Mit Ihrer Kuhrfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegie Dienstag den 2. Januar. I. Citationes edistales. Aus besondern Befehl Sr. Hochwürden, ** Herrn Officialen, werden alle und jede an dem zu dem hochadlichen Stift Rottulen eigenhörigen Zellern Facker, K. Rottulen, und dessen Peculium Ansprach machende hieHIadiArloen Hor und GeßenlreeunamGmdtasorg mit zum ersten mal edicki###er verabladet, um auf den hten Tag nach Verwißigung dieses ihre habende Forderung und Ansprach bey II. Gerichtliche Notifications. hiesizem Officialatgericht durch gevollmächtigte Anwaldte unter Straf des ewigen Stillschweigens vorzubringen. Signar. Münster den 27. Dect Aus besondern Befehl Sr. Hochwürden Herrn Offt ialen B. H. Funcke, caufe Act. —*——— Aluf Befehl des Herrn Richtern Doctoren miret ist, gerichtlich verkaufet werden Baltzer wird am Montag; den isten ches hiedurch öffentlich bekant gemacht m Gahrd a#e Nabalein orstmar den IX. Decemb. 1775. werden welPione um Menlugg e ches hiedurch öffentlich bekant gemacht wird. Januar des 1776sten Jahrs auf Anhalten Horstmarden Id. Decemb. 1775. des Herrn Pastoren Benölken, der Wittiben J.B. Lohe, Grschr. Borgers Behausung, so auf 150 Rthl. ästiEine sub Num, 700 allhier auf St. Ludgeri Straße belegene und zum Handel sehr III. Vermischte Nachrichten. bequeme Behausung; so dem hiesigen Bürgern und Hofkürsner Hölscher eigent hum lich zugehörig, und von allen Lasten(denen(Es ist ein Hirschfänger mit einem grünen bürgerlichen kasten aber ausgenommen) frey. Griff und einer silbernen Keite bewunden stehet sofort aus freyer Hand gegen baare und mit silberucm Beschlag, zwischen AlZahlung und genugsameVersichetung zu vers bachten und Münster verloren worden. Wer kaufen.. Wer darzu Lust und Mittel hat,kann selben gefunden wird ersuchet, ihn dem Insich dieserhalb bey gedachtem Hölsider mel= telligenz=Comtoir gegen ein gutes Teinkzeld Ra# den und die Conditionen darüber näher ver= einzuliefern. nehmen.„ (0 4444-— 11 f, Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Constantinopel xet, vom g. Nov. Der Großvizier hat dem Rußischkaiserl. Ambassadeur, Fürsten von Repnin, ausser den gewöhnlichen Präsenten, eine mit Brillanten besetzte Tabatiere, und für dessen Gemahlinn 4 Aigretten von köstlichen Steinen, nebst vielen Stücken Gold= und Silber=Stoff zugeschickt. Unter den prächtigen Präsenten; die gedachter Ambassadeur von seiner Souveraine für den Großherrn mitgebracht hat, befindet sich ein schwarzer Fuchspelz, der zu Tobolsk auf 62000 Rubeln geschätzet worden ist, und wenn er hier bezahlet werden sollte, wenig. stens auf 80000 zu stehen kommen würde. Der Großherr begab sich vor einigen Tagen mit allen seinen Hofleuten, nach Tophana; wo, unter der Direction des Barons Tott, abermals neue Kanonen gegossen worden sind. Einige der Vornehnsten von dem Volke aus den Inseln im Archipelago; das im letzten Kriege auf der Rußischen Flokte gedienet hatte, haben Erlaubniß erhalten; sich nach Rußland zu begeben. Türkische Gränze, vom z. Dec. Das Vecgleichs=Geschäft zwischen der Pforte und K.rim Kan von Persten scheinet noch nicht ins Reine gebracht zu seyn. Aus den desfallsigen Nachrichten von Constantinopel selbst läßt sich das Juverläßige noch nicht entwickeln. Einer Seits heißt es, diese Irrungen seyn so gut als abgemacht, indem der Divan die Forderung des Persischen Regenten von 40 Millionen Löwenthalern, ets eine Erstattung der Gelder, die der Bassa zu Bagdad den Persischen Unterthanen abgepresset hatte; nicht nur allein für billig anA773. 4C2 erkannt, sondern auch besagtem Türkischen Statthalter eingebunden, selbige unverzüglich abzuführen, sodann noch über diese Gnugthuung den Bifehl abgefertigt haben soll, den armen Bassa zu erdrosseln, und seinen Kopf nach Constantinopel zu liefern. Anderer Seits versichert man, nach unterschiedlichen Conferenzen sey beschlossen worden, die Sache auf den Ausspruch zweer Gesetzgelehrten, eines Türtischen und eines Persischen, die an Obt und Stelle beordert werden sollen, ankommen zu lassen. Nun stehet es dahin, ob das Votum dieser beyden Schiedsmänner gleichstimmig ausfallen wer de. Wer weis aber, ob nicht der Raufdegen zur Entscheidung dieser Händel werde ergriffen werden müssen. Einigesagen zu ar, Kerim Kans Botschafter, Abdul Myrza; der am 2ten von Constantinov##l aufgebrochen ist, sey mit einem Geschenke von stausend Piasterneben so zufrieden als vergnügt über die getroffenen Einrichtungen seinem Herrn Satisfaction zu verschaffen, nach Persien zurückgereiset; andereversichern, er habe, sehr ungehalten über den schlechten Ausgang seines Auftrees, die Türkische Residenz verlassen. Die Zeit wird den Aufschluß dieser ungewissen Dinge geben.Dublin, vom 75. Novemb. Gegen die Absendung von 4000 Mann Irländischer Truppen haben 6ords aus dem Oberhause des Parlaments eine Protestation eingebracht, in welcher sie zu Gründen ihres Widerspruchs angeben: Daß es bey dem itzizem critischen Anschein in Europa gefährlich sey; Irland von Truppen zu entblössen; daß der König versprochen habe, beständig 12005 Mann; zur Vertheidigung des Kö nigreichs, in demselben zu lassen; daß auch, nach dem Abzuge der 4000 Mann, der bleibend: Nist lange nicht poltzshug sey; Irland klüglicher handele, sich in den Streit zwischen Amerika und Großbrittannien gar nicht zu mischen. Ueber welches letztere die Ursachen weitläuftig ausgeführet werden. Zuletzt sagt die Protestation: Daß es zwar billig ware, dem Parlament und der Krone von Großbrittannien beyzustehen, um die Amerikaner zu nöthigen; billige Bedingungen einzugehen; daß man aber vorher die angedotenen Bedingungen und den entworfenen Friedens=Plan sehen müsse. Madrit, vom zo. Rovemb. In diesen Tagen hat man hier, auf dem großen Platze, einen jungen Neapolitanischen Officier, Michael Nicolo genannt, executiret. Er war beschuldiget, die Handzeichen des Königs und Sr. Majestät Minister nachgemacht, und dadurch viele Betriegereyen verübet zu haben. Dieser Verbrecher stacb, ohne daß man an demselben einiges Zeichen der Reue wahrnahm, ob er gleich darzu durch versct jedene Geistliche, und selbst durch den Groß= Juquisitoren und durch den Erzbischof von Toledo; war ermahnet worden. Reapolis, vom s. Decemb. Die Urheber eines vermessenen Anschlags, welcher vor kurzem allhier gegen das Leben des Geheimenraths und Staats. Secretairs von Mauro vollführet werden sollte, sind noch nicht entdeckt. Ein Soldat; welcher Briefe mit einem schwarzen giftigen Pulver in das Haus des gidachten Herrn brachte, ist zwar in gute Verwahrung gesetzt worden, er will aber beständig nichts anders aussagen, als daß er dieses Pulver auf öffentlicher Straße gefunden habe. Genua, vom8 Decemb. Hier erhält sich immer das Gerücht, daß im Frühjahte Spanien eine zwote Unternehmung auf Algier wagen werde. Die Anstalten sollen von den vorigen ganz unterschieden seyn, 30 tausend Mann alter Truppen und 10000 Mann Recruten bestimmet man zur Unternehmung. Die Seemacht wird ansehnlich vermehrt, und Barcello soll die Flotte gegen Algier commandiren. Paris, vom 18. Decemb. Eine sichere Schrift entdeift nun öffentlich die Namen derjenigen; welche vormals Ursache gewesen seyn sollen, daß der Graf von St Germain sein Vaterland hat virlassen müssen. Sie nennet den Marschall, Herzog von Belleisle, damaligen Kriegs=Minister, und noch einige feiner Gehülfen, die nun aber alle schon tedt sind. Leipzig vom I2. Decemb. In den Jahren 1769, 1770 und 1771. sind in Deutschtand 4709 Bücher, große u. kleine, gedruckt worden; und in den letzten dreyen Jahren sollen nicht wenigere, und vielleicht noch mehrere, aus der Presse gekommen seyn. Gleichwohl ist diese große Menge Bücher für die Zahl der Bücherschreiber, die man auf Deutschland rechtet, und für die Zahl der Deutschen, die sie lesen können, nicht über das Maaß. Man su ätzet in Deutschland 14 Millionen Menschen, und darunter 3000 Bücherschreiber. Solcher= gestalt kämen auf einen Autor immer noch 30000 Menschen, Leute genug, die ihn lesen könnten. Donaustrom, vom Ia. Dec. Von Wien erhält man die Nachricht, daß 30 Regimenter, theils Infanterie, theils Cavallerie, Befehl erhalten haben; sich nicht nur zu completiren, sondern auch überzählige Mannschaft anzunehmen, und daß müßige Leute zum Dienst gezwungen werden sollen. Man glaubt, diese Ordre habe blos die Absicht, den durch die Desertion bey den in Pohlen vertheilten Truppen verursachten Abgang zu ersetzen, und zugleich auch viele Böhmische Flüchtlinge zu bewegen in ihr Vaterland zurück zu kehren, wo sie ihre Arbeit haben liegen lassen. Man hofft, daß die Furcht, angeworben zu werden, sie bewegen wird, wieder an ihre Arbeit zu gehen. Man vernimmt, daß das Gränzbestimmungs=Geschäft in der Moldas, zwischen den Kaiserlichen und Türkischen Commissarien nicht abgebrochen sey, sondern daß bepde Höft über die wichtigsten Punkten einig sind, und daß die beyderseitigen Commissarien nur eine günstigere Jahrszeit erwarten, um die Gränzbestimmung zu vollenden. Hamburg, vom 16 Dec. Capitain Peter Adriansen,, welcher von Lisabon hier angelangt ist, hat am iyten November auf der Höhe von der Portugiesischen Insul Barlenga eine zweymastige Brigantine mit Hannöverischen Truppen, nach Porto Mahone bestimmet, wohlbehalten gesprochen. Von Hannover vernimmt man, daß der Obriste von Faucit mit 2000 Mann Braunschweigischer Truppen daselbst angekommen, und hernach nach Cassel verreiset sey, von da er eine gleiche Anzahl mitbringen würde, welche samt jenen in Englischen Sold sollten genommen werden. Niederrhein, vom 22. Dec. Nach verschiedenen gleichlautenden Berichten von Paris wird die Französische LandKriegesmacht durch die verbessernden Einrichtungen d.s Grafen von St. Germain auf 200000 Mann gesetzet werden. Aus Franken, vom 22. Dec. Daß die Russen auf alle ihre vormalige Stellen in Pohlen wiederum zurückkommen daß in den Oesterreichischen Landen mit äusserster Mühe geworben wird, ja die Recruten sogar gepreßt werden; dieses und einige andere gegenwärtige Umstände verursachen viel Redens. Niederelbe, vom 23. Dec. Einige 100 Mann, als der erste Transport von dem anzuwerbenden Scheiterschen Truppen=Korps, sind am i8tendieses zu Stade angekommen, von da sie zu Schiffe nach Doper geführt werden sollen. Vom Mayn, vom 2z. Dec. Oeffentlichen Berichten zufolge, hat das seit einigen Wochen in den Oesterreichischen Erblanden angestellte Recrutenwerben die unangenehme Folge gehabt, daß viele Landeskinder„ aus Furcht weggenommen zu werden, entwichen sind. Die Zahl dieser Entwichenen will man auf r5o00 schätzen. Berlin, vom 26 Dec. Ihro Königl. Hoheiten, der Prinz und die Prinzeßinn von Preussen, sind aus Pots. dam, Ihro Königl. Hoheit, der Marggräf Saurichhen Schmebt, aus Schwedt, und Ihro Hochfürstl. Durchlauchten, die beyden Prinzen Friederich und Lud=wig von Würtemberg, aus Potsdam hier eingetröffen. Der Pohlnische Färst von Poninsky ist nach Pohlen abgegangen. Se. Excellenz, der Generallieutenant von Ramin, Gouverneur hiesiger Residenzien welche vor einigen Tagen nach Potsdam ab. gegangen waren, sind von Sr. Majestät; dem Könige, mit einer goldenen reich mit Brillanten besetzten Tabatiere von hohem Werthe beschenket worden. Auch haben Se. Majestät Sr. Excellenz eine beträchtliche Summe Geldes zustellen lassen, um solche als ein Zeichen Ihrer besondern allerhöchsten Zufriedenheit unter der hiesigen Garmfon austheilen zu lassen. Kurzgefaßte Neuigkeiten. Von Algier ist am zosten October ein Botschafter zur See nach Constantinopel geschie cket worden, um dem Großherrn eine doppelte Glückwünschung nämlich zu seiner Throngelangung und zu dem Friedensschlusabzustatten zugleich aber auch Geschenke und siebenzig Christen=Sklaven die aus den Spanischen Ueberläuferen von Oran gezogen sind, zu übergeben. Ein Privatbrief eines Officiers zu Boston an seine Frau in Newcastle macht kein großes Prahlen von der Armee in Boston: Wir sind, sagt er, alle eingeschlossen. Wir müssen beständig wachen, um nicht überrumpelt zu werden. Die beyden Armeen sind nicht über rc00 Schritte voneinander. Die Provinzialisten sind müthig. Gesalzene Speisen sind im Ueberflusse da: aber frische Lebensmittel sindrar. Das Pfund frisches Rindfleisch kostet 9 Pence, welches zu theuer ist, als daß ein Unterofficier dasselbe kaufen könnte. Von London wird gemeldet, daß der General Bauer aus den Rußischen in Englische Dienste zu treten gesinnet seyn solle um gegen die Amerikaner zu fechten.