W Vonspeate baobngraulich 1.21 Mait, Cotigstn 3 Pfg. Druck u. Verlag von C. Brau, Schwerte(Robr Losscheckenten: Dortmund 2452 und Honnover 91 974. Geschästestelle: Große Machtsir. 3—3. sur die Schriftleitung H. Linner, Schweris. Fernruf Verbunden mit: Schwerter Tageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Volksblatt 1— Westhofener Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Auneionptenis fü bie acths oot. mm eu:. Plg., Ausper. üige, finanzamtliche u. gerichtliche Anzeigen 19 Pg., Zientomsseüle 40 P, Iin triason, ausgegedene Inserate Adecnehmen wir keme Gewaht. Ber mnvorhergesepn. Verisedetbrungen, Kroge geruten duech dshane Cewaten, üchermtzmen wie beinerei Hewäde für günktitchee Erscheigen der Jeitung u. kam auch keinerte Ansgruch auf Schodenersatz oder Rachlieferung ertoben werden K Hörde* Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. e Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Mai 1929— 62. Jahrgang Nr. 107(Erstes Blatt) Schwerte(Ruhr), Mittwoch, den 8. Neues in Kurze. Titulescu beim Reichspräsidenten. wtb. Berlin, 7 Mai.(Tel.) Der Herr präsident empfing heute den Vertreter Rumäniens im Völkerbund und früheren Außenminister Titulescu, der von dem hiesigen rumänischen Gesandten begleitet war. Die Reichsregierung zu dem Anschlag auf Ministe wib. Berlin, 8. Mai.(Tel.) Anläßlich des auf den litauischen Ministerpräsidenten verübten Attentats hat der Herr Reichsaußenmsuister zueleigh. ien Namen der Reichsregierung errrzitzghus Woldemaras seine aufrichtigen Glückwunsche zu seiner Errettung, sowie seine herzliche Anteilnahme an dem Schicksal der Opfer des Anschlages ausgesprochen. Gewerkschaften und Arbeitslosenversicherung. pw. Berlin, 8. Mai.(Tel.) Dem„Deutschen“ zufolge hatten die drei Gewerkschaftsrichtungen am Dienstag eine Beratung, die den Beschluß des Reichskabinetts über die Aenderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes zum Gegenstand hatte. Es bestand Einmütigkeit darüber, daß= wie bisher, an der Beseitigung von Mißständen auf dem Gebiete der Arbeitslosenunterstützung mitgearbeitet werden soll. Andererseits wird aber jeder Angriff auf das Gesetz von den Gewerkschaften selbst schärfstens abgewehrt werden. Es wurde beschlossen, nach dem Bekanntwerden der Pläne des Reichskabinetts so fort wieder zusammenzutreten. Konferenz der Finanz= und Innenminister. wilb. Verlin, 7. Mai.(Tel.) Im Vgächßflngzeg ministeriun, fand heute unter den Veratz des Reichsministers der Finanzen eine Konfcrenz der Finanz= und Innenminister der Länder statt, die sich mit dem zwischenzeitlich dem Reichsrat zugeleiteten Gesetzentwurf über Maßnahmen zu Besserung der Kassenlage, beschäflate. Die Beratung diente der Vorbereitung der Beschlüsse, die im Reichsrat zu fassen sein werden. Der Gesetzentwurf wird nach der Verabschiedung im Reichsrat sofort an den Reichstag weitergeleitet 45 Haftbefehle wegen der Berliner Mainnruhen. wtb. Berlin, 7. Mai.(Tel.) Die Vorführungen der wegen Beteiligung an den Maiunruhen Festgenommenen vor dem Vernehmungsrichter sind im wesentlichen beendet. Es sind im ganzen 117 Personen vorgeführt worden. Gegen 45 der Vorgeführten sind Haftbefehle wegen Landfriedensbruchs, Aufruhrs, Widerstands gegen die Staatsgewalt oder Körperverletzung ergangen, während der Rest entlassen wurde, weil entweder ein dringender Tatverdacht oder ein Fluchtverdacht nicht gegeben war Berufung im Prozeß wegen des Brandunglücks in der Schönleinstraße. wtb Berlin, 8. Mai.(Tel.) Der Staatsanwalt hat gegen das Urteil im Prozeß wegen des Brandunglücks in der Schönleinstraße, durch das der Fabrikant Trotzki wegen fahrlässiger Tötung zu 1½ Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Berufung eingelegt, da die Strafe zu niedrig sei. Trotzki hat ebenfalls Berufung eingereicht. Die von seinem Verteidiger vorgebrachte Haftbeschwerde ist als unbegründet zurückgewiesen worden. Einstimmiger Auflösungsbeschluß des mecklenburgischen Landtages. wtb. Schwerin, 7. Mai.(Tel.) In der heutigen Vollsitzung des meckleuburgischen Landtages stimmten bei der Abstimmung über den deutschnationalen Auflösungsantrag sämtliche Abgeordnete für die Auflösung des mecklenburgischen Landtages. Die Sühne für den vierfachen Mord an Polizeibeamten. wtb. Groningen, 7. Mai.(Tel.) Der aufsehenerregende Mord an vier Polizeibeamten, der, wie seinerzeit gemeldet, am 18. Januar d. Is. in der Ortschaft Grootegast bei Groningen verübt wurde, hat heute seine Sühne gefunden. Die Groninger Strafkammer verurteilte den Arbeiter Die Wykstra, der die Beamten aus dem Hinterhalt erschossen und die Leichen seiner Opfer verstümmelt hatte, zu lebenslänglichem Gefänguis. Die Todesstrafe besteht bekanntlich in Holland nicht mehr. Die neue amerikanische Zolltarifvorlage fertiggestellt wtb. Washington, 7. Mai.(Tel.) Der Haushaltsausschuß hat heute dem Plenum des Repräsentantenhauses die in viermonatiger Arbeit fertiggestellte neue Zolltarifvorlage unterbreitet Flucht mexikanischer Rebellenführer. wtb. El Paso(Texas), 7. Mai.(Tel.) der merikanische Rebellenführer General Escobar hat sich in Begleitung des bisherigen Gouverneurs von Sonora im Flugzeug nach den Vereinigten Staaten begeben. Wie verlautet, hat Escobar bei den Behörden der Vereinigten Staaten um Einreisegenehmigung für Nieder=Kalifornien nachgesucht Diese Genehmigung sei ihm verweigert worden. Er soll weiter um Schutz der Vereinigten Staaten gebeten und hinzugefügt haben, daß er sich im Besitz reichlicher Geldmittel befinde. Eine sechsköpfige Familie vom Schnellzug getötet. wib Sturgis(Michigan), 7. Mai.(Tel.) Als das Auto einer sechsköpfigen Familie den Bahn übergang passierte, wurde das Fahrzeug von einem Schnellzu“.s= adie ganze Famil:. wurde getöt.“. Nouf keine Klarheil in Purik! lichan zutreffend seien. Es handel Kein Fortschritt in den Verhandlungen. wtb. Paris, 7. Mai.(Tel.) Die Verhandlungen, die der Vorsitzende der Reparationskonferenz im Laufe des heutigen Tages mit verschiedenen Delegationsführern gepflogen hat, haben, wie verlautet, keinerlei Fortschritte gebracht. Es scheint, daß die Frage der Verteilung der Annnitäten unter die reparationsberechtigten Länder Schwierigkeiten bereitet. Unterredung Dr. Schachts mit Owen Young wtb. Paris, 7 Mai.(Tel.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht hatte heute vormittag eine längere Unterredung mit dem Vorsitzenden der Reparationskonferenz Owen D. Young. lichen zutrefsendseien. Es handele sich um eine schwere Indiskretion. Aus Berlin könne diese Mitteilung deshalb nicht stammen, weil diese Bedingungen in der Nacht zum Montag ausgearbeitet und dann nicht etwa telegraphisch, sondern durch einen Kurier übermittelt wurden, der erst heute nachmittag 4 Uhr in Paris eintreffen kann. Temps über Owen Youngs Kompromisbenühungen. Rätselhafte Todesfälle in einem Puriser Kruntenhaus. wib Paris, 8. Mai.(Funkspruch.) In der Kinderabteilung eines hiesigen Krankenhauses sind seit gestern nach dem Genuß kondensierter Milch 4 Kinder unter schweren Vergiftungserscheinungen gestorben; 2 weitere Kinder befinden sich in Lebensgefahr. Angesichts der Erregung, die sich der Bevölterung wegen dieses Vorfaltes bemächtigt hat, ist eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet und die Autopsie angeordnet worden. Die deutschen Bedingungen. * Paris, 7. Mai.(Tel.) Das Journal berichtet angeblich aus Berlin(vermutlich stammt aber die Nachricht aus Paris) folgende fünf deutsche Bedin1. Abschaffung der durch den Dawesschen Plan festgesetzten Pfänder und Kontrollausschüsse. 2. Abschaffung des Recovery=Act, der die Verbündeten ermächtigt, eine 26prozentige Abgabe von der deutschen Einfuhr in ihren Ländern zu 3. Die Möglichkeit für die Reichsregierung, eine Abänderung des nenen Zahlungsplans. snt verlangen für den Fall, daß die deutsche schaftliche Lage sich nicht bessern, sondern ver4. Den gleichen Schuldennachlaß für das Deutsche Reich, den später einmal die Vereinigten Staaten den Verbündeten gewähren könnten. 5. Der größere Teil der deutschen Jahresleistungen müßte den Transferschutz genießen und ein Teil davon ein ähnliches Moratorium(Aufbringungsschutz), wie ein solches in dem MellonBerenger=Abkommen vorgesehen wird. Sebering üder die MalAnrühen. und über das Rotfrontverbot. ie sich gogen die Mali wtb. Paris, 8. Mai.(Tel.) Temps schreibt zu dem der Reparationskonferenz vorliegenden Kompromißvorschlag Owen Youngs, bei dem amerikanischen Plan scheine der Anteil Frankreichs außer der restlosen Deckung der französischen Schulden bei den Alliierten 435 Millionen Goldmark betragen zu sollen, was die Amortisierung der französischen Inlandsschuld in Höhe von 43.5 Milliarden Francs ermöglichen würde.— Der Temps behauptet alsdann, daß Owen Young seine Anregungen gegenüber den alliierten Delegationen etwa in folgender Form begründet habe: Die deutsche Delegation hatte mich, bevor sie Angebote formulierte, gebeten, sie gabei zu unterstützen. Ich habe das getan und ihr Zahlen vorgeschlagen. Als die alliierten Delegationen ihr Memorandum vorbereiteten, hatten sie die gleiche Bitte an mich gerichtet und ich habe auch ihnen Zahlen in Vorschlag gebracht. Bei dem jetzigen Stande der Verhandlungen habe ich, um einen Abbruch zu vermeiden, es für meine Pflicht gehalten, die Initiative zu einer Lösung zu ergreifen. Ich habe der deutschen Delegation Zahlen vorgeschlagen, die nach meiner Ansicht eine vernünftige Diskussionsgrundlage bilden. Die Deutschen haben unter gewissen Bedingungen angenommen. Ich unterbreite hiermit meine Anregungen den Alliierten. klnm 6m5 Die Alliierten, so fügt der Temps hinzu, wünschten, bevor sie antworten, die genaue Verteilung der im amerikanischen Plan vorgesehenen Annuitäten die wirkliche Bedeutung der deutschen Vorvdz. Berlin, 7. Mai.(Tel.) Der Haushaltungsausschuß des Reichstags begann heute die Beratung des Haushalts des Innenministeriums. Wie der Berichterstatter Dr. Schreiber(Ztr.) führte, betragen die Einnahmen 4073 410 Mark, die Ausgaben 46614759 Mark, also 4,6 v. H. der Gesamtausgaben des Reichs Der demnach zu leistende Zuschuß ist im Vergleich zu den Mitteln, die andere Ressorts verlangen, gering. Der Haushalt weist gegenüber dem Vorjahr eine Gesamtersparnis von 2,4 Millionen auf. Dazu tritt durch die letzten Streichungen eine weitere Ersparnis,von 4 369000 Mark, so daß insgesamt beim Reichsministerium des Innern 6769•000 Mark eingeIn der Aussprache wurden auch die Berliner Maiunruhen und das Rotfrontverbot erörtert. Dazu nahm dann auch der Reichsinnenminister Severing das Wort und führte u. a. aus: Ich habe Mitte April an den preußischen Innenminister die Frage gerichtet, ob es sich empfehle, im Hinblick auf die üblichen Demonstrationen der Arbeiter am 1. Mai das Verbot der Umzüge aufzuheben. Ich wollte keinen Druck ausüben, sondern nur die Frage anregen. Würde sie verneint, würde ich alles tun, um die Beachtung des Verbots durchzuführen., Der Minister des Innern in Preußen hat darauf erwidert, daß der Polizeipräsident Zörgiebel gleichfalls eine solche Aufhebung erwogen habe, es sei aber immer wieder die Meldung von neuen Umzügen und von neuen Exzessen gekommen. Polizeipräsident habe sich deshalb zur Aufhebung des Verbots nicht entschließen können. Der 1. Mai sei nähergekommen und immer deutlicher sei dabei zu erkennen gewesen, daß die Kommunistische Partei es darauf anlege, zu einer Kraftprobe zwische ihr und dem Staate zu gelangen. In Flugblättern sei dazu aufgesordert worden aus dem Alexanderund dem Potsdamer Platz für ein„rotes“ Deutschland und die Weltdiktatur des Proletariats 3ch bin ersent darüiber, dah die Beagige 565 preußischen Polizei so geschärft auch als eine wirksame Waffe gegen den Bürgertrieg erwiesen haben.(Unruhe und Zurufe bei den Wenn dann von dem„Arbeitermord der Trabanten Zörgiebels“ gesprochen worden ist, so stehe ich nicht an, zu erklären, daß wir die Tätigkeit der Berliner Polizel 9,g7#. genchu, Larin ist natürlich etwaige bedenken: mußten sie sich gegen die Polizei einsetzen und sast an jedem Abend haben verwundete Polizisten ihren Bericht einsenden müssen. Und wenn der eine oder andere Beamte durch die ständige Alarmbereitschaft nervös geworden ist, so läßt sich das nicht ganz vermeiden. Die Schuld für etwaige Entgleisungen trifft die intellektuellen Urheber dieser Vorgänge, trifft die Kommunistische Partei. Es ist Aufgabe des Staates, die Kommunisten zu isolieren, und das wäre nicht gelungen, wenn nicht in der bekannten Weise vorgegangen worden wäre. Die Bevölkerung soll erkennen, daß die Polizei und die Staatsorgane zunächst jedes friedliche Mittel erschöpfen wollen, daß der Staat kein Blutbad anrichten will und daß, wenn es trotzdem geschieht, die Schuld auf das Konto des kommunistischen Vorgehens zu schreiben Ift.,, 2. Haß Mmigistar han Keuhen Nun wurde gesagt, daß Minister von Keudell durch das Rotfrontverbot glänzend gerechtfertigt sei, weil er ein solches Verbot schon früher angestrebt habe. Ich gewann draußen den Eindruck, als ob die Anregung Keudells an die Regierungen der Länder mehr aus parteipolitischen Gründen diktiert worden sei. Heute liegt aber viel Material gegen den Rotfrontkämpfrbund vor(Zurufe), das in der Verbotsbegründung folgen wird. Können Sie leugnen, daß von den Rotfrontkämpfern Leute erstochen worden sind? Wenn eine Organisation uns mit dem Revolver und mit dem Bau von Barrikaden entgegentritt, dann wäre es falsch. diesen Widerstand nicht zu brechen. Der Abg. Berndt regt an, die ganze Kommunistische Partei aufzulösen.(Zurufe: Wie die Nationalsozialisten!) Die Gräfe=Wulle=Gruppe, die 1923 aufgelöst wurde, war ein Sammelbecken verschiedenster Vereinigungen und nannte sich Deutsch=Völkische Freiheitspartei. Der Polizei lag Material vor, daß sie am 1. April mit Hilfe einiger Reichswehrformationen losschlagen wollte gegen die preußische Regierung. Deshalb wäre es Selbstmord gewesen, nicht zuzupacken und diese Organisation aufzulösen.„Ich habe mir nie eingebildet, mit einem solchen Verbot eine politische Gemeinschaft auflösen zu können. Und wenn die Kommunistische Partei nur eine äußere Vereinigung wäre, wäre es leicht, sie aufzulösen. Aber nach den gesetzlichen Bestimmungen blieben auch nach einer Auflösung die Kommunisten doch noch da und sie würden draußen auch in öffentlichen Versammlungen sprechen dürfen. Und ferner würden wir die kommunistische Presse nicht treffen. Der Autorität des Staates aber leisten wir einen sehr schlechten Dienst, wenn man Verbote erläßt, die man nicht ausführeen kann. Die Maßnahmen in Preußen sind im engsten Einvernehmen mit dem Reichsministerium des Innern getroffen. Deshalb habe ich bei den andern Ländern angeregt, ob nicht auch für sie angezeigt wäre. Wenn die Kommunisten mit ihrer Organisation, die in Preußen verboten ist, von Altona nach Hamburg oder von Frankfurt a. M. nach Offenbach wandern könnten, dann wäre das Verbot nur eine halbe Maßregel.(Zuruse bei den Kommunisten.) Bebel und Liebknecht haben es stets abgelehnt, mit Terroristen in einem Atemzuge genannt zu werden. Mit der Sozialdemokratie von 1878 bis 1890 hat der Terror des Rotfrontkämpferbundes nichts zu tun. Einstweilen hat noch der Polizeipräsident von Berlin und nicht Sie(31 den Kommunisten) in Berlin über die Ruhe auf den Straßen zu wachen. Die Herren sagen zur Beschönigung der Barrikaden und ihrer Bewaffnung: Das ist nur in der Abwehr gegen den Polizeiterror geschehen. Auf der anderen Seite brüsten sie sich mit dem Bau der Barrikaden. Der Minister verliest mehrere Telegramme, in denen man die Vorgänge als Auftakt zu Kämpfen bezeichnet und zugleich die Kampfentschlossenheit der Berliner Arbeiter rühmt. Die Machtmittel des Staates sind vorhanden, bei Ihnen nur eine verhängnisvolle Selbsttäuschung, aber nicht die Machtmittel. Die Maidemonstrationen waren eine Demonstration der Schwäche der Kommunistischen Partei.(Abg. Torgler(K.): Verbote sind kein besonderer Ausdruck von Kraft!) Nein, f das sind sie nicht.(Abg. Torgler:„Damit kann jeder Esel regieren!") Das kann auch jeder Esel sagen.(Große Heiterkeit.) Ein Verbot der besprochenen Art ist in der Regel nur eine Warnung an die, die über ein großes Mundwerk, aber nich über eine große Macht verfügen. Major Pabst hat aus Mitteln des Reichsinnenministeriums weder direkt noch indirekt Subventionen bezogen. Aber ich habe Anlaß, anzunehmen, daß er von einer Schutzbundkörperschaft Gelder bekommen hat. Eine,Verbindgggrg Major Pabst ist bei seinem polttischen Leharakter meiner Ansicht nach für die Republik kompromittierend. Deshalb werde ich solche Orgauisationen nicht mehr aus Mitteln des Reiches unterstützen, solange nicht der Beweis erbracht wird, daß sie mit Leuten wie Pabst nicht mehr in VerReichswehrsoldaten als Spione verurteilt. wib Leipzig, 8. Mai.(Tel.) Das Reichsgericht verhandelte am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung gegen den Reichswehrschützen Ludwig Peters und den Reichswehroberschützen Nikolaus Breuer, beide in Hannover in Garnison, sowie gegen die Kontoristin Juliette Piérard, richtig Bußmann, aus Stolberg im Rheinland wegen Verbrechens gegen§ 1 Ziffer 2 des Gesetzes zum Schutze militärischer Geheimnisse vom 3. Juni 1914. Die Piérard, die als Kind einer Deutschen in Verviers in„Belgien geboren ist und sowohl die deutsche als auch die belgische Staatsangehörigkeit besitzt, hatte die beiden Reichswehrsoldaten, die n Spionage von Nachen hezugegührt, 8. Perliuer Volizel bach auerennen. Dorin, Wischen Sosozageagenten Legros zuurfagrt, dem sie üirlich vicht eine blinde Entschuldigung für mechzrure Mads in der Zeit vom Sommer 1927 bis eige Butgor, Kommssistische g=Aber io gobe zusa,..328 im Iuteresse der Sicherbeit des esens Dse onug hg, un de, Hingeten Reiches gebdeim zu Luteuer,„Bocrsghes, Kerziobe weiteren Reichswehrsoldaten zu diesem Zwecke zu gewinnen, wurden die beiden Angeklagten am 26. August 1928 auf dem Truppenübungsplatz Münsingen in Württemberg verhaftet. Die Piérard wurde im September 1928 in Stolberg festgenommen. Allen drei Angeklagten, die steis nur geringe Beträge von 5—8 Mark erhielten, wurde die Ueberzeugungstäterschaft abgesprochen. Das Arteil lautete gegen Peters, der die Seele des nehmens war, auf fünf Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrenrechtsverlust, bei Breuer auf drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrenrechtsverlust sowie auf Entfernung aus dem Heere. Gegen die Piérard, die sich als Belgierin gefühlt hat, wurde unter Zubittggerg. iet Zohgren erkannt wurde unter auf eine Gefängnisstrafe von gere; Buzten sange vor dem 1. Mal Exerzitien m angeordnet, schon acht des o, haltenbe Nachrichen über die Bel alen drei Angeslegten., Hardhen wurden drei Monate bindung stehen. Selbst wenn durch den Major Parst dem Reiche Dienste geleistet worden sein sollten, so verschwinden diese Verdienste doch in ein Nichts gegenüber dem Schaden, der dadurch entsteht, wenn es bekannt wird, daß sich die Republik derartiger unzuverlässiger Leute bedient. Keine prrußischen Staatsgelder an Haupimann Purht. wtb. Berlin, 8. Mai.(Tel.) In einem Teile der Tagespresse sind Mitteilungen erschienen, die den Eindruck erwecken, als ob Hauptmann Pabst oder der„Schutzbund“ öffentliche Mittel von seiten des Ministeriums für Volkswohlfahrt oder durch Beamte des Ministeriums erhalten habe. Wie der Amtliche preußische Pressedienst mitteilt, entsprechen diese Angaben nicht den Taisachen. Die Schutzbundgelder des Majors Pabst. pw. Berlin, 8. Mai.(Funkspruch.) Gegenüber den Erklärungen des Reichsinnenministers, Severing in der Dienslagssitzung des Haushunsunschusses, daß der Deutsche Schutzbund Geldzuwendungen an Major Pabst gegeben habe, wird ein Dementi verbreitet, worin diese Zuwendungen bestritten werden. Wie das Berl. Tagebl. hierzu hört, liegt im Reichsinnenministerium ein Schreben des Herrn Dr. von Lösch, des Vorsitzenden des Schutzbundes, vor, worin er zugibt, finanzielle Zuwendungen an Major Pabst gemacht zu haben und dies damit zu rechtfertigen sucht, daß er Pabst für einen besonders geeigneten Vertreter deutscher Interessen gehalten habe. Preußischer Landgemeindetag Der Wirtschaftsrat des Völkerbundes. Sitzung des Hauptausschusses. wtb. Köln, 7. Mai.(Tel.) Nach vorangegangenen Sitzungen des geschäftsführenden Vorstandes des Wohnungs= und Siedlungsausschusses, des Ausschusses für Verwaltungs= und Verfassungs. reform und des Steuer= und Finanzausschusses, in denen u. a. die für die Landgemeinden wichtigen Fragen des Städtebaugesetzes, der Verwaltungstesorm, des Steuervereinheitlichungsgesetzes und des interkommunalen Lastenausgleichs beraten wurden, trat der Hauptausschuß des preußischen Landgemeindetages West am 7. Mai zusammen. Nach Beratung einiger interner Verbandsangelegenheiten nahm der Hauptausschuß in der Hauptsache zu dem Entwurf eines Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch=westfälischen Industriegebietes, sowie zu dem Entwurf eines Einführungsgesetzes zu diesem Gesetz Stellung. In Uebereinstimmung mit den Eingaben des Verbandes an den preußischen Staatsrat und Landtag wurde u. a. ein größerer Schutz der Restgemeinden und Restämter, vor allem bezüglich der Beamten und Angestellten gefordert. Gleichzeitig wurde verlangt, daß die Frage der Einführung der Kompetenz=Kompetenz zugunsten der Landkreise in der Regierungsvorlage gestrichen und bis zur Regezung der großen Verwaltungsreform zurückgestellt vled. Vorstandssitzung des Reichsstädtebundes. wtb. Berlin, 8. Mai.(Tel.) Der Vorstand des Reichsstädtebundes, der Spitzenorganisation der Klein= und Mittelstädte, tagte in Berlin, um zu den aktuellen kommunalpolitischen Fragen Stellung zu nehmen. Zur Finanzlage wurde solgende Entschließung angenommen: „Die im Reichsstädtebund zusammengeschlossenen mittleren und kleinen Städte sind seit Jahren bemüht, ihre Ausgaben auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Die Minderung der gemeindlichen Einnahmen durch Reich und Länder für 1929— trotz Steigerung der gemeindlichen Zwangsausgaben— macht aber vielen, insbesondere kleineren Städten, die Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben teilweise unmöglich oder führt mit Notwendigkeit eine Zunahme der gemeindlichen Defizitetats herbei. Da eine Beseitigung dieses unhaltbaren Zustandes im dringenden öffentlichen Interesse liegt, erneuert der Reichsstädtebund seine wiederholten, aber von der Regierung und den Parlamenten bisher nicht berücksichtigten Forderungen: ausreichende Rücksichtnahme auf die mißliche Finanzlage der mittleren und kleinen Gemeinden bei der Steuergesetzgebung und beschleunigte Verwirklichung eines neuen, gerechten Finanzausgleichs und eines sofortigen Ausgleiches der Polizei= und gesamten Schullasten.“ Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 22. und 23. August in Kiel statt. Inflationsverkäufe von Grunbstauen. Ein Gutachten des Reichswirtschaftsrates. vdz. Berlin, 8. Mai.(Tel.) Der Reichsjustizminister hatte vor einiger Zeit den Vorläufigen Reichswirtschaftsrat um ein Gutachten ersucht zu der Frage, ob gesetzliche Maßnahmen zum Schutze der Inslationsverkäuser von Grundstücken getroffen werden sollen. Der wirtschaftspolitische und der Finanzpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrates beschlossen, folgendes Gutachten abzugeben: „Der Reichswirtschaftsrat erachtet gesetzliche Maßnahmen, die dem Veräußerer eines Grundstücks einen Entschädigungsanspruch geben, wenn die Veräußerung während der Inslationszeit zu einem hinter dem Vorkriegswert des Grundstücks zurückbleibenden Kauspreis erfolgt ist, für wirtchaftlich nicht tragbar und durchführbar.“ wtb. Gens, 7. Mai.(Tel.) Im Wirtschaftsrat ergriff heute nachmittag das Vorstandsmitglied des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Dr. Lammers, das Wort, um die neueste Entwicklung der internationalen Handelspolitik und deren Zusammenhänge mit der internationalen Kartellpolitik zu untersuchen. Eine wirtschaftspolitische Annäherung der Nationen, so führte er u. a. aus, ist im Wachsen begrifsen und die Stabilität der Handelsbeziehungen ist gestiegen. Durch den Abschluß von 42 Handelsverträgen im letzten Jahre ist auch eine gewisse Senkung des Zollniveaus herbeigeführt worden. Allerdings hat eine Reihe von Staaten das allgemeine Niveau ihrer Tarise in der Zwischenzeit gehoben. In Deutschland wurde ein Gesetzentwurf zur Ausführung der Empfehlungen der Weltwirtschaftskonserenz vorgelegt, der für eine größere Anzahl von Waren einen Zollabbau vorsicht. Es ist festzustellen, daß die Leitsätze der Weltwirtschaftskonferenz gerade in Deutschland eine sehr aufmerksame Prüfung im positiven Sinne erfahren haben. Gleichwohl fühlen wir, daß der gegenwärtige Zustand nach wie vor beklagenswert ist. Sowohl die Importe wie die Exporte der verschiedenen Länder unterlagen erheblichen Schwankungen. Mit besonderem Interesse beobachten wir als Europäer das grundsätzliche Ringen um die Orientierung der Handelspolitik in den Vereinigten Staaten von Amerika und in England. In England dreht sich dabei die Diskussion nach wie vor um die Frage, ob zollpolitische Maßnahmen die Krisis der Arbeitslosigkeit zu beseitigen vermöchten. Die Welt hat mit Aufmerksamkeit die Botschaft des neuen amerikanischen Präsidenten gehört und wartet aus den Umfang und auf die Tiefe der Konsequenzen, die sie zeitigen wird. Im Gesamtbild müssen wir feststellen, daß die Härte der Tatsachen der Durchsetzung der einmütigen Entschließungen der Weltwirtschaftskonserenz bis heute noch einen starken Widerstand entgegensetzt und daß wir gerade in näherer Zukunft vor sehr ernsten Entscheidungen weltwirtschaftlicher Bedeutung in großen Nationen stehen. Zu dem Thema der Privatwirtschaft und der internationalen Kartellpolitik führte Dr. Lammers aus: Soweit sich die Privatwirtschaft aktiv mit der staatlichen Handelspolitik beschäftigt, hat sie zum großen Teil nach Zollschutz für sich selbst und nach Zollabbau bei den anderen gerufen. Im ganzen hat es den Anschein, daß man in vielen Zweigen der Privatwirtschaft mit einer Fortdauer des heutigen Zustandes rechnet. Unzweiselhast erweisen sich die materiellen Widerstände und Schwierigkeiten, welche in der Natur der Industrien begründet sind, als recht erheblich. Sie werden verstärkt durch die auhaltende und bedenkliche Unsicherheit in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor allem Europas. Die meisten internationalen Kartelle stellen, privatwirtschaftlich gesehen, nur den risikovollen Versuch dar, große Gegensätzlichkeiten auf eine mittlere Linie zu bringen und die auf diese Weise erzielte Einigung täglich erneut hinter verschlossenen Türen zu bekämpfen. In der Erkenntnis der möglichen Wechselfälle haben sich zum Teil bedeutende Unternehmungen entschlossen, zwischenstaatliche Firmengemeinschaften zu bilden, welche die einzelnen Glieder stärker aneinander binden als es im Rahmen eines Kartells gewöhnlich möglich erscheint. Im Hinblick auf die noch ungeklärte politische und wirtschaftliche Entwicklung vieler Nationen mag ein derartiges Vorgehen gewagt erscheinen, aber man sagt sich, daß im Bereich der eigenen Verantwortung des Wirtschaftlers nur auf solche Weise dauernde Verhältnisse geschaffen werden können, welche eine rationelle Gestaltung der Produktion und des Absatzes ermöglichen. Ich habe den Eindruck, daß diese Form der internationalen Wirtschaftsverflechtung der ordnung nach für die nahe Zukunst im Vordergrund stehen dürfte. Ausgabe der zwischenstaatlichen Handelspolitik, so schloß Dr. Lammers seine mit großem Interesse und sehr beifällig ausgenommenen Ausführungen, ist es in erster Linie, klare und stabile Verhältnisse zu schaffen, auf welche die Wirtschaft sich mit Sicherheit einstellen kann. Geschieht dies nicht, so werden die zwischenstaatlichen Beziehungen auch durch private Bemühungen nicht gefördert werden und umgekehrt ist eine gesunde, internationale Privatwirtschaft ohne vernünftige Stabilisierung der staatlichen Handelspolitik nicht denkbar. tragten Freisprechung ihrer Mandanten. Hitler erläuterte sodann in einer halbstündigen Rede seine Außenpolitik und trat für ein Bündnis mit Italien ein. Das Problem Südtirol müsse ausgeschaltet werden, das Problem heiße Deutschland—Italien. von Gracse verwahrte sich gegen die Annahme, daß er behauptet habe, Hitler habe die Geldbeträge dafür erhalten, daß er eine italienfreundliche Haltung einnehme, und bat um Freispruch in Wahrung berechtigter Interessen. Das Urteil wird am 14. Mai verkündet werden. Monatsbericht des Rerurmionengenen. wtb. Berlin, 8. Mai.(Tel.) Nach dem Monatsbericht des Generalagenten für die Reparationszahlungen für April belief sich der Gesamtbetrag der eingegangenen Gelder für April auf 307 594066 GM., der Gesamtbetrag auf die fünfte Jahresaunnität bis 30. April auf 1806 171217 GM. Die vorgenommenen Transfers in ausländischer Währung beliesen sich für April auf 130 733956 GM., für die gesamte Zeit von dem Beginn der fünften Jahresannnität bis 30. April auf 863 711831 GM. Die Transfers durch Zahlungen in Reichsmark beliefen sich auf 78335 214 bzw. 611317 476 GM., die Transfers insgesamt auf 209069170 bzw. 1478 209310 GM. Von den vorgenommenen Transfers entfielen auf Frankreich 100 026 040 bzw., 742673 770, Großbritannien 41099136 bzw. 329388 503, Italien 13619 023 bzw. 106 775 243 und Belgien 12 886 018 bzw. 77597 775 GM. vor der endgültigen Entscheidung noch einmal eine Aussprache mit den anderen interessierten Gewerkschaften der Reichs=, Post=, Staats= und Wasserbauarbeiter herbeizuführen. Saatenstand im Deutschen Reich Anfang Mai 1929. wtb. Berlin, 8. Mai.(Tel.) Durch das vorherrschend kalte und rauhe Aprilwetter ist das Pflanzenwachstum allgemein stark gehemmt worden. Die Entwicklung der Wintersaaten bleibt daher gegen normale Jahre erheblich zurück; doch lauten die Beurteilungen über den Stand der Saaten, von einigen Gebietsteilen in Westdeutschland abgesehen, nicht ungünstig. Weniger günstig wird zurzeit über den Stand der Futterpfanzen und Wiesen berichtet, die bis jetzt nur ein sehr mäßiges Wachstum ausweisen. Infolgedessen werden schon vielfach Futterschwierigkeiten befürchtet. Die Aussaat des Sommergetreides hat sich bei den ungünstigen Witterungsverhältnissen stark verzögert. Sie konnte bis jetzt nur in Süddeutschland und in den niederen Lagen Mitteldeutschlands beendet werden. Die Bestellung von Kartoffeln ist nunmehr fast überall im Gange; das Legen der Frühkartoffeln ist in Süddeutschland schon häufig durchgeführt. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 gleich gut, 3 gleich mittel, 4 gleich gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt solgende Begutachtung: Winterroggen 2,9(Vormonat 2,8). Winterweizen 3,0(2,9), Winterspelz 2,6(2,6), Wintergerste 3.5(3,3), Klee 3,2(Luzerne 3.0. Bewässerungswiesen 3,2, andere Wiesen 3,4. Die Auswinterungsschäden sind, soweit eine Beurteilung bereits moglich war, bei Winterweizen ziemlich umsangreich, bei Wintergerste sehr erheblich, bei den übrigen Fruchtarten halten sie sich in mäßigen Grenzen. Im v. H. der Anbaufläche würden die hierdurch notwendig gewordenen neuen Bestellungen im Reichsmittel betragen bei Winterroggen 1,1(im Vorjahr 3.5), Winterweizen 4,9 (2,8), Winterspelz 1,1(0.3), Wintergerste 15.4(3,7), Klee 3,8(2.0), Luzerne 2,2(2.9). Aus Nah und Fern. Waldbrand bei Herdecke.— Ein Todesopfer. wp. Hagen, 7. Mai.(Tel.) Aus bisher unbekannter Ursache entstand gestern vormittag in den Waldungen bei Herdecke auf dem Attenberg ein Waldbrand, der bis zu den Mittagsstunden eine große Ausdehnung annahm. Das Feuer verbreitete sich bei dem starken Winde im Handumdrehen über den ganzen Wald. Um Mittag fing ein Zweisamilienhaus, das mitten im Walde steht, und zurzeit von dem Waldarbeiter Rafflenbeul bewohnt wird, Feuer und brannte vollständig aus. Auch mehrere andere Häuser wurden stark gefährdet. Der Qualm verhüllte das ganze Tal. Polizeihundertschaften aus Dortmund und Hagen wurden alarmiert. An der Brandbekämpfung beteiligten sich die Berufsfeuerwehren von Hagen und Dornd, sowie die freiwilligen Feuerwehren von Herdecke und Emde. Bei den Löscharbeiten verbrannte der Arbeiter Meier. Man versuchte, weil wenig Wasser zur Hand war und die Schlauchleitungen nicht ausreichten, mit Spaten und Hacken des Feuers Herr zu werden. Gegen ½3 Uhr nachmittags war die Macht des Feuers gebrochen. Schiffsunfall auf dem Rhein. wtb Orsoy, 7. Mai.(Tel.) Ein Schleppschiff, das von einem Schleppdampser abgelassen wurde, um vor Anker zu gehen, geriet auf das durch den Strom liegende Drahtseil der Rheinfähre OrsoyWalsum. Die Auffahrt war so stark, daß die Betonblöcke, an denen das schwere Drahtseil am Rheinuser befestigt war, aus der Erde gerissen wurden. Ein 17jähriger junger Mann aus Walsum erhielt von dem Seil einen derartigen Schlag gegen den Kopf, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Fährbetrieb mußte mittels Motorboots aufrechterhalten werden. Die Feuersbrunst in Rossum. wtb. Amsterdam, 7. Mai.(Tel.) Zu der Feuersbrunst in dem Dorse Rossum in der Provinz Gelderland wird noch gemeldet, daß außer den 1. Wohnhäusern weitere vier Häuser, im ganzen 21, den Flammen zum Opfer gefallen sind. Zahlreiche Familien sind obdachlos geworden, und verschiedene von ihnen, die nicht versichert waren, haben ihr Hab und Gut verloren. Die Ausdehnungsfläche des Brandes beträgt etwa 25.000 Quadratmeter. Der Hitlerprozeß. wtb München, 8. Mai.(Funkspruch.) In dem Prozeß Adolf Hitlers gegen von Graese=Goldebee, den Bayr. Kurier und die Münchener Post weegen der Behauptung, er habe von Italien Gelder erhalten, wurden heute die Plaidoyers abgeschlossen. Der Anklagevertreter führte aus, bei der Schwere der Beleidigung könne nur eine Freiheitsstrafe eine genügende Sühne sein: von der Widerklage sei Hitler freizusprechen. Die Verteidiger beanHarnackfeier in Berlin. wlb Berlin, 8. Mai.(Funkspruch.) Aus Anlaß der Haupttagung der Kaiser Wilhelm=Gesellschaft und des 78. Geburtstages von Excellenz D. Dr. von Harnack fand am Dienstagabend im Hotel Kaiserhof ein Festmahl statt, an dem neben einem erlesenen Kreis von Mitgliedern der Gesellschaft und der Wissenschaftler Diplomatie, Reichs=, Staats= und Kommunalbehörden sowie der Industrie glänzend vertreten waren. An dem Ehrentisch saßen um den Gefeierten geschart der amerikanische Botschafter Dr. Schurman, der päpstliche Nuntius Monsignore Pacelli, Reichsminister Severing und der Danziger Senatspräsident Dr. Sahm. Im Verlaufe des Festmahles nahm Excellenz von Harnack das Wort zu einer herzlichen Begrüßungsansprache, in der er seinen tiesen Dank für die vielen Ehrungen aussprach und auf das Wohl der Kaiser Wilhelm=Gesellschaft trank.— Reichsminister Severing gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß in schwerer Zeit die Kaiser Wilhelm=Gesellschaft mit ihren Forschungsinstituten ein fester Hort der Wissenschaft gewesen sei. Es müsse mit dem Teufel zugehen, schloß der Minister, wenn wir Deutschen nicht in kurzer Zeit wieder vorwärts kommen sollten. Der Minister brachte ein Hoch auf die Wissenschaft und ihre deutschen Pioniere aus. Der Lohnkonflikt bei der Reichsbahn. wib. Berlin, 7. Mai.(Tel.) Die am Tarisvertrag beteiligten Eisenbahnerorganisationen, nämlich der Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands, die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner und der Allgemeine Eisenbahnerverband, sind heute in Berlin zusammengetreten, um die Frage zu erörtern, welche weiteren taktischen Maßnahmen die Gewerkschaften zur Durchsetzung ihrer von der Reichsbahn aus sinanziellen Gründen abgelehnten Lohnsorderungen ergreisen werden. Im Vordergrund ständen die Fragen, ob sofort der Streik ausgerufen oder der Auregung der Regierung, den Schlichter anzurnfen, Rechnung getragen werden solle. Die drei Gewerkschaften beschlossen, wegen der großen Bedeutung und Tragweite eines solchen Beschlusses Der Abbau im innerdeutschen Luftverkehr. pw. Berlin, 8. Mai.(Funkspruch.) Bei der Deutschen Lufthansa haben gestern Besprechungen mit den Vertretern der regionalen Gesellschaften stattgefunden. Es ergab sich die Notwendigkeit, die meisten der bisherigen innerdeutschen Strecken für 1929 auch ohne Reichsbeteiligung noch aufrechtzuerhalten, weil bereits vor der Etatkürzung entsprechende Verpflichtungen mit Städten und Kommunalverbänden eingegangen waren. Die Lufthansa hofft, trotz stark heruntergesetzter Subventionssätze, für das laufende Jahr durchhalten zu können. Es wurde aber festgelegt, daß bereits in den nächsten Wochen Beratungen stattfinden, die für 1930 den Abbau der Verbindungslinien zwischen deutschen Mittelstädten vorberetten. Manteltarifverhandlungen im Ruhrbergbau am 14. Mai. pw. Berlin, 8. Mai.(Funkspruch.) Der Zechenverband hat die Vertreter der Bergarbeiterorganisationen des Ruhrbergbaues zu Verhandlungen über den Manteltarifvertrag zum 14. Mai nach Essen eingeladen. Gleichzeitig hat der Zechenverband den Bergarbeiterverbänden eine Reihe von Abänderungsanträgen zum Manteltarifvertrag unterbreitet. Der Lohnstreit in der Berliner Metallindustrie. pw. Berlin, 8. Mai.(Funkspruch.) Wie der Vorwärts meldet, hat der Verband Berliner Metallindustrieller den Lohnschiedsspruch für die Berliner Metallindustrie abgelehnt. Das Metallkarte hat daraufhin beschlossen, die Möglichkeiten einer friedlichen Beilegung des Konflikts zu erschöpfen und die Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches zu beantragen. Kommunistische Kundgebung vor dem deutschen Generalkonsulat in Newyork. wib Newyork, 8. Mai.(Funkspruch.) Vor dem Geschäftshaus, in dem sich das deutsche Generalkonsulat befindet, kam es gestern in der Mittagspause zu einer kleinen kommunistischen Demonstration. Etwa 15 junge Leute zogen mit Plakaten auf und ab, deren Inschriften Proteste gegen die Vorkommnisse bei und nach der Berliner Maiseier darstellten. Die Kundgebung hatte einen sehr harmlosen Charakter und führte schließlich zu einer Balgerei zwischen den Demonstranten und. einigen Passanten, wobei die Plakate zerrissen und in die Luft geworsen wurden. Ein Auto fährt in eine Amderprozessten. pw. Berlin, 8. Mai.(Funkspruch.) Gestern rannte ein unbesetztes Auto in eine Kindergruppe, die in Dachau gerade eine Prozession verau“ staltete, hinein und überfuhr fünf Mädchen, von denen zwei lebensgefährlich verletzt wurden. Der Chauffeur versichert, beim Verlassen des Wagens die Bremse richtig angezogen zu haben. Wahrscheinlich hatten spielende Kinder sich daran zu schaffen gemacht. K darch, Hanssprauft Frank Heine vor dem Untersuchungsrichter. wib Brüssel, 8. Mai.(Funkspruch.) Heute nachmittag erfolgte durch den Untersuchungsrichtet eine Zstündige Vernehmung Franks im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen des Utrecht Dage blads über ein belgisch=französisches geheimen Militärbündnis. Der Richter gab dabei Kenntnis von den nach Brüssel übersandten Akten des holländischen Verfahrens, die vor allem besagen, daß nach holländischem Recht niemand zur Zeugnisabgabe gezwungen werden könne und daß sämtliche Aussagen freiwillig und spontau abgegeben werden müßten. Die gerichtliche Untersuchung sei daraufe hin eingestellt worden. 9 Mädchen bei einer Kahnpartie ertrunken. wtb. Moskau, 8. Mai.(Funkspruch.) In dem Städtchen Chaltsch im Gouvernementsbezin Gomel sank bei einer Kahnpartie ein mit 9 Mädchen besetztes Boot. Ein zweites Boot, das zur Hilfeleistung herbeieilte und die Mädchen aufnahnt. kenterte. Alle 9 Mädchen ertranken. Der zufriedene Hoover. wtb. Washington, 8. Mai.(Funkspruch.) Präste dent Hoover erklärte, er sei mit den Ergebnissen der Genser Abrüstungskonserenz höchst zufrieden, besonders weil alle Hauptseemächte die Anregunge# der amerikanischen Delegierten hinsichtlich Herabsetzung der Seerüstungen gutgeheihen Obwohl kein Beschluß über die Zusammenberufung einer neuen Seeabrüstungskonserenz gesaßt worden sei, ist Hoover der Meinung, daß ein schnelles Vore gehen in diesem Sinne in naher Zukunft erfolgen werde. Bolivianisch=Paragnayanischer Zwischenfall. wtb Afuncion, 8. Mai.(Funkspruch.) Nach hien eingetroffenen Meldungen hat eine bolivianisch Militärpatrouille am Montag gegen eine kleine paraguayanische Truppenabteilung in der des Forts Vanguardia Schüsse abgegeben. Verluste sind nicht zu verzeichnen. Bootsunglück in Kalkutta. wib. Kalkutta, 8. Mai.(Funkspruch.) Ein Boot, in dem 23 Jutespinnereiarbeiter sich auf der Heimkehr befanden, kenterte auf dem Hooghly. 14 der Arbeiter ertranken, die 9 anderen konnten in erschöpftem Zustand das User erreichen. Zum Himimelsfahleses. Schwerte, den 8. Mai 1929. * Heute in der Zeit der Kämpfe und Wellanschauungsgegensätze spottet man vielleicht über Himmel und himmlische Dinge. Man fragt höhnisch die Christenleute:„Wo ist cuer Himmel? Man sagt es brutal:„Den Himmel überlassen wir den Pfaffen und den Spatzen!" Nach der Auffassung der meisten antiken Völker wohnten die Götter an heiligen Stätten auf der Erde. Besonders dachte man in hohe Berge, deren Gipfel geheimnisvoll in die Wolken hineinragen, etwa an den wolkenumwogten Olymp. Oder man legte die Wohnung der Gottheit überhaupt in den Himmel hinein. Dabei stellte man sich bei den Juden sowohl wie bei den Griechen mehrere Himmel übereinander vor, drei, sieben oder auch zehn, von denen der oberste, der Feuerhimmel, die eigentliche Wohnung der Gottheit sei. Diese Ansicht wurde dann im Mittelalter nicht nur von der Religion, sondern auch von der Naturwissenschaft übernommen. An dieser Auffassung können wir heute nicht mehr festhalten. Jenes scheinbare Gewölbe ist nichts Festes und Begrenztes, sondern es ist der unendliche Weltenraum, in den wir hineinblicken, nach allen Richtungen hin unbegrenzt. Viele naive Menschen von heute sind nun der Ansicht, daß damit der Thron Gottes zertrümmert, die göttliche Wohnung zerstört sei. Allein hier liegt ein großer Irrtum vor. Gott wohnt nicht auf den Bergen und in Hainen, auch nicht an einer bestimmten Stelle des Weltenraumes. Der Himmel unseres Gottes, der doch Geist ist, ist überhaupt nicht sichtbar, er ist nur erlebbar. So ist es überhaupt mit allem geistigen Sein. Geistige Dinge und Vorgänge können wir uns allerdings nur räumlich denken, obwohl sie mit Räumlichkeit nichts zu tun haben. In religiösen Dingen verauschaulichen wir überall durch Symbole; und es ist plump, Symbol mit Sache zu verwechseln. Die Jünger Jesu dachten auch so grobsinnlich und wollten wissen, wo däs Reich Gottes sei. Jesus sagt darauf so fein, daß es nicht hier oder da sei, sondern inwendig in ihnen. Und als Jesus seine Jünger verlassen will, sagt er nicht: „Ich fahre in die Himmelsbläue,“ sondern schlicht und so groß:„Ich gehe hin zu meinem Vater.“ Diese Gemeinschaft mit Gott, dieses Einssein mit dem Vater, das ist unser Himmel, nach dem wir uns sehnen. Dort kommen wir aus der Vergänglichkeit und Unvollkommenheit heraus in die Ewigkeit und Vollkommenheit, und unser Herz ist unruhig in uns, bis es auch seine Himmelfahrt erlebt hat und in Gott ruht. O, suche nie dein Glück im Weltgetümmel. Je tiefer in dich zurück, je höher dein Himmel. Wetterbericht der Wetterwarte Essen vom 7. Mai 1929. Ausläufer des im Norden Großbritanniens liegenden Tiefdruckgebietes sind nach Deutschland vorgedrungen und verursachen in Westdeutschland trübes und kühleres Wetter, vielfach mit Regenfällen, während es in Ostdeutschland noch trocken, heiter und warm ist. Die Morgentemperaturen lagen in Westdeutschland zwischen 10 und 16 Grad, in Ostdeutschland zwischen 17 und 20 Grad. Der Kahle Asten meldet mäßigen Südwestwind, bedeckten Himmel und 7 Grad Wärme. Wetteraussichten bis Donnerstag: Wolkig, mit noch vereinzelten Regenschauern bei wenig veränderten Temperaturen. Infolge des morgigen Himmelfahrtstages erscheint die nächste Ausgabe unserer Zeitung am Freitag, den 10. Mai, zur gewohnten Stunde. : Sonntagsrückfahrkarten am Himmelfahrtstage. Wie uns amtlich mitgeteilt wird, werden zum Himmelfahrtstage Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben, die die gleiche Geltungsdauer wie an den übrigen Sonntagen haben. * Ortskrankenkasse. Heute abend 6 Uhr wird in der Wirtschaft Jos. Kremer in der Mährstraße eine Sitzung des Ausschusses der Ortskrankenkasse abgehalten. Zur Beratung steht nur der Revisionsbericht über die Prüfung der Jahresrechnung 1928. 4 Eine flandrische Glückskette! Vor einigen Tagen erhielt eine hiesige Dame durch die Post ein Schreiben folgenden Inhalts: „Eine flandrische Glückskette. Dieses mußt Du dreimal abschreiben und binnen 24 Stunden an 4 Personen schicken, denen Du Glück wünschest. Behalte diesen Brief nicht. Die Kette wurde von einem amerikanischen Offizier begonnen und soll dreimal um die Welt gehen. Wer die Kette unterbricht, wird Unglück haben. Es ist merkwürdig, wie sich alles erfüllt, als die Kette begonnen wurde. Schreibe den Brief dreimal ab und beachte am vierten Tage, was geschieht. Nach Absendung wirst Du von diesem Tag an Glück haben. Ich schicke ihn Dir, um die Kette nicht zu brechen. Dieser Brief war schon bei..“ Hier werden ein Dutzend=Namen aus den ver schiedensten Gegenden Deutschlands aufgezählt, die alle schon„großes Glück“ gehabt haben. An dieses hat die Empfängerin allerdings verzichert und das Geschreibsel nicht weiter beachtet. Es ist kaum zu glauben, auf welche Verrücktheiten die Menschen heutzutage versallen Der deutsche Muttertag in Schwerte. Im wunderschönen Monat Mai, wo die Natur zu neuem Leben erwacht ist, wird der deutsche Muttertag geseiert. Gewiß nicht ohne Ab sicht haben die Gründer des Bundes der Kinderreichen einen Tag in diesem Monat zum Ehrentag der Mutter gewählt. Der Mai ist das Sinnbild des Wiedererwachens, mit ihm verbindet sich die Hoffnung auf ein gutes Jahr und reichen Erntesegen. So soll auch der deutsche Muttertag die Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft unseres Volkes erwecken. Glückliche und zufriedene Familien sind die Grundbedingung für den Wiederaufstieg unseres deutschen Vaterlandes. Die Erkenntnis dieser Tatsache ist der Grund, daß die führenden Kreise in Staat und Kommunen die Bestrebungen des Bundes fördern und besonders dem Muttertag ihr Wohlwollen schenken. Wie in allen Ortsgruppen will auch Schwerte in diesem Jahre das zehnjährige Bestehen des Muttertages am 12. Mai festlich begehen. Der Vorstand hat keine Mühe und Arbeit gescheut, um diesen Tag würdig zu gestalten. Der Stadtverwaltung gebührt besonderer Dank, daß sie durch Gewährung einer Ehrengabe den Müttern den Tag unvergeßlich machen will. Die Feier findet im Kasinosaal des Ausbesserungswerkes Schwerte=Oft statt, der von der Direktion in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt wurde. Das Programm ist sehr sorgfältig und reichhaltig zusammengestellt. Die Festrede hat Konrektor Watermann=Neuß übemnommen; der Gesangverein „Cäcilia“ wird mehrere Lieder singen. Ferner haben ihre Mitwirkung der bestens bekannte Theaterverein„Humor“, der Turn= und Sportverein Schwerte=Ost und die Kapelle der„Jünglingssodalität“ Schwerte zugesichert. Alles in allem dürfte der Muttertag einen guten Verlauf nehmen. An die Mitglieder und besonders an die Mütter ergeht die Bitte, zur Feier des Muttertages in Schwerte=Ost recht zahlreich zu erscheinen, wie auch mit dem Erscheinen der vielen geladenen Gäste gerechnet wird. * Freikonzert im„Freischütz“. Am Himmelfahrtstage haben die Schwerter Bürger zu den Konzerten im„Freischütz“ freien Eintritt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Besucher sich als Schwerter Bürger ausweisen müssen. ha. Man muß auch vor Behörden der Arbeits losenversicherung erscheinen. Privatpersonen sind nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz verpflichtet, in Erfüllung ihrer Auskunftspflicht auf Ladung auch zur Vernehmung vor den Behörden und Spruchinstanzen der Arbeitslosenversicherung zu erscheinen. Leisten sie ohne hinreichenden Grund der Ladung keine Folge, so kann gegen sie nach einer Entscheidung des Spruchsenats für Arbeitslosenversicherung eine Ordnungsstrafe verhängt werden. Diese Ordnungsstrafe muß nach den Bestimmungen der Zivilprozeßordnung vorher in gehöriger Weise angedroht sein. ha. Die Aufhebung der Zwangswirtschaft ändert die Aufwertung. Die Aufhebung der Zwangswirtschaft für gewerbliche Räume hat in bestimmten Fällen die Aufwertung beeinflußt. Nachdem dieser Zwang weggefallen, ist nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg mangels einer entgegenstehenden Vereinbarung der Parteien der Anspruch des Vermieters auf Zahlung der ursprünglichen Vertragsmiete von neuem entstanden. Dieser Anspruch ist unter Berücksichtigung der jetzt angemessenen und üblichen Mieten aufzuwerten. Zu entscheiden war, welcher Mietpreis vom 1. Juli 1927 an gilt, insbesondere dann, wenn die Miete auf eine Reihe von Jahren darüber hinaus abgeschlossen ist. Ist für den Rest der Vertragsdauer ein Mietzins vereinbart, so hat es damit sein Bewenden. Um die wesibeutsche Fußbn? Runde der Ersten. FC. Schalte 04 M S. u. S. Hüsten 7:1(1:0) SV. Meiderich— Sp. Vg. Herten 1:0 FV. Neuendorf—. Bornssia M.=Gladbach 2:5 Runde der Zweiten. Schwarz=Weiß Essen— Sp. Vg. Oberhausen 2:0 Weitere Ergebnisse. Ruhrbezirk. VB. Altenessen— Essen 99. 4•1 Preußen Essen— Grafschafter SV. Moers 5:3 Germania Herne— VfB. Alemannia Dortmund 2:1 Germania Herne— Rheinhausen 1:1 Alemannia Dortmund— SC. Aachen 0:1 Castrop 02— Schwarz=Weiß Barmen 3:1 Westfalenbezirk. VfB. Bielefeld— MVV. Linden 6: Hammer SVg.— Germania Bochum 5:4 Preußen Münster— Hamborn 07 Borussia Rheine— Union Herford 4:2 Niederrheinbezirk. SV. Rheinhausen— Homberger SV.(Sams 10e) g 9 Homberger So.— VfL. Benrath 4: Duisburg 08— VfB. Ruhrort 2: Meiderich 06— Gelsenkirchen 07 2: SC. Osterseld— Union Hamborn VfB. Speldorf— Germania Elberfeld 2: Bergisch=Märkischer Bezirk. Düsseldorf 99.— SSV. Elberfeld Eller 04— Westfalia Scherlebeck Gerresheim 08— SSV. Oberkassel SSVg. Barmen— Tura Bonn BV. 1910 Remscheid— Ratingen 04 Punktspiele. Rheinbezirk. FV. Godesberg— Bonner FV. Odenkirchen 07— Dürener SC. 03 Kölner BC.— SV. Bergisch=Gladbach Alemannia Aachen— BfR. Köln Dürener SV.— Viktoria Rheydt SC. Dohr— Rhenania Köln Südwestfalen. Hagen 72— Union Krefeld SVg. Wetter— Schalke 96 SC. Lichtenplatz— Gevelsberg 08 Hessen=Hannover=Bezirk. BC. Sport Kassel— SC. Kassel 03 Hermannia Kassel— SC. Göttingen 05 SV. Kassel— Hellas Minden Hessen 09 Tichten Eiserfeld 06— Germania Mudersbach Arnsberg 09— BV. 01 Düsseldorf Germania Neheim— BV. 04 Düsseldorf * 2:2 3:2 Niederzwehren Südwestfalenbezirk. Hagen 1911— BC. 05 Düsseldorf Sportfreunde Siegen— Jahn Werdohl Oesterreich gegen Ungarn VfB. 1919 Westhofen 1— Geisecke 1 1:0. Am vergangenen Sonntag standen sich die beiden Vereine in Westhofen im Meisterschaftskampfe gegenüber. Das Spiel hatte sehr unter dem starken Winde zu leiden, so daß von beiden Seiten manche schöne Torgelegenheit nicht ausgenutzt werden konnte. Westhofen spielt zunächst mit Wind, kann aber während der ganzen Halbzeit zu keinem Torerfolge kommen. Auch als Schneider, der zum ersten Male als Verteidiger wieder mitwirkte, in den Sturm ging, fällt kein Tor. Dieser Spieler schaffte die glänzendsten Torgelegenheiten, die aber immer vom sturm, der vollständig versagte, verpaßt wurden. Man konnte hier das Fehlen des Mittelstürmers Hoffmann sehr bemerken. Die Hintermannschaft war, wie immer, in Hochform, leider hatte der rechte Verteidiger mal wieder einen seiner schlechten Tage. Die Geisecker schafften aber, trotzdem sie gegen den Wind ankämpfen mußten, noch manche brenzliche Situation vor dem Westhofener Tore. Bei einem Durchbruch der Geisecker kann noch im letzten Moment ein Westhofener Spieler den Ball übers Tor fausten. Der gegebene Elfer wird dann von Geisecke verschossen. Kurz darauf ist Halbzeit. Nach Wiederanstoß entwickelt sich ein sehr flottes Spiel, beide Mannschaften stellen den Kampf auf Sieg ein. Die Geisecker, jetzt mit Wind spielend, sind dauernd im Angriff, der jedoch immer wieder an der gut arbeitenden Hintermannschaft von Westhofen zerschellt. Besonders der Tormann Grieb von Westhofen zeigte wieder seine hohe Klasse. Er war nicht zu schlagen. So wogte der Kampf hin und her, bis plötzlich vor dem Geisecker Tor ein Gedränge entsteht und ein Verteidiger von Geisecke mit der Hand einen ins Tor rollenden Ball aus dem Felde schiebt. Elfmeter! Dieser wird nun in sicherer Manier von dem Spielführer Mischewski eingeschossen. Durch diesen Torerfolg war das Spiel entschieden. Die Geisecker klappten vollständig zusammen, so daß der Linksaußen von Westhofen nochmals einen Ball ins Netz jagen kann. Dieser wird aber vom Schiedsrichter nicht anerkannt, weil er an der äußeren Torkante angeprallt ist. Kurz darauf ist Schluß und Westhofen kann als glücklicher Sieger den Platz verlassen. Der Schiedsrichter Saß von Gevelsberg traf seine Entscheidungen korrekt und sicher und hatte das Spiel jeder Zeit in der Hand. Radsport Deutschland— Belgien 150:87 Unn Westhostn Westhofen. Das Passieren der alten Holzbrücke lebensgefährlich. An dem Fundament der alten Holzbrücke über der Ruhr zwischen Westhofen und Garenfeld treten bedenkliche Risse zutage. Es war daher geboten, die Brücke für den gesamten Verkehr zu sperren, da sie baufällig ist. Da die Brücke aber im Zuge einer Hauptverkehrsstraße liegt, würde diese Maßnahme viele kilometerlange Umleitungen zur Folge haben. Deshalb ist man mit allen Mitteln bemüht, sie wenigstens noch zwei bis drei Wochen verkehrssicher zu halten. Bis dahin soll die neue Steinbrücke, an der die letzten Arbeiten sieberhaft beschleunigt werden, dem Verkehr übergeben werden können. Ann Arirrren Berghofen. Auch ein Vergnügen. Ein älterer Mann aus der Berghofer Mark machte sich ein Vergnügen daraus, in der Nähe des Wasserturmes einen auf der Schwerterstraße fahrenden Motorradfahrer mit einer Konservenbüchse und mit Steinen zu bewerfen. Als dann der Motorradfahrer mit seinem Sozius nach der Ursache dieses sinnlosen Ueberfalles forschen wollte, wurde er mit seinem Begleiter von neuem mit dicken Steinen bombardiert. An dem Motorrad ist erheblicher Schaden entstanden. Die auf die Fahrer gerichteten Steine hatten aber ihr Ziel verfehlt. Da der Mann erkannt worden war, wird für ihn das dicke Ende nachkommen. Hengsen=Opherdicke. Rege Bautätigkeit in Hengsen. In unseren auf der Höhe des Haarstranges gelegenen Ortschaften, wo infolge der weiten Entfernung von den beiden nächstliegenden Eisenbahnstationen Holzwickede und Geisecke, gar keine Industrie vorhanden ist, sah es mit der Bautätigkeit bis im vorigen Jahre sehr schlecht aus. Wogegen in den Nachbargemeinden in den Nachkriegsjahren recht fleißig gebaut wurde, konnte hier infolge der fehlenden Geldmittel wenig oder gar nicht gebaut werden. Daß sich daher auch in der kleinsten Gemeinde Wohnungsmangel bemerkbar macht, ist leicht erklärlich. Deshalb wurde es im Vorjahre nur begrüßt, als auch hier mehrere Neubauten erstanden. Diese sind alle bereits fertiggestellt und bezogen. Auch in diesem Jahre wird die Bautätigkeit hier sehr rege werden. Der Anstreicher= meister Mausbach hat die ersten Vorbereitungen zur Herstellung seiner 2 Familienhäuser getroffen. Das Wohnhaus des Landwirts Schlüter ist bereits fertiggestellt. Die Bauherren Gebr. Branscheidt und Beckmann werden auch noch in diesem Jahre, falls die beantragten Hauszins= steuermittel bewilligt werden, mit der Errichtung eines Wohnhauses beginnen. Auch die Wegebauarbeiten machen gute Fortschritte. Die Oststraße ist von dem Bauunternehmer Horstkorte soweit fertiggestellt, daß mit den Walzarbeiten bereits begonnen werden konnte. Die häßlichen Straßengräben sind hier verschwunden und durch eine Pflasterrinne bezw. Zementrohrkanal ersetzt. Auch mit dem Ausbau der Weststraße ist inzwischen begonnen worden. Diese Straße erhält ebenfalls eine neue Packlage. Amt Wrumnhosen Renninghausen. Motorradunfall. Am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr verunglückte mit seinem Motorrade der erst kürzlich aus der Schweiz zurückgekehrte Sohn des Metzgermeisters Wilh. Ritter aus Barop. Das Unglück passierte daduich, daß an den Ve.wagen ein Re#en platzte und der Fahrer deshalb mit seiner schweren Harley=Davison=Maschine die steile Böschung gegenüber der Renninghauser Schule hinabsauste. Ritter hat einen Schädelbruch davongetragen und mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Die Maschine wurde beschädigt. Brünninghausen. Niedergeschlagen und beraubt. Nachts wurde auf der Provinzialstraße ein junger Mann von zwei Personen, die betrunken waren, angegriffen und mit einem Spazierstock zu Boden geschlagen. Als er sich nach einiger Zeit erhob, mußte er feststellen, daß seine Taschenuhr verschwunden war. Täter sind unerkannt entkommen. Humor Wellinghofen. Auftakt im Schwimmbad. Die schmucke Schwimmanlage wurde für die diesjährige Saison am Sonntag eröffuet. Einige mutige— es waren etwa 15 Personen Schwimmer und Schwimmerinnen wagten trotz des kühlen Windes den ersten Sprung ins Wasser. Am Nachmittage konzertierte ein Hörder Orchester. Vorgestern war der Besuch infolge des schönen Wetters schon stärker.— Ein vielversprechender Auftalt Endlich... „Sie, nur Sie allein liebe ich!“ „Unsinn!“ „Sie sind die Sonne meines Lebens!“ „Das sagt jeder!“ „Ich kann ohne Sie nicht leben!“ „Einbildung!" „Oh, wenn ich nur Worte fände, die Ihnen mein Innerstes offenbarten!“ „Wissen Sie nichts anderes zu erzählen? „Wollen Sie meine Frau werden?“ „Endlich fangen Sie an, vernünftig zu reden!“ an scharsen Wegekrümmungen, Kreuzungen Haltestellen der Straßenbahn, derartige Stellen müssen übersichtlich bleiben. Verantwortlich für Lokales, Kommmnachellit, Feuillcton, Provinzielles, Gerichtssaal Hans Eberhard Lex, Nr. 107(Zwei Jesu Himmelfahrt Männer von Galiläg gen Himmel? Dieser ist von Euch hinweg derkommen, wie Ihr mel fahren!" Eure A Sonne sehen! Eure mehr sehen, wie er e gegangen, wic er a schienen! Er ist in ei Himmel, sivend zur mächtigen Vaters.— ser Botschaft? Tran mehr sehen? Kein Freude voll. Er ist doch bei ihnen bis und Erde sind verbu daß sie durch ihre H mel haben. Aber, sehen, haben sie hie verkünden, an seine dem Himmelreich. D halt und ihrer Freu Himmelfahrt feien sie hinaus, nach de Tagen des Frühling aus aus des Alltag in des Maien Lenz geht, hinauf auf die die Welt dort unter mer die Menschen sahen den Berg Ol statt an. Auf den Deutschen der Gott zur Sonne, der Me mel. Die Strahler milder Glanz, das melssehnsucht, der klaren Himmels tie der Himmelsleiter, herab steigen. Sole leiter steckt in allen Ist in unseren füllt? Hoch über de zieht das Flugzen Alpen, weit über d schaut voll WundStrom und Wald Wohnstätten in D der Blick von oben herrliches Bild vo Gottes Himmel ei Gottes Thron träg die unsichtbare Neue Bilder he Mir ist es immer: um uns her von 2 ster Ferne erfüllt Helfer rufen kann, Sinnbild ist mir Welt unsichtbar u unsichtbaren Welt, steigen können zu mit seinen Mense Der Juad Westfäl von 34. Fortsetzung. „Also gut, wi ladung Folge, w men wollen, Fräu Wetter muß es je hen Rhein. Der Vater hu Das war doch Er trieb Kali schnell beim Umz Vera entdeckte dicker Milch. Fi Rahm obenauf. „Oh!“ Das rosige Lippen. „Darf man ei „Nur immer Heiner reichte in seine Kamme ziehen. Vera stannte fünf Minuten p# vor ihr stand. Studienzeit. „Sie sind ja Buche steht,"e Blicken an.„Ur lange besinnen? Da kam auch Eilfertig pack siche Schinkenschi „Für unterwe „Oh ja, wir n nick,“ jubelte Ve „Dann wollen nehmen,“ erklärt oder drei sind di Schnell holte ebenfalls sorgfäl Aussergewöhnlich vorteilhafte Angebote in allen Abteilungen! Kleiderstofte Seidenstotte Crepella, 70 cm breit welchfließende Kleiderware in all. Modefarben........... Crep Caid, 95 cm breit benährte Qualität für Kleider, in seinen Frühjahrskarben............ Crep Caid lachuerd. 95 cm br. reizende Neuheit f Kleider, I. viel. Farb. Crep Caid. 100 cm breit elegante Kleiderware I. viel. Modefarben Crep Caid, 130 cm breit eleg, weichflieb. Qual., entzück. Modefarb Crep Caid, 130 cm breit besunders schwere Qualltät für Kleider in aparten Frühlahrsfarben..... ganz besonders preiswert. Woll-Georgette, 130 cm br. sehr aparte Neuhelt f. Kleider in feinen Fruhjahrslarben..... Woll-Georgette, 100 cm br. die vorzüsliche Kleiderware in neuen Modetatben 1.95 2.95 5 4.75 5.90 6.90 6.50 6.90 Rohseide, 80 cm breit naturfarbig, sollde Qualität...... Rohseide, 80 cm breit S bedruckt, moderne Dessins...... * Crepe de Chine, 95 cm breit # reine Seide, in allen modernen Farben = Florida, 80 cm breit S weichtlie ßende Kleiderware....... s Japon-Foulard, 90 cm breit S in entzückenden Ausmusterungen... * Honan, 80 cm breit S in natur und farh, bestbew. asiat. Qual. Veloutine, 95 cm breit S Selde m. Wolle, elegante Kleiderware # Rohseid.-Bordüre, 125cmbr. bestickt, in elegzanten Ausführungen.. Handschuhe Damen-Strümpfe Karstadt“: Standard-Strumpf 1304 orima Mako I. all. Modefarb. eisenfest Karstadt's Garantie-Strumpf prima Seidenflor, 6fach verstärkte Sohle und Perse...... eisenstart Karstadt': Rekord-Strumpf prima Seldenflor, 4fache Schle u. Hochferse........ unverwüstlich Damen-Strumpf künstl. Waschseid. m. Flor I. all. mod. Farb. Damen-Strumpf Bemberg-Seide Silberstempel, bekannt sute Qualltöt........ Damen-Strumpf Bemb.-Seide,„Asra Silberstemp., extra leines Gewebe, i. d. neuen Frühjahrsfarb. Damen-Strumpf Bemb.-Seide,„Asra“ Goldstempel, hervorragende Qualltät.......... Damen-Strumpf Flor m. Kunstselde, extra sollde, in allen Llodefarben............. 1.35 1.65 1.95 1.35 2.25 2.30 3.75 3.95 Damenhandschuhe # Trikot, mit hübschem Bordierzwickel Damenhandschuhe S imitiert Waschleder........... Damenhandschuhe S mit Fantasle-Stulpe, In viel. mod. Farben s Damenhandschuhe * Waschkunstseld 1. den neuen Frühjahrsf. * Damenhandschuhe Bemberg-Seide, hervorragende Qualit. a Damenhandschuhe * Bemberg-Seide, mit hübsch. best. Stulpe 8 Damen-Glacéhandschuhe # in moderner Ausführung....... a Damen-Glacéhandschuhe # empfehl. Qual m. mod. Fantasie-Stulpe 1.45 ∆ 95 3.95 5 4.75 6.50 ∆ 95 8.50 1.45 15 2.25 2.50 35 3.50 4.50 6.30 Schürzen Kinder-Strümpfe Kinderstrümpfe fatbig 6 5 4 3 2 1 63.= 58.= 33.- 48.- 43.- 38.Kinderstrümpfe Mako, in all. Modefarben E DE 1.45 1.35 1.25 1.13 1.03-.95 Kindersöckchen Baumwolle m. bunt. Rand 6 .35•32—.29—26—23—20S Baumwolle mit hübschem Kindersöckchen Wollrand 3 4* 1 .60 35—.50-45-.40-.35 Kindersöckchen dlako, mit Wollrand 1.03=95-.85=.75-.65„35 Kinder-Kniestrümpfe buntem Wollrand## 8 7 0* 4— 1.25 1.13 1.05-95-.85-.755 Kinder-Kniestrümpfe geegre 1.98 1.80 1.65 1.50 1.33 1.20 Aunden Guengenne Piener „„ g u s t e r 1.75 1.65 1.55 1.43 1.35 1.25# Strickwaren Damen-Westen 9 05 eintarbig, ohne Kragen......... 0.30 Damen-Pullover 4 Damen-Puliover 5 95 mit Kragen u. Gürtel, In weid u. farbig O.20 Damen-Pullover 0 50 ohne Arm, In seschmackvoller Auswahl 9.90 Damen-Pullover„ 10.50 m. Kragen u. Gürtel, hübsche Dessin 10.00 Nerren-Pullover 5 in sollder Ausmusterung....... 9.90 Herren-Pullover 10 50 reine Wolle, in reicher Auswehl... 12.90 Herren-Lumberjacks 19. mit passenden Stutzen.. Damen-Schürze aus unlfarbigem Zeüir Damen-Schürze Siamosen, vollständig welt. in hübsch. klaren Dessins Damen-Schürze Indanthren S blau=weiß, mit uni Paspel....... Damen-Schürze S Indanthren kombiniert verarb. Damen-Servier-Schürze # kräft. Linon-Ware, mit Feston-Garnitur S Damen-Servier-Schürze S Opal, m. fein. Gltterfest., duftig garniert * Mädchen-Schürze a. weld. Batist S mit hübsch. Stickereigarnitur.. Lg. 40 jede weltere Größe 20 Pfg. mehr. Knaben-Schürze a. unifarb. Zeür. S mit srober Spieltasche.....: Lg. 40 jede weitere Größe 10 Dfg mehr. Knab.-Waschkonfektion 1.25 95 1.65 2.25 1.75 1.95 1.10 —.85 Knaben-Wasch-Blusen Crefonne, hochgeschl. Form. Größe 1 Knaben-Wasch-Blusen 9 Cadett, Orig. Kieler-Form Giöse 1 9.90 Knaben-Wasch-Anzüge A 65 Cretonne, Kieler Form.... Cröße 2 4.00 Knaben-Wasch-Anzüge K 00 Cadett, Orig. Kieler Form... Größe 10.90 Knab.-Wasch-Einknöpf-Anz. 2 50 In verschiedenen Farbtönen. Größe 1 0.00 Knab.-Wasch-Kittel-Anzüge 3 50 Zefir, entzückende Nachart....... 5.00 1.10 Spiel-Anzüge Zefir. mit Spieltasche Spiel-Anzüge Wasch-Rips, zweifarbig .. Länge 40 Länge 40 2.45 Waschstoffe Damen-Wäsche Sport-Zefir helle frische Streif., u. einfarb., waschecht Trachtenstoff Indanthrenfarb., d. bellebteHauskleiderst. Ind.-Trachtenstoft Mehrfarbendruck, hübsche ap. Muster Ind.-Bordüren, 120 cm br. blau-weiß u. Mehrfarbendr. neue Dessins Wollmusseline ap. Frühjahrsneuh. in mittelgrund. Dess. Wollmusseline In entzück. Farben hübsch. ap. Zeichnung. Wollmusseline eleg. Sommerneuh hübsch. hellgr. Dess. Voll-Volle eleg schwarz-weiße Dessins für vornehme Frauenkleider Modewaren Damen-Kragen für Mäntel u.Kleider, in Crepe de Chine, mit farb. Stick. Damen-Kragen Buben- u. SchalFac, Seidenrips u. Crepede Chine, m. Val. Capouchon-Kragen Crepe de Chine mit Val. Binde-Kragen aus ecrufarbig. Volle, m. eingearb. Spitze Blende opal Blende Val., gerüscht...... Damen-Schal Kunstseide, in neuartigen Dessins Cachenez „Bemberg-Seide“, welß, Semustert... Taschentücher Kinder-Taschentuch Linon, mit bunter Kante........ Kinder-Taschentuch mit farbiger Häkelkante Damen-Taschentuch slatt, weiß, 30 cm, mit Saum...... Damen-Zefirtuch mit Atlas-Streifen oder farbig kar. Damen-Taschentuch mit sroßer bestickter Ecke Herren-Taschentuch Linon, mit buntem Karo Herren-Taschentuch slatt, welß Linon, mit Kante.... Herren-Zefirtuch mit bunter Kante oder karlert..... .45 5 1.35 1.45 5 1.95 35 1.30 Damenhemd Trägerform m. Hohls. u. Stickerei-Motiv Damenhemd mit breitem Feston und Motiv.... Damenhemd Trägerform, a Mako-Imitat. m.Val-Spitze Damenhemd Achselschluß m. dreiseit, breiter Festonsarnitur....... Damen-Nachthemd S mit Klöppelspitze und Feston-Einsatz, 0.75 135 2.95 5 1.25 3.95 135 3.10 0.10 92905 935 0.45 935 0.15 15 0.40 S mit Seidenschleife # Damen-Nachthemd aus Mako-Imitat, mit farbigem Kragen S und duftiger Valencienne-Garnitur.. S Damen-Reformrock aus Mako-Imitat, mit hübscher Valenc.* Garnitur in allen Weiten....... Damen-Reformrock S biako-Imit. mit Val duftig garniert.. .85 1.29 1.95 1.75 2.95 3.00 2.50 3.75 Kunstseidenwäsche S D.-Kunstseiden-Reformrock 1.95 8 glattes Gewebe in allen modern. Farben # D.-Kunstseiden-Reformrock 3 00 Atlas-Streifen.. 9.00 * D.-Kunstseiden-Reformrock 4 50 S elattes Gewebe, solide Qualtät.... 4.90 # D.-Kunstseiden-Reformrock 6 75 # kräftige Ware, Atlas-Streifen, mit Spitze 0.10 * D.-Kunstseiden-Reformrock S maschenkeste Ware, mit breiter Spitzen- Z.51 S garnitur, in allen modernen Farben.. Ganten Gerscher in slen Fanben.“. 1.75 # D.-Kunstseiden-Schlüpfer 9 05 Charmeuse, die maschenfeste Qualität 4.00 S D.-Kunstseiden-Schlüpfer 9 95 # maschenfeste Streiten-Ware 0. 20 Trikotogen Sporthemden Herren-Sporthemd 9 95 uni Zefr, mit breit. Handbündchen 9.00 Herren-Sporthemd 9 Zeflr, kariert und gestreife....... 0. 00 Herren-Sporthemd 4 75 welß, Danama, mit Tasche u.Handbündch. 7. 10 Herren-Sporthemd 5 50 starke Qualif, hell u. dunkel gemustert 9.00 Knaben-Sporthemd 0 85 gestreift. unl und kariert.... L.g. 50 U. 00) Knaben-Sporthemd 1.65 welß, gute Cretonneware, m. Falten Knaben-Sporthemd„ 9 0E unt Batist, in vielen modernen Farben 2.00 Knaben-Sporthemd Popeline, i. 3. sich gemust. m Umschlagmansch. u. Tasche S Damen-Schlüpfer S gute Qualität......... 1.35 1.00 s; Damen-Schlüpfer esypt Mako, in hell und dunklen Farben Damen-Trikot-Hemdhosen Windelform m. Träger, in farbig u. weid s Damen-Trikot-Hemdchen # in farbig und weiß, mit Bandstreifen.. 5 Herren-Mako-Hemden sollde Qualität, mit doppelter Brust 5 Herren-Einsatzhemden weis ## mit geschmackvollen Popelin-Einsätzen 5 Herien-Einsatzhemden makofarbig, mit kariert u gestr. Einsätz. 5 Herren-Netzjacken sollde Qualität...... 0.75 1.95 1.63 1.15 2.50 1.95 2.10 0.65 Sonntag, den 12. Mai, ist unser Haus von 1-6 Uhr geöifnet Korsetts Hüfthalter aus hellfarbig. Dreil mit 1 P. Haltern 8 Hüfthalter aus semustertem Dreil, 2 50) F vorn geknöpft, mit 2 Daar Haltern.. 2.00 Corselette 5 75 „Felina“m Rückengummi u. Seitenschlus G. 6 0 Strumpfbandgürtel mit 1 Paar Haltern. Strumpfbandgürtel mit 2 Paar Haltern, gutsitzendes Facon Strumpfbandgürtel Jaquard-Drell, mit 2 Paar Haltern Büstenhalter Vorderschluß, Hemdentuch m. Hohlsaum Büstenhalter Rückenschluß, Trikof und Hemdentuch 0.50 0.95 1.65 0.50 O.13 Nr. 107(Zweites Blatt) „Schwerter Fenunts Jesu Himmelfahrt feiert die Kirche.„Ihr Männer von Galiläa, was stehet Ihr und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der ausgenommen ist von Euch hinweg in den Himmel, wird wiederkommen, wie Ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren!" Eure Angen können nimmer in die Sonne sehen! Eure Augen können Jesum nicht mehr sehen, wie er euch als euer Meister vorangegangen, wie er auch als Auferstandener erschienen! Er ist in einer anderen Welt. Er ist im Himmel, sivend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.— Klagen die Jünger ob die ser Botschaft? Trauern sie, weil sie ihn nicht mehr sehen? Kein Wort davon. Sie sind der Freude voll. Er ist in einer anderen Welt und doch bei ihnen bis an der Welt Ende. Himmel und Erde sind verbunden durch ihn. Sie wissen, daß sie durch ihre Heimat Bürgerrecht im Himmel haben. Aber, bis sie ihn droben wiedersehen, haben sie hier unten seinen Namen zu verkünden, an seinem heiligen Werk zu bauen, dem Himmelreich. Das ist nun ihres Lebens Inhalt und ihrer Freude Quell. Himmelfahrt feiern die Menschen. Es treibt sie hinaus, nach des langen Winters schweren Tagen des Frühlings neue Welt zu schauen, heraus aus des Alltags Staub und Mühe, hinein in des Maien Lenzesherrlichkeit; wenn es angeht, hinauf auf die Berge, hinab zu schauen auf die Welt dort unten. Zu den Bergen hat's immer die Menschen gezogen. Die alten Griechen sahen den Berg Olymp als der Götter Wohnstatt an. Auf den Bergen opferten die alten Deutschen der Gottheit. Empor, nach oben, hin zur Sonne, der Menschheit Sehnsucht, gen Himmel. Die Strahlen der Sonne, des Mondes milder Glanz, das Heer der Sterne wecken Himmelssehnsucht, der Wolken eilender Zug wie de klaren Himmels tiefes Blau. Jakob träumt von der Himmelsleiter, auf der Gottes Engel zu ihm herab steigen. Solch Traum von der Himmel leiter steckt in allen Religionen. Ist in unseren Tagen der Traum nicht erfüllt? Hoch über den Wolken zieht das Luftschiff, zieht das Flugzeug seine Bahn, hoch über die Alpen, weit über die Meere! Der staunende Blick schaut voll Wunderns hinab auf Berg und Strom und Wald und Feld und der Menschen Wohnstätten in Dorf und Stadt. Ein Wunder der Blick von oben, so weit, so klar, so tief. Ein herrliches Bild vom Himmelreich. Und doch ist Gottes Himmel eine ganz andere Welt. Zu Gottes Thron trägt kein Luftschiff empor. Es ist die unsichtbare Welt der Ewigkeit. Neue Bilder hat uns unsere Zeit geschenkt. Mir ist es immer noch ein Wunder, wie die Luft um uns her von Tönen und Worten aus weitester Ferne erfüllt ist, wie das Schiff in Gefahr Helfer rufen kann, die es gar nicht sieht. Ein Sinnbild ist mir diese Erfindung, wie unsere Welt unsichtbar umgeben ist von einer anderen unsichtbaren Welt, wie unsere Worte empor steigen können zu Gottes Thron und wie Gott mit seinen Menschenkindern reden kann. Und „Der Trotz vom Eichenkamz“ Westfälischer Heimatroman von Adolf Löhr. 34. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Also gut, wir leisten der freundlichen Einladung Folge, wenn Sie uns wirklich mitnehmen wollen, Fräulein Vera. Bei dem herrlichen Wetter muß es ja doppelt schön sein am herrlihen Rhein. Ich war auch lange nicht dort.“ Der Vater humpelte schon ins Haus. Das war doch einmal etwas anderes. Er trieb Kaline ordentlich an, daß sie ihm schnell beim Umziehen behilflich war. Vera entdeckte in der Küche eine Schüssel mit dicker Milch. Fingerdick glänzte der goldgelbe Rahm obenauf. „Oh!“ Das rosige Züngelchen netzte ein wenig die Lippen. „Darf man einmal davon naschen?“ „Nur immer zu.“ Heiner reichte ihr einen Löffel und eilte dann in seine Kammer, um sich gleichfalls umzuRlehen.„„„ 4 Vera stannte nicht schlecht, als er nach taum fünf Minuten plötzlich im schmucken Lederdreß vor ihr stand. Er stammte auch noch aus der Studienzeit. „Sie sind ja ein Sportsmann, wie er im Buche steht,“ erkannte sie mit bewundernden Blicken an.„Und da mußten Sie sich noch erst lange besinnen?“ Da kam auch der Vater schon. Eilfertig packte Kaline noch ein paar ordentsiche Schinkenschnitten ein „Für unterwegs“, meinte sie. „Oh ja, wir machen irgendwo am Rhein Picknick,“ jubelte Vera. „Dann wollen wir auch noch eine Flasche mitnehmen,“ erklärte der alte Eichenkämper,„zwei oder drei sind doch noch da.“ Schnell holte Kaline eine herauf und packte sie ebenfalls sorgfältig ein Von Lic. Bornemann=Goslar. diesen Himmel hat uns kein anderer aufgetan als unser Herr und Heiland, Jesus von Nazareth.„„ Schrill klingt ein anderer Ton:„Seid Ihr Narren oder Betrüger? Die Botschaft vom Himmelreich und von der Himmelfahrt will nur das Volk verdummen! Die Masse soll im Elend stekken bleiben, Euer Himmelreich ist Trug! Macht hier das Leben hell und schön, kein Jenseits gibt's, kein Auferstehen! Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen!" Schrill klingt der Ton, daß mir das Herz erbebt. Also auch alle Sehnsucht der Menschen eitler Wahn? Und wie ich den Worten nachsinn:, wird es mir klar, wie solche Worte die Kirche treiben müssen, daß die Botschaft Jesu Christi heller und deutlicher erklingt, daß sein Evangelium besser und wahrhaftiger durch das Leben bekannt wird. Ich schlage das Evangelium auf von dem Himmelreich, das hier unten auf Erden schon anfangen soll in Gottvertrauen, Liebe, Gerechtigkeit, Wahrheit; sehe die ernsten, durchschauenden Augen des Heilands, wie er seine Jünger erzieht, wie sie bei ihm Himmels Licht und Himmels Frieden finden; sehe, wie sie ihm Treue beweisen bis in den Tod. Das soll ausgedachtes Blendwerk sein? Das Betrug? Ich denke an so manches Menschenauge, das ich geschaut, aus dem etwas leuchtete von dem Frieden, den die Welt nicht geben kann, von innerer Wehrheit, von herzlicher Liebe, von stiller Demut, von Hoffnung mitten in Todesnot. Und ich glaube mit frohem Herzen der Botschaft von der unsichtbaren Welt der Ewigkeit, von dem Himmelreich, das Jesus hier unten gegründet und das sich droben vollenden soll, und schaue empor zu meinem Heiland und Herrn, und in ihm schaue und erkenne ich Gottes Wahrheit, Macht und Güte. Mittwoch, 8. Mai 1929 Der neue Kommandeur der Rheinland=Armee Das alte Breslau alte Breslau Ungefähr in der Mitte des Schlesierlandes liegt die Haupt stadt Breslau, herrlich an beiden Ufern der Oder aufgebaut. Vor fast tausend Jahren schon wurde sie von den Slaven gegründet, war dann Bischofssitz, kam an Polen und Böhmen und hatte unter den Hussitenkriegen nicht wenig zu leiden. Später wurde sie österreichisch, bis der Alte Fritz sie 1757 endgültig durch die Schlacht bei Leuthen befrelte# Auch die Freiheitskriege 1813 waren für die Stadt Breslau von großer Bedeutung, sohen doch ihre Mauern, die herrliche, heldenhaste Eihebung der von Nau# poleon tief geknechteten Deutschen,# und von Breslau aus wurde auch von Friedrich Wilhelm III. der „Aufruf an mein Volk“ erlassen, dem alt und jung begeistert 3u ieg und Freiheit folgte. In der Mitte der Stadt Breslau liegt der Ring, eine alte Bezeichnung für den Markt, an dem das altertümliche Rathaus mit schönen Erkern und Bildern reich geschmückt, das neue Stadthaus, früher hieß es das alte Leinwandhaus, und zahlreiche, prächtige Verkaufshäuser liegen. An der Ostseite des Rathauses steht noch aus dem frühen Mittelalter die Staupsäule, der alte Pranger, mit vier Fesselringen und einer Figur geschmückt, die Rute und Schwert hält. Vor dem Stadthaus erheben sich schöne Reiterstandbilder Friedrichs des Großen und Friedrich Wilhelms III. Nun konnte man abfahren. Heiner saß am Steuer, Vera mit dem Vater im Wagen. Kaline mußte den sich wie toll gebärdenden Wode mit Macht zurückhalten, so stellte er sich an. Vera wollte ihn mitnehmen, doch Heiner hegte Bedenken. Das mußte doch erst ausprobiert werden. Er schaltete den Motor ein und fort ging es, um die hohen Eichen und über den schmalen Hofweg der besseren Fahrstraße zu. Ach, war es eine Lust, so in den hellen Tag hinein zu fahren. Heiner verspürte es mit großer Befriedigung. Der Techniker in ihm erwachte wieder. Dem Studium von Fahr= und Flugzeugmotoren hatte er sich ja ganz widmen wollen. Wenn der Eichenkamp ihn nicht plötzlich gerufen hätte. Bald hatten sie die Landstraße erreicht. Er schaltete einen schnelleren Gang ein. Ruhig und gleichmäßig schoß der Wagen dahin, und dabei so sicher in der Hand, daß es eine Freude war. Nun waren sie schon mitten im Gewühl der engen Wupperstadt. Da hieß es aufpassen, denn in den unübersichtlichen, winkligen Straßen war oft kaum ein Durchkommen. Trotzdem wurden sie nicht lange aufgehalten. Heiner nahm jede Lücke wahr, ohne das Tempo sonderlich zu mä ßigen. Vera sah es mit unverhohlener Bewunderung. 4 6 Er lenkte den Wagen wirtlich wie ein Herrenfahrer bester Klasse. Nun rollten sie schon die schnurgerade, beiderseits von dichten grünen Mauern herrlichen Hochwaldes eingefaßte Landstraße dahin. Schon hatten sie das freundliche Hilden hin ter sch. in K Der alte Eichenkamper hatte zueist ein kleines Angstgefühl nicht ganz unterdrücken können, aber nun bereitete ihm die Fahrt offensichtlich ein großes Vergnügen. Wie bekannt, ist für die nächste Zeit mit einem Wechsel im Oberkommando der Rheinlandtruppen zu rechnen. An die Stelle von General Guillaumat dürfte aller Voraussicht nach General Jacquemot(im Bilde) treten. AR 0 SH 205 W — Breslau auf der Dominsel. Ein Blücherdenkmal ziert den schönen Blücherplatz, an welchem auch die Börse liegt, die eine sehenswerte Altertümersammlung enthält.— Breslau hat einen prächtigen Dom und viele schöne Kirchen. Wer kennt nicht die Magdalenenkirche mit ihrer Armsünderglocke, der letzten, die der treue Glockengießer gegossen, und um derentwillen er zum Mörder wurde? Auch„Soll und Haben“, der berühmte Noman Gustav Freytags, spielt hier in Breslau im früheren alten Jndenviertel an der Ohle. Einige schmale Gäßchen, die darin genannt werden, kann man heute noch besuchen. Vor allem schön gelegen; am Palaisplatz nahe dem Schweidnitzer Stadtgraben ist das Schloß neben dem Ständehaus; überhaupt hat Breslau ganz herrliche Schmuckplätze, Promenaden und Anlagen, von deren Aussichtstürmen man einen köstlichen Blick über die ferne Gebirgskette der Sudeten hat, deren einer Teil, das Riesengebirge, den Süden Schlesiens abschließt. Breslau besitzt auch eine beliebte Universität, die aus dem früheren Jesuitenkloster entstanden ist, und deren große inhaltsreiche Bibliothek sich im alten Chorherrustift auf der Sandinsel befindet. Dort steht auch die Sandkirche. In allen Kirchen finden wir viele, kunstvolle Grabdenkmäler aus ältesten Zeiten, so in der Kreuzkirche das Grabmal Heinrichs IV. aus dem Jahre 1290— im Dom diejenigen vieler Bischöfe und Domherren, und wundervolle Marmorbilder von der Heiligen Elisabeth, von Aaron und Moses. Wahre Kunstwerke sind auch die kleinen Kapellen und die Chorgänge, sowie eine Madonna von Cranach und ein Christus von Tizian, einen herrlichen und zugleich reichen Aufenthalt bieten die Anlagen des Botanischen Gartens.— Breslau ist eine der schönsten Städte des Deutschen Reiches. Sie ist der Hauptsitz der schlesischen Industrie für Maschinen, Metallwaren und. Mühlenprodukte, und sein ausgedehnter Handel mit Tuchen, Wolle und Branntwein steht in hoher Blüte. H. v. Brockhusen. Immer wieder machte er Vera auf dieses und jenes aufmerksam. Sie fuhren bereits durch den schönen Benrather Park. Da blitzte im hellen Sonnenglanz der schimmernde Rhein vor ihnen auf. Ein weißer Salondampfer, dicht mit Ausflüglern besetzt, zog eben in schneller Fahrt rheinabwärts. Hart am Ufer hielt der Wagen. Der Vater konnte sich nicht satt sehen. „Das ist doch wirklich einmal etwas anderes. Ich danke auch recht von Herzen für die schöne Fahrt. Bequem sind die Dinger doch. Und wie schnell es nur geht. Vor einer Stunde noch auf dem Eichenkamp, nun schon am grünen Rhein. Es ist wirklich staunenswert.“ „Sehen Sie wohl, ich habe nicht zuviel versprochen. Noch schöner ist es drüben auf der Terrasse. Ich war schon oft dort. Bis hinüber nach dem alten Zons kann man schauen, auch den Kölner Dom sieht man gut.“ „Allemal,“ stimmte der alte Eichenkämper aufgeräumt zu.„Die Flasche können wir allerdings nicht gut auspacken, aber eine Tasse Kaffee kann auch nicht schaden. So schön bekommen wir es so leicht nicht wieder.“ „Warum nicht?“ gab Vera zurück.„Ich hoffe sehr, daß es die letzte Fahrt nicht ist. Wenigstens einmal in der Woche wird es sich doch ermöglichen lassen. Ich muß so immer allein fahren. Der Onkel hat ja nie Zeit.“ Heiner hatte langsam zum Parkplatz hinüber gehalten. Nun saßen sie in bequemen Korbsesseln in einem grünen Winkel und ließen die Blicke weithin über den Rhein schweifen. Vom jenseitigen Ufer winkte das mittelalterliche Zons herüber. Weit dahinter im blauen Dunst die schlanken Nadeln des Kölner Doms. Vera schaute Heiner plötzlich mit einem tiefen vollen Blick an. „Ist es nun nicht schön hier?“ Heiner fuhr ordentlich zusammen. Gerade hatte er Vera einer eingehenden Musterung unterzogen. Sie war wirklich nicht unübel. Und von einer gewinnenden Natürlichkeit. Hatte sie seine Gedanken erraten? Oder aber blitzte in ihren braunen oder grünen Rätelaugen, im Augenblick wußte er selbst nicht, welche Farbe er ihnen eigentlich zuerkennen sollte, schon wieder der Schalt? Ein Racker durch und durch war sie jedenfalls. Aber er würde schon auf der Hut sein. Eben kam der Kellner mit duftender Erdbeerbowle an. Da war sogar der Vater für zu haben und verzichtete auf den Kaffee. Nach einer schönen halben Stunde ging es weiter. Ordentlich spiegelglatt waren die meist schnurgeraden, vorzüglich instand gehaltenen Straßen von all den unzähligen Pneumatiks, die Tag für Tag über sie hinweg rollten. Wie flüchtige Visionen tauchten Dörfer und kleine Städte auf, um im nächsten Augenblick wieder ins Nichts zurück zu gleiten. Schon ging es über die Rheinbrücke und bald hielten sie in einem schmalen Seitengäßchen dicht am Dom. Nun verriet Vera eine reiche Sachkenntnis. Heiner wunderte sich sehr, bis er vernahm, daß Veras Vater Architekt gewesen war. In dem großen Café dicht am Dom war Tanztee. Vera schlug einen Besuch vor. Sie mußte doch sehen, ob Heiner sich auch als ein guter Tänzer erwies. Der aufgeräumte Vater, dem die schöne Fahrt sichtlich einen guten Teil Lebenslust zurück gegeben hatte, sagte zu allem Ja und Amen. Vera wußte eine Garage in der Nähe, wo sie den Wagen unterstellen konnten. Dann saßen sie in dem großen, im vornehmsten Rahmen ausgemachten Café. (Fortsetzung folgt.) Aus den Nachbar-Städten Aus Groß=Dortmund — Ein frecher Ueberfall wurde in den frühen Morgenstunden auf dem freien Feld hinter dem Hauptfriedhof verübt. Die Frau eines Polizeibeamten aus Brackel wollte ihrem in der Unterkunft Dienst tuenden Manne Kassee bringen. Als sie zwischen Brackel und der Unterkunft im freien Felde sich befand— sie hatte ihr Kindchen im Kinderwagen bei sich— wurde sie von einem Radfahrer, den sie schon vorher bemerkt hatte, in dem Augenblick angefallen, als sie ihn passieren wollte. Sie wurde zu Boden gerissen und der Mann hielt ihr den Mund zu. Ihrer tatkräftigen Gegenwehr gelang es aber, sich soweit zu befreien, daß sie um Hilfe rufen konnte. Auch das Kind im Kinderwagen begann zu schreien. Daraushin ergriff der Mann die Flucht. Die überfallene Frau eilte zur Unterkunft und meldete den Vorfall. Man begab sich auf die Verfolgung und konnte zwei Männer stellen, die nach den Umständen vielleicht als Täter in Frage kommen können. Die weiteren Ermittelungen müssen ergeben, ob sich der gegen sie gehegte Verdacht bestätigt. Einsturz einer Werkstatt. Gestern gegen 16 Uhr bemerkte der in der Werkstatt der Firma Auto=Hoffmann, Rheinischestr. 93, anwesende Meister, daß sich plötzlich Risse in den Wänden bildeten. Die Rohre der Dampfheizungen begannen laut zu brechen. Er forderte den noch in dem Raume befindlichen Gesellen und die drei Lehrlinge auf, schleunigst mit ihm die Werkstatt zu verlassen, als auch schon das Dach und die eine Seitenwand zusammenbrachen und mit lautem Krachen in den nebenau befindlichen Schacht des Neubaues der Aktienbrauerei stürzten. Mehrere Werkzeugtische und eine Feilbank wurden dabei mit in die Tiefe gerissen. Die Handwerker hatten sich glücklicherweise noch rechtzeitig in Sicherheit bringen können, so daß Personen bei dem Unglück nicht zu Schaden gekommen sind. Die Polizei erschien alsbald an Ort und Stelle, um die Ermittelungen aufzunehmen. Angefahren und verletzt. Von einm Unglücksfall wurde am gestrigen Vormittag auf der Schützenstraße ein beinamputierterMann betroffen. Im Begriff, die Straße zu überschreiten, wurde er, da er einen Kraftwagen hatte vorüberfahren lassen, von einem aus entgegengesetzter Richtung ankommenden Personenauto angefahren und zu Fall gebracht. Der Mann, der an einer Krücke ging, erlitt erhebliche Schulter= bezw. Rippenverletzungen, sowie einen Handgelenksbruch. Der Autoführer nahm sich des bedauernswerten Mannes an und schaffte ihn zum Arzt bezw. zu seiner in der Mallinckrodtstraße gelegenen Wohnung. Letmathe. Der Ochse im Kaffeegeschäft. Nach Geschäftsschluß hatte die im Hause des Metzgermeisters Schlüter befindliche Filiale des Kaffeegeschäfts von Gebr. Kayser einen höchst seltenen Gast zu begrüßen: einen Bullen. Da die Tür verschlossen war, nahm er den Weg durch das Schaufenster, wodurch natürlich die Scheibe vollständig zertrümmert und die Feusterauslagen größtenteils vernichtet wurden. Wegen der erlittenen schweren Verletzungen mußte der Ochse den Rest des Weges gefahren werden. Untergrüne. Tragischer Selbstmord. Die Frau eines Arbeiters, Mutter von 4 Kindern, stürzte sich aus dem Fenster ihrer im 4. Stockwerk gelegenen Wohnung in die Tiefe und wurde mit zerschmetterten Gliedern tot ausgefunden. Die Tat scheint der Abschluß einer Familientragödie zu sein, hervorgerufen durch schlechte wirtschaftliche Lage und durch betrübliche Familienverhältnisse. Bochum. Die Unsitte, eine Zigarette im Bett zu rauchen. Ein 22jähriger Mann hatte sich mit einer brennenden Zigarette ins Bett gelegt. Darüber ist der Leichtsinnige wohl eingeschlafen, so daß das Bett in Brand geriet. Nachbarn, die durch den Brandgeruch aufmerksam wurden, drangen in das Zimmer ein, wo man den jungen Mann bewußtlos im brennenden Betk liegend vorfand. Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg gekrönt. Der Brand selbst konnte durch die Nachbarn gelöscht werden. Münster. Ein Geschenk für den 4000. Studenten. Oberbürgermeister Dr. Sperlich teilte anläßlich der feierlichen Immatrikulation dem 4000. Studenten der Westfälischen Landesuniversität, stud. theol. Ruff, mit, daß die Stadt Münster ihm zur Erinnerung ein Geschenk in Gestalt wissenschaftlicher Bücher im Werte einer goldenen Uhr mache, deren Auswahl dem Bedachten selbst überlassen und mit einer entsprechenden Widmung der Stadt versehen, ihm vom Magistrat übergeben werden solle. Paderborn. Eine rätselhafte Geschichte. Vor etwa acht Tagen sprachen in einer Hauderei in Paderborn zwei Damen vor, adelige Damen angeblich, die in einem Auto nach Köln gebracht werden wollten. Der Hauderer stellte ein Auto mit einem Chauffeur zur Verfügung, und seitdem sind Auto, Chauffeur und die beiden Damen verschwunden. Die jüngere nannte sich Baronin von Brakel=Levisohn, die andere wollte eine Privatiere Th. Hermanns aus Köln sein. Beide gaben an, daß sie verarmt seien und ihren Unterhalt durch den Verkauf von Wäsche in größeren Anstalten verdienen. Die Wäsche bestand im wesentlichen in Scheuerlappen und Ausnehmern, die sie mit einem bedeutenden Gewinn absetzten. Nach gut acht Tagen ging nun von dem Chauffeur aus dem Rheinlande eine Nachricht ein, daß er im Laufe dieser Woche zurückkehren werde. Man muß annehmen, daß es sich bei den beiden Damen um Schwindlerinnen handelt, die unter Hinweis auf ihre Bedürftigkeit und ihre angeblich adelige Herkunft ein seines Geschäft zu machen hofften. Polizei und Gericht werden sich mit den beiden Damen noch zu beschäftigen haben. Minden. Die vier Eisersüchtigen. Ein Jüngling spazierte am Abend mit zwei „Mäuslein“ über die Straße in Todtenhausen. Unbemerkt waren ihm vier Eifersüchtige gefolgt. Plötzlich fielen die über den jungen Kavalier her und verprügelten ihn mit scharfen Gegenständen so heftig, daß er mit blutenden Wunden einen Arzt aussuchen mußte. Seine beiden Begleiterinnen waren in großer Angst geflüchtet. Die vier Eifersüchtigen werden sich bald wegen Körperverletzung zu verantworten haben, da der„verbläute Liebhaber“ Strafantrag gestellt hat. Waldbrand bei Herdecke Ein Menschenleben vernichtet.— 1000 Morgen Waldgelände verbrannt. Uns werden folgende Einzelheiten zu dem von uns bereits im ersten Blatte mitgeteilten Waldbrand bei Herdecke berichtet: Montag Mittag 12,45 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Hagen zur Bekämpfung eines umfangreichen Waldbrandes nach Herdecke gerufen. Schon von Hagen aus wurden riesige Rauchwolken gesichtet, die auf ein umfangreiches Feuer schließen ließen. Bereits vor Herdecke wurde festgestellt, daß nur mit Hilfe eines großen Menschenaufgebotes der ausgedehnte Brand eingekreist werden konnte. Man veranlaßte sofort die Alarmierung weiterer Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Hagen, sowie der Hagener Schutzpolizei. Die Polizei rückte nach kurzer Zeit mit ca. 50 Mann auf Schnelllastkraftwagen an. Gleichzeitig wurden die Sprengwagen des Hagener Fuhrparks mobil gemacht, um das in Brand gemeldete Haus des Naturheilkundigen Raffleubeul zu löschen. Inzwischen wurden auf Veranlassung der Bürgermeisterei Herdecke weiterhin alarmiert: die Berufsfeuerwehr Dortmund, die nach Beseitigung der größten Gefahr erschien; die Schutzpolizei Dortmund, die Freiwillige Feuerwehr Ende, die Fabrikfeuerwehr der AG. Habig Herdecke und die Freiwillige Feuerwehr Herdecke. Die Wehren wurden nach ihrem Anrücken eingesetzt, so daß nach einigen Stunden der riesige Brandherd eingekreist war. Das Feuer entstand am Attenberg unweit eines dort gelegenen Wohnhauses dadurch, daß der Besitzer einige Wiesen abslammte. Infolge des herrschenden Sturmes blieb der Wiesenbesitzer nicht Herr des Feuers. Er versuchte die Flammen zu ersticken, wurde aber von dem Brand eingekreist und blieb ein Opfer des Feuers. Nur mit Mühe und Not gelang es unter Einsetzung auch der am Speicherwerk des Hengstey=Sees beschäftigten Arbeiter, die in der Nähe gelegenen steinernen und hölzernen Siedlungshäuser zu retten. Das Feuer, das weite Strecken durch Funkenflug und große Hitze immer aufs neue in Brand steckte, konnte ca. 50 Meter vor den Siedlungen ausgehalten werden. Ebenso gelang es, einen Sommersitz, dessen Park bereits stark in Mitleidenschaft gezogen war, zu retten. Die Hagener Schupo, später unterstützt durch die eintreffende Dortmunder Schupo, ging in Schützenlinie durch den gesamten in Mitleidenschaft gezogenen Komplex, um die immer wieder aufflammenden Brandnester zu ersticken. Gegen 16 Uhr war die größte Gefahr gebannt. 16,55 Uhr konnte die Hagener Wehr gemeinsam mit dem Hagener Schutzpolizeikommando und den alarmierten Abteilungen der Hagener Freiwilligen Feuerwehr nach vorhergehender Entlassung der Dortmunder Berufsfeuerwehr abrücken. Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke blieb als Brandwache an der Brandstelle zurück. Schätzungsweise sind ca. 1000 Morgen Waldgelände vernichtet worden. Trotz aller Ermahnungen und Warnungen entstehen durch Fahrlässigkeit in allen Teilen Deutschlands immer wieder mehr oder weniger große Waldbrände, die unersetzliche Teile unseres Nationalvermögens vernichten. Hier war es ein fortgeworsener Zigarettenrest, dort ein brennendes Steichholz, auf der anderen Stelle Kindermutwille, der eine an den Wald grenzende trockene Grasnarbe angezündet hat, immer das alte Lied. Rücksichtslosen und gedankenlosen Menschen gegenüber sind die Warnungstafeln „Rauchen verboten“ wie auch jede Bitte und Ermahnung zwecklos. Hier könnte nur eine ganz empfindliche Bestrafung helfen. Fast noch schlimmer sind die Gleichgültigen und Bequemen, die, wenn sie das Entstehen eines Waldbrandes beobachten, aus Furcht vor allen damit verbundenen Scherereien sich stillschweigend entfernen und brennen lassen, was da brennen will. Es dürfte wohl jedem bekannt sein, daß es Gesetzespflicht ist, so schnell wie möglich entweder selbst tätig einzugreifen, zum mindesten die Beobachtung umgehend zu melden und seine Hilfe zur Abwehr zur Verfügung zu stellen. Nicht jedes Feuer ist so gefährlich, wie es die Rauchentwicklung im ersten Augenblick vermuten läßt. Man tut daher am besten, sich zunächst davon zu überzeugen, welche Ausdehnung es angenommen hat, um den etwa erst in der Entstehung begriffenen Brand mit schnell abgebrochenen Zweigen auszuschlagen, oder besser gesagt, auszuwischen. Ist das nicht mehr möglich, so kann doch immerhin durch sofortiges Herbeiholen von Hilfe meistens das Schlimmste verDer führerlose Freiballon Ein geheimnisvoller Fall und seine harmlose Anklärung. In Bitterfeld wurde am Sonntag als Auftakt für das große Gordon=Bennet=Wettfliegen in Los=Angeles ein Frühlings=Ballonwettfliegen veranstaltet, das einen geheimnisvollen Zwischenfall zeitigte. Am Nachmittag landete nämlich hinter dem Dorfe Karolinenhof bei Stargard i. Pommern einer der Ballons, und zwar die „Eule“, ohne Besatzung. In der Gondel fand man einen Herren= und einen Damenmantel, sowie eine Handtasche, photographische Apparate und Lebensmittel, auch die Papiere der Insassen, aus denen hervorging, daß es sich bei den Vermißten um den Major Heinrich Beitzke und seine Tochter Loni handele. Beide stammen aus Bitterfeld. Da die Reißleine nicht gezogen war, mußle angenommen werden, daß die Insassen einem unerklärlichen Unglücksfall zum Opfer gefallen seien. Die Angelegenheit hat jedoch eine harmlose Aufklärung gefunden, insofern nämlich, als sich herausstellte, daß der Führer mit dem Ballon in der Nähe von Oranienburg bei Berlin niedergegangen war und den Ballon, der noch fast voll war, verankert hatte. In einem unbewachten Augenblick löste sich jedoch der Ballon los und flog davon, so einen geheimnisvollen Unglücksfall vortäuschend. Unser Bild zeigt die Teilnehmer an der Ballonwettfahrt vor ihrem Aufstieg. Von links nach rechts: Dr. Giese(Führer des Ballons„Bitterfeld 6“), Göhrmann(Bitterfeld 7), Pilz(Saale), Major Beitzke(X) und Schütze(Bitterfeld 8). Im Hintergrund sieht man den Unglücksballon „Eule“. hütet werden. Es schaffen dann unter Umständen wenige Leute das, wozu nach längerer Zeit Hunderte nötig sind, abgesehen davon, daß die Gefahr für den ganzen Bestand sich von Minute zu Minute um ein vielfaches vergrößert. Der beste Schutz für den Wald, für dessen Erhaltung jeder, der auch nur die geringste Liebe zur Natur in sich trägt, alles einsetzen muß, in jedoch nicht die Bekämpfung des einmal entstandenen Feuers, sondern dessen Verhütung. Wenn nicht einmal die Menschen, die als erwachsen gelten wollen, es für nötig halten, mit gutem Beispiel voranzugehen, woher sollen es denn die Kinder lernen, denen die Erfahrung noch abgeht und die sich in der Suche nach spielerischem Vergnügen aus Unkenntnis im Mittel vergreifen? Vereinigung ehemaliger Studierender Technikums Leingo i. L. Auf vielfache Anregung von früheren Studierenden des Technikums Lemgo i. L. war am 21. April 1929 eine Versammlung zur Gründung der„Vereinigung ehemaliger Studierender des Technikums Lemgo i. L.“ nach dem „Union=Hotel" Dortmung einberufen. Man konnte feststellen, daß sich die ehemaligen Studierenden mit stolzer Freude ihrer alten Schule erinnern. Der Leiter der Versammlung begrüßte alle Erschienenen, besonders herzlich aber ganz alte Vertreter, Absolventen der Jahrgänge von 1892 an. In kurzem Referat wurden Zweck und Aufgaben einer Vereinigung ehemaliger Studierender klargelegt. Die Vereinigung soll die Aufgabe haben, außer Pflgung der Geselligkeit und Standesinteressen, die Mitglieder in Berufs= und Wirtschaftsfragen zu unterstützen. Insbesondere sollen aber auch die jungen Mitglieder in der Vereinigung Unterstützung und Rat finden. Hebung des Ansehens der Schule und tatkräftige Förderung ihres weiteren Ausbaues sind weitere wichtige Aufgaben. Nach dem Referat wurde ein vorgelegter Satzungsentwurf beraten und einstimmig angenommen. Nach gemeinsam eingenommenem Mittagsmahl schritt man zur Wahl des Vorstandes.— In den folgenden Städten wurden Bezirksgruppen gegründet: Dortmund, Düsseldorf, Essen, Bottrop, Neuß, Hagen, Hannover, Berlin, Bielefeld, Herford, Hamburg, Letmathe, Iserlohn, Gelsenkirchen, Hamm, Münster, Lemgo. Himmelfahrt Stell' deine Füße in ein weites Land hinein, von deinen müden Sohlen streife alle Stunden. Wir wachsen auf im weißen Tau und sind allein und haben um die Stirn den hellen Tag gewunden. Aufblüht dein weißer Leib wie Gräser in den Wiesen, der tausend Wunder ahnt von ew'ger Schöpfersmacht. Und neues Leben quillt, wenn wir zusammenfließen im hohen Glauben eins, nach lang verdorrter Nacht. Leih' deinen klaren Geist, daß wir uns wieder finden, nimm meine Hand, denn ich will bei dir sein. Der Tag strahlt froh empor und will uns Liebe künden: Kehr' seine Liebe doch in viele Herzen ein. Hans=Eberhard Lex. Geschäftliches Sie können vieles lernen...“ Wenn Sie die Waschvorführungen mit Lux Seifenflocken der Sunlicht=Gesellschaft Mannheim besuchen, die ab 11. Mai bis 25. Mai bei der Firma Basse& Uerpmann A.=G., Iserlohn, stattfinden. Alle Fragen, die mit der richtigen Pflege empfindlicher Gewebe, vor allem Seide, Kunstseide und Wolle zusammenhängen, werden hier erörtert und durch praktische Waschvorführungen erklärt. Es wird gezeigt, wie diese Sachen, die einer sehr sorgsamen Behandlung bedürfen, durch das Waschen in dem milden Schaum der Lux=Seifenflocken wie neu werden, wie die Farben frisch leuchtend bleiben und die Wollfasern ihre mollige Weichheit behalten. empfohlen durch den Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine Die leidenschaftlich bewegten Massen, welche einem wichtigen Fußballwettkampf beiwohnen, bieten oft ein grandioses Bild. Nur ein einziger Mensch in diesem Herenkessel scheint von unerschütterlicher Gelassenheit zu sein: der Schiedsrichter! Er bekleidet ein sportliches Amt. dem nur die Wenigsten gewachsen sind. In der ganzen Welt spielt man Fußball. Unter der heißen Sonne des Aquators ebenso wie in den kalten Zonen Grönlands; der Indianer liebt den Kampf um das runde Leder" ebenso leidenschaftlich wie der Chinese, der Australier, der Spanier und der Eskimo. Kein Sportzweig läßt sich hinsichtlich seiner Entwicklung, namentlich aber hinsichtlich seiner Verbreitung, mit diesem verMaßstab für die Leistungen der einzelnen Länder auf diesem Gebiete sind die internationalen Wettkämpfe, deren Ergebnisse von der zahlenmäßig gar nicht mehr abzuschätzenden Gemeinde von Fußballspielern und=freunden mit größter Spannung erwartet werden und daher hellen Jubel oder tiese Niedergeschlagenheit auslösen. Internationale Austragungen aber bedingen einheitliche Spielgesetze, mithin das Vorhandensein einer Zentralstelle, die sie ausgearbeitet hat, sie überwacht, zwar ständig auf ihre Reformbedürftigkeit hin prüft, dennoch aber höchst selten Die Wiege des Fußballspieles stand im antiken Rom. Von dort aus wurde es nach Britannien verpflanzt, wo sich nach und nach der Fußballsport in seiner heutigen Gestalt entwickelte. Von England aus hat er seinen Siegeslauf in der Welt angetreten und auch heute noch sitzen die„Hüter der Spielregeln" dort. Der„Internationale Board“, so nennt sich diese höchste Regelkommission, setzt sich aus acht Vertretern des Großbritannischen Reiches und zwei Vertretern des Kontinents zusammen. Da jeder Beschluß auf Anderung einer Bestimmung statutenmäßig zur Voraussetzung hat, daß er mit Vierfünftel=Mehrheit gefaßt wird, ergibt sich von selbst, wer hier allein zu entscheiden hat. Voraussetzung für die Durchführung jedes regulären Sports ist, daß alle Beteiligten sich bedingungslos den anerkannten Gesetzen unterordnen. Der Fußballer muß sie also nicht nur achten, sondern auch beherrschen. Eine lückenlose Kenntnis aller Regeln und ihre fehlerlose legung auf den Einzelfall muß man aber in erster Linie vom Schiedsrichter fordern, der die Verantwortung für die einwandfreie Durchführung des Kampfes trägt. Daß dieses Amt kein leichtes ist, wird jeder, der einem Wettspiel beigewohnt hat, gerne glauben; wie schwer es aber in Wirklichkeit ist, vermag nur der zu ermessen, der es selbst einmal bekleidete und so in die Lage kam, inmitten leidenschaftlich aufgewühlter Spieler und umgeben bedingungslos unparteiisch ist, so sind die schwersten Konflikte geradezu unvermeidlich. Diese Überzeugung muß aber auch während des Spielverlaufs erhalten bleiben. Beweist der Schiedsrichter schon durch seine ersten Entscheidungen, daß er die Regeln einwandfrei auszulegen versteht und den Geist über den Buchstaben des Gesetzes stellt, so hat er bald eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen, die ihm sein Amt wesentlich erleichtern wird. Besonders wenn er als echter Sportsmann die Auffassung vertritt, daß Kamp, Freude vermitteln soll und sich als Menschenkenner in die Begeisterung und die Auffassung der einzelnen Spieler hineinzudenken vermag. Eine sicher g troffene Anordnung, die keinerlei Widerspruch duldet, braucht durchaus nicht im Befehlston vorgebracht zu werden. Je ausgeprägter die Persönlichkeit des Schiedsrichters ist, desto besser wird er es verstehen, seine Autorität zu wahren, ohne das notwendige Vertrauensverhältnis zu untergraben. Der Spielverlauf bringt es mit sich, daß jedes Eingreifen blitzschnell erfolgen 1. Treten, Schlagen, Anspringen und absichtliches Zufallbringen eines Gegners sind verboten. 2. Kein Spieler darf Hand oder Arme gebrauchen, um einen Gegner damit zu halten oder zu stoßen. Wer sich absichtlich so stellt, daß der Gegner zu Fall kommen muß, handelt unsportlich und verdient daher Strafe.(Verwarnung und im Wiederholungsfall Ausschluß.) von tausenden johlender und pfeifender Zuschauer klaren Kopf bewahren zu müssen. Selbst der beste Schiedsrichter wäre seiner Aufgabe nicht gewachsen, wenn man ihn nicht mit der größten Autorität ausgestattet hätte. Gegen seine Entscheidung gibt es keinen Einspruch, sie ist unanfecht bar. Ja, er selbst darf, wenn er einen eigenen Irrtum erkennt und das Spiel bereits seinen Fortlauf genommen hat, sie nicht mehr umstoßen oder korrigieren. Und er kann Strafen verhängen, die oft von entscheidendem Einfluß auf den Spielausgang sind. Solche Machtvollkommenheit wird man nur einem Menschen anvertrauen, von dem man annimmt, daß er über ungewöhnliche Charaktereigenschaften verfügt. Sind beide Parteien nicht von vornherein überzeugt, daß er Wer den Gegner mit den Händen hält, verletzt die Spielregeln.(Derartige Vergehen werden durch Strafstoß geahndet.) muß. Dazu gehört sowohl Entschlußkraft wie Erfahrung. Wer das Spiel regiert, muß es auch in der Praxis beherrschen. Der Schiedsrichter trainiert aber nicht nur aus diesem Grunde unentwegt, sondern vor allen Dingen, um den rein körperlichen Anforderungen seines Amtes gewachsen zu bleiben. Hat er geirrt, so muß er den moralischen Mut besitzen, den Fehler— soweit ihm die Spielgesetze die Möglichkeit dazu lassen— sofort zu berichtigen, da er, wie bereits gesagt, nachträglich nichts mehr zu ändern vermag. Wie man sieht, muß der gute Schiedsrichter wirklich eine ganze Reihe von Eigenschaften besitzen, die nur selten bei einem Menschen vereinigt anzutreffen sind. Dabei war bisher von dem Haupterfordernis noch fast gar nicht die Rede, nämlich: Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen. Man vergesse nie— nur die Spieler unterstehen seiner Disziplin, nicht aber die oft ungeheuren Scharen der Zuschauer, die fast stets Partei, dafür aber nur höchst selten wirkliche Fachkenner sind. Mögen sie brüllen, mögen sie toben, auf den Richterspruch hat dies ohne die leiseste Rückwirkung zu bleiben. Nur sportliches Gewissen darf das Urteil diktieren.(Wie leicht schreibt so ein Satz sich nieder. Und wie schwer— ich sagte es bereits einleitend— sieht die Sache in der Praxis aus! Als man den berühmten holländischen Arzt Professor Snapper, der ein prächtiger Schiedsrichter ist, nach einem Vortrag in der königlich britischen medizinischen Gesellschaft fragte, ob ihm die Darlegung seiner Leitsätze vor einem so gelehrten Auditorium Aufregung bereitet hätten, erwiderte er gelassen:„Einen großen Fußballwettkampf zu leiten, ist schwerer!") Zu Nutz und Frommen aller Fußballfreunde, vor allem aber zum besseren Verständnis unserer Bilder, seien nun die wichtigsten Spielvorgänge erwähnt, die verboten sind, weil sie den Charakter eines unregelmäßigen, unfairen oder gar rohen Spiels in sich tragen: Das„Anrempeln“ von hinten ist gänzlich unzulässig. 3. Rempeln des Gegners ist erlaubt, doch darf es nicht heftig oder gefährlich sein.. Peg er 4. Kein Spieler darf von hinten getempelt Werben, es sei denn, daß er absichtlich einen Gegner hindert. 5. Kein Spieler außer dem Torwächter darf den Ball absichtlich mit der Hand oder dem Arm spielen. Dem Schiedsrichter stehen drei Strafmittel zur Verfügung. Der Freistoß gegen die Partei, die sich etwas zuschulden kommen ließ(er darf direkt auf das gegnerisch Tor gestoßen werden und bedeutet daher eine große Gefahr für die derart Bestraften), die Verwarnung und den Ausschluß. Eine Regelwidrigkeit wird der Schiedsrichter natürlich geringer ahnden als eine Unsportlichkeit, die mindestens eine Verwarnung nach sich zieht. Ganz übel aber sind bewußte Roheiten, für die es keine Entschuldigung gibt. Wer gegen den anderen in der Absicht vorgeht, ihm körperlichen Schaden zuzufügen, verdient sofortigen Ausschluß vom Spielfeld. Ein hinausgestellter Spieler darf nicht wieder eintreten und für ihn darf auch kein Ersatzmann einspringen. Außerordentlich Vieles, ja Entscheidendes ist mithin in das Ermessen des Schiedsrichters gestellt. Er hat jedes Vergehen zu ahnden, ohne jedoch den glatten Spielverlauf durch seine Maßnahme zu behindern. Je besser der Schiedsrichter ist, desto schöner wird das Wettspiel enden und desto größer wird die Begeisterung aller Anwesenden sein. Wehe aber, wenn ihm Fehler unterlaufen! Ein geradezu klassisches Beispiel, wie verhängnisvoll zu werden vermag, lieferte vor nicht allzu langer Zeit ein wichtiges englisches Pokalspiel der Vorschlußrunde. Der haushohe Favorit, Aston Villa, unterlag nur, weil der Schiedsrichter einen Vorgang falsch auffaßte und einen Elfmeterball gegen Aston Villa verhängte, das einzige Tor, das an diesem Tage errungen werden konnte. Irren ist menschlich und deshalb werden gelegentlich auch dem besten Schiedsrichter Irrtümer unterlaufen. Aber sie werden um so seltener sein, je tatkräftiger die Spieler und nicht zuletzt— die Zuschauer ihn unterstützen! Karl Koppehel. Für Roheiten gibt es keine Entschuldigung. Wer den Gegner absichtlich verletzt, wird sofort vom Spielfeld entfernt. „ v„ 0 bereiten innen meine Preisel Festtagsfreude ein in meinem Total-Ausverkauf erworbener Anzug oder Mantel Die Preise sind um Jos und VOn 305 Aaster * ermäßigt. Schwerte C2013 s Café„Zum Anker“ Gebr. Andree Am Himmelfahrtstage sowie an jedem Sonntag KUNTENT 5 # der Hauskapelle Geschw. Schäfer mit Gelegenheitstanz. S S 1909 Ammm Simmmmmmmmmmmmmmmummmmmmiamimmemmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm #####chtung! Achtung! Neu-EröffnungI Leder- u. Schuhmacherbedarfsartike SS in großer Auswahl. Reparaturen werden gut und sauber ausgeführt. s e Herrensohlen u. Gummiahsätte... 3.30 S = Damensohlen u. Gummiabsätze... 2.70 S Ss Hindersohlen u. Gummiabsätze je nach Größe a; = Herrenabsätze 1.40 S Damenabsätze 0.90 S Frau Anni Behr Mährstraße Nr. 2 ilihihhhng Möbliertes im Mittelpunkt der Stadt an soliden Herrn zu vermiet. Zu erseagen in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. 1910 Ein tüchtiges, in allen Hausarbeiten erfahrenes, sauberes Mücchen mit guten Zeugnissen gesucht. Hoher Lohn, gute Behandlung. Zu erfragen in der Geschst. dieser Zeitung. 1911 Am Himmelfahrtstage RONLeR Hotel Jungesblut 9 10 7 Technikumlage Insenieus. Schute u.. Maschinenbau Elektre. Aihita4!“ nk Hach-u. netdau. Tschufe., le u.. C. Helbs u. A Tonindusire Getren Wer Anleister-Abtellungen## ss esestohrnthe! Stommalerer die große Mode! Flüssige Farben für heile Stoffe pre Glas Mk. 0.50 Farben zur plastischen Malerei(für heile und durkle Stoffe), pro Tube..... Mk. 0.30 und 0.60 Stoff-Bronzen, pro Glas.......... Mk. 0.70 Ueberstreuungsmittel: Schmelz Flitter Gold- und Silber-Bronze Wollstaub Schattier-Töne, pre Tube Mk. 0.25 Borstpinsel, kurze flache........ à Mk. 0.25 Mal-Stifte......... à Mk. 0.15 u. 0.20 Spritz-Tüten.. 4 Mk. 0.01 Spritz-Hütchen 4 Mk. 0.05 Malproben werden gern gezeigt. Prospekte erhalten Sie kostenlos in der Buchhandiung Carl Braus Sch werte, Bahnhofstraße 3. Zur Beerdigung des verslorbenen Schützen Karl Brühmann tritt der Verein heute Allttwoch, nachmittags 2½ Uhr beim Schützen(W. Braukhofl) an. 1908 Zahlreiches Lirscheinen erbillet Der Vorstand. WAban Ausseiunz Bekannte Düsseldorfer Künstler vom 9.—14. Mai 1929, im Saal des Hotels Kaiserhof geöffnet, auch Sonn- und Feiertags von 10—1 und 3—7 Uhr. Die Ausstellungsleitung: Maler Karl Nöthe. Eintritt frei! 19 5 M 2 Haus, Hof= und Gartenarbeit Nummer Zonnenuhren. Anleitung zur Selbstanfertigung. Mit 26 Abb. 817 Betonarbeiten für Hof u. Garten. Mit 69 Abb. 512/3 Gartenbrunnen. Mit 17 Abb. 347 Gartenhauser. I. Selbstbauen. Mit 22 Orig.= Entw. und Zeichnung. 200 Die Gartenlaube. Anleitung z.Selbstbauen. Mit 69 Abb. 32¾4 Allerlei Zäune. Mit 106 Abb. 61920 Mein kleines Gewächshaus. Mit 28 Abb. 306 Der kleine Gartenteich und das Freilandaquarlum. Mit 17 Abb. 115 Wegebau in Garten und Park. Mit 17 Abb. 305 Der Lehmbau. Mit 55 Abd. 489/90 Block=, Zags= und Heibehäuser. Mit 47 Abb. 709 Wohnlaudenbau. Mit 85 Abb. 658/60 Wie gelangen wir heute zum Eigenheim? Mit 16 Abb.... 619 Der Eiskeller. Anleitung zum Selbstbauen. Mit 14 Abb. 600 Der Raninchenstall. Anleitung zum Selbstbauen. Mit 38 Abb. 460 Entwässerung in Haus, Hof u. Garten. Mit 77 Abb. 736/7 Wänscheleutenkunde. Mit 12 Abb. 589/90 Heizkunde. Anleitung zum Bau von Ofen und Herden. Mit 40 Abb. 744/6 Kul — e Zu beziehen durch die Buchhandlung Carl Braus, Schwerte, Bahnhofstr. 3 Apparate Neuheiten BedarfsArtikel Platten und Fülme werden sauber und billig entwikkelt u. kopiert. Nehlhose Postplatz Motorkar 500 ccm. umständehalber zu verkaufen. Geitz Kubstr. 13 billig Schönste deutsche Monatsschrift Monatlich ein Heft zum Preise von RM 2.40 Lesen Sie diese Monatshefte! Sie werden ungeahnt viel Freude und vielseitige gelstige Anregung daraus empfangen! Eine ganze Bibliothek ist in den Heften vereint: Romane, Novellen, Künstler=Monographien, Abhandlungen über Geschichte, Kulturgeschichte, Länder= und Völkerkunde, Naturwissenschaften, Theater, Kunstgewerbe. Eine vorzüglich geleitete„Bücherschau“ der Schriftleitung unterrschtet über die wichtigen Erscheinungen des deutschen Büchermarktes. Die farbigen Kunstbeilagen bilden eine Gemäldegalerie von erlesenem Geschmack Jedes Heft ein Quell täglicher Freude Jeder Jahrgang eine Zierde Ihrer Bücherei Ein Heim, in dem Belhagen& Klasings Monatshefte liegen— mit ihren literarischen Schätzen und ihrer Farbenfreude— ist eine Stätte künstlerischen Behagens Zur Ansichtssendung des soeben erschienenen ersten Hestet des neuen Jahrgangs und zur Entgegennannee und pünktlichen Besorgung von Abonnemente-Besteuungen empfiehlt sichI I V I VI Fim AE! ich Carl Braus, Schwerte läglich frisch empfiehlt H. Gartenbaubetrieb Bac Mehrere gebrauchte gut und preiswert auch mielweise abzugeben. Pianohaus, Weststraße 2 Hazen i. W. heilt : Rheuma, Herzkrankheiten, Strofulose, Frauen: leiden.— Starke Sol= und natürliche Kohlen: säurebäder.— Neu: Kurhaus mit eistklassig : eingerichteten Logierzimmern und Badezellen. Mäßige Preise. Auskunft erteile: Salinendirektion : Bed Sassendorf, Kr. Soest i. Westf. AMAAnppt: Gartenkies blanweiß per Ctr. Mt. 1. Perlkies weiß per Ctr. Mk. 1.20 Erbsenreiser, Bohnenstangen, Zaunlatten, Zaunpfosten. E. Homal o. Schosorde Keiche* Geid nicht AnMMMLAMMMAMANDMMMMARERARRARMRR R zum Kauf von Büchern— Wir heisen ohnen! Benutzen Sie unsere reichhaltige Leibbibliothek und Sie haben billigen Lesestoff VANPRAMNNAPAMRE AMNMAMAMAMEAMMMNEEMMEME MMMMMMEMMMPEMIN MNAR. Carl Braus, Ichwerte, Bahnhofstraße 3 Für 3—4 Pfg. 1 Flasche Bier Braunbier, Doppelbier, Weißbier, Helles, stellen Sie sich leicht u. bequem selbst her aus Mellingko-Braustoffen für Haustrunk ergeben 12½ Lit. Br.-Bler für nur 1.15 M. Genaue Anweisung ist auf jeder Packung angegeben. Machen Sie einenVersuch! Sie erhalten einen vorzüglich erfrischenden wohlschmeckenden, hochbekömmlichen und nahrhaften Haustrunk. Die Mellingko-Braustoffe sind zu haben in Drogerien u. Apotheken, sonst verlangen Sie Probesendung, enthalt. 2 Packungen(1 Packg. Braunbier kostet 60 Pf., Doppelbier 90 Pf., Weißbier 75 Pf., Helles 90 Pf.; mit trockener Gärhete je Packg. 10 Pf. mehr), gegen Voreinsendung oder Nachnahme, franko einschl. Verpackung von den alleinigen Herstellern der Mellingko-Braustoffe Dr. Mellinghoff& Co., Essenzentabrik, Bückeburg #l1 In Schwerte bestimmt zu haben bei: Max Mehlhose, Drogenhandlung Nr. 107(Drittes Blatt) „Schwerter=Feltund Miliwoch, 8. Mai 1929 Wehin wandern Wir Ginmerfahrl! Wieder durchs schöne, heimattraute Sauerland! Von Haspe nach Hagen, doch auf lohnenden Umwegen. Ein gezeichneter Ortsweg(rotes Quadrat) führt vom katbl. Krankenhaus in Haspe in all mählicher Steigung zum Hochbehälter, dann auf N Falgperer Turstraße dem„Wasserweg“ mit schönen Ausblicken auf das liebliche Haspetal unterhalb der Hesterthardt bis zur Hinnenwiese(¾ Std.). Von hier ab verfolgen wir die Hauptwanderstrecke 3 des Sauerländischen Gebirgsvereins südwärts über Egge und Wahl zur Haspertalsperre(1 Std.). Wollen wir die#r besuchen, müssen wir am See rechts gehen, sonst bleiben wir auf der Nordseite des hübsch gelegenen Staubeckens und schließen uns der Hwstr. 17 an, die in 1 Stunde aufwärts über Gut Schöpplenberg bis Zurstraße(105 Meter) führt. Gleich hinter dem Orte biegen wir von der Hwstr. 17 links auf den mit weißem Viereck bezeichneten Ortsweg der Abt. Hagen ab, haben zunächst einen aussichtsreichen Höhenweg am Gehöft Buddenkamp und den Kamm des Benscheider Berges vor uns, um dann steil abwärts zum Hof Mäcking auf 200 Meter hinabzuklettern. Schön verläuft der Talweg am Mäckingerbach entlang abwärts bis zur Einmündung in die Selbecke(ab Zurstraße 1¼ Stunde). Nun müssen wir 8 Minuten der Landstraße rechts folgen, bevor wir wieder auswärts zum Krähnocken steigen. Rückwärts eröffnet sich ein schöner Blick auf den Raffleubeuler Kopf. 20 Minuten später kommen wir an der Waldschenke vorbei, nachdem wir kurz vorher auf den RobertKolb=Weg gestoßen sind, den wir nun bis zum Ende, der Stadtgartenallee in Hagen, verfolgen. Der letztgenannte Weg ist dem Gedenken an den Erfinder des Hauptwegenetzes im Sauerlande, den allzufrüh verstorbenen Hagener Ingenieur Robert Kolb gewidmet. Verfolgen wir den, fast einen Halbkreis bildenden Rundweg noch einmal auf Blatt 1 Hagen der Sauerlandkarte 1:50 000 vom Sauerland=Verlag zu Iserlohn, so werden wir finden, daß er nicht all zu anstrengend ist und im ganzen nur etwa 4½ Stunden beansprucht. Die Mitnahme jener Karte empfiehlt sich besonders deshalb, weil nur auf kurzer Strecke ein Hauptwanderweg benntzt wird. Himmelfahrt im Schwerter Wald Schwerte, den 8. Mai 1929. * Ein Blick noch vom Kammweg hinüber nach der Halde, wo sich die Straße wie ein weißes Band hinaufzieht, dann schieben sich die hellgrünen Kulissen des Maienwaldes zusammen, und wir sind mitten drinnen in heimeliger Pracht und Einsamkeit. Auf einem weichen Teppich, von glänzendem Silbermoos wundersam gewebt, gehen wir durch den Dämmer des Fichtenschlages zum Forst, und ein seltsam schönes Spiel von Licht und Schatten wirkt aus uns ein; von goldenem Lichte und dunkelgrünem Schatten, reizend belebt vom Leuchten der Himmelssetzen, die wie blaue Blumen in das viele Grün hineinleuchten. Jedesmal, wenn der Morgenwind den Nadelbehang der Zweige bewegt, und wenn die hohen Wipfel mit ihren grünen Spitzen sich neigen, blitzt es und blinkt es und schimmerts wie Gold! Und wieder ist's, als seien die grauen Fichtenstämme mit kostbarem Brokat umkleidet, als hingen schimmernde Perlenstränge von Ast zu Ast, und als sprühe es mit Goldstaub in der Luft, der magische Funken aufblitzen läßt. Aus Schluchten und Gräben steigt ein feiner Druck auf und es ist, als ob Weihrauchduft den stillen Wald erfülle. Wo der Tannenforst sich lichtet, steht am Kreuzweg eine hohe, alte Buche. Weit aus streckt sie ihre Aeste, dehnt ihre rauschende Krone und greift mit ihren jungen Zweigen in den Azur des Himmels hinauf. Unter ihrem Laubwerk, über Moos und Efen, über Wurzelknorren und Felsgestein geistern hüpfende Schattentupfen, durch die eine goldüberpuderte Hummel fliegt und weiße Falter schweben. Wir verlassen den schwarzgrünen Hallenraum der ernsten Fichten, und auf holprigem Wege geht es zur Lichtung hinunter. Links die Waldwiese. Rechts unter Buchen, Wildkirschen, Ahorn und Erlen ein kleiner Teich. Sein klares Wasser ist von zähen Schlinggewächsen ganz und gar durchwunden. Die Erlenbüsche hängen ihr Spiegelbild kopfüber in die kühle Flut, auf der das Sonnenlicht— gebrochen vom Schatten des Waldes— wie ein silbernes Geäder schimmert. Manchmal ist's, als schwimme ein Stück Silber auf dem Weiher, das langsam untertaucht in dem Gewirr der Wasserpflanzen und in der grünen Watte, mit der Millionen Fäden das Wasser durchziehen. Und es wogt in der Tiefe hin und her, auf und ab, steht stille und bewegt sich wieder. Da— ein lautes Gackern über uns in den Baumkronen. Ein paar Elstern sind irgendwo aufgeflogen und schwingen sich im geraden Fluge zum grüngezahnten Wipfelkamme des Waldsaumes hinüber. Jetzt sind wir beim Suchen nach Waldeswundern auf einen eifachen„Holzabfuhr=Weg“ geraten, den Aeste, Spähne und verwitterte Zweige halb versperren. Hier duftet es nach Gras, nach Tannen und nassem Holz, und unterm Kiefernstamme wimmelt ein Ameisen=Haufen; eine hochgebaute stattliche Burg, die aus Tannennadeln, aus Harz= und Holzstückchen und kleinen Steinen kunstvoll zusammengefügt ist. Wie geht das emsing immer hin und her! Ein ewiges Leben und Weben, ein Laufen, Schaffen, HerHerbeischleppen und Wegräumen! Ein wundersames Geheimnis kleinster Gottesgeschöpfe in schweigenden Waldesmitte. L. J 0 Das Schicksal der Familie von schildert Frau Schneider=Foerstl in ihrem Roman„Die andere Generation“.— Wie schon aus dem Titel unschwer zu schließen ist, stellt sie den Jungen die Alten gegenüber und umgekehrt. Sie gibt in diesem Roman ein Bild unserer Zeit. Sie gestaltet es manchem schwergeprüften Elternpaare zum Trost. Sie zeigt uns, wie wir mit Raten und Taten wohl unsere Pflicht tun, wie wir aber das Menschengestalten und Menschenbilden doch letzten Endes dem Leben überlassen müssen, das immer wieder und im ewigen Gleichmaß— andere Generationen werden läßt. Der Roman ist trotz der ihm eigenen Spannung eine meisterhafte Schilderung vielgestaltigen Geschehens und erscheint ab Freitag, den 10. Mai in unserer Zeitung. Das schöne Bodetal Von Hans=Eberhard Lex. „Sie haben doch Hut und Stock vergessen!“ vief mir das freundliche„Gartenmädchen“ von der blumengeschmückten Terrasse der„Forelle" rach und warf lachend ihre Arme über ihren bionden Scheitel. Wahrhaftig!— Und als ich auf der weißen Straße nochmals nach Treseburg zurückging, da wußte ich, daß an dieser Vergeßlichkeit nur die Bode Schuld trug, die übermütige ungeduldige Luppbode, die mir von Stiege her die gesprächigste Wegbegleiterin war und mir selbst in den mondhellen Nächten, wenn ich an ihren Ufern über steiniges Geröll entlang schritt, weder Ruhe noch Rast gönnte. O, sie wußte zu erzählen, dieses kleine wilde Mädchen! Die zartesten Märchen und Sagen flüsterte sie mir zu, von kühnen Rittern und sentimentalen Prinzessinnen, von reichen Schätzen, die in kristallenen Bergen von langbärtigen Kobolden verborgen gehalten werden und vom wilden Jäger, der auf der alten Treseburg um Mitternacht seine rauhen, unholden Lieder und Gesänge in die dunklen Harzberge hinausschallen ließ. Und zum Schluß hat sie mir versprochen,— nachdem ich ihr meine, ganze Aufmerksamkeit zugesichert häckte—, wenn sie in Treseburg ihre ältere Schwesier, die Bode, träfe, die von einarmigen Heren, Besenstielen und Satansbekanntschaften wirklich fesselnd plaudern könnte, dann wollten sie mich vereint durch das Bodetal führen, an dem Glanzpunkte des ganzen Harzgebirges vorüber bis nach Thale hinein. Daß ich dieser Einladung mit Freude nachgekommen bin, ist selbstverständlich.——— Von der„Hackelbeerendrast“ ist ein Blick auf das von Bergen eingeschlossene Treseburg von besonderem Liebreiz und gar mächtig ist der Gesang der schäumenden Wassermengen, der unzähligen Gebirgsbäche, der hier hinaufdringt. Und dort, wo sich einst Zinnen und Türme der alten Treseb## über grünc wogende Wipfel in den würza. Aether emporreckten, wird jetzt aus graue verwitterten Felsmassen der Grünstein, — die sogenannten Harzer Katzenangen— gewonnen, eine grünlich=weiße oder olivgrüne Quarzart, die für Schmucksachen die einzige passend Verwendung findet.—— Am vorteilhaftesten ist es, wenn man die stillen Harzreviere in früher Morgenstunde durchstreifen kann, denn dann offenbaren sie sich ganz in ihrer lieblichen und wiederum herben Schönheit, in ihrem intimsten Reiz. Und so durfte ich sie sehen!— Als ich kurz hinter Treseburg den Staub der Gebirgsstraßen von den Schuhen schüttelte und hinter einem Holzgatter auf weichen Waldwegen weiterschritt, hing noch ein dichter milchiger Nebel in den Baumkronen der Wälder, auf= und niederwallend, tastend und kriechend über entwurzelte Gebirgsriesen,— um schließlich langsam und gespensterhaft an steinigen Hängen in dünnen Silberstreifen hinabzugleiten. Noch lag zarte Dämmerung im Tal und fortwährend stieg ein feuchter Hauch aus ihm empor, doch als ich„Am großen Haken“ meinem Wandergesellen von der sagenhaften Königstochter Brunhilde erzählte, ging die Sonne über graugetürmte Schichten hoch und ihre Lichter spielten in den grünen Nadeln, die, mit Frühtau behangen, in wundervollen Farben schimmerten. Mit Recht nennt man das Bodetal den Glanzpunkt des Harzgebirges, denn nirgends zeigt sich eine solch wilde abenteuerliche Felsszenerie, nirgends eine solch ungeheure Zahl Klippen, über die die Bode in vielen Windungen hinwegrauscht. Das ist ein ewiges und doch immer wechselndes Schäumen und Brausen, eine große unsterbliche Melodie leidenschaftlicher Elemente, die an den aufstrebenden Gesteinsmassen, die hier und dort natürliche Brücken und kühne Altane bilden, ihren Nachklang findet. Gischtbedeckte Wellenköpfe zerschlagen an kantigen Quarzschichten, gurgelnd ziehen Wassermengen in moosbefranste Felsspalten hinein, schnellen zurück, fliehen über ausgewaschene Steinkolosse hinweg und führen den hellblitzenden Kiesel mit sich fort. Nagend und zerstörend wirkt diese erdgeborene Kraft, gewaltig löst sich hier ihre Stärke aus und ohnmächtig sind die Hindernisse, die ihr den Weg versperren wollen. Doch nie wird ihr Bett von den Felsgrößen gesäubert sein, nie würden wir von einer sanft und melancholisch gewordenen Bode sprechen können, die ihren Uebermut und ihre wilde urwüchsige Lust zurückgelassen hätte, denn immer neue Gesteinsschichten rollen ihr in den Schoß und füllen die Lücken aus, wo ihre Vorgänger von den schäumenden Wassern zernagt und zersetzt worden sind.— Der Waldweg führte allmählich aufwärts. Stolze Buchenhallen und viel Jungholz bildeten ein idyllisches Gemälde und tief unten im Taleinschnitt hüpften und sprangen die Schaumwellen der schnellen Bod: im Sonnenlicht von Stein zu Stein, von Fels zu Fels, an immergrüne, schweigende Lauscher vorüber, und oberhalb von„Brummershals“ ragte der Rabenstein mit seinen übertrümmerten Klüften in die blaue Luft hinein, wo einst eine bacchantische rothaarige Hexenzunft dem gehörnten Mephisto gehuldigt haben soll. Sonnengold gleißte und flimmerte auf diesen Felsennasen, die wiederum in groteske Klippen zerspalten sind; Tannen und Fichten schoben sich hier dichter zusammen und umstanden ehrfurchtsvoll diesen Titanen. Jenseits des Tales hoben sich aus düsteren Nadelwaldungen die Gewitterklippen über den Bergkamm hinweg. Benagt vom Zahn der Zeit sind sie ehrwürdige Zeugen längst verklungener Urzeit. Und wo sich der Waldweg wieder zur Talsohle hinabsenkte und dicht an das Flußbett herantrat, zog die Bode eine große Schleife um den„Langen Hals“, um nun von hier ab polternd und schäumend die schönsten Felspartien des Harzes zu durcheilen. Grüßend nickte sie mir zu. ihr weißes Schaumgewand zerfloß im Winde und dann war sie meinen Blicken entschwunden. Lustig sangen die Vöglein ihre Lieder, ein sanfter Wind wiegte in den Baumkro= nen die grünen Blätter und freudig wanderte ich weiter durch die schauernden Wälder. Wieder bergaufwärts an graue Steinbänke vorüber durch Laub= und Nadelwaldungen zum Kaiserblick.(400 Meter.) Von hier aus der prachtvollste Blick ins Bodetal, auf den Roßtrappefelsen(403 Meter) und den Hexentanzplatz (451 Meter). Unten im schmalen Tal, eingeschlossen von hohen steilanstrebenden Granitfelsen zeigte mir die Bode etwas unerhört Kühnes und fast Unglaubliches. Das übertraf meine stillen Erwartungen bei weitem und statnend seh ich dem Schwesterpaar Luppbode und Bode zu, die hier ihr Geheimnis lüften wollten und laut lachend ihre silbernen Busenbänder dem Winde preisgaben. Und unterhalb der Teufelsbrücke, dort, wo sich das Tal zu schließen scheint, lösten sich ihre Hände und mit lautem, wildem Gesang, der an den Felswänden sein Echo fand, stürzten sie sich durch ein Felsentor in einen über 5 Meter tiefen Kessel(Bodekessel) hinab. Hochauf bäumten sich hier die Wasser, weithin schleuderten sie den stäubenden Schaum und alles übertönend ist die erhabene Melodie, die hier gesungen wird. „Erzählen Sie mir noch einmal die Sage von der Königstochter Brunhilde", sagte mir mein Begleiter, ein freundlicher biederer Sachse, als ich noch entzückt in die bewegte Tiefe schaute. Und während wir weiterschritten, erzählte ich ihm von dem wagehalsigen Ritter Bodo, der bei der Verfolgung der holden Prinzessin, die auf einem Riesenpferde den gewaltigen Sprung über das Tal ausführte, in die Schlucht hinabstürzte. Und weiter von der goldenen Krone, die der Prinzessin entfallen war, und nun von einem großen schwarzen Hunde mit feurigen Augen im Bodekessel bewacht wird.— Und über Scherzen und Lachen und lustigen Gesprächen hatten wir bald den Hexentanzplatz erreicht und standen, als die Sonne den Zenith überschritten hatte, auf dem das Bodetal überragenden Felsvorsprung, von welchem wir einen der großartigsten, imposantesten Aussichten im Harz hatten. Wir blickten in die eigentümlich zerrissenen Felspartien des Bodetals, auf die gegenüberliegenden Klippen des Roßtrappeselsens und über diese hinaus auf das majestätisch hingelagerte Brokkengebirge, während nach der anderen Seite das weite Flachland mit Dörfern und Städten wechselvolle Bilder zeigte. Lange Zeit verweilten wir hier, um dann noch die Walpurgishalle zu besuchen, wo die Sage, wie sie in der Dichtung des Goctheschen„Faust“ ihren poctischen Ausdruck gefunden hat, malerisch und plastisch verkörpert ist. Erst als es Spätnachmittag geworden war, nahmen wir Abschied vom Hexentanzplatz, durchkletterten die Klamm und gelangten in das Steinbachtal.— In Thale fand ich bei gutmütigen Bürgersleuten freundliche Aufnahme. Und als die Nacht hereinsank und der Harzwald mich in den Schlaf gesungen hatte, träumte ich von der lieben Bode und der schönen Prinzessin Brunhilde gar wunderliche Geschichten. ROMAN WOLFGANG MARKEN 47.•· URHEBERRECHTSSCHUTZ: DURCH· VERLAG · OSKAR: MEISTER: WERDAU SA. (Schluß.) Die Erregung im Publikum brach stärker hervor. Einzelne Pfuirufe erklangen. „Herr Dalbade wird die Partie nicht weitersingen. Die Oper wird von der ersten Note an noch einmal begonnen, und den König Olas werde ich singen. Ein gütiger Gott hat mir meine Stimme zurückgegeben“ Einen Augenblick saß das Publikum wie betäubt, dann aber brach es los mit der Kraft eines Orkans. Begeistert jubelten sie ihrem Liebling zu. Allen, besonders aber denen, die Heyden schon singen gehört, war es, als sei ihnen ein köstliches Geschenk bereitet worden. Heyden, der göttliche Sänger, hatte seine Stimme wiedergefunden! „Ich bitte sie um etwas Geduld. Auf Wiedersehen, meine Freunde!" Willmar trat hinter den Vorhang, umtost vom Beifall des Publikums Geheimrat Spranger sah Miß Astor an. „Jetzt wird er wieder der berühmte Heyden!“ sagte er ernst. Sie wich seinem Blick nicht aus, nickte mit strahlenden Augen und sagte mit einer Stimme, die von jubelndem Glück erfüllt war:„Und ich,, darf seinen Weg mit ihm gehen. Er hat mich gebeten, sein Weib zu werden.“ Geheimrat Spranger atmete tief auf und sagte: sind zu gering, um Ihnen meine Freude auszusprechen. Ich weiß, daß Ihr Leben köstlich werden wird. Um eins aber bitte ich Sie, schließen Sie mich in Ihre Freundschaft ein" „Wie soll ich Ihnen vergessen, was Sie an mir getan haben, Herr Geheimrat!“ antwortete sie. Er stellte in diesem Augenblick fest, daß von der blasierten, kühlen Amerikanerin, die er einst auf dem Wohltätigkeitsfest kennenlernte, nichts geblieben war. Ein anderer, neuer Mensch war durch die Kraft der Liebe geworden. ** * Die Oper begann. Jubelnd erklang die prächtige Ouvertüre. Der Vorhang hob sich. Heyden stand als König Olaf auf der Bühne, umgeben von des Königs Getreuen. Als er zu singen begann, atmete das Publikum beglückt auf. Es war die Stimme von einst, die neu erstanden war. In altem Glanz trumphierte sie und riß alle mit Die Menschen lauschten und vergaßen, daß sie im Theater saßen. Heydens Stimme ergriff sie in innerster Seele und öffnete ihre Herzen. Verklärt lehnte der Komponist an der Brüstung der Loge. Heydens Augen hatten ihn getroffen. Rosen war überwältigt von dem Glück, was ihm widerfuhr. Und Milly Astor saß ganz still mit geschlossenen Augen und lauschte.„Mir gilt sein Gesang!“ so jubelte eine Stimme in ihr„Mein bist du, mir gehört deine Liebe. Wie köstlich soll unser Leben werden" Als der Vorhang sich senkte, brach das Publikum in tosenden Beifall aus. Wieder und wieder mußte sich Heyden zeigen, an seiner Seite Mara, deren Stimme neben der des göttlichen Heyden triumphiert hatte. Jetzt wußte das Publikum, wie köstlich die Oper war, und die Enttäuschung über Dalbade wuchs ins Ungemessene. Nach kurzer Pause begann der zweite Akt, der eine gewaltige Steigerung brachte. König Olaf war in die Welt gezogen, um den Menschen zu finden, der ihn um seiner selbst willen liebte. Er fand den Menschen nicht. Tiefes Leid widerfuhr ihm. Heyden sang und lebte die Partie. War es nicht ein Stück seines eigenen Lebens, das er sang? Als das Glanzstück der Oper, das Lied des Königs Olaf. das leidvolle, schmerzzerwühlte Klagen des Enttäuschten, begann. saß das Publkum wie gebannt und lauschte. Das gewaltige Lied ergriff sie im innersten Herzen Heydens große Kunst triumphierte wie noch nie zuvor. Er sang das Lied in seiner Schönheit unter Einsatz allen Könnens als Sänger und Mensch., Als die Menschen aus der Betäubung, in die sie das herrliche Lied und Heydens große Kunst versetzt hatte, erwachten, waren sie nicht mehr zu halten. Sie rasten. Ein Beifall ohnegleichen tobte durch das Haus. Henden gab dem Generalmusikdirektor einen Wink. Noch einmal sang er das ergreifende Lied. und das Publikum war ihm unendlich dankbar für das Geschenk. Weiter ging die Oper. Als der zweite Akt mit einem grandiosen Finale schloß, riefen die Tausende im Hause den Sänger vor die Rampe. Wieder und wieder mußte er sich zeigen. „* * Hinter der Bühne war alles in Aufregung. Der Intendant umarmte Heyden. Er war ganz benommen von dem plötzlichen Ereignis. „Ein shönerer Tag war mir in meinem Leben noch nie beschieden. Heyden, ich habe an Sie geglaubt, habe gehofft, daß Ihre Stimme wieder wird. Jetzt werden Sie doch weiter an der Staatsoper singen? Morgen müssen Sie mir einen neuen Vertrag schließen!“ „Vielleicht sind Ihre Erwartungen zu groß, Herr Geheimrat. Aber... ich werde wieder singen. Und wir finden sicher einen Modus, der unsere Wünsche vereinigt.“ „Das genügt mir. Ich bin nicht unbescheiden, lieber Heyden.“ Geheimrat Spranger trat mit Milly Astor heran. Heyden sah sie kommen und ging ihnen voll Freude entgegen Er faßte Milly an der Hand und sagte zu dem Geheimest und den Nebenstehenden gewandt:„Für mich ist heute ein besonderer Glückslag Ich habe mich verlobt. Darf ich Ihnen meine Braut, Fraulein Astor, vorstellen?" Alle glaubten, nicht recht gehört zu haben. Heyden verlobt... Dann begann ein herzliches Glückwünschen. „Ich habe für Dich gesungen, Liebste! Die Oper ist ein Stück meiner selbst, was ich erlebt und erlitten, liegt darin. Verstehst du mich?“ „Ich habe es gefühlt.“ sagte sie mit glückstrahlenden Augen. Leise fügte sie hinzu:„Ich will beten, daß ich dich glücklich machen kann.“ „Du hast mich beglückt, Liebste,“ antwortete er.„Du hast mir den Glauben an die wahrhafte Liebe zurückgegeben. Kannst du mehr an mir tun?“ Innig drückte er ihre Hand, als sie sich trennten. Heyden schritt nach der Garderobe und machte sich für den dritten und letzten Akt fertig. Der dritte Akt setzte dem Werke die Krone auf. Leid wandelte sich zur Freude. König Olaf fand das Weib, das er suchte, erfuhr Liebe um seiner selbst willen. Ein Hymnus von unerhörter Süße und Gewalt war der letzte Akt. König Olaf jubelte in seinem Gesang. Wieder erklang König Olafs Lied, diesmal aber nicht schmerzzerrissen, sondern erfüllt von unendlicher Glückseligkeit Heydens Stimme hielt mühelos die schwere Partie durch. Sein Gesang berauschte ihn wie einst, der Jubel des Königs Olaf war der Jubel seines eigenen Herzens. Als er sang, suchte sein Auge das geliebte Weib, und sekundenlang ruhten ihre Blicke inemander. Der letzte Takt verklang Die Oper war zu Ende. Wie vom Donner gerührt saßen die Menschen eine Weile da, dann aber kam der Dank für das gewaltige, überwältigende Erlebnis spontan zum Ausbruch. Der Beifall wollte kein Ende nehmen. Als Heyden mit dem Komponisten Arm in Arm vor die Rampe trat, war das Publikum wie toll. Es ruhte nicht, bis der Sänger ein paar Worte sprach. „Meine Freunde!“ rief Heyden in das Haus.„Auf Wiedersehen!“ Nur diese wenigen Worte sprach er, aber das Publikum nahm sie wie ein Geschenk. Wir werden ihn wieder singen hören! Diese Gewißheit war allen der schönste Gewinn. Am Tag nach der Aufführung von König Olafs Lied war der Schäfer Hanus frühzeitig nach Uelzen gelaufen, wo er verschiedenes zu besorgen hatte. Eigentlich hätte er das auch später erledigen können und Mutter Roland hatte ihm abgeraten, da das Wetter unsicher aussah. Aber der gute Hanus war nicht zu halten. Heute mußten in den Zeitungen die Berichte über die Uraufführung der Oper stehen, und er war neugierig Er hatte von einer Oper nur einen nebelhaften Begriff. er wußte nur, „dat war een Ding, dat auf der Bühne gespielt wird, wo alles gesungen wird.“ Das hatte er im Laufe der Zeit weggekriegt. In Uelzen kaufte er sich— es war das erstemal in seinem Leben— eine Zeitung und suchte nun, wo über die Uraufführung zu lesen war. Endlich fand er es. Sein Gesicht verklärte sich, als er von dem großen Ersolg der Oper und vom Jubel über Heydens Wiederauftreten las. Es war ihm zumute, als sei er daran mitbeteiligt Mit einem Male fühlte er sich wie gehoben, ein stolzes Gefühl erwachte in ihm. Der Heyden und der Rosen, diese Kerle waren vom Rolandshof! Das war ein Ereignis. Mit der Zeitung in der Hand wanderte er heim. Als ihn Mutter Roland über die Heide schreiten sah, wunderte sich das alte Mütterchen über seinen gravitätischen Gang und Klein=Elschen lachte hell auf über den guten, alten Kerl. „Nu, Hanus?“ begrüßte ihn Mutter Roland.„Du gehst ja heute so kerzengerade, als hätt'st du en Stock verschluckt. Bist ja ungeheuer stolz geworden.“ „Dat is nich annersch. Mutter Roland. Da lesen Sie man wat de Zeitung über unsern Heyden und über'n Kantor schreiben. Dat hat mir janz selig gemacht. Der Oper hat en Riesenerfolg gehabt, un de Leute sin janz verrückt, denn unser Heyden hat wieder gesungen. „Was hat er?“ „Wieder gesungen, Mutter Roland'n. Er kann wieder sing'. Da staunt nu unsere gute Mutter Roland'n.“ Eine Weile stand die alte Frau ganz fassungslos, dann riß sie ihm das Zeitungsblatt aus der Hand und trippelte ins Haus, die Brille zu suchen. Und während das gute Mütterchen drinnen mit feuchten Augen las, ging Hanus zu Otto und erzählte ihm alles. Dann ließ er den Fassungslosen stehen und zog seinen Sonntagsanzug an.„Mutter Roland'n!“ rief er der alten Frau, die eben die Lektüre beendet hatte, zu:„Heut is Feierabend. Heut is mir wie Sonntag. Ich muß ins Dorf gehen un en Schnaps trinken.“ Ein junger Postbeamter trat ein und schritt auf Hanus zu. „Ich hab ne Depesche für Euch! Willst du sie mitnehmen, Hanus?“ fragte er. Hanus reckte vor Staunen und Stolz den Kopf noch höher „Gib her! Ich nehm's mit.“ Lange hielt er das Telegramm in den Händen, es zuckte ihm in allen Fingern, es zu öffnen. Aber nein, das ging doch nicht, da stand:„Frau Anna Roland.“ Das war für die Frau. Hanus zahlte und schlenderte heimwärts. Mutter Roland sah ihn zurückkehren. „Was gibt's denn. Hanus? „Ich bringe man en Telegramm, Mutter Roland'n.“ Er pflanzte sich dicht neben sie, als sie es öffnete, und sah ihr über die Schulter. Gemeinsam buchstabierten sie:„Ankomme heute nachmittags 4 Uhr mit Braut. Sendet Wagen zur Station. Euer überglücklicher Heyden.“ Erstaunt sahen sich die beiden an. „Mit de Braut!“ sagte Hanus und sah die Frau verdattert an.„Er bringt sich man ne Braut aus Berlin mit. Nee, nee, dat is doch nich zu denken!" Mutter Roland fühlte einen leisen Schmerz. Stand nun der Abschied von Heyden und seinem Kinde bevor? Schwer wurde ihr das He::. ** Hanus fuhr mit Klein=Elschen, die den Papa mit abholen wollte, nach Uelzen. Schon eine halbe Stunde vor Ankunst des Zuges waren sie da Elschen war vor Unruhe nicht mehr zu halten. Unaufhörlich schwatzte sie auf den guten Hanus ein, ihr Plappermäulchen ging wie eine Mühle. Endlich fuhr der Zug ein. Hanus stand mit Elschen auf dem Bahnsteig. Sie sahen wie Heyden. Rosen, eine junge Dame und der kleine John ankamen. Elschen stürzte mit einem Jubelschrei auf den Papa zu, der es hochhob und küßte. Dann sagte er zärtlich zu Milly:„Unser Kind!“ Sie erwiderte seinen innigen Blick und küßte das Kind. Klein=Elschen war einen Augenblick überrascht, dann musterte sie mit ihren hellen Kinderaugen die fremde Tame. „Papa hast du mir eine neue Mama mitgebracht?“ Heyden nickte lächelnd. und Milly traten Tränen der Freude in die Augen Elachen schlang die Arme um Millys Hals. „Du gefällst mir.“ sagte das Kind.„dich will ich aber lieb haben.“ Das kleine süße Wesen ahnte nicht, welch tiefes Entzücken seine guten Worte dem jungen Weibe bereiteten. Dann stellte Heyden seiner Braut den getreuen Hanus vor, der ganz verlegen dastand. Der Alte stotterte ein paar Worte, während ihm Milly die Hanl drückte Dann verließ die Gesellschaft den Bahnsteig. „Milly.“ sagte Heyden zärtlich zu der Geliebten,„wirst du dich diesem einfachen Gefährt anvertrauen? Ich hätte auch einen anderen Wagen bestellen können, aber er ist mir ließ und wert und stark genug, daß er unsere Liebe tragen kann.“ „Du!“ sagte sie zärtlich.„Ich will nur dich und deine Liebe. Alles andere ist klein daneben.“ Mit einem zärtlichen Blick dankte er ihr für diese Worte, dann hob er sie mit starken Armen in den Wagen, gab ihr Klein=Elschen auf den Schoß, brachte Rosen und den kleinen John auf dem Bock neben Hanus, unter und nahm dann neben der geliebten Frau Platz. „Wird uns der Braune fortbringen, Hanus?“ „Der schafft's. un wenn Sie noch ne Braut mitgebracht hätten, Herr Heyden!“ Alle lachten ob der drolligen Antwort. Dann zog der Braune an und brachte sie sicher nach dem Rolandshof, wo sie von Mutter Roland herzlich empfangen wurden. ** Am Abend, als Willmar mit seiner Braut und Mutter Roland in dem behaglichen Zimmer saß, fragte die alte Frau wehmütig: „Un nu werden Sie uns wohl bald verlassen, Herr Heyden?“ Willmar schüttelte lachend den Kopf. „Nein. Mutterchen, Ihren Jungen verlieren Sie nicht. Jetzt werde ich mit meiner Braut bis zur Hochzeit auf dem Rolandshof bleiben, und dann fahren wir in die Welt Wir wollen sie einmal mit glücklichen Augen ansehen KleinElschen aber behalten Sie hier. Und dann. Mutter Roland, dann werden Wochen kommen, da wir nicht hier sind, aber wir kommen gern und oft. Der Friede und die Stille des Rolandshofes hat es mir angetan. Die Hälfte des Jahres werden wir wohl immer hier Gäste sein. Nicht wahr, Milly? Hier können wir uns und unserem Glücke leben.“ Die junge Frau nickte mit strahlenden Augen. „Und wenn wir einmal alt geworden sind. Mutter Roland, dann wird der Hof unsere ständige Heimat sein. Ich habe den Segen der Stille gespürt, und ich weiß, daß es meiner Braut nicht anders gehen wird." Dankbar und erleichtert sah ihn die alte Frau an. Die Liebenden schritten in der Dämerung über die Heide. Milly schmiegte sich an den Geliebten. In ihr war seliger Friede, und tiefe Freude erfüllte sie. Als sie an den Hügel mit der alten Kiefer kamen, stiegen sie hinauf. Heyden zog Milly=dicht an sich und sagte:„Hier habe ich oft gesessen und gesungen, und alle Sehnsucht, die ich in mir trug, war in meinen Liedern. Nie hat mich die Sehnsucht verlassen. Schon wollte ich sie niederzwingen, weil ich nicht glaubte, daß ich noch einmal die Liebe, die ich suchte, finden könnte. Und du hast sie mir gegeben. Wie soll ich dir danken. Liebste?“ Sie lauschte auf den Klang seiner Stimme, die sie wie eine Liebkosung umschmeichelte. Dichter schmiegte sie sich an ihn. „Hier habe ich zum ersten Male gefühlt, was Heiwat ist, habe gespürt, daß wir mit der Erde verwurzelt sein müssen, wenn wir ganze, starke Menschen sein wollen. Meine Heimat, du wirst sie lieben lernen.“ „Ja!“ sagte sie stark und sah ihn mit leuchtenden Augen an.„Ich liebe sie, weil du sie liebst. Der Weg, den du gehst, ist mein Weg. Du bist meine Heimat. Und sollst sie bleiben, immer und ewig.“ Ende. Arztlicke Beitrage für hitensch und Haustier Turne zu Hause! Spiel= und Sportplätze sind sehr schön, aber nicht jeder verfügt über die nötige Zeit, sie zu benutzen. Für alle diese Personen— und deren gibt es sehr viele— muß das Zimmer die Rolle der grünen Sportwiese spielen. Denn Sport muß sein, und wenn sich auch die täglichen Uebungen nur auf ein Viertelstündchen erstrecken. Tausende und aber Tausende von Menschen würden gesünder sein und ein höheres Alter erreichen, wenn sie täglich die Energie aufbrächten, besagtes Viertelstündchen dem„Dienst am eigenen Körper" zu widmen. Die Zimmergymnastik kann Wunder wirken. Freiübungen am offenen Fenster, regelmäßig ausgeführt, stärken das Muskel= und Nervensystem, machen den Körper widerstandsfähig und erfrischen Herz und Seele. Natürlich sollen diese Uebungen nicht einseitig betrieben werden. Durch ständigen Wechsel der Uebungsart wird jedoch kein Organ vergessen. Hände, Beine und Füße müssen nicht minder bedacht werden als Hals und Rumpf. Die verschiedenen Bewegungsarten sind so bekannt, daß es sich erübrigt, sie näher zu beschreiben. Damit braucht jedoch der„Dienst am eigenen Körper“. keineswegs erschöpft zu sein. Das Zimmer bietet dem Gymnastiktreibenden hundert weitere Möglichkeiten, seinen Körper systematisch zu stählen. Es sei nur der zahlreichen Stabübungen gedacht, denen sich die der Keule, Hantel und Expanders würdig anschließen. Uebungen am Zimmerreck (das zwischen den Türpfosten befestigt wird), zählen ebenfalls zu jenen, die bequem zu Hause ausgeführt werden können. Schaitetung, Rd. 1d. Theruann, Veron Srdl. 1cd., Alle Holobdir. 1 Ein paar Ratschläge für junge Etwas über Massage. Die hauptsächlichsten Handgriffe, die bei der Ausführung der Massage in Anwendung kommen, teilt man in sechs Gruppen: Erschüttern, Kneten, Dehnen, Reiben, Streichen und Klopfen. Eine richtige, gesundheitsdienende Massage will erlernt sein, weil jede Massageart bestimmte Wirkungen auf den menschlichen Organismus ausübt und, falsch angewandt, Störungen hervorrnfen kann. Hauptbedingung ist, Streichungen gegen das Herz hin auszuführen, wobei Hand= und Fingergelenke elastisch gehalten werden. Weiche Behandlung, kein starkes Drücken und Pressen, ist erforderlich. Anders wirkt sich die Massage des Erschütterns aus. Hier wird der zu massierende Teil durch feine, sich schnell wiederholende Stöße bzw. Schwingungen behandelt.— Das Klopfen führt man am besten mit dem kleinen Fingerballen der ganz lose zur Faust geballten Hand aus, doch darf das Klopfen nicht so heftig erfolgen, daß der Behandelte blaue Flecken davonträgt.— Das Reiben verfolgt den Zweck, Einlagerungen und Schwellungen zur Erweichung zu bringen. Die Bewegung kann eine kreisförmige, ovale oder regelmäßig hin= und hergehende sein.— Kneten wird erreicht, indem der betreffende Teil zwischen Daumen und Zeigefinger gefaßt und abwechselnd wieder losgelassen wird. Besonders bei dieser Durchknetung muß man darauf bedacht sein, dem Patienten nicht unnötige Schmerzen zu bereiten. Nicht grob, sondern weich zufassen. Nur so wird ein vorsichtiges Auspressen der festen Teile erreicht. Genau dasselbe gilt für das Dehnen. Ein ruhiges Strecken und Beugen an den zu behandelnden Teilen verhütet Anschwellungen. Das Gebiet der Massage, wie sie wirklich sein soll, ist so kompliziert, daß es unmöglich ist, theoretische Anweisungen zu erteilen. Vielleicht bewirken diese Zeilen, der Massage künftig ein wenig mehr— Vorsicht entgegenzubringen, denn nur die richtig ausgeführte Massage kann von Erfolg begleitet sein. enn der Säugling„ fIn seu Die Wichtigkeit kalthaltiger Stoffe—. Verdauungsstörungen und ihre Abhilfe—. Honig als Ersatz für Zucker Oft steht die junge Mutter ratlos am Bettchen des geliebten, winzig=kleinen Erdenbürgers, der sie aus lachenden Augen glücklich anstrahlt, und zerbricht sich den Kopf, warum es mit ihm nicht so recht vorwarts gehen will. Sie gibt ihm doch täglich die beste Milch und Obst und hat es selbst schon mit kleinen, lecker bereiteten Gemüseportionen versucht. Und dennoch will der Kleine nicht so recht gedeihen. Ist er krank? — Nun, das braucht durchaus nicht der Fall zu sein. Vielleicht verfügt er nicht von Natur aus über eine kräftige Konstitution, vielleicht fehlt ihm die frische, würzige Luft einer ländlichen Umgebung. Immer wäre es in derartigen Fällen zweckmäßig, den Säugling mit besonderen Zusatzstoffen zu versehen. Lebertran z. B. ist überaus vilaminreich und wird von Kindern, die den sechsten Monat ihres jungen Lebens bereits erreicht haben, gern angenommen. Fängt das Zahnen an, tut Kalzan gute Dienste. Auch die Mutter selbst sollte, falls das Kind zu dieser Zeit noch die Brust erhält, dieses Präparat nehmen, etwa dreimal täglich je drei Tabletten. Dem Kind reicht man nicht die Tablette, sondern zerdrückt sie zu Pulver und vermengt dieses mit der Flaschenmilch. Natürlich bekommt das Baby nicht dreimal täglich je drei, sondern nur zweimal täglich je eine Tablette. Kalzan enthält die Stoffe, die für den Aufbau der Zähne und Knochen unbedingt erforderlich sind. Wenn der Säugling an Verstopfung leidet, hilft ein Teelöffel Malzextrakt, den man der Milch beigibt. Honig ist für den kleinen Erdenbürger ebenfalls sehr empfehlenswert, da er nicht nur das Allgemeinbefinden fördert, sondern auch die Verdauung regelt. Bei Durchfall schränke man dagegen den Milchgenuß ein oder lasse ihn überhaupt fort. An Stelle der Milch mag in diesem Falle ein gutes Kindermehl treten, beispielsweise Nestle oder Kufeke. Droht der Durchfall(oder die Verstopfung), chronischen Charakter anzunehmen, so versäume die junge Mutter keinesfalls, den Arzt zu Rate zu ziehen.— Im übrigen eignet sich Honig auch ausgezeichnet als Ersatz für den Zucker. Bekanntlich weist der Säugling die Milch zu einer Zeit, da sie ihm nicht mehr gestreckt gereicht wird, als nicht süß genug zurück. Einen Teelöffel Honig in die Flasche— und alles wird wieder in Ordnung sein. Noch ein Punkt ist wichtig, der im allgemeinen wenig beachtet wird und der oft zu nervösen Störungen im Organismus unserer Kleinen führen kann: Niemals darf ein Säugling zur Empfangnahme seiner Nahrung geweckt werden! Das ist oft schwer durchführbar. Oft hat Bubi oder Mädi einen wahren Bärenschlaf, und die Mutti möchte so gern eine kleine Besorgung machen oder bei einer Freundin einen Besuch abstatten. Trotzdem— nicht wecken! Erst wenn das Baby erwacht und schreiend nach seiner Flasche verlangt, komme man seinem machtvollen Befehl nach, niemals früher. — Viel Aufenthalt in guter Luft und Sonne, eine gewissenhafte Körperpflege und eine ständige Ueberwachung des Gewichts wird dem Kinde gut tun und unbedingt vorbeugend wirken. So sieht der Dienst am eigenen Körper in der Praxis aus! Eine empfehlenswerte Uebung Der Stab wird nach oben und nach hinten gestreckt. Das kranke Ti Millelehrentzunrung entstehr Die Folgen unsachgemäßer Eingriffe— Erkennung der Mittelohrentzündung— Das Durchstechen des Trommelfells Meistens ist es immer dasselbe Lied: irgendein Fremdkörper ist ins Ohr eingedrungen. Was tun? Zum Arzt gehen, der das Uebel durch Ausspülungen entfernen wird? Ach nein. Das lohnt sich nicht. Schnell, eine Haarnadel her oder sonst etwas Aehnliches! Es wäre ja noch schöner, wenn man so etwas nicht selbst könnte.— Und schon ist das Unglück geschehen! Alles nämlich, was in das Ohr eindringt und nicht frei von Bakterien ist, ruft eine Infektion, eine AnEin Eisbeutel für das steckung, hervor. Die Folge: eine eitrige Ohr. Entzündung des Mittelohrs, die sogenannte Mittelohrentzündung. Natürlich entsteht dieses Leiden auch noch auf andere Weise, zum Beispiel als Folgeerscheinung bei Typhus, Masern, Scharlach oder durch Wucherungen und Polypen in der Nase, aber in mehr als 40 von 100 Fällen ist diese durchaus nicht ungefährliche Enlzündung des Mittelohrs auf eigenes Verschulden zurückzuführen. Heftige Schmerzen im Ohr kündigen die Erkrankung an. Hinzu tritt nicht nur ein starkes Sausen und Schlaflosigkeit, sondern meistens auch starkes Fieber. Säuglinge zeigen eine derartige Entzündung durch klägliches Schreien und ebenfalls Fieber an. Größere Kinder werden oft von Schwindelanfällen, Schüttelfrösten(manchmal sogar Delirien=Anfällen) heimgesucht. Sofortige Heranziehung eines Arztes ist in diesem Zustand unbedingtes Gebot, denn das Trommelfell muß eingestochen werden, um dem dahinter liegenden Eiter freien Abfluß in den Gehörgang zu verschaffen. Dieser Einstich lindert sofort die Schmerzen, und es ist grundfalsch, etwa durch heiße Breiumschläge das Mittelohrgeschwür zum Aufgehen bringen zu wollen. Kalte Umschläge macht man mit Leinwandkompressen, die man in kaltes Wasser taucht, gut ausdrückt und, alle 8 bis 10 Minuten wechselnd, auf oder hinter das Ohr legt. Für Eisumschläge ist links abgebildeter schlauchförmiger Eisbeutel zu empfehlen, doch legt man auch hier zuvor eine dünne Leinwandkompresse auf die Haut. Eine aufsehenerregende Entdeckung: Krebsheilung ohne Operation und ohne Arzneimittel Dr. Endlers Blutserum Ein Vortrag, den kürzlich der ehemalige Oberarzt des Berliner Krebsinstituts, Dr. Endler, über seine eigene Methode der Krebsbehandlung hielt, hat in der medizinischen Welt nicht geringes Aufsehen erregt, erfuhr man doch, daß Dr. Endler seit sieben Jahren erfolgreiche Krebsheilungen durchgeführt hat, ohne an seinen Patienten irgendwelche Operationen vorzunehmen. Wie auf diese, so verzichtet er auch auf Arzneimittel. Seine Methode besteht, wie er ausführte, darin, dem Krebskranken eine bestimmte Blutmenge zu entziehen. Aus diesem Blut wird auf eine chemisch=physikalische Weise das entgiftete Serum gewonnen. Vierundzwanzig Stunden später wird dieses Blutserum wieder in die Blutbahn des Patienten eingespritzt. Diese Behandlung, die je nach dem Stand der Krankheit drei bis acht Wochen durchgeführt wird, bringt nicht die geringste Gefahr mit sich.— Sollte sich die Behandlungsweise in dieser Form verallgemeinern lassen und so den unzähligen Krebskranken zum Segen werden, so wäre damit ein unerhörter Fortschritt erreicht, sind doch beispielsweise im Jahre 1926 nicht weniger als 75000 Menschen in Deutschland der tückischen Krebskrankheit erlegen. Es ist interessant, von Dr. Endler zu hören, wie er einen Kranken heilte, der wegen eines Magenkrebses operiert worden war. Die Hauptoperation unterblieb jedoch notgedrungen, weil es sich herausstellte, daß die Krebsgeschwulst bereits mit den benachbarten Organen totat verwachsen war. Der Zustand des Patienten mußte demzufolge als hoffnungslos bezeichnet werden. Die Schmerzen steigerten sich bis zur Unerträglichkeit. Dazu kam, daß der Krankheitsverlauf durch Entkräftung verschlimmert wurde, weil der Patient infolge dauernden Erbrechens keinerlei Nahrung bei sich behielt. Kaum befand er sich jedoch in der Behandlung Dr. Endlers, als die Schmerzen nachließen. Die Erbrechungen hörten auf und der Appekit stellte sich wieder ein. Nach vier Wochen war die Krebsgeschwulst vollkommen verschwunden— und heute geht der Patient bereits wieden seinem Beruf als Steinklopfer nach.— Hoffen wir, daß Dr. Endlers Blutserum sich bald zum Segen der ganzen Menschheit auswirkt! Am Himmelfahrtstage des M.-G.-V.„Liederkranz“ Lichtendorf. Eintritt frei! Anfang 4 Uhr! 1888 Die„Schwocter Jeitung“ ersch Bezugapreis halbmonatlich 1. 15 Pfg. Druck u. Verlag von C Postscheckkonten: Dortmund 2 Geschäftsstelle: Große Mark für die Schriftleitung H. Linne Himmelfahrt im Freischütz Nlorgens 7 Uhr, nachm. 4 Uhr u. abends 8 Uhr Militär-Konzerte des Nlusikkorps 1. Ball. Inst. Regl. 18 Paderborn Leitung: Obermusikmeister Plaschke Morgens 7 Uhr Choral vom Turm m. Glockengeläute im Frühkonzert mitwirk. Quartell-Verein, Schüren Oirigent: F. Rummeld Eintritt 75 pfg, eluschl. Steuer Nachmillags geiösle Korten gelten auch abends Vor dem Landgericht Insterburg hat gegen in jungen Hilfsgendarm Dujardin(im Bilde), r vor zehn Jahren wegen schweren Totschlags u lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worzu war, das Wiederaufnahmeverfahren begonen. Mit welcher Gründlichkeit die Verhandlung eführt werden soll, geht daraus hervor, daß ein weitägiger Lokaltermin in dem Hause, in dem as Verbrechen geschehen ist, anberaumt wurde. lm zweiten Tage wird sogar die Nacht abgewar#t werden, um den Lokalangenschein und die eta anzustellenden Experimente in möglichst geau derselben Beleuchtung und unter denselben imständen innerhalb und außerhalb des Haues vorzunehmen, wie seinerzeit in der Mordacht. Es wird mit einer Verhandlungsdauee son 14 Tagen gerechnet. Dujardin, der bekanntich acht Jahre bereits abgebüßt hat, ist vor Keine preußische Ausla wtb. Berlin, 9. Mai.( blick zirkulierenden Ger bevorstehenden preußisch Amtliche preußische Pre berechtigt, daß keine sol Gerüchte absolut unbegt Kündigung des Angest Reichsbahn. pw. Berlin, 10. Ma angestelltentarifvertrag nisationen der Reichsba 2. Mai 1924 abgeschle 31. Juli 1929 gekündigt, schaft abgelehnt hat, in den Verbänden einzutre Die Opser der Maiun wib. Berlin, 9. Mai chen der bei den Mai obduziert worden. Nur sind Geschosse gesunden Kupfermantelgeschosse. Mackay ist eingetreten, schlagader aufriß und i unvermeidlich war. Großhandelsindexziffer wib. Berlin, 9. Mai. durchschnitt April bereck des Statistischen Reich über dem Vormonat(1 Von den Hauptgrupp Agrarstoffe um 4,1 v. Indexziffer für Kolon 126,5(128.3) zurückgeg industrielle Rohstoffe u (134,4) um 0,9 v. H. 1 wäyrend diejenige für geringfügig auf 157,8( Mineraliengewinnung wib London, 9. M ein Weißbuch über di einer zu diesem Zweck einem Kapital von 10 liche Recht der Gewi dem Toten Meer übschaft hat nicht das R Edelsteine, Antiquitäte bei der Ausbeutung Toten Meeres gefund Deutschland und Gries wtb. Athen, 9. Mi Gesandte Rudolf von präsidenten zur Enta gungsschreibens feierl Ansprache erklärte der allen Kräften um die hungen zwischen den Präsident Keundourio die ganze griechische N fahrt Deutschlands Wunsch, daß ihre wir diesem Lande immer 1 Förmliche Annektion Norwegen. wib Oslo, 9. Mai. laß ist gestern die in grönländischen Küste liegende Insel Jan A veränität unterstellt n sich, darauf, daß Nor Insel eine Wetterstat Wahl des obersten wib Nanking, 9. A exekutivkomitee hat 2 einem obersten Zentre Tschiangkaischek wurd tralrats gewählt, er denten der Republik Jungverheiratetes Ehepaar sucht zum 1 spätestens 15. Juni, eine freie Zweizimmer-Wahnung gegen gute Mietzahlung. Gefl. Offerten unter G. 202 an die Geschäftstelle dieser Zeitung. Rundsunk=Prrurunnn Donnerstag, den 9. Mai. Münster. 9,00—12,00: Uebertragung von Köln.— 12,00: Uebertragung aus der St. Reinoldikirche, Dortmund: Orgelkonzert.— 13,00—16,30: Uebetragung von Köln.— 16,30: Vesperkonzert des Trompeterkorps der 1. Abtlg. Art.=Regt. 6, Münster, Leitung: Musikmeister Goldberg.— 18,00—22,30: Uebertragung von Köln.— Anschließend bis 1.30: Uebertragung von Langenberg. Langenberg. 9,00—12,00: Uebertragung von Köln.— 12,00—22,30: Uebertragung von Münster, Köln, — Anschließend bis 1,30: Konzert aus dem „Hotel zur Post“ in Elberfeld. Löll.„ 9.00: Uebertragung des Gelautes von St. Gercon.— 9,05: Katholische Morgenfeier.— 10.25 Dichterstunde.— 11,00: Fahrt in den Mai(Arbeiterfeier).— 12,00: Uebertragung von Münster.— 13,00: Mittagskonzert. Leitung: Eysoldt. 14,30: Els Vordemberge: Kinderspielstunde: Vergeßt den Muttertag nicht!— 15,05 Wandern und Reisen.— 15,30: Univ.=Prof. Dr. Sperber: Gutes Deutsch.— 16,00: Dr. Adolph Reifferscheidt:„Monopoltendenzen der internationalen Rohstoff=Wirtschaft.— 16,30: Uebertragung von Münster.— 18,00: Prof. Dr. Hermann lnger: Einführung zur nachfolgenden Veranstaltung: Uebertragung aus dem Opernhaus: 18.30:„Palestrina". Musikalische Legende in 3 Aufzügen von Hans Pfitzner.— Anschließend: Letzte Meldungen, Sportdienst.— Danach bis 1,30: Uebertragung von Langenberg. ohne Anzahlung ohne Aufschlag An Beamte und Festbesoldete: Vereinnahmte Beiträge + Zinsgewinn ¼. Unkosten Bestand Wandhofen, 6. Mai 1929. Die Liquidatoren: Gustav Burger Karl Dierks Aug. Bürgerhoff Gustav Kötter. unser Handelsregister Abteilung A Nr. 145 ist bei der offenen Handelsgesellschaft Schwerter Kettenfabrik, Gebrüder Schulte in Schwerte folgendes eingetragen: 1916 Die Gesellschaft ist aufgelöst, der bisherige Gesellschafter Fabrikant Ferdinand Schulte zu Schwerte ist alleiniger Inhaber der Firma. Schwerte, den 3. Mai 1929. Das Amtsgericht. Anetalt des Deütschen Beamten-Wirtschaftebundes= Zweigstelle Hansaste. 7 · Telefon 34254 beim Schuhmacher kaufen! AUS DEM INHALT wtb. Warschau, 9. A meldet in sensationel am Hauptbahnhof ei genommen wurde, d Paß als der polnisch wies. Kryderski ent erkundigte sich in ner Rußland. In den be den sand man angeb liner Kommunisten, kämpfen teilgenomme und genaue Berliner daß Kryderski vor de Instrukteur nach Be daß er nun wieder na Name und Nationali ten noch nicht ermitt Anmerkung der dieser Meldung, die politia verbreitet wu den. Aller Wahrsche um eine der üblicher Blattes, der in kei messen ist. EIMARBEIT schriftlich. Vitalis Verlag München C1SONNTAG, 12. MAI nachm. 3 Uhr Robert Merkeibach 63111 Sröne UURANNE SpAETT 1. Funktechnische Wochenschrift des Westens! Erhällllen beim Buch- eder Funkhandle: Ruulmme emm MIT TITOCN, 15. MAI nachm. 3 Uhr arbeitet, auch wenn Du schläfst, Druckerschwärze ist das des geschäftlichen Lebens Oestellungen nachsten Poslamt oder Horchlunkverlag Loaten In Schwerte zu beziehen die Buch= und Kunsthandlung Carl Braus, Bahnhofstr. 3 Schwerte Gr. Marktstr. 3 für Himmelfahrt und Sonntags gesucht. mm Sarumrischerel beseitigt üblen Mundgeruchu. hößlich gefärbten Zahnbelag Chlorodont 86 Whsen