Di„Schweiter Jekdung“ erschamt wöchenklich seche mel. Gepgeprets daldmenatlch 1.20 Mast, Einzeimummn 13 Pi. Druck&a. Vorlaz von C. Braus, Schworte(Ruhe), Posschatkentn: Oordaund 2113 und Laupper 21674. Geschsststahe: Hroße Marzst. 3—3 Verentworlich f#r die Schriflaktung 6. Limmme, Schwortz. Larurus 62. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung Schwerter Oolksblatt Welthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Ae ie echheier mateniene o Plg. Auwärige 12 Pio., Lomslen=Anzeigen 4 Pig. Iinam=Ameigen 12 Plg., Neklamezelle 30 Dio Bei iun vo dergesehenen Betriedstörungen, hervorgerusen durch böbers Gewalten, übernehmen wir heinerlei Gewäbr für pünktliches Erscheinen der Jeitung und kann auch keinerlei Anspruch anf Schadenerlag oder Nachlieferung erdoben werden.:=:= Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde„ Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. Generalanzerger für den Kreis Hörde. Nr. 288(Erstes Blatt) Schwerte(Kuhr] Mittwoch den 9. Dezen ber 1925. K 58. Jahrga ig. Neues in Kürze. Neue Verhandlungen über das Schienensyndikat. wp. Köln, 8. Dez.(Tel.) Wie die Köln, Ztg. erfährt, werden die seit einiger Zeit unterbrochenen Verhandlungen über die Neubildung des internationalen Schienensyndikats nächste Woche in London wieder aufgenommen. Der Räumungsbeginn in Bonn. * Köln, 8. Dez.(Tel.) Die Franzosen sind in Bonn mit dem Abtransport von Materialzügen beschäftigt, die nach südlichen Rheinstationen geleitet werden. Der Abmarsch aus Neuß. * Neuß, 8. Dez.(Tel.) Auf Anfrage teilt die Stadtverwaltung Neuß mit, daß nach einer ihr am Montag abend zugegangenen Mitteilung der Besatzung die beiden in Neuß liegenden Bataillone mit den dazu gehörigen technischen Abteilungen sowie der Kreisdelczierte bis zum 14. Dezember abends die Stadt Neuß verlasse haben werden. Der Kommandeur bleidi jedoch bis zur Abwicklung der Räumung der ersten Zone in Neuß zurück. Keine neue Besetzung. wp. Erkelenz, 8. Dez.(Tel.) Die Nachricht des Brüsseler„Soir“, daß zwei Bataillone des 1. belo. Linienregiments hierher verlegt werden sollen, ist in dieser Form unrichtig. Wie amtlich mitgeteilt wird, handelt es sich nur um eine kurze vorübergehende Belegung, die mit den Truppenumgruppierungen zusammenhängt. Stadt und Kreis Erkelenz gehören zur ersten Zone und müssen mit dieser geräumt werden. Ministerbesuch im Rheinland. * Berlin, 8. Dez.(Tel.) Der preußische Wohlfahrtsminister Hirtsiefer und der preußische Landwirtschaftsminister Steiger werden am 23. Dezember eine Besichtigungsreise an die Niers unternehmen. Sämtliche Reichs= und Landtagsabgeordneten des Wahlbezirks Düsseldorf=West, die Provinzialland= tagsabgeordneten der Kreise, die Landräte, Oberbürgermeister. die Regierung, der Landeshauptmann und der Vorstand der Niersgenossenschaft werden an dieser Besichtigung teilnehmen. Schillings klagt gegen den preußischen Staat. pw. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Laut Lokalanzeiger reichte Professor Schillings Klage gegen den preußischen Staat ein. Der erste Termin findet am 19. Januar vor dem Berliner Landgericht l statt. Rückkehr der deutschen Tauchexpedition aus England. wtb Brunsbüttelkoog, 8. Dez.(Tel.) An Bord des englischen Zerstörers„Wolfskound" traf die deutsche Tauchexpedition aus England auf der Brunsbütteler Reede ein und setzte mit dem Motorschlepper„Dueppel“ die Fahrt nach Kiel fort. Deutsch=holländische Eisenbahnverhandlungen. wtb Amsterdam, 8. Dez.(Tel.) Wie der Telegraaf vernimmt, ist der Niederländisch=Westfälischen Eisenbahngesellschaft vom holländischen Ministerium für Wasserbau und öffentliche Arbeiten für die von der Gesellschaft betriebene Eisenbahnlinie ein Uebernahmepreis von 3.5 Millionen Gulden angeboten worden. Von dieser Summe müsse die Gesellschaft die Beträge, die ihr von der holländischen Eisenbahngesellschaft und der deutschen Reichsbahn vorgeschossen wurden und die insgesamt einen Wert von 1670 000 Gulden darstellen, zurückzahlen. Für die Besitzer von Gesellschaftsanteilen bleibe bei Annahme des obigen Angebots noch 125 Proz. übrig. Das holländische Paßvisum. wtb Rotterdam, 8. Dez.(Tel.) Wie der Maasbode aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will, sind die in der Presse bisher für die Abschaffung des Paßvisums im Verkehr mit Deutschland genannten Daten aus der Luft gegriffen. Ein bestimmter Zeitpunkt könne zurzeit noch nicht angegeben werden, weil die mit Deutschland diesbezüglich geführten Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien. Englische Kundgebung gegen Versailles. wtb. London, 8. Dez.(Tel.) Gestern abend wurde eine von zahlreichen hervorragenden Geistlichen. Gelehrten und Schriftstellern unterzeichnete Petition veröffentlicht, die für eine Abänderung von zwei Bestimmungen des Friedensvertrages von Versailles eintritt. Verminderung der britischen Besetzungsarmee. wtb. London, 8. Dez.(Tel.) Auf Erwiderung auf eine Anfrage im Unterhaus, ob in naher Zukunft eine Verminderung der britischen Besatzungsarmee am Rhein erfolgt, sagte der Finanzsekretär im Kriegsamt, King, die Verminderung der englischen Trupden um ein Infanteriebataillon und eine Batterie nittlerer Artillerie werde ins Auge gefaßt. Die deutsche Kalianleihe in London überzeichnet. wtb. London, 8. Dez.(Tel.) Nach einer Mitteilung des Bankhauses J. Henry Schröder u. Co. in London wurden die Zeichnungslisten des englischen Teiles der Auslandsanleihe des deutschen Kaliiyndikats, der 5 Millionen Pfund beträgt, nach kurjer Auslegung überzeichnet und abgeschlossen. Bankkrach in Lissabon. wtb. Lissabon, 8. Dez.(Tel.) Sachverständige haben festgestellt, daß das Kapital der Banque d'Angola et de la Metropole aus falschen Banknoten besteht. Sämtliche ausländische und nationale Operationen der Bank sind vorläufig eingestellt worden. Eröffnung der internationalen Eisenbahnkonserenz. otb Moskau, 8. Dez.(Tel.) Hier wurde die internationale Eisenbahnkonferenz eröffnet, deren Ausgabe die Einrichtung eines durchgehenden Verlehrs zwischen Westeuropa und Ostasien über Rußlund bildet. Die geplante direkte Strecke ist mit einer Länge von über 14000 Kilometer die größte der Welt. Freigabe des beatschen Eigentams in Amerika wtb. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Der scheinbar unüberbrückbare Gegensatz, der zurzeit besteht zwischen dem lebhaften Wunsch der deutschen Eigentümer des in den Vereinigten Staaten beschlagnahmten Vermögens auf Freigabe dieses Eigentums und dem durch den Vertrag von Berlin, einschließlich der in ihm aufgenommenen Bestimmungen des Versailler Vertrages den Vereinigten Staaten gewährleisteten Recht, Kriegsforderungen ihrer Angehörigen, die zurzeit durch die in Washington tagende deutsch=amerikanische Schadenkommission geprüft und festgesetzt werden, aus dem beschlagnahmten deutschen Eigentum abzudecken, führte seit längerer Zeit zu Versuchen, den Gegensatz durch Herbeiführung einer unmittelbaren freundschaftlichen Verständigung zwischen den beiden Interessengruppen zu überbrücken, bzw. zu beseitigen. Nach Lage der Sache konnten die zu diesem Zweck eingeleiteten Verhandlungen nicht von den beiderseitigen Regierungen geführt werden, sondern nur von privater Seite. Auf amerikanischer Seite sind sie daher von den Vertretern der Interessenten. d h. derjenigen Amerikaner, denen durch die Schadenkommission Entschädigungen zugebilligt und die in der War Claimants Association vereinigt sind, geführt worden, während die deutschen Interessen von dem Hamburger Anwalt Dr. Wilhelm Kießelbach, der zugleich als Kommissar des Deutschen Reiches Mitglied der deutsch=amerikanischen Schadenkommission ist, vertreten wurde. Die Verhandlungen, die, wie bereits gesagt, durchaus privater Natur waren, sind im Laufe des vergangenen Sommers soweit gediehen, daß es zweckmäßig stehenden Wirlschaftslebens die Möglichkeit einer auf diesem Wege zu erreichenden Lösung des Problem zu erörtern. Das Ergebnis der Besprechungen mit diesen Persönlichkeiten war — zwischengruppliche Verständigung an Stelle einer zwischenstaatlichen— ein günstiges, so daß der Genannte nach seiner Rückkehr nach den Vereinigten Staaten im Herbst dieses Jahres die Verhandlungen wieder aufzunehmen und fortzuführen in der Lage war. Diese Verhandlungen führten dann unter teilweiser Mitwirkung des amerikanischen Schatzamtes zu dem Ergebnis, das von Kießelbach nunmehr nach Deutschland überbracht worden ist und im Interesse aller Beteiligten eine zu begrüßende Lösung des Problems möglich erscheinen läßt und das auch im amerikanischen Kabinett als eine mögliche Grundlage erachtet wurde. Auch die deutsche Regierung erachtet. unbeschadet des von ihr eingenommenen Rechtsstandpunktes, den Plan als eine annehmbare Lösung des Freigabeproblems. Die Grundidee des zu schließenden Abkommens, an der sireng festgehalten ist, ist die bereits betonte Einigung der beteiligten beiden ständigung beherrschenden Grundgedanken sind: 1 daß, soweit von einem Opfer, das durch das Zustandekommen des Planes bedingt wäre, die Rede sein kann, dieses Opfer zwar nur als ein rein temporäres von beiden Seiten gebracht wird. 2. daß ferner den in der Presse bereits vielfach erörterten Schwierigkeiten des Transferproblems d. h. Umwandlung der unter dem Dawesplan von Deutschland zu zahlenden Goldmark in fremde Währung) dadurch Rechnung getragen wird, daß bestimmt in dem Plan vorgesehene Zahlungen wahlweise sowohl in Dollar wie in Goldmark geleistet werden können. Bei dem Plan ist davon sprüche, soweit sie privaten Interessenten zustehen, den Betrag von 180 Millionen Dollar— einschließlich der sehr erheblich aufgelaufenen Zinsen— nicht übersteigen und daß anderseits das noch als beschlagnahmt vorhandene deutsche Eigentum etwa 150 Millionen Dollar in bar(d. h. in Gold oder in Liberty Bonds) und etwa 80 bis 100 Millionen Dollar in nicht realisierten Werten beträgt, deren Eigentum entweder von der amerikanischen Regierung benutzt oder aber durch Requisition oder auf anderm Wege ohne Entschädigung enteignet worden ist. Es ist in Aussicht genommen, daß diese Ansprüche durch einen von der amerikanischen Regierung zu ernennenden Arbeiter geprüft, festgesetzt und bis zum Betrage von 100 Millionen Dollar (falls sie in der Gesämtheit einen höheren Betrag erreichen sollten, pro rata) in noch näher zu erörternder Weise befriedigt werden soll. Es ist außerdem die Heranziehung des im Treasury Departement aus den frühern vor dem 4. März 1923 fallenden Zinseingängen gebildeten Fonds von etwa 30 Millionen Dollar, wovon der geringere Teil auf die in Betracht kommenden Interessenten entfällt, und an dem nach dem amerikanischen Gesetz ihnen ein formelles Eigentums= oder Forderungsrecht nicht zusteht, im Interesse der Befriedigung der amerikanischen Gläubiger ins Auge gefaßt. Endlich ist die Heranziehung der gesamten in Deutschland zugunsten der Vereinigten Staaten zu leistenden Daweszahlungen(d. h. also sowohl der für die Besatzungskosten, wie für amerikanische Entschädigungsansprüche bestimmten Beträge), die an den amerikanischen Treuhänder abzuführen wären, in der Weise geplant, daß auf dieser Grundlage von den Vereinigten Staaten für Kapital und Zinsen garantierte, in spätestens 25 Jahren rückzahlbare Bons, und zwar in Höhe von 250 Millionen Dollar, ausgegeben werden. Die Bonds sollen aus den Daweseingängen durch Los abgedeckt und, wie schon erwähnt, in Dollar oder Goldmark der amerikanischen Regierung zurückgezahlt werden. Soweit die Rückzahlung in Goldmark erfolgt. ist für jede nach dem ersten Jahre folgende Auszahlung eine in jedem Jahr um ½ v. H. steigende Prämie vorgesehen. Auf dieser Grundlage ist eine Verständigung zwischen den beiden Gruppen über die vorhandenen Wirte. d. h. also über 150 Millionen Dollar deutschen baren Geldes und 80 bis 100 Millionen Dollar nicht realisierter deutscher Werte, andererseits 250 Millionen Dollar Bonds so gedacht, daß dieinigen deutschen Eigentümer deren Vermögen drüben auf Grund des Alien Enemy Act beschlagnahmt wurde, noch vorhanden ist, dies mit der Maßgabe zurückerhalten, daß an Stelle des Betrages, von 50 Millionen Dollar baren Geldes 50 Millionen Bonds gegeben werden, und daß die bereits oben erwähnten Eigentümer von Werten, die von der amerikanischen Regierung benutzt oder ohne Entschädigung enteignet worden sind, bis zu 100 Millionen Dollar in Bonds erhalten. Die amerikanischen Gläubiger ihrerseits dagegen erhalten— außer den außerhalb des beschlagnahmten Eigentums vorhandenen 30 Millionen—.50 Millionen Dollar in bar und 100 Millionen Dollar in Bonds. Sollte die Annahme des Entwurfes erreicht werden, so wäre damit ein Problem gelöst, das mit Rückicht auf die widerstreitenden Interessen lange unlösbar schien, und das ohne die Verständigung, wie sie hier versucht wird, in absehbarer Zeit sicherlich nicht zu einer für die deutschen Interessenten annehmbaren Lösung führen dürfte. Die deutsch=französischen Kohlenverhandlungen. wtb. Paris, 8. Dez.(Tel.) Die Journee Industrielle will in der Lage sein, zu berichten, daß die Verhandlungen zwischen den Sachverständigen über die freie Einfuhr deutscher Kohle, die gestern in Paris begonnen haben, und bei denen von deutscher Seite die Herren Namus und Russel vom Kohlensyndikat beteiligt sind, soweit gediehen seien, daß man mit einer Verständigung rechnen könne. Die Verhandlungen würden heute, vielleicht auch noch morgen fortgesetzt. Das Abkommen werde jedenfalls noch diese Woche vereinbart werden. Es stehe lediglich noch die Billigung und die Unterzeichnung der beiden interessierten Regierungen aus. Die Verhandlungen bezögen sich insbesondere auf die Definition der Zone, in die die deutsche Kohle frei eingeführt werden dürfe, und auf die Festsetzung der Menge dieser Einfuhr. Außerdem werde über den freien Verkauf von Bunkerkohle in allen französischen Häfen oder doch in gewissen Häfen gesprochen. Was den Transport auf dem Rhein anbetreffe, der ebenfalls bei Besprechung des Transports deutscher Steinkohle zur Sprache gebracht worden sei, würde man lediglich das Abkommen von Wiesbaden bestätigen, nach dem der Transport unter die deutsche und die französische Flotte auf dem Rhein geteit werde. Man sei auf beiden Seiten optimistisch und man rechne mit einer sehr baldigen Lösung. Die Vergleich zur Abwendung des Konkurses. wlb. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Mit dem Inkrafttreten des Gesetzentwurfes, aus dem in Nachstehendem ein kurzer Auszug gegeben ist, treten die Verordnungen über die Geschäftsaussicht zur Abwendung des Konkurses vom 14. Dezember 1916 außer Kraft. Die beim Inkrafttreten des Referenten=Entwurfes anhängigen Geschäftsaussichten werden nach den bisherigen Vorschriften weiter geführt. Unter gewissen Voraussetzungen gilt in diesen Fällen die Geschäftsaussicht für aufgehoben. Es ist dann von Amts wegen zu entscheiden, ob das Konkursverfahren zu eröffnen sei. Der Entwurf selbst zerfällt in 10 Abschnitte. Diese behandeln folgende Gebiete: 1. Allgemeine Vorschriften. 2. Eröffnung des Verfahrens. 3. Wirkungen der Eröffnung des Vergleichsverfahrens. 4. Verhandlungen und Vergleichstermin. 5. Entscheidung über die Bestätigung des Vergleichs. Wirkung des bestätigten Vergleichs. 6. Einstellung des Verfahrens. 7. Ueberleitung des Vergleichsverfahrens in das Konkursverfahren. 8. Besondere Bestimmungen. 9. Strafvorschriften. 10. Schluß und Uebergangsvorschriften. Zur Einleitung des Entwurfes heißt es: Der Schuldner= der zahlungsunfähig ist, kann zur Abwendung des Konkurses bei dem für die Eröffnung des Konkurses zuständigen Gericht die Eröffnung eines gerichtlichen Vergleichsverfahrens beantragen.§ 15 besagt, daß in 8, im einzelnen aufgejählten Fällen die Eröffnung des Vergleichsverjahrens abzulehnen ist.§ 34 und§ 35 behandeln u. a. Fragen des Gläubigerausschusses. Im S 48 sind die Voraussetzungen für den Abschluß des Vergleiches niedergelegt. Ueber einen angemessenen Vergleich bestimmt§ 52, daß er der Bestätigung des Gerichts bedarf. Im§ 64 heißt es zum Vergleichsverfahren: Wird das Verfahren eingestellt, so ist zugleich, auch wenn der Antrag auf die Eröffnung des Konkurses nicht gestellt war, zu entscheiden, ob das Konkursverfahren zu eröffnen ist. Die Frage der Regierungsbildung. pw. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Die Vossische Zeitung meldet, daß die Vorsitzenden der demokratischen Reichstagsfraktion und der Zentrumsfraktion des Reichstages. die Abgeordneten Koch und Marx, für morgen nachmittag die Führer der anderen für eine große Koalition in Betracht kommenden Fraktionen zu einer gemeinsamen Besprechung eingeladen haben, die in der Hauptsache dazu dienen soll, die Grundlagen eines gemeinsamen Arbeitsprogramms für die Große Koalition festzustellen und die Vorbedingungen für die Bildung einer neuen Regierungsmehrheit zu schaffen. Auf Grund der Ergebnisse dieser Besprechung sollen dann die Fraktionen ihre Beschlüsse fassen. wtb Berlin, 8. Dez.(Tel.) Der sozialdemokratische Parteiausschuß, der heute gemeinsam mit dem Parteivorstand eine Sitzung abhielt, faßte in der Frage der Regierungsbildung keine entscheidenden Beschlüsse. Die Entscheidung über die Frage der Beteiligung der Sozialdemokraten an der Regierung einer großen Koalition und über die in diesem Falle zu stellenden Bedingungen soll erst in einer Sitzung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion am Mittwochnachmittag fallen. Politische Umschau Bevorstehende Verhandlungen mit der Rheinlandkommission. wtb. Koblenz, 9. Dez.(Tel.) Aus Berlin sind als Vertreter der deutschen Regierung zur Besprechungen mit der Rheinlandkommission eingetroffen: Ministerialrat Claußen vom Reichsministerium für die besetzten Gebiete, Ministerialrat Mettgerberg vom Reichsjustizministerium und vortragender Legationsrat von Baligand vom Auswärtigen Amt. Auch die an der Besetzung beteiligten Länder haben Vertreter zu den Besprechungen, die heute vormittag. beginnen werden, entsandt. Wie verlautet, sind diese Besprechungen vertraulicher Natur. Die Vertreter des Vereins für Deutschtum im Ausland beim Reichspräsidenten. wtb Berlin, 8. Dez.(Tel.) Der Reichspräsident empfing heute vormittag den Vorstand und den Landesverbandsvorsitzenden des Vereins für das Deutschtum im Auslande unter Führung des Staatssekretärs a. D. von Hintze. Dieser berichtete. über die Arbeit des Vereins für Deutschtum im Auslande, dessen Ehrenvorsitzender Hindenburg ist, und gab der Verehrung und dem Vertrauen aller Vereinsangehörigen zu der Person des Reichspräsidenten Ausdruck. Der Reichspräsident dankte in seiner Erwiderung dem Vorstand, dem Landesverbandsvorsitzenden und dem gesamten Verein für die geleistete wertvolle Arbeit zur Erhaltung und Stützung des Deutschtums, insbesondere der deutschen Schulen im Auslande. Er sprach den Wunsch und die Heffnung aus, daß der Verein in der Zusammensassung der Deutschen im Auslande untereinander und zur Gemeinschaft mit den Deutschen im Inlande erfolgreich weiterarbeiten möge. Die Reichssteuerverteilungen an die preußischen Gemeinden und Gemeindeverbände. wtb. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Der Amtliche preußische Pressedienst teilt mit: Der preußische Minister des Innern gibt folgende Steuerverteilungen bekannt: a) Einkommensteuer(83 M. Abschlag für November und Dezember des auf jeden Rechnungsanteil abgerundeten Verteilungsschlüssels für 1925, für Gemeinden 2.00 M., Landkreise 0.30, Provinzen 0.15 Rpf.); b) Dotationen.(67 Dot. Abschlag für November und Dezember). Gesamtbetrag 1 300 000 RM. Unter Zugrundelegung der ihr bekannten Schlüsselzahlen vermag jede Gemeinde sich den ihr zustehenden Betrag zu errechnen. Keine Neuanforderungen von Räumlichkeiten im französischen Besetzungsabschnitt. wtb Berlin, 8. Dez.(Tel.) Wie wir hören, hat der Oberbefehlshaber der französischen Besetzungstruppen dem Generaldelegierten der Reichsvermögensverwaltung beim alliierten Oberkommando in Mainz mitgeteilt, daß er für den französischen Besetzungsabschnitt den Befehl erlassen hat, bis zum 1. April kommenden Jahres von jeder Neuanforderung von Räumlichkeiten abzusehen. Die Reichsvermögensverwaltung in Koblenz ist angewiesen worden, bei der britischen und belgischen Armee au den Erlaß eines gleichen Befehls hinzuwirken. Massenkundgebung der unteren Beamten. wtb. Berlin, 9. Dez.(Tel.) Die unteren Besoldungsgruppen der Beamtenschaft veranstalteten gestern abend eine öffentliche Protestkundgebung gegen die Not der Beamtenschaft. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Die, Beamtenschaft der unteren Besoldungsgruppen richte in ihrer verzweifelten Notlage an die Regierung und die Volksvertretung in letzter Stunde noch einmal den dringenden Ruf. daß eine wirksame und eine sozial gerichtete Hilfsaktion erfolgen muß, wenn nich der völlige Zusammenbruch der unteren Beamtenschaft und unermeßlicher Schaden für das Volksganze eintreten sollen.— Zu Zwischenfällen ist es bei der Kundgebung, die von Tausenden besucht war, nicht gekommen. Der erste Abschluß der Reichspost. KV. Berlin, 8. Dez(Tel.) Die Deutsche Reichspost legt jetzt wie im Reichspostfinanzgesetz bestimm ist, ihre Eröffnungsbilanz zum 1. April 1924 sowie auch ihre Gewinn= und Verlustrechnung zum 31. Mär; 1925 vor. Nach der alten Betriebsbuchführung stellen sich die Gesamteinnahmen für das Jahr 1924 auf 1 654 Millionen Mark, die Gesamtausgaben au 1 585.2 Millionen Mark, so daß ein Ueberschut von 68,8 Millionen Mark verbleibt. Nach der Gewinn= und Verlustrechnung betragen die Betriebseinnahmen 1 664 Millionen Mark, denen an Ausgaben gegenüberstehen Betriebsausgaben 1128, Abschreibungen 108, gesetzliche Rücklagen 83, Betriebsmittelfonds 40. Vergütung an Bayern und Württemberg 50, Vermögenszugang 187 und übertragene Mittel 67 Millionen Mark. Der Vermögenszugang berechnet sich aus Zugang an Sachgütern, Vorräten, Lieferungsansprüchen sowie Schuldentilgung nach Abzug des Rückganges des Bestandes an Pfandbriesen. der Außenstände, der Zrnahme der Verbindlichkeiten usw. Die Vergütung an Bayern und Württemberg ist mit Rücksicht auf die schwebenden Verhandlungen als Passivposten eingestellt worden. Zum Mecklenburger Fememord. wib Berlin, 8. Dez.(Tel.) Die Pressestelle des Ministeriums des Innern bittet um Verbreitung folgender Feststellungen: „. 1. Es ist unwahr, daß der vom Schwurgericht in Schwerin zum Tode verurteilte Boldt auf der Besitzung des Ministerpräsidenten Freiherrn v. Brandenstein jemals Obdach oder Unterkunft gefunden hat. Wahr ist vielmehr, daß Boldt und seine Mitangeklagten Stucken Peters Röder und Witt dem Ministerpräsidenten gänzlich unbekannt sind und er niemals ein Wort mit ihnen gesprochen habe. Der Angeklagte Franz ist dem Ministerpräsidenten dadurch bekannt geworden, daß Franz als Schüler des Technikums Wismar gemeinsam mit anderen Schülern der Anstalt im Sommer 1924 wegen des Schulbetriebes im Technikum Beschwerden gegen den Rat der Stadt Wismar im Amtszimmer des Ministerpräsidenten vorgebracht hatte. 2. Es ist unwahr, daß der Ministerpräsident von Brandenstein im Verfahren gegen Voldt als Zeuge jemals in Aussicht genemmen worden ist, zumal er nicht die geringsten Bekundungen zur Sache hätte machen können. 3. Es ist unwahr, daß die Person des Ministerprüsidenten Brandenstein in einem— arch der Staatsanwaltschaft bekannten— sogen. Kasüberrerkehr verhafteten Personen erwähnt worden ist. 4. Es ist unwahr, daß der Ministerpräsident Brandenstein seit Beginn des Prozesses gegen Boldt krank ist. Wahr ist vielmehr, daß er, seit Wochen durch eine schwere Nierenerkrankung ans Bett gesesselt, seinen Dienstgeschäften ferngehalten war und sich zurzeit noch in Rekonvaleszenz befindet. Zur Beseitigung der Beschränkungen in der deutschen Luftfahrt. wtb London, 8. Dez.(Tel.) Der diplomatische Berichterstatter des Dailn Telegraph schreibt: Die Prüfung der deutschen Note bezüglich der Beseitigung der alliierten Beschränkungen der deutschen Luftfahrt sowie bezüglich des neuen Enstems des internationalen Zusammenwirkens im Lustrerkehr von seiten der Botschafterkonferenz und von besonderen Sachverständigen schreitet rasch fort. Einige der deutschen Vorschläge werden, so erklärt der Berichterstatter, wahrscheinlich zum größten Teil die Zustimmung seitens der Allierten erhalten. Coolidges Botschaft an den Kongreß. wtb Washington, 8. Dez. Heute ist dem Kongreß die alljährliche Botschaft des Präsidenten zugegangen. Coolidge erneuert darin eine Reihe von Abteilung von Beduinen ein Dorf 30 Meilen südestlich von Homs an der Linie Homs—Palmyra— Bagdad angegriffen und den englischen Konvoi gezwungen habe, nach Palmyra zurückzugehen. Die Lage in China. Japanische Warnung. wtb Tolio, 8. Dez.(Tel.) Im Hinblick darauf, daß der Schauplatz der Feindseligkeiten in der Mandschurei an die japanische Verteidigungslinie heranrückt, gibt das japanische Kriegsamt den Text der Mitteilung bekannt, den der japanische Oberbefehlshaber in Kwangtung gleichzeitig an die einander bekämpfenden chinesischen Generale richtet. Es wird in dieser Mitteilung betont, daß Japan eine Politik der Nichteinmischung beibehalten wolle, jedoch zumi Vorgehen gezwungen sein könnte, falls die Feindseligkeiten zu einer Gefährdung des Lebens und Eigentums japanischer Staatsangehöriger oder zur Bedrohung der japanischen Truppen führen sollten. Mordversuch auf General Hongtschauling. wtb Schanghai, 8. Dez.(Tel.) Ein aus Kanton stammender Schiffsjunge verübte auf dem Dampfer „President Pierce“, als dieser sich Wusung näherte, auf den General Hongtschauling, det wegen seiner kantonseindlichen Gesinnung bekannt ist, einen Mordversuch. Der General wurde am Arm, Nase und Unterleib verwundet. Der Attentäter beging Selbstmord. Hand der lokalen Schweizer Polizeibehörde lag, die überzeugende Beweisstücke für den Selbstmord noch nicht beibrachte.— Dem„Tag“ zufolge ist die Berliner Kriminalpolizei eifrig mit den Ermittlungen beschäftigt. Die Beamten vernahmen eingehend Kollegen und Kolleginnen der Staatsoper sowie zahlreiche Mitglieder des Bekanntenkreises der Juriewskaja. Der Chef der Berliner Kriminalvolizei erklärte einem Vertreter des„Tag“. er könne noch nicht genau sagen, ob die Sängerin Selbstmord begangen habe. Er sei jedoch nicht der Ansicht, daß eine Person, die Selbstmord begeht, sich erst die Pulsadern aufschneidet und dann noch eine Strecke zu Fuß geht. um sich in einen Fluß zu stürzen. Es ei auch möglich, daß Frau Juriewskaja durch einen Mord oder einen Unfall ums Leben gekommen sei. Bisher sei nur das Verschwinden festgestellt. Er erwarte noch heut abend Antwort aus der Schweiz auf seine Anfrage. 50 Jahre Landeshauptmann. u. Die Brotkorn= und Kartoffelernte. wtb. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Wie der Amtliche preußische Pressedienst der Uebersicht der Statistischen Korrespondenz, des amtlichen Publikationsorgens des statistischen Handelsamtes entnimmt, zeigt sich, daß die Hektarerträge im Staatsdurchschnitt bei Winter= und Sommerweizen um 2,1 und 2,7 Dz. gegen die Vorschätzung höher ausfallen und daß an dieser besseren Bewertung fast sämtliche Provinzen beteiligt sind. Die Roggenerträge im schnitt(17,6 Dz. je Hektar bei Winterroggen, 118 bei Sommerroggen) sind unverändert geblieben. Bei Kartofseln(Staatsdurchschnitt 153.5 Dz. je Hektar) besserten sich die Durchschnittserträgnisse im ganzen um 6.3 Dz., woran fast sämtliche Gebiete beteiligt sind. Die Gesamterntemengen an Brotgetreide stellen sich infolge der recht günstigen Weizenernte um rund 2 Millionen Dz. höher als die Vorschätzungsergebnisse; an Kartoffeln um 11,8 Millionen Dz. Gegenüber der sehr mäßigen Getreideernte, jedoch leidlichen Kartoffelernte des Vorjahres ergeben sich Mehrerträge an getreide von rund 24,6 Millionen, an Kartoffeln von 30,8 Millionen Dz. wp. Düsseldorf, 9. Dez. Am 7. Dezember 1875 murde der„Landesdirektor“ Freiherr v. LandsbergSteinfurth, ein geborener Westfale, auf Empfehlung des damaligen Reichskanzlers Fürsten v. Bismarck in die neugegründete Behörde„Provinzialverwaltungsamt“ eingeführt, der aber bereits 1881 aus dem Amte schied. Sein Nochfolger wurde der frühere Rechtsanwalt Landrat Dr. Klein, der im Juni 1897 die Amtsbezeichnung„Landeshauptmann“, erhielt. Am 1. April 1903 wurde dessen Nachfolger der damalige Regierungspräsident von Arnsberg, Dr. Ren1. Oktober 1921 von dem jetzigen Landeshauptmann Dr. Horion abgelöst wurde, der sich in 20jähriger Tätigkeit als Landesrat das Vertrauen allex, maßgebender Kreise und der gesamten rheinischen Bevölkerung erworben hatte und in seiner bisherigen Tätigkeit als Landeshauptmann das in ihn gesetzte Vertrauen auch vollkommen gerechtfertigt heianun der sich durch strengste Sparsamkeit ausAuf dem Wege zur Fremdenlegion. wp. Köln, 8. Dez. Hier wurde ein eiwa 16½jähHolland 100 Guld. Buenos=Aires Belgien 100 Fr. Oslo 100 Kr... Dänemark 100 Kr. Schweden 100 Kr. Zinnland 100 M. Italien 100 Lire England New York 1 D. Paris 100 Frk. Schweiz 100 Frk. Spanien 100 Pes. Japan Rtio de Janeiro Wien 100 Schill. Prag 100 Kr. Budapest 100000 Sofia Jugoslawien Börsenstimmungsbild. alsis eslähache de Sihae, Kalshals aes esche sce hüsten zum Tell mebr als 1 Prezent eilnl, dech 153; zeisihag ins Bendung zum,„Besseren vonl vorngesein keunhar, als vorvörslich die„Schävungen noech niedtiger gelautet hatten. Größere Widerstaudsfehiglett####i#ien Schissahrtsaktien, von denen Hamburcer Plictjaltt sotar 1173.2 Prozent höher einsetzten, wohl infolg: d:: günstigen Eindrucks, den die Bestellung eines neue schiffes gemacht hat. Begehrt waren serner Valtimorsllen, in der Hofinung der Freigabe des in Amer peilrlshengputen Eisen,Zchfahriszatlen 5 Patz Bariad um Hansa=Llopd=Aktien zeichneten sich Nord die wesieke Besserung von Gebr: Wecsieserotent, auch Orenstein u. Lopvel und en zogen etwas an. Von Textslwerten aus. Veiroleumalisen zoaren Lewinn von Vorläufige Stillegung. wp. Duisburg, 8. Dez. Wie die Verwaltung der eschcante Pere ebighelu de ash 95 Botschaft des Präsidenten Vorschläge für Steuererleichterungen und befürwortet den Beifritt Amerikas zum Weltgerichtshof. Sie verlangt ferner, daß dem amerikanischen Flugwesen nachdrückliche Förderung zuteil werde, und besteht auf peinlicher Innehaltung der Antialkobol=Gesetzgebung. Zum Thema der auswärtigen Beziehungen erklärt der Präsident, der Erfolg der Konferenz von Locarno rechtfertige die von der amerikanischen Regierung befolgte Politik, die es den euroväischen Staaten überlassen habe, die besonderen euronäischen Probleme zu lösen, ohne die Vereinigten Saaten mit hineineuverwickeln. Er fügt hinzu, auch die Abrüstungs'rage sei ein ausgesprochen euroväisches Problem, doch würden die Vereinigten Staaten von K1 jeden Schritt, den die europäischen Länder zur Ver- aute ringerung ihrer Rüstungen unternehmen sollten, mit besonderer Dankbarkeit begrüßen. Marokko und Syrien. Vorbereitungen für Frühjahrskümpfe in Marokko. wib Paris, 8. Dez.(Tel.) Havas meldet aus Fez: Gestern ist es in Lar Maimpa bei den Beni Hahen zu Kämpfen gekommen, in deren Verlauf mehrere Führer der Rifleute getötet wurden. Flugzeuge haben feindliche Ansammlungen beschossen. An der spanischen Nordfront eine lebhafte Tätigleit.„Es geb el Krim habe den Rifstämmen während des Winters zu or jahr die Offensive wieder Um Unterwerfungen zu verhindern, sollen die Führer der Stämme Geiseln nehmen. Neue Augriffe der Kabylen. wtb Paris, 8. Dez.(Tel.) Nach einer Blättervon Die Notlage im theinisch=westf. Industriegebiet. pw. Berlin, 8. Dez. Blättermeldungen Bochum zufalge machte in aus Bochum zufolge, machte in einer Pressckonferenz der Präsident des Polizeibezirks Bochum—GelsenkirchenHerne, Landtagsabgeordneter Stieler. Mitteilungen über die Rotlage im rheinisch=westjsälischen Industriegspier: Von 512 000 Einwohnern des Polizeibezirks Bochum—Gelsenkirchen—Herne waren 61 000 ausschließlich auf öffentliche Unterstützung angewiesen. In dieser Zahl seien noch nicht die Rentenempfänger noch Unterstützung beziehen. 325a3sh, der Arbeitslosen belaufe sich auf 17000 mit 000 Familienangehörigen. Weiteren 2000 Arbeitern sei gekündigt. Ksce, Salste lie Ver lnegend on Kaniger st Gewahrsam genommen worden seien, die ebenfalls auiadem Wege zur Fremdenlegion gewesen wären, entbehrt jeder Begründung. . Großfeuer. „ wpp. Köln, 8. Dez. In der Lederfabrik von CohenLeudesdorff in Mülheim brach aus bisher noch unbekannten„Gründen in der vergangenen Nacht in der zweiten Morgenstunde Feuer aus, durch das das Juhalt apecköcigs,„Fabrikgebäude mit dem reichen Inhalt an Gerberlohe und den Lederbearbeitungsmaschinen völlig vernichtet wurde. Das anstehende sowie die benachbarten größeren sehr beträchtlich, den gerettet. Der Schaden ist Zusammenstoß zwischen Lastauto und Lokomotive. Greshabn ir.. 8. Dei. Eine Lelomotive der einer Piesigen Zutpich mit einem Lastauto Getreide beladeng zulammen, das mit 100 Jtr. war. Der Lenker des Kraftwagens wurde am Kopfe verletzt. Der Schmuggel an der deutsch=holländischen Grenze. wp. Kleve, 8. Dez. In der vergangenen Woche wurden beim Zolamt Cranenburg eine ganze Wagug, Salzheringe beschlagnahmt und bei dem Jokamt zoyier zwei aus Holland eingeführte KraftGasexplosion auf einer Zeche. 5.#t5: Hamm,. Dez.(Tel.) Auf der Zeche de Wenor#tsseignete sich gestern mittag gegen 2 Uhr in der Abteilung der Benzolfabrik ein schwerer Unfall. In g#a##stst, mehrere Tage außer Betrieb befindlichen Haskühler fand aus bisher noch unbekannter Ursache begannen, wurden auf Ende der Woche vertagt. um der Haupt= aaf 1enz Fin weiteres Opfer gefordert, so daß invermaltung der Reichebahn Gelegenheit zu geben, zu weite ihwer setzt en sind. Zwei den Forderungen der Eisenbahner Stellung zu nehmen immer in gef De sonen befinden sich noch Schlichtungsversahren im Verscherungggewerbe. norneßmunge de adr und ind bis jeht nach nicht wtb Berlin, 8. Dez.(Tel.) Im Tarifstreit des Feuerwerkssabrik. wtb. Franksurt a. M., 8. Dez.(Tel.) Das Explogersunglück in der Neu=Isenburger Feuerwerkssabrik gesamt 6 Personen ums Lehen z.kgr.9 PBie-PPärise schsioss besehia“e sher shtrage bessand. * Gersenlirchenera“ Leutschitl“ Harvener 93, san zpei Männern mit vorgehaltener Pistole und dem Ruf„Hände hoch!“ angehalten und ihrer Barschaft beraubt. Die Räuber erbeuteten allein von dem einen Ueberfallenen 1000 Mark und 250 Dollar. Die Räuber entkamen unerkannt mit der Beute. Feuer in einem Bahnpostwagen. wp. Berlin, 8. Dez. Im Bahnpostwagen des PerStsepfrse Jlingu Paset der heute morgen von Ofsenburg abging, bemerkte man auf der Station Niederschapfheim bei Lahr Feuer im Postwage Freiburg. Tragische Folgen eines Scherzes. Gros=erau) Ier 8. Dei. In Königstädten(Kr. einehn Teschin ein 2ojähriger junger Mann mit einem Tesching aus„Scherz“ ein 15jähriges Mädchen in den rechten Oberschenkel. Die Verletzung 1 leichter Art, der Täter bekam es aber mit der Angst zu tun und aus Furcht vor Strafe ließ er sich von einem Eisenbahnzug überfahren. Der Tod trat sofort ein.ahren. Der Tod trat soGroßseuer in Hadersleben. wth Hadersleben, 8. Dez.(Tel.) Auf der Domäne Olufskier brach Großfeuer aus, durch das der ganie Viehbestand, darunter 70 Kühe, und die gesamte ernte vernichtet wurden. sante Selbstmord eines Wahnsinnigen. Dez. Wie von der Polizeidirekd, brachte hier in geistiger UmJahre alter Prediger von Allertsvormittag seiner Ehefrau mit einem siermesser zwei Schnittwunden am Hals und der zur Hilfe herbeieilenden Wirtschafterin schwere Verletzungen an der Hand bei und tötete sich dann, indem er sich die Lechse durcschnit. 4 8cn, Ein mehrfacher Mörder. der Berliner Sängerin pw. Berlin, 8. Dez.(Tel.) Wie das Berliner selse Kalds chieche Keice, Kenichelbeiel. dhe einer weiteren gietungsdirektor Weiß, mit den Schweizer Polizeieunruhigt über behördeg in Verbindung um zur Aufklägung des Falles Jurjewskaja, heizutragen. Laut Vossischer Sramun a die Entsendung Berliner Kriminalveamter nach Andermatt erwogen. meldung aus Fez soll es in dem Frontabschnitt Fez bei dem Posten Bibane zu einem lebhaften Zusammensoß mit Rifleuten gelommen sein, die in die Flucht geschlagen von Taza seien Verstöße Asem und Cesraja Risangriff gegen die Die französischen beschossen. wib Paris, 8. Dez.(Tel.) Nach einer Meldung aus Fez soll, Abd el Krim beunruhigt über den Vormarsch des auf fran ösischer Seite kämpfenden Falles. Juriewskaja, veizutragen. Laut Vossischer Dhnar Den Hamidu, verszlsch un den Veni Amrt Jeltug wich die Enlsonhzuga Versge aposiche sich begeben haben, um Rifabteilungen an diese Front zu werfen. Gespannte Lage bei Damaskus. wib London, 8. Dez.(Tel.) Die Morning=Pest berichtet aus Beirut: Aus der Gegend von Damaslus gerden ernste Kämpfe, gemeldet. In Damaskus ist die Lage außerordentlich gespannt: gelingt es doch den Aufständischen fast, in das Stadtinnere einzudringen. Zahlreiche Einwohner verlassen die Stadt. — d: Jouvenel wird, so heißt es in dem Blatt weiter, sich nicht eher nach Damaskus begeben bis der Frieden gesichert ist. Sobald dies geschehen sein wird, wird Syrien und der Dschebel Drus eine Versassung erhalten und allen die die Waffen freiwillig niederlegen, soll sicheres Geleit versprochen werden. Ein neuer Zwischenfall in Syrien. wtb London, 8. Dez.(Tel.) Reuter berichtet aus Beirut, daß einem französischen Bericht zufolge eine vernehmungsfähig. Wieder ein Unglück in einem Kinderheim. hemahrens i“ 8. Pes.(Tel.) In einer Kleinkinderetwa P9“F,;(6d Kinder im I. Porort Hornögim. wo 50 bis 60 Kigver im Alter von 3—6 Jahren, ltern zur urbest gehen, untergebracht sind. Bioßz= Der Mann hat mehrere Fr bewustlos am Bedes liegend zttatstrise 8, Kinder Fragen gach zinander dart aur igueg ue e. 9,“ liegend aufgesunden. Anschei=sHeauen nach einander vort verstorben. Josch soll den nend zogen sie sich schwere Kohlenorydvergiftungen zu. Ffgtten, bevor der Tod eingetreten war, BrennSie wurden ins Krankenhaus gebracht, wo man hofft, lpifritus in den, Atagd gegosen haben, un, als Tadesvan Vergiftung m Lehen zu ursache Alkoholvergjftung vorzutäuschen. Der Mörder Sec scehlcie hate lscheä cl ehilce itag in Streit geraten sein, wobei er sie anscheinend mit einem schweren Gegenstand erschlagen ral: Aufsallen Frauen in leiner seiner eses Dre Sousen begseuo aunr Schen Schießerei nach einer Denkmalsweihe. tom In der Wiae: Jam 3. uap.... dei Storkow in der Mark kam es nach einer Denkmalseinweihung zu, einer schweren Schießerei in wurden. Der Bä — ist festgenommen. Die Beweggründe zu den Mordtaten sind unbekannt. 3 Engländer wegen Spionage verhaftet. kmals=„ potb. Paris, 8. Dez.(Tel.) In Paris wurden drei wäscher, hastet In die Anges Verdacht der Spionage verso undlitklich scher Marineofiaieotegenbeit solen beiter ein Haus erlag aie Hien Verletungen im Kranien= sein, de. rie Zerwundungen der beiden andern Hetroffenen sind leichterer Natur. Der Grund der Eetroffenen sind leichterer Natux. Der Grund der heiten iun uachen, Ponnungen MeinungsverschiederBrand in einer Filmfabrik. In Marineoffizier und seine Freundin verwickelt die ebensalls verhaftet wurden. Fabrikbrand in Roubaix. Paris, 8. Dez.(Tel.) Wie die Mittagsblätter berichten, ist in der vergangenen Nacht in einer Wollund Baumwollspinnerei in Roubaix eine Feuersbrunst ausgebrochen. Der Sachschaden soll 1200 Millionen Franken belaufen. Die Ursachen der zeuersbrunst sind noch nicht bekannt. kurzer Tätigkeit löschen. Blutiger Ausgang einer Familienfeier. Jursewskasa enger bekannt sind, wird dem genannten heststagsseier in Berlin Sieglitz wurde ein TeilBlalt zutaige erichast die Vermuturg erstert, haß vechmner an der Feler in dei ghegele die Sängerin, die eine große Karriere vor sich sah, anlagen über I. seine ganze erste, Seite. Es werden starte an dem Tode der Künstlerin laut. Auch die Berliner Polizei hegt Zweifel. ob Frau Jursewskaja überhaupt tot ist. In den Kreisen, die mit“ die skaja mit Frau 1200 Millionen Franken belaufon einen seuersprunst snd noch nicht belannt. den Ein schwerer Unglücksfall. Dez.(Tel.) Gestern abend ersich bei Fenny Stratford ein Zusammenstoß ienten Bolrhell ger Die Hausgenossen versichern mit größter heit, daß die Vermiste nicht Morphinistin war und gen ins Krankenhaus gebracht. Der oder die Täter ahen kann, konnten bisher nicht festgestellt werden. kein Morphium in ihrem, Besitz gehabt haben kan Nach allem— so schließt das Achtuhr=Abendblatt seine Ausführungen— ist der Vorgang noch überaus aufklärungsbedürftig, namentlich wenn man in Betracht zieht, daß die Untersuchung bisher in der Schadenfeuer in Hull. aes chshe bac eich die chelhe darin lagernden großen Korn= und Oelvorräten vollkommen zerstört wurden. Der Brand war auf er Fieraarten: Alometer hin sichtbar. im Tiergarten! ¼ Million Pfund geschätzt. Raubüberfall im Tiergarten. S5 R4-auis den Besherar scge ie Schneldergieste, i Kloenes“, Hin lcihor Der Shaden vid as Benutzt die Leihbibliothek der Buchhändlung Carl Braus, Bahnhofstr.! Mittwoch, 9. Dezember 1925. 288(Zweites Blatt) O P Der Kampf gegen die Schule in Poten. Die Geschichte des deutsch=evangelischen Schulwesens in Polen ist die Geschichte eines unaufhaltsamen Niederganges. Die Vertreter der deutschen Minderheit haben nach Genf insbesondere die frischen Eindrücke der Bromberger Schulnöte mitnehmen können, die seit Wochen nicht nur die nächstbeteiligten Eltern und Schüler, sondern die gesamte deutsche Minderheit in Atem halten. Anjang September, unmittelbar nach Beginn des neuen Schuljahres, wurde elf Lehrkräften an den deutschen höheren. Privatschulen, Gymnasium und Lyzeum die Unterrichtserlaubnis aus unbekannten, nicht mitgeteilten Gründen entzogen. Den deut schen Parlamentariern gelang es erst nach langen Verhandlungen, die Zurückziehung der Verfügung zu erwirken, jedoch nur bis zum 31. Dezember d. Is. Die Ungewißheit, was dann werden soll, lestet schwer auf den Gemütern, da das Ausscheiden von elf Lehrkräften den Fortbestand der beiden Anstalten unmöglich macht. Es bleiben dann den Deutschen in Polen nur noch die beiden Privat= gymnasien in Posen und Lissa. Bromberg ist aber das Symbol für die schwierige Gesamtlage der deutschen Schulen. Man versteht die schwerwiegen den Folgen dieser absichtlichen Schulzerstörung erst in ihrer ganzen Tragweite, wenn man sich klar macht, daß dadurch der Protestantismus in Polen in seinem letzten Bollwert gctroffen werden soll; denn die Kirche der Zerstreuung ist mehr als jede andere auf den Laiendienst, auf ein gut durchgebildetes Kirchenvolt angewiesen. Polen führt seit den Tagen der Gegenreformation einen hartnäckigen Kampf gegen das evangelische Bekenntnis, insbesondere gegen das heranwachsende Geschlecht; die Angriffe richten sich immer wieder gegen die alten Ziele: Schule, Jugend, und dieser Kampf tritt in seiner ganzen Brutalität in die Erscheinung, nachdem sich Polen wieder als Herr im eigenen Hause fühlt. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, erkennen wir mit erschreckender Deutlichkeit, was im Osten durch Versailles verloren gegangen ist. r der Dortmunder Nerven und klarem Kopfe. Ohne viel„Tamtam“ zu schlagen, ist neben der Eintrachtturnhalle ein Bau entstanden, wie er in dieser Art und Aufmachung in Westdeutschalnd einzig dastehen dürfte. Es war gewiß nicht leicht, in dieser schweren Zeit die prächtige Pferdesportstätte zu vollenden aber, wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Dank der Zähigkeit einzelner Mitglieder des Dortmunder Reitervereins ist der Bau vollendet worden; er dient der deutschen Jugend, er dient der Allgemeinheit, und darum auch dem Vaterlande. Der in Dortmund immer mehr aufblühende Pferdesport erhält in der neuen Reitbahn einen neuen Impuls und die Möglichkeit, auch im Winter, wenn Weg und Stea vereist und verschneit sind, vferdesportliche Veranstaltungen abzuhalten. Die Reitbahn ist eine ideale Anlage, sie ist sehr geräumig, so, daß daß darin auch Fahrturniere veranstaltet werden können. Zwei Türen führen zu den Unterkunftsraumen der Pferde, die sehr zweckentsprechend eingerichtet sind; verschiedene Elnzelboxen beherbergen die edlen Reitpferde. Die Reitbahn ist boch, hell und sehr luftig; den beiden Lebenssaktoren Licht und Luft ist vollauf Rechnung getragen. Der ganze Bau ist unter Mitwirkung des Mitgliedes Schneider von den Dortmunder Architetten D. und R. Schulze entworfen worden. Welch reges Interesse man in allen Kreisen der Stadt= und Landbevöllerung den reiterlichen Darbietungen entgegenbringt, davon zeugte der über. aus große Besuch bei der Einweibungsfeier. Der Neiterverein hatte ein„ausverkauftes Haus“. Die zweistöckige Tribühne, die die eigentliche Reitbahn von drei Seiten umgibt, war von Zuschauern dicht besetzt; es war auch nicht ein Plätzchen mehr zu haben. Unter den Besuchern sah man viele ehe malige Kavallerisen, denen beim Anblick der prächtigen Darbietungen Tränen in den Augen alitzerjen ob der wehmütigen Erinnerungen verschwunde ner schöner Zeiten und Tage. Das Tromveterkorps Reubahn. „Färben grau sich deine Haare, Bleib' im Bügel! Straff die Zügel!— Mit der Jahre flücht'ger Meute Um die Beute, um das Heute, Um die Jugend reite, reite!" Dortmund, die Sportzentrale Westdeutschlands! Vor einer Woche konnte der größte Wintersportvalast Europas, die Westfalenhalle, ihrer Bestimmung übergeben werden, und nach acht Tagen öffnet die neuerbaute Reitbahn des Dortmunder Reitervereins ihre Pforten. Es ist wohl die praktischste Lösung der Platzfrage gewesen, diesen imposanken Bau neben dem Eintrachthause erstehen zu lassen. Will jenes Haus eine Statte zur Ertüchtigung der deutschen Jugend durch Turnen und Spiel sein, so ist die Reitbahn ein Tummelplatz von Pferden, auf denen Persönlichkeiten herangebilbet werden mit gestähltem Körver, eisernen Regiments Nr. 15 aus Paberborn, unter versönlicher Leitung seines Musikmeisters Gerlach, hatte die Musik gestellt. Eingeleitet wurden die sportlichen Darvietungen unter den Klängen des Faufarenmarsches, wobei auch die beiden silbernen Kesselpauten, ein Geschent Kaiser Wilhelms I. an das ehemalige Husarenregiment 7 in Bonn, mitwirkten. Dann begrüßte der 1. Vorsitzende die zahlreichen Gäste und empfing von der Direktion der Westfalenhalle einen herrlichen Blumenkorb zur Einweihungsfeier. Nach dem„Avvellruf" erschienen 26 Mitglieder des Dortmunder Reitervereins mit prächtigen, wohlgepflegten Pferden in der Reitbahn und wußten durch ihre Darbietungen, begleitet von den schönsten Weisen alter Reiterklänge, die Zuschauer in atemloser Spannung zu halten; dabei wirkte die einheitliche Kleidung der Reiter außerordentlich angenehm. Der Höhepunkt der ganzen Darbietungen war entschieden der Einzug der ländlichen Reitervereine. Besonders freudig zu begrüßen ist es, daß diese Vereine mitwirkten; es zeugt von dem guten Einvernehmen zwischen Stadt und Land; alle Vereine beseelte der Gedanke der Zusammengehörigkeit. Unter den Klangen des Finnländischen Reitermarsches ritten die Reitervereine von Brackel, Bodelschwingh, Witkede=Asseln, Sölde und Schwerte mit flatternden Standarten in die Bahn, lebhaft begrüßt von der jubelnden Zuschauermenge; voran der Reitlehrer eines jeden Vereins, um Paradeaufstellung mit der Front zur östlichen Trivüne zu nehmen. Dann ertönte der„Corpsruf“, und der 2. Vorsitzende der Reitervereine des Kreises Dortmund meldete den Vorsitzenden des Ruhrtal=Reiterverbandes. Dieser ritt dann die Fronten der einzelnen Vereine ab und ließ seine prächtigen Reitervereine im Schritt, Trab und Galopp an den hohen Ehrengästen und dem Vorsitzenden des Dortmunder Reiterverbandes vorbeidefilieren. Recht hübsch nahm sich dabei die schmucke Tracht der ländlichen Reiter: schwarze Hubertusmütze, Sporthose, Reitstiefel, weiße Binde und anliegende blaue Joppe aus. Die Pferde gingen durchweg mit tadelloser Präzision in schöner Haltung, die Reiter saßen sehr gut, hatten viel Einwirkung und zwangen die Pferde durch Kreuz, Gesäßz und Schenlel unter ihren Willen. Mit bewundernswertem Schneid führten sie im Exerziergalopp einen Aufmarsch in 4 Vereinsfronten vor. Dann standen sie plötzlich wie die Mauern. Nach dem Kommando„Stillgesessen!“ intonierte die Kavelle das„Deutschlandlied“, in welches die versammelten Zuschauer entblößten Hauptes einfielen. Das sind Augenblicke, wo die gequälte Volksseele sich Luft macht, Augenblicke des Erinnerns und Vergessens. Daran wollen auch die ländlichen Reitervereine gern mitschuldig sein. Die Damen=Trabquadrille, geritten von 12 Damen des Dortmunder Reitervereins, wurde ganz ausgezeichnet dargeboten. Abstände, Eckenausrei ten, Volten, es klapvte alles mustergültig und rrakt; es konnte auch nicht der geringste Fehler festgestellt werden. Begeisterter Beifall löste die Darbietungen aus und fand somit den wirksamsten Abschluß. Die beiden Zweispänner wurden von sicherer, fahrkundiger Hand gesteuert und ernteten reichen Beifall; ebenso fand die Galovpquadrille, geritten von 4 Dortmunder Damen und Herren, würdige Anerkennung; alle Figuren wurden sauber ausgeführt. Eine Glanznummer im Programm war die Quadrille in friderizianischer Tracht, geritten von 12 Mitgliedern des Schwerter Reitervereins geführt von dem verdienstvollen Reitlehrer des Kalthofer und Schwerter Reitervereins, R. Schwarz, als„Friedrich der Große“ auf seinem „Mollwitzer Schimmel“, mit dem Knotenstock in der Hand. Am Hofe Friedrichs des Großen wurden oft Reiterquadrillen geritten und vom General Seydlitz in der vreußischen Kavallerie eingeführt. Ohne Quadrille kann man sich ein Reiterfest eigentlich kaum mehr vorstellen. Es zeugt immer von erwachendem Nationalbewußtsein, wenn auf einem Turnier Quadrillen in historischer Uniform aus großer, glanzvoller Zeit geritten werden. Herr Schwarz hat durch seine abwechselugnsreichen, wirlungsvollen Touren die Zuschauer außerordentlich zu fesseln verstanden; dabei zeigten sämtliche Reiter auf ihren wunderbaren Pferden große Reitfertigkeit, sie widmeten sich mit viel Passion und Liebe ihrer Aufgabe. Ein nicht endenwollender Beifall der Zuschauer war ihr Dank. Nach einer kleinen Pause, die zum Aufstellen der Hindernisse benutzt wurde, zeigten sich 6 Herren im roten Rock. Dieses Bild wirkte besonders abwechselnd. Es wurde, soweit es eben die Bahn gestattete, eine kleine Jagd mit Fuchsschwanzgreifen geritten. Der Sport im Rot erfreut sich seit den letzten Jahren ganz besonderer Beliebtheit, trotz Automobile, Flugzeug, Motorrad und Revolution. Sämtliche Herren zeigten so recht, daß sie ihre Pferde zu meistern wußten. Den Schluß der reiterlichen Veranstaltungen bildete das Paarsoringen, wobei sich sogar beherzte Damen in ihrem Können mit Herren maßen. Einige Herren zeigten dabei eine vorbildliche Technik: Kniee fest angelegt, Oberkörper varallel zum Pferderücken zur Entlastung der Hinterhand, Fäuste vorn und feststehend.(Brücke). Ganz besonders freudig zu begrüßen ist es, daß auch die ländlichen Reiter sich hieran beteiligten. Trotz verschiedener schwerer Stürze in der Generalvrobe am Sonnabend stiegen sie auch heute wieder in den Sattel und wußten mit Schneid ihre Pferde über die Hindernisse zu bringen. Die letzten Reiter zeigten einen gut ausgeführten Patroillensorung. Damit hatten die reiterlichen Darbietungen ihr Ende erreicht. Die Mühe und Arbeit, die sich der Dortmunder Reiterverein, ganz besonders aber dessen sehr rühriger Vorstand, mit der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung gegeben hat, fand die beste und dankbarste Ancrkennung sämtlicher Besucher. Mit allseitiger Befriedigung und voll Lobes schied man mit den Worten: „Es war blendend.“ Verintschter! EAtTUNT Der Intenbant und seine Tochter. Copyright by Feuchtwanger(Halle). Noman von Peter Prior. 22. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) Der Direktor schüttelte noch immer ungläubig den Kopf. Schließlich meinte er:„Daß Sie Liebe zum Theater haben, das weiß ich, auch daß Sie ein prächtiges Mädel sind, davon habe ich mich überzeugt, aber daß einer aus purer Gutmütigkeit sein ganzes Geld herschenken will, das kann ich nicht begreifen.“ „Lieber Freund. Sie gehen von ganz falschen Voraussetzungen aus. Erstens denke ich nicht doran, mein ganzes Geld herzuschenken. 200 000 Mark sind nicht mein ganzes Geld. Meinen Anteil am Atelier möchte ich nicht um ebensoviel verkaufen. Und zweitens schenke ich nichts her. Ich hoffe sogar, daß sich das Kapital sehr gut verzinsen wird. Also Sie sehen, aus purer Gutmütigkeit tue ich nichts. „Wie wollen Sie sich denn beteiligen? Still oder tätig?“ „Tätig selbstverständlich. Ihr Plus beträgt nach Abschluß dieses Jahres ungefähr 250000 Mark. Von meiner Einlage bekommen Sie sofort 50000 Mark ausbezahlt. Das übrige wird als unser gemeinsames Bankkonto des Theaters eingezahlt. Also sind wir quitt. Und wir arbeiten dann zu gleichen Teilen.“ „Hm.— Wissen Sie, daß ich so, wie ich heute arbeite, nur mehr zwei, drei Jahre hier bleiben konnte, dann würde man mich vor die Tür setzen. Ein anderer hätte vielleicht schon nach einem Jahr ausgespielt. Denn ich kann dann die Pacht nicht mehr zahlen. Aber die Gesellschaft hat zu mir grodes Vertrauen. Sie sagt sich, wenn einer zwölf Jahre so gut gewirtschaftet hat wie Golgschmidt, dann muß er etwas können. Wenn sie das Ttheater einem anderen gibt, wird es um kein Jota Nansens Anfänge als Polarforscher. Frithiof Nansen, der Altmeister der Polarforschung, ist als Zwanzigjähriger zum erstenmal in die Gebiete gefahren, die ihn dann jahrzehntelang immer wieder lockten. Nun läßt er seinen wissenschaftlichen Großtaten die Erzählung jenes ersten Vordringens ins Eismeer folgen; in einem fesselnden Werke mit seinen eigenen Zeichnungen, das unter dem Titel„Unter Robben und Eisbaren“ bei F. A. Brockhaus in Leipzig deutsch erscheint. Mit der ganzen Frische der Energie und des Humors, die diesem herrlichen Menschen eigen ist, schildert Nansen da auf Grund seiner alten Tagebücher das erste Vorstoßen nach Norden: Auf einem„Robbenfänger“ mit dem jungen schneidigen Kavitän Axel Krefting, der unter den Eismeerfahrern als einer der tüchtigsten und glücklichsten, aber auch als einer der wagehalsigsten galt. Die Fahrt galt zuerst dem sogenannten„Jungenfang“ in jenen Gegenden, wo die grönländischen oder Sattelrobben sich zu Hunderttausenden auf dem Treibeis versammeln, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Erfolgreicher waren dann die anderen Teile der Jagd, besonders nach den sogenannten „Klappmützen“, der Haubenrobbe, die nächst dem bärtigen Seehund die größte unter den Robben des Nordens ist. Und auch seine ersten Eisbären konnte Nansen schießen, als sie dann im Eise fest gekommen waren. Wichtiger für ihn war die erste Erkenntnis der Probleme des„Naturvfuschers" wie ihn die Seeleute nannten, vor allem der Meeresströmungen, der Temperaturverhältnisse und der Drift des Eises. Weihnachtliche Düfte, wer liebt sie nicht, wem wecken sie nicht die Erinnerung an selige Kindheitstage? Weihnachtliche Düfte, gemischt aus dem Atem der Tanne, dem Aroma des Honigkuchens, der Aepfel, Nüsse und Mandeln, lassen die Nüchternheit der heutigen Zeit vergessen, erhellen die dunklen Tage des Dezembers, an dessen Ende das strahlende Weihnachtsfest steht. Wie schön waren diese Tage der Kindheit, angefüllt mit Geschäftigkeit und seliger Erwartung, welche Feste die Backtage, an denen die weihnachtlichen Leckereien, Honigkuchen, Pfeffernüsse, Marzivan entstanden! Keine Mutter sollte es versäumen, ihren Kindern durch Herstellung des Gebäckes in der eigenen Küche diese Freuden zu bereiten. Wie billig ist dies, wenn man statt der teuren Butter die Feinkostmargarine„Schwan im Blauband“ verwendet, die zu so billigem Preise in jedem Laden zu kaufen ist. Wie gut geraten die mit Blaubandmargarine bereiteten Kuchen. Blaubandmargarine ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr nahrhaft und bekömmlich und zur Herstellung gerade seinen Backwerks besonders gut geeignet. neue Pachung mit Rot-Band 50% Kernseife-Gehalt(mind. 30% Fetts.) Luhns ist seit 30 Jahren erprobt. Ueberall wieder haben, wo im Schaufenster 2 u sic hib ar. besser. Darum werden die Herren noch zwei bis drei Jahre zusehen. Aber dann werden auch sie die Geduld verlieren. And Sie, ein junges Mädchen, wollen es in der Tat versuchen?“ Sie erwogen noch tausend Einzelheiten. Goldschmidt erklärte sogar, daß 200000 Mark unter Umständen nichts weiter als eine Vertängerung der Gnadenfrist bedeuten. Am Tag daräuf machte Goldschmidt der Käthe einen anderen Vorschlag. Sie solle es versuchen, zu ihren 200 000 Mark noch 100000 Mark von einer Bank zu bekommen, und mit Hilfe diekes Kapitals solle sie sich nicht am Deutschen Theater beteiligen, sondern das Operettentheater pachten. Die Pachtfrist des Direktor Eichinger laufe in einem Vierteljahr ab. Einem soliden Unternehmer gebe man das Theater lieber als Eichinger. Das Operettentheater habe eine glänzende Zukunft. Mit ihm sei viel Geld zu verdienen. „Und Sie, Direktor?“ rief Käthe.„Was ist dann Ihnen und dem Deutschen Theater gedient, wen: ich das Operettentheater habe und Operetten und Revuen spiele?" „Ich habe an mich sogar an erster Linie gedacht. Wir wollen eine gemeinschaftliche Direktion Goldschmidt und Sommereck gründen und die beiden Theater in einer Regie führen. Das Deutsche Theater soll unser Kunstinstitut sein und dus Opercttentheater unsere Geldpuelle.“ Die beiden mochten sic in einigen Tagen schon an die Vorarbeiten und nach vierzehn Tagen wurde eine Versammlung der G. m. b. H. Deutsches Theater einberufen, der Goldschmidt Käthe vorstellte und der er mitteilte, daß sich die Dame an der Direktion beteiligen wolle. Er selbst sei zu alt, um die Geschäfte allein weiterführen zu können. Käthe führe schon seit einigen Jahren Regie, sie sei kapitalkräftig und er bitte, seinem Vorschlage zuzustimmen. Man kannte Käthe als die Inhaberin des Ateliers Sommereck& Degenhadt und wußte, daß das Atelier gut florierte. In der Versammlung saß auch der Oberregierungsrat, den Käthe in den ersten Tagen ihres Aufenthalts in Berlin bei ihren Vater kennen gelernt hatte. Der Oberregierungsrat hatte es verschiedentlich versucht, die Gunst des Mädchens zu erringen, war aber immer abgewiesen worden. Er sah jetzt eine günstige Gelegenheit, dem Mädchen näher zu kommen, trat darum eifrig für sie ein. Die Herren stimmten zu und schon in den näch sten Wochen stand auf dem Theaterzettel: Deutsches Theater, Direktion Franz Golgschmidt und Käthe von Sommereck. Als es bekannt wurde, daß die Direktion Goldschmidt und Sommereck auch das Operettentheater pachtet, hatte Berlin W. einen dantbaren Gesprächsstoff. Käthe kom dabei nicht gut weg. Viele behrupteten, so etwas sei vorauszusehen gewesen. Käthe von Sommereck mit ihren Toiletten und ihrem unerhörten Aufwand verstehe von einem Theater wic dem Deutschen Theater gar nichts. Das Operettentheater, das sei ihr Element, Reouen, Ballets, Ausstattungsstücke, so etwas verstehe sie. Im Laufe der nächsten Saison könne man etwas erleben. „Und Goldschmidt?“ sagte wichtig ein naseweiser Backfisch.„Passen Sie nur auf, der wird ganz unter ihre Fuchtel kommen und aus dem Deutschen Theater auch ein Possentheater machen. Das Theater ist schon im letzten Jahre vernachläßigt worden. Schuld daran ist natürlich diese Person, die das Theater nur aus Sensationslust führt.“ Das Sensationsblatt„Hinter den Kulissen" brachte einen langen Schmähartikel über Käthe. Von dem Liebesleben des Intendanten Professor von Sommereck pfiffen die Spatzen vom Dach und der Apfel falle nicht weit vom Stamm. Daß seine Tochler Käthe nun auch Einfluß vom Theater haben wolle, das sei bei dem Ehrgeiz der Dame, die sich in alle Gesellschaften eindrange, kein Wunder. Aber nachdem Sie bei der Führung des Bühnenateliers Sommereck und Degenhart schon unglaublich rücksichtslos vorgegangen sei, die tüchtigsten und verdientesten Angestellten grundlos entlassen habe und däfür hübsche junge Männer eingestellt habe, dürfe sich das Berliner Publikum jetzt im Theaterleben auf Ueberraschungen gefaßt machen. Goldschmidt empfahl eine Klage. Käthe aber sagte:„Warum? die Leute Leben vom Schmut. Soll gerade ich ihnen Ohrfeigen geben? Stände ein anderer an meiner Stelle, sie hätten ihn genau so begeifert.“ ais Hedwig diesen Artikel anonym zugesandt bekam, bebte sie vor Zorn. Sie behauptete, Käthe habe im Interesse der Familic die Pflicht, den Artikelschreiber zu verklagen. Als nach einem Monat noch keine Klage erfolgt war, meinte Wolfgang:„Sie wird wissen, warum sie nicht geklagt hat. Wenn auch vielleicht nicht alles wahr ist, so wird sic doch manche Schmutzereien angestellt haben. Ich habe noch nie große Hoffnung auf die Person gesetzt und du wirst sehen, es nimmt kein gutes Ende.“ Käthe suchte bald Remadur zu schaffen. Sie teilte der G. m. b. H. Deutsches Theater mit, daß Goldschmidt und sie nicht gewillt seien, weiterhin eine jährliche Pacht von 75000 Mark zu bezahlen. Trotz der glänzenden Führung habe das Theater im letzten Jahr ein Defizit von 200000 Mark gebracht und der Verlust im laufenden Jahr werde sicherlich auch nicht weniger sein. Die Bücher ständen zur Verfügung. In Anbetracht der schlechten Theaterverhältnisse seien sie nicht in der Lage, mehr als 50000 Mark für die Jahrespacht zu zehlen. Sei die Gesellschoft damit nicht einverstanden, dann seien sie gezwungen, das Verhältnis zu lösen. Kein solider Theaterdirektor werde das Theater um mehr als 50000 Mart pachten. (Fortsetzung folgt.) # A I A A 1 1 4 * Herren- Anzüge aus sehr tragfähigen Stoffen, gute # Verarbeitung, tadelloser, Sitz 5400 450 3800 Herren- Anzüge 00 eus modernen Kammgarn--und Cheviotstoffen, In erstklassiger, Verarbeitung S. esnt De Herren- Anzüge aus besten reinwollenen Stoffen. * Feinster Ersatz für Maß. 1250 10500 95 erren-Uister s#r zweireihig, moderne Formen, aus neuen Uisterstoffen ecech— am 0* #i 4 68 50 ren-Uister nellerten? 59 1oderne Schwedenformen, aus la. dunkelmenerten Stoffen 00 6800 Hervorragen Marengo und schwarze Paletots 125 mit Samtkragen, bester Sitz, tadellose ,Verarbeitung.... 16 -Oister aus feinsten, modern gemusterten Ulsterstoffen Ersatz für Maß 1250 950 8500 ert! 7/8800 6500 85 00 4800 feinste Kammgarnqualitäten, gute PE Anzugbesen, starke Arbeitsnosen. ere 3 Hosens Gestreifte Sakinks Se . egr egche: Sääigtel. 6500 5200 45oo 3600 26oo 1000 I. Jänglings-, u. 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Apfelsinen 10 Stck. 1 M, Weintrauben 90 S, Heringe 20 Stck. 1 J. Schellsisch 25 4, Rotbarsch 39 J, Kabeljau 30 J, Butter 2.30 cl. Eier 5 Stck. 1 J, Rindfleisch 1 M, Schweinefleisch 1.40 M, Gefrierfleisch 70 u. 80 J. Jugendherbergs=Lotterie. Bei Redaktions= schluß sind wir in der Lage, folgende HauptgewinnNummern der gestrigen Jugendherbergsziehung ohne Gewähr zu veröffentlichen: Auf die 10 zuletzt gezogenen Lose entfallen noch je eine Prämie von K 250.—. Es sind die Nru.: 251 419; 489062; 647 256; 494 655; 90 222; 506109; 629 900; 386 722; 264 926; 661 152.— Die Ziehungsliste liegt von Freitag ab in den betreffenden Losverkaufsgeschäften auf und sind zum Preise von 10 Pfg. zu haben. : Die Nikolausfeier im evgl. Kindergarten, Jügerstraße, am Montag, den 7. Dez.„Der Nikolaus kommt heute, der Nikolaus kommt heute!“ Mit diesem Jubelruf, der bei den meisten Kindern allerdings einen etwas ängstlichen Unterton hatte, gingen die Kleinen Montag mittag nach Hause. Um ½5 Uhr hatte sich der Nikolaus angesagt und kurz vor 4 Uhr erschienen die ersten Kinder mit ihren Müttern. Tannenzweige an den Wänden und in der Blumenampel ein kleines Adventsbäumchen gaben dem Raum ein festliches und ein überaus gemütliches Aussehen. Die Bänke der Kleinen waren in der Mitte des Raumes aufgetellt und Tische als Sitzgelegenheit für die Anbehörigen waren rings an der Wand plaziert. Mehr und mehr füllte sich der Kindergarten mit Müttern und Kindern, auf allen Gesichtern herrschste Festfreude. Jubelnde Kinderstimmen sangen wischendurch schon Weihnachtslieder. Ein kleiner Ungeduld fragte immerzu:„Tante Herta, wie lange dauert es noch, wann kommt denn der Nikolaus?“ Endlich, endlich war es ½5 Uhr und alle Rütter und Kinder versammelt. Die Leiterin stlingelte— erwartungsvolle Stille— glänzende Kinderaugen und vor Spannung und Erregung gerötete Bäckchen. Dann ertönten die alten bestannten Nikolauslieder:„Heute kommt der Nikolaus— Heute, Kinder, wird's was geben— Nikolaus, komm in unser Haus.“ Nun ging die Leisterin hinaus, um zu sehen, ob der Nikolaus bald käme, und richtig, da kam er schon durch das Tor betappt, ächzend und stöhnend, einen schwer beackten Schlitten hinter sich herziehend. Schnell mußte eine Tante hinausgehen und dem armen #lten Nikolaus helfen, denn er hatte soviel zu ragen, einen schweren Sack, eine Rute und einen ceren Sack für die ganz ungezogenen Kinder.— Klingelingeling— klingelingeling, ertönte ein Glöckchen, und dann klopfte er an die Fensterscheiden. Lautes Schreien einiger Kinder, und der beschwörende Ausruf des gequälten schlechten Genissens„Ich will es auch nie mehr wieder tun, lieber Nikolaus.“ Bum, bum, bum, klopfte er gegen die Tür. Da nahm die Leiterin einen kleinen Jungen, ging mit ihm an die Tür, und ein vor Angst zitteriges Stimmchen sang dem Nikolaus ein Willkommenlied.— Dann kam er herein mit seiem von Schneeflocken bedeckten Mantel und großen Schaftstiefeln. Von seiner langen Reise nüde, setzte er sich in einen Sessel und ließ sich ein sroßes blaues Buch aus dem Schlitten holen. Das laute Weinen hatte sich in ein unterdrücktes Schluchzen verwandelt. Der Nikolaus sah die Kinder scharf an, dann schlug er umständlich sein Buch auf. O weh! Alle Schandtaten waren darin ufgeschrieben, und nun wurden die einzelnen Kinder aufgerufen. Jedesmal lautes Weinen, penrn der Name eines ganz besonders großen Uebelsäters genannt wurde.„Mutter, Mutter, ich will setzt auch ganz bestimmt immer artig sein“, und alle nußten sie dem Nikolaus mit Handschlag versprehen, von nun an stets brav zu sein. Ein kleines Mädchen mußte dem Nikolaus sogar die hingefalleie Rute wieder aufheben. Ich glaube, es war dies iner der schwersten Augenblicke seines Lebens.— Bevor der Nikolaus die Gaben verteilte, mußten hm die Kinder zeigen, was sie für neue Spiele geernt hatten, und dann teilte er mit Hilfe der Lanten aus. Jeder bekam eine Taschentuchtasche, efüllt mit Spekulatius und Aepfeln. Der Nikolaus var nämlich entsetzt über die mit einer Nadel am Kleid befestigten Taschentücher. Dann bekam jedes Kind noch eine Tüte mit Nüssen und Süßigkeiten und einen Stutenmann. Für den Kindergarten gab es einen großen Schlitten, ein Bilderbuch und neue Besen. Zum Schluß mußten die Kinder dem Nikolaus noch ein Gedicht aussagen und ein Weihnachtslied vorsingen. Das Adventsbäumchen wurde angesteckt, und innig erklangen die reinen Kinderstimmen:„Kling, Glögchen, klingelingeling“. Dann stapfte der Nikolaus wieder fort zu anderen Kindern. Aufatmende und befreiende Kinderstimmen plauderten nun laut und erreat durcheinander. Selig und vergnügt gingen die Kleinen mit ihren Müttern heim. Aber auch die Mütter waren glücklich— glücklich über die Freude ihrer Kinder. Von allen Seiten hörte man„Oh, wie schön war das!“ Es war eine Stunde des Vergessens der alltäglichen Sorgen und ein Zurückträumen in die eigene Kinderzeit. Möchte bei dieser Nikolausfeier auch Weihnachtsvorfreude in die Herzen der Mütter gezogen sein, die in der heutigen schweren Zeit gar nicht so recht aufkommen will. Das Glück und die Freude der Kleinen ist ja auch unser Glück und unsere Freude. Kinder sind leicht zufriedenzustellen; es bedarf keiner großen Geschenke, man muß nur in jede Feier den richtigen Sinn hineinbringen. : Märchenabend. Die Kindergärtnerin Herta Holtzmann veranstaltet nunmehr am Mittwoch, den 16. Dezember, abends 8 Uhr, im Evgl. Gemeindehaus, Hagener Straße, einen Märchenabend für Erwachsene. Karten zu 40 Pfg. sind an der Kasse und im Kindergarten, Jägerstraße, zu haben. 4. St. Nikolaus besuchte gestern abend auch die Kleinen der kathol. Kinderbewahrschule, und zwar hatte er sie alle in den Saal des Vereinshauses entboten. Schon lange vor der festgesetzten Stunde herrschte ein gewaltiger Trubel in dem festlich geschmückten Raum, und die erwartungsvoll gestimmten Kleinen konnten kaum die Zeit abwarten, bis es„losging“. Die Leiterin der Schule hatte sich alle erdenkliche Mühe gegeben, den kleinen Buben und Mädels allerlei schöne Sprüchlein zu lernen, und als dann endlich der langersehnte Augenblick kam und der„heilige Mann“ seine Gaben verteilte — auch wohl hin und wieder mit der Rute drohte —. kannte der Jubel gar keine Grenzen. Jedenfalls hat die schön vorbereitete Feier der Schule und ihrer Leitung viele neue Freunde gewonnen. Hotel= und Café=Restaurant„Kaiserhof". Heute abend findet wieder eines der so beliebten Künstler=Konzerte statt. Das dezente Programm weist besondere Feinheiten auf, so daß ein Besuch nur empfohlen werden kann. Frauenhilfe Schwerte=Nord. Die bereits bekanntgegebene Feier der Frauenhilfe SchwerteNord findet am Donnerstag, den 10. Dez., 4 Uhr, im Evgl. Gemeindehaus statt. : Die Vortragsvereinigung macht darauf aufmerksam, daß die blauen, grünen und rosa Karten nur mit der Grundkarte zusammen zum Eintritt berechtigen, also am Saaleingang mit der Grundkarte vorzuzeigen sind. Wer bisher seine bestellten Karten in den Buchhandlungen noch nicht abgeholt hat, kann sie abends an der Kasse in Empfang nehmen. In der Nachmittagsvorstellung werden keine Karten für Erwachsene ausgegeben, doch haben diese Zutritt gegen Zahlung von 1 A am Saaleingang. Die Erwachsenen werden aber gebeten, auf den Erhöhungen zu beiden Seiten des Saales Platz zu nehmen, damit sie nicht unten im Saal den Kindern den Blick auf die Bühne stören. Eine nochmalige Kindervorstellung am anderen Morgen oder Nachmittag findet nicht statt. Für die Abendvorstellung ist nur noch eine beschränkte Anzahl vom 1. Platz zu haben. Wer noch eine solche Karte wünscht, tut gut daran, sie sich sofort in den Buchhandlungen zu besorgen, da es nicht sicher ist, ob an der Abendkasse noch welche zu haben sein werden. Vom 3. Platz sind noch viele Karten zu haben, und dieser Preis ist auch nicht erhöht worden, damit jeder Gelegenheit hat, für 0.50 M(1 e) die vielgerühmten Puhonny=Spiele kennen zu lernen und sich daran zu erfreuen. Der ehrwürdige Maler Hans Thoma äußerte sich über Ivo Puhonnys Mario= netten=Theater u. a. dahin:„Die Aufführungen sind als eine der gesundesten Veranstaltungen unserer Zeit zu erachten. Ich wenigstens konnte mich an den Auführungen so herzlich aufrichtig freuen, wie noch selten an etwas anderem.“ - Hinweis. Haus= u. Grundbesitzer=Verein Schwerte. Auf die am Donnerstag abend stattfindende Generalversammlung(Siehe Inserat in heutiger Nummer!) wird besonders hingewiesen. Es liegt im Interesse aller Hausbesitzer, sich bei der heutigen schweren wirtschaftlichen Lage durch Teilnahme an den Versammlungen mit den gesetzlichen Bestimmungen auf dem Laufenden zu erhalten. Was ist beim Versagen des elektrischen Stromes in erster Linie zu beachten? Wenn plötzlich eine Unterbrechung des elektrischen Stromes eintritt, und in Wohnungen sowohl wie in Betrieben vor allem alle eingeschaltet gewesenen Licht= und Kraftanschlüße abzustellen. Ein Unterlassen dieser einfachen Vorsichtsmaßnahme kann bei längerem Ausbleiben des Stromes gegebenenfalls zu recht schweren Folgen führen. Als warnendes Beispiel möge der nachstehende Vorfall dienen, der sich am Samstag in der bayrischen Ortschaft Rückersdorf bei Röthenbach a. Pegnitz zugetragen hat. Dort vergaß ein Landmann bei einer plötzlich eingetretenen Stromunterbrechung den Motor abzustellen und ging auf Feld. Als die Stromunterbrechung vor Ablauf der bekanntgegebenen Unterbrechung einsetzte, lief der Motor an, und da keine Bedienung zur Stelle war, brannte er in kurzer Zeit durch. Die zuhause gebliebene Landwirtsfrau eilte mit Nachbarsleuten herbei, als durch Verbrennen der Wicklung gewaltige Rauchschwaden aus dem zu allem Glück außerhalb der Scheune angebauten Motorenhäuschen hervortraten und konnten durch ihr tatkräftiges Einschrei= ten den Landwin vor großen Schaden bewahren. Die einmalige Nachzahlung von 50 c an Versorgungsberechtinte wird nur gewährt, wenn zur Zeit der Entscheidung über den Antrag auf die Nachzahlung kein Anipruch auf eine Rente infolge Dienstbeschädigung besteht. Liegt dann ein Antrag auf Wiedergewährung von Rente infolge Verschlimmerung des Leidens vor, so wird zunächst das Ergebnis des Antrages auf Wiedergewährung der Rente abgewartet. Wenn Beschädigte erst nach Auszahlung der 50 e einen Antrag auf Wiedergewährung von Rente infolge Verschlimmerung des Leidens stellen, so werden Teilbeträge der Nachzahlung auf die neuen Versorgungsgebühren nicht angerechnet. : Wetterbericht der Wetterwarte Essen vom 8. Dez. Während der hohe Luftdruck im Südosten Europas fortbesteht, hat sich das Tiefdruckgebiet im Nordwesten Großbritanniens ostwärts in Ausläusern über die Nordsee und Deutschland ausgebreitet. In Deutschland herrschte heute früh bei mäßigen östlichen bis südlichen Winden teils heiteres, teils nebeliges Wetter. Die Morgentemveraturen lagen im Osten in der Nähe des Gefrierpunktes; im äußersten Westen ist Tauwetter eingetreten, während in Mittel= und Süddeutschland noch 6—20 Grad Frost zu verzeichnen sind.— Wetteraussichten bis Donnerstag: Zunehmende Bewölkung, später Niederschläge sowie milder bei auffrischenden südlichen bis südwestlichen Winden. m. Ergste, 8. Dez. Schadenfeuer. Feueralarm durcheilte gestern abend die hiesige Ortschaft. Die Scheune des Landwirts und Metzgers Friedrich Heider in Tiefendorf stand in hellen Flammen. Infolge der abgelegenen Lage der Besitzung war die Alarmierung der Feuerwehren mit großen Schwierigkeiten verbunden. Als nach einiger Zeit die Berchumer und Ergster freiwillige Feuerwehren an der Brandstätte erschienen, mußten sie sich darauf beschränken, das etwas abseits liegende Wohnhaus des Heider zu schützen. Dieses ist dann auch gelungen. Die Scheune ist mit den Getreidevorräten, landwirtschaftlichen Maschinen usw. vollständig niedergebrannt. Ueber die Entstehungsursache des Feuers sind die Ermittelungen noch nicht abgeschlossen. m Ergste, 8. Dez.(Schöne Zuchterfolge.) Schöne Zuchterfolge erzielte Herr Brennereileiter Heinrich Köppen von hier auf der 5. Märkischen Geflügelausstellung in Hagen am letzten Sonntag. Seine auf Leistung und Rasse gezüchteten schwarzen Wyandottes erhielten den Sieger= und Ehrenpreis. Außerdem wurden seine Zwerghühner(Millefleurs) ebenfalls mit dem Siegerpreis bedacht. Herr Köppen hat bereits vor einigen Wochen auf der Geflügelausstellung in Dortmund ebenfalls sehr schöne Erfolge erzielt. Aplerbeck, 9. Dez.(Die falsche Richtung.) Am 5. Dezember, nachmittags gegen 5½ Uhr, scheuten die vor einem Schlitten gespannten Pferde des Gemüsehändlers Baumgärtner hier, Präsidentenstraße, und liefen in ein Schaufenster der Besitzung Sträter hinein. Die Spiegelscheiben wurden durch die Deichsel zertrümmert. Die Pferde liefen weiter, blieben aber schließlich mit dem Schlitten hinter einem Baum hängen, so daß der Fuhrmann dieselber wieder einfangen konnte. Die Insassen des Schlittens haben keinen Schaden genommen. - Aplerbeck, 9. Dez. Das verunglückte Kind, welches vor dem Grügelsiepeschen Hause, als es von der Mutter spazierengetragen wurde, durch ein herabfallendes Zementstück getroffen und getötet wurde, war ein 5 Monate altes des Fabrikarbeiters Heinrich Beckmann, Ewaldstraße. Die Unfallstelle wurde von der Polizei abgesperrt, um weitere Unfälle zu verhüten. :Venninghofen, 9. Dez.(Auszeichnung.) Auf der vom Kanarienzuchtverein„Edelroller“ in Hörde veranstalteten Vogelschutz= und KanarienAusstellung erhielt Herr Erhard Petruschke hierselbst in der Selbstzuchtklasse den 1. Preis urost silberner Medaille. Aus den Unregelmäßigkeiten der Stationskasse in Kamen. Dortmund, 9. Dez. Weil er seinen Bruder aus der Geldverlegenheit helfen wollte, stand nunmehr der Obergütervorsteher Bernhart Henrichmann aus Kamen von dem Dortmunder Schöffengericht. Er verwaltete und führte die ganze Kasse des Bahnhofes Kamen. Ende des Jahres 1924 trat sein Bruder, der in Meppen einen Handel in landwirtschaftlichen Maschinen betreibt, an ihn heran und erbat ein Darlehen, da er, wie er angab, sich in Zahlungsschwierigkeiten befände. Nach anfänglichem Sträuben ließ H. sich dazu her, dem Bruder einen Betrag von 10000 Mark(!) von der Sparkasse in Kamen flüssig zu machen. Man hatte auf der Sparkasse kein Bedenken, da Henrichmann in amtlicher Eigenschaft dort erschien. Als Aequivalent für diesen Barbetrag übergab er der Sparkasse zwei Wechsel, die von der Kasse zur Reichsbank und in Umlauf gesetzt werden sollten. Kurz vor dem Fälligkeitstermin erschien der Bruder und erklärte, der Acceptant dieser Wechsel könne sie nicht einlösen, die Wechsel müßten daher zurückgerufen werden. das geschah auch, und das Konto der Bahnhofskasse bei der Sparkasse mußte also für 10000 Mark belastet werden. Um nunmehr einen Ausgleich in den Büchern zu schaffen, verbuchte H. statt einer Gehaltszahlung von 1100 M eine solche von 11 100. Wohl hatte er wieder neue Wechsel über insgesamt 10000 Mark von seinem Bruder erhalten, aber diese noch nicht zur Diskontierung weitergegeben. Da nun aber der Bruder aber immer noch mehr Geld benötigte, griff er in die Kasse und händigte ihm alsdann weitere 3000 Mark amtliche Gelder aus. Bei einer plötzlichen Kasserevision wurden die Unregelmäßigkeiten aufgedeckt, und H. gestand nach anfänglichem Leugnen seine Verfehlungen ein. Durch Hypotheken ist zwar nunmehr der Betrag von 13000 Mark für die Reichsbahn sichergestellt, Henrichmann muß aber seine Verfehlungen mit 7 Monaten Gefäggnis büßen. Vom Arbeitsmarkt. Letmathe, 9. Dez. Die Zahl der in der abgelaufenen Woche unterstützten Erwerbslosen beträgt 220, an zuschlagsberechtigten Familienmitgliedern waren 93 Ehefrauen und 191 Kinder und sonstige Angehörige vorhanden. Gegenüber der Vorwoche ist eine Steigung von etwa 25 Prozent zu verzeichnen. Im allgemeinen hat sich die Arbeitslage bei den hiesigen Firmen wenig geändert. Sofern nicht bald eine Besserung der Verhältnisse eintritt, dürfte mit weiteren Betriebseinschränkungen zu zu rechnen sein. Ein untreuer Knecht. Letmahte, 9. Dez. Der auf dem Gutshof Hensel beschäftigte 19 jährige Knecht Franz I. verschwand gestern morgen unter Mitnahme des in der letzten Woche für den Milchverkauf vereinnahmten Geldbetrages in Höhe von 160 Mark. J. hatte zuvor versucht, das seiner Obhut anvertraute Fuhrwerk zu verkaufen. Als ihm das mißlang, ließ er Pferd und Wagen im Stich, um nicht wiederzukehren. Wohin sich J. gewannt hat, ist unbekannt. Geflügeldiebstahl. Hemer, 9. Dez. Auf dem Rittergute Haus Hemer drangen drangen Diebe in den Geflügelstall und schlachteten sämtliche Enten(10 Stück) an Ort und Stelle ab und ließen nur die Köpfe liegen. Im vorigen Jahre wurden sämtliche Gänse abgeschlachtet. Von den frechen Spitzbuben fehlt jede Spur. Der brennende Wagen des Karusselbesitzers. Haspe, 9. Dez. Als unzuverlässiger Helfer erwies sich bei einem Karusselbesitzer beschäftigter früherer Bergmann. Er hatte mit dem Einziehen der Fahrgelder zu tun, wobei sich Unstimmigkeiter ergaben. Eines Tages brannte plötzlich der Schlafwagen, als der Kirmestrubel in vollen Gange war. Das Feuer konnte bald gelöscht werden. Ein gleicher Vorgang ereignete sich bei einem Karusselbesitzer in Gevelsberg, während der Angeklagte dort beschäftigt war. Vorsätzlich und die Vermutung, daß es sich um einen Racheakt handelt, waren nicht zu erweisen. Der Angeklagte führte die Entstehung des Feuers in beiden Fällen darauf zurück, daß er in der Eile die brennende Zigarre aus der Hand gelegt habe. Wegen fahrlässiger Brandstiftung trifft ihn eine Strafe von 7 Monaten Gefängnis. Kühe vom elcktrischen Schlag getötet. Laasphe, 9. Dez. Im Kuhstall eines Landwirts in Esperden war durch die feuchte Luft allmählich die elektrische Leitung durchgerostet. Der Draht. viel zur Erde, wodurch Erdschluz eintrat und die im Stall stehenden acht Kühe wurden vom elektrischen Schlag getötet. vom Lichtsviele zur Reichskrone. Wiederum läuft in der Reichskrone ein erstklassiges Programm.„Im Krug zum grünen Kranze“, ein Volksstück, das zwar einen besseren Besuch verdient hätte, aber die Anwesenden aufs höchste befriedigte. Eine ansprechende, schlichte Liebesgeschichte durchzieht das Vorspiel und die 6 Akte. Herrliche Naturaufnahmen bieten einen stimmungsvollen Hintergrund. Drastisch werden die Hauptrollen von ersten Künstlern gespielt. Auch von einem gesunden Humor, der oft das Publikum zu lautem Beifall zwingt, ist der Film durchweht. Die alten, trauten Volkslieder werden von einer Sängerin und einem Sänger mustergültig wiedergegeben.„Der geheimnisvolle Fakir", reich an Sensationen und Abenteuern, vervollständigt mit einem Lustspiel das Programm in der besten Weise. Weihnachten steht vor der Tür, und fürsorgende Liebe sinnt, mit welchen Gaben sie Freude bereiten kann. In heutiger schweren Zeit wird man in erster Linie zum praktischen Geschenk greifen. Nennen wir z. B. nur Maggi's bewährte Erzeugnisse: Maggi's Würze, Maggi's Suppen, Maggi's Fleischbrühwürfel, die jeden Haushalt willkommen sind. Durch ihre vielseitige Verwendbarkeit helfen sie nicht nur das teure Fleisch, Kohlen und Gas sparen, sondern erleichtern außerdem der Hausfrau die Kocharbeit. Aufsehen im Theater, Konzert oder Vortragsabend erregen Sie, wenn Sie infolge einer Erkältung fortwährend gezwungen sind zu husten und sich zu räuspern. 5256 Einige„Werthin=Hustenbonbons“ schützen Sie vor solchen Anfällen und beseitigen schnell und sicher Husten, Kehlkopf= und Bronchial=Katarrh. Durch alle Apotheken und Drogerien zu beziehen, bestimmt aber erhältlich in der Drogerie Mehlhose, Schwerte. Es ist kein Zufall, daß gerade Katbreiners Malzkaffee so vorzüglich schmeckt. Wenn bestes Malz nach dem Kathreiner=Verfahren bearbeitet wird, ist der Malzkaffee eben von überragender Qualität, und die kommt natürlich auch im Geschmack zum Ausdruck. Dabei kostet ein Pfundvaket Katbreiners Malzkaffee nur 50 Pfg. RR ### M Einlabung zur Sitzuug der Stadtberordneten am Donnerstag, den 17. Dezember, nachm. 5 Uhr, im Rathaussaal hierselbst. Tagesordnung: Oeffentliche Sitzung. 1. Einführung und Verpflichtung eines neugewählten Stadtverordneten. 2. Erweiterungsbauten des Kommunalen Elektrizitätswerks„Mark" und Beschaffung der Mittel. 3. Genehmigung des Vertrages mit dem Ruhrverband betreffend Hauptkläranlage. 4. Deckung des Fehlbetrages, welcher durch Steuern nicht hat gedeckt werden können. 5. Aenderung der Sparkassen— Mustersatzung. 6. Wahl von Armen= und Waisenpflegern und Pflegerinnen. 7. Weihnachtsgabe an die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen. 8. Gesuch der Erwerbslosen um Unterstützungen. 9. Bewilligung von Wollwaren an die ArbeiterKolonie Wilhelmsdorf in Bethel. 10. Bewilligung von Prämien für freiwillig freigemachte Wohnungen. 11. Gewährung von Fahrkosten für auswärts wohnende Lehrversonen der böberen Schulen. 12. Umwandlung von kurzfristigen Krediten in langfristige Darlehen. 13. Niederschlagung von geschuldeten Gartenpächten. 14. Anstellung eines Studienrats. 15. Anstellung eines Polizei=Betriebsassistenten. 16. Gesuch des Bürgermeisters um Versetzung in den Ruhestand. 17. Bewilligung von Mitteln für Schaffung von 2 Wohnungen im Hause Hohenzollernstraße Nr. 28. 18. Mitteilungen. Schwerte, den 8. Dezember 1925. Der Stadtverordneten=Vorsteber: 5261) Wilkes. Sckanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung B Nr. 41 ist heute bei der Firma Schwerter Bauindustrie, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Schwerte folgendes einge ragen: Der Cechniker Clemens Hamelmann in Schwerte ist zum alleinigen Geschäftsführer bestellt. Schwerte, den 28. November 1925. Das Amtsgericht. 5962 Holzverkauf Sonnabend, 12. Dez. 1925, nachm 2½ Uhr, verkause ich für Frau Wwe Börstinghaus zu Schwerte in ihrer Waldung„Rheinen Westbeide“. ca. 50 Nr. hochstämmige Buchen . S„ zu Nutz= und Brandholz ca. 10 Nr. Aottannenstangen "„ zu Frechtungszwecken geeignet und ### dr. Kiefernbrandhol; 3183 bfentlich meistbietend, nummerweise gegen bar u. Kredit. Das Holz steht an guter Abbuhr. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Kaltvos.— C Brinckmann. TanrJ9 9 „ l0 Kornbranntweinbrennerei Ernst Kathe, Aplerbeck Hernsprechei 133 Hörde. * 1 ene, ercher iu. Böht. Meitssiren Das liebe Weihnachtsfest sicht vor der Tür Da hoffen auch die 180 Insassen unserer beiden Erziehungshäuser in Holzwickede u. Opherdicke, daß edeldenkende Menschen ihnen eine Christfreude bescheren. Wer will uns heifen, unsern Waisenkindern und Fürsorgezöglingen den Tisch zu decken? Gaben der Liebe nehmen gern entgegen die beiden Hauspäter der Anstalten, die Herren Lehrer Krüpe in Holzwickede u. Lehrer Orlopp in Opherdicke, sowie der Unterzeichnete (Postscheckkonto 19278 Dortmund). 5010 Jürgensmeger, Pfarrer in Wickede-Asseln Allen BlaubandVerbrauchern bringt das Blauband-Mädel als Beilage zur„Blauband-Woche“ bei jedem Pfund den Wandkalender 1926 Am Donnerstag, den 10 Dezember ds. Is, abends 8 Uhr, im Speisesaal des Katvol Vereinshauses(W. Specht): GeneralVersummung. Tagesordnung: 1. Vermögenssteuererklärung 2. Realkreditanstalt. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand Vortrags-Vereinigung. Donnerstag, 10. Dez, abends 8 Uhr: vo Puhonnys Künstler-MarionettenTheater. Karten bei Braus und Saatmann. Dece Photographische Anstalt C. Münkel, Schwerte Bahnhofstr. 26 Fernruf 134 frisch gekimt Vir bitten, beim Einkauf von je 1 Pfund„Blauband-Margarine“ das farbig illastrierte Familienblatt„Die Blaucand-Weche“ kostenlos zu verlangen. Jeder Käufer erhält bei Einkauf von 4 Mk. ein Doppelstück SparkernSelfe gratis preisabschlag in Fleisch! 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