Anno 1799 Münste Intelli Nro. 30 risches genzblatt. Mit Kuhrfürstl. gnädigstem Freytag, den 12. April. I. Ctstiones Aus Befehl Sr. Hochwürden Hrn. Officia= en des geistlichen Hofgsrichts ord. ntlichen Richters wersen die bereits zur Sache Abba ad St. Egidium contra Creditores der Wittib Zellern Hüstman Kirspels Herbern erschienene Creditoren hiemit auf den r7 künfApril verabladet, um alsdann vor hochgtdachtem Herrn Officialen in dessen gewähnlichen Wohnhofe Morgens 10 Uhr in Person over durch genugsam Bevollmächtigte fürhaupts bey s Goldgülden Strafe zu erscheinen, und als weit noch nicht geschehen, die Verschreibungen in originalibus offenzuletzen, sodann zu sehen uns zu hören, daß zwischen ihnen und besagter Wittib Hüseman (welcher alsdann abenfall in Person zu erscheinen hiemir anbefohlen wird) ihrer Forderungen halber ein neuer Vergleich versucht werden soll, mit der Verwarnung; daß die nicht Erscheinende und auf die am zr. Januar l. J. eingekommene, obsonst allenfalls dem Befinden nach in termino eröfnende anderweite Vergleichvorschläge sich nicht Srklären. de pro Confentientibus und die Vergleichsvorschläge für angenommen gehalten werden sollen. Gsgeben Münster den 14. März 1799. Ad judiciale Mandat. R. D. Offleialis Funcke, caufe Act. Blus Befehl eines Hochwürdigen Münsteris. ** Demkapitels verordneten Richters und Sografen des Gogerichts Telzte Dokt Orst. hoff werden alle und jede, welche an die hiernach bemerkte, vom Kloster Derneburg bey Hildesheim an den Wirthschafter Böhle in Waredorf, sodann von diesem Böhle an den Wirthschafter Theodor Anton Eickbolt und dessen Ehefrau gebohrne Striethost zu Telgte, und von diesen Ehelerten Eickholt an den Kaufhändler Joh. Heurich Schräder daselbst verkauften Ländereyen, als#ämlich: 1) Ein aus dem Steinther vor Telgtenach Wolbeck im großen Stadtfelde belegenes Stück Land zu vier Scheffel Einsaat groo, schiessend am Ende rechter Seits an Hagemanns Becke, am andern Ende aber linker Seits über den Weg an dem Mispelenkamp vormals Amelsbecken nun Wittiben Rehrs ## und belegenrechter Seitz nach Hagemands Gecke zwischen. Evens und Baumhoven. Länderehen, und linker Seits über den Weg aber zwischen zwey Ende Landes, davon eins der Wittid Rehr in Telgte„und das andere der Universität dabier zu Münster gehört, und worüber von vormals Amelsbecen nun. Rehrs Kamp die Wittid Rehr mit einem halben. Wagen, und mit demandern halden Wa gen über ihr eigenes. Stück Land fährt, und aus welchem beschriebenen Stück jährlich der Zehnte mit dem Stroh von einem Hochwürdigen Domkapitel zu Münster genommen wirh ferker 2) Sechs Stück Landes ad fünfzehn Scheffel Einsaat in gemeldtem Stadtfelde belegen, welche an der einen Seite nach Telgte an gemeine Ländereven, so Zeller Blanke und Ebelenkamp unterhaben, anderer Seits aber an den gemeinen Fahrweg nach Börding u. Thiemann„liaker Seits nach Süden, und am Ende nach Westen an Zettlers, Kamp schiessen; aus welchem letzten Stücke nach Zettlers Kamp hin vom Hachwürdigen Domkapitel zu Münster jährlich der Jehnte mit den Stroh. genommenwird; endlich 3) Von da über den gemeinen Fahrweg, noch vier Ende Landes ad drey Scheffel Einsaat groß, so Eingangs von Telgte#en Blancken Endgen, rechts am Fahrweg und links an Sutbecks Ländereyen, sodann am Ende an Kellermanns Kampschiessen, er quocunque gapite Spruch, Forderung oder Rechte haben, oder zu haben vermeinen(jedoch so weit den besagten Zehnten aus den hier oben sübei bemerkten einen Stück und aus dem lub 2. bemerkten sechsten live litzten Stück Landes betrifft, mit Ausschluß des Hechwürdigen Domkapitels) hiemit edistaliter ein für allemal verabladet, um binnen perempterischer Frist von 6 Wochen nach erster Bekanntmachung wovon ihnen 14, Tage für den ersten, 14 Tage für den aten, und in Tage für den 3ten und letzten Termin angesetzt sind, solche bey dem Hochwürdigen Domkspitularischen Gogericht Telgte anter Strafe ewigen Stillschweigens einzubringen und zu rechtfertigen. Signatum Münster den 21. März 1790. Ad Mandat. D. Gogravil Oesthoff. G. A. Lohkampff, Aus Befehl des Hochfürstk. Münsterischem ** Herrn Richtern und Gografen der Aemter Rheine und Bevergern, Herrn LieentiatenRothmann, werden birmit alle und jede Cläubiger, welche an den Köttern Bernd Lau in der Bauerschafr Eschendorf Küspels Rheine: ex quocunque capite Spruch und Forderung haben; oder zu haben vermeinen, hiemit ein für dreymal öffentlich verabladet, um innerhalb sechs Wochen nach erster Bekanntmuchung, dieses, als hiezu peremptorie anberaumter Frist, ihre an besagten Kättern Bernd Lau und desselben Haab und Güter=habende, oder machende, aus welchem Grundeimmerherrührende Ansprüche und Forderungen bey biesigem Rheinischen Gogerichte vorzustellen, einzubringen, und gehörig zu rechtfertigen mit der Verwarnung und Strafe, daß ihnen sonst nach Verlauf obiger Frist ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden solle. Dafferner zum Vergleichsversuch mit den Gläubigern Verminus auf den rhren künfti. gen Monates Mayl J. Morgens r0 Uhr angesetzt,, so werden obbemeldete Creditores ebenfalls peremptorie hiedurch verabladet um auf besagten Tage an meines Richters Wohnbehausung zu Rheine in Person oder durch hinlänglich zur positiven. Erklärung. Bevollmächtigte, dey2# Goldgülden Straffe: reipective Aberkennung der Zinsen zu erscheinen, alsdann zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und den Convocanten Bernd. Lau ein gütlicher Vergleich versuchet werden solle, unter der Verwarnung, daß die also nicht Erscheinende prc Confentientibus ges halten werden sollen. Rheine den zteu April 1799:. Ad Dtum. Dni. Judicis. F. Ant. Nierman, Grschtr. alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Herrn Richtern und Gografen der Aemter Rheine und Bevergern, Herrn Licentiaten: Rothmann, werden hiemit alle und jede Gläubiger, welche an den Discutienten Kötter Bernd Kösters, Kirspels Neuenküchen er quocunque capite Spruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit ein für dreymal öffentlich verabladet um innerhalb sechs Wochen nach erster Bekannt mechung dieses als hierzu peremptorie angeseczer Frist, ihre an besagten Discutienten Kötter Bernd Kösters und desselbe.. Haab und Güter habende oder machende, aus welchem. Grunde immer herrüprende Ansprüche und Forderungen bey hiesizem Rheinischen Gegerichte vorzustellen, einzubringen und gehörig zu rechtfertigen, mit der Verwarnung und Strafe, daß ihnen sonst nach Verlauf obiger Frist ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden solle. Sign Rheins den zaten Merz 1799. Ach Dtum Oni Judicis F. Ant. Nierman; Grschbr. Auf Ansuchen des Joh. Henr. Pagenkamps zu Emsieck werden biemit alle und jede welche an dem von dem Kaufmann Bernard Cornelius an vorgenannten Johann Hinrich Pagenkamp verkauften Stücke Landes= siehen Schiffel Saat im Emstecker Esche im Gaten Kamp zwischen Pastoraklande und dem sogenannten Muttenschlatt belegen, aus einem Pfandrechte, oder sonstigem Grunde rechtli. chen Anspruch und Forderungen haben, biemit edickaliter zum isten ten und zten mal verabladet, um am hten Tage nach Verkündigung dieses, oder wenn derselbe eben kein Gerichtstag wäre, den dann erstfolgenden Gerichtstag darauf selbst oder durch genugsam Bivollmächtigte dahier vor Serichte zu erscheinen, und ihre an vorbemerkte Pertinenzien habende rechtliche Ansprüche und Forderungen alsdann zu proponiren, mit dem Verwarnen, daß die nicht Etscheinende sonst mit ihren Ansprüchen präklusirt, und ihnen ein ewiges Stillsch weigen eingebunden werden soll. Wornach sich ein jeder zu richten. Geben te. den 28. März 17%9. Ad.Mandat. D. Judicis Defemenf. Keppel, Erschbr. Illle und jede wilche an nachbenannte, von den Etzeleuten Joh. Herm kampe vormals von Buddendieks Stätte zu Emtleck angekaufke, hernach durch die Wittwe Joh. Herm Lampe aber auf die Tochter Reginn Lampe und deren Ehemann Joh. Heurich Dagenkamp abgestandene, in und bey Emsteck belegene Pertinentien als: 1) Das Buddendieksche Erb. in Emsteck mit dabep, obhandenen Garten. 2) Ein Stück Bauland# 6 Schesfel Saat auf dem sogenennten Strickskampe an der Seite des Schlotmannschen Kamps. 3) Ein Stück zu 2 ein halb Schaffsl Saat hinter dem Gästgarten zwischen Pastorat- und Märtens Lande. 4) Ein Stück 2 2 Sch. Saat an Wemers Wege wischen Abelen und Bubdekenkande beiegen, und auf die Winkels zuschiessend: 5) En Stück a2 Schessel im Gaten Kampe Abelen und Pauorat Lande. 6) Ein. Stück a 1 ein halb Sch ffel Saat am Dielwe. gezwischen Kühlings und Joh. Schütten de. 7) Ein Stuck 2 ein halb Scheffel Saat auf Pasters Eindern zwisczen Aselen und PaKoratlande, und 8) ein Stuck a P Bord Saat beym Heiligen Häutchen, aus einem Pfandrechte, obsonstigem Grunde rechtlichen Anspruch haben oder zu haben vermeinen, werden hiemit edickalter zum isten, 2ten und zteu mal verabladet, um am Freytag den 26. April Rachmittags 1 Uhr dahier im Rathhause persönlich oder durch geuugsam Bevollmächtigte zu erscheinen und ihre deranetwa habende Ansprüche und Forderungen vermits Bepbringung darauf sprechender Orizinal= Urkunden gehörig zu proponiren mit dem Verwarnen, daß die Nichterscheinende sonst damit auf immer präkludirt, und ihnen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden son wornach sich ein jeder zuachten. Gegeben zu Vechte den 23, März 1799. Ad Mandat: D. Judicis Defemenf. Keppel, Erschbr. II. Gerichtliche Notificationen. Oabey bem am eten Märt l. J. vorgewesenen öffentlichen Verkauf der Gebäude des im Kirchspiel Herzfeld belegenen adlichen Hauses Middelburg das quoad luperficiem zum Abbruch mit ausgesetzte Prinzipalhaus unverkauft geblieben jedoch der PhilippKleine aus Hovestadt unterm 26sten März l. J. ein tausind Rthl. dafür geboten; Sowird aus Befehl der Hochfürstl. Münsterischen Regierung hiemit bekannt gemacht, daß, wenn innerhalb sechs Wochen vom Tage des geschehenen Gebots an gerechnet beym Protokoll des Ends. untergeschriebenen Regierungs: Secretarii keiner dafür ein mehreres bieten möchte, ge dachtes Prinzipalhaus Miödelburg unter den am fen März in actu bekannt gemachten Conditionen(welche beym Protokoll des bemeld ten Rezierungs. Secretarü sowohl, als auch beym Prototol des Herzfeidschen Gogeriches eingesehen werden können) dem Philipp Kleine für das gethane Gebeth zuglschlagen und aljudicirt werden soll. Decretum in Confilio Mänster den 3. Apeil 1750. F. Borggrere, Reg. Sekret. Die Inquisiten Anton Rünning und Bernd Lageman aus Haseiünne haben am 3o. März l. J. Abend Gelegenheit gefunden von hiesigem Amthause zu entfliehen. Der Anton Rünning ist an die 40 Jahr alt, kleiner gedrungener Statur, hat helerannes winiges struppiges Haar, verzertes Gesicht trübe rothe Augen, Kammelk sehr und trug einen grünen Rock und schwarze Hose. Bernd Lageman ist an die 3o Jahre alt mittler Größe, hat dunkeles, etwas krauses Haar, blasses geschwollines blatternarbigen Gesicht, dunkele Augen, aufgeworfnen Mund und krug einen blauen Röck und Hose. Jede Obrigkeit wird daßer ersucht, vorheschriedene Inquisiten im Betretungsfalle zu arrekiren, so dann davon am hiesigen Gerichte beliebigs Nachricht zu ertheilen. Sign. Meppen den 6. April 1799. Gericht dasilbst. Alm Donnerstag den agsten April l. J. gens 10 Uhr sollen dahter aufm Rathhause am gewöhnlichen Serichtsplatzt das dahier am Freckenhorster Wall belegene, dem Gerb. Herman Tertelte zugehörige Wohnhaus Nro. 240; welches auf 2so Rthl., sodann der außerhalb der Freckenhorster Thor in der Rüdenschläppe gelegener Garte s# auf 45 Rehl. wie auch der aus der Emdspforte an dem Wege nach Mitte hin liegender Sart=, welcher auf 80 Rthl. ästimirt, den Meistdietenden gerichtl. verkauft werden. Sigv. Warenderf den 19. März 9. Bonfen, Grschhr. III. Vermischte Nechrichten. Dächstkünftigen Montag den rsten April u. e folgenden Tagen Morgens9 und Nachmittags 2 Uhr soll in dem Wohnhofe weiland Hru. Domkapitularen von der Horst eine goldene Tabatiere, Etm„Reitstock mit goldenem Knopf, und sonstiges Gold und Silbergeräeinige Medaillen, Tafelahren, Porcellain worunter ein vollständiges Taftlservice mit Glumen obhanden in Kupfer, Zinn, Tische, Srühle, Schränke, Komoden, Bureaux, Spiegel, Kanapes, Jagt flinten u. Büchsen, 4 Ofen mit Pfeisen, Bettladen mit Behang, Matratzen und Bettwerk, Tischzeus von verschie. denem Muster, geschn und ungeschnitten Leinwand, Kleidungskücke, Malerepen u. Kup“ ferstiche Blumen in Töpfen, eine Kutsche, ei ne Birutsche, 2 Fischgarn und einige Fucken: 4 Ahm Rheinwein, auch Bücher, deren Verzeichnitz beym Intellig. Komt. gratis zu haben ist, und letztsich eine Kilchgebinde Kuh, und ungefähr4 Haufen trockenes Breanhol; meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden. Kxecutores. Dienstag den röten April Nachmittags ** Uhr soll das auf der SalzKraße Nro. 68 gelegen: Haus vom ganzen Dienst, welches der Wittid des Schreiners Okkers zugehört öffentlich aus der freyen Hand dem Me stkietenden verkauft werden, dasselbe ist vorne massiv ausgefähet, und durch und durch fest durchgebaust ,übrigens ist es zu jeder Art von Gewerbe eingerichter uno nibst einem Gehöfde befindet sich daran eine gerchumige Stallung, die noch oben drein zur Gemächlichkeit eine Waschküche enthält, die fernere innere Einrichtung können Liebhaber4 Tage vor dem Verkaufstermin besetzen. Brune, Notar. Mr. Alchendorff vient d’imprimer deux “ e x c e l l e n s l i v r e s d e d e v o t i o n, e n f r a n çois: Caradtères de la vraie dévotion,& Les Maximes spirituelles, avecdes explicstions, par Mr. l’Abbé Grou en 2 volumes in 8. Ceux qui voudront les acheter, pourront s’adreffer, ou à Mr. Alchendorff mpri; m e u r p r e s S t. L a m b e r t, r ü e d e D o m i n i c a i n s, oua Mr. Theifling libraire, pres lepont de Notre Dame, ou au Pére Victor Récollet françois; chez les Franciscains. (Feiß ein Vorrath von jungen seinen Bu## baum für billigem Preiß zu verkaufen. Das Intellig. Komt giebt Nachricht. (Hieben eine Beplage.) Verlage zum Münsterischen Intelligenzblat: Nro. 30. 1799. Alus Befehl des Herrn Bografen Dokt. Bl. # schopinck wird biemit der wegen Holz. Entwendung sich sehr verdächtig gei#achter und seinen, Wopnort verlassiner Kötter Köster. kamp K. Diestedde hiemit edictaliter veraoladet, in Zeit 6 Wochen, wovon selbem 442aat für den ersten, 14 für den zweyten, und 14 Tage für den letzten Termin anbestimmt werden; am Hochfücstl. Strombergschen Gericht persönlich zu erscheinen, und auf die vom Fisco wider selben übergedene Inquisitions. punkte zu antworten, und zwar unter der Verwarnung, daß im nicht Erscheinungfalle die Inquisitionspunkten wider denselben für bekannt gehalten, und auf Aurufen Fisci das fernere Rechtliche erkannt werden soll. Sign. Stromberg den 10. Märt 1799. Callenberg, Ad. Menn inz einer Kirche Meßgewänder verlangt werden, so sind dey mir zwey neue Meßgewände von weissem englischen Mohr mit reich goldenen Stoff und feinen Sold besetzt mit sämmtlichem Zubehör zu verkaufen und können gleich gebraucht werden. Brune Rot. wohnhaft in der Pferdstiege. der nuterm 18ten Jan. I. J. auf den aten März angesetzt gewesener Verkauf des hiernach beschriebenen Hauses damals aus fl. chern Ursachen nicht vor sich gegangen ansetzt aber ingefolg fernern Resoluti der Herren Domvikarien soll das aufm alten Fischmarkt Rro. 92 und 93 zu allem Bewerbe sehr gut belegene Haus mit Stallung pud Hahilater liegenden Hehöfde r wische von wepland der Wittib Frau Regtstratotirn Dete ken bewodnt gewesen setzt aber von den Erben gedachter Frau Wittid Dettea vermög getroffenen und gerichtlich raktficirten Vergleich der Burfar Dominorum Vicariorum übertragen und von den beeideten Seadte: Maner zun Zmmermetstern zu 1775 Rthl, ästiwirt, am Samstag den izien Aprst 1. J. Nächraitges wey Uhr im Hause daselbst öffentlich dem Meisthletenden verkauft werden, und kann der halde Kaufschilling gegen 34 pro Cent in dem Hause zinsbar stehen bletben; die übrigen Bedingnissen find dev Endesgeschriebenen, der welchem auch die Schläfstl des Hauses obbau. den, näßer einzusehen. Münster den 3 April 2799. B. J. Meyer, Aktuar. Congreg. D. Vicariorum fummee dis „ Monaster. wohnhaft an der Pferdestiege. Am Freptag den 19ten April Morgensh und ** Nachmittags 2 Uhr sollen in meinerin der Pferdestiege beligener Behausung eine Quentität Brillanten und Rosetten, sod ann Silbergeschirr Kark virgoldet meistbietend verkauft werden. Brune, Notar. Dachbeschriebene im Hochstift Münster und ** Amt Bocholt belegene Pertinenzien len in terminis Dienstag den soten April, und Mittwoch den 1sten May leufenden Jahrs, jedesmal um 2 Uhr Nachmittags in der Stadt Bocholt an der Behausung des Gastwirthen Uefflag in der Schwane, öffentlich den Meistbietenden zum Verkauf ausgesetzt werden: 1) Der Hesseling= Hof; der ein ganzes und schatzpflichtiges sonsten allodiales Erbe, und ungefehr 42 Morgen groß ist. 2) Der Hütshof, der ein halbes kontribuables, aber zehntfreyes und allodiales Erbe, und ungefehr 26 Morgen groß ist. 3) Der allodiale große Bucholdische Sack. zehnte, der auch unter dem Namen des Beyheim= Appeldotn- und Empelschen Zehnten bekannt ist, und in der Stadt Bocholt, in den Kirchsprengeln Bucholk, Dingden und Rhede, und in der Stadt Werth jährlichs um Marien= Lichtmeß zu ungifohr 70 Malter Roggen, 8 Malter 2 Schie I Sp. Serste und 3 Malter r Schaffel 1 Spint Hafer, alles Bocholtscher Maaße, erhoben wird. Zur Nachricht Hersenigen, die Lust haben, diese Gärer anzukaufen, dienet, deß der in zwey oder erey Theilen zersplit. gert, auch im ganzen zum Verkauf wird aus. geboten werden, und die Herren Hefräthe Noél und Teroerde in Anholt auf Verlangen die gehörige Auskunft sowohl über die Güter selbsten, als über deren Verkaufsbedingungen gehen meiden. Heut Morgen um 9, und diesen Rachmittag e um 2 Uhr, wir auch folgenden Tagen wird in dem aufm alten. Fischmarkt Nro. 394 #.legenen Hause allerhino Hausgeratb, als Beitwerk und Linnen, Kupfer und Zinnen Stühle, Tische, Schlänke, Spiegel, Koffir, und sonstige Meudlen meistdietend gegendag# Zahlung verkauft wirden. 3. Schürman, Notar. O#gatrück. Beym Oeganist Veiemann ist zu haben: Freyherrn Max von Droste Hälshof 3 Violin=Quartelten op. I. 1 Rthir. 8 Sgr. d Variationen D dur fürs Klavier op. z. 20 W r Joseph Haydn sämtliche Klavier Compositio. nen; jedes Heft gestochen von 25 bis 27 Vogen 4 Redl. für den, der sich verbindet 16 Helte zu nehmen, und jedes Heft vorausbezahlt. Der Ladevpreiß wird 3 Rihlr. 12 Ggr. ston. Das erste Heft mit Hayöns Biloniß töck bald heraus„ Porto von Leip= zig bis Ossabrück wird nicht bereronet. Desich zu die durch biesiges Intellig##bl#tt schon bekannt gemachte, dem Steinhauermiister Schmitz gehörige, auf der Jüddefelder Straße No 287 belggene, wit einlm greßen Gart n und einem Hinterhause versehene, überdaupt auch wohl eingerichtete Behhusung bereits verschie dene Käufer gemeldet, so soll gesogte B hausung mit Zutehör am Dinstag den zoten lufenden Monatt April dem Meist. bietenden unter annehmlichen Bedingnissen öff ntlich verkauft werden. Karflurige dlie. den sich also an erwähntem Tage des Morgens 9 Uhr in mehrbesogter Behausung eich#ft den. m Donnerfag den 18ten I M April, Mörens 9 Uhr, sollen dey 3 Uern Lohman, im Kichspil Amlebühren, rächst an er schter Kurib=ode Laselbe delegen, ohngefeer 2e## Busche: mit dem Meisige oih verkauft wer den. Kauflustige belieber sich auf obbestimm. vin Tag Ort und Stunde einzufiaden. Ein Zulast oder 4 Ahm pralten kostbarsten * Rinzauer Rheinwein und 2 Zuläste Johaunesberger Wein de 1794 sollen am Freytag den naten April Rachmittags 2 Uhr in meiner in der Pferdestiege belegener Bihausung meistdietend verkauft, und konnen die Proven gleich Nachmittag davon genommen werden. Brune Notar. Ardenn Jemand einen Verwatter auf einem Guthe innerhalb ein Jahr verlangt welcher auch die Ewonitur zugleich zu übernehmen im Stande ist; selber hat aus Gelezenheit, für ein Jahr der Gefälle des Guths einen Caventen zu stellen; ein(olcher ist ocym Intellig. Komt zu erfragen um weiter dessen Umstände zu erfohren. Am 8ten dieses Monats ist auf der Königssraße ein Geldfink verlorin. Diesenigen, so ihn gefunden, und denselten bey der Frau von Ketteler wiederdringen werden, haben eiue anfehnliche Blohnung zu erwarten. II a été perdu le g. de ce mois un bouvreuil dans ia rüe royale; on promet'une honnéte recompenle à ceux qui le retrouveront& le rapporteront chez Madame la Baronne de Ketteler. Reom Buchbändier Theißing ist zu haben: * Mbliotheca Monasterienfis, Gve notitia de Scriptoribus Monasterio- Westphal. congeflit Frid M. Driver##. 12 Syr. Auf dem Hause Harkökten Koiffscher Seits dlehreine große kupferne ungefähr 8 Tonnen enthaltende Braupfanne aus fritzer Hans zu verkaufen. Lusthabende wollen sieh dieserhald milden bev M M Pcg * Kannegiesser, Rentmeister. Alm Montag den#astin April l. J. Rachnriee tags 3 Uhr sollen auf den. Kischhöft iu Nienberg= mit der dazuset forderlichen Bini#ligung und vorzulet##den Vereindaru####### große Embendäume den Moisibteren###n öfe teutlich enkauft werden. Kauflußige wollin sich dazuge# bemete en=Tag und Stunde#llde deli#igst, in fiaten. BeoA H. Den# i# zu heben best.r Scoondrver Salm, so# ann auch frische Zwöller Bückinze, gure alte Detinge, wie auch noch käuschere und verschiedene anders Sorten Kac, bester neuer Loberdan bey ganzen Ei(chene 6 Pf. vor 1 Rthir. Es hat iemand ein Buch, betitelt: Der betbende Christ am Eade des 18ten Jahrhunberts, ausgelieben, ohne sich mehr zu erinnern an wig. Der es hat, wird gebethen, es wieder. entweder am Intell. Comt. oder an icm dessen Rame vorn im Buche steht, zurück zu geben. Avant quelque tems quelqu'un a prété# ** quelau'an de fa connoiffance un livre intitulé: Dir betdende Christ em Ende dieses 18ten Juoroun erts, commeilne se feuvient plus du nom de celui 2 qui illapréte, ni si cett à un emigré françois qu'il ra préte, iI prie celai quil’aura par hazard dele luirendre su plutörpolhible ou de le porter au burreau de la gazette. Son nom elt écrit älatéte de se livre. I##erwichenen Sonntag ist ein kleines Gebeth= Buch französisch und lareinisch, in der Domfirche verlorin gegangen, auf dem innern Deckel ist eine Bla me gemahlt. Der Finder wird gedethen, solches an Heern Spickerman, Schnetdermstr. auf, er Frauenstraße No. 237 gegen Teinkgeld abzug=ben (Es wird dahier ein Hausknecht verlangt, der * mit Pfirde umzug ben weiß, und gleich in Dienste treten kann. Das Intell. Comt. giebt Nachricht. Ich Unterschriebener zeige an, daß bey mir in Telgre den isten May mit der ersten Leinwanosbleiche der Anfung gemacht wird; ersuche daßer Genner und Freunde, mir der. gleichen; es sete BB'ldwerk oder Garn, vor dem rsten Mw auf der Hochfürstl. Telutischen Bleiche ein uschicken. B. 9. Schwaar, Bleicher und Sastwirth am Em sthor in Telgte. Todten= Anzeigen. (E.s hat der unerfo schlichen Vorsicht gefallen, meine innigst geliedte Gartinn, An a Elisaberb, gedobrne Linde, am Zien dieses in ih. rim6###en Jhre ver wir zu einem b fleen Le# n ao.uorern. Nach einem nr, Friyiähhig. n Krunfenla##r verschied dit Selige an der Folgen iner tansjährig ousgehanderon Gicht. krankheit, u.it ollen heil Sterkeiakrame ten versehen, völlig ergehen in dem Will.nihres Ich ertülle hiemit die traurigste Pfliche allen mein n Aewandtenu gun den diesen mir höchst schmerzlichen Vikluß zu benachrichtigen, und alle meinen Schue### erneuernde Bepleidsversicherungen mich verbittend, empfehle ich die Seele der Abgestordenen ihrem Gebethe, mich und die Meinige aber der debarrlichen Freundschaft. Kloppenburg den 6. Aprli 1792. Bernd Anton Schenkberg. Oem Herrn über Leben und Tod gestel es, am asten März Rachmittags 1 Uhr unsere innigst Jeliebte Mutt#r Maria Christina Voß, gedobine Wessendorff, im Gasten Jahre ihres Alters, nach einer langen geduldig ausgestandenen Auszehrungskrankheu, mir den heiligen Sakr=menten versehen zu sich in die Ewigkeie zu berufen. Diesen für uns so schmerzhaften Verlust machen wir hiedurch unsern sämtlie chen Anverwani tin und Freunden schuldigst bekannt, empfehlen die abgeschiedene Seele in ihrem Gebethe, und uns zur fernern Freundschaft. Mitelen den I. April 1720. Geschwister Voß. gestel dem Allerhöchsten, meine liebe F au, Paulina von der Beck, am zoren Mert Abends um 7 Uhr nach einer gebuldig ausgestan denen Auszehrungs=Krankbeu, in dem 4usten Jahre ihres Alters, nachdem sie mehlmalen mit den beitigen Sterbeiskramenten versehen, zu sich in die Ewigkrit abzufodern. Dieses. für mich und meine Kinder äußerst schmerzhaftin Fall, mache ich meinen Anvirwandten und Freunden büdurch schuldigst bekannk. Uebe zeugt von ihrer Theilnehmung, verbitte mir alle Bepleidsbezeugungen. Düllmen am Zisten Mert 1700. S 3. A. Weödige. Vermischte Neuigkeiten. Brünn, vom 26. Mä. Am 24sten dieses traf Se. Excell. der euf. sisch kaiserl. Feldmarschall, Graf von Suwarew hier ein sein Aufenthalt dauerte nur einige S tunden, und schon Mittags sitz eer seine Reise nach Wien korr. Die Rugurde, diesnd=rühmten Mann zu sehen, wachte, taß sich eine Meune Einwohner vor dem Gasthofe versammelte, und als der General in seinen Wagen stieg, ihm ein lautes: Es lebe Suwarow! zurjef. Der Gener### von dieser Herzlichkeit der Brüner gerührt, erwiederte diesen. Furuf mit einem Es lebe Paul und Fraui der weite! welches von den Anwesenden wiederHolt wurde. Hierauf wandte sich der General an dit Versammlung, und dankte dem Veike für seine gute Meinung für ihn; er sagte; er wäre auf Befehl seines Kaisers gekommen, und er wirde sich bestreben, Paul und Franzens Vertrauen zu enesprechen„Bethet, gute Leute schleßer, heut am heil. Ostertag, daß Gott mich und dieWaffen unserer gütigsten Beherrscher segne!" Es lede Franz! Es lede Paut! Es lebe Suwarow! Konfankinopel, vom 6. März. Da am zten Februar das Bombardement von Al=xandrien in Aegypten von den englischen-Schiffen angefangen wurde, soward den dasigen neutralen Fahrzeugen erlaubt, von da abzusegein, jedoch odne französtsche Effekein und Papiere mit sich nehmen zu dürfen. Die Einzahl der übrigen Schiffe im Hafen vonüle. xandrien, in welcher Stadt sich auch eine anKeckende Krankheit geäußert hatte, und wo die Gernison aus 300o Franzosen bestand, belief sich auf z25. Das Bombardement, welches die Englander machten, war fürchterlich. London, vom 19. Merz. Die Rezierung soll Nachricht erhalten haben, daß die französische Flotte; welche jetzt in Brest liegt und aus## Linienschiffen besteht, völlig seegelfertig sey. Man hat die Matrosen von allen kleineren Fahrzeugen aus Habre und Cherbourg genommen, um diese Flotte zu bemannen; auch ist neue lich dort eine große Konvoy aus Bourdeaux mit Schiffs=Vorräthen und Truppen eingeangen. Man nimmt für gewiß an, daß iese Flotte nach Irland bestimme ist. Es heißt, in der innern Rbede von Brest liegen noch 12 andere Linienschiffe, die man eiligst ausrüstet, und mit Matrosen von den Fischerfähnen längs der Küfte bemannen wird. Die Admiralität ist auch benachrichtiget worden; daß die holländische Florte im Texel zum Auslaufen bereit sey. Wien, vom 27. März. Der Zeldmarschall Snwarow befindet sich noch hier, und sowohl bey Hofe als von Seiten dir hiesizen Generalität, mit der er sich fleißig bespricht, werden ihm die größten Ehvenbezeugungen erwiesen.“ Erkennt keine Bebürfnisse, und daber ist seine Lebensart ganz eigfach und ohne alle Bequemlichkeit. Er hält tägtich nur eine einzige Mahlzeit, genußt aber nicht meor als 2 Speisen; schläft in keinem Bette, am allerwenigsen auf Federn, und leidet nur wenige Meutles in seinem Quartier. Er hält keinebesondere Pferde für seine Person, sondern die Pferde der gemeinen Colacken mit dem nämlichen Reitzeug reiteter am liebsten; daher geschiett es oft, daß eben das Pferd; welchre gistern einen geneie nen Cosacken getraßen hat, heute von dem Feldmarschall in der gestrigen Rüstung geritren wird. Bey solch gemäßigter Einförmigkeit genteßt er dey seinen hohen Atter noch eine jugendliche Munkerkeit, so, daß in Ansehung der Leides und Geisteskräfte ihm viele Weichlinge von halb so vielen Jahren weit nachstehen. Das Rußische Mititär schötzt ihn über alles, und hegt die größte Ehrfnicht gegen ihn, so wie er im Segentheil in solchem Militär ganz lebt. Pfullendorf, vom 28. Merz#####— Die Hauptschlacht zwischen der Ertherzoglichen und Jourdanschen Armee in unserer Nachbarschaft fieng schon am er. d. an, nachdem am 20. den ganzen Tag geplänkelt wurde. Der 2I. entschied zum Vortheile der Kaiserlichen, und die Frauzosen zogen sich aus ihrer vortheilhaften Stellung bey Ostrach und hier zurück. Dies war aber erst der Anfang der Schlacht: das Gefecht dauerte am 22. 22. und 24. mit geringerem Nachdrucke und, selbst mit abwichselndem Glücke zwischen den beyHerseitigen Avantgarden fort. Endlich am 2s griff Erzherzog Karl den Feind, der 65000 Mann stark war, nuerdings an und endete durch einen glorreichen Sieg die Stägige Schlachk. Dieses Tage kosteten vieles; das Blut floß' auf beyden Seiten in St=ömen. Erzbersog Karl war überall wo die Gefahr am größten war; aber der Himmel schien seinen schützenden Engel ihm an die Seite gestellt zu haben; denn er stand mitten unter dem größten Kugelregen fest und unberührt.— Das k. k. Felopsstamt befindet sich noch hier, wird aber auch dieser Tage vorwärts gebent,