Münsterisches NE 14 Freitag den 5. April. Lo11 Intelligenz=Comptoir auf dem alten Fischmarkt 9 L I. Avertissements. Großberzogthum Berg. Anzeige und Verlänge. Rheindepartement. rung der Jahrmärt= Bezirk Elberfeld. te in Elberfeld. Der Maire der Stadt und des Kantons u gederfeld. 5 r. Seine Erzelleuz der Herr Minister des Ennern haben der Stadt Elberfeld die Begünstigung zu ertheilen geruber, den hier besiebenden Jahrmarkt, der sonft jährlich dreimal gehalten wurde, und jedesmal drei Ta ge dauerte, auf zweimal zu beschränken,1 doch die Dauer eines jeden derselben auf und hiesige handelnde Kentuiß gesetze, deß der erste dieser Jehe, märkte den 2reu Sountag im Mai(welches diesesmal der i2. Mai ist) und der andere am zten Sonntage im Oktober, oder den ra#en desselben Monats gehalten werden wird, Der schnelle Zuwachs, den die vorigen Märkte erhielten, die Menge Kauft., den Verkäufern viele Nahrung und Absatz verschafften, lassen erwarten, daß dieset durch die nunmehrige Einrichtung noch ausgedehnwird.— Die Anlage des neuen Markte Platzes, wozn göibigen Fale die den Straßen noch genommen werden können geben ansehnlichen Raum für Buden und Laden: die zuhlreiche Bevölkerung des biesie gen Kantons und der benachbarten Mairien, verbunden mit dem Bestreben, das angewendet wird, die Grschäfte dee hiesigen Jahrtbellen, die man den besachene Perkäau. fern und Käufern hier willig einräumen wird, Seondut de die dohaneaten tehter Peaze fakturen in Leinen: Geschäfte Treibende, sowohl Fremde Hiesige den Markt beziehen, und wie disher Großherzogthums sowohl, als andere benachbarte Blätter zur öffentlichen Kunde gebracht Eilberfeld den 6. März 181. Der die Stelle des Maire versehende Adjunkt Wri 124 2. Da sch nunmehro authorisirt bin, die Zinsen von den auf dem Kloster Gravenhorst haftenden Capitalien für das Jahr 1810 auszuzahlen, so mache ich solches den sämtlichen Interessenten mit der Nachricht hierdurch bekannt, daß diese Zinsen längstens binnen 14 Tagen gegen legale Quitungen bei mir in Empfang genommen werden müssen. Ibbenbüren den 3o. Merz 186r. Rump, Domainen= Rmstr. 3. Zu der am Dienstag, Donnerstag u. Samétag Abend zwischen Holland und hier angelegten neuen Briefpost müssen die Briefe spätesten? um 6 Uhr Abends eingereicht werden. Dieselbe trifft am Donnerstag, Sonrabend und Montag Morgens früh von Holland hier ein, und geht über Nottulen, Coesfeld, Borken, Bocholt, Anholt, Emmerich auf Arnheim u. s. w. Mänster den 2. April 1811. A. Duesberg, Zweitens ein Termin zur Abgebung des Präclusiv=Bescheides auf den I. Mai. Decretum Vechta in Judicio den isten Febr. 1811. Holstein= Oldenburgisches Landgericht hieselbst. F. Tenge. A. Keppel. Vechta wird vorstehende Citation zur allgemeinen Notiz gebracht. Münster im kaiserl. franzds. Stadtgericht den 6. März 1811. v. Bernuth. Wattendorff. 2. Der Maire Gisbertus Petrus Paulus Boer dahier hat zur gerichtlichen Anzeige gebracht, daß er sich außer Stande befinde, seine andringenden Gläubiger zu befriedigen, daher er um die Rechtswohlthat der Güter=Abtretung nachgesucht haben wolle, auf den Fall ein anzuberaumender Termin keinen Vergleich zur Folge haben möchte. II. Edictalladungen, I. Franz Baumann, Mitbesitzer des Guts Lohe, Kirchsp. Bakum, hat die dem Gute Lohe nach Eigenthums=Rechten pflichtige Reinken Steite zu Hackstette, Kirchspiels Visbeck, hiesigen Amts, dem bisherigen Besitzer derselben Zeller Joseph Reinken daselbst erb= und eigenthümlich verkauft. Es werden daher folgende Termine angesetzt. Erstlich ein Termin auf den 24. April, in welchem alle diejenigen, die an besagte Stätte aus irgend einem Grunde Anspruch und Forderung zu haben glauben, solche gehörig anzugeben, und die Beweisthümer, welche sie deshalb besitzen, anzulegen haben, unter der Verwarnung, daß derjenige, welcher in diesem Termine den Beweis seiner Forderung nicht führt, damit nicht ferner gehöret werden solle. trage zufolge, Alle und Jede, welche aus irgend einem Grunde an den besagten Maire Boer oder dessen Vermögen Spruch und Forderung zu haben vermeinen, hiedurch zum ersten, zweiten und dritten Make edictaliter vorgeladen, selbige auf Donnerstag den 25. April dieses Jahrs des Vormittags 10 Uhr auf hiesigem Rathhause nicht nur bei Strafe des ewigen Stillschweigens anzugeben und zu bescheinigen, sondern auch in Person oder durch genugsam Bevollmächtigte dem hiemit am nämlichen Tage des Nachmittags vier Uhr festgesetzten Vergleichs Versuche unter dem Nachtheile beizuwohnen, daß die abwesenden Gläubiger als einwilligend in die von der Mehrheit der anwesenden Creditoren angenommenen Vorschläge angesehen werwerden sollen. Zugleich wird zu eines Jeden Nachricht und Nachachtung bekannt gemacht, daß das Boersche sämmtliche, sowohl bewegals unbewegliche Vermögen mit General= Arrest bestrickt worden. Nordhorn den 22. März 1811. Kaiserlich= Königliches Gericht hieselbst. Ad Mandarum. B. H. Jupsien, Actuar. 9. Der jüdische Kaufmann Abraham Raphael in Freckenhorst hat auf die Erlassung eines öffentlichen Aufgeboths des von den Eheleuten Alexander Philipp und gebohrnen Heymann, laut notariellen Kaufdokuments angekauften, und in der Stadt Freckenhorst an der langen Straße lub No. car. g0 gelegenen Hauses, zur Erlangung einer Präclusion gegen unbekannte RealPrätendenten, bei der unterzeichneten Gerichtsstelle angetragen. Es werden demnach alle diejenigen, welche an das obengedachte Haus irgend einen dinglichen Anspruch zu haben vermeinen mögcen, hierdurch aufgefordert, solche innerhalb neun Wochen, und spätestens in dem auf den G Mai dieses Jahrs, Nachmittags 2 Uhr, in der Behausung des Kaufmannes Hölscher jun. angesetzten präckusivischen Termin persönlich, oder durch zulässige Bevollmächtigte anzumelden und nachzuweisen, und zwar unter dem Rechtsnachtheile, daß die Ausbleibenden mit ihren etwaigen RealAnsprüchen auf das Haus, unter Auflegung eines ewigen Stillschweigens, durch ein förmliches Erkenntniß werden präcludirt werden. Warendorf am 14. Febr. 1811. Großh. Berg. Gericht Freckenhorst. Heitmann. Eickholt. a. Alle und jede Gläubiger, welche einigen Anspruch ob sonst ein dingliches Recht an das von dem Kaufhändler Joan Henrich Schräer dem Koufhändler Joan Hermann Keuß in Nienkirchen verkaufte in der Dorfbauerschaft Nienkirchen sub Nro. cat. 59. belegene Wohnhaus, und dahinter zwischen Joan Gerd Kerstiens u. Erben Krusen Häusern belegenen Garten haben oder zu haben vermeinen, werden biedurch zum ersten, zweiten, dritten und letztenmal edictaltter verabladet, um innerhalb 6 Wochen nach geschehener ersten Bekanntmachung dieses ihre an obbeschriebenes Haus und Garten habenden Ansprüche und Rechte beim biesigen Lindgerichte unter Strafe ewigen Stillschweigens gehörig zu proponiren und zu jußist. ciren. Sign. Rheine den 6. Merz 1811. Ad drm. dui. judicis F. A. Nierman, Grschbr. 5. Der bisherige Pächter auf Kalthoffs Erbe, Kirchsp, Freckenborst, Johan Steph. Rückamp hat das im Kirchspiel Freckenhorst in der Bauerschaft Hohenborst sub No. cat. iz gelegene vormals lehnrührige, nun allodialisirte Gut oder Erbe Kaltboff nebst allen Pertinenzen von dem Küster Lambert Hülswit aus Ostbevern für die Summe von 4300 Rthlr. angekauft, und zur Deckung gegen alle etwaige Ansprüche unbekannter Real=Prätendenten auf eine Edikial=Ladung derselben angetragen. Es werden daher alle diejenigen RealPrätendenten, welche an dem vorbemerkten Kaltbeffs Erbe, und den dazu gebörenden Gebäuden, Gärten, Aeckern, Wiesen, Weiden, Holzungen und überhaupt allen Pertinenzen dessilben, insbesondere auch an den dazu gehörigen Arens= und Holtkotten aus irgend einem Grunde Ansprüche zu haben vermeinen, hiedurch aufgeforcert, jene Ansprüche binnen drei Monaten, und spätestens am Montage den 15. Juliue I J., gens nenn Uhr, vor unterzeichneter Gerichtsstelle in der Behausung des Gografen Guilleaume zu Warendorf anzumelden und gehörig zu bescheinigen, und zwar unter der Verwarnung, daß widrigenf Us jene RealP ätendenten mit ihren etwaigen Real Ansprüchen on dem erwähnten Kaithoff Erbe nebst Pertinenzien gänzlich werden präcludirt 125 und ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen wird auferlegt werden. Warendorf am Großh. Berg. Gogerichte Harkotten den 26. Merz 1811. Guilleaume. Eickholt. III. Gerichtliche Bekanntmachung. r. Am Dienstag den 16. April, Vormittags 9 Uhr, sollen beim Wirth Franz Lnsing, Dorfs Greven, Kupfer, Zinnen, Eisengeschirre, Schränke, Keffer, Tische, Stühle, Spiegel, Gläser, Krüge, eine großze Waage mit Gewicht, ein Ofen und allerhand Hausgeräth; dann ein Pferd, Pferdegeschirre, ein Wagen, ein Karren, ein großer kupferner Brondimeinekessel mit Deckel, Helm und Schlange, nebst Büdden, Kühlfaß und Zubehör meistbierend gerichtlich verkauft werden. Münster den 10. März 1811. Gogericht Meest Schweling. Lehkampff. Offener Arrest. r. D über das Vermögen des hiesigen Weinhandlers Henrich Meyer daro der Concurs eröffnet worden, so wird allen und jeden, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Gelde, Sachen, Effekten oder Briefschaften hinter sich haben, hiedurch die Anwecsung ertheilt, demselben nicht das Mindeste dovon zu verabfolgen, vielmehr dem Stadtgerichte davon treulich Anzeige zu machen, und die Gelder oder Sachen, jedoch mit Vorbehalt ihres daran habenden Rechts, in das gerichtliche Depositum abzuliefern, unter der Verwarnung, daß, wenn dieser Verordnung zuwider dem Gemeinschuldner irgend etwas bezahlt oder ausgeantwortet werden möchte, dieses für nicht geschehen geachtet, und zum Besten der Masse anderweit beigetrieben; wenn aber der Inhaber solcher Gelder oder Sachen dieselben verschweigen u. zurückhalten sollte, selbiger noch außerdem seines daran habenden Unterpfands= und etwaigen andern Rechts für verlustig erklärt werde. Münster den 23. Merz 1811. Kaiserl. französ. Stadtgericht. v. Bernuth. Wattendorff. Subhastatienspatent. I. Auf den Antrag des Cencurskurators sollen nachstevende zur Corcursmasse des Kaurmanns Job. Heurich Plagge zu Saerbeck gehdrende Immobilien: a. das im Dorfe Saerbeck sub No. 61 des Feuersocietätscatastri an der Hauptstraße belegene, in dem besten Stande sich beEadende, guf 700 Rr. gewurdigre Wohnb. der unmittelbar daran gelegene mit einer Mauer umgebene, 1 und 1/3 Scheffel Saat große, auf 140 Rehlr, abgeschätzte Garc. das im Dorfe Saerbeck sub No. 67 belegene, zu 170 Rrhlr. veranschlagte Haus, d. ein Stück Acketland, der Zuschlag genannt, welches gegen Norden von den Grundstücken des Brinkmann, westwärts von den Ackergründen der Vikarie zu Saergegen Osten von denjenigen des Voges Köstero, und sudmärts von den Grundnrucken des Gemeinschuldn####s#lagge selbst begränzt wird, tarirk auf 50 Rrhlr., e. dei fünftehalb Schefftl Einsaar große gegen Norden von dem Grundstück lub litt. d-, süd- und weßwärte vom geneinen Felse, und gegen Often von den Grundflücken des Voigts Kösters begränzt werPense a Mttir. gewürdigte Duste theil, der Bagno genannt, f. eine in der Bauerschaft Westlatbergen belegene, ostseits von der Wiese des Lellers ##teus von den Grundstücken des Johannemann, so wie süd= und nordseits vom gemeinen Felde begränzte, 5 3/4 Scheffel Saat große, auf 80 Rthlr. abgeschätzte Wiese, g. der sogenamte Sternbusch, welcher 4 1s2 Scheffel Einsagt groß ist, und gegen Westen durch die Grundstücke des Winning= heff, ostwärts von den Ländereten des Zellert Heilemenn, gegen Süden von dem Lude des Richters, und nordwärts von den Länderesen des Kortzmever begränzt wird, texirt zu 60 Rihlr., und h. eine ringe umper vom Middendorker Felde umgebene, zwei Scheffel Saat große, auf 30 Rihlr. veranschlagte Wiese, in den dezu auf den 28. Frbruar, 20. März, und 30. Arril, Morgens 10 Uhr, bestimmten Terminen, von welchen die ersten beiden an hiesiger Gerichtsstelle, der dritte und letzte aber in der Wohrung des Wirthschafters Kösters zu Saerbeck angesetzt sind, öffentlich verkauft werden, welches besitzfähigen und zahlungsvermögenden Kauflustigen mit dem Beifügen bekannt gemacht wird, daß auf die nach Verlauf des letzten Licitationstermins etwa einkommenden Gebote nicht weiter reflektirt werden wird. Tare und Vorwarden können übrigens von den Kauflustigen in der hiesigen Gerichts= Registratur mit mehrerer Muße jederzeit eingesehen werden. Bevergern im Gericht den 17. Jan. 1811. Lennich. Weverinck. IV. Vermischte Nachrichten. 1. In der Aschendorff chen Buchhandlung ist zu haben: Ermminal=Gesetzbuch Frankreiche rr Theil, Gesetzbuch über das gerichtliche Verfahren in Er miral Sachen er Theil, Gesetzbuch über Strafen, französischer und deutscher Tert(die Uebersetzung von Daniels und Blanchard) 3 Rthlr. die blos deutsche Ausgabe 1 Ri. 12 gGr. 125 2. Auf dem hochgräflichen Schlosse Nordkirchen sollen am Montag den 8. April c., Morgens 0 und Nachmittags 2 Uhr, folgende Sachen: 1. zwei Mastochsen, welche p. Stück 1o00 bis 15o0 Pfund wiegen sollen, 2. fünf feite Schweine p. Stück circa 450 Pfund schwer, z. ohngefäb: 5o Ohm Brandtewein, und a. 18 Malter Waizen, 72 Malrer Hafer und einige Malter Gerste, öffistlich dem Meistbietenden vor dem unterschriebenen Regierungs Comm ssario verkauft werden, wozu Kauflustige mit dem Eröffgen eingeladen werden, daß die Vorware den auch vor dem Termin bei mir eingesehen werden können. Nordkirchen den 27. Merz 1811. Vigore Commillionis. Regenhertz. 3. Dienstag den icten April d. J., des Morgens 10 Uhr, sollen in dem bei Wolbeck belegenen, der Stadt Münster gehdrenden Busche 14 Klafter vermischtes Brennholz und 600 Buschen; dann des Nachmittags 2 Uhr in dem bei Hiltrup belegenen Stadtbusche 4 Klafter, und 1050 Buschen öffentlich durchs Meistgebot, mit Vorbehalt der böhern Genehmigung, verkauft werden. Mänster den 2. April 1811. Der Maire ad intcrim Schweling. 4. Die dahier in der Stadt Münster aufm alten Fischmarkt in Limberti Laischaft sub No. os. b legene, der ehemaligen verwittweren Frau v. Wandt, jetzt Frau des königl. preufsischen Majors Herrn von Möller gehörige, ganz neue massiv erhauete Wohnbehausung, die ausser mehreren Zimmer d ei sehr gut gewölbte Keller und gute Boden hat, nehst dem dabet gelegenen Hofe, Stallung für Pferde und Wagenremise wird am 16. April, des Nachmittags 2 Uhr, in s##e sagter Wohnbehausung öffentlich, jedoch fei 12 willig verkauft werden. Nach dem Verkauf des Principal=Wohnhauses sell am nemlichen Nachmittag das in der Kirchherrengasse in Lamberti Laischaft sub No.“ cat. 182 bes legene Haus, mit guten Kellern, vielen Zimmern und Böden versehen, ebenfalls öffentlich durchs Meistgebot verkauft werden. Kauflustige können die Häuser täglich besehen, und können die Vorwarden bei Unterzeichnetem erfahren.* Mänster den 20. Merz#####1. Aus Auftrag. K. H. Block, Netar. 5. Am 16. April l. J. sollen auf Abtei Asbeck, Mairie Legden, Arrondissee ments Coesfeld, verkauft werden in Coesfeldischem Maaße: 1. an Roggen 25 Malter, 2. on Gerste 25 Malter, z. an weissem Hafer ra Malt., 4. an braunem dito 15 Malt. s. au Waitzen 3 Malt., 6. an grauen Erbsen; Malt., 7. an Buchwaizen 2 Malter. Kauflustige wollen sich also zur bestimmten Zeit daselbst einfinden, und wird mit dem Verkauf um 9 Uhr angefangen. Asbeck den 26. Merz 1811. Der Commissarius Uedinck. 6. Am Dienstag den 9. April, des Morgens 10 Uhr, soll die dem Schulzen Lohoff zu Laer zugehörige, im Dorfe Greven sub No. 1z1 belegene Behausung gegen die beim Verkauf vorzulesenden Bedingungen meistbierend aus freier Hand verkauft werden. Kauflustige wollen sich gesagten Tages in der zu verkaufenden Behausung einfinden. Münster den 3. April 18##. Aus Auftrag. Artmann, Notar. 7. Am Samstage den 22. April l. J., Nachmittags 3 Uhr, soll das dem Hrn. Bezirks= Empfänger Crull zugehörige, in der Jüddefelder Laischaft auf der Kreuzstraße sub No. 1o6 catastri der Feuer=Societät hieselbst belegene Haus mit dem dahinter belegenen Garten in gemeldtem Hause unter alsdann bekannt zu machenden Bedingnissen, welche auch vorher bei mir eingesehen werden können, aus freier Hand verkauft werden. Münster den 28. Merz 1811. Aus Auftrag. C. A. Hülseberg, Notar. 8. Nachdem die am 2Esten vorigen Monats zu Nordkirchen statt gehabte Verpachtung der Meinhövelschen Mühlenwiese, der Poelwiese und des Wasserkamps nicht ratificirt worden, so wird zur Verpachtung dieser Grundstücke ein anderweiter Teimin auf Donnerstag den I8ten dieses Monats, Vormittags 10 Uhr, angesetzt. Lusthabende wollen sich auf dem Hause Nordkirchen einfinden. Sandfort, Rentmstr. 9. Am Samstag den r3. April l. I., Nachmittags präcis halb 2 Uhr, sollen 14 Gärten, hier zwischen dem neuen und Neubrücker Thor in der Nähe an Molkenburs Kotten gelegen, aus freier Hand meistbietend verkauft werden. Kauflustige wollen sich zur bestimmten Zeit auf den gefragten Gärten einfinden. Mänster den 28. Merz 1811. B. Schepers, Notar. 1o. Auf in Sachen Discuslionis Raue in Rorup ergangenes Erkenntniß soll Mittwochen den 1o. April, Morgens 9 Uhr, das in Rorup gelegene zur Wirthschaft sehr bequeme Rauen Wohnhaus mit Nebenhaus und Garten in loco zu Rorup öffentlich versteigert und dem Meistbietenden zugeschlagen werden. Coesfeld den I. April 18e### I. H. Reuhaus, Actuar. 129 II. Das hieselbst auf der Bergstraße sub No. car. 1os Martini Laischaft belegene Haus, welches gegenwärtig vom Korbmacher Panekok bewohnt wird, soll am 18ten dieses, Nachmittags 2 Uhr, meistbiethend verkauft werden. Kauflustige wollen sich alsdann gefälligst in bemeldtem Hause einfinden. Münster den 3. April 1811. P. A. Meyer, Notar. 12. Bei der am 3o. März öffentlich vollzogenen Ausspielung der von dem Hrn. Uhrmacher Radhoff verfertigten zehn Penduluhe ren sind auf folgende Nummern die dabei bemerkten Gewinne gefallen. H. C. Deiters, Notar. 13. Es sind wiederum roo russische Obligationen, jede von fl. roco Holländisch, nämlich: Nro. 24561 bis 24580, — 57001— 57980, — 74461— 74488, — 79201— 79210, — 80201— 80220, verloset, welche am 1. Juli l. J. in Amsterdam abgelegt werden sollen. Münster den 2. April 1811. Lindenkampf& Olfers. 14. Am 78ten und ihten April laufenden Jahrs, Morgens 10 Uhr, sollen auf dem Universitäts Kornboden im Seminario 12 Malter Waizen, 38 Malter Roggen, 68 Maiter Gerste, 44 Malter Hafer und einige Scheffel weiße Erbsen öffentlich durchs Meistgeboth verkauft werden. Lusitragende wollen sich gemeldten Tages zur bestimmten Stunde daselbst einfinden. Münster den 3. April 1811. F. Isfordt, Rendant. 15. Einem hochgeehrten Publiko mache ich hiedurch bekannt, daß ich meine gewöhne liche Wirthschaft im hiesigen Schloßgarten wieder etablirt habe, woselbst vom künftigen Sonntag an täglich von 5 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends allerlei Erfrischungen, als Kaffe, Thee, Liqueur, Weine, Bier, und Abends kalte und warme Speisen zu den billigsten Preisen zu haben seyn werden. Ich versichere prompte Bedienung, und empfehle mich zum geneigten Zuspruch. Jos. Schrott, 16. Es wird bei der israelitischen Gemeinde zu Telgte ein approbirter jüdischer Schullehrer verlangt. Verjenige, welcher zu dies ser Stelle Lust und Fähigkeit hat, kann sofort gegen annehmliche Bedingungen angestellt werden. 17. Am Öster=Montag werden mit obrigkeitlicher Erlaubniß auf dem neuen Krug vor Egidil Thor verschiedene Meubel, wozu noch Loose p. Stück zu 6 gGr. zu haben sind, ausgespielt werden. Schreinermeister Ohligs. 18. Meinen Gönnern und Freundon zeigeich hiemit an, daß ich nach Absterben meines Mannes die Schuster= Profession unter dem Vorstand eines wohl erfahrnen und geschickten Gesellen=fortsetze, und empfehle mich zum geneigten Zuspruch. Wittwe Erftenbeck am Ende der Kreuzstraße No. 133. * 100 19. Bei J. Tuchmann in der Kuhstraße No. 286 sind nachfolgende Waaren um beigesetze Preise zu haben: feine holländische Verlegerste 11 Pf. p. r Rihlr., te dito r2 Pf., Frankfurter dito 14 à 16 Pf., feine Mittelgerste 2o Pf., geschälte Gerste 27 Pf. p. 1 Rihlr., Hafergrütze 20 Pf., Buchwaizengrützz 22 Pf., Griesmehl 10 Pf., feines Spelzmehl 18 Pf., bestes Waizenmehl 20 Pf., 2te Sor###e dito 22 Pf. Buchwaizenmehl 30 Pf. p. i Rihlr., Rog genmehl das Scheffel 16 gGr., Senfimehl das Pf. 5 gGr., beste bamberger Pflaumen 12 Pf. p. 1 Rehlr., dito 13 a 14 Pf., beste greße Frankfurter Linsen 1o Pf., dito 17 Pf, Fadennudeln 6 1/2 Pf., beste Hirsen 15 Pf., beste eingeschlagene Zichorte 17 Pf., weiße Stärke zu u1, 12 à 13 Pf. p. 1 Rthlr., beste blaue Stärke 3 Pf., Wasserblau 4 Pf., beste edamer Käse 8 Pfund, dito 8 1/2 Pf., ostfriesländische 14 Pfund, Tafelkäse 7, leydische Nagelkase 1# Pr. p. 1 Rthkr., holländische Butter 5 Pf., ein ländische dito 5 1s2 Pf., Henig 4 01 Pf. beste braune Seife 7 Pf., beite weisse Hildesheimer 6 3s4 Pf., dito 7 ¼/1, krschschweiger dito z 1/2, dünner Theer 8 Pf., Anissaamen 7 Pf. und Kümmelsaame: 6 3/4 Pf., sehr guter Hanf 9 Pf. P. 1 Rihlr.; gelbes Pech der Zentner 11 Ritlr., keine weiße Teller das Dutzend Stück i Rthlr. 4 gGr., Nachiköpfe zu 8, 10 d 12 gGr. das Stück, Pfetfersereuel 3 1/2 und Seuftkannen 3 1/2 g Gr., Theeidpfe 9 gGr., Kaffekannen zu 12 gGr. bis 1 Rt. das Stück, feines Postpapier das Ries 3 12 und 4 12 Rt., bestes Propatria 2 Rthlr. 19 g Gr., dito Mittelsorte 2 Rt., Sackleinen zu 1o, 12, 14 à 16 Ehlen p. r Rthlr. Rauchtaback: Varinas= Porrorico 4 Pf. à 4 U/2 Pf. p. 1 Rthlr., B roth 6 J2 Pf., No. 5 roth 7 1/4 Pf., O schwarz 8 Pf. p. 1 Rihlr., Rappe=Tabak in Bleibüchsen zu r Pfund, Marino 12 gGr., Strasburger Naturel 9, Violett braun 8, Bolongaro 12, Amerikaner 10, Bergamotte 9, Palatin 6 gGr.— Jamaica Rum die Kanne r Rthlr. 8 gGr., Barzeloner Brandtewein 13, Cetter 12, süße Orangen 10, Anis 6, bester belegener Korn Brandtwein 6, dito 5 gGr., Weinese sig 5 8Gr., allerbester Bieressig r o Gr. 6 di., holländ. Rübdl 12 gGr., Oliet##edl 10 gGr. die Kanne. Weisse Vizebohnen das Scheffel r Riblr. 16 gGr, grüne Erosen 1 Rihlr., beste gelbe Erbsen 22 gGr., dito 20 gGr., graue dito 18 gGr., Salz 1 Rt. 8 ger,, blaue bemahlte sächsische Tassen das Dutzend Paar r Rihlr. s gGr., feine weisse Butterteller das Dtz. Stück 18 gGr. Lackmus 3 Pfund p. 1 Rr. Er empfiehlt sich bestens. 2c. Herr Leo, Miniatür=Mahler, empfiehlt sich einem resp. Publikum. Der Preis für ein Portrait ist 2 Carolin. Er schmeichelt sich die Aehnlichkeit genau darzustellen und je###rmann zu befriedigen. Er wohnet beim Heren Ellerbrock, Schlössermeister No. 44 an der Egirii Kirche. 21. Ich werde in der Mitte April, oder wenn die Witterung ungünstig senn sollte, 14 Tage später die erste Bleiche auslegen. D.esenige, welche dei mir bleichen lassen wollen, edenen des Fen mand bei dem Hrn. Marten in Münster, oder bei der Wittwe Zumdusch auf St. Nauritz ablegen. Wittwe Baumhose in Telgte: 22. 1000 Rthlr. Convent. Münze sind in mehreren kleinen Capitalien zu 4pCt. gegen die erste Hypothek auf Immobillen aus. zuleiden. Das Int. C. gide Nachr. 23. Zwischen Mauritz und Servatit Thor in der ersten Stiege ist ein großer Garten, mit den besten Obstbäumen besetzt, sammt einem großen Fischteich sofort zu verheuern, allenfalls auch zu verkaufen. Das Intell. Comt, gibt nähere Anweisung. (Hiebei eine Beilage) Beylage zum Münsterschen Intelligenz-Blatt Nro. 14 den 5. April 1811. I. Vermischte Nachrichten. sern Verwandten und Freunden hiedurch ere 7. Die Steuerdirektion sucht noch einige. aaer den 286, Merz 1811. geübte Rechner. H. Smits. 2. Es steht ein Zimner nebst Schlafzimmer zu vermieten, und können gleich bezogen werden. Das In. C. gibt Nachr. 3. Es werden soo Rthlr. gegen sichere Hypothek liehentlich anverlangt. Das Int. Comt, gibt Nachr. 4. Es wird gegen annehmliche Bedingungen ein unverehelichter Mensch gesucht, der im Rechnen und Schreiben geübt ist, und Atteste seiner Solidität beibringen kann.— Das Int. Comt. gibt Nachr. 5. Bei H. Lücke auf der Rothenburg ist frisch angekommen: geräucherter Lachs, Bückinge, beste holländische Heringe, Sardellen, Cabeljau, 6. Bei H. Brüsseler in der Kirchherren Gasse No. 18: ist beste holländische Butter pfund= und faßweise zu dem billigsten Preise zu haben. : 7. Bei I. Bonsen sind ganz frischer Cabeljau, geräucherter Salm und Bückinge angekommen. 8. Bei mir sind wieder frische Bückinge angekemmen, K Joh. Henr. Neuhaus, Geburts=Anzeige. r. Heute wurde meine Frau von einem Knaben glücklich entbunden, welches ich unHeirathsanzeige. 1. Unsere am 28. Merz vollzogene eheliche Verbindung zeigen wir unsern sämmtlie chen Verwandten und Freunden hiedurch ergebenst an, und empfehlen uns ihrer fortdauernden Freundschaft.— Da die bisherige Gold= und Silberarbeit im Hause der verstorbenen Wittwe Brinkmann am Fischmarkte von uns fortgesetzt wird, so bitten wir zugleich um fernern geneigten Zuspruch, mit der Versicherung, daß wir durch gute Arbeit und billige Preise die Zufriedenheit unsrer Gönner zu erhalten uns bestreben werden. Münster den 2. April 1811. J. August Lahm. M. Lahm, geborne Brinkmann. Sterbe.fälle. 1. Am zasten dieses gesiel es dem Herrscher über Leben und Tod, meinen geliebten Ehemann Friedrich Wilhelm Erftenbeck in dem 38. Jahre seines Alters, und im izten unsrer vergnügten Ehe nach einer kaum ötägigen Brustkrankheit von meiner Seite zu sich zu nehmen. Ich zeige diesen Trauerfall meinen Verwandten, Freunden iund(Gönnern an, und empfehle die abgeschiedene Seele ihrem Gebete, und mich mit meinen noch s kleinen Kindern ihrem gätigen Andenken. Münster den 27. März 1811. Wittibe Erftenbeck, Schusterinn, geb. Cath. Gröpper, 132 2. Am ihten v. M. starb zu Detten de geistliche Jungfer Cathärina Elisabeth Gausselmann nach einer lange währenden Krankheit im 67. Jahre ihres Alters.„Mit den h. Sterbesakramenten mehrmal versehen entschlief sie ruhig, in Gottes Willen völlig ergeben. Ich empfehle die abgeschiedene Seele dem Gebethe meiner Anverwandten und Freunde. Altenberge den 2a. März 1811. Bern. Gausselmann. 2. Am 2g. Merz, des Morgens um halb drei Uhr, gesiel es dem Allerhöchsten, unsre innigst geliebte beste Mutter die Frau Oberstin von Tönnemann, geborne v. Ernsthuis, zu sich in die Ewigkeit abzufordern. Sie Karb nach einem yrwöchentlichen Krankenlager, frühzeitig mit den heiligen Sterbesakramenten versehen, an den Folgen eines Schleimhustens, der zuletzt in Schwindsucht überging. Ueberzeugt von der Theilnahme unserer Verwandten, Freunde und Bekannten eme pfehlen wir die Seele der Abgestorbenen ihrem Gebete, und uns zur fernern FreundTönneburg bei Warendorf am aten April 1% Namens meines Bruders und der hinterlassenen Schwesterkinder der Canton= Communal=Empfänger Carl von Tönnemann. te man unmöglich auf ihre Verbesserung denken, denn alle Versuche mußten fruchte los seyn, weil sie in dem Fall ganz vom Klima abhängt.— Ferner war auch in fruchtbaren und stark bevölkerten Gegenden keine Schaafzucht möglich, wenigstens nicht in ebenen Ländern, weil es da an Schaafweiden mangelt. Nachdem man aber nun aus sichern Erfahrungen weiß, daß die Schaafe beim Klee nicht nur vortrefflich gedeihen, sondern auch ihre Wolle verbessern; so ist gar kein Zweifel mehr, daß auch hier die Stallfütterung vom herrlichsten Nutzen seyn werde; denn jeder Bauer wird dadurch in den Stand gesetzt, bei einem blühenden Futterbau etliche Schaafe zu halten. Geschieht aber dies, so gibt es ein Lamm mehr, wodurch er überflüssig so viele Wolle erziehen kann, als er selber braucht. Wie viel aber der Staat dabei gewinnt, das ist unsäglich. (Die Fortsetzung folgt.) Frucht=Preise auf dem hiesigen Markt am Anweisung, wie man eine recht feine Schaafwolle bekommen kann. (Fortsetzung.) Da man bisher von der Schaafzucht keinen andern Begriff gehabt hat, als daß große und weitläuftige Heiden und Weiden dazu nothwendig seyn müßten, so konnRaden dito dito Roggen dito Gerste dito dito Buchwai dito Haber dito dito