Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Kölln gnädigstem Privileg'o Freytag, den 27. October. I. Citationes edistales. Alus Befehl des Herrn Gografen zu Oelde # werden sämtliche Gläubigere des Fuselbrennern Franz Spigel im Wigbold Oelde hiedurch zum dritten mal edictaliter verabladet, um ihre an desselben distrahirten Gütern habende Forderungen suh pana perpetui kilemtü beym Gogericht Oelde gehörig einzubringen. Geben Oelde den ro. Oct. 1780. Callenberg; Ac. Aus Befehl des Herrn Stadts=Richtern Doctoren Boichorst zu Ahlen; werden hierdurch alle und jede Creditoren, so an II. Gerichtliche Notifications. Ad inftantiam H. O. Filci zu Ahaus wird die Mahnen vor dem Kopf und unten die " hiedurch männiglichen bekannt gemacht, Füße abgeschoren hat zugelaufen wer nun wie daß dem Dirk Herm BoingDorfs Wül= solches Pferd verloren hat, der wolle sich inlen vor ohngefehr z Wochen ein schwarzes nerhalb 8 Tagen bey hiesigem Gerichte so Mutterpferd, so ungefehr 2 und ein halb gewiß melden, und solches mit glaubhaften Jahr alt, fünf Fuß hoch, und einer Seits die Eheleute Dirk Wilm Fahne, oder derer Güter, in loecie an dero jüngsthin aus freyer Hand verkaufter, an der Klosterstraßen in Ahlen belegener Behausung einige Spruch und Forderung haben, ein für allemalecictaliter vorgeladen, um sothane Ansprüche und Fodrerungen binnen peremptorischer Frist von sechs Wochen sub poena perpetui silentü beym Ahlenschen Gerichte gehörig vorzustellen. Signat. II. Octob. 1780. Kurz, Grschr. Attestaten bescheinigen, als solches sonst dem Signat. Ahaus den 2o. Octob. 1780. Meistbietenden verkaufet, und die Gelder Adjudic. Decretum ad ararium Filci verwendet werden sollen. Hecking Grschr. III. Vermischte Nachrichten. ngefolg gnädigsten Befehls werden am nächstkünftigen Samstag, den 28sten dieses Morgens 9 Uhr präcis anfänglich auf dem Amthaus=Platze zu Wolbeck viele hundert Hüner zusammen oder in gewisser Anzahl dem Meistbietenden gegen baare Zahlung verkaufet werden. Diejenige, welche zu solchem Ankauf Lust haben, wollen sich zu der bestimmten Zeit und Orteinfinden. Münster den 2o. Octob. 1780. F. Geisberg, Amtsrenthm. Qas mit Nro. 147 bezeichnete Haus auf dem neuen Fischmarkt, bey welchem ein großes Hinterhaus und Einfahrt ist soll am 2ten November daselbst Nachmittas 2 Uhr dem Meistbietenden verkaufet werden, und können Kauflustige die Bedingnissen über dem Verkauf zuvor beym Krameramtsverwandten Rost erfahren. Am künftigen Samstag den 28sten October Nachmittags um 2 Uhr soll ein der Frau Wittib Lieutenants Knippe zuständiger vor Münster und dem Hörster Thor in der Enkingmühlen Stegge, zwischen der Frau Wittib des Herrn Registrators Detten sel. Garten und einem Hochwürdigen Mauritianer Kapituls Kamp belegener Garte aufm Platz aus freyer Hand meistbietend verkauft werden. Qen 7ten November Rachmittags um 2 Uhr soll der ohnweit der Stadt diesseits des Kanals belegener großer und kleiner Ahekamp auf dem Platze selbst unter sichern alsdann vorzulesenden Bedingnissen auf mehrere Jahren meistbietend verpachtet werden; auch können selbige; Tage vorhero bey dem Herrn Vicarius May eingesehen werden. Bey dem hiesigen Hofbuchhändler Perrenon ist zu haben: Encyclopädisches Jahrbuch für die Liebhaber der Haushaltungskunst auf das Jahr 1781, welches folgende Abhandlungen enthält: r) Unterricht vom Flachs= und Leinbau. 2) Nachricht von den schädlichen Raupen; nebst den Mitteln dagegen. z) Von dem Beschneiden der wilden Bäume. 4) Von der Anpflanzung des Sauer=Klees. 5) Unterricht ein schönes Nachtlicht zu machen. 6) Mittel daß die Vögel der Saat nicht schaden. 7) Mittel wider den schädlichen Brand im Weizen. 8) Unterricht von der Wintererhaltung des blauen Kohls. 9) Nachricht vom Ausbrüten der Fische. 1o) Mittel wider die Erdflöhe. I1) Mittel wider die Engbrüstigkeit. 12) Mittel wider das halbseitige Kopfwehe. 13) Mittel wider die Wassersucht. 14) Mittel wider die Folgen der Dornstiche. rs) Ursachen; warum die Erbsen in manchem Jahre nicht weich kochen. 16) Neue Art die Iltisse zu fangen. 17) Unterricht wie der Endivien durch den Winter zu bringen, und Samen zu ziehen sey. 18) Etwas vom Spielzeug der kleinen Kinder, und dergleichen mehr. kostet 3 ggr. Bey einem ledigen Menschen, an einer gelegenen Strasse auf der Freyheit wohnend, kann eine kleine Haushaltung einziehen, und zu ihrem Gebrauche die Küche, Keller, Stube, Boden und eine Kammer erhalten. Mehrere Anweisung giebt das Intellig. Comtoir. neinem Hause auf der Freyheit und gelegenen Strasse ist der untere Theil, bestehend in einer commoden Küche, einige kleine und ein größeres Zimmer, auch Keller gleich zu beziehen. Beym Intellig. Comtoir ist Nachricht davon zu haben. Zwey oder vier schöne meublirte Zimmer, woben allenfalls für zwey honetter Leu ten Kinder ein gutes Kosthaus, stehen zu verheuren. Das Intell. Comt. giebt fernere Nachricht. Eine vornehme hohe Herrschaft suchet eine Haushälterinn; welche im Kochen erfahren, und ihres Wohlverhaltens glaubhafte Attestate beybringen kann. Das Int. Comt. giebt die Anweisung. (Fine vornehme hohe Herrschaft sucht einen * Bedienten in Kost, Lohn, und Livree, welcher gut schreiben, rasiren, und accomodiren kann, auch Attestate von seinem Herkommen, und ehrlichen Betragen beybringen kann. Das Intellig. Comt. gibt Nachricht. Andreas Heishorn, Kaufmann von Züt* phen, verkauft allerhand Sorten feinen Englischen Porcelains, als Tafel=Thee= und Koffee=Servicen, wie auch Toback; Thee und Chocolade, und allerhand eingelegte Früchten, wie auch eingelegte Kapers und Anschoven, alles in billigsten Preisen, sein Lager ist vor der Kanzley aufm Domhofe, und sein Logis auf dem Stadtskeller; wird sich wegen zu später Erhaltung seiner Waaren bis in die andere Woche dahier aufhalten, und empfiehlt sich hohen und niedrigen Standespersonen. Mit Erlaubniß einer hohen Obrigkeit wird allen Liebhabern sowohl der Musik als auch der Kunst bekannt gemacht, daß Johann Michel Milchmeyer, Uhrmacher zu Frankfurt am Mayn, allhier eine neu inventirte künstliche Uhr sehen läßt, welche eilf neu componirte musikalische Stücke spielet als: Sieben Stücke auf dreyerley Instrumenten nemlich die erste und zweyte Flöte, wobey die Harfe den Baß spielt. Der Uhrkasten ist gemacht von Mahogani Holz, und stellt einen Bureau vor, mit vergoldeten Handhaben. Oben auf dem Kasten ist die Uhr zu sehen, auf beyden Seiten mit verooldeter Bildhauer Arbeit. Auf der rechten Seite siehet man eine Meise, welche sich beweget und ihren natürlichen Gesang singt. Zur linken Hand siehet man, in erstbesagter Bildhauer=Arbeit, einen Fink, welcher sich ebenfalls beweget, und seinen natürlichen Gesang singt. Oben auf der Uhr stehet ein Hahn, welcher seine Flügel und seinen Mund beweget, und so laut und natürlich krähet, als wenn er lebte. An dem Bureau sind2 Thüren; bey Eröfnung derselben siehei man eine schöne Landschaft. Zur linken Hand auf dieser Landschaft ist eine Herberge, auf welcher eine Glocke angebracht ist; aus dem Schorstein von dieser Herberge kommt ein Schornsteinfeger, und schlägt mit seinem Besen auf die Glocke so viel Uhr es ist; sobald er den letzten Schlag gethan ist er wieder in den Schornstein; man kann solches repetiren, so oft man will. Zur rechten Seite auf dieser Landschaft sitzet ein Schäfer unter einem Baum, welcher seine Flöte an den Mund setzet, und ein lustiges Stück bläset. Vor der Herberge sitzet ein Posiknecht zu Pferde, welcher mit seinem Posthorn den Schäfer antwortet, und auf das schönste accompagnirt. Sobald der Bostknecht anfängt zu blasen: kommt auf der einen Seite der Wirth an das Fenster, und auf der andern Seite die Magd um zu sehen, wer auf der Strasse ist. Sobald der Wirth solches gesehen, gehet er zu rück, und befiehlt der Magd, dem Postknecht zu trinken zu bringen; alsdann eröfnet sich die Hausthür; die Magd kommt heraus mit einer Kanne und ein Glas in ihren Händen; neben der Magd kommt ein Hund aus dem Hause, welcher gegen den Postknecht springt, und natürlich bellt: weil aber der Postknecht nicht trinken will, so gehet die Magd mit dem Hunde wieder zurück, und macht die Thüre hinter sich zu. Mitten auf dieserLandschaft siebet man einen Hahn mit 4 Hünern im Grafe auseinander zerstreuet. Der Hahn fängt an laut zu locken, und pickt mit dem Schnabel auf die Erde; die 4 Hüner laufen beysammen zu dem Hahn, welches lustig anzusehen. Auf dieser Landschaft siehet man ferner ein schlappes Seil an zween Bäumen bestgemacht, worauf eine Schäferinn sitzt und sich den ganzen Tag wippet. Ausser diesem sehenswerthen Kunststücke werden auch perspectivische Illuminationes von ihm vorgestellt, die sehr schön anzusehen sind, und sich den Beyfall aller Zuschauer erworben haben. Diese Kunststücke sind zu sehen von früh Morgens 10 Uhr bis Abends spät. Der Anfang ist mit jeder Stunde. Die Person zahlt 2 Ggr. Herren und Damen nach Belieben. Unser Logis ist bey Bäcker Himmelreich auf dem Principal Markt. Veil der Hr. Peter Samassa aus Venedig dahier viele Proben bey Herrschaften und im Publico gemacht hat als wird nochmalen mit aufs neue erhaltener gnädigster Erlaubniß bekannt gemacht, daß er verkaufer r) Eine englische Seife, diese nimmt alle Flecken von Koffee, Oel, Pech, Wagenschmier sowohl aus Tuch, als Kammelott Stoff und andern Zeugen, der Gebrauch davon ist: man reibt über die Flecken so viel von der Seife, daß selbige bedeckt werden, giebt darauf reines Wasser, und reibet mit den Händen solche wohl ein, bis sie sich verlieren, hernach wäscht man selbige mit frischem Wasser wieder heraus, so ist nichts mehr zu sehen, man bedient sich auch dieser Seife zur Säuberung schöner Zeuge von Silber oder Gold, wenn solche angelaufen, und dadurch wie ganz erneuert werden, seidene Strümpfe können damit von allen Flecken gesäubert werden. Das kleine Paquet kostet 3 Ggr. und das große 6 Ggr. 2) Ein Spiritus, welcher die Fettflecken aus seidenen Zeugen herauszieht, er bringt die Farbe und den Glanz wieder neu, das Glas 12 Ggr. 3) Feines türkisches Dintenpulver, auf Ein Viertel Pfund 6 Maaß Wasser, wird je älter je schwärzer, 8 Ggr. 4) Ein romanisches Wasser, die Sommerflecken an den Händen und in dem Gesicht zu vertreiben, solches wird 14 Tage gebraucht, so lange man sich auch der sauren Speisen enthalten muß, 1 Rthl. s) Französische Damenpomade, die Hände damit zu waschen, benimmt alle Unreinigkeit, und machet eine weisse und klare Haut r Thl. und 2 Thl. 6) Harte und weiche Pomade, das Haar wachsend zu machen, welche die Woche zweymal gebraucht wird, wo Grund ist, wachsen die Haare gewiß, r Thl. auch in Stangen zu 6 und 12 Ggr. 7) Ein Oel die Wanzen binnen 48 Stunden aus den Zimmern zu vertreiben, wo sich die Wanzen befinden, mit einer Feder angestrichen. Wofür ich Jahr und Tag gut bin, das Glas 8 Ggr. 8) Ein kinderungspflaster für die Hühneraugen, 2 Ggr. 2) Ein Geheimniß, alte Gemählde zu putzen, welcher bis zo0 Jahr alt sind, wenn auch fein Gold darauf ist, sie bekommen die Farben und Glanz wieder, als wenn solche erst gemahlt wären. Für diese Stücke verbindet er sich die Probe zu machen und steht für den Erfolg nur nicht bey Hüneraugen. Sein Logis ist in der verkehrten Welt bey Bäcker Röhr auf der Klemensstrasse, und ist daselbst Morgens von7 bis9 und Nachmittags von 12 bis 2 Uhr anzutreffen. Er wird sich noch ro bis 12 Tage dahier aufhalten. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Paris, vom 16. Octob. Nach einem jüngern Couriere aus Cadix, vermuthete man daselbst um den raten dieses die Ankunft des Grafen von Guichen mit 18 Reihenschiffen und einer Kauffahrtheyflotte von 120 Segeln unter derselben Geleite. Die Briefe von gesagtem Generale, die eine dritte Corvette nach Cadix gebracht hat waren vom 2osten August. Man versichert zugleich, die Herren von Grasse und von la Motte=Piquet werden auch mit die sem Geschwader zurückkommen. (Hiezu eine Beylage.) Behlage zum Rum. 80. Madrid, vom 2. Octob. Unsere Truppen bey dem Geschwader des Herrn Solano sind unter den Befehlen des Herrn von Navia zu Porto=Rico ausgestiege, die Schifsarmee aber zu Havana vor Anker gelaufen. Man weis numehr sicher, daß der Admiral Rodney mit seiner Macht sich nach Jamaica begeben hat. An dieses Eiland wird also die combinirte Armee sich für heuer nicht wagen. Es ist doch von der Französischen Flotte nech eine Menge Schiffe in den westindischen Gewässern zurückgeblieben, um den brittischen Seeführerallda zu beobachten. Wie dermalen verlautet so hat der Graf von Guichen, ehe und bevor er von Martinique absegelte, 6 von seinen Schiffenf mit 4000 Mann Truppen avgefertiget, um den Grafen von Rochambeau auf Rhode=Island zu verstärken. Hat solches seine Richtigkeit so dürfte der General Clinton sich zu Newyork nicht allzu wohl haben. Aus Spanien, vom z. Octob. Die Rede ist durchgängig; der Graf v. Estaing übernehme zu Cadix das Obercommando über die daselbst versammelte sämtliche Seemacht, und werde sobann die förmliche Belagerung von Gibraltar vornehmen. Indessen verlautet, es werde eine ansehnliche Englische Flotte die Fahrt nach der Meerenge richten, und in diesem Falle dürfte es in kurzem zu einem entscheidenden Seetreffen in den dasigen Gewässern kommen. Der General, Dom Ludwig von Cordova, ist nach Hofe entbeten worden, und soll nicht nur allein mit dem Ritterorden Carls III. beschenket werden, sondern allen Kriegsraths=Versammlungen beywohnen. Der ihm von den erbeuteten beyden Brittischen Kauffahrteystotten, die nach Ost= und Westindien bestimmt waren, zufallende Antheil wird auf mehr als 200000 Duplonen geschätzt. Portugalls Entschliessung zu einer vollkommenen Neutralität wird für uns von guter Wirkung seyn. London, vom r3. Octob. Der König kam vorgestern von Windsor nach St. James. Es wurde daselbst Staatsrath gehalten, und hernächst empfiengen Se. Majestät die Glückwünschungs=Complimente wegen des über die Amerikaner in Carolina erfochtenen Sieges.„Das ganze Feldarchiv des Generals Gates ist in den Händen unsrer Armee, uns darunter der Briefwechsel verschiedener eibrüchigen Einwohner der Provinz mit die sem Heerführer, die dem Könige den Eid dec Treue geschworen hatten; vorgefunden worden. Lord Cornwallis hat ihrer sofort zo als Gefangene nach St. Augugustin geschickt, ro andere aber; die; wider den Eid ihrer Treue unter den Waffen ertappt worden, auf der Wahlstatt aufknüpfen kassen. Ein Privatbrief aus Carlstown gedenkt einer entdeck. ten Verschwörung, nach welcher die vornehmsten Einwohner der Stadt welche der Regierung zugethan sind, in Abwesenheit des Lords Cornwallis ums Leben gebracht und die Stadt in einen Aschenhaufen verwandelt werden follte; die Verschwornen senn aber eingezogen, und dem Vorhaben gesteuert worden. Unsere große Flotte lag am erten noch zu Torban vor Anker; sie machte sich aber an demselben Tage zum Auslaufen fertig. Vielleicht richtet sie die Fahrt nach Gibraltar. Prag vom r7. Octob. Se. Majestät, der Kaiser, unser allergnädigster Beherrscher, befinden sich bereits seit einigen Tagen hier, und beehrten am ##ten dieses das prächtig erleuchtete National Theater mit Dero höchsten Gegenwart, woselbst das neu heroische Trauerspiel, die Römer in Deutschland aufgeführt wurde. Aus England, vom r2. Oct. Vorgestern ist der neunte Prinz, den Ihre Majestät, die Königinn, am asten Sepkember, zur Welt brachten, in der Stille durch den Bischof von Lichtfield und Coventry getauft, und Höchstdemselben der Name Alfred, und zwar zum Andenken des Königs gleiches Ramens, eines der größten, den die Englischen Jahrbücher aufweisen, beygelegt worden. Das Packetbook, der Sandwich ist von Jamaica, von da es am nten August abgieng, zu Falmouth angekommen und bringt verschiedene Zeitungen von gedachtem Eilande mit, die aber niches besonders wichtiges enthalten. Sie gedenken der Ankunft des Contreadmirals Nowley mit 10 Reihenschiffen von der Schiffsarmee des Admivals Rodney# 2c. Paris, vom r7. Ock. Esläßt sich vermuthen dem Herrn Generallieutenant und Befehlshaber der Geudarmerne, Marquis von Casiries, sey das erledigte Seedepartement zugedacht. Seit der allhier eingegangenen zuverlässigen Nachricht von der Ankunft des Grafen von Estaing in Cadix, hat man näher erfahren, daß er von dem Katholischen Könige zum Ritter des goldnen Vliesses und des Carls III. Ordens, auch zum Generallieutenant der Spanischen See= und Landmacht ernannt worden. Nur ist zur Zeit noch nicht bekannt, ob er den Grafen von Guichen in Westindien ersetzen, oder der Vestung Gibraltar einen andern Herrn geben werde. Auf welcher Seite er auch immer angestellt sey, so sehen wir einem glücklichen Ausschlage seiner Unternehmungen entgegen. Nach den jüngsten Berichten aus Bresi, war das Geschwader unter dem Herrn von ka Touch=Treville fast in segelsertigem Stande. Brüssel vom 19. Octob. Seit einigen Tagen ist ein K. K. Kämmerer allhier von Wien angekommen, um einige Einrichtungen wegen des künftigen Hoflagers Ihrer Königl. Hoheit, der Erzherzoginn Maria Christina, mit Dero Gemahle, dem Herzoge zu Sachsen Teschen, allhier zu treffen. Frankfurk, vom 19. Octob. Vorgestern, Abends 7 Uhr langten aus Bonn des Erzherzogs Maximilian Königl. Hoheit, Coadjutor des Erzbisthums Köln und des Hochstifts Münster, auch Hochund Deutschmeister, ineognito allhier an stiegen in dem hiesigen deutschen Ordenshause ab, und setzten den andern Morgen Dero Reise weiter fort. Aus dem Hannöverschen vom 20. Octob Das Gerücht erneuert sich zwar, daß der Bischof von Osnabrück aus London hier anlangen werde„findet aber wegen itziger späten Jahreszeit wenig Glauben, sondern dürfte die Ankunft Sr. Königl. Hoheit wol bis künftiges Frühjahr verschoben werden.