chaerter Seitung" erscheint werktäglich ###tsstelle, Druck und Verlog: Car - Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel. 62. Vortmund 2852 und Hannover 21874. für Schriftleitung und Anzeigen: chwerte. Cel. 62.== für den Kreis Hörde. Bei unvochergezehene: hervorgerufen durch üdernedmen pünktliches Ei kann auch kein.: e! a 57. Jahrgang vril.(Tel.) Wie die Textiln eill, soll die Jahl der örtperringert werden, um r Bezirke Kosten zu erspaitungsstellen solBeorachlung der Preisverauch der Ausgleich der wirtund Austlirung über die rtschaft sowohl in Verwerbskreisen werden. teilungen u Auf der #gie gestern Bergleute heiten sansmannschaft Stinnes ite Rheinr, 6 davon e von zwei Geschäft wein und das un Hugo, Stintätigungs= nit 12.500 Talern sprechend den ist eine Rerderei 9 stäler das beschei haftung u. Betreffend präsident sasts istiasten n frühen n Zeiten Rat nie. i sichern verehrte Beileids lan in dem Auf Wunsch lin, 11. April.(Tel.) Die Reiindexziffer für die Lebenshaltungskosten(Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Vekleidung) beläuft sich nach den Feststellungen des Stat. Reichsamtes für den 9. April auf das 1,11 billionenfache der Vorkriegszeit. Gegenüber dem 31. März, dem Erhebungstage der Vorwoche(1,07 Billionen) ist demnach eine Steigerung von 3.7 v. H. zu verzeichnen. Die Steigerung des Inder ist in der Hauptsache auf die Erhöhung der Mietsätze zurückAllerdings kommt dabei die Belastung in Villionen Mark.) ert: Helland, Belgien. weden, Finntand, Italien. streich. Schweiz, Spanien. A Japan, Rio de Janciro, In sozent, Danzig 2 Prozent. der Sachoerstänsigen sichzerzustellen. Zu de wird die Reparationskomdie Delegierten der deutschen ng Donnerstag, den 17. April , es sei denn, die deutsche Rezierung vorziehen, eine schriftliche Antwort zu Der Dollar am 11. I. 21 Dollarkurs Geld: 4,19, Brief: 4,21 zuführen. Aurtein durch die Mietsteuer in dem laufenden Monat noch nicht voll zum Ausdruck, da in vielen Erhebungshädten die Sätze nech nicht feiltehen. Mitteilung dieses Entschlusses ist bereite schen Kriegslastenkommission zugegengen. all die der Vizen 1 er im allerengsten barmachung verfügbarer deutscher Goldreserven mit nungsstrich zwischen sich und der Deutschen Volks=dort fr nurne wird dann nach Hilse des ihr verliehenen Notenausgaberechtes be= partei gezogen hat. Die Parteileitung der Deutschen nicht benen übergeführ. rechtigte Kreditbedürfnisse der hei=Volkspartei hat daraushin der Nationalliberalen(gung mischen Wirtschaft zu befriedigen. Sie ist als Vereinigung folgenden Beschluß des Partei=richtun reine Privatbank einer in= oder ausländischen poli=svorstandes zugehen lassen: zelne er tischen Kontrolle nicht unterworsen Sie darf in]„Nachdem der Parteivorstand und der Zentral= Sauerland der Ausbreitung der leiner Farm dem Reiche, den Ländern oder Kommu=svorstand der Deutschen Veikspartei politische Organi= sehr geschadet. Es muß daher immer wiever an all dite gemühten oder Garantien für sie über=lationen innerhalb der Partei nur füf möglich ertlärt Wanderer im Sauerland der Ruf gerichtet werden 's geeen oder die„Erwerbt Euch durch Euer Verhalten die Liebe un von Mtändigen Parteiiu#anen sie auedricklich gesAchtung der Landbewehner, ehrt ihre Sitten und Ge die Vertreter der National= bräuche, schont Wiesen und Felder, Wald und Strauch. lau= liberaten Vereinigung in deren Auftrag Verhandlun= denn heilig ist das Land und alles, was es trägt. ellung dieser Veraussetztngen abgelehnt Reidet alles Ausjällige im Benehmen und in Kleiit der Parteivarfand auf Grund der ihm dung, singt anständige Lieder, unterlaßt aber Singen lvorstand ausbrücklich erteilten Ermäch= und Fröhlichkeit dort, wo es andere stören könnte. ; d a ß d i e i n d e r N a t i o n a l l i k e r a l e n V e r= W e r d e t M i t a r b e i t e r a m d e u t s c h e n J u g e n d h e r b e r g s verdteidenden mitglieder aus der Deutschen swerr“ freistehende Häuser oder einzelne Räumlichteiten vorhanden sind. Auch ist eine gewisse Abneider Landbevöllerung gegen die Eining von Jugendherbergen zu beobachten. Einzelne Wandergruppen haben durch ihr Verhalten im Sauerland der Ausbreitung der Jugendherbergen d her immer mieder an werden: und Geche, schont Wiesen und Felder, Wald und Strauch. usgabe von Roten in höherem Betrage gen zürS darf der Zustimmung des Aussichtsrates. Wert=zchen stellt bestände der Bank können, auch soweit sie Notenbei ausländischen Treuhändern gehalten tizung fest, köndar*=Aan j. dn 993297 aus=feinigung ver! bei ausländischen Treuhändern gehalten izung warksc#unden Mitzlieder aus in der Regel gus=leinigung verbleibenden mitglieder aus verden. Als Treuhander sonten in der Regel ausdienen. Werte die Volkspartei ausscheiden.“ ländische zentraie Potenbanken dienen. Werte, die Volist Notendeckung gehören, dürfen weder belastet noch pfändet werden. Für die Veröffentlichung der gelten die Bestimmungen des§ 8 des Arbeitsfragen. sund Die Buchdrucker=Lohn ing in Aktien über je 19 Pfund Sterling wib Verlin, 11. April(Tel.) Zur Lohndifferenz im ug für den ppen 1 und B. Die Aktien von 5 Millionen Pfd. Ster ink übernommen und von ihr auf Namen und sind auf ners im Aktienb. Buchdruckgewerbe wird mitgeteilt: Der Schiedssorn## vom 2. April, der die Löhne bis zum 31. Mai regelt, ist heut lich erklärt worden. Damil ist dieser Schi Tarifge 1925 lung zent jeder land as G chen Auto=Verlehrssperre an Sonntagen. * Haan, 10. April. Die Polizeiverwaltung gibt belannt, daß auf Anordnung des Negierungspräsidenten an Sonn= und Feieriagen in der Zeit vom 1. April bis 1. November 1924 auf der Provinzialkeichsarbeitsministerium für verbind= straße von Vehwinkel über Haan nach Hilden der edsspruch Verkehr mit Kraftwagen und Krafträdern verbeide Parteien geworden.— Der poten ertlährte sich vergt, ,, Warnung vor salschen Keiminalbeamten. ig lauten auf den Inhaber, hängig davon den Spitzenlohn mit der am 3. Mai id in Höhe beginnenden Lohnwoche um 1.50 Mark zu erhöhen. wtb Köln, 11. Avril.(Tel.) Von amtlicher Stelle den, 11. April.(Tel.) Die Dresdener wird mitgeteilt: Wiederholte Vorsülle, bei denen drucker legten, nachdem die Verleger ihre Lohn=sdreiste Personen als Kriminalkeamte, sei es als forderungen abgelehnt hatten, heute vormittag die deutsche oder mit Vorliebe als solche der Besatzung Arbeit nieder. Die bürgerlichen Blätter werden da= mächte, sich ausgeben oder, um noch sicherer zu gehen, eute abend nicht erscheinen. sogar Uniformen von Angehörigen der —(mächte anlegen und dabei segar wagen, ihre Opfer in die Ortskommandantur zu bringen, um unter diesem Deckmantel dann ihre Beirügereien(vielfach Rechies des einelnien Atliondrs auf jederzahlung ein. Die Einzahlung ist in vom Der p#1 Aer Ugheugang zu häheren Gchulen Der Aezerzüng zu höhrren Schlien.(angehliche„Bestlegnehme“) ansüben zu können, rrichtsminister gassen es angezeigt erscheinen, das Publikum öffentlich tralblatt für die ge= daver zu warnen, allzu leichtgläubig zu sein. Um sich saltung einen Erlaß über die ver Schaden zu schützen, empfichlt es sich, etwa vorder Grundschule in die gezeigte Ausweispapiere sich eingehend anzusehen und Schulen, der bereits seit län= in Zweiselsfällen ungessumt an hihere Diensitstellen =hereitung hafand. Es ist aus= oder Vorgesetzte sich zu manden Nuch ist ra unbedingte 915 in der Satzungen regeln die ihrung, Vilanz und Reserv 1 0 von Schi und höhe“ sich in Vorbereitung befand. ich davon abgest sind R wenden. Arch ist es unbedingte iden, ganz bestimmte, Pflicht aller Leiter von Kaßsensellen, ihre mit Geldrordnungen zu treffen; transporten beauftragten Vaten eingehend tlinien ausgearbeiter wird sung. Die Anteile der Golddiskon bb hat g elden, stern d. Is. ab wi ind Schülerinnen der Grundschule klassen der mittleren oder höheren in nur nach Bestehen einer Auf hatten, auf 5 kontbank bereit erklä Anzahlung von 25 v. sskontbank zu leisten. 1 sell möglichst in englischen Pfunden erfolgen, nich edaß hat sich die Reichsbank bereit erklärt, andere Ere Devisen zur Erleichterung der Einzahlung in Pfunde#stre ünzutguschen. 97 Amerikanische Rediskontkredite. wtb. Berlin, 11. April.(Tel.) Aus Newyork wird berichtet, daß die ame rheitsverl werde zischen Bar anken und schen Golddiskontbank wegen G Voisvermigens währig. zs Rediskonkrediten in Verbindung nam Pius auf seiner stehen. hiesiger unterrichteter Seite wird die habe anderen gegen=[Meldung bestätigt, doch sind definitive Abmachungen hat der Gigant noch nicht getroffen. eiseite geschoben, auf Heimatskunde, Pechnen. Hier sind im einzelr über den Amkreis der die im allgemeinen nicht von gehaltenen Gepflogenheiten abr ist die uuschauung des Kindes lich im Rechnen sollen di aben nicht allzu greße Schwieri Buch ist Eelegenheit zu geben, daß vertraute Gegenstände aus dem soten eingehend darüber m unterrichten, wie sie sich bei etwa eintrelenden zu je nach den örrlichen Verhältnissen zu verwird die Aufnahme von halten und was sie in Zweifelsfällen zu tun haben. Kölner Hauptmarkt. wtb. Köln, 11. April. Der heutige Hauptmarkt far mit Spinat geradezu überschwemmt. Bei Beginn des Marktes war die Nachfrage rege. insbesondere von auswärtigen Austäufern. Große Sengingen nach Düsseldorf und Dortmund. Man ie durchweg 20 Mark für den Zentner. Später her hielten sich die Käufer zurück. Obwohl die Preise allmählich auf 18, 16, 12 und 10 Mark je Zentner sanken, standen um 8 Uhr noch Riesenvorräte unverkauft auf dem Heumarkt Auch in Feldsalat, der viel angeboten wurde, ging der Preis eichen Inztesondere herunter. Ausländisches Gemüse und Obst war reichuuu lich angeboten. Kartoffeln waren genügend vorzu berstächtigen undg sgad, augebotest, Vertgss, Haret, getigene vorneue rich de angeboten. Kartoffeln waren genügend vorden und kosteten 5 Mark bis 7.50 Mark je Ztr., alta=Kartoffeln 50 Pfennig das Pfund. Die AOnzerzehe Aerrfachirtr ontlsche Amschaf Abfindung für Sozialrentner. und außenpolitischen Betätigung jahrelange Beobachtungen aus viel weniger dem geschäftwtb Köln, den Lel verfahr en Unte 10 Ham se lnt In einigen Blättern Mitteilung über die Höhe im Empfänger von Nenten#inge da#f#e## rung algesunden werden dings hat bei vielen Renten=wirken, als er ein bt hervorgerufen, daß achten erstatten kann. * Tavalidenversicherung Möglichleit vorgesehen en. Das trifft nicht zu. Schule prüft, wie daf un sieht vielmehr eine Eraminator auftrit ten welche an berechtigte sind, sowie bei dem Prüfungsausschuß echtig#e wieder heiratet. mi eine Abfindung nicht Der Schneesturm im April. erhalten. Die Störung scheint sich auf den ganzen ehrer nur insofern mit= Westen auszudehnen. Auch von Metz und Straßburg ches Gut= aus ist es unmöglich, mit Paris telephonisch zu ver: h) die zetz München, 11. April.(Tel.) In der ersten Sesele in Bergisch Kinder ausg Stadt Köln 95 Nähe vo eisung. Die Kinderspeisung e Sape the Speisung weitere 200 Kindern in der Braunkohlenzebiet sich die Gesamtzahl Ichultehrer aie Nachmittagsstunde trat hier heftiges Schneetreiben s(ein. In den Außenbezirken liegt der Schnee bereits er Prüsung bleibt durchweg einige Zentimeter hoch. Entsprungener Zuchthäusler verhaftet. woth Berlin, 11. April.(Tel.) Der Zuchthäusler estern aus der Strafanstalt ie Lehrer experimentelle Meihoden anwenden, Groß=Strelitz ausbrach, wurde heute in Berlin wiesie die Schüler dadurch keiner Ueberlastung der ergriffen und nach dem Polizeipräsidium transaussetzen und selber die Methode beherrschen und so=portiert. Der Milliardär und das Prohibitionsgesetz. * Newyork, 10. April. Der bekannte Oel=Magnat geit dadurch nur eine Ergänzung der gesan Früfung, nicht aber ein Ersatz für sie geschaffen wird. aufzunehmenden Schüler ist es icht Pressestin keinee instcs 893789 Soften die Zahl der Aufzunehmenden die der] In London stand kürzlich ein junger Privatur:! Es Berlin, 10. April. Der Provinziallandtag der freien Siellen übertrif, hat der Vorsitzende, der keamter namens Hood vor dem Strafrichter, um sich zi Kravinz Sachseu, nahm in seiner gesttigen Sizung immer ein Leiter dar böberen Schule sein muß, im auf die Beschuldigung zu verantworten, daß er in Ncumael de: Landernguptnanns vor, die er Eingerständnis mit dem Ausschuß über die Aus=seinem Scheck die Summe erhöht habe, um sich einen und Kredit Gesellschaft täglich, auch Sonntags. gespeisten Schulkinder auf 1 Die Firma Alkinion u. Kirchmann, G. m. b. H. in Köln, hat in danlenswerter Weise dem„The Save se der aufzunehtienden Schhjzg#####. H. Rogers ist mit der Polizei wegen Uebertreerlaubt, sandern auch erwünscht, wenn gle##ung des Alkohol=Gesetzes in Konslikt gekommen. höheren Schule sich von vornherein in der Die Beamten beschlagnahmten eine ganze KraftZeit über den Gang des Unterrichts an der magenladung von französischem Champagner und Ischule informieren. 65an saltem Burgunder, zum Teil aus dem Jahre 1805, ierfür soll auch den Lehrern gegenene#ggns die der Milliardär von seiner Wohnung auf Long in Urlaub bemilligt werden. Damit die einseitige Wer= Island nach dem„Ritz=Hotel“ schaffen ließ, in dem von Kenntnissen vermieden wird, empfiehlt der er gegenwärtig Aufenthalt genommen hat. Eine ch die Eigenart des zu prüfenden Kindes große Menge der edelsten Gewächse ist nun zur Verzu beobachten. Die Prüsungsmethoden selber dür= nichtung verurteilt. der Provinz sen nicht einseitig auf Verstand und Kenntnisse ge(richtet sein. „„* Nüchtern oder sechs Monate! chen irch den partei, der jetzige stellvertrei in Geh. Regierungsrat Dr. Hi isen und der von der sozial an vorgeschlagene frühere Gesand randsberg Im zweiten Wahl idat der Sozialdemokraten gegen sokraten mit einer Stimme ite auf sechs Jahre.— Tän gang ter der hoheren Schule sein muß. im auf die Beschuldigung zu verantworten, daß er einem Scheck die Summe erhöht habe, um sich einen eren Gewinn zu sichern. Bei der Verbandgte sich die Frau des Angeklagten bitter cher Trinker angeklagt lichter verechs Monader BedinAlkohols sesealhl ale ehane eale ishohchen. freier Platz bietet, muß es innerhalb der erste ochen des Schuljahres an jeder Anstalt, di glich. stimmung gilt auch für rschuten kommen oder befreit gewesen sind. lusnahme von der Aufnahme eine P# die 95 muß. ldeme rui an alle Wanderer. Narester er n. Dortmund 0. April.. Die städtische Jugend=lsche Verhältnisse zu verspotten pflege. Als der Pol flege erläßt folgenden Mahnruf: Die Jugend=zeipräsident die Forderung ablehnte, drohte die Stuvor ungefähr dentenschaft mit Gewaltmaßnahmen. Trotzdem das theater daraushln durch ein Polizeiaufgebot geder eingerichtet und sür, die Peiytzung der Wander:= schter: Burde drangen wäl egeben worden städtische Jugend= sche Verhältzisse p 1 liberal Ver Vereinigung. Von der Reichsgeschäftsstelle wird mitgeteilt: Nationalliberalen Vereinidie National lin, 10. April. der Teutschen Volkspart Die Mitglieder der Nationalliberale gung veröffentlichen einen Aufruf, in dem sie ihre Freunde auffordern, bei der bevorstehenden Reichstagswahl deutschnationale Wahllisten zu wählen. Damit bekundet die Nallonaliiberate Vereinigung vor aller Oe die Beguzung der Wanderer umert wurve, vtunigen gzoahrend der„Vorstellung sachen Bemühungen lgroße Truppen von Studenten in das Theater ein, dt Dortmund, im Sanerland eine In= stürzten sich auf die Bühne, verprügelten die Schaudie wandernde Jugend Dortmunds spieler und demolierten die Bühneneinrichtung völlig. et die Nationalliberale Vereinigung einzneichten, haben bisher keinen Erfolg gehabt. Die Im Publikum entstand eine Panik. Etwa 20 Stuentlichkeit, daß sie ihrerseits den Treu= Wohnungsnot im Sauerlande ist so groß, daß auch denten wurden verhaftet. 9 Frirte AONRNN „Ochwerter Sie **81 2. Beiage zur Sihwerter Zeitung nm A ihren Fortbestand gegeben, selbst 1 wirkung einer großen Persönlichkeit war oder viel un das Gebäude des deutschen Stuates in noch mehr eine der jetzigen Notlage der deutschen Wirtig und Erschütterung geriete, schaft durchaus entsprechende Bildung, die r s i e b i s h e r e r l e h t h a b e n. E i n w e s e n t l i c h e s: S c h ö p f e r ü b e r d a u e r n w i r d. tück deutscher Zukunft ist hier auch für Fälle der letzten und außersten Not gesichert. Ueber dieser Ausd. mehr von einem 2 eine nahezu sager Sdiel uns Sport. # ung ins Gewaltige, kaum ick zu umfassende, ist Stinnes Persönlichkeit geworden,! Die Scwerter Sportvereinigung von 1906 erl öffneten mit Sonntag den Reigen der ihr Persönlichkeit, sondern eine welcher das Werk an die schaftsspiele. „isse Agita=] Als ersten Gegner haben die Ger bekanntlich trat. Für eine gewisste Agen W456i3cem Manm Hugo Stinnes* Hugo Stinnes i Freunde wie 0 den Atem an. einander stel griechischen Welt zul der der Große, in ein soeben b. Zukunft über geworden, er hätte un gut um das W ein Reich, das nich Staat im Staate sein „Industrie stellte, durch die formen dem durch die lution Staate einen neuen ein Herz ein entbinden und zu ent In den Vert sind der deutschen e aet FN E 88 6.91 . J E.1# * D m cr li. blutlee Stii norgen eine der besten sudwestfatischen Mannislande ist er zu einer Artgmorhen„ nehr“ schaften. die Gauligamannschaft des V. f. v. Weiemant geworden, nicht magze F utten. u.. Jalage spielen d schen Industrie, sondern ihr denau hier. In bunter Reihenfot,####te#en an mochre am Karfreitag die Potalmannschaft ves veutschen ies hat so wenig] Meisters 1. F. C. Nürnberg, am 1. Ostertag die vereinigung Dorstfeld und Anfang Mai ins feindliche Ausland ver=]„Arminia" Bielefeld hier. inig daran gedacht, das Ruhr=I Vorschau. einden preiszugeben, wie seine P. f. B. Weidenau 1— S. S. B. 06 1. Weidenau tritt in stärkster Aufstellung gen die Grün=Weitzen an. Die besten Stützen er Gäste sind der Torwart Pesch und der Mittelläufer Krafft(beide repräsentiv). Gauligamannschaft spielte mit viel gegen beste süd= und westdeutsche Klasse, verlor a. nur knapp gegen die Siegener Sportfreunde mit 1:0 und 2:1 Toren. Von den sonstigen Erin sind noch zu erwähnen: B.— 1. F. C. Nürnberg comb. 2:4. L. f. B.—„Kurhessen“ Marburg 3:3 — Neheim 08 7:0!! B.—„Germania“ Mülheim 2:2. Helvctia“ Frankfurt 2:4. Sportvereinigung 06 spielt in der gleichen ung wie vergangenen Sonntag und gibt eser Mannschaft einen beachtenswerten ab. ter der Verelendung, die vielmehr in höherem an ihn hingen als an irgend einem anderen hat den Gedanken der Arbeitsnschaft gefördert und die Gewinnbeteiligung Arbeiter an den Unternehmungen durch gestern de innschaften sind im Vereinskasten ister u. Böhmer ausgehängt, auf das er dieser mals hinweisen. Nach dem Treffen findet im„Hotel zur Post“ ein gemütliches Beisammensein mit den Gästen statt. Schiedsrichter sungiert Schwarze, Schwerte. Die zweite und die dritte Mannschaft der 06er fahren nach auswärts und zwar spielt die zweite in Unna gegen Schwarz=Gelb 07 und die dritte gegen„Preußen“ Werl 2 in Werl. Von den Jugendmannschaften spielt die erste ebenfalls in Haspe gegen„Union“. Die zweite tritt gegen die gleiche von Victoria Barmen hier vor dem Ligaspiele an. Der vorletzte Sonntag um die höchste Ehre des Verbandes. Der kommende Sonntag bringt den ruhebedürftigen Düsseldorfern die wohlverdiente Erholung. V#on den übrigen Mannschaften treffen sich in Düsseldorf Rheydter Spielverein— Schurarz=Weiß Essen. Das Endergebnis ist ziemlich zweifelhaft, ist es leicht möglich, daß die Rheydter uns morgen die zweite Ueberraschung bringen. Die Siegener müssen die zweite Reise nach Münster unternehmen und spielen dort gegen Arminia" Vielefeld. Nach menschlichem Ermessen sollten die„Arminen“ das Treffen gewinnen. In Siegen findet der Kampf Spielverein Quisburg—„Kurbessen“ Kassel statt. Trotzdem die Duisburger im leuten Treffen gegen Rheydt verloren, kann man doch mit einem Siege der Um die Handballmeisterschaft von Westdeutschid treffen sich morgen Hagen 05— Polizeisportverein Kassel in der Endrunde. Die Kasseler gemannen bekanntlich gegen„Vornärts" Bochum mit dem hohen Ergebnisse von 3•9 Toren. Hagen 05 muß alles aus sich herausholen, wenn sie den Gegner bemringen will. Hoffentlich gelingt den Hagenern der große Wurf. T.u. * Ar hilft in der Küche sparen. # V##IP Dünne Suppen und Fleischbrühe, Gemüse und Soßen * G r. S c h a l t e n s o f o r t k r ä f t i g e n W o h l g salz einiger Tropfen MAGGis Würze. 9 Vorteilhaftes er Bezug in plomb. Originalflaschen Nr. 6. lich MAGGls Würze. 9 I Ssem mnmundn eens umer mmneremeer lech euche 5 für den Vertrieb meiner Schokoladen, # A Kakao und Zuckerwaren-Erzeugnisse an allen grösseren Plätzen Grosshändler oder 4 VeTbftn 5 ee ee BSSSSE Siasenn in e m ko 8 8 2 n Werirtät 0 1 BAREEN MN E-Ratt Ftscop Gerange nur- heut ne e das echte die in der Lage sind, 2- 5000 Mk. für Lager zur Vellügung zu stellen. ich stelle billige konkumenzlose Preise, meine Warc ist la prima und wird gun H S U wtelchaften Bedin. ästsst. d Blattes. 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Braue NAA8- u ebcg Nasch Exfraßt F 1• 4 m Geschafts=Eroffnung rr BsE ch- Buee m M Mntzzsmmmmmmmmmmmmmmmm mmmmmem mmmmemimmmmmmc Statt Karten Für die überaus herzliche Teilnahme anlässlich des uns betroffenen Münch-Berg usitz G) in geehrlen Publikum von Schwerle und Umgegend zur gesl. Kennlnisnahme, daß ich mit dem heuligen Tage hier in Schwerle, iefschmerzlichen Verlust sagt inni# Ss#Dink 1228 Familie Chr:. Kemper Schwerte, den 12. April 1924. 8 Markt Nr. 6(früher Nippus resp. Frl. Stuhlmann) sstiutsst, ein umsangreiches Lebensmittelgeschäft eröffnet habe. Langjährige ns ! sachmännische Erfahrungen und umfangreiche Geschäftsverbindungen mit ersten Firmen, sowie Einkaufsgelegenheiten aus erster Hand ermöglichen es mir, meiner verehrlen Kundschaft in jeder Hinsicht WE* wirklich nur Vorteile zu bielen. Geschäftspeinzip: Großer Umsatz, kleiner Nutzen! r vorläufigen Kenntnisnahme einige Arlikel aus meiner #eisliste: listz) Prima Weizenmehl Pfd. 14 Psg.: Ia. Speise=Schokolade Christallzulkeer„ 44„* 4 Cafeln 75 Pfg. im gelbe Erbsen„ 24„: Cacao(Bensdorf) grüne Erbsen„ 22„:„ 1/1 Pfd.=Paket 30„ weiße Bohnen„ 24„: Olsardinen Dose 42 1 1 P absen ti9, Haferstocken„ 17: Gels=Heringe * g.„ 9: 4 Pld.=Dose 5.10 Ml:. II 14 Darkragung. Für die vielen Beweise herzlicher # Teilnahme bei dem Heimgange meiner 5 lieben Frau, unserer guten Multer sagen ##wir allen unsern herzlichen Dank.# Femilie Wilh. Vieler 5 Mn Gomno=orrm 27 Meinihe= Eltrrnn.„„ Reis Pfd. 27 und 22„ 2 Pfd.=Dose 1.20„ ab Perl=Meis 10 Pfd. 1.35 Ak.: Bratheringe 7 Pfd.=Dose 2.90„ s113 Dosen=Milch große Dose 38 Pfg.; Rollmopse, 7 Pjd.=Dose 2.90„ Erbsen 2 Mfd.=Dose 95„: große Rollmopse Stück 10 Pfg. seise Doppelstück 17„: Stockfisch Pfd. 75„ 65 Kernz Heringe 25 Stück 1.00 Mk.: Ia. gebr. zartes Sauerkrant Psd. 8 Pfa.: ¼ Pfd. 80, 70 und 60„ Kugelkäse„ 68„: la. helles Backöl 90„ zisis, La. Holläinder Käss 95 und S5„: ka. Salatöl Ltr. 1.20 Alk. prachtvoller fetter Tüsiter; Ia.harte Plockwu st Pfd. 1.50„ Pfd. nur 80„; setter Speck Pfd. 70 Pfg. S5 bei 5 Pfd. 75„!,. usw. usw. goldgelbe Harzer 10 Stück 30„ z hochtemne Coiletten=Seise ist,„ ganze Kiste 1.75 Alk: 7 Stück 1.09 2. la. Blütenmehl: prachtv. saftiger Schweizer Käse S 5 Pd=Beutel 90 P/.:.„ Pfd. 2.10 2lh. la. Weizenmehl 14„: Eagegenz Flasche 68 Pfg. Schokolade 5 Cafeln ca.1 Pfd. Strangtabak(Busteiner) li 1 08 017: ce 1.29 Uin. ½ Pfd. 1.50 2k. Während den ersten 3 Eröffnungstagen(heute, Montag und Dienslag) verschenke ich trotz meiner billigen Preise: S n Beim Einkauf von: Ak. 3.00 eine Cafel gute Schokolade Mke. 6.00 zwei Cafeln Schokolade 4 Cafeln Schokolade Mk. 9.00 oder 1 Dose Hausmacherleberwurst oder 1 Dose Milch Ich bille mein Unternehmen gut unterstützen zu wollen und versichere meine werle Kundschaft reellster, promptester Bedienung. Ergste. R 6 Freitag, den 18. April, nachm. 5 Uhr S in der großen Kire 8 UTTFTARETAIAFS FPasstonsserers (D2 Minsnmmmmm G s„„ G 68. Mitwirkende. 8 Fräul=in Anna Gräve-Berlin. Al:; Herr## 6 Konzertmeister Fahsbender-Hagen, 6 O Geige; Herr Lehrer Klöhn-Schwerte, G □ Oigel; der evangel. Kirchenchor. 9„„ 8 ( Progiamme mit Denten, die zum Lint □ betechtigen, sind zum Preise von 1.50 Rik. S ( bei Chormitgliedern, in der Buchhandlung Neumann und d. Zigartengeschäft Wirhel. 401 monn, HAözingstaße zu haben. 66 8 Der Reuertrag dent wodlätgen Lurck ull 8mp; 600090GOOF NOOOE Bei Münch-Berg Anzugesn Bei Münch-Berg 0 Tale 5.00 Bei Münch-Berg O men-Mäntef 27.00 A Bei Münch-Berg Tuch55.00 Bei Mülsch-Berg Kleider 27 220 Rttreen HAGEN i. W. Elberfelderstraße 12. ? KAA Schwerte, Markt Nr. 6 Celefon 52 Schwerte Iserlohn . ie* Freischütz=:: 4. Samstag, den 12. April, abends 8 Uhre Großes zAllltral=Konzerk; X des Trompeterkorpe des 15. Reiterregiments 3 “ aue Paderborn, unter persönl. Leitung des### X Musilmeisters Herin Gerlach. 2 Wir errichten auf Antrag Feste 2 intritt 1.—Ml., ink. Steuer. 1163 2 Eintritt 1.—Ml., inkl. Steuer. Die näheren Bedingungen, sowie die Höhe der Zinsen sind an der Kasse zu erfahren Die Kasse ist geöffnel: vormittags von 8½ bis 12 Uhr, nachmitlags von 3 bis 4 Uhr, Samslag bis 12 Uhr mitlags. Sharkasse zu Sthrerte. 22 29 Café-Diele ASTONIPT 66 Hagenerstraße 14 Sonnlag, den 13. April, nachm. von 5 Uhr an la. Künsller-Konzeit. * 1207: Wo gehen wir Sonstag hin?: Auf„In den Rosen 4 Bei Frau Ww. Mölders dortselbst findet Großer Ball statt. Für gute Musik ist Sorge getragen. •°·STTPS•. Verkauf nur I Etage. 1237 Sonrdag nettlcnes. Züngere Hilberpoliererinnen und Mädchen, die das 1153 Silberpolieren erlernen wollen, gesucht. Ruch werden versilberte Gegenstände zum Polieren als Heimarbeit ausgegeben. Nickel=Werk, Schwerte. hl in den allerersten Fabrikaten snir Psaff Köhler Teleson 104 Carl Feil Hüfingstr. 22/24 Eigene Reparaturwerkstatt. 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Vo schuß der Bäckerinnung Sch #ende Lehrlinge ihre Gese sprave, Ernst Voß, Wa Valter Kuchheuser mit auf. „Kolberg“=Aufführung. attiges vaterländisches Schal gestern abend im„Milberg' über die Bühne und wieder: von Schülern des Realgyi ane in jeder Hinsicht ein wiederum wurde den zahlr Stunde vaterländischer Erbgeboten. Kolberg! Nettelbe mit goldenen Lettern in Pr ewige Zeiten eingegraben sin Treue in der trübsten Stun dis, als alles in Trümmer Eroberer den Fuß in unser Namen, die wie ein hellod unsere Zeit hineinleuchten Nahnung zu treuer Pflicht Damen-Ha Spangen- oder S ohne Lackkapper Gr. 36—42 12. Damen-Ha braun, Spangen16.50 14.50 4 Täglich Praffjarli. in allerbes Fa 1230 — Aus Stabr und ungebung. eiten umsaßt die heutige Zeitung; de selven liegt das Sseitige illustrierte Sonntagsblatt und eine vierseitige Bücherbeilage„Ueber den Tag“ hinaus bei. zwanglusen Abständen legen unserer„Schwerter Zeitung“ die vierseitige Beilage:„Ueber den Tag hinaus“ bei. Wir hitten unsere geschätzten Leser, dieser Beilage ganz esondere Aufmerksamkeit zu schenken. Alles gähere siehe Einleitung und Bestellzettel in hutiger Beilage. Goldsparverkehr. Um Sparern die Mögsichleit zu geben, sich gegen Geldenwertung zu fdützen, hat auch die hiesige Sparkasse den Goldstarverkehr eingeführt. Die Einlagen sind wertbeständig und zwar auf Dollarbasis. Die näheren Bedingungen sind an der Kasse zu erfahren, woselbst auch über die Höhe der Verzinsung Auskunft erteilt wird. Die Kasse ist künftig wieder nachmittags— ausgenommen Samstags— von 3 bis 4 Uhr geöffnet. Die Versammlung der Zentrumspartei findet nicht, wie gestern irrtümlich mitgeteilt, am heutigen Samstag, sondern am morgigen Sonntag abends 8 Uhr im Saale des Vereins##ses statt. Es ist eine sehr wichtige Tagesordnung zu erledigen; u. a. sollen die Kandidaten für die bevorstehenden Stadtverordneten=Wahlen aufgestellt werden. Gesellenprüfung. Vor dem Srüfungsausder Bäckerinnung Schwerte bestanden folunde Lehrlinge ihre Gesellenprüfung: Eugen Sprave, Ernst Voß, Walter Schreier und Kalter Kuchheuser mit dem Prädikat„scor *„Kolberg“=Aufführung. Paul Heyses fünfatiges vaterländisches Schauspiel„Kolberg“ ging ###estern abend im„Milberg'schen Saale nochmals über die Bühne und wiederum erlebte das Stück, von Schülern des Realgymnasiums dargeboten, eine in jeder Hinsicht einwandfreie Wiedergabe, #wiederum wurde den zahlreichen Besuchern eine Stunde vaterländischer Erbauung und Erholung geboten. Kolberg! Nettelbeck! Zwei Namen, die nit goldenen Lettern in Preußens Geschichte für #wige Zeiten eingegraben sind als ein Symbol der Treue in der trübsten Stunde unseres Vaterlanbis, als alles in Trümmer ging und der korsische eroberer den Fuß in unseren Nacken setzte, zwei Namen, die wie ein helloderndes Fanal auch in msere Zeit hineinleuchten und auch uns eine Nahnung zu treuer Pflichterfüllung sein sollen. M „Iurkricht erd Wussers“. Morgen, Sonnlag, den 13. abends 8 Uhr ungug mbir eht Mmmmmmmmmrimnzter iimmmmmmmmmmmmmmn Schw ak in 3 Akten von Mar Rimann u. Otto Schwar. In den Haupttollen: F. W. Hanschmann, Dr. Saüer und W. Bannhrff vom Stadtischen Schauspielhaus hagen. W Paul Heyse hat es in diesem Werk meisterhaft verstanden, Töne echter Vaterlandsliebe anzuschlagen und zum Klinten zu bringen. Die gestrige Aufführung selbst war, von Kleinigkeiten abgesehen, eine ausgezeichnete, man war zuweilen in Zweifel, eb man es nicht mit Bühnenkünstlern von Beruf zu tun habe, die sich da mit solcher Sicherheit auf den weltbedeutenden Brettern bewegten; überall merkte man die sichere Hand eines feinfühlenden Spielleiters, der es mit seltenem Geschick verstanden hatte, den richtigen Mann an den richtigen Platz zu stellen, auch die beiden Damenrollen hütten nicht besseren Händen anvertraut werden können. Die Bühnenbilder— namentlich dasjenige einer Straße Kolbergs im dritten Akt— waren von großer Schönheit und machen dem Verfertiger, gleichfalls Schüler des Gymnasiums, alle Ehre; sie waren ein würdiger Rahmen für das schöne Werk. Das Publikum stand ganz im Banne der Vorgänge auf der Bühne und spendete den Darstellern lebhaften und nachhaltigsten Beifall. Die Gültigkeit der Sonntagsfahrtarten zu Östern. Wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, haben die zu Karfreitag und den beiden Osterfeiertagen dieses Jahres gelösten Sonntagsfahrkarten vom Gründonnerstag(17. 4.) 12 Uhr mittags bis Ostermontag(21. 4.) Gültigkeit. Aus der evang. Gemeinde. In der stillen Woche sind(ausgenommen Karsamstag) täglich Getresdienste. Montag, Dienstag und Mittwoch finden sie nahm. 5 Uhr in der großen Kirche statt. Donnerstag abend 8 Uhr ist liturgische Passionsandacht mit anschließender Beichte und Feier des hl. Abendmahls, ebenfalls in der großen Kirche Karfreitag wird in den Hauptgottesdiensten beider Kirchen das heilige Abendmahl ausgeteilt. Die Abendmahlsseier am Gründonnerstag abend, die im letzten Jahr zum ersten Mal eingeführt wurde, hat dankbare Aufnahme bei der Gemeinde gefunden. Deshalb finder sie auch dieses Jahr wieder ger Männer mit Kamitienfeier mit haus.— Wir musikalische Passir in der großen KiKirchenchor, Frl. Anna Graeve=Berlin und Herrn Konzertmeister Faßvender. Näheres wird noch im Gemeind. . einmal hin auf die am Karfteitag 5 Uhr die dargevoten wird vom belannt gegeben werden.— Die Tagung der Bezirksfrauenhülfe des 2. Bezirks(Pfr. Nell) liegt in diesem Monat etwas ungünstig und zwar auf Gründonnerstag. Eine Verlegung hat sich nicht ermöglichen lassen. Um sie nicht ausfallen zu lassen, soll sie in aller Stille des Tages stattfinden, um 3 Uhr im oberen Snaie des Gemeindehauses. Wir laden herzlich dagu ein.— Der Kindergettesdienst findet vom heutigen Sonntag ab wieder nach alter Weise in der großen Kirche statt. —* Ueber den Wohlgeschmack. Unsere feinsten Geschmacksnerven liegen nicht vorn auf der Zunge, wie man gewöhnlich annimmt, sondern binten an der Zungenwurzel. Beweis: der volle Geschmack einer Speise kommt noch nicht zum Ansdruck, wenn man sie bloß in den Mund nimmt, sondern er wenn man sie schluckt. Je langsamer das Verschlucken, desto intensiver die Geschmackswirkung. Die Sorgfalt, welche die Küche auf Erzielung des Wohlgeschmacks verwendet; ist nicht Luxus. Wohlgeschmack ist nötig. Fader Geschmalk läßt gleichgültig. Wohlgeschmack dagegen regt sowohl die Eßlust wie die Verdauung an. Eine gutschmetkende Speise wird lieber gegessen und intensiver verdaut, d. h. ausgenützt, als eine sade oder gar mangenehm schmeckende Speise. Wehlgeschmac „schlägt an". Deshalb muß auch die einfache Küche auf Wohlgeschmack halten, und sie kann es. In Maggi's Würze haben wir ein Mittel, das nichts anderes will, als just den faden Suppen, Soßen und Gemüsen zu Wohlgeschmack verhelfen. * — Lichtendorf, 11. April. Die älteste Frau unserer Gemeinde, die Witwe Rademacher, ist am 8. April nachmittags gestorben. Sie hat ein Lebensalter von 90½ Jahren erreicht. Wen ergnügungs=Anteiger Soumbend Mittärkonzert im„Freischüt". Sonnabend Operettenavend im„Reiche des Wasser". nnabend 2. Froher Abend vom Ruhrtnler Sängerverein im Gemeindehaus. Sonmaz Kenzert vom M.=GeP.„Liedertafel" im„Freischüp“. Sonntag Kenzert im Hotel Kaiserhof. Sonntag Konzert in der Casé=Diele Astoria. Sonntag Vall in den Rosen. Sonnabend bis Montag Lichtspiele zur Reichskronc. Sennabend und Sonntag Lichtspiele zum alten Rathaus. Sonntag S. S. V. 06— Weidenan auf dem Sportplatz hinter der Töchterschule. Sonntag S. S. V. 06 gemütliches Beisammensein im Hotel zur Post. Sonntag Gastspiel„Im Reiche des Wassers vom Städt. Schauspielhaus in Hagen. intag Evangelische Gemeinde. (roße Kirche: 9.30 Uhr: Paftor Florin. 11 Uhr: Kindergettesdienst. Kleine Kirche: 8 Uhr: Pastor Florin. Uhr: Pfr. Wischnath. Evang. Krankenhaus: 9 Uhr: Pastor Wischnath. Montag 5 Uhr: Passionsandacht in der großen Kirche. Dienstag 5 Uhr: Passionsandacht in der großen Kirche. Mitnroch 5 Uhr: Passionsandacht in der großen Kirche. Dennerstag 8 Uhr: Passionsandacht in der greßen Kirche, mit anschl. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls. Evang. Stadtmission, Kuhstraß#e Sonntag früh 8 Uhr: Blautrenzverein. nan mittags 4 Uhr: Bibelstunde, abends 8 Uhr: Gemein. schaftestunde. Mittwoch abends 3.30 Uhr: Gebetstunde.— Gemischter Chor: Dienstag abends 8 Uhr. Katholische Gemeinde. Karh. Pfarrlirche: 6 Uhr: Stille hl. Messe. 7.30 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 45 Uhr: Schulmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr: Kreuzwegandacht. Frühslückstisch! Damen-Halbschuhe Spangen- oder Schnürschuhe, mit und### ohne Lachkappen.... 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Doch aus dem Leid erblüht das Leben, Folgst du dem Herrn nur unterm Kreuze nach, Wie durch die Nacht, die Golgatha umgeben, Mit hellem Glanz die Ostersonne brach. Dieffenbach. Geläute.“ Denn der und die große Sehns Seele geschrieben. endetes zieht ihn Vorwärtsstreben de die SchöpDies Jahr liebliches Mensch ist ein Stück Natur, sucht ist ihm vor allem in die Kein Fertiges, kein Vollso in Mitleidenschaft wie das es Keimkräftigen, die Entfalträgt den Stempel der Weihe. Ist doch der Tag ein Erinnerungstag fürs ganze Leben, meist auch im äußeren Dasein ein Wendepunkt mit neuer Richtung auf Beruf und selbständige Erfassung der Lebensaufgaben. Und so rufen wir den jungen Christen auch von dieser Stelle ein frohes Glückauf zu? Was du tust, das tue von ganzem Herzen! Denn die Freiheit und das Himmelreich gewinnen keinen Halben. K. Ruhrtaler Sängerverein Schwerte. Wir weisen noch einmal auf den heute im evangel. Gemeindehaus stattfindenden„Frohen Abend“ hin. Er beginnt punkt 8 Uhr. Die Aufstellung des Programms verspricht einen überaus fröhlichen Verlauf des Abends. Es umfaßt heitere Lieder, heitere Rezitationen, Dialektvorträge und Scherze und Späße. Der Vortragsmeister Theo Hayn wird mit seinen lustigen Vorträgen die Zuhörer bei bester Stimmung erhalten. Verfehle darum nieAl zu besuchen, um ein e Humors zu geder Abendtasse zu eine sind zu diesem tung des Geplanten und das Aufsteigen über sich selbst hinaus. Wenn alles schwillt, sich dehnt und aufreckt, die Farben deutlicher sich abheben und die hunte Fülle des Lebens wir uns hinmalen, wenn die Töne aus leisem Summen zu hellen Melodien sich lösen und harmonische Chöre das Weltall zu durchschweifen scheinen, dann tut sich das Menschenherz weit auf. Denn:„Der Frühling naht mit Brausen" und„bist nicht verarmt, bist nicht allein, umringt von Sang und Sonnenschein.“ Man macht neuerdings wieder einen starken Unterschied zwischen Stimmungsreligion und Stifterreligion. Friedrich Schleiermacher hat den Weg gewiesen, aber noch nicht ausgebaut. Es handelt sich um Unterscheidung des immerwährenden Kreislaufs der Natur von dem einmaligen unwiderruflichen Gang der Geschichte. Es geht un das sittlich indifferente aber unendlich anziehende oder auch unendliche, bedrückende Erleben und Erleiden des organischen Wachstums oder der Entartung des Lebewesens auf der einen, um die willensmäßige Erarbeitung der persönlich gevorenen Werte und der freien Selbstbestimmung für einen höheren Willen auf der anderen Seite. Auf letzterem Wege kommt es zu dauernder sittlich religiöser Verbindung, zur Gemeindebildung, die nun das Naturhafte in sich verarbeitet. Auf diesem Wege liegt die Erfahrung des Hosiannah und des Krenzige! Unmittelbar hintereinander, wie sie im Leben Jesu typisch vorgebildet und von den Seinen oft bitter nacherlebt wird. Denn der Tag der Palmen, die man dem Schönsten unter den Menschenkindern auf den Weg streute, ist zugleich die Eingangspforte in die Karwoche. Es waren die Kinder, die dem Heiland der Welt jauchzend das Eingangslied sangen:„Gelobt sei der, der da kommt im Namen des Herrn, Hosianna in der Höh!" Tausende von Kindern sind es wieder, die am Palmensonntag vor den Altar treten, um als Vollglieder und Tischgenossen der Gemeinde zugeführt zu werden. Herzergreifend ist der Morgen des Konfirmationstages, rührend anzuschauen der schlichte Zug der„Betkinder“ ins Gotteshaus. und wenn die jungen, weichen Herzen ihr Jawort geben, ziehen die Wellen der inneren Bewegung durch Altbund Jung wie pfingstliche Feuer,„und setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen.“ Selbst die volkstümliche familienhafte Nachfeier daheim en msmee ie außerordentlich nellzugsverbindung B rank Hei mand, diesen„Frohen paar fröbliche Stunden echter nießen.— Karten sind noch ar haben. Die Gönner des Verei Abend herzlichst eingeladen. * Bahnamtliches. Auf günftige durchgehende S## Wudpertal—Frankfurt—Süddeutschland bei nutzung der D=Züge 207=20s wird nochmals hi: wiesen. Nachstehend die hauptsächlichsten Verkehrszeiten: D 208 Vohwinkel ab 10,26 abends, Ell feld ab 10.40, Barmen=Hbf. ab 10.49, Hagen ab 11,25, Siegen an 1,37, Giessen an 3, am Main an 4,25 vorm., Darmstadt delberg an 6,19, Karlsruhe an 7,32 vr Karlsruhe ab 11,05 abends, Heidel Darmstadt ab 1.25, Frankfurt a. M. Giessen ab 3,18, Sie 7,02, Barmen an 7,42, Elverft winkel an 8,05 vorm. Diese heute Schlafwagen nach und Umsteigen in Siegen oder Frar forderlich. Vom Samstag, de: kehren diese Schnellzüge bis zwar D 208 Karlsruhe weiter Los an 8,17, Offenburg an 10,13, Basel an 11,17 vorm. nah Mailand. Bern. Genf. Basel ab 7.3 damit die Gesundheit ihrer Mitbürger gefährden. Grund zu dem Vorgehen des Polizeipräsidiume hat der Umstand gegeben, daß sich die Zahl der Straßenunfälle, die durch fortgeworfenes Obst hervorgerufen worden sind. in letzter Zeit sehr vermehrt hat, was wohl auf den gesteigerten Ver brauch von Apfelsinen und Bananen zurückzuführen ist. Jedenfalls wird eine Bestrafung der Leute, die von dieser Unsitte nicht lassen können, von allen Einsichtigen gutgeheißen werden. Vielleicht wäre zu erwägen, ob nicht auch für Schwerte eine ähnliche Verfügung angebracht wäre; denn auch hier steht der empörende Unfug des Obstschalenegwerfens trotz aller Ermahnungen immer noch in voller Blüte. Neue Ausgabe des Taschenfahrplans, April 1924. In den nächsten Tagen erscheint eine Neuausgabe des Taschenfahrplans der Reichsbahndirektion Elverfeld(Verlag Martin& Grüttsfien Elberfeld), worin umfangreichen Fahrplai Die Fertigstellung der durch die Aufnahme nommen werden konnten Aenderungen wird hing eingelegt D 31=32 Nacher über Elberfeldn Für die durch das 95=96 Köln—Altona sondern eine sinngemäße Auslegung der Verordnung dar. Maßnahmen zur Unterbringung von Beamten. In den Ausführungsbestimmungen zur Personal=Abban=Verordnung ist die Einrichtung von Listenstellen zu dem Zwecke vorgesehen, die Unterbringung von Reichsbeamten zu erleichtern. die in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden sollen oder schon versetzt worden sind und deren weitere Verwendung wegen des Wertes ihrer Leistungen im staatlichen Interesse gelegen ist. Nun hal der Reichsminister der Finanzen im Benehmen mit dem Sparkommissar die näheren Anordnungen hierüber getroffen. Danach werden die Listenstellen(Karteien) für die Beamten der Reichsbahn bei den Präsidenten der Reichsbahndirekionen, der Reichsposr bei den Präsidenten der Oberpostdirektionen und der übrigen Verwaltungen bei den Präsidenten der Landesfinanzänter eingerichtet. Entbehrlich gewordene ReichsBeamte zurückgreisen— und sie müssen es tun,falls geleiteten D=Züge vor: a an Bo 111d erund schlüsse von zürich, Chur.) D 20 nachm.(nuch Aufnahme der A: tiland, Zürich und Cbur), Freibu## ab 10.26. ob 8.11, Offenburg ab 9.42, BadenKarlsruhe an 10.57 abends. Gegen die Rücksichtslusigkeit. Wie wir fahren, steht in Kürze eine Verfügung des Berliner Polizeipräsidiums bevor, die sich mit dem Unfug des Fortwerfens von Obstresten und den dadurch für die Bevölkerung entstehenden Gesahren beschäfrigt. Es ist beavsichtigt, mit fe gegen diese gefährliche Unsitte vorzugeher und zwar in der Form, daß die Organe der Schutzpolizei angewiesen werden sollen. Personen, die sie in flagranti ertappen, zur nächsten Polizeimache en führen und dort ihre Namen festzustellen. Es sollen polizeiliche Geldstrafen vorgesehen werden, deren Höhe hoffentlich erzieherische Wirkungen ausüben wird. An das Publikuin soll mit dem Ersuchen herangetreten werden, die Polizei in die sem Kampfe gegen Rücksichtslosigkeit und m geinde Selbstdiszielin zu unterstützen und die Straßenposten der Schutzpolizei auf Personen auf merksam zu machen, die Obstreste fortwerfen, und gel ind zurück; DEssen— Dortmund ib zusammen mit de zurück; D=Züge 95= sburg— Altenessen Köln—Berlin=Schlef. Bf. 93=94 Nachen— Duisburg Hamm—Altona von Hamr Köln—Elberfelder Teil ur Köln Düsseldorf Wanne—Münster—Altona und zurück. Im Schlaf wagenverkehr sind folgende Aenderungen ert: Schlafwagen Behwinkel—Karlsruhe und zurück in den D=Zügen 207=208, die in Siegen isel und zurück Freigren E auf die ge 307=308 Köln der Schlaftragen Kö D 47=48 wird von Giessen err gen benutzt werden Re D 217 nach Bohwinkel besteht. Später werden die Schlafwagen in beiden Richtungen in Siegen Uebergang erhalten. Preisschilderzwang auch für Schaupackun gen. Schaurackungen, sog. Attrappen, unterliegen. im allgemeinen den Vorschriften über Preisschilder und Preisverzeichnisse. Nach einer Aeußerung aller 1 des Reichswirtschaftsministers diene Packungen ebenfalls dazu, den Verbraucher mit den Preisen bekannt zu machen. Sie müßten desWaren gleichgestellt werden. Ausgenom men werden lediglich Packungen, die ihrer Größe und Form nach erkennen lassen, daß eine Gleichstellung mit der Ware oder eine Vertretung nicht leabsichtigt ist, daß vielmehr lediglich eine eine Dekoration oder ein Lockmittel vorklam Vollte man Schaupackungen allgemein von #isschilderzange ausnehmen, so würde der Tor geöffne De Einbeziehung der Pactungen in den Ware stelle also nicht eine ausdehnende, id Begriff S sssssu th eerte münschen, können bei der letzten Dienstbehörde nach einem vorgeschriebenen Muster ihre Vormertung beantragen. Sofern die zur Entscheidung berufenen oberen oder obersten Reichsbehörden die Bedingungen hierfür als erfüllt ansehen, veranlassen sie die Eintragung bei der Listenstelle des Bezirks, in dem der Bewerber seinen Wohnsitz hat. Wollen die Ressorts bei etwaigen Bedarf auf entbehrlich gewordene Beamte zurückgreifen un sie müssen es tun, falls r ihrem Ermessen zwingende dienstliche Rücksichten entgegenstehen— so haben sie die Listenstellen. in deren Bezirk die Einstellung erfolgen soll, um Mitteilung geeigneter Bewerber zu ersuchen. Postalisches. Der Postanweisungsverkehr ach dem Ansland iu vorübergebend wie folgt einden: 1. Der Meisrbetrag einer Postdem Ausland ist auf den GegenRemenmarr herabgesetzt worden. nder darf täglich nur eine PostRnd aufgeliefert werden. für die Versendung von Zahlungsinscoreib- und Wertbriefen nach dem i nicht 200), sondern nur 60 Rentenenden Wert in auslänn taufmännischen Kreisen werlässigteit sehr geschätzte Werke rs Verzeichnis der Postanstalten und Eisenenen in Deutschland sowie die Eisenbahnersichtstarte von Deutschland Beilage zum Reiche=Kursbucht, die bei jeder Postanstalt oder Geheimen Kanzlei des Reichspostministeriums(Postscheckkonto 38 200 beim Postscheckamt Berlin Nr. 7 zum Stückpreis von 50 Pfg. bestellt können.— Zur Vermeidung von Schwietigkeiten in fremden Ländern empfiehlt es sich. von der Anwendung von Doppelaufschriften, z. B. in der Form„An A für B“ bei Pafeten nach dem slande ist künftighin abzusehen. Vom 1. April an sind Postanweisungen aus Deutschland nach albador wieder zugelassen. ssezweigstelle des Dresdner Italienischen Konsulats in Leipzig. Wie das Dresdner Italiede Moniulat dem Leipziger Messeamt mitteilt, die Kgl. Italienische Botschaft in Berlin genehmigt, daß tünftig während der Messe in Leipweigstelle des Dresdner Italienischen Konsulat; eingerichtet wird. In dieser werden Püsse visiert und sämtliche Konsulatsangelegenheiten erledigt. Sie wird zwei Tage vor Beginn d Rcht 44tt. sin in lie im Fampl um Liebe. Roman von Rudolf Zollinger. 1181 Nachdruck verboten.) „Nicht allein deswegen. Aber der Herr Untersuchungsrichter wird Ihnen besser sagen können als ich, weswegen Erst jetzt hatte Luisa einige Gegenstände bemerkt, die auf einem Tische des Salons lagen, und deren Anblick ihr bisher durch die Gestalt des Kommissars entzogen worden war. lederne Reisetasche, ein Automobilmantel und ein Herrenanzug. Tollkühn gemacht durch die Erkenntnis ihrer verzweifelten Lage fragte sie „Was für Dinge sind das? Wie kommen sie hierher in meine Wohnung?“ Der Kommissar lächelte; aber es war ein Lächeln, das ude bereiten konnte. Es sind, wie ich vermute, die Gegenstände, deren Sie sich bedienten, als Sie an der Todesfahrt des Amerikaners Langheld teilnahmen. Ich muß Ihnen das Kompliment machen, daß Sie sie sehr gut versteckt hatten— für unsere Erfahrung in diesen Dingen aber doch noch immer nicht gut genug!“ Luisas Atem ging rascher; ihre kleinen, behandschunzten Hände ballten sich unwillkürlich zu Fäusten; im übrigen aber stand sie noch immer unbeweglich inmitten des Zimmers. „Mir ist, als ob ich einen Irrsinnigen sprechen hörte!“ erwiderte sie.„Ich kenne diese Sachen nicht, und wo auch immer Sie sie gefunden haben mögen; ich ahne nicht, wie esse daran, ihn aus bis in die kleinte seiner entledigt habe länger zu leugn. Luisa tat, gegen einen Sessel hin niedersinken ließ. A: von ihrer Seite gewi. deutigen Bewegung ihre 32 Un: Pelt zu schaffen. Wir wissen jetzt lheit, auf welche Weise Sie sich ware sehr töricht, wenn Sie cyten. wa; konnenklar zutage liegt!“ nnmnmen, ein daar wankende Schritte in den sie sich mie zum Tode erschöpft h j e t z t w a r d e r z w e i t e B e a m t e n i c h t en. inmer bereit, bei der ersten zweiHandgelenke zu erfassen. „Lassen Sie mir ein Glas Wasser bringen," hauchte sie.„Ich ikte uuf den Knopf Klingelleitung und befahl dem Schutzmann, der an Stelle der Zose eintrat:„ g7. 8in 12d Thah.n E;,#. „Besorgen Sie ein Glas Waister und schaffen Sie dann eine Automobildroschke zur Beförderung der Arrestantin Mit einem dankenden Kopfneigen nahm Luisa zwei Minuten später das Glas aus der Hand des Schutzmanns entgegen. Langsam führte sie es zum Munde, und an dieser Bewegung hinderte der Wächter an ihrer Seite sie natürlich Er hätte doch wohlgetan, sie daran zu hindern; denn dieselbe Hand, die mit drei Fingern das Glas umsaßte, hielt zwischen den beiden anderen die winzige Phiole vervorgen, die die Brasilianerin mit der Geschicklichkeit einer Taschenwehrlos machen können. Aber Luisa tat nichts, was zu eschem Eingreisen Anlaß gegeben hätte. Wohl funlelten ihre sprühenden Augen den Kommissar an wie die augen eines aufs äußerste gereizten Raubtieres, aber sie behielt noch immer die volle Herrschaft über sich selbst. „Um Gottes willen— was bedeutet das? Was ist geschehen? Was haben Sie getan?“„ih#der Gal Da zuckte es noch einmal wie schneidender Hohn um die Lippen der Sterbenden, und mit ihrem letzten Atem „Ich habe— Ihrem Tribunal— die Mühe erspart— Lange bevor der eilig gerufene Arzt zur Stelle sein konnte, hatte ihr Herz für immer aufgehört zu schlagen. Das Indianergift, dessen unfehlbare Wirkung der Oberst Magnus so oft gepriesen, es hatte auch diesmal nicht versagt.— (Schluß folgt.) * 5•* 3 Die Schlafpulver. Herr Lindenschmidt war ein sehr geduldiger Mann und ließ ohne Widerspruch manches über sich ergehen, unter anderem auch die endlosen Vorträge seiner außerordentlich redseligen Gattin. Aber endlich kam ein Tag, an dem seine Nerven vollständig herunter waren und der Doktor geholt die die Brasilianerin mit der Geschicklichkeit einer... spielerin trotz der luchsäugigen Bewachung aus einem raffi= Nerver nierr angebrachten Versteck in iprer Kleidung bervorgepot, wer„ies Ritze und viel Schlaf= lautete die Verordnung. hatte., 9 Walierala#####mars„..... La, Amathefe Schlafpuli Klirrend schlug in der nachsten Sekunde das Wasserglas, das Luisa in weitem Bogen von sich geschleudert hatte, auf änderung, die sich auf ihrem schöneg. Ggicht, gollseg v# Steh g beriden Gad Sb, un eir e gunaehz un uen glche sen danngen de un sichen Gnsgun un e. Langheld war der Mitwisser des von Ihnen an Ihrem Verlobten Jens Jenssen begangenen Vervrechens und ein hart= hinter die Brasilianerin getreten, daß er bei der geringsten näckiger Erpresser. Niemand außer Ihnen hatte ein Inter=) verdächtigen Bewegung ihre Arme hätte ergreifen und sie „Ich werde im Vorüberjahren in der Apothele Scenugt. vestellen und sie Ihnen zuschicken lassen, aber Sie müssen mir versprechen, gnädige Frau, daß sie genau nach schrift angewandt werden. Kann ich mich darauf verlassen? Sonst muß er ins Krankenhaus.“ „Ob, Herr Sanitätsrat, Sie können sicher sein, daß ich alles genau befolgen werde," versprach die Frau. Als die Pulver aus der Apotheke kamen, las sie zu ihrem großen Erstaunen auf der Schachtel:„Schlaspulver, morgens und abends eines zu nehmen. Für Frau Lindenschmidt.“ 1 1 95 usg M Lobote zum 60. Von (Zum 12. April.) udwig Sternaur. Heinz Tovote sechzig Jahre alt? Das will einem nicht recht in den Kopf. Nicht daß man sich ihm, obwohl er mit zu dem Sturm und Drang der neunziger Jahre gehörte und einst die deutsche Novelle revolutionierte, als ewigen Jüngling vor stellte. Das ist er, mit seiner gepflegten, männlichen Erscheinung, nie gewesen. Im Gegenteil: er machte stets, und schon, wenn man so sagen dars, in seiner Frühzeit einen abgeklärten Eindruck, war offensichtlich bemüht, in bewußtem Kontrast zu den starken, ja wilden Leidenschaften seiner Buchgestalten selbst eine kühle und vornehme Zurückhaltung zur Schau zu tragen. Man darf das nicht verwechseln mit der künstlerischen Greisenhaftigkeir etwa der jungen Wiener, von denen ja Andrian und Hofmannsthal wenig sräter als er debutierten. Mit ihnen hatte Tovote so gut wie gar nichts zu tun. Und wenn auch manche Literaturgeschichte ihn so klassifiziert: er war nie in deren Sinne ein Detadent. Resultierte doch auch alles, was er schrieb, aus ganz anderen Gefühlsbezirken. Er war eine vollkommen unlyrische Natur(so plastisch er lyrische Stimmen in Prosa gestaltete# und war als solche, wie sein vergöttertes Vorbild Maupassant, den er ja auch übersetzt bat, eben nie Jüngling, sondern von vornherein Mann. Seltsam einten sich in ihm, dem akademisch Gevildeten, die etwas steife Haltung des preußischen Reserveoffiziers, der er war, mit den leichtlevigen Allüren eines Pariser Elegants, die er auf Berliner Verhältnisse üvertrug, so geschickt übertrug, daß er schnell eine Rolle in der Berliner Gesellschaft spielte. Und es waren nicht zuletzt die Frauen dieser Gesellschaft, die ihn, den kühlen, stets reservierten Skeptiker feierten. So ging er schlant und aufrecht, mit dem schwarzen Kneifer vor den klugen Augen, dem etwas starren, kurz geschnittenen Haar, dem sorglich betreuten Spitzbart sich immer gleich bleibend, durch die Zeit, die sich wandelte, ohne ihn zu wandeln: mter Mann, der Maupassant Deutschlands und wie dieser in Frankreich ebenso geliebt von den einen wie verlästert von den anderen. Und er, der einst, als„Löwe“ einer Welt, die sich nicht gerne###langweilt. in Frack und Esins alljährlich den Metropoltheater=Ball eröffnete, er war, ein Fünfzigjähriger geworden, ebenso zur Stelle, als 1914 der Krieg ausbrach, und zog als feldgrauer Hauptmann der Landwehr mit ins Feld. Und was ist dieser Heinz Tovote unserer Literatur? Sein Levenswerk mag, wie wir alle hoffen, noch nicht abgeschlossen sein. Aber was er auch noch veröffentlichen mag, es wird seine literarische Erscheinung nicht verändern, seinem Bilde keine neuen Züge geben. Fest umrissen steht er, wo er nun in die Reihe der Sechzigjährigen tritt, vor uns, in Treue gegen sich selbst unrandelvar. Die literarische Entwicklung der letzten Dezennien ist andere Wege, ist über ihn hinweggegangen. Das ist naturbedingtes Schicksal, dem sich nur ganz Große entziehen. Und Tovote ist weder ein Goethe noch ein Hauptmann. Hat es auch, in kluger Erkenntnis seiner Grenzen, nie sein wollen. Ja, es erscheint zweifelhaft, ob er überhaupt Bleibendes geschaffen, wenn auch jetzt noch sich Tausende immer wieder an seinen frühen Romanen und Novellen erfreuen, jede neue Arbeit von ihm auf Anteilnahme in weitesten Kreisen rechnen darf. Aber man darf, selbst wenn man sich skeptischer Beurteilung anschließen mang, die seine Art, Menschen und Dinge zu schildern, als überholt, als altmodisch aktut, nicht vergessen, was er einmal war. Und sein großes Verdienst ist es gewesen und wird es immer bleiben, daß er einst, als der deutsche Roman und die deutsche Novelle in Klischee zu erstarren drohte und die Butzenscheibenlyrik eines Julius Wolff und anderer das Weltbild historisch verkitschte, dem Realismus zu seinem Recht verhalf. Nicht dem Naturalismus. Der eroberte sich, aus der gleichen Reaktion gegen süßliche Verlogenheit heraus gevoren, von der Bühne aus die Literatur. Tovote, keine Kämpfernatur, aber kontemplativ veranlagt, ein kluger und erfahrener Beobachter des Lebens, schilderte einfach fabulierfroh das Leben, wie er essah. Und er schuf sich, darin ganz der Schüler Maupassants, ein Spezialgebiet: Thema all seiner vielen, seiner ersten wie seiner späteren Bücher war die Liebe, und zwar die Liebe, die der Um= und Abwege bedraf, um für Tovote, daß er sich in Romanen und Novellen mit weniger verfänglichen Titeln, wie etwa in „Frau Agna“,„Hilde Vangerow“,„In der Irre“. „Klein Inge“, viel unbefangener gab und literarisches Edelgut schuf. Aber es spricht auch für ihn, daß all seinen Arbeiten, so bewußt sie crotisch papriziert scheinen mögen, ernste Probleme der Zeit zugrunde lagen. Die frei Liebe, die seruelle Aufklärung, die Komptikationen der Ehe, das„Verhältnis“, das sind die Probleme, die er immer wieder variiert. Aber wenn man auch sagen muß, daß ihm das Pitante daran viele Leser zugeführt hat, er hat sich doch auch eine ernste Gemeinde geschaffen, die die Art seiner Behandlung dieser Motive lockte, die eminente Fähigkeit, selbst Trivialstes seelisch zu durchgtuten, und nicht zuletzt ein gepflegter Stil. Dieser Stil mag jetzt, nach allerlei Stilrevolutionen, für passee gelten; einst war er eine Wohltat und gibt auch jetzt noch den Romanen und Novellen Tovotes ein Klima, in dem sich auch der Nachgevorene wohlfühlt. Zur Bilanz also: wenn man die lange und bunte Reihe der Tovoteschen Bücher überblickt, so blendet die vielfältige Spiegelung des Lebens darin. Der ganze weite Umtreis menschlichen Erlehens und Fühlens in Irrungen und Wirrungen scheint darin abgewandelt, und er ist ein Vielerfahrener, der in diese schillernde Welt einführt. Sie sind nicht gerade schwere Lektüre, diese Bücher. Aber viele davon stimmen doch nachdenklich. Keine Welle ohne Schaum! Daß man in jedem Wert Tovores, so sehr es Schaum erscheint, die Welle spürt, verlangt zumindest Achtung. Wo Achtung, ist auch Liebe. Und so danken wir dem Sechzigjährigen für ein Schaffen, dem beides gebührt: es schaut daraus das Antlitz, eines bei aller Lebenssrohheit ernsten Mannes hervor, der um Gut und Böse weiß und daraus nie ein Hehl gemacht hat. nicht mehr mitkommen konnte, die Ausdauer von Beamten, Angestellten. Arbeitern und Bewohnern aber unerschüttert blieb. Würde ein neuer Konflitt im Industriegebiet zwischen Deutschland und Frankreich entstehen, so würden wir körperlich und geistig ebenso wie 1923 den Franzosen gewachsen sein, aber die mühsam erzielte Stabilität unserer Valuta würde abermals Gefahr lausen, erschüttert zu werden. Zum zweiten Male würden wir es indessen kaum fertig bringen, das zu erreichen, was jetzt zustande gebracht worden ist. Und damit wären wir jetzt matt gesetzt. Die Vereinbarung eines Vertrages im und über das Ruhrgebiet ist vom guten Willen zum Vertragen abhängig. Der passive Widerstand hat diesen guten Willen zum freundnachbarlichen Nebeneinanderwohnen mit Frankreich nicht durch. brochen. Wir haben im Dezember 1922 nach Paris unsere Verständigungsvorschläge gemacht, die von Poincarec damals ausweichend oder hinschleppend behandelt wurden. Es ist von ihm Anfang 1923 kein bestimmter Bescheid wegen des Einmarsches in das Ruhrgebiet erfolgt, sondern am 11. Januar 1928 begann unangemeldet die sogenannte RuhrDie Sachverständigen in Paris sind mit ihrem Gutachten darüber fertig, in welcher Weise die Reparationsfrage gelöst werden soll. Aber diese Pläne über die Beseitigung der seit Jahr und Tag bestehenden Schwierigkeiten sind Theorie, denn, wie hervorragende englische kaufmännische Blätter in trockenem Tone sagen, weiß niemand von den Sachverständigen, wie Deutschland die Ueberschüsse aufbringen soll, die es nach dem theoretischen Gutachten bezahlen soll. Es ist leicht gesagt, daß aus diesem oder jenem Vorschlag so und so viele Milliarden herauskommen sollen, aber beweisen kann es niemand, daß vielleicht so viel übrig bleibt. Wenn uns zu viel zugemutet wird, so kann das Geld nicht ausreichen und die„Sachverständigen“ können dann weiter raten, was werden soll. Unter den heiklen Punkten, die sich in der Reparation zusammenfinden, ist diese Geldangelegenheit vielleicht die heikelste. Poincare und seine Leute haben so gerechnet, daß das Deutsche Reich in jedem Fall zahlen kann. Die Sachverständigen machen ihr Gutachten zur Grundlage ihrer Berechnungen. Gewisses kann, wie gesagt, niemand bieten, die Prari= altein kann feststellen, wie sich aktion. Die Franzosen waren also diejenigen, welche anfingen, bei deren Vorgehen ein bedeutender Teil unseres Nationalwohlstandes auf dem Sziele stand. Hätten wir den sofort eingebüßt, so erar uns von vornherein jede Möglichkeit geraubt, der Erfüllung der Reparationspflichten nachzukommen. Auch die Aufgaben des passiven Widerstandes hat uns nicht von den Bedrängnissen befreit und den Bestrebungen, endlich zu einem Vertrage zu kommen, werden vom Westen her immer neue Steine in den Weg geworfen. Wer das alles durchgemacht hat, der hat nachgerade genug bekommen und wünscht Ruhe und Frieden, zumal, wenn er sich völlig schuldlos fühlt. Vertrag und vertragen, das ist es, worauf wir hinaus wollen. Wer es anders deutet, der entsteilt unsere Gesinnung und sicht uns von neuem vor aller Welt in Mißkredit zu bringen. Die deutsche Freiheit ist nicht durch unseren bösen Willen, sondern durch Intrigen und Brutalität auf der Gegenseite bedroht. Die Reichspolitik geht ihren graden Weg und darum wird sie auch einmal zum Ziele gelangen. die Dinge hrheit verhalten. Jedenfalls ist die englische mennung die richtigste, daß die Deckung vorbanden sein muß, bevor die Lösung der Reparation eneigen lann. Die Entschließung der Sachverständigen=Ausschüsse erinner.### so man#erlei wirtschaftliche Streitfragen, üb. relche die Parlamente sich den Alle Debaitten hielten nicht n es kann hinterher oft Kopf zerbrochen h. die Enttäuschung c. ihrem Ziele zu gelangen. Wir denken heute über derlei sehr milde und halten vieles für selbstverständlich, was damals noch Frevel und Sünde erschien. Tovote besaß den Mut, es eben schon damals zu schildern. Und das war unerhört. Schon sein Erstlingswerk„Im Liebesrausch“, ein Roman aus Berlin, bedeutete eine Sensation. Vor allem dadurch, das hier die Sprache dem ichwülen Inhalt sich erregend anglich und fast Verführung wurde. Tovote hat die große Kunst der Andentung geschaffen, man konnte bei ihm eigentlich mehr zwischen den Zeilen lesen als aus den Zeilen heraus, und darin ist er der Meister geblieben. Ein Meister freilich, der der Mode, die er selbst heraufbeschworen, erlag: im Inhalt seiner Bücher, der oft bis an die äußerste Grenze des Erlaubten ging(so schien es wenigstens damals, wenn wir jetzt auch darüber lächelnt, wie auch in manchen Titeln„Fallobst“.„Heimliche Liebe“.„Heißes Blut",„Die rote Laterne".„Die Leichenmarie" waren Konzessionen an ein bestimmtes Publikum und hielten ein anderes dagegen fern. Es spricht Aus dem Lande der Sowjets. Ueber den Werdegang eines Sowjetmännchens plandert ein Balte und guter Kenner russischer Verhältnisse Freiherr von Wrangel in Nr. 28 des „Daheim“ vom 5. April im Rahmen eines mit lehrreichen Bildern versehenen Aussatzes über Sowjetpropaganda. „Die Taufzeremonie wird in Rußland jetzt im kommunistischen Geiste vorgenommen. Die Täuflinge bekommen Namen wie Oktoberrevolution, Lenin oder den schönen Namen„Kim“(in russisch: „kommunistisch=internationale Jugend"). Das Kind wird in die Sowjetfahne eingewickelt und die Eltern bekommen ein Mitgliedsbuch für das neue Gesellschaftsmitglied.— Das arme Kind, die armen Eltern, denkst du, liebe Leserin! Getrost, das Kind hat eine Versicherung auf kommunistisches Lebensglück, und die Eltern gehen beruhigt anders. Die Zollan iegenheiten waren ganz besonders die fragwürd Dinge, die leicht in der Wirkung versagten, u d dabei###en wirkliche Sachverständige vorhan., deren Kenntnisse sich nicht zersplitterten. Dies. einandfreie Kenntnis kann man den Pariser Sachverständigen nicht nachrühmen, da sie sich mehr mit internationalen Ereignissen, als mit wirklichen Tatsachen in Deutschland beschäftigt haben. Deshalb ist ihr Wissen auch zum Teil Stückwerk, das noch zu mancherlei Kritik Anlaß geben wird. Denn, genau genommen, in ihrem Gutachten sollte überhaupt kein Vorschlag enthalten sein, der den deutschen Reichsfinanzen Unmögliches zumutet, weil dadurch die ganze Sachverständigenarbeit hinfällig wird. Dann brauchten wir nicht zu fragen, woher das Geld nehmen? Vertrag und Vertragen. Den Aufhetzungen in Paris, daß von deutscher Seite im Ruhrgebiet der passive Widerstand erneuert werden solle, wenn wir unsere Forderungen nicht durchsetzen könnten, ist von der Reichsregierung mit aller Entschiedenheit entgegengetreten worden. Mit Recht ist darauf hingewiesen worden, daß ein Reparationsvertrag nur abgeschlossen werden könnte, wenn Friede im Ruhrbezirk herrsche, und der ist, wie heute die Dinge liegen, mit der Erneuerung des passiven Widerstandes unvereinbar. Wenn im Jahre 1923 der passive Widerstand im Ruhrgebiet zum Schluß nicht so abgelausen ist, wie erwartet wurde, so haven wir doch keine Ur sache, diesen Verlauf als eine Niederlage zu betrachten. Es ist wie im Welttriege gewesen, w) nicht die deutsche Tapferkeit unterlag, sondern die starke feindliche Uebermacht den„Sieg“ davontrug während an der Ruhr die finanzielle deutsche Lei stungsfähigkeit infolge der feindlichen Intrigen mit dem Kind und seiner Lebensversicherung nach Hause. Ihr kleiner„Kim“ hat nun die beste Anwartschaft, ein zweiter Lenin, Trotzki, Sinojew, Kalinin und wie sie all, die ganz Großen, heißen, zu werden, um dann über alle die zu herrschen, die kein solches Mitgliedsbuch,— und das sind 98 vom Hundert der Einwohner Rußlands— ihr Eigen nennen.— Welche Religion haben die Eltern? Wie wird die Mutter ihr kleines Kind beten lehren? Aber ich bitte dich, liebe Leserin, mit solchem unnötigen Ballast gibt sich der moderne russische Kommunist nicht ab; sein Geist und Gemüt sind nicht mehr mit religiösen Bazillen verseucht.„Kim“ ist nur einer von vielen; er wird ähnliche Wege gehen wie seine Zeitgenossen und sein älterer Bruder„Jegor". Dieser war erst dreizehn Jahre alt, als er seine Eltern, die in einem Dorfe des Ufa=Bezirkes leven, verließ, und auf kommunistische Abenteuer ausging. Er kehrte dem Derfe, wo alles an Hunger und Samagonka (russischer, selbstgebrannter Schnaps) starb oder in ödem Stumpfsinn dahinsiechte, den Rücken. Als freier, hemmungsloser Jüngling hatte er sich schon an allen Prozessionen der Konsomol(kommunistische Jugendverbände) beteiligt, die den Zweck haben, die Religion zu diskretieren, zu verspotten und in den Staub zu ziehen. Bettelnd und stehlend hungerte er sich bis Ufa, der nächsten Eisenbahnstation durch und wartete doch mit Hunderten von Männern, Frauen und Kindern, die es, wie ihn, vom hungernden und frierenden Dorfe in die Stadt trieb, 48 Stunden lang auf den nächsten Zug. In Moskau angekommen, lebte er mehrere Tage nur von Betteln; die Nächte verbrachte er in allen möglichen Schlupfwinkeln. Hunger und Kälte waren die Zeichen, unter denen seine Tage und Nächte standen. Das einzige, was ihm eine Abwechslung in sein Leben und einen gewissen Trost in seinen Leiden brachte, war die täglich sich mehrende Bekanntschaft mit Jungen und Mädchen seines Alters. Legion schien ihm die Zahl derer, denen es ebenso ging wie ihm. Dutzenden sah er sie täglich sterven und verderben; doch immer wieder schwemmte das Elend des Landes neue Kindermassen an die Ufer der Moskwa, in das Labyrinth der Großstadt. Oft war Jegor vor Hunger und Kälte so matt und müde, daß er eins von den Asylen für Minderjährige, die von der Sowjetregierung eingerichtet sind, aufsuchen wollte. Der Sowietwitz, der diese Asyle„die Totentammern“ nennt, hielt ihn aber immer wieder davon ab. Mehrfach war er in Gefahr. verhaftet zu werden, als er beim Handel mit Zigaretten, Streichhölzern, Blumen und anderen Dingen auf der Straße ertappt wurde. Als er das 14. Lebensjahr vollendet hatte, wurde ihm, wie allen seinen Altersgenossen, der Straßenhandel gestattet. Bald kam er zu einer amtlichen Anstellung. Die Tscheka, die irgendwo seine Intelligenz und Gewandtheit erkannt hatte, nahm ihn in ihre Dienst und beauftragte ihn, bestimmte Persönlichkeiten zu verfolgen und ihre Gespräche zu belauschen. So fing er seine Laufbahn als Sowjetmännchen an; jetzt ist er bereits wohlbestellter Kommissar, ein leidenschaftlicher Anhänger Lenins und glücklich in dem Bewußtsein, diesen größten der Sowictmänner wenigstens einmal vor einer Versammlung sprechen gehört zu haben. Nach dem Tode Lenins, in den Tagen, wo die Bürger Moskaus dem großen Toten ihre Ehrfurcht durch Vorbeimarsch an seiner Leiche bezeugen durften, war er ganz besonders eifrig dabei, die Instruktionen seiner Vorgesetzten, bezüglich der Anordnung des Vorbeimarsches auszuführen. Diese Laufbahn ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem lehrreichen Aufsatz, der Einblick in das von den Sowjetleuten so künstlich verschleierte Bild russischer Zustände gibt. Auch sonst ist das„Daheim“=Heft sehr reich. Prof. Dr. Otto Baschin vom geologischen Institut Berlin spricht über das Wandern der Kontinente, Prof. Dr. Simon über den Angelus Silesius, Johannes Scheffler, zur dreihundertsten Wiederkehr des Geburtsjahres des Mystikers; Kare Hobrecker gibt eine Geschichte der Entwicklung des Rätsels. Dem Frauendaheim entnehmen wir einen Hinweis: Die Frau als Aerztin, der in dieser Zeit der weiblichen Berufssorgen unsern Leserinnen zupaß kommen wird: Um Aerztin zu werden, bedarf es zunächst des Reifezeugnisses eines deutschen Gymnasiums oder Realgymnasiums, Das Universitätsstudium selbst dauert zehn Semester; nach dem fünften findet die arztliche Vorprüfung statt, nach dem zehnten wird das Staatsexamen abgelegt, das auch einige Monate in Anspruch nimmt. Nunmehr muß noch ein sogenanntes praktisches Jahr an einer Klinik, Poliklinik oder einem Krankenhause folgen, während dessen gewöhnlich auch noch promoviert wird, und nach dessen Ablauf erst die staatliche Approbation erfolgt. Im ganzen sind somit etwa 6½ Jahre bis zur Möglichkeit der Niederlassung erforderlich. Das Studium ist wegen der Kosten für Vorlesungen, Kurse, Bücher, Examina nicht billig. Zur Ausbildung in einem Spezialfach bedarf es außerdem noch einer längeren Assistententätigkeit. Einfacher ist die Vorbereitung zum Beruf als Zahnärztin. Auch hier ist allerdings Vorbedingung die Ablegung des Abiturientenexamens an einem Gymnasium oder Realgymnasium. Das Studium aber dauert nur acht Semester; nach deren Ablauf kann das Staatsexamen gemacht und damit zugleich die Approvation erworben werden; ein Praktikantenjahr ist hier nicht eingeführt; die Promovierung zur Erlangung des Doktortitels ist freilich jetzt im zahnärztlichen Beruf ebenso üblich wie im ärztlichen. Was schließlich die Aussichten anlangt, so dürfren sie im allgemeinen für die Zahnärztin cher noch günstiger sein als für die praktische Aerztin; im übrigen aber hängt hier wie dort sehr viel von den besonderen Umständen wie Persönlichkeit, Beziehungen und dergleichen ab. „Daheim“ ist zu beziehen durch die Buchhandlung Carl Braus, Bahnhofstraße 3. Das Kreuz als Namensunterschrift. Die Armen im Geiste, denen die Schreibkunst so wenig geläufig ist, daß sie nicht einmal ihren Namen zu Papier bringen können, ersetzten bekanntlich die Unterschrift eines Dotumentes durch ein in Kreuzform gehaltenes Zeichen, das durch einen Zeugen als Unterschrift des Betreffenden beglaubigt wird. Der Ursprung dieses Notbehelfs einer Unterschrift reicht bis in die ersten Jahrhunderte des Christentums zurück: nur begnügte man sich damals nicht mit einem Kreuz, sondern malte deren drei. Vom Mittelalter an bis zum Beginn der neueren Zeit war die Schreibkunst das Privileg von nur wenigen Menschen. Selbst die Souveräne unterzeichneten die wichtigsten Staatsdokumente auf tausend seltsame Arten. benutzte beispielsweise zu diesem Zweck der Gotenkönig Theodorich einen hohlen Metällstab, in den sein Name eingeschnitten war; wollte er ein Schriftstück unterzeichnen, so legte er das Lineal auf das Pergament und fuhr mit einem mit Tinte getränkten Pinsel darüber. Pipin der Kleine unterzeichnete in noch ungleich befremdlicher Art. Seine Schreiber malten unter das Dokument ein Kreuz, wobei sie den Punkt, wo sich die Kreuzbalken trafen, frei ließen. Diesen Punkt füllte Pipin aus, womit das Dokument unterzeichnet war und Gesetzeskraft erlangte. Recht merkwürdig mutet auch das Namenssiegel Karls des Großen an. Es begann mit einem K., zu dessen Rechte man ein S. sah; unter den beiden Buchstaben befand sich ein durch das A gebildetes Parallelogramm, über dem ein V. stand. Ueber dem Parallelogramm befand sich das R. und darunter das L. Der Kaiser begnügte sich damit, die Linie des A. zu unterstreichen. Das Uebrige wurde von seinem Kanzler ausgefüllt, mit dem Bemerken, daß der Kaiser das Dokument unterschrieben gelde. Bielfat Lage ist berechti große u anderen literatur Nichtun o aus; machen Bekannt Nach§ 1 des Ortssta der Nachträge vom 26. 5. alle im Bezirk der Sta tin und beschäftigten 18 Jahren, sofern sie ke schaftliche oder künstleri zum Besuch der hiesigen verpflichtigt. Die Schu Schlusse desjenigen Schi Schüler das 17. Lebensje Die diesjährige Aufn Montag, den 1 Dienstag, den in der Bismarckschule der Schulzeugnisse. Arbeitgeber, Eltern sind für rechtzeitige# Jugendlichen verantwor Zuwiderhandlungen werbeordnung bestraft, Schüler vom Unterricht Schwerte, den 8. Api 1193) Den hochwei amtlich zugelassen Empfan 10 1941 De Radiophor Generalvertreter V Elektrizi Brück Hagen i. V Fern: Nähere Auskun Inst. Rich Schwer Loubt in reicher Buchhan Kinderserichtet er diese zu aber in Gedel mit anderen Als er hm, wie nhandel en AnIntellihm ihn stimmte bespräche ahn als hlbestellnhänger , diesen mal vor en. Nach Bürger ht durch durften, InstrukAnordusschnitt k in das schleierte ehr reich. Institut ntinente, Silesius, Wieder= Kare Holung des vir einen in dieser Leserinnächst des ums oder um selbst findet die nten wird nige Moz noch ein r Klinik, gen, wähiert wird, he Appromit etwa derlassung der Kosten iina nicht ialfach belssistentenung zum ist allerdes tsium oder auert nur tann das igleich die aktikantenmovierung ich jetzt im e im ärztinlangt, so Zahnärztin praktische e dort sehr PersönlichBuchhand4. Vielfachen den Zeitberhältnisen entsprechend, errichten wir mit dem heutigen Tage für Schwerte und Amgegend eine P Die nicht anzuzweifelnde Catsache, daß ein sehr großer Teil des lesenden Publikums aus sattsam bekannten Gründen nicht mehr in der Lage ist, alle literarischen Erscheinungen, deren Kenntnis ihm zur Belehrung oder Unterhaltung notwendig erscheint, anzuschaffen, begründet die Daseins=, berechtigung unserer Leihbücherei. Das Lese- und Bildungsbedürfnis aller Volksklassen ist außerordentlich gestiegen, und wir sehen es als ei große und wichtige Kulturaufgabe an, dieses Bedürfnis durch eine zweckmäßige Einrichtung zu befriedigen, und soll somit auch unsere Stadt hinter anderen Orten mit guten Leihbibliotheken nicht zurückstehen. Es werden nur literarisch wertvolle Bücher aufgenommen. In der Hauptsache Nomanliteratur, auch Novellen und Dramen der le ten zwei Jahrzehnte. Später kommen auch noch Bücher wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Nichtung hinzu. Die Bücherei enthält zur Zeit etwa 700 gänzlich neuer Bände. Alles in allem: Wir gedenken unsere Leihbücherei nach und nach so auszubauen, daß sie auch jedem Einzelnen etwas bieten kann und bitten wir deshalb alle Bücherfreunde, von der Leihbücherei recht regen Gebrauch machen zu wollen, damit sie den Zweck erfüllt, für welchen sie geschaffen ist, zur Freude und zum Segen aller Beteiligten. Unsere Lesebedingungen lauten folgendermaßen: Die im voraus zu zahlenden Preise für Abonuenten detragen monatlich für 1 Band: 3.— Mk., 2 Bände: 4.— 2uk., 3 Bände: 5.— Mk., 6 Bände: 6.— Mk. Auswärtige Leser erhalten die doppelte Anzahl der Bände zu gleichen Preisen. Die Portokosten für die Zusendung hat der Abonnent zu tragen und jeder Rücksendung ist das Dorto für die gewünschte neue Sendung in Briefmarken beizufügen. Der Umtausch der Bände ist werktäglich(9—12½ Uhr vormittags) nur einmal gestattet. Die Unterbrechung des Abonnements ist nach Rückgabe der entliehenen Bände gestattet. Der Leser kann von der noch verbleibenden Lesefrist später(innerhalb eines Jahres) wieder Gebrauch machen. Außerdem werden Lesekarten mit je 12 Lesemarken für einen Band und für eine Woche zum Preise von Mk. 4.— ausgegeben. Die Lesekarten behalten ein Jahr Gültigkeit. Um Schonung der Bände wird dringend gebeten. Für beschädigte und in Verlust geratene Bände ist der Leser ersatzpflichtig. Von persönlich nicht bekannten Lesern ist für jeden entliehenen Band ein Pfand von 3.50 Mk. zu hinterlegen, vissenschaftlichen Werken ein dem Wert des Buches ensprechenden Betrag. 2 64 8., Sisachit, Die Lesefrist beträgt in jedem Fall höchstens 4 Wochen. Die Verbindlichkeit des Lesers zur Zahlung der währt so lange, als sich die Bücher in seinen Händen definden.— Sollte sich bei Lesern der Lesebedingungen noch etwaige Unklarheiten ergeben, sind wir gern bereit, mündlich genauere Auskunft zu erteilen. Carl Braus, Schwerte(Ruhr) kur Bahnfoftr. .3 Bekanntmachung. Nach§ 1 des Ortsstatuts vom 10. 3. 1904 und der Nachträge vom 26. 5. 1921 und 8. 10. 1923 sind alle im Bezirk der Stadt Schwerte wohnhaftin und beschäftigten Jugendlichen unter 18 Jahren, sofern sie keine weitergehende wissenschaftliche oder künstleriche Ausbildung genießen, zum Besuch der hiesigen gewerblichen Berufsschule verpflichtigt. Die Schulpflicht endigt mit dem Schlusse desjenigen Schuljahres, in welchem die Schüler das 17. Lebensjahr vollenden. Die diesjährige Aufnahme erfolgt am Montag, den 14. April, und Dienstag, den 15. April, nachm. 6 Uhr in der Bismarckschule(Kuhstraße) unter Vorlage der Schulzeugnisse. Arbeitgeber, Eltern und gesetzliche Vertreter sind für rechtzeitige An= und Abmeldung der Jugendlichen verantwortlich. Zuwiderhandlungen werden nach§ 150 der Gewerbeordnung bestraft, ebenso das Fernbleiben der Schüler vom Unterricht. Schwerte, den 8. April 1924. 1193) Der Magistrat. Hotel-Restaurant„Kaiserhof Jeden Sonntag ab 6 Uhr. Künstler-Konzert! MINHHHIMPANH GEREEEDETHTREPRDGTHRPRARURIHIMIRREAI REIHHIMTHAAMINMIRERI Als Schweinefutter empfehle ich: Weizenkleie Roggenkleie Weizenboulmehl Roggenbollmehl Kuhrtaler , Sängerverein Schwerte 5 Leiter: Fr. auf der Horst Dertmunder und Münchener Biere Gete, pteinmeste Wheine:: Bekannte Küche Gesaneh Kasganschent Haferschrot Kübenschnitzeln Juckerschnitzeln Jutterkalt 1179 Sonnabend, den 12. April, abends 8 Uhr, im evangel. Gemeindehaus Mitwirkender: Herr Theo Hayn(Essen), Vortragskünstler Karten à 1 Mark in den VorverkaufsDen hochwertigsten und besten amtlich zugelassenen RADIOEmpfangsapparat liefert die Deutsche Radiophon-A.-G., Berlin Generalvertreter für Rheinland und Westfalen: Elektrizitäts-Gesellschaft Brückner& Co., Hagen i. Westf., Bergstr. 123 Fernruf 259, 3916 * Nähere Auskunft erteilt: Inst. Richard Dreibholz, Schwerte, Brückstr. 3. 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W. 16 Zelle gelangt, wird die Kartoffel durch einen seitlich zwangsläufig vorgeschobenen federnden Greifer festgehalten, bis sie senkrecht zu der durch die Vorderscharen gezogenen Furche, also am tiefsten Punkte, angelangt ist. Hier wird der Greifer wieder zwangsläufig ausgelöst und gleichzeitig eine Ausstoßvorrichtung eingeschaltet. Diese Einrichtungen bezwecken einerseits, daß keine Kartoffel vorzeitig die Zelle verlassen kann, andererseits, daß deformierte Stücke sich nicht festklemmen können. Dadurch werden Fehlstellen vermieden und der Abstand der Pflanzenreihen gleichmäßig weit. Das Saatgut gelangt unbeschädigt in den Boden. Die Leistungen sind je nach Größe verschieden, aber stets bedeutend. Eine einreihige Maschine leistet mit 2 Pferden und 2 Mann in 10 Stunden etwa 4 Morgen Land Bestellung, eine zweireihige bei gleicher Bedienung 6 Morgen und eine dreireihige bei 2 Mann und 4 Pferden 8 Morgen. Die Handhabung ist leicht, die Sicherheit gewährleistet bei vollster Schonung und Ausnutzung des Saatgutes. H. H. Der Dinkelbauerbrunnen in Dinkelsbühl. Zu den süddeutschen Städten, die ihre Altertümlichkeit fast unverändert in unsere heutige Zeit herübergerettet haben, gehört die ehemalige Reichsstadt Dinkelsbühl. In einer echt deutschen Landschaft zwischen waldbedeckten Hügeln und gesegneten Fluren liegt das uralte Städtchen nahe der schwäbischen Grenze am Ufer der fischreichen Wörnitz, deren langsam fließendes Wasser die altersgrauen Mauern umzieht. Schon gleich beim Eintritt durch das hochragende Wörnitztor mit seinem ruinenhaften Vorbau empfängt den Besucher ein großer Raum mit einem schönen RenaissanceBrunnen, unserem Dinkelbauerbrunnen, der einen zierlichen Aufbau zeigt. Unter dem Baldachin steht die Figur des Dinkelbauer, wohl als Zeichen der Erwerbstätigkeit der Bewohner einst errichtet. Hier findet alljährlich zur Erinnerung an die Übergabe der Stadt an die Schweden und die Begnadigung durch das Flehen der Kinder ein besonderes Kinderfest statt. Ein eigenartiges Kunstwerk der Stadt ist der großartige Fachwerkbau des„Deutschen Hauses“, eines Schmuckkästchens deutscher Renaissance, welches wir im Hintergrunde rechts vom Brunnen auf unserem Bilde sehen. Wer alte Giebelhäuser, schöne Portale, stille, malerische Höfe und gewundene Gassen mit vorgekragten Stockwerken liebt, der kann sich auf einer Wanderung durch Dinkelsbühl nicht sattsehen. B. H. Eine glänzende Flugleistung vollbrachte der Flieger Alexander von Bismarck, indem er mit einem 90 PS Thulinflugzeug von Landskrona in Schweden in 3 Stunden 40 Minuten nach Berlin flog. Von Bismarck beabsichtigt, seinen Flug nach Neapel fortzusetzen. Bei den Segelflügen in der Rhön im Herbst 1923 erreichte er mit einem Espenlaub-Apparat 42 Minuten Flugdauer und anschließend einen Streckenflug von 9 km. Der neue„Wolo=Wagen“, das neue Kleinkraftfahrzeug für jedermann. Der Danziger Ingenieur Woick hat ein Kleinkraftfahrzeug konstruiert, das einen Rekord in bezug auf leichtes Gewicht, Kleinheit, einfache Handhabung, billigen Betrieb und geringen Anschaffungspreis darstellt und deshalb den Bedürfnissen der Zeit vollauf Rechnung trägt. Ingenieur Ruppe hat dazu einen Motor gebaut, der eine Steuerleistung von 0,745 PS und eine Bremsleistung von 3½ PS hat und daher steuerfrei, ohne Führerschein und ohne Zulassung gefahren werden kann; ebenfalls von großer Bedeutung. Der Wagen ist mit einem Zuganlasser ausgerüstet, durch diesen fällt das lästige und für den Laien unbequeme Ankurbeln weg. Die Luftkühlung ist glänzend gelöst. Bei guter Steigfähigkeit fährt der Wagen 45—50 km, er verbraucht per 100 km zirka 3 Liter Benzin und kann 10 Liter von diesem Stoffe aufnehmen. 9 Fra „Nicht genug, daß Sie das Pferd stahlen, Sie haben auch noch sämtliche Geschirre und Decken mitgenommen!“ „Au, sagen Sie, Herr Richter, was sollte der Mann mit den Geschirren anfangen, wenn er kein Pferd mehr hatte?" Allerlei. — Auf Entwickelung der Mädchen in der Schule wird gewöhnlich kein besonders großer Wert gelegt, und auch die Eltern geben sich schon zufrieden, wenn die Tochter neben Rechnen, Schreiben, Lesen Kenntnis von den bemerkenswertesten Vorgängen der Natur und Weltgeschichte hat, wozu noch ein guter Handarbeitsunterricht, Singen, Zeichnen und das übliche Französisch oder Englisch kommt. Und doch ist es außerordentlich wünschenswert, daß auch das Mädchen eine gute Ausbildung genieße! Besonders heute, wo das Erwerbsleben zu einem großen Teile in den Händen der Frau liegt und die Frauenbewegung binnen wenigen Jahren ganz außerordentliche Fortschritte gemacht hat, sollte eine durchaus gründliche Ausbildung des Mädchens zum Vorsatz genommen werden. Allem Anscheine nach gehen wir Zeiten entgegen, in denen die Frau zu einem noch größeren Teile am Erwerbsleben beteiligt sein wird. Wäre es auch, daß es unsere Töchter „nicht nötig“ hätten, einen Beruf zu ergreifen, so wäre es doch immerhin nicht vorteilhaft, wenn sie in ihren Kenntnissen hinter ihren Schwestern zurückstehen würden. Noch jetzt trifft man leider Mädchen, die sogar trotz der kostspieligsten Ausbildung keinen stilgerechten Brief schreiben können. Wie aus allen Himmeln gerissen war doch schon manch ritterlicher Liebhaber, wenn er von seiner angebeteten Schönen ein Brieflein erhielt, dessen Schriftzüge eher auf die ungeschickte Hand eines groben, unflätigen Schäferjungen, als auf die liebe, zarte Gestalt, von der er kam, hindeutete. Pr. — Ein Arzt wird des Nachts wegen geringfügigen Unwohlseins zu einer ∆ Patientin gerufen. Dieselbe empfängt “ ihn mit den Worten:„Daß Sie noch so spät kommen, Herr Doktor, das rechne ich Ihnen hoch an.“—„Ich Ihnen auch, meine Gnädige“, antwortete der Arzt. Auch eine Entschuldigung.„Wie, Antonie, du hast noch Trauer unm deinen verstorbenen Mann und willst auf den Maskenball gehen?“ „Was tut's! Ich gehe ja als„Königin der Nacht“ ganz schwarz.“ Gemeinnütziges. Wallnußbäume sind gegen den Rückschnitt empfindlich. Muß er aus irgendwelchen Gründen vorgenommen werden, so schneidet man nach dem Austrieb. Dann ist der Safttrieb weniger stark. Weiße Waschkleider oder Blusen, die durch die unzulänglichen Waschmittel der Kriegsjahre ein graues Aussehen erhalten haben, werden am besten gelblich gefärbt. Man verwendet hierzu entweder die käuflichen Farben oder einen starken Teeaufguß. Kalte Fußbäder rufen bei empfindlichen Personen leicht Schnupfen und andere Erkältungserscheinungen hervor. Dies ist zu vermeiden, wenn die Füße beim Baden und nachher kräftig gerieben werden. Die Dauer eines kalten Bades sollte drei Minuten nicht überschreiten. A A 7T Buchstabenkreuz. In den sich entsprechenden beiden Sentrechten und Wagrechten wird je bezeichnet: 1. ein jud. König. ein Sumpfvogel. Logogriph. Es nennt mit! ein grünes Haus, Gemäuer wird mit n daraus. Julius Falck. Bilderrätsel. Auflösungen aus voriger Nummer: Scharade. Das Erste ist als Tier bekannt, Es hauste einst in deutschem Land. Das Andre prangt in grünem Kleid Am Baum und Strauch zur Sommerszeit. Auf's Ganze freuet sicherlich Der Krieger, der Beamte sich. Julius Fald. Kreuzrätseilösung: W E P 0 S EN Quadraträtsellösung: Des Anggramms: Wien, Wein. Des Logogriphs: Pest, Rest, Fest, Rest, West. Des Bilderrätsels: Brich nicht der Freundschaft Faden rasch entzwei, Wird er auch neu geknüpft, ein Knoten bleibt dabei. Des Palindroms: Rebe, Eber. Des Zahlenrätsels: Fingerhut. irene, Neger, Greif, Erfurt, Riege, Hutten, Uri. Treffer— Fingerhut. Der Silbenscharade: Buschwindröschen. Verantwortliche Schriftleitung von Ernst Pfeiffer, gedruckt und herausgegeben von Greiner& Pfeiffer in Stuttgart. Schwere Bürde. Novelle von F. L. Reimar. (Fortsetzung.) * enn der Albers sich vielleicht mit Bitten und Winseln an dich machen sollte, Martha, so weise ihn streng zurück. Es ist aus zwischen uns— zum Winter ist er nicht mehr Waldbüter.“ Vater— der treue Mann?!" stieß Martha erschrocken hervor. „Wer mir zu gehorchen hat und es nicht tut, ist mir nicht treu!“ sagte er hart.„Widersetzlichkeit dulde ich nicht— bis zum letzten Atemzuge nicht; das mag sich jeder merken, der mit mir zu tu hat!“ Ohne daß er noch ein weiteres Wort hinzugesetzt, oder daß sich seine düstere Miene nur etwas erhellt hätte, schritt er durch die Tür in den Wald und den sich bereits dunkel herabsenkenden Abend bincin.... Junig ufamest die 6. „Papa ist einfach schrecklich: sagte Agnes aufgeregi, als sic ihn nicht mehr sah....4412 Bas ihr Martche 8m „Kind, Kind, vergiß dich nicht!“ verwies iyr Martya den unehrerbietigen Ausruf, und dann, als sic die Tür des Wohnzimmers hinter sich zugezogen hatte, fügte sie gelassener hinzu: „Er ist eben unser Vater, und wir dürfen uns nicht gegen seine Art auflehnen, sondern müssen es geduldig tragen, wenn sie bisweilen unfreundlich ist.“ „Es war aber doch früher nicht so!" entgegnete Agnes halb weinend.„Damals wurde der Vater wohl mitunter ein bißchen heftig, und andere Leute sprachen sogar von großem Zorn, in den er geraten könne, aber zwischendurch war er doch heiter und gut, und zumal wenn ich ein wenig Schelmerei mit ihm trieb, tat er mir leicht Der Polarforschgr Amudsen wird zu seinem Potarflug Ho##er Dornier-Wal. Dieses Flugzeug kann sowohl auf dem Wasser, wie auf Land und Erpeditionsflugzeug Dornier-Wal auf dem Bodensce.(Atlantic.) alles zu Gefallen. Rin ist das alles anders: er gibt kamn noch acht auf mich, und du bist's allein, die überhaupt nur irgend etwas über ihn vermag. Als ich vor einem Jahr aus der Pension zurückkehrte, sagtet ihr alle, es sei gerade ein Jahr, seit er sich so merkwürdig verändert habe.“„„„ 46 hin.. „Zwei Jahre,“ sagte Martha halb vor sich hin—„ja, sa, so lange ist's her! Es kam über ihn wie eine Krankheit, und so auch müssen wir es nehmen und den armen Vater nur darum bedauern, daß er sich nicht mehr froh fühlt, während wir beide— gelt, Kleine?— so zufrieden miteinander sind.“ Es lag eine tiefe Innigkeit in ihren Augen, die sich auf die junge Schwester wandten; dafür wurde sie von dieser mit stürmischer Zärtlichkeit umschlungen. „Selbst die Mutter, wenn sie noch lebte, sollte mir nicht lieber sein als du es bist, Martha, und nichts, nichts in der Welt soll's geben, was ich nicht für dich tun will!“ Martba drohte lächelnd mit dem Finger:„Nimm dich in acht, Kleine, daß ich dich nicht beim Worte nehme!“ „Tu's, tu's!“ rief Agnes ungestüm;„stell' mich auf die Probe, ich bitte dich!“. „Nun,“ sagte Martha ablenkend,„vieneicht einmal in der Sucuuft.„. Fr. 4mst hinin Mp#. Ammte Mn „Ach, die Zukunft ist noch weit hin:“ ertlärte Agnes.„Abrigens, weißt du, was ich mir, oder vielmehr, was Julchen und ich uns für unsere Zukunft ausgedacht haben?“ „Nein, aber laß hören!“ „Wir wollen ein Institut gründen und junge Mädchen erziehen; nach den besten Grundsätzen natürlich, die wir selbst— Julchen von ihrer Mutter und ich von dir— gelernt haben, daß sie einfach, bescheiden und gottesfürchtig werden. Ist das nicht reizend?“ „Gewiß,“ sagte Martha mit angenommenem Ernst,„aber was soll, während ihr beide euch zusammentut, aus mir werden?“ „Ach, du bist dann längst verheiratet!“ „Agnes!“ „Natürlich! Nie habe ich mir etwas anderes vorgestellt, als daß du es wärest, die nach Schillers Glocke die Mädchen lehrtest und den Knaben wehrtest, oder die fleißigen Hände regtest. Schon dein Name paßt so gut zu alledem!" „So scheint es dir nicht möglich, daß deine Hausfrau etwa auch Agnes heißen dürfte?" fragte Marthascherzend. „Bewahre! ich heirate nicht, und Julchen tut es ebensowenig, das haben wir einander fest versprochen— niemals!“ „Das ist freilich ein Grund!“ sagte Martha ernsthaft.„Darim wird's auch das beste sein, wir sprechen von der Sache nicht weiter, sondern nehmen unser Abendessen und begeben unns dann in unser Kämmerchen.“ Dagegen hatte Agnes nichts einzuwenden; nur eins verlangte sie an dem Abend noch zu erfahren: ob Martha wegen der bewußten Reise, die sie nun doch lieber nicht aufgeben wollte, mit dem Vater geredet habe. Nein, es war noch nicht geschehen; Martha hatte eben keinen günstigen Moment finDeutsche Flugzeuge für den geplanten Polarflug Amundsens. Polarflug deutsche Fluczeuge benutzen und zwar die Type l ml Ht non. W r Mmh jgung u uobioll i M u n ut i Mme u uucg u gn bac i W uii lc u i Di„ ui Hnuob so unzz wva nuaß n guc it c c ns ushh ne A ti W u M i ghon? Hou gu M st ic he gg u g eel Hi che e hhe W cuu i Mc ug uunn gase Fnu un ut prc i Wsto Pra Gue u wt dn d p M F A.##md.# aun an— in Szandb uvu gun— 93 9o16 g/#pnbun ssho#g und— Hnag Wi u i— ut oc ne 1s hog 1106 s. Jun zucos taak gum— sppmtog uog ae Sege M uu M uue ie i s M „ :— Mee Mane S Wuce c n ss w— Tutute ung Inv Uch! W un ii M W uun f M Gil giplag TI— 10 den können und ihr Anliegen darum auf morgen verschieben müssen; doch beruhigte sie die junge Schwester, welche sich etwas betrübt zeigte, mit der eigenen, sicheren Erwartung, daß der Vater sich nicht unerbittlich zeigen werde. Der nächste Morgen verbot nun bereits den längeren Aufschub der Sache, da ein neuer Brief der Tante eine Anderung der Reisepläne verkündigte und das sofortige Eintreffen der Nichte verlangte. Der Oberförster war erst nach Anbruch des Tages heimgekehrt und hatte auch dann nicht sein Lager gesucht. Martha fand ihn lesend; sie glaubte, die Bibel in dem großen Buch, welches vor ihm auf dem Tische lag, zu erkennen, doch schlug er letzteres bei ihrem Eintreten zu und legte es beiseite. Als die Tochter ihn mit der Aufforderung der Tante und Agnes' Wünschen bekannt gemacht hatte, sagte er: „Darüber entscheide du, Martha! Meinen Kindern hier im Hause Freuden zu verschaffen, ist mir nicht mehr möglich— wenn sie darum die Fremde suchen, kann ich's nicht wehren.“ Martha kannte die Weise, in welcher er ihre Bitten, die er übrigens fast nie abschlug, zu beantworten pflegte, und wenn ihr dieselbe einmal wieder einen stillen Seufzer abgepreßt hatte, so konnte sie darauf doch der Schwester die Meldung bringen, daß alles geordnet sei, und unter Jubel begann diese nun die Vorbereitungen für ihre Reise. Weil ihre eigene Hilfe dabei für den Augenblick entbehrlich war, so begab sie sich vorerst noch in den Garten, indem ihr der glückliche Einfall gekommen war, daß es möglich sein möchte, dem Vater eine kleine Freude zu schaffen, indem sie von einem edlen Obstbäumchen, das er selbst vor Jahren gepflanzt hatte, und das gerade zum ersten Male trug, einige der eben reif gewordenen Früchte bräche und ihm zum Frühstück vorsetze. Ihr Weg hatte sie bis an das äußerste Ende des Gartens geführt, wo dieser nur durch einen nicht allzu hohen Zaun von dem Waldreviere geschieden wurde, und da sich, wie sie wußte, in seinen Pfaden außer ihr keine lebende Seele zu dieser Stunde befand, so mußte das leichte Geräusch, welches sie, als sie eben ihr Körbchen gefüllt hatte, in ihrer Nähe vernahm und das nur von krachenden Reisern herrühren konnte, von jenseits der Grenzhecke kommen. Ehe sie aber unterschieden hatte, ob ein Mensch oder ein Tier Urheber des Tones sei, wurde das Gezweig des Zauns mit Gewalt auseinandergebogen, und durch die Öffnung drängte sich eine verwilderte Gestalt. Ohne daß Furcht sie angewandelt hätte, trat sie doch um einen Schritt zurück, als sie den Hereingedrungenen, einen Mann mit verstörtem, fast verzweifeltem Gesicht, erkannte. „Was soll das heißen, Albers, daß Ihr so kommt? und was wollt Ihr hier?“ fragte sie, und als ob sie der Weisung des Vaters eingedenk sei, war ihr Ton nicht ohne Strenge geblieben. „Gewartet habe ich wohl eine Stunde lang, ob das Fräulein nicht in den Garten kommen würde,“ entgegnete er,„denn ich mußte Sie sprechen.“ „Dann wäre es besser gewesen, Ihr hättet mich zu Hause aufgesucht und zu einer anderen Zeit,“ sagte Martha, indem sich ein starker Widerwille auf ihrem Gesicht ausprägte,„nicht aber jetzt, wo Ihr, wie mir Euer Atem verrät, aus der Schenke konmt!“ „Aus der Schenke? nein! ich steckte in meinem Nest ganz allein; aber geschlafen habe ich nicht— die ganze Nacht nicht— und da war's wohl natürlich, daß ich zur Schnapsflasche griff — wenn's das Fräulein nun doch einmal merkt— wie hätte ich sonst fertig werden wollen mit meinem Anglück! Und ehe nun alles aus mit mir ist, wollte ich das Fräulein gebeten haben, daß sie ein gutes Wort für mich einlegt bei dem Herrn Oberförster!" Trotz des unangenehmen Eindrucks, den ihr der Mann gemacht hatte und der durch seine etwas lallende Stimme nur noch verstärkt wurde, konnte sich Martha doch einer mitleidigen Regung nicht verschließen, und so sagte sie nicht ohne Teilnahme:„Es tut mir leid, Albers, daß ich Euch schwerlich helfen kann, denn der Vater war sehr erzürnt, als er von Euch sprach. Ihr wißt doch auch selbst, daß er Ungehorsam nicht duldet, weshalb denn——“ „Weshalb?— und Angehorsam sollt's gewesen sein?“ fiel ihr Albers mit einem gewissen Ungestüm, der ihm sonst nicht eigen war, in die Rede.„Wollt' ich denn den Befehl des Herrn nicht erfüllen? akkurat so, wie er es gesagt, sollte das geschlagene Holz abgefahren werden, nur um einen Tag später: der Michel Hartmann, der für die Fuhre bestellt war, bat mich ja, bis heute zu warten, weil er sein Gespann gerade für den Nachmittag verdingen könite, und da ich ihm den Verdienst gern lassen wollte, so— und nun ja, auch um das Gliederreißen, das ich selber hatte, dachte ich: ein Tag tut's nicht, und an die Stelle just wird der Herr gerade heut schon nicht kommen— sie ist ja nahe am Steinbruch, und es ist wieder einmal der erste September!“ Marthas Miene war wieder halb ungeduldig, halb mißmutig geworden. „Ihr sprecht noch wirr, Albers: geht zuerst nach Haus, und wenn Ihr ganz nüchtern seid, so kommt wieder. Ich will Euch dann sagen, ob Ihr es wagen sollt, den Vater noch einmal zu bitten, daß er Euch im Dienst behält; ich selbst werde vorher mit ihm sprechen. Vielleicht, wenn ich ihn erinnere, daß sein Milchbruder immer etwas bei ihm gegolten hat——“ „Recht, ja recht,“ fiel er ein,„daran erinnern Sie ihn, Fräulein Martha, und daß wir immer gut zueinander gewesen sind, von Kindheit auf! Glauben Sie, ich hätte es vergessen, daß er mich einstmals halbtot aus dem Mühlgraben geholt hat und wäre beinahe selber dabei ertrunken? Dafür aber ließe ich mir jedes meiner Glieder für ihn abhacken, wenn's sein müßte, und die Zunge, ja, die Zunge riß ich mir mit eigener Hand eher aus dem Halse, als daß sie ausplaudern dürfte, was Gott und er und ich allein wissen!“ „Schon gut, schon gut, Albers!“ sagte Martha, in dem Versuch, den Aufgeregten zum Schweigen zu bringen. Er hörte aber nicht auf sie. „Oder meinen Sie, ich hätte es ihm selbst nur ein einziges Mal gesagt und damit aufgetrumpft, daß ich es gesehen habe, wie er den toten Polacken damals— es war ja just am ersten September— in den Steinbruch hinabkoller ließ, daß man glauben mußte, er hätte da den Schädel gebrochen; und es war doch der Oberförster, der ihn mit seiner Büchse— es steckte kein Schuß mehr in ihr— zerschmettert hatte!“ „Albers!!“ Nur der eine Ruf drang über Marthas erbleichende Lippen, aber mit solchem Entsetzen ward er ausgestoßen, daß er seine volle Wirkung auf die Besinnung des halbtrunkenen Mannes übte. Mit beiden Händen durchwühlte er sein Haar. „Herrgott, Herrgott! was hab' ich getan, was hab' ich geredet!" stieß er angstvoll hervor. Sie war wie gelähmt; aus weitgeöffneten Augen sah sie ihn starr an. „Er war ein schlechter Kerl,“ begann er aufs neue—„dazu von weit her— es hat kein Hahn nach ihm gekräht!“ Sie fand noch immer die Sprache nicht wieder. „Ich hätt's gern selbst getan,“ fuhr er fort,„er hatte ein Mädchen ins Unglück gebracht, das mir lieb war—, ich lauerte ihm auf, nicht weit vom Steinbruch: aber da gerade ward er frech gegen unseren Herrn, wie's noch kein Mensch gewagt hatte— und da geschah alles— und ich sah's aus der Ferne.“ In diesem Augenblick löste sich Marthas Erstarrung; aber zugleich tat sie etwas, das der Mann, aus dessen Munde sie soeben die überwältigende Kunde vernommen, nicht erwartet hatte: sie schob ihn, der auf dem schmalen Gartenpfade vor ihr stand, zur Seite und dann eilte sie, als wären ihr plötzlich Flügel gewachsen, ohne noch ein Wort gesprochen, ohne nur einen weiteren Blick auf ihn geworfen zu haben, an ihm vorüber dem Hause zu. Die Ernüchterung von seinem Rausche war in einer Minute vollständig über ihn gekommen. Unter lautem Stöhnen schlug er sich mehrmals mit der geballten Faust vor die Stirn, um dann eilig und furchtsam wie ein geschlagenes Tier noch einmal den Weg durch die Hecke zu suchen— nun aber zur Flucht. Der Oberförster Steiner befand sich in seinem Zimmer. Er war bei der Arbeit, indem er Auszüge aus Rechnungsbüchern machte, die einem Bericht an die Regierung beizufügen waren, und wie er in all seinen Geschäften ein Muster von Ordnung und Pünktlichkeit war, so übte er auch hier eine fast übertriebene Genauigkeit. Aus dem Grunde haßte er aber auch jede Störung bei seinen Beschäftigungen aufs äußerste, und es zog darum eine Wolke über seine Stirn, als er eben jetzt das Öffnen einer Tür hinter seinem Rücken vernahm und damit erkannte, daß jemand zu ihm eintreten wolle. Indessen glättete sich seine Miene sofort wieder, denn er unterschied Marthas Fußtritt, und gegen diese ward er selten ungeduldig. Ehe er sich nim aber gegen die Tochter umwenden konnte, i un ubulnkud— u uct n Sai— u u t M n u gun Wutn uute M u mm l guni S u uhus gun Wueb Hicalt W Wu G u u c b W Mei S u u e u citun di siie Me u M u M — 0.— ih ne guvi u u u i gu M Mu un nie Sn gun= Mt nn unt###0#u##f uucht Hi uusm W cu Wte u n init — uht un Hog vi Huu i gun ick it i M. cii hnl sg — ue Mi M ic M ai hog“. Wi Wre Mullo n e eian s„„Bu u uehob inb hng so Yog sinu scluna gun(ou sichu honv r M Wuee 10 uoc F 1 15 in Nom selbst kennengelernt, denn er berichtet darüber in seinem Gedicht„Symbole“: „Im Vatikan bedient man sich Palmsonntags echter Palmen, Die Kardinäle beugen sich Und singen alte Psalmen." Anschließend an die Palmenweihe folgt hierauf die Palmsonntagsprozession. Im Mittelalter bildeten die Eselsprozessionen den Hauptbestandteil der Palmsonntagsfeier. Die größte Kirche einer jeden deutschen Stadt besaß damals einen sogenannten Palmesel, der aus Holz geschnitzt die Figur des Heilands auf seinem Rücken trug und auf einem durch Räder fahrbaren Untergestell befestigt war. Am Palmsonntag wurde dieser Esel durch die Straßen gefahren, wobei die Priester, Ordensschwestern und das Volk mit Palmenzweigen und feierlichen Gesängen die Prozession begleiteten. Nicht immer waren die Bischöfe diesen Prozessionen günstig gesinnt. Einige gestrenge Kirchenfürsten untersagten diese Feierlichkeiten, und zwischen den Stadtherren von Reichenau und dem dortigen Abt gab es darüber so ernste Streitigkeiten, daß dieser einfach die Kirche am Palmsonntag untersagte. Darüber war der Rat der Stadt derart erbittert, daß er am nächstjährigen Palmsonntag mit einem auf städtische Kosten angefertigten Palmesel in feierlicher Prozession zur Kirche zog. In Rußland feierte man in dieser Art den Palmsonntag bis zum 17. Jahrhundert, ja in einzelnen Orten Deutschlands sogar bis zum 19. Jahrhundert. Die geweihten Palmzweige haben nach dem Volksglauben Wunderkraft. Echte Palmen gedeihen aber nur in südlichen Gegenden; selbst in diesen Ländern müssen Oliven- und Stechpalmenzweige bei der großen Nachfrage als Ersatz dienen. In unseren Gauen werden die Weidenkätzchen anstatt der Palmenzweige geweiht; in Westfalen nimmt man dafür Buchsbaumzweige, aber auch jedes andere frische Grün dient als Schmuck für Kirche und Pfarrhaus und die jungen Burschen und Mädchen vom Lande werden nicht vergessen, sich am Konfirmationstage mit Blumen und seidenen Bändern zum Kirchgang zu schmücken. Auch das Elternhaus wird an der Haustür mit grünen Kränzen geziert und die zur Kirche getragenen Palmkätzchen werden daheim sorgfältig aufbewahrt, denn sie schützen vor Krankheit und Unglück. Dem Landbewohner bedeuten aber die sprossenden Weidenkätzchen zugleich das Nahen des Frühlings. Die Natur erwacht aus langem Winterschlaf; es gilt jetzt für die kommende Ernte fleißig zu schaffen; ist der Frühling ein Gutwetterkünder, dann füllen sich auch zur Herbstzeit des Landmanns Flur und Scheuern. Für die Landleute in Schlesien im Hirschberger Tal gilt der Palmsonntag mit der Veranstaltung des Tallsackmarktes im Kurort Warmbrunn als ein seit dem 15. Jahrhundert beliebtes Volksfest. Ein Jahrmarktsfest, zu dem die gesamte ländliche und städtische Bevölkerung des Hirschberger Kreises sich zusammenfindet. Jeder kaufte sich hier in Friedenszeiten die beliebten„Tallsäcke"; Pfefferkuchen, die Männer, Frauen, Riesendamen usw. vorstellen. Wer nicht selbst zu diesem Fest kommen kann, läßt sich von seinen Angehörigen sicher einen „Tallsack“ mitbringen. Es gab unter diesen Pfefferkuchengebilden solche von besonderem Wohlgeschmack, mit Mandeln, Rosinen, Korinthen und Zitronat gewürzt. Jeder Zuckerbäcker hatte dafür seine Kundschaft und so wurde der„Tallsackmarkt“ für alle Verkaufsstände zu einem guten Geschäft. In Friedenszeiten gab es alle möglichen Leckereien und Süßigkeiten zu kaufen, ebenso fehlten auch nicht die sauren Gurken und Heringe, denn es wurde auch dem Gerstensaft tüchtig zugesprochen. Echt schlesisch gemütlich war die Stimmung auf dem„Tallsackmarkt“, der allerdings nicht länger als einen Tag dauert. Der Palmenzweig ist das Sinnbild des Palmsonntags. Schon bei den alten Agyptern, bei den Festen der Osiris, galten die Palmenzweige als das Zeichen der Siegesfreude. Auch wenn der König der Israeliten Einzug in Jerusalem hielt, kam ihm die Bevölkerung mit Palmenzweigen entgegen, die sie auf seinen Weg streute. Die Griechen schmückten die Sieger in den olympischen Spielen mit Palmenzweigen, und die Römer überreichten sie dem Feldherrn zum Dank für den siegreich beendeten Krieg. Freude und Frieden bedeutete der Palmenzweig den Völkern des Altertums. So wurde die Palme für alle Völker ein Friedenszeichen; denn selbst der Friedensengel wird stets mit einem Palmenzweig in der Hand dargestellt, wie wir auch die Gräber unserer Verstorbenen als ihre friedvolle letzte Ruhestätte mit Palmenzweigen schmücken. Berlin zur Zeit des Großen Kurfürsten. C doch war Kölln an der Spree die Residenz, Berlin ein gar X l geringer Ort. An den hölzernen, baufälligen Häusern mit Stroh- und Schindeldächern standen vollaubige Bäume, rankten Weinstöcke sich hinauf. Wer einen dieser Bäume und Weinstöcke beschädigte, dem wurde die rechte Hand abgehauen. Auf den ungepflasterten, kotigen Straßen liefen ganz ländlich Schweine und andere Haustiere umher. Die Straßen waren so kotig, daß befohlen wurde:„Jeder Bauer, der zu Markte kommt, soll rückwärts eine Fuhre Kot mitnehmen“. Für die Erweiterung und Verschönerung Berlins tat der Große Kurfürst viel. Das halbverfallene kurfürstliche Schloß wurde repariert, wüste Baustellen angebaut. Eine stehende Garnison belebte die Stadt, die Einwohnerzahl stieg von 6000 auf 20000. Friedrich Wilhelm baute ein zierliches Lusthaus und legte dabei einen damals viel bewunderten Lustgarten nach holländischer Art an. Von ihm und seiner zweiten Gemahlin Dorothea sind drei neue Stadtteile angelegt worden: Friedrichstadt, richswerder und Dorotheenstadt; sie bildeten die Hauptteile der künftigen Residenz, die nun mächtig zu ihrem Glanze aufstieg. Zur schönen Lindenallee pflanzte die Kurfürstin Dorothee den ersten Baum. Seit 1681 wurden die Straßen nachts erleuchtet. Anfangs ging die Beleuchtung die Reihe herum. Immer aus dem dritten Hause mußte eine Laterne mit einem brennenden Lichte nach der Straße zu ausgehängt werden. Erst einige Jahre später setzte man die Straßenlaternen auf hölzerne Pfähle. Es erschien eine Straßenordnung, in der es hieß:„Wer aus den Höfen und Ställen den Unrat auf die Straßen würfe, dem solle er vom Gassenmeister wieder ins Haus geworfen werden." Jeder Hausbesitzer mußte vor seinem Hause die Straße bis zur Mitte derselben auf seine Kosten pflastern lassen.— Wir sehen hier im kleinen, was die Hohenzollern dem Staate im großen gewesen sind. Sie haben den Staat aus dem Zustande der Unkultur und partikularistischen Zerrissenheit herausgehoben, aus einem Konglomerat von Sonderlandschaften eine staatliche Einheit geschaffen und derselben einen Geist einzuhauchen verstanden. Welcher Anteil dem Großen Kurfürsten daran gebührt, sagte oft sein großer Nachkomme, wenn er am offenen Sarge desselben ausrief:„Meine Herren, der hat viel getan!“ Unsere Bilder. Hören durch die Zähne. Osophon, so nennt sich eine Erfindung von H. Gernsback, Neuyorkk dem Herausgeber der amerikanischen Zeitschriften„Science and Invention“ und„Radio News“; sie ermöglicht es Schwerhörigen, die in den Schalltrichter gesprochenen Worte genau und leicht zu verstehen. Die von den Tonwellen verursachten Bewegungen werden vom Osophon auf die Zähne und das Knochengerüst des Kopfes übertragen und so dem Gehörnerv direkt übermittelt. Ist dieser nicht erkrankt, so wird die Hörfähigkeit durch das Osophon außerordentlich erhöht. Taube Menschen können zwar ihr Gehör durch Gernsbacks Erfindung nicht wiedererhalten, aber das schließt nicht aus, daß auch ein Tauber nach längerer Benützung des Osophons die einzelnen Töne an dem verschiedenen Rhythmus der Stöße gegen die Zähne erkennen lernt und dann eine tonähnliche Empfindung hat. Besonders günstig ist das Osophon für solche, deren Trommelfell zerstött ist, während der Gehörnerv noch richtig reagiert. Das Osophon kann auch mit einem Telephon, einem Phonographen oder einem Radioempfangsapparat verbunden werden. Es besteht aus zwei Elektromagneten, die mit elastischen Metallblättchen verbunden sind. Zwei an diesen Blättchen befestigte Hartgummischeiben werden zwischen die Zähne geschoben, sie übertragen die Vibrationen des elastischen Metalls auf die Zähne. Auf diese Weise wird es Schwerhörigen möglich, jedes Telephongespräch mühelos zu verstehen und sogar Radiokonzerte leicht zu genießen. Kartoffellegemaschine„Pflanzer“. Das Auslegen der Kartoffeln erfordert auf großen Ackern erhebliche Menschenkräfte. Es ist schon lange das Bestreben vorhanden, diese langwierige Arbeit durch Maschinenkraft zu ersetzen. Auf Grund langjähriger Erfahrungen ist die Kartoffellegemaschine„Pflanzer“(ein Fabrikat von Frühwald u. Jäger, NürnbergDoos) gebaut, die mit zwei Mann Bedienung in erheblich kürzerer Zeit eine ebensogute Arbeit leistet wie 20—30 Leute. Der„Pflanzer“ arbeitet in jedem Kulturboden zuverlässig und paßt sich infolge Verstellbarkeit hinsichtlich Furchenbreite und Pflanzabstand besonderen Verhältnissen und Wünschen leicht an. Der Legeapparat besteht aus 1—3 nebeneinander angeordneten Trommeln mit eingebauten beweglichen Einzelzellen aus bestem Stahlfederband. Aus dem etwa 3 Zentner fassenden Saatgutbehälter rutschen die Kartoffeln auf die Trommeln, die Zellen füllend. Eine über die Zellen rotierende Holzwalze läßt immer nur eine Kartoffel zutreten und streift überschüssiges Saatgut ab. In die 14 von der schlimmen Sache nicht mehr reden. Ich trage Euch auch nichts nach und wünsche nur, daß es Euch gut gehen möge in Amerika.“, 4.u Garzm schmer ust. Albers seufzte aus offenbar beoruarem Herzen schwer auf. „Wohlgehen und gefallen wird's mir drüben schon nicht— das fühle ich gut genug; aber da's der Herr Oberförster einmal so will, und ich mich ja doch an ihm versündigt habe— er sagte, er müsse aus seiner eigenen lebendigen Haut fahren, wenn ich ihm länger vor den Augen wäre— und weil meine Frau mir im Winter gestorben ist, und ich darum sonst niemand zu fragen brauche, so— so—“ „Ich verstehe Euch schon, Albers,“ sagte Martha,„und ich möchte es Euch danken, daß Ihr meinem Vater den Willen tut; wenn ich also noch etwas für Euch tun kann, so sprecht nur.“ (Fortsetzung folgt.) — Eine kleine Überraschung. Skizze von Paul Bliß.(Nachdruck verdoten.) Is Herr Albert Mühsam morgens ins Geschäft kam, war er sehr schlechter Laune, denn er hatte, aufgeregt durch die unruhevolle Zeit, eine schlechte Nacht hinter sich. Und als er jetzt die eingelaufenen Briefe durchsah, wurde seine Laune durchaus nicht besser. Arger, nichts als Arger! Ganz besonders war da ein rosa duftendes Briefchen von Kusine Laura, die ihn zu ihrem fünfzigsten Geburtstag, den man durch ein Abendessen feiern wollte, einlud. Herr Albert Mühsam lächelte recht bitter. Erstens„feierte" man in solcher Zeit überhaupt keine Feste, und dann gar einen Geburtstag, noch dazu den fünfzigsten! Wer so alt geworden war, hatte wahrhaftig keinen Grund mehr, sich mausig zu machen! Natürlich würde er dankend ablehnen. Aber ein Geschenk würde er trotzdem hinschicken müssen. Und dies war es,„ was ihn am meisten ärgerte, oenn er war ein Mensch von Sparsamkeit. Verknittert saß er da und sog an seinem Zigarrenstummel.— Was schenkte man dieser lieben Kusine nun wieder?— Es war schon ein Elend, wie ihm diese ganze Verwandtschaft ewig auf der Kasse lag. Er sann und sann, aber nichts wollte ihm als geeignet erscheinen. Doch dann plötzlich erhellten sich seine Züge, ein sarkastisches Lächeln kam bervor— jetzt hatte er etwas gefunden, was er der lieben Kusine verehren wollte—, wirklich, er lächelte außerordentlich farkastisch... 8 Lam B.46 6ch dm St. Dann ging er nach vorn in seinen Taben, ueß sich den Karton mit den Kopfschals herunterreichen, und nun suchte er so lange darin umher, bis er just denjenigen Schal herausfand, den er eben jetzt im Gedächtnis hatte— und wieder lächelte er ganz sonderbar—, denn dieser Schal war nicht von der neuesten Mode, und die Farbe hatte in der Auslage auch schon genug gelitten, aber für Kusine Laura war er reichlich gut,— weshalb feierte sie auch ihren fünfzigsten Geburtstag! Und nun ließ er sich Tinte und Feder geben, und dann änderte er den Preiszettel um— aus dreißig Mark machte er fünfzig—, des besseren Eindrucks wegen! So, nun ein paar recht freundliche Zeilen dazu, und dann wes damt. 4st. W ahentlich auf. e, hattasslih Als es geschehen war, atmere er orbentlich auf:er hatte gleich einen doppelten Schlag getan: er war einen Ladenhüter los, und die Kusine hatte er auch vom Halse. Seine Laine wurde besser, und ruhig ging er seinen Geschäften nach. Aber Herr Alberr Mühsam kannte die Frauen nu schlecht, am wenigsten seine liebe Kusine. Als die fünfzigjährige Laura das Paket bekam und den etwas veralteten Schal sah, da lächelte sie ganz ebenso sarkastisch wie ihr Herr Better. Sie betrachtete die Gabe von allen Seiten ziemlich genau, und endlich kam sie zu dem Resultat: Der liebe Better ist und bleibt ein Geizkragen! Natürlich schrieb sie, um es mit ihm nicht zu verderben, sofort einen glühenden Dankbrief. 4.stem Simmel Und dann überlegte sie, was mir dem alren Fummer— wie sie ihn nannte— anzufangen war, denn sie selbst würde sich damit nicht zur Vogelscheuche machen. 41. Sie fand auch bald Rat. Eine Bekannte in Polzin machte demnächst Hochzeit— die bekam nun den Ladenhüter, denn für Polzin war so etwas noch aufsehenerregend— sagte sich Jedoch sie unterschätzte die Polziner. Auch dort zuckte man mitleidig lächelnd die Schulter, und dann flog der mißachtete Schal in die Ece.... Le Hausfrau. Wa sie Aber die Brautmutter war eine prattische Hausftau. als sie den Preiszettel von fünfzig Mark sah, auf dem die Firma Albert Mühsam stand, kam ihr sofort eine gute Idee. Und wie das nun so geht im Leben— eines Tages erschienen im Laden des Herrn Albert Mühsam zwei Damen, die machten verschiedene Einkäufe im Betrage von zirka fünfzig Mark. Doch als es zum Bezahlen kam, da wickelte die Mama einen schönen Schal aus dem Papier und sagte:„Den tauschen wir dagegen um.“ Die Verkäuferin blickte ganz verdutzt und rief den Chef heran. Herr Albert Mühsam machte ein sehr langes Gesicht und wurde einigermaßen verlegen, bis er nach und nach sich in den Kreislauf seiner liebevollen Gabe hineindachte. Dann aber, als kulanter Geschäftsmann, tauschte er natürlich den Schal sofort um. Etwas kleinlaut ging er in sein Bureau. Auf die Überraschung war er wirklich nicht gefaßt gewesen.. uach han Grizettel Und das ärgerlichste war, oaß er noch den Preiszellel geändert hatte! Denn so gab er jetzt bei dem Geschäft noch zwanzig Mark bar zu! Seit jenem Tage aber wird er ganz nervös, wenn man ihm von der lieben Kusine Laura spricht. Oalmsonntag. Von Walter Tiedke.(Nachdruck verdoten.) er letzte Sonntag vor dem nahenden Osterfest ist als Konfirmationstag einer der bedeutungsvollsten Gedenktage für jung und alt geworden. Die Jugend zählt von diesem Tage an mit zu den Erwachsenen; es gilt eine eigene Lebenslaufbahn zu wählen, sich darin zu befestigen und zu bewähren als ein nützliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft. Der Palmsonntag wurde bereits im 4. Jahrhundert in der griechischen Kirche zur Erinnerung an den Einzug des Heilands in Jerusalem gefeiert. Damals streute ihm das Volk Palmenzweige auf den Weg, und so bestimmte auch im Jahre 506 das Konzil von Agde, an diesem Tage die Christen beim Gottesdienst mit Palmenzweigen zu beschenken. Die katholische Kirche hat dann auch diese Sitte der Palmenweihe übemommen. In Rom wurden diese von der Riviera stammenden Palmenzweige vom Papste geweiht und dann an alle Kirchen der Stadt verteilt. Goethe hat diese Sitte der Palmenweihe Walfischfang in den Gewässern von Alaska. Eine tägliche Szene in Akutan, Alaska, einem Ort, der als„Walfischstation“ allgemein dekannt ist. Die Tiere werden täglich eingebracht, manche von ihnen wiegen mehr als 15 Tons.[Atlantic.] 0T befand sich dieselbe vereits an seiner Seite. Sie war durchs Zimmer gestürzt, als würde sie gejagt, und nun lag sie neben ihm auf den Knien;— war es die aufs höchste gesteigerte Seelenempfindung, die sie niedergezogen, war es körperliche Schwäche, die sie zusammenbrechen ließ—: es blieb nicht zu unterscheiden. „Vater,“ rief sie,„ist es wahr, daß du——?“ Sie kam nicht weiter; dann aber begann sie aufs neue; hastig abgebrochen, heiser stieß sie die Worte hervor: „Paul Koltschek hieß er, der Holzknecht— und zwei Jahre sind's her, daß er zu Tode kam— abgestürzt in den Steinbruch— ein bloßes Unglück, so hieß es— und man glaubte es— auch das Gericht— und nun sagt's ein Mund anders!“ Der Oberförster war aufgesprungen— totenbleich, aber seine Augen sprühten Feuer. „Wer wagt es?“ Sie rang ihre Hände. „Vater, um Gottes Barmherzigkeit willen, sag', daß du unschuldig bist an dieses Mannes Blut!“ Er ließ die geballte Faust auf den Tisch niederfallen, seine Gestalt richtete sich straff empor. „Wer?!“ fragte er mit drohender Stimme. „Du darfst es ihn nicht entgelten lassen!“ rief sie in zwiefacher Angst;„nur im halben Rausch verriet er, was er gesehen haben wollte! Er hatte selbst Mordgedanken wegen eines Mädchens, das der Koltschek ihm geraubt hatte!“ „Ha— Albers!!“ unterbrach Steiner sie. Sie sagte nicht ja und nicht nein, aber sie sprach doch weiter— in fliegender Hast: „Er war versteckt im Gebüsch— ganz nahe bei der Stelle—; so ward er Zeuge des Fürchterlichen!“ „Und nun— nun will er sich rächen und mich anklagen— sag's nur mit einem Wort!“ rief jetzt Steiner. „Rein— nein, Vater! er hängt an dir trotz allem, was vorgefallen ist und will eher in den Tod gehen, er sagte es, als dich ins Unglück bringen! Aber sag’ du mir, daß er sich irrte, daß seine Sinne ihn trogen, als er glaubte, daß deine Hand den Koltschek zu Boden schlug und in den Abgrund stieß!“ Eine Sekunde lang sah sie ihm verzweiflungsvoll ins Gesicht, wartend, daß seine Lippen sich öffnen sollten. Amsonst! „Vater— ein einziges Wort!“ flehte sie noch einmal, nun aber mit versagender Stimme. Steiner hatte sich wieder in seinen Sessel fauen lassen und blickte jetzt düster zu der Tochter empor. „Wenn's dir helfen kann, so magst du hören, daß Albers nicht in allem recht gesprochen hat;— die Hälfte aber bleibt wahr: den Schlag, der Koltschek den Tod brachte, hat meine Hand geführt...... Jrum anzundg. Sten Es kam nur ein dumpfer Laut aus ihrem Mumnde; Steiner aber sprach weiter, als läge ihm jetzt selber daran, daß sie alles OO#.49:#michtg f,;: mer mie ch „Daß der Koltscher ein Taugenichts sei, war mir schon klar geworden. Eines Tages aber sagte ich ihm meine Meinung ins Gesicht, wie's sein Betragen verdient hatte. An seinem tückischen Blicke merkte ich gleich, daß er auf Rache sann, und als ich nächsten Tags die Diana, meine Lieblingshündin, die ich um tausend Mark nicht hergegeben hätte, von frevelnder Hand so zugerichtet fand, daß ich sic in derselben Stunde noch totschießen mußte, brauchte ich nicht erst nach dem Buben, der das verübt hatte, zu fragen. Daß ich ihn gerade ins fernste Revier geschickt hatte, von wo er erst spät am Abend zurückkommen sollte, nannte ich aber ein Glück für ihn und halb für mich selbst, denn beinahe fürchtete ich mich vor der Wut— die, dachte ich, sollte sich vorerst im Walde verkühlen. Die Jagd war aber an dem Nachmittage nicht glücklich, und noch zuletzt fehlte ich einen Bock, den ich sicher vor dem Schuß zu haben glaubte, wohl nur, weil meine Hand nicht ruhig genug war.„Nun soll's genug sein!“ sagte ich mir ärgerlich und warf mein Gewehr über die Schulter. Damit kommt mir, als hätte ihn der Satan selber hergeführt, der Koltschek in den Weg und grinst mich höhnisch an. Eine Lektion gebe ich ihm für seine Schurterei, und oaß er morgen sein Bündel schnüren soll, hört er auch von mir. Da aber wird der Patron wild: sein Bündel habe er jetzt schon in Sicherheit gebracht, ruft er mir zu, und ins Haus kehre er gar nicht mehr zurück, dafür wolle er mir auf der Stelle noch sagen, wie's ihm ums Herz sei.“ „Der Unselige—.— er wagte das?!“ stöhnte Martha. „Er wagte es— aber nicht lange!“ sagte Steiner grimmig. „Die Frechheit, die nun aus ihm herauskam, verwirrte mir die „er genn Sinne, alles Denken— bis auf den Zorn, den furchtbarsten, der mich im Leden gepackt hat. Ich hatte keine Kugel mehr im Lauf, so schlug ich ihn mit dem Kolben des Gewehrs über den Kopf—“ „Vater, Vater!!—— und den Getroffenen stürztest du—, „In den Abgrund?“ sagte Steiner, und seine Brauen zogen sich zusamimen.„Nicht doch!— wir waren nur noch wenige Schritte von seinem Rande, der Körper war bei den letzten Zuckungen abwärts geglitten— und dann kam er völlig ins Rollen; ich konnte ihn nicht mehr halten, wenn ich's schon unwillkürlich versuchte— daher hat man ihn hemnach in Steinbruch gefunden.“ „Und die Menschen alle — und das Gericht: niemand ahnte etwas, und dein Mund schwieg und hat nichts gestanden!“ sagte sie todestraurig. Er fuhr auf.„Sollte ich mein eigener Ankläger werven. mich wie ein Lamm in Schlächterhände liefern und sagte mir doch Tag und Nacht vor: wenn alles noch einmal so käme, du höbest auch dein Gewehr noch einmal wieder auf und tätest wie damals!— Sieh mich nicht so entsetzt an, Martha,“ fuhr er fort,„es ist, wie ich sage: Reue fühle ich keine— der Koltschek hatte sein Ende verdient! Das eine aber magst du wissen: ehe ich mich ins Zuchthaus stecken lasse, sei's auch nur für Monate oder Wochen, ja, nur für einen einzigen Tag—— findet meine Kugel den Weg ins eigene Herz. Wenn darum Albers den Schuft machen und mich angeben will——“ „Nein, nein, nein, Vater,“ unterbrach sie ihn,„du darfst ihm das nicht zutrauen! Seine Treue und seine Liebe zu dir sind echt! Es war nur ein unseliger Moment, der ihn von dem Entsetzlichen sprechen ließ, und ich glaube— ich bin überzeugt, ein solcher wird nie wiederkommen!“ Steiner brütete einige Augenblicke lang vor sich hin. „Ich will mit ihm reden!“ sagte er kurz.„Und du, Martha,“ wandte er sich wieder an die Tochter,„wirst schweigen, das weiß ich. Sprich es aus, daß ich mich vor dir nicht zu fürchten brauche.“.,,. J. 99 tm „Vater!“— sie brachte nur das eine Worr yervor, aber ihm schien es genug zu sein, denn er nickte. „Du bist mein Kamerad, der alles mit mir trägt, was auch kommt! So gut ich kann, will ich dir dafür danken.“ Er hielt ihr seine Hand hin; sie wagte nicht, die ihre zurückzuDas Hören durch die Zähne.(Mit Cext.) Mit Genehmigung der Zeitschrift„Science and Invention“. S. S Sg TEE # S S 5 n. S S 2 S. SSxs, S F..n „E 3—•."•2 „„*„ D Ggu. S# g#. 26 S*S S T 2i S S S= 8.31„ S: S eg. * S n.25• Se r 8 S 2 9* # S 8 30 ** *o 3.2 S 2 91 a SS se S 5 925 S S SS S 5 55 S SS5 5 S.# SSS * S•S 11 5„* 8* 8 . * S.SSE S 5N"*3 .. S 8• . 5 55. S SESBnE: S S S 6 S 8 * 2 32 5 85. 5 S Das Motorrad als Viehtransportmittel in London. Eine originelle Verwendung eines Motorrades.[Ruge, Berlin.) halten, und ein paar Sekunden lang umschloß er ihre bebenden, zuckenden Finger. Dann ließ er sie los. „Geh' jetzt,“ sagte er,„ich selbst trete auch meine Wege an.“ Damit nahm er das Gewehr von der Wand und griff nach seiner Mütze. Als sie ihr eigenes Gemach erreicht hatte, ergriff sie das Verlangen, ihre Hände, welche soeben die des Vaters berührt hatten, zu reinigen, aber dann erschrak sie vor sich selbst, und statt sie in Wasser zu tauchen, schlug sie dieselben vors Gesicht, über das jetzt die Tränen herabflossen. Für eins dankte sie Gott in dieser schweren Stunde ihres Lebens: daß das Entsetzen, welches sie nicht aus ihrer Brust zu tilgen vermochte, doch von dem Mitleid für den Vater noch überwogen ward, daß sie jenes Grauen mehr vor dem Verhängnis, das die Anglückstat herbeigeführt hatte, als vor ihm selbst empfand. Die Schlechtigkeit Koltscheks— der unzählige Jähzorn—dazu vielleicht auch der Zufall, welcher dem rasch geführten Schlag die todbringende Wirkung verliehen hatte—: alles das milderte das Geschehene wenigstens um etwas in ihren Augen. Was aber noch lauter zu ihrem Herzen sprach und dies Herz zum Erbarmen trieb, war die innere Überzeugung, daß das Bewußtsein seiner Tat doch in dem Vater wühlte als ein giftiger Wurm, mochte er immerhin jedes Gefühl von Reue ableugnen, sie wußte es dennoch: seit Koltscheks Tod war er ein unglücklicher, gebrochener Mann! Aber darum auch würde sie es fertig bringen, wenn nicht als zärtlich liebende Tochter, so doch als in Treue gefesteter„Kamerad“, wie er es von ihr verlangt hatte, mit ihm weiter zu leben: das sagte sie sich, als sie sich von den Knien erhob, auf denen sie in ihrem Kämmerlein lange vor Gott gelegen hatte. Aber noch eines blieb, ein Etwas, das sie nicht auszudenken wagte und das doch als ein dumpfer Druck auf ihrer Seele lastete. Ein Wort, ein Name umfaßte es: Franz!— Franz Gerbing!— Und dann noch das zweite Wort, das seinen Beruf andeutete: Richter! Er Richter— und ein untadliger, auf seine Unantastbarkeit stolzer— und ihm gegenüber ein anderer Mann, ein schuldiger, der ihr Vater war!— Es fügte sich gut, daß Agnes an diesem Morgen schon zur Stadt gegangen war, inn dort noch einiges für die Reise zu besorgen. In der Zeit ihrer Abwesenheit war es Martha gelungen, der ersten furchtbaren Aufregung insoweit wenigstens Herr zu werden, daß der jüngeren Schwester keine Ahnung von irgendeinem schweren Schicksal, das inzwischen hereingebrochen war, kommen konnte. Agnes sagte nur, als sie einmal durch Zufall etwas aufmerksamer in Marthas Gesicht geblickt hatte: „Du siehst heute ernst aus und gar etwas blaß— hat dich etwa des Vaters Laine gekränkt?“ „Seine Stimmung war allerdings nicht beiter," entgeguete Martha,„und du magst dir denken, daß mir das Bedauern, ihm nicht helfen zu können, nahe ging. Agnes schüttelte das Köpfchen.„In dem einen Stück könntest du schon meinem Beispiel folgen, Martha, und über das, was der Vater sagt oder tut, ein bißchen leichter hinweggehen!“ „Wir wollen sehen, ob mir das in Zukumnft möglich sein wird!“ sagte Martha und versuchte, der Schwester ein Lächeln z1 zeigen. Am Abend, als Steiner sich auf einen Augenblick mit der älteren Tochter allein trat er dicht an diese heran und sagte:„Ich habe mit Albers gesprochen; wir machten's aus, er geht nach Amerika. Ich gebe ihm natürlich die Mittel, und in wenig Tagen schon packt er auf für Bremerhaven.“ Sie neigte leise ihr Haupt.„Ich kann mir denken, daß das gut ist, da es dich beruhigen wird, Vater.“ „Ich will ihn wenigstens nicht sehen!“ sagte er mit der gewohnten Herbheit und kehrte sich ab.— Am nächsten Morgen ward die Försterei von zweien ihrer Bewohner verlassen. Steiner selbst begab sich schon am Morgen nach der Provinzialhauptstadt, wo er mit der ihm vorgesetzten Behörde Dienstgeschäfte zu erledigen hatte, und einige Stunden später, am Nachmittage, trat auch Agnes ihre Reise an. Martha begleitete die Schwester bis zu der nicht sehr entfernten Station und trennte sich hier mit Zärtlichkeit von derselben. Dennoch war der Abschied kein eigentlich schwerer, denn Agnes ward von jubelnder Reiselust beherrscht, und Martha empfand wenigstens das als eine Wohltat, daß der Zwang, sah, Das Modell einer neuen Luftschiffhalle für die amerikanische Marine. Der Erfinder ist John Mason aus Philadelphia. Die Luftschiffballe ist nach jeder Windrichtung hin drehbar und ruht auf Wagen, welche auf Schienenkreisen fahren, elektrisch angetrieben werden und die Halle in jede beliebige Windrichtung drehen.[R. Sennecke, Berlin. Kartoffellegemaschine„Pflanzer".(Mit Text.) ihren gegenwärtigen Gemütszustand vor dem jungen Mädchen zu verbergen, ihr erspart bleiben sollte. Als der abfahrende Zug ihr die Schwester entführt hatte, machte sie sich zu Fuß, wie sie auch miteinander gekommen waren, auf den Rückweg. Der Pfad war angenehm; er führte sie in den Wald, dessen kühler Schatten und Einsamkeit ihr bei ihren schweren Gedanken willkommen waren. Ihr Alleinsein sollte indessen nicht lange dauern, denn schon bei den ersten Schritten trat ihr hier ein Mann entgegen, mit dem sich jenes Denken allerdings im Augenblick nicht beschäftigt, der aber doch den Grund zu ihm wie zu ihrem ganzen Leid gelegt hatte: Albers. Demütig, die Mütze in der Hand, näherte er sich ihr. „Werden Sie nicht böse, Fräulein, daß ich Ihnen schon wieder aufgelauert habe— es ist ja aber das letztemal!— Sie wissen's wohl schon, daß ich übers Wasser gehe für alle Zeit, und weil ich eben nicht wieder ins Haus koni„Eigentlichnur, daß ich wünschte, Sie möchten wohl leben,“ sagte der Mann, „und dann auch, daß Sie mir nicht nachtragen sollen, was ich gestern gesagt habe. Ich war ja nicht recht bei mir, Gott weiß das, und er weiß auch, daß ich mir zu Hause beinabe den Schädel eingerannt hätte gegen die Wand, aus Wut über mich selbst, und daß ich lieber direkt in die Hölle, gehen wollte, als daß ich noch einmal——“ „Laßt, Albers, hört nun auf,“ unterbrach sie ihn,„wir wollen Eine glänzende Flugleistung.(Mit Text.) R. Sennecke, Berlin. Der Dinkelbauerbrunnen in Dinkelsbühl. das Deutsche Haus.(Mit Tert.) men mochte, obschon der Herr Vater fort ist, habe ich es ausspioniert, wie ich Sie noch allein sprechen könnte.“ „Was hattet Ihr mir noch zu sagen, Albers?“ fragte sie, indem sie sich bemühte, so ruhig zu sprechen, wie ihr das starke Herzklopfen nur erlaubte. Der neue„Wolowagen“, das neue Kleinkraftfahrzeug für jedermann.(Mit Text.) Ser Velt=Ech hzlnatete Bücher für Ostern 1924 Zum Anfang! (Je ins ist uns allmählich klar geworden: Im Zusammenleben der a#Völker sind unserem Volke alle äußeren Machtmittel für ab#hbare Zeit endgültig genommen. Und doch, wir sehnen uns heiß ##ch Rettung aus dem fürchterlichen Elend dieser Tage. Nur wie ### sie möglich? Nun, wenn das Außere nicht mehr hilft, muß das innere ersetzend eintreten. Von innen muß die Rettung kommen. #stur erst eine Neugeburt unseres Volkes in seiner innersten Art ##nnd alles andere, was außen liegt, wird wie von allein nachfolgen. denn auch für ein Volk gilt es unbestreitbar: Es ist der Geist, der oten Körper bort.. Jen ie Sohn u Freilich, soll das Neuwerden wirklich anheven, so beoarf es eines roßen Umstellens aller Geleise. Der Wagen muß auf eine völlig nue Bahn geschoben werden. Weithin gilt es Neuland zu graben. Denn nichts Geringeres als ein innerlich erneutes Deutschland soll ##wachsen.“ Otto Borchert in:„Jesus, wer war er?““) Daß ein innerlich erneutes Deutschland werde, dazu soll auch dieses Blatt in seiner Weise dienen. In ihm soll auf Bücher hingewiesen werden, die dem deutsch=evangelischen Hause etwas zu sagen haben in dieser Zeit deutscher äußerer und innerer Not. Durch diese Bücher zu Menschen und zu Gott, der auch diese Zeit in seinen wollen mit Unterhaltung und Belehrung allen dienen, den Jungen und den Alten, den Kindern und den Eltern, nicht zuletzt der heranwachsenden Jugend. Was der deutsch=evangelische Verlag unserer Zeit verlegt, soll hier weiten Kreisen bekannt gemacht werden, soweit es Bedeutung hat „Über den Tag hinaus“. wer war er? Ein Wort der Aufklärung für jedermann von oito Borchert. 5. Aufl. 1923. 78 Seiten. Oktao.(Wollermann.) 60 Pfg. Wahrlich ein erquickliches Buch für den Gebildetsten und den Einfachen, „au der Aotitruug dat pichtig bolean wat. Sc1t. S41. fragen unserer Zeit. All unsre Zeit ist ein Geschrei nach Got!! J. Schüler. Gronau, Dr. K., Im Zeichen der Mystik. 200 S. 80. 2. Aufl. 1923.(Wollermann) K 3.—, geb. M 4.—. inhaltsverzeichnis: 1. Vom Heimweh nach Gott. 2. Vom geistigen Grunde der Welt.(Mostik und Philosophie: Schleiermacher, Fichte, Schelling, Hegel, Fechner, Schopenhauer, Ed. v. Hartmann, Eucken.) 3. Religion und Persönlichkeit.(Mystik und Protestantismus: Luther, Bonus, Joh. Müller, Philippi.) 4. Gesegnet, wer die eigene Fülle kennt.(Mystik und moderne Indienfahrer: Keyserling, Bonsels.) 5. Aus dumpfer Sucht zu lichter Glut.(Modernes Naturgefühl: Bölsche, Wille, Hart, Dehmel.) 6. Symbole der Ewigkeit.(Mystik im Symbolismus: a) Hofmannsthal, Scholz, Mombert.) 7. Von der Schönheit und von Gott.(Mystik im Sombolismus: b) George, Rilke.) 8. Wir sind die Sehnsucht.(Mystik im Expressionismus: a) expressionistische Kunst, Malerei, Bildhauerei, Musik.) 9. Ich will die Welt auf meine Schultern nebmen und sie mit Lodgesang zur Sonne tragen.,(7t. gregel uisnus: b) expressionistisches Drama.), 10. An den Himmes, zpreibe: Wir Well (Mystik im Expressionismus: cl expressionistische Lyrik.) 11. All unsere Zeit Geschrei nach Gott.(Rückblick und Ueberblick.) 12. Sontbesis.(Kritik und ausblick.) Wem täte nicht ein Werk ganz persönliche Dienste, das Einsicht gibt in die Grundstömung von gestern und heute? Eine schwere Aufgabe: solch einen Querschnitt durch das Geistesleben unserer Zeit zu geben! Gronau unternahm den Versuch mit kenntnis und ehrlichem Verstehenwollen. Unsere ganzen modernen Dichter und Denker tommen hier mit mustergültiger Gerechtigkeit zu Wort. Grade wo der Zeit, wenn auch schrill ost und ekzstatisch, so doch zweifellos der Schrei nach der letzten Wertwirklichkeit bricht, kut die Kenntnis aller seiner Tonlagen not, von den Assonanzen der Verzweiflung bis zu den Akkorden der Erfüllung. häberlin, Paul, Professor ord. an der Universität in Basel, Der Geist und die Triebe. Eine Elementarpsychologie. 506 S. (Kober) M 16.—, geb. M 18.—. Wir glauben nicht zu viel zu sagen, wenn wir das Erscheinen dieses Buches als ein kreignis von ungewöhnlicher Bedeutung bezeichnen. Zum ersten Male werden hier die eelischen Grundlagen des menschlichen Lebens in gründlicher Darstellung aufgedeckt und klargelegt, soweit dies wissenschaftlicher Forschung überhaupt möglich ist. Häberlin, Paul, Professor ord. an der Universität in Basel, Der Leib und die Seele. 210 S.(Kober) A 5.50, geb. J 7.—. Der Berner„Bund“ schreibt über dieses Buch: Wir haben es hier mit einer durchGeoit ven“Ze Hesesehang sezent.. dei detel iat, ein 2cgeiete Gad oer im Interese der Wadebelt auseinandersehen. Hahn, Julius— Tügel, Franz— Juhl, Eduard, Was fange ich heute mit der Bibel an?(Bahn) Kaschiert A 1.40. In drei Einzelheften je 40 Stbelf, 4. Worzgn. Jgube sch der Bibeit 3. Wie iese ich meine Bibeli 9. Wie die, die Beselbe unauigesorobhen besonders Hetneg, die uüt alen Srast, vielicht gaer Beserchte Beshenchel der Abhel uich. hadel. beben uetr bee Juhl, Eduard, Der Geist des Menschen und die Geisterwelt. Dunkle Fragen des Seelenlebens, beleuchtet für suchende Menschen. Wenige Wochen nach Erscheinen in 4.—7. Auflage!(Bahn) Kaschiert M 1.80, auf holzfr. Papier in Leinen etwa K 2.80, Krönert, Dr. Georg, Blicke in die Zukunft. 71 S.(Buchhdlg. d. schn nuich gesagen und lech nich uicht Bieder lot,;a. g.se, Sde.seftise gute. Pfennigsdorf, Prof. D. Emil, Im Kampf um den Glauben. Vorträge, Abhandlungen und Aufsätze zu Lebensfragen der Gegenwart. 1919. VII, 369 S. Großokt.(Bertelsmann) A 3.50, is ehischals lilse Vaseget iet Selkioal si doi Jecs isls estel.““ 46 Schreiner=Hamburg, Dr. Helmuth, Das Geheimnis des dunklen Tores. Neue Wege zur Weltanschauung.(Bahn) Schön kasch. M 2.40, auf holzfr. Papier in Leinen A 3.40. segenbirligen Aultior zeig unz ein gratendoft ensgedte geasehatz z. ser.seker se. n vo, un eiaem enderen, der größer st. gestern, beute und alezell. Ic glaude darun, daß es sich deute mebr denn se lobni, segen, inneren zug zur Zöbe, zur Wirksamkeil des unbedingten Geistes und Herrn zpgsggpezer aagegegzg bült: Das Leben des ewigen Gestes. Vietor, C. R., Wozu ist der Mensch in der Welt. Vier Aufsätze. 80 S.(Biermann) Fein kart. 30 H, in Batikpap. geb. K 1.20. Die jeden dentenden Menschen besatpissenschaff erforscht hat, um dte 3.“ vom Hrstlichen Siandpuadte aus zu beleuichten, Tokzdts:. Ppbgdlug. Jusang bis zun Schluß fesselnd und flott geschrieben ist, in bei Wietor selostverständlich. Verlags= und Vortiments=Buchhandlung Braue Gchmante(Nuhn) Verlags= und Vortiments=Buchhandlung Turr Graus, Schwern sciühr) Große Marktstraße;: Bahnhofstraße; Hofer, D. H., Weltanschauungen in Vergangenheit und Gegenwart. Eine allgemein verständliche Darstellung der Weltanschauungen aller Zeiten. 3 Bände, 975 S. 8°.(„Die Aue“) K 13.—. Eine Darstellung der Weltanschauungen aller Zeiten, wie sie in solcher Vollständigkeit bisher nicht vorhanden war. Ein treffliches Rüstzeug im Geisteskampf der Gegenwart. Schlunk, D. Martin, Die Weltreligionen und das Christentum. Eine Einführung. 1.—3. Tsd. 1923. 200 S. Lexikon 8°. (Agentur) Geb. A 4.—, kart. A 3.50. Knapp und doch umfassend ist der gewaltige Geisteskampf, den das Christentum mit den nichtchristlichen Religionen auszufechten hat, in seiner Schwierigkeit und Größe verständlich gemacht. Die unüberwindlichen Lebenskräfte des Christentums kommen dem Leser voll zum Bewußtsein. Schlunk, D). Martin, Die Weltanschauung im Wandel der Zeit. Eine Einführung für Suchende. 6.—10. Tsd. 1922. 320 S. Lexikon 8°.(Agentur) In Steifdeckel A 4.—, Halbl. A 4.50. Eine vortreffliche Einführung in die Geschichte der Philosophie, klar und übersichtlich, alles Nebensächliche vermeidend, so daß auch jeder Laie und Anfänger auf diesem Gebiete sich zurechtfindet und reichen Gewinn hat. Weggeleit für Konfirmanden. Aucd goite Bacheren a) Meligioses: Albrecht, Ludw., Das Neue Testament in die Sprache der Gegenwart übersetzt.(Ott) Geb. M s.—, in Leinen F 7.—. Von allen ähnlichen Ausgaben ist nach meinem Urteil die Albrechtsche die beste! D. L. Schneller. Bilderbibel. 179 ausgewählte Darstellungen von Jul. Schnorr v. Carolsfeld. 2. Aufl., auf f. holzfr. Papier. Großquart.(Herrmann) Halbl. M 6.—,Lbd. A 7.50, L. m. Goldschn. K 10.— Auf jeder Seite befindet sich nur ein Bild mit begleitendem Bibeltext. Man verlange ausdrücklich die Zwickauer Ausgabe. Blau, Paul, D., Lebenskunst. Ein Wegweiser zum Lebensglück. 4.— 6. Tsd. 150 S. 8°.(Agentur) Kart. A 1.—, geb. M 1.80. Wer nach dem Lebensglück sucht und die wahre Lebenskunst lernen will, greife nach diesem feinsinnigen Buch des bekannten Verfassers. Buddeberg, W., Ich weiß, an wen ich glaube.(Buchhdlg. d. Ev. Ges. Elbfd.) Geb. 90 Ein Lehr- und Lebensbuch für junge und alte Christen, das einführt in unseren biblischen Glauben. Fröhlich, Andreas, Durchsonntes Leben. 160 S.(Schloeßmann) Geb. A 2.60. „Durchsonntes Leben“ will den Menschen von heute auf neue Höhen führen. Da steht das Leben mit seinen Wirklichkeiten und Nöten vor uns, aber es führt uns einer mit der sleghaften Seelenkraft. Auch dem heute so starken Bedürfnis nach Wahrheit und Innerlichkeit trägt das Büchlein Rechnung, denn es leuchtet hinein in die feinsten seelischen Vorgänge und läßt vielleicht manchen erst sich selber finden. Der Verfasser geht endlich nicht an den tiefsten Quellen des Lebens vorüber. Der dritte Teil:„Im Lichtkreis Gottes“ ist ein besonderes Kabinettsstück. Keine ausgelrelenen Geleise, sondern neue Wege, gute psychologische Einstellung auf Jugend wie Alter. Gott als Quell der Kraft und der Freude. So werden die Menschen ihn verstehen. Hoffmann, Frau Adolf, Näher zum Ideal. Ein Mädchenbuch, auch den Eltern dargeboten. 41.—43 Tsd. 1923. Mit Buchschmuck von A. Biedermann. 253 S. 8°.(Agentur) Pappbd. K 4.— feiner Stoffband A 5.—. Ein prächtiges Buch für junge Mädchen. Ohne Engherzigkeit und Einseiligkeit weist es den Weg zur echten Weiblichkeit. Es rüttelt auf, spornt an, weckt Eifer und Tatkraft. * Holst, von, Glückliche Leute. Ein Freundesgruß für jeden Tag des Jahres, gerichtet an die Schüler der oberen Klassen unserer höheren Schulen. 2. Aufl. XVI, 366 S. 8°.(Bertelsmann) Halblbd. A 3.50. Bei dem Suchen nach dem Glück bietet der Verfasser sich seinen Freunden als Wegweiser an. An jedem Abend möchte er eine trauliche Zwiesprache mit ihnen halten, vor Irrwegen warnen und auf richtige Wege leiten. Preuß, Frd., Die weiße Schwalbe. Vom Zug der Seele zur Ewigkeit. 25 Zeichnungen zu Psalmworten. Einführung und Erläuterungen von Prof. Dr. H. Preuß. 1924. 4°.(„Die Aue“) A 5.— Skovgaard=Petersen, C. P., Des Glaubens Bedeutung im Kampf ums Dasein. 25.—29. Tsd. 248 S. 8°.(Agentur) Geb. M 3.50. In warmer, frischer Weise, mit einer Fülle trefflicher Beispiele aus dem Leben stellt I der Verfasser den Weg des Glaubens vor allem unserer Jugend dar. Lebensbrot für junge Menschen! Siedel, Kirchenrat Dr., Der Weg zur ewigen Jugend. Lebensweig, heit für Jünglinge. Der Weg zur ewigen Schönheit. Lebensweisheit für Jung, frauen. Für die 20. Aufl. durchgesehen von Dr. Carl Amelung (Ungelenk). Jeder Band geb. M 3.—, in Leinen K 4.—. Zwei Konfirmandenbücher, wie ich sie mir besser, kernhafter, schöner nicht dente# kann. Die vortrefflich gewählten, wahren Beispiele aus Geschichte und Menschenleheverleihen den Ausführungen Anschaulichkeit und Spannung.(Weg zum Kinde.) Weitbrecht, G., Heilig ist die Jugendzeit. Ein Buch für Jünglinge. Neue Ausg. 1922. 216 S.(Steinkopf) Geb. A 3.—. — Maria und Martha. Ein Buch für Jungfrauen. Neue Ausg. 1922. 232 S.(Ebd.) Geb. K 3.—. Die anerkannt besten Begleiter für die ins Leben eintretende Jugend. b. Biographisches und Unterhaltendes. (Siehe auch„Um den runden Tisch“.) Bonus, Arthur und Beate, Das Olafbuch. Eine lebendige Schilde. rung aus dem Norden zu Beginn d. 11. Jahrhunderts.(Thiene. mann) 160 S. 8°. M 3.—. Der Kunstwart schreibt u. a.: Von dem reichen Inhalt gehören wohl der Sänger. wettstreit... zu dem erschütterndsten, was dichterische Phantasie aus dem Schatz der Sagen uns zu lebendiger Herrlichkeit gewinnen konnte. Eastmann, Dr. Charles A.,(Ohijesa), Ohijesa. Jugenderinnerungen eines Siourindianers. Deutsch von Elis. Friederichs. Buchschmuck von Fred Weygold. 20.—25. Tsd. 1923. 168 S. Lek. 8°(Ernte=Verlag) Geb. in Halbl. A 4.—. Ein echter Siouxindianer, setzt Arzt in einer großen Stadt Nordamerikas, erzählt ee Mnohelts- und Gagenberkoning in den Walbern und Zelten seiner Stammes. genossen so nackend und lebensvoll, daß dieses Buch jeder noch so romantischen Indsane=. seine Kindheits- und Jugenderlebnisse in den Wäldern Ater“ se bachens und iebensvon, vag dieses Dach feder nech se temaninwen unbianer. „gavlung an die Seite gestellt werden kann, sie an Wert aber weit übertrifft! Eastmann, Dr. Charles A., Winona. Indianergeschichten aus alter Zeit. Deutsch von Elis. Friederichs. Buchschmuck von Fred Weygold. 7.—11. Tsd. 212 S. 8°.(Ernte=Verlag) Geb. in Halbl. K 4. Wie mit seinem Buche„Ohijesa“ bietet der Erzähler, ein geborener Indianer, auch in diesem neuen Buch köstliche Schildexungen eines aussterbenden Volkes. Illustrationen sowohl wie Erzählungen haben völkerkundlichen Wert. Friese, Hans,„Von Sturm und Taten“. Der Jugend Balladenbuch.(Thienemann) 288 S. 8°. Halbl. A 3.50. Ein neues Balladenbuch!— Ja, warum soll die Jugend nicht auch ihr Balladenduch haben? Aus der überreichen Fülle des Gebotenen findet sich hier nur wirklich Wersvolles in vorbildlicher Ausstatrung zu einem prächtigen Band vereinigt, der der Jugend die erwünschte Gelegenheil gibt, unmittelbar aus reinster Quelle deutscher Kraft und Sehnsucht zu schöpfen. Es ist das gegebene Vortragsbuch für Schule und Haus. Lüdtke, Frz., Menschen um 18. 10. Tausend.(Westd. Jglgsbd.) Geb. K 3.— Ich kenne keinen besseren Führer, um die heranreifende Jugend vor den überal lauernden Gefahren körperlicher und sittlicher Art zu schützen. Studienrat Dr. Kußmann. Melchers, Maria, Wege, die zur Heimat führten. Eine Erzählung. 210 S.(Biermann) Geb. J 2.80, brosch. Al 1.80. Eine sonnige Geschichte, die besonders auch der Jungmädchenwelt Freude macht. Wie die junge Heldin des Buches ihrem Wirkungskreise Hilfe und Licht bringt, regt zum Nachdenken und Nacheifern an. Rothmund, T., Der Fremdling. Mit Bildern von L. Bauer. (Thienemann) Geb. A 3.50. Eine prächtige, frische Geschichte aus dem Leben der Gegenwart, wunderhübsch aus. gestattet.(Neuland.) Schaeder, Anna, Goldene Fäden. Ein Buch vom glücklich machen und glücklich sein. Mit Buchschmuck von Toni Buschberg. 4. bis S. Tsd. 1922. 200 S. 8°(Agentur) Geb. A 3.—. Das ist wirklich ein Buch vom glücklich machen und glücklich sein! Für unsere jungen Mädchen ein Schatzkästlein für Herz und Leben und ein Führer zu den höchsten Zielen. Schultz, I. W., Natahki und ich. und eines weißen Mannes in den Deutsch von Elis. Friederichs. 9 1.—S Tsd. 1923. 187 S. Halbl. K 4.—. auf eigenes Erleden gegründete, wirklichket sg. Buch aus. Richt nur der Jugegd gllein, de Buch aus. Richt nur der Jugend allein. veser wird diese in leuchtenden Farden gest M-Arteindianer der B0er und 70er Jah un der Prarteinblanet der öder und 7Der Jah Ko4“ Peber, Asgard. Die Götterwelt m neuer Ausstattung.(Thieneman Midgard, Heldensagen des Ro diese belden Bücher enthalten wohl die pac mverlässige Darstellung der nordischen Götter##u#g überliefert sind, und bilden auch für Er — Hannis Heimkehr. Klänge aus goldenen Jugendtagen. Illustrationen von Toni Buschberg. 9.—12. Tsd. 249 S. 8“. (Agentur) Geb. A 3.50. Ein goldenes Mädchenbuch! Frisch, fröhlich, anziehend und anregend schildert es kleine und große Ereignisse aus dem Jungmädchenieben. Schreiner, W., Das Vermächtnis. Ein deutsches Schicksal.(Thienemann) Halbl. A 3.50. Eine packende, von Leben und Farben erfüllte Geschichte eines jungen SamosDeutschen. „Mit heißen Augen und heißem Herzen habe ich dies Vermächtnis gelesen. Ein herrliches Buch!“ schreibt Graf Luckner, der Kommandant des Seeadler, im Geleitwort. (, Sauer, Maria, Gedichtbücher. verbreitet. Neuer Tag. Fein geb. K 1.20.— Die 1.50.— Das heilige Tor.(Inha Du meines Kindes heilig Werdeland.) zahresreigen.(Inhalt: Im Jahresreige beiliger Zeit.) 176 S. Geb. M 2.50.— 12.50.(Inhalt: Das ist Leben Weih Marie Sauer gehört zu den tiefen Biunnen oes in ihre Tiefe fler. Ihre Dichtung ist#d# mtbüllt wie einen goldenen Stirnreif, neuen schimmernden Edelstein einfügen.“ Iin der Um den rur Boeckh=Arnold, Ella, Das große6 275 S. 8°.(Agentur) Halbl Die Erzählung spielt in der Zeit des Unte sedt eine edle junge Römerin, die die Befr sei den alten Göttern sucht und im Christent Bomhard, Aug., Pfr., Aufrechte Tagen der Väter. 7.—8. Tsd Geb. K 2.50, Geschenkausgab Ein Buch von Kampf und Sieg! Nur aufr segen. Das Buch ist ein Wegweiser in un den ist. Schwerte nderstr. Busch, Dr. W., Tante Hanna. neuerer Zeit. 8. Aufl.(Buch K 2.50. * Tante Hanna war eine heilige Elisabeth schenliebe in Gestalt einer resoluten Arbeiter Kliche, Fz., Heiliges Feuer. Erzäl Die Erzählung spielt im alten Köln zu 9 * sieht der bergische Glaubensbeld Adolf Kiar leiden mußte. Der Verfasser war lange Jah surchforscht, so daß ein getreues Bild der Liedesgeschichte ist geschicht in in Teilnahme und Spannung. das Werk 5 Kotzde, Wilhelm, ist ein Schriftste rufener Führer der deutschen sens. Sein neuestes Buch D Geb. M 4.—, spielt in der? Raubrittertums, Anfang des Zoller als Markgraf einzog ur schicksal des„verlorenen Junk hindurch. küring, Dr. E., Wundersame im fernen Osten. 240 S. 8° Ich habe lange kein Buch aus der Missio diel wertvolle Belehrung gegeben hätte. Redern, H. v., Eine deutsche Bingen, Abtissin d. Klosters einem Bild Hildegards und ei (Bahn) Kasch. K 2.25, Ha " Aus dem Rahmen einer dunklen Zeit hildegards von Bingen entgegen, wuchtend Gabe des Schauens von Gott dem Schöpfe Menschen ihrer Tage, die den unsern nicht geeignet für Wartezimmer jeder Woche Stultz, I. W., Natahki und ich. Die Geschichte einer roten Frau und eines weißen Mannes in den Zelten der Schwarzfußindianer. Deutsch von Elis. Friederichs. Buchschmuck von Fred Weygold. 1.—S Tsd. 1923. 187 S. Lexikon 8°.(Ernte=Verlag) auf eigenes Erleben gegründete, wirklichkeitsgetreue Schilderung zeichnen dies köstihe Buch aus. Nicht nur der Jugend allein, sondern auch dem erwachsenen, verwöhn### Leser wird diese in leuchtenden Farden gestaltete Schilderung des Lebens und Treiuns der Prärteindlaner der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Genuß wggen. Peber, Asgard. Die Götterwelt unserer Ahnen. 2. Aufl. in ganz neuer Ausstattung.(Thienemann) K 3.—. Midgard, Heldensagen des Nordens.(Ebd.) M 3.—. belden Bücher enthalten wohl die pachendste und zugleich eine wissenschaftliche verlässige Darstellung der nordischen Götter= und Heldensagen, wie sie uns durch die udg überliefert sind, und bilden auch für Erwachsene eine spannende Einführung. Sauer, Maria, Gedichtbücher.(Biermann) Ueber 30000 Bände verbreitet. Neuer Tag. Fein geb. I 1.20.— Die da Sehnsucht tragen. 100 S. Fein .A 1.50.— Das heilige Tor.(Inhalt: Mutterseele Das heilige Tor Du meines Kindes heilig Werdeland.) 176 S. Fein geb. K 2.50.— Im zahresreigen.(Inhalt: Im Jahresreigen Vom Blühen und Reifen Aus biliger Zeit.) 176 S. Geb. K 2.50.— Das ist Leben. 160 S. Fein geb. 12.50.(Inhalt: Das ist Leben Weihestunden Das wundersüße wehe Lied.) den Um den runden Tisch Boeckh=Arnold, Ella, Das große Sehnen. Roman. 7.—10. Tsd. 275 S. 8°.(Agentur) Halbl. A 3.50. die Befriedigung ihres großen Sehnens vergeblich tei den alten Göttern sucht und im Christentum Frieden findet. Bomhard, Aug., Pfr., Aufrechte Leute. Eine Geschichte aus den Tagen der Väter. 7.—8. Tsd. 196 S. 8°.(Ernte=Verlag) Geb. M 2.50, Geschenkausgabe K 3.— bas 1. Busch, Dr. W., Tante Hanna. Ein Wuppertaler Original aus neuerer Zeit. 8. Aufl.(Buchhdlg. d. Ev. Ges. Elbfd.) Geb. Tante Hanna war eine heilige Elisabeth voll inniger, tatkräftiger Jesus- und Menschenliebe in Gestalt einer resoluten Arbeiterfrau. Kliche, Fz., Heiliges Feuer. Erzählung.(Biermann) Geb. A 2.50. und Leserin in Teilnahme und Spannung. Kotzde, Wilhelm, ist ein Schriftsteller von echt deutscher Art, ein berufener Führer der deutschen Jugend, ein Herold deutschen Wesens. Sein neuestes Buch Der verlorene Junker(Steinkopf) Geb. M 4.—, spielt in der Mark Brandenburg, zur Zeit des Raubrittertums, Anfang des 15. Jahrhunderts, bis der erste Zoller als Markgraf einzog und Ordnung schaffte. Das Einzelschicksal des„verlorenen Junkers“ zieht wie ein goldener. Faden hindurch. küring, Dr. E., Wundersame Wege. Erlebnisse aus der Mission im fernen Osten. 240 S. 8°.(„Die Aue“) Geb. A 3.—. Ich habe lange kein Buch aus der Mission gelesen, das mich so gefesselt und mir so viel wertvolle Belehrung gegeben hätte. Redern, H. v., Eine deutsche Frau. Lebensbild Hildegards von Bingen, Abtissin d. Klosters Rupertsberg 1098—1179. Mit einem Bild Hildegards und einem von Hildegard vertonten Lied. (Bahn) Kasch. K 2.25, Halbl. M 3.—. Aus dem Rahmen einer dunklen Zeit der schroffsten Gegensätze tritt uns das Bild hildegards von Bingen entgegen, wuchtend und zielbewußt. Ein Lichtmensch, mit der Gabe des Schauens von Gott dem Schöpfer, versucht sie die geschaute Herrlichkeit den Menschen ihrer Tage, die den unsern nicht unähnlich sind, zu schildern. Redern, H. v., Ein Mann Gottes. Lebensbild Bernhards von Clairvaux, dem Volk Gottes dargestellt.(Bahn) In schönem Halbleinenband K 2.60. Ein Mann von unermeßlicher stttlicher und geistlicher Kraft, der das Christentum durch Wort und Tat in höchster menschlicher Verklärung darstellte, der, obwohl einfacher Mönch, doch ein ganzes Menschenalter hindurch eine großartige, viel und tief bewegte Zeit stark besonnen und weise lenkte. Ein Mann, der sich, seines Berufes bewußt und vom Geist Gottes beseelt, furchtlos an die Stufen geistlicher und weltlicher Throne stellte, ohne Scheu und Hehl die Donnerstimme der Wahrheit erschallen ließ, vom Schlaf der Sünde und der Berufsvergessenheit aufrüttelte, als Reformator des sittlichen, als Restaurator des kirchlichen, als Vermittler des politischen Lebens auftrat: Das war Bernhard von Clairvaux, der große Führer seiner Zeit, dessen Führungen durch Gott H. von Redern zusammenfügt zu dem Bilde eines Zeugen göttlicher Herrlichkeit von Ewigkelt zu Ewigkelt.„ Rösch, Dr. F., Mit der Seele erschaut. 120 S. 8°.(„Die Aue) Geb. K 3.—. Sellen ist so etwas aus der Feder eines Missionars geflossen. Was für eine klassisch schöne Sprache, was für pachende Bilder und glübende Naturschilderungen! Schaerer, Max, Sadhu Sundar Sing, ein Apostel Jesu Christi. 4. Aufl. 21.—25. Tsd. 112 S. 8°.(Bertelsmann) Kart. M 1.50. Was Sundar als Wanderprediger in seinem Vaterland und darüber hinaus, namentlich in dem berüchtigten Tibet, alles erfahren und durchgemacht hat, geht ins Unglaubliche hinein und kommt uns nicht anders vor als eine Auferstehung urchristlicher Helden. Seitz, Joh., Erinnerungen u. Erfahrungen. 21.—30. Tsd. 180 S. (Buchhdlg. d. Gem.=V. Chemnitz) Kart. K 2.—, Pappband R 2.75, Halbl. A 3.50. Wie Samuel zu den Füßen Elis sitzen wir Jüngeren hier zu den Füßen eines der Väter unserer Gemeinschaftsbewegung. Mit großem Gewinn habe ich auch die Auflage gelesen. Jugendbünde, die eine Bücherei haben, müssen dieses Buch einfach besitzen. Es fehlt sonst etwas Wesentliches. P. Minor in der„Jugendhilfe“. v. Sell, Sophie Charlotte, gibt auch in ihrem neuesten Roman Rike (Steinkopf) geb. M 4.—, fein gezeichnete Charaktere und Menschenschicksale. Die Rike von Samothrake, als Torso doch ein Kunstwerk, ist ein Beispiel, wie auch ein in die Brüche gegangenes Leben auf dem Weg wahrer Liebe wieder wertvoll gemacht werden kann.— Ein Zwischenspiel führt in das deutsche Kolonialleben Afrikas. Sick, J. M., Mathilda Wrede, ein Engel der Gefangenen.(Steinturdd Bcb. AL.—.„ 1 Die neueste Gabe der dänischen Schriftstellerin Ingedorg maria ist kein Roman, sondern„eine Wundermär“. Ein ergreifendes Buch, das von der segensreichen Tätigkeit einer jungen adligen Baltin in russischen Gefängnissen vor und während des Krieges und in der Bolschewikenzeit erzählt. Die ans Wunderbare grenzende Macht einer christlichen Frauenseele, die sieghafte Gewalt Jesu Christi selbst über die verrohtesten Gemüter ist auf Grund von Tatsachen herzbewegend geschildert. Ein Buch, das zum Besten der ganzen christlichen Literatur gehört. Steinberger, Georg, Ein Lebensbild, nebst Mitteilungen aus seinem Nachlaß mit seinem Bild.(Ott) Kart. A 1.50. Georg Steinberger wies nicht nur anderen den Lammesweg, sondern ging ihn selbst als wahrer Nachfolger Jesu. Stutzer, G., In Deutschland und Brasilien. Lebenserinnerungen. 15. Aufl. Mit Bild.(Wollermann) Brosch. A 3.25, geb. M 4.50 und A 5.—. Reiseerinnerungen eines alten Mannes aus den Jahren 1909 bis 1914. 6. Aufl.(Ebd.) Brosch. A 2.25, geb. A 3.—. — Meine Therese. Aus dem bewegten Leben einer deutschen Frau. 20. Aufl. Mit Bild.(Ebd.) Brosch. K 2.—, geb. M 3.—. Stutzer war eine Persönlichkeit nicht alltäglicher Art. Sein Leben ging ungewöhnlich auf und ab. Was ist er nicht alles gewesen? Pfarrer, Anstaltsgründer und-Direktor, Besitzer eines Hauses für Nervenkranke, Ansiedler in Brasilien, Forschungsrelsender, Holzfäller, Gelehrter, Schriftsteller und sonst noch allerlei. Er geht über durch tiefe Wasser. Aber der Mann hat etwas zu sagen, und da er der Schriftsteller war, sagt er das in besonders unterhaltender Form. Seine Bücher sind gehaltvoll und interessant wie wenige. Treu, Max, Bis ins Elend. Ein Kampf um die Heimat. 1.—3. Tsd. 228 S. 8°.(Ernte=Verlag) Kart. K 2.50, geb. A 3.50, Geschenkausgabe#4 4.—..ede gamst inn um, In spannender, natürlich frischer Sprache wird der erschutternbe Numpf einer uralten Kultur gegen verwilderte Barbarei geschildert. Eine im Herzen Ungarns liegende kleine deutsche Gemeinde wehrt sich mit zäher Ausdauer gegen die Polonisierung des Dorfes. Die deutschen Bauern sind wundervolle Prachtgestalten, vorbildlich für unsere traurige Gegenwart. Vorwerk, Dietrich, Am Glücke krank. Roman.(Bahn). Halbl. M 3.—, auf schwerem holzfr. Papier in Leinen F 5.—. Ein früheres Jahrhundert in seinem ganzen Glanz, eine eine dramatisch bewegte Handlung, knapp und künstlerisch durchgeführt, baut sich auf, alles von tiefstem inneren Erleben durchflutet, und trifft darin die brennenden Fragen unserer Gegenwart. Glullano, der reich begabte und 1begl Zeben g. Fr gegene oongels geht er mitten im Ge Nei eobl. Sch in. Veooszsesg besen, vas dn im edter egealis getsein lid Lonacd ine Sile e utzeios begzehet Weg seiner Erkenntnis. Wehrmann, Johannes P., Die Erben der Erde. Roman. 6. bis 8. Tsd. 230 S. 8°.(Ernte=Verlag) geb. M 3.50, kart. M 2.50. Sittlich religiöse Erneuerung und glückliches Familienieben auf eigener Scholle, das ist der Weg deraus aus unserer tiefen sittlichen und wirtschaftlichen Not zu wahrhaft glücklichem Leben, und die Darstellung dieser Weges findet sich kraftvoll und wahr in diesem wertvollen Buch. Wehrmann, Johannes P., Könige des Kreuzes. 1.— S. Tsd. 1922. 150 S.(Ernte=Verlag) Kart. K 2.50, geb. M 3.— Ein Roman aus der Zeit der ersten Christendeit. Moderne Realistik, neben tiefem Schönbeitssinn und seiner Jartbeit bei Schilderung des Märtorertums der ersten Christen. Kleine Erntebücher(Ernte=Verlag): Maltsahn, E. v., Töchter der Heimat. Novellen. 1.—S. Tsd. 96 S. 89.— Bomhard, Aug., Pfr., Gescheitert. 2 Novellen. 1.—S. Tsd. 80 S. 89.— Blau, Anna, Von Seelen, die lieben. Skizzen. 1.—5. Tsd. 77 S. 80.— Schreckenbach, Paul, Der Windmüller von Melpitz. Erzählung. 15. Tsd. 100 S. 89.— Kaltenborn=Stachau, Herm., Das Schatzkäschtle von Hohentübingen. Novelle. 2. Aufl. 75 S. 8°. Jedes Bändchen kart. A 1.—, geb. M 1.50. Zeine Novellenbändchen; sowohl durch die geschmackvolle äußere Ausstattung als den sinnigen Inbalt als kleine Festgaben für jung und alt vortrefflich geeignet. Für stille Stunden. Laß mich nicht stechen in den irdischen Dingen. Thomas a Kempis. Althaus, Prof. D. Paul, Der Heilige. Rostocker Predigten. 2. Aufl. 112 S. 8°.(Bertelsmann) Kart. A 1.20. Predigten voller Kraft und Wärme. Zeitpredigten, welche an dem erschütternden Erleden unserer Tage nicht vorübergeben— und doch Ewigkeitspredigten, welche der ganzen Herbheit des Christentums, aber auch seiner großen Herrlichkeit gerecht werden. Althaus, Prof. D. Paul, Der Friedhof unserer Väter. Ein Gang durch die Sterbe= u. Ewigkeitslieder der ev. Kirche. 2. umgearb. und erweit. Aufl. 160 S. 8°.(Bertelsmann) Kart. K 2.—: Treffliche Ausführungen über Inhalt und Frömmigkeit dieser Lieder. Borchert, O., Der Goldgrund des Lebensbildes Jesu. I. Des Goldgrundes Echtheit. Eine apologetische Studie. 13.—17. Tsd. (Wollermann) A 1.50. UI. Des Goldgrundes Schönheit.— Die Herrlichkeit Jesu. Ihren Verächtern und Bewunderern erneut gezeigt. 13.—17. Tsd.(Ebd.) M 3.—, beide Bände zus. geb. M 6.— Otlo Borcherts„Goldgrund“ ist unserer Zelt ein Wegweiser geworden zu der Wertwirklichkeit Jesu. Sie hat nicht viel Bücher von gleicher Unvergänglichkeit. Borchert, O., Der Tod Jesu im Lichte seiner eigenen Worte und Taten. Für Theologen und den weiteren Kreis gebildeter Christen ein Versuch alter und neuer Beleuchtung. 1. Teil: Jesu Voraussage seines Todes. 3. Aufl. 1903.(Ebd.) K 1.25. 2. Teil: Jesu ausdrückl. Deutung seines Todes.(Ebd.) J 1.50. Mit diesem neuen Werke gibt der Verfasser seinem„Goldgrund“ die Krönung. Wie der„Goldgrund“, so wird auch„Der Tod Jesu“ zu neuem, sorgfältigem„Sehen“ den Anstoß geben. Conrad, D. Dr. Paul, Dennoch! Tägliche Andachten.(Warneck) Geb. A 3.60, in Leder geb. M 6.— Für jeden Tag des Kirchenjahres eine Andacht. Nach einem kurzen Bibelabschnitt folgt eine kleine Betrachtung hierüber und zum Schluß Angabe eines Liederverses. Für Familienandachten ebenso geeignet, wie zum eigenen persönlichen Gebrauch. Kleineres Format! Haarbeck, I). Theodor, Biblische Glaubenslehre.(Buchhdlg. d. Ev. Ges. Elberfeld) K 2.—, geb. A 3.50. Dem Bedürfnis und Verständnis des einfachen Bidelforschers angepaßt, das ganze Gebiet unseres Glaubens auf Grund der Schriftaussagen zu einem Gesamtbild zusammengefaßt; ein seit Jahrzehnten im Unterricht und Selbststudium bewährtes Werk. Rappard, Dora, Sprich du zu mir! Kurze Betrachtungen über biblische Terte für alle Tage des Jahres.(Brunnenverlag) Geb. A 4.50. Dies die übliche Erbauungsliteratur weit überragende Andachtsbuch trägt seinen Titel mit Recht: es will Gott zu uns sprechen lassen. Dora Rappard hat es meisterhaft verstanden, durch ihre tief biblische, stets geistvolle Gedankenführung für den Leser zu einem Wegweiser für die Ewigkeil zu werden.„Theol, Literaturbericht.“ Aus der Welt des Gebets. Eine Einladung. Herausgegeben auf Veranlassung des Evang. Volksbundes von A. Stiefenhofer, Pfarrer in Altshausen, Württ.(Steinkopf) Geb. A 1.50. Eine Einladung zum Beten und eine eigenartige Erklärung des„Vater Unser“. Reden Jesusworten und Stellen aus Psalmen, Propbeten und Apostelbriefen steben Aussprüche von Betern aus allen Zeiten der Kurche von Augustin, Thomas von Kempen und Luther, Spener, Zinzendorf, bis Schleiermacher, Löbe, Bezzel, aber auch L. von Ranke, E. Geibel und Bismarck gehören zu denen, die aus dem Gebek ihre beste Kraft holen. Stockmayer, Otto, Die Gnade ist erschienen! Ein Andachtsbuch für alle Tage, herausg. von Alfred Roth.(Ott) Halbl. K 6.—. Otto Stockmayer geht in die Tiefe des göttlichen Wortes. Er ist ein Führer für unsere Zeit. Wertvolles Allerlei Fankhauser, Gottfr., Die biblische Geschichte in Sonntagsschule un Religionsstunde. Eine Wegleitung für den Unterricht mit vielen Lehrbeispielen. 9.— 11. Tsd.(Kober) Geb. K 6.—. Gottfried Fankhausers tiefe Wirkung in religionspädagogischer Richtung geht anf dieses sein erstes und grundlegendes Buch zurück, das nun schon in vierler Auflag, vorliegt. Auflag Häberlin, Paul, Prof. ord. an der Universität Basel, Wege und Inwege der Erziehung. Grundzüge einer allgemeinen Erziehunge. lehre. 352 S.(Kober) Geb. A 9.60. Die„Neue Zürcher Zeitung" schrieb über dieses Buch: Das Buch von Häberlin d. deutet in der pädagogischen Literatur, die im„Jahrbundert des Kindes“ zum unüder. sebbaren Strom angewachsen ist, einen dochragenden Feisen. Schnell, Dr. Heinrich, Das deutsche Sittebuch. 92 S. 8°. 1922. (Bertelsmann) Geb. K 1.20. Knapp gefaßte Gedanken, viele Zitale in deutschchriftlichem Sinn, die hinleiten wollen zu Gehorsam, Selbst- und Ehrgefühl, Bescheidenheit, Dankbarkeil, Freundez. treue; ein treffliches Geschenk für junge Leute. Lütgert, Wilhelm, Prof. 1)., Die Religion des Idealismus und ihr Ende. Bd. 1. Die religiöse Krisis des deutschen Idealismus. 2. Aufl. 1923. XV. 275 S. Gr. 8°.(Bertelsmann) M 8.—, Halbl. K 10.—. Bd. 2. Idealismus und Erweckungsbewegung im Kampf und im Bund. 2. Aufl. 1923. XII. 272 S. 8° (Ebd.) K 8.—, Halbl. K 10.—. Meisterhafte Charakteristik der einzelnen Geistesführer Deutschlands im 19. Jahr. hundert.— Im 2. Band sehen wir die mit Knechtschaft und Befreiung sich zusammen. schließende Wendung des geistigen und religiösen Lebens an uns vorüberziehen.— Das Werk wird fortgeführt. Petrich, Hermann, D., Unser geistliches Volkslied. Geschichte und Würdigung lieber alter Lieder. 2. verb. Aufl. VIII. 233 S. Gr. 8°. 1924.(Bertelsmann) M 5.—, geb. M é.50. Der Verfasser bietet uns hier alles Wissenswerte von mehr als 50 geistlichen Voltz. liedern, und zwar nicht in trochkener Aufzäblung, sondern in lebens= und gemütvoler Darstellung, so daß vieles sich zum Vorlesen im Familienkreis oder Jugendverein eignet, Acht Oster=Postkarten mit Versen von Fr. Gillhoff. Mit mehrfarb. Umrandung, 8 Karten M 0.40.(Herrmann) Auch als Briefeinlagen lieferbar. 8 in Umschlag K 0.40. Wer Freunden und Bekannten, namentlich solchen, die einsam und verlassen sind, eine Osterfreude bereiten will, dem seien diese hübschen Karten mit den glaubenz. innigen, die Herzen fröhlich stimmenden Versen Fr. Gillhoffs angelegentlich empfohlen! Lobe den Herrn. Ein Quartettspiel aus evangelischen Kirchenliedern. Von 16 der bedeutendsten Kirchenliederdichter, je 4 ihrer besten Lieder in den ersten Strophen.(Westd. Igbd.) K 2.—. Zwölf Dürerbilder für das deutsche evangelische Haus. Ausgewählt und eingeleitet von Prof. D. Dr. O. Clemen. 40 S. Quartformat.(Herrmann) K 1.—. Dürer, der große Maler aus dem Reformationszeitalter, wird uns in diesem Hefte nahe gebracht. Die fein ausgeführten Bilder bewegen gewiß manchen Leser zum Nach. sinnen und Versenken in die Gedanken des Künstlers, und der klare begleitende Text wird dazu treffliche Mithilfe leisten. Sehr empfohlen! Brosamen, Bern. Bestellzettel. Ich bestelle bei Larl Braus, Schwerte(Ruhr), Verlags= u. Bortimentsbuchhandig. Erpl. Ort: Name: Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft evangel. Buchandter Deutschlands.(Zuschristen an Verlagsbuchandur M. Mans in Fima Helmuth, Wolernann in Braunschweig.) Das Blatt erscheint in unregelmäßigen Abständen und wird von der übersendenden Buchhandlung kostenlos geliefert. swerte erstr. 51 seignet fül rtezimmer er a I. H.