Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Dienstag den 29. Februar. I. Citationes edistales. Alus Befehl des Hochfürstl. Münstrischen, de Uirkunden obsonstige Beweißstücke, nebst #t weltlichen Herrrn Hofrichtern werden, einer richtigenLiquidation rückständiger Zina f t d e s a b g e s e n, w i e s o l c h e m i t t e l s E i d e s e r h ä r t e t w e r sämtliche an der Nachlassenschaft des abge lebten Gerichtschreibern Friderich Christian Bispinck zu Horstmar gerechten Anspruch u. Forderung habende Gläubiger hiemit offener Edictalweise zum rsten, aten und zten mal abgeladen, um auf den hten Tag nach Verkündigung dieses allenfalls erst folgenden Gerichtstag vor uns selbst oder durch einen bevollmächtigten Anwalden zu erscheinen, ihre an obgedachter Nachlassenschaft den kann, unter Straf ewigen Stillschweigens ein und vorzubringen, auch gedachte Forderungen zu rechtfertigen, und nach geschehener Rechtfertigung derselben zu sehen und zuhören, daß sie ihrer Forderungen halber befriediget werden sollen. Münster den 7. Febr. 1780. Ex spec. Mandato D. Judieis(zc. aulici Starcke, caufz Act. habende Forderungen und darauf stimmen II. Gerichtliche Notifications. Mahn belegen, gerichtlich meistbietend verAlm zten März Nachmittags 1r Uhr soll zu Aschendorf am gewöhnlichen Gerichtsplatze ein dem Prokurator Oestermann gehöriges Stück Heuland von 3/4 Tagmatt in Dullmans Wiesche auf die Aschendorfer kaufet werden, wozu Lust und Mittel habende sich alsdann einfinden können. Signat. den 18. Febr. 1780. Ad Mandat. D. Judicis Cordes Bödiker Grschr. Alm zten März Nachmittags 1 Uhr sollen fruckuarie vorbehaltenist, abermals ausgezu Aschendorf am gewöhnlichen Ge= feiler, und wenn sich alsdann kein Käufer richtsplatze des Bernd Rodings Wohnung m zu Herbrun, bestehend in einem Wohnhause, Scheuer Speicher, 27 drey Viertel Vierop Saatbauland, anderhalb Tägmatt Heu land, 3 Kämpen und Garten, ästimirter massen zu 7500 Rthl. unter dem Vorbehalt daß den alten Eheleuten Roding davon a dies vien der 4te Theil nebst Leibzucht ulu(Es sind in der Nacht vom röten auf den iyten dieses aus dem kleinen Garten hinter der Reitschule zwey junge Abrikosenbäume von einem Jahr und ein Melkatonbäumchen von vorigem Jahr durch Uebersteigung der Palisaden gestohlen worden, wenn solche zum Verkauf gebracht werden ersuche den Thäter mir anzugeben, und die Bäume unbezahlt zur weitern Untersuchung demselber abzunehmen. Münster 2o. Fedr. 1780. v. Weyrother; Obristwachtmeist. Aom 2osten auf den arsten Febr. sind dem Zellern Deggerick Kirspels Gescher, Bauerschaft Buhren; Amts Ahaus, mittels Einbruch durch die Wand, und dabey eröfneten Fenster nachstehende Sachen diebischer Weise gestohlen worden: Zween „finden möchte, luccellive befindenden Umtänden nach heruntergesetzt, Jund dem Erstbietenden ohne weitern Aufbot zugeschlagen werden solle, wozu Lust und Mittel habensich zur bestimmten Zeit einfinden können. Signat. den Id. Febr. 1780. Ad Mandet. D. Judicis Cordes Bödiker Grschr. III. Gestohlene Sachen. Stücke greiß ohngebleichtes Linnen, ein gelber Sarsen Rock, ein dito rothen Rock Alm Freytag; den roten nächstkünftigen Et Monats März Nachmittags 2 Uhr sollen dahier auf der Stadt= Winter=Rathssuben die dahier im Katthagen Nr. 1614. und rörs unter einem Dach obhandene zwey Wohnungen zusammen pro Texato ad 900 Rthl., sodann der dahierlauf der Herrenstraße zwischen der Einfahrt des Französischen Klosters und dem Hause, welches der Conditor Greveler dermalen bewohnet, belegener abgebrannter Hausplatz zu Herstellung zweer Wohnungen jede von einem halben Dienst, pro altimaro ad ros Rthl. und nach Unterschied 75 Rthl. zum Verkauf öffentlich ausgefeilt, und den meistbietenden unter sichern Bedingnissen, die vorhero an der Stadtsecretariat zu vernehmen, zugeIV. Vermischte Nachrichten. schlagen werden. alsdann daselbst Kauflustige wollen sich einfinden. Beschlossen Febr. 17/80. Ex Commillione Senarus „„ F. W. C r a m e r, S e c r e r. Das im Kirspel Stadtlohn gelegenes, Sr. Herrn Erbdrosten zugehörige hochadliche Haus Hengelburg soll auf sichere Jahren nach grendigter Aerndtezeit, oder Mrichaelis 1780 anfanglich, verpachtet werden; welcher zu dessen Anpachtung Lust hat, selbiger wolle sich innerhalb 3 Monaten unmittelbar bey Sr. Excellenz, oder mich untergeschriebenen aufm hochadlichen Hause Hameren melden und die Bedingnissen der drey Hemdröcke von brauner Farbe, dreu Nebelkappen, s von Bielefeldschen Tuch, 6 Sonntücher, ein Mannsrock von schwarzen Pye, ein Mannskamisol brauner Coleur, eine schwarze bomseidene Hose, go theils Frauen= theils Mannshemder, sodann; Rthl. an Gelde. Wenn von diesem Diebstal jemand die etwaige gesicherte Anzeige thun kann; wird demselben die edictmäßige Belohnung nebst Verschweigung seines Ramens hiemit versprochen. Lignat. Gescher den z. Febr. 1780. Ex Mandsto D. Gogravii Söeker Grschr. Verpachtung vorschlagen, und retpective vernehmen. B. Pottgiesser, Emonitor. Alm Montag, den 6ten anstehenden März, ** Morgens 10 Uhr sollen 6 der Universität zugehörige aus dem neuen Thor dahier am Kinderhausischen Fahrweg zwischen dem Hofringeschen und des Müllern Fronings Gärten belegene 6 Stücke Sayland auf drey nacheinander folgende Jahren, als von Michael r779 bis Michael 1782 meistbietend verheuret werden; welche dazu Lust u. Mittel haben, wollen sich auf bestimmte Zeit und bey Josephi Station am bemeldten Fahrweg einfinden, und die alsdann vorzulesende Bedingnissen anhören. Sign. Ueberwasser den 27. Febr. 1780. Ex Refoluro Busch, Amtmann. achdem die Vormundschaft des unterjährigen Herrn Friderich Clemens von Elverfeld genannt von Beverförde zu Werries und Byncks, entschlossen ist, das adeliche im Kirspel Ascheberg belegenes Haus Byuck mit denen darzu gehörigen Kämpen, Weiden, Wiesen, und Gärtens, so wie dieselbe nachstehender massen specificirt sind, auf vier, auch allenfalls auf mehrere Jahre Martini dieses Iy8osten Jahrs anfänglich; zu verheuren auch allenfalls die Wohnung von einem Conductoren beziehen zu lassen; so wird obiges denen zur Anheurung Lust tragenden hiemit kund gemacht, damit sie in Termino den rosten künftigen Monats März Morgens 9 Uhr auf dem adelichen Hause Byuck sich einfinden können; gleich dann die Conditiones ante Terminum in dem von Elverfeldschen Wohnhof dahier in Münster einzusehen, anbey die Lusttragende zu der Anheurung Stückweise, oder zu der Anheurung der sämtlichen zu besagtem adlichen Hause Bynck gehörigen Pertinentien gelaugenkönnen. Verzeichniß deren zu verheurenden Pertinentien des adlichen Hauses Bynck K. Ascheberg. Die Wohnung mit dem Bauhaus. Der Garte vorm Hause. Die Oelmühle. Der Kuhkamp adk 15 Kuhweiden zu 12 Malt kr Scheffel3 Spint. Der vorderste Hemme ad 12. Malt 9 Sch. 3 Sp. Der mittelste Hemme sd 9 M. r Sch. 3 Sp. Der hinterste Hemmes Malt. Die lütke Heide r M. r S. r Sp. Das Bomhofs Kämpgen7 Sch.= Sp. Der große Bynck= Hof 3 M. 5 Schef. Der kleine Bynckhof r M. 6 Sch. 3 Spint. Der Floetbrink 2 Malt 2 Sch. Der Schoppenkamp: M. r Sch. 3 Sp. Der Nienborg 8 Sch.: Sp. Der erste hohe Kamp 3 Malt Der zweyte hohe Kamp 2 M. 1o Sch. Der dritte hohe Kamp rr Sch. r Sp. Der vierte hohe Kamp k M. 8 Sch. 3 Sp. Ein zugemachter Garte am Kuhkamp 2 Sch. 3 Sp. Der große Ossenkamp(wovon zwey Drittel heuerloß) 4 M. 8 Sch. Der vorderste Ossenkamp 1 M.; Sch. Der mittelste Ossenkamp r M.; Sch. Der hinterste Ossenkamp I M. 4 Sch. Das Hölleken mit der Wiese; Sch. Der Garte an Nienborar Sch. Die Uhlen=Geist 3 M. 6 Sch. 3 Sp. Die vorderste und hinterste Ahewiese über 12 Fuder Heugewachs. Die Fischerey auf der Ahe. Obige Ländereyen und Weiden per Scheffel zu 72 Rheinländische Quadratruthen, betragen 72 Malt 3 Sch. r Spint. Dann werden auch verheuret die sogenannte an der Köllnischen Landstraße ohnweit Herbern belegene adelich freye Brökers Kämpe, so zur Fettweide gebraucht werden können, als Der Clusenkamp sa 9 Malt; Sch. 2 Sp. Die Clusenkamps Wiese 9 Sch. 2 Sp. Der Brinkholter Kamp 13 M. k Sp. Das Brinkholz Ortgen 2 Sch. 3 Sp. Der große Vogelsang 8 M. 3 Sch. Der kleine Vogelsang 4 M. 4 Sch. 2 Sp. Der vorderste Saatkamp 1 M.: Sch.2 Spint. Der mittelste Saatkamp 3 M 2 Sp. Der hinterste Saat= kamp 3 M. 1o Sch. 3 Sp. Der Siegenkotte( so erst Michael 1781 heuerloß) 20 Malt 5 Scheffelr Spint. Summa des Ertrags nach Münster Roggen Einsaak 64 Malt 7 Scheffel= Spint. Münster den ihten Febr: 1780. Ex 1pec. Commislione der hohen Ver mundschaft von Beverförde zu Werries F. L. Schultz, Oberrenthm. Benn ein im Schiessen und Stricken erfahrner Jäger verlanget, auf einem adlichen Guth und in einer Jurisdiction den Führers=Vogts= und Holzförsters=Dienst anzunehmen, und mit guten Atestaten versehen, auch in dem Pflanzen und überhaupt im Forstwesen erfahren ist, der wolle sich sofort zu Münster im Hof Sr. Excellenz, Herrn Erbdrosten, melden. Benn ein Jüngling Lust hat, die Schlosser=Profeßion zu lernen, der kann sofort oder auch diesen Ostern die Lehrjahren antreten. Die Nachricht ist beym Intellig. Comt. zu erfragen. V. Landslotterie Sachen. Denen Herren Interessenten und Liebha= gegen den Einsatz zu einem halben Gulden horn hat man hiehen dandllan der I8ten, ooer einem Drittel Rthl., auch halbe Loose gegen den Einsatz zu einem Quartgulden oder ein Sechstel Rthl. zu haben sind. Diejenigen, welche in der vorigen Lotterie mit einem Freyloose zur jetzigen ersten Klasse herausgekommen sind, werden ersucht und erinnert, solche baldest, und sicher vor den ryten Aprilmonats zu fodern„massen nachhero keines mehr gefo bern hat man hiebey den Plan der 18ten hiesigen Hochfürstl. Landeslotterie mittheilen wollen. Die Einrichtung derselben, und wie vortheilhaft diese Lotterie sey; wird ein jeder zur Gnüge daraus bemerken; man machet also nur bekannt, daß bey allen Kollektoren die Plane von dieser Lotterie umsonst, und ganze Loose zur isten Klasse welche den Ma rsten Maymonats gezogen werden wird, hero keines mehr gefodert werden kann Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen. Orten. Peterwardein, vom r. Febr. Ein Bericht aus Semlin läßt einfliessen, daß nunmehr das Augenmerk der Einwohner, sowohl Christen als Türken, ganz auf Constantinopel gerichtet sey. Da gegenwärtig die Flässe vom Eise befreyet sind, so werden von den letztern häufige Güter in unsere Länder eingeführt. Auch scheinen unsere Nachbaren, die Muselmänner, wegen der Zukunft ganz ohne Sorge zu seyn, indensie auf ihrem Gebiete, in den an den Ufern der Flüsse befindlichen Vestungen, nichts von allen Anstalten, die sonst Furcht und Vorsicht auch bey ruhigen Zeiten nothwendig machten, vorkehren. Weit entfernt ihre Schwerdter sobald gegen die Oesterreicher schwingen zu wollen, sprechen sie vielmehr von demDurchlauchtigsten Erzhause mit Ehrerbietung; und so stehen bey ihnen allenthalben Thüre und Thore für die Kaiserlichen dergestalt offen, daß man auf ihre dauerhafte Freundschaft gewisse Rechnung zu machen hat. Eben dieses erzählen auch diejenigen Türken, die aus Constantinopel kommen, wobey sie aber mit einfliessen lassen, daß sie in ihrem Reiche noch immer mit kriegerischen Zurüstungen gegen eine gewisse Macht beschäftigt wären. Toulon, vom 6. Febr. Unsern Bundsgenossenen, den Spaniern, ist in der Meerenge von Gibraltar das widrige Schicksal aufgestossen, daß ein überlener Feind, der brittische Admiral Rodney, ein Geschwader von 8 Reihenschiffen völlig aufgerieben hat. Umstände hat man allhier noch nicht davon; wir hoffen aber, an Dom Gaston werde die Reihe kommen, dem Admirale Rodney dafür tüchtig einzuschenken. London, vom 15. Febr. Wir haben noch keine unmittelbare Nachricht von dem am rôten Jänner zwischen Admiral Rodney und Dom Langara für uns so glorreich ausgefallenen Seetreffen. Es ist also lächerlich, wenn man dem Hofe verargen will, daß er den Auftritt noch nicht öffentlich bekannt macht. Morgen, den rten März, ist im allhiesigen Komedienhause großes Concert. Das Entree auf der Loge ist 8 Ggr. auf dem Parterre 6, auf der obern Gallerie 3 Ggr. Wegen der Andacht im Dom ist der Anfang um 6 Uhr.