Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Freytag; den 7. Junii. I. Citationes edistales. Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen weltlichen Zofgerichts werden alle und jede Creditoren, so einige Forderung an dem Cramer zu Lastrup und das Cramer Erbe haben, hiemit zum ersten zweyten und dritten mal offener Edictsweise verabladet, um auf den hten Tag nach Verkündigung dieses an besaztem weltlichen Zofgericht zu erscheinen, alsolche Forderung durch einen bevollmächtigten Anwaldten unter Straf eines ewigen Stillschweigens zu proponiren; anbey werden erwähnte Gläubigere citiret u. verabladet, um auf den bten künftigen Monats Auzust selbst, oder durch einen genug sam bevollmächtigten Anwaldten Morgens 10 Uhran gedachtem weltlichen Hofgerichte zu erscheinen, zu sehen und zu hören, daß zwischen ihnen und dem Godfrid Cramer zu Lastrup auf von ihm in termino beyzubringende gütliche Vorschläge ein Vergleich versuchet werden mit der Verwarnung, daß der alsdann nicht erscheinender Gläubiger pre Consentiente gehalten seyn solle, wie auch zu sehen und zu hören, daß erwähnte Släubiger allenfalls zufrieden gestellet werden sollen. Signar. Münster den 6. May 1776. Ex spec. Commillione D. Judicis aulici A. H. Loyer. Not. caufa II. Gerichtliche Notifications. Doctoren Tem e: Wittiben Ehring zuständige in Harsewinkel wirh Höerngratzn.d sericht„Harkgten belegene Behausung samt dabep obhandenen becidirter Sachen Exeeutorii Siverdes nochmals und in Vorgang geschehener Reästimation zumVerrauf per minorationem soll aus. gefeilet werden, welche dann hiezu Lust haben wollen sich auf obangesetztem Tag Morgens 10 Uhr am gewöhnlichen Gerichtsplatze zu Harsewinkel einfinden. Sign. 24. Man 1776 Ad Decreium D. Gogravii H. A. Becke; Grschr. III. Vermischte Nachrichten. wird hiemit bekannt gemacht, daß für tum bewohnet wird, samt dren ausserhalb die lub Numeris 1513 und 1514 bezeich. dem Neuen Thor belegene Gärtens am hten nete in der sogenannten Taschen dahier bele: Julii dem Meist und Letztbietenden gegen gene zwey Gademen oder Wohnungen unter baare Zahlung zu verkaufen gesinnet sind, einem Dach bereits zweyhundert fünfzigRilr als wird hiedurch bekannt gemacht daß dieDann für die dabey stehende lub Numeris jenige, welche zu solcher Ankaufung Lust und 151s und 15 16 bezeichnete zwey Wohnungen unter einem Dach dreyhundert fünf und zwanzig Rthlr. zum Erbkauf geboten worden Wann also jemand Lust und Mitteln hat, ein mehreres dafür zu geben, hätte derselbe bey der gnädigst angeordneten Commißion in Zeit von vier Wochen sich zu melden, als sonsten behuf des gebotenen der Zuschlag geschehen seyn solle. Ueberwasser den 2. Junii 1776. Busch Amtmann. Mittel haben sich des Morgens um 9 Uhr in der Amtmanney ad S. Egidium einfinden können. B.A. Hölfcher, Amtmann, qua Mandat. Das Haus, so der abgelebter Herr Ober= — ster von Donop bewohnet hat, oder eiDemnach die Erben weyland Herrn Canonici Zurwieschen das im so genannten krummen Timpen belegene Haus und Gadem, sodann das auf der Wilmer Steage belegene Haus, welches von der Wittib Honnige Zimmers(wenn das ganze Haus nicht anverlanget wird) stehen gleich bis den rsten October zu verheuren, nebst das Nebenhaus, um Wagens darin zu stellen. Der das ganze Haus und Nebenhaus heuret bekommt das Obst in dem hinter dem Hause liegenden Garten ansonsten wird letzteres Baumweise verkaufet werden. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Tetuan, vor. 26 Aprik, die Prinzeßinn von Asturien Königl. Hoheit Zwpischen Tanger und Ceuta istein Frane in din zten Monatihrer gesegneten Leibesund Eica Arein Zral zösisches Schiff gescheitert, und sein sämtli ches Schiffsvolk in den Wellen umgekommen. Seine Schiffsladung muß meistens aus Brandtewein bestanden haben, dann es sind 200 Fässer von diesem Getränke an die Küste getrieben, für welche ein Christ dem Bassa Bella 400 Centner Pulver angeboten hat. Allein, der Musulmann, der für das Mahometanische Gesetz eiferte; welches den Gebrauch dieses Getränkes untersaget, verwarf solchen Vorschlag, und ertheilte vielmehr den Befehl, die Fässer einzuschlagen und den Fluten ein Opfer damit zu machen. Madrid, vom r. May. Zur Freude des Hofes und des Reichs sind umstände getreten. I. Der Courier, welcher von hiesigem Hofe nach Lisabon gefertigt worden, um eine Genugthuung wegen der von Seiten der Portugiesischen Truppen verübten Feinseligkeiten zu verlangen, ist unsers Wissens noch nicht zurück eingetroffen. Man ist ungemein begierig, zu vernehmen, auf welche Art die desfalls entstandenen Irrungen zur Ausgleichung werden gebracht werden. Mit Vergnügen haben wir vernommen daß unser alte Seeheld Barcelo nicht todt sey; wie man neulich vorgegeben hatte, sondern daß vielmehr die beste Hoffnung zu seiner Genesung vorhanden wäre. r 6 9 ti d n n a 1 1 n 9 Hamburg, vom 23. May. Da in einigen fremden und hiesigen Zeitungen bemerket worden, daß zur Beybehaltung der Ruhe in Norden, das Herzogthum Curland an die Krone Schweden, und das Schwedische Pommern an die Krone Preussen abgetreten, dahingegen der Herzog von Curland das Gouvernement von WestPreussen erhalten solle; so sind itzt die Nachrichten für gänzlich ungegründet zu erklären, indem hinlängliche Nachricht vorhanden ist, daß zum Glücke für die allgemeine Ruße, unter den Nordischen Mächten die vollkommenste Harmonie herrschet. Wien, vom 2s. May. Wir haben seit einigen Tagen ein für diese Jahrszeit sehr unfreundliches, kaltes und rauhes Wetter, welches uns Hagel und Reif besorgen läßt, wie denn wirklich aus Ungarn gemeldet wird, daß zu Somerein ein großer Hagel gefallen welcher alle Feldfrüchten zerschlagen hat. London, vom 28. May. Der Hof hat von Paris und Madrid wichtige Briefe erhalten. Es heißt, unser Botschafter an dem Spanischen Hofe, Graf von Grantham, habe einberichtet, daß zu Cadix eine Amerikanische Fregatte von 28 Kanonen geführt von einem gewissen Blacke mit Briefen von dem Congresse an das Spanische Ministerium angekommen sey. Eben diese Berichte betreffen auch die die bewerkstelligten Mittel, um einem Bruche zwischen Spanien und Portugall vorzukommen. Aus Amerika haben wir nichts veränderliches. Die vor 10 Tagen von Portsmouth ausgelaufene Flotte muß sehr weit seyn, weil sie beständig guten Wind gehabt hat. Am 26sten gieng auch die zweyte Division der Hessen=Casselschen Truppen von Portsmuth unter Segel. In allen dreyen Königreichen wird ein großer Vorrath von Lebensbedürfnissen zum Behuf der Königl. Truppen in Amerika zu Schiffe gebracht, und nach besagtem Welttheile abgeschickt. um 2zsten war die sämtliche Admiralität versammelt, und es wurde beschlossen, daß unverweilt r2 Schiffe von der Linieausgerüstet werden sollten. Man will auch wissen, daß die Aushebung von 6000 Mann Seetruppen darin verfügt worden sey. Die Rede gehet, Lord Amherst habe sich anheischig gemacht im Fall dieses Jahr die Unruhen in Amerika nicht beygelegt werden sollten, künftiges Jahr dahin zu gehen, und das Commando von einem 50 tausend Mann starken Kriegsheere zu übernehmen mit dem Bedinge, daß seine Verhaltungen bestimmt und in dem Parlamente beschlossen worden seyn. Dieser Bedingung dürfte man inzwischen um so mehr die Wahrscheinlichkeit abstreiten weil das Ministerium sich beständig weigert. alles, was seine Absichten und Entwürfe entdecken könnte, unter andere Augen kommen zulassen. Dem sey nun, wie ihm wolle so steher sehr zu befürchten, unsere Krone werde mit den verbundenen Colonien, so lange dieselbe gemeinschaftliche Sache machen, noch eine geraume Zeit beyde Hände voll haben. In einem unterm azsten Merz an Bord eines Kriegsschiffes in dem Haven von Boston geschriebenen Briefe wird berichtet, daß die Kron=Fregatte, der Merkur, von 20 Kanonen, welche mit einer Brigantine bekannelich s von 13 Schiffen aufgebracht hatte, die, mit Pulver und Ammunition für die Amerikaner befrachtet von Curacao und St Eustache kamen, seitdem von 3 Amerikanischen Kapern sehr übel zugerichtet, und ihnen 3 von vorgedachten Schiffen wieder abgetrieben worden seyn. Man muß zugeben, daß die Amerikaner aller Gefahr trotzen, und beldenmäßig kämpfen. Eines ihrer.Schiffe von 28 Kanonen, der Comet genannt, unter Anführung des Capitains Carl Atkins, hat sich auf der Seehöhe von St. Christoph mit einer Königl. Fregatte 6 ganzer Stunden, und zwar immer in der Weite des kleinen Gewehres herumgerissen, bis die Fregatteendlich nach dem sie ihren Fockmast eingebüßt, sich zurückgezogen da dann der Amerikaner auch sehr beschädigt, am ryten Merz in dem Haven zu Philadelphia einlief. Worms, vom 28. May. Am verwichenen Heil. Pfingstfeste ist die neulich angezeigte Feyerlichkeit der Besetzuchmung des hiesigen Bischöfl. Stuhls wirklich auf das glänzendste vollzogen worden. Se. Kuhrfürstl. Gnaden von Maynz, unser Hochwürdigster Bischof, wurden Vormittags um Uhr, aus der Bischöfl. Burg in die Dom kirche abgeholt. Voran giengen die Domkapitularischen Stäbler; diesen folgten sämtliche Liverey Bediente, Welt= und OrdensGeistlichkeit zendlich unter Vortragung des Erzbischöft Kreutzes und Marschallsschwerdces, Se. Kuhrfürstl. Gnaden Selbst unter einem prächtigen Himmel, welchen 6 Stiftsherren trugen, und Kuhrfürstl. Trabanten auf beyden Seiten begleiteten. Die hohen Staatsminister und Räthe, Cavaliers und Dicasterien beschlossen den Zug. In der Domkirche hielt der Kuhrfürst das Hochamt, trat nach diesem unter einen besonders darzu bereiteten Himmel, um daselbst, nach abgesungenem Te Deum, welches Se. Hochwürden Gnaden; der Herr Weihbischof von Scheben, angestimmet, von dem hohen Domkapitul die Huldigung und Glückwünsche zu empfangen. Alles dieses geschah unter beständigem Knallen des groben Geschützes der Rückzug aber in der vorangezeigten Ordnung. Mittags wurde an einer Tafel von z5 Gedecken gespeiset. Gestern verrichteten Se. Kuhrfürstl. Gnaden die gewöhnli. che Firmung. Heute war für uns abermals ein freudenvoller Tag da wir das unschätzbare Vergnügen hatten, Se. Kuhrfürstl. Durchlaucht von der Pfalz in unsern Mauern zu sehen. Höchstdieselbe sind um halb 12 Uhr, in Begleitung Ihrer Excellenzen des Obristkämmerers Freyherrn von Zedtwitz des Obrisistallmeisters, Frepherrn von Vieregg, des Herrn Generals, Grafen von Pappenheim, des Generallieutenants, Freyherrn von Belderbusch und des Prinzen von Ysenburg Hochfürstl. Gnaden, unter Paradirung sämtlicher Bürgerschaft, wie auch einer besonders errichteten Reuter= Compagnie und FischerCorps, imgleichen unter Abfeuerung des Geschiätzes, bier eingefahretz, um Sr. Kuhr. fürstl. Inaden, unserm gnädigsten Herrn, einen fteunöschäftlichen Besüch abzustatten. Schwetzingen, vom zo. Mlay. A#rssen 2.mittag nach TrUhrsind Se. Kuhrfürstl. Gnaden von Maynz allhier angekommen. Se. Kuhrfürstl. Durchlaucht, Pser, 8n 9) kandesher, empfiengen bey dem Aussteigen auf das zärtlichste. Nachdem an einer Tafel von#0 Sedssten gespeiset worden, war Nachmittages Akademie der Musik, welche die höchsten Herrschaften aus dem prächligen Badhause e es ae. Abends verfügtensich Se Kuhr. fürstl. Gnaden wieder nach Worms zurück. a Kurigefaßte Neuigkeiten. Pariser Nachrichten zufolge, dürfte der nunmehrige Herzog von Guines als Botschafter des Allerchristlichsten Königs nach Rom gehen, um den Cardinal von Bernis allda abzulösen. Ein armer 87jähriger Mann in London hat 120000 Pfund Sterl. und noch 900 Pf. jährlicher Einkünfte geerbt. . Shaßt wieder erzurondon angelang te Fürst Czernichew schliesse die Tractaten we5.20 tausend Russen, die nach Amerika Briefe von Wetzlar können die Bestürzung nicht genug beschreiben, in welche die Stadt durch die unvermuthete Begebenheit der zerschlagenen Visitation gesetzet worden ist. Man rechnet, daß daselbst künftig wenigstens 200000 Gulden weniger circuliren werden. I n der König von Preussen zu dessen Empfang alle Anstalten zu Langeleben vorgekehrt waren werden, dem Vernehmen nach, nicht dahin kommen. Der Graf von St. Germain, Staatssecretair im Keiegsdepartemente, ist von Sr. Allerchristlichsten Majestät zum Minister ernannt worden und hat bereits am 19. May in dieser Qualitat dem Staatsrathe beygewohnet. zum Münsterischen Intelligenzblatt Rum. 40. Gerichtliche Notificationes. Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen ** committirten Herrn Richtern Schipman zu Löningen, Listrun und Gograf zu Linde. ren wird hiedurch jedermänniglichen bekannt gemacht, gestalten am Donnerstag, den 13. Tag nächsikünftigen Monats Junn a c. des Morgens 9 Uhr zu Lastrup am gewöhnlichen Gerichtsort nachfolgende zu dem Falken Erbe gehörige wirklich insamr auf 35 Rthl. geVermischte Nachrichten. Demnach der Freyherr von Böselager, Zerr zu Hölinghoven, und Rehlen 2c. entschlossen ist, sein in dem Stadtsoestischen Diltrick gelegene allocial adelfreye Landguth Nehlen, wie auch das Contribuable Guth Fahnen, und mehr so wohl Contributions freyer als Contribuabic Allo diel Grundstücke und zwar was angehet dasjenige wasisentlich das adliche Gut Reh len ausmachet, zusammen, das Guth Fahnen aber und übrige so wohl Cantributions freye als Contribusble Grundgüter sozwie sich Liebhaber einfinden, einzeln oder stückweise freywillig jedoch öff ntlich unter dem Vorsitz des Königlichen Gerichts zu Soelt in Ter minis den r#ten Junii aten und 23 Julii des laufenden##76ten Jahrs an Meisidie. lende zu verkaufen, und die durch beeidigde Taxntores geschehene Tas samt den Vorrichtlich ästimirte Stücke, als 2) der sogenannte Weitergarte, wovon Teepe2 Stücke und die 2 andere aber Albert Falke unter hat; sodann 2) ein Garte, welchen Bernd Zimmer unter hat, an Krümpelmanns belegen, dem Meistbietenden öffentlich verkaufet werden sollen. Lastrup den 28. May 1776. De Mandsto D. Judicis Nölcken Grschr. warden und ausführlichen Beschreibung beym gerichtlichen Protocoll mitteler weile von Kauflüstigen eingesehen, oder wer sich am Hause Rehlen meldet, von daher Copeylich communiciret werden kan, sö wird dieses hiemit zu dem Ende kund gemachet, daß Kauflüstige in besagten Terminis und längstens den 2zsten Julii bey Gericht zu Soelt sich einstellen und ihren Vortheil versuchen können. (Es wird hiemit bekannt gemacht, daß bey dem Tuchhändler Vernarc Christ.Poppe aufm Markt 2 Stückfässer Rheingauer Wein, als nämlich ein von 1748 und ein von 1753. Ohm oder Stückweise meistbietend gegen baare Zahlung verkaufet werden sollen. Die hierzu Lust und Mittel habende Lehhaber belieben sich am roren rumti laufenden Jahrs Nachmittags 2 Uhr einzufinden. N AAF 14 Alm roten Junii und nächstfolgenden Tagen werden im hiesigen Hochfürstlichen Collegio allerhand Bücher dem Meistbietenden verkaufet werden. Der Anfang des Verkaufes ist des Morgens), des Nachmittags 3 Uhr. Der Catalog ist im Inkellig. Comtoir ohnentgeldlich zu haben. C. Zumkley, Bibliethekar. (Einviersitziger Reisewagen, der sich noch in * ganz gutem Stande befindet, steht aus freyer Zand zu verkaufen. Das IntelligenzComt. giebt weitere Nachricht. In der Nacht vom assten auf den 2osten May ist dem Zellern Havest Kirsp. Grepen, Bauerschaft Westerrodde ein schwarzer Wallach, 9 Jahr alt mit etwa weißer Stirne und an einem Hinterfuß etwa weiß, von der Meester Heydeentwendet. Wer nun solchen Thäter anzeigen würde, demselben wird die Edictmäßige Belohnung hiemit versprochen. (Fshat jemand ein Manuscript in 4to über die Taktik; Schakespears Schauspiele, von Eschenburg übersetzt ester, 2ter und ater Band; sodann Büschens mathematische Ennern an wen. Wer also von obbenannten Büchern eines oder das andere hat, wird ersuchet, solches dem Intelligen; Comt. anzuzeigen oder dieselbe dem Eigenthümer wieder zustellen zu lassen. (Fsist ein Rosenkranz mit silbernem Kreutz gefunden, wer selben verloren, kann ihn beym Intellig. Comtoir wieder abfodern. (Es ist auf der Landstraße von Rheine nach Telgt ein Taschenbuch in rothem Leder worinn einige Quitungen und Rechnungen sich befinden verloren worden. Wer selbes gefunden, und dem Intelligenz Comtoir einliefert; soll ein billiges Trinkgeld gegeben werdenDa das Burgsteinfurtsche Viehmarkt in diesem Jahre auf Johannis Tag; den 24sten dieses Monats, einfällt, solcher Tag aber an vielen Orten ein Feyertag ist: so wird deswegen gedachtes Viehmarkt dieses mal den Tag darauf nämlich den 2sten des laufenden Monats allhier gehalten werden. Burgsteinfurt den s. Juni 1770. Hochgräfl: Bentheim Steinfurtsche Regierung. Conradi. „ E i cyclopedie, ausgelehnet, ohne sich zu erinLandeslotterie=Sachen. Montag den roten dieses Monats, des *** Morgens um zehn Uhr, wird auf dem hiesigen Hochfürstlichen Hofsaale in Gegenwart Landesherrlicher und LandesständiVermischte Nuigkeiten. Venedig, vom r8. May. löschen, dann wann man noch einige Minuten verzögert hatte, so wäre diese unglückliche Stadt in einen Schutthaufen verwandelt scher Herren Deputirten die Ziehung der dritten Classe hiesiger zehnter Landes Lotterie öffentlich geschehen. Mit einem von dem Gouverneur zu Corfu Hieher gefertigten Expressen hat man zu vernehmen, daß daselbst ein Haufen Constabler, welche aus den Vorrathshäuseren Pulver entwendet, und dasselbe verkauft hatten, ihrer Entdeckung und wohlverdienten StraFe aber auszuweichen bedacht waren, den gottlosen Schluß gefaßt haben, Minen bis zu besagten Pulver=Magazinen anzulegen. Die brennenden Lunten waren schon angelegt, als einer unter ihnen, über dieses erschreckliche Unternehmen mit Reue erfüllt, die Sache an der Behörde angab. Man brachte noch bey Zeiten zuwege, die Lunten auszuHanau, vom 1. Jun. Von Wetzlar vernimmt man, daß die sämtlichen Herren protestantischen Subdelegirte sich noch daselbst befänden, und von ihren respective Höfen Befehl erhalten, bis auf weiteres daselbst zu verbleiben. Imgleichen sind die zum Visitations Congresse gehörigen Acten sämtlich nach Mlaynz gebracht worden; dem ungeachtet aber hat man noch Hoffnung, daß durch ein zu treffendes Auskunfts Mittel dieses wichtige Geschäft wiederum in Sang gebracht werden dörfte.