ue ac air eumer uncher vieunch iehr un Bezugagens wöchenlich 6s Pfennig, Einzeluummer 19 Pig. Druck u. Leuag von C. Diats, Schwerte(Tuhe), totschaükeutem: Hortmund 2632 und Hauusom 31 4r4. Geschätsselle Geote Marihu. 3—9 Verantworlich für den Ame gante H. Lamer, Schwerte. Hernros A7ro Verbunden mit: Schwerter Tageblatt und Anzeiger Schwerter Volkczeitung Schwerter Volksblatt MS Westhofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Pshr Prüsschgtod umnder Ac- rien:. und amutliche Auseigen 8 pie., Lekone: w0 p). Iit luisen asgegdens Iusrote dernadun ui e. ecresceische beicichnner Vere. gerusen durch bödere Gewalten, üdernebmen vir keiner ei Gewäde sür pünktliches Erscheineg der Jeitung u. kann auch Aaspeuch anf Schodenersat oder Nachlieserung erboden werden Saoeblatt für die Stodt Schwerte und das Amt Kreisblatt für den nördlichen Teil des Landkreises Iserlohn Nr. 58 Schwerte(Ruhr), Freitag, den 9. März 1934 67. Jahrgang 1 Eröffnung der Ausomobil=Ausstellung in den Berliner Ausstellungshallen- Große Rede des Reichs. lanzlers= Gegen den Luxus des Kraftwagens- Stärtste Förderung der Moiorisierung des deutschen Berleie 9 In den Berliner Ausstellungshallen am Kaiserdamm eröffnete Donnerstag mittag Reichskanzler Adolf Hitler in Gegenwart der Reichsregierung und namhafter Vertreter der Wirtschaft, des diplomatischen Korps, die diesjährige Internationale Automobil= und Motorradausstellung Berlin 1934, auf der hauptsächlich deutsche Firmen mit ihren besten Erzeugnissen werben, um im kommenden Jahr Zehntausenden deutscher Volksgenossen Arbeit und Brot zu vermitteln. Punkt 11 Uhr ertönte, von der Adolf=Hitler= Leibstandartenkapelle gespielt, der Fanfarenmarsch. Adolf Hitler erschien in Begleitung der Reichsregierung im Ehrenraum. Unter den Anwesenden bemerkte man als Vertreter des Reichspräsidenten Staatssekretär Dr. Meißner, weiter waren erschienen die Reichsminister Freiherr von Neurath, Schwerin=Krosigk, Schmitt, Seldte, von Eltz=Rübenach. Göring, Dr. Goebbels. Heß, Röhm, mehrere Staatssekretäre, Vertreter der Reichswehr, der Reichsjugendführer Baldur von Schirach, der Führer der Motor=SA. und RSKK., Kronprinz Withelm in der Uniform der MotorSA., der Generaldirektor der Reichsbahn, der Generalinspekteur der Reichsautobahnen, der Reichsführer der SS., Himmler, Obergruppenführer Heines und Persönlichkeiten der Partei, der Wirtschaft und Industrie, die Botschafter von Frankreich, England und Italien, sowie der Gesandte von Oesterreich. Die Begrüßungsrede hielt der Präsident des Reichsverbandes der Deutschen Automobilindustrie, Geheimrat Dr. Allmers. Anschließend sprach Möglichkeit fehlte, die Aermsten auf das Niveau der Millionäre emporzuheben, versuchte sie dann aber wenigstens— prinzipienfest und dogmentreu— den Lebensstandard aller einheitlich nach der Tiefe zu drücken. Ein solches Ideal der Primitivität ist aber nicht nur kulturell gesehen ein Rückschritt, sondern auch in seiner wirtschaftlichen Auswirkung von katastrophalen Folgen für ein Volk, das wie das deutsche von Geburt aus zu Höherem bestimmt und für einen jahrtausendlangen Wirtschaftsprozeß dafür organisiert und eingerichtet ist. So war es möglich, daß in unserem Volke noch in einer Zeit der Besitz eines Kraftwagens als Luxus galt, da in Amerika auf jeden fünften Einwohner, Frauen und Kinder eingerechnet, bereits ein Automobil kam. Diese Mentalität aber hatte um so üblere Auswirkungen, als sich aus ihr heraus zwei Erscheinungen ergaben: Die deutsche Automobilindustrie war selbst angesteckt von der Auffassung des luxuriösen Charakters dieses neuen Verkehrsmittels und brachte dies in ihren Produktionsprogrammen konstruktiv und preismäßig mehr oder weniger unklug zum Ausdruck. Die deutschen Regierungen aber bemühten sich ihrerseits, durch Maßnahmen der Besteuerung sowohl als der behördlich geleiteten Verkehrspolitik, den marxistischen Grundsätzen diesem neuen Luxusartikel gegenüber eindringlich Geltung zu verschaffen. Diesen vereinten Bemühungen mußte es gelingen, die Ausbreitung und Entwicklung des neuen Verkehrsmittels— wenn auch langsam, so doch sicher— abzuwürgen. Wenn aber irgendwo, dann mußte gerade hier zum entschlossenen Angriff des neuen Regiments angesetzt werden. Hier mußte alles einem einzigen Befehl gehorchen: Helnwehr unter Beilfuß? Heimwehrführer Starhemberg wird Minister Reichskanzler Adolf Hüler Im Auftrage des Protektors der Deutschen Internationalen Automobilausstellung, des Herrn. Reichspräsidenten, übermittle ich dessen aufrichtige Glückwünsche zum heutigen Tage. Die deutsche Automobil= und Motorradindustrie hat im wesentlichen die Hoffnungen erfüllt, die auf sie gesetzt wurden. Als ich vor einem Jahre die Ehre hatte, die erste Automobilausstellung im neuen Reich zu eröffnen, befand sich die deutsche Wirtschaft auf einem Tiefpunkt, der das Schlimmste befürchten ließ. Dabei ergab eine eingehende Prüfung dieser Zustände und der Möglichkeit ihrer Behebung unter anderem folgende eigenartige Tatsache: Während das deutsche Volk früher in der Entwicklung des Verkehrs stets mit an der Spize marschierte, ist es in der Motorisierung des Verkehrs in einer zunächst einfach unverständlichen Weise zurückgeblieben. Das Verkehrsbedürfnis ist in Deutschland, in einem Land mit einer so ungeheuren Industrialisierung, mit mehr als 50 Großstädten, sicher nicht kleiner, sondern mindestens genau so groß wie in anderen Staaten. Die Gründe für diese eigenartige Erscheinung sind andere: 1. Hat die deutsche Automobilindustrie durch den Krieg jede nähere Berührung für die Dauer von fast einem halben Jahrzehnt mit den gleichen Industrien der übrigen Völker verloren. Dies ist für eine Produktion sehr schädlich, die erst im Aufbau begriffen, nur durch ununterbrochenes Messen mit der sie bedrohenden Konkurrenz im Flusse der Entwicklung bleibt. 2. Hat der furchtbare allgemeine wirtschaftliche Zusammenbruch der Nachkriegszeit auch an dieser Industrie seine verheerenden Einwirkungen ausgeübt. 3. Hat die politische Ideologie der seit dem Zusammenbruch sich mehr und mehr durchsetzenden warxistischen Ideenwelt einen leider mehr as erfolgreichen Kampf für ein möglichst primiAves Ausmaß der Bedürfnisse geführt. Da nun Theorie der Gleichheit zu allen Zeiten die Die seit einigen Tagen geführten Verhandlungen über die Umbildung des Kabinetts sollen, wie von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, jetzt im wesentlichen zum Abschluß gelangt sein. Es wird berichtet, daß bereits in den nächsten Tagen nach den bisher getroffenen Vereinbarungen der Obmann des Landbundes, der frühere Innenminister Bachinger, das Innenministerium übernimmt, das bisher vom Bundeskanzler verwaltet wurde. Die Heimwehr soll ferner geschlossen der Führung des Bundeskanzlers Dollfuß unterstellt werden, wobei der Bundesführer Starhemberg als Minister ohne Geschäftsbereich in das Kabinett eintreten soll. Das bisherige Bundeskommissariat für Propaganda soll nach deutschem Muster in ein ProDie Leibgarde des Herrn Frot pagandaministerium umgewandelt werden. Der bisherige Leiter dieses Bundessekretariats, Steidle, soll als Bundesminister und Leiter des Ministeriums in das Kabinett eintreten. Die jetzt in großen Zügen vereinbarte Umbildung soll, wie verlautet, kurz vor oder nach der Romreise des Bundeskanzlers vollzogen werden. In Wiener politischen Kreisen wird besonders bemerkt, daß der national eingestellte Landbund, der bisher der Regierung gegenüber eine abwartende Haltung einnahm, jetzt in die Regierung eintritt und die bisherigen Pläne einer Selbstauflösung des Landbundes eine andere Lösung gefunden haben. Zweifellos müsse diesen bisher noch nicht amtlich bestätigten Plänen eine weittragende innerpolitische Bedeutung beigemessen werden. Schafft Arbeit! Auf welchem Gebiet kann aber vernünftigen weise mehr Arbeit geschaffen werden als dort, wo man am rückständigsten ist? Man prüfe und ermesse doch einmal die Bedeutung eines Bestandes von 2½ bis 3 Millionen Kraftwagen in Deutschland für unsere gesamte Voltswirtschaft!, Kirsten GrhaltAbgesehen von der enormen direkten Arbeitso belebung durch den Bau von jährlich 200 000 bis 300 000 Kraftwagen würden auch die indirekten Folgen ganz außerordentlich sein. Ein wirksamer Export zum Beispiel wird überhaupt nur dann Nur noch zehn Meter von den Ueberlebenden entfernt Die Rettungsarbeiten auf Karsten-Centrum Das Oberbergamt Beuthen teilt Donnerstag mittag mit: Die Rettungsarbeiten auf der Karsten-Centrum=Grube sind planmäßig vorwärtsgeschritten. Von den Ueberlebenden, mit denen am Mittwoch abend eine Verbindung aufgenommen werden konnte, ist man noch etwa zehn Meter entfernt. Der schwerverletzt geborgene Bergmann seinen Verletzungen erlegen Wie die Leitung des Knappschaftslazaretts in Beuthen auf Anfrage mitteilt, ist der wenige Stunden nach dem Grubenunglück auf der Karsten=Centrum=Grube lebend geborgene Hauer Kubaty aus Miechowitz am Donnerstag nachmittag seinen Verletzungen erlegen. Die Todesursache ist hauptsächlich auf innere Verletzungen zurückzuführen. Frankreichs Innenminister wollte Aintoradirale=Gruppen=Erwufsten Die Pariser Februar-Unruhen vor dem Untersuchungsausschuß Vom parlamentarischen Ausschuß zur Unter=, suchung der Pariser Februar=Unruhen wurden der frühere Polizeipräfekt Chiappe und der frühere Ministerpräsident Chautemps vernommen. Chiappe verwahrte sich gegen die Unterstellung von links, daß die Pariser Polizei unter seiner Leitung nicht als staats= und verfassungstreu gelten konnte und daß er persönlich faschistischen Tendenzen huldige. Von Interesse an Chiappes Ausführungen ist seine seinerzeitige Aeußerung gegenüber dem Ministerpräsidenten Daladier, daß der spätere Innenminister Frot eine Art persönlicher Leibgarde bestehend aus abtrünnigen Sozialisten, ehemaligen Kommunisten und früheren Monarchisten zu bilden und für diesen Plan die Unterstützung des Führers der Croix de feu zu gewinnen versuchte. Er(Frot) habe auch Geldspenden von einem reichen Abgeordneten zur Bewaffnung gewisser linksextremistischen Gruppen erbeten. Die Versuche Frots seien mißlungen. Chiappe bestreitet die ihm zugeschriebene Aeußerung, daß er auf die Straße gehen würde, und behauptet, keine Begründung für seine Entlassung erhalten zu haben. Daladier und Frot hätten genau gewußt. daß er nicht für irgendwelche Abenteuer zu haben gewesen sei. Der frühere Ministerpräsident Chautemps erklärte auf Befragen, niemals vom Polizeipräfekten Chiappe oder von anderer Seite über angebliche Umtriebe des früheren Ministers Frot unterrichtet worden zu sein. Chautemps ließ durchblicken, daß er bereits früher an eine Amtsenthebung des Polizeipräfekten Chiappe. gedacht habe. Die republikanische Treue der Polizei habe er niemals in Zweifel gezogen. Auch glaube er nicht, daß den Kundgebungen umstürzlerische Absichten zugrunde gelegen hätten. Der frühere Polizeipräfekt Chiappe läßt zu einem Dementi Frots erklären, daß er seine unter Eid dem Untersuchungsrichter abgegebenen Erklärungen in allen Einzelheiten aufrechterhalte. möglich sein, wenn es uns gelingt, durch die Höhe des garantierten deutschen Binnenabsatzes Fabrikationsziffern zu erreichen, die unseren großen Werken die Möglichkeit geben, in der Preisgestaltung konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt aufzutreten. Denn die Frage des Exportes deutscher Kraftwagen ist für uns in erster Linie nicht ein Problem des technischen Könnens oder der Gediegenheit unserer Arbeit. Hier werden wir von niemand in der Welt geschlagen! Es ist aber klar, daß die enormen Produktionsziffern ausländischer Automobilfabriken eine andere Preisbildung ermöglichen, als dies bei unseren so bescheidenen Serien der Fall sein kann. Man bedenke weiter die ungeheure Befruchtung der zahlreichen Nebenindustrien durch eine solche Entwicklung. Angefangen von der Zubehörindustrie bis zum Bauhandwerk, das die neuen Garagen herstellt, nimmt fast lückenlos die ganze Wirtschaft irgendwie an dieser Entwicklung einen nützlichen Anteil. Es kann gar keinen Zweifel geben, daß in dieser Industrie heute eine ungeheure Möglichkeit für die Ueberwindung der Arbeitslosigkeit und damit der Rot für viele, viele Hunderttausende von deutschen Menschen liegt. Allein nicht nur aus dieser rein wirtschaftlichen Erwägung will der nationalsozialistische Staat die Motorisierung unseres Verkehrs mit allen Mitteln fördern. Solange das Automobil nur ein Verkehrsmittel besonders begüterter Kreise bleibt, wird es schwer sein, ihm seinen früher nun einmal angehängten klassenbetonenden und damit leider aber auch klassenspaltenden Charakter zu nehmen. Es ist aber ein bitteres Gefühl. von vornherein Millionen braver, fleißiger und tüchtiger Mitmenschen von der Benutzung eines Verkehrsinstrumentes ausM schlossen zu wissen, das gerade für diese in ren sonstigen Lebensmöglichkeiten beschränkteren Schichten nicht nur nützlich sein könnte, sondern ihnen vor allem auch an Sonn- und Feiertagen zur Quelle eines Bekannten freudigen Glückes würde. Die Behauptung, daß dies in Deutschland von vornherein unmöglich wäre, ist lächerlich. Wie lange ist es her, daß der primitivste deutsche Kleinwagen 4600 Mark kostete. 4600 Mark, für die man heute von einer ersten Firma eine wundervolle Sechszylinder=Limousine erhält. Nein, man muß den Mut haben, dieses Problem entschlossen und großzügig anzugreifen und zur Lösung zu bringen. Was in einem Jahre nicht gelingen kann, wird vielleicht in vier oder fünf Jahren gelungen sein und schon in zehn Jahren als selbstverständliche Tatjache hingenommen werden. Es ist daher der Wille der nationalsozialistischen Staatsführung, durch die Förderung des Automobilwesens nicht nur die Wirtschaft anzukurbeln und Hunderttausenden von Menschen Arbeit und Brot zu geben, sondern damit auch immer größeren Massen unseres Volkes die Gelegenheit zu bieten, dieses modernste Verkehrsmittel zu erwerben. Wenn die Regierung ihrerseits aber alles tut und tun wird, um diese Entwicklung zu fördern, dann zweifelt sie nicht daran, daß auch die deutsche Wirtschaft ihre Pflicht erfüllt und die ernstesten Anstrengungen macht zur Erreichung dieses Zieles. Die Regierung wird dem gesamten Kraftfahrwesen den großen Impuls geben, der nötig ist, um die allgemeinen Vorurteile einerseits und die Trägheit andererseits zu überwinden. Sie wird versuchen, die direkte und indirekte Abgabenentlastung des Kraftwagenbesitzers weiter fort zuführen. Das Reich wird neben dem Ausbau des gewaltigen Autobahnstraßennetzes nunmehr auch der Verbesserung der bisherigen Hauptstraßen entschlossen sein praktisches Interesse zuwenden. Die Reichsregierung wird der Entwicklung des Automobilsports die höchste irgendwie mögliche Förderung angedeihen lassen. Sie wird vor allem weiterfahren, dieses neueste Verkehrsmittel in eine enge Zweckverbindung zu bringen zur bisherigen großen Verkehrsinstitution, der Reichsbahn. Das Problem der nationalen Sicherung und Herstellung des Brennstoffes wird gelöst. Es gibt gar keinen klareren Beleg für die Wirksamkeit dieses unseres Handelns im letzten Jahr als die geradezu blitzschnell organisierte und so wunderbar gelungene Internationale Automobilausstellung des Jahres 1934 zu Berlin. Sie gibt vor allem mir selbst die unzerstörbare Zuversicht, daß es der kaufmännischen Geschicklichkeit unserer großen Werke. der Genialität unserer Techniker, sowie der wunderbaren Leistungsfähigkeit unserer deutschen Werks= und Präzisionsarbeiter ohne Zweifel gelingen wird, die vor uns liegenden weiteren großen Aufgaben zu lösen. Diese Aufgaben aber sind groß Denn: Wenn wir wirklich die Kraftwagenbesitzer in Deutschland in die Millionenzahl steigern wollen, dann kann dies nur gelingen, wenn wir seinen Preis anpassen dem finanziellen Leistungsniveau der hierfür in Frage kommenden Millionenmasse der Käufer. Wenn die deutsche Regierung wünscht, daß das deutsche Volk lebendigen Anteil am Kraftwagen nimmt, dann muß aber die Wirtschaft für das deutsche Volk auch den geeigneten Kraftwagen schaffen und bauen. Vor wenigen Monaten erst ist es der deutschen Industrie gelungen, durch die Fabrikation eines neuen Volksempfängers eine enorme Anzahl von Radicapparaten auf den Markt zu bringen und abzusetzen. Ich möchte es nun als die bedeutendste Aufgabe für die deutsche Kraftwagenindustrie hinstellen, immer mehr den Wagen zu konstruieren, der ihr zwangsläusig eine Millionenschicht neuer Käufer erschließt. Denn nur, wenn es uns gelingt, die breitest Masse für dieses neue Verkehrsmittel zu erobern, wird nicht nur der volkswirtschaftliche, sondern auch der soziale Nutzen ein unbestreitbarer sein. Was die deutsche Industrie in den hinter uns liegenden Jahren geleistet hat, ist bewunderungswürdig. Es gibt heute kein Land der Welt mit mehr Fortschritt in der Konstruktion neuer Automobile als Deutschland. Es ist bemerkenswert, daß diese Automobilschau nicht planmäßig vorbereitet wurde, sondern daß sie nur eine Stichprobe darstellt der Produktion unserer Industrie. Ich möchte aber diese Stunde auch nicht vorübergehen lassen, ohne erneut die Aufmerksamkeit eines jeden Deutschen hinzulenken auf die große Millionenzahl derer, die auch heute noch nicht durch eigene Arbeit das tägliche Brot gefunden haben. Es ist die Pflicht eines jeden Deutschen, sich mit diesen Volksgenossen solidarisch zu erklären und durch sein eigenes Handeln und Verhalten mitzuhelfen, neuen Arbeitern unieres Volkes der Stirn und der Faust Betätigung und damit die Existenzmöglichkeit zu geben. In einer Zeit, da wir alle keinen sehnlicheren Wunsch besitzen als in friedlicher Arbeit gemeinsam mit den anderen Nationen die Wunden der letzten Jahrzehnte zu heilen, sind wir glücklich, der ganzen Welt eine sichtbare Aufllärung zu geben über das Wesen der Probleme, die uns seute deschäftigen und einen Beweis über die Fähigkeit, mit der wir sie meistern. So erkläre ich denn mit stolzer Freude die Internationale Automobrlausstellung 1934 in Berlin hiermit für eröffnet! Erbeiterung der Dreimännerkonferenz in Romt Suirunpart=eder Maffenn=Plan Die wirtschaftliche und politische Neuordnung im Donauraum Nach einer Meldung des„Matin“ aus Rom soll der italienische Plan zur Förderung des österreichisch=ungarischen Wirtschaftslebens vorsehen, daß binnen kurzem mit den Ländern der Kleinen Entente Wirtschaftsabkommen abgeschlossen werden. Man denke an die Einführung einer kombinierten Bestimmung von Wirtschaftszöllen und Kontingentierungen, die auf Oesterreich, Ungarn und Italien sofort Anwendung finden wür. den. Italien scheine entschlossen zu sein, zur Unterstützung der beiden kleinen Staaten in Mitteleuropa eine große Aktion zu unternehmen. Es rechne damit; daß sein Beispiel der Solidarität Nachahmung finde und daß andere entsprechende Opfer bringen. Angesichts der engen Verflechtung, die Wirtschaft und Politik aller Staaten im Donauraume, ob sie nun der Kleinen Entente angehören oder Oesterreich, Ungarn und Bulgarien heißen, miteinander verbinden, kommt es kaum überraschend, wenn mit eigenen oder fremden Bestrebungen auf eine wirtschaftliche Neuordnung im Donauraum auch Bestrebungen auf eine rein politische Neuorientierung Hand in Hand laufen. Der vor einiger Zeit zustandegekommene Balkanpakt ist ohne Zweifel als ein Ansatz dafür anzusehen. Aber kaum war er abgeschlossen, da machten sich schon Bedenken geltend, die seine Zweckmäßigkeit in Zweifel zogen. Nun liegt ja allerdings der Fall hier so. daß der eigentliche Inspirator zu diesem Pakt der griechische Ministerpräsident Maximos einem Lande angehört dessen Interessen und Notwendigkeiten nicht unbedingt die gleichen sind, die von den Staatsmännern der Länder, die direkt zum Donauraum gehören, im Auge behalten werden müssen und das Zustandekommen des Balkanpaktes teilweise auf sehr harten Widerstand in Griechenland selbst gestoßen ist. Aber ähnliche Bedenken entstanden auch in Italien und in Frankreich, wofür der Mussolini=Plan zur wirtschaftsFäithare... su. Donauraum kas stbure Anzeichen ist. Beswegen bewegt wohl jetzt die Frage Balkanpakt oder Mussolini=Plan die politischen Gemüter der beteiligten Länder am schärfsten. Und überall ist festzustellen, daß dem Plane des italienischen Regierungschefs große Sympathien entgegengebracht werden. Das gilt insbesondere für Ungarn und Bulgarien, das gilt aber auch mit Einschränkung für die Tschechoslowakei. In dieser Verbindung ist es nun interessant, die Einstellung der Donauraum=Staaten nicht nur zu Italien, sondern vor allem zu Frankreich zu beobachten. Nicht weniger interessant ist auch die Haltung Frankreichs, wo ein deutliches. Abschwenken von der bisher verfolgten politischen Linie sich bemerkbar macht. Vor allem ist es Ungarn, daß die wirtschaftliche und politische Neuordnung im Donauraum auf eine Weise erfolgt, die sowohl in Italien wie auch in Frankreich gleichermaßen gutgeheißen wird. Die ungarische Presse z. B. gibt sich alle Mühe, Frankreich für ein Zusammengehen mit Italien in der Donauraumfrage zu gewinnen, und zwar unter dem Hinweis, daß die innerpolitischen Verhältnisse der Staaten der Kleinen Entente zurzeit nicht mehr eine geeignete Grundlage für die bisherige französische Politik im Donauraum abgeben. Wie weit das den Tatsachen entspricht, und ob das nicht eher auf ungarische Sonderwünsche zurückzuführen ist, ist allerdings eine offene Frage. Fest steht auf jeden Fall, daß Frankreichs gehorsamster Trabant der Kleinen Entente, die Tschechoslowakei, die Anbahnung gutnachbarlicher Beziehungen zu Ungarn nicht mehr in so schroffer Form ablehnt, wie das bisher so häufig geschah, und daß Gerüchte über Teilnahme Beneschs an der Dreimännerkonferenz in Rom in Umlauf sind. In wenigen Zeilen Der Reichswehrminister Blomberg und der Ches der Marineleitung. Admiral Raeder, statteten am Donnerstag Bremen einen Besuch ab. In einer Konferenz der Wirtschaftsminister der deutschen Länder wurde nach einer großen Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. Schmitt völlige Einmütigkeit über die deutsche Wirtschaftspolitik festgestellt. Die französische Regierung hat der britischen Regierung vorgeschlagen, die Handelsvertragsverhandlungen am 14. März in London zu beginnen. Wie die Zeitung„Arbeit und Staat“, das Organ der Fachschaft Reichspost im Deutschen Arbeiterverband der öffentlichen Betriebe mitteilt, werden durch das Gesetz zur Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung vom 27. Februar 1934. durch das auch verschiedene Oberpostdirektionen und Telegraphenzeugämter aufgehoben werden. Entlassungen bei der Reichspost nicht notwendig. Die Angehörigen dieser Behörden werden anderweitig untergebracht. Neuer Hochverratsprozeß in Kiel 20 kommunistische Angeklagte Am Donnerstagvormittag begann vor dem in Kiel tagenden Berliner Kammergericht der dritte große Kieler Hochverratsprozeß. Die Anklage beschuldigt den früheren Hauptkassierer der Kieler KPD., den Expedienten Wilhelm Gerlach, und weitere 19 ehemalige Kommunisten, bis zum 10. August 1933 Beitragsgelder für die verbotene kommunistische Partei eingesammelt zu haben. Gerlach wird weiter beschuldigt, an Funktionärbesprechungen teilgenommen und auch Material für die verbotene Druckschrift„Die Arbeiterwelt“ geliefert zu haben. Eagruns=Krehne=Hessnlung Frankreichs Widerstand gegen die englischen Abrüstungsvorschläge scheint unüberwindlich—„Daily Telegraph“ über die Schwierigkeiten der Abrustungstrage Mit dem Motorrad in eine SA.-Kolonne gefahren Auf der Berliner Straße in Neusalz a. d. Oder fuhr abends der Schiffseigner Tietze aus Kuiser mit seinem Motorrad in eine SA.=Kolonne, die nach hinten durch drei Fahrräder mit Katzenaugen gesichert war. Fünf SA.=Männer wurden schwer verletzt, doch besteht bei keinem deuensgefahr. Tietze erlitt einen schweren Schädelbruch. Er dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Schuld an dem Unglück hat Tietze, der auf einem geliehenen Motorrad fuhr, dessen Bremsen anders angeordnet waren als bei seinem eigenen. In einem Leitaufsatz zur Abrüstungsfrage schreibt„Daily Telegraph“, über den allgemeinen Inhalt der französischen Antwort bestehe kein Zweifel. Allgemein werde angenommen, daß sie die letzten schwachen Hoffnungen zerstören werde. daß die umgearbeiteten britischen Vorschläge die Grundlage für eine Abrüstungskonvention bilden könnten. Damit sei aber nicht unbedingt gesagt, daß jede Hoffnung auf eine Konvention aufgegeben werden müsse. Der Plan ließe sich auf der Grundlage der italienischen Vorschläge abändern. Trotzdem sei es nur allzu deutlich, wie gefährdet die Sache der Abrüstung sei. In Paris und in Berlin werde die Ueberzeugung immer stärker, daß es an der Zeit wäre daß die Regierungen ihr letztes Wort sprechen. Das Blatt fährt fort: Es ist ein offenes Geheimnis, daß Edens Besuch in Paris. Berlin und Rom zwar alles zustande gebracht habe, was erwartet wurde, aber nicht das, was ein paar Optimisten gehofft halten. Denn trotz seiner Ueberredungskunst hat er niemanden bekehrt. In Paris ganz besonders stieß er auf einen tief eingewurzelten und anscheinend unüberwindlichen Widerstand gegen den Hauptteil des britischen Planes, nämlich eine Aufrüstung Deutschlands innerhalb bestimmter Grenzen, die mit einer genau bezeichneten Verminderung der französischen Mannschafts= und Materialstärke Hand in Hand gehen sollte. Die Uneinigkeit in dieser Frage ist wichtig, aber sie wird noch verstärkt durch erneutes Beharren auf einer„Probefrist“, die für den deutschen Stolz unannehmbar ist, und auf einer schärferen Kontrolle der deutschen„halbmilitärischen“ Formationen, die auf ihre Unterdrückung hinauskommen würde. Ueberdies beharrt Frankreich unbedingt auf organisierte Kollektivsanktionen und dies ist eine Frage. die Großbritannien aufs engste berührt. Großbritannien hat bekanntlich Beratungen angeboten. Die Antwort Frankreichs lautet, es müsse von vornherein die Gewißheit haben, Großbritannten nicht nur am Beratungstisch, sondern auch im Feld an seiner Seite zu haben, falls die Konvention verletzt würde. Aber eine so ernste Bindung widerspricht durchaus der Stimmung der britischen Oeffentlichkeit, und die Anregung, die in manchen Kreisen gemacht worden ist, daß die Vereinigten Staaten vielleicht zu einer Teilnahme veranlaßt werden könnten, steht im phantastischen Gegensatz zur tatsächlichen Lage. In Wirklichkeit sind die Vereinigten Staaten noch niemals soweit davon entfernt gewesen, wie jetzt, sich zu irgendetwas zu verpflichten, was über die Entsendung eines Beobachters zu einer Konferenz hinausgeht. Großbritanniens unter dem Locarno=Pakt eingegangene Verpflichtungen bezeichnen die Grenze, bis zu der es gehen kann. Das Blatt erklärt, die von Frankreich gemachten Schwierigkeiten deshalb hervorgehoben zu haben, weil diese die ernstesten seien, und gibt dann der Ansicht Ausdruck, daß auch die deutschen Forderungen Schwierigkeiten für die Lösung der Abrüstungsfrage böten. Einige Hoffnung gewähre vielleicht der italienische Vorschlag, daß Frankreich nicht zur Abrüstung aufgefordert werden sollte, sondern zur Festsetzung seiner Rüstungen auf ihren gegenwärtigen Stand während einer Periode von beispielsweise sechs Jahren. Dieser Vorschlag sei näherer Erwägung wert. Zwei Vergleute durch niedergehendes Gestein getotet Auf dem Vitzthum=Schacht der Mansfeld AG. in Eisleben(Provinz Sachsen) wurden die Bergleute Johann Keiner aus Leimbach und Franz Schröder aus Groß=Orner am Mittwoch abend gegen 18,30 Uhr durch unvermutet niedergehendes Gestein verschüttet. Obwohl die Rettungsarbeiten sofort aufgenommen wurden, konnten die Verunglückten nur als Leichen geborgen werden. Beide waren verheiratet. Schröder hatte keine Kinder, während Keiner außer der Witwe drei unmündige Kinder hinterläßt. Prinz Sigvard ist verheiratet Die Eheschließung zwischen dem Prinzen von Schweden Sigvard und Frl. Patzek ist am Donnerstag in London vollzogen worden. Schon in den frühen Morgenstunden hatte sich vor dem Standesamt eine riesige Zuschauermenge eingefunden, die von einem starken Polizeiaufgebot kaum in Schranken gehalten werden konnte. Als das Brautpaar endlich erschien, wurden ihm begeisterte Huldigungen dargebracht. Ardeinzustans in Kunz Spaltten Die spanische Regierung hat mit Rücksicht auf den drohenden Generalstreik den verschärften Belagerungszustand über ganz Spanien verhängt. Der spanische Innenminister hat die Verhängung des verschärften Belagerungszustandes über das ganze Land der Presse gegenüber als eine ausgesprochene Vorsichtsmaßnahme erklärt, die in keiner Weise Beunruhigung erzeug dürfe. Die Regierung wolle damit nur automatisch diejenigen Mittel in die Hand beDue Tirnsthalefahrder Aonurtenten Die Arbeitsdienstleistung ist Voraussetzung für die HochschulImmatrikulation Das Amt für Arbeitsdienst der deutschen Studentenschaft veröffentlicht jetzt die Durchführungsbestimmungen zum Diensthalbjahr 1934. Die Arbeitsdienstpflicht für die Abiturienten, die Ostern 1934 die Schule verlassen und nach Erlangung der Hochschulreife studieren wollen, müssen in der Zeit vom 5. Mai bis 25. Oktober 1934 vier Monate Arbeitsdienst und sechs Wochen Geländesport leisten, für die Abiturientinnen ist eine Arbeitsdienstpflicht von 26 Wochen vorgesehen. Die Ableistung dieser Pflicht ist Voraussetzung für die Immatrikulation an einer deutschen Hochschule. Von der Arbeitsdienstpflicht ausgeschlossen sind Ausländer und Nichtarier. Von der Dienstpflicht befreit können werden, wer für das Diensthalbjahr als untauglich befunden wird, wer katholische Theologie zu studieren beabsichtigt und wer ein Studium beabsichtigt, dem eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit vorausgeht, in der er im Betriebe mit Arbeitern körperlich zusammen arbeitet und auch außerhalb der Arbeitszeit kameradschaftlich mit den Arbeitern zusammenlebt. Auslandsdeutsche Abiturienten können am Diensthalbjahr teilnehmen. Ein Zwang zur Ableistung darf bei ihnen nicht ausgeübt werden. kommen, die einen Generalstreik unmöglich machten. Die im Belagerungszustand enthaltene Pressezenfur solle nicht in Anwendung kommen. Man nimmt an, daß die sozialistischen Gewerkschaften sich, infolge dieser Regierungsmaßnahme auf die Durchführung der angekündigten Streiks beschränken werden. In Madrid wurden wieder zwei Bomben an Neubauten von streikenden Bauarbeitern zur Explosion gebracht, die größeren Sachschaden verursachten, aber kein Menschenleben kosteten. Ferner beschossen mehrere Streikende aus dem Hinterhalt einen Arbeitswilligen, der schwer verwundet wurde. Zwischen Navalmoral und Madrid stieß ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen, wobei mehrere Reisende und das Zugpersonal verletzt wurden. Der Führer der Katholischen Volksaktion, der stärksten Partei des Landtages, erklärte, er werde die neue Regierung stürzen, wenn diese bei dem erwarteten Streik der Drucker das Erscheinen der Madrider Zeitung„El Debatte“ nicht garantiere. Diese Zeitung hat ausschließlich lisch organisierte Arbeiter, die nicht gewillt sind, sich den Anordnungen des sozialistischen Volkshauses zu fügen, weshalb ihr Weitererscheinen technisch möglich ist. Die Regierung sieht abet darin eine Herausforderung für die übrige Arbeiterschaft, weshalb sie im Falle des Streiks der den anderen Zeitungen die„El Debatte“ am E scheinen verhindern will. Nr. 58(Zweites Blalt) „Schwerter=Henlung Freiige, 9. 9 3 00 Schwerte(Ruhr), Freitag den 9. März 1934 Cagesspruch Dat aolle Plätt! Et klinget nich so smöh un fniedig. et singet nich so söt un siedig, doch wat is dat? Et lütt so trü un lütt so däftig, et grint so still und lacht so kräftig, dut ole Plat! Wi6gest Vom Wetter Vorhersage für Freitag: Nach Nachtfrost ziemlich mild bei Winden südlicher Richtungen. Zunehmende Bewölkung. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Veränderliche Bewölkung und Temperatur, einzelne Schauer. : Hohes Alter. Am heutigen Tage feiert Frau Witwe Heidemann ihren 90. Geburtstag. Seit einigen Jahren wohnt sie im Kath. Krankenhaus. Sie ist noch immer froh und guter Dinge und nimmt an den Ereignissen der neuen Zeit regsten Anteil. Neben einem Sohn und zwei Töchtern werden 23 Enkel und 1 Urenkel zum 90. Geburtstag gratulieren.— Ebenso kann am heutigen Tage die Witwe Gustav Böringer, Hörder Straße, ihren 81. Geburtstag feiern. Auch wir gratulieren herzlich. Gottesdienst am ersten Schultag. Die Sitte, den ersten Schultag durch eine gottesdienstliche Feier festlich einzuleiten, ist schon vor dem Kriege in verschiedenen Teilen Deutschlands verbreitet gewesen. Kriegs= und Nachkriegszeit haben nicht überall vermocht, diesen Brauch zu zerstören. Besonders in Berlin und dem Freistaat Sachsen begegneten die Gottesdienste der Schulneulinge einem besonderen teresse. Im Durchschnitt beteiligten sich von den Kindern 75 Prozent. Gerade in Gemeinden mit vorwiegend„einfacher" Bevölkerung bewies die starke Anteilnahme auch der Erwachsenen, der Eltern, Paten, Verwandten der Schulneulinge, die Volkstümlichkeit der Schulanfängerandachten. In diesem Jahre wird der Versuch gemacht werden, dieser schönen kirchlichen Sitte auch in den bisher abseits stehenden Landesteilen stärkeren Eingang zu verschaffen. Die Reichskirchenregierung steht diesem von den evangelischen Elternbünden geförderten Plan freundlich gegenüber. Es ist zu hoffen, daß nach dem Vorbild des preußischen und des sächsischen Kultusministers, die besondere Verfügungen über „Gottesdienstliche Feiern beim Beginn des Schuljahres“ und über den„Besuch der Gottesdienste durch die Schulklassen" erlassen haben, die Behörden auch der übrigen Länder die Schulanfängerandachten fördern werden. : Bestellung eines Stellvertreters für die Fleischbeschauer. Durch Verfügung des Landrats in Iserlohn ist der Veterinärrat Dr. Holzapfel zum Stellvertreter der Fleischbeschauer im Kreise Iserlohn bestellt worden, für solche Fälle, in denen aus veterinärpolizeilichem Anlaß eine Untersuchung vor Tieren vorzunehmen ist. —. Landjahr für Volksschulkinder. Die Stadt Schwerte hat auf Grund des Runderlasses des Herrn Preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung vom 24. 1. 1934 für das Landjahr Volksschulkinder namhaft gemacht, die Ostern die Schule verlassen. Es kommen insgesamt in Frage 60 Schüler und 16 Schülerinnen. Die Schüler bilden Gruppen zu je 30 Knaben. Die Schülerinnen werden mit Kindern aus Menden und Hohenlimburg ebenfalls eine Gruppe bilden. Das Landjahr will junge Stadtkinder beiderlei Geschlechts aus allen Schichten der Bevölkerung nach Ablauf des 8. Schuljahres aus jenen Gebieten aufs Land holen, die infolge ihrer industriellen Lage und ihrer wirtschaftlichen Lage für die Entwicklung der deutschen Jugend besonders ungünstig erscheinen. In ländlicher Umgebung sollen diese Kinder während der Dauer von 9 Monaten in Gemeinschaftserziehung in Gruppen von je 30 Kindern untergebracht werden, und zwar in Heimen, die höchstens 3 Gruppen fassen. Hier findet eine theoretische und überwiegend praktische Schulung statt. Mißbräuchliche Anwendung von Amtsbezeichnungen der NSDAP. Amtlich wird mitgeteilt: Es hat sich neuerdings die Unsitte eingebürgert, daß alle möglichen Verbände sich der Bezeichnung Führer, Reichsleiter, Reichsleitung, Gauleiter Gauleitung, Kreisleiter, Kreisleitung für ihre Organe bedienen. Diese in der NSDAP. eingeführten Bezeichnungen müssen auch ihr allein vorbehalten bleiben. Die anderen Verbände werden hiermit darauf hingewiesen, ihre Organe anders zu benennen. Der Reichsminister des Innern hat an die Landesregierungen einen entsprechenden Runderlaß gerichtet. „Mutter und Kind“ zu übertragen. Innerhalb dieser neuen Hilfsaktion nimmt die Kinderlandverschickung einen breiten Raum ein. Durch die alleinige Betätigung der RSB. auf diesem Gebiete wird im Gegensatz zu früheren Jahren, wo alle möglichen Organisationen und Verbände ähnliche Maßnahmen durchführten, eine einheitliche Linie gewahrt, was im Sinne eines vollen Gelingens dieses großzügigen Werkes unbedingt erforderlich ist. Die NS=Volkswohlfahrt tritt heute an die begüterten Schichten der Bevölkerung mit der Bitte heran, Freistellen für erholungsbedüftige Kinder zu schaffen oder zur Verfügung zu stellen. Es sollen bedürftige Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr auf die Dauer von vier bis sechs Wochen auf diese Weise zur Erholung verschickt werden können. Geplant ist ein Austausch der in Frage kommenden Kinder zwischen verschiedenen Gauen. Berücksichtigt werden nur bedürftige, deutschstämmige Kinder und Jugendliche und auch nur solche, die nicht mit Infektionskrankheiten und sonstigen ernstlichen Erkrankungen behaftet sind. Die Mitarbeit aller Volksgenossen ist auch für das Gelingen dieses Werkes unseres Führers notwendig. Darum laßt diesen neuerlichen Opferappell nicht verklingen, ohne Euch die Frage vorgelegt zu haben:„Was kann ich zur erfolgreichen Durchführung dieser neuen Hilfsaktion beisteuern? Die hiesige Ortsgruppe der NS.=Volkswohlfahrt nimmt jederzeit Meldungen von Freistellen entgegen. Auwar! Nationalsozialisten! Volksgenossen! Deutsche Jugend! Parteitag in 1 Zukunft auch städtische StammieAufruf für„Mutter und Kind“ Der Kampf gegen Hunger und Kälte ist nun bald vorüber. In monatelangem hat die NS=Volkswohlfahrt bewiesen, daß sie der ihr vom Führer gestellten großen Aufgabe vollauf gewachsen war. Es war daher naheliegend, der NSV. auch die Durchführung des neuen Hilfswerks Der Führer hat auf dem Purkellag in Nürnberg gesagt:„Dieser neue Staat wird der Pflege des Kulturellen eine ganz andere Aufmerksamkeit schenken als der alte.“ Ihr alle wißt, welch große Bedeutung der Volkskanzler Adolf Hitler gerade dem Theater beimißt, daß er es in die vorderste Reihe im Kampf um die Wiedereroberung der deutschen Seele gestellt hat. Es ist also Eure Pflicht, treue Gefolgschaft denen zu leisten, welche das deutsche Nationaltheater— seit mehr als 100 Jahren erstrebt, aber nie erreicht— aufbauen wollen. In ihm sollen Dichter, Schauspieler und das Publikum eine wirkliche Gemeinschaft bilden, welche das uns zu treuen Händen überkommene Kulturgut der Altvorderen ehrt und behütet und Wegbereiterin zu einer glücklicheren heldischen Zukunft ist. Am dieses Ziel zu ereichen, hat der stellvertretende Führer Rudol Heß am 11. April 1933 angeordnet, daß der Reichsverband„Deutsche Bühne“ fortab die einzige anerkannte Organisation für alle Theaterbesucher ist. Ihr haben sich alle bisherigen Besuchergemeinschaften gliedern. Es werden deshalb in Jurunft auch Rudtische Stammieten nur noch durch die„Deutsche ühne“ erfolgen können. Damit dem Landesleiter dieser Organisation in Westfalen für seine verantwortungsvolle und schwere Aufgabe die erforderliche Hilfe wird, haben sich die Unterzeichneten zu einem Kuratorium der„Deutschen Bühne“ in unserer Provinz zusammengeschlos“ sen und richten an alle Volksgenossen den dringenden Appell: Das deutsche Theater ist Eure ureigenste Angelegenheit! Schützt und fördert es mit allen Kräften! Wir erwarten von allen staatlichen, kommunalen und Parteiinstanzen, daß sie sich den Aufgaben der„Deutschen Bühne“ restlos zur Verfügung stellen. In jeder, auch der kleinsten Gemeinde, sind Ortsgruppen bezw. Stützpunkte der „Deutschen Bühne“ ins Leben zu rufen, damit die Volksgemeinschaft erfaßt und für die Idee des deutschen Nationaltheaters gewonnen werden kann. Schurrinder=heisen ihren Fagenehererrgei. Jeden Monat nur 1 Pfennig als Opfergabe. Ueber 2000 Jugendherbergen stehen im deutschen Vaterlande eingerichtet für die wandernde deutsche Jugend. 2000 Jugendherbeigen, mehr oder weniger gut ausgestattet, willkommene Unterkunftsstätten für Gruppen und Klassen, für Jungvolk, Hitler=Jugend und BdM. Weit über 4 Millionen Uebernachtungen wurden 1933 gezählt. Was aber nicht gezählt werden kann, ist der Gewinn der wandernden mähnlichen und weiblichen Jugend Deutschlands an Gesundheit und Körperkraft, an Lebenslust und Frohsinn, an Einfachheit und Kameradschaftlichkeit, an Heimatsinn und Vaterlandsliebe. Diese große Wirkung des Jugendwanderns und seine Schrittmacher, der Jugendherbergen, wird leider noch vielfach unterschätzt. Ebenfalls wird noch der Zustand mancher Jugendherbergen unterschätzt. Auch im Gau Westfalen ist noch sehr viel zu schaffen, wenn alles ordnungsgemäß sein soll, obwohl sonst der Gau in Bezug auf Anlage und Einrichkung der Jugendherbergen mit an der Spitze im Reiche steht. Endlich ist an höherer Stelle anerkannt worden, daß die Jugendherbergen einer laufenden Unterstützung durch freiwillige Helfer bedürfen— und diese Helfer sollen gerechterweise ihre kleinen Benutzer sein, nämlich die Schulkinder selbst. Es ist ein bedeutsamer Abschnitt in der Entwicklung des Jugendherbergswesens, daß jetzt der Preußtsche Kultusminister einen Erlaß über den Schulpfennig herausgebracht hat, den jeder Schüler monatlich für das Jugendherbergswerk beisteuern und es dadurch mit erhalten und ausbauen soll. Der Opfergedanke wird dadurch stärkstens zum Ausdruck gebracht; die Schulkinder fühlen sich nunmehr umso enger gnis ihren Jugendherbergen verbunden. Wenn dann noch eine straffe Durchführung der verbindlichen Schulwandertage angeordnet wird, dann wird die deutsche Jugend erst den vollen Segen von der gemeinnützigen Einrichtung des Jugendherbergswerks haben. Der urlaß hat folgenden Wortlaut: Durch die verdienstvolle Arbeit des Jugendherbergsverbandes ist Deutschland heute mit einem Netz von über 2000 Unterkunftsstätten für junge Menschen überzogen. Für die Erhaltung und den Ausbau der Jugendherbergen wird der Jugendherbergsverband weiter Sorge tragen. Auch Staat und Gemeinden werden im Rahmen des Möglichen diesem wichtigen Werk für die Erziehung und Ertüchtigung der Jugend ihre Unterstützung nicht versagen. Der Segen dieser Arbeit für die Jugend aber noch erhöht werden, wenn die Jugend selbst aus eigener Verantwortung heraus ihr Scherflein dazu beiträgt, zumal die Schüler und Schülerinnen aller Schulen die größte Benutzerzahl der Jugendherbergen s ist daher in allen Schulen eine monatliche Pfennigsammlung einzuführen, rückwirkend ab 1. Januar 1934. Für die Kinder mittelloser wird nach aufklärenden Worten des Lehrers sicher gern ein Kind verdienender Eltern den Beitrag übernehmen. Die Schule zahlt diie Beiträge vierteljährlich auf das Konto des zuständigen Gaues im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen. Die Durchführung des Schulpfennigs für die Provinz Westfalen liegt in Händen des Gaues Westfalen im Reichsverbanp, gig, Degt, sche Jugendherbergen, Iserlohn, Wanngr. 31. (Postscheckkonto nur für den Schulpfennig: Dortmund 5800). Pielum, Bochun; Oberbürgermeister Jre sar gz, Fgrgerz, Fürgermeiser Keller, Nagel, Münster; Gebietsführer der H. J. Gebiet Westfalen, Loewer, Münster. Bekenntnisse zu Bach (Dur Aufsg; Pach ant I.- Märs igsslizn von 3. Sebastian Bach ist für mich Anfang und Ende aller Musik; auf ihm ruht und fußt jeder Fortschrittl„Bachischgdgirz,#eict 1 wahre urgerverkannt sein konnte, ist die größte Blamage für die„kritische Weisheit" des 18. und 19. Jahrhunderts.(Max Reger.) * Johann Sebastian Bach ist das größte mustkalische Wunder aller Zeiten. Ein Menschenleben reicht nicht aus, um seine Größe und Tiefe ganz zu erfassen. Er ist der geniale Schöpfer und Vollender jenes musikalischen Ausdrucks, und seine unbegreifliche Beherrschung der musikalischen„Kunst“ ist bis jept„Werreige, gelehe * Bach ist das Heil und die Kraft aller Musik. (Hermann Abendroth.) * Aber wie sie ihn zu seinen Lebzeiten ihn eigentlich fast nur als unübertrefflichen Organisten kannten, so denkt ihr nur an den Kantor. Ihr denkt nicht daran daß er der Freund eines musikfrohen Fürsten, daß er Kapellmeister, daß er vor allem auch Musiker im Hause war. Kantor!— Enge Kirchenwände. Schulstaub. Der Katholik denkt an den Protestanten, der Protestant denkt an den Bekenner starrster Ortbodoxie. Hat er nicht die gewaltige Messe geschaffen? Sind seine Gesänge nicht von einer Inbrunst der Gottesliebe, daß sie ein mystisches Sich=inGott=versenken bedeuten? Da hören die Schranken auf! Da ist das unbegrenzte Gebiet der Religiosität. So treu und fromm Bach seinem protestantischen Glauben anhing, für die konfessionellen Händel, für die dogmatischen Streitereien, unter denen damals Deutschland so sehr litt, hatte er keinen Sinn. Ihm lebten nur die positiven Kräfte des Religiösen. Eben darum wollte er von den Pietisten nichts wissen. Zur Verinnerlichung des religiösen Lebens, zur Befreiung vom Buchstaben brauchte er keine Sekte. Ihre Unfreudigkeit dem Leben gegenüber aber mußte ihn geradem abstoben, arl Stor4. * Aus der Bewegung RSBO. Deutsche Arbeitsfront. Am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. März 1934 findet um 7 Uhr bezw. um 6 Uhr abends(Kasseneröffnung jeweils eine Stunde vorher) die Aufführung der Operette „Winzelliesel“ im„Reiche des Wassers" durch die Deutsche Arbeitsfront statt. Es ist hier jedem Gelegenheit geboten, sich bei dem volkstümlichen Eintrittspreis von RM. 0.25 einige inhaltsreiche Stunden zu verschaffen. Ein Besuch kann daher jedem Theaterfreund nur empfohlen werden. Heil Hitler! Der Oetsgruppenbetriebswart. gez. Weinkauf. Schluß des redaktionellen Teils. Vereins= u. Verbandsnachrichten Vaterl. Frauenverein. Der nächste Arbeitsnachmittag des Vaterl. Frauenvereinz. Fahet am nächsten Dienstag, Sternberg statt. Für reichlich Arbeit ist gesorgt. Die Vorsitzende wird wichtige Mitteilungen über den bestimmten Fortbestand des Vaterl. Frauenvereins machen. Zur unterhaltung wird etwas Schönes vorgelesen werden. Auch sollen einine neue Lieder aus unserem Liederbmy eingeülbt werden. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Sius Uesrelobssserr Späte Sühne Frankfurt a. M. Das Schöffengericht verhandelte gegen den Arbeiter Joseph Schürg aus Bendorf, der in Sicherheitsverwahrung genommen werden sollte. Der Angeklagte hatte in früheren Jahren zahlreiche Fahrraddiebstähle begangen und wurde als rückfälliger Dieb bestraft. Ehedem Kommunist, ging er zu den Separatisten über und machte sich im Jahre 1923 eines politischen Verbrechens schuldig, deren Drahtzieher ein gewisser Linder gewesen ist. Damals wurde in Traben=Trarbach ein Weingutsbesitzer auf Befehl des später zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilten Linders von dem Angeklagten Schürg erschossen. Als Schürg nach Verbüßung der wegen dieses Verbrechens gegen ihn verhängten Zuchthausstrafe von sechs Jahren wieder in Freiheit kam, mußte er später wieder wegen Sittlichkeitsverbrechens bestraft werden. Das Gericht ordnete nach eingehender Verhandlung Sicherungsverwahrung an, da nach allem der Angeklagte als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher anzusprechen sei. Die 1923 begangene Tat sei so schwer, daß sie schon altein einen Drang zu Roheitsdelikten offenbare, der auch bei den Sittlichkeitsverbrechen zum Ausdruck kam. Eröffnung der Luftschutzschule Koblenz Koblenz. In Anwesenheit zahlreicher Behördenvertreter, Vertreter der Organisationen und Verbände und der Gauleitung fand hier die feierliche Eröffnung der Luftschutzschule Koblenz statt. Oberregierungsrat Apel, der Führer der hiesigen Ortsgruppe des Deutschen Luftschutzbundes, gab einen Ueberblick über den zivilen Luftschutz und machte davon Mitteilung, daß die hiesige Ortsgruppe, die der Landesgruppe RheinlandSüd mit dem Sitz in Frankfurt am Main unterstellt sei, die Bezirksgruppe 7 bilde, der 56 Ortsgruppen angeschlossen seien. Der Leiter der hiesigen Luftschutzschule Dr. Meth verbreitete sich eingehend über die Grundlagen, Ziele und Mittel des zivilen Luftschutzes. Hindenburg Ehrenbürger der Kreisstadt Prüm(Eifel) Prüm(Eifel). Die Stadtverwaltung von Prüm ließ am Dienstag in Berlin durch den Geschäftsführer des Deutschen Gemeindetages dem Reichspräsidenten von Hindenburg den Ehrenbürgerbrief überreichen. Reichspräsident von Hindenburg zeigte sich außerordentlich erfreut über die Ehrung einer Stadt, in der er früher häufig als junger Generalstabsoffizier bei Inspektionsreisen in das Gebiet an der Grenze geweilt habe. Er beauftragte die Abordnung, der Stadt Prüm seinen herzlichen Dank für die ihm zuteilgewordene Ehrung aussprechen zu wollen. Stärkere Verbreitung der Schafzucht in der Eifel Aus der Eifel. Die Schafzucht war in der Eifel in der Nachkriegszeit in starkem Maße zurückgegangen. Nachdem diese rückläufige Entwicklung bereits vor einigen Jahren aufgehört hatte und sich hier und da bereits neue Ansätze zu ihrer Wiederbelebung bemerkbar machten, gewinnt die Schafzucht in der jüngsten Zeit in der gesamten Eifel immer mehr an Boden. Die Ursache dieser Aufwärtsentwicklung dürfte im wesentlichen in dem Umstande zu erblicken sein, daß die Nachfrage nach heimischer Wolle erheblich stärker geworden ist. Vom volkswirtschaftlichen Standpunkte aus und auch mit Rücksicht auf die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Eifelbauerntums kann man die Hebung der Schafzucht nur begrüßen. Danzig Vollwerk des Deutschtums in Sstenl Staatsrat Forster(Danzig) vor der Rhein-Ruhr-Angestelitenschaft Riesenkundgebung in den Essener Husstellungshallen Essen. Der Gauleiter der NSDAP. Danzig und Führer der Deutschen Angestelltenschaft, Staatsrat Albert Forster, sprach in einer Riesenkundgebung der Angestelltenschaft des Bezirks Niederrhein=Westfalen vor etwa 20000 Menschen, die mit Sonderzügen und Autobussen aus dem ganzen Rhein=Ruhr=Gebiet herbeigeeilt waren. Staatsrat Forster nahm in seiner vielfach von lebhaftem Beifall unterbrochenen Rede Gelegenheit, den Volksgenossen im Westen des Reiches die Lage des deutschen Danzig näherzubringen, das urdeutsch seit 1000 Jahren, abgetrennt vom Mutterland, Bollwerk des Deutschtums im Osten sei. Seitdem die Nationalsozialisten auch in Danzig die Regierung übernommen haben, habe sich die politische, wirtschaftliche und kulturelle Lage Danzigs wesentlich gebessert. Zunächst sei es notwendig gewesen, die ewigen Streit= und Gefahrenpunkte zwischen Polen und Danzig zu beseitigen. Neue Wege seien da beschritten worden. Die Nationalsozialisten hätten den Standpunkt vertreten, daß es möglich sein müsse, zwischen zwei politisch und wirtschaftlich durch Verträge verbundene Staaten bestehende Streitigkeiten auf dem Wege direkter Verhandlungen aus der Welt zu schaffen. Man könne feststellen, daß sich dieser Weg schon heute zum Vorteil beider Staaten dewährt habe. Staatsrat Forster schilderte die eigenartige Stellung Danzigs, das zwar den Ramen„Freistaat“ trage, aber der Bevormundung des Völkerbundes unterliege. Wenn auch heute noch in Danzig nach wie vor durch die vom Völkerbund bestimmte Verfassung die Parteien beständen, so sei doch die Bevölkerung Danzigs erfaßt und beherrscht von dem Geist des Nationalsozialismus. Das urdeutsche Danzig mit seiner zu 96 Prozent deutschen Bevölkerung. werde den Glauben an die Zukunft nicht verlieren, denn es weiß, daß zu ihm und hinter ihm das übrige Deutschland steht. und an einer Halsseite, worauf er selbst in Rich tung Mauenheim die Flucht ergriff. Warum immer noch Pariser Modelle? Aachen. Wie das Hauptzollamt Auslandsverkehr mitteilt, wurde in der Nacht im Nordexpreß Paris—Berlin ein Berliner Kaufmann mit seiner Angestellten beim Schmuggel gefaßt. Beide hatten in Paris erhebliche Mengen an Kieidung und Hüten eingekauft, die als Muster und Modelle für Berliner Kleiderfabriken dienen sollten. Der Kaufmann versuchte, diese Waren als getragene Sachen für seine Angestellte zu deklarieren. Es handelt sich um einen Zollbetrag von Forster sprach dann ausführlich über die Auf= etwa 1000 RM. Beide haben eine strenge Beaben und Ziele der Deutschen Arbeitsfront. Am strafung zu erwarten. gabez und Ziele der Deutschen wichtigsten sei eine Organisation der Wirtschaft, die der nationalsozialistischen Weltanschauung entspreche. Die neue Organisation sei in der alle arbeitenden Menschen umfassenden Arbeitsfront gefunden. Notwendig war die Zusammenfassung aller schaffenden Menschen und die Ausgleichung aller naturgemäß bestehenden Unterschiede und Gegensätze, wodurch es unmöglich gemacht werde, daß sich wie ehedem eine Kluft von Haß und Neid, von Klassenkampf und Profitgier auftue. Der Redner erinnerte an das Wort des Führers, daß der Betrieb die Keimzelle allen wirtschaftlichen Lebens sei. Vom Betrieb aus, so sagte Staatsrat Forster weiter, müsse die ganze Organisation in Angriff genommen werden. Die Hauptaufgaben der Betriebsgruppen seien sozialpolitischer Natur, wie z. B. durch Regelung von Tarif=, Urlaubsfragen usw., zum zweiten wirtschaftspolitischer Art durch Förderung des Betriebes und der Wirtschaft. Neben der selbstverständlichen nationalsozialistischen Erziehungsarbeit sei es ferner Aufgabe der Berufsgruppen, für die berufliche Schulung und Fortbildung zu sorgen. Denn auf die Dauer gesehen, könne sich Deutschland am Weltmarkt nur halten, wenn es höchste. Qualitätsarbeit leiste und liefere. Diese. Aufgabe müsse und werde gelöst werden, in dem Glauben, daß das deutsche Volk, das die Welt vor dem Kommunismus bewahrt habe, eine besondere Mission in der Welt zu erfüllen habe. Lebhafter Beifall folgte den Worten des Redners, der anschließend noch in einer Parallel= kundgebung der Angestellten sprach. Beratungsstelle in Ercgesundhenefragen Ein umiangreiches Arbeitsgebiet für die öffentliche Gesundheitspflege Köln. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln verständlich, daß vollstes Stillschweigen sowohl hat nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 mit Beginn dieses Jahres eine Beratungsstelle in Erbgesundheitsfragen eingerichtet, die unter Leitung eines psychiatrisch vorgebildeten Stadtarztes steht. Die Stelle bezweckt, alle innerhalb der Gesundheitsverwaltung bekannt gewordenen oder bekannt werdenden Fälle von Erbkrankheiten zusammenzufassen und sie nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten durchzuarbeiten. Ohne die jedem Arzt nach dem Gesetz zustehenden Befugnisse zu beeinträchtigen, soll in erster Linie diese Zusammenfassung zur Aufstellung einer Erbgesundheitskartei der Kölner Bevölkerung beitragen. Wenn die Voraussetzungen des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses erfüllt sind, wird mit dem zuständigen Arzt innerhalb der Gesundheitsverwaltung über jeden einzelnen Fall Rücksprache genommen und gegebenenfalls die Anzeige an den zuständigen Kreisarzt eingereicht. Viele Ermittlungen liegen bereits in den verschiedenen Fürsorgestellen vor, weitere werden in den zahlreichen nach rassehygienischen Gesichtspunkten stattfindenden Sprechstunden gewonnen. Es ist hierbei in jeder Beziehung selbstEin radiker Ehemunn Mißglückter Revolveranschlag als Verzweiflungstat seiner Frau— Das Honzentrationslager winkt Trier. Hier versuchte eine Frau aus der Krahnenstraße ihren Mann, der sie des öfteren mißhandelt und gegen den sie die Scheidung beantragt hatte, mit einem Revolver zu erschießen. Sie konnte jedoch von herbeieilenden Nachbarn an ihrem Vorhaben gehindert werden. Dacauf lief die verzweifelte Frau zur Mosel, um sich in den Fluß zu stürzen. Sie wurde aber von Polizeibeamten eingeholt und zur Wache geführt. Bei ihrer Vernehmung entrollte sich das erschütternde Lebensbild einer gequälten Frau, deren Mann überaus leichtlebig war und innerhalb eines Jahres etwa 5000 RM. Erbschaft verjubelt hatte. Als das Geld aufgebraucht war, verlangte der Mann von seiner Frau, die sich kümmerlich mit Näharbeiten durchs Leben schlug, immer wieder Geld und mißhandelte sie, wenn er keins erhielt. Am Montag hatte die Frau die Ehescheidung durch inen Rechtsanwalt beim Gericht beantragt, und war nach Salmrohr(Kreis Wittlich) gefahren, um dort einen Geldbetrag auf der Spar= und Darlehnskasse abzuheben. In Salmrohr mußte sie erfahren, daß der Mann in der Zwischenzeit die Summe— etwa 1000 Mark— ebenfalls abgehoben und innerhalb weniger Tage durchgebracht hatte. In ihrer Verzweiflung fuhr die Frau am Dienstag nach Trier, und es kam zu einem Auftritt in der Wohnung, als der Mann versuchte, die letzten Möbelstücke herauszuschaffen, um auch diese zu versilbern. In der Aufregung griff dann die Frau zum Revolver. Da sich bei der polizeilichen Vernehmung herausstellte, daß der rabiate Ehemann trotz des ererbten Vermögens auch Wohlfahrtsunterstützung bezog und dadurch sich des Betruges schuldig machte, wird ein Verfahren gegen ihn eröffnet werden. Er soll in ein Konzentrationslager übergeführt werden. von den Aerzten als auch von allen Hilfspersonen gewahrt und zugesichert wird, soweit es dem genannten Gesetz nicht entgegensteht. Ein umfangreiches Arbeitsgebiet hat sich damit der öffentlichen Gesundheitspflege eröffnet, das unter Anwendung aller wissenschaftlichen Hilfsmittel(Vorgeschichte, Untersuchungsbefund, Begutachtung usw.) durchgeführt wird. Erinnerungen an den Soscheigen Kles Vor 300 Jahren wurde die Diezer Brücke gesprengt Diez a. d. Lahn. Am 4. März waren es 300 Jahre, daß durch schwedische Truppen die Lahnbrücke in Diez gesprengt wurde. Diese Erinnerung führt zurück in die Schrecknisse des dreißigjährigen Krieges, der in den Jahren von 1630—1634 dauernde Kämpfe um die Lahnübergänge zwischen Schweden und Spaniern brachte. 1632 sollte die Brücke schon einmal in die Luft fliegen; doch konnte damals noch einmal das Schicksal gewendet werden. 1634 erfüllte es sich dann doch. Nur war die Sprengung unvollkommen ausgeführt. Ein Teil der Pfeiler hatte sich nur umgelegt, und man benutzte sie später als Fundamente für eine neue Brücke, die aus Holz errichtet wurde und äußerst malerisch war. 1864 ersetzte die herzoglich nassauische Regierung das Holz durch Eisen, und diese Brücke ist heute noch, trotz des gewaltig gewachsenen Verkehrs, im Gebrauch. Ihre Fundamente, die umliegenden Pfeiler der alten Brücke von vor 1634 aber erinnern jeden Beschauer heute noch an den 30jährigen Krieg. Jetzt ist geplant, die alte Brücke durch eine neue zu ersetzen. Die Pläne dafür sind fertig, doch ist die Frage der Finanzierung noch nicht geklärt. Diese neue Brücke soll etwa 100 Meter unterhalb der alten errichtet werden, so daß diese erhalten bleibt. Raubversuch auf einen Auto-Droschkenfahrer aufgeklärt Köln. Der in der Nacht zum 5. Februar 1929 zwischen Köln=Nippes und Longerich ausgeführte Raubversuch auf einen Auto=Droschkenfahrer hat jetzt seine Aufklärung gefunden. Als Täter wurde ein 33jähriger Arbeiter aus Köln=Nippes festgenommen und in das Gefängnis eingeliefert. Der Verhaftete ist geständig, unter Androhung des Gebrauchs von der Schußwaffe von dem Lenker der Kraft=Droschke die Hergabe des Geldes verlangt zu haben. Durch einen Schuß verletzte er dann auch den Fahrer an dessen Hand Führerkorps der SA.=Eruppe Rieder. rhein sammelt für Düsseldorf. Im Rahmen des Winterhilfswerks führt das Führerkorps der SA=Gruppe Niederrhein am Sonnabend, dem 10. und Sonntag, dem 11. März 1934, eine große Sammelaktion durch. Diese Sammlung wird ausgeführt von sämtlichen SA=Führern der SA=Gruppe Niederrhein, vom Truppführer aufwärts bis einschließlich Gruppenführer, und zwar: am Sonnabend, dem 10. März, von 15 bis 20 Uhr, und am Sonntag, dem 11. März, von 11 bis 13.30 Uhr und von 17 bis 20 Uhr. Der Stab der Gruppe sammelt in Duisburg, Düsseldorf, Köln und Bonn. Die Führer der Brigade 71(Köln), 72(Wuppertal), 73(Essen), 76(Aachen), 171(Bonn), 272(Krefeld) sowie die Stäbe dieser Brigaden sammeln an ihren Standorten. Der Stab der Brigade 74 sammelt in Duisburg. Die Standarten= und Sturmbannstäbe sammeln ebenfalls an ihren Standorten bezw. die Sturmbannstäbe in ihrem gesamten Bereich. Sämtliche Musikzüge der Gruppen haben am Sonnabend, in der Zeit von 18 bis 19 Uhr; und am Sonntag, in der Zeit von 11,30 bis 13 Uhr, an ihren Standorten Standkonzerte zu geben. Um die Unterbringung der Abiturienten im Handwerk Düsseldorf. Die Handwerkskammer Düsseldorf hat dem Präsidenten des Landesarbeitsamtes bis jetzt 75 Lehrstellen im Handwerk mitteilen können, die sich für die Unterbringung von Abiturienten eignen. Man wende sich dieserhalb an die örtlichen Arbeitsämter. Zur Mordsache Krickhaus in haan(nyld.) 1000 Mark Belohnung für die Ermittlung des Mittäters Müller Wuppertal. Der Oberstaatsanwalt in Wuppertal hat eine Bekanntmachung erlassen, wonach auf die Ergreifung des flüchtigen Mittäters in der Mordsache des Gastwirts Hermann Krickhaus in Haan, des Fabrikarbeiters Willi Müller, geboren am 23. April 1903 in Solingen, eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt ist. Der Betrag von 1000 Mark wird unter Ausschluß des Rechtsweges als Belohnung ausschließlich Personen aus der Bevölkerung zugesichert, durch deren Mitwirkung oder Angaben es gelingt, die Mörder ihrer Bestrafung zuzuführen. Mitteilungen nehmen jederzeit entgegen: Der Oberstaatsanwalt in Wuppertal=Elberfeld, die Landes=Kriminalpolizeistelle WuppertalElberfeld, sowie alle anderen Polizeibehörden. Glätte verursacht schweren Verkehrsunfall Bocholt. Ein holländischer Lieferwagen geriet auf der regennassen Chaussee ins Schleudern und stieß dabei mit dem Wagen des Lederhändlers Meiering aus Wesel zusammen. Der Mitfahrer Meierings, der Möbelhändler Hübner aus Wesel, wurde durch den Zusammenprall gegen die Windschutzscheibe und dann aus dem Wagen geschleudert und überfahren. Auf dem Wege zum Krankenhaus erlag er seinen schweren Verletzungen. Während der Führer des Lieferwagens unverletzt davonkam, erlitt Meiering leichte Schnittwunden an der Hand. Rückgang der Wohlfahrtserwerbslosenzahl im Regierungsbezirk Arnsberg Arnsberg. Die Regierungspressestelle teilt mit: Die Zahl der von den Arbeitsämtern anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen ist im Monat Januar d. J. erheblich gesunken. Es wurden am 31. 1. 1934 insgesamt 90.065 Wohlfahrtsgrrghe lose gezählt. Am 31. 12. 1933 betrug die a### noch 116116. Der Rückgang an Wohlfahrtserwerbslosen beträgt somit im Januar d. J. 18 051 oder rund 15.5 Prozent. Am 3. 1. wurden 165514 Wohlfahrtserwerbslose gezählt. Gegenüber diesem Stande ist am Ende Zostig 1934 ein Rückgang an Wohlfahrtserwerbs### von 67 449 oder rd. 40,7 Prozent zu zeichnen. Schützenkönig erschieft Schützenkönigin und sich selbst Geseke(Kr. Lippstadt). Der 25jährige S##g Heinrich des Bauern Mues in Westereiden aus Eifersucht der 20jährigen Tochter des Vor stehers Wineke auf dem Hofe ihres Vaters en Kugel in den Kopf. Dann brachte sich der Täter einen Schuß in die Schläfe bei Beide waren fort tot. Der Täter wurde im vercangenen Schützenkönig; die Erschossene war Schütze königin. Tagerint für dis Untter Westhofen und Ergste Westhosen, 9. März. uf jeischer Sput verfolgt. Abends 8 und 9 Uhr wurde einem hiesigen eiyg gge se.7 Fahrrad, das er Sni#e Minuten am Bahnhof abgestellt hatte, gestohlen. Die Vermutung, daß ein dort vorbeigekommener Wanderbursche der Täte: sein könne, erwies sich richtig. Mit einem Kollegen nahm der Bestehlene auf einem Motorrade die Verfolgung 1f. An der Grenze zwischen Wandhofen und Schwerte wurden zwei junge Männer eingeholt, von denen einer das gestohlene Fahrrad führte. Der Bursche ließ das Fahrrad auf der Straße liegen. Leider konnten beide in der Dunkelheit querfeldein entkommen. Wer über Fahrraddieb nähere Angaben machen kann, wolle die Polizeibehörde benachrichtigen. Westhofen, 9. März. Bestandene Prüfung. An der Höheren Technischen Staatslehranstalt für Maschinenwesen und Elektrotechnik bestand Herbert Kraus aus Westhofen die Werkmeister=Abschlußprüfung mit gutem Erfolge. Villigst, 8. März. Neuer Ortsbauernführer. Nachdem der bisherige Ortbauernführer Cottfried Hörelmann im benachbarten Ereste wegen Krankheit sein Amt als Ortslarerrführer niederlegen mußte, ist durch den Kreislevernführer Fritz Hidding der Bauer Böhmer. In den Höfen bei Ergste, ale Ortsbauernführer bestimmt worden. Sphurg, 9. März. 14 Tage Gefängnis für eine Schwarzfahrt. In der Sylvesternacht hatte ein 19 jähriger Handlungsgehilfe F. W. in Hagen einen Personenkraftwagen von einer Parkstelle entwendet und damit gemeinsam mit einigen Freunden eine Sprittour nach Hohensyburg unternommen. Auf dieser Fahr fuhr man gegen einen Baum. Auch war der Brennstoff alle geworden. Da ließ die Gesellschaft den Wagen einfach stehen. Die Silvesterfahrt brachte den jungen Mann jetzt auf die Anklagebank, und zwar wegen unbefugter Benutzung eines Kraftfahrzeugs, wegen Diebstahls an Brennstoff und wegen Fahrens ohne Führerschein. Das Urteil lautete auf 14 Tage Gefängnis. * Ergste, 9. März. Wegen Unterschlägung zu acht Monaten Gesängnis verurteilt. Vor dem Schöffengericht Hagen hatte sich die Büroangestellte Ehefrau Sch. aus Ergste wegen Unterschlagung zu verantworten. Die Angeklagte war seit dem Jahre 1917 auf einem größeren Rechtsanwaltsbüro in Hagen beschäftigt. Seit 1928 wurde sie mit der Führung der Kasse betraut und bezog ein Monatsgehalt bis 240 Mark. Die Anklage legte ihr zur Last, von 1931 bis Januar 1934 2650 Mark unterschlagen zu haben. Im Laufe der Verhandlung ergab sich aber, daß durch verschiedene in letzter Zeit angestellte Stichproben nachzuweisen war, daß die Angeklagte schon gleich bei der Kassenübergabe im Jahre 1928 mit den Unterschlagungen begonnen hat. Bisher ist festgestellt worden, daß die unterschlagenen Beträge über 6000 Mark ausmachen. Die gesamte Schädigung soll sich nach Aussage deGeschädigten aber auf mindestens 10000 Mark belausen, da bereits die 6000 Mark bei oberflächlicher Nachprüfung festgestellt worden seien. Die Angeklagte habe volles Vertrauen genossen und nie sei man auf den Gedanken gekommen, daß sie unehrlich sei. Im Januar wurde ein Fehlbetrag von 10 Mark festgestellt, worauf man ihr die Veruntreuung auf den Kopf zusagte. Trotzdem nahm sie weiter Geld aus der Kasse. Am 5. Februar wurde sie in Untersuchungshast genommen. Als Entschuldigung führte sie vor dem Gericht an, daß ihr Ehemann arbeitslos und immer kränklich gewesen sei. Infolge der Krankheit habe sie größere Ausgaben gehabt, die sie mit ihrem Gehalt nicht habe decken können. Vom Vorsitzenden wurde ihr aber bedeutet, daß Millionen Volksgenossen mit viel geringerem Einkommen, ja mit kärglichen Wohlfahrtsunterstützungen auskommen müßten. Das Urteil des Gerichts lautete auf acht Monate Gefängnis. Die Angeklagte nahm das Urteil an. Ergste, 9. März. Aufklärungsfilm. Der am Sonntag, dem 11. März, abends 8 Uhr, im Saale Stenz zu Ergste zur Aufführung gelangende Film„Ringende Menschen, die Tragödie einer Familie“ behandelt nicht nur Fragen der Erbgesundheitslehre, sondern verschafft zugleich tiefe Einblicke in die so außerordentlich wertvolle und vielseitige Arbeit der Anstalt Bethel b. Bielefeld. Er gilt als der beste Bethel=Film und sei darum allen Ergster Einwohnern besonders herzlich empfohlen. Vor unseren Augen wird sich die Tragödie einer Familie abspielen und wir werden Antwort bekommen auf so manche Fragen, die die neue Zeit an uns stellt. Der Film ist so gehalten, daß auch Schüler an der Veranstaltung teilnehmen können. Das Programm, das zum Eintritt berechtigt, kostet 0.20 Mk.(für Erwerbslose und Schüler an der Abendkasse 0,10 Mr.). Der Saal wird um 19 Uhr geöffnet werden. Holzwickede. Ein gutes Sammelergebnis hat in den Gemeinden Holzwickede, Hengsen und Opherdicke der letzte Eintopfsonntag gebracht. Es sind 1 226,58 RM. eingekommen, das ist der Höchstbetrag in diesem Winterhilfsjahr. Eine Gegenüberstellung der einzelnen Sammelergebnisse ist sicherlich recht interessant. Die Sammlung im Oktober brachte 1223,33 RM., im November 921,60 RM., im Dezember 1023,85 RM., im Januar 1036,50 RM., im Februar 1133,90 RM. und jetzt im März 1 226,58 RM. Lürnen, Spiel, Sperl Schwarz=Weiß Holzen Schwarz=Weiß Holzen 1.— Westhofen 1. 2:1(0:0). Die Westhofener erlebten auf eigenem Platze eine Enttäuschung. Dieses ist für die Holzener ein besonderer Erfolg, da sie während des ganzen Spiels nur mit zehn Mann spielten. Gleich im Anfang kommt ein flottes Beide Hüter bekommen reichlich Arbeit, aber keiner Partei ist es vergönnt, einen Erfolg zu erzielen. Bis zum Wechsel ist das Spiel für beide Mannschaften ausgeglichen. Kurz nach Veratungen des Hausbescher für Rheinluns und Westfaten Der Verband Rheinischer Haus= und Grundbesitzervereine e. V. Köln hielt im Hotel„Germania“ in Düsseldorf eine außerordentliche Verbandstagung ab, auf der die vom Zentralrerband deutscher Haus= und Grundbesitzervereine e. V. Berlin vorgeschriebenen neuen Satzungen, die das Führerprinzip zur Celtung bringen, einstimmig angenommen wurden. Anschließend wurde im Raymen einer Tagung. des Kommunalpolitischen Ausschusses der Haus= und Grundbesitzerorganisationen für den Regierungsbezirk Düsseldorf ein Vortrag über die neue Gemeindeverfassung gehalten. Das Gesetz vom 15. Dezember 1933 bringt endlich wieder die Grundsätze der Sellstrerwaltung, wie sie Freiherr vom Stein vorschwebten, zur Geltung. Im nationalsozialistischen Staate hat jedoch die Selbstverwaltung der Eemeinden nur dann eine Existenzberechtigung, wenn sie sich für die Ziele des Staates einsetzt, während in den vergangenen Jahren unter der Herrschaft mancher Oberbürgermeister gerade eine gegenteilige Einstellung wahrgenommen werden mußte. Das Gemeindeverfassungsgesetz führt auch auf dem Gebiete des Kommunglrecht das Führerprinzip durch. Der Leiter der Gemeinde hat selbständig zu bestimmen. Die Gemeinderäte und Beiräte stehen ihm lediglich als beratendem Gremium zur Seite. Aus der größten Handlungsfreiheit ergibt sich auch eine größere Verantwortung, die eine zivilrechtliche Haftung bei Aufnahme von Anleihen, Fortsetzung von Abgaben, Durchführung von Grundstücksgeschäften usw. in sich schließt: Nach dem Gemeindefinanzgesetz hat der Leiter der Gemeinde die Wirtschaftlichkeit seiner Unternehmungen und die Leistungsfähigkeit seiner Bürger zu prüfen,— alles Postulate, die der Hausbesitz als größter Steuerzahler nur wärmstens unterstreichen kann. Im Anschluß wurde von den Führern der Hausbesitzerorganisationen mit Genugtuung die Mitteilung zur Kenntnis genommen, daß der Präsident des Zentralverbandes, Obersturmbannführer Tribius, die Einrichtung eines besonderen Dezernats für den Neuhausbesitz beim Zentralverband angeordnet hat und gleichzeitig den örtlichen Vereinen den Auftrag gab, besondere Dezernenten für diese Spezialfragen zu ernennen. Dadurch ist die Voraussetzung geschaffen, den gesamten Alt= und Neuhausbesitz in einer Organisation straff zu erfassen. Wiederanstoß macht ein im Strafraum Hand. Holzen bekommt einen Elfmeter zugesprochen, der aber verschossen wird. In der 20. Minute können die Holzener durch ihren Linksaußen in Führung gehen. Die Freude war nicht von langer Dauer, denn der Gastgeber kann durch Elfmeter ausgleichozz, ne Schwarz=Weißen können dann eine Vienen##unde vor Schluß das siegbringende Tor schießen. Die Westhosener, von den Zuschauern angesenert, drängen nun mächtig, aber alles scheitert an der guten Hintermannschaft der Holzener. Zu erwähnen sei noch, daß beide Mannschaften mit je drei Ersatzleuten antreten mußten. Reichsbahn 2.— Holzen 2. wurde von Holzen abgesagt, da mehrere Spieler verhindert waren. Ergste Lehrm.— Holzen Lehrm. 2:2. Beide Mannschaften trennten sich mit einem gerechten Unentschieden. Ring 7 des Lenne=Folme=Kreises Um eine möglichst nutzbringende Arbeit in den Kreisen der Deutschen Turnerschaft zu ermöglichen, sind diese neuerdings in Vereinsringe unterteilt. Zum Ring 7(Schwerte und Umgegend) sind folgende Vereine zusammengeo. Th. Berchum, 2. Tv. Drüpplingsen, 3. T. u. Spp. Ergste, 4. Tv. Grüne Eiche Bürenbruch, 5 Tv. Westfalia Garenfeld, 6. T. u. Spp. Holzen=Schwerte, 7. TB. Leckingsen, 7.=Turnerschaft Schwerte, 9. Reichsbahn Schwerte, 10. T. u. Spp. Westfalia Villigst, 11. Turngem. Westhofen, 12. Schwimmv. Schwerte, 13. osdn S=iagfäihrer des Ringes 7 Hetur., Kreisgeschäftsführer Elhaus den Vereinsjuhlet der Tom. Westhofen, Karl Beyer, Tur, Feinge männerturnwart den Turnbruder Grundmann, Schwerte und zur Ringfrauenturnwartin die Turnschwester Käthe Steinberg. Schwerte ernannt und bestätigt. Am Sonntag morgen wird die erste Vorturnerstunde des neugebildeten Ringes 7 stattfil den. Die Vorturnerstunde beginnt um 9 Uhr für die Turnerinnen im Reiche des Wassers und für die Turner in der Turnhalle des RealEs werden die nebungen des Landesizen; festes in Minden geturnt, schon aus blesem Grunde ist es Pflicht jeder Turnschwester und stunde teilzunehmen. Pressewart. Iserlohns Oberbürgermeister Protektor der Trainingsgemeinschaft Iserlohn. erfreulicher Weise hat sich Iserlohns hat sich bereiterlärt, das Protektorat überadie nunmehr bestätigte. TrainingsgemeinschafKreis Iserlohn“ zu übernehmen. In einer großen Kundgebung werden Dr. Damrau un Dr. Krause, Lüdenscheid, alle Aktiven feierlich rschen Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke. Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Tertteil: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte=R. D.=A. II. 34. 1755. — Genuß ohne Gefahr 518. Vvonnes Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann 20. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Daß paßt insofern schlecht, Yvonne, als ich übermorgen früh mit dem ersten Zuge dienstlich nach Brandenburg fahren muß. Wenn ich da so spät heimkomme und schon um fünf Uhr, also früh, von meiner Wohnung aufbrechen muß—“ „Aber das ist doch ein wunderbares Zusammentreffen, Cheri! Bleib doch dann die Nacht einfach im Hotel International. Vielleicht wäre es auch für mich praktisch, schon damit du in deiner Ritterlichkeit dich nicht gezwungen fühlst, mich heimzubringen! Ich habe überdies um zehn Uhr schon wieder eine geschäftliche Verabredung im International. Venn ich gleich an Ort und Stelle bin, kann ich wenigstens ordentlich ausschlafen, denn früh ausstehen, das überlasse ich gern den deutschen Frauen. Und wenn du den Abend in meiner Nähe bist, Cheri, dann—“ Sie sah ihn mit leidenschaftlichen Augen an. Ein heißes Gefühl der Leidenschaft durchkann den Mann; aber gleich darauf meldete sich ein peinliches Empfinden, dessen er nicht schnell Herr werden konnte. Das geheime Versprechen, daß Yvonne ihm da gemacht bo andere Frauen auch so handeln würden, wenn sie liebten? *„* Irene hatte am nächsten Tage Doktor Milter angerusen. Der hatte geraten:„Lassen Sie in Ihren Beobachtung nicht nach, Fräulein von Merten. Es ist ja möglich, daß wir uns unnötige Sorgen um Seeburg machen. Ich bin mit meinen Ermittlungen nicht weitergekommen. Aber irgend etwag ter, und so ist zu viel Vorsicht besser als zu Irene war in ihrer Sorge um Seeburg etwas erleichtert, wenn sie mit Doktor Miller gesprochen hatte. Nun konnte sie an ihre eigenen Angelegenheiten denken. Sie hatte von der Beta=Film=Gesellschaft auf ihre schriftliche Bewerbung den Auftrag bekommen, sich bei dem Personalchef vorzustellen. Es wurde eine Privatsekretärin gesucht. Wenn die Stellung und das Gehalt einigermaßen annehmbar waren, würde sie den Posten übernehmen. Sie konnte und wollte nicht länger untätig zu Hause sitzen. Sie mußte Arbeit haben, mußte sich von ihren Gedanken befreien, die ununterbrochen um Seeburg kreisten. Der bärbeißige Türhüter wollte Irene zustäckst nicht hereinlassen, ehe er den Zwei ihres Kommens wußte. Erst als Irene ihm den Brief, in dem ihr Besuch erbeten wurde, zeigte, gab er den Eingang frei. Er tat es, als er allein zu bestimmen hätte, wer das Gebäude betreten dürfe, als ob er damit eine Gnade gewähre. Der Personalchef, Herr Ritzow, der Irene empsing, machte einen guten Eindruck. Er hatte tadellose Formen und schien ein angenehmer Mensch zu sein. Irene hatte die Empfindung, daß auch sie einen günstigen Eindruck mache. Nach eingehender Prüfung sagte Herr Ritzow, der in seinem ganzen Wesen den ehe„Wir wären bereit, Fräulein von Ihnen den Posten zu übertragen. Ein Probemonat ist bei uns Grundsatz. Das ist allerdings mehr eine Formalität. Wir müssen uns vor allem auf Sie verlassen können, daß über Bayrischen Cesandtschaft, die recht gute Auskunft erteilt hat, das als eine Selbstverständlichkeit gewöhnt. Es ist möglich, daß man von der Konkurrenz versuchen wird, Sie auszuhorchen. Das ist in unserer Branche leider nichts Außergewöhnliches. Da müssen Sie natürlich auf der Hut sein. Und auch der Presse gegenüber ist Diskretion geboten. Sie haben ja wohl kaum Fühlung dahin. Auf eins muß ich Sie noch aufmerksam machen, ehe Sie sich binden: Der Ton hier unterscheidet sich leider zu seinem Nachteil in manchem von dem, den Sie von Ihrer letzten Tätigkeit her gewöhnt sind. Er ist— sagen wir— etwas ungenierter. Aber Sie machen mir ganz den Eindruck, Fräulein von Merten, als ob Sie es verständen, jemand in die Schranken zurückzuweisen, wenn der Versuch gemacht würde, diese zu überschreiten. Herrn Direktor Friedrich selbst ist dieser Ton verhaßt, aber sonst— wir können nicht nur auf gute Formen sehen. Sie könnten in dieser Hinsicht bei Direktor Friedrich und mir natürlich auf jede. Unterstützung rechnen. Also wollen Sie morgen antworten? Wir bieten Ihnen dreihundertfünfzig Mark; davon geht natürlich Ihr Anteil an den Soziallasten ab.“ Freudestrahlend fuhr Irene nach Hause und teilte der Mutter und Berta keit mit. Die Freude der Frau von Merten war groß. Auch Berta strahlte über das ganze saltige Gesicht. „Wie schön, Fräulein Irene! Ihnen ist das gar nicht gut bekommen, das Zuhausesitzen. Sie sehen schon ganz blaß aus. Aber mit Fräulein Dumont wird das jetzt eine schöne Geschichte geben, wenn Sie aus dem Hause sind. Die hat mir in ihrem Französisch wieder allerhand vorerzählt. Ich sag' jetzt bloß immer „Bon.“ Dann ist sie entweder zufrieden, oder sie fängt an, noch schneller zu sprechen.. Die macht sich noch mal'nen Knoten in die Zunge. Nachher ist die gnädige Frau gekommen, und da hat sich herausgestellt, daß Fräulein Duweil sie auf einen Tag verreist. Ich kann mir nicht helfen— wenn ein anderer mal auf einen Tag wegfährt, dann redet er nicht so vel. 949116 Elftes Kupire.. Seeburg hatte sich im Amt zwingen müssen, sein Pensum gewissenhaft zu erledigen. Immer wieder mußte er an Yvonne denken und an den kommenden Abend. Noch nie waren die Stunden so geschlichen wie jetzt! Einmal ertappte er sich dabei, daß ihm mitten in der Bearbeitung eines Aktenstücks eine Szene aus seiner Primanerzeit plötzlich einfiel. Es war vor dem ersten Rendezvous mit seiner Tanzstundendame gewesen. Die kleine Breesen war seine erklärte Flamme. Das gehörte damals zur Tanzstunde. Und genau die gleiche Spannung, das leichte Herzklopfen und die gleiche Erwartung, mit etwas Schuldgesühl gemischt, wie jetzt hatte er damals empfunden! Schuldgefühl? Der Gedanke blieb bei ihm haften. Wem gegenüber? Er war doch frei und unabhängig. Warum sah er plötzlich das blasse Gesicht Irene von Mertens vor sich? Was hatte er eigentlich mit Irene zu schaffen? Sie ging ihn doch nichts an und hatte ihm doch deutlich genug gezeigt, daß er auch ihr gleichgültig war. Unwillig griff Seeburg nach den Akten und murmelte halblaut vor sich hin:„Wenn du so weiter trödelst, mein Junge, wirst du nicht zur Zeit im Esplanade sein. Also, nun Schluß mit der Grübelei— und an die Arbeit!“— Alles ging so, wie Seeburg und Yvonne es verabredet. Seeburng schickte seinen Koffer mit Nachtsachen und Abendanzug ins Hotel „International“ und bezog gegen sieben Uhr das telephonisch bestellte Zimmer. Nachdem er gebadet und sich umgekleidet, fuhr er ins Hotel„Esrlanode". Korrekt begrüßte er die dort lercits uartende Pronne mit einem mont den Wie erben die Verwandten? Nicht selten sind die Streitigkeiten zwischen Verwandten eines Erblassers um den Nachlaß desselben, die dann, sei es auch nur wegen einer Lappalie, vor den Gerichten ausgetragen werden, den Beteiligten mitunter unnötige Kosten verursachen und oftmals eine grimmige Feindschaft zwischen ihnen entstehen lassen. Es sollen daher, um derartige Vorkommnisse vermeiden zu helfen, im folgenden einmal die wichtigsten Fragen der Erbfolge der Verwandten erörtert werden. Bekanntlich steht dem überlebenden Gatten in jedem Falle nach dem Gesetz ein Teil der Erbschaft zu, und zwar mindestens ein Viertel. Der übrige Teil der Erbmasse— und falls kein überlebender Ehegatte vorhanden ist, natürlich die gesamte Erbschaft— fällt an die Blutsverwandten des Erblassers, die der Gesetzgeber in verschiedene Ordnungen eingeteilt hat Vor einem Irrtum sei gleich hier gewarnt: Nur der Ehegatte und die Blutsverwandten des Verstorbenen erben. niemals aber Verschwägerte (also Schwager. Schwägerin, Schwiegervater oder Schwiegermutter des Erblassers) und eingebrachte Kinder seines Ehegatten, das heißt, Kinder eines anderen Vaters beziehungsweise einer anderen Mutter, die der Ehegatte bereits in die Ehe mitgebracht hat. Adoptierte. durch machfolgende Ehe legitimierte und für ehelich erklärte Kinder erben in der gleichen Weise wie eheliche Kinder. Dagegen sind uneheliche Kinder nach dem Gesetz nicht mit dem Vater verwandt, sondern nur mit der Mutter; sie beerben daher nach dem Gesetz nur ihre Mutter. Die gesetzliche Erbfolge der Verwandten wird dadurch gekennzeichnet, daß bei den in sogenannte Ordnungen zusammengefaßten Gruppen der Verwandten diejenige, die mit dem Erblasser einen näheren Stammvater oder eine nähere Stammutter hat, die anderen Gruppen mit entfernteren Stammeltern ausschließt. Solange auch nur ein einer näheren Ordnung angehorender Verwandter noch am Leben ist. gelangen Verwandte entfernterer Ordnungen überhaupt nicht zur Erbfolge. Erben der ersten Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers, also seine Kinder, Enkel usw. Sind b. in Todesfall nur Kinder vorhanden, so erben diese alles. und zwar zu gleichen Teilen. Wie ist es nun, wenn neben Kindern des Erblassers auch Enkel oder Urenkel desselben vorhanden sind? Hier ist zu unterscheiden, ob derjenige Abkömmling des Erblassers. von dem diese Entel oder Urentel abstammen, zur Zeit des Erbfalles noch lebt oder nicht. Es heißt im Gesetz: Ein zur Zeit des Erbfalles lebender Abkömmling schließt die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge von der Erbfolge aus. Zur zweiten Ordnung gehören die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge. Hierbei ist zu beachten, daß, falls die Eltern des Erblassers beide zur Zeit des Erbfalles noch am Leben sind, nur sle allein zu gleichen Teilen erben. ihre Abkömmlinge also von der Erbfolge aus. schließen. Lebi jedoch beim Erbfall nur noch der Vater oder die Mutter des Erblassers, so erbi der überlebende Elternteil die eine Hälfte, die andere Hälfte gehi an die Abkömmlinge des bereits verstorbenen Eliernteils. Halbgeschwister. das heißt Geschwister, die mit dem Erblasser nur den Vater oder die Mutter gemeinsam haben, erben nur von derjenigen Hälfte. die ihrem Elternteil zugefallen wäre, nicht von der anderen Hälfte. Ist bei einem Erbfall nur Vater oder Mutter des Erblassers am Leben und Abkömmlinge des verstorbenen Elternteils sind nicht vorhanden so erbi der überlebende Vater oder die überlebende Mutter alles Sind dann schließlich beide Eltern des Erblassers bereits verstorben, so erben die Geschwister und die Kinder verstorbener Geschwister nach den für die oben erwähnte erste Ordnung gelienden Vorschriften. Die dritte Ordnung der gesetzlichen Erben wird durch die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge gebildet. Für deren Erbfolge gelten im allgemeinen die für die zweite Ordnung maßgebenden Regeln in entsprechender Weise. Leben sämtliche Großeltern des Erblassers noch. so erben sie allein und zu gleichen Teilen. In der vierten Ordnung(Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge) sowie allen ferneren Ordnungen geht das Gesetz von dem oben dargelegten System der Erbfolge ab. Lebi zur Zeit des Erbfalls auch nur einer der Urgroßeltern, so erbi dieser allein. schließt also alle Abkömmlinge der anderen Urgroßeltern aus. Wenn keiner von den Urgroßeltern mehr vorhanden ist, erhält der mit dem Erblasser dem Grade nach am nächsten verwandte Abkömmling der Urgroßeltern die gesamte Erbschaft Sind aber mehrere Abkömmlinge derselben am Leben. die mit dem Erblasser gleich nahe verwandt sind, so erben sie zu gleichen Teilen. Sesshosfhöbh-Nabreber Erfolge auf dem Gebiet der Zahnhygiene. Aber viele Probleme harren noch der Lösung. Unterredung mit Pros. Dr. Kantorowicz, Ordinarius für Zahnheilkunde und Direktor des zahnärztl. Instituts an der Universität Bonn. Bonn ist die einzige Stadt der Welt, die unter ihren Kindern keine Rachitis mehr kennt. Dies erfreuliche Ergebnis wurde durch eine entscheidende zahnärztliche Ueberwachungsarbeit erreicht. Bonn ist auch die einzige Stadt. die ihre Achtzehnjährigen nach einer wirklich mustergültigen zahnärztlichen Behandlung zu 90 ProZubunftssorgen.=Abschaffung des Kapitals? Schön— aber wo Sanunstssergen. breche ick dann ein?“ Geschwister. Der Wert des Beispiels. „Siehe, wie schön und lieblich ist es, wenn Geschwister einträchtig beietnander wohnen", sagt der Bibelspruch. Es ist schön und lieblich, und daneben auch— sehr selten. Daß sie sich als Kinder balgen und zanken, als Erwachsene völlig entfremden, ist jedenfalls ein häufiger Fall. Woher das kommt? Einerseits davon, daß infolge der geheimnisvollen Einwirkung des Blutes von Tausenden von Vorfahren die Aehnlichkeit oft sehr gering ist. Schlimmer noch: was das eine im eigenen Wesen mißbilligt und mit ganzem Willen unterdrückt— gerade das ist manchmal des anderen hauptsächlichster Charakterzug! Tägliches Zusammensein muß dann zu täglicher Reibung führen; dagegen hilft nur möglichst baldige Aufhebung der Lebensgemeinschaft. Sehen sich die ungleichen Kinder derselben Mutter seltener, so finden sie vielleicht beiderseits die Vorzüge heraus und lernen sich lieben oder wenigstens dulden. Vieles aber macht auch die Einwirkung der Eltern auf die Kinder in den ersten Lebensjahren. Eines ist vielleicht schüchtern und tut sich wenig hervor, während das andere und drollig die Erwachsenen zu unterhalten versteht. Immer wieder muß dann das amüsantere Kind seine kleinen Künste vormachen, immer wieder lacht die ganze Gesellschaft über seine „Klugheiten". Das andere Kind aber steht zurück, fühlt sich vernachlässigt, übervorteilt. Es wendet seinen Schmerz über die Ungerechtigkeit. die es zu erdulden hat, gegen die Eltern und gegen die Geschwister Oft erwächst daraus unbewußt und allmählich ein glühender Neid und Haß. der eines Tages hervorbricht und dann nicht mehr zu unterdrücken ist. In anderen Familien sehen die Kinder ein Beispiel der Zwietracht bei ihren Eltern. Neulich beobachtete ich einen Jungen und ein Mädchen, die sich scheinbar schrecklich stritten. Als ich näherkam, hörte ich, daß es sich darum drehte, daß das Mädelchen für ein neues Kleid zuviel Geld ausgegeben habe.„Das gehi nicht". fuhr der Knabe sie an.„Du brauchst für deine Toiletten mehr, als ein noch so fleißiger Mann verdienen kann Du mußt dich unbedingt einschränken!“—„Nanu“, erwiderte nun in den echtesten Tönen die Kleine,„deine Anzüge sind doch mindestens ebenso teuer wie meine Kleider, deine Autotouren kosten ein Vermögen; wenn du mal auf der Rennbahn gewesen bist, hast du mehr Geld verloren, als mein Pelzmantel wert ist.“ Die zwei hoffnungsvollen Kinder spielten„Papa und Mama“. Es scheint bei ihnen zum täglichen Leben zu gehören, daß man streitet. Was sie jetzt im Spiel üben, werden sie im Leben bald gut verstehen. Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen! Umgekehrt wunderte ich mich vor kurzem über einen dreijährigen Knaben, der das Stück Schokolade, das ich ihm schenkte, sofort in mehrere Teile brach, um seinem Schwesterchen, den Eltern und dem Kinderfräulein je ein Stück abzugeben. Zuletzt bekam ich auch noch ein bißchen. Als ich ihm dankte und ihn lobte, sagte er: „Mutti gibt uns auch immer etwas ab, wenn sie Geschenke kriegt.“ Was ich für das Zeichen eines besonders gütigen Charakters gehalten hatte, war selbstverständliche Nachahmung des mütterlichen Beispiels. Solche kleinen gegenseitigen Geschenke lassen aber ein Gefühl wird. Nichts ist in der Behandlung eines Kindes wirkungslos oder unwichtig. Vielmehr muß die Mutter sich immer vor Augen halten, daß hier kleine Ursachen unabsehbare große Wirkungen haben können. Dr. Elfriede Jacoby. zent mit einem absolut gesunden und widerstandsfähigen Gebiß ins Leben entläßt. Der Kampf um die Gesundheit der Zähne beginnt mit dem Tage der Geburt. Oft ist er schon in den Jugendjahren des Menschen fürs ganze Leben entschieden. Wie sehr liegt freilich vielfach bei uns in Deutschland die zahnärztliche Kleinkinderfürsorge im argen! Auch an der zahnärztlichen Versorgung der Erwachsenen kann die Kritik nicht vorübergehen. Wer wie ich die volkshygienischen Zusammenhänge von besonderem Blickpunkt aus zu beobachten vermag, kann die Stimme nicht laut genug erheben zu dem Warnungsruf: Wir in Deutschland versündigen uns an der Gesundheit unserer Bevölkerung. Denn wir verfolgen in der Zahnbehandlung ein grundfalsches System. Da verlangen unsere Krankenkassen von dem Zahnarzt, dem Manne, der ein langjähriges, kostspieliges Studium hinter sich hat, eine Zahnbehandlung, die regulär mindestens zwei Stunden benötigt, für 62 Pfennig zu leisten. Der Betrag würde ungefähr ausreichen, um den größeren Teil der auf der ordnungsmäßigen Behandlung ruhenden Unkosten zu decken. Die Gefahr besteht, daß die Arbeit statt in zwei Stunden in zwanzig Minuten gemacht wird. Dem Zahnarzi ist es widerwärtig. sich in eine solche ärztliche Gewissensnot drängen zu lassen. Er sieht es vor Augen, wie sich durch unzureichende Behandlung im Kiefer des Patienten Eiterherde bilden, wie sich auf den übrigen Organismus rheumatische und Nierenleiden übertragen. Er weiß, daß amerikanische Gewerkschaftskassen dem Zahnarzt für eine Füllung 2 Dollar, für eine Wurzelbehandlung aber 10 Dollar vergüten, während er selbst in Deutschland von der Krankenkasse für eine Wurzelbehandlung denselben niederen und unzureichenden Satz vergütet bekommt wie für eine Füllung. Das alles sieht der Zahnarzt deutlich vor Augen. Aber die Hände sind ihm gebunden. Die Kassen schüren das Nebeneinander des akademisch vorgebildeten Zahnarztes und des rein handwerklich geschulten Dentisten, um der Zahnärzteschaft Sätze dietieren zu können, die das Publikum mit seiner Gesundheit bezahlt. Andernfalls hätte ein wissenschaftlich aufgeklärtes Volk wie das deutsche mit aller rein handwerklich erfolgenden Zahnbehandlung längst endgültig Schluß gemacht. Stellt uns hier doch selbst Rußland weit in den Schatten. Dies Land, das viele fälschlich für das Dorado einer schrankenlosen Kurierfreiheit halten, hat die Zahnbehandlung durch rein handwerklich vorgebildete Techniker vollkommen unterbunden. Die Sowjetunion hat den Techniker mit der„prothetischen Approbation“. Er darf prothetische Arbeiten für den Patienten machen ihn aber nicht behandeln. Alle Zahnbehandlung ist ausschließlich dem Zahnarzt vorbehalten, für den Rußland neuerdings sogar— wie es ja längst auch von uns angestrebt wird— die vollmedizinische Ausbildung fordert. Auch für uns sollte einzig und allein die Frage maßgebend sein: Welche Ausbildung ist im Interesse der leidenden Menschheit die beste? Die Zahnheilkunde ist durchsetzt von medizinischen Problemen. Ich betrachte es als ausgeschlossen, daß man sich diese Probleme abseits der Universttät auf dem rein handwerklichen oder, wie es so oft behauptet wird auf dem autodidaktischen Wege aneignen kann Es ist seitens unseres Staates unverantwortlich, daß er noch immer die Heranzüchtung eines nur handwerklich vorgebildeten Nachwuchses duldet. Der 23 jährige, akademisch ausgebildete Zahnarzt steht turmhoch über dem gleichaltrigen, rein manuell ausgebildeten Dentisten. der doch schon eine neunjährige Praris hinter sich hat Mancher junge Mensch wird so in eine falsche Lebensbahn gedrängt— in fachlicher wie in menschlicher Hinsicht ein Mißbrauch der Jugend Schafft dem deutschen Zahnarzt ein freies Arbeitsfeld. schafft ihm die Möglichkeit. sich auch um vorbeugende Zahnpflege zu kümmern, und Deutschland wird eine gesundheitlich weit gefestigtere, weit widerstandsfähigere Bevölkerung erhalten! Des P Perst WETEEE Das erste öffentliche Operntheater, das San Cassiano, wurde 1637 in Venedig eröffnet. Die erste deutsche Opernbühne existierte in Hamburg von 1678 bis 1738. * Der Jufluenzbazillus, der von Pfeiffer im Jahre 1892 entdeckt wurde, ist der kleinste bekannte Krankheitserreger. Ein amerikanischer Chemiker hat, unter genauer Berücksichtigung der Rohstoffe. aus denen unser Körper besteht. festgestellt, daß der Mensch einen Wert von genau 55 Cents oder 4.16 Mark hat. Das menschliche Fett reicht nach seinen Forschungen zur Herstellung von sieben Stück Seife aus: aus dem Eisen läßt sich ein mittelgroßer Nagel machen: mit dem Zucker des menschlichen Körpers kann man ein kleines Salzfaß füllen: mit dem Kalk einen Hühnerstall weißen: der Phosphor liefert die Köpfe von 2200 Streichhölzern; das Magnesium reicht zu einer photographischen Aufnahme. * Aus den Schuppen des Ukelei gewinnt man die Essence de l’Ortent, die zur Anfertigung künstlicher Perlen verwendet wird. Zur Herstellung eines Pfundes Perlessenz müssen 20 000 der so munteren und lebensfrohen Fischlein ihr Leben lassen. * Königreich Siam veranstaltet man in langen Aquarien Wettrennen zwischen verschiedenen Fischarten. In Bangkok verweitete einmal der König Chulalong Koru bei solchen Fischrennen eine seiner Frauen. * Die Hottentotten sind neben den Buschmännern und Kaffern die eingeborenen Bewohner Südafrikas. Bezeichnend ist, daß die Hottentotten diese ihre Bezeichnung sich nicht selbst gegeben haben, sondern daß sie so von den Buren und dann von aller Welt benannt wurden. Sie selbst nennen sich Koikoin. * Der Unternehmer in Indien bezahlt die Löhne nur alle vier Wochen aus und kann im Falle eines Vergehens von seiten des Arbeiters den fälligen Lohn ganz zurückbehalten, ein Umstand, der von den Sozialpolitikern scharf angegriffen wird. RälselEche Einsetzrätsel. A— A— A— A— A— A— A— A— 9 — B— B— E— E— E— G— J— J— I— J— J— K— L— L— L— M— M — M— N— N— N— N— N— N— R— R— R— R— S— S— S— S— 2 — T— U. Werden vorstehende Buchstaben in die leeren Felder der Figur eingestellt, so entstehen Wörter void folgender Bedeutung: Waagrecht: 1 Schiffsstange, 2. Metall, 3. ein Staat in Nordamerika, 4. Metall, 5. Getreidepflanze, 6. weiblicher Vorname. Senkrecht: 1. Schafkamel, 2. Gebirge an der Ostgrenze v Europa, 3. Staat auf der Balkanhalbinsel, 4. Alpenhirtin, 5. Nebenfluß des Rheins, 6. Nebenfluß der Donau. FE SEEE Eeelz unicnn Nr. 38(Drittes Blatt) „Schwertes Leltuns Freitag, 9. Meeirz 1934 K K 4 ∆ 8 KE SC Der. OR D begrabe a VoN JACK MATTHWES · DEUTSCH VON KARL EY 1! Nachdruck verboten. Die Fachleute des Luftfahrtministeriums hatten uns gewarnt, daß unser projektierter Flug von England nach Australien ein glatter Selbstmordversuch sei. Als langfähriger Pilot war ich von der Berechtigung dieser Warnung überzeugt; aber ich zog es vor, das Unternehmen als ein Glücksspiel mit dem Tode(bei dem aber der Tod falsche Karten in der Hand hat) zu betrachten. Eric Hook dagegen sah den Flug als eine verzweifelte Möglichkeit, als desperate Chance an, die einzugehen, er sich verpflichtet fühlte. Kurz gesagt, die Situation war so, daß wir entweder den Monsun überlisten oder in ihm untergehen mußten. Für mich war der Flug lediglich eine Arbeit, eine riskante Arbeit vielleicht, aber doch nur eine langersehnte Beschäftigung in meinem Beruf als Pilot. Für Hook bedeutete er alles. Er war bereit, alles zu gewinnen oder alles zu verlieren, einschließlich seines Lebens. Für ihn war das Abenteuer mit geschäftlichen Plänen verlnüpft, die mich nichts angingen. Er wollte an einem bestimmten Tage in Australien sein und hoffte, daß er Geld schmieden würde— für sich und für mich—, wenn ihm dies gelingen sollte. Er erschöpfte seinen ganzen Kredit, um das Flugzeug Zu kaufen und die notwendigen Ausrüftungsgegenstände zu beschaffen. Diesen Vorbereitungen stand ich völlig fern, denn praktisch war ich nur sein angeworbener Pilot, den man wie einen Chauffeur engagiert und dessen Aufgabe es war, die Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Australien zu bringen und dann(wenn ich dort einen neuen Fahrgast finden sollte) nach England zurückzufliegen. Der Tod lauert überall. Wochenlang vor unserem Start war ich damit beschäftigt, unsere Flugroute festzulegen und vom Luftfahrtministerium Landungserlaubnis und Wetterreporte zu erlangen. Und letztere deuteten unverkennbar wie der swarnende Finger des Schicksals darauf hin, was uns bevorstand. Die Fachleute schüttelten die Köpfe; aber da ich den festen Entschluß Hooks kannte, so konnte ich nur mit den Achseln zucken und die Vorarbeiten fortsetzen, denn wenn wir Glück hatten, so würde unser Flug gelingen, sund wenn uns Pech verfolgte, so blieben wir eben auf Dder Strecke. Der Flieger ist ein Fatalist. Er braucht nicht über die Dschungeln von Burma oder die Timur=See zu Fliegen, um den Tod zu suchen— er kann ihm jede Minute direkt auf dem heimischen Flugfeld begegnen. Hook und ich wollten den Rekord brechen. Und wer Retorde brechen will, darf die Gefahr nicht scheuen. Schon bald nach unserem Start hatten wir ein Leck im Benzinstank und mußten hinter Lyon notlanden. Wir brachten den Tank in die nächste Ortschaft, ließen ihn dort löten, montierten ihn zurück und flogen wieder ab, ohne daß die Oeffentlichkeit, die unseren Flug mit großem Interesse verfolgte, etwas von diesem Zwischenfall erfuhr. Dann beschlossen wir, die verlorene Zeit durch einen geraden Flug über das Mittelländische Meer einzuholen. Kurz vor Dunkelheit kamen wir in Catania auf Sizilien an und flogen nach kurzem Aufenthalt nach Bengazi in Nordafrika weiter. Schon dieser Flug war ein gewagtes Unternehmen, und ich glaube, unsere Maschine war das erste Leichtflugzeug, das das Mittelmeer in zwei„Hops“ überflogen hat. Ohne Zwischenfall kamen wir darauf in Rekordzeit nach Karachi in Vorderindien. Eine Kostprobe des Monsuns. Als wir uns dieser Stadt näherten, erhielten wir aber eine Kostprobe des gefürchteten Monsuns. Wenn wir bislang diese furchtbaren Regenwinde zu leicht genommen hatten, so wurden wir jetzt eines Schlechteren belehrt. Keiner kann sich vorstellen, was der Monsun bedeutet, der chm nicht in einem leichten Flugzeug in Kilometerhöhe begegnet ist. Die blinde Wut des Windes zu spüren, der sich in den Flügeln fängt, so daß man mit aller Kraft am Höhensteuer reißen muß, den Regen, der in wahren Wellengüssen in den Führersitz gepeitscht wird, zu fühlen — das ist ein Erlebnis, das man nie im Leben wieder vergißt. Mein persönliches Gefühl war, als ob ich ertrinken müßte. Ich war gezwungen, meine Augen zu schließen, und meine Lungen fühlten sich an, als ob sie vor Luftmangel platzen wollten. Ein dicker Schleier fallenden Wassers trennte mich von Hook. Mit letzter Kraft hing ich am Höhensteuer, immer in der Furcht, daß der kreischende Orkan es aus meiner Hand reißen und uns in die Tiefe schleudern würde. Wie gesagt, wir überstanden diesen Sturm; aber wenn ich heute alle späteren Einzelheiten des Fluges betrachte, will es mir scheinen, als ob Hook nach diesem Erlebnis ein anderer Mann geworden sei. Bis zum bitteren Ende. Als wir in Karachi landeten, war mein Begleiter, der niemals ein sehr widerstandsfähiger Mann gewesen war, ernstlich krank. Er hatte Mut genug, aber sein Körper war nicht der stärkste. Die Schrecken des Monsuns und die Strapazen des fortgesetzten Fliegens, mit nur vier Stunden Ruhe am Tage, hatten ihn völkig zermürbt. Nur sein Unternehmungsgeist blieb ungeschwächt. Ich schlug ihm vor, seinen Plan aufzugeben und machte ihm das Anerbieten, den Flug allein nach Australien fortzusetzen und ihn dort zu erwarten, bis er mit dem Postdampfer nachkäme; aber er schüttelte nur den Kopf. „Nein, Jack“, sagte er,„ich komme mit dir. Ich gehe mit bis zum bitteren Ende!“ Bis zum bitteren Ende... Wir landeten auf dem Flugplatz in einem wahren Sumpf, und nur mit Schwierigkeiten gelang es uns am anderen Morgen, nach Allahabad zu starten. Bei einem leichten Flugzeug, wie es das unserige war, das eine schwere Ladung Brennstoff zu tragen hat, muß man den Schwanz fast mit Gewalt am Höhensteuer hochreißen, um den Aeroplan waagerecht zu halten, bis der größere Teil des Benzins verbraucht ist. In Allahabad wurden wir durch ein neues Leck im Benzintank zwei Tage aufgehalten, und Hool drängte zum schnellsten Fliegen, damit wir die verlorenen 48 Stunden wieder einholten. Am 3. Juli verließen wir Akyab. In den Klauen des Monsuns. Keiner glaubte, daß wir durchkommen würden. Und wir selbst glaubten es auch kaum, wenn wir uns auch hüteten, uns dieses gegenseitig einzugestehen. Wir waren bereits wenige Stunden nach dem Start mitten in den Monsun geraten. Die Stürme nahmen ununterbrochen an Gewalt und Tücke zu, denn die Gegend am Bengalischen Meerbusen ist das größte Monsunzentrum der Welt; die Stürme scheinen dort buchstäblich ausgebrütet zu werden. Und um unsere Lage noch zu verschlimmern — wir flogen über eine Gegend, auf die in einem Tage fast ebensoviel Regen fällt wie in Europa im ganzen Jahre. Ich hatte zwischen zwei Routen zu wählen, aber beide waren leicht desperat: entweder über den Busen von Rangun zu fliegen oder das Arakan=Yoma=Gebirge zu überqueren und dann dem Lauf des Jrawadi zu folgen. Beide waren, wie gesagt, unter den Wetterverhältnissen gleich gefahrvoll; aber da die Route über das Gebirge die kürzere war, so wählte ich diese. Und damit begann unsere furchtbare Tragödie. Nach einem Weiterflug von etwa einer Stunde befanden wir uns über einem Talkessel, der rings von himmelstürmenden Bergen umgeben war. Zwei besonder# heftige Monsunstürme hatten sich in diesem Kessel getroffen. Es ist kaum möglich, den Schrecken diesen Situation mit Worten zu beschreiben. Es war, als ob zwei gewaltige Armeen gegeneinander prallten und drohten, uns zwischen sich zu zermalmen. Unser Rückzug war abgeschnitten, denn der Sturm hatte bereits den Gebirgszug hinter uns in seiner Gewalt. Wie ein Vogel im Käfig. Wir waren in der Falle. Der Sturm heulte um unser Flugzeug, und wir waren fast blind geworden durch den peitschenden Regenguß. Und bald sollte uns der Sturm mit seiner ganzen Kraft treffen. Dann— genau wie der Vogel ein halb geöffnetes Fenster erblickt— sah ich einen Weg zur Flucht. Es war ein Loch in der Gebirgskette und auch in den tiefschwarzen Wolken gerade am Ende des Kessels. Im Triumph steuerte ich das Flugzeug darauf los, indem ich es gleichzeitig steigen ließ. Hundert Fuß höher und fünf Flugminuten mehr, und wir mußten entkommen. Aber der Tod trieb nur seinen Spott mit uns. Gerade als wir durch die Oeffnung fliegen wollten, kam ein dritter Sturm hoch, höhnisch pfeisend, als ob er bewußt im Hinterhalt gelegen hätte. Es traf uns wie eine Sturmwelle. Eine Sekunde später kämpften wir mit einer unvorstellbaren Wassermenge. Das Flugzeug wurde buchstäblich überflutet, die Maschine überschwemmt. Unmöglich, irgend etwas unter diesen Umständen zu unternehmen. Und bald merkte ich zu meinem Schrecken, daß wir an Geschwindigkeit verloren und langsam absackten. Langsam, wie ein leckes Schiff, sank der Aeroplan. Tiefer, tiefer und tiefer— unaufhaltsam. Schließlich landeten wir ganz sacht auf einem Bambuswald. Die elastischen Bäume gaben unter dem Gewicht nach, und als wir endlich fühlten, daß das Sinken aufgehört hatte, befanden wir uns nahe dem Boden. Langsam, wie ein leckes Schiff, sank der Acroplan. Tiefer, tieser und.. Der Sturz in die Hastig sprang ich aus dem Führersitz, aber Hool konnte sich kaum bewegen; er hatte sich einen Fuß verstaucht Sonst schien er unverletzt zu sein, wenn er auch furchtbat schwach war. Ich half ihm aus dem Passagiersitz, und sofort sank er kraftlos zu Boden. „Es ist alles aus“, flüsterte er,„wir werden niemals lebend diese Hölle verlassen.“ Ich versuchte, ihm zuzureden, über seine Befürchtungen zu lachen, um meine eigenen Besorgnisse zu verdecken, und sprach davon, wie gut unsere Rotlandung gelungen sei, obwohl ich im Innern verzweifelt über das grausame Geschick war, das Katze und Maus mit uns gespielt und uns in unseren Untergang gelockt hatte. (Fortsetzung folgt.) Bidder Uuo Caror ro Urc Vor der Einweihung des riesigen Schiffshebewerks bei Niederfinow R G an R Oben: Gesamtansicht des stählernen Fahrstuhls. Unten: Bedienung des Kontroklapparates für Bodendruckmessung. Blick auf den gewaltigen Trog, der Schiffe mit einem Gesamtinhalt von 1000 Tonnen auf einmal sassen kann. In Niederfinow ist das gewaltige Schiffshebe werk nach jahrelanger Bauzeit jetzt soweit fertiggestellt, daß es am 25. März eingeweiht werden kann. Der Bau stellt eine der interessantesten Großleistungen der Technik in den letzten Jahrzehnten dar. Der Zweck des Riesengerüstes ist, die Schise von dem Oderniveau zu dem 36 Meter höher gelegenen Hohenzollernkanal in einer Schleulung hinaufzubringen. Der Fahrtrog wiegt im gefüllten Zustand nicht weniger als 4 Miktionen Kilo. Mit„Kraft durch Freude“ im winterlichen Hochgebirge Siesta in der Winterlandschaft Die Organisation„Kraft durch Freude“ hat vor kurzem die Verwirklichung ihrer großartigen Aufgabe in Angriff genommen. So konnten Tausen de Berliner sich im schönen bayrischen Alvengebiet für einige Zeit von den Stravazen der Großstadt erholen und für lange Arbeitsmonate Kraft durch die Freude an der schönen Amgebung, an der rei nen Luft und an dem kameradschaftlichen Beisammensein sammeln. Neuyork in Flammen? # 0 Nur die Spitzen der höchsten Wolkenkratzer sind zwischen den gewaltigen Nauchwolken noch sichtbar. Als Schutz gegen einen gedachten seindlichen Fliegerangriff nebelten amerikanische Militärflugzeuge bei einer großangelegten Uebung den Newyorker Stadtteil Manhattan ein. Die Obelisken der riesigen Wolkenkratzer zwischen den sich ballen den Rauchschwaden boten, von oben gesehen, saszinierende Bilder. Neues Verkehrsflugzeug auf der Strecke Berlin—Amsterdam ee O O Das Fokker=Verkehrsflugzeug„FXX“ bei der Vorführung im Berliner Flughafen. Auf der Flugstrecke Berlin—Amsterdam ist jetzt ein dreimotoriges Fokker=Flugzeug in Dienst stellt worden, das eine Reisegeschwindigkeit von 300 Stundenkikometern erteicht. Welthandel und Weltwaffenhandel 30 40 20 100 80 X 80 40 20 835 19284929 1033 Unser Schaubild zeigt die Entwicklung der Ausfuhr von Feuerwaffen und Munitionswerten (oben) und der gesamten Ausfuhr aller Länder(unten), berechnet in den Jahren 1928—1933, wo; bei der Stand von 1928 gleich 100 gesetzt ist. Es ergibt sich, daß in dieser Zeit der Welthandel auf etwa ein Drittel zusammengeschrumpft ist, während der Waffenhandel nur auf 75 Prozent seines einstigen Standes sank. Man nimmt an, daß zur zeit 5 Prozent aller Sachgüter=Produ“ ionen jährlich für Rüstungen ausgegeben werden. Das neue geistliche Rinisterium Von links nach rechts: Pfarrer Dr. D. Forsthoff. Reichsbischof Müller, Präsident Walz und Pastes Direktor Dr. Engelke. BUTST Garnrolle und einen Paketknebel, sorgen für zwei Nägel oder Kupferstifte und ein wenig kupfernen Leitungsdraht. Dann Zunächst wiro der Pakettnebel von einer Sette in das Loch der Garnrolle getrieben, weil das Kanonenrohr sonst zu lang wäre. Ein erwa überstehendes Ende des Zarstrogge, a41g bi, vesägr und ebensals die and verhreierte Ende bleibt an der Verbreiterung. Das andere verbreiternt. Enre###l#t an der Boden gesell und vorn werden zwei Stütegugegag zueg langen Nägeln bestehen, die in die Garnrolle eingeschlagen Dort, wo der Palkertnebel im Innern endet, Igggg, n die beiden kleinen Nägel von jeder Seitenurr, genan zentrecht besehen fönnen, schließen wir die beiden Leiungsprshiezen und verbinden zunächst nur einen derselben mit einer lampenbatterie, einem Akkumulator oder einem Elektrisier= Wenn diese Vorbereitungen fertig sind, wird die Kanone Wenn diese Vorbereitungen fertig sind, gestrichen, und zwar moglichst grau Oder, ziuigerZzeschogerignz .spon z,mari, Holz oder Kork an. Diese müssen in die OessEs lebten einmal ein Kater, ein Sperling und ein Zwerg dritt in einer kleinen Hütte Der Kater und der Sperling zzsel und begann zu zählen:„Das ist des Katers nahm die Logse: und begum, u Wgl,.#2„ 1.9 Katers Lösselchen, das ist des Sperlings Losselchen, dies aber ist des Zwerges Löfselchen." Der Zwerg aber hielt es nicht aus und schrie:„Hexe. rühr' mein Löffelchen nicht an!“ Die Hexe packte den Zwerg und fuhr mit ihm davon; sie fuhr in einem Mörser, trieb den Mörser mit der Keule an. Der Zwerg. hegann zu schreien:„Kater lauf herbei. Sperling, flieg herrer. Die beiden hörten es und eilten herbei Der Kater sprang de Hexe ins Gesicht und kratzte sie, der Sperling pickte ihr in die Augen; sie nahmen der Hexe den Zwerg weg. Am nächsten Tage machten sich Kater und Sperling wieder auf und sagten dem Zwerg:„Gib acht, wenn die böse Hexe wiederkommi, sprich kein Wort; wir gehen heute wein weg!“. Kaum hatte sich der Zwerg auf den Ofen, hinier das Ofenrohr, gesetzt, erschien die Hexe und begann wieder die Löffel zu zählen:„Dar.„ Katers Lösselchen das ist des Sperlings Löffelchen, und dies aber ist des Zwerges Löfselchen" Der Zwerg hielt es nicht mehr aus, er brülle:„Here Führ ngeppie ihn mit sich fort Die Hexe packte den Zwerg und schle#####,#n mi nn f.“.; Der Zwerg aber brüllte:„Kater, laus herbei, Sperling, flieg herbei!“. Die beiden hörten es und eilten herbei; der Kater kratzte die Hexe. der Sperling pickte auf sie ein— sie sagten ihr den Zwerg ab und brachten ihn heim Am dritten Tage wollten sie wieder in den Wald Holz schlagen und geboten dem werg:„Gib acht wenn die Hexe kommt, bleib mäuschenstill; gehen heute sehr weit vom Hause weg." Der Kater und Sperling verließen das Haus. der Zwerg aber setzte sich wieder auf den Ofen, Blostich vzäglen:„Das Fir deg Kalers die Löffelchen und sing an zu a.," WP## es Katers Löffelchen das des Sperlings Loffeichen, das dritte aber ist des Zwerges Löffelchen"". Der Zwerg schwieg. Die Hexe begann noch einmal zu zahlen:„Das ist des Katers Lösfelchen, das ist des Sperlings Löffelchen, und das drutte ist des Zwerg#### Lösselchen." Da hielt es der Zwerg nicht mehr aus, er schrie laut:„Hexe, rühr' mein Löfselchen nicht an!“ Die Hexe pack ihn und schleppie ihn mit sich fort. Der Zwerg schregzezäoter, lauf' herbei. Sperling, flieg herbei!“ Doch seine hörten ihn nicht. Die Hexe schleppie den Zwerg in ges1, ven und steckte ihn in die Rische unter den Osen Sie### den Osen ein und sagte zu threr ältesten Tochter:„Aschycheg,uisch fahre über Land; brate mir den Zwerg zum Arenvent Der Ofen war heiß. das Mädchen ließ den Zwerg unter Osen hervorkriechen„Leg' dich in die Pfanne!" befahl sie ihm. Der Zwerg legte sich in die Pfanne, streckte einen Fuß in die Höhe und ließ den anderen herabhängen Das Mädchen sagte „Nicht so, nicht so!“ Der Zwerg meinte:„Wie denn? Zeig mirs dochl“. Das Mädchen legte sich in Bianne und schob Zwerg aber war nicht verlegen, er packte die PfanInd schre sie samt der Hexentochter in den Ofen, schlug die Ofentür z und kroch wieder unter den Ofen. Abends kam die Hexe he und rief:„Jetzt wollen wir uns an des Zwerges Fleisch ergötzen!“ Da rief der Zwerg:„Ergötz“, dich nur an dein Tochter Fleisch!“ Die Hexe fuhr auf g., jah nach: hre, Fochg steckte gebraten im Ofen.„Hg, ou Sahum du)9####ce entgehen!“ brüllte die Hexe Sie befahl ihrer zweiten den Zwerg zu braten, und fuhr davon. Die andere Tochtei heizte den Ofen und holte den Zwerg unter dem Ofen hervor. Der Zwerg legte sich in die Pfanne und streckte wieder ein Bein in die Höhe und ließ das andere herabhängen„Nicht so. nicht so!“ sagte die Tochter Der Zwerg meinte:„Wie denn? Zeig mir's doch!“ Die Tochter legte sich in die Pfanne, der Zwerg packte die Pfanne und schob sie in den Osen Dann kroch es wieder unter den Osen und wariete auf die Hexe,„Zald, die Hexe zurück und rief:„Jetzt wollen wir uns enbluh an de Zwerges Fleisch ergötzen!“ Der Zwerg rief wieder:„Ergötz dich an deiner Tochter, Rigehenz. Die Bepejahfr Hhrez“singsten pirst du mir nicht entgehen:„#ie 9168 tüngsten Tochter, den Zwerg zu braten. Doch aulh diesmal ging es ebenso: der Zwerg steckte die jüngste Tochter in den Ofen. Die Hexe wütete noch ärger Sie heizte selbst den Ofen und schrie: Herbei mit dir, Zwerg! Leg' dich in die Pfegig=gagg, ziet das legte sich in die Pfanne, streckte ein Bein in andere herabhängen; die Pfanne ging nicht in den Ofen. Die Hexe schrie:„Nicht so, nicht sol“ Doch der Zwerg, 1at, als er es nicht verstände:„Ich weißh“s v sugstahm der Zwerg legte sich die Hexe selbst in die Pfanne„Fing, nah#n ver„ 45 die Pfanne beim Stiel, steckte sie in den Osen und lief nach Hause. Zu Hause erzählte er seinen Freunden:„Seht, so bin ich mit der Hexe fertig geworden!" Onkel Heinrich. Wie baue ich mir eine elektrische Kanone? Ein ungefährliches Spielzeug. Von Haus H. Reinsch. Wir können uns mühelos eine elektrische Kanone selbst bauen, sofern wir uns die Mühe nehmen. Es ist nämtich, ganz Leicht. Von Mutter erbitten wir uns dazu eine große he## den noch freien Pol der Batterie oder des Elements, dann springen im Innern Funken von einem Drahtende zum anderen, die Lust erwärmt sich und„of„Hschalten, etwas aus. lühien lassen und neu laden, Wer, IrIzahesiste im Funers Wirtung dadurch erzielen, daß er vor der Ven, Hie gunten entzündet wird und das Geschoß mit lautem Knall weiter wegträgt. er schlaue(owboy * Der Cowboy denkt.,Nas fang ich an, Ein Cowbeyist ein Mann der lat, Tabak von zelbst nicht brennen kanns der sfefs bereit das lasso hat.) In scherz fürs Und mit dem Fonkelsternlein getzt Dann wirft des Iternleia mit Geschick er den Tabak ins dlimmen setzt. er wieder an seinen Platz zurück. Fliegenpilz und Steinpilz. Auf schlank=weißem Stiele, so schön wie gemalt, Mit rotem, weit leuchtendem Hut, Steht prächtig ein Fliegenpilz, reckt sich und prahlt: „Wie sitzt mir mein Anzug so gut!“ Und ganz in der Nähe wächst schüchtern empor Ein Steinpilz seit kürzester Zeit; Sein bräunliches Käppchen schaut ängstlich hervor, Da packt schon den andern der Neid. „Was stehst du und gaffst du, plumper Gesell, Ward je solche Frechheit erlebt?“ „Ich will mich verstecken im Moosteppich schnell, Verzeiher dem Tölpel, vergebt!“ „Du häßliches Zwerglein, was stehst du so nah, So aufdringlich dicht mir am Haus?“ „Ich wollte nicht stören, weiß nicht wie's geschah, Wuchs gerad' aus der Erde heraus.“ „Verschwinde, sonst hauch' ich mein Gift dir hinab, Dann bist du im Augenblick hin“——— Voll Ingrimm wendet der Rote sich ab, Man merkt, er hat Böses im Sinn.— Da kommen in fröhlichem Wanderschritt Zwei Menschen vorbei an der Stell; Ein Knabe:„Den„Roten da nehm' ich mir mit! Sein Vater verwehrt es ihm schnell: „Den giftigen Fliegenpilz rühre nicht an, Den darf man nicht pflücken, gib acht! Doch siehe, hier wächst ja gleich nebendran Ein Steinpilz in schlicht=brauner Tracht.“ Voll Freude bückt sich der Knabe und hebt Den Braunen behutsam empor. Der Rote ist wütend, er zuttert und bebt; Es dringen die Wort' ihm ans Ohr: „Der Bursche ist schön mit dem bräunlichen Hut, Den tragen wir sorgsam nach Haus; Dir Fliegenpilz aber bin ich nicht gut, Dir blas' ich dein Lebenslicht aus. Er stößt mit dem Fuß nach dem Giftigen dort, Der krümmt sich in heftigem Schmerz, Und liegt nun verlassen an selbigem Ort, In Einsamkeit faulet sein Herz. Der Steinpilz hingegen gar demutsvoll denkt: Erfüllt ist mein irdisches Los; Zum Nutzen der Menschheit wächst unser Geschlecht, Wald unter üppigem Moos. Tante Marianne. Rele eicie Ve echice ele-hecec strich, faltet ihn und legt ihn in der Weise auf den auf das erste Blat(Bild 1, das Kind, das den Ball in der die Bewegung des Papiers entsteht die optische Täuschung: es sieht aus, als ob das Kind den Ball in die Höhe wirft und wieder auffängt. Zwei Geduldspiele mit Streichhölzern. Bild 1: Die Brücke zwischen den Fingerspitzen.— Hier liegen fünf Streichhölzer. Das unterste soll mit den beiden Daumen, das zweite mit den Zeigefingern, das dritte mit den Mittelfingern, das vierte mit den Ringfingern und das fünfte mit den kleinen Fingern vom Tisch aufgehoben werden. Das Aufheben kann auch in umgekehrter Folge vor sich gehen, was erheblich schwerer ist, doch gilt die Aufgabe erst dann als gelöst, wenn sämtliche Hölzchen gleichzeitig hochgehalten werden, wie es unsere Abbilvung Bild 2: Die Streichholzbrücke.— Ein kunstvolles kleines Bauwerk läßt sich nach dieser Skizze aus Streichhölzern ausführen, doch erfordert die Aufstellung Geduld neben Geschicklichkeit, die erst nach manchem mißglücktem Versuch zum Ziel führt. Die Funkenfontäne. Ein recht nettes, imposantes und vollkommen ungefährliches Funkensontäne! Ein Springbrunnen aus lauter Fünichen das die Apspirgnhgate, spritgzt ause Srüsen, die in der stark gebogen wird. Dabei s##l aus den Brusen, die in der Schale sitzen, ein brennbares Oei. Dieses Experiment, in der Nähe der Kerzenflamme ausgeführt, hat zur Folge, daß die Oeltröpfchen sich entzünden und wie eine Fontäne, wie ein Sternregen, niederfallen und dann verzischen! Ein recht angenehmer Geruch wird zugleich das Zimmer er#p## Vexierbild. Entelin und Großmutter. Die Großmutter sieht man, wenn man das Bild auf den Kopf stellt. * 24 * 24 180 I! F FASTENSE WARD SEERM ROMAN VoN GERT ROTHBERG Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle(Saale) 18 Nachdruck verboten. Der Schwestern Hochzeitstag! Lore faltete die Hände.„Laß sie beide glücklich sein, lieber Gott!" betete sie leise. „wei Stunden später fuhr sie mit ihrem Manne wieder nach Loringen hinaus. Frank sah müde und überwacht aus. Hatte er vielleicht gar gearbeitet? Lore hätte ihn gern gefragt, aber eine eigentümliche Scheu hielt sie davon ab. Schloß Loringen war heute voll Gäste. ind hier war es auch, wo Lore Fritz Rohrbeck wieder gegenübertrat. Die Begegnung gab ihr nichts. Er war ihr fremd geworden, glich in nichts mehr dem Manne, von dem sie genacht hatte, sie liebe ihn. Aber es war ja keine Liebe gewesen, sondern eine ganz harmlose Jungmädchenschwärmerei. Aufaimend stellte Lore das endgültig bei sich fest. Er aber sah starr in ihr schönes Gesicht; und er hätte gegen das Schictsal aufbrüllen mögen— dieses grausame Schicksal, das Lore von seinem Wege trieb und ihm eine ungeliebte Frau zuschob. Das Schicksal? Trug das wirklich ganz allein die Schuld? Oder trug diese Schuld er selbst? Ein Mann wie Frank Dahlmann wartete nicht, was das sogen lie Schicksal beschloß. Ein Mann wie er meisterte das Leben. Machte sich die Menschen untertan. Er kannte nur seinen eigenen starken Willen. Damit hatte er auch Lore von Loringen zu sich gezwungen. Nun gehörte sie ihm! War unerreichbar für jeden Wunsch und Gedanken eines anderen Mannes. Frank Dahlmanns Frau war geschützt wie kaum im Leben eine zweite Frau. Fritz Rohrbeck hatte übrigens gewaltig eingebüßt. Er war zerfahren, nervös und fast krankhaft abgemagert. Seine Ehe, seit wenigen Wochen erst geschlossen, rieb ihn vollstündig auf, und er trug sich mit dem Gedanken, eines Tages doch noch ins Ausland zu gehen. Jetzt hing ja hier kein Makel an seinem Namen, und wenn er sich in seiner Ehe unglücklich fühlte, so war das einzig seine eigene Angelegenheit. Seine Frau war in San Remo. Ihre Lungen waren nicht in Ordnung. So war Fritz Rohrbeck allein anwesend. Vielleicht hätte auch Herr von Loringen seinen Gästen die Anwesenheit dieser Frau nicht zugemutet. So aber paßte es ja recht gut, daß Fritz Rohrbeck nun das Fest allein besuchen konnte. Herr von Loringen war eng befreundet gewesen mit dem alten Herrn von Rohrbeck. Nun hatte er immer so ein Gefühl der Verpflichtung dem Sohne des Freundes gegenüber. Ganz fallenlassen konnte er ihn nicht. Auf keinen Fall wollte er das. Im Grunde genommen war Fritz ein guter Kerl— nur dieser Leichtsinn! Dieser insame Leichtsinn! Und die Kleine, die hätte er ja doch niemals bekommen. So, i waren Herrn von Loringens Gedanken wieder bei Lore und Frank. Was das nur heißen sollte? Ein Experiment, das Frank da aufstellte. Ein gefährliches Experiment! Wenn es nun mißlang? Wenn die Kleine einen fand, der ihr besser gefiel? Herrn von Loringen wurde es siedend heiß. Er fingerte an seinem Kragen herum. Wenn die Sache doch bloß gut ausginge! Der alte Herr wußte: Zur rechten Ruhe würde er nun nie mehr kommen. Aber daß der Frank dem Kindskopf so den Willen ließ, das war etwas, was er nicht begriff. Herr von Loringen hatte so viele Pflichten an diesen zwei Tagen; er dachte aber trotzdem immer wieder über das Schicksal seiner Lieblingstochter nach. Frank tanzte einmal mit Lore. Und sogar jetzt traten die geschmückten Bräute in den Hintergrund vor Lores betörender Schönheit. Der dunkle, interessante, außergewöhnlich große Frank Dahlmann und in seinen Armen diese kindhaft zarte, blonde, schöne Frau! Alle sahen atemlos auf dieses Bild. Das weiße Spitzenkleid Lores weckte die Bewunderung sämtlicher Damen, und fernstehendere sagten es sich ganz ungeniert, daß Lore von Loringen mit ihrer Ehe doch wohl den besten Griff getan, denn obwohl jetzt sogar ein Prinz in die Familie komme, bleibe Doktor Dahlmann dennoch entschieden der reichste und interessanteste Schwiegersohn des Loringschen Hauses. Lore wußte nicht, welches Aufsehen ihr Tanz mit Frank erregt hatte. Er aber wußte es und biß die Zähne zusammen. Lore fragte sich schen: Wissen sie denn etwas? Weiß man denn schon, daß Frank und ich uns trennen wollen? Irank sagt aber doch, daß es niemand wissen darf? Auch nicht, daß ich mich in Berlin ausbilden lasse? Scherzen und Lachen ringsum. Einmal sagte Frau von Meller: „Ja, meine Herrschaften, was sagen Sie? Die Gräfin Ostenbruch hat Schloß Heiden gekauft! Die wilde Gräfin will sich also zur Ruhe setzen.“ Ein Herr lachte. Dann meinte er: „Zur Ruhe setzen? Aber nein! Bankier Drosselheim sagte mir erst gestern, daß die Gräfin alles umstürzen wolle. Feste wird sie geben, daß die liebe Mitwelt staunen wird.“ „Ab!“ Man bestürmte den Herrn, noch mehr zu verraten. Er zuckte mit den Schultern, lachte geschmeichelt, weil er nun doch noch zum allgemeinen Mittelpunkt geworden war. Schließlich meinte er: „Gräfin Orlinde Ostenbruch ist eine sehr liebenswürdige Frau. Zweitens ist sie schön. Und reich! Und wenn sie in ihrem Hause ein Fest nach dem anderen gibt, so können wir anderen nur froh sein, denke ich. Es ist nämlich immer sehr nett, wenn jemand den Ton ein bißchen angibt. Und das versteht die schöne Gräfin bestimmt. Und die Feste bei ihr werden Tausende kosten. Die Dame versteht es, Feste zu veranstalten. Es wird viel los sein in nächster Zeit.“ Die Damen sahen sich begeistert an. Oh, man konnte so etwas schon gebrauchen. Eigentlich, wenn man es so recht betrachtete, war nicht mehr viel los. Immer und immer wieder hieß es: Sparen! Natürlich würden in dem reichen Hause der Gräfin auch genügend Kavaliere verkehren, und wenn man das Glück hatte, mit im Hause der Gräfin verkehren zu dürfen, so boten sich nie geahnte Chancen, die Töchter unter die Haube zu bringen, denn so ein Glück, wie die Loringens es hatten, das wurde nun eben doch nicht jeder Familie zuteil. Ein lustiges, angeregtes Gespräch kam in Gang. Das Thema war eben nun doch beinah unerschöpflich. Da klang Frank Dahlmanns ruhige Stimme: „In einer solch schweren Zeit, wie der jetzigen, sollte man rauschende Feste, soweit sie nicht im Familienkreise gefeiert werden, vermeiden. Die Not ist viel zu groß, als daß der eine wagen dürfte, seine Gier nach Vergnügen so offen zu zeigen.“ Schweigen! Verlegenheit! Empörung! Dann sagte Herr Jorsten, der berühmte Bildhauer: „Du hast recht, Frank! Die Frau wird nichts Gutes anrichten. Ich habe gehört, sie ist eine Patrona für verschiedene Wohltätigkeitsveranstaltungen. Da gleicht sich das ja wieder aus.“ Und wieder Frank Dahlmanns Stimme: „Solche Frauen brauchen immer einen Deckmantel für ihre sonstigen Neigungen.“ Graf Auerbach lenkte geschickt auf ein anderes Thema über, obwohl er im Grunde seines alten Herzens den Damen diese Abfuhr durch Frank Dahlmann gönnte. Er achtete diesen Mann sehr hoch, und dessen freie, offene Worte waren ihm mehr wert als irgendein Kompliment von einer anderen Seite. Baron Haberkron flüsterte seinem Nachbar zu: „Eigentlich unglaublich, was sich dieser Mann herausnimmt! Sagen Sie mal, man hat mir neulich gesagt, die Wiege Dahlmanns habe in einem kleinen Bauernhause gestanden?“ „Ja! Das erzählt er übrigens selber“, meinte der Gefragte gleichmütig. Baron Haberkron zog den Kopf ein. Unglaublich, daß solch ein Mensch die erste Geige in der besten Gesellschaft spielt, dachte er erbost. Lore blickte auf ihren Mann. Es war ihr, als müsse sie zu ihm hinlaufen, ihm sagen: Ich liebe dich, Frank! Ich will nicht nach Berlin! Ich will bei dir bleiben!... Franks stolze Figur überragte alle anderen. Und merkwürdig, gerade die Herren, die sonst sehr exklusiv waren, mühten sich, ihn in ein Gespräch zu ziehen. Die Damen sahen nicht klar. War diese Ehe nun eigentlich glücklich oder nicht? Doktor Dahlmanns Benehmen gegenüber seiner Gattin war tadellos; dennoch war irgend etwas da, was sensationslüsternen Seelen Stoff gab, ohne daß man wagte, die Vermutung in Worte zu kleiden. Aber schließlich wurde man doch wieder abgelenkt. Es gab eben zu viel zu sehen und zu hören. Aber dann fiel es später doch auf, daß Frau Doktor Dahlmann nicht mehr anwesend war. Wo war sie? Frank hatte Lore auch vermißt. Er suchte sie unauffällig, dann fragte er seinen Schwiegervater. Der lachte ärgerlich. „Natürlich wieder der Tollkopf. Was hat sie denn nun bloß wieder?“ Sie gingen zusammen hinaus, fanden die Gesuchte jedoch auch jetzt nicht. Da trat Tanie Gertraude zu ihnen. Sie war die Schwester Frau von Loringens und lebte in größter Zurückgezogenheit auf ihrem Schlößchen in Thüringen. „Ach, ihr sucht Lore? Ihr war nicht gut. Sie ist nach Hause gefahren.“ Ihre klugen Augen streiften Franks jetzt sehr finsteres Gesicht. Um ihre schmalen Lippen lag ein eigener Zug. Herr von Loringens Gesicht wurde dunketrot. Er wollte lospoltern; da sagte Frank: „Keine Aufregung, Papa! Ich fahre nach. Es ist ja sowieso schon spät. Unwohlsein entschuldigt eben.“ Doch seine Stimme klang nicht so ruhig wie sonst. Tante Gertraude ging zu den Gästen zurück. Sie wußte jetzt, daß etwas zwischen Frank und Lore stand. Daß diese sich noch gänzlich fremd waren, konnte sie nicht ahnen. Sie hatte selbst eine unglückliche Ehe hinter sich und war gegen alle Männer verbittert. Daß die schöne kleine Nichte dem stolzen großen Manne dort so offen ihren Trotz zeigte, gefiel ihr. Trotzdem! Lore hatte ganz weiß ausgesehen. Es mußte irgend etwas geschehen sein, was sie in eine sinnlose Aufregung versetzt hatte. Sehr befriedigt rauschte Tante Gertraude davon. Die Aufregung der beiden Männer war erwiesen, wenn der eine sie auch zu verbergen verstand. Es war ein Zufall, daß gerade sie, Tante Gertraude, um Lores heimliches Fortgehen vom Fest wußte. Sie hatte die Kleine getroffen, als sie gerade im Mantel davonhuschen wollte. Run war Lore ihr selbstverständlich eine Erklärung schuldig gewesen. „Tante Gertraude, mir ist gar nicht gut. Bitte, sage es doch meinem Manne und Papa. Ich möchte keine Störung in das Fest bringen, deshalb gehe ich heimlich. Ich fahre mit unserem Wagen nach Hause. Willst du so freundlich sein und es ausrichten, Tante?“ Ohne daß sie, die Tante, etwas hatte entgegnen können, war Lore davongelaufen. Tante Gertraude ging zu ihrer Schwester und teilte es auch ihr mit. Frau von Loringen war außer sich. Das Kind, das unbesonnene! Sie hätte sich doch ebensogut in ihr kleines Mädchenstübchen zurückziehen können? Aber nein, es mußte gleich alles auf die Spitze getrieben werden. Was mochte nur da wieder geschehen sein? Ach, du lieber Gott, da kamen ihr Mann und Frank. Was sollte sie nur sagen? Da verkündete Frank Dahlmann, daß seine Frau sich leider habe zurückziehen müssen, es sei ihr nicht gut. Und er bitte gleich für sich mit um Entschuldigung, da er seine Frau nicht allein lassen wollte. Ein verstehendes Lächeln. Na ja, bei solch jungen Frauchen! Wer weiß? Und man bedauerte und nickte und lächelte. Frank Dahlmann aber verabschiedete sich kurz von seinen Verwandten. Die Brautpaare waren vor zwei Stunden etwa bereits abgereist. Er konnte sich also ganz gut empfehlen. Sein Schwiegervater drückte ihm die Hand. „Frank! Zieh die Zügel straff! Ich warne dich! Mit dem Trotzkopf kannst du sonst noch etwas erleben!" Frank nickte nur und ging dann. Raste die breite Treppe hinunter. Im Schloßhof suchte er vergeblich seinen Wagen. Einer der Chauffeure meldete ihm, daß eine junge Dame mit dem roten Wagen fortgefahren sei. „Mit dem Chauffeur?" „Jawohl, gnädiger Herr.“ „Danke! Sagen Sie, wem gehört Ihr Wagen?“ „Graf Auerbach!“ „Dann fahren Sie mich sofort in die Stadt. Ich kenne den Herrn Grafen persönlich und werde morgen telephonisch mit ihm sprechen.“ „Jawohl!“ Bald darauf fuhr Frank Dahlmann vor seiner Villa vor. Er gab dem Chauffeur einen hohen Betrag. „Hier, für Sie, und melden Sie Ihrem Herrn noch heute abend, daß ich den Wagen benützt habe.“ Doktor Dahlmann sah zu den Fenstern hinauf, die zu Lores Zimmern gehörten. Wie nun, wenn sie nicht hier war? Er war doch auch seinem Wagen nicht begegnet? Der konnte zufällig ein paar andere Straßen im Stadtinnern entlang gefahren sein, ehe er die Landstraße nach Loringen zu wieder benützte, denn der Chauffeur würde ja unverzüglich wieder weggefahren sein. Zorn und Sorge waren im Herzen des Mannes. Wenn er nur erst wüßte, ob Lore hier war! Endlich war er oben. Alles blieb still. Die Dienerschaft schien zu schlafen. Also mußte Lore, wenn sie hier war, sehr vorsichtig gegangen sein. Frank betrat das Zimmer Lores und machte Licht. Hastig sah er sich um. Nichts. Er schritt weiter— kam in ihr Schlafzimmer. Die Ampel brannte matt und sandte ihr Licht über alle Gegenstände, mild, verschleiert. Im Sessel am Fenster kauerte eine schmale, feine Gestalt und schluchzte wild. Lore! Sie hatte vielleicht nicht einmal sein Kommen gehört. Lore blickte auch nicht auf. Da glaubte Frank, sie zu verstehen. Sie hatte das große, wahre Glück der Schwestern mit ansehen müssen, und nun war sie eben fortgelaufen, weil sie nicht länger unter all den fröhlichen Menschen weilen konnte. Weil sie selbst nicht glücklich geworden war. Frank Dahlmann schien es plötzlich eine übergroße Ueberhebung, daß er hatte glauben können, sie finde sich langsam zu ihm. Ganz ratlos mochte dieses junge Menschenkind sein. Seelisch vollkommen zermürbt. Und nun wollte er ihr vielleicht noch Vorwürfe machen? Leise trat er näher. „Lore!“ Sie blickte auf, aber gleich sank ihr blonder Kopf wieder auf die Seitenlehne des Sessels.(Forts. folgt.) Welche nationalen Verbände oebenne 99045* nusführungsbestimmungen des Reichsarbeitsministers zum Gesetz über die Versorgung nationater hampfer Der Reichsarbeitsminister hat, wie das B93.= Büro meldet, zu dem Gesetz über die Versorgung der Kämpfer für die nationale Erhebung umkangreiche Ausführungsbestimmungen erlassen, in denen insbesondere auch die nationalen Verhände aufgezählt werden, deren frühere Mitgliedschaft ebenfalls eine Versorgungsberechtigung begründet. Es handelt sich vorläufig um s6 Perbände, und zwar: Organisation Roßbach, Verband nationalgesinnter Soldaten, Adler und Falken, Brüder vom Stein, Organisation C. Organisation Escherich, Bund OberBund Wiking, Reichsflagge, Reichskriegsflagge, Bund Westküste, Frontsoldatenbund München, Bund Olympia, Jungdeutscher Treubund, Deutschbanner Schwarz=Weiß=Rot und Organisation Bismarck. Sollten ehemalige Angehörige anderer Verbände ebenfalls Versorgung beantragen, so muß die Entscheidung des Ministers herbeigeführt werden. Jeder erstmalige Antrag auf Versorgung ist von den Versorgungsämtern zunächst der Hilfskasse in München juzuleiten. Stimmt die Hilfskasse dem Antrage nicht zu, so ist er abzulehnen. Gegen die Entscheidungen der Versorgungsämter kann dann noch der in München gebildete Ausschuß angerufen werden, der die Bezeichnung führt„Ausschuß für Versorgungsansprüche der Kämpfer für die nationale Erhebung beim Hauptversorgungsamt Bayern“. Bei Anträgen von Angehörigen des Stahlhelms wird sich die Hilfskasse mit der Sozialabteilung im Stahlhelm=Bundesamt ins Benehmen setzen, bevor sie zu dem Antrag Stellung nimmt. Aehnlich soll, soweit das möglich ist, bei Anträgen ehmaliger Angehöriger der genannten nationalen Verbände verfahren werden. Gleichzeitig werden Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetz erlassen, wonach Gesundheitsschädigungen, die jemand als Angehöriger einer staatsfeindlichen Partei im Zusammenhang mit inneren Unruhen erlitten hat, keinen Versorgungsanspruch begründen. Im Einvernehmen Der Kathollk im neuen Dentschlaud einen Maserdehalter, einen Sauersofapparat, Eiue Eusprache von Staatzsektriütr Dopse, einen Funlapparat mit auftlappbarem Mast füe hielt Staatssekretär Dauser in seiner Eigen den Fall von Rotlandungen auf der Erde uns Anläßlich eines Presseempfanges in München einen Vorrat von Leuchtkugeln mit sich. Unter schaft als Mitglied der Reichsleitung der Ar dem Rumpf der Maschine ist ein besonderer beitsgemeinschaft katholischer Deutscher eine An= Brennstoffbehälter angebracht, der Treibstoffe für sprache, in der er ganz Süddeutschland als sein einen Flug von etwa 2000 Klm, fassen kann. besonderes Arbeitsfeld bezeichnete. Unabhängig von seiner Stellung als Leiter der Abteilung für Arbeit und Fürsorge arbeite er im Auftrage des Führers daran mit, den katholischen Volksteil für den neuen Staat endgültig zu erringen. Die katholische Weltanschauung ist im wesentlichen in den grundsätzlichen Fragen mit dem Nationalsozialismus verwandt. Der katholische Todesurteil in Passan Das Schwurgericht beim Landgericht Passan verhandelte gegen den 48jährigen Braumeister Nationalsoztalsmus verwandt. Der kgthalische Wilhelm Draxler aus Than in Niederhavern. Pecitneg eino t) g.„##g dig Zeiten,#: Brauereibesitzer Meiereder Mensch muß sich nur befreien von Ansichten, der am 18. Juli 1933 in den frühe Hemmungen und Auffassungen, rie vir geuen, stunden den dortigen Deauereivesitzer Meiereder die der Parteien und des Parlamentarismus, im Bett überfallen und durch Messerstiche so ihm aufgezwungen haben. Der katholische schwer verletzt hatte, daß er noch am gleichen Mensch muß das Gift erkennen, das ihm von Abend verstarb. Draxler wurde dem Antrage des politischen Geschäftemachern in unverantwort Oberstaatsanwaltes entsprechend des Verbrechens licher Weise jahrelang eingeimpft wurde. Die des Mordes für schuldig defunden und zur Tokatholische Kirche soll und muß in reliaiösen Fra= dezstrafe unter Aberkennung der bürgerlichen mneren Unruhen erlitten bat, keinen Perign licher Weise jahrelang eingeimpft wurge.„Due des Mordes für schuldig befunden unk gungsanspruch begründen. Im Einvernehmen Athotische Rleche soll und muß in religiösen Fra= erstlafe unter Aberkennung der bü mit dem Reichsinnenminiter bestimmt der gen auf ihrem Standpunkt und Recht beyarren. Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. Reichsarbeitsminister, daß als staatsfeindliche Sie foll und muß aber auch mithelfen, freudig Sinne des Gesetzes die Kommunistische#ithelfen, diesen falschen Geist, der heute noch— Jüdische Paßfälscherbande ausgehobel Partei im Sinne des Gesetzes die Kommuniszuche mithelfen, diesen falschen Geist, der he Partei gilt, ferner die Sozialdemokratische Bar= in böser Absicht aus manchen Quellen fließt, aus tei, diese aber nur insoweit, als es sich um innere den Reihen der gläubigen Katholiken hinauszuUnruhen handelt, die nach dem 30. Juni 1933 jagen und die Maske denen, wo sie auch stehen stattgefunden haben. Anträge auf Entziehung wollen, herabzureißen, die die innere Ruhe und einer Versorgung sind unter Beifügung gutachtlicher Aeußerungen dem Reichsarbeitsminister vor der endgültigen Entscheidung vorzulegen. Ebenso ist die Entscheidung des Ministers herbeizuführen, wenn im Einzelfalle Zweifel bestehen. ob es sich um eine staatsfeindliche Partei oder um die Förderung der Bestrebungen einer staatsfeindlichen Partei handelt. Deutscher Ertheneinteibertras Friede zwischen Mietern und Vermietern den Frieden in Deutschland verantwortungslos zu stören beabsichtigen. Wir Nationalsozialisten sind gekommen, um Deutschland zur Einigkeit zu bringen und in einem zähen Kampf, wo jeder anständige Mensch auf den andern angewiesen'st, unseren Kindern Freiheit wiederzugewinnen. Wir sind aber nicht gekommen, um Reliaionskriege loszulösen. Wer das glaubt. Staatssekretär Dauser betonte zum Schluß. Wie aus Warschau gemeldet wird, fanden in Pultusk bei einigen jüdischen Gemeinderatsmitgliedern Haussuchungen statt. Der Vorsitzende des jüdischen Gemeinderats und vier Mitglieder wurden verhaftet. Da die Bücher der Gemeinde versiegelt und beschlagnahmt wurden, dürfte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft mit Unsauberkeiten zusammenhängen. keit wisse mit dem Führer und. zessen„Stellpgxe treter, wie auch, was ihn besonders personlich den vorgenommen. Einige Personen sind festge Die scharfe Betonung der Interessengegensätze, die vor der nationalen Erhebung unser Volksleben vergiftete, hat auch das Verhältnis von Mieter und Vermieter im allgemeinen überaus ungünstig beeinflußt. Ein guter Teil der zwischen beiden Volksgruppen bisher bestehenden Kampfstimmung war darauf zurückzuführen, daß die allgemein gebräuchlichen Mustermietverträge in einseitiger Wahrnehmung der Vermieterinteressen die in dem Gesetz dem Mieter eingeräumte Rechtstellung oft unbillig verschlechterten. Der Wandel in der politischen und sozialen Grundeinstellung des. Volkes mußte sich auch hier auswirken; auch hier mußte die Erkenntnis kommen, daß Mieter und Vermieter auf dem Wege einseitiger Vertretung nur des eigenen Interessenstandpunkts nicht fortgehen dürfen, sondern sich als Glieder des Volkskörpers im Gemeinschaftsgedanken finden müssen. Deshalb wurden schon vor einiger Zeit im Reichsjustizministerium Verhandlungen zwischen den maßgebenden Ressorts des Reichs und Preußens über die Bekämpfung der auf dem Gebiete der Formularmietverträge bestehenden Auswüchse eingeleitet. Ihr Ergebnis war der Entwurf eines neuen Mietvertragsmusters, dessen Ziel eine beiden Teilen verständnisvoll Rechnung tragende Ausgestaltung des Verhältnisses von Mieter und Vermieter zu vertrauensvoller Hausgemeinschaft ist. Ganz unabhängig hiervon hatte sich, von dem gleichen Gemeinschaftsgedanken durchdrungen, auch der Zentralverband Deutscher Haus= und Grundbesitzervereine unter der Führung seines Präsidenten, des Obersturmbannführers Tribius, mit der Frage der Einführung eines neuen Mustermietvertrags beschäftigt. Der Entwurf, zu dem er dabei gelangte, kam dem behördlichen so nahe, daß beide sehr leicht in Uebereinstimmung gebrecht werden könnten. Am 2. März 1934 gelang es dann dem Reichsjustizministerium, eine Einigung zwischen den Führern des deutschen Hausbesitzes(Obersturmda infuhrer Tribius) und der deutschen Mieterschaft(Pg. Herrmann) über das neue Muster eines deutschen Mietvertrages herbeizuführen. Veide Parteien waren daruber einig, daß sie sich jetzt nicht mehr als Gegner gegenüberstünden, sondern daß sich ihr gegenseitiges Verhältnis der heutigen Auffassung entsprechend auf dem Boden der Interessengemeinschaft und der Volkszusammengehörigkeit aufbauen müsse. Im Geerfreue, mit Kardinal Faulhaber. Denen, die nommen. alauben, ihm oder seinen Mitarbeitern bei der Ausübung seiner schweren Pflicht in hinterhälgensatz zu den bisher gebräuchlichen Vertrags- tiger Form störend entgegenzuarbeiten, rufe er formularen, in deren komplizierten Vorschriften heute in aller Oeffentlichkeit eine allerletzte Warsich die Vertragsteile vielfach nicht zurechtfinden nung zu. konnten, enthält das neue Vertragsmuster klare, kurze und volksverständliche Bestimmungen, die Gewinnauszug 5. Klasse 42. Preußisch=Süddeutsche (268. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten keinem Teile übermäßige, mit gesundem Rechtsempfinden unvereinbare Leistungen auferlegen. De. Fenkenlorkruns beutscher Haus= und GrundEnglands Heereshaushalt erhöht Der Zentralverband deutscher Haus= und Grund=] Die Ausgaben für das englische Heer sind für besitzervereine e. V. und der Bund Deutscher das kommende Rechnungsjahr auf 30 600 000 Mietervereine e. V.(Sitz Dresden) werden die Pfund Sterling festgesetzt worden Das bedeutet ihnen unterstellten Verbände anweisen, nur im Bergleich zu den Ausgaben für das Jahr noch dieses neue Mietvertragsformular auszu= 1933 eine Erhöhung um 1 650000 Pfund Stergeben und die bereits im Verkehr befindlichen ling. Wie mitgeteilt wird, bleiben die neufestFormulare nach Möglichkeit zurückzuziehen. Die gesetzten Ziffern um 330,000 Pfund Sterling Vermieter= und Mieterverbände sollen des wei= hinter denen des Jahres 1931 zurück. Durch die teren auf ihre Mitglieder dahin einwirken, daß Erhöhung werden noch nicht die Einsparungen nur noch dieses deutsche Einheitsmietvertrags= ausgeglichen, die besonders im Jahre 1932 angemuster beim Vertragsabschluß verwendet wird. sichts der Finanzkrise vorgenommen worden Anderseits soll es den Parteien nicht verwehrt sein, zur Anpassung an den einzelnen Fall besondere ergänzende Vereinbarungen zu treffen. Der Zentralverband Deutscher Haus= und und Grundbesitzervereine wird jedoch eine Liste derjenigen schon eingangs gekennzeichneten Vertragsklauseln veröffentlichen, der von den Hausbesitzern selbst als unsozial mißbilligt werden und deren vertragliche Vereinbarung den Mitgliedern untersagt sein soll. Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II waren. Ein neues englisches Militärflugzeug Die britischen Luftstreitkräfte haben, wie die „Times“ meldet, ein neues Militärflugzeug erworben, das im mittleren Osten verwendet werden soll. Das Flugzeug, das den Namen„Vickers Vincent“ führt, hat drei Mann Besatzung. NeHausfrau und Wirtschuft Staatssekretar reder auf einer haustrauentagung 129204 36034 155707 162693 7143 182383 194750 15989 28408 36317 5691 164266 173162 188483 198437 212758 216787 Die 52 Vereine der Zentrale der Hausfrauenvereine Groß=Berlins hielten am Donnerstag unter der Leitung von Frau von Papen eine Landesverbandstagung ab, auf der Staatsserretär Feder zu dem Thema„Hausfrau und Wirtschaft“ Stellung nohrz, emartichtet Er ging aus von der Verantwortiichleit der Frau über das vom Manne verdiente Geld; 60 bis 80 v. H. des Nationaleinkommens gingen auf diese Weise durch die Hände der Frau. Das zeige die Verantwortlichkeit, die der Frau auferlegt sei. Die richtige Verwendung des Geldes müsse daher erlernt werden. Die Gedankenlosigkeit oder das Unverständnis der früheren Regierungen habe duzu geführt, daß 1928 fast 4.2 Milliarden Mark für entbehrliche Lebensmittel, die zum größten Teil auf deutschem Boden zu ereitir in Tem Mäsunienheiker,? Streiks auf Huba— Vertassung außer Kralt gesetzt Die Londoner„Times“ melden aus Havanna, 99 gußer den Werftarbeitern in Havanna auch die Tabakarbeiter feiern. Die Zeitungen können, da die Drucker und Setzer die Arbeit niedergeI#t haben, nicht erscheinen. Auch die Angestellten der in amerikanischem Besitz befindlichen euva=Eisenbahn sind im Ausstand. Der Zugverkehr wird von Militär aufrechterhalten. Auf den Staatssekretär Dr. Cosme de la Toriento wurde ein Anschlag versucht. Jedoch versagte das Maschinengewehr der Attentäter; die entkamen. Nach einer Havas=Meldung aus Havanna wurden dort etwa 50 Personen, darunter 38 Lextilarbeiter, festgenommen. Diese Verhaftun85.drachten die Bevölkerung so auf, daß sie die Vonzei zwang, die Gefangenen wieder freizulassen. Um Mitternacht haben die Kraftdrosch= kenkutschenführer die Arbeitsniederlegung beschlossen. Auch die Fleischer und die Verkäufer sowie die Metallarbeiter befinden sich im Ausstand. Gerüchtweise verlautet, daß im Militärlager von Columbia 50 Soldaten verhaftet worHavas berichtet weiter aus Havanna, daß durch eine nachts veröffentlichte Verordnung die verfassungsrechtlichen Garantien auf 90 Tage außer Kraft gesetzt wurden. Die Regierung habe somit praktisch die Diktatur eingeführt. Das Innenministerium stehe auf dem Stanvpunkt, daß die Arbeiterorganisationen durch ihre Weigerung, sich aufzulösen, von selbst der Auflösung anheimfielen. Alle Arbeiterorganisationen würden seitens des Innenministeriums als kommunistisch angesehen. zeugen seien, ins Ausland gingen. Allein auf Obst, Gemüse und Südfrüchte entfielen 755 Millionen Mark. Zu einer Zeit, wo die deutschen Geflügelfarmer um ihre Existenz gerungen hätten, seien für 294 Millionen Mark Eier eingeführt worden. Die Hausfrau solle sich Rechenschaft darüber ablegen, daß für jede 2000 Mark Einfuhr eine deutsche Arbeiterfamilie brotlos werden würde. Wir brauchten Gemüse nicht zur Unzeit zu essen, sondern sollten hierfür den Zeitpunkt wählen, wenn es in genügenden Mengen auf deutschem Boden wachse. Als ein Erfolg der Erziehung sei es zu verbuchen, daß dieser übermäßige Verbrauch zu falschen Jahreszeiten heute bereits stark zurückgegangen sei. Die Einfuhrzahlen seien für Eier auf 78 Millionen. für Obst von 225 Millionen auf 113 Millionen, für Gemüse usw. von 138 auf 47 Millionen gesunken. Aehnlich verhalte es sich auch mit den Fertigfabrikaten, habe doch hier, um nur ein Beispiel zu nennen, allein der Verbrauch von ausländischen Lippenstiften zwölf Millionen ins Ausland gezogen Staatssekretär Feder betonte, daß es ihm fernliege, eine Ablehnung der ausländischen Fabrikate oder Erzeugnisse im allgemeinen zu verlangen. Es sei aber ein strenger Strich zwischen entbehrlichen Dingen und den notwendigen Einfuhrerzeugnissen, wie Rohstoffen usw., zu mochen. Warenaustausch wäre notwendig und nichts sei zur Verbindung der Weltwirtschaft besser geeignet, als ein lebhafter Warenaustausch. Ueber allem aber stände das Wort: Erst kommt mein Volk und dann die anderen. In Lvon überfielen Kommunisten Mitglieder der „Action Francaise“. Ein Andänger derselben wurde schwer verletzt. Zwei Rizzaer Banklers. Septe und Pralone, sind wegen Vertrauensmißbrauchs und Betruges verhaftet werden. 24. Ziehungstag 7. März 1934 On der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 8 Gastuns m. 5000 Nr. 126945 33316; B63 6 Gewinne zu 3000 M. 28782 303107 16 Gewinne iu 2000 M. 7650 122976 149005 166942 171874 297267 827167 363232 24 Gewinne in 1000 M. 1784 10415 32532 42262 108360 193623 226826 252185 309246 339115 60 Lepians in 500 m. 10549 21229 38573 99358 70937 81974 102921 109379 116720 119050 143909 147686 179448 199805 234069 234947 236983 244815 251747 269907 263455 271227 283993 285949 342559 343253 844 Levinge we 300 di. 2187 8426 10142 15654 16893 19482 25230 29682 30656 36596 36683 87866 89447 89720 40606 40903 49056 50065 55398 56213 59086 60319 60751 62241 64001 64965 65231 70230 72668 73103 75818 76854 78164 81690 82412 83810 83980 85346 86807 87037 68727 88843 88960 90276 95051 95521 96433 97116 100478 191578 109382 120334 121859 123254 125247 31044 132381 133927 136294 137114 139355 152083 154409 158610 160139 160977 162539 164648 165893 166056 166671 174266 174399 177232 178113 188879 191050 191205 192718 223683 223337 291394 298893 234885 234674 237006 239091 239900 238971 240310 246965 249659 249997 257775 259441 259635 259861 260783 261557 261906 26.791 263719 270521 273053 278331 283677 286978 288341 292367 295966 299175 307968 309044 308435 311569 814545 816180 322760 325960 327980 329376 832738 332949 334 53 834922 337702 342357 342925 343816 344358 344537 34735s 852278 352934 353860 355043 359743 363393 865016 370212 374404 376866 378394 378757 381357 383851 886484 387688 883024 397780 On der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 3000 aR. 376211 6 Cewinne zu 3000 M. 104115 164756 812831 12 Gewinne zu 2000 M. 8101 28527 173737 215954 369564 397160„ glng n 6 Gewnne in 1000 fl. 76808 122428 1300gg 84 Gewinne iu 500 0. 32599 47744 67847 90972 135278 179423 167488 235292 269617#69ggg 280967 290196 317368 334119 332 Cevinne zu 300 M. 3195 5143 7209 7468 8544 10280 10570 11686 16062 16580 18370 21616 26199 28451 31335 32731 33556 84969 86053 36682 36968 40655 44382 45023 45890 51595 53529 58839 60992 61060 62361 78897 51963 84629 84836 91184 94288 98238 103510 104964 107698 109079 109722 111030 j1928 15020 119640 119773 121256 121432 121377 124169 126512 127450 128038 128550 133074 133498 141368 141606 148295 151380 156934 157906 159760 159827 160701 170413 173374 175151 176295 184591 190448 190933 200326 203053 205705 206386 207137 207310 210832 214554 214718 217014 217282 217877 220355 220541 230339 231506 235464 236764 239201 243374 244403 248551 249457 250389 251449 256113 257681 253653 260450 263553 264136 265942 268162 271234 271249 274686 276906 277757 282608 282731 234225 289085 289975 290269 291640 292390 300288 300385 300669 301969 303364 811635 312323 318854 320272 321352 826900 335290 341048 343064 343504 343553 844570 347112 347884 347948 352183 856902 356120 360344 960707 360839 363685 364269 370285 374117 S74862 377543 383419 883512 385268 392637 393231 395090 396046 396790 899720 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Rummer sind zwei Prämien zu se 1000 RM gesallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen 1 und 11: 160912 167679 174607 235383 280523 807662 840623 341825 364066 392246 In Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu## 1000000, 2 zu se 30000, 2 zu je 10.00, 36 zu se 5000, 58 zu je 300, 82 zu je 2000, 108 zu je 1009, 504 zu se 500, 8262 zu je 300 und 120 Tagesprämien zu je 1000 Mark. 276471 287133 297271 309720 324812 Unserg 4seitige Preisliste für die kommenden Ge Frühjahrs-Käufe ist in Ihren Händen. Sie stellt ein klares Spiegelbild unserer Leistungen dar. IInsorg Bestrebungen sind, gute Qualitäten in Ess immer größerer Auswahl in tonangebender Geschmacksrichtung sehr preiswert anzubieten. Unsorg Leistungen haben den Rut unseres Hauses begründet. Fahren Sie nach Iser.ohn! Der Einkaut Ihrer FrühjahrsKleidung, ob für die Dame, für den Herrn oder das Kind wird Sie in jeder Hinsicht befriedigen. 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August 1904 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß dagegen von den Eigentümern, Nutzungsund Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist von 21 Tagen bei dem von dem Verbandsausschuß des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk beauftragten Bürgermeister zu Westhofen Einspruch erhoben werden kann. Holzen, den 3. März 1934. Der Gemeindevorsteher: gez. Rüping. ein= und mehrfarbig nach eigenen oder fremden Entwürfen schnell und preiswert Co#s Braus Große Marktstraße 3— 5 Samstag, den 10. d. M., vormittags 8 Uhr, wird auf der Freibank das Fleisch einer Kuh und eines Schweines z. Preise von 35 Pfg. bzw. 50 Pfg. pro Pfd. verkauft.(510 Schlachthofverwaltung. 2 möbl. Zimmer mit Morgenkaffee evtl. voller Pension zu vermieten. Zu erfragen Kampstr. 7 2 ZimmerWonnung sofort zu vermieten. Zu erfragen Heldestraße 102 Mobl. Zimmer vom Dipl.=Ing. für sofort gesucht. Offerten unter 506 an die Geschäftsstelle ds. Zeitung. 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