Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Freytag, den é. September. nro ndets eesse on I. Citationes edistales. Alus Befehl Sr. Hochwürden Herrn Offi=, dann gleichfalls auf den sten nächstkünfti## cialen werden alle und jede Creditoren, gen Monats October vor Sr. Hochwürden, — Manianfeld#. Herrn Officialen zu alsdann bestimmender Stunde zu erscheinen zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und dem Köttern Wittkamp der gütliche Vergleich versüchet werden solle, mit der Verwarnung, daß im Fall derenselben ungehorsamen Ausbleibens ihwelche an des Gotteshaus Marienfeld ei. genhörigen Köttern Wittkamp Kirsp. Harsewinkel, und dessen Haab und Güter einige Ansprach und Forderung haben, hiemit edictaliter verabladet, um innerhalb 4 Wochen welche ihnen für den ersten, zweyten zten und letzten Termin präfigiret werden, durch bevollmächtigte Anwaldte vor uns nen über etwa habende Forderung ein ewig Stillschweigen eingebunden, und nach Undurch bevoumächtigte Antaldir dor undWggergrge zum Paradeiß der hohen Kathedralkirchen terschied pro Consentientibus gehalten werzu gewöhnlicher Gerichtszeit zu erscheinen, den sollen. Geben Münster den 29. Aug. 1776 und ihre zu haben vermeinende Forderung De speciali Mandsto R. D. Officialis suh poena perperui filentii zu proponircu# so. W. Volrach, cauis Act. III. Vermischte Nachrichten. Am Dienstag, den 2usten laufenden Mo= bietenden verkaufet werden. Die Kauflustie# nats September soll in dem Hause des ge wollen sich daselbst am bestimmten Tage Schmiedeamtsmeistern Buck am neuen Platz Morgens 9 upr beliebig einfinden. belegen allerhand Hausgerath den Meist emnach eine gute Anzahl auserlesenen so genannten Lipp=B. u= und Klapp=Hölzern in den im Kuhrköllnischen Vest ohnweit Horneborg belegenen und zum Hause Henrichenborg gehörigen Büschen, am Donnerstag, den raten anstehenden Monats Sept. und den darauf folgenden Tagen allemal Morgens um 8 Uhr dem Meistbietenden zugeschlagen werden soll, als können Lust tragende sich alsdann einfinden, und ihren Vortheil suchen. Henrichenborg den 27. August 1776. n Ueberwasser ist ein gutes Quartier für einen ledigen Herrn offen. Es bestehet in 2 auch 3 Zimmern für den Herrn, und aus einem für den Bedienten. Die Zimmer konnen meublirt und tapezieret, wie es verlangt wird, aptirt werden. Auch ist Stallung für Pferde, so viel als nöthig dabey zu haben. Das Intellig. Comt. giebt weitere Nachricht ine auf der Clemensstraße lub Num. 530 belegene und wohl eingerichtete Behausung ist gegen Michaeli 1776 zu verheuren. Der Eigenthümer ist beym Intellig. Comt. zu erfragen. III. Landeslotterie=Sachen. Yächstkünftigen Donnerstag, den raten ** dieses, wird des Morgens um 10 Uhr die ersteKlasse der eilften hiesigen Hochfürstlichen Landeslotterie in Gegenwart Landesherrlicher und Landesständischer Herren Deputirten auf dem hiesigen Hofsaale öffentlich gezogen werden. Von dieser Klasse sind noch einige Loose gegen den Einsatz à Ein Drittel Rthl. zu haben. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Cadix, vom 14. Julius. Allen Obristen von den hier in Besatzung liegenden Regimentern ist der Befehl zugegangen, ihre Truppen vollzählig zu halten, und auf den ersten Wink marschfertig zu seyn. Bereits jüngsthin ist, mittels öffentlichen Anschlags, den Loots= und anderen Seeleuten befohlen worden, sich unter Strafe einer 4jährigen Landesverweisung innerhalb 24 Stunden in dem See=Amte zu stellen. Florenz, vom 17. August. Sehr beträchtlich ist der Schaden, welcher an der unvergleichlichen Kuppel unserer Hauptkirche durch einen Blitzstrahl im letztverflossenen Junius angerichtet worden. Man schätzet ihn auf zo tausend Gulden. Se. Königl. Hoheit, der Großherzog Selbst, hatten sich bemühet, auf den Thurm zu steigen um das Beschädigte zu besichtigen worauf Sie sogleich Befehl gegeben, solches wieder auszubessern. Man ist nun wirklich damit beschäftiget. Der durch das obersite eiserne Kreutz ohne Zweifel geleitete Strahl hatte hauptsächlich die Erker und Geländer welche oben an dem Thurm angebracht sino, größten Theils zerschlagen. Die ganze Straße von dem Coffeehause, Bottegone genannt, bis an den Via de Servi, war mit Steinen und Trümmern, welche durch die Gewalt des Blitzes herab geschleudert waren, bedecket. Auch benachbarte Palläste und Häuser sind dadurch beschädiget worden. Gedachte prächtige Kuppel welche man schon vor mehr als 505 Jahren zu bauen angefangen hatte ist bis an das eiserne Kreuz 362 Französische Schuhe hoch. London, vom 26. August. Am 24sten hat der Hof eine Relation von der Ausführung bekannt gemacht, welche die Flotte unter den Befehlen des Admirals Parker, und die Trußpen unter dem Generale Clinton am 28sten Juni auf Carlstomn in Carolina versucht haben.(Die ganze umständlichere Beschreibung ist für uns viel zu groß, daher wir nur einen Auszug liefern.) Am 28sten Junius um halb 9 Uhr Morgens ward das Lösungszeichen zum Angriffe gegeben und das Feuern von den Kriegsschiffen sowohl, als Fregatten, dauerte bis 9 Uhr Abends, da die Dunkelheit der Nacht die größtentheils aufgezehrte Kriegsmunition, die Ermüdung des Volkes, die fast erschöpf te Ebbe, kein Anblick von einem guten Erfolge kurz, kein Anschein zu einem fernern wesentlichen Dienste den Herrn Parker veranlaßten nach einem Verluste von beyläufis 200 Mann, das Geschwader zurückzuziehen. Der Capitain von dem Schiffe, die Erfahrniß, Herr Scott, hat den linkenArm verloren, und ist so stark verwundet, daß man für sein Aufkommen sehr besorgt ist. Auf seinem Schiffe sind 23 Todten und 56 Verwundete. Der Bristol, davon der Capitain, Herr Morris, geblieben, zählet##0 Todte und y1 Verwundete. Kurz, die Schiffe und Fregatten sind sehr übel zugerichtet und eine von letztern ganz verbrannt worden. Die erste Brigade, welche aus 4 Regimentern bestand, war bereits wieder eingeschifft, und stand auf der Fahrt nach Neuyork und die übrigen Regimenter sollten in kurzen Tagen dahin folgen. Wenn nun gleich die Amerikaner einigen Vortheil in Carolina auf ihrer Seite sehen so will man doch, daß ihre Lage in den Colonien Reu=England und Neuyork dermalen sehr bedenklich seyn müsse. An die 40 tausend Mann National= und Hülfstruppen, jene mit einbegriffen; die der General Clinton dem Generale Howe zuführet; sollen ihnen auf den Hals gehen. Ueber dies sagt man der General Bourgoyne sey mit einem Corps von ro tausend Mann Engländer, Braunschweiger und Canadier, nebst einigen Detaschementern Wilden, über dieLandseen in Canada im Anzuge begriffen, und schon nicht weit von Albania entfernet von da er noch beyläufig roo Englische Meilen bis Neuyork zu marschiren hat. Auf diese Art sollen die Amerikaner von allen Seiten auf einmal zu Wasser und zuLande gegen den Mittelpunkt, wo sie ihre meisie Macht versammelt haben eingeschlossen werden, und da dieses die Beschaffenheit unsers Operationsplaus ist, so wird die Nachricht von einem entscheidenden Treffen in den dasigen Gegenden mit ehestem vermuthet. Uneracht der bedenklichen Aussicht eines so hartnäckigen, als blutigen Krieges, giebt es in den Colonien ansehnliche Leute, welche eifrigst an einer Aussöhnung zwischen beyden Theilen arbeiten. Der Congreß seiner Seits hat zu Bestreitung der Kriegskosten einen Theil von allen Beuten; welche die Amerikanischen Caper machen werden, an die öffentliche Schatzkammer gewiesen, der Rest aber bleibt den Eroberern zugedacht. Man will hier die gewisse Nachricht haben, daß endlich Spanien durch die Vermittelung Frankreichs die Vorschläge Portzgals angenommen habe, und ein freundschaftlicher Vergleich zwischen beyden Kronen geschlossen worden sey. Dagegen spricht man von einer Conföderation zwischen einigen Europäischen Mächten, um die Pforte aus ihren Europäischen Staaten zu treiben. Pohlnische Gränze, vom 25 Aug. Nach den neuesten Briefen, sollen die Oesterreichischen Truppen in Pohlen bey dem bevorstehenden Reichstage so stark werden, als die Russen daselbst sind; sie bringen aber keine schwere Bagage mit. Bey Cracau, jenseits der Weichsel messen die Oesterreichischen Ingenieurs einen District, und sie formiren daselbst Gassen, als ob sie eine Stadt anlegen wollten. London, vom 27. August. Diesen Morgen sind, wie wir hören, Nachrichten von Lord Howe vom 28sten Julius angekommen, die dahin lauten, daß weder er, noch sein Bruder, es für rathsam halten eine Landung auf Neuyork zu versuchen weil zu befahren ware, daß eine beträchtliche Anzahl von ihrem unterhabenden Kriegsvölkern umkommen müßte. In diesem Betracht seyn sie darauf bedacht, in Pensylvanien zu überwintern. Diese Nachrichten setzen hinzu; die Truppen seyn in guter Gesundheit, voll Muth, und mit Lebensvorrath vollkommen versehen. Maryland ist und bleibt seit der ben dem Congresse vorgegangenen Erklärung getheilet. Die 8 östlichen Grafschaften wollen nicht darein willigen. Gleiches Sinnes sind 4 von den westlichen; die 4 übrigen aber dem Schlusse des Congresses beygetreten, und 1900 Freywillige aus dieser Provinz und aus Pensylvanien unter dem Major Clark nach der Provinzial=Armee zu Neuyork abgegangen. Warendorf, vom z. Sept. Am riten dieses hat allhier in der alten St. Laurentii Kirchen der Wohlehrwürdige Hr. Liborius Lintze, ein Mann von ungeheuchelter Frömmigkeit seine zweyte Primitz(gehalten; es ist dieser Ehrwürdiger Alte noch vollkommen so gesund und munter, wieer zur Zeit seiner ersten gewesen. Münster, vom 5. Sept. Von Ahaus ist dahier die erfreuliche Nachricht eingegangen, daß Se. Kuhrfürstl. Gnaden unser gnädigster Fürst und Herr, den zten dieses dase lbst bey vollkommenen Wohlseyn, zur allgemeinen Freude, angelanget. Dem Vernehmen nach werden Höchstdieselbe bis im October daselbst verbleiben und demnächst die hiesige Hauptstadt mit Dero böchsten Gegenwart beglücken. Kurzgefaßte Neuigkeiten. Neulich zeigten der Kaiserinn Königinn Majestät Ihrem berühmten Dichter Metastasie das hinter Schönbrunn auf einem Hügelneuaufgeführte Lustgebäude, und dabey äusserten Dieselben ein Verlangen zu einem Gedicht auf dasselbe, Gleich am andern Morgen überschickte der Dichter der Monarchinn eine Ode, die Ihr so wohl gefiele, daß Sie ihm eine goldene Dose dagegen zurück schickte, die eine noch größere Kostbarkeit enthielt, ein eigenhändiges Kaiserl. Billet, des Einhalts: Die Schnelligkeit mit welcher ich überrascht werde, war mir um so angenehmer, da sie mir zeigt, daß mein alter Lehrer sich noch ganz in seiner Stärke erhalten hat. Er ist die Ehre seines Jahrhunderts, und noch mehr die Ehre derer zu deren Dienst er sich gewidmet hat. Se. Majestät ,der König in Preussen, haben bey Dero Durchreise durch Schlesien, an allen Orten Dero höchste Zufriedenheit zu bezeugen, und der Stadt Jauer wegen des erlittenen großen Brandschadens, ein Capital von 194000 Rthlr. zu ihrer Wiederaufbauung gnädigst zu schenken geruhet. „Am réten August war zu Merseburg ein überaus heftiges, mit vielem und großen Hagel und einem unglaublich heftigen Sturme verbundenes Gewitter. Der Hagel hat in den dasigen Gegenden sehr vielen Schaden sowol an Feldfrüchten als Fenstern gethan. Der Sturm aber, der einer der heftigsten war, hat nicht nur viele Häuser Scheuren und Ställe darnieder gerissen und eine große Menge Dächer abgedeckt, sondern auch in den Waldungen einen sehr beträchtlichen Schaden angerichtet. Ein Jude aus Fulda beredere jüngst seine Frau zu einer kleinen Reise, gab ihr aber vorher Gift ein. Er mogte die Dosin zu stark gegeben haben; denn eine halbe Viertelstunde von der Stadt fiel die Unglückliche um und zerborste. Der flüchtige Bösewicht ist von den Birsteinischen Husaren ertappt und nach Fulda gebracht worden. Dem Vernehmen nach soll die Jüdin des Vorhabens gewesen seyn sich taufen zu lassen. Aus Amerika bestätigt sich die Nachricht daß die Provinzialen überhaupt schon 1400 Mann nemlich 3o0 Mann von der Garde, 350 Hessen, und 770 Mann Bergschotten weggenommen haben. Nach Briefen aus Berlin, sind Ihre Majestät die Königinn, welche nach der Abreisedes Großfürsten sehr unpaß gewesen waren so weit wieder hergestellet, daß nach der Versicherung der Aerzte, keine Gefahr mehr zu fürchten ist. Nachrichten von Mietau versichern, daß endlich zwischen dem Herzog und dem Adel die länger als ein Jahrhundert unterbrochen gewesene Harmonie wieder hergestellet worden sey, und daß zween vom Adel den Auftrag erhalten haben, den Höfen von Petersburg und Warschau die Nachricht von dieser Vereinigung zu überbringen. Nach andern Berichten, dürfte die nach Petersburg abgereisete Herzoginn von Curland so bald nicht zurücke kommen. Der Graf Apraxin, und der Prinz Kurakin; welche sich beynahe 2 Jahren auf der Universität zu Leyden aufgehalten haben sind am 2asten August nach Petersburg zurückgereiset.