144 A Die„Schwerter Jeitung“ erscheint werktäglich. Druck und Verlag: Carl Fraus, Schwerteruhr. Cel. 6p. Posischeck: Vortmund 2852 und Hannover 21874. für Schriftleitung und Hans Linner in Schwerts. Cel. 62.— ser für den Kreis Hörde. lthofener Schwerter vorhergesehenen Betriebsstörungen, er#fen durch höhere Gewalten, en wir keinerlei Gewähr für hes Erscheinen der Zeitung und such keinerlei Schadenersatz dean*„ sprucht werden.=..... lliches Kreisblatt Verbunden mit: Caebet und Schwerter Dolkszeitung Schwerter Oolksblatt für den Kreis Hörde# Erstes Haptermärt 157. Jahrgang er tchre Neues in Kürze. 80 Die (Tel.) Auf der TagesPunkt die zweile Beratung des chenverfassung der evangelischen wib. Berlin, 20. März.(Tel.) Geg Zeugenaussagen im Münchener Hitle ein Bild davon gaben, wie im Her! die Reichswehr geworben wi auf ihr Eingreifen zugunste ser politischer Richtungen wurde, veröffentlicht das Reichswehr einen Befehl des Chefs der Heereslei Wehrkreiskommandeure vom 4. Nove der den Weg bezeichnet, wi Reichswehr gewiesen und innegehalten worden ist. In diesem Besehl wird auf die kom Amtriebe einerseits und die Pläne de Nationalsozialisten andererseits hinge auf die Folgen eines Bürgerkrieges, heutigen Verhältnissen zu einem gegen fleischen führen würde, aufmerksam ges sen Bürgerkrieg zu verhüten, sei A Reichswehr. Weiter heißt es in dem über die Micumvertrüge. kärz. Wie die Köln. Ztg. aus Essen vier Vergarbeiterverbände in einer ratung über die Annahme des den Ruhrbergbau erneut gegen die lzung der Reparationslasten auf den spruch erhoben und eine Aenderung n Zustandes verlangt. chen Landtag. März. Im Landtag finden heute ng die Verhandlungen des ständigen Ausschusses über die Verschiebung für die preußischen GemeindeRegelung der Mietzinssteuer Dr. Köhler(DN.) berichtet über die Aussandlungen. Der Ausschuß hat sich für die orlage ausgesprochen und beantragt. dtag wolle davon Kenntnis nehmen, daß die iggebende Versamlung der evangel. Landesid der älteren preußischen Provinzen die einsschriften deshalb in den Verspruch fassungsurkunde ausgenemmen hat, um daIventität dieser Landeskirche mit der evander alten Union klarzustellen. Der solle nicht als ein Teil der Verfassungsungen selbst betrachtet und insbesondere nicht gesetzlich bindend angesehen werden. schnationalen empfahlen die Annahme etzentwurfes, wenn auch einzelne Bedenken eständen. Die wünschte eine Nachprüfung der ichen Verten handelte um den Verspruch, gegen den Bedenken erden. Die Kirche mache durch den Vorspruch etzlichen Bestim: ingig. Diese seien bisher nicht maßgebend mokratischer Antrag will deshalb die ung der evangelischen Kirche der altpreußischen ehnen. Die Deutsche Volkspartei erklärt, und alszugestalten 3 nung in Deutschland he Bewohner wieder Ve en und seine Jugend wieder die Wehrhaftigk durch die jüngsten nur Ruhe und Ordne sondern daß seine zur Zukunft fassen Parteien bei der Reichstagswahl. Kärz. H. von Gerlach stellt in rachtungen an über die Aussichten sarteien bei den bevorstehenden ind stellt sich den neuen Reichstag Zusammensetzung vor: 30 Kommumokraten, 25 Demokraten, 50 Volksischer Volkspartei), Dazu dann noch Gerlach sügt aber — Herr v. rweise ein ich noch versd zu machte der Abg. Berndt die in bezeichzneten Bedenken geliend. namentlicher Abstimmung wurde der demoAntrag, dem Vorspruch die lehrgesetzliche iuig abzusprechen und ihm nur geschichtliche Beig zu geben, mit 1at gegen 120 Stimmen abie Ausschußfassung wurde angenommen. esung irat das Haus den Beeiter Lesung ohne Aussprache bei. zweiten Lesung des igsgesetzes zum Reichsgesetz gendwohljahrtspilege über. einleitenden Bemerkungen machte Wahlminister Hirtsiefer. Er legte die Ziele des mrissen dar. Das Aussetz schaffe im wesentlichen nur den organitändigen scts schce eschälch ehle früheren Besuch zu erwidern, den der Bundeskanzler in Berlin abgestattet hat. Auch aus der Tatsache, daß der Minister des Aeußern Dr. Stresemann mit mir nach Wien reist, auf einen vol schen Charakter dieser Reise schließen zu wollen, wäre völlig unrichtig; denn Dr. Stresemann hatte schon vor einiger Zeit die Absicht, nach Wien zu reisen. Die Reise ist damals abgesagt worden. Hätte Stresemann diese wieder abgesagt, so das in Wien Verstimmung hervorrufen können und, um diese Verstimmung zu vermeiden, hat er sich entschlossen, mitzufahren. Ircendwelche politi schen Verhandlungen wird er in Wien ebensowenig in, 20. März.(Tel.) Zu den MitteilunKonslikt in der Deutschen Volkspartei Landtagsabgeordnete Dr. Pinkerneil, daß ischen Fraktion der Deutschen Volksschwerindustriellen Flügel gebe und daß Fründung der Nationalliberalen Vereinie zu tun habe. Ausgeben der öffentmit Ausnahme der verwaltungsangelegen: vurde unverändert anauf Donnerstag, vertagt. Ergehnis der Sachverstäl eine der Sachverständigenarbeiten stellt de Herald in Aussicht, daß während der Anleihemöglichkeiten gegeben 1. Kapital und Reserve der Inte Notenbank. Eine große internationale Anleih Reihe von Anleihen auf der Garant vereinigten deutschen Eisenbahnen, Sachverständigen die Möglichkeit böten Jahren 10 Milliarden Goldmark aufz Obligationen auf der Grundlag striellen und landwirtschaftlichen deut gleiche Erklärung ab. hverrats verhaftet. lin, 20. März.(Privattel.) Nach es Lolalaneigers wurde der lommt Stadtverordnete und Kövenicker in Friedrichshagen bei Berlin, schwebt ein Verfahren wegen Hodl bisher unauffindbar. Nawrock ner Polizeipräsidium zugefühet. Gebiet Berliner Devisenkurse. zugelassen. nderztet. der geihan gid hse Landezgersgelscheben, grmähiot, ver 1 warz(Tel) Der. Fadrilant 3t., eiuer Mittelug de Belsdenten de Beiahover, Zen Veron ut Vrtrigar igertlaschen Sireiten I1 Poltenotocule, sondsitien Sriegegreaichz in eines Kicht zerie Ahenlantonnsen die Verordbung dser und Blbrzg, is, Eiezl Zie gihecense Ltieche 11 Leigien zuge. ebeu Baldhg I der due Haustwasten un Betzenge am 4. Nei Hesiagsgenl Kistzesteshashsane aie Aaelteralte preuhische, Seeizotenst shgeibt: Duch s 3 der VerReichsprunzenten vom 28. Februar sind die Landeszentralbehörden ermächtigt, von Verbot aller Versammlungen unter freiem 1 18 Geld Brief 155.71 156.41 eschse se sc schelie Seih e de Regie nicht an diese abgeliefert hatte. In der ersten fängn Eine Frage in Unterhaus..... gtage einu, Rlege besonderer,„Oiolomatischer Verhandlungen,„aerewet zu betrachten snd. Aendon, 19. Mörz,(Lel) Ay, bie ug, gzug vergelt werden selen). amischan Pasizei u Mlsindere Sistand eiuch Küicit aun Cinosger., euzaiser /1 Explosion i einem Gehlszosozlauet. i5 Seeiit iu win. Gien be ug, eege, aue g# uis Mährisch=Okrau, 1. Burtz, Lrnz gus us ebers bringen gestern einn 3, unge ecbogg g bog, sach don ien durchzi1 Gegen D2 Ube mitag ertzigte in Lager der 8. i Baischen in eigen Schlichterladen in der 9. beb e e eeg a ce eee g, trg, nenstaste, Rliscderten den Sadten unz auf dem Dienstwege rechtzeitig, d. h. etwa einen 1/ Siunjgyg, jgg eun daer Mrlontenr der. Nug ovr,z iun Jospzas gsogeiset sseäe, Iaaten ute. zureichen, Pobei grsz,ägepicht,rigmmiungen I unter freiem Himmel nur dann erlaubt werden können, wenn sie als politisch völlig unbedenklich erhandlungen und gleichzeitig als im allgemeinen Interesse wün= wert zu betrachten sind. Ncgie nicht an diese abgeliefert haite, Jn. der ezigz tiner Meldung noch dahin ergänzt, daß die EinzelVerkandlung war Raschig in Abdosenzeit, 3, Lg]1 heiten über eine der Wazlvorbereitung entspre ud dic Freauten Godtrgse v., s hende Pres, und Versammlungsfreihelt auf den Wege besonderer diplo die Ruhreperation erzielten Einnahmen noch nichts erhalten. Indische Kommunisten. wtb Londen, 19. März.(Tel.) Reuter meldet aus Gegen 12 Uhe mittoge iugs Pzüßer Sonamit. e. Feplosipstosse„Erupuga, fruner Zehng Robel, in Hermanitz eine Explosion, als pie unge stellten des Lagers die für Erubenarbeiten stimmten Explesivstoife auf einen Frachtwagen verInden. Vier Arbeiter wurden gelötel. Londen,10. März,(Tel.) Reuter,eldet aus inden. Wier Arbeiter wurden gelstel.,„Der Pagen Alahabad: Cegen acht Indier wurde Anklage er=und das ganze Magazin murden vonnann soben, weil sie versucht haben sollen, in Indien eine#rümmert. Dao Haus des Lagerverwalters stürzte elle der kommunistischen Internationale zU ein. Aus den Trümmern wurden der I und seine Frau schwer verlett hereusgeholtz; I nenstraße, plünderten den Lad: der Neute daven. Ein Be tion Treplam verfolgte die Plünderer trotz wied ste ungen Englund New York 1 D. Paris 100 Frk. Schweiz 100 Frl. Spanien 100 Pes. IIMio de Jauciro Wien 10000 Kr. Budapest:00000 Sosia Jngoslawien. 1.10 17.26, 17.3. 56.8 5714 65.04 65.30 19. Marz Iu. dem Geld Brier Kriege .11 135.89 1.10 1.110 17.91 180 683 5713 1578 661. 1365.11; (Alles in Billionel gründen. Japanisches U=Bot untergegangen. be Oovun)„J. 15 Zilgmeier vor dem den Lutszrzg die Fänler akgeset, die tielzude bo, Jonk., Be e e scescesceice an Bod, aehlreite Feanser gerrianmert. zuseszen und akzuschen.— 2P Psa en, Aoer, aeh, gesgasge ie durz dan Bosck, der sih iungzisen, eeisnuelt Siezimä'cen werde vor ptrr, ge pge, därtz, halle, derart bedtoht, beß der Sisierie entemmen 12, Spbeiterteoloni, bez. bo zue zäit dia Hielinde be; konnie, Schlieftlich eihze Luftdruck die 6 ab. Durch eine Kigl Pepartiert: Neunort I Perprzeage 8. dem P.taunanzuunen urcz Snansez, Lagtig, Norwezen. Schweden, Finnland, rag. Buenos Aires je 2 Prezent, Wien, Javan, goslawien je 3 Prozent, Livabon 10 Prozent, Bulen. Budapest und Nio de Janskro je 100 Prozent. Aesge nowemrtien nil., en wollte, wurde er et, die tiebünde be= konnte. Schließlich erhielt der Wachtmeister Unter#e an hrisch= stützung durch Peamte des 213. Polizeiseriers, mil wei der Burschen sestDer Dollar am 19. M. 21 9 Geld: 4,19, Brief: 4,21 befanden sich 4 Offiziere und 48 Hachaen td in bathe In gut unterrichteten Kreisen sei man der Ansicht, daß all diese drei Obligationen das Interesse des Greßkapitals verdienten, nicht nur, da die euronäischen wirtschaftlichen Verhältnisse sich durch im allgemeinen bessern würden, sondern da jedes ebot auch für sich die Gewißheit eines Ertrages zwar auf Grund der jederzeitigen internationalen Kontrolle, die, wie die täi einvet—ten hnd. Für diesen(Die Relsgrchung wirde heute fortgesett, Sachverrstande kandidieren. Mittelstand und politische Parteien. * Herne, 19. März. Der Innungsausschuß der Stadt Herne, der die Vertretung des gesamten Herner Handwerks darstellt, hat eine Beteiligung an der Bildung einer Mittelstandspartei für die kommenden wül leih von solle bild wer Get den dav ten erhe dent getbeva dieses Kontrol Eisenen den. o. tionen ländisch Konto drei Er Zeitrau genseiti chung gen Von besonderem Interesse sei die dritte Aniglichkeit, da sie ein im Mai vorigen Jahres r Regierung Cuno gemachtes Angebot ververständigen beabsichtigten allerzu damaligen Plan etwas zu ändern. Es n Deutschland eine Holding=Gesellschaft gewerden, die die Hypotheken übernehmen de. Der Betrag der Hypotheten solle nach dem n der betreffenden Unternehmungen aus der irkentwerrung bemessen werden. Daraushin die Obligationen wahrscheinlich zu 5 Prog von wenigstens 10 Milliar= irk ausgegeben werden. Die Hälfte u solle auf das Reparationskonto der Alliier= in und den Rang einer ersten Hypothek alten. Der Rest werde als zweite Hypothek der ir ihren erforderlichen Buddars überlassen werden. Bei der Verwaltung der deutschen Einnahmen solle dieselbe utrolle wie bei der Budgetverwaltung, der enbahnanleihe und der Notenbank geübt wer9. h. es solle nicht in die jeweiligen Operaingegriffen, sondern zum Schutz der ausen Kapilalinteressen dieses oder jenes estärkt werden. Die eingangs erwähnten iissionen sollten über einen ausreichenden m so verteilt werden, daß sie sich nicht genkurrenz machten und daß sie den ndigen Zustrom des ausländischen Kapitals nach gutschland unter besten Bedingungen sicherten. b. Paris, 19. März.(Tel.) Die erste Bespredes Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht beim terau mittag von 11—1 Uhr stattgesunden, nachdem der rausschuß vorher die Eisenbahnsachverstänoigen h und Lefeore empfangen hatte. Dem Reichsisidenten wurde von dem Statutentwurf der dnotenbank Kenntnis gegeben. Die Besprechunwerden morgen nachmittag fortgesetzt. Büdung einer Mittelstandspartes für, Zice, semmende iu arnagnen, der streuglig Ansgrderungen(Reihstags. und Kommuxatsesgen Mistgliedern, sich Stischltelse Die Steuerüberweisungen. Toruegg Zerst. wtb. Berlin, 19. März.(Tel.) Der Amtliche Untersechoste preußische Pressedienst meldet: Als 9. Abschlag für ärz kommen aus den Steuerüberweisungen des Die Besprechung Walde hente sorigeseht. Die Flotten der Ententemächte. * London, 19. März. Die englische Regierung hat folgende Uebersicht der Flottenstärken der einzelnen Länder abgeschlosen;... Janan F. Enal Ameria Japan Frankt. Engl. 20 189 68 16 0 10 26 309 106 11 4 0 29 106 9 0 6 8 60 69 Marz kommen aus den Sleutrabelürifngen des Reiches zur Verteilung: a) Einkommensteuer auf jeden Rechnungsanteil der Provinz 14, Landkreise Gemeinden 155 Millionen, b) für Dotationen stehen 615 000 Billionen Mark zur Verfügung, Im besehten Gebiet zugelassene Gesetze. bb Koblenz, 18. März. Die Rheinlandkommission hat folgende Gesetze und Verordnungen im besetzten Gebiet zugelassen: Gesetz vom 12. Mai 1923 über die Erwerbs= und Wirtschaftsgenossenschaften, Gesetz vom 25. Juni 1923 zur Sicherung der Brotversorgung im Wirtschaftsjahre 1923/24, mit dessen Ergänzungsverordnungen vom 13. und 23. Oktober 1923, Verordnung 9 Gul Schiedsspruch im Hamburger Hasenarbeiterstreik. wib Hamburg, 19. März.(Tel.) Die gestern vormittag ausgenommenen Verhandlungen zur Beilegung des Hasenarbeiterstreiks endeten um Mitternacht mit der Verkündung des Schiedsspruches durch den schaftlichem Verkehr stand. Auch Brandt kennt er guk. Eines Diens ags im Februar sei Frau Zeigner zu ihm gekommen und habe gesprächsweise erwähnt, ob er sich nicht nach dem Befinden des Zeugen Brandt erlundigen könne, der im Krankenhause sei. Sie habe nicht deutlich ausgesprochen, daß er auf Brandt einwirken solle, seine Aussagen zurückzunehmen, aber merken lassen, daß dies ihren Mann schon entlasten würde. Nachdem Modius seine belastende Aussage widerrufen habe, sei Brandt noch der einzige Hauptbelastungszeuge. Nach anfänglicher Weigerung habe er am nächsten Tage Brandt auch im Krankenhause aufgesucht und sei schließlich auf die Zeignersche Anzenheit zu sprechen gekemmen. Brandt habe gesagt:„Ja, ja, ich weiß nicht, Möbirs, der Schwindler, der drückt sich, und ich mache das Kamel.“ Brandt habe die Befürchtung geäußert, wegen Beamtenbestechung verfolgt zu werden. Darauf habe der Zeuge zu Brandt gesagt, er könne doch seine Aussage urücknehmen, strafbar mache er sich dadurch nicht, da er selbst beteiligt sei. Dies habe Frau Zeigner gesagt. Brandt habe erwidert, wenn er es wie Möbius mache, sei die Sache günstiger für ihn. Er lönne jedoch Angaben nicht ändern Der Zeuge bekundet weiter, ihn dann gebeten, noch einmal tember 1923 über Wechselsteuern, Zuckersteuergesetz, Salzsteuergesetz, Biersteuergesetz vom 9. Juli 1923, Verordnung vom 14. Juli 1923 über das Inkrasttre= ten des Gesetzes für Jugendwohlfahrt, die Verordnung vom 13. Februar 1924 über die Fürsorgepflicht. Verordnung vom 17. Februar 1924 zur Aenderung des enten Dr. Schacht beim Mieterschutzgesetzes, vom 23. Juni 1923 zur Aendeschuß für Bankwesen hat heute rung des Landessteuergesetzes vom 30. Mai 1920. 11—1 Uhr stattgesunden, nachdem der pzig war elatsmäßiger Wachtmeister bei einer TrainErsatzabteilung. Seiner Esladron gehörte auch der Unteroffizier Weiner an. Eines Tages habe Weiner lt, daß gegen ihn eine Ger#atssache schwebe. auf den Bericht Weiners und über das angebliche Anerbieten Dr. Zeigners, Akten in Sachen Weiner zu vernichten, kann sich der Zeuge nicht besinnen. wid Leinzig, 19. März.(Tel.) In der beutigr. Hez gess gaisch nichts davon, daß Zeigner als Ezsgritg, heute abend zu erfolgen. Dr#gt.e. wtb. Hamburg, 19. März.(Tel.) Der Hafendetriebsverein lehnte den gestern abend gefällten Schiedsspruch ab. 975 Reichstagskandidaten. Köln, 19. März.(Tel.) Nach einer Meldung der Köln. Ztg. aus Dorimund ist im Wahlkreis Westfalen=Süd von der Deutschen Volkspartei an erster Stelle die bisherigen Reichstagsabgeordneten Berg= und 4. endlich durch Bündnisse mann=Winnefeld und Generaldirektor Vögler als stand der größtmöglichen Kanoidalen aufgestellt. Die dritte Kandidatur ist sichern. noch nicht besetzt. Da: bb Berlin, 18. März. Die Aufstellung der Kandidaten für die Reichstagswahlen nimmt ihren Fortgang. Die Bayrische Volkspartei hat als Münchener Spitzenlandidaten den Reichsjustizminister Emminger aufgestellt und den Fraktionsführer Leicht als Spitzenkandidaten in Oberbayern. Graf Lerchenfeld soll an die Spitze der Reichsliste der Bayrischen Volkspartei gestellt werden. Das Heer soll nach dem vorliegenden wurf in 32 Divisionen eingeteilt sein. De Spezialtruppen, wie Artillerie, Kampfgeschwader und die allgemeine Res Heer soll in 16 Armeekorps eingeteilt werden im Rheinland garnisoniert werden, der Rest Dies könne auf leinon Fal als dienftlicher Eingrifi sird im Innern Frankreichs auf dreizehn Armee= bezeichnet werden.„ wirs im Innten, Gramrzich. auf dreizehn Armeekorps verteilt, so daß also jedem Armeekorpskommanbeszschnet, werden.. Gachtranmetl. Waltg. Auf die Vernehmung des Rechisanwans Walter Schmidt, der dem Weiner gesagt haben solle, daß sein Verfahren eingestellt würde, wurde versichtet. — Staatsanwalt Dennhardt erklärt, er selbst sei nach dem Stande der Akten zu der Ueberzeugung gekomin bezug auf das Gespräch im Jahre 1918 könne er sich erinnern, daß Weiner sagte, wegen seines Strafverjahrens komme er als Feldersatz nicht in Frage. Auf Befragen des Verteidigers Dr. Frank erklärt der Zeuge, er hätte es als etatsmäßiger Wachtmeister sicher in Erinnerung behalten, wenn er gehört hätte, daß der Schreiber im Vorzimmer des Majors in dessen ftrage nach Dresden fahren sellte, um dort Alten Verunglückte Motorradfahrer. * Krefeld, 18. März. Mit dem Motorrad gegen einen Baum gefahren st am vergangenen Sonntag der Sohn des Werkmeisters Oppmann. Durch das schnelle Fahren war der Anprall so heftig, daß drei Insassen des Motorrades mit Anhänger lebensgefährlich verletzt wurden.— Auf der Landstraße nach Hardt bei München=Gladbach fuhr ebenfalls ein Motorradfahrer mit seiner Maschine gegen einen Baum und blieb auf der Stelle tot. Erwischte Diebe. Kleve, 19. März. Der Einbruchsdiebstahl bei lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der festgenommene Räuber ist ein Richard Eberz aus Buchholz. der auch den Namen des dritten Räubers. eines Heinrich Huth aus Buchholz, angab. Kriminalbeamte konnten auch diesen in seiner Wohnung vricher Schentung von Frau Krupp. * Essen, 19. März. Aus Anlaß der Vollendung ihres 70. Geburtstages überwies Frau Friedrich Alfred Krupp zur Erweiterung ihrer Schenkung von 1907 der Stadt Essen einen etwa m Wsss nung des Polizeiinspektors Sprengattentate nächtlicherweile verübten, sind die Arbeiter Wilhelm Sonnack und Wilhelm Klein von hier ermittelt und jestgeommen worden. Schuß aus einen Eisenbahnzug. K3 Wattenscheid, 18. März. Wie jetzt berannt wird, ereignete sich in der Nacht zum Sonntag unweit des Bahnhofs Westenfeld ein Anschlag auf einen Eisenbahnzug. Auf den 11 Uhr 13 Min. den Bahnhof Westenfeld durchfohrenden Schnell= ssen—Bochtm wurde ein Schun abgegeben. rich Alfred Krupp, zur Erweiterung gg sden Bahnhof Westenfeld durchsoh, gure e Schenkung von 1907 der Stadt Essen einen tzua=zug Esse gwochum wigbeg“.gun gegngen Morgen großen Waldstreifen als Erhe: Die Kugel durchschlug die Fensterschei#e eines Zuglungsstätte für die Essener Bevölkerung. abteils und verletzte einen Reisenden leicht am „*[Konfe Täter ist unbelannt. Gemölderaub. wid Essen, 20. März.(Tel.) In der Nacht vom 11 estecke gestohlen wurden, hat nunmehr Hr.(eorg Hltschlane in Esten geugin aus einer uig gesunden, indem drei junge Leute Billabei Werden gestohlen. Eine Reproduktion und hinter Schloß und Riegel gebracht deg Bildes häng: in der Nationalgalerie in Berlin. en Diebstahl ausgeführt haben. Ueber Por Ankauf des Gemäldes wird gewarnt. Etwaige Vor Ankauf des Gemäldes wird gewarnt. Etwaige Benachrichtigungen sind an das Kriminalkommipariat Essen erbeten. Erstochen. Erstochen wurde Währene Mülheim=Ruhr, 18. März. 950tepsta, bes Dienstag zum Mittwoch wurde das bekannte Originalder Reichsvermögensstelle, wodei für etwa 10.000 gemülde Die Kafseevisite“ ,von Philippi, das Herin Goldigark Eßbestecke gestohlen wurden, hat nunmehr /D,“ Hirschland in Essen gehört, aus einer seine Aufklärtl., festgenommen und wurden, die den Diebstahl ausgeführt haben. Uebe. den Verbleib der gestohlenen Sachen ist noch nichts bekannt. Ein dreistes Räuberstück. Duisburg, 18. März. Heute mittag erschien in einem Etagengeschäft auf dem Sonnenwall der 21jährige Arbeiter Alex Michals, um drei am Freitag vergangener Woche bestellte Gummimäntel abzuholen. Während der allein anwesende Inharr: die zurückgelegten Mäntel verpackte, gab Michals an. daß er sein Rad heraufholen wolle. Nach kurzer Zeit erschien er wieder in Begleitung von zwei jungen Burschen. Als der Inhaber Michals das Palet uoe geben hatte, zogen die drei Burschen Revolver den Taschen und hielten sie dem Geschäfte drohend ruhig zu damit inhaber Kopst. Der Talel,##bekannt. Kirchenraub. * Betzdors, 19. März. In die Kirche der Arbei#erkolonie Elkenroth wurde eingebrochen. Das ganze Tabernakel im Gewichte von mehreren Zeninern wurde fortgeschleppt. Eine Monstranz und ein Kelch, beide von geringerem Meiallwert, fielen den Dieben dem Durchschnitt der landwirtschaftlichen Beiriebsmittel, um etwa 45 v. H. über dem der Lebensmittellleinhandelspreise und um etwa 65 v. H. über dem der landwir schaftlichen Erzeugerpreise. Die Versindetun, gen der Preise der landwirtschaftlichen Betrievomittel sind laum nennenswert. Die größte Steigerung weisen die Kehlen mit 172 v. H. auf, ebenso geringfögig sind die Veränderungen der im Durchschnitt auf Flievenshöhe stehenden landwirtschaftlichen Erzeugerpreise, bei denen den größten Tiefstand Ochsen mit 71 v. H. und Roggen mit 81 v. H. aufweisen. mittelkleinhandelspreise sind bei geringen Abschlägen immer nech um rund 20 v. H. über dem Friedensstand. Die größte Steigerung weist Butter mit 166 v. H. auf, während die von 87 auf 92 v. H. gestiegene Margarine am tiefsten steh Todesurteil. bb Berlin, 19. März. Der Uhrmacher Schaper, der im Oktober v. J. die siebenjührige Tochter seiner Wirtin auf bestialische Weise ermordet hatte, wurde gestern von der Strafkammer des Berliner LandNordes zum Tode verurteil:. Zugleich wurden ihm die bürgerlichen Ehrensrechte abgesprochen ei! da Dieser der Straßenbahnschaffner„Karl Hugl seines Vienstes von Täter wurde festgenom Veronchen...„•—** in die Hände. Die„Geheimnisse der Weisen von Zion“ bb Verlin, 19. März. Vor der J. Strafkammer v.= erste Todesurten vur, das von ein Berliner Landgerichts 3 stand gestern der ehematzag kammer gefällt worden ist. Hauptmann Müller v. Hausen. Spruch stellt das ner Berliner Straf. 9, ch.), während Hauptmann Müller v. Hausen, Hge, Herausgebezi des isfner Karl Juglen„pahg Buches„Die Geheimnisse der Weisen von Iin dem Arbeiter Karl Naß. Der wpegen der in dem Buche aufgesellten Behauptung. ommen. daß ein Fries, der an der Villa Emil Rathenaus, des aber Verbrechen in der Hupnose?[Vaiers des ermordeten Ministers, angebracht Jeit sind von einen Arzt zwpei Verbrechen zur Anzeige ge. Die Anlage erbickte darin eine Verhöhzung der ber= bracht wor)=Ze, grste Fall botg): de Dppnofe Mäg, Hause derlehrie. Das Gerich vus, das im Elisabeth=Hospital an Nervenzerrüttung sprechung des Angeklagten, da nicht erwiesen sei. daß nhaber rief den Käufern zu, hte, outen Gleichzäitig 16jähriges Mädchen ebensalls von eine sehmen und machen, daß sie sortkämen. Ootenuzgsr.19. uune in die Gegend des Stadtbades gelockt und prang er an die Tür und drückte auf die nach seiner einsamen Stelle hypnotisiert. Es suchte in natwohnung führende Schelle. Die Räuber er. der Nacht in der Frauenklinik Zuflucht. Dort er stgiate kannte der diensttuende Arzt seinen Zustand und###hene versetzte es durch Gegenhypnose wieder in normalen zahlen Prigutwohznung zuzteigde Schelle. Die Räuber er. grissen nunmehr die Flucht und wurden verfolgt. Einer der Täter konnte von einem Kriminalbeam= ten auf der Straße sofort festgenommen werden. Iu#zang Ein zweiter Täter wurde von einem Motorradfahrer 5# verfolgt, worauf er verschiedene Schüsse abgav. der Kölner Straße richtete er den Revolver gegen sch selbst und brachte sich einen Schuß über dem linken Auge bei. Hinterher schoß er noch auf die Verfolger, ohne jedoch jemand zu treffen. Er Die Preisbildung in der Landwirtschaft. K 3. Berlin, 19. März. Die Preise der landwirtschaftlichen Betriedsmittel und Erzeugnisse sowie der “: im Kleinhandel weisen nach den MetzAttentäter verhaftet. K3 Lätgendortmund, 17. März. Als die Personen, die bei dem letzten im Keim erstickten PutschKriminalpolizei im Amtshaus und gegen die Wohszastlichen Betriedsmiliel und Erzeugnisse sowie, de e n eschaftsichen Wochensckan zahlen der Landwirtschaftlichen Wochensaun in der ersten Märzhälfte gegenuber der zweiten Februar= hälfte nur geringe Veränderungen auf. Die wesentlichste Verschiebung ist der Rückgang des Durchschnittsstandes der Eisenbahnfrachten von 184 auf 166 v. H. des Friedensdurchschnitts. Die Eisenbahnfrachten liegen damit aber immer noch um gut 15 v. H. über Zugzusammenstoß. tb. Basel, 19. Mürz.(Tel.) Auf dem Güterbahnhof Wolf fuhr gestern ein rangierender Güterzug seitwärts in einen anderen Zug hinein. 35jöhriger Eisenbahnangestellter wurde geötet, viele Wagen beschädigt. Ein englischer Expreßzug entgleist. * London, 18. März. Auf der Strecke Leede=Hartle= vool entgleiste gestern ein Expreßzug, wobei 15 Pe sonen verletzt wurden, von denen jedoch nur vier in geführt werden brauchten Ein Dram an der Kirche. * Madrid, 18. März. Vor der Kirche St.=ines in Madrid spielte sich ein Drama ab, dessen Beteiigte der besten Madrider Gesellschaft angehören. Die Tochter des früheren Ministers Gonzales bemerkte beim Betreten der Kirche ihren früheren Verlobten, den Studenten Gonzelo de la Colina, den Sohn ei angesehenen Bantiers. Um eine Szene zu vermeiden, beeilte sich die junge Dame. die Kirche zu verlassen; aber sie hatte kaum die Schwelle überschritten, als Gonzelo ihr nacheilte und sie durch zwei Revolverschüsse tötete. 9m Geleit. 907 Das ist des Deutschen Vaterland, Vo Eide schwört der Druck der Hand, Wo Treue hell vom Auge blitzt und Liebe warm im Herzen sitzt. Das soll es sein! Das, wackrer Deutscher, nenne Dein! M. Arndt. * Aus Etabr und kug. vung Schwerte, den 20. März 1921. * Der heutigen Stadtauflage liegt ein Prospekt„Die Woche" bei. Die„Woche" veröffentbekanntlich zur Zeit als erste und einzige zeitschrift die Oirginal=Aufnahme von den InanchamonAusgrabungen in Aufsehen erregten. Mit Nr. 14 als Jubiäumsheft erscheint sie in neucm, großen Format, das beibehalten wird. Als Mitarbeiter sind die besten Schriftsteller, Illustratocen und Photographen der Welt beteiligt. Außerdem erscheint in der„Woche“ ein neuer, noch nicht in Buchform erschienener Roman von Rudolf Herzog. Wir empfehlen den Bezug der Zeitschrift und bitten, die Bestellkarte zu benutzen. * Gemeine Diebe haben in der letzten Nacht der karh. Handarbeitsschule in der Haselackstraße einen Besuch abgestattet. Die noch nicht ermittelten Täter haeben ein Fenster zertrümmert und sind auf diesem Wege in das zu ebener Erde gelegene Zimmer eingedrungen. Offenbar hatten sie es auf die dor ausgestellten Nähmaschinen abgesehen. Deren Forrschaffung muß ihnen nun wohl zu viel Schwierigkeiten gemacht harben und so haben sie sich denn damit begnügt, die Schränke in dem Raum zu erbrechen und fertige und halbfertige Arbeiten der Schülerinnen, Leinwand, Wolle und underes Material zu srehlen. Um ihre Spur zu verwischen, streuten die Spitzchuben Pfeffer auf die Fensterbank, um einen etma an den Tatort gebrach ten Polizeihund irre zu führen. Nach Lage der Sache tann es sich nur um Personen handeln, die mit den örtlichen Verhältnissen wahl vertraut Essen statt. Gleichzeitig ist damit ein Stimmbildungskursus des Musikpädagagen und Stimmbildners Frankenberger=Nürnverg verbunden. Den Eröffnungsgottesdienst in der Kreuzkirche übernimmt Generalsuperintendent D. Klingemann aus Köblenz, den Vespergottesdienst in der Erlöserkirche Generalsuperintendent D. Jöllner. Vorträge kirchenmusikalischen Inhalts halten Universitätsprofessor D. Smend=Münster, Pfarrer Glebe=Bohum. Pfarrer Plate=Essen, Pfarrer lic. Rosenkranz=Kreuznach und Professor Dr. Moser=Halle. Die Tagung hat besonderes Interesse für Pfarrer, Organisten und Chorleiter. Anmeldungen werden bis zum 5. April an Buchdruckereibesitzer A. zur Nieden in Essen, Hofterbergstr. 2, am besten durch Zahlkarte Posrscheckamt Essen Nr. 20675 erbeten. Die Teilnahme kostet 6 Goldmark. Für eventuel notwendige Einreiseerlaubnis sind 5 weitere Goldmark, ein Personalausweis mit Lichtbild und erußerdem noch 2 Lichtbilder eingusenden. Freiquartiere werden nach Möglichkeit besorgt. Gemeinsame Beköstigung ist vorgesehen. Bei den Regierungen und dem Provinzialkollegium ist der Antrag gestellt, Lehrern und Kirchenmusikern, die in einem Schulamt stehen, auf ihren Antrag Urlaub zum Kongreß zu erteilen. Die Teilnehmer werden gebeten, das Gesangbuch mitzubringen. Der Besuch des Kongresses wird sehr empfohlen. —“ Verpackung der Sendungen nach den Vereinigten Staaten. In einer der Handelskammer zugegangenen Mitteilung des Kölner Konsulats der Vereinigten Staaten wird ersucht, Warensendungen nach den Vereinigten Staarten künfeig nicht mehr in Heu und Stroh zu verpacken, um jeder Gefahr der Einschleppung einer Seuche vorzubeugen. Die Verpackung soll möglichst in Holzwolle oder einem anderen geeigneten Material erfolgen. Bei Verwendung von Heu und Stroh muß der Sendung ein beglaubigtes Desinfehionszertifikat beigefügt werden. Auf jeder#iste ise für die Folge zu vermerken, daß kein Heu oder Stroh zur Verpacung dermandt wurde; weiter ist auf den Kisten anzugeben, welches Maerial als Vernackung verwandt wurde und daß eine demenrsorechende Erklärung in der Konsulatsfalurn gemacht wurde. Beglaubigungsgebähren deim Konsulat wvis. — Zu dem Unalucksfall, dei dein der M####e rige Sohn des Herrn Stöcker verletzt wurde, wird uns von einem Augenzeugen mitgereilt, daß der Junge nicht von einem Auto abgesprungen ist, sondern bei Ausweichen nach links von dem in entgegengesetzter Richtung kommenden Auto ersaßt wurde. —“ Vortragsvereinigung. Der Lich###idervortrag„Expressionismus“, findet heute abend 8½ Uhr im Gemeindehaus start. * Militärkonzert. Wie bereits mitgeteilt, ist es Herrn Straetmanns gelungen, für Sonntag das Musikkorps des 18. Inf.=Regts. Paderborn unter Leitung des Herrn Plaschke wieder zu engagieren. Für längere Zeit wird dies das letzte Militärkonzert im„Freischütz" sein. —“ Operettenabend. Auf vielseitigen Wunsch bringt der Gesellschaftszirkel 1924 heute abend 8 Uhr im„Reiche des Wassers“ die Opcrette„Das Nädel vom Neckarstrand" nochmals zur Aufführung. —' Wahlauftakt der Deutschnationalen. Die Deutschnationale Volkspartei des Wahlkreises Westfalen=Süd(Landesverband Arnsberg) hat bereits ihre Reichstags=Kandidatenliste aufgestellt in einer Sitzung in Hagen, die durch besonders bemerkbar ist, daß alle Beschlüsse mit völliger Einstimmigkeit gefaßt wurden. Die Liste lautet im Beginn: 1. Dr. Mumm=Hohensyburg(Bezirk Lortmund), der bisher Reichstagsabgeordneter des 1 Kreises war. 2. Verlagsbuchhändler Rippel=Hagen, der Mitglied des preußischen Landtages ist. 3. Landwirt Theodor Niehus=Oelde. 4. Frau Hoffmann=Bochum, die Reichstagsabgeordnete, auf der Reichsliste gewählt, war, und die auch wieder auf der Reicholiste kandidiert. 5. Bergarbeiterführer Sauer, der an sicherer Stelle auf der Reichsliste kandidiert. 6. Eisenbahnsekretär Meuser. 7. Fabrikant Kirchhoff=Iserlohn. —“ Der Budrang zu den höheren Schulen Ostern 1924. Auch hier in Wesedeutschland zeigt scch ein überraschend starker Andrang zu den köheron Schulen. Die Anmeldungen, sowohl von Knaben als auch von Mädchen, übersteigt vielfach de Zahl der verfügbaren Plätze. Woher kommt dieser starke Andrang zu den höheren Schulen? Ganz besonders groß ist dieser Andrang im Freistaat Sachsen. Nach Nachrichten, die von Sachsen iu uns gelangen, übersteigen dort die Anmeldunsen die Zahl der verfügbaren Plätze um das dreiogar vierfache. Hier kommt allerdings ein besonderer Grund dinzu. Infolge der Entchristlichung ker Volksschulen, infolge der Beseitigung der Lircttoren, infolge der schrankenlosen Experimentiererei und sonstiger Mißstände haben die Volksschulen viel an Bildungswert und Achtung eingebaßzt, so daß der dorrige Andrung zur höheren Schule geradezu eine Flucht aus der Volksschule bedeutet. Gott sei Dank, liegt es bei uns in Westen anders. Hier tritt in dem Zubrang zu den daberen Schulen der ernste Elternwille enzgegen, 9ie Kinder mit einer möglichst guren und umfassenden Schulbildung auszustatten und keine Opfer zu scheuen, damit sie für den schweren Nampf ums Drsein möglich gut ausgerüstet sind. —“ Der Kongreß für Evangel. Kirchenmusik findet aus Anlaß des 400jährigen Jubiläums des Edangel. Besangduiches vom 28—28. Uurtt in der Vereigigten Staaten in Köln. Wie uns die Handelskammer mitteilt, sind die Gebühren Beglubigungen, welche für Rechnungen 2# Dollas#und für Dolumente 2 Dollar betragen, künftig nur nochz in amnerikanischer Währung zu zahlen. Die Gebühren sind in bar einzusenden, da schriften nicht vorgenommen werden. Falls die Gebühren in Dollarnoten nicht beglichen werden können, ist der Gegenwert in Mark unter Zugrundelegung des Kölner Freihandelökurses mit einem entsprechenden Aufschlag in Ansatz zu bringen.(Zurzeit 4.0 Billionen Mark= 1 Dollar.) Bei Kursschwankungen wird der zu zublende Markbetrag entsprechend geändert. Westhofen, 19. März.(Westhofen— Postagentur?) Eine kaum glaubliche Nachricht beunruhigt unseren Ort. Es geht das Gerüum, daß das hiesige Postamt 3 in eine Postvermandelt werden soll. Gleichzeitir wär ##gegen gemeldet, daß man in Halden die Postegentur zu einem Postamt ausbaut. Will jetz auch noch die Deutsche Reichspost die Geschättswelt inserer Stadt, welche infolge der französischen V atung zum Erliegen kam, strafen? Eine klar tellungnahme seitens der Postbehörden, daß dieses Gerücht nicht zutrifft, wäre hier am Platze. —“ Aplerbeck, 19. März.(Räuberische Ueberfall.) Dienstag abend gegen 8 üh b#etraten drei Mannspersonen das Geschäft de Kolonialwarenbändlers Max Sobinski in Schüren. stellten sich als französische Kriminalbeamten vo und nahmen eine Durchsuchung angeblich na Gebeimpapieren vor. Zugleich wurde behaupte daß bei Sebinski gegen die Franzosen gerichte: Versammlungen abgehalten würden. Bei diese Gelegendeit erbeuteten die Räuber 75 Billione: Mark, sowie Schokolade, Zigarren. Zigaretten. und suchren unerkannt dann das Weite. Da ihnliche Fälle sich in der Umgebung in den letzten Wochen ereignet haben, scheint es sich um ein und dieselbe gut arbeitende Bande zu handeln. Hoffentlich gelinzt####ldigst ihre Unschädlichmachung. Nette Begleitung. Unna, 19. März. Uehle Erfahrungen machte ein junger Mann aus Hörde am vergangenen Sonntag. Er hatte mit einem Freunde eine Spritztour nach Unna gemacht. Hier lernten sie zwei junge Frauen kennen, die mit ihnen einen Bummel durch die Cases usw. machten. Bald versetzten die Frauen die jungen Männer, wobei die eine nicht vergaß, einen Ring von ihrem Galan verschwinden zu lassen. Einbruchsdiebstahl. Unna, 19. März. Einer Anwohnerin der Wasserstraße wurden aus dem Keller durh voreri es Jertrümmern von zwei Türen diverse Weinflaschen entwendet. Die Tat wurde am hellen Tage, nachmittags zwischen 5 und 6 Uhr, ausgeführt. Ein gefährlicher Schwindler. Iserlohn, 19. Därz. Ein geführthher St ler hatte sich vor dem hiesigen Schöfsengericht zu verantmanten. Es haicen sich um den Kaufman Proest von hier, der bereits in Bingen vor ena zwei Jahren 1 Jahr und 8 Monate abzusitzen hatte.„Damals hatte er eine Anzahl Firmen dadurch um erhebliche Beträge geprellt, indem er sich al.s schwedischer Attachee v. Kosör, beschäftigt bei der schwedischen Gesandtschaft in Berlin, ausgab und sich als Aufkäuser für die schwedische Regierung aufspielte. Nach seiner Entlassung versuchte er sein Glück bei Auswanderun splusrigen. Lwei Bruernsöhne aus Rinierode bei Münster detro er unter der Vorspiegelung, ihnen für die Ausnunderung Devisen zu besorgen, um 117½ Billionen Mark. Das hiesige Schöffengericht verurkeilte den Schwindler jetzt zu 7 Monaten Gefängnis. Ein geeusiger Fund. Haspe, 19. März. Im Hammerteich der Firma C. Lnge an der Hammerstraße sund man gestern die Lo#che eines neugeborenen Kindes. Die Kindesleiche lag in einer Margarinetiste, auf deren Deise! mit Blaustift ein Kreuz gemalt war. Bei der Polie meldeten sich einige Frauen, die bekundeten, dirh sie vor einiger Zeit an der betreffenden Stelle eine Freruen#####rson gesehen hätren, die eine Riste##n den Wegrand stellte, schnell drr#nzing und auf Zurufe nicht reagierte. Die Frauen warsen daraufhin die Risee, der ein übler Geruch entserümte, in den Hammerteich, mrtürlich in Unkennms des Inkarlts. Da die Polizei über gewisse Andaltspunkte derfügt, dürste es in Bälde gelingen, die unnnrürliche Mutter festzustellen. Das kommt davon! Soeft, 19. März. Am vergangenen Sonnabend Abend gegen 7 Uhr bewegten sich zwei Männer, die des Guten erheblich zu viel getun hauen, in den drnn ülichen Schlungenlinien auf dem Jakoli=Allricherwall emlang. Nachdem schon mehr. fach kleinere Unfälle(Hinsallen usw.) eingeireten waren, frärzte einer der Beiden plötzlich den Wall ücklings auf die Straße hinunter. Da er sich beim Srurz erhebliche Verletzungen am Kopf zugezogen hatte, wurde er in das städtische Krankenhrus gechafft, wihrend sein Begleiter zur Ernüchterung u die Obhut der Schupo genommen wurde. Preissturz in Eiern. Lippstadt, 19. März. Nachdem am vergangenen Lochenmarkte die Eier noch zu 15 bis 16 Pig. das trück verkauft wurden, fiel der Preis am letzten arkttage auf 11 Stück für 1 Mark. Trotzdem ieb ein Teil unverkauft. Auch Butter mar in tügender Menge vorhanden und stellte sich der Preis auf 1,80 Mark das Pfund. Gemüse war eichhaftig angefahren und wurde stellenweise inter Friedenspreis verkauft. Ein folgenschwerer Hauseinsturz.= Krefeld, 19. März. Ueber das Unglück in reischeln Königshof erhalten wir folgende ausführliche Natricht: Das Haus steht, schon über 400 Jahre. Neven dem Haupthause läuft eine Voreinfahrt, die mit zwei Stockverken überbaut mir: Eo wird Sache der Untersichung sein, festzz#tstellen, man seinerzeit alles getan hat, was ubtwendig um die Sicherheit des Anbaues und seiner mnner zu gewährleisten. Die Tragbalten maren auscheinend, wenn überhaupt, nicht tieftin Hauptrau eingelassen, so daß dir ganze Last auf der Giebelwand ruhte. Die Giebelach zusammen und riß die anscheinend mit Hauptbau nicht genügend verbundene immerdecke mit sich. In dem Stockwerk über der Einfahrt wohnte die Familic des Werkstättenarbeiters Krause mit fünf Kindern. Krause der sich nahe der Innenrand aufgehalten im mit einigen Hautabschürfungen davon. ge Frau mit einem Jungen von acht und keinem Mädchen von zehn Jahren wurden im Sturz von der Wand der zweiten Etage erschlagen. Die Einwohner des zweiten Stockverks rutschten mit den Trümmern über die erste Etage und die Einfahrt hinund trugen lediglich leichte Kopfverletzungen davon. Das Hausgerät stürzte mit und liegt zerümmert an der Unglücksstelle umhers Die Zimmerdecke über dem zweiten Stockwerk häng: noch. Ein Glück, denn sonst hätte wohl auch sie noch Opfer geforder:. Da man das Poltern und Krachen weit gehört halte, war Hilfe#ubreichend zur Stelle. Das Suchen nah den Verschütteten konnte nur mit den Hinden serfolgen, m et##ige Ueberiebende nicht durch Werkzeuge 3u Das ganze Haus ist gerähmmt worden. Vom Büchertisch. Alle unter dieser Rubrik besprochenen Bücher sind durch die Buchhandlung Carl Braus zu beziehen. Das Konnmazialverfahren und die Reichsat## für Verräter. Ueber dieses Thama s#ie Di. K. C. von Lresch in einem sehr er## Aufsatz in Nr. es„Dahein“ Er schildert die döllige Cinmach: Deutschlands gegen das verräterische Treiben der rheinischen Seraimisten, denen gegenüber alle ac#mite des St##e. sagen. Er fragt: Woder kommt dies Versagen? und gibi zur Ankwort:„Unsere Strafgeserze sind im tresentlichen zwischen der Rrichsgründung im Jahre 1971 und dem Jahre 191 entsumnden. In diesen Zeiten glanzvoller Muchtstellung faßte niemand den Full ins Aue, derh einmal weite Reichsgebiete auf lange Zeit hin von einer fremden Macht desetzt sein Lnnren, deren Ziel es wirr. die Bevölkerung zum Verra aufzustacheln. So kommt es, daß es heute an gesetzlichen Handhaben fehlt, um Personen, die im besetzten Gebier Hochund Landesverrat begehen, vor Gericht zu stellen. die Franzasen ihre Verhaftung verbindern. Denn damit jemandem in Deutschland der Prozeß gemacht werden kann, muß er erst vor Gericht gekort werden. Erscheinz er nicht, so ruhr das Veren. Dieser Jusund des Rschterfolgens von erbrechen kann nicht läner andauern. Dann le T#sate, daß einige tausend Menschen von den Franzosen gekauft werden konnten, ist psychologisch nur dadurch zu erklären, daß man Jahren gegen die ersen Verräter schon vor eingeschtitten Aus den Probinzen. Die Hattinger Mörder sestgenommen. Dortmund, 29. März. Die Mörder der am Freitag voriger Woche in Haltingen in der Bahnhofstraße(Filiale Ktalsbach) in der Rüche ermordet aufgesundenen Verkänferin Anna Kau sind am gestrigen Mittwoch abend in Tortmund durch die Kriminalpolizei ermittelt und festgenommen wor den. Eo sind der Hollander Beunsels und de Urbetter Brechner. Beide wurden in der elterlichen Wohnung des Brechner in der Kurler. straße 8 festgenommen und zwar in dem Augenblicke, als sie sich nach Holland verduften wollte. Die Burschen haben, soweit wir erfahren konnten, die Tai bereits eingentanden, sollen im übrigen sit lalt und zonisch verhalten. Das bei der Ermordeten vorgesundene Geld haben sie verjudelt, die Kie dungsstücke wollen sie an unbekannte Personen verkauft haben..4 44.1 Die Intendantenfrage in Tormund. Doctmund, 19. März. Der Intendant des Stadttheaters in Dortnund. Herr Schäffer, ist seriden de wim stohrr stec degslichtet warden. Ermittelte Verbrecher. Elderfeld, 19. März. Dus Verbrechen an dem Lolizeiwachlmeister Kehse hat nunmehr seine Auflärung gefunden. Der Pollzei ist es gelungen. owohl den Ueberfall in der Barresbeckerstraße, ei dem der Polizeiwachtmeister Kehie erschossen vurde, als auch alle früheren Ueberfälle auf Polizeistreisen restlos aufzuklären. Sämtliche Läter wurden ermitteit und festgenommen. Es teht nunmehr auch sett, daß alle übrigen Ueberfälle von bemaffneten kammunstischen Banden ausgeführt wurden. Der Amteschimmet lebe Elverseld, 17. März. Eine Cronenberger Firma harte Anfang vorigen Jahres bei einer EisenbehnHauorkasse als Pfand 1000 Papiermark dinterlegen müssen. Die genannte Summe wurde der Firm mittels eingeschriebenen Briefes, der allein an Porto 300 Milliarden verschlang, zurückgesandt. Daz kam ein großer Briefumschlag und ein vorgedrucktes Fermular, das von drei Beamten der Eisenkuhnlisse unterschrieben mi. An Bimvergiftung gestorden. Arnsderg, 18. Mär; Der Echuhmachermeistee Lotuge en Oevenzron verleyzre sich vor kurzem am Finger dund eine Scusterahle. Eb trar Blutvergiftung ein, an deisen Folg##n der Mann i## hiesigen Krankendause gestorden ist. Großer Brund. Tuisbura, 19. März. Ein grazer Brund entstaand in der Nacht auf denr hiesigen Navelwerk. In der Imprchmieranstilt des Werkes war ein groter Posten Rohmaterial aus nicht erklärlichen Gründen in Brand geraten. Do Feuer nahn grotzen Umfang an und konnte erst nach zweieinhellstündiger Tätigkeit der Feuerwehr gelöscht werden,][Der urn den Gebäuden zungerichtere Schaden und der Sacdschrden ist sehr erheblich. aber dunst Parsthreung uee## ist. Heute verlangt man im besetzten Gerr#####e, dar dad Reich mehr zur Sicherung der treugesinnzen kterumt tne. Aon fordert das sogenannte Koniumazialverfahren, das sowohl im altösterreichischen wie im französischen Rachte besteht. Sein Grundgedanke ist, daß auch gegen die sich dem Gericht entziehen oder nicht von diesem verdaftet werden können, Anllaze erboben, ein Prozeß durchgeführt und ein Urteil gefällt wird. E muß sters auf Einziedung der kann aber ferner auf Freiheits= ader Todesstrafe lauten. Die Verhältnisse erfordern ferner, daß in schweren Fällen, das heißt für im besetzten Geviet begangene Hah- und Landesverratsverbrechen und für Berrat militärischer Geheimnisse die Todesstr##fe angedroht wird. Wird nun ein Mensch im Kontumazialverfahren(In Abweseneit) verurteilt, so wird zunächst das Urteil veröffenzlicht und das Bild des Verurteitten bekannt gegeben.(In Altösterreich wurde es an den Pranger oder den Gel#en gena#elt. Man nernnte das Strasvollstreckung in effigie.) Gleichzeitig mag man über ihn einem mlideutschen Ret###bnuch entsprechend auch die Reichsa# verhängen. Ein solcher (Beächteter steht trußerhalb der Besetze. Wer ihn ##tet, ist straffrei. Ste#lr sich der(Beächiete aber dem Gericht, oder gelingt es, idn zu verhaften, so erlischt die Reichr##cht und das gesamte Konrumrzialbetfahren von selbst, und der Prozeß muß von neuem nunmehr vor dem ordenzlichen Gerichte durehgefüdr: werden. Diese Besrimmung sc## jeden der ein gutes Gewissen har, vor unschuldiger Verurteitung. Glaub# er sich zu Unre##angeilchtt und verurteilt, sa breu#ch##er sich nur dem nächsten Poligisten zu stellen.“— Reven diesem Rußsaz enthält das enrähne Hef: deo einen Aufsatz des Leiter der Abteilung für nervöse Kinder am Kaiserin Augusta VilroriacHau#. Dr. C. Potopky üder„Schlechte Angewohnheiten bei Kindern". Dieser Arrikel eines ersten Fach. manns über Schlafstörungen. Schulerbrechen. Muskelzuckungen. Platz#ngst uss. wird alle Eltern interessieren. Auf ihn sei stsonders hinzewiesen. Statt besonderer Anzeige!# L-# Heute vormittag gegen 4 Uhr verschied nach######## rzer Krankheit, verschen mit den hl Steibesakra-## enten. unser lieber unvergesslicher Vater, Sehwieger.## vater,(rossrater. Bruder und Onkel /81 Tierr Valeltin Mäller 9 8 kurter ment , D. Nreu Nachl, Sehlweite! 429 325 Hüsingstraße 1 8 im Alter von 75 Jahren. Um stille Teilnah Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Müller Elisabelh Otte, geb. Müller Emil Muller Berta Müller, geb. Kahle Karl Otte Schwerte, Gummersbach, den 19. März 1924. Die Beerdigung findet am Sonntag nachn ittag 3½ Uhr vom Sterbehause, Wallstrasse 4, aus statt; das hl. Seelenantt am Montag morgen 710 Uhr in der hiesigen Pfarrkirche. . SSLaLT# Baumwollweren: Sie kaufen: Wäsche gute Ware: Schürzen :„ Bettzeuge: zu billigsten Preisen; Strumpfwaren Hienbels Mssch. V Seh hbhrschrnten D Kleiderstotte s 3 □ 9. Gardinen uns! ch ch chcht scsc Aktiengesellschaft sucht lüchtigen. 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Jean Pauls Werse, vollständig, 3 Vde., Halbleinen Körners Werle, Auswahl, 1 Bd., Ganzleinen #s Körners Werke, vollständig, 1 Vd., gebd. s gebi Mörickes Werke, vollständig, 2 Bde., gebd. Nibelungenlied, vollständig, 1 Vd., gebd. 55 Reuters Werke, vollständig 4 Bde., gebd. Rückerts Werke, vollständig, 3 Bde., gebd. Uhlands Werke, vollständig, 1 Vd., Halbleinen. 8 heselbe sind shr Hauerhaf und wass recht. Spezialität: Anfertigungv.orthopädieshe Senhen f. Kmegsbe chädi Zugelassen vom Versorgungsant Dortmunc Schunmach ermeister, Senurg-Weset O 89-087 9 lstui Jeder Band kostet gebd. statt Mi. 3.60 Mr. 1.75, in Halbleinen Muug statt Mi. 4.25 Mk. 2.—, in Ganzleinen statt Mi. 5.— Mi. 2.25 S5.2 NS ch ie 9 atbeiterin 715 gesuch. Buchdruckerei Göder „Reide krane“ Eit in Suche und aller Hausarbeiten erfahr. 813 nicht über 17 Jahre. Frou Fabrikant Hermann Eilentröß, Geisechke. 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Diese Kommission ist wiederum weniger auf die gegenwärtige Lage, als auf die Zukunft bedacht weniger auf die Kuh gesund zu machen, als auf den Eimer voll Milch, den wir ihnen als Reparation zahlen sollen. Ihre Arbeit geht nun zum Schluß, und soweit wir wissen, haben sie sich streng nach den Anweisungen Poincares gehalten. Sie waren nicht beauftragt, Deutschland zu tarieren, noch anzugeben, was wir heute imstande sind, an Reparationen zu zahlen, noch was Frankreich notwendig hat. Nun laufen in den letzten Tage Gerüchte durch Paris, daß sie eine Anleihe zugunsten Deutschlands vorschlagen werden in Höbe von 1 200—1500 Millionen Goldmark, um unsert Mark zu stabilisieren. Die Wirkung diese Vorschlages, die Entwertung des Frankens, die in der Geschichte alleinstehende Pilgerrede für Frieden über die Köpfe der Regierung an das französis Volk von Ramsen Macdonald, hat Frankreich1 nahe aus den Kopf gestellt. Es ist erfreulich, heute schon mitteilen zu können, daß nach allen menschlichen Berechnungen die Linte bei den kommenden Wahlen in Frankreich zum Siege kommen wird. Armer Poincare! Genius der Diplomat##l Auch er hat das Gesetz der Ursache und Wirkung nicht erfaßt. Die Götter fallen von ihm ab. Einen Tag will er ein Duell kämpfen, einen anderen Tag wieder den Sieger=Dornentranz in die Ecke werfen während all dieses rufen im nationalen ihm die Industriellen zu, sein Kavinett zu rekonstruieren, während andere wieder nach einem finanziellen Diktaior schreien und noch al die allgemeinen Wahlen für ein ganzes Jahr hinausgeschoben haben wollen. Während all dies vor sich geht, versichet Poincare dem Volke, daß eine Anleibe zugunsten Deutschlands nicht ten werde, und sein Verwerfungsrecht einlegen würde, wenn nicht Frankreich eine viel größere Anleihe auf Psand deutscher Sicherungen, die als Reparation zu zahlen sei, erhalte. Aber diese„Sicherungen" sind wohl dies Schlimmste für Deutschland, denn sie machen die Tür sehr, sehr weit auf. Ehe wir eine Anleihe annehmen können, muß doch von deutscher Seite erstmalig verlangt werden, wie viel wir an ionen zu zahlen haben. Gerade jetzt fängt die Notwendigkeit an, begabte Staatsmänner zu haben, die auch mal über die Köpfe der Regierung um französischen Volke reden könnten. Auch wäre es zu unserem Nutzen, wenn unsere Regierung sr weit bringen könnte, daß sich die alliierten und assezierten Mächre erst mal ihre eigenen Schulden werden. Wir dürfen uns nicht bedingungslos den Vorschlägen der Sachverständigen=Kommission preisgeben, weil ihre plausivlen Vorschläge weit. gehender Natur sind und immer von dem kynkreten Standpunkt aus betrachtet werden. Nun hat sich Poincare schmerzhafte Mühe gegeben, dem französischen Volke klar zu mayen, was er mit„Sicherung“ meint. Er wird wohl dabei nichts Neues herausgebracht haben. Doch sind diese Sicherungen für uns von Interesse, weil sie ihren Grund nicht von der Nachkriegszeit haben, sondern weil ihr Grund in der Geschichte liegt. Es ist der militärische Gedanke Frankreichs, weil sie eine stillstehende Nation sind. während Deutschland eine fruchtbare ist. Frankreich hat diese „Sicherung" immer im Auge gehabt und in dem Abbruch deutscher Einigkeit gefunden. Das war die Ursache des Krieges 1870. Louis Napoleon wollte Preußen vernichten, ehe die Vereinigung vollbracht war. Während dieses ten Krieges kam der Gedante der Zerstückelung Deutschlands wieder lebhaft in den Vordergrund. oder dieser entgegenzukommen; versäumen wir dieses erlauben wir es irgend einer deutschen Regierung in dieser Sache nicht ialtisch zu sein—. dann sind wir der Versklavung ausgesetzt. Nie könnten wir hoffen, daß solch ein Land, solch eine Nation, solch eine Regierung wieder für uns Partei ergreift. Mmn Ein ruh Grofengeschlecht. Westfalen sind Niedersachsen und wohl der älteste Teil dieses großen deutschen Stamme Was sich später östlich an uns angeschlossen hat, oder vielmehr durch Eroberung und Germanisation hinzugekommen ist, trägt in mancher Beiehung noch die Spuren einer Verschmelzung mit fremden Volksstämmen. Unter den Fürsten unse. res Stammes ragt in ältester Zeit, als wir noch nicht Sachsen hießen, sondern in Cheruster. d z durchzusehen. unterstützten sie hab hal rsucht, eigenund mit Waffennderhündler. Sie den keinen Augenleon bemühte, ihm andere SiErfolg den Besitz, Uet t#tstellung. Sie so sich bald erfüllen. Das #h. der Kaiser ist sächsischen Ursprung Heinrie I. entstammt einem Fürstengeschlechic, dessen Ursprünge in der Gegend von Dorrmund liegen, wie Giesebrecht in seiner Kaisergeschicte nac reist. Aus ihm gingen die Herzöge von nicht gelöst worden, jedenfalls steht fest, daß diese Burg, von der leider nur kleine Reste übrig sind, zu den altesten Westfalens gehölt. Hier weilt Kaiser Friedrich Vartarossa, als er um 1160 der Hochzeitsfeier des Grafen von Tecklenburg beiwohnte. In dem Kampfe Varbarossas mir Heinrich dem Löwen stand Graf Simon von Tecklen burg auf Seiten des Kaisers, wurde aber in der Schlacht auf dem Halerfelde bei Oonabrück 1181 von des Kaisers Feinden, dem Grafen von Holstein und Rateturg, Schwerin und dem Grafen Vernhard von der Lippe geschlagen. Seit dieser Zeit wandte er sich, in Gefangenschaft geraten, dem Welfen zu und blieb ihm treu. Er herrschte zu dieser Zeit üner die Grafschaft von Tecklenburg mit dem ganzen Gevicte zwischen Bevergen, Emsderten, Lingen, Löningen und Essen a. d. Hase. In der Schlacht von Vouvines 1211 fiel der Nachfolger Simons Outo von Tecklenburg, der auf der Seite des deutschen Kaisers Otto IV. tämpfte. in die Hände des Feindes. Nachdem er sich gelöst hatte, tonme er seinen Bruder Adolf auf den Bischofsstuhl von Osnabrück erheben. So wu die Mact des Grafenhauses unaufhörlich. Der letzte Tecllenburger Graf Konrad, der seine Residenz in Rheda datte, starb 1557. Mit ihm erlosch das alle Grafenhaus. In Tecklenburg ist still und leer geworden, aber das Andenfen an die ruhmreichen und tapferen Grafen von Teckienburg lebt fort. Zigaretten ohne Papier. Wie„Vilag" berich. #er, hart Karl Loydl in PBudap#et eine Erfindung gemat#t, die es überflüssig macht, daß man beim Ligarettenrauchen Papierhülsen verwendet. Loybl gebraucht kleine Glasröhren, die er mit Tabak Isolierung an der russisch=französischen Poineare diesen Gedanken gehabt auch heute noh. Der lepte Vorschia#, gemacht wurde, ist, die Ruhr zu sich vom Rhein einig: Kilometer zuAber wir verlangen, aus dasselbe u tun, überhaupt Elsaß zu räumen, sonst iann zwischen Deutschland und Frantreich nie der Friedenszustand erdacht werden. Solange er ganze Kompler der Bedingungen militärtsch. holitisch und finanziell nur auf unsere Versklavung gerichtet, solange es Frantreich gestattet ist, mit dem räumen und rückzuziehen, Gut soweit. mit ElsZwangstru# afrikanischen, schwarzen so teuer mit Blut ertämpfte Freibei tion auf deutscher Ende zu vernichten. nie und nimmer den Zustand als Fi itschen Regierung und jede uschten. Diese land beim Eintritt von einem Ende der Glasröhre befestigt er eine Zigarettenseipe, die mittels eines Gummis an das Glasrohr inwendig fei anschließt. In der einfachsten Ausführung seiner Erfindung muß man die Spire immer mehr in die Glasröhre hineinschieben, sodag am anderen Ende der Tabai heraussteht und, einmal angezündet. immer weiter brennt. Nach einem anderen Redell tann man die Ziearenenspitze im Wege einer Schraube in die Glasröhre weiterführen, damit am anderen Ende der Trbai immer heraussteht. Eine noch npliziertere Art ist, daß die Zigarettenspitze durch Hilfe einer Spiralfeder autemmisch den Talak nat vorwärts drängt. Bei diesem Arparat ist das Rohr nicht au. Glas, sondern aus Iurelit. Die Zigarenennapierfabrilanten haben dem Londl bereits#0 Millionen gevoren, damit er von seinen Paent seinen Gebraucd mache######m. dasselle nicht fabrizieren lasse, denn sie befürchten, daß diese einfache Art des Zigarcttenrauhens die abrikation der Zigarettenhülsen überflüssig maden wird. Die Erfindung des einfachen Rauverkreisen großes Aufn vielfach Nachahmung. Mannes erregt seden und findet Das französische Pfadfinder Lied. Die fra chen Piadfinder haven sich ein neues Bundesli zu egt, das sie natürlich eifrigst bei jeder legenheit singen. Kenner der Sache vermelden nun, daß dieses Lied nichts anderes ist, als das allte deutsche Sudenten- und Vollstied, das mit dem Refrain ansklingt:„Jullcheidi, jurdheider, juchheidi, beid machen. die Franzosen nun irenn sie diesen Ursprung erfahren? 101] im Kampt um Lrede. Roman von Rudolf Zollinger. (Nachdruck verboten.) den di „Was zunächst die Persönlichleit des Ermordeten betrifft, so handelt es sich um einen schon in vorgerücktem Lebensalter stehenden Mann, der sich als Wilhelm Jangbeld aus Amerika in das Fremdenbuch eines vornehmen Münchener Hotels eingeschrieben hatte, und den man seinem ganzen Auftreten nach für einen reichen Mann halten mußte. Erst am Tage vor der verhängnisvollen Automobilfahrt war er von einer zweitägigen Reise zurückgekehrt, deren Ziel er im Hotel nicht bekanntgegeben hatte. Ueber seine persönlichen Verhältnisse, über den Zweck seines Münchener Aufenthalts und über seine hiesigen Bekanntschaften hatte er sich überhaupt gegen niemanden ausgesprochen, und man wußte von ihm nur, daß er täglich die vornehmsten Vergnügungsstätten und die teuersten Restaurants aufzusuchen pflegte, in denen er große Zechen machte und fürstliche Trinkgelder verteilte. Am Morgen seines Todestages war er in einer Autamobil=Garage erschienen und hatte sich den elegantesten Tourenwagen für eine Vergnügungsfahrt nach Würzburg ausgesucht. Er ließ alle seine im Hotel befindlichen Effekten auf diesem Wagen verladen, da es, wie er sagte, zweifelhaft sei, ob er wieder nach München zurückkehren würde. Auch bei der Bezahlung seiner Hotelrechnung und der Belohnung der Bediensteten zeigte er sich überaus freigebig, und dem Chauffeur gav er schon beim Antritt der Fahrt ein größeres Trinkgeld, um ihn, wie er scherzend bemerkte, bei guter Laune zu erhalten. Langheld wird von denen, die hier mit ihm in Berührung kamen, als ein sehr sicher und selbstbewußt auftretender Herr von großer Weltkenntnis und kaustischem Humor geschildert, der sich gern in sarkastischen Bemerkungen über seine Münchener Wahrnehmungen erging. Daß er mit verdächtigen Persönlichleiten verkehrt hätte, ist von niemandem beobachtet worden. Namentlich hat ihn keiner von den Hotelangestellten iemals in der Gesellschaft eines jungen Mannes gesehen, auf allerdings sehr unzulängliche Beschreibung des Chauffeurs zutreffen könnte. Am letzten Abend seines Aufenthalts im Hotel empfing Langheld den Besuch einer verschleierten Dame, die er offenbar erwartet hatte, und mit der er längere Zeit in seinem Zimmer verblieb. Dafür, daß zwischen diesem Besuch und dem an Langheld verübten Verbrechen ein Zusammenhang bestände, ist vorderhand keinerlei Anhalt gegeben. Der Chauffeur hatte von dem Amerikaner den Auftrag erhalten, über Augsburg, Treuchtlingen und Ansbach zu fahren. Die Dispositionen bezüglich des ersten Nachtquartiers sollten erst unterwegs getroffen werden. Bis zum Abend aber wollte Langheld jedenfalls in Ausbach sein, da er. wie er sagte, dort eine Verabredung habe. Der Chauffeur nahm an, daß es sich um ein Rendezvous mit einer Dame handeln solle, da man ihm im Hotel gesagt hatte, Langheld sei trotz seiner Jahre galanten Abenteuern nicht abgeneigt. Noch vor Eintritt der Dunkelheit traf das Automobil in Ansbach ein, wo der Chauffeur in der Nähe des Bahnhofes halten mußte. Nach beinahe einstündigem Warten erst, und nachdem inzwischen der Abend hereingebrochen war, näherte sich dem Wagen ein junger Mann, der nur einen kleinen Handkosser bei sich hatte, und der ohne Zweifel der von Lungheld Erwartete war, da er ohne weiteres zu ihm einstieg. Es fiel dem Chauffeur auf, daß nicht ein einziges lautes Wort der Begrüßung zwischen den beiden getauscht wurde, da es aber inzwischen angefangen hatte, stark zu regnen und der junge Mann infolgedessen die Kapuze seines langen Automobilmantels fast ganz über den Kopf gezogen hatte, konnte der Chauffeur von seiner äußeren! Erscheinung nur einen sehr oberflächlichen Eindruck gewinnen. Er weiß eigentlich nur zu bekunden, daß ihm der Fremde sehr schlank und zierlich vorgekommen sei, und daß seine auffallend tleinen Füße und Hände ihm vorübergehend den Verdacht erweckt hätten, es könne sich um eine verkleidete Dame handeln. Ob der Unbekannte mit einem der einlaufenden Züge in Ansbach angekommen sei, vermöge er nicht zu sagen. Im Innern des geschlossenen Wagens müßten die beiden dann wohl über den weiteren Reiseplan miteinander verhandelt haben; denn nach einer kleinen Weile sei Langheld noch einmal ausgestiegen, um ihn zu fragen, ob er sich getraue, trotz des schlechten Wetters noch ein paar Meilen weiterzufahren, weil er nicht gern in Ansbach übernachten wolle. Er, der Chauffeur, habe darauf vorgeschlagen, in Steinach Station zu machen, wo ihm ein recht guter Gasthof bekannt sei, und der Ameritaner sei darauf sofort eingegangen. Als die Lichter von Burgbernheim vor ihnen auftauchten, habe sich Langheld nach einmal zum Fenster hinausgelehnt, um zu fragen, ob dies bereits Steinach sei; das Verbrechen könne also erst hinter dem genannten Orte auf der letzten Strecke des Weges verübt worden sein.„ Als das Automobil gegen Mitternacht vor dem Gasthafe in Steinach hielt, hatte sich der Chauffeur gewundert, daß seine Fahrgäste nicht Miene machten, auszusteigen. In der Meinung, daß sie beide eingeschlaten seien, hatte er seinen Sitz verlassen und die Tür des Wagens geöffnet. Zu seiner Ueberraschung hatte er sofort gesehen, daß sich nur noch einer der Passagiere darin befand. Der Amerikaner lehnte wie ein Schlasender in einer Ecke: aber er veränderte auch auf die wiederholten Zuruie des Chaufjeurs seine Stellung nicht und gab auch dann noch kein Lebenszeichen von sich, als jener ihn ziemlich kräftig am Arme rüttelte. Von einerunheimlichen Ahnung erfüllt, hatte der Chauffeur daraufhin die schon zur Ruhe gegangenen Leute in dem Gasthofe alarmiert, und als man dann mit einer der Automobillaternen in die Karosserie hineinleuchtete, hatte man gesehen, daß sie nur noch einen Toten enthielt. Mit der ruhigen Miene eines friedlich Schlummernden saß Wilhelm Langheld in den Polstern, aber seine rechte Schläfe wies eine schwarz umränderte Schutzwunde auf, die ihm vermutlich aus nächster Nähe, vielleicht sogar unter direktem Aussetzen der Wafse beigebracht worden war. Von dem Chauffeur sowohl, wie von den aus dem Hause herzugecilten Leuten wurde im Innern des Wagens ein unangenehmer, süßlicher Geruch wahrgenommen, den der Hausmeister, ein früherer Krankenhauswärter, mit voller Bestimmtheit für Chloroform= geruch erklärte. (Forljetzung folgt.) Ein Kunstter. Novellette von Karl Ernstblist. (Nachbruck verboten.) Nun war wieder einmal alles gut! Mit leichtherzigem Lachen kam Karl Meinhold heim zu der alten Mutter, umsaßte und herzte die alte, weißhaarige Frau und rief lustig:„Mutterchen, hei die Torge vorerst ein Ende! Da hat sich endlich eine Schülerin gemeldet, die fünf Mark für die Stunde gulegen will!“ Die alte Frau mit dem gutherzigen, aber vergrämten Gesicht nahm i der H. ihrem Sohn das kleine Brieschen aus und trat hin zu der Lampe, wo sie den Inhalt des Schreibens genau durchlas. „Ja, ja, Altchen!“ zubelle er weiter,„nun sind wir vorläusig genorgen, wöchentlich vier Stunden à fünf Mark, das läßt sich doch wohl schon hören.“ Aber die alte Frau ermahnte ihn zur Vorsicht: ibele nicht vorher, mein Sohn,— solche junge, vornehme Dumen sind sehr weiterwendisch, wer weiß, ob du ihr auch der geeignete Lehrer semn wirh“ rief „Dafür laß mich nur sorgen, Mutterche er heiter,„ich werd' sie schon zu halten wissen, übrigens a# man dech wirklich nicht immer gleich das Schlimmste bejurcht orgenpoll in Undu noch die Alte.„ glück. Mit vorher, als nachher,“ entgegnete sorge „Dein leichtes Künstlerblut ist eben dei deinem unzähnigemal getänscht werden, mein Er über heiter und sorglos wie ich bin, bin ich mit mir zufrieden, ich in meinem Vertranen getäuscht werden, als daß ich n wirst Juag“ Mütterchen, lieber will immer und ewig mit einem Gesicht voll Mißtrauen herumlausen sollte. Uebrigens habe ich ja auch dich, Mütterchen— und du sorgst schon dafür, daß ich nie zu viele dumme Streiche mache.“— Lachend umfaßte er die alte Frau und lüßte sie herzhaft und junig. Am anderen Tage ging er zu Herrn Rentier Winielmann, dessen einzige Tochter bei ihm die GeigenKunden nehmen solite..6 86 Der alte Herr empfing iyn selver:„ah, Sie sind der Herr Kapellmeister,“ meinte er mit einem behaglichen Schmunzeln,„na, bitte, treien Sie nur näher, meine Rosa wird gleich erscheinen.“ Karl trat in das Wohnzimmer. Es war ein großer, heller Raum, überaus reich und bunt ausgestattet, so daß man zu keinem rechten Behagen kommen konnte, — es war die etwas protzenhafte Ausstattung des reich gewordenen Bürgers, der es noch nicht verstand, sein Geld richtig auszugeben. Im nächsten Augenblick trat die Tochter ein. Da rief lachend der Alte:„Hier, mein Kind, ist der junge Musikante, nun mach' du man alles mit ihm ab, denn ich versteh’ von dem Rummel ja doch nischt.“ Damit ging er lächelnd hinaus. Das junge Mädchen ärgerte sich über die Plumpheit des Vaters, aber es beherrschte sich und sagte mit kühler Höflichkeit:„Sie sind mir sehr empfohlen worden, Herr Meinhold, deshalb habe ich mich an Sie gewendet.“ Er verneigte sich leicht, sah sie aber unausgesetzt an: er konnte den Blick nicht abwenden von diesem lieblichen, schönen Gesicht, das im Augenblick so stolz und hoheitsvoll aussah. Endlich erwiderte er mit leise erregter Stimme: „Mein gnädiges Fräulein, es wird mein redliches Bestreben sein, Ihr Vertrauen stets zu rechtfertigen.“ Darauf nickte sie kaum merklich, und als sie ihn Sitzen einlud, flackerte ein verstecktes Lächeln über ihr Gesicht, denn sie amüsierte sich über seine schlecht verlegen nubt war int Begriff, eine neue Qummseit sagen Da begänn sie zur rechten Zeit, mit einem liebenswürdigen Lächeln bittend:„Also, wenn es Ihnen rechs ist, beginnen wir sogleich.“ Er atmete auf, denn jetzt hatte er seine Kraft und seine Selbstbeherrschung wieder, Der Unterricht begemn. Und es zeigte sich, daß Fräulein Rosa nicht nar schnell begeiff, sondern daß sie guch lernbegierig und sehr begabt war. Jetzt war er ganz in seinem Element, jetzt war jede Verlegenhelt von ihm gewichen,— nun er im Dienste seiner Kunst war, uun loderte alle Kraft des künstlerischen Ingeniums in ihm auf, nun gab es nichts Acußerliches mehr, das cu abzulenken vermochte. Erst als die Stunde beendet war, kam er ins wirtliche Leben zurück. Auf Wiehersechen) Als er heimging, kam eine ganz unbändige Freude über ihn,— mit großen, lachenden Augen lief er dahätte den ersten besten Menschen umarmen von Erredung. Und nun ärgerte er sich, daß er sich eine Blöße gehatte; er wurde einen Augenblick lang rot und er hätt können,— so überglücklich war er. „Nun, wie war's denn?“ fragte die alte Mutter, als er zu Hause ankam. „Gut war's, Rutterchen! sehr gut! Das Fräulein ist entschieden begabt, und es macht mir wirklich Freude, es zu unterrichten,“ antwortete er mit heilen Blicken des Glückes. Die alte Frau nickie nur dazu, aber als sie ihre Handarbeit wieder aufnahm, machte sie ein besorgtes Gesicht, und als Kurt in sein Zimmer gegangen war, senfzte sie leise, denn sie hatte nur zu gut gemerkt, daß mit ihrem Jungen eine Veränderung vorgegangen war. Die nächsten Unterrichtsstunden verliefen gleich der ersien,— er stets voll echt künstlerischer Begeisterung, sie immer mit ernstem Eifer. Natürlich entging es ihr nicht, daß sie einen ent— und dazu nung zu machen. Aber als vier Wochen vergängen waren, konnte der heißblütige Künstler sich nicht mehr beherrschen, und nun machte er keinen Hehl mehr daraus, daß er für seine schöne Schülerin schwärmte. Jetzt aber kam ihr die ganze Affäre äußerst komisch vor, und nun beschloß sie, erst mal abzuwarten, wie weit der verliebte Künstler seine Kühnheit eigentlich treiben würde, um ihm dann eine ernste Lektion zu geben,— so ließ sie sich also vorerst weiter den Hof machen, und wennschon sie ihm nie das geringste Zugeständnis zeigte, so ließ sie sich doch immer seine deutlichen Huldigungen gefallen. Eines Tages fragte Herr Winkelmann:„Was meinst du, Rosa, ob wir mal den Herrn Meinhold zu Tisch laden?“ Aber da antwortele das Fruniein entrustet:„We denkst du nur hin, Papa.“ „Na, er ist doch'n ganz netter Rensch.“ „Aber er ist mein Lehrer, der von uns besoldet wird,— nein, das ist ja ganz unmöglich, Papa.“ „Nun, wie du meinst, mein liebes Kind," lenkte der alte Herr dann ein,„so was mußi du ja besser wissen als ich.“ M78 So wurde Karl Meinyold nicht eingemen. Und die Stunden nahmen ihren Fortgang. Aber der junge Künstler wurde immer deutlicher in seinen Zärtlichkeitskundgebungen und Galanterien. Und Fräulein Rosa fand ein immer größeres Vergnügen daran, den Fisch in: Netz zappeln zu lassen. Davon aber merkte Karl nicht das geringste; blind wie ein Verliebter lief 8 5 P s er timher, immer zur dem einen Gedauten nach: Sie! eim be!„„„ S HMe An Mit heimnetem Bangen und vergmmen tingen sah die alte Mutter diesem Treiben zu. Vergebens hoffte sie von Woche zu Woche, daß der Junge zu ihr sprechen würde, und mit tieser Bekümmernis sah sie, daß selbst seine Kunst ihn jetzt nicht mehr fesselte, denn die einst so heißgeliebte Geige, das wertvolle alte Vermächtdes Vaters, das teure Kunstwerk, dem er so zauberhafte Töne entlocken konnte,— sie lag seit Monaten underührt im Futteral,— er übte nicht mehr, er studierte nicht mehr, er hatte sein hohes, künstlerisches Ziel aus den Augen verloren. alles betrübte die fürsorgliche, alte Mutien auf das tiesste, dennoch aber konnte sie es nicht über sich geteinnen, ihm sein Gcheimnis zu enklocken,— nein, sie mußte warten, bis er von selber zu ihr kam. Der Früyling zog ins Land. Neues Leben flutete durch die Welt, neue Hoffnungen keimten auf in den Herzen der Mensche: Und an einem solchen sonnigen Frühliugstag konnte Müdchen hin und erltärte seine Liebe. Ruhig hörte sie ihn an, dann lächelte sie mit heimlichem Triumph, und dann sagte sie mit lächelndem Hohn:„Herr Meinhold, Sie haben sich wohl ein wenig verrechnet— junge Mädchen aus meinem Stande pflezen gewöhnlich nicht ihre Musiklehrer zu heirgten.“ Lamit ließ sie ihn stehen und ging hinaus. Wie erstarrt stand er da. Alles um ihn herum begann sich zu drehen, so daß er sich an der Lehne eines Fautenils festhalten mußte. Alle Gedanken wirbelten wild durcheinander, und das Blut pochte hämmernd an die Schläfen. War es denn möglich?! War es denn nur möglich?!— Wie ein wilder Schmerz, so rang sich ein schwerer Seufzer los von der Sriht.„ War er denn wirklich wieder einmal so vund und vertrauensselig hineingeduselt ins Leben? Nichts, gar nichts war er ihr als der Spielball ihrer frevlen Launen?!— Mau heiratet nicht seinen Musiklehrer!— hahaha! wie wahnsinnig lachte er auf, dann erhob er im wilden Haß die Hand und drohend rief er:„Wart', ich will dir noch zeigen, wer ich bin!“ Dann rannte er hinaus.— Fort jetzt, nur fortt Und keine Menschen sehen. Drei Stunden später kam er heim, ganz ruhig, z gesaßt,— aber als die Mutter ihn stumm bittend o wähnts,— ich zürue Ihnen gewißlich nicht!“— ganz keise berührte er mit den Lippen die dargereichte beringte Hand,— liebenswürdig, formell, höflich, und dann gehi er grüßend weiter und sieht die guädigste Frau nicht mehr— nie mehr,— vergessen,— vorüber, alles aus! Sie heißt die Lippen zuammen, verzucht zu lächeln und gehl stoig weiter. S2 Denkspruch. Steuge zegen sich seldst, mit iweichbeit gegen anziere veidunden, auniht den Gabrbatt Voinrssichen Eharakter aus. Schiller. Aus ARSRT z gesaßt,— aber als die Mutter ihn stumnr bittend unblickte, da sank er nieder vor der alten Frau und preßte sein heißes Gesicht in ihren Schoß und weinte, weinte wie ein kleiner Knabe. *** * Nach zwei Jahren. Es ist ein großes Fest bei einem reichen Mann, der darauf hält, seinen Gästen die neuesten Künstler vorzustellen. Auf dem hentigen Fest hat man den neuen Geigerkönig Karl Meinhold kennen und seine geniale Kunst bewundern gelernt. Alle Welt umjubelte den jungen, blassen Mann mit den verträumten Künstleraugen, als er die Runde durch den Saal macht. Und plötzlich steht eine stolze, üppigschöne Frau vor ihm, reicht ihm die Hand hin und fragt mit süß verschämtem und verheißendem Lächeln:„Sie zürnen mir doch hoffentlich nicht mehr, teurer Meister?“ Sosort hatte der junge Künstler seine ehemalige Schülerin wiedererkannt. Aber er lächelt ihr verbindlich zu, berührt mit leiser Höflichkeit ihre Hand und erwidert:„Durchaus nicht, gnädigste Frau! ich bin Ihnen sogar dankbar; denn Sie wiesen mich ja wieder auf meinen rechten Weg, den ich fast schon verloren Gen Laura Uireen!. Kalbsfrikandeau mit Champignons. Ein schönes Frikandeau wird gekiopft, blanchiert, mit Salz und Pfeffer eingerieben und gut gespickt." Run gibt man in eine Kasserolle einige Stücke Sprck und etwas Butter, einige Zwiebel= und Mohrrübenscheiten, zwei Eßlössel Fleischbrühe und ein Glas Weißwein, legt das Frikandeau hinein und dünstet es zugedeckt unter mehrmaligem Umdrehen, bis es weich ist. Inzwischen brät man kleine Champignons in Butter, stäabt etwas Rehl daran, gibt die Frikaudeansauce durch ein Sieb dazu und läßt sie damit aufkochen. Dann richtet man die Champignons aus dem Boden der Schüssel an, schneidet das Frikandean in schöne Scheiben, orduet diese auf den Champignons und gießt die Saure darüber. Kalbszungen mit polnischer Sauce. Man kocht zwei oder brei Kalbszungen recht weich, zieht die weiße Haut sauber ab, spaltet die Zungen der Länge nach aukeinander und brännt sie dann von beiden Seiten in Butter. Unterdessen kocht man eine Handvoll Backpflaumen(gedörrte Zwetschen) mit Zucker und Zitronenschale weich, macht eine braune Elubcenne, gibt die Zwetschen, ein Glas Notwein und zwei Neiken dazu und lüßt alles gut durchkochen. Vor dem Anrichten treibt man die Sance durch ein Sieb und gibt sie über die Zungen. Frikassee in Reisrand. Is Pfund Reis kocht man, nachdem er blauchiert ist, in Fletschbrühe weich, aber ganz und trocken, und legiert ihn mit fünf Eidottern. Nun nimmt man eine flache, runde, feuerfeste Schüssel, bestreicht sie mit Butter und macht von dem Reis einen hohen Kranz ringsum. Währenddessen hat man ein schönes Frikassee von Kalbfleisch oder Huhn bereitet und füllt dies auf die Schüssel in die Mitte des Krauzes. Jetzt bedeckt man das Frikassee mit einem weißen Papier und stellt die Schäsfel, nachden man den Reisrand mit Parmesankäfe bestreut hat, in einen heißen Ofen. Nach etws einer Viertelstunde nimmt man das Gericht heraus, entsernt das Papier und fervirrt auf der Schüssel. Humor. Eine Dauerstellung.„Verzeihen Sie, mein Herr, ich bin von Schneidermeister Mütler angestellt, um das Geld einzukassieren, das Sie ihm noch schulden.“ „Ah, da kaun man Ihnen aber Gtück wünschen, daß Sie eine solche Dauersteilung bekemmen haben!“ rung der amtes ein nd eventi. zur Teilder Kreisberat und streter der sen Volkst, auch die gten Mitder Koniden Selbstd Jugendid 6a mit dem Annach dem t soll am irt sich auHaus die er Schlußimmen der migts Besiedlung beantragt Hauptausatung des zur Aeneiner vor: Die Vornigt. lenderung tenersparn der alln werden. ten. Die eten darf AO AAOR 22 n K — ** * *