Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Kölln gnädigstem Privilegio Dienstag den 19. September. I. Citationes edistales. le und jede Gläubigere; welche an der discutürten Annen Margarethen Laubuhr, Wittiben Köttern Logers zu Offlum K. Neuenkirchen, einige Ansprach und Forderung haben, werden um selbe innerhalb 9 Tagen nach Verkündigung, oder allenfalls erst folgenden Gerichtstag selbst oder durch einen bevollmächtigten Anwaldten mittels Beybringung darauf sprechenden Urkunden in originali oder glaubhafter Abschrift nebst richtigem Zinsenverzeichniß zu proponiren, unter Straf ewigen Stillschw. hiemit zum dritten und letzten mal edictaliter verabladet. Sign. Rheine 6. Sept. 1780. Ad Mandat. D. Jndlicis Niermann, Act. le und jede Gläubigere, welche an des Freyherrn von Landsberg Herrn zu Venhaus eigenhörigen Zellern Johann Löeken zu Venhaus, einige Ansprach und ForA derung haben werden, um selbe innerhalb 9 Tagen nach Verkündigung dieses, oder allenfalls erst folgenden Gerichtstag selbst, oder durch einen bevollmächtigten Anwald= ten, mittels Uebergebung darauf stimmenden Urkunden in originali oder glaubhafter Abschrift, nebst der richtigen Zinsenberechnung zu proponiren, zugleich, um auf den in letzter Vorladung festgestellt werden sollenden termmo zu erscheinen zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und Zellern Joh. Löcke ein gütlicher Vergleich versuchet, allenfalls sie ihrer Forderung wegen befriediget werden sollen, unter Straf eines ewigen Stillschweigens hierdurch zum zweyten mal edictaliter verabladet. Signat. Bevergern den s. Sept. 1780. Ad Decrstum D. Judicis Niermann, Act. Hille und jede Gläubiger, welche an den Jürgen Overberg und Bernd Lüttkemeyer zu Riesenbeck einige Ansprach und Forderung haben, werden, um selbe innerhalb sechs Wochen(wovon ihnen2 für den ersten, 2 für den aten, und 2 für den zten u. letzten Termin anberamet werden, selbst oder durch einen bevollmächtigten Anwaldten mittels Beybringung darüber sprechenden Urkunden in originalt oder glaubhafter Abschrift nebst der richtigen Zinsen=Berechnung zu proponiren, unter Straf ewigen Stillschweigens hiedurch ealctalner verabladet. Signat, Bevergern den z. Sept. 1780. Ad Decreium D. Judicis Niermann, Ac. II. Gerichtliche Notifications. Da der ohnlängst bekannt gemachter Verkauf der Wittiben Damastwebern Holthaus Behausung aus sichern Bewegursachen aufgehoben, sodann für jetzt novus terminus distractionis auf den 2zsten dieses anberamt ist, als wird aus Befehl des Hochfürstl münsterschen Hrn. Stadts=Richtern hierdurch kund gemacht, daß am Samstag, den 2 Septemb, Nachmittags 2 Uhr, auf allhiesigem Gruetsaal die der Wittiben Damastwebern Holthaus zuständige, auf der grünen Stegge dahier belegene Nr. 1020 bezeichnete Behausung mit dem Hinterhaus, so zur Damastfabrique eingerichtet ist, wieauch der dahinten obhandenen grünen Gehöffde und übrigen Zubehör für dem eltimaro ad 61o Rthl. zum feilen Kauf ausgeboten, und dem Meistbietenden gegen baare Zahlung zugeschlagen werden solle, wobey den zum Ankauf Lust habenden ohnverhalten wird) daß selbiger die zur Damastweberey erforderliche Tauen und sonstige Gereitschaft erhalten könne. s gnat. Münster 8. Sept. 1780. Wattendorf, Grschr. A diustantiam Creditorum des Herman Upgang soll am Donnerstag den 21. Sept. Morg. 10 Uhr des Herm. Upgangs Haus in Stadtlohn nach dem Anschlag von 230 Rthl., ferner selbem zuständiges Land im Wenning Feld gelegen pro altimato zu 55 Rthl. ,endlich ein halb Scheffel Gesay Landes gegen die Garnorts Hegge, so auf 33 Rthl. angeschlagen; dem Meistbietenden gerichtlich verkauft werden. Imgleichen soll auf Anstehen deren Gläubigern Gebrüdern Giesbert und Joseph van Almsick die denenselben zustehende Immobilgüter, als A des Giesbert van Almsicks Wohnhaus, so auf 230 Rthl., B des Joseph van Almsicks Wohnhaus, so auf rso Rthl., beyde in Stadtlohn gelegen: C ein Stück Bauland im Eschelohe gelegen groß 4 Scheffel Gesay per Scheffel 6s Rthl., noch ein Scheffel Gesay daselbst, per Scheffel 75 Rthl.angeschlagen worden, am Donnerstag den 21. Sept. Morgens roUhr den Meistbietenden gerichtlich verkaufet werden. Signat. Stadtlohn den 7. Sept. 1780. Ad judichale Decrer. Klümper, Act. III. Vermischte Nachrichten. a seit einiger Zeit dahier verschiedene Schmähschriften Versenweise in deutsch und lateinischer Sprache zum Vorschein gekommen sind welche die gehörige Ahndung verdienen so wird demjenigen, welcher den oder die Verfasser einer oder der andern ins. besondere jener, mit der Aufschrift: Veri tas odium parit; dem hiesigen Stadtsrich= ter glaubhaft, und mit hinlänglichem Beweise dergestalt anzeigen wird, daß der Verfasser handfest gemacht werden könne eine ansehnliche Belohnung, und nach Unterschied in Ansehung der letzteren eine von 100 Ducaten mit Verschweigung seines Namens hiermit zugesagt. Relolutum im geheimen Rath Münster den 18. Sept. 1780. „ E B. Münstermann. a die Erbgenamen weyland gottseligen Herrn Vicarii Kappelhof gesinnet, einen Kamp, so ihnen aus dieser Erbschaft angefallen, und vor Warendorf aus dem Münster Thor an der sogenannten Roßba ren Strasse belegen, zu verkaufen zu diesem Ankauf sich auch ein Käufer vorgefunden, solcher Ankäufer aber Sicherheit verlanget; Dahero werden alle und jede so rechtlichen Spruch u. Forderung an obbesagten Kamp haben möchten, hiemit bekannt gemachtjum innerhalb 6 Wochen sothane Ansprüche und Forderungen beym bevollmächtigten Hrn. Notarius Dieckman in Warendorf gehörig zu proponiren und zu rechtfertigen. Geben Warendorf den 12. Sept. 1780. Aus Commißion obbesagter Erbgenamen gottsel Hrn. Vicari Kappelhof H. M. Dieckmann Notar. (Eswird hiedurch bekannt gemacht, daß die von denen Eheleuten Freykramern Rolfs selig bewohnte, und dahier aufm Spiekerhof belegene Behausung sab Nr. 125 samt Gadem sub Nr. 124 unter einem Dach, so von den beeideten Stadts Mauer= und Zimmermeistern auf 620 Rthl. angeschlagen am Donnerstag den 28sten Monats Septemder Nachmittags 2 Uhr dem Meistbietenden öffentlich verkauft werden soll, die dazu Lust und Mittel habende können sich alsdann in bemeldter Behausung einfinden, und die Conditionen auch vorhero bey mir Untergeschriebenen Bevollmächtigten auf der Bergstrasse erfahren. Sign. Münster den ISten Sept. 1780. Brune, qus Mandater. (Es wird hiedurch bekannt gemacht, daß * am Mittwochen den 2ysten Sept. l. J. weiland Hrn. Procurator Heggelmann auf der Königsstraße luh Nr. Carattri 804 belegene Behausung Nachmittags um 2 Uhr meistbietend und unter denen in actu bekant zu machenden Conditionen in gedachter Behausung verkauft werden solle. Liebhabern stehet es frey; das Haus Tages vorher zu besehen. Diejenige Ankäufer, welche den Kaufschilling wegen beym Haus Sost unterm 4ten Julius l. J. verkauften Haufholz in termino nicht abgeführet, werden, die Zahlung nächstkünftigen Dienstag; den 26sten Sept als zu solchem Empfang aufs neue bestimmten Tag im Stapelschen Hof binnen Münster zu verfügen, hiemit erinnert. Sign. Haus Stapel den 16. Sept. 1780. F. Farvick. Alm Mittwochen den 2o. Sept. des Mor## gens 10 Uhr soll auf dem zur Universte tät gehörigen, aus dem neuen Thor dahier am Kinderhausischen Weg belegenen Mühlenberg ein abgeschlissener, annoch einen halben Fuß dicker Mühlenstein dem Meistbiethenden verkaufet werden; Lust und Mittel habende wollen sich auf bestimmten Tag, Ort und Zeit einnnden. Lign. Ueberwasser den 1o. Sept. 1780. Ex Refoluro .. Buten, Amtmann. (Es wird hierdurch bekannt gemacht, daß * am Mittwochen den 20. September und folgenden Tagen des Morgens um9, und des Rachmittags 2 Uhr das in der Davert des Haus Borgschen Districts verdörretes und abstämmiges Eichenholz, worunter noch viel und gutes Bauholz obhanden, den Meistbiethenden verkaufet werden solle; wer zu solchem Ankauf Lust hat, der wolle an obbestimmten Tag, Zeit und Stunde sich auf dem Hause Borg einfinden, und die Conditiones allda vernehmen. Adenn jemand ein Pferdegeschirr zu zwen Pferde, welches sehr gut und mit großen Buckeln besetzet, anzukaufen gesinnet, der wolle sich hey dem Vicarius Deiters melden. Wenn in vorjährigen HochstiftsMünsterschen Addreß=Calendern Ramen, Würden, und Bedienungen nicht gehörig eingeführt oder vielleicht ausgelassen seyn sollten, so wird hierdurch dienstlichst ersucht, solche hiesigem Intelligenz=Comt. verbesserter ehestens einzusenden, damit im künftigen JahrsCalender, womit erster Zeit der Anfang gemacht werden wird, sothane Verbesser= und Abänderungen gehörig verfügt werden insgen (Fin Kapital von 700 Rthl. wird gegen hin" längliche Sicherheit und jährliche Zinsen zu; und ein halb pro Cent zur Lehn angebothen. Das Intellig. Comt. giebt davon Nachricht. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Rom, vom 3o. August. In dem auf den rrten Sept. anberaumten Consistorium werden Se. Königl Hoheit, der Erzherzog Maximilian mit dem größten Vergnügen von Sr. Päbstl. Heiligkeit als Coadjutor des Erzbisthums Köln und des Bisthums Münster präconisirt werden. Dünkirchen, vom I. Sept. Unsere Kaperschiffe halten dermalen ziem. lich glückliche Streifzüge. Die Comtesse von Provence hat ein brittisches Schiff, dessen Ladung auf roo tausend Pf. Sterl. gerechnet wird, hieher gesandt, andere kleine Beuten aber für 7500 Guineen Lösegeld losgelassen. Regensburg; vom 6. Sept. Wie man von Wien vernimmt, so werden des Herrn Coadjutors Königl. Hoheit am 2osten October von dort abgehen, um sich anfänglich nach Mergentheim, und von da aus nach Kölln und Münster zu begeben. Es heißt, es werde solches in der Gesellschaft Sr. Kaiserl. Majestät geschehen, als welche eine Reise in die Oesterreichischen Nieder= lande vornehmen werden. Königsberg, vomx. Sept. Nachrichten aus Petersburg zufolge ist der durch den am 2sten August entstandenen Brand verursachte Schaden sehr beträchtlich, und wird auf 3 Millionen Rubel geschätzt. Er würde aber noch weit beträchtlicher gewesen seyn;, wenn nicht glücklicher Weise das Feuer auf einmal einel andere Richtung genommen hätte; denn sonst wären, ausser den ein Raub der Flammen gewordenen Tobacks= Flachs= und Hanf=Magazinen, auch noch alle andere Magazine, und viele der ansehnlichsten Gebäuden im Rauch aufgegangen. Eine Fregatte, ein Lübeckisches Schiff, und über 200 Barken sind auch mit verbrannt. London, vom 8. Sept. Wir sehen dermalen der Entwickelung eines Vorfalls mit Ungeduld entgegen. Ein Cutter, ihe Surprize, hat das Rußische Schiff; den Alexander, geführt von dem Capitaine Corbet, so mit einer Ladung an Hanf und Eisen auf der Fahrt von Pekersburg nach Bordeaux begriffen war, weggenommer., und zu Portsmouth eingebracht. Wie wird es wohl mit dieser Beute gehalten werden? Dürfen wir sie nicht verurtheilen, so wird man uns fragen, mit welchem Rechte wir holländische Beuten; welche, gleich dieser mit Hanf, Eisen und andern durch die Tractaten für unverbotene Waaren erklärten Gütern befrachtet waren, dem Meiste bietenden verkauft. Im Fall wir sie aber verurtheilen; wird die Kaiserinn selbige nicht wiederfordern? Wird die gewaffnete Neutralität wegen dieses in die Lehrgründe gethanen Eingriffs, die sie einführen will nicht gemeinsame Sache machen? Als Ch tam uns vorschlug, den ganzen Erdball zu bekriegen, gieng seine Meinung dahin,wenn wir Amerika auf unsrer Seite hätten; allein; werden wir in einem Zeitpunkte, da die Hoffnung Amerika wieder zu erlangen, sich weiter als je entfernet, den erklärten Feinden; die uns schon genug zu schaffen machen und ungeneigten Reutralmächten die zu ihrer Erklärung nur den Augenblick erwarten dürften, da wir ihnen eine scheinbarliche Gelegenheit darzu verschaffen wurden vernünftiger Weise trotzen können? Niederrhein, vom 16. Sept. Nach Wiener Berichten, ist man mit der Einrichtung des Hofstaats Sr. Königl Hyheit des Erzherzogs Maximilian, nunmehs regierenden Hoch= und Deutschmeisters Coadjutors des Erzstifts Kölln und des Hochstifts Münster, wirklich beschäftiget. Höchstdero Reise mit einem großen Gefolge nach Mergentheim wird nächstens vor sich gehen und von da vielleicht über Maynzu. Coblenz nach Bonn fortgesetzt werden. Oeffentliche Berichte wollen sogar vermuthen Se. Majestät, der Kaiser würden mit des Erzherzogs Maximilian Königl. Hoheit um das St. Maximiliansfest, als den höchsten Namenstag Sr. Kuhrfürstl. Gnaden in der Residenzstadt Bonn erwartet.