113 Allgemeine Chronik der Königlich Preußischen Provinz Rheinland=Westfalen. Die nicht bezeichneten Artikel sind entlehnt und die mitt bezeichneten von geneigten Correspondenten eingesandt worden. I. Chronik des Königlichen Hauses und der mediatisirten Fürstenhäuser Rheinlandwestfalens. Se. Königl. Hoheit der Prinz General=Gouverneur zu Köln haben am 22. März auf dem neuen äußerst prachtvollen Dampfschiffe##Prinzeß Mariannes eine Lustfahrt gemacht., wobei alle Schiffe flaggten. II. Personal=Chronik. Ehrenbezeugungen, Standeserhebungen 2c. Dem Landgerichtsrathe und zeitigen KammerPräsidenten Herrn Franz Anton Peter Begasse zu Köln ist der Rothe Adler=Orden III. Klasse verliehen. Anstellungen und Beförderungen. a) Bei den Herrn Beamten, Geistlichen, Lehrern 2c. Der bish. Geh. Reg. Rath und Justiziarius Kloß in Minden ist daselbst zum Oberregierungsrath und Dirigenten der Reg. Abtheilung des Innern ernannt. Der bisher zu Naumburg angestellt gewesene O9G. Assessor Schepers ist zum Rath bei dem OlGericht in Paderborn ernannt. Der praktische Arzt Dr. Koppell aus Münster hat sich zu Gütersloh und ebendaselbst auch der zu Halle wohnende Arzt, Wundarzt und Accoucheur Dr. Tegeler etablirt. Der Schulkandidat Vogt zu Petershagen erhielt provisorisch die Schulstelle zu Lashorst, Kreis Rahden. Dem Postmeister Gericke zu Emmerich ist der Postdirector=Titel verliehen worden. Der Domainen=Rentmeister Geisberg zu Münster ist zum Domainen=Rath ernannt. Ebenso ist der Domainen=Rentmeister Vogt zu Lippstadt zum Domainen=Rath erhoben. Beiblätter 1831. Nro. 6. Der ev. Pfarrer Bast zu Pleizenhausen ist nach Dasden, Kr. Altenkirchen, versetzt. Der ev. Kandidat Lasinsky ist zum zweiten Pfarrer zu Bacharach ernannt. Der Justiz=Comm. zur Nedden zu Schwelm ist in gleicher Eigenschaft nach Dortmund versetzt. Dem Kandidaten der Pharmacie Arnold Henk ist die Concession zur Fortführung der ihm von seiner Mutter übertragenen Apotheke in der Stadt Gladbach ertheilt. Die Lehrstelle an der Bezirksschule zu Garsbagen ist den an der Schule zu Herbringhausen bisher provisorisch angestellten Lehrer Friedr. Sauer vorläufig auf zwei Jahre übertragen. Der an der evangel. Elementarschule zu Obermeiderich provisorisch fungirende Schulkandidat Joh. Otterbeck aus Hamborn ist definitiv zum Lehrer daselbst ernannt worden. Der an der kathol. Elementarschule zu Keppeln bisher provisorisch fungirende Mathias Joh. Fugmann ist definitiv zum Lehrer an dieser Schulanstalt ernannt. Der bish. Pfarrer zu Grüiten, Albert Kohl, ist von der evangel.=reform. Gemeinde zu Elberfeld zum 4ten Prediger erwählt worden. Der praktische Arzt Dr. Mathias Zartmann zu Rheydt hat die Approbation als praktischer Geburtshelfer erhalten. " Der Schullehrer Schaaf zu Bernbeck, Diöcese Herford, ist in gleicher Eigenschaft zu Mehnen, Kreises und Didcese Rahden, angestellt.— Bei den Versetzungen gewinnt die Wittwenkasse für Schullehrer jetzt bedeutend, da 1/6 der Verbesserung in jene Kasse fließt.(1.) b) Veränderungen im Militair. v. Zaytzeck, Sec. Lieutn. vom 17. Inf. Regiment zu Düsseldorf, scheidet aus. Risse, Sec. Lieutn. vom 4ten Kuirassier=Regiment zu Neuhaus, desgleichen als Prem. Lientn. mit der Armeeuniform. v. Eller=Eberstein, Oberstlieutnant vom 1. Bataillon 15. Landw. Regiments zu Minden, mit der Regimentsuniform ohne active Dienstzeichen und Pension verabschiedet. von Münstermann, Langen, Giese, Un17 1114 terofftziere vom 1: Bataillon 13: Landw. Regiments zu. Münster. Bols, Piaste, Redicker, Unteroffiziere vom 3. Bataillon 13. Landw.=Regiments- zu. Warendorf. von Kettler, Wehrmann von demselben, diesen bei der Kavallerie, zu Sec. Lieutnants. Johanning Wehrmann, vom 3. Bataillon 15. Landw. Regiments zu. Bielefeld, zum Sec. Lientnant. Schroeder, Goecke, Plock, Westermann, Unteroffiziere vom 1. Bataillon 17. Landwe Regiments., zu Wesel. Kehl, Freiwilliger von demselben, zu. Sec. Lieutnants. Wahlen, wahlfähige Personen. Es wird als ein Zeichen fortschreitender Aufklärung gerühmt, daß die rerormirte Gemeinde zu Solingen am 24. März den evang. Prediger Herrn Krebs zu. Gladbach mit großer Stimmenmehrheit zu ihrem. Pfarrer erwählt hat. Nur 10 Repräsentanten stimmten in einem andern- Sinne! Vi a. k a. n. z# e n. Zu Rönsahl ist eine zweite Lehrstelle offen. Nekrologe., Todesfälle. r Zu Hannover, starb am 4. März der Buchhändler Heinr. Wilh. Hahn senior, Begründer der berühmten Hahn'schen Hofbuchhandlung, im 71. Lebensjahre. Er begann seine buchhändlerische Lauf bahn in seinem Geburtsorte Lemgo in der Helwingschen Buchhandlung unter fast strengen. Verhältnissen, und eignete sich in derselben die verschiedenen Geschäftsbranchen in seiner engern und weitern Bedeutung in musterhafter. Weise an. Späterhin ward er in die Helwing'sche Buchhandlung. zu Hannover versetzt, wo er sich ein so. allgemeines Zutrauen= erwarb, daß es demselben, in Gemeinschaft mit seinem schon im Jahr 1818 verstorbenen edlen Bruder Bernhard Hahnz dadurch leicht ward, ein selbständiges Geschäft durch Ankauf der. bedeutungslos gewordenen Ritscherschen Buchhandlung zu beginnen... Die Thaerschen landwirthschaftlichen Schriften-, Westrumbs Apothekerkunst 2c. trugensderzeit insbesondre zum raschen Aufschwung der Hahnschen Buchhandlung bei. Des Verstorbenen- praktischer- klug. überlegender Sinn; worin ihm- sein wenngleich ebenson thätiger wackerer Bruder bei weitem nachstand, führte späterhin zu vielen glücklichen. Unternehmungen, deren speciellen. Anführung der Raum nicht gestattet... Deutschland raumt ihm unter den Buchhändlern, welche sich um die Beförderung nützlicher und wissenschaftlicher: Literatur wahrhaft verdient gemacht haben, einen vollen Ehrenplatz= einn. Aber auch als Mensch macht sein ganzer Lebenswandel frei von Eigenliebe und mit unermüdeter Thätigkeit bezeichnet, den vollsten Anspruch auf die Bürgerkrone. Seiner nähern Umgebung war er allzeit erattpelig rarhender und helfeinder Freund, und den Armen ein- stiller frommer. Wohlthäker. Nicht minder verdient der Buchhändler Hahn sen. als Gatte und Familienvater den Ehrenpreis eines ###wurdige Mannes.: Sanfte Ruhe seiner 41658„ 87 „###n 25. Feor, starb zu Coblenz der Königl. Konsistorial=Raty, Ritter des Rothen Adlerordens dritter Klasse, Johann. Conrad Nebe, in einem. Alter von 68 Jahren an Entkräftung. Der. Verstorbene war zu Cleve geboren, studierte auf den Universitäten zu Halle und Göttingen Theologie, wurde im Jahre 1785 als Pfarrer nach DinslackenBez. Düsseldorf berufen und später zum geistlichen Inspektor ernannt. Zwei und dreißigJahre war er seiner Gemeine ein liebevoller Seelsorger und für immer würde er mit ihr vereinigt gebliebenssein; wenn seine wankende Gesundheit ihm langer gestattet hätte, die pfarramtlichen Verpflichtungen mit dem gewohnten Eifer zu erfüllen. Er nahm daher im Jahre 1818- die Stelle des evang. Konsistorialraths in der Kön: Regierung zu Minden an. Seine Gemeine sah mit Wehmuth ihn scheiden und noch jetzt bewahrt sie ihm ein dankbares Andenken:. In seinem neuen höhern Verhältnisse entwickelte er ausgezeichnete Kräfte. Eine tiefe Gelehrsamkeit in der Theologie und den mit ihr verwandten Wissenschaften, die sorgsamste Behandlung aller seinen treuen Händen anvertrauten: „ en Angelegenheiten und die Milde seines Charakters erwarben ihm bald die ungetheilte Achde. Behörden und der gesammten Westphälischen Geistlichkeit: Seine ausgezeichneten Leistungenbewirkten im Jahre 1825 seine Ernennung zum Mitgliede des Königl. Rheinischen Consistorit und er Königl. Regierung zu Koblenz. In beiden Verhältnissenentsprach er ganz den großen Erwartungen, welche der ihm vorangegangene Ruf erregt hatte.: Als Geschäftsmann sehr glücklich in der Bearbeitung der schwierigsten Angelegenheiten; war er zugleich durch seine ausgebreiteten Kenntnisse und Zeine achtchristlichen Tugenden ein Vorbild der evangel. Geistlichkeit. Unermüdlich im Wirkennfür das. Gute, war er noch thätig, als schon der Tod ihm nahete. Mit der Ruhe, welche der Rückblick auf sein Leben; und mit der Freudigkeit, welche Religion iym gewährte, ging er in die bessere Der Vorstand der Auflage sKonkordias zu Elberfeld hat einem seiner Mitglieder, dem. Herrn Joh. O'srath, einen rührenden Nekrolog gesetzt, ohne anzugeben; an welchem Tage derselbe in die r Gefilde der Ewigkeits übergetreten ist. b. Zu. Köln starb am 12: März Arn. Schmits im 67: Lebensjahre, nachdem er sein Leben in rechte schaffener Thätigkeit würdig verlebt: Zu Gummersbach stard am 22: März der Thierarzt Joh.Becker, alt 42. Zu= Brenschede verschied am 25. Februar der Hauptmann v. Berneck, im 65. Jahre. Am 4. März starb zu Bielefeld Carl von Laer, in uim ce März entschlumnmerte zu einem bessern und ruhigern Leben der allgemein geachtetereg. BaZu Eiberfeid sftarb am 42. März=Nachts August Zu Mänster starh am 20. Febr. der Regierungser um 12. März starb zu Schwelm Theodor=Roet, im 72. Lebensjahre. III. Chronik des öffentlichen und geselligen Volkslebens. Landständische=und Kreis=Angelegenheiten. Des Königs Majestät haben Sr. Erc. dem Hrn. Oberpräsidenten von Ingersleben m... höchster Kabinetsorder vom 24. Febr. die revidi Sädteordnung zustellen lassen, um die rheinschen Stände darüber zu verneymen. H5,Fpfgg, halb Letztere auf den 18. April in Dust einberufen worden. National=Angelegenheiten. Mit Freude nimmt man am Niederrhein jetzt überall die unzweideutigste Anhänglichkeit an die vareräindische Preoierung, u., Entwickelung der bestedenVertrauen dur, Lutzigern, Genh. Icinens neten den Ordnung ist vorherichend.„gznberge, weiche eschesheieee. e ren Kapitalwerth bekanntlich nur durch die TrenSscicsheneca esle lschechhehe Pitalwerth, gewachseng sind im Laufe des Winters der Fabe, und sie bat fast eben so starkes SteiBevökerung veranlaßt, denn überall, wo Es Gelegenheit zu Arbeit und Verdienst giebt, nedett der Mensch sich gern an. ** Von Hrn. C. Simons in Barmen ist anfangs Hon vrn.., der Landwehrmänner in den orgs em, zutgsite gutgeganzen, bestebend aus 12 Verbeinprovingene. i,; Heil dir im Siegerkranz. ie ium vont gelaitz Eeingang, and mesße Kraft mit seinem fromm: zi, ist darin anzutreffenz wenn sehgaschaste Wbie Khaschelsch ereic eh im Fall der Noth wieder zu Körner's Leyer und Schwert greifen müssen! „ n g a er f*e Im Fohrnar d. J. beging der kath. Schullehrer Rathaever zu Hetterscheid, Bürgermeisterei Velhart sein 50jähriges Dienstjubiläum, woran eine große Jahl Lehrer beider Confessionen Theil nahmen. Relabumngern, Pramien 2c. Auf die Entdecker der Thäter, welche am 8. Bsseldorfer in gexrovs.; Zeuckenberhör mit allen as scschece. sie ge e cit he den eichen die Peinier, zifgz. eipie lohägr urs 5 Thlr. wohlvervienterweise erhalten haben. Oeffentliche Fehden, Unsitten, Rügen, Mißbräuche 2c. steind; Abensenach 8 ühr uo bomwe,„ Pauder gebeten, nach Aegidik.= Thor durch Ersparniß der aue e.,..nzrm peranlaste bis 20 jungen lustigen Münserrnn., gez galschen worden, denn wer die Bete für hei gieeftangze, So moge Vo.,. des Herrn den Verstand eines Jerz., wigl und mus, binfor so erleuchten, Jaswpernigstens eiwas Vertauche dur Weig in Freund der Wahrheit. Eia voarteiloser Einmahner Eiberfebee bat guch .., was Licht gibt in der zur Oeffentcrwas ausgesagt, was Eicht Aot,.6, gen wider die lichkeit gekommenen Säche Fr. v. Tcy 116 Ehefrau Jac. Siebel. Soviel wenigstens: Herr Siebel hat dem v. d. Leyen Straßenpflastergeld vorgeschossen, welches Letzterer nicht zurückerstattet hat. Wie es denn gewöhnlich geht, wenn die Frauen in ihrer ungebuld das Anmahnen übernehmen, da führt ein Wort zum andern bis es— Injurien absetzt Es ist doch der Klugheit angemessen, in manchen Fällen nicht so voreilig öffentlich zu sprechen, denn beide Theile büßen dadurch leicht an ihrer Ehre. Des Fürsten v. Kaunitz und Rietberg Durchlaucht, gegenwärtig zu Paris, hat in dem fr. Blatte les Temps einen Brief einrücken lassen, um das Publikum über die Gründe seiner fortdauernden Festhaltung in dem Schuldgefängniß zu St. Pelagie zu unterrichten. Sind denn keine helfenden Freunde des deutschen Rittersmannes da? b. Der Canzleidiener Erdmann zu Hamm er klärt seine Frau öffentlich für eine Verschwenderin O Jemine! Dülkeniana, Fastnachtslustbarkeiten. F Zu Düsseldorf ist das altdeutsche Faschingsfest durch einen schönen und zahlreichen Umzug, der eines sehr guten Wetters sich zu erfreuen hatte, auch dieses Jahr gefeiert worden. Unter den Darstellungen zeichnete sich der große Wagen, ein weites Zelt Prinz Eugen'scher Dragoner enthaltend, besonders aus. Bei Ankunft des Zuges vor dem prinzlichen Palais daselbst begab sich des Zeltes Kellermeister in das Schloß und überreichte Sr. K. H. dem Prinzen Friedrich von Preußen eine niedliche Schüssel leckerer Sachen aus der Garküche des Prinzen Eugen, welches volksthümliche Benehmen Se. K. H. mit Ihrem Beifalle zu beehren geruhten; die Speisen kamen Abends auf die fürstliche Tafel.—1— Sehenswürdigkeiten. *F Ein Professor Appel aus Hessen=Kassel giebt zu Unna verschiedene Vorstellungen aus der unterhaltenden Physik und Magie. Statistische Nachrichten. Im Kreise Hamm, die Städte Camen und Unna mit ihren Landgemeinden und Bürgermeistereien Rhynern, Pelkum und Fröndenberg mit eingeschlossen, sind im Jahr 1830 geboren 1147, und gestorben 1170... Auf 15 Geburten fiel 1 uneheliches Kind; bei den Juden 1 auf 7... Gegen das Jahr 1829 sind 58 Geburten weniger vorgekommen. Die Population ist also in diesem Kreise im Abnehmen. Im Monat Dezbr. v. J. wurden im Reg. Bez. Düsseldorf geboren 1855 Individuen, es starben 1355, mithin 500 Köpfe Zuwachs, wogegen im Dezember 1829 der Zumachs nur 470 betrug. Im ganzen Jahre 1830 nahm die Bevölkerung um 2339 Individuen zu, wogegen dieselbe Ende des Jahrs 1829 sich auf 7380 belief... Eine Israelitin zu Wickrath wurde 91 Jahr alt. Sieben Menschen starben eines unnatürlichen Todes, ein Selbstmord ram nicht vor... Im ganzen Jahre 1830 kamen 187 Individuen gewaltsam um, worunter 43 Selbstmörder. IV. Chronik der Ereignisse. Volksbewegungen, Kriegsvorfälle 2c. Durch Köln ziehen seit einigen Monaten fast täglich kleine Transporte von 8; 12, 16 Mann Schweizer=Soldaten nach Holland, um an dem Kriege gegen Belgien Theil zu nehmen; falls sich Letzteres den Bestimmungen der hohen Mächte nicht fügen sollte. Unglücksfälle und Handlungen der Vorsichtslosigkeit. * Ein siebenjähriges Mädchen, das Kind eines Landmannes nahe bei Unna, war andern Dorfkindern, welche draußen mit Viehhüten beschäftigt waren, nach dem Felde gefolgt, und stellte sich hier an das der Kälte wegen angemachte Feuer, kam aber demselben so nahe, daß die Kleidungsstücke in Feuer geriethen. Das klägliche Geschrei des brennenden Kindes trieb die andern hülfeschreiend ins nahe Dorf; doch als diese Hülfe kam, fanden die trostlosen Eltern ihr Kind bereits von den Flammen verzehrt als einen Aschenhaufen. Möchten doch Landleute ihre Kinder besser unter Aufsicht nehmen, und den Kindern das Viehhüten ausdrücklich unter" sagt sein!— + Am 12. Febr. kehrte der Renteidiener Menz Abends von einem Geschäftsgange nach Unna zurück; die eingetretene Dunkelheit vermochte es, alt und steif wie er bereits war, daß er in einen tief ausgeflossenen steinigen Hohlweg fiel und liegen bleiben mußte. Erst gegen 11 Uhr wurden drei aus der Stadt Zurückkehrende, zwei Bauernsöhne und ein Fremder, durch das Jammern des Verunglückten herbeigeführt, welche derselbe sodann ersuchte, für ihn die Hülfe seiner Familie in der Stadt nachzusuchen; allein, sich entschuldigend, noch nach Menden zu müssen und daher keine Zeit zu haben, wollten sich diese anfänglich entfernen. Erst als sich der Unglückliche zur Bezahlung anheischig gemacht, und auf den geforderten halben Thaler bereits 10 Silbergroschen gezahlt hatte, mit dem Versprechen, den Rest in der Stadt abzutragen, unterzogen sich die Hartherzigen dem Werke der christlichen Liebe, und zeigten der Frau des Unglücklichen an, daß ihr Mann schon seit 6 Uhr draußen läge und sich nicht helfen könne. Zwar wurden sie durch den Jammer der Frau bewogen, ihr das geforderte und erhaltene Geld wieder zurückzugeben, da aber die Vermuthung Platz greift, daß die Bauernsöhne bloß nach der Stadt gewesen, um dem Maskenballe des Abends zuzusehen, folglich auf ihrem Wege den Unglücklichen schon früher bemerkt und hartherzig an ihm vorübergegangen sein 117 musten, Io VoPbeigatfeiktet wporden sein. Der unGung gegen bie eingot, u, A4ten Morgens, in üctich, wdere, s zungrn Kopfberlezung und gebesbten Blacperlustes, so wie der spoiten Hülse, feidorf vermist. V.„., Aulan gefunden, neber die Seosaursche beriche uch aiz. SehzeZigeithaerf nen Düsseltash, abschpernune zuitteiten geposen, hätte loslasen wollen. Er hinterläßt eine Frau mit Kindern. Verbrecherische Handlungen. sceschch Beleiske Ascelch Erbschaft zu theilen. Bei dieser 2.:, ungehentende serzöhpfe, u.; a, ewdern(iu zinem Beutel zu sich Summe Geldes au, dte er v. J. Le, Stadt zurücksteckt. Als er Nachmittags nach der Stu##### ehren Vil, bereodet, isig der Ee he igeg zui erge, weit es kut und uezeeua denn auch bereden fäst. en, wosu der 9o ziez Hauseg gags ihn an, mit a Marg, ichalhese atsch. Sstähahtsche Gndor, Peieo.—„ads, Bezschzesegse berähet ch A. der Ver Ho.eiutircher'e ien Rasighelete s Schwogere Doch gergährt wird. Veim Anbruch Die äs hen Siadion, ie, Ri eher Lestere auc Busedorf heingekichr, I3ezaer Sier der inoerstreiche nach bis an ve.,, Mit Lagesanbruch ichtene, Sad gaufe eit nich Düssidoerfz trit in des macht er sch auf, v..ugt verwundert: wies ist Zäpfers Wohnung und fragt verwungrr.: gutend ig mein Schwager. Boch Hitchr. üter, mit dem Gelde von E oöne ein M z. Eime schreckliche Ahnung durchuns weggegangen.— Gi. Le, Augenblick tritt der Sückt di. Svon„„de, seinen Schwager, schickt heim16 dur Votyzsiz,g Permansten ir— Versafe uetLiebe zum Gelde bringt, östers schnell Seltsames bervor. L.ichter Wagner zu. Dem venstonirten, zuh am 8. Ceor. 105 Thlr. Speuse, C. 5. br Gourant, 1 Krennitzer Dukaten, in Gobe, 94 Thr., Cont,,, 2 Aiberne Huldigungswandt worden. Nu.3 dau Kirche zu Everswinkel, R. Bez. Bi Ber: Aurteu; be.,., uien ghere Alo, 2 onrtgoide Sildersenise uld ene grise silberne Mate im Veorugg erizr zu Mälheilm a. b. und andre Manufakurwaten in der Nacht von 4. zum 5. Fehr. gestohlen. Naturereignisse. ele P esches feicheliez e dle de er gen ist der Ueberlauf durchbrochen, IV 15.ge. gaeg. kbonsche Deich bei 85th,„Tgdtzhnmier, D Sese, 9r35 Kekerdom,„Milingen, Riel, Binzu. tr.i.4 von der Mehr uverschwemmt sind. Dasselbe.I. J, g ganzen Cranenburzschen Begrnager, Di, gussicht auf eise gute Erte, ikr, Jaduch leider in besger GrP am 28. Februar aver die ganze Stadt in Allarm. V. Geschäfts=Chronik. Gemeinnütige Anstalten, Assekgranzen. Wiederum ein schönes Institut. Die Hande esch es e ae e schce eschstesc den Hrn. Heinrich Kamp zu. ihrem Vorsitz wählt.— Zu ordentlichen Mitgliedern dieser Han belskammer und deren Stellvertretern, sud Hetzige as de, Poaern elithseseris elie ie chiche Weitrghder, Oiez her Zuauste gu nger. Sohe dope Peter vom Kath, Johann von Carnap, Joh=„# Shier-Rackmuhl, Wilh. Blank sen., Ludwi, 6., 5/ 16, und die Johann Keetmann von, H/g. Osterroth, Abraon Pitseihe giegz, Foiche Sschtshsche Alsth sehzäete shsce e selhvertepter: Heigtr Feidm ann= Sie ons, Jelhe BlazbeF, Gasta gr Säheh af Wise Meckel, Peter Konr. Peil, — und die Herren Karl Ludwig von Eiberfeld, v. 4, Wslth. Wilkhaus, Bredt, Abraoham, Ifeb e egggr Waper 9 Frieh, Wilbz. Beschenmacher,„Peter Kampen 118 Die Central=Wohlthätigkeits=Anstalt zu Elfortwahrend rühmlich thätig, arbeieslosen Menschen nach Kräften Beschäftigung zu geben. Fromme Stiftungen, Vermächtnisse. #r55 hnes Gnadengeschenk. Des KöSg habt geruht ein Gnadengeschenk von 3000 Thaler zur Wiederherstellung des größtentheils Seerennten Dors Hohenwepel, Kr. Warurg, ###er Kanonikus Mertens zu Paderborn vera chte der Pfarre zu Scherseve, R. Bez. Minden, Ein Ungenannter schenkte dem Pfarrfond zu Eisen, desselben R. Bez., 20 Thir.9 80 W#e n#ne, hat der kath. Kirche zu Rath, Reg. B. Düsseldorf, 230 Thlr. legirt. Der Leinweber Hores zu Kempen, desselben R. Bez., hat sein Vermögen von 692 Thlr. der dortigen Industrie=Anstalt abgetreten. Milde Wohlthaten, Beisteuern, Kollekten. Das schöne Beispiel, was unser edler und geliebter König von oben herab durch Wohlthätigkeitsbezeugungen aller Art gibt, wirkt auch fruchtbar auf Einzelne und ganze Vereine in nachahmungswerther Weise. Im Kreise Bonn hat sich die Gewerkschaft Bleibtreu auf den Alaunwerken zu Pützchen durch eine vaterliche Sorge für das Wohl ihrer Knappschaft während dieses Winters verdient gemacht zählt nebst Weibern und Kindern 550 Köpfe und hat von der Gewerkschaft, ungeachter der ungünstigen Konjuncturen für den Absatz des Alauns, den vollen Verdienst während des Winters zugesichert erhalten. Als Armenspenden gingen zu Elberfeld am 7. März ein: 2 Thlr. wegen geschlichteten Streits und 50 Thlr. von einem wackern Manne als eine ihm gebührende Entschädigung. Gerrlichtsfachenn. Vor den Assisen zu Köln schwebt jetzt der neulich erwahnte Kriminalfall, zufolge desselben jetzt der dortige Bäckermeister— Wilhelm Grein ist sein Name!— angeklagt ist: vein von seiner jetzigen zweiten Ehefrau mitgebrachtes Kind von 4 Jahren, Namens Georg Neuhaus, am 5. Jan. d. J. mit Vorbedacht getödtet und sodann in seinem Backofen verbrannt zu haben. Am 16. März ward mit Verlesung des Anklageakts und der artikulirten Vernehmung des Angeklagten zugebracht. Der Angeklagte, blaß, bestürzt und von abschreckender signomie, will jedoch die absichtliche Tödtung des unglücklichen schönen Knaben nicht an sich kommen lassen, sondern behaupter, mit einem gefüllten Mehlack von der Treppe aus auf das Kind gefallen zu ein, so daß in Folge dieses Falles das Kind sein Genick gebrochen hade.. Verschiedene wäyrend der Verhandlung von dem Hrn Präsidenten und dem even gerichtere Fragen, wermochte derselte err d. zno zu lösen, erschöpfte sich vielmehr in Ausflüchten, die das Gepräge der Erdichtung und Lüge an der Stirne trugen. Am Nachmittage wurde zu der Vernehmung der Zeugen geschritten und am folgenden Tag damit fortgefahren. Aus den Aussagen der Zeugen stellten sich die dringendsten Verdachtsgründe heraus. Da nebstdem einige der am 17ten abgehörten Zeugen die Behauptung des Fallens auf der Treppe mit dem Mehlsacke rücksichtde innern Lokalität als unwahrscheinlich dargestellt hatten, jedoch der Angeklagte selbst bei seiner deßfallsigen Angabe hartnäckig bestand, so verprenzge der sisenhof de; Augenschein auf Ort und i ctuc. D#s Gerichtspirsonal, die Geschwornen verch sofort gegen Mittag nach dem Wohnhause des Angeklagten, als dem Orte des vorgefallenen Verbrechens, wohin auch der Angeklagte unter starSoleegsce n. se rach, wurdt. Die mitströmende Volksmasse war unermeßlich. Das Publikum ist auf den Ausgang dieser Prozedur, die das scheußlichste Verbrechen zum Gegenstande hat, sehr gespannt. Land= und Stadtgericht zu Soclt erannt, daß die wegen Verdachts begangenen Untersuchung gezogenen Gebrüder unterofficier Andreas und Todtengräber Heinrich Sommer daselbst durchaus schuldlos sind, da die wirklichen Thäter entdeckt und die That eingestanden. Der Handelsmann Sam. Isaak zu Brackel hat eizeleiger, she mit Bela Bann aus Erpitte die Gutergemeinschaft ausgeschlossen. M.i 1 ####er rheinische Oberpräsident Hr. Staatsminister Ingersleven Exc. hat angezeigt, daß die Landwehr: Artillerie=Uebungen für Köln und Koblenz vom 8. uus 21. Mai., und für Jülich und T.r: wen t at bis 6 J.g##t haben sollen, Nb. #####keine andre Verhältnisse eintreeilgriet ig don aem 1.: Iun. Regiment und der ArSuerte in den Niederungen und der Gegend von Cleve gelegen, hat diese wegen der Ueberschwemmung verlassen und ist nach Cleve gezogen. # tul., Saartouis, an der äußersten preuß. Grenze gelegen, ist in völligen Belagerungsane sr 8t3#ll, Baume und Gebäulichkeiten außer..#####re bis auf die vorgeschriebene Entfer„ u e n d w e g g e n o m m e n u n d d e r T e r r a i n g e e b n e t Lotteri=esachen. Es ist der Wunsch geäußert worden, daß die Provinz Rheinlandwestfalen eine besondre LandesLotterie erhalten mögte, damit das baare Geld nicht fortwandere.— Möge, wrnn eine solche wirklich zu Stande kemmen sollre, dabei mehr im Sinn des allgemeinen Intéresses verfahren werden. Kein zu 119 großer Gewinn, wenig Nieten, mäßige Einsätze, nur5 Prozent an die Verwaltung, und 5 andre Prozente für gemeinnützige vaterländische Zwecke 2c.(10) Postsachen und DampfschiffahrtsAngelegenheiten. Zwischen Rheidt und Düsseldorf beginnt mit dem 1. April. eine Personenpost über Gladbach und Neuß, welche 8 Personen faßt und von Rheidt Sonntag, Dienstag und Freitag 5 Uhr Morgens abfährt und nur 5½ Stunde unterwegs-bleibt. Von Düsseldorf fährt sie an den drei folgenden Tagen Morgens 10 Uhr av.... Dagegen ist die bisherige 2spännige Fahrpost aufgehoben. Seit den 11. März fahren die Dampfschiffe =Friedrich=Wilhelma und Moncordias wieder auf den Mittelrhein.. In diesen Tagen wird auch die Ankunft des von der Dampfschiffahrts=Gesellschaft in Holland angekauften Schiffes=Prinzessin Marianes-zu Köln erwartet. Literarische, bibliopolische und antiquarische Notizen. In Barmen ist erschienen: Die Quäker im Wupperthale, Gespräch zwischen dem Herbergs=Vater Treumund= und dem Schuster=Gesellen Petrowitschs.— Will unser Herr Ref. nicht sagen wasGenießbares an dem Schrifichen?: Handels= und Industrienachrichten Carl Neubauer zu Elberfeld hat sich zum Auctionator für solche Möbeln u. dgl. aufgeworfen, welche von schamhaften Familien aus Noth verkauft werden müssen.„Da sich(so äußert sich derselbe) auf alle und jede Gebühren-dabei verzichder so glaube ich auch die Bitte aussprechen zu dürfenz, daß viele Käufer sicht mit dem Vorsatz einfinden mogen, indem sie sich selbst mit brauchbaren Gegenständen versehen, auch an dringend Bedürftigen ein„Werk der Liebec= zu thun.“— Das ist doch einmal ein recht edler uneigennütziger Menschenfreund, den wollen wir lieb haben.. biDer Elberfelder Handelsstand ist angewiesem, bei seinen Versendungen nach Baiern in den Ursprungs=Zeugnissen zu sagen: über Seligenstadt ausund über Aschaffenburg einzuführena; und bei denen nach Würtemberg, Baden und der Schweiz: nüber Ruisenburg aus= und über Heppenheim einzuführen: Wohl zu merken! Die Schiffahrt auf dem Rhein scheint sehr lebhaft werden zu wollen, besonders hinsichtlich der Getreidetransporte. Von#vin sind bereits viel leere Schiffe nach Mainz abgegangen, um Getreide für Holland zu. laden:— Im Getreidehandel wird besonders Weizen und rother Klee gesucht. Auch Branntwein= ist sehr gesucht: Die Rhein. Westind. Kompanie hat am 15. Jan. beschlossen, daß die Einlösung der fälligen Zinscoupons#diesmal auf. dem. Hauptbureau= in. Elberfeld entgegen genommen werden solle: Auch soll vorerst keine neue Serie Zinscoupons ausgegeben werden, bis die Generalversammlung im Mai 1832(!) darüber einen Beschluß gefaßt. Der in der Gemeinde Broich an der Landstraße nach Düsseldorf belegene Gasthof rzum obersten Stocksischs soll verkauft werden. Es-gibt jetzt auch Kaffee=Dampfmaschinen, zu haben für 2 Thir. bei Franz Zengerl in Elberfeld. Der Apotheker P. B. Kaiser zu Bürtscheid hat seine Offizin vzur Hirschapothekes auf den 13ten April zum Verkauf ausgesetzt. Der Hr. Referendar Kleudgen= hat zu Barmen eine Schreibstube zu juridischen Aufträgen eröffnet und bemerkt, daß er zur legalen Praxis befähigt= sei. Berlin. Stand der Staatsschuldscheine am 24. März: 86 ¾% Briefe, 86 3/12 9 Gelo. Offene Arreste, Bankerotte, Fallissements, Konkurse, Liquidationsprozesse rc. Der Kaufmann Blumensaat= zu Paderborn ist in Konkurs gerathen. Wer zu liquidiren hat, melde sich beim dortigen Stadtgerichte am 19. April. Die Gastwirthin K. Schweppe zu Düsseldorf hattfallirt. Oekenomische Notizen, Güterverkäufe, Gemein heitstheilungen. Im Jahre 1830 sind im Bezirke der K. Genecralkommission- zu Münster 74 Gemeinheiten getheilt worden. Ein großer Fortschritt zur Urbarmachung und größern Landkulrur Das Heuerskolonat zu Oldendorf, G. B. Lübbeke, taxirt zu 9593 Thlr., stehr am 20. Juni zur Subhastation: Endlich hat nun auch die Regierung zu Minden angefangen) dem hier mehrmals ausgesprochenen Wunsche zufolge, die Fruchtpreise der Kreise Minden, Rahoen, Bünde, Herfordz Bielefeld, Halle, Wiedenbrück, Paderborn, Büren, Warburg, Hörter und Brackel in ihrem Amksblatt####monatlich zur übersichtlichen Kunde zr bringen. Wir halten uns demnach im Interesse des Landes dafür zu danken verbunden!(Was uns dient, soll hier regelmäßig mitgetheilt werden, falls uns die Regierung nicht abermals im Stiche läßt.) Die Durchschnittspreise des Getreides in den 4 wistiäl. Stäoten= Münster, Minden Paderborn und Dortmund im Monat Januar war.n: Weizen 105 1/.Sgr., Roggen= 76 5/ 82 Sgr., Gerste 50 3/.Sgr., Hafer 33¼.Sgr... In den 14###rheinischen Städten waren solche für Weizen 90 1/8 Sgr., Roggen 70 ¾/4 Sg., Gerste 43 11/12=Sgr., Hafer 24 12 Sgr. Ke7 Frucht= und Viktualienpreise. Kr. Bielefeld, im Febr.: Weizen 3 Thlr. 25 Sgr.— Roggen; 2 Thlr. 26 Sgr.— Gerste 2 Thlr. 2 ½ Sar:— Hafer. 1 Thlr, 5 Sgr.— Erbe 120 sen 3 Thlr.— Bohnen 2 Thlr. 20 Sgr.— Kartoffeln 1 Thlr. 2½ Sgr.— Heu pr. Ctr. 20 Sgr. — Stroh pr. Schock 7 Thlr. 8 1 Sgr. Dortmund, 16. März: Weizen 3 Thlr. 25 Sg.— Roggen 2 Thir. 20 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 16 Sgr.— Haser 29 Sgr.— Erbsen 2 Thl. 20 Sg. — Bohnen 2 Thlr. 4 Sgr.— Kartoffeln 22 Sgr. Hamm, im Febr.: Weizen 3 Thl. 18 Sar. Roggen 2 Thlr. 18 Sg.— Gerste 1 Thlr. 27 Sgr. — Hafer 1 Thlr.— Erbsen 2 Thlr. 15 Sgr.— Kartoffeln 21 ¼/4 Sar.— Heu pr. Ctr. 19 Sgr.— Stroh pr. Schock 7 Thlr. 9 Szr. Meschede, im Febr.: Weizen 3 Thlr 23 Sg. — Roggen 2 Thl. 20 Sg.— Gerste 1 Thlr. 20 1/8 Sg. — Hafer 27 ¼ Sgr. Kr. Minden, im Jan.: Weizen 3 Thl. 2 Sg. — Roggen 2 Thlr. 13 Sg.— Gerste 1 Thl. 18 1/ Sg. — Hafer 1 Thlr. 3 Sgr:— Erösen 2 Thlr. 13 Sg. — Bohnen 2 Thlr.— Linsen 2 Thlr. 23 1/ Sgr.— Kartoffeln 26 1/8 Sgr.— Heu pr. Ctr. 15 Sgr.— Stroh pr. Schock 4 3/ Thlr. Ebendas., im Febr.: Roggen 2 Thl. 15 Sgr. — Gerste 1 Thlr. 23 Sgr.— Hafer 1 Thl. 4 Sg. Erbsen 2 Thlr. 19 Sgr.— Bohnen 2 Thlr. 4 Sg. Neuß, 18. März: Weizen 3 Thlx. 3 Sgr.— Roggen 2 Thlr. 11 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 11 Sgr. — Hafer 24 Sgr.— Buchweizen 1 Thlr 29 Sgr. Kr. Paderborn, im Jan.: Weizen 3 Thlr. 3 Sgr.— Roggen 2 Thlr. 15 Sgr.— Gerste 1 Thl. 20 Sgr.— Hafer 1 Thlr.— Erbsen 2 Thl. 7 Sg. — Bohnen 2 Thlr. 3½ Sgr.— Linsen 2 Thlr. 16 Sgr.— Kartoffeln 16 Sgr.— Heu pro Ctr. 16½ Sgr.— Stroh pr. Schock 5 Thlr. 20 Sgr. Ebendas., im Febr.: Weizen 3 Thlr. 7 Sgr. — Roggen 2 Thlr. 18 Sgr.— Gerste 1 Thl. 23 Sg. — Hafer 28 Sgr.— Erbsen 2 Thlr. 11 1/ Sgr. Witten, 24. März: Weizen 3 Thlr. 24 Sgr. — Roggen 2 Thlr. 23 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 21 Sgr.— Hafer 1 Thlr. Witterungsanzeigen. Vom 13. bis 31. März. 13. Regen= u. Hagelschauer. Westwind. 14. Morg. trübe, windig, Nachm. hell. Abends 9 Uhr ungestümes Hagel= und Regenwetter.(Neumond.) 15. stürmisch und naß. 10. Morg. viel Regen, stürmisches Wetter, Nachm. Sonnenblicke. Westnordwest. 17. windig u. regnigt. Westwind. 18. Morg. windig, Sonnenblicke, Nachm. angenehm, Abends heiter. 19. West u. Nordwest, Regenschauer. 20. Morg. neblich=trübe, später regnigt, Abends Nordluft.(Erst. Viert.) 21. Morg. nebli#=trübe, Nordost, später Ostwind, klar, kühl. 22. Reif, Morg. meist heiter, später bewoltt, kalter Ostwind. 23. scharfer Nordost, Sonnenschein. 24. scharfer Ost, Sonnenschein, Nachts Frost. 25. Morg. heiter, Nachm. bewölkt, scharfer statker Ostwind. 26. Südost= u. Südwind, schöner Sommertag. 27. desgl. 28. Morgens regnigt bei stiller warmer Nordluft. Nachm. Sonnenschein, Ab. heiter.(Vollm.) 29. Morg, neblich, kühl, später klar, Nord, Nerdost und Ostwinde, Ab. bezogen. 30. Morg. bezogen, kalte Nordostluft. 31. Reif, kalter Ostnordost, meist heiter. Berich tigungen. Im zweiten Februarhefte der diesjährigen Unt. Bl., in dem. Gedichte vWintermährchens wollen die Leser gütigst folgende Druckfehler verbessern: Seite 95 Spalte 1 Verszeile 10 von oben lies: im Feuerkelch statt ein Feuerkelch. Daselbst Sp. 2 Verszeile 1 v. o lies: wecken statt necken. Daselbst Verszeile 11 v. o. lies: Urwald st. Urwelt. Das. Versz. 4 v. u. lies: Ganges' st. Gange's. S. 96 Sp. 1 Versz. 4 v. u. lies; entblätterten st. entblättertem. Das. Sp. 2 Versz. 5 v. u. lies: du denn st. denn du. Ferner: Seite 62 Sp. 2 Zeile 10 ist der Betrag der Kosten für Eine Sitzung eines jeden der seitherigen zwei Landtage zu einer halben Million Thaler angegeben. Der Irrthum, leuchtet von selbst ein. Dieser Betrag stellt sich auf 15,000 Thaler. Bekanntmachungen. (31): Aufforderung. Herrn Pastor Joh. Diefenbach in Kirchhellen. In der kürzlich von mir an Sie ergangenen öffentlichen Aufforderung, mir meine Briefe zu beantworten, zeigte ich Ihnen an, vaß wenn dieses nicht bald geschähe, ich den Inhalt derselben ohne Säumen in öffentlichen Blättern einrücken lassen würde.— Da nun auch diese, gleich meinen Briefen, von Ihnen mit Stillschweigen übergangen wurde, so komme ich hier mie meinem Versprechen nach, und fordere Sie auf, mir für die Ihnen, auf Ihrem Verlangen, schon vor mehreren Jahren gesandte Thlr. 8 Sar. 3 Pf. ohne Verzug einzusenden, hoffe aber nicht, daß, wenn Sie nur das mindeste Ehrgefühl besitzen, Sie auch diese Aufforderung unberücksichtigt lassen.— Creuznach, den 24. März 1831. D. Haymann Sohn.