Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privileg'o Freytag, den 7. Januar. I. Citationes edistales. akus Befehl eines Hochwürdigen Münsterischen Domkapituls verordneten Richtern des Amts Lüdinghausen, und Gografen des Gogerichts Senden, Hrn. Doctoren Oesthoff; werden hiemit wiederholter. und zum letzten mal alle und jede Gläubigere auch nächste Blutsfreunde des ohnlängst zu Lüdinghausen verstorbenen Caspar Kleine ab= und vorgeladen, um innerhalb Frist eines Monats nach der zuerst geschehenen Bekanntmachung dieses ihre an der Nachlassenschaft des besagten Caspar Kleine selig habende Forderungen und Ansprüche beym Lüdinghausischen Gerichte, oder ad Protocollum Ends gemeldten Gerichtschreibern unter Strafe ewigen Stillschweigens gehörig vorzubringen und zu rechtfertigen, dann auch in dem besonders anberaumten termino, als am Dienstag nach heiligen drey Königfest 1730 Nachmittags 2 Uhr am gewöhnlichen Gerichtsplatze zu Lüdinghausen selbst, oder durch lpeci#liter des Ends Bevollmächtigte zu erscheinen, zu sehen und zu hören, daß von Imploranten Godfrid Anton Wolfen aus Seppenradde die Rechnung mit den Justificatorien, obsonstiges in betreff der Kleineschen Nachlassenschaft offengelegt, und gerichtlich abgethan werden solle. Geben Münster den 2.Dec. 1772. De Mandato D. Judicis Micheer; Grschr. Allle und jede so an dem Joseph Kömmeling in Ottenstein oder dessen Haab u. Güter einige Spruch und Forderung haben, werden hiemit zum ersten mal edictalner ci. kirt und abgeladen, um innerhalb9 Tagen nach Publicätion dieses ihre an gedachten Joseph Kömmeling habende Forderungen; nebst Beweis, samt richtigem mittels Eides zu bestärken vermögendes Zinsen= Verzeich niß bey hiesigem Gerichte unter Straf ewigen Stillschweigens vor= und einzubringen. Signat. den 27. Dec. 177% Adjudiciale Decretum Hecking: Grschr. Kalieer verabladet, um ihre Forderungen, und Jultihicotoris, wie auch den Zinsenstand, so wie sie solchen eidlich bestätigen können, innerhalb9 Tagen nach Verkündigung dieses bey hiesigem Gerichte unter Straf ewigen Stillschweigens vorzustellen. Signatum den ro. Dec. 1779. Ad Mandat. D. Judicis Hecking; Grschr. s werden hiemit alle und jede, so an dem &a; Köttern Engelbert Nienhuß K. Alstette oder dessen Güter Spruch und Forderung haben hiemit zum zten und letzten mal edi II. Gerichtliche Notifications. Stück Bauland, wovon das Scheffel Ge F OOtt Gnint Zuu vatan Aisf.e Männiglichen wird hiedurch bekannt gemacht, daß ad instantiam Kaufhändlern G. Weßling K. Wessum Triumphanten, wider Margarethen Weßling als angeblicher Erbinn ihres verstorbenen Brudern Jobann Weßling Succumbentinnen, ein im Wessumer Esch zwischen Wesseln Terhaer u. Zellern Bertelmans Ländereyen belegenes say auf so Rthl. werdirt, am iyten dieses Morgens 1o Uhr dahier im Rathhause dem Meist= und Letztbietenden gerichtlich verkauft werden solle. Signat. Ahaus den zten Jänner 1780. Ad Mandst. D. Judicis Hecking Grschr. III. Vermischte Nachrichten. Zwischen dem St Mauritz= und Hörster= künftiges Frühzahr, allenfalls sofort zu verThor in der Pagenstegge ist ein Garten heuren gesinnt, der beliebe dem Intell. Comt. mit einem maßiv=gebaueten Häuschen aus freyer Hand zu verkaufen. Das Intellig. Comt. giebt. weitere Nachricht. (Fin noch schier neuer runder kupferner * Braukessel, fünf und eine halbe Tonne haltend, steht aus freyer Hand zu verkauheuren gesinar, der delledr dem Inlenle davon beliebige Nachricht zu ertheilen. (Es wird gegen Ostern ein Bedienter ver* langt; welcher den Garten verstehet. Das Intell. Comt. giebt weitere Nachricht. ken. Das Intellig. Comt. giebt weitere Nachricht.„ Zu Telgte auf der Frauenstraße ungefähr gegen die Fabrik stehet ein zur Wirth. schaft wohl aptirtes Haus mit Gehöffde, Brauhaus mit Zubehör, auch einem Garten auf dem Steinpatt aus freyer Hand zu verheuren. Das Intellig. Comt giebt wertere Nachricht. 6 Benn jemand einen Garten ausserhalb Mauritz oder Servati Thor gegen Fleichtaxe, vom 13. Dec 1779. Das Pfund besten Kalbfleisches 2ß. Dito schlechteres 1ß 4dt. Das Pfund besten Rindfleisches 1ß.4dt. Dito schlechteres 1 ß. 2 d Brodtaxe vom zten Januar 1780. Ein Müter=Wegge.. 4 1/2 Loth. Ein Müter=Rogge 6·Loth. Ein Schillingsbrod. 3 Pfund. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Breslau, vom 18.Dec. gerissen und viele Dächer sehrbeschädiget —4n hat. Der Blitz schlug in, oder vielmehr auf das Pulvermagazin, worinn 2000 Zentner Pulver sind, zum größten Glücke aber für die Stadt wurde er durch den darAm 4ten dieses, Nachmittags, hatten auch wir, wie in mehreren Gegenden Deutschlands, ein schweres Gewitter und einen solchen Wind, der viele Bäume aus. auf angebrachten Ableiter herunter geleitet, und that keinen Schaden. London, vom 20. Dec. Wirklich am i7ten hat ein Expresser dem Hofe die angenehme Botschaft überbracht, daß unter der Anführung des Capitains Dalrymple, drey Fregatten und 2 Schlupen von Jamaica nach dem Meerbusen von Honduras abgegangen seyn, die beträchtliche Schanze der Spanier daselbst, St. Ferdinand de Omea, erstiegen, eine Beute von mehr als drey Millionen werth gemacht, und das Werft Georg eingenommen haben. Vermittelst der Capitulation, sind die beym Holzfällen allda von den Spaniern vorher aufgehobenen Engländer aus ihrer Gefangenschaft wieder auf freyen Fuß gesetzt worden. Unter den Briefen, die der Hof öffentlich herausgegeben hat verdient folgender, den der Oberstlieutenant Fuser an den General Clinton zu Newyork geschrieben hat, hier in der Kürze mitgetheilt zu werden. Sir, erlauben Sie mir die Ehre, ihnen Glück zu wünschen, daß der Graf v. Estaing die Berennung von Savannah aufgehoben hat. Da es das Ansehen hat, daß Ew. Excellenz nicht sobald einen umständlichen Bericht von dem Generale Prevost erhalten werden, weil der Hafen zu Savannah noch berennet ist, so will ich ihnen, so viel bey mir steht, einberichten, was sich währender Einschliessung besagter Stadt zugetragen hat. Gegen den Anfang des Aerndtemonats ward der General Prevost benachrichtiget, daß der Graf von Estaing mit seiner Flotte an der Küste wäre. Mittwochs, den 8ten setzten die Franzosen ihre Truppen an Land; und Sonnabends stiessen die Rebellen zu ihnen, und vollbrachten die Berennung. Am rsten forderte der Graf von Estaing die Stadt zur Uebergabe auf und erhielt eine fügliche Antwort. An dem Tage der Aufforderung befanden sich nur 8 diensttaugliche Kanonen darinn; deren Anzahl aber in wenigen Tagen aus den Schiffen auf 90 gebracht wurde. Indessen fiengen die Franzosen an, ihre Stückbette auf den Anhöhen anzulegen. DreyCompagnien unter der Anführung des Masors Graham bestiegen diese Anhöhen, in der Hoffnung, es zu einem Haupttreffen zu bringen; da sie aber nicht schleunig gnug unterstützt worden, mußten sie sich mit Verlust von 15 Mann zurückziehen. Das Kriegsschiff, der Vigilant, war zu Beaufort zurückgelassen worden, und niemand weis, wo es hingefahren ist. Dem Feinde die Einfahrt in den Fluß zu verlegen, hatte man einige Schiffe in den Grund versenkt. Am zten October um 1 Uhr frühe eröffneten sie ihre aus z0 Kanonen und 1oMörsern bestehende Stückbette, und feuerten beständig auf die Stadt. Beym anbrechenden Tage am hten versuchte es die mehr als 4000 Mann Franzosen und gleiche Anzahl an Amerikanern ausmachende feindliche Macht, unsere Linien mit Sturm zu überwältigen Graf von Estaing selbst eröffnete den Angriff mit vieler Hitze; er wurde aber durch unser Feuer bald in Unordnung gebracht Indessen rückte eine Compagnie Französischer Grenadiere mit solcher Tapferkeit an, um eine alte Feldschanze anzugreifen, welche auch erobert worden wäre, wenn unsere Leute ihnen nicht zuvorgekommen wären. Beyläufig 20 Minuten unterhielt sich die Hitze dieses Gefechts bis der Feind begann sich in Unordnung zurückzuziehen. Es war nicht mehr möglich; die Rebellen dahin zu bringen, daß sie von neuem anbinden möchten; und sie sollen, wie man sagt, in der Verwirrung auf ihre Bundsgenossenen gefeuert haben. Unser Verlust bestehet aus 2r Mann Todten und Verwundeten. Was die Feinde eingebüßt haben, läßt sich nicht bestimmen. Am rosten bestiegen die Franzosen ihre Schiffe. Die Rebellen hatten sich vor ihnen zurückgezogen, und die Wortwechsel zwischen ihnen und den Franzosen giengen so weit, daß sie fast im Begriffe standen; sich einander die Hälse zu brechen. Bercits vorher waren die von Newyork gekommenen beyden Kriegsschiffe, der Experiment und der Ariel, von den Franzosen aufgebracht worden. Nach der Aussage eines Rebellen ist der Graf von Estaing vor der Landung in Georgia zu Carlstown gewesen, um sich über die mit den aufsätzigen Amerikanern zu treffenden Masnehmungen zu besprechen. Sie hatten ihm erzählt, unsere Armee ware im Lande zerstreuet, mit vielen Kranken beschweret, ohne Mannszucht und unter den Befehlen eines in der Kriegskunst unbewanderten Mannes; er dürfte sich nur vor der Stadt blicken lassen, so würde sie sich gleich ergeben. Hat dieser Bericht seine Richtigkeit, so ist der Graf von Estaing hinters Licht geführt worden, und es scheint, er habe daher versäumet, den bey Belagerungen sonst gebräuchlichen Weg der Behutsamkeit einzuschlagen. Es wird auch gesagt, die Rebellen hätten daraus Verdacht geschöpfer, däß er die Stadt lediglich im Namen des Königs von Frankreich aufgefodert hat. Paris, vom 24. Dec. Man sagt jetzt; die Wunden des Grafen von Estaing waren schlimmer, als er hieher gemeldet hat. Der König hat ihm selbst geschrieben, und befohlen, Sr. Majestät sogleich, wo Sie auch seyn mogen, Nachricht zu geben, wenn der Graf ankömmt. Der Graf von Maurepas ist ihm bis Pontchartrain, einem diesem Minister gehörigen Schlosse bey Versailles, entgegen gegangen. Einige glauben, daß dieser Herr ihm den Marschallsstab von Frankreich mitbringe. Viele andere Herren vom Hofe sind ihm entgegen gegangen. Man sagt auch, der Graf von Estaing habe in einem Briefe an den Herrn von Sartine sich des Ausdrucks bedient: Er bäte um Erlaubniß, sich dem Könige zu Füßen zu werfen, um Sr. Majestät für das Vertrauen zu danken; dessen Sie ihn gewürdigt hätten. Bey dieser Stelle habe der König geantwortet: Zu meinen Füßen? nicht doch; in meinen Armen will ich ihn empfangen. Man will wissen, die Verrätherey eines Amerikanischen Officiers( einige nennen gar den General Sullivan) sey an der Mißlingung der Unternehmung auf Savannah schuld, indem dieser Officier sich in die Stadt geworfen, und dem Generale Prevost den ganzen Angriffsplan entdeckt habe. Uebrigens hat der Graf von Estaing bey dieser Gelegenheit eben den kühnen Muth bewiesen, wie ehemals in Ostindien, zu St. Lucie und zu Grenada. Sein Pferd ist unter ihmerschossen; er hat drey Wunden bekommen, und in dem Augenblick, da man genöthiget war, ihn wegzubringen; war er dem feindlichen Feuer so ausgesetzt, daß zwey Grenadiere, die ihn auf einem Tragsessel wollten fortbringen helfen, von einer Kanonenkugel erschossen wurden. Kurzgefaßte Neuigkeiten. Von mehr als einer Seite bestätiget sich die Nachricht, daß Rußland sich zum Vortheil Englands erklärt hätte. Nach Briefen aus Frankreich ist die Kövigl. Verordnung wegen Vermehrung der Truppen unter der Presse, und es wird in genanntem Reiche schon stark geworben. Nachrichten aus Utrecht zufolge; gehet daselbst ein Gerücht, daß Rußland nicht die einzige Macht sey; die sich günstig für Engelland erklären würde. Nach den neuesten Berichten aus Frankreich; soll die Action zwischen den d’Estaing= schen und den Englischen Truppen bey Savannah äusserst blutig, und die zahlreiche Artillerie der Engländer an dem Verlust der Franzosen schuld gewesen seyn. Gleichwohl fügen einige Briefe hinzu, daß die Engländer theils durch diese Action, theils durch den Verlust der ihnen bestimmten Convoy, die der Graf von Estaing aufgefangen, so in Verlegenheit gekommen wären, daß sie sich den beyden Generalen, Gates und Sullivan; die mit 17000 Mann auf sie losgegangen hätten ergeben müssen. Es heißt, der Commodore Paul Jones, sey nun auch mit einer Französischen Commißion versehen, und habe FranzösischeFlagge aufgesteckt. Auch soll der Französische Ambassadeur im Haag erklärt haben, daß er als Officier in Französischen Diensten stehe.