Nro. 34 Münste Intelli risches genzblatt. gnädigstem Privilegio: Freytag, den 26. April. 3 I. Citstiones edictales. Aus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen E weltlichen Hofgerichts Herrn Amtsverwalkers werden alle diejenige, welche einigen Anspruch oder Forderung an die vom Fabri. kanten Caspar Trauerstein zu Telgte an den Linnenweber Steinhof dem Jüngern daselbst verkaufte auf der Königstraße zu Telgte Nro. 243 belegene zwey Gadem mit den dahinter gelegenen Gehöfden und daran stoßenden Garten(mit Ausschluß des Eicholz und der Erben Candier zu Telgte.) haben, oder zu haben vermeinen, hiedurch zum rsten, aten und ztenmal offener Ediktalweise verabladet, um auf den gten Tag nach Verkündigung dieses, allenfalls erst folgenden Gerichtstag darauf am Hochfürstl. Münsterischen weltlichen Hofgerichte durch bevollmächrigte Anwälde ihre daran habende Ansprüche oder Forderungen gehörig vor und einzubringen, mit der Verwarnung: das widrigenfalls ihnen ansonst ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden soll. Signat. Münster den 9. April 1799. I. B. Loyer, caufa Akt. subst. Aus Befebl des Hochfürstl. Münsteris. Hru. * Stabts=Richters werden hiemit alle und jede, welche an den Diskutienten Eheleuten Kunstdrechslern Ferdinand Freitag und Elisabeth Hancke und derselben Haab und Güter einigen Anspruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, ein für dreymal edistaliter verabladet ,um innerhalb 6 Wochen nach erster Verkündigung dieses sothane ihre Ansprüche und Forderungen bey diesem Stadtgerichte unter Strafe ewigen Stillschweigens vorzubringen und zu rechtfertigen. Signatum Stadtgericht Münster den 22. April 1799. Wattendorff. Auf Befehl des Hrn. Richters Gegerichts Sendenhorst, Karl Phil. Kreutzhage wird hierdurch der sonst dahier zu Sendenhorst sich aufgehaltener Viebhändler Bernard Henrich Bartels ein für drevmar edictaliter citirt und abgeladen, um innerhalb 30 Tagen nach erster Bekanntmachung dieses, wovon ihm 9 Tage für den ersten, 9 für den 2ten, und 9 Tage für den Zten, letzten und endlichen Termin peremptorie angesetzt werden, bep hiesigem Gerichte zu erscheinen und sich über die an ihn gemachten Forderungen zu erklären. Dann wird besagter Viebhändler Bartels ferner hiemit auf den zocken künftigen Monats May gleichfalls dahier vor Gericht geladen, um alsdann Morgens roUhr selbsi, oder durch genugsam zur positiven Erklärung Bevoclmächtigten zu erscheinen, zu sehen und in hören, daß zwischen iym und gemeldten Creditoren en Versuch der Gäte vorgenommen werben sollunter ausdrucklicher Verwarnung, daß in nicht Erscheinungsfäll gegen ihn in contumaciam erkannt, und der rechtlichen Orenung nach weiter verfahren werden soll. Signat. Sendenborst den 1o. April 1797. Ad Decretum D. Judicis Schmedding, Grschbr. Oemnach die Wittid Rüschenschmidt im Dorf Alberslos angezeigr, daß sie zur Tilgung der während der Ehe kontrahirten Schulden sich genötbigt sähe, ihre in Aldersloe Nro 46 belegene Behausung zu verkaufen, und daß wirklich 77 Rthl. dafür geboten seyen; um sedoch den künftigen Ankäufer hierunter alle mögliche Sicherheit zu geben, daß nicht mehrere Schulden, als sie bereits angegeben, vorhanden seyen, so bat dieselbe um eine Ediktal= Ladung, und zwann unam pro tribus zu er. kennen, welche auch unterm heutigen dato de. kretirt. Es werden daher alle diejenige, so an diesem Hause dinglichen Anspruch obsonstige Ferderungen haben, oder zu haben vermeinen, kraft dieses zum isten, 2ten und zten mal vor. geladen, um in Zeit von 6 Wochen nach erster Bekanntmachung dieses, wovon ihnen 14 Tage für den ersten, 14 für den aten, und I4Taae für den zten und letzten Termin peremptorie angesetzt sind ihr dingliches Recht; oder sonkige Ansprüche an und auszuführen unter der ausdrücklichen Verwarnung: daß sie im Unterbleibungsfalle mit ihren dinglichen und sonstigen Ansprüchen hernach ab gewiesen und nicht weiter gehört werden sollen. Zugleich wird hiemit bekannt gemacht, daß falls binnen solcher Zeit kein höheres Gebot ad Protocollum erfolgt, und Ereditoren nichts Erhebliches dawider zu erinnern haben, das Haus demjenigen, der solche 77 Rthl. geboten, dem Befinden nach zugeschlagen werden soll. Signat. Sendenhorst den 3. April 1799. Ad Decretum D. Judicis B. Schmedding, Grschbr. Aus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Herrn Richtern und Gografen der Aemter Rheine und Bevergern, Herrn Licentiaten Rothmann, werden hiemit alle und jede Gläubiger, welche an den Discutienten Kötter Bernd Kösters, Kirspels Neuenlirchen, ex quocunque capite Spruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit ein für dreymal öffentlich verabladet, um innerhalb sechs Wochen nach erser Bekanntmachung dieses als hierzu peremptorie angesetzter Frist, ihre an besazten Discutienten Kötter Bernd Kösters und desselben Haab und Güter habinde oder machende, aus welchem Grunde immer herrührende Ansprüche und Forderungen bey hiesizem Rheinischen Gogerichte vorzustellen, einzubringen und gehörig zu richtfertigen, mit der Verwarnung und Strafe, daß ihnen sonst nach Verlauf obiger Frisi ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden solle. Sign. Rheine den Joten Merz 1799. Ad Dtum Oni Judicis F. int. Nierman, Grschbr. II. Serichtlich Norificationen Aus Befehl des Hochwürdigen Münsterisch. Domkapitels verorducten Richters und Gografen des Gogerichts Meest Dokt. Oesthoff, soll zu Greven im Sterbhause des Jägers und Fischers Bernd Heurich Bücker am Montag den 2osten April und folgenden TagenMorgens9#nd Nachmittags 2 Uhr Kupfer Zinn, Eisenwerk, Ofen mit Pfeifen, Tische, Stühle, Schäppe,Kramladen mit Schubladen Beltlade mit Behang, geschnitten und ungeschnitten Leinwand, Bettwerk 2c. dann eine mischgebende Kuh, Roggen und Haber im Stroh, ungefähr 400 Becksteine, 2 Schiffe u. 5 Fischbetzälter am Emsefluß, un.: allerhend Fischergeräthschaft gerichtlich meisibierend verkauft werden. Kauflustige woll n sich am obbemeldten Hause zur bestimmten Etunde beliebig einfinden. Signat. Münster den 21. April 1799. Despec. Mandato D. Gogravii B. H. Lohkampff, Grschbr. III Dasich zu die durch hiesiges Intelligenzblatt schon bekannt gemachte, dem Steinhauermeister Schmitz gehörige, auf der Jüddefelder Straße No. 287 belegene, mit einem großen Garten und einem Hinterhause versehene, überhaupt auch wohl eingerichtete Behausung bereits verschiedene Käufer gemeldet, so soll gesatzte Behausung mit Zubehör am Dienstag den zoken laufenden Monats April dem Meistbietenden unter annehmlichen Bedingnissen öffentlich verkauft werden. Keuflustige belie. ben sich also an erwähntem Tage des Morgens 9 Uhr in mehrbesagter Behausung einzufinden. Am Montag den 29sten April l. J. soll in der ** Behausung der verwittibten FrauCluse in St. Mauritz Heyde ehnweit dem Hause Dick. burg Morgens 9 und Nachmittags 2 Uhr al. lerhand Hausgerath, bestehend in Kupfer und Zinn, Kisten,3 Mannskleider, zwey seidene mit Gold besetzte Westen eine grünseidene Weste, und einiges Silberwerk gegen baare Zahlung verkauft werden. Kauflustige wollen sich bestimmter massen einfinden. Nachbeschriebene im Hochstift Münster und ** Amt Bocholt belegene Pertinenzien sollen in terminis Dienstag den zoten April, und Mittwoch den isten May laufenden Jahrs, jedesmal um 2 Uhr Nachmittags in der Stadt Bocholt an der Behausung des Gastwirthen Uefftag in der Schwane, öffentlich den Meistdietenden zum Verkauf ausgesetzt werden: :) Der Hesseling= Hof, der ein ganzes und schatzpflichtiges sonsten allodiales Erbe, und ungsfehr#2 Morgen groß ist. 2) Der Hülshof; der ein halbes kontribuables, aber zehntfreyes und allodiales Erbe, und ungefehr 20 Morgen groß ist. 3) Der allodiale große Bucholdische Sack. zehnte, der auch unter dem Namen des Beyheim= Appeidorn= und Empelschen Zehnten bekannt ist, und in der Stadt Bocholt, in den Kirchsprengeln Bucholk, Dingden, und Rhede, und in der Stadt Werth jährlichs um Marien= Lichtmeß zu ung=fehr 70 Malter Roggen, 8 Malter 2 Scheffel r Sp. Gerste, und 8 Malter r Scheffel 4 Spint Hafer, alles Bocholtscher Maaße, erhoben wird. Zur Nachricht derjenigen; die Lust haben, diese Güter anzukaufen, diener, daß der Zehnte in zwey oder brey Theilen zersplitrenr, auch im ganzen zum Verkauf wird aus. geboten werden, und die Heeren Hofräthe Noél und Teroerde in Anholt auf Verlangen die gehörige Auskunft sowohl über die Güter selbsten, als über deren Verkaufsbedingungen geben werden. Yächstkünftigen Mittwoch den rsten May Nachmittags 2 Uhr soll im Loddenbusch an der Loddenheide belegen, 25 Haufen Holz und 3800 Buschen meistbietend unter den in actu bekannt zu machenden Bedingnissen verkauft werden; Kauflustige wollen sich um bestimmte Zeit am Israels Kotten einfinden. Lohkampff. Am Mittwochen den rsten May werden am Hause Brückhausen, im KirspelAlveskirchen belegen, 18 Haufen Hagebüchen Holz den Meisidietenden verkauft werden. Kauflustige wollen sich Morgens 10 Uhr im breiten Busch nahe beym Dorf Alverskirchen einfinden. Am Samstag den 4ten May l. J. Nachmit. tags 2 Uhr soll die vorne auf der Rothenburg lub Nro. 15 in Aegidit kayschaft belegene, am End des Bogens stossende, rundum massiv aufgebauete Behausung nebst Hinterhaus, auf vorher in aetu vorzulesenden Bedingnissen. mit dem Meistgebot aus freyer Hand verkauft werden. Zum Ankauf Lusthabende belieben diese Behausung zu besehen, und sich in Termino des Verkaufs einzufinSchirmer, Not. Ech Unterzeichneter benachrichtige hiermit O meine Freunde und das Publikum, daß bey mir folgende Sorten von ächten Virginischen Rauchtoback als AB. A. B.; und D im Preise gefallen, folglich wohlfeiler sind. Auch sind bey mir zu haben mehrere andere Sorten von Rauch- und Schaupftoback zu den billigsten Preisen. Joh. Melchior Kock im Drübbel am Prinzipalmarkt. (Fsift Jemanden vor dem Hörsterthore eine silberne, mit zwey Kasten versehene französische Uhr diebischer Weise aus dem Hause entwendet worden; wer hievon den Thäter anzugeben weis, beliebe sich am Intell. Komt. gegen gutes Trinkgeld zu melden. Bey H. B. Claeßen in Münster wird auf folgenden Werken Pränumeration ange„Gallerie der Welt in einer bildlichen und beschreiblichen Darstellung von merkmürdigen Ländern, Völkerschaften, Thieren,Naturund Kunsterzeugnissen mit schwarzen und luminirten Kupfern, gr. 4. bey W. Oehmigke der Jungere in Berlin. Die Preise sind auf Schreibpapier mit schwarzen Kupfern für jedes Heft Pränumeration 20 ggr. Ladenpreiß 1 Rryl. 4 ggr. Auf Schreibpapier mit illuminirten Kupfern Pränum. 1 Rthl. 14 ggr. ca. denpreiß r Rthl. 22 ggr. Auf englisch. Papier mit illuminirten Kupfern Pränum. 1 Rthlr. 20 ggr. Ladenpreiß2 Rthl. 8 ggr. Dieses vortrefliche Werk erscheint Heftweise, wovon jedes Heft rabis 14 Bogen, und 4 Hefte nebst 4 Kupferplatten einen Band ausmachen; dem ein vollständiges Register und eine geographische Karte von Sotzmann beygefügt wird. Der Umfang des Ganzen ist auf 6 Bände ooer 24 Heften berechnet. Die 5ersten Hefte, welche bereits fertig, sind bey mir einzusehen, und auch in Commission für obigen Ladenpreiß zu verkaufen. Wer hierauf pränumerirt, bezahlt bey Ablieferung eines jeben Hefts auf den folgenden voraus. „Magazin für die Gerechtsame des Adels und der Rittergüter in Deutschland.“ Von dieser Quartalschrift erscheinen jährlich 4 Stück bey Gebrüder Franke in Halle und werden von dem Königl. Preuß. Justiz= Commissair Herrn P. F. Nehmit bearbeitet. Bis zum r. Junius d. J. kann man darauf pränumeriren. Der Jahrgang kosiet 5 Rthl. in Golde, nachhero aber wird der Preiß arsehnlich erhöhet. Die Namen der Herren Pränumeranten werden dem ersten Quartalstücke vorgedruckt, und der Druck im Monat Jun. angefangen sodann im August das ersie, in der Leipz. Michaelmesse das zweyre, Weihnachten das dritte, und die Ostermesse 1800 das vierte Stück erscheinen. Zwey Quartalstücke machen einen Band welchem jedesmal das Bildniß eines verdienten Adlichen zieren wird. Das Weitere nebst den Inhalt dieser Quartalschrift ist gedruckt bey mir einzuseben. Um Mittwochen den isten May sollen aufm ** Börsensaale zu Emden circa 20000 Pf. rohen Zucker differ. Sorten, 10000 Pf. West. indis. und Java Kaffee, 8000 Pf. Englischen Melis und Lumpenzucker, nebst einer Parthie Reis, Groenländ. Fischtrahn, und mehr andere Güter meistbietend verkauft werden. Nähere Information bey Rudolf in Emden. Am Montag den a#sten l. M. April Nach* mittags 2 Uhr soll das in Ueberwasser auf der Kreuzstraße Nro. 1o6 belegene mit zwölf Zimmern, zwey Söller zwey Keller, und mit einer Pumpe in der Küche versehenes Haus vom halben Dienst, wobey ein Hofraum, Holzhaus und grünes Gehöfde, so 58 Fuß lang und 43 Fuß breit, obhanden ist, dem Meistbietenden verkauft werden, und kann ein Theil des Kaufschillings gegen 34pro Cent im Hause stehen bleiben. C. Hülseberg, Not. Dienstag den zosten April NachmittagspräE cis zwey Uhr sollen dahier am Krabn vor dem Reubrückerthor aus der Nachlassenschaft des Herrn Vikarius Krey sel. zu Kinderhaus drey schwarze Ackerpferde, ein jähriges Fohlen, eine kleine braune Stute so auch zum Reiten kann gebraucht werden; zwey Stiere; zwey Ochsen, eine milchgebende, und zwey bald milch werdende Kühe, und noch mehrere Rinder den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Wenn jemand den vierten u. neunten Band von den hinterlassenen Werken Kriderichs des zweyten, Königs von Preussen, aus. gelehnt, der kann solches wieder erhalten. Das Intellig. Komt. 2c. Wer den zweyten Band von Homers Ilias Gesänge, übersetzt von Voß, verloren hat; kann denselben am Intellig. Komt. obrück erhalten. Zu Jedermanns Nachricht dient diese Warnung: Daß ich von den Schulden meines vor einem Jahr schon von mir entfernten zten großjährigen Sohn Naathan keinen Heller bezahlen werde; derhalben unter keinerley Vorwand demselben für meine Rechnung etwas kreditiren möge. Löningen den 20. April 1700.— Phil. Moyses Schutzjude. T##vingt& un Avril ilaeté perdü deux — couronnes de France par un pauvre prétre françois age de foixante quince ans. Ceux quiles auront trouvés font priés de les remettre au bureau dela Gaz. Vorsensaale zu Emden circaagooo Pf. les remetre in, egzgge Verlage zum Münsterischen Intelligenzblatt Nro. 34. 1799. a2en den Gebrüdern Kunstdrechslern Nergert auf dem Spiekerhof sind gute frische holländische Heringe angekommen, und für billigem Preise zu haben. H2er einen glatthärigen Hühnerhund mit Xe braunen Ohren und zwey braunen Flecken auf dem Rücken vermißt hat, der kann sich beym Gastgeber Oistendorff in Telgte melden. Reym Kaufmann Wikling ist zu haben ge* räucherter Schonhover Salm das Pfund 18 f. 8 dt. Bamberger Schwetschen 16 für: Rthl., ganz frischer Kleesaamen; frische Rundfische, und andere Waaren mehr im billigen Preise. welche gleich bezogen Intellig. Komt. giebt Nachricht. Rey Joseph Bonsen sind nebst andern holl. C' Waaren zu haben frische Feigen; frische Schellfische, frisch gefangene holländ. Heringe, frisch geräuch. Salm, unterschiedl. Sorten holl. Käse. Bey Anton Heinr. Dino ist zu haben allerO bester geräucherter Schonhover Salm das Pfund 12 Ggr., sobann auch frische Schebfische zu 8 Sgr.; frischer Kabliau das Pfund 10 Sgr., neuer Laberdan 6 Pf. für 1 dann verschiedene Sorten Käse, und gute alte Heringe 16 Stück für 1 Rthl. Endsunterschriebener macht einer hohen Noblesse und dem geehrten Publikum hiemit bekannt, wie daß ich sowohl auf allerley Art und Manier mahle, auch Zimmer anstreiche und auf das allerpompeuseste nach dem neuesten Geschmack tapezire, auch lackire ich sowohl auf Holz als auf alle Metalle, nämlich Kaffee Servicen und andere Geschirre aufs prächtigste; ich empfehle mich einer hohen Roblesse und geehrtem Publikum, und hoffe geneigten Zuspruch ich wohne im krummen Limpen. Volmer„Mahler u. Lacktrer. Landeslotterie=Sachen. ie Ziehung der zten Klasse hiesiger Sasten Lotterie wird am Freytag den zten künftigen Monats May Morgens um halb zehn Uhr gewöhnlicher massen geschehen; und die gedruckte Ziehungsliste am Sonntag den sten May Morgens 9 Uhr ausgetheilt werden. Die Nr. 4335 und 4345 zu obgemeldter Klasse sind vermisset; ein jeder wird für den allenfallsigen Ankauf gewarnt. Heyraths. Anzeige. Iinsern beyderseitigen Anverwandten und * Freunden machen wir unsere mit väterlicher und nachUnterschied vormundschaftlicher Einwilligung heute vollzogene Eheverlobniß hiemit bekannt, und empfehlen uns zu ihrer Freundschaft. Münster den 23. April 1799. Franz Jod. Brockhausen, Lt. Maria Franziska Brockhausen, geb. Willing. Todten=Anzeige. Der gütige Allbeherrscher berief diese Nacht * halb r Uhr meinefunigst geliebte Gattir, gebohrne Ca hatina Espels, im zosten Jahre ihres Alters und tuten unserer vergnügtesten Ehe, an den Folgen einer langwierigen Brustkrankheit, von meiner Seite ab zu einem bessern und glücklichern Leben. Ueberzeugt von der gütigen Theilnahme meiner aufrichtigen Verwandten und Freunden, zeige sch denselben diesen für mich sehr empfindlichen Verlust an; mit der Bitte, der Seele der Verstordenen in ihrem Gebethe eingedenk zu seyn. Benkheim den 14. April 1799. B. Müller. Vermischte Reuigkeiten. Konstantinopel, vom 18. März. Der rzte dieses war ein trauriger Tag für Konstantinopel. Fass zweyörittheile der Vorstadt Pera wurden an, diesem Tage durch eine schreckliche Feuersbrunst in die Asche gelegt Unter den angebrannten vielen schönen S bäuden befinden sich die Horels des Engli Gesandten, des Kaiserl. Internuntius, Ba. Verona u. Legnano eine blutige Schlacht vorron von Herbert, und viele andere prächtige gefallen sey in welcher die Franzosen an TodWohnungen. Der Schade, der angerichtet ren Blessirten u. Gefangenen einen Verlust worden, ist unberechbar. Alle Löschanstalten von 18000 Mann erlitten haben soll. Bey waren vergebins. Während des Brandes Hstiglia sollen die Franzosen alle ihre Magge und der herrschenden Verwirrung wurden zine Munition und Artillerie in den Po gepiele Effekten und Meublen gestohlen. Die worfen haben, weil sie die Unmöglichkeit einUrsachen des Brandes sind noch nicht genau sahen, sie rückwärts zu schaffen. bekannt, und man spürd jetzt strenge den Thä. Venedig, vom z. April. tern nach:## So even langk bey hiesigum k. k. General Petersburg, vom 2. April. Montfrauld die Nachricht ein, daß die FranDie hiesige Hofzeitung enthält folgendes: zosen am isten d. ber einem neuen Versuche „Die unter dem Kommando des Admirals auf Legnano zurückgetrieben worden, und von Kruse stehende und diesen Sommer zur heute unter Legnags eine ganze Division von Kampagne besiimmte Flotte soll längs der 12000 M. verloren haben und 3 Generdle, preußischen und pommerschen Küste kreuzen, Victor, Delmas und Serurier, getödter seyn. und bey vorfallenden Treunungenihren Sam.(Diese Rachricht, so wie die aus Rovorede, melplatz auf der Danziger Rhede haben. welche den Verlust der Franzosen sogar auf Konstantinopel, vom 18. März. 18000 Mann ansetzt, bedürfen noch einer ofEhe der Großvezier und die türkischen Mi. fiziellen Bestätigung.) nister herbeyeilten, hatte das Feuer in Pera Die hiesigen Zeitungen melden noch von am rzten bey einem starken Winde schon große, dem Gefechte am zusten folgendes: Der GeKortschritte gemacht. Der Brand dauerte 9 neral Kray hatte einem Offizier von den PonStunden. Die Zahl der abgebrannten Häu= toniers das Theresienkreut und dessen Leuten ser rechnet man auf 1300, unter denen sich jedem eine goldn=Ehrenmedaille versprochen, auch das spanische und das ehemaligepohl= wenn sie das Wagestück ausführen könnten, nische Hotel befinden. Manschätzt den ange= die Etschbrückebey Pol zu zerstören, wodurch richteten Schaden über 20 Mill. Gulden. einer Kolonne von 6500 Franzosen der RückRovoredo, vom s. April. zug abgeschnitten würde. Die Pontoniers Die hiesige Zeitung liefert unter der Auf= führten diesen Auftrag pünktlich aus, und schrift: Offizieller Gericht, folgende Nach= am zisten März Abends waren bereits 5coo richten: Das Hauptquartier der italiänisch. Eranzosen als Kriegsgefangene in VeronaanArmee ist von Verona nach Sona verlegt.Die gekommen; die übrigen wurden von den OeAvantgarde unter dem Grafen v. Hohenzol= sterreichern aufgesucht. lern steht bey Castelauovo. Am aten dieses ist Wien, vom 1o. April. der Husarenmaje: Fulda mit einem Detasche= Gestern Nachmittag sind Ihre Majest, die mene zu Villa franca eingefallen und hat da. Kaiserinn glücklich von einem Erzberzog entselbst 29 Offiziers und soo französische Sol.„ bunden worden. Heut Vormittag war die daten gefangen genommen, auch 2 Kanonen Taufe. Diese frohe Begebenheit wurde durch und 9 Wagen erobert. Am zten d. rückte be. den Donner der Kanonen bekannt gemacht. sagte Avantgarde gegen Peschiera vor und I##### Lindau, vom ro. April. warf Bomben in diese Festung. Es werden al.# Heut ist General Hotze mit seiner Armae. le Anstalten zur förmlichen Belagerung ge= über den Rhein in die Schweiz vorgedrungen, macht; die Brigade des Grafen St. Julien Ddas Kanonen= und Musketenfeuer wurde den steht vor derselben. Die franz. Flottille aufm ganzen Tag gehört. Der Uebergang der KaiGardasee hat sichnnach Peschiera zurückgezo, ferlichen geschah auf7, nach andern auf 14 gen und die österr. Flottille kreuzt auf diesem Punkten und soll völlig gelungen seyn. Man See.— Dienämliche Zeitung melder unterm glaube bis morgen genauere u. umKändliche. sten d. nochfolgendes: Nicht ohne Grund“, re Berichte von diesem wichtigen Rheinüberbehauptet man, daß am zten dieses zwischen gangenach der Schweiz zu erhalten.