Imo 1799 Münste Intelli Mit Kuhrfürstl. gnädigstem Privilegio. Freytag; den rz. Septemb. 2% I. Citationes edistales. besondern Befehl. Sr. Hochwürden derrn Officialen, des geistlichen Hofgerichts ordentlichen Richters, werden alle und jiede ,welche an dem Köttern Johan Henrich Brücks Kirspels Schöpröngen und denen Haab und Gürtern einigen Anspruch und Ferderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit ein für allemal öffentlich verablader, um innerhald sechs Wochen nach erster Bekanntmachung diests, als hierzu angesetzten veremptorischen Frist ihre an gesagtem Brücks und dessen Peculium habende oder zu haben vermeinende Ansprüche und Fordernngen bey biesigem geistlichen Hof= und Offleialgtagrich: te durch genugsam bevollmächtigte Anwälde unter Strafe ewigen Stillschweigens vorzustellen und gehörig zu rechtfertigen. Zugleich werden sämmtliche gesagte Gläubiger verablader, um am A8sten nächstkünftigen Monats October Morgens 9 Uhr vor Sr. Hochwürden Hrn. Officialen in dessen Wohnhofe entweder in Person oder durch genugsam biezu besonders Bevollmächtigte zu erscheinen, die zu eröffnende Vergleichsvorschläge zu vernehmen und sich darüber in iplo termino bestimmt zu erklären mit der Verwarnung, daß die alsdann nicht Erscheinende oder sich bestimmt nicht Erklärende dem Befinden nach sofert pro Confentientibus u. die Vergleichs. vorschläge für angenommen gehalten werden sollen, wernach ste sich zu achten. Signatum Münster den 2. Septemb. 1790. De spec. Mandato R. D. Officialis Crufe, caufse A8. Auf Befehl des Herrn Gografen zum Harkotten Dokt. Suilleaume werden alle und jede mit Ausschluß des Christopher Zurbrüggen und Otto Schmitz zu Harszwinkel, so an dem vom Schreiner Caspar Busche in Harse. winkel an den Berad Damman im Kirspel verkauften, zwischen Leven und Strotmanns zu Harsewinkel belegegen Hause einigen Anspruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit edictaliter& peremptorie ben Strafe ewigen Stillschweigens verabladetzum ihre an obgemeldtes Haus etwa hahende Ansprüche und Foderungen in Zeit von 30 Tagen a dato der ersten Bekanntmachung dieses ben hiesigem eogerichts. Protokoll gehörig zu pro un ee eien ebr denre nung, daß nach Umkauf solcher Frist denen nicht Erschienenen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll. Gegeben Warendorf den z. August 1799. Ad Mandat. D. Gogravi #####c Hölfcher, Act. Aus Befehl des Herrn Gografen zum Harkotten Dokt. Guilleaume werden hiemit alle und jede Creditoren, so an dem von der Wittib Absman in Hais winkel an der Jungfer. Maria Anna Rumpsel daselbst verkauften, binnen Harsewinkel belegenen Wohnhause nebst Hinterhäuschen) Garten und Begräbnißstätte einigen Anspruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit bey Straf ewign Stillschweigens verabladet um in Zeit von 30 Tagen= dato der ersten Bekanntmachung dieses ihre an besagtem Grundstück etwan habende Forderungen samt durüber sprechenden Beweisthümern bey diesem Gogerichts Protokoll ein= und vorzubringen mit der Verwarnung, daß sie ansonst damit abgewiesen, und ihnen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll. Geben Warendorf den 2. Sipt. 1799. Ad Decretum D.Gogravii J. Höllcher, Akt. II. Vermischte Rachrichten. Am Montag den raten October 1. J. Morgens 9 Uhr sollen in dem zum hechadlichen Hause Geist gehörigen lütken Holze naße bey besagtem Häuse im K. Oelde gelegen, hundert und dem Befinden nech m hrere hohe Eichenstämme, mehrentheils zum Schiff= und andeim Bau noch tauglich mein#i#tend verkauft werden. Die Bediugnisse sind vorder bey mir aufm Hause Geist, quc zu Münster beym Heern Licentigten Deiters einzusehen. Haus Seisi den z. Sept. 1799. Greveser, Rentmeister. Angefolg vom Hochfürstl. geistl. Hofgerichte O erlasstnen Rescripti mandsti ad eestimandum& distrahendum soll ia Sachen discuffionis Franz Greving sel. zu Dalmen die dahier belegene Greviagsche Prinespal Behausung mit=Gehöfde, welche auf 425 Nir. ästimirt, am Freytag den eysten Cept. Morgens 10 Uhr Hahter ausm Ratphause dem Meisidie. tenden gerichtlich verkauft werden. Signat. Dulmen den aten Septemb. 1799. Weddige, ACt. Oemnach ich mich von meinem Manne Vernard Henrich Barenbrügge vom Tisch und Bette geschieden, so wird es jedem von selost einleuchten, daß die Gemeinschaft der Güter aufhöre, und ich für meines Mannes Schulden nicht mehr haften könne. Münster den loten Sept. 1799. Elisabeth Dornseife. Das im Münsterischen Intelligenzblatt Nr. 7jum Verkauf ausgebotene Büchergestell ist niche bey mie zu verkaufen, sondern bey einem emigrirtin Franzosen;, welcher in meinem Haufe logirt, sich zu Zeiten Reithalter, zu Zeiten auch Defieffor nennt, und sich ohne meine Erlaubniß erbreistet hat; sich meines Ramens zu bedienen, weiches ich um Irrung zu vermeiden, hiemit anzeige. Elaeßen. Vier Gärten außer Servatii Thor in der sogenannten Officials= Stegge, welche an der Wolberkschen Stegge liegen, sollen am Samstag den rgten September Nachmittags um 3 Uhr unter alsdann vorzulesenden Bedingungen dem Meistbierenden auf den Gärten verkauft werden. Den ersten hat Schneideramtsverwandter Neuhaus in Heuer, hält nach Münster Gerstenmaaßr Scheffel! Bech. den aten die Wittwe Bäumer zu Scheffel 3 Becher, den zten der Steinhauergesell Schneiler zu 1 Scheffel 14 Becher, und den 4ten der Bäckerämtsverwandter Wiedeman zu: Sch. 14 Bcher. Diejenige, welche an dem abgelebten Herrn Homdachant von Droste zu Hülshof noch zu fodern haben, werden ersucht, die Rechnungen binnen acht Tagen mir in der Domdechaney einzuschicken. Münster den ar. Septemb. Henke. Quf gnädigsten Befehl wird künftigen Montag den 16ten Sept. die Ab abgelassen. Es dient denjenigen zur Nachricht welche am Apfluß innerhalb der Stadt etwas zu bauen haben. A: F. J. Möllmann. Dächstkünftigen Dienstag den ry#en dieses Nachmittags 2 Uhr soll der naße bey der Osthues Heide im Kichsptel Hilrrup belegene große und kleine Herzkomp, sodann der dabey gelegene Langekamp, und der an der Lodden Heibenaße bey Loddenbörger belegene Haberkamp auf sichere Jahren unter den in actu bekannt zu machenden Bedingnissen meistbierend verheuret werden. Die zu solcher Unheurung Lusthabende wollen sich um bestimmte Zeit am adlichen Hause Maser einfinden. B. Lohkampff. Wittwoch den 18ten dieses Morgens9 und Nack mittags 3 Uhr werden in dem Hause Nro.401 auf dem alten Steinweg allerhand Hausgerath, als Beltstätten, Tische, Schränke, Stühle, Spiegel, Oefen 2c. meistbietend verkauft werden. Am Montag den rôten Sept. l. J. Morgens 9 Uhr soll auf dem hochadlichen Hause Cöerde bey Kinderhaus eine Quantität Gras aufni Stamm öffentlich meistbierend verkauft werden. Kauflustige werden dazu eingeladen. Friedr. van Echten, Conductor aufm Hause Cöerde. Am Dienstag den r##en laufenden Monats Ee sollen in der Hovesaat Wiktingbegge ohnweit Münster einige Stücke Flachs den Meistbietenden gegen sofoll zu verfügender baarer Zahlung verkauft werden. Kauflustige belleben sich des Morgens 9 Uhr aufm Hause Willinghegge einzufinden. Becker, Medailleur, empfiehlt sich einem kunstliebenden Publikum in Gravirung von Medaillen, Portraits in Pertschaften, Siegel, Wappen, Namenszügen und dergleichen, auf antike Art mit Figuren und Sinnbildern im neuesten Geschmack verziert. Er logirt bey dem Kaufmann Herrn Anton Platt. voet auf dem Spiekerhof. Am vorigen Montag itt unter dem Wege von ** Nobiskrug bis Münster ein goldenes viereckiges Kreuz verloren worden; der redliche Finder wird gebethen, solches gegen billiges Trinkgeld am Intell. Komt. obrückzugeben. Aicht Stäck sein holländisch Leinwand sind ** bey mir zu verschiedenen Preisen zu verkaufen. Joseph Gabler. in Beutelchen mit etwas Geld ist gefunden * worden; wer selbes verloren, kann es am Intellig. Komt. obrück erhalten. E in Zimmer mit Meublen auf Ludger Strade steht zu vermieten. Das Intell. Komt. gletzt Nachricht. Bey Anton Heinr. Deno ist zu haben frischer geräucherter Salm, sodann bester Tafetund Kanterkäse. Am yten Septemb. hat sich ein Mepshund * zwischen Herbern und Münster in der Gegend bey Rinkerodde verlaufen; er ist gelblich von Farbe, hat abgeschnittene Ohren und eine schwarze Schnauze, er ruft sich Sarastro, ist von ziemlicher Größe und Dicke. Wem obbezeichueter Hund zugelausen, wolle mir Untergeschriebenen gegen gutes Trinkgeld Nachricht davon ertheilen. A. Romberg. Todten= Anzeigen. Am 6ten dieses starb allhier an den Folgen eines bis zum dritten mal wiederholten Schlagflusses im 7Zsten Jahre seines Alkers, mein innigst geliebtester Herr Vater, Friedrich Wilhelm Freyherr von Plettenberg Engsfeld. Seldiger war bey Sr. Kuhrfürstl. Durchl. zu Kölln Kammerherr und Obristwachtmeister unter hiesiger Münsterischer Infanterie. Ich mache diesen mir äußerst schmerzhaften Tedesfall hiedurch meinen Freunden und Verwandten bekannt, und verbitte alle Beyleidsbezeugungen. Haus Ichterloe den to. Sept. 1799: Mar. Theres. Marquisinn v. Merle, geb. Freyinn v. Plettenberg= Engsfeid in meinem und meiner abwesenden Geschwister Namen. Es hat dem Allmächtigen gefallen, meinen * iunigst geliebten Gemahl, Theodor Wilh. Thier, kaiserl. Reichsposimeister, im zusien Jahre seiner Alters, nach einer vierwöchent. lichen Krankheit den zisten August zu sich abzurufen. Ich habe die Ehre, diesen mir äusser empfindlichen Verlust unsern beyderseitigen Anverwandten und Freunden unter Verbittung aller Beyleidsdezeugungen bekannt zu machen, und die Seele des Versiorbenen ihrem kristlichen Andenken zu empfehlen. Dülmen den 6. Sept. 1799 B. verwittidte Thier, geb. Wernekink. Vermischte Neuigkeiten. Brüssel, vem 28. August. Aus dem Innern ist ein Korps von 10000 Mann auf dem Marsche nach der batavischen Republik; die an der Maaß stehenden Truppen Die man datzin bestimmt geglaubt hatte, sollen eine andere Bestimmung erhalten ha. ben. Außerdem wird der Cordon an der Küste immer mehr verstärkt, und in den Stand gesetzt auf das erste Signal zu fechten. Der General Tiky, der nach der Inspection der Küsten hieher zurückgekommen war ist schon wieder nach Ostende abgereiset weil man sehr bald die Wiedererscheinung der sezt nicht mehr sichtbaren englis. Schiffen erwartet. Wien, vom 28. August. Da der König von Neapel nach Palermo wieder zurückgekehrt ist, so ist der Cardinal Ruffo zum Vicekönig und Generalissimus aller neapolitanischen Truppen ernannt worden. Den im Neapolitanischen gelandeten Truppen wird das größre Lod ertheilt. Nach Berichten aus Constantinopel, war auf den Inseln Rhodus und Cppern ein Verschwörung wahrgenommen worden, ste wurdeaber bald erstickt. Eine Abtheilung der Armee des Gen. Buonaparke ist zwar nach Suez gekommen, aber im mißlichen Zustande. Schafhausen, vomr Sept. Freytag früh sind hier ro Regimenter k. k. Infanterie, 6 Bataillons Grenadiers, und 7 Regimenter Kavallerie, nebst einer großen Meuge Artillerie durch unsere Stadt aus der Schweiz nach Schwaben passirt. Vorgestern Morgens um 9 Uhr kam der Erzberzog selbst, und gestern sein ganzes Hauptquartier, das nun nach St. Blasten auf den Schwarz= wrald geht hier durch. Seine Armeeziehr sich nun ius Breisgau, da sie von den Russen dey Zürch abgelöst worden ist. Die ganzerussische Infanterie ist nun hier durch, heute oder morgen wird die Kavallerie u. Artillerie vollends erwartet: schon sieht man mehrere derselben in unserer Stadt. Am Donnerstag lösten die Russen die Kaiserlichen auf den Vorposten von Zürch ab; kaum waren sie eine halbe Stunde da, so gienger sie auf die franz. Vorposten los, boben mehrere derselben auf und drückten sie bis an den Fluß des Uekliberg zurück; seitdem sind ste schon wieder einige male hinter einander gewesen, welches man durch das Kanoniren bemerkt. Man erwartet nun auch aus Italien den r. k. Seneral Kray. Heidelbers, vom 2. Sept. Das französis. Korps unter den Befehlen des Generals Beraguay d'Hilliers, das von Frankfun durch die Bergstraße zog, istcheute hier durchmarschtet. Der Zug dauerte mit vielen Unterdrechungen von 10 Uhr Morgens bis 3 Uhr Nachmittags, und bestand aus Infanterte, Kavallerie, leichter Artillesie u. Sappeurs Sämtliche Truppen marschirten nicht, wie es gestern geheissen hatte, den Necker aufwärts, sondern zum Mannheimer Thore hinaus. Die neulich aus den obern Rickergegenden zurückgekommenen Truppen stehen noch eine Viertelstunde von hier im Felde. Auf dem Zugt der franz. Truppen durch die Bergstraße trafen dieselbe manchen Ort ganz menschenteer an, und auch den Nicker weiter hinauf sind in manchen Ortschaften, unter andern in Hirschhorn, die meisten Einwohner ausgewandert. Stuttgardt, vom z. Sept. Heute Nachmittags ist ein Theil des k. k. Uhlanenregiments Odonell von Tübingen herab hier durchpassirt. Zu Hechingen waren am zr. Augun 1400 Mann k. k Truppen eingetreffen welche in einem Tage auf Wagen von Donaueschingen nach Hechingen waren gebracht worden, um den isten Sept. schleunig nach Ulm zu marschiren, und die dortige Besatzung zu verstärken. Bremen, vom 4. Sept. Folgende Nachricht ist hier bey Gelegenheit einer nach England bestimmten Estaffette ein. gegangen: „Der Herr Erbprinz von Oranien hat heut von dem englischen Acmiral Miechel die offizulle Nächricht erhalten, daß der größte Theil ( fast aule Linienschiffe) der batavischen Flotte, so wie alle Gallioten und Kanonierböte, sich unter Schutz des englisch Kommandeurs begeben hat. Sechstausend Engländer sind bey dem General übercrombie zur Verstärkung angekommen, so daß er jetzt über 16000 Mann regulärer Truppen hat und sehr im Sianbeist, den Batadern die Spitze zu biekea. Viele datavische Truppen sind zu den Engländern übergegangen und man zweifelte nicht, daß die übrigen ihnen folgen würden Der Eroprinz von Oranien ist bereits von von Lingen nach Holland abgegangen; auf verschiedenen Thürmen Hollands soll bereits die oranische Flagge wehen.