Eltit Ihrer Churfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio den r. Merz. Aus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Herrn Gograven zu Herzfeld, Hofkamfk.Aae morben alle und iede CreI. Citationes Edistales merrathen Isinck, werden alle und jede Crechirares, so an den Jellern Lordenkemper, K. Liesborn, einige Spruch und Forderung haben, oder zu haben vermeinen, hiemit zum drittenmal offener Edictalweise verabladet, um ihre Forderung innerhalb9 Tagen nach Pudtication dieses beym Herzfeldischen Gogericht sub pona perpetui blentil zu proponiren und die darüber sprechende Urkunden in originalibits aur copiis authenticis samt einer richtigen Liquidation aller rückständigen Zinsen beyzubringen. Lignacum Herzfeld den 18. Februar 1771. Ex Mandato D. Judicis O. H. Gendt Sachen Revilionis& Difcullionis von # Wulff zu Füchtelen ist durch die Urtel vom r8ten Januar lausenden 1771sten Jahres Redistractio des Hauses Füchtelen und desseu sowol als des Hauses Berge Perti. neutien(welche bey letzterer Distraction ohn verkauft geblieben und worab die Verzeichnißbey diesem Intelligenzbtatt mirgerheiler II. Gerichtliche Notificationes. wird) in der unter dieser Verzeichniß euthaltener Maas erkannt worden und darzu termichus auf Dienstag, den I#ten künftigen Mo nats Martii Nachmittags 2 Uhr auf hiestger Regierungs=Kanzsey angesetzet; welches jedermänniglichen hierdurch öffentlich mit Koerhunnigiichen hzerrnlich ofentlich mir dem Anhang bekannt gemacht wird, daß die zum Ankauf Lusk tregende Lowol beym Pros tocoll des Regierungs=Seeretarii Doctoris Mulert, als auch in der Behausung des Advocati communis Creditorum Dodtoris Reine die über das Haus Füchtelen und dessen Hovesagt verfertigte Carte einsehen, und weitere Nachricht von den zu redistrahirenden Stücken einholen können. Hochfürstl Münsterische Regierung. und Gütern das freyadeliche Haus Hückelrieden und übrige von den Gerichts. Aestimatoren zu Löningen und Essen astimirte Allo. dialstücke, wovon die Specification so dem Intelligenzblatt sub dum. 6 beygesügt, nach gesehen werden kann, unter dem Vorbehalt, daß dielimt dem Befinden und rechtlicher Ordnuug nach er lieiraro pretio allenfalls beHus Besehl des Hochfürstl. Münsterischen friediget werden sollen, auf hiesigem HochHerrn Stadts=Richtern wird hiemitje= fürsil. Hofsaal den isten May und folgenden Tagen nach Maußgabe remwore fübhastationis formirenden Conditionen für in berührter Beylage benenntem EEitimaro ausgefeilet, und dem Meist= und Letztbietenden gegen wirklicher Erlegung des Kaufschillings gerichtlich zuerkennet werden sollen, weshal ber ein jeder so zu Ankaufung solcher Stücke Lusi und Mittel hat, an besagtem Ort und Tag sich einfinden und die Conchitiones vernehmen kann. Münster den 27. Febr. 1771. Ex spec. Colnmiltione D. Judicis frc. aul F. Starche canfe Ac. hausung samt Hinterhaus und dazwischen(Fswird hiedurch jedermänniglichen kund gelegenen Grund für die Summeac rsoo gemacht, daß am Samstag, den zten Rthlr. nochmalen ausgefeilet und, wenn Merz Morgens um 10 Uhr zu Haselüinne dermänniglichen kund gemacht, daß am Samstag, den aten Monats Martii des Nachmittags um 2Uhr auf allhiesigem Gruetsaal der ohnlängst ohnverkanft gebliebener dem hiesigen Seifensiedern Wenner zuständiger und auf der Höxter Straße dahier belegener Hausplatz mit dem Gehöfde für dem Eitimato aa 175 Rryu“, wie auch die ohnlängst ohnverkauft gebliebene, dem hiesigen Krameramtsverwandten Henrich Joseph Hassenkamp zuständige, und auf der Cle mensstraße dahier lüb Num. s3 belegene Be und, wenn alsdann keine Käufere sich dazu melden wür den obgedachter Wenners Hausplatz sowol als die Hassenkamps Behausung mit übrigen Zubehör per minorationem bis auf eine sicherein adu diltractionis determinirende Summe gegen baare Zahlung verkaufet werden sollen. Signat. Münster den 23. Fedr. 1771. De Mandaro D. Judicis urbici J. H. Watiendorf, Gerichtschr. Hus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen weltlichen Hofgerichts wird hiemit jedermänniglichen kund gemacht, wie daß in Aeusserungs=Sachen Mauritz Carl Theodor von der Horst zu Hückelrieden sämtl. Haab III. Vernischte Nachrichten. Haauf gnädigsten Befehl Sr. Churfürstl. O Gnaden die auf den 6ten, 8ten und oten Merz ausgeschriebene Kirspels=Rechnungen bis auf den a5sten, 2bsten und ersten Merz ausgestellt werden sollen, so wird solches hie mit bekannt gemacht. Münster den 2ssten Februar 1771. C. R. Graf von Mervew., Drost. am gewöhnlichen Gerichtsplatz das zwischen Reinharz und Finkelnbergs Häusern zu Haselünne in der Hasestraßen belegenes ehemaliges Kaboisches, jetzt dem Johan Theodor Nieman zuständiges zu 285 Rihl von den beeideten Gerichts=Aestimatoren werdirtes schatzbares Wohnhaus gerichtlich dem Meist bietenden solle verkaufet werden, wer dazu Lust und Mittel hat der kann sich an bestimten Ort und Zeit einfinden. Lignat. Haselünneden 18.Febr. 1771. Ad Mandarum D. Judicis D. Rircius N. A. Bödiker„Gerichtschr. Carls Botanisch medicinischer Garten worinnen die Kräuter in nahrhafte, in heilsame und in giftige eingetheilet sind, in 8vo 20 Sor, Lusders Briefe über die Bestellung eines Küchengartens in Niedersachsen: 8. 16 Ggr. Dahurons vollständiger Gartenbau, darinnen sowohl von einheimischen als ausländischen Gewächsen, Blumen u. Bäumen Nachricht gegeben wird, nebst einemünterricht von der Bienenwartung, Baumzucht und einem Verzeichniß des besten FranzObstes mit Kupf. 18 Ggr. Krausens kluger und sorgfältiger Gärtner mit Kupf.9 ggr Hönrets Anweisung zu vortheilhafter Anlegung und Unterhaltung eines wohlbestellten Blumen=Gartens. 8 10 Ggr. Zeihers vollständiger Unterricht von Küchengewächsen; nebst ausführlicher Beschreibung derselben. 2 Rthlr. 20 Ggr. Millers Gärtner=Calen= der 8. Engels verständige Garten=Meister 9 Egr. Grotjans vollständige Abhandlung von dem Bau der Levcojen, Nelken und Auriculn, 12 Ggr. Grotjans ergötzende Sommerbelustigungen 16 Sgr. Griedingers vollständiges Bienen=Magazin, in welchem von der Bienenpflege gehandelt mird, mit Kupf. 1 Rthlr. 16 Sgr. ordnung, erforderlich semm wvill, dren erzionisten aus der Amtrspeckschen Famit= iu benennen, welche nach Inhalt solcher F.ndation entweder behuf ihrer Studun oder Erlernung eines Handwerks, von degen Fundations.=Einkünften Aumn n=#gen u. sollen. Alswird denenjenigen so zu folchen Genuß qualificirt zu seyn vermemnen, bekant gemacht, gestalten sie sich binnen 2 Monaten bey denen zeitlichen Herren Burgermeistern zu Warendorf, als Executorihus perperuis mit gehöriger Qualification zu melden baben, ansonst nach Umlauf solcher Frist die Portionisten fundationsmäßig bestellet, und die nachmals sich meldende abgewiesen werden sollen. (Ein in seiner Kunst erfahrener Gärtner, der mehrere Jahren bey Herrschaften gediener auch 4 Jahre in Amsterdam in Condition gestanden, suchet als Gärtner bey einer Herrschaft anzukommen. Das Intel. Comt. giebt weitere Nachricht. Es verlanget jemand einen vor dem Neuen oder Neubrücker Thor belegenen Garten zur Heuer. Das Intel. Comt.gibt Nachricht Qa in Kraft der von weiland Herrn Johan Amersbeck, Pastoren ad fandum Servatium binnen Münsier, im Jahr 1722errichteter Fundation und testamentarischer VerVermischte Neuigkeiten Aus Italien, vom 5. Februar. Endlich hat man die gewisse und bestätigte Nachricht von dem vorgefallenen Gefechte zwischen den Rußischen Schiffen und der Türkischen Flottille erhalten. Erstere konnten nicht mehr thun, als daß sie das letzte Schiff ersagter Flottikle, das eine reiche Ladung an Bord hatte, plünderte; aklein es läßt sich gar nicht begreifen, wie dieses einziges Schiff wieman sagt, sich noch mit der Flucht habe retten, und mit der Türkischen Flottille wiederum vereinigen können. Paris, vom 6. Februar. Der Herzog von Praslin hat die Erlaubniß vom König erhalten, sich zu WiederherIenn jemand eine Obligation von 5o0 Rthlr. an sich lösen, oder gegen genugsame Versicherung ein Capital von 500 oder 1000 Rthir, gegenz und ein halb pro Cent, zu belegen Willens ist dem kann das Intel. Comt. hierzu Anweisung geben. von verschiedenen Orten. stellung seiner Gesundheit nach Paris zu begeben; auch glaubt man, daß die Disgrace des Herzogs von Choiseul nicht von langer Dauer seyn werde. Venedig, vom 9. Februar. Man hat die versicherte Nachricht mit Briefen vom zten December aus Cairo, daß Ali=Bey weder Gedda noch Mecca mehr im Besitze habe. Die Araber, unter Anführung des Cherifo haben unvermuthet das Egyptische Heer überfallen, und sind in beydePläbe siegreich eingezogen, nachdem sie die sämtliche Besatzung zu Gedda von 2000 Mann his aufre. Meichslich-Ailn bis auf 1s, welche sich mit dem daselbst commandirenden Officier des Ali=Bey mit der Flucht gerettek niedergesäbelt hatten. In beyden Städten sind dicht wenige von den Einwohnern umgekommen. Indessen sagt man, Ali=Bey sey auf eine neue Ausführung in den dasigen Gegenden bedacht, und wolle zu gleicher Zeit eine andere auf das gelobte Land vornehmen, worzu die ersten Schritte bereits gemacht seyn. Zum Glücke ist einigen Handelsleuten aus Cairo, welche mit vielen Waaren bereits abgereiset waren, in der Hoffgung, sich zu Geddu vortheilhaft niederzulassen„ auch den mit ihnen abgegangenen Mitions, Geistlichen noch auf ihrer Dahinreise dieser unverhoffte Wechsehhinterbracht worden,; so, daß sie den Folgen die vermuthlich für ihr Leben und Etter von den bedenklichsten würden geworden seyn noch bey zeiten haben atzsweichen können. Wien, vom 13.„Februar. Der hohe Kriegsrath hat an alle Chefs der Infanterieregimenter eine aus 12 Artikeln bestehende Insteuctien zu ihre Nachachtung austheilen lassen. Neulich ist noch ein anderer Courier ven Berlin angekommen, und man behauptet, daß dessen mitgebracht Depeschen sehr wichtige Dinge beträfen, die ihren Bezug auf die dermalen Kriegführende Mächte haben. Die inn= und ausländische Ministere pflegen öfters Unterredungen und in dem hohen Cabinet wird vieles gearbeitet wovon der ehebaldige vermuthende Ausschlag der wichtigen Geschäfte das Verläßlichelehren wird. Donaustrom, vom i3 Febr. Man erinnert sich nicht seit geraumerZeit, so#viele Courière zu Wien auf= und abgehen gesehen zu Haben. Als etwas besonders wird angemerket, daß diese Couriere meinens Staabsoffieiere sind, welche ihre Briefschaf. ten aus den allerhöchsten Händen des Katsers empfangen und Se. Majestät, der Kömobom Preuffn, sollen dieses auf gleiche #rt theobachten. Der Courier, welcher ven dem Rußischkaiserl. Hofs aus Perersburg bisher zuWien zurück erwartet worden ist noch nicht angekommen, weswegen dann auch die Bestimnuug des Kaisert. Königl. Botschafters; Fürsten von kobkowitz, zur Zeit voch verschoben bleibt. London, vom 1a. Februar, Die von dem Unterhause in Vorschlag gebrachte Addresse an den König gieng dahin: 4 Sr. Majestät die aufrichtige Zufriedenheit der Kammer zu bezeugen, da sie jähe, daß der König von Spanien gemäß Derogerechten Begehren, die gewaltsame Unternehmung wider Port Egmont auf der Insul Falkland mißbilligt und sich anheischig gemacht hat, unmittelbar Befehl zu ertheiten daß alle Dinge in die Lage worin sie vor dem Zeitpuncte besagter Unternehmung waren, zurückgestellt werden sollten., Ferner die Hoffnung anzuzeigen, daß die von Sr. Majestät durch Dero Verhalten bey dieser Gelegenheit geäusserte Bescheidenheit, indem Sie die ubrigen Mächte Euröpens vermöget hatten Dero Adsichten zur Beybehaltung der allgemeinen Ruhe beyzutreten, das Mittel seyn werde, Sr. Majestät und Ihrem für den daurhaften Genuß des rühmlichen Friedens die Gewähre zu leisten.„Endlich Se Masestät zu versichern, daß Dero getreue Gemeinen bey allen Vorfallenhe ten standhaft beharren werden, Höchsidenselben den beeifertesten Beystand zu verschaffen. Kurzgefaßte Reuigkeiten. Ein deutscher Hol hat beh den Genuesern ein Darlehn von sechsmal hundert tausend Gulden aufgenommen; diejenige Person, welche gemächt, daß sölches zu Stande gekommen, hat ein compleees Sevice von Sächsischen Porcillain zum Gescheuteerha# ten. Durch das Treibeis hat sich ohngefähr 2 Meilen unter Breuen die Weser Löllig angeSämmet, und große Verheerungen angeriche tet. Ver einiger Zeit behauptete man, daß die Russin in kurzem das Königreich Pohlen räumen würken; jetzt aber gebet ein Gerücht daß ein graßes Corps derselben mit einem ansshalichen Zuge Artislerie im Marschese# um m ögsselbe von neuem einzurücken.