BONWUE! Sammte Zeitung! Geragm ulchentie a Planig, Chraiuuum 1# Pfs. Drutk u. Besleg von C. Otem, Schwerte(Rudr), Wben Serniie be be Bug ennet d. iunn Sbeene. bruen urd Verbunden mit: Schwerter Schwerter Volkszeitung Weltsblalt Weshofener Zeitung Laugscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Ane v. Lie.e. ce hater 16 Nr. 41 für den nördlichen Tell des Landkreises Iserlohn V. Jehnggng odesopfer„ungeheuer groß Ahlung vom Ausgung der Trügbdie... Wieder normaler Verkehr Aus Wien, 16. Febr., wird gemeldet: Die Absperrungen sind im Stadtinnern im wesentlichen aufgehoben. Drahtverhaue und Polizeistreifen sind von den Straßen verschwunden. Die Straßenbahnen verkehren wieder in vollem Umfange. Die öffentlichen Gebäude werden jedoch weiterhin von Truppen und Polizei bewacht. Das Kriegsmaterial des Arbeiterschutzbundes Die Verlustliste der Regierungsseite Die Waffensuche der Truppen und der Polizei in den roten Gemeindehäusern in zwölf Bezirken hat nach den bisherigen Feststellungen, jedoch ohne Bezirk Florisdorf und Ottakring, zu der Beschlagnahme von nachstehendem Kriegswateriol geführt: hre 3g76 Gemehre 3700 73 Maschinengewehle, 3270 Gewehre, 3700 Revolverpistolen und 228000 Patronen. Die meisten Maschinengewehre sind nach diesen Feststellungen in dem Arbeiterviertel Favoriten gefunden worden, und zwar 28 Maschinengewehre und 520 Gewehre. Das Viertel Schmelz zeichnet sich durch 3000 Revolverpistolen und 19000 Schuß Infanteriemunition aus. Da jedoch das Ergebnis der Waffensuche der Hauptkampfabschnitte in Floridsdorf= und Ottakring fehlt, muß für das Endergebnis mit weit höheren Ziffern gerechnet werden. Weiter ist festgestellt worden, daß in den lebenswichtigen Betrieben, in Lebensmittellagern, Konsumvereinen und städtischen Betrieben ein großes Rest von Feldtelephonen und Telegraphen angelegt war. Die verhafteten Schutzbündler haben erklärt, daß diese Anlagen schon vor längerer Zeit in die Betriebe geschafft worden seien. 6 seht Ferner wird mitgeteilt, daß insgesamt ois jetzt in Wien 2500 Angehörige des ehemaligen Republikanischen Schutzbundes verhaftet worden Nach offiziellen Angaben betragen die Verluste auf der Regierungsseite in Wien 133 Tote und 375 Schwerverletzte. Von den Toten gehörten 24 der Polizei an, sechs dem Bundesheer, acht dem Freiwilligen Schutzkorps und 95 Tote sind Zivilpersonen. Unter den Schwerverletzten befinden sich 255 Zivilpersonen. Was tut die Regierung weiter? Die Regierung schreitet in der Säuberung der Wiener Verwaltung von sozialdemokratischen Elementen weiter fort. Das alte Wappen der Stadt Wien, der Doppeladler, ist wieder eingeführt worden. Aus den Amtsräumen des Rathauses verschwindet der sozialdemokratische Bilderschmuck. In den Schulen und in der Schulverwaltung sind sämtliche sozialdemokratischen Persönlichkeiten von ihren Posten enthoben worden. Die zahlreichen Standrechtshandlungen in Wien, St. Pölten und Steyr gehen weiter. Mit der Rückkehr ruhiger Zustände entsteht für die Regierung die ernste Frage, was nun geschehen soll. * Dem Vertreter der„Morning Post“ gegenüber hat Fürst Starhemberg erklärt, es werde unvermeidlich sein, dieser Tage einige sozialdemokratischen Führer zu hängen, allerdings sei er mehr für Erschießen als für Hängen. * John Seqrue meldet der„News Chroniele“ aus Wien: Die Erwartung, daß die österreichische Arbeiterschaft in ihrer Verzweiflung zu den Nationalsozialisten übergehen werde, hat sich bereits bestätigt.„Lieber Hitler als Dollfuß“ und ähnliche Worte konnte ich bei einem Besuch in einem Arbeiterviertel hören, das schwer unter der Beschießung gelitten hat. Die Zeitungen fahren auf Weisung von oben her fort, irreführende Darstellungen über die Ursachen und den Verlauf der Unruhen zu veröffentlichen. Um dem Publikum die volle Kenntnis der Tatsachen vorzuenthalten, hat die Heimwehr am Donnerstag die Geschäftsstellen der größten Zeitungvertriebs: gesellschaften übernommen, um die auslandischen Blätter einer Zensur zu unterwerfen, bevor sie an Zeitungshändler gehen. * Reuter sagt, daß die Zahl der Todesopfer ungeheuer groß sei. Es sei schwierig, verläßliche Schätzungen über die Toten und Verwundeten zu erhalten. In amtlichen österreichischen Kreisen werde strenges Schweigen über diesen Punkt bewahrt. Das Ergebnis davon sei, daß die Massen auf der Straße in Wien kein Ahnung von dem Ausgang der Tragödie haben. Das vierte Todesurteil in Wien Das Standgericht in Wien fällte am Freitag das vierte Todesurteil. Der Gruppenführer des Republikanischen Schutzbundes, der Arbeiter Karl Swobota, der verheiratet ist und drei Kinder hat, wurde vom Strafsenat zum Tode durch den Strang verurteilt. Zwei weitere Schutzbündler wurden den ordentlichen Gerichten überwiesen. wieder aufgenommen worden. Auch in Ebensee im Salzkammergut, wo noch am Donnerstag ein kurzer Aufstand des Schutzbundes aufflackerte, stehen Verhandlungen wegen der Wiederaufnahme der Arbeit vor dem Abschluß. Die Anrufung des Völkerbundes „zunächst in den Hintergrund getreten“ Zu Meldungen über eine Vertagung der von Regierung bereits beschlosenen Zauriheng 500 Wiener Juden nach Lodz geflüchter Wie der regierungsfreundliche„Kurjer Czerwonny“ meldet, sind in Lodz und Umgebung bereits 500 jüdische Flüchtlinge aus Wien eingetroffen. In Kreisen dieser Flüchtlinge besteht, wie es in der Meldung weiter heißt, die daß die Kämpfe in Oesterreich eine völlige Niederlage der Sozialisten herbeiführen würden. Da die Juden auch in der österreichischen Sozialdemokratie eine führende Stellung einnehmen, sei befürchten, daß die nationalen Kreise, die in Oesterreich nunmehr zur Macht gelangen würden, alsbald mit Maßnahmen gegen das Judentum vervortreten dürsten. Auch in Warschau sind, wie die Warszawska“ meldet, schon Flüchtlinge,.## Studenten, eingetroffen. Das Blatt forderr sofortige Verschärfung der Aufnahmebedingungen an den Hochschulen. England und Frankreich raten Dollfuß Mäßigung an In der englischen Presse, deren Hauptinteresse ach wie vor den österreichischen Vorgängen gilt, bebu uiger Geaite ertikrt, duahz ine wieh elgenein die Besfggseldieht goruseiegr tung eine Aenderung der Lage ergeben. dem Vursegenützer dert gaftnung Ausheue ge. Bauer und Deutsch in Preßburg Wie Prager Blätter melden, sind die beiden österreichischen sozialdemokratischen Führer Dr. Otto Bauer und Dr. Julius Deutsch, letzterer am linken Auge verwundet, in Preßburg eingetroffen. In der Nähe von Preßburg haben auch mehrere Gruppen von Arbeitern, unter ihnen 4 gierung gegenüder der Hossnung ausbrau gegeben, daß diese Milde zeigen werde. Die neue französische Regierung habe, wie es heiße, in Wien ähnliche Ratschläge gegeben. Großbritanniens Rat sei im Verlaufe diplomatischer Erörterungen gegeben worden und habe keinen formalen Schritt bedeutet. Dr. Hugh Dalton, der in der letzten englischen eunu, beeug, Aurden u. at alseseheaete eesl e ie e Die Aufdeckung des Aufstandsplanes.„Hrenze überschritten. Sie Teilweise Grenzsperre von Oesterreich mit einer ungünstigen Haltung der britischen Renach Ungern gierung gemeinsam mit d nach Auguen Laut einer Meldung aus Oedenburg hat die österreichische Regierung das Ueberschreiten österreichisch=ungarischen Grenze zu Fuß und mit Fahrzeugen bis auf weiteres verboten. Das„Neue Wiener Tageblatt“ veröffentlicht einen Bericht über die Aufdeckung des Aufstandsplanes, in dem es heißt: Die verbrecherischen Pläne wurden durch die eigentlich unscheinbare Wahrnehmung eines Wachtbeamten aufgedeckt, dem an einem Abend auf dem Ring ein Mann mit einem umfangreichen Paket auffiel. Der Polizist glaubte, es handele sich um Papierböller und fragte, was der Inhalt des Paletes sei. Er erhielt die Antwort, es seien Zündsteine, die er auf der Straße von einem Unbekannten gekauft habe. Der Verdächtige, ein sozialdemokratischer Gemeinderat aus Schwächart, wurde der Polizei übergeben, und bei Oeffnung des Paketes fand man darin Sprengpatronen. Bei den umfangreichen Haussuchungen, die sich daran schlossen, fand man nicht nur reiches Waffen=, Munitions= und Sprengmaterial, sondern auch eine umfangreiche be.. I„Vseratvetr etge. ozialsonus bedingten neuen Gepräges noch in gierung zu rechnen haben. Hätte die jetzige Regiekung gennihan, mit der französischen Regierung eine solche Warnung ergehen kassen, so hätte dem Blutvergießen in Wien Einhalt getan werden können. Dalton fügte hinzu, Hendersons Warnung sei privatim erfolgt. verschiedene Führer Partei mit den rabitalen Fuhrern der aufgelösten kommunistischen Partei Vereinbarungen getroffen hatten, um gemeinsam gegen die Regierungsgewalt vorzugehen. Haussuchungen bei kommunistischen Führern förderten schwerwiegendes Material zutage. Die Vereinbarungen reichen auf die Zeit zurück, in der der Nationalrat ausgeschaltet worden war. Unterirdische Gäuge in Das„Neue Wiener Journal“ berichtet, in Linz Dio Watendertenun 3 durch moralisch einwandtreie, sachkundige Haufleute Sinne des Einzelhandels werden, der ledig*—. gewügend Kapital zur Eröffnung Die in Deutschland durch über 750000 Läden des Einzelhandels mit etwa ebensoviel Beschäftigten vollzogene Warenverteilung wird wesczialismur vreingten neuen Erprager Noch in diesem Sommer erhalten. Zwischen den berufenen Vertretern des Handels, der Unternehmer wie der Kaufmannsgehilfen sind, wie das 393= Büro meldet, die entsprechenden Erörterungen im Sinne und Geiste berufsständischer Gemeinschaftsarbeit zum Segen des deutschen Volkes und des Handels schon weitgehend gediehen. Wenn am 30. Juni 1934 die Sperre für die dde deue Boeder eueng be, zisten, dus Erichtung neuer Einzelhanbesgeszäife,. 8e. sei es gelunggx ein Hedeilmny), 9.—.,„,itern schwindet, dann wird bereits die Basis geschafn den erten Logen des Austondes den bene., ien sein für die gesunde Fortentwiclugg, eies vedenu g Ziezerweg, Schlle und lechzisch und worisch hochlekgbez, tihe,. bereitet bobe. e Lsestergrsunt guf der Kaufmannstandes, für den die deutsche SroouDamephof in Linz seien ersurmt und nach bau jich nicht nur in eine Preisstala verwanWaffen durchsucht worden. Trotz des negativen tion# n.„ Ergebnisses seien bold darauf die RegierungsEegebungte, getien sald darauf die Regierungs. kontingente wieder von dort aus beschossen worden. Nunmehr habe die Gendarmerie unterirdische Gänge zwischen diesen beiden Gebäuden und dem nahegelegenen Krankenhaus aufgespürt. In dem Augenblick des Sturmes hätten sich die Aufständischen durch die Gänge auf ungefährdetes Gebiet zurückgezogen, um wieder aufzutauchen, wenn die Truppen glaubten, jede Gefahr beseitigt zu haben. Teilweise Wiederaufnahme der Arbeit Nach einer Meldung aus Linz ist, in deg großen Papierfabriken von Steiermübl vir Arbeit oeln läßt, sondern für den sie eine Qualitätsfkala darstellen wird. Zwei große Grundsätze sollen dabei im Vordergrund stehen: 1. Die Warenverteilung aus letzter Hand darf in Zukunft nur noch von Personen durchgeführt werden, die nicht nur in moralischer Beziehung einwandfrei sind, sondern die nachweislich als geschulte Sachkenner die Gewähr für verantwortungsbewußten Dienst am Kunden und an der deutschen Qualitätserzeugung bieten. Es darf also nicht mehr ohne weiteres jedermann Warenverteiler im e 4 A lich über genugens Kupilal zur Sroffnung eines Ladens verfügt. 2. Dem fachkundigen, gelernten, angestellten deutschen Kaufmannsgehilfen wird der Weg zum Selbständigwerden geebnet. Der Gehilfe wird, wenn er auch selbst sehr oft nur über bescheidene Ersparnisse verfügen dürfte, um so eher Kredithilfe für die Selbständigmachung erhalten, als das für die Warenverteilung immer ausreichend zur Verfügung stehende Kapital dann keinen Unterschlupf mehr bei Warenhäusern, Großfilialbetrieben, Einheitspreisgeschäften usw. findet, für die Sperre kaum verschwinden wird. Andererseits geht der Geldgeber kein ausschließliches Risiko ein gegenüber dem berufsständisch betreuten, nach dem Begriff der Kaufmannsehre arbeitenden kleinen oder mittleren Einzelhändler, dessen Absatz und damit Rückzahlungsfähigkeit durch seine Qualitätsarbeit und seine sachkundige Einsetzung gewährleistet erscheint. Gegebenenfalls kann zur Erleichterung der Zulassung befähigter Gehilfen zum selbständigen Kaufmannsgewerbe auch eine berufsständische Kreditorganisetion eingeschaltet werden. Von diesen beiden großen Gesichtspunkten ausgehend, werden bei den zuständigen berufsständischen Körperschaften in diesen Wochen und Monaten die weiteren Einzelheiten der Reform des deutschen Einzelhandels behandelt, wobei neben der Frage der Erziehung und Ausbildung natürlich auch die der Sonntagsruhe, Verkaufezeiten usw. zur Debatte stehen. Hectrrerrn.,P Teecheel vor der Beantwortung der Fragen Deutschlands= Edens Rundreise Zwer Sorumteis zum Heichsen=Theid seine diplomatischen und poltischen Fähigkeiten Poricht Zugeiter simimte Had= gp. ugrandum für in die Wagschale werfen muß, so muß das jetzt der Lordsiegelbewahrer Eden auf seiner Rundreise durch die Hauptstädte Deutschlands, Italiens und Frankreichs tun. Darüber ist man sich in englischen Kreisen im klaren, und das zeigt auch die englische Presse, die ihn mit allen Wünschen begleitet, wenn sie auch zu gleicher Zeit Zweifeln an einem Erfolg Ausdruck verDie Absendung der französischen Antwort auf die deutsche Note kurz vor Edens Abreise nach dem Kontinent hat ohne Zweifel dessen Arbeit noch erschwert. Man braucht sich nur die Gegensätze zu vergegenwärtigen, die zwischen der halsstarrigen Auffassung der französischen Antwortnote und dem englischen Memorandum über die Abrüstungsfrage Ende Januar besteht, und deswegen ist es erforderlich, sich die damaligen neuen Vorschläge der englischen Regierung in Erinnerung zu rufen. Unbedingt weisen die in dem letzten englischen Memorandum enthaltenen Abänderungen des ursprünglichen englischen Konventionsentwurfes auf die englische Absicht hin, den ehrlichen Makler zwischen dem deutschen und französischen Standpunkt zu spielen. Denn es kommt darin zum Ausdruck, daß der Grundsatz der Gleichberechtigung nicht weniger wesentlich angesehen wird als der der Sicherheit. Das Memorandum, das eine abschließende Abrüstungsvereinbarung auf 10 Jahre zugrunde legt, gibt das englische Einverständnis auch mit einer deutschen Heeresstärke von 300000 Mann zu erkennen, wenn der wurde. Weiter stimmt das Membrandum für den Fall eines allgemein bestehenden Wunsches auch einer Dienstzeit von 12 statt 8 Monaten zu und bezüglich der„militärischen Ausbildung" wird eine genaue Kontrolle des Verbotes vorgeschlagen, wobei unsere deutschen Versicherungen in bezug auf die SA und SS mit Befriedigung zur Kenntnis genommen werden. Die englischen Vorschläge erstrecken sich weiter auf die sofortige Abschaffung von Tanks über 16 Tonnen und verlangen, daß derartige Kampfwagen über 16 Tonnen bis zum Ende des fünften Jahres zerstört sein müssen, während die neue deutsche Armee Kampfwagen bis zu 6 Tonnen zugebilligt erhält. Auch in der Frage der beweglichen Landgeschütze könnte das englische Memorandum eine Basis abgeben, indem es solche Geschütze bis zu 15,5 Zentimeter auch Deutschland und seinen ehemaligen Verbündeten zubilligt. Zu gleicher Zeit müssen aber Geschütze über 35 Zentimeter bis Ende des ersten, über 22 Zentimeter bis Ende des vierten und über 15,5 Zentimeter bis zum Ende des siebenten Jahres zerstört werden. Was schließlich die Frage der Luftrüstungen betrifft. so schlägt die englische Denkschrift eine Vereinbarung vor, wonach alle Länder das Recht auf eine Militärluftfahrt haben, sofern die ständige Abrüstungskommission nach Ablauf von zwei Jahren die Abschaffung nicht beschlossen hat. In bezug auf die überseeischen Landstreitkräfte nimmt das letzte englische Memorandum den Standpunkt des früheren Konventionsentwurfes auch weiter ein. Iimess Pressestimmen zur sranzosischen note Der„Völkische Beobachter“ schreibt u. a.: inkreich macht weiter Schwierigkeiten dort, wo keine vorhanden sind. Das geht aus jedem Abschnitt dieser Note deutlich hervor. So werden in der Frage des von uns ehrlich angebotenen Nichtangriffspaktes einfach unverständliche Vorwürfe erhoben. Das deutsch=polnische Abkommen ist der beste und einwandfreie Beweis dafür, wie ernst wir diese Sache ansehen. Man kann nur betonen, daß###onfreich jede Chance, zu einer Wmen ar„u kommen, verpaßt hat. Wo wiro dennhaupt von der französischen Abrüstung gesprochen? In der neuen Note steht davon kein Wort. Das, was als Abrüstung von Frankreich bezeichnet worden ist, ist absolut unzulänglich. Dazu kommt noch, daß die damalige anzösische Denkschrift, die in der neuen Note angezogen worden ist die unzulänglichen Vorschläge noch mit Vei ausulierungen und Bedingungen versah, die die bestehende Unklarheit noch vermehrt hat. Auch der Vorwurf, die Reichswehr habe die Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht eingehalten, kann niemanden in der Welt mehr überzeugen. Seit 15 Jahren pflegt Frankreich mit derartigen Behauptungen zu kommen, die, wenn man ihnen nachgeht, nicht zu beweisen sind. Das Blatt stellt insbesondere die Tatsache heraus, daß Paris in der Note die englischen und italienischen Abrüstungsvorschläge mit Stillschweigen übergeht.— Die„Kreuzzeitung“ macht die Feststellung, daß das französische Dokument für jeden eine Enttäuschung bedeutet, der gehofft hatte, daß der realistische Geist der italienischen Stellungnahme zum Abrüstungsproblem nunmehr auch auf die französische Haltung Einfluß gewinnen würde.— Die„Deutsche Zeitung" bezeichnet die Note als„ein wertloses Dokument“ das offenbar keinen anderen Zweck verfolge als den, der Beantwortung der 13 Fragen der Reichsregierung an die französische Regierung auszuweichen.— Bei aller Geschliffenheit diplomatischer Ausdrucksweise, so erklärt die„DAZ.“, sei die französische Note in einer Schroffheit abgefaßt, die schulmeisterlich wirke und die deutsche Regierung mit unberechtigten Vorwürfen überhäufe.— Das„Berliner Tageblatt“ sagt, die Note sei stellenweise in einem für ein diplomatisches Schriftstück auffällig gereizten Tone abgefaßt, doch entspreche dieser Schärfe des Tones nicht die Schärfe der Beweisführung. Die französische Presse billigt den Inhalt der französischen Note.„Petit Parisien“ weist darauf hin, daß zwar die Tür für einen Meinungsaustausch offen gelassen sei, daß Frankreich aber seine Verteidigungsstreitkräfte nicht verringern könne, ohne daß eine Regelung internationaler Solidarität, gegenseitigen Beistandes und angemessener Kontrolle hergestellt sei. Die Verständigungsaussichten seien also recht gering geworden.—„Echo de Paris“ begrüßt es, daß durch die Note Deutschland über den wirklichen Stand seiner Streitkräfte befragt werde.—„Excelsior“ schreibt, die plötzliche französische Klarstellung gegenüber den Schatten, die sich um das Abrüstungsproblem herugebildet hätten, könne die Erreichung einer gerechten Lösung nur erleichtern.— Besonders scharf nimmt der„Figaro“ Stellung. Barthou müsse gelobt werden, daß er sich mit aller wünschenswerten Klarheit ausgedrückt habe. Da es wenig wahrscheinlich sei, daß Hitler sprüche herunterschraube, bleibe Frankreich nur noch die Möglichkeit, die Mächte„auf die Verletzungen aufmerksam zu machen, die Deutschland sich in seinen militärischen Vorbereitungen hat zuschulden kommen lassen". Jetzt habe Deutschland das Wort; Deutschland müsse mit Ja oder Nein sagen, ob es das Wettrüsten wolle und ob es bereit sei, auch die Verantwortung dafür zu übernehmen. Aber Deutschland müsse wissen, daß Frankreich nicht mehr warten werde, um zu handeln. geben dem Lordsiegelbewahrer Eden, der seine europäische Rundreise antritt, ihre guten Wünsche mit auf den Weg und sagten: In Paris wird Eden die Gründe zu erklären haben, die die britische Regierung mit Bedauern zu dem Schluß haben führen müssen, daß es jetzt unmöglich sei, eine Vereinbarung zu erwarten, die nicht das Recht Deutschlands auf den Besitz gewisser Waffen anerkennt, die ihm gegenwärtig versagt sind. Die neueste französische Note scheint dieses Recht nicht anerkennen zu wollen, obwohl es unmißverständlich in dem Konventionsentwurf der britischen Regierung eingeschlossen ist. Auf jeden Fall muß es als das unveräußerliche Recht jedes sonveränen Staates betrachtet werden, die Mittel zu seiner Selbstverteidigung zu besitzen. Defensive Waffen sind in dem Konventionsentwurf bezeichnet. Französische amtliche Kreise haben wissen lassen, daß sie glauben, Deutschland rüstet sich militärisch auf. Aber es gibt keine Anzeigen dafür, daß irgend jemand Deutschland im Verdacht hat, schwere Angriffswaffen herzustellen. Eine Aeußerung Edens Der„Intransigeant“ veröffentlicht eine Unterredung mit Eden, der u. a. sagte: Nach Ansicht Englands müßten nunmehr die Abrüstungsbesprechungen zu zweien durch sein Eingreifen erweitert werden. England halte unbedingt an der Völkerbundsidee fest. Heute gelte es in erster Linie, die Bestrebungen auf die Abrüstung zu richten. Deshalb trete die Aenderung der Völkerbundssatzung in den Hintergrund. Zur Uebernahme von Sanktionen sei England nicht bereit. „Die öffentliche Meinung meines Landes ist nicht bereit, neue militärische Blanco=Verpflichtungen zu übernehmen. Sie will sich nicht automatisch in einen Krieg, dessen Ursachen sie nicht kennt, hineinziehen lassen.“ England suche sich aber keineswegs zu isolieren. Locarno und der neue Sinn, der der Konsultationsklausel gegeben werde, bildeten zusammen mit der Kontrolle der Rüstungen genügende Abschreckungsmittel für einen etwaigen Angreifer. Zur Lage in Oesterreich sagte Eden, es sei Sache des Völkerbundsrates, im einzelnen eine etwaige Klage Dr. Dollfuß' zu prüfen. 28 Wansch“ heln dum=Teluf! scher Die Berliner Studentenschaft und die Hitlerjugend, Gebiet Berlin, veranstalteten in dem wegen Ueberfüllung polizeilich geschlossenen Sportpalast eine große öffentliche Saarkundgebung, die sich zu einem gewaltigen Bekenntnis der Verbundenheit mit den tapferen deutschen Kämpfern an der Saar gestaltete und ihnen gleichzeitig den Dank für ihr Ausharren in dem schweren Kampfe ausdrückte. Neben der akademischen Jugend und der Hitlerjugend hatten sich zahlreiche Angehörige des Freiwilligen Arbeitsdienstes und des„BDA“ eingefunden. Die vielen im Saal angebrachten Transparente wiesen auf den Sinn der Veranstaltung hin: „Deutsch die Saar, immerdar— des Saarvolkes Wunsch— heim zum Reich.“ Der Saarbevollmächtigte der Reichsregierung, Vizekanzler von Papen, wurde bei seinem Erscheinen mit stürmischen Kundgebungen begrüßt. Bei dem Fahneneinmarsch wurde die Traditionsfahne der preußischen Bergwerksinspektion Saargebiet, vorangeführt, die, solange das Saargebiet noch vom Reiche getrennt, in der Reichsführerschule in Potsdam aufbewahrt wird. Ihren Höhepunkt erreichte die Kundgebung mit der Rede des Führers der Deutschen Gewerkschaftsfront an der Saar, Peter kiefer, der in flammenden Worten Zeugnis ablegte von dem unerschütterlichen Deutschtum der Saarbevölkerung. In der Deutschen Gewerkschaftsfront der Saar stehen 75000 Arbeiter, d. h. mit ihren Familienangehörigen mehr als ein Dritte! der abstimmungsberechtigten Einwohner hinter Peter Kiefer. Trotzdem hat man diesen Mann bis heute noch nicht in Genf gehört. Kiefer sprach insbesondere über das Arbeitertum im Saargebiet, über seine Volkstumsäußerungen und Volkstumsmerkmale. Er zeigte der deutschen Jugend, daß Pflicht und Verantwortung um das volkliche am tiefsten gefühlt werden in Zeiten, in denen man um die Zugehörigkeit deutscher Volksgemeinschaft ringen muß. Als erhebendes Beispiel führte der Redner an den heldenmütigen Widerstand der Saarbevölkerung gegen die französischen Lockungen, die Kinder in eine landfremde Schule zu schicken oder selbst dem verräterischen Saarbund beizutreten. Die Einwohner des Saargebietes folgten der Stimme ihres Blutes und der großen Achtung vor dem ererbten deutschen Gut und ließen sich von schlichter nationaler Verantwortung leiten. Hier haben wir es in Wahrheit mit dem unbekannten Soldaten unserer guten Sache Unter stürmischem anhaltenden Beifall stellte der Redner fest, daß das Saargebiet, seitdem es überhaupt deutsche Geschichte gibt, zum deutschen Volke und Vaterlande gehört. Die Welt sollte endlich begreifen, warum die Saarbevölkerung mit solcher Leidenschaft dafür kämpfe, daß dieses Gebiet wieder zum deutschen Reich heimkehrt, gerade im Saargebiet. Ich habe, erklärte Kiefer, 75000 deutsche Arbeitnehmer zu vertreten, die nichts weiter wollen, als heim zum Reich. Auch diejenigen, die noch einer falschen Führung folgen, sind rein deutsch, weil der ganze Arbeiterstand des Saargebietes rein deutsch ist. 99 v. H. aller Saarbergleute sind im Saargebiet selbst und im angrenzenden Deutschland geboren. Sie sind restlos abstimmungsberechtigt. Und ähnlich ist es in der übrigen IndustrieArbeiterschaft. Die ganze Saargebietsarbeiterschaft kann nur eine einzige Sprache sprechen, und zwar die deutsche, die deutsche Sprache ist ihre Muttersprache... Deutsch ist ihre Vergangenheit, deutsch sind ihre Sitten und Gebräuche, deutsch ist und bleibt ihre ganze Veranlagung und Einstellung. Diese Charaktereigenschaften der Saarbergarbeiter und diese Tatbestände müßte die Regierungskommission, die der Völkerbund einsetzt, das Saargebiet zu treuen Händen des deutschen Volkes zu verwalten, genauestens beachten. Ich erhebe von hier aus feierlichen Protest dagegen, daß die Regierungskommission mit Ausnahme des saarländischen Mitgliedes mehr auf die Stimme von Emigranten und von nicht Abstimmungsberechtigten zu hören scheint. In früheren Zeiten, als andere Leute noch Deutschland regierten, hatten wir den Wunsch, zum Vaterland heimzukehren. Jetzt aber, wo Adolf Hitler das deutsche Volk führt, kehren wir deutschen Saarländer erst recht zu Deutschland zurück. (Stürmischer Beifall.) Die Welt möge es hören: Wir deutschen Saarländer hassen die Franzosen nicht, wir wollen die Nachbarn achten und hoch schätzen. Wir müssen miteinander leben, aber sie sollen uns gleichfalls achten und ehren. Zum Schluß richtete Kiefer an die deutsche Jugend die Mahnung, dafür zu sorgen, daß in den deutschen Grenzgebieten eine großzügige Siedlnugspolitik betrieben und durchgeführt werde, daß die Industrien in bedrohten Grenzgebieten nicht verwaisen, damit die bodenständigen Menschen ihre Heimat lieben und nicht zum Auswandern gezwungen sind. Die heimatgebundene und erdgebundene Arbeiterschaft des Saargebietes müsse, das sei eine Ehrenaufgabe des ganzen deutschen Volkes, in der Heimat Brot und Arbeit finden. Die Saarbevölkerung kenne nur den Spruch aus Don Carlos „Uns alle zieht das Herz zum Vaterland“. Die ganze Versammlung erhob sich. Aus 20 000 Kehlen erscholl der Schwur:„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern“. Kiefer schloß unter stürmischen Zustimmungskundgebungen mit einem Heil auf Deutschland, auf das deutsche Volk, auf den Reichspräsidenten und den Führer. Saarkinder fahren in die Heimat " z u r ü c k Zur gleichen Stunde, in der die Berliner Jugend das machtvolle Bekenntnis der Verbundenheit mit dem deutschen Saarland ablegte, nahmen auf dem Anhalter Hauptbahnhof 670 Saarkinder Abschied von der Reichshauptstadt, deren Gäste sie acht Wochen gewesen sind. Begleitet von Kameraden der Berliner Hitler=Jugend und ihren Berliner Pflegeeltern zogen sie zum Bahnhof, wo sich auch Vertreter der NSDAP. und der Behörden eingefunden hatten. Den kleinen Jungen und Mädels, die sich zwar auf das Wiedersehen der Heimat auch schon freuten, fiel doch der Abschied aus Berlin offensichtlich sehr schwer. Manch enge Freundschaftsbande mit ihren Berliner Pflegeeltern und Altersgenossen sind geknüpft worden, und so ist es selbstverständlich, daß die Berliner ihre Schutzbefohlenen nur ungern wieder ziehen ließen. Fast alle jungen Saarfreunde bekamen große Pakete mit auf den Weg, die ihnen von ihren Berliner Freunden als Andenken mitgegeben worden waren. Nicht nur die kleinen Gäste, sondern auch die Pflegeeltern nahmen mit Tränen Abschied. Zweihundert Kinder, denen die Trennung besonders schwer fiel, durften auf besonderen Wunsch der Pflegeeltern noch in Berlin bleiben. Dies und das Bild des herzlichen Abschieds auf dem Bahnhof zeigt die lebendige Verbundenheit der Berliner mit unseren Volksgenossen im Saarlande. Auf dem Bahnhof ipielte eine Kapelle der RSKK unter dem Jubel der Kinder noch viele flotte Märsche, und besondere Begeisterung fand bei den Kindern das Lied von der Lore. Als der Zug die Halle verließ, erklang das Lied:„Muß i denn, mußi denn zum Städtle hinaus", und noch lange winkten die Kinder und die zurückgebliebenen Berliner einander die Abschiedsgrüße zu. keine„Abstimmungspolizei!“ Die Saarbevölkerung wehrt Die Saarpresse gegen eine internationale Abstimmungsvolizeitruppe Zu der Forderung des Präsidenten Knox, während der Abstimmungszeit eine internationale Polizeitrunpe im Saargebiet zu stationieren, schreibt die„Saarfront" u. a.: Die Saarbevölkerung steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß eine solche internationale Polizeitruppe überflüssig ist und daß dank der vorbildlichen Diszivlin es auch in der Erregung des Abstimmungskampfes durchaus möglich ist, die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung durch die vorhandenen einheimischen Polizeikräfte zu gewährleisten, die ja in ihrer höchsten Svitze noch nicht einmal einem Saarländer. sondern einem Franzosen unterstehen. Die Saarbevölkerung gibt der Erwartung Ausdruck, daß der Dreier=Ausschuß nicht etwa seine Entscheidung auf Grund dieses Vorschlages der Saarregierung fälle. Es wäre vielmehr Aufgabe des Ausschusses. an Ort und Stelle unter Fühlungnahme mit den wirklich berufenen Vertretern der Saarbevölkerung selber zu prüfen. ob diese Forderung der Regierungskommission berechtigt ist oder nicht. Kann die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung durch die einheimischen Polizeikräfte sichergestellt werden? Diese Frage wird unbedingt bejaht werden müssen. Im Auslande wird allerdings diese Frage sehr oft erwähnt, weil unter dem Einfluß der marxistischen Greuelprovaganda die Meinung ausgekommen ist. daß im Saargebiet schon jetzt alles drunter und drüber gehe. Es ist allerdings nicht das erste Mal. daß ausländische Journalisten in das Saargebiet gekommen sind, die offen ihrem Erstaunen darüber Ausdruck gaben, daß im Saargebiet eine solche mustergültige Ruhe und Ordnung herrscht. Jeder unvoreingenommene Beobachter der Dinge im Saargebiet wird zugeben müssen, daß die Saarbevölkerung in der Vergangenheit trotz aller Bedrückungen und trotz der aufreizenden Hetze der seraratistisch= marxistischen Presse mustergültige Diszivlin gezeigt hat. Die Saarbevölkerung ist gewillt und entschlossen, komme, was da kommen mag. auch weiter eiserne Diszivlin zu wahren. Sie hat aber dabei den dringenden Wunsch, daß alles vermieden wird. was nicht zu einer Entspannung, sondern zu einer Verschärfung der Lage führen muß. Man wird erwarten dürfen, daß der Dreier=Al schuß diese Frage auch einmal unter diesem Gesichtspunkt prüft. Das Ergebnis einer sorgfältigen Prüfung kann nur das sein, daß unter keinen Umständen internationale Polizei ins Saargebiet entsandt werden darf. 1266 Im gleichen Sinne außert sich die ratvolische Presse im Saargebiet. Präsident Roosevelt hat Donnerstag abend die Gesetzesvorlage über die Bewilligung von 950 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unterzeichnet. Die Vorlage ist damit in Kraft getreten. Nr. 41(Zweites Biatt) nSchwerikr dendr Samstag, 17. Februar 1934 Adb Umgeret Sromier. Schwerte(Ruhr), Samstag den 17. Febr. 1934 Cagesspruch Das Schrecklichste ist, endlich müssen, was wir nie freiwillig zuvor gewollt. M. Beer. Großer Aufmarsch des Kreis=Krieger=Verbandes Hörde. Am Sonntagnachmittag werden die neuen Bundesfahnen geweiht. Die Weiherede hält der Provinziallandesführer Herr Major a. D. Böhmke=Dortmund. Ein reichhaltiges Musikprogramm bietet die Standartenkapelle 329 Schwerte und Leitung des Musikzugführers Köppikus. Zutritt ist nur den Mitgliedern gestattet. Die Bewohner der Brück=, Hüsing= und Hörderstraße werden gebeten, zu flaggen. Ein vollzähliges Erscheinen der Mitglieder des Stadtverbandes ist Ehren“ pflicht. Elektrisches Glockengeläut in der katholischen Kirche. In der kath. Kirche wird ein elektrisches Glockengeläute mit automatischer Bedienung eingebaut. Ausführende Firmen sind die Herforder Werke Bockelmann und Kuhlo und die hiesige Firma Fastnacht und Kleinjohann. Mit den Arbeiten wird bereits am Montag begonnen. Vom Wetter Vorhersage für Sonnabend: Vormittags trüb und neblig, vereinzelt Nebelnässen. Sonst bedeckt bis heiter. Ziemlich mild. Temperaturen nachts bis in Gefrierpunktsnähe sinkend. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Neblig und einzelne Regenfälle. Achtung! Schwerter Winterhilfe! Es werden noch einmal Kohlenscheine der Serie E ausgegeben, und zwar an alle Personen, die lausend von der Winterhilfe unterstützt wurden. Die Ausgabe erfolgt: Montag, den 19. Febr. 1934: Buchstabe A bis E von 8 bis 9,30 Uhr, Buchstabe F bis H von 9,30—11 Uhr, Buchstabe J bis K von 11—12 Uhr, Buchstabe I. bis N von 2,30—4 Uhr, Buchstabe O bis R von 4—5 Uhr. Dienstag, den 20. Febr. 1934: Buchstabe S bis Sch von 8—9 Uhr, Buchstabe St bis V von 9—10 Uhr, Buchstabe W bis Z von 10—11 Uhr. Die angegebenen Zeiten müssen genau eingehalten werden. Winterhilfe des deutschen Volkes 1933/34. NS. Volkswohlfahrt, Ortsgr. Schwerte=R. gez. Hemeyer, Gruppenwalter. X Johann Keuler%. Wer hat ihn nicht gekannt, den immer fleißigen, immer tätigen, der mit Hammer und Maurerkelle bewaffnet, zahlreichen Schwerter Hausbesitzern ein getreuer Helfer und Berater geworden war. Ein tückisches Leiden hat seinem Leben vorgestern ein Ziel gesetzt. Nur ein kurzes Jahr des Ruhestandes ist ihm nach einem arbeitsreichen Leben beschieden gewesen. Fast 24 Jahre war er Mitglied des Vorstandes der Ortskrankenkasse, lange Jahre war er im Kirchenvorstand der kath. Gemeinde tätig, und der kath. Gesellenverein verliert in dem Verstorbenen nicht nur einen Gründer, sondern seinen besten Freund und Förderer. Möge ihm, der am Sonntag seinen letzten Gang antritt, die Erde leicht sein! Ehrenkrone des Alters. Frau Ww. Emma Lohoff geb. Schumacher, wohnhaft Hörderstraße 54, kann am heutigen Tage ihren 75. Geburtstag feiern. Die alte Dame ist noch sehr rüstig. Der geschätzten Lebensjubilarin zum Ehrentage unseren aufrichtigen Glückund Segenswunsch! 154. bei den Schwerter Handlungsgehilfen Jahreshauptversammlung des DHV. Ortsgruppe Schwerte=Nuhr.- Schriftleiter Kamecke über „Nationalsozialistische Kulturpolitik“. Die Ortsgruppe Schwerte des Deutschen Handlungsgehilfen=Verbandes hatte gestern abend im Vereinsheim Schulte seine JahresHauptversammlung. Vertrauensmann Grothstück sprach die Einleitungsworte, erstattete den Jahresbericht und umriß noch einmal den Aufgabenkreis des Verbandes. Berufskamerad Burgemeister gab sodann als BildungsObmann den ausführlichen Bericht über die Arbeit der Ortsgruppe auf beruflichem und weltanschaulichem Gebiet, die im Zeichen des neuen Staates stand. Die Scheinfirma hat sich als ein praktisches Mittel zur Berufsausbildung erwiesen. Der Vertrauensmann sprach dann über die Bildungs= und Schulungsarbeit innerhalb des DHV. Aus der Mitgliederbewegung ist anzuführen, daß die Mitgliederzahl im letzten Jahr fast um das Doppelte zugenommen hat. In der Ortsgruppe sind jetzt 177 Gehilfen und 29 Lehrlinge, zusammen 206 Mitglieder. Vertrauensmann Grothstück wies dann auf die organisatiorische Zusammenfassung aller bisher beruflich gegliederten Einzelverbände in dem Großverband Deutsche Angestelltenschaft hin. Die Zahlstellen der einzelnen Verbände bleiben erhalten. Die Führerstellen in der Deutschen Angestelltenschaft sind hauptsächlich mit DHV.=Führern besetzt. Diese Zusammenfassung, so betonte der Vertrauensmann, entspricht durchaus der nationalsozialistischen Weltanschauung, denn sie führt zur Volksgemeinschaft. Im übrigen sind die Dinge noch in der Entwicklung begriffen. Zahlstellenleiter Günthner gab den Kassenbericht. Die Kasse wurde von den Prüfern Ettling und Kramer in mustergültiger Ordnung befunden. Dem Zahlstellenleiter wurde einstimmige Entlastung erteilt. Der Vertrauensmann gab einen ausführlichen Bericht über die wichtige Tagung in Essen. * Bekanntlich findet im D5V. in jedem Monat ein Vortragsabend statt. Diese Schulungsabende sind im Winterprogramm im voraus festgelegt. Das Vortragsthema für Februar lautete. „Nationalsozialistische Kulturpolitik.“ Den Vortrag hielt Schriftleiter Kamecke im Anschluß an die Jahres=Hauptversammlung. Der Redner führte im wesentlichen folgendes aus: Das nationalsozialistische Programm mit seinen 25 Punkten ist Ihnen bekannt. Gottfried Feder hat das ganze Programm noch in 5 Haupt=Punkte zusammengefaßt, die das Wesen des Nationalsozialismus beleuchten. Gottfried Feder kennt 1. den staatspolitischen, 2. den wirtschaftspolitischen, 3. den finanztechnischen, 4. den sozialpolitischen und schließlich den kulturpolitischen Standpunkt. Heute wollen wir den kulturpolitischen Gesichtspunkt behandeln. Diesen bringt er auf folgende Formel: „Alle kulturpolitische Arbeit ist unter dem Gesichtspunkt des reinen deutschen Volkstums zu leisten.“ Kultur kommt aus dem lateinischen Wort cultura—(agri). Das heißt ursprünglich Urbarmachung des Bodens, Anbau und Pflege der Nahrungspflanzen. Dergleiche Stamm ist auch cultus — d. h. Gottesdienst, d. h. die Pflege alles Guten, Edlen, Schönen und alles menschliche Tun, das über die reine Zweckmäßigkeit hinaus auf höhere Werte gerichtet ist. Die vergangenen Jahrzehnte hatten auf die Frage„Was ist Kultur? eine Vielheit der Antworten. Man stritt sich in Gelehrtenstuben, in Hörsälen, in Literatencafes über den Kulturbegriff aus jener individualistischen Haltung, die jeder, auch der verschrobensten Einzelmeinung ihr Recht zubilligte. Es gab eine Unzahl von Anschauungen, aber es fehlte die Weltanschauung. die aus einer umfassenden Schau der Welt an die umfassende Ordnung und Gestaltung der Dinge heranging. Der Nationalsozialismus ist eine, ist die Weltanschauung, die der Spengler= schen Untergangsstimmung den Nimbus nimmt, die das Volk der Deutschen wieder aufrichtet und uns den organischen Zusammenhang des völkischen Lebens klarlegt. Sein Kulturbegriff kann daher nicht einer unter vielen, sondern muß der Kulturbegriff Dieser Totalitätsanspruch ist jedoch keine Willkür, denn er wurde nicht aus dem Gehirn einzelner Menschen geboren, sondern aus der Erfassung der Sache selbst. Der Nationalsozialist sagt nicht:„Ich will, daß Kultur so oder so sei“, oder„Ich mache Kultur“(oder noch schöner„Ich mache in Kultur“), sondern die Entwicklung aller echten und gesunden Kultur verläuft nach bestimmten Gesetzen, die ich anerkenne und denen ich Rechnung trage. Es ist kein Zufall, daß Zeiten hoher Kultur fast immer mit Zeiten eines starken Glaubenlebens zusammengefallen sind— Gotik, Barock. In Schlesien blühte auf die Mystik eines Jakob Böhme, eines Angelus Silesius, gleichzeitig wölbte die Sehnsucht der Menschen gotische Dome. Wer Norddeutschland besucht, muß bewundernd stehen vor den einfachen und großen Bauten norddeutscher Backsteingotik, die im 11., 12., 13. und 14. Jahrhundert errichtet wurden. Ich kenne in meiner pommerschen Heimat kleine Städte, im flachen Lande gelegen, wenn man noch nichts von den Häusern sieht, lange schon ragt am Horizont die hohe Backsteinkirche mit dem breitbrüstigen Turm. Unbegreiflich, warum diese wenigen Einwohner sich ein so gewaltiges Gotteshaus errichteten und doch verständlich, wenn man sich dessen bewußt wird, daß der letzte und höchste Wert, auf den unser Streben gerichtet sein kann, Gott ist, der Schöpfer aller Dinge. Und die anderen höheren Werte sind Volkheit, Vaterland, Schönheit, Ehre, Sitte. Reiner Materialismus ist noch nie. mals der Nährboden der Kultur gewesen. Schönheit darf nichts Errechnetes, Erkünsteltes, Erklügeltes sein. Jede Moderscheinung verging in kurzer Zeit. Besonders in den letz" OUrTO von Unterlassen Sie es nicht unsere Schaufenster zu besichtigen. auhersrschthien Ohlng für den persönlichen Bedarf, Hausbedarf, für Ausstattungen und Hotels Nur einige Beispleie aus unserer bekannt großen Auswahl: Nemdentuch 0 283 80 cm brt. mittelstark p. mir. GiLO Ha bleinen- Wischtuch 58 cm brt. rot kariert, solide □ 20 Ware p. mir. 0.39 Preitier-Krepphandtuch 55X100 m,pastellfarbenem Rand, 0 488 angenohm im Gebrauch p. Sick. S.##5 Tlahtuch 130X160 cm ein schon merzerisiertes gehalt volles Schaft- Tuch p. Sick. 1# s Kissenbezug aus la süddeutschem Linon: vierseitig garniert mit gezoge-## D#E nem Hohlsaum und Stickerei 1#143 Reinleinen Blschtuen 55x75, erprobtes Gebrauchs-A% such.... v. Stck. VaSS 4m Reinleinen Damosthandiue 4ox 100, ein schönes eleg, Tuch, O. 48 m. kl. Behiern p. Stck. 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Meyer, der ein ganzes Buch der Tänzerin Grit Hegesa widmete, das mit drei handkolorierten, signierten Original= Lithographien von M. Wels“ 25 Mark in seinem Selbstverlag kostete und in den man Literaturproben findet wie: „Rummel die bummel die kicker die nell— Schlägt der Bell Auf der See— Tömmt das Reh— Zibber die bibber die biff baff ab dran.“ In dem Ver buche„Phantastische Gebete“ von Richard Huesenbeck findet man ein dadaistisches„Gebet“, das anfängt:„O Allah cadabandhosoho oh hohojohodomohodoho o burbu hihi o brubu hihi———.“. Dieser Blödsinn wurde gedruckt,(!) ernst genommen und von der Asrhaltpresse als letzte Offenbarung hingestellt. Nein, schön war diese Kultur, die sich in den Jahren der Inflation in Deutschland breit machte, wirklich nicht. Was ist denn schön? Alles, was unsere suchende, dürstende Seele über den grauen Alltag in eine reine Atmosphäre erhebt. Auf das Wort„Unsere“. kommt es dabei an, denn die Seele des Romann, des Sklaven oder gar des Negers wird anders angesprochen als die Seele des Deutschen, des Germanen. Wir empfinden vor manchem Werk eines Franzosen oder Spaniers eine innere Leere, wenn wir auch die äußere Form loben. Umgekehrt wird der Mensch des Westens und Südens die Bilder Dürers oder gar Grünewalds u. die Musik Wagners als„barbarisch“ ablehnen. Alle Kultur muß demnach artgemäß sein Was heißt artgemäß oder durch was wird die Art bestimmt? Wir antworten: Durch Blut und Boden, durch Glauben, Geschichte und Arbeit. Blut wird heute häufig gleich Rasse gesetzt. Das ist nur mit Einschränkungen richtig, weil es reine Rassentypen kaum mehr gibt. Ein Urteilen über ein Kunstwerk von der Eigenart der Stämme aus ist fruchtbar. Zum Westfalen paßt die verhaltene, mit Kraft geladene Ballade wie zum Schwaben das innige Liebeslied und zum Bayern die derb werbende Tanzweise. Bayern baut andere Barokkirchen als das Rheinland oder Schlesien. Mozart, Bach, Beethoven und Brahms sind Vertreter ihrer Stämme und Landschaften. Nicht zufällig blüht in Hessen und Thüringen das Märchen und an der Waterkant der Schwank. Nicht zufällig wurde der Philosoph Kant in Königsberg, der Freiheitsdich“ ter Ernst Moritz Arndt auf Rügen, dem nordischen Eiland, der Naturphilosoph Schelling in Schwaben geboren. Hans Grimm, der Dichter des Werkes„Volk ohne Raum“ ist ein so typischer Niedersachse wie Hans Watzlik ein Bajuware ist. Wenn man im Süden für den Bildhauer Barlach wenig Verständnis zeigt, so ist das eine Frage der Art. Das Stammestum darf natürlich nicht überschätzt werden. Fortsetzung folgt. Tatertun für die Amter Westhosen und Erhste Bekannimachung der NS=Volkswohlfahrt Ortsgr. Westhofen. Die Auscale der Kohlenscheine findet am Dienstag, den 20. Februar statt und zwar in folgender Teihenfolge: Für alle Namen mit den Anfangsbuchstaben von A—E vormittags um 9 Uhr „ 3—I„„ 10„ „ K—R„„ 11„ „ S—3„„ 12„ Wir bitten, diese Zeiten genau einzuhalten, damit keiner unnötig lange warten muß. Am heutigen Samstag und morgigen Sonntag findet der Verkauf der Spitzenrosetten statt. Die Ne=Volkswohlfahrt bittet die Bevölkerung, recht eifrig Spitzenrosetten zu erwerben und es dadurch den Verkaufenden und Sammelnden leicht zu machen. Sodann geben wir noch bekannt, daß der evgl. Volksverein Wandhofen 30.— RM. für bedürftige Konfirmanden gespendet hat, wofür wir hier öffentlich unsern herzlichen Dank sagen. An alle Volksgenossen, die noch in der Lage sind, richten wir die herzliche Bitte, uns auch für diesen Zweck noch Spenden zukommen zu lassen. Wir haben eine große Zahl bedürftiger Konfirmanden und Kommunikanten zu betreuen, doch sind die Mittel, die bisher dafür gesammelt wurden, bei weitem nicht ausreichend. Alle Erwachsenen wollen sich bitte einmal den Tag aus ihrem Leben nochmals zrrückrufen und daran denken, wie die Eltern s. Zt. für sie gesorgt haben, damit sie ja mit allem versehen waren, damit ja auf diesen schönsten Tag ihres Lebens kein Schatten fiel. Und dann, bitte, stelle man sich einmal vor, wie es den Eltern zu Mute ist, wo der Mann 4 oder noch mehr Jahre erwerbslos war, und die jetzt einen Sohn oder eine Tochter für den Tag ausstaffieren sollen. Wie schmerzlich für solche Eltern, wenn sie ihrem Kinde nicht einmal an diesem Tage das geben können, was erforderlich ist, abgesehen davon, was ein solches Kind schon in all den Jahren der Erwerbslesigkeit des Vaters entbehren mußte! Deutsche Frauen und Männer, die ihr Mütter und Väter seid, laßt uns nicht vergebens rufen, die Herzen auf und gebt nach Kräften! Kommt und gebt, damit wir helfen können. Heil Hitler! NS=Volkswohlfahrt: Holsiepe, Ortsgruppenwalter. * Westhosen, 17. Febr. Starke Sentung der Amts= und WohlfahrtskostenAnteile der Gemeinden. Nachdem wir vor einigen Tagen über eine erfreuliche Besserung und eine Angleichung der Einnahmen und Ausgaben in dem neuen Haushaltsplan des Amtes Westhofen berichten konnten, geben wir jetzt eine Aufstellung über die Anteile, die die sieben Amtsgemeinden an Verwaltungskosten und Wohlfahrtsausgaben für das Rechnungsjahr 1934 aufzubringen haben. Die wirklichen Wohlfahrtslasten sind allerdings bedeutend höher, da von den Gemeinden bekanntlich nur 30 Prozent dieser Ausgaben getragen werden, während der Bezirksfürsorgeverband IserlohnLand 70 Prozent übernimmt. Aus nachstebender Aufstellung ist aber deutlich ersichtlich, daß das neue Rechnungsjahr auch für die Gemeinden eine große Entlastung bringen wird. Seit dem Jahre 1932 sind die Kosten für Verwaltung und Wohlfahrtszwecke nach dem neuen Voranschlage auf weit unter die Hälfte gesunken. Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Ansätze, die in dem Haushaltsplan des Rechnungsjahres 1933 enthalten sind. Die Anteile betragen für die Stadt Westhofen 23413 RM.(43286 RM.), für die Gemeinde Garenfeld 7600 RM.(12853 RM.), für die Gemeinde Geisecke 7673 RM. (13645 RM.), für die Gemeinde Holzen 19.878 RM.(36 769 RM.), für die Gemeinde Lichtendorf 6554 RM.(12872 RM.), für die Gemeinde Villigst 8349 RM.(14 668 RM.), für die Gemeinde Wandhofen 9225 RM.(15744 RM.). Höhe der gesamten Anteile 82 662 RM.(149 837 RM.). Im Haushaltsplan des Jahres 1932 stand für diese Ausgaben noch die große Summe von 199918 RM. Daß eine ganz erhebliche Besserung, besonders im letzten Jahre, zu verzeichnen ist, steht hiernach außer Zweifel. In das neue Rechnungsjahr geht die Verwaltung und mit ihr die Bevölkerung mit der zuversichtlichen Erwartung, daß die Besserung sich weiter fortsetzen wird und man der Erwerbslosigkeit und damit den Lasten für Wohlfahrtszwecke immer nachhaltiger wird entgegenwirken können. Westhofen, 17. Febr. Beihilfen für Neupflanzung von Obstbäumen. Um den Anbau von Obst zu fördern, hat die Regierung zur Neupflanzung von Obstbäumen Beihilsen zur Verfügung gestellt. Diese Beihilfen sind auf 25—30 Prozent der Anschaffungskosten der Obstbäume berechnet, sollen aber den Betrag von 75 Pfg. je Baum nicht überschreiten. Auch dürfen Beihilsen nur gegeben werden, wenn in dem betreffenden Betriebe eine Anpflanzung von mehr als 20 neuen Bäumen, in Frage kommt. Ausnahmen werden nicht zugelassen. Strauchobst ist von den Beihilfen ausgenommen. Nähere Auskünfte können im Amtshaus— Baubüro— eingeholt werden. Westhofen, 17. Febr. Sachbeschädigung. Aus noch ungeklärten Gründen ist während der Nacht der Bekanntmachungskasten des Christlichen Vereins Junger Männer, der an einem Hause an der Hindenburgstraße angebracht war, gewaltsam abgerissen und verschleppt worden. Die ausgehängten Bekanntmachungen lagen morgens in der Straßenrinne. Die Täter konnten noch nicht ermittelt werden. * Hennen, 16. Febr. Silberhochzeit. Am heutigen Tage feiern die Eheleute Wirt und Amtsbaumeister Florenz Voß und Alwine geb. Pütter, in der Helle, ds Fest der silbernen Hochzeit.— Dem Silberpaare auch unseren herzlichen Glückwunsch! Hennen, 16. Febr. Standesamtliches. Auf dem hiesigen Standesamt haben ihr Aufgebot bestellt: Landwirtschaftsgehilfe Leon Swajkieviz in Werne(vormals Lecking= sen) und Hausangestellte Maria Wulf in Bochum=Stiepel(vormals Leckingsen).— Bergmann Heinrich Engelmeier in Waltrop u. Mathilde Katharina Leuchtenberg in Kalthof.— Profilformer Heinrich Georg Reichmann in Hemer=Sundwig und Näherin Louise Vieler in Kalthof.— Metallschleifer Friedrich Bregenstroth in Wattenscheid und Hildegard Schulhoff in Wattenscheid(vordem in Hennen).— Schlosser Ewald Pampus in HengsenKeller und Klara Schoof in Drüpplingsen. Larnen, Spiel, Sperl Schwerte Die Terminnot hat den Fußballsachwart veranlaßt, die für den morgigen Wehrsportsonntag ausgefallenen Meisterschaftsspiele anzusetzen. Der VfL. muß nach Iserlohn zum Krug zur Nidda um das am vorigen Sonntag ausgefallene Meisterschaftsspiel Iserlohn 05 1.— VfL. Schwerte 1. zum Austrag zu bringen. Das Spiel der ersten Serie verloren die VfL. er unter unglücklichen Umständen. Man darf im morgigen Spiel wohl mit etwas mehr Glück rechnen. Trotzdem ist die Iserlohner Mannschaft nicht zu unterschätzen. Auf eigenem Gelände ist der Gastgeber ein nicht leicht zu überwindender Gegner. Mit großer Entschlossenheit und festem Siegeswillen müssen die Schwerter den Kampf durchführen, denn nur dann ist mit einem evtl. Siege zu rechnen. Die Leichtathleten vom VfL. treten zum Waldlauf in Ergste an. Eine Senioren= und eine Jugendmannschaft nimmt hieran teil. Auch hier darf man mit einem Erfolg rechnen, da der PfL. das beste Läufermaterial zur Verfügung hat. Wir wünschen den Leichtathleten gutes Gelingen. Cus 06 burg spielten zwar schon in der 1. Serie in Schwerte. Der Verband hat über Hohenlimburg Platzsperre verhängt, sodaß die Gaste nochmals den Weg nach Schwerte antreten müssen, gewiß zum Vorteil für die 06 er. Im Vorspiel siegten die 06 er damals mit 2:0. Die Hiesigen müssen zwar mit Ersatz spielen, doch müßte es auch dann noch zum Siege langen. Boxen Die Vorschlußrunde zur Westfalen=Meisterschaft. Müller Schwerte 22— Burger Münster. In Herne steigt Sonntag abend die weitere Klärung der Ausscheidung zur Westsalen=Meisterschaft. Die Abteilung A kämpft Samstagabend in Münster, Müller Schwerte 22 ist der Abteilung B zugeteilt und erhielt in der Auslosung den Münsteraner Burger zum Gegner. Die Sieger aus den Kämpfen in Münster und Herne kämpfen dann an einem späteren Termin um den Titel„Meister von Westfalen". Der Schwerter Federgewichtler Werner Müller kämpft also Sonntag abend in Herne. Nicht ohne Aussicht geht Müller in den Kampf. Seine Schnelligkeit und kaltblütige Ueberlegung lassen ihn dem Münsteraner ebenbürtig sein. In der wechselnden Kampfesführung ist er dem Münsteraner noch überlegen, ebenso müßte der Münsteraner erst die Ringschliche des Schwerters ergründen. Die richtige Einteilung der Reserven wäre noch sehr zu empfehlen. Dem beliebten Schwerter Boxer für seinen Kampf die besten Ersolge vom Schwerter Boxsport=Publikum. Wichtig für Personen, die die Erteilung eines Kraftfahrzeug=Führerscheins beantragen wollen. Den Antragstellern, die einen Kraftfahrzeug=Führerschein erwerben wollen, wird zur Vermeidung von Mehrkosten und Verzögerungen in der Bearbeitung der Anträge empfohlen, in dem Antrage auf den Namen und Wohnort des Fahrlehrers und, falls dieser auswärts wohnt, noch anzugeben, wo die Prüfung durch den Sachverständigen stattfinden soll. Tus 06 1. empfängt Hohenlimburg 1. im Kampf um die Punkte! Am Sonntag stehen die 06 er im Meisterschaftskampf. Die Sportfreunde aus HohenlimAus der Bewegung Hitler=Jugend. Heute nachm. 4 Uhr im HJ.=Büro eine kulturpolitische Besprechung betr. der Liederwarte usw.. Jeder Führer des Standortes Schwerte (vom Kameradschaftsführer an aufwärts) nimmt daran teil. Stützpunkt Villigst der NSDAP. Heute abend 7,30 Uhr veranstaltet der Stützpunkt Villigst der NSDAP. im Lokal des Pg. Peukmann einen öffentlichen Feierabend unter dem Motto„Kraft durch Freude". Das bunte Programm bringt Musikdarbietungen, Lichtbildervorführungen und Vorträge aller Art. Es wird erwartet, daß die gesamte Gemeinde Villigst an dieser Feier teilnimmt. Schluß des lokalen Teils. Vereine und Veranstaltungen Reichsbahn=Turn= u. Sportverein Schwerte. Heute abend um 8 Uhr in der Gaststätte Kreinberg Jahreshauptversammlung. Anschließend Filmvorführung und turnerische Darbietungen. Angehörige sind herzlich willkommen. Für den Tanzabend, den Hanaah Spohr und Dorit Wischnath am 22. Februar, abends 8,15 Uhr, im„Reiche des Wassers" veranstalten, beginnt heute Vorverkauf in Buchhandlung Braus. Café Astoria. In den gemütlichen Räumen gastiert seit dem 1. Februar mit großem Erfolge die Damen=Kapelle Schilp. Der Eintritt ist frei. Auch wird kein Preisaufschlag während des Konzertes erhoben. Der rührige Wirt, Karl J. Tengler, ladet zu einem Besuch seiner Gaststätte ein. Wenn die Weisen erklingen, ist von vornherein die richtige Stimmung da, die noch erhöht wird durch das Auftreten heimischer Tenöre, die dort als Gäste weilen. Vaterl. Frauenverein. Am Dienstag, dem 20. Febr., nachm. 3,30 Uhr, findet der Arbeitsnachmittag statt. Frl. Dubois wird einen Vortrag halten. Oeffentlicher Feierabend. Der Stützpunkt Villigst der NS'AP. veranstaltet heute abend 7,30 Uhr bei Pg. Peukmann einen öffentlichen Feierabend„Kraft durch Freude". Musikdarbietungen, Vorträge, Lichtbilder u. a. Es wird erwartet, daß alle Volksgenossen aus Villigst erscheinen. Onlsere Segmmt! ntag, den 19 C. Februar fahrrehandloresunmtung Haus= u. Grundbesitzervereins Otd.=Aplerbeck Geschäftsführer Göckmann Schwerte über Gegenwartsfragen des Hausbesitzes. Aplerbeck, 16. Febr. Insolge des Führerprinzips liegt die Entscheidung und Verantwortung sast ausschließlich beim Vereinsführer, dadurch ist die ganze Sache des Hausbesitzes wesentlich einsacher geworden. Die Jahreshauptversammlung, die am 10. Jebruar 1934 im Lokale des Herrn Meering in Dortmund=Aplerbeck, einberufen war, war sehr gut besucht. Nach Verlesung der Niederschrift der Versammlung 1933 und Jahres= und Kassenbericht wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Sodann gab der Vereinsführer den aufgestellten Wirtschaftsplan für das neue Geschäftsjahr bekannt. Es wurde beschlossen, den Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht DortmundHörde eintragen zu lassen. Der Vereinsführer bestimmte sodann den Beirat und den stellvertretenden Vereinsführer. Nachdem noch die Wahl von 2 Kassenprüsern getätigt war, erteilte der Vereinsführer dem Geschäftsführer des Vereins, Herrn Göckmann=Schwerte das Wort zum Vortrag über Jahresbericht und Gegenwartsfragen des Hausbesitzes. Derselbe führte ungefähr folgendes aus: Das Jahr 1933 ist für die ganze deutsche Nation so gewaltig und von einer Größe, wie es wohl kein zweites Mal im Leben der deutschen Nation vorgekommen ist. Es sind Geschehnisse von so großer Bedeutung an uns vorübergegangen, die bestimmt auf ewige Zeiten der Geschichte jangehören. Er kam auf die wichtigen Tage in der Innenpolitik zu sprechen. Er nannte den 80. Januar, den 21. März, den 1. Mai und den 12. November und die große Bedeutung für das deutsche Vaterland und daß es eine ganz hervorragende Leistung des Kanzlers sei die Beseitigung der Kleinstaaterei. Wir haben jetzt ein einheitliches, deutsches Reich. Er leitete dann über zur Außenpolitik, erwähnte den günstigen Handelsvertrag mit Polen und weiter die große Rede vom Reichskanzler und deren günstige Aufnahme im Ausland. Die Versammlung brachte hierauf ein dreifaches Sieg=Heil aus auf unseren großen Führer Adolf Hitler. Dann streifte der Redner das eigentliche Vereinsleben, wies nach, daß in der Geschästsstelle im vergangenen Jahre eine rege Tätigkeit gewesen sei an Hand der großen Zahl der erteilten Auskünste sowie schriftlicher Anträge, Einsprüche, Beschwerden, Mietprozesse und dgl., kam dann auf das eigentliche Thema seines Vortrages über die Gegenwartsfragen und beleuchtete zuerst die große Not im Neuhausbesitz und gab die Anträge bekannt, die der Zentralverband zur Abwendung dieser Not an die Reichsregierung gestellt habe. Er wies nach. daß für die gegebenen Reichszuschüsse für etwa 3.5 Milliarden Arbeit in Auftrag gegeben sei, Schwerler Filmschau eine gewaltige Summe, die an sich der beste Beweis sei für die Wichtigkeit des Hausbesitzes als Auftraggeber der Wirtschaft. Er kam dann auf die Zinsgutscheine zu sprechen und gab weiter bekannt, wie die Zinsvergütungsscheine jetzt verwertet werden können. Er sprach dann über die bevorstehende Sentung der Hauszinssteuer zum 1. April 1934 und erläuterte dann die Steuererklärung zur Einkommensteuer, deren Schlußtermin der 15. Februar 1934 sei und erklärte schließlich, daß die Reichsregierung schon überall Maßnahmen auf Erleichterung der Notlage getrossen habe und weiter treffen werde. Man könne zur Reichsregierung unbedingt volles Vertrauen haben, denn sie sei bemüht, die Mißstände, die infolge der marxistischen Politik im Hausbesitz eingerissen sei, der den Hausbesitz ruiniert habe, wieder gutzumachen. Jeder müsse sich jedoch damit abfinden, daß das keine leichte Aufgabe sei und Geduld üben, denn es werden auch für den Hausbesitz wieder bessere Zeiten geben, da der Eigentumsgedanke durch unseren großen Kanzler gewährleistet sei. Nach em Vortrage setzte noch eine rege Aussprache ein. Die gestellten Fragen wurden von dem Redner beantwortet. Die Wünsche des Konditorenverbandes Unter dieser Ueberschrift lesen wir im „Völkischen Beobachter“ Nr. 23 vom 23. 1. 1934 nachstehenden Aufsatz: Wie über das Bäckerhandwerk, so ist auch die Vorstellung, die über das Konditorenhandwerk verbreitet sind, und die sich hauptsächlich auf den hohen Geschäftsertrag einer Konditorei oder eines Konditorei=Kaffees bezieht, falsch. Bei dieser Beurteilung ist jeder leicht geneigt, den Betrieb einer Konditorei in bevorzugter Croßstadtlage zu den Hauptverkehrszeiten als Maßstab zu nehmen. In Wirklichkeit ist aber die wirtschaftliche Lage der weitaus größten Anzahl der Konditoreien sehr ernst. Die Familienangehörigen sind fast durchweg mit in den Betrieben tätig, da das Geschäft keine Hilfskräfte mehr verträgt. Die Ursachen zu diesem geschäftlichen Niedergang sind in den bekannten Wirtschaftsfaktoren, wirtschaftliche Lage und Konkurrenz zu suchen. Soweit die wirtschaftliche Lage als Ursache bezeichnet wird, so weiß jeder Volksgenosse von sich aus ein Urteil zu fällen. Wenige unserer Volksgenossen sind noch in der Lage, Konditorware zu kaufen und die wenigen, denen es noch ermöglicht ist, können das Handwerk allein nicht stützen. Schon hieraus ergibt sich der Rückgang im Verkauf und Gästeverkehr. Als schlimmster Faktor tritt die Konkurrenz hinzu. Warenhäuser, Schnellbäckereien, Baumkuchenläden, Eisdielen fügen dem Handwerk schweren Schaden zu. Oft, wie es beispielsweise bei Schnellbäckereien, Baumkuchenläden u. Eisdielen zutrifft, sind es ungelernte Geschäftsinhaber, die dem Konditor den Käufer abziehen. Erwähnt sei in Berlin der Jonal, der in Berlin 17 Filialen der sogenannten„Berliner Keksbäckerei“ unterhielt, in Konkurs geriet und an Warenlieferungen und Ladenmieten etwa 500000 RM. Schulden machte, neuerdings aber wieder durch Tarnungen den Betrieb wieder aufnehmen soll. Ebenso steht es mit den Eisdielen, deren Notwendigkeit und Existenzwürdigkeit angezweifelt werden muß. Berufsfremde EleDes jungen Dessauers größe Liebe „In den„Lichtspielen zur Reichskrone“ läuft augenblicklich der ausgezeichnete Ufa=Tonfilm „Des jungen Dessauers große Liebe“(Anneliese von Dessau). Die Geschichten, die das Leben schreibt, sind doch immer die besten— so wars damals und so ist es heute noch. Der beste Beweis für diese kühne Behauptung ist diese Liebesgeschichte um 1700, die so eigenartig und zugleich so reizend ist, daß die Ufa diese historische Ereignis zu einem Film verarbeitet hat.— Jetzt malt der Film mit seinen vielen Möglichkeiten die ganze Schönheit dieser großen Liebe, die ganze Tragweite dieser damaligen Sensation in den herrlichsten Farben. Vom zartesten Himmelsblau bis zum Pulverdampfgrau sind alle inneren und äußeren Stimmungen eingefangen. So entstand ein kleines Kunstwerk aus längst verklungener Zeit:„Desjungen Dessauers große Liebe“ Die Darsteller: Willy Fritsch als Fürst Leopold von Dessau. Diese Rolle gibt dem Darsteller alle Möglichkeiten, seine vielseitige Begabung erneut zu beweisen. Ist er auch in erster Linie der stürmische Liebhaber, der voller Temperament um die Gunst eines süßen blonden Mödels zu werben weiß, so ist ihm doch innerhalb seiner Rolle die beste Gelegenheit gegeben, nicht nur liebenswürdig zu sein, schöne Worte zu machen und ein Liebeslied zu singen, das er mit seiner weichen, angenehmen Stimme ausgezeichnet vorträgt, sondern er kann auch mal heftig werden, kann ein derbes Wort gebrauchen, den Leutchen die Meinung sagen, kann unsehorsam sein, seinem Nebenbuhler zu Leibe geden und seine Rolle verlangt auch, daß er ernste Worte findet. Willy Fritsch macht wahrlich Narriere— in dem Ufafilm„Walzerkrieg" war er noch der kleine Pauker Gustl der Kapelle Lanner— heute ist er bereits ein fürstlicher Mustfus, der unsterblich wurde durch seinen bekühmten Marsch„Alte Dessauer“.— Trude Marlen. Ein neues Gesicht im Tonsilm— eine neue Partnerin für Willy Fritsch und das Endergebnis dieses ersten Auftritts: eine hoffnungsvolle ebenso begabte, wie hübsche, junge Darstellerin, auf deren Entdeckung die Usa mit Recht stolz sein kann. Man glaubt ihr die Keuschheit und Unverdorbenheit, man glaubt ihr auch ihre selbstlose und charakterfeste Handlungsweise und versteht das stürmische Werben Leopolds um diese blonde Schönheit.— Ida Wüst. Die fürstliche Frau Mama, die— wie mente kommen und nehmen den ansässigen Dauerbetrieben ihren Verdienst. Daneben wird an diesen Einrichtungen und den Betrieben der„Eisdielen“ nicht der gleiche Maßstab angelegt wie an Konditoreien. Die Qualität des Eises, das nach Rezepten der Lieferanten der Eismaschinen, Eispulver und sonstigen Zutaten hergestellt wird, ist oft ein mehr als fragwürdiges Erzeugnis. Die Eisbereitung, die ausschließlich dem Konditor, in dessen Fach sie schlägt, überlassen bleiben muß, erfordert sehr viel Sachverständnis und was wichtiger ich, allerbeste Zutaten wie Milch, Sahne, Eier, Früchte, aber keine Pulver und Essenzen. Für sachgemäße Zubereitung und Verrendung bester Zutaten garantiert der Konditor jederzeit. Ebenfalls ist die Polizeistunde(um 19 Uhr) der Eisdielen eine berechtigte Forderung der Konditoren. Es muß den Eisdielen=Inhabern verboten werden, ihre Erzeugnisse nach 19 Uhr über die Straße zu verkaufen. Im übrigen liegt ein Bedürfnis nach diesen Eisdielen nicht vor. Vielmehr werden jugendliche beiderlei Geschlechts angelockt. Auch der Wettbewerb der neuzeitlichen Gaststätten verschiedenster Arten erschwert dem handwerklichen Konditoreibetriebe die Existenz. Die Ansprüche, die der Konditorenberuf zu erfüllen hat, sind außerordentlich groß. Gerade hierin kommt es auf individuelle Qualitätsarbeit an. Eigene Entwürfe, künstlerische Fähigkeiten müssen bei dem scharfen Konkurrenzkampf und den dadurch verursachten hohen Ansprüchen des Kunden immer wieder zu neuen geschmackvollen Mustern führen. Genauigkeit, Pünktlichkeit müssen die Harpteigenschaften des Konditors sein. Denn das Gelingen der Erzeugnisse hängt oft von Minuten ab. Die Vergänglichkeit vieler Konditoreiwaren führt schnell zu Verlusten, vor denen sich kein Konditor schützen kann. Die Erzeugnisse, die ja auch auf das Auge wirken sollen und oft von höchster Kunst zeugen, erfordern viele mühsame Kleinarbeit, die nicht bezahlt wird. Die machsende Konkurrenz von Vergnügungsstätten aller Art, die dem Konditorhandwerk großen Abbruch tun, zwingen imalle Mütter— stets das Beste für ihren zärtlich geliebten Jungen will und dabei— wie die Muttis der ganzen Welt— vergißt, daß der Junge inzwischen groß geworden ist und seinen eigenen Willen und seine eigenen Ansichten über das Heiraten hat.— Paul Hörbiger. Kaiser Leopold von Oesterreich. Dieser gemütliche Herrscher konnte so nur von einem gespielt werden, dem die„Weaner“. Herzlichkeit und der goldige Humor derart aus den lustigen Augen leuchten wie eben diesem gemütvollen mer neues Kapital für Auestattungszwecke und Erneuerungsarleiten in den dem Publikum dienenden Näumlichkeiten auszuwenden. Weiter kommt hinzu, daß das Bäckergewerbe dadurch, daß ihm die Protfahriken und Konsumrereine einen großen Teil des Absatzgebietes nehmen, mehr und mehr in die Konditorei, weil durch den Aussall an Bäckerware ein Ersatz geschaffen werden muß. Ist diese Konditorrate auch einfachere Art, so ist der Bäcker durch die ohnedies vorhandene Backosenhitze schon begünstigt. Ein weiterer Rückgang des Handwerks, durch den viele Betriebe zugrunde gingen, muß verhindert werden. Zumal dieses Handwerk für die Industrie und Landwirtschaft ein lebenswichtiger Faktor ist. Die etwa 8000 Betriebe, die in den Reichsverband aller selbständigen Konditoren zusammengeschlossen sind, sind Abnehmer vieler Bedarssartikel. In einem größeren bis mittleren Konditoreibetrieb werden wöchentlich u. a. etwa folgende Warenmengen verarbeitet: 30 Schock Eier, 2½3 Zentner Butter, 180—200 Liter Schlagsahne, neben dem Mehrfachen an Vollmilch, 4 Zentner Zucker, 3 bis 4 Zentner Mehl allerbester Qualität, ferner Obst, Würzstoffe. U. a. erhält der Konditor, was wenig bekannt sein dürfte, Ananas nicht nur aus den tropischen Gebieten, sondern auch aus den Gewächshäusern schlesischer Besitzer, wo die Früchte zurzeit des besten Reifearomas geerntet werden. „Leibregiment Aubalt Dessan“ Aus dem Ufa-Tonfilm„Des jungen Dessauere große Liebe“ (Herstellungsgruppe Max Pfeilfer; Spielleitung Arthur Instandsetzungsdarlehen Gewährung von die Hauseigentümer durch die Westfälische Provinzial=Feuersozität. Wir geben folgende Zuschrift der Feuersozietät bekannt: Aufgrund der entsprechenden Mitteilungen in den Tageszeitungen sind weit über 10 000 Anträge auf Instandsetzungs= usw. Darlehen bei der Westfälischen Provinzial=Feuersozietäg eingegangen. Die Anträge werden sämtlich sorgfältig geprüft, jedem einzelnen Antragsteller wird von der Feuersozietät möglichst bald Nachricht auf seinen Dahrlehnsantrag zugehen. Die Feuersozietät bittet deshalb, um die ungestörte Bearbeitung der Darlehnsanträge nicht zu gefährden, von Rückfragen, Erinnerungen usw. abzusehen. Anfragen jeder Art sind zwecklos, weil sie nicht beantwortet werden hönnen, sondern nur den Geschäftsbetrieb unnötig erschweren und die endgültige Bearbeitung der Dar=, lehnsanträge verzögern. Es liegt also im Sinne aller Beteiligten, auf Erinnerungen usw. zu verzichten. 9 Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte=R. D.=A. I. 34. 1750.) Schauspieler Paul Hörbiger. Wir kennen ihn schon lange als den hervorragenden Vertreter, Wiener Walzerseligkeit und gerade die Ufa, sorgte durch die Beschäftigung dieses Künstlers, dafür, daß soviele Menschen das Kinotheater schon oft glücklich und beschwingt verließen.— Gustav Waldau. Herzog von Chalisac, die gesungene Karrikatur eines Höflings. Der Komiker Gustav Waldau, der in dem Ufafilm „Saison in Kairo“ ausgezeichnet gefiel, stattet auch diesen Kavalier ältester Schule mit derart humoristischen Zügen aus, daß jeder seine Auftritte freudig erwartet und beklatscht.— Hubert von Meyrinck, als Herr von Syringen steht ihm würdig zur Seite. Er übertrifft ihn womöglich noch an Hochmut, an Dummheit und Affektiertheit in Sprache und, Gebärde.— Hermann Speelmans, der fürstliche Prügelknabe, der als Junge die fürstlichen Prügel bezog und als Soldat die Kugeln, die dem Leopold galten, mit seiner breiten Brust wegsing, wie Leopold seiner Mutter lachend erzählte..— Alice Treff. Die Ufa über=) stascht ihr Publikum mit vielen schönen Frauen eine davon ist Alice Treff als Prinzessin' Marie von Hessen— eine aparte, rassige Erscheinung— ein kokettes,zierlich zerbrechliches Porzellanpüypchen in entzückenden Kostümen;] die sie mit Grazie zu tragen weiß. Sie ist der, kleinen Bürgerstochter große Rivalin.— Alexander Engel. Ein junger Komiser, in der Rolle des höchst ängstlichen und sehr schüchternen Kandiaten Schmidt— ein unscheinhares Männchen, der große Rivale Leovolds.— Jakob Tiedtke. Avotheker Foese— ein gemütlich knurrender Alter.— Die Musik von Eduard Künnecke hat großen Anteil an dem guten Gelingen dieses Films. Man hört ein entzückeneds Liebes=Duett mit dem Refrain: Ja, ich lieb nur Dich. Neben diesem blendenden Ufa=Film läuft im Beiprogramm das Lustspiel„Der Kampf um den Bären“, mit Fritz Servos in der Hauptrolle. Eine Lachmuskel erregende Angelegenheit.— Fox tönende Wochenschau vervollständigt das Programm. DAS Oestdonischerrrch mit dem Hammer gegen zerrissene hosenboden Eine drollige Angelegenheit Kaiserslautern. Aus einem Nachbardörfchen von Kaiserslautern wird der„Pfälzer Zeitung" folgendes drollige Stückchen berichtet: Eine Mutter machte sich mit einem großen Hammer bewaffnet auf den Weg in die Dorfschule und wünschte die Lehrerin zu sprechen. Die Lehrerin wurde vor Schreck ganz bleich, als sie diesen„unheimlichen Besuch“ gewahr wurde.„Ich bin die Lehrerin, was wollen Sie denn von mir?" bemerkte das Schulfräulein zu der Mutter. Die Antwort der„bewaffneten“ Mutter lautete: „Was ich will, das werden Sie gleich sehen! Ich bin die Mutter Ihres Schülers Fritz Müller, der ständig mit zerrissenen Hosenboden von der Schule heimkommt.“ Die Mutter stürmte dann eilig in den Schulsaal:„Ich will bloß mal den Nagel in die Schulbank hineinschlagen, auf dem mein Bub sitzt und sich dauernd die Hosen zerreißt.“ Wütend hämmerte sie auf die Schulbank ein. Dankend und gleichzeitig wie erlöst aufatmend, drückte dann die Lehrerin der Mutter die Hand, die jedoch nur mehr murmelte:„Des werd' ich noch weiter besorge, die Rechnung werd schun noch'm Bergemeeschder geschickt.“ Vom Mühlengetriebe beide Beine gebrochen Montabaur. Dem 12jährigen Sohn des Mühlenbesitzers Noll auf der Weißmühle bei Horbach, der dem Treibwerk zu nahe kam und von diesem erfaßt wurde, wurden beide Beine gebrochen. Der schwerverletzte Junge wurde in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Montabaur eingeliefert. In die Transmission geraten Bonn. In der Werkstatt der Köln=Vonner Eisenbahnen in Dransdorf wurde ein Arbeiter aus onn beim Schmieren der Transmission von der Transmissionswelle erfaßt und mitgerissen. Als man den Verunglückten aus seiner gräßlichen Lage befreit hatte, war der Tod bereits eingetreten. Johanna macht sich fein Die„gutgekleidete“ Hausangestellte Köln. Um einmal nach ihrer Ansicht„besser“ gekleidet zu sein, verfiel eine 23jährige Hausangestellte darauf, sich in den verschiedensten Modewarengeschäften Kleidungsstücke, wie Pelzjacken, Strickjacken usw. auf den Namen ihrer Herrschaft zu bestellen. Auch gab sie Bestellungen in Lebensmittelgeschäften auf. Die von den Geschäften geschickten Boten fing die Hausangestellte am Hauseingang ab und nahm die gelieferten Sachen oder Waren in Empfang. Bald danach rief sie dann telephonisch in den Geschäften an und bat, von der Zusendung einer Rechnung abzusehen, da ihre Herrschaft selbst kommen und die Angelegenheit begleichen werde. Auf diese Weise trieb es die Betrügerin längere Zeit hindurch, bis sie jetzt von der Kriminalpolizei gefaßt werden konnte Dabei stellte sich heraus, daß sie bereits wegen ähnlicher strafbarer Handlungen von einem auswärtigen Gericht zur Verbüßung einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe gesucht wurde. Beförderungen müssen verdient werden Eine vorbildliche Verfügung des Kölner Oberbürgermeisters Köln. Der Kölner Oberbürgermeister Dr. Riesen hat jetzt eine neue Verfügung über Anstellung und Beförderung erlassen. U. a. weist der Oberbürgermeister darauf hin, daß Beförderungsstellen sich nicht ersitzen lassen, sondern verdient werden müssen.„Lebensalter, Dienstalter und dergleichen, rein äußerliche Merkmale, die zu anderen Zeiten ausschlaggebend gewesen sein mögen, fallen heute“, se heißt es u. a. weiter,„nicht mehr so wie früher ins Gewicht. Die nationalsoKlalistische, Stadtverwaltung mißt nur den Leistungen und Persönlichkeitswerten des einzelnen Beamten die ausschlaggebende Bedeutung zu. Nur solche Beamte, die durch die Tat beweisen, daß sie der nationalsozialistischen Stadtverwaltung unerschütterliche Gefolgschaftstreue halten, können mit einer Beförderung rechnen. Als vordringlichste Aufgabe gilt die Erreichung eines ausgeglichenen Haushaltsplanes auf schnellstem Wege. Dieses Ziel verlangt allergrößte Sparsamkeit im großen wie im kleinen. Von den einzelnen Beamten muß neben einem höchsten Maß von Pflichterfüllung. Gewissenhaftigkeit und Verantwortungsfreudigkeit die Fähigkeit und Entschlossenheit gefordert werden, an jeder zugewiesenen Stelle am Wiederaufbau unseres Vaterlandes schöpferisch und erfolgreich mitzuarbeiten.“ Ehepaar unter dem Verdacht des Kindesmordes festgenommen Köln. Unter dem dringenden Verdacht der gewaltsamen Beseitigung ihres neun Monate alten Kindes wurde von der Kriminalpolizei ein Ehepaar aus der Bürgerstraße festgenommen. Die Eheleute verließen Mittwochabend ihre Wohnung und ließen den Säugling allein in der Küche zurück. Als sie wenige Stunden später zurückreyrten, fanden sie die Wohnung vollständig verraucht und das Kind erstickt vor. Einem umgeworfenen Zimmerofen entströmten Kohlengase, die den Tod des Kindes herbeigeführt hatten. Nach den sofort angestellten polizeilichen ErmittKölns politische Leiter Thrten=Erauterm=Dr. Ecy Kameradschaftsgeist ist oberstes Gebot Köln. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront und Stabsleiter der PO., Staatsrat Dr. Ley, besuchte am Donnerstagvormittag Köln, die Stätte seines früheren Wirkens, um der Hochzeit seines langjährigen Fahrers Alfons Ballett beizuwohnen. Dies nahm die Gauleitung Köln der NSDAP. Köln zum Anlaß, Dr. Ley einen herzlichen Empfang zu bereiten, war doch so auch die beste Gelegenheit geboten, den rheinischen Verkünder der Idee Adolf Hitlers zu seinem 44. Geburtstage, der auf diesen Tag fiel, zu beglückwünschen. Vor dem Rathaus hatten sich um 11 Uhr die gesamte Gauleitung, an der Spitze Gauleiter Staatsrat Grohé, die politischen Leiter, die Führer der SA und SS, der Hitlerjugend des Obergebietes West, ferner die einzelnen Betriebsorganisationen mit ihren Bannern eingefunden. Dr. Ley, der gegen 11.15 Uhr erschien, schritt zunächst die Ehrenfront ab; er fand in ihr viele alten Mitkämpfer vor, die er durch Handschlag begrüßte. Gauleiter Staatsrat Grohé richtete dann herzliche Begrüßungsworte an den in in Köln gern gesehenen Gast, dessen Eigenschaften als Mensch er hervorhob und auf seine Verdienste hinwies, die Dr. Ley im Kampf um den Durchbruch der nationalsozialistischen Idee gerade im Kölner Gebiet sich erworben hat. Mit dem Glückwunsch zu seinem 44. Geburtstage verband Gauleiter Grohé das Gelöbnis der Treue, weiterhin im Sinne des Führers mit seinem Stabe zu arbeiten. In ein dreifaches Siegheil klang seine Ansprache aus. Bürgermeister Schaller begrüßte Dr. Ley im Auftrage der Stadtverwaltung. In seiner Erwiderung dankte Dr. Ley für den Empfang. der für ihn unerwartet kam, weil er diesmal nicht in seiner Eigenschaft als Führer der Deutschen Arbeitsfront oder Stabsleiter der PO. Köln besucht habe, sondern nur, um die Hochzeit seines treuen Mitkämpfers und Fahrers Ballett mit feiern zu können. Er ermahnte den Gauleiter und seine politischen Leiter zu weiterer treuer Mitarbeit, denn der Kampf sei noch nicht beendet. Um ihn durchstehen zu können, sei Kameradschaftsgeist oberstes Gebot. Dieses nicht zu verletzen, sei die Pflicht aller politischen Leiter. Er brachte zum Schluß ein Hoch auf die Mitarbeiter des Gaues Köln=Aachen, dessen Gauleiter Staatsrat Grohé und auf unseren Führer Adolf Hitler aus. Mit dem Gesang des Horst=Wessel=Liedes fand die schlichte Feier ihren Abschluß. Großzügige Einigung angeraten Der Vorsitzende im Görreshaus-Prozeß empfichlt„rasche Erledigung“ Als Vertreter der beklagten Deutschen Bank, legte Justizrat Dr. Becker Verwahrung dagegen ein, daß das Material für diesen Prozeß ihm nur lückenhaft zur Verfügung gestanden habe. Die eigenen Akten der Deutschen Bank seien seinerzeit beschlagnahmt worden, so daß erhebliche formelle Schwierigkeiten bei der Bearbeitung dieses Falles bestanden hätten. Als Vertreter der Deutschen Bank beschäftigte sich Justizrat Dr. Becker dann in erster Linie mit der Höhe der Forderung Es sei ein Gesamtbetrag von 6,9 Millionen Mark gefordert, es fehle aber die Aufstellung, aus welchen Teilbeträgen die Summe errechnetawerde. Es sei ferner zu bedenken, daß der Kläger, Rechtsanwalt Bodenheim, nur als Vertreter der Konkursmasse, nicht aber für die Gläubiger und Aktionäre Schadensforderungen stellen könne. Dies gehe besonders daraus hervor, daß die Preußenkasse und ein weiterer Aktionär bereits gesonderte Klagen gegen die Deutsche Bank im Gesamtbetrage von 2,2 Millionen Mark erhoben hätten. Für die Ansprüche überhaupt sei zu bedenken, daß die Begriffe sich seit dem Jahre 1930 erheblich gewandelt hätten. Man dürfe sie deshalb auch nicht mit dem heutigen Maß messen. Mit Entrüstung sei zurückzuweisen, daß die Deutsche Bank die Beraterin der Görreshaus EmbH. gewesen sei und mit dieser Gesellschaft etwa zusammengearbeitet habe, um die Aktionäre zum Vorteil der Deutschen Bank um ihr Geld zu bringen. Zwischen der Görreshaus Gmöß. und der Deutschen Bank habe ein einfaches Kreditverhältnis bestanden. Brüning sei als Privatmann Berater von Stocky, Maus und Mönnig gewesen, und auch der als Treuhänder aufgetretene Herr Fath sei privater Treuhänder und weder Beauftragter noch Vertrauensmann der Deutschen Bank. Fath habe von sich aus und mit keinem Auftrag der Deutschen Bank die Umwandlung der Görreshaus Gmbß. in eine A. G. mit Maus und Stocky bearbeitet. Die Abgabe der Bescheinigung, daß 6.6 Mill. Mark zur Verfügung stünden und der Scheck über 6,6 Mill. lungen müssen die Eheleute den Ofen umgeworfen haben, in der Absicht, eine Vergasung der Wohnung herbeizuführen, um das Kind zu töten. Eine völlige Klärung der Angelegenheit dürfte die Vernehmung der Eheleute erbringen. Es gibt noch ehrliche Menschen Köln. Daß es noch ehrliche Leute gibt, beweist ein Vorfall, der sich in einem hiesigen Kaufhaus zutrug. Eine Frau aus der Lungengasse fand dort ein Sparkassenbuch mit einem eingezahlten Betrage von 3 480 RM. Mancher andere würde wohl der Versuchung nicht haben widerstehen können das Geld flink abzuheben und es für sich zu verwenden. Keineswegs diese Frau; sie lieferte vielmehr das Sparkassenbuch pflichtschuldigst bei der Polizei ab mit dem Bemerken, sie werde sich wegen des Finderlohnes mit der Verliererin in Verbindung setzen. Hoffentlich findet diese Ehrlichkeit ihre gebührende Anerkennung. Das wird ihm Sicherungsverwahrung einbringen Köln. Eine Verkäuferin eines hiesigen Einheitspreisgeschäftes beobachtete einen Mann, als sich dieser ein Paar Sohlen aneignete. Der Dieb wurde aber gestellt und der Polizei übergeben. die ihn als alten Bekannten sofort wiedererkannte. Der Festgenommene, ein 51jährige Arbeiter, ist bereits 40 mal, u. a. mehrmals wegen Diebstahls im Rückfall, mit Zuchthaus vorbestraft. Mark stelle nichts anderes dar, als was jede Bank bei jeder größeren Gründung mache. Die Bescheinigung und der Scheck sei nicht der Görreshaus GmbH., sondern ausdrücklich den Gründern der Aktiengesellschaft gegeben worden, und wenn der Scheck je präsentiert worden wäre, so hätte die Deutsche Bank auch dafür geradestehen müssen. Der für die Mühewaltung berechnete Betrag von 10000 Mark sei als Ersatz für die Kosten der Bereitstellung dieser hohen Beträge entstanden. Es sei zugegeben, daß von der Deutschen Bank einige formale Fehler begangen worden sind, aus denen man aber keine Regreßpflicht ableiten könne. Ein Treuhandverhältnis, wie es die Klage annehme, habe bezüglich der auf Separatkonto für den Aktienkauf eingezahlten Beträge zwischen der Görreshaus GmbH. und der Deutschen Bank nicht bestanden, da der Deutschen Bank lediglich die Einrichtung des Separatkontos, nicht aber der Zweck mitgeteilt worden sei. Im übrigen könne man ruhig behaupten, daß bei der Gründung der A. G., die als sogenannte Bargründung vorgenommen wurde, das Vermögen nahezu 6,6 Mill. Mark betragen habe, wenn man die Differenz zwischen Aktiva und Passiva der Görreshaus Gmbh. und das bis zu 5,2 Mill. Mark eingezahlte Aktienkapital in Betracht ziehe.— Am Schluß der heutigen Verhandlung, die am 26. Februar fortgesetzt werden soll, gab der Vorsitzende beiden Parteien den Rat, sich in den nächsten Tagen zu überlegen, ob dieser Rechtsstreit nicht ohne Urteil erledigt werden könne. Beide Rechtsstandpunkte seien nunmehr dargelegt worden, und die Deutsche Bank müsse bedenken, daß aus dem heutigen staatlichen Denken heraus eine großzügige Tat schöner wirke, auch wenn sie Geld koste, als die Durchfechtung eines Streites durch mehrere Instanzen, durch dessen rasche Erledigung kleine Angestellte und Lieferanten mit nutzbringenden Geldmitteln versehen werden können. Abgesehen davon, daß ihm der Diebstahl der Paar Sohlen eine empfindliche Strafe einbringen wird, dürfte der unverbesserliche Dieb mit Erkennung auf Sicherungsverwahrung zu rechnen haben. Raubmord in Düsseldorf=Haan Düsseldorf. Zu dem Raubmord an dem 72= jährigen Gastwirt Hermann Krickhaus, der, wie bereits gemeldet, gestern morgen in seinem Stalle gefesselt und ermordet aufgefunden wurde, wird noch ergänzend berichtet: Krickhaus, ein alleinstehender Junggeselle, war als Frühaufsteher bekannt. Als gegen 9 Uhr noch die Türen verschlossen waren, wurden die Nachbarn unruhig, zumal auch einige Kellerfenster zertrümmert waren. Sie benachrichtigten die Polizei, die dann in das Haus eindrang. Im Stalle machte man die furchtbare Entdeckung von der Ermordung des Gastwirts, der gefesselt am Boden mit eingeschlagenem Schädel lag. Das Gesicht war mit Lappen und Stroh umwickelt. Von dem Täter fehlt bisher noch jede Spur; ebenso steht noch nicht fest, was geraubt worden ist. Die Tat ist anscheinend in den früheren Morgenstunden mit einem gebogenen Spaten begangen worden Auf den auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Gastwirt sind in den letzten Jahren schon zwei Raubüberfälle ausgeführt worden. Saarjugend in Düsseldorf Düsseldorf. Rund 70 Saarkinder, die von Kinderhilfswerk der NSV zwei Monate zur Erholung in Spellen bei Wesel untergebracht waren, trafen am Mittwoch, einer Einladung des Obergaues Düsseldorf des B9M. der RSFrauenschaft, der Frauengruppe des BDA und der Stadtverwaltung Düsseldorf folgend, in Düsseldorf ein. Nach der Begrüßung fand ein Rundgang durch den Zoologischen Garten statt, wo auch in der Glashalle das Mittagessen eingenommen wurde. Die Rundfahrt durch die Stadt brachte die Kinder auch zum Schlageter=Denkmal Am Nachmittag wurden die Kinder durch den Beigeordneten Professor Dr. Herold im Namen der Stadtverwaltung begrüßt. Gelegentlich dieser kurzen Feier nahm auch Kreisleiter Kenßner das Wort, der seine Ausführungen mit einem dreifachen Sieg=Heil auf das deutsche Saargebiet schloß. Gegen Abend wurden die Kinder mit der Rheinbahn wieder nach Spellen gebracht, von wo sie am Donnerstag die Rückreise in ihre Heimat antreten. 3000 Verkehrsunfälle im Jahre 1933 in Düsseldorf Düsseldorf. Im vergangenen Jahre wurden in Düsseldorf rund 3000 Unfälle im Straßenverkehr registriert. Welch ungeheure Werte dabei der Vernichtung anheimfielen, ergibt sich aus der Tatsache, daß bei nicht weniger als 2000 dieser Unfälle Sachschäden aller Art entstanden sind. Weit schlimmer als der materielle Schaden, der bei den Verkehrsunfällen entstand, waren jedoch die Folgen für Leib und Leben der von den Unfällen betroffenen Personen. 56 Personen kamen zu Tode, während fast 1500 Verletzte gezählt wurden. In die Zahl der Toten sind dabei nicht diejenigen Personen einbegriffen, die erst nach Tagen oder Wochen nach dem eigentlichen Unfall an den Folgen desselben starben. Illegale Schriften auf einem Rheinboot Germersheim. Die zuständige Gendarmerie fand auf einem Boot bei einer Kontrolle zwischen Woerth und Germersheim in der Matrosenkafüte eine Anzahl aus Frankreich eingeführter illegaler Schriften, die beschlagnahmt wurden. Der hierfür verantwortliche Matrose Zimmer wurde verhaftet. Erfroren aufgefunden Stadtlohn. Am Donnerstagmorgen fanden Schulkinder auf dem Wege zur Schule in der Bauernschaft Almsiek in einem Graben liegend eine männliche Leiche. Nach ärztlicher Feststellung ist der Tod durch Erfrieren eingetreten. Die Personalien konnten festgestellt werden. Es handelt sich um den 63 Jahre alten Arbeiter Heinrich Pinkhaus. Die Leiche wurde ins Krankenhaus. gebracht. Auflösung des Waldbauvereins Lennep. In Bergisch=Born wurde unter dem Vorsitz von Revierförster Nebelsieck=Remscheid die letzte Hauptversammlung des Vereins für Waldschutz und Aufforstung e. V. Lennep abgehalten. Der Geschäftsbericht, den Bürgermeister Marquardt Solingen erstattete, gab ein Bild von der umfangreichen Arbeit des Vereins in den 24 Jahren seines Bestehens. Das Vorstandsmitglied Arnold Hardt=Lennep sprach dann über den Waldbesitz im neuen Staate. Der nationalsozialistische Staat verlange auf allen Gebieten Totalität; deshalb begrüße man es, daß der Weg freigemacht sei den ganzen Waldbesitz zu einer Landesfachschaft zusammenzuschließen. Die Fachschaft Rheinland sei in sechs Bezirke eingetellt worden, und zwar: Hunsrück. Eifel, Voreifel, Niederrhein, Sieg=Westerwald und Bergisch=Land. Für den Beirat des Bezirkes Bergisch=Land wurden in Aussicht genommen: als Vertreter für den staatlichen Forstbesitz Forstmeister Schmitz=Lenders aus Benrath, für den Gemeindeforstbesitz Revierförster Nebelsieck=Remscheid, und für den größeren Privatbesitz Emil Engels aus Engelskirchen. In einer anschließenden zweiten Versammlung wurde einstimmig die Auflösung des Vereins beschlossen. Als Liquidator wurde der Vorsitzende, Nebelsieck, und als seine Stellvertreter Bürgermeister Marquardt und Arnold Hardt bestimmt. Dummerjungenstreich Emmerzhausen. Eine recht unangenehme Ueberraschung erlebten die Teilnehmer einer Ausflugfahrt des Skiklubs Hachenburg in Emmerzhausen, wo sie Halt gemacht hatten, um das Schneesportgelände am Stegskopf zu besichtigen. Als der schwere Wagen abends den Ort verlassen wollte, gelang es dem Führer nicht. ihn in Gang zu bringen. Er ließ daher den Wagen die abschüssige Straße hinabfahren in der Hoffnung, daß der Motor vielleicht anspringen würde. Als das nicht der Fall war, forschte der Führer nach der Ursache des Versagens und stellte fest, daß das Auspuffrohr vollkommen mit Schnee gefiilt und verkeilt war. Erst nach mühsamer Arbeit gelang es, den Auspuff von dem Hindernis zu befreien. Da durch diesen mehr als groben Unfug eine Explosion des Motors und ein größeres Unglück bei dem vollbesetzten Wagen herbeigeführt werden konnte, forscht die Polizei nach den Urhebern des sinnlosen Streiches. Die rechte Art, Fremde zum Besuch des hohen Westerwaldes zu veranlassen, ist es auf jeden Fall nicht. Gottebdieher-Gralung Tuhhe Natthahet erfal-: duunze 81. Dathn... stattfinder, ersorg dalch die Zeilung und durch besondere Benachrichtigung der Bezirksfrauen. Für unsere Frauenhilfen findet am Dienstag, den 6. März eine Filmvorführung der Fa. Dr. August Oetker statt, und zwar für die Jungmütterkreise und die ländlichen Frauenhi#fen nachm. 3 Uhr im Gemeindehaus, für die Frauenhilfen der Stadt abends 8 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Frauenhilfe Holzen hat ihre Vereinsstunde am Donnerstag, nachm. 3 Uhr bei Schmidt in den Rosen. 8 Uhr Männerverein. Montag 8] Pessionsandachten. In der Passionszeit Kirchenchor. Tieuslug 8 Uhr Gustav= sind jeden Donnerstag abend 8 Uhr in der Jo9holf=Frauenverein. Mittwoch 8 Uhr Passions= hanneskirche Passionsandachten. Die Gemeinde icht Geisecke=Lichtendorf. Donnerstag 8 Uhr wird dazu eingeladen anda., Gelsecte= Lichten, zogannestirche. FreiAus der evg'. Geme nde Schierie Evangelische Gottesdienste. Eirche zu St. Viktor: 9,30 Uhr Pfr. Kleinemeyer. 11 Uhr Kindergottesdienst. 3 Uhr Prüfung der Konfirmanden, Pfr. Johanneskirche: 5 Uhr Pfr. Ohlig. Evang. Krankenhaus: 8,30 Uhr Pfr. KleineGeisecke=Lichtendorf: 9,30 Uhr Pfr. Ohlig. * Sonntag 8 Uhr Miannerr g O Sonntag S Dienstag 8 Uhr GustavPassionsandacht in der###me Gleitag 7,45 Uhr Vorbereitung zum KindergottesEvangelisches Jungmännerwerk, Schwerte. Sonntag 2 Uhr Jungschar, 4 Uhr Jungvolk, 8 Uhr Jungmannschaft. Montag 8 Uhr Turnabend. Donnerstag 8 Uhr Posaunenchor. Freitag 8.30 Uhr Bibelstunde. Vereine der Frauenhilfe. Donnerstag 5 Uhr Frauenhilfe SchwerteOst. Donnerstag 3 Uhr Frauenhilfe Holzen. Jungmädchenwerk. a) Schwerte. Dienstag 8 Uhr Bibelstunde. Mittwoch 8 Uhr Jungwerkschar. b) Pilligst. Sonntag 3 Uhr Scharstunde. c) Geisecke=Lichtendorf. Sonntag 2,30 Uhr Scharstunde. Weggenossen. Dienstag 8 Uhr Bibelstunde. Evangel. Stadtmission, Schwerte, Kuhstr. 7 Sonntag 8 Uhr früh Blaukreuzstunde. 11 Uhr Sonntagsschule, 4 Uhr Bibelstunde, 8 Uhr abds. Jugendbund. Mittwoch 8 Uhr Gebetsstunde. Donnerstag 8 Uhr Gemischter Chor. Freitag 8 Uhr Blaukreuzverein. * In der Passionszeit findet die Vorbereitung zum Kindergottesdienst Freitags 19,45 Uhr in der Jägerstraße statt. Die Verlosung der Frauenhilfe findet voraussichtlich am Donnerstag, dem 22. Februar im Gemeindehaus statt— vorausgesetzt, daß die Lose verkauft sind. Bisher ist allerdings die Aussicht dazu nicht günstig, ein Drittel der Lose sind nicht verkauft. Wir hoffen aber, daß das letzte Drittel noch verkauft wird, wenn erst die Gewinne ausgestellt sind. Firma Kettler hat steundlicherweise wieder die Ausstellung übernommen; dort sind auch Lose zu haben. Die Verlosung findet in der üblichen Form statt: Vormittags 9—1 Uhr werden die Gewinne angenommen, um 2 Uhr beeinnt die Verlosung. Endgültiger Bescheid, ob sie am 22. Februar Versuchsweise lollen in diesem Jahre auch im Gemeindehause Geisecke=Lichtendorf Passions= andachten gehalten werden. Von der Teilnahme aus dem dortigen Gemeindebezirk wird es abhängen, ob diese Andachten zur bleibenden Sitte werden oder nicht. Sie finden statt Mittwoch abends 8 Uhr. Die Frauenhilfe Schwerte Ost versammelt sich am Donnerstag, dem 22. Febr., nachmittags 5 Uhr bei Sybel. Der Gustav=Aadolf=Frauenverein hat seine nächste Arbeitsstunde am Dienstaa, dem 20. Februar, abends 8 Uhr im Gemeindehause. Am Sonntag nachmittag 3 Uhr findet die eiste Prüfung der Konfirmanden dieses Jahres statt. Die Konfirmandengruppe des Pfarrbezirks von Pastor Millard soll geprüft werden, um am 25. Februar konfirmiert werden zu können. Der Männerverein kommt am Sonntag abend um 8 Uhr zur monatlichen Versammlung zusammen. Da Pastor Millard verhindert ist, den angekündigten Vortrag diesmal zu halten, wird Unterhaltung stattfinden. Müttererholungsheim der evangel. Frauenhilfe Concordia. Unsere Kurzeiten sind in diesem Jahre vom 22. Mai bis 5. Juni. Tagespflegesatz 2.40 Mark. Anmeldungen schon jetzt durch die Vorsitzenden der Frauenhilfen oder direkt an den evangel. Jugend= und Wohlfahrtsdienst, Jägerstr. 7, erbeten. Sprechstunden täglich von 8—12 Uhr. Herzliche Bitte. Wer schenkt zur Einrichtung einer kleinen Bibliothek für unsere Jungmütterarbeit gute Bücher? Das gute Buch, gehört ins evangel. deutsche Haus. Abzugeben beim evgl. Jugend= und Wohlfahrtsdienst, Jägerstr. 7. Getauft: Günter Isenberg; Wolfgang Hans Joachim Blasberg; Erna Becker; Hannelore Erika Schulte. Getraut: Walter Isenberg und Erika zur Nieden; August Kubsch und Hermine Luise Kotmann geb. Kniest; Wilhelm Stracke und Kavoline Vorn. Gestorden: Maufreda Gunda Dürholt; Ehefrau Luise Schmidt; Heinrich Cordes; Gustav Vogel; Udo Wiedenbruch; Witwe Henriette Dudt. Aus der katb. Gemeinde Schwerte Lachallsche Gotteidlenftordnung. Schwerte. Sonntag, 18. Februar. 1. Fastensonntag. 6 Uhr: Stille hl. Messe. 7,30 Uhr: Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Frauen. 8.30 Uhr: Schulmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Mädchen des 5. und 6. Schuljahres. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. In allen hl. Messen ist die Türkollekte für unsere bedürftigen Erstkommunikanten. 2,30 Uhr: Andacht. 4.30 Uhr: Andacht in der Krankenhauskapelle. An den Werktagen sind die hl. Messen 6,30, 7,10 und 7,45 Uhr. In der Krankenhauskapelle ist eine hl. Messe um 6.30 Uhr. Jeden Mittwoch ist in der Krankenhauskapelle Andacht zu Ehren des hl. Joseph. Geisecke. 7,05 Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. Westhofen. Jeden Freitag 7,30 Uhr in der Fastenzeit in Fastenandacht mit Predigt. sammlung und Stillgebete, Erholung im Gasten. 10,30 Uhr zweiter Vortrag. 11,30 Uhr gemeinschaftl. Kreuzweg in der Kapelle. 12,13 Uhr Mittagessen und geistliche Lesung. 1 Uhr gemeinschaftlicher Rosenkranz in der Kapelle. 2 Uhr dritter Vortrag. 3 Uhr Kaffeetrinken. 4 Uhr Schlußansprache. 4,30 Uhr Schlußandacht. Zum Morgenbrot möge man das Zubrot mitbringen. Ferner Sursum Corda und Rosenkranz mitbringen! Jungfrauen=Kongregation. Unser Heimabend in der Handarbeitsschule ist nunmehr auf den Mittwoch verlegt worden(19,30—21,30 Uhr). Gottesdienstordnung für Lichtendorf. Sonntag, 18. Februar. 1. Fastensonntag. 7,30 Uhr: Frühmesse mit Predigt und gemeinschaftlicher hl. Kommunion der Mädchen und Jungfrauen. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 6 Uhr: Fasten=Andacht mit Predigt. Mittwoch, Freitag und Samstag der kommenden Woche sind Quatember=Fasttage. Freitag 6 Uhr Fastenandacht. Dienstag 7,30—9 Uhr Heimabend der Jungfrauen.— Mittwoch 8—10 Uhr Heimabend der Männer und Jungmänner.— N E 8 Zahlt die Kirchensteuern! Am Sonntag, 18. Februar, wird in der Handarbeitsschule der letzte Termin für die Zahlung der Kirchensteuer 1933 abgehalten, und zwar in der Zeit von 9—12 Uhr.— Für die Außenbezirke sind folgende Termine angesetzt: Westhofen am Dienstag, 20. Februar, von 2—3 Uhr im Lokale Heinrich Siede, Holzen am gleichen Tage von 4—5 Uhr im Lokale der Ww. Schneider, Lichtendorf am Mittwoch, 21. Febr., von 2—3 Uhr im Lokale Wiemhoff auf dem Eichholz, Geisecke am gleichen Tage von 4—5 Uhr im Lokale Schulte=Höppe. * Gesellen= und Arbeiterverein St. Stephanus. Am heutigen Einkehrtag, den ein Dominikaner= pater leiten wird, nehmen zusammen mit einigen jungen Männern aus dem Gesellenverein etwa 50 Mitglieder teil. Tagesordnung: Samstag, den 17. Febr., abends um 6 Uhr hl. Beichte in der Kapelle. Sonntag, den 18. Februar, um 8 Uhr Gemeinschaftsmesse mit Kommunion. Danach Kaffeetrinken auf der unteren Liegehalle unter gleichzeitiger geistlicher Lesung. 9.15 Uhr erster Vortrag in der Kapelle. Danach Geistes0 Zusammensetzung der westsälischen Bevölkerung Von Dr. F. Jeß. Der westfälische Rasseforscher Dr. JeßDortmund beschäftigt sich in einem Aufsatz im amtlichen Pressedienst der Arnsberger Regierung mit den Rasseverhältnissen in Westfalen, insbesondere im südlichen Westfalen. Aufschlußreich sind die von ihm aufgezeigten engen Verbindungen zweischen Rasse und Politik in unserer engeren Heimat. Es ist selbstverständlich, daß man über die kassische Zusammensetzung der Bevölkerung in unserer Provinz nur dann etwas absolut Sichekes und Richtiges wird sagen können, wenn einmal eine exakte anthropologische Durchsuchung verselben vorgenommen worden ist. Diese wird obendrein gerade bei uns auf nicht unerhebliche Schwierigkeiten stoßen, weil im Industrie= gebiet die Bevölkerung verhältnismäßig stark fluktuiert. Fortgesetzte Zu= und Abwanderung werden aber natürlich auch einen dauernden Wechsel in der rassischen Zusammensetzung mit sich bringen, besonders dann, wenn die Rekrutierungsbezirke der Neuankömmlinge nicht einheitlich sind, sondern womöglich aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands Menschen in das Ruhrgebiet einströmen, von dem polnischen Element ganz abgesehen. Was in diesen Zeilen niedergelegt wird, kann daher keinen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit erheben und gilt auch in der Hauptsache nur für den Gau Westfalen=Süd. Immerhin stützt es sich auf den anlgemeinen Eindruck, den wir in mehrjähriger intensiver Versammlungstätigkeit aus allen Kreisen unserer Bevölkerung gewonnen haben, wobei fast immer das Rasseproblem im Mittelpunkt der Betrachtungen stand und von uns nakürlich ganz bewußt stark auf die rassische Zusammensetzung der Hörer geachtet wurde. Darüber hinaus sind aber von uns bei einigen SAFormationen direkte anthropologische Untersüchungen vorgenommen worden, und außerkann natürlich ein Arzt aus 7 jähriger Praxis auch wenigstens einen Eindruck bezüglich der rassischen Zusammensetzung gewinnen. Die meisten Volksgenossen werden meinen, daß man bei uns ein starkes Ueberwiegen der sogenannten fälischen oder dalischen Rasse zu erwarten habe, zumal man ja mit einem gewissen Stolz die vorteilhaften Eigenschaften dieses Zweiges unseres Volkstums als typisch„westfälisch“ für sich in Anspruch nimmt, die Treue, Beharrlichkeit, Beständigkeit und knorrige Festigkeit, mit der am Althergebrachten festgehalten wird, jene Eigenschaften, die den badischen Rasseforscher Claus veranlaßt haben, den Fälinger als„Verharrungstypus“ zu kennzeichnen. Das ist auch in gewisser Beziehung richtig, aber nicht in dem Maße, wie die meisten Menschen glauben. Es ist mir erst vor wenigen Tagen passiert, daß sich ein Volksgenosse als typischen und alteingesessenen Fälinger im rassischen Sinne bezeichnete, der ein prachtvoller Typus rein nordischer Art ist! Der Hauptunterschied zwischen beiden nah verwandten Rassen liegt in der Kopfform, Gesichtsbildung und im Bau des Rumpfes, der beim nordischen Menschen harmonischer gegliedert ist mit erheblicher Schulterbreite aber verhältnismäßig schmaler Hüftbreite, während gerade diese beim Fälinger sehr beträchtlich ist, wodurch die schwere, vierschrötige, manchmal geradezu kastenartige Gestaltung sich darbietet. Das Gesicht ist ebenfalls breiter und der Langschädel am Hinterkopf nicht wie beim Norden oval, sondern wiederum mehr viereckig. Der Fälinger wirkt also in allen Belangen plumper, schwerer, wuchtiger und dadurch voller, wen auch nicht so harmonisch gegliedert wie der nordische Mensch, so daß man ihn mit Recht als eine etwa vergrößerte Abart der hellhaarigen und blauäugigen Rasse bezeichnet hat. Es kann nicht bezweifelt werden, daß in Westfalen ihr Anteil am Gesamtaufbau der Bevölkerung größer ist als in anderen Deutschlands, ebenso wie in der Landschaft Dalarne in Schweden, doch wird, wie gesagt, nach meinem Eindruck dieses Ueberwiegen vielfach überschätzt, zumal die Auffassung falsch ist, daß Fälinger nur in Westkalen vorkämen. Wir haben überall in Norddeutschland neven dem rein nordischen und den Mischtyp auch das fälische Element den„schweren blonden Typ“. Was die westfälische SA betrifft, so habe ich bei meinen allerdings zahlenmäßig nur geringen Untersuchungen ein auffallendes Ueberwiegen des vorwiegend nordischen Elements feststellen können! Ausgesprochen ostische Typen habe ich so gut wie nie gefunden, ebensowenig westische und dinarische. Das bestätigt bei Erscheinungsbild die Auffassung. vom nordischen Charakter der nationalsozialistischen Bewegung. Einen gewaltigen Gesamtüberblick ermöglichte der Aufmarsch der 100 000 am 9. Juli 1933 in Dortmund. Auch hier war der überwiegend nordische Charakter mit starkem fälischem Einschlag absolut augenfällig. Letzteres trat bei manchen Formationen besonders aus Nordwestfalen in höchst eindrucksvoller Weise durch die gewaltige gleichmäßige Körpergröße und Breite innerhalb ganzer Formationen hervor!— Treten so die dunklen Rassen des Deutschen Gemisches in den SA=Formationen auffallend stark zurück, so sind sie doch überall deutlich erkennbar, aber so gut wie nie in ganz reiner Form, wogegen wir innerhalb der Gesamtbevölferung den starken Einbruch des ostischen Elements durch den Zuzug polnischer und slowenischer Arbeiter wahrnehmen können. Ludolf Haase weist in Nr. 3 von„Ziel und Weg"(Zeitschrift des NS.= Aerztebundes) ausdrsicklich auf Letztere hin, die „wegen ihrer Konfession von deutschen Konfessionspolitikern bis in die letzte Zeit gehegt und gepflegt wurden". Es kann also bei der Betrachtung der Gesamtbevöskerung an dem bedauerlichen Vorgang der Verpolung oder sagen wir besser Verrostung des westfallschen Industriegebietes bis zu einem gewissen Grade nicht vorbeigegangen werden. müssen wir das im Lichte der neuen Erkenntnisse ganz besonders bedauern, weil wir gerade bei uns mitten im ursprünglichen Kernland des nordisch=fälischen Menschentums sitzen! Erstannt hat mich in den nationalsozialistischen Versammlungen der starke Anteil nordischen und westfälischen Blutes innerhalb der Industriearbeiterschaft. Sicherlich blieb das ostische (polnische und slowenische) Element diesen Versammlungen fern, sodaß man den deutschblütigen Teil der Industriearbeiterschaft zu sehen bekam. Ich habe stets die Auffassung vertreten, daß diese Volksgenossen die Nachkommen zweiter und dritter Bauernsöhne aus der gesamten Umgebung, der näheren und ferneren sind, die keine Höfe bekamen und im Zuge der Industrialisierung hierherkamen. Das hat uns an einem Einzelschicksal(Kornelius Friebott) Grimm in seinem Roman„Volk ohne Raum“ geschildert! Wo das kommende Element in diesen Versammlungen sich mehr oder minder unerfreulich bemerlbar machte, was besonders im Nov.=Wahlkampf 1932 der Fall war. konnte man nur zu „% Writl Stdt. Opfert für Eure deutlich die rassische Bedingtheit des politischen Denkens und Fühlens erkennen in der Art, wie ich das in meinem Buch:„Rassenkunde und Rassenpflege" dargestellt habe! Menschen von westischer(mittelländischer) Rasse sind bei uns ausgesprochen selten anzutreffen und werden erst zahlreicher in Richtung auf das bergische Land und nach dem Rheinland zu. Das gleiche gilt für die dinarische Rasse. Immerhin habe ich beim Festzug heimattreuer Ostpreußen im Sommer 1933 einige reine Tyyen gesehen, die also auch hier noch aus dem Erscheinungsbild als Nachkommen jener Salzburger erkennbar sind, die im Jahre 1732 vom Preußenkönig in Ostpreußen angesiedelt wurden, nachdem sie des neuen Glaubens wegen aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Auch Menschen von typisch ostbaltischen Rassemerkmalen sieht man bei uns verhältnismäßig nicht sehr häufig. Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß der für Norddeutschland im allgemeinen angenommene Prozentgehalt von 70 Prozent nordisch=fälischen Blutes mit gleichzeitioer Verstärkung des fälischen Elements auch heute noch wahrscheinlich in der Hauptsache für unsere Heimat zutrifft. Von den drei dunklen Rassen überwiegt absolut die ostische mit wahrscheinlich mehr als 20 Prozent, die man sonst für ganz Deutschland annimmt, während die beiden andern(westische und dinarische) nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Einheitlichkeit der westfälischen Bevölkerung ist offenkundig vor der Industriealisierung in rassischer Beziebung ganz vortrefflich gewesen, mindestens ebensognt wie in Niedersachsen, wo z. B. gerade in der Heide die Mischung mit ostischen Resten doch noch viel deutlicher ist als die meisten annehmen, wovon ich mich im Herbst 33 durch den Augenschein überzeugen konnte. Wir erhoffen für die Zukunft in Bauerntum und Arbeiterschaft gleichermaßen einen bevölkerungspolitischen Auftrieb nach der nordischen Seite hin und erwarten, daß in der Bildungsschicht die Vermischung mit dem Judentum endgültig ein Ende hat! Dann ist gerade Westfalen berufen, ein Erneuerungsquell unseres Volkstums zu sein, aus dem der Gesamtnation in besonderem Maße Menschen und Führernaturen zuströmen, die in sich die hohen Eigenschaften nordischer Kühnbeit und fälischer Beharrlichtei vereinen!— Ich werbe: ###pium 40. T#n Smgeen. nn. Spummer 24. Tub##e Jekenswelte. Sckausensten und Innendekonation! 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Juni 1933 Aktiva Passiva RA 349/62 „ 1779,13 Unbebaute Baugrundstüche Neubaukonto 1928 Neubaukonto 1930 Sparkasse Schwerte, Spasguthaben Kassenbestand Darlehns=Konto Geschäftsguthaben der Ninglieder Gesetzliche Rücklage Rückstellungs-Konto Geschäftsguthaben unbekannt wohin verzogener Mitglieder.. Gewion- und Verlustrechnung Gewinnvortrag 1. Januar 1933 R.K 289.86 — Verlust 1. Januar) bis 19. Juni 1933]„ 69,86 Gewinnvortrag auf neue Rechnung 67,08 * 5,20 * 9130.— RA 10 800.— " 481,83 60.— Zur Konfirmation ennpichten vonfe Gesangbücken„iibonn, gute Bücker, Bildes Buchhandlung Carl Braus Adolf Hitter-Platz 3 189,20 Schwerte, den 14. Juli 1933. E. Meyer B. Risse 348 Liquidatoren. Die hochintereilante Abhandlung über Dr. Wahrens De 1145los Dt 1135l0s welche die„Schwerter Zeitung“ aus der Feder des bekannten Heimatforschers Professor Dr. Sellmann, Hagen, brachte, ist jetzt als Broschüre erschienen und in unserer Buchhandlung zum Preise von RM. 1.— erhältlich. 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Februar 1934. 06,00 Morgenruf. 06,05 Frül konzert. 06,40 Leibesübungen. 07,00 Zeitangabe, Frühmeldungen. 07,10 Wetterbericht. 07,15 Morgenkonzert. 08,15 Wasserstandsmeldungen. 08,25 Für die Frau. 08,35 Gymnastik für Frauen. 10,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 10,10 Wir und die Welt. 11,00 Schulfunk. 12,00 Unterhaltungskonzert. 12,60 Erste Mittagsmeldungen. 13,00 Mittagskonzert. 13,45 Zweite Mittagsmeldungen. 14,00 Die lustigen Weiber von Windsor. (Als Kurzoper). 14,45 Schlachtviehmarktberichte. 15,15 Die kulturelle Aufgabe der Landgemeinden. 15,30 Wirtschaftsmeldungen. 15.50 Stimme der Zeit. 16,00 Nachmittagskonzert. 17,00 Sport= und Reiseabenteuer. 18,00 Jugendfunk. 18,25 Italienisch. 18,45 Wirtschaftmeldungen u. Sportbericht. 19,00 Stunde der Nation: Godeke Michels. (Hörspiel, von Hamburg). 20,00 Erste Abendmeldungen. 20,10 Der Intendant spricht zur Hörerschaft. 20,40 Westdeutsche Wochenschau. 21,00 Clowns(Hörfolge). 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,20 Schallplatten. 23,00 Süddeutsche Volksmusik. 23,25 Tanzmusik. 24,00 Ant. Dvorak, op. 96, Streichquartett. Dienstag, den 20. Februar 1934. 06,00 Morgenruf. 06,05 Frühkonzert. 06,40 Leibesübungen. 07,00 Zeitangabe, Frühmeldungen. 07,10 Wetterbericht. 07,15 Morgenkonzert. 08,15 Wasserstandsmeldungen. 08,25 Für die Frau. 08,35 Gymnastik für Frauen. 10,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 10,10 Schulfunk. 10,30 Wir und die Welt. 12,00 Unterhaltungskonzert. 12,45 Erste Mittagsmeldungen. 13,00 Mittagskonzert. 13,45 Zweite Mittagsmeldungen. 15,00 Vom rechten Geist der Arbeit. 15,30 Wirtschaftsmeldungen. 15,40 Bauernfunk. 16,30 Achtung, Sie hören Hausmusik 16,45 Eine spannende Geschichte. 17,00 Vesperkonzert. 18,00 Jugendstunde. 18,25 Der Student spricht. 18,45 Wirtschaftsmeldungen, Sportvorbericht. 19,00 Stunde der Nation: Das zweite Gesicht. (Hörfolge, von Köln). 20,00 Erste Abendmeldungen. 20,10 Vortrag des Reichsbundes für deutsche Sicherheit. 20,20 Don Carlos(Oper). 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,20 Schallplatten. 23,00 Mozart. Mittwoch, den 21. Februar 1934. 06,00 Morgenruf. 06,05 Frühkonzert. 06,40 Leibesübungen. 07,00 Zeitangabe, Frühmeldungen. 07,10 Wetterbericht. 07,15 Morgenkonzert. 08,15 Wasserstandsmeldungen. 08.25 Für die Frau. 08,35 Gymnastik für Frauen. 10,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 10,10 Wir und die Welt. 11,00 Musikalischer Schulfunk. 12,00 Unterhaltungskonzert. 12,45 Erste Mittagsmeldungen. 13,00 Mittagskonzert. 13,45 Zweite Mittagsmeldungen. 14,00 Mittagskonzert. 15,15 Arbeitsbeschaffungsfront. 15,30 Wirtschaftsmeldungen. 15,50 Stimme der Zeit. 16,00 Nachmittagskonzert. 16,45 Vom Steinbeil zum Schwert der Franken. 17,00 Nachmittagskonzert. 18,00 Deutsche Erzähler. 18,30 Deutsch für Deutsche. 18,45 Wirtschaftsmeldungen, Sportbericht. 19,00 Stunde der Nation: Bilder deutscher Musiker.(Von Königsberg). 20,00 Erste Abendmeldungen. 20,10 Soldatenmusik, gesungen und geblasen. 21,00 Männer(Hörspiel). 22,00 Zeit, Wettter, Nachrichten. 22,20 Schachfunk. 22,35 Unterhaltungsmusik. 23,00 Tanzmusik. Donnerstag, den 22. Februar 1934. 06,00 Morgenruf. 06,05 Frühkonzert. 06,40 Leibesübungen. 07,00 Zeitangabe, Frühmeldungen. 07,10 Wetterbericht. 07,15 Morgenkonzert. 08,15 Wasserstandsmeldungen. 08.25 Für die Frau. 08,35 Gymnastik für Frauen. 10,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 10,10 Schulfunk. 10,30 Wir und die Welt. 12,00 Unterhaltungskonzert. 12,45 Erste Mittagsmeldrungen. 13,00 Mittagskonzert. 13,45 Zweite Mittagsmeldungen. 14,00 Mittagskonzert. 15,15 Wir möchten ein Kind annehmen. 15,30 Wirtschaftsmeldungen. 15,50 Stimme der Bewegung. 16,00 Nachmittagskonzert. 17,00 Sport= und Reiseabenteuer. 17,15 Zum Todestag von Hugo Wolf. 18,00 Jugendstunde. 18,25 Deutsche Gedichte. 18,45 Wirtschaftsmeldungen. 19,00 Stunde der Nation: Der Kampf der Amtswalter der NSDAP.(Hörfolge). (Von Breslau). 20,00 Erste Abendmeldungen. 20,15 Konzert. 21,00 Unterhaltungskonzert. 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,20 Was gibt es nächste Woche in Westdeutschland? 23,00 Tanzmusik. Freitag, den 23. Februar 1934. 06,00 Morgenruf. 06,15 Frühkonzert. 06,40 Leibesübungen. 07,00 Zeitangabe, Nachrichten. 07,10 Wetterbericht. 07,15 Morgenkonzert. 08,15 Wasserstandsmeldungen. 08.25 Für die Frau. 08,35 Gymnastik für Frauen. 10,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 10,10 Wir und die Welt. 11,00 Schulfunk. 12,00 Unterhaltungskonzert. 12,45 Erste Mittagsmeldungen. 13,00 Mittagskonzert. 13,45 Zweite Mittagsmeldungen. 14,0 Achtung, Sie hören Hausmusik! 15,15 Handwerk, Handel und Gewerbe im nationalsozialistischen Staat. 15,30 Wirtschaftsmeldungen. 15,40 Bauernfunk. 16,00 Nachmittagskonzert. 16,45 Ein Besuch beim Bildhauer Mazzotti in Münster. 17,00 Vesperkonzert. 18,00 Jugendfunk. 18,25 Englischer Sprachunterricht. 18,45 Wirtschaftsmeldungen. 19,00 Stunde der Nation:„Unsere flattert uns voran...“ Zum Tades= tag Horst Wessels.(Vom Deutschlandsender). 19,30 Ansprache Dr. Ley. 19,55 Erste Abendmeldungen. 20,00 Unterhaltungsmusik. 20,25 Uebertragung der Sportpalastkundgebung. 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,20 Unterhaltungsmusik. 23,00 Kammermusik. Sonnabend, den 24. Februar 19°4. 06,00 Morgenruf. 06,05 Frühkonzert. 06,40 Leibesübungen. 07,00 Zeitangabe, Frühmeldungen. 07,10 Wetterbericht. 07,15 Morgenkonzert. 08,15 Wasserstandsmeldungen. 08.25 Für die Frau. 08,35 Gymnastik für Frauen. 10,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 10,10 Kindergarten. 10,30 Arbeitsschlacht im Westen. 11,00 Schulfunk=Feierstunde. 12,00 Unterhaltungskonzert. 12,45 Erste Mittagsmeldungen. 13,00 Mittagskonzert. 13,45 Zweite Mittagsmeldungen. 14,00 Wochenend=Konzert auf Schallplatten 15,00 Jugendfunk. 15,30 Wirtschaftsmeldungen. 15,40 Volk erzählt. 16,00 Nachmittagskonzert. 17,00 Die Welt im Buch. 17,15 Vesperkonzert. 18,00 Preußische Anekdoten— und zwischendurch Musik. 18,30 Arbeitsbeschaffungsfront. 18,45 Wirtschaftsmeldungen. 1900 Stunde der Nation: Volkstümliche Wagner=Musik(Von Berlin). 19,45 Ansprache des Reichsleiters Pg. Alfred Rosenberg. 20,05 Konzert des Reichssymphonie=Orchesters 21,30 Erster Teil der Vereidigung der politischen Amtsleiter. 22,00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22,20 Unterhaltungsmusik. 23,00 Marschmusik. Niedersachsen=Spruth Menschen, die sich redlich placke still die Augen, steif die Nacken, zögernd denken, selten lachen, ungern große Worte machen, ihre Freuden oder Leiden leicht durch kühle Art umkleiden, doch mit Herzen und den Köpfen oft aus tiefsten Tiefen schöpfen und, wenn wilde Winde wehen, wissen, ihren Mann zu stehen wie die Eichen, erdentwachsen, furchtlos. Das sind Niedersachsen. Ernst Pflüger, Aus„Heimat ist alles“, Pflugmannslieder. B. 518. Geheimnis Roman von Klothilde von Stegmann 3. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Der zur Nachforschung herangezogene Kriminaldirektor behauptet, daß das Schrankschloß nicht mit einem Nachschlüssel geöffnet sei. B. 581 ist, wie Sie ja wissen, ein vollkommen unwichtiges Dokument. Wer ein Interesse daran haben konnte, es zu entwenden, falls das überhaupt geschehen ist, ist vollkommen unverständlich. B. 581 enthält doch aller Welt längst bekannte und im Parlament ausführlich besprochene Zusammenstellungen. Es besteht ein Verdacht, daß B. 518 gemeint war, und wenn dieser Akt in unberufene Hände gelangte, ware das außerordentlich unangenehm gewesen. Doch glücklicherweise ist B. 518 sicher aufgehoben. Immerhin, Seine Exzellenz ist erstaunt, daß trotz der scharfen Kontrolle aus unseren Näumen ein Aktenstück abgängig sein kann. Ich habe deswegen den Auftrag, zu fragen, ob etwa einer der Herren dieses Aktenstück eingesehen hat? Ich sehe aus Ihrem Schweigen, meine Herren, daß dies nicht der Fall ist, wie ich auch annahm. Mein zweiter Auftrag geht dahin, die Herken erneut um genaue Beachtung der erlassenen Bestimmungen über die sofortige Rückhabe aller Akten an das Archiv zu bitten. Und dann noch eins: Wenn nachher Kriminalditektor Doktor Miller die Herren einzeln aufsuchen wird, so handelt es sich natürlich nur varum, festzustellen, ob einer der Herren dem Beamten für seine Untersuchung etwas Zweckdienliches mitteilen kann, nicht um eine VerSsnung. Erzellenz hat mich beauftragt, auch vur ven Herren zum Ausdruch zu bringen. Ich danke Ihnen, meine Herren! Die Besprechung ist beendet.“ Staatssekretär Doktor Berg stand auf. Wieder eine leichte Verbeugung gegen die Anwesenden, dann verließ er das Zimmer. Nach dem Fortgang des Staatssekretärs herrschte einen Augenblick Stille. Dann erhob sich ein gedämpftes Durcheinander der Stimmen. Der Fall des Aktenstückes B. 518 ergte die Gemüter. Denn selbst das unwichtigste Aktenstück hatte es sich nicht zu gestatten, abgängig zu sein! Jeder der hier anwesenden Herren schwor auf die musterhafte Ordnung seines Ressorts. Die verschiedensten Vermutungen wurden laut und wieder verworfen, bis man sich darauf einigte, das Ergebnis der Nachforschungen durch Miller abzuwarten. Dann ging man auseinander, denn die Arbeit häufte sich, wie immer, im Amt.„ 74. 1 2 Legationsrat von Seevurg hatte raum wieder an seinem Schreibtisch Platz genommen und sich in das Studium der Eingänge vertieft, als der Diener den Kriminaldirektor Doktor Miller anmeldete. „Hübsch haben Sie es hier, Baron! Aber daß wir uns sobald wiedersehen würden, haben wir beide wohl nicht erwartet.“ „Nein, allerdings! Gut bekommen gestern? Also los, legen Sie mir mal die Daumenschrauben an!“ 8.4 „Gott, Herr Baron, daß Sie von der Sache nichts wissen, kann ich mir ohnehin denken! Also pflichtgemäß: Ist Ihnen gestern hier etwas aufgefallen, Herr Baron?“ Rein! „Haben Sie jemanden gesehen, per Ihnen verdächtig vorkam, Herr Baron?“ „Dann hätt' ich doch von mir aus schon Feststellungen getroffen, lieber Doktor! Soviel ich weiß, werden derartige Sachen immer nur von Menschen gemacht, die gänzlich unverdächtig aussehen.. G6s, Aa Wie. „Ganz meine Meinung, Herk Baron. Abel wenn wir diese blödsinnige Fragerei nicht vornehmen, ist man Oben' unzufrieden.“ „Ich weiß Bescheid, Doktor! Uebrigens: Ich habe heute, das wird Sie doch sehr interessieren, bei Frau von Merten zwei Zimmer gemietet. Ich ziehe am Ersten ein. Man ist doch schließlich, wenn man ohnehin auf der Suche ist, dem armen Merten schuldig, seiner Familie behilflich zu sein.„ get „Und das kleine Fräulein: Hul es sich ge„Scheinkar. Sie schien mir heute etwas befangen. Vielleicht fürchtet sie, mir gegenüber in eine schiefe Stellung zu kommen.“ „Na, hoffentlich haben Sie gut gewählt. Ich muß jetzt weiter.. „Nette Unordnung ist das“, brummte die alte Berta und sah sich mißbilligend im Korridor um.„Wenn jetzt jemand wegen der anderen Zimmer kommt, der macht sicher Wütend stieß sie an einen Tisch, den sie soeben aus dem Vorderzimmer herausbefördert hatte. 116 „Aber dafür ist es ooch vorn hübsch, tröstete Irene.„Das wird alles werden. Und so schnell kommt auch keiner...“ Sie unterbrach sich— die Flurklingel schlug an. „Hab' ich's nicht gesagt?“ Berta floh in die Küche.„Ich kann nicht aufmachen, Fräulein Irene— so wie ich aussehe!“ Irene sah an sich herunter, streifte den weißen Kittel ab, den sie über ihr bräunliches leichtes Kleid gezogen, und ging an die Tür. Durch das Guckloch sah sie eine elegante, mittelgroße Dame in einem blauen Smoking= kostüm, die einen Zettel in der Hand hielt. Irene öffnete...,„ähige E.2 „Bitte. Sie wunschen, gnavige Frau: „I bitt' schön!“ sagte die Dame in einem leicht Wiener Tonfall und sah unter ihrem kleinen weißen Filzbütchen prüfend in Irenes Gesicht.„Der Herr Vetter, der Herr von Malesius, hat mir wegen eines Zimmers die Adress' gegeben... Kann ich das Zimmer! mal anschaun?“ „Jawohl!“ gab Irene, zurückhaltender, als sie eigentlich wollte. Die hübsche, zutrauliche Frau hätte ihr schon gefallen wäre nicht von Franz von Malesius geschickt u. den. Aber die Abneigung, die Irene gegen den Vetter hatte, übertrug sich sofort auf die Besucherin. Die schien Irenes stumme Abwehr zu merken, denn sie verstummte Gleichfalls in ihrem lebhaftem Geplauder— und musterte kritisch die beiden Zimmer, die Irene ihr öffnete. „Ueber den Preis würden wir schon einig werden. Aber ein bisserl zu laut ist's vom Lützowplatz her. Ich bin von Wien an viel Ruhe gewöhnt.— No, ich werd's mir halt noch überlegen. I ruf' dann nachmittags nochmal an.“ Irene nickte zustimmend. „Wie Sie wünschen, gnädige Frau!“ sagte sie kühl. Sie hatte die bestimmte Empfindung, daß aus. der Sache nichts werden würde. Aber, es würden auch noch andere kommen. Die Inserate waren ja eben erst erschienen. Kaum hatte Irene die Korridortür hinter der Besucherin geschlossen,da öffnete sich die Tür vom Eßzimmer ein wenig; das neugierige Gesicht der Frau von Merten erschien: „Na, Kind, Glück gehabt? Vermietet?“ „So schnell geht's denn doch nicht, Mutti. Aber es kommt schon nach. Das war die Dame, die Franz geschickt hat. Ich war auf Schlimmeres vorbereitet! Uebrigens glaube ich nicht, daß sie wiederkommt. Ich hab's so im Gefühl.“ Als Irene von Merten am Nachmittag von einer rergeblichen Vorstellung bei einer großen Firma zurückkehrte, daß an dem Vermietungsschild an der Haustür etwas dert war. Es stand nicht mehr darauf:„Drei Zinmer zu rein ieten!“, sondern mit der Hard cnrift der A uiter:„Ein geräumiges Zimmer mit allem Komfort zu vergeben.“ (Fortsetzung ss at.) Der 25. Februar Heir engerentlag Der fünfte Sonntag vor Ostern, 25. Februar, wird uls Heldengedenktag einheitlich im ganzen Reiche begangen. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat die Landesregierung ersucht, die zur würdigen Begehung dieses Tages erforderlichen Maßnahmen unverzüglich zu treffen und besonders alle Lustbarkeiten zu verbieten. Am Sonntag, 25. Februar, findet in der Reichshauptstadt um 12 Uhr mittags ein Staaesakt in der Staatsoper Unter den Linden mit folgendem Programm statt: Trauermarsch aus der„Eroica“ v. Beethoven, Gedenkrede des Reichswehrministers von Blomberg, Lied: Ich hatt' einen Kameraden, Einzug der Götter in Wallhall aus der Götterdämmerung von Richard Wagner, Das Deutschland= und Horst=Wessel=Lied. Der Staatsakt wird auf alle deutschen Sender übertragen. Die im ganzen neiche angetretenen umts. walter der NSDAP. und ihrer Unterorganisationen hören nach der Vereidigung die Uebertragung des Staatsaktes auf den Aufmarschplätzen. Hun, neue Neichehesehr Beschlüsse des Reichskabinetts vom 16. Februar 10000 im Frauenarbeits. dienst Die Reichsleiterin des Frauenarbeitsdienstes, Frau Gertrud Scholtz=Klink, äußert sich für die Deutsche Arbeitsfront über die bisherigen Maßnahmen zum Aufbau des weiblichen Arbeitsdienstes in Deutschland. Sie teilt, wie das B93=Büro meldet, u. a. daß bisher dreizehn Landesstellen eingerichtet wurden, und daß das Gesuch der Jugendlichen um Aufnahme dorthin zu richten sei. Die Landesstellen decken sich ungefähr mit den Arbeitsämtern. Etwa 35 Frauendienstlager seien schon im Bezirk Berlin=Brandenburg eingerichtet worden und enthalten Mädchen jeden Standes in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Zweck, aus allen rechte deutsche Hausfrauen zu machen. In der staatspolitischen Schulung werde auch Rassenund Vererbungslehre betrieben, sowie Siedlungs= und Bauernpolitik. Weiter würden die Frauen ausgebildet in Sozial= und Rechtsfragen, in Frauengymnastik und Mütterschulung sowie Kindererziehung. Die einzelnen Kurse könnten von der Normaldauer von 26 auf 52 Wochen erhöht werden. Der Frauenarbeitsdienst sei kein Unterschlupf für schwer erziehbare Mädchen, sondern solle die gesündeste Jugend Deutschlands zusammenfassen. Die Arbeitsdienstpläne für Frauen zerfallen in drei Kategorien: 1. Arbeitsdienstheime für Hauswirtschaft und soziale Hilfsarbeit; 2. ländliche Arbeitsdienstheime; 3. Arbeitsdienstheime für Siedlungshilfe. Es soll auf diese Weise eine Auslese der Arbeitsdienstwilligen erleichtert werden. Es sei zu wünschen, daß in Zukunft unserer gesamten weiblichen Jugend die Teilnahme an der Arbeitsdienstzeit ermöglicht werde. Vorläufig sei die Zahl der Dienstpflichtigen auf 10 000 festgesetzt. Das Reichskabinett genehmigte ein Gesetz zur Aenderung der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung vom 23. Mai 1932, das zur Ausfüllung gewisser Lücken des materiellen und prozentualen Strafrechtes für Devisenvergehen notwendig geworden war. Durch das Gesetz wird die Verfolgung in Strafsachen wegen Devisenvergehen vereinfacht und wirksamer gestaltet. Ferner verabschiedete das Reichskabinett ein Gesetz über Kassenvereinigungen in der Krankenversicherung, wodurch das Recht der Kassenvereinigungen übersichtlich geregekt wird. Die bisher in verschiedenen Verordnungen erlassenen Vorschriften werden in die Reichsversicherungsordnung eingegliedert und hierbei Unstimmigkeiten beseitigt sowie Mängel, die sich in der Praxis ergeben haben, behoben. Das vom Reichskabinett genehmigte Gesetz über die Realsteuersperre 1934 ist notwendig geworden, weil die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse einen Verzicht auf die Realsteuersperre nicht zulassen. Durch die Aufgabe der Realsteuersperre würde die Wirtschaft der Gefahr erhöhter Belastung ausgesetzt werden. Den Gemeinden, die für das Rechnungsjahr 1933 ihre Steuersätze gesenkt hatten, soll die Möglichkeit gegeben werden, im nächsten Rechnungsjahre unter bestimmten Voraussetzungen auf den normalen Stand zurückzukommen, wenn sich die Fortsetzung der Senkung als untragbar erweisen sollte. Eine besondere Regelung sieht das Gesetz für den Fall vor, daß ein Land ein Herzen"; den zweiten Preis im Betrage von 500 RM. Theo Benkert, Hagen(Westf.), für die Arbeit„Die schluchzende Schwester"; den dritten Preis im Betrage von 250 RM. Werner Frankfurt a. M., für die Arbeit„Fanget an“; den vierten Preis, im Betrage von 150 RM. Franz Lehnhoff, Berlin=Wilmersdorf, für die Arbeit„Im Kleinkampf der Winterhilfe"; den fünften Preis im Betrage von 100 RM. Dr. A. Pfaff, Bayreuth, für die Arbeit„Reichsautobahnen als Wirtschafts= und Friedensweg". Außerdem hat Dr. Dietrich eine Reihe von weiteren Einsendungen mit Trostpreisen ausgezeichnet. sut not! Im Informationsdienst der Deutschen Arbeitsfront bejaht Dr. M. Garnich die Frage, ob die deutsche Frau Schönheitspflege treiben solle. Er sagt, daß es Frauen gebe, die die Schönheitspflege als Luxus und„undeutsch" bezeichneten. Manche bildeten sich ein. wegen dieses Irrtums besonders frauenhaft und besonders deutsch zu sein. In Wirksichkeit sei die Sache so. daß Anmut und Gepflegtheit nicht nur als erlaubter, sondern sogar als unbedingt wichtiger Schmuck zum Bilde der deutschen Frau erschienen. Leider gestatteten die wirtschaftlichen Lebensverhältnisse bisher den wenigsten Frauen. ausreichenden Gebrauch von diesem Schmuck zu machen. Schönheit und Gepflegtheit seien aber um so mehr ein erstrebenswertes Ziel für jede Frau, als sie ohne Gesundheit nicht denkbar sei. In eingehenden Darlegungen weist der Verfasser darauf hin, daß Schönheitspflege bereits solange getrieben wird, wie die Menschheit besteht. und daß auch die alten Germanen sich an der Schönheitspflege beteiligten, indem sie z. B. wie der Römer Plinius berichtet, ihren Körver mit Butter und Oelen einrieben und Buchholzasche zum Haarfärben benutzten. Der Referent betont zum Schluß. daß man bei der Schönheitspflege allerdings die deutschen Erzeugnisse bevorzugen müsse und daß wir in Deutschland wirklich nicht ausländische Parfüms nötig hätten, da an wissenschaftlicher Zuverlässigkeit und Sorgsalt der Herstellung das deutsche kasmetische Erzeugnis Weltruf besitze. „Mit Hitler in die Nachdem der Leserwettbewerb seinen Abschluß zesunden hat, gibt das Preisgericht die Reihenfolge der Prämiierung der Preisarbeiten des den:schen Journalistenwettbewerbs„Mit Hitler in die Macht" bekannt. Es erhielten: den ersten Preis im Betrage von 1000 RM. Dr. Emll Stodthoff, Bochum, für die Arbeit„Hände und anderes Land in sich aufnimmt. In diesem Falle tritt eine Vereinheitlichung der Steuersätze ein. Das Kabinett nahm ferner ein Gesetz über Hinausschiebung der Besteuerung der toten Hand an, die für notwendig gehalten wird, weil sich Schwierigkeiten hauptsächlich wirtschaftlicher Art der Erhebung der Steuer entgegenstellten. Die Veranlagung und Erhebung dieser Steuer wird bis auf weiteres ausgesetzt. Es handelt sich hierbei um eine Ersatzsteuer zur Grunderwerbssteuer für Grundstücke, die ihren Eigentümer nicht oder selten wechseln. Schließlich verabschiedete das Reichskabinett das vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda vorgelegte Lichtspielgesetz, das eine völlig neue Regelung der Filmprüfung und auch neue Bestimmungen für das Lichtspielgewerbe enthält. Während bisher die Wirkung der gesamten Regelung des Lichtspielwesens insbesondere auf dem Gebiete der Filmzenfur eine rein negative gewesen ist, erwächst dem neuen Staat die Aufgabe und Verantwortung, positiv am Werden des deutschen Filmes mitzuarbeiten. Dieser Aufgabe kann der Staat nur gerecht werden, wenn er dem gesamten Herstellungsvorgang des Filmschaffens seine Aufmerksamkeit zuwendet. Das neue Gesetz regelt die Aufgaben und Rechte des Reichsfilmdramaturgen, dem die Vorprüfung der Filme obliegt. Die Verantwortung der Reichsregierung wird durch dieses Gesetz auch auf dem Gebiete des Filmwesens eine größere werden als bisher. In wenigen Zeilen Wie das Kuratorium der Adolf=Hitler. Spende mitteilt, ist Polizeigeneral Ministerialdirektor Daluege als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Polizeigenerals Geibel mit der Geschäftsführung des Kuratoriums betraut worden. Ein Züricher Antiquitätenhändler Albert Meier, der in Trier geboren ist, war in einem Hotel in Nizza mt einer Begleiterin abgestiegen, von der man nur den Vornamen Jaqueline wußte. Aus unbekannten Gründen gab die Frau auf Meier einen Revolverschuß ab, der ihn in die Brust traf. Sie nahm sich dann das Leben durch einen Kopfschuß. Man vermutet, daß die Tat entweder im Zustande der Trunkenheit oder eines narkotischen Rausches begangen worden ist. Nach dem„Matin“ handett es sich bei der Begleiterin Meiers um Julienne Pompon, Tänzerin und Mannequin aus Genf. Der Staatsanwaltschaft in Fünfkirchen sind sieben Männer und drei Frauen wegen kommunistischer Umtriebe in der Plattensee=Gegend zugeführt worden. Unter den Festgenommenen befinden sich ein Frauenarzt, ein Privatbeamter, ein Kunstmaler und ein Kohlenhändler, unter den Frauen eine Reichsdeutsche, Erika von Ilten. Die Festgenommenen haben mit der Sowjetzentrale und mit den kommunistischen Organisationen in Südslauien engste Verbindung unterhalten. Ihre Haupttätigkeit erstreckte sich auf die Studentenschaft. In japanischen Kreisen Mukdens wird erklärt, daß die mandschurische Regierung die Zwecklosigkeit von Verhandlungen mit SowjetRußland über den Erwerb der chine sichen Ostbahn eingesehen und beschlossen habe. die Bahn nach der Krönung Pujis durch ein Sondergesetz zu beschlagnahmen Die Sozialversicherung Der Ministerialdirektor im Reichsarbeitsministerium Dr. Engel schildert das besondere Interesse, das die Sozialversicherung innerhalb der Arbeiten der Regierung der nationalen Erhebung gefunden habe. Die Regierung habe es sich zur Aufgabe gemacht, das Gesamtgebiet der Sozialversicherung zu überprüsen. vorhandene Schäden mit größter Beschleunigung abzubauen und die Autorität der Regierung in stärkerem Maße sicherzustellen als es bisher möglich war. Der Referent verweist dann auf die in der Zwischenzeit durchgeführten großen Reformmaßnahmen und betont, daß gerade die von vielen Krankenkassen durchgeführte Beitragssenkung eine im Interesse der Wirtschaft wesentliche Maßnahme gewesen sei. Die Versicherungsträger würden sich weiterhin bemühen, den wichtigsten Ersordernissen nach sauberer, übersichtlicher und billiger Geschäftsführung Rechnung zu tragen. In der Frage. ob und in welchem Umfange eine Zusammenfassung der Krankenkassen und Krankenkassenverbände in neuer Gliederung erfolgen werde, seien die Dinge noch im Fluß. Nach allem sei aber kein Zweisel, daß der frühere Zustand einer parlamentsähnlichen Selbstverwaltung nicht wiederkehren werde. Gegenüber dem Gesichtspunkt, daß eine Zusammenfassung der zur Zeit bestehenden 27 Versicherungsträger in der Rentenversicherung Schwierigkeiten ausräumen würde, sei zu erklären, daß auch hier Reformarbeiten noch in der Planung begriffen seien, von denen nur das eine gesagt werden könne, daß sie die finanzielle Resorm der Invalidenversicherung in keiner Weise beeinflussen. Sofern Vereinfachungen eine Geldersparnis bringen, ohne die Uebersichtlichkeit zu gefährden, könnten sie einen Fortschritt bedeuten: jedoch seien bei den Rentenversicherungen, die soeben erst saniert wurden, Experimente abzulehnen. die die Sanierung irgendwie in Frage stellen könnten. visensituation und der durch das Transfermoratorium gegenüber den außerhalb der Stillhaltung stehenden Auslandsgläubigern geschaffenen Lage Rechnung. Es wurde eine vorläufige Aufhebung der Ratenzahlungen vereinbart, die die deutsche Golddiskontbank aus ihrer Garantieverpflichtung bis Ende Februar 1935 zu leisten hätte. Das im vorjährigen Abkommen eingeführte System einer gewissen Auflockerung und Verbesserung der Stillhaltekredite, insbesondere durch die Schaffung des Registermark=Systems, das sich für Deutschland und für die ausländischen Gläubiger gut bewährt hat, wird mit geringfügigen Veränderungen unter dem neuen Abkommen fortgesetzt. Die Einführung der Registermark hat es ermöglicht, das Gesamtvolumen der Kredite erheblich zu ermäßigen ohne Devisenhergabe durch die Reichsbank. Im abgelaufenen Jahr wurden etwa 500 Millionen RM. Registermark abgerufen. Im übrigen weist das neue Abkommen, abgesehen von einigen im wesentlichen ebenfalls nur der Verfeinerung oder größeren Klarheit dienenden Aenderungen keine grundlegenden Neuerungen auf. Das Kreditvolumen, das durch das neue „deutsche Kreditabkommen von 1934“ erfaßt wird, beträgt zu jetzigen Devisenkursen noch rund 2,6 Milliarden RM., worin zirka 270 Millionen RM. unbenutzte Linien enthalten sind. von der Lawine verschüttet. Sie konnten nur als Leichen geborgen werden. Die Verunglückten sind Wienerinnen. Kreditabkommen 1934 Die am 5. Februar des Jahres in Berlin unter dem Vorsitz von Frank C. Diarks(London) zusammengetretene Stillhaltekonferenz ist am 16. Februar beendet worden mit dem Ergebnis, daß das am 28. Februar 1934 ablaufende Stillhalteabkommen(deutsches Kreditabkommen von 1934) durch ein neues Abkommen mit Laufzeit bis 28. Februar 1935 verlängert wird. Eine allgemeine Kürzung der Kredite, wie sie in dem Abkommen von 1932 und 1933 vorgesehen war, findet diesmal nicht statt, was umso befriedigender ist, als Deutschland in Anbetracht der sich wieder belebenden Wirtschaft ein gewisses freies Kreditvolumen für die Finanzierung von Ein= und Ausfuhr behalten muß. Ebenso einsichtig trug man der deutschen DeGewinnauszug 5. Klasse 42. Preußisch=Süddeutsche (268. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und 11 Barthous Bemühungen um eine gemeinsame Erklärung über Oesterreich In gutunterrichteten politischen Kreisen in Paris bestätigt man in den Abendstunden des Freitag, daß die Besprechungen des französischen Außenministers mit den Vertretern Italiens, Englands und der Tschechoslowakei der Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung galten, in der die Mächte die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der österreichischen Unabhängigkeit feststellen wollen. Dimitroff, Popoff und Taneff erwerben die Sowjet-Staatsangehörigkeit Aus Moskau wird berichtet: Da die bulgarische Regierung sich geweigert hat, die in Deutschland in Haft gehaltenen bulgarischen Kommunisten, Dimitroff, Popoff und Taueff, als bulgarische Staatsangehörige zu betrachten, haben sich Verwandte der drei Kommunisten durch Vermittlung der sowjetrussischen Botschaft in Berlin an die Sowjetregierung gewandt, mit der Bitte, den Gefangenen das Bürgerrecht der Sowjetunion zu verleihen. Die Sowjetregierung hat das Gesuch genehmigt. Fünf Wienerinnen Opfer eines Lawinenunglücks Auf der Mühlbach=Alp bei Indenburg in Steiermark wurde eine Skiabteilung des Wiener Universttätsinstituts für Turnlehrer=Ausbildung von einer Lawine überrascht. Von 15 Teilnehmern des Lehrganges wurden fünf Teilnehmeriunen 7. Ziehungstag 15. Februar 1934 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 30000 M. 23080 6 Gewinne zu 5000 M. 166818 243740 344714 4 Gewinne zu 3000 M. 15090 346538 12 Gewinne zu 2000 M. 82265 137793 176164 286211 313642 335077 20 Gewinne zu 1000 M. 1068 85644 99210 162706 160993 272890 284693 284867 316859 897254 42 Gewinne zu 500 M. 24653 29044 56121 113421 134667 145204 156894 195675 211127 216251 222588 246611 247658 266392 285016 297463 303902 307510 823982 324335 383695 370 Gewinne zu 300(u. 634 3817 5141 9854 11348 11378 13279 16451 18042 19898 21943 26899 27080 30266 38206 39758 40024 42035 44784 60066 50171 53982 55430 56855 60190 61916 66784 71754 72540 72871 73219 74607 75414 75440 75682 78739 81273 81902 83127 85247 86600 88270 92551 93499 97807 98661 103613 109538 111655 111885 113483 113669 117203 120012 120496 121416 122001 122958 125458 130036 131470 131931 140376 141058 141370 141808 143052 145130 147053 149792 151235 163150 160145 160576 162123 163242 163465 166135 176420 178033 178676 182645 183049 183120 187469 193226 196021 198917 199728 201196 201702 204365 204921 205774 210313 210908 211691 214976 215746 222087 222263 222540 223555 223194 229743 232379 232929 233993 241595 241929 243703 246028 247478 248295 260638 250939 255813 257977 259627 260931 261872 263511 266003 271493 273256 274706 275058 277256 279944 281829 284377 288027 288719 289273 290904 291713 294194 294902 295194 295720 299676 311736 312376 312935 315503 817551 317724 319636 823930 324102 324601 825188 825832 333297 333493 334268 335395 840203 341501 342430 844016 344360 848235 860284 352995 856074 856368 360351 361991 362023 362778 364487 870175 371216 373268 374127 378724 381042 882242 383653 336797 888717 390692 394778 899712 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 20000 M. 194506 6 Gewinne zu 5000 M. 67987 145948 187558 6 Cewinne zu 3000 an. 29963 215721 236158 14 Gewinne zu 2000 M. 33968 41887 67511 # Gee ocgg.g, 2766f 83560 40 Ger ogier 800 f. 1556 14434.3313; 9700s 199350 226278 290913 261283 284382 312873 331748 836380 967609 316 Gewinne zu 300 M. 2317 2461 3599 3925 6066 9913 10020 10776 13368 13490 17356 17870 19154 19217 20229 21444 23872 24525 24973 26630 30622 30869 31266 81423 33088 83910 35621 88003 42436 43932 47912 47918 48419 49483 50897 51468 64331 54545 66182 67063 59800 70887 79046 79342 79833 80939 83699 90396 94261 97383 107312 110460 111478 115850 123589 124346 128253 128501 129004 130301 131525 132613 133991 134123 137420 148188 149089 153671 158737 159646 159690 162158 174153 174587 175562 776576 177372 180333 180999 181105 181370 188667 191660 198879 208905 213912 223759 223950 226772 227465 232060 234888 235514 238114 243066 246235 246354 246603 253382 253915 257431 260301 264380 264549 270334 272557 273083 274611 275489 277113 277544 233708 285030 20 117 285193 290190 301431 302850 812405 31(53 320611 820635 324363 326939 827723 b. 0453 331581 332736 334511 335275 836351 338842 841375 347348 351335 351922 365509 357367 360731 864442 367448 87046 871232 371850 874162 874204 878508 379756 880881 381960 882368 382778 887304 389157 890404 393038 393852 395267 20 Tagesprämten. Auf jede gezogene Rummer sind zwei Prämien zu se 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 25922 29366 60078 61407 63554 155470 190671 267662 280845 374689 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinns zu se 1000000, 2 zu e 310000 2 zu je 7510, 2 zu se 5000 6 zu je 30000, 10 zu je 20 00, 84 us 10000 156 zu e 5.00, 291 zu je 3000 416 uje 2000, 758 zu je 1“ 0. 2311 zu je 500, 300 und 400 Tagespoämten zu ie 1000 Mark. „Wieder einer vom Wilden Kaiser abgestürzt“— das war im vergangenen Jahre während der Bergsteigersaison die Ueberschrift, die man am Wochenende in den Tageszeitungen lesen konnte. Wohl kein Gebiet verlangt alle Jahre so viel Opfer wie das Gebiet des Wilden Kaisers. Die * mit vollem Recht. Aeußerst wuchtig und von seltener Zerklüftung ist dieses Bergmassiv, in das alljährlich Tausende von Menschen strömen. Der Wilde Kaiser wird gern mit den Dolomiten verglichen und vielfach wird auch das Kaisergebirge„Die Dolomiten des Nordens“ genannt. #2 □0 a 7 durchschnittliche Zahl der Opfer während nes Jahres beträgt 15 bis 20. Im Jahre 1932 sind es, nach Blättermeldungen, wieder 16 Tote gewesen. In einem anderen Jahre erreichte die Ziffer 22. Wahrlich eine traurige Statistik und auch eine traurige Berühmtheit des Wilden Kaisers! Von diesem Gebirgsstock will ich hier kurz erzählen. Der Wilde Kaiser verdient seinen Namen S40n Wenn wir die Opferstatistik durchsehen, dann finden wir unter den Abgestürzten Bergsteiger, die der sogenannten Extraklasse angehören, also geübte und bekannte Bergsteiger. Der Wilde Kaiser ist das Dorado der Kletterer. Seine schwersten und schweren Wände sind berüchtigt und gesucht, und manche Seilschaft, die mit Entschlossenheit und Können an die Bezwingung der Wände herangeht, hat ihr Leben durch eine kleine Unachtsamkeit lassen müssen. Erst vor ein paar Wochen stürzte eine Seilschaft, bestehend aus zwei hervorragenden Bergsteigern, am Einstieg in die bekannte Fleischbank=Ostwand, ab. Die beiden Bergsteiger stürzten sich aus einer Höhe von 60 Metern zu Tode. Einer kam ins Rutschen, der andere wurde mit in die Tiefe gerissen. Die beiden Bergkameraden hatten die Tage vorher fast alle großen Wände des Wilden=Kaiser=Massivs durchstiegen, und als Abschlußtour wollten sie die Fleischbank=Ostwand„machen". Sie wurde ihnen zum Verhängnis. Ein bekannter Tourist und Himalaja=Mann warnte vor der Fleischbank=Ostwand— diese Wand sei„kein tägliches Brot“. Was vor einem Jahrzehnt als„unmöglich zu überwinden“ galt, ist eben heutzutage durch die moderne Klettertechnik des Nimbus des Unbezwingbaren beraubt. Und gerade der Wilde Kaiser ist eine hohe Kletterschule, die der moderne Kletterer und Bergsteiger gemacht haben muß. Der Wilde Kaiser ist demnach nun in große Mode gekommen. Aus diesem Grunde allein schon wird das KaiserGebirge von vielen Kletterern besucht, und je höher die Zahl der Besucher, desto höher — naturgemäß in Verbindung mit der Gefährlichkeit des Geländes— ist die Zahl der Opfer. Und wie so oft kann man gerade aus dem Munde der„modernen“ Berggefährten hören:„Ach, der Kaiser—“ Man „macht" ja heutzutage tatsächlich ganz andere Sachen auf alpinem Gebiet. Und trotzdem zieht es immer wieder die „Extraklasse“ in die Felsenszenerie des Wilden Kaisers zurück. Der„Kaiser" ruft und lockt, und wer seinen Fels und seine Schönheit kennt, den zieht es hinein in das Kaisertal, in dieses Massiv mit den plattengepanzerten Wänden und den herrlichen, das Totenkirchl zu diesem Unterkunftshause herab, herausfordernd und rufend zu stetem Kampfe mit dem silbergrauen Fels. Würde man alle die Tal= und Gipfelwunder des Kaisermassivs beschreiben. so □ * K C Botche Stonont unvergleichlichen Gipfeln: vordere und hintere Goingerhalt, Predigtstuhl, Steinerne Rinne, Ellmauer Tor, Karlspitze, Fleischbank, Totenkirchl, Ellmauer Halt, Gamshalt, Kleine Halt usw. Berühmt sind das Totenkirchl und die Fleischbank. Voll stolzer und grandioser Wuchtigkeit türmen sich die Zweitausender=Gipfel in den Berggipfel hinein. Wohl selten ist eine Wand so gewaltig und überwältigend wie die Fleischbank=Ostwand. Sie fordert alle Jahre die meisten Opfer, darunter die Besten der Gilde. Aber nicht nur für den Kletterer allein ist das Kaiser=Gebirge unvergeßlich, sondern auch für den ganz„gewöhnlichen“ Alpinisten. Weltberühmt ist Hinterbärenbad. Wie oft hat das Glöckchen der Kapelle von Hinterbärenbad einem jungen Bergsteiger das letzte Lebewohl zugerusen? Und wieviel der Abgestürzten lagen schon aufgebahrt in dem Stripsenjochhause. Trotzig starrt O #4 müßte man ein Buch schreiben; denn selten drängt sich auf ein Massiv so viel Wildheit und Schönheit zusammen wie hier: der Kaiser der Alpen! 11 Nachdruck verboten. rstes Kapitel. „Lore, es bleibt kein anderer Weg. Du rettest uns vor dem Untergang Wir werden es dir ewig danken. Ueberlege es dir doch nur recht— was hast du als Fritz Rohrbecks Frau?— Nichts!— Nichts!— Nichts!— Immer sparen, jeden Pfennig umwenden... Du darfst das nicht, jenes nicht, was du vielleicht gern möchtest. Glaube mir, Kind, an solch einer Lebensmisere scheitert dann gewöhnlich auch die Liebe. Und Papa hat in Erfahrung gebracht, daß Fritz Rohrbeck spielt! Das allein schon würde gegügen, um uns immer gegen ihn einzunehmen. Papa sagt, zu dieser Heirat gibt er nie und nimmer seine Einwilligung.“ Frau von Loringen blickte die Tochter beschwörend an.— Diese Tochter, die der Stolz und der Liebling der ganzen weitverzweigten Familie der Loringens war. Und die sich nun opfern sollte! Opfern? War es wirklich ein so großes Opfer, Frank Dahlmanns Frau zu werden? Groß, dunkel, breitschultrig schob er sich vor das geistige Auge Frau von Loringens. Der Millionär! Der Mann, von dem es immer geheißen hatte, er hasse die Frauen. Und wenn das vielleicht auch ein bißchen übertrieben war, so war doch immerhin das als feststehende Tatsache zu betrachten, daß Frank Dahlmann bisher sehr gut ohne die Frauen ausgekommen war. Ohne eine Frau! Weiber sollten auf seinem Wege genug gewesen sein, wie Major Friedlinger behauptete. Der mußte es ja wissen! Seit kurzem nun bewarb sich der reiche Dahlmann um Lore von Loringen! Ganz offen tat er es. Mit gemischten Gefühlen nahm man diese Angelegenheit auf. Einige Damen wären selbst sehr gern, mehr als gern, Frau Dahlmann geworden. Zudem hatte er den Doktor, und sein Reichtum— mein Gott, dieser märchenhafte Reichtum löschte jedes„Aber“ aus. Ein Glücksfall, wer Frank Dahlmann zum Manne bekam, ein außergewöhnlicher Glücksfall. Das war der Standpunkt der Damen. Derjenige der Herren war merklich anders. Ausgerechnet dieser Emporkömmling sollte die schöne Lore von Loringen bekommen? Ausgeschlossen! Ganz ausgeschlossen! Hatte denn der alte Baron keinen Funken Stolz in der Brust? Aber freilich...! Es gab vermögende Herren unter Lores Bewerbern, aber einet, der die gesamten Schulden der Familie Loringen mit übernehmen konnte, der fehlte! Bis eben auf Doktor Dahlmann! Der konnte sich das ja leisten! Es war zum Haareausziehen, zum Längelanghinschlagen, zum Auf=die=Bäume=klettern! All das behauptete Fritz Rohrbeck gegen seine Freunde, die ihm scheinheilig recht gaben, es ihm aber im Herzen gönnten, daß er die schöne kleine Lore nicht bekam. Dieser Windbeutel war sie nicht wert. Der nicht. Wenn er auch sonst ein lieber, netter Kerl war und nie einen Spaß verdarb. Aber gerade Lore von Loringen? Nein! Das wäre zu stark. Das wäre zu absurd. Das wäre einfach unmöglich. Aber eine ganz unmögliche Sache tauchte da noch daneben auf: Doktor Dahlmann, der sich ganz offen um die schöne Lore beward. Alle Herren waren sich einig, daß es das erst recht nicht geben durfte. Aber alles Durcheinanderreden nützte nichts. Man wollte lieber aufpassen. Es gab ja einige Herren, die ganz frei heraus sagten: Frank Dahlmann werde den Sieg davontragen, dafür würde schon die ganze Familie Loringen sorgen— und schließlich: Was man eigentlich habe? Ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle sei dieser Doktor Dahlmann! Man könnte ihm doch absolut nichts weiter nachsagen, als daß er eben als einziger dieses blödsinnig viele Geld habe. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle(Saale) Aufruhr! Sturm! Beinah tödliche Feindschaften. Man einigte sich aber dann wieder und vereinbarte, daß man diesem Frank Dahlmann lieber den Spaß verderben wollte. Dann sollte doch noch lieber Rohrbeck derjenige sein, der die schöne Lore heimführte. So stand es im Klub. General von Eschmannsweg lächelte vor sich hin. Da ereiferten sie sich nun, die jungen Dachse, und dabei war dieser Doktor Dahlmann mehr wert als sie alle zusammen. Ein Prachtkerl war das. Ganz einfach ein Prachtmensch! Und wenn der die kleine Lore von Loringen erhielt, dann war sie gut aufgehoben. Und daheim in Schloß Loringen? Dort ließ Lore täglich diese Reden über sich ergehen, diese Reden, die doch nur eine einzige Formel waren: „Nimm Frank Dahlmann und rette uns!“ Lore von Loringen sah auch jetzt wie abwesend auf ihre Mutter, die sich nun schon seit einer Stunde Mühe gab, wenigstens ein Wort von ihr zu hören, was eine kleine Hoffnung in bezug auf Doktor Dahlmann gegeben hätte. Doch nichts! Immer dieses Schweigen! Dieses Schweigen, mit dem Lore nun seit Wochen eine etwaige Werbung Doktor Dahlmanns ablehnte! Dabei war es doch immerhin möglich, daß Frank Dahlmann sich anders besann. Was sollte dann werden? Dieser reife, ernste Mann würde kaum mit sich spielen lassen; er würde Lore vielleicht nicht einmal eine Bedenkzeit bewilligen. Frau von Loringen rang die Hände. Wenn das Mädel, das dümme, doch nur vernünftig sein wollte. Wie sollte sie es ihr nur noch klar machen? Sie hatte doch schon alles gesagt, was gesagt werden konnte. Und ihr Mann schalt sie immer wieder aus. Sie hatte doch immer Einfluß auf Lore gehabt. Nur in diesem einen Punkte nicht! Gerade in diesem Punkte nicht, der doch für die Loringens so lebenswichtig war. „Lore, bedenke doch, wer nimmt wohl heutzutage noch ein armes Mädel zur Frau. Keiner! Glaube es doch nur! Und wenn eine törichte Liebe alle Bedenken hinwegfegt, dann geht die Ehe später auseinander. Wo die Sorge und die Not einkehren, da ist bald genug die Liebe in alle Winde zerflattert. Und man beneidet dich glühend um diesen Mann! Wenn du das doch endlich einsehen wolltest! Du vergibst dir nicht das geringste, Lore! Er ist ein Fürst unter den Menschen!" Jetzt hob Lore ruckartig den schönen, blonden Kopf. „Ein Fürst? Weshalb? Sein Vater ist ein kleiner Landwirt gewesen.“ „Gewiß! Das stimmt ja alles! Aber danach fragt man jetzt nicht mehr. Eigentlich hat man schon früher nicht danach gefragt, woher ein reicher, mächtiger Mann gekommen ist. Hauptsache ist doch immer die, daß der Weg sauber war, auf dem dieser Mann zu seinem Reichtum schritt. Und bei Doktor Dahlmann ist das ganz bestimmt der Fall!“ Lore lachte laut auf. Aber fast klang dieses Lachen wie ein hilfloses Kinderweinen. Dann sagte das Mädchen: „Ich habe drei Schwestern. Weshalb soll gerade ich die Familie retten? Und weshalb tut es mein Bruder Kurt nicht? Ich habe doch auch ein Herz in der Brust. Aber das darf nicht sprechen, dieses Herz.— Ich liebe Fritz Rohrbeck!“ Die Mutter zuckte zusammen. „Habt ihr euch das vielleicht bereits gesagt? Denn Rohrbeck liebt dich ja auch!?“ „Nein! Es ist noch nicht dazu gekommen.“ „Gott sei Dank! Dann ist ja alles gut!“ sagte die Mutter erleichtert. „Wenn du das weißt, wenn du um meine Liebe weißt, wie kannst du dann noch für Frank Dahlmann sprechen?“ fragte Lore außer sich. Frau von Loringen trat zu ihr, nahm sie in die Arme. Liebkosend strich ihre Hand über das goldblonde Haar der Tochter. „Lore, ich bin nicht nur deine Mutter, ich will doch auch deine beste Freundin sein. Glaube es mir doch, Lore: wenn Fritz Rohrbeck die Gewähr für ein echtes Glück böte, dann würde ich dir helfen. So aber kann ich es nicht. Rohrbeck ist kein Mann für dich. Du würdest leiden unter dieser Ehe, ein Leben lang. Er würde dir niemals treu sein.“ Erschreckt öffneten sich die blauen Augen. Nicht treu? Was wußte man von Fritz Rohrbeck Was führte er für ein Leben? Doch gleich kam der Trotz wieder. Die Ablehnung gegen Frank Dahlmann. „Wenn man glaubt, Fritz Rohrbeck bei mir verleumder zu können, irrt man sich, Mama.“ Ihre Lippen zuckten. Frau von Loringen trat tief verletzt zurück. „Lore, nichts berechtigt dich, so mit deiner Mutter zu sprechen.“ „Verzeih, Mama! Ich bin—— nur—— so furcht bar—— erregt, und ich—— fürchte mich vor Doktoe Dahlmann!" Da lächelte die Mutter. Eine Weile war Schweigen zwischen ihnen, dann sagt Frau von Loringen: „Geh doch noch ein bißchen in den Park hinunter, Lora Du siehst so blaß aus, und wenn Papa dich so sieht, dann ist er gleich wieder zornig.“ Jal Lore war plötzlich wieder lieb und fügsam, wie s stets gewesen war. Frau von Loringen küßte ihre schönTochter herzlich. „Nun überlegst du dir in Ruhe, und dann sprechen wir zwei noch einmal darüber.“ „Gewiß, Mama!“ Das junge Mädchen ging hinaus. Frau von Loringen dachte an ihre schöne, stolz Aelteste, die dunkelhaarige Elisabeth. Die hatte gesagtz „Ach was, den Frank Dahlmann, den nähme ich auf der Stelle. Aber er scheint sich rettungslos in unsere Kleine verschossen zu haben. Sie mag gefälligst nicht dumm sein. Solch einem Manne gibt man keinen Korb.“ Frau von Loringen war ein bißchen fassungslos gewesen. Das sagte Elisabeth, die immer so stolz gewesen war? „Kind, du wolltest doch immer mindestens einen Grafen“, hatte sie sich nicht enthalten können, zu entgegnen. Elisabeth hatte die schönen Schultern gezuckt. „Möglich, daß ich albern genug gewesen bin, das früher einmal zu behaupten. Heute denke ich anders. Vielleicht denke ich sogar erst so, seit ich Frank Dahlmann kenne.“ Nach diesen Worten war sie schnell aus dem Zimmer gegangen. Ganz entgeistert hatte die Mutter ihr nachgeblickt. Diese Wirrnisse auf der Welt! Weshalb konnte Frank Dahlmann nicht an Elisabeth Gefallen finden? Sie in ihrer stolzen, dunklen Schönheit, groß, schlank, hätte übrigens viel besser zu ihm gepaßt als Lore, die wie ein Püppchen war, so fein und zart. So war aber das Leben! Immer ordnete es alles so, daß möglichst viele Herzenskämpfe entstanden. Jetzt lag die Sache gar noch so, daß Elisabeth trauerte, weil sie Doktor Dahlmann nicht bekam, und Lore wehrte sich aller Kraft gegen eine Verbindung mit ihm. Sie fürchtete sich vor ihm! Wenn man sich vor jemand fürchtet, noch dazu vor einem Manne wie Doktor Dahlmann, dann lag die Sache nicht allzu schlimm. Diese dumme Furcht würde sich bald genug in Liebe verwandeln. Das glaubte die erfahrene Frau zu wissen. Es hieß jetzt nur, Lores letzten Widerstand besiegen. Ob es gelang? Wie trotzig das kleine Mädel sein konnte! Eigentlich war sie das nie gewesen. Sie war immer fügsam und lieb. Aber hier ging es um ihr Lebensglück, und da wehrte sie sich eben dagegen, weil sie dieses vermeintliche Glück nur mit Friz Rohrbeck sah. Der! Dieser hübsche, leichtsinnige Junge!(Forts. folgt.) zu hunderttausend Jahren wird sich die Menschheit auch äußerlich vollständig geandert haben. Trotz aller technischen Fortschritte, trotz der größten Wunder in Physik, Chemie und Mechanik, wird die treibende Lebensquelle der fernen Zukunft auf ganz anderem Gebiete zu suchen sein: in der Vervollkommnung der seelischen Energie. Kinderspiel, was heute die Hypnotiseure zu zeigen haben. Die ins Gigantische vollendete menschliche Geisteskraft wird der Welt aus dem Jahre 100 000 den S Iufdrücken. heißl: dann wird die menschliche Energie die Fähigkeit erlungt haben, sich in mechanische Kraft umzuwandeln. Wie der elektrische Strom eine Maschine in Bewegung setzt, so wird das menschliche Gehirn der kommenden Herren der Welt die Masse domptieren, sie zu geistigen Sklaven erniedrigen; wird der Gedanke töten oder Leben bringen. Der Staatsmann, der Weltbeherrscher des Jahres 100 000, wird ein Mann sein, der eine bisher unbekannte Energie in seinem Hirn besitzt und, ein Superhypnotiseur, die menschlichen Maschinen nach seinem Willen bewegt. Die Macht dieses geistigen Fluidums mit der größten Stärke eines elektrischen Stromes zu messen, wäre lächerlich. Der abstrakte Wille ist in ferner Zukunft der absolute König der Welt geworden. Schon lange bevor die Menschheit das Jahr 100000 begeht, werden Siedlungen, Dörfer und Städte längst vom Erdboden verschwunden sein. Die Pflanzenwelt kann keinen Nutzen mehr bringen. Ihre Produkte sind durch chemische Mittel ersetzt. Was braucht der Mensch Getreide, Früchte und Holz? Viel billiger werden die Speisen auf synthetischem Wege hergestellt. Man hat daher die Pflanzenwelt sich selbst überlassen. Riesige Urwälder werden den Planeten bedecken. Dadurch ist die Luft reiner und ärmer an schädlichen Stoffen geworden. Der Mensch der fernen Zukunft braucht keine weiten Lungen, er atmet bei einer minimalen Aufwendung von Energie. Körperliche Anstrengungen gibt es nicht mehr oder nur in sehr geringem Maße. Dagegen hat sich die Entfaltung geistiger Energie um ein Millionenfaches vergrößert. Alle Organe, die der Mensch zu körperlicher Betätigun braucht, Arme und Beine, sind verkümmert. Dagegen hat sich der Umfang des Gehirns ernorm vergrößert. Der Mensch aus dem Jahre 100000 braucht keine Nase mehr, keine Ohren, keine Haare und keine Zähne. Auf einem verkrüppelten Körper steht ein riesiger Kopf mit zwei brennenden Augen Eine kleine Oeffnung im Gesicht genügt, um die chemischen Speisen einzuführen. Diese Speisen reichen gerade aus, um die Lebenskraft aufrechtzuerhalten. Die Frage der Ernährung spielt eine ganz untergeordnete Rolle. Man wird nicht mehr sagen: die und die Frau ist schön. Man wird erklären: sie kann zweitausend Kilometer weit Gedanken lesen oder noch mehr. Ihr Gehirn,wiegt dreitausend Gramm oder mehr. Sie kann mir durch Hypnose innerhalb einer Minute einen ganzen Liebesbrief von Tokio nach Berlin übertragen. Und so weiter. Man wird keine körperlichen Vorzüge mehr kennen, nur noch geistige.., 100gag gpieft uch Das Leben der Menschen aus dem Jahre 100 000 spielt sich unter der Erde ab. Zeitungen, Telegraphen und Rundfunknachrichten wird man nicht benötigen. Um eine bestimmte Stunde denkt der Herr der Welt an das, was er mitzuteilen hat. Und in der gleichen Sekunde wissen es alle seine Kreaturen. Der Mensch, das menschliche Gehirn wird empfindlicher für die kosmischen Strahlen geworden sein, als es heute der komplizierteste Radioempfänger ist. Die Menschen der fernen Zukunft müssen taubstumm sein. Was brauchen sie zu sprechen? Jeder kann die Gedanken des anderen aus seinem Gehirn erraten Völlige Grabesstille wird unter der Menschheit herrschen. Akustische Gefühle hat der Mensch der Zukunft nicht mehr. Die wenigen Maschinen, die noch existieren, um das Minimum an chemischer Nahrung herzustellen, sind in tiefen Kellern untergebracht, wo sie unter der Leitung ganz weniger Arbeiter fabrizieren. Diese Arbeiter rühren nicht eine Hand. um ihre Maschinen in Gang zu setzen oder abzustellen. Sie konzentrieren sich auf ihr Ziel, der Funke des Gehirns setzt sich um in mechanische Leistung; die Maschine gehorcht wie ein treuer Sklave. Das Verhaltnis vom Staat zu den Untertanen wird ganz neue Formen annehmen. Einer oder ganz wenige herrschen. Alle übrigen sind gleich. Für sie gibt es keine Unterschiede mehr. Sie werden sogar in ihren Träumen kontrolliert. Man weiß, was sie denken. Sie werden verhaftet, schon in dem Augenblick, in dem der Gedanke eines Verbrechens in ihnen auftaucht. Die Kriminalbeamten des Jahres 100000 brauchen nicht mehr nach Tätern zu suchen. Jede geistige Strömung, die der herrschenden Richtung zuwiderläuft, wird sofort von den Geistesgendarmen erkannt und unterdrückt. Unverbesserliche Verbrecher kommen in Sanatorien, in denen sie hypnotisiert werden. Bei leichteren Fällen genügt es, ein Geschwader positiver Energie an den Aufstandsherd zu senden, um jede Meuterei im Keime zu unterdrucken. Ob sie nun wollen oder nicht— die Aufständigen werden ihrer eigenen Ideen beraubt und ihr Denken wird wieder in die Bahnen gelenkt, in denen sie laufen sollen. Hilft alles nichts, besteht als letztes Mittel immer noch die Möglichkeit, die Verbrecher zu töten.. g., 8 Unheimlich phantastische Ausmaße maß ein Krieg im Jahre 100000 annehmen. Unmöglich wäre es, den Konflikt zu lokalisieren. Für den Geist gibt es keine Grenzen. Ueberallhin vermöchten die Todesstrahlen zu gelangen, wo Menschen sich versteckt halten. Bei der Verflochtenheit der Beziehungen wäre die ganze Welt innerhalb weniger Augenblicke von der Katastrophe ergriffen. Die Mobilisierung bedeutete eine Mobilisierung der Geister. Dasjenige Volk, dessen geistige Energie und Disziplin am besten geschult ist, das die längste Widerstandskraft besitzt, bleibt Sieger. Wahrscheinlich werden es die Gehirntechniker des Jahres 100000 versuchen, die Bürger ihres Staates in geistigen Unterständen vor den Angriffen des Feindes zu schützen. Wie man es heute versteht, im elektrischen Wellenbereich schädigende Strahlen zu beseitigen, so werden es auch die Techniker der fernen Zukunft nicht unversucht lassen, den Todesstrahlen der Gegner den Weg zu versperren. Der menschliche Körper muß vor der heranflutenden Energie des Feindes geschützt werden. Gegenstrahlen wird man aussenden, um die feindliche Kraft Der Kampf selbst entspinnt sich in Form eines gigantischen Gehirnduells. Da es für das Denken keine Raumgrenzen gibt, spielt sich der Krieg in der Unendlichkeit ab. Zu Hunderttausenden sitzen die Kämpfer schweigsam in ihren Unterständen tief unter der Erde und konzentrieren sich nur auf das eine, eine Ziel: der Gegner soll sterben. Seine geistige Kraft soll erlahmen. Er soll zugrunde gehen. Sterben— sterben— sterben! Immer wird der Feldherr, der die immensen geistigen Kräfte lenkt, darauf bedacht sein, den schwächsten Punkt des Gegners herauszufinden und hier eine Bresche zu schlagen suchen. Der Sieg muß endlich dem zufallen, der am längsten durchhält. Er macht den besiegten Teil zu geistigen Sklaven. Natürlich wird es auch in diesen Massend##len der menschlichen Gehirne nicht an Leuten fehlen, die Landesverrat verüben wollen oder die nationale Verteidigung sabotieren. Da aber ihre Pläne schon im Entstehen entlarvt werden, haben sie mit keinem Erfolg zu rechnen. Man wird sie ihres berauben, sie zu Tieren degradieren. Und das ist schlimmer als die Todesstrafe. Geistiges Sklaventum— das Bild der Menschheit aus dem Jahre 100000. Daß die menschliche Zivilisation Bahnen einschlägt, die in der Versklavung der Massenseele enden muß— dafür findet man heute schon Anzeichen. In ferner Zukunft wird sich biese Tatsache noch um viele Grade einseitiger herauskristallisieren. Die Geschichte wiederholt sich. Sie geht über Täler und Höhen, sie ändert ihr Gesicht, aber im Wesen bleibt sie sich gleich. Die Schrecken des Sklaventums sind heute von der Welt so gut wie verschwunden. Im Jahre 100000 wird man ein neues Sklaventum kennen, wahrscheinlich schon viele Jahrtausende beiher Das alte Wort:„Wehe dem Besiegten!" wird von neuem unheimliche Geltung bekommen. Gegenwärtig noch gelingt es einem besiegten Volke, sich der Suggestion der Sieger zu entziehen. Aber schon in absehbarer Zeit wird das unmoglich sein. Im Kriege der nahen und fernen Zukunft ist der Besiegte dem Sieger mit Leib und Seele verfallen Das Schicksal des unterlegenen Volkes wird sein: den Siegern in allem zu gehorchen und für sie zu arbeiten. Aus der Macht ihrer geistigen Energien strömen für den Sieger neue Geistesquellen, die er sich aneignet und zunutze macht. Psychische Sklaverei, Sklaveret ohne Aussicht auf Freiheit, wird das Schicksal des Menschen aus dem Jahre 100 000 sein. Der Wille der Sieger wird den Eigenwillen des Besiegten vernichten. Die Macht der neuen Herren wird kein Mitleid kennen und ohne Rücksicht sich die Energie der Unterlegenen dienstbar machen. Ein einziger Herr der Welt oder eine Gruppe von wenigen Herrenmenschen wird nur durch die Macht der Suggestion ganze Erdteile zu Sklaven machen. Die Menschen werden nur noch Maschinen sein, die auf den leisesten Wink die ihnen übertragenen Ideen in die Tat umsetzen, ohne die Möglichkeit, sich der Suggestion zu entziehen. Wenigstens solange nicht, als der Diktator der Weli lebt. Denn auch im Jahre 100000 wird der Tod immer noch die Grenze aufwerfen, die nicht zu überschreiten ist. Aber man kann sich vorstellen, daß die geistige Staatsmaschine auch über Generationen hinweg ohne Defekte zu laufen vermag. Schließlich muß aber doch einmal die Reaktion lebendig werden. Neue Gehirndiktatoren werden um die Seelen der Menschheit kämpfen, neue Kriege werden entbrennen; es kommt eine Zeit der Dezentralisation der Weltmacht, aber endlich hat wieder ein Anziger den ganzen Planeten sich dienstbar gemacht. Und das der Geschichte beginnt von neuem... Das ist die Utopie vom Gesicht der Zeit aus dem Jahre 100 000. Nicht vom Technischen her gesehen, wie sonst, sondern von der geistigen Seite der Entwicklung aus. Die Frage zu stellen, ob wirklich alles so zutrifft, ist müßig. Bestritten werden kann aber nicht: die Menschheit ist gegenwärtig auf dem rechten Wege, der in das phantastische Zauberreich des Jahres 100 000 führen könnte... c Kee uc 125 Rsch S Rchg 89 Collingbourne in Flammen Der Riesenbrand flackerte infolge eines heftigen Sturmes öcbließlich das ganze Städtchen. immer wieder auf und zerstörte Diktierstube in englischen Expreßzügen Diktieren mittels Diktaphon in einem der rollenden Schreibmaschinen=Büros, die jetzt nach amerikanischem Vorbild in zwei Expreßzügen der Strecke London—Newcastle eingerichtet wurden. Diese Schreibmaschinenstuben ermöglichen es den Geschäftsleuten, während der langen Fahrt ihre Post einer Stenotyvistin anzusagen, die ständig den Passagieren zur Verssic Praktische Aufklärungsarbeit in der Schule Oben: Der Karl=Marx=Hof, eine große Mustersied lung im Wiener Norden, in der sich die Schutzbündler verschanzt hatten und trotz Einsetzung von Artillerie verzweifelten Widerstand leisteten. Unten: Schulkinder bringen einen Wagen der Straßenbahn, der infolge des Streiks stromlos geworden war, ins Depot. Militärabteilung auf Lastwagen vor dem Wiener Rathans. Vor 450 Jahren wurde Kurfürst Joachim I. von Brandenburg geboren Greiu Garbo hat geheiratek Blick in die Ausstellung über Vererbung und Rassekunde Alle Plakate und Schaubilder sind von Schülern und Schülerinnen Berliner Lebranstalten selbst angesertigt, die sich auf diese Weise eindringlich mit den Problemen beschäftigen und gleichzeitig anderen diese Prodleme eindringlich darstellen. Joachim I., Kurfürst von Brandenburg, einer der tatkräftigsten Fürsten auf dem brandenburgischen Thron, wurde vor 450 Jahren, am 21. Februar 1484, geboren. Sein Hauptverdienst war die Niederwerfung des übermütigen Adels. der durch Raub und Gewalttaten das Bürger= und Bauerntum der Mark schwer bedrückte. Auf kulturellem Gebiet ist von seinen Taten vor allem die Gründung der Universität Frankfurt a. d. Oder sowie des Kammergerichts zu nennen. Rouben Mamoulian, der Regisseur der letzten Garbo=Filme, mit dem sich die Künstlerin jetzt in aller Stille in dem Städtchen Williams(Arizona) verheiratet bat. Bnder aus aiter WCrt Riesenbrand zerstört ein englisches Städtchen Die ersten Originalbilder von den blutigen Unruhen in Wien Ein Rind liefert höchstens fünf Kilogramm Fleischextrakt. Wenn man auf Abzahlung kauft. Was viele nicht wissen. der schlechten Wirtschaftsverhältnisse ist heutzutage der größte Teil unserer Volksgenossen gezwungen, die notwendigen Gegenstände des täglichen Lebens, wie Möbel, Anzüge, Stoffe usw., aus Abzahlung zu kaufen, um durch ratenweise Zahlung des Kauspreises eine Erleichterung in finanzieller Hinsicht zu haben. Nun werden aber bei Abzahlungskäufen die meist wirtschaftlich schwachen Käufer oft durch drückende Bedingungen geschädigt. Um dies nach Möglichkeit zu vermeiden, hat der Gesetzgeber das sogenannte Reichsgesetz betreffend die Abzahlungsgeschäfte geschaffen und dadurch eine Reihe von zwingenden Vorschriften ausgestellt, die jedoch den meisten Käufern unbekannt sind Vor der Besprechung der außerordentlich wichtigen Bestimmungen dieses Gesetzes soll nun erst einmal ein Blick auf den sogenannten Eigentumsvorbehalt geworfen werden. Man findet in den Geschäftsbedingungen fast jeder Firma die Klausel:„Die Waren bleiben bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises Eigentum des Verkäufers." Dieser Eigentumsvorbehalt bezwecki also, den Verkäufer dagegen zu schützen, daß der Käuser die Sache vor Bezahlung des Kauspreises anderweitig veräußert. Der Verkäufer eines Grundstücks kann sich aber bei der Erfüllung des Kaufvertrags nicht das Eigenium vorbehalten. Er kann sich jedoch dadurch schützen, daß er sich von dem Käufer für den Fall der Nichtzahlung des Kaufpreises die Rückübertragung des Grundstücks versprechen und diesen Anspruch durch Eintragung einer Vormerkung in das Grundbuch sichern läßt....n 948 Wchrahl. Nun zu den Bestimmungen des Abzahlungsgesetzes. Dieses Gesetz gilt für die eigentlichen Abzahlungsgeschäfte, d. h. für Kaufverträge über bewegliche Sachen, bei denen die Sache sofort übergeben wird und der Kauspreis in Raten zu zahlen ist. Eine Näherin kauft sich zum Beispiel eine Nähmaschine zum Preise von 200 Mark, die in monatlichen Raten von zehn Mark zu zahlen sind, und erhält die Nähmaschine sofort geliefert. Weiterhin gilt das genannte Gesetz für verhüllte Abzahlungsgeschäfte, d. h. für Verträge, die den Zweck des Abzahlungsgeschäftes in einer anderen Rechtsform erreichen wollen, insbesondere durch mietweise Ueberlassung einer Sache. Gleichgültig ist dabei, ob dem Empfänger das Recht des späteren Eigentumserwerbs eingeräumt wird. Ein Beispiel möge auch dies erläutern: Ein Möbelhändler„leiht", d. h. vermietet, einem Arbeiter eine Kücheneinrichtung im Werte von 300 Mark, der sich verpflichtet, einen monatlichen Mietzins von 20 Mark bis zum Betrage von 400 Mark zu zahlen. Bei pünktlicher Zahlung des vereinbarten Mietzinses verzichtet dann der Möbelhändler auf das Rückforderungsrech, umten 6; uin en. Welche Rechtswittungen yur nun ein Rücktritt vom Vertrage durch den Verkäufer? Tritt dieser nach Vertrag(z. B auf Grund der oben zitierten Klausel beim Eigentumsvorbehalt) vom Kaufvertrag zurück, so sind die empfangenen Leistungen von jedem Vertragsteil Zug um Zug zurückzugewähren. Der Verkäufer muß also— das wissen die wenigsten Käufer und Verkäufer— die empfangenen Teilzahlungen zurückzahlen, und er kann nur in beschränktem Maße eine Vergutung verlangen und diese von den zurückzugebenden Teilzahlungen abziehen. Und zwar kann er für die infolge des Vertrags gemachten Aufwendungen, für schuldhafte Beschädigung der Kaufsache und für die Ueberlassung des Gebrauchs oder der Benutzung derselben eine Vergütung verlangen. Diese Vergütung ist nach dem Wert des Gebrauchs oder der Benutzung, unter Berücksichtigung der eingetretenen Wertminderung der Sache, zu berechnen. Werden andere, den oben genannten Vorschriften zuwiderlaufende Vereinbarungen getroffen, so sind diese nichtig, insbesondere die Abrede, daß die geleisteten Teilzahlungen dem Verkäufer verfallen sein sollen, und die Vereinbarung einer höheren Vergütung. Weiterhin ist die Abrede, daß beim Ausbleiben von Teilzahlungen die ganze Restschuld fällig sein solle, nur wirksam, wenn der Käufer mit mindestens zwei auseinanderfolgenden Teilzahlungen ganz oder teilweise im Verzug ist, und wenn der Betrag, mit dem er im Verzug ist, mindestens ein Zehntel des Kaufpreises ausmacht. In diesem Zusammenhang sei auch noch darauf hingewiesen, daß Abzahlungsgeschäfte in Lotterielosen und Inhaberpapieren mit Prämien strafbar sind. Abzahlungsgeschäfte, die zuwiderlaufen, sind von vornDie Abfälle beim Schleifen des Diamanten „Regent“ hatten allein einen Wert von 180 000 Frank. * verbraucht, und für die Arbeit bleibt dann oft nicht viel übrig. Mehr als 2200 bis 2600 Kalorien braucht ein geistig arbeitender Mensch mit mäßiger körperlicher Bewegung im allgemeinen nicht. Wer einer Anregung für die Arbeit bedarf und Alkohol sowie Tabak aus dem Wege gehen will, findet eine solche durch den Genuß von Zucker. In letzter Zeit wird übrigens die Bekömmlichkeit des künstlich erzeugten Zuckers bestritten. Man weist auf verschiedene Beimengungen hin, die durch den chemischen Raffinierungsprozeß bedingt werden, und schlägt vor, den künstlich erzeugten Zucker durch natürliche Süßigketten, wie füßes Obst, Honig, zu ersetzen, wobei freilich nicht vergessen werden darf, daß Honig nicht nur recht teuer, sondern auch zuweilen außerordentlich verfälscht, dadurch erst recht ungesund wird. Die Verdauung läßt sich in nicht schweren Fällen durch Genuß von grobem Schwarzbroi(statt Weißbrot und Semmeln) besser regeln, als durch Abführmittel. Eine andere wichtige Frage, besonders bei älteren Leuten, ist in dieser Beziehung der Schlaf. Es gibt genug Menschen, bei denen, trotzdem sie gesund sind, Schlaf von genügender Dauer und Tiefe durch die üblichen hygienischen Der Wellenbrecher von Cherbourg ist 3¾ Kilometer lang. * Englische Sovereign(Goldmünzen) verlieren jährlich durch Abnutzung nur 0,21 Tausendstel an Gewicht. * Die ältesten Steinzeitmenschen verständen noch nicht, sich ein künstliches Obdach herzustellen. Sie waren Höhlenbewohner. und aus zahlreichen Höhlen hat man wertvolle, urgeschichtliche Fundstücke ans Licht gezogen. Diese Fundstücke enthielten unter anderem Reste von Höhlenbären, von der Höhlenhyäne, vom Höhlenpaniher, vom Mammut, Urochsen, Nashorn usw. und gaben Kunde von den Tieren, die die Zeitgenossen des Altsteinmenschen waren. Maßnahmen auf die Dauer nicht zu erzielen Die Kohlenlager Nordamerikas sind 20mal so ist, so daß sie sich entschließen, bis zwölf Uhr groß als die Englands. lnachts und manchmal noch länger zu arbeiten, Die größte Gefahr für ein Volk ist, wenn es gute Politiker hat, die schlechte Patrioten sind. * Ein Feind weniger bedeutet oft nichts anderes, als ein Laster mehr. * Was unsere Nächsten uns oft bitter übel nehmen: Wenn wir halten, was sie versprochen haben. Wie viel Großmut und Heroismus offenbaren die Frauen, wenn es gilt, die Schwächen des starken Geschlechts zu verbergen und zu ertragen. So unbedeutend ist selten ein Mensch, daß nicht sein Wohl- oder Uebelwollen in irgendeiner Waagschale ein volles Gewicht erhielte. * Besser eine Hütte allein, als einen Palast geteilt mit einem Fremden. * Der Philister will dafür gelobt sein, daß er sich nie ein Bein gebrochen hat und ein gutes Leumundszeugnis besitzt. Rälsel-Eche Relativitätstheorie. Schnanzel studiert das komische Kapitel:„Der Mensch.“ Dor Wie erhält man sich am besten geistig arbeitsfähig? Die wichtigsten Bedingungen für geistige Arbeit.— Die Rolle der Verdauung und des Schlafes.— Geistige Nachtarbeit. Es hat im Mittelalter eine Zeit gegeben, in der Körper und Geist in schroffem Gegensatz zueinander standen— richtiger gesagt: in der da sie aus Erfahrung wissen, daß sie vor dieser Zeit ohnehin nicht einschlafen. Von ihnen zu verlangen, daß sie, um länger zu schlafen, in der Zeit zwischen Abendbrot(8 Uhr) und Frühstück nichts zu sich nehmen sollen, ist durchaus zwecklos. Solche Leute sollen ruhig um 10 Uhr abends noch etwas essen, wenn sie Appetit hierfür verspüren. Das gleiche gilt aber auch für jene, die, ohne abends ge g zu arbeiten, durch Unterhaltungen(Rundsunk, Theater, Gesellschaft und dergleichen mehr) nicht vor 12 Uhr nachts ins Bett kommen, tagsüber durch den Beruf gebunden sind und überhaupt erst abends für sich leben können. Nachtarbeit wird übrigens von Geistesarbeitern schon deshalb Silbenrätsel. Aus den Silben: ge— ar— au J01— bar— be— ber— bert— bi— bin— bu — buch— che— chi— des— e— e— e— e— e— ger— ha— ki— le— ma— man — mat— mie— met— na— nal— ni— ni— ni— nich— nord— 0— on— pa— ra — 7i— ri— rit— ro— 10— 10— 11— sche— se— son— sti— ter— ther— 11— ur —sis— ve— ze— zi, sind 20 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, und deren Endbuchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort ergeben. Die Wörter bedeuten folgendes: 1. Schlafmittel, 2. humoristischer moderner Schriftsteller, 3. österreichischer Staatsmann, 4. Baum, 5. berühmter Roman, 6. Selbstmord, 7. Mathematiker, 8. Hauptperson eines großen Prozesses, 9. Frauenbewegung, 10. Schriftsteller, 11. Stadt in Böhmen, 12. Teil des Rades, 13. türkischer Frauenname, 14. männlicher Vorname, 15. röm. Konsul, 16. Schulbuch, 17. luftleerer Raum, 18. Komponist, 19. Präsident, 20. Sprengstoff. u i W n Mhug mo“ e ncht enii dr Mh 6mibg 8 u W Wun.1 Mu bungun Eine rätselhafte Speisekarte. Was kocht diese Person? Gar. reelle Pilzerli. Resse kauft an Reis. N. Wenzel ist reich. M n : 311 00 W 2 uniczinn Der gepreilte Jumbo. diesem Verbot herein nichtig. Dice 1. Disr Körpers, und vor Helia des nstischen Truppen nach Rangun, imsbingynormaler Blutkeislaus. Die Erfülung Klima, daßz sie den Ort Golgatha nannten. dieser beiden unerläßlichen ,Forderungen ird * Schon Perikles hat den Gedanken eines Parlaments, und zwar eines allgemeinen griechischen, gehabt. Die Berliner Siegessäule steht etwas schief. ein Gegensatz zwischen ihnen künstlich geschaffen übrigens vo, 16. uuamidliche eumm und künstlich verscharft wurde. Es war die bevorzugt, weil der mein unvermeidliche Lärm Zeit der Askese, die den Körper verachtete und unseres modernen„Betriebs“ das geistige Armißhandelte. Bald aber rang sich wieder die Ueberzeugung der Antike durch, daß Gesundheit der Seele und damit geistige Arbeitsfähigkeit abhängt von der Gesundheit des Körpers. Und wer je auch nur durch einen ganz gewöhnlichen und uninteressanten Schnupfen oder durch Zahnschmerzen die Lust zur geistigen Arbeit während der„Krankheits“zeit gründlich verloren hat, wird den obigen Grundsatz begreiflich finden. Allerdings hat es immer Fälle gegeben, bei denen der Geist stark genug war, um trotz Schwäche und selbst Krankheit des Körpers Großes und Größtes zu leisten. Aber das waren Genies, und Genies sind eben nicht die Regel. Wir gewöhnlichen Menschen bedürfen, um geistig arbeiten zu können, eines gesunden allem müssen zwei BeNeger haben meist schmale Schädel. * Die Käfersammlung des Naturhistorischen Museums in Wien umfaßt zirka eine Million Stück. Ludwig XIV., der prunkliebendste Fürst aller Zeiten, verwandte auf den Bau des Versailler königsschlosses eine volle Milliarde Frank und eerbrannte hinterher alle Rechnungen. * Eine blonde oder brünette Dame trägt durchschnittlich 65 bis 80 Kilometer Haare auf dem Kopfe. gerade bei der geistigen arbeit baburch erschwert, daß sie meist sitzend erledigt wird. Also müssen wir von Zeit zu Zeit körperliche Bewegungen machen— sei es durch kurze, einfache gymnastische Uebungen, sei es, daß wir wenigstens ausstehen und im Arbeitsraum herumgehen, eventuell herumlaufen. Ersetzt man den Schreibtisch durch ein Schreibpult, an dem stehend gearbeitet wird, so ist selbst dies ein Fortschritt. Freilich ist dies nicht immer durchführbar; Plattfüße, Krampfadern, Verfettung hindern viele Geistesarbeiter an langem, ununterbrochenem Stehen. Ein zweiter großer Fehler, den gerade geistige Arbeiter oft begehen, ist die Ueberernährung, vor allem durch Fleisch und andere vom Tier stammende, stark eiweißhaltige Nahrungsmittel(Eier. Käse). Abgesehen von den sonstigen schädlichen Folgen der Ueberernährung für die Gesundheit. wird durch Vielessen der größte Teil Energie für die Verdauung beiten während des Tages außerordentlich erschwert. Nicht selten kommt es infolge geistiger Ueberarbeitung zu unliebsamen Erscheinungen: Blässe, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Wallungen zum Kopfe, Augenflimmern, Herzklopfen, Reizbarkeit und anderes. Dann heißt es, so schwer es auch oft sein mag: Ausspannen, am besten eine Zeitlang ganz aus der Umgebung heraus, sonst kann es geschehen, daß die Opfer, die zur Herstellung der Gesundheit gebracht werden müssen, nach einiger Zeit noch viel größer werden, als sie rechtzeitig nötig gewesen wären. In besonders schlimmen Fällen ist durch Ueberarbeitung selbst Geisteskrankheit ausgelöst worden. Massage, Elektrizität und Sport unterstützen und fördern die Wiederherstellung. Selbstverständlich eignet sich nicht jede Maßregel für jeden Fall; Individua= lisierung ist gerade bei der Behandlung kranker Geistesarbeiter besonders nötig. II. ∆ Lobensweichenen. Von Dr. S. Baer=Oberdorf. Alle Männer erwarten vom Weibe das Gleiche— alle Frauen vom Manne das—— Besondere. * Wo ein Ehrenmann versagt, richtet er mehr Unheil an als eine ganze Gemeinde von Lumpen und Spitzbuben. III. Wo uns das Wort verrät, ernste Tai kaum retten. kann uns die Man spricht nur vom Geheimnis des folges, des Sieges; der unterlieg, muß Karten, alle Blögen aufsecken. Der Urnengräber. Humoreske von Ludwig Waldau. Zum Donnerwetter noch mal: was war denn das wieder für ne Wirtschaft! Die Vorsaalklingel raste nun zum dritten Male Sturm! Und niemand ging öffnen: die Frau nicht, das Mädel nicht! Eine Lumperei ohnegleichen! Wo steckte denn die Bande wieder!?— Seufzend stellte sich Eduard Meißchen auf seine kurzen, aber um so dickeren Beinchen; nicht mal als wohlbestallter Rentier hatte man seine Ruhe! Nicht mal an einem Vormittag nach reichlich feuchtem Stammtischabend!— Rücksichtslos ihn so mutterseelenallein zu lassen in der Wohnung! War er denn Knecht. Magd. Vieh und alles was sein muß? Knurrend, schnaufend transportierte der Bäckermeister außer Dienst Meißchen seine zwohundertfünfundsechzig Pfund Lebendgewicht durch den Korridor. der Vorsaaltür zu.— Wer kam denn da wieder stören? Sicher wieder irgend so'n Versicherungsfritze oder’ne ähnliche Klette!— Richtig. als Eduard Metßchen die Tür öffnete, stand einer draußen mir der üblichen Mappe unterm Arm. Hochmütig schnaubte Meißchen los:„Danke sehr ich bin bereits versichert: gegen Hagel Einbruch. Unfall, Leben. Sterben und was nicht noch!" und wollte wütend die Tür zuknallen. Da hob der Mann mit der Mappe beschwörend die Hand:„Ich bin kein Versicherungsagent! Ich komme" Weiter kam er nicht, denn Meißchen höhnte kalt:„Geh'n Sie lieber! Denn ich kaufe auch keine Schuhcreme. keine Schnürsenkel! Ueberhaupt nichts! Adieu!" Wieder wollte er die Tür zuschmeißen, da gelang es dem Mappenmann im letzten Moment noch, den Fuß zwischen die Tür zu setzen. Und wie die Posaune des Jüngsten Gerichts schmetterte es in Meißchens Ohr:„Ich komme vom Finanzamt!“ Schlaff fiel die ehemalige Bäckermeister=Knackwursttatze von der Türklinke:„Waas?— Wie bitte?— Vom Finanzamt?— Was woll'n se denn? Ich hab' doch meine Steuern alle pünktlich bezahlt!“—„Darum handelt es sich jetzt nicht. Herr Meißchen, sondern um Ihre Veranlagung betreffs der neuen Steuern. die laut neuester Notverordnung heute in Kraft treien!“ Und schon drängte der Beamte sich durch den Spalt, der noch zwischen Tür und dem Massenexterieur Meißchens geblieben war Da tauchte eine letzte vage Hoffnung in des gewesenen Brotfabrikanten Denkkapsel auf: ein Schwindler! „Bitte. Ihre Legitimalion!“ fauchte er mit neuerwachendem Lebensmut Stumm griff der Mann in die Tasche und reichte dem Verdutzten einen tatsächlich echten Lichtbildausweis mit Stempel„Bitte!“ hauchte nun Meißchen geschlagen und ließ den Finanzmann ins Wohnzimmer eintreten; mühsam wankte er selber seiner Sofaecke zu, um dort sein zitterndes Gebein zu entlasten„Nein. bitte bleiben Sie stehen. Herr Meißchen; ich muß Ihnen Maß nehmen!“—„Was denn? Zu'nem Anzug?“„Nicht doch!“ lächelte der Beamte roh„Zu der neuen Steuer! Sie scheinen gar nicht zu wissen, daß die neueste Notverordnung. die heut' in Kraft iritt, eine Bauch= und eine Glatzensteuer vorsieht Die Höhe der Steuer richtet sich natürlich nach dem jeweiligen Bauchumfang und der Glatzengröße. denn beide sind ja bekanntlich das Produkt des Lebenswandels des Genußumfanges ihres Besitzers— Also bitte: zuerst mal Ihren werten Bauch Herr Meißchen!“— Und ehe sich's der nun gänzlich Verdatterte versah umschlang ein Bandmaß seinen Speckbauch und der Beamte notierte zynisch:„Hm!— ganz niedlich: hundertachtundneunzig Taillenweite!— So, nun bitte Ihre liebe Glatze!—. Nehmen Sie bitte Platz dazu! — Hm!— auch ganz nett: einundzwanzig mal siebenundzwanzig!— Danke schön Herr Meißchen. Der Steuerbescheid geht Ihnen zu.— n Mojen!“— Die Tür schnappte. Meißchen war allein auf weiter Flur.— „Himmeldonnerwetter!“ entfuhr es ihm da und wütend schlug er mit der flachen Hand— nicht auf die Schreibtisch= platte sondern auf den— molligen Rücken seiner angetrauten Alma. die neben ihm im Tunkel der Nacht in tiefstem Schlummer ruhte! Eduard Meißchen hatte nämlich— geträumt“. Das geträumt, was vor wenigen Stunden am Stamm. tisch ulkeshalber einer prophezeit: eine neue Notverordnung mit Bauch= und Glatzensteu...—„Biste denn ganz verrückt Professor Holtzmann las über griechische und römische Geschichte an einer kleinen süddeutschen Universität. Er war ein leidenschaftlicher Altertumsforscher, und seine Lieblingsbeschäftigung bestand darin, eigenhändig an solchen Stellen zu graben, wo er alte römische Funde vermutete. Bisher waren seine Bemühungen freilich ohne Resultat verlaufen, und seine Schüler amüsierten sich über die kindliche Begeisterung, mit der er immer wieder an die Arbeit ging.. 1„ Eines Tages kam ein Mann zu ihm und teilte iym mit, daß man in der Nähe zu Füßen eines Hügels alte Tonscherben gefunden hätte. Holtzmann machte sich sofort auf. begann an der bezeichneten Stelle zu graben, und diesmal waren seine Bemühungen in der Tai von Erfolg gekrönt, denn nach einiger Zeit stieß er auf eine ziemlich guterhaltene Urne, offenbar römischen Ursprungs. Man kann sich seine. Erregung denken. Er öffnete das Gefäß mit der gebotenen Sorgfalt; alte münzen und Glasperlen fielen ihm entgegen. und schließlich holte er ein mit alten, zermürbten Fäden verschnürtes Paket hervor, in dem seine Phantasie schnell ein wertvolles römisches Manuskript vermutete. Er löste die Fäden vorsichtig ab. und wie erstaunt war er, als ihm eine alte Tabakspfeife mit weißem Porzellankopf in die Hände fiel, sogar mit einer deutlich lesbaren, wenn auch verblaßten lateinischen Inschrift, die lautete: „Cajus Julius Caesar in Verehrung seinem lieben Professor Holßmann. g6„gr ans. G. Es heißt, daß sich der gute Professor auf keine Ausgrabungen wieder eingelassen hat. Hans Bethge. „Herr Hakenschwinger, ich wollte mir erlauben, die Rechnung für Ihren letzten Anzug einzukassieren!“ „Tut mir leid, ich habe augenblicklich keinen Pfennig Geld; aber ich könnte Ihnen für den Betrag Boxunterricht geben!“ „Sagen Se mal, Frau Ehrlich, Sie feiere heut' Namenstag un Ihre Mann is nit d’rbei. Wo is dä eigentlich?“ „Der tut et Namenstagsgeschenk absitze, Frau Dötsch!“ Er:„Liebling, ich habe dir die Pyjamas gekauft, die du gestern bewundert mit Bauch= und Glatzensteuer!„Biste denn ganz verrückt hast!“ zeworden Eduard?“ schnauzte emport sein sah aus dem! Sie:„Zu spät. Sie ch mal sa fr“;— sind nicht mehr modern!“ Schlafe gerissenes Eheweib.„Wenn du noch mal so spar und mit so ner Kurve vom Stammtisch kommst, da schläffte im Hühnerstall! Verstanden?""— Doch trotz dieser ehelichen„Abreibung“ wälzte sich Eduard Meißchen erlöst lächelnd, auf die andere Seite: Gott sei Dank! Alles nur ein Traum!—„Hrrrrch! Hrrrrch!“ Humoreske von J. Adams. „Hör' mal, Theo, wir bekommen Besuch!“ Mit diesem Ruf öffnete Tante Margrei die Tür zum Wohnzimmer. Ihr Neffe. dem sie den Haushali führte, hob hastig den Kopf. „Besuch? Und das ausgerechnet mitten in der Ernte? — was will denn der Besuch hier?" „Je nun, was Besuch aus der Stadt meistens auf dem Lande will— sich erholen!“ meinte die Tante.„Uebrigens haß du noch gar nicht gefragt, wer es kstönntt,###.#, mar „Na, wer wird es schon sein!“ inurrie der Resse wenig liebenswürdtg.„.. Mav:. hi. F.chim meiner Stmast. „Es ist meine Nichte Nelli, die Tochter meiner Schwester Elisabeth! Also deine Kusine..“ „Kenn' ich nicht!“ stellte Theo gleichgültig fest.„Ist es die, die studiert?" Die Tante nickte.—„Auch das noch!“ stöhnte Theo.„Vermutlich so eine, die nichts Gescheites weiß und darum alles besser wissen will!“ Man sieht. Theo war nicht gerade gut auf studierende junge Damen zu sprechen. Wie er denn überhaupt in bezug auf das weibliche Geschlecht noch recht wenig Erfahrung hatte. Die Tanie aber erinnerte:„Vergiß nicht, Theo, morgen früh um zehn Uhr den Wagen an die Station zu schicken. Oder willst du sie vielleicht selbst abholen?“ „Ich— die Nelli abholen? Dazu habe ich wirklich keine Zeit— und Lust!“ setzte er ein wenig spöttisch hinzu„Die kommt für mich noch früh genug!“ * Aus dem Abteil des Zuges beugte sich ein blonder Maochenkopf. Ach nein, wie eine Gelehrte sah die Nelli nicht aus. Eher wie ein hübsches junges Ding, das glücklich ist, einmal hinaus in Gottes herrliche Natur zu kommen Wie schön war aber auch die Erde, über der der köstliche Duft herbstlicher Reife lag! Tief atmete Nelli die würzige Luft ein. Oh. wie sie sich auf GroßSchlitchenbach freute! E..„. Heeimmistenggrt Jetzt hielt der Zug an ihrer Station: mienwiesenoorf! Hastig raffte das junge Mädchen ihr Gepäck zusammen. Suchend blickte sie sich um Mutter hatte sie doch angemeldet. Kam denn niemand sie abzuholen? Vielleicht ein Fuhrwerk? Doch auch von dem keine Spur Da ließ Nelli ihr Gepäck am Bahnhof und schritt in den strahlenden Herbstmorgen. Richtung Groß=Schlitchenbach Ein Fußpfad sollte den einstündigen Weg erheblich abkürzen. Mit Wegen ist das aber eine merkwürdige Sache. Natürlich führen sie an ein Ziel. Ob aber an das rechte? Darüber stiegen in Nelli allerhand Zweifel auf. Suchend blickte sich Nelli um Ob denn niemand in der Nähe, den man fragen konnte? Richtig, da stand ja ein junger Bauer mitten im Felde.„.„„„ „Heda Sie!“ rief ihn Neut an. er blickte zwar auf machte aber keine Anstalten. näherzukommen. Da lief das junge Mädchen auf ihn zu:„Bitte, können Sie mir nicht sagen, wie ich hier nach Groß=Schlittchenbach komme? Ich habe mich anscheinend verlaufen!“„„„ 946 G##. Der junge Mann sah Neui entgeistert an:„Nach GroßSchlitchenbach'“.... Scfischanbarchle 6eh. „Ja. natürlich nach Groß=Schlitichenbachl verräftigte Nelli, erstaunt über soviel Begriffsstutzigkeit.„Ich will zu Walters auf Groß=Schlittchenbach!“ „Aber dann sind Sie wohl gar?!“, und plötzlich begann der unbegreifliche junge Mann sich mit der Faust auf die Stirn zu schlagen. als wollte er einen vergessenen Gedanken da hineinbämmern. 91 M Jetzt wurde es Nelli zu bunt. Nein, waren die Leute wirklich komisch hier in der Gegend! „Was meinen Sie eigentlich— was soll ich sein?" forschte sie ärgerlich. Da platzte ihr Gegenüber heraus:„Aber Sie sind doch— aber du bist doch— aber ich bin doch dein Vetter. der Theo!" „Also das ist der Vetter Theo!“ lachte Relli, und dann schüttelten sie sich die Hände und wanderten zusammen nach dem Gutshof, wo die Tante schon händeringend wartete. * Es soll zuweilen vorkommen, daß junge Damen ihr Studium unterbrechen oder gar etwas ganz anderes studieren. Jedenfalls wandte sich Nelli mit Erfolg der Landwirtschaft zu. Ein angenehmes Studium, denn es begann mit einem Kuß und endete mit dem allerschönsten Frauenstudium— der Ehe! Fatal. du, „Warum weinst kleiner Mann?“ „Ich will mein Käsebrot wiederhaben!“ „Wo ist es denn?“ „Sie sitzen drauf!“ Naheliegend. Paulchen Gnoserich aus Chemnitz ist bei der Großmutter auf dem Lande zu Besuch. 9—4 K. E.1 Die Großmutter geht mit Paulchen ourch die Felowege. Ueber ein großes Feld fährt ein Mann mit einer Walze. Paulchen fragt die Großmutter: „Großmudder, was is'n das für'n Feld?“ „En Gardoffelfeld!“ antwortet Großmutter. „Un der Mann mid der Walze machd wohl Gwedsch gardoffeln?" wgr. Immer derselbe. „Mir war doch eben so.] Professor:„Froh als wenn jemand klopfte!“ will ich sein, wenn meine Frau wieder da ist!“ An! „Sagen Sie mal, Schmidt, Ihre Verkäuferin hat so einen ironischen Zug um den Mund?“ klar— wir verkaufen ja auch zu Spottpreisen!"