Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Dienstag den 18. May. I. Citationes edistales emnach die sonst verwittibte von Amelunxen jetzt verehelichte Pröbsting, gebohrne von Kückelsheim, zu ihrer Beruhigung und Befriedigung ihrer sämtlichen Gläubigern beym hiesigen geistlichen Hofund Officialatgericht pro Citationibus edicta libus ad proponendum jura≈ actiones& videndum sibi fatisfieri ex pretio des zum Verkauf ausgestellten adlichen Rittersitz Revinghoff angerufen, auch erhalten, daß solche in heutigem Dato erkannt worden. Als werden aus Befehl des Hochfürstl. Münstrischen geistlichen Hofgerichts alle u. jede Creditoren, so an vorerwähnter sonst verwittibten von Amelunxen und derselben Güter einige Forderung und Anspruch haben oder zu haben vermeinen, andurch zum rsten mal öffentlich vorgeladen, um innerhalb 9 Tagen nach Verkündigung dieses ihre habende Forderungen und Ansprüche mittels Uebergebung dar auf stimmender Urkunden, obsonstiger Beweise, nebst förmlicher Liquidation der etwa rückstehender Zinsen beym hiesigen geistlichen Hofgericht unter Straf ewigen Stillschweigens durch bevollmächtigte Sachwalter gehörig vorzubringen und zu rechtfertigen, auch zu sehen und zu hören, daß sie aus dem pretio des zum Verkauf ausgestellten adlichen Hauses Nevinghoff befriediget werden sollen. Geben Münster den Ia. May 177%. Aus Befehl des hochbesagten geistlichen Hofgerichts C. B. Michéel, Adt. caufa Ferner wird andurch öffentlich bekannt gemacht, wie daß der von vorerwähnt verwittibten von Amelunxen jetzt verehelichten Pröbsting, gebohrnen von Kückelsheim zur Befriedigung Creditorum losgeschlagene, jede an den hiesigen Stadts=Zimmermeistern Leußing und dessen Vorkindern Elisabeth, und Catharina Morman einige Spruch und Forderung habende Gläubigere hiemit zum ersten mal offener Edictalweise vor= und abgeladen, um ihre Forderungen innerhalb9 Tagen nach Publication dieses bey dem Mün strischen Stadtsgericht sub pana perperui filentü gehöriger massen zu proponiren. Sie nat. Münster den 14. Muy 1779. J. H. Wattendorf, Grschr. Dlle und jede Gläubigere so an der Wittib Wienand, und ihren abgelebten Ehemann gewesenen Conductoren aufm Hause Füchtelen einige Ansprach oder Forderung haben, werden hiemit zum zten und letzten mal öffentlich verabladet, ihre etwa habende ohnweit Münster am Kanal gelegene adliche Rittersitz Nevinghoff mit der LandtagsFähigkeit, Jagd, Fischereyen, Plaggenmatt und sonstigen Gerechtigkeiten, SaatLändereyen, Weide=Wiese= und Buschgrund, nach der geschehenen Abmessung, ohne den Grund, worauf die Gebäude stehen, auch ohne die Fischereyen und Plaggenmath in 127 Molt 4 Scheffel4 Becher Einsaat bestehend(worüber die Verzeichnissen auch Vorbescheid zur Einsicht Creditorum; und deren zum Ankauf Lust habenden beym Protocoll Ends gemeldten Actuarn obhanden sind) überhaupts zu s1046 Rthl. 18 ß. 8 dt. geschätzt, in dem besonders dazu bestimmten Vermind den zten künftigen Monats August im Wohnhof Sr. Hochwürden Seses echcheschene ereisescher eicl. Hecherschese, ckaderistenrgreichentgeherghohe C. B. Nichéel##“ pontren. Signar. Davensberg den 3. May I7/v. Debleudsre P Zeug D# Herrn. Stadts=Richtern werden allen.—n, Schtuter, Orschr. II. Errichrliche Notifications. WSensctate wird hiednece aute Terminum fob Irye K. Wallstette wird hiedurch zur pana pespeen ilentii ad Prorocollum judicis Nachricht bekannt gemacht, daß der auf den le anzuzeigen und zu iustificiren. Reckum usten Juni angesetzt gewisener Terminus den 27. Aoris und zusustsäkren. Beck zum Vergleichs. Versuche auf den Istensel. 7772. bigen Monats versetzt sey. Ahlen den naten In Beckum auf der Südstrassen liegt eine stshausstette gegen demKloster BluIn Beckum auf der Huelstrassen liegteine genannt, selbe istlang 6, Fus undvorn an O wüstehaussiettezwischen Stephan Für= 35 Fußmitten aber 28 Fukbreit Dieselhzens und Caspar Elbers Spalthofs Haus, ist mit den davorliegenden.=Mistgruben pie siette genanm selbige ist lang 48 Fuß, breit zuratos als frey und unbeschwert taxirt zu 7 e Fls uno pegzgegterirtalsfregu gn. Jurvi. und sollschialantam der Witib Robeschwert zus Rthl. Diese Hausstette soll tarii Steinhof auch in vim Edict Samstaa und Rachob den 2., May I I.Morgens 1r Uhr auf der gedachter Stadevehuf zum neuen Strasen= Gerichtstaben zu Beckum meistbietendverbau davor gehabten Auslagen Samstag den kauft werden. Sollte nun 2. g eseis eichr aus der Gercht, Ghrictsene Hauseteinige Recheoberain, stuben daselbst dem Meistbietenden verkauft spruch haben: selhiger hatsal 7 werden. Sollesemändanvorbeschriebene minam lud dena ververgi l1 Hausstette einiges Recht oder Anspruch ha= collum judiciale daselbst anzuzeigen und zu justificiren. Beckum den 1 1. May. 1779. Happe; Grschr. Hluf Samstag den 22. May l. J. Nachmittags 2 Uhr sollen zu Beckum auf der Gerichtstuben zufolge vom Hochfürstl. Münst. geistl. Hofgerichte in Sachen Discullionis Wittib Gerlach Topp erlassenen Mandati ad zltimandun& dittrahendum dem Meistbietenden verkauft werden sechs Müddelandes im Beckumschen Stadtfelde, so ehemals die sel. Jungfer Detten zu Münster in Besitz gehabt, und bey ermelbter Discußion unverkauft geblieben sind. Selbige 6 Müddelandes sino per juratos geschätzt auf 80 Rthlr. III. Gestohlene Sachen May I779. Hochfürstliche Regierungs=Kanzley SPECIFICATIG als frey und unbeschwert. Beckum den 1s. 1779. Happe. Auf Samstag, den 22. Mayl. I. Nachmittags 3 Uhr sollen zu Beckum auf der Gerichtstuben 2 Müdde Landes, so dem Discusso Wilhelm Güldenarm daselbst zugehören und hinter der Schilskuhlen am Vierwiddentreisch belegen; dem Meistbietenden verkauft werden. Diese 2 Müdde Landes sind per jücsros cum onere annuo inharente des gewöhnlichen Landschatzes, sonst aber frey und unbeschwert, taxirt zu ro Rthlr. Beckrum den 12. May 1779. Happe. Vermöge eines von dem Königlich PreuD ßischen Criminal=Richter der Grafschaft Mark an hiesiger Hochfürstl. Münsterischen Regierung erlassenen Requisitions= Schreibens de dato Altena den 2esten April 1779 werden nachstehende Specikicationes verschiedener im Amte Hamm durch ausgeübte gewaltsame Diebställe geraubter Sachen zu dem Ende zu jedermanns Wissenschaft mit dem gnädigsten Befehl hiemit kund gemacht, daß; wenn jemand von solchen specificirten Sachen einige Wissenschaft haben, oder dieselbe entdecken mögte, oder auch gar die Räuber anweisen könnte, derselbe davon sofort bey Unsern Beamten, oder dem Richter, unter welcher Gerichtbarkeit sich dieselbe befinden, mit der Versicherung, daß des Angebers Name verschwiegen gehalten werden solle, die Anzeige thun solle. Dann wird auch zugleich unsern Beamten, Richtern und sonstigen Bedienten hiemit gnädigst aufgegeben, hierauf genaue Acht zu haben, und die verdächtige Orte zu visitiren mithin im Entdeckungsfall diejenigen, welche an solchen Diebställen Theil haben, in wohlverwahrter Haft zu ziehen sodann darüber die Inquisition gehörig anzustellen, und darab sofort an hiesiger Hochfürstlichen Regierung ihren pflichtmäßigen unterthänigsten Bericht ohnverzüglich gehorsamst einzuschicken. Signat. Münster den laten der bey dem Kötter zu Wambelen in der Weynachts Nacht entwendeten Sachen: :) Einige holländische Gülden, ein salter Französischer Kreutzthaler, und ein alter Brandeburgischer Gulden. 2) ar silberne Knöpfe aus einem FrauenKamisol. 3) Ein silbern Haarspieß, so zerbrochen und wieder an einander gelötet gewesen. 4) Ein Sargen Frauenrock, ein Huth, eine lederne Hose, einige Hemder, Halstücher, und Mützen, und einige Stücke Flächsen und Heyen Linnen. SPECIFICATIO der dem Prediger Neuhaus zu Uentrop in der Nacht vom arsten auf den zesten Dec. s. p. gestohlenen Sachen: :) Eine schwarze Stoffene Mantel, ein schwärz Mannskleid, und zwey Oberhemder. 2) Eine Frauen=Kontusche von rothen Kattun und weissen Blumen. 3) Eine Kontusche von roth Franzlinnen. 4) Eine aufgesteckte Frauenmütze mit feinen Spitzen, und blau und weiß gestreiften Band. 5). Ein Paar Lobben und ein Paar Frauen Vorermel. 6) Eine große weiße Muffe mit schwarzem Flor, 2) Sechs weisse Gardinen. 8) Acht Paar blau und weiße Dresdener Theetassen mit Hengeln. 9) Eine weiß geblümte seidene Kindermütze, eine dito von rothen Kattun mit weissen Blumen, eine dito gelb= roth und weiß. gestreifte. ro) Eine Elle Kattun mit weißen Blumen. rr) Ein roth damastener Schlafrock mit grünen Blumen. SPECIFICATIO der dem Prediger Hobbelt zur Mark in der Nacht vomrsten auf den 2ten April geraubten Sachen: 1) Vierzehn Stück Louisd'or und 13 Rthl. courant, worunter unter andern ein Schaustück gewesen, worauf die Stadt Münster gepräget ist. a) Ein Paar silberne viereckigte glatte Manns= und ein Paar runde glatte Frauen Schuhschnallen, beyde mit eisernen Bügeln. 3) Ein silbern Zuckerschälchen von 6 Loth, nebst einem Theelöffelchen. 4) Zwey silberne Eßlöffel, gezeichnet GFH. s) Ein Oberhemd, und ein Paar Vorermel F#lgezeichnet. 6) Ein Paar Mannsschuh und wollene Strümpfe. III. Vermischte Nachrichten. den 16. May 1779. SPECIFICATIO der in der Nacht vom igten auf den isten April aus dem Kloster Kentrop entwendeten Sachen: r) Zwey silberne Löffel, einer mit 6M und der andere mit I. MH gezeichnet. 2) Zwey silberne Theelöffelchens, einer mit P. und der andere mit C. L. gezeichnet. 3) Eine emaillirte Tabatiere mit weiß und rother Mahlerey. 4) Eine weiße Tabatiere von Papier miché mit einem blauen Rändchen. s) Eine weiße Porcellainen Tabatiere weiß und blau mit einem Spiegel inwendig. 6) Einige Paar Theetassen blau und weiß mit Hengelen. 7) Zwey Schnupftücher, weiß und blau gezeichnet CL. 8) Ein großer und kleiner Kaffeekessel. 9) Ein zinnern Kaffeepöttchen. 1o) Eine runde rothe Schnupftobacksdose mit eirca 3 Rthl. Münstergeld. 1t) Zwanzig Paar Bettlacken von 3 Bahneu; mehrentheils mit A C gezeichnet. 12) Circa 13 Stück Handtücher. 13) Zwölf Dutzend feine Servietten, und 12 dito Tischtücher, gezeichnet Ak. 14) Zwölf Küssenzüge gezeichnet A C. 15) Eine gestickte Decke von Kattun. Alm Donnerstag; den eysten dieses Monats Morgens um 9 Uhr werden in der Dawert auf dem Ueberwasserschen Districe Kirspels Amelsbüren acht Haufen Büchen hart Holz und zehn Hausen weich Holzauch sechshundert Buschen; Sodann am nämlichen Tage Nachmittags um 2 Uhr in dem Nottebracks Busche selbigen Kirspels sechs und zwanzig Haufen weich Holz und zwey tausend fünfzig Buschen meistbietend verkaufet werden. Welche dazu Lust und Mittel haben wollen sich auf bestimmten Orten und Zeiten des gesagten Tages einfinden auch die alsdann vorzulesende Bedingnissen anhören. Signar, Münster in Ueberwasser Busch, Amtmann. Am Donnerstag; den rosten dieses des ** Morgens sollen beym Herrn Ueding 2 Kutschpferde verkaufet werden; wo sich die Herren Liebhabere bestimmter Zeit einfinden wollen, um dieselben in Augenschein zu nehmen. Aluf der Fürstlichen gnädigst privilegirten Kördingischen Hofbuchdruckerey hat die Presse verlassen, und ist allda zu haben P. Campill Min. Conv. Algebra pralectionibus scholalticis P. P. Minoritarum accommodata Pars l. um 8 Ggr. Pars Il. um 8 Ggr. (Hiebey eine Beylage.) Beylage zum Münsterischen Intelligenzblatt Rum. 40. Die Hochfürstlichen Zölle hiesigen Amts Stromberg, als der Zoll zu Waltrup, der Zoll zu Borgfechtel; der Zoll zu Benninghausen; der Zoll zu Herzfeld der Zoll zu Ennigerlo, der Zoll zu Enniger der Zoll zu Kappel und der Zoll zu Oelde worunter letzteren die Kirchspiele Stromberg, Oelde Ostenfelde, Westkirchen sortiren, sollen den 28sten May Morgens um 10 Uhr in hiesiger Amtsrenthmeisierey meistbietend auf vier Jahren falva Katificatione verpachtet werden. Lust tragende wollen sich einfinden. Stromberg den 1o. May 1779. Maerle, Amtsrenthm. Orey nahe bey dem neuen Lamberti KirchE hof gelegene Hausplätze sind zu verkaufen. Das Intellig. Comt. giebt die Anweilenbeck gegen anstehenden Michael laufenden Jahrs verflossen sind, so wird hiemit bekannt gemacht, daß besagtes hochadliches Haus Mollenbeck samt Garten, Hovesaat, Wiesen und übrigen zugehörigen Stücken auf sichere Jahren, und unter sicheren Bedingnissen hinwieder verpachtet werden soll; Liebhabere dazu können sich beym HerrnAssessoren Hölscher auf der Neubrücken Strafsein Münster wohnhaft melden, die Jahren, Bedingnissen, auch allenfalls dazu gehörige Pertinentien erfahren, wo alsdann derjenige, welcher den zosten Monats Juni Vormittags unter Erfüllung angcregter Beding= nissen das mehrste bieten wird, zur Anpachtung soll zugelassen werden. Gegen Michaeli ist ein Haus für eine kleineHaushaltung zu verheuren. Das Intellig. Comt. giebt die Anweisung. sung. die Heuerjahren des im Kirspel Wolbeck belegenen hochadlichen Haus MolVermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Warschau, vom 28. April. durch Litthauen den Rückmarsch nehmen Es bestätigt sich, daß der Friede zuTeschen ob es aber mit den sämtlichen Rußischer nächstens werde unterzeichnet werden. Man Völkern auf eine völlige Räumung Pohlene vermuthet, mit ehestem den Fürsten von angesehen sey, wird die Zeit lehren. In pnin von da allhier eintreffen zu sehen. Gallizien werden noch alle neu= angeworbe. Die Rußischen Truppen in Pohlen; welche ne Truppen beybehalten, obgleich der Friede Preussen zu Hülfe marschiren sollten sind in zu Stande gekommen. Die Preussen kaufen voller Bewegung, und werden vermuthlich ach noch immer Getraide in Großpohlen ein so, daß es scheint als wenn die beyden Mächte ihre itzigen Armeen auf dem bisherigen Fuße lassen werden. Aus Oesterreich, vom 1. May. Es heißt, unsere Truppen hätten Befehl erhalten, auseinander zu gehen, und sich nach den angewiesenen Stand quartieren zu begeben. In Böhmen wird freylich ein großer Theil dieser kriegerischen Massa bleiben. Die Croaten marschiren alle in ihr Vaterland zurück, wo sie auch, da sie keinen Erdstrich für besser halten, gerne sind In der Kaiserl. Residenzstadt Wien sind unsere meisten großen Generäle und der einebeziehet sein Landgut, der andere einen Garten. Es fehlet zur gänzlichen Richtigkeit des Friedens nun weiter nichts mehr, als die öffentliche Bekanntmachung desselben, welches am 14ten dieses, wo nicht früher, geschehen soll. Indessen könnte es doch kommen, daß der Congreß noch einige Zeit dauerte. London, vom 4. May. Bereits vorgestern gieng allhier die vorkäufige Nachricht ein; daß ein Corps von 2000 Mann Französischer Truppen mir 50 Transportschiffen, unter der Bedeckung von 5 Kriegsschiffen, auf der Insul Jersey ausgesetzt hätte. Diese Botschaft ward gestern durch einen in dem Staats=Secretariat angekommenen Expressen bestätigt. Die Corvette, an deren Bord er die Fahrt abgemacht hat, und welche am aten dieses zu Portsmouth einlief, ist dem Admirale Arbuthnot, der Tages vorher von St. Helens mit seinem nach Newyork bestimmten Geschwader den Anker gelichtet hatte, begegnet. Da nurgedachtem Befehlshaber die wider eine von unsern Besitzungen vorgenommene Unternehmung bey dieser Gekegenheit hinterbracht ward, faßte er sofort eine Entschliessung, für welche man ihm allhier Dank weis, und stellte dem Expressen einen Brief an die Admiralität, des Inhalts zu:“Er hätte am aten Morgens, ein wenig ostwärts der Insul Wight einemSchiffe von Jersey zugerufen, und von dem selber vernommen, daß eine Fran ösische Flotte von Kriegsschiffen und goTransportschiffen am 2osten April unvermuthet auf der Höhe besagter Insul erschienen wäre, und am folgenden Tage ein Corps von 2000 Mann Französischer Truppen allda ausgesitzt hätte; auf diese Nachricht sey er Herr Arbuthnot, sogleich schlüßig geworden, ohne neuere Befehle abzuwarten und, anstatt die Fahrt nach Amerika fortzusetzen, unverweilt zum Entsätze der angegriffenen Insul zu eilen.„ Aus Sachsen, vom 8. May. Für eine vollkommen gegründete Wahrheit will man hier ausgeben: Se. Königl. Majestät in Preussen würden dem Kuhrhause Sachsen die, dem Vergleiche des Friedens gemäß ,von Bayern und Pfalz zu bezahlenden 6 Millionen Thaker baar und in unzertrennter Summe darschieffen, und sokche nach und nach in bestimmten Terminen von Pfalz und Bayern wieder annehmen. Es heißt auch schon, daß diese Summe größten Theils zur Vermehrung der Sächsischen Armee verwendet, und daß diese auf einen beständigen activen Fuß von wenigstens 40 tausend Mann gesetzt werden soll. Man vermuthet demnach, wenn die Unterhandlungen des Congresses völlig geendiger seyn werden, eine Recruten=Aushebung, die um so leichter seyn wird, da die überstandenen Unruhen wenige Menschen gekostet haben, und da unter den Sächsischen Stück= und Troßknechten viele dienstfähige Leute sind, die den Soldatenstand ihrer vormaligen Beschäftigung vorzuziehen sich freywillig andieten. Berlin ,.vom II. May. Da wir bis itzt keine Nachricht von Unterzeichnung des Friedensschlusses zu Teschen erhalten haben; so ist dis als ein Zeichen anzusehen, daß sie nicht am Sonnabend erfolgetist sondern sich bis gestern verzögert haben wird, in welchem Fall mit künftiger Post diese wichtige und angenehme Neuigkeit zu melden seyn wird.