Dn„SG er“e Leitung ar#! i. Genslich jeche mol. Beugesins nichmlich 43 Ploni, re guge 10 Pfg. Druck u. Verlag von C. Dreus, ostschenkonten: Dortmund 2652 und Honnsoer 21 974. Geschätts elle Große Marktstr. 3—8 Verantwortlich Anze gente! H. Linner, Schoverte. Jeonrvf 2770 Verbunden mit: Schwerter Tageblatt und Anzeiger Schwerter Volksblatt Westhofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung veopselle für bse 1rbr og.,#4 Bia; Reklon:: besene alsSchodlnunstet der hoediesfetangeslachen eude Kreisblatt für den nördlichen Teil des Landkreises Iserlohn S Teutsche.., Attercssiert eis Welt Reichsarbeitsminister Oelo.. ggchen Posar Spiseled ministeriums für Volksauftlärung und Peran getrezggg, ganda fand am Dienstagnachmittag in . Arbeitsbeschaffung statt auf der Reichs= Staatssekretar eine Aussprache mit der Auslandspresse über die deulsche Arbeitserschaffung staltt, uuf der Reichsarbeitsminister Seldte und die Staatssekretäre Dr. Posse und Reinhardt Vorträge über die technische und finanzielle Durchführung des großen Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung und die Handelspolitik Deutschlands hielten. Reichsarbeitsminister Seldte führte aus: Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die letzten und tiefsten Ursachen dieses erstaunlichen Wandels lenken, die ihn allein ausreichend erklären können. Das ist einmal das wiedererstandene Vertrauen des deutschen Volkes in seine Führung. Und die zweite Ursache hängt damit aufs engste zusammen; es ist die freudige und opferwillige Mitarbeit aller Volksgenossen an dem großen Werk der Arbeitsbeschaffung in gläubiger Gefolgichaft zu dem Führer, der Geit stellte vor allem die steuerpolitischen Maßnahmen dar, die auf Erhöhung der Nachfrage nach Gutern und Leistungen abgestellt seien. Diese Nachfrage führt zur Erhöhung des Beschäftigungsgrades, zur Verminderung der Arbeitslosigkeit, zur Verminderung des Finanzbedarfs der Arbeitslosenhilfe und infolge der erhöhten Umsätze, der erhöhten Einkommen und des erhöhten Verbrauchs zur Erhöhung des Gesamtaufkommens an Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen, zusammengefaßt: zur Gesundung der lozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Dinge unseres Volkes. Als eine wichtige steuerpotitische Maßnahme führte der Staatssekretär auch noch das Gesetz zur Ueberführung weiblicher Arbeitskräft in die Hauswirtschaft vom 1. Juni 1933 an. Der Staatssekretär wies schließlich auf die vielen unmittelbaren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hin, die seit einem Jahr eingeleitet worden seien. Es ergibt sich aus diesen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für das Jahr 1934 ein sehr großer Arbeitsvorrat. Der Arbeitsvorrat, der sich aus der Gesamtheit der Maßnahmen für das Jahr 1934 ergibt, beträgt rd. 50 v. H. mehg g.. Jahre 1933. Das berechtigt zu der Hoffnung, daß die Arbeitslosigkeit im Jahre 1934 auf zwei Millionen sinken wird. 67. Jahrgang Ueberwachungsstelle für unedle Metalle Auf Grund des aus devisenwirtschaftlichen Gründen erlassenen Gesetzes über den Verkehr mit industriellen Vehstaffenzuinz, Halbfabrikaten hat der Reichswirtschaft=nnistei eine Ueberwachungsstelle für unedle Metalle(außer Eisen und Stahl) mit dem Sitz in Berlin eingerichtet. Um den Aufbau der Ueberwachungsstelle zu schern, is. für eine Uebergsggerginetuage#inkauf von Ffinade=upfer, nu., Haten auist un0 feuerraffiniertes Kupfec) vervoten, soweir es sich um Käufe handelt, welche die Einfuhr der erwähnten Waren aus dem=Auslande zur haben. Drohbriefe an Macdonald Nach dem arbeiterparteilichen„Dasly, uerzung Fohbriefe erhalten, mit denen sich die poltische onderbrauftragter fur Lundeeruttur en eug. anu a ae e a ee. Staatsminister Riecke-Detmold bestellt Um die ländliche Wasse Briefen gehe Polizei bereits beschäftige. Aus den Br##sen v. hervor, daß der Schreiber die Gewohnheiten des Ministerpräsidenten sorgfältig beobachtet. So enthielten sie genaue Angaben über die Morgenspaziergänge Macdonalds im St.=Jarges=Park. Auch würden die genauen Stunden und Minulen, zu denen Macdonald sich an dieser oder jener Stelle des Parkes aufgehalten habe, angegeben. Auf eine Spozero) gug Hräigen maßgebender . u aehrer der Zeitl Um vie ländligg,eaessergut Geitegad### .— peest zu dem buyer, det vet, Bodenverbesserzäge=Grundlage zu stellen“ end weg gewieten hat.... auf eine einheitliche Griztuge gu Ferza, und Der Reicharbeiteminster legte daraut im ein= Uhnen den starken Ausenhpgeischöflsichen Erzen. Leises dir Lelasing der Schtlschekr un klar, daß die Bereitstellung so umfangreicher kultur bestellt. öffentlicher Arbeiten nur eine Uebergangsmaßnahme sein konnte und sich nicht unbegrenzt in diesem Umfange fortsetzen läßt. Vielmehr muß es selbstverständlich das anzustrebende Endziel sein, die deutsche Wirtschaft selbst wieder so in Ordnung zu bringen, daß sie aus eigener Kraft die Aufgabe, dem deutschen Volke Arbeit und Brot zu geben, erfüllen kann. Die Ausgangstellung für den neuen Abschnitt) Die spanische Stadt Valenela Po#. unseres Kampfes, in den wir jetzt eingetreten von Sabotagenten der Elektrizitätsarbeiter stun kind, ist natürlich unvergleichlich viel günstiger als denlang ohne Licht. In der Nacht haven vann die im Vorsahr. Deshalb können wir in diesem Jahr Arbeiter der Elektrizitäts=, Gas= und Wasservermit viel größerer Hoffnung und Zuversicht an sorgung den Streik begonnen, der von der Rediese Aufgabe herangehen als im Frühjahr 1933, gierung als ungesetzlich erklärt worden ist. S eis wir vor einer fast hoffnungslosen Situation denten des Technikums und militärische Fach„ 9 truppen versuchen die Betriebe zunächst notdürfAuf der anderen Seite sind wir uns aulerving##tig aufrechtzuerhalten. us ganz kar darüber, daß noch lehr schwierse]„. Garagof fa brachten Smdikalsen vor Aufgaben vor uns liegen. Die Wirtschaft wird In 9u.—.9—) eing schwere Vombe zum 1934 burch die Maßnahmen der öffentlichen Hand seiner Bogie wosten sg die Ablgung des Ueberud einen karten Auftries erhalten, Zagzug falktommandos, insgesant 25 Mann, iten. Die Seusdemnute Bug ne de die der. Hste hauach ahzeicht. uuf Pezgausen, unte vorzulegen. Dazu geyört wesens vorzulegen. Dazu gehört in die Einrichtung einer Reichsplanung für die mit öffentlichen Mitteln geförderten Meliorationsarbeiten aller Art sowie eine Einflußnahme auf den bei der Akademie für deutsches Recht in Vorbereitung befindlichen Entwurf eines Reichswasserrechtes. Die Landwirtschaftsministerien der Länder bezw. die landwirtschaftlichen Abteilungen der Länderministerien sind gebeten worden, dem Sonderbeauftragten bei der der ihm übertragenen Aufgaben behilflich zu sein. Tabelage Alto m Spunten Valencia stundenlang ohne Licht— Frecher Uebertall auf Hassenboten in Barcelona Die spanische Stadt Valencia war infolge ##gkten der Elektrizi#atsarbeiter(kunnoch einen starken Auftrieb erhalten. Daneben werden wir uns mit ganz besonderem Nuchbrück der Pflege der Kaufkraft annehmen und auf eine weitere Senkung der Lasten hinwirken, die zurzeit auf der Wirtschaft ruhen. Die Belebung der deutschen Wirtschaft stellt uns allerdings, je mehr sie fortschreitet, auch vor ein neues und nicht einfach zu lösendes Problem. Die zunehmende Tätigkeit der Industrie hat schon setzt eine Steigerung des Bedarfs an Rohstoffen hervorgerufen, und natürlich auch an solchen, die aus dem Ausland eingeführt werden müssen. Die Förderung des Exports ist deshalb Bombe ging aber zu fruh los. Ein Kind und ein Fußgänger wurden getötet. Weitere vier Unbeteiligte wurden schwer verletzt. In Barcelona nimmt das Verbrecherunwesen zu. Kassenboten eines Lichtspielhauses, die von mehreren Geheimpolizisten begleitet waren, wurden von Banditen überfallen. Die Räuber waren dem Geldtransport in vier Kraftwagen gefolgt und schossen plötzlich aus Maschinenpistolen auf die Boten und die Polizisten, die das Feuer erwiderten. Zwei Polizeibeamte wurden Volen unttestiertn — u e' n i e c h o n A m p o e t i o i n O s t- O b e r s c h i e s i e n— H u s w i r k u n g e n Ver einer Polhoult;, Arndbete M.on Tuegmmenaches der beutsch-Hoinischen Lusunimenardent Nach einer Meldung der„Polonia“ aus Kattowitz ist es unzutreffend, daß das Burggericht in Nitolai den Prinzen von Pleß aufgefordert habe, seine durch drei Instanzen bestätigte Haftstrafe schwer und zwei Personen leicht verletzt. Die Verbrecher entkamen mit 20,000 Peseten. Der Streik der Metallarbeiter in Madrid geyweiter. Bombenauschlag auf eine Freimaurer=Loge Durch eine Bombe wurde das Gebäude der Freimaurer=Loge„Großer Orient“ in Cannes am Dienstagmorgen stark beschäbigt. Kurz vor 10 Uhr wurde die in der Umgebung des Gebäudes wohnende Bevölkerung durch eine heftige Explosion alarmiert. Bald darauf sah man aus den Fenstern des großen Saales der Loge, der sich im Erdgeschoß befindet, dichte Rauchwolken dringen. Sämtliche Fensterscheiben des sind zerstört. Das Mauerwerk ist an verschiedenen Stellen stark beschädigt. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Eine sofort eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß kurz vor der Explosion ein Kraftwagen vor dem Gebäude hielt. Die Straße, die sehr eng ist, wird nur in ganz seltenen Föslen gen Kraftwagen benutzt. Auch daß der Motor des Wagens während des Haltens nicht uogesteltt war, gilt als verdächtig. Uniformverbot in Finnland seine darch drer Instunger. von drei Wochen, die er wegen angeblicher Beschaftigung eines Ausländers erhielt, anzutreten, wie dies von anderer Seite behauptet worden ist. Dem Burggericht in Rikolat seien lediglich vom Obersten Gericht in Warschau die Prozeßakten zubestellt worden, jedoch nicht die Aufforderung, den Prinzen von Pleß zum Strafantritt zu verDas Blatt weiß weiter zu berichten, daß in der letzten Zeit Aufforderungen zum Strafantritt an Deutsche, die wegen politischer Vergehen verurteilt worden sind, überhaupt nicht ergangen seien. In diesem Zusammenhange spricht das Korfanty=Blatt von einer bevorstehenden allgemeinen Amnestie für politische Vergehen in OstOberschlesien. Nach mehrtägigen erregten Debatten hat der finnische Reichstag in der Nacht zum Dienstag mit den Stimmen sämtlicher anderen Parteien gegen die Stimmen der finnischen Sammlungspartei und der Vaterländischen Volksbewegung ein sogenanntes Blusengesetz angenommen, das das Tragen politischer Uniformen und Abzeichen in der Oeffentlichkeit verbietet Das Gesetz gestattet jedoch das Tragen von Uniformen in geschlossenen Versammlungen. Das Gesetz richtet sich in erster Linie gegen die schwarz=blauen Uniformen der Vaterländischen Volksbewegung. tig sich von zwei Polizisten, nicht wie bisher nur von einem, begleiten zu lassen. Das sechste Todesopfer auf KarstenZentrum gevorgen Nach 20tägiger schwieriger Rettungsarbeit konnte das sechste Todesopfer des letzten schweren Grubenunglücks auf Karsten=Zentrum, der Hauer Dziadzko aus Beuthen aus den Kohlenmassel. freigelegt und geborgen werden. Wie die Grubenverwaltung mitteilt, ist mit der Bergung des letzten Toten, des Fördermannes Jaworsli aus Beuthen, erst in absehbarer Zeit zu Das 70. Opfer der Neunkirchener Gasometer-Explosion Als letztes Opfer der Gasometer=Explosion im vorigen Jahre ist jetzt der Hüttenmeister Josef Hirmer, 41 Jahre alt, gestorben, nachdem er über 14 Monate im Krankenhaus auf die Heilung von seinen schweren Verwundungen gehofft hatte. Durch seinen Tod erhöht sich die Zahl der Opfer des Neunkirchener Unglücks auf 70. Jamilientragödie in Danzig Dem Sohn in den Tod gefolgt Auf furchtbare Weise fand in diesen Tagen die Tragödie einer bekannten Danziger Familie ihren Abschluß. Der Danziger Dermatologe Dr. med. Karl Löchel endete vor einiger Zeit sein Leben durch Selbstmord, indem er sich erschoß, und zwar im Zusammenhang mit Verdachtsmomenten wegen des Vergehens gegen§ 218 Strafgesetzbuch(Abtreibung). Seine 68jährige Mutter Margarethe Löchel konnte seinen Tod nicht verwinden und stürzte sich jetzt aus ihrer im zweiten Stock gelegenen Wohnung auf den Hof. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Der Wirbelsturm in New Orleaus Zu der Wirbelsturmkatastrophe in New Orleans wird noch bekannt, daß die Zahl der zerstörten Häuser etwa 100 beträgt. Die Zahl der Verletzten hat sich auf 60 erhöht, von denen zwölf schwer verletzt wurden. Auf den Wirbelsturm folgte ein ungewöhnlich starker Wolkenbruch, der von pechschwarzer Finsternis begleitet war. Die wegen Anstiftung zum Morde und wegen Mordes zum Todes verurteilten Kommunisten Emil Schmidt. Peter Huvertz und Otto Lukat aus Erkrath sind in Düsseldorf hingerichtet worden. Es handelt sich bei ihnen um die Organisatoren des seigen Feuerüberfalles auf das SA=Heim in Erkrath am 20. Juni 1932. Die übrigen zum Tode verurteilten Teilnehmer sind zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. Sronung auf eer Eirupe Die neue preußische Straßenverkehrsordnung— Jedes Fahrzeug muß Rücklicht haben Schärffte Difziplin! Der„Völkische Beobachter" veröffentlicht grundsätzliche Ausführungen des Staatssekretärs Grauert zu der kurz vor der Verkündung stehenden neuen preußischen Straßenverkehrsordnung. Mit der neuen Strakenverkehrsordnung ist, so sagt der Staatssekretär, ein wichtiger Schritt vorwärts getan auf dem Wege der Neugestaltung des öffentlichen Verkehrs. Die Schaffung des neuen Straßenverkehrsrechts entsprach in erster Linie der Ueberzeugung, daß die Ordnung und die Disziplin auf der Straße einer völlig neuen, klaren und einheitlichen Rechtsgrundlage bedürfen. Als wichtigster Grundsatz muß derjenige der gleichmäßigen gesetzlichen Behandlung aller Verkehrstreibenden und aller Verkehrsmittel unter eindeutiger Ablehnung von Sonderinteressen und Sonderwünschen hervorgehoben werden. Von Bedeutung ist weiter der Grundsatz der Zusammenfassung aller gemeinsamen Bestimmungen. Von geradezu ausschlaggebendem Wert ist aber der Grundsatz von Uebersichtlichkeit und Einfachheit. Die Kenntnis der Straßenverkehrsordnung muß von jedem Volksgenossen verlangt werden. Deswegen muß sie im Aufbau und im Inhalt so gestaltet sein, daß man sie ohne sonstige Gesetzeskenntnis, ohne Erläuterungen und Auslegungen lesen und befolgen kann. Mit Ausnahme gewisser notwendiger örtlicher Ergänzungen, zum Beispiel der Einbahnstraßen und Park plätze, ist keine Möglichkeit der Aenderung, Ergänzung oder Einschränkung der zentral erlassenen Bestimmungen mehr zugelassen. Aufgaben der Schulen, der Eltern und Erzieher, Aufgabe aber auch des selbstverständlichen Interesses aller Volksgenossen muß es sein, die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung zum Gemeingut zu machen. Von den allgemeinen für den gesamten Verkehr grundlegenden Bestimmungen ausgehend, wird zunächst Der Fahrzeugverkehr behandelt. Der neue Staat lehnt es ab, schulmäßige Vorschriften für erwachsene Menschen zu geben. Er beschränkt sich darauf, eindeutige Gesote und Verbote zu erlassen, deren strengste Beachtung er aber verlangt und erforderüichenfalls erzwingen wird. Alle Last= fahrzeuge müssen in Zukunft mit einem Rückspiegel ausgerüstet sein. Das gilt nicht nur, wie bisher, für Kraftfahrzeuge, sondern für jedes Lastfahrzeug. Der Rückstrahler und überhaupt die Kennzeichnung aller Fahrzeuge nach hinten hat ihrer großen Bedeutung entsprechend weitgehenden Niederschlag in der Verkehrsordnung gefunden. So wird künftig jedes Fahrzeug, gleichgültig, ob Straßenbahn oder Pferdefuhrwerk, ob Fahrrad oder Handkarre, mit einem Rückstrahler oder Rücklicht je nach seinem Charakter ausgerüstet sein. Als Besonderheit sei vermerkt, daß die Anbringung des Rückstrahlers nicht nur für die Dunkelheit, sondern für die Dauer angeordnet ist, da erfahrungsgemäß ein Fahrzeug, das den Rückstrahler nicht am Tage hat, ihn auch nachts nicht führen wird. Auch das kleinste Fahrzeug muß bei Dunkelheit beleuchtet sein. Die Polizei erhält die Befugnis, ungeeigneten Personen die Führung von Fahrzeugen dauernd oder zeitweilig zu untersagen. Also auch der Radfahrer, der sich nicht daran gewöhnen kann, die Bestimmungen zu beachten, läuft Gefahr, daß ihm das Führen des Fahrrades für dauernd untersagt wird. Erhöhte Rücksichtnahme auf Kriegsbeschädigte und andere Körperbehinderte ist das vornehmste Gebot für jeden Fahrzeugführer. Die gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten wird als staatlich geschützte Verkehrseinrichtung eingeführt. Die Ausrüstung der Straßenbahnwagen mit Fahrtrichtungsanzeigern und Stopplichtern ist nunmehr angeordnet worden. Verkehrsbeschränkungen können künftig nur noch von der Kreispolizeibehörde, d. h. in den Landkreisen vom Landrat, in den Stadtkreisen vom Polizeipräsidenten bzw. Oberbürgermeister ausgesprochen werden. Die von vielen kleinen Ortspolizeibehörden aufgetürmten Hindernisse für einen=freien und fließenden Verkehr werden damit beseitigt. Das bisher übliche Nebeneinanderfahren zahlreicher Radfahrer ist verboten. Radfahrer dürfen nur zu zweien nebeneinanderfahren. Die Fußgänger haben alle Verkehrszeichen strengstens zu beachten. Die Sicherung ma chierender Kolonnen im Dunkeln durch Laternen oder Rückstrahler ist entsprechend der Anordnung der Obersten SA.=Führung für die Formationen der SA. und SS. übernommen worden. Keine Sondererhebungen Wichtiger Steuertermin ip durs die Braße die Mittei=„„ Der apostolische Nuntius in Berlin, Monsignore Orsenigo, wurde am Montag vom Papst empfangen. Vor kurzem ging dutchh vie Presse die lung, daß über den umstrittenen Fragenkomplex der Großhandelsfunktionen der Genossenschaften vom Statistischen Reichsamt eine Sondererhevung veranstaltet werde. Das Statistische Reichsamt erklärt demgegenüber, daß es eine solche Sondererhebung nicht in Arbeit habe; vielmehr handele es sich um eine Erhebung lediglich des Genossenschaftsverbandes. bei welcher Angehörige des Statistischen Reichs. amtes nun beratend bezüglich technisch stattstircher Fragen mitgewirkt hätten. Die zu erwartenden Ergebnisse dieser Erhebung müßten demnach als private Auslassungen von Genossenschaftsseite gewertet werden. Wieder habsburger Doppeladler . in Oesterreich Die neue österreichische Verfassung— Der 1. Mai als Staatsfeiertag Ueber das in der neuen Verfassung Oesterreichs vorgesehene Notrecht des Bundespräsidenten und der Bundesregierung zum Erlaß von Gesetzen und Abänderung der Verfassung wird jetzt bekannt, daß die vorgesehenen Verfassungsartikel der Regierung eine außerordentlich unabhängige Stellung gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften sichern. Die Regierung soll darin die Ermächtigung erhalten, unter„außerordentlichen“ Umständen bestimmte Grundrechte zeitweilig und örtlich aufzuheben. Die Regierung beabsichtigt, wie verlautet, in der kommenden Verfassung neben der Streichung der Bezeichnung Republik auch das bisher von Karl Renner im Jahre 1919 eingeführte republikanische Wappen Oesterreichs, das bekanntlich einen Adler mit Hammer und Sichel darstellt, abzuschaffen und den Doppeladler der Habsburgischen Monarchie wieder einzuführen. Ferner beabsichtigt die Regierung, den 1. Mai zum Staatsfeiertag zu erklären. Der diesjährige 1. Mai soll zu einer großen vaterländischen Arbeitsfeier ausgestaltet werden. Seutsche Inntsa in Fratirreich Termglatkt Bei einem Kraftwagenunfall bei Bordeaux getötet— Die Enkelin des Generaloberst von Kluck Am Montagabend fuhr in der Nähe von Bordeaux ein Kraftwagen, in dem sich die deutschen Staatsangehörigen Olaf Gutschmidt und die Filmschauspielerin Hildegard Alexandra Molino von Kluck befanden, in schärfster Fahrt gegen einen Chausseebaum. Der Benzinbehälter ging bei dem Anprall in Stücke und der Wagen stand sofort in hellen Flammen. Die beiden Insassen kamen ums Leben. Die deutsche Filmschauspielerin Hildegard Alexandra Molino von Kluck war das einzige Enkelkind des Generaloberst a. D. von Kluck. Am 31. März 1934 lauft die Frist ao, in der durch freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit Steueramnestie erlangt werden kann. Durch die Arbeitsspende ist zum letzten Male Gelegenheit geboten, steuerliche Verfehlungen unter günstigen Bedingungen auszugleichen. Jeder, der glaubt, daß seine steuerlichen Verhältnisse irgendwie nicht ganz in Ordnung sein könnten, wird in seinem eigenen Interesse gut tun, wenn er sich die großen Vorteile zunutze macht, die die Arbeitsspende bietet. Er kann sich der Vermittlung eines Notars bedienen und den Spendenschein solange in seinem Besitze behalten, bis früher oder später eine steuerliche Verfehlung auftaucht, die durch den Spendenschein ausgeglichen werden kann. Mit Arbeitsspenden, die nach dem 31. März 1934 geleistet werden, sind steuerliche Vergünstigungen(insbesondere Amnestiewirkungen) nicht verknüpft. Da aber der 30. März 1934 ein Feiertag(Karfreitag) ist und auch am 31. März 1934 (dem Sonnabend vor Ostern) der geschäftliche Verkehr in gewissem Umfange eingeschränkt ist, hat der Reichsminister der Finanzen die Finanzbehörden angewiesen, Arbeitsspenden, die spätestens am 4. April 1934(Mittwoch nach Ostern) geleistet werden, so zu behandeln, wie man sie bis Ende März 1934 geleistet worden wären. Demgemäß kommen allen Arbeitsspenden, die bis zum Ablauf des 4. April 1934 geleistet werden, die steuerlichen Vergünstigungen(insbesondere die Amnestiewirkungen) zugute, die das Arbeitsspenden=Gesetz vorsieht. sion, die seit einigen Monaten unter der Führung des Generals Yang in Deutschland weilt. Sie befanden sich gerade auf der Fahrt nach Holland Bei den Insassen des Wagens handelt es sich um Ingenieur Tonng, Oberleutnant Wang, Hauptmann Sieh. Hauptmann Heo und Oberst Hwang. Sie wurden ins Johanniter=Krankenhaus in Genthin eingeliefert. Von ihnen ist Ingenieur Tonng schwer verletzt. U. a. hat er eine größere Fleischwunde und mehrere Kopfverletzungen erlitten. Die übrigen Herren kamen zumeist mit Prellungen und Gesichts- und Kieferverletzungen davon. General Yang wurde von dem Unglück sofort benachrichtigt. Beisetzung der Königin-Mutter Emma in Delft * In der Neuen Kirche in Delft fand am Dienstagnachmittag in Anwesenheit der gesamten königlichen Familie und zahlreicher hoher holländischer und ausländischer Würdenträger die feierliche Beisetzung der sterblichen Hülle der Königin=Mutter Emma im Mausoleum des Hauses Oranien=Rassau statt. Der Trauerzug traf gegen 14.40 Uhr deutscher Zeit aus dem Haag auf dem von einer großen Menschenmenge umlagerten historischen Rathausplatz in Delft ein Etwa eine Viertelstunde später begann die kirchliche Beisetzungsfeier. Kurz nach 15 Uhr wurde der Sarg in die Gruft getragen; wo die Königin=Mutter neben 37 anderen Fürsten und Fürstinnen ihre letzte Ruhe gefunden hat. „Lunehaus und diechenten Der Mann, der den viertgrößten Diamanten der Welt fand— Es gibt noch Romantik Am 26. Februar traf in London eingeschrieben ein kleines Päckchen ein, das in braune Leinwand eingewickelt war und eine Marke aus Transvaal trug. Auf diesem durchaus gewöhnlichen und unromantischen Wege erhielten die englischen Diamantenhändler den schon vor seinem Eintreffen berühmten„Jonker=Diamanten“, den jüngst ausgefundenen Riesenedelstein, der in der Reihe der berühmten, großen Diamanten auf Grund seiner Größe, seines Gewichts und seiner Klarheit die vierte Stelle einnimmt. Transvaal ist der Fundort— das gleiche Transvaal, das man bereits seit längerer Zeit geringschätzig als„ausgeschöpft" bezeichnete. Die Erdkruste. die in ihrer Breite und Tiefe von modernsten Maschinen durchpflügt wurde, hat keine Geheimnisse mehr zu verbergen, meinten die Sachkundigen. Früher, ja früher! Früher lagen dort ja die Diamantenbrocken wie Kieselsteine herum! Man erinnere sich nur an die „Entdeckung“ von Transvaal! Damals. im Jahre 1867. sah der Farmer O'Reilly. der stumpfsinnig neben seinem Ochsengespann einherging. plötzlich die Kinder des Nachbars Niekerk mit hübschen „Kieselsteinen“ spielen. Der Glanz der Steine blendete O'Reilln. Er nahm den Kindern eines ihrer Svielzeuge fort und zeigte den Stein in der Stadt. Der Kap=Gouverneur kaufte ihn ihm für 500 Pfund ab. „Diamant van Niekerk“ Riekerk, der von seinem Nachbar die Hälfte des vom Himmel gefallenen Gewinnes bekommen hatte. ließ seine Farm und seinen Pflug stehen und untersuchte systematisch die Halsketten der Kaffern nach „Kieselsteinen“. Von einem Häuptling bekam er inen besonders großen. schönen Stein dessen Verkauf 11 000 Pfund eintrug und dessen Namen„van Niekerk" sich bald in den brühmten„Stern des Südens" verwandelte. Er wurde sväter für 26.000 Pfund von Lord Pudlen angekauft Vier Jahre lang herrscht ein Diamantenrausch in Transvaal— vier Jahre lang glaubt man, daß die kostbaren„Kieselsteine“ nur in den Flüssen und Bächen zu finden sind und jagt danach unter Lebensgefahr. Erst langsam, mit der zunehmenden Erforschung und Kenntnis der Erdschichten und Gesteinsformen, beginnt man. die„gelben" und „blauen“ diamantenhaltigen Erdschichten zu durchsuchen. An die Stelle des Svatens. der Hacke und des primitiven Waschsiebes treten Maschinen, immer bessere, immer modernere Maschinen. Hunderte von Meuschen werden reich. Tausende erhofsen von jedem neuen Morgen für sich selbst das große Glück, den einzigartigen Zufall. Die großen Gesellschaften gründen sich und„ocganisieren“, die Diamantengewinnung. die im Jahre 1906 schon 5 Millionen Pfund Sterling im Jahr übersteigt. Immerhin hat man in dieser Zeit die berühmtesten Steine aus Licht gefördert: 1902 wurde in der„Ersten Mine“ der größte aller bisher bekannten Diamanten. der„Cullmann" von 3000 Karat. gefunden. Er überstrahlte mit seiner Leuchtkraft die früher gewonnenen Edelsteine, den „Victoria=Diamanten“, der für 50 Millionen Goldfranken von dem Nizam von Haiderabad angekauft worden war, und den 1000karätigen„Erzelsior“ von Jägerssontein. Der„Cullmann“ wurde Eduard VII. von England angeboten und in Amsterdam in neun Steine zerschnitten und geschliffen. die heute dem englischen Kronschatz angebören. Ja— damals! Aber deute? Kann man denn heute noch von Romantik sorechen? Noch immer strömen Hunderte von Glücksjägern und Hoffnungsvollen nach Transvaal und ein jeder von ihnen erwartet den großen Zufall. heute wie ebedem. Unter ihnen war auch Jacobus Jonker. ein armer, ehemaliger Farmer, der seit achtzehn Jahren erfolglos der Jagd nach dem grozen Glück nachging. Heute ist er Millionär. Sein kleiner Kafsernboy brachte eines Tages den Stein angeschleppt. der der viertgrößte und wertvollste der Welt sein sollte. Er war beim Spazierengeben über ihn gestolvert... Man zahlte Jonker 75000 Pfund Sterling dafür aus. Der neue Millionär. nach seinen Zukunftsplänen von eiligen Revortern defragt. wußte in der Verwirrung keine andere Artwort zu geben als:„Ich kaufe mir ein Landhaus und endlich einen Rock für den Klocgane! MO 4 Die junge Filmschauspielerin Molino von Kluck mit ihrem Großvater, dem bekannten Generaloberst von Kluck Gefährliches Abentener des Rennfahrers von Brauchitsch Der deutsche Rennfahrer von Brauchitsch, der sich zurzeit in Italien zur Erprobung des neuen Mercedes=Rennwagens aufhält, ist wie durch ein Wunder dem Tode entronnen. Brauchitsch fuhr mit äußerster Geschwindigkeit die Autostraße, die Mailand mit den oberitalienischen Seen verbindet, als der Wagen in Höhe der Stadt Legnano aus unbekannter Ursache von der Autostraße absprang und in rasendem Lauf einen Kilometer weit über die angrenzenden Felder sprang, wo er zum Glück auf kein Hindernis stieß. Von Brauchitsch entstieg dem Wagen unversehrt. Im Augenblick des Unfalls hatte der Wagen eine Geschwindigkeit von 240 bis 250 Kilometer(!). Als Urfache des Unglücks nimmt man entweder das Platzen des Reifens, oder die Blockierung der Transmission an Näheres war noch nicht in Erfahrung zu bringen. chinesische Offiziere in Schweres Kraftwagenunglück bei Genthin In der Nähe von Parchen(Regierungsbezirk Magdedurg) ereignete sich ein schweres Kraft magenunglück, bei dem fünf chinesische Offiziere darunter einer schwer verletzt wurden Die Offizuere gehören zu der chinesischen StudtenkommisEisbrecher„Krassin“ im Der russische Eisbrecher„Krassin“ der von der sowjet=russischen Regierung zur Rettung der „Tscheljuskin"=Epedition ausgeschickt wurde lief am Dienstag in den Nord=Ostsee=Kanal ein, um so zunächst die Nordsee zu erreichen. Der Eisbrecher befindet sich auf der Reise nach Wladiwostok und wird weiter nach den Schiffbrüchigen der Expedition in der Beringstraße suchen. An Bord des Schiffes befindet sich eine Mann starke Besatzung. Um die Rettungsaktion wirksam durchführen zu können hat die Schiffsleitung eine vollständige Polarexpedition mit an Bord genommen. Der an Bord befindliche Proviant reicht für neun Monate aus. Zwölf Bauernhöfe verschüttet Durch das Eintreten der warmen Witterung ist es in Wienen am Grundlsee zu einem Bergrutsch gekommen. Die in Bewegung geratenen gen Erdmassen gleiten mit großer Geschwindigkt talabwärts. Die Ortschaft Wienen konnte noch rechtzeitig geräumt werden. Zwölf Bauernhöfe wurden verschüttet. Der Bergrutsch hat bisher fünf Hektar Jung= und Hochwald sowie Geröllhalden erfaßt. Die Erdmassen stürzen mit großem Getöse in den Grundssee. 2 Schaden wird auf einige hunderttausend Schilling geschätzt. An den Unfallplatz wurden Pionierabteilungen entsandt, um die verschütteten Bauernvote wiedei auszugraben und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Insbesondere hofft man durch Errichtung eines Schutzwalles die übrige Ortschaft zu schützen und die Lawine vomöglich in eine andere Richtung in der sich keine bemohnten Gehöfte und A befinden. An der Errichtung des wird ohne Unterlaß mit Unterstützung des Mi tärs gearbeitet. Sollten aslerdings diese Hoffnungen sich nicht verwirklichen, so scheinlich die ganze Ortschaft „Schwerter Zeitung“ Nr. 74(Zweites Mittwoch, 28. März 1834 Slot CUns Aer umerenb=Sdeum Schwerte(Ruhr), Mittwoch den 28. März 1934 Tagesspruch Tausend Fliegen hatt' ich am Abend erschlagen; Doch weckte mich eine beim frühesten Tagen. Goethe. Vom Wetter Vorhersage für Mittwoch: Bei schwachen wechselnden Winden heiter bis bewölkt. Vormittags dunstig, trocken, tags recht mild. Bei klarer Nacht Temperaturen bis zu leichtem Frost sinkend. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Langsam zunehmende Bewölkung und. Temperatur. Heute beginnen die Osterferien. Am heutigen Mittwoch schließen sich die Schulpforten für 20 Tage. Die von allen Schulkindern so sehnlichst erwarteten Osterferien sind da. Gestern gab es schon Zeugnisse. Der heutige Tag ist für die Schuljugend von besonderer Bedeutung, weil es um die Versetzung in die nächsthöhere Klasse ging. Nun ist die Entscheidung gefallen. Mit freudigem Herzen wird die neue Mütze geholt und es geht hinaus in die Freiheit, hinaus in den Frühling. Um die Österzeit setzt ein großes Jugendwandern ein. Hoffentlich strahlt die Sonne vom Himmel, damit die Ferien ausgiebig in Lich und Luft genossen werden können. Denn lang war das letzte Schulvierteljahr. Hinaus eilen in die Ferienfreiheit aber auch die Mädels und Jungens, die es dieses Mal nicht geschafft haben. Die sollen unverzagt neue Kräfte sammeln, denn auch große Geister haben in früher Jugendzeit eine kleine Betrübnis erfahren. Aber die Härte des Lebens gleicht sich wieder aus, denn die Jugend hat das Glück des Jungseins und deshalb steht ihr die Welt offen. Waldbrand. Dienstag gegen 13,10 Uhr war in der Nähe des Gutes Reichsmark ein größerer Bodenbrand entstanden. Etwa6 Morgen Kiefern= und Fichtenschonung wurden teilweise vernichtet. Die Berufsfeuerwehr rückte mit zwei Löschzügen an, so daß gegen 14,30 Uhr jede Gefahr beseitigt war. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Karfreitag überall Geschäfte geschlossen. Auf Grund des neuen Gesetzes über die Feiertage ist der Karfreitag zum Feiertag bestimmt worden. Es dürfen auch in Gegenden mit überwiegend katholischer Bevölkerung Lebensmittelgeschäfte an diesem Tage nicht mehr geöffnet sein. Die Bevölkerung wird daher darauf aufmerksam gemacht, die notwendigen Einkäufe bereits am Gründonnerstag zu tätigen. Der Haus= und Grundbesitzerverein Schwerte macht noch einmal darauf aufmerksam, daß die Frist zur Beantragung der Steuergutscheine endgültig am 31. 3. dieses Jahres abläuft. Falls noch kein Antrag gestellt ist, ist dieses unverzüglich nachzuholen. Formulare hierfür werden für die Mitglieder in der Geschäftsstelle kostenlos abgegeben und auch ausgefüllt. Die Regierung nimmt die Volkssprechstunden wieder auf. Die Regierungspressestelle in Arnsberg teilt mit: Die Volkssprechstunden am Freitag jeder Woche von 10 bis 12 Uhr werden vom 6. April 1934 ab wieder aufgenommen. : Vier wichtige Bekanntmachungen unseres Bürgermeisters enthält der heutige Anzeigenteil. Wir bitten um die nötige Beachtung. Der Landrat teilt mit: Das Landratsamt bleibt aus Gründen der Kohlenersparnis am Sonnabend, dem 31. März d. J. geschlossen. * Bezirksgericht der Presse. Landgerichtsdirektor Besta in Essen ist zum Vorsitzenden, Landgerichtsdirektor Stang in Essen zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksgerichtes des Verbandes der Rheinisch=westfälischen Presse in Essen durch den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt worden. Frühblühende Sträucher in Schwerte und Amgegend. Beim ersten Aufbrechen des Frühlings entfaltet unter den frühblühenden Sträuchern die Forsythie oder Goldweide(Forsythia viridissima) an den überhängenden Zweigen ihre leuchtend gelben Blüten. Dieser Strauch, aus Japan und China stammend, hat sich in den letzten Jahren in unsern Gärten überall eingebürgert. Noch früher als die Goldweide zeigt der gelbe Hornstrauch oder Hartriegel(Cornus mas) seine grünlich=gelben Dolden. Er ist ziemlich selten und kommt in unserer näheren Umgebung nur auf dem Wege nach Haus Villigst im Garten des Herrn Grürmann vor, wo er augenblicklich seine gelben Blütenbüschel weithin leuchten läßt. Die Blätter erscheinen wie bei der Forsythie erst nach den Blüten. Der Hornstrauch hat sehr hartes Holz. Die festen, etwas kantigen Aeste lieferten die früher sehr beliebten Ziegenhainer Stöcke. Da die Kornelkirsche das Beschneiden gut verträgt, so findet man sie zu Hecken und Lauben verwendet. -- Luftverkehr während der Osterfeiertage. Der Kreisausschuß des Kreises Iserlohn teilt mit: Wie in den letzten Jahren wird auch dieses Mal der Streckendienst der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft und der mit ihr in Gemeinschaft fliegenden ausländischen Linien am Ostersonntag, den 1. und Ostermontag, den 2. April ruhen, während am Karfreitag der Betrieb voll durchgeführt wird. Es sei hierbei gleichzeitig auf die günstigen Verbindungen von Dortmund nach den Reisegebieten im Süden usw. hingewiesen. Infolge der jetzt bereits einsetzenden Nachfrage wird empfohlen, Platzbestellungen rechtzeitig vorzunehmen. Sportführerring Schwerte und Umgegend Heute abend 20.30 Uhr wichtige Besprechung der Vereinsführer des Führerrings „Im Reiche des Wassers.“ Gegenstand: Mitteilungen, Werbewoche 1934, Wochenübungsstunde u. a. Die Teilnehmer sind durch Sturmbannführer III/329 vom SA=Dienst beurlaubt, sie haben sich aber noch schriftlich beim zuständigen Sturmführer abzumelden. Da für die Zukunft ein Tag in der Woche zur Pflege der Leibesübung für Vereinsangehörige frei vom SA=Dienst bleiben soll, haben die Vereinsführer bei der Besprechung anzugeben, welchen Tage sie wünschen, der selbe Tage wird alsdann unter möglichster Berücksichtigung aller Wünsche festgelegt. Erscheinen sämtlicher Vereins= und Geschäftsführer ist Die Vertreter der Fachsäulen treten zur Vorbesprechung bereits 19,30 Uhr zusammen. Der Sportringführer. Der Kreisführer in Schwerte Heute Eröffnungsvorstellung im Lircus Gleten Am frühen Vormittag schon rollten die Circuswagen in großer Zahl von flinken Traktoren gezogen, durch die Straßen der Stadt zum Circusplatz, wo sich alsbald ein emsiges Treiben entwickelte. Im langen Oval der 75 Meter in nahen Abständen sind viele Eisenpfähle eingeschlagen, an denen das Riesenzelt — das Leinen hat ein Gewicht von etwa 80 Zentnern— mit starken Seilen verankert wird. Bald erfolgte die Aufstellung der hohen Stahlmaste, die, vier an der Zahl, die Hauptlast des Zeltes zu tragen haben, das nach Verlauf weniger Stunden fertig dasteht. Zur gleichen Zeit errichtet eine Kolonne fleißiger, unermüdlicher Circusleute die langen Reihen der Stallzelte, in denen bald die Menge der vierbeinigen Artisten sich im frischen Stroh heimisch einrichtet. Hunderte geübter Hünde beschäftigen sich inzwischen mit dem Einbau der Sitzeneinrichtung. Nicht weniger als drei Waggons Holz sind— ebenfalls ein Zeichen glänzender Organisation— in einigen Stunden in sinnvoller Weise unter Beachtung größter Sicherheit zusammen gefügt. Aber mit all diesen Arbeiten ist der Circus beileibe noch nicht spielfertig, vielmehr beginnt nun erst die unendliche Kleinarbeit. Da legen die Elektriker bald kilometerlange Lichtleitungen (der Circus besitzt einen eigene Stromversorgung) Artisten bauen ihre Geräte ein, die Manege wird hergerichtet und fein säuberlich mit Sägespänen ausgefüllt usw. Bald kann das Spiel der 50 Sensationen beginnen, das wahrend der Zeit des Einlasses— von 7 bis 8 Uhr— durch ein Konzert einer der beiden Lircuskapellen eingeleitet wird. Mit Rücksicht auf das nur 2tägige Gastspiel in Schwerte glauben wir, eine kurze Vorbesprechung der vielseitigen Darbietungen heute schon für dweckmäßig zu halten. Ein jeder Besucher des vircus Gleich kommt voll und ganz auf seine Kosten, sei er nun leidenschaftlicher Liebhaber edler Pferde, die im Circus Gleich— abgeeden von einer Gruppe von 24 allerliebsten S2.: and=Ponnys— sich in der edelsten Hohen Schlle oder in Massenfreiheitsdressuren dem Publikum zeigen, oder sei er Anhänger der Pressur von Raubtieren, die unter ihrem Meister, dem in aller Welt bekannten SailerJackson, ohne jegliche Quälerei gar erstaunliche Kunststücke bieten. Für diejenigen, die akrobatische Höchstleistungen zu schätzen wissen, warten gleich drei verschiedene Lufttruppen auf, darunter die 6 Artonis, die bis vor kurzem noch die Glanznummer des Berliner Wintergarten waren. Das Auge erfreut sich an zahlreichen farbenprächtigen Kostümen der verschiedensten Völkertypen, die heimatliche Gebräuche in der Manege aufleben lassen. Damit ist aber das gewaltige Programm bei weitem nicht erschöpft. Wie gesagt 50 Sensationen erwarten uns und bieten, von den Klängen zweier flotter Kapellen, 4 Stunden Freude, Unterhaltung und Belehrung. Daß hervorragende Clowns und Spaßmacher auch den Humor zu seinem vollen Recht kommen lassen, sei zum Schluß als nicht unwesentlich erwähnt. Gespannt dürfen also auch wir den heutigen Eröffnungsabend in gut geheizten Circus Gleich an der Hagenerstraße erwarten. Gleich, ein Circus wie er sein soll, war in der Nachbarstadt Iserlohn ausverkauft, so daß bei der Premiere 700 Personen keinen Einlaß mehr fanden. *f ∆ Schwerte, 28. März. Am vergangenen Samstag hatte der Kreisführer Gregorius, Lüdenscheid, die Vereine der Fachsäulen 2 und 3 zu einer Sitzung im Lokale Wilkes, Schwerte, eingeladen. Alle Vereine von Schwerte und Umgebung waren vertreten. Herr Gregorius gab eingangs der Sitzung seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Verhältnisse im Schwerter Sportleben tadellos in Ordnung seien. Kreis und Gautage gibt es nicht mehr und so sind diese Zusammenkünfte nötig, um den Kontakt zwischen Kreisführer und Vereine zu erhalten. Enges Zusammenarbeiten ist Vorbedingung für eine Leistungssteigerung. Es wurde angeregt, Trainingsgemeinschaften, wie diese bereits bei den Leichtathleten bestehen, auch im Fußball zu gründen. Der Verpflichtung eines Fußball=Lehrers ist erforderlich. Da ein einzelner Verein dieses nicht aufbringen kann, ist nur auf dem Wege der Gemeinschaftsarbeit dieses Ziel zu erreichen. Alle müssen sich, im Hinblick auf die Olympia 1936, restlos für die gute Sache einsetzen. Die Talentsuche nach dem unbekannten Fußballer muß einsetzen. Zur Deckung der Unkosten für den Sportlehrer sollen Städtespiele zwischen Lüdenscheid, Iserlohn und Schwerte ausgetragen werden. Alle Vereinsführer waren mit diesem Vorschlage einverstanden und werden überprüfen, inwieweit sie der guten Sache durch weitere finanzielle Unterstützungen dienen können. Ortsgruppenleiter Köhne bittet den Kreisführer, sich sofort mit der Gruppenleitung der SA in Verbindung zu setzen, damit eine frühzeitige Regelung erfolge und jedem Sportler der Besuch des Trainings möglich sei. Alle sollen bei diesen Trainingsstunden erfaßt werden und so das Sportniveau der hiesigen Vereine gehoben werden. Mit den Trainingsstunden wird voraussichtlich Mitte Mai begonnen. Der LeichtStadtverwaltung u. Ratsherren Schwerte, 28. März. Die Ratsherren haben in ihrer letzten Beratung einstimmig dem Bürgermeister zugestimmt, daß die Kreismolkerei in Schwerte auf dem Grundstück an der Hohenzollernstraße errichtet wird. Die Stadt überläßt dieses Grundstück dem Milchwirtschaftsverband zum Zwecke der Errichtung der Kreismolkerei kostenlos. Der Milchwirtschaftsverband beginnt unverzüglich mit der Errichtung der Molkereianlage, zu der außer dem Betriebsgebäude ein Wohnhaus für Verwaltungsräume und Wärterwohnung gehört. Der Bauplan wird auf das Straßenbild und auf den Anschluß an das Haus Hohenzollernstr. 37(Brandgiebel) angemessene Rücksicht nehmen. Es wurde allseits freudig begrüßt, daß die sachlichen Notwendigkeiten der Milchwirtschaft des Kreises mit den Wünschen der Bevölkerung der Stadt Schwerte sich decken und daß infolgedessen die Kreismolkerei im Stadtgebiet Schwerte errichtet wird. Die günstige Lage der Stadt Schwerte, insbesondere im Milchüberschußgebiet sichert der neuen Molkerei eine gute Entwicklung. athletik=Fachwart Collet, Hohenlimburg, berichtete dann über die Leichtathletik. Zunächst stellt er zu seinem Bedauern fest, daß seine Mitteilungen nicht mehr in der Schwerter Presse erscheinen. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, wurde Herr Storm, VfL. Schwerte, zum Pressewart ernannt. Die Arbeitsgemeinschaft von Schwerte und Umgebung lasse sehr zu wünschen übrig. Trotzdem der Leiter, Herr Lange, VfL. Schwerte, sich die redlichste Mühe gebe, hielten es viele Vereine nicht einmal für nötig, ihre Sportler zu den Pflichtübungsstunden zu entsenden. Bei dieser Gelegenheit macht Herr Collet darauf aufmerksam, daß die Pflichtübungsstunden von jetzt ab nicht nur monatlich, sondern wöchentlich, stattzufinden haben. Auch die Meldungen zu den Klubkampfrunden gingen sehr spärlich ein. Bis heute habe nur ein Verein, und zwar der VfL. Schwerte, gemeldet. Diesem Verein wurde dann auch die Hohensyburgstaffel, welche am 3. Juni gelaufen wird, übertragen. Herr Collet kam dann noch kurz auf die Sportführeringe zu sprechen. Mit Befremden stellt er fest, daß der Posten in der Fachsäule 3 nicht mit einem DSB. er besetzt ist. Dem Ringführer soll sofort ein geeigneter DSB.= Vertreter vorgeschlagen werden. Herr Gregorius gibt den Vereinsvertretern bekannt, daß am 24. 3. 34 die Schiedsrichtergruppe Schwerte gegründet sei. Mit der Führung ist Herr Poggenpohl, Reichsbahn Schwerte, und zu dessen Vertreter Herr Hennemann, VfL. Schwerte, bestimmt. Der Kreisführer ermahnt nochmals alle Vereine zur intensiven Mitarbeit und schließt die harmonisch verlaufene Sitzung mit einem dreifachen„Sieg Heil“ auf unseren Volkskanzler Adolf Hitler. Achtung! Jede deutsche Familie geht in die N. S.V. Die Arbeitsschlacht schafft weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Unglücksfällen werden! Täglich lesen und hören wir von Unfällen, denen Menschen zum Opfer fielen oder bei denen sie schwer verletzt wurden. Nur zu oft liegt die Ursache an den Betroffenen selbst, die leichtsinnig, nachlässig oder unzweckmäßig gehandelt haben. Denke daran, wie leicht auch Dir ein Unglück zustoßen kann, wenn Du Dich gehen läßt und Dich auf Deinen guten Stern verläßt. Orlefbasten Eine Rechtsaufrage. Wem die Hecke gehört, darüber kann nur das Katasteramt durch eine Vermessung des Grundstückes Klarheit schaffen.— Millionen beginnen den Tag Millionen beschließen den Tag mit Chlorodont Und Sie, lieber Leser? Denken Sie daran: Sie brauchen alle Ihre Zähne- alle Ihre Zähne brauchen Chlorodont! Tageriun für die Amter Westhofen und Ergste Holzen, 28. März. 70. Geburtstag des ältesten SA=Mannes. Am heutigen Tage vollendet der frühere Althändler Wilhelm Kleff, Rosenweg 100a wohnhaft, in außerordentlicher geistiger und körperlicher Frische sein 70. Lebensjahr. Das Geburtstagskind ist seit 1913 treuer Abonnent der Schwerter Zeitung. Mit seinen 70 Jahren ist Wilh. Kleff vom Sturm R 11/329, der älteste SAMann im Kreise Iserlohn. Vermöge seiner Rüstigkeit hat SA=Mann Kleff sich noch an mehreren Aufmärschen beteiligen können, so war er auch beim großen SA=Aufmarsch in Dortmund mit dabei. In diesem Falle können wir nicht von einem alten Herrn sprechen, sondern von einem jugendlichen Greis, denn die 70 Jahre stehen nun einmal auf dem Papier. Dem SA=Kameraden Wilhelm Kleff zum heutigen Ehrentage unseren herzlichsten Glückwunsch! Möge er weiter marschieren für Adolf Hitler und Deutschland! Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Westhofen Westhosen, 26. März. Am Sonnabend, den 24. 3. 34 hielt die Freiwillige Sanitätskolonne Westhofen die Generalversammlung für 1933= 34 im Lokale Breer in Westhofen ab. Neun Mitglieder, welche seit dem 1. April 1933 zur Ausbildung für den Sanitätsdienst in der Kolonne tätig waren, wurden einstimmig aufgenommen und vom Vorsitzenden verpflichtet. Der frühere Vorsitzende Kamerad Heinrich Dickhage, wurde für Anerkennung seiner Verdienste in der Kolonne zum Ehrenmitglied ernannt.— Die Sanitätskolonne Westhofen hat durch die Aufnahme der neuaufgenommenen Mitglieder einen MitgliederBestand von 29 Mitgliedern, 1 inaktivem Mitglied. 2 Ehrenmitgliedern, zus. 32 Mitglieder. Die Kasse war gut geführt und wurde in Ordnung befunden. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. Der Geschäfts= und Tätigkeitsbericht wurde vom Vorsitzenden. Kamerad Kuschmann, vorgelesen.— Wir bringen den Tätigkeitsbericht in der morgigen Ausgabe. * Ergste, 28. März. Das Aufgebot beantragten Bauer Friedrich Heinrich Externbrink und Rosemarie Mathilde Paucksch, ohne Beruf, von hier. Ergste, 27. März. Konfirmation. Am letzten Sonntag wurden in der ev. Kirche zu Ergste die Kinder, 20 Knaben u. 13 Mädchen, der hiesigen Gemeinde konfirmiert. Bürenbruch, 28. März. Jugendherberge Horst=Wessel=Heim. Nach einer von der Gaugeschäftsstelle gewordenen Mitteilung wird Anfang nächsten Monats ein neuer Herbergsverwalter die Leitung des HorstWessel Heims in Bürenbruch übernehmen. Die bisherigen Herbergseltern, Wilhelm Helbig und Frau, standen ein Jahr lang dem Heim vor und werden ihre Tätigkeit aufgeben. Versammlung des Jungbauernstandes Hennen Hennen, 27. März. Gestern abend hielt hier im Gasthof Voß in der Helle der Jungbauernstand Hennen unter Leitung des Jungbauernführers Krückmann, Kalthof, eine Versammlung ab, zu der auch der Kreisbauernführer Hidding und der Ortsbauernführer Bimberg=Eichelberg erschienen waren. Nach Begrüßung der Erschienenen ging Jungbauernführer Krückmann näher auf die Bedeutung des 24. Februar ein und schilderte den Anwesenden in begeisterten Worten die hohen Aufgaben der Jungbauernschaft. Nach Verlesung des Protokolls der letzten Versammlung durch den Schriftführer Linnigmann=Rheinen nahm der Kreisbauernführer Hidding=Ergste das Wort und gab den anwesenden Jungbäuerinnen und Jungbauern mit packenden und zu Herzen gehenden Worten ein Bild vom echten Nationalsozialismus, wofür er reichen Beifall erntete. Alsdann hielt Dr. Maß=Münster, einen lehrreichen Lichtbildervortrag über Düngung und Futterbau mit besonderer Berücksichtigung der Kalidüngung. Kalk und Stallmist müssen die Grundlage der ganzen Düngung bilden. Der Stalldünger muß durch Handelsdünger ergänzt werden. Dabei ist und bleibt die Hauptsache, daß die drei Nährstoffe Stickstoff, Kali und Phosphorsäure alle zusammen gegeben werden bzw. vorhanden sein müssen. Kali gebrauchen alle Kulturen in großen Mengen; daher muß mit Kali im allgemeinen überall stark gedüngt werden, während Stickstoff nach Bedarf gegeben werden soll. Kali und Phosphorsäure wirken in 1. Linie auf die Qualität der Früchte günstig. Damit hängt es zusammen, daß das Kali unter Umständen vor Lagerfrucht, Auswintern, Krankheiten usw. schützen kann. Ein recht wirksames und brauchbares Mittel gegen Hedrich und viele andere Unkräuter ist der Hederich=Kainit; er muß morgens früh im Tau und, was eine Hauptsache mit ist, in starken Mengen von 4 bis 5 Ztr. pro Morgen gestreut werden. Wenn es dann tagsüber nicht regnet, ist der Erfolg sicher. Weiter wurden interessante Bilder über Futterbau, Wiesen und Weiden etc. vorgeführt. Zum Schlusse sprach der Stabsleiter der Kreisbauernschaft Iserlohn, Dipl.=Landw. Frank, über Rassefragen und Vererbung und brachte ein dreifaches Sieg=Heil auf unsern Führer aus. Rundsunk=Programm Donnerstag, den 29. März 1934. Morgenruf. Frühkonzert. Leibesübungen. Zeit, Wetter, Nachrichten. Wiederholung des Morgenrufs. Morgenkonzert. Zeit, Wetter, Nachrichten. ) G y m n a s t i k f ü r F r a u e n. Für die Frau. ) Z e i t, W e t t e r, N a c h r i c h t e n u s w. Schulfunk. ) W i r u n d d i e W e l t. 0 Unterhaltungskonzert. 5 Erste Mittagsmeldungen. 0 Mittagskonzert. 5 Zweite Mittagsmeldungen. 0 Mittagskonzert. 0 Plauderei um eine schöne Schallplatte. 0 Wohnungsbau und Volksgesundheit. 0 Wirtschaftsmeldungen. 0 Stimme der Zeit. 0 Nachmittagskonzert. 0 Totenehrung in germanischer Vor= und Frühzeit. 5 Vesperkonzert. 10 Jugendstunde. 55 Arbeitsbeschaffungsfront. 5 Wirtschaftsmeldungen. 10 Stunde der Nation: Bauernkantate Die fremde Braut.(Von Köln). )0 Erste Abendmeldungen. 0 Das Prica=Quartett. 00 Heilige Stunde. 00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 20 Zwischenprogramm. 00 Nachtmusik. 00 Nachtmusik. Richtigstellung In dem gestern veröffentlichBeschluß über die Gebührenordnung für den städtischen Schlachthof in Schwerte muß es unter VIII. Gebühren für Schlachtungen außerhalb des Schlachthofes: richtig heißen: 3. Für Schweine über 150 Pfd. Schlachtgewicht 3.— RM. Achtung Achtung Gründonnerstag. groder Nerbauf feinster QualitätsSeefische Preise billigst Hamburger Fischhalle Hagenerstraße 10 Spezial-Fischveschäft Erstklassige Neubau=Wohnung 2 Zimmer abgeschlossen, groß, hell, gemütlich, II. Stock, zum 1. Mai mit Keller und Nebenleistungen für Mk. 43.zu vermieten im Hause Hüsingstr. 30 (Küster). Wünsche bezügl. Anstrich und Tapete können noch berücksichtigt werden. Anfragen nur an H. Böhmer, Düsseldorf, Duisburgerstraße 42. 716 Möbl. Zimmer mit Frühstück, evtl. volle Verpllegung für Werkschüler(Nähe Reichsbahnausbesserungswerk) ab 3. April 1934 gesucht. Offerten mit Preisangabe erbittet: Wilhelm Nienhaus, Reichsbahnobersekretär Wanne-Eickel, Langekampstraße 2 In ein Pfarrhaus nach Frankfurt wird zum 15. April ein zuverlässiges, älteres ädchen gesucht. 767 Meldungen vorm. Kötterbachstr. 16 Turnen, Spiel, Sport Handball Schwerter Turnerschaft von 1868 Schwerter Turnerschaft 1.— Jahn Schwerterheide 1. 10:2(5:1). Geich nach dem Anpfiff des Schiedsrichters setzte ein lebhafter Kampf ein. Schon nach einigen Minuten erzielten die Schwerter Turner den ersten Erfolg. Von diesem Augenblick an wurde die Ueberlegenheit der Schwerter offensichtlich und sie konnten bis zur Halbzeit das Ergebnis 5:1 sicherstellen. Nach der Halbzeit spielten die Schwerter zuerst etwas verhalten und Jahn konnte ein weiteres Tor erzielen. Durch diesen Erfolg gegnerischerseits angefeuert, liefen die Schwerter wieder zur alten Form auf. Jahn mußte sich mit 10:2 entscheidend geschlagen bekennen. Schiri Grünewald konnte allerseits gefallen. Schwerter Turnerschaft 2.— Halingen 1. Auch die 2. Mannschaft der Schwerter Turnerschaft konnte einen eindeutigen Sieg erringen gegen die körperlich weitüberlegenen Halinger. Halingen kam keinen Augenblick für einen Sieg in Frage. Tus Wesisalia Villigst Tv. Westfalia Villigst 1.— Tv. Schleddenhofen Iserlohn 1. 4:2. Durch diesen Sieg haben sich die Westfalen endgültig die Tabellenführung gesichert. Die Iserlohner erschienen in stärkster Aufstellung, wogegen die Villigster für Torwart und rechten Läufer Ersatz einstellen mußten. Das Spiel Osterteller Osternester Ostereier Osterbilderbücher Alle diese Artikel finden Sie in reichhaltiger Auswahl in unseren Buchhandlungen. Osterpostkarten Osterkarten in Umschlägen Ostertischkarten Osterservietten Ostertischdekoration Osterseidenpapier Osterküken in allen Größen Ostergras Co#l Braus Adolf Hitler-Platz 3 Große Marktstraße 3— Achtung Gesthaftsiene! Sie können Ihre Rechnungen billiger versenden, wenn Sie den Stempel Geschäftspapiere benutzen. Sämtliche BüroStempel empfiehlt Co#l Braus Großer billiger Fisch=Verkauf 1 Waggon frische Eresische Zum Verkauf kommen ab heute: Großer Seelachs o. K. Großer Kabeljau o. K. Großer Schellfisch o. K. Bratschellfisch Rotbarsch Fisch-Filet Pfd. nur 18 Pfg. Pfd. nur 19 Pfg. Pfd. nur 23 Pfg. Pfd. nur 19 Pig. 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Wir alle aber, Artisten, die vielen anderen Mlitarbeiter und nicht zuletzt die zahlreichen Tiere, davon ein jedes für sich ein Prachtexemplar seiner Gattung, stellen uns in den Dienst der unendlich alten und doch ewig jungen Circuskunst, die heute, nachdem jedem Volksgenossen das Recht auf Freude verbrieft ist, mehr als das in den vergangenen jahren leider der Fall war, wieder als die Unterhaltung der breitesten Massen angesehen werden darf. Möge das deutsche Velk seinen Circus nicht veressen! Nteute 60 Pemtere 0: abas. V Uhr Schwerte Platz a. d. Hagenerstr. Morgen 2 Vorstellungen, nachm. 3 u. abds. 8 Uhr. Halbe Preise: Für Kinder zu allen Vorstellungen auf allen Plätzen, für Kriegsbeschädigte, Erwerbslose und Kleinrentner mit Ausweis zu allen Vorstellungen ab II. Platz. es ee e eg! IV. Platz: Nur 50 Pfg.(und doch Sitzplatz!) III. Platz: 80 Pfg., II. Platz: Nlk. 1.-. " Pletz: Unum. Mk. 1.20, I. Platz: num. Nlk. 1.50. Sperrsitz: Nik. 1.80, Loge: Nik. 2.-. Vorverkauf ab 9 Uhr vormittags an 10 Circuskassen, sowie Zigarrenhaus Fritz Schöttler, Adolf Hitler. Platz 7, Telefon 2714. Tierschau: Nurmorgen 29. März, v. 9-18 Uhr! Nur bis morgen in Schwerte!! Kieschelreus Gieieh Durch moderne Heißluftheizung wird der Circus gut gebeizt. wurde recht flott durchgeführt, bereits bis Pause lag der Platzverein mit 1:3 im Vorteil. Nach dem Wechsel gelang es dann noch jeder Partei, ein Tor zu erzielen. Die Gäste versuchten immer wieder den Verlust aufzuholen, doch die gute Hintermannschaft der Westsalig konnte den klaren Vorsprung bis zum Schluß sicher halten. Tv. Villigst 2.— Tv. Bürenbruch 2. 8:5. Ein sicherer Sieg der Villigste Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=3 Verantwortlich für den gesamten Tertteil Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte-3 Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schweite=R. A. II. 34. 1755. Das Wasser fehlte Doppelhaus vom Feuer vernichtet dit Wold in eergn Kurt Hilller Zefahn * P“ scoldart vinlletyorbt Drei Todesurteile in Busscideht Vonstiecht Düsseldorf. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, sind Dienstag morgen in Düsseldie durch Urteil des Schwurgerichts in DusIn dem Ort Fankel richtete eine Feuersbrunst schweren Schaden an. In der Frühe gegen sechs Uhr brach plötzlich auf bisher noch völlig ungeklärte Weise im Dachgeschoß eines Doppelwohnhauses ein Feuer aus, das an den dem Dachboken lagerndemis trphegnfichzen sch=gigfeist ausbreitete. Das ganze Gebände sedienst mitteilt, sind Dienstag morz, n Schneutg.„agsbreitete. Dos W zsen dorf die bncch artn des Echüntglichte in Bufsowie die Stauungen und eine,n Fieg seldorf vom 7. September 1933 und des Reichsden Flammen zum Opfer. Lediglsch) zin„ach, gerichts vom 18. Dezember 1933 wegen„Anstifkonnte in Sicherheit gebracht werden. Ern Star, tung zum Morde und wegen Mordes zum Tode barhaus, auf das die Flammen übergesprungen) verurteilten Kommunisten Emil Schmidt, Peter waren, hatte ebenjalls schwere Brandschäden auf Hupertz und Otto Lukat aus Erkrath bei Düszuweisen, doch gelang es hier, wenigstens das seldorf hingerichtet worden. Bei der abgeurteilten Mobiliar zu retten. Die Löscharbeiten der Orts Lat handelt es sich um folgenden Sachverhalt: feuerwehr, der auch noch mehrere Wehren benach=] Am 20. Juni 1932 organisierten der inzwibarter Ortschaften zu Hilfe geeilt waren, waren schen verstorbene Vertrauensmann der KP9. in durch das Fehlen einer Wasserleitung sehr bebin: Gerresheim, Weyergräber, Schmidt und Lukat dert. Das Wasser mußte aus einem in der Nähe einen Feuerüberfall auf das SA=Heim in Erkliegenden Brunnen mit Eimern herangeschafft rath, zu dem außer Erkrather Kommunisten auch werden, wobei sich die ganzen Ortseinwohner solche aus Gerresheim hinzugezogen und aus tatkräftig beteiligten. Trotzdem mußte man ohn Reandertal als Reserve in Bereitschaft gestellt mächtig zusehen, wie das Doppelwohnhaus vell= wurden. Bei Einbruch der Dunkelheit brachen die kommen vernichtet wurde. Gerresheimer Kommunisten unter Führung des Weyergräber in mehreren. Gruppen nach ErkFeuer nehmen konnten, worauf sich Hupertz entfernte. Hierauf eröffneten die übrigen Kommunisten auf die beiden Posten aus kürzester Entfernung ein Schnelfener. Einer von den, minde; stens 18 Schüssen traf den SS=Mann Hime: in das Becken, durchschlug eine Ader und ließ seinen Tod infolge innerer Verblutung nach kürzester Zeit eintreten. Groß erlitt eine Verletzung am Knie. Rücksichtsloser Kraftwagenführer Trier. Hier wurde ein vierjähriges Mädchen, das mit anderen Kindern auf der Straße spielte, am Horst=Wessel=Ufer von einem Kraftwagen überfahren. Der Fahrer kümmerte sich das schwerverletzte Kind und fuhr in schnellem Tempo weiter. Das Mädchen wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Kasseneinbrüche in Trierer Geschäften Trier. Nachmittags, in der Zeit, in der verschiedene Geschäfte wegen der Mittagspause geschlossen haben, wurden in mehreren Läden die Ladenkassen ausgeplündert. In einem Falle beuteten die Diebe 100 RM., im anderen 70 RM. und in der Filiale einer Großhandlung in TrierEuren 400 RM. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Weyergräber in mehreren Gruppe rath auf. Soweit sie nicht schon mit Waffen versehen waren, erhielten sie auf dem Marsche je eine Mehrladepistole mit Munition. Unterwegs trafen diese Gruppen auf Hupertz und Man verteilte alsdann die Rollen für den Ueberfall, wobei man zunächst vereinbarte, daß das SA=Heim von kommunistischen Schützen umstellt werde und die darin befindlichen SA=Männer durch Klopfen und Steinwürfe herausgelockt und auf diese Weise in das Schußfeld der Kommunisten gezogen werden sollten. Dabei übernahm Lukat die Rolle, die SA=Männer aus ihrem Heim herauszulocken. Dieser ursprüngliche Plan erwies sich aber als undurchführbar, weil in der Nähe des SA=Heimes zwei SS=Männer, Kurt Hilmer und Groß, als Sicherheitsposten standen. Man beschloß daher, diese Posten„umzulegen“. Zu diesem Zweck verteilten Weyergräber und Hupertz die Schützen so auf eine Böschung, daß sie von dort aus sicherer Deckung die im heuen Licht einer Straßenlaterne stehenden Posten unter natte ulles niaste Schmugglerdreistigkeiten an der holländischen Grenze allbeamten! oder übel mit zum Zollamt und Tankwagen fährt die Böschung hinab Ein Bauernfuhrwerk wurde mitgerissen— Der Bauer tot Euskirchen. Zwischen Münstereifel und Schönau fuhr ein Tankwagen beim Ausweichen eine hohe Böschung hinab und riß dabei ein zweites Fuhrwerk mit. Der Bauer Joseph Beyer aus Rupuerath, der auf dem mitabgestürztep, Führ: rach dem Unglüch der Tod eintrat Ein zweiterf Nachen, Schmugler, die von den Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und einen gestellt worden sind, suchen in ven meisten Fi deppelten Oberschenkelbruch und wurde in das len jede noch so kleine Gelegenheit auszunutzen, Krankenhaus in Münstereifel gebracht. Weitere um sich in Sicherheit zu bringen. drei Perionen wurden leichter verlett. Ein tolles Stückchen leistete sich letzter Tage an e Stesteubehte usenuen gehote, güher ainer Naser Lare, die. Vgate de Köln. In Köln=Ehrenfeld Geßen in der Aochz] Streifdienstes des Hauptzollamtes aunen ven ein Straßenbahn= und ein Personenkgaftvogn. Kraftwagen revidieren wollten. Kaum hatten die mit solcher Wucht zusammen, daß der Personen= Beamten die Wagentüre geöffnet, da setzte der kroftwagen volltändig zertrümmert wurde. Auch Autolenker den Wagen plötzlich in Gang undie Straßenbahn wurde stark beschädigt. Der schaltete den Rückwärtsgang ein, um auf diest Führer des Kraftwagens trug eine Gehirnerschütdanan und mußte dem Krantennaus zuDie ruchlose Tat ist nach ihrer Vorbereitung und Ausführung ein typisch kommunistisches Verbrechen, bei dem die Anführer auf Grund eines sorgfältig durchdachten und vorbereiteten Planes verführte Arbeiter zu dem Ueberfall be stimmten, sich selbst aber feige im Hintergrund hielten. Der preußische Ministerpräsident hat es daher abgelehnt, von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch zu machen soweit es sich um die feigen Hintermänner dieses Verbrechens handelt. Ihre Hinrichtung fühnt die Ermordung der im Kampf für Deutschlands Erhebung gefallenen SA= unSS=Kameraden. Dagegen hat der Ministerpräsident die Begnadigung der übrigen zum Tode verurteilten Teilnehmer Kurt Arnstedt, Heinrich Riebrandt, Peter Rohles, Paul Masgai, Pau. Tibulski, Gustaf Herr und Hermann Eggert, lebenslänglichen Zuchthausstrafen ausgesprochen. Infolge langjähriger Erwerbslosigkeit und besonders schlechter Wohnungsverhältnisse, sind sie mit dem größsten Teil der Bevölkerung der ein kommunistischen Hochburg Gerresheim in den Bann des Kommunismus geraten, dem sie sich bei dem Terror ihrer früheren„Führer" nicht entziehen konnten. Nachdem dieser Bann gebrechen und, wie das Wahlergebnis vom vember 1933 gezeigt hat, sich ganz Gerresheim geschlossen zu Adolf Hitler bekannte, har Ministerpräsident bei diesen verführten Tätern Gnade vor Recht ergehen lassen und sie zu lebenslänglichen Zuchthausstrafen begnadigt. Schwerer Verkehrsunfall am Bahnubergang Ein Toter, ein Schwerverletzter Münster. An einem Bahnübergang auf der Strecke Bassum—Bünde bei Neuerkrug wurde ein Kraftwagen von einem in voller Fahrt befindlichen Eisenbahnzug erfaßt und etwa 100 Meter weit mitgeschleift. Der Besitzer des Kraftwagens wurde schwer verletzt, seine Begleiterin auf der Stelle getötet. Der Kraftwagen hatte sich derart in die Maschine festgerammt, daß ein Hiliszug mit Schweißapparaten angefordert werden mußte, um die Trümmer zu beseitigen.„ Wir erfahren noch, daß die Brout des Fahrers auf der Stelle getötet wurde, während dieser selbst, der 28 Jahre alle Tabakfabrikant Martin Lindmeyer aus Bünde, mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus nach Bünde überführt wurde. besteht die Hoffnung, daß er mit dem Leben davonkommt. Die Strecke ist vollkommen gerade und übersichtlich, so daß unerklärlich bleibt, wie der Kraftfahrer das Herankommen des Zuges nicht bemerken konnte. Führer des Kraftwagens trug eine G. terung davon und mugre dem Krankenhaus geführt werden. Neuer Gaupressechef der RSDAP. Gau Köln— Aachen Köln. Der Hauptschriftleiter des„Westdeutschen Beobachters“ und Direktor des Interna*“ Forschungsinstituts für Bressewesen an 2., fg, Entle, um auf biase Weise über die nahe houanvische Grenze zu kommen. Kurz entschlossen riß einer der Beamten, die auf das Trittbrett des Kraftwagens gesprun gen waren, das Steuerrad herum, so daß der Wagen gegen eine Mauer fuhr. Den Augenbl der Verwirrung benutzte der Fahrer, um aus den ." Gr we10 das hollndigg, Nöln. Der Hauptichriftleiter 5.. Butgung: Wagen zu springen und das e e sbe und Bregtue de Au, zu gerechen, u. uar mun zuerg en elhehiete cten ee### aber der Kraftwagen, in dessen Gerkzeuzuug. der Aniversität Köwn. Vg, Wort, gau, Fögrbe., 60 Pfund Rohkare versteckt waren versiei der Nachen ernannt worden. Neuer Oberstaatsanwalt Paderborn. Für den nach Köln versetzten Oberstaatsanwalt Dr. Kother ist Staatsanwaltschaftsrat Friedrich Schäfer in Arnsberg als Oberstaatsanwalt in Paderborn ernannt worden. Eine unangenehme Ueberraschung erlebte auch oder über mit zum gen# uns die Beschlag: nahme der mitgefüyrten 100 Pfund Kaffee über sich ergehen lassen. Apolleinn=Kreit durch die Teutschen Canle Frankfurt am Main. Dem Frankfurter Schöffengericht wurde aus der Untersuchungshaft eine 4ljährige Frau vorgeführt, die die fabelhafte Gabe hatte, sich die verschiedenartigsten Namen znzulegen und die Rolle, die sie unter falscher Flagge spielen wollte, auch durchzuführen. Sie nannte sich in Mainz Marietta Orsini, in Köln Hermine Müller, in Krefeld Alice Franzen, in Bonn Elise Ungar, in Düsselvorf Doris Schmidt, in Köln=Nippes Klara Werner, in Frankfurt Ludmilla Frank, in Mannheim Mathilde Zwick. Narlsruhe Gertrude Förster, in Wirklichkei hieß sie Apollonia Jung und stammt aus dem Rheinort Leutesdorf. g 166 ahr 56t Mit ihrem Manne, der eine Neitoayn verrieb, hat sie sichtentzweit und sie wollte sich eine Stel als Sportlehrerin suchen. Sie kam aber mit ihr geringen Mitteln nicht zurecht und sie verdingte sich daher als Hausangestellte gegen Kost und ogis oder sie mietete gegen Hausarbeit ein möhiliertes Zimmer. Dort, wo sie unterkam, hat überall schlechte Erfahrungen mit ihr geheit im Hause verschwand sie unter Mitnahme Manchmal hat sie den Augenblick abgepast, bis Sch verliere sehr viel“, weinzurch ihr Gessind. und schweren OrehhoZezznanig uns a.4“ Jahr nenn Monaten Gefungnis und brei Jahren Ehrverlust. Ein neues Segelfluggelände Aachen. Die Untergruppe Aachen des Deutschen Luftsportverbandes hat die Genehmigung erhalten, einen Berghang zwischen Orsbach und dem Schneehang als Segelfluggelände zu benützen. Das Oberpräsidium in Koblenz und rie Landesgruppe Rheinland des Deutschen Luftsportverbandes hat das Gelände geprüft. Es gilt als eines der besten im Rheinland. Mit dieser neuen Segelfluggelände ist auch für Aachen und seine Umgebung nun die Möglichkeit gegeben, die Jugend mit den Grundbegriffen der fliegerischen Schulung vertraut zu machen. Logeziate e ggrige Luftsports ernstgenommen wiro, zeig die gesteige Taufe von zwei Segelflugzeugen der Fliegerortsgruppe Geilenkirchen. Wenn eine verhältnismäig kleine Ortsgruppe den Segelflug=Schulbetrieb mit zwei Flugzeugen aufnehmen kann, so werden nunmehr auch die großen Städte in einem größeren Mitgliederbestand für den Fluggedanken praktisch werben zu können. Zusammenstoß auf dem Rhein Menschenleben kamen nicht zu Schaden Brohl. Der französische Radschleppdampfer Lion"=Straßburg kam mit drei Kähnen im Anhang vor Brohl in dichten Nebel. An der Brohler Uferseite lag der Schleppzug„Haniel 9“ und auf der Rheinbrohler Seite 200 Meter abwärts „Baden“ von Fendel-Mannheim vor Anker. Die „Lion“ konnte zwischen beiden Schleppzügen nich mehr aufdrehen und prallte mit dem den Bug der„Baden". Es war ein großes Glück, drohenden Gefahr seinen Dampfer ca. 70 Meter zurücktreiben ließ, sonst wären die Auswirkunger des Zusammenstoßes noch weit schlimmer, gemz, sen. Der große Raddampfer„Lion“ nege mit dem Heck auf Grund und steht wegen des fallenden Wassers in großer Gefahr, umzugchlggen das Ufer steil abfällt. Während der„Baven der Vordersteven eingedrückt worden ist, sind die Beschädigungen an der„Lion“ weit größer. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Wegen versuchten Totschlags vor den Geschmarenen Ein Jahr, vier Monate Gefängnis Münster. Das Schwurgericht in Münster verhandelte gegen den 38jährigen Schlosser Alois Leding aus Borken. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, in der Nacht zum 9. November 1933 versucht zu haben, den Steuerinspektor Asemann in Borken vorsätzlich aber nicht mit Ueberlegung in der Wirtschaft Sicking zu töten. Die Anklage behauptete, daß der Angeklagte aus politischen Gründen in der Wirtschaft zwei Schüsse aus nächster Nähe auf Asemann abgegeben hat. Der Angeklagte selbst gab die Tat als solche auch zu, behauptete aber, der verletzte Asemann habe ihn dauernd provoziert. Man habe ihm berichtet, daß Asemann ein Anhänger der Jünger Moskaus sei und immer gegen die nationale Bewegung gehetzt habe. Auch in der Wirtschaft, in der die Tat passierte, soll nach seiner Behauptung so etwas wie Rotfront und Heil Moskau von Asemann geäußert worden sein. Der Angeklagte war dann auf Asemann zugetreten, hatte blitzschnell seinen Trommelrevolver aus der Tasche gezogen und in ganz kurzen Abständer zwei Schüsse auf den Steuerinspektor abgegeben. Ferner gab der Beschuldigte noch an, daß er deshalb auf Asemann nicht gut zu sprechen gewesen sei, weil man von diesem behauptete, daß er sogar noch im Sommer des vergangenen Jahres.lich als kommunistenfreundlich bezeichnete. Von außen wäre Asemann ein Zentrumsmann und von innen ein Kommunist gewesen. Die beiden Schüsse hatten Asemann zwar schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verieht.., wurde der Angellagt In später Abendstunve wurde der Angelagte vier Monaten Gefängnis, unter 16 Personen wegen Hochverrats festgenommen Hagen. Die Polizeiverwaltung Milspe teilt mit: Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Hamm wurden 16 Personen wegen des Verdachts des Hochverrats, der Ausführung von Sprengstoffanschlägen und des Waffenbesitzes festgenommen. Die den Festgenommenen zur Last gelegten Beschuldigungen fallen in die Zeit vor der nationalsozialistischen Revolution. Die Verhafteten werden in absehbarer Zeit wegen dieser Delikte zur Aburteilung gelangen. on später Abendstunde angeklagte zu einem Jahr, vier Monann Gtlangmet„ter Anrechnung der Untersuchungshaft verurtentt. 650 Zentner Mehl von der lippischen Winterhilfe Detmold. Von der Geschäftsstelle der Winterhilfe für den Kreis Lemgo sind in diesen Tagen drei Ladungen Mehl mit insgesamt 650 Zentner, die im Kreise Lemgo gesammelt wurden, ins Notstandsgebiet nach Gelsenkirchen abgesandt worden. Dieses Ergebnis hat alle Erwartungen bei weitem übertroffen und zeugt von dem großen Opfergeist, der in diesem Kreise herrscht. Sozialismus der Tat Millionen=Geschenk für Bielefeld Bielefeld. Zum Bau der hiesigen Musikhalle, der Rudolf=Oetker=Halle, hatte die Stadt seinerzeit ein Darlehen in Höhe von 1.5 Millionen Mark von der Firma Oetker erhalten, das mit zwei Prozent zu verzinsen war und bei regelmäßiger Zinszahlung unkündbar sein sollte. Die Zinszahlung war jedoch schon seit Jahren niedergeschlagen worden. Immerhin bestand die Verpflichtung offiziell noch. Nun hat Frau Kommerzienrat Oetker endgültig auf die Rückzahlung verzichtet und daran nur die Bitte geknüpft, daß die Konzerte in der Oetker=Halle nun durch entsprechende Gestaltung der Eintrittspreise auch allen Volksschichten zugänglich gemacht werden. Zwei Jahre, zwei Monate Zuchthaus wegen Sittlichkeitsverbrechen Paderborn. Ein Friedrich St. aus Lippstadt hatte sich vor der Großen Paderborner Strafkammer wegen Sittlichkeitsverbrechen in zwei Fällen, an schulpflichtigen Kindern begangen zu haben, zu verantworten. Das Gericht verurteil# den Angeklagten zu zwei Jahren und zwei Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Frau und sich selbst erschossen Nohfelden(Birkenfeld). Hier spielte sich ein folgenschweres Familiendrama ab. Der 52 Jahre alte Kaufmann Karl Dingfelden, Inhaber des gleichnamigen Kaufhauses, erschoß seine um einige Jahre jüngere Frau und dann sich selo# mit einem Karabiner. Die Frau befand sich noch im Bett, als sie getötet wurde. Der 21jährige Sohn entging dem Tode nur dadurch, daß er der Aufforderung des Vaters, aus seinem im oberen Stockwerk gelegenen Zimmer herunterzukommen, nicht nachkam. Da die ehelichen Verhältnisse der Familie Dingfelden gut waren und auch wirtschaftliche Schwierigkeiten nicht der Anlaß zu der Tat gewesen sein können, kann sie nur in einem Anfall von Geistesgestörtheit geschehen sein. ROMANVoN KLOTHILDE VoN STEGMANN. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag, Halle(Saale) 211 Nachdruck verboten. „Also hat Aki Ihnen doch etwas Schriftliches hinterlassen, Frau Jochen?“ habt#### „Ja, das hat er. Aber ich habe Angst gehurt, es der Polizei zu zeigen. Die wäre ihm am Ende doch noch auf die Fährte gekommen.“ „Aber mir werden Sie die Nachricht zeigen, Jochen— nicht wahr?" Die alte Frau sah aufmerksam prüfend in Beates bittende Augen. Was ihr aus ihnen entgegenstrahlte, war Liebe, selbstlose Liebe für Aki. „Ihnen— ja, Fräulein Nystädt!“ gab sie einfach zur Antwort.„ Sie stand auf und ging an ihr Bett. unter dem sopfkissen verborgen, lag ein kleiner Zettel. Sie brachte ihn Beate. 84 Ms. „Liede Mutter Jochen! las Beale.„Ich muß fortgehen. Ich habe einen Streit mit Frentzoß gehabt. Er hat Beate Nystädt mit Mißtrauen gegen mich erfüllt. Ich habe sie sb lieb, Mutter Jochen, so lieb, wie keinen Menschen außer Ihnen auf der Welt. Ich habe von ihm verlangt, er soll es zurücknehmen, was er Böses gesagt hat. Da wollte er mich mit einem Stuhl angreifen. Ich bin ihm zuvorgekommen und habe ihn zu Boden geschlagen. Ich weiß nicht, ob er tot ist oder was mit ihm geschehen. Aber ich muß fort Sicherlich ist die Polizei bald hinter mir her. Ich will der Polizei nicht in die Hände fallen. Lieber gehe ich wieder hinaus ins Unbekannte. Liebe Mutter Jochen, wenn ich in Sicherheit bin, werde ich Ihnen sofort Nachricht geben. Etwas Geld lasse ich Ihnen da. Wenn Sie nichts mehr haben, gehen Sie, bitte, zu Konsul Nystädt Er ist gut und gerecht. Man soll alle meine Briefschaften und Geschäftspapiere nachsehen. Man wird nichts finden von Betrug oder Unterschlagung. Der Frentzoß hat Unterschlagungen begangen. Weil ich ihm auf der Spur war, hal er dies Komplott gegen mich angezettelt. Konsul Nystädt wird dafür sorgen, daß Sie nicht verhungern. Das hoffe ich zu Gott. Aber gehen Sie nicht zu Fräulein Beate. Ich habe einmal geglaubt, sie hätte ein gutes Herz und wäre der beste und feinste Mensch auf der Welt. Aber ich habe mich in ihr wohl doch getäuscht. Das tut noch mehr weh, als daß ich jetzt wieder aus meinem ruhigen, glücklichen Leben fort muß. Ich will versuchen, über die Grenze nach Ostpreußen ins Russische zu kommen. Vielleicht bin ich dort sicher und finde wieder Arbeit. Gott schütze Sie! Sobald ich kann, gebe ich Ihnen Nachricht. Ihr dankbarer Akt.“ Beate las diese Zeiten immer und immer wieder. Dann legte sie sie in Mutter Jochens Hände zurück. Und plötzlich sank sie vor der alten Frau in die Knie nieder: „Wie unrecht habe ich ihm getan, Mutter Jochen! Verzeihen Sie mir!" „Wir irren alle, mein Kind. Seien Sie still. Ich habe eine Ahnung, als ob Sie Ihren Irrtum wieder gutmachen könnten.“ Da fühlte sich Beate wunderbar getröstet. Sie trocknete ihre Tränen ab und stand entschlossen auf. „Liebe Mutter Jechen!“ sagte sie nun.„Ich will nicht ruhen und nicht rasten, bis ich Aki gefunden habe, bis ich ihm den häßlichen Verdacht abbitten kann. Vielleicht, daß auch er dann sieht, daß ich besser bin, als er jetzt von mir glaubt.“ „Was werden Sie tun, Fräulein Beate?“ „Nichts, was Aki schaden könnte! Nur was ihm nützen kann. Seien Sie ganz ruhig. Ich komme jetzt täglich hierher und sehe nach Ihnen. Sie sollen nicht verlassen sein.“ „ Fünfzehntes Kapitel. Die Vernehmung Frederic von Frentzoß' war noch mehrere Tage lang nicht möglich. Er lag besinnungslos zu wilden Fieberphantasten. Die Aerzte hatten eine schwere Gehirnerschütterung und mehrere Rippenbrüche festgestellt. Für mehrere Tage war an eine Befragung des Patienten nicht zu denken, hatte der leitende Arzt der Kreiskrankenhausabteilung der Polizei energisch erklärt. So war immer noch nicht festzustellen, inwieweit Akt schuldig war und der schwere Verdacht eines tätlichen Angriffs mit vielleicht tödlichem Ausgang lag noch ungemindert auf ihm. Dagegen hatten die Untersuchungen in Frentzoß' Wohnung wie in seinen Abteilungen umfangreiche Betrügereien und Durchstechereien ergeben. Der Konsul erzählte Beate sofort von dieser Entdeckung. Sie atmete auf. Makel und Unehrlichkeit waren also nun von Aki genommen. Mochte Gott geben, daß Frentzoß wieder gesund wurde und Aki auch in diesem Falle nicht schuldig erschien. Wie aber Aki benachrichtigen? Die Wanderroute, die er in seinem Brief an Mutter Jochen angegeben hatte, war ja derart unbestimmtt, daß man ihn so nicht finden konnte. Sicherlich würde er auch nicht Wege über die Grenze suchen, die besonders beobachtet wurden. Beate überlegte mit dem Vater hin und her. Sie mußte Aki eine Nachricht zukommen lassen. Diese Nachricht mußte per so gehalten sein, daß die Polizei nicht dahinterommen konnte. Es war nicht leicht. Aber es mußte geingen. Inzwischen wanderte Aki, von Hamburg aus, durch Pommern der polnischen Grenze zu. Er wagte es nicht, die Hauptzüge zu benutzen, immer aus Angst, daß die Polizei einen Steckbrief bereits hinter ihm erlassen hätte. So wählte er kleine Lokalzüge und legte inzwischen immer wieder Strecken zu Fuß zurück, um seine Spur möglichst zu verwischen. Er nächtigte in kleinen Herbergen, und zwar immer nur für eine Nacht. So war es möglich, daß er auf den Meldezetteln einen falschen Namen einschrieb, ohne daß durch längeren Aufenthalt die Polizei ihm auf die Spur kommen konnte. Seine Wanderung erregte kein Aufsehen. Man war es hier oben an der Küste gewöhnt, daß viele junge Leute ihre Ferien zu ausgedehnten Fußwanderungen benutzten. Aki Wernoff richtete es immer so ein, daß er erst bei Dunkelheit in ein Quartier kam, um es am nächsten Mocgen bei Tagesanbruch zu verlassen. Wäre nicht diese furchtbare Angst vor der Verfolgung durch die Polizei gewesen— diese Wanderung durch den hellen Vorfrühling hätte ihm etwas wie Freude gegeben. Zum ersten Male seit langer Zeit, daß er wieder ganz in der Natur und für sich war. Der hohe Himmel über ihn, die zarten Silhouetten der Bäume an den Wegen, die kleinen Wälder, unter deren verdecktem Laub schon die ersten Frühlingsblumen hervorkamen— alles hätte ihn erfreuen, beglücken können. Doch die Last der Schuld lag zu schwer auf seiner Seele. Und die bittere Erinnerung an Beate Nystädt war ein brennender Schmerz. Was hatte er alles in Beate gesehen! Sie war für ihn eine Idealgestalt gewesen. Ihr Bild war ihm in eins verschmolzen mit dem seiner Mutter, die er in Kinderzeiten verloren hatte. Und nun hatte ihn Beate so bitter enttäuscht. Nicht, daß sie an ihn gezweifelt hatte, war das Entscheidende. Frentzoß hatte ja die Schlingen so geschickt gelegt, daß ein argloses Gemüt, wie Beate, sich wohl mit darin verfangen konnte. Aber daß er sie in diesem übelbeleumdeten Lokal in dem Arm dieses Eintänzers getroffen, das war wie ein untilgbarer Fleck auf ihrem Bild. Sie war wohl doch so wie viele junge Mädchen aus guten Kreisen. Unter der unschuldigen Maske bargen sich Erfahrung und Gier. Und doch, immer wieder klang eine Stimme in ihm: „Verurteilst du sie nicht ebenso ungehört, wie sie dich verurteilt hat? Weißt du wirklich, was sie bewog, in jenes Nachtlokal zu gehen? Du beklagst dich, daß sie dich ungehört verdammte. Tust du nicht dasselbe?“ So rang er immer wieder in seiner Seele um Beate. So litt er um sie. Dazu kam die Sorge um Mutter Jochen. Noch hatte sie ja Geld. Bescheiden, wie sie war, konnte sie mit diesen 200 Mark eine ganze Weile auskommen. Die Miete war, wie immer, auf ein Vierteljahr von ihm vorausgezahlt. Aber einmal mußte das Geld zu Ende gehen. Würde sie dann den Weg zu Konsul Nystädt finden? Würde er so hochherzig sein, wie Aki es von ihm erhofft? Das alles waren Fragen, die ihn nicht zur Ruhe kommen ließen. Schmal und hager wurde er in diesen Tagen. Selbst die frische Frühlingsluft und das gesunde Leben in der freien Natur draußen vermochten keine Farbe auf sein Gesicht zu zaubern. Kam er abends müde und hungrig in ein kleines Wirtshaus, so war seine erste Frage nach Zeitungen. Er brannte auf Nachrichten aus Hamburg. Und doch fürchtete er sie. Konnte nicht in jeder Zeitung sein Steckbrief stehen? Vielleicht war es falsch gewesen, Mutter Jochen mitzuteilen, wohin er sich wenden wollte? Vielleicht hatte die Polizei bei ihrer Haussuchung auch diesen Abschiedsbrief an Mutter Jochen gefunden. Dann war es mit seiner Freiheit bald aus. An jedem Postamt, an jedem Gerichtsgebäude ging er mit scheuem Blick vorüber. Es konnte ja überall ein Steckbrief hängen. Begegnete er einem Gendarm oder sonst einer Amtsperson, so zog er die Mütze tief in die Stirn. Jeder forschende Blick eines ihm Begegnenden ließ ihn im tiefsten Innern erzittern. So war er acht Tage unterwegs, teils zu Fuß, teils mit der Bahn. Er war nun schon an der polnischen Grenze angelangt. An der letzten deutschen Station saß er beim Abendbrot und las die Zeitungen aus dem Reiche. Er atmete auf. Nein! Ein Steckbrief war immer noch nicht zu finden. Aus Langweile blätterte er die verschiedenen Seiten der Zeitungen durch. Las die Familiennachrichten; eigentlich ohne zu wissen, warum. Da— plötzlich stutzte er. In ziemlich großem Druck und großem Format fand er folgende Notiz: Ein Zufall!, sagte er sich. Und doch gleich darauf: I. wenn es kein Zufall wäre? Er las die Notiz noch Was für eine Chiffrenummer war dies doch? 5. 3. 3. Aber das war ja das Geburtstagsdatum Beates! C war das Datum jenes Abends, an dem er den ersten Zusammenstoß mit Frentzoß gehabt und sich in Zorn Beate getrennt hatte. Niemals vergaß er diesen Tag. Er war der Beginn seines Unglücks gewesen. Nun fand er hier dieses Datum und diese Buchstaben. Nein, ein Zweifel war unmöglich. Beate hatte diese Notiz in die Zeitung gebracht. Aber wie kam sie darauf. in dieser kleinen pommerschen Zeitung zu inserieren? Hastig ging er an den Zeitungsständer des kleinen verräucherten Lokals und suchte weiter: Tatsächlich— in sämtlichen pommerschen, ostpreußischen und mecklenburgischen Zeitungen stand die gleiche Notiz. So wußte Beate also von dem Weg, den er genommen hatte, vermutlich durch Mutter Jochen. Sie rief ihn durch diese kleine Notiz Sie dachte an ihn, wollte ihm helfen. Ein heißes Glücksgefühl brach in ihm auf. „Gute Nachrichten postlagernd, Braunsberg!“ hatte sie geschrieben.— Gute Nachrichten!? Was konnte das bedeuten? Entweder war Frentzoß wieder gesund geworden oder aber man hatte sich davon überzeugt, daß er keinerlei unerlaubte Handlungen begangen hatte. Brannsberg— Ostpreußen... Er fragte nach einem Kursbuch. Der freundliche Wirt brachte ein altes Bändchen. „Hier wird so etwas nicht oft gebraucht!“ sagte er entschuldigend.„Aber vielleicht finden der Herr doch darin. was er sehen will!“ Mit zitternden Händen blätterte Aki in dem kleinen Kursbuch. Tatsächlich— hier stand: Braunsberg(Ostpreußen). Es waren nur vier Wegstunden bis dorthin. Dazwischen aber lag die Grenze. Wie kam man über die Grenze? Sein Paß hatte kein Visum. Ueberdies mußte er sich hüten, ihn zu zeigen. Es konnte ja inzwischen ein Steckbrief erlassen sein. Dann fiel er unrettbar der Polizei in die Hände. Mit verzweifelter Gebärde schob er das Kursbuch beiseite und saß in stummem Grübeln da, Stunde um Stunde. Der Wirt hatte ihn von seiner Theke aus stumm beobachtet. Er sah: der fremde, junge Mann war von irgendeiner schweren Sorge niedergedrückt. Wer mochte wissen, was der arme Kerl auf dem Herzen hatte. Er war gerade so jung und frisch und so einfach im Wesen wie der eigene Sohn, der im Weltkriege gefallen war. Ein unbestimmtes Gefühl von Mitleid erfaßte den Wirt. Er sah sich um Dann kam er hinter seiner Theke hervor. „Ist's gestattet, daß man Platz nimmt?“ fragte er. Aki fuhr aus seinem Brüten auf. „Bitte, Herr Kröger! Sie tun mir direkt einen Gefallen. Manchmal ist es nicht gut, mit seinen Gedanken allein zu sein.“ „Hören Sie, junger Herr“— der Wirt dämpfte seine Stimme—,„ich kann mir schon denken, wo Sie der Schuh drückt. Sie möchten herüber über die Grenze.“ Aki erschrak. Aber der freundliche alte Mann legte ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter: „Sie brauchen keine Angst zu haben, junger Herr! Hier hat schon mancher gesessen und wollte herüber. Da waren der polnische Korridor dazwischen und die polnische Polizei, die aufpaßt wie der Teufel auf die arme Seele. Ist so mancher, der drüben liebe Menschen hat und dem Polen ein Dorn im Auge, weil er deutsch fühlt und deutsch geblieben ist. Da haben wir schon manchmal so einem Landsmann herübergeholfen, ohne daß ein Hahn danach geträht hat. Daß Sie ein ordentlicher, lieber Bursche sind, das fühlt man. Man hat in seinem langen Leben hier in dem Wirtshaus schon so viele Menschen kommen und gehen sehen— da weiß man Bescheid. Also, wenn Sie rüber möchten, Herr!“ „Und ob ich rüber möchte, Herr Kroger?! Wenn Sie mir dazu helfen könnten, Gott möge es Ihnen lohnen. Glauben Sie mir, es ist nichts Unrechtes, was mich hinübertreibt.“ „Das glaube ich Ihnen unbesehen, junger Herr. Aber sagen Sie, wie steht's: können Sie einen braunen Lappen springen lassen? Nicht für mich. Gott behüte, daß ich von einem Landsmann, der über den verfluchten Korridor hinüber in unser deutsches Ostpreußen will, Geld nehmen sollte. Aber der Mann, der das macht, der schreibt Verdienen groß. Dafür ist er auch zuverlässig. „An Geld soll's nicht scheitern, Herr Kröger. Ich zahle doppelt, wenn's sein muß.“ „Nee, nee, das tun Sie lieber nicht. Wenn das nächste Mal ein armer Teufel kommt, der nicht soviel hat, dann streitt uns der Kuhlweit. Na, dann bleiben Sie man noch eine Stunde hier. So um halb zehn kommt der Kuhlweit gewöhnlich bei mir vorbet, um einen Korn zu trinken. Da wollen wir gleich einmal mit ihm reden. Und wie wär's denn nun, wenn Sie nochmal ein ordentliches Schinkenbrot essen möchten? Kann sein, daß Sie noch heute los müssen.“ A. W. wird innig gebeten, schnellstens nach Brauns. berg(Ostpreußen) zu gehen. Nähere gute Nachrichten postlagernd unter B. W. 5333! Aki las diese kurze Notiz wieder und immer wieder. Was sollte sie bedeuten? Wie kam es, daß diese Buchstaben A. W. und B. W. die Anfangsbuchstaben seines und Beates Namen waren. * Die Nacht war dunkel. Der Himmel hatte sich bezogen. Warmer Frühlingsregen fiel in schweren Tropfen. Ab und zu, wenn die Wolken zerrissen, spiegelte sich ein verlorener Stern in den Lachen des aufgeweichten Weges. Aki ging langsam und gleichmäßig zwischen Joseph Kuhlweit und einem ihm unbekannten schweigsamen Mann. Sie sprachen kein Wort. Ihre Zigaretten bohrten einen kleinen roten Schein in die Dunkelheit. Stunden um Stunden waren sie so gewandert. Jetzt machten die beiden Männer halt. Eine Taschenlampe blitzte auf, beleuchtete die Armbanduhr Kuhlweits. „Zwanzig Minuten noch“, sagte der.„Sie wissen doch. wie Sie sich hier zu verhalten haben?“ Aki nickte. Schweigend gingen die drei weiter. (Fortsetzung folgt.) Der Arrichthadchat 1OT Elichtige Zahlen— Reichsreform und Haushalt— Ermächtigungen für den Peur Reichstinanzminister an Reichsgesetzblatt wird jetzt der vom Reichs Im Rechnungsjahr 1934 müssen in den HoA perabschiedete Reichshaushalt für das heitsverwaltungen freiwerdende besetzbare Plano jahr 1934 mit dem Reichshaushalts= stellen des unteren und des einfachen mittleren gesetz und den dazu ergangener, Durchführuggs Dienstes, soweit sie nicht mit entbehrlichen Bebestimmungen veröffentlicht. Wie bereits kurz].: s4 sie nicht iw Wege der Vergemeldet, ist der Reichshaushalt ausgegliameshet, ist der Reichshaushalt chen und schließt in Einnahmen und Ausguben 6 458 281 600 RM. ab. Abgesehen von den Verwaltungseinnahmen bei den einzelnen Ministerien sind auf der Einhmeseite die Besitz= und Verkehrssteuern rd. 2.44, die Zölle und Verbrauchssteuern mit 2.93, zusammen also mit 5.37 Milliarden RM. nung von Steuergutscheinen abzusetzen sind. Weiter sind an Einnahmeposten hervorzuheben die Abgabe der Deutschen Reichspost mit 150 Millionen RM., der zu erwartende Erlös aus Verkauf von Vorzugsaktien der Deutschen Neichsbahngesellschaft und Dividendenabgaben 2 Millionen, Erträgnisse aus dem Bankund Münzwesen mit 18,1 Millionen und Einnahmen aus dem Branntweinmonopol mit 900000 RM. Aus der Auflösung von Sondervermögen des Reiches und aus der Veräußerung sonstigen Reichsbesitzes fließen der Einnahmeseite 300 Millionen RM. zu. Ausgabenseite setzt sich aus den fortlaufenden Ausgaben mit 5 888 212 650 RM. und den einmaligen Ausgaben mit 600 068 950 Durch das Reichshaushaltsgesetz wird der Reichsfinanzminister ermächtigt, im Wegg, des Kredites die zur Deckung des noch festzusteuenden Fehlbetrages des Rechnungsjahres 1933 erforderlichen Beträge und zur Deckung der Einlösungsmittel für die sechs=(sieben)prozentige Anleihe des Deutschen Reiches von 1929 bis 183 Millionen RM. zu beschaffen. Weiter wird im Haushaltsgesetz bestimmt, daß die Deutsche Reichspost über den nach§ 3 des Gesetzes zur Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung vom 27 Februar 1934 ab zu liefernden Betrag benaus einen Betrag von 51 Millionen RM. aus der Minderung der Personalausgaben infolge der ersen und zweiten Gehaltskürzungsverordnung an das Reich abzuführen hat. Die dem Reichsfinanzmnister früher erteilten Garantieermächtigungen bleiben für das Rechnungsor 1934 in Kraft..6 2 Der Reichsfinanzminister wird weiter era) zur Förderung des deutschen Außenhandels Garantien bis zum Höchstbetrag von 100 Milb) zur Ueberbrückung der Schwierigkeiten der deutschen Seeichiffahrt bis zum Höchstbetrage von 35 Millionen RM. Garantien zu übernehmen oder Reichsschatzanweisungen als Kredite zur Verfügung zu stellen, Dienstes, soweit sie nicht mit entbehrlichen Beamten oder soweil sie nicht im wege der Versetzung oder innerhalb der gleichen Laufbahn im Wege der Beförderung besetzt werden, zum mindesten zu 90 v. H. mit geeigneten Wartegeldempfängern oder mit Versorgungsanwärtern besetzt werden. Das gleiche gilt für 50 v. H. der freiwerdenden Stellen des gehobenen mittleren Dienstes. Aus den Durchführungsbestimmungen zum Haushaltsgesetz ist zu erwähnen, daß Arbeitern, die 25 Jahre oder mehr als Lohnempfänger in einem Arbeitsverhältnis bei der Reichsverwaltung gestanden haben, eine Dienstprämie gezahlt werden kann. Sroßer Schlag mus in Leikand Nach längeren Beobachtungen ist der lettländischen politischen Polizei ein großer Schlag gegen die geheimen kommunistischen Organisationen in Lettland gelungen. An verschiedenen Orten, in Riga, Lidau, Mitau usw. sind umfangreiche Verhaftungen vorgenommen worden. Ueber 75 führende Kommunisten, die zum großen Teil in Sowjet=Rußland aus einer Spionage=Propaganda=Akademie, der sogenannten Internatiang: len Lenin=Schule in Moskau, für politische pcopaganda in Lettland ausgebildet waren, wurden festgenommen. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, wurden von den aufgedeckten Organisationen systematisch für kommunistische Werbearbeit geeignete Personen zur Ausbildung nach Rußland befördert, anfänglich heimlich über die Grenze, später aber mit Auslandspässen, nach Hamburg und von dort auf dem Seewege nach Leningrad, um diese Besuche in Rußland zu tarnen. Weitere Verhaftungen dürften bevorstehen. Verumpfung der Schwarzatten Eine Polizeiverordnung und ein Runderlaß des preußischen Ministerprasidenten werbslosen in einen geordneten Arbeitsprozeß geDer preußische Ministerpräsident Göring hat in Verfolg der vor einiger Zeit stattgefundenen Chefbesprechung, die die tatkräftige Mitwirkung der preußischen Dienststellen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zum Gegenstand hatte, inzwischen— in seiner Eigenschaft als Preußischer Minister des Innern— eine für das gesamte preußische Staatsgebiet geltende Polizeiverordnung zur Bekämpfung der Schwarzarbeit erlassen. Die Polizeiverordnung ist inzwischen in der Preußischen Gesetzessammlung verkündet, darüber hinaus hat der Preußische Ministerpräsident ergänzend an sämtliche Polizeibehörden noch einen Runderlaß gerichtet, in dem es u a. heißt: „Die Erkenntnis der Notwendigkeit der tämpfung der Arbeitslosigkeit ist dergetzgn#e meingut aller Volksgenossen geworden, vun Maßnahmen, die die Wiedereingliederung der ErAig ntliche 9 fährden, als eine Gefahr für die ofsentliche Ordnung im Sinne des§ 14 des Polizeiverwaltungsgesetzes- anzusehen sind. Zu derartigen, die öfentliche Ordnung gefährdenden Wieesghrg hört insbesondere die entgeltliche Bes.. von Schwarzarbeitern, d. h. von Personen, die Erwerbslosenunterstützung beziehen. Zur fung dieses Mißstandes ist die genannte Polizeiverordnung erlassen. Der Durchführung dieser Polizeiverordnung ist besondere Bedeutung beizulegen. Neben geeigneten Kontrollen durch Polizeibeamte und unnachsichtiger Bestrafung aller Personen, die der Verordnung ist insbesondere dafür Sorge zu tragen, daß das Publikum in der Ortspresse Verwerflichkeit der Beschäftigung von Schwarzarbeitern hingewiesen wird. In wenigen Zeiten bestimmungen zu dem Reichsgesetz über hebung der im Kampfe für die nationale Erhebung erlittenen Dienststrafen und sonstigen Maßregelungen erlassen. Das preußische Kultusministerium hat den Generalmajor a. D. Faupel fum Leiter des IberoAmerikanischen Instituts berusen. newav, zum Generalbenelimächtigregz. r elisez nden Baehsonden der u. u., guschlslete. das Recht, die Finanzgebarung der undenslossenen Verbände nachzunrüfen. Die österreichische Bundesregierung De Alsgabi aie Silaitalf inr Schestel bs Landes decken soll. Die polnischen Sicherbeits bebörden haben in Posen und Kielce medrere jüdische Geldfälscher verdaftet. Der französische parlamentarische Untersuchungsausschuß zur Klärung der Pariser Februar=Unruden fordert die Regierung in einer auf. unverzüglich alle Maßnahmen zu treifen, um die Bewafinung gewisser Vereinigungen unmönlich zu machen. Im Streit der Newyorker Droschkenchauffeure ist gegenwärtig der Friede wiederbergestellt. Die Kraftfahrgewerkschaft hat eine Art Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und ihre Mitglieder angewiesen, sich jeder Gewalttätigkeit zu enthalten. Ruhr im österreichischen Konzentrattennlater Kerer, Die Zustände in den österreichischen Konzentrationslagern ** politische Häftlinge befinder Der Bruder Frauenfelds an Kuhr erkrankt sscung zu begen,„rön.. Gaxsteg] Der Bruder des früheren Wiener Gauleiters 0 für Maßnahmen zur Oronung oes wuurtte. der NSOAP., Richard Frauenfeld, mußte aus Micherzeugnisse und Eier Garantien bis zur dem Konzentrationslager Wöllersdorf nach Wien dt wiri Pon zu übernehmen snz Krankenhaus gebracht werden, da er an Ruhr erkrankt ist. Es bestätigen sich damit die Gerüchte, daß in Wöllersdorf infolge der ungünstigen Lagerverhältnisse Ruhrerkrankungen ausgebrochen sind. von acht wallionen Kwi. zu abernehmen, 0) für Maßnahmen zur Ordnung des Marktes für Vieh und Schlachterzeugnisse Garantien bis zur Höhe von acht Millionen RM. zu überehwen. Pemeum e) eine Garantie dafür zu uverneymen, oaß für die aus Reichsbesitz im Rechnungsjahre 1934 zum Verkauf kommenden Vorzugsaktien der Deutscher Reichsbahngesellschaft den Inhabern dieser Wertpaviere eine Dividende von mindestens 6 v. H. jährlich gezahlt wird. Im Rechnungsjahr 1934 erhält die Deutsche Reichspost für die Auszahlung von Renten aus der Unfall= und aus der Invalidenversicherung und für den Verkauf von Marken der Invalidenversicherung, der bisher unentgeltlich erfolgte, auf Grund des Haushaltsgesetzes von den beteiligten Versicherungsträgern eine Vergütung. Der Reichsreform trägt das Haushaltsgeletz insofern Rechnung, als der Finanzminister ermächtigt wird, den Reichshaushalt beim Uebergang von Verwaltungszweigen eines Landes oder von Teilen eines Verwaltungszweiges auf das Reich im Vollzuge des Gesetzes über den Neuaufdau des Reiches im Wege einer Verordnung zu ergänzen. Dabei dürfen die im Haushalt des Amerikanische Aktion bei der Bundesregierung Der Delegierte der amerikanischen Hilfsaktion für Zentraleuropa, Gildemeester, der seit einiger Zeit diejenigen europäischen Länder bereist, in denen sia, porttiche Postlncge besmben, begbüch, tigt, wie verlautet, bei der österreichägggrun rung vorstellig zu werden, um eine Besserung in der Behandlung der in den Konzentrationslagern festgehaltenen Nationalsozialisten und Sozialdemotraten zu erreichen. Die sanitären und humanitären Zustände in den österreschischen Konzentrationslagern sind in der letzten Feit für die Gefangenen außerordentlich unzulänglich geworden. Insbesondere soll die Verpflegung derart ungenügend sein, daß in einzelnen Konzentrationslagern die Gefangenen zum Protest in den Hungerstreit getreWeiter verlautet, daß in einem Konzentrationslager 60 Ruhrertrankungen festgestellt worden sind und aus den übrigen Lagern zahlreiche schwererkrankte Gefangene ins Hospital gebracht werden mußten. Hyntans=entschuleigi dr Erethardit Belgien für die französischen Sicherheitswünsche Bartheu in Der französische Außenminister Bartzag am Dienstagnachmittag zu dem angekünrigten Besuch des belgischen außenministers in Brüssel ie Beiche in Bege einer Aaushalt des em. Er wurde am Bahhof vom frorzähäichen Vien. Dadei dürsen die im bgp.z,7 nicht Botschafter und einem Vertreter des Außenmint. Wdies derfür muiezt vorgesehenen Aatter. nuy), steriums empfangen. Außenminister Hymans guo. lberschritten werden. Sngruns fragterneur un Englische Fühlungnahme mit Deutschland und Italien in der Abrustungstrage Wie verlautet, wird sich die britische Regierung tef Grund der Beratungen des Abrüstungsausschusses des H#hinetts wit Deutschland und der Kudineis mit Teutschland Italien in Verbindung setzen. Nach dem diplomatischen Mitarbeiter des Daily Telegraph“ dürfte der Abrüstungsaushuß des Kabinetts sich für die Absendung einer unfrage nach Paris ausgesprochen haben. Die nogültige Entscheidung dürfte in der Kabinettsitzung erfolgen. Wie der Mitarbeiter sagt, soll in der Anfrage im Aufklärung über Wünsche und Ansichten ersucht werden die in der französischen Note nur berührt, aber nicht eingehend oder abschließend behandelt worden sind. Die Frage der Ausfüh#enssbürgschaften werde dabei eine hervorraa. e Rolle spielen: jedoch nicht der einzige punrt sein, der zur Sprache gebrucht werde. Die Blätter berichten, daß die Absicht, im Unterhaus am Donnerstag anläßlich der Vertagung über die Östertage eine Abrüstungsaussprache abzuhalten, aufgegeben worden sei, da es klar sei, daß die Lage der Abrüstungsbesprechungen gegenwärtig keine Erklärung über die künftige briti Politik zulasse. Die Arbeiterpartei hat zugegeben, daß eine Aussprache im Augenblick zwecklos wäre. Der Pariser Korrespondent der„Times“ meldet, daß der französische Botschafter in London Anweisungen für eine Unterredung erhalten habe, die er mit dem Staatssekretär des Aeußern John Simon, haben werde. Die französische Regierung wünsche weitere Nachrichten Zbgg, dse Art der Garantien zu erhalten, die tannten zu geben bereit sei. dem französischen Gast ein Essen, an dem auch der Ministerpräsident Graf de Brocqueville teilnahm. Am Nachmittag hatten die beiden Außenminister in Anweienheit des französischen Botschafters und des Generalsekretärs des Außenministeriums, Langenhove, eine Besprechung über die schwebenden außenpolitischen Fragen Am Spätnachmittag wurde Barthou vom König empfangen. Einem Sonderberichterstatter des„Intransigeant“ hat der belgische Außenminister Hymans nach seiner ersten Fühlungnahme mit dem französischen Außenminister Barthou eine Unterredung gewährt, in deren Verlauf er u. a. erklärte, man habe die Rede des belgischen Ministerpräsidenten de Brocqueville falsch ausgelegt. An den französisch=belgischen Beziehungen habe sich nichts geändert. Die Rede de Broquevilles bringe nur die Befürchtung Belgiens angesichts der deutschen Aufrüstung(??) zum Ausdruck. Die in französischen Kreisen verbreitete Annahme, daß die Erklärungen des belgischen Ministerpräsidenten von Rom beeinflußt seien bezeichnete Hymans als absurd. Als einzige Möglichkeit, die in der angeblichen deutschen Aufrüstung liegende Gefahr zu beschwören, sieht Hymans den Abschluß eines Abrüstungsabkommens oder andernfalls eine Entente zwischen Frankreich, Italien und England an. Belgien halte eine solche Entente für den besten Schutz und werde alles tun, sie zu fördern. Auf jeden Fall müsse man, wenn man das Schlimmste verhüten wolle. die deutschen Rüstungen durch Kontrolle einschränken und bestimmte Sicherheitsgarantien erhalten, wie sie in der französischen Antwortnote an England angedeutet seien Belgien trete nach dieser Richtung hin dem französischen Standpunkt vorbehaltlos bei. Zum Schluß bekannte sich Außenminister Hymans zu seiner im belgischen Senat gehaltenen Rede und betonte nochmals, daß er eine Entente FrankreichItalien=England als dauernde Grundlage für di Befriedung in Westeuropa ansehe. Eintopf-Sonntag fällt bis zum 1. Oktober-Sonntag fort Das Reichsministerium für Volksaufklärung Es besteht Veranlassung darauf daß mit Abschluß des Winterhilfswerkes am 31. März auch dis zur Wiederaufnahme des kommenden Winterhilfswerkes 1934=35 die Einrichtung des sogenannten Eintopf=Sonntages am 1. Sonntag jeden Monats ausgesetzt wird. Es fällt demgemäß bereits ab 1. April bis zum 1. Oktobersonntag dieses Jahres der Eintopf=Sonntag fort. Die Auswirkung des Beamtengesetzes bei der Reichspost Der Leiter der Personalabteilung des Reichspostministeriums gab in einem Vortrage interessante Zahlen über die Auswirkungen des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums bei der Deutschen Reichspost. Danach wurden entlassen bezw. zur Ruhe gesetzt 230 Beamte des höheren Dienstes(13,2 v. H. des höheren Dienstes), rd. 2000 Beamte des gehobenen mittleren Dienstes(5,0 v. H.), 1900 Beamte des weiblichen Dienstes(6,2 v. H.) und 3700 Beamte des unteren Dienstes(3,2 v. H.). Polizei krägt hoheitsabzeichen Das Hoheitsabzeichen an Stelle der preußischen Landeskokarde Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der Preußische Ministerpräsident und Minister des Innern Göring durch Runderlaß an alle staatlichen und Gemeindepolizei=Behörden (einschließlich Gendarmerie) angeordnet: Mit sofortiger Wirkung wird die preußische Landeskokarde an der Mütze durch das Hoheitsabzeichen in silberner Ausführung ersetzt. An Stelle des schwarz=weißen Tschako=Rationals tritt ein National in den Reichsfarben und an Srelle des preußischen Wappenschildes am Stahlhelm ein schwarz=weiß=rotes Wappenschild. Die Durchführung der Aenderung an der Mütze und am Tschako hat erst nach Uebersendung der Muster an die Dienststellen zu erfolgen, die Aenderung am Stahlhelm ist sofort durchzuführen. Die Schüsse an der Grenze Innsbrucker Prozeß wegen Erschießung des deutschen Reichswehrsoldaten Schuhmacher Wie aus Innsbruck gemeldet wird, findet am kommenden Freitag vor einem Schöffensenat des Landesgerichts in Innsbruck eine Verhandlung gegen den Kommandanten der Grenzpatrouille, der seinerzeit den Reichswehrsoldaten Schuhmacher erschossen hat, den Heimatwehrmann Anton Staele, statt. Die Anklage lautet nur auf fahrlässige Tötung, die anderen beiden Mitglieder der Patrouille sind nicht angeklagt Wie erinnerlich, ist der Reichswehrsoldat Schuhmacher aus Nürnberg am 23. November an der bayerisch=tirolischen Grenze auf reichsdeutschem Boden von einer österreichischen Grenzpatrouille erschossen worden. Die österreichische Regierung stellte damals eine eingehende Untersuchung über den Zwischenfall an, gab eine offizielle Entschuldigungserklärung beim deutschen Gesandten in Wien sowie im deutschen Auswärtigen Amt ab und versicherte, daß die Schuldigen den zuständigen Gerichten übergeden werden sollten. A 2 Zeitgemäß niedrige Preise: Damen-Spangenschuhe braun und Lack..... 5.90 Damen-Bindeschuh rassig— modern........ 7.90 S.90 Herren-Halbschuh schwarz und braun, geschmackvolle Form. G. 90 Lichtspiele zur Reichskrone Nur 3 Tage Mittwoch- Donnerstag- Freitag Kleine Eintrittspreise: Balkon 0.80, Sperrsitz o.60, I. Plats 0.40 Der große Ufa-Film 45 Der Nibelungenfilm in neuer Ausgabe und tönender Fassung. S : Die Gebührenordnung für die Ausführung von Entseuchungen durch den städtischen Desinfektor vom 28. Februar 1930, veröffentlicht in der„Schwerter Zeitung“ vom 5. März 1930, Nr. 54 (Hinweis) und durch Aushang im neuen Rathause in der Zeit vom 4. März bis 8. Mai 1930 ist unverändert bis zum 31. März 1935 verlängert worden. Die diese Verlängerung der Geltungsdauer genehmigende Verfügung wird nachstehend zur Kenntnis gebracht. Genehmigt bis zum 31. März 1935. Iserlohn, den 21. März 1934. (L. S.): Der Landrat des Kreises Iserlohn: Tgb. Nr. 847 K.I. I. V. gez. Bald, Regierungsassessor. Königin Ute Kriemhild Brunhild Siegfried König Gunther Gertrud Arnold Margarete Schön Hanna Ralph Paul Richter Theodor Loos Veröffentlicht. Schwerte, den 26. März 1934. 711 Der Bürgermeister: Dr. Guttmann. Mime, der Schmied. Georg John Außerdem das wundervolle Filmwerk: „TGba Eine Liebesgeschichte aus der Südsee mit prachtvollen Aufnahmen aus den Tropen. Kleine Preise! 705 Wllmannmlinnimnannaltm In den Frühling kinein D. mit neuen Der Schuh von Eleganz, Qualität und Paßform e 1. Bekontnsu Die Ortssatzung für die Erhebung von Marktstandgeld in Schwerte vom 9. Oktober 1926, veröffentlicht in der„Schwerter Zeitung“ vom 11. November 1926 Nr. 265, im Amtsblatt der Regierung zu Arnsberg vom 20. November 1926 Stück 47 und durch Aushang im neuen Rathause in der Zeit vom 12. Novbr. bis 30. Dezember 1926 ist unverändert bis zum 31. März 1935 verlängert worden. Die diese Verlängerung der Geltungsdauer genehmigende Verfügung wird nachstehend zur Kenntnis gebracht. Genehmigt bis zum 31. März 1935. Iserlohn, den 21. März 1934. (L. S.) Der Landrat des Kreises Iserlohn: (Tgb.-Nr. 847 K.l.) J. V. gez. Bald, Regierungsassessor. Veröffentlicht. Schwerte, den 26. März 1934. Der Bürgermeister: 7n, Dr. Guttmann. Alleinverkauf: Lelanntmachung Minmn In#licke Ostenn mit Brückens Lebensmittein! Gekochter Schinken ¼ Pfd. 26 Pfg. Allgäuer Stangen-Limburger. Pfd. 38 Pfg. Holländer u. Edamer Käse 40% Pfd. 78 Pfg. Oelsardinen Dose 15 Pfg. Weizenauszugmehl(Columbia) 2 Pfd.-Beut. 40 Pfg. Rosinen(Sultaninen) Pfd. 28 Pfg. Nusskerne ½ Pfd. 39 Ffg. Zitronat ¼ Pfd. 25 Pfg. Hokosflorkan Pfd. 25 Pfg. 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Kuhstraßes Schwerte(Rufer) Kuhstraße: Hochstraße 1 Westhofen Hochstraße 12 Es sollen für das Rechnungsjahr 1934 nachstehende Unterhaltungsarbeiten vergeben werden: 1) Abfuhr der Stückgüter, der Wege= und Hochbaumaterialien, das Fahren der Sprengwagen, das Zusammenfahren des Kehrichts etc., 2) die Abfuhr des Mülls, 3) Pflasterarbeiten bis zu 500.00 R., 4) Zimmerarbeiten bis zu 500.00 M.K, 5) Maurerarbeiten bis zu 500.00 R, 6) Anstreicher=Unterhaltungsarbeiten. Angebotsformulare können vom Stadtbauamt, Zimmer 24, zum Preise von 1.00 J bezogen werden. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Dienstag, den 3. April 1934 und zwar wegen der Arbeiten zu 1) um 800 Uhr, zu 2) um 830 Uhr, zu 3) um 900 Uhr, zu 4) um 980 Uhr, zu S) um 1000 Uhr, zu 6) um 1100 Uhr einzureichen. Schwerte, den 26. März 1934. 713 Der Bürgermeister. 18 1540 Die Zeit ist kurz— deshalb ellen Sie # Bekanntmachung Die Ordnung über die Erhebung von Gebühren für Neuund Umbauten im Stadtbezirk Schwerte nebst Gebührentarif vom 3. Dezember 1927, veröffentlicht durch Hinweis in der Schwerter Zeitung vom 31. Januar 1928 und durch Aushang im neuen Rathaus in der Zeit vom 31. Januar bis 14. Februar 1928 ist unverändert bis zum 31. März 1935 verlängert worden. Die diese Verlängerung der Geltungsdauer genehmigende Verfügung wird nachstehend zur Kenntnis gebracht. Genehmigt bis zum 31. März 1935. Iserlohn, den 21. März 1934. (L. S.) Der Landrat des Kreises Iserlohn: Tgb. Nr. 847 K. I. J. V. gez. Bald, Regierungsassessor Fün die Zame: AP 4 e 100 Fün den Roon: e 0— 900 Fesche Jackenkleider Herrenstoff, Shettland, Stichelhaar 29.50 24.50 Moderne Mäntel Boucle, Stichelhaar, Herrenstoff 27.- 22.Aparte Blusen Mattcrépe, Ks., Maroc 7.90 S.90 Kostüm-Röcke Afghaleine, Rips, Bouclé 6.50 4.90 AStrümpfe Waschseide— Macco platiert 1.95 1.45 1.25-.96 Gahardine-Mäntel reine Wolle, moderne Farben 45.- 34.50 Frühjahrs-Anzüge für Straße und Sport 38.- 28.Sport- u. Oberhemden neueste Muster mit Kragen 3.75 2.95 Elegante Binder hervorradend schöne Dessins 1.45-.98 LIDEIIINENPT Schwehte 712 Veröffentlicht. Schwerte, den 26. März 1934. Der Bürgermeister: Dr. Guttmann Intthatter in großer Auswahl und allen Preislagen das beliebte und praktische Geschenk Carl Braus Große Marktstr. 3 Adolf Hitler=Platz 3 Gut bekannt! Bekannt gut! sind Vogels Strümpfe. Hauptpreislagen: Waschseide(matt) 0.75 0.95 1.25 Flor mit Seide 0.95 1.25 1.45 1.65 „ Kinder-Strümpfe und Herrensocken in allen Preislagen. 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