„ 1= und A=Klasse, Min. 37 Sek., zurück, urück, hu, 06 1., 6 Punste, 06 3., bel. ine, 3 Klm. schwerte in 12 Mizwerte, nion=Schwerte, beide, Union 2. Mannsch., Union 1. M., nen. 2 Kilometer. Il. Ergste. §, 2.5 Kilometer. 6 2. M., 6 1. M., nke. 8, 2 Kilometer. 06. ünger, 1,3 Kilomtr. 06. Teilnehmer aus dem n. Hier sprach Herr der Sportbehörde, der Stadt Haspe die früßte. Hagen 1860 in kleines Uebergeolg verteilter als in blfnet! öhmer häft 1 * ickeritz. Me m S 5 uch abe 95 r#sfen Braus. e meine Wohnung Bismarkstr. 19a nach smarkstraße 13 verlegt. Frau Hilker bammenschwester. Gebrauchter ver kaufen. rfragen in der Ge sstelle dieser Zeitung“ Warnung! ne hiermit meine barn, die Hühner meinem Garten uhalten, da ich Gift habe 1029 einrich Herken hützenstraße 78. mersprossen II nsaches, wunderbares Mittel. n jedem kostenlos mit. au M. Polon! ver-G 223. Schließfach 1e6. Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Mutter. “ A u s d e m R e i c h e d e r M o d e. Heimatblätter. u Lustiges Allerlei. Kinderzeitung: Unser Biatt. u Unterhaltungs- u. Romanbeilage. 2 Spiel, Sport und Curnen. m Lebensbild. Kunst u. Wissen.n Gartenratschläge. Verbungen mit: Schwerter Cagebiatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Oelksbtatt Westhotener Zeitung Apierbecker Zeitung Langscheder Zeitung botzwicheder Zeitung Weisblatt für den Erstes und ältestes Tagesorgon des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Die Stmrin Sotumng uichend Druck und Verag: Coel Praue. Ceiegr. Adr.: Braus, Schwerteruhr. Cel.62. Postscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Nichter: in Schwette. Nr. 73 Dienstag, 27. März 1923 56. Jahrgang Zum Geleit. Das Wahre ist eine Fackel, aber eine ungeheure, deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbei zu kommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen. Neueste politische Nachrichten. Die Provinz Schleswig=Holstein beging in würdigen Feiern in Stadt und Land den 75. Gedenktag der schleswig=holsteinischen Erhebung. Der Feier in Kiel weilte der preuß. Ministerpräsident Braun bei. * * D e r R e i c h s v e r t e h r s m i n i s t e r h a t a n alle Beamten und Angestellten der Reichsbahn einen Erlaß gerichtet, in dem alle Weisungen der feindlichen Eisenbahnregie als ungültig erklärt werden und voller Schadenersatz allen durch die Maßnahmen der Franzosen und Belgier betroffenen Eisenbahnern und ihren Familien zugesichert wird. Wirbethersteuung des Wiesbabener Staatstheatets. 6 13133 N A Mmmimmmmmmmmmmmmmnmmiim Wer noch ein eigenes Dach über dem Kopf hat, denke an die Vertriebenen an Ruhr und Rhein und gebe zum Deutschen Volksopfer! Annahmestelle für Schwerte:„Schwerter Zeitung“. TII # c ch S A... einen Brans vollst##nig enngelshret In Berlin fand gestern vor dem Reichstags gebäude eine Kundgevung der Treue für die Lei denden an Ruhr und Rhein statt, viele tausend Menschen nahmen daran teil. „ Am 21. April findet in der Wandelhalle des Reichstages auf Anregung von in Verlin weilenden Angehörigen der Staaten Amerika, England, Finnland, Griechenland. Holland, Italien, Lettland, Rußland, Schweden und Schweiz ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Kinder des Ruhrgebietes statt. Für die notleidende Ruhrbevölkerung,sind wei ter aus dem Auslande: aus Honduras, Niveta. Norwegen, Schweden, Finnland, Spanien, Portugal. San Francislo. Alexandrien usw. erhebliche Geldspenden in fremder und deutscher Währung eingegangen. Am Sonntag soll in Wetter ein französischer Korporal erschossen worden sein. Einzelheiten über die Tat waren noch nicht zu er hälten. Neuigkeiten. Das erste Volkshochschulheim in Niedersachsen wird im Mai d. J. in Hermannsburg (Kreis Celle in der Lüneburger Heide eröffnet werden. Im kommenden Sommer wird das Volkshochschulheim etwa 10 Schülerinnen aufnehmen, während der Winter der männlichen Jugend gehört. * Der Gesetzentwurf. betreffend eine zeitweilige Beschränkung der Einfuhr von Schuhwaren ist von der Zweiten holländischen Kammer mit 50 gegen 38 Stimmen angenommen worden. Die Kammer vertagte sich darauf bis zum 17. April. Die tschechischen Faseisten haben eine Bewegung eingeleitet, um aus allen Turnvereinen alle Juden auszuschließen. Nach einer Meldung des„Matin“ aus Rom hat der italienische Ministerrat dem Plan der Umwandlung der italienischen Staatseisenbahner in Privatbahnen zugestimmt. Die Prügelstrafe wird in England in nächster Zeit jedenfalls eine noch ausgedehntere Anwendung finden den Jugendlichen gegenüber als bisher. Unter den bösen Einflüssen des Krieges und der anhaltenden Arbeitslosigkeit ist nämlich die Kriminalität der Jugendlichen so gewaltig angeschwollen, daß der Rat der Grafschaft Notting= hamshire beim Home offize eine Heraufsetzung des für die Prügelstrafe festgesetzten Alters von 14 Jahren beantragt hat. Aehnliche Anträge liegen auch aus anderen Grafschafien vor. TU. Wiesbaden, 27. März. Von zuständige Stelle wird uns mitgeteili: Das Feuer H# das Bühnenhaus, die Detoration, ein Möbelmagnzin und einen Teil der Rüsttammer zerstört. Der erraum und das Fouer, das Büro, Garderobe und Kassenraum, sowie die Magazine sind unversehrt geblieben. So tönnte der künstlerische strieb Wiederantan gingen ein. Es isr nicht immer leicht, alle Schandtuten, welche die Franzosen im Ruhrgebiet verüben, wiederzugeben, da sich dagegen das Schamgefühl auflehnt. Um aber den Sa. dismus wenigirens einigermaßen zu schildern, veröffentlichen wir heute die zu Pro. tokoll gegedenen und uns vom Iserl. Kreisanzeiger zur Veröffentlichung überlassenen Ausführungen eines Deutschen, der in die Hände der Franzosen fiel. den 21. 3. 23. Protokoll. Herr Jobann Drost. Geschäftsreisender, Breslau 10. Wilhelmsufer 2 wohnhaft, sagt folgendes aus: Freitag, den 2. 3. 23, 3 Uhr nachmittags auf dem Wege vom Rathaus Essen zum Hauptbahnhof Essen wurde ich von französischen Soldaten nach dem Paß gefragt. Ich bejahte die Frage. Zwei deutschsprechende franz. Zivilisten forderten mich darauf auf, mit nach dem Kohleninnnitat zu ge# hen. Da franz. Soldaten in der Nähe waren und ich nichts Arges befürchte#te, ging ich mit. I früher deutschen Kohlensynditat übergaben mich diese beiden Zivilisten den franz. Soldaten, die mich sofort in das dritte Stockwert. unter dem Dch brachten. Man führte mich in ein besonderes Zimmer. Hier wurde ich von einem dicken, sehr kräftigen franz. Zivilisten mit den Worten empfangen: Haben Sie einen Paß? Ich bejahte die Frage. Kaum hatte ich das Wort ausgesprochen, als mich dieser Zivilist, der gut deutsch sprach, derart ins Gesicht schlug, daß ich kaumelte. Inzwischen waren 2 andere franz. Zivilisten hinzugekomhmen. Der eine, der als Chef bezeichnet wurde, wurde Famin von ihnen genannt der an dere war ein kleiner Mensch. Sie nahmen mir meine Cigarrentasche ab. verteilten die Cigarren unter sich und schlugen auf mich mit geballten Fäusten und mit ihren Linialen ein. Darauf sahen sie meine Papiere durch und stellten fest, daß ich in Dammer gevoren bin. Sie fanden unter meinen Briefschaften ein Empfehlungsschreiben zu Geschäftszwecken, das mir Graf Braschmar, im vorigen April ausgestellt hatte und eine Karte meines früheren Offiziers, bei dem ich Bursche ge wesen war. Auf Grund dieser Schreiben behaup. teten die Franzosen, ich sei ein Spion.(!) Der dicke Franzose sagte, er kenne Dammer, er sei dabei gewesen, als man aus Dammer die Geschütze herausholte.(!) Immer wieder schlugen mich die Franzosen und fragten mich nach allem möglichen, was ich als Spion wissen sollte, unter anderen auch, wo die Deutschen ihre Geschütze machten, wo Waffen hergestellt würden usw. Da ich nichts an gab und überhaupt nichts angeben konnte, schlugen und mißzhandelten sie mich immer wieder und zwangen mich auch, aus dem Spucknapf zu trinten. Freitag. abends 6 Uhr, wurde ich an beiden Händen gefesselt und im Zimmer allein gelassen ohne Speise, und Tranl, ebenso den folgenden Tag(Samstag) bis mittags 3 Uhr. Mittags 3 Uhr kamen die 3 französischen Zivilisten, der Dicke, der Chef Famin und der Kleine, wieder Sie schlugen mich wieder und behaupteten, ich sei ein Spion, ich müsse doch bekennen. Dann entkleideten sie mich völlig und durchsuchten meine kleider. Während ich dasaß, schlugen sie fortwähdend mit Fäusten und Linialen und mit schweren, eichenen Spazierstöcken auf mich ein. Dann befahlen sie mir, mich wieder anzuziehen und damit ich es schneller ausführte, schlugen sie mich mit ihren Spazierstöcken und Linialen. Einer der Franzosen hielt seine brennende Zigarette auf mein Haar. Vor Schmerzen griff ich mit der Hand danach und nun schlugen sie mit aller Macht mit ihren Linialen mir auf die Finger. Dann stellten sie in der Mitte des Zimmers Stühle auf. über die ich hinwegspringen mußte. Währeird des Springens— ich mußte im Spreiz sprunge hinüber traten mich die Franzosen gegen die Geshlechtsteile. Danach verließen Fa min und der kleine Franzose das Zimmer und ich blieb mit dem Dicken allein, der wieder auf mich einschlug. Der Dicke befahl mir dann, den Mund zu öffen und...(hier folgt eine Schilderung, die wir mir Rücksicht auf die verschiedenen Lebensalted unserer Leser aus Sittlichleitsgründen nicht wiedergeben können. Die Redaktion. und drohte mir, wenn ich beißen würde. Dann versuchte er, seine beiden Finger in meine Ohren hinein zu vohren. Da ihm das nicht möglich war, drehte er meine Ohrmuscheln mit solcher Heftigkeit, daß ich glaubie, er habe sie mir abgerissen, da ich kein Gefühl mehr darin hatte. Die beiden anderen Frauzosen waren wieder hereingekommen. Der Dicke setzte sich mir auf die Schulter, Famin; auf meine beiden Schienbeine und beide forderten mich auf. aufzustehen. Da ich das natürlich nicht konnte, schlugen sie wieder auf mich ein. Sie machten Muschinengewehrfeuer und Artilleriefeuer, wie sie es nannten, das Masch.=Gewehrfeuer mit Linialen, mit denen sie mir auf den Kopf und ins Gesicht lugen, das Art.=Feuer in der Weise, daß sie mit der geballten Faust mir Schläge versetzten. Dann drehten sie mir meinen Schal um den Hals und würgten mich, daß ich die Besinnung verlor. Durch einen heitigen Schlag gegen den Korf machte ich auf. Der Ticke hatte mich mit dem Kopfe gegen die Wand geschlagen. Dann faßte mich der Dicke an den Füßen und schleifte mich in dem Zimmer herum, wobei er es darauf absah, meinen Kopf gegen die Kanten und Wände zu schlagen. Wenn ich meine Hände zum Schutz um den Kopf legte. schlugen mich die beiden anderen Franzosen mit ihren schweren Linialen auf die Hände. Darauf fragten mich die Franzosen, mir mein Familien bild, das ich in meiner Brieftasche hatte, zeigend on das meine Frau sei. Sie fragten mich weiter ob meine Frau schön wäre. Ich sagte sie sei nie renleidend. Darauf zwangen sie mich, einen Brief zu schreiben, etwa derart: Liebe Gust. Komme sobald und so schnell wie möglich nit. Cssen, Bredeneystraße 46. Mit höhnischem Gesichi erklärte mir dann der Dicke, daß er nun bald me: ne Frau habe und verzewaltigen würde. Mia plötzlich die Verzweiflung. Die Fraozosen hatten bei ihren Mißhandlungen mir zynisch er klärt, es läge schon mancher Deutsche draußen den niemand mehr finden wurde. Die ungeheure Gejahr, die meiner Frau drohie, wurde nir mit einem Schlage klar. Ich wol### sie um jeden Preis retten. Als die###angosen herausgegung waren, bat ich den Soldate#n der vor meiner Für stand, mir ein Staahn Liei zu halen, di sch Hunger hätte. Seit Hr##ag nachmittag 3 Uhr hatte ich noch nichts#uossen und zu trinken bekommen. Der Sol##a#t hatte Mitleed und entfernte sich, um Brol zu volm: Diesen Augenblick benutzte ich, riß das Aonster auf und die dunkle, unbelangte diee. Es war Arend. fiel aus ein Tach, gein von diesem da es regnerisch war, ab und hing plötzlich an einer Dach rinne. Ich ließ nech#mieder los und fiel in d. Tiefe. Auf einem Ho; sam ich an. Ich erbi# einen franz. Soldaten, lief über einen Kohlenhaufen hinweg kletterte über eine hohe Mauer und tam in eine in der Nähe gelegene Brauerei. Eine Frau, die mich für einen Einbrecher hielt und um Hilfe rief, führte mich, nahdem ich sie beruhigt hatte, zu ihrem Manne in(das Haus nennen wir aus begreiflichen Gründen nicht. D. Red.), dem ich zuerst alles erzählte. Im brach dann bewußtlos zusammen. Als ich wieder zur Besinnung gekoninen war. beauftragte der Mann seine Frau, mich zum Parteibüro ins Ruhr=Echo zu bringen. Der Mann war Kommunist. Vom Ruhr=Echo aus brachte man mich ins... bis ich dem Chefarzt Um den französischen Sadisten keine Gelegenheit zu geben, den hilfsbereiten Menschen ähnliche Schictsale bereiten zu können. verschweigen wir diese Namen. D. Red. die oden geschilderten Vorgänge erzählte. Die Franzosen haben mir meine gesamte Barschaft im Betrage von 500630 Mark. 1100 Gulden. Uhr usw. geraubt. Essen, den 5. 3. 23. * W FIAI Diese Ungeheuerlichteiten, die hiermit der Oefjentlichseit übergeben werden, müssen wie ein gellender Verzweiftungsschrei der zwilisierten Menschheit ins Gesicht schlagen! Jellte nicht von der Regierungspropagandastalle in Berlin mit allen erlaubten Mitteln, rücksichtslos eine Propaganda im Ausland zu Gunsten Deutschlands getrieben werden? Wir haben bis heute nur weutg kavon bemerkt. Jetzt müßte doch mit allen Kräften das Aeutzerste gewagt und getan werden! Leoch heute müssen Sie für den nächsten Monat den Bezug der bei der Post erneuern Wünschen Sie keine Unterbrechung im regelmäßigen dann bestellen Sie bitte das Blatt beim Briesträger oder Postamt. Stuttgart, 27. März. Reichskanzler Dr. Cuno, der von München kommend, zum Besuche der württembergischen Regierung hier ankam, wurde von der Bevölterung herzlich begrüßt. Staatspräsident Dr. von Hieber und Justizminister Bolz sowie der württembergische Gesandte in Berlin Hildenbrand begrüßten den Reichskanzler auf dem Hauptbahnhof. An den Besuch beim Landtagspräsidenten schloß sich ein Empfang der Presse an, bei dem der Kanzler die Wichtigkeit der engen Zusammenarbeit mit der Presse hervorhob. Abends fand im Handelshof eine Versammlung von Vertretern aller Schichten der Bevölterung statt. Reichslanzler Dr. Cuno betonte, daß er überall Verständnis dafür gefun. den habe, daß die gegenwärtige Zeit zu ernst sei, als daß man jetzt im Innern Hader und Meinungsverschiedenheiten auskämpfen sollte. Aller Augen müßten jetzt auf das eine große Ziel der Wiederbefreiung unseres Volts und Vaterlandes vom fremden Joch gerichtet sein. Das Zusammenhalten von Nord und Süd gibt neue Kraft. Wir können nur zum Ziele kommen, wenn wir den geraden Weg weitergehen. Aber wie wird es enden? Wann wird es enden? Darauf ist eine Antwort sicher: In dem Au genblick, in dem wir diesen Weg verlassen und zu rückgehen, in dem wir uns den anderen unterworfen, ist es um Deutschland, um das deutsche Vork und seine Freiheit geschehen. Zustimmung.) Und die Verhandlungen? Die deutsche Regierung hat oft genug Angebote nach Frantreich gesandt. Jetzt würde es ein An Angebot sein müssen, in dem die Souveränität des Reiches, die Unantanbarkeit der Länder an Rhein und Nuhr und die Unabhängigleit und Freiheit des deutschen Volkes Schaden leiden würden. Sol che Angebote würden, im Grunde genommen, nichts anderes als eine Unterwerfung sein. Dieses Angebot wird das jetzige Kabinett nicht machen. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Wir können die Wasse des passiven Widerstandes nicht niederlegen, sie ist unsere einzige. Aber was bisher auf der Gegenseite uns entgegengeklungen hat, lautet nicht so, als ob wir bald darauf rechnen könnten, zu Ende zu kommen. Der beste Patriotismus ist der, der in der heutigen schweren Zeit die ganze Schwere der Verantwortung erkennt und sich einheitlich einstellt auf die strikte Durchführung der' Abwehr an Ruhr und Rhein. Nicht in lauten Worten, sondern in ihrlicher Arbeit wollen wir uns zusammenfinden und in dieser Arbeit das sehen, was Volk und Vaterland von uns verlangen. Der Weg, der zu gehen ist, wird immer schwerer, nicht leichter werden. Stellen Sie das Volk auf diese Stimmung ein! Es ist besser, wir sagen dem Volke, es werde noch lange dauern, und lassen uns überraschen durch eine frühere Wendung, als daß unser Atem auch nur fünf Minuten zu kurz wirt Behalten wir unsere Nerven! Alle Aufregung nutt nichts. Am Abend reiste der Kanzler wieder nach VBerlin zurück. Rotthausen, 27. März. Nach Meldungen Gelsenkirchen traten in Rotthausen seit dem rergangenen Sonntag tommunistische Hundertschaften in Tätigkeit. Sie ziehen durch die Straßen und verprügeln Angehörige andersdenkender Parteien und machen Märsche und Exerzierübungen in den Straßen. Am Dienstag abend versammelten sich auf dem Marktplatz etwa 2000 meist jüngere Elemente. Die Mehrzahl von ihnen trug Hemdblusen in grüner Farbe, wie sie die Kommunisten im hiesigen Bezirk vielfach tragen. Das Gebäude der Zeche Dahlbusch wurde systemarisch umstellt. Die Beamten der Zeche zogen sich mit ihren Familien vor den eindringenden Kommunisten in das Zechengebäude zurück. Die Wohnung des Generaldirektors Kesten wurde gewaltsam geöffnet und ebenso wie die übrigen Wohnungen ergebnislos nach Waffen durchsucht. Als die Beamten sich auf die Straße wagten, um festzustellen, aus welchen Ursachen man gegen sie vorgehe, wurden sie von den Kommunisten beschossen Es entwickelte sich nun ein Feuergefecht, in dem eine Anzahl Personen— nach den bisherigen Feststellungen sieben— mehr oder weniger verletzt wurden. Es ist einwandfrei festgestellt, daß der Anführer des Putsches ein Russe ist, der vor einigen Monaten als polnischer Arbeiter auf Zeche Tahlbusch beschäftigt war und seit einiger Zeit das Arbeitsverhältnis löste.(Rhein.= Westf. Z1g. Berlin, 27. März. Wie der amtliche preußische Pressedienst meldet, hat der preußische Minister des Innern, Severing, an die Oberpräsidenten folgendes Rundtelegramm geschickt, von dem wir bereits verichteten: „Wegen drohender Unternehmungen radikaler Elemente erhöhte Alarmbereitschaft der Schupo überall anordnen. Ebenso größte Aufmerksamteit der Kriminalpolizei geboten. Erwarte gegebenensalls schärfstes Zugreifen. Innenminister.“ beantragt. Die maßgeblichen Führer der Deutschvölkischen Freiheitspartei sind Sonnabend vormittag im Richstag zu einer Sitzung zusammengetreten um dem Verbot Minister Severings Stellung zu nehmen. Die Parteileitung protestiert gegen die Auflösung und gegen die Beschlagnahme ihres. Vermögens, das Eigentum der Reichspartei und somit dem Zugriff der preußischen Staatsbehörden entzogen sei. In einem Telegramm an den Staatsgerichtshof haben die Abgeordneten Wulle, „ v. Graese=Goldebee und Henning gegen das Verbot Minister Severings protestiert and eine Entscheidung des Staatsgerichtshofes über diese Frage beantragt. Die Untersuchung geht fort. TU. Berlin, 27. März. Nach der gestrigen Ruhrkundgebung vor dem Reichstagsgebäude sammelte sich die Menge vor der französischen Botschaft mit dem Singen des Deutschlandliedes. Sie sang die Wacht am Rhein und ließ Deutschland hochleben, dann schrie sie:„Nieder mit Frankreich“. Die Schupo stand diesem Treiben zunächst machtlos gegenüber. Die eintreffenden Lastautos mit Schutzpolizisten wurden von der Menge zunächst mit Jubel begrüßt. Die Polizisten sprangen von den Autos und versuchten, die Menge zurückzu. drängen, anfänglich freilich ohne Erfolg. Der inzwischen erschienenen berittenen Polizei, die in die Menge ritt, gelang es endlich, die erregten Demonstranten zurückzutreiben. Austausch Hölleins gegen Labourel. TU. Paris, 27. März. Der Berufungsausschuß der Pariser Presse trat gestern vollzählig zusammen, um zur Verhaftung des französischen Journalisten Lavourel in Deutschland Stellung zu nehmen. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Der Berufungsausschuß erhebt Protest gegen die Behandlung des französischen Journalisten durch die Regierung. Der Ausschuß wendet sich an die internationale Presseaus. schüsse, damit Schritte zugunsten des französischen Journalisten unternommen werden. Das„Journal“ meldet, daß man in Berlin den Wunsch habe, Herrn Labourel Zug um Zug gegen den Deutschen Höllein auszutauschen. Aus Stadt und Land. Schwerte, 27. März. Erinnerungen. 1894 Der Afrikaforscher Lovett Cameron gest. 1907 Der Maler Karl Gussow gestorben. 1916 Einführung der Fleischtarten. * Die Abgabe der Steuererklärungen 1. Wegen Verzögerung in der Verabschiedung des Geldentwertungsgesetzes tonnte die Frist für die Abgabe der Vermögens= und Einkommensteuererklärung, für die ursprünglich der Monat Februar und dann der Monat März vorgesehen war, nicht innegehalten werden. Nachdem das Gesetz nunmehr verabschiedet worden ist, wird als Frist für die Abgabe der Steuererklärung der Monat April bestimmt werden. Die Finanzämter werden den Steuerpflichtigen die Vordrucke für die Vermögens= und Einkommensteuererklärung in den ersten Tagen des Monats April zusenden. Zurzeit hat es teinen Zweck, sich wegen der Aushändigung der Vordrucke an die Finanzämter zu wenden, da diese Vordrucke erst Anfang April zur Versendung kommen. 2. Was die Zwangsanleihe anlangt, so ist der Zeitpunkt, bis zu dem mindestens zwei Drittel der Zwangsanleihe im voraus zu zeichnen und einzuzahlen ist; bis zum 30. April 1923 hinausge schoben worden. Der Zeichnungspreis beträgt bis zum 30. 4. 100 Prozent. Erst vom Mai ab erhöht er sich um 10 Prozent pro Monat. 3. Es wird serner darauf hingewiesen, daß bei der Umsatzsteuer der Unterschied zwischen dem bisher für den Umsatz 1922 geleisteten Vorauszahlungen und dem Steuerbetrage, der sich aus der im Januar abgogebenen Umsatzsteuererklärung ergibt, bis zum 15. April 1923 zu entrichten ist, und daß Vorauszahlungen für die Umsatzsteuer für das erste Viertel des Jahres 1923 bis 30. April 1923 zu zahlen sind.(Amtlich.) * Ferien. Die Schulen in Westfalen werden jetzt für einige Wochen ihre Tore schließen. Damit ist der Tag herangerückt, der vielen Eltern Freude, anderen aber auch Sorge um das Weiterkommen ihrer Kinder bereitet. Ein ernster Zeitpunkt ist der Tag für die ältesten Schüler, die jetzt die Schulbank mit der Lehrstätte vertauschen. Gegenwärtig, wo alle bestimmten Aussichten für die Zukunft fehlen, ist es für unsern Nachwuchs besonders schwer, den richtigen Beruf zu ergreifen. Die ungewisse Zukunft sollte aber niemand davon abhalten, sich in dem ergriffenen Beruf ein möglichst großes Maß von Kenntnissen anzueignen, denn tüchtige Leute werden immer gesucht sein, wenn es um ein Land wirtschaftlich auch noch so schlecht steht. Mit der Devise„Dem Tüchtigen gehört die Welt“ sollten die jetzt ins Leven tretenden jungen Leute den Kampf ums Dasein aufnehmen, dann werden sie im Wettbewerbungskampf auch nie un terliegen. Die„moderne" Zeit wird darüber nicht hinwegtäuschen, daß wir in Zukunft Männer brauchen, die durch ihr Wissen und ihre geistige Stärke fähig sind, Deutschland aus dem Sumpf hinaufzuführen auf eine lichte Höhe, die der Welt wieder Achtung gebietet vor deutschem Fleiß und Können. Den aus der Schule Entlassenen geben wir unsere besten Wünsche mit auf den Weg. Den Weiterlernenden und den Lehrern diene die kurze Ausspannung dazu, neue Kräfte für ein weiteres erfolgreiches Schuljahr zu sammeln. Wie wir hören, haben alle Prüflinge(fast 80) für die Serta des Realgymnasiums bestanden und siecken nun schon unter der grünen Mütze. Auch hier ein: Fröhlich voran! ab 13. April im neuen Schulhause. ** Österreisen. Die Fahrkartenpreise sind hoch, aber der Österverkehr wird doch, wenn nicht alles täuscht, sehr lebhaft werden. Die Sehnsucht Verwandte und Bekannte einmal wieder zu sehen, ist in diesen schlimmen Monaten doppelt groß, und mancher hat seit Wochen für den Österurlaub gespart. Die Witterung verspricht günstig zu werden, und es kommt hinzu, daß Ostern auf den 1. April fällt, daß also Monatsgehälter und Wochenlöhne voll zur Hand sind. Das Geschäftsleben hat sich im März, vor dem 1. April, zum wesentlichen Teil abgespielt, und im April gibt es etwas ruhigere Tage, in denen man schon abkommen kann. Die Eisenbahnverwaltung rechnet ebenfalls mit einem sehr regen Verkehr in den Festtagen, sie hat eine ganze Reihe von Eisenbahnzügen, die vorher ausgefallen waren, wieder eingestellt. Allerdings sind noch nicht alle Züge wieder im Gange, und wer zu den Feiertagen reisen will. hat daher allen Grund, sich genau zu informieren, damit er nicht den Anschluß verfehlt und liegen bleibt. ** Aus dem Zug gestürzt. Bei dem Kindertransport der Kinder nach Hersfeld stürzte ein Knabe, in der Nähe von Marsberg, aus dem Zuge. Das Kind ist im Krankenhaus Niedermarsberg ausgenommen und wird nach Auskunft des Arzles voraussichtlich in 8 Tagen hergestellt sein. Zu dem Vorfall ist zu bemerken, daß der Wagen, der aus 4 Abteilen bestand 3 Begleiter hatte, unter diesen die Amtsfürsorgerin von Annen. So tief bedauerlich ein Vorkommnis der Art ist, muß doch erwähnt werden, daß die Knaben in dem Abteil sich zankten und ungebührlich aufführten und trotz scharfer Verwarnung der Begleiter unruhig blieben. Durch unvorsichtige Bewegung gegen die Tür öffnete sich diese und das Unglück war geschehen. Dieser Vorfall wird dazu dienen, die Vorsichtsmaßregeln während der Transporte zu verschärfen. Aber auch von Seiten der Eltern muß besonders durch Ermahnung auf die Kinder eingewirkt werden. Auf den Fahrten ist Ruhe und Gehorsam von den Kindern zu fordern. Lieselotte. 99 Roman von Fritz Gantzer. (Nachdruck verboten.) Sie besaß nicht den Mut, weiter zu sorschen. Ein Schrea durchzuckte sie, aber sie wußte ihm kein Wort der Antwort zu geben. Sie hatte nur ein paar Worte des Bedauerns, selbst ihre Weltgewandtheit verließ sie jetzt. „Ich muß gehen,“ sagte sie ganz unvermittelt,„der Abend kommt schnell, und ich habe noch eine Viertelstunde Wegs bis Diiebusch.“ Ein wundersames Gefühl der Sehnsucht quoll in seinem Herzen auf, einem lieben Menschen alles sagen zu dürfen und im Auge eines anderen, der ihn verstehen würde, nach einem warmen Blick des Mitgerühls zu suchen. Ja, noch viel mehr! hätte er darum gegeben, die Jugendgefährtin in dieser Stunde an sein Herz ziehen zu dürfen, um sie mit heimzunehmen in sein einsames Haus, daß sie ihm Trösterin und Veraterin und der Sonnenstrahl inmitten düsteren Graus werde! Ach, die Hälite seiner Jahre, alles, jedes, was man nur immer von ihm verlangt hätte! Dieser Wunsch war unerfüllbar und vermessen zugleich. Doch eine Sehniucht klieb, die nach einer Aussprache. Und er verbannie sie nicht. Er hielt ihre Hand fest und sah ihr bittend in die Augen. „Ich will Sie nicht aufhalten, Lieselotte,“ sagte er, das „Fräulein“ absichtlich weglassend,„aber wenn Sie gestatten, begleite ich Sie ein Stück. Ich möchte Ihnen eine kurze Geschichte erzählen.“ Sie besann sich. Dann entzog sie ihm sanst ihre Hand und sagte nur: „Warum nicht? Kommen Sie!“ Schweigend gingen sie ein Stück durch den dämmrigen Frühlingsabend zuebeneinander her. Lieselotte immer auf dem seiten, ausgetretenen Fußweg, Heinz auf dem schmalen Rasenstreifen, der diesen begleitete. Manchmal mußte er einer Birke unsweichen und sah dann seine Begleiterin für Augenblicke nicht. Dann schien ihm der Abend grauer und die Zukunft sorgenvoller. Sah er sie aber wieder neben sich, wie sie leichtjußig und grazios, im knapp anschließenden Frühjahrskostüm, ben dunkelblauen Felbelhut auf dem aschblonden vollen Haar. dahinschritt, kam ein stilles Behagen der Ruhe über ihn, und der Wunsch wurde in ihm lebendig, so immer mit ihr gehen zu dürfen— bis ans Ende der Welt. Als er nach geraumer Zeit ihren fragenden Blick auf seinem Gesicht ruhen fühlte, begann er zu sprechen. Er blickte geradeaus in den blasser werdenden Abendhimmel und vermied es, sie anzusehen. „Es gibt mancherlei Geschichten, schöne, weniger schöne und — schlechte. Meine Geschichte ist eine der letzteren— eine ganz schlechte und böse. Solche Geschichten hört man nicht gern. Wenn ich sie Ihnen dennoch erzähle, tue ich es aus ganz besonderen Grund. Morgen hätte sie Ihnen vielleicht schon ein anderer erzählt— und ich will, daß Sie nichts Falsches hören, daß Sie die Geschichte von mir selber hören... Ein dummer Mann hatte eine böse Frau. Dumm war er; denn er merkte nicht, daß sie böse. Eines Tages aber wurde er klug. Da ging seine Frau nämlich heimlich fort von ihm. Nicht allein. Sie nahm noch einen mit. Einen, der sehr schlecht war, was der dumme Mann ebenfalls nicht gewußt hatte. Sie nahmen beide viel Geld mit— hatten es dem dummen Mann gestohlen. Als der nun sah, daß er betrogen war, dachte er:„Am besten, du schießt dich tot, denn was sollst du noch auf der Welt. Deine Frau ist fort und dein Geld ist fort!“ Und als der Mann das dachte, war er am dümmsten. Aber er wurde klug, zum zweiten Male. Schon hatte er den Revolver in der Hand, da sah er ein Bild. Und das Bild sagte ihm:„Dummes Zeug, Heinz!“ „Heinz!“ schrie Lieselotte auf und blieb stehen. Sie hatte seiner Erzählung mit immer steigenderer Erregung und wildklopfendem Herzen zugehört. Gleich nach seinen ersten Worten hatte sie gewußt, daß er von sich selbst sprach. Und im tiessten Mitleid und im plötzlichen Wechsel von der kühlen Ruhe zur gewaltigen Erregung nannte sie ihn nach Jahren zum ersten Male wieder bei dem alten, lieben Namen. Es rang sich empor aus innerster Scele, dieses„Heinz!“ und die Hände preßte sie gegen ihre Brust. Und dann kam es noch einmal über ihre Lippen: „Heinz, das kann nicht wahr sein! Herr Gott, das darf nicht wahr sein!“ Aber das.war ja töricht! Sab sie denn nicht, daß es Wahrheit war? Solche Geschichte erzählte man doch nicht zum Scherz: O daß sie diesen unglücklichen, sorgenzerschlagenen Mann och hätte in ihre Arme nehmen können, um ihn an ihrem Herzen zu heilen von allem Leid, um ihn wieder froh und glücklich zu machen!„Mein alter, lieber, guter Heinz,“ hätte sie sagen mögen,„das ist sreilich eine böse Geschichte. Aber komm, ich will dir ein wunderholdes Märchen erzählen von Liebe und Glück. Und ich will dich wieder gesund küssen von deinem Weh." Das alles hätte sie ihm sagen mögen und vieles, vieles noch Und doch mußte sie vor ihm stehen wie eine Fremde!— Aber das wollte sie nicht mehr! Konnte sie ihm auch nie das verden, was sie in dieser Stunde ersehnte, so wollte sie wenigstens as alte, einst so kurzerhand zerschnittene Band der Freundschaft aufs neue knüpfen, um damit die Berechtigung zu erwerben, ihn rösten zu dürfen und ihn auszurichten— wie eine Schwester den Bruder. Nur ein Bedenken stieg noch in ihr auf: Würde er ihre sdand nicht zurückstoßen, die sie ihm schon mit feuchtschimmernden Augensternen entgegenstreckte? Würde er ihre Freundschaft vollen?... Als er nach ihrem angstvollen Ausruf immer noch schwieg, trat sie dicht an ihn heran. Sie legte ihre Rechte auf seine Schulter, neigte den Kopf zur Seite und sah ihm traurig in die Augen. „Armer Heinz!“ sagte sie innig.„Ich beklage dein Los aus tiefster Seele.“ Heinz fuhr auf, als sie ihn„Du“ nannte. Das traute Wort klang an sein Ohr wie das Tönen eines alten Liedes, das man längst vergessen glaubte, und zu dem man nun wieder die Melodie hört. „Lieselotte?“ fragte er glücklich bang. „Wirklich„Du?“— „Ja, Heinz.„Du“. Ich nahm es uns einst; so wirst du es mir verzeihen, wenn ich es auch zueist wieder gebrauche. Laß uns die alte Jugendfreundschaft erneuern und vergiß die Jahre des Fremdseins. Willst du?“ „Ja, Lieselotte,“ antwortete er glücklich und preßte die Hand. die sie ihm entgegenstreckte, mit einem treuen, festen Drucke. (Fortsetzung folgt.) ** Die Auszahlung der Teuerungszuschüsse für den Monat April für Kriegshinterbliebene und erwerbsunfähige Kriegsbeschädigte findet am Don nerstag, 29. März 1923 vormittags an der hiesigen Stadttasse statt. ** Die alten Invalidenversicherungsmarken werden Ende März von den Postanstalten zurückgeroßen. ** Goldenes Ehezubilaum. Die Ehelente Mentner Heinr. Meier, Hörderstraße 69, feierten in seltener Frische das schöne Fest der goldenen Hoch. zeit. Wir möchten nicht unterlassen, den Glück wünschen auch den unseren hinzuzufügen. Wieviel Freud und Leid ist in den 50 Jahren gemeinsamen Lebens doch geteilt worden, zur Ausreisung für die Ewigkeit. Möge dem Jubelpaar noch ein recht schöner Lebensabend trotz schwerer Zeit beschieden sein. ** Die Auffühung der Passions=Kantate durch den evangel. Kirchenchor verspricht eine hohe, seltene Freude zu werden. Um möglichst allen diese Weihestunde zu bereiten, soll am Mittwoch, 8. März, nachm. 6 Uhr in der großen Kirche eine Generalprobe stattfinden zum Preise von 150 M für Erwachsene und 50 M für Schüler und Schü. lerinnen. Der Eingang finder am Mittwoch durch die Sakristei statt, wo auch das Eintrittsgeld zahlt wird, Einlaß von 20 Minuten vor 6 Uhr an. Es empfiehlt sich, Texte von denen zu leihen, die sie schon für Karfreitag getauft haben. ** Die z. Zt. in Binz zur Kur weilenden Kinder treisen am Karfreitag, den 30. ds. Mts. um 8 Uhr vormittags auf dem Hauptbahnhof in Tortmund ein. Die Abfahrt des nächsten Transportes nach Binz erfolgt am 4. April d. J. abends 8.50 Uhr ab Dortmund=Hauptbahnhof. ** Ein Schwerter durch Franzosen verhaftet. Infolge wissentlich falscher Anschuldigung seitens eines Hagener Kaufmanns R. wurde in AplerbeckSüd der Verwaltungs=Beamte K., ein Sohn unserer Stadt, von den Franzosen verhaftet und dort dem Militärpolizeigefängnis zugeführt. Seine Freilassung erfolgte aber bereits nach Stunden. Ueber den Vorgang wird uns von einem Augenzeugen folgendes mitgeteilt: Am Freitag abend befanden sich außer dem Verhafteten K. noch ein Kaufmann R. aus Hagen, sein Freund P. und noch einige Herren aus Schwerte in dem Zuge von Dortmund. Sämtliche Mitreisenden hatten bereits über das Verhalten des Hagener Herrn R. ihren Unwillen kundgetan, als später, nachdem dem Zuge in Hörde noch eine Dame zugestiegen war diese von dem genannten R. dauernd belästigt wurde. R. wurde von dem dann von den Franzosen verhafteten Herrn K., darauf aufmerksam gemacht, daß er sich doch anständig benehmen solle. Der Herr R. wurde darauf grob und beleidigte weiter. Inzwischen wurde die Sache so ernst, daß die Da me flüchlen mußte. Dabei benahm sich der R. der sich inzwischen als„Deutscher. Fliegeroffizier (?) vorgestellt hatte wieder unsein. Eine schallende Ohrseige lohnte ihn dafür. Darüber ervost, wollte er noch nach einem dritten Herrn aus Schwerte schlagen. Letzterer war der Dame auch behülflich gewesen. Nun griff der Begleiter des R. ein und forderte denselben auf, er solle doch das Fenster einschlagen. Das geschah. Eine all gemeine Schlägerei wurde grade noch verhütet. In Aplerbeck alarmierte Herr R. die Franzosen und Herr K. aus Schwerte wurde verhaftet. Wie aus der Verhandlung hervorging, sei der Grund der schnellen Verhaftung„Beschimpfung der Besatzungstruppen“ gewesen. Herr R. schien mit den Franzosen in Aplerbeck sehr zu liebäugeln, denn er äußerte sich später auf der Weiterfahrt:„Nun der sitzt erstmal für eine kurze Zeit und auf der nächsten Station werden noch einige drau komSunr men.“ Dazu kam er nartürlich nicht mehr, denn die Mitreisenden hielten den Wagen besetzt und R. betam in Schwerte eine Tracht Prügel, bie er in polizeilichen Schutz genommen wurde. Sein Begleiter entging ebensalts nur tnapp der erregten Menge, flüchtete zuers zu dem Bahnbeamten, mußte später aber auch noch in Schutzhaft genom men werden. Der von den Franzosen verhaftete Herr K. war nur auf böswillige Veranlassung des Hagener Herrn hin, der sich rächen wollte, in Haft genommen worden. Ein anderer Bericht über den Vorfall lautet: Schwer verprügelt wurde letzthin auf dem Schwerter Bahnhof ein Fahrgast. Kaum hatte der ca. 20jährige junge Mann das Abteil verlassen und den Bahnsteig betreten, als sich die Menge in höchster Erregung auf ihn stürzte und ihn mit Fäusten, Stöcken und Hackenstielen niederschlug. Zum Schluß wurde der jämmerlich Verprügelte die Treppe der Unterführung heruntergeworfen, wo er bewußtlos liegen blieb. Beschuldigt wurbe derselbe während der Fahrt von Dortmund die Anwesenheit von Beamten im Zuge verraten und deren Festnahme an der Aplerbecker Kontrollsta tion veranlaßt zu haben. ** Zwei bedauerliche Unfälle ereigneten sich am Sonntag Nachmittag im Betriebe der Schiffsschaukel aus dem Wilhelmsplatz. Der 12=jährige Schüler Müller aus der Westenstraße und die 14=jährige Schülerin Exner aus den Rosen stürzten aus einer Schaukel und erlitten schwere innere und äußere Verletzungen. Dem Mädchen wurde durch den heftigen Anprall der ganze Schädel zertrümmert und das Gehirn teilweise blosgelegt. Man schaffle das schwerverletzte Kind in das kath. Krankenhaus, wo das Ableben desselben stündlich erwartet wird. Die Verletzungen des Knaben sind verhältnismäßig leichterer Natur und konnte er in die elterliche Wohnung geführt werden. Gestern Nachmittag hat man die Schautel abgebrochen. Fußball. Schwerte 06— Sportverein Iserlohn 1: 5 (Ecken 9: 31 Im Gesellschaftsspiel standen sich die Liga mannschaften der beiden ältesten Vereine des Bezirks gegenüber. Schwerte 06 in einer veränderten Aufstellung, der bisherige Tormann auf halblinks. Iserlohn ist leicht überlegen. 06 will sich garnicht finden. Die Grünweißen erzielen trotzdem das 1. Tor, doch gleicht Iserlohn bald aus und geht auch wenig später in Führung. Halbzeit 1: 2. Nach Wiederbeginn wird 06 gleichwertig, später sogar die bessere Parrei. Iserlohn vucht aber doch noch 3 Tore, das letzte in der letzten Minute. Schiedsrichter Dr. Sälter=Hagen leitete das Spiel umsichtig und mit der gewohnten Sicherheit. Auf dem Wege zur Westd. Meisterschaft! Duisburger Spielo„ K BC. 4: 1! Turnerbund Essen— Turn 3: 4 nach Verlänger. Jahn=Siegen Kurhessen=Kassel 2: 1. Deutsche Turnerschaft. Für das im Monar Juli stattfindende Deutsche Turnfest in München wird allerorten eifrig beitet. Fair schien es, als hätte die unsichere wirtschaftliche Lage die Durchführung dieser Veranstaltung, die einzig in der ganzen Welt dasteht, vercitelt. Die wochenlange Ungewißheit ist durch einstimmigen Beschluß des Münchener Hauptausschusses, wonach das Deutsche Turnfest bestimmt stattfindet, aufgehoven. Dieser Beschluß hat auch die zögernden zweifelnden Angehörigen der DT. aufgerüttelt und durch die bisher eingelaufenen Anmeldungen steht heute sehon fest, daß das 13. Deutsche Turnfest seinen Vorgängern nicht nachstehen wird. Die DT. und die Feststadt München vertreten den Standpunkt, daß die heutige besonders schwierige Lage unseres Landes die Avhaltung dieses Festes geradezu erfordere. Neues Hofsen und neuen Levensmut sollen die Teilnehmer mir in ihre Heimai zurücknehmen. Die Vorvereitungen lassen darauf schließen, daß die Münchener Tage den Festbesuchern unauslöschlich bleiben werden. Für Anmeldungen, die bis zum 31. März in München eintreffen, har der Ausschuß einen Festbeitrag von 750. festgesetzt. Das Festabzeichen allein hat einen Wert von 250 M, außerdem erhält jeder Besucher noch ein besonderes Festbuch. Wir werden in Kürze unter dieser Spalte ausführlich berichten. Aimimht Amant cut umetraemegtilig. Handel und Börse Lehls Brehtmieitung Generalversammlung mit blutigem Ausgang. TU. München, 27. März. Auf einer Ge. neralversammlung der Staatsgenossenschaften in München=West kam es zu heftigen Zwischenfällen. Der im Laufe der Versammlung zum dritten Vorsitzenden gewählte Werkführer Adols Weizmann wurde auf dem Heimwege überfallen. In der Notwehr gab er einen Schuß ab, durch den der Kesselheizer Steiner getötet wurde. Der Täter wurde schwer mißhandelt und mußte mit erheblichen Kopsverletzungen in die Klinik gebracht werden. General Mudra verhaftet. Frankjurt=Main, 27. März. Man meldet aus Wiesbaden, der bekannte preußische Heerführer Exzelenz von Mudra ist von den Franzosen verhastet worden. Neuer Straferlaß für Hochverräter Berlin, 27. März. Der Reichssinanz= minister wies erneut darauf hin, daß gemäß Verordnung vom 16. März(Reichsanzeiger vom 16. März) die Zahlung von Steuern, Zöllen und sonstigen Abgaben oder Gebühren, die von anderen als nach den deutschen Vorschristen zuständigen Stellen gefordert werden, an die Beauftragten einer fremden Macht oder an eine Kasse, die sich in ihrer Gewalt befindet, mit Gefängnis oder Zuchthaus bis zu fünf Jahren, ferner mit Geldstrafen und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft wird. mm Berliner Börsenkurse vom 23. März 1923. milgeleilt vom Barmer Bank=Verein, Schwerte 5 0 Deutsche Reichsanleihe Barmer Bank=Verein 89½ 3875 Deutsche Bank 22200 Diskonlo. Dresdener Bank 7 Osnabrücker Bank— Hamb.=Amer.=Pak. Allgem. Elektr.=Ges....... 26890 Baroper Walzwerk Bochumer Guß. Bösperde Walzwerk Daimler Motoren.. Deutsche Kaliwerke Deutsch=Luxemburg Dhnamit“ Auslands-Wechselkurse der Berliner Börse (Devisenkurse) Man zahlle deutsche Mark: für am 22, 3. om 24. 3. 1 belgischer Frank. 1162,08 1162,08 1 dänische Krone 4019,93 4014,93 1 englisches Pfund. 97804,80 97755.— 1 französischer Frank. 1349,11 1338,14 1 holländischer Gulden 8229,37 8229,37 1 italienische Lire. 1014.45 1015,95 1 schwedische Krone 5543.60 5541,11 Ein Dollar 20862,71 20862,71 Stadttheater Dienstag, 27. März, 5,30-10,30 Uhr:„Parsifal Donnerstag, 29. März, 5.30 10,30 Uhr:„Parsi. sal“. Freitag, 30. März, 6 10,45 Uhr:„Faust“ amstag, 31. 30000 61000 21000 9500 58008 68500 Dynamit 25250 Elbers. varbw....... 38060 Essener Steinkohle...... 400 Gelsenkirch. Bergw. 62000 Goom. Bot.... 156000 Harpener Bergw. Hasper Eisen........ 67000 Hoesch. Humbolot utasch....... 49000 Mannesmann Orenstein& Koppel. Phönir Bergbau.......(3600 Reisholz Pap. Schtoecte.. 195000 Rombacher......... 98000 Schuckert......... 9600 Siegen=Solingen Ver. Di. 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Mein Inneres zwingt mich, dir mein Mitgefühl so zu ossenbaren, wie es nur immer ein Mensch kann, der demn Freund ist.“ Ich will nicht fragen: Wie konnte das alles kommen? Denn du hättest vielleicht selbst kaum eine Antwort. Ich will dich nur trösten und dich an ein oft mißbrauchtes Wort erinnern: Die Zeit heilt alle Wunden! Wenn du mit frischem Mute hineinschreitest in das dunkle, sternenlose Land, wird sich das Dunkel bald erhellen und dir den Ausblick gewähren auf eine lichtvolle Sie schritten schon wieder langsam neben einander her, ganz so, wie ehedem, als die guten Kameraden. Es schien nicht, als wenn Jahre lägen zwischen dem Einst und Jetzt. Immer dunkler wurde es um sie her. Aber immer lichter machte die neue alte Freundschaft ihre Herzen. Wie seltsam war doch das Walten des Schicksals! Das ehrvergessene, geslohene Weib gab dem Manne die Freundin der Jugend wieder. Eine einzige Stunde löschte Jahre hinweg. Es war so ganz wie ehedem— und doch war es so ganz anders. Eine Kluft hatte sie überbrückt, die sie getrennt— eine unüberbrückbarere gähnte zwischen ihnen und trennte sie. Und sie beschieden sich beide. Kurz vor Driebusch sagten sie sich Lebewohl. Heinz behielt Lieselottens Hand lange in der seinen und drückte sie warm. Seine Stimme schwankte, als er sprach. „Ich danke dir, daß du mir deine Freundschaft wiedergabst. Sie soll von Stund' an mein löstlichster Schatz sein. Ich werde ihrer immer gedenken und, wenn ich darf, zu ihr kommen, sobald ich mich danach sehne.“ „Ja, komm, Heinz!“ entgegnete sie schlicht.„So viel es in meinen Kräften steht, sollst du an mir das heben, was du von mir erhoftst. Du wirst manches allein überwinden münten, alles. Aber du sollst einen Menschen auf der Welt wissen, dem du dich immer rückhalislos anvertrauen kannst." Ihre Stimme leicht, als sie die letzten Worte sprach, und in ihren Augen standen ein paar bliniende Tropsen... und A.87 Gr. S.mtg nie Sie hatte ihn wieder— Heinz. und doch! er wunn nie — ihr Hemz sein! Den Rest des Weges bis zum Driebuscher Herrenhause legte sie, trotz eines leisen Gefühles von Glück, mit ails sie die Treppe zu dem matt erleuchteten Flur im Souterrain hinabschlich, vernahm sie aus der Küche die erregte Stimme Inspektor Wiegandts, die zeitweise ein Einwurf Mamsell Rojens unterbrach. Der Alte war ganz aus dem Häuschen. „Ich hab's längst gewußt, daß ein Techtelmechtel zwischen den beiden war. Und ich könnt' mich ohrseigen, weil ich's nicht gesagt habe. Aber wer hätte auch gedacht, daß es so kommen Ich kann's nicht glauben, bezweiselte Mamsell Rose. „Aber Sie hören ja doch, daß ich's vom„Herrn; Kollegen Zeisewitz weiß. Er war ja dabei, als der samose Jude von einem Melchior Rosenstock die Brühe auftischte. Das steht sest: Zeisewitz war noch nie mein Fall. Aber heute nachmittag, als er's mir erzählte und seinen Heirn so aufrichtig bedauerte, hab' ich ihm manches vergessen. In dem alten Windhund steckt doch ein Stück guter Nerl. Und das sag ich Ihnen, Mamsell: Wär' ich der Herr von Düringen, so setzte ich Himmer und Hölle in Bewegung, um das Weib samt dem hündischen Direktor zu greisen. Und wenn ich sie hätte, würde ich sämtliche Reitpeitschen Lindenecks auf ihnen Lieselotte war siehen geblieben, als die mutentstellte Stimme Wiegandts an ihr Ohr schlug. Nach seiner Trohung von dem „kurz und klein schlagen; hörte sie, wie er mit dem Stocke wild auf den Tisch donnerte, als trommele er den Sturmmarsch. Ein wüster Höllenlärm drang durch das ganze Erogeschoß. I Rose kreischte auf und schrie: „Wiegandt, Wiegandt!“ Wiegandt!“ brüllte der Erregte. „lnd was Wiegandt dann täte? Tann holte er sich eine, die von Rechts wegen schon längst nach Lindeneck gepörte, und stierte eine Hochzeit, dau“... „Wiegandt!" vernahm er da vom Eingang der Küche her ein scharfe, verweisende Stimme. Er brach ab und wundte sich um Lieselotte stand mit einem strengen Gesicht in der Tür und sah ihn zornig an. g 51„. Vor dem Blick kroch er ins Manseroch. er ructe verlegen an seiner verwetierten Mütze. „Wiegandt, kein Wort mehr von den Vorgängen auf Lindeneck in diesem Hause! Haben Sie mich verstanden?“ „Gnädiges Fraulein, mich krepiert's! Und ich kann nicht dasür, wenn mir das Herz mit dem Maul durchgeht. Ich kann mir nicht helfen, es bleibt eine"... Wiegandt......., Berstummt— 64 Das klang so scharf, oaß er schen verstummte. Er letztt die Rechte beteuernd auf seine linke Brusthälfte und versicherte: „Nein, kein Wort mehr, gnädiges Fräulein!" Lieselotte ging. Und als Wiegandt ihren Schritt verklingen hörte, trat er dicht nehen Mamsell Rose und flüsterte: „Und das sag' ich Ihnen, Mamsell: Wär ich der Herr von Düringen, ich holte sie mir lieber heute als morgen und wollte eine Hochzeit machen, daß sie sieben Meilen in der Runde die Mäuler aufreißen sollten... Aber man darf ja nicht darüber 1648 6 Er setzte seinen Stoa heftig auf die Steinsliesen und verneßz mit einem unwirschen:„Guten Abend, Mamsell!“ die Küche.— Drüben in Lindeneck stand das ganze Haus im Zeichen hellen Augrng s...... gu. 27 x astg Gesehter uund tufchgl Heinz fand bei seiner Rucklehr ertigte Gesachler und kischeinde Gruppen mit dicht zusammengesteckten Köpfen. Man ging scheu auseinander, als man ihn erblickte. Er zuckte zusammen. Nun begann es schon. In seinem eigenen Hause und bei seinen Leuten. Was würden erst Fremde tun! Mißmutig und gedrückt ging er in sein Zimmer und ente die Lampe.: Verwundert sah er sich um... Was sollte das bedeuten?... (Fortsetzung folgt.) 8 1 AE N VEARSG W PIAA A GiR W EI 90 44 IA WEA WIE Rosenberg Aplerbeck. Preie Aioscch. Herren- und KnabenBekleidung. Horrep-Arziige noderne ein- und FweitelFierren-Allzuge bige Fernen: beste RoßhaarVererbeituag la. 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