Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Dienstag den F. März. I. Citationes edistales. kus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen(Es werden hiedurch alle und jede Gläubiger, Herrn Stadts Richkern werden älle und welche einige Ansprach aner Fanderung jede Gläubigere, welche einiges Recht, Ansprach oder Forderung an die ohnlängsi ver kaufte, dem weyland Osnabrückischen Kanzley=Secretarien Meyer zuständig gewesene und im Breul dahier belegene, Num. 1737. und r739 bezeichnete zwey Gädeme und übrigen Zubehör zushaben vermeinen möchten hiemit zum zweyten mal offener Edictalweise citiret und abgeladen, um ihre Forderungen innerhalb9 Tagen nach Publication dieses bey dem Mänsterischen Stadtsgerichte sub perna perperui#ilenti gehöriger massen vorund einzubringen. Signatuin Münster den 29. Febr. 1776. De Mandato D. Judicis urbici J. H. Wattendorf, Grschr. welche einige Ansprach oder Forderung an dem von den Eheleuten Schrey dahier verkauften bey Rottulen belegenen Hoppenhause haben oder zu haben vermeinen, hiemit edi. Ctaliter verabladet, um ihre Forderungen u. Ansprüche innerhalb 6 Wochen, wovon wir 14Tagefür den ersten, 14 Tage für den zweyten und 14 Tage für den zten und letzten Termin ansetzen, und schließbar benennen vermits darüber sprechenden Urkunden und Nachrichten bey Strafe des ewigen Stillschweigens ge ichtlich vor= und einzubringen Sign. Münster den 29. Febr. 1776. Aus Befehl des Hochfürstl, Münstr. geistlichen Hofgerichts ## F. Dauphin, caufe Act. Kucenun i. Gerichtliche Konfiatonz. ngefolg vom Hochfürstl. Münsterischen Schreiber, Klägerinn und Triumphantinn Officialatgericht in Sachen der Jungfern, wider die Erben Muerman Johan Herman Windau und Christopher Bunte in Harsewinkel Succumbenten, eingegangenen Maielati ad altiiandum& diftrahendunn wird mit männiglichen kund gemacht, daß auf Montag, den rrten März die von Hermann Windau sive Niebuer und Christopher Bunte unterhabende von Müermans Steiten herkommende Ländereyen, als die theils an der Lutter schiessende und theils zwischen Arnold Gramme und Christoph Berlemeyers Mersch belegenen Merschen, wie auch das auf dem sogenannten Dechen Sutsfeld belegenes Korten Land aa 4 Stück in Vorgang geschehener Aestimation behuf Jungfern Triumphantin= nen dem Meist= und Letztbietenden sollen verkaufet und gerichtlich zugeschlagen werden, welche dann darzu Lust haben, können sich des Morgens halb 1 1 Uhr am Gogerichts. platze zu Harsewinkel auf bestimmten Tage einfinden. Lignat. den 26. Fedr. 1776. Ad Decrecum D. Gogravii H.A.Becke Erschr. III. Vermischte Nachrichten. a in Sachen Explorationis onerum des Juden Joseph Salomon zu Stadtlohn wider dessen Creditoren pro termino diltractiones der in Stadtlohn belegenen Behausung des Exploranten, welche mit der dahinten stehenden Scheuer und kleinen Garten auf 750.Rthl. geschätzt worden, der roste anstehenden Monats März Morgens 10 Uhr dahier bey der Hofkammer angesetzt ist, so wird dieses zu dem Ende andurch bekannt gemacht, damit die zum Ankauf derselben Lust tragendesich in termmo bey gedachter Hofkammer einfinden können. Münster den 16. Februar 1770.„„ C. B. Schwick. a zur Erbverpachtung der Telgtischen Müblen novus termions auf den 18ten März laufenden Jahrs Vormittags 10 Uhr bey der Hofkammer dahier anberaumet ist so wird dieses denen zur Anpachtung Lust tragenden mit dem Anhang bekannt gemacht daß sie ihre Erklärung und Geboth auf die ihnen bekannte Bedingnisse vor dem 1o. März zur Hofkammer schriftlich einzugeben haben, wobey ihnen freygestellet wird, falls sie die Erbpacht etwa unter anderen Conditionen einzugehen verlangen, diese zugleich schriftlich in Vorschlag zu bringen C. B. Schwick. (Es wird hiedurch jedermänniglichen bekant S gemacht, daß das bey Düllmen belegene von aller ordinairen und extraordinairen Schatzung und Lasten defreyetes Könings Erbeam Dienstag, den rhten März auf einige Jahren dem Meist= und Letztbietenden verpachtet werden solle. Zu diesem Erbe gehörige Pertinentien sind folgende: Das Principalhaus und Schoppen in gutem Stande. Vier große Kämpe beym Hause gelegen, bestehen in guten Kleygrund, und halten Weitzen Maaß 1o Malt; Scheffel 3 Spint Düllmensche Maaß Vier kleine Kämpe beym Hause gelegen, bestehen in Kleygrund, und halten Weitzen Maaß 3 Malt 6 Scheffel. worinn jedoch ein Garte zum Backehaus gehörig Aufm Lechlers Felde vierjährig dreisch Land halten zusammen 7 Malts Scheffel. Die Gerechtigkeit Plaggen zu mähen im Königfelde zu obigen Kämpen mit Steinen abgesetzt. Item die Plaggen=Gerechtigkeit zum Lande und Lechlers Felde in der Engster Heide. Eine große Wiese von 4 Fuder Heugewachs in ein Schnitt. Zwey kleine Wiesen von 2 Fuder Heu. Eine Wiese am Garten von 1 Fuder Heu. Noch eine Wiese von: Fuder Heu. Ein Backhaus mit bevgehörigen Garten. Ein Principal Garten beym Hause von anderthalb Scheffel groß Die Treibens= Gerechtigkeit in der Engster Heide für so viel Vieh als er ausfüttern kann, und für den Backhäusern die Treidens Gerechtigkeit in selbiger Heide von 2 Kühen und: Rind. Wer also zu Anpachtung obigen Erbes Lust und Mittel hat kann die Conditiones vorläusig bey denen Düllmenschen Burgermeistern einsehen, und sich auf obgemeldten Tag Vormittags 10 Uhr aufm Rathhause einfinden. Signat. Dällmen den 17. Febr. 1776. Burgermeister und Rath der Stadt Düllmen und Namens derenselben Herm. Henr. Gelfchefart, Secret. Dienstag Mär: den raten laufenden Monats senstag den Iaren März sollen in der Elende ad Stum Lamderrum fünf Milchgebende Kühe, samt vorräthigem Futter, sodann allerhand Hausgerath dem Meistbietenden verkaufet werden. (Ein im Kirspel Oelde belegenes Erbenebst * Kotten, so beyde eigen, ist aus freyer Hand zu verkaufen. Das Intellig. Comtoir giebt nähere Nachricht. Osnabrück. Am Montag den 18ten März und folgenden Tagen Nachmittags um 2 Uhr, wird hieselbst in des Weinhändlern Ehmbsen an der großen Straße belegenen Hause allerley, theils modernes Silbergeschirr, bestehend in einer Plat de Menage, Ring=Menage, verschiedene Suppenschalen, Saucieren, Präsentir= Tellere, Messere, Gabein, Löffele, Thee= und Kaffe= Geräthe, Waschbecken Leuchter 2c. imgleichen einige goldene Uhren, eine goldene Tabatiere„Ringe mit Diamanten besetzt, und andere PreVermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. große Promotion unter denselben vorgenommen. tiosen, auch einige Medaillen, gegen baare Bezahlung in Golde an den Meistbietenden verkaufet werden. Liebhabere, welche diese Sachen vor der Auction zu sehen verlangen, können sich desfalls bey dem Commißionair Oldenburg melden. Bey dem hiesigen Hof buch händler Perrenon O iszu haben: Homilia janctishimi Domini noftri Pii VI. habita in Balilica vaticans die XXIV. Septem. ber 1775 in Confecratione Reverendishimi P. D. Caroli Bellifomi Nuncii Apostolici ed tractum Rheni. 2 ggr. Patriotische Vorschläge die Ausbreitung der jetzt herrschenden Landsverderblichen Horn viehseuche auf eine leichte und wohlfeile Art zu verhindern, nebst einigen neuen und eigenen Beobachtungen über die besten Bewahrungs- und Heilungsmittel, rstes Stück. 2gg. Reisen durch die mittlern Kolonien der Engelländer in Nord. Amerika nebst Anmerkung über den Zustand der Kolonien, von Burnabay. 1ogg. Auch kann man bey ihm auf das in Frankfurt herauskommende allgemeine Europäische Handlungs= Correspondenz=Lexicon pränumeriren. Lissabon, vom 19. Januar. Vor einigen Tagen langte hier ein Fahrzeug von Philadelphiaan, mit welchem wir vernommen, daß die Amerikaner die Forts St. John und Chamblee, nebst der Stadt Montreal, erobert haben. Von Zeit zu Zeit siehet man Schiffe aus den Brittischen Colonien in den Spanischen Häfen sowol, als in den Portugiesischen eintreffen. Madrit, vom 20 Januar. Zufolge des Berichts, welchen der Graf von Oreilly und Don Joh. Sherlock nige von dem schönen Betragen und der Tapferkeit der Officiers am 8ten Julit bey Alzier, und vorher bey der Vertheidigung von Melilla, abgestattet, haben Se. Majestät eine Livorno, vom 6. Febr. Mit den letzten Briefen aus Spanien vernimmt man, daß der dortige Monarch die Ausrüstung einer neuen See und Land Armade schleunig fortsetzen läßt und beständig allerley Schiffe in Sold nimmt, die in den dortigen Häfen in großer Zahl ankamen, worunter jedoch keine mit Französischer Flagge waren, als welche in dieser neuen Armade nicht dienen dürfen. Von der Donau, vom 16. Febr. Nach Berichten von Costantinopel hat der Großvizir dem Janitscharen= Aga Befehl ertheilt, ein Corps seiner Truppen nach der Ge gend der Vorstadt Pera anrücken zu lassen, um allen Auflauf daselbst zu verwehren, weil der dumme Türkische Pöbel, der vielen Niederlagen des Muselmännischen Heers beym letzten Kriege eingedenk, den#at des Fürsten Repnin für Triumph=P#. de hält. Aus dem Lübeckschen vom 1. Febr. Wegen einer schlechten Ursache, die das Versehen eines Briefträgers hergab, duellirte sich auf dem Gebiete der Stadt Lübeck neulich der Landrath von B** und der Kammerherr von B**, zween nahe Anverwandte, mit Pistolen. Beyde waren; welches noch seltsamer ist, dasige Domherren. Der erste empfieng eine tödtliche Wunde; woran er auch bald nachhero starb. Dessen Leiche ist in der Stille begraben worden. Der Kammerherr ist ins Brandendurgische geflüchtet. London, vom 20. Febr. Auf Befehl des Königs ward am r6ten dieses dem Oberhause des Parlamentes eine Abschrift von dem zwischen Sr. Majestät und dem regiecenden Herzoge von BraunschweigWolfenbüttel d. d. den hten Januar dieses Jahres, eine gleiche von jenem mit dem Herrn Landgrafen von Hessen=Cassel d. d. den isten Januar, und eine dritte von dem zwischen Höchstgedacht Sr. Majestät und dem Erbprinzen von Hessen=Cassel abgeschlossinen, und unterm sten Januar datirten Tractate durcd Lord Weymouth vorgelegt. Diese Traciaten, welche die in Brutischen Sold tretenden Hälfstruppen belobter Fürsten zum Gegenstande haben, sind auch amhten den Gemeinen durch Lord North übergeben worden. Die aus Amerika eingegangenen Nachrichren lassen nicht den mindesten Anschein von einer baldigen Ausgleichung der dasigen Händelblicken. Aller Orten bewerkstelligen die Amerikaner alle immer mögliche Mittel um sich merklich zu verstärken, und sich in die wehrhafteste Verfassung zu setzen. Ihr Heer zu Eambridge bestehet dermalen aus 26 Regimentern, jedes von 6z2 Mann, also überhaupt aus 15 tausend 432 Mann, darin jede Lück gleichsam auzenblicklich ausgefüllt wer den kann. In dieser Stellung hat sie sich mit so guten Verschanzungen bevestiget, daß es E, Fruppen schwer fallen würde, sie daselbst zu beunruhigen. Kurzgefaßte Neuigkeiten. einem zum Vorschein gekommenen Verzeichnisse, wird die Königl. Armeein den Amerikanischen Colonien mit 23 Regimen= tern zu Fuß, 2000 Mann Bergschotten Regimente Dragoner„zween Cocps, von 4 bis goo Mann jedes und 1000 Mann aus den 3 Garderegimentern, sodann## tausend soo Fülfstruppen verstärket und überhaupt an die so tausend Mann ausmachen. Dagegen kömmt die wirkliche Macht der Amerikader Berechnung ihrer Regimenter und Militz, auf 60 tausend 946 Mann. Es rann also die Kriegs= Schaubühne in Ameriin mit der Zeit manchen blütigen Auftritt lieDie Bekanntmachung des Französischen Generalpardons soll die Folge gehabt haben, daß viele Franzosen welche bey auswärtigen Mächten in Diensten gestanden, desertirt sind um m ihr Vaterländ zurückzukihren. Ein gewisser vornehmer Reisender, der eine anschnliche Summe Geldes ben sich gehabt hat, soll mit seinem Reisewagen sechs Pferden und einigen Bedienten im Belt verunglückt seyn, da er, des Thauwetters unüber das Eis hat fahren wollen. Der Kutscher allein, welcher sich geweigert hatte über das Eis zu fahren, hat sich gerettet. Er ist, wieer dies vordersten Pferde einbrechen sah, vom Bocke gesprungen. Wie man aus Hessen vernimmt, so sind die zurückmarschirten Heßischen in Englischen Sold genommenen Truppen itzo ganz ruhig in ihren Cantonirungsquartieren. Man sagt, daß sie nicht eher marschiren werden, bis neue Ordres aus London ankommen würden. Die General=Staaten haben endlich doch die3 Schottischen Brigaden; wovon bisher so vieles geschrieben worden, in Englischen Sold gegeben Briefe aus Frankreich versichern, daß alle Officiers Befehl erhalten haben, im März bev ihren Corps zu seyn.