899 Munsterisches Intelligenzblatt. MAIINNNN NTO. 03. Samstag den 3. August 1833. Intelligenz=Comtoir auf Mauritz=Straße Nro. 367. S D i e b st a h I. In der Nacht vom 23. auf den 24. d. ist dem Ackersmann Gerhard Joh. Kremer in Herzbochold, mittelst Einbruchs, Folgendes entwendet: 1. Sieben Frauen Röcke, wovon einer von schwarzem Merino, die übrigen von Kattun in verschiedenen Farben; 2. Ein Manns=Ueberrock von dunkelblauem Tuche mit überzogenen Knöpfen; 3. Eine lange Hose vom nämlichen Tuche; 4. Eine Weste von Piquee, hellblau karrirt; 5. Zwölf Küssenzüge von weißer Leinewand, deren 6 mit Filen; 6. Zehn Handtücher, D. T. gezeichnet von weißer Leinewand in verschied. Form; Mehrere weiße Frauen=Mützen: 8. Ein Paar silberne Schuhschnallen, ganz altmodig und mit Laubwerk; 9. Ein dito länglich rund mit zwei Rosen, jede geziert; 10. Zwei goldene Ringe, D. T. gezeichnet; 11. Ein goldenes Halsschloß in Form eines Sterns; 12. Zwei Rthlr. in 1/6, 1/12 und 1/30 Stücken. Jedermann wird vor deren Ankauf gewarnt, und zur gerichtlichen Anzeige, sobald ihm über den Thäter etwas bekannt wird, aufgefordert. Bochold den 30. Juli 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. v. Bostel. Koch. 900 Gerichtliche Bekanntmachungen. Der aus dem Kirchspiele Albersloh gebürtige, zuletzt zu Drensteinfurth wohnhaft gewesene Bäckergesell Heinrich Toeller und die hierselbst wohnende Maria Sophia Henke, Wittwe des verstorbenen Bäckers Bernard Rordhoff, haben in Hinsicht der unter ihnen einzugehenden Ehe, die hier unter Eheleuten stattfindende Gütergemeinschaft, sowohl in Betreff des in die Ehe einzubringenden Vermögens, als wie auch des künstigen Erwerbes, nach dem darüber unter dem 26. d. Mon. abgeschlossenen gerichtlichen Vertrage, ausgeschlossen, welches hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Ahlen den 29. Juli 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Geißler. Langen. Der Handelsmann David Levi hierselbst und die Mina geb. Meier, Wittwe des verstorbenen Assar Löwenstein aus Steele, haben hinsichtlich der unter ihnen einzugehenden Ehe die Güter=Gemeinschaft ausgeschlossen, welches hierdurch bekannt gemacht wird. Dorsten den 16. Juli 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Evelt. Randebrock. Die Concursmasse des verstorbenen Uhrmachers Justus Schröder jun. dahier soll am Dienstage den 3. September curr. Vormittags 10 Uhr unter die concurrirenden Gläubiger vertheilt werden, welches in Gemäßheit der Allgemeinen GerichtsOrdnung Th. I. Tit. 50.§. 7. hierdurch bekannt gemacht wird. Steinfurt den 15. Juli 1833. Königliches Land= und Stadt=Gericht. Fatken. Jupsten. Beim Colon Nolle gen. Oeckhaus Kirchspiels Beckum sollen im Wege der Execution ein completes Bett nebst Bettstelle, zwei Tische, sechs Stühle, mehrere eiserne Töpfe, drei Koffer, zwei große Schränke und mehrere große und kleine kupferne Kessel, öffentlich an den Meistbietenden in Termino den 14. August curr. Nachmittags 3 Uhr verkauft werden, wozu sich Liebhaber einfinden wollen. Ahlen den 30. Juli 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Im Auftrage: Thöle. 901 Am Montage den 19. August curr., Vormittags 9 Uhr anfänglich, sollen beim Kötter Tigges in hiesiger Feldmark im Wege der Erecution sehr viele Hausgeräthe, so wie zwei complette Betten und eine milchgebende Kuh, durchs Meistgebot gegen gleich baare Zahlung verkauft werden, wozu Liebhaber eingeladen werden. Ahlen den 30. Juli 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Im Auftrage: Thöle. Am Mittwochen den 14. August curr. Vormittags 10 Uhr sollen auf Wettendrups Colonat, Kirchspiels Oelde, folgende Winterfrüchte auf dem Lande, als: 18 Stücke mit Mangkorn und 22 Stücke mit Weitzen, öffentlich den Meistbietenden gegen baare Zahlung gerichtlich verkauft werden. Kauflustige wollen sich zu diesem Ende im Hause des Coloni Wettendrup im Kirchspiele Oelde einfinden. Oelde den 29. Juli 1833. Oosterlinck, Actuar. Edictal=Ladung. Dader Kaufmann Hermann Anton Niemer Sohn zu Mesum rechtskräftig für ein Mitglied der in Concurs verfallenen Handlung Johann Bernhard Niemer er Sohn zu Mesum erklärt, auch der nachherige Rechtsstreit darüber, ob die von dem Niemer in der notariellen Verhandlung vom 10. März 1823 geschehenen Vermögens=Ueberlassung als rechtsbeständig zu betrachten, unlängst rechtskräftig gegen die diesfälligen Prätendenten entschieden worden, so ist dato über das Vermogen des besagten Niemer der Concurs eröffnet, und es werden sämmtliche Gläubiger desselben aufgefordert, ihre Ansprüche, sie bestehen in Eigenthumsoder sonstigen Ansprüchen, innerhalb drei Monaten, spätestens aber in dem auf den 27. August curr. Vormittags 10 Uhr an hiesiger Gerichtsstelle vor dem Deputirten, Herrn Assessor Eilermann, angesetzten Connotations=Termin anzumelden und deren Richtigkeit nachzuweisen, unter der Verwarnung, daß sie im Ausbleibungsfalle mit ihren Ansprüchen an die Masse präcludirt werden sollen, und ihnen dieserhalb ein ewiges Stillschweigen gegen die übrigen Gläubiger wird auferlegt werden. In dem angesetzten Termine haben die Gläubiger sich über die Beibehaltung des interimistischen Contradictors und Curators, Herrn Justiz=Commissairs Forckenbeck, zu erklären, und es können die Gläubiger, denen es hier an Bekanntschaft fehlt, sich an einen der hiesigen Herren Justiz=Commissarien Meier u. Crone wenden, welche sie mit erforderlicher Vollmacht und Unterricht zu versehen haben. Rheine den 29. April 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Brockhausen. Kniphues. * 902 Subhastations=Patente. Auf Requisition des Magistrats zu Schwerin im Herzogthum Mecklenburg soll das zur Concursmasse der fallirten Handlung Johanning ei Feldhues daselbst gehörende, in der Bauerschaft kleinen Staden, Kirchspiels Hopsten, sub Nro. cat. 4 belegene, dem verstorbenen Kaufmann Johann Jakob Feldhaus sonst gehörige Wohnhaus nebst Schweinestall und Zubehör, der Garten beim Hause, groß ungefähr 1 1/2 Scheffek Einsaat, und ein Schoppen, welches zusammen nach Abzug der Lasten auf 714 Rthlr. 5 Sgr. abgeschätzt ist, zur nothwendigen Subhastation gezogen werden. Der einzige Bietungs=Termin hierzu ist auf den 21. October curr. Vormittags 10 Uhr an der gewöhnlichen Gerichtsstelle hierselbst vor dem Deputirten, Herrn Assessor Naber angesetzt. Kauflustige haben sich alsdann einzufinden, und können die Taxe und Bedingungen vorher in hiesiger Gerichts=Registratur einsehen. Ibbenbüren den 26. Juni 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Homan n. Cramer. Zufolge Verfügung des Königl. hochlöblichen Oberlandes=Gerichts vom 8. August v. J. sollen die Herzoglich von Loozischen Güter Clemenshaven und Kocken„Kotten=Ländereien zur nothwendigen Subhastation gezogen werden. Das in der Bauerschaft Offlum Kirchspiels Neuenkirchen sub Nro. cat. 51 gelegene Gut Clemenshaven, bestehend aus einem Wohnhause und einem Vieh= und Ackerhause, auch einem Stall, Garten, Acker= und Wiesegrund, zusammen etwa 127 Scheffel Aussaat, ist nach Abzug der Lasten abgeschätzt zu 2083 Rthlr. 22 Sgr. 6 pf. Die Kocken=Kotten=Ländereien, bei der Stadt Rheine belegen, bestehend aus einer Fläche Acker= und Gartenlandes am Hörstekamp, einem Ackerkamp an der Siemkers=Stiege und einem Garten an der Stiege zur kleinen Lauge, zusammen ungefähr 79 Scheffel 29 □Ruthen 20 □F. groß, sind abgeschätzt zu 1560 Rt. 8 Sg. 9 pfenn. sind zu sämmtlichen Realitäten drei Bietungstermine, nämlich: auf den 8. Mai, — 9. Juli und — 7. September curr. jedesmal Vormittags 10 Uhr angesetzt, worin der Verkauf des Guts Clemenshaven im Ganzen, der Kocken=Kotten=Ländereien in einzelnen Stücken geschehen, aber auch der Verkauf sämmtlicher Realitäten zusammen als eines Ganzen versucht werden soll. Sämmtliche Bietungs=Termine stehen an hiesiger Gerichtsstelle vor dem Deputirten, Herrn Assessor Eilermann, an, und wollen sich die Kauflustigen alsdann 903 einfinden, welche die Taxe und Verkaufs=Bedingungen am hiesigen Gerichte vorSchlieslich werden ale Kocken=Koten,= Linhereieg., oder be, gustehenden ledten Bietungs=Termige anzumelSeschchsces ehoe e e n Hnigt, Preußz, Land= und Stadr; Brockhausen. e iun Purcheng, gerchige, bohe bote, egehe gene Neuwohnere, nebse. Oeteg, I. Jul im Wege der freiwiligen Subhastation 342 Vethv., ausscheguch, und setze hierzu der Termn am Gerichstazge zu 9a Tare und Vorwarden können in der Gerichts=Registratn. ender berge zolt. Preaus. Land= und Stadt= Gericht. 9 1 tarirten Mezer Wertentrugs Gelonats sub Uro, car. 7 in Bergeler Kirchpiels Selde Kud die, Lhihatono.= Getoßer d. J, Vormittags 10 Uhr pos en) Herenber d. J. Vormittags 10 Uhr NnsNüübue us Gue aue. e esant racht uch ulhl Tare und Vorwarden in unserer Gerichts=Registratur zur Einscht ofen liegen. Deioe den 21,, A.u6 Land, und Stadt= Gericht. E. Volmer. s Auteug eined Schuiger, ArAgiels Hrchelen zud Droz, eite. 30 belege, Zabehöir, gerichtlich zu 114 Rethlr. wendigen Subhastation gezogen werden. ben au beur s. eode ues, Gaschte ait Kasthaite uner unr vor dem Herrn Assessor Callenberg in loco angesetzt, wozu K 904 Besgargmachuns Einsela eg. we daß Tare und Vorwarden in der Gerichtsbei Strafe der Präclusion anzumelden, A—sprüche Dorsten den 23. Juli 1833. Königl. Preuß. Land= und Stadt= Gericht. Pe Randebrock. Ankündigung einer bessern Malzmethode. (Zweite verbesserte und vermehrte Auflage.) Schon lange war ich fest überzeugt, daß ein sehr wesentlicher Vortheil für die Brauerei erreicht werden würde, wenn man fähig wäre, alles in der Gerste h####d in Zuckerstoff umzuwandeln, und gab mir in meiner fast fünf und dreiSoach id erticet Sder lange lich uie Laskteigns gnsast, die ich ie er Weg aufzufinden, der meiner Erwartung vollkommen entsprach. Da ich nun auf bunse verdbeles Ver und ein sche schiner Seisch dreten flsch. u.d er. i. Crr. Peasde anzsietis, uid An isenzagt, sech, weiln A eaich heise Masiele iche den kenr) hei Verüickschigung der Bekanntschaft mit derselben nicht von sich weisen wird. Denn da Ler. gegagrt, die wachsen beim Maizen das Mehl fast in allen Körnern derselben gleichmäsig in Zucker umgewandelt wird, so gibt das nach meiner Methode bereitete Malz ce , weir stärkere Würze, als man bei jedem andern Verfahren erwarten* 2) bekommt das aus demselben bereitete Bier eine glänzend lebendige Farte di ein Jeder, auch ohne großer Kenner zu sein, von der todten und matten Farbe aus anderm Malze bereiteter Biere leicht unterscheiden kann: 3) befördert es das Klarwerden des Biers ohne alle künstliche Mittel, was um ae C, escaetreie elsereis her cisie eie g elche esirei, herf, 6. 5 gescht ie ud echalb uiche gelten het, witgen das aus euen nuach nes Perg teistsuc verenerem Matie erzeuge Bier sch m seiner ganzen Vollengründet sich even darauf die unleugbare Haltbarkeit des Bieres: 22 zeichnet es, ich. durch seinen Wohlgeschmack aus; escni dece eschscesheice es secece e Kosten und sehr wenig Mühe; am wenigsten aber erfordert se einen wisen 905 schaftlich gebildeten Arbeiter, sondern kann einem jeden gewöhnlichen Gehülfen anvertrauet werden, wenn sie sonst der Geschäftsführer nicht als Geheimniß Die Vorzüige des durch se gewonnenen Malzes aber lassen sich nur da am richtiasten beurtheilen, wo man es unvermischt allein verbraut, und nur da kann sehen, wie leicht es sich löst und wie viel es gibt. Es übertrifft nämlich das in den zum Malzen geeigneten Jahrszeiten bereitete Malz, und ist, ganz frisch, so wie es eben an der Luft trocken geworden ist, schon jedem älteren Malze vorzuziehen, sollte dasselbe auch gut gedarret oder im Märzmonat lufttrocken geworden sein. Eben deshalb kann man auch bei meiner Malzthode, selbst in den wärmsten Sommermonaten, wo sonst das Malz, während des Wachsens, von der hohen Temperatur so leicht üverfällt, und schon das dritte Korn, wenn das Malzen nicht in einem kühsen Keller geschieht, in seinem Fortwachsen unterbrochen wird, ein Malz gewinen, das nichts zu wünschen übrig läßt, und man kann zu demselben selbst ganz junge(neue) Gerste verwenden, die sonst bekanntlich schlecht wächst. Auch wird man durch meine Anweisung in den Stand gesetzt werden, selbst das schon fertige Malz, kurz vor und während des Darrens wesentlich zu verbessern und es reicher an ZuckerWas ich oben von der Behandlung der Gerste gesagt habe, gilt auch für den Weizen und andere zum Brauen passende Getreidearten. Viele meiner gcehrten Geschäftsfreunde werden, wie ich, sich öfters getäuscht gegesehen haben, wenn sie einer stolzen Aukündigung von Geheimnissen traueren, durch deren Benutzung ihr Wirken erleichtert und vervollkommnet werden sollte, und so vielleicht auch gegen meine Ankündigung ein leicht zu verzeihendes Mißtrauen begen Um diesem zu begegnen, mache ich sie vorläufig mit einer Probe bekannt, durch welche man mit Sicherheit beurtheilen kann, ob die zum Malze verwendete Gerste hinreichend gewachsen ist, oder ob sich in derselben noch unzersetztes Mehl befindet; und sie wird mich meinen Geschäftsfreunden wenigstens als einen Mann zeigen, der durch v. Mo tzimmt nämlich aus einer Handvoll trockenen Gerstenmalzes die Körner, welche am wenigsten, und noch andere, welche etwas mehr gewachsen sind, faßt sie mit den Fingerspitzen an den Wurzelfasern und hält sie, eins nach dem andern, vor ein brennendes Licht, oder gegen die Sonne. Die Körner nun, die sich dabei undurchsichtig zeigen, sind ein gures und hinlänglich gewachsenes Malz; die aber ganz oder theilweise durchsichtig erscheinen, sind nicht süß und unfähig, eine starke Würze ader ein helles haltbares und schmackhaftes Geträuck zu liefern. Ich haffe, daß jeder Brauer, der sich von der Wahrheit dieser Probe überzeugt, mir auch bei meinem Anerbieten, ihm eine vollkommnere Malzmethode mitzutheilen, Vertrauen schenken wird, und weiß, daß ihm die geringen Kosten für die Mittheilung meines Geheinnisses, in Betreff eines gleichmäßigen Nachwachsens des Malzes, Gar unbekannt bin ich überdies mehrern meiner geehrten Geschäftsfreunde nicht, da ich ein kleines Werk über den vortheilhaften Betrieb des Brauwesens und der Essigfabrikation geschrieben habe, welches in Quedlinburg bei dem Buchhändler Hrn. Basse erschienen ist; und ich glaube in demselben bewiesen zu haben, daß meine Vorschläge sich auf langjährige und vielfache Erfahrungen gründen, was schon daraus herr rgehr, daß ich durch eine in demselben beschriebene, keineswegs kostspielige Aen 906 der Feueranlagen, eine bedeutende Ersparung des Brennmaterial3 bewirke. Dieselben Erfahrungen konnten mir um so weniger fehlen, da sie sich mir auf meinen Reisen durch Deutschland, Holland, Frankreich, Rußland und England, vorzüglich aber in London, im reichen Maße darboten, und ich wünschte sie, da ich von dem Vorurtheile frei bin, als müsse man lukrative Geheimnisse für sich bewahren, Welt mitzutheilen und durch sie nützlich zu werden. Deshalb würde ich auch die jieht von mir angekündigte Malzmethode in diesem Werschen bekanut gemacht haben, wenn ich sie schon damals in allen Jahreszeiten versucht, hinlänglich geprüft und gu2, zi0 übrigens aus diesem Werkchen mit mir bekannt machen will, kann es bei mir oder Herrn Basse in Quedlinburg um den Ladenpreis von 15 Sgr. bekommen, und durch jede Buchhandlung beziehen. Die in demselben von mir anempfohlenen Anlagen kann ein Jeder in meinem Geschäftslokale besichtigen, um sich von der Zweckmäßigkeit derselben zu überzeugen; auch wie sich das durch sie gewonnene ProWas die Schönkunst oder das Klarmachen aller Biere betrifft, die nicht aus Malz gebrauet sind, welches nach meiner Methode bereitet ist, so wünschte ich auch darüber mitzutheilen, was ich als erprobt empfehlen kann, und den vielen Anfragen meiner geehrten Geschäftsfreunde zu genügen, die bereits auf meine verbesserte Malzbereitung eingegangen sind. Es wird nach dieser Anweisung auch der, welcher aus früher vorräthigem Malze, oder weil er vielleicht aus Mangel an Raum zur eigenen Bereitung des Malzes erkaufte Waare verbrauchen muß, ein eben so helles Bier bekommen, als von dem nach meiner Bereitungsart gewonnenem Malze, und mancher wünscht doch wohl auch, aus schlechtern Sorten ein allgemein beliebtes und klares aniar zu brauen; obgleich dasselbe allerdings nicht so wohlschmeckend und stark seyn kann, als wenn es aus besserem nach meiner Methode bereitetem Walze gewonnen wird. Deshalb habe ich in der jetzt erscheinenden zweiten Auflage der Beschreibung der von mir angekündigten bessern Malzmethode als Anhang die Mittel angegeben, durch welche allen Bieren vor und während der Gährung die höchste Klarheit gegeben werden kann. Dieses leichte Verfahren gewährt durchaus ein erfreuliches Resultat und wird in keiner Brauerei seinen Zweck verfehlen. Die dazu verwandten Mittel sind zugleich kräftig und der Gesundheit des Menschen zuträglich. Alles andere Schönen oder Klarmachen der Biere, nach ihrer Gährung, aber kann sehr leicht mißlingen und bringt gewöhnlich nach beschwerlicher Arbeit einen nicht unbedeutenDie Mittheilung meines Geheimnisses zur Gewinnung eines vollkommneren Malund zur Bewirkung des Nachwachsens der beim gewöhnlichen Malzverfahren zurückbleibenden Gerstenkörner steht einem Jeden zu Dienste, der mir in portofreien Briefen Einen Louisd'or oder 5 Rthlr. 20 Sgr. Courant übersendet; auch bin ich bereit, mir bei Zusendung desselben diese Summe vom hiesigen Postamte avanciren Zügleich erlaube ich mir, allen denen, die meine Mittheilung bereits mit Einem Louisd'or honorirt haben, gegen Zürückgabe der ersten Auflage meiner bessern Malzmethode, die zweite vermehrte und verbesserte gratis zu übersenden. Unfrankirte Briefe aber werde ich auf Kosten des Zusenders zurückschicken. bei Halberstadt in Juni 1#3. u. Fäger, Brauer. (Hierzu eine Beilage.) 907 Beilage zum Münsterisch. Intelligenzblatt. Nro. 93. Samstag den 3. August 1833. Vermischte Rachricht e n. Güter= Verpachtung. Srier: Sisa bier. felgend. gegannten und beschriebenen Hofgüter um Regierungsbezirk Trier, greis Wittlich, im Thal von Hetzrath gegen Wittlich, links ganz nahe der Landstraße von Trier nach Coblenz gelegen, namentlich: A. Kalberger Hof enthält nebst geräumigen Hofgebäuden I. Ackerland 220 Morgen 1 #. Teiesee### v im Ganzen 310 Magdeburger Morgen ri: Schiselan 4# in einem Zusammenhange. B. Willemshof enthält nebst angemessenen Hofgebäuden I. Ackerland 140 MorgenI II. Wiesen 41„ im Ganzen 210 Magdeburger Morgen III. Schiffeland 16„ 1 durch einen Einschnitt in 2 ZusamIV. Garten 3„I menhängen gelegen, sind auf IX, XII bis XV Jahre um die Hälfte des Catastral=Reinertrags und der darat beruhenden Steuern gegen annehmbare Sicherheit zu verpachten: auch können nach Bewandtniß 100 und mehrere Morgen zu einem oder dem andern Gute geschlagen oder beide Güter zusammen mit letztern in einer gesammt zusammenhängenden Oberflache### ungefahr#50 Morgen Acker, Wiesen rc. verpachtet werden. Pachtlusttragende belieben sich während 6 Wochen an Unterzeichneten zu wenden Schloß Föhren ohnfern Trier am 22. Juli 1833. . Johann Briesch, Gräflich von Hessenstattischer Geschäftsmann. 2. Am Mo. tage den 5. August l. I. des Vormittags um 10 Uhr sollen folgende zum Studienfonds gehörige, in der Bauerschaft Gievenbeck, Kirchspiels Ueberwasser vor dem Neuthor belegene, Michaelis d. J. pachtlos werdende Kämpe: Höter Mitpera Zasekost. 145 Ruthen, verpachtet bis dahin an den an den Herrn Suranes 81 0 h 2 Morgen 117 Ruthen, verpachtet bis dahin hauf anderweite Jahre mit dem Meistgebot verpachtet werden, wozu Pachtlustige * 05 908 an Ort und Stelle mit dem Bemerken eingeladen werden, daß mit dem ut. 4 der aufang gernacht werden Bur. Henting, Reutn. Pischer üur de Au i, uir eansdangsich, seltaunr ben 3. Am Samstage den v.,„ucu“ uantiät Raggenstroh, schockweise, dann eime Al. Jal ch..c. Lenihei, Reain. ., Lahren neu eroauete Korn= Windmähle zu * Die mir gehörige, vor einigen ,z.. Pachtung zu geben. Dieselbe steht Sschiack Bactke--Vecichen.. A###.# den denn Keustaungr Pelskhalck Sedügengen, 12d. de. utg, uis hen Monate Leiohger t. 3 der Antur a. in Haltern Eipzusehurf gzirchs. ise Haltern den 29. Juli 1833. folgen. Lavesum im Kirchspiele=###e“ Ant. Lohmann. — Dachmittags 3 Uhr soll die Reinigung 5 Am Montege.b Echlosse Lüttenbeck mit dem Mindestgebot an Ort u. Steue des Baches hiuter dem Schlosse Littenbea mie dem Buarn. Pee- Puu Au. e euen verehehru, pistzegägsch einoen Lal lszsegen Hastzgen grhg aidb poch anr den, dastauf olgesden Mouage, dle Gu.z., Pegeneuee I.en. e. hsez aie ashalang ue. eie, aschael teicheg Abends auf meinem Garten zur Unterhattnn9 W. Gößling. d Bese ereuu gusft unf der Wiendrg,. Hd euer Anenug ue hue Aune Prngezu ue eut eun ishen aung 9. Ein neuer Branntweinkessel von u S echute u# eo Auehgngache bilg arschen, 10. Ein Junger mitarftriter Mann im Vonzel. Pertygt gusung Septenbers anauch bewandert in anderen Geschafb=zhuc#e:: Goml, 8#5e# v. erweite Betcditgng, uurs or u. u. g galf zie verniechen. 11. Prinzipal=Markt Nro. 5 sind einige Zimmer mneost Sune#. ases escecie esese es esc e 14 Bester Verhiuchet egz.k ractgpef Shese, Schilnken 64 bis 7 Hf., Praunschweiger Sasa 3mp Be b. Rd. u. ge Le., aueaeue i der Bseagae Geburts=Anzeige. ben zeicge ich Verwandten. und Freunden Kat des v Münster den 30. Juli 1833. Staats=Papieren=Course.(1833.) don 27. Juli Frankfurt, den 26. Juli. Scheine Pr. Engl. 5% 18 a. 822 id. 4% 30 Präm. Sch. d. Seeh. Kurm. O. m. C. 4% Neum. Intsch. dito Berl. St. Obl. 4% Königsb. dito 4% Wesipr. Pfbr. 4% 975 604 Amsterdam, d. 27. Juli echsel=und Ge Br. Geld k. S. 1448 2 M. 1438 1504 1021 804 Integrale 2½% Kansbillets N. Sch. v. 32, 5% Russ. bei Hope 5% id. Inseript. 6% Oestr. Metall. 5% Franz. Inseript. 3% Consols Engl. 3% Span. bei Willink 6% Mex. in London 5% Griechen Id=Course. Paris.. 2 M. Hamburg 2 M. St. Petersb. 3 M. Wien. 6 " id. 5 Pistol. 9—85 20 Fr.=St. 9—60 Dukat. alte 5—65 Br. 107 12• 365 358 910 Ster befalI. bensjahre, am Nervenfieber. Indem ich diesen für mich und meine drei Rheine den 31 Juli 1833. Joseph Hosson. Brod=und Fleisch=Tare , i n d e r S t a d t M ü n s t e r, für den Monat August 1833. A) im Durchschnitt, einschließlich der Mahlsteuer, der Preußische Schesset.., 2 Rthlr. 14 Sgr. 4 pf. Der Roggen desgleichen Darnach werden gebacken: 1. Schwarzbrod von klarem Roggen. 2. Ordinaires Schwarzbrod 3. Fein gebeutelt. Roggenbrod a. d. Platte geb.(Roggen) 4. Fein gebeuteltes Roggen= und feines Sauerbrod, auf dem Heerde hart gebacken. 5. Fein gebeuteltes Weitzenbrod auf der Platte gebacken(Plattenweggen) 9663 6. Fein gebeuteltes Weitzenbrod, auf dem Heerde hart Franzbrödchen) Anmer S 1— 22— 7— B) Fleisch=Taxe. Ein Pfund Rindfleisch „ Kalbfleisch a* e Hammelfleisch Münster den 1. August 1833. Der Ober=Bürgermeister, v. Munstermann. 3 Sgr.: pf. O— 4— 2.— 11—