Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Dienstag, den r#. August. I. Citationes edistales. Asus Befehl des Hochfürstl. Münsterschen e Richtern Doct. Rotering werden die Morosen, als Kötter Küpers Sohn Peter aus Lunten, Seskers Leibzüchter Pütz Sohn Joseph. daselbst, Teller Humbergs Knecht Joh. Harcking aus Ammeloh, Zeller Eysings Bruder Anton aus Wennewia ,Zeller Roddemans Knecht Anton Kisfeld, so aber Arnold hieß Spiecker Terbracks Knecht Joh. Bernd aus Ellewick, Zeller Venvertlohes Knecht Lübbering, Wennigs Knecht Wilh. Rotering aus Ammeloy, Anton Hasker Rodden Knecht aus Lunten, Leibzüchter Diepenbrocks Knecht Gerd Sunders aus Vreden Portählen Sohn aus Ellewick, Zeller Abbings KnechtAnton Brewing aus Gaxel, Herm Krandicks Sohn aus Kückelwick, sodann Brunshoven Bruder Joh. Bernd aus Ammeloh, hiemit offener Edictsweise zum dritten und letzten mal verabladet, um auf bevorstehenden Gerichtstag, als den dritten nächstkünftigen Monats September l. I. aufm Rathhause zu Vreden Nachmittags 2 Uhr persönlich zu erscheinen, ihrer Entweichung halber sich standhaft zu verantworten, sonst zu gewärtigen, daß wider sie nach Vorschrift der gnädigsten WerbungsVerordnung verfahren werden solle. Vreden den 18. Junii 1777. De Mandato D. Judicts Meenez, Grschsr. sus Befehl des Herrn Richtern zu Lipborg * werden alle und jede Gläubigere des Zellern Höninghaus, Kirspels Lipborg, hierdurch zum ersten mai eaictaliter verabladet um auf denhten Tag nach Verkündigung dieses ihre an den Zellern Höninghaus und dessen Güter habende Spruch und Fordevung vermits Bepbringung darüber spre chenden Beweißthümern nebst kiquidation miren. rückständigen Interesse beym Lipporgschen Ad Decretum D. Judicis Gerichte lub pana perperur hlentn zu propo. Weddige, Grschr. II. Gerichtliche Notifications. Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterschen Hlus Befehl eines Hochwürdigen Münster#1 Herrn Stadts=Richtern wird hiedurch## schen Domkapituls Herrn Richtern u. Gografen zum Backenfeld Doct. Kerkerinck jedermänniglichen bekannt gemacht, daß am Samstag, den ezsten dieses Nachmittags2 Uhr auf hiesigem Gruetsaal die zwey unter einem Dach auf der Stubenstegge stub Num. 559 und sbo belegene; den Erben weyland Raths= u. Bäckeramtsverwandten Schmedding zuständige Häuser samt übrigen Zubehör für die au Protocollum gebothene 210 Rthl. öffentlich zum feilen Kauf ausgesetzet, und dem Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden soll. Signar. Münster den 6. August 177,. Wattendorf; Grschr. III. Vermischte Nachrichten. wird hiedurch bekannt gemacht, daß am künftigen Donnerstag, den arsten August Morgens 9 Uhr an des Zellern Giesberts Erbe Kirspels Lamberti auf der Geist unterschiedliches Bettwerk, ein kupferner Kessel eine Hausuhr, und noch einiges Hausgerath, sodann 4 Kühejund 6 Stücke mit Roggen aufm Lande dem Reist= und Letztbietenden gegen baare Zahlung gerichtlich verkaufet werden sollen. Sign. Münster den rzten August 1777. Gendt; Grschr. Da in der Nacht vom 16. auf den i7ten dieses drey boshafte Räuber sich erfrechet haben, durch Arglist in das Haus der geistlichen Jungfer Heerde zu treten um daselbst einen vorgehabten höchststrafbaren Raub auszuüben; und dann dem gemeinen Besten höchstens daran gelegen ist, daß dieseFrevelthäter zur gerechten Bestrafung entdeckt werden mögen; als wird demjenigen, so dem hiesigen Herrn Stadts=Richtern darunter einige glaubhafte Anzeige und Auskunft geben kann nebst gänzlicher Verschweigung seines Ramens eine Belohnung von 50 Rthkr. hiemit versprochen, dabey zugleich erkläret, daß; wann selbst einer von den Mitschuldigen die Sache dem Hrn. StadtsRichter entdecken würde, selbem sodann nicht nur nach Maaßgab der höchsten Landesherrlichen Verordnung die Begnädigung von der verdienten Strafe angedeihen, sondern darneben auch obgedachte Belohnung von go Rthl abgegeben werden solle. Signac. Münster den 78. August 1777. De Mandato D. Judicis urbici Wattendorf, Grschr. Künftigen Montag den asten August l. # J. Morgens 10 Uhr soll in meiner Behausung der Vorrath des Hochfürstl. Roggens dem Meistbietenden verkaufet werden. Wer dazu Lust und Mittel hat, wolle sich alsdann einfinden. Geisberg, Amtsrenthm. Am Montag, den asten August Nachmittags um 2 Uhr soll aufm Haberlande dahier vor Ludgeri Thore der Haber dem Meistbietenden verkaufet werden, die dazu Lust und Mittel haben, wollen sich zu obbestimmter Zeit aufm Haberland einfinden. Münster den 17. August 1777. Fried. Scheffer genannt Boichorst, Domkellnerey=Renthmeister. (as sab Numero gos auf der Löerstraße belegene und in gutem Stande sich befindende Haus samt dahinter gelegenen Hof und Hinterhaus sollen den ersten August dem Meisibietenden verkaufet werden. Lust und Mittel habende wollen sich auf bestimmten Tag Nachmittags um 3 Uhr in der Amtmanney des Hospitals ad Stam Magdalenam einfinden. W. A. Schmeddinck Amt Bey dem Kaufhändlern Adolph König auf O der Rothenburg sind nunmehro verschiedene Sorten nach den neumodigsten und schönsten Desseins auf fein Royal=Papier verfertigte Tapeten nebst dazu gehörigen Listen; für einem billigen Preiß, gleich vorräthig zu haben, wie auch verschiedene Sorten lackirte Holländische Tische. AZenn jemand von dem Opere Cardinalis de Luca sub zitulo; Theatrum veritatis 8 jultitig five decilivi Discurlus Spc. gedruckt Colonia Agrippina sumptibus hare. dum Joannis Widenteldt& Godefridide Ber. ges Anno 1689, den 4ten Tom. zu entbehren haben und gesinnet seyn möchte, denselben einem andern gegen billigmäßige Vergütung überzulassen, so wird derselbe ersuchet, davon die Nachricht dem Intellig. Comtoir beliebig zugehen zu lassen. Alm Dienstag den absten dieses Monats * und vielleicht darauf folgenden Tag des Morgens um 8 und Nachmittags 2 Uhr sollen einige der Universität zugehörige auf dem sogenannten Backenesch und Benniger Lande vor dem neuen Thor dahier belegene Ländereyen auf nacheinander folgende Jähren als a Michseli dieses I7/77sten Jahrs bis Michaelis 1782, als auf dem Backenesch 43 Stücke Landes, und aufm Benniger Lande 17 Stücke Landes den Meistbietenden verheuret werden, massen die Heuerjahren von den Ländereyen bereits 1776 und termino Michzelis dieses Jahrs zuEnde gewesen und seyn; welche also zu solcher Anheurung Lust und Mittel haben, wollen sich zur bestimmtenZeit undTagen auf dem Ueberwasserschen Mühlenberg beliebig einfinden, und die alsdann vorzulesende Conditionen vernehmen Signar. Ueberwasser binnen Münster den ro. August 1777. De Mandato # Busch, Amtmann. (Es wird ein zur Handlung etwan gelegenes — ziemlich aptirtes Haus von ganz oder halben Dienst zu miethen anverlangt. Das Intell. Comt. giebt davon Nachricht. Da sich bey einem hiesigen Bürger folgende Obligationes in Originali befinden, die ihm von einem Freund übergeben worden, um selbe den Eigenthümern überliefern zu können, eine Obligation de Anno 1698. de dato yten May über 20 Rthl auf Zellern Bernd Schlautmann Kirspels Rienberge, zum Behuf Hermann Benning Schneideramtsmeister in Münster; eine über 40 Rtl. de Anno rvoy de dato 24sten August auf Zellern Twents Erbe Kirspels Nienberge zum Behuf Johansen Lohman damaligen Soldaten unter des Hrn. Obersten Jenson Com= pagnie; eine über 20 Rthl. de Anno 170y de daio 24sten August auf Bernd Zelleren Wiemelers Erbe Kirspels Nienberge, zum Behuf bemeldten Soldaten Johansen Jenson; so können diejenige, so sich zu diesen Originalien legitimiren können, den Inhabern beym Intelligenz= Comtoir erfragen, und selbige gegen Reversale in Empfang nehIV. Landeslotterie=Sachen. Da die zu Abfoderung der Freyloosen zur 26sten dieses keine mehr prätendiret werden erstenKlasse jetziger rzten Landeslotte= können, so hat man solches deuen Herren Inrie bestimmte und bekannt gemachte Frist teressenten bekannt machen und daran erinbald verstrichen; mithin nach Ablauf des neren wollen.t Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Schloßkirche und so weiter in das Oratorium, wo Sie Ihrer Frau Mutter, der Kaiserinn Majestät, auf das angenehmste überrascheten. Beyde Majestäten giengen sodan in Dero Apartement, und kamen von da erst gegen 9 Uhr zum Speisezimmer heraus woWien, vom 6. August. Als Se. Majestät der Kaiser, den rsten dieses, Abends um 5 Uhr in Schönbrunn anlangten wollte die Wachparade ins Gewehr gehen; Höchstdieselben winketen aber, stille zu seyn, und Sie giengen sodann in die 4 schon alle Anwesende auf die allerhöchste Gegenwart mit dem größten Verlangen warteten. Se. Kaiserl. Majestät hatten die Reise von Fuessen in der Schweitz, in 3 Tagen zurück gelegt, indem Sie am 25. Julii noch da waren. London, vom 8. Augusi. Gestern ward zu St. James Staatsrath in Gegenwart des Königs gehalten. Bey der dermaligen Lage der Sachen walten Dinge von äusserster Wichtigkeit vor: Manist hier noch immer über das partheyliche Betragen ungehalten, welches die Franzosen gegen die Amerikaner äussern, da doch das Französische Ministerium die aufrichtigste Freundschaft gegen England bezeuget. Es ist beschwerlich die Thaten mit den Worten zusammen zu reimen und daher stehet zu besorgen dieses Verfahren dürfte endlich Engelland zu einem öffentlichen Bruche mit Frankreich vermögen, so entfernet auch beyde Mächte sind, den allgemeinen Ruhestand Europens zu stören. Unter den Mitteln,welche unsere feine Engländer vermalen in Vorschlag bringen, den Amerikanischen Händeln ein Ende zu machen, ist dieses, daß nämlich das Ministerium völlig umgeschmolzen; sodann der Graf von Chatam wieder an das Ruder gesetzt werde, und andere Herren von gleichen Gesinnungen sich der StaatsGeschäfte unterziehen. Das ist nun freylich ein Vorschlag;, der seine Wirkung nach sich ziehen könnte; wer wird aber nicht daran zweifeln, wann auf einer andern Seite neue Bündnisse zwischen hiesigem Hofe und einigen Mächten im Werke seyn sollen, um frische Hülfstruppen in Brittischen Sold zu übernehmen und so schleunig, als immer möglich die Colonien zu unterjochen. Bey allen diesen ernsthaften Zwangmitteln sollen dannoch alle mögliche Wege der Sanftmuth und Mäßigung eingeschlagen werden, um die Rebellen zu pflichtmäßigen Gesinnungen und zur Liebe gegen den König und das Vaterland zurückzuführen. Nun scheinen doch die Minisiere selbsten) die Hoffnung aufzugeben, daß der wichtige Gegenstand dieses Jahr zu seiner Erfüllung gedeiben werde um so mehr, weil sich bey den Operationen unserer Kriegsheere in Amerika eine so merkliche Verspätung einstellt. Ein neuer Feldzug wird vielleicht noch kostspieliger als der gegenwärtige werden, der wirklich 2ootausend Pf. Sterl. mehr als der vorigjährige verschlungen hat. Man versichert dermalen, es sey dem Könige in Preussen bey weitem nicht gemeint den Amerikanern eine Freystätte zu Embden oder in einem sonstigen Haven zu verstatten, sondern Se. Majestät hätten vielmehr, wie man sagt, unserm Könige ein Corps Ihrer Truppen unter billigen Bedingungen anerbeten um solche zur Bezwingung der aufgewiegelten Unterthanen in Amerika zu brauchen. Diese Anerbietung könnte eben so, wie jene eines Corps Russen, angenommen werden wann es unmöglich seyn sollte, mit dem heurigen Feldzuge dem Kriege ein Ende zu machen. Kurzgefaßte Neuigkeiten. Am sten August sind Se. Majestät; der Kaiser, mit Dero Durchl Herrn Bruder, Erzherzog Maximilian Königl Hoheit nach Leibnitz in Steyermark abgegangen, um das daselbst zusammengezogene Lager in allerhöchsten Augenschein zu nehmen. Die Königinn von Portugall befindet sich in dem vierten Monate Ihrer Schwangerschaft bey vollkommener Gesundheit. Der Marchese von Pomballäßt an seinem Palais zu Pombal mit allem Fleisse arbeiten, und gedenket daselbst seine übrige Lebenstage in der Stille zuzubringen. Nach einem zu Lisabon sich verbreiteten Gerüchte, sollen die Portugiesischen Truppen unter den Befehlen des Generals Bohrw die Spanier bey Rio de Janeiro geschlagen haben. Die auf den Insuln Mauritz und Bourbon in großer Anzahl befindlichen Französischen Truppen stehen recht zur Hand, ein oder anderes von den Englischen Etablissementen in Ostindien zu überraschen, wann, wider alles Vermuthen, der Krieg zwischen Frankreich und England ausbrechen sollte. * 9 C L S er 3 A si ∆ C 1 * 8