Ellit Ihrer Churfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio Dienstag den 8. October. I. Citationes Edistales ns wird hiemit kund gemacht, daß aus be. Edictalweise wegenden Ursachen der auf den ezsten u. geladen um auf den hten Tag nach Verk 2osten Septembris angesetzter Verkauf deren gung dieses obsonst ersten Gerichtstag, vor GrafPblettenberg=Lehnhausischen Bertinentien Uns zu erscheinen, undihrean vorberühr: bis auf weitere gnädigste Verordnung einge, ken Steinhof habende Forderungen gewöhn siellet, auchdaß zum Versuch eines gütlichen lichermasen der Discußsogs=Ordnung gemaß Vergleichs mit des Graf=Plettenberg=Lehn= unter Strafewigen Stiuschweigens ein und hausischen Gläubigern Terminus auf den ro. vorzubringen. Münster den 4. Octob. 1771. October l. J. Nachmittags um 2 Uhr auf der Exsp. Mandato D. Judicis lac. aunlict neuenRäthsstube angsetzetseye woben dann 1.250 12 1.c, des Sadtriehds Daufelimang sämtlichen Creditoren, auch jenen welche sich Dllle und jede des Godtfrieds Dankelmann mit besagtem Grafen verglichen haben sollen, zu Embsbühren Gläubigere werden hi zuerscheinen auferlegt worden. Geben Mün= mit zum erstenmalabgeladen um ihreFerdester den 14. Sept. 1771. rungen innerhalb 14 Tagen nach VerkündiHochfürstl. Münsterische Regierung, gung dieses obsovsterst darnach einfallenden 9us Special=Befehl des Hochfärstl. Mün=. Gerichtstag bey dem Hochfürstl. Wüinners. Se sterischen weitlichen Hern Hofrichtern Frengerichehurchberglnächtieg werden sämtliche Gläubigere, so einige Forde= ten, nach Vorschrift der neuen Discuß rung an Alexander Steinhof zu Velleren oder Ordnung, unter Strafe eines ewigen Stilldessen Haab u. Gütern haben, hiemit offener schweigens vor=und einzubringen. Signat. 2 Uhr selbst oder per qualikcatum procurateEmbsbühren den 2. Octob. 1771. rem gerichtuich zu erscheinen, ihre ForderunAd Decrerum D. Judicis Wynties gen zu proponiren mithin die in Händen haJ. C. Nierman; Grschr. bende Urkunden und sonstige Beweißthümer Aelche Creditores an den Rolf Kruese Zelles zuncts jurats liquictione zu produciren, idque ### ren kleine Macke zu Bevern oder dessen lud pena perpetuchlentii. S1 nar. Essen den Haab und Gütern Spruch und Forderungen 10. Sept. 1771. haben, werden andurch zumorren und letzeAd Mandarum D. Garrel tenmal e#lctalner abgeladen, um am Iten J. H. Lotten, Grschr. October laufenden Jahrs des Nachmittag um II. Gerichtliche Notificationes. wird hiemit kund gemacht, daß das im Hochstift Münster, Amts Bocholt Kirchspiels Rhede„belegene, Guth Krechting dazu gehörige Gebäude, Mühlen, Rechtund Gerechtigkeiten(worunter die Landtags=Fähigund Jagens=Gerechtigkeit mit begriffen ist) weiniger nicht die bey gedachtem Guth gelegene und dazu gebrauchte Pertinentien(welche in dem bey dahiesiger Regierungs=Kanzleyin origman, und bey dem Richtern Wiedenbrück zu Borken abschriftlich obhandenen gerichttichen Instrument über verfügter Reastimation benennet, stückweise ästimirt, und ausgezogen sind, welches Oocumentum und die unten benente Lehnbriefe der zum Ankauf Lust tragender gratis einsehen allenfalls darab gegen die Gebühr die Abschriften nehmen kann) dahier zu Münster auf der Hochfürstlichen neuen Rathsstuben Dienstag, den isten künftigen Monats Octobris Morgens um toUhren von den dazu gnädigst ernannten Commissarien mit Beybehaltung der Lehnbarkeit, als weit selbe gegründet seynmöchte, auf einmal u. insgesamt für den Anschlag zu 52294 Rthlr. 34, Stüber 7.2 dt., falls aber sich Echen Stücken verfügende Zahlung ausgefeilet und dem Meistbietenden zugeschlagen werden sollen. Da nun zwarn von dem Lehenhof des Fürstehthums Gelderen und der Grafschaft Zütphen der Lehenherrlicher Consens zur Veräusserung( welcher ebenmäßig gratis eingesehen, oder gegen die Gebühr davon die Abschrift gefordert werden kann) albereits unter dem assten Februaru 176s mitgetheilet worden, alle jetzt zu verkaufende Pereinentien aber in den 3 eingekommenen alten Lehenbriefen von den Jahren 1638. 1675 und 1689 als Feudal nicht benennet sind, und dahero dafür gehalten wird, daß darunter Allodie obhanden, so wird zugleich hiemit ohnverhalten, daß der Ankäufer unter den Vorwand der Lehenbarkeit des ein oder andernoder mehrern Stücken von dem bietenden Kauf schilling nicht das mindeste abziehen möge, und ferner daß dem künftigen Ankäufer, falls er binnen deren zur Deposition des Kaufschillings anzusetzenden dreyen Monaten mit der völligen Zahlung nicht fertig seyn dürfte, zur Zahlung hinlängliche Terminen gegen pro rain jährlichs zu zahlenden Interesse.#4 pro Cent dem Befinden nach gnädigst erweitert werden sollen. Siguatum Münster den agsten Julii 1771. Hochfürstl. Münsterische Regierung. alsdaun kein Ankäufer finden dürfte, sofort stückweise gegen in Pistolen zu 5Rthlr. oder in Ducaten, jede zufünf sechtel Rihlr. gerechnet, obsonst in Ein Sechstel, oder in EinZwölfteli hiesiger Pfenningkammer annehm II. Veimischte Nachrichten. Honnerstag den roten dieses Monats des genbaare Zahlung verkaufet werden Morgens9 Uhr; sollen auf dem Hoch= Ilmkünftigen Freytag als den irten Octob gräfichen Schlosplätze Nordkirchen überzo, Dt Vormitags um tellhr solen auf dem Stück fettes Hornvieh den Meistbietenden ge= Hochadelichen Hause Masthof, sonsten auch Carthaus genannt Kirchspiels Ostenfelde r1 Stück fettes Rindvieh aus freyer Hand gegen baare Zahlung meistbietend verkauft werden, und wollen sich die dazu Lust= und Mittelhabende auf bestimmten Ort, Tag und Stunde sodan einfinden lassen. nen Wandt, in Rücksicht des daran findenden Verdruß, verkaufen will, wann nun ein oder ander den ganzen Vorrath anzukaufen beliebet, so hat gedachter Schlebrügge sich entschlossen, demselben solchen Vorrath mit 2 pro Cent Discouto gleich zuverkaufen. Dié dahero zu solchem Ankauf sich zu entschliessen belieben, wollen sich je eher je lieber bey ihm melden. (Fsist eine zweyräderige sehr wohl eingerichtete Chaise mit einem ledernen Verdeck in sehr gutem Stande mit dem Pferde=Geschirr zuverkaufen. Das Intellig. Comt. giebt fernere Nachricht. Der Weisgärber Rüschen auf der Rothenburg hat eine neue Fabrique von Kamusleder angelegt. Diejenige, so davon benöthiget, belieben ihm zuzusprechen. (Es wird hiemit bekannt gemacht, daß der in der Stadt Haselünne belegener freyherrlich Westerholtischer Boxgmanns Hof mit allen seinen Recht= und Gerechtigkeiten, Att= und Pertinentien, Gärten, Ländereyen, Wiesen, Zehnten, Bauern=Höfen, und sonstigen Einkünften am roten laufenden Monats Octobris des Mörgens um nenn Uhr zu Haselünne am gewöhnlichen Gerichtsplatze in Concreie auf sechs, allenfalls auch mehrere Jahren dem Meistbietenden verpachtet werden solle. Diejenige, welche also zu dessen Anpachtung Lust und Mittel haben, wollen Vermischte Neuigkeiten Constantinopel, vom 17. Aug. Die Ministere der Höfe von Wien und Berlin sind nicht, wie man jüngst vermuthete, nach dem Lager des Großvizirs abgegangen. sich auf besagtem Ortund Zeit beliebig einfinden. Indem der eilften Kuhrcöllnischen Lotterie O ate Classe unfehlbar gemäß dem Plansam 2rsten October gezogen wird, haben die Interessenten nicht zu verweilen st mit des Renovations=Loosen zu versthen. Auch sind bey verschiedenen Collectoren noch etwelche ganze halbe und viertels Kaufloosen zu finden. u vorigen Dienstag den riien Octoberist in der Kirchen deren P. P. Observanten ein Brevier liegen geblieben, wer selbes gefunden, wird ersuchet, es dem Intell. Comt. einzuliefern. (Es wird bekannt gemacht, daß der von Sr Kuhrfürstl. Gnaden privilegirtesahnarzt Joh. Georg Hölzer, erster Tagen wieder dahier zu Münster eintreffen werde; sein Logis bleibt immer noch an Kellers Haus auf der Salzstraße. Wenn Dames von dessen Frau sich wollen die Zähneputzen lassen, so erbietet diese ihre Dienste, weil sie selbes so gut als ihr Mann verstehet. Auch ist bey ihm zu bekommen das ganz aufrichtige und veritabele Eiprir de Savon de Sake welcher alle Unreinigkeiten, Flecken der Haut, und Fettigkeit in den Schweißtöchern hinwegnimmt, er zertheilt alle Arten von Beuten, welche vom Fall Stoß oder Schlägen entstehen er ist auch nützlich zu gebrauchen in allen Contusionen, indem er das extravasirte Geblut zertheilet. Auch ist er ein bewährtes Hülf mittel für die so genannte Hüneraugen, oder Leichdörner, wenn man ihn öfters in ein Stück. chen Leinwandt getröpfelt auflegt, wodurch die harte Haut erweicht wird, und der Leichdorn endlich selbst samt der Wurzel ohne die geringste schmerzhafte Empfindung herausgenommen werden kann, man bedient sich zu dem Ende eines oder mehrerer laulichten Fußbäder. von verschiedenen Orten. Herr Thugut Minister des erstgedachten Hofes hat sich blos einige Tage auf seinem Landgute Tarapia aufgehalten, und befinder sich schon wieder hier. Den aten dieses Abends ist der TartarChan, mit einem kleinen mit ihm entkommenen Gefolge bey den Castelen des schwarzen Meeres angekommen, und den 6ten traf er in der Vorstadt Bujukdere ein, den folgenden Tag hat er incognito einer Rathsversammlung bey der Pforte beygewohnet. Parma, vom rz. Septemb. Gestern kamen hier zween Couriers aus Frankreich an. Ihr Mitbringen ist zwar unbekannt; aber jederman erwartet wichtige Be gebenheiten. Wien, vom 2r. Septemb. Se. Königl. Hoheit, der Erzherzog Ferdinand, ertheilen seit einigen Tagen den Collegiis und allen Vornehmen die Abschieds=Audienzen, und Dero Abreise nach Mayland ist auf übermorgen, den ezsten; festgesetzet. Se. Majestät, der Kaiser, gehen Tage darauf nach Mähren und Böhmen ab, die Revue über die allda versammleten Truppen zu halten. Bald nach Sr. Kaiserl. Majestät Zurückkunft werden, wie verlautet, wichtige Entschliessungen bekannt werden. Der neue Königl. Französische Ambassadeur, Prinz von Rohan=Soubise, Coadjutor des Erzbischofs von Straßburg; wird nun nächstens hier erwartet. Der Vorfall bey Giurgewo, bey welchem die Türken anfänglich sehr viel gelitten zuletzt aber doch den Platz behauptet haben, hat sich den r8ten August zugetragen. Donaustrom, vom 22. Sept. Ben dem Vorfall am 8ten August bey Giurgewo sollen die Russen 7000, die Türken aber bis 20000 Mann stark gewesen seyn, und die Verschanzungen der letzteren sind wenigstens auch so gut gewesen, als wenn sie noch 10000 Mann bey sich gehabt hätten. Beym ersten Rußischen Anfall ist ein Türkischer Bassa geblieben. Da seit dem vorgedachten Vorfalle so viel man itzo weis, nicht das geringste lzwischen den beyden Armeen vorgegangen ist so bestärket dieses die Vermuthung, daß die Unterhandlung der vermittelnden Mächte, zur Beylegung des Krieges, auf einem guten Fuße stehe. Sollte aber der Friede dieses Jahr nicht erfolgen, und die Pforte die ihr vorgelegten billigen Bedingungen nicht annehmen wollen so hält man allgemein dafür, daß beregte Mächte schon Mittel finden werden, ihr seiche Bedingungen annehmlich zu machen. Die Oesterreichische Besatzung zu Panzowa ist, dem Verlaute nach, mit 4000 Mann Infauterie und einem Regimente Cüraßiers verstärket worden. Pazowa ist eine Vestnng, die anderthalb Meilen von Belgrad, am Ausflusse der Temes, liegt. Paris, vom 23z. Septemb. Vor2 Monaten wurde der Secretair unsers Königl. Ambassadeurs, Grafen von Guines nach der Bastille gebracht. Daselbst beschuldigte derselbe den Ambassadeur gewisser mit dessen Carae#er streitigen Handlungen. Ter Graf von Guines wurde hierauf anhero berufen, und reinigte sich vollkommen. Er wurde gleichwol zu einer andern Ambassade; nämlich nach Parma; und dagegen der Herr von Bretueil nach London bestimmt. Allein der Herr von Bretueil begab sich dieser Tage zu dem Herzoge von Aiguillon; und zeigte demselben an: Daß er das ihm ertheilte Wort des Königs, wegen der Ambassade nach London zurück brächte. Er fügte hinzu: Daß, da ider Graf von Guines isich gegen die ihm zur Last gelegte Beschuldigung gerechtfertiget hätte, es mit dem Dienst und der Würde des Königs streiten würde, wenn der Graf nicht wieder nach London gienge. Diese edelmüthige Erklärung macht dem Herrn von Breteuil viel Ehre; desto mehr, daer eben kein besonderer Freund von dem Grafen war, zund da er auch sonst gerne nach England gegangen wäre. Pohlnische Gränze, vom 27. Sept, Ein ansehnliches Detaschement Königl. Preußischer Truppen ist„wie man vernimmt, in Pohlen eingerückt. Es soll aber dasselbe zu nichts anders bestimmet seyn, als Pferde aus der Ukraine abzuholen.