r it 1 h i n ct 1 se 3 ete te ier st err. e1n in de er en 26 ock die er deich rd e en ock ne ig Richtige ist, benutzen, ihn Armbewegung Milchtöpschen ich die Flüssigir vorgesehenen für das TöpfLöffel zu Recht inder beizeiten. damit sie sich nen. t, wenn sie mit Man entfernt Ziselierungen, Petroleum einmit einer alten stig ausbürstet äppchen getrockn nachgetrocknet virtschaft. ist auf deren uswirtschaftliche der Kursus, in inen der Hausund wirtschaft, ist auf drei tteusen. zur Gesellschaft 1 Paris. Kürzersammlung der itt, in der man ergisch dagegen zelten, der üble unbegründet. de. ekanntlich sehr wird vieles Geschmack zu I ganz gern, fel voll Ol sohin einstreut, zusammenhännun keinerlei sat. Für ErTasse warmer 13ö1 in einer lt ist, solange keiten zu einer Auch dies Regelmäsige Beilagen: 11d Mutter. us dem Jseiche der Mode. Heimatblätter n Lustiges Kinderzeitung Unsr Blatt uUnterhaltungs-u. Romandellage u Spiel, Spoct und Curnen. u Lebensbild. u. Wissen.2 Gartenratschläge. Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oelkszeitung Schwerter Velksblatt Delthofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung SScee. Amtliches Kreisblatt iür den Kreis Hörde. Holzwickeder Zeitung Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die„Schwerter Jeitung“ erscheint werktäglich.n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Verlog: Carl Braus. Celegr. Adr. Braus, Schwerteguhg. Porschent,- Tchriflestunge: Verautwortliche Karl Richter: in Schwerte. Passer Nr. 78 Mittwoch, 4. April 1923 56. Jahrgang Zum Geleit. Weichheit ist gut an ihrem Ort, Aber sie ist lein Losungswort, Kein Schild, keine Klinge und kein Griff. Kein Panzer, kein Steuer für dein Schiff, Du rnderse mit ihr vergebens. Kraft ist die Parolc des Lebens: Kraft im Zuge des Strebens, Krast im Wagen, Kraft im Schlagen, Kraft im Behagen, Kraft im Entsagen, Kraft i.n Ertragen, Kraft bei des Ruders Nor und Leid Im' stillen Werke der Menschlichkeit. Fr. Th. Fischer. Neueste politische Nachrichten. Der Rennspräsident und der Reichskanzler sichteten an Kiruep von Bohlen und den Betriebsfrat ein Beitelds##elegramm mit dem Ausdruck des Untsetzens und der Erschütterung über das #nrhas in Essen. * Bei Vuer wurde auf dem Kanal ein Fran hose, der für einen Deutschen gehalten wurde, durch einen franzo###e (103 Rom den Bespeechungen in Rom Der Sonntag und Montag sind trot der großen Erregung. in der sich die Bevölkerung Essens befand, ruhig verlaufen. Die Zahl der Toten beträgt jetzt nom 11. Im Krantenhause beiinden sich indes noch 19 Schwerverletzte, es ist zu befürchten noch einige von ihnen sterben werden. 12 Personen sind leicht verletzt. in inger Samslag na#nitlag um 1 Uhr rückte eine anzösisk. Arteilung in Stärte einer Kompagnie und mit wei Panzerautos an und nalm im Krupfschen Betrieb den Vrandiuspeltor Jane in der Autohalle besindlichen Feuerwache sr. Warum, erfuhr man nicht. Sonntags wurde er wieder freigelassen. * Am ersten Ostertag segen 5 Uhr in der Frühe in die drei Mitglieder des rupes hen Direktoriums, die Herren Geheimrat Oesterlen und Dr. Bruhn, und weiter den###etriebsdirettor Richter. Ferner suchen sie ne andere Mitglieder des Direttoriums, Herren Vielhaber und Wendi. Jener ist seit acht Tagen auf Urlaub und dieser weilt auf stttsrisen * di Handetskammer, das Krupp'sche Lireh####rium Regierungspräsident Grützner u. a. hiben megen tir. ungehenerlichen Vorfalls Protes eing Die Reechsregierung ist mit der Ausarbeitung einer Note an die manzösische Regiedung Auf Posten erschossen. chlägel und Eisen in Disteln TTTEEE e e se Das Adionoldenfml Vietor Enmruiel f. Zeche haben die Franzosen unter Führung eines Mitgliedes der früheren Kohlenkommission 120 Wagen mit 2250 Tonnen Kohlen im Werte von rund 310 Millionen Mark erbeutet. * Am Ostersonntag wurden von den franch des Vorfalles auf den Kruppwerken vier Direktoren verhaftet. * Auch in Bochum und Witten haben die Franzosen in einer Reihe von Werken und FaBürgermeister Niemener Verhandlungen Jrankreichs Annsivoreiner Vermitilung mit demamerikanischen Stahlkönig Gars lan ist natürlich seit davon überzeugt, das es eine Vermitttung im Ruhrkonflikt herbeiihren wolle. Eine hervorragende Persönl erklärte Hutin vom Echo de Paris, daß Stinne nicht nur nach Rom gekomnien sei, um mit dem amerilanischen Großindustriellen zu verhandeln Das sei nur ein„Vorwand“ gewesen. In W ahr St der bekungte deulsche e###unbustrielle, wich on gaerhungen n tun trah Bayerischen Volkspartei und nsburger Anzeigers“ erklärt, üver die politische Tätigudendorffs im„Regensder verfaßt noch veranlaßt, „Regensburger Anzeigers“ auf die Erklärungen Ludendorffs. vermischte Neuigkeiten. Wie die„Rigasche Rundschau“ aus Peters burg meldet, soll dort in Kürze eine Deutsche Musikgesellschaft ins Leben gerufen werden, die sich hauptsächlich der Pflege des deutschen Chorgesanges widmen wird. Die Regierung Australiens hat 20 Staaten eingeladen, Delegierte zu dem panpazifi schen wissenschaftlichen Kongreß zu entsenden, der im August und September 1923 in Melbourne stattfinden wird. * Die dirlomatischen Beziehungen zwischen Ja pan und der Türkei sind durch die Ernennung des bisherigen japanischen Gesandten in Wien, Kumataro Honda, zum Botschafter in Konstantinopel ausgenommen worden. men Ein turzer Aufenthalt von Hugo Stinnes =Rom gint wieder Anlaß zu zahllesen mehr minder haltlosen Gerüchten. Während seines Aufenthaltes in Rom hatte Stinner mit dem Uniterstaatssefretär imn italienischen Ministerium Innern Finzi eine lange Unterredung, die sehr erfolgreich gewesen sein soll. Man die Ausbeutung Rußtands durch Deutschland, übe das Ruhrproblem und über die wirtschaftliche n politische Lage des R tag abend wieder Rom und kehrte über den Brenner nach Deutschland zurück, nachdem er vorh vom Papst und dem Kardinalstaatssetretär G parri empfangen worden war. Ueber die Unterredungen, die Stinnes mit dem ameritani Stahllönig Gary hatte, verlautet, daß er diesen zur Kapitalsbeteiligung der amerikanischen finanz an deutschen Unternehmungen veranlassen wollte. Stinnes habe die Vorschläge, die Dr. Bergmann seinerzeit der Pariser Konserenz üvermitteln sollte, mit nach Rom gebracht. In diesen Vorschlägen biete Deutschland entwoder 30 oder 50 Milliarden Goldmark an. Stinnes machte davon Mitteilung, daß die deutsche Industrie bereit sei, eine auswärtige Anleihe zu zeichnen. beit habe Stinnes im Einvernehmen mit dem Auftrage des Reichslanzlers in Rom den Versuch gemacht, die italienische Regierung für eine Vermittlung in der Ruhrftage zu gewinnen. Es sei das drittemal seit der Ruhrbesetzung, daß Deutsck land Mussolini in ein derartiges Unternehmen zu verwickeln suche. Stinnes habe„mit Absicht einen Augenblick gewählt, wo Mussolini eine Zusammenkunft mit dem belgischen Minister Jaspar erwartet, um sich die Möglichkeit zu geben, mit Hilfe Belgiens deutsche Vorschläge an Frankreich übermitteln. Einen neuen Reparationsplan Stinnes indessen nicht mit nach Rom gebracht, das sei aus seiner Unterredung mit dem VertreMussolini;, dem Generalsekretär des italienischen Außenministeriums Contarini, klar geworden. Se Mohnsvorte. Der preußtische Minister für Wissenschaft, Kunst :. Dr. O. Boclitz, richtete folgende Mahnworte an das deutsche Volk: In unverbrüchlicher Hingave an die Volksgemeinschaft unserem deutschen Volke die Grundfeste seiner Eristenz. den Staat. zu erhalten, in dem indel der Geschlechter die Nation immer wiede: in Kraft und Frühlingspracht erneuern kann— das ist eines gottesfürchtigen VolkesSchafsen an seiner Wiederauferstehung. Auc, das tiefste Dunkel unserer Tage kann uns Schießwut. Dortmund, 4. April. In Recklinghausen=Süd wude der 22jährige Invalide Nieruch von den Franzesen aus unbekannten Gründen erschossen, im Anschluß an eine Auseinandersetzung in einer Wirtschaft. TI Berlin, 4. April. Zu der Ermordung des Kriminalpolizeiveamten Burchhoff und des Elektromontenrs Wittershagen in Buer, die am 11. März abends von den Franzosen nach schwersten Mißhandlungen meuchtings erschossen wurden, ist von der deutschen Rrgierung betanntlich eine Note an Poineare gerichtet worden, in der sie eine unparteiische ärztliche Untersuchung der Ermordeten forderte. Diese Note blieb unbeantwortet. Nunmehr ist durch eine aus neutralen und deutschen Aerzten gevildete Kommission die Exhumierung und Untersuchung der Ermordeten vorgenommen worden. Der Bericht über das Ergebnis der Untersuchung, an der unter andere Professor Lubrasch, Bertin, teilgenommen hat, ist der deutschen Regieruurg eingereicht worden. dieser Osterhoffnung nicht irre machen. Dr. O. Boclitz. Preuß. Minister für, Wissenschaft, Volksbildung. Kunst und Mannheim, 1. Auril. Morgens 5 Uhr zogen ctwa drei Kompaanien stanzösischer Insanterie mit Masckinengewehren über die Reeinbrücke zur Fiehebrücke, worauf sie den Reckar überschritten und ium alten Venzwerk einvogen, dessen Eingänge mit einem Zug Futztruppen besetzt wurden. Ein anderer Teil marfrierte bis zur Humvoldtstraße. Halt gemacht wurde. Von hier aus rückte um Uhr eine weitete Abteilung nach dem hessischen Bahnhof, den die Truppen besett haben. Rücktrittsabsichten Bonar Laws? TI Basel, 4. April. Eine Londoner Agentur meldet der schweizerischen Presse die verschiedensten Gerüchte über die bevorstehende Demission Bonar Laws. Sowohl in den Wandelgängen des Parlaments wie in politishen Kreisen Londons behauptet sich hartnäckig das Gerücht, daß Bonar Law nicht mehr lange Zeit am Ruder bleiben werde. Halle, 1. Aptil. Arthur Dinter, der Verfasser des Romans„Die Sünde wider das Blut“, ist auf Veranlassung der thüringischen Regierung wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutze der Re publik verhaftet worden. Auch Besetzung des Wupper- und Paris, 1. April„Daily Mail“ meldet aus Düsseldorf, daß in den nächsten Tagen das Wupper= und Volmetal von den Franzosen besetzt würde, um sich der Tertil= und Metallwarenindustrie zu bemächtigen. Die Franzosen würden auch zwi schen Wipperfürth und Overath. Städten, die kür lich von den Engländern aufgegeben wurden, neue Zollposten aufstellen, um verschiedene Städte in die Blockade einzuveziehen. Der hähstliche Delegat in Münster. Münster, 1. April. Spät abende traf der Päpst liche Gesandte für die beserzten Geviete, Udirore Monsignore Testa, von Essen kommend hier ein Am Ostersonntag mittags 12 Uhr begabrer sich in Begleitung des Prälaten Dr. Brünig aus Saint Louis, Repetenten Dr. Max Bierbaum und des Regierungspräsidenten von Düsseldorf Dr. Grützner zum Oberpräsidenten Gronowski zu einer Aussprache über die Folgen des französisch=velgischen Einbruchs in Westsalen und Rheinland. Mit den Wassen des Geistes. Wir führen im Ruhrgebiete und in den Rhei landen einen Kampf auf Leben und Tod mir den einzigen Waffen, die uns noch geblieben sind, mit den Wafsen des Geistes. Wir hegen die unerschütterliche Zuversicht, daß uns der Sieg werden mut, weil der französischen Gier und Zügellosigkeit. Brutalität und Niedertracht heilige Vaterlandsliebe, bewundernswerter Opferwille und das Bewußtsein gegenüberstehen, daß es um alles geht. Wer wollte leugnen, daß der deutschen Seele die größere Kraft innewohnt? Aber sind damit die Mittel des Kampfes mit geistigen Waffen erschönft? Haben wir nicht im Kriege mit Schrek ten erkennen müssen, daß Begeisterung und eiserne Entschlossenheit, die uns zu Großtaten wunder rarster Art befähigten, unter der systematischen Lügenhetze unserer Feinde zermürbten? Wir waren seclisch den Gegnern überlegen, wir versagten im Ringen mit den Mitteln des politischen Verstandes. Es darf nicht wieder so kommen. Durch die harte Schule der Niederlage und Delütigung soll ten wir endlich genug gelernt haben. Trotzdem bedarf es leider schon wieder einer Kritik an dem. was wir bis jetzt getan haben, um den Widerstand an Rhein und Ruhr wirtungsvoll zu unterstützen, und eines Hinweises auf die gefährliche Propaganda, die von Paris aus der Erkenntnis der Wahrheit entgegengesetzt wird. Die Franzosen sind belanntlich dazu übergegangen, beamiete Persönlichkeiten als Geiseln sest guseren mit der Drohung, sie erschießen zu lassen, wenn auch nur einem einzigen Franzosen ein Haar gekrümmt wird. Man täusche sich nicht über den bitteren Ernst dieser Maßnahme. Die Veranlassung war die Ermordung zweier französischer Offiziere durch französische Soldaten. Daraus allein mag man erkennen, wie hemmungslos sich die französische Rachsucht austobt, und daß es den Mordbuben in Uniform garnicht darauf ankommt. ein paar„Boches“ mehr oder weniger taltblütig umzubringen. Die Geistesverfassung, aus der diese Maßnahme hervorgegangen ist, wird einem Deutschen immer unbegreiflich bleiben. Es widerspricht den einfachsten Begriffen von Humanität und Gerechtigkeit, unschuldige Menschen für die Versehen anderer womöglich mit dem Tode zu bestrasen. Das Suitem wird besonders abstoßend, wenn man sieht, daß sich die Gewalthaber über Leben und Tod nicht einmal Mühe geben, die Schuld an den Vorkommnissen einwandfrei festzustellen, die sie zum Gegenstand ihrer Repressalien machen. Das Geiselsystem wird damit zur reinen Willkür, zum blutigsten Terror. dem in seiner Gemeinheit die Blutherrschaft der russischen Volschewisten in ihrer schlimmsten Zeit durchaus nicht nachsteht. Mit Protesten ist dagegen nicht anzukommen. Die Regierung sollte sich ernstlich überlegen, ob nicht den m unbesetzten Gebiet befindlichen Franzosen gegenüber Maßnahmen ergriffen werden können und müssen, die geeignet wären, das bedrohte Leben der deutschen Geiseln im Ruhrgevier zu sichern. Die Verpflichtung, alles zu tun, was überhaupt möglich ist, kann jedenfalls nicht bestritten werden Die Wirkung socher Maßnahmen würde sicherlich auch im Auslande sehr stark sein und die Aufmerksamteit auf die ganze Absurdität der französischen Gewaltpolitik lenken. Es ist eben nötig, daß die Propaganda des Wortes durch die Propaganda der Tat wirtungsvoll unterstützt wird. Das gur auch von allem, was geschieht, um die schändliche Ermordung wehrloser und unscbuldiger deutscher Bürger im Ruhrland vor den Richterstuhl der össentlichen Meinung der Welt zu bringen. Denn er ist der einzige, der vielleicht ein Uriei finden wird, das nicht zum Pariser Kindersport dient. Traurig, daß es so ist, aber darum nicht minder wahr! Auch hier ist das, was Regierung und Presse bis jetzt getau haben, noch längsr nicht ausreichend. Man denke nur einmal an den Aufwand von Regiekunst zur Ausbeutung der vötterrechtlich vollkommen begründeten und berechtigten Erschießung der Spionin Cavell während des Krieges. Die Parlämente aller Ententeländer hielten Trauersitzungen ab, die Reden der Ministerpräsidenten wurden im ganzen Lande öffentlich angeschlagen. Demonstrationen vor den englischen Botschaften, Verteilung von Bildern der Erschossenen, Sonderausgaben der illustrierten Zeitungen wurden in Millionen Exemplaren in alle Welt versandt. Wir beklagen den Tod von mehr als zwanzig Opfern einer schamlosen Will. kür= und Gewaltberrschaft, und was ist bei uns geschehen, um die Welt aus ihrer Lethargie aufzurütteln? Mit welch kümmerlichen Mitteln glauben wir den Abscheu der Menschheit vor den Greueln der weißen Neger in deutschen Landen wecken zu können! Wir glauben viel zu sehr an die sieghafte Kraft unseres„guten Rechtes", Entscheidend ist nicht das was ist, sondern das, was die Menschen glauben! Durch Terror versuchen die Franzosen von der Frage nach Schuld und Sühne ablenken zu könner, mit schlecht gespielten Gerichtskomödien beruhigen sie auch ängstlichere Gemüter. Dagegen eibe es nur ein wirkungsvolles Gegenmittel: In Fällen, die Gegenstand einer Maßregel der Besatzungsbehörde oder einer kriegs= und staatsgerichtlichen Verurteilung waren, muß sofort ein nisches Gerichtsberfahren angestrengt und mit größter Beschleunigung durchgeführt werden. Wo die bestehenden Gesetze nicht ausreichend sind, müssen neue geschaffen werden. Die Form und Gesenmäßigkeit ist dabei auf das strengste zu wah ren. Die deutschen Urteile aber müssen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln samt ihrer Begründung in die Welt hinausgeschrien werden, als vernichtende Entkräftung der französischen Will. kür. An Zeugen unter Eid wird es den deutschen Gerichten nicht fehlen. Es-versteht sich von selbst, daß sie im unbesetzten Gebiet amtieren müssen, frei von den Zugriffen fremder Gewalthaber. Diesen Gerichten müssen auch jene verbrecherischen Elemente überantwortet werden, welche die Not und die Ohnmacht ihres eigenen Vaterlandes aus. nutend ihre Landsleute an den Feind verraten oder ihm sonst Hilfsdienste leisten. Die Namen solcher Individucn sind bekannt. Man erlasse Steckbriese und überantworte sie ihrem ordent lichen Richter. Ein paar schnelle und durchgrei sende Urteile werden abschreckend wirken und die Zuversicht der bedrohten Bevöllerung wesentlich stärten. Schließlich darf nicht unerwähnt bleiben, daß auch auf diplomatischen Wegen auf die geschickten französischen Schachzüge manch guter Gegenzug solgen könnte, der bisher auf sich warten ließ. Es lann nicht Ausgabe eines Zeitungsartikels sein, hier Winke zu geben, die dem Feinde nützlicher miren, als uns selbst. Mögen die kurzen Andeutungen genügen, um alle, die es angeht zum Nach denten und=Handeln anzuregen. Aus Stadt und Land. Schwerte, I. April 1923. Erinnerungen. 597 Der Kirchenvater Ambrosius gestorben. 1845 Der Dichter und Kanzelredner Friedrich Ad. Krummacher gestorven. 1879 Der Physiker Wilh. Dove gestorden. 1905 Der belgische Bildhauer Konstantin Mennier gestorden. Die Baukunst in Westfalen. Im Hammer Wissenschaftlichen Verein gab Prof. Wackernagel aus Münster einen lehrreichen Abriß aus der Bau= und Architetrurgeschichte Westfalens. Er hob dabei hervor, daß der Bau. kunst Westsalens etwas rypisch Rassenmäßiges, wirklich Voltstümlih=Bodenwüchsiges anhafter. Diese spezifisch westfälische Eigenart läßt sich namentlich an den kirchlichen Bandentmälern festitel len, wie sie im 12. und 13. Jahrhundert entstanden. Sie zeichnen sich aus durch mächtge breit.stirnige Turmbauten, mit fast feitungsmäßigen, trupzigen Massiven, die an den Bauten romanischen Stiles zu beobachten sind. Als Beispiele dafür gilt der Dom in Paderborn, die Abtei Corven aus dem 13. Jahrhundert, die Patrotlikirche in Soest mit dem charatteristischen mächtigen Turm. Dem Wuchtigen, Massigen im Aeußern entsprach auch der Innenausbau, gedrungene, vierschrötige Gebilde, voll wuchtigen, feierlich=majestätischen Eindrucks. Auch die dem romanischen Stil folgende Bauart zeigt in den Wölbungen die bedächtige, schwere Struttur dem Wesen des Westfalen angepaßt. Ganz spezifisch westfätisch ist die Struktur der Hallenkirchen. Im 13. Jahrhundert fin den wir den Uebergang vom spätromanischen zum gotischen Stil, auch hier westfälische Eigentümlichkeiten. Bis zur reifsten Feinheit vorgeschritten ist die Gotik in der Wiesenkirche zu Soest, dem einzigartigen Baudenkmal dieser Stilart in West falen und ganz Deutschland. Der Höhepunkt kirchlicher Baukunst war damit erreicht. Auch aus der Barock= und Renaissancezeit gibt es klassische Beispiele um dann die westfälische Baukunst in der Profanarchitektur und zwar solche aus der Gotik bis zum Hochbarock(Rathaus in Münster, Schloßbauten in Harsfeld, Hovestadt, Adelshöfe in Münster, Clemenskirche in Münster u. a.). Die west fälischen Baumeister Pictorius und Schlaun schu sen heir#tragende Bauten. Mit einem Ausblick auf eine konmende weitere Entwicklung der Ban funst, die seit der Zeit des Hochbarocks stagniert hat, schloß der Redner seine Ausführungen. Haus. und Grundbesitzerverein. In der letzten Generalversammlung wurde bekanntlich beschlossen, jedem ersten Mittwoch im Monat von 4—7 Uhr in der Wirtschaft Walter an der Hagenerstraße den Mitgliedern Auskunft zu erteilen. Für April kommt demgemäß der heutige Mittwoch in Betracht.(Siehe Anzeige im Inseratenteil.) Der Zucker im April. Die Hauptgeshäfts. stelle des Zuckerverkehrs 1922 23 gibt bekannt, daß im April zwei Piund Mundzucker auf den Kovf der Bevölterung zur Verteilung kom men. Die April=Zuckermarten A und B dürfen demnach mit einem Pfund Mundzucker beliesert werden. Eine weitere Belieferung auf Sondermar ken ist für den Monat April nicht vorgesehen. * Der lundwirtschaftliche Kreisverein hielt Mittwoch nachmittag im Lotale des Herrn Walllabe in Hörde eine Generalversammlung ab, die infolge der durch die Besätzung geschaffenen miß lichen Verhältnisse nicht so gut besucht war, wie sonst in den letzten Jahren. Von dem Angevot der Regierung zur Beschaffung etwa fehlenden Saat guts infolge der durch Besatzungstruppen teilweise zerstörten Wintersaaten konnte-tein Gebrauch gemacht werden, da derartige Schäden hierorts nicht zu verzeichnen sind. ** Heute eröffnet Zirtus Voigt sein hiesiges Gastspiel in Schwerte auf dem Platz an der Ha generstraße. Pünktlich abends 8 Uhr wird die Manege im hellen Licht erstrahlen und erstklassige Artisten von Zirtus und Variete werdem dem Publitum ihre Künne produzieren. Der Pferdebestand ist ein edler, und gut dressierter. Zirkus Voigt vermeidet jede marktschreierische Reklame, sondern überzeugt durch tarsächliche gediegene Lei ntungen. Den Bericht über die gestrige Stadtverord netensitzung mussen wir aus beiriepstechnischen Gründen— wegen Verlegung der Arbeitszeit in solge Auftebung der Gassperre bis zur morgi gen Nun mer zurückstellen. ** Die„Rhein.=Westf. Zeitung" kann infolge Unterdrückung durch die Besatzungsbehörde bis zum 11. April nicht erscheinen. ** Von den Leiden der Presse im alt= und neubesetzten Gebier machen sich die wenignen ein Bild. Die Presseseiheit wird dort langsam aber sicher zu Grabe getragen. In altbesetzten Gebiet und im Einbruchgebiet erscheinen etwa 1150 Zeitungen. Seit Beginn der Ruhraktion dis zum 16. Mär, wurden durch die Rheinlandkommission und deren Delegierten im französisch und belgisch besetzten Gebiet 298 Zeitungen verboten, und zwar auf die Dauer von drei Tagen bis zu drei Monaten, dar. unter 43 Zeitungen mehr als zwei= bis fünfmal. Im Einbruchgebiet wurden durch die örtlichen Militärbehörden 147 Zeitungen verboten, und zwar für die Dauer von drei Tagen bis zu einem Monat, darunter 38 Zeitungen mehr als zweimal. Insgesamt sind also von den 1450 Zeitungen seit Beginn der Ruhraltion 115 für längere u. kürzere seit unterdrückt. Gerichtlich belangt wurden in derselben Zeit 82 Schriftleiter und 31 Verleger. Sie erhielten Gesängnisstrafen bis zu eineinhalb Jahr und Geldstrafen bis zu einer Million Mark. Ausgewiesen hat die Rheinlandkommission 18 Schriftleiter und nenn Verleger, und zwar mit ihren Familien. Der Vorzenfur unterliegen im neubesetzten Gebiel in elf Städten 28 Zeitungen. Auch im altbesetzten Gebiet wurde für längere Zeit eine Vorzensur ausgeübt; und zwar in sechs Städten gegenüber 17 Zeitungen. Im gleiche Zeitraum hat die Rheinlandkommission den Vertrieb von elf Ztg. im nichtbesetzten Gebiet untersagt. 35 im nichtbesetzten Gebiet erscheinende Ztg. dürsen für die Dauer von drei Monaten nicht ins brsetzte Gebiet eingeführt werden, 17 ist die Ein uhr für die Dauer von einem Monat ins besetzte Gebiet untersagt. All diese und leider auch nicht S Lieselotte. 97 Reman von Fritz Gantzer. (Nachdruck verboten.) beide der Unglücks#ielle zueilten, erziihlte Eyrken, s bei dem Dauerlauf ging: Ich wollt nach Jezuitz, um Einsame zu machen. Dasehe ich plötzlim den gnädigen Herrn die Channee her ertten I# Er hatte das letzte kuum gedacht, als er in einiger Entsernung vor sich ein herreuloses Pferd quer über die Felder jagn sah. Mähre die der Lindenecker vor vierzehn Tagen von dem Ragösener Pierbeinden gekauft hat, will ich „Wenn das nicht die Mähre ist Mitz haßen, musmelte er. „Hab's mir gleich gerischt, daß das Nieo Stücke macht, und es dem juperklugen„Herrn“ Kollegen#mm sofort auf den Kopf zugesagt! Hossentlich hat sich keiner mit ihm das Genick gebrochen. Es ware kein Wunder.“ Er ging zehn Minten lang, oime auf etwas Auffälliges zu stoßen. Da, wo die Chaussee schf nan Weiten anbog, hatte tzum den gnädigen Herrn die Cy Sein Pferd geht ganz ruhig. Aber als er kiee vor mir ist u 5 mii stenndlien zunickt,##umt es mit einem Male boch an, und rain guer über die Ghanisee. Der Herr konnt's nicht halten. Gleich darauf stürzte er s#on und el.es zegunelen legen. lind Pierd immer aner über die Rerker weg. X,##ezr;imipeltor, sagen Sie mir blog urt. daz es vor meinnm roten Unn tuch geschent hat, ich komnt sonst memn Leuing nitt wieder sloh werten G Wiegandt siei der sammernde von, in nem Coeten dus Ines vortrug, ans die Nerven. Er mune mrob werden, um seiner s##menenden Seinee an, salteie sie metzrmals zusammen le#tr auf die Wunde. Je ackere Halste dund er darüber, #mh runter. Teiinee ab. Wiuterzacketrart.“ kommendier#e er dann. Iro währen Goelen seinen Besehlen tm am,##erdst sich sseiner Innne unter der er ei#e genicht West nungeele wurden zü und Hemz unter den Kopf geschoben. Wiegane 1s Joppe breitete min ihm über die Bruft d. 11 er und die bezzuemere e#nen dem Bewn####en die Bennnung wieder. Er öffnet die gen und sab vern ontslos anf die beiden Samarner. Zu sprechen vermochte cht. eig men Angnt und= Sorge ein Mantelchen um nanngen man einige alte Pappeln gesättt. Hinter ein der„noch am Wege liegenden Reiighausen trat jetzt ein junges Midchen hervor und sah sich anscheinend hilfeinchend nach allen Seiten um. Wiegandt erkannte in ihm Eveken Höpple. Auch sie wurde jetzt auf den schneller Näherkommenden aufmerksam und eilte ihm entgegen.„„„„„ Noch im Rennen winite sie iym zu und wies nach ruckwärts. „Na ja, da haben wir den Salat,“ murmelte er. Nun trafen beide zusammen. Evelens Atem flog. Ueber ihre blühenden Wangen rollten unaufhaltsam dicke Tränen. Sie vermochte vor Aufregung nicht zu sprechen und stand zitternd vor Wiegandt. „Was ist denn los?“ fuhr er sie an, um seine eigene Angst nicht merken zu lassen. O, Herr Juspektor, er ist tot,“ konnte Eveken nun mühsam herauspressen, als wollten die schrecklichen Worte nicht über ihre Lippen. Er?“ schrie Wiegandt.„Wer denn?“ „O, der gnädige Herr von Lindeneck,“ schluchzte Eveken „Na, na, sachteken1“ beruhigte Wiegandt, der an so Schreckliches nicht glauden mochte.„Ihr Weiber macht's immer schlimmer. Und unn mal verwärts!“ zum Kuckuck mit demem dummen Gegene, Mädell“r er und regann noch ichneller zu lausen, d#i# ihm Gerten lan zu„ selgen vermochte.„Lrovor de. Ganl geichem halt, weiß ich doch nicht! Werhalb kausen ihn die Lindenenter# Sie erreichten bei seinen letzten Worten die Stelle, an der Heinz gestützt war. „Tort!= wies Eveten auf den in der Tal wie tor Ta* Aus einer Wunde am Luntertopf sickerte Bint und särbte den Schnee. Die Augen warn geschlossen, die Hände hatten sich kramnhaft zu Fänsten geballt. Mit einem Satz sprung Wiegandt in den Chausseegraben, auf dessen Böschung Heinz lag, und braichte, nere: ihm niederkniend, das Ohr dicht an die Brust des Gesturzten. Ei schwacher Schimmer der Freude ging blitzschnell über sein Gesicht, als er den Kopf wieder hob. „Golt sei Dankl= murmelte er mit einem erleichterten Aufatmen.„Die Geschichte sieht zwar büse aus, aber##er lebt noch.“ Dann ging er ohne Besinnen an eine erste Hilselentung. Er gab dem Korper des Verunglückten eine bessere Lage, öffnete den enganschließenden Kragen der Reitjoppe und zog zuletzt sein riesengroßes, rotgeblümtes Schnupfluch aus der Tasche. „Es ist erst vor einer Stunde ganz rein aus der Wäschekommode genommen und noch ungebraucht.“ sagte er, obwohl niemand die tadellose Saulerkeit des Tuches bezuleiselt hätte, hund riß es“ die tadellose Saulerkeit des Tuches lezu#,„ 66 65 quer durch. Er feuchtete eine der beiden Halllc mit dem Wiegandt erkannte, nan ärztliche Hilfe so schnell wie möglich herbeigeholt werden murte. „Tu bleibei bei dem guädigen Herrn, Gva,“ ordnete er an,„und ich werde, 1o iink mich meine alten Beine tragen löeinen, nach Linneneck lausen und das gunze Haus alarmieren, einen zum Dultor jagen und ein paar mit einer Bahre herschicken.“ ion eille er die Chaussee linab, daz ihm der wässerige Schnee den Rücken hinanispritzte. So schnell war der bedächtige Wiegandt in seinem Leben selten gelamen. Hachltens damals, ald es galt, Dden„Lindeneckichen Strauchräuber“ beim Ranchen der heimlich entwendeten„Halblangen“ abzufassen oder ihn bei einem anderen in Gemeinschaft mit der Spielkameradin in Szene gesetzten Streich zu ertappen. Nach einer Viertelstunde keuchte er schon über den Lindenecker Hof und stieß auf einen Knecht, der gerade zum Mittagessen nach der Leutestube schlenderte. Er grinste, als Wiegandt hochrot im Gesicht, über und über bespritzt, in seiner gestrickten Weste vor ihm stehen blieb. „Frecher Kerl, laß dein blödsinniges Lachen!“ donnerte ihn Wiegandt an.„Wo ist euer Inspeltor?“ Der Kuecht zuckte gleichmutig die Achseln und zeigte ob der ungalanten Anrede ein beleidigtes Gesicht. „Kannst du das Maul nicht aufmachen!“ brüllte Wiegandt jetzt erbost und erhob drohend die Hond. Der Knecht duckte sich und brummte. „Na, na, immer jachtelen! Wi loaten uns nich schlon, am wenigsten von die Driebnsch'schen.“ (Fortsetzung soial.! erwähnungsmög Licht auf die Zu teilen. Sie geb Not der Presse" sächlich eines mehr bedarf. ** Das eige lischen Kirchene tage festlich bewie wir schon richtung des we bekannten Alta Aus diesem An Blumen festlich nath hatte im ich habe lieb Ort, da dein: Hauptgottesdie und gab aller Geschichte und Altar selbst, Leben, Leiden der Jahre ma ein Meisterstü genstück in de kanntlich sind den versehen niger Zeit I1 gründete Hof Flügel zu O wegen des 1 verwirtlicht. sicht, daß bis din sein wird die Wiedert Geld, und pflicht der lige Spender die Gemeind als Zeichen verstellen lenzahl von Tagen lünst angebotenu sar rechnet. nannten willigt. ** Der wurde am athletischen Schwerter führt. De noch in Ar **% erste Liebe holt. Die setzen uns Heine sich lich abspi werden d beginnen liebliches unter Da sicht auf liche Her Gesang: erein. In der e bekanntlich beim Monat von er an der Has luft zu erteilen. heutige Mittwoch Inseratenteil.) Hauptgeshäftssibt bekannt, daß indzucker auf Verteilung kom. und B dürfen idzucker beliesert auf Sondermars1 vorgesehen. ereisverein hielt des Herrn Wall ammlung ab. die geschaffenen miß besucht war, wie dem Angebot der fehlenden Saat struppen teilweise ein Gebrauch ge. den hierorts nicht vigt sein hiesiges Platz an der Ha: 8 Uhr wird die en und erstklassige te werd.m dem cen. Der Pserdedressierter. Zirkus ierische Reklame, iche gediegene Leitrige Sta dverord beiriebstechnischen der Arbeitszeit in bis zur morgi ung“ kann infolge tzungsbehörde bis e im alt= und neuwenignen ein Vild. ssam aber sicher zu en Gebiet und im 1150 Zeitungen. is zum 16. März umission und deren d belgisch besetzten und zwar auf die drei Monaten, darzwei= bis fünfmal. ch die örtlichen Miverboten, und zwar bis zu einem Moerwähnungsmögliche Tatsachen werfen ein grelles Licht auf die Zustände in den betroffenen Landesteilen. Sie geben den geflügelten Worten:„Di Not der Presse“ dort eine Berechtigung, die ta sächlich eines weiteren Kommentars wohl nicht Tas eigenartige Zubiläium unserer erange lischen Kirchengemeinde wurde an zweiten tage festlich begangen. An diesem Tagwie wir schon berichteten, 100 Jahre seit der Aung De berit uber Ve dre giage uergngen. bekannten Altare in der großt Nue Bieiemn Anlahz voten Agz., Valsior WischBlumen festlich geschmückt. Her.# nath hatte im Anschluß an sch habe lieb die Städte deiies g Ort, da dein: Ehre wohnt" seine Prev## Hauptgottesdienst auf dieses und gab allerlei interessante Streiflichter aus Geschichte und Entwicklung der Gemeinde. Altar selbst, dessen reiches Schnitzwerf aus Leben, Leiden und Sterven des Erlösers im Lan# der Jahre manchen Kunsttenner entzückt hat, ist ein Meisterstück vlämischer Kunst und hat ein Ge genstück in der Reinoldikitze in Dormund.# kanntlich sind die beiden, mit wertvollen den versehenen Seitenflügel des Altars seit einiger Zeit zur Renovierung weggeschickt, die be gründere Hoffnung des Kirchenvorstandes, die Flügel zu Östern wieder hier zu haben, wegen des Umfanges der Arbeiten leider Es besrehr aber die befrimmte Aus sicht, daß bis Pfingsten der Altar wieder vollständig sein wird. Infolge der Geldenuder die Wiederberstellungsarbeiten ungebeuer Geld, und es ist eine selbstvernändliche Ehrei der Gemeinde, dieses Gel# durch frein lige Spenden aufzubringen, zumal vor 400 Jahren die Gemeinde mit nur 2000 Scelen das Kunnwerk als Zeichen retiglösen Empfindens und Opfersinns verstellen ließ und die Gemeinde heut lenzahl von 10000 hat. Es sollen nun künstlerische Ansichtslarten von grsadlater er darüber. " kommetleblen nachtum. der er##i# rdeu zu Kopf geschoben, 1 die beizuenere der. Er öffnete Samarier. tell wie möglich ,“ ordnete er 1 B e i n e t r a g e n nus alarmieren, herschicke u der wässerige ir der bedächtige schnteus damals, beim Ranchen u oder ihn bei erndin in Szene den Lindenecker um Mittagessen , ü b e r u n d ü b e r 1 blieb. !“ donnerte ihn nd zeigte ob der brüllte Wiegandt nich schlon, am Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, In keiner Not uns trennen und Gefahr! Denkt daran und gebt zum Dautschen Volksopfer! Annahmestelle für Schwerte:„Schwerter Zeitung“ Lagen künstlerische Ansichtslarten von dem für weiche man auf reich sarz rechnet. Die Stadt hai bitanmich für gee nannten zweck einen Betrag von 10.000 M be** D e r W a n d e r p r e i s d e r F r ü h j a h r s w a l d l ä n s e wurde am zweiten Ostertag beim großen leichtarhletischen Sportsieg in Dortmund von Schwerter Sportvereinigung 00 nach Schwer Der genaue Sportbericht der Östertage ist noch in Ausarbeitung und folgt morgen. Der Stog vie iu der Reichetrone wiederwerden dabei intoniert and gut gesutzgr gange lebliches Velchute von ehesgpzidetr, liche Herrenpublikum das Rauchen. Es stört den Gesang und die Lichteffekte ** Die Prämie für das Auslehren taubstum mer Lehrlinge ist im Einversändnis mit dem nanzministerium mit Wirkung vom 1. Januar 5 Is. ab auf 3000 Mark erhöht worden. ist Gas am teuersten? Die Teuerung heigt bei den Lebensmitteln seit Ende Februar einen gewissen Stillstand. Nach dem Höhepunkt vom 7. März mit etwas mehr als dem 2500fache war am 14. wieder ein kleiner Rückgang zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu steigen die preise unentwegt weiter. Nach einer stellung aus 17 deutschen Städten war Gas am 1200(R für den Kubilm., es folgen Schwerte mit 900 J, Karlsruhe mit 800 JA, Nachen 778, Verlin 700, Magdeburg 680, Mannheim 670, Lübeck 600, Han=burg 650, Essen 603, Dresden 600, Breslal 750, Stuttgart 150, Chemnitz 425, München 120.. ** Klatschbasen oder Denunzianten hal es zu allen Zeiten gegeben und diese widrige Sorte Menschen wird ebensowenig aussterben, wie Vilsentraut. Aber es gibr Crie und Jeteg, wo ganz besonders zahlreich und gefahll sind. Dann gibt es Leute, die sich darin überbieten, ihren Mirmenschen, sei es aus reiner Gehässig sei es aus Eigennug oder sontigen vernerilichen Zwecken, bei den Machthabern etwas anzug. Selbstverstandlich zrifft solche Naufoiger das Ischariot die allgemeine Verachtung. Eume Seb...., sber sich vorsiahig vor ichig aber ip. Juh uu.. un, Augen uncd vien verichlieg, V. e. uih, v., Die Zudsstasse becsanten Danit sie nitzt zute unichäbich rechten Zeir auch für ihr gemacht, sondern zür recht des Handwert gebührend bestraft werde. Eeikeriate emune Das Mulgerät der Kunstmaler. In geral der Kunitmaler, der Landschaitsmaler uld. fällt unier das Handwertszeug. Es wird desi zu den Säven des Gevätiariis befördert. Las nächste volnische Konzulat beinder sich buassenellee. Rever die Ko#ne lerter Zeit meyrsach geändert sind, erhält man Viehhandlung Schulte uno der Rettelmühle an die annähernd zwei Jahrzehnte umfassende Zeit unser freundliches Städtchen eine Elek. trische hatte, und vielr werden denten: Wie war's doch einst so schön. Als man von Plattiorms Höhn, Konnt' in die Gegend seh'n! Jeder nun laufen muß, Schmutz und Staub sein Genuß, So ist es heute!— Schluß. Hohensyburg. Ein Waldbrand zerstörte in den Nachmittagsstunden des ersten Östertages in der Nähe der Ruhrfähre mehrere Morgen jun ge Pslanzungen und mittlere Bestände undr letc dadurch erhevlichen Schaden an. Ver ist das Feuer durch unvorsichtiges Wegwerfe eines Streichhölzchens oder Zigarenenstummels eines der vielen Ausflügler oder Wandervögel en standen. Jedem, der im Frühjahre, wo das alte Gras jo leicht Feuer fängr, rauchend angetroffen wird, follte durch ein gepfeffertes Strurmuncat tlar gemacht werden, daß man kein Recht hat, d die ohnehin schon in ers####llendem Um Wälder, dn n sange den Zeitverhältnissen zum Opfer gefallen sind, leichtsinnig zu gefährden. Provinzen. etsche Kirder in10 Zug mi: der 10. Jahreswoche Kreise Hörde S#adt von übertragbar# worden: ErkrankunAnnen, je Schwertei, Genickhtarre 2(se 1 9ör56., tede, Kindbeitsieber 2(se 1 Hörde, S#i#el, terleibstyphus 1(Annen), Sparlach Todesfälle durch Tuberkulose 9(4 1 Westhofen, Erssen. Veursc olland. Wie aus Holland gemeldet wird, in dort ein Ing n 500 erholungsbedltingen deutschen Kindern ungetommen. In erster Linie handelt es sich um Kinder aus ossen, Bovum, Tortmund und ande ren Orten des Ruhrgeliets. Am 20. April läßt di die niederländische Zeuirate für Ferientinder ius Denischland in Lenden wiederun einen nab Holland fahren. urchführbarr wern Errichtung einer weltlichen Schule, ie von ihren Anhängern seit langer. Zeit von der Schulderutation bereits 3u Inswischen sind aber bereits zur konsessionellen Schule zu Frühestens ist jetzt im Herbst der Schule zu rechnen, vorSiidr die Stellen enrscten Kin Krefeld. - ch u l Aus dem Reich. Ein Freispruh. Marienturger Zeitung. Joseph Hervert Reis, der beschuldigt war, in der Naht Zachrs seine Hrau geiöter zu hoben, Gaunge nach siebentägiger Verhandlung richt freigesprochen worden. Verhaftung eines landesverräterischen Lebensmittelschiebers. Bei dem Lebensmittelhändler B. in Peckeleh im Kreise Halle i. Wests. wurden sämtliche Bestände an Eiern, Butter und sonstigen Leben mitteln im Werte von 15 bis 20 Millionen Mark. ebenso ein Lasttraftwagen beschlagnahmt. D Wagen sollte mit Lebensmitteln nach dem von den Franzosen besetzten Gebiet verschoben werden. „Bahmeier, der imn Besitze oon französischen weisen war, wurde verhaftet. Raubmord an einer Greisin. In Leipzig wurde die 68 Jahre alte Gasthofbe. sitzerin Frau Witwe Bauer im Hausilur ihres Grundstückes ermordet ausgesunden. Der Frau sind wahrscheinlich mit einem Hammer mehrer Punden am Kopf beigebratt worden. war sie mit einer Wäscheleine am Treppengen.= der ausgetnüpft. Da der Schreibtisch und sonstig Behälter erbrochen und durchwühlt waren, sireint Raubmord vorzuliegen. Dreizehn Selbstmorde an einem Tage. Im Laufe des gestrigen Tages sind in Berlin 13 Selbsrmorde und Selbimordversuche vorden. Besonders auffallend ist die Tarsache, daß sich uner diesen Selbstmordtandidaten nicht weniger als neun mein junge Frauen und befinden. Das Moriv ist sast in allen Fällen 66-ertcgt. ch werte, je Arlerbeck), Kindbettfieber 9or Holzwil Annen Hörde. Holzwickede. riorderlichen vi eßanden erhält. verunglügt. Der sen kommende Landwert agen an der Bahnkreu Richtung Kleve kommen. or. der Wasen inn de as Pierd mnußte norgeHördel Westhofen. Ende der Straßenbahn Vesthofen-—Schwerte, oh### gen Jahre die Bergbahn nach Hohe###burg un die Strecke Dickehage bis zum hiesigen den sind, mus augenblicklich die Gn, n i Nasselbe Schidfal uri. strecke Westhofen—Schwerte dasselbe Schuhulte Die Einsprüche der Gemeinden sind leider erfolglos geblieben. Schienen und Masten wer den ausgerissen und auf dem Lagerplatz des Depots neben der Wirtschaft Frant in Stywerte gestapelt. Der Abbruch ist zurzeit schon bis zur mündung des Wanneweges ir die Schwert vorgeschritten. Die Bevölterung sieht mit Wehmut und verhaltenem Aerger dieses genehme Vertehrsmittel, dessen Venutzung vo Amtshaus bis Schwerte Marti ganze 10= Pfennig lostete, auf Nimmerwiederseben schwinden. Wenn kemnächst das durch den Abbruch stark in Mitlei denschaft gezogene Straßenpflaster wieder in Or nung gebracht sein wird, so wird nun noch die Straßenführung über die Eisenbahn zwischen der Ostern beschlossen 100 Kinder wieder rückgemeldet worden. mit der Einrichtung nusgesert. dast die neuen etatsmäßige Rheinberg. T 5 aus der Richtung Hüsct tam mit seine jung unter einen an den Zug. H. war so bllständig zertrümme schlachtet werden. Benrath. VerhäugnienoleAr sahrt. Der 20jährige Dreber Artur v. d. Heiden war auf einen Lasstraftwagen geklettert um ven Venrath nan Holthausen zu gelangen. In K#ol: hausen löste sich die hintere Fallklappe des Wa gens und H., der sich rücklings gegen diese gelehnt hatte, stürzte auf das Straßenpflaster, und# so unglücklich, daß er eine Gehirnzertrümmerung erlitt, die den Tod zur Folge h Benrath. Lod durch üb Alloholgenuß. Der Knecht eines hiefigen Landwirts wurde in start angerruntenem Zustande von seinen Arbeitskollegen auf der Straße ange troffen und nach Hause begleitet, wo man ihn in der Scheune seines Arbeitgebers niedertegte. Am anderen Morgen wurde der Knecht in der Schenne 1ot aufgesunden. Der übermäßige Alkoholgenu soll den Lod des Mannes herbeigeführt haben. Lehlr Brähtineirung!.. Beerdigung der Essener Todesopfer. April. Die Beerdigung der 1n. TII. Essen, I. en 3ah 9en. in wwischen auf 13 erhöht hat. de erfolBeendi. Anlaß r aufgeVeerdiTli. Newyork, Blurrad in Essen Eindruck gemacht. Frankreich ungünstig ist. sender Dringlichkeit die land gericht len könne. Die Nachricht über das hat hier einen sehr schlechten dessen allgemeine Wirlung für Weiter wird mit wach. Forderung an Deutsch. Stadttbeater Dortmund. Mittwoch, 4. April. 7—10 Uhr:„Ein Voltsseind“ Schauspiel in 5 Aufzügen von H. Ibsen. Freitag, 6. April, 7,30-19 Uhr:„Martha" oder „Der Markt zu Richmond“. darüber zu sprechen, wirviel es zuhNeue Fesetzung TUI. Elberfeld, 1. Arril. Im bergischen Lande roth und Gimvorn im Lauie des gestrigen Tages von Kavallerie beient worden. aller deutschbökkischen Orgaeisatienen in Sachsen. TII. Dresden, I. April. Auf chrun zrm Schure der Republik ist vom sächfischen Ministerium des Innern die deutsch=völtische Freiheitspartei mit allen ihren Zweigvereinen und Organisationen einschließlich der Jugezidvereinigung für das sächsische Staatsgebiet ausgelöst und versCi erch.. Wetter=Aussichten für mehrere Tage im voraus, l. Arril went., Verandert. J. S##l Kaum verandert, fühlt.# V#e tcd, ftie, ute ctrtie flegen. Sasse Lielelsrte. 16 und 1nd die Roman von Fritz Ganzer. (Nachdruck verboten.) lieserte den Gegenbeweis mit überraschender er eoup) gztszlete er seize Stimme zum„stärtsten bnd ud zud brilte über den gauzen Hof weg.„ber esiung und e Zungser Dörte. Zungser wis Der Zelenny! Voyr Heueny guge Nzes denn ler 24 Tönt, aue Mu B os, Hglichen Rusens warfrappant. Die Aortiug des oueu guf zund sietzen zu ihren Bes. us ug Se die, uit enem feiten Laschenspiegel iie#eichlich mit Wasser getränkten blonden Strähne sich in grkt hatten. Hühner slatterten erschrocken auf und r Stun gehnt..... Dunberhausen. Aus dem eican flügelschlagend noch dent gropen, zzutes zunen kam Mansel Souterram stürzte eme Anzaht. Mägde,##me und als letzter, noch dalend und sehr beharig, Iust witz. ev Ssau Sounte ie Nauen, die Waitk Pere o, Maizen Sie Zhten Gaut aus dem Stall und reiten Sie wie das der Chaussee liegt Ihr Herr mit biutendem Kopse und wahrV# Weie Psepe Pa r: 3..# mnterbrach , Wie“ Pa:.,: äfte Wiegandt nach.(Reiten 1 Reiten Sie!... Starren Sie mich nicht noch Und wenn Sie's wissen wollen. Sie sind mit schuld an dem Malheur. Denn der bockbeinige Gaul, den Sie von wsener Pferdejuden gekauft haben, ist durchgegangen und Er brach viäblich ab und wandte sich um: Dezu anstvoll und ahnungsschwer. Das Lachen verschwand von den Seschtern.—— Ein Unglick!“ hörte man. Zessewiz ich seiner Wohnung, um eine Mütze zu hoten. sue Gau### kommandierte Wiegande in die alVerwirrung hinein. Man beeite sich, ihm Folge zu leisten. Gleich darauf kam Zeisewitz, saß auf und sprengie „Vier Mann Stiebel au!“ befahl Wiegandt weiter, als das eine erledigt war. Habt ihr eine Bahre: „ wenn hei nian wedder gesund wurd. Doaler.— Ick gew noch en!“— 1n wolle gern reenen Mamsell Rose Holtz ric a! „Raus damit! des Lauser begann. Jeder wollte der erste sein. e o en. Mansell Törte, die, als sie ihn Zeisewitz zeund gesehzen hatte, wieder nach der Kiche gegangen war, auf Wieg „ Sie Leize laugen Litaneten, Liebziel“ führ sie ...i Sie das Berr her, besorgen Sie: Aiezundt uu,„ siellen Sie Wasser hin und uuas .. zst. Zch gehe mit den Kuechten raus und noch alles nolig i... Ich gehe schon mit der Bahre. Voran, als der Dienst, der, den Wiegandt mit der gesalzenen Ohrseige beda Wiegandt nickte befriedigt, trat an seine Seite und schritt, ben Eie,F hit, meiz zzungelchen; sagte er nuch eier Reile. der lleine Klaps hat dich auf die Sprünge gebracht! man! Wenn ener Herr wieder gesund wird, kriegst du auch einen Daler Schmerzensgeld.“ Der Kuechr'schüttelte den Kopf. „Sei kunnen mi alits zup die anne ckie die Klöße und das geschmorte ud nure: „Nein, diese Bummelei! Eine ganze Stunde warie.#... u en e, ut au im. Eine Vieteliukte neil Tas bin ich gar nicht geni,“ D ihm. Eine 8 Jau er am ich's noch mit ausehen. Ist er dann unht da, bug e zirgetlich zwschen den Thpsen umnider, Ihzit Sie kumtorte argeruich hunan den Töpseu, „Rove, Wiegandt ist wohl schon wieder sort?“ fragie Licse. „J, der war noch gar nicht hier,“ entgegnere die Munsell ist ja sonderbar! Wenn er kommt, schicke ihn duch zu wir ich hale ernas mit ihm zu besprechen.“——. Mamsell Rche wariete in sich immer steigernder An der M Side ok ene verwenlen. drei, zog dann tas bis setzt gewarmte Mitiagessen in der auch Lieselotte auch euge e# hezan die Wit obzusiaen. und Aus warch uung, bald dreißig Soizg, Wiegandt noch niche rorzekommen. engns auf dem Hofe nachfragen, aber niemand hatte ihn seit den A1s sie schon ein paar Kuckte beänstragen wollte, nach ihm Er ließ sich schwer ans einen Stuhl fallen und sagte kein Wort. Gortsetzung folgt.) K unmiinmmmimmemannmmmmammnmmmmich Handel und Borse Volkswirtschaft Biimmmmmm E gaamD Schwerter Wochenmarkt. Im Vergleich zu dem regen Betrieb vor de Fest, zeigte der Markt heute ein ruhigeres Bild. Die Kauftun war wesentlich abgeflaut, auch der Handler waren es weniger. Die Preise standen deshalb auch niedriger, als bisher, besonders bei den Fischen. Es ergab sich für: Kappus weiß 200 M. brann 400 MA, Wirsing 300 M. Zwiebeln Psund 120 cl. Porre Pid. 200 M. Aepfel 400 cll. gedörrte Aepfel 700. Birnen 800(4. Kabeljau 800 M. Schelliisch 600 und 800 J. Holl. Vollberinge das Stück 200 f. Einzelhandel und Preisabbau. Der sächsische Wirtschaftsminister Fellisch äußert sich im Zusammenhang mit dem gegenwär tig im Einzelhandel durchgeführten Preisabbau zu den hiermit in Verbindung stehenden grundsätzlichen Fragen in einem längeren Aussatz in der „Tertil=Woche", dem wir folgendes entnehmen. Die Konsumenten und die Einzelhändler haben von seher in einem ständigen, zuweilen sehr scharfe Formen anehmenden Kampfe mireinander gelebt. Sieht man von denjenigen Elementen des Einzelbandels ab. die unehrlich dem Verbraucher ge genübertreten, und unterziehr man nur den rec len Einzelhandel der Betrachtung, so ergibt sich. daß den Einzelhandel unter heutigen Verhältnit sen mit dem Verbraucher etwas fest verbindet. d h., daß es nicht nur Trennendes, sondern auch sehr wichtiges Gemeinsames zwischen beiden gibt. Auf den Einzelhandel trifft heute so recht die Wahrheit des deutschen Sprichwortes zu: Den letzten heißen die Hunde“... Er ist derjenige, der mir den Konsommenten als letzte Instanz in dirette Vervindung tritt. Und für alle die Sünden. die die verschiedenen wirtschaftlichen Fattoren auf dem langen und verschlungenen Wege, den die Ware vom Erzeuger bis an den Einzelhändler durchgewandert hat, begangen haben, muß der Ein zelhandler büßen, der schon alle diese Sünden mit bezahlen mußte und infolgedessen auch gezwungen ist, sie in seine Preisstellung gegenüber dem Kon sumenten einzurechnen. So wird unter den hen tigen Verhältnissen der Einzelhändler zum Blitz ableiter in dem Gewinter, das seine Ursache in der bei der Verbraucberschaft ausgestapelten, nur allzu berechtigten Wut über die Kaltulations= und Preistreiberei=Metboden vieler Erzeuger u. Zwischenhandler hat. Berrachtet man in ihrer Entstehung und Zirkulation von der Erzeugungsstätte bis an den Einzelbandel, so siehr man, daß unter heutigen Verhaltnissen auf den Einzelhandet jedes Kapital und Krisen Risiko der vorangehenden Handels oder Erzeugungsinstangen abgewälzt wird. In vielen Industriezweigen ist es heute üblich geworden, daß der Abnehmer die Ware im voraus oder nur mir einer ganz kurzen Zielgewährung bezahlenmuß. Die Industrie selbst aber arbeitet zuweilen mit relativ langfristigen Reichsbankkre diten zu einem verhältnismäßig niedrigen Zinsfuß. Viele Kartell- und Verbandsverträge ver pflichteten den Detaillisten, der sich selbst erst seine Abnehmer suchen muß und der die Waren nur allmählich absert, zur Vorausvezahlung der Wa re. Dazu kommt, wie es jetzt meist geschieht, daß die Ware noch freibleibend verkauft wird, sodaß oft erhebliche Nachzahlungen zu leisten sind, die ein schweres Valutari'ito darstellen, das dann der Einzelhandel für alle Vorinstanzen der Waren Produktion und Zirkulation trägt. Konnte man daher früber nur von einem Gegensatz zwischen Vervraucher und Einzelhändler sprechen, so zwingen die neueren Erscheinungen die Vereranwerschaft in ihrem Eristenz= und Abwehrlamnfe gegen Uebervorteilung naturnotwendig an die Seite des Einzelhandels in jeder Form. Deshalb ist es auch eine falsche und gefährliche ration im sozialen und wirtschaftlichen Orga nismus, wenn Verbraucher im Moment der Erbitterung den Einzelhändlern Läden. Türen und Sclaufenster einschlagen, weil sie damit das Messer gerade an den Teil des erkrankten Wirtschaftskörpers legen, der der wirklichen Wunde am weitesten entfernt liegt. Einzelhandel und Verbraucher sind heute gemeinsam die größten Risikoträger aller wirtschaftlichen und finanziellen Sünden unserer Zeit. Der Einzelhandel kann unter heutigen Verhältnissen kein Interesse daran haben, die Preise dauernd und maßlos zu steigern, weil wir bereits schon jetzt an der Grenze der Kaufkraft der Masse der Bevölterung angelangt sind. Ist aber, die Kaufkraft erschöpft, dann hört die Konjunktur des Einzelhandels auf, ganz gleich, zu welch hohen Preisen er auch verkaufen mag. Daß aber die Kaufkraft der Bevölterung einen verhängnisvollen Zustand erreicht hat, geht daraus hervor, daß wir. abgesehen von Produkten, wic z. B. Milch und Butter, heute fast auf keinem Warengebiete mehr eine Notmarktlage haben. d. h. daß wieder der Zustand verbeigeführt wo die Nachfrage nach Waren im allgemeinen vom Handel befriedigt werden kann. Niemand wird behaurten wollen, daß der wirkliche Bedarf solcher Waren, die täglich gebraucht werden oder gar unentbehrlich sind, mengenmäßig schon hinreichend durch Erzeugung und= Handel gedeckt werden könnte. Wer wollte z. B. bestreiten, daß heutzu tage ein Bedarf an Bert und Leinenwäsche in der Bevölkerung vorhanden ist, so groß wie noch nie mals zuvor. Wie viele Tausende von erwachsenen Menschen und Kindern mögen schon heute nicht mehr im Stande sein, sich ein Hemd auf den Teil zu ziehen. Wie spärlich sind die Wäschevorräte in tausenden von Familien von Angestellten, Arbeitern und Beamten. Wie viele können nicht heiraten, weil der Wäschebedarf nicht beschafft werden kann. Die Nachfrage wird unnormal, zwangsläufig und künstlich verringert, weil trotz ungeheuren Bedarfs die Kauftraft nicht mehr ausreicht, um Nachfrage zu halten. Das gemeinsame Interesse der Konsumenten und des Einzelhandels besteht demnach darin, Warenpreis und Kauftraft wieder in das richtige Verhältnis zu bringen. Die Einheitsfront von Konsument und Einzelhandel ist daher eine aus unseren heutigen wirtschaftlichen und politischen Erscheinungen hervorgegangene unbedingte Notwendigkeit. Diese Notwendigkeit zu erkennen, heißt nicht nur ein gewaltiges Stück Ruhe in unser soziales Leben hineintragen, sondern es bedeutet vor allem, die schwersten Sünden unserer Zeit, die von dem wirtschaftlich Starken begangen werden, auszumerzen zu Nutz und Frommen der wirtschaftlich Schwachen. Im Brack bei Harburg ist die fast vollständig untenntliche, gutgekleidete Leiche eines Mannes gesunden worden. Der Befund hat ergeben, daß der Mann, dessen Personalien noch nicht feststehen, auf bestialische Weise ermordet worden ist. Der Kopf wies 17 Messerstiche auf. Dem Ermordeten ist dann ein Stein mit einer Wäscheleine zweimal um den Hals geschnürt worden. Dies geschah offenbar, damit die in das Brack geworfene Leiche nicht so keicht entdeckt werden sollte. Tatsächlich bat sie schon 14 Tage bis 3 Wochen im Wasser gelegen. Nach den bisherigen Ermittlungen ist anzunehmen, dat es sich um einen Oesterreicher handelt, der im Besitz bedeutender Geldmittel war und verschleppt worden ist. Anscheinend ist die Tat in dunkler Gegend ausgeführt und der Ermordete dann beraubt worden. 0 8 Statt besonderer Anzeige! Am Abend des 2ten Ostertages ging in Frieden heim zur ewigen Ruhe tsert Willselm Hernlann in seinem 66. Lebensjahre. Nach Stätigem schwerem Leiden, in der ihm eigenen Mannhaftis keit und Geduld ertragen, beschloß er ein kostbares Leben voller Arbeit und Pflichttreue Wir werden in Dankbarkeit stets unseres geliebten Heimgegangenen gedenken und uns in dem Bewußtsein zu trösten suchen, daß wir alle das gleiche Ziel haben und wieder vereinigt werden Schwerte, Bochuta, Flensburg, den 4. April 1923. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Aw. Wilhelm Heierhoff, Amalie geb. Hinkelmann 1 Zorzi u. Frau, geb. Heierhoff Wilh. Heierhoff jr. u. Frau, geb. Tahlbüdding Hans Lammert Méta Lammert geb. Kuhne Vermählte Unna-Königsborn. d. 4. April 1923. Kulserstr. 1143 : S c h w e r t e: an der Hagenerstr.; Fiens Carl Heierhoff u. Frau, geb. Haake Emil Heierhoff und Frau, geb. Steffens und 7 Entelkinder. 1144 e Beerdigung findet statt Freitag Nachmittag 4 Uhr vom auerhause, Holzenerweg 32, aus. Hausandacht s Sid. vorher. W Kurz nach dem Heimgange unstres geliebten Valers, am Abend des Dien Osterla#es wurde uns ein Sohn Wilhelm Fritz Hermann geboren. Schwerse. den 4 April 1923 Helzenerweg 32. 1145 Wilh. Heierhoff je. und Frau Emma ger. Dahlondding Lichtspleit zur Keichskrone Nur noch heute und morgen. Die Geburt eines gesunden IS— Jungen zeigen sehr erfreut an Studienrat Warthmann u. Frau Schwerse, den 2. April 1923. 1134 HSterbebeihülfe der eb.„ „ Gemeinde Schleite.# In der vergangenen Wocke sind folgend. Mitglieder gestolben Gustab Caspari Eise Anna Körner Wüchelm Heierhoff Schwerte. d. 3. 4. 1923. Das große Filmsingspiel unter Mitwirkung Bereiner Opernsänger Lor! Bekanntmachung. Wegen Güteranhäusung auf Bahnhof Schwerte, wird die Annahme von Eil- und Frachtstückgütern ausgenommen Lebensmittel, für die Zeit vom 5— 7 März gesperrt Hagen(Wests.), den 3. April 1923. 11.1. Eisenbahn=Verkehrsamt. Homdopalhische Kranken-Benandlung Sprechstunden nur In Hörde jeden Tag von morgeng 9—12 und nachmittags von 3—6 Uhr. Sonnabends keine Sprechstunden. Elly Hensel, begl. Vertr. der Felke H-llweise Aö 1 Von der für Samslag, den 1. April erschienenen Sonderausgabe: Apil.=Scherg==Aummer der„Schworler Zeilung“ sind einzelne Exemplare zum Preise von Mk. 200. noch zu haben Buchhandlung Carl Braus Es sind pro Sterbefalls 109 Mr. Umlage an ### das Gemeindeamt## #zahlen. 11522 Haus- und Grundbesitzerberein Schwerte. Oeute, Mittmoch, der 1 April nachm 4—7 Uhr Auskunft Herteilung in der Wirtschaft Walter Daselbst Anmeldung neue Mitglieder 1140 Der Vorstand Ein Filmsinespiel in 4 Aklen nach dem gleichnamigen Singspiel von Wilhelm Lindemann. Einige bekannte Lieder oroßartigen Filmwerk's: „Wenn ich in deine Angen seh „Du bist wie eine Blune“ „Habe ein Sehnen nach ihr Tig und „Du bist meine erste Liede". 5 „„„„ „* : F r a n z v o i g t.: " SPccccgss* heute, Mittwoch; 8 Uhr prunkvolleEröffnung!: :20 Sensationen 20: * " Kasse geöffnet ab: 4 7 Uhr abends* 6 : Naturalienwährung: : Für! Ztr Hafer geben: : wir 6 gute Sitzplätze, für: : kl. Mengen entsprechend: : weniger. Für 1 Landbrot: geben wir 1 Sitzplatz. Per sofort od später ein 147 jüngeres Atorgenmäschen eotl. f. ganze Tage gesucht. L beusmitlelgeschäft Orimann Hörderstr. 12 Suche zum 15 April event späler ein älter s.tüchtiges Mäochen wlches schon in besserem Hame tätig mar. Hoher Lohn und gute Behandl wird zugesichert. Zu eestagen unter 1141 in der Geschältsstelle Der Graf von Monte Christo 3. Leil. Abenleuerfilm in 6 Aklen nach dem gleichnamigen Noman von Alerander Dumas. 1151 Ein fleißiges 1137 Mlaachen bei hohem Lohn u. guter Kost für sovoit gesucht. 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Vorrütie:##. ∆ Orogerte Eert Mehlhoss Postpat für Monats Fahrkarten Oersonalausweise etc in Größen 6x8 cm, 8x11 cm, 11,5x17 cm empfiehlt Bachhanslung Calt Brauk eragg 55 —.— —.7 — a sollen. Eine Kommission wird eingesetzt, die die Kandidaten zur Akademie begulachten soll. Und dabei erfährt man, daß II“ sich in Frankreich im Laufe eines halven Jahres regelmäßig I gegen 2000 Bürger melden, die Anspruch auf dee Erdensband der Akudemie erheben. 3 dazu und enzeit kocht man en hat, in etwas ein Haarsied und Ralschläs-Hrshaus# W * Linoleum soll man nicht mit dem Besen absegen, denn dadurch wird nur Staub aufgewirbelt. Man mar einen wollenen Lappen naß, drücke ihn aus, binde ihn um den Besen und sege dann. Von Zeit zu Zeit nehme man anstatt Wasser eine Mischung von zwei Teilen Petroleum und ein Teil Leinöl und wische mit einem trockenen Lappen nach. Beim Wäscheaufhängen im Winter werden die Hände leicht rauh und springen auf. Um dies zu verhindern, wische man sie vorher recht gründlich ab und reibe sie dann mit etwas Stärkemehl ein. „Brandwunden betunfe man mit Glyzerin und streue dann Mehl darauf, um die Luft ab zuhalten. Dann lege man Watte auf und verbinde. Eierflecken in Tischwäsche sollten immer erst in kaltes Wasser eingeweicht werden, ehe die Stücke in die Wäsche kommen.„In kaltem Wasser lösen die Flecke sich auf und lassen sich leicht herausreiben, während warmes Wasser sie fest macht, so daß man sie nachher sehr schwer wegbringt. Kerzenstummel kann man zum Bohnern der Fußböden verwenden, wenn man sie in einem Tiegel schmilzt und mit so viel Terpentin vermischt, daß eine weiche, cremeartige Masse entsieht. Eine stumpfe Schere kann man dadurch besser machen, daß man auf dem Rücken eines Messers herumschneidet, als woile man die Klinge entzweischneiden. Man wiederhole dies zehn= bis zwölfmal, und man wird sich wundern, wie gut die Schere nun wieder ichneidet. Wenn Stofse glänzend geworden sind und weder Bürsten noch Waschen noch Plätten hilft, versuche man die betrossenen Stellen mit ganz seinem Schmirgelpapier leicht abeureiben und dann von der linken Seite zu plätten. Man wird über den Erfolg erstannt sein. Um Silber glänzend zu erhalten, lege man es von Zeit zu Zeit 4-5 Stunden lang in eine starke Boraxlösung, die man kochend heiß darübergießt. Diese Behandlung greift das Sülber nicht an wie allzu häusiSauerkohl mit komaten. Ei wäscht man und drückt es gut aus. Di eine Messerspitze voll Paprikä und etwas läßt es gut weichkochen. In der Zwi ein Pfund Tomatien, die man durchgese Wasser mit Salz weich, drückt sie durch gibt sie dann, wenn das Krant gar ist, dazu. Kurz vor dem Anrichten wird das Kraut brann eingebrannt und mit der Einbrenne noch einmal aufkochen lassen. Der Geschmack des Sauerkohls wird durch die Tomaten sehr sein und pikant. 9 Rebus. □. Seine 8 J1 i 2 9 S 7 # NNSRCc-. un eä) unserm Binmenkohl sollte, wenn er im ganzen geke wird, nicht in gesalzenes Waiser gelegt werden, weil dies etwa darin versteckte Insekten totet und diese in dem Kohl bleiben. Man gebe ihn zuerst in ungesalzenes Wasser, das etwaiges Ungezieser herauszieht, und salze erst nachher. e Auilssung folgt in nächster Rummer.) Auslösung des Rebus aus voriger Nummer: Keinem gab Natur das Vorrecht der Unsterblichkeit. Bumor. Logisch. Er:„Du wirst wirklich jeden Tag hübscher, mein Engel!“ Sie:„Jetzt sind wir ein halbes Jahr verheiratet, und du hast das alle Tage gesagt. Waß für ein Scheufal muß ich damals gewesen sein!“ Drei Männer.„Ich habe drei Männer zu ernähren,“ klagte die zerlumpte Bettelfra „Unsinn, wie können Sie so lügen? Das wäre ja strafbar.“ „Wieso? Meinen Vater, meinen Mann und meinen Schwiegersohn.“ * a. Mieter: stet denn diese Souterrainwohnung?“ Verwalter: Mieter:„Siebenhundert Mark? Haben Sie denn nichts darunter?“ Verwalter:„L ja, ein Keiler ist darunter“ *— S 9* 3 8 * S □ 9 S 5 9 S 92 53 9 5 Ö•*g. T FgS S 25 9 3 2*— S 8 2 S S— 5 R SSS S 5•a9 0 G 3 2g . S 9.. 9 2 5S S# S SS arsg S SESnESSE. K 1•— n" 192 Erstes und ältestes Cagesorgan des Kreises. General=Anzeiger für den Kreis Hörde. Haupt=Annoncenblatt. Nach dem Italienischen von M. ( 1 Fertsetzung.) lter. (Nak#r: b Es war ein Möüch in der brannen Kuite der Franziskaner, einer jener Helden, die, furchtlos dem Tode ins Auge schauend, sich mitleidsvoll und erbarmend den Kranken, den Elenden widmen.(..43 z,“ in Wem Jabio grüßte ihn, nannte ehrerbieng seinen Namen und erklärte ihm die schreckliche Lage des armen Knaben. „Ich werde sofort zu ihm gehen,“ erwiderte der Mönch. „Zum Glück habe ich Arzneien bei mir. Hossen wir, daß es noch nicht zu spät ist.“—„. 9.6 „Laßt mich Euch begleiten!“ bat der Graf eifrig.„H könnte keinen Hund huflos liegen lassen, geschweige denn ein verlassenes Kind. M.44, E S „Wenn" Du Tich nicht jurchten, mein Sohn,“ entgegnetete der Mönch,„so komm! Du scheinst eine Ausnahme zu,seiz,„denn die meisten, flichen seige und entsetzt vor dem Aublig der Kranen. Es ist eigenz, iheer## halbem Lächeln hinzu,„1 Tode ausweichen, und sie entrinnen kann.“ „Bleibe n zu Javio, der sind gutmütig unn schnell n Stunde bin is Er wand Ern sazt mir die Waktheit,g 59 boste uun, steie, Tuit hziz zung und sat sch ein und m ach dem ch wieder die sich 9 1 u a bei Tir.“ im tholen für Tich tun. Ich will — in einer halben n, aber Fabio hielt ihn ist es die „Aber selbst wenn bekär sch füirchte mich auch), Achz, der Zäzgerhicht vin, egrwürdiger Vater,— last mtinem Weiheiner Kraukhet sagen: Aund v., Zaz nanteswich ihze eu müßte,— Ichröst giru,##ri5 edenu hodezaus hiügen büid. Schztist Emir ich kam nise ganten. E3,it eizen, fige er mit wein Leus ziz Zizr uit gerser Pere b e imder ai. Crigceht sie wissen doch ale, daß keiner öhm.5, Pez glsen, etgeo zir heiliz ist,— ich werse entrigten. Sonn.., 2 so gingen sie schweizend Stuu, e„en!. der Graf autwortete nicgt, uno so gingen se 19),2 7,211, Leinen. 44sch Eeuzeg der Erleichtetung sank der G weiter. Sie halten aber noch kaum zwueihundert Scheute„Mit entnt, zug der zurditaten Krankhzeit erliegen zurückhelest, als Zatio,pietzsich siehen blicb. Gr war zurnck,—eseiu gzeiß, zin Kiund raten gesichelt. Er vertotenliatz, große Schweizirapsen traten auf seine Stirn sellte, seiz,. Aberzg. terientiat, große Schweibiugpsen Lepteu, Gt,pleige ihrn htte,—ne Late nachzudenten, aber die n und scwantend griss er nach dem Arm 9e3 M0ongev. Nchte Mbttgge Aagggg in Zie Veinnung. Hitze: murmelte er.„Alles dreht sich vor werdenden Symerzen randeen ium die Winmenr## y S e c e m u i t z d i e r, a b r n ä ü c d h i g e n N a t e r.— w ä l z e u n d k r ü m u t e s i c h a u f d e n h u r t e n L a g e r, o a s d e r Wir und sem Gehilse ihn kaum Zu. Aetzp. gerzuggtn. Endlich schienen seine Kräfte erschöptt zu sei rück, und dann lag er da, regungslos, mit schneebleichem meiten Augen. Taßt mig zietz, ebrwirdiger Vater, seht allein nach dem Knaben. Ich kann nicht weiter,— Mit einem leisen Aufschrei sank er zu Voden; seine Glieder wurden schwer und steif, und ein Gefühl, als ob ein kalter Stahl durdie Besinnung. Der Möuch war seinen ranbte ihm storker, Ter Möuch war ein starker, kräftiger Mann; kurz entschlossen umfaßte er den Fie###ertranken, und halb führend brackte er ihn in eine nahegelegene Schänke, wo er ihn auf eine der hölzernen Bänke niederlegte. „Sorge so gut Tu kannst für ihn. Pietro!“ sagte er zu dem herbeieilenden Wirte.„Es ist der reiche Graf Aononi..7 Bji L. 8 „Heilige Madonna. mer Pieiro bestürzt. Der Romani? Hat er die(hotera!“„ 5993 „Schwatzt keinen Unsen, Mann!“ wies ihn der Mönch kurz ab.„Ein Sonnenslich ist noch nicht die Cholera. Plege ihn gut oder bei St. Petrus, Tir wird einst der Himmel veischiossen bleaiben!“—. 164. Jins Diese Trohung versehlte ihre Wirtung nacht: vienstcifrig schleypte der Wirt Kasen und Tecken herbei, und bemuhte sich, den Kranken in eine bessere Lage zu bringen. Wahrenddem hatte der Mönch einen kräftigen Arzneitrank vereitet, den er dem Grafen langsam eintlöhle. flüsterien die Manner sich zu, scheu bei * ist io Hetgz, er sich dem Cchasf ast Nach einer Stunde etwa lam der lief ihm entgegen.„Der arme, junge Graf,“ sagte er mit gedämpfter Stimme,„er ist nun doch gesiorben. Heiligen, wer hätte das gedacht!— Schweigend trat der Mönch zu, Fabie, untersuchter iln genau, helte dann seine Arzueien hervor und flonte einen Trank ein. Nach einer Weile Zfingte der Glaf de Augen,— sie waren starr und ohne Ansornck. „Wo ist der Knabe?“ stieß er „Friede seiner jungen Seele! erwiderte der Möne sich bekrenzigend,„meine Hilfe lam zu spät,— er war .20 scnel= murmelle zkabio miut einem Senizer. 1 esbudatt bun. 8011 Snu 1hom 5 9 5 5 S S S S ∆ S 5 F ** 2 S ## S 5 S. S# S GSSSS.S0 2 9 S 6 9 G 65 5 5 * —= 40 61 5 Allmählich schwand ihm wieder das Bewußtsein, eine eitsetzliche Schwere lähmte seine Glieder und vergebens kämpfle er gegen die Letargie, die sich wie ein Alpdruck auf seinen Körper legte. Und dann stockte der Atem,— das Herz stand still,— der letzte der Romani hatte ausgelitten.——— Tiefergrissen sprach der Mönch die üblichen Gebete, aber seinem Schwure getreu, sandte er keine Botschaft in die Villa. Nur Guido Ferrari, der gegangen war, den verschwundenen Grasen zu suchen, erfuhr dessen jähes Ende. Er konnte den Freund nicht mehr sehen, in der Furcht vor der Ansteckung hatte man den Leichnam in aller Eile in einen der schmucklosen, schlechtgezimmerten Särge gelegt, die für die an der Cholera Verstorbenen verwandt wurden, und so mußte er sich begnügen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Noch am selben Tage wurde Fabio Romani bestattet und in der Gruft seiner Vater ohne Sang und Klang beigesetzt. 3. Kapitel. Bei den Toten. Das Erbbegräbnis der Romani lag an der äußeren Seite des Friedhofs, an einer ziemlich isolierten Stelle, von mächtigen Zypressen halb verdeckt. Es war ein großes, aus Stein erbautes Gewölbe, mit Nischen versehen, in denen die halbvermoderten Särge standen. Vom Eingang, der durch eine starke, eisenbeschlagene Türe verschlossen wurde, führten einige Stufen in die Gruft hinab, die seit sieben Jahren nicht mehr geöffuet worden war und in der infolgedessen eine dumpfe Kellerluft herrschte. Noch hatte es nicht Mitternacht geschlagen, als sich in dem totenstillen Raum etwas zu regen begann; es klang, als ob mit Gewalt gegen eine Holzwand gedrückt würde, und dazwischen ließ sich ein leises Stöhnen vernehmen. Auf Minuten war es wieder still,— dann begann das Geräusch mit erneuter Stärke. Plötzlich ein lauter Krach, — die Seitenwand eines der Särge barst auseinander,— eine Gestalt kroch langsam hervor und richtete sich schwerfällig wie ein Schlastrunkener auf. Es war Graf Fabio Stomani..... 45 Ir Lurz 9i. Arin.6. Die tiese Letargie, in welche er durch die Einwirlung des Sonnenstiches versunken, hatte man für den Tod gehalten und mit übertriebener Hast, wie es zu Zeiten von Epidemien geschieht, hatten die von Furcht vor der Ansteckung erfüllten Leute den angeblichen Choleratoten eiligst fortgeschafft. Nun war er wieder zum Leben erwacht; ohne Erkenntuis, wo er sich besand, suchte er das Hindernis, das ihm die Luft benahm, den Sargdeckel zu beseitigen. Unter seinen verzweifelten Anstrengungen hatte das dünne Holz endlich nachgegeben, er konnte sich aus dem engen Behältnis befreien, konnte wieder atmen. Die kalte feuchte Luft belebte ihn: vorsichtig umhertastend, setzte er sich auf einen Mauervorsprung, und dann befühlle er seine steisen Glieder. in die allmahlich die Blutwärme zurneksehrte, legte er die Hand auf das leise schlagende Herz. Er lebte, war nicht tot und doch— lebendig begraben! Ein eisiger Schauer durchbebte seinen Körper. Wo war er? Was war mil ihm geschehen? Langsam kam ihm die Erinnerung, er besann sich auf jene jäle Erkrankung, auf den bilfreichen uno dessen Schwur, ihn nicht zu seinem Weibe zu bringen, weil er die Cholera zu haben vermeinte. Sein Weib! Seine arme Nina! Wie mußten sie leiden! Ter plotzliche Schicksaisschlag hatte sie sicher schwer getroffen — so jung, so unerwartet den Gatten zu verlieren, den sie liebte, wie er sie! Und Gutdo, sein Freund— wie niedergeschmettert wurde er über den Verlust sein! Waren sie nicht wie Binder gewesen? Und nun? Er lag bei den Toten— für die Welt existierte Fabio Romani nicht mehr! Was wirrde sie wohl sagen, wenn er plötzlich wieder erschien! Ach, wie wurde Nina sich dem Tiefbetrauerten in die Arme wersen— mit welcher Freude würde Guido den wiedergesundenen Freund begrüßen! Der Gedanke brachte sein Blut in schnelleren Lauf; er bemübte sich, die Schwäche abzuschütteln, die ihn noch gefangen hielt. Jetzt mußte er ja stark sein, wollte er sich aus dem entsetzlichen Kerker befreien! Ob es ihm gelingen würde? Durch den eisenverrammelten Eingang war kein Entrinnen möglich und um Hilfe zu rufen, wäre nutzlos gewesen, denn nur selten verirrte sich einer der Kirchhofsdiener an diese abgelegene Stelle. Trotzdem wollte Fabio versuchen, die Treppe zu erreichen; aber in dem völlig dunklen Raum fand er sich nicht zurecht. Er tastete an den Wänden entlang, fuhr hier mit der Hand über einen halbzerfallenen Sarg, von dem raschelnd die vermoderten Ueberreste der Kränze sielen, schreckte dort eine Eule auf, die mit häßlichem Gekreisch und wildem Flügelschlag aus ihrem nächtlichen Schlupfwinkel hervorslog, aber die Treppe suchte er vergeblich. In Schweiß gebadet, von Grauen und Verzweiflung erfüllt, lief er in dem schauerlichen Gewölbe umher, bis er endlich völlig erschöpft zu Boden sank und nach wenigen Minuten in tiefen Schlaf verfiel. Wie lange er so gelegen, er wußte es nicht. Ein hestiger Schmerz im Nacken weckte ihn plötzlich; irgend ein greuliches Tier, vielleicht ein Skorpion hatte sich an ihm festgebissen. Er riß es nur mit Mühe los und schleuderte es voll Abschen weit von sich. Dann sprang er hastig auf, verwirrt und ängstlich um sich schauend. Er war keine furchtsame Natur, aber der Aufenthalt in dem unterirdischen Totenhaus, die Finsternis, die unheimlichen Geräusche und noch unheimlicheren Tiere, die ihn umschwirrten und belästigten, benahmen ihm den gewohnten Mut und machten seine überreizten Newven erzittern. Da, bei einer zufälligen Wendung des Kopses sah er einen dünnen Streisen fahlen Lichtes durch eine Ritze fallen. War es der Mondschein, war es das Dämmern des beginnenden Tages? Bei dem schwachen Lichtschimmer bemerkte er etwas Weißes am Boden; er hob es auf— es war eine zerbrochene Wachskerze, wie sie die Chorlnaben bei Begräbnissen tragen. Was hätte Fabio darum gegeben, die Kerze brennend zu sehen! Ein plötzlicher Gedanse durchfuhr ihn. Man hatte ihn in der Eile mit seinen Kleidern bestattet, vielleicht befanden sich Streichhölzer darin. Seine Uhr und ein in Silber eingelegtes Zigarren=Etui waren verschwunden— wahrscheinlich hatte der Mönch sie der Gattin des Verstorbenen zugestellt— aber seine Börse war noch vorhanden und nach weiterem Suchen sand er zu seiner unaussprechlichen Freude eine Schachtel Wachshölzer. Im Nu hatte er die Kerze angezündet; in dem flackernden aber hellen Lichte konnte er nun deutlich die Umrisse des Gewölbes, die schmerzlich gesuchte Treppe und das eiserne Tor vor der Eingangstür erkennen. Zahlreiche Eidechsen schlüpften über den Boden; er achtete ihrer nicht, im Besitz des Lichtes hatte er alle Furcht verloren. Beherzt durchschritt er die Gruft, leuchtete in alle Ecken und betrachtete mit absonderlichen Gesühlen den geborstenen Sarg, in dem er noch vor wenigen Stunden — ein lebendig Begrabener— gelegen hatte. Beim Weitersorschen bemerkte er in einer Nische einen glänzenden Gegenstand; als er ihn beleuchtete, erkannte er mit Staunen, daß es ein kostbares, aus Perlen und Diamanten bestehendes Halsband war. Wie kam das an diese Stelle? Suchend um sich blickend, entdeckte er einen ungewöhnlich großen Sarg, auf dem ein blutroter Tolch gemalt war. Welches Geheimnis barg sich in diesem mit solchem Zeichen versehenen Totenschrein? Von Neugier getrieben, versuchte der Graf ihn zu öffnen; es gelang mit leichter Mühe, der Deckel gab dem Drucke nach, doch statt der Totengebeine, die Fabio zu sehen erwartete, starrte ihm ein Haufen Lunkelnder Goldstücke und schimmernder Geschmeide entgegen. Sprachlos schaute er auf diesen jeltsamen Jund. (Fortsetzung folgt., K 8 ( 5 5 1 8 5 5 3 6 5 S 8 S S. S 8 2 9 5 2 S 5 5 Denkspruch. Es ist etwas sehr Heillames, wenn der alle eigene Grund recht entdeckt wirck. Hernach fließt alles viel lauterer. J. R. Bengel, Die Napoleoniden. (Nachdruck verboten.) npre. Von Napoleon I. sind eheliche Nachkommen nicht vorhanden. Seine Ehe mit Josephine Beauharnais war kinderlos, und der seiner Ehe mit Marie Luise, Prinzessin von Oesterreich entsprossene Sohn, der Herzog von Reichstadt, ist kinderlos gestorben. Dagegen sind von Napoleon I. uneheliche Nachkommen, die Grafen von Walewski, Leom und andere vorhanden. Von Napoleons I. Brüdern hatte Josef, der König von Ncapel und spätere König von Spanien, nur Töchter. Sein Bruder Ludwig, der König von Holland, hatte zwei Söhne; der eine starb kinderlos, der andere, Napoleon III., hatte einen Sohn, der in Südafrika in einem Gefecht mit den Kaffern gefallen ist. Eine zahlreiche Nachkommenschaft hatte Napoleons Bruder Lucian. Aus seiner Ehe mit der geschiedenen Frau des Wechselagenten Jouberton ging eine ganze Schar von Kindern hervor, von denen der älteste Sohn Karl Lucian, Prinz von Canino, aus seiner Ehe mit seiner Base, der Prinzessin Zenaide, Tochter des ältesten Truders Napoleons I., Josefs, drei Söhne und 5 Töchter hatte. Tratzdem ist die Linie Lucian Bonaparte im Mannesstamme beinahe ausgestorben. Der einzige männliche Sprosse dieser Linie ist der Prinz Roland Bonaparte, der mit einer Tochter des Spielpächters Blanc verheiratet war. Aus dieser Ehe ist nur eine Tochter vorhanden, die an den Prinzen Georg von Griechenland verheiratet ist. Stirbt Prinz Roland Bonaparte, so ist die Linie Lucians im Mannesstamme erloschen. Dagegen sind von den weiblichen Nachkommen Lucian Bonapartes zahlreiche Nachkommen vorhanden. Durch sie ist das Blut der Bonaparte in eine Reihe von Adelssamilien übergegangen. Viel von sich reden hat seinerzeit eine Enkelin Lucians, Frau von Rattazzi, gemacht. Eine Tochter Lucians, Lätitia, heiratete den englischen Gesandten Wyse in Athen. Von ihren beiden Töchtern heiratete die eine, Marie, zuerst einen gewissen Solms, dann den italienischen Ministerpräsidenten Rattazzi, in dritter Ehe einen Spanier namens de Rute. Ihre Schwester Adelina war die Gattin des früher oft genannten militärischen Abenteurers General Türr. Napoleons jüngster Bruder, Hieronnmus, ehemals König von Westfalen, dann Fürst von Moutfort, war in erster Ehe verheiratet mit der Amerikanerin Elisa Patterson aus Baltimore. Dieser Ehe entsproß ein Sohn Jérome Napoleon Bonaparte-Patterson. Napoleon I. löste aber die Ehe als ungültig auf und erkannte diesen Sohn nicht als Bonaparte an. Jarome Patterson hatte zwei Söhne, von denen der eine ebenfalls Jérome hieß, der in den fünfziger Jahren nach Paris kam und sich dort als Enkel des Königs von Westfalen bei seinen kaiserlichen Verwandten meldete. Napoleon III. nahm ihn in die französische Armee auf, wo er es bis zum Oberst brachte und gestattete ihm neben seinem Namen Patierson den Namen Bonaparte zu führen. Der Sohn dieses 1893 gestorbenen Enkels Jérome Bonapartes ist der in Baltimore lebende Rechtsanwatt und Politiker Charles J. Bonaparte, der unter Roosevelt eine bemerkenswerte Rolle in der Regierung der Vereinigten Staaten von Nordamerika gespielt hat. Aus der zweiten Eye des ehrmaligen Königs von Westsalen mit Katharina von Württemberg stammte der Prinz Viktor Bonaparte, der mit einer Tochter König Viktor Emannels II. und Schwester des Königs Humbert, der Prinzessin Klothilde von Savohen, verheiratet war. Dieser Prinz Viktor Bonaparte, in der Geschichte bekannt unter dem Spitznamen Plon=Plon, ist 1891 gestorben. Von Plon-Plon sind zwei Söhne vorhanden: der eben genannte Viktor und der Prinz Louis Bonaparte, der als General in russischen Diensten steht. Auf den vier Augen dieser beiden Brüder steht die Zukunft des Geschlechtes Bonaparte im Mannesstamme. Eine Schwester dieser beiden Prinzen, die Prinzessin Marie Lätitia, war mit dem 1890. storbenen Herzog von Aosta, dem Bruder des Königs Humbert und Lheim des jetzigen Königs von Italien, vermählt. Von männlichen Nachkommen Napoleons I. und seiner Brüder sind also, abgesehen von dem ameritanischen Politiker Bonaparte, nur die Prinzen Roland, Viktor und Louis Bonaparte vorhanden. Roland ist ein Enkel Lucian Vonapartes, und Viktor und Louis sind Enkel Jérome Bona, partes. Von den Schwestern Napolcons I. heiratete die älteste den Fürsten Bacciochi. Aus dieser Verbindung stammte eine Tochter Napolcons, die sich mit einem Grasen Cameraca vermählte. Der Sohn aus dieser Ehe, Graf Napoleon Cameraca erschoß sich 1863. Der Hofklatsch brachte den Selbstmord mit allerhand Redereien gegen die Kaiserin Eugenie in Verbindung. Die zweite Schwester Napoleons heiratete einen Fürsten Borghese. Diese Ehe blieb kinderlos. Die dritte Schwester Caroline wurde durch ihre Ehe mit Joachim Murat, erst Großherzog von Berg, dann König von Neapel, die Stammutter des Hauses Murat, das in der Gegenwart durch eine Reihe von Sprossen, männlicher und weiblicher vertreten ist. Eine Prinzessin Murat ist die Gattin des früheren österreichischen Ministers des Auswärtigen Grafen GoluchorrSki. Ein Enkel Joachim Murats, der ebenfalls Joachim hieß, hat aus seiner Ehe mit einer Prinzessin von Elchingen, einer Enkelin des berühmten Marschalls Ney, nicht weniger als 7 Kinder, 6 Knaben und 1 Tochter. Das Haus der Murat, das, wie gesagt, von einer Schwester Napoleons I. abstammt, steht also in gerader männlicher Linie auf sehr festen Füßen. * — E Das Land der akademischen Palmen. Wohl kein Land gibt es, das in der Verteilung akademischer Würden so freigebig und großzügig zu Werke geht, wie die frauzösische Republik. Wer hat in Frankreich die akademischen Palmen nicht? fragt der„Figaro" und erzählt davon, wie das kleine Bändchen die Knopflöcher der heterogensten Leute schmückt, neben dem würdigen Gelehrten sieht man den Billardspieler das Abzeichen akademischer Würde stolz zur Schau tragen, und neben dem bewährten Pädagogen ziert der Zirkuskünstler seinen Gebrock mit dem Symbol der Zugehörigkeit zur Akademie. Dabei wird eine amüsante Anckdote erzählt: ein Deputierter empfing eines Tages von einem der einflußreichsten Wähler seines Distriktes folgendes charakteristische Schreiben:„Herr Deputierter, nie hat es mein guter Vater so schmerzlich empfunden, daß er nicht schreiben kann, als heute, wo er Ihnen gern selbst für die akademischen Palmen gedankt hätte, die ihm zu verschaffen Sie die Güte gehabt haben.“ Aber nun hat der Un terrichtsminister Maurice Faure cnergische Maßnahmen beschlossen, die die allzu sorglose alte Tradition beseitigen S