Kuhrfürstl. gnädigstem Privilegie. Dienstag deu r2. November. I. Citationes edisales. Demnach auf wiederholtes Ansuchen, und in dem Betracht, daß die Feststellung des Schulden- und Vermögens= Zustandes mit der Ehesache kenntlich verbunden; und die nachgesuchte Ediktal= Ladung als ein Beweismittel zur Begründung der Klage gewählt ist, auch die Ehesache ohne vordersamst mit den Creditoren versuchter Güte und festgestellten statu bonorum Konerum ratione illatorum & alimentationis füglich nicht entschieden werden mag, wider sämtliche Creditoren der Eheleuten Krameramtsverwandten Adam Kersten und Annen Gertrud Seeling daßier zu Münster nunmehro gebethene Citatio edictalis unica pro tribus adpropdnendum ac justiticandum sub paena perpetuifilentii cum Termino peremptorio fex Septimanarum junéta Citatione ad videndum tentari concordiam cum praefixione termini auf den 8. künftigen Jahrs und Monats Januar Morgens 9 Uhr erkannt worden. Ais werden aus besondern Befehl Sr. Hochwürden Herrn Officialen, des geistlichen Hofgerichts erdentlichen Richters, alle und jede, welche an gesagte Eheleute Kersten und derselben Haab und Güter ex quocunque capite einigen Anspruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit ein für allemal edictaliter verabladet, um innerhalb sechs Wochen nach erster Verkündigung dieses als peremptorie anberaumter Frist ihre an erwähnte Eheleute Kersten und derselben Güter habende oder zu haben vermeinende Ansprüche und Forderungen bey hiesigem geistlichen Hof= und Officialatgerichte durch bevollmächtigte Anwälde unter Strafe ewigen Stillschw. vorzustellen und gehörig zu rechtfertigen. Zugleich werden sämtliche gesagte Gläubiger verabladet, um am 8ten künftigen Jahrs und Monats Januar Morgens 9 Uhr vor Sr. Hochwürden Herrn Officialen in dessen Wohnhofe entweder in Person oder durch genugsam hiezu besonders Bevollmächtigte, Klägerinn aber persönlich alenfalls auch der Beklagter bey fünf Soldgülden Strafe zu erscheinen, und auf die eröffnende Vergleichs. Vorschläge unter der Verwarnung: daß in Entstehung dessen dieselbe dem Befinden nach sofort für Einwilligende, und die Vergleichs. Münste Intelli n 1157 Nro. Or genzblatt. —*—— AumO 1799 Verschsäge für angenommen gehalten werden sollen, in ipso termino besimmt sich zu erklaren; wegegen auf nicht erfolgenden Vergleich die um ihre Gefriedigung etwa ferner anrufende Creditores mit soichem Gesuch an hiesiges Stadtgericht verwiesen werden sollen. Signat. Münster den 6 Nov. 17½. De spec. Mandato R. D. Officialis Crufe, caufe Akt. Ausbesondern Befehl Sr. Hochwürden Hru** Officialen des geistlichen Hofgerichts ordentlichen Richtere, werden alle und jede, welche an dem in Telgte erablirt gewesenen,anitzo aber einsweilig zu Bentheim sich aufhaltenden Caspar Trauerstein und dessen Haab und Gü. ter einige Ansprach und Forderung habenz oder zu haben vermeinen, biemit ein für allemat edietaliter verablader, um innerhalb 6 Wochen nach erster Bekanntmachung dieses ihre habende Anspruche und Forderungen bey hiesigem geistlichen Hofgericht durch bevollmächtigte Anwälde zuproponiren und mittels Beybringung darüber sprechenden Urkunden ob. sonstigen Beweisthümern gehörig zu rechtfertigen, mit der Verwarnung, daß ihnen sonst ein ew Stillschweig eingebunden wirden soll. Imgleichen werden vorbesagte Gläubiger auf den 4ten künftigen Jahrs und Monats Januar verabladet, um alsdann Meegens 9 Uhr vor hochgedachtem Herrn Officialen in dessen gewöhnlichen Wohnhofe in Person oder durch genugsam Bevolkmächtigte fürhaupes beys Soldgülden Strafe zu erscheinen sodann zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und dem Explorantes ihrer Forderungen halber ein gütlicher Vergleich versucht werden solle„ mit der Verwarnung, daß die nicht Erscheinende und auf die eröffnende Vergleichs.Vorschläge sich bestimmt nichte klärende dem Beden nach sefort pro Confentientibus, und ; d i e V e r g l e i c h s V e r s c h l ä g e f ü r a n g e n o m m e n gehalten werden sollen. Gegeben Münster den 9. November 1799. Ad fpec. Mandat. R. D. Offrcialis A. Funcke caufae Act. Aus Befehldes Hochfürstl. Münsteris welt## lichen Hofgerichts Heren Amtverwalters wirden sämtliche sowehl mit gutsherrlichem Consens als hiemit nicht versehene Gläubiger und ferner alle diejenige, welche quocunque ex capite an Bernemans Erbe Kirspels Seppenrade Forderung haben, ober zu haben vermeinen, biemit zumisten, aten und zteu mal offener Ediktalweise verabladet, um auf den hten Tag nach Verkändigung dieses allenfells erst folgenden Gerichtstag vor uns zu erscheinen ihre an Bernemans Erde K. Seppenrade habende consentirte sowohl als nicht consentirte Forderungen, obsonstige Ansprüche und darauf stimmende Urkunden nebst Berzeichniß rückständiger Zinsen unter Straf ewigen Stillschweigens zur Sache des Hochwürdigen Domkapitels als Gutsheren des Erbes Berneman contra Creditores des Erbes Berneman gerichtlich vor und einzubringen; sodann werden aus nämlichen Befehl oberwähnte Gläubiger abgeladen um auf Samstag den A8sten December Morgens 9 Uhr, zu welcher Zeit und Stunde Wittib Verneman mit ihrem Sohn auch biy 10 Goldgüld. Strafe in Person vor uas erscheinen soll, in Person oder durch genugsam zur posiciven Erklärung Bevollmächtigte, unter der Verwarnung, daß die also nicht Erscheinende pro Confentientibus gehalten seyn sellen, vor uns zu erscheinen zu sehen und zu hören, daß wischen ihnen und Wittib Berneman ein gürkie cher Bergleich versucht werden soll. Münster den inten Octob. 1799. F. C. Starcke Ac. II. Gerichtliche Nocificationen. Aus Befehl des Hochwürdigen Münsterisch. ** Domkapitels verordneten Richtern und Sografen des Gogerichts Telgte Dokt. Oestdefs wird hiemit bekannt gemocht, daß zusolge von Hochfürstl. Mürsterischer Lehnkammer in Sachen Ober- und Lehns= Fisci cootra von Kamnietz erlassenen gnädigsten Auftrags, am Donnerstag den 14ten November Morgens 10 Uhr die auf den zum lehnbaren Hause Cöbbingen gehörigen Gründen gefälte sieben Eichenbäume, sodann die Materialien des obgebrochenen Viehhauses daselbst den Meistvietenden gegen baare Jahlung verkauft werden sollen. Auch soll am nämlichen Tage die zum Lehngut Eöbbiagen gehörige und hergebrachte JagenSerechtigkeit vom Tage der Verpachtung an bis Ende Februar künft Jahrs den Meisidte. kenden verpachtet werden. Kauflustige und resp. Liedhaber wollen sich auf dem Hause Cöbbingen K. Everswicckel eintinden, woselbst nach verlesenen Bediag. nissen der Verkauf resp. Verpachtung vorgenommen werden wird. Signat. Münster den 30. Octob. 1799. Lohkampff, Grschbr. De dem Pächtiger Müllenbeck aufm Hause Mafer K. Hiltrup vor ungsfähr 14 Tagen zwey fremde Pferde zugelaufen; der Eigenthümer derselben sich aber bis dahin noch nicht gemeldet, so wird hiemit von Gerichts wegen bekannt gemacht, daß der Eigenthümer binnen 8 Tagen Zeit sich melden, und die verstrichene Pferde gegen Erlegung der angewandten Kosten und Futters zurücknehmen widrigenfalls diese behuf solcher meistbietend verkauft, und der etwaize Ueberschuß einsweilig zum Gerichts Protokon hingelegt werden soll. Signat. Münster den ro. Nov. 1799. De Mandato D. Gogravil Wemhoff Singor, Akt. lubst. III. Gestohlene Sachen. Einem hiesigen Dienstboten sind ein Naar fil* derne Schuhschallen enrwendet worden; demjenigen, weicher dem Herrn Stadtsrich= ter hierunter glaubhafte Anweisung geben kann, wird die ediktmäßige Belohnung zugesichert. Diese Schuhzschnalen sind viereckigt breit und platt auch ganz einfach, außer daß in den 4 Ecken und in der Mitte oben und unken ein Blümchen oder Rosette erhoben dar. auf gearbeiter ist, sonst sind sie Münster Probe, und das Zeichen des Meisters O. H. S. Signat. Stadtgericht Münster den 7. Rov. Wattendorff. an der Nacht vom 2r. auf den gesten Ocl. ist dem Zellern Kranefelt K. Drensteinfurt vermittels Losdrechung eines Fensiers an der Stube ein drillenes Unterbett mit breiten blauen Streifen, ganz dick mit neuen Federn aufgestopft, entwendet worden. Wer von diesem Diebstal hiesigem Gerichte glaubhafte Anzeige stebt dem wird nebst Verschweigung seines Ramens die ediktmäßige Belohnung versprochen. Sendenhorst den 24. Oct. 799. Schmedding Erschbr. IV. Vermischte Nachrichten. die Rektoret=Schule hier in der Stadt Bochold mit einem neuen Lehrer zu besetzen seyn win und Magistrat als Patron derselben zur Erhaltung eines vorzüglich fähigen Subjects den Weg des Concursus gewählt hat: So wird einem jeden, der zu solcher Stelle Fähigkeit und Lust hat hiemit bekannt gemacht, daß die Prüfung der Concurrenten auf Mittwochen den 4ten December laufend. Jahrs Vormittags 9 Uhr am Hofe des Freyherrn von Fürstenberg zu Münster von der gnädigst angeordneten Schul. Commission gehaiten, von diefer die zwey fähigsten Subjecte dem Magistrate angezeigt, und von letzterm derjenige zum Lehrer ernennt werde, der für die Lokal=Verhält= und Bedürfnisse der schicklichste seyn wird. Der Plan, wonach in der Zukunft der Schalunterricht zu halten seyn wird, wird von einer löblichen Schulkommission vor der Prüfung den Concurrenten vorgelegt werden; jedoch wird einem jeden hiemit unverhalten, daß bey der Prüfung sowohl als bey der Vergebung hauptsächlich auf folgende Eigenschafken werde Rücksicht genommen werden: z) Alter von über 25 Jahre. 2) Gefunden Körper, 3) Ungescholtenen morakischen kebenswandel. 4) Gründliche, und zum vollkommenenUnterricht anwendbare Kenntniß der katbolischen Religion. s) Schöne Handschrift. 6) Rechenkunst nach den 4 Species und Regel de Tri. 7) Vollkommene Kenntniß der deutschen u. 8) der lateinischen Sprache. 9) Briefsivl. Nützlich und angenehm würde es zugleich für die Stadt, und den Lehrer selbst sepy, wenn er mit diesen Eigenschaften auch noch Eine brauchbare Stimme zum Mitsingen im Chore verbände. Der Gehalt besteht anfänglich in 76 Thaler klevisch zu 6o dergleichen Stüb. in Fixo, nebst freyer Wohnung und Freyheit von Schatzung und allen bürgerlichen Lasten. Das Schulgeld dürfte bey Einführung des neuen Schulplans auch jährlich soselcher Rthl. betragen. Dagegen wird bey der Vacatur der von Sr. Kuhrfürstl. Durchlaucht unserm gnädigsten Herrn gnädigst bewilligten Einziehung einer oder nach Bifinden zweer zuerst vacant werdenden Vicarten zu: Vermehrung des SchulFonds der Gehalt wenigstens 150 Rthl. Mark. geld in Fixo, nebst freyer Wohnung und vorgedachten Freyheiten betragen alsdann aber kein Schulgeld mehr bezahlt werden. Magistra: der Stadt Bochold und Namens desselben He:: 9. 3, Beännck, Setrst. aich eines gegründeten Verdachts wegen vermuthen und glauben muß, daß mit meinem Namen falsche Unterschriften nachgemacht und ausgefertigt worden seyn, so avertire ich hiedurch das Publitum, sich de dato über 4 Wochen bey mir, oder bey denen Bataillens. Gerichten zu melden, im Fall semand seich: falsche Obligationen, Scheine, Anweisungen, oder Dokumente in Händen haben sellte. Münster den r#. Nav. 1700. von Gaza, Mefor bey dem K. Preuß. Bur. von Ivernois. An einem annoch zu bestimmenden Tage soll et das auf der Hollenbeckerstraße Jüddefelder Layschaft sub Nro Cat. 176 belegene, denen Geschwistern Detten zuständige Haus, welches jetzt der Hirr Regimentsquartiermeister Haspemann von Decken bewohnt, den Meistbierenden verkauft werden. Kauflustige können das Haus vorläufig besehen, und die Bedingnissen bey mir vernehmen. C. u. Hülseberg, Notar. (s hat jemand am sten dieses Mittagskur, * vor 1 Uhr auf dem Wege vom Domdofe über den Markt und kambertiKirhof nach dem alten Steinweg zwey Stück gedruckte Zeitels oder 2 procentige, dahie bekannte, deym Lindenkampf& Olferschen Komteir ausgegebene Ceupons, jeder, wie gewöhnlich von 100 Rtl. in Münze, aus der Tasche verloren. Der redliche Finder wird ersucht selbe gegen eine Belohnung von r Louisd'or zum Intell. Komt. zurückzubringen. Zugleich wird ein jeder gegen Anzahme derselben gewarnt, indem bereits die Vorkehrung der nicht zu verfügenden Zadiung getroffen ist. Selbe sind schon daran kinntbar, daß die Zinsen pro 1798 noch nicht erhoben sind. 1I aéte perdu le g. du courant vers: ne re l’apres midi dans un trajer de la place du Döme au vienx Steinweg parle Marché amp; le cimétière St. Lambert denx Coupons imprimes très connus ici chacun de 100 Thalers comme dordinaire, a delivres au Comptoir de M. M. Lindenkampf & Olfers. Onpromet un Louis acelui quf les remettra au burean de la gazette. En meme tems on prévient un chacun, dene pas les accepter, les arrangemens étant deja pris, à ce qu’aucun payement ne s’en juivé. On les reconnoitra aisement; sion obferve, que les interets de 1798 nefont pas encore levés. Dennerstag den l4ten dieses Monats l. J. Morzens um 10 Uhr will ich an des selie gen Postmeisters Ostendorff Hause zu Telgte das mir zugehörige, daselbst vor dem Emsthore vorn am Klatenberg gelegeues Kämpchen, welches bis setz der Hr. Kaufhändler Kock zu Telgte Mietweise untergehabt hat, dann auch zwey mie zugehörige, daselbst vor dem Münsterthor beym Körter Wewelhove gelegene und von seidem bis itzt in Miete untergehabte zwey Stücke Landes öffentlich meisibierend verkaufen; und sollen die Bedingnissen dann vorgeleten, aulenfalls kann desfalls zuvor das Nähere beym Hru Notarius Aldendorff zu Münster nachgefragt werden. Adolpd Wittkampf zu Beckum. Am Donnerstag den l4ten l. M. November „ und folgenden Tagen Morgens 9 und Nachmittags 2 Uhr sollen in der auf der Rothenburg Nro. 22 belegener Behausung allerhand Hausgeräthe, als Kupfer, Zinn, Tische, Stühle, Koffers, Schränke, 2c. mit dem Meistgeboch aus freyer Hand verkauft werden. Hülseberg, Notar. AIm Samstag den röten Rovemb. Morg. 19 Uhr sollen dahle auf dem PrinzipalmarkHAF Der Stahatn te vor der Stadtswaage zwey schwarze achtjährige Wagenpferde den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. „ e. A. Hälseberg. Not. Vorigen Sonntag ist in dee Minoritenkirche ein grünseidenes Pacapluys stehen geblieben; wer es gefunden wird ersucht es dem Intell. Komt. einzuhändigen. (Hieber eine Beylage.) Beylage zum Münsterischen Intelligenzblatt Nro. 91. 1799. Dlejevigen; so zu einem Anlehn von 2500 Rehl. gegen völlis hinlängliche Hypotheque und 4 pro Cent Zinsen Gelder auszuleihen und zwey Pfenningkammer= Obligationen, jede zu 250 Rthl. und 34 pro Cent an sich zu lösen willens sind; wollen solches bey Untergeschriebenen gefälligst anzeigen, wovon nähere Nachricht wird ertheilt werden. Münster 99. J. H. Block, Not. wohnhaft auf der Neubrückerstraße gegen dem v. Romberger Hofe über. (Es sucht jemand ein odere Scheffel GesayLand auf einem Kampe vor dem HörsterSt. Mauritz= oder Servatii. Thor gelegen, zu mieten, oder allenfalls zu kaufen. Der Liebhaber ist am Intellig. Komt. zu erfahren. Auf einer gelegenen Straße steht ein meublir* tes Zimmer zu vermieten, und kann sofort bezogen wirden. Das Intell. Komt. giebt N. Zwey ledige Personen suchen gegen Ostern ein kleines Haus oder zwey Zimmer ohne Meublen, allenfaus bey einem geistlichen oder weltlichen Herrn die Aufsicht seines Hauses oder Hofes. Das Intell. Komt. giebt Nachr. cder hiesige Hefpetschierstecher Hieronymus Strübel empfiehlt sich dem geehrten Publikum in Gold, Silber, Messing und Kupfer zu stechen, wie auch in Formschneiden. Er verspricht gute Arbeit und billige Preise. Seine Behausung ist am Bocksplatz Nro. 149. Bey dem Krameramtsverwandten I. W. * Winkelsett auf der Frauenstraße ist ächter neuer Braunschweiger Hopfen in gepreßten Säcken bey Ballen und Pfundweise im billigen Preise zu haben. Am Bocksplatze stehen 2 meublirke Zimmer Er zuvermketen, und können gleich bezegen werden. Das Intellig. Komt. giebt Nachr. SAm Montag den 18ten Novemb. l. J. Mor* gens 9 Uhr sollen zu Sendeuhorft einige nahe bey der Stadt hin und wieder gelegene Gärten und fünf und dreußig Stück Garten= landugter bisreichender Sicherheit den Meistbietenden öffentlich verkauft werden. Liebhaber können die Lage der Ländereyen und Bedingnisse bey dem Hrn.Posthalter Gerb. Henr. Bonse und Bürgermeistern J. H. Fye allda vorhero erfahren. Den sten dieses Monats Rov. ist ein seidener Geldbeutel mit ungefähr 6 Karolin verloren worden; wer selben gefunden, wird ersucht, ihn gegen billiges Trinkgeld dem Intellig. Komt. einzuhändigen. Derhiesige Petschierstecher Henrich Strübel der jüngere empfiehlt sich dem geehrten Publikum in Gold, Silber, Messing, auch in Kupferzzu stechen und Formenschneiden. Ee verspricht gute Arbeit und billige Preise. Seine Wohnung ist anjetzo zwischen Mauritz und Hörster Thor. Man wünscht eine deutsche oder französische * Magd zu haben, welche auch kochen kann, und gute Zeugnisse hat; man giebe ihr 40 holländische Gulden jährliches Lohn, sie hat sich an Hrn. Kaufhändler Meyering in Münster auf der Neubrückerstraße nahe am Thoee zu wenden: On desirerait trouver une Servante française„eu allemande, munie de bons certificats,& fachant faire la Cuifine, àla quelle on donnera 40 Florins Chollande de gages. S’adreffer à Mr. Meyering, Marchand à Munster rüe Neubruckerstrafse auprés de la porte. (Fin junger Emigrirker, der Zeugnisse seines * Wohlverhaltens aufweisen kann, wünscht itzt gleich etwa bey einer Herrschaft in Dienste zutreten. Das Intell. Komt giebt Nachr. Bev der Wittib Schlüter aufm Roggenmarkt ist oben im Hause ein Zimmer mit Meublen zu vermieten; sodann auch englisches Porcellain von allen Sorten, auch seh: guter Franzwein die Maaß zu 116. 8 dt. zu haben. Konzert=Anzeige. Mit gnädigster Erlaubniß wird am Donnerstag den arsten dies. mit der gewöhnlichen Winterkonzerten im Komödienhause der Anfang gemacht und alle Donnerstage damie fortgefahren. Es werden dieses Jahr 14gegeben. Das Abbonnement für einen Herrn und eine Dame ist 4, im Parterre e Kronenthaler. Es werden dahero alle Hohe und Hochgeehrteste Gönner gehorsamst ersucht, die Abbonnements. Billets vor Anfang des ersten Konzerts bey uns abholen zu lassen. Sebrüder Romberg. Todten= Anzeige. #em Allerhöchsten gesiel es, unsere iunigst geliebte Mutter, die verwittwete Elisab. Ackermann, gebohrne Cohaus, im Gysten Jahreihres Alters, nach einer beynahe vier Jahr ausgestandenen Gicht- und Brustkrankheit, und darauf erfolgten Auszehrung, mit den heiligen Sakramenten frühzeitig versehen, am éten dieses Abends um 7 Uhr in die Ewigkeit abzufodern. Diesen für uns so schmerzhafren Verlust zeigen wir unsern Anverwandten und Freunden hiedurch an, und empfehlen die abgeschiedene Stele ihrem christlichen Andenken. Münster den 1r. Rov. 1799. Maria Anna Ackermann. Henrich Ackermann, Feuerwerker des Artilleriekorpo. Vermischte Neuigkeiten. Pesare, vom 19. Octob. Es ist nun ganz entschieden, daß die franz. Besatzung in Ankona mit mehreren Insur. genten von dem Belagerungskorps geheime Verständnisse gehabt hat. Eine Folge derselben war der glückliche Ausfall, den ste in der Nacht am roten dieses that, wobey 6 Kanoneu verloren giengen, und General la Hotz tödtlich verwundet wurde, der aucham titen darauf starb. Runmehr aber hat General Frölich das Kommando der Belagerung von Ankona übernommen, und die Insurgenten nach Hause entlassen, weil er Truppen genug bekömmt, um dieser Festung mit Nachdruck zuzusetzen. Londen, vom 18. Octob. Unsere Rezierung scheint abermals einen feindlichen Versuch gegen Irland zu erwarten. Es sind ro Regimenter dahin beordert worden. Von Portsmuth sind bereits mehrere Truppen dahin abgesegelt. Vor Brest, wo die feindlichen Flotten segelfertig seyn sollen Freuzen jetzt wenigebrittische Kriegsschiffe. Stuttgarbt, vom 20. Oct. ist bis iho noch unentschieben, ob an der Sctweizer Gränze neuere Kriegetvortäle Statt gehabt haben. Roch immer laufei. Rachrichten von Kandnaden ein welche am 2aten und. 2asten Morgens vom Bodensee her an mehreren Orten vanommen wurden; indessen ist durchaus kein anders Datum vorhanden, und öffentliche Nachrichten aus Lindau, die vom aßsten dieses datirt sind, sagen weiter nichts, als daß sich die russischen Korps des Generals Korsakow und Fürsten Souwarow fortdauernd in dortiger Gegend befanden, nur eine mäßige Anzahl Regimenter habe sich über Bregenz gegen Rheineck gezogen die russische Generalität befinde sich noch zu Lindau. Man hat von einem nahen Waffenstillstande von einer Uebereinrunft gesprochen, snach welcher die Russen hinter den Lech geben, und die Franzosen die Schweiz räumen würden. Indessen giebt es nichts Zuverläßiges hier#ber. Lindau, vom zo. Octob. Heute geht der russische Generalstaab von hier vor der Hand nach Riedlingen ab. Morgen folgt Feldmarschall Souwarow. Er ist nicht unpäßlich, sondern empfindet nur oftmalen Schmerzen am Fuß von einer alten Wunde. Das Hauptquartier des Condeischen Korps kommt, dem Vernehmen nach, nach Landsberg am Lech. Viele wollen in dieser unerwarteten Dislokation der Truppen einige Gründe für einen Waffenstillstand, der im Werkesey, finden. Heidelberg, vom 3. Nov. Allem Anscheine nach, ist ein Theil der französis. Rheinarmee gegen die Enz vorgerückt während die Kolonne des linken Flügels sich am Neckar hinaufgezogen hat.— Die Post von Heilbronn, deren grader Weg seit einiger Zeit unterbrochen war, ist gestern hier wieder angekommen. Man hat über die Begebenheiten im Odenwalde keine sichere Nachrichten; man weis nur so viel, daß vorgestern eine starke Anzahl bewaffneter Bauern bis Weinheim vorgedrungen war; sie sollen aber durch ein Detaschement Karabiniers wieder zurückgedrängt worden seon.