Glt Ihrer Churfürstl. Guaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Freyrag, den r2. December. Brand=Societäts=Sachen ader zur Abführung des Beytrages zur lauf dieses Jahrs keine Brand=Societät angesetzter Termin be= pi anzunehmen, sondern das Verzeichniß der reits verflossen: So werden Namens Ihro Rückständigen mit Extrahirung des AnschlaKuhrfürstl. Gnaden zu Cölln, Bischofen zu ges indyplo gnherg en#iersehen. Münster unsers gnädigsten Fürsten u. Herrn Dann wird hierbey bekannt gemacht, daß die in Bezahlung ihres Anschlags in Rück= der in dem Brand=Societäts= Edict s. ro zu stand Verbliebene ernstlich erinnert, so gewiß Vorbringung aller hey den Taxationen, und vor Ablauf dieses Monats Decembris( als wegen des Beytritts In= oder Austritts aus wohin der Termiausfür diesmal aus bewe= der Societät, vorkommenden freywilligen gendenUirsachen prorogirt wird) die Zahlung sowohl, als abgenöthigten Veränderungen, zuverfügen, als in Entstehung dessen die in bis den rsten Januarangesetzter Terminus für der Bekanntmachung vom rôten letztern Sep cember=Monats darauf gesetzte doppelte Erle. gung des Beytrages gefordert, und ohnnach lassend entrichtet werden soll; Zu welchem Ende dem Ackuario der Brand=Societäts=Com mißion gnädigst aufgegeben wird, nach Um I. Citationes Edistale Demnach in Sachen Fisei Amts Strom= mann, Kirchspiels Ennigerlo, in Ends geberg wider die Eheleute Zellern Schwe= setztem Daro ein Bescheid gerichtlich publicirt diesmal bis auf den isten Februar 1772 erstreckerseye. Urkund Kuhrfürstl. Geheimen Kanzley Insiegels und der Vidimation. Si. gnatum Münster den r2. Decemb. 1771. (L. S.) Vt. F. W. von BöSELAGER C. B. Münfterman. worden, kraft wessen wider den entwichenen Zellern Schwemann Cieatioedictalis ad comparendum perfonaliter& refpondendum Inquifitienalibus cum Termino jordierum erkannt worden: So wird gedachter Zeller Schwemann hierdurch von Gerichts wegen verabladet, daß selber innerhalb zo Tagen so gewiß beym Gogericht Stromberg sich einfin de; und auf die vom Fisev übergebeue Inqui sttional=Puncten antworte, als in Entsiehung dessen auf Fisci ferneres Anrufen erkant werden solle, was sich der Ordnung nach zu Rechtegebühret. Geben Stromberg den 25 Rovemb. 177 1. Mandatum D. Judicis J. P. Grunaw, Ac. furrog. Oemnach in Sachen Fisci Amts Stromberg wider Köttern Tolmeyer, Kirspels Stromberg, Beklagten, in Ends gesetztem Dato ein Bescheid gerichtlich publiciret und ertheilet worden, kraft wessen wider den entwichenen Beklagten Ciratio edictalis cumfermino zo dierum ad fese liltendum judicialiter reipondendum Libettö, erkannt worden; So wird gedachter Kötter Tolnskyer hiedurch von Gerichts wegen verabladet, daß selber innerhalb'30 Tagen so gewiß sich beym Gogericht Stromberg einfinde, auf den vom Fisco übergebenen Libell ordnungsmäßig santworte, als in Widerlebung dessen auf Fisci ferneres Anrufenerkannt werden solle, was sich der Ordnung nach zu Recht gebühret. II. Gerichtliche Nachdem in der bey dahiesiger Regierung * pendenken Discußions=Sache von Spiktal zu Krechting bey jungst am tsten October laufenden Jahrs vorgewesenen. Distraction vieler dem Ditcutko von Spietal zuständig gewesenen Gütern das lub Num.29 zu 160 Rtl. 25 Stüber 2 und zwey#tel di. ausgesetztes Pertinenz, 76 Scheffel 1# Becher Einsaat haltend, unverkauft geblieben welches Alti „machint aber hernacher am isten November Johann Henrich Schrber zu Krechting mits Rthlr. wirklich verhshet hat; Als wird allen Geben Stromberg den 28. Novemb. 177I. Ad Mandatum D. Judicis J. P. Grunaw, Act. fuerog Demnach in Sachen Hrn. Renthmeistern des Hauses Grevinghof, als Bevollmächtigten der Freyfrauen von Oer, wider Eheleute Schweman, K. Ennigerlo, in Ends gesetztem Dato Cieatio edictalis#da erkannt worden: Als werden aus Befehl des Herrn Gograven zu Oelde deren Gläubigere hierdurch zum atenmal verabladet, um auf den hten Tag nach Verkündigung dieses beym Gogericht Oelde zu erscheinen ihre Ansprach u. Forderungen cum Jultiticatoriis beyzubringen mit der Verwarnung, daß widrigens ihnen ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden wird. Geben Oelde den 26. Novemb. 177 1.„ Ad Mandatum D. Judicis I. P. Grunaw, Act. furrog Alus Befehl Sr. Hochwürden, des Hoch# fürstl. Münsterischen geistl. Hofgerichts Herrn Officialen, werden alle und jede Gläubigere des Zellern Aleff zu Berndte, Kirspels Embsbühren, hiemit zum erstenmal offener Edictalweise verabladet, um ihre an gemeld ten Aleff habende Forderungen vermits Beybringung darüber. sprechender Nachrichten, auf den ersten Gerichtstag nach Verkündigung dieses bey Strafe des ewigen Stillschweigens gerichtlich vorzustellen. Jignar. Münster den 29. October 1771. De Mandato R. D. Officialis „ Ferd. Dauphin Notificationes. und jeden zu dieses Pertinenz etwaLust habenden hiemit kund gemacht, gestalten(im Fall vor Ende dieses Jahrs kein anderer beym Pre tocoll unsers Regierungs=Seorerarii Seniorss sich melden; und ein mehreres aufbieten follse) alsdann das berührte Pertinenz demerwähnten Johann Henrich Schröer für dem verhöheten Preiß an 165 Rthlr. zugeschlagen werden solle. Münster den 6.Decemb. I ## Hochfürstl,. Münsterische Regierung. Auf Befehl des Herrn Hofrathen, Döctoren ** Gröninger, als Gograven zum Rüschaf wird hiemit öffentlich kund gemacht, daß am ro die dazu Lust habende in Termino des VorMitwochen, den r8ten December, des Vor= mittags am gewöhnlichen Gerichtsplatz sich mittags um 10 Uhr, ein sicherer der Wittiben einfinden können. Signu#um Lahr den 4. DeGerdes auf der Beerlage Kirspels Billerbeck, cember 1771. zugehöriger auf 95 Rthlr. ästimirter Kotten. Ad Decretum D. Gogravii Hof samt den daran gelegenen Garten an den J. F. Oltman, Grschr. Meistbietenden verkaufet werden solle, daheIII. Vermischte Nachrichten. lung verkaufet werden, wozu die Liebhabere alsdenn daselbst freundlichst eingeladen werden. Der hierzu Gevollmächtigte ist allenfals beym Intell. Comt. zu erfragen. hie Verschiebene Moomen und Sgserlen wor=..# Brod=Taxe. unter ein kosibares Cabinet, Schildereyen, Ein Müter=Wegge z und ein Viertel Loth, allerhand schöne Bücher, und sonstige Klei= Ein Müter=Rogge 3 und drey Viertel Loch nigkeiten den Meistvietenden gegen baareZah. Ein Schillingsbrod. 1 und drey Viertel Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Madrid, vom 2. Novemb. ständen hun könnten, wäre, daß Sie ein Ba# Man führetfort, große Kriegszurüstungen taillon nach Posen schickten, um die Pohluizu machen ohne daß noch jemand den Grund schen Conföderirten im Zaume zu halten mehr davon entdecken kann. könnten Sie nicht zu Hülfe schicken ,ohne mut Canterbury vom 14.Nov. Ihren Nachbarn vorher deshalb AbredegeBriefen aus dem Haag zufolge, bemerket nommen zu haben. Eben diese Berichte wolman seit einiger Zeit, daß der Marquis von len den Commandostab des Rußischen oberRoailles, Ambassadeur des Hofes zu Ver=, sien Befehlshabers im Archipelagus, Grafen saiüles bey Ihro Hochmögenden, oft mit den Alexis Orlow# auf einmal mit Oelzweigen Ministern des Staats in Conferenzist. Man umwinden, indem seine Monarchinn ihm ist eben sowenig im Stande, die Absichten des den Befehl zugesandt haben soll, mit der Französischen, so wiedes Spanischen Hofes, Pforte ehestens Friede zu machen. Diß kann zu errathen; alles was man davon weis be= man an seinen Ort hingestelle seyn lassen, und stehet darinn, daß letzterer großeZurüstungen aus denselben Berichten noch entlehnen, daß machen lässit, ohne daß der erstere in seinen, die ansteckende Seuche in Moskau in so weit Häven müßig bleibt. Allein, noch zur Zeit nachlasse, daß des Tages nicht mehr als u herrschet zwischen unserm Hof und beydenitzt gefahr 400 Personen in gedachter Hauptstadt gedachten Mächten eine gute Harmonie, ob- sterben vorhin aber täglich über tausend os sleichunsere Reoieruing auchihrer Seits alle dieser Krankheit weggerafft worden sevi dienliche Maßregeln ergreift, um auf alle Fäl= Wann demalso wäre, so wurden nichtaar e ie##,# biele Tagedarzugegangen sepng untgämtich Pohlnische Gränze, vom 2o. Nov. siezu entvölkern zumal, dasie nur aus s bis Oeffentlich= Berichtelassen einfliessen; die 4kausend Häusern bestehen soll. Ministere der Kaiserinn von Rußland hätten. Genua, vom 16. Novemb dem Vernehmen nach den König in Preussen Mit einem aus Corstca angekommenen um Hulfshölker angegangen; Se. Preußische Fahrzeuge hat man zu vernehmen, daß selbiMazestät aber geantwortet, daß Siediesem ges bey seiner Ankunft in der Nähe von sohren, sondern, was Sie benietzigen Ume kentzik ansern Soldaten, Hiesiu Nackceh un. (erer Durcht. Republik, selbige in Besitz nehsollen, daselbst habe einlaufen sehen. Aus Madrid wird geschrieben, daß der Großbrittannische Botschafter mit dem Minister Sr. Catholischen Majestät öftere Unkerredung pflege, und so viel sich wahrnehmen laßt, sey der Hof zu London mit den Anordnungen des Spanischen Hofes nicht sehr zufrieden; dagegen gelange das gute Vernehmen zwischen der Krone Spauien und dem Faiser vou Marocco zu mehrerem Bestande, nischen Unterthauen. London, vom 20. Novemb. Wir wissen noch nichts näheres in betreff der zwischen unserer Krone und Spanien vorwaltenden Schwierigkeit. In den diese Wowie bey Hofe gehaltenen Staats=Unterredungen sind fernere Einrichtungen getroffen worden, um unser Seewesen unverzüglich auf einen ansehnlichen Fuß zu setzen. Man ist bey Hofe und in dem Publicum nicht einerley Meinung über den Ausschlag des Zwistes.„Diejenigen welche von der Lage der Sachen einige Wissenschaft haben können, erklären, daß sie keine Weiterung nach sich ziehen, sondern alles in der Güte werde beygelegt werden mit dem Zusatze jedoch, daß solches von der Antwort des Madrider Hofes auf unsere Vorstellungenvöllig abhange. Solltenun, wider unser Vermuchen, die Nation sich gemüßigt lehen sich in einen Krieg einzulassen um ihre Ehre zu behaupten, und sich mit Gewalt die Gnugthuung zu verschaffen die sie berechtigt zu seyn glaubt, in gegenwärtigem Falle zu verlangen; so ist es sehr wahrscheinlich, daß der Graf von Chatam sogleich an das Ruder der Geschäfte werde gesetzt werden. Esist indessen gewiß, daß die Zusammentretung des Parlaments auf künftigen Januar zu dem En de verlegt worden damit man in diesem Zwischenraume auf eine oder andere Art an der Berichtigung des Streits mit Spanien arbeiten und zu gleicher Zeit einsehen könne, wohin es in andern Landen hinaus wolle. Wien, vom 27, Novemb. Die neue Einrichtung mit dem Verkaufe esersoeh Derd Zurugl. kunft aus Böhmen war hinterbracht worden, daß die armenLeute das schwarze Brod für ihr baares Geld von den Bäckern nicht erhalten könnten. Gleich den andern Tag geruheten Se. Kaiserl. Majestät anzuordnen, daß 12 Bäckern die Ausbackung des gedachten Brodes in sihr erhöhetem Gewicht aufgetragen und selbiges auf die erwähnte Weise verkauft werden sollte. Seit einigen Tagen wird alles Hausgewehr gusser den Linien auf dem Lande durch die Wachen aufgesucht und abgefordert. Warum dieses geschiehet ist noch ein Geheimniß. Berlin, vom s. Decemb. Am Dienstage, den zten, des Morgens um 8 Uhr; kamen Se. Majestät, der König, mit Höchstdero Gefolge aus Oranienburg; woselbst Höchstdieselben am Monrage, gegen den Abend, Ihre Majescät; die verwittwete Königinn von Schweden, nebst der Prinzeßinn Sophia Albertina Königl. Hoheit, auf das zärtlichste empfangen hatten, zurück von dannen auch Se. Königl. Hoheit; der Prinz Heinrich, gegen Mittag hier eintrafen. Gegen 2 Uhr nach Mittage, kangten Ihre Majestät, die verwittwete Königinn von Schweden nebst Höchstderoselben Prinzeßin Tochter, Sophia Albertina, Königl. Hoheit, in Begleitung Sr. Excellenz des Königl. Ober= hofmarschalls, und Ritters des schwarzen Adlerordens, Herrn Reichsgrafen von Neuß, mit Höchstdero Gefolge, in erwünschtem hohen Wohlseyn hier an. Höchstdieselben stiegen auf dem hiesigen Königl. Schlosse ab, woselbst Ihre Majestät, und Ihre Königl. Hoheit von Sr. Majestät, dem Könige, und dem ganzen hohen Königl. Hause mit ausnehmender Freude empfangen wurden. Zu Mittage speiseten Höchstdieselben mit Sr. Majestät, dem Könige, Ihrer Maj. der Königinn, und allen hier anwesenden Prinzen und Prinzeßinnen in den Apartements der höchstsel. Königinn Majestät, von goldenem Serpice, an prächtig servirten Tafeln. Des Abends soupirten Ihre Majestät und IhreKönigl. Hoheit mit dem hohen Königl. Hause in Dero Apartements.