Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Kölln gnädigstem Privileg'o Dienstag den s. September. I. Citationes Die Gläubiger; welche an dem Bürgern Theodor Heurich Möller zu Haselünne einige Ansprach und Forderung haben, werden hiemit offener Edietalweise zum ersten mal citirt und abgeladen, um auf denhten Tag nach Publication dieses beym Haselünnischen Gerichte zu erscheinen, und ihreFoderungen unter Strafe ewigen Stillschweigens zu übergeben. Signaf. Haselünne den 24. August 1780 Ad Mandar. D. Judicis Riccius Bödiker: Grschr. edistales arus Befehl des Hochfürstl Münsterschen Hrn. Gografen zur Sandwelle, Doctoren Dyckhoff, werden alle und jede, welche einige Spruch und Forderung an dem Bernard Bischoff s. Wesseling haben, zum ersten mal ecictaliter vorgeladen, um in Zeit von 14 Tagen ihre etwa habende Forderungen bey Straf ewigen Stillschweigens dahier zu proponiren. Signat. Horstmar den 29. Julius 1789. Bilpinck, Grschr. II. Gerichtliche Notifications. dem Meistbietenden ausgefeilet, und gerichtlich verkauft werden. Beckum den 26. Auz. 1780. Ex Mandste D. Judicis er minderjährigen Pupillen Wesiphalen zu Beckum ihr älterliches Principal Wohnhaus, so daselbst auf der Geiststraßen lub Num. 147 belegen, soll eum Artinentiis am 2osten September! J. abermal III Gestohlene Sachen. Dem Veltmans Leibzüchter Wilhelm Hul; lerum K. Osterwick sind vom 28. auf Len der Nacht vom 6ten auf den yten Auden 2osten dieses folgende Sachen mittels gust ist dem Herm Upgang ein Stück Einbruches entwendet, als: 1) eine halbe: Leinwand wiederum in der Nacht vom 25. Seite Speck, 2) sein Rock und Kamisol; auf den absten August ist dem Bernd Konbrauner Coleur, 3) ein Kinderkamisölchen ning ein Stück Leinwand von der Bleiche gegleichfalls braun, 4) drey Boden Flachs; stohlen. Sodann am 26sten August ist bey s) dren Paar Strümpfe; 6) sein Frauen hellem Tage in Fried. Konnings Haus ein rother Unterrock. Derjenige; welcher den Einbruch geschehen und sind demselben3 Thäter oder die gestohlene Sachen hiesigem Beitlacken ein Hemd) ein Ueberzug und Gerichte anzeigen kann soll nebst Verschwei= etwas Geld diebischer Weise entwendet,wer gung seines Namens die Edictmäßige Be die Thäter glaubhaft anzeigen wird hat die lohnung zu gewärtigen haben. Signatum Edictmäßige Belohnung zu gewärtigen. Horstmar den 3o. Aug. 1780. Stadtlohn den 26. August 1780. Ad Decretum D. Gogravü Klumper; Grschr. Bilpinck, Ac. IV. Vermischte Nachrichten. Eswird hiemit bekannt gemacht, daß die Bey Anton Wilhelm Aschendorf, Buchin der Kirchherren Stegge lub Nr. 283 händlern dahler;, wird heute die Presse belegene Behausung; so dermalen von der verlassen: Sammlung einiger am ibten Jungfern Börger bewohnet wird, am isten.. August bey der allgemeinen Beleuchtung September Nachmittags 2 Uhren auf hiesie dieser Hochfürstlichen Haupt= und Resigem Rathhause in der Sommer Rathsstube denzstadt angebrachten Sinnbildern, InnAffentlich dem Meistbietenden verkauft wer= schriften und Devisen in 4to, und Morgen den solle, die hierzu Lust und Mittel haben= für 4 Ggr. zu haben seyn. de können sich auf bestimmten Ort und Zeit einfinden, auch die Concitiones alsdann und(Fs wird hiedurch bekannt gemacht, daß vorher in dem Stadtsecretariat vernehmen. mit dem Verkauf deren von weyland S gnat, Münster den 28. August 1780, Herrn Procurator Heggelmann hinterlas: F. W. Cramer, Secret. senen Mobilien am igten Sept. l. J. in der aas wird hiedurch bekannt gemacht, daß auf der Königstraße belegenen Heggelmandes weiland Herrn Pastoris Wilmers, schen Behausung der Anfang gemacht werzu Sögel Nachlassenschaft, als Silber,Kup,, den solle. fer. Eisen Zinn, Porcelain und Erdwerr, hölzernes Hausgeräthe, als Tische, Stühle, Ienn jemand ein Pferdegeschirr zu zwey Bektladen, Schränke 2c. Bücher, Kleider, Pferde, welches in sehr gutem Stangeschnitten und ungeschnitten Leinwand, de und mit großen Buckeln besetzt, anzunebst Betten; Flachs, Roggen, Buchwei= zukaufen verlanget, der kann sich dieserwezen Heu Stroh., und sonstige Victualien, gen bey dem Vicar. Deiters melden. am 8ten September und folgenden Tagen Morgens 9 Uhr in der Pastorat zu Sögel(Es wird hiedurch jedermänniglichen bedem Meistbietenden verkauft werden sollen. E kannt gemacht, daß die dahier auf der Signat. den 24. August 1780. Marieven Stegge nächst des Hrn. RathsAd spee. Mandat. RR. DD. Exctorum verwandten Veltwisch Hinterbaus lub Nro. W. Bering, Nor. adhib. so7 belegene Hoppen Behausung, so dermaken von dem Höcker Bußmann bewohnet wird, und von den beeideten Stadts=Mauerund Zimmermeistern auf 25s Rthl. angeschlagen worden, am Donnerstag denzten anstehenden Monats September Vormittags 10 Uhr dem Meistbietenden öffentlich verkauft werden soll, die dazu Lust und Mittel habende können sich alsdann in bemeldter Behausung einfinden, und die Cenditio res auch vorhero bey mir erfahren. Signat. Münster den 24. Aug. 1780. Adolph Weverinck, Glaser, als Vormund des unterjährigen Hoppe. sind noch 2 neue der Stadt Münster zugehörige, beym Zuchthaus belegene Häuser zu verheuren, und können dieselbe um anstehenden Münster Send bezogen werden, die darzu Lust habende wollen sich am Stadtsecretariat melden. Münster den r. Septemb. 1780. Ex Commillione Senatus Cramer, Secret. apdas Sr. Excellenz dem Herrn Erbkämmerern und Over Marschallen Freyherrn von Galen zugehörige nahe bey Münster gelegene adliche Haus Friedrichsburg, wovon die Pachtjahre um Michel 1781 verflossen sind, soll mit allen zugehörigen Gebäuden und Ländereyen um Martini dieses auf 8 allenfalls 12 Jahren öffentlich dem Meistbietenden wieder verpachtet werden welches so frühe hiemit bekannt gemacht wird, damit Liebhaber zu dieser schön gelezenen ansehnlichen Pachtung sich bey Zeiten darnach einrichten können. Weitere Rachricht kann ein jeder voraus allemal bey mir bekommen. Münster den 10. Jul. 1780. F. Sandfort Rthm. Qas im Kirchspiel Handrup belegenes dem Hochwürdigen Kapitul zu St. Mauritz zuständiges Wedemhoven Erbe soll von Martino 1780 auf sichere Jahren verheuret werden, wenn also einer auf diesem Erbe ein neues Haus entweder aus seinen eigenen Mitteln, obsonst mit Anweisung des dazu nöthigen Holzes, und übrigen Ausgaben erbauen zu lassen Lust hat kann sich von nun an bis Michaelis bey wohlgedachten Kapituls Secretarius Hüger melden, und die Conditiones vernhmen. In dieser Woche soll der sogenannte vor Ludgeri Thor gelegene Wampohl abgelassen werden; diejenigen welche Modde daraus verlangen können sich bey mir melden. Münster den z. Sept. 1780. Frid. Scheffer genannt Boichorst Dr. Domkellnerey Renthm. Auf der Hörster Straße sind zwey allenfalls auch 3 Zimmer gegen anstehenden Michaeli zu vermieten, welche auch sogleich können bezogen werden. Das Intell. Comt. giot Nachricht. GZegen bevorstehenden Michaeli wird von E einer vornehmen Herrschaft ein Bedienter, der mit Pferden umzugehen weis, verlangt. Das Intell. Comt. giebt Nachr. Da es in hiesiger Stadt Lingen an einem geschickten Uhrmacher, Stuhlmacher., und Damast= Bild= oder Pellenweber fehlet welchen die Edictmäßige Beneficia angedeihen sollen, und ihnen die Versicherung ertheilet wird, daß sie gute Nahrung finden werden: so wird solches hiedurch öffentlich bekannt gemacht, und können diejenige, welche sich dazu qualificiren und Lust haben, sich allhier anzusetzen, deshalb bey der hiesigen Kriegs= und Domainenkammer=Deputation oder bey dem Magistrat melden. Lingen den 15. August 1780. Königl. Preuß, Tecklenburg= Lingensche Kriegs=und Domainen=Kammer= Deputation. v. Bessel. Mauve. v. Stille. Georg Waltergrieb von Constanz, logirt E bey Rosendahl auf der Salzstraße hat eine Erfindung von neu componirten Tach ten welche sehr profitabel brennenzalso daß, nacheinander fort'ohne daß man sie im gea.. hans ugge tum eminen Licht rinaiten putzen darf aeben auch aar keinen wo man in einer Kirche zum ewigen Licht jährlichs gebraucht hat 40 Maaß Oel, nun durch Gebrauch dieser Tachten nicht mehr als ro Maaß Oel nothwendig hat. Diese Tachten sinzmuch gut in Haus= und Studier=Lampen, sie verzehren in 12 Stunden nicht mehr als für 4 Pfenn. Oel, und brennen so hel, daß 4 bis 5 Personen dabey arbeiten können; sie brennen auch r= Stunden Pe sse Nis Heringsten putzen darf, geben auch gar keinen Rauch. Er hat auch besondere Tachte zu Nachtlichtern, die sehr profitabel brennen, die in ro Stunden nicht mehr als für apfennige Oel verzehren. Das Paquet mit 40 Stangen in der Kirche auf ein Jahr zum ewigen Licht kostet 1 Rthl. 12 Groschen er macht die Proven unentgeltlich, und wünschet sich einen geneigten Zuspruch. „„„„—„ Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Aus England, vom r8. Aug. Das dreyfache Bündniß der Höfe zu Petersburg, Stockholm und Coppenhagen zur Aufrechthaltung einer gewaffneten Reutralität ist ein Gegenstand, dem unsre Krone dermalen sehr reiflich nachdenket. Noch am Iôten sind an des Königs Minister bey belobten Mächten Couriere mit Briefen gefertigt worden, die sich darauf beziehen. Ob dem so sey, daß unter Rußischer Flagge ein großer Vorrath von Schiffbauholz als ein Artikel, der nicht unter der Benennung der durch die Tractaten verbotenen Waaren begriffenist, nach den Hafen Frankreichs geführet werde, kann man nicht verbürgen. Indessen läßt sich vermuthen, daß die, der Sagenach, am rzten an den Admiral Geary gefertigten Verhaltungen nichts feindseliges mit sich führen. Es ahnet uns, daß die Brittische Oberherrschaft auf der See nicht in ihrem bisherigen Schimmer bleiben dürfte. Aus Franken, vom 20 Aug. Die bevorstehende Abreise Ihrer Königl. Hoheiten, der Erzherzoginn Maria Christina und des Herzogs von Sachsen=Teschen; nach Brüssel, wird allem Ansehen nach große Veränderungen zu Preßburg nach sich ziehen. Unter andern geht die Sage, daß zur Vermeidung eines Ungarischen Reichstages, auf welchem zur Wahl eines Woywoden geschritten werden sollte, der ältere Erzherzog von Florenz zum Königl. Lieutnant erklärk, und diese Würde inzwischen bis dieser Prinz zu einem gewissen Alter gelangt seyn wird, durch einen Großen des Reichs verwaltet werden möchte. Wien, vom 23. August. Am 2osten dieses, frühe Morgens nach 5 Uhr, hatten wir das Glück, Se. Römisch=Kaiserl. Majestät von Deroam 26. April nach Gallizien und Mohilow vorgenommenen Reise aus Petersburg in besterwünschtem höchsten Wohlstande allhier wieder eintreffen zu sehen. Nach einer kurzen Verweilung in der Hofburg, erhoben Sich Allerhöchstdieselben allsogleich nach Schönbrunn, um bey Ihrer Majestätzder Kaiserinn Königinn, und der Kaiserl. Familie Sich darzustellen, welche Ihn auf das zärtlichste empfiengen In letzt abgewichener Nacht ist durch einen aus Münster hieher abgefertigten Courier die erfreuliche Nachricht eingelangr, daß Se. Königliche Hoheit; der Durchl. Erzherzog Maximilian rc.; am rôten dieses, als an dem eigentlich angesetzten Wahltage, auch von den dafigen Herren Domkapitularen zum Coadjutor dieses Hochfiifts durch einhellige Stimmen erwählt worden sind. Se. Königl. Hoheit ,der Erzherzog Maximilian, beschäftigen Sich als nunmehriger Hoch= und Deutschmeister unermüdet mit den Kenntnissen der Ordens=Angelegenheiten, und halten deswegen mit dem Herrn Ordens Kanzler von Breuning haufige Conferenzen. Höchstdieselben erscheinen anch schon in geistlichen Kleidern im Publico. (Das weitere in der Beylage.) Behlage zum Münsterischen Intelligenzblatt Rum. 71. In dem Buckowiner Gebirge sind Kaiserl. Bergwerker angelegt worden, in welchen sich wirklich Gold= und Silbererzentdeckt. Lisabon, vom 1. Aug. Der Rußisch= Kaiserl. Gesandte, Graf von Resselrodt, hat, nach der Ankunft eines Couriers von seinem Hofe, der Königiun eröffnet, daß wirklich ein Geschwader von verschiedenen Rußischen Kriegsschiffen in offener See, und eine Abtheilung davon nach unster Küste, eine andere aber nach dem mittelländischen Meere, und eine dritte nach dem Sunde bestimmet sey. Ihre Majestät haben diese Eröffnung auf eine sehr freundschaftliche Art angenommen; ob solche aber einen Einfluß auf das gegenwärtige System unsrer Krone haben werde, läßt sich vor der Hand nicht errathen. Noch gestern hat der Englis. Commodore Johnstone die Ladungen von 2 holländischen Schiffen, welche er vor einiger Zeit aufgebracht hatte, aller Vorstellungen ungeachtet, an den Meistbietenden verkaufen lassen. London, vom 22. August. Heute ist der Lieutnant von der Königl. Fregatte, die Thetis als Expresser mit der unangenehmen Bothschaft angekommen; daß die nach Ost= und Westindien bestimten beyden Kauffahrteystotten; welche am 2ysten Jul. aus den Hafen Englands unter Segel gegangen, der combinirten Spanisch= und Französischen Flotte aufgestose sen, und, ausser dem Geleite nebst 2 nach Westindien bestimmten Schiffen, weggenommen worden sind. Die Hofzeitung von 18ten macht aus dem Admiralitätsamte untem#yren bekannt, daß der Admiral Geary Tages vorher mit einem Theile von seiner Flotte zu Spithead angekommen sey, und damals den Ueberrest erwartete. Aus welcher Ursache eigentlich diese Flotte nach England zurückgekommen sey, wissen wir zur Zeit nicht. Man will, sie werde; mit 7 bis 8 Reihenschiffen verstärket, auch mit allen Erfordernissen reichlich versehen werden, und noch diese Woche wieder absegeln. Die Zahl der Kranken an ihrem Borde läuft aur r500 Mann hinaus, die auch ergänzt werden müssen. Aus Schlesien, vom 24. Aug. Der König befindet sich gegenwärtig in dem Lager bey Neisse, woselbst die in Oberschlesien und ein Theil der in Niederschlesien stehenden Truppen zum Manövriren versammelt sind. Der Prinz Friedrich Eugenius von Würtemberg, Oberstlieutenant in Königl. Diensten;, hat auf Einladung Sr. Majestät des Kaisers mit diesem Monarchen eine Unterredung in einem dey Jägerndorf in Schlesten auf der Gränze belegenen Dorfe gehabt, nach welcher der Prinz an des Königs Majestät eine Staffette abschickte. Haag, vom 25. Aug. Man sagt hier es sey in England der Besehl erneuert worden, alle Holländische Schiffe, sie möchten mit, oder ohne Convdoy gehen, nach der Deklaration vom irten Apri„zu nehmen und aufzubringen. Paris, vom 26 Augusi. Das Gerücht unterhält sich noch; der Graf von Estaing werde das Commando der combinirten Flotte zu Corunna über. nehmen, und den Invincible von 116 Kanonen, eines der schönsten Schiffe, so das Auge sehen kann, besteigen. Die Rede ist hier durchgängig sowohl unser Monarch, als der Katholische König verlangten förmlich, daß Portugal dem zwischen den nordischen Mächten und den vereinigten Niederlanden verabredeten Trac= tate zu einer gewaffneten Neutralität beytreten möge. Man setzt hinzu, die Mininer beyder Könige zu Lisabon hätten den Auftrag erhalten deshalb nachdrücklich anzusuchen. Dieser Schritt habe daselbst eine große Rathsversammlung veranlasset, die s Stunden gedauert hätte; allein, des Ausschlages wird zur Zeit noch nicht gedacht. Haag, vom 27. Aug. So viel auch widriges in unterschiedliehen öffentlichen Blättern angeführt worden, so wissen wir doch ganz zuverläßig, daß das Rußischkaiserl. Geschwader, so einige Tage vor dem Texel gelegen hat, um holländische Lootsleute an ihr Bord zu nehmen, mit keiner Schiffsmunition befrachtet war noch irgend ein Frachtschiff unter ihrem Geleite hatte. Auf einer andern Seite vernimmt man von guter Hand, daß der König von Schweden die Reise von Spaa nach Brüssel nehmen, und von da alsdann hieher kommen werde Man setzt hinzu, Se. Majestät seyn willens in Amsterdam zu Schiffe zu gehen, um nach Dero Staaten zurückzukehren. Petersburg vom 15. August. Se. Königl. Hoheit der Prinz von Preußen, wird zu Anfange des Septembers hier erwartet. Sie werden in dem Palais des ehemaligen Kanzlers Woronzow abtreten; welches in aller Eile dazu eingerichtet wird. Der Generalmajor und Ritter des GeorgenOrdens, Paul Potemkin, ein Vetter des Fürsten gleichen Namens, ist von Ihro Kaiserl. Majestät ernannt worden, Sr. Königl. Hoheit bis Riga entgegen zu gehen, und Höchstdieselben von da anhers zu begleiten Rhede, im Amt Bocholt, vom 25. August. Wegen der glücklich vorgegangenen Coadjutor=Wahl war gestern bey uns einer der frohesten Tage. Morgens 8 Uhr wurde zum Lob des großen Gottes in der Pfarrkirchen ein musikalisches Mochamt gehalten, und unter demselben verschiedene Böller losgebrannt; nach dem hohen Amte ward das Te Deum musikalisch abgesungen. Mittags wurden wieder verschiedene Böller abgefeuert. Abends nach 8 Uhr war im Offenen eine niedliche Beleuchtung perspectivisch angebracht: man sahe unter einem brennenden Bogen in der Ferne, von drey Fuß hohen Buchstaven, MAX brennen, an beyden Seiten, und in der Mitte vor demselben war brennend zulesen: Vol. VerchrUng Der trei, einMVchlg. LICher Liebe, reiner herzen. Sodann brannten in Perspectiv zu beyden Seiten verschiedene Pyramiden von ei ner ziemlich weiten Strecke, wobey man beständig bis in die späte Nacht Musik und Böllerfeuer hörte, mit abwechselnden Singen, desfalls auch war hierzu eine besonders verfertigte Ode, und zwarn wechselweise mit der Musik abgesungen; dieses alles wurde durch die gegebenen Segenswünsche treuvoller Unterthausliebe von denen in ei ner großen Vielheit anwesenden Einwohnern noch weit schöner und glänzender gemacht, so daß bis nach Mitternacht die Freude in Ruhm und zum Lob zugebracht wurde.