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Der Verbrancherpreis für gerösteten Kafsee wird Kuffee=Großröster und=Handler, Sitz Hamyazg, heute offiziell mit 3,50 bis 4,90 Mort für je nach Qualität notiert. Grebhandelsindes.. 80 wib. Berlin, 13. März.(Tel.) Die auf den Stichlag vom 11. März berechnete Großhandels-Inderziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stande vom 5. März(136,7) um 0,3 auf 136,3 zurück= gegangen. Noch ein Unterjuchungsausschug? olb. Berlin, 13. März.(Tel.) Die Sozialdemo= kraten brantragen im preußischen Landtag, eien neuen Untersuchungsansschuß, der die Kredite der preußischen Staatsbank(Scehandlung) an die Firma Paul Schmidt& Co. prüfen soll. Insbesondere soll festgestellt werden, welche politischen Einflüsse zur Kredilgewährung beirrugen und wer auf bank einwirkte, damit sie auf die Zurückzahlung des Kiedits zu dem gegebenen Termin oder überhaupt auf einen Teil verzichtet hat. Die kommunistischen Revclutionsplänc. wlb. Berlin, 13. März.(Tel.) Im Haushaltsausschuß des Reichstages hielt Reichzwehrminister Geßler dem Abgeordneten Schneller Moskauer Betichte über die kommunistischen Vorbereitungen zur deutschen Revolution im Jahre 1923 vor. Demgegenüber hätte man den Kampf aufgenommen und beobachtete die Bewegung weiter mit Kröhter merksamkeit. Die Versuche der Kommunisten, communistische Ordnungezellen in der Reichspehr i errichten, würden mit aller Mitteln belämpft werden. Belgisches Todesurteil gegen einen deutschen Offizier. vib. Paris, 13. März.(Tel.), Agst dez Legisce dung des Matin aus Brüsse Leutnant Richard vom dortigen Kriegsgericht wegen zweifachen Mordes, den er während des Krieges begangen haben soll, ir contumaciam zum Tode vernrieilt worden. Roch eine Zusammentunft Herriot und Chamberlain. wtb. Paris, 13. März.(Tel.) Amtlich wird mitgeteilt, duß nächsten Montagnachmittag 3 Uhr Ministerpräsivent Herriot mit dem englischen Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten Chamberlain nach dessen Rückkehr von Genf eine Besprechung haben wird. Diese Zusammenkunft ist bereits in dem amtlichen Bericht über die erste Unterredung der beiden Minister vom 7. März angekündigt worden. Der Temps nimmt an. daß diesmal in der Hauptsache nie Frage des Berichtes der Interalliierten Militärkontroltkommission and die Festsetzung der Bedingungen, un denen die Räuzung der Kölner Jane abhängig ist, den Gegenstand der Beratung bilden wird. Das Normalgewicht für Vaumwolle. wlb. Paris, 13. März.(Tel.) Hauas meldet aus Washington: Die Vertreter der Be industrie von Liverpool und Marchester auf der Internationalen Baumwollkonferen; haben die Vedingungen dargelegt, unter denen sie bereit seien, das für die ganze Welt gültige Normalgewicht für Baumwolle weiter anzuerkennen Sie würden bereit sein, dies zu tun, wenn das normale Gewicht für zwei Jahre anstatt wie bisher für ein Jahr in Giltigleit bliebe. Im April oder Mai wird in London eine weitere internationale Baumwollkonferenz abgehalten werden. um diese Vorschläge zu prüfen. Englands Flettenetat. wib. Londen, 13. März.(Tei.) Der Fratenvor= anschlag für 1925/26. der sich auf 60!: Millionen Pfund beläuft, ist um 4.7 Millionen höher als im Vorjahr. Er siehl die Wiederaufnahme der Arbeiten für die Flottenbasis in Singapore vor. Coolidge gegen den Senat. wib. London, 13. März(Tel.) Wie Reuter aus Washington meldet, nahm Coolidge die Herausforderung seiner Gegner im Senat au, indem er den Namen Warrens für den Posten der Generalstaatsanwalts wiederum unterbreitete. Der Senat lehnte# Warrens Nominierung vor zwei Tägen in gegen 39 Stimmen ab. 15 Unterschlagungen in Palermo. wtö. Rom, 13. März.(Tel.) In der Univecsität Palermo wurden Unterschlagungen in Höhe von mindestens einer Million Lire aufgedeat zun nchreie Verhaftungen vorgenommen, da das Vierwaltungspersonal sich infolge der allgemeinen Unordnung zahlreicher Bereicherungen schuldig machte. Wahlen in Aegypten. wib. Kairo, 13. März.(Tel.) Die Wahlen zum Parlament sind im ganzen Lande ruhig verlaufen. Der Versuch, im Zollviertel von Alexandria eine Kundgebung zu veranstalten, wurde von der Polizei verhindert. Bisher sind 61 Ergebnisse, bekannt. darunter befinden sich 27 Anhänger Zaghlul's. die übrigen sind unabhangige Liberale. Zagalul##l###t zu mnt überweltigenter Schwerte(Ruhr), Samstag, den 14. März 1925 Re. Jahggeng wib. Berlen, 13. Mürz.(Tel.) In der Streitigkeit bei der Reichsbahn sällte die Schlichtung kammer, die der aus Grund des Art. 1,§ 2, Absatz 1. Satz 2 der Schlichtungsverordnung vom 30. Oktober 1923 vom Reichsarbeitsminister bestellte Schlichter gebildet hat, in ihrer Sitzung vom 13. März 1923 im Reichsarbeitsministerium folgenden Schiedsspruch: 1. Die Arbeit wird überall möglichst sofort wieder ausgenommen. 2. Maßreglungen anläßlich des Streits finden nicht statt. g. 4 M#Aeu Die infolge des Streiks ausgeschiedenen Arbeiter sind möglichst sofort, spätestens aber bis 31. März 1925, in ihr altes Dienstverhältnis wieder einzusetzen. L. 1. Die gekündigten, auf die Arbeitszeit beit; lichen Paragraphen des Lohniarisverirags vom 11. Juli 1924 werden mit Wirkung vom 1. März 1925 wieder in Kraft gesetzt, desgleichen auch die bisherige besondere Vereinbarung zu§ 3 des Lohntarisverttags. Diese Arbeitezeitreglung bis zum 31. Ottober 1925 unleindbar. Sodann tann sie von jeder der beiden Vertragsparieien mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. der Dienstdauervorschriften bleibt es bei den gesetzlichen Bestimmungen. 2. Durch einen Ausschußz, der spätestens in der zweiten Hälfte April zusammenteitt und an dem die Tarisporteien beteilist sind, son geprüft werden, welche Aenderungen, d. h. welche allgemeinen Milderungen oder Verküczungen für gewisse Gruppen des Personals hinsichtlich der gesamten Dienstdauer ohne Verringerung der Rentabilität der Reichsbahn möglich sind. Fauls während der Geltung des Abtommens eine grundlegende Aenderung der jetzisen Arbeitszeitgesetzgebung einleitt, soll mindestens einen Monat vor dem Intrasitreten der Aenderung über ihre Ausmittung auf dieses Abkommen zwischen den Parteien verhandelt werden. 1II. 1. Die gekündigten auf den Lohn bezüglichen Parageupten des Lohntarisvertrags werden mit Wirkuns vom 1. Mürz 1925 wieder in Kraft gesetzt. 2. Für die Zeit vom 1. bis 14. März 1925 bleiben die bis 29. Februar 1925 in Geltung gewesenen Löhne besehzen. Mit Wirlang vom 15. März 1925 werden die Erundlöhne der Höchstaltersstuse um erhöht, die Grundlöhne der übrigen Altersklassen erhöhzen sich entsprechend. 3. Die Lohnregelung kann erstmalig zum 30. d. J. und sodann auf Schluß jeden folgenden Kulendermonats mit einer Frist von einem Monat jeder der beiden den Vertrag schließenden Parteien gefündigt werden. ärungsfrist bis Dienstan, den 17. März, einschließlich. Blutiger Zusammenstoß zwischen Polizei und Kommunisten. 6 Tote und 40 auf eine drohende Haltung annahm, sorderte die Polizei die Versammlung zur sofortigen Räumung des Saales auf. Plötzlich fielen Schüsse, worauf die Polizei das Feuer erwiderte. Bisher werden 6 Tote, 25 Schwer= und 15 Leichtverletzte gezählt. Nach den Angaben der Polizei sind aus der Versammlung heraus die ersten Schüsfe gefallen, was aus Einschüssen in der Wand hinter dem Polizeibeamten hervorgeht. Zu gleicher Zeit sprach in einem anderen Saale des Gebägdes der kommunistische Präsidentschaftslandidat Thaelmann. Auch diese Versammlung mußte gerärmt werden. eioffizier dagegen. Als die Versammlung Die Beratung der Kontrolle am Rhein vertagt. rung zu gewührleisten. Es zeigte sich, daß beide Auffassungen im Augenblick ziemlich schwer auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind und daß der Völkerbundrat im Augenblick nicht alle nötigen Unterlagen hat. Briand teilte diese Sachlage auch seinen Kollegen mit, die sich seiner Aufchluß der fassung anschlossen. Da die verbündeten Regierunmöglichen gen über den Bericht des Ueberwachungsausschusses lich gan und da noch niemand weiß. oh 6 Tote und 40 Verwundete. wrb. Halle, 14. März.(Tel.) Gestern(Freitog) abend gegen 10 Uhr kam es in einer der bei dem gelegentlich des internationalen Meeting der munistischen Partei zur Stellungnahme zur Reipräsidentenwahl im Volksbad veranstalteten Versammlungen zu einem schweren Zusammenstoß zwischen der Polizei und Kommunisten. Nachdem die kommunistische Landtagsabgeerdnete Frau Hellwig=Kröger gesprochen hatte, nahmen ein englischer und sranzssischer Kommunist das Wort. ein deutscher Kommunist mit dem Uebersetzen der beiden Reden begann, protcstierte ein anwesender Polizeioffizier dagegen. Als die Versammlung darDer deutsche Botschafter bei Coolidge. wrö. Washington, 13. März.(Rantipruch.) Der neue deutsche Botschaftei Maltzan wurde von Coolidge empfangen, dem er sein Beglaubigungsschreiben überreichte.„ 992e 2.8re z: 8. Botschafter Frhr. v. Maltzan eltlärte bei der Ueberreichung seines Beglaubignnnsschreibens. er erinnere dantbar an die edeenütige Tätigkeit ameritanischer Bürger, bei dem stmalen und kulturellen Hilfswert für Deutschland und eei dem meitblickenden Werk des finanziellen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus, das einen amerikanischen Namen trage und der Geschichte angehören werde. Dieses Werk werde die Grundlage sein für sein ebenso ehrenvolles wir schwieriges Amt. Coolidge antwortete, Maltzan könne der Dolmetsch für das gerechte Streben seines Landes in Amerika sein. In seiner an den Botschafter gerichteten Anrache ertiärte Präsident Coolidge. Amerika könne auf eine langjährige revublitanische 6 blicken, er hoffe, der Botschafter werde aus dem Studium der von Amerika in anderthalb Jahrhunderten demokratischer Regierung gesammelten Erfahrungen Nutzen ziehen. Der Botschafter habe von sozialen und tulturellen Beziehungen beider Länder gesprochen. Er hoffe, daß diese sich auch fernerhin erweitern und vertiesen werden, da Beziehungen mehr als materielle zur duuernden Besserung der Lage in der Welt beitzagen Lönnien. Der Präsident sprach alsdann dem Vatschafter für die Freundschaftskundgebung des vernortenen Reichsprasidenten für die von ihn allgedrückten herzlichen Gefühle Dant aus Der Votschafter könne 1 der Anterstützung und des Vertrauens der Washingtoner Regierung versichert sein. Maigan sei zu einer Zeit nach Amerika gekommen, als das deutsche der Tod seines ersten Präsidenten. eines Mannes von unbedingter Maktiosizicit, und gh#e Sympathie, bewegte. Der verstorb dent Ebert hatte die außerordentlich schwierige Aufsgabe, die deutsche Republit in ihren ersten unruhevollen Jahren zu führen; er tat dies mit da er seine Blicke jest auf Recht und Pflichten richtete. Seine Erfolge seien auch darauf zurückzuführen, daß er von Männern mit gutem Willen unterstützt wurde. Daß Amerita das Vorrecht an dem Wiederaufbau Deutschlands mitzuhelfen, sei für alle Amerikaner ein Grund tiefer Befriediin erklärte dem amerikanischen Präsidenten. Eberts letzte Anweisung bestend darin, ihm die rmittlung des Ausdrucks seiner großen persönlichen Achtung für die Vereinigten, Staaten von Amerika und seine aufrichtigen Wunsche für di Wohlfahrt dieses Landes antMiragen. merkwürdige Erklätung der Hanasagentur. wid. Paris, 13. März.(Tel.) Havas veröffentlicht folgendes Geufer Telegramm über die Erörterungen des Völkerbundrats zur Konirollfrage: Das Problem der französischen Sicher: heit am Khein wurde vom Völkerbundrat gelegentlich erörtert, als dieser unter Ausschluß der Oeffenklichleit sich mit der Frage der Untersuchungen in Deutschland durch den Völterbund beschäftigte. Eine ganz besonders delikate und ungeheuer wichtige Frage für Frantreich tauchte bei der Erörterung auf. die Frage einer möglichen Kontrelle durch den Völkertund in der entmilitariein. Einige Mächte, darunter England und Schweden, vertraten die Ansicht, daß die Kontrolle in der entmilitarisierten Zone die gleiche wie die im übrigen Deutschlans sein müsse. Vor allem England ist immer dafür gewesen, daß die Kontrolle des Völkerbundes am Rhein keinen dauernden Charakter tragen dürfe. Die französische Auffassung ist hiervon verschieden. Sie besteht darin, daß die Rheinzone, die nach dem Versailler Vertrag ein besonderes militärisches Stamt hat, auch der Kontrolle unterworsen sein müsse, die sich in diesem Statut aupaß und die vor allem, wenn auch nicht einen dauern den Charatter, so doch zum mindesten genügend Dauerhaftigkeit hat, um eine wirksame DurchfühNr. Jarres in Ber pw. Berlin, 13. März. I zufolge traf Dr. Jarres burg kommend in Berlin Vormittagsstunden an ausschusses teil. Der Auss Vorbereitung des Wahlka wird voraussichtlich im L# R1 19 cialantei nommen atrs beratschlagen und da noch niemand weiß, ob Deutschland in den Völkerbund eintreten wird, ist der Augenblick nicht geeignet für den Völkerbund, um endgültig über das zukünftige Statut der Rheinzone zu entscheiden. Im übrigen ist durch nichts Ei#e geboten. Frankreich findet in den Artikeln 16 und 17 des Völkerbundpakts eine Gewähr. die zum mindenen gleichwertig jeder Untersuchung über seine Sicherheit am Rhein ist. Artikel 41 des Versailler Vertrags bezeichnet ja jede Verletzung Deutschlands in den Bestimmungen über die entmilitarisierte Zone als feindliche Handlung und gibt so Frankreich das Recht, der anerkannten Verteidigung. Außerdem verpflichten die Artikel 16 und 17 des Paltes die Unterzeichner, das angegriffene Land zu unterstützen. Aus diesen Gründen hat Frankreich verlangt, daß die Erörterung der Sonderfrage der Kontrolle der Rheinzone bis zur nächsten Sitzung im Juni vertagt wird. mlung des ReichslandEneschließung gefaßt, Bundes vorgeschlagen sammelkandidatur Jarres den Aufruf für die lichen. In einer Vertreterversammt bundes wurde einstimmig eine in der den Mitgliedern des wird, für die nationale einzutreten. Ein„enthobener" Lundrat. * Hamm(Westf.). 11. März. Landrat Kremmler, der aus der mittleren Beaptengn bahn hervorgegungen ist und zur sozialdemokrati Partei sich bekennt, ist nunmehr seines Postens entworden. Die 91018. Pott, Gezisgtagg a Kremmler mar seit einem Jahr wegenstand zahlicher öffentlicher Angriffe, die sich teils auf se Amtsführung und auf sein Privatleben bezegen. In zwei Beieidigungsprozessen, bei denen sein Dienstmädchen sowie die Verg.=Märtische (elberfeld angellagt wuren, gelang es dem Landrat trotz Verurccitung der Beklagten nicht, sein persönliches Ansehen in der Oeisentlichkeit wieder herzuTimtliche Wertiner Denschenturke. Das Ende des Genfer Protokolls. worden. Vorher verteidigte Benesch noch Senz, 1., Mdirz, Der Boherbundtot besphyo), Zignat gugzsühlich das Prototol und die Rioiwenheute vormittag auf Antrag Beneschs die Erer andern Bölierbundversammig alle Vorberei mit denen die uustragt hatte, zu ng einen Beschlus ich das Protokoll digkeit der Sicherheit der kleinen und neuen Staaund inrach die Vermutung aus, daß, das von ondere Abkommen. ten und sprad Ehamberlain vorgeschlagene das ins Gebiet der stets von ihm befürworteten Sonderabkommen gehürte, doch irgendwie die Form des Protokolls annehmen werde, da es unter den undes steyen solle, was ja Mitgliedstaaten erfordere. wtb. Neunork. 13. Mär;. Nach Roodos Investors (Privatfunkspruch.) Nach„Rosdns Investors Servick“ schweben Verhandiungen über den Auschluß einer ausländischen Anleihe im Gesamtbeirage von ungeführ einer Milliarde Dollar. An der Spitze der für die Anleihe in Frage kommenden Staaten steht land mit der Summe von annszühernd 193 Mill. Dollars. Von diesen entfallen 100 Millionen a 10 Millionen auf die Stadt Veru die Stät Millionen auf Bonn und auf die Städte Köln, Dresbayerischen Staa lin, je fünf den und Leipzig. je 2½ Barmen, 1°: Millionen auf die württembergischee Stadtnerwaltungen. lionen auf die Vereinigte und 1 3 Millionen auf gesellschaft. Vereinigung vier Milund Laurahütte Nationale AutomobilDeutschland frlgt 130 Milli Frankreich mit Holland 100 Giulda 1 Buchos-Aires Belgien 100 Fr. Norwegen 100 Kr Dänemark 100 Kr. Schweden 100 Kr. Sinnland 10, M. IItalien 100 Lire England Nem York 1 D. Paris 100 Krk. Schweiz 100 Frl. Spanien 100 Pcs. havan... #ni de Janeiro # Wien 100000 Kr. 11 Prag 100 Kr. Budapest 100000 Sosia.. 1Iugoslawien. 5 2 12. Mar; Geld. Briet 16/.59 161801 13 Mürz Geld Birich 100•2 stellen. Ob andere Beleidigungsklagen des Landrats, die noch als Ossizialklagen schweben, nun weiter verfolgt werden, sieht dahin. Reichsdienststrafordnung. wib. Berlin, 13. März.(Tel.) Den vom Reichsminister des Imein vorgelegten Entwurf einer Reichsdienststrafordnung haben die zuständigen Ausschüsse des Reichsrats für innere Verwaltung und für Rechtspflege am 6. und 7. März 1925 in erster Lesung beraten. Da in Aussicht genommen ist, die zweite Lesung in den Ausschüssen und die„Verabschiedung im Plenum des Reichsrats bald nach Ostern stattsinden zu lassen, kann damit gerechnet werden, daß die Vorlage, die eine Reihe von Forderungen der Beamten erfüllt, im Mai des lausenden Jahres dem Reichstag zugehen wird. Die Psarrerbesoldungsgesetze. wib Berlin, 13. März.(Tel.) Der Landtagsausfür Beamtenfragen verhandelte heute über die Gsetzentwürse auf Aenderung der Pfarrerbesoidungsgesetze. Die von den nichtsozialistischen Parteien eingebrachten Anträge wollen für die Kirche die Staatsrente weiter jestlegen und die Frist zur endgültigen gesetzlichen Reglung verlängern. Die Gesetzentwürse wurden am Schluß der Aluzigrage, in der der Finanzminister Dr. Hoepler=Aschoff Bedenken gegen die Entwürfe äußerte, angenommen. Kommunistischer Ueberfallwtb. Berlin, 13. März.(Tel.) In dem Prozeß wegen Landfriedensbruchs gegen drei Mitglieder der Kommunistischen Jugend, die wegen eines Zusammenstoßes mit einer Gruppe Psandjindern auf den Vollersdorfer Höhen bei Ereckow am ersten Osterseiertage 1924, wobei der Schüler Bahrtz erstochen wurde, angeklagt waren, wurden die Angeklagten Ebeling und Kaminski zu je zwei Jahren Gesängnis unter Anrechnung von zehn Monaten bezw. 101: Monaten auf die Untersuchungshaft, verurteilt. Der Angeklagte Jeske wurde mangels Beweises freigesprochen. 22. Oktober 1918 äußerte sich Eberl im Reichstag bezüglich der Pflicht der Landesverteidigung dahin, alles zur Munikionsbeschaffung erforderliche zu tun. Scheidemann erklärt, einem Vorwärtsartikel, in dem die Forderungen der Streikenden unterstützt werden, fernzustehen und fährt dann fort: Wir wollten vor allem durch die Verhandlungen mit der Regierung eine schnelle Beendigung des Streiks herbeiführen, wurden aber von dem damaligen Staatssekretär Wallraf nicht empfangen, weil Vertreter der streikenden Arbeiter mit uns waren. Das Flugblatt vom 30. Januar war eine Arbeit von Dittmann. Weder Ebert noch ich wußten etwas davon. In dem weiteren Verlauf der Vernehmung Scheidemanns lommt es zu einer etwas erregten Siene, als der Rechtsanwalt Martin fragt, ob Scheidemann sich damals an der Straßendemonsiration beteiligt und die Polizeikette zu durchbrechen versucht hätte. unter Berufung auf seine Abgeordneteneigenschaft. Scheidemann erklärt, er wisse nicht, was diese Frage mit dem Prezeßgegenstande zu tun habe, er wäre aber dankbar, wenn er Gelegenheit hätte, diesen niederträchtigen Schwindel, der auch hier auflauche, zu enthüllen. Es sei das alles schon klargestellt in seiner, Scheidemanns, Eingabe an den damaligen Minister Drews. Auf Antrag der Verteidigung wird dann ein Handschreiben des verstorbenen Reichspräsidenten vom 22. Juni verlesen, in dem Ebert dem scheidenden Reichskanzler Scheidemann seinen Dank ausspricht und dabei die Wendung gebraucht, er habe Schuller an Schulter mit Scheidemann während des Krieges gegen die Gewalitätigkeiten des alten Regimes bis zu dessen Sturz gekämpft. Auf Befragen führt Scheidemann als Beispiel für solche Gewalttätigkeiten den Fall des Frhr. v. Eckardstein an. Hierauf trat die Mittagspause ein. Zu einem Zwischenfall, der für die weitere torischen Ausschuß ob. Der Direktor Pritschow hatte große Vollmachten im Dittatorischen Ausschuß. Der Vorsitzende verliest eine amtliche Notiz des Reichs wirtschaftsministeriums, in der jestgestellt wird, dasi mit Barmat nicht teurer abgeschlossen wurde als mit anderen Lieseranten. Der Ausschuß beschließt dann nach Erkundigungen beim Reichstagsausschuß, fur heute von der Vernehmung des ehemaligen Reich:wirtschaftsministers Robert Schmidt, Abstand zu rehmen. Auf Frage erklärt Zeuge Staudinger, er sei einige Male von Barmat eingeladen worgen, seine Besuche bei Barmat hätten aber ausschließlich den Charakter außenpolitischer Insormation gehebt. Nach einigen weiteren Zeugenvernehmungen tritt eine Mittagspause ein. Unterinchungsausschuß des Landtags. wio. Berlin, 13. März.(Tel.) Im Untersuchungsausschuß des preußischen Landtaßs für die Barmatund Rutisker=Angelegenheit teilte der Vorsitzende mit, daß zwischen dem 20. März und dem 1. Auril eine Vertagung des Ausschusses eintreten soll. Der Ausschuß nahm dann einen Antrag von Dr. Pinkerneil (D9P.) an. wenach das Auswärtige Amt unter suchen möchte, ob der Bericht des Generalkonsulats in Ansterdam dem Reichswirtschaftsministerium zuging. Der Berichterstatter verliest dann eine umsangreiche Strafanzeige gegen die Altleder=Verwer tungsstelle wegen Besünstigung Kutiskers und ungeheurer Verschleuderung von Reichswaren. Die Beschuldigungen richten sich in der Hauptsache gegen die Direltoren Warmholz und Strom. Es sind an Kutister Preisermäßigungen von 75 Prozent gewährt worden. Darauf wurde die Verhandlung auf morgen vertagt: pw. Berlin, 13. März.(Tel.) Die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium über die kohn= und Arbeitszeitfrage bei der Reichsbahngesellschaft föhrten den Blättern zufolge zu keinem Ergehuis. Be#mittlungsversuche des Reichsarbeitsministeriums blieben ergebnislos, so daß ein Schiedsspruch netwendig wird, der in den späten Abendstunden zu erwarten ist. Die Schlichtungskammer, die den Schiedsspruch fällen wird, ist heute nachmittag zusammengelscten.„. Die Ausdehnung des Streiks. hb. Berlin, 14. März.(Tel.)„Von unterrichteter Seite wird die Gesamtzahl der Streilenden am 13. März auf 10.709 Arbeiter von der Gesamtarbeiterschaft bei der deutschen Reichsbahngesellschaft angegeben; das sind etwa 2.5 v. H. Nr. 62 Aus Rah u. Fern. kicherhaitesros Projeßführung von großer Bedeutung sein kann, kam zür Sicherheitsfrüge. les heute nachmittag im Nothardtprozeß, als vom Bitesenann Ipr u.., aul Vorsigarden uch einmal Die Frage, guigewargn Der Minister des Auswärtigen, Str=Zitwpoch im wurde, was denn Nothardt überkaupt behaupten und am Dienstag im V, Zes=Zeißhzlages den deuischen beweisen wolle und Rechtsanwalt Marin erwiderte, Standpunkt über die Sicherheitsfrage in längeren daß Rothardt, kurz nachdem er ihm die Verteidigung S ozppunt be, Lsgags und setzt auch seine Darle= übertragen hatte, dahin ackusert habe. z. kabe an, Ausführungen dargelegt und jetzt auch seine Darlegungen der Pressc zur Verfügung gestellt. Sei Mitteilungen wiederholen die bereits bekannte Stellunn der deutschen Reichsregierung und bringen nichts wesentlich Neues. Zur Frage des Beitritts zum Völkerbund erklärt Stresemann, daß Deutschland durchaus bercit sei, dem Völkerbund beizutreten, wenn in bezug auf Artikel 16 Rücksicht auf die besondere Lage Deutschlands genommen würde. Stresemann schloß seine Ausführungen nach dem Bericht der„Köln. Zig.“ mit folgenden Sätzen:„Es ist auch mir völlig klar, daß ein„Fünfmächtepakt“, wie wir ihn erstreben, schwer außerhalb des Völkexhunds stehen kann. Angesichts der prinzipiellen Bereitwilligkeit Deutschlands, dem Volkervund geizutgg; ten, wenn auf seine ganz besondere Lage Putz; genommen, wird, liegt es uns sern, das Prestige des Völkerbunds beeinträchtigen zu wollen. Wenn der gute Wille bei anderen Mächten besteht, auf der Grundlage des erstrebten Sicherheitspaktes mit Deutschland gleichberechtigt zusammenzuwirken, dann wird auch ein Weg möglich sein, um diese SchwierigWie begrößen deshalb die Erlärung des englischen Ministers des Auswärtigen, daß ein Weg gefunden werden müsse, der den Ausgangspunkt, für eine wahrhafte, Gesundung der curopäischen Lage bilden kann. Deutschland ist bereit, diesen Weg zu gehen. Sein Angebot ist getragen von einer Regierung, die in dieser Frage das deutsche Volk fast ohne Ausnahme hinter sich hat. Bismarck hat einmal davon gesprochen, daß sich der wahrhafte Staatsmann darin zeige, daß er, wenn ihm das Rauschen der Weltgeschichte spürbar sei, auch den Zipfel des Gewandes ergreise. Möge man den großen geschichtlichen Moment, zu einer wahrhaften Befreiung Europas zu kommen, nicht vorübergehen lassen! Dann wird nach der Aera der Vergewaltigung und des Mißtrauens die Zeit einer Verständigung für nnseren Erdteil kommen. Dann wird es möglich sein, die Wunden zu heilen, die mit den im Kriege Unterlegenen auch die Sieger fühlen in der allgemeinen Zerrüttung der finanziellen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhättnisse. Solchen Verhältnissen zu widerstehen, sollte die Aufgabe jedes weitblickenden Staatsmannes und des ganzen heutigen Völkerrechtes sein.“ daß Rothardt, kurz nachkdem er übertragen hatte, dahin geaußert habe, er habe gerade aus den Vorgängen, die zur Revolution führten, den Eindruck gewonnen, daß Ebert ein Landesverräter sei. Staatsanwalt Sorp: Die Verteidigung erklärte zu Beginn des Prozesses, es handele sich nicht um den Menschen Ebert, sondern um Ebert als Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei. In dem Amfange, in dem jetzt ihre Behauptung aufgestellt wird, würde sich die Tendenz des Prozesses nicht nur auf den Abgeordneten Ebert, sondern auf alle diejenigen erstrecken, die durch den Sturz der damaligen Regierung die Grundlage gelegt haben für die heute bestehende Staatsreform. Wird diese Ansicht vom Gericht geteilt, so ergeben sich für das Gericht Konsequeenzen, auf die ich im Augenblick nicht eingehen kann. Rechtsanwalt Luetgebrune: Wir wollen uns klar ausdrücken, der Staatsanwalt droht uns mit dem Antrag der Ueberweisung der Sache an den Staatsgerichtshof. Der Versitzende rügt den Ausdruck „droht". Staatsanwalt Sorp sagt, er behalte sich weitere Erklärungen vor. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. Nach längerer Beratung erklärt der Vorsitzende, die Verteidiger hätten gebeten, bevor der Beschluß verkündet würde, nochmals in die Verhandlung darüber einzutreten. Nach längeren Auseinandersetzungen wird mit der Vernehmung des Abgeordneten Scheidemann sortgefahren. Nach Scheidemann wird noch der Abgeerdnete Müller=Franken vernommen und die Sitzung um 7 Uhr auf morgen 912 Uhr vertagt. wils Gchosg, I hähs frapzr zeßgun e Vernehmung des Zeugen Koppenhöser kommt es zu einer ausgedehnten Erörterung über die Frags, wann der Ausdruck Tscheka in die Angelegenheit gekommen sei. Rechtsanwalt Herzield bemerkt, daß das Polizeipräsidium in Berlin am 30. April 1924 seine Angabe in einer öffentlichen Ausschreibung vom 12. Januar, wonach der Mörder des Rausch ein Mitglied der russischen Tscheka, namens Peters, sei, als bedauerlichen Irrium zurückgenommen habe, daß aber trotzdem der Prozeß als Tschelaprozeß geführt werde. Reichsanwalt Neumann stellt fest, daß lediglich zurückgenommen worden sei, daß es sich um eine russische Tscheka gehandelt habe. Gegenüber der Aussage des Zeugen Koppenhöfer, er habg erst am 8. März von Pöge den Ausdruck„Tscheka“ gehört, beantragt Rechtsanwalt Wolff Heranziehung der Kartothek unerledigter Fälle im Suttgarter Polizeipräsidium, da anzunehmen sei, daß auch darin bereits von der Tscheka gesprochen worden sei. Auf Vorhaltungen der Rechtsanwälte Bagnato und Samter, daß die Ausschreibung des Berliner Polizeipräsidiums vom 12. Januar auch in Stutigart plakatiert und in den Zeitungen veröffentlicht worden sei, erklärt der Zeuge, er könne sich nicht erinnern, die Ausschreibung gelesen zu haben. An der Kirchentür erhängt. * Essen, 12. März. Infolge ungünstigen Ausgangs eines Ehescheidungsprozesses erhängte sich der Dachdecker E. aus Kupferdreh an der Kirchentür. Er hinterläßt sünf unmündige Kinder. Uebersau auf einen Polizeibean wp. Rheinhausen, 13. März. Ein ter wurde, als er zwei verdächtige Per wollte, von diesen mit einer Pistole bedr dergeschlagen, ehe der Veamte von sein Gebrauch machen konnte. Er wurde an erheblich durch einen Steinwurf verletz blutüberströmt liegen. Die Täter ergrüssen die Flucht. Als die Verfolgung der Täter dur erson Arbeitsfragen. Die Barmat-Ausschüsse. Der zweite Ebertprozeß. Untersuchungsausschuß des Reichstags. wtb. Berlin, 13. März.(Tel.) Der Unterausschuß des Reichstags für die Kreditaffären setzte heute vormittag die Vernehmungen zum Fragenkomplex der Reichsfettstelle fort und zwar wurde zunächst die Vernehmung des Zeugen Pritschow weitergeführt. Auf die Fragen des Vorsitzenden erllärt der Zeuge nach anfänglichem Zögern bestimmt, für ihn seien die Beziehungen zu politischen Persönlichkeiten, auch zur Sozialdemokratischen Partei, nicht ausschlaggehend geweseg bei der BehandScheidemann als Zeuge. wib. Magdeburg. 13. März.(Tel.) Die Verhandlungen im Rothardt=Prozeß werden mit der Vernehmung des Zeugen Weimann, früherer Redaktionssekretür im Vorwärts, eingeleitet. Der Zeuge bekundet, daß die Parteileitung nur in die Streikleitung eingetreten sei, um den Streik zu baldigem Ende zu führen. Ueber das Verhältnis des Vorwärts zur Parteileitung sagte der Zeuge aus, die Redakteure hätten selbst wissen müssen, was zu tun war, es hütte da eine gewisse Freiheit bestanden. Der Treptower Versammlung habe er von Ansang an beigewohnt, er habe ganz nahe bei Ebert gestanden und habe alles sehr gut gehört. Ebert habe die Tagesfragen besprochen, unter anderem das preußische Wahlrecht und die Ernährungsfrage; auf Einzelheiten könne er üch nicht mehr besinnen, wenn aber Ebert über Gesiellungsbesehle sich so geäußert hätte, wie er aus Aussagen in diesem Prozeß gehört habe, wäre ihm das unbedingt aufgefallen, weil es der Stellung Eberts zur Frage der Landesverteidigung widersprochen hätte. Ebert habe sich gegen die militärische Ausbildung von jungen Leuten ausgesprochen, man sellte lieber sportliche Ausbildung pflegen. Es folgte die Vernehmung des Oberbürgermeisters Scheidemann. Dieser bekundet, von dem Januarstreik in Deutschland erst gehört zu haben, als eine Arbeiterdeputation bei der Parteileitung erschien und dringend ersrchte, in die Streikleitung einzutreten. Die Parteileitung habe die Zustimmung nur erleilt, nachdem die Arbeiter den Eintritt im Interesse des Landes für dringend nolwendig erklärt hätten. Parteiinteressen hätten während der Kriegsdauer keine Rolle gespielt, man hätte sich ja auch mit de: Parieispaltung abgesunden. Scheidemann sagte weitei aus: Ebert und ich nahmen in dem Januarstreik #enselben Standrunkt ein, der immer für uns maßgebend war für das Interesse des Landes. Noch am tei, nicht ausschlaggebend gewesen, bei der? lung der Geschäfte mit Barmat. Barmat sei ihm zugesührt worden mit der Weisung, ihn kaufmännisch zu behandeln, höflich zu sein und ihn nicht vor den Kopf zu stoßen. Auf Fragen nach dem„Charakter“ dieser Anweisung äußert Pritschow:„Ein Befehl war es nicht und ein Muß war cs auch nicht.“ Ministerialrat Niklas, jetzt Beamter des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, der in der Reichsfettstelle von der Gründung dieser Stelle an tätig war, aber mit den Einkäufen der Stelle nichts zu tun hatte, hat keinen der Gebrüder Barmat je gesehen oder geschäftlich mit ihnen zu tun gehabt. Bür gesprächsweise habe er von den Barmats gehört.„, a Der hierauf vernommene Zeuge Ministerial= rat Nomen, zurzeit bei der Reichsspeisefettstelle in Stellung als Vorsitzender der Verwaltungsabteilung, hat Kenntnis von den Geschäften Barmats nur aus zweiter Hand, von der Geschäftsabteilung her. Auf die Frage des Voritzenden bemerkt der Zeuge, er habe allerdings den Eindruck gehabt, daß Barmat wegen seiner Beziehungen zu prominenten Sozialdemokraten begünstigt worden sei. Er hat auch davon gehört, daß z. B. Bauer beim Ernährungsminister Hermes sich für Barmat verwandt habe. Davou, daß Barmat an eine politische Partei Prozente von seinem Geschäftsverdienst abgegeben habe, weiß der Zeuge nichts. Minister Schmidt habe keinem Druck zu Gunsten Barmats ausgeübt. Die Zuweisungen seien von dem Diktatorischen Ausschuß ergangen. Der Widerstand der Speisefettstelle gegen weitere Barmatgeschäfte sei veranlaßt worden teils durch Mitteilungen von anderer Stelle aus Holland und teils auch durch eigene schlechte Erfahrungen. Die bewußt falsche Plakatierung der Milchdosen erfolgte auf die Initiative Barmats. Die Gründe, die Minister Schmidt bewogen haben Barmat geschäftlich zuzulassen, lagen darin, daß Barmat mit der holländischen Sozialdemokratie und mit der internationalen Sozialdemokratie Beziehungen hatte und daß er von ihr gesandt war. Daß Minister Schmidt hinter den Geschäften Barmats mit der Reichsfettstelle und der Reichsfleischstelle gestanden haben kann, ist aus außenpolitischen Gründen mäglich, aber seine Unterschrift hat er nicht gegeben, sondern diese Sachen lagen dem DiktaSchlichtungsverfahren im Bankgewerbe. wib. Berlin, 13. März.(Tel.) Die Durchführung des vom Reichsarbeitsminister eingeleiteten Schlichtungsverfahrens im Bankgewerbe stößt auf große Schwierigkeiten. Nachdem der Schlichter das Verfahren zwischen den Bankleitungen und den verschiedenen Angestelltenverbänden zwecks einheitlicher Verhandlung verbunden hatte, entzogen sich zunächst die bisher nicht am Tarisvertrag beteiligten Verbände den Verhandlungen, indem sie ihren Antrag aus Einleitung des Schlichtungsverfahrens zurücknahmen. Hierauf erklärte der Reichsverband der Bankleitungen, sich nicht mehr an dem Verfahren beteiligen zu können, solange die Gefahr einer nochmaligen Verhandlung mit den ausgeschiedenen Verbänden bestehe. Anter diesen Umständen sah sich der Schlichter gezwungen, die Verhandlungen auszujetzen. Er hat den Parteien vorgeschlagen, zunänst die Frage, ob die bisher außenstehenden Verbände eine derartige Bedeutung im Bankgewerbe besitzen, daß ihre Zulassung zum Reichstarifvertrag gerechtjertigt erscheint, einem aus unabhängigen Sozialpolitikern zusammengesetzten Schiedsgericht zur endgültigen Entscheidung zu unterbreiten, um auf diese Weise die Schwierigkeiten, die einer sachlichen Regelung der Arbeitsverhältnisse im Bankgewerbe seit Jahren entgegenstehen, ein für alle Mal zu beseitigen. Die Verbände werden ihre Stellungnahme zu diesem Vorschlag dem Reichsarbeitsminister bis zum kommenden Dienstag mitteilen. Der Brauerstreik in München. wtb. München, 13. März. Der Kenflikt im Braugewerbe hat sich erneut verschärft. Der Antrag auf Verbindlichkeitserklärung des kürzlich gefällten Schiedsspruches ist von der Arbeitnehmerschaft zurückgezogen worden. Dadurch ist die Initiative für die Beendigung des Konfliktes an die beleiligten Parteien übergegangen. Die Arbeitnehmerschaft des Braugewerbes teilt zu der Angelegenheit mit, daß die Zurückziehung erfolgte, weil ein Teil des Schiedsspruchs, durch welchen eine Maßregelung der Arbeiterschaft ausgeschlossen werden sollte, vom Sozialministerium nicht für verbindlich erklürt wurde. Die Arbeitnehmer gaben hierauf Streikparole aus; inwieweit derselben Folge geleistet wird, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Metallarbeiterstreit in der Lombardeiwtb. Rom, 13. März. Der Metallarbeiterstreik, der von den faschistischen Gewerlschaften in Brescig ausgegangen ist, verbreitete sich heute weiter und droht zu einem Generalstreik in der ganzen Lombardei zu werden. Parallel damit geht eine Bewegung unter der Beamtenschaft der Metallindustrie, welche ebenfalls ihre Fozderungen mit dem Wunsche nach dringender Erledisung überreichte. Da die Unternehmer darauf noch nicht antworteten, sanden eine Reihe von Versammlungen der Industriebeamtenschaft statt, deren Ergebnis bisher noch nicht bekannt lz.,.. gr.,#####l Liafi. wtb. Mailand, 13. März.(Tel.) Die hiesige Metallarbeitergewerkschaft hat sich der Bewegung der Metallarbeiter von Brescia angeschlossen. Für alle Betriebe in der Lombardei ist der Streik verkündet. Landjäger ausgenommen wurde, wurden sie in der Nähe der Hochjelder Brücke gesichtet. Hier gab einer der Banditen drei Schüsse auf einen Landjäger ab, die jedoch sämtlich fehlgingen. Auch jetzt gelang es den Tätern zu entkommen. Schmugglerabwehrtrupps. wp. Wesel, 13. März. Der Schmuggel an der Westgrenze hat in der letzten Zeit einen bedrohlichen Umsang angenommen. Es sind darum besondere Vorkehrungen zur Verstärkung der Grenzaussicht getrosjen. So werden besondere Schmuggelabwehrtrupps gebildet, um dem Schmuggel wirksam entgegentreten zu können. 54 Schafe zerrissen. * Bottrop, 12. März. In einer der letzten Nächte wurde eine auf dem Gehöft Scheidgen, dem Landwirt Gofef Vonnahme aus Steinhausen gehörige Herde von 450 Schafen von mehreren Hunden überfallen. 54 Tiere wurden derart verletzt, daß 1: Stück sofort abgeschlachtet werden mußten.„Der Besitzer hatte die Herde für eine Nacht bei Scheidzen untergebracht um am nächsten Tage weiter zu zieben. Der angerichtete Schaden beträgt etwa 1000 Mark Die Ermittelung nach den Eigentümern der Hunde ist bereits eingeleitet worden. Den Hundebesitzern dürfte die Angelegenheit, recht teuer zu stehen kommen, zumal im hiesigen Stadtbezirk die Hundesp### bestcht. Ptee M Schwerer Unsall. wp. Neuwied, 13. März. Ein Ehevaar aus Mülheim=Ruhr sprang trotz warnender Zurufe cus den abfahrenden D=Zug 10.25 Uhr früh. Während Frau von dem schmalen Trittbrett zurücksprang, geriet der Mann unter die Räder, wobei ihm d.: linke Fuß über dem Knöchel abgequetscht wurde, sodaß ihm das Bein abgenommen werden mußte. Feuer in einem Sprengstojswerk. wtb. Hamburg, 13. März.(Tel.) In der Sprengstoffabrik der Norddeutschen Sprengstosswerke in der Luicbornerheide entstand durch Selbitentzinon## von Sprengstoff ein Feuer, das in kurzer Zeit von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Eine# beiterin ist in den Flammen umgekommen Ein Arbeiter, der Brandverletzungen davon getragen hatte, wurde ins Krankenhaus nach Pinneberg gebracht. Der Materialschaden ist nur gering. Der Betrieb erleidet keine Störung. Wettersturz in Frankreich. wib. Paris, 13. März.(Tel.), In Frankreich hat ein Wettersturz stattgefunden.„In Paris war die ein Wettersturz stattgefunden. Temperatur heute morgen 5 Grad unter Nust, in Metz 12 Grad unter Null. Die Gebirgswege sind verschneit und ungangbar. Ein Sittlichkeitsverbrechen. * Rom, 12. März. Europapreß meldet: Wie das t slorentinische Ruovo Giornale meldet, ist an eine# jungen Dame aus Frankfurt a. M., die sich auf der Rückreise von Rom befand, in einem Zugabteil ein Sittlichkeitsverbrechen verabt worden trolleur der Eisenbahnmiliz das Ville: er sie galant ein, in einem Abteil erste: zu nehmen, wo die Dame alsdann trot; Widerstandes von dem Milizheamten it vergewaltigt wurde, der an der nächste nomn Eng Eisenbahnerbewegung. Die Lage im Westen. wp. Elberseld, 13. März. Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Elberfeld teilt mit: Bekanntlich finden heute im Verkehrsministerium in Berlin Schlichtungsverhandlungen statt. In den Reichsbahnbezirken Elberfeld, Köln und Essen ist die Lage völlig ruhig. Von der Arbeiterjahl des gesamten Betriebes streiten zurzeit 2 Prozent: Die Betriebe sind nirgends gestört. #risallen. wurde, der an der nächsten Station Zug verließ. Auf die sofort erstatlete Anwurde der Anhold als ein Oberkontrollene der Ei bahnmiliz aus Rom identisiziert uns iesig Afrikanische Jagd=Tragöbic. e.* Paris, 12. März. Aus Nastobi aus Ostafrika wird unter dem 11. März aleiei bekannte irländische Jägerin Frau Ge#en, sleitung einiger Eingeborener den größten Zentralafrika von der Küste von nach dem Gebirge von Kenya durchauert gestern unter tragischen Amständen de hat. Sie hatte einige Tage in Narol; schickte sich an, den Berg Renya zu besteigen. rend sie nun ihres Weges auf dem Lei# des Kenya ging, brach plötzlich ein gewalt Rhinozeros aus dem Gebüsch. Frau Et#en hatte uuein schwachkalibriges Repeziergewehr bei sich, und schoß auf das Tier. Acht Schüsse nerietzten diesee jedoch nicht tödlich. Vor Schmerz rasend stürzte sich das Rhinozeros auf Frau Green, riß sie zu Boden und zertrampelte sie volliommen. Das Rhinozere# stürzte dann wütend weiter und zerstörte alles auf seinem Wege..72 Li, raüe Landstraße Es gelangte bis auf die große Landstraße von Nairobi und traf dort ein Auto. In diesem Aute befand sich der englische Hauptmann Vekins, der in Nairobi in Garnison liegt, mit seiner Frau auf einer Spazierfahrt. Da der Wagen wegen des steinigen Weges sehr langsam fahren mußte, geiang es dem Rhinozeros, sich gegen das Auto zu stürzen. Der Hauptmann sprarge dem Rhinozeros enigegen, um seine Frau zu schützen. Er wurde von dem Tie: sofort ausgespießt und getotet. Seinr Frau gelang es inzwischen, sich in eine nahegelegene Farm zu retten. Der Farmer machte sich sofort auf den Weg, und es gelang ihm, das Rhinozeros zu erlegen. Sturmverwüstungen in Japan. wlb. Osaka, 13. März.(Tel.) Durch einen Sturm, der gestern in Westjapan wütete, wurden in Sikai zwei Flughallen und eine Anzahl Flugzeuge völlig zerstört. Von Dr. ke Der Tod des anderen politisch der deutschen P Sammlung. Di toten Führer. Friedrich Ebert mann, der zwar hat, im Gegente dem Volke zu Deutschen Reich geschweige denn schen Volke das erhob, war ei# Deutschland, un die auszufüllen unmöglich det den schwer durch den Tod besonders stark, Krisenzustand Dabei verlang gebieterisch ein stont im Inne präsident, der störer war, hie hat, und eint In dem w der Geist Poir wußtsein auf der Besetzung was sonderbai der Räumung auch der britis am 25. Febru festgestellt hat, 10. Januar 19 britische Regi der Zeitpunkt den könne, dieser an sich allzu großen Weltreich hat Ernstfalle die mal Frankrei Staatshausho zum Schutze d sonst am End Deutschlands Union aber serner, alsd venieren. Hi Zanken kön lassen, ausd vessen Gunst So sind wir gestellt und Diese En ten Gebiet ein gefühlsn sogar jetzt n nicht glaube den Erfahru ein derart Und dennoc größer d daß ein ne Ro 12. Fortsetz Venagt die Techviondihen der Bachhälldlung Gall Slaus, Bahichosstraße 3: „Er ist aber bei al doch einer Mord habe uns beiden „Mag dir zu fass du gut ur in mir nic Gegenteil über diese bestrebt se „Und unwürdig vater, ich erste Nei darüber Lord Glei Ihretweg ihm nicht an, ihn „Was ich etwar ken, wen leisten ko muß ich Er 3 kurz un Lady nach, wi „Me sich.“ sp mir noc er mir Er wir Verhandlungen die Kohn= und gesellschaft füöhr Ergebnis. Be# eitoministerins schiedsspruch netAbendstunden zu umer, die den e nachmittag zu. eits. son unterrichteter reilenden am 13. Gesamtarbeitergefellschaft angeFern. üngt. nstigen Ausgangs tte sich der Dachirchentür. Er hinibeamten. n Kriminalbeam= Personen stellen bedroht und nieseiner Schutzwaffe de auch am Kopf verletzt und blieb ergriffen hierauf der Täter durch zurden sie in der t. 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Der Tod des Reichspräsidenten überschattet alle anderen politischen Geschehnisse und lenkt die deutschen Politik zwangsläufig nach innen zur Sammlung. Das deutsche Volk trauert um seinen toten Führer. In der Erscheinungen Flucht war Friedrich Ebert der ruhende Pol, war der Staatsmann, der zwar nie seine Vergangenheit geleugner hat, im Gegenteil stolz darauf war, ein Mann aus dem Volke zu sein, der aber als Repräsentant des Deutschen Reiches sich nie als Parteimann fühlte, geschweige denn gab. Der Mann, der dem deutschen Volke das Deutschlandlied zur Nationalhymne erhob, war einer der wenigen Köpfe im neuen Deutschland, und sein Tod läßt eine Lücke klaffen, die auszufüllen im gegenwärtigen Augenblick fast unmöglich erscheint. Das besetzte Gebiet empfindet den schweren Schlag, den das Deutsche Reich durch den Tod des Reichspräsidenten erlitten hat, besonders stark, weil dadurch der innerpolitische Krisenzustand weiter verschärft zu werden droht. Dabei verlangen die außenpolitischen Ereignisse gebieterisch eine breite und geschlossene Einheitsstont im Innern. Vielleicht mahnt der tote Reichspräsident, der im Leben ein Aufbauer, kein Zerstöter war, hier stärker als es der lebende vermocht hat, und eint die Parteien zur Volksgemeinschaft. In dem waffenstarrenden Frankreich regt sich der Geist Poincaréscher Politik und pocht im Bewußtsein auf seine Militärmacht und die Tatsache der Besetzung der Länder am Rhein auf einen etwas sonderbar konstruierten Rechtstitel bezüglich der Räumungsfrage der nördlichen Zone. Wenn auch der britische Außenminister Chamberlain am 25. Februar 1925 im Unterhaus ausdrücklich sestgestellt hat, daß der, Vertrag von Versailles am 10. Januar 1920 in Kraft getreten ist, und daß die britische Regierung niemals zugegeben hat, daß der Zeitpunkt der Räumung in Frage gezogen werden könne, so sollte man sich in Deutschland ob dieser an sich sehr erfreulichen Erklärung keiner allzu großen Hoffnung hingeben. Das britische Weltreich hat größere Sorgen, als daß es im Ernstfalle die französische Freundschaft opfert, zumal Frankreich seine gewaltige Rüstung, die den Staatshaushalt immer wieder gefährdet, doch auch uum Schutze des Inselreiches zu tragen vorgibt, das sonst am Ende sich eines Angriffes von seiten Deutschlands aussetzen würde. Die amerikanische Union aber steht den europäischen Dingen noch jerner, als daß sie sich bewogen fühlte, zu intervenieren. Höchstens die Sorge um den französischen Fanken könnte amerikanische Finanzkreise veranlassen, aus der bisherigen Reserve zu treten. Zu vessen Gunsten, stände aber auch dann noch So sind wir denn wieder einmal auf eigene Füße gestellt und nur um eine Enttäuschung reicher. Diese Enttäuschung ist insbesondere im besetzten Gebiet stark, weil hier bis zur letzten Stunde ein gefühlsmäßiger Optimismus herrschte, der sich sogar jetzt noch hier und da hervorwagt, weil man nicht glauben will und kann, daß die Welt nach den Erfahrungen des Ruhrkampfes ein zweitesmal ein derartiges Experiment Frankreichs duldet. Und dennoch ist die Gefahr der Wiederholung größer denn je! Nicht etwa in der Form, daß ein neuer Einmarsch erfolge; nein, dafür sind selbst die Rheinpolitiker um Poincaré zu klug. Dagegen erfolgt in der in London vorgesehenen Räumung des Ruhrgebietes keinerlei Fortschritt und bezüglich der nördlichen Zone des altbesetzten Gebietes verschanzt man sich hinter einen Bericht der Kontrollkommission, dessen Veröffentlichung man aus begreiflichen Gründen immer mehr hinauszögert. Was Deutschland an angeblichen Verfehlungen vorgeworfen wird, sind doch im Grunde „olle Kamellen“, an die vernünftige Politiker der Gegenseite schon seit Jahr und Tag nicht mehr glauben, und die nur in frischer, moderner Aufmachung, nachdem vorher die Reklametrommel ausgiebig gerührt worden ist, der erstaunten, nichtsahnenden Welt auf dem Präsentierteller dargeboten werden als allerneueste Entdeckung. Mit allem Nachdruck hat der deutsche Reichskanzler Dr. Luther wiederholt die Bereitschaft der Reichsregierung zur Abstellung wirklicher Verstöße gegen den Versailler Vertrag und seine Artikel zugesagt. Frankreich wird sich somit nicht über den vorhandenen guten Willen Deutschlands beschweren können. Wir Deutsche aber, insbesondere wir Rheinländer, erheben laut und feierlich Protest, daß Frankreich die Veröffentlichung des Kontroll= berichtes immer wieder hinauszögert in der unverkennbaren Absicht, dadurch einen Vorwand für die weitere Besetzung der nördlichen Zonc zu gewinnen. Schon klingen von Frankreich wieder seit Jahr und Tag bekannte Lockrufe ins Rheinland, daß die Schaffung eines Rheinstaates allem Streit ein Ende bereiten werde, und daß die Rheinländer nur zu wollen brauchten, um unter dem Schutze der „Grande Nation“ ein freies und glückliches Volk zu sein. Die Schalmeibläser im Comité de la rive gauche du Rhin sollten doch nach mehr als sechsjähriger Erfahrung wissen, daß sie mit ihren Melodien am Rhein keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken, und daß ihre Spekulation auf innerdeutsche Parteizwistigkeiten und Regierungskrisen stark daneben gehen dürfte. Auch in Deutschland weiß man, und ganz besonders im besetzten Gebiet, daß Außen= und Innenpolitik nicht voneinander zu trennen sind, daß Wechselwirkungen bestehen zwangsläufiger Art, und daß man allein aus diesem Grunde jede innenpolitische Maßnahme auf ihre außenpolitische Wirkung prüfen sollte, wie man anderseits außenpolitische Ereignisse taktisch klug und mit der notwendigen Vorsicht sich innerpolitisch auswirken lassen muß. Es scheint uns deshalb für absolut verfehlt, in die öffentliche innerpolitische Debatte über die Regierungsbildung in Preußen die Rücksicht auf das Ausland vorzutragen. Politiker, die das tun, schaden sich innerpolitisch nur selbst, indem sie als vom Ausland abhängig dargestellt werden und damit an nationaler Stoßkraft einbüßen. Dem. Ausland wird aber ungewollt ein Anlaß gegeben, sich in innerpolitische Dinge hineinzumischen. Eine derartige Taktik ist somit weder klug noch Erfolg verheißend. Seit dem Tage, da wir auf die 14 Punkte Wilsons vertrauten, sollten wir wissen, daß das Ausland sich nicht durch die jeweilig veränderte Zusammensetzung der Regierungsbildung irgendwie hat beeinflussen lassen. Der Nachkriegskampf galt weiter dem deutschen Volk, dem man zum mindesten das demokratische Grundrecht lassen soll, sein Geschick selbst zu bestimmen. Von diesem Grundrecht hat das Volk noch bei den letzten Reichstagswahlen Gebrauch gemacht und sich für die Fortführung der seit Beendigung des Ruhrkampfes eingeschlagenen Entspannungspolitik ausgesprochen. Gerade das besetzte Gebiet ist es gewesen, das mit allem Nachdruck diese Politik unterstützt und gefordert hat. Der Eindruck der Reden des Oberbürgermeisters Dr. Adenauer anläßlich des Besuches des Reichskanzlers Dr. Luther in Köln am 9. Februar 1925 ist noch frisch gegenwärtig, so daß man an sie und an die zustimmende Antwort des verantwortlichen Leiters der deutschen Reichspolitik nicht zu erinnern braucht. Zurückrufen aber darf man das hochpolitische und nationale Erlebnis des 11. Mai 1924, da in Gegenwart des verstorbenen Reichspräsidenten Ebert die Kölner Messe eröffnet wurde. Damals forderte das besetzte Gebiet durch den Mund des Kölner Oberbürgermeisters Durchführung der vom damaligen Reichskanzler Marx eingeleiteten Politik als der einzig möglichen. Zu dieser Politik bekennt sich das besetzte Gebiet noch heute, und mit Genugtuung kann es feststellen, daß immer weitere Kreise des deutschen Volkes sich von der Richtigkeit dieses allein möglichen Kurses der deutschen Außenpolitik überzeugt haben. An dieser Tatsache ändert auch nichts die Feststellung, daß wir allem Anscheine nach uns in dem von uns ebenso vorausgesetzten guten Willen Frankreichs getäuscht haben. Unsere Aufgabe wird es daher sein, der Welt zu zeigen, daß nicht wir, sondern Frankreich die Schuld trägt, wenn das friedlose Europa die Menschheit nicht zur Ruhe kommen läßt. Die Politik des Geduldsfadens, der nicht abbrechen darf, gilt es fortzuführen, wenn wir Deutschland wieder zur Höhe führen wollen. Auf dem Bankett, das der Reichsverband der deutschen Presse am 23. Februar 1925 in Berlin gab, führte der deutsche Reichskanzler Dr. Luther in seiner Rede aus, daß der Politiker und Staatsmann gleich dem Bergsteiger nicht immer starr die Augen auf das Ziel gerichtet haben dürfe, sondern— das Ziel natürlich nie vergessend— dafür sorgen müsse, ungefährdet die nächsten Schritte tun zu können. Zur Anspornung der Willenskraft zum weiteren Aufstieg sei aber ebenso notwendig, von Zeit zu Zeit zurück ins Tal zu blicken, um sich zu überzeugen, welch Stück beschwerlichen Weges man schon hinter sich habe. Das deutsche Volk aber darf aus der Leistung seit dem Zusammenbruch Kraft und Mut zu weiterem Aufstieg schöpfen. Voraussetzung allerdings ist, daß wir aus dem Zustand der Dauerkrise herauskommen und uns in gemeinsamer sachlicher Arbeit zusammenfinden. Friedrich Ebert gehört der Geschichte an, ist dem Streit der Parteien entrückt, und das deutsche Volk gibt seinem toten Staatsoberhaupt die letzte Ehre. Wer auch immer sein Nachfolger werden mag, aus welchem Lager des deutschen Volkes er hervorgeht, er wird nie anders als mit größter Hochachtung und dem Gefühl der Dankbarkeit für die staatsmännische und vaterländische Arbeit des ersten Reichspräsidenten der deutschen Republik an diesen zurückdenken können. Das deutsche Volk aber braucht auch für die kommenden schweren Jahre einen ganzen Mann, und nichts wäre verhängnisvoller, als ein Kompromiß auf einen Verlegenheitskandidaten. Die deutsche Politik wird weiter am Rhein entschieden, um den Samstag 14. März 1925 Sc der Kampf mit modernen Mitteln der Politik weiter tobt, und der nichts anderes ist als der Kampf um die Einheit des Deutschen Reiches. —— Die Wahl des Reichspräsidenten Durch ein besonderes Reichsgesetz, das unter dem 6. März 1924 veröffentlicht wurde, sind ein gehende Bestimmungen über die Wahl des Reichs präsidenten getroffen worden. Dieses Gesetz wurde in Ausführung des Artikels 41 der Reichsverfassung geschaffen, welcher lautet: Der Reichspräsident wird vom ganzen deutschen Volke gewählt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das 35. Lebensjahr vollendet hat. Das Nähere bestimmt ein Reichsgesetz. Nach dem Gesetz über die Wahl des Reichspräsidenten ist wahlberechtigt, wer das Wahlrecht zum Reichstag hat. Wahlberechtigt sind also alle Männer und Frauen, die am Wahltage 20 Jahre alt sind. Den Wahltag bestimmt der Reichstag. Es muß ein Sonntag oder ein öffentlicher Feiertag sein. Nach§ 3 des Gesetzes muß der Stimmzettel den, dem der Wähler seine Stimme geben will, bezeich nen und darf keine weiteren Angaben enthalten. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte aller gül tigen Stimmen erhält. Ergibt sich keine solche Mehrheit, so findet ein zweiter Wahlgang statt, bei dem gewählt ist. wer die meisten gültigen Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los, das der Reichswahlleiter zieht. er zweite Wahlgang ist nicht etwa eine Stichwahl zwischen den Kandidaten, die auch bei der ersten Wahl die meisten Stimmen erhalten haben. Es ist vielmehr durchaus möglich, daß in diesem zweiten Wahlgang neue Kandidaten eintreten, und daß dann von diesen derjenige, der dann die meisten gültigen Stimmen hat, gewählt ist, auch wenn er nicht die absolute Majorität erlangt. Diese Abstimmung ist um deswillen sehr wichtig, angesichts unserer politischen Zerrissenheit dami gerechnet werden muß, daß von manchen politischen Gruppen für den ersten Wahlgang keine endgültigen, sondern nur Zählkandidaten aufgestellt werden, und daß diese Gruppen erst beim zweiten Wahlgang mit ihrem eigentlichen Kandidaten in die Erscheinung treten, für den aber schon vorher geworben ist und für den dann größere und sich jur diesen Zweck vielleicht besonders zusammensch ßende Gruppen eintreten würden. Daraus erg es sich, wie notwendig es ist, daß, um einer un geheuerlichen Zersplitterung entgegenzutreten und den wirklichen Willen des Volkes erkennen zu Wer das Baugeld für ein Eigenheim Wege beschaffen will, kann dies u sich aufs ne n ee e ze schelt der Freunce e. V., Lusikurort Wüsterrot bei Man frage an unt. Bez. a.„Schwerter Zeitung K vom 14. 3. Rape 3! die Herie bre Roman von Eduard Wagner. 12. Fortsetzung.(Nachdruck verboten.) „Er ist tot und kann sich nicht verteidigen; aber bei allen Fehlern, die er besaß, halte ich ihn doch einer solchen Tat nicht fähig. Er würde keinen Mord haben begehen können. Großvater. Sie tun uns beiden unrecht!“ „Mag sein! Ich will versuchen, Vertrauen zu dir zu fassen; ich will versuchen, zu glauben, daß du gut und ehrenwert bist, obwohl eine Stimm: in mir nicht zum Schweigen zu bringen ist, die das Gegenteil behauptet. Aber wir wollen nicht weiter über diesen Gegenstand sprechen. Edith. Ich will bestrebt sein, nur das Beste von dir zu denken.“ „Und Sic wollen mich Lord Glenhams nicht unwürdig halten?“ fragte Lady Trevor.„Großvater, ich will Ihnen gestehen, daß, nachdem meine erste Neigung zu Sir Albert verflogen, ich mir darüber klar wurde, daß ich ihn nie geliebt habe. Lord Glenham ist sehr gütig gegen mich gewesen Ihretwegen natürlich—. doch ich glaubte, daß ich ihm nicht ganz gleichgültig war, und so fing ich an, ihn zu lieben.“ „Was ich billige!“ setzte der Lord hinzu.„Wenn ich etwas in dieser delitaten Angelegenheit bewirken, wenn ich deinen Wünschen irgendwie Vorsch: leisten kann, so werde ich es kun. Und nun, Eotth. muß ich fort. Mein Pferd steht bereit!“ Er zog seine Handschuhe an, verbeugte sich kurz und verließ das Zimmer. Lady Trevor trat ans Fenster und sah ihm nach, während er davonritt. „Meine Aussichten auf seine Erbschaft mehren sich,“ sprach sie vor sich hin.„Wohl mißtraut er mir noch, aber er denkt doch auch schon daran, daß er mir durch dieses Mißtrauen unrecht tun könnte. Er wird bei Lord Glenham seinen ganzen Einfluß zu meinen Gunsten aufwenden, dessen bin ich mir sicher, und ich denke, der Graf wird der Vernunft schließlich Gehör schenken. Wenn ich ihn aber gewinne, wie soll ich mich dann Pulfords entledigen? Wenn ich mich dazu gezwungen sehe,“ fügte sie mit einem furchtbaren Blick hinzu, während ein dämonisches Lächeln über ihr Gesicht glitt,„muß ich den Entschluß, den ich letzte Nacht faßte, ausführen. denn um den Preis muß ich das Aeußerste wagen— das Acußerste und das Höchste!" Sechstes Kapitel. Malerisch gelegen, erhob sich ungefähr fünf Meilen von Castle=Cliff entfernt auf einem hohen Berge Glenham=Lodge. Geradezu entzückend war die Aussicht, welche man von dem Hause aus genoß. Ueber waldbedeckte Hügel und reizende Täler hinweg reichte der Blick weit hinein ins flache Land, während auf der anderen Seite das gewaltige Meer lag, dessen Wogen wild und schäumend gegen die schroffen und zerklüfteten Felswände anstürmten, als wollten sie diese fortreißen, um sich einen Weg zu bahnen in die tiefer liegenden Täler.„„ An dem Morgen, an welchem Lord Leonards nach Glenham=Lodge ritt, nur ein paar Stunden früher, saß Lord Glenham mit seinen Gästen am Frühstückstisch. Die ganze Gesellschaft war im Jagdkostüm, mit Ausnahme Sir Craftons. Alle waren in bester Stimmung; das Wetter war schön und man versprach sich einen fröhlichen Tag. Vor dem Hause standen die Diener mit den Hunden und den Büchsen, zum Aufbruch bereit. Das Frühstück war beendet, die Herren verließen das Zimmer und Lord Elenham war eben im Begriff. ihnen zu folgen, als er von Crafton zurückgehalten wurde. „Schenke mir eine Minute Gehör. Glenham,“ sagte dieser.„Ich habe dir etwas zu sagen.“ „Was ist es?“ fragte der Graf.„Du bist nicht in Jagdkleidung! Willst du nicht mit uns gehen?“ „Es tut mir leid, daß ich an der Partie nicht teilnehmen kann,“ antwortete Crafton.„Der Brief, den ich heute früh erhielt, enthält Nachrichten, die mich nach London rufen. Ich bin gezwungen, einige Tage dort zu bleiben.“ Der Graf war seit seiner Rückkehr von Deutschland viel ernster geworden; über sein Gesicht zog zuweilen ein Schatten, welcher die Unruhe seines Herzens verriet. Er liebte Alice Romberg mit der ganzen Glut der Leidenschaft, und diese Glut war um so stärker, da er noch nie geliebt hatte. Gleich nach seiner Ankunft in der Heimat war er zu seiner Mutter geeilt und hatte dieser seinen Entschluß mitgeteilt und sie um ihre Einwilligung gebeten. Sie aber hatte ihn mit Bestürzung angehört und Alice kurzweg eine Abenteurerin genannt. Mutter und Sohn, welche sich bis dahin alles gewesen waren, hatten sich danach kalt ge trennt, der letztere mit der Erklärung, daß nichts ihn in seinem Entschlusse wankend machen könne. Mit unsagbar wehem Herzen hatte er sich auf die Reise nach dem schottischen Hochland gemacht. Die Gräfin aber hatte eiligst an Lord Leonards geschrieben und ihn gebeten, daß er seinen Einfluß auf ihren Sohn geltend machen und dessen beabsichtigte Mißheirat zu verhindern suchen möchte. Sie waren erst kürzlich hier angelangt; um so erstaunter war Elenham über Craftons ihm kundgegebenen Entschluß. „Es tut mir leid, daß du schon wieder fort mußt, nachdem du eben erst angekommen bist," sprach er.„Kannst du nicht schreiben, telegraphieren oder einen Boten schicken? Die Jagd wird ausgezeichnet werden, und ich habe auf dich gerechnet, Crafton, mir meine Gäste unterhalten zu „Es muß dennoch sein, Glenham! Es sind mein Landgut betreffende Angelegenheiten, die mich nach London rufen!“ versetzte Crafton unsicher.— „Für dich wäre die Sache zwar eine Bagatelle; für mich ist sie eine Lebensfrage!“ Die Antwort des Grafen wurde durch das Eintreten eines Dieners, der ein Telegramm brachte, abgeschnitten. „Von meiner Mutter!“ sagte der Graf, nachdem er das Kuvert geöffnet und die wenigen Worte überflogen hatte.„Meine Mutter kommt mit einigen Feundinnen hierher und wird diesen Abend auf Glenhamd=Lodge eintreffen!" „Sie bereut ihren Widerspruch gegen deine Wünsche, Glenham,“ bemerkte Crafton mit der arglistigen Absicht, des andern Ansicht über die Sache zu erforschen,„und sie kommt hierher, um dir ihre Bereitwilligkeit anzuzeigen, unverzüglich mit dir nach Deutschland zu reisen.“ „Da kennst du meine Mutter nicht!" ertlärte r Graf, einen Seufzer unterdrückend.„Sie kommt vielmehr, um ihre Beweisführungen gegen beabsichtigte Heirat mit Alice fortzusetzen. Jetzt tut es mir um so mehr leid, daß du fort mußt, Crafton. Du könntest mir helfen, meine Mutter von ihrem Irrtum zu überzeugen. Sie meint, die Leidenschaft habe mich blind gemacht. Wenn nun auch du meiner Mutter versichertest, daß Alice an Geist und Benehmen eine Lady ist, würde sie sich wohl herablassen, wenigstens mit mir nach Deutschland zu gehen und sie zu sehen.“ Crafton verstand es meisterhaft, dem offenen lick Glenhams auszuweichen. „Wie könnte ich hoffen, einen Einfluß auf die Entscheidung der Lady Elenham auszuüben?“ sagte er.„Was sie nicht tun will ihres Sohnes wegen, den sie vergöttert, das wird sie gewiß nicht tun auf Zureden eines Mannes, der ihr effenkundig mißliebig ist. Nein, widersprich mir nicht, Glenham! Du weißt, daß es so ist! Aber was Alice betrifft— bist du auch gewillt, sie zu heiraten, wenn deine Mutter in ihrem Widerspruch sortfährt?"(Fortsetzung folgt.) lassen, schon für den ersten Wahlgang von den maßgebenden politischen Faktoren eine bestimmte und klare Linie eingehalten wird, und daß diese Basis so groß ist, daß schon im ersten Wahlgang derjenige Kandidat durchdringt, der kraft seiner Persönlichkeit und seiner sachlichen Eignung Aussicht hat, von einem möglichst großen Kreis der Bevöllerung gewählt zu werden. Aber immerhin muß man sich darauf gefaßt machen, daß ein erster Wahlgang nicht zum Ziele führt, daß in diesem Wahlgang die eigentlichen Bewerber noch nicht einmal erscheinen, und daß in der, etwa 14 Tage später zu erfolgenden Nachwahl die Entscheidung stattfindet. Nach dem Wahlgesetz werden die Stimmen in den Reichstagswahlkreisen gezählt. Das Ergebnis wird dem Reichswahlleiter mitgeteilt. Der Reichswahlausschuß stellt das Wahlergebnis im Reich fest. Das für den Reichstag gebildete Wahlprüfungsgericht prüft das Wahlergebnis. Wird die Wahl als ungültig erklärt, so findet eine Neuwahl statt. Die Ungültigkeitserklärung kann sich auf den zweiten Wahlgang beschränken. Es wird sich also zum ersten Male um ein: große Volkswahl im Sinne einer Volksabstimmung handeln, die um deswillen von ganz außerordentlicher Bedeutung ist, weil mit ihr eine Grundfrage unseres ganzen gegenwärtigen staatlichen Systems gewissermaßen zur Begutachtung des Volkes selbst gestellt wird. Sagenkranz. Bergmannssagen. *. Von W. Oschmann, Bochum. Es ist nur natürlich, daß sich um den Beruf des Bergmanns und um das Wirken des Knappen in der von tausend Geheimnissen umwitterten Stollennacht unzählige Mären und Sagen ranken. Allerlei spukhafte Geschichten gehen um von den Gnomen und Bergmännlein, die in den Klüften und Gängen erzführender Berge hausen, unermeßliche Schätze gewinnend und hüten. Einc tiefe Symbolik liegt darin, wenn die Volkspoesie den Berggeistern eine gewisse Zwiespältigkeit des Sinnens und Trachtens andichtet und damit die Licht= und Schattenseiten, die Erfolge und Mißerfolge, das Glück und die Gefahren des Knappenberufes andeutet. Einmal erscheinen die Gnomen als freundwillige Gönner und nützliche Helfer des Menschen, dem sie uneigennützig dienen und durch Ueberantwortung der Bergschätze Reichtum und Segen zufließen lassen. Ein andermal lauern sie ihm neidisch und tückisch auf, verfolgen ihn mit Haß und Bosheit und dringen ihm Unheil, um ihn dafür zu bestrafen, daß er freventlich den Frieden der Berge stört und die Unterirdischen im Besiz ihrer Kostbarkeiten bedroht. Die alte Volkssage unterscheidet zwischen schwarzen und braunen Bergmännlein. Die braunen Kobolde sind fleißig und regsam: niemand kennt so gut wie sie das Innere der Erde und die Naturkräfte, was in Steinen, Bergen und Metallen wächst und was in den Farben der Blumen und den Wurzeln der Bäume für Triebe lauschen. Sie haben viel Freude an Gold, Silber und edlen Steinen und fertigen daraus die seinsten Arbeiten, weshalb man sie auch als die Juweliere der Berge anspricht. Die Vergmännlein mit den schwarzen Jacken und Mützen sind schlimmerer Natur. Sie sind geizige Schatzhüter und üben oft arge Tücke. Dem Menschen schließen sie sich nur an, wenn er sich ihnen verpfändet oder förmlich verschreibt. Sie können sich auch in scheußliche Tiergestalten verwandeln. Sie weben die Nebelkappen, womit man sich unsichtbar machen kann, und verfertigen Zauberwassen, Harnische, die gegen Stich und Hieh fest sind. Degen, die nie Scharten bekommen, dünne Kettenhemden, leicht wie Spinnweben, durch die dennoch keine Kugel dringt. Auch wirken sie noch viel anderes Zaubergeschmeide aus Stahl und Eisen, das zu mancherlei verborgenen Künsten gebraucht wird und zum Teil die seltensten Eigenschaften hat. In allen möglichen Gestalten traten einstmals die Unterirdischen dem Knappen entgegen; als Mönch, als Kunstknecht oder als Steiger, als blaue oder rote Flamme, auch wohl als Maus oder als Vogel ohne Kopf. Entweder bedeutete das Auftauchen des Verggeistes ein großes Glück, der Knappe tat bald darauf einen reichen Fund; der Bergmönch arbeitete für den armen Hauer und schaffte mehr wie zehn Mann; der Knappe bekam von dem Berggeist ein unverwüstliches Gezähe (Handwerkszeug), eine unversiegliche Oelflasche und dergl.; oder es verkündete ein großes Unglück; die Zeche ging in Wassersnot zugrunde, es verunglückten viele Menschen usw. Selbst Agricola, der hervorragende Geologe und Mineraloge, scheint, wie Hue in seiner Geschichte der Bergarbeiter erwähnt, an das Vorhandensein der Berggeister geglaubt zu haben; ruft er doch aus:„Spottet, soviel ihr wollt, allein unsere Berggeister werdet ihr der Erfahrung doch nicht wegvernünfteln!“ Besonders charakteristisch ist die Gestalt des Verggeistes Rübezahl, der als Beherrscher des Niesengebieges in der schlesischen Sagenwelt eine hervorragende Nolle spielt, im übrigen aber auch in Hessen in der alten Namenform„Rubinzaga!". d. i. Rübenschwanz, vorkommt. Auch bei ihm sino neben Gutmütigkeit und Wohlwollen, Rauheit und Tücke hervorstechende Eigenschaften; auch in seiner Persönlichkeit ist angedeutet, daß die Berge sich ihre Schätze nur unter größten Gefahren für Leib und Leben entreißen lassen. Dr. Imle erzählt in seiner Studie„Der Bleierzbau von Mechernich in der Voreifel“ folgende Sage: Am Tanzberg bei Mechernich sei einstmals der Erzreichtum so groß gewesen, daß ein Bergmann einen Malter Roggen verdiente, ehe ein Müller dieses Quantum mahlen konnte. Doch der Ueberschuß habe Uebermut erzeugt und in Wollust und Schwelgerei sei das Erworbene vergendet worden.„Ein Tanzsaal befand sich tief unter der Erde, und nach beendeter Schicht wurden der Schlemmerei und der Wollust Opfer gebracht. In ihrem sinnbetäubenden Treiben achteten die Bergleute nicht auf das Krachen und Gedröhne. Da stürzte eines Tages bei diesen Gelagen der Berg zusammen und begrub alle, außer einer Frau, die ihren Mann zu holen sich unten besand und von unsichtbarer Hand zutage gehoben wurde.“ In dieser Sage tritt das Prinzip der Belohnung des Braven und Guten und der Bestrasung des Schlimmen und Hoffärtigen ebenfalls deutlich in die Erscheinung. Daß Glück und mancherlei Zufälligkeiten im Bergbau oft von der größten Bedeutung sind, lehrt die Sage von der Entdeckung des Rammelsberges. Als Kaiser Otto der Große einmal auf der Harzburg bei Goslar weilte, ritt einer seiner Jäger, Ramm mit Namen, auf die Jagd. Dabei kam er an einen Berg, der später die Bezeichnung Rammelsberg erhielt und heute noch führt. Das Waldgestrüpp war so start, daß er mit dem Pferde nicht durchkonnte. Er band es daher an einen Baum, um die Jagd besser fortsetzen zu können, und ging zu Fuß vorwärts. Dem Pferde mochte sein Herr aber zu lange ausbleiben. Es scharrte vor Ungeduld die Erde weg. Als Ramm nach einigen Stunden zurückkam, erstaunte er, als er unter den Hufen seines Pferdes die reichsten Erzstücke sah, die es durch sein Scharren und Kratzen von dem sie bedeckenden Rasen entblößt hatte. Er teilte seinem Herrn, dem Kaiser Otto, die gemachte Entdecung mit, worauf dieser aus dem Frankenland Leute kommen ließ, die hier ein Vergwerk einrichten mußten. Auch bei dem Vergvolk des Ruhrtales gehen viele Sagen um von guten und bösen Geistern, die in den Klüften der Berge ihr Wesen treiben, dem Knappen Wohltat und Förderung erweisend oder ihn mit schlimmen Ränken bedrohend. Tief im Schachte, tief in Nächten Regt sich oft geheimes Leben, Bleiche Silberlampen schweben Dann durch Stollen und Geklüfte. Und dazu raunt es verstohlen Aus den Schründen, aus den Spalten, Wo die Gnomen Wache halten Bei den unterird'schen Schätzen. Besonders oft ist in den Erzählungen der alten Vergleute vom„alten Mann““) die Rede, der In den verlassenen Gängen haust. Er warnt die Knappen durch Knistergeräusche und Zuruf vor Gefahren, die ihn bei seiner Arbeit im Schoße der Erde umlauern. Sein häßliches Gegenstück ist ein unter dem Namen Jäckel bekanntes Stollengespenst, das die Vergleute durch Rufen und Klopfen irreführt und ängstigt. Von diesen Stollengespenstern hieß es in einem Gedicht von Heinr. Kämpchen: Im alten Stollen. ta tappt es sacht, Gespenstig und langsam dahin durch die Nacht. Da steigt es im Aufbau von Ort zu Ort Und forscht nach der Stufe und tappte fort. Und wo das Gestein und die Kohle bloß, Da pocht's an die Firste, da tlooft's an den Stoß. Da prüft es die Zimm'rung, ob fest auch der Pflock, Da schallet der Schlag vom Halblachterstock. Und weiter tappt es die Straße entlang Im alten Stollen von Gang zu Gang, Stets weiter fort in dem öden Bau, Es kennt die Winkel und Wege genau. Wo kein Gräber mehr gräbt der Erde Gut Und die Tiefe liegt in der Geister Hut, Da tappt und pocht in der Strafe Bann Der böse Jäckel, der Stollenmann. Einst kürzte den Knappen er frech den Lohn, Und klagten die Armen, so lachte er Hohn, Betrog sie nur ärger noch fort und fort Und fälschte die Stufe in Querschlag und Ort. Die toten Knappen, sie ruhen nun aus, Nur er kann nicht schlafen im engen Haus; Ihm hat der Tod nicht Ruhe gebracht, Sein Geist irrt um in der Stollennacht. Die Knappen der neuen Zeit werden durch das unwitsche Treiben des Stollenmannes kaum noch in Schrecken gejagt. Die Nüchternheit der modernen Tiefbauschächte ist den Sagen und Mären nicht hold, und die Zwerge; Kobolde und Stollengeister, von denen bergfertige Knappengreise noch ernsthaften Gesichts ihren Enkelkindern erzählen, haden sich längst in die tiefsten Tiefen der Ruhrberge geflüchtet, wo Keilhau und Fäustel ihnen den Frieden nicht mehr stören. Aus Stadt und Umgebung. Zur Berufswahl unserer Kinder. Wieder naht die Zeit, wo viele Eltern vor der schweren Frage der Berufswahl ihres Kindes stehen, das zu Ostern aus der Schule entlassen wird. Da soll der erste Schritt ins Leben getan werden. Heute wenden sich viele junge Leute technischen Berufen zu und unter diesen vorwiegend wieder den Schlosser=, Elettriker=, Dreher und Schreinerbernsen. Bei sämtlichen Werken zeigt sich diese eigenartige Erscheinung und Eltern und Schüler glauben nur, daß diese Berufe die größten Aussichten fürs Leben bieten. Vielfach beruht dieses Urteil auf großer Unkenntnis der Sachlage. Denn in absehbarer Zeit werden wir ein Ueberangebot an Schlossern, Elektritern, Schreinern haben, und da wird es für viele sehr schwer werden, ein: geeignete Stellung zu belommen. Hierbei die Eltern und Schüler aufzuklären, ist Pflicht aller maßgebenden Stellen. Schlosser und Clettriter können nur die werden und es zu einem tüchtigen Fachmann bringen, die gewisse lörperliche und geistige Fähigkeiten besitzen. Daher werden heute in allen großindustriellen Betrieben sogenannte Berufseignungs=Prüfungen vorgenommen, wo man durch Versuche im voraus die Eigenschaften ungefähr zu erkennen versucht. Aber in der Technik gibt es noch andere Berufe von ebenso großer Wichtigkeit und Bedeutung. Alles Eisen muß entweder erst gegossen oder geschmiedet werden, damit der Schlosser und Dreher die Teile bearbeiten kann. Ein alter, fast kunstI voller Beruf, der ein hohes Maß von In telligenz verlangt, ist der Formerberuf, der neben einer kunstvollen Hand, Ueberlegung und Denken, auch großes Geschick verlangt. Seit Jahren schon macht die Einstellung von Formerlehrlingen immer größere Schwierigkeiten. Fast von allen Gießereien wird über diese Erscheinung und über den Mangel an genügendem Nachwuchs von tüchtigen Formern geklagt. Demgegenüder muß betont werden, daß für den Formerberuf zurzeit, eben infolge des geringen Angebotcs und der große Nachfrage, gute Aussichten bestehen. Wichtig für Haus= und Grundbesitzer. Die Frist für Anträge auf Ermäßigung der Hauszins= zzeuer auf Grund der Belasting von weniger als 20 v. H. war mit dem 31. Dezember 1921 abgelaufen. Durch die fünfte Verordnung vom 18. 12. 1924 zur Durchführung der Preußischen Steuerno.verordnung ist diese Frist bis zum 31. März 25 verlänpert. An diesem Tage läuft auch die Frist ab für diejenigen Hausbesitzer, welche noch Hypotheken oder Reallasten auf ihren Besitzungen ein###tragen haben. Ziffer 24 der Verfügung Finanministers vom 26. f. 24 K. V. 2 1527 spricht nur von hauszinssteuerpflichtigen Grundstücken, nicht von Mietswohnhäusern, nur der Erlaß des Finanzministers vom 18. 6. 21 ordnet an, daß der Friedensmiete od. Fricdens nutzungswert von Hotels und ähnlichen Gebänden, die in der Vortriegszeit nicht durch Vermietung, sondern durch den Eigentümer selbst genutzt worden sind, durch Vergleichung mit Gebäuden von gleicher Größe, Bauart und Beschaffenheil, für die wirklich bedungene Mietpreise vorliegen, zu ermitteln ist. Kunstausstellung. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die gestern in einem 1 Fruinleton besprochene hervorragende GemüldeAusstellung des Münchener Künstlerbundes „Isar“ c. B. auch morgen, Sonnlag, den ganzen Laggeösfnet sein wird. Die Ausstellung wird unwiderruflich am Mittwoch geschlossen. Es ist also nur noch ganz lurze Zeit Gelegenheit geboten, die Fülle von Licht und Farbe der zur Schau gestellten Werke auf sich einwirken zu lassen. Niemand sollte versäumen, der glänzenden Bilderschau im Saale des Evgl. Gemeindehauses einen Besuch abzustatten und die seltene Gelegenheit benützen, wirklich gute Kunst zu sehen. *) Die Bezeichnung der„alte Mann“ wird in der Bergmannssprache auch auf die abgebauten verlassenen Grubenbaue selbst angewendet. Schwerte, den 14. März. Der Westfälische Provinziallandtag wird voraussichtlich am 31. März im Landeshaus zu Münster zusammentreten. In einer Pressebesprechung unter Vorsitz des Landeshauptmanns machte, der „Rhein.=Westf. Ztg.“ zufolge, am Montag u. a. Landesbaurat Müller nähere Mitteilungen über die Tätigkeit der Provinzialverwaltung auf dem Gebiete des Wegebaues und der Erhaltung der Chausseen. Es sei nicht richtig, wenn aus dem besetzten Gebiet immer wieder Klagen laut würden, daß für die Provinzialstraßen nichts geschehen sei. Von den 2600 Km. Provinzialstraßen in Westfalen entfallen auf den Bezirk des Ruhrsiedlungs= verbandes rund 400 Kilometer. Aus den für 1924 der Provinz zur Verfügung gestellten Mitteln von 2,3 Millionen Mark entfallen auf das Ruhrsiedlungsgebiet allein 35 Proz., 1925 stellte der Provinziallandtag sogar 13 Mill. Mark für Chaussecbauten bezw. Ausbesserungen zur Verfügung. Dabei sind die Preise für Kleinpflastersteine von 150 Mark vor dem Kriege auf 360 Mark für 10 To. gestiegen. Bei dem starten Verlehr, der sich in den letzten Jahren auf den Chausseen abspielt, kommt überhaupt nur Großpflaster in Betracht. Im vorigen Jahre sind 50 Km. Neupflaster hergestellt worden. Die Provinzialverwaltung wolle gerne nach Möglichkeit allen Wünschen gerecht werden, wenn ihr nur die nötigen Mittel an die Hand gegeben würden. Tauwetter ist über Nacht eingetreten. Da ist es notwendig, noch einmal darauf hinzuweisen, daß die Bürgersteige von Schnee und Eis und die Straßenrinnen offen zu halten sind, damit das Tauwasser ungehindert abfließen kann. Von der Polizei=Verwaltung wird noch besonders darauf aufmerlsam gemacht, daß das Wersen mit Schneebällen auf Straßen und Plätzen verboten ist und bestraft wird. : Dortmunder Truerungszahl. Die vom Städt. Statistischen Amt in Dortmund ermittelte Teuerungszahl betrug am 11. März d. Is. 117,93. Gegenüber dem Stande vom 4. März ist eine Steigerung von 0,7 Proz. eingetreten. Gautag. Der Gau Westfalen des Reichsbundes für Volksbühnenspiele(E. V.) Berlin hält am 2., 3. und 4. Mai d. Is. seinen Gautag in Dortmund ab. 100 Millionen Spareinlagen in Westfalen. Die Spareinlagen bei den westfälischen Sparkassen im Monat Februar 1925 haben mit 103 Millionen die ersten 100 Millionen Mark überschritten. Eine höchst erfreuliche und bemerkenswerte Tatsachwenn man bedenkt, daß die Spareinlagen vor###nem Jahre nur 9 Millionen Mark betrugen! Die Zunahme der Spareinlagen betrug im Februar 12 Millionen Mark. Die Giro=Einlagen haben sich um 6 Millionen auf 67 Millionen Mark gehoben. Der Gesamteinlagenbestand bei den westfälischen Sparkassen hat mithin eine Höhe von 170 Millionen Mark erreicht. Es wurden 19000 neue Sparbücher ausgestellt. Auch für den laufenden Monat März ist wieder ein günstiges Ergebnis zu erOperettenabend. Der Theaterverein„Humor“ läßt am morgigen Sonntag, nachm. 6 Uhr, die große Operette„Der Weg ins Paradies“ über die Bretter gehen. Die bisherigen Operettenaufführungen brachten immer großen Erfolg, und der Beifall, den man den Kräften nach jeder Aufführung zollte, bewies, wie sehr die Spieler die Herzen der Zuschauer sich crobert hatten. So kann man auch auf die morgige Operette gespannt sein, zumal wieder erste Kräfte mitwirken und für eine gute Bühnendetoration gesorgt ist. ha. Die Borbereitung der Reichspräsidentenwahl. Für die Wahl des Reichspräsidenten können die Gemeinden die Verzeichnisse der Stimmberechtigten für den ersten Wahlgang schon vom 15. März an auslegen. Sie sind angewiesen, dies spätestens am 20. zu tun und zuvor die ortsübliche Bekanntmahung zu erlassen. Die Kreiswahlleiter sind alsbald zu ernennen und bekannt zu machen. Im allgemeinen wird empfohlen, die der letzten Reiche tagswahl und ihre Stellvertreter wieder zu bestellen. Der Reichswahlleiter will sich an sie in einem besonderen Rundschreiben wenden, um eine zuverlässige Zusammenarbeit sicher zu stellen. Stimmzettelumschläge müssen bei den Behörden in genügender Anzahl vorhanden sein. In Linie sollen die von der letzten Reichstagswahl übriggebliebenen mit dem neuen Reichsadler benutzt werden. In jedem Abstimmungsraum dürfen nur Umschläge von gleicher Art und Farbe benutzt werden. : Wetteraussichten für Samstag und Sonntag: Wolkig. teilwelse aufklärend und meist trocken, sowie Abnahme des Frostes bei mäßigen südwestlichen Winden. Schneehöhe heute früh: Brocken 110 Ztm., Feldberg 150 Itm., Wasserkuppe 38 Itm, Fichtelberg 110 Itm. Kahler Asten heute früch: Leiser Ostwind, wolkenlos, 10 Grad Frost. Wettermeldungen der Eisenbahn-Dirkttion Elberfeld: Die Schneehöhe beträgt in Winterberg 30 40 Ztm.(12 Gr. Kälte); in Willingen 50 (9 Gr. Kälte, Schne#rreiben); in Reiner: 20 50 Itm.(13 Gr. Kälte, Pulverschnee. Ostwind) Slibahn überall vorzüglich. Wintersportzüge werden gefahren, und zwar Am Samstag, den 14. März 1925: Senderzug 1701: Düsseldorf(Hbf.) bis Winterberg. Schwerte an 5,46, ab 5,56; Winterberg an Sonderzug 1703: Duisburg(Hbf. bis Winterberg. Schwerte an 5,40 Uhr, ab 5,56 Uhr. Am Sonntag, den 15. März 1925: Sonderzug 1707: Düsseldorf(Hbf. bis Winterberz. Schwerte an 8,05, ab 8,14; Winterberg an 10.10 Sonderzug 1705: Duisburg(Hbf.) bis Winterberg. Schwerte an 8,00 Uhr, ab 8,11. Sonderzug 1702: Winterberg=Schwerte=Quisburg. Winterberg ab 6,20; Schwerte an 8,51, ab 8,5 Sonderzug 1704: Winterberg=Schwerte=Düsseldorf. Winterberg ab 6,40; Schwerle an 9.16, ab 9.17; Düsseldorf(Hbf.) an 11,09. W • macht die wasche blendend weiss. die derliche Lage de Weltbades knmiten der Wald, und Verzgotigen, gsägzischen Zochalztzermnen(Gxo(0), sovie bedentende sportiche und geselschaftliche Veranstaltungen ziehen alljährlich Kurgäste in großer Zahl aus aler Herren Länder an. UON enta gab Guntram mit ihrem Fächer neckend einen „Lieber Freund, wer wird denn, ja, wer wird mit iner zukünftigen Braut von Altwerden sprechen, das geht sch nicht, man ist so jung, wie man sich fühlt, aber natürlich, man eine Tochter neben sich hat, die so würdig repräntiert“, sie lachte leise, dann wurde sie ernst, als sie fortihr:„Weil wir nun doch einmal beim Besprechen unserer emeinsamen Zukunft sind, möchte ich einen Wunsch, mehr och eine Bedingung äußern: Ihre älteste Tochter und auch die Kleine dürfen nicht hier bleiben, wenn ich Ihre Frau werde, es würde gleich ein schiefes Verhältnis sein bei allem äußerlichen Frieden, das gilt für Fräulein Lilli und zur Kinderpflegerin eigne ich mich nicht, zumal für ein schwächliches Kind, wie Sie mir Ihr Lottchen geschildert haben.“ Guntram Ferdickow fühlte in diesem Augenblick nicht die ganze Schwere seines Entschlusses, den er dieser Frau zusagte, deren Besitz ihn für sein ferneres Leben glücklich machen sollte, er fühlte nicht die Kleinheit seiner Handlungsweise als er sagte:„Lilli ging ja auch, als ich zum zweiten Male hei 2 ratete, sie kam, Mutterstelle bei Lottchen zu vertreten, und ich werde meinen Töchtern ein Heim einrichten, wo und wie „Nun denn, mein Freund, dann wären ja alle Hindernisse aus dem Wege geräumt—,“ lachte Senta Brodera und versuchte einen schelmischen Augenaufschlag, und Guntram Ferdickow durfte sie im Schatten der Ferdickower Linden küssen. 14.„ Die Gäste fuhren abends ab, wieder zurück in den neinen, nicht weit entfernten Badeort, dessen schwache Eisenquellen noch nicht langer Zeit entdeckt worden waren, und das Senta Brodera in einer ihrer schnellwechselnden Launen sich zum Sommeraufenthalt ausgesucht hatte, und wo sie mit den ihr aus ihrem Engagement her bekannten Herren zusammenEs war am Mittag des andern Tages, als Lilli, Lottchen auf dem Arm, die sie im Garten spazieren gefahren hatte, ihrem Vater auf der Diele begegnete. „Hast du einen Augenblick Zeit für mich, Lilli! Gewiß, Vater, sobald ich Lottchen versorgt habe.“ Sie legte die Kleine zum Schlafen und ging dann hinunter in ihres Vaters Zimmer. Guntram Ferdickow saß am Schreibtisch und Lilli setzte sich in einen der tiefen Polstersessel und sah ihn aufmerksam an. Es wurde ihm augenschein! schwer, den Anfang dessen zu finden, was er Lilli mitteilen wollte, sie kam ihm mit keinem Wort zu Hilfe. Auf seine endlich in etwas gepreßtem Ton gestellte Frage: „Du ahnst es gewiß, weshalb ich dich sprechen wollte?“ erwiderte sie freundlich:„Nein, Vater, durchaus nicht.“ Und so mußte sich Guntram von Ferdickow, indem seine rechte Hand mechanisch mit einem Bleistift spielte, der auf der Schreibtischplatte lag, zu dem Geständnis bequemen: Ich werde die Dame heiraten, die gestern unser Gast war— wir haben uns gestern verlobt.“ Lilli, diese Worte vorausahnend, hatte gleich antworten wollen, als sie sie aber hörte, so kühl, so geschäftsmäßig und doch andrerseits wieder wie voll innerlicher Befriedigung, war sie zuerst ein Weilchen stumm. Ihre Gedanken gingen zu Charlotte, zu ihrer Mutter, und es war, als ob plötzlich ihr der Boden unter den Füßen fortgezogen würde. Wie ein Zusammenstürzen alles dessen, was bisher Einfluß auf ihr Leben gehabt, ihre Handlungen und Entschlüsse bestimmt hatte. Der einsame, unverstandene Vater! Und da saß Guntram von Ferdickow vor ihr und erzählte ihr, daß er sich gestern „Mit einer Künstlerin", dachte Lilli voll Bitterkeit, eine Künstlerin, wo doch damals— vor Jahren— der ganze Sturm des Elternhauses heraufbeschworen war durch die kleine Bitte der musikliebenden Mutter, einen seltenen musikalischen Genuß zu haben. Ich wünsche dir Glück, Vater“, das war alles, was Lilli sagen konnte, und Herr von Ferdickow fuhr, als sie kurz ab„Ich weiß, daß du nicht bleiben wirst— aber ich kann doch auch Lottchen nicht behalten. Senta, du wirst das gemerkt haben, ist nicht die Frau, sich mit kleinen Kindern zu beschäftigen, ich weiß, du hast Lottchen lieb, und da wollte ich dich bitten, suche dir irgendeinen hübschen Ott aus— ich will für dich da eine Wohnung mieten, wenn es sein muß, ein Häuschen kaufen— bleib eine Mutter für Lottchen!“ Der Ton seiner Stimme war sanft, fast klagend, plötzlich kannte Lilli diesen Ton, trotzdem ihn Ferdickow lange Zeit nicht angewandt hatte. So hatte er gesprochen damals— wenn er sich von Irene mißverstanden, zurückgesetzt gefühlt hatte und seiner Schwiegermutter und seiner Kinder Mitgefühl erwecken wollte..... S 44cham ist Du weißt, Vater, daß mein Platz bei Lotichen#— ich werde es mir überlegen, ich kann im Augenblick— das mußt du selbst fühlen, nicht sagen: da oder dort hin will ich übersiedeln. Wenn ich etwas gefunden habe, sage ich dir Be— so sehr wird die Sache, uns beide loszuwerden, ja Wirklich, sie hatte es über sich gebracht, einen scherzhaften Ton anzuschlagen und Guntram Ferdickow wagte nicht, seiner Tochter zu sagen, daß in vier Wochen schon seine Hochzeit Sie saß den ganzen Tag, ausgenommen die Mahlzeiten, die sie, wie immer, mit dem Vater und Klara Faßling gemeinschaftlich nahm, um nicht irgendwelches Gerede zu erregen, oben auf ihrem Balkon, barg ihren schmerzenden Kopf in die Hände, und versuchte es zu fassen, daß sie wieder heimatlos sei. Und hatte dafür zweimal eine Heimat aufgegeben, zuerst bei der Mutter in Berlin, dann die im Genesungsheim, und blitzschnell stellten sich die Bilder dieser Heimstätten ein, das Waldheim mit seinem Frieden, seinen kleinen mehr oder minder artigen Insassen, der gütigen Frau Oberin, den fröhlichen anderen Schwestern, dem liebenswürdigen Doktor Lindolf. Sie ging früh zur Nuhe und hoffte zu schlafen, um einmal diese Bilder loszuwerden, aber vergeblich. Und als sie eben — der Tag graute schon— im Hinüberdämmern zwischen Wachen und Schlafen war, rief ein Ton aus Lottchens Bettchen sie dorthin. Den Ton, den sie aus ihrer Schwesterpraxis so gut kannte, dieser Ton, den schwere Krämpfe verursachen, und da stand sie dann an der Schwester Lager, hatte nach Klara Faßling gerufen und bemühte sich, die ihr bekannten Mittel anzuwenden, des Krampfes Herr zu werden. Es gelang auch— dennoch ging sie, die Kleine in Klaras Obhut lassend, in ihres Vaters Zimmer und telephonierte an den Arzt, der sofort zu kommen versprach. Sie ließ durch den Diener ihren Vater benachrichtigen und dann saß sie, hoffend, daß der Anfall nicht wiederkommen würde, an Lottchens Bett. Der Arzt bestätigte, was Lilli wußte: ein gesundes, kräftiges Kind würde den Anfall ohne ernste Folgen überwinden, bei einem so elenden Kind wie Lottchen es war, bedeutete ein erneuter Krampf Sie faltete die Hände und wollte beten! Um was denn? Um Lottchens Genesung? Um ein Wunder? Nein— Wunder geschehen nicht mehr! Sie konnte keinen Gedanken festhalten! Die kamen und gingen und sie stützte den schmerzenden Kopf in die gefalteten Hände. Und da kam das einfache Kindergebetlein in ihren Sinn, das sie mit den Heimkindern gesprochen hatte, wenn sie abends wohlversorgt in ihren Bettchen lagen: Müde bin ich, geh zur Ruh— Schließe meine Augen zu—— und damit etwas wie Ruhe und Frieden— und ein Hindämmern zwischen Schlafen und Wachen— und dann— sie hatte wohl zwei Stunden so an Lottchens Bett gesessen, wie der furchtbare Ton und der Krampf wiederkam, der den kleinen Körper schüttelte. Sie hielt das Kind auf ihrem Schoße, bestrebt mit Klara Faßling, die der Ton ihrer Glocke herbeigerufen hatte, ihm Linderung zu bringen, und als das gelungen war, als sie Lottchen leise, ganz behutsam zurück in die Kissen legte, da sah sie, daß diesmal der ernste Gast, der über Schloß Ferdickows Schwelle getreten war, die kleine, schuldlose Kinderseele mit sich nehmen würde. Sie bat Klara Faßling, den Diener wecken zu lassen, daß er den Vater rufe und ins Kinderzimmer beschiede, und eine Viertelstunde später stand Guntram von Ferdickow an seines Töchterchens Sterbebett. Lilli hatte ihn, als er in die nur matt erhellte Stube trat, mit flüchtigem Kopfnicken gegrüßt, ihre Blicke, all ihre Gedanken, ihre ganze Liebe galten in diesem Augenblick nur dem Kinde, das nach kurzem Dasein einem Leben entrückt wurde, das wahrscheinlich nur Leiden und viel körperliches Unbehagen ihm gebracht hätte; und als der kleine Körper zum letztenmal zusammenzuckte und die schon halb gebrochenen Augen sich schlossen, beugte sie sich und küßte das sterbende Schwesterchen auf die Stirn, wie um Vergebung bittend, daß ihre Sotge und Liebe es nicht hatten auf Erden halten können. Guntram von Ferdickow wandte sich um, als Lilli sagte: „Lottchen hat ausgelitten“, dann reichte er Lilli die Hand und drückte die ihre fest und warm:....„ „Ich danke dir, Lilli— herzlich dante ich bil—“ und dann schloß sich die Tür leise hinter ihm. Am Abend des dritten Tages, einige Stunden nachdem ganz still die kleine Leiche auf dem Ferdickower Friedhof im Familienbegräbnis ihre Ruhestätte gefunden hatte, trat Lilli in das Zimmer ihres Vaters. Er saß im Klubsessel im Bereich des elektrischen Lichtes und las Geschäftsbriefe. „Ich komme dich zu bitten, mich übermorgen reisen zu Aber Kind, so plötzlich— du hast nun, durch Lottchens Leiden und Tod in Anspruch genommen, mir noch nicht gesagt, wohin du gehen willst.„ „Ich werde wieder Schwester vom Roten Kreuz— aber ehe ich weiß, ob ich wieder in meinem lieben Waldheim will* 83 tommen bin, werde ich in eine mit, gut empfohlene Penston, ersgicz, bo=giater wohirz in dent nächsten Wochen eine Künsterin Tochter selhst einen chg ascheeeeeeeh Lillis, der in natürtichen Seuten unter ver weizen Baztg. „Kind, liebes Kind— du hast keine Heimat— sags. uu— und doch hast du eine, eine, die dir offen steyr Tag und Nacht— für immer und für kurze Zeit, wenn du wieder weiter willst, jedenfalls aber jetzt, wo deine Nerven und deine Seele R halten sollen und wo Liebe— verDu könntest doch noch bleiben, Lilli, so enug int es voch „Weshalb aufschleben, was doch einmal geschehen muß, Vater, also bitte, du bist einverstanden, ich kann den Wagen zur Sie wunderte sich, wie ruhig und sachlich sie sprechen konnte, fast so, als beträfe die Abreise irgendeine andere Person— nicht sie selbst, und als sie dann, zwei Tage später, nach herzlichem Abschied von Klara Faßling an ihres Vaters Arm die Stufen an der Dielentür zur Vorfahrt hinunterstieg, als er in iner undewohrggighieh igre gand wandlung zum Abschier, ine Jand küßte, als der Wagen, langsam anrollend, vom Hofe fuhr, da wußte sie, daß sie nun ganz, ganz heimatlos war. Aber es galt ja nicht, Vergangenem nachzutrauern, sie selbst hatte sich das Zurückkehren nach Ferdickow gewünscht, hatte sich das Zusammenleben mit dem verwaisten Vater so ideal gedacht. Nun wußte sie es, ihr Vater war nie vereinsamt gewesen — solches Gefühl hatte seine Herrschernatur, sein selbstgefälliges Wesen nie zugelassen. Lottchen! Sie mußte an die Zeit auf Ferdickow denken, die sie der Pflege der Kleinen gewidmet hatte, es waren schwere Tage und doch auch schöne Tage gewesen und während der Fahrt mit dem Kleinbahnzug stand sie noch ganz im Banne dieser Erinnerungen. Aber dann galt es umzusteigen. Nach einer halben Stunde Aufenthalt auf dem Bahnhof kam der Schnellzug angebraust, mit dem sie diese Reise nach Berlin fortsetzen wollte.,.. 914114 „Damen-Abteil zweiler Klasse“, Ofinen Sschneid getpente Hen Acterilgznig Hater nur ganz Sinen Sie der Schweste her, Eogelzug zue nur gungz kurzen Aufenthalt und Lilli ihren kleinen Koffer in der Hand, fand sich, der Zug hatte sich schon wieder in Bewegung gesetzt, im Abteil einer einzigen Dame gegenüber, die am entgegene vum rertsam und da— da hatte auch Lilli die einzige sein gekommenen grenzenlosen Vereinsamung rief sie: gecamm g. Bgtga i Wreissalnung kle sie: „Mutter— du vist es?“ Ein schwerer Junge J. E. Paxton aus Nebraska, welcher sich stolz der dicste Farmer der Welt nennt.[Ruge.] stehst du, Kind,— herzliche Liebe dich pflegen soll. Und welche Liebe könnte besser für dich sorgen als Mutterliebe. — Ichhabe nie aufgehört, mit Muttertreue an meine Kinder zu denken, meine Kinder zu lieben.— Deine Zimmer sind geblieben, wie du sie verlassen hast. Sie warten auf dich — Lilli.“ Lilli hatte ihren Platz gewechselt, wie von einer gewaltsamen Macht getrieben, hatte sie sich neben die Mutter gesetzt und lehnte ihren Kopf an die Schulter Irenes. „Mutter," sagte sie und wiederholte es noch einmal,„Mutter“, und es war, als ob sie den lieben Namen nicht oft genug aussprechen könnte, den Namen, den sie damals in kindischem Trotz ausgesprochen:„Der Geheimrat nimmt uns Mutters Liebe fort.“ Heute wußte sie es besser, der Mutter Liebe hatte ihnen niemand nehmen können, nicht das neue Leben an der Seite eines Mannes, der sie besser verstand, als der Vater die stille selbstbeherrschte, keusche Frau je verstanden hatte. Des Vaters Liebe — ach ja— die so oberflächlich war, wie Guntram selbst, die hatten sie wohl besessen, aber was waren ihm seine Kinder, als er zur zweiten und dritten Ehe schritt! g7. 116 „Nun— Lilli?“ fragte die liebe Stimme, deren Klang und immer zu hören wünschte—„nun, Lilli, zu Hause sein, Mutter— und verzeih mir, 91 Da schloß ein Kuß Irenes Lillis Mund. 6, Manch „Nichts ist zu verzeihen, Kind, wir gehen woht ggrggen mal in die Irre, wenn wir denken, einen guten, gerat Weg zu wählen— Zubert und du— ihr habt, nie, aufgg. hört, meine Kleinode zu sein— und so wird es.gu, ner zi, ben, bis— ja bis dich jemand mir wieder entfuht, der eine noch bessere Heimat bietet— bis du dem Manne ver Bcht feot“.. I. schültein— unter den verLili versuchte den Kopr Zu Iou, zristerte da nicht ein Briaf d=s D-. Lindolf in ihrer Tasche, den er ihr geschrieben Srief ber Dr. 4vv, geng Tod gemeldet hatte? Zände und zog sie auf den Platz ihr, als sieden Schztgnd, zwischen hen Zeisen zu lesen, der „Lili— Kind— liebstes— wo kommst du her— fährst wollte nicht über Irenes Lippen—. von Ferdickow?“ nicht auf Ferdickow— nirgends— nur wohin mich meine Keine Heimat— Kind? Betreutest du nicht in Ferdickow hat mir doch auch ovon erzschlt.“. E.Iem zum erstenme 9a flossen Lillis Aranen zumn erstenmal:„ing schwache „Lottchen ist vor acht Tagen gestorben— das tiemne schwache als sie den Schweztzgn im Heim,Lotsche.., lgson. der wußte, daß ein tüchtiger treuer Mann darauf wartete, eine Lilli heimzuführen als echte, verständnisvolle Doktorsfrau. Aber bis dahin— bis dahin hatte sie ein Deim, gr Millen das warme traute Heim, das sie einst aus esge, z un in verlassen— das Heim der geliebten Mutter, dem si stiller Freude entgegenfuhr. Märznacht Horch! Wie brauset der Sturm und der schwellende Strom in der Nacht hin! Schaurig süßes Gefühl! Lieblicher Frühling, du nahst! 84 Dotgbratns Ibizza von Knonorn Dany (Nachdruck verboten.) Zwei elegant gekleidete Herren standen in einem Buchladen und durchblätterten die Bücher, welche der Verkäufer ihnen als besonders empfehlenswert vorlegte. „Nun ist's aber genug“, sagte der eine lachend, als er sah, wie sein Begleiter immer wieder neuen Lesevorrat neben sich aufstapelte.„Wollen Sie etwa den ganzen Laden aufkaufen, Frensdorf?“ heute ihren ersten öffentlichen Liederabend gibt. Wir haben ihr vorhin mitteilen müssen, daß die Hälfte des Saales noch unverkauft ist. Und es sind doch nur mehr wenige Stunden bis zum Beginn des Konzertes.“ „Wie heißt die Dame?“ „Marga Festner. Ich glaube,'s ist ein armer Wurm!“ Frensdorf zog seine Brieftasche. „Wollen Sie mir einen Gefallen erweisen?“ „Mit größtem Vergnügen!“ „Gut. Ich kaufe also die restlichen Karten auf und Sie sorgen dafür, daß kein Prinz Vipulya, der siamesische Gesandte in Kopenhagen, ist zur Ratifikation des Deutsch-Sicme sischen Handelsvertrages in Berlin eingetroffen.[Terraphot.] K Dr. Am Zehnhoff, der bisherige preußische Justizminister, feierte seinen 70. Geburtstag.[Atlantic.] Der Angeredete zuckte die Schulter. „Wenn man nach Italien fährt, kann man schon etwas Reiselektüre gebrauchen. Nun bin ich übrigens fertig. Gehen wir!“ Sie wandten sich der Ausgangstüre zu. Im selben Augenblick huschte ein junges Mädchen an ihnen vorüber, und in der Eile, mit der sie nach der Klinke faßte, entglitt ihr eine Papierrolle und fiel den beiden Herren direkt vor die Füße. „O Vergebung!“ Hastig bückte sie sich danach, doch Frensdorf kam ihr zuRAR Eine preisgekrönte Schönheit: Lillian Harvey, der Star der Eichberg-FilmGesellschaft, die im letzten Sommer im Seebad Heringsdorf den 1. Preis erhielt.[Atlantic.] Ministerpräsident Petrulis Zur Neubildung des litauischen Kabinetts. [Atlantic.] Plätzchen im Saale leer bleibt.“ Der Verkäufer riß erstaunt die Augen auf. „Es ist zwar nicht leicht, selbst mit geschenkten Karten einen Saal zu füllen, aber ich werde mein Versprechen halten.“ „Wo ist das Konzert?“ „Im Erholungssaal!“ „Hier bitte, machen Sie sich bezahlt! Eine anständige Entschädigung für Ihre Mühe ist Ihnen sicher.“ Als die beiden Herren auf die Straße traten, zupfte der Jüngere seinen Genossen am Arm. vor. Ein junges, von Tränen überflutetes Gesicht neigte sich ihm sekundenlang mit stummem Dankesausdruck zu. Das Mädchen flüchtete dann auf die Straße. Frensdorf blieb stehen und wandte sich nach dem Verkäufer zurück. „Haben Sie die Tränen der jungen Dame verschuldet, welche eben fortging?“ fragte er. Dieser lächelte. „Es ist eine junge Künstlerin, die ve * Siegmund Breitbart, der stärkste M Training mit dem Pferd, das vergeblich versucht, Breitbart von seinem ann der Welt. Platz zu ziehen.(Atlantic.] „Was ist das nun wieder mal für eine verrückte Idee von Ihnen?“ Frensdorf aber lachte. „Ich bin glücklich, bin so glücklich über den Preis, mit welchem die Akademie meine Skulptur ausgezeichnet hat, daß ich den neidischen Göttern unbedingt opfern muß. Und in drei Tagen gehe ich überdies nach Italien, dem Lande aller künstlerischen Sehn mu Ein Glanzstück der Geweihgruppe Links: Eine Sammlung von Wildschweinen. Der größte deutsche Raubvogel, die Trappe(unten das Männchen mit dem Bart).[Horlemann.] Kapitän zur See, Pseiffer wurde zum Konteradmiral befördert. (Atlantic.] Aussteilung Berlin Dr. Ernst Barthel, Privatdozent in Köln, der mit dem Strindbergpreis ausgezeichnet wurde. [Atlantsc.) Links: Angehörige der Grubenarbeiter warten auf Nachricht vor der Rechts: Rettungsmannschaften, verlassen, den Schacht. Im Oval: Blick auf die Zeche„Minister Stein“ mit dem Halbmast geflaggten Förderstuhl. Von der schrecklichen Grubenkatastrophe bei Dortmund, der 136 wackere Bergleute zum Opfer gefallen sind. Atlantic.] 86 sucht! Wer sollte da nicht freigebig gestimmt sein? Halt— hier habe ich eine Besorgung zu machen!“ Er stieß die Tür eines Blumenladens auf und bestellte einen herrlichen Korb Maréchal-Niel-Rosen, welcher Marga Festner am Abend überreicht werden sollte. Dann schrieb er auf den Zettel, welcher der Sendung angeheftet werden sollte, anstatt seinen eigenen Namen denjenigen eines glücklichen Griechen, dessen Bild ihm bei seiner Tat vorgeschwebt: Polykrates. In bester Laune verließ er mit seinem Freunde den Laden. „Nun werfe ich einem befreundeten Kritiker noch schnell ein paar Zeilen in den Briefkasten,“ sagte er,„und wenn Marga Festner morgen früh nicht gemacht ist, wie der technische Ausdruck lautet, dann muß es mit dem Teufel zugehen. Mit Zittern und Zagen, die Vision eines leeren Saales und frostig gestimmten Publikums vor Augen, fuhr Marga Festner nach dem Konzerthaus, und mit einem bitteren Lächeln betrachtete sie den Menschenschwarm, welcher nach dem Foyer strömte. Ihr galt dieser Zuspruch gewiß nicht. Das große Haus enthielt verschiedene Säle, in denen gleichzeitig Veranstaltungen stattfanden, und irgendein erklärter Liebling rief seine Anbeter hier zusammen. Als sie jedoch die Künstlergarderobe betrat und einen Blick in den Raum warf, in dem sie singen sollte, stand ihr vor Überraschung fast das Herz still. Nicht ein einziger unbesetzter Stuhl! Und vor ein paar Stunden war der größte Teil der Eintrittskarten noch unverkauft... Wie war das nur möglich? Aber es war jetzt nicht die Zeit, um Nachforschungen anzustellen. Eine Klingel ertönte, und Marga Festner eilte aufs Podium. Angesichts des gut besuchten Saales schwand die entsetzliche Bangigkeit, welche sie bedrückt hatte, und frisch und klar ließ sie den Tönen ihrer schönen Altstimme freien Lauf. Ein paar Hände regten sich beifällig zum Klatschen, andere schlossen sich an... Grenzenlos beglückt verneigte sich das junge Mädchen immer wieder. Ehe sie vom Podium abtrat, wurde ihr der Korb mit den Maréchal-Niel-Rosen überreicht. Betäubt, unfähig, ihr Glück zu fassen, kehrte sie in die Garderobe zurück und riß den Zettel von dem Blumenkorbe ab„Polykrates“ stand darauf. Sonst nichts. Wer war aber das? Sie kannte niemanden, der ihr, der noch unbekannten Künstlerin, hätte Blumen schenken mögen. Das seltsame Pseudonym barg also einen ihr völlig fremden Ramen. Sie riet und riet, ohne dem Absender auf die Spur zu kommen. In ihre Freude mischte sich nun leise quälende Pein. Was ihr der heutige Abend beschert, dankte sie einem, ihr in letzter Minute zu Hilfe eilenden gütigen Geschick und außerdem einem Fremden, dem sie für seine Spende nicht einmal danken konnte. Gleich am anderen Morgen eilte sie in den Buchladen, wo man die Eintrittskarten verkauft hatte und fragte nach, wie es zugegangen sei, daß der Saal voll besetzt gewesen. Der Verkäufer lächelte.„Ein Herr hat alle Plätze aufgekauft und ich ließ sie besetzen. „Welcher Herr?“ „Den Namen darf ich nicht verraten.“ „Ich möchte ihm aber doch so unendlich gerne danken!“ „Ja, dann versuchen Sie es auf eigene Faust, ihn ausfindig zu machen. Eines will ich Ihnen sagen: der Herr ist ein sehr berühmter Bildhauer, und der gestrige Tag hatte ihm einen ganz besonderen Erfolg beschert. Vielleicht— tat er es deswegen. Das junge Mädchen strich erregt über die Stirn. „Nun verstehe ich“, murmelte sie.„Und nun will ich auch nicht ruhen und rasten, bis ich meinem Wohltäter gedankt habe!“ Der gefaßte Vorsatz blieb jedoch ohne Resultat. Eine Liste der in der Stadt ansässigen Bildbauer war ja unschwer aufzutreiben, aber wer von ihnen der gütige Helfer gewesen, war daraus nicht zu ersehen. Immer wahrscheinlicher erschien es Marga, daß einer der beiden Herren, denen sie am Vortag, ganz in Tränen aufgelöst, im Buchladen begegnet war, der Gesuchte war. Vielleicht der, welcher ihr die Notenrolle aufgehoben! Sie erinnerte sich eines dunklen Augenpaares und eines tiefen, mitleidvoll forschenden Blickes. Wäre er jedoch vor ihr gestanden, hätte sie ihn gewiß nicht wiedererkannt. Dazu war die Erinnerung zu flüchtig. Ein paar Tage gingen so dahin. Da kam ihr eines Morgens der Zufall ganz unerwartet zu Hilfe. Eine Zeitungsnotiz zeigte an, daß Alfred Frensdorf, der bekannte Bildhauer, dessen Marmorbüste„Endymion“ am Sechsundzwanzigsten des Monats mit dem ersten Preise ausgezeichnet worden, auf seiner Reise nach Italien durch einen ungeschickten Sprung vom Zugbrett schwer verletzt wurde, und daß der Künstler, welcher nicht transportfähig war, in der kleinen deutschen Station, wo das Unglück passierte, in einer Familie untergebracht sei. Marga stürzten während des Lesens die Tränen aus den Augen. Wie mochte er sich auf die schöne Reise gefreut haben! Und nun lag er krank bei fremden Menschen, war vielleicht zeitlebens ein Krüppel! Es war entsetzlich! Mitten in ihre Betrübnis drängte sich plötzlich ein lichtvoller Gedanke. Wenn sie hinfuhr, ihn zu pflegen! Er brauchte es ja nie zu erfahren, wer sie war! Eine Pflegerin, nichts weiter! Genau so, wie er es getan, wollte sie an ihm handeln. In übergroßer Hast packte sie ein Köfferchen und fuhr noch am selben Tage nach dem kleinen Ort, wo der Verunglückte lag. Der Stationschef selbst hatte sich seiner angenommen, und seine Frau pflegte ihn. Verwirrt, zitternd, brachte Marga ihr Anliegen vor. „Ich bin dem Herrn so unendlich viel Dank schuldig und wäre glücklich, ihn pflegen zu dürfen. Er kennt mich aber nicht und darf es auch nicht erfahren, wer ich bin. Wenn er frägt, so sagen Sie, ich wäre eine Pflegerin vom Spital. Ja, wollen Sie das tun?“ Die biedere Frau sah das junge Mädchen ein wenig mißtrauisch von der Seite an. „Es ist aber ein sehr junger Mann, den Sie pflegen wollen!“ „Das wußte ich nicht. Ich habe erst heute den Namen meines unbekannten Wohltäters erfahren. Später erzähle ich Ihnen gemne einmal den Zusammenhang. Jetzt möchte ich sofort meine Pflicht antreten, nur meine Pflicht!“ Gefällig öffnete ihr die Frau Stationschef die Tür ins Krankenzimmer. „Jetzt ist er bewußtlos,“ sagte sie, auf das Lager deutend, „aber in der Nacht schreit er oft fürchterlich, wenn ihn die Schmerzen anfallen. Der Bruch ist gerade über dem Gelenk! Eine böse Stelle!“ Marga beugte sich über den Liegenden. Und nun wußte sie es auch, daß ihr Wohltäter identisch war mit dem Herrn, welcher ihr im Buchladen die Notenrolle vom Boden aufgehoben hatte. Ein schönes, junges Gesicht, von der Qual körperlicher Schmerzen zerrissen... Leise glitt ihr eine Träne ins Auge. Sie zog einen Stuhl herbei und erwartete, daß der Verwundete erwachen würde. Aber Stunden vergingen, ehe die dunkle Nacht, welche seine Sinne gefangen hielt, sich brach. Als er endlich die Augen aufschlug, galt sein erstes Wort einem Trunk Wasser. Marga trug das Verlangte herbei und stützte Frensdorf im Rücken, um ihm das Trinken zu erleichtern. Seine fieberverdorrten Lippen murmelten einen Dank. Dann liefen seine Augen prüfend über Marga hin. „Wer sind Sie?“ „Ich bin Pflegerin. „Man hat Sie geschickt?“ „Ja. Sie müssen aber recht brav und folgsam sein, damit wir uns gut vertragen.“ Ein Lächeln irrte mühsam um seine Mundwinkel. Und wieder umfing ihn die Nacht. Seit drei Wochen versah Marga, von der Hausfrau nur für Stunden abgelöst, ihren anstrengenden Dienst. Der Fuß heilte langsam, und die zerstörten Nerven richteten sich allmählich wieder auf. Frensdorf erzählte Marga nun häufig von seinen Arbeiten und Reisen und sie berichtete ihrerseits, daß sie mit ihrer Mutter zusammenlebe und den Haushalt leite. Ihre künstlerische Laufbahn aber verschwieg sie. So kam der Tag immer näher heran, da Frensdorf keiner Pflege mehr bedurfte und Marga nach W. zurückkehren sollte. Als sie davon sprach, schüttelte Frensdorf mißbilligend den Kopf. „Dieses ewige Abschiednehmen! Unser halbes Leben ist damit ausgefüllt! Wenn Sie wüßten, wie ungern ich Sie ziehen lasse! Eine Pflegerin ist wie ein Beichtiger! Man vertraut ihr so vieles an, was man anderen nicht sagen möchte! Und Sie waren immer so lieb und gut zu mir!“ Eine heiße Röte stieg ihr ins Gesicht. „Gewiß sind auch Sie sehr gut gegen andere Menschen!“ „Davon ist mir nichts bekannt!“ Ich weiß aber doch, einem armen Mädchen, 1 einem ganz unverdienten die Betreffende. Es dräi vollem Herzen zu danken. Er machte eine heftige Sie meinen doch nicht suchen will?“ „Eben das meine ich!“ Dann lege ich es Ihntreffende nicht zu spreche „Das wird Mühe kost hier eingetroffen und wir strich mit der bebenden ließe sich ein Ausgleich nichts anderes, als Ihne Gestatten Sie ihr wenigst mer ein Lied singt. Ich blick nicht belästigt werde Er streckte Marga die „In Gottesnamen der „Morgen nachmittag. „Warum so plötzlich?“ „Meine Mutter verlar „Hm— ja. Es gibt a Sie wollen! Ich habe ja Am andern Tag tat 9 Gfferte. Zur Geschichte der! die Kartoffel noch geraun keiner großen Beliebtheit 1740 allgemein angebaut r dem Armsten und dem Vie jahre 1758, 1765 und 177 Es ist geradezu auffallent Hemmnisse sich außerorder toffel bei ganz entgegeng genommen wurde. Zu wi die neue Frucht im Feldb führung des Kartoffelbau theker Parmentier das gri die neue Frucht zuzuführ auf die Eigentümlichkeit rade das Verbotene am Kartoffeln bestellen und Strafen denjenigen ange stehlen würden. Da fing man drückte die Augen lich im kleinen, bald aber wirtschaftliche Verein Wi dem gleichen Erfolge an. sein, daß von sämtliche Ländern Deutschlands Al bayern die Kartoffel ar spätesten einführte, nän lich im Jahre 1791. J. v. d. H. Todesstrafe auf de Diebstahl von Auster Friedrich August von A halt-Zerbst hatte auf d zu seiner Herrschaft Jev gehörigen Insel Wang roog Austernbänke anleg lassen. 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Aber“— sie trich mit der bebenden Hand über die Wange—„vielleicht ließe sich ein Ausgleich finden. Fräulein Festner wünscht ja nichts anderes, als Ihnen in irgendeiner Form zu danken. Gestatten Sie ihr wenigstens, daß sie Ihnen nebenan im Zimmer ein Lied singt. Ich bürge dafür, daß Sie durch ihren Anblick nicht belästigt werden!“ Er streckte Marga die Hand entgegen. „In Gottesnamen denn! Wann soll es sein?“ „Morgen nachmittag. Und— abends reise ich ab!“ „Warum so plötzlich?“ „Meine Mutter verlangt nach mir!“ „Hm— ja. Es gibt aber auch andere, welche... nun, wie Sie wollen! Ich habe ja kein Recht, Sie zu halten!“ Am andern Tag tat Marga wie immer ihre Pflicht. Als es Offerlei Wissenswertes Zur Geschichte der Kartoffel. Merkwürdigerweise konnte sich die Kartoffel noch geraume Zeit nach ihrer Einführung in Europa keiner großen Beliebtheit erfreuen. In Deutschland, wo sie erst nach 1740 allgemein angebaut wurde, galt sie lange als eine verachtete, nur dem Armsten und dem Vieh überlassene Speise. Erst durch die Hungerjahre 1758, 1765 und 1770 bis 1772 wurde der Anbau ausgedehnt. Es ist geradezu auffallend, daß Kaffee und Tabak trotz der größten Hemmnisse sich außerordentlich schnell verbreiteten, während die Kartoffel bei ganz entgegengesetzten Verhältnissen nirgends gerne aufgenommen wurde. Zu welchen Mitteln gegriffen werden mußte, um die neue Frucht im Feldbau einzubürgern, beweist am besten die Einführung des Kartoffelbaues in Frankreich, um welche sich der Apotheker Parmentier das größte Verdienst erworben hat. Um dem Volke die neue Frucht zuzuführen, mußte er sich einer List bedienen, die auf die Eigentümlichkeit des menschlichen Wesens berechnet war, gerade das Verbotene am süßesten zu finden. Er ließ ganze Felder mit Kartoffeln bestellen und Tafeln dabei errichten, auf denen schwere Strafen densenigen angedroht wurde, die von der„kostbogen. stehlen würden. Da fingen denn die Bauern richtig zu stehren un; man drückte die Augen zu und bald begann der Anbau, erst heimlich im kleinen, bald aber in immer größerer Zzsdeßgunge, Der landvirtschaftliche Verein Wurkkembergs waltdte spaler vieselte Eist mit veschgrticge e„ateresant dürfte hier noch die Vemerkung Nachmittag geworden, trat sie an Frensdorf heran ihm, daß die junge Dame gekommen wäre und mit seiner Erlaubnis nun singen wolle. „Ich begleite die Künstlerin auf dem Klavier.“ Ehe er noch einen Einwand tun konnte, war sie hinaus in ihr Zimmer, wo sie das graue Alltagsfähnchen mit einem weißen Kleide vertauschte. Todesangst und Seligkeit rüttelten an ihrem Herzen. Wenn sie ihn recht verstanden hatte? Sein warmer Blick... der flehende Druck seiner Hände, wenn sie Wie betäubt saß sie ein paar Sekunden vor dem Klavier, ehe sie in die Tasten griff. muß ein Wunderbares sein Ums Lieben zweier Seelen... Ihr ganzes Wesen sang. Aufgelöst, im Unirdischen vergehend, legte sie ihr Herz, das zwischen Erfüllung und Abschied bebte, auf die goldenen Schwingen ihrer wunderbaren Stimme. Als der letzte Ton verhallt war, erhob sie sich und wankte nach der halb geöffneten Tür. Sie trat ins Nebenzimmer und schloß unwillkürlich die Augen vor dem erstaunten Schrei, der ihr aus dem Lehnstuhl am Fenster entgegendrang. Sekundenlang schwebte eine brennende Frage zwischen zwei heftig pochenden Menschenherzen. Dann breitete Irensber die Arme nach Marga aus. Und mit einem seligen Aufschluchzen tniete sie hin und barg das tränenüberströmte Antlitz an der Brust desjenigen, der ihr fortan Schutz und Leben war. Für Carten und Haus Der ewige Blumengarten. Auf den Blumenbeeten der städtischen Anlagen und in den Hausgärten begüterter Kreise herrscht, vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein ein ununterbrochenes Sluhen und dabei ein zeitweiser Wechsel in der Blumenpracht. Dieser andauernde Blumenflor wird zumeist dadurch erreicht, daß die Beete schon im zeitigen Frühjahr mit fertigen Pflanzen besetzt werden, das heißt, mit solchen, die ihre Blüten schon entfaltet haben. Ist der Flor dieser Pflanzen vorüber, so werden sie entfernt und durch andere ersetzt. So wechselt ein Beet im Laufe des Sommers drei-, viermal oder gar noch öfter seine Pflanzen. Dies ist ein kostspieliges Vergnügen. Wer in seinem kleinen Hausgarten einen ähnlichen, ununterbrochenen Blumenflor haben will, ohne sich die Sache gleich kostbar zu gestalten, der muß sich den Bauerngarten zum Vorbild nehmen. Durch Auswahl geeigneter Pflanzen ist es sehr wohl möglich, selbst im kleinsten Garten stets einige Pflanzen in Flor zu haben. Den Grundstock der Bepflanzung müssen die Stauden abgeben, davon es Frühjahr-, Sommer= und Herbstblüher gibt. Diese Stauden kehren jedes Jahr wieder, wenn auch das Kraut zum Winter abstirbt. Dazwischen werden Knollen= und Zwiebelgewächse gesetzt, die gleichfalls zu den verschiedenen Jahreszeiten ihre Blumenpracht entfalten. Endlich vermag man durch Aussaat sogenannter Sommerch im kleinen, bald aber inimmer grbbezer Au.,ePyig. List mit blumen noch nachzuhelfen, um entstandene Lücken auszufüllen. Dgs wirtschaftliche Verein Würtembergs wanote IPour:.(guv. 4., wit btmer, wicht bei der Vepflanzung muß vgrauf gelegt werden, daß dem gleichen Erfolge an. Zutereg#n, dürfte hier noch die Bemerkung Hauptgewicht bei ver Oexgurtzung mu,(36, ung zpäthlübende er das ven kimntichen Pfanzen nahe beseinansein, daß von sähtlichen Ländern Deutschlands Altbayern die Kartoffel am spätesten einführte, nämlich im Jahre 1791. J. v. d. H. Todesstrafe auf den Diebstahl von Austern. Friedrich August von Analte Zerist hatte auf der pasa gehörigen Insel Wangeroog Austernbänke anlegen lassen. Um das häufige Bestehlen dieser Bänke zu verhindern, ließ er im Jahre 1781 Todesstrafe auf den Austerndiebstahl setzen und dann zum abschreckenden Beispiele für die Diebe wirklich auf der Insel einen Galgen errichten. An diesem denkwürdigen anhaltinischen Austerndiebsgalgen ist jedoch keiner gehängt wor dern, und zwor aus dem Zolzgeschnitzter Altaraufbau dand einfachen Srunde, 99 g1. Marlenschnlche. In der mnte Subtung Marta. veil sch die Diede nicht vom ehemalgen Zochaltoun der Bun gertgnog,n 1z11, seulente. erwischen ließen. j. k. der kommen. H. Die gewöhnliche Eberesche ist die beste Unterlage für die süße Eberesche. Nimmt man die Beredelung im März oder April vor, so wendet man Geißfußveredelung, seltener Kopulation an, bei Juli- und Augustveredelung wird die Kopulation vorgezogen. Heidelbeer-Brotsuppe. Getrocknete Heidelbeeren werden in Wasser eingeweicht. Am nächsten Tage zerstößt man getrocknete Brotreste und fügt sie den Beeren mit Zimt, Zitronenschale und Zucker zu. Man kocht alles zusammen gar. Gegen Gelenkschmerzen hat sich das Kampferliniment bewährt, eine Mischung von gleichen Teilen Kampferspiritus, Salmiakgeist und Terpentinöl. 88 Jant Ot Gemütlich Student:„Kathi, was habe ich zu zahlen?“— Keilnerin: „Eine Mark und fünfundfünfzig Pfennig, Herr Doktor!“— Student:„Schön, können Sie mir auf zehn Mark herausgeben?“— Kellnerin:„Jawohl, Herr Doktor, hier acht Mark und fünfundvierzig!“— Student:„Gut. Den Zehnmarkschein bringe ich nen das nächstemal mit!“ * Deutlich „Warum haben Sie eigentlich Ihre Verlobung aufgehoben? Sie hatten doch schon eine Wohnung besichtigt?“—„Allerdings; aber meine zukünftige Schwiegermutter meinte, diese sei etwas zu klein für drei Personen, und deshalb hab' ich mich zurückgezogen.“ Vorsichtsmaßregel Ein Plakat, welches auf der Bühne eines Stadttheaters angeschlagen war, enthielt folgenden Satz:„Bei Ausbruch eines Feuers auf der Bühne ergreife man ja die Damen bei den Armien und nicht bei den Haaren. Das Haar gehört dem Theater und ist durch Versicherung gedeckt.“ Se FahDie rechte Adresse Gläubiger(dem ein Schuldner den Stiefelknecht nachgeworfen hat):„Elender Schuft, jetzt haben Sie diesen fremden Herrn getroffen!“—„Schadet nichts; der kriegt auch Geld von mir!“ * Kindermund Die kleine Elli:„Tante Lies, wann heiratest du denn Herrn Koller?“— Tante Lies:„Red' doch nicht so dummes Zeug, Elli, ich habe doch keinen Bräutigam.“— Die tleine Elli:„O Tantchen, du willst es bloß nicht sagen! Gestern meinte Vati: Tante Selma hat den Schmidt, und heute sagte er: Tante Lies hat den Koller.“ * Moderner Betrieb Gast zum Wirte:„Sie klagen immer, daß Ihr Geschäft so schlecht geht, und nun sehe ich schon wieder zwei angekommene Kisten Wein im Vorhause stehn?!"— Wirt:„Ach, Wein ist ja nur in der kleineren Kiste, in der großen sind die dazu gehörigen Reklamesachen!“ r e doch mit, gnädige Frau, ich Reisebegleitung Gnädige:„Auf meiner Reise hoffe ich, bis nach Neapel zu kommen!(Enthusiastisch): Neapel sehen und dann sterben!“— Dienstmädchen:„Ach, nehmen Sie mich bin auch so lebensüberdrüssig!“ Ahnungsvoll Junger Ehemann zum Besucher:„Du willst schon wieder gehen?— Bleibe zum Essen hier, meine Frau hat zum erstenmal selbst gekocht.— Geteilter Schmerz, halber Schmerz!“ Auch ein Streber —.55 Aus der guten alten —„Da Feind läßt fragen, was denn heut mit an Krieg is; obs aus sei.“ —„Na, na, sagst, heut früh war's uns bloß z' kalt, nachmittag fanga ma scho wieder a!“ Zustimmung AlteJungfer zum Vermittler:„Nun komme ich das dritte Jahr zu Ihnen und noch immer keinen Mann, ich möchte wirklich aus der Haut fahren!“— Vermittler:„Na, wenn Sie aus der fahren könnten, dann ginge es vielleicht viel schneller!“ * Beruhigend Frau, zur Köchin:„Unerhört! Wie ich vor einer halben Stunde nach Hause komme, öffnet mir ein Soldat die Haustür und gibt mir einen Kuß!“— Köchin:„Das macht nix, gnä' Frau, das war der meinige— der hat Sie halt in der Dunkelheit für mich g’halten!“ * Argerlich Schauspieler, der auf der Bühne Karten spielen muß: „Sakra, grad heut, wo ich a fein's Solo hätt“, geht's nicht um Geld.“ * Moderne Dienstboten Köchin, eben eingetreten:„Gnädige Frau, wissen Sie auch, daß „Und was für ein Ziel haben Sie sich in Ihrer Beamtenlaufbahn ich schon mal vor einigen Jahren bei Ihnen war? Ich habe es soeben esteckt?“— Die höchste Pensionsstufe zu erreichen!" im Band III meiner Zeugnisse gefunden?“ gestear!—„Die hochsle Pensiondstase za ektengen! Leistenrätsel. Schachaufgabe Nr. 20. Von E. Zepler in St. Blasien. Schwarz. Nach Ordnen der Buchstaben bezeichnen die 3 sich entsprechenden Senkrechten und Wagrechten je: 1. einen Mädchennamen, 2. eine europäische Insel, 3. eine spanische Provinz. Julius Falck. Scharade. Das Erste ragt ins Meer hinein, Herr soll im Haus der Andre sein. Das Ganze, als Gewürz bekannt, Erzeugt ein Strauch im Morgenland. Logogriph. Ale Volksstamm ist’s mit e bekannt, Mit I blüht's kletternd an der Wand, Und setzest du ein u dafür, Dann bringt's oft viele Schmerzen dir. Juliue Falc. Auflösung folgt in nächster Nummer. Vergleichsstellung: Weiß: Kh4,Taé; La7, h 3; Sc6,17; Bd3, f3,g 2(9). Schwarz. Kdö: Del; Be 7,g3(4). Auf den ersten Blick scheint die Aufgabe leicht zu sein; aber es ist wieder ein „white to play“ und neben dem weißen Zugzwang haben wir hier noch die allerdings schon oft dargestellte Brennpunktstellung der schwarzen Dame. Degerloch, Karl Schneiderhan, Immendingen, Emil Gaa und Karl Pfisterer, Hockenheim, A. Dienwiebel, Gerbstedt, K. Thrun, Maltsch, Fritz Meiergard, Barmen, Hermann Martin, Tuttlingen, Albert Woorthoff, Werden-Ruhr, Otto Süß, Mörlach, Fritz Niedelbauch, Emtmannsberg, Ernst Voigt, Lauf, W. Klose, Schmiedeberg, Adam Beysel, Beerfelden, L. Danner, Neufra, Adam Hamman, Alerander Kaatz und Peter Kloppinger, Pfungstedt, Karl Dick, Barmen, P. Kotschenreutter, Forchheim, Peter Geisler, Jeddingen, und Eberhard Graffmann, Bickelbach, A. Rolf, Hamburg, zu Nr 17. Briefkasten: C. G. in C. J. F. in A. und O. R. in S. Lösungen von Nr. 15 falsch. M. K. in B. Lösung von Nr. 16 total falsch. O. F. in G., H. L. in B., O. M. in G., A. F. in B., W. F. in F., H. J. in H., H. A. in A=, W. S. u. L. K. in O., J. S. in T., O. D. in E., C. H. in G. und P. J. S. in T. Lösung von Nr. 17 falsch. A B 0 D E F G H Weiß. Weiß setzt in 2 Zügen matt. Lösungen und Anfragen an L. Gaad, Stuttgart, Café Eberhardbau. Allen Anfragen ist das Rückporto beizufügen. Lösung der Schachaufgabe Nr. 17. 1. D d 1—a 1 usw. Weiß setzt sich dadurch mehreren Schachgeboten aus, die alle durch Matt erledigt werden. Zu dieser Aufgabe gingen wieder ziemlich viel falsche Lösungen ein. Auflösungen aus voriger Nummer: Des Silbenrätseks: 1. Antwerpen. 2. Molière. 3. Lugen. 4. Robespierre. 5. lsolani. 6. Kirgisen. 7. Arkansas. 8. Nase. 9. Erde. 10. Weser. 11. vokohama. 12. Oberon. 13. Kossini. 14. Kopeke.— Amerika, New=Vork. Des Rätsels: Jungfrau. Des Bilderrätsels: Jede Dummheit findet einen, der sie macht. Des Arithmogriph: 1. Flachwerk, 2. Lech, 3. Acker, 4. Celle, 5. Karfe, 6. Wruck, 7. Eich, 8. Rachel, 9. Kaffee. Schach=Löserliste. Pm. Stöhr, Trochtelfingen zu Nr. 15 u. 17, Karl Hepling, Immendingen. Willy Brödner, Siegmar, Hilde Aurich, Reichenbrand, Frd. Sander und W. Prutz, Bassum zu Nr. 16, H. Bleibtreu, Odenkirchen, und Wilh. Carrle, Jesingen zu Nr. 16 und 17. C. Graap, Griesheim, zu Nr. 16, 17 und 18, Bruno Schneider, Schönfließ, Wilhelm Burgstahler, Alle Rechte vorbehalten. Verantwortliche Schriftleitung von Ernst Pfeifter, gedruckt und herausgegeben von Greiner& Pfeiffer in Stuttgart. 8. se liefelknecht nachgeworfen sen fremden Herrn geh Geld von mir!" heiratest du denn Herrn st so dummes Zeug, Elli, leine Elli:„O Tantvillst es bloß nicht sagen! einte Vati: Tante Selma Schmidt, und heute sagte Lies hat den Koller.“ * erner Betrieb sum Wirte:„Sie klagen aß Ihr Geschäft so schlecht nun sehe ich schon wieder kommene Kisten Wein im stehn?!“— Wirt:„Ach, ja nur in der kleineren der großen sind die dazu Reklamesachen!“ * Zustimmung Jungfer zum Vermittn komme ich das dritte Ihnen und noch immer ann, ich möchte wirklich Haut fahren!“— Verr:„Na, wenn Sie aus der inten, dann ginge es vielschneller!“ * Beruhigend zur Köchin:„Unerhört! vor einer halben Stunde se komme, öffnet mir ein ie Haustür und gibt mir , a n d' F r a u, d a s w a r d e r eit für mich g’halten!“ ne Karten spielen muß: tt’, geht's nicht um Geld.“ oten rau, wissen Sie auch, daß war? Ich habe es soeben erhan, Immendingen, Emil Hockenheim, A. Dienwiebel, tsch, Fritz Meiergard, Barmen, tlingen, Albert Woorthoff, Mörlach, Fritz Niedelbauch, gt, Lauf, W. Klose, Schmiederfelden, L. Danner, Neufra, r Kaatz und Peter Kloppinger, Barmen, P. Kotschenreutter, r, Jeddingen, und Eberhard l. Rolf, Hamburg, zu Nr 17. C. J. F. in A. und O. R. in S. alsch. M. K. in B. Lösung von F. in G., H. L. in B., O. M. 9. F. in F., H. 3, in H., H. A. k. in O., J. S. in T., O. D. nd P. J. S. in T. Lösung von r. 17 falsch. aus voriger Nummer: ilbenrätseks: lière. 3. Eugen. 4. Robespierre. . 7. Arkansas. 8. Mase. 9. Erde. hama. 12. Oberon. 13. Kossini. Amerika, New=Vork. ätsels: Jungfrau. ele: Jede Dummheit findet , der sie macht. rithmogriph: ), 3. Acker, 4. Celle, 5. Karse, lich, 8. Rachel, 9. Kaffee. echer vorchschaltrn. ftleitung von Ernst Pfeitter, nd herausgegeben von Pfeitfer in Stuttgart. * Westhosen, den 14. März. : Speerzeit für Tauben. Wir machen auf die Provinzial=Polizei=Verordnung vom 16. 5. 23 aufmerksam, nach der die Taubenbesitzer verpflichtet sind, ihre Tauben in der Zeit vom 15. 3. bis zum 4. so einzusperren, daß ein Ausfliegen auf die Felder nicht möglich ist. Zuwiderhandlungen werstrafrechtlich verfolgt werden. Polizeilicher Wochenbericht. Bei der hiesigen Polizei=Verwaltung gelangten in der abgelaufenen Woche zur Anmeldung: 1 Anzeige wegenRaubüberfall, 1 Anzeige wegen Widerstands und Bedrohung, 1 Anzeige wegen Körperverletzung, 1 Anzeige wegen Bettelns, 2 Anzeigen wegen Einbruchsdiebstahls, 1 Anzeige wegen gewerbsmäßiger Unzucht und Kuppelei, 1 Anzeige wegen eines Stubenbrandes, 1 Anzeige wegen Gewerbevergehen, 9 Unfallanzeigen, 1 Anzeige wegen Hinterziehung von Lustbarkeitssteuer, 1 Anzeige wegen Betruges, 4 Uebertretungsanzeigen wegen Ruhestörung und groben Unsugs, 16 Anzeigen wegen Uebertretung einer Regierungs-Polizeiverordnung. 5 Personen wurden als obdachlos gemeldet und untergebracht. p. Betriebsunfälle. Auf ihrer Arbeitsstelle (Eisenwerk) erlitten die Arbeiter K. M. aus Schwerte und B. aus Bittermark leichtere Verletzungen. Sie mußten sich in ärztliche Behandlung begeben. Höchsten, den 13. März. : Die Autobuslinie Schüren—Hörde—Höchsten soll, wie verlautet, bereits in nächster Zeit eröffnet werden, und zwar mit einem halbstündigen Verkehr. Im Sommer soll ein Sonder=Autobus zweimal wöchentlich und Sonntags auf der Linie Hörde Hohensyburg verkehren. Hörde, den 13. März. : Unfall im Betriebe. Auf dem hiesigen Phönix verunglückte gestern abend im Thomaswert der Kokillenarbeiter H. Rehtans vom Steinkühlerweg, indem ihm eine Kokille aufs Bein stürzte. Der Verletzte, welcher arge Quetschungen und starke Fleischwunden davontrug, wurde mittels Krankenauto dem Hüttenhospital zugeführt. Autopanne. Donnerstag mittag erlitt in der Hermannstraße ein Personenkraftwagen einen Radbruch. Infolge des Schneeegestöbers gestaltete sich die Fortschaffung des Autos, das von Pferden gezogen wurde, recht schwierig. den Provinzen. Frauenversammlung. Annen, 12. März. Gestern fand hier ein Frauennachmittag statt, der so stark besucht war, daß ein Nebensaal, der sich schnell füllte, noch zur Aufnahme der volksparteilichen Frauen und Mädchen geöffnet werden mußte. Hier wie in den anderen zahlreichen Frauenversammlungen im südwestfälischen Wahlkreise der D. V. P. gaben die nationalen Märzgedenktage überall den Rahmen für die Veranstaltungen, die durch ihren starken Besuch ein beredtes Zeugnis ablegen von dem ernsten Willen der Frauen und Mädchen der D. V. P., sich auch für den Vaterlandsdienst zu ertüchtigen. Schwerer Unfall im Bahnhof Eckesey. Hagen, 13. März. Gestern abend um 7 Uhr wurde im Bahnhof Hagen-Eckesey der Bahnunterhaltungsarbeiter Schriber, Alleestr. 12, beim Schneesegen durch eine Maschine angefah ren und lebensgefährlich verletzt. Der Verletzte wurde auf Anordnung des Bahnhofsarztes ins St. Josefshospital überführt. Im Schlafwagen bestohlen. Hagen, 13. März. Der Prokurist einer bekannten hiesigen Firma reiste zusammen mit einem Herrn aus Krefeld im Schlafwagen von Berlin nach Krefeld. Am andern Morgen beim Aufstehen mußten beide Herren feststellen, daß ihre Brieftaschen mit erheblichen Geldbeträgen sowie sämtliche übrigen in den Taschen befindlichen Wertgegenstände entwendet„worden waren, opwohl die Schlafwagentür von dem einen dek Herren von innen abgeschlossen worden u jemand nachts mit einem Vierkantschlüssel die T geöffnet haben, uum die Beraubung durchzuführe Der Schlafwagenschaffner, der von den Bestohlenen daraufhin zur Rede gestellt wurde, hatte von dem Diebstahl nichts bemerkt. Die beiden Herren haben den Fall unverzüglich der Bahn= und Kriminalpolizei in Krefeld zur Kenntnis gebracht. Trichinöses Fleisch. Dortmund, 13. März. In der vorigen Wochwurden vom städtischen Trichinenschauamte auf de Schlachthof bei der Untersuchung von 73 Fässern mit Schweinefleisch 10 Fässer mit trichinösem Fleisch gefunden. Das betreffende Fleisch wurde rernichtet. Werbewoche. Iserlohn, 13. März. Der Wirtschaftsausschuß zur Vorbereitung der Vertehrs= und Werbewoche tagte unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters und beschloß, die anfangs für Ende April vorgesehene Werbewoche erst vom 20. bis 26. September abzuhalten. Als ein Hauptgrund für die Verschiebung wird die jetzige schlechte Beschaffenheit der Hauptverkehrsstraßen angegeben. Bis zum Herbst hofft die Bauverwaltung, die restlichen Kanalisations= und Kabelanschlüsse durchgeführt zu haben. Kino und Konzerte. Reichskrone. „Aschermittwoch“ heißt der große Schlager, der gegenwärtig in der„Reichskrone“ auf die weiße Wand geworfen wird und der gestern abend die Besucher in dichten Scharen angelockt hatte. Und der Film rechtfertigt auch den Massenbesuch in jeder Hinsicht. In s gewaltigen Atten, einer noch spannender als der andere, entrollt sich vor den Augen der Zuschauer eine Offizierstragödie, halb „Zapfenstreich“, halb„Rosenmontag". Die Handlung ist von großer dramatischer Wucht, aber mit feinem Empfinden für das künstlerisch und menschlich Wirksame zusammengestellt. Die Tragik ist sehr gut herausgearbeitet, die Höhepunkte äußerst fesselnd gestaltet. Hinzu treten noch eine ausgezeichnete Darstellung in den Hauptrollen, prachtvolle Massenszenen und malerische Bilder. Die alten preußischen Armeemärsche erklingen,— man sicht das alte stolze Heer, die Fahnen flattern im Winde ein Traum aus längst vergangenen Zeiten. Jedenfalls kann allen Freunden der Lichtbildbühne, die sich an einem wirklich schönen deutschen Film erfreuen wollen, ein Besuch der„Reichstrone“, in diesen Tagen nur bestens empfohlen werden. Die Don=Kosaken. Der hervorragende Chor russischer Volkssänger, der eine ganz besonders seine Kunst bietet, gibt heute abend in der Stadthalle zu Hagen ein einmaliges Konzert, auf das wir hiermit hinweisen möchten. Der Chor, der in Berlin allein schon 16mal, in Dresden 14mal, in München 18mal, in Frankfurt schon 8mal, in Köln 5mal und auch in Dortmund bereits dreimal mit dem größten Erfolge aufgetreten ist, verfügt über ein hervorragendes Stimm=Material und steht einzig da. Ein Besuch kann daher nur empfohlen werden. Wegen der Eintrittspreise und dergl. verweisen wir auf die Anzeige in vorliegender Ausgabe. Radio=Ecke Das Grammophon als Lautsprecher. Besitzt man ein Grammophon, so kann man dasselbe folgendermaßen zu einem Lautsprecher umbauen: Zunächst löst man den Hals des Apparates von dem Schalltrichter und nimmt denselben ab. Dann wird an den Trichter ein kurzes Rohr rechtwinklig angeschraubt und durch ein um dieselben gelegtes Gummiband an das T-Rohr gedrückt. Am besten eignen sich für diesen Zweck Hörer mit verstellbaren Membranen. Das Grammophon wird dadurch keineswegs verändert und beschädigt; auch die Mikrophone leiden unter dieser Maßnahme in keiner Weise. Junkstunde A.=G- Münster. Vortragsfolge am Samstag, 14. März: 4 5 Uhr nachm.: Unterhaltungsstunde, unter Mitwirkung von Dörte Pralle vom Theater der Stadt Münster. 1. Urbach: Am Hofe Rossinis. 2. Bizet: Fantasic a. d. Oper„Die Perlensischer". 3. Elgar: Liebesgruß. 8 Uhr abends: Dr. Tachmund:„Entstehung und Verhütung von Geisteskrankheiten". 2. Teil. 8.30 Uhr abends: Tanzmusik, unter Mitwirkung des Mandolinenquartetts„Almenrausch"=Münst. 10 10,45 Uhr abends: Schallplattenkonzert. Vortragsfolge am Sonntag, 15. März: 12 1 Uhr mittags: Morgenfeier. 1. Fischer: lndium und Fuge über„Eine feste Burg“ für Orchester. 2. Papini; aus der„Lebensgeschichte Jesu“. 3. Bach:„Jesu meine Freude“ für gemischten Chor. 4. Bach: Sonate in G=Dur für Klavier, Flöte und Violine. 5. Bach:„Was Gott tut, das ist wohlgetan";„O Haupt voll Blut und Wunden“ für gem. Chor. 6. Orgelposiludium: Franz Lammerding. 4 5 Uhr nachm.: Nachmittagskonzert. 8 Uhr abends: Vortrag:„Schweineseuche und Schweinepest"(Tierarzt Dietz=Münster). 8.30 Uhr abends: Opernabend. 1. Goldmark: Ouvertüre zur Oper„Sakuntala“. 2. Gounod: aus„Faust“. 3. Bajazzo“. Berdi: Hantasse aus„Otello“.. a) Wagner: len, aus „Lohenalleria fur Oper „Raymond“. Bekanntmachung Die Westf. Kleinbahnen A.=G. in Letmathe haben beim Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg die Genehmigung zum Betriebe folgender Kraftfahrzeuglinien unter dem 6.Dezember 1924 ff. beantragt:.„ K41163t 9. 1. von Iserlohn über Summern, Kaltyof, Drupplingsen, Langschede, Billmerich nach Unna; 2. von Deilinghofen(Endpunkt der Straßenbahn) über Hönnetal, Lendringsen, Menden nach Langschede; 3. von Fröndenberg über Menden, Niederhemer, Bilveringsen nach Iserlohn; 4. vom Nettetal(Endpunkt der Kleinbahn) bei Altena über Altena, Nachrodt, Letmathe, Ergste nach Schwerte und von da über Rheinen, Hennen bis„In der Helle“(Anschlußpunkt an die Linie Iserlohn- Unna). Gemäß§ 3 der Ausführungsanweisung vom 10. Dezember 1921 zur Verordnung betr. Kraftfahrzeuglinien vom 24. 1. 1919 wird im Auftrage des Herrn Regierungspräsidenten von Arnsberg das beabsichtigte Unternehmen hiermit öffentlich bekannt gemacht. Die näheren Pläne und Unter lagen liegen zur Einsicht aus: beim Landratsamt in Iserlohn, beim Landratsamt in Hamm, bei der Stadtverwaltung in Iserlohn, bei den Stadtverwaltungen in Schwerte, Unna, Menden, Altena, bei den Aemtern in Hemer, Fröndenberg, Letmathe, Menden, beim Gemeindevorsteher in Hennen. Widersprüche gegen die Genehmigung des Betriebes können beim Landratsamt in Iserlohn in der Zeit vom 14. bis 21. März einschließlich schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. Iserlohn, den 6. März 1925. Der Landrat des Landkreises Iserlohn. 1187) Dr. Loos. Lttt gsptu bamgu, Das Tagesge pläch v. Schwerte „„ C Es kostet Sie nichts wenn Sie meine Möbel-Ausstellung besichtigen. Es kann Sie viel kosten wenn Sie dieses unterlassen. Sie finden einlache und bessere Zimmer, eichen und poliest, Einzelmöbel und Küchen in allen Preislagen! 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Man achte dabei aber, um vor Nachahmungen geschützt zu sein, auf das gesetzlich geschützte Wappen=Etikett. 4A „ Stadt und * Konzertgesellschaft Hagen 2 zuruck Hohenschwert Rechtsanwalt 108 Samstag Sonniag ite(Samstagl, Für landwirtschaftlichen Haushalt wird sordentliches Als zweites den großen Millionen-Füm: 197 Osiris das Opfer der Sk’avin Naija Aegyptischer Millionen-Monumentalfilm in 5 spannenden Akten Otiginal-Aufnahmen in Aegypten, Syrien, Nazareth usw. Die Don=Konsaken sangen seither le mal in Berlin. 14 mal in Dresden, 18 mal in München, 8 mal in Frankfurt, 5 mal in Köln überall stürmisch von würzigem Wohlgeschmack— dabei viel billiger als Bohnenkaffee! — 1 Pfund nur 50 Pfg.— gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle. 1175 Eintrittskarten zum Preise von 2.50. 4.50, 5.50 sind ab Dienstag, den 10. Mär; ds. ss. von 10—1 Uhr und von 4—7 Uhr an der Kasse der Stadthalle zu haben. Gegen Einsendung des Betrages an die städt. Orchesterverwaltung Hagen, können Eintrittskarten durch die Post zugesandt werden.— Porto befügen. Wegen Heirat des jetz wird zum 1. April, ehrli selbständiges, evgl. 3000 Mitwirkende!! Lustspter Linn Herde u. Oefen nach Haspegesucht. Selbige muß Küche und Haushalt verstehen. können und gute Zeugnisse besitzen. Lohn 35 Mark. Näheres zu erfragen bei Frau Reckermann Schwerte, Königstr. 12. in allen Qualitäten und Preislagen Gasherdeni Gasbackofen Herde der Firmen Kuppersbusch u. Krefft Auf Wunsch Teilzahlungen: Besichtig. ohne Kaufzwang. von Fritz Ewald 1158 am Sonntag, den 15. März im kathol Vereinshause unter Mitwirkung des Charakterschauspielers Alfred Weber, Dortmund. Es gelangen eigene und fremde Dichtungen in plattdeutscher Mundart zum Vortrag. Anfang 7½ Uhr. Eintritt 50 Pfa sund Aiuschin, IX. YOHGOK e Tel 241 Hörderstr. 6(Reichskrone) Tel 24 SRRRRRRRuuen nge hiermit 1046 Bring meine Konditorei # in empfehlende Erinnerung. 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Wiedey in Geisecke, Wilhelm Schulte=Nähring in Wandhofen, Fritz Hohenschwert der Jungere in Lichtendorf. Josef Schulte=Göppe in Geisecke, Wilh. Dettmer in Lichtendorf. Die Satzungen sind am 27. Februar 1925 errichtet. Bekanntmachungen ergehen unter der vom Vereinsvorsteher oder dessen Stellvertreter und mindestens einem Beisitzer unterzeichneten Firma in der„Westfälischen Genossenschaftszeitung“ zu Münster i. W. Die Willenserklärungen des Vorstandes erfolgen durch gemeinschaftliche Namensunterschrift von 2 Vorstandsmitgliedern.(1190 Schwerte, den 10. März 1925. Das Amtsgericht. ungen-, Leber-, Magen-, u. Unterleibsleiden usw. sel, Heilkundige, Hörde Schulstraße 21 I. 12 und 3—5 Uhr. 3089 abgegeben!! schweine hat abzugeben Ernst Rosenwerth Holzen 1172 Sprechstunden 9Sonnabend und Sonntag keine Sprechstunde. Technikum Lemgo i. Lippe Höhere techn. 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Hie Politik der letzten Woche. letzte Woche war ausgefüllt mit Verhandlungen über die Aufstellung von Kandidaten für den verwaisten Posten des Reichspräsidenten. Am schnellsten waren die Kommunisten auf dem Planc, die schon wenige Tage nach dem Tade des Reicho. präsidenten den Abg. Thälmann als ihren gandidaten nominierten. Da es sich dabei nur einen Zählkandidaten handelt, waren allerdings auch nicht viel Bedenken zu überwinden. Dann folgten die Sozialdemokraten mit der Aufstellung des früheren preußischen Ministerpräsidenten Braun. Inzwischen hatte sich ein überparteiAusschuß gebildet, der sich demühte, eine Kandidatur aufzustellen, die für möglichst weite greise annehmbar war. Schon glaubte man, in Person von Dr. Jarres den geeigneten Mann gefunden zu haben, als sich durch den Vorschlag der Demokraten, den inzwischen zum stellvertretenden Reichspräsidenten sernannten Präsidenten des Reichsgerichts zum Sammelkandidaten zu ernennen, eine neue Lage ergab. Zwar wurde diese Kandidatur von dem sogen. Loebell=Ausschuß und übrigens auch von Dr. Simons selbst abgelehnt. Aber es wurde die Frage aufgeworfen, ob nicht etwa auf einen anderen Kandidaten eine Einigung möglich wäre. So wurde am Mittwoch der Name des Reichswehrministers Dr. Geßler genannt, ohne daß es sich dabei allerdings um einen offiziellen Vorschlag handelte. Am Donnerstag dann endlich kam die Entscheidung. Die vereinigten bürgerlichen Kreise— die Rechtsparteien und die Vaterländischen Verbände— haben sich auf die Sammelkandidatur Dr. Jarres geeinigt und festgelegt, daraufhin hat das Zentrum seinen Kandidaten in Dr. Marx, die Demokraten den ihren in dem badischen Staatspräsidenten Dr. Helpach aufgestellt. Es stehen sich also nunmehr fünf Kandidaten gegenüber: der Sozialdemokrat Braun, der Zentrumsmann Marx, der Demotrat Helpach, der Volksparteiler Jarres und der Kommunist Thälmann. In letzter Stunde erfährt man noch, daß auch die Deutschvölkischen beabsichtigen, v. LettowVorbeck als Präsidentschafts=Kandidaten aufzustellen, so daß bis jetzt sechs Kandidaten genannt sind. Der Stellvertreter des Reichspräsidenten, Dr. Simons, hat mit der am Donnerstag im Reichstage vor der versammelten Volksvertreterschaft den Eid als Reichspräsident geleistet und damit sein hohes Amt offiziell angetreten. Er ist auch bereits in das somit nur wenige Tage verwaiste Reichspräsidenpalais in der Wilhelmstraße eingezogen. * Inzwischen hatte der Preußische Landtag erneut Dr. Marx zum Ministerpräsidenten gewählt. Die Vorstellung des neuen Kabinetts wurde bis zur nächsten Woche vertagt, wobei man wohl annehmen darf, daß man zunächst einmal die Klärung der Präsidentschaftsfrage abwarten wolle. Denn da Dr. Marx von Anfang an auch als Zentrumskandidat für die Reichspräsidentschaft genannte wurde, so stehen naturgemäß die preußische Frage und die Frage der Reichspräsidentschaft in engem Zusammenhang miteinander. Sollte auch der erneute Versuch, in Preußen eine lebensfähige Regierung zu schaffen, fehlschlagen, so taucht beteits im Hintergrund das Gespenst der Landtagseuflösung auf. * Der Völkerbund hat in Genf seine diesjährige Frühlingstagung in Anwesenheit des englischen Auswärtigen Ministers Chamberlain eroffnet, der vorher in Paris eine Unterredung mit Herriot hatte, die zwar in„vollkommener Herzlichleit“ geführt, aber ohne bestimmte praktische Folgen geblieben ist. Er kommt nach Genf als Totengräber für das vielbesprochene Protokoll vom September 1924, das in London und den englischen Lominions keine Zustimmung findet, während die Franzosen es aufrecht erhalten sehen möchten. Chamberlain wird mit aller Höflichkeit eine neue Ausarbeitung der Bestimmungen über die Sicherheiten, die Abrüstung und die Schiedssprüche beentragen, und die Versammlung wird dem zustimmen, aber dies Votum wird nicht hindern, daß die Sache bis auf weiteres erledigt ist. England hat keine Lust mehr, als Vorspann für den französischen Wagen zu dienen, so wie man es in Paris sich denkt. Ob und in welcher Form die Uebertragung der Abrüstungskontrolle über Deutschland an den Genfer Bund beschlossen werden wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls erscheint ein Eintritt Deutschlands in den Völkerbund kaum möglich. wenn die militärische Ueberwachung nach französischem Willen gestaltet und vereinigt werden soll Was sollen wir uns selbst degradieren und die anderen Staaten über uns die Nasen rümpfen lassen? gesprachen worden, uno das hat die Palen in helte Wut versetzt. In Warschau stellt man sich an, als solle Polen erdrosselt werden, und agitiert mit verdappelten Kraften für eine Einverleibung von Danzig in Polen. Es wird dem Franken nichts nützen, daß die Palen jetzt das Krakehlen in Eurapa besorgen. *„ Hc— fius Stadt und Angrsung. Nultur-Jubilden. Mitgeteilt von Elisabeth Feldhaus. 14. März. 1325. Der dänische König Friedrich l. schließt mit den Städten Hamburg und Lübeck zu Segeburg den Vertrag zur Erbauung des Alster=TraveKanals. 1750. Reichsgraf Nikolas August Wilhelm von Burghaus geboren, der 1794—96 in Schlesien die erste eiserne Brücke des europäischen Festlandes erbauen ließ. 15. März. 1830. In Berlin der Dichter Paul Heyse geboren, Verfasser von Gedichten, Novellen, Dramen, Romanen, epischen und lyrischen Dichtungen und Uebersetzungen aus dem Spanischen und Italienischen. Heyse ist am bedeutendsten als Novellist. 1850. Eröffnung der ersten deutschen Uhrmacherschule, gestiftet durch Großherzog Leopold am 26. Februar 1849 zu Furtwangen im badischen Schwarzwald. Sonntagsworte. Man findet in unseren Tagen wenig Bekennermut, obwohl man von einet beginnenden Erweckung unseres Volkes für Gott doch schon mancherlei verspürt. Da muß die Bitte unser Herz doppelt bewegen, daß Christus manchem, der noch schweigt vom Heil, die Lippen öffnen möchte, damit in unserem Volke mehr fröhliches Zeugnis für Gott den Abeno zu legen. Schon der Name legt uns das nahe. Und außerdem läßt sich der Gottesdienst viel geschlossener zu einem Abendmahlsgottesdienst gestalten. So haben wir schon in den letzten Jahren einen besonderen Abendmahlsgottesdienst gehabt am Gründonnerstag=Abend, der viel Anklang in unserer Gemeinde gefunden hat. Die Eltern unserer Konfirmanden werden gebeten, ihren Kindern den Tag ihrer ersten Abendmahlsscier zu einem ernsten, heiligen Tag zu gestalten, wo alles Zerstreuende und Oberflächliche von ihnen serngehalten wird. Uns allen tut ernste Selbstbesinnung über unser Leben, unser Tun und Streben not. Sind wir nicht alle durch eine falsche Einstellung zu den letzten und tiefsten Fragen des Lebens mitschuldig an der Entsittlichung unseres Volkes? In der Abendmahlsfeier suchen wir Vergebung unserer Schuld, in der Feier des Sterbens Jesu suchen wir Kraft zum Leben des Dienstes und der Liebe. Nicht zuletzt will uns die gemeinsame Feier mit den Mitchristen zu einer Liebesgemeinschaft zusammenschließen, in der wir miteinander kämpfen gegen die Macht der Sünde in unserer Zeit. Möchten die Eltern mit ihren Kindern Freude gewinnen an der inneren Schönheit der Abendmahlsseier, und möchte diese stille Feierstunde ihnen zu einer Quelle der Kraft und Liebe werden. Frauenverband der Stadt Schwerte. Die Wohltätigkeits= Veranstaltung des Frauenverbandes, die am Sonntag, 22. März im „Reiche des Wassers“(nicht im Spechtschen Saale!) stattfindet, verspricht ein großer Genuß zu werden. Für das Konzert des 1. Teiles hat außer den schon erwähnten Künstlerinnen(Frl. Sieberg und Frl. Schad) auch Frau Ihlefeld(Westhofen) ihre Mitwirlung zugesichert. Im 2. Teil wird das Lustspiel„Großstadtluft" von Blumenthal u. Kadelburg, ausgeführt. Der Anfang ist auf 5 Uhr(statt 6) festgesetzt, um auch auswärtigen Besuchern zu ermöglichen, der Veranstaltung bis zum Schluß beizuwohnen. Karten zu 2 A werden von jungen Damen in den Häuser tretung stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen 15 Beschlußgegenstände verzeichnet. An die öffentlichen Verhandlungen wird sich noch eine geheime Sitzung anschließen. Geisecke, den 13. März. Evangelische Kirche. Im Gemeindebezirk Geisecke=Lichtendorf finden an den kommenden Sonntagen Abendmahlsfeiern statt, und zwar morgen. Sonntag Oculi, 15. März, in der Schule zu Eichholz, am Sonntag Lactare, 22. März, in der Schule zu Geisecke, am Palmsonntag in der Schule zu Geisecke und am Karfreitag in der Schule zu Eichholz. Die Abendmahlsfeier und Beichte findet jedesmal im schluß an den regelmäßigen Gottesdienst statt. Damit die Abendmahlsfeiern am Palmsonntag und Karfreitag wegen der beschränkten Raumverhältnisse etwas entlastet werden, werden die dortigen Gemeindeglieder gebeten, sich an den zuerst angesetzten Feiern zu beteiligen. Gottesdlenste am Sonntag, den 15. März. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 15. März 1925(Oculi). Große Kirche. 9½ Uhr: Pastor Florin, Konfirmation, 2 Uhr: Prüfung der Konfirmanden, Pastor Wischnath. 5 Uhr: Abendmahlsfeier, Pastor Ohlig. Kleine Kirche. 10 Uhr: Pastor Nell. Donnerstag, 8 Uhr: Passionsgottesdienst, Pastor Nell. Ev. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor Nell. Eichholz(Schule). 10 Uhr: Pastor Rüwwe. (Beichte und Abendmahl). Vereine und Versammlungen. Sonntag 2 Uhr: Ev. Gebetsverein. 4 Uhr: Evang. Männerverein im Gemeindehaus. 8 Uhr: sortrag in der großen Kirch Pastor Müllererklinge. Daß jeder Einzelne Jesum preisen lerne, ist für eine Volkserweckung die Vorbedingung. Wohl werden die Gegner die Wahrheiten des Evangeliums verächtlich zu machen suchen; aber der Kampf darf uns nicht schrecken, wir müssen auf Gottes Seite treten und Christi Schar mehren helfen. Wir müssen bedenken, daß jeder, der nicht sammeln hilft, dem Gegenteile dient. Zum Wirken für Gott soll jeder stets bereit sein. „Lasset uns den Herrn preisen, Auf, ihr Christen, überall! Kommet, laßt uns Dank erweisen, Rühmet Gott mit frohem Schall! larken ve Schwefe: Moderner Mensch und christlicher Offenbarungsglaube. Montag 8 Uhr: Kirchenchor. Dienstag 8 Uhr: Gustav=Adolf=Frauenverein. Evangelischer Verein junger Männer schar. 4 Uhr: Jugendabtein, Teilnahme am Vorrche. Dienstag 8 Uhr: Fraphie. FreiSamstag 3 Uhr: BibelMinisterpräsident Herriot in Paris hat nachgerade doch erkannt, daß die seit dem Versailler Vertrag befolgte egoistische französische Politik der Hauptgrund für die Verschlechterung der Frankenwährung ist. Er hat deshalb len beauftragt, den Unruhestifter zu spielen und gegen den von England schon wohlwollend aufgenommenen deutschen Vorschlag eines Sicherheitspaktes für die Rheingrenze und eines Schiedsgerichts für die Weichselgrenze zu protestieren. In London ist für die Abänderung des polnischen Korridors und für die oberschlesische Grenzverlegung Schwerte, den 14. März. Aus der evangelischen Gemeinde. Morgen (Sonntag) findet abends um 8 Uhr in der großen Kirche der letzte der diesjährigen Vorträge statt. Pastor Müller=Schwefe hat sein Thema infolge mehrwöchentlicher Krankheit ändern müssen. Er wird= sprechen über das Thema:„Moderner Mensch und chriftlicher Offenbarungsglaude“. Wir laden unsere Gemeinde recht herzlich zu diesem Vortrage ein und hoffen, daß recht viele diese Gelegenheit durch Vertiefung ihres evangelischen Glaubenslebens ausnutzen werden. Konfirmation. Am morgigen Sonntag werden um 9,30 Uhr in der großen Kirche folgende Kinder durch Herrn Pastor Florin lonfirmiert: Knaben: Dietrich Acker, Walter Albert, Wilhelm Beele, Rudolf Benner, Arthur Brieke, Erich Brieke, Karl Brinkmann, Waldemar Burgert, Heinrich Busse, Werner Cassel, Walter Dorn. Adolf Filbrich, Wilhelm Freund, Helmut Giott, Ernst Götze, Albert Heidergott, Wilh. Heierhoff, Karl Hesse, Alfred Heyne, Johannes Hinz, Gustao Hoffmann, Otto Hoffmann, Werner Hosang, Helmut Köster, Herbert Kopiske, Willi Kühn, Fritz Küper, Heinrich Kusch, Herbert Leibner, Otto Lindert, Waldemar Neurath, Ernst Niebaum, Alfred Otto, Wilh. Pipper, Karl Sagowsky, Robert Schaar, Karl Schmeiß, Werner Schmidt, Walter Schreier, Fritz Siebald, Heinrich Sprave, Erich Thiel. Mädchen: Margarete Basmer, Herta Beste, Elisabeth Dehne, Grete Dieckerhoff, Luise Dilling, Erna Duhme, Irma Freitag, Elfriede Heidbrede, Emmi Heimann, Ella Herrmann, Hedwig Huhn, Elisabeth Hußmann, Irene Katthagen, Martha Kirchhoff, Elvira Lohmann, Margarete Mattutat, Wilhelmine Möller, Anna Niebaum, Dorothea Przyswitt, Gertrud Reinke, Herta Sartor, Elfriede Scheibel, Hildegard Schlegel, Paula Schmitz, Elisabeth Schneider, Elfriede Schotte, Klara Schreier, Anna Seibel, Herta Sonneborn, Elisabeth Sprave, Wilhelmine Thielke, Erna Tiemann, Emmi Von„esenr ucd Konfirmanden=Prufung. Molgen nachmittag 2 Uhr werden in der großen Kirche die Konfirmanden aus dem Bezirk von Pfarrer Wischnath geprüft.—. Am Nachmittag um 5 Uhr findet, ebenfalls in der großen Kirche, der erste Abendmahlsgang der Konfirmanden von Pastor Ohlig statt. Es ist etwas Ungewohntes in unserer Gemeinde, daß die Konfirmanden=Abendmahlsfeiern am Abend stattfinden. Der Grund hierzu liegt darin, daß die Hauptgottesdienste an diesem und den nächsten Sonntagen mit Konfir mationsfeiern zusammenfallen. Wenn damit noch Abendmahlsfeiern verbunden würden, wären die Gottesdienste zu ausgedehnt. Es hat aber auch ohnedem viel für sich, die Abendmahlsfeiern auf Wieder Beil und Säge in den D=Zügen, so lautet eine vor wenigen Lage. schen Reichsbahn=Gesellschaft ergangene Erklärung. Danach muß es also doch wohl Zeiten gegeben haben, in denen die Eisenbahnverwaltung die sich ihr blindlings anvertrauenden Reisenden bei etwaigen Unfällen arg im Stiche ließ, indem unum gänglich notwendiges Handwerkszeug sehlte. Es ist dies so ungeheuerlich, daß das reisende Publikum erwarten muß, daß derartige Justände sich niemals wiederholen werden. Das Leben der Reisenden ist jedenfalls soviel wert, daß die höchste Stelle ihr Augenmerk ständig darauf richtet. Dasselbe wie für Beil und Säge gilt für die Feuerlöschapparate. : Konferenz der Schulräte. Am Mittwoch und Donnerstag fand in Dortmund die Konferenz der Schulräte des Regierungsbezirks Arnsberg unter Leitung der Regierung statt. Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen die Fragen über das orthopädische Schulturnen für Rückenschwächlinge und die Verwendung des Lichtbildes in der Schule. Beide Fragen wurden durch praktische Vorführungen erläutert. Zur Eisenbahnerbewegung. Im Milbergschen Saal, der bis zum letzten Platz besetzt war, fand gestern abend eine öffentliche Eisenbahnerversammlung statt, die sich mit der gegenwärtigen Lag beschäftigte. Der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe des Deutschen Eisenbahner=Verbandes, Wahlstadt, der für den verhinderten Bezirksvorsitzenden Clever=Elberfeld eingesprungen war, gab einen längeren, ausführlichen Bericht über die Streiklage, aus der hervorging, daß die Lage bedeutend ernster sei, als es in der Presse dargestellt wird. Gegenwärtig befinden sich nicht 0.6, sondern etwa 20; der Eisenbahner im Streik; im Berliner Bezirk allein streiken ca. 12000 Eisenbahner. Mit Genugtuung wurde festgestellt, daß alle drei Organisationen in dieser Bewegung einig und geschlossen vorgehen. Sollten die im Arbeitsministerium geführten Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen, so werde heute auch in den Bezirken Hannover und Altona der Streik ausgerufen. An den Vortrag schloß sich eine äußerst lebhafte Aussprache, in der die Ausführungen des Redners nach den verschiedensten Seiten ergänzt und erweitert wurden. Als Niederschlag der Versammlung gelangte nachstehende Entschließung zur einstimmigen Annahme: „Die in Schwerte tagende öffentliche Eisenbahner=Versammlung ruft den kämpfenden Kollegen im Reich zu: Wir wollen Euch mit allen Gebote stehenden Mitteln helfen, wir wollen mit Euch in breiter Front kämpfen. Wir fordern iu den Hauptvorständen aller beteiligten Frauenhülfe. Bezirksfrauenhülfe, Pastor Sonntag 2 Uhr: I teilung. 8 Uhr: Hauf trag in der großen Turnen. Mittwoch S tag 8 Uhr: Posannenbesprechstunde. Vereine Donnerslag 3 Uhr Nell. Evangelische Vereine junger Mädchen. a) Schwerte. konntag 6 Uhr in der Jägerstraße. Dienstag 8 Uhr im Gemeindehaus, Abt. 1. Mittwoch 8 Uhr im Gemeindehaus, Abt. 2. b) Villigst. Sonntag 3 Uhr: Jungmädchenverein. Bibelkreis der Schüler höherer Lehranstalten. Mittwoch 5 Uhr: Abteilung 1. 5½ Uhr: Unterhaltung und Spiele. 6,30 Uhr: Aeltere Abteilung. Mädchen=Bibelkreis. Mittwoch 5½ Uhr: Bibelbesprechung. Evangelische Stadtmission, Kuhstraße 7. Sonntag früh 8 Uhr: Blautreuzverein; nachmittag 4 Uhr: Bibelstunde. Mittwoch abends 8½ Uhr: Gebetsstunde.— Gemischter Chor: Samstag nachm. 5 Uhr und Donnerstag abends 8 Uhr. — Katholischer Gottesdienst. Kathol. Pfarrkirche. 6 Uhr: Stille hl. Messe, Vikar Schleep. 7,30 Uhr: Frühmesse mit Predigt, Monatskommunion der Mütter. 8.45 Uhr: Schulmesse mit Predigt, Pfr. Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt, Pfr. Schnurbus. 2.30 Uhr: Andacht. 4,30 Uhr: Andacht für die Mütter in der Krankenhaus=Kapelle. Geisecke. 7,15 Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. Westhofen. 9,15 Uhr: Hochamt mit Predigt. Holzen. 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Freitag abend 7,30 Uhr: Fastenandacht mit Predigt. RP E □∆ —— Eisenbahne fung des G Für den A Minimum!“ Organisationen sofort die Ausrur Eisenbahner. xistenz— ein e Westhofen, den 13. März. Sitzung der Stadtvertretung. Am kommenden Montag soll nachmittags 5 Uhr im saale des Amtshauses eine, Sitzung der Stadtver„. und beim Anrichten nech einige Trepfen ###P A0MIS Walser- Wall Mänlur, Keslämen, Toiielnn Pniene Rören, B#st#nn, Teisoniner Gebrstei, sehweite Neis Toisté Am Gitun Ouereilcitnn Aumihundlingsthuchathestihellbmdihmstmaufe Stetel uuck Sais-Oteskaurene Saiserkof Ichwerte Eichen- 1133 Riegelpfosten EichenWeidenpfosten Zaunlatten lausend billigst abzugeben. Hägewerk Gebr. Haver Telefon 517 Danksagung. die vielen Beweise herzlicher Teilbeim Hirescheiden meines lieben Mannes guten Vaters sagen wir allen Freunden ekannten, sowie dem Herrn Postdirektor, Inspektor, den sämtlichen Ober- und eamten und Beamtinnen des Postamtes, Kriegerverein, besonders dem Herrn Winter für seine trostreichen Worte rabe- und für die vielen Kranzspenden Wie größte Auswahl Frau Josef Hellwig finden Sie nur im größten Spezial-Geschäft im Lagetentaus Jeden Jonntag von 11-1 Alkr: Illatinee ab 5 Ohr Ilünstler-Ilonzert Alttttetttlllttutuatlll Hotel Jungesblut, Schweite; X Celeson 5t6 Celefon 516 2 füralle Gewerbe eisenstarke Qualitäten 6 in allen Preislagen. Konfektionshaus Einirikt frei! gmmgmgemc Samstag und Sonntag: Großes Bockbierfest; verbunden mit Schlachtfest. 2 = Schlachtplatten Mk. 0.80, 1.—, 1.20= 4 F ausmacher Mettwurft Hausmacher Sülze 2 Shogtezwsrein„.Humoz“ 1173 Sonntag abend: Unterhaltungsmusik Anfang S Uhr Anfang 5 Uhr veranstaltet am Sonntag, den 15. März 1925 im Lokale„Im Reiche des Wassers“ einen Großen Doppel-Guartet„Harmonie“,##### Ohart.=Ver. . G.=u.„Sangesiust“.### Sbartet= Westhosen# m. 6=0. M.=6.=v. Oberbrügge Mühh" 8 Chorleiter: Herr 83. Tönsmann. : Sleichzetig enpsehle ich meinen vorügichen, reich: " haltigen, bürgerl. Mittagstisch Preis 1.— Mk. 4 3 Reichhaltige Frühstücksplatten zu billigsten Preisen. Sast e. cce Jacken und soft ale Hautteiden, Paket 1.25 Mark. Drogerie Wilh. Heppe, Ostenstr. 3 Auch Versand. 864 Zur Aufführung gelangt Am Sonntag, den 15. März 1925, nachm. 4 Uhr im Freischütz=Saale zu Schwerte: jeden Sonntag: Künstler-Konzert der eigenen Hauskapelle Atemnot, Herzbeschwerden usw. verlangen Sie die Broschüre, „Die sichere Hilfe" kosten los Frau Sasse, Lingen, Ems Rheinerstraße. 60 438 Operette in Anfang 6 Uübr Kasenöfnung 5 Uhr unter Mitwirkung des Hagener Gesang-Crios. Nach dem Konzert: Canzkränzchen! Karten im Vorverkauf 0.75. an der Kasse 1 Nach dem Theater großer Sulgeslese Won Hlsos enien Bbunt. Karten im Vorverkauf bei den Friseuren Klocke, Strack und Wirthsmann, sowie im Vereinslokal des Sängerbundes C Klempt und bei den Mitgliedern zum Preise von 80 Pfg. ausschließlich Steuer. An der Kasse erhöhte Preise. Agenten Srobston gesucht Grüßner& Co. Neurode Eule 917 Holzrouleaux u. Jalousienfabrik. Anfang 5 Uhr. Eintritt frei! Es ladet freundlichst ein