AIMO 7799 Münste Intelli ——"——— Mit Kuhrfürstl. gnädigstem Privilegio. Freytag; den rr. October. I. Citationer edistales. u rechtliches Erkenntniß des Hochfürstl. Rünsterischen Richters der Stadt und des Amts Borhold Hrn. Dokt. Herding werden alle und jede Släudiger, so Anspruch und Forde ung an dem Diskusssenten Joh. Bernd van Cronenburg in der Bauerschaft Süder. wick K. Bochold, oder dessen Haab u. Güter haben, oder zu haben vermeinen, hiemit ein für dreymal edictaliter verabladet, um auf denhten Tag nach jedesmaliger Bekanntmachung dieses allenfalls erstfolgenden Gerichtstag darnach am hiesigen Bocholdischen Gerichte selbst oder durch bevollmächtigten Anwald zu erscheinen, ihre an vorbesagten Diskussienten oder dessen Haab und Güter habende Ansprüche und Forderungen unter Strafe ewigen Stillschweigens gerichtlich vor= und einzubringen und zu rechtfertigen. Bochold den I#. Sept. 1799. Ad Decretum D. Judicis Willemfen, adj. Grschbr. II. Geichtliche Nocificationen m arten laufenden Monats Oktober und allenfalls auch am folgenden Tage sollen auf dem hiesigen Waisenhause Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr die von der dahier verstorbenen Marquisin de Courtarvelle nachgelassene Mobilien, als ein sogenanntes Reise= Nereflair mit darin gehhrigen vorzellainen und silbernen Geschirren, einige silberne Theeund Eslöffel, wie auch Gabelk und ein Maser, sodann verschiedenes Tischzeug, Berkrücher; imgleichen einige theils seidene theils nesseltucherne und sitzene Damenskleider, wie auch FrauenzimmerHemder, und sonstige„Kleidungsstücken dem Meistbietenden gegen baare Zahlung gerichtlich verkaufet werden. Signatum Mänster den a8ten Sept. 1700. De Jud. Mand. Rdmi Oni Officialis. Crufe, AG. Ds einer deren dahier inhaftirten Inguisiten, Namens Joannes Graes, dahier aus Koesfeld gebärtig, seit einigen Jahren aber zu Warendorf verhepratet und wohnhaft, ein Schlösser von Profession, welcher bereits während seinem Verhör mehrere Einbrüche und Diebstähle einge standen, und noch mehrerer in dem Bekenutniß der imit inhaftirten beschuldiget , i n d e r N a c h t v o m g i e n a u f d e n ö r e n dieses, aller gebrauchten Vorsicht und dieserhalb gemachten Vorkehrungen ohngeachtet, nachdem er den ihm zwischen den Händen angelegten 14 Fuß langen,##Zoll dicken, und 14 Zoll breiten eisern Bolren in mehrere Stücke zerbrochen, und eine ihm am FFuß geschlossene Kette losgemacht, durch eine 14 Fuß dicke Mauer seiner Gefäugniß gebrochen und entwichen. An der Wiederhaftwerdung dieses berüchtigt und gefährlichen Diebes(welcher 27 Jahr alt, 6 Fuß lang, blaß und hager im Gesicht, eine große spitzige Nase, schwarze Augbraunen, und kurze dünne schwarzbraune Haare, dann auch unten am rechten Fuß eine alte Wunde hat, weshalb gemelter Fuß ihm dick geschwollen, sonst bey seiner Entweichung ein blaues Conlet mit großen blanken Kubpfen, eine schwarze manchesterne Hose und Weste mit kleinen blanken Knöpfen getragen hat) dem Publiko sehr viel gelegen, so werden sämmtliche Richter und Gografen, und sonst jede Orts=Obrigkeit hiemit geziemend requirirt, auf diesen entwichenen Juquisiten ein wachsames Auge zu halten, im Betretungsfall sofort atretiren zu lassen, sodann hiesigem Criminal=Gerichte davon Nachricht zu ertheilen. Zuletzt wird einem jeden, der hiesigem Criminal=Gerichte solche zuverläßige Anzeige thün kann, wodurch dasselbige in Stand gesetzt wird, daß der entwichene Juquisit wieder in Verhaft genommen werden könne, die ediktmäßige Belohnung zugesichert. Signatum Koesfeld den 6ten October 1700. Ad Dtum D. Confulis J. H. Neuhaus, Secret. a die Eheleute Jshann den ich Barenbrügge und Elisabeth Dornseifer dahier zu Münster vermög in untengesetztem dato gerichtlich eröfneten Bescheides vomTisch und Bett getrennt, und die unter ihnen bisher etwa bestandene Güter Gemeinschaft aufgeho den worden: So wird solches hiemit von Gerichts wegen mit der Bemerkung bekannt gemacht, daß Inhalis der am z. August l. J. in Vorschlag gebrachten und beyderseits angenommenen Vergleichs. Vorschlägen, Kläger Barenbrügge die aus der Lotterie=Collecte entslandenen Passivschulden mit Einschluß des Musmans Fordetung, aus dem Seinte gen zu zahlen, Beklagtinn Ehefrau Barenbrügge bingegen sämmtliche übrig=Schulden, wie solche Ramen haben mogen, privative übernommen habe. Signatum Münster den 28. Sept. 1799. De judiciali Mandato R. D. Officialis Crufe, caufee Akt. III Vermischte Nachrichten. a wir Endsuntergeschriebene Exekutoren des dahier verstorbenen Herren Vicarii Laackmann mit ehestem unsere Rechnung ablegen werden, so ersuchen wir aue, die an besagten Herren noch was zu fodern oder zu zahlen haben, sich bey uns innerhalb acht Tagen zu melden. Münster den loten Oktob. 1700. F. M. Berghaus, Pfar. zu S. Lamb. R. Wiedemann, Bäckeramtsverw. Auf Absserben des Kaiserl Heren Postmeie stert Theödor Wilhelm Thier zu Düllmen werden aue dirje#ige welche an ihm rechtmäßig zu fodern haben, hiemit ersucht, innerhalb Zeit von vier Wochen nach Verkündigung die ser Proklamatien ihre Foderungen in quslitate& quantitate mittels Präsentation der Rechnuggen und abschriftlichet Kommunkation der allenfalls in Händen habenden Handschriften und hypothekarischen Verschr#bungen entweder der verwittibten Frau Postmeisterinn Maria Bernardina Thier, gebohrnen Wernekink, als Benesizial Erbinn ihres gesagten abgelebten Ehegatten in Dühlmen oder dessen Bruder dem hiesigen Herrn Medizin= Doktor Wernekink kund zu machen; diejenige aber welche dem gedachten Herrn Pestmeister siliger murzo oder sonst Geld schuldig geblisben sind, oder von demselben einige Effecten, wie diese immer Namen haben mögen, geliehen, oder auf andere Art in Verwahr erhalten haben werden hiemit erinnert, seiner vermeldten Benefizial. Erbinn innerhalb der bestimmten Frist von vier Wochen die Schuld gütlich zu bezahlen, und die Effekten getreu zu restituiren, oder wenigst derselben die Gründe, warumst: dazu nicht verbunden zu seyn glaubeu rmitzutheiler. Münster den 6. Ock.99. Aus Commissien der Beuefizial= Erdinn. N. J. Blanke, Dokt. Uim künftigen Montag din igten October l. * J.Nachmittags 3 Uhr soll das dahier auf der Rothendurg in St. Ludger Kirspel und St. Legidi Laysch aft Nro. Cat. 159 gelegene Haus in des Uaterzeichneten Wohnbehausung unter bey seidem vorher eingesehen werden könnenden, und auch in Lu vorzulesenden Beding= nissen öffentlich meistbietend aus freyer Hand verkauft werden. Die zu solchem Kauf Lusthabende belieben sich alsdann gefälligst einzufinden, und können das Haus vorher auch besehen. C. Aldendorff Not. wehnt auf der grünen Stegge. Wuf der großen musikalischen Niederlage bey Adolph König in Mänster sind folgende neue Sachen angekommen und zu haben: Guitaeren d'Espangole, ausnehmend von Thon, die bekannte große Oper; die SeisterInsel in 3 Akten von Zumsteg, im Klavier. auszug; die Anzeige darüber ist bey mir gratis zu haben; die musikalische Zeitung bis zu Rro. 51, wovon noch einige Exemplare zu dem Subscriptionspreiß zu haben. Mozarts Wirke 4tes und stes Heft, die Geister des Sees von Wölffl istes Heft, 6 kleine Sona. ten von Wölffl, 6 Duettià due Soprani con Cembalo par Giardini, iglon's der Mehrinn Klazgesang aus Quinctius Heymeran von Flaming, fürs Klavier gesetzt ven Zumfteg. Trois duos pour denx Flutes,par Müller ouvre 13, 3 Sonates a Cembalo, c. Violon, Dir Riegel. Wranitzky Variazions pour le Violon. Hoffmeister grand Solo pour Flute & AltöNro. 1. fix grandes Sonates pour le Clavecin, d’un Violon par Kerpen, Nr. 1. 2, 3. 4.§. 0 Haydn z Sonates p.le Piano förte c. Violon obligé ouvre XCIV. 3 Sinfönies à grand Orcheftre par J. Amor op.10. liv 1. Concerto pour Clarinette principale par Pleyel Cinquieme Concerto p. Violon Principale à grand Orcheffre par Schall. kann man bey mir pränumeriren auf Mozarts Requiem und übrigen größern Werren in Partitur, wovon der gedruckte Plan bey mir einzusehen, auch nehme ich voch Subscription auf Heydns Klaviersachen an, und werde den Herren Interessenten erster Tagen das erste Heftliefern können, indem es bald die Presse verlassen wird. Die vollständige Anzeige darüber in gratis bey mir zu heben, AAm Donnerstag den 2osten l. M. Octob. und E folgenden Tagen Morgens 9 und Nachmittags 2 Uhr sollen dahier ausm Waisenhause allerhand Manns= und Frauenkleidungen, auch Tischzeuz und sonstiges brauchbares Leinwand den Meistdietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. A. Hülseberg, Not. Oienstag den isten dieses M. October soll des Morgets um 9 Uhr auf dem Hause Coerde ohnweltKinderhaus eine Quantität Rinder und Milchgebende Kühe öffentlich meistbierend verkauft werden. van Echten. (Fin schwarzes englisches Mutterpferd, ohne allen Schaden, welches zum Fahren und Reiten sonderlich gut abgerichtet ist, soll den isten dieses Monats Octob. Morgens 10 Uhr vor der Stadtswaage meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden. Justus Knierim,& Sohn von Söttingen sind hier angekommen, und empfehlen sich mit einem ganz neuen für dieses mal vorzüg. lich schönen Waarenlager, bestehend in feinen goldenen u. silbernen Herren= und Damen= uhren, großen Pendusen oder Tischuhren goldnen Uhrkeiten, Petschaften u. Schlüssel, goldnen Ringen in allen Gattungen, auch mit ächten Steines und Perlen besetzten, goldnen Ohrringen mit und ehne Parlen, goldnehals. ketten lauge Ketten für Damen, nicht wenk. ger die dazu gebräuchlichen Medaillons, Kreuze und Anker, goldene Tuch- und Vorsteckna, deln in einem ganz neuen Geschmack goldene Herren und Damen= Tabatieren, Zahnsio. cher, Etuis, Fingerhüthe in allen Gattungen, silberne patent Schuh- und Krieschnallen, patent Bleystiftshalter, Zahnputz Etuis in Silber, Elfenbein und Schildkrott, Evantails in allen Farben, engl Briestaschen für Herren und Damen englische Flot####, Hofenträger, ganz neue vollständige Reise Chatullen in verschiedenen Größen, auch dergleichen mit einer Kopiermaschine für Briefe und Rechnungen, englische Brillen, Perspective, Ferngläser; Lese und Vergrößerungsgläser, kiqueurbuddel Schrotbeutel und Pulverhörner, MahlJagd=Rasir=Arbeits- und Thee=Kasten, moderne englische Hauptgestelle, Kutschgeschiere und Sattels, doppelt plattirte Gebisse, Steigbügel Sporen, Satteldecken, Gurten, Reitund Fahrpeitschen, und Stöcke in allen Gattungen Ein vollständiges Soctiment in platkirten Waaren, als neue Theemachinen, Koffee. Thee= und Senftöpfe, Tafel=Spiel und Nachtleuchter, Plattmenagen, Wasser= und Trinkgeschirre, Kristall= Salatieren, ZuckerButter= und Obst. Gefäse, vorzüglich schöne Servicen sowohl zum Theeals Kaffee, vom feinsten Porzelain auch einzelne Tassen in , m o d e r n e n D e s s e i n s, e n g l i s c h e T r a n c h i r= u n d Tischmesser, seine Scheeren„Rastr= und Federmesser, Gartengeräthe, und ander= Stahlwaaren. Englische gans seidene Patenthosen und Strümpfe. dergleichen in Wolle, Baumwolle und Halbseide, lederne Beinkleider Westen, Handschub, Mützen u. Geldbeutel nebst vielen andern Waaren, die nicht bemerket werden können. Sie versichern billigste Preise und gute Bedienung. Sie haben ihr Logis verändert und stehen diesen Send zum ersten mal in der Behausung des Heern Joh. Heinrich Schmeddings sel. Wittib auf dem Prinzipalmarkte neben der Hauptwache. wey acht Tage gehende Tafeluhren mit kostbaren Gehäusen stehen bey mir Untergeschriebenen verfertigt, in bisigem Preise zu verkaufen. Karl Münch, Uhrmacher auf der Frauenstraße. Oem Publiko wird hiemit bekannt gemacht daß der in dem diesjährigen Kalender auf den i7ten October c. angesetzte HerbstBlehmarkt zu Weener in Ostkriesland wegen des in diesen Tagen eintretenden jüdischen Lauberhüttenfestes, auf den röten Octob.wird abgehalten werden. Weener in Ostfriesland den 24. Sept. 1799. Die Schuttemeisters. (Ein hiesiger Petschierstecher Henrich StrüE bel Junior zmpfiehlt sich auhier diesen Send einem geehrten Publiko in Gold, Stlber, Stahl, Messing, auch in Kupferstechen, und Formschneiden; er verspricht saubere Arbeit und billige Preise; sein Stand ist vor Hrn. Budden Hause gegen der Club über und seine Wohnung auf der Bergstraße. gnädigster Erlaubniß werde ich Mittr* woch den 15ten dieses im hiesigen Komedienhause Abends von 6 bis 8 Uhr türk sche Misik, abwichfelnd mit Harmonte, die Ehre haben zu geben. Das Arangement der Stücke wird auf inem gedruckten Zettel bekannt gemacht werden. Sämflich= Gönner und Liebhaber werden hiedurch ergebenst eingeladen. Mohr, pellmeister. Weil das hiesige Markt# eisten dieses Monats einfällt, auch zugleich zu Koesfeld und Osterwick Märkte einfallen, se wird hiemit bekannt gemacht; das hiesiges Markt den Tag nach Münster Send, als deninten dieses, gehalten werden soll. Laer den h. Oct. 99. Gesker u. Zumbusch, Vorsteh. ###ch habe himmt die Ehre, meinen Freunden O ergebenst anzuzeigen, daß ich diesen Send mit einem vollständigen Assortiment meiner fübrechn Waaren in meinem gewöhnlichen Logis beo Hrn. Limbeeg auf der Clemensstraß bezieden werde, wesvilf ich steum geneigten Zuspruch ersuche. J. B Haverkamp. (absbeaennter hält sich diesen Send, auch das Jahr durch bestens empfohlen mit allen Kouleuren Saffian, englischen und andern Sorten Stiefelschäften, und allen übrigen Gattungen Leder er verspricht prompte Bedienung und billige Preise. Herm. Stieve, wohnhaft auf der Neubrückenstraße. Menn jemand in ein ordentliches PrivatSilentium, nicht zu weit vom Collegio für folgendes Jahr einen angehenden Iufimist verlangt, der kann gefälligst beym Intellig. Komt. das Nähere erfahren. Auf der Königstraße Nro. 264 ist ein meublirtes Zimmer zu vermieten; Lusthabende können es täglich besehen. (psist auf dem Wege vom kindenbaum nach Münster ein Beitetuch mit Frauenkleidung werinn noch ein verfiegeltes Paquett obhanden war, verloren; der redliche Fioder wird gebethen, solches dem Kunstdrechsler Spaniger auf der Jüddefelderstraße gegen annehmliches Trinkgeld abzugeben. (Hieber eine Beplage.) Beylage zum Münsterischen Intelligenzblatt Nro. 82.1799. Loh. Conr. Moormann Senior aus MetB###tingen handelt en Gros mit Augsdurger Zitzen, Kattun, sächsischen Kamlets, Pläschen und Flanellen, mit allen Sorten Manchester, englischen u. andern wollenen Strümpfen, ferner mit Kattun, Mousselin und seidenen Tüchern. Er bittet um geneigten Zuspruch, und hat sein Gewölbe diesen Herbstsend wie gewöhnlich bey dem Herrn Theodor Bernav. Canoue., Zuckerbäcker in Gesellschaft von * Muizon, dessen Zuckerbäckerey in Stadt so vortheilhaft bekannt ist wird diesen Send mit einem vollstäntigen Assortiment Zuckerbäckereyen aller bekannten Gattungen dabier ausstehen. Er verkauft en Gros und en Detail, und übernimmt Bestellungen. Ee wohnt in Telgte in dem Hofe der Freyfrauen von Wintgen. Lanoue aflocié de Muizon dont les bonbons font li avantagenfement connüs dans cette ville tiendra la foire prochaine avec un affortiment complet. On trouvera chez lui des pattilles de tous les goüts, Caramets, fucre d’orge, pates de fruits, fruits fecs, pate de Guimauve, bon bon dit du roy, Sirop d’orgeat ap; autres, chocolat de differentes qualités, fücre de pomme Kmp;c. II vend en gros ap; en détail amp; fait des envois. Sa demeure ordinaire est à Telgte, maiion de Madame la Baronne de Wintges. Wähe am Markte ist auf diesen Herbsisend ** vorne an der Straße ein großes Zimmer für Kaufleute zum Ausstehen zu vermieten worinn sich allenfalls zwer Laden aufschlagen lassen; die auch schon darinn gewesen sind. Das Infallig. Komt. giebt Nachricht. Jac. Hirsch seel. Sohn aus Cassel empfiehlt allhier in Münster sein schdnes nach dem neuesten Geschmack assortirtes Waarenlager, welches aus allen möglichen seidenen, englischen und ostindischen weißen Waaren besteht, als: alle uni und Chengeant FarbenTaffte und Atlasse; Saison=Zeuge, Grosdetvure, französische und indianische Peguins= und seidenen Strümpfen###c. allen Sorten englischem, glattem, brochirten und gestickten Linon, Mousselin und Halstüchern; wie auch alle Art Westen, Casimirs., Pique's, Dimirys und Mousseliners, alle Sorten brüsseler und#andere Canten, feine Points 2c. fertigen Putz und ganz neue Modells von Damens=Kleider, Pelze und Ueberröcke. Besonders aber empfiehlt er sich mit denen allerneuesten und geschmackvollsten franzdsischen Stickereyen in Linon, Mousselin und Seiden=Zeugen, gestickten Damens=Kleider, welche sowohl in Seide, als auch in Gold und Silber gearbeitet sind, wie auch die Kopftücher dazu. Türkische, französische und audere Chawls. Reiche, brochirte und glatte Bänder, wie auch Federn und Sulrans, alles in den billigsten Preisen welches ihn geneigten Zuspruch hoffen läßt, indem er diesesmal vorzuglich einiee Artie kel Waaren zu überaus wohlfeilen Preis sen verkaufen kann. Hat wie immer sein Logie bey dem Herrn Assessor Schücking an dem Markre. Von einer Herrschaft wird auf einem adlit chen Hause ein junger, ohnverbeyrathe. ter, und mit guten Aktestaten seines bisherigen Wohlverhaltens wohl versehener Jäger( der auch in Hanfspinnen und Netzestricken erfahren ist„auch überhaupt mit der Fischerey um. zugehen weis.) in Dienste verlangt; derselbe kann diesen Dienst sofort antreten, und sind die Bedinzungen bey dem Westerwinkelschen Rentmeister Westhoff in Herbern und bey Ritgen im Gräflich Merveldischen Wohnhofe in Münster zu erfahren. Bey Lutzenkirchen auf der Rothenburg sind zu beben beste Sorte frische große Heringe beste Sorte Laberdan, und beste Eidamer= Käse. GBebrüder Bebrens aus Pormont empfehlen E sich diesen Send mit folgenden besonders assortirten Waaren: Zißzen, Kattunen, Taften, und Atlassen in allen Kouleuren, selrüchern, Mousselinen von allerhand Breiten Linons, Nanquin, Manchestern und Tamissen, weissen Kattunen in allen Breiten, und mehr andern Waaren. Ihr Lager ist, wie gewöhnlich, bey Hru. Klein unterm Bogen. Es stehen vier Zimmer netsi Küche und Balken zum Holzwegpacken zu verheurenjund können gleich bezogen werden. Das Intellig. Komt. giest die Anweisung. Johannes Rupe& Comp. von Hemer bey Iserlohn empfehlen sich in bevorstehenden Sendien gros mit verschiedenen Nürnberger, Englischen##und. Iserlohner Waaren, als: Alle Sorteu Spiegell, feine und sondinäre Brieftafeln, feine und ordinäre Rauch= und Schuupftabacksdosen„Bleistifte., Kleider= und Schnallenbürsten, Brille=###elfenbeinerne Kämme,, auch Frisier=Chen= und. Staubkämme.) Puderquasten und Beutels lederne backsbeutel## orzellaing Rühler=und hölzerne Pfeiffenköpfe mit und ohne Beschlag, alle Sorten von geflochtenen Pfeifenröhren, Cameelhaarneis seidene, goldene und silberne auch ordinäre Pfeifenröhre, alle Sorten ledernei Kappen, seidene,, floretseidene, und wollene Geldbeutelß# Thee= und Eslöffels, Grangten, Ruvinr, diverse Sorten Perlen, Ringe und Hemdeknöpfe. Große und kleine Comporknöpfe und Schnallen### stählerne, kupferne: Schnallen, Compooleuchters, messingen Mörser; alle Sorten Sohlinger Tischmesser und Gabeln, Taschenmesser und Scheeren., Haften und Augen; alle Sorten Neh= und Stopfnadeln#a. engl. Waaren, feine elastische Hosenträger, Scheeren, Federmesser, Raßiermesser, feine und ordinäre Sporn; alle Arten vergoldete und Stahl=Uhrketten, Schlüssel und Pettschafte, plattirte Messer und Gabeln, Lichtscheeren, Brille., BilderRahmen, Reitpeitschen, Brieftafeln; alle Sorten Halsketten, Knöpfe, lakkirte Caffebretter; auch alle Socten seidene Tücher und Siegellack. Man verspricht gute Waaren und billige Preise. Unser Laden ist äuf dem Domhöfe. Herr Daingut macht dem Publikum hie# mit bekannt, daß er während diesen Send mit einem Assortiment seidener Regenschirme in allen Größen, so auch mit englischen Sonnenschirmen handeln werdeEr verkauft zu den billigsten Preisen, und versichert„daß alles vollkommen gut beschaffen und feste ist. Er logirt bey HrnGoldschmidt Heitgreß an dem PrinzipalMarkt=No. 24: Sieur Dainant fait favoir an public qu'il tiendra dans le temps de la foire prochaine un sfiortiment de par apinie en Soie de toute grandeur, ainfi que de par a Sols anglaise. Il#les donnera a tres juste prix. II garantit le tout parkitement bien conditionné& très folide. II est logé chez Mr. Heitgres Md. orfevre rue& place du Marché N 24. Ney Joseph Bonsen aufm Roggenmarkte K sind zu habenbeste Sorte frische große beriage, beste Sorte Laberdan in ganzen u. halben Tonnen und Pfundweise, unterschiedltche Sorten Käse in allen Quantiräten Daich diesen Münster Send wieder mit einem wohl assortirten Waarenlager beziebe bestehend in kurzen Waaren, Bändern, wollenen Winterwaaren 2cn gros; so mache dieses dem handelnden Publikum hiemit bekannr zugleich auch, daß ich jetzt mein Logis in dem Hause des Hrn. Kock Weinhändler auf der Königstraße habe; ich werde mich bemü. hen, jedermann zu seiner Zufriedenheit zu bedienen, und erwarte dadurch geneigten Zuspruch. Bernhard de Wildelm Rosholl in Lippstadt. Levi Windmüller aus Warendorf empfiehlt * sich bestens mit einem nach neuestem Geschmack assortirten Waarenlager, nämlich Esgl. Hamb. Augsburger=Zitzen und Kattunen gedruckte, gemutzte#g sickte Mouslin, 7 bis 10 Viertel breite R=sseltücher, alle Farben Taft, halbseidene Stoffen, Haubenzeuge mit u. ohne Gold, Manchester grün, blau schwarz, stamirt, seidene Schaaltücher, mousline und kattunene dito, Kemlot, Hosenzeuge Franze und Buchleinen, Taschentücher, Bettparchen, Drill, in allerbilligsten Preisen. Logirt bey Madam Westhus auf der Clemensstraße. (inganz neu eingerichterev zu allen Gewer* ben und auf einer gelegenen Straße belegenes geräumiges Wohnhaus und Stallung gut für eine Herrschaft, die Equipage hält dann auch besenders gut zu einem Gasthofe, steht zu verheuren, allenfalls auch gleich die sen anstehenden Send zu beziehen.[Das Intellig. Komt. giedt Nachricht. Qaniel Rees Lackierfabrikant aus preußis. Minden wird hiesigen Send mit einem wohl versehenen, von Blich, Zinn u. Papiermaschee bestehenden lackirten Wearenlager beziehen, als Präsentirteller, Kaffeeservice, Frucht= und Arbeitskörbe, Spucknäpfe, Leuchter verschiedener Art nach neuestem Model, Theemaschinen, Rauch- und Schnupftabacks. dosen von Blech= und Papiermaschee, Pfeifensäcke 2c. Er empfiehlt sich mit diesen Waa. ren dem geehrten Publiko, besonders auch denjenigen, die Geschäfte mit ihm machen wollen, in kleinen und größern Quantitäten; er verspricht bey guter Arbeit billige Preise, auch können von ihm schon abgenutzte Sachen aufs beste wieder lackirt werden. Er steht aus auf dem Domplatze. Bey Anton Heinrich Deno sind folgende Sorten Käse zu haben: bester portugiesischer kauscher Judenkäst, Ladensche Nagelund Kaminkäse, bester Tafelkäse, zwey Sorten Eidammerkäse, grober Kanterkäse, auch frisch geräucherter Saim, Laberdan, Emder große Heringe gut von Gechmack. Herz Win dmüller aus Warendorf empfiehlt sich bestens dem geehrtn Publiko mit einem nach neuestem Geschmack assortirten Bijouterie- und Galanterie Waarenlager, nam. lich goldenen und silbernen Uhren, goldenen Tabatieren, brillantenen Ringen, goldenen Herren und Dameskeiten, Busenketten, Medaillons, goldenen Ankern, marmornen und hölzernen Pendulen, einem vollständigen Afsort ment platirter Waaren, Charouillen, Reise und Geldkasten, allen Sorten Herren= und Dames. Sättel, Stangen, Steigbügel, einem Assortiment französis. Poccelain Tissen, fertigen Damespelzen, Muffen in sihr verschiedenes Preisen, nebst sehr vielen neuen Waaren zu den allerbilligsten Preisen; kauft auch Juweelen, Perlen sowohl gegen baares Geld als auch im Tausch gegen moderne Waren. Logirebey Hru. Albinger im Kaffeehause. Unterzeichneter hat sich entschlossen, diesen ** Send zu beziehen mit allerhand Eisen= u. Stahlwaaren: 1) mit meinen selbst machenden Kuffeemühlen, allen Sorten Sägeblätker, 2) allen Sorten Feilen und Raspen, sodann Schuhmacher= Raspen und Messer, 3) von allen Sorten Beiteln und Schaben; 4) eisernen Fitschen ,kupfernen u. eisernen Frietund Nagelbohrs, Schlössern ,klein n u. großen Wagenbalken, s) Holzschrauben und Kuchenpfannen, u. s. w. Ich werde zum ersten mal den rôten dieses auf dem Markte erscheinen, und jeden mie sauberer und probmäßiger Waare imk billigen Preise bedienen, hoffe daher geneigten Zuspruch. Remscheid den 2. Ock. 99. Pet. Arn. Lenharts. Galomon Gerischer seel. Söhne von Schön— heyda in Sachsen empfehlen sich in weißen und schwarzen Spitzen und Kanten, in allen Sorten glatten, und facon seiden Bän. der Kammertuch glatt und gemustert, glatten, gestreiften, brodirten Mousselinen zu Damestücher, und Kleider, Chapeaux Tücher mit Kanten 2c. Logiren bevorstehenden Send auf der Neubrückerstraße in dem Hause des Hrn. Kersten gegen die Minoriten, und bitten sowohl hiesige als auswärtige Freunde um die Ehre ihres geneigten Zuspruchs. Münster den 8. Octob. 99. Brodtaxe. Ein Müter=Wegge 2 Loth. Ein Müter Rogge 3 Loth. Ein Schillingsbrod 14 Pf. Todten=Anzeige. Dem Herrscher über Leben und Tod hat es gefallen, meine vielgeliebte Mutter, Anna Margaretha Lottea, Wittwe weyland des Wirthschafters Dresman, dahier an einem achttägigen Sallen- und Brusifieber im 53. Jahre ihres Alters, mit den heiligen Sterbesakramenten zeitig versehen, am zosten vorigen Monats Septemb. Nachmittags 3 Uhr zu sich in die Ewigkeit abzufodern. Diesen mir und den Meinigen sehr empfindlichen Todesfall mache ich hiemit meinen Verwandten und Freunden bekannt, befehle derselben Seeleihrem Gebethe, und verbitte mir alle Bevleidsbezeugungen. Haselünne den2 Oct. 99. Rudolph Dresmann. Vermischte Neuigkeiten. Italiänische Gränze, vom 17. Sept. Die neuesten Nachrichten aus Italien lauten nicht allzu günstig. Die neue Alpen=Armee agirt setzt in Vereinigung mit dem Reste der italtänischen Armee unter Moreau, die ihre Stellung im Genuestschen wieder eingenom. men hat. Man sagt daher, Suwarow werde erst noch, eheer nach der Schweiz abgehe, den Franzosen eine Schlacht liefern, um die Eroberung des obern Italiens zu sichern. Indessen spricht man von einem Siege des Generals Krays bey Rocca di Grimaldi, in welchem 8000 Franzosen zu Gefangenen gemacht wor. den. Wien, vom 28. Sept. Das künftige Konklave zur Wahl eines Pabstes soll zu Venedig unter dim Vorsitze des k. k. Ministers, Grafen von Metternich Excellenz, als kaiserl. Kommissarius gehalten werden. Bregenz, vom 27. Sept. Am 2sten dieses Morgens wurde dem General Hotze gemeldet, daß die Franzesen die Linth passirt hätten; G. Hotze, der keinen Angriff besorgte und wahrscheinlich die Gefahr nicht für so groß hielt, ale sie war, setzte sich mit einigen Husaren zu Pferde, und ritt in Gesellschaft des Obristen Plounquet und einiger Adjutanten Morgens um 6 Uhr an die Vorposten, um zu rekognosciren. Plötzlich ader saben sie sich vom Feinde umringt, der aus kleinen Gewehren Feuer gab. Der dabey gewesene Korporat, dem es glückte, sich durchzuhauen sagte aus, er habe Gen Hotze vom Pferde sinken gesehen, und er sey des andern Tages todt in einem Graben gefunden worden; der Obrisi Plouncquet und ein Obristl. der Gränthusaren seyen ebenfalls geblieben. Der Feind griff hierauf mit Nachdruck an eroberte die Brücke bey Grünau, und setzte sich daselbst fest. Um 9 Uhr kamen 3 Bataillonen Russen, unter Kommando des Prinzen von Würtemberg zu Hülfe; dieser ließ die Brücke von Grünau bey Ujnech stürmen; die Russen befolgten diesen Befehl,und eroberten die Bräcke wieder, ohns einen Schuß zuthun. Akein der Feind griff mit frischen Truppen verstärkt wieder an, und zwang durch heftiges Kartätschenfeuer die Rassen, den eroberten Posten wieder zu verlassen; wobey sie ohne die Gemeinen 1 Obristen 1 Obristl. und 12 Offiziere todt zurückliessen, auch wurde ein russ. Generalblesstrt. Sollte von Zürch kein Sukkurs kommen, so dürfte die Kolonne des Gen. Hotze sich bis an den Rhein zurückziehen müssen. Mittags. Der unglückliche Tod des Gen. Hotze scheint wirklich einen gänzlichen Rückzug seiner Kolonne zur Folge gehabe zu haden. So eden ist der F. M. von Grueber mir seiner ganzen Kanzley und der Kriegskasse hier eingetroffen. Der Landesausschußim Vorarlbergischen ist aufgeboten, und wird unverzüg. lich ausmarschiren. Abends um 6 Uhr. Auch die Russen sind bey Zürch geschlagen und zum Rückzuge gezwungenworden. Zürch befindet sich wieder in den Händen der Franzosen. Heute Mittag war das Hauptquartier unserer Truppen in St. Gallen; die Truppen standen eine halbe Stunde vorwärts. Da sie zu schwach sind, so besorgt man, sie möchtes gezwungen werden, sich über den Rhein zurückzuzietzen. Maynz, vom 26. Sept. Der aus Kölln hier angekommene General Dufour hat das Kommando in hiesiger Festung ebenfalls abgelehnt; von 8 Generalen) denen es angetragen worden war, will es keiner übernehmen. Tübingen, vom r. Ockob. Heute kam aus dem Hauptquartier des Prinzen Conde aus Stockach die Nachricht hieher, daß F. M. Suwaron mit seinem Korps zu Feldkirch angekommen sey; sich mit dem F. M. k. Petrasch, der nun das Hotesche Korps kemmandirt, vereinigt, die Frauzosen angegriffen, geschlagen, über 2c00 Gefangene gemacht, und sich hierauf in Marsch gesetzt babe, um in die Schweit einzudringen: Mit dieser Nachricht hat man auch zugleich erfahren, daß die Franzosen bis Konstanz vorgedrungen waren; sich aber schon wieder zum Rückzug von da anschickten. Das Treffen, in welchem Suowarow die eben angegebenen Vortheile erhalten haben soll, scheint am 39. Sept. vorgefallen zu sehn. Beylage zum Münsterischen Intelligenzblatt Rro. 82. 1799. Auf einer gelegenen Straße stehen 4 Zimmer * mit oder ohne Meublen zu vermieten. Das Intellig Komt. giebt Nachr. Esist ein großer greißtolligter Hühnerhund * mit braunen Flecken verloren gegangen; er sieht aus als wenn er geräuchert wäre, die Ruthe ist nicht gar lang und schlicht. Wer selben wiederbringt, oder dessen Aufenthalt anzeigt dem wird ein Trinkgeld gereicht werden, und kann sich am Hofedes Herrn Generals von Blücher melden. s sieht ein Zimmer auf der Salzstraße Rro. 54 mit Meublen zu vermieten, und kann sofort bezogen werden. Das Int. Komt. 2c. AAm 26sten v. M. Sept. ist in der Gegend von ** Altenberge ein alter Hühnerhund, der durchgehends weiß mit schwarz gesprenkelt ist, einen braunen Kopf und zwey große braune Flecken aufm Rücken hat„verloren worden; demjenigen; der ihn am Intellig. Komt. anzeigen oder zurückbringen sollte, wird ein gutes Trinkgeld versprochen. Landeslotterie- Sachen. Qie Ziehung der zten Klasse hiesiger össten Lotterie wird am Montag den r#ten dieses Monats October Morgens um halb zehn Uhr gewöhnlicher massen geschehen, und die gedruckte Ziehungsliste am Mittwochen den 16ten October Morgens gegen 9 Uhr ausge. theilt werden. Konzert= Anzeige. ulon, der blinde Flötenspieler, erinnert sich D mit dem gefühlvollesten Danke des aus. gezeichneten Bevfalls, mit welchem sein vor drev Jahren allhier gegebenes Konzert beehrt wurde ,um selbigen zu erneuern; wird er am Mittwoch denhten dieses im hiesigen Komedienhause noch ein Konzert geben. Heyraths= ATzeige. Wir geben uns die Ehre, unsern Verwandten u. Freunden unsere am Zosten v. M. zu Stadtlohn vollzogene ehrliche Verbindung ergebenst bekannt zu machen und uns ihrer fortdauernden Freundschaft schönstens zu em. pfehlen. Lingen den 5. Octob. 1799. Henrich Wilhelm Frye. Lisette Frye, gebohrne Ebbing. Todten= Anzeige. Am ersten Herbstmonats Aends 7 Uhr ge* fiel es dem Allmächtigen, meinen innigst geliebten Gakten, Franz Anton Rorer, hiesigen Oberamts Directoren, von meiner Seite in die Ewigkeit abzufodern. Erstarb, durch Empfängung aller heil. Sterbesakramenten vorbereitet, bey voller Seistes Gegenwart mit christlicher Ergebung seines Willens in den Göttlichen, unter dem Beystande eines Priesters, am Brustwasser im sisten Jahre seines Alters, und im ipten unserer vergnügtesten Eße. Diesen für mich allzu frühen und äußerst empfindlichen Verlust mache ich hiemit unsern beyderseitigen Freunden und Verwandten unter Verbittung aller Beyleidsbezeugungen bekannt, empfehle die Seele des Verklärten dem frommen Andenken, und mich zur fernern Freundschaft. Gemen den 26. Sept. 1799. Karolina Rerer, geb. Bergvaff. Bermischte Reuigkeiten. Inspruck, vom 16. Sept. Gleich nach der Uebergabe von Tortona am roten dieses ist Feldmarschall Suwarow mit 15000 Russen und geoo Oesterreicher aufgebrochen), und gegen die Schwei marschirt am i7ten dieses wirdr schon in Bellinzona eintreffen. Massena wird sich nun zurückzie. hen müssen, um von diesem starken Körps, welches über den Gotthardsberg marschire# nicht in Rücken genommen zu werden. Augsburg, vom 18. Sept. Heuke sind bev 40 Wagen mit Kranken und Verwundeten hier angekömmen. Es ist der General von Barthels, welcher die 2400 von Donauwörth aufgebrochenen pfalzbaprischen Teuppen nach der Sweiz zur FKischen Armeeiführt. Nach Berichten aus Stuttgardt führt der Erzherzog Karl mehr als. 1o# Pontons bey sich, welcher Umstand einen nahen Uebergang über den Rhein vermuthen läst. Gestern in das schöne russischkaiserl. Husarenregiment Bauer in Parade unter Anführung seines Generals hier durch passirt. Nach Berichten aus Zürch hat der Pfarrer Lavater bey dem Erzherzog Karl eine zweystündige Audienz gehabt. Lavater vergoß Thränen, als er von der Audienz zurückkam. Zürch,, vom 25. Septemb. Morgens 10 Uhr. Die gahze k. k. und russische Linie ist heute im Gefechte. Fast die ganze Nacht marschirten Truppen durch Zärch. Früh um 5 Uhr hörte man den Kanonendonner von den untern Gegenden der Limat, der sich nach und nach auch Zürch näherte. Um haib 8 Uhr machten die Franzosen einen heftigen Aufall auf die russische Stellung bey Wollishofen, das Feuer war stärker, als man es je in einem von den vorigen Gefechten gehört hatte insbesondere zeichnete sich das russische Pelotonfeuer durch seine Regelmäßigkeit u. Geschwindigkeit aus. Die Franzosen waren bis Wollishoven vorgedrungen, nach und nach aber wichen sie zurück, und in diesem Augenblick ist das Gefecht schon wieder in der Gegend von Leimbach. Höchst wahrscheinlich geschahen indeß die entscheidenden Schlägze in der Gegend von Dietikon und Baden, wo die Russen schon des Morgens 4 Uhr auf einigen geschlagenen Brücken die Limat passirt haben sollen. Andere behaupten zwar, die Franzosen, welche von dem vorhaben Angriffe Nachricht gehabt, seyn auch dort den Russen zuvorgekommen; aber jetzt sollen sie im Retiriren seyn, und die Russen ihnen bitzig in ihre Verschanzungen nachdrängen. Die Zahl der von Wollishofen zu Zürch eingebrachten Verwundeten ist sehr beträchtlich, so daß die eigentlich dazu bestimmten Krankenwagen nicht zureichen, sondern viele zu Fuß geführt, oder getragen werden müssen. (Nach Berichten vom Bodensee vom 26. wußte man den Ausgang der Schlacht noch nicht; sie schien sich unter abwechselndem Erfolge bis zum absten verlängert zu haben.) Amsterdam, vom 27. Sept. Die biesigen Einwohner müssen sich auf 14 Tage mit Lebensmitteln versehen. Hier gehen allerley Gerüchte, die jede Parthey nach ihrem Geschmack macht.. So sagt man z. B. daß Alkmaar bombardirt und dann übergeben worden sey; daß das franz. Hauptquartier hieher komme, und für den General Brüne im Hoppeschen Hause Logis gemacht werde;(letzteres ist wahr) daß man von der Stadtherberge, dem Zoshaus gezenüber, eine Brücke nach Nordholland schlagen wolle 2c. Wir fürchten uns bier täglich und stündlich vor den englischen Bomben, denn die Engländer sind schon zu Marken, 3 Stunden von hier, und haben die meisten Inseln der SüderSee schon besetzt. Täglich sieht man Flüchtlinge von daher ankommen. Indessen muß man auch gestehen, daß die Franzosen jeden Fuß Landes aufs hartnäckigste vertheidigen. Mannheim, vom 29. Sept. Mit Ausnahme eines hier und in der Gegend zurückbleibenden Truppenkorps unter den Befehlen des Hrn. Generalmajors Fürsten von Schwarzenberg, ist die ganze k. k. Armee auf dem Marsche gegen Kehl. Das Hauptquartier Sr. k. H. des Erzberzogs Karl gehe heute noch bis Bruchsal. Die hiesige Besatzung besteht gegenwärtig aus Gränztruppen, nachdem vorher das Regiment Karl Schröder und nach dessen Ausmarsch am verflossenen Freytag das Regiment Erzherzog Karl hier gelegen hatten. Emmerich, vom 2. Octob. So eben kömmt die Nachricht hier an, daß 12000 Mann Engländer in Friesland gelausind. Münster, vom 7. Octob. Briefe vom 4ten dieses aus Amsterdam bringen die Nachricht mu, daß man dort den Tag vorher eine fürchterliche Kanonade gehört habe. Es sind viele Blessiit= und Gefangene in Amsterdam eingebracht worden. Da man von dem Erfolg der Bataille nichts bekannt gemacht har so wir d in Amsterdam geglaubr daß sie zum Nachtheil der Holländer u. Franzosen ausgefallen sey, welche von den Engländern mit einer großen Macht angegriffen worden sind.