Freytag; den 19. April. I. Citstione: Arus besondern Befehl Sr. Hochwürd. Herrn * Officialen des geistlichen Hofgerichts erdentlichen Richters werden hiemit alle u. jede welche an dem sum hiefigen Hochwürdigen Homkepitel eigenhörigen Zeilern Kettermann P. Hermarsbscholt, oder an dessen unterha. benden Erbe einige Ansprach oder Forderung haben; oder zu heben vermeinen, hiemit ein für aslemal edictaliter verabladet, um innerKaik 6 Wochen nach Bekanntmachung dieses ihre babende Ansprüche oder Foberungen bey hießigem geistlichen Hofgerichte durch brvellmächtigte Aswälde zu proponiten und mitteis Offenlegung darüber sprechenden Urkun. den odfonstigen Seweistbünern uu mit der Verwarnung, daß ihnen ansonst ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll. Zugleich werden besagte Gläubiger biemt auf den isen känftigen Monats Junit verabladet, um alsdann vor hochzedachtem Herrn Offieialen in bessen gewöbnlich Wohn. hofe Morgens 9 Uhr entweder in Person oder burch genugsam Bevonmöchtigte fürhaupts bey5 Soldgülden Strafe zu erscheinen, sodann zu sehen und zu bören, daß zwischen ihneu und dem Zeller Kettermann ihrer Forderungen halder ein gütlicher Vergleich versucht werden soll, mit der Verwarnung, daß die nicht Erscheinende und auf die eröfnende Bergleichsvorschläge sich nicht Erklärende sofort dem Gefinden nach pro Confentientibus und die Vergleichsvorschläge für engenommen gehalten werden sollen. Wodey denselben zur Nachricht ohnverhalten wird, daß die Tem. poral- Inhibitton dergestalt, daß solche auf nicht erfolgenden Vergleich dem Befinden nach in Termino sofort wieder einsezogen werden son erkannt: immittels aber dem Zeller Ket. termann stante inhibitorio aller Veräußerung sich zu enthalten ernstlich befohlen seve. Segeden Münster den 19 März 1799. Ad spec. Mandat. R. D. Officialis Funcke, caufse Akt. Aus Befehl eines Hochwürdigen Münsteri* schen Domkepitels verordneten Herra Richters und Sografen Gozerichts Meest, Dokt. Orsthoff werden auf Anrufen des Herman Kellerman alle und jede, welche an der Nachlassenschaft der verstorbenen Eheleuten Anno 1799 Nro. 32 Münste Intelli risches genzblatt. Johann Wilhelm Kellieman und Magdalena Storck, gewesenen Wirthschaftern aufm Pannenkotten Kirspels Rienderge einige Ansprach und Forberungen haden, oder zu haben vermeinen hiemit ecictallter ein für allemal verabladet, um innerhalb 6 Wochen als peremtorischer Frist ihre an besagten Eheleuten habende Ansprüche und Forderungen mittelsUebergebung der Beweisthümer so gewiß vorund einzubringen, als sonst nach Umlauf besimmter Frist denen nicht erschienenen Gläu. bigern ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll, wornach sich ein jeder zuachten. Signat. Münster den rr. April 1799. De Mandato D. Gogravii Lohkampff, Grschbr. Alus Befehl eines Hochwürdigen Münsteris. ** Domkapitels verordneten Richters und Sografen des Gogerichts Telzte Dokt. Orst. hoff werden alle und jede, welche an die hier. nach bemerkte, vom Kloster Derneburg bey Hildesheim an den Wirthschafter Böhle in Warendorf, sodann von diesem Böhle an den Wirthschafter Theodor Anton Eickholt und dessen Ehefrau gebohrne Striethorst zu Telgke und von diesen Eheleuten Eickholt an den Kaufhändler Joh. Heurich Schräder daselbst verkauften Ländereven, als nämlich: 2) Ein aus dem Steinthor vor Telgtenach Woldeck im großen Stadtfelde belegenes Stück Land zu vier Scheffel Einsaat gros, schiessend am Ende richter Seits an Hagemanns Becke, am andern Ende aber linker Seits über den Weg an dem Mispelenkamp vormals Amelsdecken nun Wittiben Rihrs Kamp, und belegen rechter Seits nach Hagemanns Gecke zwischen Evens und Baumhoden Ländereyen, und linker Seits über den Weg abir zwischen zwey Ende Landes, davon eins der Wittib Rehr in Telgke, und das andere der Universität dahier zu Münster gehört, und worüber von vormals Amelsbecken nun Rehrs Kamp die Wittid Rehr mit einem halben Wagen, und mit dem andern halben Wa gen über ihr eigenes Stück kand fährt und aus welchem beschriebenen Stück jährlich der Zehnte mit dem Stroh von einem Hochwürdigen Domkapitel zu Mänster genommen wird, ferner 2) Sechs Stück Landes ad fünfzehn Scheffel Einsaat in gemeldtem Stadtfelde belezen welche an der einen Seite nach Telgte an gemeine Ländereven, so Jeller Blanke und Ebelenkamp unterhaben, anderer Seits aber an den gemeinen Fahrweg nach Börding u. Thiemann linker Seits nach Süden, und am Ende nach Westen an Zettlers Kamp schiessen, aus welchemletzten Stücke nach Zettlers Kamp hin vom Hochwürdigen Domkapitel zu Münster jährlich der Zehnte mit den Stroh genommen wird; endlich 3). Von da über den gemeinen Fahrweg noch vier Ende kandes au drey Scheffel Einsaat greß, so Eingangs von Telgte an Blancken Endgen, rechts am Fahrwes und links an Sütdecks Ländereyen, sodann am Ende an Kellermanns Kamp schiessen, er quocunque capite Spruch, Forderung oder Rechte haben, oder zu haben vermeinen( jedoch so weit den besagten Zehnten aus den hier oben fadi bemerkten einen Stück und aus dem fub 2 bemerkten sechsten live letzten Stück Landes betrifft, mit Ausschluß des Hochwürdizen Dom= kapitels) hiemit edistaliter ein für allemal verabladet, um binnen peremptorischer Frist von 6 Wochen nach erster Bekanntmachung, wovon ihnen 14 Tage für den ersten, 14 Tage für den 2ten und 14 Tage für den Zten und letzten Termin angesetzt sind; solche dey dem Hochwürdigen Domkepitularischen Gogeriche Telgte unter Strafe ewigen Stillschweigens einzubringen und zu rechtfertigen. Signatum Münster den 2r. März 1799. Ad Mandat. D. Gogravil Oefthoff. G. A. Lohkampn, Orschbr. Aus Befehl eines Hochwürdigen Münsteris. ** Domkapitels verordneten Hru. Richters und Sografen zum Bakenfeld Dokt Wemhof werden mit Ausschluß des Hrn. Pfarrers zu Roxel, Vormünders der eisten Kintrupschen Ehekinder, Zellern Westhuising, und Organisten Schrey zu Roxel, alle und jede welche einen realen Anspruch und Forderung an das verkaufte sonst Kintrapsche Haus, die Keem genannt, und Redenhäuschen im Dorf Rexil belegen haben, oder zu haben vermeinen zum 1ten, 2ten und##en mal edistaliter verabladet, um ihre Ansprüche und Forderungen innerhalb sechs Wochen, wovon ihnen:4 Tege für den ersten, 14 für den zwepten und 14 Tage für den zteu und litztenTerwin peremptorle angesetzt sind, beym Sogericht Beckenfeld unter Strafe ewigen Stillschweigens gehörig zu proponiren und zu sustificiren, Sign. Münster den 16 Aprik 1792. F. Singor, subst. Grschbr. Aus Befehl des Herrn Gografen zu Strom** berg und Oelde Dokt. Bischoping werden alle und jede Creditoren, so einige Spruch u. Forderungen an dem Kaufhändler Ancon Serwin in Waderslo haben, oder zu haben vermeinen, hiemit zum esten mal offener Edik. talweise vor= und abgeladen um in Zeit„Tagen nach geschehener Bekanntmachung dieses ihre an gedachten Anton Gerwin habende, oder zu haben vermeinende Foderungen durch genugsam bevollmächtigte Anwälde nach Vorschrift der Diskussionsordnung unter Strafe ewigen Stillschweigens beym Gerichte zum Stromberg gehörig zu proponiren und zu rechtfertigen. Signat. Stromberg den I. April 1799. Callenberg, Alt. II. Gestohlene Sachen. dem Uphues Leibzüchter J. W. Füchter. K. Schöppingen sind vom 30. auf den 31. März vermits Einbruchs aus seiner Webekam. mer ungefähr5 Schnitten Leinwand vom Webetau geschnitten, ein Kinderröckchen von Bay und ein Kleichen von Wand entwendet. Dem Joh. Heur. Terhorst des Zell. Hellmans Leibzüchter K. Herck sind in der Nacht vom 8. auf denhten Aprik aus einer auf der Dehle gestandenen Kiste ein schier neues bomseidenes Oberdett,7 Manns= und 7 Frauenhemde, und 30 Stück gekochtes Garn, dann aus seinem in der Webekammer gestandenen Schrein ein drauner tuchener Frauen Wandrock, ein dito schwarzer Rock, eine gelbe und eine rothe sarsene Schürze, ein rother Frauenrock von rheinschem Tuch, ein braun tuchener Hemdrea, ein dito schwarzer, eine wollene gestreifte Kinderdecke, ein weißes wollenes Kinderwand, ein sildernes Halskreuz mit dem seidener Band, verschiedenes Kinderzeug, sämmtlicht seiner Fraueb Nebelkappen, Sonnund Halstücher, 2blaue Schürztücher, und ein silberner Ring entwendet. Dem Angeber dieser Diebstähle und deren Thäter wird unter Verschweitzung seines Mäniens die ediktmäßtge Belohnung zugesichert vom E.—. Sogeriche Sanbwale. n der Nacht vom 2. auf den zten April sind dem auf Zellern Baaths Hof Kirchspiels Herbern Bauerschaft Dentrup wohnenden Einwohnern Joh. Died Heitman aus dem vor seinem Hause belegenen Holzschauer 28 Manns= und Frauenhemder, zwey weisse Küssenzuge 4 Tischlaken5 Hanbtücher, und s alte Bettzeichen entwendet worden. Wer bievon die Thäter hiesigem Gerichte glaubhaft anzeigen kann, dem wird nebsi Verschweigung seines Ramens die ediktwäßige Belohnung zugesagt: Werne den z. April 1799. De Mandato D. Judicis Deutz, Erschbr. III. Vermischte Nachrichten. AmMontag den 2asten dieses werden in dem ** Hochfürstlichen Thiergarten zu Wolbeck 7950 Buschen unter den alsdannn vorzulesenden Bedingnissen den Meistdietenden verkauft werden. Diejenige; welche zu solchem Ankauf Lust haben, wollen sich daselbst des Morgens 9 Uhr einfinden. Münster den 16.April 1799. F. F. Seisberg, Amtsrentm. Das der Witeib Engelke Kemper und ihren . Kindern zuständige zu Nendorf im Kir. spel Aschendorf Amts Meppen belegene allodialfrepe ansehnliche Bauern=Erbe, bestehend in obgefähr s4 Tagmatt Grasland, nämlich theils Heu= und theils Weidegrund, 10 Vierup Einsaat Roggenland, 4 Vierup Einsaat= Gartenland beym Hause, nebst ein Wohnhaus und Scheune, soll am zten Monats Mavl I. Nachmittags zw iy Uhr zu Nendorf in der Kempen Wohnung in concreto mit kuft und Lasten Recht und Gerechtigkeiten, unter den in atu kund zu machenden Bedingnissen(welche auch vor dem Verkauf bey mir eingesehen werden können) dem Meisidierenden verkauft werden. Signat. Aschendorf den I. ASpril 179. Cordes Richter. Auf Absterben der Haus Holtwikschen Eigenhörigen Eheleuten Köthern Thieß zu Holtwick Amts Horstmar werden sämmtliche derselben Bläubiger eingeladen, um am Montag den 6ten anstehenden Monats May des Morgens 9 Uhr ihre Forderung an gedachte Thies mit gehörigen Beweisen aufm Hause Holtwick mir vorzubringen, anseo zu vernehmen, ob und wie weit sie aus der bereits verzeichneter Nachlassenschaft befriedigt werden können, mit der Warnung, daß in Ermangelung eines zütlichen Vergleichs der gerichtlich Concurs angestellt werden soll. Sign. Darfeld den 1o. April 17%#. 9• G. Gröninger. senstag den s###ten Tag Mouats April des Rachmittags drev Uhr soll die aufm al ten Fischmarkt in Lamberti Layschaft sub Nro. Cat. 89 belegene, und von allen Lasten freye neue und massiv erbaute Behausung meistvie. tend aus freher Hand verkauft werden. Liebhaber können diese Behausung täglich besehen. Beune Rokar. Dichr am Freytag den rhten, sondern am Mittwochen den 24sten April Morgens 9 und Nachmittags 2 Uhr sollen in meiner in der Pferdestiege belegener Behausung eine Quantität Brillanten und Rosetten, sodann Silberzeschirr stark vergoldet, wie auch kostbare bratäntische Tapeten, wie gewirkt, die grobe Jagb, und 3 große Spiegelgläser meist. bietend verkauft werden. Brune, Nokar. Am Montag den gesten April l. J. Nachmittags 3 Uhr sollen auf dem Kirchhofe zu Nienberge mit der dazu erforderlichen Bewilligung und vorzulesenden Vereinbarung zwey große Lindenbäume den Meistbietenden öffentlich verkauft werden. Kauflaßige wollen sich dazu auf bemeldten Tag und Stunde allda beliedig einfiaden. Am Montag den 2osten April l. J. soll in der ** Behausung der verwittibten FravEluse in St. Mauritz Heyde ohnweit dem Hause Dickbucs Morgens9 und Nachmittags 2 Uhr allerhand Hausgerath, bestehend in Kupfer und Zinn Kisten, 3 Mannskleider, zwey feidene mit Sold besegte Westen, eine grünseidene Weste, und einiges Silberwerk gegen baare Zahlung verkauft werden. Kauflustige wollen sich bestimmter massen einfinden. Machbeschriebene im Hochstift Münster und Amt Bocholt belegene Pertinenzien sellen in terminis Dienstag den zolen April und Mittwoch den isten May laufenden Jahrs, jedesmal um 2 Uhr Nachmittags in der Stadt Bocholt an der Behausung des Gastwerthen Ueffing in der Schwane, öffentlich den Miistdietenden jum Verkauf ausgesetzt werden: 1) Der Hesseling= Hof; der ein ganzes und schatzpflichtiges sonsten allodiales Erbe, und ungefehr 42 Morgen groß ist. 2) Der Hülshof; der ein haldes kontribuables, aber zehntfreyes und allodiales Erbe, und ungefehr 26 Morgen groß ist. 3) Der allsdiale greßeBucholdische Sack. zehnte, der auch unter dem Namen des Beyheim= Appeldorn- und Empelschen Zehnten bekannt ist, und in der Stadt Bocholt, in den Kirchsprengeln Bucholt, Dingden, und Rhede, und in der Stadt Werth jährlichs um Marien=Lichtmeß zu ungefehr 70 Malter Roggen, 8 Malter 2 Sa ffelr Sp. Gerste, und 8 Malter r Scheffel 5 Spint Hafer, alles Bocholtscher Maaße, erboben wird. Zur Nachricht derjenigen, die Lust haben, diese Güter anzukaufen, dienet, daß der Zehnte in zwey oder drey Theilen zersplitkert, auch im ganzen zum Verkauf wird aus. geboten werden; und die Herren Hofräthe Noél und Teroerde in Anholt auf Verlaugen die gehörige Auskunft sowohl über die Güter selbsten, als über deren Verkaufsbedingungen geben werden. Montag den zasten dieses und folgenden Tagen Morgens ro und Nachmittags 2 Uhr sok auf der Abtev zu Freckenhorst allerhand Hausgerath, bestehend in geschnittenen Leinwand und Bildwerk, Kupfer, Zinnen, Tische, Stühle, Komoden. Schreibkomtoirs, Schränke, Sold und Silber, Ohrgehänge, Uhren Poreeklain, Spiegelund sonstige Sachen den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Kauflustige belieben sich an bestimmten Tagen, Zeit und Ort einzufinden. Freckeuhorst den 2c. April 1790. Am Montag den zasten I. M. April Morgens 9 u n d N a c h m i t t a g s 2 U h r s o l l d a h i e r a u f dem Waysenhause eine Sarderobe, bestehend in fast noch neuen seidenen und lokstigen Damenskleidungen, worunter wey Wiener Peljeund eine Stauche, den Reistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Hülsehers Ner. ( Hiebey eine Beplage.) Verlage zum Münsterischen Intelligenzblatt Kro. 34. 1799. Alm Mittwochen den austen Biere Woge ce April Nachmitage, weg, übr 9 1. Lotro e. Lambert Lapschaft auf St. Manritz Straße ohnwett dem Thor Nro. 376 massid gebauete, mit vielen wohl eingerichte. ten Zimmern versehene Haus nebst Hinterhaus und Sehöfdeumer den in acku bekatur zumachenden Bedingnissen werden. Kauflustige können das 5 besichtigen, und die Bedingungen bev Sr. Hochwärden Dra: Kanonitus Kersing im desagten Hause wohnend ebenfalls E ost as bise u. feoigende Segzeslerzeile bdanskeltsehse, MAie, Keite Korga. Tischzeug, Schräuke, Tische, le, Spiegel Ofen, Küchenggräthschaft, und noch allerley andere Mobilten öffentlich den alscs lehiertiscie Aalsehelchlache Heiteiche. Genthemndenich sperlizgh. Kön. Großbritt. und Kuhrf. Braunschw. Lüneb. Rezierung der verpfändeten Grafschaft Bentheim Funck. Menn Jemand ein Stück Klee für Sommer abzustehen hat, der kann am Intellig. Komt. einen Liebhaber dazu erfohren. (in Mädchen, die schon mehr dey ten gedienk, verlangt jitzo key einer Damesaufm Lande oder in der Stadt als Kam. merjungfer anzukommen. Das Int. K. uc. Kon einem biesigen Glesemecher wird ein ∆ Fursche in bis Lehreverlangt, der schon erwachsen ist, und ellenfalle gleich in di: Lehre treten kann. Das Int Komt. 2c. Beym Kaufmann Willing süßter ist annoch O zuhalen ein kleiner Vorrath von Kastanien, um damit aufzurcumen zu 20 fürr Rthl. das Pfund zu rß. 6dt. Leichte Hildesheimer und Wasch= Seite und viele Artikeln mehr im billigen Preise, auch alle Sorten Kasr, besondeis gute Limburger Köse 9 Stück für 2 Rthl., holländische Butter zu 5 Pfund p. Rthl. frisch geräucherter Salm das Pfund 18ß. 3 dt. sosann frische Citronen. Es ist ein seidenes Tuch und etwes Pique gefunden werden; wer solches verloren hat, beliede sich bey dem Küster zu Amelsbüren zu melden. Ein junger Mensch, der schon mehrere Jahre bey Herrschaften in Condition gestanden, Zeugnisse seines Wohlverhaltens aufzeigen kann,auchrasiren und fristren versteht, schet wieder dey einer Herrschaft als Bedien= der anzukommen. Das Jntell. Komt. 2c. n Joseph Bonsen sino zu haben frische Feibey Körbges= und Pfundweise, frisch geräucherter Salm, frisch gefangene holländ. Hiringe; frische Bückinge, alte Eidammer u. holl. Tafelkäse. Heyraths. Anzeige. nsern Anverwandten und Freunden machen E wir unsere amirten dieses binnen Münster mit beyderseits Elterlicher Bewilligung vollzogene eheliche Verbindung hieburch schulbigst bekannt empfehlen uns zur fortdauerne den Freundschaft und Gewogenheit. Hoffstadt den 15ten April 1792. Joseph Grondorff. Vernardina Grondorff, geb. Hilmers. Todten= Anzeige. Am rrten April l. J. eutschlief durch einen sanften Tod, versehen mit allen heiligen Sterbe=Sokramenten, an einem Brustfieber in dem 78sten Jahre seines Alteis und im 38ten Jahre mit mir geführten Ehe, mein innigst geliebter Ebemann Joh. Herich Alexarder Bischopinck, deren Rechten Dokter, Hochfürßtl. Münsteris. Sograf zum Stromberg u. Oelde. Ich ohnermangele, diesen mie sehr emp findli. chen Todesfasl sämtlichen Verwandten Hierdurch schuldigst kund zu machen, empfeble des sen Stele in ihr Gebetd, verbitt= mir aber alle Beyleidsbezeugungen. Wietié Bischopiuck, geb. Schaff. Vermischte Neuigkeiten. Rovoredo, vom 2. April. Die hiesige Regierung hat folgende offizielle Nachricht aus dem Haupequartier des Generals Krayd. d. Verona vom 1. April erhalten:„In der Racht vom zo. auf den 31. März setzte eine Kolonne Franzosen dey Rivoli auf Schiffdrücken über die Ersch, um den rechten Flügel der kaiserl. Armes vom Gebürge aus auf seiner Flanke zu dennruhigen. General Kray und Kaim führten folgende Kriegeslist aus: Sie liessen die Infanterie sich gegen Virona zurückziehen, um die Franzosen erbeozulocken während daß ein Korps Kapallerie, daß 25 Poutoniers dey sich hatte, sich durch einen Umweg den Schiffbrücken näher. de die Bedeckung kheils niedermachte, theils verstreute, und dann die Pontons zerstörte, worauf der ganzen Kolonne Franzosen der Rückzug abgeschnitten war; 2000 wurden getödtet oder verwundn, und 6000 ergaben sich in Gefangenschaft. Sie führlen 11 Kanonen und mehrere Munitionswagen ben sich. Konstantinoper, vom 9. März. Dieser Tage ist von hier unter Bedeckung von russischen und tärtischen Kriegsschiffen eine Konvoy von 5000 Mann Landtruppen unter Segel gegangen, die nicht nach Aegopten, sondern nach dem südlichen Reapel besimmt seyn sollen. Bregenz vom r. April. Von der am 2zstin März bey Feldkirch vorgefallnen schlacht wird als offizielnoch nachgetragen, daß am aßsten nach der geschwinden Blucht der Franzosen noch 2166 Todte aufm Schlachtfelde gefunden u. begraben wurden, di Franzosen zurückgelassen haben. Der Verlust der Kaiserlichen beträgt an Todten u. Vermißten 800 Mann. Es blieben besonders viele Offiziere, die sich an die Spitze ihrerkeu. te gesteüt hatten; noch mehrere wurden verwundet.— Die Schiffe zu der hier errichteten Flottille sind von aussen mit dicken Seilern und Leim überzogen, um die Kugeln desto desser abhalten zu können. Es scheint, daß die Franzosen eine ähnliche Flotille in Konstanz ten Nächte auf dem Bodensee: Heut Nacht wird Wiliams mit unserer Klottille zum erKen male auslaufen. Zu Konstanz haben die hate, gächstens eiae Seeschlachzt im Kleinen .### vom 4. Aprit. Der k. k. F. M. k. von Fürstenberg, welcher den dem in der Segend von Stockach vorgefallenen Gesechte umgekommen ist, wird um so mehr allgemein bedauert, als derselbe mit seinen vortreflichen militairischen Talenten auch die menschenfreundlichsten Gesinnungen berzogs Kalbesehenbet. Der Feldmarschall Suwarow ist bereits abgereger: man glaubt, daß er seinen Weg durchs Reich genommen habe, um sch mit dem Erzberzoge zu besprechen. Auch sagt man, daß er ven Litel und Rang eines k. k. Feldmarschalls erhalten werde. Am 12ten dieses wird der Erzherzog Pala= tinus hier eintreffen; der Großfürst Konstanein aber in 3 Tagen darnach erwartet. Restadt, vom ro. April. Das nahe Anrürken der kaiserl. Truppen macht es glaublich, daß der Kongretz nnn seiner Auflösung nabe sey. Die kaiserl. Kanzley geht morgen von hier weg„un die Abreise des Grafen von Metternich ist auf übermorgen bestimmt. Frickenhorst, vom 14. April. Unsere neuerwählte Abtissinn Maria Frauziska von Kerteler vom Hause Harkotten, die sich schon vorhero durch Güte aller Herzen eigen gemacht,, bezeichnete diesen Tag als ein wiges Denkmal für biesiges Wiegbold.Hochdieselbe liessen sämmtliche Bürzerschaft und die Sodalität auf das prächtigste bewirthen; wir eröfneken diese Lustbarkeit unter abwechselnden Schüssen; die Kreude, woran ale den größten Antheil nahmen, leuchtete aus jedem Auge. Alte und Junge waren davon entzückt. übends waren verschiedene Häuser auf das prächtigste beleuchtet, und mit passenden Sinnbildern verziert. Wir feverten diesen Tag mie der besten Orbnung und Freude, welche das höchste Wohlergehen der besten Abtissinn in uns wirkte, dis nur Süte und Tugend besitzt.