91 Allgemeine Chronik. deer Königlich Preußischen Provinz: Rheinland=Westfalen. Die nichst bezeichneten Artikel sind; entlehnt und die mit#t#bezeichneten von geneigten Correspondenten eingesandt worden. I. Personal Ehrenbezeugungen, Standeserhebungen 2c. Sé. Majestät haben dem pens. Kommandeur vom 1. Bataillon des 15. Landw. Regiments, Herrn Oberstlieutnant von Eller=Eberstein; den rotben Adlerorden 3r Klasse verliehenn Edenso dem Herrer Superintendenten Grünewial d. zu Aachen. Unstellungen und Beförderungen. a) Bei den Herrn Beamten, Geistlichen, Lehrern 2c. Die vakänte Regier:=Präsidentenstelle zu Arns= berg ist dem Wirkl. Geh. Oberfinanzrath und Direktor im Ministerium Hrn= Wolfart übertragen. Der Assessor: Voswinkel ist zum Rath bei dem OsGerichte zu Hamm ernannt worden. Der OLGerichts=Asfessor von Detten ist vom Land= u. StGericht zu Warburg. an das OkGericht zu Hamm versetzt. Die OLGerichts=Auscult. Treckschmidt und Schwenger sind Referendare beim OsGericht zu Daderbarn= gewordene An das Hofgericht zu Arnsberg sind versetzt: vom O" Gericht in Paderborn die Referendare Khym, Schnüll und der Auscultätor“Hinze. Vom OGGericht in Münster die Referendare Witte, Noelle, Ax und die Auscultatoren Husers Neuhäuser und Schulz. Vom Kammergerichte der Auscultator: Fluchard.„„ Die Rechtskand. Clemen und Nausester sind zu Hofgerichts=Akscultatoren ernannt. An die Stells des Actuars Neubauer in Erwitte ist Hrinr. Beckeynzum Actuargehülfen und Rendanten des Justizamts Erwitte provis. ernannt. Zum Actuargehülfen beim Justizamte in Werl ist der Registratär=Assistent Heidebrinik, und der Actuargehülfe Zötlerlist zum Rendanten der vereinigten Gerichte in Siegen provisorisch ernannt. Der Justizcomms v. Portugall- zu Buren ist gleichzeitig zum Notar ernannt. Der OlGerichts=Refer. Franz Wilh. richs- ist zum Notar des Friedensgerichtsbezirks Kempen ernannt worden, wöselbst er auch sein Domicil genommen: Der bish. Ober: Regierungsrath Bahlkamp ist zum geheimen Finanz= und Postrath ernannt. Der Just: Cöm. Menne zu Nieheim- ist zugleich zum Notarius bestellt. Dem Beigeordneten des Bürgermeistéramts zu Düffeldorf, K. Pithan, hat des Königs Maj. gestattet; sich künftig Pithan genannt Hülsenbeck nennen und schreiben zu dürfenn Carl Bormann ist zum Kommunal: Baukonducteur des Kreises Hamm ernannt worden. Der bish: Justizassessör Zur Nedden ist als Justizkommissär und Notar bei dem Landgrricht zu Dortmund bestellt. Dem Dr. med. et chir. Pagenstecher in Elberfeld ist das Fähigkeits=Zeugniß zu einer Phy: sikatsstelle ertheilt. Der Predigtamtskand. W. Lütrke aus Schwelmist Pfarrer zu Eikel, Kr. Bochum, geworden. Der Kandidat Basse zu Deilinghofen ward Prediger zu Erndtebrück, Kr. Wittgenstein. Der Seminarist Hüser wurde Vikar zu Meschede: Der Lehrer" W. Wilsing= zu Ickern wurde zweiter Lehrer zu Brakel: Der Geistliche J. Th. Krahe ward Kaplan an der kathol. Pfarrkirche zu Derendorf, Reg. B. Düsseldorf b) Veränderungen im Militalr. Mittwede, v. Rehbinder, Sek. Lieutnts vom 13. Inf. Ramt zu Münster, zu Prem. Lts. v. Bronikow'ski, v. d. Lippe, Bertolétti, Musketiere von demselben, zu Portepeefähnrichs. Pfennig, Sek. Lieutn. vom 15. Inf. Regmt zu Minden, zum Kapitain u. Kompagnie=Chef. Rosche, v. Ledebur, Sek. Lts von demselben, zu Prem. Lieutenants. v. Uklanski, Rohne, überzählige Sek. Lts von demselben, einrangirt. v. Kettler, Portepeefähnrich von demselben, zum. Sek. Lieutenant v. d. Gottz, Redlich, v. Eller=Eberstein, Unteroffiziere von demselben; zu Portepeefähnrichs. v. Goldammer I und II., Portepeefähnriche vom 17. Inf. Regmt zu-Düsseldorf zu Sek. Lts. Sandkuhl, Sek. Lientn. vom 11. HusarenRegmt zu Münster, zum Prem. Lieutenant. v. Runkel, überzähligex Sek. Lieutn. von demselben, einrangirt. v. Twiccel, Portepeefähnrich von demselben, zum überzähligen Sek. Lieutenant. v. d. Borch, überzähliger Sek. Lieutn. vom 5. Ulanen= Ramt zu Düsseldorf, einrangirt. Graf Westerhold, Portepeefähnrich von demben, zum überzähl. Sek. Lieutn. mit etatsmäßigem Gehalt. v. Wittenhorst=Sonsfeld, Unteroffizier von demselben, zum Portepeefähnrich. Va kanze n. Die II. Lehrstelle zu Osterrath, Kr. Krefeld, mit freier Wohnung und 95 Thlr. Salair ist erledigt. Die evangel. Elementarlehrstelle zu Jülich, mit freier großer Wohnung und Garten und Zuschuß aus der Kommunalkasse, Schulgeld 140 Thir. Gehalt 100 Thlr. und als Organist 40 Thlr. ist erledigt. Nekrologe, Todesfalle. Am 22. Januar verschied zu Paderborn der Landrath M. Fr. Freiherr von Elverfeld, 67 Jahr alt. Am 26. Febr. entschlief zu Elberfeld Jos. vom Scheidt, im 61. Jahre. Zu. Soest starb am 20. Febr. ein achtungswerther Mann, der Hr. Hauptrendant P. H. Pullem. Am 1. Febr. starb zu Coesfeld, R. Bez. Münster, der Land= u. Stadtgerichtsrendant Fersch, 50 Jahr alt. Ebenso verschied zu Wewer am 21. Jan. der Freiherr F. A. S. von Imbsen, 78 Jahr alt. Der Kaplan Hambrock starb zu Paderborn am 6. Febr., 63 Jahr alt. Am 27. Febr. entschlief zu Vluyn bei Meurs Jacob Küppers, 48 Jahr alt. II. Chronik des öffentlichen und geselligen Volkslebens. Landständische und Provinzial=Angelegenheiten Des Königs Majestät haben dem Grafen Clemens von Westphalen eine Virilstimme auf dem westfäl. Prov. Landtage zu verleihen geruht. Durch Allerh. Kabinetsorder vom 13. Januar c. ist hinsichtlich Bewilligung ähnlicher Bevorrechtungen verordnet worden, daß ein Majoratsbesitzer, der eine solche Bevorrechtigung nachsuchen will, sich dieserhalb unter Beibringung des Nachweises, daß außer ihm noch andere Mitglieder seines Geschlechts sich in dem Besitze von landtagsfähigen Rittergütern in der Provinz befinden, sein Geschlecht daher vermöge der ihm zu ertheilenden Virikstimme aus der dortigen Ritterschaft nicht gänzlich ausscheide, an des Königs Majestät wenden, und bevor hiernächst auf dergleichen Gesuche entschieden, werden dieselben während des Provinzial=Landtages zuvorderst der dort versammelten Ritterschaft zu ihrer gutachtlichen Aeußerung zugefertigt, und sobald dieselbe erfolgt sein wird, die Erklärung des Standes der Fürsten und Herren mit der Maaßgabe erfordert, daß die Mitglieder dieses Standes, in so weit sie befugt sind, sich auf dem Landtage vertreten zu lassen, ohne Rücksicht, ob sie auf dem Landtage anwesend sind oder nicht, ihre Erklärung persönlich und nicht durch ihre Stellvertreter abzugeben haben. National=Angelegenheiten. Auch die Staatszeitung will von dem Benzenberg'schen Zahlsystem nichts wissen, womit derselbe in Olimszeiten den Westfalen und Rheinländern Sand in die Augen zu streuen gedachte; und der, seitdem, ihm der Anzeiger einmal ein völlig sachwidriges Lob ertheilte, als befinde sich Leben in seinen Zahlen, damit jetzt überall prunkend einherzieht mit dem Refrain: odas sind Zahlen und beruhen auf mathematischem Grund und Boden.s... Aber diese Zahlen haben keine Sprache; sie antworten weder auf die Frage: woher? noch auf die Frage: wohin? Herr Benzenberg hat kürzlich seine beliebten Zahlen sogar auf das Wohlbefinden der Staaten und Regierungen anwenden wollen. Aber was sollen bloße Quotienten aus der Summe der Staatsbüdgets, dividirt durch die Einwohnerzahl, beweisen? Wohin zielen sie? frägt sein Widersacher... Auch wir haben in diesen Blättern schon mehrmals das Fruchtlose aller statistischen Zusammenstellungen dargethan, so lange die Herrn Statistiker nicht im Stande sind, das Steigen und Sinken des Völkerwohlstandes durch genaue Zahlen im Einzelnen wie, im Allgemeinen alljährlich nachzuweisen, sdamit der Steueranleger einen richtigen Wegweiser erhalte; wozu anders können die kostbaren statistischen Büreaus dienen!— Will man einen richtigen Maaßstab für den Grad des Wohlbefindens unter den verschiedenen Regierungen gewinnen, so beantworte man zuvor die wichtige Frage: Wie uno wozu werden die Staats=Einkünfte verwendet, oder: was gewährt die Regierung, den Unterthanen für ihre Abgaben- b Herr A. Köttgen zu Langenberg hat ein fromsinniges„Königslieds gedichtet in neun Versen nach der schönen Melodie: Nun danket alle Gott! Wir wünschten demselben mehr fromme und patriotische Salbung in dieser großen bewegten Zeit. b. Vaterländische Vereine. Der Kunstverein für Rheinlandwestfalen zu Düsseldorf hat behuf Verloosung, die am 21. Mai stattfindet, 13 Gemälde erworben, worunter u. a. die bekannte Charitas von Schadow, den wilden Jäger von Sonderland, die h. Genovefa von Mücke sich befinden. Ueber den Ankauf der Bilder: Judith und Holofernes von Hildebrand und der Grablegung Christi von Däger wird der Ausschuß noch entscheiden. 3 Zu Barmen ist in neuerer Zeit ein Kornverein in Wirksamkeit getreten, zu dem die bemittelten Einwohner von Ober=Barmen gehören. Derselbe besitzt einen Fond von 20,000 Thlr. und hat bereits eine Partie Roggen von 130 Last in Holland angekauft, welche theils angelangt, theils noch auf dem Wege ist. Auch in Wesel hat sich ein ähnlicher Verein gebildet, der durch Unterzeichnung die Summe von 6700 Thlr. aufgebracht und vor Kurzem 60 Last guten gedörrten Roggen aufgekauft hat. Gesellige Vergnügungen. * Am 6. Febr. begingen die Paderborner ein schönes Bürgerfest. Seit undenklichen Jahren bildeten die Bürger Paderborn's nach den Stadtvierteln vier verschiedene Schützenkompanien, um das Andenken an jene schwere Zeit zu erhalten., wo die Städte noch sich selbst zu vertheidigen hatten; diese Körperschaft besaß ihre Statuten und hielt alljährlich ein Schützenfest mit Burgerbällen, woran auch die Beamten u. s. w. Theil nehmen konnten. Im Jahr 1802 wurden diese Festlichkeiten zum letzten Mal begangen. Seitdem blieb zwar die Gesellschaft nach ihrer innern Einrichtung bestehen, aber sie äußerte sich nicht mehr in ihrer eigenthümlichen Form und Weise. Als im Jahr 1813 auf den Ruf des allgeliebten Königs sich der Landsturm bildete, löste sich die Gesellschaft der Schützen auf, und seitdem auch jener durch die Großthaten jener Zeit seinen Zweck verloren hatte, blieb die bewaffnete Bürgerschaft als Bürgerbataillon bestehen und fuhr fort, unter Leitung des frühern Landsturmsbefehlshabers, des Hrn. Kaufmann Andr. Ferrary, zum Wohl der Stadt thätig zu sein. Aber endlich fühlten die Bürger das Bedürfniß, die mehre Jahrhunderte bestandene Schützengesellschaft wieder zu organisiren, und beschlossen nicht nur das Schützenfest schon im nächsten Sommer wieder zu begehen, sondern auch ohne Verzug zu dem sekt fast 30 Jahren nicht mehr gehaltenen Bürgerball im Rathhaussaale sich zu versammeln und dazu den Stadtvorstand einzuladen. Wiewohl man dieses vaterländische Fest ungemein beschleunigt hatte, so hatte sich doch eine so große Anzahl Theilnehmer eingefunden, daß sie der geräumige Saal kaum fassen konnte. Viele vom Adel und Klerus, sobald sie von dem patriotischen Bürgerballe hörten, eilten als Theilnehmer herbei. Das Lokal war seinem Zwecke würdig ausgeschmückt. Beiblätter 1831. Nro. 5. Fünf Kandelaber erleuchteten tagshell den schönen Saal des Stadthauses. Vor der Tribune durchkreuzten sich zweiweise mit dem Stadtwappen gezierte kleine Fahnen, einst Attribute des den heimkehrenden Siegern 1815 errichteten Triumphbogens; so verschmolz sich auf eine sinnreiche Weise die glückliche Gegenwart mit der glorreichen Vergangenheit. Die beiden Siegesfahnen wurden von den vier großen Bürgerfahnen der Stadtviertel beschattet, deren vielfarbige Durchleuchtung wundersamlich empfunden wurde. Das allegorische für dieses Königsfest bestimmte Transparent hatte die Eile zwar nicht fertig werden lassen, aber desto flammender trugen gewiß alle den allerhöchsten Namenszug im treuen Herzen, das den Strom seiner Empfindungen nicht tänger zurückhalten konnte. Ein vom Stadtvorstande auf das Wohl des theuren Landesvaters und des königl. Hauses mit dem großen silbernen Pokale ausgebrachter Toast wiederhallte von allen Zungen und erregte eine rauschende Freude durch den ganzen Saal. Die Freude des Tanzes und des Bechers währte bis am hellen Morgen.— Wenn nur solche patriotische Lokalfeste kein Geld kosteten und späterhin Katzen= und Steuerjammer erzeugten, so hätten wir in dieser hochbeinigen Zeit nichts dawider einzuwenden. Sich weise freuen, ist heute die Aufgabe der Zeit! b Volksverehrungen, öffentliche Gunstbezeugungen, Geburtsfeste. Das Korps der Herren Advokaten zu Düsseldorf hat eine schöne Gelegenheit wahrgenommen, dem würdigen Chef ihres Gerichtshofes, Hrn. Langgerichtspräsidenten von Voß, einen Beweis der allgemeinen Verehrung zu geben. Se. Königl. Majestät haben nemlich die Verdienste dieses trefflichen Mannes dadurch anzuerkennen gewußt, daß Allerhöchstdieselben ihn mit dem Tothen Adlerorden dekorirten... Um dieses Begebniß zu feiern, hatte das genannte Korps bei dem Gastwirth Becking am 8. Febr. ein Festmahl veranstaltet; welches durch die Theilnahme des Hrn. Regier. Chefpräsidenten v. Pestel und des Hrn. Oberprokurators Hundrich noch mehr verherrlicht wurde. Dem Sitze des Gefeierten gegenüber war ein Transparent angebracht mit folgendem bedeutsamen. Chronikon: PKArsIDI honorato egVItI perlLLVstrl IVstltlae saCerDott aDVoCatl. ... Es war ein heiter fröhliches Fest voll der warmsten Verehrung! * Die„Düsseldorfer Zeitungs fordert uns Preußen auf, durch freiwillige Gaben zu ovan Speyk's Denkmals in seinem Vaterlande beizutragen. Das klingt grade so, als hätten wir Preußen keine eigne Heldenthaten aufzuweisen, die der van Speyk'schen gleich kämen, und müßten wir die Beispiele dazu erst im Auslande suchen... Wir ehren den Heroismus in van Speyk von ganzem Herzen, von ganzer 14 94 Seele und ven ganzem Gemüthe! Aber lassen wir jedes Volk seine eignen Heroen durch Denkmäler aller Art ehren, und wir die Unfrigen. Das Mitgefühl bleibt den Kosmopoliten gern überlassen.(10.) Ortsfeierlichkeiten, Kirchen= und Schulfeste. Vor kurzem wurde das Pro=Gymnasium der Eereisnaor Wipperfürth feierlich eingeweiht. Das dasige dem Fiskus zugefallene Franziskanerkloster nebst der anstoßenden Kirche und sonstigen Pertinenzien hat des Königs Majestät der Stadt huldreichst überwiesen. Durch freiwillige Beiträge der achtbaren Bürger jener Stadt, welche gegen 2000 Thir. betragen, sind die nicht unbedeutenden Kosten des Ausbaus bestritten worden. So entsteht vereint das Gute, und wird der Lobredner aller Zeiten. b. Theater=Nachrichten. Zu Münster wurde am 4. Febr. eine bisher eicht aufgeführte Oper von Paer: odie Weiberkurs gegeben, die indeß den übrigen Compositionen dieses Meisters nachstand. Oeffentliche Fehden, Unsitten, Rügen, Mißbrauche 2c. Aus Elberfeld ist uns folgende=Entgegnungs eingesandt:„In einer Anzeige unter den Nekrologen in dem 3ten Hefte des 9ten Bandes der Allgem. Unterhaltungsblätter, unterzeichnet b., läßt sich Einer auf eine sehr hämische Art los, über eine Todesanzeige des verstorbenen Herrn Carl Weißpfennig von hier. Zuerst verwechselt er die Persan, indem es nicht der Gastwirth, sondern dessen Sohn, hier als Kaufmann etablirt, war. Dann spricht er von einem, sogenannten Freunde; ob dies hier der Fall war, darnach hätte sich der Verfasser besser eher erkundigt, als auf eine solche Weise einen unbekannten Mann brandmarken zu wollen; denn wenn er auch nachher sagt, er kenne den Ehrenmann nicht, so ist doch der Ausdruck, ob es in wohl= oder unwohlwollender Absicht geschehen sei, in einem Falle, wo man selbst gesteht,, mit der Sache nicht bekannt zu sein, sehr schlecht gewählt, und scheint aus eigenem Groll gegen den. Verstorbenen entsprungen zu sein, weshalb auch der Spruch ode mortuis nil niri benes eher auf den hämischen Verfasser paßt. Ein Elberfelder.a P. S. der Red. Wiewohl wir dem Ref. d. Bl. von jeder bösen Absicht freisprechen zu können glauben, so entnehmen wir doch gern aus dieser Entgegnung, daß jener anonymen Todesanzeige ein aufrichtiges Wöhlwollen gegen den Verstorbenen zum Grunde gelegen haben soll. Und damit Punctum! * Das Sanntags blatt wird allnachgerade zum Alltagsblatte, denn es liefert jetzt und mehrentheils alltägliche Sachen, Speisen ohne Salz, dem nothwendigsten Gewürze. Die Gerichte sind oft so mager und schlecht zubereitet, daß selbst der gemeinste Magen sie nicht ganz verdauen kann. Das letzte Stück enthielt soaar das Schreiben eines Küsters, das Ref. wenigstens schon in 12 verschiedenen Zeitschriften gelesen hat.— Die Briefe aus Italien, von denen schon seit geraumer Zeit das Sonntagsblatt angefüllt ist, enthalten durchaus nichts NeuesIn allen Reisebeschreibungen kann man die Nachrichten, wenn nicht besser, doch eben so gut lesen. Das 15te Jahr hat das Blatt bereits erreicht und so wird es denn auch bald eine Bett= und Betschwes ster werden. Anonymus. Die Elberfelder Schuljugend, gegen welche der Dr. Diesterwea in einem Aufsatze s über die Schulzuchts derb zu Felde gezogen ist, worauf aber die jetzigen Lehrer des dasigen Gymnasiums eine und vorsichtig abgefaßte apologetische Erklärung erlassen haben, wird nun auch im=Hermanns wegen ihrer Frechheit und Ungezogenheit bezüchtigt. b * Der Hr. Verf. der Mittheilung ndeutsche Journalschauc hat noch mehre Zeitschriften vergessen und es wäre zu wünschen, daß er auch darüber sein urtheil in so interessanter Weise abgebe. Einige will ich hier anführen: 1) d. Sonntagsblatt von Meier in Minden;—2) das Bürgerblatt von Arendt in Osnabrück;— 3) die gemeinnützigen Blätter für Hannever von Schläger in Hameln;— 4) die 5konomischen Neuigkeiten von Andre in Prag;— 5) die Westphalia in Herforo:— 6) das vaterländische Archiv von Spangenbera in Zelle;— 7) das Sonntagsblatt von Meier in Clausthal;— 8) das Hildesheimer Sonntagsblatt u. a. m.. Auch würde es sehr interessant sein-, wenn der geehrte Hr. Verf. seiner Kritik die Jugend= und pädagogischen Zeitschriften unterwerfen wollte. A — Der Verfasser der Mittheilung: deutsche Journalschau, bemerkt, daß er die von dem Herrn A. eben angeführten Zeitschriften und Andere keineswegs vergessen, da es blos in seinem Plane lag, die verbreitesten deutschen Blätter(ausschließlich der Proviozial blätter) kurz zu beleuchten. 0 amp k. o. s a. * Die HH. Schulgen Mumm& Merin zu Werden haben sich genöthigt gesehen, wider ihren ausgetretenen Gehülfen Alfred Stamm aus Solin= gen eine äffentliche Anzeige zu erlassen. In welcher Absicht, ist nicht gesagt; wiewohl folche Anzeigen doch keine Empfehlungen zu sein pflegen.—nn. * Dem Hrn. Friedr. von der Leyen zu Elberfeld ist das Odiosum passirt, von einer gewissen Ehefrau Jakob. Siebel geb. Römer anhaltend, und wie er sagt, ungerecht verläumdet zu werden, weshalb er, um der täglichen Beschimpfungen endlich einmal uberhoben zu sein, gegen dieselbe den Weg Rechtens eingeschlagen hat... Die gedachte Ehefrau ist denn auch buchstäblich zu 1 monatlicher Gefängniß, ferner zu einer Geldbuse von 15 Thlr., so wie mit 5jätrigem Verlust zu Ausübung der in Art. 42 des Strafkoder erwähnten Rechte und in alle Kosten rechtskraftig ver## urtheilt worden.— Da sieht man, daß das ## städliche Recht sehr oft von den moralischen Vorstellungen der Menschenwelt abweicht. Dictum facium! b. C ü F 1 0 5 2. Der Hutmacher C. Tilger zu Elberfeld ist verurtheilfr dem Materialisten C. Hüser einen Hut, den dieser jenem will zum Repariren gegeben haben, welcher aber in der Meinung gestanden hat, ihn gegen einen andern umgetauscht zu haben, in natura zu erstatten oder dafür 3½ Thlr. zu zahlen. Nun hat H., wie er sagt, den Hut bereits für 20 Sgr. verkauft, will ihn jetzt aber wieder für 3 ½ Thlr. rückkaufen, um dem Urtheil zu genügen. Mit dem Rückkauf soll es ihm wohl nicht Ernst sein!. b Dülkeniana, Fastnachtslustbarkeiten. Der Karneval ist diesmal in Köln mit einem viel größeren Frohsinn und mit einer weit allgemeinern Theilnahme gefeiert worden, als in dem letztvergangenen Jahre. Anzüglichkeiten wider lebende oder anwesende Personen sind, zum Ruhme des Faschingskomite sei es gesagt, nicht vorgekommen. Am 13. Febr. Abends, dem Tage vor der eigentlichen Feier, ward Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen General=Gouverneur von den sämmtlichen Mitgliedern des Comite ein feierlicher Fackelzug dargebracht und von Höchstdemselben huldreichst aufgenommen.. Der Maskenzug am 14ten war glänzend und zahlreich: man rechnet, daß an 380 Masken an demselben Theil genommen haben. Der Vereinigungspunkt desselben war auf dem Neumarkte, wo ein thurmartiges Gebäude für die Spiele des Hanswursts aufgerichtet war, welcher nach der leitenden Idee des diesjährigen Karnevals, in rascher Entwickelung die Stadien des menschlichen Lebens vom kindlichen bis zum Mannes=Alter durchlaufend, erschien. Se. Kön. Hoheit der Prinz Wilbelm nebst der Frau Prinzessin Kön. Hoheit, die Prinzessin Elisabeth, die Prinzen Adelbert und Waldemar KK. HH., so wie des Prinzen Friedrich von Preußen Königl. Hoheit geruhten, die Spiele, so wie den Zug aus den Fenstern eines am Neumarkte gelegenen Hauses anzusehen und sich mehrmals sehr beifällig zu äußern. Der weite Platz war mit Menschen,, Einheimischen und Fremden, ganz gefüllt, die nicht allein aus den Fenstern, sondern auch von den Dächern zuschauten, wobei sie das herrliche Wetter nicht wenig begünstigte. Vom Neumarkte nahm der Zug, wie gewöhnlich, seinen Weg durch die Hauptstraßen und auch bei dem Hotel Sr. Königl. Hoheit vorüber.— Der große Ball am Abend desselben Tages auf dem Kaffeehause Gürzenich war weit zahlreicher besucht, als in den letzten Jahren. War nun auch gleich der große Saal nicht nin einen Tempel der Wonne umgezauberts, wie es im diesjährigen Karnevals=Programme etwas zu pomphaft hieß, so war doch seine Ausschmückung recht geschmackvoll und seine Erleuchtung sehr glänzend. Die Höchsten Herrschaften ebenfalls hier, wurden unter lautem Jubel empfangen und verweilten über eine Stunde daselbst. Auch hier wurde, wie schon am Morgen dieses Tages, die Freude durch keine Unordnung gestört. Alles war froh und heiter, jedoch überall anständig und gesittet... Am 15ten endlich durchzogen kleinere Masken=Gesellschaften die Straße und führten dramatische Vorstellungen in einzelnen Privathäusern auf. Der unter dem Namen odie Krähwinkler Opern=Gesellschafts hier seit mehreren Jahren bekannte Verein junger Männer zeichnete sich auch jetzt wieder aus und hatte die Ehre, seine Vorstellung ebenfalls bei Sr. Königl. Hohelt dem Prinzen Wilhelm und Höchstdessen Familie zu geben. Die Höchsten Herrschaften nahmen diese Karnevalsscherze mit derselben Herablassung und wohlwollenden Theilnahme auf, welche Höchstdieselben seit ihrer Anwesenheit in Köln bei allen Gelegenheiten zu beweisen pflegen. III. Chronik der Ereignisse. Unglücksfälle und Handlungen der Vorsichtslosigkeit. Dem Schiffer Reichard ist am 13. Febr. das Unglück passirt, mit einem großen Rheinschiff, worin 1900 Malter Weizen, an dem Mäusethurm bei Bingen zu stranden. erbrecherische Handlungen. Am 7. Jan., Abends gegen 8 Uhr, haben zu Elberfeld drei Handwerksburschen einen Schneidergesellen in den Mirkerbach geworfen und seinem Schicksale preis gegeben. Um Hülfe schreiend nahm ihn der grade stark angeschwollene Strom bis unter das Gewölbe des Baches mit sich fort, wo er einen edlen Retter in der Person des wackern Lohgerbers Peter Sieberts fand, dem die Rettung nur mit großer Anstrengung gelang. Der Unglückliche konnte erst gegen Mitternacht durch zweckmäßige, von dem Herrn Kreiswundarzt Konsemüller angewandte Lebensversuche wieder zu sich gebracht werden, der, wäre er nur noch einige Minuten unter dem Gewölbe geblieben, ein gewisses Opfer des Todes war.— Die Polizei erhält hier eine schöne Aufgabe, die Thäter auszuforschen. Mögte es ihr gelingen., damit die Bösewichter aufs Schafott kär men. Wir wollen sie nicht in Schutz nehmen! b. Der Postbote Joh. Feldmann ist auf seinen Postgange von Büren nach Geseke am 20. Jan. Abends 9 Uhr von drei Unbekannten angehalten und seiner Botentasche beraubt worden, worin sich 8 Briefe mit Geld zum Betrage von 39 Thlr., 24 Thl. u. s. w., mehre Zinskoupons, ein Packet Akten und außerdem 62 unbeschwerte Briefe befanden. Dem Colonen Heymann zu Deiringsen, Kr. Soest, sind in der Nacht vom 1. auf den 2. Febr. 3 Schaafe entwendet, zwei davon sind in der Nähe des Dorfes auf dem Felde geschlachtet, das Fleisch 147 96 haben die Diebe mitgenemmen, das Uebrige aber liegen lassen. Das nenn' ich eine eole Dreistigkeit! a ie Diebe wagen sich auch in die Schornsteine. den Schornsteinen des Waisenhauses zu Steele hingen 29 Schinken, 26 Seiten Speck, 25 Schulterstücke, 21 halbe Köpfe 21 Rückenstücke, 4 BackenS####wurste, 248 Stuck diverse Würste und 97 Stück Rindfleisch, welche daraus in 2 Tagen vom 8 bis 10 Januar vermißt werden. Das ist eine respectable Prise, die vorm Hungertode den Schornsteinpiraten schützt. a Oeffentliche, Hinrichtungen. 19. Feo., harte in Köln eine Hinrichtung durch die Guillotine statt. Der Schneider Johann Fasbender aus Alfter, im Kreise Bonn, 36 Jahr alt, wurde schon am 9. Septbr. 1827 zu Köln von dem Geschwornengericht des Verbrechens: in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli gedachten Jahres den damals bei ihm in Arbeit stehenden Schneidergesellen Peter Wilhelm Halff aus Rott mit Vorbedacht ermordet zu haben, schuldig erklärt, und diesem zufolge von dem Königl. Assisenhofe zum Tode verurtheilt, welche Strafe jedoch die allerhöchste Gnade in lebenswierige Zwangsarbeit verwandelte. Kaum ein Jahr war derselbe in der Strafanstalt zu Werden aufbewahrt, so erhob sich gegen ihn der Verdacht, daß auch der Schneidergeselle Sylvester Siedle, 22 Jahr alt, aus Gutenbach im Großherzogthum Baden gebürtig, welcher ebenfalls bei rr gestanden haete, und im Monat April 1827 plötzlich verschwunden war, von ihm ermordet worden sei. Die deshalb eingeleitete Untersuchung lieferte alsbald die überzeugendsten Beweise, und wurde insbesondere bei einer in den Gebäulichkeiten des Fasbender veranstalteten Nachgrabung wirklich das Gerippe eines erwachsenen Mannes im jugendlichen Alter gefunden, welches nach seiner Länge, nach den vorhandenen Zähnen, nach der besondern Stelung derselden, nach der Farbe des Haars 2c. 2c. selbst die Brüder des Verschwundenen für jenes des Sylvester Siedle anerkannten. Außerdem wurde annoch verschiedenes, von letzterm herrübrendes Handwerksgeräthe 2c. 2c. in dem Hause des Beschuldigten angetroffen. Das Geschwornengericht erklärte daher, da diese Thatumstände völlig überzeugend den Johann Fasbender am 15. Decbr. 1829 auch dieses an dem Sylvester Siedle mit Vorbedacht verübten Mordes für schuldig, und wurde derselbe auf den Grund dieser Erklärung von dem Königl. Assisenhofe abermals zur Todesstrafe verurtheilt, welches Erkenntniß nach verworfenem Kassations=Rekurse unterm 24. Jan. c. die Allerhöchste Bestätigung erhalten hat, und am 19. Febr. durch die Enthauptung des Verurtheilten mittelst der Guillotine auf einem öffentlichen Platze der Stadt Köln vollzogen worden ist. Stuttgardt, Paris, Brüffek, beobachtete Nordlicht wurde auch zu Soest bem rkt. Eine Beschreibung desselben würde, nach so vielen und ausfüyrlichen, hier am unrechten Orte sein; und ist es auch blos die Absicht des Einsenders diefer Zeilen, hier einer Erscheinung zu erwähnen, welche, winn auch nicht er selbst, doch mehre seiner Bekannten, gleichzeitig mit jenem prächtigen Polarlichte, wahrge##mmen haben wollen. Es soll nämlich, gegen 9 Uhr Abends, in der Gegend des Firmaments, welche der Glanz des Nordlichtes röthete, zweimal stark geblitzt haben. Ein falsum opticum kann nicht obgewaltet haben, da mehre an verschiedenen Orten dasselbe gesehen. Sollte es wirklich geblitzt haben, so wäre dies vielleicht ein Beweis mehr für die Franklin'sche Hypothese, welche die Entstehung des Nordlichts der Electricität zuschreibt. B. aturereignifs 7 Das am 7. Januar an vielen Orten Deutschlands und der Nachbarstaaten, z. B. zu Berlin, Cöln, IV. Geschäfts=Chronik. Gemeinnützige Anstalten, Astekuranzen. Herr Zimmermann Peters zu Elberfeld ist Agent der ndeutschen Lebensversicherungs=Gesellschaft in Lübecks geworden, welche mit einem Fond von 200,000 Mark Eourant errichtet wurde. Diese nützliche Anstalt unterscheidet sich dadurch; daß die auf volle Lebenszeit Versicherten, ohne wie bei gegenseitigen Lebensversicherungs=Sozietäten eine Lebenslängliche Verbindlichkeit für die versicherte Summe übernehmen zu müssen, bei der deutschen Lebensversicherungs=Gesellschaft, ohne alle Verantworte lichkeit, die Hälfte des Gewinns aus den sämmtlichen Geschäftszweigen der Sozietät genießen, die nach dem alle 7 Jahre auszumittelnden Dividenden den Polizen zu gut geschrieben wird.— Nur schade, daß die gegenwärige Zeit keine wahre Garantie darbietet! Die Sparkasse zu Soest hat ein Aktivvermögen von 29,472 Thlr. 5 Sgr. 6 Pf., und ein Passivvermögen d. h. eingelegte und noch nicht zurückgezahlte Capitalien von 29,227 Thlr. 19 Sgr. 11 Pf., so daß pro 1830 ein Zinsenüberschuß von 244 Thlr. 15 Sgr. 7 Pf. bleibt. Fromme Stiftungen, Vermächtnisse. Während des Jahres 1830 sind im Reg. Bez. arnsberg folgende Vermächtnisse und Schenkungen vorgekommen: Ein Ungenannter vermachte dem Armenfond zu Meschede 23 Thlr. 2 Sgr. 4 Pf. Joh. Heinr. Reinert zu Reiste hat dem Armenfond daselbst 10 Thlr. legirt. Die unverehelichte Henriette Cathar. Overhoff zu Iferlohn legirte den Armen daselbst 200 Thlr. gemein Geld. Der Joh. Peter Huck zu Rüblingheusen hat den Armen daselbst seinen Nachlaß vermacht, jedoch mit der Einschränkung, daß die Cathar. Margar. Ochel von dem Mobiliar=Rachlaß die Hälfte erhalten und aus den Revenuen der Immobilten die 97 Kosten der jährlich zu lesenden drei Seelenmessen bestritten werden soll n. Der Colon Gottfr. Jinr. Buddemann sen. zu Asseln hat den Armen daselbst 50 Thlr Pr. C. geschinkt. Die Wittwe Koch zu Neheim hat den Armen daselbst 35 Thlr. 27 Sgr. 10 Pf. vermacht. Stephan Hepermann gen. Pingel zu Niederbauer, schenkte dem Armenfond zu Oestinghausen 8 Thlr. 13 Sgr. 10 Pf. Die Wittwe Clara Fickermann, geborne von Schüngel, dat dem Armenfond der kath. Gemeinde daselbst 1000 Thlr. Pr. Cour. legirt. Die Laienschwester Cath. Elisab. Schrör hat den Armen zu Werk 10 Thlr. gem. Geld vermacht. Der Kammerherr Leopold von Lilien vermachte den Hausarmen zu Werl ein Kapital von 200 Thlr. Pr. Cour. Der verst. Patrimonial=Richter Löcke zu Hobestadt hat dem Armenfond zu Oestinghausen 100 Thlr. legirt. Der Vikar Anton Schnutgen zu Attendorn hat den Hausarmen daselbst ein Legat von 20 Thlr. gem. Geld vermacht. Bernard Rendel zu Büderich legirte den Armen daselbst 10 Thlr. gem. Geld. Der Colon Theod. Schulte zu Schückingen hat den Armen zu Büberich 10 Thlr. Preuß. Cour. vermacht. Der verst. Pfarrer Anton Cramer zu Winterberg vermachte dem Armenfond daselbst 5/3 seiner Nachlassenschaft. Die unverehelicht verstorb. Ehristine Hein zu Berleburg hat der Armen= Anstalt daselbst 116 Thlr. 20 Sgr. vermacht. Der verst. Peter Muer zu Menden vermachte den Armen daselbst ein Legat, bestehend in Wiesen, Gartenstücken und der Hälfte seines Wohnhauses. Die Wittwe Anna Maria Hedwig Helf, geb. Sonntag, zu Aschenbruch, hat dem kath. Armenfond zu Wattenscheid die Summe von 200 Thlr. Pr. Cour. geschenkt. Caspar Deimel zu Referinghausen hat den Armen daselbst 5 Thlr. gemein Geld legirt. Der verst. Vikar Franz Jos. Engelhard zu Olpe vermachte den Armen daselbst ein Kapital von 300 Thlr. gemein Geld. Milde Wohlthaten, Beisteuern, Kollekten. Einer sehr rühmlichen Erwähnung verdient die Sorgfalt, womit man allenthalben im Reg. Bezirk Düsseldorf sich beeilt, die Dürftigen zu unterstützen und deren Noth zu lindern. Von dielen Gemeinden, die in dieser Beziehung sich auszeichnen, verdient Viersen, im Krese Gladbach, genannt zu werden; wo man gegenwärtig, bei einer Bevölkerung von überhaupt nur 8700 Einwohnern, 2600 Individuen unterstützen muß und durch Kollekten, welche mit anerkennungswerther Willfährigkeit reichlich fließen, unterstützt. Auch die Stadt Elberfeld behauptet fortwährend ihren alten Ruf ausgezeichneter Wohlthätigkeit. Die daselbst für die Central.= Wohlrhätigkeits= Anstalt gethätigte, noch nicht ganz vollendete, außergewöhnliche Koll kte hat bis jetzt die regste Theilnahme gefunden, und schon die bedeutende Summe von etwa 4800 Thir. aufgebracht: Man darf sagen, daß bei uns mit der Noth auch die Bereitwilligkeit zur Hülfe und die Hülfe selbst wächst, so ist es unter andern in Dormagen und dem kleinen Dorfe Rheinfeld, im Kreise Neuß, möglich gewesen, die Summe von 181 Thlr. 20 Sgr. zur Unterstützung der Dürstigen zu sammeln. * An den Herrn Prior Oury zu Hamn. haben die dasigen Armen einen stillen unausgesetzt thätigen Wohlthäter. Die Art und Weise, wie derselbe seine wahrhafte Menschen= und Christenliebe an den Tag legt, verdient öffentlich genannt und gerühmt zu werden. Er hat sich nemlich vom hohen Ministerium die Erlaubniß erwirkt, von ihm selbst angefertigte Papparbeiten zum Vortheil der Armen öffentlich ausspielen zu lassen, deren Ertrag er sodann zu wohlthätigen Zwecken verwendet... In den Jahren 1828 bis 1880 hat Herr Oury aus dem Ertrage 564¼ Ellen Tuch, Kattun, Leinwand u. so w. angeschafft und damit in den 3 Jahren 109 Arme, ohne Unterschied der Konfession. bekleidet.— Den Hut ab vor diesem Ehrene manne:(10) Der Kammerherr Freiherr von Fürstenberg auf Stammheim fährt fort, sich auf eine wohlthätige Weise auszuzeichnen. Er hat jungst wieder den Gemeinden Mülheim, Flittard, Stammheim und Dünnwald(R. B. Köln) zum Bekleiden für Arme 150 Thlr. geschenkt. Dank dem hochbeglückten Geber! Zur Steurung der Noth der Bedürftigen zu Soest werden daselbst wöchentlich 250 Brode, à 6 Pfund für 4 Sgr., verabfolgt. Am 2. Febr. ging abermals zu Elberfeld von einem Ungenannten eine Cassen=Anweisung von 50 Thlr. ein für Kohlen. Am 4 Febr. gingen für Kohlen zu Elberfeld 6 Pistolen und 2 Thaler ein. Zoll=, Steuer= und Kataster=Angelegenheiten. Des Königs Majestät haben an die Bürger zu Duisburg nachstehende Allerhöchste Kabinetsorder zu erlassen geruht: Ich bin zwar nicht abgeneigt, das Gesuch der Bürgerschaft um Einführung der Klassensteuer statt der Schlacht= und Mahlsteuer zu gewähren; da es hierzu jedoch der Zustimmung der Gesammtheit der Bürger bedarf, so will Ich der nähern Untersuchung und dem weitern Verfahren hierüber bis zur Verleihung der Städteordnung, welche binnen Kurzem erfolgen und der Stadtgemeine eine gesetzliche Repräsentation verschaffen wird, Anstand geben. Berlin den 10. Febr. 1831. Friedrich Wilhelm. * Die seit einem Jahre zu Düsseldorf bestandene Hundesteuer, zu 2 Thalern das Individuum jährlich, ist vom Magistrat wieder aufgehoben worden. Fortan werden nur 2 Sgr. per Hund gerechnet als Notirungsgebühr. So ziehen also die Deutschen von den großen Weltbegebenheiten stets den meisten Nutzen!—— Gerichtssachen. Der Lieutnant und Adjudant im 15, Inf. Regiment von Pogrell und Emilie von Pogrell geb. Harten, haben die allgem, Gütergemeinschaft unter sich eingeführt. Kommunal=Angelegenheiten. Die Gemeinschulden im Reg. Bez. Aachen haben sich im vorigen Jahr wieder um 62,438 Thlr. vermindert. Sie betrugen ursprünglich an Kapitalien und Zinsen 2,404,414 Thlr.Von diesen waam 1. Jan. 1830 nur noch 600,164 Thlr. übrig, von welchem aber noch der größte Theil ungewiß und bestritten oder unablöslich war. Die gewisse noch zu berücksichtigende Schuld ist daher nur 234,234 Ihlr. den werde. Wir können den Nutzen dieser abermaligen halben Maßregel weder im Interesse des Einzelnen noch im Gesammtinteresse der evangelischen Kirche nicht einsehen. So lange kein ächt wissenschaftliches Forum zur Herausgabe eines neuen, allgemein einzuführenden Gesangbuches da ist, und so lange wir alles nazionalen Zusammenwirkens in dieser hochwichtigen Angelegenheit entbehren, da lasse man es doch hübsch bei dem Alten und Herkömmlichen und verschone uns mit unreifen Projekten, die noch lange nicht die Zeitreife erlangt haben, denn überall zeigt uin#eider in kirchlichen Dingen, um das Wesen des Gottesdienstes nach dem Geschmack des neunzehnten Jahrhunderts zu regeln, eine widrige Einseitigkeit und an vielen Orten gar Verwirrung. Man fördere also zuvor die Uebereinstimmung der Geister und allgemach wird das Abgeschmackte und Vernunftwidrige sich von selbst abschilvern. Der König hat für Wesel eine eigne Garnison= Predigerstelle bestimmt, und diese dem Herrn Kandidat Peter Thielen übertragen. Zu Westhofen, Bezirks Schwerte, wird eine neue evangelische Kirche gebaut, die mit Ausschluß noch vorhandenen Thurmes 6209 Thlr. kosten Medizinal=Angelegen heiten. f In Hamm, wo bisher 3 Aerzte den Gesundheitszustand pflegten, sind gegenwärtig fünf Aerzte in Thätigkeit. Der sechste ist seit 5. Febr. in der vielversprechenden Individualität des Hrn. Dr. Wilh. Pröbsting hinzugekommen. Wir wünschen allen Sechsen ein kräftiges Gedeihen! X. Y. 3. * In Soest lagen im Monat Januar viele Menschen an den natürlichen Menschenpocken danieder. Jedoch ist nur eine Patientin, ein junges Mädchen, eine Beute der bösartigen Krankheit geworden; die übrigen genasen, und steht es zu hoffen, daß durch die, von Polizeiwegen angeordnete Gesammtimpfung der Schutzpocken, der weitern Verbreitung der Menschenblattern ein kräftiger Riegel vorgeschoben wird. B. Ein=Freund seiner Mitmenschens rühmt das in Elberfeld von Geschw. Ellenberger angekündigte Arrow=Root als ganz vorzüglich und bemerkt, daß das hohe Ministerium den Verkauf an Gesunde und Kranke gestattet habe, weil es für Gesunde in Suppen und Brühen ebenso wohlschmekkend als nahrhaft sei; für Kranke aber ein Heilmittel für Brustkranke und Lungensüchtige. Was sagen andre Erfahrne hiezu?(Das Packet kostet 6 Sar.) 1 Kirchliche Angelegenheiten, Bübelgesellschaften, Missionen. Der Herr Buchhändler Scherz zu Schwelm kündigt mit Genehmigung der westfäl. hochwürdigen Generalsynode svorläusig ein Probegesang buche für diese Gegend auf Subscription an, als wonach allgemein eine große Sehnsucht(?) empfunUnterrichtsanstalten, Schul= und Bibliotheksachen. Dem Bestreben des würdigen Director des Duisburger Gymnasiums, Herrn Schulze, ist es im Verein mit mehren achtungswerthen Männern der Stadt Duisburg gelungen, mit jenem Gymnasium eine Realschute zu verbinden, welche am eronnet wird. Die Hauptlehrgegenstände dieser Realschule sind: die französische und englische Sprache, praktisches kaufm. Rechnen, Physik und Chemie verbunden mit Technologie, auch Zeichnen; nebenbei wird auch Geschichte, Geographie, deutsche Sprache, Schönschreiben und Gesang gelehrt werden... Der Cursus ist auf 7 Jahre bestimmt, so daß diese Realschule ihre Schüler im 9. Lebensjahre aufnimmt und im 16ten zu ihren künftigen Berufsgeschäften entläßt. Sie umfaßt zwei Hauptbildungsstufen in 4 Klassen, welche in 3½ Jahren zu durchlaufen sind... Das Schulgeld in der ersten Klasse beträgt 25 Thlr., in der zweiten 20 Thlr., in der dritten 15 Thlr. und in der vierten 10 Thlr. b Unter Leitung des Herrn Carl Wetschki in Düsseldorf hat daselbst die von dessen verstorbenem Vater gegründete, eine Zeitlang unterbrochene =Handlungsschules wieder seinen Anfang genommen. Die Schüler erhalten in der einfachen und doppelten Buchhaltung, in der engl., französischen und deutschen Sprache, so wie in den zur Handlung erforderlichen Vorkenntnissen einen leichtfaßlichen gründlichen Unterricht. Die Bedingungen will Hr. Wetschki nächstens bekannt machen.. b Ohne pekunjären Vortheil ist es den Schullehrern gestattet, den Schülern Schulbücher und Schreibmaterialien zu überlassen; selbstredend können aber □ die Eltern damit auch ihre Kinder versehen. Allein es scheint doch, daß von einigen Schullehrern ein Handel mit Schreibmaterialien außer der Schule getrieben wird, wovor die K. Regierung zu Düsseldorf warnt. Oeffentliche Bauten. * Wegen des Baus der neuen kathol. Kirche zu Elberfeld wird jetzt mit ümsicht und Fleiß alles vorbereitet, um dieses schöne Werk im Laufe dieses Jahrs zu vollenden. Es herrscht der regste Eifer unter fast allen kath. Gemeindegliedern und auch hier bleiben die wackern Evangelischen mit Scherflein frommer Nächstenliebe nicht zurück. Bank ihnen!— Am 29. Jan. stand ein Termin an zur Verdingung von 159090 Stück Ziegelsteinen, gleichzeitig wurden auch die Zimmereiarbeiten, welche auf 5560 Thlr. veranschlagt sind, ausgeboten.(10) P o st f achen. Sämmtlichen Postanstalten ist eine Verfügung zugegangen, der zufolge alle im Julande anfäßige und im Inlande mit der Post reisende Personen auch fernerweit zwar keinen Paß vorzuzeigen brauchen, jedoch haben die Postbehörden sie genauer in dem Personenzettel anzunotiren, um solche erforderlichenfalls den Polizeibehörden vorzeigen zu können. Wollen dagegen Inländer nach dem Auslande reisen, so ist ein Paß erforderlich, wovon jedoch bekannte und an den Grenzen ansäßige Personen ausgenommen sind; dagegen müssen die aus dem Auslande kommenden Individuen jedenfalls mit einem Paß versehen sein. Mit dem t. März ist zwischen Elberfeld und Unna eine selbstständige Fahrpost errichtet, die sich hier genau an die Münstersche anschließt, daher die Benennung=Elberfeld=Münstersche Fahrposta erhalten hat. Abgang aus Elberfeld Montag und Dannerstag Mittags. aus Münster Mittwoch und Sonnabend 3 Uhr Nachmittag. Die Post von Aachen nach Mastricht ist jetzt wieder im ordentlichen Ganze. Literarische, bibliopolische und antiquarische Notizen. Ein verdienstvolles Werk hat der Hr. Conrek= tor Holthaus zu Schwelm unternommen; er gedenkt eine Kirchen= und Schulgeschichte von Schwelm und Umgegend herauszugeben. 16.—17 Bogen a 1 Thir. Handels= und Industrienachrichten. Herr Wilh. Leonh. Brüning in Elberfeld empfiehlt die efranzösische Feuer= und Lebensversicherungs, so auf ein Kapital. von 30 Mill. Fr. basirt ist.— Landsleute! Weg mit aller französischen Versicherung! Versichern wir Deutsche uns selbst!. b Das Dampfbad im Tomashof, welches Hr. Joh. Braf, Gastgeber zum=Hof von Hollands, hat anlegen kassen, hat vielen Zuspruch. Es gereicht der Klugheit des Unternehmers zur Ehre, daß er mit seinem frequenten Gasthofe eine solche Anstalt verbunden hat, die sich so ganz für eine Restauration paßt. In Schwelm und Barmen haben sich neue Buchhandlungen unter der Firma: I. Falkenberg, etablirt. Wo früher keine, zählt man jetzt 2, 3 auch 4 Buchhandlungen. Kauft! Kauft, ihr Bitcherfreunde! In Elberfeld hat sich ein Kunst= und Marmorarbeiter, Caspar Waldhausen, gesetzt, der preiswürdige Arbeiten liefern soll. Herr Carl Goldenberg in Barmen nimmt Aufträge u. dergl. für die Gothaer Lebensversichtrung an. Wer von fein gemahlnem ächten unvermischten Römertraße Gebrauch machen kann, erhält solchen bei Th. Jac. Dünweg zu Rittershausen, 260 Pfd. für 1 1/ Thir. Den vGasthof zu den drei Königens zu Köln hat nach dem Ableben des bisherigen Besitzers, jetzt dessen Sohn Joh. Peter Dohmen, für eigne Rechnung übernommen. C. I. Müller zu Steele hat den Gasthof zzur weißen Roses von dem bisherigen Besitzer Herrn Mühlradt übernommen. Reisenden Kaufleuten, welche Emmerich passiren, empfehlen wir den dortigen Gasthof zzum Niederrhernischen Hofes, welchen Heinrich Sack käuflich an sich gebracht hat. Der Gasthof hat durch Aenderung seines Besitzers nichts verloren. In Warburg hat Herr F. W. Hallacker eine neue Buchdruckerei etablirt, der wir guten Fortgang wünschen. Berlin. Stand der Staatsschuldscheine am 7. März: 87 5/8% Briefe, 87 1/8% Geld. Offene Arreste, Bankerotte, Fallissements, Konkurse, Liquidationsprozesse rc. Am 23. Febr. ist der Konkurs des Siamosene fabrikant und Krämers Heinr. Dehnert zu Barmen ausgebrochen. Desgl. ist die Anlegung der Siegek und die Bewachung des Falliten I. A. Steinberg in Elberfeld angeordnet, und der Ausbruch dieses Konkurs ist auf den 12. Februar gesetzt. Die Gläubiger des J. A. Knapp sind aufgefordert, ihre Forderungen nachzuweisen. Die Gläubiger des Tuchfabrikanten Ed. Schade in Hückeswagen sind am 9. Febr. aufgefordert, binnen 40 Tagen ihre Forderungen zu beweisen. Ueber den Fabrikant D. Schürmann in Elberfeld ist am 3. Febr. der Konkurs ausgesprochen. Ueber den Nachlaß des verstorb. Obervorstehers C. H. Dusheuer zu Plettenberg, ist der Konkurs eröffnet. Termin am 13. April. Am 21. Febr. stanb in der Konkurssache FrW. Overbeck Wittwe& Söhne zu Elberfeld ein Termin zur Verisikation an. 100 .. arurs des Wirths und Blechwaarenhändlers Fr. Mühlinahaus in Barmen hebt vom 15. Januar an. Wegen ds fallirten Joh. Extermann hat am 7. Febr. ein Temin zum möglichen Konkordat angestanden. In er Konkurssache des L. Meyer in ElberSpohisten ar 1 u ein Termin zur Wahl der Oekonomische Notizen, Güterverkäufe, Gemeinheitstheilungen. Auf dem Fruchtmarkt zu Neuß war im Monat December v. J. ziemlich lebhafter Verkehr. Die Zufuhr an Getreide hatte einen Werth von 28,025 Thlr. Die Ausfuhr betrug 19,988 Thlr. Von 700 Stück Rindvieh und 67 Stück Schafen, die auf die 4 letzten Viehmärkte daselbst gebracht worden, wurden 557 Stück Rindvieh und 17 Schafe verkauft. Ebenso wird das bäuerliche Gut Stroithoff bei Delbrück, taxirt zu 12,949 Thlr., am 26. März verkauft. * Frucht= und Viktualienpreise. Bochum, 9. März: Weizen 3 Thlr. 22 Sar. — Roggen 2 Thir. 22 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 16 Sgr.— Hafer 26 Sgr. Dortmund, 16. Febr.: Weizen 3 Thlr. 18 Sg.— Roggen 2 Thlr. 19 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 16 Sgr.— Hafer 27 Sg.— Erbsen 2 Thl. 18 Sg. — Bohnen 1 Thlr. 25 Sgr.— Kartoffeln 21 Sar Düsseldorf, im Jan.: Weizen 3 Thl. 29½ Sgr.— Roggen 2 Thlr. 11 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 12 Sgr.— Hafer 26 Sgr.— Buchweizen 1 Thlr. 26 Sgr.— Kartoffeln 21 Sgr.— Grütze 4 Thir. 24 Sgr.— Graupen 4 Thlr. 20 Sgr.— Erbsen 2 Thlr. 11 Sar.— Stroy per Schock 1200 Pfund 8 Thlr. 3 Sgr.(zu Elberfeld 14 Thlr.)— Heu per Entr. 24 ¾/ Sgr.(zu Elberfeld 1 Thlr.) Elberfeld, im Jan.: Weizen 3 Thlr. 8 — Roggen 2 Thl. 15 Sg.— Gerste 1 Thl. 18 Sgr. — Hafer 1 Thlr.— Buchweizen 2 Thlr. 20 Sgr. — Karteffeln 28½ Sar.* 40 St Emmerich, im Jan.: Weizen 3 Thlr. 5 Sg. — Roggen 2 Thlr. 5 1/ Sgr.— Gerste 1 Thlr. 12 Sar.— Hafer 22 Sar.— Kartoffeln 16 Sgr. Munster, 5. März: Weizen 3 Thlr. 25 Sg. — Roggen 2 Thlr. 28 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 28 Sgr.— Hafer 1 Thl. 9 Sg.— Buchweizen 1 Thl. 28 Sgr.— Kartoffeln 1 Thlr. 10 Sgr. Neuß, 8. März: Weizen 3 Thlr. 6 Sgr.— Roggen 2 Thlr. 12 Sgr.— Gerste 1 Thlr. 11 Sgr.— Hafer 24 Sgr. 22 23. 24. 25. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Ostluft, Frostwetker, hell. schneidender West, etwas Schnee, später gelinde. Westwind, bezogen, Schneeflocken, frostlos. Morg. regnigt, Südwest und West. Nachm. 4 Uhr Hagelschauer mit Nordwest, etwas stürmisch. Nachts viel Regen. Südsüdwest, Regen, hell, später naß u. stürmisch. Ab. Westsüdwest.(Vollmond.) desgl. Morg. hell. Nachm. Hagelschauer, stürmisch, West u. Nordwest. Ab. Schneegestöber. * Marz. West u. NW. Nachm. Schneeschauer. Ab. hell. West und Südwird. Nachm. viel Regen, mit Schnee untermischt. Westwind, ununterbrochener Regen.(Die Lippe tritt aus.) Morg. regnigt, Nachm. klärt sich auf, milde Luft. etwas Reif, Nordluft, später Südwest, trübe. Abends Regen. Westwind, Regen. Nachts stürmisch.(Letztes regnigt. Südwest, klar und schön. etwas Regen, Sonnenblicke. etwas Reif, sodann Nebel, später klar u. schön, Nordluft. Reif, meist heiter, sehr angenehm, Südwind. früh Regen, Westwind, Nachm. Sonnenschein, Nachts stürmisch. (29) Tapeten=Fabrik von C. W. Crone in Osnabrück. Witterungsamzeigen. Vom 21. Februar bis 12. März. 21. Nordw., gelinde Kälte, Hagelschnee, Nachts etwas Schnee. 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