NrS. 57 I. Citationesedistales Qa von dem Herrn Hech= und Deutschmekster Kuh. fürstl. Durchlaucht vermittels gnädigsten Riscripts vem sosten April lauf. Jahrs in mildester Rürksicht deren wider den hohen deutschen Ordens Rittern und Kommenthuren der Balley Wesphalen, Friderich Ernst Freyherrn von Spiegel undringenden Crediteren den Konkurs förmlich zu erkennen, die nöthige Ediktal Ladung an desselben Gläubiger zu erlassen, und daraufhin nach Beobachtung der einkretenden rechtlichen Förmlichkeiten dieses Geschäft so schleunzig als mog. lich zu beendigen, gnädigst befohlen worden; so wird die Tagefahrt zu liquidiren, und Ausführung der Erstigkeit auf den 2bsten folgenden Augustmonats, und daßer 14 Tage für den ersten, 14 Tage für den zwerten, und 14 Tage für den dritten und letzten Termin hiemit zerstörlich bestimmt, und werden sämtlsche, bekannte und unbekannte Släudiger gedachten Frevherrn von Spiegel verabladet, an erregtem Tage Morgens 9 Uhr auf der im Herzogthum Westphalen gelagerten hohen Landkommende Mülheim bey der hohen deutschen Ordens=Gerichtsstelle persönlich, oder durch Bevollmächtigten geschickt zu erscheinen zihre Forderung zu liquidiren und zu deschrinigen: und darauf zu gewärtigen wie und wilchergestalten der hoh Orden die Zahlungen deren vorkommenden Schuldposten zu verfügen gemeint seye, unter der Verwarnung, daß die Gläubiger nicht ferner gehöret wirden sollen, wornach ste sich also Sampttuns onders zu achten baben. Gegeben auf der hohen Ordens=Land= Kommende Mülheim den raten Junius 1799. Auf Geheiß. H. Oberstact, des hohen deutschen „ Ordens=Gerichts AKuarius. se Jadung dreymal dem Intell. Blatt einzuAus Befehl des Hochfürstl. Münster s. Hru. Stadtsrichters werden hiemit alle und jede„welch an dem Diskuttenten Kaufsändler Zudwis Paul, dahier und dessen sämmtlichen Haab und Gütern einigen Anspruch oder Forderung haben, oder zu haben vermeinen, zum aten ial edictaliter verabladet, um sothane Anno 1799 Münste tisches genzblatt. Mit Kuhrfürstl. gnädigstem Privilegio: Ansprüche und Forderungen innerhalb gTagen nach Verkündigung dieses bey diesem: Stadtgerichte unter Strafe ewig.. Stillschweigens verzubringen und zu rechtferetgen.. Signat.. Stadtgericht Münsser den 1 n. Juli. 1799. Wattendorffl. Auf Anrufemdes Juden Abraham Benjamin: zu Essene, als Ankäufers=des Anton Hilgenbergs Hauses dahier in der Vennestraße, werden alle und jede Eceditoren, so in diesem Hause eine Hypothique haben##o#der ex alio capite daran Ansprüche machen=können obesönstige. Pretendentes hierdurch zum isten„ aten und zten mal edistaliter verablahet, um nach Verlauf 6 Wochen; wozueselben 4Tagefür deu isten,## für den Sten und 14Tage: für den zten und letzten Dermin peremptorie: angesitzt worden hre daras habende Sprüche und Forderungen in Persön oder durch eienen genugsäm bevollmächtigten: Anwald so gewiß bey hiesigen Stadtgerichte vor= u. ein zubringen, als den nicht Erscheinenden nach Verlauf der 6 Wochen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll. Geben BorkenDen hten May 1799. Ad.sp.Dtum.D.Judii Glandorff, A. Alle und jede Gläubiger, welche einigen Auespruch und Forderung an der Weittiben: Bröckman in Haltern haben, oder zu haben vermeinen werden hiedurch ein für allemal öffentlich verabladet, um binnen 6Wochen nach Virkündigung dieses beym DülmenschenGerichte ihre an besägter Wittid Bröckmann und derselben Haab und Güter habende Forderung unter Strafe ewigen Stillschweigens vor= und einzubringen= und zu rechtfertigen. Zugleich wirden sämtlicheerwähnte Bläubit ger verabladet, um auf den sosten August l.. Mörgens 1o Uhr an des Herrn Richters: Behausung in Dülmen persönlicheder durch genugsam Bevollmächtigte zu erscheinen als dann zutsehen und zu hören, daß zwischen ihnen und der Wittib Bröckman ein gütlicher: Vergleich versuchtt werden soll, miteder Virwarnung, daß die nicht Erscheinende pro Con: sentientibungehalten werden sollen. Signat. Dülmen den 28. Junii 1799, Weddige„AK. ie sämtlichem Gläubiger welche an derWittib des versiorbenen Zellers Johanni Gerd Brand zu Bevern K. Essen und derselben: Haab und Güter einige Foderung haben,oderr zu haben vermeinen, hiemit ein für dreymal äffentlich vorgeladen, sotche ihre Foderungen binnen 30 Tagen„wozu ihnen pro ultimo termino nN 23s1e Julius Morgens 15 Uhr angesetzt warden„bry. dem hiesigen Gerichte urter Sirafsewigen Stillschweigens zu proponi en und zu jusitfieiren zugleich auch sich über einige Vergleichsvorschläge vernehmen zu lasssen, unter der Verwarnung, daß die sich nichtt bestimmtiEr klärende pro Confentientibus geshalten werden sollen. Signat=Essen den 20#. Jun. 1799 AchDtum=D..Judicis Beckering„ Actt Allle und jede Gläudiger, so an den Köttern Joon Bernd Fischer Kein Ahaus, Bau erschaft=Ammel, und besselben Haab und Gütern einigen Anspruch und Foderung haben, oder zu häben vermeynen, werden hierdurch. ein für zmaledistaliter& peremptorie verabeladet, um alsdann solche Ansprüche und Forderungenin Zeit ein=s Monats beym hiesigen: Gerichte unter Strafe ewigen Stifschweigens gehörig einzubringen, und zu rechtfertigen.. Sodann werden gedachte Gläubiger hierdurch ferner peremptorie verablabet, um amaosten nächstkünftigen Monats Julius des Morgens 10 Uhr dahter im Rathhause als: gewöhnlichen Gerichteplatz persönlich zuerscheinen, zu sehen und zu hörem, daß zwieschen ihnen und gesagken Köttern Zischer, in: Betreffährer an silben habenden Forderungen: ein gütlicher Vergleich versuchet werden solle, und zwur unter der Verwarnung, daß die alsdann nicht Erscheinenbe sofort pro confentientibus geßalten werden sollen. Signat: Ahaus den 4ten Junius 1799: Ad mandatum dhi. jüdicis J•H. Waller Act. furrog: Illlt und jede Gläudiger, welche einigen Anspruch oder Loderung an den Jellern Nicolaus Heuwes zu Gellendorf Kirspels Rheine: eigenhörig am Herrn von Morrien und desselben sämtlichen Haab und Gütern haben oder: zu haben vermeinen;, wirden hierdurch ein für dreymaledictaliter verabladet, um innerhalb=61 Wochen nach geschehener Bekanntma Sung dieses ihre: am obgemeldten Convoean= zen uns desselden Daab und Gütern habende Spruchund Forderungen mit den dar auf stim: minden Justificatbriis samt richtiger Verzeichnitz deren etwa. rückständigen Zusen und sten, entweder persönlich oder durch einen dazu genugsam bevollmächtigten Anwaldtem zur gewöhnlichen Gerichtszeit bey hiesigem Rheinischen. Gogerschtt gehörig, dey Strafe wwigen Stillschweigens, zu proponirem SorVann werden oberwähnte Gläubiger hier surch: ebenfalls edictaliter verabladet, um am Montag den#a9 July1: J. des Morgens 9 Uhr anHerrn Richters Wohnbehausung zu Rheine entwider persönlich ober durch einen zur: positiven Erklärung Bevollmächtigten zu erscheinen, sodann zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und vorgedachten Convecaneen ein gütlicher Vergleich versucht werde, mit: der Verwarnung, das die also nicht Erschei: nende pro cönfentientibus gehalten und deuen=nicht erschienenen Gläubigern einewi. des Stißschweigen eingebunden werden soll, wornach sich ein jeder sonderlich zu richten: Lign. Rheine den austen May 1799. Ad decretun dni. jüdicis. Sn S ei. Rierman Btschdr. n Commissions=Sachen Crediteren Wendt“ contra von Wendt zum Krassenstein punKoslequestrivem Hochfürstt. Münsterischen weltlichen Hofgericht geschehenen Auftrages; werden hlemit in gutsherrlichen Namen alle: und jede Creditoren, wilche an den abgestan. denen alten Ehrleuten Brrmann swve Ost= Bre= man K Diestesde. einige Ansprach und Forderung haben„össentlich citirt, um auf Dienstag den zosten dieses Nachmittags zwer Uhr: an der Behaufung des Gerhard Tommel in Diestedder zu erscheinen, wo dann mir ihnen: und dem jetzigen Zellern Bremannein neuer Vergleich wegen Abfindung ihrer Forderungen versucht werden soll. Gegeben Ahlen den: 17 Jul. 1700# De Mand: D. Judicis: Kurz, Grschbr. Auf Befehl des Herrn Gografen zum Harkbtten Dokt Guisleaume werden alle und) de Creditoren der verstorbenen Eheleuten Füchtorff hiemit ein für allemal dey Strafe ewigen Stillschweigens edi: Staliter verablader, um innerhalb zg.Tagen 2 dato der ersten Bekanntmachung dieses ihre: etwan an besagte Eheleute Rüschenschulte bende Foderungen nebst den darauf sprechenden Beweisthümern beym Pretokoll, dieses Gogerichts ein- und vorzubringen#mit der Verwarnung, daß siemach bero nicht mehr angenommen, und ihnen nach Umlauf solcher werden soll. Seben Warendorf den 5 Julit: 17#9# Ad Decret. D. Gograviii Dedit ehanen Midlcher, Grchber a die Eheleute Carl kudwig Schulze aus Burgsteinfurt als Erben des Bernd Mürman seliger zu Metelen, die ihnen aus der Nachlassenschaft desselben angefallene, nach„nangte Portinentien.: ais AAdasprincipal ese hs ece eschesethcene Hofsrund, alles auf Kniehinkampf dahie; sodann c). den sogenannten Schulzeopohl an d) ein Stück Gartenland an ere ee S sa b Stück Garteh= land am Märsch belegen; an hiesigen Brestra Herman, Schkünder verkauft, und von selben citatio etlictalisad proponendum& juRtificandun credita lub pormna perpetuifllenti und zwar umea prortribüs nachsesucht auch erhelten worden. Als werden fehl'des Hirrn Richters der kais Freyh ten Licentiaten Feid Busch, allt und jede Gläubiger, welche aus irgend einem Grundan odbenannten Forderung haben, oder zu haben btmie ein für Pregmalest ecisckalterporgele. deng um in einer peremptorischen Feist von 5# Wochen, wovon ihnen 14 Tage sür den rsten 14 Lage für den ateu, und 14 Tage für deet pe Gnigrüe ne Ansprüche und Forderung deom biosigen Gericht gehörig vorzustellen, und vermittels Darüber in Händen habenden Beweisthümern zurechtfertigen; mit der ausbrücklichen Warnung, daß ihnen ansonst ein ewiger Stillschweigen eingebunden werden soll. Signat Mitelen den 20, Junp. 1799SPcr Huesker Grschbr. I. Gerichtliche Nokificationen Am Freytag den ihten dieses Nachmittags um 2 Uhr sollen auf hiesizem Gruetsaal folgende Rheinweige, als acht Ohm Rudes beimer 17 83ger füuf Ohm Hochbeing 1783= und 4 Obm 1723ger unter alsdann bekannt gemacht werdenden Bidingungen den Meiste bietenden verkauft, und die Proben dieser Weine in actu des Verkaufs gegeben werden. Stadtgericht Mänster.“=Wzenzg# Alm Donnerstag den azsten dieses M. Julii ** Morgens 9 Uhr sollen dahier zu Haselünne aufm Rathhause, auf setzt erfolgter gnädigster Verstattung der hohen Regierung jedoch falva Ratificatione derselben, unter alsdann öffentlich vorzulesenden auch beym Protokoll des Gerichtschreibers eingesehen werden könnenden Bedingungen folgende dem Freyherrn v. Dwingelo zugehörige Pertinenzien und Prästationen meistbietend verkauft Die Wiese im Westerbrock bey Bawinkel an Schwindelers Gründen belegen, mit dabey obhandenen halben Logmatt, schaßfgeg#e doch das halbe Tagmatt der Vor und Nachweide unterworfen. 2) 6 Tagmatt Wiesegrund mit dabey belegenen Kuhlen, in der ganzen Gegend unterm Namen Junkern 6 Tagmatt bekannt, im Westerbrock belegen; schatzfrey, aber der Vor= u. achwe, Micht zu des Strakers Erbe zu Andrup, ums andere Jahr wechselweise 11 und rit Vlrup Roggen nebsta Spanndienste und Erbgewinn, bey Veränderung der Stätte zu so##is 60 Rthl. auch aß. münst. so jähr. 9 Diephaesieane Kerta. Seizsaseher, Versta, aich eshgeosguso Bergsezegs der Stätte zu so bis 60 Rthl. und u ß. münst. vom Erbe abgeholt werden muß. s) Die Pacht aus Kupers Erde zu Hulsen zu 6 Virop Roggen nebst a= Spanndiensten ckelte zu 6 Virup Roggen, 4 Hühner und 2 Spanndienste jährlich nebst Erbgewinn dey Veränderung der Stätte, auch 3 ß. münstr., so jährlich abgeholt werden müssen. 7) Die Pacht aus Bentlagen Erbe zu Herzlake jährlich zu 9 Virop geringen Haber, und Erbgewinn bey Veränderung der Stätte. 8) Der jährliche Canon von Stockman K. Herzlake zu 2 Hühner und 3 Stüb. auch Erbgewinn bey Veränd. der Stätte zu 40 bis 45 Rthl. nebst 1 ß. 6·dt münst. so vom Erbe abgeholt werden müssen. 9) Der Erbgewinnbey Veränderung der Stätte vom Zoll zu Lastrup zu 45 bis 60 Rthl. nebst rß. münst. so jährlich vom Erbe abgeholt werden muß. 10) Der Erbgewinn bey Veränderung der Stätte des Frehers zu Wachtum zu 45 bis 60 Rthl. nebst r. ß. münstr. jährl. wie oben. 11) Der Erbgewinn von Haring zu Nienlande bey Veränderung der Stätte zu 45 bis 60 Rthl. nebst 1 ß. münst. jährlich. Wobey bemerkt wird, daß sämtlichen Pachtlieferungs=Pflichtigen eine Mahlzeit bey der Ablieferung gegeben werden müsse. Kauflustige werden demnach eingeladen, sich am bestimmten Orte; Tag und Stunde einzufinden. Signat. Haselünne den 5. Jul. 17½7. De Mandato D. Judicis Bödiker Grschbr. Am Samstag den aysten Julius Rachmitt.= ** Uhr sollen auf biesigem Gruetsaal die der Wittib Peruckenmachers Beberdick zuständie ge, auf der Ritterstraße Lamberti Layschaft Nro. 16# und r65 belegene zwey Behausungen samt Zubehör(welche von geschworenen Stadts= Mauer= und Zimmermeistern auf 325 Rthir. ästimirt worden) öffentlich dem Meistbietenden unter in a#t# bekannt gemacht werdenden Bedingungen verkauft werden. Kauflustige können diese Behausungen zuvor besichtigen, und sich sodann am bestimmten Ort und Zeit einfinden. Stadtgericht MünIII. Bmischte Nachrichten hulte Stentrup K. Freckenhorst ist gesinnet, sein altes Wohnhaus den agsten Julius Nachmittags 2 Uhr an den Meistbieten: den zu verk=ufen; die zu solchem Ankauf Lust haben, können sich am 24sten dieses auf Schulten Stentrups Erbe K. Freckenhorst einfinden. (Hiebev eine Beylage.) Beylage zum Münsterischen Intelligenzblatt Nro. 5%. 1799. das von Sr. Kuhrfürstl. Durchlauchtrc. landstandisch gewilligte, am zten May 1798 gnädigst begnehmigte Anlehn von 60000 Rehlr. geschlessen ist; und die daruber ausgefertigte Obligationen auf der Pfenningkam. mer feitig liegen; so wird solches hiemit öffentlich bekannt gemacht, und alle Theilhaber des genannten Anlehns hiemit angewiesen; die vom Lanbpfenningmeister erhaltene Inkerimsscheine gegen die Originaiobligationen in der Pfenningkammer auszuwechseln, mit der Warnung, daß denen, welcheihre erhaltene Interimsscheine nicht einliefern so lange, bis sie solche beigebracht haben werden, kein= Zinsen gezahlt werden sollen. Urkund Kuhrfürstl. Seheimen Kanztey Jtslegels und der Vidimaton Mänster den 8. Julius 1795. (L. S.) Ut. von Landsberg. C. B. Münstermann. Am riten dieses Nachmittags sind dem Zelsern Dieckrups Knecht K. Telgte von s#iner Schlafsammer 80 Rthl., eine hölzerne Pfeife mit Silberbeschlag und zwey seidene Halstächer entwendet. Wer hieven dem Gerichte glaubhafte Anzeige geben kann, dem wird die edik mäßige Belehnung zugesichert. Münster den 15. Jul. 1799 Lotzkampff, Grschür. Nächst ankommenden Freytag den ihten * Julii 1. J. Morgens 9 Uhr anfänglich sollen folgende auf dem Lande stehende Kornfrüchte, in der Ordnung, als solche anten bemerket worden, auf dem Platz den Meisibietenden verkauft werden, als: r) Des Vinneköttern 3 Stück mit Roggen im Williger Esch. 2) Der Wittiben Kellermann 14 Stück mit Roggen und r Stück mit Haber im Williger Esch. 3) Des Kloster=Schäfern 1 St. mit Roggen und 4 St. mit Haber im Williger Esch. 4) Des Köttern Wietkampf 4 Stück mit Weitzen auf den Weitzenkampf und rr Stück mit Roggen auf der großen Willinghege. Die zu solchem Ankauf- Lusthabende wollen sich zu der bestimmten Zeit anfänglich im Williger Esch einfinden. Sign. Münster den 13. Julii 1799. F. F. Geisberg. Nächstkommenden Donner#gden###en *e dieses Morgens 9Uhr anfänglich werden im Hochfürstl. Thiergarten zu Wolbeck 2100 Buschen den Reistbietenden verkauft werden. Die zu solchem Ankauf Lust haben, wollen sich alsdann daselbst einfinden. Münster 1799. F. F. Geisberg. Allediejenige; welche von meinem abgelebten Herrn Oheim Bernard Joseph Wibbert, gewesenen Kaplan u. Vikarius in Saerbeck etwas zu fodern haben, oder an ihm zu zahlen schuldig sind, wollen sich innerhalb 2 Monaten mit ihrer Forderung oder Zahlung bey mir melden. Saerbeck den i1. Jul. 1799. Joseph Wibbert. Kaplan qus Execut. Diesen anstehenden Mittwochen den igten dieses Nachmittags um 2 Uhr sollen verschiedene Stücke mit Roggen auf dem zweyten hintersten Kamp rechts an der kandstraße sogenannter koesfeldischer Stegge unweit der ersten an der gemeinen Stadtswelde dahier vor Münster außer dem neuen Thor belegen den Meisibtetenden verkauft werden. Mün“ ster den 13. Jul. 1799. Wemhoff, Gograf. Am Mittwochen den ryten dieses M. Julius * Morgens 9 Uhr aufm Platze sollen außerhalb dem Mapthor dies= und senseits der Ofsenkuhle ohnweit der Frobningschen Wind. mühle im Kinderhauser Esch 7 Stück Gerste den Meistbietenden verkauft werden. Brune, Nokar. Benn jemand Lust hat, ein Kapital, welTd ches auf ein Kirspel im hiesigen Lande haftbar ist, gegen Cession an sich zu lösen, der beliebe sich dieserhalb bey Untergeschriebenen zu melden, wo er das Rähere erfahren kann. C. A. Hülseberg, Not. wohnhaft auf der Herrenstraße. Die unter den Erben des Herrn Vikarien Pastoren Olfers selig zu Lahr noch gemeinschaftliche Hövels Kämpe ohnweit Keer solken in Borgang deren in actu auf den Hövels Kämpen vorzulesenden Bedingnissen den Sten August l. J. Morgens 9 Uhr öffentlich u. mestbietend verkauft werden. Münster den 15. Jul. 1799. J Olfers Dokt. Bikar. ex Commifl. Am 2asten dieses Monats Julius und folgenden Tagen sollen auf hiesizem Waysenhause verschiedene Effecten, als ge= und ungeschnitten Leinwand, seine brabändische Spitzen, feine Mannshemder, Tischzeug, Mannskleidung mit goldenen Borden, Matratzen ein Bureau, eine eiserne Bettlade mit Behang, goldene Borden, Officierdegen, verschiedenes Sitberwerk, gold= u. silberne Sack. uhren, auch Wagenuhren 2c. öffentlich meist. bietend verkauft werden. echte insiedersssemünster anderkandstraße von Bremen nach Osnabrück ist ein adlich freyes Burgmanns Haus Nro. 184 von allen ordinaiten Lasten frey, nebst habey befindlichen Stal, um Pferde, Kühen, Wagen zu stellen, mit dem hinter dem Hause liegenden Garten zu verkaufen oder zu verheuren zum drey Wochen nach Michaeli zu bezie. hen. Zu Becht: kann man Nachricht erhalten bey dem Hrn. Kaplan Bokeren und bey dem Rathsheren Mertz, vielleicht nimmt noch ein dritter die Commission davon auf sich; zu Mänster kann man bey dem Hrü. Major von Amboten, und bey der Frau von Ellerts die Conditionen vernehmen, und davon den Grund= und Aufriß sehen (Eswird ein Kapital von ein, zwen oder drey tausend Rthle. gegen geungsame Sicherheit und Hypothegue, auch guten Zinsen anverlangt. Das Intek. Komt. giebt Nachr. Zwey Stück Land und ein Endchen, wovon die Heuerjahren verfl. ssin sind, sollen auf dem Lande gegen diesseinnen=Insel über aufs neue den agsten dieses Monats Rachmittags 2 Uhr aufm Platze meistbietend verpachtet werden. Brune, Notar. In Rheine sind zwev Häuser„frey von bürgerlichen Lasten, so unter einem Dache stehen zu vermieten, deyde mir einen kleinen Hinterhof berieden; nebst Küche und Bodenraum enthält das eine2 und das andere 7 Zimmer und Stallung für Pferde. Das Intellig. Komt. gieot Rachr. Oadie Gebrüder hiesige Schuhmacher Henrich und Franz Witte ihr älterliches, dabier in Aegidii Layschaft und Kirspel Nro. 382 in der sogenannten Blomensaat gelegene Haus mit Zubebör an mich jetzt verkauft haben; so ersuche ich hiedurch, daß diejenige, welche allenfalls an gemeidtes Haus und Zubehör erwas noch zu fordern haben möchten sich des. falls binnen 8 Tagen a dato bey mir gütigst melden wollen. Münster den 13. Jul. 17½. J. Fried. Kurtz; Grenadier unter dem hochlöbl. vakanten v. Drost. Regim. wohnhaft dey Meisier Benning aufr grünen Stegge dahier. Rey der Wittib Weinhändlerinn Rellensunterm Bogen ist frisch angekommenes Selzer Fachinger und Driburger Mineralwasser, auch eine Quantität ledige Bouteillen in billigen Preisen zu haben. (Finjunger Mensch, der schon einige Jahre * gedient het, gut deutsch und französisch spricht, mit Pferden und allerley Haus= und Gartenarbeit umzugehen weis, sucht gegen Michaeli in der Stadt als Hausknecht anzukommen. Das Intell. Komt 2c. Alm Mariä Heimsuchungstag ist dey RückEs kehr der Prozession von Telgte nach Münster ein Rosenkranz mit einem Jerusalemskreu; versehen woran ein goldener Ring besestiget gewesen, von einer Dienstmagd ohnweitTelgteverkoren worden; der redliche Finder wird freundlichst ersucht solchen gegen billige Belohnung dem Intellig. Komt. einzuliefern. Heyraths Anzeige. 1tnsern Berwandten und Freunden zeigen *“ wir hiedurch unsere am 28sten Junii mit Bewilligung beyderseitiger Eltern vollzogene eheliche Verbindung an, und empfehlen uns ihrer fernern Freundschaft. Padberg den 9. Jul. 1799 C. T. von Stockhausen, Herr zu Padberg, Darkelsh. u. Amelfen. M. W. von Stockhausen, gebohrne von Pabberg. Todten=Anzeige. Eshat dem Allerhöchsten gefallen, meinen geliebten Ehigemahl Joseph Anten von Wintgen, kuhrkölluischen Kammerheren, Heu. zu Ermlinghoff 2c. amyten dieses durch einen Stickfluß plötzlich im 48sten Jahre seines Alters aus diesem zeitlichen Leben zum ewigen ab zufodern. Diesen mir und meinen acht minverjährigen Kindern äußerst empfindlichen Todesfall mache ich meinen sämtlichen Freunden und Anverwandten unter Verbittung aller Bevleidsbezeugungen biedurch schuldigst bekaunt, und empfehle die abgeschiedene Seele ihrem andächtigen Gebethe. Münster den 13. Julius 1799. A. B. verwittibte von Wintgen, geb. Frepinn Korff gen. Schmising. Vermischte Neuigkeiten. Riga, vom 24. Jun. An dem Namensfeste Sr. Kaiserl. Hoheit, des Großfürsten Constantin Pawlowitsch,und Ihro Kaiserl. Hoheit der Großfürstinn Helena Paulowna; wa bey dem Vice=Gouverneur, Ritter von Beer, Mittagsmahl; die Feyer dieses Tages wurde durch die Sieges. Nachrichten von den Truppen unsers Durchl. Kaisers in Italien unter Anführung des Hru. Feldmarschalls Souwarow erhöhet. In dem Speisesaale befand sich an einer Pyramide das Bildniß unsers großen Monarchen, mit der Schrift: Der Wiederhersteller der WeltOrdnung. Beo dem Ramenszuge Sr. Kaiserl. Hoheit des Großfürsten Constantin, wa. ren die Worte:„Er erfüllt sicher die Hoffnungen seines Kaiserl. Vaters, wie Cart die des Kaiserl. Bruders.“ Unter dem Bilde des Herrn Feldmarschalls, Grafen Suwarow Kand: Venit—— vien:„Roch glücklicher m Italien, als einst Eäsar in Klein Asten. Pavia, vom 23. Jun Die hiesige Rezierung hat eben ein Schreiben des Gen. Gumer publiziren lassen in welchem gemeldet wird, daß F. M. Suwarow bey Beffolgung des geschlagenen Feindes9 Batalons Franzosen nehst dem Gen. Vietor zu Gefangenen gemacht habe, und daß also die Tahl der in die Häsde der Alllirten gefollnen Franzosen sich auf 1.4000 Mann belaufe. Vem asten. An, aßsten dieses griff ons der Feiad dey St. Giul###no an, wurd aber mit einem Verkuste von 20.00 Blissirten, 1000 Lodten und 300 Gefangeinin zurückzeschlagen, Piacenza, vom 28. Jun. Die franz. Armee von Reapel und Rom unter Macdonald ist so gut als aufgerieben, ihr Verlust an Todten, Verwundeten u. Gefangenen beläuft sich auf 20,600 M. und ihre versprengten Ueberreste mogen etwa 15000 M. betragen. Die Garnison auf hiesiger gestung that den Franzosen außererdenklichen Abbruch, indem sie nicht allein den einigen Ausfällen über 2200 Gesangene machte, sendern auch aus der Festung die Straßen bestrich, cuf de. nen die Franzosen marschiren mußten, Auch nahm die nämliche Garnison den Franzosen 4 Kanonen und viele Ochsen ab. Die umliegende Orte wurden vom Feinde ausgeplündert. Der franz. General Victor ist mit seiger Division ganz versprengt er selbst aber verwun. det worden.(Ein Schreiben aus Pavia vom 24. Jun. sagt, er sey mit seinem ganzen Korps vom Feldm. Suwarow eingeschlessen, und gezwungen werden, die Waffen zu strecken und sich g.fangen zu geben. Trieff, vom 28. Jun. Der russische Kommandant zu Sinigaglia, Hamen, schreibt an den Kommandanten zu Fano folgendes: Mein lieber Lenev.! Ichbitte Sie, dem Magistrate die angenehme nkeuigkeit zu melden, die ich so ehen erhalten habe: Dierussis. Armee von 15005 Mann, die aus dem Respolitanischen kömmt, befindet sich nur noch wenige Meilen von Ankona; morgen Abend ist sieentschlossen, Ankona anzugreifen: mein Admiral hat mir den Befehl ertheilt, alle hier befindliche Truppen enends einzusch ffen, u. mir ionen n. Ankona zu segein, um diesen Platz von der Seeseite anzugreifen. Uebermorgen hoffe ich Ihnen noch angenehmere Nachrichten mittheilen zu können. Pavia, vom 24 Jun. Der General Moreau hat 2 Tage nach einander Hämlich am 2t. und gesten den Gener. Beslegarde bey Alessandria angegriffen. Dieser, um sich zu verstärken, zog das Blekadekorps von der Fesiung in Alessandria an sich. worauf sich die franz. Garnison an Gen, Moreau anschloß. Trotz der hartnäckigsten Angriff: des Feindes waren dennoch diese Tage die Oesterreicher siegreich, Jedem ste die Feinde muthig zurückgeschlagen haben. Der feindliche Verlust beträgt an Todten u. Ver15 ** 7500 Mann; Gefangene wurden 4000 tingebracht; unser Verlust beitägt aber auch an Todten u. Verwundeten 2000 Mann. Morgen wird das Korps des Gen. Haddik hier durchzieben welches zu Bellegardes Verstärkung bestimmt ist. Man erwartet also mie nächstem die Nachricht, daß es dem Ven. Morequ eben so ergangen sey, wiees dem Gentral Macdonald ergangen ist.(Ob Moreau wirklich eine gänzliche Niederlage schon erlitten wie aus Novoredo vom 28 Jun. geschrieben wird, muß sich mit nächster Post entscheiden. Novi, vom 28 Jun. General Moreau hat sich in die Bochetta zurückgezogen. Das Kastell zu Alessandria wird belagert, und jenes von Tortona blokirt. Zwey englische Kouriers sind im Hauptquartier angekommen, welche die Nachricht überbrachten, daß Admiral Nelson die französische Flocte geschlagen habe, und gegenwärtig die Stadt Genua blokire. London vom 28. Jun. Am Dienstag erhielt die Regierung Depeschen von Sir Sidney Smith. Allein bisher ist ihr Inhalt noch nicht bekannt geworden. Dies giebt zu allerley Gerüchten Anlaß. Eines derselben sagt, daß Buonaparte, da er sich vor Acre nicht länger halten können, nach dem Sebürge marschirt sey, wo er eine feind. licht Arnee auf beyden Flanken habe. Ein Offizier auf dem Kriegsschiffe Tigre schreibt unterm Sten April, daß der Lion, ein Linienschiff, mit Transportschiffen ur bacooe Mann stündlich aus Konstantinopel erwartet werde, und daß man sich schmeichele, Buonaparten bald als englischen Gefangenen abzuführen. Die Rüstungen zu der geheimen Expedition sind beynahe vollendet. Auf künftige Woche, sagt man; werde sie gewiß in See gehen. Sir Abercromdie erhält das Oberkommando derselben. Mehrere Generäle stehen unter ihm und man erwartet ständlich aus Irland die Generalmajore Knox, Hugent und Moore. Das Lager zu Monkstown in Irland wird auch unverzüglich auseinander gehen weil die meisten Truppen desselben zur geheimen Expedition gebraucht und bereits eingeschifft werden. Das Londner Brenadierdataillon der Leibgarde erhielt gestern Befehl; sich zum Marsche nach Southampkon fertig zu halten. Wesel vom izten Juli. Soeben erhaltene Nachrichten aus Brüssel vom 8. dieses melden, daß die zu einer kandungsexpeditien bestimmte engl. Eskadre bereits ausgelaufen ist, denn man hat an den Küsten, besonders in der Gegend von Ostende, schon über 250 Transportschiffe mit Truppen gezählt. Natürlicherweise ist jetze überall Allarm; denn man weiß noch nicht, ob es Belgien oder der batavischen Republik gelren sonl. Man hat indessen die franz. Garnisonen an der Küste verstärkt, und besonders die Schleussen Schlickens, die die Engländer schon einmal sehr beschädigten, durch eine Halbbrigade gedeckt. Auch aus Holland kommen immerwährendTruppen, woburch aber Holland sich meistens selbst überlaffen bleibt Briefe aus Papia melden, daß Moreau mit großem Verlust geschkagen sey. Auch schreibt man wjederholt, daß die französische Flotte eine Schlappe bekommen hätte, worüber man aber Bestätigung abwarten muß. Mänster vom 15. Jul. Gestern Nachmittags sind des englischen Prinzen Adolphs, Königl. Hoheit, welche vorigen Donuerstag den 11. dieses dahier anlangten, von hier wieder abgereiset. Die hiesige hohe Roblesse hat sich alle he gegeben, um Hochdenselben Dero kurzen Aufenthalt dahier auf alle mögliche Art angenehm zu machen: Der hiesige Königl. Preußische Generalmazor und Commendant des Demareations=Cordons, Freyherr von Blücher, gaben vorigen Freytag bey Anwesenheit Seiner Königl. Hoheit auf dem Komediensaale dahier ein glänzendes Souper und Ball, wober der hohe Adel, das Militär, die Hochfürstl. Dikasteeien und der Stadt=Magistrat besonders eingeladen wurden. Die vollständige türkische Musik und eine urtige Beleuchtung fanden einen ausgezeichneren Beyfall. Die bey diesem Feste allgemein herrschende Freude und Vertraulichkeit wird uns den frohen Tag noch lange unvergeßlich machen. Beylage 2. zu Nro. 57. S#e. Rdmisch Kaiserl, Königl. Apostolische Majestät haben Sich, in Anberracht der seit mehreren Jahren erforderlichen außerordentlichen Staats=Ausgaben, Allerhöchst bewogen gefunden, die Zurückzahlung jener für den k. k., Hof negozürten Kapikalien, worüber die Partial=Obligationen, durch das Wechselhaus Gebrüder Bethmann in Frankfurt am Main, unter dem Buchstaben M und den Zahlen 4076 bis 4575,dann unter dem Buchstaben N#und den Zahlen 4576 bis 5075 in Foige der unterm isten August und iten Oktober 1787; gegebenen allerhöchsten Verbriefungen ausgefertigt, worden sind, von den im Laufe des gegenwärtigen Jahres eintretenden Verfalltagen anzufangen, auf weitere drey Jahre hinauszusetzen. Von dieser allerhöchst geschöpften Entschließung werden demnach die respektiven Interessenten zu dem Ende henachrichtiget, damit dieselben bev dem erwähnten Wechselhause die für die dren Verlängerungsjahre erforderlichen neuen Zins=Coupons, gegen Vorzeigung der betreffenden Original Partial=Obligationen, vomiten August dieses Jahrs an zu erheben wissen mögen. Wien am 1aten Jun. 1799. Vorstehende, uns von den HH. Gebrüdern Bethmann zugeschickte k. k. Verordnung, wird hiemit den HH. Interessenten nachrichtlich bekannt gemacht, und übernehmen wir die nöthigen Uebersendungen der hierauf Bezug habenden Original=Obligationen— zur Besorgung der neuen Coupons— nach Frankfurt. Münster den 15. Jul. 1799. Lindenkampf,& Olfers. Aus Befehl des Hochfü ftl. Münsteris. Hrn. Richters und Goarafen zu Beckum 8centen 48 F. Detten werden auf Ansteben und Bitt des Pottesbarsee Morienfeld Hry. Prälaten al. Gutsderrn dse# Nern Cék nErbes K. Berkum in D Im biedurch edicaliter verablader sämtliche Gläubiger, welche nach der em Hochfürstl. Münsterischen geistlichen Offieialatgericht unterm#ten Januar 2797 ab. gehandelten Convocatio Creditorum dabey getroffenen Vergleich, und nachhero unterm 2sten Febr. 1797 ergangenen, und daselbst publizirten Classifikatios- Urtheil, den Wehrfestern besagten Erdes Eheleuten Christian Zeller Göke, und Eva Kleine Jacob neuerdings Vorschüsse an Geld, oder sonstige Sa. chen getban, von selben dagegen etwas in Versatz haben, ihre habende Vorschüsse, Forderungen und Ansprüche, auch in Pfand habende Sachen, er quocunque capite selbige bestehen mogen, in Zeit 6 Wochen nach ersterer Bekanntmachung dieses ,wovon ihnen 14Ta. gefür den ersten, 14 für den zwenten, und 14 Tage für den dritten und letzten Termin peremptorie unter Strafe ewigen Stillschweigens hiemit anbestimmt werden, der hiesigem Gericht Beckum zu proponiren, und gehörig zu justifiziren. Dann ist Terminusadagnoscendum vel diffitendum Credita, auch zum Versuch der gütl chen Ausmittelung auf Dienstag den 18tn Julius l. J. Morgens 9 Uhr erkannt und anberaumt, und werden diejenige, welche vem ehsten Febr. 1797 an, als vom Tage der publizirken Sentenz, einige Forderung und Anspruch an besagten Ehelentenoder deren unt rbabendes Erbe haben, oder zu ba. ber vermeinen, auch den beklagten Eheleuten selbst hiemut anbefoblen, alsdann in Person, oder durch einen Bevollmächtigten auf b####ft. ge. Gerichtsstube zu erscheinen, zu sehen und zu hören, in wie fern die proponirten Forde. rurgen liquid gefunden, und allenf As eine gütliche Ausmittelung und Vergleich zu Stande zu bringen sey; mit der Verwarnung, daß die nicht Erscheinende pro Conientientibus gebelten werden sollen. Geben am Gericht Beckum den 25. May 1799. De judiciali Mandato Happe; Grschbr. Demnach der Kaufhändler Lucas Joseph Schürman in Löningen sein am Kirchhofe bel geres Wohnhaus nebst dazu gebörigen Begräbnissen und 2Torfpfänden im Moore ohnweit dem Gute Duderstatt und relpestife dem sogenannten Fehren=Moor samt Recht und Gerechtigkeiten dem Bernd Godfr. Siemer daselbst für eine sichere Summe von 1500 Rthl.(welche behuf Abfindung des Verkäufers Schürmans Creditoren ad Oepositum judiciale bezahlt werden sollen) verkauft hat; und dann vom gemeldten Käufer Siemer zu seiner Sicherheit um die gewöhnliche EdiktalLadungen angerufen, auch solcheheut cum termino peremptorio von 6 Wochen sub prena perpetui filentii erkannt worden. Als werden alle und jede welche an dem Lucas Joseph Schürman in Löningen und dese sen Güter Ansprüche und Foderungen haben, hiedurch edictaliterverabladet, um sothane Forderungen vermits Uebergebung der darüber sprechenden Urkunden und Zinsenberechnungen entweder selbst oder durch einen genugfam bevollmächtigten Anwald innerhalb 6 Wochen nach Bokanntmachung diesek, wovon ihnen 14 Tage für den ersten, 14 für den aten, und 14 Tage für den zten und letzten Termin bestimme werden) beym Gerichte zu Löningen unter Strafe ewigen Stillschweig. gehörig vor und einzubringen. Gegeben köviagenden 3. Woz 172 Bapesl, Grschbr. aüber folgende Pertinentien, als 1) eine Tonne Saat auf dem Müblerkamp, in fpecie auf dem großen Hogenkamp an Peter Spekker und Henrich Lampen im Aschendorfer Esche delegen. 2) 24 Gräber mit darauf obhandenen Steinen aufm Aschendorf. Kirch. hof hinter dem Chor an Linden belegen. 3) 2 Theile Gartenland auf Remmers Mühlenoder Feldkamp belegen, etwa z Vierop Saat groß, zwischen den Eheleuten Hermann Klosterhus zu Grösingen und Wittwe Remmers und Dirk Nemmers zu Aschendorf ein Rechts. streit obgewaltet, dieser aber beygelegt und von gedachten Pertinenzien von erstgemeldten Eheleuten Kloßerhus behuf litztgemeldten Dirk Remmers unter sichern Bedingungen abgestanden, indessen aber eine Ed#ktal= Ladung statt dreven gegen alle Gläubiger nachgesucht und erkannt worden. Als werden hiemit ein für dreymal alle und jede welche an vorgedachten Pereinenzien sowohl in Hinsicht auf die Eheleute Hermann Klosterhus, als in Rücksicht auf die Wittwe Dahling Anna Maria Remmers Ansprüche haben oder zu haben vermeinen, verabladet, um in Zeit 6 Wochen solche beym Gerichte zu Aschendorf so gewiß zu proponiré, als ste sonst damit präkludirt, und itznen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden sofl. De Mandato D. Judicis Bödiker. Grschbr. Feldlager bey Novi, den 28. Jun. Kaum dachte man, was Souwarow bey Piacenza machen würde, so erschien er mit 14000 Mann vor Tortova, und heute kam er selbst nebst seinem Hauptquartier in Alessandria an, sogleich wurden die Laufgraben vor der Citadelle eröffner, und binnen 8 Tagen wird die Festung unser seyn. General Moreau hat sich auf die Bouchetta di Genova zurückgezögen und erwartet dorten sein Ende. General Aleceiny blokirt abermal Tortona. Gestern sind zwey englische Couriers angekommen, welche die angenehme Nachricht brachten, daß Admiral Nelson die französs sche Flotte geschlagen und in eigener Persor den Hafen von Genovablokirt. Wenn man nun die Lage der Franken betrachtet, so ist solche für sic unbeschreiblich bedenklich, denn rückt Suwarow nach Nizze vor, so muß die französische Armee mit ibven gefangenen Kameraden gewiß nach Un garn spaziren, und wie es scheint, geht der Plan auch wirklich dahin Feldlager von Spinetto, zwischen Novi und Alessandria, den 27-Inn. Der Feind hat Noviverlassen und sich gt gen. Gavi gezogen. Nach denen neuestet Nachrichten haben die Engländer die frau zösische Flotte geschlagen, und blokiren Hafen von Genova. Tortona wird abermals blokirt, wei General Aleceiny bestimmtist. Seit gestel wird die Citadelle von Alessandria belagen und wird hoffentlich bald in unsern Häude muß gut gehen, da unsere Armee tät lich Verstärkung erhält.