Bekanntmchungen. Bezugnahme auf meine im 9. Stücke des Bochumer Kreisblattes enthaltene Bekanntmachung vom 10. v. Mts. bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die Termine, an welchen die diesjährigen Frühjahrs=Appells für sämmtliche Wehrmänner des 1. und 2. Aufgebots und Reserve=Mannschaften einschließlich der Garden aller Waffen, so wie die Superrevidenden der 5. Compagnie des 2. Bataillons(Iserlohn) 16. Landwehr=Regiments, so wie die Bezirks=Uebungen von dem Königlichen BrigadeCommando geändert worden sind, und nunmehr in nachstehender Art stattfinden: 1) für die Mannschaften aus dem Amte Blankenstein am 15. April Morgens 9 Uhr am Crengeldanz bei Witten; 2) für die Mannschaften aus dem Amte Witten am 15. April Nachmittags 2 Uhr am Crengeldanz bei Witten; 3) für die Mannschaften aus der Stadt Bochum am 16. April Morgens 8 Uhr auf der Voede bei Bochum; 4) für die Mannschafen aus dem Amte Bochum am 16. April Morgens 10 Uhr auf der Voede bei Bochum; 5) für die Mannschaften aus dem Amte Herne am 16. April Nachmittags 3 Uhr auf der Voede bei Bochum; 6) für die Mannschaften aus dem Amte Wattenscheid am 17. April Morgens 10 Uhr auf der Wattenscheider Heide, am Handweiser; 7) für die Mannschaften aus der Stadt Hattingen mit dem 2. Aufgebote des Amtsbezirks Hattingen am 18. April Morgens 8 Uhr an der Hattinger Brücke; 8) für die Reserven und das 1. Aufgebot des Amtsbezirks Hattingen am 18. April Nachmittags 2 Uhr an der Hattinger Brücke. Zu den Bezirks=Uebungen haben sich die dazu eingeforderten Mannschaften in nachstehender Art zu gestellen: a. Infanterie. 1) die Mannschaften aus dem Amte Witten am 4. und 5. Mai am Crengeldanz; 2) die Mannschaften aus dem Amte Blankenstein mit Ausschluß derjenigen aus der Stadt Blankenstein und der Gemeinde Buchholz am 7. Mai am Crengeldanz; 3) die Mannschaften aus der Stadt und dem Amte Bochum am 8., 9. und 11. Mai auf der Voede bei Bochum; 4) die Mannschaften aus dem Amte Wattenscheid am 12. Mai auf der Voede bei Bochum; 5) die Mannschaften aus dem Amte Herne am 13. Mai auf der Voede bei Bochum; 6) für die Mannschaften aus dem Amte Hattingen, aus der Stadt Hattingen, der Stadt Blankenstein und der Gemeinde Buchholz am 14., 15. und 16. Mai an der Hattinger Brücke. b. Kavallerie. 1) die Mannschaften aus den Aemtern Witten und Blankenstein, ausschließlich der Stadt Blankenstein und der Gemeinde Buchholz, am 7. Mai am Crengeldanz bei Witten; 2) die Mannschaften der Stadt Bochum, der Aemter Bochum, Wattenscheid und Herne am 13. Mai auf der Voede bei Bochum; 102 3) die Mannschaften der Stadt und des Amtes Hattingen, der Stadt Blankenstein und der Gemeinde Buchholz am 16. Mai an der Hattinger Brücke. Die Controlpflichtigen und die zu der Schieß= und Lanzen=Uebung verpflichteten Mannschaften fordere ich hierdurch auf, zu den betreffenden Appells und Uebungen pünktlich zu erscheinen. Richterscheinen wird mit 3tägigem Mittel=Arrest bestraft und tritt bei erschwerenden Umständen gerichtliche Bestrafung ein. Wer durch Krankheit am Erscheinen verhindert wird, muß sich vorher bei der Compagnie durch ein glaubhaftes ärztliches Attest oder durch ein Zeugniß seiner Ortsbehörde entschuldigen. Entschuldigungen durch Kameraden werden nicht angenommen. Bochum, den 7. März 1846. Der Landrath Gr. v. d. Recke=Volmerstein. Vom hohen Ministerio ist mir der nachfolgende Aufsatz,„die Erzeugung der Kartoffeln aus Saamen“ betreffend, zugefertigt, den ich hierdurch zur allgemeinen Kenntniß bringe. Der Landrath Bochum, den 23. März 1846. Gr. v. d. Recke=Volmerstein. Ueber die Erzeugung der Kartoffeln aus Saamen. In Folge der im vorigen Jahre fast allgemein im Norden des Continents verbreiteten Krankheit der Kartoffeln ist man wiederum aufmerksam darauf geworden, ob es nicht rathsam sei, aus den Saamen der Pflanzen eine neue Kartoffelsaat zu gewinnen, und auf solche Weise diese Frucht zu regeneriren, indem die jetzige Generation in Folge der unaufhörlichen Fortpflanzung mittelst der Fruchtknollen allmählig zu entarten und mancherlei Krankheiten ausgesetzt zu sein scheint. Bereits vor 5 Jahren habe ich Kartoffeln aus Saamen gewonnen. Nach dem auch an anderen Orten hierbei bisher angewendeten Verfahren waren jedoch diese Karkoffeln im ersten Jahre winzig klein geblieben, und erst durch das Wiederauslegen derselben während der folgenden Jahre erlangten sie ihre vollkommene Ausbildung.— Sie übertrafen aber dann allerdings an Wohlgeschmack, Mehlgehalt und Ertrag alle übrigen in denselben Feldern und Gärten gebauten Kartoffeln.— Mit diesen Kartoffeln, welche von den aus dem Saamen vor fünf Jahren erzeugten abstammen, haben außer mir mehrere andere Einwohner des Ortes im vorigen Frühjahre ihre Kartoffelgärten und Feldstücke bestellt; die Ernte hiervon unterschied sich nicht allein durch die Fülle und Kräftigkeit und durch das reine und gesunde Aussehen der Früchte von der der umliegenden Ländereien, sondern es sind hier die aus diesen Kartoffeln erzielten Früchte auch gänzlich von der vorigjährigen Krankheit verschont geblieben, während die in den unmittelbar daneben liegenden Beeten gebauten Kartoffeln sehr stark davon befallen sind, wie denn überhaupt die Krankheit, gleich wie die übrige Umgegend, so auch die Boytzenburger Feldmark mehr oder weniger und zum Theil recht stark betroffen hat. Das Erzeugen der Kartoffel aus Saamen ist nichts Neues.— Aber die ausgezeichnete Qualität der so erzeugten Kartoffeln und die größere Gesundheit der von solchen vor einigen Jahren aus Saimen neu erzeugten Kartoffeln abstammenden Früchte im vorigen Jahre, mitten zwischen den von der Krankheit ergriffenen, sind sehr beachtenswerth, indem hierdurch der Vorzug vor den gewöhnlichen dargethan wird.— Wenn nun an anderen Orten, wie ich vernommen, auch solche Kartoffeln von der vorigjährigen Krankheit befallen sind, so ist zwar daraus zu schließen, daß diese Erzeugungs Art kein unbedingtes Schutzmittel dagegen ist. Es kann aber deshalb nicht bestritten werden, was der Augenschein einen Jeden lehrt, der diese Kartoffeln mit anderen vergleicht, daß die aus Saamen regenerirten ungleich kräftiger, reiner und stärker sind, mithin wie jeder kräftige und gesunde Organismus, zwar nicht gegen jede Krankheit geschützt, aber doch viel weniger Krankheiten ausgesetzt und am meisten im Stande sein werden, sie zu überwinden. Von noch höherem Interesse dürfte es ober sein, daß es gelungen ist, aus den im Herbste 1844 gesammelten Saamenveeren bereits im vorigen Herbste eine sehr reichliche Ernte von zum Theil vollkommen ausgebildeten Kartoffeln zu erzielen. Das Verfahren hierbei ist folgendes: I. Behandlung des Saamens. Dieselbe ist der der Gewinnung des Gurkensaamens ganz ähnlich. Im Herbste, sobald die Kartoffelstauden anfangen abzusterben, werden die Saamenbeeren gesammelt und bis Ende Januar oder 103 Anfang Februar an einem trocknen, frostfreien Orte aufbewahrt, indem der Saamen in den Beeren sich während dieser Zeit erst völlig ausbildet und vervollkommnet. Dann werden die Beeren zerdrückt und in einen Topf oder ein Faß gethan; hier bleiben sie 6 bis 8 Tage an einem gegen Kälte geschützten Orte(in Stuben oder Ställen) stehen, damit eine Gährung stattfindet. Alsdann wird so viel kaltes Wasser zugegossen, daß die Masse ganz dünn wird, und die schleimige Masse sich von dem Saamen scheidet. Die flüssigen Theile werden abgegossen und der Saamen wird auf Papier in einem warmen Gemache getrocknet und bis zur Aussaat aufbewahrt. II. Aussäen des Saamens. Ende März oder Anfang April wird der Saamen in lockere fruchtbare Erde, wie Gemüsesaamen gesäet, um(wie beim Tabak, Kohl, Rüben u. desgl.) junge Pflanzen zum Auspflanzen zu erziehen. Hat man Gelegenheit, den Saamen zu dem Ende in ein Mistbeet zu säen, so ist dies das peste. Ist dies nicht der Fall, so genügt ein jedes gegen Süden an einer Wand oder Mauer liegende, gehörig gelockerte Beei mit fruchtbarer Erde, was bei kaltem Wetter mit Fenstern oder mit Stroh oder Kieferzweigen bedeckt wird, um die Keime und die jungen Pflanzen vor Frost zu bewahren. Auch könnte nöthigenfalls das Aussäen in Kasten geschehen, welche mit Erde gefüllt sind, und von den ärmeren Leuten zum Erziehen der Tabakspflanze gewöhnlich angewendet werden. Die Erde, worin der Saamen ausgesäet ist, darf übrigens nie ganz austrocknen, sondern muß immer mäßig naß erhalten werden. III. Behandlung der jungen Pflanzen. Sobald die jungen Pflanzen eine Höhe von 4 bis 5 Zoll erreicht haben, und keine Nachtfröste mehr zu fürchten sind, werden sie auf dem Felde oder in den Gärten in das ganz wie gewöhnlich zum Kartoffelbau bereitete Land in solcher Entfernung von einander ausgepflanzt, wie man Kartoffeln zu legen pflegt. Die Pflanzen werden 2 bis 3 Zoll tiefer gepflanzt, als sie im Saamenbeet gestanden haben, damit sich mehr Wurzeln bilden und reichliche Früchte erzielt werden. Es wird also beim Auspflanzen der Kartoffelpflanze ganz ähnlich verfahren, wie beim Pflanzen des Kohls oder Tabaks im Felde. Die aus Saamen erzogenen Pflanzen müssen früher und schwächer behäufelt werden, als die gewöhnlichen Kartoffeln, weil bei ihnen die Wurzeln sich sehr rasch bilden. Die ganze Oberfläche des Bodens ist oft mit Wurzeln durchwebt, geschieht also das Behäufeln erst dann, wenn sich die Wurzeln schon ausgebreitet haben, so wird die Pflanze in ihrem Wachsthum gestört, es müssen sich neue Wurzeln bilden und die Ernte wird verspätet und minder ergiebig. Das Behäufeln muß daher statt finden, sobald man wahrnimmt, daß die Pflanze anfängt stärker zu wachsen. Auf obige Weise habe ich aus etwa ¾ Metzen Saamenbeeren von weißen Speise=Kartoffeln, welche im Herbste 1844 gesammelt waren, zwei Loth Saamen gewonnen. Diesen habe ich auf einem gewöhnlichen Mistbeet von acht Fuß Länge und fünf Fuß Breite, also 40 Quadratfuß ausgesäet. Es gab dies eine solche Menge junger Pflanzen, daß ich nur das halbe Beei zum Ausflanzen bestimmte, und unter dieser Hälfte wieder nur die kräftigeren Pflanzen auswählte. Mit diesen pflanzte ich an zwei verschiedenen Stellen im Ganzen achtzig Quadratruthen und zwar theils auf einen fruchtbaren Sandboden, auf der Höhe, theils in einer niedriger gelegenen Wörde, in gewöhnlich bereitetem ungedüngten Lande, neben anderen, nicht aus Saamen erzeugten Kartoffeln, welche gelegt wurden, etwas weitläuftig aus, und gewann von jenen Pflanzen, welche sich fast sämmtlich zu ungewöhnlich starken Stauden ausbildeten, in den ersten Tagen des Monats October vorigen Jahres 26 Scheffel vollkommen reife und ausgebildete, gesunde, weiße Speise=Kartoffeln, während die daneben stehenden, nicht aus Saamen gezogenen Kartoffeln, insbesondere in der Wörde, stark von der vorjährigen Krankheit befallen waren. Die große Ergiebigkeit zeigt sich daraus, daß der geringste Ertrag einer Staude ½ Metze, der höchste 1½ Metze betrug, daß einzelne Kartoffeln bis 11 Loth wogen und einzelne Stauden 100 bis 200 Kartoffeln(eine sogar 280 kleine Kartoffeln) brachten. Es hat sich übrigens ergeben, daß die Pflanzen, welche auf dem höheren fruchtbaren Sandboden ausgepflanzt worden, eine noch reichere und bessere Ernte gegeben haben, als die in der Niederung gepflanzten, so daß jener Boden den aus dem Saamen erzogenen Kartoffeln am besten zuzusagen scheint. Boytzenburg in der Uckermark, im Februar 1846. G. Zander, Kunstgärtner. Der für die Gemeinden des diesseitigen Amtes angestellt gewesene Schornsteinfeger ist gestorben. Lusttragende zu dieser Stelle wollen ihren Antrag auf Verleihung derselben unter Beifügung ihrer Qualifications= und Führungs=Zeugnisse baldigst machen. Wattenscheid, den 20. März 1846. nn Der Amtmann Kämper. * 1# IS — 104— Von dem Schau=Amte des Amtes Herne sind die nachstehend näher bezeichneten Zuchtstiere angekört worden, und dürfen bis zum Körungstermin 1847 zur Bedeckung benützt werden. Des Eigenthümers Rame. Schmidt Lueg Schulte am Esch Budde Buschmann Langebeckmann Schulte Alte=Dorneburg Storp Wohnort. Sodingen Strünkede Horsthausen Pöppinghausen Hiltrop Eickel daselbst Bickern Alter. Pottre Herne, den 23. März 1846. Des Zuchtstiers Farbe. Abstammung falb mit weißen Flecken... hiesige. schwarz mit weißen Flecken desgl. roth mit weißen Flecken] desgl. Blauschimmel desgl. falb mit weißen Flecken desgl. falb mit weißen Flecken.. unbestimmt roth mit weißen Flecken....] desgl. roth mit weißen Flecken holländisch. Der Amtmann. Von dem Schau=Amt des diesseitigen Amtes sind die in nachstehendem Verzeichniß näher beschriebenen Stiere angekört worden und dürfen bis zum 1. April 1847 als Zuchtstiere benützt werden. Wattenscheid, den 23. März 1846. Der Amtmann Kämper. 105 Da aus vielen Gemeinden des diesseitigen Amtes in dem am 21. d. Mts. angestandenen Körungstermin kein Stier vorgeführt ist, so hat, um möglichen Verlegenheiten vorzubeugen, das Schau=Amt des diesseitigen Amtsbezirks beschlossen, sich am Sonnabend den 4. k. Mts., Nachmittags 3 Uhr, nochmals in Wattenscheid auf der Amtsstube zu versammeln, um eine zweite unentgeldliche Körung vorzunehmen. Das Schau=Amt hofft, daß die Besitzer von Stieren, welche sich zu Zuchtstieren eignen, dieselben alsdann zur Körung vorführen. Ich mache darauf aufmerksam, daß nach§. 8 der Zuchtstierkörordnung vom 15. Juli v. J. 1) Eigenthümer von Zuchtstieren, welche nicht angekört oder von den Schau=Aemtern verworfen oder endlich solcher Stiere, für welche der ertheilte Erlaubnißschein abgelaufen ist, eine Strafe von 10 Sgr. bis 2 Thlr. für jeden Fall, wo ihr Stier zur Bedeckung fremder Kühe gegen Bezahlung oder unentgeldlich hergegeben worden, erlegen müssen; 2) wer sich eines nicht angekörten fremden— d. h. nicht ihm selbst gehörigen— Stiers zur Bedeckung seiner Kuh bedient, für jede Contravention in eine gleiche Strafe verfällt, und 3) wenn ein abgekörter oder nicht erneuert angekörter Stier mit fremdem Vieh auf die Weide gebracht wird, die Strafe verdoppelt wird.— Wattenscheid, den 25. März 1846. Der Amtmann Kämper. Das für das Amt Bochum zur Ankörung von Zuchtstieren angeordnete SchauAmt tritt am 31. dieses Monats, Vormittags 9 Uhr, bei der Frau Wittwe Cramer an der Engelsburg und Nachmittags 2 Uhr bei dem Wirth Flasche zu Altenbochum zusammen, was die Zuchtstierbesitzer beachten wollen.. Der Amtmann Bochum, den 21. März 1846. v. Schell. Die nachstehend näher bezeichneten Zuchtstiere sind von dem Schau=Amte des Amtes Witten am 25. d. Mts. angekört worden, und dürfen daher für die Dauer des nächsten Jahres— vom 1. April c. bis dahin 1847— zur Bedeckung von Kühen gebraucht werden. Kämper 1. 106 Nothwendiger Verkauf. Land= und Stadtgericht Bochum. Die in der Steuergemeinde Königsteele Flur I. Nr. 5 und Flur I. Nr. 6 b. der neuen Mutterrolle belegenen, den Geschwistern Zobel zu Königsteele zugehörigen Grundstücke nebst den auf denselben befindlichen Wohnhäusern, nach Abzug eines jährlichen Erbpachts=Canons von 15 Thlr. abgeschätzt im Ganzen zu 955 Thlr. zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen im Bureau III. einzusehenden Taxe, sollen am 1. Mai dieses Morgens 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle wegen nicht erfolgter Zahlung des Kaufgeldes resubhastirt werden. Bekanntmachung. Am 7. künftigen Monats, Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Amtsbüreau eine große Feuerspritze, welche einen Werth von circa 300 Thlrn. hat, öffentlich gegen Creditbewilligung verkauft werden, wozu Kauflustige eingeladen werden. Die Spritze befindet sich im besten Zustande und ist wegen ihrer großen Leistungsfähigkeit sehr zu empfehlen. Bochum, den 16. März 1846. Der Amtmann v. Schell. Bekanntmachung. Am Donnerstage den 2. k. Mts., Nachmittags 3 Uhr, findet die Quartal=Sitzung des ländlichen Armen=Vorstandes in der Behausung der Frau Wittwe Kaltheuner hierselbst statt, wozu die Herren Mitglieder desselben eingeladen werden. Bochum, den 26. März 1846. Der Amtmann v. Schell. Bekanntmachung. Die Repartitionsniste der diesjährigen Schulsteuer der Gemeinde Riemke liegt von heute an 8 Tage zur Einsicht der Betheiligten hier offen. Bochum, den 28. März 1846. Der Amtmann v. Schell. Bekanntmachung. Die 6. Repartition der Schulbaukosten der Gemeinde Heven liegt vom 31. d. Mts. ab an auf 8 Tage zur Einsicht der Betheiligten hier offen. Blankenstein, den 24. März 1846. Der Amtmann. Bekanntmachung. Die Repartition des Schulsteuer=Deficits der Gemeinde Herbede pro 1846 liegt vom 31. d. Mts. ab an auf 8 Tage zur Einsicht der betheiligten Eingesessenen hier offen. Blankenstein, den 24. Marz 1846. Der Amtmann. Bekanntmachung. Am Dienstag den 31. d. M., Nachmittags 3 Uhr, werde ich bei dem Wirthe Herrn Joh. Ibing hierselbst: 3 Kühe, sowie mehrere Mobilien und Hausgeräthe öffentlich gegen baare Zahlung verkaufen. Hattingen, den 20. März 1846. Der Auctions=Commissar Burmann. Bekanntmachung. Gegen gleich baare Zahlung sollen am Mittwoch den 8. April c., Vormittags 10 Uhr, im Auctions=Lokale bei der Frau Wittwe Fiege hierselbst: 1 Klavier, einige Hausmobilien und 1 Kuh öffentlich verkauft werden. Bochum, den 23. März 1846. Der gerichtliche Auctions=Commissar Parpat. Der Kötter Asbeck zu Herne beabsichtigt, folgende Immobilien, als: 1) das in Herne am Kirchhof und der Chaussee belegene Wohnhaus, 2) seinen noch bei Herne bei Overkamp gelegenen Garten, 3) 1 Stück Ackerland auf Sengenhoffs Feld, 122 Ruthen groß, meistbietend gegen Credit verkaufen zu lassen. Hierzu ist Termin auf Sonnabend den 4. April, Nachmittags 2 Uhr, an der Behausung des Gastwirths Hochstrate genannt Jasper zu Herne anberaumt, wozu zahlungsfähige Kauflustige eingeladen werden. Bochum, den 16. März 1846. Der Justiz=Commissar und Notar Natorp. Am Mittwoch den 1. April, Morgens 11 Uhr anfangend, werde ich den Nachlaß der verstorbenen Wittwe Treßler, bestehend aus: einem Ofen, einem Bett= und Bettstelle, einem Kleider= und Küchenschranke, zwei Koffer, Ti. schen, Stühlen u. s. w., in der Behausung des Steinhauers Wölting am Hellwege für's Meistgebot mit Creditbewilligung verkaufen. Bochum, den 26. März 1846. Der Auctions=Commissar Siepmann. len in Ma Flü gel, met mit für' 20 Dar mit Abb mein Best Han Bekanntmachung. Wegen Aufhebung einer Haushaltung sollen im Termine den 1. April Morgens 10 Uhr in der Wohnung des Wirths Schulte am Markt folgende Gegenstände: ein sechsoctaviger Flügel, 2 Oefen, mehrere Stühle, Tische, Spiegel, eine Bettstelle, Schildereien, Blumentöpfe, mehrere Bücher, Tischtücher, Betttücher, 4 Fässer mit Eingemachtem rc. gegen Credit öffentlich für's Meistgebot verkauft werden. Kauflustige werden dazu eingeladen. Bochum, den 21. März 1846. Der Auctions=Commissar Heimeshoff. Ich bin Willens, ein Wohnhaus, welches 20 Fuß lang, 10 Fuß weit, 7 Fuß bis zum Dache hoch und inwendig oben und unten ganz mit Brettern versehen ist, unter der Hand zum Abbruch zu verkaufen. Kauflustige können sich bei mir melden. Wilhelm Rohsiepe zu Stalleiken. Mobilien=Verkauf. Am Mittwoch den 1. April, Nachmittags 3 Uhr anfangend, werde ich in der Behausung des Carl Guth hierselbst mehrere der Ehefrau Wink zugehörige fast noch neue Gegenstände, als: ein Klavier, eine Kommode, eine große fast noch neue Hausuhr, Tische, Stühle, Bettstelle, Spiegel, eine Schiebkarre, mehrere große, theils mit hölzernen, theils mit eisernen Reifen versehene Fässer und dergleichen mehr, öffentlich gegen Credit zum Verkaufe aussetzen, wozu sich Kauflustige einfinden wollen. Wattenscheid, den 25. März 1846. Der Auctions=Commissar W. Schulte. Es geht ein dumpfes Gespräch, ich sollte in den Wiesmannschen Wasserbrunnen Unreinlichkeiten geworfen haben. Demjenigen, welcher mir den Thäter darüber anzeigt, daß ich ihn gerichtlich belangen kann, verspreche ich eine Belohnung von 10 Thalern. H. Kestermann gnt. Zuschlag. Meinen geehrten hiesigen und auswärtigen Gönnern empfehle ich mein eingerichtetes vollständiges Tapeten= Lager, enthaltend alle Sorten ordinärer und feiner Tapeten, Bordüren, fein gemalte Landschaften, Thürenstücke und sonstige Dekorationen. Durch neue Sendungen, die ich, kürzlich erhalten habe und aus den größten Fabriken Deutschlands bezogen worden sind, bin ich in den Stand gesetzt, eine sehr reichhaltige, schöne und billige Auswahl darzubieten, welche ich meinen geehrten Gönnern zur geneigten Abnahme bestens empfehle. Reste werden unter dem Fabrikpreise abgegeben. Bochum, den 26. März 1846. elm Hellelmann. In Verfolg meiner ergebenen Anzeige vom 24. December a. pr. empfehle ich meine jeder Anforderung entsprechende Buchbinderei mit dem Bemerken, daß mein Geschäftsführer Valentin Siebner von mir beauftragt worden ist, Aufträge und Bestellungen anzunehmen und zu effectuiren. In der damit verbundenen SchreibmaterialienHandlung sind folgende Artikel zu billigen Preisen zu beziehen, als: 1) verschiedene Sorten hamburger Schreibfedern per Bund zu 20 bis 3 Sgr., englische, französische und deutsche Stahlfedern in Schachteln und auf Karten, Stahlfederhalter und Patentfedern, englische Feder= und Radiermesser von 2 Thlr. bis zu 2 Sgr., — 108— 2) Policrates, regensburger, wiener und englische Bleifedern, ächte Rothstifte, chinesische Tusche, Zeichenkreide, Farben=Chatouillen und Siegellack in verschiedenen Qualitäten, 3) Oel=Papiere, Porcellan= und farbiges Brief=Papier, Median=, Propatria=, Concept= und Pack=Papier, so wie verschiedene Sorten Zeichen=Papier in allen Größen, 4) einfarbige Glanz=Papiere, Marmor=Papier gepreßt, chinesische Gold= und Silber= und andere feine Papiersorten, Goldborduren sowohl glänzend als matt, gepreßt und durchbrochen in allen Sorten, 5) Spiegel und Bilder in Goldrahmen und gefirnißte Goldleisten, Stammbuchaufsätze, Bilder= und Volksbücher, Bilderbogen, Landschaften von der Mosel=, Rhein= und DonauGegend, Moschusbriefe und calligraphische Muster, 6) Zeitungs=, Reise= und Zulegetaschen, Visitenkarten, feine und ordinaire Brieftaschen, Chatouillen, Schreibmappen, Cigarren=Etuis, Uhrgehäuse und Notizbücher, 7) linürte und unlinürte Comtoir=Bücher, Quartregister 15 Bogen stark in halb Leder, letztere zu 4 Sgr., zwölf verschiedene Sorten linürte Schreibhefte 3 Bogen stark, das Dutzend zu 6 Sgr., unlinürte Schreibhefte in verschiedenen Formaten mit einfachen und bunten Umschlägen, Schiefertafeln, so wie sämmtliche Schulbücher für die Stadt und Umgegend passend. Außer diesen Artikeln sind in meiner Buchbinderei folgende katholische Gesang= und Gebetbücher zu folgenden Preisen zu beziehen: a. Gebetbuch für Bejahrte in Goldschnitt mit gepreßten Deckeln zu 30 Sgr., h. So sollt ihr beten„„„„„„ 10„„ c. Gott ist die reinste Liebe 17„ d. Der geheiligte Tag„„„„„„ e. Mariannischer Hilgerstab„„ 8„ k. Hermanns Gebetbuch 6„ g. Das Gebet des katholischen Christen„ 25 ngggg h. Der Christ in der Andacht„„ 6„ i. Schneiders Erbauungsbuch 5 au6. k. Natters Gebetbuch 1. Coleste Palmetun„„ 6.„ m. Wille's Gebek= und Tugendbuch in gelbem Schnitt mit gepreßten Deckeln 10 Gebet=u. Gesangbuch für katholische Christen 10= Herolds Gesangbuch 40„ p. Unterhaltung der Seele„„ 9 g. Paradies der christlichen Seele, Nachfolge Christi, Nachfolge des heiligen Joseph u. s. v. und Hauber's Gebetbuch. Dieselben sind zu verschiedener Art, daß solche einzeln aufgeführt werden können; es können aber hier nicht benannte Gesang= und Gebetbücher auf Verlangen in einigen Tagen geliefert werden. Auch sind bei mir evangelische Gesangbücher in Goldschnitt und ohne Goldschnitt stets zu beziehen ebenfalls zu billigen Preisen. Ferner sind bei mir zu haben: ächte englische Vergoldpomade, die ihrer Vorzüglichkeit wegen besonders empfohlen werden kann, verschiedene Firnisse, als Copal= und brauner pariser Firniß per Litter zu 2 Thlr. 10 Sgr., Räucherpulver, Eau de Cologne, Macassar=Oel, wohlriechende und Schaumseife, rothe und schwarze Dinte und Sandrac u. s. w. Bochum, den 25. März 1846. E. Anders jun. n. 0 ische und und rchnauhen, eder, das und und g1ele 8. s. w. innen feßet 6 zu begen firniß gende Beilage zu N 13 des hiesigen Kreisblattes. Bochum, den 28. März 1846. Brandstiftung in Hamburg. Je schauderhafter Verbrechen dieser Art sind, — weil sie nur zu leicht und oft unermeßlich großes Unglück, Jammer und Elend nicht blos über einzelne Familien, sondern über ganze Ortschaften verbreiten und das Glück und den Wohlstand von Tausenden in wenigen Stunden unrettbar zertrümmern können,— um so mehr Veranlassung sollte die Presse nehmen, Vorfälle dieser Art nicht zu übergehen, sondern sie als warnendes Beispiel jederzeit mitzutheilen. Sie sollte aber auch nicht unterlassen, dabei der Bestrebungen und Verdienste der Polizeibehörden rühmlichst zu gedenken, durch deren nicht geringe Anstrengungen und Mühen es ja doch nur allein möglich werden kann, das Verbrechen zu enthüllen und die Bösewichter zu entlarven. Wir sind der Meinung, daß derartige Bestrebungen der Behörden in dem Grade um so größere Anerkennung und öffentliches Lob verdienen, je leichter sie auf die ihnen namhaft gemachten Verdachtsgründe eingehen, und je unermüdlicher sie sind, die Inculpaten zum Geständniß zu bringen. Daß nicht immer und überall so verfahren wird, daß man die Indicien oft für nicht ausreichend hält, um darauf einzugehen, wird Jeder wissen, der sich nur etwas in den Archiven der Feuerversicherungsanstalten umgesehen hat; er wird wissen, daß bei entstandenen Bränden, wo Abgebrannte versichert waren und die dabei interessirten Gesellschaften mehr oder weniger Verdachtsgründe gegen Versicherte anbrachten, man es zuweilen nur mit Mühe dahin bringen konnte, daß Localbehörden im Sinne der Gesellschaften verfuhren, woher es denn wohl mitunter gekommen ist, daß die Thäter unentdeckt blieben. In Preußen und Sachsen sind diese Fälle wohl selten, aber sie sind doch da gewesen und kommen in manchen anderen Ländern um so öfter vor, und eben deshalb haben nicht blos die dabei interessirten Versicherungsgesellschaften, sondern auch das Publikum alle Ursache, den Behörden, welche sich durch ein willfähriges, eifriges und umsichtiges Benehmen dabei auszeichnen, zu danken und diesen Dank öffentlich anzuerkennen. In Bezug auf die kürzlich in Hamburg entdeckte Brandstiftung erhielten wir aus achtbarer Hand folgende interessante Mittheilung: In Folge der im letzten Stücke der„Allg. Versich.= Ztg.“ enthaltenen Andeutungen über die in Hamburg an dem bei den Mühren stattgefundenen Feuer verübte Brandstiftung machen wir uns ein Vergnügen daraus, Ihnen den Hergang der Sache speciell mitzutheilen, falls Sie Gelegenheit nehmen wollen, solchen der Oeffentlichkeit zu übergeben. Es ist dieser Fall um so interessanter, als die Betheiligten ihr Verbrechen mit einer Umsicht und Verschmitztheit vorbereiteten, die ihres Gleichen sucht. Nach Beendigung des Brandes nahmen die Kaufleute Herbst und Stahrbrodt den Schein der Reellität in so fern an, als sie sogleich erklärten, daß die Größe ihrer Lagerbestände bei Weitem die Höhe der Versicherungssumme nicht erreichen würde; das Feuer selbst war überdem so gewandt angelegt worden, daß es sich nicht in dem von ihnen benutzten, sondern in den darunter befindlichen Räumen verbreitet hatte. Die Schadenrechnung wurde überall durch die Bücher, welche schon lange zuvor darauf vorbereitet waren, belegt und zwar größtentheils durch Originalfacturen; mehrere theure Gegenstände, als Atlas 2rc., waren erst kurz vor dem Brande, während der Abwesenheit ihres Personals, so geschickt fortgebracht worden, daß dieses davon keine Kenntniß erlangt hatte. Die erste Untersuchung ergab keinen Verdacht auf Brandstiftung; die Behörde ertheilte ihnen daher ein Attest, wonach jene beendet war, und so vereinigte sich Alles, die Angelegenheit auf's Günstigste für die Thäter zu stellen; die Nothwendigkeit zur Vergütung des Schadens laut Liquidation, Seitens der betheiligten Gesellschaften, Colonia, des Adriatischen Versicherungsvereins in Triest und der Magdeburger Feuerversicherungsanstalt, erschien sonach fast unvermeidlich. Da, erst nach vielfachen Forschungen und den vereinten Bestrebungen der betreffenden Hauptagenten, gelang es, sich den Beweis dafür zu verschaffen, daß eine Partie Spielwaaren als verbrannt liquidirt war, welche beim Brande nicht vorhanden gewesen, sondern eine Zeit vorher vom Fabrikanten zurückgenommen wurde. Auf diese nachgewiesene Thatsache hin und bei der augenscheinlichen Vermuthung, daß zwei andere Posten in der Liquidation nur betrügerisch aufgeführt sein konnten, entschloß sich die Hamburger Polizeibehörde zu einem raschen Einschreiten und handelte mit einer Umsicht, einer Gewandtheit und Energie, die nicht dankbar und rühmlich genug anerkannt werden kann. In Folge dessen wurde der 2c. Herbst sehr bald nach seiner Verhaftung, der 2c. Stahrbrodt erst einige Tage später zum Geständnisse, unter aus A 1 A W 1198 S — 110 A1 führlicher Schilderung des ganzen Herganges und der angewandten Mittel, gebracht, so daß Beide ihrer wohlverdienten Strafe entgegen sehen, die für Ersteren, der sehr reuig, wohl milder als für den Andern, der wesentlich schuldiger gewesen zu sein scheint, ausfallen dürfte. Die mir zugehörige Fettweide von 17 Kuhgängen, die große Wiese genannt, beabsichtige ich für dieses Jahr behufs Betreibung mit mannsen Kühen zu verpachten. Lusttragende werden eingeladen, sich zur Abgebung ihrer Gebote auf Dienstag den 31. März, Nachmittags 2 Uhr, beim Gastwirth Bönnebruch in Eickel versammeln zu wollen. Eickel, den 17. März 1846. Middeldorf. Holz=Verkauf. Am Samstag den 11. April dieses Jahrs, Morgens 10 Uhr, werde ich in der Baukauer Mark 80 Nummern Eichen, welche sich zu Brettern, Balken, Bauholz und Eisenbahnenschwellen vorzüglich eignen, nummerweise gegen Credit verkaufen. Das Holz steht auf guter Abfuhr, nahe an der Kohlenstraße nach Bochum, und keine Viertelstunde von der Chaussee aus Herne nach Recklinghausen. Kauflustige wollen sich an Ort und Stelle gefälligst einfinden. Baukau, den 26. März 1846. Blakmann gnt. Lehmbrink. Gebäude=Verkauf. Die mir durch Neubau überflüssig gewordenen Nebengebäude bin ich willens zu verkaufen. Eins ist 40 Fuß lang, 33 Fuß breit und 16 Fuß hoch; das andere 38 Fuß lang, 20 Fuß breit und 15 Fuß hoch. Diese Gebäude sind noch in einem guten Zustande. Lusthabende wollen sich baldigst bei mir melden. Westenfeld, den 18. März 1846. Höhne gnt. Baumann. Unterzeichneter ist gesonnen, seine neu erbaute Roßmühle, welche zu zwei Frucht=Mahlgängen eingerichtet ist, wovon jedoch nur einer in Betrieb steht, der mit 1 Zugthier betrieben werden kann, Absterbens halber zu billigem Preise mit oder ohne Gebäude unter der Hand zu verkaufen. Lusttragenden dieses zur Nachricht. Höntrop, den 23. März 1846. Unterste Schemmann gnt. Brennholt. Fortwährend werden Knochen gekauft und Knochenmehl verkauft und zwar letzteres per hundert Pfund zu 1 Thlr. 15 Sgr. Hauzeur=Hütte bei Hattingen. Am 29. dieses Monats findet die Ordination unseres Pfarrers, so wie die Einweihung unserer Kirche Statt. Wir machen dies den auswärtigen Gliedern mit dem Bemerken bekannt, daß die Feier um 10 Uhr ihren Anfang nimmt. Witten, den 18. März 1846. Der Vorstand der deutsch=katholischen Kirche. In dem Nebengebäude des Herrn Controleur Walter wird am 1. Mai 1846 eine Wohnung von 4 Stuben, Keller und Stallung, die bis jetzt der Fabrikarbeiter Mesenhohl bewohnt, pachtlos. Pachtlustige wollen sich bei mir melden. Zugleich bemerke ich noch, wie auf Verlangen auch Garten dazu gegeben werden kann. Bochum, den 25. März 1846. A. Osterman. Den Eingesessenen hiesiger Stadt bringen wir zur Kenntniß, daß Montag den 30. d. M. Nachmittags 5 Uhr im Locale der Frau Wittwe Dahm die Wirthschaft zum Maiabendfeste öffentlich verdungen und alsdann die dem Verdinge zum Grunde zu legenden Bedingungen vorgelegt werden sollen. Bochum, den 26. März 1846. Der Schützen=Vorstand. Empfehlung. Einem geehrten in= und auswärtigen Dublikum die ergebene Anzeige, daß ich mich als Drucker und Färber etablirt habe. Es wird mein Bestreben sein, stets eine reiche Auswahl von Gedrucktem in schönen echten Farben nach den neuesten Mustern, wie auch eine reiche Auswohl aller Arten Kittel, bielefelder und brabander Leinen zu liefern. Besonders empfehle ich mich im Auffärben getragener Kleidungsstücke aller Stoffe und in allen Farben. Unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung, bitte ich um geneigten Zuspruch. Meine Wohnung ist in dem von mir angekauften früheren Posthause auf der Beckstraße. Bochum, den 16. März 1846. Schramm. Vom 15. bis 22. d. M. ging eine goldne Uhrkette mit zwei Pettschaften und einem Uhrschlüssel verloren; der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen 5 Thaler Belohnung in der Expedition d. Blt. abzugeben. 111 Indem ich hierdurch meinen Freunden und Gönnern meine Leinen= und Garnbleicherei bestens empfehle, mache ich dieselben noch besonders darauf aufmerksam, daß das Leinen und Garn in Witten bei Herrn Friedrich Soeding, in Bochum bei dem Bäcker Dröge auf der Schüttebahn abgegeben, auch später nach erfolgter Bleiche gegen Entrichtung des Bleichlohns wieder in Empfang genommen werden kann. Hoffend, daß diese Vorkehrung das Publikum veranlassen werde, mir sein Zutrauen zu schenken, werde ich mich bemühen, durch gute und prompte Bedienung mir dasselbe zu erhalten.— Die Preise sind folgender Art: Das Stück Leinen von 20 Ellen kostet 10½ Sgr. Ein Strang Zwirn von 20 Gebind= 3„ Ein Pfund Garn 2„ Das Leinen kann bis zum 1. August, der Zwirn und das Garn bis zum 15. Mai abgegeben werden, und muß das Garn in Säcken befindlich sein. Varney bei Wengern, den 6. März 1846. junior. Bleich=Anzeige und Empfehlung. Meine gut eingerichtete Natur=Bleiche hat sich durch die auf derselben gebleichten Leinen, Garn 2c. in hiesiger Gegend einer besonderen Gunst zu erfreuen. Durch eine vorsichtige accurate Behandlung der zu bleichenden Gegenstände erhalten dieselben eine hohe egale Weiße und kann ich unter Zusicherung der gewissenhaftesten Bedienung und der billigsten Preise dieselbe einem verehrlichen entfernten Publikum zur gefälligen Benutzung bestens empfehlen, was hiermit geschieht.— Zur Bequemlichkeit des Publikums wird Herr F. C. Barck in Herbede Leinen, Gebild, Garn 2c., welches für meine Bleiche bestimmt ist, annehmen und bitte ich, denselben mit recht vielen Aufträgen zu beehren.— Wengern, an der Mühle bei Witten, im März 1846. Wilh. Schluck senior, Bleichinhaber. „Unterzeichneter empfiehlt seine NaturBleich=Anstalt und nimmt für 1 Stück Leinwand von 20 Ellen 11½ Sgr. a 1 Pfund Garn 2¾ a al Strang Zwirn 2½ Bleichlohn. Der Bequemlichkeit halber können die zu bleichenden Gegenstände an Herrn Färber W. Utermann am Markt in Witten jetzt schon abgegeben und nach dem Bleichen bei demselben wieder in Empfang genommen werden. Wengern, den 20. März 1846. Joh. Heinr. Schluck senior. Es wird ein brauchbares FortePiano, von dauerhafter Stimmung, zu miethen gesucht. Auskunft gibt die Expedition d. Blt. 88 Die neuesten Artikel für's Frühjahr, besonders neue Dessins in Callico, Mousseline de laine, Ombre, so wie in Shawls und Umschlagstücher, sind in großer Auswahl bei uns auf Lager und werden zu sehr billigen Preisen abgegeben. Bochum und Dortmund, den 26. März 1846. Gebr. Löwenstein. Bei unserer baldigen Zurückkunft von Paris und Brüssel werden wir das Vergnügen haben, im Gasthofe des Herrn Mettegang die neuesten Facons und Modeartikel der nächsten Sommersaison zur gefälligen Ansicht vorzulegen, und sind wir fest versichert, daß dieselben den Wünschen der uns mit einem Besuche Beehrenden, sowohl hinsichtlich der Schönheit, als Billigkeit, ganz entsprechen werden. Den Tag der Ausstellung werden wir so frei sein, durch ein Circulair noch näher anzuzeigen. Etverfeld, den 28. März 1846. Schwestern Korff. Französische und deutsche Tapeten u. neueste karrirte und gestreifte Dessins in reichlicher Auswahl, so wie: berliner Goldleisten in sehr verschiedenen Breiten zu den billigsten Preisen bei Witten. Friedrich Göbel. 112 Beachtung. Ein Handlungshaus wünscht ein Geschäft, das überall mit entsprechendem Erfolg geführt werden kann und welches dem Uebernehmer bei pünktlicher Besorgung ansehnlichen Nutzen bringt, solchen Agenten zu übertragen, die rechtlichen Charakter, ausdauernden Fleiß mit ausgedehnten Bekanntschaften verbinden. Nur briefliche und portofreie Anträge, die man an Herrn Siegmund Lorch in Frankfurt am Main zu adressiren hat, können berücksichtigt werden. Gesuch. Für eine Familie in der Nähe auf dem Lande wird, gleich nach Ostern, eine gesittete Haushälterin gesucht. Die Expedition d. Blt. ertheilt, auf portofreie Erkundigungen, nähere Auskunft. Trotz meiner wiederholten mündlichen Warnung, ohne Zahlung auf meinen Namen Keinem etwas zu borgen, habe ich doch wieder eine Rechnung über Waaren erhalten, deren Richtigkeit ich in Frage stellen muß. Ich erkläre daher hierdurch, daß ich von jetzt an nichts bezahlen werde, was auf meinen Namen ferner geholt werden möchte. Börnig bei Castrop, den 25. März 1946. Baak. Bei Unterzeichnetem ist fortwährend gute Bierhefe zu haben. Ludw. Schulte zu Eickel. Frische Salat= und noch gute Spargelpflanzen bei Gärtner Muckenheim zu Strünkede. Es werden zwei Buchbinder=Gehülfen gesucht und können dauerhafte Beschäftigung finden in der Buchbinderei von Anders. Ball=Anzeige. Am zweiten Östertage(den 13. April) ist bei mir Ball. Wilh. Dönhoff am Crengeldanz. Am zweiten Ostertage werde ich einen Ball veranstalten, wozu ergebenst einladet Wilhelm Köster in Uemmingen. Freundliche Einladung zum Ball am 2. Ostertage den 13. April bei Friedrich Glitz in Bommern. Ball=Anzeige. Am zweiten Ostertage(den 13. April) ist bei mir Ball. Blankenstein, im März 1846. Theodor Wette. Einzelne zu spät eingegangene Bekanntmachungen sind für die nächste Nr. d. Bl. zurückgelegt worden. Es wird hierdurch wiederholt um zeitigere Einsendung der zu inserirenden Gegenstände gebeten. Stumpf. Gedruckt und herausgegeben von dem verantwortlichen Redacteur W. Stumpf.