Bareine= und amtliche Anzesgen 4 Bia, heile 20 Pfa Jür teleson. ausgegedene Inserote udernehmen wir keine Gewähr. Bei unvordergesehn. Beirleosstörungen, gerufen durch böhere Gewalten, übernehmen wir für pünktliches Erscheinen der Zeitung u. kann auch keinerlei Anspeuch auf Schadenersatz oder Nachlieferung erboden werden Westhofener Zeitung Aplerbecker Langscheder Holzwickeder Zeitung Verbunden mit: Schwerter Tageblatt und An Volkszeitung Schwerter Seitung" erschei. wöchenslich sechs mal. Bezugspens wöchentlich 45 Pfennig, Einzelnummer 10 Pfg. Druck u. Verlag von C. Brau, Schwerte(Nuhr), ostschechkonten: Vortmund 2858 und Hannssen 21 874. Geschäftsstelle Große Marktst. 3—2 für den Angze gente! H. Linner, Schwerte, Ferurof 2770 die Stadt Schwerte und das Amt Westhofen&ap Kreisblatt für den Schwerte(Ruhr), Mittwoch, den 21. März 1934 Deutschland wird hinter dem Kanzler stehen, um das gesetzte Ziel, inzureihen, zu verwirklichen. Ans Werk! Das ist die Parole des Führ nen Volksgenossen noch in diesem Jahre wied Zahl der Arbeitslosen entsprechend herabzusenken. Auf Grund der gegebenen Anweisungen können die Arbeitsämter und Landesarbeitsämter als wichtige Kampftruppe in der Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt werden. Die Arbeitsämter treten nicht mehr überwiegend als „Stempelstellen" in Erscheinung, sondern als ein unentbehrliches Glied in der Reihe der Kämpfer für die arbeitslosen Volksgenossen und sind gerüstet, um allen Anforderungen, die im Zuge dieser Arbeitsschlacht an sie gestellt werden, in vollem Umfange gerecht zu werden. ung der staatlichen Finanzverhältchluß— Abstriche von 650 Mill. RM. ßischen Staates. Dies kommt auch in einem der Festigung der Wirtschaftslage folgenden höheren Voranschlag der allgemeinen Deckungsmittel zum Wchech. meeteier Der Ministerpräsident und der Finanzminister beabsichtigen, den Staatshaushaltsplan in einer nach Ostern stattfindenden Sitzung des Staatsrates vor diesem näher zu erläutern. Die Durchführung des Haushaltsplanes 1934 macht ähnlich wie im letzten Jahre eine Reihe von Aenderungen gesetzlicher Vorschriften notwendig, die in dem Gesetz über dringende Finanzmaßnahmen zusammengefaßt sind. Nachdem bereits im letzten Jahre auf dem Gebiete der Staatssteuern zahlreiche Erleichterungen gewährt worden sind, bringt es die im wesentlichen unveränderte Ausdehnung der preußischen Abgabengesetze auf das Rechnungsjahr 1934. Bei der Grundvermögenssteuer werden überdies die in den Rechnungsjahren 1924 und 1925 fertiggestellten Bauten, die nach dem zur Zeit geltenden Recht hinsichtlich der Staatssteuer und des staatlichen Zuschlages am 1. April d. J. in die halbe ten Göring der preußische Ministerrat in seiner letzten Sitzung entsprechend den Vorschlägen des preußischen Finanzministers, Prof. Dr. Popitz, den Staatshaushaltsplan für das am 1. April beginnende Rechnungsjahr 1934 verabschiedet und zu seiner Durchführung ein weiteres Gesetz über dringende Finanzmaßnahmen beschlossen. Durch den rechtzeitigen Erlaß des Haushaltsfeststellungsgesetzes vor Beginn des Rechnungsbeschädigten in für sie geeignete Arbeitsstellen unterzubringen. Die Arbeitsämter sind angewiesen, einen Ausgleich zwischen den Bezirken, die schon jetzt oder in kurzer Zeit wieder frei von Arbeitslosen werden und den dicht besiedelten Gebieten und Großstädten herzustellen. Es darf dabei im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit keinen Lokalpatriotismus geben. Wenn einzelne Bezirke frei von Arbeitslosen sin?, so ist dieser Teilerfolg noch kein untfassender Sieg, es muß vielmehr gelingen, im ganzen Reiche die Der Jühren. Königinmutter Emma* Die Königinmutter der Niederlande, Emma, ist Montag um 7.45 Uhr Haagscher Zeit(2.25 Uhr ME3), im Alter von 75 Jahren gestorben. Die Königinmutter Emma der Niederlande wurde am 2. August 1858 in Arolsen als Fürsten Georg Viktor von Waldeck geboren. Sie heiratete 1879 den König Wilhelm III. der Niederlande, dessen zweite Gemahlin sie war. Da die beiden Söhne des Königs frühzeitig star ben, entschloß sich der König. um die Thronfolge zu sichern, zu einer Ebe mit der um 40 Jahre jüngeren Prinzeshin. Aus dieser Ehe entsproß die jetzige Königin Wilbelmina. Als sich die einen männlichen Thronerben nicht verwil änderte das hokländische Parlament die Nachfolge* F s# Lace##lichen Gelundbeitszustandes des dis Siener drs Bellte Dr. Geebbeis vor den politischen Leitern seines Gaues In einer großen Rede vor den politischen Leitern des Gaues Groß=Berlin führte Gauleiter Dr. Goebbels im Berliner Sportpalast u. a. aus: Kommt eine Männergruppe durch das Volk an die Macht, muß sie zum Volk stehen.(Stürm. Beifall.) Es darf sich da nicht um ein gelegentliches Abhören der Volksseele handeln, sondern die Regierung muß in des Wortes wahrster Bedeutung am Volke bleiben, sie muß mit fast wissenschaftlicher Präzision die Volksseele abhorchen, muß unterrichtet sein über alle psychologican Worgänge im Galk, Gie muß, wenn diese A gesetze und ermöglichte ie die, wslhligzugandes des scher Vorgange im Volk. Sie muß, wenn diese Insolge des begenttimeg dig Führung! Vorgänge falsch sind, das Volk aufklären oder Königs übernahm der Stagtstat 159, v.,—, zie aber, wenn die Ansichten des Volkes richtig sind, der Beoierunosoeichh ngach dem Tode des Königs diesen Ansichten Raum geben. Die nationalsozig, aleichseitig die Vormundschaft Bherisrz,gazrg listische Bewegung hat dazu die Absicht. Deshalb es für die mit überwand sie die volitische, 2r1/grggziägrigleit 1898 Wilhelming am Tage ihrer einen geordneten Staat übergeben. Seit dem Ende ihrer Regentschaft lebte sie zurückgezogen in ihrem im Haag. Ihr 70. Geburtstag im Jahre 1928 wurde wie ein nationaler Feiertag begangen. der die tiese Verbundenheit der Königinmutter mit ihrem Volke bewies. vielen von ihnen vorwerfen, daß sie sich zu wenig mit unserer Bewegung auseinandergesetzt haben, daß sie ihrem Volke ein Mißtrauensvotum ausgestellt haben, als sie glaubten, unsere 13 oder 14 Millionen Wähler seien lauter urteilslose Dummköpfe. Ich kann ihnen aber nicht vorwerfen, daß sie von minderwertigem Charakter seien, was ich denen vorwerfe, die aus Konjunkturgründen gekommen sind, um die Situation aus. Was vor uns steht, ist schwerer als das, was hinter uns liegt. Wenn wir nicht die Kraft haben, das Reich zu sichern, daß wir es einmal beruhigt in die Hände unserer Nachfahren legen können, wäre es besser gewesen, der Nationalsozialismus Dentschlands Ankeilnahme Alsbald nach Bekanntwerden der Nachricht über das Ableben Ihrer Majestät der Königinmutter der Niederlande haben das Auswärtige Amt in Berlin, die Reichskanzlei und der Reichstag die Dienstlaggen auf halbmaß, gesetzt. Der„Beichiz minister des Auswärtigen Freiherr von Neurath hat an den niederländischen Außenminister Jonkheer de Graess ein in herzlichen Worten abgesaßtes Beileidstelegramm gerichtet und in ihm zugleich das Beileid der Reichsregierung ausgesprochen. Staatssekretät Dr. Meißner bat dem Königlich=Niederländischen Geschäftsträger persönlich die Teilnahme des Reichspräsidenten übermittelt. Ferner hat der Chef des Protokolls dem niederländischen Geschäftsträger einen Beileidsbesuch abgekattet und hierbei die Anteilnahme des Reichsministers des Auswärtigen dem Geschäftsträger ausgebrachen. Der Kaiser heiratel das Mädchen aus dem Volke Der Kaiser von Indochina heiratet eine getaufte Eingeborene Rach niederländischen Blättermeldungen aus Hanoi haben französische Missionsschwestern in Indochina beim Vatikan um die Genehmigung nachgesucht, eine katholisch getaufte und erzogene Eingeborene, namens Marie Hu Hao, mit dem jugendlichen Kaiser von Indochina, Bao Hdai, verheiraten zu dürfen. Durch diese Eheschließung werde das Ansehen des Katholizismus in Indoching gewaltig steigen. Der Fürst habe bereits zugesichert, auf das Privileg der Polygamie verzichten zu wollen, wenn er Marie Hu heirate. Vor 30 000 Frauen sprach in Kassel der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, über die Stellung der Frau im nationalsozialistischen Staat. tionalsozialismus Jahrhunderte überstrahlt und unsere Periode als Glanzzeit der Geschichte angehört. Das hängt nur von unserer Partei ab. Behalten wir die Tugenden weiter, die die Partei groß gemocht haben! Auch mit der Macht dürfen wir niemals die Herren unseres Zolkes werden, sondern müssen immer seine demütigen Diener bleiben.(Stürmischer Beifall.) Es darf nie einer näher am Volke stehen als wir. So allein können wir mit jugendlicher Leichtigkeit die ungeheure Verantwortung tragen, die wir auf uns genommen haben. And es wird dann der Nationalsozialismus nicht eine Zeiterscheinung sein oder ein Abenteuer, wie das unsere Gegner außerhalb der Grenzen gern wahrhaben möchten, sondern dann wird er, gepanzert mit Mut und Zähigkeit, Selbstbewußtsein und Trotz, ein Wagnis unternehmen: Er wird das kommende Jahrhundert in die Schranken fordern!(LangAbstrich von der Idee an sich. Mit Abstrichen verlöre sie sofort ihren revolutionären Charakter. Man kann nicht den Nationalsozialismus hier für richtig und dort für salsch halten, sondern man muß ihn als einen neuen Generalnenner des gesamten öffenlichen Lebens ansehen und empfinden. Da wir Nationalsozialisten überzeugt sind, daß wir recht haben, können wir auch neben uns keinen anderen dulden, der behauptet, er hätte recht. Denn wenn er auch recht hat, muß er Nationalsozialist sein, oder aber er ist nicht Nationalsozialist, dann hat er auch nicht recht.(Stürm. Beifall.) Die nationalsozialistische Bewegung ist deshalb revolutionär, weil sie aus einem souveränen, rechthaberischen Standpunkt heraus eine allgemeine, umfassende Umwälzung der öffentlichen Dinge vornehmen will und nicht dulden kann, daß von dieser Umwälzung irgendetwas ausgenommen wird. Aus dem sturen und unbelehrbaren Eigensinn unserer Bewegung ist ein so dynamisches Kraftgefühl von ihr auf das Volk übergestrahlt, daß sich ihrem magnetischen Anziehungsvermögen niemand zu entziehen vermochte. wäre nicht gekommen. Wir wollen, daß der Na= anhaltender stürmischer hurcht.. I,, brnn.. 9 i Suefinten Riesige Felswand stürzte durch Fehlzündung der Sprengladung zusammen und begrub b0 Arbeiter Ueber 50 Tote Wie die Belgrader„Prawda“ meldet, hat sich am Dienstag in einem Steinbruch bei Prischtina ein furchtbares Sprengstoffunglück zugetragen. Eine ungeheure Felswand ist, dem Blatt zufolge, bei den Sprengarbeiten infolge einer Fehlzündung in Trümmer gegangen und hat etwa 60 Arbeiter verschüttet, von denen bis jetzt nur sechs mit schweren Knochenbrüchen geborgen werden konnten. Bei den übrigen müsse man jede Hoffuung auf Rettung aufgeben, da die Massen der Felsblöcke so hoch Ich möchte dann auch vor einem Fehler war- aufgeben, da die Massen der Felsblöcke so hoch nen, den ich hier und da schon an den Grenzen über den Verschütteten tägen, vaß für ihre Bedes Parteilebens heraufziehen sehe, daß nämlich seitigung mehrere unsere Anhänger und Amtswalter glauben, es In Prischtina, wo die meisten Arbeiter ihre FaOrganisatorischen das Wesentliche der milien haben, herrsche Panik. Bewegung zu erkennen. einder der Verschütteten seie unsere sei im Organisatorischen das Wesentliche nationalsozialinischen Bewegung zu erkennen. Auch Organisationen sind nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck.„616 8.1— Ich weiß, daß kurz vor Toresschluß diejenigen, die eine feine Witterung für kommende Dinge haben, mit gewagtem Sprung sich auf den Boden der gegebenen Tatsachen stellten und nun mit Die Frauen und Kinder der Verschütteten, seien an die Unfallstelle geeilt, wo sich herzzerreißende Szenen abDie ursache des Unglücks, so meldet ede. ee e, Teta, Bet Steimbzruch ziu wenig Fachlente Kearbeitet raditalen Revolte denutzt werden. Zosif Ver hitten. Der Lestesig Hirzegiernr, Pri, l, Agaut sonen wurden verhastet.“ die diesen geeigneten Augenblick verpaßt hoßen, gewesen und habe sich ourch einen nur manger Sie sind nun von den Tatsachen überwältigt, sind haft ausgebildeten Werkführer verstolz, sich zu diesen Koniunkturrittern treten lassen. ein längeres Feuergesecht und eine Panik in der Stadt. Die zum Schutz des Kapitols aufgestellten Posten hielten die Schüsse nämlich für den Beginn eines Angriffs auf das Kapitol und begannen gleichfalls zu feuern, worauf sich die Schießerei über mehrere Stadtviertel ausbreitete. Die Ruhe trat erst ein, nachdem es einen Toten und zahlreiche Verwundete gegeben hatte. Ueber 1000 Bomben und handgranaten in Buenos Aires gefunden Wie die„Associated Preß“ aus Buenos Aires meldet, gibt die dortige Polizei die Entdeckung eines großen Sprengstofflagers bekannt. Unter den beschlagnahmten Sprengstoffen befinden sich 1040 Großbomben und Handgranaten. In zwei Vorstadthäusern wurden außerdem Bomben gefunden, die den während des radikalen Anschlages im vergangenen Dezember verwendeten glichen. Sie sollten offenbar bei einer erneuten Sie sind nun von den Tatsachen überwältigt, sit aber auch zu swlz, siach zu viesen Konjunkturrittern zu stellen. 3ch habe, so erllärte Dr. Goebbels, vor diesen Menschen mehr Achtung als vor denen, die zwei Tage vor der Machtübernahme zu uns gekommen sind und nun meinen, zur alten Parteigarde gerechnet zu werden.(Stürmischer Beifall.) Man muß die Dinge sehen wie sie sind und darf nicht alle über einen Kamm scheren. Man muß sich überlegen, was manche Menschen abgehalten hat, zu uns zu kommen. Man kann Gegen„moderne Lohndrückerei“ ellenobmann chsteggehge Tarifverträge allein noch keineswegs die Le In Belgrad bildet die Katastrophe das Tagesgespräch. Es wird besonders darauf hingewiegen, daß der Steinbruch der französischen Firma Batignolle gehört, die die Eisenbahnstrecke Prisch; tina—Petsch baut. Die Firma Vatignolle steht bekanntlich im Mittelpunkt der Anschuldigungen, die der ehemalige Verkehrsminister Stanitsch gegen den gegenwärtigen Verkehrsminister Radewijewitsch erhob und in denen er trotz des Dementis der Regierung behauptete, daß der Staat zugunsten der französischen Firma um 50 Millionen Mark geschädigt worden sei. Ferner weist man darauf hin, daß die Firma Vatignolle beim Bau der Savebrücke Belgrad—Semlin vor drei Jahren infolge ungeUrteil gegen die PekersdomAttentäter Langjährige Gefängnisstrafen Dienstag abend gegen 10 Uhr wurde von dem Sondergericht zum Schutze des Staates in Rom das Urteil gegen die Bombenattentäter von der Peterskirche gefällt. Die Angeklagten Buceiglioni, Renato und Claudio Cianea wurden wegen terroristischer Tätigkeit gegen den Staat verurteilt und zwar die beiden ersteren zu je 30 Jahren, der 18jährige Claudio Cianca unter Annahme mildernder Umstände zu 17 Jahren Der Chemiestudent Capasso, der das Rezept für Meiereine Sohnietherhree Firma Batgnaole bein Bg de. v., II. uuig. eine Gistgaskonbe geliesert hat, wurde freige. ded exstenz der arbeitenden Menschen gumntierten, Rügenzag Fchzrererglcheisgen,#rie, Sechzuld daran wrgt gat. er von der Vernendung nihzt ge eu dus Gheiech zur Ordnung der nationalen Ar. wenn diese Verträge burch von außen urton) v Zon antlsicher Seit wird dos von der„Prov.= eodterdure Vorgshuge un, Aoduohrzghngist, da geschüberte Ausnaß der Katcktropze besktrit] Oinelaa wat ernehner bur hteuy, ü pden, Ein zre eigenen ten. Von zusändiger Stele wird die Zahl der! Rkruse Lot angen 8452, Phaie ud Dun abe zie, Faösge als ui dier und die ien Sicherlichen aischaun Aunaunstgiseg, Sshenunsehne u.s kontrotiert, werden„ogpe, stelte eine sraug#9e 1...„I Anläslich des 63. Jahrestages der Parter ordneter Fritz Schulz, beschäftigt sich im Hinblick nuf dus Geseg zur Oronung der nationalen Arbeit mit den modernen Methoden der Lohndrückerei innerhalb des Tarifvertrages. Er bezieht sich insbesondere auf die modernen Akkordmethoden, die durch scharfe Unterteilung der Arbeiten bis zu Zeiten von einer halben und sogar einer Zehntelsekunde die Arbeitsschnelligkeit vorschr.eben, wobei die Zeitmasse nicht etwa auf die Durchschnittsleistung abgestellt werde, sondern auf die beste überhaupt vorhandene. Es zeige sich da eine ungesetzliche Antreiberpoitik, die einen Raubbau an der Gesundheit der Volksgenossen bedeute. Bei Bemessung des Stücklohns sei in Zukunft nicht die Leistung des tüchtigsten Arbeiters, sondern die des Durchschnittsarbeiters als Maßstab anzulegen. Es ergede sich aus den bisherigen Mißständen, daß kontrouiert werden kögge, selle eine Händige Gefahr für den Wirtschaftsfrieden dar. Bei der kommenden Lohnregelung durch Betriebs= und Tarifverordnungen, sei von allen beteiligten Stellen streng darauf zu achten, daß alle Auswüchse der liberalistischen Wirtschaftsweise radikal beseitigt würden, und daß die erwähnten Methoden der Lohndrückerei in den Betrieben der nationalsozialistischen Betriebsgemeinschaft keine Geltung mehr haben. Beim Führer des Betriebes und der Gefolgschaft liege hierfür die Verantwortung. 14 angegeben. Bewaffnung kommunistischer Hetten in Fruntreich! Großer Wattenschmuggel aus der Schweiz, aus Spanien und Belgien? Hruppen Gel Ehetragödie in Sterkrade Der 27jährige Arbeiter Waldemar Matten drang am Montagabend in die Wohnung seines in der Pilgerstroße in Sterkrade wohnenden Schwieger= vaters ein und gab in der Küche, ohne ein Wort zu sagen, mit einer Pistole auf seine von trennt lebende Ehefrau, die sich seit drei Wochen im elterlichen Hause aufhielt, einen Schuß ab, durch den die Frau schwer verletzt wurde. Als seine Schwiegermutter zu Hilfe eilte, gab Matten auch auf ke einen Schuß ab, der die Frau am linken Unterarm traf. Der Täter brachte seiner Ehefrau mit einem dolchartigen Messer noch einen Stich in den Rücken bei und schoß sich dann selbst eine Kugel in die rechte Schläse. Matten war auf der Stelle tot. Die beiden verletzten Frauen wurden ins Krankenhaug geschafft, wo die Ehefrau Mattens am Dienstagfrüh starb. Der„Matin“ veröffentlicht Erklärungen des korsischen Abgeorbneten Carbuccia, eines Schwiegersohns des früheren Pariser Polizeipräsidenten Chiappe, wonach seit dem 6. Februar über die Schweiz, die spanische und die belgische Grenze nach Frankreich große Waffenmengen geschmuggelt worden seien, und daß ein kommunistischer Generalstab mit der Verteilung der Waffen auf die kommunistischen Zellen betraut worden sei. Die Gerüchte von der Bewaffnung linksstehender Gruppen werden in der Rechtspresse groß aufgemacht. Corbuccia behauptet auch daß das Heeresoberkommando die Regierung auf diesen Waffenschmuggel aufmerksam gemacht habe. Der linksstehende Adgeordnete Vergery, der bereits selbst zugegeben hat, als Mittelsmann für die Bewaffnung linksextremistischer###n Geldmittel zur Bekämpfung der faschistischen Gefahr auszutreiben versucht zu haben, soll sich, wie Carbuccia erklärt, obwohl er es leugnet, doch an den sehr reichen Abgeordneten Patenotre um Gelder gewandt haben. Patenotre ist augenblicklich auf Reisen.# esaumpkait in SchEine Nachprüfung der Angelegenheit ist daher nicht möglich. Da auch die sozialistischen Verbände von der Rechtspresse verdächtigt werden, für einen Putsch zu rüsten, schreibt Leon Blum im„Populaire“ gegen die„faschistische Gefahr“ der die Sozialisten ausgesetzt seien. Er verwahrt sich gegen die Behauptung, daß die Sozialisten Stoßtruppe aufstellten, gibt aber zu, daß sie einen„Ordnungsdienst" für ihre Versammlungen organisieren, da sie mit Störungen durch Rechtselemente rechnen Seine Frau mit einem Beil erschlagen Der Tischlermeister Göken in Aurich geriet am Dienstagnachmittag mit seiner Frau in einen Streit, der in eine Schlägerei ausartete. Göken, der anscheinend betrunken war. schlug mit einem Beil auf die Frau ein, die tödlich getroffen zusammenbrach. Als der Tischler soh, was er angerichtet hatte, versuchte er, sich in einen Brunnen zu Kürzen, konnte jedoch durch Kinder daran gehindert werden. Göken wurde verhaftet. Jeuergefecht um die Geliebte Schwerwiegende Folgen einer Eisersuchtstat Nach einer Meldung der„Assoriated Preß“ aus Havauna verursachten einige Schüsse, die ein Meltvostvereins von den Füt eisersüchtiger Verehrer auf seine Geliebte abgad, Abordnungen unterzrichnet. Anläßlich des 63. Jahrestages der Kommune hatten die Kommunisten in ganz Bulgarien zu Kundgebungen aufgerufen, die aber von der Polizei verboten worden waren. Trotzdem kam es in Sofia und einigen Provinzorten zu schweren Ausschreitungen. Die schwersten Zusammenstöße ereigneten sich an der Universität zwischen kommunistischen und nationalistischen Studenten, wobei es auf beiden Seiten zum Teil Schwerverletzte gab. Zahlreiche Studenten wurden verhaftet,„ Ein weiterer Zwischenfall spielte sich vor der Polizeidirektion ab, wo Kommunisten einen Posten angriffen. Die Wache nahm mehrere Angreifer fest. In der südbulgarischen Gemeinde Wetren verübten Kommunisten einen besonders gemeinen Streich. In der letzten Nacht strichen sie die Dorfkirche bis hinauf zum Glockenturm mi! roter Farde an. Die Kirchentüren beschmierten sie mit kommunistischen Losungen. Reichspräsident von Hindenburg empfing Dienstag den neuernannten mexikanischen Gest Leovoldo Ortis zur Entgegennahme seines Begl bigungsschreibens. Am 21. März findet der feierliche erste Spaten kich zu beden Thing=Bläten ho.t: a3Ping, Sleslen Hällte des April werden sich über 60 Thing=Sti im Ban befinden. 91.26 de: Rede Wie sich jezi derausstellt, ist die Stelle Pg#.### Mussolinis über die Revision der Verträge u.„ Abrüstung den französschen Blättern in eieggg### schierten Fassung zugestellt worden. was der Erregung der Presse über die Ausführun Moheliuite vict vtei indert. gestummen Buche Ein urues internattonalee Wrja“ ongregeg### am Dienotag ale Adschloß bes bgg, gerschiadenen Weltpokvereins von den Führern der ver Mittwoch, 21. März 1934 Nr. 68(Zweites Blath) „Schwerter Zeitung“ Tuud der Gigeont Srondter Schwerte(Ruhr), Mittwoch den 21. März 1934 Und kommt der Frühling dann ins Tal...... Der Frühling beehrte sich heute am 21. März vormittags 8 Uhr 28 Minuten sein Erscheinen durch den Kalendermann anzuzeigen. Zu dieser Zeit trat die Sonne in das Sternbild des Widders, und Tag und Nacht haben die gleiche Länge. Zunächst ist freilich von der erwachenden Natur noch nicht viel zu sehen. Zwar wartet schon das Schneeglöckchen auf, und die silbernen Kätzchen der Salweide schmücken manches Fenster— das aber ist außer Saatfeldern, schwellenden Hollunderknospen und feinem Aufleuchten geschützter Gärten und saftiger Wiesenmulden auch so ziemlich alles, was Flora zu bieten hat. Hierzu kommen noch ein paar Frühlingsgrüße der Fauna in Gestalt eines Mückenschwarms in wohliger Mittagssonne und das Erscheinen eines verfrüht ausgeschlüpften Zitronenfalters oder Fuchses. Doch in nur zwei Wochen wird uns das große Frühlingswunder schon sichtund bürharer überzeugen. Vom Wetter Das gestrige Tiefdruckgebiet füllt sich unter dem Einfluß kälterer subarktscher Luftmassen langsam auf. Das nach Mitteleuropa entsandte flache Fallgebiet verliert immer mehr an Bedeutung. Trotzdem bleibt die Witterung weiterhin wechselhaft und unbeständig, da die infolge anhaltenden Zustroms milder maritimer Luft über Südwesteuropa wechselnden Temperatur= und Erdoberflächenverhältnisse auch noch weiterhin Teilwirbel und Fallgebiete begünstigen. Es ist aber damit zu rechnen, daß die arktischen Luftmassen Wetterberuhigung und Nachlassen der Regenfälle zur Folge haben werden. Vorhersage für Mittwoch: Bewölkt bis bedeckt. Zeitweise noch Regenfälle. Recht mild bei frischen südwestlichen Winden. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bedeckt, zeitweise auch heiter. Nachts leichter Frost, tagsüber milder. Die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront finden sich heute abend um 7,30 Uhr im Hotel Sternberg zur öffentlichen Kundgebung ein. liche Begrüdung des Dritten Reiches aufzufassen. Schulfeier. Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat für sämtlich ihm unterstellten volksmittleren und höheren Schulen anläßlich des Großkampftages der Arbeitsschlacht am heutigen Mittwoch, dem 21. März(Frühlingsanfang) eine Schulfeier angeordnet und dafür folgendes Programm aufgestellt: 10.45 Uhr: Die Schüler und Schülerinnen versammeln sich in der Aula(Schule). 10,50 Uhr: Der Schulleiter spricht und weist auf den Sinn dieses Tages hin und schildert die volkswirtschaftliche Bedeutung der Arbeitsschlacht. 11 bis 11,50 Uhr: Uebertragung der Arbeitsschlacht aus München. Der Unterricht fällt anschließend aus. Die Schulleiter haben für die Durchführung des Programms Sorge zu tragen. - Der Reichsbauernführer Kost spricht heute nachmittag 3 Uhr in Iserlohn auf der Alexanderhöhe. 40 000 Beamte aus Rheinland und Westfalen kommen am 8. April 1934 nach Dortmund zur Treuekundgebung in der Westfalenhalle. Es spricht der Beamtenführer Pg. Neef. Morgen ist eine Modenschau Reinertrag für die Winterhilfe. Am morgigen Donnerstag steigt nachmittags und abends im Freischütz die von Schwerter Firmen veranstaltete Modenschau, mit der eine Ausstellung verbunden ist. Vorweg sei bemerkt, daß der Reinertrag der NS. Volkswohlfahrt (Winterhilfe) zufließt. Schon aus diesem Grunde ist ein Besuch der sehenswerten Schau angebracht. Stitz Schröder=Dortmund, der vom Rundfunk her bekannte Humorist, macht den Ansager und bringt auch heitere Einlagen. Norbert Köppikus wird mit seinen Getreuen geschickt wie immer für die modern=musikalische Unterhaltung sorgen, für eine angenehme Ausfüllung der Pausen und vor allem für Stimmung. Im übrigen legt ja Frau Mode besonders für dieses Frühjahr besonderen Erfindungsreichtum an den Tag. Recht kleidsame Kostüme, Komplets, Mäntel und Hüte hat sie hervorgezaubert und die Vorführungen werden den Beifall selbst der verwöhntesten Frauen finden. Dazu kommt eine starke Betonung des deutschen Geschmacks. Was alles gezeigt wird und was auch die ausstellenden Firmen bieten, wollen wir nicht verraten. Die Modenschau wird durch das viele Reizvolle, das man in einer abwechslungsreichen Fülle geboten bekommt, sehenswert und aufschlußreich zugleich. Aufruf zum 21. März Auf Veranlassung des Herrn Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda werden am heutigen Tage, dem 21. März, alle deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust die Rede des Führers anläßlich der Eröffnung der Arbeitsschlacht für das Jahr 1934 anhören. Die Arbeitsgemeinschaft der südwestfälischen Industrie=, Handels= und Handwerkskammern richtet hiermit an alle Unternehmungen des Gaues Westf.=Süd die Aufforderung, den Belegschaften zu der Veranstaltung am 21. März 1934 den etwa entstehenden Lohnausfall zu vergüten oder aber zumindest den Ausfall der Stunde durch Nacharbeit auszugleichen. Der 21. März wird ein erneuter Beweis für die Zusammengehörigkeit zwischen der Arbeitsführung und der Arbeitsgefolgschaft sein. Arbeitsgemeinschaft der südwestfälischen Industrie=, Handels. u. Handwerkskammern. Im Auftrage gez.: Bornemann. Aus der Bewegung Deutscher Metallarbeiter=Verband Ortsgruppe Schwerte. Bekanntmachung. Sämtliche Invaliden und Erwerbslose haben Mittwoch vormittag 11 Uhr in der GeschäftsJeder Volksgenosse kann die Uebertragung der Führerrede unentgeltlich hören Iim Messingwerk an der Hermannstraße auf dem Adolf Hitlerplatz und in den Gaststätten Alle Volksgenossen, die keinen Nadioapparat besitzen und die auch sonst wegen Erwerbslosigkeit keine Möglichkeit haben, am heutigen Mittwoch die Führer=Rede unentgeltlich zu hören, ist, wie Obersturmführer Speengeviel mitteilt, im Messingwerk an der Hermannstraße, wo die Werkkurse des Arbeitsamtes(Dienstträger ist der Lehrsturm 27/323) durchgeführt werden, die Möglichkeit zur Anhörung der Nede vom Lehrsturm gegeben. In der sehr geräumigen Halle wird ein Lautsprecher aufgestellt, sodaß hier mehr als 1000 Volksgenossen die Führer=Rede hören können. Die Uebertragung der Rede beginnt um 11 Uhr, sodaß sich die Volksgenossen um 10.45 Uhr im Messingwerk eingefunden haben müssen. Die Radioanlage im Messingwerk hat das Radiohaus Hill kostenlos zur Verfügung gestellt. Dasselbe Radiohaus hat einen weiteren großen Lautsprecher im Hause der Buchhandlung Braus angebracht, sodaß auch am Adolf Hitlerplatz die Rede des Kanzlers zu hören ist. stelle Wilhelmstraße 3 zu erscheinen um hier die Rede unseres Führers zu hören. gez. Richter, Ortsgruppenleiter des D.M.V. * NS=Frauenschaft. Unser Arbeitsabend bei Wilkes ist nicht am Mittwoch, sondern Donnerstag abend 8 Uhr. I. A.: Frau H. Römer. * Von der RS=Frauenschaft. Die beiden Arbeitsgruppen„Im Reiche des Wassers" und„Wilkes“, kommen heute abend gemeinsam bei Wilkes zusammen. : 70. Geburtstag. Am morgigen Donnerstag, den 22. März vollendet der Kaufmann Karl Trog, Hagenerstraße 9 wohnhaft, sein 70. Lebensjahr. Das Geburtstagskind ist als „Onkel Karl“ in ganz Schwerte bestens bekannt. Als echter Barmer Junge hat er einen Humor mit in die Welt gebracht, den er bis auf den heutigen Tag in aller Frische behalten hat, einen Humor, wie man ihn in gleicher Echtheit nur ganz selten finden kann. Mit seinen 70 Jahren ist„Onkel Karl“ im Kegelklub noch sportlich auf der Höhe. Dem geschätzten Lebersjubilar zum morgigen Ehrentage auch unseren aufrichtigen Glückwunsch. Möge die Sonne niemals aus seinem Herzen weichen. . Seinen 70. Geburtstag begeht heute Hüttendirektor a. D. Gustav Waltenberg. Jahrzehntelang an führender Stelle im Wirtschaftsleben stehend, hat der Jubilar als langjähriges Vorstandsmitglied der Eisenindustrie zu Menden und Schwerte A.G. besonders in den schweren Kriegs= und Inflationsjahren an der Entwicklung und Erhaltung dieses für weiteste Erwerbskreise sowie für das Gemeinwesen unserer Vaterstadt in gleichem Maße wichtigen Industrieunternehmens hervortagenden Anteil gehabt, bis er nach mehr als 40jährige Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand trat. Auch als Magistratsmitglied hat er lange Zeit hindurch an der Leitung der Geschicke unserer Stadt tätig mitgearbeitet. Eingedenk dieser Verdienste wünschen wir dem Jubilar, der sich einer ausgezeichneten Geundheit erfreut, einen langen und zufriedenen Lebensabend im Kreise seiner Angehöriden und gratulieren ihm als alten Schwerter Bürger herzlichst zum Siebzigsten. Am 21. März vor einem Jahr war der Tag von Potsdam. In der Garnisonkirche sand die feierliche Reichstagseröffnung statt; Dünderttausende von Zuschauern hatten sich zum großen Tage eingefunden. Im Mittelpunkt standen Hindenburg und Hiter. Die deutsche Tradition stellte vor sich die deutsche Jukunft! Dieser Staatsakt war als die feierSchu 22.! in Lbuiger 9... Nächtliche Beobachtungen vom Freischützturm. Schwerte, den 21. März. Die erste Verdunkelungsübung des amtlichen zivilen Luftschutzes im Luftschutzort Schwerte mit dem Amte Ergste war ein beispielloser Erfolg. Die Bevölkerung war durch die Aufrufe und Anweisungen der örtlichen Gruppe des Reichsluftschutzbundes bestens informiert worden, dazu kam der positive Wille zur Mitarbeit, zur Verwirklichung einer wahren Volksgemeinschaft. Ohne Einschränkung stellen wir fest, daß sich die gesamte Bevölkerung der Ruhrstadt Schwerte und des Amtes Ergste sich so diszipliniert verhielt, als ob eine Luftschutzübung eine schon in Fleisch und Blut übergegangene Sache sei. Und das auf den ersten Anhieb. Ein derartiger Erfolg konnte nur unter dem Einsatz aller erfolgen. Darum gebührt jedem Volksgenossen Dank. Die Uebung war auf 18,30 Uhr angesetzt. Bei einem Gang durch die Straßen konnte man sich davon überzeugen, daß— die Dämmerung war bereits bei bedecktem Himriel vorhanden— die Geschäfte bereits abgeblendet hatten. Die Gaslaternen dagegen, soweit sie nicht mit blauer Leimfarbe überstrichen waren und die großen elektrischen Bogenlampen in der Hüsing=, Hörder= und Bahnhofstraße brannten noch kurz vor 7 Uhr. Sie wurden dann aber gleich vom Rathaus ausgeschaltet. Wie ein Schlafwagen kroch langsam die Straßenbahn durch die Stadt. Geheimnisvolles blaues Licht bemerkte man in verschiedenen Gasthäusern. Man konnte denken, aus unseren gemütlichen Gastwirtschaften seien internationale Barbetriebe geworden. Die von auswärts kommenden Automobile hatten um 7 Uhr nur zum Teil abgeblendet. Um 7 Uhr war die öffentliche Beleuchtung auf das vorgesehene Mindestmaß herabgesetzt. An den wichtigen Straßenkreuzungen leuchteten mit spärlich blauem Licht die sogenannten Richtlaternen. Der Himmel bezog sich immer mehr und gleich nach 7 Uhr sorgten die Regenwolken für eine Eindunkelung von oben. Die beiden SAStürme 21/329 und 22/329 wurden um 7,30 Uhr eingesetzt. Zusammen mit den Polizelbeamten wurden hier und da kleine Mängel abUm 8 Uhr herrschte im Innern der Stadt eine schier undurchdringliche Finsternis. Die Leute, die vom Bahnhof kamen, ergriff in der Bahnhofstraße ein gelindes Gruseln. SA und Polizei patroullierte auf und ab, aber nirgends brauchte gegen lichtscheue Elemente vorgegangen zu werden. Die Einstellung zur öffentlichen Ordnung hat sich seit Anbruch der neuen Zeit grundsätzlich geändert. Um 8,05 fand sich eine Kommission, bestehend aus dem Chef des amtlichen zivilen Luftschutzes, Bürgermeister Dr. Guttmann, dem Organisator und Fachbearbeiter, Sturmbannführer Luck mit seinem Adjutanten, Postdirektor Höring, Polizeikommissar Schier, Brandmeister Waldmann, Stadtoberbauführer Wohlfahrt, EisenbahnOberingenieur Tenstädt und Ingenieur Kleinam Bahnhof Schwerte ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch Reichsbahnamtmann Eucker führte Reichsb.=Inspektor Schmidt die Besichtigungs=Kommission durch sämtliche Anlagen des Bahnhofes. Die Bahnhofshalle war abgeblendet, an den Treppenaufgängen an der Unterführung sah man nur spärlich glühende Notlampen. Ein Eilzug vollständig abgeblendet(Die Lokomotiven erhalten noch für die unentbehrlichen Scheinwerfen einen Schirm) lief ein. Für einen Augenblick flammten auf dem Bahnsteig die nach oben hin abgeblendeten Lampen auf. Im Güterbahnhof strahlte die Lampe nicht, infolge zweckmäßiger Einschaltung gab sie nur einen ganz matten Schein. Im Zuge brannten nur ganz winzige Notlämpchen. Die Fenster waren völlig verhangen. Die Abblendung reichte von einem Bahnhof zum anderen, also bei dem Eilzug von Westhofen bis Unna. Aus technischen Gründen dauerte die Verdunkelungsübung für die Bahnhofsanlagen zunächst nur bis 9 Uhr. Die einmütige Kritik war die, daß der Bahnhof den Verdunkelungsgrad 1 vollständig hergestellt hatte. Nach der vorgeschriebenen Zeit setzte die volle Lichtstärte des Geländes wie auf einen Schlag wieder ein. Auch die ab 9 Uhr einfahrenden Züge waren wieder hell erleuchtet. Das reisende Publikum zeigte während der Verdunkelung hervorragende Die Kommission begab sich darauf nach dem Gelände der Eisenindustrie zu Menden und Schwerte. Auch hier war der Verdunkelungsgrad 1 hergestellt. Wenn hier die seitlich hohen Fenster der nach innen liegenden Wände nicht völlig abgeblendet waren, so war der Schein nur ein ganz matter. Außerdem war bei Verdunkelungsgrad 1 auch keine völlige Verdunkelung der Werkräume vorgesehen. Auch im Kriegsfalle soll ja weitergearbeitet werden und es soll auch die völlige Verdunkelung und Arbeitseinstellung nur bei Fliegeralarm erfolgen. Im Werkraum selbst war das Licht auf das äußerste eingeschränkt. Auch hier hatte die Werksleitung mit der Gefolgschaft ihre Schuldigkeit getan. Die Besichtigung führte weiter zum Gaswerk. Dieses städtische Werk war völlig im Dunkel versunken, wie Vineta, die sagenhafte Stadt. Man bemerkte in Richtung der Hagener Straße, daß Wandhosen, das ja zum Amte Westhosen gehört, nicht abgeblendet hatte. Es war interessant, den Unterschied zwischen Licht und Dunkel zu erkennen, andererseits wäre es bei einer zweiten Verdunkelungsübung zweckmäßig, wenn auch das Amt Westhofen dem Ergster Beispiel folgen würde. In zwei Fällen mußten Wohnungsinhaber, die nicht richtig abgeblendet hatten, sich von der Kommission die Verduntelung verordnen lassen. Auf dem Kreuzungspunkt an der Hagener Straße stand Wehrführer Hudek, dessen Gefolgschaft in erhöhter Einsatzbereitschaft lag. Er schloß sich der Kommission an. Man sah überall SA=Männer und Polizeistreisen. Die Bevölkerung war zu Hause geblieben. Nur wenig Neugierige sah man in den Straßen. Auch hier und da stand ein scheues LiebespärDas Wetter ist schuld! geprüngene Hart sind die Folgen unseres wechselvollen Wetters, aber auch ein Zeichen dafür, daß die Haut sich selbst nicht gegen Wetterschaden kann. Reiben Sie darum vor dem Ausgehen regelmäßig Hände und Gesicht mit Leokrem ein. Leokrem erhält die Jaut nicht nur bei jedem Weiter zart und geschmeidig— wus ihn so wertvoll macht, ist sein Gehalt an Sonnenvitamin und Lecithin. Dosen schon von 22 Psg. ab in alen Fachgeschäften erhältlich. chen. Aber im großen und ganzen wurde die Dunkelheit nicht zum heimlichen Stelldichein benutzt. Ein Teil der Kommission, darunter Sturmbannführer Luck begaben sich zur Feuerwehrwache. Wehrführer Hudek ließ den modernen Mannschaftswagen aus der Garage fahren. In langsamem Tempo ging es durch die dunkle Stadt auf die Villigster Höhen. Während man sonst Schwerte von hier als Lichtermeer sah, erkannte man nur die Richtungslaternen, die Bahnhofsanlage, die das ja das Licht wieder eingestellt hatte und das matt erleuchtete RAW. Die Altstadt war überhaupt nicht zu erkennen. Da eine Mondsichel am Himmel stand, war lediglich der schiefe Kirchturm sichtbar. Auch sah man aus einigen Kaminen den dicken schwarzen Rauch emporsteigen. Die Besichtigungsfahrt führte weiter zum Nickelwerk. Die Hauptanlage lag vollständig im Dunkeln. Die Fenster liegen günstig, dem Innenhofe zu. Wie in der Eisenindustrie, so wurde auch hier die Kommission in zuvorkommender Weise durch die riesigen Anlagen geführt. Lediglich das Walz= werk 4 zeigte seitlich oben dem Rosenweg zu schwaches Licht. Auch hier und beim RAW. gelten unsere Bemerkungen über die Weiterarbeit bei Verdunkelungsgrad 1. Es war also alles in bester Ordnung. Am Adolf=Hitlerplatz konnte man sich überzeugen, daß unser Postamt, trotz nächtlicher Arbeit, sich ganz auf die Verdunkelung eingestellt hatte. Vorzüglich klappte auch die Abholung der Post vom Bahnhof, während der Bahnhof verfinstert war. Auch die anderen öffentlichen Gebäude, z. B. das Rathaus glich einem verwunschenen Märchenschloß. spenstig hoben sich die Konturen des Daches und Turmes gegen den Abendhimmel ab. Immer wieder mußte man sich über unsere Straßenbahn freuen, die tadellos abgeblendet hatte. Wo ein von auswärts kommendes Auto in zu schnellem Tempo ankam, erhielt der Wagenlenker durch SA und Polizei eine gehörige Zurechtweisung. Der Motorwagen der Feuerwehr fuhr zum Freischütz hinauf, der ebenfalls vorbildlich abgeblendet hatte. Man kletterte die 100 Stufen hinauf und sah vom Turm aus noch günstiger als von den Villigster Höhen, daß der Verdunkelungsgrad 1 in Schwerte völlig hergestellt war. Sturmbannführer Luck begab sich mit dem Wagen nach Dortmund, und startete vom Dortmunder Fluahafen gegen 11,45 in einem Sportflugzeug. Vom Freischützturm aus sichtete man das Flugzeug etwa 11,50 Uhr. Es überfklog Schwerte in 800 Meter Höhe in Richtung von Osten nach Westen, ohne allerdings Schwerte als Schwerte zu erkennen. Für den Piloten und den Beobachter, Sturmbannführer Luck, war es sehr schwer, sich richtig zu orientieren um die Mitternachtsstunde. Das Flugzeug drehte bei Westhofen bei, flog am Rande des Sauerlandes entlang in Richtung Rheinen. 11,55 Uhr heulten die Sirenen der Werke. Wie auf einen Schlag begann der Verdunkelungsgrad 2. Auch auf dem Bahnhof wurde es finster. Man sah lediglich fünf kleine Lichter, die vielleicht von Lokomotiven herrührten. Auch die Signale waren verschwunden. Unheimlich war es, als der D=Zug in den völlig dunklen Bahnhof einfuhr. Die großen Werke, einschl. RAW. lagen völlig im Dunkeln, die Arbeit ruhte. Das Flugzeug schien aus Richtung Geisecke kommend, wieder Schwerte aufliegen zu wollen. Zur besseren Orientierung ließ Wehrführer Hudek den Freischützturm mit dem Scheinwerser beleuchten. Trotzdem war keine Orientierung möglich. Das Flugzeug hielt Geisecke für Schwerte, und glaubte sich auch über Hennen befindlich, da müsse etwa Schwerte liegen. Dabei kannte der Pilot das Gelände ganz genau. Aber die Abdunkelung Schwertes war so hervorragend, daß Schwerte nicht zu finden war. Das Flugzeug schwirrte dann wieder in Richtung Iserlohn ab, wurde noch einmal etwa über Geisecke gesichtet und brauste dann etwa 12,15 Uhr, kurz vor Beendigung der Verdunkelung, nach Dortmund ab. Da das Flugzeug beleuchtet war, sah es aus, als ob drei winzige Sterne sich im Luftraum bewegten. Wie wir von Sturmbannführer Luck erfahren, ist die Fahrt herrlich gewesen. Pünktlich 24,15 Uhr heulten abermals die Sirenen auf u. die normale Beleuchtung trat im Bahnhof und bei den Werken ein. Auch die elektrischen Straßenlampen flammten wieder auf. Der Luftschutz marschiert in Schwerte und cke. Ergste. Der offizielle Dank Die in der Nacht vom 20. auf den 21. März in der Stadt Schwerte und dem Amtsbezirk Ergste durchgeführte Verdunkelungs=Uebung ist völlig einwandfrei verlaufen. Die Uebung hat bewiesen, daß es möglich ist, unsere Ortschaften so zu verdunkeln, daß sie aus der Luft nicht gesehen werden. Zugleich war die Uebung ein hervorragendes Zeichen für den einmütigen Willen der Bevölkerung und die gute Disziplin aller Einwohner. Wir sprechen unsern Volksgenossen hierfür Dank und Anerkennung aus, nicht zuletzt auch den 300 SA=Führern und-Männern, welche in selbstloser Weise die Polizei bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung während der ganzen Nacht unterstützt haben. Schwerte u. Ergste, den 21. März 1934. Dr. Guttmann, Bürgermeister. Hidding, Bürgermeister. Ingeotan für die Antter und Ergste Holzen, 21. März. Im Dienste der Winterhilse. Am Sonnabend, den 24. März, veranstaltet der Stützpunkt Höchsten=Sommer= berg der NSDAP. im Lokale Eisenberg auf dem Sommerberg einen.„Bunten Abend“. Der Reinertrag soll dem Winterhilfswerk in der Gemeinde zugeführt werden. In Anbetracht des guten Zweckes wird mit einem besonders starken Besuch gerechnet. Westhofen, 21. März. Schlechte Häuserfront wird beseitigt. Am unteren Teile der Hindenburgstraße wurde das Straßenbild seit mehreren Jahren durch eine häßliche Häuserfront sehr beeinträchtigt. Da das Gebäude ohnehin bald baufällig war, wird es jetzt abgebrochen. Der Drogeriebesitzer Wilh. Engels läßt hier einen Neubau errichten. Bei dieser Gelegenheit soll auch die Straßenbreite verbessert werden. Westhofen, 21. März. Verschönerung der kath. Kirche. Als vor zwei Jahren für die katbolische Bevölkerung von Westhofen und Garenfeld das Kirchlein an der Hohlwegstraße gebaut wurde, mußten aus finanziellen Gründen verschiedene Arbeiten noch zurückgestellt werden. Wie jetzt bekannt wird, ist mit der Ausführung dieser Verschönerungsarbeiten in nächster Zeit zu rechnen. Garenfeld, 21. März. Bewußtlos aufgefunden. Auf der Schwerterstraße wurde nachmittags ein Mann im bewußtlosen Zustande aufgefunden. Derselbe war unter Krampfanfällen zusammengebrochen. Man sorgte sofort für Ueberführung ins Boeler Krankenhaus. Garenfeld, 21. März. Mit dem Siedlungsbau wird begonnen. Der Plan, in der Gemarkung Garenfeld eine vorstädtische Siedlung zu errichten, hat in den letzten Tagen festere Formen angenommen. Die Westfälische Heimstätte G.m.b.H. zu Dortmund hat für den ersten Bauabschnitt bereits die Genehmigung für acht Kleindsiedlungshäuser mit je einer Wohnung beim Siedlungsverband Ruhrkohlengebiet nachgesucht. Gegen die geplante Ansiedlung ist von den Eigentümern und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist die Einlegung von Einsprüchen bei dem Bürgermeister in Westhofen zulässig. Lichtendorf, 21. März. Sitzung der Gemeinderäte. Unter dem Vorsitz der kom. Gemeindevorstehers Dettmer wurde eine Sitzung der Gemeinderäte abgehalten. Als oberster örtlicher Leiter der NSDAP. nahm Pg. Pingel und als rangältester Führer der SA. Pg. Berlin an dieser Sitzung teil, zu der die Gemeinderäte vollzählig erschienen waren, teil. Nach eingehender Beratung der verschiedenen Punkte der Tagesordnung, zu denen Bürgermeister Hümme von der Amtsverwaltung Westhofen Aufklärungen, insbesondere über das neue Gemeindeverfassungsund Gemeindefinanzgesetz gab, wurde von dem Gemeindevorsteher folgendes festgestellt: 1. Eine Satzung über die Art der ortsüblichen Bekanntmachungen in der Gemeinde Lichtendorf wird erlassen. Hiernach erfolgen die Bekanntmachungen vom 1. April 1934 ab durch Aushang im Gitterkasten. 2. Eine weitere Ortssatzung bestimmt die Zahl der zu den Sitzungen hinzuzuziehenden Gemeinderäte. Die Zahl beträgt künftig einschließlich des örtlichen Leiters der N. S. D. A. P. und des örtlichen Führers der SA. fünf. 3. Anstelle der bisherigen Hundesteuer=Ordnung tritt vom 1. April 1934 eine neue Ordnung in Kraft. Hiernach beträgt die Gemeindehundesteuer für den ersten Hund 5 RM., für den zweiten Hund 8 RM. und für jeden weiteren Hund 14 RM. jährlich. 4. Zu der Vergnügungs-Ordnung wird ein Nachtrag erlassen. Ergste, 20. März. Seinen 75. Geburtstag konnte am 18. ds. Mts. der GendamerieWachtmeister i. R. Hill, Jahnstraße, in geistiger und körperlicher Frische feiern.— Dem Lebensjubilar nachträglich unseren herzlichsten Glückwunsch! Ergste, 21. März. Einen Unfall zog sich der Installateur W. Hölscher jr. zu. der dienstlich in Westhofen zu tun hatte und im Begriff war, mit seinem Motorrad die Rückfahrt nach Hause anzutreten. Als er die Maschine in Gang bringen wollte, rutschte er plötzlich aus und kam zu Fall. wobei er sich eine erhebliche Fußverletzung zuzog. Hennen, 19. März. Sitzung der Gemeinderäte. Unter dem Vorsitz des Gemeindevorstehers Rahlenbeck fand im Gasthaus Finkhaus die erste Sitzung des Gemeinderats statt. Nachdem der Gemeindevorsteher die erschienenen Gemeinderäte begrüßt hatte, gab er die Bestimmungen des neuen Gemeindeverfassungsgesetzes bekannt. Dann wurde die Hundesteuerordnung durchberaten. Sie fand die Zustimmung der Gemeinderäte. Hierauf wurde zu dem Erlaß Nachtrages zur Biersteuerordnung Stellung genommen. Nach der neuen Verordnung ist der Zustand so, daß sowohl Wirt und Brauerei als Einführer für die Steuer haften. Die Höhe der Biersteuer beträgt für die Gemeinde Hennen 6.— Rm pro Hektoliter Vollbier. Von den bisherigen Gemeindevertretern wurde vorgeschlagen, die Zahl der zu benennenden Gemeinderäte auf acht einschl. der beiden politischen Leiter der NSOAP. festzusetzen. Kalthof. Einjähriges Bestehen der Hitler=Jugend und des Jungvolks. Die Kalthofer Hitler=Jugend konnte am vergangenen Sonntag auf ein einjähriges Bestehen zurückblicken. Die Gefolgschaft der HJ. und des IV. waren in der Reithalle mit rund 200 Mann angetreten. Die Kundgebung begann mit Schargesängen der HJ. Fähnleinführer Krämer vom IV. sprach zunächst zu seinen Kameraden. Dann ergriff Scharführer A. Quirmbach das Wort, der Grundsätzliches über das Wesen und die Ziele der HJ. sagte. Es folgten gut vorgetragene Schargesänge. Cefolgschaftsführer W. Grote nahm die feierliche Vereidigung neuer Hitlerjungen vor. Zum Schluß fand eine Besichtigung des Standorts durch den Unterbannführer Hans Breitrück statt. Kalthof, 20. März. Kameradschaftsi abend des Motorstur:s. Am vergangenen Samstag fand im Lokale Eckmann ein Kameradschaftsabend des Motorsturms 11 statt. Scharführer Kordt begrüßte die erschienenen Kameraden im Namen des Sturmes; insbesondere den Standarten= und Oberstafselführer Hahnefordt. Dieser ergriff das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der der Kameradschaftsgeist zum Ausdruck kam. Kaffee Ha macht den besten Mokka B. 518. Vvonnes Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann 31. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Ab und zu besuchte ihn ein Bekannter, ein Russe, der die gleiche Liebheberei zu betreiben schien. Jetzt waren die beiden russischen Herren dazu übergegangen, Vergrößerungen und Verkleinerungen anzufertigen, und Wassiliews Zimmer glich einem kleinen photographischen Atelier..„ „Mit unseren Mietern konnen wir doch ganz zufrieden sein“, meinte Frau von Merten Irene gegenüber, als sie abends plaudernd zusammensaßen.„Was für ein Glück, daß wir alle Zimmer an so ruhige Leute vermietet haben! Ahnst du übrigens, was mit Seeburg los sein kann? Der sieht ja elend aus, als ob er krank wäre.“ „Ich habe ihn jetzt schon eine ganze Zeit nicht gesehen“, erwiderte Irene,„ich bin ja auch tagsüber viel im Büro.“ „Weißt du, Irene, eine Zeitlang hab' ich gefürchtet, daß sich zwischen Seeburg und Fräulein Dumont was anspinnt. Aber seit einiger Zeit hat das aufgehört. Ich hatte schon Sorge, weil die Besuche Seeburgs bei Fräulein Dumont ein bißchen häusig waren.“ „Mutti, du mußt dich möglichst wenig um unsere Mieter kümmern. Dann hast du auch keinen Aerger. Und Herr von Seeburg wird die gebotenen Grenzen hier im Hause schon einhalten. Er arbeitet wohl jetzt ziemlich viel?“ „Ja, Irene, er geht abends gar nicht mehr fort. Dabei ist er doch noch ein junger Mensch.. 8 „Was geht uns das an, murn, ob er ausgeht oder zu Hause bleibt? Wir wollen froh sein, daß wir aus den Sorgen vorläufig heraus sind“, log Irene. Gut, daß die Mutter nicht aynte, wie sie in den letzten Nächten leise an die Tür gegangen war, um nachzusehen, ob in Seeburgs Zimmer immer noch Licht brannte. Seeburg schien sich das Schlafen ganz abgewöhnt zu haben. Bis um zwei, drei Uhr morgens hörte sie das Rascheln der Akten, das leise Kratzen der Feder auf dem Papier. Er brachte ja auch jeden Tag außer den Akten, die er sich schicken ließ, noch Arbeit mit. Zweimal war Franz Walburg dagewesen, um irgend etwas zu bringen. Er hatte Irene nur wie eine Fremde gegrüßt, als er sie im Flur traf. Frau von Merten hatte nach der Tageszeitung gegriffen. Irene nahm sich ein Buch vor. Da schrillte das Telephon. Irene von Merten nahm den Höhrer. Sie erkannte die Stimme Doktor Millers. „Ist Herr Baron von Seeburg zu sprechen?" Irene bejahte und stellte um. Durch die Tür hörte sie Seeburgs ruhige Stimme. Worte waren nicht zu verstehen. Bald darauf klingelte es aus Seeburgs Zimmer nach Berta. Die kam gleich darauf, um sich die Schüssel zu holen. „Der Herr Baron bekommt noch Besuch. Einen Herrn. Er läßt um ein paar Gläser bitten, ich soll einen Krug Pilsener holen.“ Berta brachte das Gewünschte in Seeburgs Zimmer. Kurz darauf klingelte es; es schien Miller zu sein. Er sprach draußen mit Berta und war bald in Seeburgs Zimmer verschwunden. „Sie haben so lange nichts von sich horen lassen, Herr Paron, daß ich mich doch wieder mal nach Ihnen umsehen muß! Sie sehen übrigens nicht gerade besonders gut aus!“ „Mir fehlt nichts. Aber ich habe schon dran gedacht. Ihren Rat zu befolgen und mal ein paar Wochen auszusetzen. Ich arbeite vor. Aber ich muß erst noch ein paar wichtige Sachen erledigen.“ Seeburg schenkte Miller ein. Der nahm bedächtig einen tiefen Zug. „Ausspannen kann nie schaden“, meinte er dann nachdenklich.„Wann sprachen wir eigentlich davon?“ „Als ich Ihnen von meiner schönen Nachbarin, Yvonne Dumont, erzählte. Ich glaube, ich bin ein großer Dummkopf gewesen, lieber Doktor! Ich habe mich damals über Ihre Skepsis von Herzen geärgert. Aber Sie hatten wohl doch recht.“ Als Miller schwieg, fuhr Seeburg fort: „Ach was, es muß mal'runter von der Leber.“ Ausführlich erzählte er von der Filmvorführung und dem offensichtlichen Versuch Yvonnes, sein Urteil zu kaufen. „Ueber den Kaufpreis zu sprechen, erlassen Sie mir wohl, Herr Doktor.“ „Aber ich bitte Sie, Baron! Geld wird man Ihnen ja nicht gerade angeboten haben. übrigen bin ich nicht neugierig. Aber mir fällt es wie ein Stein vom Herzen! Daß da irgendein Plänchen ausgeheckt wurde, war von Anfang an mein Eindruck. Gut für Sie, daß es sich so harmlos löst. Und wenn Sie mir weitere Erlärungen erlassen, möchte ich mir Ihre Worte von vorhin zu eigen machen: Ich glaube, ich bin gleichfalls ein großer Dummkopf gewesen! Ich habe Gespenster gesehen. Und das darf man in meinem Beruf nicht. Ich habe auch nicht die Entschuldigung für mich, daß mir eine schöne Frau Augen gemacht hat. Uebrigens, ich bitte um Verzeihung. Wenn ich noch mal darauf zurückkomme— haben Sie seit dem Filmabend gar nichts mehr von Ihrer schönen Nachbarin gehört, Herr Baron?“ „Nein!“ kam die knappe Antwort. „Na— schön!“ Auch Miller schwieg, aber in seinen Augen war etwas Nachdenkliches. Obgleich Seeburg sichtlich erleichtert war, daß er sich die von der Seele gesprochen hatte, kam keine rechte Stimmung mehr auf. Doktor Miller verabschiedete sich früher, als er unsprünglich beabsichtigt hatte. Es ihm auch lieb, jetzt allein zu sein. Die S Yvonne— Seeburg beschäftigte ihn immer noch; zwar schien die Geschichte abgeschlossen. Wenn er nur hätte begreifen können, wozu Zusammensein Yvonnes, Perlain und 5 Assessors Malesius nach dem vergeblichen A griff auf Seeburgs Entscheidung veranstalt war. Sollte Malesius an Stelle von Seeburg gewonnen werden? Was bezweckten Yri und Perlain damit, daß sie mit Malesins Fühlung nahmen? Und Malesius konnte nach Seeburgs Weigerung doch auch nichts richten? Wer war dieser Holtay, der so dig freigebig war? Halt, Vorsicht!, ermahnt; sich Miller. Nur nicht wieder sich in# Verdacht verrennen! Jetzt konnte man Knöpfen abzählen, ob man die ßen sollte oder sie dem berühmten Schrank anvertrauen, in dem so m wieder ausgenommene Angelegenhe hatte „* Doktor Miller Nach der Unterhaltung mit.“. zmeren fühlte sich Seeburg wie von einet wieder Last befreit. Zum ersten Male, daß„„ zeitig eine Nacht durchschlief. Darauf wezzrg glenden munter geworden. Als er den„sctzig ver, Sommermorgen sah, wurde jagen sein Liebgnügt. Leise pfiff er beim Ange## gag füe lingslied vor sich hin. Was wor, ummen ein Narr gewesen, sich von diest schichte so mitnehmen zu lassen! Fortsetzung Deese Weetuch Ehrenfahrt der Arbeitsopfer des Biegkreises Siegburg. Für die Opfer der Arbeit aus dem Siegkreis hat man für kommenden Mittwoch, dem Beginn der neuen großen Arbeitsschlacht, eine besondere Ehrung vorgesehen, und zwar eine Ehrenfahrt, die durch den Siegkreis führt. 2000 Teilnehmer haben sich zu dieser Fahrt bereits gemeldet. Da es unmöglich war, die zur Beförderung dieser zahlreichen Teilnehmer benötigten zirka 600 Kraftwagen in einer Kolonne fahren zu lassen, sind vier Züge vorgesehen. Der erste Zug wird ins Bröltal geleitet, der zweite ins Siegtal und der dritte und vierte Zug zum Rhein. Vor Beginn der eigentlichen Fahrt findet in der Festhalle im ehemaligen Feuerwerkslaboratorium in Siegburg eine große Kundgebung statt, in der Kreisleiter Hoffstätter, MdR., sowie der Reichsverbandsführer der deutschen Arbeitsopfer in der DAF, Pg. Eberling=Berlin, Ansprachen halten werden. Nach der Rundfunkübertragung der großen Rede des Führers in München wird die Ehrenfahrt beginnen. Kind im reißenden Dorfbach ertrunken Lieser(Mosel). In der Ortschaft Veldenz, die in einem Seitental der Mosel im Bereich der sogen. Grafschaft Veldenz liegt, fiel das 1½ Jahre alte Töchterchen eines Winzers in den hinter dem elterlichen Hause fließenden Bach. Durch die Regenfälle der letzten Tage war der Bach stark angeschwollen und riß das Kind eine Strecke weit mit. Seine Leiche konnte einige Zeit später unterhalb des Dorfes aus dem Bach gezogen werden. Grauenvoller Tod eines Matrosen Oberwesel. Vor einigen Tagen wurde hier aus dem Rhein eine männliche Leiche gelandet. Wie sich jetzt herausstellte, handelt es sich bei dem Toten um den 38 Jahre alten verheirateten Matrosen Georg Faber aus Worms. Nach den bisherigen Feststellungen ist der Matrose am 5. Februar in Ausübung seines Berufes vom Schiff in den Rhein gestürzt. Dabei sind dem Bedauernswerten von einem Raddampfer beide Beine abgeschlagen worden, so daß es ihm unmöglich wurde, an Land zu schwimmen. Ein kurzer Prozeß in Köln Der Kläger bekam eine Mark Köln. Ein Invalide war für die nächtliche Bewachung einer Baustelle angenommen. Eines Abends erschien er in betrunkenem Zustande auf der Baustelle und benahm sich dort sehr laut, so daß er von einem Polizeibeamten zur Wache gebracht wurde. In der darauf folgenden Nacht wurden auf der Baustelle einige Schiebkarren zertrümmert, wodurch dem Unternehmer ein Schaden von 20 Mark entstand. Der Nachtwächter aber hatte noch für drei Nächte Lohn zu fordern, den er am Arbeitsgericht einklagte. Der Bauunternehmer erhob Widerklage. Der Kläger behauptete, gänzlich unschuldig zu sein. Er wisse nicht, weshalb man ihn zur Wache gebracht habe. Als der Vorsitzende darauf hinwies, daß man den Polizeibeamten als Zeugen hören müsse, sagte der Kläger:„Herr Gerichtshof, lassen wir uns doch bitte einigen, dann haben Sie keine Arbeit mehr mit der Sache und ich bekomme noch etwas Geld.“ Der Vorsitzende brachte es zu einem Vergleich, nach welchem der Kläger eine Mark erhielt. Beim Verlassen des Saales ermahnte der Vorsitzende den Kläger, er möge darauf bedacht sein, daß er mit der Mark gut nach Hause komme, ohne leichtsinnig zu werden. Polizeiliche Anordnung über das Auftreten von Angehörigen konfessioneller Jugendverbände Köln. Die Staatspolizeistelle Köln hat eine polizeiliche Anordnung erlassen, laut der Angehörigen von konfessionellen Jugendverbänden auf Grund des§ 14 des Polizeiverwaltungsgesetzes in Verbinbung mit der Verordnung zum Schutze von Volk und Staat vom 28. 2. 1933 das öffentliche Auftreten im Regierungsbezirk Köln im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung bis auf weiteres untersagt wird. Ferner sind das öffentliche Tragen von Bundestracht oder von Kleidungsstücken oder Abzeichen, die sie als Angehörige der konfessionellen Jugenderganisationen kenntlich machen, das Mitführen oder Zeigen von Wimpeln oder Fahnen in der Lelfentlichkeit, der öffentliche Vertrieb oder das offentliche Verteilen von Presseerzeugnissen konfessioneller Jugendverbände(Jugendzeitungen, Jugendzeitschriften) und jede sportliche oder volkssportliche oder geländesportliche Betätigung innerhalb der konfessionellen Jugendverbände verboten. Die von den Kreis= und Ortspolizeibehörden des Regierungsbezirks Köln bisher ereisenen Verbote gleichen Inhalts treten außer Kraft. Dunziger Gaste in der Stark Erier Das Band vom Osten zum westen Trier. Die Stadt Trier stand am verflossenen Wochenende im Zeichen der Schicksalsverbundenheit zwischen dem deutschen Westen und dem deutschen Osten, die ihren Ausdruck in Besuchen des Danziger Senators Batzer und des HI.=Oberbannführers Zirwas=Danzig fand, sowie durch eine Sonderausstellung„Wege nach dem deutschen Osten“ augenfällig in diesen Tagen dargetan wird. Die Danziger Gäste kamen im Flugzeug von Aachen auf dem Trierer Flugplatz an, wurden im Weinmuseum von der Stadtverwaltung begrüßt und nahmen dann an der Eröffnung der Ausstellung teil, die mit einer Rede des Regierungspräsidenten Dr. Saassen vorgenommen wurde. In seiner Ansprache ging dieser besonders auf die geschichtliche Mission des deutschen Menschen aus dem Westen ein, die heute überalt im Osten noch deutlich ihre Spuren aus mittelalterlicher Zeit zeige. Das zerrissene Ostland könne auf die in der schweren Besatzungszeit bewiesene Treue der Rheinländer rechnen und werde nie und nimmer allein im Kampfe um die Erhaltung seines Deutschtums stehen. Am Nachmittag fand sodann eine vertrauliche Führerbesprechung über aktuelle Ostfragen in Anwesenheit der Führer sämtlicher RS.=Forwationen, der Behörden und der Führung des BDA. im Rathaussaal statt, während der Abend die Trierer Bürger und ihre ostdeutschen Gäste in einer großen Ostlandkundgebung vereinigte, auf der sowohl Senator Batzer als auch Oberbann= führer Zirwas das Wort ergriffen. Dann flogen die Danziger Führer nach einer Besichtigung der Stadt Trier weiter nach Wiesbaden. Roln=Kaufen=gerentt der Toten Große Gedenkteiern für die im Hampf der Bewegung gefallenen Parteigenossen im Gau Köln-Nachen Köln. Am kommenden Sonntag werden an den Gräbern der in den Jahren des Kampfes für die Bewegung gefallenen Parteigenossen im Gau Köln=Aachen würdige Gedenkfeiern veranstaltet, mit denen gleichzeitig die feierliche Enthüllung von Erinnerungssteinen verbunden ist. In den einzelnen Kreisen sind die Feierlichkeiten, an denen die gesamte Bewegung in allen ihren Einzelgliederungen teilnehmen wird, wie folgt geplant: Um 10 Uhr vormittags weiht Gauleiter Staatsrat Grohe die Denkmäler für die Parteigenossen Raskin und Geurten in Aachen; um 12 Uhr wird der Gauleiter in Merkstein am Grabe des Sturmführers Hamrückers weilen und nachmittags um 15 Uhr in Jülich den Gedenkstein für Pg. Zimmermann enthüllen. In Köln sind die Gedenkfeiern vormittags um 10 Uhr in Merheim am Grabe des Hitlerjungen Niejahr, um 11,30 Uhr auf dem Friedhof Melaten an den Gräbern der SA=Männer Spangenberg und Winterberg und ebenfalls um 11,30 Uhr auf dem Südfriedhof am Grabe des Pg. Pertz. In Küdinghoven findet die Feier für Claus Clemens vormittags um 11 Uhr statt, während um 3 Uhr nachmittags in Siegburg die Gedächtnisfeier für Franz Müller ist, dessen von der Gauleitung gesetzter Grabstein bereits enthüllt wurde. In Wiehl im Oberbergischen wird nachmittags um 16 Uhr am Grabe des Parteigenossen Bitzers der Gedenkstein enthüllt. Funde aus der grauen Vorzeit 2000 Jahre alte Eröhütten an der Mittelmosel entdeckt Die Geliebte und sich selbst erschossen köhne i. W. In einer Bretterbude in der der Werre wurden die Leichen eines jun97 Mannes und eines Mädchens gefunden. Die Jlz#i ermittelte, daß es sich um einen 2! are alten Monn aus Löhne und eine 18 Jahre Landhelferin aus Langenbochum handelte. die nach aufgefundenen Briefen freiwillig aus dem Lehen schieden Ea mird angenommen daß 5 Mann zuerst das Mädchen durch eine Kuge! (eiete und sich dann selbst das Leben nahm. In Trier. Bei Ausgrabungen einer vorgeschichtlichen Brandgräberstätte auf dem Cueser Berg bei Bernkastel=Cues entdeckte der Abteilungsdirektor Dr. P. Steiner vom Provinzialmuseum in Trier auf der Suche nach den Wohnstätten in der Nähe des Brandgräberfeldes am oberen Abhang einer Talschlucht eine Reihe von Gruben in Rundform, die zwei, drei und mehr Schritt Durchmesser aufwiesen und sich nebeneinander etwa 600—700 Meter hinerstreckten. Einige von diesen Gruben waren mit talseitig erhöhtem Rand versehen. Der auffällge Fund eröffnet nach Ansicht des bekannten Trierer Altertumsforschers eine interessante Deutungsmöglichkeit. Es ist nämlich anzunehmen, daß diese Gruben Wohnstätten darstellen, die aus der zweiten Eisenzeit, der sog. Latenezeit, stammen und ehemals mit spitzkegeligen, aus Stangen mit Laub= und Schilfbedeckung errichteten Hütten überdacht waren. Diese Vermutung der Hand des Mannes wurde der zur Tat benutzte Revolver noch vorgefunden. Der Grund zu dem traurigen Abschluß des Liebesverhältnisses ist noch nicht bekannt. Die erste Entmannung in Köln angeordnet Köln. Das Schöffengericht in Köln sprach gegen einen 23jährigen Mann aus Köln, der wegen Diebstahls und mehrerer Sittlichkeitsverbrechen bestraft werden mußte, die Entmannung aus. Amtsgerichtsrat Dr. Nueckel betonte in der Begründung des Urteils, mit dem die erste Entmannung in Köln angeordnet wurde, daß diese Maßnahme zum Schutze der Allgemeinheit notwendig sei, weil es sich in diesem Falle im einen gefährlichen Sittlichkeitsverorecher handele, vor dem die Oeffentlichkeit unter allen Umständen geschützt werden müsse. Reisende Darlehnsbetrüger gefaßt Düsseldorf. Die Kriminalpolizei nahm, hier zwei Personen fest, die im ganzen Reich bei den Ortsgruppen der NSDAP. Unterstützungen und Darlehen erschwindelten. Disziplinarausschuß bei der Handwerkskammer Düsseldorf Düsseldorf. Zur sachverständigen Beratung in allen Personalkonflikten, die mit der Führung von Handwerksorganisationen im Bezirk zusammenhängen, ist bei der Handwerkskammer ein Disziplinarausschuß gebildet worden. Zu dessen Mitgliedern hat der Präsident der Kammer die Gladbach und Schreinermeister Wilh. Schlüter, Düsseldorf, berufen. Aus der Trinkerheilanstalt vor Dutsburg. Mit einem eigenartigen Fall beschäftigte sich die Quisburger Strafkammer. Der ist vorerst der Versuch einer wissenschaftlichen Deutung, die jedoch nicht von der Hand zu weisen ist und schließlich durch eine nähere Untersuchung dahingehend erhärtet werden soll, daß man hier 2000 Jahre alte Erdhütten entdeckt hat. Die Brandgräberstätte wies Spuren von drei Beisetzungen auf. Drei aus der Hand geformte, schwarze Töpfe wurden freigelegt. Neben einem von ihnen fand man zu einem Häufchen aufgeschichtet die Reste des Leichenbrandes, in dem man Bruchstücke einer ganz zerfallenen Gewandspange aus Eisen(Fibel) feststellen konnte. Der Ton der Bestattungsurnen war überaus feucht und mürbe; außerdem schienen Beschädigungen durch den Pflug eingetreten zu sein, da eine der Brandbestattungsgruben nur 40—50 Zentimeter tief lag und fast quadratische Form bei etwa 70 Zentimeter Seitenlänge aufwies. Es handelt sich ohne Zweifel um Gräber aus der vorrömischen Zeit von etwa 500 v. Chr. bis Christi Geburt. Reichsbahnassistent Erich Brosius aus Duisburg hatte nach dem Kriege einen Hang zum Trinken, und diese Leidenschaft nahm derart bei ihm zu, daß er sich auch verschiedentlich an ihm anvertrauten Geldern vergriff. Zwar waren es keine namhaften Beträge, immerhin aber hatte er sich strafbar gemacht. Nachdem er jetzt aus der Trinkerheilanstalt zurückgekehrt war, stand er nunmehr vor Gericht. Der sachverständige Arzt billigte dem Angeklagten den§ 51 nicht zu, worauf das Gericht Brosius unter Zubilligung mildernder Umstände zu sieben Monaten Gefängnis verurteilte. Aufgedeckte Unterschlagungen Rheydt. Nachdem hier erst vor einigen Tagen Unterschlagungen von 20000 Mark durch drei Angestellte eines größeren Rheydter Werkes aufgedeckt worden waren, ist man jetzt neuen Veruntreuungen auf die Spur gekommen. Ein Angestellter unterschlug seiner Firma 2000 Mark und machte sich außerdem des Diebstahls schuldig. Ferner wurde bei einer Odenkirchener Kolonial= warengroßhandlung eine Unterschlagung von 6000 Mark, die ein Buchhalter begangen hatte, aufgedeckt. Die beiden Täter kamen in Untersuchungshaft. In Hamburg gefaßt Opladen. Vor einigen Tagen sind, wie wir berichteten, zwei Mitglieder des Opladener Arbeitsdienstlagers mit 2000 RM., die für die Löhnung der Arbeitsdienstler bestimmt waren, geflüchtet. Die schnell und tatkräftig einsetzende Verfolgung war von Erfolg. Den Opladener Feldmeistern des Arbeitsdienstlagers gelang es mit Unterstützung der Opladener Kriminal= polizei, in Hamburg die beiden Burschen festzunehmen. Oberhem hatte noch 1600 RM. in seinem Besitz, die sichergestellt wurden. Die beiden Burschen die das in sie gesetzte Vertrauen auf so gemeine Weise mißbrauchten, dürften eine exemplarische Strafe zu erwarten haben. Bei der Rettung des Arbeitskameraden tödlich verunglückt Oberhausen. Der in der Stabeisenzurichterei des Walzwerks Oberhausen tätige Peter Noll aus der Moltkestraße 54 in Oberhausen geriet beim Außerbetriebsetzen der Richtmaschine in die Maschine und wurde so ichwer verletzt, daß er nach dem Unglück starb. Noll wolite deshalb die Maschine ausschalten, weil ein Arbeitskollege von ihm von einem aus der Richtmaschine austretenden Stab erfaßt wurde. Der von Noll gerettete Arbeitskamerad erlitt nur leichtere Verletzungen. Eine seltene Feier Castrop=Rauxel. Die Kirchengemeinde Castrop= Rauxel hatte das seltene Erlebnis der Feier einer Wiederaufnahme einer ganzen Freidenterfamilie zu verzeichnen. Dort trat nach der Prüfung der diesjährigen Konfirmanden eine ganze Familie geschlossen vor den Altar und der Geistliche nahm eine Reihe von Amtshandlungen hintereinander vor. 94 Die Wiederaufnahme der Eltern, die, jahrzehntelang Freidenker, ihre Kinder religionstos erzogen hatten, die Konfirmation des seinerzeit noch getauften ältesten Sohnes, der inzwischen erwachsen ist, und die Taufe der drei kleineren Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren. Die Gemeinde nahm an der Bekehrung dieser Freidenkerfamilie regen Anteil. Dreijähriges Kind verursacht Großfeuer Osnabrück. In dem benachbarten Dorf Döhren brach am Sonntag auf einem der größten und modern ausgestatteten Bauernhöfe ein Großfeuer aus. Das dreijährige Töchterchen des Besitzers hatte in einem Strohschuppen mit Streichhölzern gespielt und das Stroh in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich mit großer Schnelligkeit auf die Nachbargebäude und Stallungen aus, so daß es den Feuerwehren der Umgebung mit äußerster Mühe nur noch gelang, das Vieh aus den einstürzenden Ställen zu retten und das Wohnhaus vor den Flammen zu bewahren. Der entstandene Schaden ist sehr erheblich. Durch Starkstrom getötet Unna. In der Drahtzieherei Westebbe u. Weitpfennig ereignete sich ein Unglücksfall, dem der 26jährige Elektromonteur Rudolph Wiegand aus Dortmund zum Opfer fiel. Im Verlaufe der Aufstellung eines Transformators kam Wiegand mit der 10000 Volt Hochspannungsleitung in Berührung und wurde auf der Stelle getötet. Arbeitsbeschaffung für alte Kämpfer Vermittlungsstelle„Alte Garde" Münster. Die Pressestelle des Oberpräsidenten teilt mit: Von der bei der Hauptfürsorgestelle Westfalen eingerichteten Vermittlungsstelle„Alte Garde“ wird darauf hingewiesen, daß die Frist zur Meldung der arbeitslosen und arbeitsfähigen alten Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung in diesen Tagen abläuft. Soweit die Meldung zum Zwecke der Arbeitsvermittlung bisher nicht erfolgt ist, wird nochmals dringend gebeten, diese umgehend bei der zuständigen Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegerhiacrbliebene vorzunehmen. Der erste Kreis in Westfalen von „Erwerbslosen befreit Borken. Durch umfangreiche Maßnahmen zur Behebung der Arbeitslosigkeit ist es dem Landrat des Kreises Borken, Dr. Cremerius, gelungen, sämtliche für die Arbeitsleistung in Frage kommenden Wohlfahrtserwerbslosen wieder in Arbeit zu bringen. Mit dem Tage des Beginns der großen Arbeitsschlacht am 21. März wird der erste westfälische Landkreis ohne Arbeitslose sein. Vier Schwerverletzte bei einem Autounglück Gütersloh. Auf der Strecke Wiedenbrück—Gütersloh fuhr ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen gegen einen Baum, wobei sämtliche Insassen schwere Verletzungen erlitten. Die Verletzten fanden Aufnahme im Krankenhaus Wiedenbrück. Einer hervorragenden Leistungsprüfung konnte das Dovvelschrauben=Motorrettungsboot„Konsul Kleyenstüber“, der Station Pillau der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffdrüchiger kürzlich unterzogen werden. Bei der Ueberführungsfahrt von Pillau nach Vegesack(Weser) hatte das Rettungsboot mit vollem Sturm. Stärke 9—10. mit schweren Schnee= und Hagelböen und einer hohen wilden See und Dünung zu kämpfen. Außerdem siel das Thermometer bis auf 12 Grad unter dem Gefrierpunkt, so daß das Boot an Deck und außenbords bis hoch hinauf zum Mast völlig vereiste. Trotzdem wurde die 540 Seemeilen betragende Distanz in 68 Stunden zurückgelegt, also eine Durchschnittsfahrt von rund 8 Knoten erzielt.„Konsul Klevenstüber“, der seit dem Frühjahr 1932 in Pillau stationiert ist, konnte seine hervorragende Eignung im Küstenrettungsdienst bereits am 12. September 1932 unter Beweis stellen. Das Boot rettete damals bei schwerem Weststurm die 4 Mann starke Besatzung des gestrandeten deutschen Zweimastschoners„Adele“. Die Ueberführungsfahrt stellte den glänzenden Seeigenschaften des Bootes und der Zuverlässigkeit seiner Dieselmataren erneut das Zeugnis hoher deutscher Qualitätsarbeit aus. ROMAN voN KLOTHILDE Von 8TEGMANN Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag. Halle(Saale) 11] Nachdruck verboten. In diesem Augenblick wurden sie unterbrochen. Die Für wor)e apsozniste vem Ruse Tag, Valil“ i.. herein, das sich mit dem Aaf..T.-Anl an des Konsuls Hals warf. Dem Konsul schien das nicht unangenehm zu sein; sein Gesicht strahlte förmlich, und er zeigte keine Eile, sich aus der Umschlingung zu befreten. Aki war gerade im Begriff, sich diskret als Nystädt ihm zurief:„Bleiben Sie doch, Herr Wernoff. und helfen Sie mir, diesen Ueberfall abzuwehren! Verlegen gab jetzt die junge Dame den Vater frei und wendete sich Aki zu, dessen Anwesenheit sie nicht bemerkt hatte. Der Konsul stellte vor:„Herr Wernoff— meine Akt sah sich einer sehr jungen, gut gewachsenen Dame mit liebreizendem Gesicht gegenüber, die ihm freimütig in die Augen sah und ihm die Hand bot. Beider Blicke blieben länger ineinander haften, als es sonst bei ersten Begegnungen der Fall zu sein pflegt. Aki kannte aus seiner früheren Tätigkeit viele hübsche junge Damen und hatte vor dieser Gattung Mensch keine allzu große Ehrerbietung; aber in dem Blick dieser Augen sah er etwas, das ihn fesselte. Er war sich unklar bewußt, solche Augen schon einmal erlebt zu haben in Verbindung mit etwa ungemein Wohltuendem; aber er konnte sich im Augenblick nicht darüber klar werden, wo und wann das gewese war. Eine angenehme, warm klingende Stimme riß ihn aus seinen Träumen..(uu zunte „Also endlich lerne ich Sie einmat kennen, Herr Wernosf!" sagte das junge Mädchen, und die Stimme verriet nun eine tiefe Bewegung.„Endlich kann ich Ihnen einmal danken— Ihnen, meinen Lebensretter!“ „Aber ich bitte Sie, gnädiges Fräulein, beschämen Sie „Ich müßte eigentlich beschämt sein, Herr daß ich soviel Monate verstreichen ließ, bis ich Ihnen meinen Dank persönlich ausspreche. Aber Vati meinte, es wäre Ihnen vielleicht lieber, erst hier im Betrieb ein wenig Wurzel zu fassen, ehe wir Sie bitten würden, uns auch einmal privatim kennenzulernen.“ Aki sah dankbar auf Nystädt; er verstand augenblicklich die taktvolle Rücksicht, die Nystädt hatte walten lassen. Er wollte ihm erst Gelegenheit geben, aus den Niederungen des Elends und des Unwissens aufzusteigen. Zögernd und doch glücklich schlug er in gebotene Hand ein. Der Konsul hatte die kleine Szene beobachtet. „So, Beate, nun hast du also deinen Retter von gesicht zu Angesicht gesehen. Aber ich nehme an, du möchtest ihn noch ein wenig näher kennenlernen. Herr Wernoff. ich beurlaube Sie also für heute, falls Sie Lust meine Tochter zu begleiten? Ich glaube nämlich, sie hatte ein Attentat auf mich vor— da möchte ich meine Zeit durch Sie loskaufen. Hab' ich richtig geraten, Kleines? Jawohl, Vati!— Sie müssen nämlich wissen, daß Vater mich geradezu sträflich vernachlässigt. Immer in Geschäften, immer auf Konferenzen, auf Reisen oder in ehrenamtlicher Tätigkeit. Für mich ist er niemals zu haben.“ „Unbegreiflich!“ sekundierte ihr Akt. „Nicht wahr?" bestätigte sie erfreut.„Habe ich da nicht das Recht, einmal gegen das Verbot meinen Vater in seinem Kontor zu überfallen?" „Auf Ihrer Seite ist zum mindesten das Recht des Schwächeren!„.. 8 „Siehst du, Vati, Herr Weinoff gibt mir auch recht!“ „Und was willst du eigentlich von mir?“ fragte Nystädt, eutgelaunt. W m 4 „Wethnachtseinkaufe mit dir zusammen machen! Ich brauche dazu männlichen Rat und Hilfe!“ „Liebes Kind, vielleicht begnügst du dich heute mit Herrn Wernoff, wenn er so freundlich sein will, deinen Kavalier zu spielen. Oder“, wandte er sich zu Aki,„würde Ihnen das auch ein Opfer Ihrer Ueberzeugung oedeuten?“ „ Sie belieben zu scherzen, perr Konsut:.„ „Na, nichts für ungut. Man kann ja nie wissen Nystädt sagte es scherzend. Und zu seiner Tochter ge„Es ist mir heute leider wirklich ganz unmöglich, aber ich verspreche dir, daß ich morgen den ganzen Nachmittag zu deiner Verfügung sein werde. Bist du nun zufrieden, Beating?“ Beate flog ihm an den Hals. „Danke schön, lieber Vati— ich weiß, du wirst dein Wort halten!“ geht. Dann wird sie von jeder anderen Dame, die keinen netten Begleiter hat, beneidet. Und es tut so gut, wenn man ein bißchen beneidet wird.“ „Und ich dachte, Sie würden so oft und so viel beneidet, daß es Ihnen peinlich sein müßte, noch mehr beneidet zu werden!“ Das klang beinah ernst und veranlaßte Beate, mit einem raschen Blick in Akis Gesicht nach einem Grund für diese Aeußerung zu forschen. Aber Alis Züge zeigten nichts von Verbitterung oder Mißgunst. So erwibelte see „Esmag sein, daßich von mauchem beneidet werde, aber da handelt es sich wohl steis um Dinge, die Pezig,#e beneidenswert ansehe. Es bereitet mir zum Belspiel 1.— Genugtuung, daß mein Vater vermögend ist. Ich habe## „Jedenfals eine sehr seltene und anerkennenswerte Einstellung. Ali ging mit Beate einkaufen, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt. Beate hatte ihr Auto nach Hause geschickt.„Das ist ja gerade das Schöne bei Weihnachtseinkäufen, daß ein mit Pakeichen beladen neben der Dame einherDie beiden saßen an einem kleinen Tisch frischungsraum eines Warenhauses einander gegenüber. Ali senkte seinen Blick immer wieder in Beates. blickende graublaue Augen und forschte in seinem Gedächtnis, wo er einen solchen wohltuenden Ausdruck schon einmal in anderen Augen gelesen hatte. Es mußte schon sehr lange her sein, und es war ein anderes Gesicht gewesen, in dem jene Augen standen; aber was von beiden Augenpaaren ausging, war das gleiche: etwas unendlich Mildes, Gütiges. Ja, es war Güte, die aus diese. Augen sprach. Und während Akt diese Feststellung machte, kam aus Beates Mund ein Ausspruch, der Akis Beobachtung zu bestätigen schien: „Von den mancherlei Moglichkeiten, sich ein Gluasgefühl zu verschaffen, scheint mir die allerschönste die, andere glücklich zu machen.“... 4 a Wie jung sie ist, wie begeisterungsfahig., dachte Alt. Beate sprach unbesangen weiter:.., gautar Ge „Deswegen bin ich Ihnen auch so M., Perr Wernoff, daß Sie mir bei diesen Einlausen geholfen haben. Jedes von diesen vielen kleinen Päckchen, die unseren Tisch hier überfluten, bedeutet für ihre Empfänger einen Schimmer von Glück und ein besonderes Glück für mich, wenn ich sie beschere. Mi, Die Zeit verging den beiden jungen Menschen Wie im Fluge. Beate wollte tausend Dinge von Aki erklärt haben. wollte über seine persönlichen Angelegenheiten sich informieren, wobei sie nur Interesse, keinerlei Neugier zeigte. Sein Verhältnis zu Mutter Jochen ließ sie aufhorchen. Mit weiblichem Instinkt merkte sie bald, daß hier der Punkt sei, bei dem Akis Herz engagiert war. Jedes Detail wollte sie wissen. Plötzlich sprang sie leb„Sie müssen mir noch bei einem weiteren Einkauf be hilflich sein. Ich will auch Mutter Jochen zur Weihnacht etwas bescheren und Sie wissen sicher am besten, womit man ihr eine Freude bereiten kann. Vielleicht eine recht warme, wollene Jacke oder einen Leckerbissen, den sie selbst sich nicht leisten kann— eine schöne Weihnachtsgans zum Beispiel?“ „Das ist so gütig von Ihnen, aber ich wüßte Mutter Jochen hat alles, was ihr Herz begehrt, und ist schon so alt, daß sie keine Wünsche mehr hat als den einen, noch eine Spanne Zeit leben zu dürfen.“ Aber um Beates hübschen Mund erschienen die Falten „und trotzdem werde ich schon etwas für sie Geignetes finden, und wenn Sie mir nicht helfen wollen, so muß ich es eben allein machen.“ Sie schrieb sich die Adresse in Alt lachte:„Ich werde Rutter Jochen vor Ihrem BeSie sind sa nur eisersüchtig und wolen Mutzer Jochen ganz allein für sich haben“, erwiderte Beate.„Weweiß, ob sie wirklich schon so alt ist, wie Sie sie machen. Ich werde das bald feststellen, und wehe Ihnen, wenn es anders ist!“ In ihrem lebhaften Geplauder hatten sie gar nicht bemerkt, wie die Zeit vorrückte, bis der schrille Klang einer Glocke den Schluß des Geschäftes anzeigte. Aki wurde mit den Pakeichen beladen. Aber nach wenigen Minuten bekam Beate Mitleid mit ihrem Begleiter und sagte: Ich bin doch ein zu großer Egoist, daß ich Sie so bepackt mitschleppe. Ich werde mir jetzt eine Taxe nehmen und mit meinen Einkäufen nach Hause fahren.“ Aber Aki leistete energisch Widerstand. Erst vor der Tür ihrer Villa in Harvestehude verabschiedete er sich. Aber er lehnte unbeirrbar Beates freundliche Aufforderungen, einzutreten und ein Butterbrot mitzuessen, ab. Das Zusammensein mit Beate war ein so starkes Erlebnis in ihm, daß er es erst in sich verarbeiten mußte. Noch niemals hatte er ein Mädchen kennengelernt, das so kindlich und zugleich so klug war, so mädchenhaft unies die Art aller jungen Mädchen aus diesen Kreisen? Er schüttelte den Kopf. Nein, das war nicht möglich. Er hatte ja im Kabarett unter den Zuschauern sehr oft junge Frauen der reichen Kreise gesehen und bei sich festgestellt, daß sie an Gefallsucht keinem Mädchen der Kreise um Tilhy nachgaben..„ Es mußte also wohl doch Beates eigenes Wesen sein, diese bezaubernde Mischung von Selbstverständlichkeit und mädchenhafter Scheu. Stundenlang hätte er mit ihr plaudern mögen. Noch in der Erinnerung an das Beisammensein mit ihr fühlte er diese süße, bisher unbekannte Wärme in seinem einsamen Herzen. Hätte er früher schon ein solches Mädchen wie Beate kennengelernt— niemals wäre er in Tillys Netze geraten Jetzt erst, im Vergleich mit Beate, erkannte er, wie eine Frau beschaffen sein mußte, die man wahrhaftig lieben könnte. Aber schon der Vergleich zwischen Beate und war häßlich und erniedrigte Beate Nystädt. Sie war etwas, was so hoch über ihm stand, daß er sich in keinerlei Träumerei verlieren durfte. Tilly und seine Liebe zu ihr hatte er uverwunden. Denn er hatte erkannt, daß er in Tilly einem Trugbilde nachgelaufen war. Würde er sich aber in Beate Nystädt verlieben, dann würde er diese Neigung niemals überwinden. Besser war es, vorsichtig zu sein und es nach Möglichkeit bei dieser einen Begegnung bewenden zu lassen. Und doch, ihm war es, als käme alle Vorsicht zu spät, als hätte er Beate Nystädt geliebt in dem Augenblick, in dem er sie zum ersten Male gesehen. Achtes Kapitel. Hätte Konsul Nystädt geahnt, wie stark sich seine Tochter mit Aki Wernoff beschäftigte, er hätte das Zusammentreffen mit ihrem Lebensretter vielleicht doch noch hinausgeschoben oder zu verhindern gewußt. In der Tat hatte Aki einen außerordentlich starken Eindruck auf Beate gemacht. Alles kam zusammen, um ihn für ihr Mädchenherz interessant zu machen: seine schöne Erscheinung, das festgefügte Gesicht mit den klaren grauen Augen und den energischen Zügen, die ungezwungene und doch respektvolle Art, in der er sich gab. Er hatte so gar nichts von der überzüchteten Eleganz vieler junger aus Beates Kreisen, vor allem nichts von der Ueberheblichleit, in der sich die jungen Leute von heutzutage zu Alles, was er sagte, war durchdacht und von einem wirklichen Gefühl erfüllt. Er sprach nicht, um zu sprechen. Er sprach auch nicht, um Beate irgendwelche Komplimente zu machen. Er nahm sie ganz wie einen Menschen, um den man sich mühte, aber nicht bemühte. Daß sie die Tochter seines Chefs und eine reiche Erbin war, überdies ein schönes Mädchen, schien seine Art in keiner Weise zu Beate nun hatte trotz ihrer Jngend ein sehr seines Gefühl für die Ursprünglichkeit und Echtheit eines Menschen. Sie fühlte sofort in Aki den eigenartigen und tiefen Charakter; zudem wußte sie auch von seinem Werdegang durch den Vater. Ein tiefer Respekt vor der Kraft, mit der sich Aki durchgerungen, erfüllte sie. Sie kannte ja nur die jungen Leute rings um sich herum, denen die Eltern durch Stellung oder Geld den Lebensweg Hier zum ersten Male traf sie auf einen Menschen, der aus den schwersten Verhältnissen heraus sich selbst emporgearbeitet hatte und seiner Tüchtigkeit alles verdankte. Ihr Vater selbst.— das wußte sie— hatte sich aus kleinen Anfängen zu dem gemacht, was er war. Sollte sie da nicht auch diesen jungen Menschen bewundern, der dem Vater an Energie und Selbstbehauptung ähnlich schien? Rührend war es, wie dieser A# Wernoff trotz seines harten Lebens sich Fühlen bewahrt hatte. Mit welcher Anhänglichkeit und Liebe sprach er von dieser Mutter Jochen! Sie schien eine ganz einfache Frau zu sein, und doch mußte sie ihren Wert in sich tragen. Bestimmt würde sie sie einmal besuchen, wenn Aki Wernoff es auch nicht zu wollen Sie mußte die Frau sehen, die diesen Menschen so treu umsorgt und sich beinah wie eine Mutter um ihn bemüht Eigentlich war Akis Schicksal in einem Punkte dem ihren gleich. Beide hatten sie die Mutter verloren, als sie ganz jung waren— beider Erinnerung an die Mutter wor nur eine ganz shwoche, nor.egie, Mutter immer Erzählungen des Vaters die ger..: 4m wieder auflebte. So war sie Beate in einer zarten, geisterhaften Art gegenwärtig. Aki Wernoff dagegen hatte keinerlei Erinnerung mehr. Er wußte nicht, wie Mutter aussah. Kein Bild gab ihm ihre Züge zurück. War sie tot! Lebte sie irgendwo im Elend? Alles war in eine traurige und undurchdringliche Dunkelheit geEr hatte keinen Menschen auf Gottes weiter Erde wie Heißes Mitleid quoll in Beate auf Er hatte ihr das Leben gerettet. Wie aber war sein Leben? Wenn er auch jetzt auf seinem Posten beruflich Zufriedenheit empfinden konnte, wenn auch materielle Sorge von ihm abgewend waren, das konnte einen Menschen doch noch nicht friedigen. Wäre er nur nicht so scheu, sie würde so g den Vater bitten, daß er öfter ins Haus kommen dürf Daß sie ihm als Dank für seine mutige Tat sein Leben etwas freudiger gestalten könnte! Aber e wohl sehr schwer, ihn heranzuziehen; und auch der Vater schien irgendwelchen Widerstand dagegen zu fühlen. hätte er sie nicht so lange von Akt Wernoff Und doch mußte es irgendwie gelingen, in eine nähere Beziehung zu Aki zu kommen!, dachte sie mit Mitleid. Sie wußte nicht, daß Mitleid schon der Beg der Liebe ist. Der Hahter in Malichen Revolutionsappell der Miten Garde— Riesengroße Begeisterung— Der Führer sprach zu den alten Kämpfern der Beuegung In München fand am Montagabend ein Revolutionsappell der Alten Garde des Führers statt, der mit einem Marsch der Alten Garde— rund 9000 an der Zahl mit der Blutfahne von 1923 vorauf— durch die abendlichen Straßen zur Theresienwiese eingeleitet wurde. Mitten auf der aniese loderten die Flammen eines mächtigen brennenden Holzstoßes empor. Der ganze Bapariaring war umsaumt von Fackelträgern, hinter denen die St.=Pauls=Kirche in weißem Glanze Anschließend sand eine Feier in der Aussteligshalle statt, an der auch der Führer teilzahm. Jubelnde Begrüßungskundgebungen umrauschten den Führer und seine alterprobten Mitkämpfer, als sie die Halle betraten. Zu Beginn hielt der bayerische Innenminister, Gauleiter Wagner eine Begrüßungsansprache. Nach ihm sprach der Reichsführer der 6S, Himmler, der u. a. betonte: Groß sind wir geworden, weil wir in den Jahren drei Tugenden niemals vergessen haben: Die Treue, die aus dem Herzen kommt, den Gehorsam, der niemals fragt, warum und weshalb, und die Kameradschaft, das ist der Korpsgeist, der alle für einen und einen für alle einstehen läßt. Mit diesen Eigenschaften werden wir den Staat aufbauen. Jeden Tag und jede Stunde stehen wir bereit, jeden Befehl des Führers durchzuführen. Nach ihm sprach Stabschef Röhm: Ich will offen sein, als ich gestern in Essen die Nachricht erhielt und die Aufforderung, zu der heutigen Feier nach München## wpar einmal unser Richter sein und ich weiß es, wird uns einziehen lassen in das Pantheon der nationalen Geschichte. Sie wird feststellen und anerkennen: Hier haben zum ersten Male nach tausendjährigem Versagen und Irrwegen Männer den deutschen Menichen zusammengesetzt und von innen heraus ein Volk geschaffen. Wir müssen eines einsehen: Ganz Deutschland kann leben, wenn alle immer wieder an das ganze Deutschland denken. Dann wird jeder einzelne wieder stolzen Hauptes in Deutschland leben können. Die Frühlingsrevolution, die durch mst ist, die lassen. Es ist ein Wunder, das sich am deutschen Volk vollzogen hat, und wir wollen nicht in den Fehler versallen, der am Ende der Kriegsjahre das deutsche Volk ergriff: Undankbar sein. Wir wollen doch erkennen, was in diesen vierzehn Jahren geworden ist.... Was im letzten Jahr sich vollendet hat, es ist vies so unerhört, daß es uns zu tie fster Demut zwingen muß. Es zeigt, daß der Allmächtige unser Volk nicht verlassen hat, daß er es in dem Augenblick in Gnade aufnahm, in dem es sich selbst widersand. Und daß es sich nicht mehr verliere, das soll unser Gelöbnis sein, so tunge wir leben und uns der Herr die Kraft gibt, den Ich möchte Ihnen, meine alten Mitkämpfer, danken für die Treue, für den Gehorsam und für den Mut von damals. Danken für die Opfer, die Ihr gebracht habt und ich möchte die Jungen bitten daß sie sich die Alten zum Vorbild nehmen, sehen müssen. Sie müssen das erkennen und einwachsen in die große Gemeinschaft. Ich weiß: Man wird dabei nicht Nationalsozialist in einem Jahre, sondern es sind viele Jahre notwendig, und Generationen werden wohl vorübergehen, bis wir das Siegeszeichen unseres Reiches eingegraben haben in alle Herzen. Und dann erst ist die nationalsozialistische Revolution gelungen und das deutsche Volk endgültig gerettet. Nach der von der Massenversammlung mit stürmischem Beifall ausgenommenen Führerrede. sangen die Massen das Horfz=Wesse“, und das Deutschlandlied. Der Führer vegu# sich mit seinen engeren Mitarbeitern unter immer wieder einsetzenden herzlichsten Kundgebungen zunächst nach Halle II zu den Kriegsopfern, wo er dann die Ha“= verließ und sich zu seinem unser Volk gebran,., Die auch dieses Land ergriffen hat, ja, die von diesem Lande hier ihren Ausgang nahm, diese Revolution muß weitergehen, muß werden zu einem herrlichen Sommer unseres Volkes.5 Heute aber stehen wir mitten im Frühlingskampf gegen Wintersnacht und die Mission dieser ältesten Stadt unserer Bewegung, die Ausgangspunkt war der neuen deutschen Erlösung, ist die, eine Kampfzentrale zu sein, für eine große deutsche Zukunft. Diese Stadt muß als Zentrale der Partei immer wieder neues Leben aufschäumen lassen. Dann ist München nicht nur theoretisch die Hauptstadt der Nationalsozialistischen Portei, sondern ist es auch tatsächlich und bleibt sie im besten Sinne des Wortes. Sie, die Sie heute hier versammelt sind, haben in Ihren Reihen die alte Garde unserer Partei aus der Zeit, in der es noch nicht leicht war, Nationalsozialist zu sein, in der dazu noch unerhörter Glaube an die Idee und auch an den einen Ihr gehracht Habt und ich möchte die Junge,„ Als er wal vite vame Aiturg aus um un ehren. ertennen, doß Ratktonalsozialisnus sein)—geu begod), Vegeisterup,) der. Massen keinen De encug nichts Aeußerliches ist, daß es nicht an der Kleidung liegt, nicht an Tressen und Sternen, sondern, daß es am Herzen liegt, an dem, was jeder einzelne in sich trägt, was er bereit ist, als Bestes seinem Volk und seinen Kampfgenossen Daran liegt es: An dem Heist der Kameradschaft, dem Opfersinn, dem Kampsesmut, der Entschlossenheit, der Be#: e#r Wagen begab, konnte auch das Spalier der überschäumenden,Vege#rung der Woneeen Halt mehr dieten. Unter erneuten Voationen vollzog sich dann seine Abfahrt. Nach Schluß der Versammlung formierten sich zum zweiten Male die alten Kämpfer, diesmal zu einem gewaltigen Fackelzug, Müzeherig in diesem Jahre seit der nationalsozialistischen Revolution viele denkwürdige Fackelzüge gesehen. Dieser Fackelzug der alten Garde hat aus bis Am Braunen Haus nahm der Führer persönlich entigen Heie: 1.,2 Stinog. vv, vonnzeIv, Biese Mann gehörte. Sie, weine glten Mitkämpfer, H uicgt freudig überralcht. De 9wv:).) und ich ben das größte Wunder eriedt. Was winsen die Feiern, es wird so manches gefeiert— bin lieber dabei, wenn Revolution gemacht wird, als wenn sie gefeiert wird.(Stürmischer Beifall.) #nfinden wir und ich habe es besonoers den dus gleger Wander erlebt. Was wissen die Millionen der Neuen, die heute in der Bewegung stehen, von dem Wunder, das sich in Deutschland Tzogen hat? Sie haben nicht miterlebt, was Is wenn sie gefelert wird.(Stürmischer Heifall) beden,„ g., Se r i, miterlest, was Eiunes empite.—.., v, Tagen in unsere revolutionären alten Freunde erlebten. id eupiunden ule ie ue, venden Lo dzie in) weich bergeversetzender Hlaube vor gezehi, dor Esien bei den alten br... Jue P-hustgrfadt zehn, vor neun, vor aluz oder sieben Jahren ogzu Sut e auuem egt e. e, ehrch e das ist es, was die Jungen überall den Alten ao ven Votbrucarsch ab. Serhandinnden Um Frankreichs Garantien in der Rbrustungstrage Havas melbet aus London: Nach der Ueberrei, er do=Chgrztk Groghrstaunseng sein soll. Die hung der krnzösischen Zote hat die enslisge Eittauschung, die in britschen Kreisen Regierung das Kariser Zahiuett borum gebeundz uber den meaativen Charakter der französischen eine Bünsche Zinsichtich der Sziet gbeüistung Rote empfunden wird,— obwohl man damit geder algemeinen Garantien für..—.u.—. rechnet hatte— wirt noch vermehrt durch den seraner anzugsben,„Die Verhandlungen we ung verhältnismößig verzünftigen= Inhalt der deutSicherheit selbst als!* Nat= In London wird offen zugegeben, Essen bei den atten braven Kämpfern, Mar, den rotesten Vierteln dieser alten arbeiterstadt gerungen haben. Als kleines Häuflein waren sie auch damals schon entschlossen, sich durchzusetzen dort, wo heute alles deutsch ist, was deutscher Arbeiter heißt und sich begeistert zu unseren Fahnen bekennt. Darin liegt die Stärke der Revolution. Daß Deutschlands ärmster Volksgenosse auch sein bester und treuester ist, haben wir erlebt und können es jetzt sagen nach einem Jahr dieses neuen Staates. Mit jubelnder Begeisterung stimmte die Riesenversammlung in den Heilruf auf den Führer ein, eine Begeisterung, die orkanartig anschwoll, als der Führer selbst an das Rednerpult trat. Der Führer ging aus von der weltanschaulichen Grundlage der Nationalsozialistischen Partei, deren fundamentalen Unterschied von anderen Parteien er in die Definition zusammenfaßte: „Der Sieg einer Partei ist ein Regierungswechsel, der Sieg einer Weltanschauung ist eine Revolution, und zwar eine Revolution, die den Zustand eines Volkes tief innerlich und wesenhaft umgestaltet.“ Die März=Revolution des Jahres 1933 sei in Wirklichkeit die Frühlingsrevolution des deutschen Volkes geworden. Ein Frühling sei nun wieder angebrochen, in dem wir leben und in dem wir alle glücklich seien. „An was sich Jahrhunderte nicht wagten, woran ein halbes Jahrtausend scheiterte, was Generationen versuchten und was ihnen nicht gelang, das haben wir in einem Jahr geschaffen.“ Unter tosendem Beifall geißelte der Führer in treffender und sarkastischer Weise die liberalistische und marxistische Weltanschauung, die Reattion und das politische Spießertum. Heute habe man sich nicht mehr mit diesen Weltanschauungen zu beschäftigen.„Ich habe oft erklärt,“ meinte, Adolf Hitler,„Geduld, es wird die Stunde kommen, da ihnen das Lachen vergehen vird, da sie nicht mehr sein, aber unsere Fahnen flattern werden über Berlin, über dem kaiserlichen Schloß und über dem Reichstag, und sie flattern heute dort genau so wie hier. Wer Neues aufbaut, der muß beseitigen, was schlecht it und was reif ist, beseitigt zu werden. Das haben wir getan, und die Geschichte wird uns einst nicht den Vorwurf machen können, daß wir dabei blind gewütet haben. Ich glaube, keine Revolution der Weltgeschichte ist mit mehr Vorsicht und Klugheit vor sich gegangen und geleitet worden als unsere.“ Niemand soll denken, daß diese Revolution zuch nur einen Zentimeter ihres Zieles preisbeden werde. Sie geht ihren Weg, sie muß ihn sehen, denn auch wir sind nur ein Werkzeug kämpfan# gesehenen Notwendigkeit. Wir Unsa### für ein selbständiges deutsches Volk amer Volk lebt und empfindet sein errungenes Giel, strebt diesem Ziele zu, und die Karte unseees Reiches wird sich daher weiter wandeln und weiter verändern. Einst zusammengefügt und zusammenbeschweißt als Volk zu einer einzigen Einheit, so wie wir sie in unseren braunen Hemden äußerlich schon symbolisch geschaffen haben: Eine Farbe, eine Fahne und ein Hoheitszeichen für ganz Deutschland. Ich nehme vor der deutschen Geschichte den sampf auf mit meinen Widersachern, ich nehme M auf vor der deutschen Nachwelt. Sie wird zehn, vor neun, vor ach oder sieben Jahren dazu gehörte, an die Bewegung zu glauben und für sie Opfer zu bringen. Gott hat unser Volk erst viereinhalb Jahre lang siegen lassen, hat uns dann gedemütigt, hat uns eine Zeit der Schamlosigkeit auferlegt, hat uns aber nun nach einem vierzehnjährigen Ringen zu ihrer Ueberwindung gelangen auf diplomatischem Wege geführt werden, swar sowohl hinsichtisch be zmen, vie, Erankreich auch der Abrüstungsmaßnahmen, die Frankkenh sofort annehmen könnte, wenn ihm Genugtuung auf dem Gebiet der Garantien gegeben würde. Der diplomatische Mitarbeiter des Londoner „Daily Telegraph“ schreibt: Wahrscheinlich wird sich das Kabinett bei seiner regelmäßiger,e u menkunft am Mittwoch mit der französischen.5 der deutschen Note befassen. Doch dürfte mehr als eine Sitzung notwendig sein, bevor die MiniDer Kal des Seutschen=Reten Krruger er Rorufangep v: Hheilgantes, Proi 9: Pester der Führer Die ersten Verafaagen Im Zuge der weiteren Einfügung des Deutschen Roten Kreuzes in den nationalsozialistischen Staat hat der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Herzog Carl Eduard von Sachsen=Koburg und Gotha, gemäß der dem Deutschen Roten Kreuz neu gegebenen Satzung die ersten Berufungen in den Präsidialrat und in den Großen Rat des Deutschen Roten Kreuzes vollzogen. In den Präsidialrat wurden berufen: der Stabschef der SA., Reichsminister Röhm: der Amtsleiter des Amtes für Volkswohljahrt bei der Obersten Leitung der PO. der RSDAP., Hilgenfeldt: der Ministerialdirektor im Reichsministerium des Innern, Dr. Gült. In den Großen Rat wurden berusen: der Führer des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Gruppenführer Weiß: der Präsident des Reichsgesundheilsamtes, Llos. Dr. Reiter: der Führer der dentschen Aersteschaft, Pregantotse g### führer Dr. Wagner; der Direkler Ar Chiturgischen Universitätsklinik Berlin, Prot. Dr. Magnus: der Ministerialrat im Reichsministerium des üü“ Präsdialrat und der Große Rat sind mit dem Präsidenten Organe des Deutschen Roten Kreuzes und bilden zusammen dessen Hauptverwaltung. Während der Präsidialrat den Präsidenten in der Führung der Geschäfte berät, ist der Große Rat zu Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für das Deutsche Rote Kreuz zu hören. Dem Großen Rat liegt u. a. die Bewilligung des Haushalts und die Zustimmung zu Satzungsänderungen ob. Er besteht aus den Mitgliedern des Präsidialrats, 22 Abgeordneten der Landesvereine und höchstens 1. vom Präsidenten zu berusenden Persönlichkeiten. Shefeigen in Innsbralker Enndeehnne Die neue Tiroler Landesregierung und die Heimatwehr Die in der vergangenen Woche erfolgte Ernennung der neuen Tiroler Landesregierung durch Landeshauptmann Dr. Stumpf ist bei der Tiroler Heimatwehr auf heftigen Widerstand gestoßen. Der Landeshauptmann hatte auf Grund der ihm vom Landtag übertragenen Vollmachten außer dem verbleibenden LandeshauptmannStellvertreter Dr. Peer noch den bisherigen christlich=sozialen Landesrat Professor Dr. Gamper, den Obmann=Stellvertreter des Bauernbundes, Oberhammer, und den Bundesführer=Stellvertreter der Heimatwehr, Dr. Fischer, als ständige und Dr. Steidtle als nichtständiges Mitglied der Landesregierung benannt. Die Heimwehr berief sofort nach dieser Ernennung eine Führertagung nach Innsbruck ein, die am Dienstagvormittag zusammentrat. Die Mißzstimmung richtet sich vor allem gegen die Ernennung des Professors Gamper, da man es nicht versteht, daß ein Parlamentarier des alten Systems weiter an der Regierung bleibe. Der Führerrat der Heimwehr beschloß, bis zur Klärung der Angelegenheit in Permanenz zu bleiben. Unabhängig von diesen Vorgängen ereignete sich mittags im Landhaus ein aufsehenerregender Vorfall. Ein Heimwehrmann in Uniform trat auf Landesrat Professor Dr. Gamper zu und versetzte ihm nach einem kurzen Wortwechsel einige Ohrfeigen. Da weitere Ausschreitungen befürchtet wurden, ordnete der Landeshauptmann eine starke Besetzung des Landhauses durch Gendarmerie an. Gegenwärtig herrscht vollständige Ruhe. „verhältnismäßig vernünftigen“ Inhalt der schen Rote. In London wirb ossen zugegrren, daß die deutsche Rote tatsächlich viele Einzelheiten enthält, die bei gegenseitigen Zugeständnissen zu einer französisch=deutschen Vereinbarung hätte beitragen müssen. Ob die jetzige äußexst. ungim; stige Lage des Abrüstungsproblems durc, Amarbeitung eines Teiles des britischen Planes entsprechend gewissen italienischen Anregungen und durch Hinzufügung einer besonderen Luftkonvention in Ordnung gebracht werden kann, bleibt Der diplomatische Korrespondent der„Morning Post“ glaubt, wenn Großbritannien nicht bereit sei, die von Frankreich geforderten Zusggen zu geben, dann werde es weder eine Rustungsverminderung noch auch nur eine Rüstungsbegrenzung geben. Es bestehe nicht mehr die leifeste Aussicht darauf, eine internationale Vereinbarung zu erlangen, die nicht von int## nationalen Verpflichtungen begleitet sei. Frankreichs Bunsch nach neuen Die Blätter glauben, daß die französische wort auf die englische Denkschrift von der Presse am Donnerstag veröffentlicht werden wird. D## „Excelsior“ greift die englischen Blätter an. die die Antwort, bevor sie überhaupt den genauen Wortlaut kannten, als ein Manöver Frankreichs zur Hintertreibung jedes allgemeinen Abrü stungsadkommens bezeichneten. Niemals he Frankreich erklärt, daß es sich jeder Entwi der durch den Versailler Vertrag aufgestellten Fragen widersetze. Eine gewisse, klar bestimmte, endgültige Aufrüstung Deutsherpommpene, 1g##. fellos auf Grund freiwillig alrendunener Abkommen vorstellbar, wenn dieser offensichtlichen Deutschlands eine Verstärkung der allgemeinen und besonderen Bürgschaften die dem neuen Abkommen gewisse Ausführungsmöglichkeiten sicherten. Keinen Sprung ins Ungewisse. Das sei zusammengefaßt der Wille Frankreichs, das durchaus bereit sei, mit allem Wohlwollen die Bürgschaften zu prüfen, die bisherigen, gegenwärtigen und künftigen unnd rungen der in Kraft befindlichen Verträge begleiten müßten. Wamsunnige Erlme. Verloigungsteannsinn der ven Funde Seimnisvelen Hunlorüichen über das Autaucen' ssehzteser.1u, dex Gnächtern und der niche. Domesnaes an der Nordspitze Kurlands mit ge heimnisbouen, Gunziraut, über bas Auftauchen feindlicher Kriegsschitte und großer Vögel, die die Besatzung des Leuchtturmes angeblich bedrohen sollen. haben noch keine restlose Aufklärung gefunden. Es scheint jedoch festzusteben, daß zum mindesten bei einem der beiden Funker Versolgnggg: wahnsinn aufgetreten is. Nach vieler, hungen hat man endlich erreichen können, daß auf dem Leuchtturm lebende Mechaniker sich am Telephonavparat meldete und erklärte, daß sich die beiden Funker im Senderaum eingeschlossen hätten. Wie die Blätter melden, sollen zwischen der fünfbar schtechtesten Beziehungen bestehen. Die Funker sprechen nicht nat ven Wächtern, und der Mechaniker hält sich ganz zurück. Nunmehr ist von der zuständigen Behörde der Befehl gegeben worden, die anscheinend störten Funker abzuholen, was sich aber bei den augenblicklichen Eisverhältnissen recht stalten dürfte. Die geheimnisvollen Funksprüche sind seltsamerweise nicht etwa an Behörden. sondern an eine große Zeitung und an Privatversonen gerichtet worden. Litauen läßt keine Ruh Memelgonverneur sordert Rücktritt des Landesdirektors Nach zuverlässigen Meldungen aus Memel hat der Gouverneur des Memelgebietes am Montag dem Präsidenten des Direktoriums, Schreiber, ein Ultimatum gestellt, nach dem das Direktorium bis Dienstag mittag 12 Uhr zurücktreten solle. Offenbar um Meldungen hierüber zu unterbinden, hat Litauen bis Dienstag 13 Uhr die Telephonverbindung zwischen Litauen und Deutschland unterbrochen. Es war nicht möglich, mit Memel Kowno Verbindung zu bekommen. Die Lage ist noch völlig ungeklärt. Landespräsident Schreiber hat sich mit aller Schärfe geweigert, dem Uktimatum des Gouverneurs, das durch nichts begründet und einen flagranten Bruch des Memelstatuts bedeutet, nachzukommen. Banditenüberfall auf einen Nach einer Meldung aus Mulden haben die aufständischen Banden an der Strecke Mutden versucht, einen D=Zug zum zu bringen. Die Begleitmannschaft gab Feuer, wodurch acht Venditen getötet wurden Arbeitsronts gute eintreffend: Blutfrische grüne Heringe Heute abend 7.30 Uhr, im Hotal Sternberg große öffentliche Versammlung mit Uebertragung der Führer-Rede zur „Einleitung der großen Frühjahrs-Arbeitsschlacht“ Zur Teilnahme sind verpflichtet alle Volksgenossen aus Handel, Handwerk und Gewerbe mit ihren Arbeitern, Angestellten und Lehrlingen, soweit sie nicht bereits bei ihren Innungen teilnehmen. 624 Die Ortsgruppenführung der NSDAP, gez. Köhne Die Ortsgruppenamtsleitung der N.S.-Hago und G.fl.d. gez. Mäller Der Einzelandeisverband Schwerte gez. Mehlhose Pfd. nur Pig. GrADeT Kochfisch Pfd. nur Pig. KolonialwarenVertriebs-Ges. mb. h. Hüsingstr. 2224 622 Zwecks Verkaufsstellen-Uebernahme Zuverl. Herr der über wenigstens RM. 100.— bar verfügt, gesucht. Persönliche Vorstellung am Donnerstag, den 22. März, nachm. 3—5 Uhr im Gasthof Franz Spix(früher Brauckhoff) Schwerte, Hüsingstraße 32. Ohne Kapitalausweis Besuch zwecklos. 614 Beyers Mode für Alle Achtung Geschäftsleute! Sie können Ihre Rechnungen billiger versenden, wenn Sie den Stempel benutzen. Sämtliche BüroStempel empfiehlt Sürnen, Spiel, Sperl Schwerte Hemer 08 unterliegt in Schwerte mit 1:0 und verliert die Tabellenführung. Ein verdienter Sieg der Blauweißen. Landskröner der Torschütze! BfL. 1.— Hemer 08 1. 1:0(1:0). Knapp aber sicher konnten die VfLer den Spitzenführer Hemer 08 aus dem Felde schlagen. Trotz des morastartigen Bodens lieferten sich beide Mannschaften einen jederzeit flotten und interessanten Meisterschaftskampf. Die Gegner waren sich ziemlich gleichwertig, jedoch wußte der Platzverein eine günstige Torgelegenheit in richtigen Moment zu erfassen und stellte den Sieg von 1:0 sicher. Das Tor wurde in der ersten Spielhälfte von Landskröner erzielt. Bis zum Schlußpfiff kämpften die Hemeraner erbittert um den Ausgleich, aber der in guter Form befindliche Schwonke ließ trotz der in der ersten Halbzeit erhaltenen Handverletzung keinen Ersolg zu. Selbst die Schußkanone Görke, auf den sich das ganze Spiel seitens seiner Sportkameraden zuspitzte, wußte von seinen Bomben auch nicht nur eine zu verwandeln. Die VfL. er konnten als verdientr Sieger den Platz verlassen. Die Hemeraner stellten eine gut eingespielt bei welcher die Stürmerreihe besonders gefallen konnte. Der Platzverein zeigte gute Leistungen. Einen Spieler hervorheben, hieße den anderen zurückstellen. Ein besonderes Lob gebührt jedoch dem Torhüter Schwonke, der trotz Leiner Verletzung unentwegt weiter kämpfte. Schler. richter Becker=Reheim leitete=„estzgfentl igunte Beim Herbstwaldlauf in Westag#en konte Josef Freese in der Seniorenklasse(5 Klm.) den 9. Platz belegen. In der Jugendklasse wurde Hans Kuhlmann 5. Sieger. Fachwarte=Tagung für den DT.=Ring 7 bringt jetzt auch noch: schen Modelle jedes Hefte: Großen literarischenTeil mit Beiträgen erster Autoren; Theater, Film, Lebenskunst, viel Belehrendes, hübsche Bilder Erweiterter Haushaltteil: Die vielseit. Erfahr. des Beyer-Verlages u. sein. Versuchsküche gewährleisten das Beste. Trotz allem- wie bisher 80 Pf. monatlich durch: Große Buchkandsung, Carz Ikaus Adolf Hitlerplatz 3 2 ZimmerWohnung zum 15. April od. 1. Mai gesucht. Offerten unter 616 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Am Sonntag, dem 18. d. M. fand in Schwerte unter Leitung des Kreisoberturnwartes E. Möllhoff vom Lenne=Volme=Kreis die erste Fachwartetagung für den DT.=Ring 7 statt. Die sehr zahlreich anwesenden Fachwarte folgten mit größter Aufmerksamkeit den neuen Aufgaben in ihren Fachgebieten. Ueberaus. lehrreich waren die gymnastischen Uebungen des Kreis=Frauenturnwartes Herberg, der teilweise ganz neue Wege des heute so wichtigen Frauenturnens zeigte. Auch bei den Turnern ist der gebotene Lehrstoff des Nacheiferns Nach einem gemeinsamen Mittagessen sprach Thr. Möllhoff über die künftige Ausbildung der Kampfrichter. Schon im Mai wird vorausIhr mehrt des deutschen Volkes Krafe Wenn Ihr dem Handwerk Arbeit schaltt sichtlich der erste Lehrgang für Kampfrichter in Altena stattfinden. Ferner gab Thr. Möllhoft bekannt, daß für den Ring 7 Ende April in Schwerte der Turnfestfilm Stuttgart 1933 verbunden mit dem Freiübung=Gerätefilm für das Landesturnfest Minden und dem Bodenturnfilm der DT. gezeigt werden. Mit Bekanntmachung von Richtlinien über das Dienstwesen in der DT. wurde die Aussprache beendet. Der Reichsbischof kommt nach Dortmund Anläßlich einer öffentlichen Kundgebung der Deutschen Christen, die am Samstag um 7 Uhr in der Westfalenhalle stattfindet, hält außer dem Reichsleiter und dem westfältschen Bischof Adler auch der Reichsbischof# der deutschen evangelischen Kirche eine Rede. Willst Du kälnpfen! Komm noch heute zur N. S. V. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Heinz Friedr Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte=R. D.=A. II. 34. 1755. Billige Pflanzkartoffeln! Unserer verehrlichten Kundschaft geben wir hierdurch bekannt, daß wir alle Sorten frühe Pflanzkartoffeln hereinbekommen haben und zwar: Orig. Holl. Erstlinge, Kl. A v. Kleiboden, Holländer Erstlinge, I. Absaat, Julinieren, Odenwälder, Böhms Allertrüheste, Tafelkönig, Frühe Rosen, Soldnieren Besichtigung ohne Kaufzwang gern gestattet. Es handelt sich bei unsern Kartoffeln um amtlich anerkannte Saatware, allerbeste Qualität Kolonialwaren= m. b. H., Dortmund Filiale: Schwerte, Hüsingstr. 22-24 (Haus Feit) e Heimatverein Schwerte Einladung zur Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 23. März 1934. 1.) Im Ruhrtalmuseum 20 Uhr Vortrag m. Führung: Die Aufgaben d. Ruhrtalmuseums(Spiegel). 2.) In der„Helle“ Geschäftlicher Teil. a) Jahresbericht b) Kassenbericht e' Ergänzung des Vorstandes d) Heimatfest e) Blumenschmuckwettbewerb f) Verschiedenes. 617 Ladenlokal mit zwei Fenstern in nur erster Geschäftslage von Schwerte Hüsingstraße von leistungsfähigem Geschäftsunternehmen zu mieten gesucht. Niete kann auf Wunsch sichergestellt werden. Angebote m. Größen- u. Preisangabe erbeten unter Nr. 585 an die Geschäftsstelle ds.- Blattes. 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