Anno 1700 Münste“ 6. Intelli Nro. 10 Kuhrfirstl. gnädigstem Privilegie. Freytag den r. Februar. I. Citationes edistsles. Nus besondern Befehl Sr Hochwürden 5rn, Officialen des geistlichen Hofserichts ordenklichen Richters, werden alle und jede, welae an dem Gerd Schwarte zu Emsdetten einigeAnsprach oder Foderung haben, oder zu daden vermeinen, hirmit ein für allemol edictaliter verabladet, um innerhalb 6 Wochen nach Bekanntmachung dieses ihre an obgedachten Exploranten habende Ansprüche und Forde. rungen bey biesigem geistlichen Hofgerichte durch bevollmächtigt= Anwälde zu proponiren und mittels Offenlegung darüber sprechenden Urkunden obsonstigen Beweisthümern gehörig zu rechtfertigen, mit der Verwarnung, daß ihnen ansonst ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll. id eteichwerden vorgedachte Gläubiger biemit auf den 18ten künftigen Monats März versbladet, um alsdann vor hochgedachtem # Feialen in dissen gewönlichen Wobnhofe Morgens um 9 Uhr in Persen oder durch Ssoislss P#plmächtigte fürhaupts beos Selgend„Strae in ericgemen, sodann u lehen und zu hören, daß zwischen ihnen und eplorauren ihrer Fo derungen halber ein gük. licher Verzkeich versucht werden soll; mie der Honst aufe) Auenie ug rofnende Vergleichsvorschlägesich bestimmt nicht Erklärende pro Consentientibus und die Vergleichsvorschläge für angen Ninen gebalten werden sollen; woben zuSener s##n Stcäubigern btemit zur Nachricht ohnverbalten wiro, das auf Ansuchen oderwähnten Exvloranten Gerd Schwarte die TemPorst—vivition dergestalt, daß solche auf Virgleiche in Termino sofort wieder eingezogen werden soll, erkannt: netengroal allesberänsen, gxng in. Wöocerdmnze Suc 8462 Ad Speciale Mandatum R. D. Officialis Funcke, caufe Ad. Stee ee a bie von dem Kunst. brechster Ferdinand Freitag an den biestaen Weshärber Jositgg Rencken verkaufter, aufm Spiekerhof Kro. Kat. 8 Jüddefelder kayschaft beligener Behaufuns Anspruch und Foderung haben, oder zu haben vermeinen, zumitten mal edictaliter verabladet, um sothane Anuae eche. bey diesem Hochfürstl. Stadtgerichte unter Strafe ewigen Stillschweizens vorzubringen und zu rechtfertigen. Signat. Stadtzericht Münster den 2s. Januar 1799. Wattendorff, Grschbr. Alus Befehl des Herrn Sografen zu Stromberg und Oelde Dokt. Bischopinck werden hiedurch all= und jede Creditoren, so einige Spruch u. Forderungen an den Brandtweins. brennern Joh. Bernd Kintrup in Ostenfelde haben, oder zu haben vermeinen, hiedurch zum ersten zweyten und dritten mal offener Edikkalweise vor und abgeladen um in einer peremptorischen Frist von 6 Wochen(wovon ihnen 14 Tage für den rsten, 14 für den aten und 14 Tage für den zten und endlichen Termin bestimmt werden) ihre an gedachten I. Bernard Kintrup oder dessen Güter habende, oder zu haben vermeinende Foderungen durch genugsam bevollmächtigte Anwälde bey dem Gerichte zu Oeldenach Vorschrift der DiskusKonsordnung unter Strafe ewig. Stillschweigens zu proponiren und vermits Uebergebung in Händen habender Beweisthümer zurecht. fertigen. Signat. Oelde den 23. Jänner 1799. Callenberg, ACt. Befehl des Herrn Gografen zu Oelde Dokt. Bischopinck werden auf von Johan Heur. Bödeker, Fuselbrenner zu Enniger, abgestatteten Diskussions Solennien=sämtliche an dessen Güter einen Anspruch habende oder zu haben vermeinende Gläubiger hiemit zum Isten mal ecictaliter verabladet, um auf den Dten Tag nach Verkündigung dieses am Hochfürstl. Münstr. Oeldischen Sogerichte zu erscheinen, ihre auf und an gemeldte Güter babende Ansprüche und darauf stimmende Ur. kunden unter Strafe ewigen Stillschweigens gerichtlich vor und einzubringen. Signatum Oelde den 24. Jan. 1799. Callenberg, AG. II. Gerichtliche Notificationen. Aus Befehl eines Hochwürdigen Mänsteris. ** Domkapitels verordneten Herrn Richters und Sografen Sogerichts Backenfeld Dokt. Wemhof wird hiemit bekannt gemacht, daß am Mittwochen den öten Febe. l. J. Morgens 11 Uhr dahie in der Keppe aufm Domhof des bey diesem Gerichte aufbewahrte Testament des ehemaligen Pächtigers Joh. Bockelmann auf der Insul St. Lamberti auf Anrufen des Christan Bernard Dieckmann gerichtlich pub. lizirt werden soll, woben also den etwa einiges Interesse hiebey zu haben Vermeinenden und Anverwandten zu erscheinen freygestellt wird. Signat. Münster den 25. Jau. 1799. F. A. Singor, subst. Grschb. Aus Befehl eines Hochwürdigen Münsterischen Domkapitels verordneten Herrn Richters und Gografen zum Bakenfeld Dokt. Wemhoff wird hiemit bekennk gemacht, daß am Dienstag den ebsten Februar Mörgens 10 Uhr die im Dorf Roxit belegene ehemalige Kintrupsche Behausung, die Kiem genannt sam: Nebenhäuschen mit Zubehör, woraus jedoch sichere beym Protokolle des untergeschriebenen Gerichtschreibers näher zu vernehmende Preestanda an dem zeitlichen Herrn Pafloren zu Roxel zu entrichten, sonst aber schatz. frey sind, in loco dem Meistbietenden gerichtlich virkauft werden sollen. Kauflustige werden auf besagten Tag und Stunde eingeladen. Münster den zo. Jan. 1799 De Mandato D Gogravii Singor, subst. Grschbr. wird hierdurch von Gerichts wegen be* kannt gemacht, daß der in Convocations. sachen des Brandtweindrenners Joseph Wilm. sen zu Rheine contra quoscunque Creditores auf den rsten Februar l. J. zum Vergleichs. Versuch angesetzte Terminus. aus eingetretenen Umständen auf den isten Februer Morg. 9 Uhr prolongirt worden; wirhalb die in der schon geschehenen Bekanntmachung bemeldte Creditorés peremptorie anmit verabladet werden um auf besagten Tag und Stunde an des Hrn. Richters Wohnbehausung-in Person oder durch hinlänglich zur positiven Erktätuug Bevollmächtigte dey Strafe Aberkennung der Zinsen zu erscheinen, elsdann zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und Conbocanten Joseph Wilmsen ein gütlicher Vergleich versucht werde, unter der Verwarnung; daß die alsdann nicht Erscheinende, obsonst positive nicht Erklärende pro Confentientibus gee halten seyn sollen. Signat. Rheine den 23. Jan. 1799. Ad Decret. D. Judicis Nierman; Grschbr. III. Gestohlene Sachen. Inder Nacht vom 27. auf den A8sten dieses Monats Jänner sind dem hiesigen Wirthschafter Weerland aus einem Koffer in seiner Schlafkammer mittels Aufschiebunz eines Fensters 27 Stück Kronenthaler, wovon sich am 2ten Tage darauf acht Kronenthaler in zwey verschiedenen Tuten auf einem sichern Orte seines Hauses wieder vorgefunden, diebischer Weise entwendet worden. Wer den Thäter dieses Diebstahls dem hiesigen Gerichte glaubhaft anzeigen kann, dem wird unter Verschweigung seines Namens die edirtwäßige Belohnung zugesichert. Wolberk den 30. Jan. 1799. Zumbusch sudst. Erschbr. IV. Vermischte Nachrichten. Auf von einem Wohllödlichen Magistrate * der Stadt Osnabrück anher erlassenen Rquisitorialen wird gegenwärtiger Steckedrief öffentlich bekannt gemacht. Signstum Stadtgericht Münster den 20 en Jan. 1799. J. B. Wattendorff. Seschbr. Steckbrief. De der angiblich aus Soeßt gebürtige und seit einigen Jahren dahier etablirt gewesene Strumpswürker Heinrich Flamme, mit Hinterlassung beträchtlicher Schulden und zum Nachtpell mehrerer öffentlicher Cassen aus denen er unterstütztt worden, am Montag: den arsten dieses von hier entwichen in, und um so mehr daran geleger, sich des##en Person zu versichern, da aus den vorkommenden Umsänden deutlich abzunehmen, daß derselbe seine Fluche schon seit einiger Zeit vorbereitet gehabt, mithin als ein vorsetzlicher und böslicher Betriger anzusehen sey; so werden von Uns Bürgermeister und Rath der Stadt Osnabrück alle Obrigkeiten in fudlidium juris,& fub oblatione ad reciproca biedurch ersucht auf den gedachten Flammen (welcher 8 Losl preußische Maaßlang, gegen 40 Jahr alt, hager und von ernsthaftem Ansehen, sonst sehr beredt ist, eine gebogene lange wase, starken Barth, schwarze in einen Zopf gebundene Haare, auch einen Karken Backenbarth hat, und die vordern Haare iu den Seitenhaaren herabteppirt trug, bey seiner Entweichung mit einen weißlich blau melkirten Ueberrock, worin gesponnene Kamel= haarn=Kuöpfe von der nemlichen Farbe befindlich buntermanschesternen Weste, grünglatten manchesternen Beinkleidern, weichen aufgezogenen Stiefeln, großen dreveckigten Huth mit einer schwarzen Kokarde, schwarzen seidnen in einer Schleife gebundenen Halstuch, und außerdem mit einem dunkelblauen mit hellblauem Velp aufgeschlagenen sogenannten Paul Jonas, oder Schanzläufer, bekleidet gewesen, sonst auch wohl ein dunkelblaus oder dunkelbraunes Kleid und runden Huth trugs und wahrscheinlich einen braunschweigischen mit Fellwerk überzogenen Reisekoffer mit sich führt) nicht minder dessen Frau und etwan rojährige Tochter; falls auch diese sich bey ihm befinden möchten, ein genaues Augenmerk zu haben, ihn und dieselben im Betretungsfalle zu arrkliren= und Uns davon bald möglichst zu benachrichtigen. Decretum in Senatu Osnabrück den zaken Jans 4799. In sidem Struckmann, Secr. Am Montag den aten Februar wird in dem . Schlosgarten Hahier eine Quantität Busc, en und Haufholz den Meistbietenden ParKauflustige haben sich daselbst Nachmittags 2 Uhr einzufinden. Der von Untergeschriebenen in den vorberi.. 9en Zeitungen angekündigte Holzverkauf in der Aulendötper Mark auf der Beerlage ist wegen inzwischen von ihm getroffenen andern Verfügungen gänzlich eingestellt; dagegen sellen aber iu chem Busche, die Eckern genanne, # auf der Vierlagt obnweit der Stadt Billerbeck sehr dickstämmige Büchen am aten dieses Monats aufm Stamme meistbietend verkeuft werden. Kauflustige belieben sich am zten dieses Monats Morgens 9 Uhr in dem Eckern Busche einze finden, und allda die Bedingnissen zu virnehmen. Münster den rsten Sebr. 1729. S 19 J. Olfers Dokt. Biar. a9sten Januar ist auf der Promenade = zwischen Ludgeri und Servatii Thor eine silberne Hosenschnalle gefundens der Kinder ist beym Intellig. Komt zu erfragen. Au Freptag den rsten Februar von Mor9 Uhr an und allenfalls folgende Ta gesollen auf dem Hause Duderstadt ohnweit Löningen einige Braugereitschaften, als ein großer kupferner runder Braufessel von unge6 Tonnen groß, Pfundweise, sodann 2 Büdden Hopfenkorb Trichter Dulte und so mehr, dann eine sichere Quantität Eichen Büchen= Erlen= Birken und Kieferstämme meistbietend verkauft werden, wozu sich Jah. lungsfähige Liebhaber einfinden können Klop. penburg den 22. Januar 17%. Beckering von Schmisingscher Rentmeister. Ach Endisunterschriebener mache meinen Freunden und Gönnern bekannt, daß ich gegenwärtig mein vem Hru. Enzzand auge. kauftes Haus auf dem Roggenmarkte bezogen habe, und fortfahre meine gewöhnlichen treiben in Conditor=Beckerep, Confiuiren, Bondous und allerley Zuckers#chen. Auch ist dey mir zu haben Punsch, Punsch. Extrakt, Arrock, Schweizer Kirschenwasser und alle Arten Liqueurs, Champagner Wein der ersten Sorte, englisches Orl, MalagaWein, Rheinwein, alter Wein, roihzer und weisser Franzwein, Pontack, und jeder Zeit fertige Kochbäckereyen, nehme auch hievon Bestellungen an, und verspreche die genaue. sie Bedienung in billigen Preisen. . 5 Arnold Marten. je soufligné fais scavoir à mes#amis& connoiflances, que joccupe uellement la maison que jlai achetée de Mr. Luzzano fur le marché an bled.& que je continue mon commerce de patifieries, confitures, bonbons& fuccreries de toutes fortes, de meme que de Punch, extrait de Qunch, rach, eau de cerifes de Suillegtoutes fortes de liqueurs, vin de Champagne de la premiere forte, oel porton Anglois, vin de Malaga, vin de Rhin, de vienx vinz' vin de France rouge& blanc, vin pontac,& je previens aufsi, que P’on trouvera chez moi des patifferies tonjours prétes& que je cemplirai fidelementau plus juste pris les commillions que l’on me donnera en ce genre. Arnaud.Marten. einen guswärtigen sowohl als einheimi. schen Freunden und Sönnern macht ich hiedurch ergebenst bekannt, daßich in Burgsteinfurt mich etablir uad bäuslich niedergelassn, alle Sorten von Sackuhren stehenden Pendulen u. Hanguhren sowohl selbst neu mache, und darauf Bestekzungannehme als reparire. Ichersuche daber diejenigen, so hirinn einiger Hülfe bemit ihren Aufträgen zu beehren, und verspreche dagegen schleunige Beoienung und. billige Behanblung, wovon Eich guch Sietenige überzeugen mößen, die bereits die Güte hatten, mir ihre Uhren in ArVeit zugeben, Buxosteinfart den 28. Jar. 99. E. V. Schröder Uhrmacher. Heute Nachmittags Uhr sollen in dem Com# mendegarten zu St. Johann einige bed auene zu Brettern, und einige zu Sparren mitstbietend gegen baare Zadlung verkauft Re el chobchen Geien cnchehe. a ui4 Emonin Hel za haben vornehmen Herrschaft außer der Berson den au Person bey Kindern verlangt; in Ansetzung diese nicht mehr ganz klein sind, sondern muß die Person nicht eine Kin ermagd, sondern eine Art Kammerjungfer abgeben; sie muf stricken, und bügeln verstehen; si erwa Schneiderarbeit und Klider Französinn seyn oder sie muß französisch sprrgeus von guter Auführung, untadelpoftem ni nicht gar zu jung seyn. Das giebt nähere kleinen bürgerlichen Haus# r u n g d a h l t g e g e n a n s t e h e n d e n O s t e r n eine Köchinn verlangt, die über ihre bisherige gut: Aufführung Zeugnisse bepbringen kann. Das Intellig. Komt, giebt nähere Nachricht. (Hieden eine Beplagz.)3 Veylage zum Münsterischen Intelligenzblatt Rro. rO. 1799.s Verzeichniß der armen Kranken, welche in nachstehenden Klöstern und Hospitälern der Barmberzsgen Brüder in der deutschen Provinz des heiligen Caroli Borromai im Jahre 1798 ohne Unterschied der Religioa aufgenommen und verpflegt worden. A-Als: Klöster und Hospitäler. Zu München in Bahern Reuburg in der Pfalt : Münster in Westphalen u# : M a n n h e i m i n d e r M i t t e l= P f a l z : N e u s t a d t i n O d e r S c h l e s s e n * Brachsal im Bisthum Speyer Deidesheim von Franzosen ruinirt. Da am nächstkünftigen Samstag die Rechnung wegen der von der Stadt Münster empfangenen Kriegssteuer geschlossen werden wird, so wollen diejenigen, welche noch in Rückstand sind, dieselbe vor dieser Zeit entrichten widrigenfalls wird man ste als Restirende aufführen müssen. (Es wünscht jemand gegen künftigen Ostern zwey Zimmer anzuheuren. Das Intellig. Komt. giebt Nachricht. Den. 28sten Jänner zwischen,7 und halb 8 ".uor Morgens ist vom Ende der Hörsterstraße bis an Mauritz Ther eine goldene Uhr verloren worden; derjenige, der sie gefunden, wird ersucht, sie gegen eine billige Gelohnung der Wittib Tggers auf der Hörsterstraße Nro. 1o8 zuzustellen. (Es ist ein neuer Violon oder Contrebaß bey „ Barenbrock auf Ludger Straße zu verkauKirchspiel Ueberwasser auf der HollenbeO cker=Straße sind zwev Zimmer mit gehörtgen Meublen zu vermieten, und können gleich bezogen werden. Das Intell. Komt. giebt 2c. Eswird ein Garten außer Servatii, Mauritz oder Hörsterthor zu mieten gesucht. Das Inkellig. Komt. giebt Nachricht. Rey Ahton Heinrich Deno ist zu haben bester O geräucherter Schoonhover Salm, auch frische gute Bücking= und Spierlinge, sodann beste bolländische Tafelkäse beste Eidammer= und Nagelkäse, auch kauschere Judenkäse. Heprathss Anzeige. 1Insern Freunden und Verwandten machen *“ wir hiedurch unsere den 2esten dieses auf dem Hause Körtlinghausen, mit Einwilligung unserer beyderseitigen Eltern vollzogene eheliche Verbindung pflichtmäßig bekannt. Max von Ascheberg zu Venne. Marianne Ascheberg; geborne von Weichs zu Kortlinghausen. Todten= Anzeige. Am 26sten dieses Nachmittags gegen 4 Uhr gesiel es dem Allmächtigen, meine zärtlich geliebte Ehefrau Anna Maria geb. Huesman, nach frühzeitig empfangenen heil. Sterbesakramenten, zu sich in die Ewigkeit zu berufen. Sie starb im a5sten Jahre ihresAlters und im „ I7ken unserer vergnügten Ehe. Ich zeige die. sen mir äußerst schmerzlichen Verlust meinen Verwandten und Freunden hiemit pflichtmäEig an virbitte jede Beyleidsbezeugung, empfeble die abgeschiedene Stele ihrem andächtigen Gebethe und mich mit meinen 2 Kindern ihrer schätzbaren Freundschaft und Gewogenheit. Warendorf den 28. Januar 1799. C. A. Rensing. Vermischte Neutgkeiten. Mayland, vom7. Jan. Man spricht von einem mit Reapel geschlossenen Waffenstillstande.„Auch heißt es, daß vorher ein österreichischer Offizier zu. Modena mit der Erklärung angekommen sey, daß, wenn die Frenzosen weiter gegen das Repolitanische vorräckten, die Oesterreicher die Feindseligkeiten bingen 1# Tagen eröffnen würden. Luctrn, vom 10. Jat. Unser Direktorium har aus Mayland die offizielle Nachricht bekommen, daß General Joubert din Besehl erhalten, die Operationen gegen Neapelzc. nicht weiter fortsetzen zu lassen. Wie es von neuem heißt hat gedachter General seine Entlassung genommen. Er war mit den Verschwendungen der Kommissairs, die in Piemont schon 2 Millionen Contributionen auf die Seite gebracht hatten, sehr unzufrieden gewesen. Wien, vom 16. Jan. Ein Hauptgrund, warum der französtsche General Serrurier seine Truppen aus dem Toskanischen zurückgezogen, war ein Brief des verewigten Prinzen von Oranien, worinn dieser ihm erklärte, daß„wenn er sich nicht zu. rück zöge, die Oesterreicher in Cisalpinien vor. rücken würden. Man glaubt, General Gelle. garde werde das Kommando unserer Italiä. nischen Armee bekommen. Der Sieg der Reapolitaner bev Viterbo hat sich bestätigt. Ein französischer General ward getödtet, und General Ruska blessirt, und mit einer beträchtlichen Anzahl Soldaten zu Gefanzenen gemacht. London, vom 18. Jan. Am Sonnabend liefen Briefschaften von der Bay von Honduras ein, wo die Spanter unser dortiges Erablissement angegriffen haben sollen. Die Regierans selbst hat keine Depeschen erhalten. Der Angriff wird verschie. den erzählt, aber folgendes scheint das richtigte davon zu seon: Letzten Auguß griffen die Spanier dieses Etablissement an. Es waren schon vorder eintge fruchtlose Versuche zu kande gemacht worden aber der letzte geschaß mit zo Schiffen von verschiedener Größe, und nach einem Streit von 2 Stunden ward der Feind mit großem Verluste zurückgerrieben. Wir hatten bloß eine Schaluppe von 18 Kanonen auf dieser Station, die der Kapitain Moß kommandirt, dem die Niederlassung vieles zu danken par: Die Spanier hatten sich 18 Monatt auf diesen Angriff vorbereitet, und ihre Macht zu Laude soll aus 1s000 Mann bestonden haben Unstreeigen= Stärke bestand aus 1200 Mann, worinn 200 Mann regulairer Truppen eingisch onen waren.“ ... Rbeinstrom, vom 19. Jan. beißtzetzt, daß die russischen durch Mäh. ren pässirten Truppen, deren erste Kolonne 23sten. Dieses zu Linz und am 27sten zu Schärding eintrift, keine unmitteldare Kriee gesbesorgnisse erregen bürften. Rußland, heißt es sende diese Truppen nicht um in seinam Namen direkte gegen Frankreich zu agiren; sie wären nur Hülfstrüppen Oesterreichs und würden, wenn Oesterreich vicht in Krieg komme, auch nicht feindlich zu Wirke gebem(selbst wenn sie den Französen gegenüber stünden. Sie wären als Oestetreicher anzusehen, da sie der Dispostrion des Wiener Kabinets überlassen wären und stünden mit der übrigen russischen gegen Frankreich auftretenden Macht in keiner directen Verdindung. Ob die gedachtenrussischen Truppen nun Halt machen# o#der weiter marschiren werden ist noch nicht mit Gewißheit bekannt. Mit gnädigster Erlaubniß ist Sonntag den zten und Dienstag den sten dieses im hiesigen Komedienhause Ball Masque. Der Anfang ist um 9 Uhr des Abends. Das Entree aufm Ballsackle ist die Person 1 Gulden oder 16 Sgr. Zuschauer zahlen auf den ersten Platz 4, auf den zweyten 2 Ger. Die Entree. billets gelten nur für den Tag; wolsie gelöfet sino, und sind zu haben Abends an der Kasse von halb s bis nenn Uhr. Joseph Sabler. Bey dem Gärtner Lein, wohnhaft bey dem ehemaligen Fraterhause, ist wiederum frischer holländischer Gartensaamen zu haben für beygesetzte Preise. Das Loth Bester Ciprianischer Blumenkohl Allerbester Egglischer Blumenkohl Ordinärer dito Früher grüner Wirsinger. Straßburger kleiner dito### Späteter dito Großer gelber Savey Kurzer Utrechter dito Großer rother Käbs Englischer feiner rother Kabs Platter weisser Kabs## raunschweiger dito Kolrady über der Erde Straßburger kleiner dito Kolraby in der Erde Großer rother Zwiebelsaamen Gelber Zwiebbliaamen Weisse Zwiebeln Kurzer dicker Winterborey Weiser dicker Knoll=Zellerey Weisse Radies Frühe Radies zum Mistbeet Winter Rettig Sommer Reitig Platte frühe holländische Mayrüben Ordinäre dito Geibe Rüben„ Frühe Tapwurzeln zum Treiben Rothe frühe Tapwurzeln Späte Tapwurzeln Gelbe Tapwurzeln Rothe Stückwurzeln Rothe Beete Sichoriensaamen Vorellen Sichoriensaamen Peterst ien=Wurzeln Schnitt Petersilien Breiter Spinath Ordinärer dito Schnittkohl 6.]dt 141— 7 2• 4 3— 3 2 2 1 1 I 4 8 9 9 4 6 4 21.— 31— 9 7 11 2 I1 9 1 2 T— 9 2 4 2 7 9 7 7 Großer brauner Kohl Kurzer brauner dito Grüner dito Masoran, Timian Feiner und grober Basilikum Feine krause Bitterkreß Lange grüne Kukummerkern Lange weisse dito zum Treiben Schnittsalat Krauser dito Kleiner rothrande Kropf Greßer rothrande Kropf Erglischer Königskropf Gelber Mohrenkropf. Großer Berlinerkropf Gelber Kropf zum Treiben Vettig, oder Feldsalat Breite Endivie Krause Endivie Feine Federendivie Frühe May=Döperbsen das Pfund Ordinäre Döperdsen, 4 Fuß boch Niedrige Döperbsen, 2 Fußbech Niedrige Zuckererbsen; 2 Fußhoch Große Zuckererbsen, 5 Fuß hoch Breitschottigte Zuckererbsen, 6 F. Breite Schlagschwerd Fizebohnen Prinzes oder Salat=Bohnen Breitschotige Krüpers Ordinäre Krüpers Weisse und gelbe Salatkrüper Auch sind bey mir zu haben schöne Spalierbäume das Stück Melkaronnen Hochstämmige Aprikosen Aprikosen zum Spalier Auch hochstämmige Apfel=Birn= und Kirschenbäume II 2 — 10 7— 4 7. 31 6 41 8 II 2 1 7 4 4 4 4 2 2 8 8 6 8 8 8 4 6— 4 8 6— ∆— 5 9 4 4 14— 16— 7 Blumenzwiebeln das Stück Tragbare Tuberosen Jris suedica Iris susianna Renunkelzwiebeln, das roo 2 Rth. Blumenpflanzen das Duzend Viol. Maternal 1 Reh. Rundblatt Violetten Ableger zu zwölf Sorten 1 Rrh. Zweote Sorte Deitte Sorte Blumensaamen die Priese Balsaminenkerne Zweyte Sorte Metzer Sommer=Leskosen Kleine Bouquett=Lefkosen Reseda odorata Astern in 6 Farben Amerantus globosus Amerantus vixtidis Amerantus tricolor. Amerantus caudatus Amerantus pirsico I 2 * 1 I 1 I 2 1 dt 8 Africanus major et minor Cina nova Hesiderum major et minor Alysum Bebend Graß Rothe Senia Mobile deberry Chinesische Stockrosen. Celena repestris Rothe Craspis Scabiosa Fidea sativa flore rubre Linum masor et minor Tartura majer er miner Hohe Rigella Mälva crispa Latirus in 6 Farben Lupiunn in 6 Farben Piper indicum Englische Stockrosen Aponicum nigrum Cinia lusia 40 Plakanea maculata labornum 1 I I 1 1 2 2 1 I I 2 1 10 10 2 2— — 2 11 8 1 I 11 2 3 S 80 9 94