I. Citationes echttales. Auf Anhalten des Herrn Vicarü Stein; als Mandueri des Herrn Domscholastern Freyherrn von Bucholtz, werden die Creditoren des Zellern Steggemann Kirsp. Ochtrup hienitt zum zweyken mal verabladet um ihre an gedachten Steggeman und dessen Güter habende Forderungen mit darüber sprechenden Beweißthümern, als weit solche Dato nicht proponirk, innerhalb 9 Tagen dey hiesigem geistlichen Hof und Officialatgericht durch bevollmächtigten Anwaltten unter Straf ewigen Stillschweigen einzubringen. Signst, den zo. Jänner 1779. De Mandato R. D. Officialis Funcke, caufe AG. Aus Befehl des Hochfürstl. Münsterschen ** Herrn Stads=Richtern werden alle und jede Gläubiger, so einige Spruch und Forderung an die dem hiesigen Bäckeramtsverwandten Franz Greßhoff zuständige, auf der Hörsterstrassen dahier belegener Behausung samt übrigen Zubehör zu haben vermeinen möchten; hiemit zum zweyten mal offener Edictalweise vor und abgeladen, um innerhalb9 Tagen nach Publication dieses ihre Forderungen bey dem Münstrischen Stadtsgericht sud pans perperui silentii gehöriger massen zu proponiren Münster den 4. März 1779. Wattendorf Qa auf Anrufen Stadts= Ficorum die dahier an Köplinghöfen lub Num. CataItri r 19 belegene sogenannte Reuen Gadems verkaufet, und der Kaufschilling zu 92 Rtl. ad Prorocollum Senstus erlegt worden, als werden alle diejenige, so daran Spruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemt eaictelner verabladet, um ihre Ansprach innerhalb sechs Wochen( als wovon 14Tagefür den isten, 14 für den zwepten, Dienstag, den 9. März. und T4Tage für den dritten und letzten Termin peremprorie angesetzt ist) nach Verkündigung dieses bey hiesigem Magistrat unter Straf des ihnen sonst eingebundenen ewigen Stillschweigens vorzubringen. Signatum Koesfeld den 3. März 1779. De Mandato Schatus C. B. Müller, Secret. Machdem allhier die Eheleute Rentschreiber Johann Theodor Holtz, und Louisa Florentina gebohrne Wasmuht verstorben; welche ein gerichtlich bestätigtes Testament errichtet und nachgelassen haben; kraft welches gedachter Eheleuten Rentschreiber Holtz sämtliches Vermögen haben und erben solken: Catharina Maria; und Maria, Agnesa Holtz; sodann Diederichs; Gretken, Ilsabein und Gertrud Gerlemans, oder dieser Kinder 2c. Weiter Krümpel und dessen Frau gebohrne Nieman, wie auch Jürgen Nieman oder desselben Erben; und endlich Philipp Wasmuht Prof. zu Lingen; Christian Wasmuht, gewesener Pastor zu Schüttorp; Frid. Wilh. Wasmuht, Kaufmann zur Lagez Emanuel Wasmuht, Hofprediger zu Stolpe; und Verenen, Cathar. Wasmuht verehelichte Schmidts oder ihre Kinder 2c. Von dem Leben Wohn=Orte oder Aufenthalt aller benannten Holtzschen Erben aber allhier nichts bekannt ist; mithin ein hiestges Hochgräfl. Ober= und Hofgericht die ganze Holtzsche Erbschafts Massa zum Besten derer Erben ex omeio in sichere Verwahr genommen. So werden nunmehro hiemit von hiesigem Hochgräfl. Bentheim Steinfurtschen Oder= und Hofgerichts wegen vorbenannte testamentaxische Holtzsche Erben öffentlich, anbey pereinptorie citirt und vorgeladen daß sie sich allhier entweder persönlich oder durch hinlänglich Bevollmächtigte innerhalb sechs Wochenadato dieses, wovon 14 Tage für den ersten, 14 Tage für den zweyten und 14 Tage für den dritten Termin gerechnet werden, ohnfehlbar angeben und melden; anbey sich gehörig zur Holtzschen Erbschaft qualificiren und darauf weitere rechtliche Verordnung gewärtigen sollen: In welcher Entstehung die nicht in gemeldten Terminen erschienene, und sich nicht als Erben gehörig legitimirte zu erwarten haben, daß sie nach Befinden ihres ErbschaftAntheils verlustig erkläret werden. Signet#. Burgsteinfurt im Hochgräfl. Ober= und Hofgericht den 25. Febr. 1779. Ex Decrete Judicii aulici Fatken, Secret. Auf Anhalten der Wittiben des Johann ** Wilhelm Nikolas Averbeck zu Appelhülsen werden diejenige welche an dem von dem gemeinsamen Vatern Bernard Averbeck aus Greven an dem Kirspel Nottulen zinsbar angelegten Kapital zu 288 Rthir. 2 ß. 8 dt. rechtliche Anspruch haben, oder zu haben vermeinen, hiemit ein für allemal edictaliter verablader, um innerhalb 30. Tagen nach Bekanntmachung dieses solche bey hiesigem Hastehausischen Gogerichte so gewiß zu rechtfertigen, als ansonst ihnen ein ewiges Stillschweigen eingebunden, und die obbesagte Wittwe zu angeregten Kapital für die Nächste erkläret, und also zu vorhabender Hebung desselben Kapitals für berechtigt gehalten werden solle. Geben Kosfeld den 12 Febr. 1779. Auf richterliche Verordnung H.A. Bernzen II. Gerichtliche Notifications. Alus Befehl des Hochfärstl. Münsterschen Herrn Stadts=Richtern wird hiemit bekannt gemacht, daß am Samstag, den 13 Monats März Nachmittags um 2 Uhr auf allhiesigem Gruetsaal der den verstorbenen Zimmermeistern Hilcke zuständig gewesener gegen das Zuchthaus zwischen die neu erbauete Stadts=Gädeme einer und des Bäckern Bonsmanns Hausplatz anderer Seits belegener Hausplatz samt grünen Gehöfde für dem Eitimato sd 18 Rihl. dem Meistbietenden gegen baare Zahlung verkaufet werden soll. Signat. Münster den 24. Febr. und Hofgerichte anberamt worden, so wird 1779. Wattendorf, Grschr. Da zur öffentlichen Verkaufung des allhier an der Burgstraße und am Markt belegenen Rentschreiber Holtz Wohnhauses mit Zubehör termini auf den gten und 18ten März, wie auch pro ultimato auf den 8ten April a. c. vom hiesigen Hochgräfl. OberIII. Gestohlene Sachen. solches hiedurch des Ends bekannt gemacht, damit diejenigen; welche Vorhabens sind, solches Wohnhaus anzukaufen; sich in beregten ternnnis allhier melden, und ihr Geboth thun können. Burgsteinfurt den 2s. Febr. 1779. Ex Decreto judieif aulici Farken De der Anton Sprenger, Kramer zu Herbern Amts und Gerichts Werne, angezeigt: daß in der Nacht vom 2esten auf den 2zsten Febr. l. J. vermits Losbrechung einer hölzernen Lade und dadurch genommenen Eingangs in seinen Kram= oder Waaren=Winkel demselben nachspecificirte Waaren entwendet worden: als r) drey Rollen weiß seiden Band. 2) drey Rollen dito blau Band. z) drey Rollen dite grün Band. 4) drey Rollen dito roth Band. s) drey Rollen ditd Oranien gelb. 6) Noch 4 Rollen gelb seiden Band. 7) eine Rolle grun gezacktes seiden Band. 8) zwey Rollen dito Carmois seiden roth Band. 9) zwey Rollen schwarz seiden Band. 1o) zwey Rollen blau und gelb köhringes seiden Band ur) ein Stück schwarz Sammetband. Ta)zwey Stück gelb ein Stück grün, ein Stück blau, und ein Stück roth Mantelkorden. 13) ein Stück grün breit Börtges Lind. 14) 24 und ein halb Stück Floretband allerhand Coleur. 15) sechszehn Stück Rollband Linnen und Wollen„von allerhand Coleur und Sorten. 16) 170 Stück gemein Wollenband. 17) Packen weiß Band jeder zu 20 Stück inIII. Vermischte Nachrichten. samt 40 Stück, 18) 200 Stück 2 Pfennnig Lind allerhand Coleur. 19) fünf Paar Frauenstrümpfe verschiedener Coleur. 20) eine bunte Mannshaube oder Mütze. 2r) sechs Paar Kinderstrümpfe allerhand Coleur. 22) r8 Dutzend Riehbänder allerhand Coleur. 23.24) ein Huth weissen melis Zu cker. 28) Eine Lade mit Kaffeebohnen zu ohngefähr 6 Pfund. 26) eine Schachtel mit Saffran. 27) vier Packen Haken und Oesen. 28) acht Stücke weissen Zwirn. 29) zwey Pack Ockers Band jeder von 18 Stück alkerhand Sorte. zo) zwey Packen Linnenes breit Bordges Band, jeder zu 20 Stück insamt 40 Stück allerhand Coleur. 3:) Roch 1 Stück ganz breit Linnenband mit blauen Streifen. So wird demjenigen; welcher den oder die Thäter ausfinuig, und hiesigem Gerichte namhaft machen kann mit Verschweigung dessen Namens die edictmäßige Belohnung versprochen. Signatum Werne den 3. März 1779. De Mandato D. Judicis Deuz, Grschr. Demnach von des Herrn Generalmajorn von Droste Regiment, der erst vacanten Compagnie, der Quartiermeister Anton Biermann, gebürtig aus der Stadt Reine, den rsten Februar l. J. desertirt ist; als wird solches hierdurch bekannt gemacht, daß bemjenigen, welcher obbemeldten Deserteur anhalten, oder anweisen, und dadurch dessen Zurückbringung befördern werde, die Edictmäßige Belohnung von 20 Rthl. sofort ausbezahlet werden solle. Beschlossen im Geheimen Rath Münster den 4 März 1775. C. B. Münstermann. Demnach von dem Regiment von War# tensleben der Johann Eilert Rose, 38 Jahr alt, gebürtig aus Hopsten, den agsten Jänner dieses Jahrs auf acht Tage nach H uusheurkaubt worden, nachher aber nicht wieder gekommen; sodann von dem Regimente von Stael, Oberstwachtmeistern von Canstein Compagnie der freywillige Recrute, Johann Henrich Budendieck, 19 Jahr alt, gebürtig aus dem Kirchspiel Wessum, Amts Ahaus, den Zten Februar; noch von selbigem Regiment Hauptmanns Regensberg Compagnie, die beyden Mousquetiers, Anton Wolcker 24 Jahr alt, gebürtig aus Sassenberg, und Fritz Bohleck, 22 Jahr alt, gebürtig aus Münster, den 6ten Febr. desertirt sind; ais wird solches hierdurch mit dem Anhang bekannt gemacht, daß demjenigen, welcher einen von obbemeldten Deserteurs anhalten oder anweisen, und dadurch dessen Zurückbringung befördern Edictmäßige Belohnung von 20 Rthl. für jeden sofort ausbezahlt werden solle. Beschlossen im Geheimen Ratb Münster den 22. Febr 1779 C. B. Münstermann. Schwindl 6.Trio a D. op. 3. — 12 Ditert flements à deux Violom, op.4. Wolff. 6 Duo à Deux Fler. Trav. op. i. 1779. Van Hall 6 Qustuerà denx Violon Alto Kp; B. OP. 4. 1779. Bischoff 6. Sonat. à Violoncello& B. op. t. 1779. Bey dem hiesigen Hofbuchhändler Perrenon ist haben: Der vierte Krieg zwischen Oesterreich und Preußen; betreffend die Bayerische Erbfolge; erster Theil, 8. Franfurt und Leipzig. 1775. 1 Rthl. Sammlung aller Staats= Hof und Gesandtschaftsschriften, auch anderer rechtlichen und historischen Abhandlungen, welche die Baierische Erbfolge und den darüber entstandenen Krieg betreffen; mit Anmerkunden einor Mosellschafsa gen einer Gesellschaft von Staatsrechtsgelehrten des ersten Bandes 4Theile und des (L K Dluf dem Kramerhaus. Balken dahier liegen etwa hundert Malder Roggen, wel1 Aton Nisfod ner a Mfinu zweyten Bandes erster Theil, nebst einer Einleitung in das ganze Werk, gr. 4.Wien. 1775. 6 Rthl. 6 gg. Brsencgs g EsHaschlesen in. Ntueche hetsltetes Süchein. Lechen sepast ais Häiheung der Bach 6 Sonates pour ie Clavecin. aves Violen & Violoncello. op. II. 1779. Jast. 6 Trio pour ie Clavecin, op. 7. Wendlirg. 6 Trio 4 Deux Flut Traverf. 8; Balle op k. — 6 Trioà D. op. 2. — 6 Trioà D. op. z. — 6 Trio 4D. op. — 6 Duoà D. op. 4. Haushaltung, auch im Schreiben wohlerfahren ist. Das Jutell. gibt weitere Nachricht. (Fin Bedienter, der frisiren und zugleich etwas von Gartenarbeit versteht, und seines bisherigen Wohlverhaltens Zeugniß hat wird von einer Herrschaft in Diensten verlangt. Das Intell. Comt. 2c. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. #cesden, vom 25 Febr. ihre Winterquartiere, und es wird nur Alle eingelaufene Nachrichten bestätigen Cordon der Desertion wegen gezogen wer aufs neue den Frieden, und in des Prinzen, den. Wieman sagt, werden PreußischeRkeHeinrichs Hauptguartier ist er heute und Zimenter Erfurt besetzen Viellicht ist der gestern zuverläßig versichert worden. Die Das Weitere in der Venlage). Sächsischen Regimenter gehen wieder in Dus Wbenere in der Beplage.) Behlage zum Intelligenzblatt Rum. 20. ste März der Friedenstag; dieser ist nahe, und wird sich bald zeigen.— Die Preussen kaufen die Magazine, die man hier errichtet hatte, und auch dieses läßt den Frieden mit Gewißheit hoffen, so sehr hie und da ein Zweifler oder ein Lieferant dagegen streitet. N. S. Nun in diesem Augenblick verkündige ich Ihnen mit Gewißheit den Frieden. Diesen Rachmittag ist ein Courier an Prinz Heinrich gekommen, welcher es sogleich declarirt und zum Kuhrfürsten sich begeben. Diese frohe Zeitung erschallet im ganzen Lande.— Bis im April ist die Armee schon hier verpfleget, und so lange werden wir sie auch hier behalten. Wien, vom 24. Febr. Se. Majestät, der Kaiser, haben dem am hiesigen K. K. Hofe stehenden Königl Französischen Botschafter, Baron von Breteuil, den Reichsfürsten=Titul beyzulegen gerubet. Ostende, vom 24. Febr. Nach einer vorgestern in offener See gehörten starken Kanonade ist die Nachricht eingegangen, daß zwischen 2 Fregatten von Dünkirchen und einigen Englischen Schiffen ein Gefecht vorgefallen sey, wobey s von den letzteren den ersteren zu Theil geworden sind. Besagte beyde Fregatten nennen sich die Gräfinnen von Provence und Artois. Aus einem Schreiben, von Dresden vom 26. Febr. Ich stehe keinen Augenblick an Ihnen die frölichen Posten, welche die ganze Stadt beleben, und so zu sagen mit einer ausgelassenen Freude erfüllen, zu melden. Seit gestern Abend tönen alle Häuser, alle Strassen vom Frieden, und man steht mit Sehnsucht der Bestätigung dieser Friedens= Nachricht entgegen Die Meynungen in Absicht der Bedingungen, unter welchen derselbe zu Stande gekommen, sind hier so verschieden, so verwickelt und so dunkel, daß man von allen noch keiner mit Gewißheit Glauben geben kann. Doch bey Ihnen ist es wohl nicht anders. Eine von den hiesigen ist diese: Man sagt nämlich: der Kaiserl. Hof werde sich mit seinen hohen Gegnern in Güte auseinander setzen, ihre Ansprüche agnosciren,und selbige unter der Vermittelung friedliebender Mächte befriedigen, und daß dagegen eine genaue Allianz zwischen der Kaiserinn von Rußland, dem Römischen Kaiser, den Königen von England und von Preussen und dem Kuhrhause Sachsen im Werke sey, um den Kaiserl. Hof zu unterstützen, wieder zu dem Besitz der im vormaligen Succeßions= Kriege vom Oesterreichischen Hause abgetrennten Niederlande zu gelangen. 2c. Aus Schlesien, vom I. März. Der König befindet sich noch im Hauptquartier zu Silberberg; und obgleich kein Waffenstillstand bis itzo bekannt gemacht ist so scheinen doch die Feindseligkeiten durch ein stillschweigendesUebereinkommen aufgehört zu haben Weil von der Königl. Armee bisher nichts weiter in Böhmen eingerückt ist, so wird vermuthet, daß die Truppen von dem Raminschen Corps, welche sich unter dem General= masor, Grafen von Anhalr, zu Braunau befinden auch zurück gezogen werden dürften; welches von den Oesterreichischen aus der Grafschaft Glatz schon geschehen seyn soll. Zu Teschen, im Oesterreichischen OberSchlesien; soll der Congreß am 8ten dieses eröfnet werden. Von Seiten des Königs werden der Kammerherr von Riedesel, und von Seiten des Kaiserl. Hofes der vormals zu Berlin gestandene Kaiserl. Gesandte, Graf von Cobenzel, als Minister, dabey gegenwärtig seyn, und von Seiten der vermittelnden Mächte, Rußland und Frankreich werden der Fürst Repnin und der Baron von Breieutl sich daselbst einfinden. Berlin, vom 2. März. Der Königl. Kammerherr, Baron von Riedesel ist von hier nach Breslau abgereiset. Dieser Herr, welcher vor dem Krieg als Königl. Gesandter in Wien war, soll nun als Königl. Minister dem FriedensCongresse beywohnen welcher nächstens zu Teschen eröfnet werden dürfte. um Aus dem Brandenburgischen, vom z. März. Nun bestätiget es sich von Breslau und Berlin, daß am Frieden nicht mehr zu zweifeln ist. Die Pferde=Mehl= und andereLieferungen zu den Bedürfnissen des Krieges sind gänzlich abgestellt worden. Die Bekanntmachung des Waffenstillstandes erwartet man alle Tage. Niederrhein, vom 4. März. Noch läßt sich der einschmeichelnde Wiederhall des lieben Friedens aus verschiedenen Gegenden hören. Als eine nicht unbedeutende Anzeige dieses so erwünschten Zeitpunktes will die in Brüssel am 24sten Febr. Nachts dem Kaiserl. Königl. Generalmajor, Grafen von Murray, mit einem Couriere aus Wien zugegangene allerhöchste Weisung seinen Aufbruch nach der Armee in Böhmen auszusetzen, und die aus den Niederlanden auf dem Marsche begriffenen Truppen Halt machen zu lassen, angesehen werden. Viel bestimmter lautet die Clever Französische Zeitung vom zten dieses in einem Briefe aus Breslau vom arsten Febr. folgenden Inhalts: Der Courier welcher das Ultimatum des Königs nach Wien überbracht hat ist heute mit der Nachricht zurück eingetroffen, daß der K. K. Hof die Vorschläge Sr. Majestät auf eine Art; welche die Abschliefsung des Friedens sicher machet sich hätte gefallen lassen: Um dieser Ereigniß alle Feyerlichkeit und gehörige Sanction zu verschaffen; wird man vor Ablauf von 14 Tagen in einen von den intereßirten Theilen zu wählenden, aber noch nicht bestimmten Mittel=Orte zwischen Breslau und Wien einen Congreß anstellen, auf welchem die wechselseitigen Gevollmächtigten und die Botschafter der vermittelnden Höfe sich versammeln werden, um diesen Vertrag zu unterzeichnen, und demselben mit aller anständtgen Zubereitung das Siegel aufzudrucken. Die Vergleichs= Bedingungen weis man noch nicht; und wüßte man dieselben auch, so wäre es zu voreilig; solche vor der Handbekannt zu machen. Unterdessen wird nicht gesäumet werden, den Waffenstillstand abzukündigen„ Soweit dieser Brief. Ein anderer aus Dresden von sehr guter Hand unterm 24sten Februar läßt folgendes einfliessen:“ Was man von hier aus noch zur Zeit vergnügliches melden kann beschränkt sich auf die allgemeine, vielleicht nicht ungegründete Hoffnung, daß unser liebes Vaterland bald mit dem kostbarsten Geschenke des Friedens soll erfreuet werden., Aller dieser noch so hoffnungsvollen Aussichten wird aber weder in dem Wiener Diarium vom 24sten Febr. noch in der Berlinschen Zeitung vom 2ysten Feb. mit dem mindesten Worte gedacht.