WESE esheihe 109.50 1.78 91.40 112.50 112.50 14801 1.611 Sig 81.000 20.4 420 81.10 81.00 81.00 20 1.22 85.0 85.50 15.40 81.00 0 20.115 9.20 2188 S135 630. 133 1.767 0.433 39.21 12.47 83 6.7 Stimmen. Zersplittert waren 25 76 Zusammen wie oben Brandst# Luste an 0 Schorden Zohug nichhn aichenich tche: Beutägreis babmnonalich 1.20 Mark, Einsemrgmn 13 Pfg, Druck u. Verlag von C Braus, Schwerte(Rude), Costschechkorten Dortmund 28°2 und Hannover 21 874. Große Markikr. 3—5 Verantwortlich: für die Schriftleitung Karl Friedrich Rlausdorf; für Anzeigen H. Linner, deide in Schwerte. Fernsprether#2 Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Dolkszeitung SdwerterVelselat. Westhotener Zeitung Aplerbecker Zeltung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung Intelgeu-Praeise: Bür di achgelpstem: Elscholzan der Joitgrz und konn uucdt Schrbernerset oder Nachisterag achodmn pondeu. 2=::.“ . Aeun, Dnen bue, gure gerz Schmerter Dolksblatt Ameigen H. Cnur, beide in Schwerte. Jensprechr 62 Schwerter Volksvia:„„ Henerglanzeiger für den Kreis Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde= Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. Nr. 97.(Erstes Blatt) Schwerte(Kuhr), Montag, den 27. Rpril 1925 58. Jahrgang Neues in Kürze. Der Reichskanzler im Schacht. wib Essen, 25. April. Der Reichskanzler, der anläßlich der Kohlentagung mit Ministerialdirektor Pünder in Essen anwesend ist, ist heute morgen auf Schacht Prosper 1 der Rheinischen Stahlwerke, Abteilung Arnsberg, in Brottrop eingefahren, um sich über den Stand des Sicherheitswesens zu unterrichten. Die Miete für wib Berlin, 26. April. In der Berechnung der gesetzlichen Miete für den Monat Mai tritt, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, gegenüber dem Vormonat keine Aenderung ein. Es bleibt bei dem Aprilsatz in Höhe von 76 bezw. 72 Prozent. Versicherungsgrenze der Angestelltenversicherung. wib. Berlin, 25. April. Durch Verordnung, van 23. April hat der Reichsarbeitsminister die enstgrenze in der Angestelltenversschetung auf 6000 Mark führlich festgesetzt. Die Verordnung tritt am 1. Mai in Kraft. Eröffnung der Reichsreklame=Messe. win. Berlin, 26. April.(Tel.) Oberbürgermeister Boß eröffnele in Gegenwart von Vertretern staatlicher und städtischer Behörden, sowie der in= und au. sländischen Presse die„erste Reichsreklame=Messe“, indem er auf ihre besondere Bedeutung für die Aufder Beziehungen der Reklame zur Wirtschaft, zur Kunst und zum Kunstgewerbe hinwies. Der preuhische Handelsminister überbrachte die Willkommenshrüße der preußischen Staatsregierung und bezeichnete die Reichsrellamemesse als erfreuliche Ergänzung der allgemeinen Mustermessen. Am Vorabend nide vor Vertretern der Behörden und der Presse im Vortragssael der Ausstellung das„Erste Reklame= Theater“ eröffnet, das berufen ist: Reklame in Musik und Tanz zu zeigen. Auf der Reichsreklamemesse sind vertreten alle Formen der Beleuchtungsreklame, des Vervielfältigungswerbewesens, des AnschlagSchn. Abahnreklame es sind Wagen derHoch= und Untergrundbahn ausgestellt, letztere sogar mit Schalterhäuschen und Bahnhofsreklame. Ebenso sind zu sehen zwei Straßen mit Anschlagsäulen, Normaluhren und Lichtbildreklame im Freien. wih Berlin, 25. April.(Tel.) Wie verlautet, haben die Ausschüsse des Reichsrats in der heutigen Sitzung der Beschwerde der Branntweinmonepolverwaltung gegen den Beiratsbeschluß vom 26. März insoweit stattgegehen, daß der Branntweinübernahmepreis anf 30 Mart und für Lufthefebrennereien auf 40 Mark herabgesetzt wurde. Entgegen dem Antrage der Monopolverwaltung verbleibt es aber beim 1. Juni 1925 als Termin für das Inkrafttreten en Preise.— Die endgültige, Beschlußseisung des Reichksrats, dessen Vollsitzung in der kommengen Woche stattfinden dürfte, steht noch Be Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt. wtb. Berlin, 27. April, 1 Uhr nachts.(Tel.) Um 1 Uhr nachts lag das Wahlergebnis aus sämtlichen Wahlkreisen vor, nur aus Mecklenburg war das Ergebnis noch nicht vollständig bekannt. Danach haben erhalten: Hindenburg 14,639,927(am 29. 3. 25: 11,709,898) Stimmen, Marx 13,740,489(am 29. 3. 25: 13,258,628) Stimmen, Thälmann 1,789,420(am 29. 3. 25: 1,871,815) Stimmen. Hindenburg ist somit zum Reichspräsidenten gewählt. Einzelwahlergebnisse. 1. Wahlkreis: Ostpreußen: Hindenburg 573 N00, Marx 255988, Thälmann 41 000. L.uhurg 4##rg. Wahllreis: Potsdam II. Hindenburg 428 276, Marx 408 350, Thälmann 71 581. 16 4. Wahlkreis: Potsdum 1. Hindenburg 464 427, Marr 4035)2, Thälmann 73 60,. ginememe 5. Wahlkreis: Franksurt(Oder). 2770 Marx 308 098, Thälmann 25513. 6. Wahlkreis: Pommern. Hindenburg 636 44, Marx 225872, Thälmann 42 838. 7. Wahlkreis: Beeslau. Hindenbarg 451 191, Marx 520663, Thälmann 23214. 1 8. Wahltreis:„Liegnitz, Hindenbucg 321 0227, Marx 298, 689. Thälmann 16 647. 1510 9. Wahlkreis: Oppeln. Hindenburg 224851, Marr 293003, Thülmann 45941.... 10. Wahlkreis: Magdeburg. Hindenburg Marr 405 307, Thälmayl, 31 58/giggenburg 4 11. Wahlkreis: Merseburg. Hindenburg 412 110, Marx 164192, Thälmann 140 444. 12. Wahlkreis: Thüringen. Hindenburg(2200 (514715), Marx 390 000(394 139), Thälmann 110 00 spP a5t, Thwpgnn..: Hindenburg Marx 355 104, Thälmann 22 971.8. 9515, Wahlkreis; Ost=Hannover: Hindenb Marx 172 930, Thälmann 16.027. 16. Wahlkreis: Süd=Hanneper pip. wurde ihaftung eines Kriminalkommissars. Berlin, 26. April.(Privattel) In Leipzig ein Kriminalkommissar verhaftet, der mit den Vorstünden von geheimen Spielklubs gemeinsame Sache gemacht und von diesen dafür den Vorsitzen! Hi inn 16027. 16. Wahlkreis:„Süd=Zugr, ann gge. Hindenburg 29 v...u.,. Zindenburg 388 953, 17. Wahikfreis: Westfalen=Pord. Hindendurg 588 968, Hindenburg 13 Mahslkezz: Hesen=Resan. Hindenburg 347 Be, Marr 624618, Thälmann 40 647. 20. Wahlkreis: Köln=Nachen. Hindenburg 212514, Marr 700350, Thälmann 48274. gindenhun, 21. Wahlkreis: Koblenz=Trier. Hindenburg 166 148. Marx 362724, Thälmann 13993. 22. Wahlkreis: Düseldorf=Ost. Hindenburg 408 795, Marr 442 130, Thälmann 147.530. 23. Wahlkreis: Düssceldors=West. Hindenbung 253017 Marr 456 457. Thälmann 61 237. Niederbayern. Hindenburg 260 721, inn 8744 kreis: Franken. Hindenburg 672 645, ann 25765. 6 indenburg 166, 818, Marx 179 425, Tcälmann 22 195. Presden=Bautzen. Hindenburg 15 durn WahlbeteiliHindenburg 116 219, Thälmann 6; Leis Oeneraifeldmarschall v. Hindendurg Paul v. Beneckendorf und Hindenburg wurde am 2. 10. 1847 zu Posen als Sohn eines Offiziers geboren. Die Familie ist altvorden war Auch die bei= Amärkischem„Uradel entsprossen. Im Jahre 1789 i ae ezie t, ue gastef fand die Namens= und Aappensereizigung mit den des Spettluhz wirden verhaften, 1 Leuf Gischlegt derer von Hindenburg, statt. Paul von Hindenburg wurde im Kadettenlorps in Wahlstatt erzogen. Am 7. April 1866 trat er als Sekondeleutnant ins Heer ein, und zwar beim Leirzig. Hindenburg 331643, hälmann 82226. Die Prozent. :: Chemnitz Zwickau. 490 272. Marr 264 993, Thälmans 138 63 31. Wahlireis: Württemberg. Hindenburg 544 120, Marr 587 961, Thaimann 75.040. I 3? Wahllreis: Baden. Hindenburg 375 283, Marr 635771, Thälmann 41.119. 34. Wahlkreis: Hamburg. Hindenburg 294 506, sogte die Führung der dort stehenden, deutschen Marx 281024, Thälmonn un nuz, W0gtg, b4ch. Fruuven. Da erging des Kaisers Ruf an den u er.###in Hanneuer Als Gaurglaherst welle in den Vereinigten Staaten. Beilin, 25. April. Blättermeldungen zufolge Vereinigten Staaten von einer Hitzewelle In einzelnen Gegenden ist die TemGrad Celsins gestiegen. In St. Lonis mußten die Schulen wegen der Hitze geschlossen werden. Verurteilte Hochverräter. tb. Leipeig, 25. April. In dem Hochverrats= vor dem vierten Strassenat des Rrichsgerichts gen die wegen Hochverrats anzeklagten Oberschlesier wurde das Urteil verkündet. Es wurden vernreeilt Tirol. Swatlowski, Czaja und Schwiertz je 1 Jahren Festung. Matzschil und Storopla zu je 11, Jahten Feitung und Smolka zu 9 Monaten Skoropka. Smolka und Tirol, die volnische Staatsangehärige sind, werden aus dem Reichsgebiet ausgewiesen. anchen, 26. April.(Tel) Die Festveranantäßlich der Einweihung des en Muscums am Donnerstag, 7. Mai, Kreisen durch den Münchener Rundlich gemacht werden. Millerands. Piris. alten General in Hannover. Als Geuraloberst übrnahm er das Kommando und wenige Tage darauf, am 29. August 1914, wurde die Schlacht bei Tannenberg geschlagen, die Ostpreußen befreite und Hindenburgs Namen mit einem Schlage berühmt machte. Es folgte am 12. September 1914 der Masurenkrieg. Hindenburg blieb Oberbefehlsals Sciandeleltiaut ins Heor eiy. u,d, wvor bzen haßer dez Oitens und leisete se Hervorragendes,. dritten Garder=ginent Ju u.; ui 1835 Haz=gäzig; daß der allgemeine Wunsch immer lauter wurde. ese tzeich buge e zhe zut ar gige zui Leiter, der gesganig., Friezshgg 1. an hau ernannt werden. Als am 27. Augut 1916 mänien in den Krieg eintrat, wurde am 29. August Hindenburg an Stelle Falkenhanns zum Chef des Generalstabes und damit zum Führer des gesamten deutschen Heeres ernannt. Neben ihm wurde Ludendorif Erster Generalquartiermeister. Die weitere Geschichte und das Ende des Krieges ist Petanp„ 12 I, Machilee Ane ic Am größeres Unglück zu verhüten stellte sich Hindenburg nach der Abdankung des Kaisers und nach Ausbruch der Revolution der neuen Regierung zur Verjügung und übernahm die schwierige Operation der eiligen Rückführung des Heeres in die Heimat Am 1 Mai 1919 teilte er dem Beichepräsidenten Ebhert mit, daß er sich ins Privatiehen zurückzuziehen beabsichtige. Am 25. Juni 1919 legte Hindenburg endgültig den Oberbefehl nieder und nahm seinen Wohnsitz wieder in Hannover. grät leicht verwundet. Mit nahm er im Kriege gegen Frankreich an den Schlachten von Gravelotte. St. Privat und Sedan teil, ferner an der Belagerung von Paris. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse geschmückt, kehrte er zurück und kam 1878 in den Generalstab. Von 1881—85 tat er Frontdienst, als Kompagniechef im Insanterie=Regiment 38, ebenso als Kemwandeur des Insanterie=Regiments 91 von 18 Nachdem er 1896 Chef des Stabes des§. Armeekorrs gewesen mar, wurde er 1897 Generalmajor talesagt ud Konngndeut der 24. Piosiz, 1(Karlsruhe). Im Jahre 190 wurde er Komman# dierender General des 4. Armeckorps. Im März 1 1911 nahm er den Abschied und schlug seinen Wohnsitz. in Hannover auf. Die Laufbahn eines tüchtigen Scrdaten schien abgeichlosten. ieu, izucsler I Als der Krieg ausbrach und die Ru 8 als erwartet war, in Ostpreußen einfielen, per Wahlkreis denburg älmann 6d 864, ungüllig 6409 Mecklenburg. Teilergebais: Hin(57, Marx 151 405, Thälmann 15218. Dertliche Wahlergebnisse: Stadt Barmen: Hindenburg 55 673, Marx 33 409, Thäfmann 10.455. 4ug f 10 Mar g. n Stadt Elberfeld: Hindenburg 45 470, Marx 37.902, Thälmann 6761. 1102 M* Ronsdorf: Hindenburg 1127, Marx 2548, Thalznann 1147... Kang ug 112 Maer 19 Lüttringhausen: Hindenburg 4120, Marx 1363, Thälmann 616.. 99 904 5 Lennep: Hindenburg 3156, Marx 2104, TyülKann 998...(3lu Wrr% Remscheid: Hindenburg 19.096, Marx Tpagau 10.40 F. Mirr 9 8 Mettmann: Hindenburg 2956, Marx 2011, Thülmann 398. Haan: Hindenburg 2031, Marx 2071, mann 1201. Hüdeswagen: Thälmann 450. Ohligs: Hindenburg patd EE Amtliche Berliner Devisenkurse. Hindenburg 2886, 5842, Marx Tyal= Marx 1956, 4486, ThälRede Milleran Ver's, 25. April.(Tel.) Der frühere PräsiRepublil Senater Millerand hat heute auf nlett der nationalrepublikonischen Liga in ine Rede gehalten, in der er sich insgegen die Anerkennung der Sowjeldas Kabinett Herriot wandte und ig der holschewistischen Proraganda in ich die Errichtung einer SowjetbotParis bedauerte. ig der ungar. Nationalversammlung. vih. Budapest, 26 April.(Tel.) Die Nationalversammtung ist zum 30. April einberufen, da bis dahin Aichei, uzauschuß seine Axkeiten bendet, Haseg i79. Die Veratungen des Wahlrechtsausschusses begingen am 1. Mai. Theaierhrand in Bulgarien. wit Sosia, 25. April.(Meldung der Bulg. Ageniu:) Las Theater Preven und die Stadtbistlochek, eine der größten Bulgariene, wurden durch Feuersbrunst zerstört. Es wurde festgestellt, daß Aararlormpnisten vorliegt. VerBerlin, 27. April, 3 Uhr morgens.[Tel.] läusiges amtlichen# ES sind 30,345,540 Stimmen abgegeben worven. Puous e.. 1463539g Stimmen, Hindenvurg 18759 640 Marx 13752640„ Thälmotir, e Hersplitter. waren 21910 Stimmen. ganges eral Ludendorff(Völk.) Dr. Marx(Zentr.) 2 496 Thalmann(Komm.) 007 450 Zahl der Stimmberechtigte Zahl der abgegebenen gülti Stimmen Davon erhieltegn Otto Braun(S32.), Dr. Held(Bayr. Voller. Dr. Hellpach(Deutsche dem. Par K0 1920 10 416 65 285 793 3887734 1871 815 23 655 Holland 100 Guld. Bucnos=Aires Belgien 100 Fr. Norwegen 100 Kr. Däncmark 100 Kr. Schweden 10 Kr. Finnland 100 Italien 100 Lire England ##cw York 1 D. Paris 100 Frk. Schweiz 100 Frk. 3 panien 100 Pef. hapan Rio de Inneiro Lien Schill. Prag 100 Kr. Budapest 100000 Sosia Juauslawien. 9uAuril v. dem Brie Kriege Marx 25 660, Stadt Solingen: Hindenburg 8712, Marr 10 Thälmann 7315. Landtreis Solingen: Hindenburg 269 31535. Thälmann 20981. Stadt Düsseldorf: Hindenburg 81 60 98 107 Thälmann 31 33. Köln=Land: Hindenburg(387, Mai Thälmann 4188. Stadt Essen: Hindenburg 80 778, Marx 119907, Thälmann 29065. Marr 37 774 Essen=Land: Hindenburg 21 145, Marx Thälmann 9290. Stadt Bochum: Hindenburg 29134, Marx 38 215, Thälmann(95d. 0 M wtb. Endergebnis der Stadt Goch(25. Wahlkreis): Hindenburg 899, Marx 3793. Thälmann 228, ungültig 16 Stimmen. Wahlberechtigt sind 6100 Stimmen. wtb. Endergebnis aus Bezirk Koblenz Stadt(21. Wahlkreie): Hindenburg 9230, Marx 17800, Thälmann 790, zersplittert 4. wlb. Endergebnis aus Bezirk Baumholder(21. Wahlkreis): Hindenburg 7759, Marx 4801, Thälmann eciolittert..„., Simmgarn Caf 98.Hlwtb. Endergebnis aus Bezin Simmern(2i. Wahlkreis): Hindenburg 11 736, Marx 7757, Thälmann 80 zersplittert 5. Wahlbeteiligung 90 Prozent. wib. Endergebnis aus Bezirk Berncastel(21. Wahlkreis): Hindenburg 7724, Marx 13 172, Thälmann 148 zersplittert 32. wtb. Endergebnis aus Bezirk Meisenheim(21. Wahlkreis): Hindenburg 550. Marx 1427 Thälmann 67, zersplittert 3. Wahlbeteiligung 80 Prozent. wtb. Endergebnis aus Bezirk Cochem(21. Wahlkreis): Hindenburg 5359, Marr 13.675, Thälmann 198, zersplittert 25. Wahlbeteiligung 70 Prozent. Begigg, Stier Eladi(g1. 10 785 den Nachmittagsstunden wurde der Verkehr lebhafter. Außer einigen kleinen Auseinandersetzungen kam es Marx zu keinen besonderen Zwischenfällen. Wie verlautet, war die Wahlbeteiligung außerordentlich rege. Starke Propaganda machten die Parteien in Dortmund. Auch hier ist es zu keinen ernsten Zwischenfallen gekommen. In den südlichen und westlichen Bezirken der Stadt betrug bis heute nachmittag um 1 Uhr die Wahlbeteiligung 75 Prozent.— Nach den bisherigen Meldungen war die Wahlbeteiligung in einigen Bezirken Beuthens am stärhten gewesen, nämlich 80 Prozent. Abgesehen von kleinen Reibungen verlief der Wahltag ruhig.— Aehnliche Meldungen. die von starken Wahlbeteiligungen und keinen ernsteren Zwischenfälle berichten, liegen bisher aus Hannover, Düsseldorf, Stutlgart, Freiburg, Braunschweig, Duisburg und Stettin vor. Potsdam war vorherrschend mit den alten Reichsfarben geschmückt. Nur vereinzelt sah man schwarz=rot=goldene Fahnen. In den Straßen herrschte ruhiges Leben. Die Wahlbeteiligung war äußerst rege. Bereits in den Mittagsstunden zählte man in einzelnen Wahlbezirken bis 70 Proz. Wähler.„„„„ wtb Berlin, 25. April.(Tel.) Das Polizer präsidium teilt über einen Zusammenstoß in der Innsbrucker Straße amtlich mit: Am 25. um 1,50 Uhr nachmittags durchfuhr ein PropagandaMöeblwagen des Reichsbanners die Innsbrucker Straße. Er war von etwa 15 Reichsbannerleuten begleitet. An der Badenschen Straße standen der Landwirt Alfred Rehnig, Innsbrucker Straße wohnhaft, der Schüler Horst Benoit. Barbarossastraße wohnhaft, und der Schüler Günter Pfundt, Hauptstraße wohnhaft. Diese gerieten mit den Reichswrb. Endergebnis aus Bezirk Trier Stadt(21. bannerleuten in Streitigkeiten, in deren Verlauf dem = Thal=[Rehnig sein schwarz=weiß=rotes Fähnchen entrissen seinen Tresors wurden 15 Pakete mit je 30.000 Dinars, die für verschiedene Mitglieder der Ver schwörerorganisation bestimmt waren, vorgesunden und beschlagnahmt. h Sofia, 26. April.(Tel.) Der Abgeordnete der Agrarpartei Welinoff, der an dem Anschlag in der Katyedrale beteiligt war, ist zusammen mit einigen Helfershelfern ins Ausland geflüchtet. Oberst Noikoff, der bei dem Anschlag in der Kathedrale schwer verletzt wurde, ist gestorben. Er war ein bekannter Militärschriftsteller und gehörte als Sachverständiger der bulgarischen Delegation in Neuilly an und ferner der Abordnung, die über das Abkommen von Nisch verhandelte. 2000 Verhaftete. wtb. Sosia, 26. April.(Tel.) Nach einer Meldung der Bulgarischen Telegraphen=Agentur beträgt die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit der agrarkommunistischen Verschwörung in Bulgarien Verhafleten rund zweitausend. Die Führer der gemäßigten Bauernbündler Tomojs. Omertschewski, Markoff und andere wurden wieder freigelassen. nachdem die Untersuchung ergeben hat, daß sie in die Umtriebe der Einheitsfront nicht verwickelt sind. An hundert andere Personen wurden außer den bereits Freigelassenen gestern in Freiheit gesetzt. Wieder eine Verschwörerorganisation entdeckt. wtb. Sofia, 26. April.(Tel.) In Warna wurde eine kommunistische Verschwörerorganisation entdeckt. 70 Kilogramm Sprengstoffe und Belastungsmaterial wurden beschlagnahmt. Mehrere Eisenbahner sind in die Verschwörung verwickelt. s Bezirk St. Wendel(? 9230, Marx 17800, Thäl Mosel 9681, 54.(6668), Wahlkreis): Hindenburg 6715. Marx 15 957, mann 651, zersplittert 1. Wahlbeteiligung 65 Proz. wtb. Endergebnis aus Wahlkreis): Hindenburg mann 580. wth. Endergebnis aus Bezirk Zell a. d. (21 Wahllreis): Hindenburg 6410, Marx Thälmang, 82. wlb. Mainz Stadt: Hindenburg 10 Marx 47 791(43 530), Thälmann 1214(1329). wlb. Endergennis aus Stadt Euskirchen: Hindenburg 1451, Marx 4721, Thälmann 439. wlb. Endergebnis von Bezirk Waldbröl(20. Wahlkreis Köln=Nachen): Hindenburg S 505, Marx 5840, Thälmann 218, zersplittert 3. wlb. Erlangen=Stadt: Hindenburg 7752, 7588, Thälmann 129. Helgoland: Hindenburg 405, Marx 46 marn 28.— Ahrensburg(Schleswig=Holstein): 1556. Marr 777. Thälmann 64. Stadt Berlin: Hindenburg 384 667, Marx 654 325, Thälmann 141 890... 42 Stadt München: Vorläusiges amtliches Ergeonis: Hindenburg 193 334. Marx 114020, Thälmani Marx ThälHindenburg wurde. Als ihn angeblich die Reichsbannerleute be(21. drohten, zog er einen Revolver, schoß in die Luft und fäl= darauf in die Reichsbannerleute und tötete dabei in angeblicher Notwehr, den Lagerverwalter Erich Schulz. Es soll noch eine weitere Person verletzt worden sein, doch konnten deren Spuren bisher nicht ermittelt werden. Die Leiche des Schul; wurde von der Kriminalpolizei beschlagnahmt und dem Leichenschauhause zugeführt. Rehnig ist festgenommen und dem Polizeipräsidium zugeführt worden. Die Verhandlungen sind noch im Gange. Wahlpropagandawagen verunglückt. wtb. Berlin, 26. April.(Tel.) Heute nachmitlag 31. Uhr kam ein großer mit etwa 30 Personen besetzter Lastkraftwagen an der Ecke Karlstraße und Spittelmarkt ins Schleudern, stieß gegen den Bürgersteig und stürzte um. Sechs Bannerträger der Kommunisten wurden schwer verletzt, meist Arm= und Beinbrüche. Politische Umschau 13 Stadt Mannhiem: Hindenburg 84 320, Thälmann 11 418. Stadt Karleruhe: Hindenburg 49 868, Thälmann 4869. Stadt Nürnberg: Hindenburg 110170. Thälmann 10 128. Stadt Regensburg: Hindenburg 13.055, Thälmann 595. 446, der von Industrie, Zergug willigt werden. Tiese, Festsetzung gilt für die nächey der Banken an die, Lcutsche nen vier Monate. Die Erklärungsfrist läuft am suldeten Halbjahreszinien vom Mittwoch, den 29. April ab. Die Schauerleute weram 31. 12. eine vorläutige#en am Dienstag eine Arabstimmung vornehmen, " war hat sich nach der Bon. 974s huung in unich#e Einzelberichte über den Verlauf der Wahl. wtb. Köln, 26. April.(Tel.) 4.30 Uhr nachmittags. Reichspräsidenten vollzog sich heutige Wahl des 9###..# lei schönem. etwas kuhrem Frühlingswetter. D Parteien hatten in einer wohl kaum jemals dagewesenen Weise für die Wahl mündlich und schriftlich vorarbeilet. Bereits am Samstag nachmittag fuhren mit Fahnen und Plataten ausgeschmückte Wahlmopaganda=Autos durch die Stadt, noch Flugblätter in sehr großen Rengen auswerfend. Sonntag belebten Reklame=Autos und I die Straßen. Die Wahlbeteiligung war heute Partei ausgetreten und haben ihre Aufnaue in di Sozialdemokratisge Portei, ar gugt igren Peispie Aufruf fordern sie ihre. Angunger a zu folgen und den Beschlüssen der hon in den erien Wahltunden sechr rege, Pgzeg besühh gegnämoer und galte bis in die ersten Mittagsstunden, bis i Grennames#c und Völie einmal Am ZettelverteiErlaß von Rentenbank=Halbjahreszinsen. wib Berlin, 26. April. Nachdem für die Zahlung". der zweiten Hälfte der von Industrie, Handel und Gewerbe einschließlich Rentenbank geschi Reichsfinanzminister am u, 1### eme, errmasige stundung angeordntt wur, hat sich nach der Vost. Zeitung die Deutsche Rentenbank entschlossen, auf die Einziehung dieser Zinsen endgültig zu verzichten. Die zuviel gezahlten Zinsen sollen zurückerstattet werden. Es handelt sich dabei um die zweite Hälfte der Oktoberzinsen, die ursprünglich am 1. 2. zu zahlen waren. Austritte aus der KPD. pw. Berlin, 25. April. Nach einer Meldung des Vorwärts sind in Hamborn fünf Stadtverordnete und ein Beigeordneter aus der Kommunistischen ihme in die nem Arbeitsfragen. Schiedsspruch für die Angestellten im Einzelhandel. * Bochum, 24. April. Nach weitestgehender Berücksichtigung der gegenwärtig schlechten Lage der Kaufmannschaft fällte der Bochumer Schlichtungsausschuß nach mehrstündiger Verhandlung in später Abendstunde den Schiedsspruch, daß die bisherigen Gehälter um 10 v. H. vom 1. Mai an erhöht werden. Die Hinzufügung eines 8. und 9. Berufsjahres zu den bisherigen Berufsjahren wurde abgelehnt. Zu den bisher bestehenden Gruppen wurde eine Gruppe 3 hinzugefügt und mit einer 30prozentigen Erhöhung der Gruppe 1 bemessen. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 1. Mai. Schiedsspruch für Hamburger Hasenarbeiter. wtb. Hamburg, 25. April. Die Tarifverhandlungen zwischen Vertretern des Verkehrsbundes der Maschinisten und Heizer einerseits und des Vertreters des Hafenbetriebsvereins andererseits vor dem Schlichter haben zu keiner Einigung geführt. Es wurde vom Schlichter ein Schiedsspruch gefällt, wonach den Hafenarbeitern, die bisher einen Tageszohn von 6.30 Mark hatten und einen solchen von 30 Mark gefordert hatten, 40 Pfennig mehr beum über die Annahme oder Ableynung zu entschriden. Der drrhende Ldhnkampf in Sachsen. wtb Dresden, 26. April.(Tel.) Die am 24. und 25. ds. Mts. im Arbeitsministerium stattgefundenen Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern der Metallindustrie und den Holzarbeitern fanden am 25. ds. Mts. insofern den beiden Parteien gewählte Verhandlungskommission in dem Bestreben, ihr meidung der Aussperrung zu tun, bestimmte Einigungsvorschläge machte und diese den Parteien zur Jungen abzubringen und zu beruhigen. Kaum haite sich der Schweizer zum Gehen gewandt, drehte sich auch schon der Stier plötzlich um, nahm den Mann hinterrücks auf die Hörner und warf ihn etwa haushoch in die Luft. Dies wiederholte das Tier auf eine Entfernung von 80 Metern mehrere Male. Die Leiche des Lindauer sand man ganz zerstückett vor. Furchtbare Tierquälerei. wtb Berlin, 25. April. Auf Grund einer Auzeige nahm die Polizei die Ausgrabung der Kadaver von zwei Hunden vor, die von dem 46 Jahre alten Arbeiter Brose lebendig begraben worden waren. Der Täter war geständig. Es wurde Strafantrag wegen schwerer Tierquälerei erhoben. 16. Kampf mit Einbrechern. pw. Berlin, 25. April. Zu einem schweren Kampf zwischen einem Wächter und vier Einbrechern kam es in der vergangenen Nacht in Hoppegarten bei Berlin. Die Einbrecher, die in eine Wirtschaft eingedrungen waren, wurden von dem Wächter auf frischer Tot ertappt. Einer der Verbrecher gab sofort mehrere Schüsse auf den Wächter ab. Dieser erwiderte dus Feuer, worauf auch die übrigen Einbrecher von ihren Schußwaffen Gebrauch machten. Von mehreren Kugeln getroffen, brach der Wächter zusammen. Er wurde in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Die Einbrecher entkamen unerkannt. Ein 17jähriger Doppelmörder stellt sich der Polizei. bb. Berlin, 25. April. Die 16jährige Tochter des Bauernhofbesitzers Freigang aus Freiwalde im Spreewald befand sich am Montag abend mit ihrem Zahrrad auf der Chaussee nach Brand, als sie gegen 7 Uhr von einem noch unbekannten jungen Burschen überfallen wurde. Er nahm ihr das Fahrrad weg und brachte ihr, als sie sich zur Wehr setzte, mit einem langen Dolchmesser einen Schnitt in den Unterarm bei. Das Mädchen benachrichtigte ihren 19jährigen Bruder von dem Ueberfall. Dieser nahm zusammen mit seinem 25jährigen Vetter zu Rad die Verfolgung des Flüchtlings auf. Sie holten den Näuber auch bald ein, und es muß. nach den Spuren zu urteilen. zwischen den dreien dann ein harter Kampf stattgefunden haben, in dessen Verlauf Freigang und dessen Vetter von dem Straßenräuber erstochen worden sind. Man fand die Leichen der beiden jungen Leute am nächsten Morgen im Straßengraben, wohin der Mörder sie gezerrt hatte. Man sand auch das geraubte Damenfahrrad und eine grüne blutbesudelte Juppe, die der Täter weggeworfen hat. Auf einem Rade, das einem der Getöteten gehörte, war er geflüchtet. 9. Gestern abend meldete sich auf dem Polizeipräsidium der 17jährige Schlächterlehrling Wischer und gestand, daß er am Montagabend der 16jährigen Charlotte Freigang ein Fahrrad geraubt und den Bruder der Beraubten, Oswald Freigang, und den diesen begleitenden Arthur Richter, die auf Fahrrädern seine Verfolgung ausgenommen hatten, mit einem Schlächtermesser erstochen habe. Fabrikbrand in Hamburg. wtb. Hamburg, 25. April. Ein mächtiges Großfeuer entstand heute vormittag um 10 Uhr in der Hamburger Korksteinfabrik am Billbrockdeich aus bisher unbetannter Ursache. Vier Löschzüge der Feuerwehr bekämpften mit 23 Rohren den Brand. Nach zweistündiger Tätigkeit gelang es, des Feuers Herr zu werden. Die Höhe des Schadens ist bisher nicht festgestellt. Todesurteil gegen einen Lustmörder. wtb. Lübeck, 25. April. Vor dem Schwurgericht stand gestern und heute der Fall des früheren Hausihren Abschluß, als die von meisters Tiedemann zur Verhandlung, der angeklagt ist, am Neujahrstag die Schülerin Lilly Votz verschleppt, nach einem Sittlichkeitsverbrechen getö#et sct: De# und den Leichnam in einer Zentralheizung verbrannt zu haben. Tiedemann wurde zum Tode und zum Aufruf sordern sie ihre Anhänger Lgnm gcipel Annahme empiahl. S.. Liezen Vorschlägen zu foigen und den Benmlugen eer SpL. insbesondere die Arbeitnehmer werden zu diesen Vorschlagen 9 5c, zheondere Ttellung nekmen und sich ibs zum 28, April gegenund hielt weiter bie zum Schruß tebhaft an. Fie Wahl verlief auch diesmal im allgemeinen ruhig. wih. Nachen. 26. April.(Tel.) 4.30 Uhr nachm. ist die Wahl bis jetzt ruhig verlaufen. Die ent Wahlberechtigte ihrer Wahlpflicht genügt, wah- gersen rend bei der jüngnten Wahl die Durchschnittsbeteili=arm gung im ganzen Stadtkreis nur rund 681; Prozent bei wtb. Düsseldorf, 16. April.(Tel.) Der Wahltag hat bisher eine wesentlich stärkere Beteiligung gebracht als am 29. März. Das Wahlgeschäft war während des ganzen Vormittags allgemein reger. Nach der üblichen Verflauung in den Mittagsstanden setzte es am Nachmittag wieder stärker ein. Die Parteien haben am Wahltag selbst eine größere Proraganda nicht entfaltet. Reichsbaunerleute fuhren verschiedentlich im Kraftwagen umher und forderten zur Wahl des Volksblocks=Kandidaten auf. Die Kommunisten, die bei dem zweiten Wahlgang bisher weniger in der Propaganda hervorgetreten waren, betätiglen sich heute stärker mit einer großen FlugMattverteilung. Vor den Wahllokalen selbst wurde fast keine Propaganda betrieben. Nur die Kommunisten sind fast vor jedem Wahllokal mit einem Plalat vertreten. Zu nennenswerten Zwischenfällen ist es bisher nicht gekommen. Schwere Zusammenstöße in Berlin. woth. Berlin, 26. April.(Tel.) Die Wahlbeteiligung in Berlin war diesmal bedeutend stärker als am 29. März. Die Parteien trieben durch Wort und äußerst rege Propaganda. In verschiedenen Sindtleilen kam es zwischen Angehörigen der Rechtsund Linteverbände zu schweren Zusammenstoße n, die besonders im Osten Berlins in blutige Schlägereien ausarteten. Sehr erregt war die Stimmung in Nenkölln. Mehrere Zusammenstöße werlicfen alimpflich, ernster wurde die Lage, als Reichsbannerleute und Angehörige rechtestehender Prganisationen gegenüber einer Abteilung Kommunisten, die auf einem Lastwagen einen Galgen mit Vildern Hindenburgs und Marx's errichtet hatten, eine drohende Haltung einnahmen. Zu einer Schlä gerei zwischer Kommunisten und Reichsbannerleuten kam es in der Vergstraße, doch gelang es der Polizei, die Kämniden rechtzeitig zu trennen. #otb. Berlin, 26. April.(Tel.) Nach Meldungen aus dem Reiche war die Wahlbeteiligung diesmal bedeutend stärker als am 29. März.— In Hambarg verlief der Wahltog ohne ernste Zwischenfälle. Hier wurden zum ersten Rale auch die Wanderking in den Dienst der Agitation gestellt. Der Wahlsonntag in München unterschied sich am Vormittag kaum von den anderen Sonntagen. Erst in Zolge zu leisten. Ikerbund. wrb. Genf. 26. Aptil. Gestern begab sich eine belegation des internationalen Frontkämpferversandes, der Frontkämpfer von neun alliierten Ar„„„„„„„„„ chen. den zielt n n" D i e F o e r n r h i r i c h D e r 10•= iedens und der internationalen Zusammenarbeit rwirklicht werden lönnen. Die Delegation war vom Vorsitzenden des internationalen Frontkämpferverbandes Oberst Thomas und W. Miller geführt. dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verSowohl die Arbeitgeber als auch urteilt. Liebesdrama in Leipzig. wtb. Leipzig, 26. April. Wie die Leipziger Abend= 34c: beschränkte sich auf Rie= meen angehören, zum Generalsekretär des Foltklame durch Lastautos, die zum Teil mit den Kopf= bundes, um mit ihm Mittel und Wege zu bespreche bildnissen der Kandidaten übersät waren. Die durch die eine engere Zusammenarbeit zwischen de steiligung ist stärker als am 29. März.„Vis Völkerbund und den Frontkämpferverbänden erz## Mittag hat in einigen Wahlbezirken bereits 70 Pro=und die Ideen der Frontkämpfer hinsichtlich d Gretlung kenmen unn sich ins seitig von ihrer Entschließung Werden die Vorschläge von beiden Seiten angenommen, so kann die drohende Aussperrung als erledigt angesehen werden, andernfalls wird sie aufrecht gzülter=erhalten und nur um einen Tag verschoben. in Kenntnis setzen. post meldet, verletzte der 37 Jahre alte bulgarische Student Dimeter Gravtaildloff seine im Bett lieswischen ihnen bestehenden durch Todesurteil gegen einen Deutschen. wtb Paris, 25. April. Das erste Kriegsgericht der Republikanischen Garde in Paris hat gestern den Deutschen Gobel, Besitzer eines Kaffeehauses und Wachhabender eines Gesangenenlagers in Diemenrode(2) bei Kassel in Abwesenheit zum Tode verurteilt, weil er angeblich am 2. Oktober 1918 den französischen Sergeanten Joseph Vialard vom 64. Infanterieregiment aus nachster Nähe durch einen Gewehrschuß niedergestreckt haben soll. Am 2. Oktober 1918, so hätte die Untersuchung ergeben, sei zwischen Gobel und Vialard ein Streit ausgebrochen, da der Franzose, der mit neun anderen Franzosen und einem Rumänen auf einem Gute in der Nähe von Diemenrode arbeitete, der Meinung war. daß er ein Anrecht auf eine Stunde Mittagsruhe habe und vorher die Arbeit nicht wieder aufzunehmen brauche. Gobel sei daher wütend geworden und habe sein Gewehr geholt, es geladen und aus nächster Nähe auf Vialard geschossen, der im Lause der Nacht verstorben sei. Aus Nah u. Fern. Eine„gewichtige“ Familie. pw. Immekeppel, 25. April. Eine hiesige, aus drei Köpfen bestehende Familie, dem etwa 60jährigen Vater, der in den Fünfzigern stehenden Mutter und der 18jährigen Tochter wiegt zusammen 630 Pfund. Lastauio mit Inhalt verbrannt. wp. Erkelenz. 25. April. Zwischen Jackerath und Garzweiler entzündete sich auf der Bezirksstraße der Benzinbehälter eines Lastautos. Letzteres wurde dadurch in Brand gesteckt und samt 100 neuen Fahrrädern, die es beförderte, vernichtet. Bei einem Zusammenstoß erschossen. * Dortmund, 25. April. Gestern spät abends wurde in der Kuhstraße der 18jährige Feller(Sohn des Prokuristen Ludwig Feller, Münsterstr. 109) der##otele dem Jungdeutschen Orden angehörte, erschossen. Anachörige des Jungdeutschen Ordens bogen von der Hansastraße in die Kuhstraße ein. Kurz vor der Kreuzung Kuhstraße=Eisenmarkt stießen sie mit einem Trupp Kommunisten zusammen. Plötzlich fiel ein Schuß, der den Feller in die rechte Schläfe traf. Der Täter ließ sich bisher noch nicht feststellen. Die Jungdo=Leute sagten bei der polizeilichen Vernehnung aus, daß sie von den Kommunisten überfallen worden seien. Die Polizei verhaftete zwei Kommunisten, von denen der eine dem„Roten Jungsturm“, der andere der„Roten Jugend" angehört. Verhaftung eines Darlehnsschwindlers. gende Wirtin, die die näheren Beziehungen hatte lösen wollen, Schüsse in den rechten Oberarm. Danach brachte sich der Täter zwei Schüsse in die Brust bei und stürzte tot zusammen. Hinrichtung. wtb. Kaiserslautern, 25. April. Heute früh 7 Uhr wurde durch den Scharfrichter Reichart aus München der Tagner Emil Engelhardt aus Kaiserslausern, der durch das Urteil des Schwurgerichts vom 20. Januar wegen Ermordung und Beraubung des Architekten Karl Sprenger zum Tode verurteilt worden ist, im Hofe des Gerichtsgefängnisses hingerichtet. Selbstmord eines dreisachen Mörders. wtb. Glogan, 25. April. Der wegen Ermordung der Familic des Justizwachtmeisters Scheuermann in Halbau, Kreis Sagan, dreimal zum Tode verurteilte Speditionsgehilfe Fritz Heinze aus Beuthen hat sich heute nacht 2 Uhr im Gefängnis des Landgerichts Glogan erschossen. Er lockte den Wachbean= ten an seine Zelle, entriß ihm den Dienstrevolver und sich. Das Reichsgericht hatte vor mehreren Tagen seine Revision gegen das dreifache Todesurteil verworfen. Milliardenebtrug durch gesälschte Postanweisungen. wth Budapest, 26. April.(Tel.) Die Polizei kam umjangriechen Fälschungen auf die Spur. Auf der Postlinie Nytregyhaza-Budapest wurden in letzter Zeit mehrere größere Geldsendungen an Budapester Banken, Juweliere und Textilhändler aufgegeben. Einige Tage später erschienen zwei junge Leute bei Der blutige Terror in Bulgarien Tariehnschwindelkien Unsangs verübt zu1 Die kommunistischen Plüne in Bulgarien. wth Sosia, 26. April. Aus dem bisher ausgesundenen Material geht herver, daß der Führer des linken Flügels der Bauernpartei bei dem geplanten Umnurz das neue Ministerium bilden sollte: Potrini Ministerpräsident, Zanloff Babaloff, der unter der früheren Bauernregierung Unterrichtsminister war, sollte Innenminister werden, Hauptmann Attanaseff war zum Krigesminister und der bei seiner Festnahme erschossene Major Jankoff zum Führer der roten Revolutionsarmee ausersehen. Auf Grund der ausgefundenen Beweisstücke wurden weitere Verhaftungen angeorduet. Der Direktor der französischen Banque Generale in Sofia, Kordoff, ist in Haft genommen worden, weil er Geldüberweisungen für die kommunistischen Verschwörer organisiert und ausgeführt hat. In kaben, wurde hier der Invalid. Rossof verhaftet. Rossof gründete ein Geldvermittlungsunternehmen, das sich über weite Gebiete des Reiches ausdehnte. Todesurteil. wp. Marburg, 25. April. Hier wurde der 22jähtige Hilfsmonteur Blosius zum Tode verurteilt, der am 20. März den Landbriefträger Adam Schmidt mit einem Messer getötet und dann beraubt hatte. Von einem Stier aufgespießt. * Saarbrücken, 24. April. Auf dem Gute Vliesmühle der benachbarten Stadt Neunkirchen wurde der dort beschäftigte Oberschweizer Albert Lindauer von einem wildgewordenen Stier getötet. Das Tier war im Begriff, den Hütejungen, dem ebenfalls drei Rippen bei dem Angriff gebrochen wurden, anzugreisen. Auf die Hilferufe des Jungen eilte Lindauer herbei. Es gelang ihm, das Tier von dem den betreffenden Firmen, machten Einkäufe und ließen sich den Rest der üerbwiesenen Summen aushändigen oder kauften dafür Valuten. Die Höhe der Summen erregte bei der Post Verdacht. cehnso auch das Anbieten wertvoller Juwelen. Die angestelllen Nachforschungen ergaben, daß der frühere Postbeamte Lengyol in Ujfeherto bei seinem Vater, der Postmeister ist, die gefälschten Postanweisungen in die Postsäcke eingeschmuggelt hatte. Weiter wurden zwei Helfershelfer Lengyols verhaftet. Der Schaden beläuft sich auf über eine halbe Milliarde. Eine Renntierherde von einem Zug überfahren. * Stockholm, 25. April. Wie aus Kiruna gemeldet wird, fuhr der von Narvik kommende Personenzug in der Nähr der Station Rautas in eine Renntierherde von ungefähr 1000 Tieren hinein, die an der Anglücksstelle das Bahngleis passieren wollte. Insgesamt sind ungejähr 100 Tiere getötet worden. Die übrigen Tiere flohen nach allen Richtungen davon und konnten nur mit großer Mühe wieder eingefangen werden. R Nr. 97(Zweites Blatt) Montag, 27. April 1925. Nun rief dich wieder deines Volkes Wille, Ehrwürdiger, helf' auf dem Volk, das fiel! Des Alters tiefe Sehnsucht ist die Stille Wie fordern wir mit unserm Ruf so viel! Der Feindschaft Wogen wollten dich umbranden, Als deines Volkes Hand die deine faßt', Weil im Vertrau'n zu deinem Wert erstanden Der deutsche Geist, den die Gemeinheit haßt. Ergreife nun mit fester Hand das Steuer In deines Ernstes schlichter Majestät. Dank, hab' Dank, du Tapf'rer, Vielgetreuer, Der seines Volkes Sehnsucht nicht verschmäht! Anna Enders=Dix. Je neuen Reichspräsidenten! Die Schlacht ist geschlagen. Es war ein heißer Wahlkampf, wohl der heißeste, den wir bis jetzt erlebt hoben. Mit etwa 900000 Stimmen hat Hindenburg den Vorsprung erreicht, und wir dürfen wohl sagen, daß alle Teile des Deutschen Reiches darum wetteiferten, möglichst viel für Hindenburg herauszuholen. Das deutsche Volk hat seinem großen Führer aus dem Weltkriege aus Dankbarkeit das höchste Amt übertragen. Hindenburg wird das Vertrauen, das ihm so viele Millionen Deutsche geschenlt haben, zu würdigen wissen, denn er i stein Ehrenmann. Anders kennen wir ihn nicht. Er hat sich während der letzten Jahre nicht ein einziges Mal in Putsche verwickelt, hat sich stets davon ferngehalten und nur immer das deutsche Volk zur Einigkeit gema Wir hoffen, daß wir in Hindenburg den geeigneisten Führer des deutschon Volkes gefunnu auch das Ausland zunächst zum Teil diese Wahl kritisieren und mißbilligen wird, so dürfen wir doch nicht vergessen, daß das deutsche Volk mündig genug ist, sich selbst seinen Führer zu wählen, ohne Rücksicht auf das Ausland. Ein 60 Millionen=Volt, das auf höchster Kulturstufe steht, kann doch nicht auf die Dauer der Kostgänger und Sklave der Welt sein. Die Achtung der Welt vor Deutschland wird immer mehr steigen, je fester und geschlossener wir hinter unserm Hindenburg stehen. Die Erbitterung des Wahlkampfes, so hoffen wir, wird sich auch wieder legen, und im Interesse unseres Vaterlandes läge es, wenn Hindenburg möglichst bald seine Worte in die Tat umsetzen könnte, die da in der Österbotschaft lauteten: „Ich reiche jedem Deutschen die Hand, der national denkt, die Würde des deutschen Namens nach innen und außen wahrt und den konfessionellen und sozialen Frieden will, und bitte ihn: Hilfauch Dumit zur Auferstehung des Vaterlandes! Dem neuen Staatsoberhaupte und altbewährten treuen Roland des deutschen Volkes. das er stets mehr liebte als sein eigenes Ich, rufen wir zu: Heil Heros Dir! Von Gott gesandt In deines Volkes Not! Nimm unsrer Liebe dankbar' Psand, Den Treuschwur bis zum Tod! Es leihe Gott dir seine Macht, Nehm' dich in seine Hut. Bis du dein letztes Wert vollbracht, Uns schenkst der Einheit Gut! Recht innig fleht ganz Deutschland heut": Gott schenk' dich uns noch lange Zeit! Karl Friedrich Ringsdorff. einer Pistole, die dem leichtfertigen Burschen schnell entwendet wurde. Die Wahlbeteiligung war bis zum Mittag recht mäßig, teilweise nur 20 Prozent. Am Nachmittag begannen alle Parteien mit dem„Schleppen“. Zum Schluß hatten etwa 85 Prozent aller Wahlberechtigten gewählt, also etwa 1000 mehr als im ersten Wahlgange. Zwischenfall bei der gestrigen Wahl. Hörde, den 27. April. : V o n d e r W a h l s c h l a c h t. D i e R e i n deutenwahl nahm hier im allgemeinen einen ruhigen Verlauf. Am V. schlacht veranstaltete das Reicht Not=Gold einen eindrucksvollen D tionszug. Auch um die rote Fahne der Kommunisten hatten sich kl Leute geschart, Am Wahltage tam es hie menstößen zwischen Reichsbannerleuten u rechtsparteilichen Jugendbündlern. L warfen in der Wellinghoferstraße vor de sammlungslokal des Reichsbann von einem Auto auf junge Leute. als Wahllokal benutzten Schule bedrohte ein „Werwolf"=Angehöriger das Reichsbanner mit Gestern morgen kurz nach Eröffnung der Wahlzeit hißten an der Viktoriaschule, Stimmbezirk 5 und 6, einige Reichsblockanhänger die schwarzweiß=rote Fahne. Als ein Republikaner sich diese Maßnahme verbat, wollte einer der kecken Burschen gleich zur Tat schreiten. Er zog eine Pistole und bedrohte damit den Republikaner. Ein sofort hinzueilender Polizeibeamter stellte die Personalien des jungen Burschen fest und entzog dem Hitzkopf die Waffe, die dieser ohne Erlaubnis trug. Ausschreitungen im Wahlgefecht. Dortmund. 27. April. Zu schweren Ausschreitungen kam es in der Sonnabendnacht in der Kirchenstraße. Der Arbeiter W. wurde zu Boden geschlagen und derartig mit den Stiefelabsätzen bearbeitet, daß er bewußtlos liegen blieb. Die auf die Hilferufe herbeieilende Polizei mußte die Haupträdelsführer mit blanker Waffe auseinandertreiben.— In der Alsenstraße suchte gestern abend ein als Messerstecher kannter M. mit Passanten Streit, wobei er u einem in der Rocktasche verborgenen Hamer griff und damit auf die Leute einschlug. Die unerwartet eintreffende Polizeipatrouille nahm den Messerstecher fest, nachdem sie erst mit Hiebwaffe sich Geltung verschaffen mußte. Mordversuch im Wahllokal. Berlin, 26. April. Heute nachmittag machte der Konditor Ostar Laube einen Mordanschlag auf das Ehepaar Wachtel. Als das Ehepaar das Wahllokal in der Kurfürstenstraße 50 betrat, feuerte Laube mehrere Schüsse auf das Ehepaar ab und verletzte beide sehr schwer. Der Täter wurde festgenommen und der Polizei übergeben. Es handelt sich um eiNacheakt wegen eines verlorenen Zivilprozesses. Wachtel hat einen schweren Bauchund Rückenschuß, die Frau einen Oberschenkelschuß erhalten. Die Rechtsradikalen mit dem Messer. Ersurt, 26. April. Im Laufe des heutigen Nachmittags haben sich einige Zwischenfälle erVor einem Wahllokal am Friedrich= Wilhelm=Platz wurde ein Angehöriger des bei 1 der Reichsbanners nach vorangegangenem Wortwechsel durch einen Messerstich verletzt. Der Täter wurde verhaftet. Später erfolgten noch zwei weitere Verhaftungen von Angehörigen rechtsradikaler Organisationen, von denen der eine ebenfalls politische Gegner mit einem Messer bedrohte, während bei dem anderen eine Schußwaffe gefunden wurde. Zwei Tote in der Wahlschlacht. Karlsruhe, 26. April. Wie uns mitgeteilt wird, soll es heute abend in Durlach während der Wahl zu einem Zwischenfall zwischen Reichsbanner und Reichsblock gekommen sein, in dessen Verlauf zwei Personen getötet mehrere verletzt worden seien. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Zusammenstöße in Königsberg. Königsberg, 26. April. Am Freitag abend kam es in verschiedenen Stadtteilen zu ernsteren Zusammenstößen zwischen Anhängern„nationaler“ Verbände, die einen Fakkelzug veranstalteten, und Kommunisten.— Schutzpolizeibeamte und die im zug Marschierenden wurden tätlich angegriffen und mit Steinen beworfen. Es entspann sich eine Schlägerei. Mehrere Verletzte mußten von der Sanitätskolonne abtransportiert werden. Ein Angehöriger des Vismarckbundes erhielt einen Messerstich. Ein deutschnationaler Reichstagskandidat verunglückt Hanau, 26. April. Der 46jährige Fürst zu Sayn= Wittgenstein=Berleburg ist tödlich verunglückt. Der Fürst befand sich mit seiner Gemahlin und seinem Sohn im Auto auf der Heimfahrt von der Beerdigung seines Schwiegervaters. Kurz vor Hanau erlitt das Auto einen Radreifenbruch und fuhr, sich überschlagend, die Straßenböschung hinab. Die Insassen wurden hinausgeschleudert, wobei der Chauffeur sofort getötet wurde. Fürst Richard wurde mit schweren inneren Verletzungen und mehreren Rippenbrüchen in das Hanauer katholische Schwesternkrankenhaus transportiert. Dort ist er nach seiner Einlieferung gestorben. Die Fürstin und ihr Sohn wurden gleichfalls verletzt, doch besteht für sie keine Lebensgefahr.—(Fürst Sayn Wittgenstein war bei den letzten Reichstagswahlen im Wahlkreis 21(Koblenz=Trier) von der Deutschnationalen Volkspartei als Kandidat aufgestellt.) Aus den Provinzen. Hörde, den 27. April. : Feuer entstand Sonnabend nachmittag im Keller der Firma Rosenthal. Es hatten sich Strohvorräte auf bisher unaufgeklärte Weise entzündet. Der Brand konnte jedoch schnell auf seinen Herd beschränkt werden, so daß die nach kurzer Zeit erschienene freiwillige Feuerwehr keine nennenswerte Arbeit mehr hatte. Der Schaden ist angeblich nicht sehr bedeutend. Vermißt. Hagen, 25. April. Der 25 Jahre alte Arbeiter Arthur Siemens, Schützenstraße 23, wird seit einigen Tagen vermißt. Er wollte an einem Neu. bau in der Nähr des Stadtgartens seine Arbeit aussuchen, ist aber dort nicht gewesen. Die Erweiterungspläne des Elektrizitätswerkes Mark. Hagen, 25. Avril. Das Kommunale Elektrizitätswerk Mart hat fortgesetzt eine sehr starte Anschlußbewegung zu verzeichnen. Im Süderlande, wo das Werk eine eigene Kraftstation am Siesel bei Plettenberg besitzt, vollzieht sich zurzeit eine Umstellung der Industrie auf elektrischen Antrieb, und auch in den anderen Bezirken wächst die Beanspruchung. In den großen Städten des Versorgungsgebietes erwartet man eine starke Zunahme der Lichtreklame und des Stromverbrauchs für Beleuchtungszwecke. Um in den kommenden Jahren gerüstet zu sein, hat das Werk bekanntlich vor längerer Zeit die Ausgabe einer Obligationsanleihe in Höhe von 10 Millionen Mark beschlossen und davon bereits 5 Millionen Mark begeben. Von dieser Summe ist bereits die Hälfte für die Verlegung starker Kabel nach dem Siesel, nach Schwerte usw. verausgabt worden. Die Zuleitung nach Voerde soll ebenfalls verbessert werden. Die weiteren 2,5 Millionen Mark sollen verwandt werden für den Einbau neuer Kesselanlagen in den vorhandenen Kraftwerken und für den Ausbau einer auf dem Schnee erworbenen Kohlenzeche, deren zurzeit noch geringe Ausbeute vergrößert werden soll. Die aus der 10 Millionen=Anleihe verbleibenden und später zu begebenden 5 Millionen Mark sollen für den Bau eines neuen Kraftwerkes verwandt werden. Dieses soll in Halden an der Lenne errichtet werden; die Grundstücke zur Aufnahme des neuen Werkes wurden bereits erworben. Alle Erweiterungs= und Neubauten sollen bis spätestens 1927 beendet sein. Fünf Ziegenlämmchen. Vorhalle, 27. Aoril. Ueber eine reiche Vermehrung seines Ziegenbestandes war ein hiesiger Bahnbeamter recht erstaunt. Vor einigen Tagen brachte seine Ziege fünf lebende Lämmchen zur Welt. Sie waren zwar etwas klein, aber doch lebenskräftig. Da die Mutter sie nicht alle ernähren konnte, so mußten zwei sofort getötet werden. Die übrigen drei machen jetzt schon erfolgreiche Gehversuche. Einbruchsdiebstahl. Dortmund, 27. April. In eine Villa am Ostwall wurde in der vorvergangenen Nacht eingebrochen. Die Diebe erbeuteten nicht weniger als 15 echte Persertevpiche. Von den Tätern, nach den polizeilichen Ermittelungen sollen es drei sein, fehlt bisher noch jede Spur. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Vermißt. Unna, 27. April. Seit Sonntag, den 19. April, nachmittags wird der am 25. Oktober 1898 geborene Kaufmann Hugo Rosenberg von hier, Bahnhofstraße 34 wohnhaft, vermißt. R. hat sich am Nachmittag des genannten Tages aus der ekterlichen Wohnung entfernt und ist bisher nicht zurückgekehrt. Ueber seinen Aufenthalt hat noch nichts in Erfahrung gebracht werden können. Personen, die über den Aufenthalt des R. Auskunft geben können, wollen sich an die hiesige Kriminalvolizei wenden. Seit dem 13. April wird ebenfalls vermißt der Arbeiter Eduard Petermann, geboren am 10. November 1906. Er wird wie folgt beschrieben: Größe 1,75 Mtr., Gestalt kräftig, Haar dunkelblond, Gesicht rund, Stirn hoch, Augen blau, besondere Kennzeichen: Narbe an der Stirn. Bekleidung: graue Mütze, grauer Sportanzug, grüne Sportmütze, schwarze Schnürschuhe und weißes Hemd. Um Mitteilungen an die Kriminalpolizei wird gebeten. Die Aufbauschule in Unna. Unna, 27. April. Mit der Leitung der Aufbauklasse ist Prorektor Knolle beauftragt zworden. An der Anstalt unterrichten folgende Herren: Seminarstudienrat. Dudt, die Seminaroberlehrer Schwenk, Zäntini, Schlockermann, Schlienkamp. Außerdem ist Studienassessor Luft(bisher am hiesigen Reform=Realgymnasium) überwiesen worden. Zur Aufnahmeprüfung, die am 23. d. M. stattgefunden hat, lagen 64 Meldungen vor. Zugelassen wurden 44 Prüflinge, die Aufnahmeprüfung bestanden haben 41. Aus der Stadt Unna stammten 13, außerdem aus dem Landkreise Hamm 7, aus dem Landkreise Hörde 16, aus den Kreisen Soest, Iserlohn und Dortmund 4 Schüler und Schülerinnen. 34 Schüler sind evangelischer, 6 katholischer Konfession. Von einem Auto überjahren. Menden, 25. April. In der Nähe von Schwitten wurde das 3½ Jahre alte Kind der Eheleute Östermann von einem Auto überfahren. Das bedauernswerte Kind erlitt einen Schädelbruch, an dessen Folgen es gestorben ist. Tragischer Tod. Altena, 25. April. Von einem schweren Schicksalsschlage wurde die Familie Holthaus in Schalksmühle betroffen. Die 16 jährige Tochter unterhielt mit einem jungen Manne ein LiebesDie Wührkgronsse aus der näheren Angerung Schwerte und Umgegend Stimmbezirk 1: Neue Schule am Markt. Hindenburg 449(289), Marx 607(560), Thäl mann 99(101). Stimmbezirk 2: Sedanschule. Hindenburg 221 (136), Marx 619(499), Thälmann 102(129). Stimmbezirk 3: Kathol. Schule an der Haselackstraße. Hindenburg 318(210), Marx 931(811), Thälmann 52(79). Stimmbezirk 4: Bismardschule. Hindenburg 479(311), Marx 570(594), Thälmann 58(59). Stimmbezirk 5: Städt Lyzeum. Hindenburg 430(278), Marx 610(580). Thälmann 84(86). Stimmbezirk 6: Alte Schule am Markt. Hindenburg 521(328), Marx 641(585), Thälmann 69(96). Stimmbezirk 7: Städt. Realgymnasium. Hin deuburg 270(175), Marx 529(453), Thälmann 51(69). Stimmbezirk 8: Städt. Realgymnasium. Hindenburg 197(103). Marx 355(294), Thälmann 86(63). Gesamtergebnis: Hindenburg 2885(1830), Marx 4892(4376), Thälmann 601(682). Die Wahlbeteiligung betrug ca. 85 gegenüber 70 bei der Vorwahl am 29. März. Die in Klammern gesetzten Ziffern stellen die von den diesmal für Hindenburg bezw. Marx in Frage gekommenen Parteigruoven bei der Vorwahl am 29. März abgegebenen Stimmen dar. Westhofen. Hindenburg 506(331), Marx 707 (686), Thälmann 133(158). Garenfeld. Hindenburg 125(87), Marx 118 (152), Thälmann 10(7). Geisecke. Hindenburg 140(88), Marx 133(138), Thälmann 3(4). Holzen 1: Hindenburg 301(162), Marx 535 (464), Thälmann 54(68). Holzen 2(Höchsten): Hindenburg 143(90), Marx 362(341), Thälmann 30(12). Lichtendorf: Hindenburg 144(94), Marx 339 (321), Thälmann 22(27). Hindenburg 3737( 2968) Stimmen Marx 12 870(12 309)„ Thälmann 1 160(1445)„ Die Zahlen in Klammern nennen die entsprechenden Zahlen des 1. Wahlganges. 115 Stimmen waren ungültig, 12 769 Stimmen gültig. Landkeeis Hörde. Hindenburg 19024 Stimmen Marx 38 125„ Thälmann 3 622„ 569 Stimmen waren ungültig, 72 Stimmen zersplittert. Kreis Hörde. Barop. Hindenburg 1728(1252), Marx 3788(3659), Thälmann 347(457). Sölde. Hindenburg 875, Marx 1090, Thälmann 92, ungültig 43. Hengsen=Opherdicke. Hindenburg 314(200), Marx 487(475), Thälmann 7(6), ungültig 3. Berghosen. Hindenburg 923(671), Marx 273(2176), Thälmann 171(216), ungült. 27. Aplerbeck. Hindenburg 1895, Marx 3271, Thälmann 233, ungültig 30. Kirchhörde. Hindenburg 1909(1359), Marx 5010(5039), Thälmann 006(767), ungültig 3. Holzwickede. Hindenburg 1368. Marx 2012, Thälmann 39, ungültig 41. Schüren. Hindenburg 886(704), Marx 2183 (2099), Thälmann 339(4.40), ungültig 22. Asseln. Hindenburg 872, Marx 2230, Thälmann 148, ungültig 38. Annen. Hindenburg 2777, Marx 5932, Thälmann 503, ungültig 72. Ergebnisse aus der Umgegend. Hindenburg Marx Thälm. Hagen 19202 19732 5012 Letmathe 868 3 020 70 Iserlohn 7637 9 167 491 Hohenlimburg 3561 4575 Oestrich 1 363 2 507 79 Das Gesamtresultat von Dortmund-Stadt Tod einer Mutter von 10 Kindern. Viersen, 25. April. Eine von einer Beerdigung heimkehrende 50jährige Frau wurde beim Ueberschreiten des schrantenlosen Uebergangs der Krefelder Eisenbahn vom Zuge erfaßt und überfahren. Die Frau muß die Warnungssignale überhört haben und lief direkt vor den Zug. Die Verunglückte, Mutter von zehn Kindern, starb eine Stunde nach dem Vorfall. Den Bahnbeamten trifft nach den Feststellungen keine Schuld. 00 Abnahme der Arbeitsunfälle. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Betriebsunfälle in den letzten Jahren stark vermindert. Für die sämtlichen in die Unfallversicherung einbezogenen Betriebe belief sich die Zahl der Unfälle im Geschäftsjahr 1923 auf 459579 gegen 637370 im Jahre 1922. 346 950 der gemeldeten Unfälle kamen auf die gewerblichen und 80 215 auf die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften. Bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften ging der Anteil der gemeldeten Unfälle gegenüber dem Jahre 1922 von 44,62 auf 37,00 und bei den landwirtschaftlichen von 6,51 auf 5,63 vom Tansend der Versicherten zurück. Auf tausend Versicherte entfielen 1923 4,43 erstmalig entschädigte Verletzte bei den gewerblichen Unfallberufsgenossenschaften gegen 4,61 bezw. 2,74 im Jahre 1922. Die Abnahme der Unfälle im Jahre 1923 gegenüber dem Vorjahre, die aus diesen Iiffern zu ersehen ist, zeigt sich in besonders erfreulicher Weise in der Abnahme der Todesopfer, die im Jahre 1923 um 963 geringer war als im Jahre 1922. Immerhin betrugen sie auch im Jahre 1923 noch 7534. Es ist zu hofsen, daß die fortgesetzten Bemühungen der zuständigen Behörden, insbesondere der Reichsarbeitsverwaltung, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer noch mehr als bisher über die vorhandenen Unfallgefahren und über die Schutzmaßnahmen aufklären werden. Wenn Behörde und Betrieb mit jenem Nachdruck, der der Bedeutung des Gegenstandes entspricht, die Betriebsbelegschaften über die Unfallgefahren und ihre Verhütung immer wieder aufklären, wird die Zahl der Unfälle sich zweifellos noch weiter vermindern lassen. Die Grenze des Lebens. Syburg. Hindenburg 140(113), Marx 190 (186), Thälmann 11(8). Villigst. Hindenburg 99(78), Marx 75(69), Thälmann 3(3). Wandhofen: Hindenburg 118(75), Marx 266 (268), Thälmann 11(10). Hennen. Hindenburg 935(592), Marx 573 (517), Thälmann 18(10). Ergste. Hindenburg 369(238), Marx 422(378), Thälmann 26(30). Berchum. Hindenburg 144(111), Marx 113 (137), Thälmann 39(21). Hindenburg 38791(30 578) Stimmen Marx 99 598(92.480) Thälmann 11 314(16.821)„ Wahlbeteiligung 74(71) Proz. Landkreis Dortmund. Hindenburg 27 410(19123) Stimmen Marx 61 417(59 326)„ Thälmann 8.037(12 163) Westfalen-Süd. Hindenburg 461 783(331329) Stimmen Marx 737330(722931) Thälmann 95021(108 686)„ Westfalen=Nord Hindenburg 388 963(270 099) Stimmen Marx 663 590 630 643„ Thälmann, 48 270( 48625)„ verhältnis, das von den Eltern nicht geduldet wurde. Als das Mädchen am Donnerstag abend in Begleitung ihres Verehrers in die elterliche Wohnung kam, wurden ihr Vorhaltungen gemacht. Die Tochter verließ darauf die Wohnung und kehrte erst nachts um 2 Uhr zurück. Am anderen Morgen verließ sie wiederum die Wohnung, um, wie sie in einem zurückgelassenen Briefe angab, in die Glörtalsperre zu gehen. Als der in einer Fabrik beschäftigte Vater von diesem Briefe Kenntnis erhielt, eilte er in Arbeitskleidern zur Glörtalsperre, um seine Tochter zu retten. Als er ankam, sah er sie auf einem dervorstehenden Felsen dicht an der Talsperre stehen. Als das Mädchen des Vaters ansichtig wurde, stürzte es sich von dem Felsen in den See. Der Vater sprang ihr kurz entschlassen nach, konnte sie aber nicht mehr retten. Tochter und Vater ertranken, und konnten erst später geborgen werden. Der Mann, der als guter Schwimmer bekannt war, wäre wohl imstande gewesen, die Tochter zu retten, ist aber anscheinend, da er erhitzt und aufgeregt ins Wasser sprang, einem Herzschlag erlegen. Ehrenvolle Berufung. Altena, 25. April. Der bekannte Turner und Sportler Ernst Eick aus Altena, zurzeit Lehrer in Plettenberg, ist von dem Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung als Hilfslehrer an die preußische Hochschule für Leibesübungen nach Spandau berusen worden. Ausdehnung der Typhus=Evidemie. Volmarstein, 25. April. Der Typhus in Volmarstein breitet sich immer weiter aus. Auch zwei Familien der Franz=Arndtstraße sind jetzt von der Krankheit schwer betroffen. Die Zahl der Erwerbolosen. Annen, 27. April. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Laufe des Monats Avril bedeutend zurückgegangen, aber nicht durch Wiederaufnahme der Arheit, sondern durch Einziehung der Unterstützungen. So betrug die Zahl der Erwerbolosen Ende März 918. Ende April 679, der Zusatzempfänger 1312, jetzt 1066. An die Hauptunterstützungsempfänger wurden 4381 Mark gegen 6302 Mark Ende März gezahlt, an Zusatzempfänger 2962 gegen 3560 Mark. Der vierte Sauerländer Heimattag. Arnsberg, 25. April. Der 4. Sauerländer Heimattag wird hier vom 5. bis 7. September d. Is. abgehalten. Nach dem Festprogramm findet am 5. September eine Vertreterversammlung des S. H. im„Goldenen Stern“ und ein Begrüßungsabend im Schützensaal statt. Sonntag vormittag ist Festversammlung, nachmittags großer historischer Festzug. Montag beginnen die Ausschußsitzungen, nachmittags die Hauptversammlung. In Verbindung mit der Tagung sind vier Ausstellungen geplant. Der Wolf im Schafspelz. Siegen, 25. April. Einen ganz besonders glänzenden Trick hat kürzlich ein abgeseimter Gauner engewandt. Er pflegte das Ordensgewand eines Klosterbruders zu seinen Zwecken zu mißbrauchen und regelmäßig vor der Kirche ohnmächtig zu werden. Mitleidige Leute schafften ihn dann in das Pfarrhaus, wo er gepflegt und für seine weitere Pilgerreise liebevoll ausgerüstet wurde. Jetzt endlich ist es gelungen, den Schwindler zu entlarven und festzunehmen. Ein Kind in einer Düngergrube ertrunken. Bochum, 27. April. Ein zweijähriges Kind stürzte beim Spielen in eine Düngergrube und ertrank, bevor der in der Nähe mit Gartenarbeiten beschäftigte Vater Hilfe leisten konnte. Zwei Schüler ertrunken. Hattingen, 27. April. Drei höhere Schüler aus Bochum wurden bei einer Ruderfahrt auf der Ruhr mit ihrem Kahn von der reißenden Strömung auf der Ruhr hinausgetrieben. Ueber eine etwa einen Meter hohe Wehr setzte der Kahn hinweg, trieb aber dann durch die hier ziemlich reißende Flut gegen einen Pfeiler der Winzer=Ruhrbrücke. Der Kahn schlug dabei um, und die drei Schüler stürzten ins Wasser. Zwei von ihnen ertranken augenblicklich, wogegen der dritte sich durch Schwimmen ans Land retten konnte. Die Namen der Ertrunkenen konnten noch nicht festgestellt werden. Auch konnten die Leichen derselben noch nicht geborgen werden. Stizze von Franz Friedrich Oberhauser. Als Christoph, das Servierbrett mit dem Frühstück auf den Händen, die niedere hölzerne Treppe emvorstieg, geschah es das erstemal in seinem Leben, daß er auf dem ersten Stiegenabsatz rasten mußte. Er mußte das Servierbrett auf das Geländer stellen und mit der Hand an die Brust greifen. O, es hat sicherlich nichts zu bedeuten, dachte der alte Diener. Seit fünfzig Jahren ging er diese Treppe auf und nieder, machte er zahlreiche Botengänge, schritt durch die Zimmer des alten Hauses, seit fünfzig Jahren wer er der treue Bediente in der Familie Lindström. Aber daß er einmal auf der Treppe stehen bleiben mußte— war das jemals vorgekommen? „Christoph! Wo bleibt das Frühstück?“ rief eine helle Stimme aus dem oberen Stockwerk. Christoph erschrak heftig. Es war doch niemals vorgekommen, daß man ihn im Dienste ermahnen mußte? War die Pünktlichkeit und Sicherheit, mit denen er alle Aufträge ausführte, nicht sprichwörtlich geworden? Christoph nahm sich zusammen, er schritt die Treppe hinauf, gab das Frühstück ab, die Knie begannen ihm ein wenig zu zittern, und die Augen suchten vergeblich so klar wie ehemals durch einen ganz seinen Schleier zu seben. Alles dies bemerkte Christovh. Er wollte sich die unerschütterliche Wahrheit nicht eingestehen, daß er alt wurde. Er konnte gar nicht daran denken, daß ein an derer seine Stelle übernahm. Ein wenig Eifersucht glomm in ihm boch, ganz klein erst. Es wird schon vorübergehen! dachte Christoph. Aber es ging nicht vorüber. Das Zittern der Knie kam wieder, der leise, seine graue Schleier vor den Augen, das Klovfen des Herzens, das Beben der Hände. Und es geschah ein zweites= und drittesmal, daß man Christoph rufen mußte, mehrmals, denn er stand in einer Ecke, heimlich, um zu rasten. War er nicht immer auf seinem Posten? Vermißte ihn jemals ein Familienmitglied? Gab es einen einzigen Tag in seiner Dienstzeit, da er sich nicht väterlich um die Lindströms sorgte? Und doch konnte er der Tragödie nicht ausweichen. „Christoph!“ sagte eines Tages der Sohn Lindströms, der nach dem Tode des Vaters das Handelshaus übernommen hatte,„Christoph, du kommst morgen in mein Büro!“ Und Christoph kam in das Büro des jungen bers. „Christoph, du wirst alt, sagte der junge S#### unerbittlich und klar,„es ist gut, wenn du deinen Platz verläßt. Die Pflichterfüllung macht dir Schwierigkeiten" der junge Lindström setzte aus. nicht b Christoph stand ganz still. Ist das nichl de Schrank des Großvaters, hatte er nicht täglich das Geld gezählt und darin aufbewahrt? Sind seine Augen davon schwach geworden? „Hast du mich verstanden, Christoph?“ kam die Stimme zu ihm. „Ja, Herr Lindström,“ sagte er gedankenverloren, und doch war es ihm, als könnte, als müßte er Heinrich sagen! Hatte er diesen jungen Mann nicht ohne Unterlaß auf sei n ich wil deine 9 ai veracien, Du fuhr die S sen: Mein Gott, dacht Schreibtisch, da er mi dem Vater dieses jun frühen Morgen stan aus bedenklich wan in der Kasse war Gedanke kam er v der Diener, der nachte. „Hast du mich ver „Ja, Herr Lindst Es ist selbstverstät Säße der junge H sache damals schief #lle stolze Handelsha znen, Docks, Gesch 915 Ach wie— kam der Lohn bleibt di Lndström? „Du kannst ihn d nais abholen.“ Das verstand Chi er wußte: er war er Es vergingen ein uoh streckte die Han nöms entgegen.. Der junge Herr I hand, er wendete Huten Morgen, Ch Christophs Augen ohen merkwürdig k Krust, Tränen schim Langsam, vorsicht Zündhölzchen an 1 Agarre. „Ich danke!“ sagt ##r die Unterredu leise aus dem Zimn Alt? Christoph var er nicht. Er Jahre im Hause die herr die Hand nich In der seinen hielt, und der Beweis, da #icht mehr wartete Christoph ging 1 Es war ihm, al#taft der Lebenden neufgehört mit der urlassen mußte, d #nlassen. Und trot sichts mehr, dem er ine Opferwilligkei Das ist die Grer Unten am Hafer schiffe nach, das is # Reederei Linds Langsam und gemä die Endlosigkeit de Kunst u Schutz de Um das völlig ilten gewordenen Sowjetregierung hsus ein Gebiet Schutzgebiet zu er tinerlei Feld= un die vorhandenen selbst das Weide schutzgebietes per Ein italienische lei Assuan in nimmt, hat eine O In unser Han ist heute bei de folgendes ein Die Firme Die Milch u. Umgegend Annonce des hosen Stellu beziehen 3 M abwechselnd, gen stehen la tät der Milch bereinigtel D. R. Staatsm Gold. Ausstell Lieferung Zahlungserl NB. In Sond . cerdigung in leberder Kreberfahren. überhört je Veruntarb eine hubeamten buld. der Berk verminversicherung ihl der Un579 gegen gemeldeten und 80 215 ssenschaften. haften ging enüber dem id bei den vom Tanlusend Verentschädigte fallberufsgeim Jahre Jahre 1923 esen Ziffern erfreulicher pfer, die im Is im Jahre Jahre 1923 die fortgein Behörden, haltung, die nehr als bisefahren und ren werden. em Nachdruck, is entspricht, Infallgefahren r aufklären, weifellos noch nicht hauser. nit dem Frühslzerne Treppe seinem Leben, rasten mußte. das Geländer rust greifen. deuten, dachte ren ging er c er zahlreiche mer des alten der treue BeAber daß er mußte— war rühstück?“ rief Stockwerk. ir doch niemals enste ermahnen und Sicherheit, tte, nicht spricher schritt die b, die Knie beund die Augen als durch einen Er wollte sich eingestehen, daß en, daß ein anwenig Eifersucht achte Christoph. Das Zittern der aue Schleier vor ens, das Beben tes= und drittesußte, mehrmals, ch. um zu rasten. n Posten? Vertglied? Gab es stzeit, da er sich sorgte? ödie nicht ausder Sohn LindJaters das Hanstoph, du kommst Züro des jungen ; d e r j u n g e C h e f wenn du deinen ung macht dir Lindström setzte st das nicht der nicht täglich das hrt? Sind seine istoph?“ kam die #hue Unterlaß auf seinen Armen getragen, mit ihm als er noch ein Knäblein war? „Ich will deine Ausopferung und deine Dienste vergessen, du warst brau und redlich " f u h r d i e S t i m m e d e s j u n g e n H e r r n f o r t. Mein Gott, dachte Christoph, ist dies nicht der Schreibtisch, da er mit dem alten Herrn Lindström, zem Vater dieses jungen Herrn, einmal bis in den nühen Morgen stand, damals, als das Handelsbedenklich wankte und kein Vermögen mehr der Kasse war— bis, zum Glück ein gescheiter bedanke kam er vom Herrn Lindström oder war der Diener, der ihn hatte? die Rettung hlachte. Hast du mich verstanden, Christoph?“ „Ja, Herr Lindström!“ Es ist selbstverständlich: dein Lohn bleibt dir.. Säße der junge Herr jetzt da vor ihm, wenn die #ache damals schief gegangen wäre? Wäre dieses alte stolze Handelshaus, mit seinen Schiffen, Magazinen, Docks, Geschästen, wäre dieses Handels805 Ach wie— kam es Christoph zum Bewußtsein, der Lohn bleibt dir weiterhin, sagte Heinrich zudström? „Du kannst ihn dir am ersten eines jeden Monais abholen.“ Das verstand Christoph nicht. Es tat ihm weh. zer wußte: er war erledigt— er war nicht mehr. Es vergingen einige stille Augenblicke. Chrisooh streckte die Hand aus, der Hand Heinrich Lindnöms entgegen... Aber siehe da... Der junge Herr hatte schon seine Zigarre in der ##hand, er wendete sich kaum um, als er sagte: „uten Morgen, Christoph...“ Christophs Augen, vom leisen Schleier gefangen, schen merkwürdig klar. Schmerz drang in seine Frust, Tränen schimmerten in seinen Augen. Langsam, vorsichtig und ergeben brannte er ein Zündhölzchen an und hielt die Flamme an die Zigarre. „Ich danke!“ sagte Herr Lindström junior. Dann ##ur die Unterredung zu Ende. Christoph ging lise aus dem Zimmer.Alt? Christoph lächelte schmerzvoll. Nein, alt #var er nicht. Er könnte immerhin noch einige sahre im Hause dienen. Aber daß ihm der junge herr die Hand nicht reichte, die er so oft schützend #n der seinen hielt, das war für ihn das bitterste Und der Beweis, daß man auf seine Opferwilligkeit ###icht mehr wartete... Christoph ging langsam durch die Straßen. Es war ihm, als sei er damit aus der Gemein##staft der Lebenden gestrichen. Sein Leben hatte Auufgehört mit der Sekunde, da er seinen Posten V#urlassen mußte, dazu gezwungen wurde, ihn zu ##nrlassen. Und trotzdem lebte er noch, aber es gab ichts mehr, dem er seine Treue, seine Pflicht und ine Opferwilligkeit widmen konnte... Das ist die Grenze des Lebens... Unten am Hafen stand er lange. Er sah einem Aschiffe nach, das in die Ferne zog, ein Schiff aus Reederei Lindströms, der„Bruder Christovh“ #langsam und gemächlich wanderte es in die See, in die Endlosigkeit der Ferne... Kloster des heiligen Simeon gehört und aus dem 8. christlichen Jahrbundert stammt. Dabei hat er eine große Menge koptischer Papyri, und eine wertvolle Sammlung koptischer Tongefäße ans Licht gefördert. Die Wichtigkeit des Papyrusfundes liegt darin, daß dadurch ganz neue Auf schlüsse für die Geschichte des früheren Mittelalters gewonnen werden. Die Kopten sind die Nachkommen der alten Aegypter. laß eine scharfe und strenge Abgrenzung der Begriffe Konservatorium und Musikschule bringen. Konservatorium wird sich danach nur eine Unterrichtsanstalt nennen dürfen, die durchweg mit staatlich geprüften Lehrkräften besetzt ist. Kunst und Schutz dem Wisent in Rußland. Um das völlige Aussterben des bereits sehr #lten gewordenen Wisents zu verhindern, hat die Sowjetregierung beschlossen, im westlichen Kaubsus ein Gebiet von etwa 650000 Morgen als schutzgebiet zu erklären. In diesem Gebiet darf tinerlei Feld= und Waldarbeit verrichtet werden. die vorhandenen Steinbrüche werden stillgelegt. selbst das Weiden von Vieh ist im Bereich des schutzgebietes verboten. Wertvolle Funde. Ein italienischer Gelehrter, der seit einiger Zeit #lei Assuan in Aegypten Ausgrabungen unter##immt, hat eine Kirche ausgegraben, die zum Musiknachrichten. Kein Musikunterricht mehr ohne staatliche Erlaubnis. Auf keinem Felde pädagogischer Tätigkeit haben sich von jeher so viele unberufene Elemente getummelt, wie auf dem des privaten Unterrichts. Die dadurch hervorgerufenen und immer wieder beklagten Mißstände haben zu einer schweren Schädigung der Standesansehens der deutschen Musiklehrer geführt, die von diesen auf die Dauer nicht ertragen werden konnte, um so mehr nicht, als die soziale Minderung ihres Standesniveaus ohne weiteres auch aus das Materielle drückte. Das hat dann schon frühzeitig dazu geführt, daß sich alle ernsthafen Elemente der Musikpädagogik zu Organisationen, wie beispielt weise dem Reichsverbande deutscher Tonkünstler und Musiklehrer, zusammenschlossen, um sich gegen die Schädigung ihrer Standesinteressen durch wenig oder gar nicht qualifizierte„Musikpädagogen“ nach Kräften zu wehren. Vor einigen Monaten wurde auf Anregung des Ministerialdirektors Nentwig eine Kommission aus Mitgliedern der verschiedenen Musike und musikpädagogischen Organisationen gebildet, die sich damit zu beschäftigen hatte, mit welchen Mitteln man am hesten alle unberufenen Elemente aus der Musikpädagogik auszumerzen vermöchte. Daß das überhaupt nur bis zu einem gewissen Grade möglich sein werde, war dabei stillschweigende Voraussetzung. Die wichtigst Forderung, die die Interessenorganisation auf ihrem Programm hatte, lief in ihrer endlichen Tendenz darauf hinaus, die Berechtigung zur Erteilung privaten Musikunterrichts von einer staatlichen Approbation abhängig zu machen. Es sollte also nicht mehr jeder Beliebige Musikunterricht erteilen und sich eine entsprechende Standesbezeichnung beilegen dürfen, sondern nur der, der eine staatliche Musikprüfung abgelegt hat. Diesen Wünschen hat ein seit mehreren Monaten in Vorbereitung befindlicher Erlaß des Kultusministeriums, der bereits völlig fertiggestellt ist, und nur noch der Unterschrift des Ministers harrt, um in der nächsten Zeit veröffentlicht werden zu können, nach der Richtung Rechnung getragen, daß er einen staatlichen Unterrichtserlaubnisschein zur allgemeinen Einführung bringen will. Der Erwerb dieses Erlaubnisscheines wird von der Ablegung einer staatlichen Musikprüfung abhängig gemacht. Natürlich werden alte, erfahrene und angesehene Musiklehrer, die schon seit langen Jahren als Musikpädagogen nachweislich tätig gewesen sind und längere Zeit entfprechenden Organisationen angehören, diesen staatlichen Erlaubnisschein ohne weiteres erhalten. Er trifft und soll auch tatsächlich nur solche Musiklehrer treffen, die als Neulinge in das pädagogische Fach hineinkommen und sich über ihre Berechtigung hierfür ausweisen sollen. Wer sich also jetzt entschließt, sich dem musikpädagogischen Berufe zuzuwenden, ohne bereits längere Zeit die Qualifikation dafür beigebracht zu haben, wird damit rechnen müssen, daß er ohne staatliche Konzession privaten Musikunterricht in Zukunft nicht wird erteilen dürfen. Wieweit diese Vorschrift faktisch umgangen werden kann, läßt sich, solange der Wortlaut des Erlasses noch nicht vorliegt, nicht klar übersehen. Des weiteren wird dem Vernehmen nach der ErTurnen. Waldlaufmeisterschaft der Deutschen Turnerschaft. Die erste Waldlaufmeisterschaft, die heute über eine Strecke von 7,5 Km. in Rathenow zum Austrag kam, brachte einen vollen Erfolg. Die Ergebnisse waren folgende: Einzelauf: 1. Bräsicke=Petershagen 24,15,2 Min. 2. Strössenreuther=Nürnberg 40 Mtr. zurück. Nikolaus=Königswinter weitere 30 Mtr. zurück. Mannschaftswettbewerb: 1. Jahn=Biesdo.f. 2. Kieler T. V. Sport vom Sonntag. Fußball. Westdeutschland. Endspiele um die süddeutsche Vertretung. Fußballsportverein Frankfurt spielt gegen S. V. Wiesbaden unentschieden 0: 0 und wird dritter süddeutscher Vertreter. Endspiel um den 3. Platz der westdeutschen Vertretung. In Buer: Arminia=Bieleseld—Turn=Düsseldorf Weitere Spiele Ruhrgau: Dortmund 08—Erle 08(rückst. Meiste schaftsspiel) B. V. Buer 07—Union=Gelsenkirchen B. V. Altenessen—B. V. Beeck Preußen=Essen—V. f. B. Remscheid Alemannia=Dortmund—Rhenania=Köln V. f. B. Dortmund—S. C. Hörde Bochum 48—Preußen=Münster Südwestfalengau: V. f. B. Weidenau—Jugend=Düren Niederrheingau: Zwischenrunde um den Pokal des Rasensportverbandes. Preußen=Duisburg—Phönix=Ruhrort Meiderich 96—Alemannia=Beeck Duisburg 08—Turu 88 Duisburg Hertha=Duisburg—Eintracht Duisburg Union=Hamborn—Hamborn 07 Homberger Sp. V.—Meidericher Sp. V. Rheingau: Rheydter Sp. V.—Düsseldorf 99 Borussia M.=Gladbach—Düsseldorf 04 Eintracht M.=Gladbach—Hagen 05 Westfalengau! F. V. Osnabrück—Stern=Bremen 4 4: 3 3: 3 Zur Ermittlung des Gau=Besten der Kreisliga Sp. Vg. Bielefeld—V. f. K. Hamm 4: 1 Berg.=Märk. Gau: Ohligs—Barmen(Städtespiel) 1 2 Fortuna=Düsseldorf—B. C. 05 Düsseldorf 0:0 (Pokalspiel) Die norddeutsche Meisterschaft. Hamburg, 26. April.(Eig. Drahtbei.). Hamburger S. V.-Kilia=Kiel 1; 1(1: 1). die Gastspiele der Sp. Vg. Fürth in Bremen und Hamburg Bremer S. B.—Sp. Vg. Fürth 2: 3 Die zahlreichen Zuschauer, die zum Platze des Bremer S. V. gepilgert waren, um süddeutsche Fußballkunst zu sehen, wurden arg enttäuscht. Das Spiel erhielt nämlich durch Verschulden der Gäste seine Note durch Strafstöße und Elfmeterbälle. Trotz ihres scharfen Spieles konnten aber die Süddeutschen bis kurz vor Schluß nur ein 2 2=Ergebnis erzielen. Füns Minuten vor dem Schlußpfift verhalf Hagen den Kleeblättern zum Siege. Viktoria=Hamburg—Sp. Vg. Fürth 4: 3(4: 1). Während die Gäste sich um die Früchte ihrer guten technischen Leistungen durch die Unentschlossenheit ihrer Stürmer brachten, zeigte sich Angriff der Hamburger sehr energisch und konnte vor der Pause bereits viermal den gegnerischen Torwart überwinden. Diesen vier Toren vermoch ten die Fürther nun einen Erfolg und auch diesen nur durch Verwandlung eines Elfmeters entgegenzustellen. Nach der Pause wurde das Treffin in der gleichen Weise fortgesetzt, d. h. die süddeutschen Stürmer zeigten sich wenig durchschlagskräftig. Dagegen konnte der Fürther Mittelläuser Leimberger einen überraschenden Schuß anbringen und so das Ergebnis auf 4: 2 stellen. Ein Selbsttor rleidigers Müller, das aus einem Schuß Hagens resultierte, brachte den Gästen den dritten Erfolg, so daß das Spiel 4: 3 endete. K Nolosunk=Nachrichten. Der Berliner Rundfunk=Großsender geht in dem Hause der Funkindustrie am Kaiserdamm in Charlottenburg seiner Vollendung entgegen. Der von der Telefunken=Gesellschaft Berlin erbaute Sender wird eine Energie von etwa 10 Kilowatt haben, das bedeutet, er wird in der Leistung etwa 7 mal so stark sein wie die heutigen deutschen Rundfunksender. Die Sendeantenne ist eine fünfdrahtige T.=Antenne von dem im Ausbau befindlichen 130 Meter hohen Funktrum zu einem 80 Meter hohen Hilfsmast gespannt. Die Steuerung erfolgt nach der bekannten Telefunken Methode der Gittergleichstrommodulation. Die Besprechung des Senders wird— wie die aller anderen Berliner Sender— vom Voxhause aus erfolgen. Dem Ausbau des Berliner Großsenders wird die ebenfalls an Telefunken vergebene Lirferung des Hamburger Rundfunk=Großsenders in baldiger Zeit folgen. Westdeutsche Funkstunde A.=G. Münster. Vortragsfalge am Montag, den 27. April. 1 4—5 Uhr nachm.: Unterhaltungsstunde 7 Uhr abends: Vortrag„Die Deutsche Literatur seit 1870“ Dr. Klug=Münster. 7,30 Uhr abends:„Unsere Singvögel“ stud. rer. nat. Peus=Münster. 8 Uhr abends: Vortrag„Die Stoiker und die Epikureer", heldenhafte und spießbürgerliche Lebensauffassung. Pros. Lic. Dr. KoppelmannMünster. 8,30 Uhr abends: Funkabend des Westf. Blindenvereins e. B., Dortmund. 1.„Das westfälische Blindenwesen", Vortrag von P. Th. MeurerDortmund. 2. J. S. Bach: Sonate Nr. 3 F=Dur für Violine und Klavier— Adagio— Allegro — Adagio ma non tanto— Allegro. Gesprochen von Willi Witting=Münster, am Flügel Wilh. Schlichting=Münster. Violine: Ernst Brüggemann=Münster, Klavier: Otto HeinermannDortmund. 3. Zwei Balladen, Dichtung und Komposition von Wilhelm Schlichting=Münster. a) Pompejes Ende, b) Zigeunerliebe. 4. Vier Stücke für Klavier, Otto Heinermann: a) Max Reger: Moment musikal, Cis=moll, b) Ed. Schütt: Etude mignon, c) Otto Heinermann: Fantasiebild, d) Otto Heinermann: Valse caprice. 5. Drei Stücke für Violine und Klavier. Vioine: Er Brüggemann, Klavier: O. Heinermann. a) Ernst Brüggemann: Larghetto für Violine und Klavier. b) Otto Heinermann: Menuett, c) Kreisler=Pugnani: Präludium und Allegro. Heitere Dichtungen aus Humoreslen von Wilhelm Schlichting=Münster. Gesprochen von Willi Wittig=Münster. Veranntmacung. In unser Handelsregister Abteilung 2 Nr. 50 ist heute bei der Firma Carl Kühl in Schwerte folgendes eingetragen worden: Die Firma ist erloschen. Schwerte, den 23. April 1925. Das Amtsgericht. Warnung! Die Milchhändlervereinigung von Schwerte u. Umgegend fühlt sich veranlaßt, gegen die Annonce des Gutspächters Eblenkamp=Wandhosen Stellung zu nehmen. Seit 1½ Jahren beziehen 3 Milchhändler Milch von Eblenkamp, abwechselnd, die sie aber der Unsauberkeit wegen stehen lassen müssen. In bezug auf Qualität derMilch bleibt sehr viel zu wünschen übrig. Die bereinigten Müchhändler d. Schwerte u. Amgeg. Sie sparen Geld! Wenn Sie Blaue- u. rote Dachziegel, Flügelod. Harmonium anschaffen will, wende sich direkten Hof-Piano- u. Flügel-Fabrik Hom d ounies Hagen i.W., Bahnhofstr. 29 —(Filiale: Berlin am Zoo). NB. In Sonder-Abt. Original-Orammophone m. Künstlerpl. Ner ein D. R. P. Staatsmedaille Gold. Ausstellungspreise. Lieferung frei Haus Zahlungserleichterung. RheinischWeillälilche Leilung Hauptichrifticitung und Hauptgeschäfssielle Eflen, Theaterplatz 8/10 Unsblängiges aalionales Orgen I Töolich S Ausgeben4 Orgündel 1IS Das fhrende Famden- und Handelsblaß des gelamien rheinäch-welltällichen Indultrie-Gebieles, Su vorragende Handeis- und Borsenzeilung. Lleßgcbende Leilerlikel. Ausgewählles, reichhaltiges Feuillelon. Tonangebende kriliiche Berichte über büdende Kunß, Theuter und Mlulik. 400 Rheinland- Wellialen. Korreipondenten ebento an allen lonlligen vichtigen Plalzen des In. wie auch des Auslandes. Umiallende Berichter kaihing über Ipotfliche Ereignille. Erlalallger Anzeigentenl.— Eigene rede lienelle Burcaus mil Gelchällslielle; u Periram Fachen Düleidurt und Berin. Eisene Gelch 81121-1e ggg n ue Oellenkirchen, Hagen, Mulheinn-Ruhr. Münker i. Krefeld. Hauplverlreluagen in Dieteleld, Recklinghaufen, Wanne, Witten, Kölre Hannover u. Siegen i. W. Noch allen Orlen des indußriegebietes erlolgt Zußellung der Zeitung durch uniere Fahrboten u. undere Trögeninnen. MA Drobenummern u. Preisanhellungen für Anzeigen und Abonnements beiben wir redernell zu Diensen. Verlag der Rheinisch-Wefffälilchen Zeitung Th. Reismann-Orone, OmbHi. Ellen(Ruhr), Theaterplatz Nr. 8/10 — Ochtentbitt: Abeiowelsen Stahl-Leder(D. R P. 314487) und Unäbertraffen an Italtbarkei 1!— Dieselben kosten nicht mehr wie andere Sohlen. Auf eilige Arbeiten kann gena####. werden.— Feinste Maßurbeit. Spezilich#z######. Anfertigung ven erthopädischen Schuhen für Kriegebe:g## Lugelassen vom Versorgungsemt Dortmund. Ago-Klebeverm. 11. Hitzegrad. Schuhmachermeister, Senningsweg. 26 Karbolineum, Teer, liefert E. homel, Schwerte. In dem Inserat der Ja. L. Weinberg vom Sonnabend, den 25. April 1925, betreffend Gefrierfleisch, muß es heißen: Wer nimmt einen Jahling zum Weidegang an? Gefl. Angebote erbittet Adolf Schlegel, Loh, Post Höchsten. 1951 zu günstigen Bedingungen für Bau=, Hypothek= und Geschäftszwecke aus 1954 Kreisen zu vergeben. Angebote unt. R. 490 an die Annoncen= Exped. Gustav Wehrmann, Hannover, Schließfach 461. Wir suchen für lohnende Akkordarbeit noch eine Anzahl 1952 Arbeiternmtn. Wunderlich& Baukloh m. b. H., Iserlohn, Treppenstraße 2 (direkt am Westbahnhof). Einige, tüchtige Maurer und Handlanger für sofort gesucht. wilhelm Heumann Baunnternehmer Leckingsen bei Kalthof In voriger Nacht auf der Hagenerstr. einen Schlüsselbund gefunden Gegen Erstattung der Unkosten abzuholen bei E. Homel Schwerte. beim Einkauf bietet Ihnen die größten Vorteile! lriebes haben sichlin 5 ahrer #is uund der Erlolg für dlichrich au tnne Meite Vergrößfert. Giese Uebergangs-Mäntel in modernen Formen aus Cor Stollarten 55 Gummi-Mäntel in guten Gummierungen und Marke„Esko Pluvius“ 49.00 Loden-Mäntel in ollenen und geschlossen imprägnierten Lodenstoffen Herren-Anzüge aus strapazierlähigen Stollen Elegante Anzüge modernste Formen aus Gabardinestolfen Sport-Anzüge aus la. englischen Stoften und Reitkord 45.00 39.00 35.00 Knaben-Anzüge nd dunklen Stoffen. sen. u. Jackenloumen 7.18 Mer üge und-Sweater. großer Auswahl. und Herren-Hosen guten Kammgarn- und 95.00 85.00 75.00 Knab roßen Spezialabteilung In meiner g linden Sie stets das Neueste zu wirklich billigen Preisen. Das Haus der billigen Preise für Qualitätsware Die fiskalische Finanzbolitik. das Erge April schung der Reichseinnahfür den Monat März ganzen Etatsjahres März 1925) vor. In A Eini tionen zeigen rägen Mehrlahmen erelt; der Voranschlag von 5,24 Milliarden# wurde damit um mehr als 2 Milliarden#A# übertroffen. gegenüber einkünfte. Besitz= und Verkehrssteuern, die 4.111 Milliarden Reichsmark ergeben so 76 Milliarden erbracht. Die Einnsteuer ergab 2,21 Milliarden statt 1.34, die Körperschaftssteuer 0,31 statt 0,14, die Vermögenssteuer 0,50 statt 0,38, die Umsatzste brachte trotz der mehrfachen Herabsetzungen 79 statt 1,26 Milliarden AA, während d. höhte Umsatzsteuer(die sogen. Luxussteuer) mit einem Aufkommen von 119 Millionen AA hinter dem Voranschlag von 180 Millionen A zurückblieb. Zölle lieferten mit 356 Mill. 4 mehr als das Doppelte des Solls(160 Mill.). Die Tabaksteuer erbrachte 513 statt 360 Mill, die Biersteuer 196 statt 126, die Zuckersteuer 218 statt 231, das Branntweinmonopol 141 statt 140, die Weinsteuer 94 statt 48 Mill. A usw. Insgesamt kamen an indirekten Steuern Zöllen 1,55 Milliarden A auf gegenü einem Voranschlag von 1,1 Milliarden K. Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß die Einnahmen beinahe um 40 Proz. über den Haushaltsplan hinausgehen; schon in den ersten 10 Monaten des Etatsjahres war ein Ueberschuß gegenüber dem Voranschlag der Einnahmen für das ganze Jahr in Höhe von über 20 Proz. zu verzeichnen. Für Preußen ergibt sich ein ähnliches Bild. Zwar liegen die Ergebnisse für März noch nicht vor; nach den bisher bekannt gemachten Ziffern läßt sich jedoch annehmen, daß in Preußen für das Etatsjahr 1924=25 ungefähr 1000 Millionen A steuerliche Einnahmen zu erwarten sind; da diese im Jahre 191. 538 Millionen A betrugen, wäre also eine Zunahme von ungefähr 85 Proz. zu verzeichnen. Auf den Kopf der Bevölkerung umgelegt, ergibt sich ungefähr eine Verdoppelung von 11,40 auf 26,60 M. Für die Gemeinden kann man annehmen, daß die Belastung an kommunalen Steuern mindestens so groß ist wie die an Landessteuern. Insgesamt kann man demnach die gesamte jährliche Steuerleistung Deutschlands zurzeit auf ca. 10 Goldmilliarden veranschlagen. Da das jährliche Volkseinkomglichen weralle gerient, die mit der ratsächlichen nem Einklang stehe Man hätte völlig mit Muße alle Vorarbeiten. das Ankleiden sowie das Früdstück zu sich nehmen ausführen können. Nun muß man hasten. Das macht verdrossen und bringt gleich eine bittere Miene mit zum Tagesgeschäft. Die n haben früh üble Laune. Sie müssen nur zeitiger aufstehen. Dann haben der Tag und das Ganze gleich ein anderes Gesicht. Darum raus aus den Federn, Frühling und Sommer währen zwar lang. sind doch meistens aber immer viel zu schnell verschwunden. Nur zu recht hat der Dichter(W. Müller 1791 bis 1824). wenn er in seinen Morgenlied Die Verschie auf men auf f 25 Coldmilliarden berechnet werden kann, ergibt sich bei einer Bevölkerungszahl von 63,5 Millionen eine steuerliche Gesamtbelastung von über 150 Goldmark jährlich je Kopf bei einem Einkommen von knapp 400 A je Kopf, so daß nur ein freies Einkommen von 250 A verbleibt, das natürlich bei den Lohnund Gehaltsempfängern wegen der auf ihnen ruhenden relativ niedrigeren Besteuerung sich erhöht. Eine derartige Belastung ist auf die Dauer vollkommen untragbar. Es ist mit allem Nachdruck dahin zu streben, daß die Ausgaben des Reiches, der Länder und der Gemeinden auf das Allernotwendigste beschränkt werden, damit auf diese Weise eine Herabsetzung der Steuern vorgenommen werden kann. Von sehr großer praktischer Wichtigkeit ist die Vornahme einer nachträglichen ordnungsmäßigen Veranlagung für das Jahr 1924; nur auf diese Weise Bejreiung von der Umsatziteuer— eine Einfuhrprämie für das Ausland. theit der Getreide= und m Inlands= und Weltmark: rachen, wie höhere Fracht. Au Politit der Großmüllerei, starke und dadurch bedingten Mangel Absatz hauptsächlich durch die Befreiung des Importes und des ersten Massenumsatzes von der Umsatzsteuer hervorgerufen. Während das einheimische Getreide auf dem Weg bis zur Mühle mehrere Male von der Umsatzsteuer erfaßt wird und dem deutschen Müller, wenn auch nur ringen Teil deutscher Ware hinzumischt, d ganze Menge versteuert wird, kann das ausländische Korn steuerfrei bis zur Mühle gelangen. Die unmittelbare Folge hierron ist eine Bevorzugung von Auslandsware auf sten der Inlandsprodukte. Eine noch größere Prämie wirft dem Ausland die Ausfuhr von Mehl ab, dig steuerfrei bis zur deutschen Bäckerei vordringen kann, während die deutsche Ware bis dahin 4—6mal besteuert wird. Infolge dieser Steuerbevorzugung hat sich das Ausland fast ausschließlich auf die Ausfuhr von Mehl nach Deutschland umgestellt. Auf diese Weise sind im Jahre 1921 nicht weniger als 6,4 Millionen Dz. Mehl und Müllereierzeugnisse nach Deutschland eingeführt worden, gegenüber 1,6 Millionen Dz. 1923 und 192000 Dz. 1913. Durch diese große Mehlausfuhr spart das Ausland die Fracht für Kleie, sichert sich einen doppelten Unternehmergewinn bei der Müllerei, kann seine eigene Viehzucht fördern, die hohen Preise der Futtermittel ausnutzen u. a. mehr. Deutschland aber richtet durch seine von den Bauernvereinen stets belämpfte Steuerpolitik dem Ausland gegenüber das Müllereigewerbe zugrunde und schädigt seine Landwirtschaft sowohl in der Getreideproduktion wie in der Viehzucht. Aus Stadt und Umgebung. Man losse sich vom Tage wecken. Gott sei Tank: nun ist's wieder so, daß man abends die Lampe später anzünden kann und morgens frühzeitig vom hellen Tage geweckt wird. Ja, wenn es nur immer und überall so wäre, daß man sich von der weckenden Sonne auch wirklich bewegen ließe, aus den Federn zu kriechen. Doch leider hapert es da mitunter sehr. Das„Weiterschlummern“ ist nur so lange selig, als man noch im Bette liegt. Gewöhnlich folgen Aerger u. Verdruß über die Langschläferei schnell nach dem endlichen Aufstehen. Diese halbe Stunde früheren Aufstehens hätte nicht nur geschäftlich, sondern auch sonst genützt. Wer schlägt so rasch an die Fenster mir Der junge Morgenwind ist hier und will sich lustig zeigen. „Heraus, heraus, du Menschensohn Scheift in der Schule. LesSchule: der unteten Klessen de n Lehrenstalten m Schee#der wir? klogt. Ramentlich die Schuler### dederrichen die sogen. lateinische Schrift zur ue geldaft. Man erwartet von der Uedung in der Suttlerin-Schreidweise Jahre eine Besserung. Es soll ader 1. Jahre der Grundschule dasur gesorzt werden. sogen. Lateinschrif gtündlich geübt wird, um so als vom 5. Schuliah#re an auch in der## Die Hilfsaktion für die Hinterbliebenen der Vrrunglückten von Minister Stein. So ruft der kecke Geselle sche Schwerte, den 27. Artil. Der Wahltag. Die Entscheidung ist gefallen. Die hiesige Bevölkerung hat ihr größtes Interesse bekundet. Das besagen die 85 Proz. Wahler im Vergleich zu den 75 Proz. vom lerzten Wahlrag. In den Straßen entwickelte sich ein lebhaftes Hin und Her. Autos mit schwarz=weiß=roten und schwarz=rot=goldenen achten für die beiden Kandidaten Provaganda. Ein Kommando Schupobeamter versah den Sicherheitsdienst. Zu Zusammenlößen ist es nirgends gekommen. Das Verbot der Schlachtung trächtigen Viehes ausgehoben. Da bei dem niedrigen Stand r S c h l a c h w i e h m a r t t p r e i s e n i c h t z u b e f ü r c h t e n i n t. raß trächtige Kühe schaftlicher Weise abge Reichsminister bar aufgehoben Bezüglich der Gültigkeit der Sonntagsfahrkarten ist folgender amtlicher Bescheid von Bedeutung: Die am Tag vor Sonn= und Festtagen ausgegebenen Karten gelten an diesem Tag oder am Sonn= oder Festtag zur Hinfahrt, zur Rück fahrt jeooch nur am Sonn= oder FestLag. Liegen mehrere Sonn= oder Festtage unmittelbar hintereinander, so gelten die Karten bis zum letzten Sonn= oder Festtag zur Rückjahrt. Handwerks= und Gewerbeschau. Die im Rahmen der Westfälisch=Livvischen Handwerks= und Gewerbeschau Dortmund August 1925 geplante Rundfunkausstellung gewinnt dadurch wesentlich an Bedeutung, daß die Reichsvostverwaltung die Beteiligung daran in Aussicht gestellt hat; sie beabsichtigt, einen großen Ausstellungsvlatz für sich zu micten. Auch von einigen bedeutenden Rundfunkfirmen liegen bereits Anmeldungen vor, so daß die Beteiligung an der Rundfunkausstellung eine gute zu werden verspricht. Es wird besonderer Wert darauf gelegt werden, daß mit der Eröffnung der Haustausstellung auch die Rundfunlausstellung vollständig fertig ist, damit in den ersten Ferientagen insbesondere auch Lehrern und Schülern Gelegenheit geboten wird, dieselbe zu besuchen. s :„Die Mühle von Sanesouci“. Infolge Erkrankung des Hauptdarstellers des Lustspiels muß die Auführung um einige Tage verschoben werden. Den Tag derselben werden wir durch einen besonderen Hinweis und Inserat noch betanntgeben. Seira: vende .— 1•4 1# S0 56 ter der Hin Presse meldete. 1.5 ode: 2.5 M Jern rund 1 100#0 Mark# Ausschus in sich dereits schlüsßig gen verschiedenen Arten von Seibilfen der sozialen gangen weiche Nen Außerdem hat der Ausschuß eine 200 Mark nochmals vor Ostern an die Hinterbliebenen zahlen lassen. Für die jetzt aus der Schule entlassenen Kinder ist eine einmalige Beihilfe von 130 Mark gewährt worden. Ferner sind in besonderen Fällen vom Ausschus noch Beihilfen bewilligt worden. Das Sterbegeld aus der sozialen Versicherung ist den Hinterbliebenen ungeschmälert gezahlt worden, da die Gelsenkirchener Aktiengesellschaft die Kosten der Beerdigung getragen hat. Die Renten, welche Ruhrknappschaft und Berufsgenossenschaft zu leisten haben, sind vorläufig festgesetzt und gelangen ebenfalls bereits zur Auszahlung. Die gespendeten Lebensmittel sind zum größten Teil an die Hinterbliebenen ausgeteilt. Sämtliche Hinterbliebenen haben u. a. je 2 Kisten — jede Kiste mit über 70 Pfund Inhalt— an Mehl, Zucker und Schmals erbalten. In ähnlicher Weise wie für die Hinterbliebenen ist auch für die bedürftigen Verletzten gesorgt worden. Als Belohnung für die Rettungsmannschaften sind 30000 Mark vom Ausschuß und 5000 Mark von der Gelsenkirchener BergwerksAktiengesellschaft zur Verfügung gestellt worden. Den Mitgliedern der Belegschaft der Zeche „Minister Stein“, die sich in hervorragender Weise bei dem Unglück betätigt haben, ist vom Ausschuß ebenfalls eine Belohnung von 10 600 Mark gewährt worden. Die Herie des ochwarzwalbte 4 Roman von Eduard Wagner. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) Inzwischen hatten die Jarvis und die Portugiesin ihre letzten Vorbereitungen zur Abreise beendet und saßzen nun um den großen Tisch vor dem Küchenkamin, in welchem noch das Feuer hell loderte. Sie hatten tüchtig der Pfanne und der Flasche zugesprochen und dann miteinander noch einmal alles durchsprochen, bis jeder von ihnen schwieg und nun in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen die Zeit zum Handeln abwartete. Plötzlich— eben sagte eine alte Uhr die vierte Morgenstunde an— fuhr Jarvis in die Höhe, blickte wild um sich, griff dann nach einer Laterne, zündete sie an, ging in den Stall und fütterte die Hunde und Ponies und spannte die letzteren hierauf vor den Wagen. Als er damit fertig war, sperrte er die großen Torflügel der Umfassungsmauer weit auf und lenkte Pferd und Wagen aus dem Stall auf den Hof hinaus. „So,“ murmelte er vor sich hin,„nun brauchen wir nur aufzusteigen, und es kann fortgehen. Jetzt nur noch die letzte Arbeit!“ Er betrachtete den Himmel, welcher im Osten schon den ersten Schein des anbrechenden Tages zeigte. „In einer halben Stunde ist es hell,“ sagte er, „Und in einer Stunde haben wir Black=Rock hinter uns!“ Er band die Pferde an den Torpfeiler und lehrte hierauf in die Küche zurück„wo die Frauen sich mittlerweile ebenfalls sertig gemacht hatten zum sofortigen Aufbruch. Nachdem alle noch aus einer mit Branntwein gefüllten Flasche einen tüchtigen Zug getan, gingen sie hinaus in die Halle und die Trepve hinauf. Alice und Gretchen hatten Stunde um Stunde gewacht. Wie hätte auch nur der leiseste Schlaf in ihre Augen kommen können angesichts dessen, was ihnen drohte! Endlich drang das erste Morgengrauen durch die Gardinen, und Alice atmete erleichtert auf. denn sie glaubte, daß die Gefahr nun vorüber sei, daß sie sich in der Bedeutung des Blickes ihrer Gefangenwärterin geirrt habe, und daß ihnen noch eine weitere Frist gegeben sei, in welcher ein unablässig erhofftes unerwartetes Ereignis eintreten konnte. Sie sandte ein heißes Dankgebet zum Himmel emvor. Da— horch, was war das? War das nicht Geräusch? Ja, das Knarren der Treppenstufen, dann leise, schleichende Schritte auf dem Vorplatz und Geflüster vor der Tür ließ sich vernehmen. Minutenlang trat noch wieder Stille ein. Dann wurde der Schlüssel leise ins Schloß geschoben. Jetzt war keine Zeit mehr zu verlieren. Alice stieg auf den Herd und schlünfte in das finstere Versteck und Gretchen folgte ihr unmittelbar. Kaum waren sie in Sicherheit, als die nach dem Vorplatz führende Tür ausgestoßen ward und die arvis und die Portugiesin eintraten. Schritte in den Zimmern ertönten, erst leise, dann rascher und hastiger, und auf einmal scholl ein furchtbarer Fluch durch das Zimmer, welcher Alice und Gretchen in ihrem Versteck erzittera machte.„„ „Sie ist fort: tobte Jarvis.„Ste und die alte Dienerin!“ „Das Fenster ist offen!“ rief die Portugiesin. „Scht da! Ein Seil! Daran haben sie sich hinabgelassen und sind entflohen!“ Und unter wilden Drohungen stürmten die Jarvis und die Portugiesin, nachdem sie die Zimmer in allen Winkeln durchsucht hatten, in rasender Hast zur Tür binaus und die Treppe hinab— weil sie es für nutzlos hielten, gar nicht daran den kend, die Tür wieder zu verschließen. „Jetzt ist es Zeit!“ flüsterte Alice dem alten Greichen zu. Schnell verließen sie ihr Versteck und eilten gleichsalls vorsichtig die Trevpe hinab und durch die Küche und die offene Tür hinaus in den Hof. Ihre Feinde, welche auf der anderen Seite des Hauses in den Felsenklüften amGestade nach ihnen suchten, saben sie nicht. Alices scharser Blick aber entdeckte sogleich, daß das große Tor offen stand, und sie cilte um die Ecke des Hauses und sah nun den bespannten Wagen zur Abfahrt bereit dastehen. Blitzschnell war ihr Entschluß fertig. „Komm rasch, Gretchen!“ rief sie leise und eilte auf das Gefährt zu, löste, ohne sich nur einen Augenblick zu bedenken, die Zügel der Pferde vom Torpfeiler und schwang sich auf den Wagen, wohin das alte Gretchen, zitternd am ganzen Leibe, ihr folgte## im selben Augenblick, daß die Jarvis und die Portugiesin nach vergeblicher Absuchung der Felsklivpen jenseits des Torweges erschienen und auf einen Blict die Siruation erkannten und nun wie die Wilden auf den Wagen mit den FlüchtUngen zustürzten— unter den fürchterlichsten Verwünschungen. Dreiundzwanzigstes Kapitel. Während im Norden Schottlands im Anfang des Monats Mai noch alles mit Schnee und Eis bedeckt lag, hatte das südliche England zu der selben Zeit schon sein schönstes Frühlingsgewand angelegt. Die fashionable Welt Englands war zur Frühjahrssaison nach London gekommen, wo das Parlament seit mehreren Wochen tagte. Lord Leonards, eines der hervorragendsten Mitglieder des Hauses der Lords, weilte in seinem Palais in Parklane. Lord Glenham und seine Mutter bewohnten ihr Haus in derselben Straße, und Ladn Trevor domizilierte in ihrem Hause in south-Audlenstreet. Die schone Lady saß in ihrem Morgenzimmer, nit der Abfassung einiger Briefe beschäftigt. Sie war eben mit dem Schreiben fertig; jetzt siegelte sie die Briefe und adressierte sie. Kaum, daß dies geschehen war, als Lord Leonards angemeldet wurde. Sic erhob sich und eilte dem Marquio mit scheinbar lebhafter Freude entgegen. „O.“ wie freue ich mich. Sie zu sehen, Großvater!“ rief sie aus.„Ich habe Sie seit meiner Ankunst in London vor einer Woche jeden Tag erwartet und fürchtete schon. Sie würden gar nicht kommen!" Sie bot ihm ihren Mund zum Kusse, aber der alte Lord reichte ihr nur ernst die Hand, indem er erwiderte: „Ich erhielt deinen Brief, welcher mir deine Rückkehr nach London mitteilte, Edith. aber es war mir nicht eher möglich, zu dir zu kommen.“ „Ich bin immer froh. Sie zu sehen, zu welcher Zeit es auch sein mag, lieber Großvater!“ sprach Lady Trevor lebhaft.„Wie geht es dieses Frühjahr mit Ihrer Gesundheit? Als ich Sie zu St. Leonards sah, waren Sie leidend.“ „Ich bin ganz wohl. Edith,“ versetzte der alte Herr.„Ich bin mit Glenham beinahe den ganzen Winter in der Stadt gewesen.“ „Ja, ich weiß,“ erwiderte Lady Trevor, sich neben den Marquis setzend und ihn mit einem Blick zärtlicher Betrübtheit ansehend.„Sie waren bemüht, Miß Romberg aufzusuchen. Haben Sie dieselbe gefunden?" „Nein!“ lautete die kurze Antwort. „Ich habe Gordon seit meiner Rückkehr in die Stadt nicht wiedergesehen,“ fuhr die Lady fort. „Wo ist er?“ * Fortsetzung solgt. 4 1 8 P#A ALAR 14 44 Katt n M IA 34 A E n e ea Ie Beginn:Montag, den r. April. Waniel Ges us uen eten Extapreis 1./11 Extrapreis in braun, holr, mandel, sand, fesche Herrenorm Extrapreis Reinw. Kips-Kosti speri. Garnit, aufteinl. 10) Stide gelüttert Ml41 Estragreis Nul. 49. jugendliche barm, mit Gürtel und Taschen Extrapreis fesche jugendl. Form, moderne Farben Extrapreis Lompier 2p. Form. in allen Farben Extrapreis Mäntel Covercoat-Mantel in guter Quaitit, mit reicher Biescn#####. Extrapreis Mk. Zivirn-Covercoat-Mantel haft für Frauen, in allen Meiten..... Extrapreis 31l. Zwirn-Covercoat-Mantel chicke Form, Ia. Cualität, mit seil. Garnitw, Extrapreis Hik. Zwirn-Covercoat-Mantel mit reicher Biesen-Carnitur, aparte Form, Extrapreis Mk. Reinwollener Tuch-Mantel is allen modernen Farben, m. apart. Garnit., Extrapreis Mk. Reinwollener Tuch-Mantel jugendi. Form, ollen und geschl. zu tragen, Extrapreis Mk. Reinwollener Rips-Mantel in prima Qualität, auf reiner Seide gefültert, Extrapreis Mk. Reinwollener Mouliné-Mantel sparte kierrenkorm, in allen Farben.... Extrapreis Mk. Reinwollener Mouliné-Mantel inprima Qual., zweith. Herrenform m. Gürtel, Extrapreis Mk. Imprägn. Regenmantel alfen und geschl. zu tragen, in allen Weiten, Extrapreis Mk. Imprägn. Regenmantel vierrentorn, besonders vorteichaft für junge Damen.... Extrapreis Mk. Gummi-Mantel in allen Weiten u. Farben, is geter Qeatität, Extrapreis Mk. Gummi-Mantel In prims Quslität, moderne Form. Extrapreis Mk. Reinw. Burburry-Mantel Glicke Form, moderne Farben...... Extrapreie Mk. Reinw. Burburry-Mantel sparte Herrenform, zweireih, gebnöpft... Extrapreis Mk. 9.75 10 Kleider Mousseline-Kleid zuge ndliche Lorm, in uptten I Mousseline-Kleid mod. Benkragen, Reinw. Gabardinekleid mit aparter Sückerei....... arben. Extrapreis Mk. Extrapreis Mk. . E x t r a p r e i s M k. Kasaks, Röcke, Morgenröcke 4.75 Seidentricot-Kassaks in allen modernen Farben... Extrapreise Mk. Reinw. Gabardine- u. Rips-Kleider ; i n a p a r t e n F a r b e n m. s c h ö n e r G a r n i t u r. E x t r a p r e i s M k. Reinw. Rips-Kleid mit reicher Stickerei, in guter Qualität.. Extrapreis Mk. Reinw. Rips-Kasak-Kleid in modernen Farben, aparte Stickerei... Extrapreis Mk. Reinw. Rips-Kleid prima Qualität, in apart. Farbensortiment, elegante Ausatbeitung..... Extrapreis Mk. Reinw. Papillon-Kassak-Kleid in apartem Farbensortim. m. reich. Garnit. Extrapreis Mk. Crepe Marocaine-Kleider in den neuesten Farben.......... Extrapreis Mk. Reinw. Mousseline-Kleid fesche Form, in allen Farben....... Extrapreis Mk. Waschseiden-Kleider in aparten Streifen und Karos. Extrapreis Mk. Waschseiden-Kleider in prima Qualität, großes Farbeusortiment Extrapreis Mk. Seidentricot-Kleider in allen modernen Farben........ Extrapreis Mk. Crepe de Chine-Kleid mit Perlenstickerei, chicke Form..... Extrapreis Nik. Crepe de Chine- u. Marocaine-Kleider für den Nechmitt. in den neuesten Formen Extrapreis Hik. Seidentricots-Kassaks m. aparter Garnitur in allen(irößen... Extrapreis Mk. Seidentricots-Kassaks prims Quaitäts in vielen Farhen.... Extrapreis Ml. Marocaine-Kassak in aparter Ausmusterung......... Extrapreis Mk. Mousseline-Morgenröcke in großer Auswall, mod., Farben Extrapreis Nk. 12.75 7.50 Crepon-Morgenrocke in allen Größen und Farben.. Extrapreis Mk. 14.75·12.75 Foulardine-Morgenröcke in reicher Farbenausmust.... Extrapreis Mk. 19.75-16.75 Damassé-Morgenröcke moderne Formen, prima QJual..... Extrapreis Mk. 36.50 Reinw. Schotten und Streifenröcke„ 6.50 in großer Auswalll Extrapreis Mk. 12.75 Reinw. Schotten-Rock 14.50 in großer Ausmusterung.. Extrapreis Mk. Reinwv. Gabardine-Rock 12.00 primna Qualität Extrapreis Mk. 1 Reinw. Gabardine-Rock 15 75 Extrapreis Mk. 19•1 Frauengrößen, Ia. Qualität Reinw. Cheviotröcke in weis, marine, schwarz... Reinwoll. Kammgarnrocke Fraueneröße....... Eatrapreis Mk. 14.30 Extrapreis Mk. 7.7: Seean S W SPE S