Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln Freytag den 25. Septemb. I. Gerichtliche Notifications. Iu Aeusserungs= Sachen deren Ebeleuten Joseph Hamers dahier zu Telgte ist pro sermine diltractionis Hnmobilium„auch derselben auf der Kapellenstraße dahier lubNro. gr belegene, per Jurztos am 215 Rthl. ästimirte Behausung mit dem Hinterhaus Samstag der 4te nächstkünftigen Monats Octobris angesetzet, und soll selbigen Tages Vormittags um 10 Uhr diese Behausung mitm Hinterhaus am Rathhause zu Telgte öffentlich verkaufet werden welches dem Publice hiedurch von Gerichts wegen ohnverhalten wird. Telgte den I5. Sept. 1777. Ad Mandatum spec. D. Judicis F. L. Schultz, Aktuar. Am Samstag, den 4ten October Morgens # 10 Uhr sollen zu Haselünne am gewöhnllichen Gerichtsplatze folgende von Wittiben Keiser zum Verkauf angewiesene Pertinenstien, als i)sechs Scheffel Saat schatzbaren Landes aufm Wester Esche zwischen alten Mastbaums und Kocks Land belegen im kleinen Zehnten, ästimirt zu 25 Rthl. 2) Vier Scheffel Saat Schatz= und Zehntbaren Landes im Hulster Wall, zwischen Lutzenborg u. Stephen Volckers belegen, ästimirt zu 15 Rthl. 3) Einen Kampin der Koppelstraße 9 Scheffel Saat groß zehntbar, am Clarissen Kamp belegen, astimirt zu 32 gerichtlich dem Meistbietenden verkaufet werden. Signat. den 9. Sept. 1777. Ad Mandsrum D. Judicis Riecius Rödiker Grschr. I. Vermischte Nachrichten. diener zur Nachricht, daß der Verkauf Stücke Wiesegrund in der gemeinen und Ackergereitschaft auf dem Hause Kücke= den Meistbietenden verpachtet werden wellinck nicht den zosten Sept., wie im Intellie che zu solchor Aimuacheinn#### esHecge wi. Achire werden, welche zu solcher Anpachtung Lust und Mitteln haben, wollen sich beym Koesfeldischen Kreutze auf bestimmten Tag und Zeit beliebig einfinden, und die alsdann vorzulesende Bedingnissen vernehmen. Lignu#. Münster den 24. Sept. 1777. Busch Amtmann. Bey dem hiesigen Hofbuchhändler Perrenon ist zu haben: Journal und merkwürdige Anekdoten von der Reise des Hrn. Grafen von Falkenlinck nicht den zosten Sept. wie im Intelligenzblatt Rum.7 angezeiget, vor sich gehe, sondern bis den hten und roten Ocrober ausgestellt worden. Einganz leichtes Fuhrwerk, oder sogenauteWurst, wo sieben Personen ganz comode auf sitzen können, hinten und vorn die Lehnungen mit grünem Wand ausgefüttert, drey darzu gehörige geüne Küssen, aschgrau, die Listen mitm Schatten ganz neu angemahlet, nuthin in völlig reparirten Stand gesetzer, steher aus freyer Hand für 10 Rchl. zu verkaafen; findet sichtheute und morgen ein Ankäufer dazu ein, sonst wird solche Wurst demnächst auf einem darzu bestimme Wichtige und hiskorische Auekdoten von eiten Tage für 46 Kchl. ausgespielet werden, ner sehr hohen reisenden Standesverson andkönten Sowpoyze der Ankäuser als muite ppüähendiches Pufenchalts in Paris, I. spielen wollender das weiteve beym Intellite, Leipzig. 1777. 6g0 genz=Comt, erfahren. Am Dienstag, den yten künftigen Monats ** October Morgens 9 Uhr sollen die zur Universität gehörige aus dem neuen Thore dahier an dem Koesfeldischen Kreutze belegene Kämpe und Wiesen, benenntlich: der große Kuhekanip, der sogenannter Flügelsdie Forschebecks Wiese, wirauch? un Eonnon Aor die Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Perersburgs vom 22. August. zoginnvont Toscana, auch der übrigen Kön. Unsere Irrungenmit der Pforte sind noch Prinzen und Prinzeßinnen sind die Großen weiner ganz unentschiedenen Lage. des Reichs, die auswärtigen Herren BokMan scheint hier auf die Lage der Ange= schafter und.Gesandten auch der hohe Adel legenheiten Englands mit seinen Aimerikani= zur Aufwartung nach St. Ildephons abasschen Colonien ein sehr aufmerksautes Auge gangen. Mady Fol#ot zu richten um so mehr, da die Folgen davon allenfalls einen Krieg in Eurspa besorgen lassen. Madrid, vont 25,= August. den in Begleitung zweer Geistlicher dieses Wegen des gesterm eingefallenen St. kud= Ordens, nach St. Jldephönse gebracher marwigs=Festev der Namensfeyer der Prinzes=, den. Es ist von alten Zeiten Seans Bot=Ascturies, und der Frau Groshen= daß alle Peinzen und Prinzesanmen, weiche 1774- 8gg. junger Mensch, welcher studirer hat, und wegen seiner Aufführung gute Artestate beybringen kann verlanget bey einer Herrschaft auf der Stube, oder als Informator angenommen zu werden. Das Intelligenz=Comkoir giebt die Anweisung. gangen. Man siohel nun stündlich der beglückten Entbindung der Prinzeßinn in Eastilien das Licht der Welt erblichen in diesenr Taufsteine getauft werden. Die Taufhandlung muß der neue Patriarch als Hofpfarrer verrichten. Bey Hofe sowohl als im Publico hat die eingegangene Nachricht, daß die verwittweke Königinn von Portugal in kurzen Wochen hieher kommen werde, um Dero Allerdurchtauchtigsten Herrn Bruder, unsern nig und das sämtliche Königl. Haus zu besuchen dig reineste Freude erweckt. Wirklich ist der Befehl ertheilet worden, daß ein #s## ron von der Leibwache sich zun Aufdrache fersis halten solt, um Ihre Majestät zu Badajoz zu empfangen, und Höchsstdieselbe nach dem Escurial zu begleiten. Parma, vom 7. Sept. Heute frühe ist die Durchlauchtigsie Ersverzoginn Infantinn, unsere Iuädigste Landesmutter, von einer Prinzesinn glücklich entbunden, und, dieser erfreulichen Begebenheit wegen die gewöhnliche Gauc, Absingung des De Deum, und Beleuchtung in der Stadt angesagt worden. Die Taufhandtung geschah um Mittag durch den bie sigen Werrn Bischof, bey welcher die junge Infantinn den König beyder Sicilien zum Pachen hatte, und die Ramen Carolina Maria Serdtgandascheresia Anna Josepha Johanna Ludovica Bincentia Rosatia erhielt. London, vom 12. Sept, Der König hat gestern den Generallieutenant Frederich Haldimand, ein Schweitzer, an die Stelle des Generals Carleton, der auf sein eigenes Ansuchen nach England zurück kömmt, zum Gouverneur von Quebec ernannt. Tages vorher beliebten Se. Majestät, den Spanischen Botfchafter, Fürsten von Masseram, abermals mit einem gnädigten Besuche zu beehren demselben, imgleichen seinem Gesandtschafts=Secrekarius, die gewöhnlichen Geschenke zugehen zu kassen, und ihm mündlich aufzutragen er möchte dem Konge, seinem Herrn wiederholtermalen eröffnen, daß Höchstdieselbe die gute Freundschaft und Eintracht mit Sr. Katholischen Majestät zu unterhalten und noch enger zu schlingen verlangten. Der Oberste Fauci e ie Si zzu derselben Kriegsvölrei in Brittischen Sold zum Dienste in AmeSold genommen, wann dieses Jahr der Krieg in Amerika nicht zur Endschaft gebracht werden könnte. —Jof hat zwar in diesen Tagen von dem Vicomte und dem Rirker Howe, auch von einugen anderen Befehlshibern in Auee is chh ten aber nichts davon bezu machen für aut befundenn nicht gehortg bestärket. Es bleibt dal en. du ne= Mosigr der Helbschen Blerteauf de Höhe ben Bostion, die andere aber den De kawarefluß hinauf soll gesehen worden sevn So melden auch verschiedene Berichte, de General Vourgöyne habe die Amoritan seh auf beyden Seiten ein greuliches Gem tzel gewesen; aber des Umstandes der e wird nicht gedacht. Durch diese Vorthei habe nunr belobter General die Provinzen Reu=Englands chsbert esmit tedannsehn, Laß sich stochiestad Amerikaner darin finde, von welchem in bisher keine Wissenschäft hatte Heut wird zu St. Jonosk en Ran wperdsich biesenz Umstand zuRußen #. an enen Vergleich zu Stande zu be . Diess Sage liegt aber den Werkstät zu Woolwich nicht im Wege alwo mans und Nacht mit der Verfertigung von Gewehr, Patronen, u. s. w. beschäftiget istzum solche nach Amerika abzusenden, In einem Briefe aus Newyork, den der Ritter William Erskine geschrieben hat, meldet er, daß 4000 von der Armee des Generals Bourgoyne abgefertigte Indianer an der Gränze Neuenglands angekommen seyn, und daselbst die greulichsten Ausschweifungen trieben. Nach diesem Briefe, wäre also der General Bourgoyne noch nicht von allen Provinzen Neueuglands, wie oben angeführet worden, Reister. Kurzgefaßte Neuigkeiten. Die Verehrer Voltairs zermartern sich noch immer über die Ursachen, warum doch der Kaiser ihm nicht besuchen wollte; und ihre Gegner dienen ihnen dar auf mit allerley Aeusserungen, die der Monarch deswegen gethan haben soll, und sicher nicht gethan hat, da Er gewohnt ist, niemandem von seinen Schritten Rechenschaft zu geben. Der einzige Ausdruck, woran man Ihn erkennen könnte, war, als wenige Tage nach der Vorbeyreise vor Fernay jemand sich die Freyheit nahm, Ihn zu fragen, ob Er Voltaire gesehen hätte. Da antwortete der Graf von Falkenstein: Nein! gelesen hal Ichihn. Sollte in England für einen neuen Feldzug Geld nöthig seyn, se haben sich die Schweitzer erboten 4 Millionen zu Jund3 Viertel pro Cent zu schiessen. Auch ist der Englische Credit in Holland so beschaffen, daß es nicht an Geld fehlen kann. Die Galeeren=Sklaven zu Neapolis, und die Gefangenen der Vicaria hatten ein Complott gemacht sich in Freyheit zu setzen, die vornehmsten Häuser zu plündern, und nachher die Flucht zu ergreifen worzu sie schon Barquen in Bereitschaft hatten. Dieses Complott wurde von einem Mitschuldigen verrathen, und die Urheber desselben haben bereits ihre verdiente Strafe erhalten. Sie wollten ihren Entwurf an dem Tage eines Pferderennens ausführen, da die meisten Soldaten in den Strassen, wo es geschiehet, vertheilt sind. Sie hatten auch die Absicht, die Bank zu plündern, in welcher immer 1# Millionen Ducaten in baarem Gelde liegen. Man schätzt die Galeeren=Sklaven ungefähr auf zoo, und die Gefangenen der Vicaria auf 1000 Köpfe. In Spanien wird an 6 neuen Kriegesschiffen, die in kurzer Zeit fertig seyn sollen, gearbeitet. Die Amerikanischen, sowohl Handlungs= als Freybeutersschiffe, fahren fort, in allen Spanischen Haven noch immer alle mögliche Begünstigungen und Freyheiten zu geniessen; die Franzosen aber habeu bereits fast die ganze Handlung von Amerika in Händen. Die Türken sind ausserordentlich eifersüchtig darauf, daß die Abgeordneten des neuen Tartar=Chans so gnädig und huldreich in Petersburg aufgenommen worden sind. Sie finden in diesem neuen Chan ein anderes feindliches Rußland. Seither ist kein Tag vergangen; daß der Großvezier nicht mit dem Rußischen Minister, Herrn Stachieff, in Berathschlagung zusammen gewesen ist. Herr Stachieff ist ein entschlossener Mann. Ein zum öftern schon wiederholter trauriger Zufall welcher sich neulich in einer Vorstadt zu Paris zugetragen, da nämlich eine ganze Tischgesellschaft von genossenen Speisen, die in kupfernen und uit Grünspanvergifteten Gefässen gekocht waren„ tödtlich erkränket, auch zwo Personen davon wirklich ihr Leben eingebüsset haben, hat endlich ein Königl. Ausschreiben veranlasset, durchwelches den Wirthen, Milchverkäufern, Salzund Tobackskrämern aller Gebrauch des Bleys und Kupfers bey hoher Strafe untersagtist. * Im letztern Intelligenzblatt Num. 76 auf der dritten Seite erster Spalte unter der Rubrik: Gerichtliche Notifications, beliebe man anstarr: von Philipp Schuln unte babender; zu lesen: soll der vor der Stadt Rheine aus dem Thiethor zwischen die von Franz Welling und Philipp Schultz unterhabenden Gärten belegener, gedachtem Vic. Elpers zuständiger, mit Obstbäumen verseheuer Garte, 2c.