 2000 Personen sind obdachlos. konnte erst nach 24stündiger Dauer endgültig gelöscht werden. Das Feuer konnte nur deshalb einen so großen Umfang annehmen, well die meisten Häuser aus Holz gebaut waren und so das Feuer mit größter Schnellgikeir um sich greifen konnte. freite. erfüllte Wieder wieder zu Ehren kommen als ei eigenes Risiko etwas unternimmt. Möglichst große Tarifeinheiten Ziel für die neuen Lohn= und Arbeitsbedingungen Der Abteilungsleiter im Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront, Franz Mende, nimmt, wie das B93=Büro meldet, in der Kampfzeitschrift der jungen Juristen im BRSDI„Jugend und Montag mittag brach, wie aus Stetttz, tet wied, in Karlshof bei Gollnow auf dem Gehöft der Besitzerin Schmidt ein Feuer aus, sich infolge des starken Windes auf einen großen Teil des Dorfes ausdehnte. Der Sturm teng. die Flammen vom westlichen Ausgang des von Haus zu Haus. Die meisten Gebäude sind rotsebest 6e snd 17 Granbtice mit 57 9. 848 m Gebänden ein Raub der Flammen geworden.] In der etwa 30 Kilometer von Rosenwreg entdu gesantesleinnieh le verbrannt sernt ltgnden schechstoererscgung Eus den Schennen und Stadtrggtr,„ptz Kizu, Reonee brach— Auggsurrt.. nichtsgerettet werden. Ebenso ist viel mve Unvorsichtigkeit— ein Feuer aus, das mir rusenbiliar mitverbrannt. Die Besitzer haben das Rot60 Häuser und 100 Scheunen dürftigste auf die Straße geschafft. Das Arbeitslager Gollnow wurde zur Hilfeleistung mit herangezogen. Es handelt sich um die schwerste Brandkatastrophe, die den Kreis Raugard Menschengedenken heimgesucht hat. 2000 Personen obdachlos Das polnische Städtchen Wlodzimkreean an der sowjetrussischen Grenze ist von einer Meldepfniast zur Taurar nnnmtts Ein Saar-Aufruf der Reichsregierung Saargebiet gewohnt haben und vor dem 11. JaDie Reicheregierung erlätt folgenden Aufenf:„ug. 1915 geboren sind, ergeht die Auforderung, Der Zeitpunkt, an dem die Saarbevölkerung nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages im Wege der Volksabstimmung über ihr künftiges Schicksal entscheiden soll, rückt heran. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest; fällig ist die Volksabstimmung vom 10. Januar 1935 ab. Abstimmungsberechtigt ist ohne Unterschied des Geschlechts, wer am Tage der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, d. h. am 28. Juni 1919. im Saargebiet gewohnt hat und am Absimmungstag wenigstens 20 Jahre alt ist. An alle im Reich, außerhalb des Saargebiets. wohnhaften Personen, die am 28. Juni 1919 im nuar 1915 geboren sind, ergeht die Aufforderung, sich in der Zeit von Donnerstag, 3. Mai, bis Sonnabend, 12. Mai, bei ihrer Gemeindebehörde (Einwohnermeldeamt), in den Städten auf den Polizeirevieren ihres jetzigen Wohnsitzes zu melden. Das gilt auch für Personen, die sich schon früher als Saarabstimmungsberechtigte gemeldet haben. Personalausweise und, soweit möglich, Nachweise über den Wohnsitz am 28. Juni 1919 (An= und Abmeldebescheinigungen, Beschäftigungszeugnisse usw.) sind mitzubringen. Wo und zu welchen Tageszeiten die Meldungen entgegengenommen werden, wird durch jede Geneiobe erhtrellig bofenbers beieunigegeben. eonea brach— wahrscheinten. AuS Andersichligte.— ein herrr##b, vas mit rasender Geschwinoigkeit um sich griff. Etwa s Häuser und hundert Scheun den eingeäschert. Das Feuer sprang auf den in der Nähe des Dorfes gelegenen Wald über, der in einem Umkreis von zweieinhalb Kilometer vernichtet wurde. 25 Gehöfte eingeäschert Im Dorfe Kostotzo in Mittelserbien brach ein Brand aus, der in kurzer Zeit 25 große Wohnhäuser mit allen Nebengebäuden einäscherte. Das Feuer wurde durch spielende der verursacht. Der starke Wind und die begünstigten die Ausbreitung des Brandes, durch den eine Anzahl reicher Bauern an den Bettelstab gebracht wurde. Korkfabrik ausgebrannt Eine halbe Million Dollar Schaden In Lindhurst(New Jersey) vernichtete ein Großfeuer einen Teil der Fabrikanlagen der New United Kork Company. Die riesigen Lagervorräte, umfassend 25 Korkstapel von je 8 Meter Höhe sowie eine benauoarte Maschinen; fabrik wurden gleichfalls icht gelö konnte noch nicht lachtbe zerstört. löscht werden. Der Brand Die Feuernicht gelöscht werden. Die Feu wehren aus 13 verschiedenen Ortschaften veruchen, eine weitere Ausdehnung der Flammen rhindern. Zwei Feuerwehrleute und versuchen, eine weitere Ausdehnung der zu herhine...l. Zwei Feuerwehrleute wundet worden. Der Schaven wird auf eine halbe Million Dollar geschätzt. deutsches Können, Heutseche,„Pölepsogz. v. neuen Glaubens an die deutsche Zukunft, zu zen Stunden des Deutschen Museums und des deutschen Vaterlandes. Das sei der Wunsch der Reichsregierung.(Starker Beifall.) Der Vorsitzende des Vorstandsrates, Generaldirektor Dr. Köttgen sprach der Reichsregierung und der bayerischen Regierung den Dank des Museums für die Unterstützung aus. Deutsche Fotte zu Uebungen ausgelaufen Am Montagmorgen liefen zunächst die Einheiten des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkräfte, Konteradmiral Kolbe, die drei Kreuzer „Königsberg",„Köln" und„Leipzig“ aus dem Kieler Hafen aus. Gleichzeitig legten von der Blücherbrücke die vier Torpedoboothalbflottillen ab. Die Linienschiffe folgten um 12 Uhr. Gegen örtliche„Ergänzungen“ der Wettbewerbsbestimmungen Der Ministerialrat Gottschick vom Preußischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit äußert sich, wie das V9Z.-Büro meldet, zu einigen in der Werbepraxis ausgetragenen Versuchen noch über das Reichsrecht hinaus schärfere mungen durch Ortsrecht einzuführen. Die nadie Reichsregierung sich Aie ind Scselane ie Slscläliche ie Secl. wesens beschränkte, eine grundlegende Reform des Wettbewerbsrechtes aber bisher nicht gornahm, sei doch schon Erfolg in Stadt unv Land, zu verzeichnen. Die Erziehungsarbeit werde besonders gefördert durch die dankenswerten Leitsätze des Werberates der deutschen Wirtschaft. In zahlreichen örtlichen Instanzen glaube man aber, dem Gesetzgeber nachhelfen zu sollen. Man tue das selbstverständlich in zegsezmeiggnnützigen Wunsch zu helfen und zu bessern. Ein solche Vorgehen könne aber nicht zu wünschenswerten Ergebnissen führen. Der Referent verweist auf die Unterschieblichteit der Meinungen in einzelnen Fragen, die sich in den verschiedenen Orten bemerkbar mache. An einzelnen Orten werde z. B. die Abhaltung von Weißen Wochen begünstigt, an anderen als überlebt abgelehnt usw. Ebenso unterschiedlich wie zahlreich finden sich auch örtliche Regelungen, die in Verscharfung der Reichsbestimmungen die noch möglichen Zugahen und Rabatte weiter einschränken oder gänzlich unterbinden wollten oder die das Betätigungsfeld von Warenhäusern, Einheitspreisgeschäften stärker einschränken wollen. Es sei eine irrtümliche Meinung anzunehmen, daß Ortsrecht Reichs recht bricht. Aus rechtlichen Gesichtspunkten sei lediglich nichts zu beanstanden, wenn die werbetreibenden eines Ortes oder Bezirres sich in freiwillige, unter keinerlei Druck oder Zwang zustandegekommene Vereinbarungen bestimmter Wettbewerbsregeln unterwerfen. Wenn in mar chen Orten z. B. die Zugaben auch der jetzt erlaubten geringwertigen Reklamemittel verboten würde, dann übersehe man, daß die Reichsregierung nicht zuletzt deshalb diese Ausnahmen vom Zugabeverbot beibehielt, weil viele Volksgenossen mit der Herstellung beschäftigt sind. „Mein Kampf“ als Erinnerung an Staatsarbeiter Der preußische Landwirtschaftsminister hat, wie das VdZ.=Büro meldet, angeordnet, daß bei der Bewilligung von Dienstprämien an Arbeiter in ihm unterstellten Verwaltungen und Betrieben das Buch des Führers:„Mein Kampf“ als besondere Erinnerungsgabe überreicht wird. Das Buch ist, mit einer entsprechenden Widmung versehen, am Tage des Dienstjubiläums vom Behördenvorstand in einer würdigen Form zu überreichen. Der Minister betont, daß sich auf diese Weise die Möglichkeit bietet, auch den minderbemittelten Volksgenossen Gelegenheit zu sich mit dem Gedankengut der nationalsozialistischen Weltanschauung und Staatsauffassung vertraut zu machen. Stabsches Röhm. der seit Sonnabend in Ingolstadt weilt, sprach am Sonntag vor der Inge städter SA. über den Geist der nationalsozialistichen Revolution. Nr. 107(weites Blatt) Oettendete Vrsen Dienstag, 8. Mai 1934 Goer Seee Schwerte(Ruhr), Dienstag den 8. Mai 1934 Tagesspruch Wie oft ist es mir vor die Seele getreten, daß von allen Wohltaten der erste mütterliche Unterricht die größte und bleibendste ist. Moltke. Vom Weiter Wetteraussichten für Dienstag: Bei Winden aus wechselnden, vorwiegend aber westlichen Richtungen noch immer stärker bewöltt und dabei nicht vollkommen niederschlagsfrei. Vielfach dunstig. Im Falle Zusammensinkens der Luftmassen heiter bis wolkig und warm. Voraussichtliche Weiterentwicklung: Auffrischende Südwestwinde. Wetterverschlechterung. Später auch Regen. Gesegnetes Alter. Ihren 76. Geburtstag feierte gestern Frau Ww. Wilh. Hess straße 6, im Kreise ihrer Familie bei voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit. Nachträglich der geschätzten alten Dame unseren herzlichen Glückwunsch. X Ein Zusammenstoß, der glücklicherweise noch glimpflich abgelaufen ist, ereignete sich gestern auf der Hörderstraße zwischen einem Lieferwagen und einem Radfahrer; dieser kam aus der Hörderstraße, verlor aus irgend einem Umstande die Herrschaft über sein Stahlroß und fuhr direkt auf den Wagen zu. Der Wagenführer konnte den Wagen im letzten Augenblick zwar noch herumreißen, doch wurde der Radler gestreift und zu Boden geschleudert. Glücklicherweise hat er bei dem Zusammenstoß nur eine ungefährliche Verletzung am Kopf davongetragen. Der Gottesdienst in der St. Viktorkirche muß des Umbaues wegen bis auf weiteres in die kleine Kirche verlegt werden. Am Himmelfahrtsfest ist also Gottesdienst nur in der kleinen Kirche, und zwar morgens 8 Uhr und 9,30 Uhr. 40 SA=Männer kamen aus dem Erholungsurlaub zurück. Aus der Adolf=Hitler=Spende waren vom Sturmbann III/329 40 SA=Män= ner von Schwerte für einige Wochen zur Erholung in die Gegend von Altena=Dahle und Berleburg geschickt worden. Auf dem Lande und in den Bergen fanden die SA=Kameraden, die unter der Erwerbslosigkiet in den letzten Jahren manches entbehrt haben, Stärkung und neuen Lebensmut. Ueberall hatten Volksgenossen Freiquartiere mit bester Verpflegung zur Verfügung gestellt. Schöne Wanderungen und Ausflüge zu sehenswerten Punkten werden noch lange in der Erinnerung wachbleiben, und überall, wohin die SA=Männer kamen, wurden neue Bande der Volksgemeinschaft geknüpft. Vaterländischer Frauenverein. Heute nachmittag 3,30 Uhr findet im„Schwerter Hof“ ein Arbeitsnachmittag statt. Frau Emmerich wird einen Vortrag über Bismarck halten. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder ist erwünscht. Gs4r=2 Lichtspieltheater. In den„Lichtspielen zur Reichskrone“ läuft ab heute der Tonfilm „Heute nacht gehts los“. Die Hauptroleinen Klavierspieler gibt. Die Handlung hat einen kriminellen Einschlag, ist aber heiter gestimmt. Von den darin vorkommenden Schlagern sei nur erwähnt„Der schönste auf Erden für mich" und„Eins, zwei, drei, vier — glücklich bin ich nur mit Dir“.— Als zweiter Film wird der Tonfilm„Das häßliche Mädchen“ aufgeführt. Es wird dargestellt von Dolly Haas, die ja in ihrer jungmädchenhaften Lichtheit immer wieder bezaubernd wirkt. Sie zeigt sich hier von der grotesken Seite. Neben ihr steht der verliebte Jüngling Max Hansen. Das häßliche Mädchen, das sich verschönt, wenn es für schön gehalten wird, ist ein reizender Filmvorwurf. Der Film enthält im übrigen einen anständigen Schuß Operette. - Die Kastanie ist wohl der schönste dekorativ wirkende Baum, wenn sie— wie jetzt auf dem Adolf=Hitler=Platz— in voller Blüte steht! Schon ein Kastanienblatt bietet einen erfreulichen Anblick, und die großen Blätter verdichten sich zu einer lückenlosen und abgerundeten Krone. Nun stehen die blühenden zart rosig oder gelb gefärbten„Leuchter“ kerzengerade auf den Zweigen, und jede einzelne Blüte davon ist wiederum ein reizendes Geschenk der Natur. Doch auch der Notdorn mit seinen Bukettchen im frischen Laube und die Akazie mit ihren abends so würzig duftenden Blütentrauben kommen noch vor der Rosenblüte zur Entfaltung und erfreuen sich in diesen und den nächsten Wochen jeden für solche Reize empfänglichen Menschen. Deutsches Jungvolk in der H3. Schwerte, 8. Mai. Samstag nachmittag ist der Bahnhof in Schwerte voll von Pimpfen, welche nach Iserlohn zur Gebietsführerbesichtigung fahren und immer noch rücken weitere Kolonnen an. Eine Stunde später dasselbe Bild im Stadion am Seilersee. Tausende der Jüngsten unserer Bewegung erwarten ihren Gebietsjungvolkführer. Endlich kommt das Kommando „Stillgestanden“, der Jungbannführer macht Meldung und der Gebietsjungvolkführer begrüßt seine Kameraden. Nach eingehender Besichtigung folgt am Iserlohner Rathaus ein Vorbeimarsch, bei dem unsere Schwerter Jungen„glänzten“, und weiter ging es durch die Stadt zum Bahnhof, von wo uns der Zug wieder nach Schwerte brachte. In Schwerte formierte man sich zum Zuge und marschierte zum Marktplatz, wo Stammführer H. W. Berensmann den Ig. noch einmal näher erläuterte, was der Gebietsführer in Iserlohn in großen Zügen erklärt hatte. Mit dem Liede der deutschen Jugend wurde der für alle unvergeßlich bleibende Tag beendet. Der Stammführer und seine Unterführer haben in Iserlohn den Dank für ihre selbstlose Arbeit erhalten! Das Schwerter Jungvolk steht! Der brauns kag der viandurte * Ma: Mi= berichteten horoite Masten wehten die Fahnen des Deitten Re ochwerte Schwerte, 7. Mai. Wir berichteren bereits gestern kurz über den ersten Aufmarsch der Standarte 329, der in allen Teilen einen so vorzüglichen Eindruck hinterließ, daß es angebracht erscheint, heute ein Gesamtbild zu entwerfen und auf Einzelheiten zurückzukommen. Die braunen Kameraden kamen aus Hohenlimburg, aus Ergste und Westhofen und Umgebung nach Schwerte, dem Standort der Standarte 329, mancher aus einem Häuserviertel oder einen kleinen Ortschaft in den Vorbergen des Sauerlandes, in denen vor noch gar nicht langer Zeit überhaupt kein SAMann wohnte oder sich sehen lassen konnte. Truppführer Aug. Haßler aus Schwerte wurde noch vor zwei Jahren am hellichten Tage auf der Straße von zwei Kommunisten überfallen und niedergeschlagen. An einem solchen Aufmarschtage wie dem vorgestrigen, wird der gewaltige Gegensatz von früher und heute besonders deutlich. Wie ein Traum kommt einem alles vor— und doch es sind Adolf Hitlers politische Soldaten, die da im Gleichschritt marschieren, es sind die leibhaftigen Ideenträger des Nationalsozialismus! An solchen braunen Tagen denken wir mit besonderer Dankbarkeit an den Mann, der die Erneuerung unseres Volkes durch seinen Kampf bewirkte. Der Aufmarsch vollzog sich in Schwerte mit einer vorbildlichen Pünktlichkeit. Ein Beweis und eine Anerkennung zugleich für die gute organisatorische Vorarbeit. Um 6 Uhr früh weckte der Spielmannszug des Sturmbannes Ill in den Straßen unserer Stadt. Um 9 Uhr stand der ganze Sturmbann auf dem Wilhelmsplatz angetreten. Nach einer Besichtigung durch Sturmbannführer m. d. F. b. Sprengepiel ging es mit klingendem Spiel durch die Hagener Straße, OstenMasten Wehlen die Fühnen des Britten Reiches. Nach der Ostenstraße zu war eine Ehrentribüne aufgebaut und eine LautsprecherAnlage(Ingenieur Heinz) angelegt. Feldgolerdienst os“. Die Hauptrol=s dem Spiel durch die Hagener Straße, OstenKinovorführer spielt und Paul Kemp, der! Festplatz hergerichtet war. Von 6 hohe Generalversammlung und Bauvereins Schwerte Der Schwerter Spar= und Bauverein hielt am Montag abend im Gasthof„Zum neuen Rathaus“ seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aussichtsrates, Dir. Wolf eröffnete die Versammlung und gab die Tagesordnung bekannt. Zu Punkt 1. derselben: Verlesung des Geschäftsberichts, Entlastung des Vorstandes und Verteilung des Reingewinns, hatte Dipl.=Ing. Pötzsch das Wort. Aus dem Geschäftsbericht 1933 ging hervor, daß sich auch im Schwerter Spar= und Bauverein durch die veränderte politische Lage erskenliche Ansätze zu einer bemerkenswerten Besserung gezeigt haben. Ein Teil der Mitglieder habe auch von den von der Reichsregierung zür Verfügung gestellten Zuschüssen für Instandsetzungsarbeiten Gebrauch gemacht. Auch habe sich die Baugenossenschaft an der Arbeitspende und dem Winterhilfswerk mit namhafken Beträgen beteiligt. Der Eingang der Besrage auf die Geschäftsanteile war leider recht etzsam und es wurde gebeten, doch hierin etwas mehr Pünktlichkeit zu wahren. Zur winnverteilung konnte der Geschäftsführer den Betrag von 2215,29 RM. herausstellen, der folgendermaßen verteilt werden wird: gesetzliche Reserve 221,50, Dividende 5 Proz. 551,45, Hilfsreservefonds 1442,34 Reichsmark. Die Mitgliederzahl beträgt 71 gegen 72 im Vorjahre. Die Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates wurde ohne Widerspruch erteilt. Zu Punkt 2. der Tagesordnung: Wahl zum Aufsichtsrat, schied durch Los Dir. Röber aus, wurde aber bei der Neuwahl wieder in den Aufsichtsrat hineingewählt. Umzug ausgeschiedenen Stadtbaurat Weber hatte die Stadtverwaltung noch keinen neuen Vorschlag gemacht. Dieser Posten blieb demzufolge offen. Unter„Verschiedenes“ wurde über den Bau eines Zweifamilien=(Doppel=) Hauses gesprochen. Der Geschäftsführer bat die Mitglieder, daß sich Interessenten für diesen Bau bzw. diese Wohnungen baldmöglichst bei ihm melden sollen.—„ 6 542 Das Schlußwort sprach der Vorsitzenve des. Aussichtsrates, Dir. Wolf. Er sprach den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes für ihre Arbeit im vergangenen Geschäftsjahre den Dank der Genossen aus und schloß die diesjährige Generalversammlung. Um 10.10 Uhr begann hier als würdiger Auftakt des Tages der Feldgottesdienst. Die Feierstunde begann mit dem Choral„Großer Gott wir loben Dich“. Pastor Hagemann hielt die Predigt, der er als Text das Wort aus Röm. 1, V. 16, zugrunde legte: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, das da selig macht alle, die daran glauben.“ Sein Gedankengang war im wesentlichen folgender: Evangelium ist frohe Botschaft. Und frohe Botschaft will ich Euch, meine Kameraden heute morgen bringen. Da eure Herzen feierlich bewegt sind in der langen, unsauslöslichen Kette der Gliedschaft und Kameradschaft des braunen Kleides, das der Führer euch gab, da eure Augen freudig schauen auf die Fahnen des neuen Reiches, die ihr stets in den Händen haltet, da ihr euch dankbar grüßen laßt von der strahlenden Frühlingssonne, die das weite deutsche Land, unser Heimatland, zum Erwachen und blühen gebracht hat, sollen sich eure Herzen rüsten zu einer großen Bereitschaft. Was ich euch zu bringen habe, ist Kunde von dem gnädigen Gott, ist Zeugnis von weltumfassender Erlösung. Wir alle haben es erfahren, was es heißt, wenn Ketten fallen, wenn Dunkel sich lichtet, wenn Fragen verstummen dürfen und uns Antwort wird. Wir haben Felsenwände der Not, die auf uns lastete, gesprengt, wir haben die Nebelschleier einer lähmenden Verzweiflung zerrissen, wir haben die Fragen der Politik, der Wirtschaft, der Erziehung angepackt. Es geht einen Raunen durch die Welt, denn der feste Gleichschritt von Millionen zieht über die Straßen, aus denen roter Terror gebrochen und elender Krämergeist in die Flucht geschlagen wurden. Wir haben heimgefunden zur deutschen Nation und wissen wieder, was es heißt, im deutsche Volk geboren zu sein. Der Freiheitsmorgen über der deutschen Erde darf nicht wieder untergehen. So gilt es, die große Stunde, in der wir stehen, zu deuten, von der Fülle, die in ihr ruht, uns beschenken zu lassen. Denn Gott ist am Werk! Nichts geschieht ohne seinen Willen. Er ist durch die Geschichte unseres Volkes hindurchgegangen, und seine Spuren verwehten nicht im Sand. Sein Tun ist lauter Segen, sein Gang ist lauter Licht. In seiner Liebe, in seinem Licht aber erkennen wir unsere Schuld. Wir Staubgeborenen wissen, daß wir der Ewigkeit bedürfen, wir der Sünde und dem Tod Verhafteten wissen, daß nur Gott selbst uns frei machen kann von allem Irren und Verführerischen. Es wäre die größte Torheit, in die wir versinken könnten, dies nicht einzugestehen. Gott aber steht mitten unter uns und kündet uns sein Evangelium. Und dies Evangelium lautet: Im Kreuz ist Kraft. Der Heliand, dem einst in großer Zeit deutsche Mannen Gefolgschaft gehalten, soll auch unser Herzog sein! Das ist der Mann, der einst alle sehnenden Herzen zu sich zog, die nach Wahrheit und Recht verlangten, das ist der kühne Held, der aller selbstgerechten Frömmigkeit die Fehde ansagte, aber die Suchenden und Fragenden zu sich zog. Es soll der Tag der Freiheit, der für unser Volk angebrochen ist, der Tag der Freiheit werden, in die Christus uns ruft! Der ist auf Golgatha gestorben, weil er die dämonischen Mächte haßte, die in unserer Seele rasen, der hat sich in den Opfertod begeben, um das Himmelstor aufzustoßen, das nur einer konnte, der stärker war als der Tod und sein Gefolge, Ichsucht und Habgier. Das ist die frohe Botschaft, die ich für Euch alle habe: Den Glauben an Jesus Christus, und nur hier ist die Freiheit, die wir ersehnen. Wir werden frei vom Ich, für Gott, damit frei für den anderen, frei für unser Volk. Ein Volk unter dem Evangelium ist ein freies Volk, es fürchtet niemand und nichts auf der Welt, auch nicht die Pforten der Hölle! Denn: Im Kreuz ist Kraft!„Das Evangelium ist eine Kraft Gottes!“ Gerade das deutsche Volk hat die Sprengkraft, die im Evangelium liegt, öfters erfahren. Und da wir wiederum an einer Zeitenwende stehen, soll sich das Evangelium aufs Neue bewähren als das Dynamit Gottes. M Kameraden! Ihr habt das Dritte Reich Euch erkämpft, Ihr habt in langen harten Jahren den Gegner niedergezwungen, der den Weg zur Freiheit Euch versperrte. Ihr habt Euch auch schützend um die Gotteshäuser gestellt. Ihr seid die Garanten für die innere Geschlossenheit unseres Volkes, Ihr müßt peinlichst darüber wachen, daß die müham errungene Einheit nicht gefährdet wird. Euer Kampf ist noch nicht zu Ende. So nehmt das Evangelium hinein in Euren Kampf und vergeßt bei allem nicht, daß das Evangelium sia, schon oft als Kraft erwies, als revolutionäre Kraft Gottes mitten in der Revolution unseres Volkes. Da wird der Sozialismus, den wir erstreben, erst ganz in die Tat umgesetzt. Denn das Evangelium erlöst erst völlig jeden Einzelnen aus Ichsucht und Eigennutz. Es läßt uns vom Opfertod Jesu und damit von einer grenzenlosen Liebe Gottes leben. Für die Betonung eines Standes und eines Berufes ist kein Raum mehr, denn nun stehen wir alle als Glieder eines Volkes vor dem Gott, der uns alle erlöst. Das Evangelium als Gotteskraft, wie das hineinfährt in alles Dunkle und Trübe! Wie das die Ehen heiligt, wie das die Alten und Jungen in Liebe und Vertrauen vor Gott zusammenbindet! Wir können ja nicht anders, wir rücken in die Front, stark im Glauben an den Heiland Jesus Christus, und kämpfen im lichten Heere unseres Volkes. Amen! Nach den Worten des Geistlichen wurde der Choral aus dem großen Zapfenstreich„Ich bete an die Macht der Liebe“ gemeinsam gesungen. Es folgte ein„Vater unser“ und zum Schluß die letzte Strophe des Niederländischen Im geschlossenen Zuge marschierte der Sturmbann III/329 bis zum Adolf=Hitlexplatz. Die einzelnen Stürme rückten in ihre Quartiere zur kurzen Mittagsrast. Der Musikzug der Standarte 329 gab unter der Leitung des Musikzugführers Norbert Köppikus zwischen 11 und 12 Uhr auf dem Adolf=Hitlerplatz und vor dem„Schwerter Hof“. Um 13,30 Uhr stand die Standarte mit der Spitze bei der Metzgerei Bucker an der ner Straße angetreten. Standartenführer Haak gab das Kommando zum Abmarsch und in imponierendem Zuge, voran der Musikzug 10 der Standarte mit dem Spielmannszuge, ging es durch die fahnengeschmückte Kötterbachstraße und Mühlenstraße zum Sportplatz von Tus 06, wo die ganze Standarte ausmarschierte.(Die Aufmarschleitung war darauf bedacht, daß den ganzen Tag über Straßen berührt wurden, die sonst etwas stiefmütterlich behandelt worden waren). Der Aufmarsch Die Kommandoflagge der Standarte, die von 1924 stammende Sturmfahne 1/329 und vier noch umhüllte Fahnen nahmen auf der Tribüne Aufstellung. Ueber die Potthoffschen Wiesen kam Brigadeführer Escher mit seinem Stabe angeritten. Standartenführer Haak gab das Kommando: SA Stillgestanden! Augen rechts! Der Standartenführer konnte dem Führer der Brigade 166 rund 3000 Mann melden. In einem kurzen an die SA gerichteten Wort wies der Standartenführer darauf hin, daß dieser erste Aufmarsch der Standarte 329 nicht nur für die A und ihre Anhänger, sondern auch für die noch außerhalb der Bewegung stehenden Volksgenossen veranstaltet werde. Die Bevölkerung werde heute ein rechtes Bild von der imponierenden Stärke der SA bekommen, sodaß alle Zweifel verschwinden würden. Dieser Tag solle allen Volksgenossen neuen Mut geben. Sodann sprach Brigadeführer Escher zur SA. Zusammengefaßt führte er u. a. aus: Kameraden! Der heutige Tag wird ein Markstein sein in der Geschichte eurer Standarte. Die Nebel sind in unserem Vaterlande verflogen, der rot Spuk ist vorbei. Noch vor zwei Jahren lebten wir in einer unerträglichen Zeit. Arbeitslosigkeit herrschte und Klassenkampf. Das Vaterland war daran, in sich zu verbluten. Die SA wurde als reaktionär und arbeiterfeindlich bezeichnet. Ihr Kampf ging aber um die Volksgemeinschaft, um die soziale Gerechtigkeit. Die SA vertrat den Grundsatz, nicht Angehörige einer Klasse, sondern einer Nation zu sein. Auch im weiteren Kampf um die Erneuerung unseres Volkes müssen wir vorn stehen. Durch die Kraft der Idee haben wir den Parteihaß überwunden. In unseren Reihen ist kein Raum für Zwietracht und Bruderkampf. In unseren Adern rollt deutsches Blut. Der Nationalsozialismus hat in Millionen deutscher Herzen wieder die Vaterlandsliebe geweckt, er hat in das Volk wieder den Brudergedanken hineingesenkt. Wir haben den unerschütterlichen Glauben an das Vaterland und aus diesem Glauben erwachsen alle guten Kräfte, mit denen wir zum Ziele hinstreben, gleichgeachtet zu stehen in der großen Völkerfamilie. Wir sind stolz darauf, daß wir soviel leiden mußten. Nicht umsonst sind die zwei Millionen des Weltkrieges gefallen, nicht umsonst die vielen braunen Kameraden! Das Volk aus der Not herauszureißen, ist unsere Aufgabe. Die Fahnen sind unser Sinnbild. Sie sind das Zeichen der Treue. Mehr denn je brauchen wir den Geist der unwandelbaren Treue. Die Ziele liegen noch in der Zukunft. Unser Volk will wieder zur Sonne. Unsere Ideee, die Fahne ist stärker als der Tod. SA Stillgestanden! Der Musikzug spielte den Choral„Wir treten zum Beten". Brigadeführer Escher: Nun entrollt die Fahnen, das Sinnbild wahrer Treue. Das Zeichen der Eintracht und der unbefleckten Ehre. Wir grüßen die vier Fahnen mit dem Gelübde der Treue. Im Namen des ewigen Schicksalslenkers da oben, weihe ich euch. Ihr seid das Zeichen deutschen Heldentums, das Zeichen der Treue zu Volk und Vaterland. Mögen diese Wahrzeichen ewigen Soldatentums uns immer näher bringen dem Ziele. Das Band der Kameradschaft soll uns sest um schließen und soll uns weder nach Klasse noch Konsession trennen. Mag der einzelne fallen, wenn die Fahne nur steht. Gott segne euer Streben und gebe euch die Kraft, das Gute zu vollbringen. Wir müssen uns als Kämpfer zeigen, bis das Erbe der Toten vollendet ist. Getränkt mit dem Blute der gefallenen Kameraden tragen wir die Fahne voraus. Deutschland, Deutschland, du meine Heimat. Der Musikzug spielte sodann das Deutschland= und das HorstWessellied. Anschließend nahm Brigadeführer Escher die Besichtigung vor. Mit manchem Kameraden wechselte er ein kurzes Wort. Die Standarte hinterließ den besten Eindruck. Dann ging es in langem Zuge durch die Potthossschen Wiesen auf die Schützenstraße. Hier stauten sich schon die Zuschauermassen. Eine Abordnung der Hitlerjugend mit einer HI.=Fahne schwenkte in den Zug ein. An der Spitze der Brigadestab zu Pferde, dann der Standartenstab mit Standartenführer Haak. Hinter diesem folgen die Fahnen, der Standarte 329, ferner Angehörige der Sportschule Müsen, sodann der Ehrensturm 21/329 August Haßler. Es folgten dann die drei Sturmbanne, der Nachrichtensturm, der Marinesturm, die Motor=SA und der Reitersturm. Hohenlimburg stellte den 2. Musikzug. Um sich einen Begriff von der Länge des Zuges zu machen, sei erwähnt, daß er von der Wirtschaft Potthoff, die Schützenstraße entlang, durch die Hermannstraße und Ostbergerstraße bis zur Lessingstraße, d. h. bis zum Realgymnasium reichte. Von der Lessingstraße marschierten die braunen Kolonnen durch die Wittekindstraße, GrafAdolf=Straße, über den Hindenburgplatz an der Hitlereiche vorbei, durch die Schlageterstraße, über den von unzähligen Menschen umsäumten Königsplatz, durch die Hörderstraße zum evangelischen Friedhof. Voran der Ehrensturm„August Haßler“ zogen die Stürme zum Grabe des braunen Freiheitskämpfers. Hier fand um 4 Uhr die Weihe des Gedenksteins für August Haßler statt. Außer den Angehörigen des gefallenen Kameraden hatte sich die politische Leitung der Ortsgruppe der NSDAP. am Grabe eingefunden. Standartenführer Haak sprach an dieser schlichten Gedenkstätte die ehrenden Gedächtnisworte. Er entwarf ein Lebensbild des Kameraden August Haßler und wies darauf hin, daß sich der Tag jähre, an dem August Haßler an den von seinen politischen Gegnern beigebrachten Wunden starb. Sodann führte Standartenführer Haak aus: SA=Kameraden! Die SA. ehrt in August Haßler einen der ältesten Kämpfer der Bewegung, der rücksichtslos im Kampfe um Deutschland sein Leben in die Schanze schlug. Die SA. ehrt den Kämpfer dadurch, daß sie ihm diesen Gedenkstein setzt. Jeder soll hier stille Einkehr halten und sich aufrichten an seiner Treue, an seiner Einsatzbereitschaft. Mehr denn je sind die Eigenschaften, die August Haßler verkörperte, notwendig. Das deutsche Volk hat durch seine gewaltige Abstimmung am 12. November 1933 bewiesen, daß es bereit ist, sein letztes einzusetzen für seine nationale Ehre. Man hat uns waffenlos gemacht, man wollte uns auch ehrlos machen. Aber wir wollen den Kanonen und Handgranaten unserer Gegner geistige Waffen entgegensetzen. Wir müssen; die Angriffe durch unsere innere Haltung, die der Führer mit seiner Erklärung, daß er nichts anerkennen würde, was er seinem Volke gegenüber nicht verantworten könne, gezeigt hat und die ihm die Hochachtung seiner Verhandlungsgegner abnötigte. Zur inneren Haltung fügen wir unsere völkische Geschlossenheit. Haltung und Geschlossenheit, verbunden mit einer anständigen nationalen Gesinnung, die alles überbrückt, die alle trennenden Wände, die Stand, Klasse und Konfession aufgerichtet haben, beseitigt, das sind drei Waffen, gegen die unsere Gegner vergeblich anrennen werden, und das ist die geistige Widersetzlichkeit, die für uns fast zu einer neuen Lebensaufgabe geworden ist und die wir auch in Zukunft zeigen werden, wenn an uns Zumutungen herangetragen werden, auf die wir nicht eingehen können. Und das alles mit dem Ziel der Erreichung einer deutschen Volksgemeinschaft. Vom Grabe August Haßlers soll ausgehen ein Strom der Opferfreudigkeit und des Vertrauens in die Zukunft im weiteren Kampfe für ein starkes und ehrenhaftes Vaterland, das Deutschland heißt. SA. Stillgestanden! Erhebt die Hand zum Gruß! Ich weihe diesen Stein der Ehre für August Haßler. Wir alle sind geboren aus deutscher Erde und unsere deutsche Heimat hat uns mitgegeben Ehre, Freiheit und nationale Größe. Geschlechter werden vergehen, aber wir werden fortleben in der Jugend, deren Streben immer sein wird, dentsche Ehre und Freiheit und deutsche Größe. Wir grüßen dich August Haßler. Senkt die Fahnen! Während sich die Sturmfahnen senkten, wurde die 3. Strophe des Liedes vom guten Kameraden„Will Dir die Hand noch reichen“, unter Musikbegleitung gemeinsam gesungen. Und aller Hände erhoben sich gleichsam wie zum Rütlischwur. Vier große wundervolle Fliederkränze wurden auf den Gedenkstein gelegt. Dann nahm Bürgermeister Dr. Gutt mann den Stein in die Obhut der Stadt. Die Standarte trat nach dieser Gedenkstunde auf der Hörder Straße zum Propagandamarsch an. Die SA., überall freudig begrüßt, berührte folgende von Flaggenschmuck prangende Straßen: Hohenzollernstraße, Bahnhofstraße, Sedanstraße, Beckestraße, Wilhelmstraße, Mährstraße, Hüsingstraße, Ostenstraße, Kampstraße, Nordwall, Neumarkt und Verbandsstraße. Vom Königsplatz aus setzte der imponierende Vorbeimarsch ein, den Brigadeführer Escher zu Pferde vor dem neuen Rathause abnahm. Neben ihm sah man die Standartenführer aus dem Bereich der Brigade 166. Die Straßen waren durch Polizei und SA. abgeriegelt. Ungeheuer stauten sich vor dem Rathaus die Zuschauermassen. Der Vorbeimarsch klappte vorzüglich. Man merkte es den SA=Männern aller Formationen an, daß sie mit dem Herzen waren. Die Herzen der Bevölkerung schlugen den Marschierenden entgegen. Wie könnte es auch anders sein! Es geht doch um Deutschland!„ cke. Tageblatt für die Aemler Westhofen und Ergste Holzen, 8. Mai. Felddiebstahl. Kaum sind auf den Feldern die ersten Pflanzen aufgegangen und schon wird der erste Diebstahl gemeldet. Von einem Felde unweit der früheren Holzener Ziegelei wurden einige hundert junge Kohlpflanzen gestohlen. Polizei und Gendarmerie sind den Dieben bereits auf der Spur und warnen vor Ankauf. Um die in früheren Jahren vorgekommenen häufigen Feldund Gartendiebstähle nicht wieder einreißen zu lassen, soll von Anfang an mit schärfsten Strafen vorgegangen werden. Geisecke, 8. Mai. Erst= und Wiederimpfungen. Am 16. Mai, nachmittags um 5.30 Uhr, finden im Schulgebäude die diesjährigen Impfungen der Erst= und Wiederimpflinge statt. Die Nachschau ist am 23. Mai zu derselben Zeit. Villigst, 8. Mai. Gemeiner Mensch. Am Sonntag mittag zeigte sich auf der Kreisstraße unter dem Ohl ein Mann einem erwachsenen Mädchen gegenüber in gemeinster Weise. Leider gelang es dem erst später benachrichtigten Gendarmeriebeamten nicht mehr, den Burschen zu ermitteln. Der Mann wird wie folgt beschrieben 35—40 Jahre schlanke Figur, volles dunkles etwas welliges Kopfhaar, kleiner dunkler Schnurrbart, bekleidet mit abgetragenem Anzug ohne Kopfbedeckung; führte ein Fahrrad mit. Wer Angaben über den Täter machen kann, wolle die Gendarmeriestation benachrichtigen. Kalthof, 8. Mai. Silberhochzeit. Die Eheleute Kettenschmied Karl Grüne gen. Reckert und Emma Lisette Schneider konnten gestern das Fest der silbernen Hochzeit feiern.— Wir gratulieren! Kalthof, 8. Mai. Auszeichnung für alte Kämpfer. Die folgenden Parteimitglieder, welche die Mitgliedsnummer unter 50000 haben, haben das Frontbannabzeichen verliehen bekommen: Ortsgruppenleiter Wilhelm Menze, Sturmhauptführer Otto Nockemann, Obertruppführer F. Ebbing und Sturmgeldverwalter Fritz Menze. Drüpplingsen, 8. Mai. Goldene Hochzeit. Das Fest der goldenen Hochzeit konnten gestern die Eheleute Invalide Heinrich Jansen und Mina Mark gt. Köppern, von hier feiern.— Herzlichen Glückwunsch! — jede Bohne Qualität Shne Sritr Märsch Ein Roman aus den Kampfjahren 1929 bis 1932 von Heinz Friedrich Kamecke. 18. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Klaus bereute seine Absage an Rabenstein nicht, obwohl seine Lage sich von Woche zu Woche verschlechterte. Ich will meine Gesinnung nicht verkaufen, dachte er. Ob er einmal versuchen sollte, einen Kampfartikel im„Wächter“ unterzubringen. Anfang Februar setzte er sich an den Schreibtisch und machte über den Betrieb beim Arbeitsamt seine Glossen. „Ausgediente Arbeitspferde“, so lautete die Schlagzeile. Der Artikel erschien in großer Aufmachung schon in der nächsten Ausgabe des „Wächters. Stüwen bekam das Honorar sofort ausgezahlt, und mehr, als er iach den Erfahrungen mit dem„Anzeiger“ und anderen Blättern erwarten konnte. Wieder schöpfte Klaus neue Hoffnung. Sein im November gefaßter Plan, ein eigenes Organ herauszugeben, nahm neue Gestalt an. Zweierlei war noch ungewiß: In welcher Stadt sollte er sein Arbeitslager aufschlagen und woher sollte er das Geld nehmen, um wenigstens den Druck der ersten Nummer sicherzustellen? Am 15. Februar erhielt Klaus ein Telegramm mit Rückantwort:„Ich bin soweit. Die„Dunkelkammer' ist eingerichtet. Wollen Sie oder wollen Sie nicht? Nabenstein.“ Klaus telegraphierte zurück:„Ich will, aber ohne„Kater'. Deutschland erwache. Stüwen.“ Froh darüber, Katzur eine Abfuhr erteilt zu haben, suchte er am gleichen Abend die Schenkwirtschaft„Kalte Ente“, die am alten Stadttor lag, zu einem kühlen Trunk auf. Stüwen hatte das Bedürfnis, unter Menschen zu sein. Im Gastzimmer saßen noch einige ältere Herren am Stammtisch. In der Turmstube dagegen war die Jugend stärker vertreten. Klaus fand mehrere Bekannte, die ihn mit Hallo begrüßten: Ein Chorsänger vom Stadttheater, zwei Damen vom Ballett, ein junger Kapellmeister, ein Kunstmaler aus der Richtung der neuen Sachlichkeit, ein Redaktionsvolontär von der„Abendpost", eine Vorführdame, eine Direktrice und die Sekretärin eines Rechtsanwalts. Klaus nahm in diesem bunten Kreise Platz. Er saß neben der Sekretärin, die Anke hieß und die er seit zwei Jahren kannte. Ihn überraschte wieder das schön geschnittene Gesicht mit den großen, dunkelblauen Augen, dem kleinen aber ahnungsvollen Mund und dem goldbraunen Haar, das sie halblang trug. Anke machte einen sehr vergnügten Eindruck und zeigte sich Klaus gegenüber, den sie seit dem Sommer, wo sie sich des öfteren im großen Schwimmbad und auf der Sportwiese begegnet waren, nicht mehr gesehen hatte. Anke wandte sich an Klaus, sie deutete mit der Hand nach der Ecke, wo das elektrische Klavier stand und sagte lachenden Mundes: „Drüben sitzt mein neuer Schwarm. Kennen Sie ihn?“ Klaus beugte sich vor. Dort saß ein Neger, den er beim Eintreten in der Turmstube nicht bemerkt hatte. „Der Schwarze?“ fragte er belustigt. „Ja, der Schokoladenmann aus Afrika, ohne Kragen, ohne Weste.“ Stüwen sah sofort, daß der Neger, der offenbar trunken war, das blonde Mädchen dauernd fixierte. Eine Dame vom Ballett, von der übermütigen Gesellschaft angestachelt, trat plötzlich in den Kreis und tanzte nach der Schlagermelodie„Eine Stunde mit dir, Rosamunde“, einen Tango. Die Runde kargte nicht mit dem Beifall. Da redete Anke den Neger auf englisch an. Der Schwarze zeigte seine blitzenden Zähne, richtete sich auf und führte, einen Niggersong lallend und die langen Schöße seines grauen Gehrocks hochhebend, einen wilden Tanz auf. Als er, von der Runde angefeuert, im tollsten Taumel war, rief der Vertreter der neuen Sachlichkeit:„Anke, tanze du mit dem schwarzen Mann!“ „Ja, tanze du mit dem Tommy!“ Anke erhob sich sofort und eilte dem trunkenen Neger entgegen. Da sprang Stüwen, flammenden Zorn in den Augen, dazwischen und hielt das Mädchen zurück. „Schämen Sie sich nicht, Anke?“ flüsterte er. „Ach“, rief sie mit bösem Blick,„ist der schwarze Mann kein Mann?“ „Ich möchte dieses Schauspiel nicht erleben.“ Klaus schob mit einer heftigen Armbewegung den Neger zur Seite, der, trunken wie er war, sogleich gegen das Klavier taumelte. Inzwischen war der Kunstmaler aufgestanden:„Sie haben mich um ein Erlebnis gebracht, Herr Stüwen. Das blonde Gift und der schwarze Mann— welche herrlichen Kontrafte!" „Ich kenne auch zwei Gegensätze, die Sie einmal im Bilde festhalten können: Deutsch und undeutsch!" „Das überlasse ich den teutschen Recken in der Malerei.“ „Mit Ihnen müßte sich einmal der„Wächter' befassen“, rief Stüwen bebend. „Ach, wollen Sie mich in das Revolverblatt bringen—2 Indirekte Reklame für mich. Tun Sie, was sie nicht lassen können...“ Der junge Kapellmeister und der Chorsänger stellten sich auf Stüwens Seite. Ande versuchte den Streit zu schlichten. Sie habe sich nichts dabei gedacht. Der Neger, dem jetzt die Müdigkeit und der Rausch zu überwältigen schienen, schlief in seinem Sessel ein. Anke rief ihm aus Trotz noch ein letztes„good night“ zu und flüsterte dann Stüwen ins Ohr:„Eigentlich hat mir Zorn gefallen. Ich habe Sie sonst immer nur freundlich gesehen. Aber als Ihre Augen blitzten, und als Ihr Gesicht rot überflammt war, das gefiel mir.— Wir wollen beide Stüwen ließ sich die Ueberraschung nicht anmerken, sondern sagte in erzwungener Kühle:„Wie Sie wollen, Anke.“ Es gab einige eifersüchtige Blicke, als Klaus und Anke sich wie auf Verabredung erhoben und sich ohne alle Umstände verabschiedeten. „Wohin wollen wir gehen?“ fragte Klaus. „Dahin, wo es schön ist“, gab sie lachend zur Antwort. „Und wo ist es schön?“ fragte Klaus. „Wo man tanzen kann“, sagte sie, ihren Arm in den seinen schiebend. „Meinen Sie die„Viktoria=Diele'?“ fragte „Da ist zu viel Betrieb— und auch zu teuer“, meinte sie. Auf Umwegen gingen sie dann ine kleine Diele, wo der Wein auch glasweise aus„Aber Sie sind heute mein Gast, bemerite Kind. Aber ich habe gestern ein fürstliches Honorar bekommen.“ „Von der„Abendpost“?“ „Rein, vom Wächter“. gpgge ftagt „Von Dr. Hagedorn? Im sie erstaunt.„Sind Sie auch unter die Kommunalpolitiker gegangen? Nun begreif# auch Ihre Zurechtweisung von vorhin. Sie vertreten den Nassestandpunkt.“ Fortsetzung folgt. Jeao Oestssstac 50jähriges Arbeitsjubiläum Bielefeld. Der Preußische Minister für Wirtschaft und Arbeit hat dem hiesigen Schlosser Eduard Mühlenweg anläßlich seines 50jährigen Arbeitsjubiläums bei den Dürkopp=Werken seine besten Glückwünsche und Anerkennung für die ununterbrochen fünf Jahrzehnte hindurch an derselben Stelle in treuer Pflichterfüllung geleisteten Dienste ausgesprochen. Staatssekretär Feder über Wirtschaftsführung im neuen Reich J. Urbenslasb!9 Wn. Sih ue K. S. V. Eau Westaten Eur und notwendige Aufgabe. Unsere Bielefeld. Auf der großen Kundgebung der Pirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe in der Rudolf=Oetker=Halle sprach am Sonntag Staatssekretär Gottfried Feder über „Wirtschaftsführung im neuen Reich.“ Allen, die in den Revolutionstagen nach neuen Zielen geschaut haben, so führte der Redner aus, erscheint es wie ein unbegreifliches Wunder, daß es gelungen ist, Deutschland noch einmal aus Verzweiflung und Elend zu reißen und endlich den Traum Deutschlands wahrzumachen, die Einheit und Einigkeit aller Stämme und Klassen herbeizuführen. Hitlers Werk wird in Jahrtausenden noch in der Geschichte Deutschlands leuchten. Heute ist niemand mehr in Deutschland, der nicht willig anerkennen wird, daß unter diesem Regime autoritären Staates schon Ungeheures geleistet werden ist, sowohl staatspolitisch wie auf dem Gebiet der Wirtschaft. Auf dem Gebiet der Wirtschaft steht nach der Machtergreifung die allergrößte Aufgabe noch bevor. Es hat sich gezeigt, daß der Glaube, Wirtschaft sei Schicksal, Aberglaube ist. Nicht Wirtschaft, sondern Politik ist das Schicksal der Wirtschaft. Wenn man diese Erkenntnis auswerten will für die Neuordnung der Wirtschaft, so liegt es nahe, nach dem Ordnungsprinzip zu forschen und zu fragen ob nicht auch für die Wirtschaft das Postulat des Führertums aufgerichtet werden muß. Die Kapazität der Industrie ist früher so gesteigert worden, daß sie nicht ausgenutzt werden konnte. Die heutigen Bemühungen können nur darauf gerichtet sein, ein vernünftiges Verhältnis zwischen Leihzins und Ertrag herzustellen. Der nationalsozialistische Staat will aus der Arbeit auch Ertrag haben. Die Stabilisierung des Führertums im Reich muß auch in der Wirtschaft Platz greifen. Der nationalsozialistische Staat ist jederzeit bereit, der Wirtschaft ein außerordentliches Maß von Selbstverwaltung zu gestatten, wenn die Wirtschaft umgekehrt bereit ist, alles, was sie tut, unter der Behördendevise: Gemeinnutz geht vor Eigennutz zu stellen. Die Ordnung der deutschen Wirtschaft bedarf noch gesetzlicher Maßnahmen. Zunächst ist das Gesetz der Ordnung der nationalen Arheit geschaffen, das die ethische, sittliche Seite des Wirtschaftsprinzips vertiefen soll. Notwendig ist die Durchführung des deutschen Siedlungswerks, das eine gewaltige, umfassende Staatsaufgabe ist. Damit verbunden ist die Aufgabe der Reichsplanung und der Industrieverlagerung. Ein Reichshaugesetz muß geschaffen werden. Das Gesetz fü Ordnung der nationalen Wirtschaft muß das organische Fundament für die Wirtschaftsführung sein. Nur so wird Deutschland wieder groß und stark gemacht werden können. Hagen. Der Gau Westfalen=Süd der NS.= Volkswohlfahrt berief alle seine Mitarbeiter zu einer Arbeitstagung nach Hagen ein, um sie über die Aufgaben zu unterrichten, welche für das Hilfswerk„Mutter und Kind“ von der RSV. zu erfüllen sind. Bei der Eröffnung dieser Tagung machte Gauamtsleiter Pg. Hütwohl grundlegende Ausführungen.„Wir haben mit voller Absicht das neue Hilfswerk ganz vorsichtig entwickelt und ausgebaut, so daß der Sommer vergehen wird, ohne daß das Hilfswerk, das für Jahre Jahrzehnte berechnet ist, seine volle Auswirkung erreicht hat. Was zunächst getan werden muß, ist zunächst die Herbeiführung einer Klärung über alle grundsätzlichen Fragen. Ein Hilfswerk läßt sich nicht aufbauen, ohne daß eine sichere Grundlage für die Organisation und die Finanzierung gegeben ist. Diese Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Noch Wochen und Monate werden vergehen, bis überall restlose Klarheit besteht. Das Hilfswerk„Mutter und Kind“ muß einen sicheren Boden haben, wenn sich nicht schon im Laufe dieses Sommers starke Fehlerquellen zeigen oder sich Mißstände entwickeln sollen; im anderen Falle wird alle unsere wertvolle Arbeit zum Untergange verurteilt sein. In Unkenntnis der wahren Sachlage glaubt man, daß die RSV. einen großen Teil der Aufgaben der öffentlichen Fürsorge zu übernehmen habe. Das kann nicht Ziel unserer Aufgabe sein. Es geht zunächst darum, daß die neuen Gedanken, die wir im Hilfswerk„Mutter und Kind“ zu verwirklichen uns bestreben, sich auch in der kommunalen Fürsorge durchsetzen und daß mit dieser ideenmäßig und in der gemeinschaftlichen Arbeit ein Gleichklang herbeigeführt wird. Darauf haben wir uns in eigenen Arbeit einzustellen. Es muß die Gefahr beseitigt werden, daß die neue Organisation in einem Uebermaß von Organisation äußerer Dinge und in einem Schematismus erstickt, die wir bisher bei der Durchführung ähnlicher Aufgaben im alten Staate beanstandet haben. Grundsätzliche Voraussetzung muß sein, daß unsere Arbeit für das Hilfswerk getragen wird von jenem freiwilligen Willen und von dem ungeheuren Verantwortungsgefühl, welche die nationalsozialistische Bewegung so stark beherrschen. Wichtig und wesentlich ist, daß wir versuchen, eine wahre Volksgemeinschaft zu bilden, die alle Klassen und Stände umfaßt. Gerade in der RSV. muß dieser Geist besonders ausgebildet sein, weil es ja unsere Aufgabe ist, den Menschen näher zu kommen, die für die Volksgemeinschaft wertvoll sind. Eine falsche Meinung ist es, nur Puorchrngterielle Hilfe helfen zu können. Die seelische Betreuung allein ist in der Lage, Menschen weiter umzugestalten, daß sie mit unserer Unterstützung wieder in die Lage kommen, sich selbst zu helfen. Diese seelischen Kräfte immer wieder zu erzeugen und zu entwickeln, ist eine schwierige und notwenvige Aufgabe. Unsere Kraftquelle wird vor allem unsere einheitliche Weltanschauung sein. Besonderen Wert lege ich darauf, daß unsere Arbeit gerade von der Jugend unterstützt wird und daß wir im Laufe der nächsten Jahre die Jugend sich aktiv in unfere Arbeit einspannt. Die Aufgabe der RSV. ist in der Tat die Erziehung der Menschen zu einer Stellungnahme zum Problem Kind. Die NSP. soll nach einem Wort des Führers„das soziale Gewissen der Bewegung“ sein. Die RSV. betreut den rassisch gesunden Menschen auf dem Gebiete der Volkswohlfahrt, der Staat schafft die materiellen Voraussetzungen dafür; auch bei der Jugend muß das geschehen. Die Erziehungsmomente liegen nicht so sehr in der Schule als vielmehr bei der Mutter. Die Mütter= und Frauenerholung wird eine seelische Erholung sein müssen. Daß diese seelische Erholung gespeist sein muß aus den Grundsätzen der nationalsozialistischen Bewegung und nicht aus den Kräften einer anderen Weltanschauung, ist nicht zu Wir erheben daher den Anspruch, in allen Angelegenheiten der Müttererholung führend zu sein. Ebenso ist es mit der Kinderlandverschickung. Bei der Müttererholung müssen die Gemeinden Hilfsstellung leisten. Aehnlich liegen die Dinge auf dem Gebiete der intensiven Beratung. Wir sehen nicht einen Hilfsbedürftigen als speziellen Fall, sondern seine Familie, die auch in ihrer ihrem Bestand gesichert werden muß. Die tungsstellen werden aufgebaut im Sinne des Hilfswerkes„Mutter und Kind“, im Sinne der Familie, insbesondere der kinderreichen; doch werden wir uns auf eine Hilfe beschränken, die die Menschen umfaßt, die dem neuen Staate wertvoll Die Ausführungen des Gauamtsleiters wurden mit freudiger Zustimmung begrüßt. Im Ratskeller und im Saalbau wurden noch Sondertagungen der RSV.=Aerzte und der Kommunal= ärzte abgehalten bezw. der Kreisamtsleiter, Fürsorgerinnen und Wohlfahrtsdezernenten. Zu einer Schlußtagung versammelten sich im Kuppelsaale der Stadthalle die Kreis= und Ortsgruppenamtsleiter mit ihren Mitarbeitern. Hier unterstrich und bekräftigte Regierungspräsident Matthaei(Münster) die grundlegenden Ausführungen Hütwohls durch Beispiele aus der praktischen NSV.=Arbeit und forderte alle Mithelfer insbesondere auf, engste Verbindung nach unten, mit den bedürftigen Volksgenossen herzustellen und zu erhalten. Auch er warnte vor einer übersteigerten Organisation. Viel wichtiger sei die praktische Betätigung im Geiste der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Der Führer wolle einen ganzen Menschen, der eintrete für sein Programm. Jeder müsse zuerst versuchen, Nationalsozialist zu werden, damit er dem Führer helfen könne, denn allein könne er es nicht schaffen. blindlings verschiedene Schüsse auf die in seiner Nähe befindlichen Personen ab. Der 30jährige Viehhändler Heinrich Busse und der 28jährige Landwirt Heinrich Marwede brachen blutüberströmt zusammen. Während sich die Augenzeugen um die Verletzten bemühten, konnte der Täter unerkannt entkommen. Die beiden verletzten wurden in besinnungslosem Zustand dem Krankenhause zugeführt. Hier wurde bei Marwede ein Schulterschuß und bei Busse ein komplizierter Bauchschuß festgestellt. Busse befindet sich in Lebensgefahr. Noch in der gleichen Nacht gelang es der Polizei, den Täter festzunehmen. Er ist bei seinen Arbeitskameraden als Raufbold belannt und gefürchtet: Rückgang der Wohlfahrtserwerbslosen im Regierungsbezirk Arnsberg Arnsberg. Wie der Amtliche Regierungspressedienst mitteilt, hat der Monat,Vögrz, einen erheblichen Rückgang an ohlfahrts erwerbslosen gebracht. Am 28. Februar 19: wurden 89792 Wohlfahrtserwerbslose gezählt, während am 31. März 1934 nur noch 81 085 vorhanden waren. Der Rückgang an Wohlfahrtserwerbslosen beträgt demnach im Monat März 8707 oder rund 9,7 Prozent. Legt man die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen nach dem Stande vom 31. Dezember 1933 zugrunde, so ergibt sich eine Abnahme von(116 116 auf 81 085) 35 031 oder rund 30,2 Prozent für das abgelaufene Vierteljahr. Gegenüber dem Monat März des Jahres 1933 ist die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen sogar von 158555 auf 81·085 um 77470 oder rund 48,8 Prozent zurückgegangen. Müicher Astan eier Sselleger eiheische eliesheice i e öfteren—und noch zuletzt in seiner Rede am 1. Mai— darauf hingewiesen, daß es zunächst vornehmste Pflicht und Aufgabe der Wirtschaft und sämtlicher Stellen des Staates und der Organisationen der RSDAP sein muß, diejenigen Volksgenossen wieder in Arbeit zu bringen, die jahrelang in bedürftigsten Verhältnissen gelebt haben und der Arbeitslosigkeit preisgegeben waren. Wenn dieses Ziel, nämlich die Beseitigung der Arbeitslosigkeit im großen und ganzen erreicht ist, wird sich zwangsläufig eine Lohnerhöhung anschließen. Heil Hitler!(gez.) Walter Laogel, M. d. R., Bezirksleiter gegg. Arbeitsfront, Landesobmann der RSBO. Münster. Bei den Segelflugwettbewerben in den Borkenbergen ereignete sich ein tödlicher Absturz. Der 27jährige Segelflieger Schmidt hatle sich durch ein Motorflugzeug bis auf 1000 Meter Höhe schleppen lassen, worauf er ausklinkte. In etwa 400 Meter Höhe verlor Schmidt anscheinend die Gewalt über sein Flugzeug und stürzte ab, wobei er tödliche Verletzungen erlitt. Die Wettbewerbe wurden nach diesem Zwischenfall sofort abgebrochen. Treuhänder der Arbeit und Deutsche Arbeitsfront Münster. Das Presseamt der Deutschen Arbeitsfront, Bezirk Westfalen, teilt mit: Es ist in letzter Zeit verschiedentlich vorgekommen, daß Briefe und Eingaben statt an den Treuhänder der Arbeit, an den Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Walter Nagel, M. d. R., gerichtet wurden. Im Interesse einer schnellen Abwicklung und um Verwechflungen zu vermeiden, machen wir darauf aufmerksam, daß: 1. händer der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen Pg. Hahn, Essen, Hermann=Göring=Tzp, 25 2. Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Westfalen Pg. Walter Nagel, M. d. R., Landesobmann der RSBO, ist. Alle Eingaben, deren Bearbeitung nach dem Gesetz zum Schutze der nationalen Arbeit zum Aufgabengebiet des Treuhanders gehören, sind also an diesen zu richten. Gegen unverantwortliche Gerüchtemacherei Münster. In den letzten Tagen mehren sich die Meldungen, daß unter der Arbeiterschaft offenbar von staatsfeindlicher Seite Gerüchte verbreitet werden, wonach mit Wirkung ab Mai dieses Jahres eine zehnprozentige Lohnerhöhung zu erwarten sei. Ich mache darauf aufmerksam, daß diese unrichtigen Behauptungen jeder GrundVestgenareh““ und warne gleichzeitig vor der inererbreitung derartiger Gerüchte, die in Wiedersehensfeier der Bückeburger Jäger Bückeburg. In einer Vorstandssitzung der Vereinigung ehemaliger Bückeburger Jäger wurde beschlossen, in der Zeit vom 13. bis 14. Oktober dieses Jahres hier eine Wiedersehensfeier aller alten Bückeburger Jäger und der aus dem ehemaligen Jägerbataillon Nr. 7 hervorgegangenen Kriegsformationen zu veranstalten. Nervenschock durch Blitzschlag Opherdicke. Ueber den Haarstrang ging ein schweres Gewitter nieder, das von einem wohten: bruchartigen Regen begleitet war. Als der Blitz in die Weide eines Bauern schlug, wurde ein in dem hart an der Weide liegenden Stall beschäftigte Landhelfer mit einer furchtbaren Seite geschleudert und blieb besinnungslos liegen. Er mußte sofort ins Unnger Krankenhaus, gebracht werden, wo der Arzt einen Nervenschock feststellte. Am folgenden Morgen nach der Einlieferung hatte der Junge das Bewußtsein noch nicht wiedererhalten. mezr verbreitung derartiger Gerüchte. inverantwortlicher Weise Hoffnungen unter der ardeiterschaft hervorrufen, deren Nichterfüllung eine allgemeine Enttäuschung zur Folge hat. Derertigen irreführenden Gerüchten ist kein Glaube in schenken. Ich weise im übrigen darauf hin, daß ich in Zukunft mit allen mir zu Gebote steZwei schwere Verkehrsunfälle Ahlen. An der Tankstelle an der Weststraße ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Als der Reisende Klemens W. hinter seinem Wagen stand, setzte plötzlich ein anderer Wagen, der getankt hatte, zurück. W. wurde gegen seinen eigenen Wagen gedrückt und erlitt innere Verletzungen.— An der Ecke Ost= und Klosterstraße stieß die Ehefrau eines Schneidermeisters, die auf einem Fahrrade fuhr, mit einem Personenkraftwagen zusammen. Beim Sturz zog sie sich so erhebliche Verletzungen zu, daß sie ins Krankenhaus transportiert werden mußte. Vom Lastwagen angefahren Bermbrock. Auf der Provinzstraße nach Soest fuhr ein Lastkraftwagen einen aus Richtung Erwitte kommenden Motorradfahrer an. Der Fahrer wurde in den Graben geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Unter anderem soll er einen doppelten Beinbruch bekommen haben; er wurde ins Soester Krankenhaus gebracht. Zwei kinder verbrannt Haneln. In der Gemeinde Ellenstedt waren vierjährige Zwillingsbrüder in Abwesenheit der Eltern aus dem Hause gegangen, um draußen zu spielen. Ohne Wissen der Eltern hatten sie Streichhölzer mit sich genommen. Auf dem Felde begaben sie sich in einen Holzeinschlag, um dort mit den Streichhölzern zu spielen. Bei dem Spiel geriet der Holzeinschlag in Brand. Die beiden Kinder konnten sich nicht rechtzeitig nach draußen bringen und verbrannten elendig bei lebendigem Leibe. Als von Nachbarn der Brand bemerkt wurde und sie herbeieilten, war es längst zu spät. Man konnte nur noch die verkohlten kleinen Leichen unter den Brandtrümmern bergen.„ I I Opfer der Acbenl Hameln. Im Bremsschacht 4 des Obernkirchener Bergwerks unterhalb des Bückeberges ereignete sich ein schweres Unglück. Ein 22jähriger Bergarbeiter wurde von herabfallendem Gestein zu Boden geworfen und stürzte dabei gerade vor einen Schachtwagen. Er wurde von diesem überfahren und erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit starb. Schwere Bluktat eines Raufbolds Holzminden. In der letzten Nacht kam es auf der Dorfstraße in Leiferde zu einer schweren Bluttat. Im Verlauf einer nebensächlichen Auseinandersetzung zog ein Arbeiter aus Münster in Westfalen plötzlich einen Revolver und gab Zwei ködliche Unfälle im Grubenbetrieb der Zeche waltrop Waltrop. Auf der Schachtanlage 1/2 der Zeche Waltrop kam es zu einem schweren Unfall, dem der Bergmann Max Seidel aus der Dellbrügger Straße 17 zum Opfer fiel. Seidel geriet unter hereinbrechende Gesteinsmassen und war sofort tot. Der Verunglückte war jung verheiratet und hinterläßt Frau und ein Kind. Der zweite tödliche Unfall ereignete sich während der Morgenschicht unter Tage. Durch Ausrutschen eines Stempels kam der Bergmann Anton Peters, Ostring 20 wohnhaft, unter hereinbrechenoe Gesteinsmassen und wurde so schwer verletzt, daß er beim Transport zu Tage starb. Auch Peters hinterläßt Frau und ein Kind. Spanische Schatzschwindler erneut am Werk Bochum. Die spanischen Schatzschwindler machen sich erneut bemerkbar. In der letzten Zeit haben einige Geschäftsleiter und Handwerker von Bochum Briefe aus Spanien bekommen, in denen der Schatzschwindler mitteilt, daß er sich wegen Bankrotts in einem spanischen Gefängnis befindet. Er fordert die Adressaten auf, nach Spanien zu kommen und ihm bei der Zurückzahlung von 1 800000 Frc. behilflich zu sein. Das Geld soll sich in einem Koffer befinden, der angeblich auf einem französischen Bahnhof lagert. Der Adressat soll zuerst die Gerichtskosten bezahlen, um die mit Beschlag belegten Reisetaschen des Gefangenen, in denen sich die Schlüssel zu dem Koffer befinden, frei zu bekommen. Als Belohnung wird der dritte Teil der genannten Summe versprochen. Es handelt sich um internationale Betrüger, die unter verschiedenen Namen von Zeit zu Zeit auftreten. Raubüberfall Werne. Ein dreister Raubüberfall wurde auf der Straße nach Kappenberg in der Nähe des Kötters B. in Varnhövel vorgestern gegen 11 Uhr abends versucht. Der Fabrikarbeiter Erich W. aus Varnhövel kam mit seinem Fahrrad von der Arbeit auf der„Westfalia“=Hütte. Von dem Bäcker M. wurde er darauf aufmerksam gemacht, daß dort ein Auto mit abgeblendeten Lichtern auf der Straße stehe und ein Mann versucht hätte, ihn anzuhalten. W. fuhr, nur mit dem Hausschlüssel bewaffnet, mutig darauflos. An der bezeichneten Stelle wurde er dann von seinem Fahrrad heruntergerissen. Er setzte sich energisch zur Wehr, schlug den Räuber mit dem Hausschlüssel ins Gesicht, so daß er eine Verletzung erlitt. Aber trotzdem ließ der Wegelagerer nicht von ihm ab, sondern riß ihm fast die Kleider vom Leibe. Unter Zurücklassung des Fahrrades ergriff nun W. querfeldein die Flucht, um seine nur zweihundert Meter entfernt liegende elterliche Wohnung zu erreichen. Trotz der sofort aufgenommenen Verfolgung konnten die Räuber unerkannt entkommen. Der älteste Düppelstürmer gestorben Oberhausen. Im Evangelischen Krankenhaus zu Oberhausen starb am Samstag an den Folgen eines anscheinend harmlosen Sturzes der Rentner Wilhelm Klöckner im Alter von 95 Jahren. Klöckner war der älteste noch lebenge Düppelstürmer und dürfte auch der ältest.„ Mann gewesen sein. Anläßlich seines 95. Geburtstages war er der Gegenstand besonderer Ehrungen. Neueinstellungen bei Humboldt=Deutz Köln. Seit dem 21. März, dem Beginn der zweiten Arbeitsschlacht, hat die Humboldt=Deutz= Motoren A. G., Köln, wieder 590 Arbeitskräfte neu eingestellt, da sich der Auftragseingang günstig gestaltet hat. Die Gesamtbelegschaft des Unternehmens ist damit auf 2650 Arbeiter und Angestellte angewachsen. K URHEBGBARLCAZÄSCHAIZ DURCN VERLAG OSKAR MEISTEA WERDAD Alberts Augen hatten sich geschlossen. Der junge Körper bäumte sich unter den herannahenden Händen Zurückt. Wer sind Sier“... guf sens Der Alte ließ die Arme fallen, sein Kopf sanr auf die Brust. „Der Diener Ihres Vaters.“. Alberts Lippen zogen sich breit. Ein turzes, geuendes Lachen erschütterte die Luft. „Auch Sie haben mich belogen! Was wundert's mich, wenn dem eigenen Vater das Leben des Sohnes ein Spiel ist! Fort, fort, gehen Sie! Gehen Sie zu Albertino Puccardio, sagen Sie ihm, daß ich ihn jetzt noch viel, viel tiefer hasse als zuvor, da er mir ein Fremder Der alte Mann hatte seine Kraft wiedergefunden. „Sie tun Ihrem Vater unrecht! Kein Vater kann seinen Sohn mehr lieben, als Ihr Vater Sie liebt.“ Wieder verzog sich der Mund, es blieb aber nur eine Grimasse. Albert konnte nicht mehr lachen. „So, so. Dann sagen Sie Albertino Puccardio, er solle zu mir hereinkommen. Er hat meine Mutter getötet, vielleicht genügt schon sein Anblick, um nun auch noch den Sohn der Mutter zu töten. Ich bin müde, es ist ja wohl nicht mehr viel Leben in mir, ich will sterben. Puccardio kann kommen!“ Der alte Mann ging mit schlürfenden Schritten nach der Tür. Er hatte keine Kraft mehr, sich zu halten, hier zu bleiben. Der Kranke rief ihn noch einmal:„Sagen Sie Albertino Puccardio, daß er nun bald sorgenlos leben kann. Den Haß seines Sohnes bricht der Tod. Ich kann nicht mehr.“ Der Kopf des Kranken fiel wieder zurück. Regungslos und weiß lag er in den Kissen. Das erste Erkennen der Wahrheit seines Lebens beim Spielen des Liedes hatte Albert so schwer getroffen, daß nur dasselbe Lied den Lebenswillen wieder hatte wecken können. Die äußere Bejahung des eigenen Erkennens warf ihn noch einmal in ein kurzes, hohes Fieber zurück, aber mit dem Lebenswillen war auch der Haß neu geweckt worden, und der Haß war stärker als die Todesmüdigkeit. In der kommenden Nacht erwachte Albert Krause und betrachtete den Fremden an seinem Bett mit durchdringendem Blick. 86 bin au 8. Der Fremde neigte sich zu iym.„Ich oin Iyr arzt, Albert Krause.“ Aus den Zügen Alberts wich das Starre.„Gut. Ist sonst niemand mehr hier?" „Nein.“ „Werde ich sterben?, Ich war sehr müde, jetzt fühle ich wieder Kraft.“ Der Atem war so schwach, daß albert kaum sprechen konnte. Der Arzt faßte seine Hände.„Sprechen Sie nicht, Sie sind noch sehr matt, aber die Lebenskraft kommt wieder, Sie werden gesund werden.“ Albert schloß die Augen und schlief. Als er am nächsten Tag erwachte, sagte und fragte er nichts. Er sah den Arzt, die Schwester, nahm einen Schluck Wein, einen Löffel Haferschleim, schlief wieder, und in der Nacht bat er die Schwester:„Kann ich morgen früh den Arzt sprechen?“ Am Morgen fragte er:„Herr Doktor, darf ich um einen Besuch bitten?“ Der Arzt bejahte erfreut; denn er glaubte den Kranken auf dem Wege der Genesung. Der Bitte um einen Besuch war ein vollkommen klares Denken vorausgegangen. „Bitte, schreiben Sie an die Sängerin Fräulein Gerda Wohlbrücken in Wien, sie möchte zu mir kommen, wenn es ihr irgendwie möglich ist.“ Albert atmete tief. „Vielleicht kommt sie, wenn Sie es als Arzt schreiben.“ Der Blick des armen jungen Menschen ging in die Ferne. Der Arzt wußte, daß sein Denken in die Zukunft vorausglitt, an der er, der Arzt dieses Kranken, keinen Anteil mehr hatte. Das Telegramm des Arztes erreichte Gerda Wohlbrücken, als sie einem gebrochenen Mann gegenüber saß. Wohin sollte Albertino Puccardio gehen? Wo gab es in der einst so geliebten Welt einen Ruhepunkt für den Vater, der den Sohn nicht im Tode, sondern im Leben verloren hatte? Bei Gerda Wohlbrücken, der Frau, die um den Sohn wußte! So war Puccardio nach Wien geflohen. Die Frau hatte mit tränenumflorten Augen von dem alten, gebückten Diener Gottfried hin zu dem Herrn gesehen. „Oh, Albertino!“ Sie hatte den Mund in seine Hände gepreßt, und er hatte über sie hinweg geblickt, irgendwohin. „Lebt Albert?“ „Ja, Gerda, ja!“ „Ja, er lebt. Nicht für mich. Mein armes, armes Kind!“ Sie saßen stumm, regungslos. Gottfried kam mit schweren Schritten. Seine Stimme und seine Hände zitterten. „Eine Depesche aus Weimar für Fräulein Wohlbrücken.“„ 6t Gens Albertinos Lippen bevien.„Verva, verlaß du ihn nicht!“ Er stand auf und ging zur Tür. Gerda stammelte den Namen des Geliebten: Seine Augen lagen in unendlicher Trauer auf der einst so heiß geliebten Frau.. 66.# m „Ich gehe, ich bin alt. Mein Soyn finvel sich im Leven nicht zurecht. Doch sein Leben beginnt erst. Führe du ihn auf den rechten Weg. Nur du kannst es. In Gerdas Händen knisterte das Papier der Depesche. Sie preßte es gegen den Mund, konnte ihre Liebe nicht mehr verbergen.„Nicht so, Albertino, geh' nicht so von mir!" Albertino stand schon in der Tür. „Wohin?“ Gerda hielt sich fest. Ihre Stimme verDer große, schlanke Mann mit dem blauschwarzen Haar, durch das sich grauglänzende Strähnen spannten, zögerte einen letzten Augenblick. „Wohin? In die weite Welt. Du wirst den Weg zu mir nicht mehr finden. Gerda, ich liebe dich, und weil auch du mich liebst, geh' zu meinem Kind. Leb' wohl!“ Albertino Puccardio war gegangen. Sein Diener war ihm gefolgt. Gerda Wohlbrücken, die Frau, die alle Herzen ob ihrer Schönheit bezauberte, sah ihnen mit Augen nach, durch die die große entbehrende Liebe ihres Lebens Strahlen aussandte, die alles Leid einmal bannen mußten. Gerda Wohlbrücken stand vor Albert in der Tür des Krankenzimmers. Aber auch sie hatte im Bündnis mit Puccardio gehandelt, auch sie war ihm feind. Wie schön sie war! „Albert, lieber, armer Junge!“ Kein Mitleid, er wollte kein Mitleid. Aber die liebe, zärtliche Stimme—— Seine tiefliegenden, durch das lange Fieber noch dunkler glänzenden Augen blickten ihr verzweifelt entgegen. Sie achtete nicht auf die Schwester, die bescheiden zur Seite trat, sie sah nur das arme, abgezehrte Knabengesicht, sah die schmale Form des Kopfes, die hohe, gekantete, weiße Stirn und das blauschwarze Haar, ein Jugendbild des Mannes, den sie liebte, der sie in tiefster Qual verlassen hatte. Als sie sich in Berlin von Albert getrennt hatte, war ihr der scheue Knabe doch fremd gewesen. Die Briefe hatten ihn ihr vertraut gemacht. Sie hatte sich auch während der langen Zeit in die mütterlich=freundschaftliche Rolle nach und nach einleben können. Doch jetzt, in diesem Augenblick des Wiedersehens war das Fremde einfach nicht mehr da. Sie sah nur Puccardios Kind, ihr Kind, das sie nun für den Geliebten haben sollte. „Albert!“ Das Wiedersehen mit dem Geliebten, die schmerzliche Trennung, das lange Beherrschen während der Reise, das Finden des armen, kranken Jungen, das alles war zu viel für ihr weiches Frauenherz. Aufschluchzend kniete sie am Bette nieder und barg ihren Kopf in den Kissen, darin sie die Wärme des jungen Körpers umfing. Die Pflegeschwester war bestürzt an die Sängerin herangetreten, denn diese Begrüßung hatte sie nicht erwartet, diese Erregung durfte sie nicht erlauben. Sie wollte die Sängerin um mehr Zurückhaltung bitten und wandte sich an die Kniende. Albert sah die Bewegung der Pflegerin. Er legte beide Arme um den Kopf Gerda Wohlbrückens und sah die Schwester mit flehenden Blicken an. „Lassen Sie mir diese Stunde, Schwester. Ich rege mich nicht auf, sicher nicht, ich werde nicht wieder krank werden. Ach, bitte, bitte, Schwester, lassen Sie uns allein! Nur ein paar Minuten, Schwester, bitte, bitte!“ Die Schwester war kein weicher Mensch, aber das Flehen des armen Jungen trieb ihr die ersten Tränen während der Ausübung ihres schweren Amtes in die Augen. Sie ging still hinaus. Albert war an seiner Zukunft verzweifelt, aber mit Gerda Wohlbrücken wollte er sich auseinandersetzen. Sie sollte ihm noch helfen, nur bis er gesund war, und dann wollte er spielen, irgendwo in kleinen Kapellen, in Kaffeehäusern, in Kinos. Es war ja ganz egal. Man würde ihn schon annehmen; denn sein Spiel war nicht mehr unbedeutend. Und dann wollte er an Gerda Wohlbrücken zurückzahlen, alles, alles, und wenn die Schuld so groß wäre, daß er sein Leben lang an ihr zu tilgen hätte. Nun lag ihr Kopf in seinen Armen. Ihr Körper bebte unter der Qual ihrer Tränen. Sie duldete die Liebkosung seiner Hände und wurde ruhiger unter seinem Streicheln. Und nun weinte sie nicht mehr und hielt doch das Gesicht fest gegen sein Herz gedrückt, als wollte sie dem Pochen seines Blutes lauschen und sich an die Kraft dieses Lebens anschmiegen. Was war das nur? Albert fühlte sich nicht mehr krank, nicht mehr schwach. Er dachte gar nicht mehr an seine Kunst, die er nun aufseben mußte, weil sie der— Vater zerstört hatte. Er sachte nichts, gar nichts mehr. Die Stirn tat nicht mehr weh. Und das war doch der schreckliche Schmerz geesen,": dem Schlafe gemockt der ihn aus dem Schlafe geweill, der ihm keine zelassen hatte. lte und sah nur, daß sich ein Mensch in Not an sein Herz schmiegte, eine Frau, die gen liebe wese Ruhe Er armer Junge“,„ensch Nicht seine Mutter war es, doch der einzige„##### in der unendlich großen Welt, der an die Stelle der weutter treten konnte.„ Er hob Gerda Wohlbruckens scopf höher zu seinem Gesicht, daß er den Mund in das seidige Frauenhaar hineindrücken konnte und bat:„Nicht wieder weinen meinetwegen. Ich darf mich ja nicht aufregen!“ Gerda Wohlbrücken und Albert fühlten in der Minuten währenden Umarmung, daß sie nicht mehr einsam Die Krankenschwester öffnete leise die Tür und zog sie wieder zu. Hier brauchte sie keine Erregung mehr zu fürchten. Die beiden hielten sich umschlungen wie Mutter und Sohn nach jahrelanger, schwerer Trennung. Das Erscheinen eines fremden Menschen, wenn es auch nur einen Augenblick gedauert hatte, gab der Frau, die in ihrem Leben immer auf fremde Menschen eingestellt sein mußte, die Beherrschung zurück. Sie löste die sie umschlingenden Arme und richtete ihr Gesicht dem des bleichen Knaben entgegen. „Hab ich dich sehr aufgeregt, Albert? Darf ich mein Kind zu dir sagen? Ich hab' niemanden auf der Welt. bin ja genau so allein wie du. Mutter kannst du mich nicht nennen, das würde ich nie von dir erbitten, aber such dir einen Namen für mich, bei dem ich fühle, daß ich zu dir gehöre.“ Alberts Blicke senkten sich in die Augen der Frau, die an seinem Lager kniete und um seine Kindesliebe warb. War das Wahrheit, tiefste, schönste Wahrheit? Täuschung konnte sein Herz nicht wieder ertragen. Der Tod war zu nahe an ihm vorbeigegangen. Albert preßte den Kopf in das Kissen zurück, um eine größere und klarere Entfernung zu den Frauenaugen zu erzielen... 4uug 4 änse galteten f.4 Gerdas Lippen vevten, uno ihre Hande falteren sich bitte dich, stoß mich nicht zurück! Bleib du bei mir! Dein— Vater hat mich verlassen— um deinetwillen!"„#g 621„1 stt Ihre Augen schlossen sich, ihre Stirn fiel auf seine hulter. Ein Erschüttern ging von ihrem Körper in den seinen über. Zurückstoßen, diese Frau? Unmöglich! Aber jetzt konnte Albert sie auch nicht mehr halten, stützen, jetzt mußte er sich an die Hände klammern, die sich vor ihm falteten. „Sehen Sie mich an, Gerda Wohlbrücken! Sehen Sie denn nicht, wie ich lache? Meinetwegen?“ Alberts Gesicht hatte sich verzerrt. Gerda konnte diese Züge nicht ansehen. Sie nahm seinen Kopf und drückte ihn gegen ihr rasend klopfendes Herz. „Albert, hörst du nicht, wie mein Herz Hilfe braucht? Denkst du nur an dich? Haben diese letzten Minuten keine Verbindung von dir zu mir geschaffen? Soll ich ganz allein sein?“ „Sie sind eine gefeierte Künstlerin!“ „Albert, Albert, ich bin ein einsamer Mensch wie du!“ Sie erhob sich und trat an das Fenster. Dort stand sie mit leeren Augen, leeren, fremden Dingen zugewandt. „Dann geh’ zu Puccardio!“ Die große, schöne Frau zuckte zusammen, wandte sich um, sah seine entstellten Züge und ließ sich kraftlos auf den Stuhl zusammensinken, auf dem zuvor die Pflegerin gesessen hatte. Sie fand keine Tranen, keine Bitten mehr. In ihrer Brust war ein Gefühl, vor dem ihr graute. „Du hast mich du genannt, zum erstenmal du im Haß.“ Albert richtete sich auf und sah das Entsetzen der zusammengebrochenen Frau. „Nun kann sich jeder von uns dreien in einer anderen Ecke der Welt durchs Leben schleifen, dein Vater dort, du hier, ich da. Haß scheint stärker als die heiligste Liebe. Deine Mutter kann nicht versöhnend helfen. Das Märchen vom Engel der toten, liebenden Seele ist schön, aber in der Welt des menschlichen Hasses ein törichter Kinderglaube. Nun kann ich wohl gehen?“ Sie wollte aufstehen, aber Albert sprang aus dem Bett, warf sich vor Gerda nieder und barg seinen Kopf in ihrem Schoß. „Mutter Gerda!“ „Mein Kind!“ Gerda küßte das blauschwarze Haar, hob sein Gesicht zu dem ihrigen, seinen Mund zu dem ihrigen und küßte ihn in heiliger Scheu und Inbrunst. „Komm, Albert, du darfst dich nicht noch mehr erregen! Ich führe dich in dein Bett zurück. Du mußt gesund werden, bald, mein Kind, mein liebes, liebes Albert lächelte. Sein schmales, weißes Gesicht schien unendlich zart. 825e 4 „Der erste Schritt in meinem neuen Leven fuhrte mich zu dir, Mutter Gerda.“ Er lag wieder in seinen Kissen, als die Pflegerin bereinkam. „Es ist wohl genug für den ersten wesuch,“ meinte diese. (Fortsetzung folgt.) zapanischer Marinebesuch in Berlin ## Chef des zurzeit im Mittelmeer weilenden ischen Schulschiffgeschwaders, Vizeadmiral Matusita, traf Montag vormittag gegen 9 Uhr em Bahnhof Friedrichstraße zu einem offiBesuch in Berlin ein. In seiner Beglei: befanden sich die Kommandanten der Schulun Asama“ und„Jwate“ sowie mehrere Hherren seines Stabes. Zu seiner Begrüßung hat* sich der japanische Marineattachee in Berlin, do, der Erste Botschaftssekretär Sugisaida, s#wie zahlreiche Mitglieder der japanischen Kolonie eingefunden. Von deutscher Seite bemerkte man Kapitän Brückner von der Marineleitung des Reichswehrministeriums sowie Behncke und Dr. Hack als Vertreter der deutschsapanischen Gesellschaft. Die japanischen Gäste nahmen im Hotel Kaiserhof Wohnung. Mittags wurde Vizeadmiral Matusita von Reichspräsident von Hindenburg empfangen. Dienstag vormittag werden die japanischen Seeofiziere vom Reichskanzler Adgi, Sätgeremipiger gen. Es folgen Besuche beim Reichsaußenmiilster und beim Reichsluftfahrtminister, woran sich eine feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden anschließt. Nach einem Tee=Empfang treten die Gäste abends die Weiterreise nach LonIn einer Unterredung mit einem DRB=Vertreter äußerte sich Matusita sehr erfreut über den Besuch bei dem Herrn Reichspräsidenten. Die Unterhaltung berührte die deutsch=japanischen Beziehungen und insbesondere den Ausbau von Heer und Marine in Japan. Der Reichspräsident kam darauf zu sprechen, daß der erste Reorganisator des japanischen Heerwesens, der preußische General Meckel(noch vor der Jahrhundertwende), ein persönlicher Freund von ihm gewesen sei und daß er mit ihm später oft über die Einzelheiten der Reorganisation und die vorzüglichen moralischen und physischen Qualitäten der japanischen Soldaten und Seeleute gesprochen habe. Der Admiral sprach sich im Verlaufe des Interviews über die geistige und körperliche Frische und das gute Gedächtnis des Reichspräsidenten sowie über die Herzlichkeit des Empfanges bewundernd aus. Schulen schließen wegen Diphtheriegefahr Wegen Diphtheriegefahr wurden sämtliche Lehranstalten der Stadt Senftenberg geschlossen, nachdem bereits vor einigen Tagen einzelne Klassen den Unterricht eingestellt hatten. Weiterhin wurden in diesem Zusammenhange von der Polizeibehörde alle Versammlungen untersagt, um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Einstiger Minister vor Gericht Verhandlung gegen Reichsminister a. D. Hermes Das„vierfüßige“ Flugzeug abgestürzt Vor der 11. Strafkammer des Berliner Landgerichtes begann am Montag der Prozeß gegen den früheren Reichsminister Hermes, dem fortgesetzte Untreue in mehreren Fällen sowie Vergehen gegen das Genossenschaftsgesetz vorgeworfen wird.„„ Die Anklage erhebt gegen Hermes den Vorwurf, daß er aus Rationalisierungsmitteln im Betrage von etwa 3½ Millionen Reichsmark, die 1929 der Landwirtschaft von der Preußenkasse zugeteilt wurden, einen Betrag von etwa 1½ Millionen RM. nicht zum Zwecke der Nationalisierung der landwirtschaftlichen Genossenschaften, sondern im wesentlichen zur finanziellen Stärkung der wirtschaftspolitischen Ziele der deutschen christlichen Bauernvereine, deren Präsident Hermes damals war, verwendet hat. Der Angeklagte steht im 56. Lebensjahr. Von März 1933 bis Ende August des vorigen Jahres befand sich Hermes in Untersuchungshaft und wurde dann aus der Haft entlassen, da der Sachverhalt nach Auffassung des Gerichts genügend geklärt ist und eine Verdunkelungs= bzw. Fluchtgefahr nicht gegeben war. 1920 wurde er Reichsernährungsminister. Vom Jahre 1921 bis zum Sturz des Kabinetts Cuno war Hermes Reichsfinanzminister. Für die Zentrumspartei war er Landtagsabgeordneter und gehörte auch bis in die letzte Zeit der Zentrumsfraktion des Reichstages an. Als Präsident der deutschen christlichen Bauernvereine bezog Hermes ein Jahresgehalt von 18000 Mark. Als Präsident des Einheitsverbandes erhielt er außerdem 12000 Mark und weiter standen ihm noch 12000 Mark Pension als früherer Reichsminister zu. Aktenbeschlagnahme beim Angeklagten In der Verhandlung wurde die Lage der landwirtschaftlichen Genossenschaften im Jahre 1927 besprochen, zu deren Sanierung 75 Millionen bewilligt werden sollten. Dem Angeklagten Hermes wird nun vorgeworfen, daß er 1½ Milder Staatsanwaltschaft nicht schon in der Voruntersuchung vorgelegt worden sei, erklärte der Angeklagte, daß er sich seine persönlichen Akten aus den Geschäftsräumen der Vereinigung habe abholen lassen, und daß sich in diesem etwa 25 bis 30 Bände umfassenden Material eine Reihe von Briefen befunden habe, die ihm für seine Verteidigung von Bedeutung schienen. Als der Staatsanwalt darauf erklärte, daß ohnehin im Verfahren der Verdacht aufgetaucht sei, es sei bewußt Material dem Zugriff der Behörden entzogen worden, erwiderte der Angeklagte in großer Erregung:„Das Gegenteil ist richtig. Ich habe nie daran gedacht und nie meine Hand dazu geboten, Akten zu beseitigen. Die Voruntersuchung hat nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür ergeben.(Mit der Hand auf den Tisch schlagend:) Es ist unerhört, trotzdem diesen Vorwurf zu wiederholen!“— Der Vorsitzende ermahnt darauf den Angeklagten zur Mäßigung und erklärt, daß der Verdacht doch tatsächuich entstanden sei. Es würden auch in der Hauptverhandlung Zeugen zu diesem Punkte vernommen werden. In der Hauptverhandlung werde sich herausstellen, ob etwas Wahres an dem Verdacht sei. Nach längeren, teilweise recht erregten Auseinandersetzungen wurde beschlossen, den den Verhandlungen beiwohnenden Sachverständigen mit dem Angeklagten Hermes in dessen Wohnung zu senden, um dort das fragliche Material in Empfang zu nehmen. Göring verabschiedet sich im Innenministerium Montag nachmittag verabschiedete sich Ministerpräsident Göring in seiner Eigenschaft als Preußischer Minister des Innern von den Angestellten und Arbeitern des Preußischen Innenministeriums. Staatssekretär Grauert richtete an Ministerpräsident Göring herzliche und bewegte Worte. Es sei ein großer und hochOben: Das Flugzeug kurz vor dem Absturz Unten: Wenige Minuten später Bei einem Probeflug üher dem Flusglat,ra Overn ist das„vierfüßige“ Flugzeug des Konstrurteurs Floriano. das senkrecht starten und landen konnte, abgestürzt und hierbei vollkommen zerstört worden. Wohin mit Trotzki? Eine kleine französische Insel als Asyl Dem„Petit Parisien“ wird aus Rochefort=surMer berichtet, daß die französische Regierung die Insel Aix als Wohnsitz für Trotzki bewilligt hat. Diese Insel mißt nur 2 bis 3 Quadratkilometer, 1927 besprochen, zu derxen Sanzerung 75 Millio= richtete an Ministerpräsident Göring herzliche gzese ansel mist nur 2 bie 3 uins eite beden obte, Den ne„u un de Grschutz Minsterprisdenten gesheierbergt einige hundert Lewohner und kann Pe roune uun un, bn en dex ob e ghest, berzier, Ergesub bes Fuchezze ggahe a. beherbergt einige bondert jugt utersehen werlionen für die Vereinigung der deutschen christ, wesen, die Reichsreform durch vie Abgave des von einem Leuchrturnt gus terny: 456 lionen für die Vereinigung der deutschen christlichen Bauernvereine, deren Präsident er war, verwandt hat. Während der Verhandlung ereignete sich ein Zwischenfall, als der Angeklagte Hermes zu seiner Entlastung ein Schreiben des damaligen Präsidenten des Reichslandbundes, des Grafen Kalckreuth, verlas. Als der Vorsitzende sein Erstaunen darüber äußerte, daß dieses Schreiben Warde kenig Anderl remerdet! Hufsehenerregende Behauptung des englischen Oberstleustn. Hutchison Der erst kürzlich in München zu Besuch weilende und auch in Deutschland durch seine schriftstellerische Tätigkeit und als Führer der nationalen Arbeiterbewegung Englands bekannte Oberstleutnant Hutchison hat mit der Behauptung, daß König Albert von Belgien nicht verunglückt, sondern ermordet worden sei, ungeheures Aufsehen in England erregt und sich den Zorn der belgischen Kreise zugezogen. Der erste Sekretär der belgischen Botschaft in London ließ Pressevertretern gegenüber jegliche tische Zurückhaltung fallen und erging sich in Beschimpfungen gegen Hutchison. Der belgische Diplomat ging sogar soweit zu sagen, er werde dem Oberstleutnant einen Kinnhaken verabfolgen und ihm sagen, daß es die schamloseste Geschichte sei, die er se gehört hahe, befindet, daß er seine Behauptung in vollem Umfange aufrechterhalte. Er habe schlüssiges Beweismaterial für die Richtigkeit seiner Erklärung in Händen. Hutchison hatte seine Aufsehen erregende Version über den Tod König Alberts in einer Rede in Nottingham geäußert. Er hatte u. a. gesagt, der König sei durch einen Schlag auf den Kopf von hinten getötet worden. Die offizielle Lesart über den Unglücksfall bezeichnet Hutchison als den größten Schwindel, der während des letzten halben Jahres der Welt zugemutet worden sei. In Belgien sei man allgemein davon überzeugt, daß der König nicht verunglückt, sondern einem Mordanschlag zum Opfer gefallen sei. Die Nachricht von dem Tode des wesen, die Reichsreform durch vie Abgave bes preußischen Innenministeriums weiter vorzuMinisterpräsident Göring richtete Worte des Dankes an Staatssekretär Grauert und an die Mitarbeiter des Ministeriums. Es sei immer seine Auffassung gewesen, daß Preußen in erster Linie dem Reich zu dienen habe. Es müsse nun auch die Einheit des Reiches durch die Geschlossenheit seiner Verwaltung stabilisiert werden. Ohne den geringsten Druck von außen habe er den Entschluß gefaßt, dem Führer die Ueberantwortung des Ministeriums an Dr. Frick vorzuschlagen. Bau des Adolf=hitler-Kanals Reichsminister Heß bei der Grundsteinlegung Am 14. Mai findet in Cosel=Hafen bei Breslau die Grundsteinlegung für den Bau des AdolfHitler=Kanals statt. Wie die nationalsozialistische „Schlesische Tageszeitung“ erfährt, wird der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Heß, an dieser Veranstaltung teilnehmen und nach Beendigung der Feierlichkeiten noch einen weiteren Tag in Schlesien verbleiben. Als zuständiger Fachminister wird der Reichsverkehrsminister die Grundsteinlegung vornehmen. scfalen seit. Die Vachrishperbreitet worden ebe die er je gehört habe. Königs jei am Tage schon vervreiter#ptven, erDemgegenüber erklärte Hutchison, der sich zur König Albert überhaupt tot gewesen sei. Aet uust einer Vortragerie durch Alelenglond S Neuer englischer Abrüstungsplan? Laut„Daily Telegraph“ hat sich der englische Kabinettsausschuß für die Abrüstungsfrage kürzlich mit dem Entwurf eines neuen Abrüstungsplanes beschäftigt. Es verlautet aber, daß die Mehrheit des Kabinetts diesen Plan nicht annehmen wird. Der leitende Gedanke des neuen Planes ist die schwer bewaffneten Staaten durch eine Erweiterung der Sicherheitsgarantien in Europa unter britischer Beteiligung zu einem Abkommen über eine Begrenzung der Rüstungen zu überreden. „Petit Parisien“ kündigt eine Aussprache zu schen Barthou und dem Vorsitzenden der Abrüstungskonferenz, Henderson, an. von einem Leuchtturm aus leichr übersehen werden. Auf diese Art hofst man offenbar, dem ehemaligen Generalissimus der Roten Armee jede geheime politische Tätigkeit unmöglich zu machen, nachdem ihn Frankreich angesichts der Weigerung sämtlicher Staaten, ihn bei sich aufzunehmen, auf eigenem Boden behalten muß. In wenigen Zeilen sönlichteiten in deutsch=französischen Verständigungsproblem interessiert sind und mit gleichgerichteten Persönlichkeiten in Deutschland in Meinungsaustausch treten wollen. Geheime Staatspolizei hat den ebemaligen Verein„Deutsche Jugend“, zerz, 2 Oeotz; sche gottegläubige Jugend„für den Bereich des Freistaates Preußen aufgelöst und verboten und das Vermögen des Vereins beschlagnahmt, weil er sich im Sinne des bereits aufgelösten Tannenberg= bundes betätigt hat. Die Reichsregierung hat anstelle des aus dem Verwaltungsrat der Deutschen ReichsbahnRelb lottenburg zum Mitglied des Verwaltungsrates ernannt. Zum Pressechef des Preußischen Staatsministeriums ist Ministerialrat Dr. Gritzbach ernannt worden. ostfriesischen Dorf Osteel ereignete sich ein schwerer Motorradunfall, bei dem zwei Personen getötet wurden. Seeräuber überwältigten bei Hongkong die Besatzung eines chinesischen Küstendampfers und raubten etwa 10.000 Dollar. Vier Mitglieder Besatzung fanden den Tod. mehrere Passagiere wurden über Bord geworfen und ertranken. Zwei junge Bengalen warsen auf eine etwa? Meilen von Kalkutta entfernt gelegene Polizei: station fünf Bomben. Bei der Explosion des fünften Sprengkörpers erlitten die beiden Attentäter sowie ein Polizeibeamter Verletzungen. Die beiden Bengalen wurden verhaftet. #ch Nicht Iinlgerfader=Errrnsch Enein kam zu Schiff von Hmerika— Dillinger pflegte sich einige Tage in einem Farmnaus Whhe H * Die Reichgresserng hat an ale im Reichagebiet Bobnendg, u meden um idte Mitpirtung ein die Auloerserung gerichter, ich bei den uktändigen Bovdb. Hi.rmniz is die Gewähr geaeben. dak der devortebenden Abkimmuns im Saargebiet du hcbern. Pnux: z., Gatlande zur Stelle bein bele Tausende kaardentscher Volkogenossen rechtzeitig zur Abtimmung im Saarlande werden. Als der Dampfer„Ducheß of York“ am Sonntag, aus Kanada kommend, in Liverpool anlegte, wurde er nach dem berüchtigten Banditen Dillinger durchsucht. Die Aktion war vergeblich. An Bord des Dampfers befand sich aber Trebitsch Lincoln mit einer Anzahl von Schülern Lincolns, der auf dem Wege nach der Schweiz war, wo er ein Buddhistenkloster gründen wollte. Lincoln wurde es untersagt, an Land zu gehen. Ihm wurde mitgeteilt, daß der gegen ihn erlassene Ausweisungsbefehl immer noch in Kraft sei; man bot ihm an, daß er am Montag nach Antwerpen weiterfahren könne. Lincoln lehnte dies Anerbieten jedoch ab. Seine Schüler, die sich weigerten, Lincoln zu verlassen, wurden in einer Pension untergebracht. Mit dem in den nächsten Tagen nach Kanada abgehenden Dampfer werden Lincoln und seine Anhänger nach Kanada zurückNachdem mehrere Tage lang nicht die geringste Spur von dem flüchtigen Schwerverbrecher Dillinger gefunden werden konnte, versammelten sich plötzlich am Samszognachmittag startg, Poli: zeikräfte im südlichen Teil des Staates win, da Gerüchte aufgetaucht waren, daß sich Dillinger dort in einem Farmhause verborgen halte. Diese Gerüchte beruhten tatsächlich auf Wahrheit, denn die Frau des Farmers Bethrgeen hat vor dem Bundesgericht in St. Paul eingestanden, Dillinger eine Zeitlang in herbergt zu haben. Während also die Polizei den Schwerverbrecher in fünf Staaten fieberhaft suchte, hatte Dillinger Gelegenheit, sich in Ruhe und guter Pflege für weitere Toten vorzubereiten. — Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt: Erich Roeber Hertha Roeber geb. Pläser Münster L. W. Holzen b. Schwerte 8. Mai 1934. 1033 Am 4. Mai 1934 verstarb nach kurzer KrankReichsbahnmaterialmeister Herr Anton Bödeker Der Verstorbene stand seit dem 15. August 1898 im Eisenbahndienst und gehörte den ReichsbahnAusbesserungswerken Witten, Werdau und Schwerte Seine treue Pflichterfüllung, sein aufrichtiges und liebenswürdiges Wesen und seine kameradschaftliche Hilfsbereitschaft erwarben ihm Achtung und Wertschätzung und sichern ihm ein ehrendes Andenken Schwerte, den 7. Mai 1934. Der Werkdirektor und die Gefolgschaft des Reichsbahnausbesserungswerkes. BalkanKnoblauen-Saft „ Perlen " Beeren Max Mehlhose Adolf Hitler-Platz Sunge=Errenemtttel? Kleinfleisch Pfd. nur Pfg. Molkereibutter o. Salz.. Pfund nur 1.36 Zwangsversteigerung Es werden öffentlich meistbietend geg. Barzahlung versteigert, Mittwoch, den 9. Mai, 10 Uhr, Ostenstr. 26 1 Schnellwaage, 1 Speisezimmer, 1 Ladeneinrichtung, 1 Wohnzimmer, 1 Radio=Apparat, 1 Standuhr, 1 Schreibmaschine. 1042 Franz, Obergerichtsvollzieher, Graf Adolfstraße 5. Holländer Käse Limburger Käse Deutsche Eier Pfd. nur 82 und T6 Pig. Pfd. nur 44 und 30 Ptg. 10 Stück nur 38 Pig. Allen der en, die bei dem Heimgehen meiner Mutter unserer in Liebe gedachten, insbesondere Herrn Pfarrer Kleinemeyer, sage ich meinen herzlichen Dank. Karl Adrian Schwerte, den 8. Mai 1934. Gere Lorterie für Arbeitsbeschaffung Los Mk. 1.Ziehung: 21. und 22. Juli 1934 Buchhandlung Carl Braus Große Marktstraße 3—5 Adolf Hitler-Platz 3 Speisekartoffeln gelbtl. Zir. nur 3.30 Plockwurst, I. Fabrikat.. Westf. Gemüse-Kochwurst Schmalz, gar. rein Speck, mager, geräuchert Speck, fett, geräuchert 1034 Lichtspiele zur Reichskrone Heute bis Donnerstag (Heute und morgen kleine Preise) Der große Lustspielschlager Das häßliche Ein Film von verzwickten Einfällen, voller Witz und Humor. Es gibt sehr viel zu lachen! Dolly Haas, Max Hansen, Otto Wallburg, Ernst Behmer, Julius Falkenstein 1 in d. Hauptr. Dazu der lustige Abenteuerfilm: Peute Rauft hehl? dos (Zigeuner der Nacht) Jenny Juge, Hans Brausewetter, Paul Kemp, Paul Heidemann, Thee Lingen, Julius Falkenstein t in den Hauptrollen. Schon die Namen der bekannten Darsteller werden Ihnen sagen, daß ein guter, lustiger Film geboten wird. Ab Freitag der größte Ufa-Tonfilm: „oe i Maus MLBERE werden, wenn alles versagte, durch — Stürte 8 beseitigt. SeNeS Preis RM 1.50. 2.75 Oegen Pickel, Mitesser Stürke A Arztlich emplohlen. Laufen Sie # nicht länger so hüßlich herum. Drogerie M. Nehlhose Adolf Hitler-Platz Drogerie Rienhöfer, Hüsingstr. 2 Raume geeignet für Büro, sofort oder später zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. 1018 Gek, Schinkem volatig 1. Fhnd ur 227 rg. 3/0 Kabatt 3. Hoiomalwaren=Veririrds Sc. m. v. h. Schwerte, Hüsingstraße 22- 24 Ruf 2708(Haus Feit) Ruf 2708 Auf Wunsch werden Waren frei zugestellt! Lebensmittelgeschäft in guter Lage von Schwerte unt. günstigen Bedingungen zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter D. O. 8304 an Ala Haasensteind Vogler, Dortmund. Alteres alleinstehendes Ehepaar (Beamter) sucht zum 1. Juli oder früher 2- 3 ZimmerWohnung in gutem Hause. Angebote unter Nr. 1035 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Suche zum 15. Mai ein ehrlich. tücht. 13 für sämtl. Hausarbeiten. Nicht unter 20 Jahren. 1041 Bahnhofstraße 17 1038 Preußisch=Sudbeutsche Klassenlotterie Morgen letzter Tag, die Erneuerung der Lose für die 2. Klasse vorzunehmen Gerz iskaus Schwerte, Adolf Hitler-Platz 3 Himmelfahrt im Freischütz 7. 16 und 20 Uv.„. KONZERTE Nlle 329 Freischützturm HISTORISCAT StandartenkapeMorgens Wildon cr Preisworte Fostgedeche In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Schuhmachermeisters Wilhelm Brune in Schwerte=Ruhr, ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen, der Schlußtermin auf den 29. Mai 1934, 11 Uhr, vor dem Amtsgericht in Schwerte, Zimmer 14, bestimmt. 1043 Das Amtsgericht. S W M Lürnen, Ehiel, Erert BfL. Schwerte Spp. Neheim 08 1.— VfL. Schwerte 1. 4:2(4:0). Der VfL. war gezwungen, drei Ersatzleute einzustellen und fuhr somit stark geschwächt zur Spielvereienigung Neheim. Trotzdem holte die Mannschaft ein achtenswertes 4:2=Resultat heraus. Die Neheimer, welche mit kompletter Elf angetreten waren, legten ein flottes Tempo an den Tag. Die Stürmerreihe erwies sich als besonders durchschlagskräftig und konnte bis zur Halbzeit vier schöne Tore erzielen, welchen die Gäste nicht ein einziges entgegenzusetzen vermochten. Im Feldspiel waren die Blauweißen gut, aber vor dem Tor war die Herrlichkeit aus. Nach dem Seitenwechsel drehten die Schwerter Dampf drauf und waren den Neheimern überlegen. Auch der Sturm zeigte sich von der besseren Seite und machte dem Torhüter der Spielvereinigung große Sorge. Zwei unhaltbare Tore stellten das Resultat auf 4:2. Ein drittes Tor wurde vom Schiedsrichter nicht anerkannt. Bis zum Schluß waren die Schwerter licht überlegen, aber an dem Resultat wurde nichts mehr geändert. Die Neheimer konnten als glücklicher Sieger den Platz verlassen. Ein 4:4 hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Die Neheimer hatten ihre Hauptstütze in dem fangsicheren Torwart und der flinken Stürmerreihe. Die LäuHurechschnitte Scwerter zeigten „hittsleistungen. Der eingestellte Ersatz sich der Mannschaft gut an. Der Schiedsrichter konnte nicht ganz befriedigen. VfL. Schwerte Res.— Letmathe 30 1. 2:3 Ein annehmbares Resultat holten die Reservisten gegen Letmathe 30 heraus. Der Spitzenführer der zweiten Kreisklasse wartete mit annehmbaren Leistungen auf und gab den Gästen an Spielstärke nichts nach. Nach wechselreichem flotten Spiel konnte Letmathe das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden. Bei etwas besserem Zusammenspiel im Sturm hätte das Spiel leicht umgekehrt ausfallen können. Holzen 1. Jgd.— VfL. Schwerte 1. Jgd. 3:3 Eine ziemlich alt geratene Jugendmannschaft, welche schon zu Anfang ohne Punkte spielte, stellte sich den Schwerter LfL.=ern entgegen. Das Ergebnis war, daß die technisch besser spielenden Gäste keine Tore anbringen konnten. Noch 15 Minuten vor Schluß stand das Resultat 3:0 für Holzen. Dann faßte die Technik der VfL. er festen Boden und schnürte die Holzener zeitweise vollständig ein. In kurzen Abständen würden 3 Tore erzielt. Das Siegestor hing noch in der Luft, aber der Schiedsrichter machte dem Spiel ein Ende. Das Eckenverhältnis hieß 10:0 für VfL. Man sollte doch besonders bei der Jugend Wert darauf legen, daß in diese Mannschaften keine älteren Spieler eingestellt werden, wodurch den berechtigten Jugendspielern die Lust am Spielen genommen wird. Wir können die Jugendmannschaft von VfL. Schwerte schon jetzt als Gruppenmeister nennen, da das noch ausstehende Diplomspiel gegen Westhofen bedeutungslos ist. Zu bemerken ist noch, daß die Jugendmannschaft zum vierten Male hintereinander Gruppenmeister gemacht hat. Wir gratulieren an dieser Stelle zu dieser großen Leistung. Tus 06 1. Jgd.— VfL. 2. Jgd. ausgefallen. Reichsbahn=Turn= u. Sportverein Schwerte Am Himmelfahrtstage: Schw.=W. Holzen 1.— Reichsbahn Schwerte 1. Zum letzten Meisterschaftsspiel muß der Gruppenmeister R.=Tus nach Holzen. Dieses Spiel, das für die Gestaltung der Tabelle nicht von Bedeutung ist, wird aber seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Stets lieferten sich diese Mannschaft überaus spannende Kämpfe mit wechselnden Erfolgen. Wird es der Gastgeber fertigbringen, den Siegeszug der Tus=Leute auszuhalten? Reichsbahn 2.— Schw.=W. Holzen 2. Auch diese Mannschaften lieferten sich stets erbitterte Kämpfe mit wechselnden Erfolgen. Endspiele der Cennisabteilung der Schwerter Curnerschaft 1868 Frl. Färber und Herr Siepmann siegen im Einzel. Am Samstag fanden die Endspiele um die Vereinsmeisterschaft statt. Leider machte der Gewitterregen am Freitag eine reibungslose Abwicklung unmöglich, sodaß einige Kämpfe ausfallen mußten. Gegen 14 Uhr wurde mit den Endspielen begonnen, und zwar zuerst mit dem Damendoppel. Nach spannenden und kampfreichen 3 Sätzen siegten die Turnschwestern Schriewer=Hoberg über die Turnschw. mann=Heistermann. Es folgt dann das gemischte Doppel zwischen Schriewer=Siepmann und Hoberg=Schmidt. Leider konnte es nicht ganz zu Ende geführt werden, da Turnschw. Hoberg sich beim Stande von 3:2 im 2. Satz eine Fußverletzung zuzog. Im anschließenden Herreneinzel siegte Turnbruder Siepmann sicher 6:3, 6:4. gegen Turnbruder Schmidt. Es folgte nun der Titelkampf im DamenEinzel. Für Turnschw. Hoberg wurde Turnschwester Färber eingesetzt. Im 1. Satz waren beide Spielerinnen gleichwertig, aber in den folgenden Sätzen siegte die großere Sicherheit, sodaß die Vereinsmeisterschaft im Dameneinzel an Turnschw. Färber fiel. Als letztes Entscheidungsspiel wurde dann noch das Herrendoppel ausgetragen, das nach hartem 3=Satz=Kampf 4:6, 7:6, 6:2 an Siepmann=Schmidt fiel. Am 2. Juni müssen die Titelträger ihre Meisterschaft wieder verteidigen. Im ganzen genommen kann man wohl sagen, daß durch diese Ausscheidungsspiele einerseits neues Leben in die Tennisabteilung gekommen ist, andererseits aber auch der Werbezweck nicht verfehlt wurde. Es wurden also folgende Vereinsmeister ermittelt: Damen=Einzel: Frl. Färber; HerrenEinzel: Herr Siepmann; Damen=Doppel: Frl. Hoberg=Frl. Schriewer; Herrendoppel: Herren Siepmann=Schmidt; gem. Doppel: Frl. HobergHerr Schmidt. Dtd.=Mengede. Tod in der Grube. Im Untertagebetrieb der Zeche„Adolf von Hansemann“ ereignete sich Samstag ein schwerer Unglücksfall. Von plötzlich hereinbrechenden Gesteinsmassen wurde der 37 Jahre alte Hauer August Mund aus der Marschallstraße schüttet. Bevor ihm Rettung gebracht werden konnte, erlag M. seinen Verletzungen. Börsen und Märkte Dortmunder Schlachtviehmarkt. Bericht über die Preisfeststellung. Dortmund, 7. Mai. Dem heutigen Schlachtviehmarkt waren zugeführt: 786 Stück Groß= vieh, darunter 71 Ochsen, 140 Bullen, 533 Kühe, 42 Färsen, 597 Kälber, 2931 Schweine. Der Marktverlauf war bei Großvieh lebhaft, geräumt, bei Kälbern lebhaft, geräumt, bei Schweinen mittel, geräumt.— Es wurden gezahlt für 50 kg. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen a) 1. 33—35, b) 30—32, c) 26—29, d) 21—25; Bullen: a) 32—33, b) 29—31, c) 26 bis 28, d)622—25; Kühe: a) 33—35, b) 30 bis 32, c) 26—29, d) 17—25; Färsen: a) 34 bis 36, b) 31—33, b) 29—30, d) 25—28.— Schweine: a) 1. 40—41, 2. 36—39, b) bis 40, c) 35—39, d) 32—37, e) 28—35, g) 1. 36, 2. 28—35.— Von den heute dem Dortmunder Schlachtviehmarkt zugeführten Schweinen wurden pro Zentner Lebendgewicht verkauft: 3 zu 42, 25 zu 41, 184 zu 40, 218 zu 39, 749 zu 38, 625 zu 37, 361 zu 36, 220 zu 180 zu 34, 126 zu 33, 54 zu 32, 45 zu 31, 46 zu 30, 3 zu 29, 7 zu 28, 1 zu 27, 4 zu 25, 2 zu 22. 2 zu 20.