ür br hesteg leit emmmt; Bis. ehlae: bein Gaoibe. Bel moodnrgsevn. Vetisdestbrugesz, Lerat: gerufen durch döbere Gewalten, übernehmen oir keinen..— für pünktliches Eescheineg der Jeitung u. kann auch keinerlet Anspruch auf Schadenersotz oder Nachlieferung erboden Westhofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Verbunden mit: Schwerter Tageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Volksblatt Tageblatt für die Stadt Schwerte und das Amt Westhofen≈ Kreisblatt für den Nr. 64 Schwerte(Kuhe), Freitag, den 16. März 1934 Sühus ache uenunch ichr ul. öchmtlich es Pfeunig, Einzeinummer u. Verlag von C. Bram, Schwerte(Ruhr) :: Dortmund 2832 und Honnssen 21 974. Sroße Mardtstr. 3—9 Verantworllich ente H. Limer, Schwerte. Ternrvs 2770 dem Studium Polens und des polnischen Volkes in allen seinen Lebensäußerungen gelten, aber in der festen Begrenzung, daß es jedem gemäß sein muß, in den Schranken seiner Art zu leben und sich zu entwickeln, daß es unsittlich ist, die Grenzen zu verwischen und hinter solchen ehrlichen Bemühungen Versuche unvermerkter En nationalisierungen suchen oder zu verfichen. Dies vorausgeschickt, kann ich wohl mit ziemlicher Bestimmtheit sagen, daß die Mehrzahl von unserem Nachbar Polen wenig oder nichts weiß und noch weniger versteht. Der Mehrzahl von ist es auch nicht bewußt geworden, welch' große weltgeschichtliche Bedeutung die Staatswerdung des polnischen Volkes in den letzten 15 Jahren hat und von welcher Wucht und schweren Bedeutung dieses Ereignis für unser Volk, für unseren Staat ist. Wir sind geneigt, einen uns fremden Willen als feindselig abzulehnen, anstatt zu versuchen, seine Bedingunggg, nizhungen sen. Wir wollen bahrt in unseren Bemühungen einem tieferen Verstandnis für Gestalt und i H1t: Schicksal, Ziel und weroung des aus seiner Wiedergeburt neu entstandenen Polens dienen. r und in den wirtschaftlichen ig einer geistigen Vereinsamung der Opfer Sefattetz, elen Verbindungs. Litaulischer Eelreriiiltt Acht Deutsche verhaftet n an der deutschen Grenze gelegenen litauiorten Kibarty und Wirballen wurden acht nsässige Deutsche auf Grund eineg., Eeeschlusses verhaftet und ins Gefanguts Lerroux greist durch Todesstrafe angedroht.— Starke Position der spanischen Regierung Es unterliegt wohl keinem Zweifel mehr, daß die Regierung Lerroux mit ihren Maßnahmen zur Unterdrückung der in ganz Spanien ausgebrochenen Revolte einen großen Erfolg zu verzeichnen hat, und es scheint so, daß der 70jahrige Ministerpräsident den festen Willen hat, und auch in der Lage sein wird, mit starker Hand durchzugreifen. Es wäre aber übertrieben zu sa0 soweit konsolidiert hätten, daß von ei spannung ve. Ergrmuge gesprochen, könnte. Allerding der Streikbewegung uberau zu verspuren. die Regierung Lerroux ist wachsam. ist der Alarmzustand noch nicht aufg ale Vpriche Posile, bah ni Grundiegende Rusführungen des Danziger Senatspräsidenten über die kulturellen Bezienungen Im altstädtischen Rathaus in Danzig hielt amt auszg fine Ueberwindung einzelnen Nation Donnerstagabend die in den ersen Lagen die, Schusolzige anzlung, Eie setzt geistige Achtung es Jahres unter dem Vorsitz des Danziger Se. eine Veisti9,ia/,, ziesenige des anderen voraus. natspräsidenten Dr. Rauschning gegründete und wit enägste, Schritt, den wir über politiDanziger Geselschaft zum Studium Polens ihre Doher is, Zherungspersuche des hinter uns lieIste Sitzggs ab. Außer den Vertretern ders soe, An Leizazihnittez tun wollen, genaues geDanziger Regierung, den maßgebenden Kreisen eugen, Gert., anlernen. Der nolikischen Versche Annähernngr#r## des hinter den Zest-bschnittog tun wollen. ger genden hettt„tschem Gergenseitiges Kennenternen. Der politischen Verständigung muß die geistige folgen. Und hier beginnt eine Auseinandersetzung, die im höchsten Sinne fruchtbar werden muß. Scheinen doch die letzten Reste eines fen Wir wollen daher in zun obendläwzschen Jeizstpizn Zashmnenbrich der einem tieferen Verschzrogie, als im Kriege selost, im Zusummendr# der Nachkriegsjahre, in den Klassenkämpfen der Nationen gegeneinander und in den wirtschaftlichen Krisen völlig einer geistigen Vereinsamung per Völker zum Opfer gefallen zu sein, die bei allen Anstrengungen der materiellen Verbindungserleichterungen Nachbarvölker äonenweit ausWenn wir uns bei dieser geistigen Lage anheischig machen, von Danzig aus Fäden zu unserem Nachbar hinüberzuwerfen und an einem Netz zu spinnen, das einmal zu einem dauerhaften Gewande des Vertrau werden soll, so mag dies sinnbildliche Bedentung haben. Ggxnherein Larüher u. Wir müssen uns von vornherein darüber klar sein, daß die Bemühungen unserer Gesellschaft daß sich die Verhältnisse in Spanien schon it konsolidiert hätten, daß von einer Entg der Gegensätze gesprochen werden Allerdings ist ein mertliches Abflauen bora“ zu verfnüren. Aber m. Vorläufig Alarmzustand noch nicht aufgehohen und aues Wpricht pafur, buß mit einer Aufhehung in absehbarer Zeit auch nicht zu rechnen ist. Im Gegenteil, der Ministerpräsident hat unmißverständlich zu erkennen gegeben, daß er gegebenenfalls den Alarinzustand in den Kriegszustand umzuwandeln gedenkt, wenn nicht bald absolute Ruhe im Lande wird. Die anfänglichen Streiks und lokalen Revolten weisen die gieichen üblen Begleiterscheinungen auf, die alle Putsche und Revolutionen zur Folge haben, deren Motiv nicht einer großen Idee und einer wirklichen Volksbewegung entspringt. Morde und Attentate sind an der Tagesordnung. Nicht nur in der Nacht, sondern am hellichten Tage knallten die Revolverschüsse und es hat sich herausgestellt, das es sich dabei keineswegs um rein politische Hintergründe handelt, die allgemeine Unruhe wird eben, wie so oft bei Revolten solcher Art, von finsteren Elementen ausgenutzt, um ihren persönlichen Wünschen und Instinkten freien Lauf zu lassen, und man kann gut annehmen, daß 75 Prozent aller Morde und Attentate, die sich in den letzten ereignet haben, aus persönlicher Rachsucht, ja sogar aus Habgier begangen wurden. Hier will der Ministerpräsident eingreifen und wenn er den Kriegszustand verhängt, so heißt das nichts anderes, als daß damit die Todesstrafe in Spa; nien wieder eingeführt wird. Hatte Lerroux mir seinen bisherigen Maßnahmen einen tatsächlichen Erfolg zu verzeichnen, so hat er auch unbestreitbar damit einen Achtungserfolg in parteipolitischer Beziehung erzielt. Sein scharfes Vordeutsch=polnischen kulturellen Beziehungen. Welche Bedeutung man auf polnischer Seite den Ausführungen Dr. Rauschnings beimißt, geht u. a. daraus her, daß ein Abschnitt aus der Danziger Veranstaltung auf sämtliche polnischen Rundfunksender übertragen wurde. Es ist das erstemal, daß Ausführungen eines so maßgebenden Vertreters der deutschen nationalsozialistischen Weltanschauung, der gleichzeitig auch an der Spitze eines deutschen Staatswesens steht, in dieser Form der gesamten polnischen Oeffentlichkeit übermittelt worden hind. zent 80 Bei der Schaffung der Reichslotterie würde gesamte Spielplan ein anderes Gesicht bekommen. Die Gewinnmöglichkeiten würden angeblich noch größer sein als jetzt. Es kommt ferner hinzu, daß bei der Reichslotterie der Vertrieb der Lose vollkommen umgestaltet werden muß. Ein Vorschlag geht dahin, die Lose der Reichslotterie durch die Reichspost vertreiben zu lassen. Es würden dadurch bedeutend weniger Unkosten für die Reichslotterie entstehen, so daß sich aus diesem Grunde eventuell ein Ausbau des Spielplanes ergeben könnte, da die Reichspost mit wesentlich geringeren Spesen arbeitet, als das jetzige System. Es wird vorgeschlagen, die jetzigen Lotterieeinnehmer bei der Reichspost unterzubringen, da sie besondere Erfahrungen auf dem Gebiete des Losverkaufes Der Reichsschatzmeister der NSDAP. erläßt folgende Bekanntgabe:„Aus gegebener Veranlassung wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß die derzeitige Mitgliedersperre in absehbarer Zei nicht aufgehoben wird. Gesuche von sen um Aufnahme in die Partei sind daher zwecklos“. hausreparaturen bis 30. Juni Der Zeitpunkt für die Beendigung der Instandsetzungs= und Umbauarbeiten bis zum 30. Juni daß bis zur Verwirklichung noch eine gewisse Zeit! Vom Reichsarbeitsministerium wird mitgeteilt, vergehen wird. Es ist außerdem noch nicht sicher, daß der Zeitpunkt für die Beendigung der Inob sich nicht noch bessere Vorschläge für einen standsetzungs= und Umbauarbeiten allgemein bis Ausbau der Reichslotterie ergeben könnten zum 30. Juni 1934 verlängert, inz., Der Reichs: Präsident Dr. Schlange wies, wie die RW3 wei= arbeitsminister ter meldet, besonders darauf hin, daß diese Fragen den erklärt, daß über die bei den örtlichen Stelkeinen Anlaß geben dürften, in die Kreise der len vorhandenen restlichen Zuschußmittel VorbeLotterieeinnehmer Unruhe zu bringen, da noch scheide auch noch nach dem 31. März 1934 erteilt keine endgültige Entscheidung getroffen ist. werden. Wer hat noch gewonnen? Die Gewinne der Prämienziehung der Winterhilfslotterie Unter Leitung des Notariates München 18 fand Donnerstag vormittag in den Räumen der Reichsleitung Abteilung Lotterie die Ziehung der Prämien in den 30 Serien der Winteryu#sVerheerende Ueberschwemmungen in Oberitalien 27 Todesopfer eines hauseinsturzes Zu Beirut brach ein Hotel zusammen Wie aus Beirut berichtet wird, ist dort auf dem Kanonenplatz ein altes Haus eingestürzt, in dem sich ein Hotel und ein Kaffeehaus befanden. Aus den Trümmern hat man 27 Tote und 12 Schwerverletzte hervorgezogen. Die 12 Schwerverletzten wurden dem Krankenhaus zugeführt. Die die wit Bihendet. Man durchgeführt wurden, sind fast beender. Man rechnet nicht mehr damit, weitere Opfer unter den Trümmern zu finden. Zyklon in Queensland Zahlreiche Menschenopfer An der Nordküste von Queensland hat am Donnerstag ein Zyklon gewütet. her eingegangenen Berichten sind 75 Personen, meist Farbige, ertrunken oder werden vermißt. Mehrere kleinere Siedlungen sind einfach hinweggefegt worden. Der Schaden ist beträchtlich. Als Fahrgäste eingeschlichen und auf hoher See die Besatzung überwältigt Wie Reuter aus Hongkong meldet, wurde der 2924 Tonnen große norwegische Dampfer„Norviken“ das Opfer eines dreisten Ueberfalls chinesischer Seeräuber. 22 chinesische Seeräuber, die, wie üblich, als Passagiere an Bord gegangen waren, überwältigten auf offener See plötzlich die Offiziere und die Besatzung, zerstörten die drahtlose Telegraphie und warfen die Apparate über Bord. Dann plünderten sie das Schiff vollständig aus und verließen am folgenden Tage unter Mitnahme von zehn chinesischen Fahrgästen, die sie als Geiseln mitschleppten, den Dampfer. Die Offiziere und die Besatzung sollen wohlauf sein. Der jüdische Finanzmann Samuel Insull ist in der Nacht zum Donnerstag aus Athen verschwunden. Die Polizei stellt Nachforschungen nach ihm an. Insull, der ausgewiesen war. mußte Griechenüberschwemmt. Die Schäden an den Saaten sind sehr groß. In Stoffoli umspülten die Wassermassen bedrohlich eine Ansiedlung. Die 40 Bewohner mußten mit Vieh und Habe von der Miliz mit Kähnen aus ihren Häusern geholt werden. In der Nähe von Ferrara ist das Wasser auf 500 Hektar Breite in das neue urbar gemachte Gebiet eingedrungen und hat dort verheerende Verwüstungen angerichtet. Im Alpengebiet in Oberitalien ist allenthalben Neuschnee gefallen. In den Bergen hat der anhaltende Sturm an vielen Orten Lawinen gelöst. Stellenweise bemerkte man auch wieder die seltsame Erscheinung des sogenannten„Blut“ Regens, der Dörfer, Bäume und Sträucher rot farbt. Er ist vermutlich auf eine Vermengung der Regentropfen mit rotem Sand, der im afriinn chen Wüstengebiet durch den Sturm aufgeGirbelt worden ist, zurückzuführen. Die nutienatsehianstische Eezlch s Eine richtungweisende Rede Hitred Rosenbergs Anläßlich der Eröffnung des 14tägigen Sonverlehrganges für die an den Schulen der nationalsozialistischen Bewegung tätigen Leiter und Lehrer in der Reichsschule Bernau hielt Reichsleiter Alfred Rosenberg eine richtunggebende Rede über die nationalsozialistische Erziehung. Nach einer eingehenden Kritik an den Erziehungsaufgaben der letzten Jahrzehnte führte Rosenberg u. a. aus: Mit der Erkenntnis, daß Europa in allen seinen Erzeugnissen schöpferisch gemacht worden ist allein vom Charakter, ist das Thema sowohl der europäischen Religion als auch der germanischen Wissenschaft, aber auch der nordischen Kunst, aufgedeckt. Die deutsche Erziehung wird nicht eine formal=ästhetische sein, sie wird nicht eine abstrakte Vernunftsgestaltung anstreben, sondern sie wird in erster Linie eine Erziehung des Charakters darstellen. Damit wird das Erziehungsideal des 18. und 19. Jahrhunderts bewußt und instinktiv beiseite geschoben und angeknüpft an alle großen Gestalten deutscher Vergangenheit und deutscher Gegenwart. Im Zentrum der deutschen Erziehung werden deshalb die größten Menschen der deutschen Erde stehen. Zu gleicher Zeit wird eine deutsche Erziehung zeigen müssen, wie sich der Gedanke der Ehre immer gepaart hat mit dem Gedanken an eine Gewissens= und Forschungsfreiheit, wie um den Gedanken der Ehre nicht nur gekämpft worden ist auf den Schlachtfeldern Europas und auf dem Gebiete der Politik, sondern auch in allen Gelehrtenstuben und schließlich auch in der Seele aller großen Künstler. Zu gleicher Zeit findet durch diesen Gedanken eine echte Rückkehr zur Natur in einem ganz anderen Sinne statt, als es die Anhänger des Träumers Rousseau oder des chaotischen Tolstoi jemals geahnt hatten. Denn die Rückkehr zur Natur, die wir heute aus der Sehnsucht des Weltstadtmenschen heraus erleben, ist nicht eine sentimentale Verzückung, sondern bedeutet das Neuerleben der deutschen Landschaft, der deutschen Erde und des deutschen damit verbundenen Wesens, es ist ein tiefes Bejahen deshalb auch des deutschen Bauern als des ewigen Erneuerers des deutschen Blutes. Diese Rückkehr zur Natur bedeutet aber auch Anerkennung aller Fähigkeiten des Leibes, und neben die Erziehung des Charakters stellt sich somit die Erziehung des Körpers. Das Turnen und der Sport sind nicht dazu da, um Retorde zu erzielen. Aus diesem Gesichtspunkte heraus erstrebt die deutsche Leibeserziehung bewußt nicht etwa Stars und Weltrekorde, sondern die höchstmöglichen Leistungen geschlossener Körperschaften. Das Geheimnis griechischer Kultur liegt darin, daß nordische Völkerschaften einst sich ein anderes Land unterwarfen und, von einem klaren Schönheitsideal getrieben, Leib und Seele einheitlich gestalten und erziehen konnten. Deshalb ist die Wiedergeburt der Antike, die sich in den heutigen Seelen des neuen Deutschland vollzieht, in tiefstem Sinne die Wiedergeburt auch des freien germanischen Menschen, und die einzige, wirkliche große Aufgabe für die nationalsozialistische Bewegung besteht darin, die Werte des Charakters zu stählen, dem Forschungstrieb ein dem tiefsten Willen entsprechendes Motiv zu geben, die biologischen Gesetzlichkeiten des Lebens zu erforschen und sich gemeinsam ein Schicksal zu gestalten, das den Naturgesetzen des Lebens und den ewigen Forderungen der deutschen Rassenseele entspricht. Wir sind uns natürlich bewußt, daß das ganze kulturelle Leben durch keinerlei Formeln und Zwangsglaubenssätze empfinden aber auch eine tiefe innere Abneigung gegen die den letzten Jahrzehnten entsprechenden verkrampften Darstellungen auf dem Gebiete der bildenden Kunst und vielen, dem ganzen Lebensrhythmus des Deutschen widersprechenden Konstruktionen auf dem Gebiete der Musik. Es ist hohe Zeit, daß unser Geschlecht wieder den tiefen Respekt und die große Ehrfurcht vor den Schöpfungen des deutschen Genies, ganz gleich, aus welchem Jahrhundert, wieder aufbringt und nicht jeden unreisen Ausdruck des Pinsels als eine unerhörte Leistung eines mystischen Naturwillens Linzusteken wogt. W. astns. Diefe Säuberung des Geistes und des Instinr= tes, die Undesangenheit des Blutes wiederherzustellen, ist vielleicht die größte Aufgabe, die die nationalsozialistische Bewegung sich nun zu stellen hat. Ihr zu dienen fordert ganze Menschen, fordert Mut, fordert gelegentlich auch eine Unbekümmertheit, aber wird uns auch das beglückende Bewußtsein geben, auf dieser Erde unsere Pflicht und Schuldigkeit getan zu haben. 900 Verhaftungenm Estlane Die Maßnahmen gegen die Freiheitskämpfer— Entlassungen von Beamten und Offizieren Nach einer amtlichen Mitteilung aus Reval sind bisher 500 Anhänger der Freiheitskämpfer in Haft genommen worden. Von diesen wurden etwa 75 nach eingehendem Verhör wieder auf freien Fuß gesetzt. Mit weiteren Haftentlassungen wird gerechnet. Vereinzelte Verhaftungen finden jedoch immer noch statt. In einigen ländlichen Bezirken war die Zahl der Verhafteten so groß, daß die Verhafteten in Schulen untergebracht werden mußten. Der Verkehrsminister hat den ihm unterstellten Beamten. die der Freiheitskämpfer=Bewegung angehört haben, nahegelegt. ihr Abschiedsgesuch einzureichen, da sie sonst entlassen würden. Mit ähnlichen Maßnahmen wird auch bei den übrigen Behörden gerechnet. Bisher wurden 36 Mann des Schutzkorps entwaffnet und aus dem Schutzkorns ausgeschlossen, da sie der Freiheitskämpfer=Bewegung angehört hatten. Das Schutzkorps. eine freiwillige Selbstschutz=Organisation aller Stände, deren Hauptaufgabe im Kampfe gegen den Kommunismus besteht, hat in seinen Reihen verhältnismäßig viele Angehörige der Freiheitskämpfer=BeDer Oberkommandierende der Truppen. General Laidoner, machte die Mitteilung, daß entgegen englischen Blättermeldungen, die von zahlreichen Toten während der Regierungsaktion gegen die Freiheitskämpfer sprechen, die gesamte Aktion völlig unblutig verlaufen sei. Die große erwartete Säuberungsaktion innerhalb des estnischen Offizierkorps ist nicht in dem erwarteten Ausmaß erfolgt. Man gewinnt den Eindruck. daß der Oberbefehlshaber sich davor scheute, durch allzu scharfe Maßnahmen Unwillen im Militär auszulösen. Marschan Lhankehs Rustungsvians Er will noch ärger rüsten Unter dem Vorsitz des Marschalls Lyautey fand am Donnerstag ein Frühstück der Vereinigung für Handel und Industrie statt, bei dem General Duval einen Vortrag hielt über die Frage, ob Frankreich die seiner Politik angemessene militärische Organisation besitze. Duval behauptete, daß Frankreichs gegenwärtige Heeresorganisation auf einer„Strategie des Abwartens“ aufgebaut sei. Am 1. April 1934 werde das stehende Heer 200000 Mann betragen, wovon 160 000 Franzosen seien. Diese Organisation habe eine beispiellose Verwendung der Reserven zur Voraussetzung, so daß die Strategie des Abwartens dahin führe, während des Krieges die in der Friedenszeit verlorene Zeit wieder einzuholen. Aber selbst im Schutze der Befestigungsanlagen werde man vielleicht nicht hinreichend Zeit hierfür haben. Einem schlagkräftigen Milizheer müsse Frankreich ein Aufgebot gut ausgebildeter nationaler Streitkräfte mit entsprechenden Cadres entgegenstellen können. Man könne nicht behaupten, daß solche in ausreichendem Maße gegenwärtig vorhanden seien. Lyautey zog aus den Ausführungen des Redners den Schluß, daß Frankreich im Interesse des Friedens eine starke Militärorganisation brauche. Französischer Kammerausschuß gegen Weltrusten Der französische Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat nach einer Beratung über die außenpolitische Lage und die Abrüstungsfrage folgende Entschliebung angenommen:„Der Ausschuß bestätigt seine Politik, die der kontrollierten und in der Sicherheit organisierten Abrüstung günstig ist. Er ist weiterhin gegen die Wiederaufrüstung Deutschlands und wünscht kebhaft die Ausarbeitung eines allgemeinen Abkommens zur Begrenzung der Rüstungen, um die Gefahren zu vermeiden, die die Wiedrraufnahme des Wettrüstens für den Frieden bedeuten würde.“ Zu der Sitzung des auswärtigen Kammerausschusseg wird noch bekannt, daß sich zwei Auffaslungen schroff gegenüberstanden. Während der Abgeordnete Vienot die Annahme einer Entschließung vorschlug, nach der Deutschland in den Grenzen des italienischen Vorschlages zur Aufrüstung ermächtigt werden möge. machte der Abgeordnete Fribourg geltend. daß Frankreich damit gleichsam den gegenwärtigen Rüstungsstand Deutschlands sanktionieren würde, was auf keinen Fall in Frage komme. Die Entschließung war einstimmie bei einer Stimmenthaltung angenommen worden. beschränkten Rüstungen, selbst wenn es eine Wiederaufrüstung mit sich bringen würde. Nach Simons Rede wurde die Aussprache ohne Abstimmung geschlossen. * In Besprechung der Parlamentsaussprache über die Abrüstungsfrage beben die Londoner Blätter hervor, daß sich nichts Abschließendes über die Aussichten sagen lasse, solange die Welt noch auf die französische Antwort warten mut. Allgemein wird auf die Bemerkung Edens hingewiesen, daß es keinen anderen Weo gebe, als die Richtlinien der britischen Denkschritt und daß die Aufgabe der Versöhnung der Gegensätze„nicht hoffnungslos“ sei, „Times“ schließt sich den abfälligen Bemerkungen ausdrücklich an, die in der Unterhaussitzung über die letzte Rede des Reichsministers Göring gefallen sind. Das Blatt wendet sich aber auch gegen Churchikk. Der logische Schluß laute, daß alle Länder eine gemeinschaftliche Verantwortung übernehmen müßten, daß sie alle bereit sein müßten, gemeinsam gegen jede Verletzung einer Konvention einzutreten, die die Fähigkeit des Einzelnen zu Vergeltungsmaßnahmen geschwächt habe. Die britische Regierung sei nicht gerade bereit, jedem Lande, das in Schwierigkeiten gerate, zu Hilfe zu eilen, wohl aber mit anderen über die Schritte zu beraten, die gegen ein Land zu unternehmen wären, das die Konvention verletzt und dadurch das ganze System der Rüstungsbegrenzung gefährdet.„6 5 M „Daily Lelegrang saut unter anderem. ein Zusammenbruch der Abrüstungskonserenz werde die britische Sicherheit so gefährden, daß dann sofort eine Revision der britischen Wehrmaßnahmen nötig werde. Es ist bezeichnend, daß Belgien schon bereit sei. an eine begrenzte Konvention bezüglich der Luftstreitkräfte zu denken. Französische Unzufriedenheit Die Pariser Presse gibt die Ausführungen des Lordsiegelbewahrers Eden und des Außenministers Simon im englischen Unterhaus sehr ausführlich wieder. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. nehmen die Blätter aber keine redaktionelle Stellung zu den Erklärungen der beiden Staatsmänner. Nur„Jour" und„Quotidien" befassen sich eingehender mit den Ausführungen Edens, mit denen sie sich nicht einverstanden erklären.„Jour“ spricht von einem„englisch=deutschen Druck“ auf Frankreich. Die Ausführungen Edens vor dem Unterhaus hätten in Frankreich einige Ueberraschung ausgelöst. Der englische Standpunkt weiche grundsätzlich von dem italienischen ab, weil England die„deutsche Wiederaufrüstung" mit einer französischen Abrüstung verbunden sehen wolle. Deutsch=polnische Vereinbarung über Zeitungsverbote In Auswirkung der mn Berlin geführten deutsch=polnischen Besprechungen über die Frage der öffentlichen Meinungsbildung in beiden Ländern ist beiderseitig beschlossen worden, die gegen polnische Zeitungen in Deutschland sowie gegen deutsche Zeitungen in Polen bestehenden Verbote aufzuheben und die betreffenden tungen zum Postvertrieb wieder zuzulassen. Diese Regelung trat am 15. März dieses Jahres in Kraft. Anfrasten=Tesser uls Welirasten Abschluß der englischen Unterhausdebatte— Hußenminister Simon über Englands Standpunkt in der Abrüstungstrage Zum Abschluß der außenpolitischen Debatte im englischen Unterhaus, die Lordsiegelbewahrer Eden mit seiner Rede eingeleitet hatte, sprach Außenminister Sir John Simon. Zur Reise sagte Simon: Angesichts des beim einzelnen bestimmt und geregelt werden kann. grenzten Zweckes sei es ganz unangebracht, von 9 tsche Gersönlichkeit) ymer durch einem Erfolg oder Fehlschlag zu sprechen. Eden Die schöpferische Personlichteit wirn immer ihre Tat beweisen, was sie richtunggebend zu leiten vermag. Wir lehnen ab die ganze Sphäre der politischen Gedankenwelt der letzten 150 Jahre, wir habe seine Mission mit bewunderungswürdiger Gewandtheit erfüllt. Die erzielten Ergebnisse seien von allererster Bedeutung für die unmittelbaren weiteren Besprechungen über die Frage. Läftschifse sonen die Escheiuerm Serahung=eesreien Der„Graf Zeppelin“ kann aber erst im Mai startfertig sein In Roskauer Fachkreisen der Polarforschung und der Luftschiffahrt mehren sich die Stimmen, die die Verwendung von Lenkluftschiffen zur Hilfeleistung für die Tscheljuskin=Besatzung empfehlen. Hierfür sprach sich kürzlich Rodile aus, der seit einiger Zeit als technischer Berater für den Lenkluftschiffbau in Rußland arbeitet. Auch der bekannte Polarforscher Prof. Samoilowitsch. oer im Jahre 1931 Dr. Eckener auf dem Arktisflug des„Graf Zeppelin" begleitete, äußerte sich dahin, daß mit Hilfe leistungsfähiger Luftschiffe den Schiffbrüchigen am schnellsten geholfen werden könne. Wie bekannt wird, hat sich auf Anregung der deutschen Regierung auch der Laftschiffdeu Zeppelin mit der Frage beschäftigt, ob ungeachtet der großen Entfernung von Friedrichshafen bis zur äußersten Nordostspitze Asiens, eine Hilfeleistung für die Tscheljuskin=Expedition durch Entsendung des Lenkluftschiffes„Graf Zeppelin“ möglich wäre. Nach genauer Prüfung der technischen Möglichkeiten hat sich jedoch leider ergeben, daß eine Entsendung des Luftschiffes undurchführbar ist. Es wird zur Zeit überholt und könnte selbst bei äußerster Beschleunigung der Ueberholungsarbeiten erst im Mai klar zum Fahrtantritt sein. Dr. Eckener, der sich persönlich mit dem Plan einer solchen Rettungsaktion besaßte, erklärte daher, daß zu seinem größten Bedauern zurzeit eine Hilfeleistung durch den„Graf Zeppelin" ausführber sei. „Tscheljuskin“-Flieger Lapidewskij vermißzt Die Regierungskommission zur Hilfeleistung für die„Tscheljuskin"=Besatzung teilt mit, daß der Flieger Lapidewskij von Kap Wellen nach Wankarem aufgestiegen, aber in Wankarem nicht eingetroffen sei Man vermutet, daß Lapidemskij in der Gegend von Kap Serdze eine Rotlandung vorgenommen hot. Moßnahmen zur Auffindung dus Flugzeuges#ind getrossen. Unter Bezugnahme auf Baldwins Andeutung, daß England im Falle eines Scheiterns des Konventions=Entwurfes eine begrenzte Konvention, beispielsweise eine Luftkonvention, anstreben könne, sagte der Außenminister, wenn eine solche Lage eintreten würde, dann habe die englische Regierung nicht die leiseste Absicht, eine langfristige Ausdehnung solcher Verhandlungen zuzulassen. Es sei wichtig, diese Sache schnell zu erledigen. Wenn unsere Hoffnungen auf etwas Besseres dahinschwinden, müssen wir den Folgen in unserem eigenen Lande ins Gesicht sehen und vorbereiten, was hier sofort getan werden muß. Zum Sicherheitsprodlem sagte Simon, es könne sich die Frage ergeben, ob die Erzielung eines Abkommens von diesem Problem abhänge oder nicht. Wenn Ja, dann sei es die Pflicht von jedermann, ihr gegenüberzutreten und sie nicht zu vermeiden. Simon kam dann auf die Rede Churchills zu sprechen; der sich jeder Abrüstung heftig widersetzt habe. Churchill und andere, die denselben Standpunkt verträten, sähen sich aber vor die einzige Möglichkeit gestellt, einem ungeregelten Rüstungswettbewerb der ganzen Welt zuzustimmen. Dies wäre eine schreckliche Aussicht. und er fordere das Unterhaus auf, sich die Lage vorzustellen, wenn alle Abrüstungsbemühungen fehlschlagen würden. Zunächst würde ein schnelles Rüsten einsetzen, das ungeregelt. unbegrenzt und durch keinerlei Ueberwachung oder Nachprüfung gehemmt wäre, kurz eine Aufrüstung im Redel. Die politischen Folgen eines Abrüstungs=Abkommens würden wegfallen, denn das Fehlen einer Vereinbarung würde bedeuten, daß Verdacht und Furcht zu groß wären, als daß sich die Bölker einigen könnten. Es würde mehr als ein Scheitern der Abrüstung sein, nämlich ein Rückschlag für alle Bemühungen zur internationalen Zusammenerbeit. Wdelt besser sel daher ein Abkommen mit Bestellung der Vertrauensräte Nachdem die Ausführungsbestimmungen für die Bestellung der Vertrauensräte nunmehr erlassen sind, werden die Listen der Vertrauensmänner entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unverzüglich aufzustellen und das Abstimmungsverfahren einzuleiten sein. Das Ergebnis der Abstimmung wird danach bis etwa 7 April vorliegen können. Wie wir erfahren, genügt die Zugehörigkeit, auch die korporative, zur Arbeitsfront. Wenn also alle sonstigen Voraussetzungen zutreffen, sind auch diejenigen wählbar, die korvorativ der Arbeitsfront angeschlossen sind. Passivierung der handelsbilanz Der deutsche Aubenhandel im Februar 1934 Die Einfuhr betrug im Februar 378 Mill. RM. Es ergibt sich somit eine Steigerung der Einfuhr um 6 Mill. RM gegenüber dem Vormonat. Ausschlaggebend war für die Einfuhrsteigerung wohl die Zunahme des Rohstoffbedarfs. die aus der anhaltend günstigen Produktionsentwicklung folgt. Auf Teilgebieten hat möglicherweise auch die während der letzten Monate auswärtsgerichtete Preistendenz zu Eindeckungen über den lausenden Bedarf hinaus angeregt. Insbesondere dürfte dies für Wolle gelten. Die Lebensmitteleinfuhr, die im Vormonat bereits stark zurückgegangen war, hat sich im Februar nochmals um 10 Mill. RM vermindert. Soweit sich jetzt schon feststellen läht, sind an der Steigerung der Einfuhr überwiegend die überseeischen Rohstofflieferanten beteiligt. und zwar in erster Linie China früchte) und Argentinien(Wokle). Aus euroväi schen Ländern hat die Einfuhr in der Hauptsache abgenommen..— 8 Hrnar 249 Mill. Die Ausfuhr derrug im Froruat#0#., RM. Gegenüber dem Vormonat hat sie um se Mill. RM, d. b. um rund 2 v. H. abgenommen. Die mengenmäßige Abnahme der Ausfuhr hängt wohl ausschließlich mit der geringeren Zahl von Tagen im Februar zusammen, Mengennjähig siget die Ausfuhr im Februar ds. Is. noch erwous Vorjahresstand. Abgesehen von einer ur lichen Verminderung der Lebensmittelausfuhr icg der Rückgang vom Januar auf Februar ausfez, lich bei Rohstoffen, und zwar sind hier dilieferungen gegenüber dem Vormonat stark ken. Die Fertigwarenausfuhr war leicht erhöht. Nach den vorläusigen Feststellungen entfällt de Ausfuhrrückgang im wesentlichen auf Länder. Abgenommen bat besondgpa.piegeg Ge# nach den Riederlanden. UdSE].„### bie gien, Luxemburg und Frankreie. BonAusfuhr nach Großbritannien. Schweden und# Tschechoslowakei. Die Handelsbilanz Februar mit einem Einfuhrfherschuß von am8 Mj. An ab nod An Mlll. 2ön im Vorwenet ag. Januar eingetretene Passivierung der bilanz hat sich allo im Februar noch verstärkt. Nr. 64(Zweitzs Blatz Freitag, *0 M K. Schwerte(Ruhr), Freitag den 16. März 1934 Tagesspruch Wenn man mit sich selbst einig ist und mit Nächten, das ist auf der Velt boghreche. Vom Wetter her hat der Gesamtumsatz genau acht Millionen Stück betragen; davon beruhen nicht weniger als drei Millionen Stück auf Nachbestellungen. Es hat sich gezeigt, daß die Frauen und Mädchen gern geneigt sind, die Rosetten bei Handarbeiten zu verwenden. Sie haben dabei gleichzeitig die Genugtuung, notleidende Volksgenossen unterstützt zu haben. NS=Frauenschaft und Jugendherbergswerk. Der Gau Westfalen(früher Gau SauWechselnd bewölt erland— Münsterland) im Reichsverband für Vosterigge Vrostog, eod zienlsch mild Prurge Ererigrintuig e. s. geit mit zeitweise Regenschauer. Noch zuemich mild bei frischen westlichen Winden. ter. Etwas kälter. Ehrenkrone des Alters. Am heutigen Freitag begeht Frau Witwe Gustav Nahlenbeck in überraschend geistiger Frische den 80. Geburtstag. In urwüchsiger Weise weiß die geschätzte alte Dame aus dem Born der Erinnerungen zu schöpfen. Insbesondere weiß sie vom März=Aufstand anno 1848, den ihre Mutter miterlebt hat, zu erzählen. Trotz ihres hohen Alters besitzt sie ein sehr gutes Gedächtnis. Mit leuchtenden Augen spricht sie öfter folgenden Reim, den sie in ihrer Jugend in Iserlohn oft gehört: Der olle Fritz geth schlo ümt Hous Dei was ein Koenig as en Tus, Sien Rock, sien Wams, sien Stiepelpor Was auk datt wichtigste nitt vam Johr, Datt Unnerfauer kiek woll rut Drum sog hei doch as Koenig out. Der Hochbetagten wünschen wir weiterhin einen gesegneten Lebensabend! Getränkesteuer. Wir verweisen auf eine Bekanntmachung über die Erhebung einer Getränkesteuer im Stadtbezirk Schwerte im Anzeigenteil unserer Zeitung. Die Plauener Spitzenrosette ist noch zu haben. Wie die Reichsführung des Winterhilfswerks mitteilt, können bis zum Ende des WHW. die beliebten Ansteckrosetten aus Plauener Spitzen, die im Februar für das WHW. verkauft wurden, auch jetzt noch unmittelbar von der Industrie= und Handelskammer in Plauen gegen Voreinsendung von 20 Pfg. pro Stück zuzüglich Briesporto bezogen werden. Die Kammer führt laufend derartige Nachbestellung aus, die ihr aus allen Teilen des Reiches in giolem Umfang zugehen. Von den Einnahmen werden je Stück 14 Pfg. an das WHW. abgeführt. Ferner schweben Verhandlungen, die Rosetten sollen von einer Anzahl vertrauenswürdiger Fabrikanten hergestellt werden, die von der Handelskammer bestimmt und überpecht werden. Der außerordentliche Verkaufsessolg der Rosetten läßt erwarten, daß sie auch im Handel lebhaften Absatz finden werden. BisDeutsche Jugendherbergen e V. teilt mit: Im Gau Westfalen für Deutsche Jugendherbergen berief der Gauführer Grimmelt als Vertreterin der von der NS=Frauenschaft geführten Frauen= und Mütterbewegung Frau Emmi Gruß aus Bochum in den Gaubeirat. Durch diese Berufung soll die enge Verbunden heit zum Ausdruck kommen, welche jede deutsche Mutter und Frau zu den Jugendherbergen als den Heimstätten und Gesundungshäusern einer frischfrohen und wehrhaften deutschen Jugend hat. Eine Werbepostkarte des Handwerks. Um dem Handwerksmeister zu einer guten und billigen Werbemöglichkeit zu verhelfen, hat der Reichsstand des Deutschen Handwerks eine Werbekarte herausgebracht, die der Handwerksmeister mit seiner Firmenbezeichnung versehen und dann an seine Kundschaft weitergeben kann. Die Postkarte enthält das Plakat:„Deine Hand dem Handwerk!", ein Gedicht„Deutsches Handwerk“ und einen Teil aus der Rede des Volkskanzlers Adolf Hillec am 1. Mai 1933. Arbeitsabend bei der NS. Frauenschaft Schwerte Eingliederung des Bundes Königin Luise.- Aenne Döpp spricht über Gymnastik. de De Hrauenshgft Schwer Hemr haburch eine liche Frauenverbände ersaßt. Die Führung dieses Frauenwerkes übernimmt die NSDie Leiterin der De=Frauenshaft Schoerte, die nationalogzallzrisg, Freugiegt Liez erig Frau Obstfeld, nationalsozialistischen Geistes. NationalsoziaSleit eine Anseruce, in der be v—p uszjührte; voem ud pieze Kampsproße hai. die Res. Frau. erschaft bestander, ie begz gampses. Unsere Ganz besonders begrüße ich am heutigen enschaft beßg, Ganz besonders begrüße ich am herg.; Abend unsere Mitschwestern vom Bund Königin Luise und heiße Sie in unseren Reihen herzlich willkommen. Als erster Deutscher Frauenbund haben Sie sich freiwillig zur NSFrauenschaft bekannt. Ein Beschluß Ihrer Führerin, den wir zu würdigen wissen. Niemand wird im neuen Deutschland zum Nationalsozialimus gezwungen, freiwillig und aus innerer Ueberzeugung sollen sie zu uns kommen. Wir wollen nicht nur Mitglieder, sondern Mithelferinnen. Wenn man bedenkt, daß es heute noch in Deutschland 33 Frauenvereine und Verbände gibt, so kann man es nicht begreifen, daß noch so viele Frauen unwissend der neuen Zeit gegenüber stehen. Wir stehen in einer deutschen Schicksalswende, und da darf auch die deutsche Frau nicht achtlos vorübergehen. Was gut war im alten Reich, soll auch bei uns neu erstehen. Großes könnte von den deutschen Frauen geleistet werden, wenn sie sich einig wären. und gemeinsam am großen Ziel arbeiteten. Wie manche tüchtige Frauenkraft zersplittert sich in Gruppen und Grüppchen. Und wie viel Volksvermögen geht durch die vielen Frauenvereine verloren, welches doch sonst nur einer Organisation zufließen würde. Um eine einige Führung dieser Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend vom 3. bis 18. Upen e* desammonsetzung Schwerte, 16. März. Am Samstag und Sonntag, den 3. und 4. März fand in Köln für das Obergebiet„West“ eine Tagung der Referenten des Sozialamtes der HJ. und der OrtsJugendleiter der Arbeitsfront statt, die im Zeichen des Reichsberufswettkampfes stand. Der Leiter des sozialen Amtes in der Reichsjugendführung, Artur Axmann, wies auf die hohe Bedeutung der beruflichen und sportlichen Schulung der Jugend hin, die eine Beteiugung der ganzen deutschen Jugend erfordere. Die Arbeitsfront führt durch ihre Verbände den Reichsberufswettkampf durch. Sie ist verantwortlich für die richtige fachberufliche und organisatorische Gestaltung. Die 5J. führt die Großpropaganda durch. Auch in Schwerte ist mit den Vorbereitungen bereits begonnen worden. Die Hitler=Jugend hat einen Ehrenausschuß berufen, der sich aus den Spitzen der Behorden und der Wirtschaft zusammensetzt. Die uud eu. eene uer un uehch braunen Soldaten, wie wurden btezg Freiwild waren sie gewesen, als politische Gefangene saßen sie hinter Gefängnismauern. Wer sorgte damals für sie und die Hinterbliebenen? Kein Frauenverein, auch nicht die konfessionellen haben sich daran gestört. Nationalsozialistische Frauen sorgten für sie. Wir waren damals nur ein kleines Häuflein, das nicht über große Mitgliedsbeiträge verfügte, und doch nach besten Kräften half, stets selbst opferbereit war. Jede Woche einmal versammelten wir uns hier, und strickten und nähten für unsere SA. oder erwerbslose Parteigenossen. Nicht selten kam es vor, daß wir uns abends von SA. nach Hause bringen lassen mußten, weil die Kommune auch nicht halt vor uns Frauen machte, und uns mit Recht fürchtete. Denn wie manche Frau eines Kommunisten stand heimlich auf unserer Seite. Es ist nicht unsere Art groß darüber zu sprechen, was wir getan haben, wir verlangen keinen Dank, nur Achtung für diese Frauen, die still ihre Pflicht erfüllten unter dem Hakenkreuz. Damals nahm man keine Notiz von uns, heute sind wird eine große Frauenbewegung geworden, die die große geschichtliche Aufgabe hat, alle deutschen Frauen zum Nationalsozialismus und zur Volksgemeinschaft zu erziehen. Wir wissen durch den Umgang mit unseren Geschlechtsgenosigrenz, nie unendlich schwer es oft ist, und welch,eige# grund von asozialer und hochmütiger Gesinnung oft zu überbrücken ist. In der Mehrzahl sind es Frauen aus einfachen Verhältnissen, die zu uns kommen und aus sicherem Instinkt heraus fühlen, hier wirst du nicht geduldet und als Mensch 2. Klasse betrachtet, sondern bist vollwertiges Mitglied. Diese Frauen, die pünktlich jede Woche sich einfinden und hier arbeiten, diese Frauen, die sonst keinerlei Abwechslung haben und nur zu Hause Not und Sorge kennen, die freuen sich schon immer auf diesen Arbeitsabend. Nur wer den NationalPflichten als Frau und Mutter zurückführen. Ein gesundes Familien= leben ist der Garant für einen gesunden Staat. Wir wollen deutsche Frauenehre und Frauenwürde wieder hochbringen. Nicht an Kleinigkeiten uns verzetteln, sondern stets das große Ziel vor Augen behalten. Wer sich zur NS=Frauenschaft bekennt, hat sich darüber klae zu sein, daß er Pflichten zu erfüllen hat, Rechte können bei uns nur durch strenge Pflichterfüllung erworben werden. Im Verein mit der NS=Volkswohlfahrt werden wir auch die große bevölkerungs= und rassepolitischen Aufgaben zu lösen wissen. Und hier ist jede Kraft, die sich uns zur Verfügung stellt, willkommen. Der Nationalsozialismus gebraucht den ganzen Menschen und verlangt, daß sich jedes Mitglied zuerst für unsere Interessen voll und ganz einsetzt. Wie bei allen Organisationen der NSDAP., so herrscht auch bei uns Führerprinzip, und darum kann nicht jeder in dieser Bewegung selbständig handeln Als Leiterin der NS=Frauenschaft trage ich die alleinige Verantwortung und habe darüber zu wachen, daß keiner gegen unsere Welte anschauung verstößt. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet eine Mitgliederversammlung statt, verbunden mit einem Vortrag. Jede Woche einmal arbeiten wir gemeinsam für die NS=Volkswohlfahrt und für unsere Verlosung für das nächste Fest. Nur wer wirklich volksverbunden ist, besucht regelmäßig unsere Abende, pflegt so die Volksgemeinschaft. Würden wir nur jeden Monat einmal zusammenkommen, so würde das in Vereinsmeierei ausarten und so die Volksgemeinschaft zerstört Darum reihen auch Sie sich ein in die große Schar Adolf Hitlers und helfen sie so gemeinsam mit am Aufbau des Dritten Reiches. Heil! Zusammensetzung des Ehrenausschusses ist ein sichtbarer Ausdruck für die Bedeutung dieses Berufswettkampfes. Die Verbände der deutschen Arbeitsfront haben Wettkampfleiter eingesetzt, die mit der Bildung einer technischen Leitung(Prüfungsausschuß) beaustragt sind. Alle Ingenhlscher Konnenden Sonmbend aberds 815 Uhr, Frauenschaft ist der Jusanmenschuß aller findet in der Aula des Realgymnasiums in Schwerte eine Versammlung der Arbeiter der„Stirn und der Faust“ statt. Hierin wird ein Vertreter der Arbeitsfront über die Reichsjugendwettkämpfe sprechen. * Dem Ehrenausschuß gehören im Bereiche des Unterbanns I/136 der HJ. an: eeren und der Witlzcgast guzammeineg. Dir Unterbanns Bürgermeiter Dr. Guttmann als Vorstender, serner Stur ,ahzg, Böe## iz eg Verweiter Filbrich, Schwert, Dr. G.: 9=, PPzantzartensiger Haat, Schwert, derit, Reihzstahnoberat 61693, Schvernt, Gtlefels, Vestzsosen, Bürgermeiter enbdeneuhAune HOee1e, Vendoyen, Lent Beigen, Scheisteiter Kamecke, Schwert, .. bos, bun vemeher D giuhsenbreitoer Soescher, Scwerte, Orsgrupenebezieiter 8ohue, Spwene, ezug echee, Dleter Möhling, Scwerte, Ser sodte, Grste, Sturnbomnüher 9u, gög, Mülles; Schwert, Direltor Schie Wolter, Ergste, Leiter der Ne. B.1; u1t, Sghn, A 41te:, gglng, echwerte. woe ermever, Betbosen, Dlreto. S9)“.m— g gftsg Pestosen, Generaldiretor bichnen Schmit, Schwerte, Ortsgruppenleiter Schritis, Terbrüggen, Schwerte, Ratsherr Wilkes, Schwerte. deutschen Frauen, die sich zum Nationalsozialimus und zu der Idee Adolf Hitlers bekennen und nach seinem Programm leben, wirken und werben. Wirken in nationalsozialistischem Sinne können wir vor allen Dingen in der Kindererziehung, weil hier unser Einfluß tiefer geht, als der der Männer. Wir müssen schon früh in die Herzen unserer Kinder die Eigenschaften pflanzen, die sie später als echte Nationalsozialisten gebrauchen. Den Glauben an Gott, den Stolz auf unsern Führer und die Liebe zu Volk und Vaterland. Unter unserer Obhut muß ein Geschlecht heranwachsen, welches den Anforderungen des Lebens gewachsen, und das weiter zu bauen weiß, was unsere Generation unter Einsatz von Blut und Leben erworben hat., T. Im Gegensatz zu alten Frauenbewegungen wollen wir die Frau wieder zu ihren Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Rede, sprach die bisherige Leiterin des Bundes Königin Luise in Schwerte, Frau Schwartz ihren Dank aus für die einführenden Worte und gab die Versicherung ab, daß alle Kameradinnen freudigen Herzens bereit wären, am großen Werke mitzuhelfen. Dipl.=Gymnastik=Lehrerin Aenne Döpp hielt anschließend einen äußerst fesselnden Vortrag über die Bedeutung der Gymnastik. Ihre Ausführungen waren zusammengefaßt folgende: Die deutsche Frau muß gesund sein an Leib und Seele. Eine sinngemäße Erziehung ist notwendig. Der ganze Mensch muß zur Entfaltung kommen, denn mit einseitig geistiger Ausbildung ist es nicht getan. Die Aufgabe der Gymnastik ist es, jede Entartung zu bekämpfen. Turnen und Gymnastik dürfen nicht verwechselt werden. Die Gymnastik gehört der Frau, die ihren Körper nicht zu, gig wissen, muß wissen, wie er seinen Körper zu behandeln hat, um zur Gesundheit zu gelangen. Eine sinngemäße Einstellung zum per muß da sein. Die Gymnastik wendet sich an jeden Menschen in seiner Eigenart. In erster Linie kommt es nicht auf imponierende Uebungen an, sondern wir wollen von der Gymkönnen in den Beruf. Gymnastik ist das Wecken des Körperbewußtseins. Die seelische Spannkraft muß gesteigert werder, Die meisten Menschen sind verkrampft und haben nicht mehr die Fähigkeit, sich zu entspannen. Di leistet aber am meisten, der es versteht, nei Energien zu sammeln und mit den Kräftei hauszuhalten. Das lernt man durch die Gymnastik. Der überanstrengte Mensch atmet aug falsch. Auch die Atmung ist persönlich. die Gymnastik atmet der Mensch, der nichts mehr zu können vermeint, wieder auf. Er bekommt neue Lebensfreude, er versucht auch in Beruf mehr, wenn er weiß, was er sei: Körper schuldig ist. Das Ideal ist: In einem gesunden Körper, eine gesunde bringend ist vor allem auch die Kindergymnastik. Auch das Kind, das das Bedürfnis hat, seine Kräfte zu verschwenden, soll lernen, seine Kräfte sinnvoll zu gebrauchen. Aus mane chem schlüchternen Kind wird ein frischeg liches Wesen. Je früher die sinngemäße Körperschulung beginnt, desto leichter köngen handene Körperschäden beseitigt„geg unbeschwerter der Mensch beginnt, desto glatSchluß des redaktionellen Teils. Vereine und Veranstaltungen Lichtspiele zur Reichskrone. Ab heute läuft der größte Tonfilm des Jahres, der Usafilm „Flüchtlinge“, mit Hans Albers und Käthe von Nagy in den Hauptrollen.(Siehe Anzeige.) ter ist der Weg. Aenne Döpp führte darauf mit drei jugendlichen Schülerinnen gymnastische Uebungen vor. Es waren Ausschnitte aus den Gymnastikstunden. Man sah die kleinen Mädchen sich recken, einen Riesengang machen, sich nur mit der Wirbelsäule bewegen, mit den Füßen sich den Ball zu reichen, mit den Zehen Stäbchen spielen und wie Frösche hüpfen. Die Vorführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Den gleichen Beifall ernteten 3 erwachsenen Schülerinnen, Menschen, die im Beruf standen. Auch hier sah man Rückenarbeit mit Stäben, auch hier wurde der Ball mit den Füßen herumgereicht, man sah Beckenkreisen und Beinbewegungen. Wundervoll, wie durch das Spiel mit dem Ball der ganze Körper mitging, wie sich der Körper der Leichtigkeit des Balles anpaßte. Interessant waren auch die Vorführungen mit dem Medizinball, wo der Körper mitmußte, schon infolge der Schwere des Balles. Unsere heimische Dipl.= Gymnastik=Lehrerin hatte mit ihrem Vortrag und mit ihren Vorführungen viele neue Freunde der Gymnastik gewonnen. Im neuen Reiche kommt ja gerade der Körperschulung, der Gesundung des Volkes, die größte Bedeutung zu. Nach dem Vortrage wurde zum Ausklang des Arbeitsabends gemeinsam das Frauenschafts=Lied gesungen.=cke. Schwerte wird in der Nacht vom So. zum 51. Marz donisna Lanteinnegen Von dem Leiter des behördlichen Luftschutzes in Schwerte wird uns mitgeteilt: Es wäre verfehlt, sich von dem Gedanken leiten zu lassen, daß im Ernstfalle Fliegerangriffe nur bei Tage erfolgen. Schon der letzte Krieg hat bewiesen, daß der Gegner mit Vorliebe Bombenflugzeuge des Nachts in das Hinterland entsandte, um wichtige Verkehrspunkte, größere Städte usw. mit Bomben zu belegen. Heute aber ist die Technik soweit vorgeschritten. daß selbst die größten Entfernungen— auch bei Nacht— für den Flieger kein Hindernis mehr sind, um weit in das Luftgebiet eines anderen Staates vorzudringen. Hellerleuchtete Städte sind weithin sichtbar und bilden für den Flieger ein gutes Ziel. Jeder Deutsche muß daher wissen, wie er sich bei einem nächtlichen Fliegerangriff zu verhalten hat. Es ist deshalb norwendig, daß von den berufenen Stellen Verdunkelungsübungen abgehalten werden, um hierdurch ein luftschutzmäßiges Verhalten bei der Bevölkerung zu fördern. Eine solche Verdunkelungsübung hat der Leiter des behördlichen Luftschutzes von Schwerte in der Nacht vom 20. zum 21. März 1934 angesetzt. Damit die Einwohnerschaft in die Lage versetzt wird, rechtzeitig alle Vorkehrungen für eine Verdunkelung treffen zu können, wird der Verlauf der Uebung nachstehend bekanntgegeben. Auf die demnächst erscheinenden Bekanntmachungen des behördlichen Luftschutzes wird schon heute hingewiesen. Der Bevölkerung wird die Befolgung der Bekanntmachungen im eigensten Interesse zur Pflicht gemacht. Verlauf der Uebung: I. Die Uebung beginnt um 18.30 Uhr mit der Einschränkung der öffentlichen Beleuchtung auf ein Mindestmaß, Fortfall aller Lichtreklame und Schaufensterbeleuchtung, Abblendung aller Raumbeleuchtung in Wohn=, Waren=, Bürohäusern, Gaststätten, Werkstätten, Industriebetrieben, Krankenhäusern usw. Verkehrsmittel(Straßenbahnen, Kraftfahrzeuge usw.) haben ihre Geschwindigkeit auf das geringste Maß herabzusetzen. In der Zeit von 18,30 Uhr bis 24 Uhr haben alle Verkehrsmittel abgeblendet zu fahren(nur Standlicht erlaubt). Die Benutzung von Scheinwerfern hat zu unterbleiben. Die eines etwas 30—35 Jahre alten Mannes gefunden, der sich vermutlich in selbstmörderischer Absicht vor einen Zug geworsen hat. Der Mann gehörte anscheinend dem Arbeiterstande an. Seine Gestalt ist von mittlerer Größe, schwarzes Haar. Bekleidung: Blauer Rock, grau=brauner Pullover, dunkelgestreifte Hose und Weste, grau=weinroter Schal, weißes Unterzeug, gelbe Halbschuhe, dunkelbraune Strümpse und grauer Velourhut. Wer Angaben über die Person des Toten machen kann, wolle sofort die Polizeibehörde benachrichtigen. Innenbeleuchtung von Verkehrsmitteln darf nicht nach außen dringen. II. Von 24 Uhr bis 24,15 Uhr findet die Totalverdunkelung statt. Während dieser Zeit ist die gesamte öffentliche Beleuchtung einschl. aller Beleuchtung von Privatwegen und die Hofbeleuchtung vollkommen zu löschen. Das gleiche gilt für die Reichsbahn= und Industrieanlagen. Während dieser Zeit ruht jeder Verkehr. Straßenbahnen haben zu halten und die Beleuchtung zu löschen. Nicht an die Schienen gebundene Fahrzeuge haben scharf rechts heranzufahren, zu halten und die gesamte Beleuchtung zu löschen. III. Ab 24,15 Uhr kann wieder normal beleuchtet werden. Um eine reibungslose Durchführung zu gewährleisten, beachte jeder Einwohner folgende Punkte: 1. Sorgt für die Abblendung in Euren Wohnungen und Betrieben! Kein Lichtschein darf aus den Räumen nach außen dringen. 2. Meidet während der Uebung die Straßen, soweit es die Ausübung Eurer Berufspflicht gestattet. Bei einer Verdunkelung gibt es auf der Straße nichts zu sehen. Haltet insbesondere die Kinder der Straße fern, gänger und Fahrzeugführer benutzen die Straße auf eigene Gefahr und Verantwortung, ohne die Möglichkeit auf spätere Schadenersatzansprüche zu haben. 3. Fahrzeugführer übt während der Uebung Verkehrsdisziplin! Haltet Euch an die gegebenen Anordnungen, und Ihr bewahrt Euch und andere vor Schaden. 4. Jeder wahre strengste Disziplin und leiste den Anordnungen der Polizeibeamten und den zu ihrer Unterstützung eingesetzten Angehörigen der SA gern und willig Folge. Die Gewinne der Prämienziehung der Winterhilfslotterie München, 16. März. Unter Leitung des Notariates München 18 fand gestern vormittag in den Räumen der Reichsleitung, Abteilung Lotterie, die Ziehung der Prämien in den 30 Serien der Winter, hilfslotterie, welche von der NSDA#. veranstaltet war, statt. Es fielen die nach, stehend aufgeführten Prämiengewinne in Höhe von 5000 Mark auf folgende Nummern(Ohne Gewähr): Serie 1 783694. Serie II 931459, Serie II1 514134, Serie 10 164 476. Seiie V 745274, Serie VI 270127. Serie VII 704267, Serie VIII 180489, Serie IX 371285, Serie X 104869, Serie XI 654056 Serie XII 280745, Serie XIII 206861, Serie XIV 707741, Serie XV 276329, Serie XVI 287814, Serie XVII 225657, Serie XVIII391513 Serie XIX 136584, Serie XX 782251, Serie XXI 553613, Serie XXII 83 186, Serie XXIII 734414, Serie XXIV 13865, Seiie XXV 172616, Serie XXVI 395745, Seiie XXVII 113675, Serie XXVIII 652669, Serie XXIX 675621, Serie XXX 966585. Varerländischer Frauenrireinrom ttm ach dom 14) 1. Es wird ein Reichsfrauenbund gebildet der Käthe von Nagy lernt Chinesisch Staub wirbelt auf. Sonne scheint heiß auf flüchtende, schreiende Menschen. Häuser in halb europäischem Stil. Chinesenhäuser. Lange chinesische Fahnen hängen aus den Fenstern fast bis auf die Straße. An einem Bretterzaun Plakate. Nachbildungen europäischer Reklamezeichnungen, mit chinesischen Schriftzeichen bemalt. Stacheldrahtverhaue. Aus Sandsäcken errichtete Barrikaden. Ein großer, alter Torbogen, durch den die Flüchtlinge laufen. Charbin, Ende des Jahres 1928. Die vordringende Südarmee hat die Evakuierung der Stadt nötig gemacht. Immer wieder rasen schreiende Chinesen durch die Straßen. Mütter ziehen jammernd kleine Kinder hinter sich her.„Kwai=kwai“ schnell schnell. Wagen von Mauleseln gezogen, schreiende Kulis. Ganze Familien, ihre kleine Habe auf den Schultern, drängeln, stoßen sich— — kwai kwai. Ein Lastauto, mit gefangenen Wolgadeutschen bepackt, rast vorbei. Soldaten, Polizisten, fliehende Wolgadeutsche. Vor dem Tor, mitten im größten Tumult, ein chinesischer Polizist, der die Flüchtenden weitertreibt. Ein schönes, junges Mädchen, mit Staub bedeckt, einen Rucksack auf dem Rücken, läust auf den Polizisten zu. Erregt und erhitzt durch die Flucht steht sie da. Ihre Worte überschlagen sich:„Uai sienchang ni ting budien, women jau international settlement.“(Ich frage Herr, Herr, du hören nicht kannst, wir wollen germanski Konsulat.)—„Women jau tschungen hsünjing women bangman“(Wir wollen, chinesische Polizei uns helfen)—„Chotschun kitaiske politie protect“(Wir wollen chinesischen Polizeischutz)—„Ni ge women nalei deegeg linksher“ (Du sollst uns bringen deutsches Konsulat)— „Pu dung di“—„Nicht verstehen"—„Jau deogo linksher“(Du sollst uns bringen deutsches Konsulat)—„Kitaiske politie protect“(Chinesische Polizei beschützt)„Chendea ping, mnega soldat“(Viele, viele Soldaten)—„Rutsch mir den Buckel runter“——!! Die Synchronklapper schnappt zu. Die Polizei hat keine Zeit, Käthe von Nagys Buckel runTageblatt für die Amter Westhofen und Ergste Garenfeld, 16. März. Wer kann über den Toten Angaben machen? Auf der Bahnstrecke nach Halden wurde die Leiche ter zu rutschen. Es kommt allen ganz chinesisch vor. Alle Chinesen, die im Halbkreis um die Kamera stehen, nicken begeistert und ernst mit den Köpfen. Nur— Rutsch mir den Buckel runter— war ein kleiner Sprachfehler. Ucicky, der Regisseur des Ufa=Toufilms „Flüchtlinge“ ist zufrieden. Der chinesische Berater der Ufa und Sprachlehrer von Käthe von Nagy hält eine kleine Lobrede auf seine Schülerin, und der chinesische Dolmetscher ShainSchwerte, 16. März. Am Mittwoch, dem 14. März fand wie allmonatlich der Arbeitsnachmittag des Vaterl. Frauenvereins statt. Nachdem die Vorsitzende, Frau Rohrmann, die erschienenen Mitglieder begrüßt hatte, gab sie einen Bericht über die Sitzung des Verwaltungsrates und die außerordentliche MitgliederVersammlung am 15. Februar 1934 in Berlin. Aus den Worten der Gräfin Groeben sei folgendes hervorgehoben: Nach einem historischen Ueberblick über die Entwicklung des Vaterl. Frauenvereins kam sie auf die Aufgaben zu sprechen, welche die Vaterl. Frauenvereine im neuen Staat zu erfüllen haben. Hierbei liege das Schwergewicht auf dem Ausbau des Bereitschaftsdienstes als der eigentlichen Pflichtaufgabe. Sie wies jedoch zugleich auf die Arbeitsgebiete hin, welche mit dieser Pflichtaufgabe auf das engste verbunden sind. Es seien bestimmte Wohlfahrtsaufgaben, welche den Frauenverein vom Roten Kreuz übertragen worden seien und auch in der neuen Satzung des Deutschen Roten Kreuzes gefordert würden. Hier heiße es in § 2 zu Ziffer 7 wörtlich, daß dem Deutschen Roten Kreuz„der Dienst an der Wohlfahrt des Volkes als wesentliche Vorbereitung auf die Aufgaben der Kriegswohlfahrtspflege obliegt, insbesondere die Beteiligung an der Hebung der Gesundheit des Volkes und an der Bekämpfung von Seuchen und Volkskrankheiten in Verbindung mit der öffentlichen Fürsorge und den anderen Organen der freien Wohlfahrtspflege, vorbehaltlich der Abgrenzung der Arbeitsgebiete.“ Gräfin Groeben machte dann weiter Mitteilung über die Neuordnung des Roten Kreuzes, soweit sie den Vaterl. Frauenverein betrifft. Aus dieser Neuordnung sei folgendes hervorgehoben: Es loils ein Relhsfrauendunr geoilder, der gleichzeitig Landes=Frauen=Verein für den Reichsstatthalterbezirk Preußen ist. Die Leitung des Preußischen Landes=FrauenVereins erfolgt durch den Reichsfrauenbund, dessen Organe die Reichsführerin des Deutschen Roten Kreuzes und ein Verwaltungsrat sind. Durch die neue Satzung würde der bisherige Hauptverein des Vaterl. Frauenvereins in den Reichsfrauenbund übergeführt. Hierauf stimmte die Mitgliederversammlung einmütig der Vorlage zu, durch welche die Vorsitzende ermächtigt wird mit Genehmigung des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes eine neue Satzung in Kraft zu setzen, die der Satzung des Deutschen Roten Kreuzes entspricht und die Genehmigung der Preußischen Regierung hierzu einzuholen. An den Schluß der Versammlung stellte die Gräfin Groeben den Spruch: „Nicht Glück ist der Sinn und Zweck des Lebens sondern Erfüllung unserer Bestimmung durch Dienst und Opfer. Nicht zur Selbstbefriedigung, sondern zur Selbsthingabe sind wir ins Leben gestellt.“ Nach diesen Ausführungen hielt Lehrer Möller einen Vortrag an Hand von herrlichen Lichtbildern über eine Reise nach Süd=Tirol und schilderte in gemütvoller Weise die Schönheiten der Dolomiten. Bilder wunderschöner, alter Städte wie Brixen, Bozen, Meran usw. zogen an unserem Auge vorüber und wurden vom Vortragenden belebt mit Erinnerungen an seine persönlichen Erlebnisse. Die Darbietungen werden mit dankbarem Beisall aufgenommen. Als Abschluß wurde gemeinsam das Lied angestimmt:„O Deutschland hoch in Ehren ** Der nächste Arbeitsnachmittag findet Dienstag, Yae=Ku stimmt begeistert ein. Chinesisch ist sehr schwer. E gibt zehntausend verschiedene Charaktere(Schriftzeichen) und etwa vierzig Dialekte, mit denen selbst geborene Chinesen nicht fertig werden, wenn es nicht ihr eigener Dialekt ist. Alle Worte haben vier verschiedene Bedeutungen. Es kommt nur auf die Aussprache an. „Tien“, phonetisch geschrieben, heißt zum spiel Geld, Himmel, süß, lecken. Es ändert die Bedeutung nur nach der Kürze und Länge sowie Höhe und Tiefe der Aussprache.——„Jitze“ Käthe ven Nagy Wbes. 1le den 17. April statt. heißt gleichzeitig Stuhl und Seife. Kurze„Jitze“ ist Seise, lange„Jitze" ist Stuhl. Will man sitzen, muß man etwas Mühe aufwenden und das Wort„Jütze" aussprechen. Lang. Sonst kommt man auf ein Stück Seise zu sitzen. Käthe von Nagy ruht sich in ihrer Garderobe von den Aufnahmen und vom Chinesisch aus, in Flüchtlingskleidung mit Wickelgamaschen, Hosen und Hemdbluse, Blumen auf dem Tisch, ein Roman, Zigaretten. Eine angenehme Abwechslung so mitten zwischen zwei Fluchtszenen. Während draußen auf dem Usagelände weiter gedreht wird, erzählt mit Käthe von Nagy in ihrer### beitspause von ihren chinesischen Sprachstudien. „Chinesisch ist furchtbar schwer. In Film habe ich fünf verschiedene Sprachen zu sprechen.„Die Flüchtlinge“ werden in deutscher und französischer Version gedreht. Außerde habe ich englisch, russisch und chinesisch zu chen. Das macht mir Spaß. Besonders, ich diesmal eine ganz andere Rolle habe# sonst. Diesmal spiele ich keine Salondame. Rolle der„Kristsa“ ist mir etwas Neues. Ehinesisch habe ich bei dem chinesischen Berater dei Usa, Herrn von Hellfeld, gelernt. Nur das, was zu meiner Rolle gehört, natürlich. Mehr wi ich auch nicht davon lernen. Das wäre nu Ballast für mich. Als die Synchronklapper zuklappte und ich mein Chinesisch beendet hal war ich doch froh. Und das„Rutsch Buckel runter“ war mir aus dem Herzen getol men als Abschluß für mein Chinesisch. Zu d ser Sprache habe ich keine Beziehungen. An kleinen Sätzen habe ich fast vierzehn Tage# lernt. Chinesisch hat für mich keine Phankaste, bietet mir keinen Anhaltspunkt und ist etwas absolut Fremdes. Ich finde die„Melo)!“ der Sprache“ nicht. Immer kam ich mir beiu# nen Uebungen wie ein Papagei vor. aber meine Sätze gekonnt habe, da haben si doch Spaß gemacht. Als ich dann vor dem krophon stand, hatte ich— chinesisches Lampsieber Wad brachts ochweris dad Led oiuiion hute rer. Veribtuter be bezie ige zel gaen 1.Aorti 193. 3. Sozanber 193. rie: Gef=fouen:1 restlichen 6 Här 6. Fortsetzung. Von den jugendlichen Wohlfahrtserwerbslosen sind im Laufe des Jahres untergebracht worden: 1. Arbeitslager der NSDAP. Menden 37 Stahlhelmarbeitsdienstlager Hilchenbach 15 3. desgleichen Freudenberg 4. Arbeitsdienstlager NSDAP. Obergrüne 4 5. Stahlhelmarbeitsdienstlager Erndtebrück 3 Stahlhelmarbeitsdienstl. Wiblingwerde 5 7. Arbeitsdienstl. RSDAP. Calle b. Iserlohn 1 8. Arbeits gau 20 Gruppe 205 Dortmund 101 im Vorjahre insgesamt 24 Jugendliche. Landhilfe. 6 4 In der Landhilfe nach Ostpreußen sind durch Vermittlung des Arbeitsamtes von dem hiesigen Wohlfahrtsamt untergebracht 18 JugendIn der Landhilse nach Ostpreußen sind durch Vermittlung des Arbeitsamtes von dem hiesigen Wohlfahrtsamt untergebracht 18 Jugendliche. Anhang. Nebenstelle Schwerte des Arbeitsamtes Iserlohn. Die Nebenstelle Schwerte des Arbeitsamtes Iserlohn befindet sich im alten Rathaus und umsaßt die Erwerbslosen der Stadt Schwerte, des Amtes Westhofen und der Gemeinde Ergste. Da das Arbeitsamt für das laufende Jahr nicht in der Lage war, die Zahlen für das Stadtgebiet Schwerte gesondert anzugeben, müssen im Folgenden die Zahlen der Erwerbslosen für den Bezirk der Nebenstelle, einschließlich des Amtes Westhofen und der Gemeinde Ergste aufgeführt werden. die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen; 33(11) Elternpaare bzw. Elternteile eine Beihilfe aus einem Unterstützungsfonds. * 2. Kriegsbeschädigte. Leichtbeschädigte 237; Schwerbeschädigte 113, wovon 27(27) Zusatzrente erhielten; also ins gesamt 350 Kriegsbeschädigte, davon 27(27) Zusatzrentenempfänger. Ferner erhielten: 1 Schwerbeschädigter eine Beihilse aus der Hindenburgspende(1); 1 Schwerbeschädigter eine Beihilfe aus einem Unterstützungsfonds(4). 1666 1870 Von den Veteranen der Kriege 1866, 1870/71 bzw. Witwen derselben erhielten(1932: 35): 4 Veteranen eine monatliche Veteranenbeihilfe, 21 Veteranen bzw. deren Witwen eine Beihilfe aus der Kaiser=Wilhelm=Stiftung für den Landkreis Iserlohn. * 3. Beihilfen aus dem Unterstützungsaltfonds. Von den Schwerbeschädigten konnten 4 noch nicht wieder in Arbeit gebracht werden(1932: 15, 1931: 18). * X. Stadtbauamt. 1. Hochbau. Durch private Neubautätigkeit sind 8 Wohnhäuser mit 16 Wohnungen bezugsfertig geworden. Diese Wohnungen enthalten insgesamt 68 Räume. Durch den Einbau in vorhandene Gebäude sind 4 Wohnungen mit 23 Räumen entstanden. 84 baupolizeiliche Genehmigungen wurden erteilt. An größeren Instandsetzungsarbeiten die Inangriffnahme der Erneuerung der Lichtuntage und der Heizkesselanlage im Hause Horestlichen 6 Häuser sind bis Oberkante Kellerdecke fertiggestellt. Von den 24 Siedlerstellen werden 8 kinderreichen Familien zugeteilt. Die Herstellung der Wasserleitung soll im Arbeitsbeschaflungsprogramm erfolgen. Im Arbeitsbeschaffungsprogramm sind umfangreiche Instandsetzungensarbeiten an den städtischen Gebäuden und Schulen in Höhe von 98 450 RM. geplant. Für die Errichtung von 8 Eigenheimen mit 15 Wohnungen sind Reichsbaudarlehen in Höhe von 14000 RM. gewährt worden. anlage und u tzungsempfänger henzollernstraße 28 zu erwähnen. Die Zahl der Hauptunterzutguntgzn=n., un...] Das Forsthaus erhielt eine el betrug hiernach: Erwerbsl.=Fürs. 1931 1932 1933 650 295 110 516 300 80 395 314 84 April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 398 329 306 358 299 319 Krisenfürsorge. 1931 1932 1933 277 344 447 293 351 302 311 308 291 351 333 332 330 345 338 IX. Kriegsopferfürsorge. In Fürsorge standen am 31. Dezember 1933: 1. Kriegshinterbliebene. Es erhielten Zusatzrente von 61 Witwen 51 (1932: 49), Vollweisen 5, 4(5), Halbwaisen 58, 37(50), Elternpaare 32, 1(2), Elternteile 34(36), das sind zusammen von 235, 127(142). Ferner erhielten 28(1932: 29) Kriegerweisen eine Erziehungsbeihilfe; 5(2) Kriegerwitwen eine Beihilfe aus der Nationalstiftung für ollernstraße 28 zu erwähnen. gi76e bich Das Forsthaus erhielt eine elektrische Lichts ce. a Hlachthof purhe 61: Im städtischen Schlachtyof wurde die Schweineschlachthalle mit einer Transportbahn versehen und die Tötebuchten erhielten eine Bekleidung mit Wandplatten. An Reichszuschüssen für Instandsetzungsarbeiten sind 304 Antragstellern 36 240 RM. zugesagt. Für die Teilung und den Umbau zu Wohnungen sind 6 Antragstellern 2546 RM. und für landwirtschaftliche Betriebe 8 Antragstellern 1224 RM. zur Vorprüfung gestellt. Durch diese Maßnahmen werden dem Handwerk und den Lieferanten 192512 RM. zugeführt. Mit dem Bau der im letzten Bericht erwähnten Stadtrandsiedlung„am Gehrenbach“ ist im September 1933 begonnen. An dem von der Stadt hierfür vorgesehenen Gelände am Gehrenbach ist der westfälischen Heimstätte G. m. b. H. Dortmund als Trägerin der Siedlung ein Erbbaurecht bestellt. Es sind 24 Siedlerstellen geschaffen. Die Ausführung der Bauten geschieht nach dem Entwurf des Stadtbauamtes. Bis jetzt sind 18 Häuser gerichtet, von diesen sind 16 Häuser bereits mit Dachziegeln versehen. Die 2. Tiefbau. Es wurden folgende Tiefbauarbeiten ausgeführt: 1. Herstellung der Userbefestigung und Regulierung des Badestrandes an der Ruhr(Fürforgearbeit):„ ean 6.s Mues u. 2 Erbreiterung und Ausbau des Weges bei Landwirt Möller(Fürsorgearbeit); 3. Herstellung eines Entwässerungskanals in der Bismarckstraße zwischen Hagener Str. und Wilhelmstraße; 4. Herstellung eines Entwässerungskanals in der Haselackstraße; 5. Herstellung einer Teerbetondecke auf der Fahrbahn der Verbandsstraße D. IX zwischen Hörder Str. und Wittekindstraße; 6. Neupflasterung der Fahrbahn der Verbandsstraße D. IX zwischen Wittekind= und Ostbergerstraße in Basaltkleinpflaster; 7. Herstellung einer Teermakadamdecke auf der Fahrbahn der Haselackstraße zwischen Goethestraße und kath. Schule; 8. Neupflasterung der Bahnhofstraße; 9. Herstellung einer Teermakadamträntdecke der Schlageterstraße; 10. Oberflächenbehandlung der Graf Adolfstr. und des Hindenburgplatzes; 11. Regulierung der Fahrbahn und Aufbringen einer wassergebundenen Decke der Ostbergerstraße zwischen Ostenstraße u. Lessing= 12. Herstellung einer neuen wassergebundenen Decke auf der Ostbergerstraße zwischen Unterführung Grüntal und Eingang zur Siedlung Kreinberg(Lichtendorferstraße); 13. Abtragung der Schutthalde westlich des Altersheims und Auffüllung des rückliegenden Geländes daselbst. Bisher wurden die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt. Die Badeanstalt an der Ruhr wurde von rund 8500 zahlenden Personen besucht(19322 12500, 1931: 7500). Fortsetzung folgt! Bör'en und Märkte Notierungen der Großmarktpreise des Großmarktes für Getreide und Futtermittel zu Dortmund. Dortmund, 15. März. Weizen: Westfälischer Weizen(75/76 kg) ohne Umsatz; Preisgebiet VII 193 Rm., Preisgebiet VIII 194 Nm., Preisgebiet X 197 Rm., Roggen: Westf. Roggen(71/72 kg.) 166—167 Rm., Preisgebiet VI 162 Rm., Preisgebiet VIl 163 Rm., Preisgebiet VIII 165 Rm.; Westf. Hafer 156 bis 157 Rm., südd. Hafer 165—166 Rm., pommerscher Hafer 165—166 Rm.; Wintergerste 175—176 Rm.; Russen=Gerste 185 Rm.; PlataMais 192,50—193,50 Rm.; Cinquantinomais 204 Rm. Weizenmehl: Auszugsmehl, Asche 0,405 33,35—33.50 Rm.; Bäckermehl, Asche 07,9 28,35—28,50 Rm.; Roggenmehl: Westdeutsches. Asche 0,82 25—25.25 Rm.; Ostdeutsches, Asche 0,82 22,75—23; Weizenkleie, feine 10,50—10.75 Rm.; grobe 10,75 bis 11,00 Rm.; Roggenkleie 10.25—10,50 Rm.; Trockenschnitzel 10—10 50 Rm.; Steffens Zukkerschnitzel 12—12,25 Rm.; Luzernhäcksel, rein 5.50 Rm.; Kleehäcksel, rein 4,75 Rm.; Stroh= häcksel 1,30 Rm. Tendenz: Ruhig. Handelsklassen ohne Angebot.—(Die Festpreise verstehen sich frei Verladestelle des Erzeugers. Die übrigen Preise sind Großhandelspreise u. verstehen sich bei Getreide per Tonne, sonst per 100 kg, waggonfrei Dortmund, in Ladungen von 15000 kg. Mehl zu Mühlenkonventionsbedingungen. Die Preise für Häcksel verstehen sich per Zentner waggonfrei oder frei Fuhre Industriegebiet). Dortmunder. Pferdemarkt vom 15. März. Auftrieb: 482 Pferde und 22 Wagen aller Art. Der Handel war gut. Es kosteten: a) Kaltbüter: beste Arbeitspferde und Stuten 750 bis 900 Rm., zweite Arbeitspferde 600—750 Rm., dritte Arbeitspferde 400—600 Rm., zweijährige Pferde 450—600 Rm., einjährige Pferde 250—400 Rm.; b) Warmblüter: beste Arbeitspferde und Stuten 700—800 Rm., zweite Arbeitspferde 550—700 Rm., dritte Arbeitspferde 300—500 Rm.; c) gen: beste Arbeitspferde 600—700 Rm., zweite Arbeitspferde 450—600 Rm., dritte Arbeitspferde 400—450 Rm. Einzelne ausgesuchte Tiere wurden über Notiz bezahlt. Der nächste Markt findet am 6. April statt. 3. Grundstücks= und Gebäudeverwaltung. Der unbebaute städtische Grundbesitz ist an 210 Pächter verpachtet. 173 davon sind Kleingärtner.(1932: 176, 1931: 140). In den städtischen Mietwohnungen sind 222 Mieter(1932: 215) untergebracht. Am 1. Juli 1933 wurde die Badeanstalt der Allgemeinen Ortskrankenkasse Schwerte pachtweise übernommen. Es wurden bis 31. 12. 33 folgende Bäder abgegeben: 2794 Wannenbäder; 1909 Arausehäder. 13ch mediainlische Büöber. Verantwortlicher Haupischrittester: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Tertteil: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte=R. D.=A. II. 34. 1755. 518. Vvonnes Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann 26. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Kortschakoff ließ Irene bitten, Platz zu nehmen. Er stände in wegigen Minuten zur Verfügung. Von ihrem Sessel aus betrachtete Irene neugierig das sebhafte Treiben in der Halle. Gäste des Hotels, Herren und Damen, die verwandtschaftliche oder auch berufliche Beziehungen zu den Durchreisenden hatten, strömten ein und aus. Der zuständige Geschäftsführer hatte ununterbrochen damit zu kun, Auskünfte zu erteilen, Zimmernummern mitzuteilen, durch das Haustelephon anfragen zu lassen, ob wartende Besucher angenommen werden könnten, die Fragen nach eingegangener Post zu beantworten, Zugverbindungen und Abfahrtzeiten anzusagen. Dazwischen mußten neu eintreffende Gäste untergebracht, Zimmer angewiesen und für Beförderung der Koffer Abreisender gesorgt werden. Eine Flut von Namen und Ausrufen schwirrte an Irenes Ohr vorbei. Wenn auch mit Rücksicht auf die Gäste der Halle gedämpft gesprochen wurde, so daß wenige Schritte weiter nur noch ein Gemurmel hörbar war, saß Irene doch so nahe, daß sie auch Worte und Namen verstehen mußte. Aus ihrer beschaulichen Ruhe fuhr sie plötztich auf, als die Worte an ihr Ohr drangen: „Zimmer 263 ist frei. Madame Dumonts Gepack zum bleu train an den Bahnhof; Handgepäck, Gepäckschein sofort zurück aufs Zimmer. Boy sofort zur Apotheke, eine Schachtel Eumed für 264. Vermerken Sie für die Rechnung 264 1,50 Mark Medikament. 264 wünscht Rechnung. Irene lächelte über sich selbst. Der Name Dumont schien häufiger zu sein als sie gewußt hatte. Yvonne war ja verreist. Sie sah auf den Boy, der an sie herantrat:„Herr Direktor Kortschakoff läßt bitten!“ Jetzt fiel Irene auch ein, daß die Kollegin ihr ja von Direktor Perlain gesprochen hatte, mit dem ihr Chef eine Unterredung im„Internationale“ haben wollte. Das war offenbar der elegante Ausländer. Kortschgkof,kan ihr einige Schritte entgegen und bat sr., Platz zu nehmen, als Perlain am Nebentisch sich niederließ. Während Kortschakoff nach Irenes erläuternden Worten das ihm übergebene Schriftstück aufmerksam studierte, sah sie, daß auf einen Wink ein Boy am Nebentisch einen Telephonapparat einstöpselte. In gebrochenem Deutsch verlangte Perlain Nummer 264. War das nicht die Rummer, die ihr eben aufgefallen war durch die Namensgleichheit? Die Verbindung schien nicht ganz zu klappen, denn auf die französisch gesprochenen Worte:„Hier spricht Perlain! Sind Sie selbst am Apparat, Madame?“, schien eine deutsche Antwort zu kommen. Und Perlains ungeduldige Stimme rief auf deutsch in den Apparat:„Ich habe gewünscht die Nummer Sweihundertsegsig vier. Madame Zponne Dumont.“ Und gleich darauf die Worte: „C'est ca, merci bien; mille grace.“ Irene war so heftig aufgefahren, das Direktor Kortschakoff, der gerade das überbrachte Schriftstück unterzeichnete, erstaunt aufsah. Als er die Leichenblässe in dem erschreckten Gesicht des jungen Mädchens bemerkte, fragte er teilnehmend: „Ist Ihnen nicht gut, mein Fräulein! Darf ich Ihnen irgend etwas reichen lassen? Irene, die sich bereits wieder gefaßt hatte, dankte mit einem matten Lächeln: „Vielen Dank, Herr Direktor— es hat nichts zu bedeuten!“ Kortschakoff übergab ihr das Schriftstück mit ein paar Zeilen für Direktor Friedrich. Vollkommen verwirrt, verließ Irene die Halle des Hotels. Unwillkürlich schaute sie nochmals zurück. Da sah sie aus dem Lift Yvonne Dumont steigen, die geradeswegs auf den Franzosen zuging, der offenbar Perlain war. Ein Wirbel von Gedanken flog durch Irenes Hirn. Yvonne und Perlain— wie gehörten die beiden zusammen? Warum hatte Yvonne zu Hause eine Reise vorgeschützt?— Sie senkte den Kopf. Schmerz und Scham waren in ihr. Und Angst um Seeburg. Was sie soeben beobachtet hatte, auch das mußtet Doktor Miller erfahren. ** A Seeburg blätterte in den Eingängen, die der Büroboote Krause ihm eben überbracht hatte. Er überlegte einen Augenblick. „Richtig, Herr Krause, lassen Sie doch einmal nachsehen, wann die nächste Sitzung der Filmoberprüfstelle anberaumt ist! Es wird ja wohl zur Vorlage geschrieben sein, aber ich möchte den Termin wissen; zweitens, wer mit der Vertretung des Amts beauftragt ist! Sagen Sie in der Registratur an, man möchte mir die Akten schnellstens schicken, falls ich dran bin. Sonst gehen die Akten natürlich zu den zuständigen Kollegen.“ Krause zögerte beim Hinausgehen: „Wird sofort besorgt, Herr Legationsrat! Aber, wenn ich mir eine Frage gestatten darf: Fühlen sich Herr Legationsrat nicht wohl? Kann ich irgend etwas besorgen?“ „Dank' schön, Herr Krause! Ich gesund! Wieso kommen Sie denn darauf?“ „Weil Herr Legationsrat heut' ganz krank aussehen! Hoffentlich kommt nicht was!“ Leise schloß der alte Krause die Tür hinter sich. Draußen schüttelte er noch den Kopf: Miserabel sieht Herr von Seeburg aus“, murmelte er.„Gefällt mir gar nicht.'s halt doch Nach Kaffee Hag erquickender Schlaf nichts mit den Junggesellen! Keiner kümmert sich so richtig um sie.“ Seeburg hatte sich wieder seinen Akten zugewandt. Die Enttäuschung durch Yvonne war doch tiefer gegangen, als er gedacht hatte. Daß er schlecht aussah, damit mochte der alte Krause recht haben. Er hatte ja auch die ganze Nacht kein Auge zugetan. Er nicht, was ihn mehr bedrückte: die Liebesenttäuschung durch Yvonne oder die Beschämung über sich selbst. Wie ein dummer Junge war er Yvonne auf den Leim gegangen! Denn ganz klar war es ihm in der schlaflosen Nacht zur Gewißheit geworden: Yvonne hatte ihn nie geliebt! Sie hatte, klug berechnend, seine Leidenschaft gesteigert, um ihr chen. Er war eine Figur in ihrem Spiel ge wesen, die sich beliebig hin und her schieben lassen sollte! Hätte sie auch nur eine Spur von Neigung für ihn gehabt, auch nur eine Spur von Achtung— nie hätte sie glauben dürfen, ihn mit ihrer Hingabe erkaufen zu können. Oh. sie hatte klug spekuliert. Als ritterlicher Mann wäre er dann fast gezwungen gewesen, Yvonnes Wünschen zu willfahren, sollte nicht ein Skandal daraus entstehen. Da Yvonne und Perlain alles so trefflich voraus berechnet hatten, würden sie sicher auch eine Möglichkeit gefunden haben, daß man sie beide im„Internationale“ gesehen hätte. Welch ein Narr war er gewesen, zu glauben, daß eine leidenschaftliche Frau aus Liebe zu ihm sich über alle Schranken hinwegsetzen wollte! Er konnte nur hoffen, daß Yvonne nun wenigstens so viel Rücksicht auf ihn nahm, daß sie ihre. Zimmer bei Frau von gab. Er selbst konnte es Frau von Merten doch unmöglich antun, wieder auszuziehen. Wenn aber Yvonne blieb? Welch unerträgliche Lage! Vielleicht, daß er doch Doktor Millers Rat befolgte und um Urlaub einkam? Der Skeptiker Miller hatte doch recht beyalten. Fortsetzung folgt. Ao Testasiischtarre Französisches Falschgeld im Sagebel Landstuhl. Bekanntlich gehörte es zu den Segnungen des Versailler Diktates, daß die deutsche Bevölkerung an der Saar nach dem Kriege auch mit der französischen Währung beglückt wurde. Sie vermochte allerdings für die französischen Franken niemals große Sympathie aufzubringen, denn einmal stehen sie bekanntlich weit geringer im Kurs als die deutsche Reichsmark(das Verhältnis ist jetzt 6:1), überdies aber ist das französische Kleingeld merkwürdigerweise mit einer Durchlochung versehen, wofür man einen Grund nicht einzusehen vermag. In Afrika mag es sich als notwendig erwiesen haben, daß der schwarze Kolonialsoldat Frankreichs seinen Geldbestand auf einer Schnur aufgereiht um den Hals trägt. Früher auch sollen französische Bauern in dieser Weise ihre Sparpfennige aufgestapelt haben. Für Deutsche aber war jedenfalls die Durchlochung des Geldes eine überflüssige Maßnahme. Neuerdings aber tritt, wie wir hören, noch der Uebelstand hinzu, daß das französische Geld im Saargebiet sich gelegentlich als falsch erweist. So entdeckte ein Geschäftsmann in Neunkirchen dieser Tage Fälschungen ausgerechnet unter Zwanzigfrankenstücken. Die Nachahmung war in der Farbe matter und hatte beim Aufwerfen einen dunkleren Klang. Man kann nicht behaupten, daß dies französische Falschgeld dazu beitragen wird, die wenigen Befürworter eines autonomen Saarstaates in ihren dürftigen Beweisführungen zu stärken. Der Viehreichtum des deutschen Saargebiets Saarbrücken. Das Amtsblatt Nr. 10 der Regierungskommission veröffentlicht u. a. das Ergebnis der im Saargebiet am 1. Dezember 1933 abgehaltenen Viehzählung, die über den landwirtschaftlichen Reichtum des Saargebietes wertvollen Aufschluß gibt. Danach befanden sich im Saargebiet an genanntem Stichtag 10331 Pferde, 5917 Schafe, 123395 Schweine, 63626 Ziegen, 139340 Kaninchen, 593709 Stück Federvieh und 13 995 Bienenvölker. Große Diebstähle aufgedeckt Saarbrücken. Durch fortgesetzte Diebereien wurde eine hiesige Großhandelsfirma schwer geschädigt. Ein 17jähriger Laufbursche entwendete seinem Arbeitgeber fortgesetzt Felle und Stoffe. deren Wert sich auf mehrere tausend Franken beläuft. Abnehmer des Diebesgutes waren ein Althändler und ein Kaufmann. Alle drei wurden festgenommen. 24 Opossumfelle und 30 Klg. Persianerfelle konnten noch beschlagnahmt werden. Koblenzer Sender wird gebaut Beginn der Bauarbeiten Die„Sunen Ichrista un der Nahr Ital=Enische Künstler ernten reichen Beitall im Industriegebiet Duisburg. Um dieselbe Zeit, da die bekannte, Banda Fascista ihre mit vielem Beifall aufgenommene Gastspielreise durch mehrere Städte des westdeutschen Industriegebietes fortsetzt, treten in Duisburg zum zweiten Male die Stagione d’Opera Italiana zu einem Gastspiel im hiesigen Stadttheater auf. Vor einem vollbesetzten Hause brachten sie mit großem Erfolg die Verdi=Oper „Rigoletto“ zur Aufführung. Ein begeistertes Publikum unterbrach bei offener Szene in spontaner Begeisterungskundgebung das Spiel. Besonders wurden zum Schluß der Vorstellung die vier Hauptdarsteller und der Dirigent durch die Ueberreichung eines Blumengebindes mit den Schleifen der Duisburger Stadtfarben geehrt, wobei ihnen gleichzeitig wieder ein brausender Applaus zu teil wurde, der sie immer wieder vor den Zuschauerraum holte. Bei dieser Gelegenheit muß der allgemein verbreitete Irrtum berichtigt werden, als ob es sich um eine Aufführung eines Opernpersonals der Mailänder Skala handelt. Die Stagione d’Opera Italiana ist eine Truppe, die im Laufe der letzten Jahrzehnte die berühmtesten Träger der italienischen Opernkunst eingeschlossen hat. Unter der Leitung ihres Gründers, des italienisch=schweizerischen Gesangmeisters Max Sauter=Falbriardi, weist sie eine rein italienische Besetzung auf. Es befinden sich auch stets Mitglieder der Mailänder Skala in der Truppe, die bei den an dieser Opernbühne bestehenden kurzfristigen Engagementsverpflichtungen nach deren Ablauf völlige Freiheit des Auftretens genießen. Von Duisburg nimmt die Tournee der Gäste weiter ihren Weg nach Bremen, Hamburg, Lübeck, Kiel, Breslau usw., wo sie ebenfalls zu Gastspielen verpflichtet sind. Für den kommenden Herbst ist die Truppe im Hinblick auf ihre bisherigen Erfolge wieder nach Deutschland verpflichtet worden. Zwei neue Jugendherbergen i Westfalen Eslohe und Hilchenbach wollen sich ihren„alten Ruf zurückerobern Koblenz. Die Planungen für den Bau des Koblenzer Senders sind im Gange. Die fernsprech= und hochbautechnischen Vorarbeiten wurden bereits in Angriff genommen und werden beschleunigt durchgeführt. Ferner ist man zurzeit mit den Abbrucharbeiten des Mühlacker Sendeturmes, der für die Koblenzer Sendestation Verwendung findet, beschäftigt. Für das Sendeantennennetz war ursprünglich eine Größe von 75 Meter Halbradius geplant; doch wird aus bautechnischen Gründen eine Einschränkung vorgenommen werden müssen. Nach dem Bauplan soll das Sendehaus einen Senderaum, Maschinenraum, Schalterraum und die üblichen Nebenräume erhalten; voraussichtlich werden auch Wohnräume erstellt. Die Kosten für den Bau des Sendehauses belaufen sich auf 90000 RM.; die Gesamtkosten der Sendeanlage sind mit 260000 bis 280000 RM. veranschlagt. Die Sendeanlage wird in unmittelbarer Nähe der großen Fernverkehrsstraße Koblenz=Lützel errichtet. Iserlohn. Rechtzeitig vor Beginn der diesjährigen Wanderzeit richtet der Gau Westfalen für Deutsche Jugendherbergen zwei neue Heime ein. Mitten im Sauerland, am Schnittpunkt der beiden Hauptwanderstrecken des SGV 13 und 22, liegt der kleine, schöne Luftkurort Eslohe. Seit Jahren bestand dort eine Jugendherberge in zwei ausgebauten Stallräumen, die aber längst nicht mehr genügten. Der Gau Westfalen hat in Eslohe ein Haus gekauft und wird dort zu Anfang Mai eine neue würdige Jugendherberge mit 40 Betten einrichten. Die alte Jugendherberge wird aufgehoben. Die neue Jugendherberge wird vom Gau Westfalen zugleich als Heim für H3 und BDM zur Verfügung gestellt. Aehnliche Verhältnisse bestanden in Hilchenbach, Kreis Siegen, das von der wandernden Jugend ebenfalls gemieden wurde. Im freiwilligen Arbeitsdienst wurde 1933 eine große, neuzeitliche Jugendherberge errichtet, die erst jetzt mit der erforderlichen Inneneinrichtung ausgestattet werden kann. 65 Betten stehen in hellen, luftigen Schlafräumen, sodaß die Jugend im Siegerland ausreichende Gelegenheit zur Uebernachtung hat. Für den schon zu Ostern zu erwartenden starken Andrang stehen auf dem geräumigen Dachboden Notlager bereit. Wahrscheinlich erhält diese Jugendherberge vom 15. April an eine Dauerbelegung durch 30 Landjahr=Schulkinder. Die neue Jugendherberge wird dazu beitragen, daß Hilchenbach, wo sich bis 1933 das Hauptquartier des Deutschen Jugendherbergswerks befand, auch bei der wandernden Jugend wieder seinen alten Ruf bekommt. Tödlicher Unfall in einem Steinbruch Montabaur. Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich bei Notstandsarbeiten in einem bei dem Westerwalddorf Breitenau gelegenen SteinbruchDer im Alter von 28 Jahren stehende Maurer Joseph Dikob war mit anderen Arbeitern mit dem Brechen von Steinen beschäftigt. Auf bisher noch ungeklärte Weise löste sich plötzlich ein großer Steinblock und zerschnitt im Abfallen das Schlepptau, an dem der Arbeiter befestigt war. Aus 20 Meter Höhe stürzte der Maurer in den Steinbruch ab und trug so schwere Verletzungen davon, daß er nach kurzer Zeit starb. Ein ger des tödlich Verunglückten, der gleichfalls in die Tiefe stürzte, kam ohne Verletzungen davon. Brandstifter gefaßt Köln. In einer außer Betrieb gesetzten Mühle in Merten bei Bonn brach in den Abendstunden des 9: März Feuer aus, das aber sogleich entdeckt und schnell abgelöscht werden konnte. Die von Beamten der Kölner Kriminalpolizei eingeleitete Untersuchung ergab einwandfrei, daß vorsätzliche Brandstiftung vorlag. Insgesamt wurden drei gelegte Brandherde festgestellt, die mit großer Sachkenntnis hergerichtet waren. Ein 46= jähriger früherer Mühlenbesitzer, der in die Mühle einheiraten wollte und schon seit November v. J. dort Wohnung genommen hatte, wurde jetzt als der Brandstifter überführt und festgeDer Täter hatte am Brandtage die Mühle verlassen, um angeblich auf einige Tage nach Frankfurt zu verreisen. Seine Sachen waren jedoch von ihm vorher heimlich aus dem Hause geschafft und in Köln am Hauptbahnhof bzw. bei Bekannten untergestellt worden. Der Festgenommene bestritt die Tat. Nachträglich konnte aber festgestellt werden, daß der Mühlenbesitzer seine wenigen Sachen mit 6000 Mark versichert hatte. Die Mühle war zwar auch versichert, aber sehr stark belastet.... 1990 mer Li. in ben Gl. Bereits im Jahre 1929 war die in der Provinz Sachsen gelegene eigene Mühle des Täters ein Opfer der Flammen geworden. Auch in diesem Falle war er in den Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung geraten. später auf 4 Millionen Kubikmeter gesteigert werden soll. Vom Zuge überfahren Unglück nach Behebung der Gefahr Vaals. Im nahen Wahlwiller an der Eisenbahnstrecke nach Maastricht wurde vor kurzem ein Uebergang der Bahnlinie von der einen auf die andere Straßenseite wegen der zu großen Gefahren, die damit verbunden waren, beseitigt An dieser Stelle ist nun der 63 Jahre alte Schins aus Mecheln vom Zuge erfaßt und überfahren worden. Anscheinend hatte er das Nahen des Zuges überhört. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Der Lokomotivführer war an der Sicht dadurch behindert, daß an dieser Stelle die Straßenbeleuchtung aufhört. Folgenschwerer Verkehrsunfall Duisburg. In den späten Abendstunden stieß ein aus Schwelm stammendes, mit zwei Personen besetztes Motorrad mit einem Lieferwagen zusammen. Der Anprall war so stark, daß die beiden Motorradfahrer auf die Straße geschleudert wurden, während der Lieferwagen umschlug. Der Soziusfahrer wurde lebensgefährlich, der Motorradfahrer dagegen nur leichter verletzt. Durch einen Zufall wurde der Führer des Lieferwagens, der hinter dem Steuer eingeklemmt war, nicht wesentlich verletzt. Bei dem Versuch, den umgekippten Wagen zu heben, rutschte dieser ab und schlug abermals um. Hierbei kam einer der hilfsbereiten Männer unter den Wagen zu liegen. der ebenfalls schwere Verletzungen erlitt und ebenso wie die beiden Motorradfahrer ins Diakonen=Krankenhaus gebracht werden mußte. Dauernd im Zuchthaus „Der Pestrener uls Ardendstatte Einiges aus dem Höln des prachtliebenden Aoenauer Es ist für Köln nicht rühmlich, an die Zeit erinnert zu werden, da Herr Adenauer unumschränkt über die Stadt herrschte. Es ist damals mehr Geld verbuttert worden, als die Kölner in den nächsten zehn Jahren zur Tilgung der Schulden erübrigen können. Aber das Geld wurde nur für Dinge verwendet, die nach außen sichtbar waren, oder die angenehm die Gaumen kitzelten. Für die in der Stadtverwaltung im stillen tätigen Volksgenossen hatte man nichts übrig. Eine Laborantin arbeitete mit Bakterien im sogenannten„Pestkeller". Das war nach den unwiderlegbaren Behauptungen dieser Laborantin „ein kleines Kellerchen, in dem Ordnung und Sauberkeit völlig fremde Begriffe waren; die Heizung war nie wärmend; wir mußten in Pelzen arbeiten.“— Diese Laborantin wurde krank; man vermutete Tuberkulose; es war aber eine chronische Grippe, die nach den Angaben der Laborantin nur im„Pestkeller" durch den Umgang mit den Bazillen erworben und durch die schlechten hygienischen Arbeitsbedingungen verschärft worden sei. Die Laborantin erhielt zunächst auch die ihr erwachsenen Kurkosten von der Stadt Köln ersetzt, mußte aber die Stadt für die ihr ab 1929 entstandenen Kosten in Höhe von 3000 RM. verklagen. Das Landgericht Köln hatte die Klage abgewiesen; die Klägerin sei beweispflichtig dafür, daß die Ansteckung im Institut erfolgt sei. Das Oberlandesgericht Köln hat dieses Urteil aufgehoben und hat der Klage entsprochen. Dabei wurde insbesondere auch dem Anspruch der Klägerin, die inzwischen pensioniert worden ist, auf Zahlung des Unterschiedes zwischen Pension und Gehalt bis zum 65. Lebensjahre in vollem Umfange Rechnung getragen. Nicht die Klägerin sei beweispflichtig, sondern die Stadt Köln, und zwar müsse die Stadt beweisen, daß Aufenthalt und Arbeit im„Pestkeller" nicht ursächlich für die Erkrankung der Klägerin gewesen seien. Dieser Entlastungsbeweis ist nicht gelungen. Köln hat gegen diese Entscheidung Revision eingelegt. Mit Urteil vom 13. März 1934 hat das Reichsgericht diese Revision unter Anerkennung auch des formalen Rechtsstandpunktes der Klägerin zurückgewiesen. Damit ist gesagt, daß Oberlandesgericht Köln und Reichsgericht in gleicher Weise davon überzeugt sind, daß im Jahrzehnt des Staates von Weimar die Angestellten der Stadt Köln unter äußerst mißlichen Bedingungen arbeiten mußten. Benzinexplosion in einem Einfamitenhaus Zwei Verletzte Köln. In einem Einfamilienhaus in KölnBickendorf kam es zu einer schweren Explosion, durch die außerordentlich großer Sachschaden angerichtet wurde. Zwei im Hause anwesende Frauen erlitten Brandwunden an Armen und Beinen. Beim Reinigen von Kleidungsstücken mit Waschbenzin hatten sich Benzingase gebildet, die vermutlich durch die Ofenglut entzündet wurden. Auto rast gegen einen Baum Aachen. In der Nähe von Würseln ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Eine Buick=Limousine raste auf der Provinziallandstraße Aachen—Alsdorf gegen einen Baum, der glatt abgerissen und außerdem noch der Länge nach gespalten wurde. Das Auto überschlug sich und blieb völlig zertrümmert im Straßengraben liegen. Der Fahrer, der sich allem Anschein nach allein im Fahrzeug befand, wurde in schwerverletztem Zustande zum Mariahilfkrankenhaus in Aachen gebracht. Auf dem Wege zum Friedhof vom Tode ereilt Aachen. Hier wurde eine ältere Dame von einem Schlaganfall betroffen, als sie eben die Straßenbahn bestiegen hatte, um zum Friedhof zu fahren. Die Bewußtlose wurde in ihre Wohnung gebracht, wo der Arzt nur noch den inzwischen eingetretenen Tod feststellen konnte. Am 21. März Spatenstich zum Bau der Kallbach=Talsperre Stolberg. Nachdem die Mittel zur Errichtung der Kallbach=Talsperre bereitgestellt sind, kann der Spatenstich zu diesem Bauwerk am 21. März vorgenommen werden. Etwa 300 Arbeiter finden dadurch für zwei Jahre Beschäftigung. Der neue Stauraum umfaßt 2 Millionen Kubikmeter, der Jetzt 6 Jahre, vor 2 Tagen 7 Jahre Zuchthaus erhalten Duisburg=Hamborn. Das Duisburger Schwurgericht verurteilte den 23jährigen Hans Koch aus Hamborn wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen, in einem Falle mit Todeserfolg, zu insgesamt sechs Jahren Zuchthaus. Gelegentlich einer nächtlichen Auseinandersetzung hatte Koch zwei ihm bekannten Bergleuten mit einem Taschenmesser mehrere Stiche in den Unterleib versetzt, an deren Folgen einer der Verletzten kurze Zeit später verschied. Erst am Montag war Koch wegen der vorsätzlichen Erschießung eines Bergmanns, der ihn bei einer unerlaubten Handlung überrascht vom Duisburger Schwurgericht zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Auch ein Rekord 37mal einschlägig vorbestraft Münster. Unter der Anklage der gewerbsmäßißigen Hehlerei erschien vor der Großen münsterischen Strafkammer die 37mal vorbestrafte Ehefrau Anna Hasselmann aus Münster. Die Angeklagte überschüttete mit einem fast nicht endenwollenden Redeschwall das Gericht, wobei sie dann sogar noch behauptete, sich nicht verteidigen zu können. Es wurde festgestellt, daß die Angeklagte einen fast neuen Mantel und einen Pelz für 11 Mark an eine Frau verkauft hatte. Diese beiden Sachen waren zwei Tage vorher bei einem münsterschen Gastwirt gestohlen worden, so daß der Angeklagten ihre Behauptung, sie habe den Mantel einige Zeit vor dem Verkauf geschenkt bekommen, nicht geglaubt werden konnte. Obwohl die Hasselmann in lebhaftester Weise das Gericht von ihrer angeblichen Unschuld zu überzeugen versuchte, so wurde sie doch durch die einwandfreien Zeugenaussagen für überführt erachtet. Mit Rücksicht auf die zahlreichen Vorstrafen verurteilte das Gericht die Angeklagte zu einem Jahre Gefängnis. Diebisches Ehepaar gefaßt Wuppertal. Einer hiesigen Firma waren in der letzten Zeit aus dem Geschäft größere Posten Waren entwendet worden. Der Verdacht lenkte sich schließlich auf ein Ehepaar, das bei der Firma angestellt war. Eine in der Wohnung der von der Polizei festgenommenen Eheleute vorgenommene Haussuchung förderte ein ganzes Lager ge stohlener Sachen— Mäntel, Wäsche, Manufa turwaren und Zigarren— zutage. Auf tragische Weise verunglückt Wuppertal=Barmen. Beim Ueberholen einer Straßenbahn fuhr auf der Wertherstraße ei Zugmaschine zu nahe an den Bürgersteig. wurde ein Lehrling von dem Fahrzeug erfaßt überfahren. Der junge Mann erlitt zwei schenkelbrüche und Quetschungen im Rücken. De Kraftwagenführer hatte den Unfall nicht bemerk und mußte erst von einem Polizeibeamten zu Halten veranlaßt werden. Leichtsinn mit dem Tode bestraft Bocholt. Auf dem Wege zur Schule setztege ein Schüler auf die Verbindungsstange vom Motorwagen zum Anhänger eines in Fahrt be lichen Lastzuges. Er verlor dabei das Gleichge wicht, stürzte ab und wurde überfahren. An erlittenen schweren Verletzungen ist der Jungkurz darauf gestorben. In einem Bericht der„New York Times“ über die Dynamitexplosion in La Libertad werden außerordentlich hohe Verlustziffern angegeben. Dem Blatt zufolge beläuft sich# ten auf 250, die der Verletz Wie aus 2die Zahl der ToVerngten auf über 1000. Wie ana Ca Libertad(Salvador) gemeldet dier,„une die Feurtmrgr#n, die ganze Nacht zum Donnerstao mit der Bekämpfung des durch Am 21. März Nach Mitteilungen in einer Pressekonferenz München=Oberbayern wird der Füh„ 21. März um 11 Uhr vormittags von der Haustelle Unterhaching bei München durch eine über alle deutschen Sender gehende Rede den Großkampf gegen die Arbeitslosigkeit eröffnen. Die Baustelle liegt an der Autobahn München— Landesgrenze. Nach der Rede wird der Führer die Baustelle abgehen. Während dieser Zeit urd Reichspropagandaminister Dr. Goebbels zu den deutschen Arbeitern ebenfalls über alle deutschen Sender sprechen. Der Generalinspekteur des deutschen Straßenwesens, Dr. Todt, wird an den Führer Meldung erstatten über die Belegschaft und die der übrigen Reichsautobahnen. An dem Akt wird mit dem Reichsarbeitsminister Seldte auch der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft, Dr. Dorpmükler, teilDie Baustelle, an der, dex, Führer keg,zGrof. kampf 1934 gegen die Arbeitslosigkeit egt in einem landschaftlich Fezärene gug## Von dort aus hat man einen schonen Till auf die Stadt München, andererseits auch durch einen Waldeinschnitt hinweg auf die Berge, namentlich die Brecherspitze. 2000 Arbeitsdienstmänner werden an der Eröffnung des Großkampfes gegen die Arbeitslosigkeit durch den Führer teilnehmen. —„„ vegugg sehzte Poten ge g inführverbotsilste für demliche Waren auf•: 1000 Verheerende Wirkung der Dynamit-Explosien in La Libertad— 7000 Milo Dynamit Hogen in die Luft— Arbeiterviertel niedergebrannt * 1—. Testrengungen die Verwun#d#t#n Im polnischen Verordnungsblatt Nr. 21 ist auf Grund des deutsch=polnischen Wirtschaftsabkommens eine Verfügung des Ministeramts erschienen, derzufolge die gegen Deutschland gerichtete Einfuhrverbotsliste mit Wirkung vom 15. März aufgehoben wird. Prinz Sixtus von Bourbon-Parma; Prinz Sixtus von Bourbon=Parma ist am Mittwoch in Paris gestorben Er stand im 48. Lebensjahr. Die frühere Kaiserin Zita, deren Bruder er wac, und andere Mitglieder der Familie weilten am Sterbebett. Sixtus von Bourbon=Parma ist in der Weltöffentlichkeit bekannt geworden durch die politische Rolle, die er während des Krieges spielte, als sein Schwager Karl den Thron der obeburensperguitlungg, Versiuche wird, hatte die Feuerwehr noch die zum Tonnetslug mit der Belampfung des durch die Dynamitexplosion entstandenen Brandes zu tun. Die Lage war zeitweilig außerordentlich bedrohlich, weil die Flammen auf ein Lager von 4000 Faß Benzin und Kerosin übergegriffen hatten. Es entstanden weitere furchtbare Explosionen, durch die das am Hafen gelegene und zum größten Teil aus Holzhäusern bestehende Arbeiterviertel vollständig vernichtet wurde. . Ueber die Ursache des furchtbaren Unglücks wird bekannt, daß die 250 Kisten— insgesamt 7000 Kilo— Dynamit gerade mit dem Dampfer „Catalina“, der deshalb keine Passagiere an Bord hatte, aus San Franzisco eingetroffen waren. Die Kisten waren auf einen Güterzug verladen worden und man nimmt an, daß sich die Explosion ereignete, als sich der Zug in Bewegung setzte und die Kisten dadurch hart anDer Gesamtschaden wurde am Donnerstag früh auf zwei Millionen Dollar geschätzt. Die überlebende Bevölkerung ist zum größten Teil aus der Stadt geflohen. Polizei und Rationalgarde machen, unterstützt von Sanitätstrupps und Privatkraftwagenbesitzern, großte Aastlengungen, die Verwukorten aus den Trümmern zu bergen. Die Zahl der Toten und Verletzten dürfte die ersten Schätzungen erheblich übersteigen. Die nicht fachgemäße Behandlung des Sprengstoffs ist ohne Zweifel die Ursache der Katastrophe von La Libertad. Stoß und Druck, der Wärme erzeugt, bringt das Dynamit schnell zur Entzündung. Die Brisanz dieser Explosionsmasse ist ungeheuer. Es braucht nur ein kleiner Teil der Ladung zu explodieren, und die ganze Sendung ist gefährdet, denn die durch die erste Explosion entwickelte Wärme, Druck, Reibung überträgt sich stoßweise mit rasender Geschwindigkeit auf die benachbarten Schichten. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Explosion ist ganz gewaltig: 2500 Meter in der Sekunde. Die Explosion einer so gewaltigen Menge Dynamit, wie sie in La Libertad hochging, eignete sich in den Maßen einer Naturkatastrophe. Die zerstörende Gewalt der Robelschen Erfindung ist allgemein bekannt; es gibt keinen Stoff der Erde, den sie nicht zerreißt. Man bekommt eine Vorstellung von der elerentaren Kraft, wenn man weiß, daß namit eine Energie von 2,5 Millionen Meterkilogramm entfalten, also ein Gewicht von 2½ Millionen Kilogramm in einer Sekunde ein Meter hoch heben. Das heißt, sich dies vorzustellen, fehlt jeder vergleichende Maßstad. Einer hat es ungefähr ausgerechnet. Er meint, darin vereinige sich die Kraft von 500000 Männern. Das Ergebnis ist danach: eine ganze Stadt verwüstet eine schwere Lokomotive verweht wie ein Spielzeug. In wenigen Zeilen Der Reichskanzler empfing em Donnerstag den deutschen Botschafter in London, Dr. von Hösch, zum Vortrag. Staatssekretär Hierl ist zum Mitglied der Akademie für deutsches Recht ernannt worden. Der Führer des Reichsbundes deutscher Beamter. Hermann Nees. wurde vom Reichsfinanzminister zum Regierungsrat befördert. In Belgrad traf die deutsche Abordnung ein, um das zwischen Deutschland und Südslawien bestehende Provisorium in einen normalen Handelsvertrag überzuführen. Zum deutschen Gesandten in Oslo ist der bisherige Gesandte in Lima. Rohland, ernannt worden. Der Generalkonsul in Mailand. Schmitt. bat den Gesandtenposten in Lima erdalten. Zum Gesandten in Brüssel wurde Graf Adelmann von Adeimannsfelden ernannt. Dochaß und Gemers=Vieiben nech Am Donnerstag gab es die erste Besprechung zu Dreien— Abreise erst am Sonntag e„Friedensvermittlungs=..., die im Bon den Frunde genommen nur den Zweck verfolgten, das rüchten ist u. leutsche Reich seines Bundesgenossen zu be der bevorste mben, aber angesichts der in Oesterreich bereits der, devorste 916=17 auftauchenden Verfallserscheinungen ie auch der politischen Neigungen der Schwester es Prinzen, der Kaiserin Zita, in Wien, orbereiteten Boden trafen. Bereits 1916 wurde sixtus, der sich bei Beginn des Krieges vergebch um Aufnahme in die französische und engsche Armee beworben hatte, von seiner Mutter, er Herzogin Parma, nach Wien geschickt, um den laiser zum Abfall von Deutschland zu bewegen. ihm übergab der Kaiser unter dem Datum des 1. März 1917 jenen berüchtigten„Sixtusbrief" zur Weitergabe an die französische Reerung, in dem der Nachfolger Franz Josephs ür den Fall daß Deutschland vernünftige Friengungen ablehnt", um Sonderfrieden Die Abreise des Bundeskanzlers Dollfuß und des Ministerpräsidenten Gömbös aus Rom hat sich um einige Tage verschoben. Sie werden Rom erst in der Nacht zum Sonntag verlassen. Die Besprechung im Palazzo Venezia zwischen Mussolini, Gömbös und Dollfuß am Donnerstag hat nachmittags von 4—6.30 Uhr gedauert. Von den zahlreichen in Rom unlaufenden Geüchlen ist u. a. zu verzeichnen, daß in den Lext der bevorstehenden romischen Vereinbarungen auch eine politische Klausel ausgenommen werden soll. Ferner wird davon gesprochen, daß die deutsche, die französische und die Regierung dauernd auf dem Laufenden über die Verhandlungen gehalten würden; schließlich will man wissen, daß die Tschechoslowakei in die Verhandlungen eingeschlossen Bei allen diesen Gerüchten handelt es sich um unbegründete Vermutungen. Es ist anzunehmen, daß in der Dreier=Besprechung auch eine politische Präambel oder eine Mitteilung ausgearbeitet wird, die die bekannten politischen Grundlagen, auf denen sich die Wirtschaftsverhandlungen in Rom aufbauen, noch einmal betont, nämlich die freundschaftlichen Beziehungen und die Notwendignähmen und daß man den Ergebnissen mit großem Optimismus entgegensehe. Dazu ist zu bemerken: Die römischen Besprechungen stellen zweifellos eine politische Demonstration von Seiten Italiens zugun sten Oesterreichs dar. Nach der wirtschaftlichen Seite hin versucht Italien zur Stützung Oesterreichs und Ungarns weitere europäische Kreise heranzuziehen. Deshalb werden die römischen wirtschaftlichen Verhandlungen keineswegs zu außergewöhnlichen Abmachungen führen. Es garische Landwirtschaft und für die österreichische Industrie zu steigern, wobei natürlich Italien aus politischen Gründen starke Opfer bringen muß, die es durch eine Wiederbelebung des Triester Hafens teilweise auszugleichen versuchen wird. Lösungen, die ein begrenztes Ausmaß haben dürften, werden anderweitige Bindungen wirtschaftlicher Art für Oesterreich und Ungarn nicht ausschließen. d. sind dort vor ein ten Geldschrankknacker, die Gedrüder Eri Franz Saß, unter dem Verdacht eines schweren Einbruchsdiebstahls sowie wegen Paßfälschung und unerlaubten Grenzübertritts festgenommen worden. konig Leopold bekommt mehr Geld Die belgische Kammer billigt die Erhöhung der Die Kammer nahm am Donnerstag mit 94 gegen 69 Stimmen bei einer Stimmenthaltung eine Erhöhung der Zivilliste für den König auf zwölf Millionen Frs. an. Ferner stimmte sie einer jährlichen Rente für Königin Elisabeth in Höhe von zwei Millionen Frs. mit 94 gegen 70 Stimmen zu. Tomotfurus 66 Leichen aus dem Torpedoboot geborgen 66 Leichen wurden bis Donnerstag 12 Uhr aus dem gekenterten Torpedoboot„Tomotsurn“ gedorgen, während die Liste der lebend Gererteren sich nicht vergrößert hat. 32 Matrosen werden noch vermißt. Man glaubt, daß sie durch die Wellen von dem Torpedoboot weggeschwemmt worden sind. Nicht flark geuug? Admiral Schuzega über die Ursache des Unterganges der Jomggeern“ Der Admiral der japanischen Flotte, Schuzega, erklärte Pressevertretern gegenüber, der Untergang des Zerstörers„Tomozuru“ sei auf die internationalen Verträge zurückzuführen, die der normalen Entwicklung des Kriegsschiffbaues hinderlich seien. Wenn das Washingtoner und das Londoner Abkommen nicht beständen, so hätte man Kriegsschiffe bauen können, die stabiler und ufgestellten Bedingungen nicht garantieren vollte; sie legte vielmehr als Beweis für die Beeitschaft der Wiener Majestäten, mit dem Verate zu spielen, den Grund zum Zusammenbruch er Mittelmächte. bekannten Tatsachen hinaus dürfte politisch nichts zu erwarten sein, wie auch andererseits die wirtschaftlichen Verhandlungen bisher keinen, unex: warteten Verlauf genommen haben. lienischer Seite wird betont, daß die lichen Verhandlungen einen günstigen Verlauf man Kriegsschiffe bauen können, die stabiler m in Rom? widerstandsfähiger gewesen wären. Die vegrenAuch politische Erklärungen iu Erklärung des japanischen Admirals hat in politischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Chinesischer Dampfer mit 88 Personen gesunken Nach einer amtlichen Mitteilung haben sich Mussolini, Dollfuß und Gömbös am DonnerstagWerricche Ihrunee in Frankreia, Neue Enthüllungen im Fall Stau'sky— Beeinflussungsversuche an Pollzeibeamten Der parlamentarische Untersuchungsausschuß Stavisky=Skandal verhörte eine Reihe höherer solizeibeamten der Sicherheitspolizei, die überinstimmend der Auffassung waren, daß Stavisky ein Betreiben nur dem großen Einfluß verankt, den seine Freunde und er in politischen ind parlamentarischen Kreisen gehabt hätten. #iner der vernommenen Beamten erklärte sogar, daß er von seinem Vorgesetzten gezwungen worden sei, den Bericht über einen von ihm ermittelen Betrüger nach einer gegenseineeigene beberzeugung gehenden Richtung abzufassen, weil man angeblich auf gewisse Parlanentarter Rücksicht nehmen mußte, die sich für die betreffenden Personen verwandt hatten. Ein anderer Zeuge sagte aus, er sei an der verhaftung eines Buchmachers auf dem Rennplatz burch den ehemaligen Direktor der„Volonte“ geAndert worden, der ihm drohte, den damaligen dümsterpräsidenten Tardieu zu benachrichtigen Zeuge erklärte ferner, daß er nach der Aufeecung eines zehn Millionen=Diebstahls im Kan0 Juan les Pins eine Rüge von einem VorBi###ten erhalten habe weil angeblich zwei Mieiner die den Wahlkreis von Juan=les-Pins vertraten, eingeschritten waren. Man habe ihm len, sich nicht mehr um die Angelegenheit kummern. Ein früherer belgischer Minister im Scheckbuch Staviskys Die Nachricht aus Paris, daß der besosege Henator und ehemalige Kultusminister Hür, titjean, der der liberalen Partei angehör:, greichfalls im Scheckbuch Staviskys aufgeführt ist, hat im belgischen Parlament Aufsehen erregt. Vor längerer Zeit war der Name Petitjean schon einmal flüchtig im Zusammenhang mit dem Stavisky=Skandal aufgetaucht. Man hatte Petitjean schon damals geraten, sein Mandat niederzulegen. Tatsächlich ist er bis vor einigen Te gen auch nicht meyr im Senat erschienen. De Thronwechsel und die anderen politischen Ereignisse der letzten Wochen hatten die Angelegenheit in Vergessenheit geraten lassen, und Senator Petitsean schen sich wieder Viemähnsezep#g, rüh. len, denn seit einigen Tagen nahn er wieder an asce beshe Aaoder Keleisen. Ve Schen be. schlossen, die Unterhaltung am Freitag fortzuDie erste Dreier=Besprechung, die von 16 bis 18.40 Uhr dauerte, hatte ein Ergebnis insofern, als man beschloß, die Abreise von Dollfuß und Gömbös auf Samstag nacht zu verschieben. Der Grund hierzu ist, daß man überein kam, auch noch politische Erklärungen auszuarbeiten. Es ist im Augenblick nicht zu übersehen, ob es sich hierbei um einfache Erklärungen oder um eine Art von politischem Abkommen handeln wird. Aus gut unterrichteter Quelle wird nachdrücklich versichert, daß, welches auch immer die Form dieser politischen Kundgebung sein werde, ihr Inhalt auf jeden Fall allen am Donau=Becken interessierten Staaten die Mitarbeit bezw. den Beitritt offen lassen werden. Es sei immer betont worden, daß eine endgültige Regelung der Frage des Donau=Beckens, wie sie von den drei Staatsmännern angestrebt werde, nicht ohne die Mitwirkung Deutschlands und der Kleinen Entente möglich sei. lich sei. Gift in den händen kommunistischer Verbrecher! Verfahren vor dem Reichsgericht Der 4. Strafsenat des Reichsgerichts begann am Donnerstag mit der Verhandlung gegen die Ein chinesischer Dampfer, der am Dienstag aus Futschau nach Schanghai abfuhr, ist im Sturm gesunken. 88 Personen fanden dabei den Tod. Gewinnauszug 5. Klasse 42. Preußisch=Süddeutsche *(268. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Bul idr geer, Lungn ied urnd hohe Gewinne gefuurn, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und 1I Parlamentsarbeten tell Die Einzelangaben sechs Dusseldorte, Soggnunsgen, Hilgraf, Weins*“ Hrzahl und die Höhe der Schecks, die ziehr, Wiente, Sugtwachter, Ludwig und Schmidt. üder die u. 0.—, hen noch keinen Auf Den wegen politischer Verl Petitsean erhalten gat, ha...—ch keinen Aufschluß gegeben über die Art der Beziehungen, in denen der liberale Senator zu Staviiky gestanden hat. Es wird behauptet, daß er die Nuue eines Rechtsberaters Stavistys in belgr ghen. A1n; wird. ziehr, Wiente, Saalwachter, Ludwig und Schmidt Den wegen politischer Verbrechen bereits vorbestraften Angeklagten wird zur Last gelegt, ein Paket mit 3½ Klg. Cyannatrium zu verbrecherischen Zwecken aufbewahrt zu haben, und zwar sollte das Gift im Kampfe der Kommunisten gegen die SA. Verwendung finden. Laut Gutachten chemischer Sachverständiger hätte die Menge getügt, um 18000 Menschen zu vergiften. Für sind 20 Zeugen aus Düsseldorf geladen. dürfte Sonnabend abend zu erwarten sein. 30. Ziehungstag 14. März 1934 On der heutigen Schluß=Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Besinne mu 1000000 S. 197054 2 Gewinne zu 3000 M. 209903 4 Gewinne zu 2000 M. 128721 233639 2 Cepinne in 1000 0r. 19/38 986gg 6geg 102027 116162 129769 149794 161879 164717 178211 180750 203370 212356 231468 339661 31911 27776 26763 33259 36196 35833 40042 42121 45064 49227 61713 59442 68424 77676 79404 85190 90450 101366 107481 11815! 123956 126651 137963 144495 147816 100734 155034 158346 174078 179814 180285 195455 213673 217240 221590 228411 228592 232056 937837 239902 240085 262677 259896 268565 277644 277705 280554 281654 289360 291639 296682 300068 302621 311371 311481 311678 315789 317809 818406 326964 337805 340152 346105 347275 847841 353432 364366 369989 376779 380529 391488 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Rummer sind zwei Prämien zu se 1000 RM gesallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II: 17158 80454 100667 123041 176044 214169 258799 296094 302715 336579 Die Ziehung der 1. Klasse der 43. PreußischSüddeutschen(269. Preußischen) Staatslotterie findet am 20. und 21, Aprli 1934 statt. 1 DitURESS bekannt gut und immer billig Schmalz.. Blasenschmalz Palmkernfett **** Pfund nur 80 P. Pfund nur 8 4 Pf. Pfund nur 54 P. Salatol heil Liter nut Eier 10 Stück 80 Pf. Mischobst 4 Frucht Pfd. nur 40 Pf. Limburger 20%, Plund 44 Vöc0 Edamer. 40%" 82 Hüde-Holländer 40%" 78 Tülsiter, vollfett" 90 Pf. Heringe 10 Stück nur 35 Pf. Plaumen Pfund 32 Pf. Apfelringe Pfund 52 Pf. Birnen Pfund 54 Pf. Aprikosen Pfund 48 Pf. Statt besonderer Anzeige! Heute abend wurde nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, meine treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, die Ehefrau Heinrich Lcke. Frieda geb. 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Donnerstag abends 8 Uhr, Sonntags ab 2½ Uhr das beste Programm dieser Saison mit dem größten Fülm des Jahres, dem Ufa-Millionenfilm für den Film gestaltet von Gerhard Menzei, nach seinem gleichnamigen Roman„Flüchtlinge“. hans Albers, Käthe von Nagy Ida Wüst, Eugen Klöpfer in den Hauptrollen. Hans Albers Scherieniusch... zu kaufen gesucht. 339 A. Wortmann, Telefon 2574 Das Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Fritz Schwarz in Schwerte, Bahnhofstraße 24 wird gemäß§ 204 K. O. mangels Masse eingestellt. Schwerte, den 14. März 1934. Das Amtsgericht. 575 Leupin-Creme u. Seife seit Jahren bewährt bei riechte, Hautjuchen, Ausschlag, Wundsein u. s. w. Med.- Drogerie Heppe Ostenstraße Noch nie ist er so gut gewesen! Noch nie so männlich u. beherrscht! Noch nie so mitreißend in d. Wirkung auf Mitspieler u. Publikum wie in dem größten Ufafilm des Jahres„Flüchtlinge“, in dem er sich z. Führer einer Anzahl geflohener WolgaDeutscher aufschwingt und mit ihnen ein atemraubend. Abenteuer zwischen Tod u. Leben zu bestehen hat. Käthe v. Nagy Noch nie hat sie so zu Herzen gesprochen! Noch nie ist sie von solch rührender welblicher Emplindsamkeit u. zugleich von solch natürlicher fast jungenhafter Frische gewesen! Noch nie hat es für sie eine Rolle gegeben, in der sie so mensch. lich, so wahr u. bezwingend echt sein durfte wie in derjenigen der Kristja in dem größten Ufa-Film d. Jahres „Flüchtlinge“. Knoblauch Beeren „Immer jünger“ geruch= und geschmacklos, vorbeugend bei Adernverkalkung, Gicht, Rheuma, Verdauungsstörungen, sowie Würmer. Zu haben: 504 Central-Drogerie Rienhöfer Vekannimachung Die Westfälische Heimstätte, G. m. b. H., zu Dortmund, Märkischestr. 290, hat die Genehmigung zur Ansiedlung auf dem außerhalb der im Zusammenhang gebauten Ortschaft in der politischen Gemeinde Garenfeld belegenen Grundstück Flur 5 Parzelle 4(zu 205) der Gemarkung Garenfeld zur Errichtung von 8 vorstädt. Kleinsiedlungshäusern mit je 1 Wohnung beantragt. 580 Gemäß§ 16 des Gesetzes vom 25. August 1876 10. August 1904 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß dagegen von den Eigentümern, Nutzungs= und Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist von 21 Tagen bei dem von dem Verbandsausschuß des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk beauftragten Bürgermeister zu Westhofen Einspruch erhoben werden kann. Garenfeld, den 14. März 1934. Der Gemeindevorsteher: gez. Prolingheuer. GELD billigst, günstigst durch B. Stobbe, Hamm I. W. Ostenallee 57 Sie erhalten den schönsten KUCHEN!•• Wenn Sie Ihn herstellen nach den Rezepten aus den Kochbüchern unserer 6UCHHARDLUNG CARL BRAUS Ein Film, geschaffen nach dem Führerprinzip! Der größte Erfolg seit Bestehen des Films. Der 2. Großtontim, der besonders unserer Frauenwelt gefallen wird: De wur enmal ein Masirae Ein reizendes Lustsplel nach dem preisgekrönten Schlager. 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Man spricht soviel von der Privatinitiative in Euren Reihen, als dem Fundament Eures Handelns. Privatinitiative heißt aber nicht, sich von den Ereignissen mitreißen zu lassen, sondern selbst schöpferisch am Aufbau der Wirtschaft mitzuhelfen. Und so muß es schon einmal gesagt werden: Auf Euren Schultern ruht so manche Sorge, Sorge um Euer eigenes Ich. Aber nicht vom Ich und Ihr lebt Ihr, sondern in der Gesamtheit. Diener dieser Gesamtheit zu sein, ist Eure Aufgabe. Ihr verwaltet ein Stück der Zukunft, das adelt, ja ehrt Euch. Du deutscher Unternehmer, an Dich appelliert das Gewissen der Zukunft. Du sprichst von realen Begriffen, also disponiere real. Für Pessimisten und Ewiggestrige ist kein Platz, wenn Neues gestaltet werden soll. Deutscher Kaufmann, setze den alten Kaufmannsgeist wieder ein. Ueberprüfe schon jetzt, gib Aufträge schon jetzt für das laufende Jahr herein. Nur so können Deine Lieferanten laufend und gleichmäßig mit der Herstellung der Ware beginnen. Nur so haben Millionen Arbeiter Brot und Verdienst. Arbeitslose Hände warten auf Deine Privatinitiative. Seid Ihr nicht stolz, so auch mithelfen zu können? Macht ihn wahr, den Begriff des königlichen Kaufmanns. Zeige jeder sein Können. gez. Walter Nagel, M. v. R., Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront. Dienstbekleidung des Reichsluftschutzbundes Durch Erlaß des Reichsministers für Luftfahrt, Göring, ist für die Führergrade des Reichsluftschutzbundes sowie für die Angehörigen der Reichsluftschutzschu und der Luftschutzlehrtrupps eine einheitliche Bekleidung eingeführt, die sich Schnitt an die Bekleidung der SA., SS. und des Deutschen Luftsportverbandes anlehnt Grundtuch graublau, Kragen und Aufschläg sowie Lederzeug schwarz, Farbe der spiegel lila. Die Mitgliedschaft im allein gibt noch kein Recht zum Anlegen### R8B=Betleidung. Diese wig, pisgge1 bestimmten Richtlinien an nen und nur auf Widerruf liehen. Ueber die Verleihung und die der Gradabzeichen werden Zggehezgeihung stellt, die beim Anlegen der mitgeführt werden müssen. Da der Feinn; luftschutzbund ein Verband ist, der im der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen dis Regierung der nationalen Erhebung der Regierung steht, genießt die R“. un kleidung den gleichen Rechtsschuß wg,ggidung formen der SA. und SS. und die des Deutichen Luftsport=Verbandes. A DeNDschunce uag geig. egfrhegse Nr. 64(Deltes Blatz, Schwberter henung Freitag, 16. März 1934 AUS INDIEN von Karl Ey 2] Nachdruck verboten. Hundert Fuß höher und fünf Minuten früher— das war alles, was zwischen Erfolg und Untergang gelegen hatte, zwischen Berühmtheit und dem Tode. Wie ein blutiger Hohn des Schicksals wirkte es, daß unser Flugzeug fast völlig intakt geblieben war; der Motor war unbeschädigt und arbeitsfähig genug, um uns nach Australien zu tragen. Aber natürlich würden wir niemals in diesem Bambusforst starten können, ja, selbst die Bergung der Maschine würde unmöglich sein... Auch unser Leben hatte uns das Schicksal gelassen— aber was war das wert inmitten der Dschungeln, fernab von jeder Zivilisation, fast ohne jede Hoffnung auf Ich brachte zuerst einmal die Karien und die wenigen Lebensmittel in Sicherheit. Dann schraubte ich den Kompaß ab und verstaute unsere wertvolleren Papiere in eine Blechkanne. Die einzige Nahrung, die wir mitnehmen konnten, waren einige Fleischwürfel und einige Stangen Milchschokolade; aber auch diese waren in dem Regen schon fast völlig aufgelöst. Wir hatten nichts, worin wir Der Regen rauschte ununterbrochen herunter und ließ den Fluß derart anschwellen, daß wir jede Minute befürchten mußten, von unserem Felsen heruntergespült zu werden. Auf einmal schrie Hook: „Sieh da, Jack— eine Laterne!“ Das Licht aber, das uns erregte wie das Dampferlicht einen schiffbrüchigen Seemann, war nur ein Klumpen Feuerfliegen. Dann dämmerte endlich der Morgen. Wir wanderten jetzt in einem beständigen Halbdunkel, so dicht wurde der Wald, in den wir gekommen waren. Es wimmelte von wilden Tieren, aber wir schenkten dieser Gefahr schon gar keine Beachtung mehr. Ja, wir hatten für sie sogar ein gewisses freundschaftliches Empfinden, wie es Lebewesen in der trostlosesten Einsamkeit füreinander besitzen. Selbst die schwarzen Schlangen Untergebüsch mieden uns und glitten lautlos davon, wenn wir uns näherten. Einmal aber standen mir doch die Haare zu Berge. Wir suchten uns neben unserem besten Freund, dem Fluß, ein Nachtlager, als plötzlich aus dem schleimigen Lehm ein gewaltiger Koloß an das Ufer torkelte. Ich rief entsetzt aus: „Um Gottes willen, Hook— ein Krokodil!“ Das Tier schien aber von unserem Anblick ebenso erschrocken zu sein wie wir, denn es machte behende kehrt und verschwand patschend wieder in dem Fluß. Hook war an diesem Tage so hinfällig, daß er nur noch mechanisch weiterstolperte. Mitten in der Nacht wurde ich plötzlich durch ein merkwürdiges Gefühl geweckt und entdeckte nun, daß wir im Wasser lagen. Nur mit Mühe gelang es mir, Hook weiter aufs Ufer hinaufzuziehen, Der Fluß war während der Nacht infolge des stetigen Monsumregens um vier Fuß gestiegen. Sechs Tage in den Dschungeln. Sofort nach Tagesanbruch verließen wir unseren Felsen und setzten die Wanderung fort— durchnäßt, zerbissen, hungrig und beinahe ohne jede Hoffnung auf Rettung. Hook war schwächer und schwächer geworden und so verzweifelt und hoffnungslos, daß ich buchstäblich den Treiber spielen mußte, um ihn mit Drohungen und Gewalt. zum Weitergehen zu bewegen. Es war offensichtlich, daß er sich kaum aufrecht halten konnte, aber hätte er jetzt schlapp gemacht, so wäre er bestimmt in kurzer Zeit das Opfer der Raubtiere oder der S##ekten geworden die uns beständig umHook verliert den Verstand. Am dritten Tage unserer Irrfahrt in den Dschungeln verlor Hook völlig den Verstand, und ich hatte die größten Schwierigkeiten, ihn von Dummheiten zurückzuhalten, bis er schließlich in einen todesähnlichen Schlaf verfiel. Ich mußte meinen Kameraden mit Gewalt weiterschleppen, und an diesem Tage machten wir kaum zehn Kilometer des Weges. schon fast völlig aufgelöst. Wir hatten nichts, worin wir stimmt in kurzer Zeit das Opfer der Raubtiere die wenigen Lebensmittel und die Papiere tragen konnten, Milliarden Inserten geworven, die und vestandig amdenn bei der Abfahrt in Eugland wurde eifersüchtig schwärmten. * das jedes nuplose Gramm denn bei der Abfahrt in darüber gewach., vaß jeves nuhlose Gramm Gewicht ausgemerzt wurde. Ja, wir hatten nicht einmal Siprissen mitgenommen, um dafür desto mehr Brennstoff mitnehmen zu können. Also bepackten wir uns so gut es ging und versuchten einen Weg aus dem Labyrinth der Dschungeln zu finden. Blutegel und Ameisen. Unsere Absicht war, das Gebirge zu überklettern; aber zachdem wir eine Stunde uns mühsam einen Weg durch das Dickicht gebahnt hatten, machten wir die Erfahrung aller Wanderer in der Wildnis: Wir waren im Kreise herumgelaufen und wieder bei unserer Maschine gelandet. Auch der Weg durchs Tal war uns durch eine undurchdringliche Masse Mabus abgeschnitten. Da hörten wir in ziemlicher Nähe das Trompeten einer Herde wilder Elefanten, die wahrscheinlich durch das Geräusch unseres Motors beunruhigt, durch das dicke Gebüsch brachen. Hier endlich fanden wir einen Pfad aus dem Hexenkessel, dank der Vorarbeit der Elefanten. Hätten uns die Tiere den Weg nicht gebahnt, so wären wir bestimmt schon innerhalb vierundzwanzig Stunden erledigt gewesen. Und zwar nicht unter den Tatzen der Tiger, sondern unter den Attacken unzähliger kleiner Blutegel und roter Ameisen. Noch heute läuft es mir kalt über den Rücken, wenn ich an diese widerlichen Tiere denke. Die Blutegel waren die sogenannten Büffelegel— kleine, zweizöllige Gummiaale, die uns dem Wahnsinn nahebrachten, wenn sie zu Hunderten von den Bambusbüschen auf uns fielen und sch an unserer Haut fertlogen. g75ut, boch uun Unser Gesicht und ganzer Körper stromte valo von Blut, und wenn uns die Flucht über den Elefantenpfad nicht gelungen wäre, so würden sie uns sicher durch ihr Blutabzapfen zu Tode geschwächt haben. Endlich schlugen wir uns zu einem wildrauschender Strom durch, der nach dem Kompaß ein Nebenfluß des Jrawadis sein und uns so schließlich wieder zur Zit sation führen mußte, wenn unsere Kräfte ausreichten, di Strapazen zu überwinden. Als wir uns darüber klar waren, ließen wir den schweren Kompaß im Stich und gleichzeitig— ohne Absicht— alle unsere Papiere und Karten; denn als ich diese Hook übergeben wollte, ließ er sie aus der Hand gleiten, und sie wurden von den Wellen des Stromes fortgespült. Wir entkleideten uns und befreiten uns von den kleinen Blutegeln und den vielen Ameisen, indem wir ins Wasse tauchten. Die Schreckensnacht in don Dschungeln. Die schnell hereinbrechende Dunkelheit brachte uns neue Gefahren und neue Schrecken. Wir waren gänzlich unbewaffnet und die Dschungel war mit allerlei Raubtieren belebt. Ihr Heulen und Brülen erfülte dir Sgomz, Hin und wieder konnten wir grüne Lichter in der funkeln sehen und das Pattpatt weicher, schleichender Füße hören. Die Tiere der Wildnis kamen an den Fluß, um PBue. uun u iht Verzweifelt wateten wir zu einem Meter vom ufer im Flußbett stand und Helteg. Phoer. out zum Tagesgrauen aus. An Schlaf war nicht#z# Hook blutete noch immer stark und war sehr erschöpft. Wir waren über und über mit den Stichen bedeckt und unsere Beine dick geschwollen von den giftigen Stacheln. Trotzdem kämpften wir uns den Weg weiter durch das dornige Untergebüsch am Ufer des Stromes, bis uns endlich jedes Schmerzempfinden abging. Und immer noch goß der Regen herab und schlug uns wie mit Peitschen ins Gesicht. Wir wagten es nicht, miteinander zu sprechen. Wir konnten an nichts weiter denken als an den ewigen Regen, der nicht enden wollte. Soweit es anging, folgten wir dem Elefantenpfad, behielten aber immer den Strom im Auge, der uns, wie wir hofften, endlich der Zivilisation wieder zuführen sollte. Manche Strecken legten wir direkt im Flußbett, hart am Ufer, zurück. Wir hatten keine Nahrung, denn die Fleischwürfel und Milchschokoladestangen waren so aufgeweicht, daß sie ungenießbar geworden waren. Wir wagten es nicht, die zahlreichen Beeren zu essen, die an den Sträuchern saßen, weil wir sie für giftig hielten. Deshalb kauten wir hin und wieder ein Blatt, um die Zunge nicht zum Anschwellen zu bringen und unseren Kinnbacken etwas zum Beißen zu geben. Hunger in der Nacht. Nach einigen Tagen hatten wir Aberhaggtgzigteg Hungergefühl verloren. Nur in der Nacht, im hatte ich Träume, die sich um einen Teller mit Rührei und Schinken drehten und die sofort verschwanden; wenn ich zugreifen wollte. Auch fühlten wir niemals den T und ich glaube, wir haben während der ganzen Zeit keinen Schluck getrunken, außer, was uns der Regen in der Mund spülte. „m Goltes willen, Hool, ein Krotobllks Ich mußte meinen Lameraden wit Geewolt weiterschleppen! und an diesem Tage.... Am fünften Tage mußte ich Hook auf den tragen. Er verlor jetzt schnell seine Kräfte. Ich selbs spürte weder Hunger noch Durst, aber die wirren Reder Hooks gingen mir an die Nerven. Ich befürchtete, gleich falls wahnsinnig zu werden oder doch der losigkeit nachzugeben und den Wunsch einzubüßen, trot aller Schwierigkeiten aus den Dschungeln herauszut kommen. Ich mußte ununterbrochen den Gedanken bekämp daß es doch so viel leichter sei, sich einfach hinzulegen un zu sterben, als mit dem Urwald, dem Hunger, der Schwäche, den Insekten und dem wahnsinnigen Gefährten zu kämpfen. Am fechsten Tage kam die Katastrophe. Hook wurde blind. Das Schicksal, das ihn schon se mürbe gemacht hatte, hätte ihm diesen können. Diese plötzliche Erblindung hatte wahrscheinlich etwas mit einem Schmerz im Rückenmark zu tun, über den sich Hook mehrsach beklagte— ein Schmerz, der ihn dazu trieb, sich alle paar Schritte auf den Boden zu werfen und zu jammern: „Um Himmels willen, Jack, reib mir das Kreuz.“ Erst als ich wieder zurückkehrte, erfuhr ich von Frau Hook, daß ihr Mann schon in früheren Jahren einmal eine Woche lang erblindet war, ohne daß man damals die Ursache feststellen konnte. Nach zwei Stunden wurde mir selbst die Last meines zum Skelett abgemagerten Kameraden zu schwer. Wie machten Rast, und ich legte den Kopf in meine Hände und schluchzte wie ein Kind. Ich konnte mir einfach nicht helfen. Die Tränen mußten heraus. (Schluß folgt BINer ace Snior ddie Nach der Unterzeichnung des Zollabkommens mit Polen Einige der stärksten Stützen unserer Nationalelf von Moltke, der deutsche Gesandte in Warsch au, verläßt das polnische Außenministerium, wo er namens des Reiches das deutsch=polnische Zollabkommen unterzeichnete. Durch diesen Vertrag wird der langjährige Zollkrieg mit unserem östlichen Nachbarn beendet. Es ist zu hoffen, daß zum Wobl der beiden Völker rasch die normalen Handelsbeziehungen wieder bergestellt werden. Die erste Brücke über den Kleinen Belt wird von deutschen Firmen erbauk Von links nach rechts: Der Halblinke Rasselnberg, der linke Verteidiger Haringer, der Mittelstürmer Hohmann und im Kreis der Rechtsaußenstürmer Albrecht Hermann=Göring=Schule für das deutsche hanowerk Der Kampf um die deutsche Boxmeisterschaft im Schwergewicht Das Gildehaus am Fischmarkt in Erfurt, in dem jetzt die Hermann=Göring=Landesschule des deutschen Handwerks eingeweiht wurde. Oben: Zwei Mittelpfeiler mit einem Teil der Eise nkonstruktion.— Unten: Die Betonbogen=Anfahrt Ueber den Kleinen Belt, der die Halbinsel Jütland von der Insel Fünen trennt, wird ein rieBrückenbau geschlagen. Die Brücke dient dazu, endlich die schwerfälligen Eisenbahnfähren zu ersetzen, die bisber den Verkehr von Hamburg nach Kovenhagen vermitteln und natürlich die 9 seit um Stunden verlängern. Die eigentliche Belt brücke wird eine Länge von 825 Meter haben. den einer dänischen Baufirma sind die deutschen Großfirmen Krupp=Essen, Grün& beim und Eilers=Hannover beteiligt. Hein Müller(links) bei der Schlagoffensive gegen den Titelverteidiger Vincent Hower Der jüngere Hower zeigte sich überlegen und blieb in dem Berliner Treffen Punktsieger. Die erfolgreiche Verteidigung seines Titels brachte ihm überdies den Ehrenvreis des Reichskanzlers ein. „Hanneles Himmelfahrl“ im Film Oberammergau bereitet seine Jubiläums-Festspiele vor Das Gestühl des Festspielhauses wird neu gestrichen. Ein kleiner Darsteller mit der Das Passionsgewand Christi langen Haartracht, die für alle wird bergerichtet. an den Passionsspielen Beteiligten charakteristisch ist. Oberammergau, der weltberühmte Passionsort in Oberbayern. trifit alle Vorbereitungen, um keine diesjährigen Festspiele zu einem besonders würdigen Ereignis zu gestalten. 300 Jahre sind es jetzt her. leit die Spiele zum Dank für die Errettung von der Pestgefahr begründet wurden. Eine erschütternde Siene ans dem Film... Kandaut) Die Schweiter(Räthe Haack) am gläsernen Sarg des toten Hannele(Jnoe von- Bühnenwerk In diesen Tagen erlebt der Tonfilm nach Ger hart Hauptmanns so oft gespieltem „Hanneles Himmelfahrt“ seine Uraufführung.(Photo: ROMAN VoN KLOTHILDE VoN STEGMANN Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag. Halle(Saale Nachdruck verboten. Die Hafenkneipe„Zur glücklichen Insel“ lag in einer kleinen Gasse von Sankt Pauli. In dieser Gasse war es immer dunkel. Die Häuser zu beiden Seiten waren sehr hoch und so eng zusammengerückt, als wollten sie die Gasse überdecken. Die Matrosen, die in Hamburg an Land gingen, kannten die Kneipe. Sie hatte noch den stärksten Betrieb von ähnlichen Lokalen. Der Kuckuck mochte wissen, woher Lien Sing, der gelbe Mischling, das Geld her hatte, um in dieser schlechten Zeit immer noch einige Attraktionen zu haben. Diese Attraktionen waren ein paar Mädchen. Lien Sing hielt darauf, daß es junge waren, und verfiel nicht in den Fehler anderer Wirte, aus Sparsamkeitsgründen alte, abgetakelte Kellnerinnen zu halten. Er mußte zwar etwas mehr bezahlen für die jungen hübschen Dinger. Aber es lohnte sich. Denn sie animierten die Gäste natürlich mehr zum Trinken als die alten, reizlosen es konnten. Auch die drei Tanzgirls, die sich Lien Sing hielt, lockten. Man kannte diese Tanzgirls sonst im allgemeinen nur in eleganteren Lokalen. Die aber waren vielen Matrosen nicht so gemütlich. Lien Sing konnte also für die schlechten Zeiten mit den Erträgnissen seiner Kneire zufrieden sein.. M A76 Auch jetzt war es ziemlich voll. Ein Westinoienfahrer hatte haltgemacht, mußte, einer kleinen Reparatur wegen, in Dock. Die deutschen Matrosen hatten ihre Kameraden sofort zur„Glücklichen Insel“ geschleppt. Nun saßen sie dichtgedrängt an den gescheuerten Tischen, die Ellenbogen aufgestemmt. Grog und Bier vor sich. Der niedrige Raum war dick von Rauch verhangen. Die bunten Lampions mit ihren elektrischen Lichtern schimmerten trübe. Ein Orchestrion lärmte aus der Ecke. An der Theke lümmelten zwei riesenhafte Seeleute. Das Gesicht des einen war von Pockennarben gegerbt. Das eine Ohr bestand nur noch aus einem Stummel. Und in diesem Stummel hing, grotesk genug, ein riesenhafter goldener Ohrring. Dieser Mensch schien eine Art Hauptrolle hier zu spielen. Er sprach laut durch den Raum, winkte dem Mädchen, warf großartig das Geld auf die Theke. „He!, Lien Sing!“ sagte er.„Eine Runde Köben für den Tisch dort drüben. Und dann laß dein Orchestrion noch einmal spielen. Aber so was, was ein bissel munter macht! Die jungen Damen hier sehen schon ganz transusig aus. He!, Deerns!, was wollt ihr trinken? Kommt mir nicht darauf an, wenn ihr dann schön lieb seid!“ Er nahm eines der Mädels um die Schultern und zog es lachend mit sich zu einem der Tische. In dem allgen nen Hallo und Durcheinander wurde der junge Mann kaum bemerkt, der jetzt das Lokal betrat. Er unterschied sich in der Kleidung deutlich vom Stammpublikum der„Glücklichen Inse!“. Er hatte einen alten, abgetragenen Rock über einem grünen Sporthemd, dessen Kragen offenstand. Die graue abgegriffene Mütze saß weit im Nacken. Die Schuhe mochten ehemals braun gewesen sein. Jetzt spielten sie in allen Farben von gelb bis schwarz. An einer Seite waren sie grob zusammengenäht. „Wer ist denn das?“ fragte einer der Matrosen an der Theke.„Der sieht doch aus wie eine Landratte? Stammgast bei dir, Lien Sing?“ Der gelbe Wirt sah aus schnellen, glänzenden Schlitzaugen auf den jungen Menschen— zuckte mit den Achseln. „Noch nie hier gewesen! Ist kein Seemann. Aber eine gewöhnliche Pflasterratte auch nicht.“ 4 Er beobachtete mit einem leisen Mißtrauen ven jungen Menschen, der jetzt mit gleichmütigen Blicken das Lokal musterte und dann quer durch die Tanzenden und Herum lungernden auf einen einsamen Platz nahe dem Osen Komisches Gesicht!, dachte Lien Sing bei sich. Könnte dreißig Jahre alt sein. Muß schon allerhand erlebt haben. Und ist doch sicher noch ganz grün— höchstens siebzehn Jahre alt. Lien Sing hatte eine Menschemenntn#s, wie taum einer unter den Wirten der Kneipen in Sankt Pauli. Wer so i allen Erdteilen herumgetrieben, wer so mit allen Wassern gewaschen war wie Lien Sing, der kannte sich aus. De Mensch da hatte etwas in den Augen, wie Menschen es haben, die viel erlebt haben und nicht mehr viel glauben. Zwischen den hellen Brauen stand eine Falte, und die Furchen um den Mund erzählten von allerhand Schwerem. Lien Sing beobachtete eine Weile verstohlen den neuen Gast, während er scheinbar ganz im Gespräch mit den Männern an der Theke war. Geld schien nicht viel da zu sein; der Anzug war jämmerlich genug. Aber ein Strome var das nicht— soviel sah Lien Sing. Einer von Polente? Lien Sing verwarf diesen unbehaglichen Gedanken gleich wieder. Nein, dazu war der blaue Blick zu offen. Nun, wenn eine den Stummen zum Sprechen bringen ennte, dann war es Tillv. Lien Sing schätzte es nicht, denn fremde Gäste so stumm dasaßen wie dieser Blonde n den zerschlissenen Kleidern, Erstene war hier eine Kneipe, und wer schwieg, der sollte wenigstens trinken. Und sich beobachten lassen, dazu war sein Lokal auch nicht da. Das tai er, Lien Sing, schon allein. Er winkte mit den Augen zu Tilly herüber und dann unmerklich zu dem schweigsamen Gast. Der saß mit wachen und mißtrauischen Augen da.„ 9 „Na. Tilly! Nun man'ran!“ sagte eine Rolgaarige mit Sommersprossen und einem clownartig weißgeschminkten Gesicht.„Der Chef winkt! Wird nicht viel zu erben sein, bei dem Grünschnabel da. Sicher ein Hafenarbeiter. Ob er mehr als einen Tagelohn in der Tasche hat? Na, du bist ja für die großen Blonden...“ Tilly, das erste der Tanzgirls, drehte sich langsam auf den hochhackigen, abgeschabten Seidenschuhen herum. Sie musterte ungeniert den jungen Menschen dort. Der sah ihren lächelnd abschätzenden Blick. Ein schwaches Rot stieg ihm auf die Stirn. „Grün!“ sagte Tilly leise. Ihr hubsches, dunnes Gesicht verzog sich spöttisch.„Aber ganz hübsch. Na, mal sehen, auf wieviel Pullen ich den kriege.“ Sie nickte dem Wirt zu und ging dann mit ihrem lässig aufreizenden Schritt auf den Jungen zu. „Na, Schatz! So einsam? Wie wäre es denn, wenn ich dir ein bißchen Gesellschaft leisten würde?“ Sie lächelte ihn an. Ihre feuchten roten Lippen, die voll und jung waren, teilten sich; weiße Zähne blitzten hervor. Sie beugte sich leicht vor, sah dem Fremden dreist und lockend ins Gesicht. Der junge Mann wurde noch röter. Schweigend rückte er zur Seite. Aber es war keine neue Bewegung der Abwehr, mehr eine der SchüchternTilly kannte sich darin aus. Sie machte Eindruck auf diesen jungen Menschen. „Na, mein Junge— was trinken wir?“ fragte sie. „Ich dachte Bier!“ Es war eine halbe Frage. Das Mädel schüttelte verächtlich mit dem Kopfe. „Bier? Nein! Ist nichts! Kann ich nicht vertragen! Spendier' mal lieber eine ordentliche Pulle!“ Sie griff nach der Weinkarte, blätterte flink darin, legte sie aufgeschlagen vor den Jungen. Der blätterte mit gespielter Gleichgültigkeit in der vor ihm liegenden Preis„Was, da?“ Er deutete mit dem Finger auf eine der „Nee, nee! Den nicht! Das ist ein Surius! Den hat der gute Lien Sing nur für so ein paar unerfahrene Greenhorns, oder für einen Geizkragen. Und du bist doch ein feiner Junge. Kennst die Welt und hast ein paar Mark für einen vergnügten Abend mit einem netten Mädel übrig— oder nicht?“ Sie rückte näher, legte ihren Arm um den Hals des Jungen. Der sah sie an. Es war ein Fliehen und doch ein Herangezogensein. Es war etwas Kindlich=Sehnsüchtiges Ich beiße rilhl“ sagte sie und schaute ihn unverwandt an.„Und du!“ Aki!“. Er hatte eine heue Knabenstimme. „Na, Aki!— übrigens ein hübscher Name—, dann bestell' mal! Hier, der ist ordentlich. Da kriegt man keinen Schwips. Den kann man trinken wie Wasser.— Eine Dreiundzwanziger!“ rief sie laut zu der Theke hinüber. Lien Sing grinste höflich. Bald stand die Flasche auf dem Tisch vor den beiden. „Na, prost!“ sagte Tilly.„Auf einen lustigen Abend! Ati trank., Ueber den Rand des Glases hinweg sah er in Tillys Gesicht. Wie die Augen lächelten! Wie schön sie war! Sie war dunkel wie die Krankenschwester damals im Lazarett. Wie lange war das schon her? Wieviel Angst, Verzweiflung lag dazwischen. Die Flucht in der Nacht über die Mauer des Krankenhauses. Dann ein paar Tage leben, wie er es schon gewohnt war. Versteck in verfallenen Häusern vor der Polizei. Hunger. Ein paar Abfälle, die man sich heimlich zusammensuchte. Dann in dem letzten leeren Eisenbahnwagen eines Güterzuges herunter zum Endlich ein Schiff, wo man zwei Hände brauchte. Und hier in Hamburg auf und ab. Hunger und essen können. Arbeit und keine Arbeit. Jetzt endlich hatte er wieder ein paar Wochen am Hafen mit Ausladen zu tun gehabt. In all den Wochen war nichts gewesen, als an das nackte Leben zu denken. Jetzt erst kam ihm wieder zum Bewußtsein: es gab noch mehr als dieses bißchen Kampf um das Nichtverhungern. Es gab etwas Schönes, Weiches. gab Menschen, die gut zu einem sein konnten. Der Wein erwärmte ihn. Lockerte die Schwert. begann zu sprechen. Tilly, klug und erfahren, wußte so einiges aus ihm herauszuholen. Es waren nur Bruchstücke; vieles verschwieg er. Denn immer saß geduckt „Also am Hafen hast du gearbeitets: fragte sie endlich abschließend.„Gehst wohl auch noch stempeln dazu? Da gibt's immer noch ein paar Pfennige.“ „Stempeln gehen kann ich nicht.“ „Warum nicht?“ „Keine Papiere!" Tilly stieß einen Pfiff aus wie ein Matrose. „Aha! Keine Papiere! Wer hat dir denn die geklaut? Aki lächelte: „Keiner! Ich habe nie welche gehabt!“ „Du“, sagte Tilly,„für dumm mußt du mich nicht haltel. Keine Papiere? Gibt's ja gar nicht. Bei uns hier kommen ja sogar schon die Kinder mit ihren Polizeipapieren auf die Welt. Du kannst sein, was du willst. Mensch! Du kannst sogar tot sein. Aber Papiere müssen sein.“ „Ich habe aber wirklich keine!“ „Bist du denn kein Deutscher?— Aber du redest doch deutsch und siehst auch so aus!?“ „Doch! Ein Deutscher binich! Ich glaube es wenigstens. „Na, dann mußt du dir doch deine Papier wieder besorgen können, du Tranmichel!“ Tilly faßte ihm lachend in den Schopf und rüttelte ihn hin und her. Es war ein kleiner Schmerz, und doch tat er ihm so eigentümlich wohl. Er hielt ganz still, fühlte die kleine feste Mädchenhand in seinen Haaren. „Woher soll ich sie mir denn besorgen?" „Na, aus der Heimat! Doch klar! Was siehst du denn auf einmal aus, als wären dir die Felle weggeschwommen? — Guck mich doch einmal an!“ Sie zog seinen Kopf an den Blondhaaren nach hinten. Sein Gesicht lag hüllenlos vor ihr. Trauer, Kindlichkeit und ein schwerer Ernst war darauf. 1 „Vielleicht weißt du noch nicht einmal, wo du her bist: Sie fragte es ein klein wenig mitleidig. „Nein! Genau weiß ich es selber nicht. Irgendwoher aus Deutschland. Von der Grenze muß es sein. Ich besinne mich nur.“ 45591 156 Er brach ab. Die Angst, die in ihm gebault sup, sprang über in seine Augen. Sein Gesicht wurde bleich und zuckte. „Laß!“ sagte er unterdrückt.„Ich kann nicht!" „Na, dann lassen wir es eben. Brauchst ja nicht, mein Kricher: Tilly strich ihm mit einer veinah murkerlichen Gebärde über die Wangen.„Weißt du, an Schlimmes soll man nicht denken. Das kommt schon noch genug. Also denke an etwas anderes. Zum Beispiel an mich."... Das Gehetzte in seinem Blick wich. Ein feuchter Schimmer trat in seine Augen. Zärtlichkeit und Vertrauen. Sie schwiegen beide eine Weile. Tillys Hand war von Akis Wange auf seine Arme heruntergeglitten. Sie streichelte leise seine braunen, sehnigen Finger. Mit dem instinktiven Empfinden des Weibes erkannte sie: dieser junge Mensch hatte Schweres durchlebt. Hatte sich durchgebissen und war hart geworden. Aber dies erste Wort der Teilnahme und der Güte ließ alles in ihm hinwegschmelzen. Hübsch war er, wie er so dasaß und sie ganz verloren anstarrte. Sie vergaß ganz, daß sie ihn ja zum Trinken animieren wollte, daß Lien Sing mit schiefen Blicken herüberschaute, denn die erste Flasche stand noch nicht einmal ausgetrunken auf dem Tisch. Tilly dachte jetzt an ganz anderes. Sie dachte, wie leicht man so einen Menschen gewinnen konnte. Daß er anders sein würde wie die anderen, die hierher kamen: treu, dankbar und nur für sie da. „Mußt nicht traurig sein!“ sagte sie plötzlich.„Du bist ein armes Luder, aber ich bin es auch. Was meinst du, wie sie mich herumgestoßen haben!? Wie ich klein war, sind die Eltern gestorben. Na, und dann ging es los. Erst Pflegemutter und Haue; nichts zu essen. Und dann, nach der Schule, noch Arbeit und Zeitungaustragen. Bei fremden Leuten ungezogene Göhren, auf die man aufpassen sollte. Na, und dann— dann ging es halt so weiter. Ich sag' dir, das war kein Zuckerlecken. Hier ist es auch nicht so einfach. Was meinst du, wenn so die betrunkenen Kerls von den Schiffen kommen... Da ist es schwer für ein Mädel. Vor kurzem habe ich geglaubt, ich hätte'nen Mann, der's gut mit mir meinte. Aber für den war ich auch bloß gut genug zum Arbeiten und um mich abzuschuften. Wenn ich einen fände, der es ehrlich mit mir meinte und der mir helfen wollte. Und der da wäre, wenn mir einer was tun wolle.“ Sie sah ihn an. 84 „Ich!“ sagte er heiß, ganz ohne zu überlegen.„Ich, wenn du mich magst. Aber ich habe ja nichts und bin nichts!“ fügte er mutlos hinzu.„Was soll dir so ein armer Teufel wie ich? Da wäre ich dir ja nur eine Last.“ Sie prüfte ihn mit halb geschlossenen Augen. Hübsch war er und stark war er auch. Der würde ihr schon manchen vom Halse halten können. Daß er jetzt nichts hatte... Na, das konnte sich ja noch ändern. Lien Sing hatte so manche Arbeit für einen geschickten Menschen. Es lockte sie plötzlich, diesen Jungen zu bekommen. „Wart's nur ab“, sagte sie tröstend.„Manchmal kommt die Arbeit schneller, als man denkt. Hast du denn eigentlich eine Bleibe? Wo schläfst du denn?“ Ein paar Nächte hab' ich in einem kleinen Logis in Sankt Pauli geschlafen. Jetzt wird's mir aber zu teuer. Am Hafen findet man immer eine Gelegenheit, wo man im Trockenen übernachten kann. Und übrigens, ich habe in meinem ganzen Leben mehr draußen geschlasen als in einer Stube.“ Na, kannst ja heute nacht bei mir schlasen. Ich habe ein Zimmer und eine Kammer. Auf dem Sosa in der Kammer, da kannst du pennen.“ Er nickte. Ganz unbefangen waren seine Augen. Tilly merkte, er war wirklich noch in Kind. „Also schön, um zwei Uhr wird hier die Bude zugemacht, dann wartest du vor der Tür auf mich. Und nun müssen wir aber austrinken, sonst schimpft der Alte. „Welcher Alte?“ „Na, der Wirt.“ „Warum schimpft er denn?“ „Du bist zu dumm!“ sagte Tilly. Aber sie mußte über Akis kindliches Gesicht wirklich lachen.(Forts. folgt.) ROMAN voN KLOTHILDE VoN STEGMANN Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Verlag, Halle(Saale) 41 Nachdruck verboten. Na, denkst du denn, der hält sein Lokal bloß dazu, daß wir beide hier quasseln können? Mensch, wenn ich hier am Tisch sitze, beinah eine Stunde lang, und du machst keine Zeche, na, da kann ich ja morgen auch stempeln gehen. Laß man!“ sagte sie großmütig, als Aki erschrocken sein Portemonnaie herauszog und die Münzen auf den Tisch ausleeren wollte.„Bist ja nun mein Freund— nicht wahr. Kleiner? Da soll er dich nicht hochnehmen, der alte Gauner. Ich lasse anschreiben. Morgen verrechne ich es schon. Und nun wollen wir tanzen.“ Tie stand auf, drehte sich leicht in den Hüften. In dem engen schwarzseidenen Rock und der gelben Bluse zeichnete sich ihr junger Körper deutlich ab. „Ich kann nicht tanzen, wenigstens nicht so wie hier.“ „Na, wie kannst du denn tanzen?“ „Na, so, wie man in Rußland tanzt bei den Kosaken, bei den Tscherkessen, Tungusen und so.“ „Oh, fein!“ sagte Tilly.„Das mußt du mir beibringen. Du, da machen wir eine feine Nummer zusammen auf. Sollst mal sehen, da werden wir noch die erste Attraktion hier und verdienen viel Geld. Du, nun muß ich aber gehen. Sieh mal, da drüben winken sie schon immerfort. Wenn du jetzt nicht mit mir tanzen kannst— andere warten schon darauf.“ 4 „Ach, bleib’ doch: sagte er keise und griff nach ihrer Hand. Aber er ließ sie sofort wieder fallen, als Tilly ihm bestimmt erklärte: „Geht nicht! Ich bin hier engagiert. na, und sieh mar, wenn wir beide uns zusammentun wollen, da muß ich doch sehen, daß ich Geld zusammenkriege. Klar? Du kannst ja hier sitzenbleiben. Ich tanze immer an dir vorüber. Damit strich sie ihm noch einmal leicht über das Haar und ging mit ihren wiegenden Schritten der Tanzfläche zu. Das Lokal hatte sich inzwischen gefüllt: Matrosen, Hafenarbeiter, ein paar Fremde, die mit ängstlich neugierigen Augen dem Treiben in der Hafenkneipe zuschauten. Tanten M Tilly wurde meyrfach zum Tanzen ausgeforderl. Sie erfüllte ihre Pflicht, der sie sich nicht entziehen konnte und wollte. Aber immer, wenn sie an Aki vorbeitanzte, nickte sie ihm zärtlich zu. Dann ging eine heiße Welle des Glücks über das Gesicht des Jungen. Tilly tanzte jetzt viel zurückhaltender als sonst. Sie hielt sich von ihren Tänzern entfernt, reagierte nicht darauf, wenn einer oder der andere sie dicht an sich heranziehen wollte. Sie hatte das sichere Gefühl: der Junge da, der ihr mit den sehnsüchtig hungrigen Blicken nachstarrte, würde so etwas nicht verstehen. Den Stammgästen des Lokals entging Tillys verändertes Wesen nicht. Von manchen Tischen, wo ihre Kolleginnen mit den Gästen zusammensaßen, flogen spöttische Worte zu ihr herüber. „Na, Tilly, wie ist denn das heute mit dem Tunz hier oben Der Matrose mit dem gespaltenen Ohr schlug dröhnend auf den weißgescheuerten Tisch. Die Gläser klirrten. „Hopp!, Tilly!, mal hier rauf! Tanz' mal deinen berühsinten Gläsertanz hier oben.“ „Mach' ich nicht!“ sagte Tilly.„Ich habe Kopfschmerzen — und überhaupt will ich nicht. Kann ja die Lou tanzen oder die Frieda!“ Der Matrose mit dem gespaltenen Ohr machte eine wütende Gebärde. „Was heißt denn das hier: kann ja eine andere tanzen? Wenn ich eine andere haben will, dann sage ich's. Und wenn ich dich haben will, dann sage ich's auch! Was ist denn das hier für eine neue Mode, Lien Sing?!“ rief er zu der Theke hinüber.„Das Fräulein hier ist wohl zu fein? Hat's wohl nicht mehr nötig, daß die Gäste zufrieden sind.“ Lien Sing wollte gerade hinter seiner Theke hervorkommen, da öffnete sich die Tür. Drei Matrosen betraten das Lokal. Die Aufmerksamkeit wandte sich ihnen zu. Tilly benutzte die Gelegenheit, um flink wieder zu Akis Tisch hinüberzulaufen und sich neben ihn zu setzen. Die Matrosen hatten alle drei wohl schon ziemlich schwer geladen und wiesen eine erhebliche Schlagseite auf. Der Kurs ging gerade auf den Tisch zu, an dem Tilly mit Aki saß. „Hallo!, Tilly!“ begrüßten die Matrosen sie johlend. „Mädchen, wat hast du denn da für einen schnieken Kavalier? Wohl Ersatz für Malte?“ Tilly war blaß geworden. „Geh!" flüsterte sie.„Aber unauffällig! Sonst gibt es hier Krach. Die drei sind Raufbolde!“ Aki schaute sie erstannt an. „Warum sollten sie denn gerade mit mir anbinden? Ich habe doch nichts mit ihnen vorgehabt!?“ „Meinetwegen!— Eifersüchtig!“ „Ach so!“ Akis Gestalt straffte sich, während er mit einem raschen, taxierenden Blick die drei musterte.„Ich fürchte mich nicht!“ sagte er ruhig zu Tilly.„Laß sie man kommen! Ich will mich nur erst so setzen; daß ich rückenfrei bin!“ Damit wechselte er den Platz und setzte sich an Tillys andere Seite.„Und wenn es losgeht“, flüsterte er ihr noch zu,„so sieh zu, daß du möglichst weit weg bist, damit du nicht in Gefahr kommst.“ Die drei Matrosen waren inzwischen an den Tisch herangekommen. Der eine von ihnen machte eine übertrieben höfliche Verbeugung und fragte: „Gestatten der noble Herr, daß wir uns hier an den Tisch mit'ransetzen?" Gelächter erscholl von den benachbarten Tischen. Akis Stimme war fest und im ganzen Raum hörbar. „Hier kann sich jeder hersetzen, der sich anständig benimmt.“ „Soso!, mein Jüngelchen! Und wenn man sich nicht anständig benimmt— was passiert dann?“ „Das werden Sie ja dann schon merken!" „Na, da bin ich doch gespannt! Nu mach' mal ein bißchen Platz, mein Sohn! Ich möchte mir ein bißken mit Tilly unterhalten.“ 9 „Untersteh' dich!“ sagte akt scharf.„Reoen Tilly sitze ich und bleibe ich sitzen. Und wenn dir das nicht paßt, so kannst du dich ja wieder verziehen!“ Der Matrose sog die Luft durch seine Zähne. „Also aus der Ecke pfeift der Wind? Na, dann werd ick dir mal Mores lehren!" Er krempelte die Aermel hoch und nahm Boxerstellung ein. Alle Anwesenden hatten den Wortwechsel verfolgt. Nun erhoben sie sich von den Stühlen und drängten sich im Halbkreis um die Gegner. Auch Akt hatte sich erhoben und zunächst Tilly, die ihn bestürmte, dem Kampfe aus dem Wege zu gehen, ruhig und bestimmt aus dem Bereich des Kampffeldes gebracht. Die Spannung im Raum war aufs höchste gestiegen. Lien Sing, der herbeigeeilt war, um den Streit zu schlichten, wurde von dem hünenhaften Matrosen mit einer einzigen Armbewegung zur Seite geschoben. Aki stellte sich nun seinem Gegner. Seine Aussichten in dem bevorstehenden Kampfe schienen nicht groß zu sein. Es war klar: der andere war ihm an Körperkraft überlegen. Aber in Akis Zügen war nichts von Angst zu lesen, nicht einmal von Unruhe. Ruhig setzte er sich wieder auf seinen Stuhl, rief dem anderen zu: „Nun versuch' mal, du versoffenes Schwein, dich auf meinen Stuhl zu setzen!" „Habt ihr's gehört?“ sagte der andere.„Versoffenes Schwein hat er mir geschimpft. Dich werd' ich bei den Ohren wegziehen.“ Dann stürmte er mit erhobenen Fäusten auf Akt zu. Aki hatte kein Auge von ihm gelassen. Im Moment, als der andere anstürmte, duckte er sich zusammen, schnellte sich dann aus der sitzenden Stellung, mit dem Kopf voraus, auf den Angreifer, so daß er diesem mit voller Wucht seinen Kopf an den Bauch stieß. Der Raufbold fiel zu Boden, wälzte sich ein paar Sekunden stöhnend hin und her und stand dann wieder auf. Mit blutunterlaufenen Augen ging er zähneknirschend von neuem gegen Aki vor, der ihn diesmal stehend erwartete: „Du heimtückischer Hund!“ brüllte er ihn an.„Das will ich dir heimzahlen!“ Plötzlich blitzte ein Dolch in seiner Hand. Aki war ohne Waffe. „Na, dat geiht nich! Tu dat Messer weg, Fritze!“ rief einer hörbar. Aber der Matrose kehrte sich nicht daran. Ein paar Mädels schrien hysterisch auf. Akis Augen bohrten sich in die des Gegners. Er duckte sich zusammen wie ein Raubtier zum Sprung. Lauernd, nach einer Blöße spähend, kam der Matrose ihm näher. Plötzlich stieß er die mit dem Dolch bewaffnete Hand nach Akis Brust, während er ihm gleichzeitig mit der linken Hand an die Kehle zu fassen versuchte. Mit einer blitzschnellen Drehung war Aki dem Stoß ausgewichen. Im gleichen Augenblick hatte er des Matrosen rechtes Handgelenk mit beiden Händen eisern umspannt und nach außen gedreht. Gleichzeitig stemmte er seine Schulter mit voller Wucht von unten her gegen des Matrosen Oberarm. Man hörte ein Krachen und einen Schmerzensschrei des Matrosen. Darauf entfiel das Messer dessen Hand, und man sah den ausgerenkten Arm schlaff herunterhängen. Aki nahm mit raschen Griff den Dolch an sich und setzte sich auf seinen Stuhl, als ob nichts geschehen wäre. Er wandte seine Aufmerksamkeit ausschließlich den beiden Begleitern des Besiegten zu. Die kamen nebeneinander mit geduckten Köpfen heran. Offensichtlich wollten sie beide über Aki herfallen. Aber Lien Sing und eine Anzahl Matrosen drängten sich dazwischen, schoben sie von Aki ab. „Wollt ihr vielleicht noch die Polente hier haben, ihr Dussels?“ sagte einer der Matrosen.„Ruhe jetzt! Packt lieber den Michel auf. Der sieht auch aus, als könnte er für die nächsten Wochen keine Heuer mehr annehmen. Los doch!“ Der verletzte Matrose saß, stöhnend vor Schmerzen, noch am Boden. Jetzt erhob er sich mühsam und, auf seine Freunde gestützt, wankte er der Tür zu. Lien Sing watschelte zu dem Orchestrion, warf einen Groschen hinein. Ein Walzer ertönte „Nichts geschehen! Nichts geschehen, meine verehrten Herrschaften!“ sagte der Chinese grinsend. Bitte, nur wettertangen! 1 Bald ging der Betrieb weiter, als ware wirtlich nechls geschehen. Ali saß an seinem Platz. Mancher Blick voll Hochachtung traf ihn. Er hatte sich hier auf einmal eine Stellung geschaffen. Keinem fiel es mehr ein, gegen ihn oder Tilly etwas zu unternehmen. Stolz und glücklich saß Tilly neben Aki. „Du bist ein seiner Junge!“ sagte sie. Plötzlich umfaßte sie ihn und drückte ihm einen Kuß auf den Mund.„Du mußt bei mir bleiben, bist der Richtige für mich. Nun komm, wir wollen tanzen. Ich bring' es dir schon bei. Das ist viel leichter, als Holsten=Michel kaputt hauen.“ Aber Aki schien irgendwie unruhig geworden zu sein. „Nein, nein!“ sagte er hastig.„Ich will lieber gehen. Schließlich hetzen uns die Kerle, die weggegangen sind, doch noch die Polizei hierher. Nein, nein! Mit der will ich nichts zu tun haben. Ich werde nach Geschäftsschluß auf dich warten.“ Drittes Kapitel. Aki lebte nun schon wochenlang in Tillys Wohnung und genoß das Glück einer gewissen Geborgenheit, das er in seinem bisherigen harten Leben noch nie gekannt hatte. Von frühester Jugend an hart angefaßt, in stetem, scharfem Kampfe um die nackte Existenz, ja, selbst um das Leben, hatte er bisher das Leben eines schutzlosen Tieres geführt. Im Vergleich hierzu schien ihm sein jetziges Dasein anfangs als ein wahrhaft paradiesisches. Er hatte keine Sorgen mehr um das tägliche Brot und fühlte sich durch die Fürsorge Tillys beglückt. Allabendlich saß er in der„Glücklichen Insel“ in einem neuen Anzug, den ihm Tilly geschenkt hatte. Bei dem Wohlleben, das er führte, verschwand allmählich auch der harte Zug aus seinem Gesicht. Er lernte wieder lachen und zu Menschen freundlich sein. Innerlich schien er ganz verändert. Und äußerlich ebenfalls. Viele Mädels aus dem Viertel Sankt Pauli sandten ihm verlangende, aufmunternde Blicke entgegen. Tilly war sehr stolz auf ihn. Sie war ihm auch treu. Ihre früheren Verehrer mußten sich mit dieser Tatsache abfinden. Nach dem Kampfe, den er dem Holsten=Michel geliefert hatte, wollte niemand mit ihm anbinden. Auch Lien Sing war zufrieden. Tilly hatte ihm in Akt geradezu eine wertvolle Bereicherung seines Programms gebracht. Sie hatte mit ihm so halb im Scherz einmal eine Tanzprobe veranstaltet. Beglückt, daß er für all ihre Güte auch etwas für sie tun könnte, hatte er ihr bereitwilligst alles vorgetanzt, was er an Tänzen in Rußland gesehen und erlernt. Tilly hatte ihm aufmerksam zugesehen. Ihre Augen waren immer größer und größer geworden. Ihr Gesicht war rot vor Erregung. Als er einen russischen Bauerntanz beendete, wobei er, wie ein Kreisel auf die Erde niedergeduckt, um sich herumwirbelte, hatte sie begeistert in die Hände geklatscht. „Du, eine feine Sache ist das! Weißt du wus: Jetzt studieren wir uns ein paar Nummern ein. Du zeigst mir, wie die Frauen da drüben tanzen, und dann muß der gelbe Gauner uns ein paar Kostüme spendieren. Und dann geht's los. Aber das sage ich dir, berappen muß er ordentlich. Sonst türmen wir und gehen zur Konkurrenz.“ Aber Lien Sing hatte sehr schnell erkannt, daß mit diesen russischen Tänzen wirklich etwas zu verdienen war. Wenige Tage nach ihrer ersten Probe standen Tilly und Aki in feinen neuen Kostümen auf der kleinen Tanzfläche und ernteten starken Beifall. Sie waren nun zur Hauptprogrammnummer und ein starkes Anziehungsmittel geworden. Das Geschäft hob sich zusehends, und Lien Sing behandelte Tilly und ihren Freund mit steigender Hochachtung. Das genügte jedoch Tilly, die von einem starten Geschäftsgeist beseelt war, keinesfalls. Sie verlangte, daß sie und Aki mit festem Gehalt als Solotanzpaar engagiert würden, und setzte das auch durch. So lernte Aki zum ersten Male das Wohlleben einer behaglichen bürgerlichen Existenz und eines leichten Einkommens kennen. Das war aber nur der erste Schritt zum Erfolg! Das Tanzpaar Aki und Tilly gelangte zu einem gewissen Ansehen. Und eines Abends erschien in der„Glücklichen Insel“ ein Varietédirektor, der sich die Tänze ansah und danach den beiden ein verlockendes Angebot machte. Tilly griff mit beiden Händen zu und überredete auch Aki, mitzumachen. Es schmeichelte ihrem Ehrgeiz, Revuestar zu werden. Nun traten sie allabendlich im Varieté auf und fanden auch dort reichen Beifall. Bald erhielten sie auch neue Angebote zum Auftreten auf anderen Bühnen. Ihre Zukunft als Tanzpaar schien gesichere zu sein. Aber in dem Maße, in dem ihre Laufbahn äußerlich eine aufstrebende Kurve einhielt, wurde ihr inneres Verhältnis zueinander lockerer. Tillys Schönheit entfaltete sich unter den günstigen äußeren Umständen und bei der Pflege, die sie sich angedeihen lassen konnte, immer reizvoller. Verehrer strömten zu ihr, deren Huldigungen sich Tilly gern gefallen ließ. Auch Aki lernte natürlich in seinem neuen Beruf nicht wenig Frauen kennen, die es an mehr oder weniger deutlichen Angeboten nicht fehlen ließen. 4 11 Aber niemals kam ihm der Gedanke einer Untreue gegen Tilly. Was sollten ihm andere Frauen? Er hatte einen Menschen, der zu ihm gehörte und der ihm gehörte. Er hatte Geborgenheit und Glück. Nur eins bedrückte ihn: seine völlige Unbildung. Solange er nur um sein bißchen Brot kämpfen mußte, um den Hunger des Körpers 3 stillen, hatte er an anderes nicht denken können. Jetzt aber, nun er begann, in einer anderen Umgebung zu leben, nu die schlimmste Sorge von ihm genommen war, spürte er doch, wie das Nichtwissen eine Schranke war zwischen ihm und der#hrigon Welt(Fortsetzung folgt.)