Buusgns müchmich id Berndie. ## Pie. Dnack u. Tetagoon 6. Tials, Schwate(Fuhr), Dortmund 2852 und Honnssen 21 974. ber ber Gung erint de. mumn, Scurrd brunt unr Verbunden mit: und Anzeiger Volkszeitung Westhofener Aplerbecker Langscheder Holzwickeder Zeitung Zeitung Zeitung Zeitung ovhn. Hitzisso, ausgegedene Inserote Wderuadnen aie aim Geoahe. Dei mnoeberzesepu. Veltiebetbrungen, Lerogg: gerufen durch döbere Gewalten, üdernehmen wir ür piaktlüchee Crscheinen der Jeitug u. kom auch keinerlet Anspruch auf Schadeuersatz oder Nachlieserumg erboden werden das Amt Westhofen& Kreisblatt für den nördlichen Teil des Landkreises Iserlohn Schwerte(Ruhr), Mittwoch, den 4. Apeil 1934 Ssterpulsa in Sputten Unruhige Ostertage in Spanien— Serie von Sabotageakten Gas in die Wasserleitungen Die streikenden Gas= und Wasserarbeiter in Barcelona haben während der Östertage eine Reihe von Sabotageakten verübt. Insbesondere war der Östermontag dazu ausersehen worden eine allgemeine Panik in der Bürgerschaft hervorzurufen. Die Streikenden haben in die Wasserleitungsröhren große Mengen Gas eingelassen, die zu Explosionen führen sollten. Lediglich der Aufmerksamkeit des stellvertretenden technischen, Persg, nals war es zu verdanken, daß Ungluassaue vermieden wurden. Trotzdem war die Stadt den ganzen Tag über ohne Wasser. Anschläge auf Gaszähler und Verteilungsapparate sind an der Tagesordnung. Es wurden wieder mehrere Ueberfälle verübt, von denen einer einem Bantwächter das Leben kostete. In Madrid dauert der Metallarbeiterstreik an. Weder schadhafte Aufzüge noch Kraftwagen usw. konnten repariert werden. Die Wiedereinführung der Todesstrafe in Spanien hat am Ostersonntag zu Demonstrationsversuchen der extremen Linken in der Hauptstadt geführt, in deren Verlauf auch mehrere Fenster der Deutschen Ueberseebank von Marxisten eingeschlagen wurden. In Granada sind neun Anarchistenführer durch einen selbstgegrabenen unterirdischen Gang aus dem Gefängnis entflohen. Im übrigen sind die Östertage, abgesehen von Brandstiftungen an einigen kleineren Kirchen in der Provinz, ohne besondere Zwischenfälle verlaufen. Der von einem Teil der Presse in großer Aufmachung gebrachten Gründung der linksrepublikanischen Partei, die sich aus den Restbeständen der Anhänger des früheren Ministerpräsidenten Azana zusammensetzt und im Parlament etwa über 15 Stimmen verfügt, kann keinerlei praktische Bedeutung beigemessen werden. * Die jüngsten Ereignisse in Spanien lassen mit aller Deutlichkeit erkennen, daß es der Regierung Lerroux noch keineswegs gelungen ist, das Heft restlos in der Hand zu halten. Die marxistischen Kräfte sind weiter am Werke, treiben Wühlarbeit nach berühmtem und bewährtem Muster, und es ist ihnen kein Mittel zu niedrig, um ihre Ziele zu verfolgen. Ja, es wird jetzt sogar angenommen, das die Zahl der SowjetAgenten verstärkt worden ist; darauf lassen auf jeden Fall die Methoden schließen. Die Ereignisse am Ostersonntag können letzten Endes nur als eine direkte Auswirkung der Streiks angesehen werden, die im vergangenen Monat in allen Städten durchgeführt wurden. Man erinnert sich, daß damals den streikenden Arbeitern der Ersatz für entgangenen Arbeitslohn aus den Streikkassen nicht bewilligt wurde, und zwar mit der Begründung, daß diese Gelder für einen neuen Schlag der marxistischen Bestrebungen zur Verfügung stehen müßten. Ganz bewußt wurde eine derartige Methode angewendet, damit die Unzufriedenheit größer und größer wurde und schließlich dazu benutzt werden konnte, zu eben jenem neuen Schlage auszuholen. Die Zerstörung der Wasserleitungen in Madrid, in Barcelona und alle übrigen Sabotagealte, die über Ostern in nahezu allen Städten Spaniens eingeleitet wurden, sind den SowjetAgenten nur ein willkommenes Instrument, die Unzufriedenheit noch weiter zu schüren, damit zu gegebener Zeit aus der glimmenden Asche die hellen Flammen des Aufruhrs auflodern können. Willkommen war den marxistischen Hetzern auch die Verhängung des Ausnahmezustandes und die Wiedereinführung der Todesstrafe. Das war für sie Wasser auf die Mühle. Denn das ganze Elend, das über die arbeitende Bevölkekung einzig und allein von marxistischer Seite gebracht wurde, wird von den Agenten in bekannter Manier der Regierung in die Schuhe beschrs lokal so sind sie doch sumygierung und gegen die bürgerlichen Parteien vorzugehen. Noch fühlen sich die Syndikalisten nicht stark genug und deswegen wird mit allen Mitteln versucht, die gemäßigten Sozialisten und auch das Kleinbürgertum mehr nach der Linken hin zu orientieren. Wenn es der Regierung Lerroux bis jetzt gelungen ist, einen offenen Aufstand, der größere Formen annahm, zu verhindern, so war das möglich dank der Unterstützung, die oie Regierung von seiten der katholischen Volksaktion und auch der Agrarier gefunden hat, aber das allein wird auf die Dauer nicht genügen, um Herr der Lage zu sein. Was den Spaniern für die Bereinigung und Befriedung auf innerpolitischem Gebiete fehlt, ist eine Idee, ein Gedanke, der das Volk und die Arbeiterschaft im besonderen in einer Bewegung erfaßt, die die Bevölkerung auf sich selbst besinnen läßt und sie gegen die Einflüsse von Moskau her zusammenschließt. 61. Riesige Erbschaft Ueberraschend 1,2 Millionen Gulden(2 Millionen Mark) geerbt In dem brandenburgischen Dorfe Neuglietzen erhielten 9 Einwohner durch die holländische Gesandtschaft die Nachricht, daß sie eine Riesenerbschaft gemacht haben. Im Jahre 1888 war ein Glied Familie Klemer nach Holländisch=Indien ausgewandert und dort zu großem Reichtum gelangt. Nach seinem Tode erben nun diese 9 Erbberechtigten je etwa 250 000 Mark. Sinig in drer Pankten Senator Berenger über Barthous Brüsseler Reise Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des französischen Senats, Henry Berenger, schreibt in der„Agence Economique et Financiere", im Zusammenhang mit der Brüsseler Reise des französischen Außenministers, wie man mit Bestimmtheit annehmen könne, seien die französische und die belgische Regierung sich über folgende drei Punkte einig: 1. daß die etwaige Aufrüstung Deutschlands eine Gefahr darstelle, 2. daß ein Rüstungswettlauf eine mindestens ebenso große Gefahr bedeute, 3. daß das beste Mittel, diesen Gefahren vorzubeugen, in dem Abschluß eines Abkommens bestehe, das soviel Kontroll= als auch Durchführungsgarantien vorsehe. Kngeue Berenger fügt hinzu, daß besondere Durchfuhrungsgarantien unerläßlich seien. Sie könnten sich nur auf eine Gesamtheit von materiellen Abkommen zwischen den internationalen Mächten stützen. Die Kontrolle allein, die nur sehr schwer durchführbar sei, genüge nicht, besonders aber nicht gegenüber einem so bekannten Partner wie Deutschland. Man müsse unbedingt zu einem Abkommen der gegenseitigen Unterstützung gelangen, das sowohl militärischen als auch wirtschaftlichen Charakter trage. Wenn England sich den Durchführungsgarantien anschließe, so würde die Brüsseler Reise Barthous nicht umsonst gewesen sein. Torser Frennen nirder 28 Bauernhöfe eingeäschert Ursache: Rauchen von Kindern In einem Dorfe in der Nähe der ungarischen Stadt Miscolcz rauchten Kinder in einem Wirtschaftsgebäude, während sich die Eltern in der Kirche befanden. Das Wirtschaftsgebäude geriet, wie aus Budapest gemeldet wird, durch ein fortgeworfenes Streichholz in Brand. Das Feuer breitete sich infolge starken Windes rasch aus. Es entstand ein riesiges Flammenmeer, in dem insgesamt 28 Bauernhöfe vernichtet wurden. Ein Bauer erlitt bei den Löscharbeiten erhebliche Verletzungen, die unter anderem zum Verlust des Augenlichtes führten. Gegen die Eltern der Kinder ist wegen Fahrlässigkeit eine Untersuchung eingeleitet worden. Dorfbrand im Wilna-Gebiet In der Ortschaft Ojucewicze im Wilna=Gebiet brannten 20 Gehöfte nieder. 20 Stück Vieh sind in den Flammen umgekommen. Riesenbrand in Unter=Aegypten 400 Häuser zerstört Bei einem Feuer in Kafr Helgl in UnterAegypten wurden mehr als 400 Wohnhäuser zerstört. Drei Frauen, zwei Männer und ein Kind sind verbrannt. Der Brand in Neukölln Noch drei Züge der Feuerwehr bei den Aufräumungsarbeiten Die Brandstätte auf dem Holzlagerplatz am Mariendorfer Weg in Neukölln bildet einen ungeheuren Trümmerhaufen. Bis zum Dienstagmittag waren noch immer drei Züge der wehr mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt, unterstützt von rd. 30 Mann der Technischen Rothilfe. Der Holzplatz=selbst, von dem das Feuer seinen Ausgang nahm, bildet eine rauchende Trümmerstätte. An verschiedenen Stellen glimmen noch einzelne Holzstöße, die auseinandergerissen und durch kräftiges Wassergeben abgelöscht werden. Zwischen den verkohlten Holzstößen liegen zu grotesken Formen verzerrte schwere eiserne Doppelträger, die sich bei der ungeheuren Hitze völlig verbogen haben. An den Wänden des Fabrikgebäudes starren solche Träger in bizarren Formen in die Luft. Eine freistehende Brandmauer hängt vollständig über, und wird nur noch durch das eiserne Fahrstuhlgerüst notdürftig gehalten. Die genaue Entstehungsursache des Feuers ist noch nicht ermittelt. Der Schaden, der durch Versicherung gedeckt ist, läßt sich zurzeit noch nicht annähernd abschätzen. Neben den riesigen Holzvorräten sind fast sämtliche Maschinen und Werkzeuge der Fabrik vernichtet worden. Die Berliner Evangelische Kirche unter einheitlicher Führung Ein Gesetz des Geistlichen Ministeriums Das Geistliche Ministerium der Deutschen Evangelischen Kirche hat ein Gesetz über die Bildung eines„Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden im Bistum Berlin" Die Leitung des Verbandes, der eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes ist, Bischof von Berlin, dem sechs vom Reichsbischof ernannte Mitglieder, darunter vier weltliche, zur Seite stehen. Der Verband hat folgende Aufgaben: 1. die Verwaltung des Vermögens, 2. die Aufsicht über die Gestaltung und Durchführung der Haushaltspläne und über das Kassenwesen der zum Verbande gehörenden Parochialverbände und Gemeinden, 3. die Behebung der Kirchennotstände in Berin, und.„..r Sigurhefalh. 4. die Sichersteuung der Pfarrbesoldung. Der Verband selbst steht unter der Aufsicht der obersten kirchlichen Verwaltungsbehörde, der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei. Um den Verband von jeder Bürokratisierung frei zu halten, wird durch Errichtung von Kreiskirchenämtern ein enges Verhältnis des Verbandes mit der einzelnen Gemeinde geschaffen. Die kirchenämter, die Organe des Verbandes sind, und von den zuständigen Superintendenten geleitet werden, tragen die Verantwortung für den kirchlichen Dienst in ihrem Bezirk. Das neue Kirchengesetz, das am 1. April in Kraft getreten ist, beschließt, wie von kirchenamtlicher Seite erklärt wird, ein Kapitel der Berliner Kirchengeschichte. Jahrzehntelange Bemühungen einer einheitlichen kirchlichen Führung für die Reichshauptstadt zu schaffen, scheiterten an dem unfruchtbaren parlamentarischen System, das das Leben in den Kirchengemeinden Bisher versuchte jede Kirchengemeinde in den Außenbezirken, auf eigene Weise ihre Aufgaben zu lösen. Die finanzielle Lage der Gemeinden der Innenstadt wurde durch die zunehmende Abwanderung der Bevölkerung in die Vororte immer schwieriger. Der Verband hat die große Aufgabe, mit vereinigten Kräften die kirchlichen Notstände im Gebiet Groß=Berlin in Angriff zu nehmen. Die Kirchengemeinden Berlins, die ihre Selbständigkeit auch in finanzieller und steuerlicher Beziehung behalten, werden durch den Verband zu einer Ausgleichsabgabe herangezogen, aus der die Mittel zur Behebung der kirchlichen Notstände entnommen werden sollen. Eisenbahnunglück in Schottland Lokomotive auf einen Personenzug aufgefahren— 21 Verletzte geschoben. Wenn auch die Österunruhen lokal erschrankt werden konnten, so sind sie doch sympcomatisch für die Taktik, mit der die Moskauer Drahtzieher die spanische Arbeiterschaft einzufangen suchen. Nun scheint es ja, 328 geht aus der ganzen Entwicklung der Dinge kervor, daß sich die extreme Linke noch nicht entcließen kann, in aller Offenheit gegen die ReAm Ostermontag, der in England von kühlemn, aber schönem Wetter begünstigt war, haben sich zahlreiche Verkehrsunfälle ereignet. Montag vormittag bei einem Eisenbahnunfall in einem Londoner Vorort annähernd 50 verletzt worden waren, hat sich am späten Abend ein zweiter Eisenbahnunfall zugetragen, und zwar bei Glasgow. Auch dort fuhr eine Lokomotive von hinten in den letzten Wagen eines stehenden Personenzuges hinein und beschädigte ihn heblich. 21 Personen wurden verletzt, von denen sechs ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Bei Holmfirth in Yorkshire wurden bei einem Zusammenstoß zweier Kraftwagen fünf Männer getötet und drei leicht verletzt. 15 Sportler bei einem Autounglück verletzt In der Nacht vom Ostermontag auf Dienstag ereignete sich auf der Bahrenburger Straße zwischen Sulingen und Delmenhorst ein folgenschweres Unglück. Gegen 2.30 Uhr nachts sauste ein aus Delmenhorst stammender Autobus. der mit Delmenhorster Fußballspielern besetzt war, aus bisher unaufgeklärte Weise in voller Fahrt gegen einen Baum, so daß ein Teil des Wagens in Trümmer ging. 15 Sportler erlitten Verletzungen. Sie mußten ins Sulinger Krankenhaus eingeliefer: werden. Ein Teil konnte die Heimreise bereite wieder antreten. Bei den anderen besteht keine Der Kampf um die SchachWeltmeisterschaft Die erste Begegnung in Baden=Baden Am Ostersonntag mittag 1 Uhr hatte sich im Turnier=Lokal(Kurhaus Baden=Baden) eine große Zahl Schachfreunde eingefunden, die Zeuge der Eröffnung des Kampfes zwischen Bogoljubow und Aljachin sein wollten. Der Deutsche Meister Bogoljubow, der die weißen Steine führt, eröffnete das Spiel, das unter großer Spannung des Publikums vor sich ging. Am Ostermontag wurde die Partie aus der ersten Runde zu Ende gespielt. Bogoljubow der in Zeitnot einen möglichen Gewinnzug nicht mehr durchrechnen konnte, gab kurz vor der Zeitkontrolle den Kampf remis. Die zweite Partie beginnt Mittwoch nachmittag 2 Uhr wieder im Baden=Badener Kurhaus. Wie aus Kalkutta gemeldet wird, kam es in der Nähe von Patna zu schweren Zusammenstoßen zwischen Hindus und Mohammedanern. wobei drei obammedaner getötet und drei verletzt Der Hührer PPricht den seiner Arden Ein Intervieu des Führers für die amerikanische Presse Reichskanzler Adolf Hitler gewährte dem Berliner Korrespondenten der Associated Preß, des großen amerikanischen Nachrichtenbüros, Louis P. Lochner, der zu den angesehensten und objektivsten Berliner Vertretern der Auslandspresse gehört, eine Unterredung, die fast eine Stunde währte. Im Laufe der Unterhaltung entwickelte der Führer Gedankengänge über sein Verhältnis zu seinen Mitarbeitern, über sein sehnlichstes Verlangen nach objektiver Kritik, über seine enge Verbindung mit dem Volke und andere wichtige Fragen. An nahm auch der Auslandspressechef der N. S. D. A. P., Dr. Hanfstaengl, teil, der lange Jahre in Amerika gelebt hat und ein ausgezeichneter Kenner amerikanischer Verhältnisse ist. keine Roten, sondern persönliche Aussprache Reichskanzler Adolf Hitler wies einleitend darauf hin, daß er ein überzeugter Anhänger der persönlichen Aussprache, der „Mann=zu=Mann=Diplomatie“ sei. Nichts sei ihm lieber, als daß er die verantwortlichen Führer der wichtigen Nationen einschließlich Amerikas unter vier Augen sprechen könne. Die überlebte diplomatische Methode des Notenaustausches richte sich selbst durch die Tatsache, daß trotz der Bemühungen der Diplomaten die Völker im Jahre 1914 in den größten Krieg der Geschichte hineingeschliddert seien, obwohl er persönlich überzeugt sei, daß die Diplomaten selbst am meisten überrascht waren, als der Krieg tatsächlich ausbrach. Der Führer äußerte weiter: „Ein jeder Vertreter einer fremden Macht wird bei seiner Aussprache mit mir finden, daß ich mit absolutem Freimut sage, was Deutschland bereit ist, zu tun, und daß ich meine Forderungen nicht höher ansetze als nötig ist. Wenn ich zum Beispiel sage, daß wir eine Wehrmacht von 300000 Mann benötigen, so lasse ich mich nicht dazu herbei, nachher auf 250 000 herunter*7 Heutsch der Erfinder bezweckte, sie einem jeden zugänglich zu machen. Der Zweck und das Ziel eines jeden Fortschrittes muß sein, ein ganzes Volk, ja die ganze Menschheit glücklicher zu machen.“ Lochner durfte dann eine Anzahl Fragen stellen, deren Zweck war, die Persönlichteit Adolf Hitlers dem amerikanischen Volke besser verständlich zu machen. Gesunde Kritik zugehen. Ich will Deutschlands Wort und Unterschrift wieder zur Gel tung bringen. Unter keinen Umständen werde ich mich einem Diktat unterwerfen. Wenn ich einmal überzeugt bin, daß ein bestimmter Kurs der einzige und richtige für mein Volk ist, Was ist Ihre Einstellung, Herr Reichskanzler, gegenüber der Kritik, der persönlichen wie auch der pressemäßigen? Der Kanzler entgegnete sofort: „Wissen Sie auch, daß ich einen ganzen Stab von Sachkennern des wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lebens um mich versammelt habe, deren einzige Aufgabe es ist, Kritik zu üben? Ehe wir ein Gesetz verabschieden, zeige ich den Entwurf diesen Männern und frage sie: „Bitte, was ist hieran falsch?" Ich wünsche nicht, daß sie einfach Ja zu allem sagen. Sie haben keinen Wert für mich, wenn sie nicht kritisieren und mir sagen, welche Mängel unseren Maßnahmen unter Umständen anhängen könnten. Ebenso wenig liegt es in meinen Wünschen, daß die Presse einfach nur das abdruckt, was ihr ausgehändigt wird. Es macht keine Freude, 15 Zeitungen zu lesen, die alle miteinander fast denselben Wortlaut haben. Im Laufe der Zeit werden unsere Schriftleiter wieder so geschult sein, daß sie eigene wertvolle Beiträge zum nationalen Aufbau beisteuern können. Eines kann ich Ihnen jedoch versichern: Ich werde keine Presse dulden, deren ausschließlicher Zweck es ist, das zu zerstören, was wir aufzubauen unternommen haben. Wenn die Einstellung eines Schriftleiters die ist, seine eigene interessante Weltanschauung der unseren entgegenzusetzen, so sei ihm gesagt, daß ich dann die modernen Möglichkeiten der Presse ebenso gebrauchen werde, um ihn zu bekämpfen. Den Agenten fremder Mächte werde ich überhaupt keine Möglichkeiten geben. Solche Agenten verletzen ihr Gastrecht.“.. aste G „Während ich einerseits Kritik wünsche", fuhr der Kanzler fort,„so bestehe ich andererseits darauf, daß diejenigen, die für das Wohl des ganzen Volkes arbeiten, die Sicherheit haben müssen, daß sie in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können. Der waren und daß ihr Augenmerk lediglich auf eine aufbauen de Zukunft gerichtet war.“ Kantige Männer um hitler Louis P. Lochner fragte dann:„Herr Reichskanzler, es wird manchmal behauptet, daß es unter den Herren Ihrer nächsten Umgebung Männer gibt, die sich an Ihre Stelle setzen möchten. Von einem Ihrer prominentesten Mitarbeiter wird zum Beispiel behauptet, daß er Ihre Maßnahmen zu durchkreuzen versucht.“ Seinen persönlichen Eindruck nach dieser Frage schildert Lochner mit folgenden Worten:„Des Kanzlers Züge hellten sich auf. Es schien, als ob die Gesichter der verschiedenen Männer, die ihm im Kampf am nächsten standen, an seinem Geiste vorüberzögen und er sich freute über das, was er innerlich sah.“ Der Führer antwortete:„Ich weiß ja, daß Sie diese Frage stellen, um ein Verhältnis zu meinen Mitarbeitern klarzustellen und nicht etwa, weil Sie persönlich der Loyalität in Frage stellen. Es wäre ja wirklich eine Verleumdung, irgendeinem der Männer, die Jahr um Jahr zu mir gestanden haben, zu unterstellen, daß sie etwa den Wunsch hätten, mich herauszudrängen. Die Welt hat nie ein schöneres Beispiel von blinder Einfühlung erlebt als das, welches meine Mitarbeiter geben. Vielleicht liegt der Grund, warum Märchen dieser Art entstehen, in. der Tatsache, daß ich mich nicht etwa mit Nullen umgeben habe, sondern mit wirklichen Männern. Nullen sind rund. Sie sind die ersten, die abzurollen beginnen, wenn es schlecht geht. Die Männer um mich sind kantige, aufrechte Männer. Ein jeder von ihnen ist eine kraftvolle Persönlichkeit. Ein jeder hat seinen Willen und ist von Ehrgeiz erfüllt. Wenn sie nicht so wären, so stünden sie nicht, wo sie heute sind. Ich begrüße den Chroeiy., Ia, Geuzune var macht. Wenn nun eine solche Gruppe von machtvollen Persönlichkeiten zusammenkommt, so ist es unausbleiblich, daß einmal eine Reibung vorkommt. Aber noch niemals hat ein einziger der Männer, die mir Gefolgschaft leisten, versucht, seinen Willen mir aufzuzwingen. Ganz im Gegenteil, sie haben in bewunderungswürdiger Weise sich meinen Wünschen untergeordnet.“ „Erstens einmal, Sie souten meine Mittagstischrunde oben in diesem Gebäude einmal sehen. Sie würden bemerken, wie dort jeden Tag neue Gesichter auftauchen. Mein Haus ist wie ein Taubenschlag. Mein Haus ist stets offen für meine Mitkämpfer, einerlei wie schlicht und einfach ihre Verhältnisse sind. Unsere Organisation reicht bis in die kleinsten Dörfer hinunter und von überall her kommen Männer meiner Gefolgschaft nach Berlin, um mich aufzusuchen. Im Verlaufe der Tischrunde erzählen sie mir dann ihre Sorgen und Nöte. Sodann gibt es selbstverständlich noch viele andere Möglichkeiten, mit dem Volke in Berührung zu bleiben. Ich erwähne nur diese eine als ein charakteristisches Beispiel. Eines möchte ich jedoch betonen: Obwohl ich alle diese kleinen Sorgen anhöre und aus einer Fülle von Einzelheiten mir ein Gesamtbild der Lage mache, so lasseiches niemals zu, daß mir der Ueberblick verdunkelt wird. Ich muß mein Augenmer! immer auf unsere Hauptziele gerichtet haben und diese mit unermüdlicher Zähigkeit verfolgen. Dieses oder jenes Detail gefällt mir vielleicht nicht. Zugegeben: Aber ich muß es meinen Mitarbeitern überlassen, die kleinen Sachen zu bereinigen.., 2o6e Pigl. in" entauf. Wir verfolgen große Ziele. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, diese Methoden zu verfolgen. Ich brauche vier Jahre, um den ersten Abschnitt unseres Programmes zu verwirklichen. Dann werde ich weitere vier Jahre für den nächsten Abschnitt benötigen usw. Wir erstreben ein bedeutenderes, besseres, glücklicheres Deutschland.“ Starhemberg gegen Fey Der Bundesführer des Heimatschutzes. Starhemberg, hat einen Befehl an die Heimwehr erlassen. in dem er sich in Zukunft die Entscheidung über die Unterstellung von Verbänden unter die Füh-rung des Heimatschutzes ausdrücklich vorbehält. Den Unterführern des Heimatschutzes war strengstens verboten, die Angliederung von Verbänden in den Heimatschutz selbständig vorzunehmen. Dieser Befehl wird allgemein dahin ausgelegt. daß hierdurch die in der letzten Zeit mehrfach erfolgte Unterstellung einzelner Verbände unter die Führung des Vizekanzlers Fey als Bundesführer der Heimwehr von Wien verbindert werden soll Die hand am Puls der Nation Auch Scharlach in Wöllersdorf so halte ich ihn, komme was möge. Und wogich Fehler der Systeme, die Minzter gger gpang in viet vtemol, bon, vach guden hin für unsere lange er am Ruder bleiben werde. Das führte dazu, daß er weder die Mißstände, die seine Vorgänger hinterlassen hatten, beseitigte, noch sich mit Plänen, die die ferne Zukunft umfaßten, zu beschäftigen wagte. Ich versicherte den Herren, die mit mir die Regierung übernahmen, selbst denjenigen, die nicht meiner Partei angehörten, daß sie der Stabilität ihrer Aemter gewiß sein könnten. Daraus ergab sich, daß alle freudig und mit ganzem Herzen bei der Sache genügende Stärke nuch außen hin für aufere Reichswehr zu akzeptieren und dann im gemastere 150 000 Mann auszurüsten.“ Theau lacht der Verteidigung #rder das Rüstungsproblem, wie es sich durch Frankreichs Weigerung, sich dem englischen, italienischen und deutschen Standpunkt zu u. ergibt, äußerte der Reichskanzler nemund würde sich mehr freuen, wenn die welt abrüstete als ich. Wir möchten unsere ganzen Kräfte produktiven Kräften widmen. Wir wollen unsere Arbeitslosen zurück in die Arbeit führen. Sodann wollen wir den Lebensstandard eines jeden Einzelnen erhöhen. Wir wollen unsere Sümpfe austrocknen und produktives Land urbar machen und verbessern, unser Volk nach Möglichkeit in die Lage versetzen, sich selbst zu versorgen, dem Bauern ermöglichen, ein Maximum aus seinem Grund und Boden herauszuholen, den Fabrikanten und Industriearbeiter in den Stand setzen, möglichst produktiv zu arbeiten, unserem Lande durch künstliche Ersatzprodukte das, was ihm an Rohmaterialien mangelt, nach Möglichkeit liefern. Indem wir Straßen bauen, Kanäle graben, Sümpfe austrocknen, Dämme errichten und Schleusen anlegen, leisten wir eine konstruktive Arbeit, die wohl unsere Tatkraft beanspruchen kann. Als Staatsmann jedoch, der für das Wohl seines Landes verantwortlich ist, kann ich es nicht zulassen, daß Deutschland der Möglichkeit ausgesetzt wird, daß etwa ein Nachbar es überfallen könnte oder Bomben auf unsere industriellen Anlagen herabwürfe oder einen sogenannten Präventivkrieg führte, nur um von den eigenen internen Schwierigkeiten abzulenken. Nur aus diesem Grunde— und aus keinem anderen— fordern wir eine Wehrmacht, die Verteidigungsansprüchen genügt.“ Den höchstmöglichsten Lebensstandard Auf die Frage, ob die Arbeitsbeschaffung für jedermann bedeute, daß eine Proletarisierung stattfinden werde, mit anderen Worten, ob sich der Reichskanzler damit begnügen werde, daß durch Arbeitsstreckung zwar einem jeden ein Einkommensminimum zugesichert werde, daß jedoch größere Einkommen ganz verschwinden würden, entgegnete der Reichskanzler: „Ganz im Gegenteil! Als ersten Schritt muß ich natürlich die Geißel der Arbeitslosigkeit beseitigen. Sobald jedoch unser Volk wieder Arbeit hat, wird auch die Kaufkraft sich heben und dann kommt als logischer nächster Schritt die Hebung des Lebensstandards. Wir wollen nicht ein primitives Volk werden, sondern eines mit dem höchstmöglichen Lebensstandard. Die erste Fensterscheibe war ein Luxusartikel, aber heute fragt jedermann nach Glas. Es wurde zu einem allgemeinen Gebrauchsartikel. Die erste Glühbirne war ein Luxusartikel, aber Die letzte Frage Lochners lautete:„Herr Reichskanzler, in den Tagen, ehe Sie an die Macht kamen, bewegten Sie sich dauernd unter dem Volk und hatten dadurch stetigen persönlichen Kontakt mit ihm. Heute, wenn Sie irgendwo erscheinen, sind die Straßen geschmückr, Willkommensadressen werden überreicht, Sie werden von den Spitzen der Behörden begrüßt. Wie bringen Sie es trotzdem fertig, Ihre Hand am Puls der Nation zu behalten? Wie halten Sie den Kontakt mit dem einfachen Mann aufrecht?“ Mit einem fast jungenhaften Lachen antwortete der Führer: Im Konzentrationslager Wöllersdorf sind nach der Ruhrevidemie in den letzten Wochen jetzt zahlreiche Scharlachfälle aufgetreten, die darauf zurückgeführt werden, daß sich in der Ruhrbaracke zu wenig Wasser vorsand und das Wasser aus der Scharlachbaracke geholt werden mußte. Die Heiralezissern- feigen Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle in den preußischen Großstädten 1933 Im Berichtsjahre trat, wie das Preußische Statistische Landesamt mitteilt, eine wesentliche Aenderung in der Heiratsfrequenz ein. Nachdem die Jahre 1931 und 1932 einen starken Rückgang in den Heiratsziffern gebracht hatten, der sich auch im ersten Vierkeljahr 1933 fortsetzte, trat im zweiten Vierteljahr unter der Einwirkung der durch Gesetz vom 1. Juni 1933 geschaffenen Ehestandsdarlehen eine starke Steigerung ein, die im weiteren Verlauf des Jahres unvermindert anhielt. Die mittlere Heiratsziffer aller preußischen Großstädte, die sich im Jahre 1932 auf 8,8 je Tausend belief, stieg auf 10,7 je Tausend. An dieser Steigerung nahmen sämtliche preußischen Großstädte teil. Die Geburtlichkeit entwickelte sich in einzelnen Großstädten sehr verschieden. Die meisten Großstädte, insbesondere die des rheinischwestfälischen Industriegebiets, hatten noch einen Rückgang ihrer Geburtenziffer zu verzeichnen. Andererseits machte sich bei einer Reihe von Großstädten eine erfreuliche Zunahme der Geburtenziffer bemerkbar. Infolge einer im ersten Viertel des Berichtsjahres aufgetretenen Grippeepidemie erhöhte sich die Sterblichkeit nicht unerheblich. Während im vorhergehenden Jahre der Durchschnittswert der Sterbeziffern aller Großstädte 10,7 je Tausend betrug, belief er sich im Berichtsjahr auf 11,4 je Tausend. Die Säuglingssterblichkeit war dabei günstig. Auf je 100 Lebendgeborene kamen im Durchschnitt der Städte 7,6 Todesfälle von Kindern unter einem Jahre, während es im Jahre vorher 8,0 Kinder gewesen waren. Infolge der größeren Sterblichkeit blieb der Geburtenüberschuß unter dem Stande des Vorjahres. Der Durchschnittswert aller Geburtenüberschußziffern betrug 2.3 je Tausend gegenüber 3,0 je Tausend im Vorjahre. Wieder Unterseebootpunkt Calais? Das„Journal“ glaubt aus sicherer Quelle zu wissen, daß der Unterseebootsstützpunkt Calais demnächst wieder hergestellt werden soll. Die französische Regierung habe im Haushalt für 1934 entsprechende Kredite vorgesehen. Man sei bereits mit den Bauarbeiten befchäftigt, die für die Aufnahme der demnächst eintreffenden Einheiten notwendig seien. Der französische Unterseebootstützpunkt Calais war nach dem Kriege aufgegeben worden. Schneetreiben in Wien Nach dem prachtvollen Wetter während der Osterfeiertage in Wien ist am Dienstag ein Wettersturs eingetreten. Das Thermgmezer lank um 15 Grad. Am Morgen gab es in Wien sogar ein regelrechtes Schneetreiben. In Graz hat es von Sonntag auf Montag so heftig geschneit. daß die Stadt am Morgen ein geradezu winter liches Aussehen hatte. In den alten Kellern. wo Außenluft nur schwer eindringen kann. war es frühjahrsmäßig warm. Rauft aus dem Einzer=Gesungnie Vier Schutzbundführer und zwei Nationalsozialisten geflohen Blitzschlag in einen Pilgerzug In der Nähe von Salermo schlug der Blitz in einen Pilgerzug. Zwei Personen waren sofort tot. 20 wurden verletzt. Es hanvelt sich um Landleute aus der dortigen Gegend. Bei Avers, unweit Neapel, stieß ein mit spa nischen Pilgern besetzter Kraftomnibus mit einem Lastwagen zusammen. Der Führer des Wagens und 10 Pilger wurden verletzt. Aus dem Linzer Landesgericht ist in der Nacht vom Montag auf Dienstag der dort gefangen gehaltene Führer des Republikanischen Schutzbundes von Oberösterreich mit drei Unterführern ausgebrochen und im Kraftwagen geflohen, Ang zwei Rationalsozialisten sind geflüchtet, zoahrend die vier Mitglieder des Schutzbundes in der Richtung nach der tschechoslowakischen Grenze flüchteten, sollen die beiden Nationalsozialisten nach bisherigen polizeilichen Ermittlungen in einem Kraftwagen in der Richtung nach der deutschen Grenze geflohen sein. Gegen den Führer des Republikanischen Schutzbundes war eine Klage wegen Hochverrats und Teilnahme am Aufruhr erhoben worden. Die Klage sollte bereits in der nächsten Wochen vor dem Strafgericht zur Verhandlung gelangen. Die beiden geflohenen Nationalsozialisten waren bereits zu 14 Monaten schweren Kerkers verurteilt worden. Nach Auffassung der Polizei ist die Flucht seit längerer Zeit sorgfältig vorbereitet und mit Hilfe eines Justizwachtmeisters durchgeführt worden. Ueber die übrigen Mithelfer an der Flucht konnte die Polizei bisher noch keinerlei Feststellung machen. Die Flucht der Nationalsozialisten und Schutzbündler aus dem Linzer Gesängnis hat großes Aufsehen erregt. Entgegen der ursprünglichen Absicht, den Fall geheimzuhalten, hat sich die Polizei jetzt gezwungen gesehen, eine Mitteilung über die Flucht zu veröffentlichen. Die Polizei hat sofort sämtliche Grenzkontrollstellen verständigt. Die Wachorgane wurden mit sofortiger Wirkung ihres Dienstes enthoben. Wie von der Polizei mitgeteilt wird. ist die Flucht über die Umfassungsmauer erfolgt. Der Wachtmeister, der den Nachtdienst versah und den Flüchtlingen behilflich war, in salls entwichen. Sturmflut in Neukaledonien Die französische Südieebesitzung Renkaledonien wurde, wie erst jetzt berichtet wird, 26. und 27. März von einer Sturmflut heimgesucht, die allenthalben große Verheerun gen anrichtete. Viele Verwaltungsgebäude wurden beschädigt. Eine Brücke stürzte unter dem Anprall der Wogen ein 14 Fischerboote ginger unter. Die Zahl der Todesopfer beträgt nach den vorläufigen Meldungen 18. Der Staatobanshalt der Vezzerigten ansenden weit fü: die erhen„gep,hetgg von 3542 290 0 Rechnungsjahree einen Feo#o####g von 25 Dollar auf. Die Ausgaben belausen sich in gleichen Zeit auf 4 848 094 000 Doller. Nr. 78 Kweites Blatt) „Schwerter=henung Mittwech, 4. April 1934 (Ruhr), Mittwoch den 4. April 1934 Der Garten im April Mag der April auch noch so launisch sein, aber an der Tatsache, daß nun doch der Frühling seinen Einzug gehalten hat, kann der April— trotz seiner Abwechselung mit Regen, Schnee und Sonne— nichts mehr ändern. Die Gartenarbeiten überhäufen sich. Was im März noch nicht erledigt wurde, muß jetzt nachgeholt werden. Wasserpumpe und Wassersaß in Ordnung bringen! Im Obstgarten werden Nistkästen für unsere Singvögel angelegt. Das Beschneiden und Verpflanzen von Obstbäumen wird beendet. Blutlausbekämpfung. Auch der Apfelwickler ist wieder an der Arbeit und muß unbedingt vernichtet werden. Kernobst veredeln. Blühende Obstbäume werden bei heiterer Witterung nachmittags sanft geschüttelt, wodurch die Befruchtung gefördert wird. Günstige Erdbeerpflanzzeit. Der Wein wird an die Spaliere gebunden.— Im Gemüsegarten ist der April der geeignetste Monat zur Hauptaussaat. Mit dem Bohnenlegen ist es ratsam, noch 14 Tage zu warten; die jungen Bohnenpflanzen könnten sonst ein Opfer früher Maifröste werden. Erbsenreisig zeitig beistecken. Freies Land, das für Blumenkohl, Sellerie und Gurken bestimmt ist, jetzt kräftig jauchen und vorbereiten. Im Frühbeetkasten ausgesäte Gemüsesorten sind ab zuhärten, was durch reichliches Lüften erreicht wird. Abgehärtete Setzlinge kommen ins Freie. Am Rhabarber Blütenstiele abrechen. Spargelrillen behäufeln, um bessere Erträge zu erzielen. Es können auch neue Spargelfelder angelegt werden. Anfang April ist dazu die beste Zeit. Vertilge die Spargelfliege!— Die Kartoffel ist eine ausgesprochene Kalipflanze; eine Kalidüngung führt daher zu einer Steigerung der Erträge. Kartoffeln werden gelegt, Frühkartoffeln behäufeln.— Rosen endgültig aufdecken, hochbinden und beschneiden. Forsythien und Mantelbäumchen sind nach der Blüte zurückzuschneiden. Gehölzgruppen werden behackt und von Unkraut gereinigt. Großfrüchtige Hagebutten(rosa rugesa und rosa villosa) sind beliebte Hagebuttensorten zum Einkochen. Sommerblumenaussaaten sind vorzunehmen. Mit dem Auslegen der überwinterten Dahlienknollen wird vorsichtshalber noch etwas gewartet.— Die Topfpflanzen werden ins Freie gebracht, doch so, daß man sie des Nachts leicht schützen kann. Von Azaleen, Eriken, Kamelien werden Stecklinge gemacht. Die Azaleen lieben Heideerde, zu einem Fünftel mit Flußsand vermischt. Eriken dasselbe mit etwas Torf beigemengt. Topfnelken umsetzen. EIS.-Volkswohlfahrt Ortsgruppe Schwerte Im Auftrage der Ortsgruppen=Amtsleitung der NS=Volkswohlfahrt weisen wir die Mitglieder der NS=Volkswohlfahrt und die Bevölkerung schon jetzt aus die Werbeversammlung hin, die am 11. April 1934, abends 8 Uhr, im Parteilokal Wilkes stattfindet. Als Redner wurde einer der bekanntesten Vorkämpfer für die nationalsozialistische Idee im Gau Westfalen=Süd, Pg. Trumpeter=Hagen bestellt. Alle Nationalsozialisten wird das Erscheinen zu dieser Versammlung zur Pflicht gemacht. Treue um Treue! Die NSV, kämpft für Euch! Werdet Mitglieder! Seeißig sahr? Ian kiee=Trratschul Schwerte, 4. April. Die Schwerter Berufsschule, die am 19. April 1904 in der Bismarckschule an der Kuhstraße eröffnet wurde, blickt jetzt auf ein 30jähriges Bestehen zurück. Anlaß zur Errichtung gab ein von 65 Handwerkern der Stadt an den Magistrat gerichtetes Schreiben, in dem um Errichtung einer Fortbildungsschule in hiesiger Stadt gebeten wurde. Nach Veröffentlichung eines Ortsstatuts wurde zu den ersten Lehrern der Anstalt die Herren Jacobs, Lecking, Banse und Mattenklodt berufen, die in vier Klassen die berufsschulpflichtigen jungen Leute sammelten. Der Unterricht lag in den ersten Jahren von 7 bis 9 Uhr abends, und der Zeichenunterricht am Sonntag morgen von 7 bis 9 Uhr und von 11 bis 1 Uhr. Zum Leiter der Wetter Vorhersage für Mittwoch: Bei schwachen östlichen Winden Fortbestand des meist wolkenlosen, tagsüber sehr milden Wetters. Im Münsterlande nachts stellenweise leichter Bodenfrost. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wetterlage noch unverändert. : Neue Freimarkenheftchen. Die Deutsche Reichspost gibt in nächster Zeit neue Freimarkenheftchen zum Preise von 2 Rm. heraus, die 3 Marken zu 1 Rpf., 3 Marken zu 3, 6 Marken zu 5 ,9 Marken zu 6, 4 Marken zu 8 und 6 Marken zu 12 Rpf. enthalten. Mit dem Verkauf der neuen Heftchen wird nach Aufbrauch der alten Heftchen begonnen. Die Versandstellen für Sammlermarken vertreiben wieder Markenbogen, die zur Herstellung der neuen Heftchen gedruckt worden sind. Es enthält der erste Bogen 30 Marken zu 1 Pfg., 30 Marken zu 3 und 20 Marken zu 5 Rpf, der zweite je 40 Marken zu 5 und 8 Rpf., der dritte Bogen 80 Marken zu 6 Rpf. und der vierte Bogen 10 Marken zu 6 und 60 Marken zu 12 Rpf. Die Preise der Bogen betragen: 2,20 Rm., 5,20 Nm., 4,80 Rm. und 7,80 Rm. Achtung, Musikausübende! Am Donnerstag, den 5. April 1934, findet abends um 7 Uhr eine überaus wichtige Musikerversammlung im Parteilokal Wilkes, Bahnhofstraße, statt. Diese Pflicht=VersammUung gilt für alle Musikausübenden(MusiMusiklehrer, Chorleiter, Organisten, Konzertjänger usw.) Auch Nebenberufder haben unbedingt zu erscheinen. Wer diese Pflichtversammlung fernbleibt, schädigt sich selbst. Schwerte, den 4. April 1934. Norbert Köppikus, Stützpunktleiter der Reichsmusikkammer Fachverband B Reichsmusikerschaft. „Mögen Jahrtausende vergehen, so wird man nie von Heldentum reden oder sagen dürfen, ohne des deutschen des Weltkrieges zu gedenken. Solange aber Deutsche Leben, werden sie bedenken, daß dies einst Söhne ihres Volkes waren!" Adolf Hitler. sro..“"* für die Erriehtung eines Gesallenen: Ehrenmals in der Htadt 400 Söhne unserer Stadt starben als geheiligte Opfer der erfüllten Pflicht. Helden, gefallen im Ringen Deutschlands für Ehre und Sein, nie soll ihr Name verklingen, geheiligt soll er sein! Vergiß, Schwerte, Deine teuren Toten nicht, die nur eine Losung kannten: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen! Diese Mahnung richtet der unterzeichnete Ausschuß an die Bewohner der Stadt Schwerte mit der Bitte: Helft am Bau eines würdigen Gefallenen=Ehrenmals in unserer Vaterstadt, und tragt damit eine Dankesschuld ab an die, welche damals hoffnungsfroh hinauszogen, und die dann auf den Schlachtfeldern oder im Luftkampf ihren Tod fanden, die in den Fluten des Meeres versanken, die umgekommen sind in den Sandwüsten und der großen weiten Welt. Sie alle gehörten zu uns, es waren unsere Brüder und Söhne. Sollten wir dieser Helden nicht gedenken, nachdem der Krieg vorüber ist? Sollten wir sie vergessen, die unser gedacht haben, als sie den schwersten Weg gegangen sind? Ihrer zu vergessen, wäre unserer Stadt unwürdig! Mit der Tat wollen wir beweisen, daß sie in unseren Herzen einen Auch wir wollen, wie alle übrigen Städte und Gemeinden um uns herum, endlich damit beginnen, ein Gedenkmal, das die Zeit überdauert, das die Erinnerung an jene schrecklich schwere, aber große Zeit festhält, Es soll ein Ehrenmal werden, würdig unserer großen Toten, eine Zierde für unsere Stadt, ein Mahnmal für kommende Geschlechter, das uns immer wieder erinnert an gemeinsam getragene Not. Helft auch hier helfen, eine heilige Verpflichtung zu erfüllen! Der unterzeichnete Ausschuß ist damit beauftragt worden, die Mittel für die Errichtung eines Gefallenen=Ehrenmals in der Stadt Schwerte durch Sammlungen und Stiftungen etc. aufzubringen. An alle Bewohner der Stadt Schwerte ergeht daher der Ruf, bei den in Kürze einsetzenden Sammlungen und beim Verkauf von Bausteinen mitzuhelfen nach bestem Können, das große Werk bald auch den Helden des Weltkrieges aus unserer Stadt die längst verdiente Ehrung zuteil wird. Spenden sind auf das Konto Gefallenen=Ehrenmal der Stadt Schwerte einzuzahlen bei 1. der Sparkasse der Stadt Schwerte oder deren Postscheckkonto Dortmund Nr. 11396:.. S4mm. Ae Guen aast2. Schwerter Bank=Verein Klein& Co., Schwelte voer veren Postscheckkonto Dortmund Nr. 24414. Schwerte, den 31. März 1934. Der Ausschuß für die Errichtung eines Gefallenen=Ehrenmals in der Stadt Schwerte. Dr. Guttmann, L. Althoff, E. Recke, C. Bedue, W W. Andree, P. Luck, Aug. Köhle, Carl Heise, Wilh. A Haak, eiher. Anstalt wurde Rektor Honsalek bestimmt, Als die Schülerzahl größer wurde, erfolgte die Berufung weiterer Lehrer und die Einführung der beruflichen Gliederung. Die Schule hatte Ostern 1909 schon drei Klassen für Metallgewerbler, eine Klasse für Bauhandwerker eine Klasse für Nahrungsmittel= und Bekletz dungsgewerbler und eine Klasse für Kaufleute. Als im Jahre 1909 Rektor Honsalek starb, übertrug das Kuratorium der Schule dem Rektor Lecking die Leitung, die derselbe bis zum Jahre 1931 inne gehabt hat, Die Schülerzahl war am 1. Mai 1913 auf 256 angewachsen. Ein Rückgang des Schülerbestandes, besonders in den Metallgewerblerklassen trat im Weltkrieg ein. Die bisher handwerksmäßig beschäftigten Lehrlinge arbeiteten auf den Werken für Kriegszwecke. Auch die Schüler, die bei den Meistern der Stadt in Lehre standen, suchten sich andere Beschäftigung, da der Werkstattbetrieb wegen Einziehung des Meisters zur Fahne ruhte. Nach dem Kriege fiel der sonntägliche Zeichenunterricht. Der ganze Unterricht wurde auf den Wochentag von 6 bis 8 Uhr verlegt und die Fortbildungspflicht von 1921 ab auch auf die ungelernten Arbeiter ausgedehnt. Die Schülerzahl wuchs nun zusehends, und beim 25jährigen Bestehen der Anstalt im Jahre 1929 wurden rund 500 Schüler gezählt, die in 3 Klassen für Metallgewerbler, 3 Klassen für Bauhandwerker, 3 Klassen für Nahrungsmittel= und Bekleidungsgewerbler, 2 Klassen für Kaufmannslehrlinge, 4 Klassen für Hilfsarbeiter und eine Klasse für Schwachbegabte zusammengefaßt waren. Bald konnte auch eine besondere Klasse für Bäckerlehrlinge eingerichtet werden, und Ostern 1930 wurde die Berufsschulpflicht auch auf weibliche kaufmännische Angestellte ausgedehnt. Als Rektor Lecking Ostern 1931 nach 27jähriger Tätigkeit an der Anstalt die Leitung niederlegte, übernahm Lehrer Honsalek dieselbe. Die nebenamtlich tätigen Lehrer traten auch zurück. Die Gewerbelehrer Leppler und Austmann und in der Kaufmannsklasse für Mädchen die Dipl.=Handelslehrerin Fräulein Wöste übernahmen den Unterricht. Die Schülerzahl sank infolge der wirtschaftlichen Notlage. Ende März 1933 veranstaltete die Berufsschule eine Ausstellung der Arbeiten aller Klassen im Sitzungssaale des neuen Rathauses. Am 1. Juli 1933 legte Lehrer Honsalek die Geschäfte der Schulleitung nieder, die nun auf Gewerbelehrer Leppler übergingen. So hat nun die Schwerter Berufsschule in den 30 Jahren ihres Bestehens die berufliche Ausbildung der jungen Leute gefördert, sie zu denkenden, pflichtbewußten Arbeitern erzogen, ihnen die zum Betriebe ihres Berufer notwendigen Kenntnisse vermittelt und in ihnen Liebe zu Heimat und Vaterland erweckt. Nun hat sie in den neuen Jahrzehnten die Aufgabe, die gewerbliche Jugend für den nationalsozialistischen Staat zu erziehen und den Unterricht, der auf den Grundgesetzen von Rasse, Blut und Boden beruht, volks- und lebensnah zu gestalten. Ein froher Glückauf für die weiteren Jahrzehnte. Osterverkehr bei der Reichsbahn Der Oster=Reiseverkehr war in diesem Jahre bei der Reichsbahn sehr lebhaft. Gegenüber den Vorjahren hat er erheblich zugenommen, Der Verkehr setzte ein am 28. März, dem Tage des Schulschlusses und dem ersten Geltungstage der billigen Festtagsrückfahrkarten, wurde stärker am Gründonnerstag und war am lebhaftesten am Karfreitag. In dieser Zeit wurden besonders die Fernzüge gut benutzt Am Nachmittag des 31. März und am Vormittag des Ostersonntags entwickelte sich ein starker Nahverkehr und ein für die Jahreszeit lebhafter Ausflugsverkehr. Der Rückverkehr setzte am Ostermontag gegen 14 Uhr bei den Fernzügen ein und wurde in den Abendstunden immer stärker. Viele Züge waren trotz reichlicher Verstärkung vollständig besetzt. Bei dem herrlichen Frühlingswetter wird sich der Rückverkehr auch noch wesentlich auf die nächsten Tage bis zum Schluß der Gültigkeit der Festtagsrückfahrkarten und der Ferien tichchven.# Im allgemeinen wicelte sich der Verkehe glatt ab. Es wurden in der Zeit vom 28. März bis 2. April im Bezirk der Reichsbahndirektion Wuppertal insgesamt 121 Sonderzüge gefahren. Gegenüber dem Vorjahre ist der Osterverkehr schätzungsweise um 10 Proz. gestiegen. Tapreinn für eis Unter Westhosen und Eroste Folzen, 4. April. Schwerer Sturz vom Fahrrade. Nachmittags gegen 3 Uhr kam eine Gruppe Jungvol“ auf Fahrrädern die steile Kreisstraße vom Höchsten heruntergefahren. In der Nähe des Friedhofs rutschte der 12jährige Schüler Erich Humme aus Hohenlimburg mit seinem Fahrrade aus und sturzte so unglücklich, daß er eine Gehirnerschütterung und Verletzungen im Gesicht, an den Händen und Knien davontrug. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Ueberführung des Verletzten ins Krankenhaus an. Holzen, 4. April. Gefährliche Messerstiche. In später Abendstunde zogen einige junge Leute aus dem Wannetal den Weg zum Höchsten hinauf. Der Alkohol hatte die Köpfe anscheinend ziemlich erhitzt. Wegen eines Liedes, das einer sang, also auch wieder aus ganz geringfügiger Ursache, kam es zu Reibereien. Im Verlaufe der sich dann entwickelnden Tätlichkeiten griff ein junger Mann aus Holzen zum Messer und brachte damit einem jungen Manne aus Wellinghofen über zehn Messerstiche in den Rücken und in den Kopf bei. Die Verletzungen sind gefährlicher Natur. Der herbeigerufene Arzt ordnete sofortige Ueberführung ins Krankenhaus an. Der Messerstecher will in Notwehr gehandelt haben. Mit der Aufklärung ist die Polizei und Gendarmerie beschäftigt. Westhosen, 4. April. Blutige Schlägerei. Unter einigen jungen Leuten, die eine Wirtschaft im Wannetal besucht hatten, kam es aus geringfügiger Ursache zu einem Wortwechsel, der schließlich in Tätlichkeiten ausartete. Es bildeten sich zwei Parteien, die gegeneinander losgingen. Einem jungen Manne aus Syburg wurde mit einem Bierglase eine gejährliche Kopfwunde und einem jungen Manne aus Westhofen eine Verletzung am Auge beigebracht. Ein herbeigerufener Arzt leistete die erste Hilfe. Die Polizei und die Gendarmerie nahmen zur Klarstellung des Falles noch in der Nacht Vernehmungen vor. Westhofen, 4. Aptil. Ein Waldbrand. Gestern nachmittag entstand auf eines größeren Waldfläche des Kaufmanns Karl Lang auf dem Buchholz ein Brand. An dem trockenen Buschwerk und dem Mischholzbestande fand das Feuer reichliche Nahrung. Die schnellstens herbeigeeilte Syburger Feuerwehr und ein Löschzug der Dortmunder Berufsfeuerwehr nahmen die Lösch= und Abdämmungsarbeiten vereint auf. Es gelang, das Feuer auf die Waldfläche zu beschränken. Wäre die Hilfe nicht so schnell zur Stelle gewesen, würde das Feuer bestimmt auf den angrenzenden Tannenholzbestand übergesprungen sein und dort unabsehbaren Schaden verursacht haben. Wie der Brand entstanden ist, konnte noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Vermutlich ist hier wieder leichtsinnig geflämmt worden. Westhosen, 4. April. Frühjahrskirmes. Am Donnerstag und Sonntag findet in Westhofen die althergebrachte Frühjahrskirmes statt. Die Kirmesunternehmer werden im Laufe des Tages eintreffen. Für Sonntag rüsten besonders die Gaststätten für den traditionellen Besuch von auswärts. Lichtendorf, 4. April. Rentenauszahlung. Die Auszahlung der Krankengelder, Alters=, Invaliden= und Witwenrenten der „Ruhrknappschaft“, für den Monat April erfolgt am 7. April, nachmittags um 2,30 Uhr in der Wirtschaft Wiemhoff auf dem Eichholz. Lürnen, Spiek, Erle O8 strauchelt in Schwerte Ein Propagandaspiel im wahrsten Sinne des Wortes.— Hervorragende Leistungen auf beiden Seiten. BfL. 1.— Erle 08 1. 2:1(1:0). 1. Woran niemand gedacht hatte, ist in Erfüllung gegangen. Durch großen Eifer und Siegeswillen ersetzten die VfL. er die bessere Spieltechnik der Erler und siegten, man darf wohl sagen, verdient, mit 2:1. Selbst der sonst torsichere Mittelstürmer Zielonska, auf den die Gäste im Sturm ihre Hoffnung setzten, konnte bei der schlagsicheren Schwerter Verteidigung nichts anbringen. Die Einheimischen haben in diesem Spiel gezeigt, daß es geht, wenn der gute Wille vorhanden ist, und dürften ihr Vertrauen bei dem sportliebenden Publikum durch diesen Sieg Zum Spielverlauf: Bei herrlichem Sonnenschein hatten sich die Zuschauer zahlreich eingefunden. Mit einem Mann Ersatz betreten die Grünweißen aus Erle das Spielfeld, denen gleich anschließend die unseren in der bekannten Aufstellung folgen. Schiedsrichter Pauls= Iserlohn 24 schreitet zur Wahl und gibt sofort den Mannschaften den Ball frei. Beide Mannden Mannschaften den Ball fre. schaften spielen zu Anfang aufgereut#und verpassen dadurch des öfteren in guter Position das Leder. Aber bald werden die Spieler ruhiger und zeigen das, was in ihren Kräften steht. Der Platzverein die. flache Spielweise der Erler schnell begriffen und schließt sich derselben an. Beide Tore kommen des öfteren in große Gefahr. Jedoch gibt von den beiden Torleuten Biermann die bessere Figur ab, da der Erler Torhüter Holz zu phlegmatisch handelt. Hierdurch hätte es beinahe zu Erfolgen des Gegners geführt, welche auf sein Konto gekommen wäre. Einzelne Bombenschüsse von Sczimarowski erreichten nicht ihr Ziel. Die Gästeelf ist im Feldspiel hervorragend, aber vor dem Tor ist die Schule aus. Das Hinterdreieck erkennt jede gefährlich werdende Situation im richtigen Moment und fährt mit wuchtigem Schlag dazwischen. Wieder einmal ist der VfL. er Sturm gut durchgekommen. Die Verteidigung umspielt, Sczimarowski setzt nach und kann den Ball mit dem Kopf ins Tor drücken. 1:0 für VfL. Hierauf versuchen die Erler durch Einsetzen ihrer ganzen Kräfte den Ausgleich zu erzielen. Aber alles ist vergebens. Mit dem Resultat von 1:0 für Schwerte geht es in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel setzen die Gäste ihr vorheriges Tempo fort und sind zeitweise leicht überlegen. Ein schönes Tor ist nach ungefähr 10 Minuten Spieldauer der Erfolg und der Ausgleich ist geschafft. Die VfL. er gehen immer mehr aus sich heraus und liesern den Gästen ein ebenbürtiges Spiel. Eine gut hereingegebene Ecke von Landskröner bringt den BfL.= ern sogar in der 29. Minute nach der Halbzeit Siegestreffer ein. Alle Anstrengungen der vorzügliche Mittelstürmer Zienicht zu übelwinden ist. Kurz datauf macht der Schicosrichter, dessen Leitung emwandfret war, durch seinen Schlußpfift dem jeverzeit interessanten und fair durchgeführten Fußballtressen ein Kritit: Die Erler zeigten ein flaches gut Vortagen von Dain zu Mann spielend. Vor etwas volaus, welches die längere und ältere Spielersahrung mit sich bringt. Die Mannschaft hinterließ den auerbesten Eindruck und wird für Schwerle ein jederzeit gern gesehener Gegner bleiven. Den VfT.ern gebührt ein besonderes Lob. Siegeswille und großer Eiser haben daSpiel entschieben und den Sieg sichergestellt. Als besonders ersteulich ist zu bezeichnen, das schnelle und gute Anpassen des Erler Spielsystems. Die Unseren dürften in diesem Spier nur gelernt haben. Ein gemütlicher Kommers hielt Gast und Gastgever noch lange Zeit im Vereinslokal zusammen. Weitere Osterspiele: Vir: Res.— Schwarz Weiß Holzen 1. 2:2. BfL. 2.— Schwarz Weiß Holzen 2. 5:0. PfL. 1. Jgd.— Kabe. 1. Jgd. 2:2. 1. Jgd.— Bochum=Laer 1. Iad. 8:1. BfL. 2. Jgd.— Ergste 1. J5d. 5:1. BfL. 3. Jgd.— Kabe. 3. Jnd. 2:2. VfL. Schüler— Kabel Schüler(K. nicht angetr.) Von diesen Spielen ist das Spiel der ersten Jugendmannschaft gegen Bochum=Laer besonders zu erwähnen. Die Bochumer mußten mit 8:1 dran glauben. Die VfL. er lieferten ein großes Spiel und ließen ihren Gegner nicht zur Besinnung kommen. Das Resultat entspricht dem Spielverlauf. Cus 06 Tus 06 1.— VfB. Westhofen 1. 1:1. In diesem Spiel bestätigten die Westhosener ihre wesentliche Formverbesserung. die hiesigen Grün=Weißen errungene Unentschieden ersochten sie verdientermaßen. Zwar waren die Schwerter in dem Treffen spieltechnisch den Gästen voraus. Das wurde aber durch die angriffsfreudigen Westhojener vollkommen weit gemacht. Es gelang ihnen denn auch gar det Füyrungstreffer zu erzielen. Die Schwerter spielten ihre scombinationen dahin, als wenn das Toretreten Nevensache sei. Zwei Elsmeter, von denen sie nur einen zu verwandeln wußten, brachten schließlich das Unentschieden. Die Schwerter Stürmer kombinieren manchmal im Felde wunderschön, aber vor dem Tore ist die Kunst aus. Da fehlt das letzte„Sicheinsetzen“ des einzelnen, um den Erfolg zu erringen. Den Westhojenern gebührt für ihre Leistung ein Lob. Das Zeug zur Meisterschaft steckt in der MannOER Tus 06 2.— Reichsbahn 2. 1:1. Hier traten die Schwerter infolge eines Mißverständnisses nur mit 8 Spielern an. Die acht Mann bemühten sich nach Kräften und erreichten gegen den Gegner noch ein Unentschieden. zur allgemeinen Ueberraschung von Hennen noch der Ausgleich erzielt wird. Am kommenden Sonntag findet in Schwerte auf dem Sportplatz„Im Reiche des Wassers“ ein Jugendopferspiel statt. Es spielen Tus 06 und VfL. Schwerte komb. gegen Altena Nachrodt komb. Das Spiel dürste großes Interesse erwecken. IH Deutsche Turnerschaft Handball Turnverein„Jahn“ Schwerterheide Tus 07 Holzen 1.— Jahn Schwerterheide 1. 5:6 Vor zahlreichen Zuschauern lieserten sich Karsamstag obige Mannschaften in Holzen ein Freundschaftsspiel. Nach aupfiff legen beide Mannschaften ein unheimliches Tempo vor. Nach 6 Minuten geht Jayn durch Linksaußen in Füyrung, kann es aber nicht verhindern, vaß Holzen turze Zeit darauf ausgleicht und in der 15. Minute in Führung geyt. Die Jahner kämpfen unentmutigt weiter und haben bis zur Halvzeit eine 3:2=Führung herausgeholt. Nuch Wiederbeginn ist eine Ueverlegenheit der ner nicht zu zwei weilere Tore ausdrücken. Holzen gibt sich das Siegtor. Die Jahner Haben den Raupf verdient gewonnen. Tus 07 Holzen 2.— Jahn Schwerterheide 2. 7:3(2:2). Jahn Schwerterheide 1.— Gut Heil Sommer= berg 1. 3:4(3:1). Ostermontag standen sich diese Mannschaften 3:1=Führung erkämpft. Nach Wiederbeginn vorerst nicht überwinden. Im Verlauf des Svieberger durch Strafwurj zum glücklichen SiegSchwepzerge Nre 2. g.9(g.; Heil Sommer. Tus 06 1. Jgd.— Bochum=Lacr 1. Igd. 4:2. Die.1. Jugend konnte einen schönen Sieg über die Bochumer Jungens erringen. Tus 06 1.— SC. Hennen 1912 1. 2:2. Mit 4 Ersatzleuten hatten die Schwerter in Hennen nicht allzuviel Aussichten. Das letzte Punktetreffen der Tusleute hatte eigentlich auch nur Bedeutung für die Hennener, die hart an der Abstiegsgrenze liegen. Der errungene Punkt kann sehr wertvoll sein. Die Schwerter lieferten aber trotz der ersatzgespickten Mannschaft in Hennen ein gutes Spiel. Der Gastgeber hatte alle Hände voll zu tun, die dauernden Angriffe der Schwerter zu halten. Schwerte lag noch 3 Minuten vor Schluß mit 2:1 in Führung, als Deutsche Jugendkraft Alemannia Menden 1.— 2JK. Schwerte 1. Am 1. Östertag kamen die Schwerter einer Rückspielverpflichtung in Menden nach. Mendener, die in Schwerte noch 5:1 unterlagen, zeigten sich in heimischer Umgebung von der besten Seite. Im Feldspiel waren sich beide Mannschaften ziemlich gleichwertig, während vor dem Tor die Schwerter entschlossener spielten. Bei etwas weniger Schußpech hätte der Sieg höher ausfallen konnen. Der Schiedsrichter war dem flotten Spiel jederzeit ein aufmerksamer Leiter. Anschließend verlebten Spieler und Schlachtenbummler bei den in Menden noch einige gemütliche Stunden. Reichsbahn Tus 1. Jgd.— DJK. 1. Ind. 0:9. Radsportvereinigung 1925 Wie alljährig fand auch in diesem Jahre am Karfreitag die Anfahrt der Schwerter Rennfahrer nach Plettenberg statt. Die Beteiligung war sehr gut. Die, Fahrex, befander sich trotz der bisher ungünstigen Witterung in einer sehr guten Verfassung, sodaß man in diesem Jahre noch allerhand erwarten kann. 518. Roman von Klothilde von Stegmann 44. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Auf eine Anfrage am Telephon erwiderte Doktor Fritsche:„Ein Selbstmordversuch scheint ausgeschlossen; es ist auch weder eine Flasche noch die Umhüllung eines Pulvers hier zu sehen. Lediglich eine Tasse Kaffee steht neben dem Kranken. Ich höre eben, daß er den Kaffee bestellt hat, weil er lange arbeiten wollte. Gut, also Sie wollen die Benachrichtigung der Polizei selbst übernehmen? Ich bleibe hier, bis ein Vertreter des Amts kommt.“ Fritsche legte den Hörer wieder auf. Dann bat er Irene und Frau von Merten, das Zimmer zu verlassen. Mit Bertas Hilfe bettete er den Bewußtlosen auf ein Sofa, löste die beengenden Kleidungsstücke und packte Seeburg bis zum Hals ein. Wenige Minuten später fuhren zwei Autos vor. Legationsrat von Matzow und Kriminalkommissar Werbel trafen sich vor der Korri“ d o r t ü r. D i e H e r r e n m a c h t e n s i c h m i t e i n a n d e r bekannt und betraten gleichzeitig mit Frau von Merten und Irene Seeburgs Zimmer, wo Doktor Fritsche sie empfing. Werbel bat, zunächst alles stehen und liegenzulassen. Herr von Matzow ergriff trotz alledem ein Aktenstück und schlug es auf. Dann wandte er sich an Werbel: „Ich habe den Beweis, daß hier ein Verbrechen versucht oder verübt worden ist. Dieses Schriftstück war gestern in dieser Mappe fest eingeheftet. Ich habe es gestern noch in der Hand gehabt. Herr von Seeburg kannte die Wichtigkeit des Dokuments. Es ist ausgeschlossen, daß er es herausgerissen hat. Es muß also ein anderer getan haben. Damit entfällt auch jede Möglichkeit, daß Seeburg freiwillig ein Gift genommen hat. Ich habe ihn gestern abend telephonisch gesprochen, und er hat mir durch einen Angestellten des Amts einen ausführlichen schriftlichen Bericht geschickt. Der Angestellte hat mir diesen Bericht heute früh übergeben. Ich nehme dieses Aktenstück vorläufig an mich, Herr Kommissar. Ich kann die Einsicht auch Ihnen erst nach Zustimmung des Herrn Ministers gestatten.“ Dann wandte sich Matzow mit besorgter Miene an den Arzt: „Ist Seeburgs Zustand irgendwie besorglich, Herr Doktor?“ „Nein, ich glaube nicht.“ „Gottlob“, sagte Matzow erleichtert.„Seeburg steht mir nahe. Ich schätze ihn außerordentlich hoch.“ Der Kriminalkommissar Werbel sah auf: „Ich bitte, dafür zu sorgen, daß niemand die Wohnung verläst. Im. Zimmer hier bleibt alles unberührt. Wer hat diesen Kaffee zubereitet?“ „Das bin ich gewesen“, sagte Irene, die leichenblaß und zitternd im Zimmer stand und besorgt Seeburgs Züge beobachtete. „Wir wollen methodisch vorgehen“, sagte Kriminalkommissar Werbel.„Ich werde zunächst noch einige Beamte herkommen lassen. Ich bitte, gnädige Frau, geben Sie mir ein Verzeichnis aller zum Haushalt gehörender Personen und sämtliche vorhandenen Wohnungsschlüssel.“ Dann wandte er sich an Legationsrat von Matzow:„Herr Legationsrat, wünschen Sie der Untersuchung in dienstlicher Eigenschaft beizuwohnen?“ „Ich habe dazu bisher keinen Auftrag“, erwiderte Matzow.„Ich nehme an, daß Sie das Telephon hier als gesperrt betrachten. Ich bitte um Erlaubnis zu seiner Benutzung.“ „Selbstverständlich steht Ihnen die Benutzung frei.— Welchen juristischen Tatbestand würden Sie für gegeben halten, Herr Legationsrat, wenn sich jemand unrechtmäßig an dem Dokument, das Sie an sich genommen haben, zu schaffen gemacht hat?“ „Landesverrat oder Spionage“, war von Matzows Antwort. „Also, ich bitte Sie, noch wenige Minuten hierzubleiben, Herr Legationsrat. Ich muß meine Behörde Ihrer dienstlichen Auskunft entsprechend benachrichtigen.“ Werbel ging zum Tischapparat und nahm den Hörer ans Ohr:„Polizeipräsidium. Bitte Herrn Oberregierungsrat Tönnies. Hier Kriminalkommissar Werbel. Der Legationsrat des Auswärtigen Amts Freiherr von Seeburg ist in seiner Wohnung Maaßenstraße 164 nach Zuführung eines Betäubungsmittels im Schlafzustand aufgefunden worden. Das Auswärtige Amt hat Meldung erstattet und Herrn Legationsrat von Matzow dienstlich hierher gesandt. Ich habe den Fall in Vertretung des abwesenden Kriminaldirektors Doktor Miller übernommen. Nach der dienstlichen Auskunft Herrn von Matzows ist Landesverrat oder Spionage in Betracht zu ziehen. Wichtige Aktenstücke hat Herr von Matzow an sich genommen. Zur gründlichen Untersuchung erbitte ich drei Beamte in Zivil. Ich bitte um weitere Anweisungen und um Weitergabe der Meldung. Werbel beantwortete die telephonisch gegebenen Weisungen nur mit einem kurzen„Jawohl, Herr Oberregierungsrat!", und legte den Hörer wieder auf. „Wann wird Herr von Seeburg vernehmungsfähig sein, Herr Sanitätsrat?“ „Das Bewußtsein dürste in etwa einer Stunde wiederkehren. Da der Puls gut ist. tun wir am besten, den Patienten schlafen zu lassen. Ich bleibe zunächst hier, um bei etwaigen Komplikationen zur Hand zu sein.“ Auf die drei Frauen hatten die Ereignisse des Vormittags in ganz verschiedener Weise gewirkt. Frau von Merten jammerte leise vor sich hin, über das Unglück, daß man dem armen Herrn von Seeburg etwas habe zufügen wollen, und daß so etwas in ihrem Hause passieren müsse. Berta nahm trotz aller inneren Anteilnahme an Seeburgs Ergehen das Geschehen wie eine unabwendbare Schicksalsfügung hin. Gründe und Zusammenhänge waren ihr weit weniger wichtig als Tatsachen. Irene aber, die zuerst vor Schreck und Aufregung fast gelähmt war und immer wieder nur versucht hatte, Seeburg behilflich zu sein. hatte ihre Lethargie erst überwinden können, als der Arzt mit voller Bestimmtheit Seeburgs Zustand für ungefährlich erklärte. Von diesem Augenblick an versuchte sie, sich nützlich zu machen. Das Verbot des kommissars bereitete ihrem Tätigkeitsdrang jedoch sofort an Irene. Mit auffallender Schärfe wandte sich Werbel an Irene: „Fräulein von Merten, ich muß Sie und auch Ihre Frau Mutter und das Mädchen dringend bitten, hier nichts anzurühren un das Zimmer nicht zu verlassen. Auch die 2 nutzung des Fernsprechers kann ich nicht „Wenn ich hierbleiben soll, Herr Kontig sar, muß ich doch wenigstens im Büro Venn sagen, daß ich nicht kommen kann.". „Auch das kann ich vorläusig nicht erla ben. Das hat Zeit.“ Es klingelte. Werbel ordnete an, daß B aufmachen solle. Er blieb in der geöfiuetgn Tür von Seeburgs Zimmer steben, angezgr, beobachten. Es waren die von ihm u,„„, derten drei Beamten. Werbel gab ordnungen. Ein Wachtmeister postierte in Seeburgs Zimmer, der anderenggume, Diele, Werbel selbst nahm mit Oberwg„1 ster Kussek eine flüchtige Besichtigung Räume vor.(Jorisetzung folgt.) PetePtrr Auch die Frau begleitet ihren Mann in den Urlaub Wie das Reichspresse= und Propaganda=Amt der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ mitteilt, ist für alle Reisen, die das Amt„Reisen. Wandern und Urlaub“ organisiert, nicht nur die Teinlahme von Männern, sondern auch die Teilme ihrer Frauen und der unverheirateten erwerbstätigen Frauen und Mädchen vorgesehen. So fahren schon am 3. Mai auf den beiden SchifMänner, sondern auch Frauen mit auf See. 2. gleiche gilt auch für die Teilnahme von Frauen an den im April und in den kommenden Monaten startenden Urlauberzügen ins Gebirge. Der deutsche Mann soll in seiner Urlaubszeit nicht seiner Familie entzogen werden, sondern er soll gerade dann die Gelegenheit haben, sich.. Deutschlands schönsten Gegenden in seiner Freizeit der Familie besonders zu widmen. Tödlicher Absturz auf dem Österausflug Bitburg(Eifel). Bei dem Orte Ittel an der Kyll stürzte ein 14jähriger Knabe von einem Felsen ab. Er konnte nur noch als Leiche aus dem Steingeröll der tiefen Schlucht geborgen werden. Der Junge befand sich mit mehreren gleichalterigen Gefährten auf einem Österausflug. Ohne seine Wandergenossen zu unterrichten, entfernte sich der Verunglückte und erstieg einen Felsabhang, wo er, wahrscheinlich infolge Fehltritts, abstürzte. Merkwürdiger Unfall Littlich. Bei Rodungsarbeiten im Föhrener Walde wurden Baumstümpfe mit einer maschine aus der Erde gerissen. Dabei löste sich auf unerklärliche Weise an der Maschine plötzlich ein schwerer Eisenbolzen, sauste ungefähr 60 Meter weit durch die Luft und besaß dann noch solche Durchschlagskraft, daß er einem 45 Jahre alten Arbeiter das Bein am Oberschenkel glatt durchschlug. Der Mann erlitt einen sehr starken Blutverlust und kam nach Anlegung eines Notverbandes in ein Trierer Krankenhaus. Um zehn Pfennig in den Tod gegangen Tragisches Ende eines Hitlerjungen Köln. Ein tragisches Ende fand ein Ausflug der Kameradschaft 1/3 Gefolgschaft 2 vom Bann 53 der Hitlerjugend in Köln. Die Hitlerjugend unternahm am Karfreitag eine Wanderung ins Ahrtal. Unter ihnen befand sich auch der Fritz G. aus Köln=Ehrenfeld. Bei der Besichtigung der Burgruine in Altenahr zahlten die Jungen sämtlich den vorgeschriebenen Preis von zehn Pfennig Eintrittsgeld. Nur G. wollle die Ausgabe vermeiden und, um ebenfalls in die Burg zu gelangen, über die Stacheldrahtabzäunung hinwegsetzen, trotzdem er vom Kanieradschaftsführer, den Kameraden und dem Burgwächter gewarnt wurde. Während die Kameraden zur Besichtigung umhergingen, war das Unglück schon geschehen. Eine Augenzeugin will hinter sich einen dumpfen Schlag gehört. haben. Man fand Gr. 70 Meter tief abgestürzt am Fuße des Ritterstürzes. Der Tote wurde in Altenahr aufgebahrt, und bei der Abholung im Totenwagen bildeten Hitlerjugend und Jungvolk Spalier. Er liegt in Koln=Melaten aufgebahrt. Lebensmüde Bau= und Kunstdenkmäler in Westfaten Der Provinzialkonservator der Provinz Westfalen, Baurat Dr. Ing. Wilhelm Rave, veröffentlichte in der Zeitschrift„Westfalen“ einen umfassenden Bericht über seine Tätigkeit im Jahre 1933. Dem vorzüglich ausgestatteten und reich bebilderten Heft ist ein Geleitwort vorangestellt, in dem Landeshauptmann Kolbow es als vornehmste Arbeit der Provinzialverwaltung bezeichnet, die Bestandaufnahme der„Bau= und Kunstdenkmäler von Westfalen" beschleunigt zum Abschluß zu bringen. Die Provinzialverwaltung habe die Absicht, neben der Vollendung der Bände über die Stadt Münster auch die schon lange erwarteten Kreise Borken, Brilon, Warburg, Warendorf, Unna und Stadt Hamm innerhalb der nächsten Jahre bearbeiten zu lassen und der Oeffentlichkeit zu übergeben. Der Landeshauptmann verweist in diesem Zusammenhange auf das Wort Hitlers: „Die Kulturdenkmäler der Menschheit waren noch immer die Altäre der Besinnung auf ihre bessere Mission und höhere Würde“ und fügt hinzu: „Das Wort des Führers schließt in sich eine hohe Aufgabe für alle, denen die Pflege des überkommenen Kulturgutes anvertraut ist. Es schließt in sich die Pflicht, noch ernster als bisher und noch eifriger sich zu bemühen, das künstlerische Vermächtnis unserer Altvorderen unversehrt in die Hände unserer Kinder zu übergeben, so wie es uns selber überantwortet ist.“ Mit besonderer Freude kann denn auch der Provinzialkonservator in seinem Bericht feststellen, daß die neue Zeit der Denkmalpflege starken Antrieb gebracht habe. Das sei schon einmal dadurch bedingt, daß manches verlassene und verfallene Bauwerk den Parteiorganisationen zur Verfügung gestellt werden konnte. Ueber diese für die Erhaltung der westfälischen Baudenkmäler außerordentlich, erfreuliche Tatsache berichtet ein besonderer Beirrag des Heftes, in dem Gaukulturwart Hermann Bartels über„Neue Zeit und alte Burgen“ interessante Mitteilungen macht. Wie der betont, bietet sich überall dort, wo wirtschaftliche Röte des Burgherrn die Erhaltung eines. denkmals unmöglich machen, der neue Staat zur Pflege und Unterhaltung an.„Die nationalsozialistische Bewegung mit der Erkenntnis, oaß Kultur nur an einer Kulturstätte lebendig erhalten werden kann, löst diese Aufgabe, sie die Schulung ihrer Führer in verlassenen Burgen abhält und sich somit zur Erhaltung verpflichtet. Durch die glückliche Vereinigung von RSDAP. und Staat sind auch die wirtschaftlichen Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln für diese Kulturtat eine wertvolle Hilfe, und nicht zuletzt die Mitarbeit des Freiwilligen Arbeitsdienstes als des Wegbereiters des deutschen Sozialismus. Kulturarbeit und Arbeitsbeschaffung verbinden sich hier in glücklichster Weise." Denkmalpflegerische Förderung dieser Art haben bisher erfahren können: Schloß Nordkirchen im Kreise Lüdinghausen, Wasserschloß Holtfeld bei Halle, Schloß Bilstein im Sauerlande, Schloß Schwansbell bei Lünen, das stark verfallene Wasserschloß Werries bei Hamm, die Wewelsburg im Kreise Büren, Burg Schnellenberg bei Attendorn, die vor einigen Jahren in den Besitz des Klöckner=Konzerns übergegangene Wasserburg Bladenhorst bei Castrop=Rauxel, Schloß Varenholz bei Rinteln und die Turmburg Beverungen im treie Börter.,: Jonigraters wir) Nach Ansicht des Provinzialtonservat#es wird auch das gewaltige Werk des Arbeitsbeschaffungsprogramms für die Denkmalpflege in Westfalen von entscheidender Bedeutung werden. Vorerst stehen für 20 besonders gefährdete Denkmäler Darlehen in einer Gesamthöhe von etwa 350000 RM. zur Verfügung. Der Tätigkeitsbericht schließt mit der Aufzählung von 54 Gemeinden, in denen oft mehrere Bauund Kunstdenkmäler ein praktisches Eingreifen des Provinzialkonservators zur Sicherung wertvollen Kulturgutes notwendig machten. An größeren Arbeiten sind zu nennen: die mit Unterstützung des Reichskanzlers durchgeführte Erhaltung der Turmwindmühle in Großreken, ferner die Wiederherstellungsarbeiten an der Wiesenkirche in Soest und an der Stiftskirche in Metelen, die Wiederaufrichtung des alten Hochaltars in der Stiftskirche in Geseke, die Wiederherstellung der Nikolaus=Altartafel in Soest und die Veränderungen am, Paradies des Domes in Münster. Dem Tarigreitsbericht sind neun Beiträge zur Denkmalspflege und Kunstgeschichte Westfalens beigefügt. Ein Aufsatz des Provinzialkonservators behandelt „Die westfälische Stammesart im mittelalterlichen Kirchenbau“ und ein zweiter„Die, große Dienstreise Schinkels 1833 durch Westfalen. Schinkel, der„Vater des preußischen Denkmalpflege“, gab schon damals auf seinen ersten Anweisungen und besondere Vorschläge für die Erhaltung alter Baudenkmäler in WestZusammenfassend darf gesagt werden, daß der Tätigkeitsbericht des Provinzialkonservators wi der einmal voll und ganz seiner ihm eigens gestellten Aufgabe gerecht wird: die Liebe zu den überkommenen Bau= und Kunstdenkmälern der Heimat neu zu wecken, darüber hinaus aber auch in weitesten Kreisen der Bevölkerung werbend für die Ziele einer fachgemäßen Denkmalpflege einzutreten. H. Köster. Böse Jolgen einer Auseinandersetzung Ein Toter, ein Verletzter Oberhausen. In der Nacht zum Ostermontag kam e; au, der Ruhrorter Straße zu einer Auseinon. Bhüna zmischen einem Motorradfahrer, desse und mehreren Passanten, in dereu Peizau ton dem Beifahrer zwei Schüsse abgegeben wurden. Der Motorradfahrer erhielt einen Kopfschuß und war auf der Stelle tot, ein Passant kam mit einem leichten Beckendurchschuß davon. Die Ermittlungen sind im Gange. Die Täter wurden festgenommen. denburgbrücke in den Rhein. Die Leiche konnte bisher noch nicht geborgen werden. Offenbar liegt Selbstmord vor. Waldbrände beim Österspaziergang Köln. Das trockene Wetter der Österfeiertage und der starke Besuch im Königsforst, der Lunge von Köln, hatten leider zwei Waldbrände zur Folge. Anscheinend sind die beiden Hauptmahnungen, die von den behördlichen Steuen immer wieder zur Verhütung solcher Brände erBön. vier wurde ein ZZiheinase, an einem Hen und nicht abzukochen. Vesondere Rücksicht steht bis= ist der im Walde Erholung Suchende den Schonungen schuldig, die die Jugend, also die Zukunft des Waldes sind. So wurden am Mogtaggachmittag in einer Schonung etwa 50—60 Luadratmeter heimgesucht. Bei einem kurz vorhergehenGartenzaun erhängt aufgefunden. Es stehr visher noch nicht fest, aus welchen Gründen der junge Mann in den Tod gegangen ist.— Um dieselbe Zeit sprang ein bisher noch unbekannter junger Mann in voller Kleidung von der Hinden Brande an einer anderen Stelle fielen Tannen und Fichten dem Element zum Opfer. Wieder ein Schmuggler angeschossen Aachen. In der Nacht versuchten Zollbeamte in der Soers zwei Radfahrer anzuhalten. Bei einem konnte das Fahrrad und 35 Pfund Kaffee beschlagnahmt werden, während der andere flüchtete, trotzdem er nach Anruf und„Warnungsschüssen scharf beschossen wurde. später trafen die Beamten auf den Flüchtling, der inzwischen sein Schmuggelgut in Sicherheit gebracht hatte. Er hatte einen Steckschuß in den Oberschenkel erhalten und wurde nun dem Krankenhause zugeführt.— Auf einem Feld Horbach fanden Zollbeamte wieder einmal 150 Pfd. Kaffee unter einem Dunghaufen versteckt. Auto prallte gegen die Straßenbahn Furchtbares Verkehrsunglück fordert einen Toten und zwei Verletzte Hamborn. In der Nacht zum Dienstag kam es auf der Kaiser=Friedrich=Straße zu einem folgenschweren Verkehrsunglück. Ein mit mehreren Personen besetzter Kraftwagen geriet bei dem Versuch, einem Radfahrer auszuweichen, ins Schleudern und wurde mit großer Wucht gegen eine Straßenbahn geschleudert. Die linke Seite des Kraftwagens wurde vollständig abgerissen und ein Insasse auf der Stelle getötet. Eine weitere Person trug lebensgefährliche Verletzungen davon, während der Fahrer nur leicht verwundet wurde. Von den Fahrgästen der Straßenbahn wurde niemand verletzt. Ein Altmeister deutschen Männergesanges gestorben Oberhausen. Hier ist in der Östernacht der städtische Musikdirektor Carl Steinhauer, der von 1901 bis 1924 den Städtischen Musikverein geleitet hat, im 83. Lebensjahre gestorben. Im Mai v. J. wurde Steinhauer, der als Komponist vieler Männerchöre, Gemischter Chöre und lieder in Deutschland einen Namen hat und den Ruf eines Altmeisters deutschen Männergesanges genießt, zum Ehrenbürger der Stadt Oberhausen ernannt. Bis in sein hohes Alter hat der schaffensfrohe Künstler seiner Lebensaufgabe gedient und noch vor drei Wochen eine Hymne auf die deutsche Arbeit vollendet, die sein letzte musikalisches Werk geworden ist. Fortschreitende Belebung in der Siegerländer Industrie Siegen. Der Monat März hat, wie der WHD. berichtet, fast allen Industriezweigen des Siegerlandes eine starke Belebung gebracht. Besonders beachtenswert ist der gebesserte Auftragsbestand der Walzengießereien und im Maschinenbau. Auch die Hüttenindustrie zeigt Anfänge einer gebesserten Geschäftslage, obwohl sich der Brennstoffnottarif und die Herabsetzung der Eisentarife noch nicht ausgewirkt haben. Die Frachtermäßigungen reichen aber noch nicht aus, um den Hochofenbetrieb so wirtschaftlich zu gestalten, daß die sieben noch stilliegenden Hochöfen wieder angeblasen werden könnten. In Siegerländer Wirtschaftskreisen wird das mit dem Hinweis auf die Tatsache bedauert, daß mit jedem weiteren Hochofen, der in Betrieb genommen wird, sich die Absatzlage der Eisensteingruben wesentlich verbessern würde, denn gerade der Erzbergbau halte in Förderung und Absatz mit der allgemeinen Aufwärtsbewegung nicht recht Schritt. Man sieht daher mit gespannter Erwartung der Veröffentlichung des neuen Etats entgegen, der die Mittel für die sich als immer dringlicher erweisenden Aufschlußarbeiten und damit Hunderten von immer noch arbeitslosen Bergleuten Arbeit und Brot bringen soll. Wanderbühnen besiren und Früse Wenn die winterliche Tagessonne abwärts steigt, rollen die modernen„Thespiskarren“ über die deutschen Landstraßen. Zwei bis drei Dutzend Truppen sind in den Monaten April bis Oktoder täglich„auf der Walze“, um in die theaterlosen Kleinstädte unter Mitführung von Dekokationen in Lastwagenzügen gute Bühnenkunst zu kragen. In erster Linie liegt diese Aufgabe den Wanderbühnen ob, daneben den mittleren Stadtcheatern, die fast alle sich einige sogenannte„Abstecherorte“ angegliedert haben; selbst mehrere große Stadttheater und staatliche Theater bringen einige Gastspiele in benachbarte Städte, ganz abgeichen von den regelmäßigen Gastspielen, die burch Vereinigung von zwei oder drei Nachbardaten bedingt sind und diese Schauspielergrupen in ständiger„Bewegung“ halten. So ist die =Truppenbewegung“ an jedem Tage zahlenmäßig inne andere, es mag Tage geben, an denen insbescmt über 1000 Bühnenkünstler, Musiker und echnische Kräfte unterwegs sind, zumeist in groden Autobussen, seltener die Eisenbahn benutzend. Wenn bei den„Abstechergastspielen“ häufig auch Ooerette und Oper geboten werden, so pflegen die staatlich unterstützten Wanderbühnen— meist eLandesbühne“ genannt— nur Schau= und Lustspiele; daneben steht die„Deutsche Musikbühne“ als Reichswanderoper. Der Anfang kultureller Wanderbühnenarbeit reicht bis zum Jahre 1907 zurück, da das„Märkische Wandertheater“, das jetzt noch von der Gesellschaft für Volksbildung geführt wird und das „Rhein=Mainische Verbandstheater“, das „Frankfurter Künstlertheater“ gegründet wurden. Es ging darum, den Kleinstädten an Stelle von wenig künstlerischen Darbietungen der früheren Wanderschmieren wertvolle Aufführungen mit guten Schauspielern in besonderen für die Gastspielfahrten eingerichteten Inszenierungen zu bringen, zuweilen einen ganzen Monat mit dem gleichen Stück von Ort zu Ort reisend. Nach dem Kriege setzte planmäßige Aufzucht von„gemeinnützigen“ Wanderbühnen ein, di Früchte, besonders in Süddeutschland, zeigte, in Preußen aber unter„Führung“ eines jüdischen Ministerialrats vom Kultusministerium eine unerfreuliche Entwicklung nahm. Erhebliche Mittel wurden vom Landtag nach Kuhhandel für die Wanderbühnenpflege bewilligt und über einen Zwischenausschuß, genannt„Preußische Landesbühne“, den damaligen Reichsbesucherorganisationen: Bühnenvolksbund und der deutschen Volksbühnenvereine zum Betriebe von Wandertheatern zugeleitet. Diese gründeten nun in den Jahren 1924=26 eine Reihe Wanderen, deren Spielgebiete sich bald überschnitten— da die Besucherarganisationen in Eroberung von Spielorten sich gegenseitig den Rang ablaufen wollten, so daß in den meisten Landstrichen zwei Bühnen durcheinanderreisten. Das führte zu untragbaren Fahrten von über 100 ja 200 Kilometer zwischen einzelnen Vorstellungen, denn der Nachbarort, den man so schön als„Anschluß“ hätte brauchen können, war ausgerechnet von der Konkurrenzbühne besetzt. Auf diese Weise wurden verantwortungslos staatliche Gelder buchstäblich„auf die Landstraße" geworfen, während man das schöne Wort:„TheaterPlanwirtschaft" im Munde führte. Diesem ungesunden Zustand wurde im Dritten Reich durch Staatskommissar Hinkel, den Leiter des Preußischen Theaterausschusses, ein schnelles Ende bereitet. Es gibt jetzt nur noch eine Reichsbesucherorganisation:,„„Die.„Deutsche Bühne“, in die Ortsgruppen der früheren Verbände, wenn sie gleichgeschaltet werden konnten, übergeführt wurden. So erstreckt sich über ganz Deutschland ein Netz von mehreren hundert, zum Teil neugegründeten Ortsgruppen, welche der Wanderbühnenarbeit im Lande die feste Unterlage durch Sicherung des Besuches geben. Die Zahl der ausgesprochenen Wandertheater, d. h. der Bühnen, die innerhalb des ihnen zugewiesenen Spielgebiets meist in regelmäßiger monatlicher Folge von Ort zu Ort reisen, ist verringert worden; dafür wurde eine Reihe kleiner Stadttheater durch Angliederung eines räumlich geschlossenen, nicht zu großen Spielkreises zu Lan: destheatern umgeformt und wieder lebensfängg gemacht, so daß die Gesamtzahl der Theater, die im Winter 1933=34 spielen, größer und die der engagierten Kräfte wesentlich höher als im Vorjahre ist. Die staatlichen Zuschüsse werden diesen Bühnen wie auch anderen gemeinnütziger Theatern— z. B. den Grenzlandtheatern— vom Preußischen Theaterausschuß unmittelbar zugeleitet, während sie früher erst durch dritte Hand gingen. So unterstehen die Landesbühnen auch unmittelbar dem Theaterausschuß, wie überhaupt sämtliche Intendanten in Preußen dem Ministerpräsident Göring verantwortlich sind. In ähnlicher Weise erfolgte auch in den andern Ländern straffste Organisation der Wanderbühnentätigkeit unter Mithilfe der Deutschen Bühne. Wir stehen jedoch heute noch im Anfang der Entwicklung des neuen Wanderbühnenwesens, denn es gilt, in die kleinsten Städtchen hinein und auch der ländlichen Bevölkerung mit der Theaterkunst„Kraft durch Freude“ zu bringen. Aufgabe der Ortsgruppenwarte der RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ wird es sein, im Rahmen des Feierabendwerkes der Deutschen Arbeitsfront hier den Boden zu bereiten, die Bevölkerung zu geistiger Gemeinschaft zusammenzuführen und dann das Gastspiel einer Wanderbühne bei der Kreis= bzw. Gauleitung anzufordern. Und wenn dieses Verlangen, dieses Teilhabenwollen an den Kulturgütern der Nation überall im Volke erwacht, dann werden noch weit mehr Wandertruppen, auch solche, die ganz auf bäuerliche Bevölkerung eingestellt sind, im modernen„Thespiskarren“ durch die Lande fahren. URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCH,VERLAG OSKAR MEISTER, WERDAU 1. Jortsetzung. Das junge Mädchen blickte unbefangen zu ihm auf, wie er dastand, in seiner wuchtigen Größe gleich Saul alles Volk um eines Hauptes Länge überragend. „Ich freue mich. Sie kennenzulernen, Sie werden mir viel erzählen müssen! Werden Sie? Ja!“ Mister Atkinsons breite, rote, behaarte Hand streckte sich über den Tisch:„. 66 „Sie sind die Attraktion des Tages... „Oh— bitte,“ wehrte Hanns=Joachim ab. Er bekam seinen Platz zwischen den beiden Damen. Graf Holm winkte einen Kellner heran:„Noch ein Gedeck! Nachservieren! Wir sind erst beim Fisch..“..„ „Dann verzichte ich auf die Suppe.“ Sekt verlte in breiten, goldgeränderten Schalen. Kreuth hob sein Glas, verneigte sich erst gegen Frau Daisy, dann „Auf die Stunde und das, was sie am lieblichsten uns schmücktg,„„ „Auf Ihren Sieg.“ sagle das junge Mädchen. Helles Frauenlachen flog auf, schimmernde Nacken und Arme, blitzendes Edelgestein, ein Brillantfeuerwerk von Hinter einem mit rotem Baldachin überspannten Arrangement aus Blattpflanzen konzertierte die Kapelle, sehnsüchtig sangen die Geigen, das Saxophon kontrapunktierte: „Zwei Herzen im Dreivierteltakt Die hat der Wein zusammengebracht, Sie schlugen heiß im gleichen Takt In einer Walzernacht!“ Leise wiegte sich Winifred in den Hüften. Das champagner= farbene Kleid aus echten Spitzen umhüllte lose die biegsame Gestalt, das Mädchen lehnte sich zurück und trank in kleinen Schlückchen ihr Glas aus. 7.16 zingirer# „Gnädiges Fräulein sind schon sen lungerer Zeit in Deutschland?“ „Pa und ich haven einen kleinen Tlip nach Europa gemacht, im Winter, zur Season in London, dann Nizza, Oberitalien, Deauville, Paris und nun Berlin.“ „Und wie gefällt es Ihnen hier?".....„ „Immerhin besser als in London, das ist einfach langweilig, eine tote Stadt, auch noch besser als in Paris mit seiner Talmieleganz, aber Berlin steht erst in der Entwicklung. Eins hat mir besonders gefallen“ „Darf man fragen, was?“ „Die deutschen Männer. Hanns=Joachim verbeugte sich.„# Ki.sam „Gehorsamsten Dank, da ja wohl auch ich in biesen Plural mit eingeschlossen bin. Und welchen Vorzügen der germanischen Rasse verdanken wir diese Anerkennung?“ „Der Engländer ist langweilig, kennt nur zwei Gesprächsthemata: Sport und Geschäft, der Franzose— ja, der ist mir zu süßlich, zu unwahr, er sagt hundert Frauen hintereinander dieselbe Galanterie, ohne es auch nur ein einziges Mal ehrlich zu meinen.“ und der Deutsche?“ 25648 „Ist unbedingt aufrichtig, auch auf Kosten der Hoflichtenl. „Sie sind sehr klug und— sehr schön. Miß Winifred! sagte Kreuth und hielt ihren Blick fest. Harbordt Graf Holm hob sein Glas gegen seine Schwä„Nicht so rasch trinken, Kleinel“ Frau Daisy drohte lächelnd mit dem Finger:„Wenn man aus dem Lande der Prohibition kommt" „Ich habe mich längst akklimatisiert,“ lachte Winifred.„Sie besitzen ein Gestüt, Herr von Kreuth?“.. W6 „Nur in bescheidenem Umfang, mein gnaoiges Fraulein, noch mein Großvater züchtete nur Halbblut, das ist gewissermaßen ostpreußische Tradition, mein alter Herr kaufte dann in England ein paar Vollblutstuten und jetzt, wo es kaum noch Kavallerie gibt, wo weder Absatz für Remonten noch für Reit= oder Wagenpferde vorhanden ist, laß ich meine Vollblüter laufen, meist nur nützliche Handikappferde und ein paar Steepler.„Wiener Blut“ ist der erste klassische Nachlässig spielte Winifred mit einem Sträußchen tiefvioletter Nizzaveilchen. „Könnte man den Derbysieger nicht einmal bewundern?" „Er tritt morgen früh die Reise nach Hoppegarten an... „Schade! Ich hätte so gern ein Gestüt gesehen, einen deutschen Edelsitz. haben Sie ein. Schloß?“ „Nur ein bescheidenes, einstöckiges Herrenhaus im Stil altpreußischer Sparsamkeit." Jochen lächelte.„Aber dieser alte Kasten ist meine Heimat, an der ich hänge, ist für mich der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht. Vielleicht können Sie, die Weltstädterin, die Amerikanerin, das nicht so verstehen, dieses innige Verbundensein mit der Scholle, die wir bebauen seit Generationen, die uns trägt und ernährt, das Bewußtsein: Hier, wo deine Urväter schlummern, wirst auch du einst ruhen in deutscher Erde.. Miß Winifred Atkinson warf ein paar Rosinen in ihre Sektschale, sah dem Spiel der aufsteigenden Perlen zu. „Halten Sie mich für so oberflächlich?“ „Aber— ich bitte!“ Ganz erschreckt sah er sie an:„Es ist doch nur natürlich, daß ein Landjunker anders empfindet als eine Dame von Welt...“ Das junge Mädchen lehnte sich zurück. „Sie werden mir Ihre Heimat zeigen! Werden Sie? Ja!“ „Es würde mir eine ganz besondere Ehre und Freude sein!“ „Pa! Herr von Kreuth hat uns eingeladen, sein Gestüt zu besichtigen. Ich schreibe Ihnen noch.“ „Pröstchen, Hanns=Joachim!“, Graf Holm trank dem alten Regimentskameraden zu und nickte aufmunternd— Donnerwetter ja, der ging forsch ins Zeug— gleich eine Einladung für das kleine Goldfischchen, na... da konnte man dann alljährlich bei dem Herrn Schwager ein paar starke Hirsche und brave Böcke auf die Decke legen! Und wieder sangen die Geigen, ganz leise und zärtlich: „Im Rosengarten von Sanssouci, Da küßte ich Marie, Marie. Die ersten Küsse vergaß ich nie, Es war im Frühling! Es war im Frühling...“ Fast unhörbar kreisten die blitzenden Ventilatoren, sogen den Duft der Speisen, vereinzelt emporsteigenden Zigarettenrauch auf Blutrot schimmerte der alte Wein in den hauchzarten Kristallkelchen, die Kellner boten Torten und Eis an. Mister Elias Atkinson fingerte schon ungeduldig nach seiner Zigarre, Graf Holm gab seiner Frau einen unauffälligen Wink Sie verstand sofort. „Wollen wir den Mokka drüben nehmen?“ Dort foxten schon die Paare, der kurz abgehackte Rhythmus hatte etwas Aufreizendes, Prickelndes, Mitreißendes. „Gnädiges Fräulein?“ fragte Kreuth.„..161„ Winifred legte die Hand auf seinen urm, sdigle ihm zu der spiegelglatten Tanzdiele Neugierige Blicke, gereckte Hälse, halblaut geflüsterte Bemerkungen. Hanns=Joachim beugte sich nieder. „Sie werden Nachsicht mit mir haben müssen, ich tanze nur selten, namentlich die neueren Tänze, bei uns in Ostpreußen sind immer noch Walzer, Polka, Rheinländer oder, wenn's hoch kommt, eine Mazurka Trumpf.“ Die Amerikanerin blickte lächelnd auf. „Oh. ich glaube, wir werden ein sehr gutes Paar machen! Werden wir nicht? Ich denke so“ Zu lieb war dieser teutonische Riese mit seiner altmodischen Galanterie und den kindguten Augen, ein Mann— ein wirklicher Mann, kein Spielzeug, um die Langweile einer müßigen Stunde zu übertändeln Nun, man würde sehen, würde vorerst nur ein bißchen, ein ganz kleines bißchen das glimmende Feuer schüren und dann ah, man hielt die Schicksalsfäden in festen, kleinen Mädchenhänden, war jung, schön, reich, begehrenswert und wollte genießen, diese eine, unwiederbringliche Stunde genießen! Schwirrende Geigentöne, lockende Pikkoloflöten, Schlagzeug und Saxophon, das alles schmolz zusammen zu einer prickelnden, mitreißenden Melodie, einem Foxtrott. Winifred tanzte mit leicht zurückgebogenem Köpfchen, die Augen weit offen. Hanns=Joachim spürte das Pulsen ihres jungen, heißen Blutes, sah ihre halbgeöffneten Lippen— ein Fluidum sprang auf ihn über, wie eine Wolke umhüllte ihn schwüler, schwerer Duft. Mit greller Dissonanz schloß die Melodie. Hochaufatmend hing Winifred an Kreuths Arm, sah ihn von der Seite an:.. g. Jange hleit „Schade, daß der Trott schon zu Ende ist! Wie lange bleiven Sie in Hamburg?“„„,„„6. 1 S=äplein. „Mein Zug fährt zwei uhr vierzeyn, gnaviges Fraulem. 99 Eine ganze Skala von Bedauern und Enttäuschung lag in diesem„Oh!“, Unwillkürlich mußte er lächeln. „Tanzen Sie so gern?“ „Das— kommt auf den Partner an.“ „Dann müßten Sie einmal ein Tanztournier wayreno der Badener Rennwoche mitmachen.“ „Wird Ihr Pferd auch dort starten?“ „Vielleicht, wenn der Hengst den„Großen Preis von Berlin“ gewinnen sollte. Im Oktober soll er in Saint Cloud den „Prix Arc de Triomph" bestreiten.“ „Ah— im Oktober. Ich glaube, daß Pa und ich dann auch in Paris sein werden“. 6 „Also sehen wir uns vielleicht wieder, aver erst werde ich die große Freude haben. Ihnen meine Heimat zeigen zu Wie zufällig drückte sie seinen Arm, daß er die Wärme ihres Körpers fühlte: „Freuen Sie sich wirruch'“. „Wissen Sie das nicht— Winifreo: flagle er leise. „Ja— jetzt weiß ich es— kommen Sie, der nächste Tanz!“ Ein wiegender Slow=Fox. Kreuth führte ruhig und sicher, seine hellen, scharfen Jägeraugen blickten gleichgültig über die Paare hin, blickten in weite Fernen.. Er sah die von Geweihen und Rehkronen starrende Halle des Darkehmer Herrenhauses mit dem gedeckten Kaffeetisch, dem Altmeißener Porzellan, sah ein blondes, zärtliches Dingelchen im weißen Hauskleid, einen rot=roten Mund: „Es war im Frühling! Es war im Frühling! Im Rosengarten von Sanssouci!“ Graf Holm beugte sich zu seiner Frau hinüber.„Der dritte Tanz ohne Pause— ich lege eine Wette zehn zu eins, daß Wini heute in einem Jahr Frau von Kreuth heißt!“ „Warum auch nicht?“ Frau Daisy nahm eine Zigarette, aus dem flachen, goldenen Etui.„Er macht eine brillante Figur, ist von gutem, altem Adel, leidlich situiert, gehört zur allerbesten Gesellschaft..(4iag 6 Elias Atkinson hörte gar nicht hin, rauchte, schwieg, Appte mechanisch den honigfarbenen Likör und rechnete zum zehntenmal nach, ob es sich lohnen würde, eine kleine Baisse in Farben und Lacken zu arrangieren, um dann rechtzeitig in die Hausse zu steigen und ein paar Pakete Aktien abzustoßen. Denn irgendwie mußte das Budget balanciert werden, und Winifreds letzte Schneiderrechnung hatte unter dem Strich eine sechsstellige Ziffer aufgewiesen, ebensoviel, wie der Herr Schwiegersohn„nur für den Moment" benötigte, um die Grunewald=Villa renovieren zu lassen, einen neuen. hochpferdigen Tourenwagen anzuschaffen und vier Turnierpferde des Prinzen Aga Khan zu übernehmen. Aber dann schmunzelte der alte Selfmademan. wie sagten die Leute hierzulande?„Vornehmheit verpflichtet!“ Und Gott sei Dank— man hatte es ja dazu! Ein bissel atemlos, ein bissel erhitzt kam Winifred zurück. Söchent mir eine Atggreite, Jalo. „Bitte, gnädiges Fräulein!“ Kreuty vot ihr rusch sein „Du sollest nicht so viel tanzen,“ mahnte Gräfin Holm Die Kleine schnitt eine Grimasse. „Herr von Kreuth will schon in zwei Stunden fahren, und ob es in Dar... Dar... „Darkehmen,“ half er lächelnd ein. Sie sprach den Namen angelsächsisch aus. „Ja, ob es in Derkihmen Tanzmusik gibt.. „Oh! Allermodernste, sogar von der deutschen Welle übertragen, ich habe einen Achtröhrenapparat, Flächenlautsprecher.„„ Jkande tant. M5 „Sehr nett. Dann werven wir abenbs lanzen, werden wirk Hanns=Joachim trank seinen kaltgewordenen Mokka aus. „Gnädigste Gräfin, ich hoffe bestimmt, daß auch Sie und Ihr Herr Gemahl mir die Freude machen werden „Aber gern!“, Frau Daisy wurde ganz lebhaft.„O Gott, und ich muß noch zwei... nein drei Kleider haben, für Landaufenthalt bin ich nicht eingerichtet.“ „Ein Reitkleid nicht zu vergessen!" „Richtig, ein Reitkleid! Wini, morgen gehen wir raufen!“ „Aber Miß Winifred Atkinson horchte gar nicht hin. die kleinen Füßchen zuckten im Tanzfieber. „Darf ich um einen letzten Tanz bitten?“ fragte Kreuth und wußte es selbst nicht, daß er mehr Wärme als sonst in diese Frage legte.„ „Ba... kommen Stei Noch einen... einen Tanz vor unserem Wiedersehen... kommen Sie!" Traumhaft leise sangen die Geigen eine süße, sinnliche Weise: „Auch du wirst mich einmal beglücken— Auch du!— Auch du! Auch du wirst mich einmal berücken— Auch du!— Auch du!“ Frau Josefa von Kreuth blickte auf. Ein kurzer Hundeblaff, dann federnde Schritte, die Glastür nach der Veranda klirrte, ein Drahthaarrüde stürmte in die Halle, äugte mit seinen bernsteingelben Augen zurück. Da stand HannsJoachim auf der Schwelle. „Guten Morgen, Muttchen!“ Er küßte der alten Dame zärtlich die Wange:„Das wird eine knuffige Hitze heute. richtiges Erntewetter, wir fahren auf Schlag 10 den ersten Roggen ein. Und einen Hunger habe ich mitgebracht....“ „Setz' dich nur erst mal, mein Junge, bist du schon lange auf?“ „Seit halb drei Uhr. Einen so herrlichen Morgen zu verschlafen, wäre ja Sünde gewesen! Ich wollte mal nach dem Bock an der Schellnigker Grenze sehen, aber der alte Herr blieb unsichtbar, ein ganz Kapitaler, so ein richtiger Geheimrat.“ Frau Josefa strich ein knuspriges Brötchen.„Dort liegt auch Post für dich" 3 „Richtig..“ Der Darkehmer Gutsherr schob die Zeitungen beiseite und griff nach den Briefen. Nichts Besonderes, Abrechnungen der Molkerei= und der Saatgutgenossenschaft, ein Schreiben der Zuckerrübenfabrik, Drucksachen, so das Uebliche Doch da lag ganz unten ein heliotropfarbener Brief. allerschwerstes, handgeschöpftes Büttenpapier, ein ganz feines, gerade noch wahrnehmbares Parfüm, steile, eckige, etwas eigenwillige Schriftzüge in weißer Tinte— „Na?“. Die alte Dame drohte mit dem Finger.„Höre mal, das sieht verdächtig aus, ich habe schon dran gerochen, ein Monogramm ist auch drauf. W. A.... warum wirst du denn so rot?“ „Bei der Hitze.“ Er riß den Umschlag auf, las, las noch einmal...„Himmel, Himmel, Himmel! Aber nein, das ist doch!“ as benn!“ „Also denke mal— die Atrinsons und Holms kommen heute dreizehn Uhr fünfzig in Bludweitschen an!“ heute?!“ „Ja! Und wenn sich der Brief zufällig verspätet hätte, könnten sie dort sitzen bleiben, bis uns die Butterfrau am Sonnabend die Neuigkeit erzählt!“ Frau von Kreuth rückte nervös an dem schwarzen Spitzenhäubchen und drückte dann auf den Klingelknopf. „Lieber Gott und nichts ist hergerichtet, die Zimmer... und das Esen... „Ich schicke sofort einen reitenden Boten in die Staot, der kann bei Kellmigkeit alles aufkaufen, was an Delikatessen zu haben ist.“„ „Aber man meldet sich doch nicht erst ein paar Stunden vorher an!“ sagte Frau Josefa entrüstet Hanns=Joachim zuckte nur die Achseln:„Echt amerikanisch! Natürlich muß ich hinfahren, großer Galaempfang, inzwischen wird alles, was Röcke trägt und nicht bei der Ernte hilft, hierher kommandiert: da sind die Zimmer im Nu fertig und natürlich englische Tischzeit, so gegen die Schweinevesper, bis dahin kann ein Diner von einem halben Dutzend Gängen vria kes Der Diener trat ein, Kreuty stano auf„Sagen Sie mal dem Prikupatis, er müsse sofort in die Stadt reiten, drei Kreuze, vorher soll er sich bei mir den Bestellzektei abholen. Und dann trommeln Sie im Dorf alle Mädels und Frauen zwischen sechzehn und sechzig Jahren zusammen, die Garl soll in der Gesindestube antreten, je mehr, desto besser!“ „Jawoll, gnädiger Herr!“ Wilhelm machte militärisch kehrt; denn er war bei dem Darkehmer Gutsherrn Bursag gewesen und hatte ihn dann ins Feld begleitet bis zum letzten Säbelhieb und Lanzenstich.6 (Frortsetzung folgl. Frankreich im Schatten Der reien Gefahr en Vn Blischen beiden Lägen Die Welle der Erregung, die als Folge des Stavisky=Skandals und seiner Auswirkungen durch Frankreich geht, hat die Gefahr einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der nationalen Idee und den Gruppen der äußersten Linken akut werden lassen. Die Regierung Doumergue ist damit beschäftigt, alle Vorkehrungen zu treffen, um neuerliche Unruhen Keime ersticken zu können. Am Quay d'Orsay fand unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten eine Geheimkonferenz statt, in der Innenminister Sarraut und die Vertreter des Heeres und der zu der Möglichkeit eines bewaffneten ecup de foree“ Stellung nahmen. Die Präfekten der einzelnen Departements und die Kommandanten der wichtigsten Garnisonen wurden verständigt, um dem Staat die Möglichkeit zu geben, erforderlichen Falles alle verfügbaren Kräfte nach einem bestimmten Plan einzusetzen. Marschall Petain, der Kriegsminister, hat einen„Verteidigungsplan“ ausgearbeitet, der drei aufeinanderfolgende Phasen vorsieht. Im Falle der Organisierung von Unruhen, wie Streiks, Massierungen von Anhängern der äußersten Linken oder Rechten usw. sollen die Truppen der einzelnen Garnisonen sofort in den Kasernen zusammengezogen werden. Sollten sich die Polizeikräfte als unzureichend erweisen, so kann die Regierung unverzüglich den „Notzustand“ erklären. Die Leitung der Operationen bleibt jedoch noch bei den Zivilbeworden sind. Die ernsteste Bedrohung eines bewaffneten Handstreichs geht ohne Zweifel von dieser Gruppe aus. Der Führer der kommunistischen„Antifaschistenfront"(„Front Commun Antifascisto"), der Abgeordnete Gaston Bergery, ein Schwiegersohn Krassins, bestreitet zwar, daß seine Anhänger auf eine bewaffnete Auseinandersetzung hinsteuern, er fügt jedoch unverblümt hinzu, daß„die Massen, wenn sie jetzt sehr bald zum Handeln gezwungen seien, keine Grenze für ihre revolutionäre Aktion kennen würden". Daß die rote Gefahr in Frankreich kein leeres Schlagwort mehr ist, wird jeden Tag deutlicher. Ueberall, wo„nationale“ Redner in einer Versammlung auftreten, in Tours, Epinal, Cherbourg, Toulon. Cannes u. a. kommt es zu sozialistischen und kommunistischen Gegenkundgebungen und Unruhen. Dieser Zustand hat mit„Politik“ nichts mehr gemein. Es wird für die Regierung eine schwierige Aufgabe sein, hier energisch durchzugreifen. Waffenschmuggel nach Frankreich Die Pariser Zeitung„Jour“ erklärt, es würden zur Zeit Waffen in erheblichem Umfang nach Frankreich geschmuggelt. Hierbei handele es sich nicht um zehn oder zwanzig Revolver oder Pistolen. Der Schmuggel werde vielmehr kistenweise betrieben und diene ausschließlich dazu, die linksgerichteten Organisationen zu bewaffnen. Das Blatt will wissen, daß vor etwa 14 Tagen mehrere Lastwagen mit Waffen von der beigischen Grenze in Paris eingetroffen seien, und daß man diese Waffen in einem Vorort versteckt habe. Es handele sich um 14000 Brownings und Mauserpistolen mit der notwendigen Munition, die von Antwerpen an die belgisch=französische Grenze befördert und von dort von Lastkraftwagen übernommen worden seien. Die vor einigen Tagen erfolgte Verhaftung eines algerischen Kommunisten in Paris stehe in enger Verbindung mit diesem Waffentransport. Die Pariser Polizei habe außerdem eine genaue UnTonion, Cannes u. a., kommt es zu. sozialftichen terfiügrns engeleitet. und kommanistischen Eegentul=grungen und tersuchung eingeleitet. Hetse gepen Riechtig Schmutzlinken dichten ihm eine Spionage-Zentrale an Gefährlicher heidebrand bei Ohligs Ein Kindererholungsheim war stark bedroht Dienstag mittag meldete ein Unbekannter bei dem in der Heide gelegenen Walderholungsheim für bedürftige Solinger Kinder, daß es in der nahegelegenen Schonung brenne. Der Mann gab den daraufhin eilenden zwei Arbeitern die Stelle bekannt und verschwand dann. Den Arbeitern gelang es nicht, des Feuers, das sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete, Herr zu werden. Sie mußten ihre Tätigkeit darauf beschränken, ein Uebergreifen der Flammen auf das Walderholungsheim zu verhindern. Da dieses aber stark bedroht war, trafen sämtliche Löschzüge der Groß=Solinger Feuerwehr sowie eine Abteilung der Feuerwehr aus Hilden ein. Nach etwa anderthalbstündiger Tätigkeit gelang es, das Feuer soweit zu löschen, daß nur noch hier und da kleinere Brandherde aufflammten, die ebenfalls abgelöscht wurden und auch noch weiterhin bewacht werden müssen. Der Brand hatte dadurch eine Riesenausdehnung erfahren, daß der Wind umgesprungen war. Der angerichtete Schaden ist sehr groß. Etwa 120 Morgen Waldbestand sind vernichtet. Der Schaden ist zudem nicht durch Versicherung gedeckt. Was die Ursache des Feuers betrifft, so wird Brandstiftung vermutet. Auffällig ist nämlich, daß der Mann, der den Brand meldete, es ablehnte, sich an den Löscharbeiten zu beteiligen und sich auch sofort entfernte ohne erkannt zu werden. Der elsässische Senator und ehemalige Unterstaatssekretär Dr. Pfleger bemüht sich, Kesseltreiben gegen den um die Saar verdienten Industriellen Röchling in Gang zu setzen. Pfleger hat an den Justizminister ein Schreiben gerichtet, in dem er um Aufklärung darüber öperatiogen, Zeibt jedoch nochz bei den Zivülbe, bittet, wie es möglich, Veiguthosenhesteverfahren hörden. aueroings werden die Truppen bereits französischen Gericht im Avwesenheushenjahr n den Ordnungsdienst eingesetzt. Solte die verurteilte Industrielle Hermarn.,#ing, ire Situation es erfordern, kann die Regierung ohne nach Frankreich kommen ronne eitere Fühlungnahme mit dem Parlament den sischen Grenzoeyörden kein Reczt, häten, Jgr. e soo r,gamenhang rinden. verhaften. Dr. Pfleger forderzgmen zu geißen Im Zusammenhugg mit diesem Vorbeugungs= Justizminister auf, die Maßnaymen, zu zex##c.. plan erfolgen zur Zeit planmäßige Razzien die einer sorchen Mißachtung der franzö ach Baffenlagern. Innenminister Sar: Gerichtsbarkeit, ein Ende machtegigger gegebene raut hat sämtlichen Präfekten Anweisung erteilt, Der„Matin“ nimmt das v Feuerwaffen im Besitz Privater rücksichtslos ein Stichwort auf. Er behauptet, daß Hermann Röchmuziehen. Eine Verordnung, die den Handel mit ling nach dem Kriege in Heizelhers ernengrig Waffen und den Waffenbesitz auf eine wällig neue nage= und Propaganoazentrate gegen Fr ins Leben gerufen habe. Röchling, der noch 1919 vom Kriegsgericht in Amiens im Abwesenheits: verfahren verurteilt worden sei, habe rrotzdem zuziehen. Eine Verordnung, die den Handel mit wasfen und ven warfenbrstg auf eine völlig neue Basis stellt, ist bereits ausgearbeitet und wird jetzt unverzüglich in Kraft gesetzt werden. Die neue Verordnung bringt zum ersten Male seit 1871 für Frankreich eine direkte Regierungskontrolle über die Fabrikation und den Verkauf ven Schußwaffen. Die Haltung der Regierung beweist, daß sie die Situation keineswegs als unbedenklich ansieht. Von links wie auch von rechts wird die Propaganda täglich hemmungsloser geführt. Alle Vorbereitungen werden getroffen, um bewaffnete Konflikte bestehen zu können, die jede der Parteien als unvermeidlich bezeichnet. Die äußerste Linke hat bereits eine„revolutionäre Einheitsfront“ gebildet, die sich von den Jungradikalen bis zu den Kommunisten erstreckt. Die extreme Linke dürfte auch mit Bestimmtheit über große Depots von Waffen und Munition verfügen. Die Drahtzieher rechnen vor allem auf die wenigstens passive Hilfe der gewerkschaftlich organisierten Massen und auf die tätige Mitwirkung der in allen Betrieben bestehenden„revolutionären Zellen" Demgegenüber verzetteln sich die Kräfte der Rechten in zahllosen Grup Spitze einer Saarabordnung zu bundsverhandlungen nach Genf begebe. Röchling halte sich außerdem häufig in Paris auf, ohne daß die Polizei gegen ihn vorgehe. Infolge einer Haussuchung in dem Pariser Büro einer lothringisch=saarländischen Stahlverkaufsgesellschaft, die vor etwa 19, Tagen vorgenommen wurde, entstand das Gerucht, daß Pariser Untersuchungsrichter dort von dem Saarindustriellen Röchling empfangen worden sei. Die Pariser Presse benutzte dieses Gerücht, um erneut Röchling und die französische Justiz anzugreifen, letztere, da sie Röchling, gegen den aus der Kriegszeit ein Abwesenheitsurteil eines französischen Kriegsgerichtes in Amiens vorliege, mitten in Paris verweilen lasse, obwohl er als Verurteilter doch sofort zu verhaften wäre, falls er auf französischem Boden getroffen würde. Nach einer amtlichen französischen Mitteilung entbehrt das Gerücht, daß Röchling bei jener Haussuchung den Untersuchungsrichter empfangen habe, jeder Begründung und also auch alle und esoz, Zohringen, wenn er sich an der fönlichkeit ist mit Röchling nicht sdentisch. über Osterunfälle in den Bergen Zahlreiche Touristen tödlich abgesturzt Der 24jährige Mechaniker Johann Maier aus Stuttgart stürzte am Ostersonntag bei einer Besteigung des etwa 1900 Meter hohen Aggenstein ab und blieb mit schweren inneren Verletzungen und einer schweren Kopfwunde liegen. Noch auf dem Transport in das nächste Krankenhaus ist der Verunglückte gestorben. Am Ostersonntag verstiegen sich zwei Bergberg. Als die beiden versuchten, über die steilen Gaisberg=Wände zu steigen, gerieten sie auf eine dreißig Meter hohe Steilwand, die sie umgehen wollten. Clary, der voranging, verlor den Halt und stürzte in die Tiefe. Er erlitt einen Bruch der Wirbelsäule und ist bald barauf gestorbe v.— ggfarkchen zur OberBeim Uebergang vom Moservoben zur Oberwalderhütte am Karlinger Gletscher ist am Ostermontag der Tourist Josef Leitner aus Zell am See in eine Gletscherspalte gestürzt. Noch e. v. u. g.#. Sspänden bei Obersdo:f Pzgat, al an Se ineine Glelscherbate gekürt Lemgegenüber, verzettein sich die Vrafte ve: Auf ihre Hilferufe, die im Eytarhatzs, sehsgrpisert; am Abend ist die Rettungsmannsa### von Caprun sd u o.#, gei Seu gande, den, wurde eine Zetuggenann,=wnizsen Vor, ausgebrochen, um den aoten zu vergen. ehne daß man hier eine Einheitsfrogt, kriggde der es gelang, die Bergeiger am nanhten Mor unzzebroche Sote, scepg be.„eppes Paxt(He gen zu bergen.. Josten wurden! Ju der Markinswand verfiegen Franeistes n a wofedden sich] Die alpinen, Sanitätzggnn geg.] In der Martinswand, der bekannten senkrechPe 7 t8 u. verthtundem Ga it scher Lein Buszl.„ DerStz.— Stuadenten Graf Revertera von " eriey, boseug, goen vog gurchgefüheti Salzburg einen Auszug auf den Gaiseen Uinksrevolutionären aiementen durchgeführt„burg aus einen Ausflug auf Neue Bluttat im Saargebiet 1öjähriger Kommunist schießt einen Hitler-Jungen nieder dan ebenfalls bei Am Sdie Ponaite. aghe u vo(3z1“ ae, aluinen Senitctsnanmigge;, Butrg In der Barinenand, der belkanmten senfnch, tion Francaise),„Francistes, u. u. Wesche mährend der Feiertage auch ins Kleine We“ ten Felswand bei Innsbruck, von der die UeberP-iche und ereudez de Set un icg#oin rusen, vo zue Shläshter aus Stat, sietzrungerzäzgt. das fe schon Lalser Vaezmuisen escthiten, Sunerhy, eden ue, bos gatk zei einer Stadschet Veinberiche eritens hefaße zum Vertäinants gewonden vür hat sch eded ur die Auite ühung buch uite dier unt un u.., ein. Sunskrnider Riekter Ranene Bug, Aicher weniger breite Bevölkerungsschichten. Zwischen gnelhorn=Gebiet trugen drei Ski= lindner verstiegen. Er konnte sich selbst nicht diesen beiden Lägern von rechts und links steht] Im 9.“ L,stersonntag Schenkel= und Armbrüche hefreien. Nachdem die ersten Rettungse Pestrung die 16 gezomen hest, Ve, socher an bnrzuanteg Stentet, ivn.— orsäche durch ander Vergseiger ergehglage Pärsten Maßnahmen zu treffen, um einen Bür, beger Student Graf Clary unternahm mit seinem biseben, rückte abends die Innsbrucker Feuergerkrieg zu. verhindern. Es in sichcgz Wagzen bez Freunde, dem Studenten„Graf Revertera X#I wehr aus, die im Lichte von Scheinmerfern versuchte, mit Hilfe von Leitern zu dem Verstiegenen zu gelangen. Jedoch auch dieser Versuch blieb ohne Erfolg. Niederlindner konnte sich während der Nacht an einem kleinen Bäumchen festbinden, so daß er vor dem Absturz bewahrt wurde. Dienstag früh wurden die Versuche, zu ihm zu gelangen und ihn aus seiner Lage zu befreien, wieder aufgenommen. Nach langer mühevoller Arbeit ist Niederlindner von seinen Rettern, den Bergführern Schildhuber und Eggert sowie drei Burschen geborgen worden. Niederlindner mußte von seinen Rettern mehr als 200 Meter bis zur Straße abgeseilt werden. In der Nacht war er durch Zurufe wachgehalten worden und hatte sich selbst durch Körperbewegungen vor dem Erfrieren geschützt. Bei seiner Bergung war er sehr erNiederlindner war auf der Aurikelsuche in die Martinswand hinaufgeklettert und rechts von der bekannten Kaiser=Max=Grotte hoch in die Felsen gestiegen, bis er auf einem Platz angelangt war, von dem er weder vor noch rückwärts Die Martinswand ist infolge ihrer außerordentlichen Steilheit einer der gefährlichsten und schwierigsten Klettertouren. Sie erhebt sich südlich von Innsbruck senkrecht aus dem Inntal. Sie wird von der Mittenwaldbahn durch den bekannten Martinswandtunnel durchquert. Die ganze Durchkletterung der Wand wurde im vorigen Jahre von dem bekannten Innsbrucker Bergsteiger Augenthaler zum ersten Male ausgeführt Die Martinswand ist 1113 Meter hoch. Großfeuer durch Brand in einem badischen Dorf Die kleine Ortschaft Gommersdorf bei Moosbach in Baden wurde am Ostersonntag von einem verheerenden Großfeuer heimgesucht. Gegen 18 Uhr ging ein schweres Gewitter nieder. wobei der Blitz in zwei zusammengebaute Scheunen einschlug. Sie wurden alsbald ein Raub der Flammen. Feuer griff. begünstigt durch einen starken Wind. sofort auf die nächsten Anwesen über. Trotz energischer Brandbekämpfung sielen 8 weitere Scheunen, sowie ein Wohnhaus dem Element zum Ovier. Außer großen Heu= und Strohvorräten wurden auch Maschinen und Geräte zum größten Teil vernichtet. Das lebende Inventar konnte gerettet werden Der Schaden ist nur zum Teil durch Versicherung gedeckt. Ballonfahrt zweier französischer Ingenieure Eine abenteuerliche Ballonfahrt, die am Montagabend in Candas bei Amiens ihren Abschluß fand, haben zwei französische Ballonfahrer hinZwei junge Ingenieure waren am Ostersonntag in der Nähe von Amiens aufgestiegen, ohne anscheinend über besondere Erfahrungen auf dem Gebiete der Ballonfahrt zu verfügen. Als sie in den Abendstunden in unmittelbarer Nähe von Amiens landen wollten, stießen sie mit der Gondel gegen eine elektrische Leitung. Der Anprall war so heftig, daß einer der beiden Insassen, ver als einziger einige Führerkenntnisse besaß, herausgeschleudert wurde. Der Ballon, der dadurch wesentlich erleichtert war, gewann sofort wieder an Höhe und trieb die ganze Nacht über der Gegend einher. Erst am Montag sackte er langsam ab. Hierbei stieß die Gondel gegen eine Baumkrone, so daß der Ballon vollkommen vernichtet wurde. Der übriggebliebene Insasse erlitt leichte Verletzungen, konnte sich aber noch zur näghstliegenden Gendarmeriestation begeben, wo er Bericht über seine abenteuerliche Fahrt erstattete. Leiche seines unglücklichen Begleiters wurde nach langem Suchen gefunden. Im Ostersonntagabend wurde in dem Dorfkeil„Auf der Unner“ in Guedingen(Saar) der Hitler=Junge Wilhelm Huppert von dem der Unner“ in Gredin *. Viller-Junge Wihelm Huppelk von dem 10jährigen kommunistischen Hilfsarbeiter Johann Schuhmacher niedergeschossen. Schuhmacher hatte einen Wortwechsel mit einem anderen jungen Burschen, dem er eine Ohrfeige versetzte und der darauf Huppert zu Hilfe rief. Schuhmacher zog lofort einen Novelver und schoß Huppert in die verzgegend. Außerdem drangen Huppert noch 25 Schrotkörner in die Brust. Der Schwerverletzte bürde in das Brebacher Krankenhaus gebracht, er in bedenklichem Zustande darniederliegt. der Täter wurde von der Polizei festgenommen und dem Gerichtsgefängnis zugeführt. *— Mord an einer 17jährigen In Dorotheeneck bei Grünberg(Schlesien) fand 2er Revierförster Hermann am Morgen sein auf Prise#, Dienstmädchen Frida Stein erhängt as Anzeichen deuteten darauf hin daß das sich d Selbstmord verübt hatte Es stellte •2 heraus, daß das Mädchen im fünften Monat Awanger war. Als Vater des zu erwartenden Kindes hatte es den ebenfalls bei dem Förster beschäftigten 24jährigen Landhelfer Poczatek angegeben, der mit dem Mädchen Kammer an Kammer schlief Poczatek wurde unter dem dringenden Latverdacht verhaftet. Er bestreitet jede Schuld. Die Leichenöffnung bestätigte ven Her: dacht des gewaltsamen Todes. Poczatek so Ostern seine Stelle in Dorotheeneck verlassen. Vater und Sohn im Wirtshausstreit erschlagen Der zweite Sohn tödlich verletzt In der Nacht zum Ostersonntag gerieten in den. ungarischen Landort Adony zwei einem Wirishaus in Streit. Bier Buricheg der einen Familie schlugen mit einer Axt und Knüppeln den Vater und einen Sohn der Familie nieder, während sie den zweiten mit 14 Messerstichen so schwer verletzten, daß er in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Die Täter und ihre Angehörigen wurden festgenommen. Kraftwagenunglück in Marokko Drei Tote Nach einer in Paris vorliegenden Meldung aus Agadir(Marokko) raste ein Militärkraftwagen kurz vor der Einfahrt in die Stadt gegen einen Baum und stürzte in einen tiefen Graben.,„Die Insassen, drei Fremdenlegionäre Meyer,##7# und Bindijonk, wurden auf der Stelle geroret. Insull soll ausgeliefert werden Wie Reuter aus Ankara meldet, hat das türkische Kabinett beschlossen, dem Ersuchen der amerikanischen Regierung nachzukommen un den Großbetrüger Insull auszuliefern. Das Gesuch Insulls, auf den Dampfer„Maeotis" zurückkehren zu dürfen, wurde abgelehnt Insull, der am Montag in Polizeigewahrsam genommen worden war, wurde am Dienstag in ein Krankenhaus eingeliefert. In wenigen Zeilen Der Reichspräsident hat auf ein Telegramm, das die deutsche evangelische Gemeinde in Athen aus Anlaß der Einweihung der neuen Kirche an ihn gerichtet hat, mit einem herzlichen Danktelegramm geantwortet. Ebenso hat er auf ein ihm von der Leitung der zu einem Österbesuch nach Berlin gekommenen saardeutschen Sänger und Sportler zugegangenes Begrüßungstelegramm mit einem herzlichen Danktelegramm geantwortet. Stabschef Röhm wird auf Einladung des Hamburger Senats am 14. April Hamburg einen Besuch abstatten. Der griechische Senat hat den Balkan=Pakt unter Abgabe einer neuen Auslegungserklärung vatifieiert. Heute morgen ½8 Uhr nahm der liebe Gott meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Karr Wammman nach schwerer Krankheit zu sich in den Himmel. Er starb versehen mit den Tröstungen unserer heiligen Kirche im Alter von fast 69 Jahren. In tiefer Trauer im Namen der Familie: Frau Anna Wallmann geb. Schmitz Schwerte, den 3. April 1934. Die Beerdigung findet Freitag, den 6. April 1934, nachmittags 3½ Uhr vom Marienhospital, aus statt. Der Verstorbene war Mitglied des St. Stephanusvereins. ### für Frühjahr Btöffe und Sommer in neuen deweben und Farben. SEIDENSTOFFE 2.75 Längs-Crepe modernes Gewebe für das elegante Kleid, In allen neuen Farben Meter Flamisol-Reversible das neue Gewebe mit glänz. □ C)FAbselte, la. kunstseld. Materlat,5 96 cm breit..... Meter Pepita-Georgette für leichte 1.95 Kielder, 95 cm brait ..... Meter 2.95 2.45 Flamilol- u. Mattkrep-Druck für Kleider und Blusen, sowie## □) Besätze in neuen Farben... ZH Hete 3.75 855 125 Mantelstoff-Neuheiten für elegante Mäntel, in rein-# □ wollenen Qualitäten...... 4450 Meter 6.90 8.90 Mantelstoffe WOLLSTOFFE Imprägniert, 140 cm breit, reinwollene Qualitäten, in beige u. blau"" Meter 6.75 6.90 Etagengeschäft Heute morgen 5½ Uhr entschlief nach kurzer Krankheit unsere liebe, gute Tante und Großtante W 19. Liscns von Eine geb. Stiefe im 93. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Luck Schwerte, den 3. April 1934. Die Beerdigung findet Freitag, den 6. April 1934, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause, Schlageterstraße 5 a, aus statt. Freiwillige 6 Feuerwehr Schwerte(Ruhr) Donnerstag, den 5. ds. Nits., nachm. 6 Uhr steht die Wehr angetreten am Gerätehaus. 7: Der Wehrführer. Jackenkleider-Stoffe einfarbig und mit feinen Nadel.# D4 streif., die große Mode, 110 cm 24..212 breit Meter 7.90 6 90 5.90 TUE G Wollmousseline reine Wolle, neue Muster, für leichte Kleider Meter 1.85 1.48 1129 Zwangsversteigerung werden öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert, Donnerstag, den 5. April 1934, 10 Uhr Ostenstraße 26; 1 Kasse, 1 Klavier, 1 Ladeneinrichtung, 1 Kredenz, 1 Schnellwaage und Tabakwaren. Franz Obergerichtsvollzieher Graf Adolfstratze s werden, wenn alles versagte, durch Stärke 8 beseitigt. Uerus Prei un 1.50. 175 Gegen Pickel, Mitesser Stärke A Arztlich empiohlen. Laulen Sie # n i c h t l ä n g e r s o h ü ß l i c h h e r u m. Drogerie M. Nehlhose Adolf Hitler-Platz DORTMUND, Brückstr. 27/29, Ecke Ludwigstr. 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Und auch wie die Geschichte dana zum Guten ausgeht, erzählt der packende Film. Der König der Arena Amerikanlscher Sensalionstin mit Ken Harnark.### Cane BN###s ###schin pea mnnseninen- Auto-Pei=, zu Sloktrotechalt echnik- Hochbau- Tietbau- Eisenbetonbau- Architektur Papiersereienen in besonders schönen Ausführungen bei Sur. Sraue Adolf Hitler-Platz 3 Briefkasten H. D. Die Frage, wann jemand den 50. bezw. den 70. Geburtstag feiert, ist immer noch strittig. Gemeinhin feiert heuer den 50. Geburtstag, wer im Jahre 1884 geboren und den 70., wer im Jahre 1864 geboren ist. Es wird also jeweils die Vollendung des Geburtsjahres gefeiert. Der Tag, an dem man geboren ist, zählt demnach bei dieser Rechnung nicht mit, denn schließlich ist man auch erst bei Vollendung des Geburtsjahres 1 Jahr alt. Auch wir halten uns bei Veröffentlichungen an diese Regel(1934, 54, 64, 74 usw.), und bitten unsere Leser, darauf achten zu wollen. 31 zu 36, 42 zu 35, 7 zu 34, 14 zu 33, 3 zu 1 zu 31, 4 zu 30, 1 zu 25, 1 zu 24. Jugendliche haben au diesem Programm keinen Zutritt. 763 RENNEN ZU DORTMUND Sonntag, den 8. April, nachm. 3 Uhr Arhkang. Sesamtpreis 14000 Mk. Adolf Hitler-Platz 3 Große Marktstraße 3—5 LUANS WaschEAlakT Börsen und Märkte Dortmunder Schlachtviehmarkt. Dortmund, 3. April. Dem heutigen Schlachtviehmarkt waren zugeführt: 629 Stück Großvieh, darunter 21 Ochsen, 81 Bullen, 498 Kühe, 29 Färsen; 367 Kälber, 27 Schafe, 3 Ziegen, 2181 Schweine. Der Marktverlauf war bei Großvieh schlecht, geräumt, bei Kälbern mittel, geräumt, bei Schweinen geräumt. Es wurde gezahlt für 50 kg. Lebendgewicht in Rm.: Ochsen: a) 1. 33—34, b) 29—32, c) 26—28, d) 22—24; Bullen: a) 30—32, b) 27—29, c) 23—26; Kühe: a) 31—34, b) 27 bis 30, c) 23—26, d) 15—22; Färsen: a) 32—34, b) 27—30; Kälber: a) 52—55, b) 44—51, c) 32—43, d) 22—30; Schweine: b) 39—46, c) 42—46, d) 35—43, g) 35—43. Von den heute zugeführten Schweinen wurden pro Zentner Lebendgewicht in Reichsmark verkauft: 211 zu 48, 81 zu 47, 130 zu 46, 310 zu 45, 248 zu 44, 253 zu 43, 254 zu 42, 192 zu 41, 245 zu 40, 51 zu 39, 105 zu 38, 19 zu 37, Eröffnungsrennen in Dortmund Am Sonntag, dem 8. April, eröffnet der Dortmunder Rennverein auf seiner schmucken Bahn in Wambel die diesjährige Saison mit einem gemischten Programm, das 5 Flach= und 2 Hindernisrennen vorsieht. Für diese Rennen wurden insgesamt 14000 Mark Preise und Prämien ausgeworfen. Es steht zwar kein überraschendes Ereignis auf der Karte, die 31 sammenstellung der Rennen aber versprechen interessanten und abwechslungsreichen Sport. Das Nennungsergebnis ist mit 114 Unterschrift befriedigend ausgefallen. Es entfallen auf da Begrüßungsrennen 11, auf das Rennen 10, Körne=Jagdrennen 11, Brackel Rennen 11, Wambeler Hürdenrennen 18, baum=Rennen 25 und April=Rennen 28 N nungen. Die Rennen beginnen nachm. 3 Uhr. Arbeitsschlacht 1934! Deutscher Unternehmer! Kannst Du nicht not einige arbeitslose Volksgenossen bei Dir stellen. Tausend arbeitswillige Hände strecken sich Dir entgegen. Prüfe Deinen Betrieb nochma auf Einstellungsmöglichkeiten. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=N. Verantwortlich für den gesamten Tertteig; Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schweiten., Druck und Verlag Carl Braus, Schwerle D.=A. II. 34. 1755.