Dienstag; den zo. April. I. Citationes Edistales Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Herrn Stadts=Richtern werden alle u. jede Creditores, welche einiges Recht Anspra che oder Forderung an die zur Distraction gezogene, ehemals dem hiesigen Beckeramts verwandten Krechting, hernächst Wittiben Wesseling zuständig gewesenen und auf der Hollenbecker Straßen dahier sub Num. 1608 belegene Behausung samt übrigen Zubehör zu haben vermeinen, hiemit zum erstenmal, diejenige Credirores aber, so an die ohnlängst verkaufte; der Wittiben Stolzenburg zustän dig gewesene, und ohnweit Ludgeri Kirchhof dahier sub Num. 733 belegene Behausung samt Zubehör einige Forderung haben oder zu haben vermeinen möchten, hiemit zum dritten= und letztenmal offener Edickalweise citiret und abgeladen um ihre Forderungen innerhalb9 Tagen nach geschehener Publication dieses bey dem Münsterischen Stadts. gerichte süb pana perpetui silentii gehöriger massen zu proponiren. Signatum Münster den 25. April 1774 De Mandsto D. Judicis urbici I. H. Wattenacs#, Gerichts. (Es werden hiemit nach benannte zum Münsterischen Kriegsdienst als Recruten aus erkohrene, und des Endes zum Loosen läng. stens citirte, jedoch aber ungehorsamlich ausgebliebene, und nachdemalen dieselbe Inhalts Churfürstl. gnädigsten Befehls abermalen zum Ueberfluß öffentlich von der Kanzel unterm isten und relp 8ten Monats Aprils a. p. um in Person als Recruten des Kriegsdienstes sich am hiesigen Amthause innerz wöchigen Frist zu sistiren verabladet worden, jedoch abermalen halsstarrig nicht erschienen namentlich: Joh. Henr. Asbrede aufm Hagen bey Vechte, Frid. Niehues, Bernd Schäper, Jvy. Berno u. Joh. Fortmar, Franz Hövzemam, Joh. Bernd u. J. Arend Bockman und J. H. Bergmann, Herbers Suttbeck, Herb. u. Joh Gerd Pdle Kirsp Steinfeld. Wie denn auch Herm. king„ Gerd Röters, Henr. Herm und. Gerd, Henrich Theman, Bernd Hellman Kirsp. Kokenge, Lnd. u. Carl Schäper, Joh.Heuß Hythe. Joh. Henr=Borchers, Herm heur. und Joh.Dirk Nortlohne, Franz Antonu. Brägelman, Dierk Henr Holzenkamp, Herm Andres Engerman, Kirsp. Lohne: Berend Freese, Dierk Holzvogt; Gerd Heur SieOtto Henrichs„Frid. Relker, Henr. Wend, merman, Kirsp. Letten. Jöh.Dierk Thole, Bernd Mönning, Bernd Link, Dferk Bever= Ahlert Mecklenburg, Joh. Henr. Mucker, borg Herm Heur=Albers, heur. Wemsten, Kirsp. Visbeck. Johan Heuf Hoyer, Otto Cart oder Dominicus Bunte, und Jotzann Schröer, Aädres Vorwert, Johan Dierk Siemera, Kirsp. Backum und Vesirup. Jo= Hoyerman, Kirsp. Cappelen; Joh Henrich han Heur Schlömer“, Arend Henr. u Auton Bruns Joh. Herm oder Jac. Lohman, Joh Kuhlman, Gerd Heyr. Marisken, Sander, Henr. Fangman, Herm. Hanke, Ahl. LamHellmes„Gerd Heur. Burman, I.Gotting“, ving, Berndoder Rolf Thie, Peter BrumJoh. Frid. Vasken Joh. Bernd Schtömer, stette, Gerd Thole, Johan Heur. Lohman Adolph Schmedes, Joh. Luer Branhofund Johan Grieseboep„=Gerd Heur Knagge„K. Joh. Henr. Meyer., Kirsp. Gollenstette. Embsieck.=Herm Jürgens), Conrad RadeImgleichen Henr. Sieve, Henr. große machen, Friderich Bote, Albert Morman, Wolking, Heur. Botzing zum Hinnenkamp, Johan Dierk Meyer, Albert Kuhlman, K. Bernd kleine Osting, und Joh. Henr. Enne= Twisteringen. Runmehro zum dritten= und ting, Kirsp. Damme. Joh. Heur. Holt= letztenmal gerichtlich verabladet„um in Zeit haus,„Job Arend Rortlohne, J. A. Euns 0Tagen Adato Rublicationis in selbst eigener man„Arnd Polkino. Gerd Heur. Krümpel= Person zu Gerichte zu erscheinen, ihrer strafbeck, Henr. Arnd Värman, Peter Henrich, karen Morösität halder Red und Antwort oder Gerd Niekamp, Herm Henr Stegeman, zugehen, fort zu sehen, daß ihr kindlicher Joh., Heur. oder Stephan Pohlman, Johan-Antheibdem Filco verfallen, und resp. dieselHenr., Krümpelbeck, Jah. Arend oder Heur, beihres Erbrechts verlustig erkläret werden Arend Bockelman, Joh.Henr. oder Joham sollen. Wornach sie sich zwachten: Geben Avend Cruse, Johan Bergman, ArendOster= Wechte Smp; resp. Damme den 7. 8. und 18ten hues„J.=J. Klosterman ,„ J. I.von der Müh. Merz 177 1. len-, Carl Neman ,B. Wittrock., J Herm. Ad. Mandata DD. Judic: Wechr. Dammenf. Schlauman, Herm Henr. Lubken, Henrich)& Oelements Arend Büschelmam, Joh.Henr. Cruesman, J I. Keppel,Gerichtschr. Sru Eaunkrischen writlichen Hofgericht in SaFreytag, den zten Taß anstehenden Monats chen Kaufhändlern G. H. Diergarten wider Maydes Morgensium 9Uhr auf allhiesigem Lambere Henrich Nieman zu Sögel ertheilGruetsäal eine Braupfanne,, wie auch Kup==, ken Decreii am Frentag den roten Man mor Nieman zuständiger) zu 650 Rthlr. werdirter Antheil, live Ster Theit des Sanders Erbes zur Wippingen, wofür bey voriger Subhastatiom soo Rthir: geboten worden für letzthemeldten Preiß avermals zusgesetzet und dem Letzt und Meistbietenden zugeschlagen werden solle. Signaruid Haselünne dem 22. April 177I. Ac Mander D. Judicis D. Riccius N. A.-Eöcker„Gerichtschr. AlusBeschl des Hochfürstl. Münstevischem Herrn= Gograven zum Sandwelle Doctoren Dyckhof wird jedem zur Wissenschaft angedienet, daß am Samstag, den 4. May, des Hinrichen Wesseling zu Holtwick Behausung so cum onere inharente auf 180 Rthlr. ästimiret ist, erga sohutionem litirart pretii plus orferenti verkaufet werden solle, wozu diejenige, so zu kaufen Lusi und Mittel haben, freundlichst eingeladen werden. Aus nemlichen Befehl wird der des Arrerstes entwichener Armenjäger Müllerhtemit zum rsten.=2ten und ztenmal edtstaliter ciI11 Alm Freytag, den ztemkünftigen Monats May Nachmittags um halb z sollen in dem ohnweit hiesiger Stadt gelegenen LobdenBusch 20 Haufen Holz nebst eitigen tausend Buschen dem Meistbietenden gegen baare: Zahlung verkaufet, wirden. Die Lust und Mittel habenden wollen sich alsdann belies big einfinden. Oiedem Kupferschläger Siberg zugehörige auf der Königsstraße dahier belegene Behausung mit dem Gehöffde soll künftigen Samstag den 4ten May, Nachmittags um 2 Uhr dem Reistbietenden verkaufet werden. Die dazu Lust und Mittel-haben, wollen sich um bestimmte Zeit in gedachter Behausung einfinden. Das in hiesiger Gruthstegge belegenes vom dem Schuster Eßing dermalen bewohn: tes Haus, wie auch die auf der Hollenbecker Straße belegene von dem Stücksunker Stuke: bewohnte Behausungssind auf künftigen Michaelis zu verheuren. Diejenige, deren Gelegenheit es ist, solche Häuser anzumiethen; können sich auf Dienstag, demitten May; Nachmittags um 2 Uhr aufm Rathhause: einfinden, und vorhim vom denen, Stadtstiret, um in Zeit von 6 Wochen dahier sich vor Gericht zusistiren, und auf des Filei fernere Klage zu antworten als widrigens wider selben näher statuirt wird, w. R.ist. gnatum Hoxsimar den 25. Aprib 177I. Ad-Decretum D. Gogravik Pro-Act. B. C. Bilpink,-A. Bispink, Nor Auf Befehl des Herrn Hofrathen Dectorn Groninger, als Richtern zu Borghorst, wird hiedurch kund gemacht, daß am sten künftigen Monats May eine sichere den Erben Spitael zugehörige binnen Borghorst stehenderund auf 400 Rthlr. ästimirte Behau fung mit dem Hof dahier gerichtlich verkauft werden soll. Sign. Lahr den 24 April 17/1. Ad.Decretum D. Judicis& Conf. aulici L.F. Oltman„ Act. Nachrichten. Kemneren das Heuer= Quantum vernehmen. Sign###n in Congregatione Senatus Münster den 19. April 17701. Fa Commitlione Senatus F. W. Cramer„ Seerer. ist im Kirchspiel alt Ahlen ein beym Enk„E mans Erbe behöriger Weidekamp, der wüste Hof genannt, haltend9 bis 10 Kühe Weide, sofort auf ein oder mehrere Jahrenzu verheuren. Welcher also zu solcher Anheurung Lust hat, wolle sich beym Herrn Kellner Zurmühlen auf St. Mauritz melden. Dain Gefolg vom hochpreislichen Geheimen Rath ertheilten Befehls auf der so genannten Windmühlen= Schänze bey dem neuen Platze dahier die Brustwehre denkolirtund sonst andere Arbeit vorgenommen diesfalls aber der Accord mit dem das wenigste: Fodernden grtroffen werden soll: So haben sich die zu solchem Accord Lust habende am isten May des Nachmittags um 2 Uhr auff gemeldter Schanze einzufinden. Münsterden 20. April 177r. Verwischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Turin, vom 26. Merz. Gestern ist die Prinzeßin Josephine, Braut des Grafen von Provence, aus hiesiger Hauptstadt nach Frankreich abgegangen; Ihr Gefolge bestehet aus 600 Personen, und Sie wird durch verschiedene Grenadiercom. pagnien bis an die Gränze begleitet werden. Noch vor der Abreise der Königl. Braut waren alle Tage große Festins, wobey sonderheitlich der Ambassadeur von Frankreich den schimmernden Glanz seines Hofes auch hier Lezeigt. Se. Majestät haben auch selbst diesen Minister in dem ohnweit der St. Theresen Kirchebelegenen Pallaste des Marquis d’Ormea herrlich bewirthet. Türkische Gränze, vom 2.April. Es wird gesagt, der Großherr habe einen großen Divan gehalten, und die Frage gestellet, ob bey der gegenwärtigen Lage der Sache der Krieg fortzusetzen sey oder nicht. Hierauf sey von den hohen Kriegsbedienten und Gesetzerfahrnen angefragt worden, ob es Sr. Hiheit an Geld und Leuten fehlete, um den Krieg fortzusetzen. Der Großherr habe geantwortet: nein; und alsdann sey die einmüthige Erklärung dahin ausgefallen man solle den Feinden einen so ansehnlichen Theil des Ottomannischen Reichs nicht in Händenlassen, sondern aus allen Kräften den Krieg wider die Russen fortsetzen. Runmehro soll die Türkische Armee, seitdem sie ihre Verstärkungen aus Albanien, Bosnien und Rumelien erhalten, aus mehr als 100 tausend Kämpferen bestehen, und noch ein Corps von gooo Janitscharen über das schwarze Meer erwarten. Man siehet demnach wichtigen Auftritten entgegen, zumal, wann dem so ist wie das Gerücht gehet, daß die Romanzowsche Armeein 4 Colonnen den Marsch nach der Donau angetreten habe. Wien, vom 12. April. Es will verlauten, daß eine gewisse Anzahl hoher Generalspersonen, die man auf 21 bestimmet, hieher berufen worden, um einige vorläußige Verhaltungsbefehle von Sr. Majestät, dem Kaiser selbst zu erhalten, damit sie sich bey jedem Vorfalle auch in Abwesenheit Sr. Majestät darnach richten können. Donaustrom, vom 18. April. Se. Majestät, der Kaiser, haben den HofPrediger, Hrn. Doctor Kreuer, zu Dero Beichtvater ernannt, welcher auch Se. Majestät auf Dero Reise nach Ungarn, wie man versichert, begleiten wird. Die seit einiger Zeit allhier gegangenen Gerüchte von einem Frieden oder Waffenstillstande zwischen Rußland und der Ottoman= nischen Pforte, sind nicht gegründet; vielmehr wird es gewiß zu einem ernstlichen Feld zuge der Armeen beyder Mächte kommen. Auf Seiten der Pforte ist zwar weniger Anschein vorhanden, daß von diesem Feldzuge mehr Vortheil, als von den vorigen, zu hoffen seyn werde; aber zu den Unsternen der Türken scheiner bey jetziger Zeit auch dieses zu kommen, daß sie von ihrem Stolze nicht ablassen können. Zur Versammlung der Kaiserl. Armee in Ungarn gehen die Anstalten fort, obgleich der Marsch der noch zu derselben bestimmten Truppen, kheils um dieselben nicht abzumatten, und theils auch, um den Unterthanen der Gegenden, durch welche sie marschiren, nicht ohne Roth besch werlich zu fallen nicht sehr beschleuniget wird. Potsdam, vom a3. April. Se. Majestät, der König.von Schweden, sind, nebst Dero Herrn Bruder Königl. Hoheit diesen Nachmittag um 1 Uhr, bey höchstem Wohlseyn allhier aus Brandenburg eingetroffen. Höchstdieselben werden sich einige Tage allhier aufhalten, und sodann Ihre Reise nach Stralsund über Berlin fortsetzen. Aus Italien, vom 14 April. Es läuft ein Gerücht, daß Corsica an Genug wieder werde abgetreten, und die Krone Frankreich sich mit Annehmung einer jährlichen Abgabe von 4otausend Liri begnügen werde.