Delthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde. Holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. sssss Die„Schwerter Jeitung" erscheint verktäglich.n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlag: Carl Braus. Celegr. Adr. Braus, Schwerteruhr. Cel.d2. Postscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Richter in Schwerte. Ce. 62. Nr. 133 Samstag, 9. Juni 1923 56. Jahrgang Zum Geleit. D.m Glücklichen scheint das Gebet eine eintönige, leere Redeweise, bis der Schmerz den Unglücklichen diese erhabene Sprache lehrt, durch deren Hilfe er zu Gott redet. Neueste politische Nachrichten. Der Berichterstatter des„Echo de Paris“ glaubt aus bester Quelle mitteilen zu können, daß BelgieneineRegelung des Reparationsproblems vor dem Herbste nicht erhoffe. Die Streichung der interalliierten Schulden, die nur zu einer Herabsetzung der französischen Schuldforderung an Deutschland führen kann, wird von den Engländern nicht als ohne weiteres durchführbar angesehen. * In Pariser Kreisen herrscht der Eindruck vor, daß die Brüsseler Zusammenkunft keinerlei Fortschritte gemacht habe. Viele Berichterstatter künden den Zusammentritt einer interalliierten Konferenz in Ostende an. * Die Regierungsvorlage über die Neuregelung der Beamtengrundgehälter, die vom Reichsrat angenommen worden ist, ist nunmehr dem Reichstag übermittelt worden. * Der Erste Staatsanwalt in Potsdam, Dr. Gerlach, hat gegen die Ablehnung des Hauptverfahrens gegen Herrn v. Kähne auf Petzow beim Kammergericht Beschwerde eingereicht. * Das Volksgericht Traunstein hat drei Arbeiter aus Rosenheim, die der Ententekommission ein bei einem Bauern untergebrachtes Flugzeug verraten haten, zu Gefängnisstrafen von 2 Jahren, 1½ Jahren und 9 Monaten verurteilt. * Die Arbeitgeber in der englischen JuteIndustrie haben beschlossen, die an 25000 Arbeiter gesandten Kündigungen zurückzuziehen und die Mühlen wieder zu eröffnen. * Der Reichsrat hat den Gesetzentwurf über ein Zusatzabkommen zu dem deutsch=schweizerischen Abkommen vom 6. Dezember 1921 betr. schweizerische Goldhypotheken in Deutschland angenommem. * In Tokio sind mehr als 100 Kommunisten und führende Sozialisten verhaftet worden. Die Polizei versichert, sie habe eine Verschwörung gegen den Staat aufgedeckt. * vermischte Neuigkeiten. In dem Städtchen Grovzig, nördlich von Halle, verkaufte eine Rentnerin mit Genehmigung der Kreisdirektion die Zinksärge aus der Familien= gruft, nachdem sie die Leichen in Holzsärge umgebettet hatte. Den Leichen nahm sie weiter die Holzschuhe weg und nahm ihnen die Wertgegenstände ab, um sie gleichfalls zu verkaufen. * Sonntag fand die Unterzeichnung eines auf den Verkehr zwischen Deutschland und Niederländisch=Ostindien bezüglich: Zusatzvertrages zum deutsch=niederländischen Handelsvertrag statt. * Die Exkaiserin Zita soll die Absicht haben, sich in Italien ansässig zu machen. Die Brüder der früheren Kaiserin, die Prinzen Felix und Franz von Bourbon Parma, werden die italienische Regierung um die notwendige Erlanbnis ersuchen. Am Sonnabend brach in einem Stapel zwischen der 5. und 4. Sohle auf Schacht 1 der Zeche„Korsilidation“ in Gelsenkirchen auf bisher noch unaufgeklärte Weise Feuer aus. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Bis zur Beseitigung jeglicher Gefahr ruht der Betrieb auf beiden Schachtanlagen. Der Wortiaut der Geurschen=Liote TU. Berlin, 8. Juni. Den Regierungen in London. Rom, Paris, Brüssel, Washington und Totio ist heute zur Erweiterung und Ergänzung der Note vom 2. Mai nachfolgendes Memorandum übermittelt worden: 1. Die deutsche Regierung hat nach sorgfältiger und gewissenhafter Untersuchung ihre ehrliche Ansicht darüber zum Ausdruck gebracht, was Deutsch= land an Reparationen zu leisten fähig ist. Sie würde nicht aufrichtig handeln und das Problem seiner wirklichen Lösung nicht näher bringen, wenn sie, nur um die politischen Schwierigkeiten des Augenblicks vorübergehend zu erleichtern mehr versprechen wollte, als nach ihrer Ueberzeugung das deutsche Volk unter Anspannung aller seiner Kräfte zu leisten imstande ist. Die Frage nach der deutschen Leistungsfähigkeit ist jedoch eine Staatsfrage, über die verschiedene Meinungen möglich sind. Deutschland verkennt nicht, daß es unter den angenblicklichen Verhältnissen ungemein schwierig ist, zu einer sicheren Feststellung zu gelangen. Aus diesem Grunde hat die deutsche Regierung sich erboten, die Entscheidung einer internationalen Kommission über Höhe und Art der Zahlungen anzunehmen. Ein stärterer Beweis für den Reparationswillen Deutschlands ist nicht denkbar. die deutsche Regierung ist bereit, alle Unterlagen für eine zuverlässige Beurteilung der deutschen Leistungsfähigleit beizubringen. Sie wird auch erforderlichenfalls Einblick in die staatliche Finanzgebarung gewähren und alle gewünschten Auskünfte über die Hilfsquellen der deutschen Volkswirtschaft erteilen. Die deutsche Regierung hatte die Ausgabe größerer Anleihen in Aussicht genommen, um den reparationsberechtigten Mächten baldmöglichst erhebliche Kapitalbeträge zuzuführen. Solange sich die Ausgabe von Anleihen in größeren Beträgen als undurchführbar erweist, ist die deutsche Rogierung auch damit einverstanden, daß anstelle der Kapitalsummen ein System von Jahreszahlungen geleistet wird. 3. Da die alliierten Regierungen Wert darauf legen, schon jetzt genaue Angaben über die Auswahl und die Ausgestaltung der von Deutschland ins Auge gefaßten Sicherheiten zu erlangen, schlägt die deutsche Regierung folgende Garantien für die Durchführung des Reparationsprogramms vor: Die Garantien. a Die Reichsbahn wird mit allen Anlagen und Einrichtungen von dem sonstigen Reichsvermögen losgelöst und in ein Sondervermögen umgewandelt, das in Ausgaben und Einnahmen von der allgemeinen Finanzverwaltung unabhängig ist. Die Reichsbahn gibt Goldobligationen in Höhe von 10 Milliarden Goldmark aus, die als erststelliges Pfandrecht auf das andere Vermögen eingetragen werden, die vom 1. Juli 1927 ab mit 5 Prozent verzinslich sind, also eine jährliche Leistung von 300 Millionen Goldmark sicherstellen. b) Um eine weitere Jahresleistung von 500 Millionen Goldmark ab 1. Juli 1927 sicherzustellen, wirdd die deutsche Regierung als zweites die gesamte Wirtschaft, Handel, Industrie und Verkehr zu dieser Garantie heranziehen, die als erststelliges Pfandrecht in Höhe von 10 Mill. Goldmark auf den gewerblichen, städtischen und landwirtschaftlichen Grundbesitz eingetragen wird. Die 500 Millionen Goldmark fährliche Leistung werden entweder mittelbar im Rahmen einer allgemeinen aus dem übrigen Besitz ertragenden Steuer und unmittelbar durch Belastung von Objekten aufgebracht. e) Außerdem werden die Zöllc und die Verbrauchssteuern auf Tabak, Bier, Wein, Zucker, sowie die Erträge aus Branntweinmonopolen als Sicherheit für die Jahresleistungen verpfändet. Der Rohertrag aus Zöllen und Verbrauchsabgaben wird im Durchschnitt der letzten Vorkriegsjahre auf 800 Millionen Goldmark geschätzt, ist aber infolge der Verluste an Land und Volk und infolge des verminderten Verbrauches auf etwa ein Viertel zurückgegangen. Mit der Gesundung der Wirtschaft wird er jedoch automatisch wieder steigen. 1. Zum Schluß glaubt die deutsche Regierung noch folgendes feststellen zu müssen: In einer so wichtigen und bedeutenden Frage können entscheidende Fortschritte nicht durch schriftliche Darlegungen, sondern nur durch mündlichen Gedankenaustausch am Verhandlungstisch erzielt werden. Deutschlands Zahlungsvermögen hängt von der Art der Lösung des Gesamtproblems ab. Die Zahlungsmethode tann nur in unmittelbarer Aussprache mit Gleichberechtigten geregelt werden. Die Feststellung der Garantien in ihren Einzelheiten bedarf noch der Mitwirkung derjenigen, denen die Garantien dienen sollen. Zur Lösung aller dieser Fragen sind mündliche Verhandlungen notwendig. Deutschland erkennt seine Verpflichtungen zu Reparationen an. Die deutsche Regierung wiederholt ihr Ersuchen, eine Konferenz zu berufen, um den besten Weg der Erfüllung dieser Verpflichtungen zu vereinbaren. * Amtlich wird zu diesem Memorandum bemerkt: Wie bekannt, sind der deutschen Reichsregierung auf ihre Note vom 2. Mai von den alliierten Regierungen verschiedene Antwortnoten zugegangen Um alles zu vermeiden, was die Fortsetzung des Gedankenaustausches erschweren könne, hat die Reichsregierung sich in ihrer Rückäußerung auf die Punkte beschränkt, die der Antwort der Alliierten gewiß sind. Die letzte Woche. Der neue englische Ministeroräsident Baldwin ist bestrebt, die Reparationsfrage aus der Welt zu bringen, aber er getraut sich nicht, oder noch nicht, die Ruhraktion zum Stein des Anstoßes in Paris zu machen. In den Londoner Zeitungen wird auch in dieser Angelegenheit ein etwas milderer Standpunkt, wie in den französischen Blättern vertreten, man darf also annehmen, daß die persönliche Anschauung Baldwins hierüber sich zur Verständigung neigt, aber zu einem energischen Auftreten gegen Poincaré können heute weder er, noch der Minister des Auswärtigen, Lord Curzon, sich entschließen. Soweit geht in ihren Augen das englische Staatsinteresse noch nicht, weil sie von einem Konflikt ein offenkundiges Auffliegen der Entente befürchten. * Die Schlichtung der Reparationsfrage ist eine rein finanzielle Angelegenheit, die der leitende britische Staatsmann für durchaus lösbar hält. Er taxiert wohl die Franzosen ganz richtig, daß das Geld bei ihnen nicht immer ganz dieselbe Rolle spielt. Die breite Masse des Volkes will das deutsche Geld, um keine neuen heimischen Steuern bezahlen zu müssen, so ist ihnen wenigstens vorgeredet worden, und den Parisei Wortführern geht die politische Seite, wie sie sich in der Ruhrbeset zung ausdrückt, über alles. Ist die Geldfrage ausgeschaltet, so ist eine###augenblickliche Veruhigung für das wirtschaftliche Leben zu erwarten; nur ist die Frage, ob diese Ruhe sich für längere Zeit aufrecht erhälten läßt, denn die Politik kann neue Streitigekiten veranlassen und die gedeihliche Gestaltung der europäischen Lage von neuem stören. Die englische Regierung glaubt vielleicht, dadurch neue„Eisen im Feuer" zu gewinnen, daß Frankreich und Deutschland dann unvermittelt gegenüberstehen bleiben. Der Wert dieser teilweisen Schlichtung ist natürlich ein zweifelhafter. * Was das Deutsche Reich an Reparationszahlungen leisten soll, kann günstigen Falles durch die Verhandlungen festgestellt werden, die sich an die erfolgte Uebergave des deutschen Memorandums auf die Ententenoten knüpfen sollen. Die Beträge, die uns zu zahlen zugemutet werden, gehen bis zu 50 Goldmilliarden hinauf, die eine Summe bedeuten, die von uns nicht aufgebracht werden kann. Wir brauchen dazu ein ausgedehntes Moratorium, und das Zustandekommen einer internationalen Anleihe. Es muß daher abgewartet werden, welchen Erfolg die Anstrengungen des Ministeriums Baldwin haben werden. Es ist soviel zu erkennen, daß Poincaré auch in der politischen Frage der Ruhraktion allein steht und auf seinen belgischen Kompagnon nicht mehr unbedingt zählen kann. Die Meiungsverschiedenheiten, die zwischen Paris und Brüssel bestehen, sind durch die lepten Besprechungen nicht ausgeglichen worden. Denken etwa die Engländer, die Belgier könnten für sie die Kastanien aus dem Feuer holen, das heißt, die Franzosen aus dem Einbruchsgebiet wieder hinaus zu drängen süchen? Daß die Brüsseler Regierung das gern möchte, ist sicher, denn sie hat von diesem Abenteuer für ihren auf das rheinisch=westfälische Hinterland angewiesenen Staat nur Nachteil; ob sie ihre volle Selbständigkeit Frankreich gegenüber zum Ausdruck' bringen kann, ist aber doch die Frage. Es hat in Paris an wiederholten Anstürmen auf Poincare nicht gefehlt, es wurde mit solchen in der inneren Politik versucht, nachdem die in den auswärtigen Angelegenheiten gescheitert waren, aber bis zu seinem Sturz ist der Marsch der Opposition noch nicht vorwärts geschritten. * Der deutsche passive Widerstand an der Ruhr gegenüber den fortgesetzten Gewalttaten der Franzosen wankt und weicht nicht. Der Streik ist erfreulicherweise vorüber, aver die Ausdehnung der Besetzung und die Ausweisung der Eisenbahner hält an. Die Mordtaten erstrecken sich nun schon gar auf Kinder, von welchen französische Sotdaten beleidigt sein wollen. Je mehr Einzelheiten auch über die Erschießung des angeblichen deutschen Spions betannt werden, in um so unmenschlicherem und barbarischem Lichte erscheint diese Greueltat gegen Schlageter, dessen Massacre alle deutschen politischen Gefangenen haben beiwohnen müssen. Schlageter ist ablerdings nicht umsonst unter den fremden Ku-geln gefallen, aber in anderem Sinne, als die Franzosen denken * Der Reichstag und der preußische Landtag haben nach der Pfingupause ihre Arheiten wieder ausgenommen.„die„möglichst bis Ende dieses Monats zum Abschluß der= Session führen sollen. Leider hat es auch an Teuerungs= krawallen nicht gefehlt, die an sich ja wohl erklärlich sind, aber doch nichts am Abbau der Verhältnisse ändern können. Wanne dauernd besetzt. T.=U. Dortmund, 9. Juni. Die Besetzung des Bahnhofes Wanne soll eine dauernde sein. Der Betrieb wird durch belgische und elsaß=lothrin. gische Eisenbahner durchgeführt, die bei den Bürgern einquartiert sind. Wegen der Zufuhr der Lebensmittel schweben noch Verhandlungen. In Gelsenkirchen fielen den Franzosen 15 Lokomotiven in die Hände, 4 Lokomotiven wurden rechtzeitig entfernt. Giatige srrußenump fem Eripzig. Versagen des gewerkschaftlichen Ordnungsdienstes. In Leipzig ist es am Mittwoch zu größeren Un ruhen gekommen, bei denen es auch sieben Tote und zahlreiche Verwundete gegeben hat. Im ein zelnen wird darüber berichtet: Gegen 6 Uhr begann auf dem Augustusplatz die von der V. S. P. D. Großleipzigs und dem Gewerkschaftskartell einberufene Demonstrations Versammlung. Eine in der Grimmaischen Straße befindliche Menge nahm gegen die Teilnehmer an der V. P. D.=Demonstration eine immer provizierendere Haltung ein, bewarf sie mir. Steinen und verlangte den Abzug der Polizei. Der Ordnungsdienst der Gewerkschaften und Parteien legte sich ins Mittel und wurde teilweise von der Menge verprügelt. Hierauf wurde ein größeres Polizeiaufgebot eingesetzt. Nachdem der Ordnungsdienst eingesehen hatte, daß er der Lage nicht Herr werden konnte, trat er zurück und bat die Polizei, sich ins Mittel zu legen. Diese wurde von der Menge angegriffen und mit Steinen beworfen. Einem Beamten wurde mit einem Seitengewehr in den Rücken gestochen, sodaß sich zwei Beamte bemühen mußten, das Gewehr wieder heraus zu ziehen. Der Beamte ist abends im Krankenhaus gestorben. Eine Anzahl von Polizeibeamten wurde verwun det. Aus der Menge fiel ein Schuß, der das Zei chen zum ernenten Ansturm war. Darauf wurden von der Polizei ohne Befehl Schreckschüsse abgege ben, und als das nichts half, in die Menge geschossen. A1s Folge davon blieben 6 Tote und einige 20 Verwundete aus dem Platze. Von den Polizeibeamten sind 15 zum Teil erheblich durch Steinwürfe und Schläge verletzt worden. Die Zahl der Opfer. .. Im Krankenhaus Jacob sind 37 Schwerverletzte und über 80 leichter Verletzte behandelt worden. Die Zahl der Toten steht noch nicht fest. Fünf sind geborgen worden und man nimmt an,#daß die übrigen verschleppt worden sind. Unter den Toten 1 wurden wiedererlannt der Wachtmeister Müller Lund zwei Zivilisten namens Rößler und Dompropst. * Versammlungs- und Umzugsberbote in Leipzig. Infolge der blutigen Vorgänge erließ der Polizeipräsident von Leipzig eine Verordnung, wonach wegen unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit alle Versammlungen und Umzüge auf den öffentlichen Straßen und Plätzen der Stadt Leipzig bis auf weiteres verboten werden. Die Polizei wird mit allen verfügbaren Mitteln gegen jede verbotswidrige Veranstaltung oder Ansammlung einschreiten. Sitzung des Reichstages am 8. Juni 1923 Nachdem am Donnerstag die drei zuständigen Minister ihre Erklärungen abgegeben hatzen, wird heute in die Besprechung der sozialdemokratischen Teuerungsinterpellation eingetreten. Abg. Schlack(Z.) begrüßt es, daß die Regierung angesichts der allgemeinen Notlage nicht tatenlos sei. Der Versailler Vertrag sei die Ursache aller Not. Damals beim Abschluß des Versailler Vertrages galt der Dollar 13 bis 15 Mark, heute ist er auf 70.000 bis 80000 M gestiegen, und die österreichische Krone ist höher als die deutsche Mark. Den Wucherer müßte das gesamte deutsche Volk auch gesellschaftlich bonkottieren. Alle Kräfte müssen jetzt zusammengesaßt werden. Abg. Findeisen(Dp.) weist darauf hin, daß tatsächlich die Not niemals größer war als gerade jetzt. Im Auslande sei die Meinung verbreitet, daß in Deutschland die Zustände so nnsicher seien, daß es nicht geraten sei, dorthin zu gehen. Der Abg. Wienbeck(DN.) erklärt, Teuerungsdebatten nützen gar nichts, Taten brauchen wir. Namons der Demokraten fordert der Abg. Dernburg angesichts der allgemeinen Unzufriedenheit eine klare Stellung des Parlaments. Es ist ganz falsch, gewisse Volkskreise für das Elend des deutschen Volkes verantwortlich zu machen. Der Abg. Emminger von der Bayerischen Volkspartei weist auf die Not der Hausfrauen hin und erklärt die Drohung der Sozialdemokraten mit Unruhen für höchst unangebracht. Der Kommunist Stöcker macht die Regierung auf die Not der Bevölkerung aufmerksam. Dadurch entstünden die Unruhen und nicht durch die Kommunisten. Darauf vertagte sich das Haus auf Sonnabend. Gegen Franrreichs Gewaltpolitir. Sitzung des Preuß. Landtages am 8. Juni Bei der heutigen Beratung des Haushalts des preußischen Staatsministeriums und des Ministerpräsidenten ergrifs Ministerpräsident Braun das Wort, um zunächst auf die schweren Bedrückungen und Lasten des Dittats von Versailles hinzuweisen, die sich zu einer systematischen Quälerei besonders auch des rheinischen Voltes entwickelt haben. Was seit dem Beginn des Ruhreinbruchs, so fährt der Redner fort, vor sich geht, hat mit aller Klarheit die machtpolitischen und annerionistischen Pläne Frantreichs offenbart. Die unerhörten Brutalitäten einem wehrlosen Volk gegenüber finden kaum ihresgleichen in der Geschichte der Kulturvölker. Alle jene Pläne, das Rheinland zu neutralisieren, sind Rechnungen, die ohne den Wirt, d. y. ohne die rheinische Bevölkerung gemacht werden. Wie der Reichsaußenminister am 16. April im Reichstag treffend ausgeführt hat, so erkläre auch ich heute für die preußische Regierung, daß eizie Aufgabe der Rheinlande nie und nimmer in Frage kommt. Auch der Gedanke, daß zur Erleichterung der Lösung des Reparationsproblems das Rheinland und seine Bewohner ein Handelsobjekt werden können, wird für die preußische wie für die Reichsregierung nie Gegenstand der Erwägung sein. Hände weg vom Rheinland! Der Rhein und die Rheinländer waren deutsch und werden deutsch bleiben. Afg. Haas(S.) ging ebenfalls in längeren Ausführungen auf die Ruhrfrage ein und erklärte namens seiner Partei: Die Bevölkerung von hein und Ruhr wird bis zum Letzten gegen jeden Versuch einer Loslösung der Rheinlande vom Reich und von Prauten Käupsen(Lebh, Beiiall) Abg. Dr. Porsch(Z.) gibt namens der Fraltion die Erklärung ab, daß sie allen Bestrebungen, die staats= und verwaltungsrechtliche Struttur des Rheinlandes zu ändern, den äußersten Widerstand leisten wird. Die Redner der Deutschnationalen (Abg. Wallraf), der Deutschen Volkspartei(Abg. Dr. Heimann) und der Demokraten(Abg. Gott schalt) schließen sich den Ausführungen des Mini sterpräsidenten ebenfalls an. Mit allen gegen die Stimmen der Kommuni sten wird beschlossen, die Rode des Ministerpräsi denten im Lande, namentlich auch im besetzten Gebiet, zu verbreiten. Dann vertagt sich das Haus aut Sontabend. 11 Uhr. Aus Stadt und Land. Schwerte, 9. Juni 1923. 9. Juni: 1672 Zar Peter der Große v. Rußland geb. 1810 Der Tonkünstler Nicolai geb. 1870 Der englische Romandichter Charl. Dickens gest. 19. Juni: 1190 Kaiser Friedrich Barbarossa im Flusse Salef ertrunken. 1836 Der Physiker Andree Marie Ampere gest. 1869 Eröffnung der ersten Pazaficbahn in den Vereinigten Staaten. Sonntagsworte. Des Lichtes voll erscheint uns jetzt die Welt. Der Glanz der Sonne umstrahlt das heranreifende Frühlingsleben. Bald ist der Höhepunkt, der längste Tag, erreicht. Da tann uns der Sonntag erinnern an das Wort des Ewigkeitsdichters: „C, du Glanz der Herrlichkeit Licht vom unerschöpften Lichte, Schick' uns deine Morgenzeit, Deine Strahlen zu Gesichte; Und vertreib durch deine Macht Unsere Nacht!" Dieses Lichtesstrophen deuten hin auf das „Licht der Welt“ in dem, der sich selbst so nennen konnte, weil er Erlösung brachte aus Sünde und Sorge, aus Schmerz und Tod:„Der ewige Glanz Gottes, in Christus Jesus". Die um ihn waren bezeugen:„Wir sahen seine Herrlichleit, eine Herrlichkeit des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und voller Wahrheit!" Wo Gnade ist, ist eben keine Schuld, sondern heller Segensglanz, Friede und Freude. Wo Wahrheit ist, ist Durchsichtigkeit, ist Licht. So müssen Sünde und Unheil weichen. Der Sonntag im Lichtglanz der Frühlingshöhe soll uns deshalb locken, uns dem ewigen Licht auszusetzen nach der Wahrheit des 31. Psalmes: „Die auf ihn blicken, werden strahlen!" ** Vor den großen Ferien, die in Bälde ihren Anfang nehmen, geht schon Wochen vorher ein geheimnisvolles Flüstern durch die Schuljugend, die sich in diesem Zeitraum ein Stück Paradies nach den Schulmonaten vorstellt. Wie überall, gibt es aber auch hierin mancherlei Enttäuschungen, denn die Erkenntnis folgt, daß man bei der Gewohnheit am besten aufgehoben ist. Aber an Onkel, Tante und Verwandten werden im ganzen Jahr nicht so viel Briefe und Karten geschrieben, wie im Juni, in denen sich Neffen und Nichten für den Sommerbesuch freundlichst in Erinnerung bringen und recht gehorsam, folgsam und artig zu sein versprechen. So eilen die Tage dahin, und die Ferien kommen schließlich. Doch ohne Fleiß kein Preis. ** Neue Preise für künstliche Düngemittel. Eine Verordnung des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bringt neue Preise für künstliche Düngemittel. Es betragen mit Wirkung vom 1. Juni 1923 ab die Höchstpreise für 1 Kilogramm wasserlösliche Phosphorsäure In Superphosphat 5700 Mark, für 1 Kilogramm zitronenlösliche Phosphorsäure im Rhenaniaphos= phat 5700 Mark, für 1 Kilogramm Gesamtphos= phorsäure im Rhenaniaphosphat 1850 Mark. Infolge der ab 1. Inni eingetretenen Erhöhung der Stickstoff= und Kalipreise haben auch der Stickstoffpreis sowie der Zuschlag für Kali in Superphosphatmischungen neu festgesetzt werden müssen. Es betragen der Preis für 1 Kilogramm Stickstoff 15300 Mark, der Zuschlag für 1 Kilogramm Reinkali 750 Mark. ** Hengstey wird nicht geräumt! Die neu auftauchenden Gerüchte über eine französischerseits beabsichtigte Räumung des Bahnhofes Hengstey werden nunmehr an zuständiger Stelle dementiert. Es sind lediglich am 1. Juni die von Herdecke gestellten Bahnhofswachen abgelöst und am 2. Juni durch eine etwas schwächere Wache ersetzt worden. Die Zuge werden nach wie vor revidiert. Noch am 2. Juni wurde in einem D=Zug das Gepäck sämtlicher Reisenden durchsucht. Ferner haben die Franzosen die der Eisenbahn gehörigen Häuser, welche von den Eisenbahnern geräumt werden mußten und in denen französische Truppen einquartiert sind, in weitem Bogen durch Stachel drahtverhaue abgesperrt. Letzteres ist zweifellos auch ein sicherer Anhalt, daß die Franzosen noch an kein Räumen denken. ** Bestandene Prüfung. Die zweite Lehrerprüfung bestand der Lehrer Heinz Kraas von hier, zurzeit an der kathol. Volksschule in Hemer(Kr. Iserlohn) tätig. ** Auf der Anktion. Der Verkauf von Möbelstucken aller Art im Wege freihändiger Abgabe durch das Publitum ist seit der Zeit, da die Preise allgemein anzuziehen begannen, sehr rege gewesen, er hat jetzt noch zugenommen. Eine Aenderung ist insofern eingetreten, als der Vertauf häufig nicht mehr unmittelbar vom Eigentümer an den Lieb haber erfolgt, sondern im Austionslokal durch den Versteigerer. Das ist praktischer, weil der Käufer Reich vielerlei Gegenstände beisammen sieht, die er seinem Bedarf nach auswählen kann, und der Besitzer von der langwierigen und keineswegs angenehmen Gewohnheit des Handelns entbunden wird, bei der in der Regel der eine von beiden Teilen den Kürzeren zieht. So tragen denn viele Personen, die ihren Hausrat verringern wollen, die Gegenstände, die entbehrlich sind, zum Versteigerer, der an bestimmten Tagen seinen Vorrat seilbietet. Geisecke. Bei der morgigen Feier des 25.jähr. Bestehens des MGV.„Germania“ im Festzelt und Saal des„Wellenbad" enthält das Programm 28 Nummern und diese wieder meist a und b. sodaß es zu nahezu 56 Liedern kommen wird. Der„Germania“ wird anläßlich des Jubiläums ein von den Frauen der Gemeinde gestiftctes Fahnenband und Silberkranz überreicht. Mlanmrandbrnsehianrinrbhaidnr anbhinbhbiathbthsansbialiasnaishingalhint O in bester Ausführung bei billigster Verechnung sofort lieferbar.“ & Co. Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte Schwerte, Hüsingstraße 2. Die„Königin der Nacht“. Sceroman von H. Hill. (Nachdruck verboten.) Wir wanderten wieder über das Hauptdeck und betrachteten den Maschinenraum mit seinem noch schlummernden„dreisachen Auslader“, seinen„Zwillingsschrauben“ und seinen Riesenrädern. Als ich diese Räume durchwandert, konnte ich nicht umhin, die schöne Ausstattung der Gesellschaftssalons, die überall mit elettrischem Licht und elektrischen Klingeln versehen waren, zu bewundern, während die Küchen mit ihren schimmernden Kupferuiensitien und ihren kühlen Marmorfliesen, die großen Eislammern, und der Musiksaal, der bis auf einen Haufen Instrumente und ein Bündel Uniformen vollständig leer war, gerabezu mein Entzücken wachriefen. Was den großen Salon, das Konversationsmzimer und das Rauchzimmer betraf, so hatte ich, obwohl ich schon auf so manchem großen Linienschiff gesegelt war, nie etwas gesehen, was sich mit dem herrlichen Glanz der Ausstattung, in Weiß und Gold, den kostbaren Gemälden und der geschmackvollen Harmonie der Farben hätte veralIs wir auf das oberste Deck hinaufgingen, zeigte mir Simmons— so hieß der Matrose— meine eigene Kabine, die unter der Hauptbrücke, neben dem. Kartenraum lag. Es war ein geräumiges, behaglich ausgestattetes Gemach, das anstatt einer Hängematte eine Bettstelle aufwies, die in einem mit einem Vorhang versehenen Alkoven stand. Der Raum hätte sich auch als Boudoir einer Dame sehen lassen können. Ich hatte nie zuvor so vornehm gehaust, und als ich die Polstermöbel und die bequemen Stühle betrachtete, fürchtete ich tatsächlich, ich könnte unter solchem Luxus verweichlichen. Vor meiner Kabine verzichtete ich auf die weitere Begleitung Simmons und entließ ihn: dann ging ich nach der Apotheke, um von Dr. Zavertal Abschied zu nehmen, ehe ich das Schiff verließ. Als ich mich seiner Kabine näherke, stolperte ich über einen Hausen Stricke, die noch nicht aus dem Wege geräumt waren, und diese dämpften meinen Fall, so daß ich die Tür erreichte, ohne daß ein Ton zu hören war. Dieser Ursache verzankte ich es, daß ich einige Worte vernahm, die, wie ich jetzt peiß. nicht für meine Thren beitimmt waren. „Wenn dieser verdammte Amerikaner wirklich beabsichtigen sollte, die Reise mitzumachen, so wäre es mir allerdings angenehm, Sie bei mir zu haben,“ sagte Doktor Zavertal.„Aber was wird dann aus Ihren Plänen für die nächste Reise?“ „Die würden allerdings diesmal ins Wasser fallen,“ lautete die Antwort, eine wohlklingende, offenbar die einem Gentleman angehörende Stimme sprach.„Wir haben so gut gearbeitet, daß wir es uns leisten können, auf einer Reise auch einmal unsern„Spezial=Verdienst“ zu verlieren. Auf jeden Fall dürfen wir uns nicht unnützen Gefahren aussetzen.“ Bei diesen Worten trat ich in die Kabine und und war gerade im Begriff, sich die Handschuhe auszuziehen. Weder er, noch der Doktor zeigte die geringste Furcht, daß man sie gehört haben könnte, doch der den Doktor zusammen mit einem großen, elegant gekleideten Herrn, der offenbar erst vor kurzer Zeit gekommen sein konnte, denn er stand noch in der Tür, letztere sagte schnell: „Sie haben sich also das ganze Schiff angesehen? Ja, Kapitän? Dieser Gentleman, Mr.— danke sehr, ich konnte mich nicht gleich auf den Namen besinnen— Mr. Vizard,— wird die Fahrt möglicherweise mit machen und wollte sich deshalb einmal unsere Einrichtung ansehen.“ „Ich hoffe, er wird damit evenso zufrieden sein, wie ich es selbst bin,“ versetzte ich, indem ich mich vor dem Fremden verbeugte. „Das ist Kapitän Forrester, der eben zu diesem Posten berusen worden, erklärte Zavertal. Mr. Vizard hatte mich erst mit etwas kritischem Blicke angeschaut, doch als die gegenseitige Vorstellung erfolgt war, lächelte er höflich und bemerkte, er hoffe unter meiner Leitung auf der „Königin der Nacht“ eine angenehme Reise zu haben. Ich erwiderte in derselben Weise und, nachdem ich erklärt, ich würde am nächsten Tage auf das Schiff übersiedeln, sagte ich beiden Adien und ging an Land. 5. Kapitel. Die vermißten Passagiere. Der zur Abreise der„Königin der Nacht; bestimmte Tag brach hell undsonnig an, und um die Mittagsstunde waren alle bereit, die Passagiere zu empfangen. Eine Mannschaft, die für ein Kriegsschiff genügt bätte, war angenommen worden, die Steward=Abteilung war unter den Befehlen ihres gewohnten Ehefs in voller Tätigkeit, und die Speisekammern waren mit allen möglichen Delikatessen angefüllt. Von dem gewöhnlichen Lärm, der stets bei der Abfahrt eines großen Steamers herrscht, war wenig zu merken,— erstens weil wir keine Frachtgüter hatten, und zweitens, weil kein großes Gepäck einzuschiffen war. Ein in der Kabine unterzubringender Koffer— höchstens zwei — genügten jedem Passagier für die sechswöchentliche Fahrt, und diese brachten sie mit. Wir hatten keine Verpflichtung, vor drei Uhr abzusegeln, doch die ersten Passagiere kamen zur Zeit des Lunch, das um ein Uhr für die Reisenden und ihre Freunde im großen Salon bereit stand. Als Kapitän des Schiffes war es eigentlich unter meiner Würde, die Gäste bei ihrem Erscheinen an Bord selbst zu empfangen, außerdem war Doktor Zavertal tatsächlich ein „geborener Wirt“. Er hieß jeden willkommen, half allen beim Ablegen der Garderobe, geleitete sie auf die Plätze— eine Tätigkeit, bei der er von dem Zahlmeister und den Stewards unterstützt wurde. Dieses gediegene Arrangement paßte mir ausgezeichnet. Ich hatte aus der Passagierliste ersehen, daß Sir Simon Crawshay nicht für sich selbst einen Platz bestellt hatte, Alines Reisegefährtin war vielmehr eine Mrs. Brinkworth, von der ich nie etwas gehört hatte. Aber es war immerhin möglich, daß der Baronet sein Mündel auf den Steamer geleitete, um sie abfahren zu sehen, und ich hegte die größte Furcht, er könne sie wieder an Land zurücknehmen und ihre Abreise vereiteln, wenn er merkte, daß das Kommando des Schisses mir anvertrant war. Um einer solchen Entdeckung vorzubeugen, hielt ich mich in meinem eignen Zimmer auf, als die Passagiere anlangten, und es war ein Glück, daß die Umstände mein Vorhaben begünstigten, ohne daß ich die Aufmerksamseit der andern dadurch erregte. Da der Doktor sich so überaus nützlich machte, hatte ich einen plansiblen Grund, mich fernzuhalten, ersteus, weil ich noch Berichte, Instruktionen und Orders zu unterzeichnen hatte, und zweitens auch noch eine Besprechung mit Nathan über mich ergehen lassen mußte, der mir seine letzten Verhaltungsmaßregeln erteilen wollte. Es lag also kein Grund vor, der mich aus Deck zu erscheinen zwang, ehe die Glocke zur Abfahrt riet. (Fortsetzung folgt.) Schöffengerichts-Sitzung vom Freitag, 8. Juni. vorm. 9 Uhr. zu Schwert. unter Leitung des Herrn Amtsgerichtsrats Dr. Alssers. Als Schöfsen waren verpflichtet die Herren Bergmann Heinrich Götter, Syburg und Landwirt Friedr. Eickelberg, Garenfeld. Kurz nach 12 Uhr mittags erreichen die Verhandlungen ihr Ende. ** Mundraub in Kohlen. Der Eisenbahnwärter K. hat der Eisenbahnverwaltung im März ds. Is. morgens 3 Uhr einen Sack Kohlen, der Eisenbahnwerkstätte gehörend, gestohlen. Er behauptet, dies aus Not getan zu haben, um Frau und Kinder nicht frieren zu lassen. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Hohenschwert, tritt für ihn ein, da nachgewiesen ist, daß der Angeklagte sich öfter Kohlen vorgen mußte und zu wenig Geld zur Anschaffung von Brennmateriat besaß. Verkaufen wollte er die Kohlen nicht!— Es werden 200 000 Geldstrafe anstelle von 3 Wochen Gefängnis beantragt. Das Gericht erkennt aber auf nur 10 Tage und an deren Stelle 100000 Mark Geldstrafe, in Raten zahlbar. ** Der falsche Vertriebene. Der Bergmann H. M. ist arbeitslos umhergefahren, hat sich verpflegen lassen, Geldbeträge entgegengenommen, Fahrkarten erbettelt und dabei hat er die nicht ganz richtige Angabe gemacht, er sei von Belgiern ausgewiesen worden. Landstreicherei kann ihm zwar nicht vorgeworfen werden, wohl aber Betrug. Er wird zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt unter Anrechnung der ebenso langen Untersuchungshaft, so daß er jetzt wieder ein freier Mann ist. ** Nickeldiebstähle. Der Angeklagte Schn. hat mit Genossen eine Anzahl Wertgegenstände, die ein gewisser Str. beim Nickelwerk gestohlen hatte, in Holztisten verpackt, fortgeschafft und verkauft und sich so der Hehlerei schuldig gemacht. Der Angeklagte, der zur Zeit eine Strase von 6 Monaten Gesängnis verbüßt, wird heute zu einer Gesamtstrafe von 7 Monaten verurteilt. ** Die sünf Mutzpfeisen. Der vorbestrafte Fakrikarbeiter Karl Sch. hat sich unter Berufung auf seinen Vater bei einem hiesigen Drechslermeister 5 Muppfeisen und dann noch Kleidungsstücke von einem Arbeitstollegen aushändigen lassen, um alles zu verkaufen. Es liegt Betrug und Vertrauensbruch vor, so daß den Angeklagten, der noch einen recht jugendlichen Eindruck macht, eine Strafe von 8 Wochen Gefängnis trifft, die durch die ebensolange Untersuchungshaft als verbüßt gilt. Der Angeklagte wird auf freien Fuß gesetzt. ** Eine sehr gefährliche Nacht. Der Arbeiter Paul H. soll bei einer Schlägerei am 30. Dezember nachts dem bös niedergeschlagenen Zeugen N. eine Brieftasche mit Inhalt entwendet haben, denn letztere befand sich am Tag darnach in seinem Besitz. Dem N. fehlten dazu auch Uhr, Handschuhe, Wertsachen, Mantel und andere Gegenstände. Schwerverletzt wurde er auf der Lyzeumtreppe am Sylvestermorgen gesunden. Der Angeklagte leugnet die Tat des Straßenraubes und weiß nicht, wie er in den Besitz der Brieftasche gekommen i Der Zeuge N. aus Fröndenberg war am 30. Dez. nach Schwerte gekommen, kehrte hier ein und gab ziemlich viel Geld für Schnaps= und Vierspenden aus. Dann gings in eine andere Wirtschaft(mit neuen Zechfreunden), von dort zur ersten zurück, endlich zur Schützenstraße. Gründlich war allenthalben gezecht worden. Der Angetlagte H., der als Klavierspieler reichlich mit Alkohol beschenkt worden war, hat sich dann sonderlich um den N. bemüht, ihn nachts um 1 Uhr nach Hause zu bekommen. Der total betrunkene N. will dabei nun an der Hellpothstraße niedergeschlagen worden sein, bekam gefährliche Löcher in den Kopf, Wunden aller Art, sogar Rippenbrüche. Seine Wertsachen fehlten ihm dann. In der Wirtschaft Br. hatte es bereits Zahlungsschwierigkeiten gegeben. Der Wirt entnahm, um sein Geld zu bekommen, dem N. die Brieftasche und entnahm dieser wieder das halbe Zechgeld. Die andere Hälfte zahlte H. Die Brieftasche erkannte Br. ein paar Tage später in der Hand des Angekl. H. wieder. Zeugen haben die Vorgänge in der Wirtschaft bemerkt, und haben dann auch gesehen, daß der N. aus Fröndenberg über und über blutend. Ecke Osten= und Hellpothstraße im Schmutz lag. Den Ueberzieher hatte er da noch an. Ob Wertsachen fehlten, stellten die Zeugen nicht fest, hatten aber auch bereits beobachtet, daß es vor der Wirtschaft Br. Streitigkeiten gegeben haben mußte, wobei dem N. die Brieftasche entfiel, ihm aber wieder eingesteckt wurde.— Andere Zeugen sahen, wie nachts 1 Uhr aus der Ostenstraße ein Mann zur Hellpothstraße hineinrannte, der aber nicht klar erkannt wurde. Später sand man den N. im Blute liegend in der weiteren Schützenstraße, Nähe der Bleiche. Ein Polizeibeamter traf den Angeklagten H. in jener Nacht am Bahnhof, als letzterer von einer Wirtschaft kam. Auch den blutig geschlagenen N. fand derselbe Beamte auf den Stufen der Töchterschuie. mit dem Kopf nach unten hängend vor. Der Angeklagte H. hat ferner am Tage nach der gefährlichen Nacht Zeugen gegenüber geäußert, er sei in der verflossenen Nacht in Hagen, also nicht in Schwerte gewesen. Damit ist die Zeugenvernehmung zu Ende.. Der Amtsanwalt beantragt für H. 8 Monate Gefängnis wegen Fledderei und Diebstahl.— Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsannalt Heinemann, Hagen, plädiert äußerst lebhaft und geschickt für den schon seit Monaten in Untersuchungshaft sitzenden Angetlagte rurnen Fußball. Morgen steigt das Endspiel um die deulsche Meisterschaft. Hamburger Sportverein und Union=Oberschöneweide kämpfen im Berliner Stadion um die höchste Würde im Fußball. In Westdeutschland besteht an diesem Tage wegen der Be zirksfeste strengstes Spielverbot. Darum sind einige unaufschiebbare Meisterschaftstreffen auf den heutigen Sonna bend nachmittag verlegt. Um 6½ Uhr spielen auf dem städt. Sportplatz Schützenhof hier: Union=Schwerte 1.— VfB. Westhofen 1. Schiedsr. Neumann=Schwerte 06). Das Spiel dürfte sich recht spannend gestalten. In Ergste kämpfen um dieselbe Zeit: Menden 1. Hennen 1.(Schiedsr. Schmidt=Ergste), während sich in Oestrich unter Leitung von Kemper=Letmathe, Oestrich 1.— Grüne 1. gegenüber stehen. Am vorigen Samstag und Sonntag trugen die Leichtathleten und Athletinnen der Schwerter sportvgg. 06 wieder zahlreiche Erfolge davon. Beim Sportfest in Hohenlimburg wurden 8 erste, 5 zweite und 7 dritte Siege erkämpft, im Einzelzelnen: 800 Meter Senioren 1: 1. Störring, Meter Senioren 2: 2. Gördes, 3. Lategahn, 200 Meter Sen. 2: 3. Gördes, 3000 Meter Senioren 1: 1. Hellmuth Hertel, Speerwerfen Sen. Hellmurh Hertel, 1500 Meter Junioren: 1. Hellmuth Hertel, 2. Pirschke; 1000 Meter Ansänger: 1. Rudolf Hertel; 1000 Meter Staffel: 1. Schwerte 06 durch Störring, Gördes, Schniewind, Lategahn, 1600 Meter Staffel: 1. Schwerte 06 durch diesel ben, 4 mal 100 Meter gemischte Staffel(2 Damen 2 Herren): 2. Schwerte 06 durch Lategahn, Frl. Bucker, Störring, Frl. Op den Wintel, 100 Meter Damen: 2. Frl. Lene Op den Winkel, Kugelstoßen für Damen: 1. Frl. Martha Winkelmann, Weitsprung für Damen: 2. Frl. Martha Winkelmann. 100 Meter Lauf Jugend. 1905/06:“3. Kurt Strauß hinter Sprenger Weidenan und Hackenbruch H. gen 1860), 100 Meter Lauf Jugend 1907 Heinz Mayer, 500 Meter Lauf Jugend 1907/0S: 3. Heinz Mayer, 1000 Meter Staffel 1905/06 und 4 mal 100 Meter Staffel jeweils 3. Sieg. Bei den internationalen Wettkämpfen in Münster gewann Erich Roeber, den 3. Preis mit der Leistung von 46,33 Meter. * Schlag und Faustball=Ausscheidungsspiele. Der Turnverein Teutonia e. V.1 83 Westhofen hat für morgen seinen am vergangenen Sonntag eingeweihten„Teutonenhain=Gustavsplatz“ für die Kreismeisterschaftsspiele bereitgestellt. Es treffen sich im Schlagball morgens 9 Uhr Jahn=Dortmund Hagen 1860, 10,40 Uhr Tamd.=Vielefeld V.=Eiringhausen Entscheidungsspiel nachmittag3½ Uhr der beiden Sieger im Faustball. 1.20 Uhr Gruppe 1— Gruppe 3, 2,20 Uhr Entscheidungs. spiel des Siegers der Grupe 1 und 3 gegen vorjährigen Kreismeister T. und Sp. V. Eikei Bei guter Witterung ist allen Spielfreunden ein hoher Genuß sicher. Es sind die besten Mannschaften von Westfalen die am morgigen Sonnta# alles dransetzen werden, um den Sieg zu erringen. Aus den Prodinzen. Hörde. Sturz vom Schornstein. Sturz von einem 30 Meter hohen Spornstein der Kokerei kam der im Auftrage einer auswärt Firma dort tätige Kaminbauer Möller ums Leben Der Verunglückte war verheiratet. Menden. Messerheld. In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es am Klevesberg einer Schlägerei, wobei das Messer leider wieder eine Rolle spielte. Der schon älterer Arbeiter Haidemeyer hat den Landwirt Wittfeld von Holze mit einem Messer in die Brust gestochen, so. daß seine Ueberführung ins Krankenhaus erfolgen mußte. Werne. Tödlicher Unglücksfall. Der auf dem Gut Suermann im nahen Horst beschäftigte Eleve Hagen aus Holtrop ließ trotz Verbots ein junges scheues Pferd vor das Dogeart spann Schon bald nachher kan. das Tier mit dem cart im wilden Galopp wieder auf den Hof. Jetz sprang der Eleve Hagen, da der Lenter das Die nicht halten konnte, hinzu und kam zu Fall, wobei er unter die Räder geriet und infolge der Verletzungen bald nachher starb. Ahlen. Vom Auto überfahren und getötet wurde kurz vor dem benachbarten Heen ein Maurermeister. Mannheim. Die erst 18jährige Fra eines Photographen aus Ludwigshafen, die in einem Mannheimer Kaffechaus ihren Gatten mit einer fremden Dame appaf, tötete sich in der Toilette durch einen Schuß in die rechte Brust, der die Lunge durchdrang. Das ganze Land soll es hören. TII. Berlin, 9. Juni. Auf Antrag der vier Roalitionsparteien, unterzeichnet von Dr. Leidig TV.), Dr. Porsch(Z.), Limbertz(S.) und Dr. Screiber=Halle Dem.) hat gestern vom preußides Ministerpräsidenten über das Rheinland in ganzen Lande durch Maueranschlag zu verbreiten. Spionage. Tl. Unna, 9. Juni. Die vor einigen Tagen in einem Kriegsflugzeuge in Unna gelandeten Sergeanten sind am Donnerstag gegen 6 Uhr an der Grenze des besetzten Gebietes wieder frei gelassen worden. Gottesdienste am Sonntag, 10. Juni. Große Kirche. 9,30 Uhr: Pastor Ohlig. 11 1 Uhr: Kindergottesdienst. Kleine Kirche 8 Uhr: Pastor Ohlig. Pastor Nell. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor Nell. Evangel. Stadtmission, Kuhstraße 7. Sonntag nachm. 4 Uhr: Bibelstunde Mittwoch abend 8,30 Uhr: Gebetsstunde. Donnerstag abend 8 Uhr: Gemischter Chor. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Wischnath beim Heimgange unsrer guten Mutter, sagen wir Allen unsern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Angehörigen: Schwerte, den 9. Juni 1923 1966 Lehle Brühimeldungen. Eine Unberfrorenheit.“ Hohensyburg, 9. Juni.(Eigenbericht. Wie wir hören, weilte gestern nachmittag der Franzosengeneral Petain mit großem Gefolge am Denkmal, ließ durch bewaffnete Mannschaften (mit Maschinengewehr) das Terrain absperren und sich dann nebst Gefolge in den Ulmer'schen Lokalitäten bewirten. Fortschreitende Teuerung in der ersten Juriwoche. TI. Berlin, 9. Juni. In der ersten Juniwoche hat sich eine starte Verteuerung der Levenshaltungskosten vollzogen. In der abgelaufenen Woche vom 2. bis 8. Juni verteuerten sich nach den Berechnungen der Industrie= und Handelszei tungen die allemeine Lebenshaltungskosten einer vierköpfigen Arbeitersamilie um 29 Prozent genüder der Vorwoche, nämlich von 1992 auf den 5691 fachen Vorkriegsstand. Ausführungsverordnung. Die auf Grund des Reichsmielengesetzes vom 24. März 1922 R. G. Bl. S. 273 und folgende sowie die hierzu ergangenen Ausführungsverordnungen des Ministers für wohlfahrt vom 12. Juni 1922 Pr. G. S. 29 und folgende erlassene Ausführungsverordnung des Magisirats vom 26 August 1922 nebst Nachträgen wird mil Ermächtigung des Herrn Verbandspräsidenten in Essen gemäß§ 11 des Reichsmielengesetzes wie folgi geändert: § 4 Absatz 1 und 3 erhält folgende Fassung: Als laufende Instandsetzungsarbeiten gelten icht die vollständige Erneuerung der Dachrinnen und Ablaufrohre, das Umdecken des Daches oder kleine Reparaturen am Dach oder an den Dachrinnen, Reparaturen am Schornstein, an der Kanalisationsleitung, Unterfangungsarbeiten, der Abputz oder Anstrich des Hauses im Außeren, der Abputz oder Anstrich der ganzen Vorderfront oder der ganzen Fläche eines Seitenflügels oder der ganzen Fläche der Hinierfront eines Hauses, Neuverputzen oder Teeren freistehender Giebelwände, die Erneuerung der Einfriedigung, des Stein= und Holzfachwerks an Veranden und Balkonen, der Neuanstrich des ganzen Teeppenhauses im Innern, die Erneuerung der Heizanlage bei Sammelheizung und Warmwasserversorgung. der Badeeinrichtung, Rolläden, Jalousien, OefenBackösen, Klosells, Fußböden, Türen, Fenster, Gas= und Wasserleitungsrohre oder größere Teile derselben, Beseitigung von Schwamm (große Instandsetzungsarbeiten). Das Mieteinigungsamt ist in der Festsetzung von Zuschlägen für große Instandsetzungsarbeiten und lausende Instandsetzungsarbeiten, die wie große zu behandeln sind, unbeschränkt. Diese Verordnung frill am 1. Juli 1923 in Kraft. 1949 Schwerle, den 7. Juni 1923. der Magistrat: Rohrmann Melchheier. Zeichen der Zeit. U. Lüsfeldors, 9. Juni. Nach sechstägiger Verhinderung des Erstheinens durch Beschlagnahme der Druckerei und sämtlicher Geschäfts Rekattionsräume ist das„Düsseldorfer Tagebi:“ gestern wieder erschienen. Das katholische Blatt und Zeutrumsorgan wird jedoch— ein Zeichen der Zeit— in der Druckerei der sozialistischen Volks. zeitung gedruckt. So schweißen die Franzosen auch hier erbitterte Teinde im deutschen Lager zusammen. Zum Schutze gegen die Maul= und Klauenseuche wird auf Grund des§ 18 ff des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909(R G. Bl S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten solgendes bestimmt: Die Moul= und Klauenscuche herrscht z Zt. unter dem Rindviehbestande des Landwirts Josef Eickhoff in Wandhofen. Als Sperrbezick wird bestimmt: Wandhoten zwischen Eisenbahn Schwerte=Wandhofen und dem an der katholischen Schule und dem Gehöft Eickhoff vorbeiführenden Weg Auf diesen Bezirk finden die Bestimmungen unter I meiner viehseuchenpolizeilichen Anordnung om 7. Juni 1921 anwendung, die im amtlichen Kreisblatt(Schwerter Zeitung) vom 18 Juni 1921 Nr. 140 enthalten ist. Ein Beobachtungsgebiet wird nicht gebildet. Die Abschnitte 11— Vll einschließlich der genannten Anordnung bleiben mit der Maßgabe bestehen, daß der eiste Satz des§ 5 Ziffer 1 wie folgt geändert wird: In der Gemeinde Wandhofen wird verboten. Hörde, den 8 Juni 1923. 1964 Lundcat: gez Dreves. Wer ist„Schnellfertig“! entgegen bis zum Juli die Red. der Schwerter Zeitung. Offerte: Preisrätsel. GOOOOO Kuhrtaler Hänger Schwerter doppelverein Quartett Leiter: Jr. Auf der Horst. Leiter: Willy Peters. Sonntag, 10. Juni, nachm. 4 Uhr, im Freischützsaal S N.te... für den am 17. Juni stattfindenden GesangsWettstreit in Attendorn Mitwirkende: Herr Willy Peters(Bariton); Herr Karl Ewald(Baß) Flügel: Herr Fr. Kluf der Horst 1910 1.„Totenvolk“ von Hegar, 2„Vom Rhein“. v. Bruch, 3.„Die Ernte“ v. Schwarz, 4.„Lebeussteude“ von Heuser, 5.„Nachlgruß vom Rhein“ von Steinhauer, 6.„Gute Nacht“ von Greimers, 7.„Der erste Schnak“ von Möllendorf(aufgegebenes Lied), 8.„Hab' Sonne im Herzen“ v. Hanemann(aufgegebenes Lied).— Lieder für Bariton und Baß von Kaun, =:: Leoncavallo, Löwe u a m.= Vorverkaufsstellen: Zigarrengeschäft Winkelmann, Friseurgeschäfte Strack u. Gräfe, Vereinslokal Karl Klempt, sowie bei sämtlichen Mitgliedern G 101# M.=G.=V.„Germania" Geisecke Dirigent: Herr Lehrer Hesendehl. Samstag, 9. und Sonntag, 10. Juni 1923 im großen Festzelt und in den neu renovierten Lokalitäten„Zum Wellenbad“(Inh.: Fr. Pflug): 23jähr. Zaretseir! Festordnung: Samstag, 9. Juni, abends 7 Uhr: Großer Festkommers unter Teilnahme der Nachbarvereine. Anschließend: Ball! Cen Lichtspiele„Zur Reichskrone“. Sonntag, 10. Juni von 2 Uhr ab: Empfang der auswärtigen Vereine Nachmittags 3 Uhr: Anfang des Konzerts unter Mitwirkung von ca. 30 Vereinen. Nach dem Konzert: Großer Festball! Die Musik wird ausgeführt von der ** Kapelle des Herrn Branscheidt. Sonntag, den 10. Juui, vormittags 10½ Uhr General- Versammlung. im Lokal Walter, Hagenerstraße 1954 Tagesordnungwird bekannt gegeben. Der Vorstand. eenlelllelltellieg SaunannS 885s Son senene anne nesnun nussencnam Nur 2 Tage! Samstag* Sonntag Heute nachm. 6! Schützenho: Uhr Meisterschaftsspiel: Union-Schwerte: 1965 BfB-Westhofen 15 E Teutonenhain= Gustavsplatz Besthofen a. ö. R Kreis Sa Deutsche Turnerschaft Ausscheidungsspiele in Schlag- und Far stbal, Anfang der Schlogballspiele 9, 10 40, 3.30 Uhr, Ansang der Faustbal spiele 1.20 und 2.20 Uhr. 1958 120 427 # FA TC. cche e ce SE Sc M Schlasstellese Samstag: Sonntag: Montag! Nur 3 Tage! Der Schlußteil des großen amerikanischen ikusfilm für ein Personenaulo gegen gute Bezahlung gesucht. mit Morgenkaffee auch außerhalb der Stadt, gesucht. Offerten unler Nr. 1838 an die Geschäftstelle. Verdingung. MONNAVANNA Der größte aller bisher erschienenen, Filme." Eine Tragödie der Renaissance in sieben gewaltigen Akten mit den besten Schauspielern der Filmbranche unter anderen Airkas-Gra,! 6. Teil. 6. Teil. Zilkus= und Sensations silm in sechs gewaltigen Akten mit Eddie Polo Die Erd=, Maurer= und Eisenarbeiten zu einem Wohnhaus für 4 Abteilungsleiter des EisenbahnOfferken unler Nr. 1928 an die Ge= Schwerte au der=Pstherzerschäflsst. d. Itg(straße zu Schwerte sollen P vatur-Workst 4# vergebenwerden AngebotsAeparatur=Werrstalt für 1000,— Mk. von der unterKlavier, Klügel und Harmonium.[zsehente Die ängepote sind p. Genörong, Kleppingstr. dem besten Sensationsschauspieler Hauptrolle. in der 1963 #.„ 9. Hendrong, Kleppingstr.. in versiegeltem, mit entSamtliche einschl. Arbeiten werden fachmännisch und sprechender Aufschrift versauber ausgeführt. sehenem Umschlag einzuDie Er Das Brandmal der Nache! Drama in sünf ergreisenden Akten. den reichen. Dil Sröffnung d. rechtzeitig eingegangenen Angebote erfolgt am Montag, den 18. 6. 23, vorm 11 Uhr im Dienstgebäude Ostenheide 2, woselbst auch die Zeichnungen eingesehen Wohnungsnot und Liebespein! Ein lustiges Badeerlebnis in 2 Akten. 13. ds. Mts., werden können. Zuschlags(frist 3 Wochen. 1944 meistbietend gegen Bar=] Deutsche Reichsbahn Paul Wegener, Albert Steinrück und Dee Parry in den Hauptrollen. 1939 Es kommt von der Liebe“ Lustspiel in drei Akten. — 1 Eel el elltei(ei el ette findet Miltwoch, nummerweise, meistbielend gegen Bar= Deutsche Reichehah zahlung stalt. Begian 5 Uhr nachm am“bchbatr.##g Gutshofe. 1956 Gutsberwaltung Haus Husen bei Westhofen Konsum=Perr für Eisenbahnbedienstete für Geisecke(Ruhr) und Umgegend, G. m. b. H. Bilanz 30. 9.1922. Passiven: 1. Geschäftsguthaben. 16376,20 2 Reservefonds 1 145,94 3. Darlehen. 4414,70 4. Lieferanten..... 175 539,60 5 Steuerrücklage. 13 900.— 6. Nachzuzahlende Unkosten 20 500,— 7. Hinterlegung 500.— 8. Mitgliederrabatt. 36 000,— 9. Erübrigung..... 66 558,24 Aktiven 1. Warenbestand 2. Kassenbestand 3. Inventar 4. Emballagen.. 5. Papier und Düten 6. Wechselgeld Sparguthaben 8. Außenstände 304 908.— 3 489,03 2 339,25 3 265,— 100.— 50.— 15 258,40 324 934,68 „Alles Ding währt seine Zeit“ Nach langem, schwerem Leiden verschied in hohem Alter unser über alles geliebtes, gerreißbages Miaccbband! tiefer Trauer verbleiben die Schuh warengeschäfte und Schuhmachermeister Westdeutschlands. (Im Auftrage: A. H Truernit, Neheim). Donnerstag; den 14. Juni d. Is., nachm. 5 Uhr anfangend, sol in den Wiesen des Gutes Ruhr der 1. Grasschnitt öffentlich, meistbietend nummerweise gegen Barzahlung zum Verkauf ausgesetzt werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle, an der Reitelmühle 1945 Haus Ruhr b. Schwerte. I den 8. Juni 1923. Gräfl. b. Wedel'sche Rente 1950 324 934,68 Mitgliederbewegung Bestand am 1. 10 1921...... 102 Genossen Zugang im Laufe des Jahres.... 24 Abgang„„„„ 30 Bestand am 30. 9. 1922. 96 Der Geschäftsanteil betrug pro Mitglied 200 4 Die Haftsumme betrug pro Mitglied 200“ Der Vorstand: Der Aufsichtsrat: ges. Blomenröhr, Ost. ges. Landwehr. Dn Moollan Sauberes, ehrliches Hochtragende prima von der Reise.2. 8.m(E Zurück! 1954 Wigvermiodere ich die Kosten 0V1Of, SChuhreparaturene Nur dadurch, daß ich„schwarse Schlen“ verwenden lasse. Dieselben sind zu haben bei H. Hitzegrad, Schuhmachermeister — Senningsweg 26.— Spezialltät: Anfertigung von erthopädischen Scauhen für Kelegsbeschädigte. 1953 Zugelassen vom Versorgungsamt Dortmund und Parzur Bradfausen sür Vereme liefert schnellstens die Bachbräuttel eur. Braub. let die fünrende laga### seltachrist 8oddeutech. lands und amtliches Organ vieler jagd- u. tundesüichter" Dereinigungen des in- u. Auslandes. Probenummern sind gegen Selbathosteneraat au besiehen durch die Dertriebsabtellung in Oillingen-Dorau. Soia Lager! Gras-Verkauf. Freitag, d. 15.Juni d. Is. nachm. 5 Uh anfangend, soll der seeriel Palstars. u. Grasschnit oponiel-Poister- in der Wiese„Flurmöbel. spölen; bei Lichtendor Kein Möbellagersöffentlich, meistbietend. 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Ila Nr. 133( Schirertei „Wenn naß Verdirbt er Leupin seseh“ anerkanntes Vorbeugungsmittel gegen(1628 cken Migte Wrhgiden, Beinschaden; beseit. Krätze in den meisten Fällen schon in 3—4 Tagen. Zu haben Med.=Drogerie Wild. Heppe. mitter geger Hautsu Ausschlag, Hämor So lautet eine Monat Juni. 1 wieder so überat denn die Stoßse Fragen und tro Läßt sich der Wird es schön Gewitter. Sti Wie einst im Für jeden sch Nach Regen Es strömt au Im Junius. So bitten di O heiliger 2 an Gerst gebri ben die Reben, ben. Steigt die habt ihr das der Juni mild zember sein. auch Schaden 1 neu warmen: Bläst der Jun Land das liebe der Siebenschl Siebenschläsert warten mag.“ Wie ein S Regenzeit über alles trübe. Herzen. Dan nach wahrer ten! Alle Welt teuer geworde me mit seinen noch eine Fre Zeiten sind s# einschränken z jene heran, di nie geübt hal erscheint. Al einmal sein Die 4 Wenn's In licht Dann i Von de Die We Man w Das B Bald w Man so In Gär Daß sie Ihr W Doch ei Der M Was a Hier bi Des A Des Le Taut k Die W Und ot Die W Vom 2 Je trül Die gr Macht Und m Am lie Wohin Die 2 Die S Und f. Man Daß n Denn Mach! Und Die 2 Die E Wer: Nr. 133(Zweites Blatt) Schwerter Wochennachklänge. „Wenn naß und talt der Juni war Verdirbt er meist das ganze Jahr!" So lautet eine gefürchtete Bauernregel für den Monat Juni. Und doch hat die vergangene Woche wieder so überaus regnerisch begonnen. Da kamen denn die Stoßseufzer von den Lippen und die Fragen und trostlosen Antworten: Läßt sich der Himmel endlich mal bewegen? Wird es schön' Wetter?— Nein, es bleibt dabei. Gewitter, Sturm, Dreck, Schlamm und Regen Wie einst im Mai. Für jeden schönen Tag wird sich der Himmel rächen. Nach Regen Sonnenschein?— Ein falscher Schluß! Es strömt auch weiter fort in Wasserbächen Im Junius. So bitten die Bauernregeln nun immer weiter: O heiliger Veit, o regne nicht, daß es uns nicht an Gerst gebricht! Singt die Grasmück, eh' treiben die Reben, will Gott ein gutes Jahr uns geben. Steigt die Lerche hoch, singt lange hoch oben, habt ihr das lieblichste Wetter zu loben. Stellt der Juni mild sich ein, wird mild auch der Dezember sein. Allzu große Trockenheit kann aber auch Schaden verursachen und man sieht daher einen warmen Regen zur Abwechslung ganz gern. Bläst der Juni ins Donnerhorn, so bläst er ins Land das liebe Korn. Gefürchtet ist vor allem noch der Siebenschläfertag.(27. Juni):„Regnets am Siebenschläsertag, man sieben Wochen Regen erwarten mag.“ Wie ein Strafgericht lagerte eine so endlose Regenzeit über den Menschenkindern und machte alles trübe. Sonnensehnsucht war der Schrei der Herzen.=Daneben auch der Schrei nach Freude, nach wahrer Freude in den teuren und trüben Zeiten! Alle Welt jammert heute, daß das Leven gar so teuer geworden sei, daß man nicht mehr auskomme mit seinen Einnahmen, daß man sich kaum noch eine Freude gestatten könne. Nun ja, die Zeiten sind schlimm, und die Notwendigkeit, sich einschränken zu müssen, tritt an viele und auch an jene heran, die diese wirtschaftliche Kunst ehedem nie geübt haben, die ihnen nun doppelt schwierig erscheint. Aber man sei nur gerecht und prüfe einmal sein Vergnügungskonto. Was heutzutage Beilage zur„Schwerter Zeitung' Samstag, 9. Juni 1923 für Vergnügungen und Zerstreuungen ausgegeben wird, ist ungeheuerlich. Allgemein glaubt man eben, eine richtige Freude müsse Geld kosten, müsse sozusagen grobsinnlich sein, sie müsse dem Auge, dem Ohr, eft sogar dem Magen etwas Ungewohntes bieten. Es wäre wohl an der Zeit, wenn die Nöte des Lebens anstatt zu Klagen zu innerer Einkehr Anlaß gäben, zu einer neueren Wertschätzung der„kostenlosen Freuden", zu einer ethischen Vertiefung des Begriffes Freude, Zerstreuung, Erquickung. Der lauterste Quell der Freude entspringt im Kreise der Familie. Hundertfach kann man hier Freuden empfinden, Freuden, die einander das Herz öffnen und die Herzen immer näher bringen. Glaube man es nur: viele Eheleute würden zufriedener sein, wenn sie ihre Frenden mehr innerhalb ihrer vier Mauern suchen würden! Und dann denke man auch mehr an die heiligen Freuden, die ein kräftiges Gotteswort und der Orgelklang im Gotteshause dem Herzen bieten, an die ernsten Freuden, die man aus Museen mit nach Hause nehmen, an die Belehrungen, die man aus guten Büchern schöpfen kann, an die wonnigen Gefühle, die ein Gang durch Wald und Flur gewährt, und nicht zuletzt an die Freude, an den Segen einer einsamen Stunde, die man in ernster Beschäftigung mit sich selbst zubringt! Das alles ist wahrlich kostenlos, macht aber dennoch gerade deshalb um so glücklicher! Und einmal nur am Tage EinWeilchen Stillesein, Und einmal nur am Tage Ein seliges Allein! Es löst dir manche Frage Und segnet manches Leid; Das Weilchen an jedem Tage Verhilft zur Ewigkeit! Es würde uns gewiß allen nichts schaden, wenn wir mehr nach innen gerichtete Menschen würden und blieben, ob dann unsere Not sich nicht viel eher wenden könnte, wenn wir geloben lernten mit Friedrich von Schiller: Wir wollen trauen auf den höchsten Gott Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen! Trotzdem in neuerer Zeit die Religion von gewisser Seite als ein überwundener Standpunkt betrachtet wird, läßt sich nicht bezweiseln, daß das Interesse an religiösen Dingen eher zu als abnimmt, nur faßt man das Interesse mehr als Verstandsarbeit denn als Gefühlssache auf. Seltener werden die frommen Mütter, die noch für das Wohl ihrer Kinder beten, noch seltener jene, die ihre Kinder beten lehren. Und doch ist die religiöse Bildung die ernsteste Aufgabe jeder Erziehung. denn sie verleiht dem Erkennen, Empfinden und Wollen den höchsten Inhalt und gibt alledem ein jenes, sicheres Ziel. Wo wirkliche Gottesfurcht im Hause, da herrscht Ruhe und Frieden auch in Sorgen= und Trübsalstagen, da atmet das Kind in einer Atmosphäre, die seine Seele durchdringt mit einer höheren Lebensluft, seinem Geiste Kraft und Flügel gibt und dadurch über die irdischen Versuchungen hinweghilft. Nun werden, wie es scheint, solche Stätten echten Gottesfriedens seltener. Es fehlt nicht an Stimmen, die diese Wandlung zu rechtfertigen suchen. Man sagt, das Kind verstehe nöch nichts von erhabenen Dingen, es mache sich irrige Vorstellungen, verfalle in Aberglauben usw., jedoch in welchem Alter vermag denn überhaupt der Menschengeist die Welt des Uebersinnlichen ganz zu erfassen, geschweige denn zu begreisen?„Der Weisheit Anfang ist des Herrn Furcht, und der Verstand lehret, was heilig ist“, sagt der König Salomo. Haben und tun wir nicht auch vieles aus dem Bereich der geistigen Bildung, ohne vorher volles Verständnis dafür erlangt zu haben Ach, wie sehr verwechselt man die Begriffe! Laßt die Religion abseits aller Denkgesetze, laßt sie Gefühlssache sein, die sittliche Grundsätze schafft, sittliches Wollen schon in die Kinderherzen sät! Aber freilich, man muß selbst ein Glaubensheld geworden sein, wenn man andere zur Gottesfurcht erziehen will. Erziehe man sich deshalb selbst zum Glauben! Der Weisheit Anfang ist des Herren Furcht; Vergessen wir nicht, daß wir alle Tage von Feinden umgeben sind, die nach unserm Glück und nach unserm Frieden trachten, die uns in Versuchung führen. Stehen wir deshalb auch in unserm Innenleben allezeit zum Kampf bereit, gewappnet mit rechter Gottessurcht, mit dem Bewußtsein dessen, was heilig ist. Nur wenn sich die Menschen bessern, bessern sich die Zeiten!— Das ist das schönste Amt der Geister, Ob auch der einzelne bezirkt, Daß jeder als ein kleiner Reister Für's große Allgemeine wirkt. Dom Cabakrauchen. Schon von jeher kämpfte man gegen den sündigen Tabakgenuß.„Sie fressen, sie saufen, sie buhlen, ja, sie ranchen sogar Toval“— so predigte einst der treffliche Theolog Jäger in Tübing.n. Das Rauchen erschien ihm als der Uebel Schlimmstes! Als der Tabat ums Jahr 1610 in der Türkei eingeführt wurde, bestrafte man die Raucher dadurch, daß man ihnen eine Pfeise in die Nase stief 1624 drohte Papst Urban VIII. alle in den Kirchenbann zu tun, die während der Messe rauchten. 1634 erging in Rußland ein Verbot des Ranchens „bei Verlust der Nase“. Und in der Schweiz liefen zu jener Zeit die Kinder den Rauchern ebenso nach, wie jetzt noch den Betrunkenen. Aber es half alles nichts, man mußte auch in der Schweiz Verbotc erlassen, sogar an Vertäufer, und stellte das Rauchen gleich neben den Ehebruch Dieses Schweizer Tabaksgesetz hat sich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten. Das Ranchen geschah bis zum Jahre 1700 durch kurze To: pfeifen; die„lange Pfeife" erfand erst 1693 der österreichische Arzt Vikarius, und auch seine w.:tere Erfindung des Abgusses und des Schwammes als Nikotinsänger besteht wesentlich auch heute noch. Wer die eigentlichen Zigarren erfunden hat, ist ganz unklar, ebenso weiß man nichts Genau#res über die Entstehung des Tabatschnupfens, das unter König Ludwig XIII. in Frankreich sche allgemein üblich war. Später haben alle Regierungen erkannt, daß im Tabat eine ergiebige Finanzquelle steckt. England führte zuerst, schon 1652, eine Besteuerung des Tabakhandels ein, 1051 schuf Portugal, 1670 Oesterreich, 1674 Frankreich das Tabaksmonopol. Solche Monopole besteh: serner in Ungarn seit 1850, in Italien seit 1863. in Spanien seit 1730, in Rumänien seit 1865, 1 Serbien seit 1895, in der Türkei seit 1884, in Iipan und in Montenegro seit 1904. Wetteraussichten für mehrere Tage im boraus. 10. Juni: Wolken, Sonne, gewitterhaft, str weis Gewitter. 11. Juni: Sonne, Wolken, kühl. 12. Juni: Wenig verändert. 13. Juni: Veränderlich, angenehme Luft. 14. Juni: Wolken, teils Sonne, normal temperiert. 15. Juni: Wenig verändert. Tu, Jes Humorbeilage zur Schwerter Zeitung Die Welt wird schöner... Wenn's draußen sonnt und Blüten schneit, In lichten Frühlingslagen, Dann ist des Jahres schönste Zeit, Von der die Dichter sagen Die Welt wird schöner jeden Tag, Man weiß nicht, was noch werden mag: Das Blühen will nicht enden, Bald wird sich alles wenden. Man sagt, die Erde macht sich neu In Gärten, Wald und Wiesen, Daß sie uns Aug' und Herz erfreu, Ihr Wallen wird gepriesen; Doch eins ist, wo sie nichts vermag: Der Mensch wird äller jeden Tag, Was auch der Frühling sende, Hier bringt er keine Wende! Des Alters Schnee, den hier und dort Des Lebens Winter streute, Taut keine Junisonne fort, Die Wald und Flur erneute, Und ob die Jugend singen mag: Die Well wird schöner jeden Tag! Vom Alter heißts: Je älter, Je trüber und je käller! Die große Not, das herbe Leid Macht heut das Alter mürbe, Und mancher wünscht zur Frühlingszeit Am liebsten, daß er stürbe. Wohin er sich auch wenden mag: Die Welt wird trüber jeden Tag. Die Sonne ist entschwunden Und freudlos sind die Stunden. Man richtet sich bescheiden ein, Daß man die Not bezwinge, Denn nur der Dollar noch allein Macht heute große Sprünge Und gibt uns einen neuen Schlag. Die Welt wird teurer jeden Tag. Die Steig'rung will nicht enden, Wer wird, wer kann das wenden? Das kann allein die Einigkeit, Das kann allein der Frieden, Durch ihn nur wird die bessre Zeit Der Erdenwelt beschieden So lang indessen die Parlein Im Bruderkampfe sich entzwein, Wird auch mit jedem Tage Noch schlechter unsre Lage! Erst wenn in Einheit treu und still, Mit opferfroher Miene Jedweder selbstlos helfen will, Daß er der Heimat diene, Dann komml's wohl, daß man sagen mag, Die Welt wird schöner jeden Tag. Es hilft uns niemand weiler Denn wir allein! Ernst Heiler. Zur Kurzweil. Bilderrätsel. Verierbild. 0 4.— 42 Wo ist der Gepachbesitzer? Magisches Quadrat. Die 36 Steine eines von 0/0 bis 7/7 gehenden Dominospiels quadralisch so anzuordnen, daß 12 horizoniale Reihen, jede mit der Augensumme 21, und 6 verlikale Reihen, jede mit der Augensumme 42 entstehen. Zugleich sollen die 6 Steine, die in jeder der beiden Dlagonalen liegen. die Augensumme 42 haben. Acht von den Steinen liegen so, wie die obenstehende Fiour zeigt. Retten-Rätsel. Aus nachfolgenden 9 einsildigen Wörtern sind 9 zweisildige zu bilden, so daß immer die letzte Silbe des einen Wortes die Anfangssilbe des folgenden bildet. Bach, Burg, Rand, Saum, Stein, Wall, Wart, Weg, Wild Silbenstreichrätsel. Aus nachfolgenden Wörtern ist in jedem eine Silbe zu streichen, welche zusammen ein Sprichwort ergeben:„. 8.1 Lücke, Augen, Hase, Leben, Kurfurst. Jeder, Beil, Neger. Austösungen der Kätsel in voriger Nummer Auflösung des Problems„Die Kugelläuferin“: Der Schlüssel liegt in den Sternen auf der Kugel: danach liest man in jeder Gruppe je den 2., 1., 3. Buchstaben und erhält dann:„Kunst bringt Gunst.“* Auflösung des Silbenrätsels: Diana Orgelblau Rasttag Thetis.— Dortmund Mastkorb= Augsburg Ultramarinblau Neger Dienstag„ BPN 1—9 G Auflösung des Kreuz=Rarsels: 1—2 Sage, 4 Riemen, 1—4 Samen, 3—2 Riege, 4—2 Menge. Anflösung des Verierbildes: Wo, ist Hund? Bild kkopfstellen, dann in den Aesten des Dpnmen Kindlich.„Schläft Großvater?"„Teilweis!“„Wieso teilweis?“„Er sagte gerade, die Füße seien ihm eingeschlafen.“ Schön gesagt Kellnerin:„Was darf ich den Herren bringen?" Gast: Schocle=Morle, Dolle!“ O weh.„Mein Sohn hat viel mit Drüsen zu tun!“„Darum ist er wohl immer so per drüslich?“ — S Beamtenausweisungen im altund neubesetzten Gebiet. Aus dem Bereiche der Reichspostverwaltung wurden bis Mitte Mai Ausgewiesen: 257 Beamte, Angestellte und Arbeiter mit 388 Familienangehörigen. Verhaftet: 321 Beamte, Angestellte und Arbeiter. Nach den bisher bestätigten Meldungen wurden bis zum 16. Mai 6107 preußische Staats= und Kommunalbeamte aus dem altbesetzten und dem Einbruchsgebiet ausgewiesen und 525 verhaftet. In der gleichen Zeit wurden 449 Zivilperionen ansgewiesen und 603 Zivilpersonen verhaftet. Höhenrausch. Von Bruno Manuel. Ein holländischer Aviatiker hat beim Aufstieg in höhere Luftschichten gelegentlich seine geistigen Fähigkeiten unter die Lupe genommen. Dabei hat es sich herausgestellt, daß er um so gleichgültiger gegenüber dem Urteil der Welt wurde, je weiter er sich von der Erde entfernte. In 6000 Meter Höhe hatte er ein Gefühl erhöhten Wohlbefindens und eine übertriebene Vorstellung vom eigenen Können. Seine Selbstkritik hatte ihn verlassen, und da er sich ans Schreiben machte, verfiel er unwillkürlich in einen humoristischen Tonfall. Die Beobachtungen des Holländers seien dem deutschen Luftamt zur Nachprüfung anheimgegeben. Wenn die Regierungsräte dieser Behörde bei den zu unternehmenden Versuchsflügen in 6000 Meter Höhe ebenfalls in einen humoristischen Tonfall verfallen, dann wissen wir wenigstens, woran wir sind. Dann muß von Staatswegen dafür gesorgt werden, daß jeder erwachsene Bürger und jede erwachfene Bürgerin mehrmals im Jahre kostenlos in diese Höhe befördert wird, damit wir wenigstens von Zeit zu Zeit jenes Gefühl erhöhten Wohlbefindens bekommen, das es auf dieser trostlosen Erde nicht gibt. Eine übertriebene Vorstellung vom eigenen Können, die mit dem Flug in die Höhe verbunden ist, kann auch nichts schaden, weil sie uns beim Abstieg wieder verläßt und somit praktisches Unheil im geschäftlichen und gesellschaftlichen Leben verhütet wird. Die Entdeckung des Holländers kann sogar von unglaublicher Tragweite werden für die geistige Welt. Wenn wir beispielsweise unsere mathematischen Genies oder technischen Größen mit Bleistift und Notizblock hinaufbefördern und ihnen die Möglichkeit geben, die übertriebenen Vorstellungen ihres Könnens zu Papier zu bringen. Es kann passieren, daß diese Gelehrten mit umwälzenden Theorien und Entdeckungen herabkommen: daß die Säulen der Einsteinschen Relativitätslehre stürzen: und daß ein Mann wie Rudolf Steiner einen Einfall bekommt, der uns sämtlich zu unsichtbaren Geistern werden läßt, sobald wir auf einen Knopf in unserer Westentasche drücken. Ich sehe schon den Reichskanzler Cuno hochfliegen und unter dem Beifall der Berliner auf dem Tempelhofer Feld landen mit einem erlösenden Zahlungsplan für die Franzosen. Wie wäre es überhaupt, wenn sich Cuno, Curzon und Poincaré zu Reparationsverhandlungen in ein Flugzeug setzen und in 6000 Meter Höhe tragen ließen? Ihre humoristischen Reden, von einem begleitenden Parlamentsstenographen ausgenommen, würden die Erde für Tage in ein Lachkabinett verwandeln. Unzählige organische Hemmungen mißvergnügter Staatsbürger ließen sich auf diese Weise bequem beseitigen. Allerdings hat dieser Höhenrausch einen Haken. Der holländische Aviatiker versuchte beim Aufstieg aufmerksam zu schreiben. Das Schriftstück wies bei seiner Landung zwar phänomenale Gedanken auf, aber es war ebenfalls von Fehlern überhäuft. Er hatte nicht nur Buchstaben, sondern auch Silben und sogar ganze Wörter ausgelassen, und seine Schriftzüge waren srumm und schief. Aber das wäre noch kein Grund, die Hoffnung auf staatsmännische Ausbeutung des Höhenrausches fallen zu lassen. Und was die Luftverhandlungen mit Poincaré betrifft, so kann Deutschland bereits vor dem Aufstieg seinen Plan entwerfen, der alle die Lücken ausweist, die uns gerade angenehm sind. Der humoristische Poincaré wird diese Lücken in 6000 Meter Höhe dank der Inspiration durch den Höhenrausch nicht sehen. Er wird den Plan unterschreiben, zwar krumm und schief, aber rechtskräftig. Das ist die Hauptsache. Also die Regicrungsräte vom Luftamt haben es ietzt in der Hand, Deutschland zu retten. Sicherungen? Von Dr. Herbert Stegemann. Fraglos orientiert sich die gesamte öffentliche Meinung Deutschlands in der Kriegsentschädigungsfrage immer mehr dahin, daß es nötig erscheint, in Ergänzung der deutschen Reparationsnote und im Anschluß an die letzte englische Note, klar präzisierte und scharf umrissene positive Reparationsvorschläge zu machen, und zwar solche weitgehender Art. Der bekannte Zeitungsartikel Stresemanns in der„Zeit“ hat in dieser Hinsicht die Haltung aller politischen Parteien und Volksschichten entscheidend beeinflußt und man glaubt, ohne irgendwie optimistisch zu sein, doch Grund zu der Annahme zu haben, daß angesichts ernster deutscher Reparations- und Garantievorschläge die anderen Mächte der Entente auf Frankreich einen Druck in der Richtung seiner politischen Ziele ausüben werden. Gewiß lassen sich auf diese Weise noch nicht all die komplizierten Probleme, die mit der Reparations= und der endgültigen Friedensfrage zu tun haben, lösen. Aber eine sachliche und zweckmäßige Behandlung der Reparationsfrage würde für England sozusagen die Einschlupfröhre für die von maßgebender englischer Seite schon längst gewünschte Herstellung eines wirklichen wirtschaftlichen und politischen Friedens in Europa sein. Es wird sich deshalb für die deutsche Regierung empfehlen, der Anregung Curzons— so unerfreulich sie der Form nach sein mag— zu folgen und sich in der Note streng auf die Behandlung der Reparationsfrage„unter Ausschaltung aller strittigen Punkte“ zu beschränken. Auf der anderen Seite aber wird das deutsche Volk, wenn es sich zu weitgehenden Opsern Frankreich gegenüber entschließt, seinerseits politische Sicherheiten von Frankreich verlangen müssen, Sicherheiten gegen die Wiederholung rechtswidriger Einfälle in deutsche Gebietsteile und jene zahllosen Uebertretungen des an sich schon kaum ertragbaren Versailler Vertrages, wie wir sie in den letzten Jahren immer wieder erleben mußten. Nichts ist so grotesk, als die Forderung des waffenführenden Frankreichs nach Sicherungen gegen einen deutschen Ueberfall. Für diese Sicherungen hat der Versailler Vertrag, der Frankreich bewaffnet und Deutschland entwaffnet, schon gründlich gesorgt, und es dürfte jetzt an der Zeit sein, einmal an die Sicherungen Deutschlands zu denken. Was jetzt in wirtschaftlicher Beziehung von uns verlangt wird und hergegeben werden soll, das ist nahezu die Substanz unseres Volksvermögens, und nur mit dem Preis seiner politischen Freiheit willen kann sich eine Nation entschließen, derartige Opfer zu bringen. Dieser Preis muß, wenn es in der Reparationsfrage jetzt durch ein weites deutsches Entgegenkommen zur Einigung kommen soll, auch wirklich bezahlt werden. Wir müssen endlich die Sicherung gegen immer neue willkürliche Aktionen und Rechtsbrüche des französischen Militarismus haben, nicht nur, um als Volk leben und bestehen zu können, sondern auch, um die Leistungen, zu denen wir uns verpflichten werden, planmäßig aufbringen zu können. Worin aber können nun diese Sicherungen bestehen? In nichts anderem zunächst als in der Räumung der Ruhr, und weiterhin in einer grundsätzlichen Veränderung des Besatzungsregimes im Rheinland. Die gegenwärtige Besetzung durch französische Truppen dient bekanntlich nicht etwa der Sicherstellung der Reparationen, sondern den Zielen der französischen Annexionen und Machtpolitik. Wir können unsere politische Freiheit nur wieder erringen, wenn diese Jorm der Besetzung von Grund aus geändert und in Anlehnung etwa an den Spearschen Vorschlag, das Rheinland entmilitarisiert, d. h. die französische Besatzung durch eine Truppe des Völkerbundes abgelöst wird. Sollte sich eine derartige Regelung infolge der mangelhaften Organisation des Völkerbundes oder sonstiger Widerstände noch nicht durchführen lassen, so müssen wir zum mindesten die Sicherheit haben, daß das Rheinland innerhalb der Fristen des Versailler Vertrages pünktlich geräumt wird. Es ist in der Tat eine bescheidene Forderung Deutschlands, wenn wir nur den Versailler Vertrag respektiert haben wollen und nur seine willkürlichen Erweiterungen von französischer Seite aus ablehnen. Das dürfte freilich die Mindestforderung, wenn nicht der deutschen Regierung, so doch des deutschen Volkes, für eine endgültige Regelung der Reparationsfrage sein. Cut vono? Im Ruhrgebiet haben die Kommunisten losgeschlagen, in Gehzenkirchen haben sie das Rathaus besetzt. Ob sie sonst noch Erfolge errungen haben, läßt sich bei den unklaren und verworrenen Nachrichten, die bis zur Stunde vorliegen, nicht sagen. Ueberraschend kommt der Putsch nicht. Es war bekannt, daß die Herren einen großen Schlag vorbereiteten und daß sie die Genehmigung der Franzosen in der Tasche hatten, zum mindesten ihrer schweigenden Tuldung gewiß waren. Dank den fremden Eroberern war die Schutzpolizei beseitigt. die proletarischen Hundertschaften konnten sich ungestört bilden. Herr Severing erkannte sie als Verteidiger und Schützer der Republik an, aber diese Anerkennung bot nur eine moralische Unterstützung, ohne große Bedeutung, da die Macht Herrn=Severings, der im Namen der großen Koalition das preußische Innenministerium verwaltet, an der Ruhr ausgeschaltet ist. Wertvoller war, daß die Franzosen die Ritter der dritten Internationale mit Wohlgefallen betrachteten und ihnen die Waffen beließen, die sonst bis auf den letzten verrosteten Revolver bei strenger Strafe abgeliefert werden müssen. General Degoutte tat sogar noch mehr für seine Schützlinge. Russische Agenten durften ungestört das Industriegebiet bereisen, sie brauchten weder Ausweis noch Visum und konnten in aller Behaglichkeit den Feldzugsplan mit ihren dortigen Gesinnungsgenossen besprechen und das nötige Kleingeld mit vollen Händen ausstreuen. Alles paßte vortrefflich zusammen, französische Tuldung, russisches Geld und deutsche Dummheit, der Erfolg konnte nicht ausbleiben. Das Ruhrgebiet bot ein günstiges Feld für die Propaganda der Tat. Vier Monate Gewaltherrschaft haben die Bevölkerung in begreifliche Erregung versetzt, die erzwungene Untätigkeit, die bald hier, bald dort infolge der Stillegung oder Besetzung eines Werkes eintrat, machte die Arbeiter für die törichtesten Ausstreuungen empfänglich, und die dauernde Entwertung der Mark gab der Lohnfrage wieder eine Schärfe, die sie durch die zeitweilige Stabilisierung unserer Valuta verloren hatte. Der Schrei nach höheren Löhnen bildete den Vorwand der kommunistischen Hetze, obgleich diese allein in dem laufenden Monat zweimal beträchtlich erhöht sind, und obgleich der Geist, in dem die Lohnverhandlungen von der Regierung und den Unternehmern geführt werden, den Arbeitern die Gewißheit gab, daß Teuerung und Markentwertung nicht auf ihren Schultern sitzen bleiben würden. Selbst für den Blödesten liegt es auf der Hand, das der bewaffnete Putsch das ungeeignetste Mittel zur Hebung der Löhne ist. Und ebenso müssen die Kommunisten sich sagen, daß der Zeitpunkt, in dem die Söldner des französischen Kapitalismus das wirtschaftliche Herz Deutschlands besetzt halten, nicht danach angetan ist, ihre weltbeglückende Herrschaft zu begründen. Schon die Tuldung der französischen Generäle und die reichen Spenden der Russen müßten sie belehren, daß eine gewaltsame Erhebung nur den Feinden zum Vorteil gereicht, daß die deutschen Arbeiter wieder das Spiel der Fremden treiben und für sie die Kastanien aus dem Feuer holen sollen. Die Herrschaft der Bolschewisten erliegt nicht, wie man früher erwartete, einer gewaltsamen Gegenrevolution, sondern stirbt an ihrer inneren Unmöglichkeit. Jede erobernde Horde braucht, um sich zu erhalten, beständig neue Eroberungen. So auch Moskau. In Rußland sind keine mehr zu machen, folglich muß das Ausland herhalten. Mag Deutschland zugrunde gehen, wenn die Sowjets nur leben! Die Diversion an der Ruhr soll ihnen erlauben, sich wieder in der bengalischen Beleuchtung ihrer eigenen Phrasen als die Befreier des Weltproletariats aufzuspielen und zugleich dem französischen Kapitalismus ein Vorpostengefecht zu liefern. Sie ahnen nicht, daß ihre Agitation den Franzosenin die Hände arbeitet. Was diese mit allen ihren Kanonen, Tanks und Maschinengewehren nicht erreichten, das vermag der russische Rubel, er reißt eine Lücke in die deutsche Abwehrfront. Die kommunistischen Blätter donnern zwar mächtig gegen den französischen Kapitalismus, aber, ihre Anhänger treten nicht in Reih und Glied mitt ihren Kameraden, im Gegenteil, sie fallen ihnen in den Rücken.:„Gegen Foch und Ludendorff, gegen Stinnes und Loucheur!“ lautet zwar ihre Parole, aber hinter den Kulissen drücken sie Foch und Loucheur die Hand und entfesseln zur Freude und zum ausschließlichen Vorteil der zuschauenden Franzosen und Russen den Bürgerkrieg in Deutschland. S. K K Karenzsoten gerrtaber) Helden Der erste Inatbe„Ich war' dei Verdun“ Der gunn btnice„A per gaüer Somme Die Zunahme der Auswanderung in Deutschland. Die Oalzausfuchr einiger Droduktionsländer 1913 u. 1920 aus in 1000t in jahre F• 1919 9•1920