obe Hhrein esbur aichhen uichunh irhr une nöchentlich 45 Pfanig, Eineinummer go“ Gauch u. Vonlag oon C. Brau, Schwarte(Rahze), ühkentmn: Vorhnund 2932 und Haussee 21 874. Sasamtssale: Hrtz, Matstr. 3—3 Vanugrerig für in Amzeisgentei H. Limer, Schwerte. Fermof 2770 Verbunden mit: Tageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Volksblatt Westhofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Bosigesprelse für ds sechen fpol. mmste e Dig.3 Vereins= und amtliche Anseigen 4 zelle 20 Pf., Iik teleson ausgegedens Juserate udernadmen wit komn Gowäde. Bei mootdergsethn. Variedestdrungen, deroot. gensen durch boshere Gewoaliat, iberudamosekaltuatai Geoche süe pünktliches Erscheinen der Jeitung u. kann auch keinertel Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieserung erdoden werden uu Supinnil 6. Sinm, Stom. Sumi uno1 Schi Tageblatt für die Stadt Schwerte und das Amt Westhofen D Kreisblatt für den nördlichen Teil des Landkreises Zserlohn lag, den 10. April 1934 67. Jahrgang Remmt Sarthen nach Bernin! Der kranzösische Botschafter in Berlin nach Paris— Soll er das Feld sondieren: Die Agentur Havas erklärt zu der Pariser Ereignig, hegegages. Das Blatt wil erfahren Reise des Botschafters, daß er einen achttägigen haben, daß der deutsch=französische MeinungsausUrlaub in der französischen Haupttadt,verbrin., tausch über die Rüstungsfrage, der seit Januar gen werde. Trotdem wollen die Gerüch g, Ficht einen gewissen Stilltand erfahren hat, demnächst verstummen, daß Francois Poncet mit Außen= pieher aufgenommen werden könnte. Wenn der minister Barthou sehr wichtige Bespre30 000 Verumten=Urben Riesenerfolg der Arbeitsschlacht— Arbeitslosenzahl seit April 1933 um Die Hälfte vermindert Gion dog 21 Mär. schloß Präsident Dr. Syrup seine Ausführungen, Der Nieg bes 21. Mury bewußt bleiben, daß der Kampf in diesem SomVor Pressevertretern machte der Präsident der mer mit gleichem Nachdruck weitergeführt stalt für Arbeitsvermitlung und Ocheitalsen. m 2 harutstadt Verlin Part er,„rbellsvermitltung und urbeitslosenersichern sch seschlchchie in der Reichsyauprstadt Berlin eine besondere Rolle spielen. Der Frühjahrserfolg gibt uns das Recht zu der bestimmten Erwartung, daß auch die neuen Ziele im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bei gleicher Anspannung aller Kräfte erreicht werden. Scotland Hard auf Verbrecherjagd Hufdeckung einer internatienalen Geldfälscherbande Eine große internationale Geldfälscherbande, die seit einem Sahre englische Banknoten, gb:“ Goger. Im— Mmanat a# ige einan gpeben GWir haben im Monat März einen großen Erfolg zu verzeichnen, nämlich einen Rückgang an Arbeitslosen um mehr als eine halbe Million, genau um 570 000. Der Stand der bei den Arbeitsämtern gezählten Arbeitslosen ist damit am 1. April 1934 auf rund 2,8 Millionen gesunken. Was diese Zahl bedeutet, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahre. Am 1. April 1933 verzeichneten wir 5,6 Millionen Arbeitslose. Im Laufe eines Jahres, vom 1. April 1933 bis zum 1. April 1934, ist somit die Zahl der Arbeitslosen genau um die Hälfte vermindert worden. Sahschaboigcäie in Vie Seiseng gualch, In. Shatenunter und dersh eszenstez. ut SHria ttgpguag seie Rilionen= Anschwelen der p englischen Gebeimpolizel Seatlaud Pard, 155 auf uid Viz. Bningnenz unsgegten verster enzungrn, Gesetagaltsel, Seatland Preid, eeins bie vum 1. Pglenz soreches füie sch. Der un= angesell wurden, entbeste man, daß die Bande Gas ceacde besciesise, hie chlsh inr dias uis Zesefslcge. lung bes ganzen Volkes zur Fuage Die in Marschau geracten, Frtsecrigen der Arbeitslosigkeit. Im Gegensatz zu der dump= können von großem sensationellem Cyafen Resignation ver Aungg Ftiepehg. 1-9. Ezlsch die Ueberzeugung uch die im Jahre 1927 von der englischen Bank= Paris und London einerseits und Paris und firma Lazard Brothers aufgelegte 7prozentige Berlin andererseits zu nehmen scheine, beweise, polnische Anleihe von zwei Millionen Pfund sich daß die demnächst stattfindende Einberufung der befinden soll, vorübergehend eingestellt wird. allgemeinen Abrüstungskonferenz einen bedeuDie Warschauer Presse veröffentlicht in gro= tenden Schritt auf dem Wege zur Abrüstung ßer Aufmachung Einzelheiten über die Verhaf= darstellen werde. tungen, die in London und in Warschau im Zu= An zuständiger französischer Stelle erklärt man sammenhang mit der Aufdeckung der großen in= am Montag, daß die Gerüchte, wonach der franternationalen Fälscheraffäre vorgenommen wur= zösische Außenminister gelegentlich seiner Reise den. Bei den Fälschungen handelt, es sich in nach Warschau auch Berlin einen Besuch abstaterster Linie um Obligationen der 7prozentigen ten werde, jeder Grundlage entbehrten. polnischen Stabilisierungsanleihe, ferner um ghr Der„Intransigeant“ weist jedoch ebenso wie sondere Marken zugunsten der englischen„Ar; der„Paris Midi“, darauf hin, daß Francois beitslosenhilfe, die in England herausgegeben Poncet nach Paris gekommen sei, um zu sehen, wurden. um Dollar= und Franc=Banknoten und welche Stimmung in hiesigen Regierungskreisen um andere Wertpapiere. Mit Rücksicht auf die für einen Berliner Besuch des Außenministers Untersuchung geben die Behörden der Oeffent, herrsche, Gleichzeitig werde er Barthou über die lichkeit bis jetzt keine Einzelheiten zur Kennt, allgemeine Lage in Mitteleuropa Bericht ernis. Es ist jedoch interessant, daß sich unter den statten, damit dieser seine Reise nach Warschau Verhafteten der berüchtigte Gründer des Spiel= und Prag mit den nötigen Unterlagen antreten klubs Mageran sowie die Familienmitglieder des Fn, Prag in London bereits verhafteten Fälschers Neumark befinden. wieder aufgenommen werden könnte. Wenn der Boden sich als günstig erweise. würde Barthou unter Umständen die Gelegenheit seiner Reise nach Warschau und Prag dazu benutzen, um auch Berlin einen Besuch abzustatten. Diese gleichzeitige Entwicklung der Lage in Berlin und London verstärke noch die Bedeutung der bevorstehenden Genfer Besprechungen. Die glückliche Entwicklung, die die Fühlungnahme zwischen Paris und London einerseits und Paris und langen Kriegsjahre ist es jetzt frakter sein. Möglicherweise ist der Betrag der die Ueberzeugung aller Vollsgenosen geworden, Fälstggggg rach bedertzigr, Röhegzstalseter der das jeder Winenseinsatz, jede Anstrengung und Bande iu England aufhalten solten oder auf Erseitalosegteit selhsberschndliche Pflicht s. Dese dem Bege= gechzessge, Isreadent Seaitck 25 ten gewürdist. Sie ist im Grzgper zuc Bezgieg Voltegenose, der guten Bilens und verantworwir uns aber, damit schungen betroffenen Anleihen, unter denen Sieben Millionen Kubikmeter Felsmassen stürzten is Wieer astranbo am Ta-Fsard Leichen zu finden, da der Fjord völlig verDie Katassrophe am Du Jsote sschlammt und undurchsichtig ist. Das ganze Gebiet nach der Seeseite zu ist wie rasiert, Sämtliche Bäume und Gebäude sind verschwungen. Ein Knabe, der einzige Ueberlebende einer zehnköpfigen Familie, erzählte über feigg. Bet; tung, daß der Vater die Familienmitglieyrc bei dem Hereinbrechen der Flutwelle aufgefordert habe, die Haustüren zu schließen. Gleich darauf sei das Haus zusammengestürzt. Er sei von dem Wasser fortgerissen worden. Etwa 100 Meter vom Standort des väterlichen Hauses entfernt sei er blutend und mit gebrochenem Bein liegengeblieben. Er habe sich dann noch eine kurze Strecke weitergeschleppt, bis er von dem Ortsgeistlichen, dessen Schwester bei dem Unglück getötet worden ist, gerettet wurde. Bei dem Felssturz am Ta=Fjord sind nach einer Schätzung sieben Millionen Kubikmeter Gesteinsmassen ins Wasser gestürzt. Die Zahl der Toten hat sich inzwischen auf 41 erhöht. Die schwer geprüfte Bevölkerung wird dadurch erneut stark beunruhigt, daß 2000 Kilogramm Dynamit, die in einem von der Flut zerstörten Schuppen lagerten, verschwunden sind. Trotz eifrigen Suchens gelang es bisher nicht, auch nur einen Teil des Sprengstoffs zu finden. Die örtlichen Behörden schätzen den Schaden, der an Schiffen und Gebäuden entstanden ist, auf 450000 Kronen. In diesem Betrag sind die großen Schäden an Wäldern und Feldern nicht miienthalten. Der Felsen, der das Unglück verursacht hatte, war 400 Meter hoch und 200 Meker breit, und da der Fsord sehr tief, aber nur 000 Meter breit ist, mußten die Folgen des Felsabsturzes furchtbar sein. Die alten Leute datten schon immer vorausgesagt, daß der Felsen eines Tages ins Meer stürzen werde. Jünf Leichen geborgen Bisher konnten erst fünf Leichen geborgen verden Ee besteht keine Hoffnung, noch mehr Waldbrand in den Seewänden Vom Oyltal traf am Sonntag früh in Oberstdorf die Meldung ein, daß ein gefährlicher Waldbrand in den Seewänden ausgebrochen sei. Die gesamte Feuerwehr wurde aufgeboten und rückte alsbald zur 1800 Meter hoch gelegenen Brandstätte aus. Trotz angestrengter Arbeit konnte der Branddlus zum Abend nicht gelöscht werden. Von oben her konnte allerdings das Feuer durch Ziehen von Gräben eingedämmt werden. nar berfinden.. g1. du S. Bei Haussuchungen, die in den Wohnungen der Mitglieder der Bande vorgenommen wurden, wurde eine große Menge der gefälschten Papiere beschlagnahmt, die in die Millionenwerte gehen. Diese Angelegenheit scheint außerordentlich weite Kreise zu ziehen. Die Behörden sind gegenwärtig damit beschäftigt, die Französisches Dynamit im italienischen hoheitsgewässer Französischer Kutter beschlagnahmt Ein in Rizza beheimateter französischer Kutter Geheimfabrik, in der die Wertpapiere gefälscht wurde im italienischen Hoheitsgewässer angewurden, zu entdecken. Man vermutet, daß sich halten und von italienischen Zoubeamten bediase Cehrik in Morschau befindet. schlagnahmt. An Bord wurde eine Ladung Dydiese Fabrik in Warschau befinver. schlagnahmt. An Bord wurde eine Ladung Dynamitpatronen gefunden. Der Schiffsbesitzer und die Besatzung wurden nach Ventimiglia ins Gefängnis eingeliefert. habsburger=Kundgebung in Wien In Wien fand abermals eine große monarchides Fürsten Schwarzenberg wurde anläßlich der Häuberungsaktion bei den russischen 12. Wiederkehr des Todestages Kaiser Karls, der Eisenbahnen auch ichon die nonarchstlichen Feiern der vorhen Wau gemeldet wieh. dat die SomWoche gegolten hatten, eine Gedenkmesse gelesen.] Wie aus Mosrau gemeiver wird, hat die SowAls Vertreter der Regierung hatte sich jetregierung nach den letzten scharfen Urteilen Vizekanzler Fey eingefunden. Auch der gegen die disziplin= und verantwortungslosen BeUnterrichtsminister Dr. Schuschnigg hatte sich ver= amten bei der russischen Eisenbahn durch die treten lassen. Die ostmärkischen Sturmscharen und GPU. eine Säuberung gegen die Beamten des die Heimwehr hatten starke Abordnungen ent= russischen Verkehrskommissariats unternommen. sandt. Zahlreiche Kriegervereinigungen und mo In Odessa, Charkow und anderen Städten wurnarchistische Verbände waren mit schwarz=gelben den wegen Bestechung und Sabotage 400 VerhafFahnen erschienen. Die Zahl der Erschienenen soll tungen vorgenommen. Es wurde festgestellt, daß etwa 10000 betragen haben. Bemerkenswerter= sogar verschiedene staatliche Organisationen die weise waren außer den geladenen Gästen auf dem Beamten der Eisenbahnverwaltung bestochen hagroßen Schwarzenberg=Platz selbst kaum ein paar ben, um Waggons zur Verladung ihrer Güter zu Neugierige. Die Gedenkrede hielt der frühere erhalten. Die Regierung hat beschlossen, diesen Privatsekretär des Kaisers, Werkmann, der auch Bestechungen von Staatsbeamten durch andere eine Reihe von Büchern über das Ende des letzten staatliche Organisationen ein Ende zu machen, Habsburger Herrschers verfaßt hat. Am Ende der Feier fand ein Vorbeimarsch vor dem Vizekanzler Fey statt. 40 Bergarbeiter in Japan verschüttet Eine Explosion schlagender Wetter hat Montag morgen iw Ischiki=Kohlendistrikt 40 Bergstäutliche Organisationen, ein Ende zu machen, und es sollen nicht nur Beamte, die Bestechungsgelder angenommen haben, sondern auch die Geldgeber selbst zur strengsten Verantwortung gezogen werden. Drei Todesurteile Wie aus Moskau gemeldet wird, verurteilte das Gericht drei Eisenbahnbeamte wegen grober Teihrtäcfigkaft im Ciauste zum Fode.(Sie maren uig worgen in Ischit.=Kohlenbstilt 40 Berg: Fahrläsigleit im Dienste zum Tode Sie waren arbeiter verschüttet. Die unverzüglich aufgenom Eie Schuldigen an der Eisenbahnkatastrophe in menen Rettungsarbeiten sind bisher erfolglos Alma Ata. Die Todesurteile wurden am Montag geblieben. bestätigt und vollstreckt. Unn dis Saurur#ratu!3 Tagung des Saar-Husschusses am 16. April in Rom— Beschlüsse über den Gang der Abstimmung Das Völkerbundsekretariat gibt bekannt: Der Dreier=Ausschuß, der vom Rat mit der Aufgabe betraut worden ist, die Vorarbeiten für die Abstimmung im Saargebiet zu studieren, wird— auf Grund einer Einladung seines Präsidenten, des Barons Aloisi— am 16. April in Rom zusammentreten. Im Laufe dieser Tagung wird der Ausschuß vor allem den Bericht prüfen, der ihm von dem Juristen=Ausschuß unterbreitet worden ist, der unter Vorsitz des Herrn Marks von Württemberg gearbeitet hat. A Der Berner„Bund“ veröffentlicht in seiner Montag=Ausgabe Einzelheiten über den bishei geheim gehaltenen Inhalt der Beschlüsse des juristischen Unterausschusses, der bekanntlich vor etwa 14 Tagen in Genf zur Klärung bestimmter, mit der Saarabstimmung zusammenhängender Fragen verhandelt hat. Der Artikel ist„auf Grund besonderer Informationen“ verfaßt und mit Genf, dem 7. April datiert. Die Frage der Abstimmungsberechtigten ist— wie in dem Artikel ausgeführt wird— vom juristischen Ausschuß dahin geklärt worden, daß jeder, der am 28. Juni 1919 an der Saar gewohnt hat, das Stimmrecht besitze, und zwar ohne Unterschied der Nationalität. Der Wohnsitzbegriff sei nach einer Entscheidung des Ständigen ternctionalen Gerichtshofes im Haag definiert worden, d. h. als„ständige ernsthafte Niederlassung mit der Absicht, dort zu bleiben“. Aenderungen des Wohnsitzes oder der Nationalität, die nach dem 28. Juni 1919 eingetreten seien, hätten daher keinen Einfluß auf die Abstimmungsberechtigung. Der Unterausschuß habe sich gegen die Auffassung gewandt, daß auch die sogenannten Saargänger abstimmungsberechtigt seien. Ferner habe er sich gegen eine Abstimmungsberechtigung der damaligen französischen Besatzungstruppen ausgesprochen. Die Frage der gemeinde= oder bezirksweisen Abstimmung habe im Ausschuß zu eingehenden Diskussionen Anlaß gegeben. Frankreich habe der gemeindeweisen Abstimmung den Vorzug gegeben; der Ausschuß habe aber in seinem Bericht die gemeindeweise Abstimmung verworfen, und zwar aus politischen Erwägungen. Es könne nicht Aufgabe des Völkerbundsrates sein, zur Zersplitterung des Saargebietes und zur Vertiefung des deutsch=französischen Gegensatzes bei#utragen. Deshalb spreche sich der JuristenAusschuß für die bezirksweise Abstimmung aus, wobei aber nicht das Gesamtergebnis sämtlicher Bezirke nach der bestehenden verwaltungsrechtlichen Einteilung des Saargebieies ausschlaggebend sein solle, sondern das Resultat der einzelnen Bezirke als solche. Der Artikel befaßt sich u. a. auch mit den Kosten der Saarabstimmung. Die Saarregierung stelle sich die für die Abstimmung erforderliche Organisation folgendermaßen vor: Die Abstimmungskonvention, die im Mai zweifellos vom Völkerbundsrat beschlossen werde, solle aus einem Präsidenten und drei Mitgliedern bestehen. Ihr stehe zur Verfügung ein Generalsekretär, der von vier Hilfskräften unterstützt werde. Als zweite Einrichtung sei ein Wahllistenausschuß geplant. Er soll von einem Präsidenten geleitet werden, einem Beamten im Range eines Ministerialrates und aus 23 weiteren Beamten, 9 Sekretären und 24 anderweitigen Hilfskräften bestehen. Diese hohe Zahl sei durch die Wahlbezirke bedingt. Ferner sei eine Schlichterstelle erster Instanz für Streitigkeiten hinsichtlich der Abstimmungsberechtigung vorgesehen. Als letzte und oberste Instanz sei das Abstimmungsgericht in Aussicht genommen. Die Kosten für Gehälter mit Ausnahme der Auslagen würden monatlich 500000 französische Franes veranschlagt. Dazu kämen noch Kosten für Reisen, für den Wahlakt selbst usw. im Betrage von 1¼ Millionen. In dem Artikel wird weiter gesagt, die Regierungskommission des Saargebietes habe sich als Kollektiv=Persönlichkeit dahin ausgesprochen, daß ein militärischer Schutz für das Saargebiet, wie ihn der Präsident Knox persönlich verlangt habe, nicht notwendig sei. Das benötigte Polizei= und Gendarmeriekorps wird auf 2365 Mannschaften und Unteroffiziere sowie 25 Offiziere geschätzt, was monatliche Auslagen von drei Millionen sowie eine einmalige Auslage von sechs Millionen für Ausrüstung usw. erfordere. Die Regierungskommission schlage eine Teilung der Kosten zwischen Deutschland und Frankreich vor, oder aber eine internationale Anleihe, falls sich dieser Weg als unmöglich herausstellen sollte. Als hoch bedeutsam bezeichnet der Verfasser des Artikels dann die angebliche Tatsache, daß die Saarkommission selbst alle Befugnisse hinsichtlich der Abstimmung zurückgewiesen und in einer vertraulichen Note an den Völkerbundsrat diesen allein für die Abstimmung verantwortlich gemacht habe. Natürlich muß dem Verfasser und der Zeitung die Verantwortung für die Richtigkeit ihrer Angaben überlassen bleiben. Man hat den Eindruck, daß es sich im Wesentlichen zwar um authentische Einzelheiten handelt, daß aber auch dieser Bericht noch nicht alle Zusammenhänge enthält. Deutschianes Alleinneeschaleen Reichsbankpräsident Dr. Schacht über Transfer und Auslandsschulden — Transter-Hutschub unvermeidlich Die am Sonnabendnachmittag in Basel begonnenen Vorbesprechungen der amerikanischen, englischen, schweizerischen, holländischen und schwedischen Gläubiger Deutschlands über die TransferFrage wurden auch am Sonntag und Montag fortgesetzt. Reichsbankpräsident Dr. Schacht, der von Pressevertretern gebeten worden war, verschiedene Fragen zur deutschen Auslandsschuldenlage zu beantworten, betonte gegenüber dem Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros ausdrücklich, er sei niemals für eine Nichtanerkennung der deutschen Schulden eingetreten, noch habe er eine solche angeregt. In einem Vortrag vor dem Bondclub of Newyork, so fuhr der deutsche Reichsbankpräsident fort, habe ich am 9. Oktober 1930 bereits festgestellt und stelle dies hiermit wieder fest, daß wir alle Anleihen und Kredite, in welchen Geld durch private Anleger oder kommerzielle und finanzielle Kreditgeber investiert worden ist, als private Schulden betrachten gleichgültig, welcher Ursache sie ihre Entstehung verdanken, ob einer politischen oder nichtpolitischen. Deutschland ist entschieden gewillt, diese Schulden zu bezahlen. Das gegenwärtige deutsche Schuldenproblem ist nicht eine Frage der Richterfüllung, da jeder deutsche Schuldner gleichgültig, ob Privatschuldner oder öffentlicher Schuldner, nach den gegenwärtigen gesetzlichen Vorschriften den vollen Be. trag seiner Verpflichtungen in Reichsmark in die Konvertierungskasse für Rechnung der Treuhänder der fremden Stücke=Inhaber zu leisten hat. Was Deutschland zur Zeit nicht bewirken kann, ist, die fremden Devisen für diese Reichsmarkzahlungen zur Verfügung zu stellen, da Deutschland nicht genügend Devisen verdient, um den Transfer zu bewerkstelligen. Auf die Frage nach der gegenwärtigen Devisenlage und ob, wenn keine Devisen für Transferzwecke verfügbar seien, der Reichsbankpräsident glaube, daß ein Transferaufschub eintreten werde, antwortete Dr. Schacht: Wie die Dinge liegen, scheint mir ein Transferaufschub unter den gegenwärtigen Umständen unvermeidlich zu sein. Auf die nächste Frage: Glauben Sie, daß eine Herabsetzung der Zinssätze für die bestehenden Anleihen zweckmäßig wäre, erwiderte Dr. Schacht: Da die Lage des Welthandels sich so sehr verschlechtert hat, glaube ich, daß jede Zinsherabsetzung von Nutzen sein würde. Ich glaube sogar, daß eine solche Herabsetzung vom ökonomischen und moralischen Standpunkt aus gerechtfertigt wäre, da die gegenwärtigen Zinssätze in allen Ländern allgemein zurückgegangen sind. Es ist Aufgabe der Gläubiger, zu entscheiden, ob eine Herabsetzung der Zinssätze nicht eine vernünftige Maßnahme wäre. Die Pressevertreter wiesen alsdann den deutschen Reichsbankpräsidenten auf die Gerüchte hin, daß Deutschland wegen seiner Kredite zur Finanzierung seiner Einfuhr für Rohstoffe verhandele. Sie baten auch hierüber um Auskunft; Dr. Schacht erklärte: Ich habe niemals um neue fremde Kredite nachgesucht, noch darüber verhandelt. Ich wünsche, die alten Schulden zu bezahlen und nicht neue Schulden zu machen. Da es aber Deutschland an Devisen mangelt, sind wir gezwungen, unsere Einfuhr von Rohstoffen zu beschränken, was naturgemäß eine weitere Restruktion des Welthandels bedeutet. Ich habe jedoch eine gewisse Hoffnung, daß Abmachungen zwischen Deutschland und seinen Gläubigern gegebenenfalls ermöglicht werden können, durch welche Deutschland in die Lage versetzt würde, seine Rolle als Groß=Rohstoffkäufer, die es in der Vergangenheit gespielt hat, weiter zu spielen. Nur auf diese Weise kann es Deutschland ermöglicht werden, seine Schulden zu bezahlen. Es gibt nur einen Weg, alte Schulden abzutragen, nämlich den der künftigen Geschäftsbelebung. Weltpresse beim Papst Am Montag empfing Papst Pius XI. in Sonderaudienz die Vereinigung der ausländischen Presse Roms. Es war überhaupt das erste Mal, daß ein Papst den Vertretern der ausländischen Zeitungen eine Audienz gewährte. Er ließ sich die im Konsistoriensaal versammelten Mitglieder der Vereinigung einzeln vorstellen und antwortete dann in einer Ansprache auf eine ihm überreichte Begrüßungsadresse, er freue sich, die Vertreter der Weltpresse in wahrhaft väterlichen Gefühlen begrüßen zu können. Es sei ihm nicht nur eine Freude, sondern sein Wunsch gewesen, sie bei sich zu sehen. Vor allem möchte er ihnen für ihr Interesse und ihre Unterstützung anläßlich des Heiligen Jahres danken, denn wenn dieses einen so schönen und starken Widerhall in der Welt gefunden habe, so sei das nicht zum wenigsten der Mehrheit der ausländischen Pressevertreter in Rom zu verdanken. Zum Schluß erteilte der Papst den Versammelten seinen Apostolischen Segen. Vorher hatte er betont, wenn auch nicht jeder von ihnen diesen Segen in liturgischem Sinne auffassen und annehmen könne, so gelte doch für alle der Segen im philologischen Sinne des Wortes, als Benediktion, d. h. Wunsch zum Guten. Er spreche den Segen aus väterlichem Herzen heraus als ein Vater, der in allen Ländern, denen die Anwesenden angehörten, Kinder habe. Moskauer Ostern Ueberfüllte Kirchen trotz Gottlosenprovaganda Nach dem Kirchenkalender des griechisch=orthodoxen Bekenntnisses wurde Ostern dieses Jahr in Moskau eine Woche sväter als in Westeurova geseiert. Das Verhalten der Bevölkerung zeigte, daß sowohl in der Stadt wie besonders aus dem Lande die Anhänglichkeit an die kirchliche Sitte noch feste Wurzeln hat. Freilich verschwinden die kirchlichen Stätten immer mehr. In Moskau z. B. ist die Zahl der den Gemeinden noch für den Gottesdienst überlassenen Kirchen seit der Revolution auf den fünften Teil oder noch weniger zusammengeschmolzen. Die Erlöserkathedrale, das frühere Wahrzeichen Moskaus. wurde 1931 gesprengt und niedergerissen. Auch gegenwärtig arbeitet die Spitzhacke an vielen Gotteshäusern. Sonntage und Kirchenfeiertage gelten nicht mehr. Der 7. und 8 April mußten offiziell als Arbeitstage eingehalten werden: dennoch waren am Tage vor Ostern und in der Osternacht die Kirchen überfüllt, und zwar keineswegs nur von alten Leuten, man sah auch viel Jugend. Die, wie üblich, um die Zeit der Kirchenseste verstärkte Gottlosenprovaganda der Jungkommunisten und anderer Organisationen fiel diesmal weniger auf und schien lauer betrieben zu werden. Das Stadtbild war infolge des Rückschlages des Wetters noch winterlich. Am Ostersonntag lag Moskau im Schnee. Ohihlereineuierei i Volldien Offiziersschuler von La Paz meuterten— 120 Tote, über 100 Vertundete? Nach Berichten von Reisenden, die aus Bolivien kommend in Lima eintrafen, soll unter den Schülern der Offiziersschule in La Paz eine Meuterei ausgebrochen sein, zu deren Unterdrückung die Regierung Truppen aussenden müßte. Die meuternden Offiziersschüler sollen sich erst ergeben haben. nachdem die Regierungstruppen mehrere Granatschüsse abgegeben hatten. Dabei sollen viele Schüler getötet oder verwundet worden sein. Man spricht sogar von 120 Toten und über 100 Verwundeten. Die Einweihung der schwimmenden Jugendherberge„hein Godenwind“. 8 * DADAR RO AO Eltern wehren sich Die Eltern der schulpflichtigen Kinder in der Stadt Mexiko veranstalteten eine Protestkundgebung gegen die vom Unterrichtsminister geplante Einführung von Auiklärungsunterricht auf sexuellem Gebiet. Im Verlauf der Kundgebung kam es zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei ging mit der blanken Waffe gegen die Kundgeber vor, die ihrerseits. von Studenten unterstützt, einen Steinhagel auf die Beamten eröffneten. Die Feuerwehr, die mit der Spritze die Menschenmenge auseinandertreiben wollte, wurde an ihrem Vorhaben gehindert. 70 Männer und Frauen wurden verletzt. Die Polizei verhaftete sieben Frauen und 14 Männer. Die größte schwimmende Jugendherberge der Welt wird durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach(unten rechte bei seiner Ansprache) übernommen Die größte schwimmende Jugendherberge der Welt ist in deutschem Besitz und wurde jetzt im Beieein von mehr als 100000 Hitleriungen feierlich seiner Bestimmung übergeben.„Hein Godenwind“ ist ein Schmuckstück des Hamburger Hasens und bleivt vort immer verantert. Straßenschlachten in Amerika Fanatische Armenier In der armenischen Kirche von Boston kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen zwei feindlichen Gruppen von Armeniern. Die Zusammenstöße arteten in eine regelrechte Schlacht aus, die schließlich im Freien fortgesetzt wurde. Messer und Eisenhaken wurden als Waffen verwendet. Eine Partei beschuldigt die andere. an der Ermordung des Erzbischofs Toursin in Newyork im Dezember vorigen Jahres beteiligt zu sein. Ungeheure Menschenmassen sammelten sich an und sahen dem Kampfe zu. Schließlich trafen 250 Polizisten mit Gewehren und Tränengasbomben ein und machten dem Kampf ein Ende. Neun Personen wurden verhaftet. Alle wiesen erhebliche Stich= und Schnittwunden auf. Wie in Boston, ist es auch in Chikago zu beftigen Auseinandersetzungen zwischen zwei armenischen Gruppen gekommen. Die Zusammenstöße endeten auch hier in einem längeren Straßenkampf, der mit Ziegeln und Pflastersteinen ausgesochten wurde. Auch Frauen sah man unter den Kämpfenden. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen BOT. Es handelt sich in der Hauptsache um Streitigkeiten zwischen dem Taschnag=Verband, der für die Unabhängigkeit Armeniens eintritt und Kommunisten, die selbstverständlich Anhänger der SowjetUnion sind und das gegenwärtige Verhältnis zur Räteregierung besürworten. Der Muttertag bleibt In einer vom Propagandaministerium einberufenen Sitzung, an der die Vertreter der Ministerien, des Amtes für Volkswohlfahrt und der Verbände des Reichsausschusses für Volksge: sundheit, des Aufllärungsamtes für Bevollerungspolitik und ferner die Vertreter der karitativen Verbände u. a. teilnahmen, wurde die Beibehaltung des Muttertages beschlossen. Ueber den Rahmen des eigentlichen Muttertages hinaus wurde vorgesehen, den Tag als Tagder Familie zu begehen und ihn durch künstlerische Veranstaltungen würdig zu gestalten. Sammlungen werden an diesem Tage nicht stattfinden. So wird in diesem Jahre der 13. Mai das Gepräge erhalten, das ihm Dr. als Vorkämpfer für den Muttertag seit wünschte. Die Federführung für die Durchführung des Muttertages wird bei der NS.=Volkswohlfahrt und bei dem Deutschen Frauenwerk liegen. Bewertung ungültiger Stimmen bei der Vertrauensmannerwah# Hinsichtlich der Bewertung ungültiger Stimmen bei der Abstimmung zur Wahl der Vertrauensmänner sind Zweifel aufgetaucht. Un diese zu beheben, wird amtlich folgendes erklärt: Nach§ 10 der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit ist zu ermitteln, welche der auf der Liste aufgestellten Personen eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhalten haben, Hierbei sind nur diejenigen Stimmen zu berüasichtigen, die der Vorschlagsliste rechtsgültig zustimmer oder sie ganz oder teilweise rechtsgültig ablehnen. Ungültige Stimmen, die z. B. vorli# wenn ein Wahlumschlag oder Stimmzettel Vermerken oder Vorbehalten abgegeben worden ist oder wenn aus einem Stimmzettel der Wille des Abstimmenden nicht unzweifelhaft entnommen werden kann, sind nicht mitzurechnen. Si können nicht anders bewertet werden als nicht abgegebene Stimmen und müssen daher bei der Ermittlung des Abstimmungsergebnisses außer Betracht bleiben. Diese Regelung entspricht auch dem Abstimmungsverfahren, das bei der Reichstagswal) vom 12. November 1933 nach Maßgabe der Verordnung vom 14. Oktober 1933(Reichsgesetzbla I., S. 732) galt. 50 Tote eines Bootsunglücks Ein großes Boot, das zahlreiche Passagiere zur Jahresmesse in Puri(Britisch=Indien) beförderte, ist auf dem Devi=Fluß gekentert. 50 Personen ertranten. „Dls Wir de schäffen westdeutsche Wirtschaftsführer sprachen in einer ArbeitstrontKundgebung Unter dem Geleitwort„Wie wir es schaffen“, sand in der Dortmunder Westfalenhalle eine waltige Massenkundgebung der Deutschen Arheitsfront statt, in deren Rahmen zwei westutsche Wirtschaftsführer zu Wort kamen. Bergwerksdirektor Dr. Brandi betonte u. In harter Schule sei das deutsche Volk vor die Schicksalsfrage gestellt worden, ob es leben oder untergehen werde. Unter Adolf Hitlers Führung habe aber das deutsche Volk die klare Antwort gegeben, daß es leben wolle. An Stelle nationaler Gleichgültigkeit sei nationale Schicksalsverbundenheit getreten. In Verfolg der großen Gedanken des Führers sei auch die Wirtschaft und Sozialpolitik in vollkommen neue Formen gebracht. Nun werde der soziale Frieden nicht mehr gestört. Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten aller an der Wirtschaft Beteiligten seien klar geschieden. Oberste Pflicht sei gegenseitige Kameradschaft und Hilfsbereitschaft innerhalb der Arbeitsfront. Die früheren Mißverständnisse zwischen Unternehmer und Belegschaft würden in Zukunft nicht mehr auftreten. Der Unternehmer sei dem Reiche und dem Volke für seinen Betrieb verantwortlich. Wie ihn sein Führertum verpflichte, so sei auch sein Handeln getragen von Ehrgefühl und echt nationalsozialistischem Geiste im Sinne des Führers. Hierzu bedürfe es des guten Willens und der straffen Disziplin aller Beteiligten, damit aus Feindschaft Freundschaft, aus Mißtrauen Vertrauen, aus dem Gegeneinander ein Füreinander werde. Generaldirektor Dr. Albert Vögler=Dortmund führte u. a. aus: Die neuen Gesetze seien berufen, den Baum der deutschen Wirtschaft zu neuer Blüte und Frucht zu bringen. Sie sicherten das Verhältnis unbedingter Treue zwischen Führer und Gefolgschaft und brächten die alten ehrenhaften Bräuche des ehrbaren Kaufmanns und Wirtschaftlers wieder zu Ehren. Im Ringen der Weltwirtschaft stehe die gefamte deutsche Volkswirtschaft geschlossen zusammen. Der Erfolg hänge nicht allein von uns ab, denn mit Sorge erfülle uns die Beobachtung, daß wir mehr einkaufen als verkaufen, das heißt, mehr ausgeben als einnehmen, was auf die Dauer unmöglich sei. Wenn daran die Wirtschaft auch noch kranke und wenn uns schwerste Kämpfe noch bevorstünden, so habe man doch die Zuversicht, daß eine richtig geführte deutsche Volkswirtschaft sich auch in der Weltwirtschaft behaupten werde. Jeder müsse seine gesamte Kraft einsetzen. Unter der heutigen Führung sei der Erfolg des wirtschiftlichen Aufbaues gesichert. Nicht alle Leute könnten dasselbe tun, aber alle sollten sich die Hände reichen zu gemeinsamer Arbeit in Liebe zum Vaterlande in der Erkenntnis, daß es eine höhere Aufgabe nicht gebe, als dienendes Glied der deutschen Volksund Arbeitsgemeinschaft zu sein und mitzuwirken an der Arbeit zum Wohle des Ganzen. Zum Schluß der Kundgebung sprachen der Gaubetriebszellenobmann und Leiter der Reichsbetriebsgruppe Bergbau, Pg. Stein, Bochum, und der Stellvertreter des Gauleiters, Pg. Stürtz, Bochum. Der deutsche Arbeiter habe gelernt, so führte Pg. Stein aus, nationalsozialistisch zu denken und zu handeln. Ungeeignete Führer würden für den Betrieb und die Gefolgschaft verhängnisvoll sein. Man verlange von niemandem, daß er von heute auf morgen ein 100% iger Nationalsozialist werde, aber man dürfe auch nicht jeden verdächtigen, ein Marxist oder Reaktionär zu sein, der noch nicht soweit sei. Führer und Gefolgschaft in der Wirtschaft stellten eine untrennbare Gemeinschaft dar. Sie müßten ihre gegenseitigen Pflichten ernst nehmen. Stellvertretender Gauleiter Stürtz betonte, die Führung habe das richtige Empfinden dafür, wer sich jetzt noch drücke. Ausreden würden nichts helfen. Gewiß seien noch Hemmnisse und Schwierigkeiten zu überwinden, doch restlos verschwinden müsse der Dünkel auf der einen Seite, die Minderwertigkeitsgefühle auf der anderen. Byzantiner und Duckmäuser könnte der Nationalsozialismus nicht gebrauchen. Kein Führer dürfe etwas fordern, wozu er nicht auch selbst bereit sei. Oskar von Miller gestorben Geheimer Baurat Dr. Oskar von Miller, der Schöpfer des Deutschen Museums, der in der letzten Zeit leidend wer, ist am Montagnachmittag überraschend schnell in München gestorben. Der wankende Völkerbundsbau Der Grundstein des neuen Völkerbundspalastes im Sumpf versunken Reuter meldet aus Genf: Der vor fünf Jahren gelegte Grundstein des neuen Völkerbundspalastes in Geuf ist verschwunden. Der Präsident des Völkerbundes hatte ihn seinerzeit mit großem Pomp und prunkvollen Zeremonien gelegt und dazu erklärt: Dieser Stein ist gut und fest gelegt. Jetzt aber, wo sich der Palast der Vollendung nähert, ist der Stein verschwunden. Man glaubt, daß er in den Sumpf gesunken ist, auf dem der Völkerbundspalast gebaut ist. Fruu=Werther fagr aue Etwa 10000 Reichsdeutsche und deutschstämmige Amerikaner veranstalteten in Newyork eine eindrucksvolle Protestkundgebung gegen jüdische Boykottversuche. Die Aufforderung. die Boykottversuche mit einem Boykott der Boykotteure zu beantworten, fand stürmische Zustimmung. Zu ernsten Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Der Mordprozeß Waltershausen Auch am Montagvormittag umlagerte eine nach hunderten zählende Menschenmenge den Eingang zum Schweinfurter Gerichtsgebaude. Als erster Zeuge wurde Kriminalkommissar Joseph Mayer vernommen, der am 2. Dezember 1932 im Schloß Waltershausen den Tatbestand aufgenommen hat. Das wichtigste an seinen Aussagen ist, daß nach seiner Ueberzeugung außer der Frau und dem Herrn Werther niemand in dem Zimmer hätte sein können. Es käme noch in Frage, daß jemand im Einvernehmen der Frau Werther gehandelt habe. Da aber Frau Werther mit Liebig gesprochen habe und auch bei Liebig eine Pistole gefunden worden sei, aus der im Zimmer geschossen sein solle, habe der Zeuge angenommen, daß Liebig die Hand im Spiele haben müsse. Die spätere Untersuchung habe aber nicht im geringsten den Nachweis hierfür erbracht. Als man später der Frau Werther vorgehalten habe, daß Liebig als Mörder gar nicht in Frage komme, änderte sie plötzlich ihren früheren Standpunkt und sagte, wenn es mein Mann war, dann müsse er es in einem Augenblick getan haben, in dem er„ganz verrückt" gewesen sei. Unter diesen Umständen könne auch sie den Verdacht gegen Liebig nicht aufrechterhalten. Anhaltspunkte dafür, daß Liebig die Tat begangen hätte, hat Oberkommissar Meyer nicht. Wie Meyer ferner auf Fragen des Vorsitzenden mitteilte, hat die Familie Werther lediglich 180 Mark Pension erhalten, wovon etwa 80 Mark für Abgaben abgingen, sodaß der Familie nur rund 100 Mark verblieben seien. Außerdem habe die Familie Werther mehrere hundert Mark der Köchin und 80 Mark Liebig geschuldet. Auf eine Frage des Verteidigers, ob der Täter nicht in die Kofferkammer gesteckt wurde, um abzuwarten, was auf den Schuß auf Hauptmann Werther folgen würde, bekundete Oberkommissar Meyer, Aufrehenee Lage in Purik Politische Schlägereien— Bolscheiismus nutzt die Lage es müßte in diesem Falle jemand mit Frau Werther zusammengearbeitet haben. Der Hausarzt der Frau Werther bekundete über das Verhältnis der Eheleute Werther, daß. soweit er das beurteilen könne, die beiden Ehegatten sich vertragen hätten, wenn auch das Verhältnis nicht besonders mustergültig gewesen sei. Nach einer kurzen Pause wurde in die Vernehmung der Frau Werther eingetreten. Eingangs wies der Vorsitzende auf die Selbstmordgedanken hin, die das Ehepaar Werther wiederholt geäußert haben soll, ferner auf den Umstand, daß es völlig ungeklärt sei, wie der Täter in das bezw. aus dem Mordzimmer habe gelangen können. Dadurch bleibe ein Verdacht der Mittäterschaft gegen Frau Werther bestehen und eine Entschädigung für die seinerzeit erlittene Untersuchungshaft sei aus diesem Grunde abgelehnt worden. Frau Werther schildert dann eingehend ihren Lebenslauf und betont, daß sie und ihr sich früher in sehr guten finanziellen Verhältnissen befunden hätten.„Wir hatten gut zusammengelebt“; fuhr Frau Werther fort,„aber nachher, das muß ich gestehen, wurde das Verhältnis etwas getrübt, weil mein Mann auch andere Frauen gern hatte. Aus finanziellen Rücksichten war der Tod meines Mannes nicht erwünscht und erst recht nicht notwendig.“ Die Eheleute Werther seien mit dem Chauffeur Liebig in den ersten Monaten zufrieden gewesen. Nachher aber habe sich Liebig sehr verändert. „In der letzten Zeit“, so fuhr die Zeugin fort, „habe ich vor Liebig Angst gehabt. Er war mir unangenehm geworden. Er gab keine Antwort mehr und stand früh nicht mehr auf.“ Vorsitzender: Sie sollen sich vor ihm gefürchtet Zeugin: Er war mir unheimlich geworden. 3ch bin nicht mehr allein mit ihm im Auto gefahren. Der Staatsanwalt sowohl wie der Verteidiger Liebigs stellten an die Zeugin noch einige Fragen, die sie in den meisten Fällen mit den Worten:„Davon weiß ich gar nichts“ beantwortete. Schließlich wurde die Verhandlung auf Dienstag vormittag ½9 Uhr vertagt. Nachdem es bereits am Sonntagnachmittag in Paris auf dem Place de L’Etoile zu einer heftigen Schlägerei zwischen Anhängern der„Solidarite Francaise" und Verkäufern des sozialistischen „Populaire“ gekommen war, ereigneten sich am Sonntagabend im Quartier Latin neue Zusammenstöße zwischen antisemitischen und jüdisahe. Studenten. Als Polizei anrückte, zogen beide Parteien es vor, das Weite zu suchen. Drei jüdische Mediziner haben bei den Zusammenstößen erhebliche Verletzungen davongetragen. Sie behaupten, die Schlägerei sei entstanden wegen ihrer Weigerung, feilgebotene antisemitische Flugschriften zu kaufen. Zu diesen Zusammenstößen meldet die Francaise", daß wenigstens 30 Verletzte zu verzeichnen seien. Das Blatt fährt dann fort: Die Kämpfer wurden getrennt, aber die Polizisten hüteten sich, einen einzigen Angreifer festzunehmen. Die Nachprüfung ihrer Ausweispapiere wäre erbaulich gewesen. An einem frühlingswarmen Sonntag, am hellichten Tag mitten in Paris haben also unerwünschte Juden aus Deutschland und sonstige Ghettos ungestraft echte Franzosen überfallen können. Das ist doch etwas stark. Wie denken Innenminister Sarraut und Polizeipräfekt Langeron darüber? Die Polizei hat nur eine Verhaftung vorgenommen, und zwar nahm sie einen Anhänger der„Sol darite Francaise" fest, der noch dazu verletzt war. Revolutionäre Kundgebungen am 20. April in Paris? „Le Jour“ läßt sich aus Cherbourg berichten, daß seit einiger Zeit von einer revolutionären Kundgebung gesprochen werde, die am 20. April in Paris stattfinden solle. Der Gewährsmann des Blattes will erfahren haben, daß alle linksstehenden Verbände bereits Anordnungen für diese Kundgebung, der das Mäntelchen„antifaschistisch" umgehängt werden solle, getroffen hätten und daß Verhandlungen zwischen Vertretern der sozialistischen und kommunistischen Gewerkschaften im Gange seien. Die kommunistische„Humanite" veröffentlicht einen Aufruf der kommunistischen Gewerkschaften, die am Sonntag gegen den Generalsekretär der sozialistischen Gewerkschaften, Jouhaux, Stellung genommen haben und alle Arbeiter und Beamte für den 20. April zu großen Kundgebungen gegen die„Hungerverordnungen“ der Regierung und für den 22. April zu antifaschistischen Kundgebungen vor dem Pariser Rathaus auffordern. Das Blatt behauptet, Vertreter der sozialistischen Verbände hätten sich zur Teilnahme bereit erklärt und verzeichnet mit besonderer Genugtuung eine Entschließung der kommunistisch organisierten Postbeamten und Angestellten, die den Kampf gegen die Regierung aufnehmen und bis zu Ende durchführen wollen.— Da„Le Jour“ auch aus Cherbourg Vorverhandlungen und Vorbereitungen für eine revolutionäre Kundgebung am 20. April in Paris gemeldet hat, ist anzunehmen, daß die Kommunisten eifrig am Werk sind, die allenthalben herrschende Gärung auszunutzen. Neuer Rekord mit der Luftpost Das Staatsbegräbnis in Münster Einzeiheiten über die Beisetzung von Einems Bei der Trauerfeier für Generaloberst von Einem, die am Mittwoch um 11 Uhr im Schloß Münster stattfindet, werden die Fahnen des ehemaäligen Infanterie=Regiments 16 und die Standarten des ehemaligen Kürassier=Regiments 4 m Sarge aufgestellt sein. Am Schloßeingang wird eine Ehrenwache des Infanterieregiments 10 Aufstellung nehmen. Anschließend erfolgt die Seisetzung auf dem Zentralfriedhof in Münster. Trauerparade wird vom Artillerieführer West, General von Ulex, kommandiert. Sie besteht aus dem 2. Butaillon des Infanterie=Reginents 18, der Traditionseskadron der ehemaligen * Kürassiere des Reiterregiments 15 und einer Natterie der ersten Abteilung des Artillerieregiments 6. Zwei Hauptleute des Standortes Müner werden die Ordenskissen des Generaloberst don Einem tragen. Der Sarg wird auf einer Tütette zum Grabe getragen. Alle militärischen Dienststellen in Münster werden halbmast flagden Reichswehrminister Generaloberst von Blomder dienstlich auf einer Flottenreise abwewird durch den Chef der Heeresleitung General der Artillerie Freiherr von Fritsch verrketen sein. Sämtliche Offiziere des Standortes Rünster nehmen an der Beisetzung teil. Reichswehrminister von Blomberg widmet Generaloberst von Einem folgenden Nachruf: Am 7. April 1934 starb in Mülheim=Ruhr der Generaloberst Karl von Einem Zrzanters, Bezz, maler, Chef des ehemaligen ments Freiherr von Sparr(3. Westfälisches) Nr. 16 a la suite des ehemaligen Kürassierregiments von Driesen(Westfalen) Nr. 4, Ritter des Ordens vom Schwarzen Adler und des le merite mit Eichenlaub, zuletzt Oberbefehlshaber der 3. Armee. Als junger Leutnant im Kriege 1870=71 verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, wurde er nach glänzender, und im griege, in der Front, im Generalstao und im Kriegsministerium preußischer Staats= und minister. Als kommandierender General des Armeekorps zog er ins Feld und stand später al Oberbefehlshaber der 3. Armee an einer der wichtigsten Stellen der Westfront. Hier hat er in ruhmvollen Kämpfen seinem Namen schichte des Weltkrieges für immer einen ehrenvollen Platz gesichert. Mit ihm ist ein sonders befähigter, tapferer General von uns gegangen, der an der Entwicklung des alten Heeres und seinen ruhmreichen Waffenerfolgen im Weltkriege hervorragenden Anteil hatte. In zwei Tagen 23 Stunden von Südamerika nach Deutschland Die für Deutschland bestimmte SüdamerikaPost des Transozeandienstes der Deutschen Lufthansa, die am Freitag, 6. Pernambuco verließ, traf Montag 8.59 Uhr Stuttgart nach einer Postlaufzeit von nur zwei Tagen und 23 Stunden für die 9000 Klm. lange Strecke ein. Damit ist der bisherige Rekord, der bei 3½ Tagen stand, um mehr als einen halben Tag unterboten worden. Das Schnellflugzeug „Sperber“, flog anschließend sofort mit der für die Reichshauptstadt bestimmten Post nach Berlin weiter und landete um 11.15 Uhr auf dem Flughafen Tempelhof.„. g. eemosthi, Zu einem großen Erfolg für den Lufrpostvienst Deutschland—Südamerika gestaltete sich Ende März der erste Durchflug eines dreimotorigen Großflugzeuges von Junkers„Jn 52, das mit Schwimmern ausgerüstet von Rio de Janeiro nach Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens. zum ersten Male durchgeflogen war. Das deutsche Flugzeug, das in Argentinien einen hervorragenden Eindruck machte, hatte die gewaltige Küstenstrecke mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 225 Stundenkilometer zurückgelegt. Danzigs innere und änßere Lage In einer Massenversammlung der Danziger NSDAP. sprachen Staatspräsident Dr. Rausch= ning und Gauleiter Forster über die innere und äußere Lage Danzigs. Der Staatspräsident kündigte die Absicht an, über einen Vorvertrag zum Abschluß eines Konkordats zu gelangen und erklärte des weiteren u. a. daß Danzig entschlossen sei, handelspolitisch andere Wege zu beschreiten falls Polen sich nicht bereit erklärt, den gegenwärtigen unerträglichen Schwebezustand in wirtschaftlicher und zollpolitischer Beziehung zu beseitigen. Im Konzentrationslager an der Kuhr gestorden In dem an der Burgenländischen Grenze gelegenen Konzentrationslager Kaiser=Steinbruch starb dieser Tage der Kaufmann Michael Zauner aus Seekirchen in Salzburg an der Ruhr. Parteigenosse Michael Zauner war 30 Jahre alt, Obmann der Seekirchener Liedertafel und des dortigen Nationalen Turnvereins. Amerikas Pazisikflokte ziehl um 125 000 Personen wechseln den Wohnort Die bereits seit einiger Zeit geplante Verlegung eines Teiles der Pazifikflotte nach dem Atlantischen Ozean ist nunmehr erfolgt. 104 Kriegsschiffe, die insgesamt neben 300 Flugzeugen 45000 Mann Besatzung an Bord haben, liefen am Montag von Los Angeles in Richtung Panama=Kanal aus. Die Schiffe werden, wie bereits gemeldet, in den Gewässern um den Panama=Kanal große Manöver abhalten, die am 12. Mai im Karibischen Meer beendet werden. Die Kriegsschiffe werden dann Ende Mai in Newyork eintreffen und dort von Präsident Roosevelt besichtigt werden... M Die Flottenverschiehung bringt vie Ueversiedlung von insgesamt 125 000 Menschen einschließlich der Familienangehörigen von der Küste des Stillen Ozeans zur atlantischen Küste mit sich. In wenieen Zeiten Nachdem kurz vor Ostern das Reichskommissariat für Vieh=, Milch= und Fettwirtschaft als Ersatz für das Reichskommissariat für Milchwirtschaft geschafsen worden war. ist nunmehr Freiherr von Kanne zum Reichskommissar ernannt worden. Als Nachfolger der verstorbenen abgeordneten von Morozowicz und Seidel=Dittmarsch sind der Landwirt Joachim von Blücher. Wolkow(Kreis Regenwalde).(Wahlkreis 1I Berlin) und SS.=Sturmbannführer Willi LucknerKottbus(Wahlkreis IV Potsdam 1) in den Reichstag eingetreten. Bei der feierlichen Eröffnung der Reichsberufs: wettkämpfe sprach am Sonntag Staatsrat Dr. Ley über die Gemeinschaftsarbeit. Die Pariser Presse bestätigt, daß nach der Unterredung zwischen Henderson und Barthon die Abrüstungsverhandlungen auf eine neue Grundlage gestellt werden sollen. Es werde sich nicht mehr um die Abrüstung. sondern nur noch um eine Beschränkung der Rüstungen handeln. Die englische Presse schlägt in ihren Berichten über den Inhalt der französischen Note einen recht optimistischen Ton an. obwohl sie. wie ein Blatt hervorhebt. Zugeständnisse machte, die mit einem Drahtverbau von Bedingungen versehen seten. Ueber den Zusammenhang zwischen Rüstung und Währung macht„Financial News“ sehr interessante Ausführungen. Das Blatt schreibt. der Zeitpunkt werde kommen, wo die französische Reeierung nur noch die Wahl habe, entweder im Wettrüsten zurückzubleiben oder eine weitere Aufrüstung durch Juilationsmaßnahmen zu inanAeten. zeigt uunder Spezial-Fenster driffelkästen......... 0.50, 0.35, 0.20 0.10 Tafeln, roh und poliert, in allen Größen! Griffel, 12 Stück 0.10 Schwammdosen 0.20, 0.15, 0.10 Schülleretuis m. 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Kontrolle der LandwirtschaftsKammer der Provinz Westfalen) per Sack= 1 Ztr. 1.30 E. Homel o. H. S Das Landjahr Altred Trappenstraße 28 und 30 Zum JchueBeginn: Zuckertüten, Tornister, Tafeln, Kladden, Schulblicher, Reißzeuge, Reißbretter u. a. m. Zu haben bei Eckaus, TDette Zwangsversteigerung Es werden öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert, Mittwoch, den 11. April 1934, 10 Uhr, Ostenstraße 26: 1 Zimmerofen, 1 Musikautomat, 1 Waage, 1 Büfett, 1 Wohnzimmer, Romane, 1 Geldschrank, 1 Ladeneinrichtung. 837 Franz, Obergerichtsvollzieher. Graf Adolfstraße 3. Lenruing 123 Gutgedüngtes Kartoffelland 833 fertig zum Anpflanzen abzugeben. Preis pro Rute 80 Pig. H. Reddemann, Gut Ruhrfeld, Tel. 2832 Achlung Sie können Ihre Rechnungen billiger versenden, wenn Sie den Stempel Geschaftrpuxkere benutzen. Sämtliche BüroZahlreiche Anfragen beweisen mir, daß über die Durchführung des Landjahres, das bekanntlich eine vollkommen neue Erziehungsform darstellt, in der Oeffentlichkeit noch sehr unklare Vorstellungen herrschen. Ich nehme Veranlassung hier einige grundsätzliche Ausführungen zu dieser Sache zu machen. Zunächst ist zu betonen, daß das Landjahr weder eine Art Arbeitsdienst noch eine Fortführung des Schulbetriebes auf dem Land darstellt, es ist vielmehr ein in seiner Art erstmaliger Durchbruch zu rein nationalsozialistischer Menschenformung. Sinn des Landjahres ist— das dürfte inzwischen allgemein erkannt worden sein— die heranwachsende Jugend aus der zersetzenden Atmosphäre der Großstädte und Industrieorte herauszunehmen und sie auf dem Lande zu körperlich und charakterlich starken Menschen zu bilden, die gleichzeitig durch dieses neuartige Erlebnis eine innere Bindung zur Scholle und ihren Bewohnern finden. Das Wort von Blut und Boden soll diesen jungen Stadtkindern wieder Begriff werden. Die Teilnehmer am Landjahr werden in Gemeinschaftslagern zu etwa 30 zusammengefaßt. Sie stehen unter der Obhut von einem Leiter und einem Helfer, deren Eignung mit außerordentlich strengem Maßstabe ermittelt wurde. Die Eltern werden den Leiter bei der Abreise der Kinder auch persönlich kennen lernen. Das Hauptaugenmerk wird im Landjahr neben der nationalpolitischen Schulung der körperlichen Ertüchtigung zugewandt, die durch jede Art volkstümlichen Sport und häufige Fahrten(1—14 tägig) erreicht wird. Außerdem soll zeitweise Arbeit im Garten, beim Bauern(nur in Gruppen!) beim dörflichen Handwerker usw. den Landpflichtigen mit den Lebensgesetzen der Landbevölkerung vertraut machen. Einen großen Raum im Erziehungsplan nehmen die Bastelarbeiten ein, ferner Heimabende mit Musik, Lied, Spiel und Wort. Alle Landpflichtigen werden einheitlich gekleidet(wahrscheinlich HJ.=Uniform) sie sind ferner gegen alle Schäden versichert. Unkosten erwachsen den Eltern später in keiner Weise. Daß natürlich die Schulung durch Unterbrechungen, wie etwa Ferien, nicht gehemmt werden darf, ist einleuchtend. Die Abreise der Teilnehmer wird voraussichtlich am 16. v. M. erfolgen, Ende des Landjahres ist am 20. Dezember Zu weiteren Auskünften sind die Leiter der Auswahlkommissionen bereit: Rektor Breuking, Schwerte, Graf Diedrichstraße, Rektor Schulte am Bruch, Schwerte, Hagener Straße, Rektor Wetschewald, Menden, Brückstraße. NSLB.=Vors. August Schäfer, Hohenlimburg, Rosenstraße. Menden, den 6. April 1934. W. Ebbefeld, Kreisbeauftragter für das Landjahr. Vvonnes Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann 48. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Werbel ging jetzt an Irenes Toilettentisch. Während sie ihm verwundert zusah, räumte er Schalen und Platten beiseite: „Haben Sie noch immer nicht auszusagen, Fräulein von Merten?“ „Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen! Ich habe Ihnen doch schon ein paarmal gesagt, daß ich nichts zu gestehen habe, weil ich nichts Unrechtes beging. Jetzt schlug Werbel die Decke des Toiletten tisch zurück. Weiß leuchtete das Kuvert. „Und was ist das hier?“ fragte Werbel scharf. Ohne zu begreifen, sah Irene den Briefumschlag. „Ich weiß nicht, was das ist. Wie kommt der Brief dahin? Gestern war er bestimmt noch nicht da, denn die Decke ist gestern frisch aufgelegt worden.“ „Aber heute liegt er da, und das ist das Wichtige! Fräulein von Merten, wir wissen beide, was das Kuvert enthält. Sie sehen, Ihr Spiel ist verloren!“ Irenes Geduld war zu Ende. Heftig fuhr sie auf: „Wenn Sie wissen, was in dem Umschlag ist, um so besser. Ich weiß es nicht. Ich bitte, mir nun endlich deutlich zu sagen, was Sie eigentlich von mir wollen! Was enthält das Kuvert? Und was soll ich eigentlich getan haben?“ „Wenn Sie es nicht anders wollen, so werde ich es Ihnen sagen: Ich beschuldige Sie des versuchten und vollendeten Landesrerrats. Weiter des Betäubungsversuchs an Herrn von Seeburg. Sie haben nämlich den Kaffee mit dem Betäubungsmittel zubereitet und Herrn von Seeburg hereingebracht, haben dann ein Dokument aus der Aktenmappe herausgerissen und es photographiert. Dann haben Sie es in das Zimmer von Herrn von Seeburg zurück gebracht. Die photographische Kopie liegt hier in Ihrem Zimmer versteckt in diesem Umschlag. Ich habe den Auftrag, mich Ihrer Person zu versichern und erkläre Sie für vorläufig festgenommen. Wer Ihre Komplicen sind, werden wir auch bald heraus haben. Oder wollen Sie vielleicht jetzt gestehen? Nun?“ Irene war geisterbleich geworden. Entsetzt starrte sie Werbel an. Alles drehte sich um sie. „Nicht schwach werden", dachte sie fieberhaft. Es ging jetzt um Seeburg. Sie kannte die Richtung, in der Seeburgs Verdacht ging und den er dem Kriminalbeamten verschwiegen hatte. Die offene Tür zu Yvonnes Zimmer, diese Tatsache hatte er verheimlicht und sogar Irene um Schweigen gebeten. Alles war für sie klar. Seeburg wollte Yvonne, die geliebte Frau, nicht der Polizei ausliefern, selbst wenn sie eine Verbrecherin war. Yvonnes ungewohnt frühzeitiges Fortgehen vor allem paßte ganz genau in das ganze Bild. Vermutlich war sie schon fort, vielleicht geflohen. Je länger Seeburg schwieg, um so größer war für Yvonne die Möglichkeit, zu entkommen. Und Seeburgs Wünsche durfte sie nicht durchkreuzen. Eine tiese Entschlossenheit machte Irene ruhiger. Nur schweigen, dann war alles gewonnen für den heimlich geliebten Mann. Werbels falscher Verdacht würde sich ja schließ lich von selbst entkräften. Nur schweigen und Seeburg den Dienst leisten, den er von ihr erwartet. Auf sie kam es nicht an. War Seeburg ihr verloren— sie wollte nicht die Glückliche, die er noch immer liebte, ins Unglück stürzen. Blitzschnell schossen diese Gedanken Irene durch den Kopf. Zu Werbel gewandt, sagte „Ich habe meinen früheren Aussagen nichts hinzuzufügen. Ich weiß nichts von einem Betäubungsversuch, nichts von Landesverrat und Photographien. Tun Sie, Herr Kommissar, was Sie für Ihre Pflicht halten! Ich habe Ihnen nichts zu sagen. „Dann bleibt nur die Festnahme. Packen Sie ein paar Sachen zusammen. Nur das Notwendigste, was Sie mitnehmen müssen. Wenn Sie sich umziehen wollen, werden wir das Zimmer einen Augenblick verlassen; aber nur, wenn Sie so lange die Gesellschaft der Krankenschwester dulden, die ich hereinrufen werden. Der Beamte des Polizeipräsidiums, den ich erwarte, bestimmt alles Weitere.“ Auch in der Redaktion der„Großen Glocke“ ging es an dem Tage ziemlich lebhaft her. Am Erscheinungstage waren die beiden jungen Angestellten stets mit dem Versand in der Druckerei beschäftigt, und die Stenotypistin hatte mit den Zeitungshändlern, die neue Exemplare holten und unverkaufte frühere Nummern zurückbrachten, abzurechnen. Reschke war nach einer schlaflosen Nacht um halb zehn Uhr ins Büro gekommen. In einem kleinen Koffer hatte er die notwendigsten Sachen für eine Reise mitgebracht. Die noch druckfeuchte neueste Ausgabe der„Großen Glocke“ lag vor ihm. Den anstelligen Hilfsarbeiter Werner hatte er tags zuvor fort. schicken können. Holtay hatte noch einmal angerufen: „Wir brauchen keine Schreibkraft. Herr von Malesius wird das übernehmen; es ist bes. ser, wenn niemand dabei ist!“ Reschke las von neuem den Artikel, den er in das Blatt geschmuggelt hatte. Er trug fett gedruckt die Ueberschrift: „Und wieder das Auswärtige Amt een Ihr mehrt des deutschen Volkes Kraft, Wenn fhr dem Handwerk Arbeit schafft! „Wenn sich auch die leitenden Herren des Auswärtigen Amts zu unserer Veröffentlichung in der vorigen Nummer nicht geäußert haben— die Wirkung ist nicht ausgeblieben. Man hat dem Legationsrat von S— wir haben keine Veranlassung mehr, mit Einzelheiten hinter dem Berge zu halten— die Bearbeitung der Ostfrontakten abgenommen. Eigenartigerweise ist aber Herr von im Dienst belassen worden. Man hat ihm sogar ein Dezernat übertragen, das be nah noch verantwortungsvoller ist als das bisherige. Die leitenden Herren im Auswärtigen Amt scheinen sehr sorglos zu sein. Vertraut man einem Beamten, gegen den solche Vorwürfe erhoben werden, wichtige Geheimdokumente an? Wenn nun eins davon entwendet wird? Oder kopiert wird? Bei einet innerdeutschen Gesandtschaft, die hier in lin ihren Sitz hat, ist auch vor einiger Zei ein Aktenstück verschwunden. Das Pog, Hg,ftes, lassungen von mehreren weiblichen ten geführt. Wenn die Herren vom Auswaktigen Amt etwas sorgfältiger gewesen wären, hätten sie leicht feststellen können, daß eine dieser entlassenen Beamtinnen nicht wi Herrn von S. zu suchen ist. Wir haben wenigstens den Trost, daß unsere Mitteilungen Behörde einen wertvollen Fingerzeig geben, wo man zu suchen hat, wenn bei Herryz z, S. ein wichtiges Aktenstück verschwinden son.. Würden unsere Behörden nicht immer##### ben, daß sie sich etwas vergeben, wenn sie der Presse Fühlung nehmen, so hätte ihnen vielleicht weitere Hinweise gebenk nen. Im Interesse des Landes wollen wi hoffen, daß nicht neues Unheil entsteht. veranlaßt eigentlich die Behörde, P.11, gn, ren Aufklärungen Herrn von S. weite des Vertrauen zu schenken? Zweimal schon hatte Reschke den Artike gelesen. Fortsetzung feigt. (Cunberter-heitung Dienstag, 10. April 1934 K Teoent Schwerte(Ruhr), Dienstag den 10. April 1934 Vom Wetter Vorhersage für Dienstag: Bei auffrischenden nordwestlichen bis nordöstlichen Winden vorübergehend stark bewölkt, z. T. in Verbindung mit Regen. Später Regenschauer. Temperaturrückgang. Beim Einbruch der Kaltluft einzelne Gewitter möglich. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: selnde, meist stärkere Bewölkung und einzelne Regenschauer. Gegen die Vortage wesentlich kälter. Unglück im Zuge. Am Sonntag ereigncte sich im Zuge Hagen—Schwerte ein Unglücksfall, der eintrat, weil die Mahnung: Nicht hinauslehnen! nicht befolgt wurde. Der Zug hatte den Hagener Bahnhof noch nicht ganz verlassen, als sich ein Fahrgast weit hinauslehnte und seinen Angehörigen zuwinkte. In demselben Augenblick kam aus der anderen Richtung ein D=Zug. Dem Fahrgast wurde von der ausgestreckten Hand der kleine Finger weggerissen, die anderen vier Finger wurden gebrochen und die übrige Hand erlitt erhebliche Verletzungen. Der Verletzte wurde in das Schwerter Krankenhaus eingeliefert. : Vaterländischer Frauenverein. Mittwoch, den 11. April, nachmittags 3 Uhr, Mutterberatung in Geisecke im Gemeindehaus. : Z u r A u f k l ä r u n g! D i e L a n d e s s t e l l e W e s t len=Lippe des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda hat uns heute früh auf Anfrage mitgeteilt, daß nach wie vor die Presse im Interesse des Friedens über kirchliche Versamlungen nicht mahr berichten soll. Wir haben deshalb über die geschlossene Versammlung der Pekenntnistreuen im „Reiche des Wassers" und über die letzte Kundgebung der„Deutschen Christen“ am Samstag keine Berichte gebracht. Veröffentlicht werden dürfen nur die amtlichen Berichte und Erlasse. Solange nicht anders von höherer Stelle bestimmt wird, haben wir uns an die Anweisungen des Reichsministeriums zu halten. Schwindender Frauenüberschuß. Vor dem Kriege kamen auf 1000 männliche Personen in Deutschland 1029 weibliche. Nach dem Kriege war dieses Verhältnis zahlenmäßig stark zuungunsten der Männer verschoben, es zeigte 1001 Freuen auf 1005 Männer. Allmählich ging jedoch die Verhältniszahl der Frauen bis cuf 1059 zurück und scheint infolge der vermehrten Knabengeburten auf 1000 Mädchen 1055 Knaben) weiter abzunehmen. Der Frauenüberschuß beträgt in absoluter Zahl rund 1,9 Millionen und findet sich fast ausschließlich in Städten. Am größten ist er in Berlin: nämlich 1169 auf 1000 Männer. In Landgemeinden ist das Verhältnis 1002: 1000 und in vielen kleinen Gemeinden finden wir sogar einen nicht unerheblichen Männerüberschuß. Die höheren Altersklassen weisen den stärksten Frauenüberschuß auf. Infolge der stark vermehrten Knabengeburten wird in den Jahrgängen sehr bald eine zahlenmäßige Angleichung zwischen Männern und Frauen stattgefunden haben. . Iserlohn abermals im Rundfunk. Wie der Westdeutsche Rundfunk mitteilt, wird am 19. April in der Zeit von 17—17,15 Uhr der im Auftrag des Iserlohner Verkehrsvereins vom Danzturm aus aufgenommene Hörbericht über Iserlohn übertragen werden. Dr. Ernst sprach damals über das Stadtbild und seine landschaftliche Umgebung in sehr anschaulicher Weise unter dem Eindruck eines sonnenhellen Sonntagmorgens und flocht in seinen Bericht eine zwangslose Unterhaltung mit den ihn begleitenden Herren ein. Der Iserlohner Verkehrsverein hat durch die Verwirklichung dieser hübschen Reportage eine außerordentlich wirksame Werbemaßnahme für den heimischen Fremdenverkehr geschaffen, die deshalb auch allgemeiner Beachtung wert erscheint. Das Breittreten von Feldwegen ist eine im Frühjahr oft zu beobachtende Rücksichtslosiigkeit des Publikums, ebenso das Durchlaufen von Wiesen, um Blumen zum pflücken und das Abbrechen von Zeigen. Gedankenlos machen sich sogar Erwachsene solcher Schädigungen fremden Eigentums schuldig. Wir wollten den Kaufmann, den Handwerker sehen, dessen Warenbestände von vollkommen fremden Menschen angetastet würden! Aber der Landwirt soll ruhig zusehen, wie ihm Saat, Futter und Baumbestand geschmälert werden! Eltern und Erziehern fällt die Aufgabe zu, auf die Jugend dahin einzuwirken, daß beim Spazierengehen gedankenlose Rücksichtslosigkeiten unterbleiben. Der Aeichbrrafswrurung, hur orgonnen N. S. D. Amt für Volkswohlfahrt. Die NS. Volkswohlfahrt hat die Führung der freien Wohlfahrtspflege übernommen und ist Trägerin der umfassenden, nationalsozialistischen Aufbauideen, die ein Volk braucht, um auf gesunder Grundlage Aufbauarbeit am Volke leisten zu können. Die meisten Volksgenossen sind sich nicht klar darüber, welche gewaltige Arbeit hier zu leisten ist. Aus diesem Grunde spricht morgen, Mittwoch, den 11. 4., abends 8 Uhr im Parteilokal Wilkes der bekannte Pg. Trumpetter, Hagen, M. d. R., über das Thema:„Warum RS.= Volkswohlfahrt?" Jeder Volksgenosse, der eben abkommen kann, wird dringend gebeten, die Kundgebung zu besuchen. Für Parteiund NSB.=Mitglieder ist das Erscheinen Pflicht. Der Eintritt ist frei. F. d. R. Ortsgr. Schwerte. Hemeyer, gez. Cöhne, Ortsgruppenamtsleiter. Ortsgruppenleiter. Berufsgruppe machte den Anfang Schwerte, 10. April. Der Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend hat auch in unserer Stadt gestern mit erfreulichem Schwung eingesetzt. Es war die Jugend der Berufsgruppe Holz, die sich pünktlich 9 Uhr in der Sedanschule den Wettkampfleitern von Praxis und Berufsschule, bestehend aus den Herren Griwena, Brieke, Franke, Albers und Leppler, stellte. Frisch wirkten die Teilnehmer in ihren Arbeitskitteln, munter bei ihren Bewegungen, und Selbstvertrauen war ihren Blicken zu entnehmen. Jugend ist Leben! Nach einleitenden Worten des Wettkampfleiters Grewina und des Unterbannführers Braus wurde sofort mit der Lösung der von der Reichsführung gestellten Aufgabe begonnen. Frisch wurde gearbeitet und gar mancher Tischlerlehrling, gerüstet durch fleißige, umsichtige Werkstatt= und Schularbeit, fühlte sich stark und reif genug, sogar Aufgaben der nächsthöheren Altersstufe zu bearbeiten. Ihr Vertrauen auf die eigene Kraft hat sich gelohnt. Die Aufgabe wurde gelöst, und, wie feststeht, richtig und sauber. Aber nicht nur im Rechnen und Schreiben wurde das Können bewiesen; die Wichtigkeit war am Nachmittag die Herstellung praktischer Teile. Wie in der Schule so war auch die Wer att Müller in der Haselackstraße geschmückt mit der Fahne des Dritten Reiches, dem Zeichen der Kraft und Stärke. Aufwärts aus eigener Kraft! An dieser Einrichtung soll der Selbsthilfewille der Bevölkerung erprobt werden. Jede Maßnahme der NSV. hat zur Voraussetzung, nicht nur den notleidenden Volksgenossen allein zu unterstützen, sondern ihn in erster Linie wieder in die Lage zu versetzen, aus eigener Kraft den notwendiFreudig war es anzusehen, wie die Jüngsten unseres heimischen Tischlerhandwerkes die Säge zogen, den Hebel fachmännisch handhabten und kraftvoll das Kloppholz schwangen. Wahr wurden dabei auch die Worte des Dichters: Von der Stirne heiß, rinnen muß der Schweiß. Die wirklich fleißige Arbeit war auch in der Werkstatt von Erfolg gekrönt. Auf Grund der gezeigten, sauber ausgeführten Arbeiten darf die Stadt Schwerte gewiß sein, daß am Platze. ein tüchtiger Nachwuchs für das Handwerk herangebildet wird. 10. April 1934: Berufsgruppen und Cabak Der Reichsberufswettkampf für das Nahrungsmittelgewerbe findet Dienstag, den 10. ds. Mts. statt. Die gemeldeten Bäcker=, Konditor= und Metzgerlehrlinge sind verpflichtet, sich zu beteiligen und haben sich pünktlich 13.15 in der Sedanschule einzufinden. Von den Meistern wird erwartet, daß sie ihre Lehrlinge für den Nachmittag beurlauben. * Die Jugendlichen der Berufsgruppe„Nahhrungsmittelgewerbe“, zu der die jungen Bäcker und Konditoren, die Köche, die Fleischer und die Kellner gehören, beteiligen sich am Berufswettkampf, weil sie bestrebt sind, den Qualitätsbegriff, der in früherer Zeit dem deutschen Handwerk seinen großen Ruf in der Welt eingetragen hat, heute wiederherzustellen. Sie sehen hierin letzten Endes auch das Geheimnis für den Wiederaufbau dr deutschen Wirtschaft. Nicht um einige Spezialisten des Handwerks herauszuheben, beteiligen sie sich am Berufswettkampf. Nein, im friedlichen Wettstreit der gesamten deutschen Jugend werden sie ihr Wissen und berufliches Können erproben, werden Bestleistungen auf ihrem Gebiet vollbringen und wollen, daß fachliche Höchstausbildung Gemeingut aller wird. Sie sind sich bewußt, daß sie in ihrem Beruf des Nahrungsmittelgewerbes ein wesentlicher Faktor der Volksernährung sind und deshalb besondere Verantwortung tragen. Das Tabakarbeitergewerbe ist durch die Maschinen und dadurch, daß viele Betriebe dieses Berufes aus den Städten auf das flache Land gelegt wurden, stark bedrängt worden. Der vergangene Staat beachtete dies nicht. Heute jedoch soll jeder, der etwas leistet, wieder zu seinem Recht und zur Geltung kommen. Auch auf dem Gebiete der Tabakbearbeitung muß deutsche Qualitätsarbeit sich durchsetzen. Die deutsche Jugend dieses Gewerbes wird sich daher ebenfalls am Berufswettkampf beteiligen mit dem Willen, letzten Endes auch hier scher Arbeit Weltruf zu verschaffen. 11. April 1934: Berufscrruppe Textil und Bekleidung Der Wettkampf der Berufsgruppe Textil und Bekleidung findet am 11. April d. J. in der Sedanschule statt. Beginn 8,30 Uhr vormittags. Die weiblichen Teilnehmerinnen müssen folgendes Material mitbringen: Nähnadeln, Fingerhut, Schere, Nähgarn weiß und schwarz, Schreibmaterial: Bleistift, Kopierstift, Federhalter mit Feder, Radiergummi. Ferner 1 Paar defekte Strümpfe mit Stopfgarn, Stopfnadel und Stopfpilz. Die männlichen Teilnehmer haben folgendes Material mitzubringen: Nähgarn schwarz und weiß, Nähnadeln, Schere, Fingerhut, Schreibmaterial: Federhalter, Feder, Bleistift, Kopierstift, Radiergummi. Die Aufgaben werden am Wettkampftage bekanntgegeben. Die Wettkampfleitung. Ortsgruppe Schwerte im Bund Deutscher Unteroffiziere Schwerte, 9. April. Die Ortsgruppe Schwerte des Bundes deutscher Unteroffiziere hatte hohen Besuch. Bundespräsident Kam. Kalwa und der Bundesgeschäftsführer Kam. Nadelstädt weilten auf der Rückfahrt von Kassel für kurze Zeit in Schwerte. Zur Begrüßung der beiden Kameaden vom Bundesvorstand hatten sich die Kameraden von der Ortsgruppe Schwerte recht zahlreich eingefunden. Im Namen der Ortsgruppe Schwerte begrußte der Kamerad Dierks die beiden Bundesvorstandsmitglieder und hieß sie in der Ruhrstadt herzlich willkommen. Anschließend ergriff der Bundespräsident das Wort und dankte für den herzl. Willkommengruß. Er betonte dann in einer längeren Rede, daß der BdU. sich dem neuen Deutschland gern zur Verfügung stelle. Die alten Korporale vertreten die Tradition der enst so stolzen deutschen Armee. Wir wollen Ehre, Disziplin, Gemeinschaftssinn und Dienst am Volksganzen verkörpern. Der Redper schloß:„Kameraden! Deutsch wollen wir sein bis ins Mark, zeigen das Band der Tresse, ein„a1ch Schüler und Lehrmeister zugleich Dann erstattete Kam. Kalwa Bericht über die bisher getroffenen Maßnahmen zur Vorbereitung für den am 5. 6. und 7. Mai in Kassel stattfindenden Bundestag. An dieser Tagung nehmen sämtliche Ortsgruppen Westdeutschlands teil. Die Vorbereitungen für diese Tagung sind bereits abgeschlossen. Die Hin= und Rückfahrt erfolgt mit Autobussen. Am 5. Mai, morgens um 9 Uhr stehen sämtliche Autobusse in Unna am Markt. Nach Empfang durch die Unnaer Kameraden erfolgt ein kurzer Umzug durch die Stadt Unna. Um 10 Uhr geht dann die Fahrt weiter. In Paderborn wird dann noch ein gemeinsames Halt gemacht, dann geht die Fahrt durch bis Kassel. In der alten Hessenstadt findet die Weihe der Bundesstandarte statt. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf Volk und Führer schloß Kam. Kalwa seine Ausführungen. Kam. Dierks dankte dem Bundespräsidenten für seine Ausführungen und richtete an alle Anwesenden die dringende Mahnung für eine starke Verankerung des BdU. zu sorgen mit dem starken Bekenntnis für Volk und Vaterland, erhärtet durch das Feuer der Granaten, durch Blut und Eisen. Dann ging die Fahrt weiter zu den Avlerbecker Kameraden. gen Lebensunterhalt zu verdienen. Aus diesem Grunde will die NSV. den Erwerbslosen geeignete Wege zur Bearbeitung eines Stückchen Landes zu zeigen. Jeder Landwirt, der eben dazu in der Lage ist, wird gebeten, einen kleinen Teil seines Grundbesitzes, sei es kulturfähiges oder brachliegendes Land, dem örtlichen Führer der NSV. zur Verfügung zu stellen. Die NSV. teilt dann diesen Grund und Boden, wenn genügend vorhanden ist, im Verein mit dem örtlichen Bauernführer, auf einzelne Erwerbslose auf und verpflichtet sie zur Bewirtschaftung. Für Saat= und Düngerbesorgung wird Sorge getragen. Am Rande der Städte ist häufig noch viel brachliegendes Land vorhanden, welches die Gemeinden oder private Spekulationsfirmen zu Erweiterungszwecken angekauft haben. Dieses Gelände kann auch den Erwerbslosen zur Verfügung gestellt werden. Jeder, der zu obigem Zwecke ein Stück Land zur Bearbeitung abzugeben in der Lage ist, wird gebeten, dieses dem örtlichen Führer der NSV.(Geschäftsstelle Hagenerstr. 40— Telefon 2021) oder des Ortsbauernführer Pg. Willy Potthoff, Schützenstraße (Telefon 2696) mitzuteilen. Amt für Volkswohlfahrt. Hemeyer, Ortsgruppenamtsleiter. e Aus der Bewegung NS= Frauenschaft. Heute, Dienstagabend, Arbeitsabend im „Reiche des Wassers“. Es beginnt der Gymnastikkursus von Frl. Döpp. Erste Anordnung zur Befriedung der Verhältnisse im deutschen Chorwesen. Auf Grund des§ 25 der 1. Durchführungsverordnung zum Reichskulturkammergesetz vom 1. November 1933(RGBl. I. S. 797) ordne ich an: Alle in der Oeffentlichkeit bei der Verbreitung musikalischen Kulturgutes mitwirkenden Männergesangvereine oder=Vereinigungen haben bis zum 15. Mai 1934 die Mitgliedschaft der Reichsmusikkammer zu erwerben. Die Mitgliedschaft wird durch Eingliederung in den für das gesamte Männerchorwesen allein unständigen Fachverband„Deutscher Sängerbund e. V.“ erworben und ist Voraussetzung für die künftige öffentliche Betätigung der in Abs. 1 genannten Vereinigungen. Der Nachweis für den Erwerb der Mitgliedschaft wird durch eine Mitgliedskarte erbracht, welche der Deutsche Sängerbund e. V. der einzelnen Vereinigung zu Händen ihres gesetzlichen Vertreters im Auftrage der Reichsmusikkammer ausstellt. Der gesetzliche Vertreter jeder dieser Vereinigungen oder eine von diesem beaustragte Person hat beim öffentlichen Auftreten einer solchen Vereinigung die dieser ausgestellte Mitgliedskarte stets bei sich zu führen und auf Verlangen jedem Polizeibeamten oder den von mir zur Kontrolle besonders bestellten Personen vorzuweisen. Eine Männergesangsvereinigung, welche den Nachweis der Zugehörigkeit zum Deutschen Sängerbund e. V. nicht erbringen kann, wird an ihrem öffentlichen Auftreten verhindert. Der Präsident der Reichsmusikkammer: J. A.: gez. Ihlert. Taperiun für die Unter Westhofen und Ergste Holzen, 10. April. Spielende Kinder verursachten Waldbrand. Nachmittags gegen 3 Uhr sah man aus dem Dortmunder Walde auf dem Höchsten dichte Rauchwolken aussteigen. Es war hier eine siebenjährige Buchen= und Eichenschonung in Brand geraten. Die Flammen griffen in dem trockenen Untergestrüpp mit großer Schnelligkeit um sich. Von der Gendarmeriestation wurde sofort ein Löschzug der Dortmunder Berufsfeuerwehr herbeigerufen. Glücklicherweise konnte der Brand eingedämmt und ein Uebergreifen auf die angrenzenden Waldungen verhütet werden. Soweit festzustellen war, soll das Feuer durch spielende Kinder angelegt worden sein. Der Fall beweist wiederum, daß die häusigen Mahnungen an die Eltern und Erzieher noch nicht ernst genug genommen worden sind. Westhosen, 10. April. Abhaltung von Körterminen im Amte Westhofen. Von der Körkommission des Tierzuchlamtes der Landesbauernschaft Westfalen werden im Amte Westhosen am 17. April Bullen= und Eberkörungen abgehalten, und zwar um 3 Uhr nach mittags in Geisecke an der Wirtschaft Bährensmann, um 3,45 Uhr in Holzen der Wirtschaft Hosang und um 4,15 Uhr am Gute Steinhausen, um 5 Uhr in Westhofen an der Wirtschaft Siede und um 5,15 Uhr in Garenfeld an der Wirtschaft Althoff. Da erst im nächsten Jahre wieder Körtermine abgehalten werden, empfiehlt es sich für die Tierhalter diese Termine wahrzunehmen. Es verden nur Tiere mit nachgewiesener Herdzuchabstammung angekört. Westhofen, 9. April. Aus der Allgeweinen Sterbekasse für Westhofen und Umgebung. Im Lokale Siede hielt die Vereinigung„Allgemeine Sterbekasse für Westhofen und Umgebung“ ihre Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Gärtnermeister Hermann Hillen gedachte in seiner Begrüßungsansprache der im abgelaufenen Geschäftsjahre gestorbenen Mitglieder, zu deren Ehren sich die Versammelten von den Plätzen erhoben. Der Kassierer erstattete einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Jahr. Es sind in diesem Jahr gestorben: 24 Mitglieder über 14 Jahren und 2 Kinder unter 6 JahHierfür wurden an Sterbegeld Reichsmark(im Vorjahre für 19 Mitglieder und 2 Kinder 2360 Reichsmark) gezahlt. Es gehören der gemeinnützigen Sterbekasse 1325 Personen als Mitglieder an. Die Einnahmen mit dem Bestande aus dem Vorjahre betrugen 4867,25 Reichsmark, die Ausgaben 2990.— Reichsmark, sodaß ein Bestand von 1877,25 Reichsmark zu verzeichnen ist. Die Geschäftslage der Sterbekasse kann also als sehr gut bezeichnet werden. Durch die Mitglieder Arthur Nettmann und Walter Holsiepe war eine eingehende Kassenprüfung vorgenommen worden. Die Geschäftsführung wurde in Ordnung befunden und dem Kassierer Entlastung erteilt. Ein weiterer Betrag des Kassenbestandes soll bei der Sparkasse zinsbar angelegt werden, um für unvorhergesehene Fälle gesichert zu sein. Weiter wurde beschlossen, die bisherigen Satzungen der Sterbekasse, die zum Teil überholt sind, durch neue, Satzungen, die einstimmige Annahme fanden, zu ersetzen. Der Vorstand bleibt in folgender Zusammensetzung bestehen: 1. Vorsitzender Gärtnermeister Hermann Hillen, 2. Vorsitzender Fabrikant Friedrich Kogelheide, Geschäftsführer Verwaltungssekretär Rudolf Backhaus. Den Obleuten wurde für ihre Mühewaltung besonderer Dank ausgesprochen. Als neue Werbung sollen die inzwischen aus der Schule entlassenen Personen ermittelt und der gemeinnützigen Sterbefasse als Vollmitglieder zugeführt werden. Mit dem Dank an alle, die in dieser Gemeinschaft tätige Mithilfe geleistet haben, schloß der Vorsitzende die Versammlung. * Ergste, 10. April. Schulgottesdienst. Am 17. April d. J.(Schulanfang) findet in der hiesigen Kirche ein Schulgottesdienst statt, zu dem besonders die Eltern der Lernanfänger, aber auch alle Eltern und Gemeindemitglieder herzlichst eingeladen werden. Ergste, 10. April. Geburtstagschro= nik. In der vergangenen Woche konnte der Bauer und Ehrenbürger der Gemeinde Ergste, Fritz Althoff, seinen 79. Geburtstag feiern; desgleichen Frau Witwe Liesenhoff ihren 82. Geburtstag. Wir gratulieren nachträglich und wünschen den beiden Jubilaren weiterhin einen gesegneten Lebensabend. Tärnen, Spiel, Stert Jugendopferspiele in Schwerte BfL./Tus 06 komb.— Spp. Altena 3:2(1:1). Unverständlicherweise tritt die komplette Mannschaft des Sportvereins Altena an, während von der Deutschen Sportbehörde eine Kombination Nachrodt'Altena für dieses Spiel bestimmt war. Die Schwerter Kombinierten erscheinen in der vorgesehen Aufstellung in der grünweißen Kluft von Tus 06. Um punkt 3 Uhr pfeift der Schiedsrichter Maas„Iserlohn, das Spiel an. Es entwickelt sich eine flotte Spielweise auf beiden Seiten. Jedoch muß man schon zu Anfang feststellen, daß die Gästemannschaft ein hohes wuchtiges Spiel vorzieht, welchem die Schwerter ein flaches Paßspiel entgegensetzen. Die Altenaer sind flint am Ball und gestalten das Spiel ausgeglichen. In der 13. Minute wird für die Grünweißen eine Ecke erzielt. Eberhardt(VfL. ist zur Stelle und köpft das Leder für den Torwart unhaltbar zum ersten Treffer ein. Die Gäste versuchen jetzt durch Einsetzen aller Kräfte auszugleichen, welches aber vorerst nicht gelingt. Die Stürmerreihe der Kombinierten vergißt das Treten und will sich mit dem Ball ins Tor hineinspielen. Der in guter Form befindliche Gästetorwart hat hierdurch ein leichtes Spiel und vereitelt jede gefährlich werdende Situation im richtigen.. ment. Nach ungefähr 40 Minuten Spielvauer erhält der Linksaußen von Altena aus guter Position das Leder und erzielt den Ausgleich. Bis zur Halbzeit sind die Grünweißen leicht überlegen, bringen es insolge Ueberkombination aber nicht fertig, einen weiteren Treffer anzubringen. Nach dem Seitenwechsel dasselbe Spiel. Bereits nach 6 Minuten Spieldauer ziehen die Blauweißen aus Altena mit 2:1 in Führung. Jetzt drehen die Schwerter Dampf drauf. Aber vor dem Tor fehlt die Entschlossenheit. Eine drückende Ueberlegenheit tritt zu Tage, aber die Altenaer lassen den Mut nicht sinken und verteidigen unentwegt ihr Heiligtum. Bei dieser Drangperiode bringt ein weiterer Kopfball den Kombinierten den längst verdienten Ausgleich. Nun gehts um den Sieg. Die Schwerter werfen die ganze Mannschaft nach vorn und fordern ihren Gegner zur vollen Herausgabe des ganzen Könnens heraus. Des öfteren prallt der Ball an der vielbeinigen Verteidigung der Gäste ab und eine Gefahr ist wieder beseitigt. Einige Durchbrüche bringen den Blauweißen nichts ein, da die Hintermannschaft des Gastgebers auf dem Posten ist und keinen Erfolg zuläßt. Nichts will den Grünweißen gelingen. Die Gästeelf will das Resultat halten, aber der längstverdiente Siegestreffer hängt in der Luft. Noch drei Minuten sind zu spielen. Durch einen Strafstoß von Staat wird eine Ecke erzlelt. Landskroner albt den Ball von der Eckfahne aus gut herein. Eberhardt steht wieder einmal auf der Lauer und kann durch gutes Kopfspiel den Ball unter tosendem Beifall der Zuschauer zum Siegestreffer einsenden. Die Altenger erkennen sich geschlagen. Die letzten Minuten gehören noch den Kombinierten und der Schiedsrichter machte dem Spiel ein Ende. Die Gäste aus Altena waren eifrig am Ball und verfügten über gute Einzelkräfte. Besonders gut waren Torwart. Lintsaußen und Mittelstürmer. Aber auch den längsten Spieler des Spielfeldes, den Mittelläufer wollen wir nicht vergessen. Auch dieser zeigte eines seiner besten Spiele. Die Mannschaft würde bedeutend weiter kommen, wenn dieselbe sich ein flaches, ein hohes Spiel angewöhnen würde. Die Schwerter Mannschaft konnte gut gefallen. Besonders gute Leistungen zeigte die Läuferreihe. Ihr ist der Sieg in der Hauptsache zu verdanken. Aber auch die Verteidigung und der lange Spellmann taten voll und ganz ihre Pflicht. Die Stürmer waren ihrem Gegner bei weitem überlegen, jedoch macht man keine Anstalten, auch von weitem auf das Tor zu treten. Durch diese nicht ganz richtige Spielweise blieben weitere Erfolge aus. Jedoch können sich die Schwerter mit einer solchen Mannschaft jederzeit sehen lassen. Jugendopferspiele in Westhofen VfB. Westhofen 1.— Reichsbahn Schwerte Schwarz=Weiß Holzen komb. 2:0. Der VfB. Westhofen trug am Sonntag ein Opferspiel für die DFB.=Jugend. gegen eine Kombination von Reichsbahn Schwerte und Schwarz=Weiß Holzen aus. Infolge widriger Umstände war der Platzverein gezwungen, mit 6 Ersatzleuten anzutreten. In diesem Spiel wurde unglücklicherweise der bekannte Läu'er Groß verletzt. Punkt 3 Uhr gab Schiedsrichter Brüger den Ball frei. Der Sturm des Platzvereins versiebte einige klare Chancen. Selbst mehrere Ecken brachten nichts ein. Die Vorstöße der Komb. wurden meistens bei der Verteidigung abgestoppt, das übrige fing der Hüter mit einer verblüssenden Ruhe. Torlos wechselte man die Seiten. Erst nach Halbzeit, als die Westhofener den linken Verteidiger im Sturm übernehmen, kommt ein frischer Zug in die Angriffsreihe und schon bald bringt der Spieler seinen Verein durch Bombenschuß in Führung. Ein weiterer Alleingana bringt den Westhofenern dann die 2:0=Führung. Bei diesem Stande konnte der aufmerksame Leiter das Spiel beenden. IH Deutsche Turnerschaft Gau IX Westfalen, Bezirk Arnsberg, LenneVolme=Kreis Ring 7. Ausscheidungskämpfe für die Ringriege. Schwerte, 9. April. Der Ring 7 im LenneVolme=Kreis hatte gestern seine Gerätturner zwecks Aufstellung einer Ringriege in der Turnhalle des Gymnasiums in Schwerte versammelt. Leider ließ der. Besuch der Veranstaltung zu wünschen übrig, da einige, selbst größere Vereine es versäumt hatten, ihre Gerätturner nach Schwerte zu entsenden, trotzdem wurde das Probeturnen durchgeführt. An Stelle des durch Teilnahme an einem SA=Führer=Kursus verhinderten Ringführers Beyer begrüßte der Ringschriftwart Funke die Erschienenen. Das Kampfgericht lag den bewährten Händen der Turnbrüder Kohlmeier=Westhofen, Kost=Schwerte und Otto Stellflug=Ergste. Die Kämpfe an den einzelnen Geräten wickelten sich dann schnell ab und zeigten, daß sich die Gerätturner der einzelnen Ringvereine wohl sehen lassen können. Zwecks weiterer Schulung und um alle Ringvereine zu erfassen, werden demnächst ähnliche gemeinsame Uebungsstunden stattfinden müssen. Als bester Gerätturner entwickelte sich Turnbruder Walter Danschewitz, WestfaliaVilligst, mit 79 Punkten vor Turnbruder Erwin Schmalz, Turnerschaft Schwerte, mit 71 Punkten. Turnbruder Danschewitz erhielt auch als einziger am Barren die volle Punktzahl mit 30. Laßr um Drr ornarn! Druckaufträge an die im Ort befindlichen Buchdruckereien vergeben, bedeutet eine Tat der Volksgemeinschaft! Die Deutsche Arbeitsfront. Deutscher Arbeiterverband des graphischen Gewerbes im Gesamtverband der deutschen graphischen Arbeiter schreibt u. a.: Die Arbeitsbedingungen innerhalb des graphischen Gewerbes sind immer noch als außerordentlich schlecht zu bezeichnen. Wührend in allen anderen Berufsschichten eine merkliche Besserung zu verspüren ist, bleibt die Arbeitslosenzisser des graphischen Gewerbes leider auf der gleichen Höhe bestehen. Wenn die Behörden, Verbände und Betriebe Rundschreiben, Einladungen u. a. nicht mehr wie bisher mittels Vervielfältigungsapparat herstellen, sondern Druckereien in Auftrag geben, die damit ihren Setzern, Drukkern und Hilfsarbeitern Beschäftigung geben können, so würde das schon einen großen Schritt vorwärts bedeuten. Neben dem an sich in Wirklichkeit nur geringen Unterschied in den Herstellungskosten sind Drucksachen auch wirksamer und gefälliger als Erzeugnisse der Vervielfältigungsapparate. Eine weitere Möglichkeit, graphischen Arbeitern einen Arbeitsplatz zu verschaffen, besteht darin, Drucksachen, die bisher von einer Zentrale bezogen wurden, und bei denen keine Verpflichtung zum Bezug von der Zentrale besteht, am Ort drucken zu lassen— auch wenn sie um einige Pfennige teurer werden—, um so den Druckereien Arbeit zu geben. Wenn alle Parteidienststellen, so heißt es in dem Aufruf weiter, in diesem Sinne ihren Einfluß geltend machen, kann es nicht schwer sein, auch dem graphischen Gewerbe einen entsprechenden Antrieb zu verschaffen. Dienst in der NS. Volkswohlfahrt, ist Denst an Familie, Volk un 1 Vaterland! Börfen und Märkte Dortmunder Schlachtviehmarkt. Bericht über die Preisfeststellung des Schlachtviehmarktes. Dortmund, 9. April. Dem heutigen Schlachtviehmarkt waren zugeführt: 692 Stück Großvieh, darunter 47 Ochsen, 136 Bullen, 472 Kühe, 34 Färsen, 3 Fresser, 846 Kälber, 12 Schafe, 1 Ziege, 3528 Schweine. Der Marktverlauf war bei Großvieh langsam, geräumt, Kälbern schlecht, Ueberstand, Schweinen schlecht, großer Ueberstand. Es wurden gezahlt für 50 kg. Lebendgewicht: Rinder: a) 1. 34—35, 2. 32—33, b) 29—31, c) 26—28. d) 23—25; Bullen: a) 32—33, b) 28—31, c) 25 bis 27, d) 20—24; Kühe: a) 31—33, b) 28 bis 30, c) 23—27, d) 15—22; Färsen: a) 32 bis 34, b) 29—31, c) 26—28.— Kälber: a) 42—53, b) 31—41, c) 23—30, d) 14—22.— Schweine: a) 37—40, b) 36—40, c) 34—39, d) 31—37, e) 30—32, g) 28—37.— Von den heute dem Dortmunder Schlachtviehmarkt zugeführten Schweinen wurden pro Zentner Lebendgewicht verkauft: 10 zu 44, 15 zu 43, 60 zu 42, 40 zu 41, 251 zu 40, 126 zu 39, 285 zu 38, 433 zu 37, 658 zu 36. 490 zu 35, 174 zu 34, 110 zu 33, 179 zu 32, 81 zu 31, 118 zu 30, 5 zu 29, 10 zu 28, 2 zu 26, 6 zu 25, 1 zu 20 Rm. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Tertteil: Heinz Friedr. Kamecke. Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner Schwerte=R. Druck und Verlag Carl Braus, Schwerte R. D.=A. III. 34. 1755. Rivalen der Luft Neue Zielsetzungen im Tonfilm. Wenn man die neue Wegrichtung auf dem Gebiet des künstlerischen Tonfilms verfolgt, so kann man eine Erscheinung feststellen, die man vielleicht mit Ateliermüdigkeit bezeichnet. Alles Gestellte, Uebertriebene, Angeschminkte hat überhaupt Wert und Wirkung eingebüßt. Ein ausgesprochener Freilichtkult, ein starker Zug zur Natürlichkeit macht sich bemerkbar. Die Manuskriptverfasser, die Regisseure und Kameraleute drängen in die Wirklichkeit, ins Freie, zur echten Natur und zu echten Menschen. Man entdeckt gewissermaßen an Stelle der übexlebten Filmromantik eine neue Romantik. Eine Romantik, die nicht am Leben vorbei geht, indem sie alles hinaufstilisiert, sondern die im Cegenteil so dicht als möglich an die heutige Nealität heranzugehen versucht, an die Arbeit. die Inhalte, die Anschauungswelt und Empfindungsweise der Menschen, die trrisch und wichtig für die jetzige Epoche sind. Es kommt hinzu, daß das Ange der Kamera mit reirollkemmneter Technik und verseinertem Instinkt den Stimmungs= und Schönheitseeizen der Natur nachfrürt. Ein musterhaftes Beispiel für diese nerEcsinnung ist der Tonfilm„Abel mit der Mundharmonika“, der eben mit grogem künstlerischem Erfolg seine Runde durch die Länder begonnen hat. Eine andere, gleichfalls bezeichnende Probe dieses neuen Wollens wird durch den Afa=Film„Rivalen der Luft“ verkörpert, der im Rahmen der Herstellungsgruppe Karl Ritter von Frank Wysbar gedreht wurde.„Rivalen der Luft“ ist ähnlich wie„Abel mit der Mundharmonika“ kein „Handlungsfilm“ im konventionellen Sinne. Die dramatische Fabel ist zwar sehr reizvoll aufgebaut und voller Spannungen. Trotz= dem heißt das einentliche Hauptthema: Segelflug. Das indiriduelle Schicksal spielt, sinngemäß nur eine untergeordnete Rolle, was er vor allem gezeigt und dargestellt wird, ist der ehrliche, hingebungsvolle Kollektirgeist moderner deutscher Jugend, wie er sich gerade im Zusammenleben und bei der sportlichen Arbeit der Segelflieger hervorragend ofsenbart.„Riralen der Luft“ ist ein Hobelied der Kameradschaft. Auf der Rhön und in Rossitten gibt es weder Kastengeist, noch Klassen= oder Altersunterschiede. Die Leistung allen ist maßgebend, und bei dieser Leistung ist jeder ausschließlich auf seinen eigenen Charakterwert gestellt, auf seine Tüchtigkeit, sein Können und seine Energie. „Niralen der Luft“ ist ein ausgesprochener Freilicht= und Freiluftfilm. Mit Ausnahme ; v o n e i n r a a r k n a p p e n E x p o s i t i o n s s z e n e n i s t er ganze Film in der Natur entstanden. Die Landschaften der Wasserkuxpe und der Kurischen Nehrung, Himmel, Meer, Sonne, der Wald und die Wolkenzüge sind ebenso wichtige Faktoren der Vorgänge, wie das Tun und Treiben und die menschlichen Erlebnisse der anderen Mitspieler. Der entscheidende Mann an der Kamera was Hans Schneeberger der erst kürzlich in Grönland bei der Herstellung des Films„SOS Eisberg!“ seine hervorragende Kunst; bewährt hat. Schneeberger hat auch in den„Rivalen der Luft“ auf deutschem Landschaftsboden, oft unter persönlicher Gefahr, der Natur ihre schönsten Effekte abgelauscht. Die Erundidee des Films und die Stilabsicht des Regisseurs Frank Wysbar unterbanden von vornherein das Aufkommen schauspielerischer Eitelkeit oder starmäßigen Ehrgeizes. Der eigentliche Held, wenn man will der Hauptdarsteller, ist die im besten Sinne zeitgemäße, für die heranwachsende Generation so wichtige und, wie man sehen wird, im künstlerischen Sinn so malerische Welt des Segelflugs. Die fliegende Kamera hat Wunder über Wunder gefangen. Der Segelfliegerfilm Rivalen der Luft“ ist ein Werk des neuen Geistes, ein Film der Freude, der Schönheit. Karl Ritter, Frank Wysbar, Hans Schneeberger, Herbert Windt: Sie alle bilden eine geschlossene Front künstlerischen Schaffens. Freude über die Darsteller, über den prachtvollen Claus Clausen, den sonatisierten Wolfgang Liebeneiner, über Hilde Gebühr, über das Wiedersehen mit der prächtigen Sybille Schmitz. Die herbe Landschaft der Rhön mit ihren trotzigen Bergkuppen, ihren Hochmooren und ihrem ganzen, fast alpinen Charakter, dei Berg der Flieger, die Wasserkuppe, bilden den wirkungsvollen Hintergrund dieses herrlichen Filmes, der mitten hineingreift in Leben einer kommenden starken deutschen Flit gergeneration. Heinrich George gastiert am Dortmunder Stadttheater Die Intendanz des Dortmunder Stadttheaters hat den bekannten Schauspiele rich Eeorge, der im Inland und durch seine großen Filme berühmt ist, einem Gastspiel mit Ensemble fürd April verpflichtet. Heinrich George ist nur einer unserer bessegu Fastegten ar, sondern zählt auch zu den aneria....“ stellern auf der Bühne und hatte letzhin den Inszenierungen des Staatstheaters des Theaters des Volkes große Erfo#pr. der hiesigen Bühne gelangt das Schatt# von Friedrich Griese„Mensch gemacht“ in der Inszenierung von Jigger, Fehling des Staatlichen Schauspielhauser lin zu Aufführung. CTSTS Diebstahl in einer Trierer Kunstsammlung Trier. Aus der privaten Kunstsammlung einer alten Dame wurde, wie erst jetzt bekannt wird, in ls elfescicel. Goiche. Bed al al Ker en owie wehrere ungemeldet vorübergehend in Aufinarsch der Su=Stigart 63 in Hagen Trier anwesende Person in Frage, die sich als Dr. Ettbauer aus München ausgab. Der Me wurde unter diesem Namen von einem Trierer Antiquitätenhändler vor einiger Zeit in das Haus der bestohlenen Dame eingeführt mit der Bitte, die Kunstgegenstände besichtigen zu dürfen. Weige Tage später hat der Betrüger dann Kunstliebhaberin unter irgendeinem Vorwand dem Haus gelockt und ist wahrscheinlich während ihrer Abwesenheit unter Benutzung von Nachschlüsseln in das Haus eingedrungen. Dei Sachwert der gestohlenen Bilder und Schmuckstücke beläuft sich auf mehrere tausend Mark. Die kommunistische Zeitung in Saarbrücken verboten Saarbrücken. Die Regierungskommission hat die kommunistische„Arbeiterzeitung“ mit sofortiger Wirkung für eine Woche verboten. Das Verbot erfolgte wegen eines Artikels, der di Ueberschrift:„Roter Kampf=Mai der Saar=Werktätigen“ trägt. Der Artikel ruft in den üblichen kommunistischen Titaden sämtliche„Verktätigen in Stadt und Land“ für den 1. Mai zu.a Streik auf gegen den„Wortfaschismus, gegen das HitlerDeutschland, gegen die Machtfront Röchling", womit die Deutsche Front gemeint ist. Landjahr in der Jugendherberge Dillenburg Dillenburg. Die Dillenburger Jugendherberge ist an den Gau Rhein=Main=Lahn=Fulda des Reichsverbandes Deutsche Jugendherbergen verpachtet worden. Ab 15. April wird die Herberge mit 90 Jugendlichen belegt, die neun Monate hier bleiben, um das Landjahr abzuleisten. Hagen. Hagen erlebte am Sonntag das einzigartige Schauspiel eines Aufmarsches der SABrigade 69, der anläßlich der feierlichen Ueber reichung der Ehrendolche an die alten S2 Kämpfer in mustergültiger Ordnung durchgeführt wurde. Wie an einem der großen nationalen Feiertage hatte die Stadt reichen Flaggenschmuck angelegt, und die Einwohnerschaft Hagens nahm begeisterten Anteil an dem Ehrentage der SA, der von herrlichstem Sommerwetter begünstigt war. W., Nr al. 118. Oberführer Schmidt, der Führer der Brigade 69, der auf dem Festplatz Höing die Ausgabe der von Ehrendolche an die alte Garde vornahm, richtete Der hierbei an die SA eindringliche Mahnworte, indem er insbesondere die jüngeren SA=Kämpfer aufforderte, ihren alten Kameraden, die in vergangenen schweren Kampfjahren unermüdlich die Fahne des Führers hochgehalten haben, im Geiste treuer Kameradschaft und vorbildlicher Pflichterfüllung nachzueifern. Der neuernannte Führer der Gruppe Westfalen, Oberführer Giesler=Siegen, weihte die neuen Fahnen der Stürme durch Berühren mit der alten Sturmfahne des im Kampf gegen den Kommunismus gefallenen SA=Kämpfers Theo Sanders und mit der Verpflichtung für die Stürme, denen sie vorangetragen werden sollten, weiterhin zu kämpfen für den Sieg des deutschen Sozialismus, des Kameradschaftsgeistes, der sozialen Gerechtigkeit, für Vor dem Dienstgebände der Brigadeführung in der Bahnhofstraße nahm Oberführer Giesler den Vorbeimarsch der Standarten und Stürm ab. Dem Vorbeimarsch wohnten als Vertreter des Führers der Obergruppe 10, Schepmann, Stabsführer und Standartenführer Fischer und der Adjutant der Obergruppe 10, Stanbarten= führer Küpper, sowie die Stäbe der übrigen Bri gaden der Gruppe Westfalen bei. Als Ehrengäste waren auch Oberbürgermeister Vetter=Hagen und Oberbürgermeister Dr. Damrau=Iserlohn erschienen. Ein großer Zapfenstreich beschloß den Feiertag. Schuu der Srutschen Vereintten Kampf, Hufstieg und Sieg der HSHHP— Eine riesige Russtellung in busseidert Düsseldorf. Der Gau Düsseldorf der NSDAP. eröffnet ab 5. Mai in Düsseldorf eine revolutionäre Schau— die erste ihrer Art in Deutschland —, die in großen Zügen eine historische, Mehersicht über die Kampfjahre der deutschen, Repolution, ihren Aufstieg und ihren Sieg enthatt. Die Austellung, die in Verbindung mit der„Gemeinschaftsschau deutscher Künstler“ die einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen und Streben der neuen Zeit vermitteln soll, durchgeführt wird, wird von Pg. Rosenberg eröffnet werden. Mit der technischen und ideellen Durchführung dieser Ausstellung, die in der großen Maschinenhalle— der historischen Kampfstätte der Bewegung— untergebracht wird, hat Gauleiter Florian Pg. Gaupropagandaleiter Brouwers beAn er Vorbereitung der Schau sind bereits von einer Reihe großer Verlagshäuser zur Verfügung gestellt. Die künstlerische Ausgestaltung der Riesenhalle, in der die vielgestaltige und abwechslungsreiche Schau untergebracht wird, ist vom Architekten Hübbers erdacht. Pauer. Bieite, bobe de, bensch, Ler zu Ehen sr ungezählten Kosen auf der anderen Erinz.r. den oden Von ztrug der Lausendurgsche Chor riesgen Fohnenstraße. gevor man in die zeite vor, den die Versom, Loschhlaggeter. Haß;, die flreiche Andenken an Durch Großfeuer vernichtet Meinerzhagen. Durch Großfeuer wurde die bekannte Sommerfrische„Zur Trotzenburg“ vernichtet. Aus noch unbekannter Ursache brach im Dachstuhl Feuer aus, welches das Anwesen trotz eifriger Tätigkeit mehrerer Feuerwehren und hlsebereiter, Nachhorn bis auf die Grundmauern) austr g, Vorhereitung der Schau sind enäscherte, Eine in einem andtggehenfalsz zer, seit langem ungezähte Kräfte im ganzen Reich etrscdtene ober heughohpr, vor„gendes Säge. tätig. Das Austellungsnaterial wurde bgapt, ört. Ein in unmittelborer Dahe.pev, werden, jächlich aus den Archiven in München und Pot. vert konnte vor den Flammen geschützt verv., dam sowie aus dem Gauarchiv Düsseldorf und Der Sachschaden ist beträchtlich. der Theinischen Cunger Meister Cherne) Duisburg. Die Jahreshauptversammlung des Gaues Rheinland im Deutschen Sängerbund fand im großen Saal des„Burgacker“ statt. Nach Begrüßung der Tagung durch Oberbürgermeister Kelter sprach der Bundesführer des Deutschen Sängerbundes, Oberbürgermeister Meister=Herne. Nachdem er die Grüße von einer Million deutscher Sänger und insbesondere die Grüße der westfälischen Sänger überbracht hatte, führte er aus, daß die Anordnungen der Reichsmusikkammer, in die der DSB nunmehr eingegliedert sei, für ihn die Grundlage zu seinen Verhandlungen gewesen seien. Die Selbständigkeit des DSB sei nunmehr restlos gesichert. Seinen Kampf werde er so lange fortsetzen, dis alle Ziele, die der DSB sich gestellt habe, erreicht seien. Dem Sängerbund! sei die Aufgabe erwachsen, seine Mitglieder zu Nationalsozialisten zu erziehen, die innerlich vertieft mitarbeiten an den großen Aufgaben, die in der Zukunft noch ihrer Erfüllung harrten. Der DSB müsse die Verkörperung der Volksgemeinschaft darstellen; deshalb hätten alle Vereine, die die Sangeskunst pflegten, sich in ihm einzugliedern, um den Aufgaben nachzukommen, die der Führer Adolf Hitler dem deutschen Menschen gestellt habe. Wer nicht mittun wolle in der gemeinsamen Pflichterfüllung, dürfe auch keinen Anteil haben an dem Segen, der tausendfach auf das Volk zurückfalle. Bundesführer Meister bat zum Schluß um vollstes Vertrauen zu der neuen Führung im DSB. Die Grundlagen für den Aufbau im deutschen Sängerleben sei einmal der Glaube an die großen kulturellen Aufgaben des LS8, zum anderen die Treue, die Pflichterfüllung eines jeden einzelnen Sängers. Nach diesen, oftmals mit großem Beifall ungrbrochenen Ausführungen des Oberbürgermeion Architekten Hübber.6 Mitten durch die große Halle käufr in der Längsrichtung eine eindrucksvolle Fahnenstraße, die auf der einen Seite in ein großes Halbrund mündet, in dem sich allegorische Darstellungen der vergangenen Parteien, der verheerenden Auswirkungen des Sulammenguitäatzgng. Seite mündet die Fahnenstraße auf eine den Toten der Bewegung gewidmete Ehrenhalle. Im Hintergrund zeigt die Halle in riesigen Ausmaßen ein freskenartiges Wandgemälde, ein sterbender Hitlerjunge in den Armen eines SA=Mannes, den ungeheuren Opfer= und Leidensweg der gefallenen Kameraden wiedergebend. In besonderen Kammern sieht man die Namen aller im Kampf für Deutschland, gefallenen Kameraden, In zahlreichen Kojen werden Bilder, Handschriften, Büusw. gezeigt, die die ganze Entwicklung vom Kriegsende bis zur nationalen Erhe bung aufzeigen. Weiter ist dem Ganzen sinnvoll eingereiht das Leben unseres Führers, die Gründung der Partei, der Münchener Prozeß, der 9. November 1923, die Wahlschlachten ufw. Die Entden Keinten Aurigegr ge, SPgäsgen Eeste der Bevor man in die kleine Einweihung des Voriunder Ehrenmats Gortmunder Helden ein riesiges Ehrenmal erVorlmunder Heiben ein riesiges Ehrenmal errichtet worden, ein Reiterstandbilo, das auf hoher Säule Wacht hält vor Ehrenhof und Ehrengruft die alle Namen der Schlachtorte trägt, wo Dortweihe. Von 16 großen Fahnenmasten wehten die Symbole des alten und des neuen Reiches. 3/ der Feier marschierten die Kriegervereine, der Kyf häuserbund, die Kriegsverletzten=Organisgtionen, die SA, SS, NSOFB. Schutzpolizei, Lanvespolizei, die Offiziere des alten und des neuen Reichsheeres auf. Unter den Ehrengästen bemerkte man Oberstleutnant Theißen vom Wehrkreiskommando Münster und General a. D. Bürmann. Ve Fahnenkompagnie, die mit fast 100 Fahnen vor reitschaft Schutpolizei angetzger,eztete#ißt dem Ehrensalut schoß. Ein Orcheste. g##ene mit dem Beethovenschen Trauermarsch die Feier ein. Während drei Flugzeuge des DLV. über dem Ehrenmal kreisten, sang ein Männerchor„Vor d Schlacht“ von Karl Wilhelm. Pfarrer Lie. Stein für die Evangelischen und Kaplan Kurth für die Katholischen hielten die Gedenferper,##. Tand. rede hielt Hauptmann der Reseroe a. gerichtsrat Dr. Schröder, der neben den 8000 Helden des großen Weltkrieges auch die Namen der im Ruhrkampf und im Kampf um die nationale Erneuerung in der Bewegung Adolf Hitlers Gefallenen verlas und des verstorbenen Generalobersten von Einem gedachte. Nach dem Gesang des Liedes vom guten Kameraden und der Vreifogen Ohrgricgh ge. grächrer sper: S z, Griagd Hülle. Dann spruch der Fuhler der SA-Brigad 67, Oberführer Bauer, der den Dank des, Pattes an den Führer Adolf Hitleggizar.Mest brachte, der als unbekannter Goldat des Weltkrieges Deutschlands Schicksal in die Hand nahm. Mit den Worten Horst Wessels„Kameraden die Rotfront und Reaktion erschossen“, schloß der Redner, während die Versammelten die Hymner des alten und des neuen Reiches sangen. Steinhauers„Der Rhein“ vor, den die VersamLebhaft begrüßt. sprach, sodann des Saarsängervundes, Stein=Saarbrücken, der herzliche Worte des Grußes und des Dankes des Saarsängerkreises fand. Er werde mit Freuden seinen Brüdern an der Saar Kunde geben von dem Wirken im rheinischen Kreis. Stein versicherte sich der Unterstützung des DSB bis zu dem Tage, an dem die deutsche Reichsstandarte an der Saar gehißt sei. Das itsche Lied als Volkserzieher Maschinenhaue voertritt, durchquert man, noch die„Schlageter Haule,, die zahl benken an den großen Volkshelden birgt. Die kleine Maschinenhalle ist dem Jahr des Aufstiegs und des Aufbaues gewidmet. Der 30. Januar, die Tage von Potsdam, der 1. Mai, Bückeburg und Nürnberg ziehen an den Augen vorüber, ferner die großen Maßnahmen und Erfolge des ersten Aufbaujahres. Im anschließenden großen Kunstpalast sieht, man Darstellungen von der Aufbauarbeit samtlicher nationalsozialistischer Organisationen und zahlreiche iur Veg e freffend, Schließlich sieht man noch in mehreren erbrochenen Ausführungen des ters gedachte der Versammlungsleiter, Gauleier Krischer, des verstorbenen Professors Jos. Schwarz=Köln und des vor wenigen Tagen verkordenen Oberhausener Musikdirektors Steinfülle eine große Kulturmission. vermöge man das auszudrücken, was durch Wort und Schrift vielleicht verboten sei. Das deutsche Lied erhalte dem Saarlande auf ewig die tersprache und verbinde es mit allem, was deutsch sei auf der ganzen Welt. Sodann erstattete Gauleiter Direktor Krischer den Geschäftsbericht. Das vergangene Jahr sei ein Jahr des Aufschwungs und der Arbeit gewesen. Der Gau Rheinland im DSB umfasse nunmehr 1650 Vereine mit rund 66 000 Sängern. Die Durchführung des Führerprinzips sei den größten Erfolgen in Angriff genommen worden und verspreche bestes Gedeihen des zukünftigen Sangeslebens. Anstelle des aus dem Vorstand ausscheidenden Justizrats Wassermeyer, Bonn, wurde Rechtsanwalt Dr. Fischer=Koblenz in den Vorstand neu Mit einer Huldigung an den Reichspräsdenten Generalfeldmarschall von Hindenburg und an den Reichskanzler Adolf Hitler schloß Gauleiter Direktor Krischer die Tagung, worauf aus husderten von Sängerkehlen das Deutschland= und Horst=Wessel=Lied erscholl. Bilder die Rassenforschung und Rassenhygiene be rreffend, Schließt###,### man noch in mehreren Kojen die Kampf= und Aufbauarbeit der nationalsozialistischen Presse. Den Sohn und sich selbst erschossen Oberstein(Nahe). Hier begab sich der 53jährige Fabrikant Richard Loch, ohne daß vorher eine Auseinandersetzung stattgefunden hatte, plötzlich in seine im Obergeschoß gelegene Wohnung und nahm dort eine Pistole an sich. Hierauf ging er wieder in den Fabrikraum zurück und dann in das Büro, wo sein 27jähriger Sohn Robert allein arbeitete. Ohne mit diesem ein Wort zu wechseln, trat der Vater hinter ihn und schoß ihm eine Kugel in den Hinterkopf. Der Sohn sank sofort tot um. Ehe noch auf den Schuß hin in der Nähe weilende Arbeiter hinzueilen konnten, richtete Loch die Waffe gegen sich selbst und jagte sich ebenfalls eine Kugel in den Kopf. Er starb kurz darauf im Krankenhause. Als Motiv der Tat nimmt man Gemütsdepression an. Loch lebte in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen. Dr. Schröder übergab sodann mit einem SiegHeil auf den Führer und den Reichspräsidenten das Ehrenmal in die Obhut der Stadt Dortmund. Bürgermeister Dr. Fluhme übernahm das Ehrer mal in Vertretung des Oberbürgermeisters. Auf gungen unter dem Gesang des Dankgebetes. Neues Hirnverletztenheim für Rheinland und Westfalen Bonn. In Bonn wurde in Anwesenheit von evter Arieper ihrer Organisationen, der Behörverletzten=Heim für Rheinland und Westfalen eröffnet. Der Landesleiter Westdeutschlands des Verbandes wünschte in seinen, Aaheeuf gur ge h das Haus in den kommenden Jahren#u die Verletzten eine Stätte der Erholung und Gesundung in dem echte deutsche Kameradschaft gepflegt werde. Zum Schluß enthüllte Erinnerungsmal für die Gefallenen. Weitere Berufungen im Reichsverband Volkstum und Heimat Düsseldorf. Landeshauptmann Heinz Haake, der Führer der Landschaft Rheinland im Reichsverband Volkstum und Heimat, hat den Schriftsteller Wernher=Witthaus, Haus Meer, Post derich bei Neuß, den bekannten Vorkämpfer des rheinischen Heimatschutzes, zum Fachamtsleiter für das Gebiet des Heimatschutzes, zum Fachamtsleiter für das Gebiet des Heimatschutzes in der Landschaft Rheinland sowie den Lehrer Oskar Seidat, Mülheim=Ruhr=Saarn, am Bühl 60, zum Fachamtsleiter für das Gebiet des spiels in der Landschaft Rheintand berufen. Zwei Kinder ertrunken Vielefeld. Hier ist der Fünfihprigg, Zung#r Familie Rauhe spurlos versazwunven,„Joch: forschungen ergaben nunmehr, daß das nund in der in der Sudbeckstraße liegenden Kläranlage durch Ertrinken den Tod gefunden hat.— Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Theesen. Dort ist ein 2½jähriges Kind in einem unbewachten Augenblick in den Johannisbach gelaufen und ertrunken. Zwei Waldbrände im Wesertal Ueber 1000 gm Waldbestand vernichtet Bielefeld. In der Nähe des Horst=WesselSteins brach in einer Tannenschonung ein Brand aus, der den angrenzenden Hochwald stark gefährdete. Zur Eindämmung des Feuers erschienen die Feuerwehren aus Bielefeld, Sieker, Senne, Brackwede und Bethel am Brandort und mit vereinten Bemühungen gelang es ihnen, dem schnell um sich greifenden Brand Einhalt zu gebieten. Die Flammen hatten eine Fläche von etwa 200 gm ergriffen. Minden. Unterhalb der Baustelle des Schlageter=Denkmals auf dem rechten Weserufer brach aus noch unbekannter Ursache ein Waldbrand aus, der etwa 1 000 qm. Waldbestand vernichtete. URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCH VERLAG OSKAR MEISTER, WERDAU 6. Jortsetzung. „Ja?!“ Ganz große Augen machte sie, wie ein Kind, dem ein Märchen erzählt wird.„Weißt, in der Freudenau war ich dabei, wie„Oleander" und„Graf Isolani“ den„Großen Preis“ g'wonnen haben—— herrlich! Sind nur so, vor dem Feld herspaziert, und die anderen haben ihre Rosser ausgritten bis auf's letzte Tröpferl!“ Hanns=Joachim sah das vor Eifer glühende Geschtchen. Passion hast ou— Jagd und Voublut—— Pröstchen, Annemarie, so einen Kameraden habe ich mir immer gewünscht!“. Und dann schwieg er plötzlich, als ihm der Doppelsinn der Worte zum Bewußtsein kam. Aber das junge Mädchen lächelte ganz unbefangen: „Die Tank' Ursula hat nix von Rössern verstanden und von der Jagd schon gar nix, so viel Müh ich mir auch geben hab. is halt a bisserl schwerhörig g’wesen, da hab i alleweil schreien müssen wie a Jochgeier Frau von Kreuth stand auf: „So, nun kommt noch unser gemutliches Plauderstündchen und Punkt zehn geht's zu Bett, oder bist du arg müde, Kindl?“ „So frisch wie a Fisch im Wasser! Wart', i helf dir beim Als der Diener kam, war die Arbeit schon getan. „Darf ich rauchen?“ fragte der Darkehmer. „Ha— da fragst noch? Du, Achim, das fangst net erst an, wann i denk, daß ich di kommodieren tät...“ „Nein. Annemarie, du hast recht, sonst fühlst du dich am Ende gar nicht richtig daheim... So, und nun wollen wir mal sehen, ob's irgendwo ein bissel Musik gibt. Er den Radioapparat ein, ein kurzes Suchen, nun den ganzen Raum füllend, ein strahlender Sopran: „Auch du wirst mich einmal beglücken, Auch du!— Auch du! Auch du wirst mich einmal berücken, Auch du!— Auch du!“ „Wollt ihr wohl, ihr infamen Rangen!“ Annemarie drohte den beiden Dackeln, die mit fliegenden Ohren hinter den Fohlen herrasten Aber je mehr sie rief, desto eifriger spielten „Max" und„Moritz“ Haschen, und den Vollblutbabys schien die Sache einen Heidenspaß zu machen; denn sie galoppierten steifbeinig über den federnden Rasen, blieben stehen, äugten nach ihren krummbeinigen Verfolgern und schüttelten die dicken Köpfe, als wollten sie sagen:„So eine dämliche GeBis plötzlich ein scharfer Pfiff gellte. Da fuhren die Dackel herum, stutzten und preschten dann auf Hanns=Joachim zu. Der lüftete schon von weitem den Jagdhut: „Morjen, Annemariel Na, schon auf?". „Schon? Wär' net übel!“ Sie streckte ihm lacheno die Hand hin:„Seit drei Stunden! Zweiundfünfzig Eier hab'n d' Hühner heut glegt!“... e.7t „So—o? Woher weißt ou denn das?" fragie er belustigt. „Weil i der Mamsell a bisserl g'holfen hab. Kirschen ham ma ausgekernt zum Einwecken und d' Hennennester nachg'schaut. Der Barkehmer schmunzelte:„ „Du bist doch ein Prachtmädel, faßt gleich mit an uebrigens— die Kirschen haben abgefärbt, an den Fingerchen und am Mund—— soll ich's wegwischen?“ „Ah, laß nur,“ sagte sie schnell und fuhr mit dem Taschentuch über die Mundwinkel.„Ist's weg? Ja? Achim, schau doch, das Roß da horcht alleweil nach uns, is scho alt, gelt?“ „Ja, meine brave„Lille“...“, und er erzählte von dem Einst, von Sieg und Not und Tod... Ganz still und andächtig hörte Annemarie zu, streichelte die Stute, die an den Koppelrick gekommen war den Hals, fuhr ihr liebkosend über die Nüstern: „Gelt. Altchen, wie warm heut' die liebe Sonn' scheint, das tut dir gut, ja— bist mei lieb's, brav's Rößl! Ah, schau, leckst mir d' Hand, no wart, jetzt bring i dir aber immer a bisserl was mit!“. 9.— Mars und „Rarrrr!“. Ein wütendes Knurren, Beufern.„Mag und „Moritz“ hatten einen Igel entdeckt und feuerten sich gegenseitig zu Heldentaten an, weil jeder hoffte, der andere wurde zuerst so dumm sein, in das Stacheltier zu beißen. Doch es blieb nur bei der heldenhaften Geste, und da der Igel zusammengerollt in philosophischer Ruhe das Ergebnis des edlen Wettstreits abwartete, stellte das Dioskurenpaar die ersichtlich fruchtlosen Bemühungen ein. Denn der Klügere gibt nach. „Du. Achim, i glaub, da winkt dir weri“ sagte oas Annemarietscherl eifrig und deckte die Hand über die Augen. Kreuth sah nach der Straße hinüber: „J. das ist doch die alte Mutter Wendschuh, unsere Botenfrau. sie geht zweimal wöchentlich in die Stadt, besorgt allerhand— na, Wendschuhn, was gibt's denn?“ „Scheen juten Morjen, Harr Baron, ich hob man bloß e—in e—iliges Telesramm, das hat mir jestern mittag der Postme—ister jejeben!“ „Wa—as? Gestern?" „Aber frerilich, nur, ich mußte noch e—in paar sanz wichtige Sachen besorjen. e—in Paar Stiefeln für den Herrn Inspektor und für den Herrn Lehrer Tabak, ächter Brasil, aber we—il doch das Telejramm e—ilig war, also jestern abend hab ich nich mehr steeren wollen, aber heute früh bin ich janz ze—itig aufjestanden.. „Na, gebt nur her, Wendschuhn,“ der Darkehmer unterdrückte mit Mühe einen Lachkrampf und holte ein Markstück aus der Tasche:„Wunderschön habt Ihr das gemacht und'nen schönen Gruß an den Herrn Postmeister, wenn wieder mal ein Telegramm für mich ankommt, dann soll er's telephonisch durchsprechen. „Werd's ausrichten, trautester Harr Baron und scheen Ganz entgeistert starrte Annemarie auf das Formular: „Das—— das is doch net gar am End' mei Depesch'n?“ „Aber freilich! Expreßbestellung mit der Butterfrau! Merkst du jetzt, daß wir hier in einem Kulturland leben?“ Und dann lachten die beiden ein so vergnügtes Duett, daß die alte, blinde„Lille" verwundert den Kopf schüttelte und „Max" und„Moritz“ ihre ohnehin zwecklose Minierarbeit an einem Mäuseloch einstellten. e, 4. bin und 5 Das Annemarietscherl schlenkerte den Strochhut hin und her: „Schad', daß d’ deine Rennpferd' net hier hast!“ „Die stehen in Hoppegarten. Er brannte sich im Gehen eine Zigarette an:„Wie wär's— hättest du Lust, zum „Großen Preis“ mit nach Berlin zu fahren?“ „Ah na—— gelt, das hast nur so daherg'redt?“ Ganz ungläubig sah sie ihn an.. Wa.4he gslaufte „Im Ernst, das Rennen wird in einer Woche gelaufen, die erste Garnitur unserer deutschen Pferde und allerbeste französische Klasse— der Sieger im französischen Derby und im„Grand Prix de Paris“, der ungeschlagene„Gloire de France“. „Du! Is das wahr: Nimmst mi mit?!“ „Ja!“ Er lächelte.„Wir fahren alle drei, du, Muttchen und ich; aber nun wollen wir erst mal frühstücken und dann einen ordentlichen Spazierritt machen— wirst du das Reiten nicht verlernt haben?“„..„ r6: Marsi „Wär' noch schöner! achim, gey, sag, wirst in Berlin g’winnen?!“ Kreuth zuckte die Achseln: „Hoffentlich! Unter den einheimischen Pferden hat„Wiener Blut“ keinen ernsthaften Gegner, und die Franzosen laufen auf deutschen Bahnen infolge der weiten Reise und des Klimawechsels stets um mehrere Kilos unter ihrer Form— unseren Vollblütern geht's in Paris ja genau so.“ „Wem g'hört denn der„Gloire de France?“ „Einer Madame Valtier.“ „Nein Nur gehört habe ich von ihr. Sie soll eine junge Witwe, sehr schon und ebenso reich sein.“ Ein hochbeladener Erntewagen schwankte vorbei, schnatternd watschelten weiße, wohlgenährte Enten nach dem WallFrau Josefa wartete schon am Frühstückstisch in der Halle: Na, ihr beiden!“.„„(r56 Gast Tenterfs= „Guten Morgen, Muttchen.!—„Gruß Golk, Tankelll „Ei, Mädi,“ die alte Dame tätschelte Annemaries Wange: „Hast ja ganz blanke Guckerln! Gut g'schlafen?“ „Wie a Murmeltier, bis d' Sonnen g'scheint hat, da hat's mi nimmer g'litten in den Federn.“ „Nun eßt nur erst mal, Landluft macht hungrig.“ Da, Muttchen." Der Darkehmer legte feierlich das Telegramm vor Frau Josefas Gedeck.„Erst gestern mittag angekommen und schon hier, die Wendschuhn hat's mitgebracht — aber ich sage ja, was wären wir ohne unsere brave, alte In stummem Entsetzen faltete die alte Dame die Hände: „Du liebe Güte!" „Ja, und das ist noch fix gegangen, erinnere dich bitte, daß das Bludweitschener Hauptpostamt volle drei Tage gestreikt hat, als die Frau Postmeisterin ihren Eheherrn mit Zwillingen erfreute. Bis er den Schreck überwunden hatte, blieb die Bude überhaupt du.. g.46, cerzich „So, schön, nun hob i vor lauter Lachn überg schweppert! Das Annemarietscherl schenkte Hanns=Joachims Tasse ranovoll:„Magst Butter auf'n Weck oder Honig?“ „Beides!“. Er lächelte vergnügt und sah interessiert zu, wie sie mit flinken Fingerchen ein braunes Brötchen strich und ihm zwei zartrosa Schinkenscheibchen vorlegte. Zu hübsch war das.— Der Darkehmer träumte vor sich hin; wie oft hatte er über„das blonde Glück am Kaffeetisch und ein krabbelndes Etwas auf dem Teppich“ gespottet, und nun„ 1 hast% „Geh, trink aus! Hernach zieh i mi glei um, hast an Damen858....#.# tae sn „Ihr wollt doch bei der Hitze nicht erwa auskeilenr fragle Frau Josefa. A. v. Mtm. M4 „Aber freili, is nur a Gla, oaß i mei Reuig wund mithab. Kreuth klingelte nach dem Diener. „Der Prikupatis soll satteln,„Fallada“ für die Gräfin und den„Patroclus“ für mich!“„„ „Du, wer ist denn die„Fallada: errunvigee sich das Annemarietschert.... J. Freiner 6et fl. 1. „Eine sechsjährige Vouvlutstute; mein Trainer hul siee in Alag gekauft, aber für die Zucht ist sie zu klein.“ „A g'spaßiger Namen... Da erzählte er ihr das Märchen von der Königstochter und der treuen„Fallada“. „Oh. Fallada, die du da hangest! Oh, Jungfer Königin, die du da gangest Wenn das deine Frau Mutter wußte!“ Andächtig wie ein Kind hörte sie ihm zu, bis Frau Kreuth „Wenn ihr wirklich reiten wollt, dann brecht nur bald auf.“ Sofort sprang das Annemarietscherl empor: „In zehn Minuten bin i wieder da!“ „Schön, ich werde nach der Uhr sehen!“ sagte Kreuth. „Neun eine halbe, stellte er schmunzelnd fest, als das Mädelchen im dunkelblauen Reitdreß in die Halle trat:„Eine Frau, die pünktlich ist“ Sie lachte:„Offiziersrindl Weißl, vas hal lir der selige Papa bei'bracht— fix Laudon, da mußt alles am Schnürl gehn!4. Draußen wartete der Reitrnecht mit den Pferven.„Fauada“ tänzelte aufgereat hin und her, mit dem Hinterhuf schlug „Patroclus" nach einer zudringlichen Bremse. HannsJoachim hielt seine Hand hin: „Bitte!" Wie eine Feder so leicht schwang sich das Mädelchen in den „Herrgott, Achim, Muskeln mußt haben wie von Stahl!“ „Ach wo.— Also, die Stute ist ganz durchlässig geritten, bissel nervös, weil sie lange gestanden hat. Wollen wir anIm Zwinger schlugen die Hunde an, lächelnd blickte Frau von Kreuth den beiden nach... vielleicht hatte der liebe Gott ein Einsehen, aber schaden konnte es nichts, wenn man selbst noch ein wenig nachhalf.. Kentin ransmum; laat „Zuerst wollen wir mal bei den Leuten ranreien, fagle der Darkehmer„Auf Schlag 10 wird Roggen eingefahren— in Zügen links schwenkt— marsch! Eskadron— Galopp!“ Der trockene Boden der Kleebrache pulverte unter den eisenblitzenden Hufen „Morsen, Leute! Na, oa ist ja schol eine ganze Eae weg, werden wir's bis heute abend schaffen?" „Aber jewiß doch, der Vorarbeiter griente:„Wenn man bloß ke—in Rejen zwischen kommt, im Notfall arberiten wir ein paar Stundchen länger.“ „Recht so, damit's fixer geht, lasse ich ein Faß Bier anEine Wolke von Schweiß schwebte über den dampfenden Leibern der Menschen und Pferde, die Knechte stakten, und droben auf den Wagen schichteten Arbeiterinnen die körnerschweren Garben.„ Zwei Mädels pirschten sich vorsichtig an Annematie heran, wanden plötzlich ein Strohseil um ihr Handgelenk. —— was treibt's denn da?“ Hanns=Joachim lachte: „Du bist angebunden und mußt dich auslösen, das ist Erntebrauch!“ Auslösen?“..., Lgmartschein aus der „Natürlich!“ er naym einen Zwanzigmärtschein aus der Brieftasche und gab ihn den beiden kichernden Mädels: „Macht's gut, Leute! So, Kusinchen, noch'nen kleinen Trab bis zum Walde!“ Und dann, als das raume Hochholz erreicht war, und die dichte Moosnarbe des grasbewachsenen Gestellwegs den Hufschlag dämpfte, parierte Kreuth zum Schritt durch: „Großartig, wie du dich mit„Fallada“ verstehst, wie’ne geht sie!“„„ Mai „Ah, das merkt so a Roß glei am Sitz, oos an Reiter droben hat oder an Praterjockei. Aber sag ma amal, wie is das mit dem Anbinden?“ Da erklärte er ihr die Sitte: „Wer landfremd ist, von dem wird Zoll erhoben.“ „Und du hast bezahlt! Die zwanzig Markeln gib i dir „Wäre noch schöner! Daran bin ich doch schuld; denn daß du angebunden werden würdest, wußte ich schon. Nun gehörst du zu uns!“ Ja, wirklicht“ s„„ „Hoffentlich, Annemarie,“ sagle er ernst.„Hier, in Barkehmen sollst du doch eine zweite Heimat finden! Ist es dir schwer geworden, von Wien wegzugehen?“ „Ja und nein Weißt, Achim, da liegen nun meine Eltern begraben und all die Erinnerungen.. Mit der Tant' Ursula, der Schwester von meinem Vater, hab i's ja net immer ganz leicht g'habt, war halt oft a bisserl grantig und hat allweil graunzt, wann i nur amal für a Stünderl ausgangen bin. In der Mariahilfer Straß'n ham ma g'wohnt, drei Zimmer und— ui jeggerl— da hat's manchmal arg windig ausg'schaut; denn die Tant' Ursula hat nur a ganz klane Rent'n g'habt, hundert Schilling im Monat. und mehr hab i a net kriegt vom Staat. Bis sich a Pösterl für mi g'funden hat, nix Nobles g'rad. Empfangsdame in an Photographenatelier auf'm Kärntner Ring „Ich denke, du hast vom Bruder deines Vaters geerbt?“ „Ja, vor an halben Jahr, die Tank' Ursula und i, jed's fünfundsiebzigtausend Schilling, da hat dann's Haferl an Boden g'habt, und glei darnach is noch die andere Erbschaft kommen vom Onkel Rudolf.“.. 5. „Richtig, vom Vetter deiner und meiner Mutter, wil, das heißt Muttchen, hat ja auch fünfzigtausend bekommen.“ Das Annemarietscherl strich ein paar eigenwillige Löckchen „Is a Hausen Göld! Nun— Wean is so sündhaft teuer, und wie dann die Tank' Ursula sechzig g’worden is, also da hat's Anspruch g'habt auf die Stiftsdamenstell' im Kloster Alt=Oetting, und allein konnt' ich do net in Wean bleiben, golt?“ „Ja, die Klöster sind wirklich eine sehr segensreiche Einrichtung!“ sagte der Darkehmer nachdenklich „No und da hab i... na, da hat d’ Tank' Ursula ang'fragt, ob i net für a kurze Zeit zu euch kommen könnt. „Für eine kurze Zeit?“ Er fuhr ordentlich auf. riß am Trensenzügel, so daß„Patroclus“, der eine falsche Behandlung nicht gewohnt war, kerzengerade in die Höhe stieg und mit den Vorderbeinen Expreßbriefe in die Luft schrieb. „O—la, la! Na ja!“ Hanns=Joachim klopfte den Hals des Wallachs:„Kurze Zeit? Nee—— up ewig ungedeeld... „Was meinst?“ Da merkte er, daß er eigentlich auf dem auerbesten Wege war, erheblich mehr zu sagen, als nach einer so kurzen Bekanntschaft passend erschien.—— „Vorläufig bist du hier, liebe Annemarie, und bieion hier! Wir sind doch deine nächsten Verwandten, deine allernächsten, unsere Mütter waren Geschwister" „Freilich!“ Sie nickte eifrig:„Vetter und Kusine, das ist beinah wie Bruder und Schwester, gelt?“ (Fortsetzung s###..