Anno Intelli I. Citationes edistales. Aus Befehl des Hochfürstlichen Münster. ** weltlichen Hofgerichts Herrn Amtsverwaltern werden die an den Köttern Johann Herman Bleck. K. Oelde, und dessen Haab und Güter einige Ansprach und Foderung habende Gläubiger hiemit zum rsten, eten und zten male edietaliter verabladet, um auf den hten Tag nach Verkündigung dieses am weltlichen Hofgerichte zu erscheinen, ihre an besagten Köttern Johann Herman Bleck und dessen Haab und Güter habende Forderungen und darauf stimmende Urkunden unter Strafe ewigen Stillschweigens in originalibus gerichtlich vor= und einzubringen. Sodann werden aus nemlichen Befehl oberwähnte Gläubiger citirt und abgeladen, um auf den arsten December Morgens 10 Uhr in Persen oder durch genugsam zur positiven Erklärung Bevollmächtigte unter der Verwarnung, daß die also nicht Erscheinendepro Consentientibus gehalten werden sollen, zu erscheinen, zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und besagten Köttern Bleck ein gütlicher Vergleich versucht werden soll. Münster den 7.Octob. 1795. De Maudato D. Judicis Hollen, caufee AG. Aus Befehl des Hochfürstl. Münster. Herrn Stadtsrichters werden sämtliche Gläubiger, welche einige Anspruch und Forderung an den Diskutienten Eheleuten Holzdrechslee Zumfelde und derselben Haab und Güter haben, oder zu haben vermeinen zum eten mal öffentlich vorgeladen, um sothane Ansprüche und Forderungen innerhalb 9 Tagen nach Publikation dieses dahier am Stadtgerichte zu rechter Gerichtszeit unter Strafe ewigen Stillschweigens vor und einzubringen. Sign. Münster den ra. Rovemb. 1795. Wattendorf, Grschbr. Aus Befehl des Hochfürftl. Münsterischen Herrn Stadtsrichter werden hiemit sämt. liche Gläubiger, welche einigen Anspruch und Foderung an der Nachlassenschaft des verstorbenen Godefried Althaus haben ober zu vorgeladen, um sothane Ansprüche und Fodenuungen innerhalb9 Tagen nach Bekanntmachung dieses dahier am Stadtgerichte zu rechter Zeit, unter Strafe ewigen Stillschweigens, vor= und einzubringen Signatum Münster den iaten November 1793. Vattendorff, Grschrbr. der beym Schulzen Heyking, Kirsp. Ascheberg in Dienst als Knecht gestande. ner und bey verschiedenen Diebstählen halder äusserstverdächtiger Joh. Diether. Bitter aus dem Kirspel Nordkirchen gebürtig, zur Zeit, da er arretirt werden sollen sich fortgemacht, und geflüchtet immittels von Seiten Fisci wider denselben eine Ediktal=Verabladung ad se tistendum& respondendum adarticulosinquihtoriales gebethen, auch dieselde erkannt worden; so wird hiemit vorbesagder Joh. Dietherich Bitter offener Ediktalweisepersönlich vorgeladen, um auf die ihm vorzulegende Artikeln so gewiß Rede und Antwort zu geben,, als sonst nichts destoweniger gegen denselben erkannt werden soll was Rechtens. Dann wird auch zugleich demjenigen, so dem hiesigen, Nordkirchschen Gerichte von dem Aufenthatte des Geflüchteten eine zuverläßige Nachricht geben kann eine gute Belohnung von Gerichts wegen versprochen. Geben Schloß Nordkirchen in Judicio denz. Nov. Schlüter, Grschbr. Da die auf Absterhen des Hemme Bernd Timmerman aus Papenborg gerichtlich angeordnete Vormünder seiner hinterlassen Kinder, wider alle und jede Gläubiger desselden Ediktal=Ladung, und zwar eine für dreyen zu erkennen gebethen; so werden auf Befehl des Herrn Richters der Herrlichkeit Papenborg Licentiaten Büeren alle und jede Gläubiger welche an ober wähnte Nachlassenschaft er quocunque capite Anspruch und Ferderung haben, hiemit ein für dreymal peremptori# abgeladen, innerhalb eines Monats nach Bekanntmachung dieses dahier derm Papenborger Gerichte ihre Ansprüche unter Strafe ewigen Stillschweigens zu proponiren und zu justißieiren. Jignat. Papendorg den 6. Nov. 2795. De Mandate D. Judicis C. A. Behnes, Grschbr. CIGGUN E haung Sanders, Ehefrau Joh. Henrich Moller zu Laten einige Anspruch und FordeFünabahenmerhen iu e..o naln.. rung haben werden ein für dreymal verabladet, um sothane Forderungen nebst darüber sprechenden Urkunden und Beweisen, samt richtiger Liquidation darab rückständiger Zinsen in Zeit von sechs Wochen bey hiesigem Gerichte unter Strafe ewigen Stillschweigens gehörig zu proponiren, Signat. Laten den 16. Julius 1795. Ad Decretum D. Jndicis Mulert, Grschbr. werden alle und jede, welche an der von „ dem Zellern Wekenborg Serichts Meppen jährlichs zu prästirende, und von der Wittib Gertrud köhman, und derselben Kindern Johann und Maria Elisabeth köhman zu Meppen dem Doktoren u. Gerichtsschreibern Mulert daselbst verkaufte Pacht ein dingliches Recht haben, ein für dreymal edictaliter citiabgeladen, um solches in Zeit von sechs Wochen bey hiesigem Gerichte gebührend vorzustellen und zu justificiren mit der Verwarnung: daß sonst den nicht Erschienenen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden soll. Signat. Meppen den r3. Octob. 1705. Ad Decret. D. Judicis vols, Not. qus Act. furrog. Oie Wittwe des Zimmermeisters Henr. Tepe gel. zu Warendorf hat ihre an der langen Kesselstraße dahier sub Nro. Cat. 434 belegene Behausung mit dahinter gelegenen kleinen Gehöfde, woraus jährlichs a) an der Burse Vicariorum des hohen Doms ein Goldgülden, oder 1 Rthl, 3 f. 6 dt. b) an den Provisoren der hiesigen Schule ein Mark, oder 12 Schil. münsterisch und e)an den zeitlichen Vicarius S. Cathiarinz in Sendenhorst einen Schill. 6 di. bezahlt werden müssen, an den Metzgern Joh. Diether, Düllberg dahier verkauft, und zur Sicherheit des Ankäufers auf eine statt dreyen zu erkennende Ediktal=Ladung angerragen. Es werden demnach aus Befehl des Herrn Richters der Stadt Warendorf Licentiaten Schlüter alle und jede; welche an gemeldtem Hause, aus welchem Grunde es immer seyze, ein dingliches Recht haben, hiemit Iuunnug unn Bimag eines Monats ihre Forderungen und Ansprüche mit den darauf einschlagenden Justifika= torien beym Warendorfschen Gerichte unter Strafe ewigen Stillschweigens vor= und einzubringen. Warendorf den 29. Octob. 1795. eeeenden# Bonsen, Grschbr. Alus Besehl des Herrn Gografen Dokt. Bischopinck werden sämtliche Gläubiger des verstorbenen Ludwigs Eslinghausen zu Oelde, welche Spruch und Forderung an dem ohnlängst distrahirten Eslinghausschen im Kirsp. Oelde belegenen Kämpchen zu haben vermeinen, hiemit izum zten und letzten mal edistaliter verabladet, um in Zeit 14 Tagen nach Vorschrift der Diskussionsordnung solche so gewiß zu proponiren, als in dessen Entstehung dieselbe ansonst präkludirt werden sollen. Geben Oelde den 4ren Nov. 1795. Ex Decreto judiciali Callenberg. AC. II. Gerichtliche Notificationes. Aus Befehl des Hochfürstl. Münsteris. Hru. Stadts=Richters soll am Samstag den ersten November Nachmittags 2 Uhr dahier aufm Gruetsaal die den Diskutienten Eheleuten Holzdrechslern Zumfelde zuständige, dahier auf der Klarissenstegge kub Nro. Cat. 332 belegene Behausung(welche von den beeideten Stadts. Mauer= und Zimmermeistern auf 375 Rthl. ästimirt worden) öffentlich zum seilen Kauf ausgesetzt, und dem Meistbietenden gegen Erlegung des Kaufschillings unter sicheren Bedingnissen geeichtlich verkauft und zugeschlagen werden; Kauflustige können diese Behausung zuvor besichtigen, und sich sodann am bestimmten Orte und Zeit einfinden, Sig. nat. Münster den 27. Octob. 1795. Wattendorf Grschbr. (Es wird hierdurch von Gerichts wegen bekannt gemacht, daß in Aeusserungs=Sachen des Bürgers Gerhard Lohman zu Bevergern am Dienstag deu isten künft. Monats December Morgens r1 Uhr am gewöhnlichen Gerichtsorte zu Beveigern die dem besagten Bürzern Gerhard Lohman zugehörige, Rro96 daselbst belegene Behausung nebst dazu gehörigen Kirchensitz und Bezräbnißstättte(wo40 Stüber an der Kirche zu Mesum prästirs werden musten) pro Leitimato zu 250 Rthi. zum feilen Kauf ausgesetzt und dem Meisihietenden gerichtlich zugeschlagen werden solle. Signat. Rheine den 13. Octob. 1795. #ierman; Grschbr. (Es wird hiedurch bekannt gemacht, daß in Sachen Explorationis onerüm deren Sebrüdern Herman und Theodor Wegman am isten December l. J. z) ohngefähr 3 Scheffel Gesay Bauland auf dem sogenaunten Scheudarn vor hiesigem Viehthor gelegen als allodial frey und zu 180 Gülden holländisch. 2) Drittehalb Gesay dito auf dem Hidding=Esch gelegen, so unter dem Lehn der Buschhuvegehören und nach solchem Abzug auf 140 Rihl. jo st. werth geschätzt worden, den Meistbietenden gerichtlich verkauft werden sollen. Die hierzu Lusthabende können sich auf besiimmten Tag Vormittags 10 Uhr lauf hiesigem Rathhause einfinden. Geben Bochold den 9.Nov1795. Ad Decret. D. Judicis Willemsen- adj. Grschbr. III. Gestohlene Sächen. In der Nacht vom 10. auf den rtten dieses sind dem Kaufhändlern Lincke dahier zu Telgte. vermittels kosbrechung der Blendung undAusnehmung einer Fensterscheibe aus dem Winkel folgende Sachen entwendet: 1)Drey Frauen=Halstücher nach der neuen Medesper Stück 2s f. 8 dt. zu e Rthl. 2rß. a) Zwey Paquets roth doppelk Band zu 2 Rthl. 3) Eine weisse baumwollene Rachthaube. 4)Ein Paar baumwollene Frauen= Handschuhzu gf. 5) Ein Stück Sammetband Nro. 40 zu 2 Rtt. 7 f. 6) Ein Stück Floretband zu 15 f. 2dt. Dem, der den Thäter, oder dieserhalb begründeten Verdacht anzeigen kann, wird mit Verschweigung des Namens die ediktm. Belohnung zugesichert. Telgte den 12. Nov. 1795. Stadtgericht daselbst. IV. Vermischte Nachrichten. Alm 16ten December l. J. soll in den von Korffischen„bey dem Hause Harkotten, 2 Stunden von Warendorf belegenen Hölzungen eine gewisse Quantität zu allerhand Bau. 5 ∆ Kume Beteuniehr Gogeiber eAage wacene sichern 4#r dem Verkauf zu vernehmenMeisidietenden verkauft werden. Kaufustige wollen sich im bemeldten Chriebenent ansen. 5d; e.. Udr beyünter. schriebenem aufm Hause Harkotten einfinden. e. mmim 3. d. Fraucke, Rentmaist. An. Miztwochen den aßsten Monats Rov. und folgenden Tagen des Morgens um gung Nachmitags 2 Uhr werden im GardeHatsl un Mänster die Bücher des abgelehten Pr5en Poster Münch zu Einen den Most dieDe Sotaige, date eishiue vertassewperdez, Tud aic urns, Shrei Iutelig.Komtoir und bey Unterschriebenem gratis zu haben. Dr., Frempteg denbten Rop(einder Doutnikanerkirche dahier ein Gebethbuch geunden worden; wer soiches allda liegen geLaten, beliebe sich beym Intell. Komt. zu melBarm. Gieeregenn Grcei Pifersge.. heub in feinen Zuckeren, „m überzuckerten Saamen 2c. wie auch sein billigste Preise in bester Güte Abahen; auch nimmt erzederzeit Bestelluntgen an von großem und kleinen Backwerk. Bey Kramer Chr. Holtman auf Egidi Strasec hoester wrgcn gahre Preäi# Arack alte füße Käse, beste Sorte Sichenmen Sard ina- Labackbey Pfund: hen, und starb am oten zwischent tound Fr ühr Mrargeng rubig. Ich mache biesen mie chmerstche, 2., erlust allen Freunden und Anverwandten bekannt, und empfehle die Seele Lieses wuroigen Selsorgers allen, defonders seinen Anverwandten im Gebethe. Münster den 15. Novemb. I7o#ster Jof. Jochmaring, Pastor in Herbern, als Exekutor. (Fin junger Mensch, der bereits einige JahSchel benenensnerarig en Sbchr, Wönschet ben einem Kaufmann in der Stadt oder auf dem Lande gegenbillige Bedingungen in Condition zu treten. Am Intellig. Komt. kann man weitere Nachricht haden. Todten= Anzeige. Oem Allmächtigen gesiel es, den Hochehr„# rn Joh. Bernard Jochmaring gewesenen Vikarius und Sacellanus ad g#um„kurl."„amoten dieses Monats im Steskarsga hn Schie Allters, und tisten der Vermischte Neuigkeiten. nen vom 28. Octob. Der Prinz Gaber, Oberhofmeister Sr. KöExsherzogs Karl, ist heute Morgen von hier nach Basel abgegangen, um Prinzessinn von Frankreich in Empfanz zu nehmen. Es wird ihr ein Hofstaat bis an die Granze enrgegen geschickt werden. Ueber eine Ausstattung, die man ihr an Gelde nisscheswollte, solen Sich Sa. Kaiserl. Majestät dahin erklärt haben: daß Sie nur die verlangten, die in Charakter angemessenen Unterhalt finden würde. Um Gutes zu tbun biete Frankreich tausend Gelegenheiten dar vom g. Novemb. E und keine kaiserl. Truppen in unserer Stadt, und gleichwohl schossen vorgestern die Franzosen gegen ihr Versprechen mit Haubißen verüber.— Man steht unaufhärlich französische Truppen den Rhein aufwärts marste stulmien sich zu Koblenz, und treffen alle Anstalten, um die Mosel zu vertheidiNiederrheins haben die Oesterreicher sich hinter der Sieg zusammengezogen. Die Franzosev haben jetzt ibre Vorposten vorwärts Mühlheim u. Deutz. Osnabrück, vom 4. Nov. baDd Ppmarsch, oes preussischen Batailons Schladen geschah am Montag Morgen Stille, und unmittelbar nach ihrem Abgang wurde unsere Einquartirung durch 2 Kompagnien vom Kaitsteinschen Fuselierregiment wieder ergänzt. Wie es heißt, andern Machrichem stas Sdoete ade 2 4 10 Seelfarg= in###....* und zsten der Sten Hiegs##. lich in die Ewigkeit zu rufen.Den—.eren Viene Uio Agang Wecembers, nack vrer 466 22., elgzuer zus zum Kranten andern Pachrichten aber bistnden Schrua mit dem Hochwürdigsten in der Hand gehen Fhüftigen Jahrshierbleiben. (Hiebey eine Beplage.) Beylage zum Rro. 92.1799. . 1. Febr. 1795 1. Merz.— 1. Juni I. Sept.— I. Merz 1785. — 1. Da in bereits verstrichenen Ablagszielen von Kayserl. Königl.; durch uns negszirten Anlehnz zufolge ergangner und mehrmals angezeigter Verlosungen auch nachbenannte Parziak=Odligationen verfallen,, nämlich:1 am 1. Oktob. 1794. Litt. F. No. 1775. des Anlehns vom 1. Oktob. 1783. H. 2696.2768 r 1782. K. 3391.3392. 3406. 3416.) 3429.3430. 3625 3662.)— 3774.3775..) L. J 3880. 3892394-.3943-3980. E. s 1113. 12f. 1473.1329.) 136s.1366. 1367.1398.) *1399.1480. 15fa. 1664.) ##1. Oktob. 1726.1764. 1776.1777.) 180g. 1814. 182b. 1925.) 1926.1945. und 2040.) demohngeachtet aber uns bis jetzo zur Einlösung noch nicht vorgekommen sind, und uns überdies mehrere in verschiedenen Fristen verfallene K. K. Zinscoupons abgehen so werden=sämmtlich deren Besitzer ersucht, die Beybringung dieser Verbriefungen und Scheinen nicht, länger aufzuschieben, sondern dadurch die Erhebung solcher heimfahlharen Kapitalien und Zinsen aufs eheste zu bewerkstelligen, damit die Berichtigung derselben ordnungsmäßig zum Schluß kommen möge. Frankfurt am Mayn; am 2. November 1795. Gebräder Bethmann. I. Sept— I. Oktob. 1783. Paris, vom r. Nov. Es heißt, der bekannte Deputirte Merlin von Thionville, den man für die Hauptursache der Niederlage hält, welche die Sambre= und Maasarmee erlitten hat, sey von den aufgebrachten Truppen in Stücken gehauen worden; andere sagen; er habe sich selbst umgebracht, und andere versichern, er sey von einem Officier der Merlins groben Stolz nicht mehr vertragen konnte, in einem Duell erstochen wochen. Nach der Versicherung anderer soll er durch einen Befehl des Heilsausschusses arretirt worden seyn. Eben dies sagt man auch vom General Jourdan. Auch der Generai Pichegri sol bereits hier angekomen seyn um über das Vorgefallene Erläuterungzu geBrüssel, vom 24. Octob. Gestern waren die hier auf Sendung befindlichen Repräsentanken des französischen Volks mit den vornehmsten Staabsofficiern versammelt, um über die Mittel zu berathschlagen, den Diebereyen und Gewaltthätigkeiten ein End zu machen, die in einemUmfange vons bis 6 Stunden um diese S tadt von Räubern begangen werden, die man Chouans nennt, und deschlessen, ein Korps von 6000 Mann zu versammlen, um in den Gehölzen eine allgemeine Jagd auf sie zu machen und keinem Pardon zu geben. Mainz, vom 6. Nov. Heute um 1 Uhr Nachmittags wurden die bey hiesiger Stadt auf dem Rhein stehenden Mühlen durch einen heftigen Sturm von ihren Ankern losgerissen, und gegen die Schiffbrücke mit solcher Heftigkeit getrieben, daß die Brücke an sOrten entzwey brach. Jum Unglück gieng in diesem Augenblick ein Zug Wägen vom Kriegskommissariat über die Brücke, s von diesen Wägen giengen unter und verschiedene andere Wägen sielen ebenfalls in den Fluß. Einige Bauern und Bäuerinnen, des. gleichen ein Kanzleyschreiber nebst seiner Frau und 2 Kindern ertranken. Ueberhaupt sind 14 Menschen um gekommen, und überdieß ist viel Vieh zu Grunde gegangen. Man bemüht sich nun, die Schiffbrücke wieder herzustellen, so schnell wird man aber bamit nicht fertig werden. * G e s t e r n v e r l i e s s e n d i e F r a n z o s e n W o r m s. Das Hauptquartier des Grafen von Klairfait isi zu Osthofen. Pechtheim vom 7. Rovemb. Am 6ten dieses ruckte der General Graf von Nauendorf gegen Kriegsfeld vor, wo er den Feind in seinem doppelt verhauenen Lager auf dem Berge herwärts Rochenhausen angriff und mit einem sehr kleinen Verluste komplet schlug, und in eine so übereilte Flucht brachts, daß wir vor ihm in Falkenstein eintrafen und ron dadurch nöthigten, nach Winweiler zu Des Feindes Verlust kann sich über 250 Mann an Todten belaufen, die niedergesäbelt wurden,gegen 200 sind gefangen. Dieser Vortheil ist um so wichtiger, als er den Beut des Hauptpostens von Kirchheim=Boland und den wahrscheinlichen Rückzug des Feinhinter der Pfrim versichert. Mainz, vom 8. Nov. “ Unsere Schiffbrücke war heute bereits so weit wieder hergestellt, daß man darüber fahren kann; nur das Geländer ist noch nicht ferDie kaiserl. Truppen dringen immer weiter vorwärts.Die Franzosen sammeln ihre Macht in der Gegend von Frankenthal. Alles verkündigt daher große Ereignisse. Vorgestern besetzten die kaiserl. Truppen Worms, und gestern schlugen sie die Franzoken bey Frankenthal woben gegen###0 gefangen genommen wurden; auch die Kaiserlichen müssen dabey ziemlich getitten haben, weil 3 Schiffe mit Blessirten hier ankamen. Es geht hier das Gerücht, daß Merlin von Thionville gefangen worden sey. Frankfurt, vom 9. Nov. Amoten dieses Abends machten die Franzosen oberhalb Rastatt einenVersuch mit 3000 Mann diesseits des Rheins zu landen, allein sie wurden von den Kaiserlichen so derb empfangen, daß die eine Hälfte ihr Leben in dem Rhein verlor, und die übrigen sich mir genauer Reth retteten. Auch heißt es, daß die Frauzosen noch weiter oben einen Urberfall versucht hätten, aber ebenfalls zurückgewiesen worden sehen. Die Armee des Grafen von Wurmser erhält täglich Verstärtung an frischen Truppen aus dem Orsterreichischen und alle sehen voll Muth dem Augenblick entgegen, wosie den Ruhm und den Glanz der deutschen Waffen noch mehr zu verherrlichen mis bertragen können. Wesel, vom 14. Nov. Folgendes ist die ächte Liste der in Kölln von Franzosen ausgehobenen Geisseln: Für den geistlichen Stand. Die Herren Kanonici Odenthal, Lomberg, Zumpot; Dechaut Mark; die Domherren Franz und Mere, samt 2 Stiftsdamen aus St. Marien; Pastor Anth ist entwischt. Vom Adel. Herr von Sudwig und Bourscheid. Bürgerstand. Hr. Wechsler Franz, die Kaufleute Birkenstock und Wittgenstein der jängere zwey Herren Hestatte Schafhausen, Meurs, Jansen. Letzterer war abwesend. Die geistlichen und abelichen Geisseln sind nun bereits nach Aachen abgeführt worden; die bürgerlichen sind auf ihr Ehrenwort frey, haben aber Wache im Hause. Das Gerücht, daß Mannheim in den Händen der Oesterreicher sey, hat sich erneuert. Einem Schreiden aus Brüssel zufolge, soll der berüchtigte und so sehr bekannte van der Root wieder auf dem Schauplatze erschienen seyn, und sich an die Spitze der brabäntischen Misvergnügten im Saignewalde gesteht baden.